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Erscheint täglich, anher Sonntags und Feiertags Beilagen: Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. Annahme von Anzeigen für die Miltaasnummer bis 8l/9 Uhr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsteMengenstaffelS Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/. mehr (Y2. Jahrgang Nr. 86 jwa 9 t Eichener Anzeiger vrLHIsch« UniverfltSIrdruckerri 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen «Iehen?Sch«Iftratze 7-9 Tauwetter an der Front im Osten Das Ltnterhaus erwartet Cripps bis nien i persönlich über seine Verhandlungen in Delhi Be- Damit zst unmißverständlich gesagt, daß diese Reichstagsneuwahl — übrigens als solche bereits ein Zeichen beträchtlicher Stärke und Selbstsicherheit! — nichts mit parlamentarischen Spielregeln westlicher Prägung zu tun hat, die in Japan überhaupt nur während einer kurzen Spanne im ersten Weltkrieg eine Rolle gespielt haben. Während es damals den Anschein hatte, als ob die konstitutionelle Monarchie eine starke Einschränkung erfahren sollte dadurch nämlich, daß die Kabinette, die bislang mit dem Vertrauens- Prägung. Die rein dienende Rolle, die innerhalb dieser neuen Staatsformen dem Reichstag zufällt, ist übrigens durchaus vereinbar mit der Verfassung vom 11. Februar 1889, in der Tenno Mejji uralte Erbwerte und im Westen — vor allem im preußischen und bayerischen Staatsrecht. — erprobte Einrichtungen zu einem neuen Gebilde zusammenschmolz. Auch die göttliche Stellung des Tenno ist im Artikel III der Verfassung verankert, m dem es heißt: „Der heilige Thron würbe zu einer Zeit errichtet, als Himmel und Erde sich trennten; der Kaiser ist vom Himmel gestiegen, göttlich und heilig und ragt über alle seine Untertanen hinaus. Er muß Verehrung genießen und ist unverletzlich." britischen Kreuzer „D o r s e t s h i r e" und „E o r n - wall" und der Flugzeugträger „Hermes hatten den Hafen von Trincomali verlassen, um dort nicht den Luftangriffen ausgesetzt zu sein. Sie seien dann jedoch von japanischen Flugzeugen versenkt worden. Britische Torpedo-Flugzeuge hatten die ,apa- ni chen Flugzeugträger zu erreichen versucht, doch sei ihnen dies n i ri) t gelungen. Der Oberbesehl der britischen Streitkräfte lag in den Händen von Sir James Somerville, dessen Versetzung von Gibraltar nach Ceylon erst in diesem Zusammen- Bezirksbürgermeisterei zur Stadtverwaltung führt. In diesen Adern pulsiert das kommunale Kleinleben, das durch die Tonarigumi also an die autoritäre Staatsführung angeschlossen ist, während in der 1938 gegründeten Sangyo-Hokoku-Bewegung heute vier Millionen Japaner sich unter das verpflichtende Ethos des „Dienstes am Lande durch Arbeit" gestellt haben. tische Admiralität einer dringenden Ueber- h o l u n g bedürfe. „Daily Herald" stellt ebenfalls fest, daß die Lage, in der sich die Pazifikflotte Englands befinde, äußerst ernst sei. Die Versenkung der „Hermes", Cornwall" und „Dorsetshire" bedeute eine große SchwächungderDerbindungswege durch den Indischen Ozean. Auf der Flotte Englands lasteten so vielseitige Verpflichtungen, daß es nun nicht mehr möglich sei, aus anderen Gewässern Kriegsschiffe für eine Festigung der Lage im Indischen Ozean zurückzuziehen. Die britische Admiralität habe damit einen großen Fehler begangen, daß sie den Japanern gestattete, Marineflugzeuge zu entwickeln, die den von der britischen Marine verwendeten Typen weit überlegen seien. In der britischen Flotte gebe es keine Bomber, Torpedo- ausreichte. Welche neuen Kräfte hat Japan nun aus sich selbst heraus entwickelt, um den Problemen, vor die es sich in Verfolg seines Weges von der „göttlichen Mission" zur Schaffung eines gesicherten ostasiatischen Raumes gestellt sieht, gerecht zu werden? Bereits im September 1940 rief General Abe die „Bewegung zur Unterstützung des K a i s e r t h r o n e s" ins Leben. Von dem im April 1937, also noch vor dem Chinakriege, gewählten alten Reichstag gehören nicht weniger als 431 Mitglieder dieser neuen Bewegung an, während nur noch 121 völlig einflußlosen Splitterparteien angehören. Zum Verständnis dieser Be- wegung, die japanisch „Taisei Pakistan Kai" heißt — was wörtlich- übersetzt so viel wie „Vereinigung zur Beflügelung der großen Politik" bedeutet — sei soviel gesagt, daß sich in der TPK. alle die Persönlichkeiten und Kreise zusammengeschlossen haben, die in der Stille schon seit Jahren den 11 ebergang Japans von der parlamentarischen zur autoritären Staatsform vorbereitet hatten. Ohne Zweifel haben die großartigen deutschen Siege im Frühsommer 1940 entscheidend bei dem Durchbruch dieser Bewegung mitgewirkt, denn sie nahmen dem englandfreundlichen lapanischen Liberalismus den Boden unter den Füßen weg. Als Härungen über die Verhandlungen in Indien nach Cripps Rückkehr zu warten. „Der indische Mißerfolg von Cripps hat Churchills Stellung gestärkt", stellt der Londoner Korrespondent von „Soenska Dagbladet" als den gegenwärtigen Stand des Stimmungsbarometers in England fest. Jedenfalls fei die Position des Premiers viel gefestigter als sie es gewesen wäre, wenn Cripps mit einem Vertrag in der Tasche aus Indien zurückkäme. Cripps habe zwar fein Prestige noch nicht ganz verloren, wohl aber sei jener Siegesschimmer, der ihn zum sicheren Rivalen Curchills gemacht hätte, verschwunden. Die „Times", welche als den Hauptgrund des Mißerfolges bei den indischen Verhandlungen das Mißtrauen der indischen und mohammedanischen Gegenspieler bezeichnet, entdeckt in ihrer sichtlichen Verlegenheit plötzlich den „neuen Geist", welcher in der Stellung Indiens zu England durch die Verhandlungen von Cripps geschaffen worden sei. Was hang b'ekannt wird. News Chronicle" schreibt, m der britischen Oef'fentlichkeit herrsche eine so große Beunruhigung und Verwirrung über die Schiffsverluste m Ost- asten, daß er sich um Rat an Lord Win st er, einen engen Berater des Ersten Lords der Admiralität, gewandt habe. Der Lord habe gesagt, äußerst wertvolle Kriegsschiffe seien offenbar bei Operationen verloren gegangen, die kein bestimmtes Ziel Das indische Fiasko. Die Verhandlungen von Stafford Cripps, des Verbindungsmannes zwischen Stalin und Churchill, mit den Führern Indiens sind gescheitert. Ueber die unmittelbaren Ursachen dieses Zusammenbruchs unterrichten die Worte, die Az ad, der Präsident des allindischen Kongresses, an Cripps schrieb: „Wir muhten zu der Schlußfolgerung kommen, daß die britische Regierung einer Beherrschung Indiens, solange sie irgendwie nur möglich ist, entscheidende Bedeutung beimißt, und daß sie deshalb lieber Zwietracht und Uneinigkeit in Indien fördert als eine wirksame Verteidigung gegen die Aggression und die Invasion einzurichten, die Indien bedrohen." Diese Worte sind unendlich beschämend. Ganz dürr wirt England gröbliche Illoyalität vorgeworfen. Die Worte sind gewichtig, denn Azad ist — Mohammedaner und auf den Ausspielen der Mohammedaner gegen die Hindus — wie auf. ähnlichen Spaltungs- manövern gegenüber anderen indischen Kreisen und Bevölkerungsschichten — beruhte die bisherige Herrschaft der Engländer, beruhten auch die Vorschläge vqn Cripps. Und hier steht ein Inder, der zugleich Mohammedaner ist, auf und nennt dieses Ränkespiel mit harten Worten beim rechten Namen. Die Engländer selbst wußten, daß ihr Wort in Indien nicht mehr gilt. Sie haben sich daher gleich drei Nothelfer gerufen. Bevor Cripps nach Indien reifte, holten sie sich den Tschungking-Generalissimus Tschiangkaischek, um durch ihn auf die Inder zu drücken. Dann sandten sie als ihren eigenen Unterhändler Stafford Cripps, der zugleich Vertrauensmann Stalins ist. Sie wollten damit die starken unterirdischen Beziehungen einspannen, die zwischen Indien und Moskau von den Kremlherren seit langen Jahren gesponnen wurden. Bisher waren die Engländer den Sowjets darum spinnefeind. Die kommunistischen Parteien in Indien wurden mit allen Mitteln unterdrückt. Jetzt suchten sie die kommunistischen Einflüsse für sich einzuspannen und. erlaubten die kommunistische Partei. Sie holten ihre Führer aus dem Gefängnis, um sie stracks zu Konferenzen mit Cripps und dem Vizekönig zu fahren. Vor allem aber erklärten sie R o o f e v e l t als Bürgen der Lockvorschläge und Versprechungen, die sie den Indern für die Zeit n ach d e m Kriege machten, wenn die Inder nur jetzt im Kriege das sehnlich begehrte Kanonenfutter stellen wollten. Um so schärfer ist jetzt die Bloßstellung der Engländer und ... ihrer drei Nothelfer. Eine besondere Rolle haben bei der Verwerfung der englischen Angebote Umstände gespielt, die in Deutschland teils bekannt, teils aber auch nach ihrer aktuellen Bedeutung nicht richtig gewürdigt sind. Bekannt ist das indische Mißtrauen. Am 13. April waren es gerade 23 Jahre, daß der englische General D n e r in der Stadt Amritsar auf waffenlose Demonstranten ein Maschinengewehrfeuer eröffnen ließ, das 450 Tote und 1500 Verwundete kostete. So löste England Stockholm 13. April. (Europapreß.) Schwere Verluste bei der Abwehr der japanischen Angriffe auf Ceylon hat nicht nur die britische Flotte, sonder auch die Luftwaffe erlitten. C h u r ch i l l teilte im Unterhaus Mit, daß f ast alle für die Verteidigung von Trincomali eingesetzten britilc* .i Flugzeuge im Verlaufe der Kämpfe z e rft ö r t worden seien. Am 4. April sei ein japanischer Verband oer o qlen 8®ie SRefte der britischen Pazifikflott- bomber unb keine Jagdslugzeugtypen die an Ge- kimnten unqestchts her -nahen Ucberinach, der Ja- schwindigkeit, Aktionsradius unb Schlagkraft ben paner solange nicht mehr bei Operationen eingesetzt Maschinen gleichkamen, die von ben lapanischen werden, als die Amerikaner nicht nennenswerte Flugzeugträgern aufftiegen. „Daily Expreß schreibt. Alle diese Bewegungen sind ein Zeichen des immer weiter fortschreitenden Gärungsprozesses des heutigen Japans, das in der Autorität des Tenno und damit auch in der Autorität der Regierung Die Grundlagen für die straffe Durchführung der gewaltigen Pläne sieht, vor die sich Japan heute angesichts des weltgeschichtlichen Ringens um seinen Lebensraum und die Sicherung des größeren Ost-- asiens gestellt sieht. Die neue Reichstagswahl ist ein Abschnitt in diesen Umwälzungen des inneren japanischen Lebens. Sie steht unter dem Zeichen der Zurücksetzung aller Einzelinteressen und der Mitarbeit an den erhabenen Zielen des Tenno. Infolgedessen rekrutieren sich die Kandidaten für die Neuwahlen auch durchweg aus den Kreisen der Bewegung zur Unterstützung des Kaiserthrones. Wahlberechtigt sind grundsätzlich alle Japaner männlichen I Geschlechts über 25 Jahre. Japans innere Ordnung Von unserem S.-Berichierstatter. die britische Flotte in der Bucht von Bengalen und im Pazifik könne nach den neuesten schweren Schiffsverlusten nur noch Rückzugsgefechte führen und müsse auf jede Offensivtätigkeit verzichten. Oie feindlichen Gchiffsverluste im Indischen Ozean. Tokio, 13. April. (Europapreß.) Ein zusammenfassender japanischer Bericht gibt einen Ueberblick über die feindlichen Flugzeug- und Schifssverluste im Indischen Ozean zwischen dem 5. und 9. April. Bei dieser Gelegenheit stellt das Hauptquartier fest, daß die Meldung über die Versenkung je eines Kreuzers der „Birmingha m"- und „E m e r a i d" - Klasse am 9. April sich bei der Nachprüfung als irrtümlich herausgestellt hat. Im übrigen bestätigt der Bericht die bereits gemeldeten Verluste des Gegners und stellt zusammenfassend fest, daß die Japaner während der Gesamtoperationen nur 17-Flugzeuge verloren, daß aber keines der beteiligten japanischen Schiffe Beschädigungen oder Verluste erlitt. Die freimütige Berichtigung des Irrtums hinsichtlich der beiden leichten englischen Kreuzer- ist ein weiterer Beweis für das Streben der amtlichen japanischen Berichterstattung nach dem Höchstmaß an Zuverlässigkeit. * Ein britischer Kreuzer der „Leander"- Klasse ist an der indischen Küste von japanischen Flotteneinheiten schwer beschädigt worden. Die Kreuzer der „Leander"-Klasse stammen aus den Baujahren 1931—1934 und haben eine Wasseruer- örängung von 7000 bis 7270 Tonnen. Die Besatzung der Kreuzer, die eine Geschwindigkeit von 32,5 Seemeilen entwickeln, beträgt 550 Mann. Oie Besetzung Baiaans abgeschloffen. Tokio, 13. April. (Europapreß.) Die auf der Bataan-Halbinsel operierenden japanischen Armee- Einheiten beendeten am 11. April die Besetzung der Halbinsel, acht Tage nach Eröffnung ihrer (Beneraloffenfiue gegen die amerikanisch-philippinischen Streitkräfte in Bataan. Die . Lage Corregidors wird unhaltbar, nachdem die Lebensmittel- und Munitionsdepots von Ma- riveles in japanischen Besitz gelangt sind. Bei der Besetzung des Ortes entdeckten die japanischen Truppen ungeheure unterirdische Munitionslager. Danach scheint es General Wainwright nicht geglückt zu sein, die Bestände rechtzeitig nach Corregidor schassen zu lassen. Die japanischen Truppen auf Den Philippinen stehen unter dem Befehl von Generalleutnant Masccharu H o m m a. Die Insel Cebu ist fast völlig besetzt. Sie wurde von annähernd 5000 philippinischen Soldaten verteidigt, die unter dem Befehl von 20 USA.