192. Jahrgang Nr. 162 Gietzener Anzeiger Montag, 13. Juli W2 Annahme von Ameisen für tue Mitlagsnummer bis 81/, Uhr desVormittags Anzeig en-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf.f. Werbeanzeigen und geickäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25%mehr Enchemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familtenblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugsvreis: Monatlich .,.. .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernfvrechanfchluh 2251 Drahtanschrift: ,Änzeig^ Posts check 11686 Frankft/M. vrvhlsche Univerfitälrdruckerei 8. £owge General-Anzeiger für Oberhessen * «iehen.^cholftrahel-y lässig mit allen Maschinen, die sie einsetzen kann, Der Vernichtungsschlag westlich des Don Reste der 8. Fahrzeugen. Geflimmer Schlachten. gegen die Truppen der Achse und fliegt erbitterte Angriffe auf die von der deutschen und italienischen Luftwaffe belegten Frontflugplätze. Soeben greift ein von Jägern begleiteter starker Bomberverband unseren Nachbarplatz heftig an, und wir selbst wurden schon in früher'Morgenstunde von seinen Jagdbomben aus unseren Zelten in die Splittergräben gelockt. Ein ungewohntes Bild, den Kampf bei Tage zu sehen! In treuester Waffenkameradschaft unterstützen unsere deutschen Jäger, Kampfflugzeuge und Aufklärer die Panzerarmee. Gestern flogen wir Aufklärung über dem feindlichen Gebiet. Ohne eigenen Jagdschutz stießen wir tief in den feindlichen Raum hinein, um, von allen Seiten bedrängt durch tausend Gefahren einen Blick in die Lage beim Feinde zu tun. Wir sahen den heftigsten Kampf an allen Teilen der Front, sahen die Qualmwolken der von unserer Artillerie oder durch Stukas vernichteten Panzer, sahen sogar zwei Stukas steil hinabstürzen auf ihre Opfer. Und dann blickten wir nach Süden, in den gähnenden Schlund der Wüste, und nach Norden in die dunkle Flut des blauen Meeres, die die schweigenden Zeugen dieses Kampfes sind, der um die El-Alamein-Stellung tobt. feindliche Flugzeuge abgefchosfen. Auf Malta wurden Stützpunkte der britischen Luftwaffe bombardiert. An der Südküste Englands versenkten leichte Kampfflugzeuge zwei Zerstörer aus einem feindlichen Kriegsschiffsverband. 3n der vergangenen Nacht belegte die Luftwaffe kriegswichtige Ziele an der englischen O st k ü st e mit Bomben schweren Kalibers. 3m Südteil des St.-Georg-Kanals wurde bei einem Angriff auf einen feindlichen Geleitzug ein Frachtschiff durch Bombentreffer beschädigt. Nach einem wirkungslosen Störangriff auf die Stadt Flensburg in den Abendstunden des gestrigen Tages flogen in der Nacht zum Sonntag einige britische Bomber in das Gebiet von Danzig ein. Durch Spreng- und Brandbomben entstanden in Wohnvierteln der Stadt Danzig Sach- und Ge- bändeschäden. 3n einem zerstörten Krankenhaus fanden zahlreiche Kinder den Tod. Vier der angreifenden Flugzeuge wurden abgefchosfen. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote im Atlantik und in amerikanischen Küsten- gewäsfern 18 feindliche Handelsschiffe mit 116 000 VRT. Ein weiteres Schiff von 7000 VRT. wurde durch Torpedotreffer beschädigt. Drei Trans- portfegler wurden durch Arüllerie versenkt. Damit hat die deutsche Unterseebootwaffe auf den Kriegsschauplätzen des Atlanttk, des nördlichen Eismeers und des Miltelmeeres feil dem 1.3uli 34 Schiffe mit 225 900 VRT. verfenkt und den feindlichen Nach- fchuboerkehr nach allen Fronten wiederum schwer getroffen. Woronesch am 7. 3uli wurde südlich davon der Don in einer Breite von 350 km erreicht und mehrere Brückenköpfe über den Fluß gewonnen. Zwischen dieser Front am Don und den früher bedrohten, jetzt 300 Kilometer rückwärts gelegenen Städten Lharkow und Kursk befindet sich feinnennen 5- werter Feind mehr. Nach bisherigen Meldungen wurden im Verlaufe dieser Kämpfe 88 689 Gefangene eingebracht, 1007 Panzer und 1688 Geschütze sowie eine unübersehbare Menge anderer Waffen und Kriegsgerät aller Art erbeutet oder vernichtet. 540 Flugzeuge wurden abgeschossen. Die englischen Armee, stehen Tausende von hier wogt der Kampf, und in dem des Hellen Tages toben erbitterte Wort aber sprechen in diesen Tagen Das neue Ungarn Von unserem eh.-Berichterstatter. Das erste---- „ die unzähligen Flugzeuge, die sich vom frühesten Morgen bis in die Dämmerung hinein hoch oben in den Lüften einen von der Erde kaum war- nehmbaren Kampf liefern. In rollenden Einsätzen stürzen sich deutsche Stukas jenseits der Linien in das Getümmel, die britische Luftwaffe rollt unab- Der neue Ll-Booterfolg. Seit dem 1. Juli 34 Schiffe mit 225900 BAT. versenkt. DNB.....