Gießener Anzeiger Dienstag 13.0ftober|942 irin9eren mun- rber» rringung der Freiheit für uns selbst, son- in der Befreiung anderer besteht" zu faseln dern in britischer Ausschließlich zur Kropotkin Jr=.ve\e.t\6’'-T.l LMEER. Erstauffüh^ Bahn schossen deutsche feindliche Flug- Züge unserer Jäger einzuschließen, griff der Stoß» trupp das bolschewistische Bataillon erneut an, wäh- feindliche (Ein* die bolschewi* damit zugleich aufgerieben. Artillerie des Heeres versenkte größeres Wolgaschiff. Kampffliegerkräfte fetzten Zerstörungen wichtiger Bahnstrecken ostwärts Wolga fort. zeuge über nord- und nordwesldeutsches Gebiet hatte die Bevölkerung geringe Verluste. Heber der Nord- und Ostsee wurden drei britische Flugzeuge bei Nacht abgeschossen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht eine bedeutende Hafenstadt in Nordosten g la n d mit guter Wirkung an. schließungsring völlig aufgebrochen, stische Kampfgruppe vernichtet und das Angriffsziel erreicht. Bei den weiteren Kämpfen, die und holländische Küste vorstießen, Jäger ohne eigene Verluste fünf zeuge heraus. Bei Tagesstörflügen einzelner ein die der Stoßruppunternehmen zahlreiche Kampfanlagen des Feindes mit ihren Besatzungen vernichtet. Oestlich von Leningrad wurden die letzten Reste der über die Newa vorgedrungenen Zowjetkräfte über den Fluß zurückgeworfen. Deutsche Kampffliegerverbände setzten am gestrigen Tage die Bombardierung der britischen Flugstützpunkte auf der Jnselsestung w a l t a fort. Ausgedehnte Brände in Abstellplätzen und Flugzeugboxen wurden beobachtet. 3n Luftkämpfen über der Insel brachten deutsche Jäger drei britische Jagdflugzeuge zum Absturz, zwei weitere wurden durch Besatzungen von Kampfflugzeugen abgeschossen. Aus britischen Flugzeugverbänden, die gestern bei Tage in großen höhen gegen die nordfranzösische An der Donfront wiesen die verbündeten Truppen mehrere örtliche Angriffe und Aebersehversuche der Sowjets ab. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurden bei erfolgreichen Späh- und Armawir Maiküp 2; .i1**# Woroschilowsk schhall .sgarten bleibt ioch geöffnet Brötchen mit ielikatessen. bei sie im ftüftengebiet dazu gezwungen waren, alle nur irgend verfügbaren Einheiten, darunter Versorgungstruppen, technische Bataillone und sogar Sträftingskompanien in den Kampf zu werfen. Der eigene Angriff entwickelte sich jedoch planmäßig weiter. Die auf der Paßstraße von Norden her kommenden deutschen Truppen hatten nach dem Wehrmachtbericht vom 12. Oktober eindrucksvolle Erfolge, zu denen das OKW. noch folgende Ergänzungen mitteilt: Nach schwierigsten Waldkämpfen konnten die deutschen heeresverbände fim Zuge umfassender Angriffe die Bolschewisten von mehreren Bergrücken vertreiben, wobei schon am 7. Oktober von zwei Kampfgruppen allein 200 Bunker und fefte Stellungen genommen wurden. Vergeblich leistete der Feind verzweifelten Widerstand. Dabei bot die unübersichtliche Dichte des Felsgebirges den Bolschewisten viele Vorteile, die jedoch durch Mut und Tapferkeit unserer Soldaten immer wieder ausgeglichen wurden. Als es den Bolschewisten z. B. während überrraschender Gegenstöße gelang, drei Eingeschlossene sowjetische Krästegruppe im Nordwestkaukasus vernichtet. j Birgel jgerldliW«* impf eines ds •vorragendst» ler Welt Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhaupkquarlier, 12. Oft. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die an der Straße nach Tuapse eingeschlossene feindliche krästegruppe wurde vernichtet. In harten Gebirgskämpfen sind damit die Masse einer sowjetischen Gardedivision sowie Teile einer Gebirgs- schühendivision zerschlagen, über 400 Kampfanlagen genommen und zahlreiche Gefangene und Waffen als Beute eingebracht worden. Die Säuberung des urwaldartigen Geländes von letzten Widerstandsnestern ist noch im Gange. Südlich des Terek scheiterten Gegenangriffe des Feindes unter hohen Verlusten. In Stalingrad wurde eine feindliche Gruppe ge. GWlDttftttn Lich für Wu : Dr. Hans Öse : Ernsl Blumfch-a letei R. Langr t - jenleitet: Han.« ft V Kutais "^Üuizych soll" zu reden, von „unserer Sache, die nicht nur der Erringung der Freiheit für uns selbst, son- Oie Weligouvernanie Nr. 1. Von unserer Berliner Schriftleitung. Es stand zu erwarten, daß Präsident Roosevelt, der Judenstämniling und Vertreter einer Schkcht ' unechten Amerikanertums, deren Lebensaufgabe sich im Geldverdienen erschöpft, und der sich doch als einziger und alleiniger Exponent reinsten Amerikanertums fühlt und das der Welt immer wieder einzureden verflicht, den Erinnerungstag an die Entdeckung Amerikas durch Columbus dazu benützen würde, wieder eine schwungvolle Rede vom Stapel zu lassen. Und doch hätte man erwarten dürfen, daß gerade bei dieser Wiederkehr des Tages, an dem Europa den neuen Erdteil entdeckte und europäische Menschen mit reichen Geistesgaben und Kulturschätzen amerikanischen Boden betraten und so erst den Grundstein zu den Vereinigten Staaten legten, der Präsident sich einige Zurückhaltung auferlegen werde. Doch nichts von oll dem; dieser Mann entblödete sich nicht, in großen Tönen von dem „größten Krieg der Menschheit, der darüber entscheiden soll, ob der Marsch des Fortschrittes weitergehen oder durch die Gesamtkräfte der Aggressoren aufgehalten werden 'en Aktii- ien recht m- ■fltunb bes Ssennägunor «n kvW Md) hm ^Wartung ^schlagen, । n blieben, t Umsatztättz , boch üben»; i kleinen 1,75 D.fi erholt, Sched lgesellschast h roaktien ttr. jungen war. eitsmarkt. fjj 0 v. h. Ann erg Sekt ete: Kationen setzik fort Reiche mkend, Stell- lmschuldung er lag kaum V: Vorwärts in Richtung Tuapse Bevorstehender Austritt aus dem Gebirge. rend gleichzeitig die eingeschlossenen Jäger losschlu- gen. In diesem Kampf wurde der In-erNuinenstadiSialingmd Berlin, 12.Okt. (DNB.) In der Ruinen- stadt Stalingrad, in den grauen und roten Steinbauten, in dem Eifengewirr der von Granaten und Bomben zerschmetterten Fabriken, geht der Kleinkrieg weiter. Man kämpft um versteckte Maschinengewehrnester, um gut getarnte Scharfschützenstellungen, um Barrikaden und Sprengtrichter. Wieder einmal war in den Trümmerfeldern ein bolschewistisches Widerstandsnest erkannt, das überreichlich mit Munition versehen, verzweifelt kämpfte. Trotz aller tückischen Gefahren dieses Schlachtfeldes konnten nach den beim Ober- voftf cberf 11 Öse $Vrnnf f vrühlsihe UnioersttätHruckerei H. Lange Jenseits der Wolga Von unserem ust.-Berichterstatter. ertoett einer fesW^I >ter bet M .Q9en tijr?| ln wJ "rette q^I Mellen. I l Uon »5 bttjl 'Ma s£| fallet ■ SumnoJ '“Ssrinjesl 9 unb § "« einjel^ 15 von tith Berlin, 12.Okt. (DNB.) Im Nordwestteil des Kaukasus geht der Kampf der deutschen Truppen um den Austritt.aus dem Gebirge. Den Bolschewisten ist die große Gefahr bewußt, die ihrer Hafenstadt Tuapse durch die von Norden her über das Gebirge vordringenden deutschen Truppen droht. Sie unternehmen deshalb schwere, aber erfolglose Gegen- und Entlastungsangriffe, wo- 192. Jahrgang Nr. 2H Ericheim io glich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: (Siebener Aamilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich .RM.1.80 Zustellgebüör,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer oiS 81/, Uhr desVormittagS Anzeigen-Breile für die Millimeter-Zelle von 22 Mllimeter Breite: 7Rvf. für ^amilienan- zeiaen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf. t. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschriff (vorherige Vereinbarung) 25e/0 mehr -Hans^ '5--S king-chinesische Interessen aufeinanderprallen. Marschall Tschiangkaischek soll den Generalgouverneur von Sinkiang (Chinesisch-Oftturkestan) plötzlich abgesetzt haben, weil er sich ganz in Abhängigkeit von den Sowjets begeben und seiner Aufgabe als Statthalter des Tfchungking-Regimes untreu geworden fei. menroerfer, geballte Ladungen, Panzerabwehrkanonen und Maschinengewehre machten dem Widerstand ein Ende. Auch die Angriffe unserer Flieger sind zu Einzelkämpfen geworden. Durch die Brandwolken stoßen die einzelnen Flugzeuge dort zum Angriff herab, wo einzelne vorgeschobene Geschütze, eingebaute Panzer oder Scharfschützennester erkannt werden konnten. Immer wieder klaffen neue gähnende Trichter, wo eben noch feindliche Geschütze oder MG.s feuerten, wo eben noch Muni- tionsstapel lagen oder Reserven ihren Stellungen zusttebten. Qualm, Staub und- Nebel nahmen den Flugzeugen mehr und mehr die Sicht. Darum stießen sie weiter nach Süden und Südosten vor, wo sie von bolschewistischen Flugzeugen ungehindert Betriebsstofflager und Matenaldepots mit ihren Bomben trafen und vernichteten. % o - ■ flontag ielhaus 4.45, W«61 lCh einsem. General-Anzeiger für Vberhesfen ^^iche^rch,lstrahe^9 8^7 AfldP - und dieser lächerlichen Unverschämtheit dadurch die Krone aufzusetzen, daß er von dem „amerikanischen Sieg, der der Sieg der Allierten für die unterdrückten und versklavten Völker in aller Welt fein wird", sprach. Nun ist es wohl eine alte Tatsache, daß das Amerikanertum, dessen Kern der Puritaner mit seiner ganzen Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit und der Ueberheblichkeit seiner ihm von Gott selbst — wie er glaubt — gegebenen Weltverbesserungsmission bildet, von jeher mit einem Weltverbesserungsdünkel belastet war und daß es immer Männer in den USA. gegeben hat, die die Berufung in sich fühlten, die Welt zu erziehen und zu belehren. Es waren dies aber — früher einmal — doch wohl Männer, die etwas aufgebaut, etwas geleistet hatten, wenn diese Leistung auch bestimmt nür dem eigenen Land und nie der Welt zugute gekommen ist. Was aber — so fragt man sich angesichts der Rede Roosevelts — hat dieser Mann je an Großem und Unvergänglichem geleistet, und sei es auch nur für das eigene Volk, um über den „Marsch des Fortschrittes" sprech?» zu dürfen? Was hat er geleistet, in dessen Land — nach seiner neunjährigen Amtszeit — es derartig quälende soziale Unterschiede gibt, wo die bitterste Armut mit dem unvorstellbarsten Luxus Tür an Tür haust, in dessen Land es kein Recht auf Arbeit und Wohlstand gibt, in dem die allgemeinen, so oft zitierten Menschenrechte nur auf dem Papier stehen! Und wie kann ein Mensch von Freiheit, von eigener Freiheit unb von der anderer sprechen, dessen ganzes Lebenswert darauf ausgerichtet ist, eine wahrhaft erdrückende Diktatur des allmächtigen USA.» und Judenkapitals über die Welt zu bringen! Wie kann er sich dazu versteigen, von „unterdrückten und versklavten Völkern" und deren „Befreiung" zu reden, wenn er sich, wie Roosevelt, in der ersten Zeit feiner Amtstätigkeit angelegentlich mit der Unterdrückung der Freiheitsbestrebungen der Philippiners und der Kubaner usw. beschäftigte, und der erft kürzlich offen den britischen Terror zur Unterdrückung des inbifchen Verlangens nach Freiheit billigte. Und wie kann ein Mann aufstehen, Reden halten und sich nicht schamrot vor der Welt verkriechen, der mit dem Bolschewismus, dem ärgsten Unterdrücker jeglicher Freiheit, den es feit Menschengedenken auf der Welt gegeben, Bruder- schaft geschlossen hat? Dies bringt nur ein Mann fertig, der, wie Roosevelt, von Juden geschoben und gegängelt, nachspricht, was jene ihm zu sprechen suggerieren, ohne Sinn und Verstand, ohne Urteilskraft und ohne selbst noch zu wissen, wohin der dunkle Weg, auf den jene ihn stoßen, führen wird. E. S. kommando der Wehrmacht vorliegenden ^Reibungen deutsche Infanteristen in erfolgreichen Unternehn gen vorwärtskommen, und schließlich das Wi. _ standsnest mit seiner Besatzung, darunter mehrere höhere Offiziere und Kommissare, am 11. Oktober vernichten. Als sich das Schicksal dieser Kampfgruppe zu erfüllen drohte, unternahmen die Bolschewisten Entlastungsvorstöße, die aber der umkämpften Bunkergruppe nicht mehr helfen konnten. Flam- ersten Bombentreffern schwiegen die Flakbatterien. Trotzdem wurden sie aber noch so lange in ihren getarnten Felsenstellungen weiter bombardiert, bis auch das letzte Geschütz zerstört war. Den Bedienungsmannschaften der Geschütze gaben Zerstörerftaffeln in Tiefangriffen mit Bomben und Feuer der Bordwaffen den Rest. Insgesamt wurden bet diesen Angriffen 15 Flakgeschütze vernichtet und weitere Flakstellungen an Nachschubstraßen, wo außerdem noch Dutzende von Fahrzeugen zertrümmert wurden, durch schwere Beschädigungen außer Gefecht gesetzt. Die erfolgreichen Kampfflugzeuge wurden von deutschen und kroatischen Jägern geschützt, die in Luftkämpfen sieben feindliche Flugzeuge abschossen. „Ruhelos umher." DieLage der sowjetischenSchwarzmeerslotte Stockholm, 13. