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Bei Tag- und Nachtangriffen der Luftwaffe gegen amerikanisch-britische Schiffseinheiten vor Algier wurden ein Flugzeugträger, ein Kreuzer und ein grohes Handelsschiff mit Bomben schweren Kalibers getroffen. Der Hafen von Algier sowie ein mit feindlichen Flugzeugen stark belegter Flugplatz in der Nähe der Stadt waren das Ziel weiterer Bombenangriffe. In der Bucht von B 0 u g i e wurden in rollendem Einsatz zwei Transporter mit zusammen 16 000 BRT. versenkt und zwölf grohe Handels- und Fahrgastschiffe zum Teil schwer beschädigt. In demselben Gebiet wurden ein Flugzeugträger. ein schwerer Kreuzer und zwei Zerstörer getroffen. Sämtliche Flugzeuge kehrten von diesen Angriffen zu ihren Stützpunkten zurück. Deutsche Unterseeboote versenkten im Angriff auf amerikanisch-britische Transporte im westlichen Mittelmeer einen Truppentransporter von 19 600 BRI-» einen Transporter der Blue-Funnel-Linie von 12 000 BRT. und einen Frachter von 4000 BRT. Aus einem Kriegsschiffverband, der aus einem Flugzeugträger und Sicherungsstreilkräften bestand, wurden zwei Kriegsschiffe, darunter ein Tribal-Zerstörer. durch Torpedotreffer beschädigt, vor Algier wurde ein Sicherungsfahrzeug torpediert. Im Seegebiet von Lasablanca erzielten Unterseeboote Torpedo- Bei der schweren Beschädigung des „Queen-Eliza- beth"-Schiffes handelt es sich nicht um das gleichnamige 1913 vom Stapel gelaufene Kriegsschiff, das der modernsten Schlachtschiffklasse des damaligen Englands den Namen gegeben hat. Der Torpedo des deutschen U-Bootes traf im Nordatlantik vielmehr das riesige Fahrgastschiff „Queen Elizabeth", das mit 85 000 BRT. d e r größte Dampfer der Welt ist. Es war der Stolz Englands, das damit 1938 die „Normandie" (83 000 BRT.) ausstechen wollte, mit der Frankreich 1934 das „Blaue Band des Ozeans" an sich gebracht hatte. Die „Queen Elizabeth" hatte ein Schwesterschiff in der „Queen eien Auf- >h unsrer hiermit, ■ Eltern, Oie ersten drei Panzerdivisionen an der französischen Mittelmeerküste Spiel der lerin ,ely eit. hnungg. mit vol« die Le- ahrung. de, vereng des Monate die ße; rrmstadt icherheit 5 schwer »er 33er- naten et Tg bensch tag haus ss .>«K erben! ?zen Tein- Berlin, 12. Nov. (D3VB.) Wie wir soeben vom OKW. erfahren, sind die ersten drei deutschen Panzerdivisionen bereits an der französischen Mittelmeer- lüfte eingetroffen. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 12. Tloo. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: "3m Kaukasus fanden bei Alagir Kämpfe größeren Ausmaßes statt. Im Abschnitt von Tuapse wurden verschiedene wichtige Bergkuppen gestürmt. Kampfflugzeuge griffen feindliche Stellungen, Bahnlinien und Küstenflugplähe an. In Stalingrad warfen Stohgruppen in erbitterten Angriffsgefechten den Feind aus weiteren Häuserblocks und Stützpunkten. Artillerie des Heeres und Flakartillerie der Luftwaffe v e r f e n k t e n auf der Wolga fünf größere U e b e r fe h b 0 0 l e und F r a ch t k ä h n e. Artilleriestellungen und Nachschubverbindungen ostwärts des Flusses wurden durch Luftangriffe schwer getroffen. An der D 0 n - F r 0 n t kam es im Abschnitt rumänischer Truppen zu örtlichen Abwehrkämpfen. In ihrem verlauf wurde der Feind zum Teil im Nahkampf zurückgeschlagen. An der gesamten übrigen O st front keine Kampftätigkeit, außer starken Angriffen der Lust- watfe auf Transporte, Truppenquartiere und Nach- lckublaaer des Feindes. Nachhaltige Wirkung wurde erzielt. Lin Nachtangriff auf den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Torshok rief große Brande ()ie bisherigen Lieferungen nämlich °uf das Pacht und Leihaesetz umschalten, allerdings unter der sehr bezeichnenden Bedingung, daß Stalin seinem Sy- item der „globalen Kriegführung beitreten, also ein Mitglied in den pazifischen Kri°«-rat und we^ rert Vertreter für die verschiedenen Ausschüsse Uber .wirtschaftliche Kriegführung" ernennen"urd^ Mit anderen Worteni Stalin !°l"e Raasenelts mehr »der minder getarntes strategisches Oberkom mando für sie gesamte Knegnuhrung anerkennen. was Stalin adle Hute, denn 'eme Federungen auf Errichtung einerzw-ü-nuront IN Europa find ja bis dato ebenfalls mcht erfüllt wor ^chinzu kommt noch etwas anderes: Bei der Ab- ulrÄe.Cr sichtsar.Zr «m ««njung Marshall Äusläuft" em^USW°He e r v o n B £m‘ «««: Oie Stange im Räderwerk Bon unserem nn.-Berichterstatter Mary", die drei Jahre früher in Dienst gestellt worden war, aber nur 81235 BRT. groß war. Beide Schiffe wurden bisher auf sicheren Routen, besonders im Australienverkehr gefahren. Die zur Flotte der Cunard White Star gehörende „Queen Elizabeth" wurde in halbfertigem Zustand zu Ihrer Vollendung nach der Neuen Welt gebracht und sollte ursprünglich auf der Nordamerika-Route eingesetzt werden. Sie ist ein Turbinenschiff mit Einrichtung für 2100 Fahrgäste. Es ist 308 m lang, hat eine Breite von 36,5 m und einen Tiefgang von 12 m. Die Geschwindigkeit beträgt 30 Knoten. — (Blld: Scherl-Archiv.) 92. Zahrgang Nr. 268 (äricUeim > ogtich, außer Sonntags und ft et erlang Beilagen: Gteßener ftamilienblätter Heimat imRild-DieScholle Bezuasvreks: Monatlich .... .RM.1.8V Buftetlfiebübr .. „ -.25 auch bei Nimtencheinen von einzelnen ykummern tntolge böberer Gewalt Sernsvrechanlchluk «51 Drahtanschrift ,Än zeiget' y triff rbe 0 M. Ueber- lng wie ei Mo- iei Mo, Stelle 1 einem in Einen Ge- • Geld: tat Ge- len würde. Aber vergessen wir über Herrn Morgenthau auch ncht den USA.-Botschafter in Moskau, Stanley, her überstürzt nach Washington abreifte, well nach «einer eigenen Aussage es notwendig sei, sich einmal Klarheit über das Ausmaß der nordamerikantschen 'Lieferungen an die Sowjets zu verschaffen. Er, der Botschafter, fei nämlich über diese Dinge von Wa- chington. aus nicht informiert worden und „irgend jemand habe eine Stange in das Räder- liv e r k geworfen". Inzwischen ist aber auch der -britische Produktionsminister Oliver L y t t e 11 0 n mit einem ganzen Stab von Wirtschaftsberatern und militärischen Sachverständigen nach Washington gereist. In seiner Begleitung befindet sich auch der Bevollmächtigte des Pacht- und Lethgesetzes und Vertreter Roosevelts, Harriman. Das ist der äußere Rahmen. Das zu thm passende Bild ist eindeutig genug. Da ist zunächst die von der mglischen Presse sorgfältig verschwiegene Tatsache ba6 die verschiedenen zwischen Moskau, London nnj) Washington seit Juni 1941 getrolfenen Abmachungen am 6. Oktober in der USA.-Hauptstadt ;u einem einzigen diplomatischen Akt zu s a mm en« gefaßt worden sind. Das Protokoll wurde von sumner Welles, Litwinow und dem Gesandten Campbell in Vertretung von Lord Halifax unterzeichnet und enthält alle Einzelheiten, die zwischen Den drei Ländern über d i e H i l f e f u r Moskau vereinbart wurden. Was eigentlich über diese Hilfe abgemacht wurde, darüber gibt die U^A- iReittoriit „News Werk" jetzt einige interessante 3nformationen. Nach diesen Ausfühmngen haben 'üch die USA. verpflichtet, vom Oktober des Vorjahres bis zum 30.3uni 1^2 Kriegsmaterial im Werte von einer Milliarde Dollar an die Sow,ets iU liefern. Es seien aber sofort Meinungsverschiedenheiten darüber entstanden, wer den Transport durchführen solle, denn m Washington teilte man sich auf den Standpunkt, den Vertrag erfüllt zu haben, wenn die Ware m emern U^A.- Hasen zur Verfügung gestellt °>°rde wahrend Moskau den Vertragstext jo auslegte. ine J®«6" in einem sowjetischen Hasen abzuliese r n Jeten. „New Week" macht daraus aufmerksam, dah bis Ende Juni in den USA.-chasen nicht weniger als 80 v. $). des Solls aus Stapel geleg e n habe, und ein großer Teil sei j e tz n ° ch d o r t. Von den Seleitzügen nach Murmansk feien na« ausfagen bes Kapitäns ßovette von dem U«A.-Marine- winisterium nur 50 v. S). angekommen Es habe sich dann eine weitere Komplizierung der Lage dadurch ergeben, daß kerne Einigkeit darüber erzielt werden konnte, wer 6 t e ve rse nkten Waren zu bezahlen habe. Sie,er Bericht einer USA -Zeitschrift ergänzt sich mir °>"er in die- len Tagen aus Moskau emgetrostenen Jnzonna- tion, daß man dort die periodisch oerosfentlichten Ziffern Uber den Pacht- und Le,hum,atz mn m t einem ironischen Achselzucken zur KennM.s nehme. Die Ztssern besagten nämlich gar ntchtsdam Wirklichkeit die Versorgung der Sawiets durch ihre westlichen Verbündeten niemals unbefriedigender gerne,?n seien als im Sommer dieses Jahres Man darf diese Aeußerung auch, als wertvolles Emge üändnis dafür nehmen, daß chnsere U-Boote unter den Geleitzügen im Eismeer m der Tat aufgeräumt (reffet gegen einen Frachter und zwei weitere Einheiten eines Geleits. Das im Nordattantik von einem Unterseeboot im Wehrmachtbericht vom 11. November 1942 als beschädigt gemeldete feindliche Schiff mar, wie eine ergänzende Meldung über die Einzelheiten des Angriffes ergibt, nicht ein Schlachtschiff der Queen-Elizabeth klasfe, fondern der Passagierdampfer „Queen Elizabeth" mit 85 000 BRT. Deutsche Panzer und motorisierte Truppen erreichten in den frühen Morgenstunden die französische M i t t e l m e e r k ü ft e. Die Marschbewegungen in Südfrankreich verliefen reibungslos. Italienische Truppen besetzten die sranzösischeMittelmeerküste bis zur Mone sowie Korsika. Rom, 12. Nov. (DNB.) Der italienifche Wehr« machkbericht vom Donnerstag gibt u. a. bekannt: Um die südfranzösische Küste vor englisch-amerikanischen Landungsversuchen zu verteidigen, begannen gestern die Truppen der 44. Armee den Vormarsch im unbesetzten Frankreich und erreichten über Nizza hinaus die Rhone. Die Bevölkerung bewahrte eine ruhige Haltung. Gleichzeitig führten motorisierte und Panzer-Verbände nach einer Landung im Norden und Süden Korsikas die Besetzung der Insel durch. Auch hier bewahrte die Bevölkerung vollkommene Ruhe. — Unsere Torpedoflugzeuge erzielten im östlichen MiUelmeer Volltreffer auf einem großen englischen Zerstörer, dessen Sinken beobachtet wurde. Erbitterte Nachhutgefechte an der ägyptischen Grenze. Berlin, 12.Nov. (DNB.) In Nordafrika hat bei leichter Besserung der Wetterlage am 11 11. der britische Druck gegen die an der libyschägyptischen Grenze kämpfenden deutschen und italienischen Truppen wieder zugenommen. Nach den beim OKW. vorliegenden Meldungen hatten die Nachhuten im K ü ft e n ft r e i f e n schwere Kämpfe zu führen. Auch weiter südlich kam es zu erbitterten Gefechten, als schnelle britische Abteilungen die deutsch-italienischen Kräfte zu umfassen versuchten. Die Angreifer konnten jedoch den Widerstand der Deckungstruppen nicht überwinden und mußten liegen bleiben. Die deutschitalienischen Truppen konnten daher ihre weiteren Bewegungen ungestört ausführen. Die günstige Wetterlage brachte erhöhte Lufttätigkeit mit sich. Dabei setzten die deutsch-italienisch-n Säger den feindlichen Bomberformationen, die unsere sich umgruppierenden Trüppenverbände anzugreifen versuchten, hart zu. Britische Flugzeuge begleiteten einige leichte britische Panzer, die italienischen Soldaten den weiteren Rückmarsch verlegen sollten. Deutsche Schlachtflieger vertrieben die feindlichen Flugzeuge und wiesen den gepanzerten Mannschaftswagen deutscher Grenadiere den Weg durch die Wüste, so daß die italienische Kampfgruppe entsetzt und nach den Anffangstellungen gebracht ©erben konnte. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, im November 1942. Es geht so allerlei vor zwischen den Alliierten, as wert ist, näher unter die Lupe genommen zu oerben. Um sich jedoch nicht in der verwirrenden füUe der vielen Fäden zu verstricken, die zwischen London, Moskau und Washington zur Zeit ge- ponnen werden, ist es gut, einen etwas erhöhten Standpunkt einzunehmen und die Dinge im Brenn* piegel zu betrachten. Da ist zunächst einmal d i e teife Morgenthaus nach London, die owohl in London als auch in Washington mit über« aschender Schweigsamkeit begleitet wurde, denn das Thema, über das er in London verhandeln sollte, dürfte den Briten einigermaßen peinlich gewesen ein. Morgenthau sollte sich nämlich nach Ansicht nglischer Finanzkreise über d i e Zahlungs- ähigkeit Englands informieren und als echter Shylock vor allem wegen der Deckung der -Kriegslasten nach dem Kriege auf den Busch klopfen. Außerdem wurde von einer angloamerikanischen Einheitswährung gesprochen, Ibie ja nach Lage der Dinge und bei dem Goldvorrat her USA. nichts anderes als die unbedingte Füb- -ung der Wallstreet bedeuten und das englische Ab- bängigkeitsoerhältnis noch krasser hervortreten las- Oie Sonderzuteilung. Die Sonderzuteilung von Lebensmitteln zum Weihnachtssest bringt die Einlösung des von Reichsmarschall Göring in seiner Erntedankfest-Rede gemachten Versprechens. Sie erstreckt sich vorzugsweise auf jene Qualitätslebensnuttel, von denen der Reichsmarschall ausdrückl ch hervorhob, daß sie nach wie vor knapp seien, und daß auch in absehbarer Zeit für die Länder Europas feine grundlegende Besserung der Versorgung erwartet werden dürfe. Sie umfaßt auch solche Genußmittel, die wegen ihrer besonderen Wichtigkeit für die kämpfende Truppe aus dem freien Markt herausgezogen werden mußten, nämlich Bohnenkaffee und Spirituosen. Die Sonderzuteilung hat ein Ausmaß, das in jedem Haushalt eine fühlbare Besserung der Versorgung in der dunkelsten Zeit des Jahres — nämlich in den Tagen vor und nach der Wintersonnenwende — herbeiführen wird. Natürlich ist auch dieser Akt Gegenstand boshafter Ausdeutung der feindlichen Agitation gewesen. Man hat ihn als „Verzweiflungsakt", als eine reichliche Mahlzeit vor einer unabwendbaren Hungerperiode, bezeichnet. Dabei liegen die Umstände, die eine solche erstmalige große Sonderzuteilung in diesem Kriege ermöglicht haben, für jeden nüchtern Urteilenden klar zutage. Eine Ernte, der man nach dem langen und strengen Winter 1941/42 mit ernster Sorge entgegensah, die aber überraschend gut an Qualität und Quantität hereingekommen ist, steht zur Verfügung und ist > in bas brutsche und gesamteuropäische Versorgungsprogramm einkalkuliert worden. Die Sondermengen sind natürlich erst dann festgesetzt worden, als sich einwandfrei ergab, daß die normale — übrigens erst vor wenigen Wochen erhöhte — Zuteilung voll gewährleistet sei. Eine weitere böswillige Aus-streuung geht dahm, daß sich das deutsche Volk, das die Führung in Europa beanspruche, nicht so verhalte, wie es einem führenden geziemt, nämlich in den Leistungen der erste, in den Ansprüchen der letzte zu sein. Dem steht die Tatsache entgegen, daß auch in anderen europäischen Ländern — nicht zuletzt durch Hilfe Deutschlands — in den letzten Monaten eine Bes-- ferung der Lebensmittelzuteilung hat oorgenom- men werden können. Ob es die Erfassungs- und Verwaltungspraxis weiterer europäischer Länder gestattet, eine der deutschen ähnliche Lebensmittel- Sonderzuteilung vorzunehmen, ist bisher nicht bekannt geworden. Da jedes souveräne europäische Land in der Erfassungs- und Zuteilungspraxis wie auch in der Bekämpfung des Schwarzen Marktes und des Lebensmittel-Schleichhandels volle Ent» schlußfreiheit und damit auch Verantwortlichkeit be» sitzt, besteht nicht einmal eine moralische Derpflich- material in erster Linie für den eigenen Bedarf verwandt werden, so daß von einer zweiten Front nicht die Rede sein könne. Marshall ist jeder Zersplitterung öer. USA.-Streitkräste abhold und besitzt im Heer auch einen starken Anhang, der sich gegen das bisherige System der Verschickung von Kriegsmaterial an die Alliierten ausspricht. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, daß die ernsthaft geleitete Presse in den USA. immer stärker von den Rooseoeltschen Jllusionszahlen abrückt, dafür sich aber immer mehr mit der Frage des Arbeiter- mangels beschäftigt. Zwar hatte Roosevelt auf einer der letzten Pressekonferenzen erklärt, daß „überhaupt kein Mangel an Arbeitskräften" bestehe, baß auch keine Fabriken wegen Arbeitermangel chließen mußten, baß bie Einführung der Arbeits- oienstpslicht nicht geplant sei, daß aber — — der zusätzliche Bedarf von vier bis fünf Millionen Arbeitern für das Jahr 1943 „nicht ohne weiteres" gedeckt werden könne. M c N u 11 dagegen, der Kommissar für den Arbeitseinsatz, hatte eine Woche vorher gejagt, daß ein akuter Mangel an Arbeitskräften in nicht weniger als vierzig großen Produktionszentren bestehe. An der Westküste und in vrShlfche DnfowHtätsbrnderet 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen 7-9 12 Gießen artweg3t | 05769/ Inhausen yy shinen all »sucht Maschin®*1' unt.8429D er erbeten. 42 3421D/ Oie Trikolore auf dem pariser Amtssitz de BrinonS. Par-is, 12. Nov. (DNB.) Zum ersten Male seit dem Waffenstillstand wurde die französische Flagge aus dem Dienstgebäude des Generaldelegierten in den besetzten Gebieten, Botschafter de B r i n o n , gehißt. Außer Vertretern der französischen Behörden und Vertretern der Besatzungsbehörden hatte sich eine zahlreiche Menge auf der Place Beauoeau eingefunden, um der Flaggenhissuna beizuwohnen. Der Militärbefehlshaber in Frankreich, General von Stülpnagel, hatte in einem Schreiben de Bri- non ermächtigt, „in An betracht der Ent- wicklung der Lage die Trikolore auf dem Hause seiner Dienststelle zu setzen". Die gleiche Ermächtigung gilt für das Hotel Matignon für die Zeit, in der sich der Regierungschef dort aufhält. Oie Nahostländer unter alliiertem Druck. Sofia, 12. Nov. (Europapreß.) Aus guter Quelle erfährt man, daß die amerikanische Diplomatie gegenwärtig große Anstrengungen unternimmt, um die Regierungen der Nahostländer einschließlich Aegypten und Fran zu einer gemeinsamen Deklaration gegen die Achsenmächte zu bewegen und von ihnen die Entscheidung zu fordern, auf Seiten der Alliierten aktiv in den Krieg einzutreten. Diese Bemühungen haben bisher außer im Irak noch kein Ergebnis gezeitigt. Syrien und Libanon haben mitgeteilt, daß die militärischen Einberufungen in beiden Ländern Panik in der Bevölkerung Hervorrufen würden. Iran und Aegypten wollen ihre Armeen nur zur Verteidigung ihrer eigenen nationalen Interessen einsetzen und am Kriege nicht teilnehmen, obwohl von amerikanischer Seite über das Pacht- und Leihgesetz und durch das Versprechen eines großen wirtschaftlichen und politischen Aufschwungs nach dem Kriege ein Druck auf diese Länder ausgeübt wird. Muselmanische Muftis verweigern proenglische Erklärung. Sofia, 12. Nov. (Europapreß.) Die muselmanischen Muftis in Syrien und Libanon waren von Den englischen und gaullistischen Behörden aufgefordert worden, eine Erklärung abzugeben, in der sie den demokratischen Mächten ihre Sympathie aussprechen sollten. Alle Muftis haben diese Erklärung aber mit dem Hinweis auf ihre rein religiöse Tätigkeit a b g e l e h n t und gleichzeitig allen englandfreundlichen Agenten, die in den Moscheen laute Gebete für den Sieg Englands verrichten wollen, den weiteren Zutritt zu den Moscheen u n - t erjagt. Die Kirchen seien Gotteshäuser und keine englischen Propagandabüros. In der Omar- Moschee zu Beirut ist es zu einem Zwischenfall gekommen, als zwei Gläubige unter allgemeiner Mit Luftwaffe und Ü-Vooten gegen die feindlichen Kriegsschiffe und Transporte vor Aordasrika. hing, daß über eine große Generaldisposition hinaus eine ins einzelne gehende Angleichung der offiziellen Zuteilung herbeigeführt wird. Während im Reich der Umfang des illegalen Handels mit Sperrgütern praktisch kaum ins Gewicht fällt, ist es ein öffentliches Geheimnis, daß in zahlreichen anderen europäischen Ländern der Schwarze Markt fast einen größeren Umfang besitzt als der legale. Man würde der Sonderzuteilung nicht gerecht, wenn man nicht auch einige Umstände nichtmaterieller Art berücksichtigen würde. In der Aktion feiert eine Arbeit, die von allen vorurteilslosen Menschen als mustergültig anerkannt wird, Me Triumphe. Im Laufe der bald 3/4 Jahre, die seit Inkraftsetzung der Bewirtschaftung knapper ßebens« mittel und anderer Verbrauchsgüter in Deutschland vergangen sind, konnten Erfahrungen gesammelt werden, die es gestatteten, auf eine Erleichterung in der Versorgungslage durch prompte Mehrzuteilungen zu reagieren. Es kann gar nicht nachdrücklich genug hervorgehoben werden, daß im Lebensmittelsektor auch bei ausgesprochenen Zuschußländern, wie Deutschland und Italien es sind und aller Voraussicht nach auch längere Zeit hindurch weiterhin bleiben «erden, die Versorgung aus eigener Erzeugung weitaus den ersten Platz ein- nimmt, und daß es die Leistung der inländischen Produzenten, Verfrachter, Händler und Behörden ist, wenn es gelingt, über das Normalmaß hinaus Son- deruiweisungen vorzunehmen. Ein weiterer bedeutsamer Umstand ist der, daß für alle Beteiligten sinnfällig der Wandel, der sich in der europäischen Versorgung durchzusetzen beginnt, offenbar geworden ist. Der europäische Be° freiunas- und Einigungskrieg, der gegen den angelsächsischen Kapitalismus und gegen den bolschewistischen Umsturz zum siegreichen Ende geführt werden muß, bezweckt auf wirtschaftlichem Gebiet eine reichlichere Bedarfsdeckung durch eine bessere Produktions- und Verteilungs-Ordnung. Bis in den Herbst hinein hatte es den Anschein, als könne im eigentlichen Kriege ein Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch nur nach unten gesucht und gefunden werden. Nachdem jetzt einer Erhöhung der regulären Zuteilung im Herbst eine namhafte Sonderzuteilung zum Weihnachts- sest gefolgt ist, steht fest, baß Teile des gesteckten wirtschaftlichen Kriegszieles noch vor Beendigung des Wastenaanges verwirklicht werden können. Die Vorsicht, mit der die amtlichen deutschen Stellen hierbei zu Werke Gegangen sind, bietet Gewähr dafür, daß der Ausstieg zu besserer Lebenshaltung in ganz Eurova stetig sein wird und Dauer verspricht. Feststellungen dieser Art sind geeignet, die hohe Befriedigung, welche die Sonderzuteilung im deutschen Volke auslösen wird, noch zu steigern. Neichsmmister Dr. Goebbels empfing die Rschew-Kämpfer. Berlin, 12. Nov. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels empfing in feinem Ministerium die aus 60 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften bestehende Abordnung von Frontsoldat e n , b e sich bei den schweren Abwehrkämpfen von Rschew durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet haben. Er dankte ihnen für ihren tapferen Einsatz und sagte, so wie die Heimat von der Front wünsche, daß sie auch in kritischen Situationen ausharre und immer wieder das große Ziel vor Augen behalte, genau so könne die Front von der Heimat fordern, daß sie alles tue, was überhaupt nur möglich fei, um der Front in der Durchführung des Krieges zu helfen. Jedermann wisse heute, daß wir diesen Krieg gewinnen wer de n und gewinnen müssen. Sonst würden wir aus der Liste der freien Völker ausgelöscht werden. Infolgedessen gäbe es weder für derr Soldaten an der Front noch für den Volksgenossen in der Heimat eine Möglichkeit, sich den Erfordernissen des Krieges zu entziehen. Reichsminister Dr. Goebbels begrüßte anschließend jeden durch Handschlag und wünschte ihm Freude und Entspannung. Die Abordnung legte am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder. Eine Werkbesichtigung, eine Stadtrundfahrt mif Führung durch das Reichssportfeld und der Besuch des Wintergartens vervollständigten das Berliner Programm. Oer Adlerschild für Hermattn Röchling Der Führer hat dem Hüttenwerksbesitzer Kommerzienrat Dr. rer. pol. h. c. Dr.-Ina. e. h. Hermann Röchling in Völklingen (Saar) aus Anlaß der Vollendung feines 70. Lebensjahres den Adler- schild des Deutschen Reiches mit der Widmung Berlin, 12. Nov. (DNB.) Die Hauptkräfte der deutsch-talienischen Luftwaffe waren ebenso wie unsere U-Boote auch am 11. November zur Fortführung des Angriffs auf die britisch-amerikanische Landungsflotte vor Algier angesetzt. Die Hauptaktionen fanden an zwei weit aus- einanderliegenden Stellen vor der algerischen Küste statt. Die Luftwaffe erzielte ihre Erfolge hauptsächlich im Golf von Bougie, etwa 180Kilometer ostwärts der Stadt Algier, während die U- Boote die feindlichen Marineeinheiten auf der Höhe von Dran, also etwa 300 Kilometer westlich von Algier, wirksam bekämpften. Der Hafen von Algier und der mit feindlichen Flugzeugen stark belegte Flugplatz Maison-Blanche fühl'ch der Bucht von Algier waren Ziele weiterer Luftangriffe. Eine glockenartige Flaksperre lag besonders im Gebiet der Hafenmole von Bougie, wo ein Handelsschiff von etwa 20 000 BRT. gerade anlegen wollte. Aus verschiedenen Richtungen stürzten sich die Kampfflugzeuge auf die Schiffe herab und warfen ihre Bomben trotz der außerordentlich starken Abwehr aus geringen Höhen. Ein Handelsschiff von etwa 10 000 BRT. wurde von drei Bomben getroffen. Aus der Art der Explosion und der Schnelligkeit, mit der das Schiff sank, ist zu schließen, daß es sich um einen Munitionsdampfer gehandelt hat. Die Volltreffer erzielte Major Helbig, Träger des Eichenlaubs mit Schwertern. Zu gleicher Zeit wurde ein Handelsschiff von etwa 6000 BRT. getroffen. Zwei öOO’kg-’Öomben schlugen in das Vorschiff, es dauerte nur Sekunden, bis auch dieses Schiff versunken war. Ein Flugzeugträger erlitt durch einen Bombentreffer auf das Achterdeck schwere Beschädigungen. Zwei Zerstörer, d e mit hoher Fahrt zwischen den Handels- und Transportschiffen Sicherung fuhren, blieben kampfun- fähig liegen. Ein Schwerer Kreuzer erhielt einen Bombentreffer mittschiffs. In der Bucht wurden ferner mehrere weitere Handelsschiffe getroffen und blieben brennend liegen. Dunkle Wolken heftiger Explosionen hüllten die schwer beschädigten Schiffe ein. Aust einem großen Ueberfeebampfer von etwa 25 000 BRT. stieg wenige Sekunden nach einem Volltreffer eine 100 Meter hohe schwarze Wolke aus. Ein Fahrgastschiff von 20 000 BRT. und zwei Handelsdampfer von zusammen 23 000 BRT. wurden schwer beschädigt. „Dem Pionier des Eisenhüttenwesens, dem Vorkämpfer der Saar" verliehen. Auf einer Feier der Reichsvereinigung Eisen, der Wirtschaftsgruppe eisenschaffende Industrie und an der Eisenhütte Südwest des Vereins deutscher Eisenhüttenleute im NSBdT. sprach Reichswirtschaftsminister Funk. Hermann Röchling wurde die Ehrenplakette des Heereswaffenamtes überre cht; ferner übergab ihm der Rektor der Universität Heidelberg eine Urkunde, nach der ihm neben feiner Würde eines Ehrendoktors auch noch die eines Ehrensenators der UniDerfität verliehen wurde. 40,76 v H. mehr als im Vorjahr. Berlin, 12. Nov. (DNB.) Die am 24. und 25. Oktober von Angehörigen der DAF. durchge- führte 2. Reichs st rahensammlung des Kriegswinterhilfswerkes 1942/43 hatte ein vorläufiges Ergebnis von 42 377 614,40 RIN. Bei der gleichen Sammlung des Vorjahres wurden 30 106 325,13 RIN. aufgebracht. Die Steigerung beträgt also 12 271 289,27 RIN„ das find 40,76 v. h. Auch dieses glanzende Ergebnis ist. wie Reichsminister Dr. Goebbels in feinem Rechenschaftsbericht anläßlich der Eröffnung des Kriegs-Wiuterhilfs- werkes 1942/43 im Berliner Sportpalast ausführte, „ein einzigartiges soziales Abstimmungsergebnis unseres Volkes, das darin feinen festen willen zur Gemeinschaft zum Ausdruck brachte". Befehle Oarlans gefälscht. Berlin, 12. Nov. (DNB.) Ein neuer infamer Bubenstreich der Amerikaner und Engländer zeigt, wie wenig sie — trotz der bombastischen agitatorischen Ausschlachtung des UeberfaUs auf Französisch- .Nordafrika — ihrem eigenen Können zutrauen. Admiral Dar!an ist in Nordafrika in ihre Hand gefallen. Nun geben englische und amerikanische Stellen in Sarians Namen Erklärungen und Befehle aus, die der französische Admiral niemals gesehen und noch viel weniger gebilligt hat. Der Zweck dieser Machenschaften ist allzu durchsichtig. Sie wollen den Widerstand der französischen Truppen, der trotz mehrfacher lieber- macht der Invasoren an wichtigsten Punkten noch nicht zum Erliegen gekommen ist, lähmen und in die Bevölkerung Französisch-Nordafrikas Verwirrung und Unsicherheit tragen. Offenbar haben sie solche Mittel, die ganz der hinterhältigen Kampfesweise unserer Feinde entsprechen, dringend nötig. ♦ Marschall PStain hat im Anschluß an eine Sitzung des französischen Ministerrats in Vichy am Mittwoch der Haltung der französischen Truppen in Afrika Anerkennung gezollt und erklärt, daß der Marschall und die Regierung darauf rechnen, daß die französischen Truppen bis zur Grenze ihrer Kraft im Interesse Frankreichs und des Imperiums ihren Kampf fort fetzen. Ruhe und mit erhobener Stimme GottesSegen auf Rommel herabflehten. Beide Araber mürben nach dem Verlassen der Moschee verhaftet. Attentatsversuch gegen den britischen Befehlshaber in Iran. Sofia, 12.Nov. (Europapreß.) In Teheran ist auf General Wilson, den Befehlshaber der 10. britischen Armee, ein Anschlag versucht worden. In dem Panzerauto des Generals wurde, während es am Garteneingang des britischen Hauptquartiers in Teheran stand, eine Höllenmaschine untergebracht, die aber in einem Augenblick explodierte, als sich General Wilson nicht im Wagen befand. Die beiden Mechaniker, die das Auto überholt hatten, wurden verhaftet. Es sind z w e i I n d e r, die dem Personal des Generals vor einem Monat zugeteilt wurden. Sie werden beschuldigt, Mitwisser des Attentats zu fein. Die Rädelsführer werden unter den indischen Soldaten der 10. Armee gesucht. Schwierige LelsorgungSlage der Türkei. Ankara, 12. Nov. (Europapreß.) Der türkischen Nationalversammlung berichtete Ministerpräs^ent Saracoglu über die Versorgungs- und Wirtschaftslage der Türkei. Er betonte, daß die Kriegsauswirkungen immer stärker geworden feien. Die Vorräte habe man aufgebraucht, und das Land müsse angesichts sinkender Einfuhren und steigender Preise im wesentlichen aus der eigenen Erzeugung leben. Die bisherigen Maßnahmen zur Stabilisierung der Preise und Sicherung der Versorgung hätten sich als unwirksam erwiesen. Als besonders schwierig bezeichnete Saracoglu die Getreidelage, ferner herrsche vor allem Mangel an Olivenöl. Der Ministerpräsident kündigte zur Bekämpfung der Inflation neue Steuern an und appellierte an die Nationalversammlung, die Maßnahmen der Regierung zu unterstützen. Tlelson und Knox fordern Arbeitssteigerung. Lissabon, 13. Nov. (Europapreß.) Der amerikanische Rüstunasdittator Donald Nelson forderte in Neuyork die amerikanische Arbeiterschaft zur Intensivierung ihrer Arbeit auf. Nelson erklärte, jeder USA.