„12. Juli. (PK.) Die Panzerarmee ist in Aegypten in die El-Alamein-Stellung, die sich, gut befestigt, vom Meer bis zur Kattara-Senke hinzieht, eingedrungen. Mit allen noch zur Verfügung stehenden Kräfen hat sich der Feind, zur letzten Verteidigung aufgerafft, und sich den Divisionen der Achsenmächte zum Kampf gestellt. Und jetzt zeigt sich, wie st a r k die englische Kolonialarmee in Nordafrika überhaupt gewesen ist, denn immer noch sind seine Truppen an Zahl beträchtlich, hier im Raume zwischen Alexandria und El Alamein, zwischen dem Nil- Delta und den Kattara-Salzsümpfen stauen sich die Oer Wehrmachtberichi vom Gamstag. DNB. Musbern Führerhauptquarkier, 11.3uli. Das Oberfommanbo bet Wehrmacht gibt bekannt: Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche und verbündete Truppen, hervorragend unterstützt durch bie Luftwaffe, im Verlaufe der Angriffsoperationen westlich des Don vom 28. 3uni bis 9. 3uli den Feind vernich- tend geschlagen. Nach der Einnahme von Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNB. Ausdem Führerhauplquartier, 12. 3uli. Das OKW. gibt bekannt: 3m Südabschirilt der Ostfront stoßen schnelle Verbände und bewegliche Abteilungen der 3nfan- leriedivisionen dem weichenden Feinde in rafflo- ser Verfolgung nach. Oertlicher Widerstand wurde überall gebrochen. 3n R o st o w sowie in mehreren Häfen der Kaukasus-Küste wurden kriegswichtige Anlagen mit Bomben belegt. Entlastungsangriffe des Feindes nordwestlich Woronesch blieben auch gestern erfolglos. 3m Zusammenwirken mit der Luftwaffe wurden dabei 63 feindliche Panzer vernichtet. 3m Raum nördlich und nordwestlich Orel wiederholte der Feind seine Angriffe mit stärkeren 3nfanferie- und Panzerkräften. Sie wurden mit wirkungsvoller Unterstützung der Luftwaffe in harten Kämpfen abgewiesen. An der W o l ch o w - F r o n t f cheiterten feindliche Angriffe unter hohen Verlusten. Die Sowjet-Luftwaffe verlor am gestrigen Tage 74 Flugzeuge. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt. 3n Aegypten dauern die schweren Kämpfe in der El Alamein-Stellung an. Kampf- und Sturzkampffliegerverbände griffen die britischen Stellungen und motorisierten Kräftegruppen mit Bomben schweren und schwersten Kalibers an. Sie fügten dem Feind großen Schaden zu. 3n Luftkämpfen wurden von deutschen und italienischen Fliegern 14 Schwerer Kampf an der El-Alamein-Stellung Von Kriegsberichter Werner Bockelmann. Diese Einstellung läßt mit Freuden an den deutschen Siegen teilnehmen, wo immer sie errungen werden. Sie bekundet sich ober nicht weniger in dem alles beherrschenden Gefühl der Schicksalsver- bundenheit mit den Achsenmächten und den dafür zu bringenden Opfern, Schweigend werden alle Einschränkungen hingenommen, die der Krieg der Heimat auferlegt, mit Würde werden die Opfer getragen, welche die siegreiche Front fordert. Und unermüdlich unterzieht man sich den täglichen Mehrleistungen, die zum Wohl des Ganzen unternommen werden müssen. Die Landesnatur Ungarns bringt es mit sich, daß feine Hauptanstrengungen auf dem Gebiete des Landbaus liegen. Der Bodenertrag muß gesteigert werden, sei es durch Intensivierung der Bodenbestellung, sei es durch Ausweitung der Bodenfläche. In beiden Fällen kann noch viel geschehen, und es wird geschehen. Der Angriff gilt hier den Steppen zwischen Donau und Theiß. Die Romantik der Pußta, an der einheimische und fremde Dichter und Besucher sich begeisterten, wird darüber wohl allmählich verschwinden. Allein das ungarische Volk will leben und seinen Beitrag für ein freies Europa leisten. In diesem spielt der ungarische Weizen eine ausschlaggebende Rolle, vielleicht später auch der Mais und die hochwertigen Futtermittel. Aufgaben drängen sich auf politischem wie wirtschaftlichem Gebiete in Fülle auf. Das ungarische Volk ^ühlt die Verantwortung, die es für die eigene wie für die europäische Zukunft trägt. innewohnende Schwung und ihre taktische Beweglichkeit werden schon dafür sorgen, daß die Judenfrage in stetigem Fluß bleibt und zu einer restlosen Lösung gelangt. Wenn wirtschaftliche Rücksichten im Augenblick hier und da das Tempo etwas mäßigen, so hat das mit der grundsätzlichen Einstellung des ungarischen Volkes nichts zu tun. Vielmehr liegt alles in der gesamt-ungarischen Entwicklung begründet, die von der überlegenen Staatskunst des Reichsverwesers von Horthy gelenkt wird. Sein ausgesprochener Sinn für die Wirklichkeiten des Völkerlebens hat ihn in den letzten Jahren von Erfolg zu Erfolg geführt. Er weiß aber auch, daß kein Erfolg von Dauer sein wird, der nicht ein organisches Glied einer Entwicklungsreihe ist. Deshalb findet man in feiner Gefolgschaft, die bas ganze magyarische Volk umfaßt, auch in trautem Nebeneinander die Alten und die Jungen, bie Lebenserfahrenen neben den Stürmern und Drängern. Das lebhafte ungarische Temperament erhitzt sich wohl gelegentlich über das Wie der Durchführung der Wege zu einem Ziel, aber über dieses Ziel selbst besteht restlose Einigkeit. Das Ziel ist, mit einem Wort gesagt, das neue Europa und in diesem neuen Europa ein ft art es, lebenskräftiges Ungarn! (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Budapest, im