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Ereignisse an der Kaukasusfront veranlassen die englische Presse zu sorgenvollen Betrachtungen über die Sowjetflotte im Schwarzen Meer. „Daily Mail" bemerkt dazu: „Die Sowjetschiffe besitzen keinen Stützpunkt und keine Ausbesserungsmöglichkeiten mehr. Sie schwimmen nur ruhelos umher wie der Goldsisch in seinem Glasbehälter." Tuapse und Datum seien lediglich Oelhäfen ohne Aufnahmemöglichkeit für ein Kriegsschiff wie beispielsweise das 23 000 Ton- nen-Schlachtschiff „Pariskaya Komjuna". Das Umheiffahren auf dem Schwarzen Meer, fo heißt es dann weiter, werde der Sowjetflotte durch die nahenden Winterstürme ebepso unmöglich gemacht wie durch die feindlichen U-Boote und die Torpedoflugzeuge. Eine Internierung in der Türkei komme kaum in Frage, weil die Sowjets die Kampfkraft der Marine-Mann- schaften schwerlich verlieren möchten. Es bleibe nichts anderes übrig als die Selb st versen- k u n g s -Raffchläge, die nicht gerade geeignet sind, im Kreml Begeisterung für London auszulöjen« Einschließung bolschewistischer Kräfte auf ihren Höhenstellungen hart anderStraßenach Tuapse führten, zeichneten sich sudetendeutsche Jäger besonders aus. Hin die beherrschenden Bun- kerstellungen an der Paßstraße zu nehmen, mußten sie durch ein wild zerklüftetes, mit dichtem Niederwald bewachsenes Gelände vorstoßen. In diesem Gewirr von Felsen und Dickichten schien buchstäblich jeder Block und jeder Baum Feuer zu speien. Dennoch riß der hier kommandierende Offizier die Jäger-Kompanien immer wieder mit sich vorwärts und nahm ohne Unterstützung durch schwere Waffen 61 feindliche Kampfanlagen, darunter Artillerie- und Pakstellungen. Nach diesen vorbereitenden Kämpfen gelang bann am 9. Oktober der umfassende deutsche Angriff, der nach Vernichtung von weiteren 47 Kampfanlagen zur Einschließung der an der Straße nach Tuapse stehenden feindlichen Kräfte führte. Am 10. Oktober unternahmen die Bolschewisten vergebliche Ausbruchsversuche, bei denen sie 500 Tote und zahlreiche Gefangene verloren. Am gleichen Tage wurde durch deuffche Vorstöße der Ein- schließungsrtng weiter verengt. Am 11. Oktober drangen dann die deuffchen Truppen in den Kessel ein und räumten ihn bis auf vereinzelte Widerstandsnester aus. Damit wurden die Masse der 3 2. sowjetischen Garde- schützendivision und Teile der 4 7. sowjetischen Gebirgsdivision auf g er ie» den. Mit diesem Erfolg, den die Luftwaffe durch rollende Angriffe mit herbeiführen half, wurde die zähe Ausdauer unserer Truppen belohnt, die durch ihre Unerschrockenheit und Tapferkeit ttotz Urwald, und Felswände über 400 Kampfanlagen genommen und den Volschewisten schwere Verluste beigebracht haben. Für den Feind gibt es aber keine Ruhe. Immer wieder stoßen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge in Richtung Tuapse vor, wobei sich die Luftangriffe am 11. Oktober vor allem gegen feindliche Flakstel- lungen richteten. Nahaufklärer hatten festgestellt, daß sich auf einigen beherrschenden Höhenzügen mehrere Batterien befanden, deren Feuer stark belegte Ortsunterkünfte des Feindes schützen sollte. Unentwegt griffen die Sturzkampfflugzeuge in geschlossenen Verbanden diese Stellungen an. Schon nach den (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Helsinki, Oktober 1942. Was liegt jenseits der Wolga, jenseits des Schick- falftromes, dn dessen Ufern sich eine der größten Schlachten der Weltgeschichte entwickelt hat? Dort, am linken Ufer des Stromes, beginnt in langsamen Uebergangen eine andere Welt. Dort liegt die Grenzscheide zwischen europäischen und asiatischen Einflüssen. Stalin hat nicht umsonst den Ver- zweiflungsbefehl erlassen, keinen Schritt mehr zu- ruckzuweichen, denn — militärisch und volkswirtschaftlich betrachtet — beginnt jenseits des Stromes eine große Leere, in der keine Armeen sich sammeln und sich halten können. Dort dehnen sich zwischen den Kirgisenjurten und usbekischen No- »yadenzelten Salzsteppen und Wüstenstrecken der Kisyl-Kum aus. Natürlich erfolgt der Dekorationswechsel nicht plötzlich, wie hinter dem Theatervor- Hang; nur langsam wandelt sich der Charakter der Landschaft und der Bevölkerung. In dem dünn besiedelten Gebiet mangelt es an Eisenbahnen und Lerkehrsstraßen. Dort hinter Samara, Saratow, Zaryzyn (Stalingrad) lag vor mehr als hundert Jahren das Reich der bekannten Wolgaräuber Stenka Rasin, von dem noch heute die Volkslieder erzählen, und Pugatschow, dem es gelang, den Thron der großen Katharina zu bedrohen, und der schließlich in Ketten in den Moskauer Kreml abgeführt wurde. Jenseits der Wolga bestanden auch die einst berühmten Emirate von Buchara, Chiwa und Kokand. Dort lag auch Samarkand, dessen Ruf als Kulturstätte des Islam weit über die Grenzen des Landes hinausreichte, und um das ein ganzer Kranz von Sagen und Legenden, gewunden worden ist. Chiwa und Kokand wurden vom General Kaufmann unter dem Zaren Alexander 11. erobert uhb der russischen Krone einverleibt. Das Emirat von Buchara führte noch Jahrzehnte hindurch ein Scheindasein. Der Emir erhielt den Rang eines kaiserlich russischen Generalmajors, genoß gewisse Ehrenrechte und verteilte an Ausländer, die an Knopflochschmerzen litten, den Orden des Sterns von Buchara. Die Bolschewisten haben der Herrlichkeit des Emirates ein Ende gemacht. Sie haben den bunten Orient mit seinen Basaren und den kostbaren Teppichen, mit den verschleierten Frauen und den Männern im seidenen Kaftan und Turban mit dem grauen Schimmel ihrer sturen Gleichmacherei überzogen. Es ist ihnen aber nur gelungen, eine äußere Tünche aufzutragen. Auch sind sie dort in ihren Lolschewisierungsmethoden behutsamer gewesen und haben z. B. im Gegensatz zu den Kirchen im europäisierten Rußland die Moscheen möglichst verschont. Weder die Kirgisen, noch die Usbeken, noch die Turkmenen sind Bolschewiken geworden. Sie sind vielmehr fanatische und lauernde Gegner eines Regimes, das sie als blutiger Schatten bedroht und das die Fundamente ihrer Sitten und ihrer Lebensweise zu erschüttern versucht hat. Dorthin gibt es für die Horden Stalins kein sicheres Ausweichen. Die Schlacht um Stalingrad ist deshalb im wirklichen Sinne des Wortes eine Entscheidungsschlacht, von der auch der Einfluß der Sowjetunion auf den ckinesifchen Westen, auf die Provinz Sinkiang, in der sie sich heimisch einzurichten begonnen haben, abhängt. lieber den endlosen Weiten von Sinkiang, dem ältesten Kolonialland Chinas, soll sich der Sage gemäß das „Dach der Welt" über die Erde gewölbt haben. Von dort bestimmten die Götter das Schicksal der Menschen. Heute sind es gewiß nicht mehr dötterstimmen, die aus den Sandstürmen der Gobi klingen. Dorthin bahnen sich die Sowjets, inmitten chaotischer Verhältnisse, ihren Weg in das Herz Wiens. Billige sowjetische Jndustrieerzeugnisse überschwemmen die Märkte von Urumtschi. Sowjet- Militär nimmt dort Kommandostellen ein. Sinkiang mit einer Ausdehnung von anderthalb Millionen Quadratkilometer wird zu 80 v.H. von Mohammedanern (d. h. zum großen Teil von zum Islam bekehrten Chinesen) — den Taganen und Turki — bewohnt. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war es diesen Stämmen, die sich niemals qillig der Herrschaft der Pekinger Mandarine unterworfen hatten, gelungen, ihr eigenes Emirat unter vhkub-Beg zu gründen. Nachdem unter den Stammen Bruderfehden ausgebrochen waren und der russische General Kaufmann das angrenzende Turkestan erobert hatte, konnte erst die Autorität der Äandschukaiser in Sinkiang wieder hergestellt werben. Aus Geheimdokumenten, die die Bolschewiken bin zaristischen Archiven entnommen haben, ist be» kannt geworden, daß schon die Zarenregierung ihr Ibige auf Sinkiang geworfen hatte. Petersburg hatte 1904, vor Ausbruch des Krieges mit Japan, _: vmmen ... , Die Sowjets haben nicht versäumt, bald nach ilkbernahme der Macht die Politik der Äurenregie- ring im chinesischen Westen fortzusetzen. Die Turk- sibÄltai-Bahn streift in einer Entfernung von rund M km Sinkiang und erleichtert den Waffen- und ^rentransport in das verschlosiene Innere Asiens. 'Gcrojetagenten sammeln in Kascheur, Furkan ' Luldsch usw. ihre Transporte und richten sich Port fiii die Dauer ein. Unter den japanischen Schlagen M Marschall Tschiangkaischek 'Miner mehr .«ach dem Westen zurückgedrängt. Tschungking-China , «iuß immer weiter ausweichen in der Richtung aus ^tnfiang. Ganze Karawanen und bewaffnete Ab- •ilungen sollen, wie aus Schanghai berichtet , «rgs der Gobi nach Chmesisch-Oftturkestan inl Bergung gesetzt fein und sich & ort mit wie sch Transporten kreuzen, wobei sowsettsche und tschung 1 D K F t GSOiroiMlM tr f {k/jslowodsk vom Führer beauftragt. WM s lstich, der nach dem g hier Dörnemann die t an ablassen. i4«. ein Spatz ist oder ein Mensch — diese Mütter? ) eine kommt — it? Wir werden Wi Erleben kennt. Gruppenführer Bielstich wurde zu Peine bet Hannover am 15. März 1895 geboren. Lei Ausbruch des Weltkrieges trat er als Kriegsfreiwilliger bei der Infanterie ein. Nach Genesung von einer Verwundung wurde er Flugzeugführer und blieb m dieser Eigenschaft bis zum Zusammenbruch 1918 an der Front. In die Heimat zurückgekehrt, schloß er sich einem Freikorps an und kämpfte in dessen Rechen in Berlin, Mitteldeutschland und Ober- Dann rückte er — mit einem energischen Klaps — den grünen Hut tiefer in die Stirn, drehte sich mn und ging rasch davon. Sehr groß, sehr breitschultrig Eine Ohrfeige für Roosevelt. Der chilenische Staatspräsident Rios sollte auf Einladung Roosevelts am 15. Oktober nach W a = shington reisen. Selbstverständlich: Um das Wort des Herrn zu hören, nämlich — Roosevelts! In seinem Uebermut hat aber der stellvertretende Außenminister der USA. S u m n e r Welles in einer Washingtoner Pressekonferenz Chife beschuldigt, daß es an der Versenkung ame- ibr schon zeigen, daß hier nichts zu erben ist für sie. Nun passen Sie mal auf, Fräulein! Kommen Sie ein bißchen abseits und sehen Sie zu. Die Alte wird ihn sich schon holen." Gegenstück zur dichtenden Romantik erblicken, in der nicht die zerflatternden Gefühlsmodulationen der Tieckschen Theaterstücke, sondern die klaren dramatischen Konturen Kleists die