(92. Jahrgang Nr. ((( Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern jnfolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Posts checkll 686 Frankf./M. Donnerstag, U-Mai M2 Gietzener Anzeiger Annahme von Anzetgen für die Mittagsnummer bis 81/, Uhr desV ormittagS Anzeigen-Vreise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I SlbschlüsseMengenstaffelR Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25°/,mehr vrühlsche UniverfttStrdnläerel S. Limge General-Anzeiger für Oberhessen S* Die siegreiche Durchbruchsschlacht von Kertsch. Der Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauptquarkier, 13. 7Nai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Durchbruchsschlacht auf der Land, enge von Kertsch ist entschieden. Sie endete mit der Vernichtung der dort überrannten und eingeschlossenen Kräfte des Gegners. Bisher hat der Feind über 40000 Gefangene, 197 Panzerkampfwagen, 598 Gefchühe und 260 Flugzeuge verloren. Zahlloses anderes Kriegsmaterial wurde erbeutet oder vernichtet. Die Verfolgung der geschlagenen Reste des Gegners in Richtung Kertsch wird rastlos fortgesetzt. 3m Seegebiet der Halbinsel versenkten gestern Kampffliegerkräfle vier kleine Transportschiffe und beschädigten eine größere Zahl weiterer Küstenfahrzeuge. 3n Lappland verlor der Gegner bei den erfolgreichen Abwehrkämpfen der d e u t s ch - f i n - nifchen Truppen im Abschnitt von Louhi vom 24. April bis 10. INai über 11 000 Tote. An der L i s m e e r k ü st e und im Hasen von Murmansk waren Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bei der Bekämpfung von Schiffszielen besonders erfolgreich. Sie v e r n i ch t e t e n ein Frachtschiff von 8000 BRT. sowie ein kleines Küstenschiff und beschädigten vier große Transporter und Verbindungsfahrzeuge zum Teil so schwer, daß mit der Vernichtung weiteren Schiffsraumes gerechnet werden kann. 3m Zusammenwirken mit der Kriegsmarine versenkten Kampfflugzeuge außerdem vor dem Rordkap ein feindliches Unterseeboot. 3n Luftkämpfen über Malta schossen deutsche und italienische 3äger, die zum Schuh eigener Kampfflugzeuge eingesetzt waren, 11 britische 3 ä g e r vom Muster Spitfire ab. Drei weitere feindliche Flugzeuge wurden an der n o r d a f r i - konischen Küste zum Absturz gebracht. Bei Tagesangriffen der Luftwaffe gegen militärische Ziele an der Südküste Englands verursachten Bombenvolltreffer in hafengebielen und Fabrikanlagen erhebliche Schäden. Vor der niederländischen Küste und am Eingang des Kanals fanden am gestrigen Tage und in der Rächt verschiedene Gefechte zwischen deutschen Vorpostenstreitkräften und leichten britischen Seestreitkräften statt. Zwei feindliche Schnellboote wurden durch Volltreffer beschädigt. Eines unserer Boote ist gesunken. Den im gestrigen Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemeldeten erfolgreichen Angriff auf britische Zerstörer im Seegebiet südlich Kreta unternahm ein von Eichenlaublräger Hauptmann h e l b i g g eführter Kampffliegerverband. Hauptmann helbig versenkte selbst einen der feind- lichen Zerstörer durch.Bombenwurf. Eingeschlossen und vernichtet. Berlin, 13. Mai. (DNB.) Wie das OKW. ergänzend mitteilt, begann der Angriff auf der Halbinsel Kertsch in der Frühe des 8. Mai nach planmäßiger Vorbereitung durch Artilleriefeuer und durch Fliegerangriffe. Nach einem letzten starken Feuerschlag traten die für den ersten Angriff bestimmten deutschen Kräfte gegen die stark ausgebauten, mit Tausenden von Minen gesicherten und durch einen breiten Panzergraben geschützten feindlichen Stellungen an. Es gelang den deutschen Truppen, den völlig überraschten Gegner oft schon beim ersten Anlauf zu werfen, seine Stellungen zu durchbrechen und tief in das feindliche Hinterland vorzustoßen. Schnelle deutsche und rumänische Truppen drangen an den nächsten Tagen weiter nach Osten und Norden vor und verhinderten so den Rückzug stärkerer Kampfverbände des Gegners. Am 11.5. gelang es den nach Norden vorstoßenden deutschen Kräften, die Küste des Asows chen Meeres zu erreichen und die sich im Raum um Ak Mo - n a j noch verteidigenden feindlichen Kräfte von ihren rückwärtigen Verbindungen abzuschneiden, während gleichzeitig deutsche und rumänische Truppen von Westen her die eingeschlossenen feindlichen Divisionen auf engstem Raum zu- sammenpreßten. Die Masse der auf zwei Seiten von den deutsch-rumänischen Kräften und auf der dritten Seite vom Asowschen Meer eingeschlossenen feindlichen Truppen bot ein lohnendes Ziel für die deutsche Luftwaffe, die in rollenden Einsätzen unbeschreibliche Vernichtung in die bolschewistischen Truppenmassen trug. Nach Abweisung verzweifelter Ausbruchsversuche und nach Brechung des letzten feindlichen Widerstandes, der besonders immer wieder bei Ak Monaj aufflackerte, wurden die eingc- kesselten feindlichen Kampfoerbände vernichtet oder gefangengenommen. Die gemeldeten Gefangenen- und Beutezahlen sind ständig im Wachsen. . - rr Während sich so das Schicksal der eingeschlossenen feindlichen Divisionen vollendete, fetzten andere deutsche und rumänische Verbände die rastlose Verfolgung der geschlagenen Reste des Gegners in Richtung auf Kertsch fort. Obwohl das Wetter ungünstiger wurde, waren Kampfflugzeugverbände und Schlachtflieger nicht daran gehindert, dem zurückflutenden Feind schwerste Verluste zuzufügen. Flakartillerie und Sturzkampfflugzeuge vernichteten zahlreiche Panzer und Batterien. Schiffsziele des Gegners im Seegebiet von Kertsch sowie die Bereitstellung einer Rückzugsflotte in einem Hafen des Asowschen Meeres wurden vernichtet oder zersprengt. Jäger schossen allein in erbitterten Luft- kämpsen 183 feindliche Flugzeuge ab. MW z Unser Bild von der Durchbruchsschlacht zeigt Sturmgeschütze, die 3urf Unterstützung der Infanterie vorgehen. Unter schwarzen Explosionswolken, die das rasende Arülleriefeuer am blauen Frühjahrshimmel zeichnet, rollen sie dem Feind entgegen. (PK.-Kriegsberichter Kirsche. sSch.j) M der Znsaniene über den großen Panzergraben Von Kriegsberichter Gerhard Emskötter. Auf der Krim, 13. Mai. (PK.) Dem Feind mußte diese Mainacht wie schon einige vorher erscheinen. Auf der deutschen Seite regte sich nichts, Wir im Bunker 100 Meter vor dem bolschewistischen Vorposten-Stützpunkt wußten um die Bedeutung dieser Nacht. In uns war unbändige Freude darüber daß es nun endlich wieder vorwärtsgehen durfte Und dann, als die Morgendämmerung heraufstieg, erzitterte unser Bunker, rieselten die oanb= brocken zwischen den Holzschwellen zu Boden. Die Durchbruchsschlacht auf der Halbinsel Kertsch begann. Vorbei an einem unbedeutenden verlandeten öee innerhalb der feindlichen Zone führt vom^ Asowschen Meer im Norden bis hinunter zum Schwarzen Meer im Süden ein starkes Befestigungssystem. Zahllose Feldstellungen, Drahtverhaue und Minenfelder zu denen nach dem Scheitern der Winter- ö-ffensive Timoschenkos noch eine Reihe von Bunkern aus Beton und Stahl hinzukamen, bilden die schwer einnehmbare Verteidigungslinie des Gegners. Aber der gewaltige Feuerschlag der deutschen Artillerie erschüttert die Besatzungen hinter den MG.s und Bunkerkanonen bereits so sehr, daß die Feldgrauen wertvolle Minuten gewinnen. Im Schutze dick- schwadiqen Nebels räumen Sturmpiomere Gassen durch die sowjetischen Minenfelder und durchschnei- den das Gewirr der Stacheldrahtverhaue. Im harten Nahkamps nimmt unser Bataillon einen sowjetischen Graben nach dem anderen und arbeitet sich immer näher an das Haupthindernis, den Panzergraben, heran. , . Nach der ersten Überraschung hat sich biejeinb= liche Artillerie wiedergefunden. Durch wildes Sperrfeuer versuchen Dutzende von Batterien aller Kaliber Verwirrung in den deutschen Angriff zu tragen. Obgleich die feindlichen Beobachter nur wenige Stellen hes deckungsarmen Geländes cinsehen können, müssen wir doch mehrfach Schutz in ollen Granattrichtern suchen. Aber da brummen auch schon unsere Stukas über die Linie. Ungeachtet heftiger Flakabwehr stoßt die „Artillerie der Luft" herab und bringt manche Batterie zum Schweigen. Drei Stunden vergehen, bis die Jnsanterie-Kom- panien das gesamte Vorgelände gesäubert haben. Jetzt bricht mit dem Sturm auf den Panzergraben und die dahinter gestaftelten Bunker der Höhepunkt der Schlacht an. Erbittert flammt der Widerstand der Bolschewisten aus. Granatwerfer, MG.s, -Pak und Panzer bringen uns in eine zweifellos ernste Lage. Besonders zwei der größten Betonbunker schicken unserer Infanterie wütende Feuergarben entgegen. Sturmgeschütze und schwere Flak müssen auifahren In direktem Beschuß werden die Scharten der Bunker bepflastert. Währenddessen überqueren Sturmpioniere und Infanterie an zwei Stellen den Panzergraben, dringen mit Stoßtrupps nahe an die Bunker heran und vollenden mit MG.s und Handgranaten das Vernichtungswerk der schweren Waffen. Kurz darauf ist der gesamte Panzergraben in deutscher Hand. Die bolschewistischen Verteidiger werden von den zwei Einbruchstellen aus im Nahkampf überwältigt. Ein Stoßtrupp in Sturmbooten landet, von See her kommend, an der Südküste in der.Flanke des Feindes und rollt den Ausläufer des Panzergrabens ins Schwarze Meer auf. Planmäßig vollzieht sich die Eroberung der feindlichen Linie. Kleine Schützennester werden Schritt um Schritt ausgeschaltet, weitere Minensperren beseitigt. Die leichten Geschütze des Feindes, die noch zu einem Stellungswechsel nach hinten kamen, sind das Ziel des zusammengefaßten Feuers der deutschen Artillerie In ständigem Granathagel und vor dem unablässigen Vordringen unserer Infanterie weichen die Bolschewisten immer mehr zurück. Hart und verbissen ist der Widerstand des Gegners, jedoch schon am ersten Angriffstag hat der deutsche Soldat der Krim-Armee den Durchbruch durch die feindliche Stellung, die Voraussetzung zum Vormarsch auf der Halbinsel Kertsch, erzwungen. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 13. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz an Leutnant Huebner, der als Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader 47 Feindflugzeuge ab geschossen hat, was um so höher zu bewerten ist, als er vielfach als Deckungsflieger seines Geschivaderkommodore eingesetzt war. Mehrfache Notlandungen mit stark zusammengeschossenem Flugzeug haben seine Einsatzfreudigkeit nicht beeinträchtigt. Leutnant Huebner ist vom Feindftug nicht z'u r ü ck g e k e h r t. * Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz an Major der Schutzpolizeit Griese, Kommandeur eines Polizeibataillons, und Oberleutnant Thoma, Batteriechef in einem Artillerieregiment. Major Griese drang mit einer Stoßgruppe in erbitterten Kämpfen bis zu einer größeren Ortschaft im mittleren Abschnitt der Ostfront vor und erreichte nach schweren nächtlichen Häuserkämpfen vorübergehend eingeschlossene deutsche Kräfte, baute seine Soldaten in den Verteidigungsring ein und erzwang am nächsten Tage in einem schneidig geführten Vorstoß die Oeffnung des Zufahrtsweges. — Oberleutnant Thoma verteidigte mit einer kleinen Kampfgruppe Artilleristen eirie Eisenbahnlinie und eine wichtige Nachschub- und Versorgungsstraße im mittleren Abschnitt der Ostfront gegen alle Massenangriffe der Bolschewisten. Oer Sieg von Kertsch. Im Süden der gewaltig gespannten Ostfront, auf der Halbinsel Kertsch, hat ein Stoß der deutschen und rumänischen Armeen den Bolschewismus vernichtend getroffen. Den deutschen und rumänischen Truppen, die am Morgen des achten Mai zum Kampf antraten, standen die Bolschewisten in einer absoluten Ueberzahl gegenüber, auch die bolschewistische Luftwaffe war dort stärker massiert und die Halbinsel selbst durch ein System von Gräben, Befestigungen und Sperren fast unangreifbar geworden. Die Bolschewisten hatten diese Befestigungen während des Winters weiter ausgebaut, zumal sie einen Rückhalt in der Schwarz-Meer-Flotte hatten, die ungehindert Verstärkungen, Material und Munition heranbringen konnte, während wir dort unten keine entsprechenden Seestreitkräfte besitzen. Seit Eintritt der Schneeschmelze wurden die bolschewistischen Stellungen auf der Halbinsel als Ausgangspunkt erbitterter Kämpfe benutzt, die Stalin ansetzte, um die Halbinsel Krim wiederzuerobern. Zu diesem Zwecke waren nicht nur die Stellungen erneut weiter ausgebaut worden, sondern auch die Luftwaffe hatte erhebliche Verstärkungen erfahren und war durch Schaffung neuer Bodenorganisationen gekräftigt worden. Kertsch sollte, das wurde immer klarer, Sprungbrett für neue bolschewistische Operationen werden. Da erfolgte der deutsche Stoß und er hatte Erfolge, die alle Erwartungen übertrafen. Unsere Stukas zerhämmerten die' feindlichen Befestigungen und nahmen die Ergänzungstransporte und Bereitschaftsstellungen unter ihren vernichtenden Bombenhagel. Zur See wurden Truppentransporter versenkt und unsere Jäger haben in den Lüften die bolschewistische Luftwaffe niedergerungen. Wie eins gewaltige, einheitlich gelenkte Maschine setzte das deutsche Vernichtungswerk, an. Das Zusammenspiel aller Waffen hat so exakt funktioniert, daß nach fünftägigem Kampf das Ziel erreicht worden ift Wenn allein 40 000 Bolschewisten gefangen genommen wurden, dann kann man sich vorstellen, mit welchem Elan die deutsche Infanterie gegen die schwer befestigten Stellungen anstürmte. Der Verlust. von nicht weniger als 197 Panzerwagen, die Erbeutung von 598 Geschützen, die Bezwingung von 260 bolschewistischen Flugzeugen zeigt das ganze Ausmaß des Erfolgs. Das britische Nachrichtenbüro Exchange Telegraph, das den ganzen Winter über täglich „Siegesmeldungen" der Sowjets fabrizierte, sieht sich gevade jetzt gezwungen, zuzugeben, daß „die sogenannte deutsche Winterlinie in deutscher Hand geblieben ist und das Operationsziel der Aufrollung dieser Linie nicht erreicht werden konnte". Der deutsche Widerstand, so erklärten die Oberkommandos der sowje- Argentiniens Weg von Jrrigoyen bis Castillo. Von unserem Us.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) L i s s a b o n, Mai 1942. Immer deutlicher zeichnen sich die Richtlinien der argentinischen Außenpolitik ab, es sind die einer unbedingten Neutralität im gegenwärtigen Weltkonflikt. Buenos Aires hat sich weder durch Lockungen, noch durch Drohungen aus Washington in dieser Haltung beeinflussen lassen und ist damit einer alten Tradition der Easa rosada, d. h. des Regierungspalastes in der Hauptstadt am La Platastrom, treu geblieben. Wenn Argentinien auch nicht ausdrücklich das von Roosevelt aufgestellte Programm einer kontinental-amerikanischen Solidarität verwirft, so will es doch Herr über fein Schicksal bleiben. Argentinien weigert sich, dem Wunsche des nordamerikanischen Präsidenten zu gehorchen, und die diplomatischen Beziehungen mit den Achsenmächten abzubrechen, mit denen es stets in reibungslos-freundschaftlichen Beziehungen gelebt hat. Diese würdige und wohlbegründete Haltung wird in Washington als ein Affront empfunden; denn im Weißen Hause interpretiert man den Begriff einer kontinental-amerikanischen Solidarität im Sinne einer geschlossenen Front gegen Deutschland, Italien und Japan. Immer wieder hat Roosevelt versucht, sich Argentinien gefügig zu machen, weil ohne die Gefolgschaft Argentiniens, als eines der größten und fortgeschrittensten Staaten Südamerikas, Washington nicht auf eine einheitliche Kommandogewalt über die iberoamerikanischen Länder rechnen konnte. Um sein Ziel zu erreichen, schiffte sich Roosevelt wählend seiner früheren Amtsperiode auf einem USA.- Kriegsschiff ein, um persönlich an der Eröffnung eines Panamerikanischen Kongresses in Buenos Aires teilzunehmen. An der Spitze einer zahlreichen Delegation begleitete ihn seinerzeit der willfährige Staatssekretär Eordell Hüll. Roosevelt verhandelte mit dem damaligen Staatspräsidenten General Justo und mit dem Außenminister Saavedra- Lamas, aber eine Einigung kam nur unter der Voraussetzung zustande, daß die USA. ausdrücklich auf die Politik des „Big Stick" den Iberoamerikanern gegenüber verzichtete und ihre volle Unabhängigkeit anerkannte. In der Eröffnungsrede des Kongresses wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, die 240 Millionen Bewohner des amerikanischen Kontinents möchten den 540 Millionen des zerrissenen und uneinigen Europa ein Beispiel der Friedfertigkeit und Einigkeit geben. Da ine wirtschaftlichen und kulturellen Interessen Jberoamerikas und der Vereinigten Staaten sich nicht in allen Dingen ergänzen, im Gegenteil oft arg auseinanderklaffen, so ift es um diese Einigkeit nie -sehr weit hergewesen. Aber während mehrere iberoamerikanische Staaten nach Ausbruch des jetzigen Krieges unter dem Druck der Verhältnisse Washington den Kommandostab überließen, hat Argentinien, ebenso wie 1914 unter feinem Präsidenten Jrrigoyen, jedem Druck Roosevelts widerstanden und seine souveräne Entscheidung zu wahren gewußt. Im ersten Weltkriege ließen es die Entente und Nordamerika gewiß nicht an Druckmitteln und Drohungen fehlen, um auch Argentinien zü einer Kriegserklärung an das Deutsche Reich zu bewegen. Präsident Jrrigoyen wies alle Argumente der Entente und ihrer Freunde in Argentinien, der sog. „Antipersonalistas" unter Dr. d e A l v e a r, zurück, und die Deutschen konnten während der gangen Dauer des Weltkrieges in Frieden ihren Beschäftigungen in Argentinien nachgehen. Die radikale Partei des Dr. de Alvear ist es auch jetzt wieder, die Argentinien, um Washington gefällig zu fein, in einen Konflikt mit Deutschland, Italien und Japan treiben mW^e irnb die zum mindesten den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit diesen Ländern fordert. Zu den Radikalen gehört auch der berüchtigte T a b o r d a-Ausschuß des Parlaments in Buenos Aires, der mit den Rockefeller-Agenten zusammenarbeitet, die schwarzen Listen aufstellt und unaufhörlich in der Presse und in Versammlungen mit widerlichen Lügen und Greuelmärchen gegen die Dreierpaktmächte hetzt. Die jüngsten Parlamentswahlen haben aber der „Eoncordanoia", d. h. den Regierungsparteien, einen überwältigenden Sieg gebracht. Alle Intrigen, Bestechungsmanöver und offenen Drohungen des Taborda-Ausfchusfes sind damit zunichte gemacht, denn die „Eoncordancia" stützt die Neutralitätspolitik des Vizepräsidenten Castillo und des Außenministers G u i n a z u, denen es bisher gelungen ist, allen Künsten Washingtons zu widerstehen. Riesige Menschenmassen sind anläßlich der diesjährigen Maifeier vor das Außenministerium gezogen, haben dem Minister Ovationen dargebracht