Juli 1942. Durch die vom Dritten Reich betriebene Revisionspolitik an den Pariser Vorortverträgen von 1919/20 hat kein von ihnen betroffener Staat so viel Vorteil gehabt, wie gerade das Königreich Ungarn. Der Vertrag von Trianon hatte es von 325 000 Quadratkilometer auf nur 92 000 verkleinert. In den Jahren 1938 bis 1941 konnte es aber diesen Besitzstand fast verdoppeln auf etwa 170 000 Quadratkilometer durch den Erwerb bzw. die Wiederangliederung des Oberlandes nördlich, der Donau, Kär- patorutheniens bis zur Gouvernementsgrenze, Nord- siebenbürgens im Osten und der Batschka im Süden. Die Bevölkerungsbewegung ist nicht so steil angestiegen; sie geht nur von 9 auf 14 Millionen Einwohner. Diese bedeutsame Vergrößerung in bezug auf Umfang und Bevölkerungszahl haben das neue Ungarn vor gewaltige Aufgaben gestellt, die dadurch ein besonderes Gewicht erhalten, daß sie einen Staat betreffen, der in den Grundlagen seines Wesens nicht unerheblich verändert worden ist. Das Trianon-Ungarn erfüllte im wesentlichen das Tiefland an Donau und Theiß in dem weiten Karpatenbogen. Es erstreckte sich in der Hauptsache zwar schon westöstlich, doch verhielt sich diese Linie zur Nordsüd-Linie wie 2:1. Die Wiedereingliederungen haben durch Nordsiebenbürgen die Westost-Linie jast verdoppelt, während die Nordsüd-Linie trotz der heimgekehrten Teile der Batschka nahezu die gleiche geblieben ist. Damit ist Ungarn aus seiner bisherigen Lage im inneren Kern des Karpatenraumes in die Gestalt eines langgezogenen Brückenstaates hineingewachsen. Diese Feststellung wirft die Frage nach der Verte hrsglieberung des Landes auf. Ihre Beantwortung ist unverhältnismäßig einfach. Ungarn bleibt trotz der Erweiterung nach Osten nach wie vor in erster Linie der Donaustaat. Die vom Westen kommende Donau vermittelt dem Lande den Anschluß nach Mitteleuropa, und der nach Südosten enteilende Fluß pflegt naturgegeben die Beziehungen zur B a l k a n h a l b i n s e l, was um so leichter geschehen kann, weil in dieser Richtung in Verfolg der deutschen Politik heute nur Freunde wohnen. Hinsichtlich der wiedereingegliederten Ostgebiete besteht die Aufgabe, sie wieder in ihre geschichtlichen und natürlichen Beziehungen zum Kernland an der Donau zurückzuführen. Die zwanzig Jahre dauernde Lösung von ihnen hat nicht vermocht, sie den Nachbarn so einzugliedern, daß'sich lebenswichtige Verbindungen ergeben hätten. Die Oeftnung des Karpatenwalles nach Westen hin hat nicht durch politische Zweckmaßnahmen überwunden werden können. Es wird nur eine Frage der Zeit fein, bis sich die Verkehrsbeziehungen an den Karpaten entlang ganz von selbst wieder auf die überlieferte Hauptstadt Budapest eingespielt haben. Natürlich verlangen sie hingehende Pflege und ver- iständnisvollen Ausbau. Vom Standpunkt der Bodengliederung wäre damit die Aufgabe klar und eindeutig vorgezeichnet. Leider ist sie nicht so einfach, wie sie auf der Landkarte aussieht. Um die Schwierigkeiten zu er- Jfennen, braucht man neben eine solche nur eine iBevölkerungskarte zu legen. Sofort merkt man, wie die Probleme Alt-Ungarns wieder auf- ’eben.' Die Rückgliederungen haben das neue Ungarn wieder zu einem Nationalitätenstaat gemacht, wenn auch, wie man hinzufügen muß, mit Maß. Nur etwas mehr als ein Fünftel der Bevölkerung des Landes besteht aus Nichtungarn. Dieses [fällt aber nicht so sehr ins Gewicht, da es sich aus Angehörigen von wenigstens sechs Volksgruppen zu- lammensetzt. Unter diesen sind am stärksten die Deutschen und Rumänen vertreten. Doch dürfte les nicht schwer fallen, im Hinblick auf die politischen Bündnisse der Staatsvölker untereinander wie au den gemeinsamen Kampf gegen den Bolschewismus {gerat)e hier den rechten Weg zu finden. Die in früheren Jahrzehnten bestehende ständige Schwierigkeit mit den Kroaten konnte glücklicherweise dadurch vermieden werden, daß diesem Volk ein eigener Staat zugebilligt wurde. Immerhin wird die Min- ^erheitenpolitik in Zukunft viel Takt und Klugheit verlangen. Andererseits stellt sie beachtliche Forderungen an die Ungarn selbst. Die Verkümmerung Ungarns in dem Trianonumfang hatte zwar den Lebenswillen der Magyaren nie erschüttert, aber doch insofern eingeengt, als die Geburtenziffer im ( Verhältnis zu den Nachbarvölkern sichtlich zurückge- gangen war. Dieser Umstand konnte sich bisher im sollen Maße nicht auswirken, da Ungarn gerade während* der Trianonzeit den Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit mit besonderem Nachdruck geführt uni) infolgedessen einen stärkeren Nachwuchs erzielt hat als früher. Die Bevölkerung der 1920 abgetre-- i :enen Gebiete hat diese pflegliche Betreuung nicht 'rfahren. Da sie zu einem wesentlichen Teil jetzt zurückgekehrt ist, wird sie naturgemäß die hygieni- chen Einrichtungen und Schutzmaßnahmen des Kernlandes gleichfalls erhalten und die entsprechenden