bleibenden und typi- pischen Werte geliefert haben. Auch diese Reihe der Peinerschen Tafelgemälde erhärtet die Erkenntnis, daß die Hintergründigkeit des Kunstwerks nicht aus Unklarheit geschöpft wird, sondern daß die Klarheit eben so bedeutend sein muß, daß hinter ihr nicht mehr genau faßbare Zusammenhänge als ein Gefühl von den letzten Dingen empfunden wird. Die Frucht dieses Entwicklungsganges, natürlich im großen gesehen, der vom Wandteppich über das Tafelgemälde wieder zu seinem Ausgangspunkt zurückkehrt, sind die in unwirkliche überirdische Farbe getauchten Wandteppiche der allegorischen Reihe und die für die Reichskanzlei bestimmten monumentalbetonten Entwürfe zu den Wandteppichen der Reihe „Deutsche Schicksals- schlachte n". Alles ip allem scheint uns das Wunder dieser Gralsburg in dem Gesetz zu sein, das der Künstler sich und seinen Schülern aufgab: Idealisierung des Natürlichen ohne Auflösung der natürlichen For- men. Wir nähern uns damit wieder dem antiken Himmel, dessen Götter auch Menschenantlitz^ trugen. Vielleicht bezeichnet dieser Grundsatz überhaupt den augenblicklichen Standort zumindest der bildenden Kunst, in Deutschland. Bis 1937 hat Peiner auf der Kronenburg als freier Künstler gelebt, umgeben und unterstützt von einem freiwillig sich unterordnenden Schülertreis. Zn Anerkennung der grundsätzlichen Bedeutung des Peinerschen Werkes hat Reichsmarschall Göring im Mai 1937 die Kronenburg zur Hochschule erhoben und sie unter dem Namen Hermann-Göring- Meisterschule für Malerei seiner persönlichen Förderung unterstellt. Die Satzungen sehen einen Höchststand von 15 Schülern vor und die Schule, deren von Fahrenkamp besorgter Bau als eine interessante Kombination nordischer und südlicher Bauelemente sich zwischen den Bunkern und Panzersperrlinien des Westwalls erhebt, kann die Eigentümlichkeit für sich buchen, die kleinste Hochschule des Reiches, ja vielleicht überhaupt der Welt zu sein. Seit dem Bestehen der Meisterschule sind neben einer Anzahl von Tafelbildern die Folge der Falkenjagdteppiche, eine Folge von zehn Gobelins mit It' „Höchst böswillig. „Ja", sagte der Mann mit einem gewichtigen Nicken, „das ist die sicherste Art, ihn umzubringen." „So!? Und wenn eine Katze kommt?" „Erstens", sagte der Mann gemütlich, „kommt hier keine Katze. Und zweitens, wenn doch dann sind wmzwei beide ja da, nicht titanischer Schiffe schuld sei, weil es nicht die B e < Ziehungen zu den Achsenmächten abgebrochen habe. Den gleichen Vorwurf hat er auch gegen Argentinien erhoben. Dabei ist die Politik Chiles und Argentiniens von eitler Vorsicht durchtränkt, die manchmal die Grenzen der Peinlichkeit nicht vermeidet. Aber dieser Tobak aus Washington war doch zu stark. Die chilenische und argentinische Presse hat energisch protestiert, obwohl sie zu einem sehr großen Teil achsenfeindlich eingestellt ist. Der chilenische Staatspräsident Rios hat nun .feines Washingtoner Besuch vorläufig abgesagt, und zwar mit folgender Begründung: ,Zch bedauere sehr, daß ich mich gezwungen sehen muß. Eurer Exzellenz (gemeint ist Roosevelt) mitzuteilen, daß die kürzlich in den Vereinigten Staaten in Umlauf gesetzten amtlichen Informationen über die internationale Lage meines Landes mich veranlassen, die Ehre, Eurer Exzellenz einen Besuch abzustatten, vorläufig aufzuschieben." Sumuer Welles redet sich heraus. Buenos Aires, 12. Oft (Europapreß.) Dec argentinische Außenminister gab am Sonntag bekannt, daß der argentinische Botschafter in Washington, Dr. Espil, dem Unterstaatssekretär Sumner Welles persönlich das Mißfallen der argentinischen Regierung wegen seiner Aeußerungen in Boston ausgedrückt und'ihn aufgefordert hat, die Tatsachen zu präzisieren, die seinen Aeußerungen zugrunde lagen. „Mr. Welles tat dies nicht und entschuldigte sich mit mllitärischen Gründen", wird in der Erklärung „Alliierte" unter sich besetzten Ort und noch zwei festungsartig ausgebaute Höhen nordwestlich Stalingrad. Dadurch zerschlug er die für einen Durchbruch vorgesehenen Ausgangsstellungen der Bolschewisten. Feindliches Ll-Boöt versenkt. Rom, 12. Oft (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag meldet u. a.: Eines unserer U-Boote unter dem Befehl von Kapitänleut- nant Raoul Galletti versenkte im mittleren Mittelmeer, ein feindliches U-Boot durch Torpedotreffer. Erster Flug ins Leben. Von Peter Mattheus. „Hoppla!" sagte der Mann mit dem grünen Hut Hinter ihm war etwas mit sanftem Platsch auf dem Boden gelandet. Als ter sich umdrehte, saß ein junger Spatz da, einer von denen, die die ersten Flugversuche machen. Er sah erschrocken zu dem großen Mann empor, sagte „Piep!" und hüvfte mit gespreizten Flügeln fort. Ziemlich ungeschickt. Eine Dame, die vorbeikam, blieb stehen und sah dem kleinen grau-braunen Federball voller; Mitleid zu. Dann klemmte sie resolut ihr Täschchen unter den Arm, bückte sich und versuchte, den Spatz zu fangen. „Piep!" sagte der junge Spatz sehr schrill. „Pip! Piep!? And hüpfte ängstlich flatternd fort. „Pst — Sie!" sagte der Mann mit dem grünen Hut. „Was machen Sie denn da?" „Sehen Sie ja — ich will ihn fangen", sagte die Dame spitz. „Hm — woll'n Sie ’n sich braten?" „Na, was Sie da reden!" sagte die Dame entrüstet. „Ich wohne hier. Ich will ihn mit hinauf- nehmen und füttern. Sie sehen 'doch, daß er ganz schwach ist, nicht? Und wenn er sich erholt hat, lasse ich ihn wieder fliegen." Führungswechsel in -er GA.-Gruppe Hessen Gruppenführer Bielstich Desai dlfWunsi iÄndeirkei besondere Lng an 2er sind imit Alp h des Me, auj 1 sollen t krs ,chm W Gest '«"gehör Meller zifioen R Mlebens 1 Präfidc Wngen M wer ,'too und veutM w, 7 dos K- «ji auch/ tienW lüi Mont x Mite -lhung' < -lerne du ; -Mslha Agent (Den dur Mlte ire der 1 xseille un Am Identer -z»rM item. Ui ler zu ' i eingela Zahressch in Rah' Hen Dick chalter u: Iju des seine Aus l Die 3i Set ft y- schlefien. ! Schon im Jahre 1922 schloß er sich in Ndunchen der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung an und trat in die Partei ein. Aus feiner einsatzfreudigen und kämpferischen Haltung heraus focht er . während der Kampfzeit in den Reihen der SA. in Hannover, wo er die Untergruppe Hannover führte. Am 1. Februar 1934 wurde er Stabsführer dec Gruppe Hessen, führte im Anschluß daran die Brigade 148 in Wetzlar und später die Brigade 48 in Marhurg (Lahn) bis zum Sommer des Jahres 1938. Dann erreichte ihn die Berufung zum Stabs- führer der Gruppe Oder. Bei Kriegsausbruch befand sich Gruppenführer Bielstich als Beobachter in einer Aufklärungsstaffel. Er nahm an den Feldzügen gegen Polen und iit Norwegen teil, wovon unter feinen Kriegsaus-. Zeichnungen in besonderer Weise der Narvik-Schlld zeugt Als Hauptmann der Luftwaffe und Angehöriger des fliegenden Personals eines Kampfgeschwaders war er auch an Luftangriffen gegen England beteiligt. Nach Ausbruch des Krieges im Osten kämpfte er in Nordfinnland und am Eismeer. So blickt Gruppenführer Bielstich auf viele Jahre kämpferischer Erfahrung und härtesten Einsatzes sowohl im Braunhemd als auch im feldgrauen Rock zurück. Mit der nunmehrigen Führung der SA.-Gruppa Hessen erwarten ihn neue und größere Aufgaben« Alle Angehörigen der Gruppe aber sind entschlossen, an ihrer Erfüllung unter seiner Führung im alten SA.-Geist mitzuarbeiten. ' Bolschewistischer Schwindel. Eine deutsche Richtigstellung. Berlin, 12. Okt. (DNB.) In der Einkefselungs- schlacht südlichdesLadogasees wurden nach Meldungen des OKW. vom 3. und 6. Oktober sieben bolschewistische Divisionen vernichtet und darüber hinaus weitere Divisionen und Brigaden schwer angeschlagen. Bei den vernichteten Divisionen handelte es sich im einzelnen um die 19. und 24. Gardedivision sowie die 191., 259., 265., 294. und 374. Schützendivision. Schwer angeschlagen wurden die 16., 24., 98. und 122. Panzerbrigade, das 501. und 507. Panzerbataillon sowie die 22., 23., 33., 53., *137. und 140. Schützenbrigade. Bei diesen Kämpfen erlitten weiterhin die 11., 327., 372. und 376. sowjetische Schützendivision schwerste Verluste. An diesen vom OKW. gemeldeten Tatsachen können bolschewistische Falschmeldungen und Dementis ebensowenig ändern, wie das Verfahren der Kommissare, neu herangeführte Truppen mit den Nummern der vernichteten Einheiten zu versehen, um so die Existenz der aufgeriebenen feindlichen Verbände zu beweisen. Die bevorstehende Veröffentlichung weiterer deutscher Berichte und Kampfschilderungen vom Ladogasee wird die wirklichen Tatsachen stärker untermauern, als sie die jüdisch-bolschewistischen Lügen zu verschleiern vermögen. Auch die sattsam bekannte Methode der Bolschewisten, Siege auf dem Papier zu erfinden, hat neue Blüten getrieben. Seit längerer Zeit meldeten die Bolschewisten von der Leningrad-Front Erfolge im Raum von Sinjawino, einem Ort weit hinter den deutschen Stellungen. Da den Bolschewisten ihre sogenannten Erfolge offenbar selbst unheimlich geworden sind, haben sie soeben schleunigst eine deutsche Offensive erfunden, die aber den deutschen Truppen keine Erfolge gebracht habe. Immerhin gibt diese neue Lüge den Briten die Möglichkeit, von hohen deutschen Verlusten in diesem Abschnitt zu phantasieren. An diesen ganzen Meldungen von bolschewistischen Erfolgen und abgewehrten deutschen Angriffen ist kein Wort wahr, so daß auch die behaupteten Verlustzahlen der deutschen Truppen jeder Grundlage entbehren. Weitere Lügen der britischen Regierung Berlin, 12. Okt. (DNB.) Aus den Aussagen der beiden überlebenden deutschen Soldaten, denen es gelang, auf der Insel Sercq aus der englischen Gefangenschaft zu entkommen, werden weitere Einzelheiten bekannt, die die amtliche Erklärung der britischen Regierung vom 10.Oktober Lü- gen strafen. Die Briten haben bekanntlich behauptet, sie hätte die Hände der deutschen Soldaten aus dem Grunde gebunden, damit die Männer, die die Gefangennahme durchführten, sie durch Unterhaken der Arme abführen konnten. Demgegenüber haben die beiden deutschen Soldaten bei ihrer Vernehmung ausgesagt, daß sie nicht untergehakt wurden. Die fünf deutschen Gefangenen wurden durch je zwei Engländer gefesselt und abgeführt, wobei jeweils ein Gefangener allein vor zwei Engländern hergehen mußte. Der von den Engländern zum Rückzug benutzte Weg ließ ein Nebeneinandergehen von drei Personen auch nur an ganz wenigen Stellen zu. Die britische Regierung hat in ihrer Erklärung den feigen Mord an wehrlosen deutschen Gefangenen weiter damit begründet, daß die Gefangenen auf dem Wege zu den Booten an von den Deutschen besetzten Kasernen hätten vorbeigeführt werden müssen. Auch diese Behauptung ist falsch. Don der Stelle, wo die fünf deutschen Soldaten gefangen genommen wurden, bis zur Anlagestelle der Boote führte der Rückzugsweg an keiner weiteren Truppenunterkunft und auch nicht an anderen Gebäuden vorbei. Das einzige Gebäude im' Umkreis von 100 Meter ist ein kleines, unbewohntes und baufälliges Haus, das noch nie mit Truppen belegt war. Das Ritterkreuz. Berlin, 12. Okt. (DNB.) Der Führer vttlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Erwin Iänecke, Kommandeur einer Infanterie-Division; Major Wilhelm Knetsch, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Hauptmann Konrad L y h m e, Bataillonsführer in einem Infanterie-Regiment; Oberleutnant Klaus Hilgern a n n , Chef der Infanteriegeschütz-Kompanie eines J.