Dienstag, 14. Juli W Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8V, Uhr desVormittagS Anzeigen-Preife für die Mllimeter-Zetle von 22 Mllimeter Breite: 7Rvf. für Familtencm- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Fernfvreckanfchlnk 2251 Druck und verlagz WtfMIlGaMmnrfjm' vrSHIsthe Unioerftt6tsi>niainb der € jpthematw »Meilen i iiir un| fit kleinste' itötm 3' üi#v trüber. N ihm Anstr «i Tag w Weingärten iRitnii die' Schweiß pnsche ob H immer ivchbrach Ä Soutz lohnenbrü k dem Ae lit höhere, ire Weile »eschchene en Bohne Leis« ein lurden sie Her eii ten Töpfe wrseligen Mit. Die irebenden iber die I । Schön i >elchen ih Eden, ohi icher M und ii daß in Ihrem Zimmer plötzlich jemand eindrmgt. der mit dem Revolver auf Ihre Brust zielt, auf die Brust wohlverstanden und nicht auf den Rücken oder den Hinterkopf. Sie klingeln. Sie schreien. Sie reißen das Telephon herunter, Sie stürzen sich auf den Kerl, um ihm die Waffe aus der Hand zu schlagen, irgend etwas tun Sie, aber Sie lassen sich nicht kalllächelnd erschießen. Und weil der Betreffende, der diese Absicht haben sollte, das weiß, darum ver. sucht er es gar nicht erst. Wenn ein Verbrecher, in der Absicht zu rauben, überhaupt eine Waffe bei sich hat, und er betritt ein Hotelzimmer, in dem er wider Erwarten den Bewohner anwesend findet, dann zieht er sich mit einer Entschuldigung zurück, aber er schießt nicht. Oder — allenfalls — müßte er überrascht worden sein. Aber dann hätte er sich die Mühe gemacht, den Toten anders herumzulegen und dem Revolver einen andern Platz zu geben.. . ziemlich unwahrscheinlich, daß er ihn dann hat liegen- lassen! Nein, Butenschön! Wer hier geschosien hat, der war über seine eigene Tat so erschrocken, daß ihm die Waffe aus der Hand gefallen ist, und er überhaupt nicht mehr an sie gedacht hat! Und dieser Mann — wie heißt er? Bareiro war nicht entsetzt über das Eindringen seines Mörders, er hat nicht mit ihm gerungen, ist nicht vor ihm geflohen, er hat ihn wie einen Besuch empfangen — aber wer war dieser Besuch? Wen überhaupt hat Bareiro hier empfangen, und wen zilletzt? Vor ein paar Stunden?" Mit einem Aufseufzen wendet sich Bauer wieder auf seinem Stuhl um und betrachtet mißbilligend was Lürsen ihm unterdessen auf die Schreibtischplatte gelegt hat... höchst unergiebig! Ein paar Trambahnbillets ... und nicht einmal von derselben Strecke. Wenn der Mann wenigstens immer an derselben Haltestelle ausgestiegen wäre, es wäre ein winziger Hinweis! Einen Zettel als Zeichen zwischen die Blätter des Telephons gelegt — nicht einmal eine Nummer darauf geschrieben Herr Ba- retro hat einem die Sache nicht gerade erleichtert! (Fortsetzung folgt,) ablenken würde." .r, Das jüdische „Weltblatt" steht sichtlich zwilchen Tür und Angel. Es ist zwischen die Mühlsteine seiner Herzenswünsche und der Wirklichkeiten gekommen. Um das Gesicht zu wahren, beugt es vor. Den Sowjets aber brennt das Dach über dem Kops. Die „Prawda" bricht in die geflügelten Worte aus: Die faschistischen Hunde versuchen die Lebenszen- t'ren unseres Landes zu erobern." Das stimmt haargenau. Unsere Aufgabe ist nicht, die Schaffung einer zweiten Front in Europa als „unmöglich" nachzuweisen; wie gesagt, die deutsche Kriegführung handelt so, als ob der Versuch zur Schaffung der zweiten Front morgen erfolgen würde. Wir wollen nur die Unteilbarkeit dieses Krieges begreifen, aus den vielfältigen Wechsel- und Rückwirkungen die Größe der Leistungen empfinden, die alle nur dem einen Zweck des Sieges gelten und die Bedeutung der Initiative erkennen. Initiative haben heißt: dem anderen das Gesetz vorschreiben. Selbst wenn Engländer, Amerikaner und Sowjets heute über die zweite Front diskutieren, folgen sie dem Gesetz der Initiative, das in der Hand des Führers liegt. Sie sind nicht frei in der Wahl der Zeit und des Ortes; in ihrer Hand liegt — angesichts ihrer Unzulänglichkeiten — nur die Grundfrage: ob sie überhaupt wählen können oder sich um die „zweite Front" mit „Erfatz"-Mitteln oder Täuschungen Herumdrücken. Dr. Ho. Generaloberst Halder 40 Jahre Soldat. Berlin, 13.Juli. (DNB.) Am 14.Juli begeht der Chef des Generalstabes des Heeres, Generaloberst Halder, fein 40jähriges Dienstjubiläum. Durch die Verleihung des Ritterkreuzes nach dem Polenfeldzug und die Beförderung zum General- oberften nach dem Sieg im Westen ist die Persönlichkeit des jetzigen Chefs des Generalstabes auch der breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Franz h a l d e r , der 1884 in Würzburg geboren wurde, stammt aus einer bayerischen Offiziersfamilie. 1902 trat er als Fahnenjunker in das 3. bayerische Feldartillerie-Regiment in München ein, wurde 1904 Offizier und 1911 zur bayerischen Kriegsakademie kommandiert. Als Oberleutnant rückte er 1914 ins Feld und war seit 1915 Hauptmann und Generalstabsoffizier. Er nahm an den Schlachten in Lochringen, im Argonnerwald, vor Verdun und an der Somme teil. 1917/18 war er dem Heeresgruppenkommando Kronprinz Rupprecht als Generalstabsoffizier zugeteilt. 1919/21 wirkte er im Reichswehrministerium am Aufbau des Reichs- Heeres mit. Als Oberstleutnant war er 1930/31 in der Ausbildungsabteilung des Generalstabes tätig, wurde 1931 Chef des Stabes der 6. Division in Münster, 1934 Artillerieführer VII in München, 1935 Kommandeur der 7. bayerischen Division. Als Generalleutnant war er im Generalstab des Heeres, feit 1937 Oberquartiermeister. Am 1. September 1938 ernannte der Führer den zum General der Artillerie Beförderten zum Chef des Generalstabes des Heeres. In dieser Stellung ist er im grohdeut- fchen Freiheitskampf einer der nächsten Mitarbeiter des Führers. Das Ritterkreuz für Oberst Baade. NSG. Unter den neuen Ritterkreuzträgern befindet sich wiederum ein Soldat unseres Gaues, der Kommandeur eines Darmstädter Schützenregimentes, Oberst Günter Baade, der wesentlich zu den großen Erfolgen des Deutschen A f r i- Gäste ein Sonderlob erteilt hatte, Erwin also nahm in Begleitung eines Beamten eine Untersuchung aller Räume vor. Falls die Zimmer durch ihre rechtmäßigen Einwohner besetzt waren, konnte er sich mit einem Irrtum entschuldigen, ohne Aufsehen zu erregen. Außerdem hatte er ein glänzendes Gedächtnis und kannte jeden, den er einmal bedient hatte. Es konnte ja sein, daß ein verdächtiges Individuum sich noch in der Nähe verborgen hielt, ein leerstehendes Zimmer ausgesucht hatte, durch ein Geräusch gestört, am Verlassen des Hauses gehindert war, vielleicht sogar in der Absicht, an den Tatort zurückzukommen, um eine Plünderung gründlicher fortzusetzen. Aber der Streifzug verlief ergebnislos. Und allem Anschein nach hatte der Raubmörder, wenn es sich um einen solchen handelte, auch Zeit genug gehabt, um seine Arbeit gründlich zu tun: im Zimmer des Ermordeten fand sich nichts von Geld oder Wertsachen — außer dem, was der Tote bei und an sich trug — und das war verblüffend wenig. Also doch ein Raubmord? Kriminalrai Bauer sträubte sich gegen diese Ansicht. Der Prozentsatz der Raubnwrde war seiner Erfahrung nach weit