und das Gelübde abgelegt, nur zur Verteidigung des eigenen Vaterlandes, sollte der Fall überhaupt eintreten, niemals aber für die Interessen der $an- kees in das Feld zu ziehen. Nordamerika läßt es an dauernden Nadelstichen nicht fehlen, um Argentinien für seine „rebellische Haltung" zu strafen, zumal da Buenos Aires sich aeroeigert hat, sich dem gefährlichen Geleitschutz- system anzuschließen, das ja bereits dem Nachbarstaat Brasilien eine empfindliche Einbuße an Schiffsraum gekostet hat. Nach Argentinien bestimmte Waren aus den Vereinigten Staaten werden deshalb nur bis Rio de Janeiro befördert. Die an sich schon schwierige Wirtschaftslage wird durch diese nordamerikanischen Maßnahmen noch mehr gedrückt« Aber das Prestige der Vereinigten Staaten ist infolge der katastrophalen Niederlagen, der Schiffsversenkungen an den eigenen Küsten und infolge der in Washington herrschenden Mißwirtschaft bereits so tief gesunken, daß weder Versprechungen noch Dro- Hungen des Weißen Hauses einen nachhaltigen Eindruck in Buenos Aires machen. Man mutz sich in Washington mit der Tatsache abfinden, daß der Vizepräsident Castillo erfolgreich die Politik seines vorbildlichen Vorgängers im ersten Weltkrieg in diesem zweiten Weltbrand fortsetzt: die Neutralität seines Landes und damit die Würde und die Souveränität Argentiniens wahrt. Die Dernichümgsfchlacht in Tiordburma Aus -em Mich DNB. . -13. Mai. (PK.) Der Angriff der Engländer auf Rostock und Warnemünde in der Nacht vom 8. zum 9. Mai endete, wie bereits bekanätgegeben, mit der Vernichtung von 19 Britenbombern. PZie es in dem Bericht des OKW. vom 9. Mai heißt, hat die F l a k a r t i l l e r i e an diesem Abwehrerfolg besonderen Anteil. Der Angriff der Engländer wurde aus allen Himmelsrichtungen vor- getragen. In Hoch- und Tiefangriffen versuchten sie die Flaksperre ZU durchbrechen. Eine' Wand von Eisen und Stahl schob sich von allen Seiten den Angreifenden entgegen. Bald nach Beginn des Kampfes kam der erste, Tommy brennend herunter und schlug dicht hinter unserer Stellung'mit donnerartigem Getöse auf, denn es war ihm keine Zeit geblieben, die Bomben im Notwurf zu werfen. Bald darauf konnten wir von unserer Stellung aus den Absturz weiterer drei Flugzeuge beobachten, die in die See fielen. Immer neue Wellen kommen heran und versuchen in den verschiedensten Gangarten durchzubrechen, aber von allen Flakbatterien schlägt ihnen ein wütendes Feuer entgegen. Die leichten Geschütze bekämpfen wirksam die tieffliegen- den Flugzeuge, während die schweren Batterien die höher angreifenden Wellen unter Feuer nehmen, viele schmeißen ihre Bomben im Notwurf und verschwinden. Der Gegner versucht, die starke Abwehr auszuschalten. Im Tiefstflug werden unsere Stellungen mit Brand-, Sprengbomben und Bordwaffen belegt. Aber unentwegt stehen die Männer an ihren Geschützen und Kommandogeräten. Mit eiserner Ruhe werden die Feuerbefehle ausgeführt, technische Schäden ohne Unterbrechung des Feuerkampfes beseitigt. Munitionsschlepper holen ohne Pause Munition herbei, während lints und rechts, Strategische Men der Schlacht im Korallenmeer Oer Lusttorpedo hat der Geekriegführung ein neues Gesicht gegeben. Die Flakschlacht von Rostock Von Kriegsberichter Hans Wampcr. Ein Bezugsausweis für entrahmte Frischmilch. Auf Grund eines Runderlasses des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft dürfen künftig Milchverteiler entrahmte Frischmilch a n Verbraucherin Gemeindenüber 10 000 Einwohner nur gegen Vorlage eines „Bezugsausweises für entrahmte Frischmilch" abgeben. Den Bezugsausweis erhalten alle Verbraucher über sechs Jahre, die nicht Selbstversorger der Gruppe A oder Selbstversorger mit Butter sind. Der Bezugsausweis gilt jeweils für sechs Zuteilungszeiträume, der erste von der 37. bis 42. Zuteilungsperiode. Der Milchverteilcr darf entrahmte Frischmilch nur an jene Verbraucher abgeben, die im Besitze eines Bezugsausweises sind, der den Namen des Verbrauchers und des Milchverteilers tragt. Der Milchverteiler hat dos von der Lieferstelle gelieferte Grundkontingent entrahmter Ein neuer Aufruf I Subhas Chandra Boses. i Berlin, 13. Mai. (DNB.) Der indische Frei- , heitsführer Subhas Chandra Bose richtete i über einen ungenannten Sender an das indische * Volk eine Ansprache: „Wenn sich einige meiner Landsleute von der britischen Propaganda derart verblenden lassen, daß sia Indiens wirklichen Feind vergessen und ständig 1 von einem japanischen, deutschen oder italienischen Angriff sprechen", so erklärte Bose, „so kann ich Euch nur versicheren, daß es der Wunsch dieser drei Mächte ist, Indien vollkommen frei und als Ge- , stalter seines eigenen Schicksals zu sehen. Diese Mächte sind entschlossen, den britischen Imperialismus zu bekämpfen und zu vernichten. Es ist daher die Aufgabe der Heranwachsenden Generation des indischen Volkes, in deren Hand die Zukunft des Volkes liegt, die'gegenwärtige internationale Krise in jeder Hinsicht auszunutzen, damit aus der Asche des britischen Weltreiches ein freies und geeintes Indien emporsteigen möge. Nur wenn der britische Imperialismus besiegt und ausgetilgt ist, wird Indien dos Joch der Sklaverei abschütteln können und seine Freiheit erlangen. Seit ich das letztemal zu Euch sprach, konntet Ihr sehen, wie die britische Regierung unter dem Vorwand, den japanischen Einfall abzuwehren, dem amerikanischen Ueberfall die Tür öffnete. Amerikanische Diplomaten, Gssschäftsleute und Streitkräfte überfluten jetzt Indien. Wenn wir üns nicht dieser Invasion erwehren, werden wir bald einer neuen Gefahr ins Auge sehen müssen. Die Nordamerikaner versuchen mit allen Mitteln, das britische Weltreich noch während des Krieges vollkommen unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Stunde für Indiens Befreiung hat geschlagen." Oie UGA.-Gerichte verfolgen italienische Schiffsbesatzungen. Rom, 13. Mai. (Europapreß.) Die gerichtliche Verfolgung italienischer Schiffsbesatzungen in den USA. unter dem Vorwand, daß sie i h r e S ch i f f e beschädigt und für den Feind unbrauchbar gemacht hätten, nimmt immer schärfere Formen an. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat die Zurückziehung der Anklage gegen den Kapitän Giuseppe Ferrara und drei weitere Besatzungsmitglieder des italienischen Dampfers „(tonte Biancamano" verweigert und die Anklage wegen Sabotage aufrechterhalten. Nach Verhör beim Obersten Gerichtshof in Washington, wo die vier Italiener ihre Treue zum Duce und ihren Glauben an den Sieg Italiens bekundet haben, werden sie jetzt zur Aburteilung nach Cristobal, dem Ort, an dem der Dampfer vor etwa einem halben Jahr beschädigt und von den amerikanischen Behörden beschlagnahmt wurde, zurückgebracht werden. Kleine politische Nachrichten. Bei der ersten Haussammlung des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz wurde ein vorläufiges Ergebnis von 42 560 664,45 RM. erzielt. Die gleiche Sammlung des vorjährigen Kriegshilfswerkes hatte ein Ergebnis von 35 638 634,99 RM. Die Zunahme beträgt somit 6 922 029,46 RM., das find 19,42 v. H. Der irakische Ministerpräsident Raschid Ali al G a i l a n i und der Großmufti von Palästina, Amin al Husseini, sind in Begleitung mehrerer Mitglieder ihres Stabes in Berlin eingetroffen, wo sie von Angehörigen des Auswärtigen Amtes, der italienischen Botschaft und der arabischen Stolonie in Berlin empfangen wurden. Verhandlungen mit der dänischen Negierung über die Mitarbeit am wirtschaftlichen Aufbau der besetzten Ostgebiete haben während des Aufenthalts des dänischen Verkehrsministers Punnar Larsen in Berlin zu weiteren Besprechungen geführt. Auf Einladung des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete hat Minister Larsen eine mehrtägige Informationsreise durch das Reichskommissariat Ostland unternommen, um sich über die Heranziehung dänischer Jndustriefirmen und Fachleute zu informieren. * Dom 24. bis 26. Mai wird in Rom eine vom Kriegsministerium organisierte Tagung für Kriegschirurgie stattfinden, an der sich Abordnungen aus Deutschland, Ungarn, Kroatien, Bulgarien, Rumänien und Albanien beteiligen werden. Mit dem Kongreß wird eine Schau des Militärsanitäts« wesens verbunden sein. Rückschlag bei der malaiischen Halbinsel mit dem Mangel an Flugzeugunterstützung. Jetzt aber, wo ihre Streitkräfte von Flugzeugträgern geschützt waren, hätten sie einen vernichtenden Schlag erhalten, der keinerlei Entschuldigungen mehr zulasse. Die Versenkung zweier Flugzeugträger stelle einen großen Erfolg vom Standpunkt der Luftverteidigung des japanischen Mutterlandes aus gesehen dar. „Japan Timer and Advertiser" sagt, daß die Vereinigten Staaten durch die Seeschlacht in der Korallensee auf den dritten Platz als Seemacht zurückgesetzt wurden, da sie jetzt nur noch ein halbes Dutzend kampfkräftiger Schlachtschiffe besitzen, die kaum genügen, um ihre eigenen langen Küstenlinien zu schützen. Die Schlacht im Korallen-Meer war eine verzweifelte Aktion der Feinde Japans, um ihre verlorenen Stützpunkte im Pazifik wieder zurückzugewinnen. Wiederum hat es sich aber ergeben, daß die kombinierte Flotte der Vereinigten Staaten, Englands und Australiens kein würdiger Gegner ist für die traditionelle Taktik der japanischen