-R.; Oberfeldwebel Ernst Kruse, Zugführer in einem Panzergrenadier-Regiment und Obergefreiten Fritz Faust, in einem Infanterie-Regiment; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Oberleutnant Stry, Flugzeugführer in einem Sturzfluggeschwa- der, und Leutnant Kutscha, Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader. * Major Wilhelm Knetsch, am 26.2.1906 als Sohn des Archivars Knetsch in Marburg.an der Lahn geboren, stürmte an der Spitze seines Bataillons in erbitterten Häuserkämpfen einen vom Feinde der Darstellung foer weiblichen Tugenden, Entwürfe 3it acht Gobelins „Festzüge der Planeten" und schließlich die zwischen 1939/42 geschaffenen Entwürfe zu den Schicksalsschlachten der deutschen Geschichte; „Teutoburger Wald", „Ungarnschlacht Heinrichs I.", „Schlacht' bei Wien gegen die Türken", „Marienburg", „Kunersdorf" und „Leipzig"; ferner zwei Themen über die Schlachten dieses Krieges, die dem Künstler erst später aufgegeben werden. Gerhard Aichinger. „Ach —!" sagte die Dame ganz gerührt. „Ach! Sowas!" j Irot'ff „Ja, ja", sagte der Mann und nickte, „ob das nun • ~ ..... * ........ . »st NSG. Gruppenführer Diel, Ausscheiden von Gruppenführer Dörnemann vom Führer mit der Führung der SA.-Gruppe Hes- fen beauftragt wurde, kommt von der Gruppe Oder, wo er bis zu feinem Kriegseinsatz zuletzt als Stabsführer tätig war. Indessen ist er für die Gruppe Hessen kein Fremder, hat er doch jahrelang zuerst als Stabsführer und dann als Brigadeführer in ihr gewirkt. So kann die Gruppe Hessen als ihren neuen Führer, einen alten Mitkämpfer ihrer eigenen Reihen begrüßen, der Männer und Verhältnisse der Gruppe aus eigener Anschauung und eigenem Als Beittag zu den Kriegszielen der USA. hat dieser Tage die amerikanische Wochenzeitschrift „Life" in einem offenen Brief an das englische Volk die Aufforderung an die Briten ergehen lassen, den Kampf für das britische Empire einzustellen, da die Amerikaner sicherlich nicht da- ür kämpften, das englische Weltreich zusammenzuhalten. Diese Aufforderung, die ganz in der Linie der Rooseveltschen Erbschleicherpolitik liegt und die zweifellos aus dem Weißen Haufe veranlaßt worden ist, hat natürlich in England lebhaftes Aufsehen erregt und ist vor allem dem englischen Kriegsverbrecherkumpanen schwer ins Gebein gefahren. Damit man aber ja in London nicht auf den Gedanken käme, diese Ausführungen der Zeitschrift „Life" als literarische Expektoration abzutun und über sie zur Tagesordnung hinwegzuschreiten und damit die britischen Spießgesellen auch nachträglich an den Emst der Situation erinnert werden, hat die Rooseveltklique die Ausführungen der Zeitschrift „Life" gleich kräftig dadurch unterstrichen, daß sie durch amerikanische Truppen -die britischen Bahrein-Inseln kurzerhand besetzen ließ und damit dokumentierte, daß das, was bis jetzt zum britischen Empire gehöre, in Zukunft von den USA. als Eigentum betrachtet werde. Die Bahrein-Inseln sind seit 1861 englisches Protektorat, und weder die Araber noch der Schah von Persien, die beide lebhaftes Gelüste nach diesen Inseln hatten, konnten das erreichen, was jetzt die Amerikaner mit einem Handstreich zustande brachten. Im übrigen ist diese Besetzung der Bahrein-Inseln durch amerikanische Trup- Sen durchaus keine sensationelle Angelegenheit. Die merikaner haben sich ja aus der britischen Erbschaftsmasse bereits viel bessere Rosinen herausgepickt. Daß jetzt auch die Bahrein-Inseln daran glauben müssen, ist nur insofern ein pikantes und ausfälliges Ereignis, als die Besetzung ungefähr im gleichen Augenblick vollzogen worden ist, als man in den USA. die Aufforderung plakatiert hat, die Briten sollten von ihrem Kampf für das Empire flotte, die es jemals gegeben habe. Sie werde nach dem Kriege die größte Aufgabe haben, den internationalen Handel in aller Welt wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Diese Werbuna wird noch mit Versprechungen höchster Heuer besonders schmackhaft und verlockend gemacht. Das zmückgehattene Kriegsmaterial der LlSA. Stockholm, 13. Okt. ^Europapreß.) Heber wachsende englische Kritik an der Unzulänglichkeit der nordamerikanischen Kriegsmateriallieferungen berichten schwedische Korrespondenten am Montag aus London. Es scheint in London der Eindruck vorzuherrschen, daß diese Kritik an dem nordamerikynischen Bundesgenossen mit dem offenen Brief des „Life" in einem gewissen Zusammenhang steht. Im besonderen beklagen die Blätter, daß die nordamerikanische Regierung einen erheblichen Teil der Rüstungsproduktion für die Ausrüstung von Armeen zurückhalte, die frühestens in zwei Jahren in Aktion treten könnten. Bezeichnend für die Stimmung ist die von Garvin im „Sunday Expreß" ausgegebene Devise: „Vereinigte Nationen — vereinigt euch!" Dabei beklagt Garvin, da es nicht einmal zwischen Washington und London ein Uebereinkommen über eine gemeinsame Strategie gäbe, geschweige denn zwischen den angelsächsischen Mächten und Moskau. Andere Blätter kommentieren die Entwicklung der letzten Wochen in ähnlichem Sinne und verzeichnen dabei auch das Gerücht, wonach Stalins Klage über feine Verbündeten durch das Ausbleiben einer fest gugefagten größeren Sendung nordamerika- n i scher Flugzeuge ausgelöst worden sei. Die „Daily Mail" fordert in diesem Zusammenhang erneut einen Vereinigten Generalstab mit einem gemeinsamen Oberbefehlshaber, der nach Auffassung des konservativen Blattes auch unbeschränkte Vollmachten für die Verteilung des Kriegsmaterials auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen haben müsse. Dabei werden die USA. eindeutig angeklagt, von ihrem Kriegsmaterial allzuviel zurückzuhalten und damit die Position Englands zu gefährden. Zur Rachschubregelung nach USA. entsandt. Lissabon, 13. Oft. (Europapreß.) Der britische 23erforgungsminifter hat, wie die „Times",berichtet, General Walter V e l l i n g zum Generaldirektor der britischen Versorgungsabteilung in Washington ernannt. General Velling war bis. vor kurzem Gene- ralquartiermejfter der britischen Armee und geht als Zivilperson nach Washington. Er wird Nachfolger des kanadischen Industriellen Eduard P. Taylor, der diesen Posten feit August 1941 innehatte. Angesichts der Spannungen wegen der Zuteilung des nordamerikanischen Kriegsmaterials an England hat man es anscheinend vorgezogen, einen Engländer und nicht einen Kanadier auf den wichtigen Beschaffungsposten zu setzen, dazu noch einen General, der die Versorgung der Truppe anders befürworten und durchdrücken kann als ein Zivilist. So ihm das gelingt. su gliebi Hichte in üing, die Mbatentin Bin Völl er übei «idjte, Dr 3 Büchel satur, bi ammg ei ( Wem ispiel bei ün Austo mbenb Ei ft Der i «lthove W Wied tönbigen ,Meinen Sie?" sagte die Dame zweifelnd und stellte sich abwartend neben ihn. „Jawoll — das meine ich!" Etwa eine Minute lang geschah gar nichts. Dec kleine Spatz faß auf den Steinen und sagte durchschnittlich alle zehn Sekunden „Piep!" Dann löste sich plötzlich ein Schatten aus dem nächsten Baum, und gleich darauf saß die Mutter neben dem Kleinen. Sie sagte sehr viel, die Alte. Und ihr Tonfall klang höchst energisch. Offenbar war sie nicht ganz zufrieden mtt ihrem Kind. Dann flog sie jäh auf einen Mauersims, drei oder vier Meter entfernt' und etwa mannshoch über der Erde, und zwitscherte von oben weiter. „Na —?" sagte die Dame gespannt. Im selben Augenblick breitetet der Kleine unten die Flügel aus, tat ein paar ungeschickte Hovsec und landete ziemlich glatt neben der Mutter auf dem Sims. Er sagte zweimal höchst befriedigt „Piep!" Die Alte ließ ihm Zeit, sich zu verpusten. Eine Weile saßen die beiden still auf dem Mauersims. Dann flog die Alle blitzschnell auf den untersten Zweig des nächsten Baumes, kehrte zurück, flog wieder auf den Zweig, kehrte abermals zurück und flog zum drittenmal. Diesmal blieb sie auf dem Zweig sitzen und lockte. „Piep!" klang ihre Stimme tief und voll zwischen den Blättern hervor. Und „Piep!" klang es vom Mauersims — schrill und ängstlich. „Jetzt passen Sie auf", sagte der Mann mit dem grünen Hut. „Jetzt passen Sie auf — sie hat 's chm gezeigt." Mit einemmal — purr — segelte der Kleine vom Sims und flatterte — unsicher zwar, aber doch ganz kräftig — hinüber zu dem Zweig. Er erreichte ihn. Und in einer Orgie vom wechselseitigen Pieps hüpfte er hinter der Alten her, höher hinauf, dem Stamm zu. t R( Nefcun 'joren $ L"» em Ä i d° ,'Anen •8 ■ M 8h r 5r Genf, 13. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die. Londoner Presse vom 12. Oktober zeigt, daß der in den amerikanischen Zeitschriften „Fortune" und „ßrfe" erschienene „offene Brief an das britische Volk" die Gemüter in Großbritannien weiter stärkstens beschäftigt. Der diplomatische Korrespondent der „Times" spricht dabei von einem „Angriff auf Großbritannien" und sagt, der Artikel habe sehr viel böses Blut gemacht. Britischerseits werde man die Aufmerksamkeit der USA.-Regierung „auf diesen höchst böswilligen Artikel" lenken. USA. wollen auch die britische Handelsflotte erben. Lissabon, 12. Oft. (Europapreß.) Die Nord- ameritaner sind anscheinend entschlossen, nachdem sie inzwischen die Engländer aus den meisten internationalen Schiffahrtswegen hinausgedrängt haben, diese Posittonen für immer zu behaupten und damit das Erbe des dem Untergang geweihten britischen Empires auch auf diesem Gebiet anzutreten. Das Mißtrauen der Engländer gegen ihren Bundesgenossen, das sich darin ausdrückte, daß, sie die nordamerikanische Küstenschiffahrt, die Verbindungen zwischen Südamerika und England oder Amerika und Afrika sowie Amerika—Oftafien erst auf stärksten Druck der USA. aufgaben, ist daher verständlich. Aus dey Werbeplakaten der USA.-- Schlffahrtsbehörde, Die jetzt in allen Teilen der Vereinigten Staaten Mannschaften für die Todesfahrt über die von den U-Booten der Achsenmächte beherrschten Meere werben sollen, heißt es u.a., die USA. brauchten die größte Handels- Nie Gralsburg in der Eifel. Das Werk Werner Peiners. Nicht jedem Künstler ist das Glück so vollkommenen Sieges beschieden gewesen wie Werner Peiner; dem Impressionismus bei Bejahung der Farbe die klare Form einer monumentalen Linie, Dem Expressionismus bei Bejahung der Linie den feftbeftimmten gedanklichen Inhalt feiner malerischen Komposition entgegensetzend, wuchs er aus der Zeit über sie als Künder des Neuen. Das Haus und die Ateliers, die sich Der DüsselDorfer „Sezef- sionist" auf einem Hügel Der Eifel, dicht unter Den Ruinen Der Kronenburg, gebaut hat, würde wohl noch heute von Gegnern berannt werden, hätte nicht das Ereignis Des Jahres*1933 aus Dem Trutzbau eine Gralsburg gemacht. So ist ihm Verkündung und Erfüllung, Revolution und Sieg, Aussaat und Ernte vom Schicksal zugemessen worden. Die weihevolle Abgeschiedenheit der Allegorie, der Glanz eines Wundersehnsuchtshimmels liegt über dem Werk, das auf Der Kronenburg entsteht: die Entwürfe zu Dem von Reichsmarschall Göring und Reichsminister Speer für Die repräsentativsten Bauten Des neuen Deutschland in Auftrag gegebenen Wandteppiche. Hier also formt sich ein künstlerisches Antlitz, das bestimmt ist, sich als typische Prägung unserer Zeit kommenden Geschlechtern zu überliefern. Peiner ist bald nach Dem Weltkrieg hauptsächlich durch Gobelin-Entwürfe bekanntgeworden. Später erst folgen Tafelgemälde, vor allem Die für Die Entwicklung Des Künstlers besonders wichtigen afrikanischen Bilder, die zum Teil auf Den Ueberseeschiffen „Europa" und „Bremen" zu sehen gewesen sind, und mit Dem nachhaltigen Eindruck, den sie hinterließen, Peiners Namen entscheidend durchsetzten. Minutiöse Detailausführung, eine stark betonte klare zeichnerische Linie bekommen in diesen Bildern durch ein raffiniertes Kolorit fast überirdisches Leuchten. Der angestrebte Zweck, den Eindruck eines paradiesischen Landes hervorzurufen, appelliert an ein unbestimmtes Sehnsuchtsgefühl, und es ist interessant, daß die Auslösung dieser Impression eines nicht genau Abwägbaren nicht durch unbestimmte Farben, sondern durch eine betonte Klarheit erreicht wird. Man kann hier ein und sehr männlich. Und ein kleines bißchen verlegen. 