Donnerstag, 13. August 1942 Gießener Anzeiger (92. Jahrgang Nr. 189 Erichem* laglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBlld-DieScholle Be;uasvreis: Monatlich.... .RM.L.80 8ufteUBe£iü6r... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernsvreckanschluß 2251 Drahtanschrift. Anzeiger" Posts check 11688 Tranks ./M. Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer biSZ^UhrdesVormittagS Anzcigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- -eigen und private Gelegenbeitsan-eigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 26°/»mehr vrühlsche UnioersttStrörnckerei L Lange General-AnzeigersürOberhessen ^Sichen^Sch-Ißnitzr 7-9 ungenau den gleichen, wenn nicht noch schlimme- Absatzsorgen zu kämpfen haben wie etwa die In einem Gebiet etwa von der Größe des alten ne engnjaje ^jnuuime u^nc -suppen m hrer Massenprodukte nicht in unerwarteter Schnelligkeit die luna in der Welt errungen I Heere zertrümmerte und das ganze ganze Gefüge der einst mit ren Dominien aber mit ihrer zahlenmäßig dünnen Bevölkerung konnten niemals die gleiche wirtschaftliche Rolle für England spielen wie das reiche Indien mit seiner riesigen, zwar kaufkrastarmen, aber wirtschaftlich immerhin nutzbaren und entwicklungsfähigen Bevölkerung. Das südafrikanische Gold, das rhodesische Kupfer, der kanadische Weizen und das lich Stalingrad wurde ein sowjetischer Jan- zerzng durch Bombentreffer vernichtet, auf der Wolga ein Frachtschiff versenkt und drei weitere beschädigt. Rordwestlich Woronesch nahm der Feind nach längerer Zeit feine Entlastungsangriffe wieder auf. Sie wurden in harten Kämpfen abgewehrt und dabei 40 Panzer vernichtet., 3m Raum von Rschew wurden auch gestern wiederholt Angriffe zahlenmäßig überlegener feindlicher Kräfte 3um Teil im Gegenangriff abgeschlagen. Südostwärts des Ilmensees und an der Wolchow front scheiterten erneute Angriffe des Feindes zum Teil im Rahkampf. Im Finnischen Meerbusen versenkten Kampfflugzeuge drei feindliche Bewacher und beschädigten mehrere Bewacher und ein Minensuchboot schwer. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben. versenkte ein deutsches Unterseeboot unter Führung des üapitänleutnanlsRosenbaum am 11.August im westlichen Mittelmeer den englischen Flugzeugträger „Lagle" aus einem stark gesicherten Geleitzug mit vier Torpedotreffern. Ein bei Tage in die Deutsche Bucht einfliegendes britisches Jagdflugzeug wurde im Luftkampf zum Absturz gebracht. In der vergangenen Rächt unternahm die britische Luftwaffe neben wirkungslosen Störflügen in das Gebiet der Deutschen Bucht Angriffe auf Wohnviertel mehrerer Städte Westdeutschlands, hauptsächlich auf Mainz und Wiesbaden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Durch Spreng- und Brandbomben entstanden Sach- und Gebäudeschäden. Rachtjäger und Flakartillerie schossen elf der angreifenden Bomber ab. An der Südküste Englands sowie in den Midlands belegte die Luftwaffe bei Tage und in der Rächt zum 12. August kriegswichtige Anlagen mit Spreng- und Brandbomben, die schwere Zerstörungen, Brände und Explosionen hervorriefen. Lleber 1 Million Gefangene seit Beginn der Frühjahrsoffensive Der Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauptquarlier, 12. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben Truppen des Heeres unter Führung des Generals der Panzertruppen Paulus, hervorragend unterstützt durch die Flakartillerie und die fliegenden Verbände der Luftwaffe unter Führung des Generalobersten Freiherrn von Richthofen im großen Donbogen westlich Kalatsch die Masse der sowjetrusfischen 62. Armee und ffatfe Teile der 1. Panzerarmee vernichtet. In dieser Vernich- tungsschlacht wurden bisher 57000 Gefangene eingebracht, über 1000 Panzerkampfwagen und 750 Geschütze aller Art vernichtet oder erbeutet. Die blutigen Verluste des Gegners find hoch. Bei diesen Kämpfen haben sich auch kroatische Truppen bewährt. Seit Beginn der Frühjahrskämpfe, der Schlacht auf der Halbinsel Kertsch, bis zur Beendigung der Schlacht im großen Don-Vogen haben die deutschen und verbündeten Truppen an der Ostfront 1 044741 Gefangene eingebracht, 6271 Panzerkampfwagen und 10131 Geschütze aller Art erbeutet oder vernichtet. In derselben Zeit wurden 4960 feindliche Flugzeuge in Luftkämpfen, 664 Flugzeuge durch Flakartillerie abgeschossen und 432 Flugzeuge am Boden zerstört. Im Kaukasusgebiet nahmen rumänische Truppen ostwärts der Landenge von Kertsch die zäh verteidigte Stadt Slawjanskaja. Deutsche Truppen dringen weiter in das Kaukasusgebirge vor. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf den sowjetischen Räumungsverkehr im Küstengebiet sowie in den Schwarzmeerhäfen fort. Ein Bewacher, zwei Transportschiffe und zwei Küstenfahrzeuge wurden durch Bombentreffer versenkt, sechs Transportschiffe und ein Küstenfahrzeug beschädigt. Süd- Indiens Stunde Von einem besonderen Mitarbeiter. dos geradezu als das Fundament der englischen Industrie gelten muß. Was wäre die Textilindustrie Lancashires ohne den indischen Käufer? Sie würde l’nale Lebensfrage. Als in erster Linie wirtschaftlich denkendes Volk haben die Briten in ihrer weltweiten Kolonialpolitik die Notwendigkeit machtpolitischen Denkens den völkischen Gegebenheiten übergeordnet. Indien bedeutete für England eine fast unerschöpfliche wirtschaftliche A u s b e u t u n g s q u e l l e. Diese Kolonie bedeutete damit — mehr als alle andern — für den englischen handel ein höchst gewinnbringendes Objekt. Die 380 Millionen Inder waren für die englische Industrie dankbare Abneh- Inner, die sich nicht wie etwa Japan darüber Sorgen ’.u machen brauchte, wo und wie sie ihre Erzeug- nisse absetzen sollte. Das indische Volk nahm den englischen Produzenten alle Absatzsorgen ab, ja, man kann sagen, daß die englische Industne ohne den indischen Käufer ifyivr Masser.produkte hre hervorragende Stellung in der Welt errungen haben würde. Wahrend der japanische Kampf um ausreichenden nationalen Lebensraum im wesent« üd)en ein Kampf um sichere Absatzgebiete ist, liegt die riesige Bedeutung Indiens gerade in dem D o r = handensein einer enormen Käufer- Ichicht für britische Industrieprodukte -selbstverständlich beschränkt sich die Bedeutung Indiens Jir England nicht allein hierauf, aber die Struktur des Empire ist doch so weitgehend wirtschaftlich bedingt, daß die Kaufkraft Indiens für England eine entscheidende Rolle spielt, nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine politische. In der englischen Politik — und gerade auch in der Kolonialpolitik — gehen wirtschaftliche ynter- essen so weitgehend mit politischen Zielsetzungen zusammen, daß der politische Schwerpunkt der bn° 'ischen Geschichte sich stets dorthin zu verlagern Pflegte, wo die wirtschaftlichen Interesien des Empire sich am stärksten verdichtet hatten. Das Brittsche Reid), das wir heute vor uns sehen, ist nicht einmal das Ergebnis einer planvollen und vorausschauenden Kolonialpolitik, sondern häufiger das Ergebnis »on Zufällen, Launen und Aberteprergeist. Cecil Rhodes m Afrika, Robert Clive in Indien, Stam- Zinn Malakkas erreichten für den Wohlstand der Engländer nicht die gleiche Bedeutung wie das erschöpfliche Menschenreservoir Indiens, Der große Sieg im Donbogen Von unserer Berliner Schriftleitung. deutsche Textilindustrie in den Jahren bis 1933. Indien hat den englischen Wohlstand geschaffen. Seine zusammengeballte Kaufkraft gab den Ausschlag. Die indische Baumwolle ging zur Verarbeitung nach England und kam von dort in Form vom Baumwollwaren wieder nach Indien zurück. Der Verdienst, der in der Verarbeitung lag, sowie der Zwischenverdienst bei dem Weiterverkauf an den indischen Konsumenten floß in die englischen Taschen. Ebenso verhielt es sich mit Tee, den die Engländer mit hohem Aufgeld an die europäischen und amerikanischen Abnehmer verkauften, mit Reis und Jute. Erst die seit dem Weltkrieg auch in Indien um sich greifende Industrialisierung beschnitt den englischen Zwischenhandelsgewinn. Es gehörte gerade zu dem Emanzipationsprogramm der indischen Freiheitsführer, daß die indische Baumwolle in Indien selbst verarbeitet werden sollte und nicht weiter in Lancashire. Nicht ohne Grund zeigte sich Mahatma Gandhi so demonstrativ mit einem Spinnrad. Nach drei Monaten. Am 12. Mai meldete der Wehrmachtbericht, daß auf der Halbinsel Kertsch deutsche und rumänische Truppen zum Angriff angetreten waren. Genau ein Vierteljahr später — am 12. August — gibt der Wehrmachtbericht einen Ueberblick über die Ge- angenen- und Beutezahlen in den letzten drei Monaten feit jenem 12. Mai. Die hohen Verluste an Menschen und Material haben die Sowjets zum Nachdenken gebracht. Stalin selbst hat noch während der schweren Winterkämpfe seine Kommandeure ermahnt, mit Menschen - und Material sparsam umzugehen und durch Ge- chicklichkeit und Ueberlegung die Opferung von Truppen und Kriegsgerät zu ersetzen. Letztlich hat auch Timoschenko in seinem vielgenannten Tagesbefehl vom 10. Juli über die Notwendigkeit einer elastischen Verteidigung nichts anderes gesagt. Die Sowjets, die noch im Winter die tollste Verschwendung trieben, wurden durch die ihnen ganz unerwartete Schlagkraft des 'deutschen Ostheeres zu einem sparsameren Einsatz gezwungen — eine Sparsamkeit, die sich vor allem darin aussprach, daß sie Kriegsmaterial mit allen Mitteln zu retten versuchten. Lieber opferten sie noch Menschen als Kriegsmaterial! 