geringer als man gemeinhin annahm. Außerdem ließ ein Raubmörder höchst selten seine Waffe am Tatort zurück — und schon gar nicht, wenn er Zeit genug hatte, alles von Wert mitgehen zu heißen. Irgendein persönliches Motiv — eine Tat der Rache, der Leidenschaft — das mar weit eher anzunehmen. Es erschwerte die Lage etwas, daß man so wenig von dem Toten wußte. Wen hatte er sich zum Feind gemacht, wer hatte etwas von ihm zu fürchten? Bauer telephonierte viel und lange mit den zuständigen Stellen, und Fräulein Voigt von der Telephonzentrale mußte ihre Nerven sehr zusammen- reißen, als sie einen Teil dieser Gespräche mitanhörte, auch wenn sie in ziemlich unverständlichen Ausdrücken geführt wurden. Auch diese Teleohon- gespräche zeitigten fürs erste kein positives Ergebnis: der Mann war weder dem Paß noch der Personalbeschreibung nach irgendwie bekannt. Er schien keiner internationalen Verbrecherorganisation unten und zäh verteidigten Befestigungsanlagen von 53 ad) e i m vor. Unter der Führung des Obersten Baade in vorderster Linie durchbrachen ^Schutzen nach 24Mndigem ununterbrochenem Kampf die feindlichen Stellungen unb drangen im Nahkamps in die Wasserstelle em. Dem Angriffsschwung öer deutschen Soldaten mar her Feind "lch- gewachsen, in heftigem Ringen wurde der zähe Widerstand der Besatzung gebrochen. fiuimim bestimmter Fachrichtungen berechtigen. De. Werber, die die Begabtenprüfung oder die e-vnder. reifeprüfung bestanden haben; Absolventen aner kanntet Fachschulen, die ohne Sonderreife Prüfung zum wissenschaftlichen Studium einer bestimmten Achrichwng berechtigt sind. Eine V°rau- -s° - mirö durch Regimentskommandeure des Fellcheeres auf Grund der Erfahrungen des Krieges bei den Annahmestellen durchgeführt. Psychologische Erg- nungsprüfungen finden nicht statt. Die E i n st e l - lUna hat die Reise bzw. die Zuerkennung der vor- reitioen Reise (Ende der 7. Klasse, oder das Be- sieben der Begabten- bzw. Sonderreifeprufung zur Voraussetzung. Die übrigen Bedingungen sind aus dem Merkblatt ersichtlich, das bei allen AnnÄ)ir^- stellen und Wehrbezirkskommandos erhältlich rst. Die nächsten Einberufungen finden voraussichürch Anfang 1943 statt. Das Einstellungsdatum wird den angenommenen Bewerbern rechtzeitig imtgeteilt. Nähere Auskünfte erteilen die Wehrbezirkskommandos. Kriegseinsatz im Schulzeugnis. Für die Schüler und Schülerinnen, die im lang- fristtgen Einsatz zur Sicherung der Ernährung ge- . standen haben, ist die Aufnahme eines entsprechen- den Vermerks in das Zeugnis am Schluffe des Schuljahres angeordnet worden. Ein solcher Vermerk ist jedoch nicht angebracht bei einem außerhalb der Schule geleisteten Einsatz, über den die Schille fern Urteil abgeben kann. Falls ein Bedürfnis nach emer Bescheinigung über den Ehrendienst bestcht, mrro diesem besser von der HI. entsprochen werden. Abschriften dieser Bescheinigung sind den schulen zuzuleiten, um das Bild von der Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Schüler zu ergänzen. Aus aller Welt. Von heißer Milch verbrüht. Im Kindergarten in Riol bei Trier hatte man Milch gekocht und sie zum Abkühlen auf die Fen- sterbank gestellt. Ein plötzlich auftretender Sturm drückte die Fenster auf, so daß sich die heiße Much auf die in unmittelbare Nähe des Fensters ruhenden Kinder ergoß. Die Verbrennungen waren so schwer, daß drei Kinder in bedenklichem Zustand ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Von der Sensenspihe getroffen. Wie vorsichtig man mit Sensen umgehen muß, auch wenn sie gesichert sind, zeigt ein Vorfall in Erndtebrück. Das IV.jährig- Töchterchen eines Reichsbahnarbeiters hatte w! seiner Großmutter die Angehörigen aufgesucht, die auf der Wiese mit dem Heugrasmähen beschäftigt waren. Auf dem Heimweg hatte sich die Großmutter mit dem Kind auf den beladenen Heuwagen eines Landwirts gesetzt, ohn" daß dieser hiervon eine Ahnung hatte. Unterm-y steckte er seine geschützte Sense von hinten in Das Heu. Dabei traf er das auf dem Schoß de Großmutter fitzende Kind mit der Sensenspitze in Den linken Oberschenkel. Der Arzt vermockte das urch den starken Blutverlust bereits sehr geschwächte Kind nicht mehr zu retten: es starb bereits auf dem Wege nach Hause. Kunst und Wifsenschast. Goldenes Dokiorjubiläum. Von Tobruk bis El Alamein Von Kriegsberichter Lutz Koch. ..., 14. Juli. (DNB. Funtfpruch.) Vor drei Wochen haben die Truppen der Panzerarmee Afrika die stärkste Wüstenfestung Tobruk mit stürmender Hand genommen. Bardia, Capuzzo, Sollum, Sidi Mad- dalena und Halfaya hießen die Stationen des Eindringens auf ägyptischem Boden. In immer neuen Südfchwenkungen suchte Feld mar sch all R o m m e l die Umklammerung des Feindes von der Wüste her, den er immer wieder in seinen kreisend vorgeworfenen Flügeln am Meer überrundete, zweimal stellte er ihn so, einmal vor Tobruk, wo der Feind teilweise südostwärts aus dem noch nicht fertigen Kessel entrann, schwer niederschlagend aber in Marsa Ma- irut, der bedeutenden Hafenstadt, einem neuen Tobruck nach dem Gewicht der Verteidigungsanlagen, nach der Zahl der Geschütze, den meilenweiten Verdrahtungen, den sorgfältigen Verminungen und her Raffinesse einer sich überdeckenden Abwehr, die nur mit größten Kräften und nach sorgfältiger Vorbereitung einem intakten Gegner gegenüber hätte erobert werden können. In Marsa Matruk zeigte her Tommy, ber Tobruk verloren hatte, daß er Aegypten um jeden Preis halten wollte. Die Divisionen, die jetzt schon sechs Wochen in einem dauernden Nerven und Kräfte fressenden Kampf lagen, schlugen auch die von Auchinleck schnell herangeführten Reserven, der, nachdem Ritchie abgelöst worden war, versuchte, mit der Autorität seiner eigenen Person die Lage zu retten. Rommels Armeestab griff mit der blanken Waffe, mit Maschinenpistolen und Karabinern in diesen Abwehrkampf gegen einen mit wilder Verzweiflung die Freiheit im Süden und Osten suchenden Gegner ein. Nach der Kesselschlacht, die Marsa Matruk, den gewaltigen Festungsbau mit einem Durchmesser von nahezu 50 Kilometern, in die Hand der deutschen und italienischen Kämpfer brachte, war die letzte Hoffnung Auchinlecks das riesige Bollwerk der E l - A l a m e i n - S t ellu n g , ein Sperr-Riegel größten Ausmaßes vor dem Nil-Delta. Alle verfügbaren Divisionen, hie gesamte Heeresartillerie und die letzten Reserven an Flugzeugen schaffte Auchinleck dorthin. Mit einer bisher nur in wenigen Gefechten beobachteten Zähigkeit klammert sich der Brite in der klaren Erkenntnis der schweren Bis jetzt war noch niemand ermittelt, der einen Schuß gehört hatte. Herr Nottebohm bestand daraus, daß irgend jemand den Schuß gehört haben müßte, er erbot sich eifrig, das ganze Personal herbeirufen zu lassen ... so als könne er durch Zeugenaussagen die unangenehme Tatsache aus der Welt schaffen, daß überhaupt ein Schuß gefallen war. Irgend jemand hätte ihn doch sonst gehört haben müssen! Er wiederholte bas so oft in seiner Verwirrung und Aufregung, daß Bauer ihm lächelnd und beschwichtigend die Hand auf die Schulter legte: „Geschossen worden ist, mein Bester, das steht nun einmal fest! Eine Kirchenstille herrscht nicht in einem Hotel, und eine moderne Waffe macht nicht einen solchen Knall, daß die Wände davon wackeln. Lassen Sie die Leute ruhig bei ihrer Arbeit! Es ist taum anzunehmen, daß der Koch, wenn er unten mit seinen Töpfen klappert, hört, wenn hier oben ein Schuß fällt. Wer bewohnt die Nebenzimmer, rechts, links, gegenüber?" Einige dieser Zimmer waren am Morgen freigeworden, und wurden erst nach dem Gintreffen der Abendzüge wieder besetzt. Die ältere Dame von hundertdreiundfünfzig war gegen fünf zum Tee in die Halle gegangen, und hatte ihren Platz unten seitdem nicht verlassen, wie sich unschwer ermitteln liefe. Der Kellner Erwin, ber sich überhaupt als sehr nützlich erwies und sich der Wichtigkeit seiner Aufgabe sehr bewußt war — besonders feit ber Kriminalrat „sehr vernünftig" gemurmelt hatte, weil Erwin das Zimmer nicht betreten hatte, und Hei? Nottebohm ihm für die sofortige Beruhigung der denn je." LlGA.