'S 5’K rhS Sh Frankreich und das neue Europa. llNg Zch 'bin nicht neu. Meil iiuiiu iiuvc. . , ... Las in meinen Kräften steht, will ich für 6 g uv. \ Miß- „Verzeihen Sie' l'-hk rot habet, „Sie f| icht die Le I ichten üb'I hat er audjl : die Politik I orsicht durch- : Peinlichkeit > Washincha argentinische sie zu einem teilt ist. Der nun .feireit esagt, unb 3d) bedauere muß, Emer zuteilen, datz in in Umlauf über die in» , veranlassen, h abzustM heraus. fpapreß.) 2)tt Sonntag bc- otschaster i Unterstaat- chdasMih' iegierung n ausgediM jjen zu W\ irunde lagert tschuldigte Ft: derEckämz ^oeiselnd und «nichts^ i sagt- * * !" Dann W Lchsten W i dem KleiE Tonfall licht entfernt’^ zwitschert-°« Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath .schickte S* 'irdlgt Bild wurde vor sechs oder f^ben Jahren genommen", antwortete Karen, ohne ^orester- Wrzung zu bemerken oder ohne sie sich rtch g ?j< beuten; „Malte Brackmann tft heute etwa dret ' dreißig Jahre alt" nne^| liemahh8 ^ppe fiei I upPeZI «Sl öf ,b 'isenil ,a« M °°n Li ^1918 61 *> Htoß g I u> Md und Ober. I ^Müncheill ^Iatzfteudi.1 15 focht | der SA. \A 2? Ssührer bei) die Bri.I -ongade 481 ^des Jch«I )um Stab-.! uppenführekl rungsstchl. nen und in| ^riegsauL-I larvik-Schilll und Ange- les Kamps. I risten gegen Krieges im rm Eismeer. viele Iah« Einsatzes so. grauen Rock EA.-Gruppe e Aufgaben, entschlossen, mg im alten it Ä j g-Äkt^ W"., 17 Agenten des britischen Jntelligence-Service Mden durch die französische Polizei in Marseille erhaftet. In ihrem Besitz sind ausführliche jläne der wichtigsten Jndustriebezirke von Marseille und Umgebung gefunden worden. Kunst und Wissenschaft. Deutsche Stipendien für ausländische Dichter. Pei einer Zusammenkunft auf der Wartburg, die ie zur Zeit in Weimar weilenden 55 ausländischen ):chter und Schriftsteller vereinigte, gab der deutsche ^hriftsteller Wilhelm E h m e r die Schaffung von vei Stipendien für ausländische Dichter und Schriftsteller bekannt, um ihnen die Möglichkeit zum itensiven Kennenlernen des deutschen Boltes und kulturlebens zu verschaffen. Es sollen dazu von em Präsidenten der Vereinigung, Dr. Hans C a • olja, in jedem Jahre zwei Ausländer zu einem Mährigen Studienaufenthalt in Deutschland ein- pldben werden, wobei es den Gästen freigestellr d, wo und in welcher Form sie ihre Eindrücke jt Deutschland sammeln wollen. Die Ankündigung bni begeisterte Zustimmung bei den ausländischen Kickern. Umgekehrt wurde eine Anzahl deutscher Kicker zu Aufenchalten und Vorträgen im Aus- dni eingeladen. Zahresschau des deutschen Schrifttums 1942. Jin Rahmen der Veranstaltungen des ouro- Mchen Dichtertreffens in Weimar eröffnete Reichs- achalter und Gauleiter Sauckel die Jahres- hau des deutschen Schrifttums 19 42, te eine Auswahl des besten Schrifttums des Jahres M Die Jahresfchau umfaßt rund 690 Titel, un- efchr 70 mehr als im vergangenen Jahre. Die kchcm gliedert sich in eine Abteilung Politik und Geschichte und eine Abteilung Dichtung und Unter- küung, die erste enthält Bücher „Führer und Volk", Mdatentum", „Kampferlebnis", „Die Front der maen Völker", „Deutsche Geschichte", „Weltpolitik", Mer über die Front des Gegners, die zweite kedichte, Drama, Romane, Erzählungen, vor allem lud) Bücher für die.^Jugend und unterhaltsame tiieratur, die für die Front zur Erholung und Ent- ■atmung ebenso wichtig ist wie für die Heimat. Edwin Fischer in Budapest. lRachdem die Budapester Konzertsaison mit dem lostspiel der Berliner Philharmoniker einen glanzten AuftaEt genommen hatte, bedeutete ein Kla- pivbend Edwin Fischers einen weiteren Höhe- mutt. Der deutsche Pianist machte die Sonatenwelt leetb o ü e n 3 lebendig und erntete für seine voll- iüete Wiedergabe von einem vollbesetzten, kunst- lirständigen Hause begeisterte Beifallskundgebungen. Aus aller Welt. Gefallenenehrung durch Tokenbretter. Auf Wunsch des Reichsstatthalters Dr. Scheel wird «sAndenken der Gefallenen des Gaues Salzburg | besonderen Heldengedenkstätten geehrt. In An- knung an die im Gau althergebrachten Toten- fettcr sind schlichte Denkmäler entworfen worden, Vve, mit Alpenblumenbildern geschmückt, die Perso- Walien des Gefallenen verzeichnen. Die Helüen- sfitbhöse, auf denen die Totenbretter aufgestellt wer- iitn, sollen in den Gemeinden an. landschaftlich be- firbers schönen Stellen angelegt werden. Die gört »rrische Gestaltung und Pflege übernehmen neben hr Angehörigen die Frauenschaft und die Jugend. Sorefter starrt- sichtlich bestürzt auf die Photo- ”• — - stammelte er und wurde im uuuki, sprachen immer von einem WtiinD Ihres Vaters, aber das hier ist IQ ein klchy, 1).Oktober. (Europapreß.) Vor etwa 600 ^zösischen Zeitungsdirektoren sprach Unterrichts- Mter B o n n a r d über die neuen Ausgaben der ir.nzösischen Presse. Ihre Aufgabe fei es, für die klahrheit der politischen Nachricht zu sorgen und fiir das neue Europa zu kämpfen. An die zelle der Gerüchtemacherei müsse, fuhr Bonnard fort, das KollLktivgewissen des französischen Volkes steten. Der französische Unterrichtsminister streifte bann auch das Problem des Arbeitseinsatzes von Zranzosen in Deutschland und betonte in diesem Zu- kcknenhang, daß Frankreich den Weg zum heuen Europa gehen müsse. Am Montagvormittag hatten Marschall Pötain W Ministerpräsident Laval eine längere Be- j[prtf)ung, in der sie alle aktuellen vylitischen Tages- brableme durchgingen. Im Anschluß hieran empfing tot Marschall den Staatssekretär Lucien Romier. ^gestellt. „Der argentinische Botschafter machte hinaus, nachdem er auf den freundschaftlichen Geist 8« Beziehungen zwischen Argentinien und den hmgewlesen hatte, den Unterstaatssekretär auf >- übereilten Charakter seiner Beschuldigungen °uf .d°- Unbehagen, das dieser Zwischenfall in bei offiziellen Kreisen und der öffentlichen Meinung bsq-ntimens heroorgerusen hat, aufmerksam", stießt die amtliche argentinische Bekanntgabe fJai» sagte er herzlich. h-ff° nur, daß ich Sie S "SÄ “en”tarnen Malte Brackmann nie 11 y Wtt?" ** k , Irlich gestanden, grüble ich, sA Sie den Namen nv.t« mit W ?jir. >rftenmal aussprachen, vergMlch.Gruber nach, bat 's ich ihn unterbringen soll. Mir ist so,„als ob ‘ mir schon einmal begegnet sei, aber .. . >-rKleivs^ Soren Öffmte ihre Handtasche. Sie Brackmanns Bild. Es war das. kleine Photo . ihrem Album. Sie hatte es sorgpaltig heraus- a'i»?; ritt:.-. ften. bem umcu wui, - auf den ich glaube, daß ich Ihre rte zurück, R honen sehr nötig habe." ! { ^(ic irt moinon 6*T ^Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) chören Sie, Frank, sagte sie, „ich bin Ihnen Hit Erklärung schuldig ..." , , .. Li.. ..:^1 ..^ugierig, Karen", unterbrach er sie, sind zu keiner Erklärung verpflichtet. Ich ahne, K ein Geheimnis dahinter steckt. Sprechen Sie !ite nicht, wenn Sie glauben, daß Sie mir eine plarung deshalb schuldig seien, weil ich mich be- * , Ihnen Ihre Ausgabe ein wenig yi erleich- pi Das ist eine Selbstverständlichkeit. i .Mein, Frank, ich will Ihnen Brackmanns Ge- falc erzählen, weil ich Ihnen vertraue und well -ieie bitten will, mir auch in Zukunft beizustchen Hilfe und Ähr Der- Aus -er Giadt Gießen. Oie Feldpostnummer. Sie ist nun die Nummer unseres Telephons wie die unseres Postscheckkontos. Sie ist uns Hausnummer und Nummer unseres Autos, das wir einst' fuhren. In ihr hat sich das ganze System der uns im Privatleben umstellenden Zahlen vereint, ohne das wir nicht leben zu können glaubten. Nun aber stellen wir fest, daß es dennoch geht. Vieles ist einfacher; wechselten wir früher den Ort, wieviele Umstellungen waren notwendig. Ohne sie ging das alles nicht. Nun sind wir fast täglich andernorts. Immer begleitet uns nur diese eine Nummer, unter der wir erreicht werden. Wunderbar sicher. Sei es im Straßengraben, fei es im Eisenbahnwagen, sei es zwischen der Pracht eines geplünderten Schlosses oder im Elend zerschossener Hütten, überall erreichen uns die Stimmen der Heimat, die sich einst eines komplizierten Zahlenapparates bedienen mußten. Keine Straßenbahnnummer, keine Autobusnummer, keine 0-Bahn und auch keine Nummer eines V-Zuges schafft es mehr. Wir machen unsere Witze darüber irgendwo draußen im Dreck. Benennen die Feldbahn nach der Nummer der Straßenbahn, die daheim vorbeibimmelt. ♦ Ader das alles ist nicht unser Ernst. Im Stillen warten und hoffen wir sehnsüchtig auf die Briefe und Päckchen mit unserer Nummer im Felde, unter ber wir, getarnt, die kriegerische Welt durchkämp- fen. Sie ist die Kappe, die uns unsichtbar macht. Ähr Geheimnis zu lüsten bedeutete unter Umständen, genau so wie in jenem, Märchen vorn Glück der Unsichtbarkeit, unseren Verderb. Unter diesen wenigen Zahlen verstecken sich ganze Heere von Männern und die Furchtbarkeit ihrer Waffen für den Feind. Dieses Schweigen zu wahren wird jeden, der ihm verpflichtet ist, zum Gelöbnis. Die Nummer unseres Telephons und unseres Automobils haben wir draußen bald vergessen. Unsere Feldpostnummer aber, die wie der Schlüssel zur schwersten Zeit unseres Lebens in uns ist, werden wir nicht sobald verlieren. Die läßt sich auch nicht auswechseln. Das Leben verdichtet sich unter ihr zum Leben eines Soldaten. Das heißt, es bleibt uns nur noch das Wesentliche. Friedrich Georg Hantzsch. Marinetreffen in Gießen. Am kommenden Samstag und Sonntag wird in unserer Stadt eine Tagung des NS.-Marinedundes im NS.