Flotte, den Gegner aufzusuchen, zu bekämpfen und zu schlagen. Als Folge der Niederlagen in Pearl Harbour, in der Schlacht in der Java-See und jetzt in der Schlacht im Korallen-Meer ist jede Möglichkeit größerer Seegefechte im Pazifik zwischen Japan und den Vereinigten Staaten a u s geschaltet. Die Hauptflotte der amerikanischen Marine ruht auf dem Boden des Pazifik, es ist zweifelhaft, ob die Vereinigten Staaten imstande sind, noch eine zweite Flotte in den Pazifik zu entsenden. vor und hinter uns Spreng- und Brandbomben fallen. Für kurze Augenblicke ist das Gelände taghell erleuchtet, der Feuerschein der Brandbomben spiegelt sich in den Fenstern der Häuser wider. Plötzlich links von der Befehlsstelle ein mächtiger Krach: Man sieht eine gewaltige Erdfontäne, Steinbrocken wirbeln durch die Luft, dann für einen Augenblick Ruhe. Eine Sprengbombe ist in unmittelbarer Nähe eines Geschützes niedergegangen. Die Bedienungsmannschaft wurde durch den Luftdruck durch- die Luft geworfen und fand sich hinter einem Draht- zaun wieder. Der Kampf an den übrigen Geschützen ging weiter. Plötzlich erneuter Ruf der Flugmelder: Tiefangriff von rechts! Der Melder mißt dann ungeachtet des Bordwaffenfeuers mit gleichbleibender Ruhe weiter, auch die Männer am Feuerleitgerät behalten eiserne Nerven. Vor dem Leitstand fallen nun Brandbomben. Taghelle Erleuchtung. Erneuter Tjefflug des Feindes. Der Batterieche springt an das Fliegermaschinengewehr und übernimmt den Schutz feiner Männer am Leitstand. Zwei Stunden dauerte die mit allen Härten geführte Flakschlacht von Rostock und Warnemünde. 19 Britenbomber wurden abgeschossen. Alle sechs Minuten ein Britenbomber! Ein Drittel der Angreifer kehrte nicht mehr heim. Hierin sind nicht die eingerechnet, die infolge schwerer Treffer den Heimflug vorzeitig abbrechen mußten. So ist die Flakschlacht von Rostock-Warnemünde ein empfindlicher Material- und Menschenverlust für die Gegner. Tapfere Flakartilleristen fielen für den Schutz der Heimat. Wenige Stünden später standen die Batterien wieder einsatzbereit auf der Wacht. Die Flak hat sich das Vertrauen der Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft! davon versprengte feindliche Hausen sowie englische Zivilisten nach Indien flüchten können. Wie Exchange Telegraph aus Kalkutta berichtet, ist der Hauptteil der Armee unter dem Kommando von General Alexander knapp vor der indischen Grenze angelangt. Die ersten Vorhuten hätten den Manipur-Paß erreicht. An der Grenze von Assam hätten indische Truppen Auffangstellungen bezogen, um die völlig abgekämpften britischen Truppen abzulösen. Die Verbände General Alexanders hätten fast fünf Monate lang im Kampf mit dem Dschungel und den Japanern gestanden und fast 1500 Kilometer kämpfend und schrittweise zu- rückweichend zurückgelegt. Sie hätten kaum irgendwelchen Luftschutz gehabt. Ihre leichte Tankbrigade habe nur aus amerikanischen 12-Tonnen-Kampf- roagen bestanden. Die Verluste seien sehr schwer gewesen. Man schätze, daß etwa die Hälfte gefallen ist. General Wavell befinde sich bei der burmesischen Ostarmee. Der Manipur-Paß führt durch die Yukalo-Täler, die malariaverseucht sind. Die Truppen Alexanders hätten deshalb noch viele Gefahren zu überwinden, bevor sie in Sicherheit feien. Sie seien durch die schmalen Pfade, auf denen die Fuhrwerke im Schlamm steckenbleiben, sehr behindert. Die Soldaten müßten sie durch den Dschungel schieben, und zwar müsse dies schneller gehen als der Vormarsch der Japaner, die in dem Felsental auf Kalewa nachstießen. Die Japaner, die in dem Gelände wie zu Hause seien, bewegten sich rasch in kleineren Einheiten auf den Dschungelpfaden vorwärts und suchten die Wege hinter den Briten zu blockieren. Da sie die Kontrolle über den Chindwin und den Jrawadi besitzen, könnten sie auf diesen Flüssen rasch Reserven heranbringen. Tokio, 13. Mai. (Europapr.) Die Umfassungsbewegung des japanischen O st f l ü g e l s im Norden von Burma macht rasche Fortschritte. Die noch in den Shan-Staaten kämpfenden chinesischen Truppen find von allen Rückzugsmöglichkeiten in die Provinz Pünnan abgeschnitten. Die japanische Ueberflügelungsbewegung über Lashio hinaus erreichte, nach Osten vorstoßend, also gewissermaßen mit umgekehrter Front, den Oberlauf des Salween- Flusses und sperrte damit den letzten Heimweg der erschöpften, größtenteils demoralisierten Divisionen der 5. und 6. Armee Tschiangkaischeks, welche noch südlich von Lashio im Salween-Tal stecken. _ In dem ganzen weiten Gelände zwischen ^val- ween und Jrawadi, sowie darüber hinaus bis an den Chindwin, einem Nebenfluß des Jrawadi, bildeten sich innerhalb des großen Kessels kleine Umzingelungen, in welchen chinesische Divisionen oder kleinere Abteilungen eine nach der anderen unerbittlich der Vernichtung entgegengehen. Wo es einzelnen chinesischen Abteilungen gelang, nördlich in Richtung nach der chinesischen Grenze zu entweichen, sind die Straßen verstopft von Panzerwagen, Geschützen und Kraftwagen, welche auf der eiligen Flucht zurückgelassen werden mußten. Aehnlich sieht es im äußersten Nordwesten des Landes aus, mo Teile der Chinesen, welche die Burmagrenze decken sollten, jetzt in westlicher Richtung auf Assam zu zu entfliehen suchen. Auch die englisch-indischen Truppen, welche im wöstlichen Abschnitt von den Japanern geschlagen werden, versuchen nach Assarn zu entkommen. Es gelang indessen, den schnellen japanischen Verbänden, über den Chindwin b i s n ach Ka'lewa vorzustoßen, so daß nur noch nördlich Tokio, 13. Mai. (DNB.) Die Tokioter Presse betont, das britische Schlachtschiff der „Warfpit e"-Klasse fei bei den heftigen Angriffen der japanischen Marineluftwaffe so schwer getroffen worden, daß es nach zuverlässigen Informationen bald darauf sank. Admiral Sankichi Takahashi erklärt im „Tokio Asahi Schimbun", die Auswirkungen des Angriffes der japanischen Luftwaffe auf die gegnerischen Marineverbände müßten als überraschend bezeichnet werden. Noch mehr als bei der Versenkung der „Repulse" und „Prince of Wales" habe sich gezeigt, welch ungeheure Schlagkraft die japanische Marineluftwaffe besitze. Seit Ausbruch des Chinakonfliktes haste die japanische Luftwaffe dem Lurttorpedo ihr besonderes Interesse zuaewandt und diese Waffe immer weiter entwickelt. Wenn daher der Tenno der japanischen Marine-Luftwaffe höchste Worte der Anerkennung für ihren Einsatz in der Schlacht im Korallenmeer ausgesprochen habe, so müsse man in diesem Augenblick auch derjenigen gedenken, die in jahrelangen Versuchen und durch härteste Uebungen gerade diese Torpedowaffe zu einem solchen entscheidenden Instrument der japanischen Wehrmacht hätten werden lassen. Die Seekriegführung habe durch diese Waffe ein neues Gesicht erhalten. Die jetzt von der japanischen Maripeluftwaffe errungenen Erfolge hätten endgültig bewiesen, daß die anglo-amerikanischen Großkampsschiffe den Japanern in keiner Weise wirksamen Widerstand, entgegensetzen könnten. Takahaschi erinnerte daran, daß England und Amerika das Debakel von Pearl Harbour mit dem „Überraschungsmoment" entschuldigten und den Frischmilch gleichmäßig an diese Verbraucher zu verteilen. Aus diesem Grunde berechtigt der Bezügsaus- weis nicht zum Bezüge einer jeweils gleichbleibenden Menge entrahmter Frischmilch. Die Abgabemenge ist vielmehr abhängig von der dem Milchverteiler unter Zugrundelegung der eingereichten Bestellscheine gelieferten gesamten Menge. Die Verbraucher-tonnen innerhalb der Geltungsdauer des Bezugsausweises (sechs Zuteilungsperioden) ' zweimal den Milchverteiler wechseln. Auf Wunsch des Verbrauchers kann an Stelle von entrahmter Frischmilch, soweit verfügbar, kondensierte entrahmte Frischmilch abgegeben werden. Ohne Vorlage eines Bezugsausweises darf kondensierte entrahmte Milch nicht abgegeben werden. Soweit entrahmte Frischmilch vorübergehend nicht in genügenden Mengen zur Verfügung steht, müssen sich die Inhaber des Bezugsausweises auf den Bezug von Buttermilch, Joghurt, Kefir oder anderen Sauermilchsorten verweisen lassen. In diesen, Fällen dürfen, die genannten Sauermllchsorten zunächst nur an die ^rchaber des Bezugsausweises abgegeben werden. Auch pie großen Verbraucher und Verarbeitungsbetriebe büren entrahmte Frischmilch nur auf Grund von Bezugscheinen beziehen. Der Erlaß tritt am 1. Juni in Kraft. Reichsarbeitstagung für Hauptschulfragen. Nach der Einführung der Pflichthauptschule im ge- amten Reichsgebiet sind die gesetzgeberischen Maßnahmen soweit gediehen, daß sich eine Arbeitstagung der (Saureferenten für Hauptschulen in der Reichschule des NSLB. in Danndorf bei Bayreuth mit verschiedenen Einzelfragen auseinandersetzen konnte. Reichsreferent Dr. K u r z m a n n schilderte die Entwicklung der Pflichthauptschule als mittlerer Schule des Reiches. Die ausgesprochen lebenspraktisch ausgerichtete, schulgeldfreie Pflichthauptschule für die besonders Geeigneten wird die mittleren und gehobenen Leistungsschichten formen und den Grundstock des mittleren politischen Führerkorps in Partei und Staat erstellen helfen. Das Durchstoßen von der Schulpflicht zur Bildungspflicht fordert neue Wege in der Schülerbeurteilung.Aus diesem Grunde wurde der künftige Jugendbogen besprochen und das künf- tige Raumprogramm der Hauptschule, die Entwürfe zu einer Reichsordnung für die Hauptschullehrer- Prüfung sowie die besoldungsrechtlichen Verhältnisse der Hauptschullehrerschaft erörtert. Oberregierungsrat Keil, Referent für Hauptschulfragen im Reichserziehungsministerium, betonte, daß der Staat den gesetzlichen Rahmen für Einrichtung und Aufbau der Hauptschulen geschaffen habe und daß es Aufgabe der Lehrerschaft sei, diese Förm mit Inhalt und Leben zu erfüllen. Gportappell der Betriebe. An dem Sportappell der Betriebe haben sich 1941 3,7 Millionen Schaffende beteiligt. Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley hat nun zum > Sportappell der Betriebe 1942 folgenden Aufruf. erlassen: Das Rückgrat der kämpfenden Front ist und bleibt die schaffende Heimat. Sie leistungsstark, gesund und lebensbejahend zu erhalten, ist um ihrer selbst willen ebenso unerläßlich, wie es Pflicht gegenüber unseren im Heldenkampf stehenden Soldaten ist. Der Vorjahreserfolg der größten sportlichen Leiftungsprüfung der Schaffenden, des Sportappells der Betriebe, hat mit seltener Eindringlichkeit aufgezeigt, daß der deutsche Mensch in den Betrieben den hohen sittlichen und gesundheitlichen Wert einer regelmäßigen Leibeserziehung erkannt hat. Ich erwarte deshalb von allen Betriebsführern und Gefolgschaftsmitgliedern, daß sie beim Sportappell der Betriebe 1942 dieses Bekenntnis zu Gesundheit und Leistungskraft wiederholen und noch großartiger gestalten. Kunst und Wissenschaft. Professor Bernhard Pankok 70 Jahre alt. Am 16. Mai tritt der Begründer und Direktor der Stuttgarter Kunstgewerbeschule, Professor Bernhard P a n k o k, in die Reihe der Siebzigjährigen. Schon als junger Mensch machte sich der arme Schreinersohn aus Münster einen Namen, als er von München aus mit Bruno Paul und Peter Behrens das moderne Kunsthandwerk ins Leben rief. So wurde aus dem bereits erfolgreich gewesenen Maler und Graphiker ein bahnbrechend er Kunstgewerbler und Architekt. 1902 gründete Pankok in Stuttgart die erste staatliche Kunstgewerbeschule auf neuzeitlicher Grundlage. Mehrere bedeutende Bauten Stuttgarts sind sein Werk. Von seinen Bildern hängt ein 1898 gemaltes Selbstporträt in der Berliner Nationalgalerie: auch in Landschaften und Stilleben hat er Treffliches geleistet. Für die Berliner Staatstheater und andere Bühnen hat er zahlreiche Bühnenentwürfe geschaffen. Ihren Aufstieg als Kunststadt hat Württembergs Hauptstadt vor allem Bernhard Pankok zu danken. Die Technische Hochschule Stuttgart ehrte Pankok, der als Kunsterzieher und Geschmacksbildner vorbildlich wirkte, durch Verleihung des Dr.-JnA e. h. Eine Jubiläumsausstellung für Richard Hoelscher. In den Räumen der Städtischen Kunstausstellung in Darmstadt wurde eine Jubiläumschau für den 75jährigen Maler Professor Richard Hoelscher eröffnet. Er hat viele Kunstepochen durchlebt: es ist also natürlich, daß dieses und jenes Werk von berg Stilwillen der wechselnden Jahresläufe feine Prägung erhielt. Aber eines ist fein Leben hindurch ein-, heitlich geblieben: die in sich ruhenden Gesichter hessischer Bauern, Felder und Bäume feiner Heimat. Ihm war immer das Antlitz des Menschen das Wichtigste, wie er auch das Antlitz der Landschaft ohne Schönfärberei wiedergab. Man sieht bäuerliche Familien in engen Stuben, in die Stille fällt vom schmalen Fenster herein nur ein wenig Licht. Das ist die Welt Hoelschers, der er treiigeblieben ist., Wenn man bas Selbstbildnis des Malers betrachtet, das den Betrachter streng und ernst ansieht, bann spürt man,, daß zur ungebrochenen Leistung auch der ungebrochene Mensch gehört. Ludwig Beil. Flensburger TNufikwoche. Die vorwiegend dem zeitgenössischen Schaffen gewidmete Flensburger Musikwoche brachte Fritz B ü ch t ge r s Gesänge „Von Tod und Leben", eine herbe, karge hymnische Musik, Hugo Distlers „Lied am' Herd", sprudelnd von musikantischem Humor, und die prachtvoll instrumentierte Suite antiker Arien und Kanzonen von Erich Anders. Neben einem Konzert der HJ.-Spielschar und einem Volksmusikabend interessierte besonders die Vorführung des Trautoniums durch Oskar Sala, abschließend mit Harald Genzmers phantasievollem Konzert, während ein Liederabend von Heinz Marten und ein Abend des Wendling-Quartetts als musikalische Höhepunkte gelten durften. Verinnerlichende Zusammenfassung war das Schlußkonzert, in dem der Lübecker Marienorganist Walter Kraft sich mit einer in eine Toccata eingebauten Doppelfuge und an Hugo Distlers Choralpartita „Nun komm der Heiden Heiland" als überragender Orgelspieler erwies. Die vereinigten Flensburger Chöre musizierten klangschön mit dem Grenzlandorchester Otto Miehlers „missa brevis“ unter Leitung des Komponisten, eine im besten Sinne kultische Musik. Heinrich Eaelhoff. Eine Landwirtschaftliche Fakultät tin der Universität Rostock. Das Reichserziehungsministerium hat seine'grundsätzliche Zustimmung zur Errichtung einer Landwirtschaftlichen Fakultät an der Universität Rostock gegeben. Damit wird den bisher bestehenden vier Fakultäten eine weitere besondere Fakultät angegliedert. Eine Oper von Haydn als Puppensplel. Die Nationalen Puppenspiele in Budapest bringen demnächst Haydns Oper „Der Apotheker" zu einer Aufführung, in der die Personen der Handlung durch Marionetten bargestellt und von ÄernjangerA gesungen werden» tischen Armeen, sei sehr stark gewesen, und die individuellen Leistungen der deutschen Verbände müßten heroorgehoben werden. Die Bekämpfung der deutschen Igelstellungen habe einen höheren Munitionsverbrauch erfordert, als erwartet wurde, und habe den sowjetischen Nachschub beträchtlich erschwert. Die Mannschaftsverluste entsprachen der Schwere dieser Kämpfe, und man beschloß im Hauptquartier Sukow wie auch im Hauptquartier Timoschenko die Richtlinien des Verteidigungsrates für die ökonomische Kriegführung stärker zu beachten. Stalin selbst habe /ausgeführt, daß zweifellos einige ernste Schwächen auf sowjetischer Seite darin lägen, daß die Truppen sich ost unnütz aufopfern, indem sie hartnäckige Angriffsoperationen fortfüh- ren, ohne die eigenen technischen Kampfmittel genügend auszunutzen oder nicht „beweglich genug seien", um sich der deutschen Verteidigungsaktion anzupassen. Es sei nickt so sehr entscheidend, ob die eine oder andere deutsche Stellung genommen worden sei, sondern unter welchen eigenen Kosten, die Truppenkommandos müßten in diesem Sinne technisch umgeschult werden. Es wirkt wie eine Ironie des Schicksals, daß gerade das britische Nachrichtenbüro, das in der winterlichen Lügen- und Jllusionskampagne stets an der Spitze lag, heute gezwungen ist, sich mit der Wiedergabe dieser trüben sowjetischen Betrachtungen selbst als Lügner bloßzustellen. Der bolschewistische Nachrichtendienst hatte zugeben müssen, daß die Deutschen dort, im Süden, wo der Schlamm trocknet, die Initiative ergriffen hätten. Während die feindliche Propaganda noch davon faselte, die bolschewistische Dampfwalze werde über Deutschland und Europa Hinwegrollen, in diesem Jahre würden die Giftblüten der Plutokrcttien Früchte ansetzen, lyat schon der erste größere Offensivstoß dieses Frühlings sofort wieder erhebliche Erfolge gebracht und 'die Ueberlegenheit der deutschen Führung, die überragenden Leistungen der deutschen und verbündeten Truppen, die Güte ihres Kriegsmarerials und.das Zusammenwirken aller Waffen bewiesen. So ist die Durchbruchsschlacht von Kertsch ein glückverheißender Auftakt zu weiteren Siegen. Ansiedlerbetreuerin, ein neuer Beruf an Das Ehrenkreuz der deutschen Mutter -.das zdeaze i: wcfyiulw* 29. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Mar. einen mäßi- Mar- Die Ansiedlerbetreuerin steht in ständiger Verbin- oung mit der Kreis- und Ortsfrauenschaftsleiterin, dem Kreisleiter, dem ---Arbeitsstab, dem Reichsnährstand, der NSV. und anderen Dienststellen, denen sie wertvolle Hinweise zu geben vermag, vo wird sie durch ihre Arbeit zur unentbehrlichen Helferin für die Siedler und alle, die im Wartheland eine deutsche Heimat aufbauen wollen. Viele Frauen und Mädel aus unserem ©augebiet fanden als Ansiedlerbetreuerin bereits eine Auf- Marburg-Gießen 4:2. Die Universitäts-Fußballmannschaften von bürg und Gießen trugen am Mittwoch Freundschaftskampf -aus, den nach beiderseits gen Leistungen die gastgebende Universität bürg 4:2 gewann. Die vielfältigen Aufgaben, die einer Bühnentanzgruppe gestellt werden, ließ sehr instruktiv der gestrige Tanz-Abend erkennen, welcher ein umfängliches Programm ernster und heiterer Gruppen- und Einzeltänze vorführte. E6 scheint uns bei der Gesamtwertung.weniger auf eine Aufzählung der ,1b Nummern umfassenden Vortragsfolge anzukommen, als auf die Feststellung, daß hier mit Lust "nd Liebe, mit viel Fleiß und tüchtigem technischen Kannen gearbeitet wird — Choreographie und Einstudierung: Inge Berg und Andreas Volpert —, und daß sich im Laufe der Zeit ein gut aufeinander abgestimmtes und eingespieltes Tanz-Ensemble herausgebildet hat, in dem auch die tänzerisch individuelleren Begabungen ehrgeizig entwickelt und herausLestellt werden. * und so —", und dann meinte sie fassungslos in ihr Tuch. Aber Wenig war nicht der Mann, sich von einigen Krokodilstränen rühren zu lassen. „Hören Sie auf zu flennen", rief er, „Sie sollen die Wahrheit sagen, nichts weiter." Aber aus Frau Hauckwitz war zunächst außer unartikulierten Heultönen nichts herauszube kommen. Der Kriminalrat ließ ihr Zeit, sich zu beruhigen. Das dauerte etwa zehn Minuten. Dann trocknete ste sich ihr Gesicht ab und stopfte das Taschentuch entschlossen in ihre Handtasche. .."Sind Sie jetzt so weit, daß mit Ihnen vernünftig zu reden ist?" fragte Wenig. Frau Hauckwitz war sehr kleinlaut geworden. „Was wollen Sie denn wissen?" fragte sie scheu zurück. Aus der Giaöi Giehen. Brigabeführer Schwarz /R Sein kämpferischer Einsatz unvergessen. Am 10. Mai starb in Berlin SA.