-Truppen in Kanada. Li ssabon, 13. Mi. (Europapreß.) Heeresver- bände der Vereinigten Staaten sind nach amtlichen Meldungen aus Washington in Kanada stationiert worden. Die Verlegung weiterer Einheiten nach Kanada soll in Kürze erfolgen. — Die Verlegung nordamerikanischer Truppen nach dem britischen Dominion Kanada bedeutet den bisher wichtigsten Schritt der Vereinigten Staaten zur machtinäßigen Sicherung ihrer Vormachtstellung in ber westlichen Hemisphäre. Dieser Prozeß begann mit ber lieber« lassung militärischer Stützpunkte in englstchen Besitzungen der westlichen Hemisphäre gegen Hergabe von 50 nord amerikanischen Zerstörern aus ber Weltkriegszeit. Erst gestern wurde die Uebernahme des Oberbefehls über USA.-Seestreitkräfte auf den britischen Bermudas durch den nordamerikanischen Konteradmiral James bekanntgegeben. USA.- Truppen haben ferner strategisch wichtige Punkte der Republik Panama, Stützpunkte in V e n e ° zue la und in verschiedenen anderen kleinen stid- amerikanischen Staaten besetzt. K 6,e( &Ä»uU' L-nn L iE JW ©erben! Englische Blätter fordern zweite Front. - • - - - .. t ten können das Vertrauen in die britischen Waffen e nicht gestärkt Haden. Viele Politiker machen aeltend, - daß wir nicht an eine neue Front denken dürfen be- ' vor nicht die Lage in Nordafrika geklart ist. Trotz x vieler Gefahren, die mit der Errichtung einer zwei- Am 16. Juli feiert der emerit. Ordinarius Zoologie an her Universität Berlin, Prvf. Dr. Richard Hesse, fein Goldenes Doktorjubiläum. Prof. Hesse, der 1868 in Nordhausen geboren wurde, promovierte nach einem Studium in Greifswald und Tübingen 1892 in Halle mit der Arbeit: „Nervensystem der Ascaris", wurde bann Professor in Bonn und 1926 in Berlin, wo er bis zu seiner Emeritierung 1935 lehrte. In sechs Auflagen erschien sein Buch „Abstammungslehre und Darwinismus". L i s s a b o n , 14. Juli. (Europapreß.) Im Vordergrund der englischen Presse stehen am Montag, rote sich „News Chronicle" ausdrückt, „b i e erschütternden Meldungen von der Ostfront . Unter dem Eindruck her militärischen Lage m ber Sowjetunion fordern die Blätter dringend Hilfe für den sowjetischen Alliierten, wenn nicht anders möglich, so durch die sofortige Eröffnung einer zweiten Front in Europa, wenn auch keine Zeitung zu sagen vermag, wie unh wo diese zweite Front mit einiger Aussicht auf Erfolg errichtet werden könnte. So schreibt „News Chronicle": „Die deutschen Erfolge sind geradezu erstaun- lich. Die Widerstandskraft der Sowjets ift im Weichen, und das, was vor einer Woche nur Anzeichen des deutschen Vormarsches waren, ist jetzt in die Tat umgesetzt worden. Schritt für Schritt geht ber deutsche Vormarsch weiter. Unter diesen Umständen wäre es geradezu befremdend, wenn die Sowjetunion nicht nach ihren englischen und nordamerikanischen Freunden blickte, um sie an die E r f ü 11 u n g b■ e s Abkommens über die Errichtung einer zweiten Front zu erinnern, das bei her Anwesenheit M o -- l o t o w s in London und Washington getroffen worden ist. Ans militärischen und anderen Gründen dürfen wir diese Herausforderung nicht länger ertragen. Unter großen Risiken und schweren Opfern haben wir bis zum 2leußersten unserer Möglichkeiten Kriegsmaterial nach ber Sowjetunion gesandt. Dies wird von den Sowjets anerkannt, ebenso wie sie Bescheid wissen dürften über die Vorrangstellung, die Aegypten durch die unerwartet schwere Niederlage auf diesem Kriegsschauplatz em- nehmen muß. Aber auch die Niederlagen in Aegyp- Folgen einer neuerlichen Niederlage an hie tiefein- schnittenen Werke hinter mächtigen Verdrahtungen und einem breiten Minengürtel, der die Alamein- Stellung zu einem ber größten Festungswerke an der nordafnikanischen Küste macht. Immer wieder schicken die Engländer, denen Ne> 1 feelänber und Inder zur Seite stehen, ihre Pau"- vor. In wenigen Tagen oerfieren sie 35 Panzer ml- teilweise in unsere Stellungen eindrecyend, oor; ber Artillerie in direktem Beschuß zusammengehauen werden müssen. Wo eine Bresche geschlagen ist, werfen sich selbst leichtgepanzerte Aufklärnngskräfte hinein und schließen totbereit die ßüde. Die Front hielt trotz eines Trommelfeuers von Granaten, das sich, von To zu Tag steigernd, unter einem ungeheuren Munittonsaufwand gegen die in tiefen Deckungslöchern liegenden Soldaten unserer Divisionen warf. Auf eine schmale Angviffsstelle wurden in einem kurzen Zeitraum 3600 Granaten verschossen, aber als die Neuseeländer angriffen, wurden sie mit blutigen Köpfen zurückgeschlagen und verloren nahezu 1000 Gefangene. Tiefflieger und Bomber werden an manchen Tagen fast pausenlos auf die Linien der Achsenstreitkräfte angesetzt, die Nächte sind echellt von dem Licht ber Leuchtfallschirme, die tastend über der Wüste längs dem Vorfeld ber Alamein-Stellung schweben, um den nachkommenden Bomberverbänden bas Ziel zu weisen. Auchin- Aus dem Reich. Oie aktive Offizierslaufbahn des Heeres Die Meldung als Bewerber für die aktive Offizierslaufbahn des Heeres kann jederzeit erfolgen, sobald der Bewerbu' 16 Jahre ;:lt ist und sich in ber 5. bis 8. Klasse (Schuljahr 1942/43 höherer Lehranstalten bzw. den entsprechenden Klassen unterstehender Schulen) befindet. Das Gesuch erfolgt bei dem nächsten Wehrbezirkskommando oder einer Annahmestelle: Annahmestelle 12 Wiesbaden, Bertramstraße 3—5. Zur Bewerbung werden zugelas- Wennw riebet um uns ber f tier auch len. Um pif >-lin bic 1 &nu& gij ■Mfliftung' twigserfdjf hing ber das ( nur । Minelt m kmtn Ph vorzul ^Nimehi udrrzeugt * W Mich sch ? solche h tabeHo- Wie P ^Mmelm Echte foltern. der kein einer wird Ab. a zu. igfeit des Tarn Prof. Bacmei- vierte io ich 1910 der Arz! Wmmeo Zeit ifl iften uni rchef^ t er stell' jen Ais- deutsche". runo. deshauot' l.Ausfte- § gebend sen Naive lendel, 3U Schlesien eindrinfft. I, Ulfen w? Sie rc 4 auf 6” sich m® Ä* anirt wttiL ffebetf" "5® hat M* :»r ius für • Dr. Ri- i. Prof, de, pro- llL wrd Nerven- n Bonn meritie-; ien sein 3". „Das große Spiel", die Kämpfe nur . ballmannschaft gezeigt