-Reichskriegerbund, Landesverband Fulda- Werra stattfinden. Dazu wird eine Abordnung der Kriegsmarine, bestehend aus einer Anzahl U-Boot- Männern mit einem Musikkorps der Kriegsmarine, als Gast der Gießener Bevölkerung erscheinen. Die U-Boot-Männer werden bereits am Freitag um 18.40 Uhr hier eintreffen. Zu ihrem Empfang werden mit den Mitgliedern der Gießener Marinekameradschaft u. a. auch Mädels vom BDM. am Pahnhof fein, um dort die wackeren 9)länn^r der Kriegsmarine mit Blumensträußen zu schmücken und ihnen damit einen sinnigen Willkomm in unserer Stadt zu entbieten. Nach der Begrüßung am Bahnhof werden die U-Boot-Männer mit ihrer Kapelle an der Spitze/in die Stadt einmarschieren und sodann von jungen Kameraden der Marine-Hiller- Jugend zu ihren Quartieren geleitet. Für den Samstagmittag ist eine Begrüßung der U-Boot-Männer durch die Stadt in der Universität vorgesehen, wobei als Vertreter der Gießener Bevölkerung Bürgermeister Dr. Hill sprechen wird. Von den weiteren Veranstaltungen dieses Tages ist ein Abend im Theater hervorzuheben, bei dem Kreisleiter Backhaus als Hoheitsträger im Kreise Wetterau eine Begrüßungsansprache an die Seemänner halten wird. Ferner ifh.für Samstagnachmittag eine interne Kameradschaftsführertagung des Landesverbandes Fulda-Werra unter Vorsitz von, Admiral K l ü p f e l vorgesehen. Am Sonntagoormittag wird eine große Kundgebung im Gloria-Palast, stattfinden, bei der der Bundesführer Admiral Klüpfel und ein U-Boot- Kommandant und Ritterkreuzträger Jpredjen werden. Nachmittags findet ein Besuch des Schiffen- bergs statt. Der Tag wird abends feinen Ausklang im Theater finden. An beiden Tagen werden Platzkonzerte des -Mu- fikkorps der Kriegsmarine die Bevölkerung erfreuen. Die Veranstaltungsfolge für dieses Marinetreffen ist im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes enthalten. verdunkelungszett: 13. Oktober von 19.33 bis 7.14 Uhr. „Dreiunddreißig", wiederholte der dreißigjährige Frank Forester sinnlos und etwas verwirrt; es war, als erwache er aus eine Betäubung. Pber^er faßte sich sehr schnell und blickte eifrig auf das Bild, als wolle er sich Brackmanns Züge unverlierbar ein» prägen. Weiß der Himmel, was er sich unter Brackmann vorgestellt hatte. Da Karen ihn immer nur „einen alten Freund ihres Vaters" genannt hatte, hatte Forester nie vermutet, es könne sich bei diesem Familienfreund um einen Mann seines Alters handeln. w „Brackmann schenkte mir das Bild vor sieben Jahren", sagte Karen; „ich war. damals ein kleines Mädel, genau vierzehn Jahre alt. Ich bekam das Bild an meinem Geburtstag, und Malte Brackmann schrieb mir dazu einen Erinnerungsvers in ein Album, das mir meine Mutter eben zu meinem vier- zehnten Geburtstag geschenkt hatte. Ein paar Monate später verschwand Malte Brackmann plötzlich. Sechs Jahre lang blieb er verschollen. Gestern abend tauchte er wieder auf ..." Forester reichte Karen das Bild zurück. Sie warf einen Blick auf die Photographie, bevor sie das Bild wieder in ihrer Handtasche verwahrte. Ihre Augen glitten nur flüchtig darüber hin, dennoch glaubte Forester eine Veränderung ihres Ausdruckes zu bemerken, und im selben Augenblick verspürte er einen heftigen, ziehenden Schmerz und ein deutliches Gefühl der Verzagtheit. „Heute nacht erfuhr ich von meinem Vater zum erstenmal die volle Wahcheit, aus welchem Grund Brackckann damals verschwand. Ich will Ihnen die Geschichte, so gut ich es vermag, erzählen ..." ^ 5. Kapitel. Sie saßen beide auf /einer Steinbank an der Plaza Colon, und Forester hörte von Karen Brackmanns Geschichte. Die Geschichte der Gründung und des Brandes von Buena Esperanza, von Hmslan- ders Unglück, von Brackmanns Verhaftung und dem niederträchtigen Streich, der zu feiner Verurteilung geführt hatte. Karen erzählte ihm rückhaltlos alles, sie sprach von der verhängnisvollen, unentschuldbaren Trägheit ihres Vaters, und sie zögerte nicht, Dor dem Bücherschrank. Zur neuen Büchersammlung der MSOAp. - Beweise deine Dankbarkeit. Nacht liegt über kriegszerstürtem Land. Rechts und links des Weges ragen schattenhafte Konturen, Häuser, Katen, Ruinen. Von vorn, von da, wo am Horizont die Schlacht herübergrollt, wo Blitze zucken und Feuer brennen, marschiert eine kleine Einheit deutscher Truppepn in dieses gottverlasiene sowjetische Nest. Ruhe, ein paar Tage Ruhe nach hartem, erbittertem Kamps, nach Tagen siegreicher Bewährung. Ja, nicht immer flehen Infanterist und Panzergrenadier, Artillerist und Pionier im Feuerhagel der Angriffs- oder Abwehrschlachten. Nicht ununterbrochen stößt der deutsche Flieger wie ein Habicht gegen den Feind. Nicht immer hat die U- Book-Besatzung feindliche „Pötte" vor dem Rohr, jagen unsere Schnellboote der britischen Küste zu, sind die Einheiten der Kriegsmarine draußen auf See. Nicht immer also ist der Soldat in das große Geschehen des Krieges unmittelbar eingespannt. Es gibt auch manchen ruhigen Tag; es gibt oft Zeiten langen Wartens. Was tut der Soldat dann? Womft beschäftigt er sich in seinen dienstfreien Stunden? Der Landser weiß vieles, womit er sich und seine Kameraden unterhalten und erfreuen kann, womit er sich sinnvoll die Zett vertreibt. Am lieb- S'in aber ist ihm ein Buch, ein gutes Buch. ücher kann der Landser nicht genug bekommen; jedes bedruckte Blatt wird wie ein kostbarer Schatz bewahrt, wird als wertvolle Gabe weitergereicht, wird gelesen und immer wieder gelesen Wieso immer wieder gelesen? mag da mancher verwundert fragen. Haben unsere Soldaten nicht genug Lesestoff? Haben nicht die drei großen Büchersammlungen der NSDAP, für die Wehrmacht Millionen guter Bücher erbracht, Millionen Bücher, die an die Front, in die Lazarette, an Einheiten im besetzten Gebiet und in der Heimat gegangen sind? Gemach, guter Freund! Wohl sind allein aus der dritten Büchersammlung her NSDAP, insgesamt 46 700 Büchereien an die Wehrmacht übergeben worden, wohl sind bei den drei ersten Büchersammlungen insgesamt 25 Millionen Bücher zusammengekommen, aus denen wett über 100 000 Büchereien zusammengestellt werden konnten, wohl hat sich also auch hier die Gebe- freudigkeit unseres Volkes glänzend bewährt, aber das alles reicht trotzdem nicht aus, den Lesehunger unserer Soldaten, den Bücherbedarf unserer Wehrmacht auch nur annähernd zufriedenzustellen. Weitgedehnter als je sind die Fronten, mehr deutsche Männer als je stehen unter den Waffen, aufmerksamer denn je werden heute die endlosen Grenzen des deutschen Machtraumes gehütet — von deutschen Soldaten, denen ein gutes Buch bester Kamerad sein kann. Und weil der Bücherbedarf so ^roß ist, wett neue Büchereien geschaffen werden muffen, die unseren Soldaten Freude, Entspannung und Erbauung in ruhiger Stunde bringen, deshalb ruft die NSDAP, das gesamte deutsche Volt zur 4. Büchersammlung für die deutsche Wehrmacht ^llfred- Rosenberg-Spende) auf. Alle Dienststellen der Partei, ihre Gliederungen unb angeschlossene Verbände werden diese Büchersammlung, die am 17./18. Oktober durchgeführt wird, tatkräftig und nachdrücklich unterstützen. Aufgabe des gesamten deutschen Volkes aber ist es, die 4. Büchersammlung ebenfalls zu einem besonders großen Erfolg werden zu lassen, einem Erfolg, der unseren Dank an den Führer und an feine tapferen Truppen vor aller Welt dokumentiert. „Bücher sind kein geringer Teil des Glückes!" Der dieses Wort gesprochen hat, Preußens größter König, Staatsmann und Soldat, wußte, was für ein Kleinod das gute Buch fein kann. Auch wir wissen, was Bücher wert sind, und dennoch können wir nur ahnen, was sie dem Soldaten draußen bedeuten als Gruß der Heimat als Zeichen treuen Gedenkens. Für den 17./18. Oktober hat deshalb nur die eine Parole Gültigkeit: W i r geben zur 4. Büchersammlung der NSDAP.! Wtt geben, weil wir diesen „nicht geringen Teil des Glückes" unseren Soldaten freubig gönnen, weil wir selbst beglückt sind, wenn wir ihnen unsere Dankbarkeit, Liebe und Verehrung erneut sichtbar bezeugen können. Konzerte und Sinfonien alter Komponisten. Sinfonisches Konzert des Bannorchesters. Im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP, in Gießen werden musikalische Darbietungen als wesentlicher Ausdruck deutschen Kulturwillens einen bevorzugten Platz einneymen. Die Konzerte und Sinfonien alter Komponisten, die das Streichorchester des Vannes Gießen (116) unter Leitung des Scharführers Fritz Braun und unter Mitwirkung der Solistin Gerttud D a p p e r (Klavier) am Sonntagnachmittag zum Vortrag brachte, bildeten gleichsam ein würdiges und festliches Präludium. Die kleine, aber stilgerecht ausgewähtte und für den besonderen Zweck recht geeignete Vortragsfolge enthielt drei Werke älterer Meister. Ein Concerto grosso, op. 3 Nr. 3, für zwei Violinen, Viola, Klavier und Stteichorchester in' e-moll von Francesco Geminiani (1680—1762) erklang zu Beginn. Der weniger bekannte Komponist war der bedeutendste Schüler Corellis. Er trat auch als Violinfpieler hervor und hinterließ außer einigen Violinsonaten zwei Concerti grossi, von denen wir eines hörten. Im Mittelpunkt stand ein großes Konzert Nr. 19 in a-moll für Klavier und Streichorchester von Philipp Emanuel Bach (1714—1788). Der Sonatenkompönist und berühmte Klavierlehrer, der als Kammercembalist Friedrichs der Großen wirkte, war der zweitälteste Sohn des großen Thomaskantors Johann Sebastian Bach. Den Abschluß bildeten die drei Sätze der Ersten Sinfonie in G-dur von Friedrich dem Großen. Der König war nach dem Urteil kritischer Zeitgenossen nicht nur ein gewandter Flötenspieler, sondern auch der Schöpfer von 121 Flütensonaten, vier Flölenkonzerten, drei Sinfonien und anderer kleinerer Werke. Eine besondere Note empfing das Konzert dadurch, daß es ausschließlich von jungem Musikbeflissenen, einem vielversprechenden Nachwuchs unseres Orchesters, bestritten wurde. Es war ein Beittag der Hitler-Jugend zur künstlerischen Ausgestaltung der Kulturwoche. Jungen und Mädels musizierten hier mit sicherem Können und ftischer Un- bekümmercheit und gewährten damit einem großen Hörerkreis Einblick in ihre künstlerische Arbeit. Wenn solch gemeinschaftliches Musizieren ersprießlich und von Erfolg gekrönt fein soll, dann muß sorgfältige und gründliche musikalische Schulung vorausgehen. Diese Arbeit kann nicht ausschließlich von dem Leiter in den Proben geleistet werden, sie liegt vielmehr in den Händen der Prioatmusiklehrer. So konnte der Leiter, Fritz Braun, manche Voraussetzungen nutzend, seine kleine Schar zu einer musizierenden Gemeinjchaft zufammenzuschweißen. Er führte mit sicherer Hand die Spieler, die feinen (Eingebungen willig folgten, und geleitete sie auch über schwierige Stellen hinweg. Besonders gefiel das schöne Unisono tm l.Satz des Bachschen Konzertes. Das Klavier-Solo hatte Gertrud D a p p e r übernommen, die damit wiederum ihr schönes pianisti- lches Können bewies. Der große Zuhörerkreis, in oem man leider die Jugend vermißte, folgte mtt Aufmerksamkeit den Darbietungen und dankte durch Beifall. Das Bannorchefter und fein Letter können stolz fein auf die Leistungen und sich ihres Erfolges freuen. Sie sollen gleichzeitig ihn als Ansporn für weitere musikalische Arbeit bettachten. Es wäre ein verdienstvolles Beginnen, ein künftiges Konzert einmal dem Musikschaffen Friedrichs des Großen zu widmen, lieber der erfolgreichen Weiterarbeit des jungen Orchesters stehe der Mahnruf des Hans Sachs aus den „Meistersingern": „Verachtet mir die Meister nicht und ehrt mir ihre Kunst!" Dr. Ludwig Arnold. Eröffnung einer Wiederaufführungswoche. Zur Eröffnung einer Wiederaufführungswoche künstlerisch und kultvurell wertvoller Filme im Programm der Gießener Kul- turwoche der NSDAP, sprach gestern abend im Gloria-Palast Kreisfilmstellenleiter Kreisstabs. amtsleiter Weber vor stark besetztem Hause in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste. Der Redner führte nach einleitender Begrüßung aus, die deutsche Kultur sei ohne das deutsche Filmschaffen nicht mehr denkbar. Was die Partei heute an kulturellen Werten und Veranstaltungen bringe, sei weltbewegend. Forester auch von jenem - nächtlichen Gespräch zu berichten, bei dem sie versucht hatte, Brackmann zu einer Wiederaufnahme des Prozesses und zur Ueberführung der wahren Schulliigen zu überreden. Forester'war von Brackmanns Schicksal erschüttert. Dennoch verspürte er im Grunde seines Her- zens eine Erleichterung. Durch das Vertrauen, das Karen ihm geschenkt, und durch die Offenheit, mit der sie chm von ihrem nächllichen Besuch bei Brackmann erzählt hatte, glaubte er sich zu der Annahme berechtigt, daß Karen nicht, wie er jm ersten Augenblick eifersüchtig und enfmutiat befürchtet hatte, aus Liebe