-Ostiziettn standen. Der Gegner versucht jetzt von Gebirgsstellungen aus einen letzten Widerstand zu leisten. schreibt London seine Handlungswelse vor." »yanoiungen von i«. Cripps wirb nach seiner Rückkehr bem Unterhaus aber zunächst geschehen müsse, meint bte „Times , persönlich über seine Verhanblungen in Delhi Be- sei bi- 3u(ammen!eflurig bes 3nbienmrafterturn5 richt erstatten Churchill erklärte am Montag mit bem Dommionmimsterium, so baß Indien sofort im Unterhaus, er halte es für besser, mit allen Er-1 als Dominion dehanbelt werbe. gierung die Volksverbundenheit sichern. Je zehn Hausgemeinschaften werden in der Tonarigumi zusammengefaßt, die einen „Bu" bilden, während mehrere „Bus" wieder als „Cho" bezeichnet werden und damit also den Anschluß an die alte tädtische Gliederung gewinnen, die mit dem „Cho" , . anfängt und über den „Ku" zum „Schi", über die I Geschlechts Schanghai, 13. April. (Europapreß.) Stafford Cripps hat in Karachi nur eine durch den Maschinenwechsel bedingte kurze Zwischenlandung vorgenommen und ist dann sogleich nach Kairo weitergeflogen. Cripps erklärte in Karachi den ihn dort bestürmenden Journalisten auf die Frage, ob Eng-- land doch noch zu einer Verständigung mit Indien kommen werde, „ich hoffe es, kann aber nicht sagen, wann das „fein wird." Cripps betonte, es sei für England untragbar, zu gestatten, daß die Befugnisse des Vizekönigs beschnitten würden. Ein Zeitungsvertreter wollte wissen, ob infolge Verfügens seine Mission in Indien nun mit weiteren Unterdrückungen für Indien gerechnet werden müsse. Cripps erwiderte: Schwierigkeiten für Indien entstehen in dem Augenblick, wo feine künftige Haltung die britischen Kriegsmaßnahmen behindert. Großbritannien ist gegenwärtig im Krieg, und"der Krieg allein schreibt London seine Handlungsweise vor." Unter st ützungen schickten. Die Geschichte des ersten Weltkrieges und auch dieses Krieges habe gezeigt, daß die Deutschen es viel besser verstünden, ihre kleinere Kriegsflotte richtig einzusetzen. Aus allem aber, was die britische Admiralität zuwege bringe, lasse sich ein zusammenhängender strategischer Plan nicht erkennen. Im Gegenteil, man habe oft das Gefühl, daß dieselben Fehler mit immer katastrophalerem Ausgang wiederholt würden. Nach all den Niederlagen zur See sei §s klar, daß die Seekriegführung sich zuungunsten der Verbündeten immer mehr zuspitze und die bri- Außer der halbamtlichen Vereinigung der TPK., deren Vorsitzender zugleich Ministerpräsident ist und deren Bestrebungen von der Krone ausdrücklich gutgeheißen werden, ist bei der inneren Neuordnung Japans, die insgesamt unter dem Wort „Schintaisei" — das ist soviel wie „neue Struktur" — zu- ammengesaßt sind, vor allem noch die Nachbar- ch a f t s - V e r e i n i g u n g", die sog. Tonarigumi, zu erwähnen, ein Begriff übrigens, der in dem apanischen Familiensystem keine Parallele indet, aber bereits vor mehr als tausend Jahren aus China den Weg nach Japan gefunden hat. Die Tonarigumi soll über das starke Sippengefühl und die Familientradition der Japaner hinaus der Re- (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Anfang April 1942. Das imposante und für Japans Feinde zweifellos schreckenerregende Bild der militärischen Erfolge aller japanischen Wehrmachtsteile hat seit Beginn des Krieges den unauffälligeren Rahmen — nämlich die Umformung des politischen Lebens des Kaiserreiches — in den Hintergrund treten lassen. Nachdem die bereits um ein Jahr verlängerte Legislaturperiode des japanischen Abgeordnetenhauses nach insgesamt fünfjähriger Dauer nunmehr abgelaufen ist und am 30. April d i e Reichstags-Neuwahlen stattfinden, wendet sich das Interesse wieder , verstärkt diesen Fragen zu. Das Ziel und der Weg sind eindeutig. Bereit svor einem Monat erklärte Ministerpräsident T o j o : „Die japanische Nation verlangt zweifellos die siegreiche Beendigung des Krieges und die Schaffung eines neuen Asiens. Handelnde Träger dieses nationalen Willens sind die sind eindeutig. Bereits vor einem Monat erklärte japanischen Soldaten, die auf allen Kriegsschauplätzen den nationalen Auftrag verwirklichen. Diese Soldaten sind zur Zeit nicht in der Lage, selbst zu wählen. Darum hat die Heimat die Aufgabe, einen Reichstag zu bilden, der sowohl dem Willen der Soldaten als auch der gesamten Nation Rechnung trägt." Vertrauen des Tenno regierten, vom votum des Parlaments abhängig werden sollten, stehen heute völlig andere Kräfte im Vordergrund. Das alte politische Parteiensystem hat restlos abgewirtschaftet, die Umwälzungen auf allen Gebieten des japanischen Lebens sind seit der letzten Reichstagswahl so groß gewesen, daß völlig neue Voraussetzungen für die Arbeit und auch für die Zusammensetzung des Unterhauses bestehen. Die Auflösung der Parteien begann schon vor zwei Jahren. Teils waren sie selbst zu der Ueberzeugung gelangt, daß ihr Bestehen nutzlos geworden sei, teils erfolgte ihr Verschwinden unter dem übermächtigen Druck der neuen Verhältnisse. Als am 26. März der alte Reichstag aufgelöst wurde, war damit endgültig der Schlußstrich unter ein System gezogen worden, das für die gewaltigen Aufgaben, vor die sich heute Japan auf politischem, militärischem und wirtschaftlichem Gebiet gestellt sieht, in keiner Weise mehr am 22.Juli 1940 Fürst Konoy e als Vorkämpfer dieser Bewegung mit der Kabinettsbildung beauftragt wurde, ging von dem neuen revolutionären Gebilde der „Taisei Pakistan Kai" bereit- eine solche Anziehungskraft aus, daß die meistenpolitischen Parteien, aber auch alle anderen poly schen Vereinigungen, Gewerkschaften usw. sich auflösten, um neuen Formen Platz zu machen. Heute ist diese Bewegung zur Stützung und Stärkung der kaiserlichen Politik das feste Rückgrat des autoritären Regierungskurses, sie bildet die Klammer, die alle Volkskräfte zusammenfaßt, .Vergleich der TYK. mit europäischen Vorbildern, ..... etwa der nationalsozialistischen oder faschistischen Partei, ist abwegig, da die japanische Kaiseridee das Führerproblem bereits für alle Zeiten gelost hat. Die Bewegung bedeutet nichts anderes als die zielbewußte Ablösung der bisherigen liberalistischen Staats- und Wirtschaftsformen durch einen n a - Monaten Kollektivismus japanischer An vielen Frontabschnitten des Ostens liegen jetzt die Temperaturen über null Grad. Natürlich gibt cs nun große Ueberfchwemmungen, die an unsere Truppen erneut gewaltige Anforderungen stellen. Hier wollte das Wasser in den Gefechtsstand einer Fliegergruppe hineinlaufen. Es mußten richtige Staudämme gebaut werden, um eine Ueberfltitung der Unterkünfte zu verhindern. (PK.-Kriegsberichter Lauterwasser. sSch.j) LMreicher Lleberraschungsangriff einer motorisierten Infanterie-Division an der Ostfront. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauplquarller, 13. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Halbinsel Bertsch griff der Feind nach den schweren Verlusten des Vortages nur an einzelnen Stellen mit schwächeren Kräften an. Alle Angriffe wurden abgewiesen. An der übrigen Ostfront wurden vereinzelte Angriffe stärkerer feindlicher Kräfte abgewehrt. Bei einem von Truppen einer deutschen motorisierten Infanteriedivision durchgeführten überraschenden Angriff verlor der Feind 65 0 Gefangene, 1 000 Tote. 3 Panzerkampfwagen und 40 Maschinengewehre. 3m mittleren Abschnitt der Ostfront unterstützten Kampf- und 3agdfliegerverbände die Operationen des Heeres mit besonderer Wirkung. In Lappland halte der Gegner in den letzten Tagen bei erfolglosen Aufklärungsvorstätzen hohe blutige Verluste. Kampfflugzeuge griffen die hafenanlagcn von Murmansk mit guter Wirkung an. In Nordafrika beiderseitige Artillerie- und Spähtrupptätlgkeit. Britische Kraftfahrzeugansammlungen wurden erfolgreich bombardiert. Die bei Tag und Nacht fortgesetzten Angriffe auf militärische Anlagen und Flugplätze der Insel Malta verursachten erneute Zerstörungen in den Zielen. Deutsche Jäger und Flakartillerie schossen bei Tage am Kanal im norddeutschen Küstengebiet und vor der norwegischen Küste 1 5 feindliche Flug- zeuge ab. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht Westdeutschland an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Tölen und Verletzten. Flakartillerie und Nachtjäger schossen neun der angreifenden Flugzeuge ab. Major Haase. Kommandeur eines Pionierbataillons. hat sich mit einer ihm unterstellten Kampfgruppe in wochenlanger erfolgreicher Verteidigung eines hart umkämpften Stützpunktes besonders ausgezeichnet. Ein im Westen eingesetztes Jagdgeschwader errang am gestrigen Tage den 1000. Luftsieg. seine Versprechungen ein. die es im ersten Welt- kriea den Indern gemocht hatte. Weniger bekannt ist schon, daß bei Den jetzigen Verhandlungen die Inder zwar den englischen Oberbefehl über die Truppen annahmen, aber das Verteidigungsministerium forderten. Die Engländer lehnten dieses Verlangen sowohl für den Augenblick als auch für die Nachkriegszeit ab! Das belehrte die Inder, daß England die wichtigsten staatlichen Gewalten sich selber vorbehielt. In diesem Zusammenhang ist in Erinnerung zu rufen, daß in der indischen Armee die Spezialwaffen von Engländern bedient werden, daß die indischen Offiziere vam Besuch ^>er Militärakademien ausgeschlossen sind und daß sie es deshalb höchstens bis zum Rang eines Obersten bringen können. ylod) unbekannter ist, daß die Engländer vor erst zwei Monaten die Prügelstrafe wieder einführten und die Anwendung der Todesstrafe wesentlich erweiterten. Bei dem Abtransport der englischen Untertanen aus Malaien, Singapur und Bunnq. sowie aus Niederländisch-Indien wurden die dort ansässigen Inder schnöde zurückgelassen, was besonders böses Blut gemacht hat. Durch die Abschneidung von den Reisländern Burma und Thailand ist die Versorgungslage Indiens unmittelbar gefährdet: die Lebensmittelrationierung mußte eingeführt werden, mvd eine Verspätung der Rebenperiode kann zu einer der berüchtigten Hungersnöte führen. Entscheidend aber ist, daß die Engländer in Indien „moralisch erledigt" sind. Wie sollten sie auch nicht? Ihre Versprechungen haben sie gebrochen. Und als Inhaber der militärischen Macht sind sie durch die japanischen Siege vor den Toren Indiens und auf den indischen Gewässern erbärmlich bloßgestellt. Dazu kommt aber ein neues Moment: die indische Jugend durchschaut das englische Lügengewebe, ist aktivistisch und will sich regen und bewegen ... aus eigenem Recht. Die meistgelesene illustrierte Wochenschrift Argentiniens, die „Ahora", sagte dieser Tage, daß die Worte von Subhas Chandra Bose, dem Führer der indischen Jugend, starken Widerhall gefunden hätten, obwohl sie nicht mit der traditionellen Geisteshaltung der Hindus, die pazifistisch sei, zu vereinbaren seien. Dr. Ho. OieLage derLlGA-Gchiffahrt. Monatsversenkungen größer als Jahresproduktion der Werften. San S e b a st i a n , 14. April. (DNB. Funkspr.) In schroffem Gegensatz zu den Riesenziffern, die von USA.