werden, ihr Partner fedoch völlig im Hintergrund bleibt. R. A. Stemmte, der Regisseur des Films, hat versucht, die Leistung einer bestimmten Mannschaft vom Kameradschasts- aeist her zu motivieren und durch Herausstellung persönlicher Bindungen und Verwicklungen die Gefahren aufzuzeigen, die einen solchen Zusammenhang gefährden können. Trotz ernsthafter Zerwürfnisse zwischen einzelnen Fußballern, bei denen m der Hauptsache Frauen eine Rolle spielen, wird doch alles zum guten Ende geführt. Unter den Darstellern fallen Rene Deltgen, Gustav Knuth und Josef Sieber auf. Die Frauenrollen sind mit Mana Andergast und Hilde Jansen besetzt. Der Schlußteil des Films, das große Entscheidungsspiel ist farbig gedreht. Hans-Hubert Genseri. „Zwischen Grenzen und Zeiten." Heinrich Zillich will seinem 1937 erschienenen Buch „Zwischen Grenzen und Zeiten" einen zweiten Band folgen lassen, an dem er zur Zeit arbeitet. Der Roman spielt in Siebenbürgen, er beginnt vor 1914 und reicht bis in die ersten Rachkriegsjahre: Hauptthema ist das Schicksal der Siebenbürger Sachsen in ihrem.Zusammenleben mit Rumänen und Ungarn, also das völkische Thema, das allen Buchern Zillichs gemeinsam ist. sehen worden. Strafkammer Gießen. Der E. D. aus Gießen hatte sich wegen fahr- lässiaer Tötung zu verantworten. Der Angeklagte fuhr am 26. November 1941 von Frankfurt a. M- lammend, mit einem oollbeladenen Kraftwagen durch die Friedberger Straße in Ober-Wollstadt. Die Straße war naß und durch ausemanLergefahrene Ackererde schlüpfrig. Der Wagen kam dadurch ins Rutschen und auf die linke Straßenseite, wurde wieder auf die rechte Straßenseite giriert und stieß gegen eine Haustreppe Em dort stehendes sechjähriges Mädchen soll dabei von dem Wagen erfaßt, zu Fall gekommen und so erheblich verletzt worden sein, daß es kurze Zeit nach dem Unfall verstarb. Der Angeklagte behauptete, das Mädchen nicht gesehen zu haben. Nach Ansicht des Sachverständigen hatte der Angeklagte infolge zu schnellen Fahrens bei den vorliegenden Straßen- Verhältnissen den Wagen nicht mehr m der Gewalt. Der Angeklagte wurde wegen Übertretung Der Straßenverkehrsordnung zu einer Geldstrafe von 100 RM. verurteilt. Von der Anklage der fahr- lässigen Tötung wurde er freigesprochen. Die Frei- , 11 x r < i . s.. c.üA.riAtß wArhöti rnnntr. Gloria-palast: Hochzeit auf Lärerihof." werden. Näheres ist tn der heutigen Vekannlma- chung des Ernährungsamtes der Stadt Gießen ent- lasche nbier nur gegen leer e Fl a • sch en Der Reichskommifsar für. die Pr^Eu^ hat die Preisbildungsstellen ermächtigt, orthd) oder bezirklich zu bestimmen, daß sowohl die Brauereien als auch alle folgenden Handelsstufen bis zum letzten Verteiler die Abgabe von Flaschenbier von der Rückgabe leerer Bierflaschen abhängig machen können. Don einer reichseinheitlichen Regelung ift ®e gen der Verschiedenartigkeit der Derhaltmsie abge- rung gekommen war. An Postpäckchen vergriffen. Lpd. M a i n z, 13. Juli. Der bisherige Postfach, .arbeitet Arthur Zöll aus Mainz wurde vom -von. dergericht in Darmstadt als Volksschädlingsver, bracher zu 1 Jahr und 2 Monaten Zuchthaus verurteilt, weil er fortgesetzt m wiederholten Postpäckchen, darunter auch Feldpostsendungen ent- wendet hat. Bei der Strafzumessung mußte straf- schärfend berücksichtigt werden, daß der Tater die Verfehlungen trotz wiederholter ausdrücklicher Belehrungen und Verwarnungen der Postverwaltung begangen hat. sisch rLeüd als halbe Portion. Eine sehr riskante, Balance-Sensation zeigten die zwei Rud o s eine waghalsig gesteigerte Nummer, die außerordentliche Konzentrationsgabe und Körperbeherrschung erfordert. Die artistisch eleganteste und sauberste Arbeit leisteten wohl die zwei Jun glas mit ihrem Kopfbalance-Akt, bei dem die Jonglier-Begleitung wie eine liebenswürdig-spielerische Arabeske wirkte. | Montn Galicos parodierte die bekannten Schi-; fanen des Alltags, kämpfte erbittert mit feinem Hosenträger und einem Liegestuhl und erwies sich nebenbei als tüchtiger Parterre-Akrobats Die fünf Sorgenbrecher machten ihrem Namen alle Ehre und fanden mit dem Wander- nnb Soldaten- lieder-Potpourri stürmischen Applaus; auch ,^Hoch broben auf bem Berg" und bi- beliebten „vier M°> chen auf der Bank" wurden wieder einmal mi Vergnügen vernommen. Erna Ludewig, EmN Sommer und Bernhard Pohlert sorgten für die musikalische Begleitung und Umrahmung der sehr beifallsfreudig aufgenommenen Vortragsfolge. ' ' Hans TnvTiot. eine Brille, ein Eßbesteck, eine Ledertasche und ver- chiedene Kleinigkeiten. S a l e w s k i entwendete m Alt-Niederursel eine Jacke, eine Hose, eine Mütze, Schuhe, Brot, Brötchen, Butter, Schinken, einen Ruckfack und 2 RM., in F r a n k f u r t a. M. ein Fahrrad, das auf der Straße stand, und in Lorch a. Rh. ebenfalls ein Fahrrad, wogegen er das vorher gestohlene Fahrrad dort stehen ließ. Beide Angeklagte waren als jugendliche liebel- täter bereits bestraft und in Fürsorgeerziehung ge- bracht worden. S a l e w s k i gilt als Spezialist in • Fahrraddiebstählen. Die Angeklagten waren von der Bahn des Verbrechens nicht mehr abgekommen, bis sie nach Verbüßung von längeren Gefängnis- und Zuchthausstrafen in Sicherungsverwahrung tarnen. Da in absehbarer Zeit für sie keine Aussicht de® stand, aus der Sicherungsanstalt entlassen zu werden, faßten sie den Entschluß, auszubrechen. Dies gelang ihnen, nachdem sie in etwa vier- bis fünfwöchiger Arbeit mit ganz primitiven Werkzeugen eine Wand durchgebrochen und ein Gitter durch- qeschnitten hatten. Sie waren bei ihrer Flucht nur mit Hemd, Unterhosen, Strümpfen und einer Unter sacke bekleidet. Mertens ist 30, Salewski 34 Jahre alt, beide waren seit etwa fünf Jahren in Sicherungsverwahrung. , „ Der Anklagevertreter beantragte gegen beide Angeklagte, die in vollem Umfange geständig waren, die Todesstrafe. Die Verteidiger baten ftar bte An- geklagten, nicht auf Todesstrafe zu erkennen. Das Gericht verkündete am heutigen Dienstagvormittag das Urteil. Beide Angeklagte wurden zum Tode und zum Verlust der burger- lichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt. Der Angeklagte Mertens wurde des Gewaltverbre- A)ens schuldig befunden, Mertens und Sa- l e w s k i auch als gefährliche Gewohnheitsverbrecher bezeichnet. bei. Her. Ung tien efe eres den el. vor. zur Ö115 )m?. ist. Aich den teilt, kom- Deutsche Tennissiege in Istanbul. In Anwesenheit des deutschen Botschafters von Popen wurde das internationale Tennisturnier in Istanbul am Sonntag zu Ende geführt. Gleichzeitig er uhr damit auch die Türkeireise der deutschen Tennisspieler ihren Abschluß. In ihrem letzten Kampf zeigten die beiden Deutschen noch einmal ihr Können. Koch gewann 4:6, 6:2, 6:2, 7:5 über Dr Egert, und beide zusammen siegten im Doppel mit 6:1, 8:6, 6:0 über die türkischen Meister Akev-Kizil. Kreis- und Banngruppenspiele im Faustball. Die Spiele im Faustball wurden am Sonntag in Wetzlar ausgetragen. Der Spielverlauf ist aus den folgenden Ergebnissen zu ersehen: Vorrunde: Luftwaffen-Spo. Gießen — Tv. Wetzlar 45:27 (28:13); Tv. Wetzlar — Tgm. Friedberg 23:38 (10:22); Tgm. Friedberg — Luftwaffen- Spv. Gießen 43:27 (22:14); Ruckrunde: Tgm. Friedberg — To. Wetzlar 38:21 (16:10); Luftwaffen-Spv. Gießen To. Wetzlar 30:29 (15:15); Tgm. Friedberg — Luftwaffen- Spo. Gießen 37:27 (21:17). Rangfolge: 1. Tgm. Friedberg 8 Pkte.; 2. LTV. Gießen 4 Pkte.; 3. Tv. Wetzlar 0 Pkte. Im Banngruppenspiel war Bann 116 (Tv. 1846 Gießen) dem Bann 88 (To. Katzensurt) merklich überlegen. Die Gießener gewannen das Vorspiel 58:35 (28:21), das Rückspiel 61:36 (32:18). Tgm. Friedb erg und Bann 116 nehmen an den Gau- und Gebietsmeisterschaften im Faustball am 1. und 2. August in Frankfurt a. M. teil. 88. Heldbergfest am 23. August Der Spielleiter Earl Froelich hat d'e Geschichte, von Theo Mäckebens Musik und vorn Photographen Günter Anders geschickt unterstützt in Bild und Ton sehr plastisch realisiert; er trifft den Stil der Gesellschaftsszene um die Jahrhundertwende mit Sicherheit; der Umgangston aus diesem nordostdeutschen Großgrundbesitz ist von kaum überbietbarer Deutlichkeit und Derbhett Manches wirkt unwiderstehlich komisch, einiges schon überspielt wie die Tischrede des alternden Bräutigams an der Polterabendtafel: ihn gibt Heinrich George in der ganzen vierschrötigen Leibesfülle und im knarrend-resoluten Kommandoton eines Hagestolzen Krautjunkers und ehemaligen Offiziers; daß er auch der stillen und behutsam-ritterlichen spräche eines Kavaliers von Herz fähig ist, konn nicht bestritten werden, wenn auch das tragikomische Gesamtbild dieses „Mannes von fünfzig Jahren" eher lächerlich wirkt als Mitleid weckt. Sehr fern und anmutig gibt Ilse W e r n e r die Roswitha, in guter Haltung Ernst von Klip stein den Leutnant. Der von Krakow, Roswithas Papa, ist ein ausgemachtes Ekel, man kann es nicht anders sagen, taktlos unü lärmend, geldgierig und verschlagen; Paul Wege- n e r gibt hier, im angestammten Dialekt, eine virtuose Charakterstudie von schonungsloser Treffsicherheit. Im Ensemble tun sich ferner Lina Carstens, Carola Toelle, Sigrid Becker, Carl Hanne» mann und Ernst Äaldow hervor. — Im Bei- 1 Programm läuft die neue Wochenschau, die hier schon = besprochen wurde. Hans Thyriot. Sudermann s stütze Erzählung „Jolanthes Hochzeit" bot die Vorlage für das Drehbuch, das Jochen K u h l m e y und Gustav Loh j e Tur die Ufa geschrieben haben. In der zwischen Traurigkeit und derber Heiterkeit schwebenden, bis an die Grenze des Peinlichen streifenden Fabel kreuzen sich die Herzensgeschichte eines preußischen Retteroftlziers und das späte Abenteuer eines lunageselligen alternden Agrariers: zwischen beiden, zwischen Onkel und Neffen, die neunzehnjährige Roswitha, Deren Verbindung mit dem Ulanenleutnant durch einen dummen Zwischenfall auf der Rennbahn m die Brüche geht, indessen der Onkel, um dem Jungen einen lästigen Prozeß vom Halse zu schonen und eine alte Feindschaft zu befrieden, sich zu einer Heirat mit Roswitha bewegen läßt, deren gewinnsüchtiger Vater die ungesunde Verbindung seiner- felis begünftigt. Natürlich kommt der Qunge auf einem Manöverrüt, eben recht, um an der Poller- abenbfeier teilzunehmen. Das Festessen endet mit einem schrillen und peinlichen Mlßton, Erst letzt er- fährt der ahnungslose Bräutigam wie es mit den unqen Leuten steht, die den Anlaß ihres heftigen Zenoürfnisfes längst vergessen haben und sich noch llnmer lieben, und der Onkel, der nach dem spaten Geständnis der beiden seine Haltung und ferne J. rw- p? ai -lAAVArthiMhflrt hrr t tn H ml TT11I fior einiger Zeit sanden sich auf dem untersten (tzrund der Spielzeugkiste zwei schöne Türkenbohnen. Die Freude meiner beiden Jungen war groß, nicht «ringer, als hätten sie plötzlich eine neue Ersenbahn entdeckt. Die Bohnen mußten sofort in die Ende gebracht -werden. Boden war da, auch wenn nur ein Mathematiker imstande gewesen wäre, die Flache in Lmchteilen eines Hektars auszurechnen. Es genug- telt für unsere Anbauversuche zwei Blumentöpfe. M kleinstem Gerät wurde der Acker von den Ium gen zubereitet, mit Löffel und Gabel, bann ein Loch M dem Fingerchen gemacht und die Bohnen nut Maschen hineingebettet. Halt, Wasser mußte noch darüber. Nach mancher Beratung und solchen kind- ljchen Anstrengungen war glücklich alles getan. Jeden Tag wurden die vor dem Fenster befindlichen Kleingärten in Augenschein genommen. „Wann kommt die Bohne bloß heraus, Dati?" Ich weiß nicht, ob unsere vereinten gedanklichen Dünsche oder ob die Sonne mehr gewirkt hat — bös immer neue, herrliche Wunder geschah: grün durchbrach es keck die bräunliche Erde und wurde mit Jauchzen begrüßt. Ein Wettrennen der beiden D»hnenbrüder begann, aber es zeigte sich bald, daß die dem Aelteren gehörige ihre Ehre dareinsetzte, sich mit höherem Wüchse hervorzutun. Das krankte nun eine Weile den Jüngeren, dann erkannte er das geschehene für recht und richtig an. Jedem der klei- ntn Bohnenbäumchen wurde in seierlich-srohlicher Seife ein Pfählchen zur Stütze gefetzt, bald aber rturben sie zu klein. Ein Haken mußte hoch oben am Zenster eingeschlagen werden, Schnüre wurden zu dm Töpfen hinuntergezogen. vorsichtig Vie nam merfeliqen Ranken ihrem notwendigen Halt anvertraut. Die Sonne schien. Regen kamen, die Hoher» strebenden vereinten sich in brüderlicher Gebärde, aber die kleinere blieb weiter die kleinere. Schön ist unser Hausgärtlein, in bem auch Z wie- glichen ihre grünen Röhrchen lustig gen Himmel rtefen, ohne sich um die Nachbarschaft griesgram» sicher Kakteen zu kümmern. Wir sehen m ihm gar Diel und in Gedanken weit darüber hinaus in eine ■ -unerfüllte Weite. Ist auch einmal die Ernte gewiß j Mt groß, weil Fensterbretter und Blumentöpfe nun einmal klein zu fein pflegen wir haben die be- mhigende Gewißheit, unser Feld bestellt zu haben. Bäre es einmal größer, mir taten es mit der gleichen Liebe und Hoffnung — und schon mit em venig Erfahrung. wr‘ diesmal in 13 Alters- und Leistungsklassen erfolgt. Von den Altersturnern wird insbesondere die Bildung von fünf Altersklassen (33 bis 39, 40 bis 44, 45 bis 49, 50 bis 57 Jahre, 58 Jahre und älter) be» grüßt werden. Der Mannschaftskampf um das historische Völsungenhorn gelangt nicht zur Ausschrei- bung. Die Staffelwettbewerbe um die übrigen Wanderpreise des Feldbergfestes sind jedoch ausgeschrieben. Goumeisterschasten der Turner. Die Kriegs-Gaumeisterschaften in den gemischten Mehrkämpfen der Turner und Turnerinnen des Sportgaues Hessen-Nassau finden am 9. August in Frankfurt a. M.-Schwanheim im deutschen Zwölfkampf der Männer und im deutschen Achtkampf der Frauen statt. In Verbindung damit sind gebiets- offene Gerätekämpfe der HI. ausgeschrieben. «urze Sportnotizen. DiedeutscheFußballelfzumLänder. kamps gegen Bulgarien am Sonntag in Sofia steht wie folgt: Jahn (Berliner SV. 92); Janes (Hamburger M.)-Miller (LSV. Berlin); Kupfer (Schweinfurt O5)-Sold (Tennis-Borussia Berlin)- Sing (Stuttgarter Kickers); Burdenfki (Schalke 04)- Decker (Vienna Wien)-Walter (1. FC. Kaiserslau. tern)- Willimowski (1860 München)-Arlt (SV. Rie- sa); Ersatz: Schönbeck (VfB. Königsberg), Bergmann (TDd. Eimsbüttel) und Gauchel (TuS. Neueiü)orf). Hessen-Nassaus HJ.