um Brackmanns Schicksal bangte, sondern daß die Sorge um ihn ausschließlich dem Wunsche entsprang. Sie wollte für die Schuld ihres Vaters einspringen und an Brackmann gutmachen, was Orgassa 'versäumt hatte. Dennoch blieb eine quälende Unsicherheit in ihm zurück, wenn er an heft Blick dachte, Den sie auf Brackmanns Bild geworfen hatte, aber ihm fehlte der Mut, eine Frage zu stellen, deren Beantwortung oder Nichtbeantwortung ihm Gewißheit gegeben hätte. Denn er wußte, daß ein Absturz aus feinen geheimen Erwartungen es ihm schwermachen würde, sich für Brackmann einzusetzen, obwohl er nicht einen Augenblick gezögert hätte, Karen auch Dann zu helfen, wenn er sich selbst damit um eine glückliche Hoffnung betrog. War es nicht auch eine Pflicht des Anftpndes und des Gewissens, hier ohne langes Besinnen und Rechnen in jedem Fall auf die Schanze zu springen? Forester erhob sich. „Shimmen Sie, Staren, wir müssen Brackmann finden! Ich mache Ihnen einen Vorschlag: da Sie sich an der Suche nicht beteiligen können, bringe ich Sie jetzt zu einem Hotel, wo Sie etwas zu sich nehmen werden und wo ich Sie treffe, sobald ich meine Garde beieinander und Brackmann auf die Spur geletzt habe. Uns bleibt leider nichts anderes übrig, als in Geduld zu warten. Es wird Neroett kosten, aber ich hoffe zuversichtlich auf ein gutes Ergebnis. Zehn Indios mit einem halben Peso in der Tasche und der Aussicht auf das große Los ... es müßte schon ganz verhext zugehen, wenn es uns nicht gelingen soltte, Brackmann aufzustö' bern. Jetzt, nachdem Sie mir alles erzählt haben, bin ich fest Davon überzeugt, daß er nur im Hafen« viertel zu suchen ist." „Und wenn wir ihn nicht finden?" fragte sie beklommen. „Ich wage Daran nicht zu denken", bekannte er; „denn wir können schließlich nicht vor Gonzales' Büro und vor seine Prioattvohnung oder vor Das „El Faro" Posten stellen ..." Karen sah ihn überrascht an: „Es wäre immerhin eine letzte Chance ..." „Schlagen Sie sich diesen Gedanken aus Dem Stopf, Karen, er ist absurd", und mit etwas grimmigem Humor fügte er hinzu, „genau so gut könnten Sie Gonzales ober die Perano vor Brackmann warnen." — Er Drehte, da die Dunkelheit bald hereinbrechen mußte. Die Standlichter seines Wagens an und sperrte ihn sorgfältig ab. Dann führte er Staren ins „Pullman", ein Hotelrestaurant, Das hauptsächlich von nordamerikanischen Touristen besucht wurde. Er wählte auf der Terrasse einen Tisch aus und empfahl dem Oberkellner, der ihn kannte, Karen befembers aufmerksam zu bedienen. „Wollen Sie nicht rasch mtt mir essen, bevor Sie gehen, Frank?" fragte sie besorgt. ,Hch bin nicht fürs Rasche, am wenigsten, wenn es ums Essen geht. Aber Sie sollen noch Gelegenheit haben, meinen Appetit zu bewundern. In einer halben Stunde hoffe ich wieder hier zu sein. — Nun möchte ich Sie noch hüten, rfiir das Photo von Brackmann zu geben. Ich kann mir Dann die Beschreibung, die ja Doch immer sehr ungenau aus- fällt und meist Irrtümer zur Folge hat, ersparen." Staren reichte ihm das Bild. Er legte es in seine Brieftasche und verabschiedete sich, um rasch in der Richtung zum Ha'en zu verschwinden, wo er am ehesten Darauf rechnen konnte, ein Dutzend müßig umherstrolchender oder auf Gelegenheitsarbeit wartender Indios zu finden. Schon auf halbem Wege bot ihm ein Bengel, der Forester anscheinend für einen abenteuerlustigen VergnügUngsreisenden hielt, in gebrochenem Englisch feine Führerdienste an. „Für eine Zigarette und ein paar Centavos, Tenor ..." (Fortsetzung folgt) SJL^fpont 1 1 schäft“ (Marinebootshaus). 3071P 7i KNORR GuttalMobrik.KSIti TW. 2.30,4.45,7.30; So. 2.00,4.30,7.30 Uhr Denn davon hängt es ab, ob die Soße sämig Ist, den richtigen Geschmack hat und gut aussieht. Kochen Sie des- e halb genau nach Vorschrift; den Wär* fei fein zerdrücken, mit etwas Wasser glattrühren, ’/< Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Min. kochen. Garant guter A rzneirPräparate - seit 1893 - Uta Die Geburt ihres vierten Kindes, der zweitenTochter,geben in dankbarer Freude bekannt Gerda Böhme, geb. Seyffarth Dr Herbert Böhme, Major Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Stellvertreter der Hauptschriftleiters: Ernst Blumschcin. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Tdprtot; für Stadt Giepen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Btumschein. Druck und Verlag: Brüblfche Universitätsvruckerei R. Lange K. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann- Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6 1 Paar braune MenMA Gröhe 38, gegen 1 P. dunkelblaue oder schwarze Damenschuhe, Gr. 37, zu tauschen ges. [05106 Anzuseh. zwisch. 13 und 14 Uhr. Marb.Str.S8p. , ,ich"9 Chem. Fabrik Krewel-Leuffen G.m.b. H. K8ln Samstag, 17. Oktober 1942, 19 Uhr, im Theater Festliches Orchester-Konzert Ausführende: Städtisches Orchester Leitung: Städtischer Musikdirektor Otto Söllner Solistinnen: Lore u. Heide Walterspiel, München Klavier. Werke von Bach, Mozart, Beethoven. Karten zu RM. 3.55, 2.80, 2.05, 1.55 in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60, und in der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10. 3067d MarinesKimdgebiing veranstaltet vom NS.-Marlnebnnd im NS.-Reichs* kriegerbnnd unter Teilnahme eines Mnslkkorps der Kriegsmarine und einer Ehrenabordnnng der U-Boot- Hottillen am 16., 17. nnd 18. Oktober 1942 in GieBei Freitag, 16. Oktober: 19.50 Uhr Bahnhof Einholen der U-Bootabotdnung. Samstag, 17. Oktober: 12 Uhr in der Universität Begrüßung der U-Bootabordnung im Namen der Stadt Gießen durch Bürgermeister Dr. H.i 11. 15.30—17 Uhr: Platzkonzert des Marinemusikkorps unter Leitung von Obermusikmeister Inderst auf dem Kreuzplatz. 19 Uhr im Stadttheater: „Festliches Konzert“ Begrüßung durch Kreisleiter Backhaus. Sonntag, 18. Oktober: 10 Uhr im Gloria-Palast MarmexKundgebung unter Mitwirkung des Musikkorps der Kriegsmarine und der Marine-Hitler-Jugend. Es sprechen d.Bundesführerdes N S.-Marinebundes, Admiral Klüpfel, und der U-Boot-Kommandant Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Mohr. Karten zu RM. 0.50, Vorverkauf bei H. Lieh, Sonnenstraße 31, 11.45 Uhr: Platzkonzert des Marinemusikkorps vor dem Stadttheater. 15.30 Uhr: Besuch des Schiffenbergs. Auf dem Hofe konzertiert das Musikkorps def Kriegsmarine. Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr: Kamejradschaftsführertagung des Marine-Landesverbandes Fulda-Werra im „Heim der Kamerad- Neue Kurse Unsere nächsten A nfänger-Kurse beginnen am 20. Okt. und 22. Okt. Vorherige Anmeldungen erbeten. 3012D Tanzschule Bäulke Mehr Freude an der Natur durch Dermühler-Äücher! HJ.-Kulturveranstaltungen im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP. in Gießen Mittwoch, 14. Oktober, 19.30 Uhr im Saale des Studentenheims: Dichterstunde der Hitler-Jugend Kurt Arnold Flndelsen liest aus eigenen Werken.' Kartenverkauf nur an Einheiten der Hitler-Jugend. - Gleichzeitig HJ.-Veranstaltungsring 1942 /43 1. Veranstaltung Reihe C. [30fl8D Mechaniker, 38 Jahre, sucht einfaches, schlichtes, m. häuslich. Arbeiten vertr. Mädchen zwecks Heirat kennenzulernen. Zuschriften unt. 05099 a.d.G.A. Arbeitstagung der Kreisführung des Sportkreisführer Heller hatte die Fachwarte und Mitarbeiter der Kreisführung des NSRL. zu einer Arbeitstagung eingeladen, zu deren Beginn er eine Ueberficht über das Ergebnis i der WHW.- Straßenfammlung gab, das im Stadt- und Landkreis wesentlich gesteigert werden konnte. An Hand der Erfahrungen wurden in einer Aussprache vor- orglich Anregungen für einen weitergehenden Ein- q+> fkftgelegt. Die Prüfungen für das Reichssportabzeichen, die im Kaufe des Sommers unter Mitwirkung der lautlichen Sportaufsicht durchgeführt wurden, waren mmer gut besucht. Die Veröffentlichung der Abnahmezeiten in der Presse und der Einsatz einer genügenden Anzahl von Kampfrichtern ermöglichten eine reibungslose Abwicklung der Leistungspru- sungen aus den verschiedenen Sportgebieten. 43 Reichs-Sportabzeichen in Bronze konnten an Männer, 9 an Frauen, 6 in Silber an Männer, 4 an Frauen, 4 in Gold an Männer und 3 an Frauen verliehen werden. Weiterhin wurden acht Wiederho lungs urkunden (4 für Männer, 4 für Frauen) bestätigt und 9 Reichsjugendsportabzeichen, darunter eine für weibliche Jugend, ausgegeben. Der Planung für die Winterarbeit ging eine Ueberficht über die im Sommer durchgeführten Veranstaltungen voraus, die einen fast ununterbrochenen Einsatz auf den verschiedenen Fachgebieten zeigte. Während im Sommer 6er Schwerpunkt der Arbeit auf Veranstaltungen und Wettbewerben lag, tritt im Winter die Schulungsarbeit mehr in den Vordergrund. Mit der Kreisschule der Frauen ist inzwischen begonnen worden, Lehrgänge zur Heranbildung des Nachwuchses der Turner, Leichtathleten, Fuß- und Handballer wurden vorgesehen. Der Herbstwaldlauf wird im November nochmals die Masse der Sportler und der Jugend an den Start führen. Eine" große Veranstaltung der Radfahrer ist für den Februar geplant, und um diese Zeit werden auch die Mannschaftskämpfe der Turnerinnen, Turner, des BDM. und der HJ. durchgeführt. Mit dem Dank für die Mitarbeit und der ?Schuh- u. Lederpflege? > Nicht jede Schuhcreme Ist Echt nur mit dem Aufdruck: LGutta/f'n” j der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 13. Oktober 18.30 bis 22 Uhr 6. Dienstagmiete u. Halbmiete B Frau Luna. Waschtisch mit Marmorpl. 35 M. Damenschreibtisch .... .45 M. Putzfrau für die Abendstunden gesucht Sie/Jener jfnzei^er Schulstraße 7 3073 D Bitte um weiteren Einsatz zur Förderung der Leibesübungen wurde die Tagung geschlossen. Kreisschuie des Den Turn- und Sportvereinen sind zur Förderung der körperlichen Erziehung vielseitige Aufgaben gestellt. Um die Uebungsleiterinnen dafür auszudiUren, wird eine Kreisschule durchgeführt, die den Teilnehmerinnen einen umfassenden Einblick in die Arbeit mit Frauen- und Kinüerabteilungen^ gibt. Der vielgestaltige Lehrstoff umfaßt Lauf und Körperschule, Gymnastik mit und ohne Handgerät, die Grundformen des Gerätturnens, die Grundübungen der Leichtathletik, Spiele, Sina- und Volkstänze, Einführung in das Schwimmen, Kinderturnen, Frauenturnen, Kampfrichterschulung, Singen und theoretische Anweisungen. An 8 Lehrgangstagen, die in der Zeit von Oktober 1942 bis Mai 1943 monatlich an einem Sonntag durchgeführt werden, soll dieser Stoff unter Leitung von Kreisfrauenwartin Jdel Hauck, von erfahrenen Lehrkräften des NSRB. für Leibesübungen in planmäßigem Aufbau übermittelt werden. r v Am Sonntag wurde in der Turnhalle der Alten Pestalozzischule nach dem Lied „Auf hebt unsre Fahnen" und einem Vorspruch die Kreisschule durch Sportkreisführer Heller eröffnet. Er begrüßte die 30 angetretenen Teilnehmerinnen, ' ging kurz auf Sinn und Zweck der Schulung ein, dankte Kreisfrauenwartin Jdel Hauck für ihre erfolgreichen Bemühungen zur Förderung der Vereinsarbeit und den anwesenden Lehrkräften Margret Seim, Helma Schmieder, Lotte Keßler, Paul Lieb für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit. Anschließend begann die praktische Arbeit mit Lauf und Körperschule durch Helma Schmieder. Die vielseitige Verwendung des Barrens als Hindernis und in Spielformen übermittelten Margret Seim und Lotte Keßler, Anleitung für Bodenturnen gab Helma Schmieder, Lauf- und Neckspiele und Singen leitete Jdel Hauck. Vorbereitende Hebungen zum. leichtathletischen Lauf, Volkstanz