-Politikern .auf dem Rüstungsgebiet immer wieder genannt werden, stehen die nüchternen Ziffern des American Bureau of Shipping. Aus seiner letzten Veröffentlichung geht hervor, daß die nordamerikanischen Werften zwar gigantische Aufträge für den Schiffbau erhalten haben, daß aber die Durchführung dieser Pläne nur zu einem verschwindend kleinen Teil erfolgt ist. Die nordamerikanischen Werften bauten 1941 insgesamt 664 000 BRT., während 1940 540 000 BRT. gebaut wurden. Die Steigerung ist also gering. Die deutschen U-Boote versenkten in einem Monat mehr Schiffsraum, als die Vereinigten Staaten im Jahre 1941 Herstellen konnten. Besonders gefährlich ist die Lage auf dem Gebiete der L a n k s ch i f f a h r t. Die Industrie der Ostküste braucht täglich rund 1,6 Millionen Fatz Erdöl (1 Fatz Rohöl = rund 140 Kilogramm). Dieser Bedarf dürfte durch die Ausweitung der Rüstungsindustrie noch gesteigert worden sein. In steigendem Maße ist die Ostküste durch den Ausfall der torpedierten Tanker auf Rohrleitungen, Kähne, Eisenbahntransporte und auf eine Rationierung des Oelverbrauches angewiesen. Praktisch kommt als Ersatz für Tankschiffe nur der Eisenbahntransport in Frage, da der Bau neuer Oelleitungen sich noch im Stadium der Planung befindet. Das nordamerikanische Eisenbahnnetz ist aber einer derartig großen neuen Beanspruchung nur unzulänglich gewachsen. Es fehlt vor allem an -genügend Tankwagen. Die jetzt zur Verfügung stehenden Tankwagen können täglich nur rund 260 000 Fatz liefern. Dazu treten die wachsenden Schwierigkeiten mit den Schiffsbesatzungen, die sich weigern, auf den Tankschiffen anzuheuern, und oft mit Gewalt gezwungen werden müssen. Attentate ägyptischer Nationalisten. .Rom, 13.April. (DNB.) Aegyptische Nationalisten haben in Kairo am Samstag zu gleicher Zeit vier Attentate verübt. Eine Gruppe Nationalisten drang in das Haus von.Premierminister Nahas Pascha ein, nachdem sie zwei englische Wachsoldaten, die das Haus bewachten, getötet hatten. Der Premierminister war abwesend. Die Gattin des Premierministers wurde mit Stricken an chr Bett gefesselt. Das zweite Attentat wurde auf den englandhörigen ägyptischen Außenminister Ma kram Ebaid Pascha verübt, der durch einen Schuh an der Schulter verwundet wurde. Eine dritte Gruppe versuchte in das schwer bewachte Haus des britischen Botschafters Miles Lampson einzudringen, wurde aber an ihrem Vorhaben von englischen Soldaten gehindert. Drei englische Soldaten wurden getötet, zehn der Angreifer schwer verletzt. Eine vierte Gruppe von Aegyptern drang in das Haus ein, das General W a v e l l als Wohnsitz zu- gewiesen ist. Wavell befindet sich in Indien. Nur seine Frau befand sich im Hause. Sie wurde ans Bett gefesselt, ihr jedoch kein haar gekrümmt. Als Aufklärungsflieger 19mol Sieger im Lustkampf. • Berkin, 13. April. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeldwebel Kroll, der sich als Flugzeugführer und Beobachter einer Aufklärungsstaffel im Kampf gegen Frankreich, England und die Sowjetunion in besonderem Maße ausgezeichnet hat und den einzigartigen Ruhm für sich in Anspruch nehmen kann, als Aufklärungsflieger 19 mal Sieger im Lustkampf geblieben zu fein. In zahlreichen Flügen hat er wichtige Augen« und Bilderkundungen gemacht. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 13. April. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz an: Oberstleutnant Manitius, Kommandeur eines Infanterieregiments, und Major Ma oder, Bataillons-Kommandeur in einem Infanterieregiment. Oberstleutnant Manitius hat als Führer der Kampfgruppen einer größeren Stadt südlich des Ilmensees Anteil an der Abwehr starker bolschewistischer Massenangriffe. Als es dem Feinh vorübergehend gelungen war, in den Nordostteil dieser Stadt einzudringen, warf er die Bolschewisten im Gegenangriff wieder zurück. — Major M a e d e r führte ein Bataillon, das den Auftrag hatte, die Uebergänge über einen Flußabfchnitt südlich von Charkow in Besitz zu nehmen und einen Brückenkopf zu bilden. Major Maeder wehrte einen'plötzlichen Angriff ab, jagte die Bolschewisten über eine zerstörte Eisenbahnbrücke, durchbrach die feindliche Abwehrfront und warf in schweren Häuserkämpfen die Bolschewisten über den Fluß. * Der Eichenlaubträger Oberst Sche idies ist im Kampf gegen die Sowjets gefallen. Im Memelgebiet als Sohn eines Landwirtes geboren, geht er schon als Junge auf eine Unteroffiziersschule und bewährt sich als Zug- und Kompanieführer bei seinem Füsilierregiment 39. Nach dem Kriege bleibt er in der Reichswehr und tritt 1928 als Hauptmann zur Polizei über. 1935 wird er als Major übernommen. Als Kommandeur fiegi, er nach dem" Druchbruch durch die Maginotlinie. Eine schwere Verwundung zwingt ihn, die Truppe zu verlassen. Der Führer verlieh ihm das Ritterkreuz. Kaum genesen, übernimmt er die Führung eines Regiments. Am 22. Juni 1941 durchbricht er die Grenzstellungen und erzwingt, nur von feinen eigenen schweren Waffen unterstützt, den Uebergang über den Fluß. So ging rs weiter durch die baltischen Länder bis vor Leningrad, hier erzwang er den Durchbruch durch die Befestigungslinie. Als die BEschewisten, von zahlreichen Panzern unterstützt, die dünnen Linien überrennen und der Kommandeur des vorderen Bataillons fällt, übernimmt der Regimentskommandeur die Führung. Vier schwere Panzer werden vernichtet, die anderen fliehen. Fast 1000 Gefangene kann das Regiment melden. Der Führer zeichnete den hervorragenden Offizier mit dem Eichenlaub aus. Kleine politische Nachrichten. Im Mittelmeer versenkte ein italienischer U-Bootjäger ein feindliches U-Boot. * Mehrere Schweizer Städte hatten in der Nacht zum Montag Fliegeralarm, Offenbar waren es wieder britische Fluazeuge, die sich, unbekümmert um Neutralitätsrücksichten, über dem Schweizer Lande bewegten. * Ein englisches Flugzeug warf in der Nacht zum Montag drei Bomben kleinen Kalibers in der Gegend von C a n n e s an der französischen Riviera, ab. Sie richteten lediglich Sachschaden an. * Der argentinische Außenminister Dr. Ruiz Kari- que Guinazu erklärte nach seiner Rückkehr aus Chile, die Neutralitätspolitik Chiles..und Argentiniens bleibe auch weiterhin unverändert. * In Venedig erklärte auch Norwegen feinen Beitritt zur Union nationaler Iournalistenverbändc. Hauptschriftleiter Arnt Rishovd (Oslo) wies darauf hin, daß der norwegische Journalist von heute ein Vorbild nationaler Gesinnuna sei. Genau wie die Norwegische Legion und die Waffen-^ an der Ostfront mit dem Schwert die Demokratie und den Bolschewismus zerschlagen, werde der norwegische Journalist mit der Feder dazu beitragen, die neue Welt der jungen Völker aufzubauen. * Auf Einladung des Reichskommissariats traten 100 norwegische Jungen und Mädchen aus Bauernfamilien eine dreimonatige Studienreise nach Deutschland an. Im Mittelpunkt der Feiern anläßlich des ersten Jahrestages der Befreiung der Untersteiermark stand eine Kundgebung in Marburg, bei der der Chef der Zivilverwaltung, Gauleiter Dr. Uiber- reither, einen Rückblick auf die Aufbauarbeiten gab. * Der Reicksführer und Chef der Deutschen Polizei hat den Leiter des Staatskrankenhaufes der Polizei, Generalarzt der Polizei Dr. Wenzel, unter gleichzeitiger Berufung als Amtschef in das Hauptamt Ordnungspolizei als Generalinspekteur für das Sanitätswtzfen der Polizei eingesetzt. * Auf einem Empfang, den die Stadt Wien für das Amsterdamer Concertgebouw-Orchefter im Anschluß an dessen Wiener Gastkonzert gab, wurde dem Dirigenten WMem Mengelberg die silberne Nicolai-Medaille der Wiener Philharmoniker überreicht. Bankrott der Goldpolitik. Der amerikanische Rüstungsminister Donald M. Nelson kündigte dieser Tage an, daß die USA. ihre ungeheuren Silbervorräte produktiv verwenden wollen. Schon das ist eine witzige Angelegen« beit: Die USA. haben in unerhörtem Maße Silber gehortet. Silber ist billig' geworden. Sie haben den Preis getrieben. Einmal weil die Silberindustrie Roosevelts Wahlen finanzierte, dann um für die Silberländer wie Mexiko, Indien oder China die Vereinigten Staaten als das gelobte Land des hohen Silberp'reifes erscheinen zu lassen. Aber was mit dem Silber machen? Es soll jetzt statt Zinn für Lötungen, statt Kupfer bei elektrischen Maschinen und statt Chrom bei Legierungen verwandt werden. Wir find nicht genug Metallarbeiter, um diese glorreiche Verwendung von Silber als „Ersatz"-Metall fachmännisch würdigen zu können, haben aber den dunklen Verdacht, daß Silberlötungen ein teueres Vergnügen find, auch wenn der Silberpreis — gemessen am Preis von Gold! — erheblich gesunken ist. Aber das Schönste kommt noch. Der „Philadelphia Record", der — wie der Name sagt — in der Zwei-Millionen-Stadt Philadelphia erscheint, wo der Lokomotiven-, Waggon- und Schiffsbau regiert, bricht in die geflügelten Worte aus: „Es wäre schön, wenn wir auch eine Verwendung finden könnten für unsere Milliarden gehorteten Goldes und so die Verzinnung von Konserven für Apfelmus und Lachs ersetzen würden." Die vergoldete Konservendose ist eine herrliche Vorstellung, hinter der Groteske liegt ein echter Sinn. Eine der vielen Wirtschaftsabordnungen der USA., die Südafrika bereist, hat vorgeschlagen, die Goldgewinnung einzustellen und die Belegschaften und Maschinen für die Chromförderung einzusetzen. Das liegt ganz auf derselben Linie. Der Unterschied ist nur der, daß die USA.-Wirtschaftsabordnung fachlich berichtet und der „Philadelphia Record" einen grimmigen Witz macht: Gemeint ist dasselbe: ein Bankrott der Goldpolitik und ein Verdammungsurteil über die Gold- und Silberhortung Roosevelts. Die Sinnlosigkeit des bisherigen Zustandes ging schon daraus hervor, daß die angeblich für die Währungsdeckung benötigte Goldmenge unfruchtbar in Fort Knox vergraben liegt, während das ebenfalls als Währungsdeckung vorgesehene Silber in den Kellern der Federal Reserve Banken untergebracht ist. Die Pankees, im Besitz von über 85 v. h. alles Währungsgoldes der Welt, dazu von Silbervorräten, die aus eigenen und mexikanischen Bergwerken nutzlos in die Hortung fließen, scheinen also jetzt zu der Auffassung sich bekehren zu wollen, die zugespitzt der französische Schriftsteller L4zay de Marnezia mit den Worten ausdrückte: „Die goldene Zeit mqr die, als noch das Gold nicht herrschte." Roosevelt und fein Judenklüngel hatten, im Wahn befangen, für Gold und Silber könne man alles, auch Nationen und ihre Reichtümer, den Sieg und die Beherrschung der Welt kaufen, diese Schätze angesammelt und müssen nun erkennen, daß sie zu nichts nutz sind, außer zur Verlötung. Kann man sich ein kläglicheres Scheitern aller jüdischen Hoffnungen denken, als diese Erkenntnis? Roosevelt hatte seinerzeit, um den mexikanischen und den USA.-Silbergrubenbesitzern einen Gefallen zu tun, fein Parlament bewogen, das Silber zu. einem erhöhten Preise aufzukaufen, und war damit gewissermaßen in die Bahnen der Bimetallisten zurückgekehrt, obwohl das Silber auf den Weltmärkten eine immer stärkere Entwertung erlebte. Er glaubte wohl damit vor allem China beherrschen zu können, das Silberwährung hatte. Aber auch diese Rechnung erwies sich als Fehlspekulation. Die ständige Entwertung nötigte sogar den Marschall Tschiangkaischek, auf die Silberwährung zu verzichten. Roosevelt aber dachte weiter nur in Silber und Gold, das für ihn die Weltbeherr- fchungsmittel schlechthin waren. Kurz vor Kriegsausbruch hatte Roosevelt rund 40 von den 66 Milliarden Dollars des Währungsgoldes an sich gezogen und in Fort Knox vergraben. Im Jahre 1940 war der Prozentsatz des Weltwährungsgoldes im Besitz der USA. bereits auf 76 v. h. gestiegen. Jetzt besitzen die USA. nicht mehr bloß die 80 v. h., mit denen Rooseveltt feinen Krieg im Dezember 1941 begann, sondern sogar schon 85 v. h.! Verwendeten die USA. dieses Gold wirklich zu Währungszwecken, dann würden dort die Preise unheimlich steigen, und diese Goldinflation würde dieselben Erscheinungen und eine vermehrte Arbeit der Notenpresse mit sich bringen wie eine Inflation und die gleichen fürchterlichen Folgen haben. Ob dic Pankees in Zukunft wirklich ihre Konservenbüchsen und sonstigen Dinge mit Gold oder Silber verlöten ober verzinnen, ist uns völlig gleichgültig. Uns interessiert lediglich die Tatsache, daß die USA.