-Briqadeführer Schwarz, Führer der Brigade 147, Leutnant der Reserve und Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse (1940), des Blutordens, des Goldenen Parteiabzeichens und anderer hoher Auszeichnungen im Alter von 40 Jahren Er war einer der ältesten Mitkämpfer der Ber- liner SA., der feine Gefolgschaftstreue durch schwere, m der Kampfzeit erlittene Verwundungen bekundete uno rastlos im Dienste der Bewegung tätig war. Seit dem Jahre 1937 gehörte er als Brigadeführer Sur Gruppe Hessen, wo er durch seinen kämpfe- nschen Einsatz und seine Ueberzeugungstreue bis in ö,c 5.??cJc,nßr ätzten schweren Erkrankung hinein vorbildlich wirkte. Er wird in den Reihen aller seiner Kameraden unvergessen fein. Kür Tapferkeit vor Sem Keinüe. Der Oberfeldwebel Georg Müller aus Gießen, Werrastraße 9, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Aorirag von Admiral z. D. Foerster. „Der Kampf Japans um den Großraum Offafien.“ Für die Veranstaltung, die die NSG. „Kraft durch Freude", Abt. Volksbildungswerk, in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Iapanischen Gesellschaft am kommenden Sonntag durchführt, fetzt bereits lebhafte Nachfrage ein. Man kann ruhig sagen, daß der angesetzte Vortrag' dem Bedürfnis entgegenkommt, einmal aus berufenem Munde von der Wesensart unseres Bundesgenossen und von dem »sinn seines Kampfes an unserer Seite zu hören. Der Redner, Admiral z. V. F o e r fte r , ist Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft und des . Japan-Institutes, Berlin, und Vorsitzender des Ja- pan-Ausschusses der Deutschen Akademie. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft ist die öffentlich anerkannte zwischenstaatliche Vereinigung für die kulturpolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan. Ihre Zweiggesellschaft Südwestdeutschland in Frankfurt a. M. trägt die Verantwortung für die Arbeit auf diesem Gebiet in unserem Bezirk. Sicher wird der zeitnahe und bedeutsame Vortrag auch in Gießen einen entsprechenden Widerhall finden. Bei der Veranstaltung wirken mit der Musikzug der SA.-^tandarte 116 (Leitung Obersturmführer ' Herrmann), die Marine-HI. und Herbert K ö ch- ' ling vom Theater der Universitätsstadt Gießen. 1 Kreisleiter Backhaus wird den Abend eröffnen, i Anläßlich des Muttertages 1942 werden die nachgenannten kinderreichen Mütter in Gießen mit dem ifynen vom Führer verliehenen Ehrenkreuz der Deutschen Mutter ausgezeichnet. 1. Stufe: Adele Bernard, Kornblumengasse 8; Wilhelmine Klein, Bleichstraße 31; Wilhelmine Lerch, Alicen- straße 42; Henriette Müller, Grünerweg 15; Marie Schwing, H. d. Westanlage 11; Emilie Künz, H.ü. Westanlage 11; Anna Nau,.Schottstraße 31; Auguste- Wagner, Glaubrechtstraße 10. 2. Stufe: Anna Fischer, Steinftraße 85; Auguste Hainer, Nahrungsberg 37; Lina Kaiser, Maigasse 15; Frieda Klotz, Wetzlarer Weg 77; Maria Knodt, Hindenburq- wall 13; Emilie Konrad, Leimenkauterweg 29; Mar- garete Ludwig, Läufertsröderweg 39; Mathilde Meyer, Klaranlage 50; Madeleine Polster, Liebig- straße 80; Susanne Rademacher, Rodheimer Straße 35; Emilie Keil, Läufertsröderweg 26 3. Stufe: Emma Albach, Schottstraße 42; Anna Altgeld, Hammstraße 10; Anna Balser, Walltorstraße 65 Anna Bellosf, Leimenkauterweg 7; Elise Blum, Lie- bigstraße 73; Alwine Bohne, Ludwigstraße 33; Elise Bohrmann, Crednerstraße 34; Margarete Debus nchottstraße 41; Elisabeth Dem, Leimenkauterweg 23; Warnungaus Stendal Roman von A. Lothar Philipp Gießen-Wieseck. 3. Stufe: Anna Elisab. Kießling, Alten-Busecker Straße 16: Lma Rohrbach, Gießener Straße 152; Ottilie Seibert, Gießener Straße 73. Keine unnötigen Reifen zu Pfingsten. Da die Kriegsverhältnisse in verstärktem Maße die Reichsbahn vor Transportaufgaben stellen, die nur unter restloser Ausnutzung der Betriebsanlagen, aller Betriebsmittel und Personale erfüllt werden können, muß auch zum bevorstehenden Pfingstfest die Bevölkerung aufgerufen werden, die Reichsbahn in ihren Anstrengungen, Lokomotiven, Wagen und Personale in gefordertem Umfange für" unsere Truppe bereitstellen zu können, tatkräftig zu unterstützen. Diese Unterstützung erfolgt am wirksamsten durch die Entlastung des Personenverkehrs, indem über Pfingsten alle Reisen, die nicht unbedingt nötig sind, unterbleiben. Reisen lassen sich meist aufschieben, kriegswichtige Transporte aber nicht. Alarm, Alarm. ..! Wenn die Sirene heult, dann besteht ernsthafte Gefahr, denn die feindlichen Flieger können im nächsten Augenblick ihre verderbenbringende Last gerade über deiner Wohnung ab werfen. Deshalb bleibe nicht faul und sorglos in deinem Bett liegen. Zu jeder Stunde, wenn die Sirene heult, ist Gefahr, und da bietet dir nur der Luftschutzraum den sichersten Schutz. Oder willst du dein Leben leichtsinnig aufs Spiel setzen? Sie nahm die Karten mit spitzen Fingern hoch und legte eine nach der anderen wieder hin. Das ist sie", sagte sie dann und reichte ihm die' Photographie der Norodna. (Fortsetzung folgt.) a l angesiedelten Familien auf, über- erteilt die Gaufrauenschaftsleitung Hessen-Nassau all als alte Bekannte und Helferin m allen Nöten I Franksurt a. M.,. Hermann-Göring?User 25. „Frau Hauckwitz!" rief Krähe und hielt ihr die Tür auf. „Was lfaben Sie denn", fragte er verwundert, „Sie sind ja so erregt!" „Erregt?" stiöß sie hervor, „wieso erregt? Schließlich kann ich mich erregen, wenn es mir paßt. Oder muß man da auch noch die'Polizei fragen?" „Aber, Frau Hauckwitz", rief Krähe erstaunt, ..Sie sind ja ganz aus der Tüte! Wer hat Ihnen denn etwas getan?" „Nehmen Sie Platz, Frau Hauckwitz", sagte der Kriminalrat und varf ihr einen ernsten Blick zu, „ich muß Sie jetzt vernehmen." „Ich bin doch schon vernommen worden, wie oft soll denn das Theater noch gemacht werden." „Eine Vernehmung ist kein Theater, Frau Hauckwitz", sagte Wenig tadelnd, „sondern eine ernste Angelegenheit, ernst besonders dann, wenn der Zeuge die Unwahrheit gesagt hat. Glauben Sie nicht, daß es Ihnen gestattet ist, die Polizei zu beschwindeln. Sie machen sich dadurch unter Umständen einer Begünstigung schuldig und können sofort eingesperrt werden." Sie legte die rechte Hand auf die Brust und sagte mit einem frommen Gesichtsausdruck: „Mein Gewissen ist rein, Herr Kriminalrat, was ich sage, ist die reine Wahrheit." „Krähe, geben Sie mit mal das Protokoll über die^Vemehmung der Frau Hauckwitz!" Sie bekam ein unbehagliches Gefühl. Die Art und Weise des Kriminalrats, der sonst freundlich und höflich zu ihr gewesen war und der sie nun auf einmal ernst und ganz sachlich behandelte, war ihr unheimlich. Der Kriminalrat las das Protokoll durch. Dann strich er eine Stelle rot an und befahl* übrigens schon jenseits des Tanzes und gehört, sich recht witzig und wirksam, in den Bereich des Kabaretts. Die technisch gediegene, saubere und raumsüllsnde Zusammenarbeit der ■ Gruppe bewahrte sich, außer in dem erwähnten Step, auch in der heiter bewegten, bunten und volkstümlichen Polka aus Smetanas „Verkaufter Braut", in der „Tarantella" und in dem abschließenden Kaiserwalzer von Strauß, der schon durch seine Ausdehnung nicht unbeträchtliche Anforderungen an alle Beteiligten stellt. Theater der Ltniversitätsstadt Gießen Ernste und heitere Tänze. Frau Hauckwitz machte ängstliche Augen. Sie zermarterte ihren Verstand, um einen Ausweg zu finden, aber sie fand keinen. „Wer hat Ihnen denn das erzählt?" fragte sie letzt frech, „natürlich der Hanke, das Ouatfchmaul, diefer erbärmliche Denunziant, der, aber ich — werde —" \ Plötzlich fuhr sie erschrocken zusammen, denn Wenig war aufgestanden und brüllte sie an: "Ich verbitte mir Ihre Unverschämtheiten! Sie haben einen Zeugen, der die Wahrheit sagt, nicht Ouatschmaul und Denunziant zu nennen. Herr Hanke besitzt zum Glück mehr Verantwortungsgefühl als eie. Er hat Sie mehrfach darauf aufmerksam gemacht, daß es nicht angängig ist, fremden Personen öic Hausfchlüssel anzuvertrauen. Sie sind es, die aus Ihrer Wohnung ein Absteigequartier gemocht haben —" „Das ist es ja", rief sie weinend, „deshalb eben — ich hatte — doch Angst — von wegen — Kuppelei Wenig räusperte sich und beugte sich vor. „tyrau Hauckwitz", sagte er mit Betonung, „wir sind hier dazu da, um Verbrechen aufzuklären. Und es ist Pflicht jedes anständigen Menschen, uns hierbei zu helfen und nicht, uns durch falsche Aussagen irrezuleiten. Wer eine falsche Aussage macht, vergeht sich gegen seine Pflicht und unterstützt das Verbrechen. Sie, Frau Hauckwitz, haben eine'falsche Aussage gemocht, und Sie haben heute die Dreistigkeit, diese falsche Aussage aufrechtzuerhalten. Wir wissen