Vorteile daraus ziehen. Es wird daher hinfort nne vordringliche Aufgabe der Magyaren jein, ihre Geburtenhäufigkeit derart zu steigern, daß ihre Stellung als Staatsvolk nicht herabgemmdert wird. Eng verknüpft ift dieses Problem mit ber Behandlung der Judenfrage in Ungarn. Allein die Bekenntnisjuden stellen fünf Prozent der Bevölkerung des Lander dar, vereinnahmen aber 25 Prozent des Nationaleinkommens. Diese beiden Fest- I Stellungen bedeuten schon eine ernste Warnung. Sie wird aber noch schwerwiegender, wenn man daraus hinweist, daß in der Landeshauptstadt Budapest Siefe Ziffern noch verdreifacht werden mus- ien, und wenn man nicht übersieht, daß die Zahl ber getauften Juden recht beträchtlich ist. (3 er ab c diese beiden Umstände sind Veranlassung, daß die Judenfrage in Ungarn nur langsam vom Fleck ! kommt. Doch liegt kein Grund vor, für die Zukunft Befürchtungen auf Rückschläge zu hegen. In diesem Punkte sind die ungarische Jugend wie die volitische Rechtsoppofition auf der Hut. Der derben Rüstungsproduktion und Transport. Als die Nordamerikaner den Iranern und die Briten den Aegyptern die Bereitstellung von Tonnage für Getreidelieferungen ab schlugen und die Ziviloersorgung dieser Volker dadurch empfinbftd) verknappten, wußte man, daß der Tonnagemangel angefangen hat, selbst hochpolitische Entscheidungen zu beeinflussen. Jetzt wird aus den Vereinigten Staaten gemeldet, daß auf einer zunehmenden Zahl von Gebieten die Fertigung über das Maß der 23er» lademöglichkeit zu steigen begonnen hat. Dabei haben die Transporte nach einer Reihe von entlegenen Kriegsschauplätzen ihren Höhepunkt offenbar bereits überschritten. Was noch nicht nach Nordafrika auf den Weg gebracht worden ist, dürste schwerlich zur Entscheidung zurechtkommen, und was nicht bereits die iranischen Häfen sowie Murmansk und Archangelsk erreicht hat, wird sich in diesem Sommer kaum noch an der Front am Don, bei Drei, Rshew und Leningrad einfetzen lassen. Der Transport wird daher vorzugsweise auf kürzeren Routen: nach den britischen Inseln und als Relais für Australien und Indien nach Südafrika gehen können. Selbst wenn der geflissentlich zur Schau getragene Optimismus des Präsidenten Roosevelt in bezug auf die Rüstungsproduktion seines Landes ganz echt fein sollte, wird er durch die Schwierigkeit, das Material nach den Kriegsschauplätzen ober doch in ihre Nähe zu bringen, empfindlich gedämpft werden. Fast gleichzeitig mit der Meldung von den nordamerikanischen Transportsorgen veröffentlichte das deutsche Oberkommando der Wehrmacht jene 23er« enkungszifser für die ersten zwölf Julitage, die auch für den laufenden Monat eine erhebliche Zahl zerstörter angloamerikanischer Handelstonnage erwarten läßt. Man spricht in der Union davon, daß die Eisen- und Stahlplanung zugunsten eines ver- tärkten Schiffsbaus revidiert werden müsse, und daß sich die Neubauziffer erhöhen lasse, — vorausgesetzt, daß der vermehrte Reparaturbedarf als Folge der zahlreichen Schiffsbeschädigungen es zuläßt. Von den Plänen über den Bau von seetüchtigen Frachtern allein aus Hols und Beton ist es tigen Frachtern allein aus Holz und Beton ist es verschwommene Aeußerungen über den angloamerikanischen Schiffsbau im Jahre 1943 sind ein schwacher Trost für die Schisssraumnöte der Alliierten im laufenden Jahre. In einer früheren Rede hat Mr. Churchill den „sehr ehrenwerten Mitgliedern des Parlaments" viel Zuversichtlicheres über den nordafrikanischen Kriegsschauplatz zu sagen gewußt als vor wenigen bei der Abwehr feindlicher Angriffe im Raum nördlich und nordwestlich Orel vernichteten 390 Panzer sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Die r a st - lose Verfolgung des Feindes wird fortgesetzt. Die Luftwaffe belegte bei Tage Hafenanlagen an der Kaukasusküste und am Asowschen llleer mit Bomben und setzte ihre vernichtenden Angriffe auf zurückgehende feindliche Kolonnen, Flußübergänge und Nachschubverbindungen fort. Nördlich und nordwestlich Orel griff der Feind nach den hohen Verlusten der letzten Tage nur mit schwächeren Kräften an. Die Angriffe wurden abgeschlagen. Eigene Gegenangriffe waren erfolgreich. Die im Raum südwestlichRschew eingeschlossenen feindlichen Kräfte wurden weiter zusammengedrängt. 3hre Widerstandskraft ist im wesentlichen gebrochen. Ausbruchsversuche einzelner feindlicher Gruppen blieben erfolglos. An der Wolchow-Front scheiterten von Panzern unterstützte örtliche Angriffe der Sowjets z. T. in erbittertem Nahkampf. Einzelne Einbrüche wurden im Gegenstoß bereinigt und hierbei 19 feindliche Panzer ab- geschossen. Schwerste Artillerie des Heeres beschoß mit guter Wirkung kriegswichtige Anlagen in Leningrad. 3m Finnischen Weerbusen vereitelten Verbände der finnischen Wehrmacht in zweitägigen schweren Kämpfen einen feindlichen Angriff auf die 3nsel Somerie. An diesem Erfolg haben leichte deutsche Seestreitkräfte Anteil. Sie vertreiben im Artilleriegefecht sowjetische Artillerieträger und Transporter, setzten Stoßtrupps an Land und machten eine Anzahl von Gefangenen. 