und Lied und eine zusammenfassende Besprechung beschlossen den Arbeitstag. Fünf Jahre Zuchthaus für einen Volksschädling. Der 37jährige Robert Hahn aus Gießen fuhr in der Nacht zum 25.7.1942 mit einem Schnellzug di- Strecke non Kassel nach Marburg. Da der Zug stark besetzt war, war das Gepäck verschiedener Ren sender im Seitengang aufgestellt, in dem auch der Angeklagte mit einem leeren Koffer stano. Der Seitengang war zur Abwehr von Füegergefahr vorschriftsmäßig verdunkelt. Das benutzte der An- qefiaqte dazu, den Soffer eines Mitreisenden, der auf feinem Koffer stand, zu stehlen und in feinem Koffer zu verbergen. Da der Eigentümer den Aer- lust alsbald entdeckte, konnte der gestohlene Koffer durch die Bahnpolizei aufgefunden und dem Eigen- tümer wieder ausgehändigt werden. Das Sonder- qericht hielt mit Rücksicht darauf, daß auch im Krieg und insbesondere während der Verdunkelung die Sicherheit des Reiseverkehrs unter allen Umständen gewährleistet bleiben muß, eine besonders harte Strafe für nötig und verurteilte Hahn, obwohl sich dieser bisher einwandfrei geführt hatte, als Volks- schädling zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Sie hörte Auslandssender. Lpd. Die 50jährige Antonie Baur aus Gießen hat seit Kriegsbeginn eine Zeitlang fortgesetzt den Nachrichtendienst eines ausländischen Senders abgehört. Sie wurde deshalb vom Sondergericht in Darmstadt zu einem Jahr und drei Mo« naten Zuchthaus verurteilt. An Expreßgutsendungen vergriffen. Lpd. Darmstadt, 12. Okt. Die Zuverlässigkeit des Güterverkehrs auf der Reichsbahn stellt im Kriege besondere Anforderungen an die Verantwortlichkeit und Vertrauenswürdigkeit des Betriebspersonals. Wer sich bei derartigen Dienstverrichtun- gen durch Diebstahl bereichert, ist ein Volksschädling und wird unnachsichtlich auch hei bisheriger einwandfreier Führung als Verbrecher bestraft. Der seit 1939 als Neichsbahnbetriebsarbeiter zuletzt in Heldenbergen beschäftigte Hch. Faul stti ch II. aus Erbstadt wurde vom Sondergericht in Darmstadt wegen mehrfacher Eigentumsvergehen an Expreßgutpaketen als Volksschädlingsverbrecher zu einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Die Ehrlosigkeit der Tat wurde durch die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für zwei Jahre betont. Der in Offenbach a. M. als Gepäckarbeiter tätige 49jährige Karl Bittruf aus Offenbach- Bieber mißbrauchte die Ungestörtheit nächtlicher JDienftftunben zur fortgesetzten Entwendung von Tabakwaren, anderen Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen, indem er Expreßgutsendungen öffnete ober Beschädigungen der Verpackung zu seinen diebischen Eingriffen ausnutzte. Auch seine schweren Diebstähle sind Volksschädlingsverbrechen und wurden durch das Urteil des Sondergerichts in Darmstadt mit zwei Jahren Zuchthaus und zwei Jahren Ehrverlust gesühnt. Ein jugendlicher Gepäckarbeiter und dessen Freund, die unter dem Einfluß des Bittrufs bei Begehung der Straftaten mitwirkten, erhielten durch Gefängnisstrafen von je einem Iaht nachdrüÜliche Denkzettel.i Für die übermittelten Glückwünsche und Aufmersamkei- ten danken wir herzlichst Gretel Schlund Wilhelm Klos Großen-Buseck Rödgen Oktober 1942 ________05107/ Statt Karten. Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu uriserer Verlobung danken wir,auch im Namen unserer Eltern,herzlich Elisabeth Blaß Hermann Schwalm Großen-Linden Friedberg ____________ 3069 D/ Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlich Emst Kling und Frau Gertrud, geb. Ruhland Garbenteich, im Oktober 1942 ___05097/ Daß Deutschland wie auf allen kulturellen Gebieten auch im Filmschaffen heute an erster Stelle steht, bezeuge die Tatsache, daß die deutschen Filme in jedem Jahre auf dem internationalen Filmwettbewerb in Venedig mit den höchsten Preisen ausgezeichnet werden. Der Sprecher brachte dann dem Besitzer der hiesigen Lichtspielhäuser und seinem Geschäftsführer, Herrn Henrich und Direktor Geyer, seinen herzlichen Dank dafür zum Ausdruck, daß sie stets neue und gute Filme mit zuerst zu uns nach Gießen bringen und jetzt für die Filmveranstaltungen der Kulturwoche das Lichtspielhaus zur Verfügung gestellt haben. Der Film sei von allen Kulturschöpfungen für die breite Masse am leichtesten und ohne Vorbereitung verständlich. Gerade heute sei der Film zur Unterhaltung, Belehrung und Entspannung des Volkes nötiger denn je. Nach einem kurzen Rückblick auf die Verfallszeit des Films, mit der der Nationalsozialismus gründlich aufgeräumt habe, gab der Redner eine kurze Würdigung der vier Filme, welche im Programm der Wiederaufführungswoche im Lichtspielhaus gezeigt werden: es sind „... reitet für Deutschend", „Operette", „Ohm Krü- g e r" und „Der große Köni g", die seinerzeit bereits ausführlich an 'dieser Stelle betrachtet wurden. Der Fridericus-Film gab Gelegenheit zu einem Vergleich mit der Gegenwart; er fei ein vorzügliches Beispiel für die Erziehung zu der nationalen Haltung, die uns den Endsieg verbürgt. — * Nach der mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ansprache von Kreisfilmstellenleiter Weder begann das Abendprogramm im Gloria-Palast mit einem luftigen farbigen Trickfilm der Bavaria unter dem Titel „Der Störenfried". Es folgte die neue Wochenschau, die hier schon besprochen wurde, anschließend ein neues Lustspiel der Bavaria mit Theo Lingen und Hans Moser: es heißt,, 7 Jahre Glück" und hat eine dermaßen turbulente Handlung,. daß auch der schüchterne Versuch,, den Inhalt wiederzugeben, von vornherein aussichtslos erscheint. Als Gegenstück zu den „7 Jahren Pech", die wir vor einiger Zeit erlebt haben, bringt dieser Film, vom Autor und Spielleiter Ernst M a r i s ch k a mit bedeutendem Aufwand und untrüglichem Blick für komische Wirkung in Szene gesetzt, einen Wirbel der aufregendsten und unwahrscheinlichsten Begebenheiten vor die von Wenzel V i ch raffiniert gelenkte Kamera. Die Drasttk der Situation wird zur Groteske gesteigert und feiert Triumphe. Die Leute schreien vor Lachen, wenn sie Lingen und Moser in den phantastischsten Lebenslagen, gleichermaßen von Glück und Pech verfolgt, agieren sehen: Gingen auf Wildwasserfahrt, beim Angeln, völlig taub inmitten einer wüsten Schftßerei, hernach als spanischer Torero und als Schornsteinfeger auf dem Dach, schießt den Vogel ab. Auch Moser ist wieder in großer Fahrt. Daneben kann, was das Liebespaar Hannelore S ch r o t h und Wolf A l b a ch - R e 11 y erlebt, harmlos und lustspielhaft gemäßigt genannt werden. Man kann es nicht erzählen, man muß es sehen, man wird staunen. Hans Thyriot. Festliches Orchester-Konzert. Im Rahmen der Gießener Kulturwoche der NSDAP, findet am kommenden Samstag, 17. d. M., 19 Uhr, im Theater ein Festliches Orchester- Konzert des Städtischen Orchesters unter Leitung von Musikdirektor Otto Söllner und unter Mitwirkung von Lore und Heide Walterspiel, München (Klavier), statt. Das Programm sieht vor von Joh. Seb Bach Suite in C-dur, von M o - Die Deutsche l Reichs- Lotterie ist die größte und günstigste Klassen- Lotterie der Welt. Die Ziehung beginnt bereits am Freitag. Lose bei den Gießener Staatlichen Lotterie- Einnahmen Dr. Flimm Walltoratrabc 63 Buchacker Neuen Baue 11 Gebild. Dame, Wwe.,ohneAnh., Endvierzigerin, jugendl.smnpath. Aeuß., aus gut. Kreisen u. Verhältnissen, 1,60 Met., dunkelbl., ideale Jnteress., s. Häusl., möchte sich mit seriösem Herrn, bis 60 I., in sich. Position, roieöet vermuten. Diskretion selbstverständlich. . Zuschriften unt. 3066va.d.G.A. der holzverarbeitenden Industrie: Hebt alle Abfälle auf, sie werden durch Jungmädel zweimal wöchentlich abgeholt, und gebt uns (auch gegen Vergütung) größere Bretter, Vierkantleisten und Rundhölzer und helft auch mal mit den Maschinen beim Vorbereiten! Jeder häusliche Werkkasten aber darf nicht feiern. Eltern! Gebt den Mädeln mit Namen verzeichnet Sägen, Raspeln, Feilen usw. mit! Wir wollen alle unsere Aufgabe erfüllen und können die Schwierigkeiten überwinden, wenn alle uns unterstützen. Darum helft, daß die Parole wahr wird — „Jedem Soldatenkind zu Weihnachten sein Spielzeug!" Gießener Vochenmarkipreise. ♦ Gießen, 13. Ok. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, % kg 6 bis 10 Rps., Weißkraut 5, gelbe Rüben 6 bis 8, Spinat 12, Römischkohl 10, Zwiebeln, das Bund 55, Lauch, Yi kg 15, Sellerie 16, Salat, das Stück 10, Endivien 10, Oberkohlrabi 6 bis 10, Rotkraut, 7i kg 6 Rpf. Für Werkskantine gesucht: 2 saubere Mädchen für unsere Werksküche Wohnung im Hause, Angebote an Zuckerfabrik Offstein Neuoffstein (Pfalz) Werkskantine. 3010d Gießen, den 12. Oktober 1942 Kaiserallee 9, z. Z. Ev. Schwesternhaus, Johannesstraße ________________________05109/ Meine Sprechstunden * Mittwoch, den 14. Oktober fallen ans! Frau B.Gulden, seit 35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9 bis 17 Uhr. 924p LICHTSPIEL-THEATER Gloria-Palast, Seltersweg 7 Jahre Glück 2977C Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ... reitet für Deutschland Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei dem plötzlichen Tode meines lieben Mannes, unseres treuen Vaters und Großvaters Lehrer Heinrich Hebell danke ich, auch im Namen meiner Kinder, recht herzlich. „ „ . „ . T . Emma Hebell, geb. Luh. Fleschenbach (über Wächtersbach), im Oktober 1942. 3075 D rogesgeSIW für Laden und etwas Hausarb. gesucht. [3072D Braubach&Fischßr Seltersweg 69. | Verkäufe | Rind zu verkaufen. Wilhelm Klar, Wißmar, Nr. 249. losiiv Personen-- Kraftwagen, DKW. • Meisterklasse, gebraucht, in fahrbereitem Stift., zum Taxwert zu verkauf. Schr. Ang. unt. 05103 a.d.G.A. zart Konzert für zwei Pianoforte (K. V. Nr.365) und von Beethoven die 8. Symphonie F-dur (op-93). „Jedem Goldatenkmd Weihnachten sein Spielzeug." Schon während des ganzen Sommers arbeiten unsere Jungmädel und Mädel an der Herstellung von Spielzeug für Weihnachten, und strahlende Kinderaugen werden der Erfolg ihrer Anstrengungen sein. Diese müssen jetzt verdreifacht werden, soll doch jedes Soldatenkind bis zu 10 Jahren sein Spielzeug durch die Mädels erhalten. In den nächsten Tagen werden in einigen Gießener Schau- fenftern bereits fertige Spielzeuge stehen, so, wie sie die Mädel noch in großer Zahl herstellen werden, und es helfen schon viele dabei. Die Soldaten in den Lazaretten arbeiten mit unseren Mädeln und Jungmadeln um die Wette, Kindergärtnerinnen und die Jugend in den Bettieben helfen! Und nün bitten die Mädel noch alle Handwerker und die Firmen Die Deotsche Aräeitsfronl NSG. Kraft durch Frede Kreisdienststelle M Wetterau | Mietgesuche | < Reicksbeamter suckt 4-Zimmer- Wohnung Schrift!. Angeb. , unter 05095 an ( den Gieß. Anz. Gut möbliertes, heizbares Zimmer von Herrn zum 1. Nov. gesucht. Schr. Ang. unt. 05092 a.d.G.A. Suche für sofort möbL od. leeres Zimmer m. Kochgelegenheit. Wäsche und Hausrat vorhanden. - Schriftl. Ang. unt. 05096 an o. Gieß. Anz. JungeBremerin ltechn. Assistent.) sucht zu sofort ein möbliertes Zimmer Schriftl. Angeb. unter 3074D an den Gieß. Anz. |Stellenangebote| Junge zum Kokstragen , gesucht. [oßioo Fröbelstr. 36, vart., links. Zuverlässige Frau oder Mädchen a. Köchin f. eine kleine Werkküche (10-15 Personen) sofort ges. 3o?oD Werktags zirka 9.30-13.30 Uhr. Carl Becker II, Lederfabrik, Gießen. 2 Plüschsessel 50 M. 1 Bronzetischchen m. 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