genau, daß Lanos mit Ihrem Wissen und Ihrer Einwilligung den Besuch einer Dame erhielt, die sogar; die Schlüssel zur Wohnung und zum Hause besaß, die sogar oft kam, wenn Lanos nicht zu Hause war. Sie werden nun als Zeugin im Prozeß vernommen werden und müssen Ihre Aussage beschwören, Frau Hauckwitz. Wenn Sie falsch schwören, kommen Sie ins Zuchthaus, das wissen Sie doch, nicht wahr? Also nun zum letztenmal: wollen Sie Ihre falsche Aussage aufrechterhalten oder nicht?" y * Erfreuliche Einzelbegabungen kamen in den Solo- ^mzen Zum Vorschein, etwa in der von Katja Kröck getanzten „Erinnerung" (Sibelius) und im heftig bewegten, nationalspanisch akzentuierten „Tanz des Müllers" von de Falla' (Volpert); sehr hübsch und lustig die tänzerisch akkurat durchgearbeitete Bauernpolka (Inge Berg); ferner Schumanns „Gratulantin" und die Pjzzicato-Polka, mit denen Edith Stoll Temperament, Sinn für komische Wirkung und saubere Technik zeigte. Ein ^ganter argentinischer Tanz (Katja Krö'ck) und, auf Spitze getanzt, Chopins „Sylphide" (Brigitte Dietz) seien ebenso wie das dekorative „Duett m Schwarzweiß" (Kröck, Dietz) mit Anerkennung vermerkt. — Die Herren Hergert und Hahn hatten die musikalische Leitung und machten sich um die zuverlässige Begleitung verdient. — Es gab viel Beifall und freundliche Blumenspenden zum'Schluß. Hans Thyriot. Emer der schönsten und befriedigendsten Berufe, die es für eine Frau geben kann, ist der der Ansiedlerbetreuerin. Er ist allerdings nicht leicht Nur ein körperlich und seelisch starker und gesunder Mensch der mit Einsatzbereitschaft seine Aufgabe anzupacken gewillt ist, wird ihn ausführen können. Aber die Arbeit ist schön, sie hilft, deutschen Menschen im Ulten des Reiches eine neue Heimat zu finden und fester in ihr zu verwurzeln. Wie wird man Ansiedlerbetreuerin? Die Vorbedingungen sind zunächst: Einsatzbereitschaft, politisch und weltanschaulich einwandfreie Haltung, Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit, wenn möglich haus- und landwirtschaftliche Vorkenntnisse. Alter: 25 bis 45 Jahre. " Wie sieht im einzelnen die Arbeit der Ansiedlerbetreuerin aus? Sie ist Betreuerin und Führerin für die Siedler aus dem Baltikum, aus Wolhynien Galizien, Bessarabien und all den anderen Gebietens die jenseits der Reichsgrenzen lagen. Sie besucht neu angefommerie Familien, trägt deren Namen und persönliche Angaben in Dorsspiel und Tagebuch ein tonte, baß hier einige Ausschnitte aus der neuen Mode geboten werden und Anregungen gegeben werden sollen, wie man im Rahmen des gegenwärtig Möglichen kostbare Punkte spart, und wie die Kleiderkarte besonders vorteilhaft ausgenutzt werden kann. Gezeigt wurden, wie in den früheren Jahren, zunächst Handarbeitsmodelle, gestrickt und gehäkelt, Bolerokleider, Pullover und Trachtenjacken in ver- schied en en Farben und Formen, auch zweiteilige Kleider; besonderer Wert wurde auf die Verwendung von Resten gelegt. Rach farbigen Schnitten leicht selbst anzufertigen sind eine Reihe hübscher, modischer Sommer- und Nachmittagskleider mit vielfach betont sparsamer Stoffverwendung, weiter Dirndl-Kleider, Strandanzüge und Komplets Auf die Vorzüge licht-, lüft- und waschechten Materials wurde aufmerksam gemacht; Regenkleidung aus imprägnierten Stoffen wurde einer Spritzprobe unterworfen; Strümpfe gibt es neuerdings, 'welche die Trägerin ebenso unempfindlich gegen Regen- fprltzer wie gegen Mückenstiche machen sollen. Weiter sah man handgearbeitete Nachmittagskleider nach dem im Kriege besonders aktuellen Rezept: aus alt mach neu; reizende Sommerkleider, duftig und kleidsam in Schnitt und Farbenstellung, auch aus zweier-' lei und dreierlei Stoff gearbeitet. Kimono ist gegenwärtig große Mode: auch das wurde bei der Vorführung betont. Allgemeines Wohlgefallen erregte wiederum das hier schon mehrfach gezeigte Verwandlungskleid: ein Kleid, mit geringen Zutaten auf fedjs verschiedene Arten herzurichten, eine praktische Sache. Den Schluß machten, wie stets, sehr anregend einige ausgesucht hübsche Modelle für Braut- und Hochzeitskleider. „Wie war das mit der Brcmt?" „ Si^ seufzte noch einmal tief auf. -Nun ja, wo er doch so gut bezahlt hat, und was meine Schwaaerin ist, die sagt auch, man Tann öas nicht ganz verbieten, und am besten ist es man tut, als ob man das nicht merkt. Und Herr Lanos sagte, Fräulein Zirri —" „Wie nannte er sie? Zirri?" warf Wenig ein. „3a, Zirri, sie sei seine Assistentin, sagte er, und komme auch manchmal, wenn er nicht da fei, und deshalb gab ich ihm noch einen Wohnunqs-' und noch einen Hausschlüssel. Ob sie wirklich nachts über dageblieben ist, Herr Kriminalrat, mein heiliges Wort, das weiß ich nicht, denn ich bin nach zehn Uhr nicht mehr in sein Zimmer gegangen, weil ich mich vor ihm fürchtete —" Wenig warf ihr die Photographien hin. bei"?ft" maI nad)'- ob diese Zirri hier da. freudig begrüßt. Sie zeigt der Mutter, wie sie die Wohnung zu einem wirklich deutschen Heim umgestalten, wie sie ihren Säugling pflegen und für die Heranwachsenden Kinder nähen kann. Sie holt sich einige Frauen zusammen, um ihnen Ratschläge für das Kochen und Einmachen zu geben. Sie bringt Kranke zum Arzt, hilft den Kindern bei den Schularbeiten, liest den Großeltern aus einem guten Buche vor und zeigt den Siedlern auf einer Landkarte, wo die deutschen Truppen stehen. Ungezählt sind die Fälle, in denen sie um besonderen Rat gefragt wird. Hier kennt sich eine Frau nicht im Gebrauch der Säuglingskleiderk-arte aus, dort möchte ein jungesPaar Hilfe beim Anlegen eines Ahnenpasses haben. Emmi Dillemuth, Asterweg 69, Margarete Döring, Wiefecker Weg 13- Mathilde Eigenbrodt, Posener Straße 11; Friedörike Euler, H. d. Westanlage 5; Emma Faber, Frankfurter Straße 36; Katharina Flach, Neuenweg 30; Käthe Frischholz, Schottstraße 46; Marta, Genz, Wilhelmstraße H. V.A.; Lina Gerlach, Licher Straße 21; Margarete Gödicke, Neuenweg 50; Rosalie Groß, Friedensstraße 12; Katharina Hammel, Wasltorstraße 65; Katharina Hatz, Rodheimer Straße 35; Katharina Heeg, Annerod er Weg 25; Katharina Henkel, Kreuzplatz 6; Kätchen Herchenröder, Eich weg 6; Martha Heß, Grünerwea 15; Hermine Hinkler, Schwarzlachweg 41; Marie Hof, Frankfurter Straße 127; Käte Hofmann, Dammstraße 29; Marie Hofmann, Grabenstraße 4; Marie Hofmann, Leihgesterner Weg 127; Luise Jost, Sandgasse 41; Julie Kahn, Mühlstraße 29; Elsa Koch, Röntgenstraße 2; Emma Krack, Leihgesterner Weg 118; Gretel Kratz, Seltersweg 56; Hilde Krause, Wilhelmstraße 10; Käthe Krauß, Aulweg 82; Kriechbaum, Hilde, Crednerstraße 16; Hedwig Lange, An der Johanneskirche 6; Emilie Lehrmund, Kreuz- platz 13; Elisabeth ßeuning, Am Sandfeld 19; Elsbeth Leutert, Hitterwall 25.; Erna Linker, Ludwig- straße 16; Anna Lipp, Asterweg 7; Emma Lutz, Am Kugelberg 19; Marie Matt, Mühlstraße 2; Johanna Mattern, Gnauthstraße 12; Elisabeth Meisel, Werra- straße 19; Emilie Meisel, Kleine Mühlgasse 8; Chri- „ßefen jSie diese Stelle einmal der Zeugin Hauck- ^rähe las: Herr ßanos hat selten Besuche gehabt. Damen kamen nie zu ihm, höchstens mal ein Herr m irgendeiner geschäftlichen Angelegenheit.' Vermerk: auf erneutes Befragen beharrt die Befragte darauf, daß ßanos niemals Damenbesuch gehabt hat und daß sie von Beziehungen des Geflüchteten zu Damen keinerlei Kenntnisse hat!" Schön. Und dann hier, diese Aktennotiz!" Krähe las weiter: „Aktennotiz. ,Bei einer Unterhaltung, die ich vor dem Kommen der Mordkommission mit Frau Hauckwitz hatte, sagte sie mir wörtlich: „Lanos bekam eigentlich gar keine Besuche. Höchstens, daß mal ein Herr zu ihm kam, dessen Namen ich nicht weiß, es war auch nicht immer derselbe Herr und es war auch nichts Besonderes." Gezeichnet: Wenig, Kriminalrat. Krähe, Kriminalsekretär.'" „So, Frau Hauckwitz", sagte Wenig jetzt, „was haben Sie dazu zu s-yen? Ist das richtig? Hallen ^ie Ihre damaligen Bekundungen aufrecht?" „Ob ich was?" „Ob Sie Ihre damaligen Aussagen heute be- ftätigen." ' „Na, hören Sie", fuhr sie auf, „was ich sage, ist wahr. Ich kann meine Meinung nicht von 'heute auf morgen ändern. Jedes Wort, das ich rede, ist lauteres Gold —" „Da müssen Sie ja eine schwerreiche Partie sein", warf Krähe ein. Aber Wenig war nicht geneigt, die Sache humoristisch zu betrachten. Krähe erhielt einen vorwurfsvollen Blick. „Lassen Sie das, Krähe! — Sie wollen also behaupten -r heute noch behaupten, daß Lanos niemals Damenbefuch gehabt hat?" „Nie!" beharrte sie, „so etwas hätte ich gar nicht geduldet. Erlauben Sie mal, ich bin eine anständige Fruu, und mein Haus ist ein anständiges Haus und kein Absteigequartier." Kreiswandertag verlegt. Der Kreis- Wandertag des Kreises 23 Wetterau-Nord im NSRL., der am kommenden Sonntag stattfinden und in Staufenberg seinen Mittelpunkt finden sollte, wurde wegen des Muttertages auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. ' - * Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Slellvertteter bei Hauplichrl,Leiters: EmV Blumschein. Berantworllich für Politik und Dr. Fr. W. Lange; für bas Feuilleton: Dr. HmiS ötitiot: für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft urtb Sport: Ernst Blumschein. Druck urtb «erlag: Brühlsche Univerjitätsbruckeret R. Lange R. ®. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzetgenpretsliste Nr. 6. läßt wehe Wunden schnell gesunden. T15 Heuchelheim, den 13. Mai 1942. 1607 D 1 Freibankverkauf 15. Mai 1S42: 1611'A Solch Schieber - der wird abserviert.u am 220 Gedächtnisfeier. In tiefem Schmerz: KRIEGSHILFSWERK BfflSSSS »EID WÜRDIG DEL OPFER» DER FRONT 1612 D Ordentliche Halbtags- Frau mädchen ...... s., f- HaMalt mit zum Putzen der Lollar, den 11. Mai 1942. 2 kleinen Kin- 1614 D DeutsdieWochensdiau 1604 V ZigarettenbildeF-Zschaler, Gera 02259 LICHTSPIEL-THEATER Zeitungsträgerin gesucht 1577 D Verlag des Gießener Anzeigers Tägl. 3,5.15,8, So. 2.30,5,8 Uhr Traum aPl ast 110 170 Gießen-Klein-Linden (Steinstraße 16), Gießen (Seltersweg 67). 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Großmutter sagen wir unseren herzlichsten Dank. , Danksagung. Allen denen, die uns bei dem schmerzlichen Verlust unseres herzensguten Sohnes* meines innigstgeliebten Bräutigams, meines lieben Bruders, Schwagers, Paten, Enkels und Schwiegersohnes, Hugo Keßler, Gefr. in einem Art.-Reg., mündlich und schriftlich ihre herzliche Anteilnahme erwiesen, sagen wir auf diesem Wege unsern innigsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Germer für die trostreichen Worte bei der Durch Schaden wird mairurntw Ohne Deckel soll man keinen gefuHTen Mlchkopf sichen lassen, sonsi hak Nachbars Mieze die Freude und die Hausfrau dos Nachsehen? 2dm Wäschewaschen ist es ähnlich; da haben Sie den Ärger, und der Kalk im Harken Wasser stiehlt dem Waschpulver die Waschkrasi. Verrühren Sie vorher immer einige Handvoll Henko Lleichsodo im Kessel, damik das Wasser toeic^toirbl MeRB-Reenita-Schecks! 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Damit über die Restbestände von Pralinen un« vorzüglich anderweitig verfügt werden kann, wird, der Termin für die Einreichung der Nährmittel- kartenabschnitte N 40 vom 20. aus den 15. IHai 1942 vorverlegk. Bei Einreichung der Abschnitte muß schriftlich angegeben werden: a) die erhaltene Menge, b) die verkaufte Menge, c) der Restbestand, d) die Zahl der vereinnahmten Abschnitte; (Abrechnung erfolgt auf Zimmer 4). Gießen, den 13. Mai 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. ErnahrunZsamt Abt. B. Für leichte Arbeiten weibl.Hilfskräfte für ganze oder halbe Tage ges. Großwäscherei Edelwelfe Schützenstraße 12. _____________ 1432 D Bekanntmachung Betrifft: Berkaus von Tabakwaren Meine Bekanntmachung vom 10. April 1942 wird wie folgt geändert: 2HU sofortiger Wirkung entfallen aus 1 Abschnitt eine Rolle oder eine Dose Kautabak, auf 1 Abschnitt 20 Gramm Schnupftabak. Gießen, den 12. Mai 1942. 1609D Der Oberbürgermeister. — Wirtschaftsamt. Laden-Einrichtung zu verkaufen. 02279 Theke mit Glasaufsatz 500.- 2 Schränke m.Spleg. u.SchiebetUr ä 250.- 1 Schrank m.Spiegel u. Schiebetür280.- 2 Schränke ä 60.- und div. Glasscheiben Faßbender, Seltersweg 66, Am 23. April erhielten wir die traurige unfaßbare Nachricht, daß mein lieber, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser einziger, hoffnungsvoller Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Heinrich Schmitt Gefreiter in einer Panzerjäger-Kompanie im Alter von 32 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten, einen Tag nach seiner schweren Verwundung, am 4. April in soldatischer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland sein blühendes Leben hingegeben hat. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. In tiefer Trauer: Friedericke Schmitt, geb. Spaar; Helga Schmitt Heinr. Schmitt I. und Frau Margarethe, geb. Kumpf Lina Spaar Wwe., geb. Belloff Peter Rabenau und Frau Elisabethe, geb. Schmitt Heinrich Funk und Frau Margarethe, geb. Schmitt Otto Stein und Frau Anna, geb. Schmitt Heinrich Otto VIII. und Frau Lina, geb. Spaar Beuern und Winnen bei Nordeck, 12. Mai 1942. 02262 Seesond- Mflndeüdeie hmscAm- das ist gründliche Reinigung, zugleich belebende Gesichtsmassage und milde Pflege der Haut, die Seife schlecht verträgt. Für sehr Empfindliche auch ohne Seesand in der grünen Packung. Streudose 95 Pfg. Karton 48 Pfg. • Kleinpackung 19 Pfg. und Nr. 1- von 10-11 UbrNr. 51- von 11-12 Uhr Nr. 111- am 16. Mai 1942: von 8- 9 Uhr Nr. 1931-1990 von 9-10 Uhr Nr. 1991-2010 ' ” "50 Wir danken herzlichst für die uns anläßlich unserer Vermählung übersandten Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten Otto Willi Abel und Frau Emilie, geb.Weller Gießen -Wieseck Alten-Bused»er-Stra6e 25 02273/ Nettes Zimmer m. 2 Betten, evtl, auch unmöbliert, in der Nähe des Bahnhofs, gesucht. Sehr. Ang. mit Preis ohne frühstück unter 16131) an den Gießen. Anzeig. 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Giefeen Neuenweg 18. 1615v Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren verstorbenen Arbeitskameraden Betriehsftthrnng nnd Gefolgschaft der Firma Neils & Kraft, Gießen. 1608 D Plötzlich und unerwartet traf uns die schmerzliche Nachricht, daß mein einziger, hoffnungsvoller Sohn, herzensguter Bruder, Schwager, Enkel, Neffe und Vetter Fritz Hainer SS-Rottenführer bei der Waffen-^ Inhaber des gold. HJ.-Ehrenzeichens, des E. K. II udd des Panzersturmabzeichens nach glücklich überstandenen Feldzügen in Polen, Frankreich und auf dem Balkan, in einem Feldlazarett im Osten im Alter von 23 Jahren am 27. April 1942 für,Führer und Vaterland verstorben ist. In stolzer Trauer: Anna HainerWwe. Emmi Brückner, geb. Hainer Heinz Brückner nnd alle Angehörigen. Bürohilfe für ein. Stunden in d. Woche für sofort gesucht. Kenntnisse in Schreibmaschine usw. Bedingung. Schriftl. Angeb. unter 02276 an den Gieß. Am. Kl eine Anzeig en im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. Heute Donnerstag Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich: 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags: 2.30, 5.00, 8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! ____________________________1606 A | Mietgesuchej 3-4-Zimmer- Wohnung auch in der näheren Umgebung von Gießen, von Beamten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 02266 an d. Gieß. Anz. Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden _ aus der Vogelwelt der deutschen Nvrdseeküste Don Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seilen mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. In Leinen gebunden RM. 3.90 Der Verfasser, der als Ornithologe und Tierphotograph bekannt ist, hat mehrere Wochen auf zwei einsamen deutschen Nordseeinseln an der Lidermündung zusammen mit den eigenartigsten Vögeln unserer Heimat gelebt und die herrlichsten Naturaufnahmen von den Säbelschnäblern, Seeschwalben, Rot. schenkeln, Austernfischern ui a. mitgebracht. (Er erzählt im Textteil unterhaltsam und spannend aus der Kraft eigenen Erlebens die sonderbarsten Begebenheiten, die er, im gelt versteckt, aus nächster Nähe beobachten und im Bild festhalten konnte. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung ent- gegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt dern sucht l02128 FrauDr.Schäfer, Aulwcg 82. [Stellengesuche] Gesucht wird verwalket-, öansmeiftet- Wlen od. andere leichte Tätigkeit. Schr. Ang. unt. 02265 a. d. G. A. | Verkäufe-1 Pertaufe mehrere Schafe Schr. Angebote unter 02274 an den Gieß. An;. | Stellenangebote Keine Ursprünge- xengnisse, andern nut Zeugnis- abschrtstcn dein Be Werbungsschreiben beilegen I -r- Lichtbilder undBewerbungsuntev lagen müssen zur Bev meidung von Verlusten auf der Rückseite Na. men und Anschrift des Bewerber« tragen! Allein-- mädchen in gevfl. Ctagen- haushalt in. zwei Kindern gesucht. 1547D Zran G. Fi sch er, Lllicemtrake 43. Marianne Statt Karten! 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Karoline Blum, geb. Hirsch Gießen (Bruchstraße 3), 13. Mai 1942. 02254 Suche Sflmelö- und SllMlWeNM neu oder gebr., zu kaufen. 102220 Karl Wilke, Masch.-Schloss., Wieseck. Weg 26 Gebrauchter, gut erhaltener elektrischer Herd mögl.m.Tövsen, z. kaufen gesucht. 1597 D Angeb. an Frau Eger, Wilhelmstr. 24. Suche Faltboot bentil auch mit Hasen, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02272 an den Gieß. Anz. Krankenfahrstuhl z. kaufen gesucht. Hrch. Schäfer, 02260 Gießen, Lcimcnkanter- weg 9. | Verschiedenes) Wo kann Solöatenlroü mit 1 !4jäbrigem Kind zur Beaufsichtig. von Kindern od. Hilfe im Haushalt gegen evtl. Vergütung für 3-4 Wochen unterkommen? ' Am liebsten wäre der Monat Juni. Schr.Angeb.unt. 161(M a.d.G.A. Am 26. 4. 1942, morg., v. Lieber Str.bisBerladc- balmhof Gießen, Photo-Avvarat, 6x9, m gelber SchweinSleder- tascbe, v. Frontsoldat verloren. Wiederbr. erhält Belohn. Bitte d. ehrl. Finder, den Apparat auf d. Fundbüro abzugeb. [ißooD Seltene Natararkunden von den Halligen and vom Wattenmeer Zwei bie alle Naturfreunde und Dogelliebhab« mit Begeisterung lesen und schauen werden: Pelle ßn(t wat / /ewi muß, packt erjtt! Zur Stadt ist PELLE heut gelaufen: Er muß sich ein paar Sachen kaufen. Da sagt man ihm: „Das ist heut schwer, Ja - wenn’s für ein paar Eier wär • Statt gegen Geld - das könnte sein^ Eintauschen - gern! Verkaufen - nein!* eAha!e denkt PELLLE: eAuch eft» Kauf!" Da reagiertersauerdranf Er sagt ganz harmlos: .Gut - dann morgen!“ Und denkt: „Dir werd ich es besorgen! Da wirst bedient, wie's Dir gebührt!*1 S 2 3 Ki