6271 Panzerkampfwagen, 10131 Geschütze und 6056 Flugzeuge sind Ausfälle, die. um so fühlbarer sind, als die Sowjets jetzt aus ihrer eigenen Erzeugung sie nicht mehr zu decken vermögen und auf die Zufuhr aus England und den Vereinigten Staaten angewiesen sind. Die Bedeutung der Seeschlacht im Arktischen Meer, wo 38 Geleitzugdampfer versenkt wurden, tritt in diesem Zusammenhang klar hervor. Aber noch eins: Durch den Verlust der Versorgungsgebiete im Donez-Don-Bogen und im Nordkaukasus entstehen Lücken in der Lebensmittel- und wahrscheinlich auch schon in der Brennstoffversorgung, die gefüllt werden wollen. Damit erwächst — bei der Knappheit an Schiffsraum — dem Kriegsmaterialbezug aus England und den Vereinigten Staaten ein Vordringlichkeitswettbewerb durch die Notwendigkeit von Lebensmitteltransporten. Die Beutezahlen sind viel. Aber mehr ist das eroberte Gebiet. Mehr ist auch die schwere Erschütterung des Selbstvertrauens auf bolschewistischer Seite. Mit welchen Hoffnungen begrüßten sie den frühen und strengen Winter! Wie stolze Reden führten sie damals in London und Washington! Sie waren die Matadoren, die den Drachen des Nazismus — beinahe erlegt haben. Timoschenko wollte am 15. Mai eine Parade seiner Panzer auf dem Roten Platz in Charkow abnehmen! Charkow ist heute tiefes Hinterland. Sewastopol ist gefallen. Der innerste Donbogen ist erreicht. Von der Masse der 62. Sowjetarmee und starken Teilen der 1. Panzerarmee sind 57 000 Gefangene übriggeblieben. Was in den Don-Hügeln und Don-Schluchten an Sowjets gefallen ist, davon kündet keines Sängers Lied! Die Deutschen aber stehen hn Kaukasus! Dr. Ho. mit so großen Hoffnungen Churchills und Stalins zum Angriff gegen Europa bereitgestellten bolschewistischen Macht auseinanderbrechen läßt, gleichsam, als seien die Nieten, die ein großes Schift zusammenhalten, gelockert worden, so daß die einzelnen Schiftsteile auseinanderbersten. Im Don-Bogen bet Kalatsch ging eine erbitterte Schlacht vor sich. Die Bolschewisten strengten alle Kräfte an, um das Vorfeld von Stalingrad erfolg- reich zu verteidigen. Trotz hochsommerlicher Hitze, unterbrochen durch starke Gewitterregen, haben unsere Truppen eine bolschewistische Armee ein gekesselt. Stalin hatte, als die Gefahr drohte, durch einen Geheimbefehl, der die Lage so schilderte wie sie ist, den grauen Massen seiner Heere befohlen, nicht mehr zurückzuweichen und „jeden Zoll Boden" zu verteidigen. Er hatte angekündigt, daß von hinten bolschewistische Gruppen mit ihren Maschinengewehren die Truppen vorwärts treiben würden und hatte ferner erklärt, die wirtschaftliche, kriegswirtschaftliche und Ernährungslage seines Rumpsreiches sei so, daß heute die Bolschewisten weder an Menschen noch an Nahrungsmitteln noch Rüstungspro- duktton oen Deutschen überlegen wären» Damit Stalin wird jetzt, nach dem Fehlschlag seiner Hoffnungen, eine unüberwindliche Barriere um Stalingrad gezogen zu haben, wissen, welches Schicksal ihm blüht. Oie Schlacht von Kalatsch. Die bei den Kämpfen im großen Donbogen geschlagenen Bolschewisten, verstärkt durch eiligst auf das Kampfteld geworfene Reserven, hatten sich in dem Höyengelände westlich und nördlich Kalatsch festgesetzt und versuchten, in diesem zur Verteidigung günstigen schluchtenreichen Kampfgebiet den weiteren deuftchen Angriff aufzuhalten. hatte Stalin den Befehl Timoschenkos, sich elastisch zu verteidigen, zurückgenommen und den äußersten Widerstand zur Rettung der Stadt anbesohlen, die feinen Namen trägt und in der er jetzt Zusammen mit Woroschilow weilen soll, um den Widerstand zu organisieren. Immer neue Reserven warf das bolschewistische Oberkommando in den Kampf um Kalatsch. Wenn es die lebenswichtigen Gebiete nicht aufgeben wollte, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich abermals der Gefahr auszusetzen, daß starke bolschewistische Kräfte bei der Verteidigung eingeschlossen und vernichtet würden. Es lief also notgedrungen wieder auf die verzweifelte Strategie hinaus, die bisher Stalin so schlecht bekommen war. Und so ging die Schlacht am Don-Bogen verloren. Wir hatten wieder einmal die Verteidiger eingekesselt. Der Don-Bogen ist in unserer Hand. Noch ist es nicht an der Zeit, auf Einzelheiten einzugehen. Was unsere Infanterie und Panzertruppen, unsere Flak und unsere Pioniere im Donbogen unter der Führung von General der Panzertruppen Paulus, sowie unsere Flieger unter Generaloberst v. Richthofen geleistet fjaben, wird auf immerdar zu den stolzesten Taten unserer Tapferen gehören. Die bolschewistische 62. Armee und Teile der 1. roten Panzerarmee haben aufgehört zu bestehen. Der Don-Kessel ist ausgeräumt. Unsere Truppen haben in harten Kämpfen gegen immer neue Ent- lastungsversuche den Gegner gepackt und ihn vernichtet, Der Weg ist frei zu neuen Daten« und forb Raffles in Hinterindien und Indonesien waren große Kaufleute mit Abenteurerblut, aber sie schufen — oft gegen den Willen der Londoner Bürokratie — das britische Empire. Das Wort Sir Walter Raleighs „Wer die Meere beherrscht, beherrscht die Welt — und auch die Reichtümer der Welt!" ist typisch englische es wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Leitmotiv der englischen Politik. Es ist ebenso typisch englisch, daß der „Entdecker" von Singapore, Stamford Raffles, Kaufmann war und in Diensten der gleichen „Ostindischen Kompagnie" gestanden hatte, der auch der „Organisator Britisch-Indiens", Robert Clive, angehört hatte. Die stete Verkoppelung von Wirtschaft und Polittk läßt das britische Reich als eine ungeheure wirtschaftliche Organisation erscheinen, der ein weiter machtpolitischer Mantel umgehängt wurde. Und während das politische Zentrum dieses Reichs die englische Insel ist, hat sich Indien im Lauf seiner Entwicklung immer mehr als das Zentrum des wirtschaftlichen Blutkreislaufes des Empire erwiesen. Außerdem aber ist Indien sicherlich derjenige des Britischen Reichs, in dem sich die immer start ausgerüstete britische koloniale Schulung am stärksten auswirken konnte. Kanada mit feinen ungeheuren kältestarren Weiten, Australien mit seinen unabsehbaren Wüsten, Südafrika mit seiner verhältnismäßig geringen landwirtschaftlichen Produktivität, alle drei Die Sieger in der Vernichtungsfchlacht im großen Donbogen: General der Panzertruppen Paulus (links) und Generaloberst Freiherr von Richt- Hosen (redjts), (PK.-Berichterstatter Haehle. sSch.j) In harten Kämpfen durchbrachen die deutschen Truppen im Norden dieses Höhengeländes die stark befestigten Auffangstellungen. Gleichzeitig zerschlugen Sturzkampf- und Schlachtflugzeuge die Brücken im aroßen Donbogen. Gegenangriffe gegen den sich bil- denden deuftchen Einschließungsring brachen im zusammengefaßten Feuer der Infanterie und Schnellen Verbände, von Sturmgeschützen unterstützt, zusammen. In erbitterten Kämpfen wurden die Bolschewisten immer weiter in das Innere des umfaßten Raumes zurückgeworfen. Feindliche Entsetzungsangriffe, tue vom Oftufer des Don durch Artilleriefeuer unterstützt wurden, brachen zusammen. Im Nachstoß gegen die geworfenen Bolschewisten stürmten die deuftchen Truppen trotz starken feindlichen Abwehrfeu^s südlich Kalatsch vom Feind zäh verteidigte Stützpunkte und stark verminte Höhenstellungen. Vergeblich versuchten die Bolschewisten, von außen her neue Truppen in den Kampf zu werfen. An den zerstörten Don-Uebergängen stauten sich die feindlichen Kolonnen und wurden in pausenlosen Bombenangriffen zerschlagen. Mehrere hundert Panzer, die der Feind aus dem Raum von Stalingrad an die Front warf, wurden vernichtet, bevor sie in den Kampf eingreifen konnten. Dicht westlich Kalaftch, wo sich der Feind in Ge- • löndemulden festgesetzt hatte, wurde bei tropischer Hitze besonders erbittert gerungen. Gegen Ende der Schlacht ragten sich die Bolschewisten noch eimnd I. Die politische Geschichte Indiens pendelt in ihren Gegenpolen zwischen Akbar und Robert Clive. Obwohl zwischen dem entscheidungsvollen Wirken dieser beiden Männer nur etwa 150 Jahre liegen, liegt doch in der Gegenüberstellung des Reichs der Groß- mogule, der Gründung von Babur und der Errichtung der britischen Herrschaft über bas zersplitterte Indien die ganze Gegensätzlichkeit des „indischen Problems". Der Sieg bei Plassey war für das zukünftige Geschick Indiens vielleicht weniger entscheidend als die innere Uneinigkeit und politische Ziellosigkeit eines damals noch wenig mit europäischen Methoden vertrauten Volkes. Durch den Sieg der Ostindischen Kompagnie wurde doch erst vollendet, was vorher schon durch die inneren Kämpfe besonders gegen die Radschputen und Marathen begonnen worden war. In Indien. hat sich, allerdings in vergrößertem und verzerrtem Maße, ein ähnlicher Vorgang abgespielt, wie er auch bei einst uneinigen und im Innern zerrissenen, heute aber machtvollen Völkern Europas zu beobachten war. Auch ohne Robert Clive hätte sich das „Indian Empire" gebildet, aber niemals wäre ohne Akbar eine allindische staatliche Einigung möglich gewesen. Damit soll gesagt sein, daß der Erfolg der Ausbeutung innerer Uneinigkeit eines fremden unterworfenen Volkes doch nur eine Zeitfrage ist, wenn die eine Voraussetzung — das Vorhandensein ausreichender Machtmittel — gegeben ist. Damit soll aber auch gleichzeitig gesagt fein, daß es in großen Völkerorganisationen großer Führernaturen bedarf, um die vielfältig en, oft aus- emanderstrebenden Kräfte zu sammeln. Das Fazit der britischen Herrschaft in Indien war Zersplitterung — divide et impera — die Lebensaufgabe Akbars und Baburs dagegen Zusammenfassung. Diese beiden gegensätzlichen Strömungen sind in Indien bis zur letzten Konsequenz durchgeführt und durchgekämpft worden. Die konsequente Tat Akbars führte zum geeinten Indischen Reich, die — vielleicht ebenso konsequente — Tat Robert Clives führte zur staatsrechtlichen und macht- politischen Austeilung Indiens und seiner Zusammenfassung im „Indian Empire", dem Kernstück britischer imperialer Macht. Die Engländer haben in ihrer kolonialen Laufbahn manchen Fehler gemacht, der zwar im Augenblicke nicht als solcher erkennbar war, sich aber doch im gegebenen Augenblick als schweres ^Hemmnis bemerkbar machte. Ein solcher Augenblick geradezu klassischen Ausmaßes war die Klausur, der Australien fast bis auf den heutigen Tag unterworfen wurde, dann die Duldung des Emporkom- mens der Vereinigten Staaten, die früher oder später zum Verlust Kanadas und der britischen Stellung auf der westlichen Erdhälfte führen muß. Und ein ebenso großer Fehler wie die Hinnahme der Monroe-Doktrin durch England war der Aufbau der britischen Macht in Indien fast ausschließlich aus der inneren Zerrissenheit des in» dischen Volkes. England mußte an dem Beispiel gerade der Monroe-Doktrin sehen, daß das Zeitalter der Völker-Emanzipation gekommen war; es mußte erkennen, daß ein Volk von fast 400 1 Millionen Menschen eine autonome Macht bedeutet, auch wenn diese Macht erst in Generationen zu verwirklichen ist wie in Indien. Diese Kardinalfehler der englischen Kolonialpolittk mußten spätestens bei einer Auseinandersetzung, in die auch alle Teile des Britischen Reiches mit ein- bezogen wurden, zu schweren Folgen für den Weiterbestand des Empire führen. Dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Das menschenleere und verteidigungsschwache Australien zittert vor einem unmittelbaren Angriff, der amerikanische Besitz Englands gleitet mehr und mehr in die Hände der USA. über und Indien, das Herz der britischen imperialen Macht, steht vor der Entscheidung über seine nativ- Deutschen Reiches von Woronesch über den Don- Dogen bei Kalatsch bis Pjatigorsk im den Dorbergen des Kaukasus sind unsere und die uns verbündeten Truppen in einer Offensivbewegung begriffen, die ...... **'» bolschewistischen Für die Ernte mit Arbeitskräften ausreichend versorgt den verantwortlichen Bauernführern aber auch die ungeheure Verpflichtung auf, sich voll und ganz für die innere Ordnungdes Arbeitseinsatzes einzusetzen. Unter innerer Ordnung verstehen wir, daß vor allem die Einstellung und Haltung des deutschen Bauern dem Ostarbeiter gegenüber eine in jeder Hinsicht korrekte ist und bleibt. Bei Wahrung des notwendigen Abstandes gegenüber den fremdvölkischen Arbeitern ist aber eine ordnungs- gernäße Verpflegung und Unterbringung sowie die ständige Aufrechterhaltung der Disziplin und eine gerechte Behandlung erforderlich. Es ist immer zu bedenken, daß die aus dem Osten und vor allem aus der Ukraine kommenden Arbeiter ohne Zwang 'angeworben und gern bereit sind, für Deutschland zu arbeiten. Es liegt an dem deutschen Bauern und der Behandlung, die diese ihren Ostarbeitern angedeihen lassen, ob die Nachrichten, die von den Ostarbeitern aus Deutschland in die Ukraine gelangen, so ausfallen, daß sich weitere Menschen des Ostens für den Arbeitseinsatz im, Reich freiwillig melden. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat aber auch nicht versäumt, das schwierige Problem der Bekleidung und Schuhe rechtzeitig in Angriff zu nehmen, soweit es unter den gegebenen Kriegsverhältnissen möglich ist, da es hiervon abhängt, ob die nun der deutschen Landwirtschaft zur Berfügung stehenden Ostarbeiter auch bei der anfallenden Hackfruchternte und den späteren Herbstarbeiten voll einsatzfähig bleiben. Auf keinem anderen Gebiet sind die deutschen und fremdvölkischen Arbeiter rein arbeitsmäßig so aufeinander angewiesen und kommen damit so eng in Berührung als im deutsä>en Bauernhof. Um so notwendiger ist es, daß der deutsche Bauer, die deutsche Bäuerin und insbesondere die ländliche Jugend s i ch ihres Stolzes auf ihr Blut und die ihm innewohnenden Werte und aus ihm kommenden Leistungen zu jeder Stunde bewußt bleiben. Der deutsche Bauer, seine Familie und seine deutsche landwirtschaftliche Gefolgschaft bleiben auch weiterhin die unersetzbare Kerntruppe im Kampf um die deutsche Nahrungsfreiheit, und nach dem Endsieg muß mit allen Mitteln angestrebt werden, daß eines Tages auf den Erbhöfen Deutschlands in einem biologisch gesunden und kinderreichen Bauerntum wieder ausschließlich deutsche Menschen den Boden bearbeiten. Immer neue Blutopfer des britischen Terrors in Indien zu starken nächtlichen Ausbruchsversuchen nach Südwesten, Osten und Nordosten auf, die aber unter schweren blutigen Verlusten des Feindes zufammen- drachen. Die Bucht von Taganrog in deutscher Hand. Berlin, 12. Aug. (DNB.) Nach der Einnahme der Stadt Jeisk und der Säuberung der gleichnamigen Halbinsel von versprengten Bolschewisten durch rumänische Verbände ist die ganze Bucht von Taganrog fest in der Hand der deutschen und verbündeten Truppen. Die am Ufer des Pro - toka, eines der zahlreichen Mündungsarme des Kuban-Flusses, gelegene Stadt Slawjanskaja wurde nach harten Straßenkämpfen genommen. Schanghai, 12. Aug. (Europapreß.) Meldungen von schweren Unruhen und Zusammenstößen liegen aus fast allen Teilen Indiens vor. So kam es in Lucknau, Nagpur, Madura und Agra zu Zusammenstößen, bei denen demonstrierende oder streikende Inder verhaftet bzw. getötet wurden. In allen Berichten wird betont, daß die britische Polizei — in vielen Fällen unterstützt von Militär — rücksichtslos in die Menge schießt, um jeden Versuch einer Demonstration zu unterbinden. In Kreisen indischer Nationalisten wird betont, die Opfer unter den un- benxrffneten Indem seien so groß, daß die Briten kaum wagen dürften, über die Zahl der Toten und Verwundeten wahre Angaben zu veröffentlichen. Die Unruhen in Neu-Delhi begannen, als zum Schutz der Residenz des englischen Vizekönigs, Lord Linlithgow, britische Truppen in zahlreichen Lastwagen von den umliegenden Garnisonen nach Neu-Delhi gebracht wurden. Entlang der Einfahrtsstraße hatten sich Tausende von Indern — in der Hauptsache Studenten — aufgestellt, um die schwer bewaffneten britischen Soldaten mit Stein würfen zu begrüßen. Zur selben Zeit traten mehrere tausend Arbeiter in den Streik. Sie waren auch dann nicht zur Aufnahme der Arbeit zu bewegen, als die britische Polizei mit Waffen gegen sie einschritt. Auf den großen Plätzen der Stadt sammelten sich die Streikenden immer wieder und ließen sich auch von den Gewehrkugeln der Briten nicht vertreiben. In den Straßen zündete die Menge Feuer an, um britische Erzeugnisse, die von Demonstranten herbeigebracht wurden, öffentlich zu verbrennen. Gleichzeitig erfolgten Angriffe auf britische Polizeistationen und Steuerämter. Zahlreiche Arbeiter und Studenten wurden verhaftet. Als auch dies die Kundgeber nicht einschüchterte, schossen Polizei und Militär in die Menge. Die Demonstranten oer- werben. Infolgedessen ergibt sich augenblicklich noch der Zustand, daß einzelne Landesbauernschaften restlos befriedigt sind, während bei anderen noch ein geringer Bedarf an Arbeitskräften vorliegt. Dies ist inbesondere aber auch darauf zurückzu- führen, daß die T r a n s p o r t z ü g e, die auch Rüstungsarbeiter mit sich führten, nicht immer in das Bedarfsgebiet der Landwirtschaft gelenkt werden konnten, sondern daß bei der Transportlenkung auch stets der Bedarf der Rüstungsindustrie berücksichtigt werden mußte. Es ist auch nicht immer möglich gewesen, sofort die Landarbeiter in die Landwirtschaft und die Industriearbeiter in die Industrie zu bringen, sondern manchmal ist es umgekehrt der Fall gewesen. In Kürze wird aber durch Umbesetzung auch das in Ordnung gebracht werden. Ausschlaggebend ist heute jedenfalls mehr denn je, die Ernährung des deutschen Volkes zu sichern, auch mit dem Minimum der noch vorhandenen einge- arbeiteten Betriebsführer in den Dörfern und bei einer ausreichenden Zahl von landwirtschaftlichen Arbeitskräften. Die zur Zeit noch offenen kleinen Lücken werden in aller Kürze ausgeglichen fein. Das legt der deutschen Landwirtschaft und vor allem D ft w ä r 15 davon stießen deutsche Vorausabteilungen weiter vor und nahmen nach Häuserkampf eine am Kuban gelegene zäh verteidigte Ortschaft. Am Unterlauf des Kuban entwickelten sich hartnäckige Kämpfe, da die Bolschewisten durch mehrere Gegenstöße versuchten, das Ufer des Flusses zu halten. Der feindliche Widerstand wurde gebrochen. Gegenstöße abgewiesen und die Verfolgung fortgesetzt. Südlich Maikop verhinderten starke deutsche Zerstörerverbände der Luftwaffe ein Feft- setzen der zurückflutenden Bolschewisten. S ü d o st - wärts von Armaw yr sind schnelle deutsche Verbände nach Ueberwinbung eines Flußabschnittes im weiteren Vorstoß. Durchbruchsversuche der in diesem Gebiet abgeschnittenen feindlichen Kräfte wurden abgewiesen. Südlich Woroschilowsk warfen die deutschen Truppen die geschlagenen Bolschewisten weiter nach Süden in das Gebirge zurück. schwanden jedoch erst, als erhebliche Verstärkungen die Hauptstraßen besetzten, so daß Neu-Delhi einem Heerlager gleich. Das Rathaus von Neu-Delhi ist fast völlig zerstört. Auch eine Anzahl anderer öffentlicher Gebäude soll von den Demonstranten nieder- gebrannt worden sein. Angesichts der wachsenden Unruhen gab der Gouverneur der Provinz Bombay, Sir Robert Lumley, in einer Ansprache an Maschinengewehrschützen, die zum Einsatz gegen die indische Zivilbevölkerung kommen sollen, den Befehl, rücksichtslos zu feuern, wenn es gelte, die Demonstrationen zu unterdrücken. In den letzten 24 Stunden nahmen die Ausschreitungen sowohl an Umfang wie an Schwere zu. Es ist erneut zu zahlreichen Brandstiftungen gekommen. Britische Truppen muhten mit aufgepflanztem Bajonett und schußbereiten Maschinenpistolen die -wütende Volksmenge in Schach halten. In den Vororten Vithalwadi und Kandowadi wurden neuerdings 150 Inder verhaftet. In Delhi stellten nun auch die -indischen Banken, die ihre Schalter bisher noch geöffnet hatten, ihren Betrieb ein. Ein britisches Postamt wurde von der Menge gestürmt, Briefmarken und Postkarten auf die Straße geworfen und öffentlich verbrannt. Auch hier eröffnete die Polizei das Feuer auf die Menge. In Patna am Ganges schoß die Polizei mehrmals in eine zweitausendköpfige Menge, die Einlaß in die britische Gouvernementsoerwaltung begehrte. Die Regierung der Zentralprovinzen hat die Bezirksräte von Raipur, Bilaspur und Betuin auf sechs Monate ihrer Tätigkeit enthoben. Auch die Beamten von etwa zwölf Lokalämtern in diesen Bezirken wurden ihrer Posten entsetzt, da die britische Verwaltung fürchtet, daß sie mit der indischen Freiheitsbewegung sympathisieren. Nach Meldungen aus Bombay beträgt die Zahl Hebet die Sicherstellung der Arbeitskräfte für die Landwirtschaft durch Maßnahmen des Generatbevotlmachtigten für den Arbeitseinsatz, Gauleiter S a u ck e l, berichtet Landes- bauernführer P e u ck e r t als Beauftragter für die Landwirtschaft beim Generalbevollmächtigten in einem Aufsatz der NSK., dem wir folgendes entnehmen. Jeder im deutschen Volke, besonders jede Hausfrau, sah doch mit Sorge alljährlich in dieser Kriegszeit dem Ernteausfall und der Erntebergung entgegen und mußte sich die Frage vorlegen, ob es der deutschen Landwirtschaft gelingen werde, im Kriege über die Aushungerungsabfickten unserer Gegner dem deutschen toolbaten und Arbeiter auf die Dauer ausreichende und dem deutschen Volke die notwendigste Ernährung zu schaffen. Der Aufruf des Reichsbauernführers zur Erzeugungsschlacht im Jahre 1934 erfolgte zu einer Zeit, als der Arbeitskräftebedarf der Landwirtschaft zwar bereits gefährdet, aber immerhin noch ausreichend war. Der Ausbau der Industrie, die Ankurbelung der Wirtschaft, die Ueberwinbung der Erwerbslosigkeit und die Ausrüstung unserer Wehrmacht führten aber immer mehr zu einem Abzug von Arbeitskräften vorn Lande. Die Landflucht spielte dabei eine erhebliche Rolle. Wir erinnern uns alle noch daran, wie bereits vor dem Kriege mit allen Mitteln versucht wurde, die Landflucht zu bekämpfen und der deutschen Scholle geeignete deutsche Menschen zuzuführen. Diese Bemühungen sind fortgesetzt worden, wobei nur an den Landdienst der Hitler-Jugend, an den Reichsarbeitsdienst, das Pflichtjahr u. a. erinnert zu werden braucht. Der Krieg brachte naturgemäß eine Verschärfung des Arbeitermangels auf dem Lanoe. Durch gemeinsame Feststellungen der Landesarbeitsämter und der Landesbauernschaften wurde zu Beginn dieses Jahres ein ungeheuer großer Arbeitskräftebedarf ermittelt, der die Landwirtschaft mit Besorgnis erfüllte und von dessen weitgehender Befriedigung sowohl die diesjährige Bestellung als auch die Einbringung der Ernte abhängig war. Das fd}einbar Unmögliche wurde nunmehr erreicht. Innerhalb von vier Monaten ist es dem Generalbevollmächtigten Saude! dank seiner Initiative und Tatkraft gelungen, die Landwirtschaft mit den für die Durchführung der Kriegserzeugungsschlacht notwendigen Arbeitskräften zu versehen. Zum erstenmal seit vielen Jahren ist die Landwirtschaft mit Arbeitskräften ausreichend versorgt. Was das bedeutet, kann sich der einzelne Volksgenosse in der Stadt kaum richtig vorstellen. Selbstverständlich ist damit das Problem des Ersatzes der vielen zur Wehrmacht einberufenen bäuerlichen Betrieb sführer nicht gelöst und erst recht nicht die Lösung des grundsätzlichen Problems der Landflucht in Angriff genommen, was in diesen schweren Kriegsmonaten wohl kaum möglich ist. Es ist aber ein beruhigendes Gefühl, nunmehr zu wissen, daß der deutsche Bauernhof und die deutsche Bauersfrau zum erstenmal nach Jahren wirklich e n 11 a ft e t sind. Durch den seit April eingesetzten