3m hohen Nordey bombardierte die Luftwaffe feindliche 3nfanterie- nnd Artillerie-Stellungen auf der Fi s ch e r - Halbinsel. 3m Nordmeer wurden zwei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 13 000 VRT., ein Zerstörer und ein Bewacher durch Vombenvolltreffer vernichtet. Außerdem versenkte die Luftwaffe in der Kola-Bucht ein feindliches Handelsschiff von 6000 VRT. Die Sowjetluftwaffe verlor am gestrigen Tage 94 Flugzeuge, sieben eigene Flugzeuge werden vermißt. 3n Aegypten sind heftige Kämpfe im Raum von El Alamein im Gange. Starke britische Angriffe gegen die Witte und den Nordteil der deutsch- italienischen Front wurden abgewiesen. 3m Südabschnitt wurde der Feind durch einen überraschenden Angriff deutscher und italienischer Truppen g e • morsen. Starke Luststreitkräste unterstützten die Operationen auf der ganzen Front, griffen Wate- riallager und Kraftfahrzeugansammlungen an und schossen in Luftkämpfen 33 britische Flugzeuge ab. Luftangriffe auf Flugplätze der 3nfel Walta riefen erneute Zerstörungen hervor. Begleitende 3äger schossen 12 britische Flugzeuge ab. 3n der Zeit vom 27.6. bis 9.7. verlor die britische Luftwaffe 223 Flugzeuge: davon wurden 27 durch Einheiten der deutschen Kriegsmarine abgefchosfen. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 54 eigene Flugzeuge verloren. Das Kind und Kino. Das Bildersehen bei Kindern. * Hier erhebt sich die Frage: von welchem Aster ab sind Kinder überhaupt fähig, einem Filmgeschehen zu folgen? Es wäre zu bemerken, daß ein Kind immer, nur das wirklich sieht, was ihm aus seiner Erfahrung schon irgendwie bekannt ist. Eine Katze, die mit einem Knäuel spielt, ein Hund, der nach einem geworfenen Stock läuft, ein Vogel, der nach Futter pickt, das sind Vorgänge, die auch ein dreijähriges Kind bereits im Bild zu „sehen", d. h. in ihrem Sinn aufzunehmen vermag. Dabei ist zu bedenken, daß Kinder bis zum dritten, manchmal sogar bis zum vierten Lebensjahre das Filmbild als das sehen, was es ja wirklich ist, nämlich als Fläche, und daß die scheinbare Plastik des Filmbildes ja ein Produkt unserer geschulten Phantasie ist. So wird also z. B. ein kleines Kind bei einer Fahraufnahme auf einen Hund zu, bei der dieser Hund von der Totale in die Großaufnahme rückt, nicht den Eindruck haben, daß es dem Hunde näher kommt, sondern daß der Hund größer wird, daß er wächst. Hieraus ergibt sich, daß durch Schnitte, Montagen usw. beim Kinde ein völlig falsches Bild Zwei Afrikakämpfer erhielten das Ritterkreuz. Berlin, 11. Juli. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Kiehl und Hauptmann (Em e r t vom Deutschen Asrikakorps. Hauptmann Kiehl als Führer eines Begleitkommandos hatte hervorragenden Anteil am Einbruch in die Festung Marsa Matruk sowie bei der Abwehr zahlreicher starker Panzerangriffe. Hauptmann Ewert, weit vorstoßend und auf exponiertem Posten, schirmte als Führer einer selb- Bis in die allerjüngste Zeit hinein haben die führenden Männer in Großbritannien und Nordamerika an ihrem Vertrauen zum Waffenerfolg des sowjetischen Verbündeten festgehalten. Sie behaupten, daß die Zeiten der großen Einkesselungen ein für allemal vorüber sind. Sie leugnen die gewaltigen Einkesselungen auf der Halbinsel Krim und im Raum von Charkow im Mai und möchten " am liebsten auch vor dem neuen großen deutschen Wasfenerfolg am Don die Augen verschließen. Sie dichten der sowjetischen Wirtschaft Fähigkeiten an, die sie nie haben kann, nämlich die den Bolschewisten verbliebenen Eisen-, Stahl und Rüftungs- kapazitäten denen voll ebenbürtig zu machen, über welche die Sowjets früher im ukrainischen Kohlcn- und Jndustrierevier verfügten. Die im Kriege eingetretene außerordenlliche Schwächung des sowjetischen Eisenbahnwesens, das ohnehin innerhalb der ersten 25 Jahre kommunistischer Herrschaft schwer vernachlässigt worden war, muß auf die Dauer das Funktionieren der ural-sibirischen Industrie- und Rüstungsgebietes in Frage stellen. Kommt dazu dann noch die Unterbindung des Verkehrs auf der ' Wolga und ihren großen Nebenflüssen Kama und Oka, also eine Störung der Erdölversorgung, so sieht es mit der Bereitstellung des erzeugten Rüstungs- materials an den einzelnen Frontabschnitten recht trübe aus. -Ein Blick auf die Karte lehrt, daß. die Entfernung vom östlichen Don-Knie bis zum westlichen Wolgabogen nur wenige Dutzend Kilometer beträgt und daß die deutsche Luftwaffe vom unteren Don bis nach Stalingrad an der Wolga eine Flugdauer von nur wenigen Minuten aufzuwenden braucht. Dann wird sich auch in der inneren Sowjetunion jenes Mißverhältnis zwischen Rüstungsproduktion und Transportmöglichkeiten einstellen, daß sich bei den feindlichen Mächten schon jetzt