-Kriegsverbrecher bereits nach vier Monaten Krieg die Hoffnung aufgegeben haben, die Dreierpaktmächte allein durch ihre Silber- und Goldvor« Warnung aus Stendal Roman von A.Lothar Philipp 4. Fortsetzung. • (Nachdruck verboten.) „Wo rennt er hin?" Welt hatte ihn mit dieser Frage aus feinen Gedanken gestört. Petersen, der sich gelangweilt nach allen Seiten umgejehen hatte, war plötzlich aufgesprungen und zum Fahrstuhl gelaufen, der eben eine bildhübsche, schwarzhaarige und sehr ausländisch aussebeyde Dame gebracht hatte. Willis sah auf feine Uhr. Zehn Uhr fünfundvierzig. Wo blieb Lanos? „Donnerwetter", sagte jetzt Welt und erhob sich. „Das ist doch Irene Norodna." Irene Norodna war die ehemalige Partnerin der Willis, die vor drei Jahren mit Joseph Lanos sich von der Truppe entfernt hatte. Sie war nicht nur eine gute Akrobatin, sondern auch eine aute Tänzerin und Stepperin und vor allem Kunstschützin. Jetzt trat der kleine Petersen mit ihr zum Tisch. Welt schüttelte ihr die Hand und Willis fragte erstaunt: „Kommst du von Lanos? Schickt er dich?" • „Bitte nimm doch Platz, Irene", sagte Petersen und rückte ihr einen Stuhl zum Tisch. „Wieso meint ihr daß ich von Lanos komme?" sagte sie mit ihrer artikulierten Aussprache und schüttelte die langen, schwarzen Locken. Dabei sah sie einen nach dem anderen an, als wollte sie in ihren Gesichtern lesen. „Nun, weil Lanos um diese Zeit Herkommen wollte", sagte Welt. Wie?" rief sie, »Lanos wollte Herkommen? hier? Zu euch?" „Ja, Petersen traf ihn heute im Variete-Cafö, und Lanos erklärte sich bereit, mit uns zu verhau» deln und heute abend auf den Imperial-Dachgarten zu kommen." Irene Norodna nahm eine Zigarette von Willis an. Sie hatte lange, schmale Hände und eine bräunliche haut. Ihre Lippen waren stark gefärbt. „Ja, wollt ihr denn Lanos wieder aufnehmen?" fragte sie. „Nein." ,^hm. Möchtet ihr denn die Truppe vergrößern?" fragte sie weiter. „Warum fragst du?" „Ich bin vielleicht nicht abgeneigt, wieder zu euch zu kommen", sagte sie und zeigte ihre weißen Zähne, dann machte sie große Augen und fragte Willis: „Möchtet ihr mich denn wieder haben?" „Ich denke, du bist bei Lanos?" fragte Petersen, „hast du ihm den Laufpaß gegeben?" Sie gab darauf keine Antwort. „Was soll ich dir bestellen? Weinbrand, Cobbler oder Kaffee?" „Nichts", sagte sie, „ich habe keine Zeit und muß glojch wieder fort. Ich besuche euch in den nächsten Tagen in der Kantine im Eispalast. Ich will euch erst einmal ansehen, damit ich beurteilen kann, wie ich mich ein fügen kann." Sie erhob sich und drückte ihre Zigarette aus. „Und was ist mit Lanos?" fragte Welt, „kommt er?" „Woher soll ich das wissen? Was geht mich Lanos an. Wartet ihr denn immer noch auf ihn?" „Natürlich, er wollte spätestens halb neun Uhr hier fein", sagte Willis. „Nun, bann laßt euch bie Zeit nicht lang werden", sprach sie langsam und mit Bedeutung. Dann winkte sie ihnen zu und ging langsam, mit wiegenden Schritten, zum Fahrstuhl zurück. — * „Joseph Lanos, Kurfürstenstraße 143, soll heute ermordet werden", rief Dr. Kropp, der Schriftfachverständige ins Telephon. Er hatte eine Stunde lang vergeblich versucht, den Kriminalrat Wenig zu erreichen. Im Büro war nur der alte Krähe noch, der keinesfalls vor neun Uhr abends nach Hause zu gehen pflegte. Zu Hause war Wenig auch nicht, beim Stammtisch war er' noch nicht eingetroffen, obwohl feine Stammtisch- brüber behaupteten, das Bier fei warm unb das Eisbein kalt geworden, endlich erreichte er ihn in einem russisch-römischen Bad auf der Anhalt- Straße, wo man den Kriminalrat aus feiner Schwitzkur ans Telephon gerufen hatte. Im ersten Augenblick hatte er ins Telephon gerufen, daß er sich den Tod holen könne, und daß der Anrufende das dann seinen Erben gegenüber verantworten müsse. Statt jeder Rechtfertigung hatte Dr. Kropp die Worte ins Telephon gerufen, die er aus dem geheimnisvollen Brief herausgelefen hatte: „Joseph Lanos, Kurfürftenstraße 143, soll heute ermordet werden." „Wer behauptet das?" zischte der Kriminalrat wütend in den Apparat. „Dr. Kropp!" kam es zurück. „Wie kommen Sie dazu, eine solche Behauptung aufzustellen?" „Weil es in dem Briese steht, den Sie mir durch Neubauer schickten, lieber Wenig", rief Dr. Kropp. „Ihr Wort in Ehren, Dr. Kropp, aber ich glaube Ihnen kein Wort. Daß man das aus diesem Briefe lesen kann, glaube ich nicht. Das ist so eine Behauptung von Ihnen. Ebensogut können Sie sagen, in dem Briefe habe gestanden, daß meine Schwiegermutter gestorben unb mich zum Universalerben eingesetzt hat —" „Ich denke, Sie sind Junggeselle", lachte Dr. Kropp. „Ich meine natürlich, meine zukünftige Schwiegermutter. Aber nun Ernst beiseite, wollen Sie mich nicht weiterschwitzen lassen?" „Nein, lieber Wenig, Sie müssen sich notdürftig abtrocknen, müssen Ihr Eisbein warmstellen lassen, sich anziehen unb sofort zur Kurfürstenstraße gehen. Krähe wartet schon dort, ich habe ihn bereits an» gerufen unb hingeschickt." „Sagen Sie mal, Herr Dr. Kropp", sagte jetzt wieder der Kriminalrat, „ist das alles wirklich Ihr Ernst?" „Mein Gott", rief der Sachverständige, „feit zwei Stunden suche ick Sie in aller Welt unb rede mir den Mund fusselig, Die Sache ist ernst. Der Brief wies viele Schreibfehler apf. Wenn man nun alle falsch geschriebenen Stellen aufsucht unb die richtigen Buchstaben hinschreibt, so kommt der Satz zustande,. den ich Ihnen zu Beginn unserer Unterredung mitgeteilt habe." „Also, wie war das? Joseph Lanos — unb?" ,,Joseph Lanos, Kurfürstenstraße 143, soll heute ermordet werden", erwiderte der Sachverständige. Dann hörte er einen gräßlichen Fluch, laute Aufschreie, wie: „Mein Hemd! Meine Hosen! Wo ist das Handtuch? Meine Stiefel, schnell!" Und dann war'alles still. Kriminalrat Wenig hatte den Hörer niedergelegt. 2. Wie Roland, der Riefe, stand Herr Krähe ab 21 Uhr vor dem Hause Kurfürstenstraße 143 und wartete auf seinen Kriminalrat. Er fühlte sich nicht befugt, selbständig Schritte zu unternehmen. Das einzige, was er getan hatte, war, daß er den Portier herausgeklingelt unb ihn nach Herrn Joseph Lanos gefragt hatte. Der Portier, Herr Wilhelm Hanke, hatte gesagt, ja, der wohne da, aber er glaube, er fei vorhin weggegangen. Der Name der Wirtin war Hauckwitz, unb Frau Hauckwitz fei nicht da, sondern befinde sich bei ihrer Schwägerin,' Frau Landau, die in der Bayreuther Straße eine Pension unterhalte. Damit begnügte sich Krähe. Nun stand er vor dem Hause unb überlegte sich ben Fall. Wenn er vorhin weggegangen ist, kann er nicht ermorbet worben fein, dachte er, wenigstens nicht in feiner Wohnung. Daß jemand auf der Straße ermordet wird, kommt höchst selten vor, denn das duldet die Polizei nicht, außerdem ist es zu auffällig. Wenn der Sachverständige den Kriminalrat nicht erwischt hat, stehe ich morgen früh noch hier. Bis zehn Uhr werde ich warten, dann hole ich mir Frau Hauckwitz und sehe mir mal bas Zimmer Oben an« (Fortsetzung solM Don der Schlichtheit der Rede. — Ein Wort der Front. E. S. komödie geworden. in der 1235 D Reiskirchen. 1246D 1942 tun. 1243D Statt Karten! Danksagung. 1242 D Iuugygeuci Gießen. 1249 D Mit den Angehörigen trauern zugleich der Landrat und die Gendarmen des Landkreises Gießen um ihren treuen, vorbildlichen, stets pflichtbewußten Kameraden. 234 D i, den 11. April 1942. Hessisches Jorffamt Gießen. Für die überaus herzliche Anteilnahme beim Heldentod meines Mannes, unsres v Sohnes und Bruders, des Studienassessors Willibald Roth, Feldwebel und Zugführer in einem Infanterie-Regiment, danken wir tiefbewegt allen, die in Treue seiner und unser gedachten. „Wir wissen es ja 15. d. M. ab gegen Erstattung der Schreibgebühren abgegeben. Nähere Auskunft durch das Forstamt. eit zwei ede mir »r Blies iun alle die rich- Latz ZU- ■ Unter- Luise Roth, geb. Schüler Familie Georg Roth. Gießen, den 18. April 1942. Die in den Verkau-fsstellen etwa verbleibenden Ueberstände sind an Haushalte mit Kindern bis zu 3 Jahren mit 1 Stück je Kind abzugeben. Die Abgabe ist in dem roten Haushaltausweis Spalte E zu vermerken. Gießen, den 13. April 1942. Der Oberbürgermeister. Ernährungsamt Abt. B. 5 fling Wh- dar in enfalls in den ebracht 1. alles träten, n nutz' zu der ätzt der |ia mit iqr die, ilt und en, für ationen 8eherr- ammelt ts nutz n kläg- n den- :e Son- >ld ober a oleich- daßdie Monaten Dreien yoldvor« der als Soldat der deutschen Wehrmacht an Ostfront steht. Keine Kriegs-Zeitverluste für Volksschullehrer. Der Volksschullehrer soll nach vier Jahren planmäßig angestellt werden. 1% Jahre muß er im öffentlichen Schuldienst beschäftigt gewesen sein. Zur Vermeidung von Härten, die sich aus der Dauer des Krieges ergeben, können im Kriegsdienst stehende Volksschullehrer, die weniger als 1% Jahre im öffentlichen Schuldienst beschäftigt gewesen sind, in eine bestimmte Planstelle eingewiesen werden, wenn sie eine außerplanmäßige Dienstzeit von vier Jahren, die Wehrdienstzeit eingerechnet, abgeleistet und sich bewährt haben. Entlastung der Volksschule. Die reichseinheitliche Regelung des Hilfsschulwesens bedeutet nicht nur, daß die Hilfsschule und die anderen Sonderschulen die ihnen anvertrauten b?" 11 heute 11« auf- Wo § ,d bann n fiörer KN dem das III. Armeekorps wieder beteiligt war, wuröe General v. Lochow Oberbefehlshaber der 5. A r m e e. Im Dezember 1916 wurde er mit dem -Großkreuz des Roten Adlerordens mit Schwertern ausgezeichnet und zur Disposition gestellt. In der Nachkriegszeit widmete er sich der Arbeit dem Traditionsoerband des ehemaligen III. AK. W7. Wir erhielten die schmerzliche Nach- richt, daß mein lieber Mann, der treu- sorgende Vater seines Kindes, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegersohn, Bruder und Schwager Oberschütze Willi Steinbrecher im Alter von 3.3 Jahre für Führer und Volk sein Leben gegeben hat. In tiefem Schmerz: Frau Jlse Steinbrecher, geb. Baer, und Kind Frau Marie Steinbrecher (Mutter) und alle Angehörigen. Tambach (Thür.), Gießen, Bruchstraße 17. 01709 Danksagung. Auf diesem Wege danken wir allen i» herzlich, die uns bei dem Heldentod unsres geliebten Sohnes, Bruders u. Schwagers Gefreiter Walter Schneider und meines geliebten Mannes und Vaters Unteroffizier Ernst Ludwig Krombach durch Wort und Schrift ihreTeilnahme bewiesen. Besonders herzlichen Dank Herrn Pfarrer Reusch für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier, dem Gesangverein Liederkranz für die erhebenden Chöre und allen denen, die an der Feier teilnahmen. Karl Schneider und Frau, geb. Schön Frau Ella Krombach, geb. Schneider und Kind. Neuhof, Leihgestern, den 13. April 1942. 1241 D Allen, die unseres lieben Entschlafenen Karl Krebast in so großer liebevoller Teilnahme gedachten, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen aller Angehörigen: Familie Fritz Rohrbach. Lollar, den 14. April 1942. Bekanntmachung. Verbraucher, die ihre Apfelsinenzuteilung auf den Abschnitt 35 der Nährmittelkarte 34 bisher noch nicht eingekauft haben, können dies letztmalig am 14. April richs des Großen - als eines Vorbildes europäischen Soldatentums gedacht. In Sanssouci ergriff auch der spanische Studentenführer Guitarte das Wort, mischen Zesallen Iber zu t damit taüisten Welt- erlebte, beben- . Wer ulation. 