massierten Einsatz von Arbeitskräften konnte eine ideale und bis zuletzt gerechte Verteilung auf die einzelnen Landes- und Kreisbauernschaften nicht durchgeführt Srabschnst eines Mannes. Bon Rudolf G. Binding. Alles stirbt. Auch die Freunde sterben. Sorget nicht um mein Grab. Erde bedeck es. Wind beleck es. Sonne beschein es. Regen bewein es. Treulos sind Menschentränen, Menschenarme und Menschenküssc. Doch eure Herbe und Süße, ihr vier unsterblichen Freunde, bringet zu mir hinab. Rudolf G. Binding. Zum 75. Geburtstage des Dichters am 13. August. Von Bindings Dichtung geht ein heiliger Ernst aus. Er besaß unbeirrbare Zielgeschärftheit, die klassische Ruhe ethisch groß empfindender deutscher Kraft. In ihm lebte eine Herrenseele, lebte die innere Achtung vor sich selbst, lebte seelisches Gleichgewicht aus strenger Selbstzucht. Seine Gedichte haben ebenso viel Abgrundtiefe wie durchsichtige Helle. Was er mit ihnen meist wollte, sind Lichtgedanken eines nach Außerweltlichem strebenden Herzens, erwärmt durch eine tiefe, im Ethischen wurzelnde Idee. Dabei erlebte der Lyriker eine reinere, farbenreiche Welt des Lichts. Aber er pries auch das Irdische in werkfreudiger Glaubensstärke. Sein Schöpsergewissen zielte auf verantwortungsbewußte sittliche Leistungspflicht. Und er huldigte dem Schöpfer und der Schöpfung in all ihrer unbegreiflich großen Weite, in die still ahnend seine erdentrückte Seele sich verlor. Auch seine Novellen stehen nur mit einem Fuß auf der Erde. Anknüpfend an ein Menschenlos, schwingen sie sich mit schöpferischen Atemzügen gottgewollter Harmonie in ein geheimnisdämmeriges Theater der Phantasie, ohne ganz die Wirklichkeit zu verlassen und doch der Enge des Irdischen und Zeitlichen entbunden. Abstraktionslust führt hinter die Dinge in ein Vergeistigtes, Ueberwirkliches. So lenkt er auf Ewiges, Unvergängliches, Unwandelbares und Unvertilgbares, auf das Urbeftändige. Ein ins Meer fallender Flieger ist nicht tot, ist übergegangen in die Wasser des Meeres, die ihn liebten, indem sie ihn zu sich nahmen und ihn eins mit sich werden ließen. Nichts ist ihm sterblich, sondern vielmehr alles unsterblich, weil alles eine Einheit bildet. Die Novelle „Unsterblichkeit" ist eine Kriegsgeschichte. Sie trägt das erzene, unbarmherzige Antlitz des Krieges und ist doch aüerfüUt, aus einer höheren Welt. Im erstem Weltkriege entkräftet und abgezehrt, wollte er doch keines jener Jahre missen im Vertrauen, daß „in all dem etwas Positives, ein Gewinn, eine Wandlung liege". So sagt er in seinem feinfühligen Buche „Aus dem Kriege". Die „Reitvorschrift für eine Geliebte" im Odenschwung ist ein Loblied auf das Leben, eine Vorschrift für ritterfinnigen Ritt durchs Leben, tapfer und edel, gelassen und treu. Bei der Tändel- nooelle „Moselfahrt aus Liebeskummer" bleibt dem Leser der Ruch und Würzgeschmack besten Mosel-' meines lange erhalten. Binding stammte aus altem Frankfurter Patriziergeschlecht. Sein Vater war der berühmte Strafrechtslehrer, der in den sechziger Jahren ordentlicher Professor in Basel war, wo der Dichter zur Welt kam. Er folgte dann den Eltern nach Freiburg, Straßburg und Leipzig. Seine süddeutsche Herkunft und fein süddeutscher Wohnsitz (er lebte in einer schönen Waldkolonie zwischen Frankfurt und Darmstadt) gab ihm die Geigentöne seiner Sprache. Doch seine dichterische Gesamthaltung formte sich innerhalb sich selbst bemeifternher, taktvoller, verschwiegener, zugeknöpfter akademischer Welt in der ernsten deutschen Buchhauptstadt Leipzig. Wie die großen Leipziger Verleger hielt Binding seine Zunge in Zaum und sprach nur das Unerläßliche aus. Sehr spät, als Vierziger, ein Ausgereifter in der Vollkraft seiner Jahre, trat er als Dichter an die Öffentlichkeit, als ein Meister seines Instruments, der Sprache. Er zeigt nicht fein inneres Wachstum und Werden, keine Wandlung, Fein Schwanken, keine saure Mühe des Durchringens, nichts von seiner Werkstattbildung. Schaffenshöhe allein dünkte ihm wichtig. Sie aber hat zur Voraussetzung Lebenshöhe. Hinter all feiner gewaltsamen Selbstbezähmung ist doch deutlich spürbar heißes, hochgehendes Frankenblut, eine eigenständige, tiefbohrende schöpferische Gehirnmaschine, in letzter Verfeinerung ihre Formungen herausgebend. Diese Formungen sind Ewigkeitsideen in wahrhaftigster Verdichtung, sind wesentlich gewordene Natur. Wenn jemand, so hat der Dichter sich rein und heilig zu halten. Nur bei charaktervoller Lebenseinstellung und Lebensentfaltung wird er auf ein Volk durchgeistigende und durchglühende Wirkung ausüben. Am höchsten steht uns der des Gefühls für Verantwortlichkeit voll bewußte Künstler. Ein solcher war Binding, der kurz vor Vollendung seines 71. Lebensjahres am 4. August 1938 von uns Gegangene. Paul Wittko. Abenteuer auf Spitzbergen. Bon Rudolf Jacobs. Auf Spitzbergen, der nördlichsten Inselgruppe, die von Menschen bewohnt wirb; leben auch ein paar wetterharte Pelzjäger mit ihren tapferen Frauen. Die Hütten, in denen die Polarfamilien wohnen, sind oft nicht größer als bessere Klavierkisten, aber ganz praktisch eingerichtet. Von allen Frauen jedoch, die in den Eiswüsten überwintert haben, gibt es nur fünf, die sich aktiv am Fang beteiligten. Eine der norwegischen Fangst- srauen, die auf Spitzbergen überwintert haben, ist Anna Krämer aus Tromsö. Sie hat im ganzen sieben lange Winter dort oben zu geb rächt, zwei davon hintereinander, ohne inzwischen nach Norwegen zu fahren. Ein Jahr lang hatte sie ihrs drei kleinen Kinder bei sich, die den Polarwinter ebensogut wie Erwachsene ertrugen und in bester Gesundheit nach Norwegen zurückkehrten. Anna Krämer ist nicht nur eine tüchtige Hausfrau und eine gute Mutter, sie hat sich auch als "Hangskmann" einen Namen gemacht, wie ein Mann versteht sie mit den Fuchsfallen umzugehen und die Blaufüchse Jo herzurichten, daß sie in ihrer ganzen Pracht erhalten bleiben. Sie versteht auch gut das Jagdgewehr zu gebrauchen und hat viele Robben an der Küste erlegt. * „Sären", so erzählt sie, „habe ich nur einmal geschossen, und das unter besonderen Umftänben." Die Versenkung des „Eagle". Der britische Flugzeugträger „Eagle", dessen Versenkung im westlichen Mittelmeer wir bereits am Mittwoch gemeldet haben, mar fein moderner Flugzeugträger. Aber er war einer der wenigen Flugzeugträger, die England noch hat! England ging mit sieben fertigen Flugzeugträgern in diesen zweiten Weltkrieg. Sie waren alle veraltet bis Kapitänleutnant Rosenbaum. (PK.-Kriegsberichter Tölle. sSch.j) die 1937 gebaute „Art Royal", die im vorigen November von einem deutschen U-Boot, auch im westlichen Mittelmeer, abgeschossen wurde. Von diesen alten Kästen sind nur noch zwei übrig: die aüerälteften! Die erst 1939 von Stapel gelaufenen Flugzeugträger „Formidable" und „311u• ft r i o u s" sind schwer beschädigt worden. Wie knapp England an Flugzeugträgern ist, erwies sich bei Ausbruch des ostasiatischen Krieges, als die Schlachtschiffe „Prince of Wales" und „Re- pulse" ohne Flugzeugträgerbegleitung auf die tödliche Reise nach Singapur geschickt werben mußten. Malta aber harrt auf jedes Jagbflugzeug! Jagdflugzeuge haben keinen großen Flugbereich. Ihre außerordentliche Schnelligkeit verbietet die Mitnahme von viel Brennstoff. Jagdflugzeuge können nur in seltenen Fällen ihre überseeischen Zieb ftationen und dann nur nahe Zielstationen anfliegen, sonst müssen sie zu Schiff transportiert werden, genau fo wie ein erdgebundener Panzerwagen. Malta wartet vergeblich auf Jagdflugzeuge. Der Kapitänleutnant Rosenbaum hat mit feiner U-Bootbesotzung einen derben Strich durch die Rechnung gemacht. Die Engländer klagen, daß Rommel Nachschub bekommt, ja daß feine Verbindungswege kürzer und sicherer sind als die englischen. Malta sollte wieder aktionsfähig gemacht werden. Das wäre auch ein kleines „englisches Pflaster" auf die vielen Wunden Londons gewesen. Aber der „Eagle" wurde im richtigen Augenblick versenkt. * Der {führet hat Kapitänleutnant Rosenbaum bas Ritterkreuz verliehen. Er versenkte als Kommandant eines Unterseebootes den Flugzeugträger „Eagle" aus einem schwer gesicherten Geleitzug heraus. Kapitänleutnant Rosenbaum wurde 1913 als Sohn eines Lehrers in Döbeln (Sachsen) geboren. 1932 trat er in die Kriegsmarine ein und wurde 1937 zur Unterfeebootwaffe kommandiert. Als Un» terfeebootsfommanbant versenkte er bisher sechs Schiffe mit 45 000 BRT. in Nordsee und Atlantik. Die Versenkung des Flugzeugträgers „Eagle" ist fein erster Erfolg im Mittelmeer. der Opfer des britischen Blutterrors in Indien bis Zur Stunde 500 Tote und mehr als 3000 Verletzte. Es ist aber damit zu rechnen, daß sich diese Ziffern' noch erhöhen werben, da aus mehreren entfernter liegenden Städten bisher nur die durch die britische Zensur gegangenen Zahlen vorliegen. Da die Riede rknüppelung der um ihre Freiheit ringenden Inder weiter andauert, erhöht sich die Zahl der wehrlosen Opfer des britischen Bluttausches von Stunde zu Stunde. Einen Beweis dafür, daß den Briten die feste Haltung der Inder den letzten Rest von Besinnung genommen hat, liefert die Meldung einer britischen Nachrichtenagentur aus Bombay, nach der die britische Indien-Regierung jetzt den Belagerungszustand verschärft hat und jeder De« monftrant mit der Todesstrafe rechnen muß. So tritt das demokratische England, das durch Cripps Das war damals, als ich meine Kinder mit hatte. Mein Mann und die zwei Jungens waren draußen im Gebiet, um nach den Fuchsfallen zu sehen, ich war mit dem Töchterchen Aase allein zu Hause. Als ich meine Jäger zurückerwartete, ging ich mit dem Feldstecher nach draußen. Während ich da stand und nach ihnen Ausschau hielt, hatte ich plötzlich das Gefühl, nicht mehr allein zu fein. Ich drehe mich um und sehe ein Ungetüm von Bären direkt vor mir, keine zwanzig Meter entfernt Ehrlich gesagt, ich bekam Angst, und es ist wohl überflüssig, zu sagen, daß ich so schnell wie möglich danach trachtete, in meine Hütte zu kommen. Der Bär folgte mir nach, und diese Tiere sind ja recht geübt im Springen. Ich bekam noch gerade die Tür zu, bevor der Bär das Haus erreicht hatte. Unglücklicherweise war der Bär wie alle feine Stammes- genossen sehr neugierig und begann, sich an den Gerätschaften draußen und ein paar Seehunden, die dort herumlagen, zu schaffen zu machen. * Während der Bär sich an den Speck hielt, «eiterte ich durch das Fenster der anderen Seite nach draußen und stieg auf das Dach.. Ich legte die Vüchse an und schoß. Ob es die Aufregung oder die Anstrengung , auf das Dach zu kommen, war, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde es nicht ein Volltreffer, wie ich erwartet hatte. Ich hatte den Bären leider nur verwundet. Mit einem Gebrüll, das man weithin hören mußte, stürzte der Bär auf die Hütte los und begann gegen die Tür zu schlagen. Ich dachte an mein Töchterchen. Es saß ganz allein in der Hütte und mußte von dem rasenden Bären getötet werben, wenn es dem gelang ... Der nächsten Sekunden entsinne ich mich nicht mehr genau, aber wie im Traum glaube ich zu sehen, wie ich auf dem Hüttendach stand, fest und aufrecht wie aus Stein, und schoß — schoß, bis das Magazin leer mar. Der Bär hatte schon die Tür zerschlagen, als er zu Boden sank. Bald darauf kamen auch meine Leute zurück, und anstatt mich für den schönen Fang zu loben, den ich in ihrer Abwesenheit gemacht hatte — sie brachten nämlich nicht einen einzigen Fuchs nach Hause — schalten sie mich aus, weil ich soviel Müntzer, für den Bären verbraucht hatte R< |Ä «slanbu V* *. mchchen ui Bungen, zc verajew in den ( vamen E rberscille a . czen die i ! ijrt, daß ipn Mordb «fehlen Oe jibr Banden Wirr der $ Wurde bei ifler nergebli IM achur • km 23.3u chen Lande Klein, Der Fühl ri'chastlilt kosessor 1 innen au sjahres ikuturche e Goethe-! ehen. ;h Kairo c iziercn Z ^General Sf Soldat ^ehr und 1)er Gei , britische' n es ZU ' Aschen । einem im 3 dem fr hen frus fi Rundsu rate würd' -lisch ganisai Stockho Sabota den den n fcietft. Die nent br d sich iZeitziin feien. £ Webern : noch ken dufteten Am einen Dy Si< 8uf Ein! rs 2r. tägigen '-Scheel l i). Die 0 'Mhning Durch A ^öhrungsi everbe bei '"geführt. >«f«6 1 eiBW1 "eben 'W »Ul Stnutjei, ' He Xi *8» & S4 w KM Ken 1 fötn ja. ft bt' ®e te1 ba 110/ 11 Oer Unsere Arbeitskraft ist unsere Stärke er. ehen. * (Nachdruck verboten.) 