-Arbeiter müsse angesichts der deutschen Zähigkeit in der Arbeit sein Aeußerstes hergeben Auch Marineminister Knox verlangte von den amerikanischen Arbeitern eine Leistungssteigerung von wenigstens 20 v. H. Es müsse eine bessere Arbeitsplanung eingeführt und gegen jede Nachlässigkeit scharf trorgegangen werden. Der Senatsausschuß, der das Kriegsprogramm für die Arbeitsgesetzgebung prüft, sprach sich gegen einen gesetzlichen Zwang für die Arbeitskräfte aus. Kleine politische Nachrichten. Die im Juni 1942 aus Paris ins unbesetzte Frankreich „ausgewichenen" Pariser Tageszeitungen „Paris Soir" und „Journal" haben ihr (Er- scheinen eingestellt. Man erwartet, daß das Erscheinen auch aller übrigen damals ins unbesetzte Gebiet verlegten Pariser Blätter aufhoren wird. e Der dänische Reichstag hat dem Kabinett Scave» nius die Ermächtigung zum unmittelbaren Erlaß von Bestimmungen zur Aufrechterhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit in Dänemark erteilt. Im Folketing erfolgte die Annahme einstimmig mit 104 Stimmen bei einigen wenigen Enthaltungen, im Landsting einsttmmig mit 54 Stimmen. * Als ,-Sühnemaßnahme" für die angebliche „Ermordung" von vier britischen Beamten, die bei den Unruhen in Chimur im Distrikt Chanda im August dieses Jahres zu Tode kamen, verurteilten die britischen Behörden in Nagpur 20 Inder zum Tode und 26 zu lebenslänglicher Deportation. Kunst und Wissenschaft. Zum Tag der deutschen Hausmusik. Dem Tag der deutschen Hausmusik am 14. November hat der Präsident der Reichsmusikkammer, Prof. Dr. Peter Raabe das folgende Geleitwort gewidmet: Im Kampf gegen den Bolschewismus erleben unsere Soldaten, zu welchem entsetzlichen Ende eine Politik führt, die die ursprünglichen Gegebenheiten des menschlichen Gemeinschaftslebens verleugnet. Eine planmäßige Ausrottung der Familie muh notwendigerweise zum Verlust des völkischen Eigenlebens und weiter zu allgemeinem tul- Zehn Lahre „Tag der deutschen Hausmusik". Von Professor Hermann Abendroth. Im November 1942 sind zehn Jahre vergangen, seit der Tag der deutschen Hausmusik erstmalig gefeiert wurde. Es wird schwer, sich bei einem Rückblick in die Gedankenwelt der Jahre vor 1933 zurückzufinden. Man sprach damals von den „Einflüssen der Wirtschaftskrise auf die Musik- pflege" und suchte z. B. den Grund zum „Ueberdruß an der Musik" in der einseitigen Bevorzugung des Sportes, in dem Umsichgreifen der mechanischen Musik und in vielerlei anderem. Die eigentliche Ursache, die politische und völkische Zerrissenheit, sahen nur wenige. — Der erste „Tag der deutschen Hausmusik", am Vorabend der großen deutschen Revolution, fiel zwar in Not- und Kampfzeit, uns aber wirkt er heute wie ein Signal für die kulturelle Erhebung, die dann mit dem 30. Januar 1933 ihren Anfang nahm. Die Verbundenheit der Hausmusikidee mit dem kulturellen Aurbauplan des Dritten Reiches geht aus der Tatsache hervor, daß Reichsminister Dr. Goebbels in einem Erlaß zum 21. November 1933 zur Pflege der Hausmusik aufrief und damit Veranlassung für weitere Erlasse der einzelnen Landesministerien gab. Der neue Staat setzte die Familiengemeinschaft wieder an den Anfang des völkischen Sehens; auch die Musik mußte von hier ihren Ausgang nehmen. Sollte für die großen Konzerte, die der repräsentative Ausdruck des künsllerischen Hochstandes unseres Volkes sind, auch eine verständnisvolle Zuhörerschaft gewonnen werden, ließ sich dies nur über den Weg einer musikalischen Laienerziehung, wie sie die Hausmusikpflege bringt, erreichen. Durch die nachdrückliche Beteiligung der Schulen kann man den Hausmusiktag 1933 als „Markstein in der Entwicklung zwischen Schule und Prrvatmusiklehrerschaft" an- sprechen. — Beinahe für jeden Hausmusiktag ließe sich ein neues Ergebnis anführen, das dem folgenden Hausmusikjahr die Richtung weist. Die Feierform im Bach-Händel-Schütz-Iahr 1935 bekundete den Anteil des Volkes und feiner Führung an der Sache der deutschen Hausmusik auf das Eindrucksvollste. Reichsminister laden am Hausmusiktag zu Musikabenden in ihr Heim ein, der Führer selbst wohnt im Hause des Reichsinnenministers dem Abend bei. In Amtsgebäuden und Diensträumen wird musiziert, denn staatliche und städtische Stellen haben Eltern und Kinder wie zu fröhlichen Familienfeiern zusammengeführt. Die Wochenschau im Filmtheater zeigt Bilder häuslichen Musizierens, der Rundfunk bringt Hörberichte, auf der Straße an den Anschlagsäulen wirbt das große Plakat mit dem Bachkopf. Die Pflegestätten der Musik gehen beispielhaft voran:. Hochschulen, Konservatorien, Musikschulen stellen ihre Kräfte in den Dienst der Sache. Musikverlag und Musikalienhandlung, Musikgewerbe und Jn- dustrie greifen die Idee der Hausmusik auf und helfen tätig an ihrer 'weiteren Verbreitung mit. War 1936 der Anschluß an die sportbegeisterte Jugend gefunden, so brachte das Jahr 1937 eine große und erfolgreiche Werbemahnahme der Hitler-Jugend für den Jnstrumentalunterricht. Eine Entwicklung kam zum Abschluß, die den Hausmusikgedanken über den Berufsstand des Musikerziehers hinaus eingepflanzt hatte in unsere großen Dolksorgani- sationen; .die Verbindung mit der Partei, der Hit- ler-Iugend, der Frauenscyast^ mit der Deutschen Arbeitsfront und ihren Gemeinschaftswerken war befestigt. Und so ist 1938 Wirklichkeit geworden, daß alle musikfreudigen Deutschen sich vereinigen, um aus dem Hausmusiktag ein Volksfest deutscher Musikpflege zu gestalten, seit der Heimkehr alter reichsdeutscher Länder wieder eine gesamtdeutsche Feier. Der Hausmusiktag 1940 hat erstmalig als leitende Idee für die Programmgestaltung des Hausmusik- schaftens eines großen deutschen Meisters voran- gestellt: Franz Schubert. Dem entsprach es, daß die Schubertstadt Wien sich die Ausgestaltung des Hausmusiktages in besonderem Maße angelegen sein ließ. An das reiche hausmusikalische Vermächtnis Mozarts mahnte uns sein 150. Todestag; Salz- bürg, die Geburtsstadt, stand im Mittelpunkt der Hausmusikfeiern 1941 und verband auf das glücklichste die Leistungen einer traditionsbewußten Gegenwart mit der Vergangenheit, die aus falt jedem Bauwerk der Mozart-Stadt den Besucher mit lebendiger Erinnerung anspricht. Das Leben und Werk Joh. Seb. Bachs erscheint uns als reinste Verkörperung deutscher Hausmusikgesinnung, in seinem Zeichen steht die 10. Wiederkehr des Tages der deutschen Hausmusik. Die Kunstvflege gehört so notwendig zu unserem nationalen Leben wie Politik und Wirtschaft! Diese Erkenntnis, von d-en führenden Männern des Reiches immer wieder ausgesprochen, ist zum allgemeinen Besitz des Volkes geworden. „Ein wohl formiertes Familienkonzert." Von Professor Dr. Hans Joachim Moser. „Insgesamt aber fin (meine Kinder) geborene Musici und kann versichern, daß schon ein Konzert oocaliter und instrurnentaliter mit meiner Familie formieren kann, zumal da meine itzige Frau einen sauberen Soprano finget, auch meine älteste Tochter nicht schlimm einschläget." So schrieb der Leip- zvger Thomaskantor Johann Sebastian Bach Anno 1730 dem Jugendfreund Erdmann nach Danzig. Ist es nicht sinnvoll, daß gerade dieser Meister des ^amillenkonzerts, dessen kleine Söhne damals zehn und sechs Jahre Zählten, aber auch schon wacker ihren Mann im Kreis der häuslichen Musikanten rings ums Cembalo stellten, Heuer zum Schutzpatton des Tages der deutschen Hausmusik bestimmt worden ist? Wieviele köstliche Werke von unvergänglicher Geltungskraft hat er dem intimen Muftkmachen feiner Nachfahren beschert: die In- ventionen und Klaoierfuiten, Flöten-, Violin-, Cello- und Oambenfonaten, Lieder, die Cembalotokkaten und das wohltemperierte Klavier, die Lautenwerke, ja sogar die Violin- und die Cembalokonzerte hat er noch für den Kimmergebrauch bestimmt, die Brandenburgischen Konzerte und die herrlichen Or- chesterouvertüren sowie manche Solokantate. Und wenn man heute in den Nachbildungen seines Notenbüchleins für die junge Gattin Anna Magdalena Bach blättert, so sieht man im Geist den gewaltigen Meister in traulicher Zweisamkeit mit feiner Eheliebsten freudig und behutsam lauschen, wenn sie chm winzige Märsche, Menuette und Arien, die er nur für sie zunächst beftimmt hat, am winzigen Clavichördchen vorspielt. Das ist idealste Hausmusik gewesen — kein kühnes, fachliches sich Produzieren in der krittschen Oeffentlicykeit, sondern ein sich Aussprechen von Herz zu Herz in bescheidenen Grenzen und doch mit hoher Leistungsqualität, ein nach innen Lauschen auf den Geist der deutschen Musik, der auch in wenigen bescheidenen Notenlinien Hochbedeutsames zu sagen weiß! Das war ein Vorbild für alle späteren Zeiten, von solcher ftillen Hebung, ob sie von den Eltern oder Kindern, ob sie als kleiner Singtreis oder als KammermusikkränzleiN- zwischen dem Prioatmusik- lehrer und seinen Schülern oder zwischen Freunden und Kollegen aus Laienkreisen sich vollzieht, kann unendliche Beseelung und Beglückung für jebes Haus ausgehen. Nicht zuletzt in den Schulen und Heimen der Jugendbünde, überall, wo Menschen unseres Volkes beisammen sind, die noch nicht Den Sinn für das verloren haben, roojür man etgent- üch auf der Welt ist, vermag em gemeinsames Lied, ein Zuhören bei wertvollem Instrumenten- spiel Feiertägliches an Stimmung zu schaffen- Labet ist es besonders wichtig, einmal nicht nur zuzuhören, was fertig und virtuos von Radio und Schallplatte geliefert wird, sondern mit wackerem Bemühen selbst zusammertzubringen, westen man fähig ist — das schärft zugleich das Ohr für die hohen Genüsse der Kunstmusik, wie sie Oper und Konzert, Rund- funk und Grammophon uns darzubieten vermögen. Kein zwettes Musikoolk der Welt hat sich so wie das deutsche die Fähigkeit bis heute erhalten, die Gemütswerte der Hausmusik zum Singen unb Klingen zu bringen — der alljährliche Cäcilientag bietet erwünschten Anlaß, dies unser Können wieder einmal unter Beweis zu stellen und versteht in uns die Lust wachzuerhalten, die noch im bescheidensten Selbstmusizieren steckt. Ob Luther oder Goethe, Bismarck oder Mvltke, sie alle haben die Werte eines kleinen Hauskonzerts hochgeschätzt, und wir alle wollen dazu helfen, daß in unseren Enkeln und Urenkeln noch diese Fähigkeit weiterlebe. Wie es im siebzehnten Jahrhundert ein deutscher Spiel» mann, der Lübecker Ratstrompeter Gabriel Voigt« länder, vor dem Dänenkönig gesungen hat: „O Musica, du edle Kunst bist würdig aller Ehr und Gunst!" 