1 Mar- ung zu nur in Herr« Kriegs- )6 Mil- sich ge- re 1940 des im n. Jetzt tz, mit -r 1941 sendeten zwecken, [en, und inungen mit sich rt furch' Wertholzverkauf. Dienstag, den 21. April, vormittags 10 Uhr, werden im Hotel „Hindenburg" in Gießen (Seltersweg) aus dem Staatswald, Försterei Treis (Lumda), und den Gemeindewaldungen Annerod, Alten-Buseck, Daubringen, Climbach, Gießen, Mainzlar und Rödgen öffentlich verkauft: 12380 Kiefer: Schneideholz-Stämme: 67 fm 2b- bis 4. Kl. Kiefer: Schneideholzhalt. Stämme: 88 km 3a- bis 5. Kl. Nach dem öffentlichen Verkauf werden beschränkt an Handwerker verkauft: Kiefer: Stämme Gütekl. B: 5 km 3a- bis 4. Kl. Aichlen-Abschnttte: 62 fm 2b- bis 5. Kl. Lärchen-Stämme: 2 fm 2b= und 3a-Kl. Einkaufsscheine für Nadelrundholz sind im Termin vorzuzeigen. Nummerverzeichnisse werden vom L >hre riöeiv l?,9en. Silber »ben Wrie bie di, Ntn h «tun. 1 unh 1. Dir "eiche fad): r den eueres " ge- snist. iladel- in der l- wo e9iert, wäre 1 tönn= feten Heroen ie Der« ellung. s ine der ! Süd. innung fchinen l1 ganz ir der, erichtet migen trott isurteil Oe sich NB n Oosepn Villip abet « ome lei m* jenI»’ 60t»1”’ et "!Ä n1?e ,nn 6ör auf' s&i Bekanntmachung. Bett.: Elerbezug bei Hühnerhaltern. Diejenigen Haushaltungen, die ihre Eier unmittelbar von Hühnerhaltern beziehen wollen, werden aufgefordert, die 12440 Bestellscheine Nr. 35 der Reichseierkarte auf Zimmer 16 des Ernährungsamtes in der Zeit von 8 bis 13 Uhr zum Umtausch in Berechtigungsscheine vorzulegen. Gießen, den 13. April 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Crnährungsamt Abt. B» . rate besiegen zu können, und daß sie sich gründlich blamiert haben, als sie seinerzeit das Abschwenken Deutschlands von der Gold- zur Arbeitswährung mit Hohn und Spott begleiteten. Wir haben den Plutokraten die Arbeit und den Willen, ohne Gold eine neue und bessere Wirtschaft, aufzurichten, entgegengehalten. Ihre Proteste und Bemühungen prallten ab. Als wir 1924 den Versuch machten, eine goldlose Währung zu errichten, wurde der Daweskommissar uns auf den Hals geschickt, um Deutschland an der Goldkette zu halten und die goldlose Rentenmark in eine goldgedeckte Reichsmark umzuwandeln. Vergeblich haben damals die Habenichtsnationen sich an die Weltmoral gewendet. Der Besitz blieb taub. Als dann Adolf Hitler die goldlose, nur aus Arbeit beruhende Wirtschaft organisierte und neu aufbaute, konnten die Yankees nicht genug höhnen. Deutschland aber ließ sich nicht irre machen. Es blieb bei dem, was einst auch ein englischer, nicht vom plutokratischen Denken angekränkelter Philosoph, David Hume, als Axiom erkannte: „Alles in der Welt wird durch Arbeit erkauft." Dieser Grundsatz der nationalsozialistischen Volkswirtschaft hat denn auch auf der ganzen Linie gesiegt. Die Pankees aber müssen jetzt ihren nutzlosen Reichtum verwenden, um ihre Konservenbüchsen zu verlöten. Die Götzendämmerung des Goldes ist zu einer amerikanischen und vor allem Rooseveltschen Tragi- 100. Geburtstag des ältesten Marineangehörigen. Am 13. April konnte der älteste ehemalige Angehörige der Kriegsmarine, der Oberingenieur Paul B r a u s e r in Aachen, seinen 100. Geburtstag feiern. Der Führer übermittelte ihm seine besten Wünsche. Das Bild des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine überbrachte der Bundesführer des NS.-Deutschen Marinebundes, Konteradmiral z. D. Klüpfel. Brauser, in Mussin in Bommern als Sohn eines Pastors geboren, macht^ als Einjährig-Freiwill'iger und Maschinistenmaat auf dem Panzerkanonenboot „Basilisk" die Kriege von 1866 und 1870/71 mit. Nach seinem Ausscheiden aus der Kriegsmarine betätigte er sich beim Norddeutschen Lloyd als Jnge- . nieur bei Brückenbauten, als Lehrer an der Gewerbeschule Aachen und in leitenden Inge nie urstel- len. Dem NS.-Deutschen Marinebund gehört Brauser als Ehrenmitglied an. Das studentische Frontkämpfertreffen. Das europäische studentische Frontkämpfertretfev nahm in Berlin seinen Anfang. Zur Teilnahme find Angehörige der spanischen, kroatischen, französischen und wallonischen Legion des Heeres sowie der dänischen, finnischen, flämischen, niederländischen und norwegischen Verbände der Waffen-^ einge- troffen. Das Frontkämpfertreffen begann mit einem Besuch von Schloß Sanssouci, einem Flötentonzert im Neuen Palais mit Werken Friedrichs des Großen und einer Orgelfkierftunde in der Garnistm- kirche. In Ansprachen wurde der Bedeutung Fried- ^Mein lieber, väterlicher Freund! (NSK.) Deinen so gut gemeinten und ausführlichen Brief nehme ich zum Anlaß, um einmal einiges zu sagen, was mir schon lange auf dem Herzen liegt. Du wirst vielleicht etwas verwundert den Kopf schütteln, wenn Du über diesen Brief die Worte „Von der Schlichtheit der Rede" sindest, aber gerade von ihr will ich hier ja sprechen. Sieh es bitte auch nicht als anmaßende Schulmeisterei eines jungen Gernegroß an, wenn ich hier verschiedene Ratschläge andeute, jedoch mutz einmal all das Euch in der Heimat berichtet werden, was uns Soldaten in manchem Eurer Schreiben, die Ihr mit so viel Liebe in unsere Hände legt, trotz aller Anteilnahme mißfällt. Es ist das heldische Pathos, das uns Jungen so gänzlich fremd geworden ist, es ist das Sprechen von unseren Tgten, die — wir wissen es am besten — unser ganzes Ich fordern, es ist E u e r Lob, das uns auszeichnen soll und dennoch manches Mal seiner uns fremden Würde und der tönenden Worte wegen nicht in unsere Herzen dringt. Eines sei gleich vorausgeschickt: Wir Soldaten sind dieselben geblieben, die wir waren, als wir noch nicht den Waffenrock trugen, wir sind dieselben geblieben in unserem Innern, in unserem Fühlen und Denken, auch unsere Hochwerte sind immer und stets die gleichen, und dennoch hat unser ganzes Kriegserleben das Maß unseres Empfindens gewandelt. Wenn wir z. B. als Illegale im schwarzen Schuschnigg-Oesterreich mit einer Sehnsucht in der Stimme von Deutschland sprachen, da lag in unserer Rede eine völlig andere Melodie, als heute, wenn wir vom Reich sprechen, das wir nun selbst verteidigen dürfen. Nicht daß uns jetzt etwa Reich und Vaterland weniger bedeuteten als damals, da wir es uns erst erringen mußten, nicht daß wir des Ringens um Deutschland müde geworden wären — weit gefehlt! —, dieser Kampf ist uns vielmehr nun zur Selbstverständlichkeit geworden, und diese verbietet wieder ein tönendes Lob, das un^ im Augenblick wohl ein wenig schmeichelt, uns dennoch aber peinlich sein muß. Du darfst mich, und uns alle, in Deinen von mir stets herbeigesehnten Briefen nicht „H e l d" nennen, auch das Wort von der „Einsatzbe- r e i t s ch a f t", die Ihr in der Heimat zu Eurem Spruch der Tatbereitschaft gemacht habt, klingt in unseren Ohren ein wenig fremd, denn daß Ihr daheim auf Posten steht, wissen wir gut genug, wir können es ja nahezu Tag für Tag an all den Spenden und Opfern, die Ihr uns bringt, ermessen, aber darüber zu reden, erscheint mir ein wenig verfehlt. Große Taten bedürfen nun einmal keiner tönen® Kinder so erziehen, daß sie später möglichst vollwertig in den wirtschaftlichen Arbeitsprozeß eingefügt werden können. Durch die Herausnahme der Kinder,, die ihrer Veranlagung nach in die Sonderschulen gehören, entlasten sie auch die Volksschule und tragen so zur Erhöhung ihrer Leistungen bei. Nach einem Erlaß des Reichserziehungsministers sollen in Zukunft möglichst alle Kinder, bei denen die Voraussetzungen vorliegen, den Sonderschulen überwiesen werden. Wo diese Schulen nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, wird ihre Neugründung in Aussicht zu nehmen sein, sobald die Zettoerhältnisse das gestatten. Der Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft. Im Einvernehmen mit dem Reichsernährungs- minister hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter S a u ck e l, den Reichshauptamtsleiter Landesbauernführer Staatsrdt Peuk- k e r t zu feinem Beauftragten für den Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft und der Kriegsernährungs- wirtfchaft ernannt, da die Sicherung der Frühjahrsbestellung und die Bergung der Ernte nur durch restlose Mobilisierung der Arbeitskräfte, insbeson- Nach überstandenenKämpfeninPolen, Frankreich und an der Atlantikküste starb im Alter von 26 Jahren am 7.4.42 durch unerwarteten Unglücksfall unser einziger, lieber Sohn, herzensguter Bruder, Neffe, Onkel, Schwager und Schwiegersohn, mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Bräutigam Obergefreiter Franz Schwarz in einer Flak-Abteilung Inhaber des E. K. II und Sudetenband Sein Leben war Liebe, Treue und Pflichterfüllung bis zum Tode. Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren haben. In tiefer Trauer: Franz Schwarz und Frau Geschwister Helga und Ingeborg Familie Karl Wagner Elfriede Wagner (Braut). Danzig, Rodheim/Gießen, den 13. April 1942. __01697 den Worte, um der Umwelt nahegebracht zu werden, denn sie wirken durch sich selb st, und das Wort, das sie erklären will, wirkt klein, ja anmaßend, gemessen an der ganzen Gewaltigkeit solcher Ereignisse. Wie klassisch schlicht sind da zum Beispiel unsere Wehrmachtberichte, die völlig ohne Pathos Ereignisse von weltgeschichtlicher Bedeutung knapp und einfach melden. Es wird hier eine Sprache geführt, die gerade uns Soldaten nahezu aus dem Herzen spricht und vor allem in ihrer knappen Korrektheit unserem Denken völlig entspricht. Mag in Zeiten des Meinungsstreites auch das große Wort zum „Schwert des Geistes" werden, so wird dennoch nur das Geschehen selb st in Zeiten des Daseinskampfes Geltung haben, rnnb die Rede darüber muß ebenso schlicht und einfach sein wie der Mann, der durch sein Tun solche Ereignisse herbeiführt, — wie der Soldat also. Ist es denn nahezu nicht so, daß in heldischen Zeiten das Wort „Heldentum" selbst die matteste Farbe besitzt? Es ist nun einmal so, daß all die Begriffe, die in Tagen der Geruhsamkeit zu Ideal- werten emporgehoben werden, sich in Zeiten des Kampfes und der Verteidigung zur Selbstverständlichkeit wandeln. Und eine solche ist doch heute der Einsatz der gesamten Nation. Da opfert man eben und empfindet dieses Opfer als Leistung, die getan werden muß und die nicht erst durch Worte gewürdigt zu werden braucht. Mein lieber väterlicher Freund, all das habe ich Dir nicht gesagt, um irgendwie geistreich zu erscheinen, sondern vielmehr wollte ich Dir, nur ein Zeugnis unseres Empfindens und Denkens geben. Da hat doch zur vergangenen Weihnacht jeder von uns Liebesgaben And Päckchen erhalten, für deren Sorgsamkeit und Liebesmüh des Zusammentragens die Auswahl des Inhalts eine beredte Sprache führte. Und jedem dieser Päckchen lagen Segensbriefe bei, die oft, ach, ebenso verfehlt stilisiert waren, wie ich es oben dargestellt habe. Und das gab auch letzten Endes mir Anlaß, diesen Brief zu schreiben. Wir Soldaten sind uns Eurer Treue, Ihr Lieben daheim, so sicher, daß es solcher betonter Versicherungen erst gar nicht bedarf; wir fühlen es ja, das starke Band, das uns alle umschließt, aber gerade das haben wir so tief in unsere Herzen ausgenommen, daß wir mit lauten Worten davon nicht schreiben mögen. Nimm bitte diesen Brief, so wie er gemeint war, als ein Schreiben an einen Menschen, den man in Liebe so verehrt, daß man ihm selbst all das zu sagen wagt, was ich Dir heute erzählt habe. Kriegsberichter Dr. Stocker. Nach Gottes unerforschtem Ratschluß verstarb am Sonntag, um 9.30 Uhr, nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Großvater und Bruder Philipp Stumpf II. Hptw. der Gend. der Res. im 57. Lebensjahr. tieker Iraner- Kath. Stumpf, geb. Stumpf und alle Angehörigen. Reiskirchen, den 12. April 1942. Beerdigung findet am Mittwoch, dem 15. April, nm 2 Uhr statt. Mit den Angehörigen trauert um ihr langjähriges Vorstandsmitglied und Kontrolleur der Vorstand und Aufsichtsrat' der Spar- und Darlehnskasse e.G.m.b.H. Aus dem Reich. General v. Lochow gestorben. General der Infanterie v. Lochow, Ritter des Pour le mSrite mit Eichenlaub, ist in Berlin im Alter von 87 Jahren gestorben. Er wurde zu Petkus im Kreis