14. Fortsetzung. sticht •Af »mir jenem luuitdilup I Jaffe znjammenhingen. Da Annas Zuschuß d.e-mal I ausgeblieben war, drohten geroiffe itompMahnnen, t A liienn nicht bald ...Ach was, es wurde fthon sehen, -L Imürbe nicht gleich den Kragen kosten, tränt 1 V jenen neuen Schluck, Er war müde Er war em ,, btoen betrunken. Manchmal schwebte erne W M t: ; et | en ' nb en igen im Von dir men lll. 111 m MN- läget her- l al; oren. turbe Un. sechs mW. (,«!? ei'1 J * Auf Einladung des Gauleiters und Reichsstatt- lters Dr. Scheel trafen in Salzburg die Militar- es befreundeter und neutraler Länder zu einem jichrtägigen Besuch ein. Sie wurden von Gauleiter r. Scheel begrüßt. Für die Militärattaches dankte itterkreuzträger Generalmajor Mal ar (Slowa- hi). Die Gäste werden einer Reihe von festtichen ufführungen und Konzerten beiwohnen. Durch Verordnung des eidgenössischen Kriegs- ährungsamtes wird im schweizerischen Gastwirtswerbe der dritte fleischlose Tag für jede Woche ngeführt. _______________________________ beitsschutzwalter eingesetzt und sie für ihr Aufgabengebiet geschult. Bei kleineren Betriebsgemeinschaften versieht der Betriebsobmann dieses Amt mit. Ihre Aufgabe ist es, durch immerwährende und stets wiederholte Hinweise, Aufklärungen und Belehrungen die Gefolgschaftsmitglieder dahin zu bringen, daß sie zu übersehen vermögen, welche Gefahren überall lauern. Wer glaubt, sich über die Unfallverhütungsvorschriften Hinwegsetzen, die zur Bedienung bestimmter Maschinen oder Geräte erlaßenen Vorschriften ignorieren oder sich über sie wider bessere Einsicht aus menschlicher Schwäche, Leichtsinn, Fahrlässigkeit, Eitelkeit oder Angebertum erhaben fühlen zu können, sollte nie vergessen, daß unsere Weltanschauung den Menschen als Einzelindividuum dem Volksganzen einordnet und ihm verantwortlich macht. Wir alle sind deshalb auch verpflichtet, unsere Gesundheit und Arbeitskraft dem Dolksganzen zu erhalten und somit die Kraft der Volksgemeinschaft zu erhöhen. Unsere Stärke ist unsere Arbeitskraft. Diese Stärke zu bewahren und noch zu steigern, bedarf es aller verfügbaren Mittel. Eines hiervon ist der Schutz vor Unfällen. Der Ausspruch „Arbeitsschutz ist Lebensschutz", den vor Jahren ein'mal ein Schaffender unseres Gaues geprägt hat, sagt eigentlich alles: Jedem denkenden Volksgenossen sollte daran klar werden, daß die Erhaltung unserer Arbeitskraft für Führer und Reich heute wichtiger ist denn je. hott" rd & e v"0 erl^' Im Anschluß an den dieser Tage ergangenen gemeinschaftlichen Erlaß des Reichskommissars für die Preisbildung und des Staatssekretärs für Fremdenverkehr werden jetzt von zuständiger Stelle die neuen Richtlinien für die Preisbildung im Gaststätten- und Beherbergungswesen bekanntgegebsn. Mit Rücksicht auf die kriesbedingten Leistungsminderungen werdssn nunmehr bestimmte Anweisungen für die Preissenkung erteilt. Dabei wird berücksichtigt, daß die Portionen tm Gaststättengewerbe wegen des Fehlens von Gemüse, Kartoffeln, der geringeren Zuteilung von Fleisch und Fett und des Fehlens vieler Gewürze kleiner und weniger gehaltvoll geworden sind. Fisch, Geflügel, Eier, Obst und Zucker werden den Gaststätten sehr viel seltener ohne Marken zugeteilt als früher. Allerdings darf man die dadurch entstehende Ersparnis nicht überschätzen. Denn in den Gaststätten, Hotels usw. spielt nicht der Rohstoff finanziell die Hauptsache, sondern der Aufwand. So sind z. B. an einer Tasse Kaffee der Kaffee, die Milch, der Zucker mit höchstens 2,5 Rpf. beteiligt. Der gemeinsame Erlaß des Staatssekretärs für den Fremdenverkehr und des Reichskommissars für die Preisbildung verzichtet auf -eine einheitliche Preissenkung, weil die Verhältnisse im Reich zu verschieden sind. Er gibt jedoch den einzelnen Preisbildungsstellen die maßgebenden Richtlinien. Danach sind die Speisen, je nach den örtlichen Verhältnissen, um 5 bis 15 v. H. zu verbilligen, wobei die Portionen gleich bleiben und für einen normalen Esser ausreichen müssen. Beim Kaffee soll der Preis gegenüber Kriegsbeginn um mindestens 20 o. H. gesenkt werden; das bedeutet gegenüber den heutigen Preisen eine weitere Verbilligung um etwa 8 v. H. Vorläufig unverändert bleiben die Bierpreise und die für Mineralwasser. Die Weinpreise werden von den Preisbildungsstellen erneut überprüft, da beim Wein gegenwärtige vielfach die Spitzenqualitäten zum Ausschank kommen. Don befonberem Interesse sind die Vorschriften der Richtlinien, die sich mit den Pensionspreisen beschäftigen. Hier ist im wesentlichen folgendes vorgesehen: Pensionspreise bis zu 5 RM. täglich werden nicht gesenkt, Pensionspreise von über 5 bis zu 12 RM. sollen um 10 v. H., Preise über 12 RM. um 15 v. H. gesenkt werden. Zimmerpreise bis 4 RM. werden nicht gesenkt, während bei Zimmer- preifen bis 6 RM. eine 10-v. H.- und über 6 RM. eine 15-v. H.-Senkung vorgesehen ist. Die örtliche Preisbildungsstelle entscheidet im Einzelfall das Ausmaß der Senkungen. Saisonzuschläge sollen in Orten mit ganzjähriger oder mit zwei Saisons wegfallen. Das.sog. Hotelfrühstück ist gegenüber dem Kriegsbeginn um 25 v. H. zu senken, so daß gegenüber den augenblicklichen Sätzen eine abermalige Verbilligung um 10 v. H. erfolgen muß. Die Durchführung dieser Preissenkungsaktion in Gaststätten- und Beherbergungsbetrieben muß bis 1. September 1942 erfolgen. Für Kriegsportionen nur Kriegspreise ?!eue Richtlinien für da« Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe. Die Droge soll überall da gesammelt werden, wo sie auftritt. Man frage die Kreissachbearbeiter RfH. um Rat und Auskunftt. Ihre Anschriften sind bei den Kreisleitungen der NSDAP, zu erfahren. Schützt euch vor der Sense! Während der Erntezeit kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, daß die Schutzvorrichtungen an allen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten stets in Ordnung gehalten werden müssen. Eines der gefährlichsten Geräte ist die Sense. Sensenverletzun- gen sind meist schwerer Natur, und dies um so mehr, als auf der ost weit entlegenen Arbeitsstätte nicht immer sachkundige Hilfe gleich zur Stelle ist. Es darf nicht Vorkommen, daß ein Städter, der in einem bäuerlichen Anwesen zu Besuch weilt, mit der Senfe -allein auf die Grasmahd geht, um wenig später schwerverletzt zurückzukehren, wie es sich kürzlich ereignete. Wie sich herausstellte, hatte der Mann nie in seinem Leben eine Sense in die Hand genommen, sondern erklärt, er werde es schon verstehen. Solche Anerbieten zur freiwilligen Erntehilfe in der oft durch Witterungsumschlag bedrohten Ernte find lobenswert, aber der Betriebsfühler muß auch wissen, ob der Helfer in der Lage ist, Arbeiten zu verrichten, die, wie das Mähen mit der Senfe, erhebliche Gefahren für den Neuling in sich bergen. In diesem Zusammenhang sei auch darauf aufmerksam gemacht, daß das Senfenblatt beim Tragen !r und erst recht bei der Mitnahme auf dem Fahrrad durch einen vor die Schneide zu legenden Mantel aus Holz ober Blech zu schützen ist. Ein einfacher Zufammenstoß mit dem Fahrrad kann durchaus harmlos verlaufen; bei der Mitführung einer ungeschützten Sense jedoch kann es zu lebensgefährlichen Verletzungen kommen. Wie notwendig diese Hinweise auf die Innehaltung der Schutzmaßnahmen gerade beim Sensentransport sind, beweisen nicht allein die leider immer wiederkehregden Unfälle, sondern auch die bedauerliche Tatsache, daß gerade die Vorschriften über Senfentransport vielerorts gänzlich unbeachtet bleiben. Jeder Landarbeiter sollte es als seine Pflicht ansehen, durch Befolgung der Vorsichtsmaßnahmen zur Unfallverhütung beizutragen. Er hilft auf diese Weise durch Erhaltung der Arbeitskraft anderer Personen dem Vaterlande genau so wie mit dem Einsatz seiner eigenen Arbeitskraft. Auszeichnung von guten Datertierhaltern im Landkreis Gießen. Bei den im Juni im Landkreis Gießen veranstalteten staatlichen Hauptkörungen konnte eine Anzahl guter Vatertierhaltungen feftgeftellt werden, die auf Vorschlag des Tierzuchtamtes Gießen, als zuständige Körstelle, durch den Landrat des Landkreises Gießen besonders ausgezeichnet werden. Landrat Dr. töbi jten. G ä« Mit- men Ziel« iflie« mer» WIL Der sner tedj- itmd Dege talta Dar f die igle" Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer n bi; letzte, iffern unter W M i > * funbt Jriten : von einer h der age* r > i. A „Mein Stiefsohn Kaspar Fender, — meine Frau Anna", stellte Brügger arglos vor. Die Worte klangen etwas zeremoniös und zeugten von Zurückhaltung. Dann fetzte er sich wieder. Er war ungehalten über das späte Erscheinen des Erwarteten. Er beachtete die Gesichter der beiden kaum. Anna stand wie eine Bildsäule. Ihre Pupillen waren groß vor Ueberraschung und Schreck. Fender überreichte hölzern ein paar Blumen und murmelte einen Glückwunsch. Auch ihm war die Begegnung in die Glieder gefahren. Anna nahm die Rosen automatenhaft und mit eiskalten Fingern entgegen, stammelte „Danke" und glitt mit tauben Gliedern auf ihren Stuhl. Sie war am Ende ihrer Selbstbeherrschung. Ihre Knie zitterten, in ihren Ohren war ein Brausen, und ihr Hirn war wie ausgeleert. Sie war ein bißchen weiß um die Nase herum und preßte die Lippen zusammen. Großer Gott! Die anderen richteten Fragen an den jungen Fender, ihre Worte kamen zu Anna wie durch ein Nebelmeer. „Warum so spät?" lärmte Helmreich. „Eine Panne", erklärte Fender unsicher und griff in seinen Kragen. Dann ging er von Stuhl zu Stuhl und begrüßte. Man stellte ihm Franz Hudal vor, der winzige Schlafaugen machte. Die Purg- ftalier beutete auf den leeren Platz und winkte den Dienstboten. Fender setzte sich erschöpft nieder und trocknete sich die Stirn. „Bißchen heiß geworden", murmelte er entschuldigend. — Nimm dich zusammen Mensch, — dachte er. — Noch haben sie nichts gemerkt. — Er bat Hingerl, einzuschenken, und prostete in die Runde. Dann tränt er und lächelte dem Professor freundlich zu. „3a, eine Panne. Meine Reifen sind in einem desolaten Zustand und picken jeden Nagel auf. Das Flicken hat eine Stunde gedauert. Der Wagen wird langsam alt. Er geht ins fünfte Jahr. Du entschuldigst, Papa, es ist mii? selber peinlich/ So redete er" ohne recht bei der Sache zu fein. Eine feine Ueberraschung das? Eine reizende Situation (Fortsetzung folgt. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Direktor i. R. der Land- irtschaftlichen Versuchsanstalt Kassel-Harleshausen rosessor Dr. Emil Haselhofs in Wuppertal- armen aus Anlaß der Pollendung seines 80. Lensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die ikuturcheinische und bodenkundliche Wissenschaft e Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ver- Hißen n, iä> i dB dinil i da; Bä ■t M lesagl M1 tiadr folgte bt ii" u, ft' lglii-t' MtS' tW w,die "tzcyen verrinnen. ^iunu,n.ui h maI IWit ihm davon, aber er stieg zum Gluck jedesma rechtzeitig aus und kam auf die Erde zuruci. Die Purgstaller, die in ihrer mondänen Ruhe und mit ihrer pompösen Aufmachung wie die JWt der Tafelrunde wirkte, warf zuweilen drri himmelte! Ja, so etwas mochten die Männer. Van dieser jungen Person konnte man fernen. Alwine beschloß, noch ein Weilchen zu bleiben und zuzu- sehen, kündigen konnte sie noch immer. Auch Hingerl schielte manchmal nach Anna. Nette Person, auch freundlich, aber das war eben die Falle. Ein Weibsbild war und blieb ein Weibsbild. Der Doktor würde schon sehen. Frauen waren, sobald sie ihr Schäfchen im Trocknen hatten, alle gleich: vorlaut, rechthaberisch, unzuverlässig und von minderer Intelligenz. Das hatte der liebe Gott in seinem unerforschlichen Ratschluß halt so beschlossen. Das fand man jeden Tag bestätigt, zum Beispiel an dieser Zenzi, die beim Servieren den Daumen m der Suppe hatte und stech wurde, wenn man es ihr vorhielt. Der Professor und der Bürgermeister hatten inzwischen festgestellt, daß die Forellenbäche immer leerer und die Hirsche immer rarer wurden. Dann hatten sie gemeinsam erträgliche Angelplätze ausgemacht, einen davon bei Rauns in der Iller. Nun waren sie bei den Segnungen des Fremdenverkehrs und begannen zu stteiten. Zwischendurch aßen sie, langsam und mit zugedrückten Augen wie alte Kenner. „Bist du müde, Schatz?" flüsterte Brügger seiner Frau zu. „Nicht sehr, Martin. Bitte, schenke mir nichts mehr ein." Plötzlich erhob sich in der Diele etwas Lärm, man hörte Lachen und hastige Fragen. Auch ein bißchen Aufregung gab es. Brügger winkte Hingerl, nachzusehen. Hingerl kehrte zurück und sagte: „Der junge Herr ist angekommen?" „Na, endlich", murmelte Brügger und erhob sich. „Entschuldige, Anna, ich komme sofort zurück. Einige Minuten später kam er-in Begleitung seines Stiefsohnes zurück Er faßte den jungen Mann am Ellbogen und geleitete ihn zu Annas Stuhl. Anna stand auf, machte eine halbe Wendung, da die Zimmertür in ihrem Rücken war — und er» r‘-»rrfe. gierende Blicke auf das Mädchen, das mit hochrotem Kopf die Gänge servierte. Manchmal sah sie auch zu Hingerl hin, der den Korkenzieher handhabte, oder zu der jungen Frau Doktor, die so schüchtern und in sich gekehrt neben ihrem Manne saß. Diele und nicht gerade angenehme Gedanken tummelten sich in Alwines Kopf. Sie hatte verspielt und besah sich nun noch ein bißchen die Folgen ihrer Niederlage. Genau so war es: sie hatte sich großartige Schwüre geleistet und hatte keinen zu halten vermocht. Aus. Warum saß sie eigenllich noch hier? Sie wußte selbst nicht, auf was sie noch wartete. , Wenn Brügger zufällig zu ihr herubersah, wich sie feinen Blicken aus. Das hatte feinen Grund in einer Begebenheit, deren sih sich nur mit Beschämung entsann. Vor kurzem, als Brügger em zweites Mal in Trettau war, um nach dem Rechten zu sehen, und als alle Intrigen via Konsulin und öffentliche Meinung sich als taube Nüsse erwiesen hatten, als auch der Stiefsohn — „dieser Idiot" — versagt hatte, nun, da hotte sie, Alwine, alles aus eine Karte gesetzt: sie war in der Nacht, Einlaß heischend, vor Brüggers Zimmertür erschienen, hatte etwas von Herzkrämpfen gefaselt und um ärztlichen Rat aefleht. Sie hate resolut wie Lola Montez ihren Pyjama aufgerissen. Aber der Doktor war zu ihrem Leidwesen fein galanter König, sondern ein Stockfisch, den hübsche Körper nur beruflich interessierten. Er hatte etwas von Baldrian und Erkälten geraunzt und sie unhöflich verabschiedet, so war diese Szene, aus der allerhand hätte werden können, an der Unfähigkeit des Partners gescheitert, weil der mit dem Stichwort nichts anzufangen gewußt. Es war hinterher nicht einmal klar, ob er das Theater durchschaut hatte ober nicht. Klar war nur, daß die andere mit zehn Längen gesiegt hatte. Aus Jugend fielen Männer über Vierzig immer herein Nun saß die andere im Sattel, noch ein bißchen betreten, aber hellhörig und wachäugig und be- rett, ihr einen Fußtritt zu geben, sobald es an der Zeit war. Und wie sie den Herrn Gemahl an- Aus -er Giadt Gießen. Sich auslüsten! Sich mal Verlusten! Das war eine der Lebensregeln, ich möchte wohl sagen Lebensweisheiten, deren der Großvater viele hatte und gewissenhaft zu befolgen pflegte. Er ist bei solcher Gewohnheit hoch in die Neunzig gekommen und bis zu seinem letzten Tage fröhlich geblieben. Sich mal Verlusten! damit meinte der Großvater, daß es notwendig sei, zur rechten Zeit aufhören zu 1 können, eine Pause einzulegen. Wenn einer, dann durste er sich solche Pause gönnen. Sein schaffender Fleiß verdiente sie ihm. Wer selbst bei drängendster Arbeit liebte er das Atemholen, das Verschnaufen. Hinterher stand er dann wieder fröhlich in blauer Schürze an der Werkbank und schaffte für zwei. Mich dünkt, daß man von ihm lernen kann! Sich mal Verlusten! Wann wäre das nötiger denn in gegenwärtigen Zeiten härtester Anstrengung und an Tagen, die des Maßes an Arbeit voll, ja übervoll sind! Jetzt sind die hohen, hellen Tage des Sommers voller Sonne. Darf ich da einen Vorschlag machen? Ich kann's nur tun mit der guten Weisheit des Großvaters: Sich mal Verlusten! Es bebarf der Badereise dazu so wenig wie der Hochgebirgstour. Es brauchen auch nicht Tage des Ausspannens zu sein. Stunden schon genügen, Stunden auf einem einsamen Feldpfad, Stunden in einem kleinen Gärtchen am Sonntag, Stunden, da man sich ein gutes Buch ins Herz lieft, Stunden, in die hineinzutreten dem Alltag verwehrt ist. Die Hauptsache, daß man die gewohnte Ebene hinter sich läßt. Steige drum, wirklich und bildlich, auf einem Turm! Wer wäre nicht schon einmal auf einem solchen gestanden, daß ihm der Wind durchs Haar wirbelte, und er hätte gespürt, wie ein anderer Wind, der des Losgelöstseins aus Alltag und Gewohnheit, ihm alles Trübe fortblies und Heiterkeit und frohen Sinn ins Herz gepustet hätte? Winzig, einem Gekrabdele gleich, erschien alles da unten, was sich sonst so wichttg nahm und was wir selber wichtig genommen. Jetzt konnte man darüber lächeln. Das war der Gewinn des Höhergestiegen- seins! Man hatte sich ausgelüstet! Darauf kommt's an! Gerade heute! Versuch's drum mit dem Vorschlag für einen Sommertag: Sich mal auslüften! Schn. Kür Tapferkeit vor öem Kemüe. Der Leutnant Achim D e i ft, in einem Artille - rieregiment im Osten, und der Leutnant Dieter Deist, im Deutschen Afrikakorps, beide aus Gießen, wurden für Tapferkeit vor dem Feinde in kurzem zeitlichen Zwischenraum mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse ausgezeichnet. Die Bewirtschaftung von Aepfeln. lieber die Bewirtschaftung' von Aepfeln ist im Verkündunasblatt des Reichsnährstandes vom 11. 8. 1942 eine Anordnung des HD. der deutschen Gartenbauwirtschaft veröffentlicht. Im großen und ganzen werden die Bewirtschaftsgrundsätze des ver- aangenen Jahres übernommen, neu ist jedoch, daß Ablieferungskontingente der Erzeuger in den Hauptanbaugebieten festgesetzt werden. In den Hauptanbaugebieten sind die Aepfel beschlagnahmt, doch können die Erzeuger über diejenigen Aepfel, die über das ihnen auferlegte Kontingent hinaus geerntet werden, frei verfügen. Die Beschlagnahme hat die Wirkung, daß über Aepfel nur nach den Anordnungen und Weisungen der HD. und auf deren Weisung durch die Gartenbauwirtschaftsoer- 'bänbe verfügt werden darf. Huflattichblätter sammeln. Schon im zeitigen Frühjahr wurde auf die Sammlung der Huflattichblüten hingewiesen, die bereits erscheinen, wenn der Schnee die Erde freigibt. Noch erheblich wichtiger als die Sammlung der Blüten ist die Ernte der Blätter, die gewöhnlich erst Ende : April oder noch später erscheinen und ab Mai gesammelt werden. Sie sind ein wichtiges Heilmittel gegen Erkrankungen der Atmungsorgane und sind Bestandteile des in allen Apotheken zu führenden । Brusttees des deutschen Arzneibuches. Namentlich bei ; Husten mit zäh festsitzendem Schleim finden sie An- i Wendung. Die Blätter werden ohne Stiele geerntet. • Man muß dabei vorsichtig sein, da sie druckempftnd- : lich sind. Druckstellen werden beim Trocknen miß- - farbig. Man darf also nicht zu viele Blätter beim t Sammeln in der Hand hatten. Die Trocknung erfolgt in einfacher Lage, Blatt neben Blatt, auf schattigen, luftigen Dachboden. Pilzbefallene, zer- ; fr offene und von Straßenstaub beschmutzte Blätter - dürfen nicht gesammelt werden, denn für den Kran- » ken ist das Beste gerade gut genug. Der Versand kann in Pappkartons, aber auch in Säcken erfolgen. NSG. Da Arbeitskraft und Leben der Schaffenden vielfach immer noch durch eigene Fahrlässigkeit gefährdet werden, nimmt das Amt „Soziale Selbstoerantwortung" der Gauwaltung Hessen-Nassau der Deutschen Arbeitsfront zu diesem Thema folgendermaßen Stellung: In der Entwicklung der nationalsozialistischen Arbeitsgesetzgebung verschaffte sich im Laufe der Jahre eines immer mehr Geltung: der Wille, dem Menschen die Arbeits- und Lebenskraft bei Krankheit oder Unfall nicht nur wiederzugeben und seine finanzielle Lage während dieser Zeit sicherzustellen, sondern ihn überhaupt erst gar nicht arbeitsunfähig werden zu lassen, ihn also vor Gesundheitsschäden weitgehendst zu schützen. Dieser Grundsatz selbst wurde zwar schon vor dem Machtantritt des Nationalsozialismus zum Teil erkannt und von einzelnen Stellen oder Gruppen auch angestrebt. Zumeist stellte jedoch die eigentliche und tiefere Ursache dieser Bestrebungen eine durchaus merkantile Auffassung dar. Erst als auch in breiteren Massen und von Staats wegen die Erkenntnis durchdrang, daß der schaffende Mensch mehr ist als lediglich eine bezahlte Kraft, als die nationalsozialistische Auffassung vom Ethos der Arbeit auf allen Schaffensgebieten sichtbar wurde, konnte