-Sportler geman. nen in Speyer-Dudenhofen einen Vergleichskampf mit 19 Punkten vor Baden (6), Westmork (5) und Württemberg (3). verduukelungszeit: 14. Juli von 22.40 bis 4.46 Uhr. O Wenn nach einem milden Svmmerregen die e-°nn- i Dieder warm scheint, schießen allenthalbendie Pilz ms der feuchten, warmen Erde, gleichzeitig damit , aber auch die wildesten Gerüchte über Pilzvergiftum oen. Um dem zu begegnen, ist es notig, den -ve- ariff Pilzveraistung" einmal scharf zu umreihen. En die meisten Menschen verstehendarunter den Genuß giftiger Pilze. Der Sammelbegriff „Puz- . Vergiftung" umschließt jedoch weit öfter Erkrankungserscheinungen, die durch unsachgemäße Behandlung der Pilze verursacht werden. Vorangestellt mag das Grundgebot werden, daß von den Sammlern nur gut bekannte und oerttaute Pilze emg^ fammeU werden sollen. Nur wer dle Mogüchkett hat, skinen Pilzfund einem wirklichen Pllzsachverstandi oen vorzulegen, darf es sich leisten, auch Puze em- zusammeln, von deren Harmlosigkeit er mH restlos überzeugt ist. Aber auch bei den harmlosesten pilzen setzt die Möglichkeit einer Pilzvergiftung ei- zentlich schon am Sammelplatz selbst ein. Es Men , nur solche Pllze genommen werden, die noch völlig tadellos sind. Von Insekten oder Schne^n ange- sressene Pilze lasse man besser sichen. Auch ist das Sammelgut gleich an Ort und Stelle von Len Erdteilchen, Tannennadeln und dergleichen |u säubern. Pilze sind ferner, lose aufeinanbergetegt, tn korbchen oder Pappschachteln heimzutragen und richt wie oft üblich, in Rucksäcken oder Tuten, denn sesi'nd ungemein empfindlich. Bei der Häufung nn Rucksack und durch das Schütteln beim Tragen entheben unzählige Bruchstellen. Jede einzelne fordert vblr dte Zersetzung. Zu Haust ^ die gesamme - ien Pilze sogleich auf reiner Unterlage und an lut tiger Stelle auszubreiten. Läßt man sie austmander- xehäuft liegen, beginnen sie zu Insten und geh in Gärung über. In solchem nnÜAieht Rahrung gesundheitsschädigend. vollzieht sich dieser Prozeß in sehr kurzer Ze^t. gesammelte Pilze sollen spätestens an dem dem öQmmc(tag fol genben Tage verbraucht und PUMnchte niemals aufgewärmt werden. Stenographentagung in Siehrn. Am Sonntag sand im flaue der Deutschen Ar- deitssrout eine Sitzung der Ortsveremsluhrer und Kechnungssührer der Deutschen unter dem Vorsitz des Kre,so°rbands7uhrers^Pg. Hofmann statt. Dieser gedachte zunächst m chren. den Worten des plötzlich verstorbenen Wettschreib leiters Pg. August Siebert und gab eine kurze Zusammensassung über die von den Srt-v- :em und Uebungsleitern zu beachtenden Richtl'M-n n der Geschäftsführung. Nach den Berichten De verschiedenen Vertreter herrscht in ^en Ortsvereinen tes Kreisverbandes rege Unterrichtstangkeit i Kurzschrift und Maschinenschreiben. Auch, m -vug t»ach, wo seither wegen der Einderutung der llebungsleiter der Unterricht ruhte, wird nunmehr wieder ein neuer Lehrgang eröffnet werden. Cs i) >utz-rdem beabsichtigt, in chartmannsham einen ’ Schrgang in Kurzschrift und Maschinenschreiben ein- AmrtrtWftieiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Ltellvertreter bH HmwtichrifUeüers: Ernst Blumschein. Beranlwortlich für Polini und BUder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Han» Thyriot; für Stadt Giesen, Provin,. Wittick-aft und Sport: Ernst BdnnfchM. Drru! und Beriaa: Brühifche UniverfftätSdruckeret R. Lange Ä. d. DerlagSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; SnzetgenleUer: Han« Skd, Anzelgenpretsliste Nr. 6. zurichten, dessen Leitung voraussichtlich Fachlehrer Pg. Heinrich Graf, Gießen, während seiner Ferien übernehmen wird. Das Gauleistungsschrelben oll in diesem Jahre in den einzelnen Krelsverban- den bzw. größeren Ortsvereinigungen selbst abgehalten werden, um die Eisenbahn nicht mit Per,o- •tSSSSwÄ«. w i»>'» überreichte dem Reichs-bahnsekretar Pg. Heinrich G ü m b e l in Großen-Linden den ihm von der Reichsbundesführung der Deutschen Stenographenschaft in Bayreuth für seine langjährige treue Tätigkeit als Vereinsführer und Unterrichtsleiter verliehenen Ehrenbrief mit Nadel. Nachdem noch verschiedene^interne ! ** Die Abgabe von Obst an die Ver- Unterrichts- und Vereinstattgkeit besprochen wor. I morgigen 15. Juli ab nur den waren, schloß Pg.Hofmann mit dem ®ru^ in Geschäften erfolgen, in deren Kunden- an den Führer die Atzung. ' ^üf ben Dbftbezug die Verbraucher eingetragen Kür Tapferkeit vor öem Kemöe. ^^bn9a^onÄÄ Die Dbergefreiten Karl Häuser und 011 o Glock, beide aus Harbach (Kreis Gießen), wurden für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse aus- gezeichnet Paul Mertensund Alfons ^alerotH, beide 9 3 „ .. zur Zeit in der Sicherungsanstalt in Butzbach, waren Helleres Bartete gestern angeklagt, im April d. I., nachdem sie aus der mit durch Srcubc*. Sicherungsanstalt ausgebrochen waren, unter Aus- mtt zrMran VUVUI Nutzung der Verdunkelungsmaßnahmen als gefahr- Die NS.-Gemeinschaft „K r a f t d u r ch F r e u d e" ^che Gewohnheitsverbrecher sowie als rückfällige veranstaltete gestern abend im Gloria-Palast wie- Diebe in mehreren Fällen, in der Regel mittels der ein überwiegend heiteres Varieteprogramm, Einbruchs oder Einsteigens, Diebstahle begangen bei dem sich das bis auf den letzten Platz besetzte I ,u haben. f>auß reichlich zwei Stunden lang angeregt unter- Gemeinschaftlich hatten beide aus einem Llenen- hielt Rudi Rauher, „der luftige Wecker vom h^s in Großen-Linden einen Meißel, eine Reichssender Frankfurt", sagte das Programm an Sd)ürde und ein feststehendes Mester im Bahn- und brachte mit seinen Vorttägen zwischen den em- ^ö^erhaus bei Großen-Linden eine Esienbahner- zelnen Nummern die Leute ausgiebig zum Lachen, -öppe, eine Eisenbahnerhose, em halbes pfuno besonders das aus dem Rundfunk bekannte Her- butter und drei Hühner, aus einer Gartenhutte männchen feierte fröhliche Auferstehuna. (Die Dar- in Watzenborn-Steinberg em Kisten und bietung würde übrigens durch den Verzicht auf Schuhe, aU5 einer Hütte auf einem Sportplatz bei etliche grobe Geschmacklosigkeiten kaum an Wirkung Rödgen eine Binde, eine Uebungshandgranate, verlieren) Die zwei Blizzards erwiesen sich als Sackleinen und einen Fenstervorhang, m Gro ße n- versierte Artisten auf begrenztem Spielraum und Buseck Eier, Butter, Schmalz, Aepfel, Kuchen, veranstalteten einen wirbligen Ringelreihen auf Himbeersaft, eine Hose und Sackleinen, m L ind en- Rollschuhen. Smiles und Myks warteten mit struth eine französische Uniform, zwei Jacken, allerlei exzentrischen Neuheiten auf, in denen sich eine Hose und eine Mütze entwendet. Mertens musikalische Clownerie mit gediegener Akrobatik allein hatte bei dem Diebstahl im Bahnwarterhaus mischte, ßaurella hatte sich als Podium für einen bei Großen-Linden den ihm entgegentretem eleganten, sauber aufgebauten Elastik-Akt eine er- ben, DDn seiner Ehefrau zu Hilfe herbeigerufenen leuchtete Vase mitgebracht, welche die originelle! Schrankenwärter Spengler mit Gewalt