Jüterbog geboren. Aus dem Kadettenkorps hervorgegangen, bekleidete er vor dem Weltkrieg verschiedene Generalstäbsstellen und wurde 1903 Kommandeur des 4. Garde-Regiments zu Fuß und 1912 Kommandierender General des III. Armeekorps. Am siegreichen Vormarsch bis zur Marne und 1915 in der Schlacht von Soissons hefteten die Märker unter seiner Führung unvergänglichen Ruhm an ihre Faynen. Nack) der Eroberung Serbiens und dem Kampf um Verdun, dere der Frauen und der Jugend durchgeführt werden können. Die Vorarbeiten für einen großzügigen Arbeitseinsatz der Jugend sind abgeschlossen worden. Die Heranführung einer großen Anzahl ausländischer Arbeitskräfte wird im kriegsbedingten Ausmaß erfolgen. Kunst und Wissenschaft. Eröffnung der Essener Kuliurwoche. Im Essener Opernhaus eröffnete Oberbürgermeister Dillgardt die Kulturwoche „Stadt der Arbeit — Kunst unserer Zeit". Er würdigte die Leistungen Essens als Folkwangstadt; die Folkwangidee konnte nur hier inmitten der schaffenden Bevölkerung ausreifen. Bezeichnend dafür ist, daß der in Essen gebildete künstlerische Nachwuchs fast nur aus Arbeiterkreisen stammt. Erstmalig wurden zwei Kompositionsaufträge für festliche Musiken erteilt, der eine an Erich Sehlbach, Lehrer für Musik an der Folkwangschule, der andere an den Duisburger Ernst Pepping. Solche Aufträge sollen künftig regelmäßig vergeben werden. Der Präsident der Reichstheaterkammer Ludwig Körner wies auf die besonderen Aufgaben der Bühnen im Kriege hin und dankte vor allem den Stadtgemeinden, die ihre Aufgaben voller Verantwortungsbe- wußtfein durchführten. Die Feierstunde wurde mit Ottmar Gersters „Festlicher Musik", einem gradlinigen, sanfarenüberglänzten Werk, eingeleitet und mit Karl Höllers, dem deutschen Frontsoldaten gewidmeter „Heroischer Musik" abgeschlossen. Das Städtische Orchester unter Leitung von Musikdirektor Bittner war beiden Werken ein ausgezeichneter Vermittler. Heinrich Schmidt. Huldigung für Sibelius. Die Deutsche Sibelius-Gesellschaft trat mit einer Feier in der Berliner Philharmonie zum ersten Male vor die Oesfentlichkeit. Drei symphonische Werke des großen finnischen Komponisten, vorgetragen vom Berliner Städtischen Orchester unter Generalmusikdirektor Fritz Zaun, umrahmten eine Ansprache des Präsidenten der Gesellschaft, Generalintendanten Dr. D r e w e s. lieber den Rundfunk war Sibelius selbst Gelegenheit gegeben, auf die Ansprache zu antworten. Der musikalische Teil des Abends enthielt drei Werke, die sich in deutschen Konzertsälen schon einen Platz gesichert haben. Während in der symphonischen Dichtung „Finlandia" der Patriot Sibelius den Schicksalsweg seines Volkes musikalisch gestaltet und in der Karelia-Suite ein Wesensbild des lebensfrohen, weltzugewandten Stammes in der jetzt neu umkämpften Grenzlandschaft zum Klingen bringt, lebt auch die um absolute Form bemühte erste Symphonie aus deu Kräften des tapferen Volkes mit feiner zwischen leidenschaftlicher Kraft und herber Innigkeit gespannten Polarität. Johannes Jacobi. Gertrude Pihmger und Egon kornaulh. In einet Meldung des Deutschen Kulturdienstes über eine gemeinsame Konzertreise Gertrude Pit- z i n g e r s und Egon Kornauths durch mährische Städte wurden die beiden Künstler fälschlicherweise als Ehepaar bezeichnet. Der Deutsche Kulturdienst stellt heute seine Meldung richtig. Line neue Erzählung von Benno von INechow. Von Benno von Mechow kennt man jetzt eine neue Erzählung, die er auf einem Leseabend des Kulturamtes Lichtenberg (Berlin) vorlas/ Wie der Reiterroman aus dem ersten Weltkrieg „Das Abenteuer", spielt auch die neue Erzählung „D a s Li e - b e s m a h l" im Kreise der geliebten Ulanen. Das tragische Ende eines deutschen Reiteroffiziers, der 1917 bei Verhandlungen zwischen den Fronten von einem russischen Revolutionär meuchlings erschossen wird, scheint sinnbildliche Bedeutung für das Nachkriegsschicksal beider Völker zu gewinnen, deren eines der Vernichtung aller menschlichen Werte entgegenging, währenddem anderen aus dem Niederbruch die Kraft zu neuem Auf erstehen erwuchs. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für Stadt Gießen, Provinz. Wirtichaft und Sport: Ernst Blumfchein. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Zng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenp^eisliste Nr. 6. Familien- Drucksachen Verlobungaanzelgen Vermählung san zeige» bei Brühl,Schulstraße7 Geburtsanzeigen helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 PfennigI Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERAL G.M.B.H., Mü N CHEN J 27/547 ©a-KOMHAUS-FRANK FURT AM Trocken benutzen! Bei trockener Zahnbürste wird PERI • Eucalyptus • Zahncreme besser und wirksamer ansgenum _ PERI ZAHNCREME Vergessen Sie nicht Ihr Lo»! Ziehung l.Klasse der 7. Deutschen Reichslotterie am Freitag und Samstag 1233 D bei Erkältung, Grippe usw. Stenotypistinnen mit gut. Allgemeinbildung und rasch. Auffassungsgabe gesucht. 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Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen de« Reichs und der Länder Darin sind enthalten: RM 812 448 678,61 Bcbatxwechsel und Schatt an Weisungen, die die Belcbsbank beleihen darf Eigene Wertpapiere a) Anleihen und verzinsliche Schätzen Weisungen des Beleb« und der Länder........• b) sonstige verzinsliche Wertpapiere .•••••••«. e) börsengängige Dividendenwerte . .«eeeeeee. d) sonstige Wertpapiere......... In der Gesamtsumme sind enthalten: RM 478 452 815,14 Wertpapiere, die die Roichsbank beleihen darf Konsortialbeteiligungen ....... Kurzfällige Forderungen unzweifelhafter Bonität und Liquidität gegen Kreditinstitute Davon sind KM 18 362 108,29 «glich fällig (Nostroguthaben) Forderungen aus Report- und Lombardgeschäften gegen börsengängige Wertpapiere .. Vorschüsse auf verfrachtete oder eingelagerte Waren a) Rembourskredite................ b) sonstige kurzfristige Kredite gegen Verpfandung bestimmt bezeichneter marktgängiger Waren .......... Schuldner a) Kreditinstitute . . . .. •••.«•eeve*> b) sonstige Schuldner..... In der Gesamtsumme sind enthalten: an) RM 78 150 601,58 gedeckt durch börsengängig* Wertpapiere bb) RM 287 UO2 770,88 gedeckt durch sonstige Sicherheiten Hypotheken. Grund- und Rentenscbulden Durchlaufende Kredite Beteiligungen (§ 131 Abs. 1 A II Nr. 6 des Aktiengesetzes) Davon sind RM 12 820001,41 Beteiligungen bei anderen Kreditinstituten Zugänge RM 7 843 766,80 Abgänge RM 10 003,— Abschreibungen RM 150 489,80 Grundstücke und Gebäude a) dem eigenen Geschäftsbetrieb dienend» » ****** • Zugänge RM 878 887,94 Abgänge RM 10001,— Abschreibungen RM 6000000,— b) sonstige .. wewwwwweve Zugänge RM 849 670,— Abgänge BM 1 371488,— Verrechnung!posten der Geschäftsstellen nnlercinander , . Postell, die der Rechnungsabgrenzung dienen ..... In den Aktiven sind enthalten: Forderungen an Konzern unternehm en . ... • Forderungen an Vorstandsmitglieder . . . . . Sonstige Forderungen gemäO § 14 Abs. 1 und 8 KWG. end Artikel 18 der Durchführungsverordnung eum KWG. ........ Anlagen nach § 17 Abs. 1 KWG. ... ........ Anlagen nach §17 Abe. 3 KWG ........ RM BM 22231 871,96 85 211805.84 107 443 677,80 2 053 006,3t 27 214 630,46 444 447 995,08 1182590016^9 472 348 824— 15 749 538,60 25 727 784,52 5 533 186,30 519 359 333,42 14 849 380,31 13 255 482,08 891 962,25 40 686 496,62 40 686 496,62 6267 400,15 542 259 759,50 547 527159,65 7 444 636,56 4177,34 14 848 882,79 28 200 000,- 6 668 428,12 34858428,12 66 359,45 244 817.64 2957276 442,86 ' 566 411.60 948 487,38 48 743 987,97 49 707310,91 Gläubiger Passive e) seitens der Kundschaft bei Dritten benetzte Kredite .... b) sonstige Im In- und Ausland aofgonommene Gelder und Kredite e) Einlagen deutscher Kreditinstitute . . . RM 158 262 901,84 d) sonstige Gläubiger....... RM 2 087 088 248,98 Von der Summe c) -|- d) entfallen anf: 1. Jederzeit fällige Gelder RM 1 868 588 799,73 3. feste Gelder und Gelder auf Kündigung . RM 871813850,55 Von 3. werden durch Kündigung oder sind fällig: a) Innerhalb 7 Tagen.......RM 86 012 700,86 b) darüber hinaus bis in 8 Monaten . . RM 496 876 714,83 e) darüber hinaus bis tu 12 Monaten . RM 829855 948,80 d) Ober 13 Monate hinaus BM 9 066 992,07 Verpflichtungen aus der Annahme gezogener und der Ausstellung eigener Wechsel (Akzepte und Solawechsel, soweit sie sich im Umlauf befinden . ....... Spareinlagen a) mit gesetzlicher Kündigungsfrist . . . ....... b) mit besonders vereinbarter Kündigungsfrist ...... Hypotheken .................. Durchlaufende Kredite .............. Aktienkapital ............ Rücklagen nach § 11 des Reichsgesetzes üb. das Kreditwesen Pcnsionslonde............ Rückstellungen ....... Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen . . . . . . Reingewinn Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ••••••*•*«, Gewinn 1941 ........... Verbindlichkeiten aus Bürgschaften. Wecheel- und Scheckbürgschaften sowie aus Gewährleistungsverträgen (§ 131 Abs. 7 des Aktiengesetzes) . .......... Eigene Indossamentsverbindlichkeiten a) aus weiterbegebenen Bankakzepten ......... b) ans eigenen Wechseln der Kunden an die Order der Bank ... e) sonstigen Rediskontierungen .......... In den Passiven sind enthalten: Verbindlichkeiten gegen Ober Konzern unternehmet .... RM 29 420 808,79 13 969 008,66 2240346 150,27 326 075 ^3,90 115 763 685,34 1729411,69 6001 677,33 88 294057,84 16 562 331,42 16 562 331.42 32 790 665,50 GeeamtverpBIcbtongen nach § 11 Abs. 1 KWG. . . . . . Gesamtverpflfcbtnngen nach $ 16 KWG . Gesamtes heftendes Klgenkapltal nach g 11 Abe. 3 KWG. . .2816502 002,39 .2374662 603,15 . 120 000 000,— »M 228373596ZJ1 90 878 64832 441839 399,24 47 986,61 4177,34 100000 000,— 20000 000,— 8 750000,— 3511904,75 777 269,36 7731069^03 2957276 442,86 Gewinn- und Verlust-Rechnung, abgeschlossen am 31. Dezember 1941 Aufwendungen Persona lau (wen düngen v... Ausgaben für soziale Zwecke, Wohlfahrtseinrichtungen und Pensionen . . Sonstige Aufwendungen .............. Steuern und ähnliche Abgaben Zuführung an den Pensionsfonda . Gewinn: Vertrag aus 1940. ................ 1 729 411,69 Reingewinn ................... 6 001 677,33 RM 30 338 841,07 5 091 246,50 8 800 472,08 19 031 429,33 1500000,— 7 731 089,02 72 493 078,— Vortrag aus 1940 .... Zinsen und Diskont . . . Provisionen und Gebühren. Erträge Der Vorstand 1729 411,6» 42 068 880,40 28 694 785,91 72 493078 — Eugen Bandel Eugen Boode Kerl Weltlage Pani Marx Joaeph Schilling; stellv.; Harry Kühne Ernst Lincke Nach dem abschließenden Ergebnis unserer pfllchtmSOIgen Prtfang auf Grund der BO eher and der Schriften der Bank sowie der vom Vorstand erteilten Aufklärungen und Nachweise entsprechen die Buchführung, der Jahre» abeohluO und der Geschäfts bericht, ao-weit er den Jahresabschluß erläutert, den geeetzUohen Vorschriften. Berlin, den 7. Mirs 1942. Deutsche Revision*- und Treuhand-Aktiengesellschaft Hesse, Wirtschaftsprüfer Koop, W Irisch aftsprQfer Dem Aufsichtsrat gehörten am Schlüsse des Geschäftsjahres an: Friedrich Reinhart, Vorsitzer» Hans Harney, Ewald Hecker, stellv. Vorsitzer, Albert Bannwarth, Bruno Clausfen, Heinrich Dlederichsen, Erich Fischer, Heinrich Theodor Fleltmann, Heinrich Glesbert, Theo Goldschmidt, Alex Haffner, Carl Harter, Richard Helm, Walter Klingspor, Werner Lüps, Carl Ludwig Nottebohm, Gustav Pllster, Heinrich Schmitz. RQhg&&hQepL Moritz Schultze, Heinrich von Stein, Wilhelm TengelmagMh fcdJWJadJObkfc WUhtifW VpfMfVk Wen Waffen auch für das Koloniaweutschtum bessere Verhältnisse kommen werden und Kolonialboden erschlossen wurde, auf dem sie unbesorgt um ihre völkische Zugehörigkeit Leben und arbeiten könnten. Zahlreiche .Lichtbilder bildeten eine angenehme Beigabe zu dem aufschlußreichen Vortrag, der Mit dankbarem Beifall aufgenommen wurde. den deutschen Kolonisten IN Südamerika . Einleitend betonte der Vortragende, daß Uder Sü®amX bisher oiek falsche Vorstellungen der- breitet worden seien, nicht zuletzt durch eine Iilieh fettige, ja schwindelhafte Re.stber.chterstattung Er selbst fei nicht au- Sucht nach Sensationen und Abenteuern dorthin gegangen, lotrbern er »abe bas Leben ber deutschen Kolomsten kennenlernen wollen, wie es örtlich ist. Aus Grund seiner Ehrungen aab er zunächst in großen Umrissen em Bild jenes weiten ^Kontments mit seinen vielfältigen Ge-gen- sätzen seinen landschaftlichen und klimatischen »e dmgunyen und von dem Leben der V-mohneT -n- er als nur auf den Tag eingestellt °ls Menschen ohne Geschichte, ohne Vergangenheit ohne Pachte, ohne Sinn und Planung für die Zukunft, kurzum als kaffe Eintagsmenschen bezeichnete. Dann erzählte er von den vielen (monieren. Die €r in ben IV2 Jahren seines Aufenthaltes bei den etwa 25 000 Pommern im Norden Argentiniens deren erste Pioniere vor rund 100 fahren oorryin auswaLrten, bei den 200 000 ^ut chftummigen in den Südstaaten, tn Santa Cathar über V2 Million Deutschen m Vrasr Grande del Sul, bei den früheren Deutsch-Ost-L n tanern und Badensern in Paraguay, bei ben64 000 Wolgadeutschen in Argentinien und bei Jen run 30 0Ö0 Deutschen im Süden von . bat Er schilderte das schwere Leben dieser Kolo ften in ben wirtschaftlich und ^ußer°rbenllich Absatz- und Transportverhaltnissen, Naturkaia strophen usw. M leiden haben, kurzum die allesamt überall ein hartes und entbehrungsreiches Leben Zum ersten Spiel her Nachrunde empfingen die Watzenborn-Steinberger „Teutonen" am Sonntag die 1. Elf des BfB.