man eine grundlegende Aenderung erwarten. Die Deutsche Arbeitsfront hat in den größeren Betrieben auch unseres Gaugebietes eigene Ar- • ;:n Indern die Freiheit der Selbstbestimmung ver- sdrochen hatte, die von ihm selbst proklamierten !echte mit Fußen. Zndische Truppen in Aegypten revoltieren. («glischer General von indischen So (baten in Kairo erschossen. I st a n b u 1, 13. Aug. (DNB.) Generalleutnant ßott, der Kommandeur des 13. Armeekorps in Aegypten, wurde in der Nähe von Kairo von i n - ftschen So l d a t e n auf offener Straße nieder- jeschossen. Als am Sonntagvormittag die Nach- schten über die Verhaftung Gandhis und oberer indischer Führer über den Rundfunk verleitet wurden, entstand die größte Erregung unter Mi indischen Soldaten. Einige verließen ihr außer - ilb Kairo gelegenes Lager. Sie nahmen britischen ffizieren gegenüber eine drohende Haltung ein. ls Generalleutnant Gott, der von der El-Ala- ein-Front im Automobil nach Kairo zurückkehrte, fr die Nähe einer laut gestikulierenden Gruppe indi- icr Soldaten kam, ergriff ein Unteroffizier sein kewehr und feuerte drei Schüsse auf Gott ib. Der General mar auf der Stelle tot. Zwischen ir britischen Polizei und den indischen Soldaten tm es zu Schießereien; es gab Verluste, ehe die frdischen Soldaten überwältigt werden konnten. — jn einem indischen Regiment wurde jeder 2 0. So 1- lat füsiliert und alle indischen Offiziere us dem Truppenoerband e n t f er n t. Für alle irischen Truppen in Aegypten wurde bas Abhören jn Rundfunksendungen untersagt. Die Rundfunkgeräte wurden eingezogen. Englische Spionage- und Sabotage- nganisation in Schweden ausgehoben. Stockholm, 13. Aug. (Europapreß.) Spionage- ad Sabotagevorbereitungen in englischem Auftrag ;gen den Schiffahrts- und Eisenbahnverkehr in chweden wurden von der schwedischen Polizei aus- ?deckt. Die Verhafteten gaben zu, daß sie von inem britischen Staatsangehörigen, ?r sich in Schweden aufhielt, mit Brandbomben ö Zeitzündern zu Sabotagezwecken versehen wor- m seien. Sie hätten 6000 Kronen von ihren Auf- aggebem erhalten, ungeachtet der Tatsache, daß ! noch ferne Sabotageakte ausgeführt hatten. Die Serl-jaftoten find wiederholt wegen Einbruchs vor- : 'traft. Am 30. Juli konnten sie bei einem Einbruch i einen Dynamitschuppen festgenommen werden. Oie Säuberung Bosniens und der Herzegowina. Berlin, 12. Aug. (DNB.) Die Säuberungs- 'Ittüm auf dem Schauplatz der Bandenkämpfe in der Herzegowina und Südbosnien wurden erfolgreich kttaesetzt. Durch das planmäßige Vorgehen der Rutschen und kroatischen Säuberungsverbände ge- ?ungen, zogen sich die Banden im Raum von erajewo zurück. Zahlreiche Bandengruppen, die in den entlegenen Gebirgsdörfern und weglosen [infamen Gebieten nach Räuberart ihre örtlichen lleberfälle ausführten, wurden vernichtet. Der Terror «aen die wehrlose Zivilbevölkerung hat dazu ge- nihrt, daß Tausende von Bauernfamilien sich vor den Mordbrennern in die von deutschen Truppen dksetzten Gebiete in Sicherheit bringen. Der Terror der Banden hat der ontikommunistischen Bewegi^ng unter der Bevölkerung neuen Zustrom gebracht. So »urbe bei Mostar ein britischer Offizier, kr vergeblich versucht hatte, mit den Banden Fühlung aufzunehmen, von Antikommunisten getötet, iom 23. Juli bis zum 8. August verloren die serbi- >ihen Banden 3000 Tote und 9700 Gefangene. . fleh t na-d tt * er ntfiD Anna saß aufgerichtet und ein bißchen benommen, mit einem glücklichen Schein auf dem jungen Gesicht neben ihrem Gatten und redete nur, wenn Ite gefragt wurde. Auch Brügger war viel zu beschaf- tiqt mit seiner neuen Würde als Ehemann, als daß er große Tiraden geschwungen hatte. Nur zeitweise um nicht unhöflich zu erscheinen, schaltete er sich m t einer kurzen Bemerkung in das Gespräch ber übrigen ein. Hin und wieder richtete er eine austnun- tembe Frage an den jungen Hudal, der Ziemlich un- !glücklich hinter den vielen guten Dmgen hockte von Denen er die meisten nicht einmal dem Namen nach ! Vetter Franz hatte Kummer. Der Mann ba, dieser sogenannte Ehegatte, war nicht unsympatyi ch, aber er 'hatte ihm Anna, für die er ^wärmte, feit er denken konnte, weggenommen, entehrt a ge- J raubt, wenn man einen ganz starken $ I brauchen wollte. Und weil Anna, dieses angebetete Igeliebte Wesen, damit einverstanden schien, konnte Lan nicht einmal etwas dagegen unternehmen. I Franz nahm einen großen schluck von bem 9^ ■Kein, der einem die «ache ein wenig le-chter I»rächte. Franz hatte auch noch andere Sorgen die »«it jenem M.kc°sk°p zu s-ul- und em« Lotz nahm zusammen mit dem Leiter des Tierzuchtamtes Gießen, Landwirtschastsrat Dr. Wagner, am Montag die Auszeichnungen vor. Jeder Vatertierhalter erhielt seitens des Landrates eine Geldprämie, ferner wurden einzelne Vatertierhalter, die Vorbildliches geleistet hatten, zusätzlich durch eine Führer-Plakette ausgezeichnet. Diese Auszeichnungen sollen einmal den Dank für die im Interesse der Allgemeinheit geleistete Arbeit darstellen, anderseits aber auch Ansporn für die Vatertierhaltungen sein, die in diesem Jahre noch keine Berücksichtigung finden konnten, auch in Zukunft Vorbildliches zu leisten. Im einzelnen wurden folgende Vatertierhalter für vorbildliche Datertierhaltung mit einer Führer- Plakette und Geldprämien ausgezeichnet: Wilhelm Leyerer, Geilshausen, Richard Bischoff, Lang-Göns, Friedrich Koch, Lich, Peter Zinn- kann, Lindenstruth, Johannes Seipp, Reiskir. chen, Karl Buß V., Watzenborn-Steinberg. Mit einer Geldprämie wurden ausgezeichnet: Johannes Cyriax, Großen-Linden, Phil. Hch. Hudeler, Gröningen, Otto Häuser, Leihgestern, Bockhalter August S ch m a u ß, Lindenstruth, Ernst Breitend ücher, Lollar, Kaspar Müller, Mainzlar, Johs. Hch. Kehr IX., Treis a. d. Lda. Die ausgezeichneten Vatertierhalter erhielten auch seitens des Köramtes der Landesbauernschaft Hessen- Nassau eine Geldprämie zuerkannt. Ferner wurden durch das Köramt mit Geldprämien noch ausgezeichnet der Bullenhalter Georg Pauli, Annerod, die Bockhalter Christian Werner, Allertshausen, Ludwig Meyer, Alten-Buseck, August Peppler, Freienseen, Jakob Stumpf, Garbenteich, Heinrich P a n z , Gießen, Valentin W e p p l e r, Harbach, Adolf Lind, Stangenrod, und der Eberhalter Wilhelm Kaufmann, Rüddingshausen. Gießener ZBochenmorftyreife. * Gießen, 13. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Wirsing, kg 8 bis 10 Rpf., Weißkraut 6 bis 9, Rotkraut 12 bis 16, gelbe Rüben 12, Römischkohl 12, Birnen 38, Zwetschen 35, Salat, das Stück 8 bis 10, Endivien 15, Rettich 5 bis 10. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Heuchelheim, 13. Aug. Am morgigen Frei- taa, 14. August, wird Frau Wwe. Helene Rinn, geb. Siegfried, Brauhausstraße 3 wohnhaft, in aller Frische 9 0 Jahre alt. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zum Geburtstag und für einen schönen Lebensabend. * Steinbach, 11. Aug. Am Samstag fand eine Vorstandssitzung der Sportgemeinde Steinbach statt. Dereinsführer Simon gab einleitend einen Rückblick auf das abgelaufene Sportjahr. Trotz zeitbedingter Einschränkungen konnten schöne Erfolge erzielt werden. Die Schützen stehen mit an erster Stelle im Kreise Unterkreis- meister wurde Hch. Ldw. Haas. Auch die Jugendmannschaft im Fußball brachte an den letzten Sonntagen schöne Siege nach Haufe und zeigte, daß sie wieder im Kommen ist. Die Turnabteilungen unter Er. M a g e l und Helmut Haas sind eifrig beim lieben. An dem Weidig-Bergfest nahmen 14 Mann teil, unter ihnen war eine ganze Anzahl Sieger. An dem Kreissporttag in Gießen beteiligte sich die Sportgemeinde mit 2Ö Mann, von denen 15 Sieger wurden; sie errangen 3 dritte, 2 vierte, 1 fünften und 2 sechste Preise. Das Kinderturnen wurde fetzt auch eingeführt und liegt in den Händen von Gr. M a g e l. Eine stattliche Anzahl Kinder nimmt daran teil und stählt bei frohem Sport und Spiel ihren Körper. Der diesjährige Ortsturn- und Sporttag wurde auf den 30. August festgelegt, die Vorarbeiten dazu wurden in Angriff genommen. cv> Langsdorf, 13. Aug. Am kommenden Samstag, 15. August, vollendet unser Mitbürger Heinrich Bender I. sein 70. Lebensjahr in großer Frische des Körpers und Geistes. Da er kinderloser Witwer ist, hat er seinen Ackerbau schon seit einigen Jahren aufgegeben und betätigt sich jetzt helfend bei Freunden und Verwandten, wo es gerade nottut. Wir wünschen ihm fernerhin einen schönen Lebensabend. 60jähriges Ehejubiläum. Lpd. D a r m st a d t, 12. Aug. Ihr 60 jähriges Ehejubiläum feierten am Mittwoch die Eheleute Oberlandesgerichtspräsident i. R. Dr. jur. Georg Best und Frau Auguste, geb. Lochmann. Die Eheleute entstammen beide alteingesessenen Darmstädter Familien. Verdunkelungszeit: 13. August von 21.53 bis 5.32 Uhr. Oie Gießener pistolenschühen im Kampf um die stnterkreismeisterschast. Am Dorigen Sonntag standen drei Gießener Schützenvereine im Kampf um die Unterkreismeister- schaft in Gebrauchmäßiger und Scheibenpistole. Geschossen wurde unter Leitung des Unterkreisschützen- führers Eduard Gondner, Gießen, auf den Schießständen der Schützengesellschaft 1926. 1. Mit Gebrauchsmäßiger Pistole: (Entfernung 25 Meter auf die lOkreisige Figurenscheibe, und zwar: a) Genauigkeit = 10 Schuß in zwei Reihen zu 5 Schuß in jeweils 30 Sekunden; b) Fertigkeit = 10 Schuß in zwei Reihen zu 5 einzelnen Schüssen für jeden Schuß 5 Sekunden; c) Schnelligkeit = 10 Schuß in zwei Reihen zu je 5 Schuß in je 9 Sekunden. Mannschaften zu drei Mann. Sieger wurde die Mannschaft der Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 787 Ringen, und zwar die Schützen Heinz Rau mit 100, 94 und 90 = 284, Ludwig Schneider mit 94, 93 und 84 = 271 und Herrn. Paul mit 91, 84 und 57 = 232 Ringe. Diese Mannschaft wurde somit Meistermannschaft in Gebrauchmäßiger Pistole des Unterkreises Gießen für 1942. Die zweitbeste Mannschaft stellte der Schützenverein Gießen mit 713 Ringen, und zwar die Schützen Heinrich Appel mit 97, 81 und 76 = 254, Hans Wessels 80, 75 und 68 = 223 und Gg. Schilling mit 91, 79 und 66 = 236 Ringe. Einzel schützen: Walter König, Sch.-Ges. 1926 Gießen, 93, 80 und 92 = 265; Otto Scheller, Post- sport Gießen, 97, 77 und 87 = 261; Karl Heitz, Sch.-Ges. 1926 Gießen, 96, 86 und 76 - 258; Willi Georg, Sch.-Verein Gießen, 87, 92 und 78 — 257; Karl Moot, Sch.-Verein Gießen, 94, 78 und 84 — 256 Ringe. E i n z e l m e i st er wurde formt Heinz Rau von der Sch.-Ges. 1926 Gießen mit 100, 94 und 90 — 284 von 300 erreichbaren Ringen. 