angegriffen Nummer durch Lichteffekte bereicherte, ßant und ober abgewehrt, indem er mit einem feststehenden f Grit fanden mit akrobatischen und Spitzenstep-1Messer auf ihn einstach und ihm Stiche m Den : Tänzen viel Anklang. Der Komiker Kurt Steb- Kops, das Kinn, die Schulter und die Brust ver- i chen hat sich eine tolle Sache ausgedacht und er- Nachdem die Angeklagten m Reiskirchen . schien zum Vergnügen aller Leute, vernehmlich fach- festgenommen, aber wieder entwichen waren, trenn» V a. -f- rctwo Uhr rt5fantel|Cn fie sich. Mertens entwendete m der Folgezeit in Queckborn bei verschiedenen Eigentümern eine Manchesterjacke, einen Hammer, einen Anzug, ein Küchenmesser, Frauenschuhe, eine Cordhose Strümpfe, eine Strickjacke, em französisches Käppi, Schuhe, Wurst, Schmalz, Hosen und einen , Sack, in Grünberg Brote, Butter, Milch, Käse, A aehoren, machte in Brünn feine erst um bte eyfnunbertmenbc non Eorrens, de Bries und Ärmat anerkannten, grundlegenden Kreuzungs- rirftthe. Die Ausstellung, deren Gestaltung der »Phnenbitoner des Brünner stadtcheaters Leopold Ni«el Anteil hat, geht von der Perfönlichkett Men- Raus, die in aus dem Brünner MerLelmufeum Mmnenden Erinnerungen an ferne odjuUattateit «Mfieftetlt ist. In allgemein verständlichen Tabellen das Ergebnis der Versuche und Gesetze Men- für Pflanzen- und Tierwelt rate Mr unsere ttassenpolitik wiedergegeben. In seinem Vortrag - ter Professor Dr. Fietz aus die Wichtigkeit der Lendelschen Regeln für die Vererbungslehre hm. w Mendelismus habe uns mcht nur die Gründet der Rastenpolitit, sondern auch einer neuen Manschauung gegeben. „Das große Spiel“ 2er Fußball ist ein Volkssport im wahrsten Äwie des Wortes. Ein Film, der das Werden einer zichballmannschaft behandelt, und em Meister- Btefpiel in den Mittelpunkt der Handlung stellt, littet dramaturgisch schwer zu nehmende Hrnder- .[({» Einerseits soll die Mannschaft als Ganzes im Brmnpuntt des Geschehens bleiben, anderseits muß lber auch durch Einzelschicksale eine Spannung er- (ielt werden, besonders wenn, rote m dem Film Nach kurzem, schwerem I.chlrn entschlief heute nun ft mein lieber Munn, mein guter S uter, Schwiegervater mm! Großvater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Hartmann Heivhabahidokoiuotivführer n. D. im fltl. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna llrtrtmtiiH)' geb. Ritter Zollinspektor Ludwig Hartmann und Familie Gießen und Mainz, den 12. Juli 1102. (Frankfurter Straße (hl) DieTruuei feier findet amMittwooh, i '> Juli 12, um I LJUlUhr, luder Kunelled.Neuen Friedhofs statt.Sou Beileidsbesui nen bittenw.tibzusehvn 03353 I larl und schwer I ruf uns die unfaßbare, traurige Nachricht., daß um 2. Juli 1042 nun auch unser zweiter Sohn, mein Bruder und Schwager Fritz Meister Unteroffizier in ein. Panzerabwehr-Kompanie nach heldenhaft ein Einsatz im Outen gefallen ist. In t iefer Trauer: Frlti Meister und Frau Lina, geh. Klinket Heini Meister, z. Z. Im Felde und Frau Lleal, geh. Oondolf Gießen, Hindenburgwall 15 Von Beileidsbesuchen bitten wir abzuiohen. 0E> Mein herzlicher Mann und Vater meiner Kurin, unser lieber Sohn und TB/ Schwiegersohn Willi Althaus Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Hel als Stoßtruppführer in einem Gefecht im Südosten am tu. Juni 1042 fürs S aterland. I ,r lebte und starb für das Wohlergehen seiner I lehnet und seine, Familie, der seine große Liebe und sein tiefsten Sehnen galt. Ich bube mein Liebstes gegeben. In uusiiglh'hem Herzeleid: Frau Johanna Abbaus, geb. fusch mit Karin; Familie Ang. Allhaus Familie 1*. Pusch und ulle Angehörigen. Heuchelheim, Gießen, den 14. .lull 1042. ? i -i11 > Aus dem Reiche der Frau. Laßt Kinder unter sich! (Einen Beinen Zank ober eine Beine Rauferei unter Stinben bitrsen wir Erwachsene nicht allzu ernft nehmen. Da unsere Kleinen es meistens noch nicht verstehen, sich zu beherrschen und sich freiwillig unterzuorbneu, mutz lebe Meinunßsnerschiebenheit zunächst erst einmal mit bösen Worten ober inji ben Wüsten oiißflefraßen werben Wie heftig solche Beinen Kampfhähne bann uuseinanber lasgehen, i irrtet sich n«d) dem jeroelligen Temperament, ober ebenso schnell wie begonnen ist ber Zwischenfall nud) fast immer wieder vergessen, und die Feinde non heute flnb morgen schon mieber bie birfften Freunde. Richts ist nun verkehrter, als wenn sich bie Ollern in solche kleinen Streitereien einmischen unb gor für bas eigene Kind Partei ergreifen. Unsere kleinen merken es meistens sehr bald, wenn sie in miß Erwachsenen einen Rückhalt besitzen. Sie ucr- lasten sich auf unsere Hilfe, verlieren das Vertrauen nuf bie eigene Straft unb kommen borüber hinaus leid)! In 'Versuchung, ihre Spielgefährten heran > zufordern, da sie wissen, das; ihnen in Gestalt des Balers ober ber Mutter Immer ein Velstanb erwächst, ben bie anbereu Slinber fürchten. Ruch bie häßliche Angewohnheit mancher Kinder, zu petzen, ist nur eine Holge mnngelnben Selbstvertrauens unb ber Gewissheit, daß die Ollern schon zu ihren Gunsten eingreifen werden. Anderseits bleibt es nalür- lidi dann nicht aus, das, solche Kinder kaum flnb die Erwachsenen einmal nicht zur Stelle - besonder-, zu leihen haben und sich die schon lange onfgefpeidjerle Wut der anderen desto stärker über ihnen entlädt. Nichts zieht and) für Kinder schlim- mere folgen nach sich, als wenn sie In den Geruch eines Muttersöhnchens geraten, und oftmals rührt ein saldier Ruf nur von der an sich gut gemeinten tilnmlfdjung der Ollern in bie Streitigkeiten Ihrer Kl über her Dabei haben biefe Beinen Raufereien unb Zankereien gewiß and) ihre guten Seiten. Das Kind lernt, sich iß eine größere Gemeinschaft einzuorbnen, es erwirbt Selbstbewußtseiu und Vertrauen auf die eigene Kraft. Sicherlich ift es angebracht, besonders temperamentvolle Kinder manchmal zu bremsen ober herrschsiichlige Kinder zurechlzuweisen, aber darüber hinaus sollten die Eltern sich von ben Streitigkeiten ihrer Kinder fernballen. Einmischun- gen führen nur zu unnüßen Aergernissen ber Ollern unter sich Unb Im übrigen können mir Erwachsene ja and) ganz beruhigt sein ein richtiger Zunge ober ein flinke» Mäbchen varslehen es meist ganz allein, sich bei ihren Spielgefährten die gebührende Achtung zu verschaffen. P 8t. Allerlei aus Rettich Retiichtunke ift eine sehr pikante 'Beigabe zu allen Arten von Mehl- und Karloffelklößeu Hierzu bereitet man eine (Einbrenne mit wenig Fell, die mit Salz, Essig und wenigen Tropfen Suppenwürze ahgefdymeift wirb. Dann mischt man eine Handvoll geriebenen Rettich darunter, der jedoch nicht mehr aufkocheu darf. Die Tunke soll dicklich an gerichtet werden R ohe Re111 d) tunk e gib! man gern zu kalten ,\lei|d>reften aller Art Man reibt Rettich auf den, Reibeisen, vermischt ibn mit Salz, geriebenen Aepfeln und ein wenig Zucker Hier ist eiine Menge Rettich notwendig, ha bie Tunke, hie nur mit kaltem Wasser verlängert wird, ohne Mehlbei- gäbe sämig werben soll. Für die saure rohe Rettich- tunke läßt man Aepfel und Zucker weg, fügt stall dessen Thhmian ober Schnittlauch