-Reichsbahn Gießen. Temperamentvoll und mit letztem Einsatz wurde gekämpft vom Anpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Gerhard (Annerod) bis zu dessen.Schlußpfiff. Ging es doch in diesem Spiel für Gießen darum, sich vom Tabellenende weiter zu entfernen, und galt es für die Platzbesitzer, sich weiterhin den guten Tabellenplatz zu sichern. Beide Mannschaften hatten gutö Torhüter zur Stelle, so daß zunächst alle Angriffe scheiterten. Mitte der 1. Halbzeit ging Gießen überraschend in Führung. Kurz vor Halbzeit glich der Linksaußen der Platzbesitzer aus. Nach Halbzeit (al) man die „Teutonen" stets im Angriff, DfB.-R. verlegte sich nur auf gelegentliche Durchbruche, die aber stets gefährlich waren, zumal die Hintermannschaft von Watzenborn-Steinberg oft zu weit mit nach vorn rückte. Recht vielbeinig war Gießens Verteidigung, so daß der einheimische Sturm kaum einen Torschuß anbringen konnte. Doch etwa 20 Minuten vor Spielende wurde das Spiel entschieden. Em wuchtiger Schuß von Heil prallte von dem unmittelbar vor der Torlinie stehenden Gießener Ver» leidiger ab ins Tor. Dann vereitelte Gießens Torhüter durch glänzende Paraden zwei sicher erscheinende Tore der Einheimischen. Auf der Gegenseite wurde ein Strafstoß vom Strafraum aus über das Tor geschossen. Wahrend bei Gießen besonders Mittelläufer Schlitz, der Torhüter und die beiden Verteidiger gefallen konnten, waren bei den „Teutonen" Heil, Torhüter Hahn und Mittelläufer Burger die erfolgreichsten Spieler. Vorher spielte die Jugendmannschaft der „Teutonen" gegen die Stadtjugend Gießens und kam zu einem Teilerfolg, da dieses Spiel 2:2 endete. Durch diesen einen Punktgewinn haben die jungen „Teutonen" Aussicht auf die Meisterschaft ihrer Gruppe. Dieser Tage fand in der Zuchtvieh-Versteigerungs- halle Rhein-Main auf dem Gießener Diehmarkt die 4. (erste diesjährige) Absatzveranstattung mit Sonderkörung und Prämiierung von Schafbocken des Deutschen schwarzköpfigen Fleischschafesein i voller Erfolg für die Schafzuchter wurde Sämtliche , aufgetriebenen 105 Tiere konnten abgefetzt werden- . Nach dem Auftrieb fand am Donnerstag zunächst die Wertklasseneinteilung statt, die von T^rzucht- j Inspektor Menges und Hch. Bach (ßang=@ons) vorgenommen wurde. Am Freitag folgte die P - miierung, bei der Dr. Moller (Kassel) und 2ldministrator Hold (Waitzrodte, Bez. Kassel) als Bewerter tätig waren. Hierbei gab es einen garten Wettbewerb zwischen den Zuchttieren von Gutvbe siker Rinn (Utphe) und der fürstlichen Gutsverwal- tuna Lich auch die Zuchttiere aus Lang-Gons waren fdjarfex'onturrenten. So erhielten bei der Wall- ammlung Utphe den la-, Lich ben 1b. und Lang- ®öT ben lc-Preis, Bei ber Vererber-Samm- luna errang Lich ben la-, Utphe ben lb- unb Lang- Göns ben lc-Preis; auch Eifenbach unb Wicke- Rubios hatten gute Sammlungen auf bie Schau rebradit Abenbs fanb im Hotel Schutz eine Zuchter- Rerfammlung statt, bei ber ber stellv. Vorfitzenbeber tlücktervereiniaung, Bauer Larberg (Wickjta ), 1 die Schafhalter unb Schäfer begrüßte. Tierzucht- , inlvektor Menges nahm im Verlaufe bes Abenbs die Preisverteilung vor und dankte den Züchtern jur b im verflaffenen Jahre geleistete °°rbilbl,ch Arbei auf bie alle Züchter stolz fein konnten, ba fie ° ,rck der Schwierigkeiten ber Kriegszeit weitere ^nrtid,ritte ber Zucht gebracht habe. Im weiteren Verlau e bes Ab?nbs erfreute Mtfchäf°rme>st-r Lenz die Kameraden mit mancherlei humorvol_en Darbietungen. Am Samstag fand dann ?ls Höhepunkt die^ Abfatz-Veranstaltung statt, bei der die Dichter sämtliche Tiere verkaufen und dabei gute ^Älle/7n°°ll°m"?Snn°n bie WW unb bie Züchter mit Befriedigung auf die ^lbsatzveranstal- tung zurückblicken, bei der in den Zuchttieren her- vorragende Woll- und Fleischtrager vorgestellt wur- Uin wenn wir zu dem ohnehin schon druckenden! kort ,Olein" em kleines Bedauern hmzusugen.! Wenn wir sagen, es täte uns leid, aber leider ginge es nicht Oder wenn wir jemand einen Gefallen tun unb leisten ihm diese Gefälligkeit gern während unhöfliche Leute sich nur mit Murren und Knurren dazu herbeilassen unb bie Bemerkung nicht unter- ' drucken können: „Run habe ich aber genug davon! Regeln für die Höflichkeit lassen sich schlecht aufstellen. Es käme dann jene entsetzliche Art der Höflichkeit zustande, die als Fratze und Grimasse wirkt, . ' . u v _ STD fnff mnn tim lim LPD. Marburg, 13.April. Das Amtsgericht verurteilte ein hier wohnendes ^h^F?Z^ wegen grober Vernachlässigung von drei Kmdern aus Grund des § 223b des Strafgesetzbuchs zu Gefängnisstrafen von je drei 9JI o n a t e n. Wie die Verhandluna ergab, hatte der gerichtlich i bestellte Pfleger der Kinder, der zugleich das 2lmt. eines Bezirksoorstehers innehat, aus von ihm näher geschilderten Gründen schon oft Anlaß genommen, bie Leute an ihre Elternpflichten zu erinnern. Im Januar stellte er gelegentlich eines Besuches dieses Häuserblocks fest, baß sich die drei Kinder der in Frage kommenden Familie allein in der qnge» heizten Stube, blaugefroren und vor Kälte weilend, befanden. Bei näherem Nachsehen entdeckte er den Vater, der es sich in dem Zimmer eines Nachbarn am Ofen gut sein ließ. Die Mahnung des Pflegers, doch mit dem bei ihm vorhandenen Heizmaterial feine eigene Wohnung zu heizen, damit die Kinder nicht so leiden müßten, beantwortete er mit der Entschuldigung, das könne er nicht, denn er hatte einen „Hexenschuß" und die Frau sei weggegangen. Mit dieser Ausrede wollte er auch vor dem Rlchter- tisch sein Verhalten in ein besseres Licht setzen. Aus Veranlassung bes Pflegers kamen bie bedauernswerten Kinder damals wegen einem Hautausschlag in eine Klinik, wo man sie auch erst vom Ungeziefer befreien mußte. *Großen-Linden,14. April. Der stellv. Betriebsführer der Likörfabnk und Weingroßhandlung I. P i r r & C o. hierfelbst, Buchhalter und Reifender H ch. B o p f, kann am morgigen 15. April 1942 auf eine 25jährige Tätigkeit bei dieser Firma zuruck- blicken. Der SuibUar war schon als kaufmannficher Lehrling bei der Firma eingetreten. Er hat sich im weiteren Verlaufe seiner Tätigkeit durch Fleiß, Ehrlichkeit und großes Geschäftsinteresse das volle Vertrauen der Firmeninhaber erworben und ju oer > Aufwärtsentwicklung des Betriebs wesentlich beigetragen. Explosion verursacht Sroßseuer. Drei Toke und drei Verletzte. Lpd. W i e s b a d e n, 13. April. Am Montagnach- mittaq ereignete sich hier eine Explosion, die em Großseuer zur Folge hatte. Die Explosion erfolgte in der in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegenen Bierhalle". Die Gaststätte war für das Publikum heute geschloffen, doch waren einige Arbeiter im Schankraum mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Der aus Holz errichtete Bau geriet infolge einer Stichflamme in Brand und wurde em- aeäfchert. Aus den Trümmern würben drei Tote geborgen. Drei weitere Personen wurden in fchwer- i verletztem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Dw Untersuchung über bie Entstehungsursache ist noch im Gange. Wegen Vernachlässigung ihrer Kinder bestraft. Es ist jetzt an der Zeit, auf den Schaden hmzu- weisen, den Katzen in ber Dogelwelt anrichten können, wenn sie sorglos ins Freie gelassen werden. Hat man einen Garten, in dem Vögel nisten, so schützt man die Nester durch Stachelbraht, Dornenreisig oder durch sonstige geeignete Maßnahmen. | Zum Schutze der Vögel lasse man wahrend der Brutzeit (April bis Juli) seine Katzen nach Möglichkeit nicht ins Freie. Wo dies nicht durchführbar ist, sorge man wenigstens dafür, daß in diesen Monaten die Katzen nachts im Hause bleiben unb ausreichend gefüttert werden. Vor allem darf keine, Katze morgens hungrig ins Freie gelassen werden. Abends ist die Heimkehr durch Verabreichung einer von der Katze bevorzugten Nahrung innerhalb des Hauses anzuftreben. Junge Katzen sind zur Duldung von Vögeln anzuhalten, was bei liebevoller Pflege vielfach gelingt. Wer dies tut, schützt seine eigene Katze vor Verfolgung und Mißhandlung und tragt dazu bei, den unwürdigen Streit zwischen Vogelfreunden unb Katzenhaltern zu beenden. Nach § 2 Ziffer 5 des Reichstierschutzgefetzes ist das Ausfetzen von Katzen, um sich ihrer zu entledigen, verboten. geben unb anderen was «even muji Der Film beginnt 1759, mit bßrDen König spielt, wie in allen bisherigen Fride- ElÄ Bi., sw £.4™ »»"«-----»;>«» iS Ä'Ä Ä, "S Ä. «ES STtt bittert DerAmeffelt* bie gesamte Situation militä-1 Diener aber auch den Mensch n y _ . ^Z1T I Seele, Gefühl und Feingefühl ein Allein der König, einsam wie nie, M btr übrigen Darsteller ist so groß, daß ttss?»ViSLZLs1® s dann lallst du nett sein absichtlich, auf daß die nicht kaMüieren,^er °>ird marjchwren, Mzurem Kristina Söderbaum: die iun«e Mul- Welt runder und abgefchliisener werde, denn an den wieder " ' Wnftrenwn« empM und lerstochter un-d Soldatenftau, hilflos antlagende Eden und Kanten stoßen wir uns wund, und ^m ^erne; XSÄ ft '°'^La^°^ökjf»"ist^MdSl eu'ropäflchen Großmacht erhebt und ihm den in die deutsche Zukunft öffnet. Für Tapferkeit vor Sem ßeinöe. Der Dbergefreite Theodor Seip aus Hattenrod (Kreis Gießen) wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. im Alter von 6 und 7 Jahren mit Streichhöl- iem. Dabei gerieten die Scheune und Stallungen in Brand und wurden vollständig vernichtet^ Der Feuerwehr gelang es lediglich, die Muhle und das Wohnhaus, das Vieh unb die Maschinen SU retten. «Eine neue Mahnung an alle Eltern, ihren Kindern keine feuergefährlichen Gegenstände ttt die Hand kommen zu laffen. Schweinemarkl in Butzbach. ♦ Butzbach, 14. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 267 Ferkel und Läuferschweine aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel bis 42 RM., 8 bis 10 Wochen alte 42 bis 48 RM., 10 bis 12 Wochen alte Tiere 48 bis 54 RM. das Stück. Marktverlauf schleppend, es verblieb geringer Ueberstanb. Landkreis Gießen ein wichtiges Heilkraut. I führen muffen, auch wenn die Fruchtbarkeit des Bo- Kaum gibt bie Schneedecke die Erde frei, fo ^ens noch die deutschen Kolo- strecken die ersten Blutes des Huflattichs (Tasstt L t ^ßer Zähigkeit unb Liebe an ihrer • ucu ... r- a--U. mio-hor mit dellt- Dieser Film, nach dem Drehbuche und unter der I überhaupt führt; die E°!ch'cht° der Mulle^anufte, Material, Menjchen und kuHtlerischen Mitteln - 6« BaU 6es 4ttin$en oon i u.... M wollen beide durch die gleiche Tür und tänzeln nun Ereignisse, der Gestalten, der Empsindungen, g W ® Mms erkennbar wird, Sn unb her so albern wie möglich, weil beide aus welche die Bilbersolge entbindet und bie im Rah- oen vzenen o s y # L Idee gekommen sind, den anderen zuerst durch- men eines normalen Berichtes kaum aufzuzahlen Leistung des Spielleiters Veit Harlan mlasten. Weiterhin höflich ist es, einer Dame wenn oder gar erjchopjend zu würdigen sind laßt stch Was di« Le>1 « de p Reihe bedeuten- i^e liübjch ist, den Sitzplatz in der Straßenbahn an- wohl am einfachsten IM chinweis auf das gleich, bestimmt, dem Icy n ei 8 z der ÜÄn und noch höflicher ist es,^aeradezu der fom doppelte Gesicht zujammensaj en welches der der D?ehbuchau- fiel, wenn wir im Stillen den en Was geht mich F.lm dem Beschauer zeigt: >st ^st°r sch u-ft U°mmen egu a Gefchlossercheit des Gesamt- k°s an?" und blicken nicht einmal auf, sondern fegen gegenwärtig in einem. Das Gejch^tliche ergibt wrs unü ses are^ii dramati- Eiter den Dreck vor unserer Tür unb mummeln bie sich aus dem Stofi unb ist weniger im «Sinne emer bttbes Tempera i Einzel- 5wünsch7e Auskunft unwirsch vor uns hin historischen Reportage im Stlle ^r ^ining.r 3u chen | tert »erben, fo wahr sollen wir auch Gegenleistung ^ mcht^ -suf^ie^uellenmaß.g^zu betzla b-gend ! ^ß ? un6 Massenszenen fpiirtar mirb al5 kud) Se Zeitbeziehung des Werkes kann nicht in m den knappen unb scharf ausmodellierten Dialo- > verdunkelungszeil: d7s Kö^äu-dem Grauen 14. April von 21.18 bis 5.56 Uhr. . kenntnis und Anwendung des Beispiels, dasi diese ^.^enmar^ ,in eine rumann Bruno j°de) Historie dem Nachgeborenen l^ert. I ^^Mrvo^L Sronhuttqlutf durch Spiel mit Streichhölzern. * Lauterbach, ILApril, In einer Mühle bei dem Dorse Lanzenhain spietten zwei Buben Ecken und Kanten stoßen mir uns wund, uni ” ******* isflffiyeg-rsr । Ä'Nd,; 1 SlumenW« MM S-mü,-b.u ,um Zur Verwendung in unseren Gärtnereien bei der u^^^^^^e^Si^V? V Prmz^Z- W W} °°n.Gemüfepslanzen w«den große Mengen | enti,alten zu sein, Von^ hi» ,aus bekommen alle | Ko rbe^. »n M», Mes sehr ritterlicher Haltung; Otto Wernicke: der prächtige Oberst Rochow. Eine mimisch und sprach- Nr. 86 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag,April M2 Aus dem Reiche der Krau. Hausputz muß fein. Früher war bei den meisten Hausfrauen das „Großreinemachen" eine aufregende Sache. 'Das Wirtschaften machte überhaupt keinen Spaß, wenn die Wohnung nicht im Glanze spiegelnd gebohnerter Fußböden, frisch aewaschener Gardinen und einiger notwendiger Neuanschaffungen erstrahlte. Tagelang wurden Mann und Kinder mancher Unbequemlichkeit ausgesetzt und damit getröstet, daß die Wohnung nach dem Putz noch einmal so frisch und gemütlich sei. Jetzt denkt die Hausfrau anders darüber: Woher die Zeit für das zusätzliche Aufräumen und Reinemachen nehmen? Man hat täglich alle Hände voll zu tun. Neben der Beanspruchung durch den Beruf sind gerade noch die lausenden Arbeiten, zu bewältigen. Wie mit den Waschmitteln auskommen bei einer besonderen Gardinenwäsche? Wann und womit scheuern, putzen und bohnern? Sicher fragt sich manche Hausfrau auch: für wen? Der Mann ist doch nicht da! Nach diesen Ueberlegungen könnte sie beinahe zu dem Ergebnis kommen: Diesmal keinen Hausputz! Einiges scheint gegen den Hausputz zu sprechen — aber vieles spricht für ihn. Man darf den Hausputz nicht nur vom hauswirtschaftlichen Standpunkt aus betrachten. Er erhält Sinn und Berechtigung auch in der E r h a l t u n g der Sachwerte. In Möbeln, in allem Hausrat und Hausgerät stecken persönliche Vermögenswerte — von den Gefühlswerten ganz abgesehen. Außerdem hat ein gründliches Saubermachen im Frühjahr auch gesundheitliche und hygienische Vorteile. Wenn die Heizperiode aufgehört hat, muß die ganze Wohnung einmal gründlich durchlüftet werden. Auch bei sorgfältiger täglicher Wohnungspflege setzt sich Staub in vielen Winkeln fest, der im Frühjahr beseitigt werden sollte. Gleichzeitig wird durch das gründliche Reinigen von Teppichen und Polstermöbeln, durch das Aufräumen und Auslüsten > der Kleiderschränke und durch das Fortlegen der Wintersachen der Kampf mit den Motte.n aufgenommen. Gute Zeiteinteilung ist im Grunde alles, denn die Putzarbeit soll keine dauernde Last sein. — Ein gründlicher Hausputz wird am besten im Anschluß an eine Wäsche vorgenommen. Restliche Waschlauge — vor allem von Feinwaschpulver — eignet sich gut zum Abreiben von lasierten, gestrichenen und lackierten Möbeln, Türen, Fensterbrettern usw. Auch lauwarmes Wasser mit einem Zusatz von etwas Salmiakgeist tut gute Dienste. In jedem Falle muß sorgfältig mit klarem Wasser nachgespült werden. Für besonders schmutzige Stellen an hellen Türen und lackierten Möbeln benutzt man einen Brei aus Schlemmkreide. Zum Scheuern von rohgearbeiteten Holzmöbeln läßt sich Fluß- oder Seesand verwenden. Bei polierten Möbeln beschränkt man sich jetzt besser auf gründliches Entfernen des Staubes und das Nachreiben mit weichen, trockenen Tüchern. Linoleumfußböden werden feucht auige- wischt oder bei starker Verschmutzung mit einer übriggebliebenen ' Waschlauge behandelt und mit klarem Wasser nachgewischt. Es muß natürlich jeder Hausfrau überlassen bleiben, wieviel Zeit sie sich für ihre Wohnung zum Putzen und^ Aufräumen nehmen kann. Ein einheitlicher Arbeitsplan läßt sich dafür nicht aufstellen. Wer seine Wohnung regelmäßig pflegt und in Ordnung hält, wird mit den hier angegebenen Vorschlägen der Frühjahrsreiniqung auskommen und braucht nicht die ganze Wohnung auf den Kopi zu stellen. Jede Hausfrau weiß selbst, was sie in ihrer Wohnung vordringlich reiniaen muß und wie fi? ihre Zeit dafür verwendet. Eine saubere und aufgeräumte Wohnung kommt nicht nur dem Allgemeinwohl der Familie und der Werterhaltung, sonder auch der eigenen Arbeitsentlastung ruaute. Dr. E. H. Fachgemäße Gardinenwäsche. Zum Großreinemachen im Frühjahr gehört, die Gardinenwäsche, die besondere Beachtung erheischt, da es sich um kostbare, empfindliche Gewebe handelt, die im Laufe bei* Zeit durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen mürbe wurden. Nach dem vorsichtigen Abnehmen befreit man sie von rostenden Gegenständen, wie Stecknadeln, Ringen usw. Damit Falten nach der Wäsche leicht wieder an den alten Platz gebracht werden können, heftet man diese am uyteren Rande fest, achtet jedoch darauf, daß beim Waschen der Heftfaden nicht reißt. Schäden werden vor -dem Waschen ausgebesserti In kaltem, enthärtetem Wasser weicht man über Nacht ein, nimmt den Stoff am nächsten Morgen heraus, um ihn noch zwei- bis dreimal vorsichtig durch sauberes kaltes Wasser zu ziehen. Sämtlicher Staub muß vor der eigentlichen Wäsche gelöst, am besten bereits entfernt sein. Dann folgt die Wäsche in heißem Seifenwasser, die eigentlich nur ein behutsames Hin- und Herschwenken und Ausdrücken sein darf. Man wiederholt diese Tätigkeit, bis das Waschwasser sauber ist und spült dann oftmals in lauwarmem enthärtetem Wasser nach. Zur Gardinenbehandlunq braucht man zwar keine Kraftavstrenqung, dafür ober um so mehr Wasser, wenn das Gewebe nicht verschleimt oussehen soll. Das Stärken erfordert Sorgfalt. Einfache Vorhänge vertragen mehr Stärke als solche mit Stickerei oder Fileteinsätzen, denn bei letzteren wirkt viel Stärke unschön und verklebt das Muster. Alte Vorhänge, die nicht mehr blütenweiß werden wollen, färbt man auf. Man benutzt dazu handelsübliche Gardinenfarbe, deren Gebrauchsanweisung genau zu beachten ist. Man benutze stets eine Stoffprobe, ehe man färbt und bedenke, daß man die richtige Farbe erst nach dem gänzlichen Trockensein beurteilen kann. Scheibengardinen, die am gleichen Fenster hängen sollen, müssen gleichzeitig in die Farbbrühe getaucht werden. Man windet Gardinen nicht aus, sondern läßt sie abtropfen und hängt sie vorsichtig auf die Leine, damit sie nicht zipflig werden. Der noch feuchte Stoff wird in ein sauberes Tuch eingewickelt, um eine gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit zu erreichen. Das Spannen ist bei geraden Vorhängen nicht notwendig- man vermeidet es schon, da es den Stoff unnütz angreift. Am besten bügelt man auf einem großen Küchentisch, wobei eine weiche dicke Unterlage notwendig ist, die das Muster durch Bügeln von links gut zur Geltung bringt. Starke Muster müssen vollkommen trockengebügelt werden. Um gutsitzende Fensterbekleidungen zu erhalten, muß man beim Auslegen auf den Bügeltisch darauf achten, daß der Vorhang fadengerade liegt. Falten, die vor dem Waschen eingeheftet wurden, bügelt man wie folgt: Man steckt jede Falte am Heftfaden auf dem Tisch fest, spannt den Stoff leicht nach der entgegengesetzten Seite, so daß sich die Faltenlage bemerkbar macht und streicht leise mit dem Bügeleisen darüber hin, bis die eingeplätteten Falten gänzlich getrocknet sind. Das Legen fertiger Vorhänge auf Stühle und andere Möbelstücke macht sie zipflig, läßt sie den guten Sitz verlieren, weshalb man sofort jedes frischgebügelte Stück aufhängen soll. Es genügt dazu ein provisorisches Anmachen, bis alles fertig ist, jedoch ist für guten Sitz das sofortige Aufhängen des feuchten warmen Stoffes unerläßlich. H. v. L. as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Zwei Trägerröcke aus hellem, festem Material zu einer dunklen Hemdbluse zeigen wir heute. Der glockig geschnittene Rock links hat große, aufgesetzte Faltentaschen zu einem etwas blumig gehaltenen, vorn geköpften Trägerteil. Der Faltenrock rechts hat zu einem anliegenden Miederteil (mit eingearbeiteten Taschen) und breiten Trägern (mit Schulterteilen) einen schmalen, dunklen Ledergürtel. Er wird seitlich unsichtbar geschlossen. H. Rezepte. Sauerkrautgulasch. 250 g Fleisch, 1 Zwiebel oder Lauch, 30 g Fett, 500 g Sauerkraut, % Liter saure Milch, Buttermilch oder entrahmte Frischmilch, 30 g Mehl, Salz. Die geschnittene Zwiebel wird in dem Fett angedünstet, das in Würfel geschnittene Fleisch dazugegeben und angebraten, mit Wasser oder Gemüsebrühe aufsüllen und halbweich schmoren. Dann gibt man das Sauerkraut und die mit Mehl verquirlte Milch dazu und kocht alles zusammen fertig. P f e f f e r p o t h a st. 250 g Rindfleisch, Zwiebel oder Lauch, Wasser nach Bedarf, Basilikum, Salz, Suppengrün, 1 kg Kartoffeln, 2 saure Gurken. Das Fleisch in kleine Stücke schneiden und mit Gewürzen im Wasser kochen, dann die geschälten, gewürfelten Kartoffeln dazugeben und garkochen. Zum Schluß mit Salz, feingeschnittenen Gurken und den anderen Geschmackszutaten abschmecken. Grießpudding mit Kräutern: % Liter Milch, Salz, 250 g Grieß, 1 Ei oder Eiaustauschmittel, 20 g Fött, Zwiebel oder Lauch, 20 g Hefe, 2 Eßlöffel gewiegte Kräuter. Die Milch wird mit dem Salz zum Kochen gebracht. Man läßt den Grieß einlaufen und dick ausquellen. In den noch heißen Brei wird das Eigelb gerührt. Die feingeschnittenen Zwiebel dünstet man in Fett an, gibt die zerbröckelte Hefe dazu und gibt diese Masse sowie die gehackten Kräuter zu dem Grießbei und zieht zuletzt den Eischnee darunter. Die Masse füllt man In eine gefettete Puddingform und läßt sie etwa eine Stunde im Wasserbad kochen. Man kann sie auch in einer Auflaufform im Ofen backen. Grießklöße. 1 Liter Milch, 20 g Fett, Salz, 250 g groben Grieß, 1 Ei oder Eia.:stauschmittel, Salz, 80 gZucker, abgeriebene Zitronenschale, Milch, Fett und Salz bringt man zum Kochen, streut unter Rühren den Grieß hinein und kocht die Masse zu einem Kloß, der sich von Topfrand lösen muß. Dann gibt man die anderen Zutaten darunter. Man formt Klöße, gibt sie in kochendes Salzwasser und läßt sie darin garziehen. Am besten kocht man zuerst einen Probekloß. Gebratene Grießklößchen. 1 Liter Wasser, 300 g Grieß, Salz, etwas Fett. Man bringt das Wasser mit dem Fett zum Kochen, läßt den Grieß einlaufen und dick ausquellen. Nach dem Erkalten sticht man Klößchen ab, die man in heißem Fett brät und auf eine gewärmte Platte legt. Dazu gibt man Mischgemüse oder Fruchtsaft oder Kompott. Grießquarkspeise. V