3n der >ir Mus * SU L^ich ?' Lsnchnvli nin, der tine ganz Hrt und Stile« ist. gjn als i „ins P-< kmpomstr Mkantat ilsen, in Wralthen A ihrer h 61a neue: Zn 5hr Ult bas 5 mann zu "Mantil ' - Atzen ein Wien, ftsntrapun! Glichen tmnonisck fiebensmüi Seifall. tfil der fef Ach- Hlatze^ i $ Mine" iMll lfl Ö Se. fr? Mildeskr Liegende L°t un .Manschen Mttunis Mergel OsM, tznithiisj- MenM Mlsem d Prof. 1 ■in der l ingemanb 1889 in i m der 2 Ur an i o. Pro Lcknariu! vr. „We ckt der' Spammer Ätzinalr fö Leben« iotn. Er ^monier sch ebenbc ter der 11 nifung na Strfen m ® SRöntgt mirbe die fr Äeliaii tulg oerlti unb ftubie üiiitbe er: Achsbunl nungsoen : 1938 bieg \WWt icke Ar 'Nennt Manisch perföni £ G wurde die freie Planstelle eines a. o. Vrotessors für Religionswissenschaft an der Universität Sttaß- ctucn liniere yerznmen xüunjuje ,*u i-Kuicm s.-- 70. Geburtstage und für einen schönen Lebensabend. 'U-Bo o^e^^chwer^stampft^ein^Boot^durch^bie „Geben" Sie mir die P-s^h°r^^t° s'°- £«ÄÄm* W Z°e?BE.^b°^Ln1i°. Ä“ Ä L-8SKKLL8L Ein Mann rechnet ab t Scan« n Erlaß an Ruhe, teilt. 3m nig mit tagen, hinter der großen geschlossenen Limousine, in der 1 frieden mit sich, durch die Halle zum Fahrstuhl. ziehen und zum Trocknen ebenfalls nicht in Ofennähe aufzubängen. Schmutzspuren wäscht man ab. Haben die Aufschläge die Neigung, sich zu rollen, beste man sie mit sehr dünner Nadel mit zwei Stichen an. Verregnete Hüte biege man in die richtige Form und stopfe diese mit Papier aus: die Hutränder werden beschwert, damit sie später nicht unerwünschte Wellen schlagen. Nicht auf Ständer setzen! Ihre kleine Kuppel drückt sonst den. feuchten Stoff zu einem kleinen Berg in die Höbe. Die Kopfform muß völlig ausgestopft fein. Reqenfleckige Filz- ober Delourhüte dämvfe man auf. indem man den Schnabel des mit kochendem Wasser gefüllten T"e- kessels auf den Hut richtet und ibn gleichmäßig durchfeuchtet, danach mit einer Bürste in einer Richtung bürstet. Besonders dem nasien Schnhwerk muß man seine Aufmerksamkeit schenken. Es ist ebenfalls sofort ous- zuziehen und auf Leisten zu spannen oder mit Pa- paer auszustopfen. Nie am oder gar im Ofen trocknen! Nalse Schube müssen mit her Soble nach der Seite gestellt werden. Gröbere Schmutzsvur"n eben- falls erst nach dem völligen Trockenwerden beseitigen. Danach den Schuh mit Creme behand-ln. Noch ein Mort über den nassen Schirm. Nicht hnEboffen Umstellen, sondern ganz aufspannen. B"im Trocknen zieht sich der Stoff, ob reine Seide oder Kunstseide, zusammen. Scannt man später den Halbaffen hingestellten Schirm auf, ist der Bezug zu stramm gespannt und kann reißen. Sehr zu emnfehlen ist. ba* Gestell bes Schirmes am unteren f^nbe. ron alle Stäbe zusammenlaufen. mit einem Die neue Wochenschau umspannt im Bilde wieder die ganze Weite der Ostfront. Männer der Organisation Todt haben in den wenigen Monaten des nordischen Sommers die Eisrneerstraße ausgebaut. Dank der Arbeit unserer OT.-Männ^r rollt der Nachschub zur Murman-Front jetzt über gute Straßen. Unsere Luftwaffen-Kamyfverbände starten zum Angriff auf Archangelsk. Große Flächenbrände lassen die Wirkung deutlich erkennen. Im Raum von Stalingrad ist eine neue Vollbahnstrecke im Bau. Die Aufnahmen zeigen, wie deutsche Organisation die neu gewonnenen Räume erschließt und die Voraussetzungen für eine ausreichende Versorgung der Truppe schafft. Dann: der Kampf um Stal'ngrad. Deutsche Stoßtrupps haben jetzt hier das Wort und säubern die unterirdisch angelegten Widerstandsnester der Sowjets. In einem dramatischen Bildbericht erleben wir die Eroberung von N a l t s ch i k. Deutsche Panzerkamvf- wagen stoßen vor. Das Zusammenwirken zwischen unseren Fliegern und den Erdtruppen kommt in dielen Bildern besonders zum Ausdruck. Nur rund hundert Meter vor der wartenden Panzersp tze schlagen die Bomben der Stukas in ihre Ziele. Unter d-m F?"erlchutz von Flakgeschützen dringen ruma» nische Gebirgstruppen im Verein mit deutschen Gebirgsjägern in die zäh verte'digte Stadt ein. Das Finale dieser Wochenschau aehört unseren vom Lauf. Die letzte Patrone rollte m feine Hand. Die Perano starrte ihn an. Sie standen sich gegenüber in einer Stille, die von unheimlichen Spannungen erfüllt war. Forester hob die Waffe wie im sind sie! Und sie hätten Ihnen bas Genick gebrochen auch ohne den Morb an Gonzales, mit bem Sie leiber in meine gute Absicht, Sie betoe zu fassen, einen kleinen Schönheitsfehler hineingebracht sinb falsch." Ihre Unterhaltung geriet ins Stocken. Forester fttfln in ber Nähe des Hot^s aus. Er hatte einige Mühe, über fre brüten Fcchrbcümen -ii kommen, und er befand sich außerdem in einem G"m'"'tszustand. der für Ueberaueren Straßen denkbar gefährlich mar. Zwei Möglich- Men standen vor ihm: das Bett aufzusucken und die aroße Enttäuschung seines L"bens mit zwei Schlnftabletten zu vergessen oder dasselbe Z'-l in der Bar des Hotels zu erreichen. Er entschloß sich für die Schlaftabletten und schritt, zwar mcht so ir ame« >n sor- lerschast erklärte, 5 der iit fein Knox Tn eine ■ f). Es hrt und in wer- ograrnm h gegen ifte nur. M mbesetzte eitungen ir Er« :et, daß ins un- lufhören ..Brackmann?" Santacilla nickte: „Ich habe ibn im „Pullman abgeliefert, Senorita Droaffa wird schon ungeduldig gewartet haben. Eine Glückliche, zwei Glückliche.... wir wollen hoffen, baß es übers Jahr brei Glückliche sind ..." Forester warf die Zigarette weg. Sie flog wie ein Leuchtkäfer durch bie Dunkelheit. „Sehen Sie sich nur einmal bie Frauen cm. Doktor ihre Wagen und ben Schmuck, ben sie zur Schau tragen. Ich sage Ihnen, dafür wird ge- mordet, aestohlen, im trüben gefischt ..." Er unterbrach sich in fernen kritischen Auslassungen und winkte einer auffallend gekleideten Dame, bie in einem eleganten Kabriolett ihren Arm zum Gruß erhob, lebhaft mit b*m Hut zu. Wer mar zum Beisvi-l dieses Frauenzimmer mit bem Brillantfeuerwerk?" fragte Forester inter- effiert. „Meine Frau", entgegnete Santac'lla mit bitterem Lackeln, „aber beruhigen Sie sich, die Steine Später ftanben er unb Santacilla iu der Seiten- Gartentor. Dor ihnen breite sich bas I. Novern» 1er, Prof, itwori ^ewismus ltsetzlichen ichen Ee- iftslebens der Fa» des völki' inem kul> Roch ein Siebziger. Arn morgigen Samstag, 14. November, kann auch ber weit über Gießen hinaus bekannte Inhaber bes Verkaufshäuschens an ber Eisenbahnbrücke Friebrich- straße Friebrich Arnolb in bester Frische feinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar versieht noch täglich', sonntags wie werktags, vom frühen Morgen bis in ben Abenb hinein fein Geschäft, bas insbesondere von Besuchern ber Kliniken aus Stabt und Land unb von Männern unb Frauen ber Arbeit, die von auswärts sind, in Anspruch genommen wird, wodurch ber Jubilar bie vielfältigsten Beziehungen zum Landvolk hat. Dem Jubilar, der sich großer Wertschätzung erfreut, gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem 70. Geburtstage. Oer Krieg in der Wochenschau. Aschen 'osident hrt. Kriegs. haben." Er steckte bie Pistole ber Perano in d e Tasche unb trat einen Schritt zurück. „Folgen Sie mir!" sagt er laut unb ging zur Tür voraus. Besann er sich in diesem Augenblick, baß feine Pistole auf bem Tisch log. Er kam zu spät. Die Perano nß die schwere Waffe hoch unb richtete sie gegen ihn. Forester hob langsam bie Arme. „Machen Sie ferne Dummheiten!" rief er warnend. „Ein Duplikat ber Papiere, die ich bei mir trage, liegt in meinem Schreibtisch auf der Präfektur. Ich war so klug, mich ,*u sichern. Wenn ich morgen früh nicht zum Dienst antrete, sind Sie erledigt ..." Die Perano tat einen kleinen Schritt vor. Ihr Gesicht war kalt unb erbarmungslos. „Du weißt uns zu viel, mein Junae ...", sagte sie langsam. Forester öffnete ben Munb. um zu schreien. In biesem Augenblick brückte bie Perano zweimal hm- iereinanber ab, so schnell, baß es sich wie ein Schuß anhörte. Forester ging zur Tür unb schaltete die Deckenbeleuchtung ein. „Das Ding knallt ausgezeichnet, Madame Perano", sagte er beiter, „wenn Sie so weiter schießen, frierren wir nicht nur bie Polizei, fonbern auch noch bie ganze Nachbarschaft auf ben Hals. Es sind übrigens noch sieben Schutz brin. Morden Sie bitte weiter ..." ,.5ß e sagten Sie boch vorhin so richtia? Keine Frau ist unerreichbar." Sein Gesicht oerbüfterte sich .ün wenig. Er lcu'schte in ben Flur hinaus, wo eine Tür aufsprang. Schritte näherten sich. „Treten Sie ein, Don Santacilla!" rief er laut. der große Wagen sich in Bewegung setzte. Forester kletterte in Santacillas Auto unb ließ sich ne Zigarette geben. Er rauchte mit burstigen Zügen. „Vor einer halben Stunbe hat ein Glücklicher auf Ihrem Platz gesessen, Doktor", sagte Santacilla unb trat auf ben Anlasser. efleTt ®ur, 'Iht., tiett Werken nennen wir: „Schwangerschaft und Geburt im Rontgenbilbe". — Dem Prof. Dr. Otto Huth iche „&• > bei den n August die bn* im Tode bürg verliehen. Huth wurde 1906 in Bonn geboren und studierte in Bonn. Kiel unb Marburg. 1934 wurde er Leiter ber w herrschaftlichen Abteilung bes Reichsbunbes Volkstum unb Heimat. In ber For- fchungsgemeinfchaft „Das Ahnenerbe" leitete er feit 1938 bie Forfchungsstätte für indogermanische Glaubensgeschichte. 1939 habilitierte er sich in Tübingen. Seine Arbeiten betreffen Religionsgefchichte ber Jnbogermanen unb Volksglauben »nb Brauch des germanischen Kreises. Er ist ^-Untersturmführer im persönlichen Stab bes Reichsführers 77. ____ Drückeberger werden hart angefaßt In der Heimat hat jeder seine pflicht zu tun. Roman von Horst Biemath (Schluß.) „Warten Sie hier unb rühren Sie sich nicht!" befahl er leise. „ Die parfümierte Atmosphäre war plötzlich aus dem Raum verschwunden. Forester drehte sich noch einmal um, ehe er bas Zimmer verließ: „Ich bin sofort zurück, ängstiaen Sie sich nicht — haben Sw übrigens eine Waffe?" _ . . Die Perano nickte. In ihrer Hanb glanzte ber vernickelte Lauf einer kleinkalibrigen kurzlaufigen Pistole: sie mußte sie hervorgeholl haben, als er zur Tür gegangen war. ,, . ., .