2. M i t Scheibenpistole. Entfernung 50 m. 30 Schuß in 3 Reihen zu 10 Schuß in jeweils zehn Minuten auf die 20freifige Ringscheibe. Mannschaften zu 4 Mann. Sieger wurde die Mannschaft des Schützenvereins Gießen mit 1587 Ringen, und zwar die Schützen Georg Schilling 454, Heinr. Appel 450, Willi Georg 380 und Hans Wessels mit 303 Ringen. Diese Mannschaft wurde formt Meistermannschaft in Scheibenpistole des Unterkreises Gießen für 1942. Die zweitbeste Mannschaft stellte die Schützengesellschaft 1926 Gießen (1308 Ringe), und zwar die Schützen Walter König 351, Ludw. Schneider 343, Karl Heitz 318 und Herrn. Paul mit 296 Ringen. Einzel schützen: Otto Scheller, Postsport Gießen, 340 und Karl Mootz, Schützenverein Gießen, mit 277 Ringen. Einzelmeister wurde somit Georg Schilling vom Schützenverein Gießen mit 454 Ringen. Die Resultate sind durchweg als befriedigend zu betrachten, da die meisten Schützen zum erstenmale und auch ohne große Vorübung im Pistolenschießen zu diesem Wettkampf angetreten waren. Die besten Pistolenschützen sind nun gefunden und der Kampfreiz geweckt, sodaß diese Schützen am 30. August bei dem diesjährigen Schießen auf die Gaumeisterschaft erneut ihre Schießkunst unter Beweis stellen können. Sport aus dem Reiche. Schwimm-Vergleichskämpfe der ASRL.-Kreise. Ilm dem Kampfsport innerhalb der schwimmsporttreibenden Vereine ohne Winterbad in den Landkreisen erhöhten Auftrieb zu geben, hat Gaufach- roart Emst Karoß erstmals Vergleichs-Wettkämpfe zwischen Schwimmer und Schwimmerinnen der NSRL.-Kreise festgesetzt. Bereits die erste Begegnung dieser Art am Sonntag in Groß-Gerau hatte als Dier-Kreise-Vergleichskampf, mit dem NSRL.^Kreis Alzey als Sieger, einen vollen Erfolg. Das zweite Treffen dieser Art, das sich weitaus größer gestalten wird, führt Schwimmer und Schwimmerinnen aus den NSRL.-Kreifen Alsfeld- Lauterbach, Büdingen, Friedberg, Gelnhausen, Gießen, Hanau und Schlüchtern am Sonntag, 23. August, in der 50-Meter-Freiwasser-Kampfbahn in Lauterbach zusammen. Der dritte und letzte der diesjährigen Vergleichs-Wettkämpfe für Vereine ohne Winterbad findet dann am Sonntag, 6. September, in Elz bei Limburg statt und vereinigt die Schwimmkräste aus den NSRL.-Kreifen Dillenburg, Limburg, Oberwesterwald, Untertaunus, Unterwesterwald und Wetzlar. 5. Fußball-Länderkampf Deutschland — Rumänien. Schon wenige Wochen nach dem siegreich bestandenen Ländertreffen gegen Bulgarien in Sofia tritt die deutsche Fußball-Nationalelf erneut auf den Plan, diesmal in Beuchen, wo am Sonntag Rumänien der Gegner fein wird. Es geht zum fünften Male gegen die Rumänen. In den vier vorausge- 2456 V Frau Elisabeth Gissel und Kinder. Gießen, im August 1942. 03925 2459V Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Anna Arnold, geb. Schmidt Emmi Arnold, Gretel Arnold Irmgard Arnold. Gießen (Marktlaubenstr. 6), 13. Aug. 1942. 03930 „ Nach Gottes heiligem Willen verstarb am 10. d. M. an einer schweren Krank- heit in einem Heimatlazarett mein lieber, unvergeßlicher Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel, Pate, mein lieber Freund Gefreiter Ernst Pfeffer im blühenden Alter von fast 30 Jahren. Er folgte seinem im Weltkrieg gefallenen Vater. In tiefem Schmerz: Frau Luise Pfeffer Wwe., geb. Geißler Karl Will, z.Z. im Felde, und Familie Heinrich Pfeffer, z.Z. im Lazarett, und Familie Elisabeth Pfuhl nebst allen Angehörigen. Staufenberg, im August 1942. Die Beerdigung findet am Freitag, 14. August, um 15 Uhr statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme beim.Heldentod unseres lieben Sohnes Herbert Kübel, Leutnant in einer Panzerabwehr-Kompanie, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. August Kübel und Frau. Gießen, im August 1942. Danksagung. Für die liebevolle Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Wir erhielten die traurige Nachricht, WjAM daß mein braver, treuer, unvergeß- hoher Sohn, unser lieber, guter Bruder, Schwager, Pate und Onkel Wilhelm Balser Ober-Schütze in einem Infanterie-Regiment am 5. Juli treu seinem Fahneneid, im blühenden Alter von 22 Jahren, im Osten den Heldentod gestorben ist. Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren haben. In tiefem Schmerz: Anna Balser Wwe. Karl Balser, z. Z. in Urlaub, und Frau, geb. Schäfer Wilhelm Schön, z. Z. im Felde, und Frau, geb. Balser Ludwig Balser. Albach, Reiskirchen, den 12. August 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 16. August, 14.15 Uhr, in Albach statt. _________________ 03909 Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme, die uns bei dem schweren Verlust meines liebenMannes, unseres lieben Vaters und Schwiegervaters, unseres lieben Opas, meines lieben Schwiegersohnes, unseres Bruders, Schwagers und Onkels Emil Hofmann, Lokführer i. R. zugingen, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und für alle Ehrungen und Kranzniederlegungen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Sofie Hofmann, geb. Keller. Gießen, den 12. August 1942. nqoin Denn davon hängt es ab, ob die Soße sämig Ist, den richtigen Geschmack hat und gut aussieht. Kochen Sie deshalb genau nach Vorschrift: den Wür- 3-4-ZiHL-Wohng. auch in der näheren Umgebung von Gießen, sofort gesucht- Schriftl. Angeb. unter 03915 an den Gieß. Anz. Berlin-Giefeen Vermiete möblierte Wohnung in Gießen, suche dageg. möblierte Wohnungin Berlin. Evtl, auch gegenseitiger Wohnungstausch. Schriftliche Angebote mit näh. Angaben unter 2457D an den Gießener Anzeiger erbeten. fei fein zerdrücken, mit etwas Wasser glattrühren, ’/< Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Min. kochen. KNORR Vermietungen | cagerWe zu vermieten. Hindenburg« tOftU 22 II. 06021 Wl.MlNkr mit Zentralheiz. sofort zu verru. Schriftl. 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Gießen, den 4. August 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ritter. 2454C Intelligente Dame mit guter Allgemeinbildung für selbständigeTätigkeit,evtl, halbtägige Beschäftigung, von Behörde gesucht. Kenntnisse inSchreibmaschine und Stenographie nicht unbedingt erforderlich. Bewerbungen erbeten unter 2444D an den Gieß. Anz. Heltes Mel sucht sofortStelle als tongshßtouiig. Gefäll.Ang.unt. 03908 a.d.G.A. Putzfrau für die Reinigung von Büro- Räumen zum sofortigen Eintritt gesucht. Heizer für Etagenheizg. gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03922 an denGieß.Anzeig. Selbständige Hausgehilfin gesucht. 245iD Luise Bette Mäusburg 10 Nett möbl. Zimmer f. ungarische Medizinalpraktikantin sofort auf 2 Monate gesucht. Angebote an die Akademisch.Aus- landstelle d. Universität 03920 Ludwigstr. 19 II Wohnungstausch. Suche in Gießen eine 5-Zimmer- Wohnung geg. Tausch einer kleineren 4-Zimmer - Wohnung. Schriftl. Angeb. unter 03935 au den Gieß. Anz. Suche GlMNIlWll. Schr. 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(Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Dchriftleitung.) gangenen deutsch-rumänischen Begegnungen gab $ jedesmal deutsche Siege, und zwar 1935 in Erfurt mit 4:2, 1938 in Bukarest mit 4:1, 1940 in Frank furt a. M. mit 9:3 und 1941 in Bukarest mit 4: Toren. Rumäniens Fußball hat als recht stark § gelten, aber die National-Vertretung reicht nicht a, die Klasse der deutschen Länderelf heran. Daß Ru mänien in Beuthen einen beachtlichen Gegner ab» geben wird, ist kaum zweifelhaft; schon die Taß fache, daß man auf deutscher Seite mit einer über» aus starken Elf aufwartet, läßt erkennen, daß man die Freunde vom Balkan nicht unterschätzt. Meisterschaft im Frauen-Handball. Am Sonntag, 16. August, setzen die Spiele um die Deutsche Handballmeisterschaft der Frauen ein. Es werden fünf Ausscheidungsspiele durchgeführt. In der Gruppe B gibt es folgende vier Treffem TSG. Stuttgart — Sportgemeinde München in Stuttgart; VfR. Frankenthal — Eintracht Frankfurt in Me^ Stahlunion Düsseldorf — VfR. Mannheim in Düsseldorf; Dortmunder SC. — Kölner BC. in Dortmund. Dazu kommt eine Ausscheidung in der Gruppe C zwischen der Bremer TG. und dem Eimsbütteler Tvd. in Bremen. Besondere Beachtung verdient dir Begegnung des Titelverteidigers VfR. Mannheim mit der DSG. Stahlunion. Im Vorjahre konnten ilicht, mach ar. Die inö Tochter aus erster Ehe. Sie erben also mit Ihrer Tochter aus erster Ehe je zur Hälfte. — Für die Entscheidung darüber, ob die Bilder echt, d. h. gut mD;; sind oder nicht, ist es von Wichtigkeit, den Namen J des Malers zu wissen. Wenden Sie sich doch einmal 11 an den Oberhessischen Kunstverein in Gießen (Vorsitzender Stadtbaudirektor Gravert). Empfehlenswert ist es auch, die Bilder von einem Sachverständigen beurteilen zu lassen. Werden die Bilder als wertvoll bezeichnet, dann sind sie am besten einem Restaurator zu übergeben, der sie wiederherstellt. Die . Anschrift eines solchen Herrn erfahren Sie bei dem ®nin* ® Landeskulturwolter, Gau Hessen-Nassau, Frankfurt • am Main, Kaiserstraße 32II. Iiine w Ä äe KraE ■liqe, die 1 ÄMte, Wiegung « i-itanb des Misten a öi Grund i M wn d> ^lust noch jn Äusbeut MM hott aren zur < Äonien voi erschlossen jinen jnb aus V ein Testament nicht hinterlassen hat. Die (Erbfolge^ flUt Teil regelt sich dann nach der Bestimmung des § 1925 ® a: des Bürgerlichen Gesetzbuches. Danach erben Sie ; 'idit in als Vater die Hälfte seines Nachlasses. Die ande« Hälfte würde an die Mutter Ihres verstorbenen , 6 Moaen Sohnes, also Ihre Frau erster Ehe, fallen. Da diese Mo.» bereits verstorben ist, tritt an deren Stelle Ihre sucht 2458Ü Freibankverkauf (litt 14. August 1942: 24siA von 8-9 Uhr Nr. 131-176 von 9-10 Uhr Nr. 171-21» Henker Durch Qualität und Güte weltbekannt ZIGARREN Zigaretten Rauchtabake ir englische &m auch,d ihnb Inin men am 3 i'jng des t Atii noch ui pb nichts r Wspolitik Gebrauchte Fässer für Sauerkraut einzumachen ge= ihr oft für Wgend zu । Wo alle M iienoUt Die engli Loden fon; Hoden und Büren, ihr mhoden d virksamer s firn sie wa -Adern sag ilbst Englä Wsche un Men aber APropag Men ,Kl E.das La, rl|)> Mftar e ßonbone ^t'scher ui tn nötigen ^>ese Kraft ^>cht nur, n it-impera-P Zeitlichen auch n ist un- D'e „Mui Litern, we 4m Vorau mden wtm ^raussetzur ^ndhi, Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter dal Hauptschristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik w4 Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot di urlaubt); i. V. Dr. Fr. 23. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. Cfc Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Bech AnzetgenpreiZliste Nr. 6. mit Hans Albers Charlotte Susa, Jack Trevor Ernst Dumcke, Fita Benkhofl Deutsche Wochenschau Heute Donnerstag: Lichtspielhaus Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags 2.30,5.00,8.00Uhr bis Sonntag einschließlich! Jugend hat keinen Zutritt! 2455«Q Kn« Roofet b'°-kho s^Merika Hereins r überlasse Wng des; |S.‘, K,l,i9*en 7, ,"UMes freche! E lvcire ^Qnen '.n,Qruber i 'S ' aQten - I eine S kW Anruf 3344 ZieWmomkli auch gebraucht, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03929 an den Gieß. Anz. | Verschiedenes! MW ein Paar schöne, schwarze, neue SmenWhe Größe 4, gegen Größe 4!4, auch andersfarbig. Schr. Ang. unt. 03910 a.d.G.A. Neuwert, graue Maogenschuhe Gr. 39 mit hob. Absatzgeg.gleich- wertige blaue Sportschuhe 38/2 zu tauschen ges. Wilhelmstr.48"' vormittags. 03924 von 10-11 Uhr Nr. 211-260 von 11-12 Uhr Nr. 261-300 am 15. 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