als verhängnisvoll herauszuftellen beginnt. Cr. London in großer Gorge. Berlin, 12. Juli. (DNB.) Die englische Sonntagspresse steht im Zeichen des vernichtenden Schlages gegen die Sowjets. Die „Sunday Times" weist auf den bedeutenden Vorteil hin, den sich die Deutschen dadurch verschafft hätten, daß sie während des Winters die großen Städte und die Eisenbahnnetze hielten, die diese Zentren in nördlicher und südlicher Richtung verbinden. Wenn es den Sowjets im Winter gelungen wäre, die deutschen Linien zu durchstoßen, so hätte ihr Vormarsch einen bedeutend größeren strategischen Wert gehabt. „Ob- seroer" meint, die Krisis, welche die Briten und ihre Alliierten jetzt durchmachen, sei tatsächlich gefährlicher als die von Singapur und Dünkirchen. Die Kriegspläne der Regierung hätten sich als ungenügend erwiesen, eine Reform dieser Pläne in bezug auf Strategie und Produktion sei unerläßlich. Die Im Telephonbuch geblättert. Von Fritz von Woedtke. Schon als Kind wunderte ich mich über den Ausdruck: Geistige Getränke. Damals durfte ich nur Limonade trinken, und das Geistreiche des Alkohols konnte mir noch nicht aufgehen. Von „geistiger Kost" hingegen redete man häufig, jedoch meinte man damit nicht Schinken und Eier, sondern die Klassiker. Heute nachmittag nun — die grelle Sonne schien mißbilligend ins Zimmer — habe ich mich geistig betrunken. Hinterher hatte ich einen geistigen Kater. Ich hatte nämlich einen Telephonbuch-Rausch. Wer diesen nie gehabt hat, weiß nicht um das Auf und Ab des Lebens. Ich wollte durchaus gesittet nach der Rümmer eines Herrenschneiders sehen, um mich bei demselben anzumelden. Er hatte einen gängigen Namen, es gab Emils, Pauls und auch eine Cäcilie dieses Namens, ferner eine Drogerie, einen Musikalienverlag und eine Freifrau. Die Berufe pendelten hin und her. Das Leben verteilt gerecht. Ich mußte auf die enggedruckten Seiten starren. „So ist das Leben", kann man zu allen Dingen sagen, und immer paßt es. Daß aber das Telephonbuch anregend wie ein geistiges Getränk und wertvoll wie geistige Kost zugleich ist, wußte ich nicht. Ich kam ins Blättern, so wie der Trinker einen um den anderen hinter die Binde gießt. Ich trank Namen und Schicksale. Bei den Müllers und Meiers nippte ich nur kurz —, zwar waren sicher reizende Müllerinnen dabei, aber sie konnten meine Phantasie nicht beflügeln. Manchmal stieß ich auf sehr schöne Namen, die wie Ritternamen aus dem Mittelalter klangen Ich sah im Geiste die Wappenzier über dem Portal und die Zugbrücke herunterrasseln, aber die Betreffenden wohnten nur in Zehlendorf, und am Portal stand bestenfalls: Hund beißt. Auf alte Namen stieß ich, die nur ein- oder zweimal vorkamen. Die Letzten ihres Stammes vielleicht. Früher war ihr Name mit Schlachtenruhm verbunden, nun sind sie Diplomkaufleute und stehen im Telephonbuch. Im Kopfe wurde mir seltsam dumpf, denn ich blätterte und stierte nun schon eine halbe Stunde. Dan Ober wurde ich, inmitten des unseligen geistigen Rauschzirstandes, von echtem Gefühl gepackt. Staatspräsident Dr. Hacha TO Jahre alt. Prag. 12. Juli. (DNB.) D-r Staatspräsident des Protektorats Böhmen und Mähren, Dr. Emil H a ch a, feierte am 12. Juli 1942 in Prag seinen 70. Geburtstag. Nach dem Zusammenbruch der Katastrophenpolitik Beneschs im Herbst des Jahres 1938 wurde Dr. Hacha am 30. November 1938 em« timmig zum Präsidenten der früheren tschechoslowakischen Republik gewählt. Als infolge der Nachwirkungen der verfehlten Politik seines Vorgängers, der inzwischen vor fernem eigenen Volk ins Ausland geflüchtet war, der ehemalige tschechoslowakische Staat im Jahre 1938 zerfiel, mar es Dr. Hacha der mit Billigung der verfassungsmäßig gewählten Prager Regierung für sein Volk den Schutz des Reiches erbeten hat. Das Ergebnis seiner Reise zum Führer in den Märztagen 1939 war die Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren, die im Erlaß des Führers vom 16. März 1939 ihre staatsrechtliche Festlegung fand. Der Führer hat dem Staatspräsidenten Dr. Hacha zu seinem 70. Geburtstage durch den Reichsminister und Chef der Reichskanzlei, Dr. Lammers, seine Glückwünsche und ein Handschreiben überreichen lassen. Säuberung Serbiens und Bosniens. B e r I i n , 11. Juli. (DNB.) SerbischeKom- m u n i st e n , geführt von bolschewistischen Agenten und verstärkt durch versprengte Reste der geschlagenen ehemaligen jugoslawischen Armee, führen seit Abschluß der Kampfhandlungen auf d e m B a l - kan einen Bandenkrieg auf eigene Faust. Die Masse dieser organisierten Banden besteht aus berufsmäßigen Straßenräubern und Wegelagerern, die sich in schwer zugänglichen Gebirgsteilen des Landes, in einsamen Felstälern und Höhlen versteckt halten, um von dort aus ihre Ueberfälle auszuführen. Räubernd, mordend und brennend überfallen sie einsame Gehöfte und entlegene Dörfer und wollen die Bevölkerung zwingen, sich