< „Schießen Sie möglichst nicht °uf mich wenn ich zurückkomme", flüsterte er ihr zu unb trat mit vor- gehaltener Waffe in ben Flur hinaus. Wenige Minuten später kehrte er in ben Salon Zurück. „Ich konnte nichts feststellen^ sagte er unb legte feinen Browning auf ben Tisch, „es tut mir leib baß ick sie umsonst erschreckt habe. Sein Blick sil wie zufällig auf ihre Hanb unb bie A^nde Waste darin, die sie langsam unter em Killen schieben wollte. Er trat näher unb S.nnste belustigt. „Ausgezeichnet zur Mäuse,aab, Mabame Perano ' lachte er. „Brackmann hatte einen mächtigen Schrecken bekommen, wenn Sie ihm bas Ding1 etwa vor bie Nase gehabten hatten. Zeigen ote nur doch bdSiebl3Ö^rfebtbeneSrud)teiI einer Sekunde lang, ^^Ich'zerbÄch^'Ilmen bas Spielzeug nicht", sagte er heiter: unb bann- „Donnerwetter, 6.35, man fW bem Pistölchen bas Kasiber von außui wahrhastig nicht an." Unb plötzlich hob er die Waffe an bie Nase unb schnuvverte baran rote em Trinker an Der Blume seines W-ünes. . „finben s» damit oor furiem Schiegubungen deranftaltef. Madam- Perano?" fraa'e er erftaunt Ks war ein Untertan in seiner Shmme, der die Perano veranlaßte, blitzschnell ben Kops zu »eben. Triumph emnor. . „Jawohl, Madame Perano , flüsterte er, ferne Stimme versagte vor Erregung unb Gluck, „eie sind auf meinen Trick hereingefallen! Ich habe San- tacUIas Stimme gut nachaea^mt, wie? Er hatte Sie mahrhaftia abreifen unb für ewige Zetten entmischen lallen. Es wirb Zeit, baß er jüngeren Leut-n Platz macht, benen ber Kalk noch nicht m bie Schuhe riesett!" . u „Wer sind Sie, unb was wollen Sie von mir?" fuhr sie chn an. ., W»r ich bin, Mabarn-? Ich habe mich Ihnen bnd) vorqestellt. Sie wallten fragen, was ich bin, nicht wahr? Ern ganz kleines Licht unter b:m «ro> 6en Scheffel Santacilla? Aber nicht auf ben Stopf aefota, wie S'e hoffentlich bemerken. Den Sm^a- cilla konnten sie einwickeln, aber mich nicht, Madame, mich nicht! _ „ Der aute alte Santacilla. Der F^ll Brackmann war ja'so sonnenklar, baß er es nicht einmal für notig hielt, sich nrt ber Vorgeschichte btefes Morbes vx befallen. Vr-ckmann hatte geschworen. Sie und Gonzales zu b-seitiaen, was aab es ba noch nach- Anbeuten, als Gon-ales tatsächlich o^ottt würbe. Es fiel Santacilla nicht einmal ein, sich baru^ Gedanken zu ma*»n. daß Brackmanns J^^ufer niemals em 6 ^5-9-ch macfrn konnte! Er sch'tt- teste hie Waffe b»r P»rano in ber erhobenen Faust. Mit dieser Distole b^en Sie Ganzas-s er- schosstn' Und Brackmann ist heute ebenso schuld os nie vor sechs Ia^-rm. als man ihn me^en ber Vimna-Esveranza-Gelchichtt nen^etite. Gonzales unb S'e waren bie einzige" Schuldig-n. D-r Prozetz M mir jahrefana keine Ruhe a»sallen. Auf mein Betreiben würbe Brackmann ein T"il fesn-r Strme erlassen unb wenigsten-i noch etwas gutgemacht, was man an ihm verschuldet hat. Ein G'ebziger einer Wagner-Familie. Der Wagnermeister Heinrich Mählich, Dammstraße 22, wirb am morgigen Samstag, 14. November, in bester körperlicher unb geistiger Frische 70 Jahre alt. Der Jubilar entstammt einer Familie, in ber schon ber Großvater unb ber Vater bas Wagnerhanbwerk ausgeübt haben unb in ber er nun in ber britten Generation bas von dem Groß- Tronfen O-l. ber mit einer Feder aufgetraaen wird, vor dem Rosten zu schützen. Selbstverständlich muß bas sehr vorsichtig geschehen, damit ber Bezug nicht (eib-af. Wird bie Kleibung mit dieser Sorafalt behanbelt, so kann ihr auch bas Winterwetter keinen Schaden tun; ber entsteht nur durch nachlässige Behandlung. Lanqemarckfcier in der Langemarckschule. Die Langemarckschule hält seit 1938, seitdem sie diesen verpslichtenben Namen trägt, ben Tag von Langemorck in besonderen Ehren. Auch bie bies= jährige Feier gestaltete sich mit musikalischen Dor- ssihrungen unb Darbietungen in gebundener unb ungebundener Sprache und der packenden Weiherede des Studienrats Reinhardt für die gesamte Schulgemeinde und bie geladenen Gäste zu einem starken Erlebnis. Der Redner pries mit herrlichen Worten ben Opferganq der Jugend von Langemarck als den großen, unzerstörbare völkische Werte schaffenden deutschen Mythus von kraftvollster und be- dingunaslo^efter Hinaabe ans Vaterland, gedachte ber Lehrer unb Schüler ber Anstalt, die in ben beiden Weltkriegen ihr Leben durch ben Ovfertod aeadelt hab-m, namentlich des jüngst gefallenen Leutnants Stud'enassessors Dr. Schulz, der in hervorragender Weise als Mensch, Erzieher und Soldat ben Sinnaehalt von Langemarck erfüllte,, getreu den schlichten Worten Pavens: „Langemarck bedeutet stets ber letzte zu sein, wenn es um Rechte, stets aber ber erste zu fein, wenn es um Pflichten geht." Verbimkelunaszeil: 13. November von 17.33 bis 7.11 Uhr._______ °rbeu. Ehrend Q>s h beiden Durben krsonül wurden, lats zu Aschen t hat, am st W lickes sich t,sondern besche^ isqualitat, deutsche» n Noten- Aus der Siadi Gießen. Kleiderpflege im Winter. Kleiberschonung unb -Pflege ist im Zeichen ber Punkte hoppelte Notwendigkeit. Selbst ein unvorhergesehener Regenguß, bem wir nicht mit Regenschirm ober Oelhaut begegnen können, ist in feiner Wirkung auf unsere Kleiber nur halb so schlimm, wenn wir beim Nachhausekornrnen bie Sachen richtig behandeln. Als erstes: naßgeworbene Kleiber sofort ausziehcn unb auf Bügel so hängen, baß sie in guter Form darauf sitzen, und sie langsam trocknen lasten. Aber nicht etwa im Schrank, sondern außerhalb. Schmutzspritzer nicht entfernen wollen, so lange sie noch feucht sind; erst nach dem völligen Trocknen abbürsten und bie Stellen bann mit einem Lappen aus bem gleichen ober ähnlichen Stoff reiben. Die unangenehmen Regenttopfenstellen beseitigt man, indem man das ganze Kleidungsstück gleichmäßig befeuchtet unb mit sehr warmem Eisen von links bügelt, wobei barauf zu achten ist, baß bie Dämpfe gut entweichen. Pelze bürfen niemals in der Nähe von Oefen ober ber Heizung getrocknet werben: baburch brechen bie Haare. Der naßgeworbene Pelz wirb aufgehängt unb nach bem völligen Trocknen erst gegen, bann nach bem Strich gebürstet. Lange Felle werben glatt ausgekämmt. Gummimäntel sinb ebenfalls auf bie Bügel zu Pranger stellen. Ein in einer Kohlenhanblung beschäftigter Hilfsarbeiter erschien schon halb nach ber Arbeitsaufnahme im April 1942 unregelmäßig zur Arbeit. Da Verwarnungen bes Reichstreuhänbers ber Arbeit nicht zu einer Besserung bes Verhaltens führten, kam es zum Strafverfahren. Das Amtsgericht 'sprach mit Rücksicht auf die unbelehrbare Verstocktheit bes Täters, ber mit feiner Bummelei bie Entlastung aus bem Arbeitsverhältnis erzwingen wollte, eine Strafe von vier Monaten Gefängnis aus. Mil einsichtsloser Dreistigkeit bemängelte ein Arbeiter in Worms die Hohe feines Lohneinkommens, obwohl bie Minderung desselben ausschließlich auf dem fortgesetzten unentschuldigten Fernbleiben von ber Arbeit beruhte. Der Angeklagte hat von Mitte Februar bis Ende 1941 nur 18 Wochen voll gearbeitet, im übrigen ganz ober teilweise grundlos gefehlt unb dieses Verhalten auch im Jahre 1942 fortgesetzt. Arbeitskameraben, die für ihn einsprangen, mußten sich noch seine abfälligen Bemerkungen gefallen lassen. Der Sttasrichter schickte den Angeklagten nach dem Scheitern gütlicher Besserungsversuche für sechs Monate ins Gefängnis. Eine feit 1938 in einem Betrieb tätige Arbeiterin hat bei rund 1400 normalen Arbeitstagen in 247 Fäll"n unentschuldigt gefehlt, sich um die ärzlliche Feststellung stichhaltiger Gründe herumgedrückt unb offenbar im Hinblick auf Heiratspläne auch nach m 3M enW 5 ober al- -ioatimchr' Freunden ieht, kann > iew fallen und Mensche" nicht ben an eigeiu' ineinsanier irumentens uzuh-re". tzs Atz SS LZ 1b oerW Änunb Mtetn >5 U «* & x oater gearündete Geschäft führt. Der Großvater Johann Heinrich Mühlich war am 8. März 1788 in Gießen geboren, erlernte hier bas Wagnerhanbwerk, arbeitete bann in Wetzlar, Weilburg unb Frankfurt a. M., kehrte hierher zurück unb starb am 21. Dezember 1867 im Alter von 79 Jahren; er gründete das Geschäft, bas heute von seinem En.el geführt wird. Der Vater, bes Jubilars, Heinrich Mühlich. würbe am 21. Mai 1833 in Gießen geboren unb starb hier im Alter von 67 Jahren am 17. November 1900. Unter seiner Führung würbe bas Wagnergeschäft weiterentwickelt. Der Jubilar Heinrich Mühlich, geb. am 14. November 1872 in Gießen, übernahm im Jahre 1900 nach bem Tobe seines Vaters bas Wagnergeschäft unb brachte es burch feine Tüchtigkeit weiter voran. In jungen Jahren hat er sich auf ber barnals allgemein üblichen Wanderschaft auch in anderen Betrieben umgesehen und dort Erfahrungen gesammelt. 14 Jahre lang war ber Jubilar Rechner unb Kassierer ber Wagnerinnung, viele Jahre lang gehörte er auch ber Prüfungskommission für Gesellen unb Meister an. Im Besitz ber Familie Mühlich befinben sich wertvolle Jnnungs- briefe aus ben Jahren 1807,1-808 unb 1809, bie zum Teil in Stahlstich, zum Teil in Buchdruck hergestellt sind unb interessante lanbschaftliche Darstellungen (Gießen, Weilburg) in Verbinbung mit ben Zunftzeichen ber Wagner zeigen. Schone alte Siegel erhöhen ben Wert unb bie kulturhistorische Bedeutung dieser Dokumente. Im Besitz ber Fam'lie befinbet sich auch noch ein Stück des „Gieser Anzeigungs- Blättchen" Nr. 25 vom Samstag, bem 24. Juni 1815, des Vorläufers bes heutigen Gießener Anzeigers. Dem Jubilar, ber sich in seinen Fachkreisen unb darüber hinaus allgemein im Handwerk unb in der Bevölkerung großer Wertschätzung'erfreut, gelten auch unsere herzlichen Wünsche zu seinem morgigen Kriegsbeginn ganz unmögliche Arbettsaufsassungen vertreten. Da Verwarnungen^ unbeachtet blieben, müssen nun brei Monate Gefängnis ben Weg zur Besserung ebnen. Leichtfertigkeit unb Unbesonnenheit waren bie Motive des Arbeitsoerttagsbruches einer im Reichs» bahndienst stehenden Weichenwärterin aus Worms. Die Präzision des Betriebs der Reichsbahn verlangt nachdrücklichen Schutz gegen Unzuverlässigketten, weshalb unter Berücksichtigung strafmildernder Umstände in diesem Falle zwei Monate Gefängnis als angemessene Strafe ausgesprochen wurden. Mit Simulation und ärztlich widerlegten Angaben über körperliche Beschwerden brachte es eine in einem Modehaus beschäftigte Angestellte fertig, zusätzliche Urlaubszeit für eine Vergnügungsreise an die Nordsee in angenehmer Gesellschaft zu erschwindln. Das Verhalten führte zur fristlosen Entlassung und als Nachspiel zur Bestrafung mit zwei Monaten Gr'ängnis. Sieben Wochen unentschuldigte Arbeitsbunkmelei führten zur fristlosen Entlastung einer in einem Holzverarbeitungsbetrieb tätigen Arbeiterin. Der Strafrichter bezeichnete die Angeklagte im Hinblick auf ihre Arbeitsmoral und ihre auch sonst bedenklichen sittlichen Lebensauffassungen als Verderbnis für jede gesunde Arbeitsdisziplin unb als schlechtes Beispiel. Vier Monate Gefängnis bieten Gelegenheit zur nachbenklichen Einsicht. Auch der Beruf ber Hausgehilfin erforbert ein zuverlässiges Maß an Pflichtgefühl. Eine jugendliche