feingehackt bei. Man verlängert bie Tunke durch einen in Wasser aufgelösten Brühwürfel. Rettichquarg wirb zu Pellkartoffeln gereicht. Unter ben gut verrührten Öiiarg mischt »nan geriebene Rettiche und Aepfel, schmeckt mit Salz und ein wenig Zitronensäure ab. Auch eignet sich ber Rettichquarg als Brotbelag; wer oen Geschmack des geriebenen Rettichs nicht mag, her belegt die Quargfchnitte mit Retlichscheiben, nachdem man den Quarg mit Paprika gemischt hat SchnIIHauck) oder grüne Petersilie geben ber Schnitte ein besonders appetitliches Aussehen. Rettich- R ohkost kann aus geraffeltem oder in Scheiben aeschmllenem Rett ick) zubereitel werden. Man salzt ben ^bereiteten Rettich, läßt chn zugebeckt „schwitzen", wie der Bayer sagt, um recht viel Saft zu gewinnen. Dieser wird als Tunke zubereitet und nach Fertigstellung über ben Rett ick) gegossen. Man verdünnt den Saft mit entrahmter Frischmilch, fügt zum Entschärfen etwas Zucker hinzu und schmeckt mit Essig ab. Auch saure Milch kann benutzt werden, jedoch keinesfalls Del, das bas Gericht nur schwer verdaulich machen würde. Es empfiehlt sich, die Rettich-Rohkost bereits eine Stunde vor dem Essen anzurichten, damit die Schärfe verschwindet. Vorsorge beim Einkochen. Nacheinander reifen die Gar len fruchte heran, die, zusammen als Mehrfruchtmarmelade verkocht, herrlichen Brotaufstrich geben. Za, aber das „'Nacheinander" mad)t uns dabei oft etwas Schwierigkeiten, man hat nicht immer die gewünschten Früchte zu gleicher Zeit einmachreis. Da helfen wir uns, indem wir unsere leeren Patentgläser mit Gummiring und Deckel hervorholen und die zur Zeit anfallenden Früchte, wie z. B. Kirschen oder später Mirabellen, Pflaumen ufro., was es auch fei, e r ff einmal ft er l(i f i e r e n. Alles Steinobst muß für diesen Zweck entsteint werden, bie Früchte können bann ohne ober mit ganz wenig da Mi scheu gestreutem Zucker haltbar gemacht werben. Haben wir nachher alle Früchte, bie zur Marmelade verkocht werden sollen, zusammen, können wir ohne Schwierigkeiten diese zusammen verkochen. Wir denken hierbei auch daran, daß manche Hausfrau auf diese Weise auch Fl e ine Mengen, bie sie bekommt, für ben Winter vor rat vorteilhaft verwende» kann. Kürbis kann man zum Strecken ber Marmelade mllverwenden, wie im Sommeranfang Rhabarber. Der Quantität unserer Vorräte ist hiermit sehr gedient, während die Qualität durchaus vollwertig bleibt. Die für dieses vorübergehende Haltbar machen benutzten Patenlsiläser werden dann noch rechtzeitig wieder frei, um für Gemüse ober anderes Obst Verwendung zu finden. Rhabarber - Erdbeer - Murmelnder I Kilogram in Rhabarber. 1 Kilogramm Erdbeeren, KOO Gramm Zucker. — Die Erdbeeren zuckert man am Abend vorher ein, den vorbereiteten Rhabarber kocht man mit etwas Wasser weich, gibt den Zucker dazu Wenn her Rhabarber ziemlich stark eingekocht ist, gibt man die (Erhbeercn mit dem Saft dazu und läßt bis zur Marmeladenprobe kackten. Heiß in die vor bereiteten Gläser einfüllen unb zubinden. Marmel a d e aus reifen StacheIbee - reu: I Kilogramm Stachelbeeren, -WO Gramm Zucker, auf 2Vt bis 3 Kilogramm Masse evtl. Vz Li- ter roter Johannisbeersaft Stachelbeeren werden von Stiel und Blättern befreit, gewaschen und durch die Maschine gedreht. 20 Minuten läßt man sie kochen, gibt dann Zucker und Johannisbeersaft dazu und kocht bis zur Marmeladenprobe. Himbeer . Fohannisbeer - Marmelade: Vs Kilogramm Himbeeren. IV2 Kilogramm Johannisbeeren, KOO Gramm Zucker. — Die vorbereiteten Früchte werden ahne Wafscrzufatz bei mäßigem Feuer unter Rühren eine Weile gekocht. Dann wird das Ganze mit Zucker bis zur Marmeladenprobe gekocht. Rezepte. Dreifru d) t mit Möhren: 1 Kilogramm saure Kirschen, 500 Gramm Himbeeren, 750 Gramm rote, recht reife Johannisbeeren, 750 Gramm Möhren, aus .500 Gramm Fruchtmus 250 Gramm Zuk- ter. — Die weichgekochten, durch die Fleischmaschine gegebenen Möhren werden mit den entsteinten Kirschen und den anderen Beeren unter Rühren zum Kochen gebracht. Wenn alles zusammen etwas eingekocht ist, wiegt man den Tops mit der Masse (Topf vorher allein wiegen), gibt die entsprechende Zuckermenge dazu, kocht unter Rühren weiter bis zur Marmeladenprobe, füllt in die Gläser unb bindet zu. Ki rfch au sl a u s: 500Gramm Brot, 100Gramm Zucker, Eiaustauschmittel oder 1 Ei, etwa V« Liter entrahmte Frischmilch, evtl, abgeriebene Zitronen, schale, 750 Gramm Kirschen, evtl, etwas Fett. Brat in Würfel schneiden, mit der kochenden Mich übergießen und stehen lassen, bis die Milch ganz eingezoaen ift. Zucker, Eigelb und das Fett schau, mig rühren, das Brot zugeben, alles gut verrühren, die' entsteinten Kirschen daruntermengen, zuletzt den Eisschnee darunterziehen und die Masse in eine ge. fettete Auflauf form füllen. Backzeit etwa 45 M« nuten. Rhabarbermilchsuppe: 500 Gramm Rha, barber, Vr Liter Wasser, Vr Liter Milch oder Butter, milch, 30 Gramm Stärkemehl, evtl, etwas Zitronen, schale, 100 Gramm Zucker. — Der geschnittene Rhä. barber wird mit Wasser und Gewürzen ausgekocht. Dann läßt man die mit dem Stärkemehl verrührt« Mild) einlaufen und kocht die Suppe unter tüchtigem Rühren gar. Möhrensuppe: 500 Gramm Möhren, 10 Gramm Fett, 40 Gramm Mehl, 1 Liter Wasser ober Gemüsebrühe, V< Liter Milch, Salz, Petersilie. — Etwa zwei Drittel der geraffelten Möhren dünstet man in dem Fett an, füllt mit der heißen Flüssig teil auf und kocht gar. Dann dickt man mit dem in der heißen Milch angerührten Mehl oder mit 2 roh geriebenen Kartoffeln, reibt die restlichen Möhren daran und gibt die gehackte Petersilie hinein. HEISSi i tage H Flotte Waschkleider für heiße Tage Für heiße Tage sind die heute gezeigten flotten Waschkleider gedacht. Ihr Material ift fein- gestreifte, Beingcmuftitrte ober einfarbige Waschseide. Bei den Formen links und in der Mitte ist der Rock dem langen Ober» teil jackenkleidartig ange* fcßt, — auch die auflge« setzten ober eingeschnitts« nen Taschen unterstützen diesen Eindruck der strek« kenden Form, rechts sind vier Schlitz laschen eingearbeitet —, alle drei Kleider haben Gürtel und Knöpfchen aus dem Grundmaterial. H. Karlslprudel^^^^ ff ff sie Brunnenverwallung Biskircheo - Rui 44 - erhältlich. Dis 0er A," H 3uli' w Jannl: im M ring' l zsh v Krochen Quelle lru i hinein u ßolonm Helen sich Mltgehend' gossen ^ppc 'N r< Jm mitt chcere örll bereits!' Bei Sau 301 d) 0 tu - M ziveilen glaffoiu, JnAegY tyicl von »ollv, ^iudeubura- wall n. Itellenangebote Slimdeiilriiii gesucht täglich 0. 18*3—22 Uhr. Bahnholgaststätten fiieöen. 31eflD | Verkäufe | Sflammiger Gasherd ohne Backofen, s. 20 RM. z. verk. o3«6(il Anznseh. v. io bis 12 Uhr. Frübelstraße 1 1 I Kaufgesuche Siouivlfttfd Bett ZU kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. mit Preisangabe mit. 03344 an b. Gieß. Anz. erbet. 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Juli 1042 . ___________ 2195 D/ Horst Die Geburt ihres dritten Sohnes zeigen hocherfreut an Ingeborg Appel, geb. Davids Willi Appel Gießen, Kaiserallee 49 18. Juli 1042 \________________03354/ Heute mehr