ihnen anzuschließen. Den Kampf gegen diese sich „national" tarnenden Verbrecher führen seit Jahresfrist deutsche, italienische und kroatische Truppen mit wachsendem Erfolg. An der Säuberung der Flußgebiete sind auch die deutsche und ungarische Donauflottille beteiligt. Rach der Vernichtung der Banden in Serbien liegt der Schwerpunkt des gemeinsamen Kampfes gegen diese Horden jetzt in Bosnien. Zahlreiche Bandengruppen wurden bereits in ihren Höhlen« gebieten ein geschlossen und vernichtet. Ostbosnien ist damit befriedet. In den letzten Tagen verloren die Banden inWestbosnien allein 2000 Tote. Das schwierige Gelände, in dem auch in normalen Zeiten das Bandentum eine bekannte Erscheinung war, erfordert gebietsweise Säuberungsaktionen, ine planmäßig und erfolgreich fortschreiten. Oie Hafenstadt Wentschau Deutsche Reichslichtspielgesetz unterscheidet zwischen Filmen, die für Jugendliche verboten sind, solchen, die für Jugendliche über 14 Jahren zugelassen wurden und solchen, die ganz allgemein „jugendfrei" sind. Der Gesetzgeber hat bei dieser dritten Kategorie keine näheren Altersangaben gemacht, so daß — nach dem Wortlaut des Gesetzes — auch Säuglinge und ganz kleine Kinder zu solchen „jugendfreien" Filmen Zutritt haben. Tatsächlich kommt es in der Praxis namentlich in ländlichen Gegenden und kleineren Städten auch immer wieder vor, daß Mütter ihre Säuglinge oder Kinder ihre kleinsten Geschwister zu solchen Filmvorstellungen mitbringen, und die Klagen der Filmtheaterbesitzer mehren sich, daß diese armen Würmchen dann im verdunkelten Saal ein intensives Heulkonzert anstimmen, weil sie sich beim besten Willen aus Filmen wie z. B. „Die große Liebe", der „jugendfrei" zensiert ist, nichts machen können. In Posen fand ein Appell der germanischen Jugend statt, bei dem Reichsjugendführer Axmann und Gauleiter Reichsstatthalter Greiser nahezu 1000 germanische Freiwillige im Landdienst der deutschen Jugend begrüßte. , . . .. Reichsjugendführer Axmann sagte, niemals fei bie Bedeutung des Ostens für die Entwicklung unseres Reiches sinnfälliger in Erscheinung getreten als heute, da die besten Söhne unseres Volkes vor einen Grenzen für die Zukunft kämpfen. Taufende von Jungen und Mädeln feien in den - deutschen Raum des Ostens hineingeströmt, der Stimme ihres Herzens folgend. Die Lehrlingsheime, die Hilfe der Mädel in Kindergärten, Schulen und Volksdeutschen Bauernfamilien seien Ausdruck ihres Willens zur Tat. Vor allem aber habe die Jugend dem R u f zum Landdienst Folge geleistet. Rund 30 OOO Jungen und Mädel hätten sich nach harter Auslese reiroillig zu diesem Einsatz entschlossen, zum überwiegenden Teil seien sie aus den Städten gekommen, um am Ende freie Bauern auf eigenem Hof zu sein. Die Achtung der Naturgesetze und die Ehrsucht vor den Geheimnissen lebendigen Wachstums Methoden von 1940 feien überholt, es gelte letzt, aus den erlittenen Niederlagen die nötigen Lehren zu ziehen. — Auch über die Entwicklung der militärischen Lage in Nordafrika tft man in London nach wie vor in großer Sorge. „Exchange Telegraph" meldet, Rommel habe neue Offensrvaktionen aufgenommen, bie„einen außerordentlichen Umfang angenommen hätten. Unter Ausnutzung einer leichten, vom Meer her wehenden Brise, habe er sofort die Offensive ausgelöft. Das Afrika-Korps fei an Tanks, Artillerie und Infanterie ganz erheblich verstärkt worden. Erkundungsflugzeuge hatten festge- tellt, daß allein an zwei Aufmarschplätzen der deutschen Afrika-Front 2000 Tanks und 700 Transportwagen gesichtet worden wären. Diese Zahl zeige die großen Mittel, über die Rommel für seine Offensive verfüge. Oer LlSA.-Mstungsdikiator warnt vor Optimismus. Lissabon, 13. Juli. (Europapreß.) Immer häufiger werden jetzt in den Vereinigten Staaten Stimmen laut, die vor unbegründetem Optimismus warnen und in bemerkenswertem Widerspruch zu jenen großsprecherischen Prahlereien stehen, mit denen der Bevölkerung der USA. der Eintritt in den Krieg seinerzeit schmackhaft gemacht werden sollte. So erklärte jetzt der nordamerikanische Rüstungsdiktator Donald Nelson in einer Rede in Detroit: „Es wäre ein verhängnisvoller Irrtum, anzunehmen, daß dieser Krieg schnell zu gewinnen sei. Ganz im Gegenteil zu dieser optimistischen Hoffnung stehen wir auf dem Standpunk, daß uns ein langerundsehr hartnäckigerKrieg bevorsteht. Wir müssen die Wege finden, ein Maximum an Waffen mit einem Minimum an Material herzustellen, und zwar schneller und besser als jemals zuvor in der Geschichte der industriellen Entwicklung der USA." In einem Rundfunkoortrag erklärte der Flugzeug-Konstrukteur Major Seversky, die nord- amerikanischen Kriegsflugzeuge feien den entsprechenden neuen Typen der Luftwaffen der Dreierpaktmächte unterlegen. Die nordamerikanischen Flieger seien gezwungen, mit minderwertigem Material zu fliegen. Der Kommandeur des in China eingesetzten