Hausangestellte, bie unter nichtigen Vorwänden einen Arbeitsplatzwechsel anstrebte und schlttß- lich auch ohne Genehmigung des zuständigen Arbeitsamtes bie alte Stelle aufgab, kehrte zwar auf Grunb eines Wiberspruchs biefer Behörde wieder zur alten Stelle zurück, gab jsboch schon kurze Zett darauf eigenmächtig unb grundlos die Arbeit auf. Da auch hier wiederholte unb einbringliche Belehrungen wirkungslos blieben, erkannte bas Amts- aericht auf bie Erziehungsfttafe von einem Monat Jugenbarrest. Da bie häuslichen Verhältnisse ber Täterin für eine Besserung ber Berufsauffassung nicht geeignet erscheinen, würbe außerbem im Interesse ber Angeklagten bie Schutzaufsicht angeorbnet. NSG. Der Arbeitseinsatz ber Heimatfront im Kriege fordert von jedem Volksgenossen bie volle unb uneingeschränkte Hingabe an bie ihm übertragene Aufgabe. Diese Ansicht ist zum Gemeingut jeher rechtschaffenen Lebenshaltung und zur Grundlage gewaltiger Leistungssteigerungen geworben. Diejenigen aber, bie sich noch für berechtigt halten, unter nichtigen Vorwänben unb im Interesse ber eigenen Bequemlichkeit Pflichten aus Arbeitsverträgen zu umgehen, trifft nicht nur bie Verachtung ihrer Bettiebsgemeinschaft, sondern auch bie Sühne bes Strafgerichts. Einige in letzter Zett im Ober- lanbesgerichtsbezirk Darmstadt ergangene amtsgerichtliche Strafurteile mögen bartun, baß bie Richlersvrüche notfalls bas schlechte Beispiel ber Nachlässigen mit nachbrücklichen Folgen an ben 1 8anb tgenber n Ex. "ahmen der -viesen. fllu die Man. Jt tun. Steuern mg, die mrellen Verfall führen. Es ist unser Bekenntnis zu ien Kräften bes beutschen Aufbaus, wenn mir im Kriege ben „Tag ber beutschen Hausmusik" mit tarieret Hingabe benn je begehen. Daß bie Haus- nusik bas ganze Volk angeht, beweist ber unvergleichliche Aufschwung, ben bie Hausmusikpflege < elbst im dritten Kriegsjahr genommen hat. An ber iußeren Front gegen jeben Feinb siegreich, in ber 1 Heimat zur Bewahrung bes beutschen Kulturgutes entschlossen, wollen wir uns — jeber an seinem Platze — ber Zeit unb unserer Ausgabe mürbig erweisen. Schlesien grüßt Gerhart Hauptmann. In Breslau nahmen im gotischen Remter bes allen Rathauses die Gerhart-Hauptmann-Tage mit einem Empfang ihren Auftakt. Oberbürgermeister Dr. Friedrich begrüßte ben Dichter, ber von Gauletter Hanke zur Feier geleitet worben war, tm Namen jener Stabt, bie einst bem Knaben bie erste Begegnung mit dem Reich bes deutschen Geiles geschenkt hatte. Nachdem sich Gerhart Haupt- nann in bas Goldene Buch ber Stabt eingetragen hatte, sprach Hans von Hülsen im Namen des Freundeskreises des Dichters und feierte die nie versiegende Güte und die Treue zu sich selbst, zur Heimat und zum Volk als Grundzüge bes Haupt- mannschen Wesens. Als ßanbesleiter der Reichs- schrifttumstammer überbrachte Hans Christoph K a e r g e l die handschriftlichen Grüße zahlreicher schlesischer Dichter. Gerhart Hauptmann bankte mit bewegten Worten. Sie schlossen ein glühendes Bekenntnis zur beutschen Sprache unb zu ber dichterischen Aufgabe in sich ein, mit unb aus dem Bewußtsein bes Volkes zu schaffen. In memoriam Hugo Distlers. In der Motette der Leipziger Thomaner würbe die Erstausführung ber Motette „Das ist gewißlich wahr" zu einem Akt bes Gedächtnisses für ben kürzlich verstorbenen Komponisten unb Berliner Domchovdirektor Hugo Disller. Thomaskantor Ra- min, ber Lehrer Distlers, brachte das Werk, das eine ganz aus dem Wortgehalt lebende Sprache führt und ein Zeugnis des strengen liturgischen Stiles ist, zu nachhaltiger Wirkung. Weiter hörte man als weitere Erstaufführungen Günther R a - mins Präludium, Largo und Fuge für Orgel, vom Komponisten selbst oorgetragen, unb eine kleine Osterkantctte bes Hamburger Friebrich Miche - elfen, in Form ber strophischen Variation eines Choralthemas für einfache Verhältnisse bestimmte, in ihrer Haltung zeitnahe Musik. Willy Stark. (Ein neues Streichquartett von Julius Delsmann. In Stuttgart brachte bas Wenblingquar- fett bas Streichquartett op. 133 von Julius W e is- tnann zur Uraufführung. Das im Sitte ber Spätromantik geschriebene Werk bringt in feinen vier Sätzen eine Fülle von einprägsamen, volksliebhaften Melobien, bie in ihrer glänzenben Verarbeitung unb konttapunktischen 'Fortführung bie Hanb eines meisterlichen Könners verraten, wobei auch mobeme harmonische Reize nicht verschmäht werben. Das liebenswürdige Werk brachte dem Komponisten viel il Beifall. Erich Ade. hochschulnachrichten. Pros. Dr. Ernst Kraus ist zum 0. Professor an der Universität München für allgemeine unb angewandte Geologie ernannt worden. Kraus wurcn 1889 in Freising geboren. Er habilitierte sich 1919 an ber T. H. München unb ging noch im selben Jahr an bie Universität Königsberg, wo er 1922 a. 0. Professor würbe. 1924 bis 1935 wirkte er als Ordinarius in Riga. Von seinen Werken nennen mir: „Wehrgeologie". — Arn 15. November vollendet ber Direktor ber Staatlichen Frauenklinik unb Hebammenlehranstalt Dresben, Oberregierungsmedizinalrat Prof. Dr. Kurt Warnekros, fein 60. Lebensjahr. Warnekros mürbe in Neustrelitz geboren. Er ftubierte in Berlin unb Würzburg und promovierte 1908 in Berlin. 1914 habilitierte er sich ebenba. 1924/25 war er stellvertretenber Direktor ber Universitätsfrauenklmik Berlin, feine Berufung nach Dresben erfolgte 1925. Von feinen aufgewühlten Wogen des Atlantik. Die Männer auf der Brücke suchen mit ihren Gläsern den Hori- zvnt ab. Mit einem auf gleichem Kurs fahrenden Boot ist ein Treffpunkt ausgemacht; ein neuer ^Jjlinberblotf für den ausgefallenen Diesel muß übernommen werden. Das erwartete Boot kommt längsseit. Mit einer hinübergeschossenen Leine wird die Verbindung hergestellt und der Zylinderblock, der über sieben Zentner wiegt, übernommen. Man ahnt hier, welch hohes seemännisches Können und welch schwere Arbeit das Uebernehmen solcher Lasten bei unruhiger See erfordert. Auf der Weiterfahrt wird ein "einzeln fahrender portugiesischer Frachter gestoppt. Nachdem festgestellt worden ist, daß die Papiere des portugiesischen Schiffes ein- wandfrei sind und sich keine Bannware an Bord befindet, kann der Frachter seine Fahrt fortsetzen. Das deutsche U-Boot nimmt seinen alten Kurs wieder auf. Durch schwere Herbststürme geht es weiter gegen den Feind. U. Einschränkungen im Feldpostversand beachten. Es wird daran erinnert, daß Feldpostsendungen an feldpostnummernführende Einheiten im Gewicht von mehr als 20 g, insbesondere Feldpostpäckchen und päckchenartige Briefseckdungen, vom 10. bis 30. Nov. nur bei Verwendung von Zulossungsmarken versandt werden können. Derartige Sendungen ohne Zulassungsmarken werden den Absendern zurückgegeben. Vom 1. bis 25. Dezember werden Felüpostpäckchen und päckchenartige Feldpostsendungen überhaupt nicht angenommen. Leistungsforschung, Methodik und Erfolge. Die Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebs- führung der Kreiswaltung Wetterau der Deutschen Arbeitsfront eröffnete am gestrigen Donnerstagabend die für diesen Winter vorgesehene Vortragsreihe für Betriebsführer, betriebliche Unterführer und leitende Angestellte. Die Veranstaltung im Großen Härsaal der Universität war von Betriebsführern und Mitarbeitern aus Gießen und Umgeaend sehr stark besucht. Der Kreisobmann der DÄF., Gauhauptstellenleiter Goebel, gab in einer kurzen Eröffnungsansprache dem Wunsche Ausdruck, die Teilnehmer der Vortragsreihe möchten von den Vorträgen viele wertvolle Anregungen mitnehmen und in ihren Betrieben für deren Entwicklung und damit auch zum Nutzen der Volksgemeinschaft fruchtbar werden lassen mit der Zielsetzung, alle Arbeit für Deutschland zu leisten. Anschließend sprach Professor Dr.-Jng. Sachsenberger von der Technischen Hochschule in Dresden über das Thema „Leistungsforschung" (Methodik und Erfolge). Der Vortragende berichtete in interessanten Schilderungen über zahlreiche Versuche und Maßnahmen zur Leistungsforschung in Betrieben der Metall- und Textilindustrie. An diesen Forschungsarbeiten hat er selbst maßgeblich mitgearoei- tet und dadurch eigene Eindrücke von dem Ablauf aller dieser Maßnahmen gewonnen. Er schilderte im einzelnen den Ansatz, die tägliche Auswirkung und, über längere Sicht gesehen, das Ergebnis der arbeitsorganisatorischen und betrieblichen Maßnahmen zur Leistungssteigerung des schaffenden Menschen und machte mit den Schlußfolgerungen bekannt, die vom Standpunkt der Gesamtwirtschaft des Betriebes aus diesen Maßnahmen zu ziehen waren. 2m Rahmen seiner Darlegungen gab er auch beachtenswerte Hinweise auf leistungssteigernde Maßnahmen am Arbeitsplatz des einzelnen Menschen selbst und auf das beispielgebende Wirken für die Arbeitskameraden. Weiterhin machte der Redner erkennbar, wie sich z. B. schon ein Wechsel des Arbeitsplatzes innerhalb der Werkstatt im Zuge der Maßnahmen zur Leistungssteigerung auswirken kann. Wenn auch die Grundlage des Vortrags in der Hauptsache nur auf den Erfahrungen in den angezogenen Metallver- arbeitungs- und Textilbetrieben aufgebaut war, so konnten doch die Hörer aus den verschiedensten Branchen der Betriebe in unserem engeren Wirtschaftsbezirk mancherlei Anregung zum Nachdenken für die eigene Arbeitsstätte gewinnen. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen und in seinem ideellen Gewinn für die Hörer von dem Kreisberufswalter Hofmann noch mit kurzen Worten unterstrichen. Umstellung«- und Uevergangsbeihilfen einkommensteuerfrei. Der Reichsfinanzminister hat durch Runderlaß im Reichssteuerblatt Nr. 85 die Umstellungs- und Ueber- gangsbeihilfen von der Einkommen- und Lohnsteuer freigestellt. Umstellungsbeihllsen sind die Beihilfen, die für die Opfer des gegenwärtigen Krieges zur Erleichterung des Uebergangs von den bisherigen Einkünften auf die gesetzliche Versorgung und zur Erleichterung der im Krieg besonders erschwerten Umstellung in der Lebenshaltung gezahlt werden. Sofern diese Umstellungsbeihilfe in der Form von Familienunterhalt gewährt wird, war sie schon bisher einkommensteuerfrei (lohnsteuerfroi). Soweit sie aber durch Zahlung des Unterschiedsbetrags zwischen der Kriegsbesoldung oder den Friedensdienstbezügen und der Gesamtversorgung gewährt wird, unterlag sie noch grundsätzlich der Einkommensteuer. Auf diese Besteuerung hat jetzt der Reichsfinanzminister verzichtet. Uebergangsbeihilsen sind Beihilfen, die arbeite» verwendungsunfähigen Versehrten und den Hinterbliebenen im Anschluß an die Umstellungsbeihilfen, den arbeitsverwendungsfähigen Versehrten in Ergänzung von Uebergangs- und sonstigen Unterstützungen der Wehrmacht gewährt werden, wenn die Umstellung in den Lebensverhältnissen trotz aller Bemühung noch nicht durchgeführt werden konnte. Diese Uebergangsbeihilfe wird jetzt als zusätzliche Leistung der sozialen Fürsorge angesehen und ebenfalls einkommensteuerfrei (lohnsteuerfrei) gestellt. Vie Parole des Iieichöjugendführers. NSG. ,T)steinsatz und Landdienst" heißt die Parole des Reichsjugendführers für das Jahr 1942. Damit ist der Landdienst als wichtigstes Arbeitsgebiet der Hitler-Jugend herausgestellt. Nur die besten Jungen und Mädel werden in den Landdienst ausgenommen. Die Voraussetzungen sind: 14 bis 18 Jahre alt, körperlich völlig gesund, abgeschlossene Schulbildung. Der Landdienst bietet nicht nur den Jungen und Mädeln, die Bauer und Bäuerin werden wollen, die beste Vorbereitung, sondern auch denjenigen, die irgendeinen anderen bäuerlichen Beruf ergreifen möchten, beispielsweise bei Mädeln für sozialpflegerische Berufe wie NS.- Schwester auf dem Lande, landwirtschaftliche Lehrerin, Wirtschafterin usw. Dabei muß betont werden, daß der Landdienst keine Einrichtuna zur Ableistung des weiblichen Pflichtjahres ist. Alle Jungen und Mädel, die Lust und Liebe zur Arbeit auf dem Lande verspüren und die Voraussetzungen erfüllen, melden sich zum Eintritt in den Landdienst der Hitler-Jugend bei ihrer Banndienststelle oder dem zuständigen Arbeitsamt, bei denen jede weitere Auskunft eingeholt werden kann, • ♦* D i e W e i h n a ch t s f e r i e n. Der Reichserziehungsminister hat für das Jahr 1942 eine Verlängerung der Weihnachtsferien bestimmt. Sie beginnen am Montag, 14. Dezember (erster Ferientag), und enden am Montag, 11. Januar (letzter Fenen- tag). Die Schule beginnt also wieder am Dienstag, 12. Januar 1943. Durch diese Regelung sind jegliche Kohlenferien abgegolten. ♦♦ Das Theater der Universitätsstadt Gießen teilt mit, daß als Gerhart-Hauptmann- Feler eine Morgenveranstaltung durchgeführt wird, die u. a. in der Inszenierung von W. M. Mund die Urau führung einer dramatischen Idylle Kaiser Marens Brautfahrt" bringt. Der Ausführung voran geht eine Lesung aus Werken des Dichters. Es lesen Blanca Blacha, Herbert Köchlmg Und W. M. Mund. Den Festvortrag über Hauptmanns Werk und Leben hält der heimische Dichter H. A. Weder, der in Gießen durch feine hier uraufgeführten Werke „Holzappel" und „Schloß im Wind" bekannt geworden ist. Der Dichter ist zur Zeit Soldat und erhielt für diesen Festvortrag einen Sonderurlaub. Die Veranstaltung wird umrahmt von Vorträgen des Streichguartetts des Städtischen Orchesters. Intendant Klein setzt damit seine Bemühungen um künstlerisch wertvolle Morgenveranstaltungen fort. ** D i e Hausfrau spart Strom. Die häufig zu starke Beleuchtung von Nebenräumen, Fluren, Korridoren, Kammern, Dielen usw. kann entweder ganz fortfallen oder gemindert werden. Meist genügt eine kleine 15-Watt-Lampe. Schweinemarkt in Grünberg. 4- Grünberg, 12. Nov. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 134 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 24 bis 27 RM., 6 bis 8 Wochen alte 27 bis 35, 8 bis 13 Wochen alte 35 bis 45 RM. das Stück. Bei flottem Handel wurde der Markt geräumt. 9 Jl.-Sport Fußball-Lokattreffen in Gießen. Am kommenden Sonntag stehen sich in der Der- bandsspielserie zwei alte Rivalen im Kamps um die wertvollen Punkte auf dem Waldsportplatz gegenüber: DfB.-ReichSbahn gegen Spteloeroim- gung 1900. Die Vereine erscheinen in folgender Aufstellung: VfB.- R.: Engel, Fleischhauer, Schlitz, Heß, Kraft, Nicolai, Wallbott, Frank, Remde, Burchard, Günther, Ehmann. 1900 : Ammon, Maintz, Schuck, Drosch, Knauß, Wimmler, Ebert, Kraft II, Kraft I, Schellhaas, Erhard, Albrecht. . Zwei gleichwertige Mannschaften stehen sich tm Kampf gegenüber. Eine Voraussage, welche von beiden die wertvollen Punkte an sich bringt, ist nicht gegeben. Im ersten Verbandsspiel hat sich die Mannschaft von DfB.-R. von der besten Seite gezeigt und mit 10:0 gegen Wölfersheim als Sieger den Platz verlassen, dagegen am vergangenen Sonntag gegen die Luftwaffe vollkommen versagt. Es wäre zu hoffen, daß die Mannschaft aus dem letzten Spiel eine Lehre zieht. Anders ist es bei der Mannschaft von 1900, die im ersten Verbandsspiel gegen die Luftwaffe eine schwache. Partie lieferte, aber am Sonntag auf dem gefährlichen Platz in Büdingen ein schönes, flüssiges Spiel zeigte. Mit einem spannenden Spiel ist am Sonntag bestimmt zu rechnen. LED - Wölfersheim. Der LSV. empängt am kommenden Sonntag auf dem Waldsportplatz, vor dem Lokalkamp'f. den Sportverein Wölfersheim. In diesem Spiel, das schon um die Mittagsstunde beginnt, kann man der Mannschaft aus Wölfersheim kaum eine Chance gegen die Luftwaffe einräumen. Erst am vorigen Sonntag konnten die Flieger Nachweisen, daß so schnell nicht gegen sie zu gewinnen ist. Wenn nicht größere Mannschaftsumstellungen notwendig werden, durfte an ihrem Sieg kaum zu zweifeln sein. Doch darf den Soldaten empfohlen werden, den Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen. Handball in Gießen. In der Handball-Gauklasse empfängt der Luft- waffensportverein Gießen auf eigenem Platz die gute Mannschaft vom Turnverein Griesheim. Wir erwähnten bereite in unseren seitherigen Berichten zur Handball-Gauklasse die Mannschaftsschwleng- keiten, mit denen der LSV. kämpft. Die Mannschaft hat seither mit wechselndem Erfolg gespielt. Dabet gegen weniger gute Mannschaften verloren und dann wieder Mannschaften aus der Tabellenspitzc ziemlich klar geschlagen. Der sonntägliche Gegner nimmt in der Tabelle einen guten Mittelplatz ein und gilt als gute Mannschaft. Die Kampfstärke der Flieger ist nach erneuter Mannschaftsumstellung nicht bekannt. In der Tabelle steht die Mannschaft verhältnismäßig gut, und sie wird alles versuchen, diesen Platz am kommenden Sonntag zu verbessern. In der Handball-Kreisklasse hat der MW. Gießen die zweite Mannschaft des Luftwaffensportvereins Gießen zu Gast. Am vergangenen Sonntag spielten die Flieger in Holzheim und gewannen dort mit 12:11 Toren. In den seitherigen Spielen konnte der Mtv. nachweisen, daß seine Mannschaft wohl die stärkste in dieser Klasse ist. Erfreulich ist vor allem, daß es möglich ist, den Spielbetrieb in der Kreisklasse trotz vieler Mannschafteschwierigkeiten aufrechtzuerhalten. Das Spiel gegen den Luftwaffen- sportverein findet auf dem Sportplatz des Männer- turnvereins statt. Hoilptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hcmptjchrlftleiters: Ernst Blumschetn. verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für da« Feuilleton: Dr. Hans Thnnot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumjchctn. Druck und Verlag: Brühl!che Universitatsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig-mleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, mein treuer Lebenskamerad, der beste treubesorgte Vater seiner beiden Jungens, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, Hauptgefolgschaftsführer der HJ. und Parteigenosse Bankbeamter Philipp Otto HelmutMootz Unteroffizier in einem Inf.-Regt. - Inhaber des Kriegsverdienstkreuzes II. Kl. mit Schwertern ist im Alter von 86 Jahren in einem Reserve- Lazarett für immer von uns gegangen. In unsagbarem Schmerz: Friedel Mootz, geb. Müller, mit Kindern Peter und Ulrich; Anna Mootz; Philipp Müller und Frau; Walter Mootz,z.Z. Ob.-Oefr., mit Familie; Helmut Mootz,z.Z. Feldwebel, und Frau; Friedrich Hildebrand und Frau; und alle Verwandten. 068ia Ludwigsburg (Robert-Franck-Allee 31), Gießen (AmRiegelpfad 74, Goethestr. 35), 10. Nov. 1942. Die Beerdigung findet am Samstag, 14. Nov., 11.45 Uhr, a. d. Neuen Friedhof in Gießen statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Mit den Angehörigen trauern um ihren verdienten, treuen Arbeitskameraden die Betriebs- gemelnachaft der 6dF„ Bausparkasse Ludwigsburg, Württ Nach kurzer und schwerer Krankheit ist unsere liebe, für uns stets treusorgende Tante, unsere liebe Schwester und Schwägerin Frau Lina Dörr im Alter von 58 Jahren für immer von uns gegangen. jn tiefem Schmerz: Friedrich Hirsch und Kinder Heb. Giel und Familie Jakob Schmidt und Familie. Gießen (Wetzlarer Weg 15), den 12. Nov. 1942. Trauerfeier am Montag, dem 16. November, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes. 05801 Danksagung. Allen, die uns in unserem Schmerz durch den Heldentod unseres heißgeliebten, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Rudolf Weiß, Gefr. in einem Inf.- Regt., ihre Anteilnahme durchWort und Schrift entgegenbrachten, und allen, die an der Gedächtnisfeier teilnahmen, sagen *wir hiermit innigen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Reusch, den beiden Gesangschören und den beiden Jungen für ihre Gedichte. [O58OO In tiefer Trauer: Familie Georg Jakob Weiß. Watzenborn-Steinberg, den 12.November 1942. Praxis geschlossen bis einschl. 18. November Dr. Neumann-Spengel Vertreter für eilige Fälle: Dr. Geyer. 05809 IjICHTSPIEL-THEATER Gloria-Palast, Seltersweg Andreas Schlüter 3339^ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die Julika T8Ö1.2.30,4.45,7.30 ; So. 2.00,4.30,7.30 Uhr Puddingkrem- aGürifffu vwitscmntags! Aus einem Päckchen Puddingpulver kochen wir mit % statt 1/2 Liter Milch eine Puddingmasse, die wir beim Abkühlen mit einem Schneebesen zu Krem schlagen. Mit entrahmter Frischmilch wird diese Kremspeise besonders schaumig und locker. Als Beigabe ist Fruchtsaft oder Kara- melsoße geeignet Da I Mietgesuche | 2-3-3immer- Woünuna leer oder teilweise möbliert, in guter Gegend ges.Schr.Ang.u. 05792 a.d.G.A. Mediziner sucht ab sofort 2-4-3immer- Wohnung in Gießen oder nächster Umgeb, für dauernd. Schr. Ang. unt. 05806 a.d.G.A. ^chriftsieller sucht eins. ab. behagl. Heim m.od.obnePens. in berrl.Gegend, Forsthaus, Gut od.dergl.bevorz. Jagdbetatg. lieb nicht Bedg. Eingeb. Blldofft. u. 05791 a.d.G.A. die Speise 6 Portionen ergibt, ist sie für eine größere Mittagsrunde sehr vorteilhaft. Mondamin - Puddingpulver auf die Btärkeabschnit- !5