nordamerikanischen Fluggeschwaders habe festgestellt, daß z. B. die japanischen Jagdflugzeuge den neuesten Curtis-Jägern dreifach überlegen seien. Ortschaften und Waldschneisen, wo sich die restlichen feindlichen Panzerkampfwagen zu sammeln suchten, wurden mit schweren Bomben belegt. Nordwestlich Woronesch setzten die Bolschewisten ihre mit Infanterie und Panzern geführten Entlastungsangriffe fort. In harten Kämpfen und teilweise in Gegenstößen wprden die feindlichen Angriffe abgeschlagen, wobei die Panzerverluste der Bolschewisten wiederum sehr schwer waren. Eine Zusammenfassung der feindlichen Panzerverluste der zwölftägigen Angriffsoperationen im südlichen Abschnitt unter Berücksichtigung der in den letzten Tagen gemeldeten Vernichtung feindlicher Panzer im mittleren und nördlichen Abschnitt ergibt den für den Feind unersetzbaren Gesamtverlust von rund 1500 Panzerkampfwagen während der letzten Kampfhandlungen. Erfolglose Sowjet-Angriffe an der Wolchow-Front. Berlin, 11. Juli. (DNB.) (Erneute, von Panzern und Artillerie unterstützte Vorstöße des Feindes gegen die deutsche Brückenkopfstellung am Wolchow wurden unter hohen blutigen Verlusten für die Bolschewisten ubgewiesen. Zahlreiche feindliche Panzer wurden vernichtet und Panzerbereit- Stellungen int Süden des Brückenkopfes durch Artillerie wirkungsvoll bekämpft. Tagen. Damals rühmte er sich, daß ein großer Teil der deutsch-italienischen Nachschübe von italienischen Häfen nach Tripolis den britischen Kriegsschiffen und Bombern zum Opfer fallen. Darm ist ' ein grundlegender Wandel eingetreten. Man weih in London und Washington genau, daß in den letzten Monaten die Versorgung des Afrikakorps fast ohne Verluste vor sich gegangen ist, daß den Achsenmächten für die Schiffahrt auf dem Mittelmeer eine unverminderte Tonnage zur Verfügung steht, und daß die Indienststellungen von reparierter und neu- gebauter Tonnage sogar eine ständige Verbesserung der Verladungen von Rüstungsmaterial zur Folge ^°2)ie zunehmende Beherrschung des Mittelmeeres durch die Achsenmächte vermehrt den großen Vorteil, den die kontinental-europäischen Länder vor ihren Gegnern haben: den Vorteil der inneren Linie. Nachdem die europäischen Binnenwasserstraßen die winterliche Erstarrung überstanden haben und wieder voll funktionieren, hat die Eisenbahn eine Entlastung erfahren, die geeignet ist, das gegen etwaige Angriffsabsichten der Briten und Nordamerikaner erforderliche Kriegsmaterial schnell selbst nach den entlegensten Küsten des europäischen Festlandes zu schaffen. Auf der anderen Seite würden der Transport und die Versorgung diner ausreichenden angloamerikanischen Jnvasionsarmee nach einem „zweiten Kriegsschauplatz" Tonnage in einem Umfange binden, der mit jedem neuen Monat erfolgreichen deutsch-italienischen Atlantik-Krieges immer unerschwinglicher wird. Schon heute kann man in der nordamerikanischen Presse besorgte Betrachtungen darüber lesen, daß die Engländer und Amerikaner mit einer völlig ausgebluteten Kauffahrteiflotte in die Nachkriegszeit eintreten werden, die Dreierpakt- rnachte und ihr Anhang dagegen mit einer geschonten und leistungsfähigen. werde diese Jugend des Landdreisites immer vor einer Verstädterung bewahren. Bauerntum und deutscher Osten seien unzertrennbar verbunden. Der deutsche Osten fordere daher eine begeisterungsscihige Juaend, die mit freudiger Hingabe und mit heftigem Ernst an der Sendung Adolf Hitlers baute. Wie früher die germanischen Stämme gemeinsam gegen das Europa bedrohende Chaos kämpften, so stritten heute die tapferen germanischen Freiwilligenver- bände an unserer Seite gegen den verderbenbringenden Bolschewismus. Das gemeinsam geopferte Blut schweiße di- Jugend noch fester äuiammen. Daher folge sie auch gemeinsam mit der Pflugschar dem Schwerte des Soldaten. Gauleiter und Reichsstatthalter ©reifer bezeig nete es als eine Schicksalsaufgabe der Jugend, sich für diesen deutschen Osten unablässig einzusetzen. Der Feldzug der 18 Tage habe das Tor zum Ost- raum, der immer germanisch-deutscher Volks- und Kulturboden gewesen sei und nur vorübergehend dem deutschen Volke verlorenging, weit aufgestoßen. Pflug und Schwert seien von nun an die bestimmenden Symbole der deutschen Aufgabe im Osten. ständigen Aufklärungsabteilung die Flanke der To- brut an greifenden Kräfte. Gescheiterte Entlastung. Berlin, 12.Juli. (DNB.) Der Abwehrkampf nördlich und nordwestlich von Orel hat zu einer wesentlichen Schwächung der feindlichen Angriffskraft geführt. Am 10.7. hatten die Bolschewisten wiederum schwere Verluste an Menschen und Material, so daß sie ihre erneuten Angriffe nur noch mit schwächeren Kräften durchführen konnten. Die deutschen Truppen dagegen entrissen den Bolschewisten im Gegenstoß eine vorübergehend verlorengegangene Ortschaft und stellten die alte Hauptkampfstellung wieder her. Als am 11. 7. die Bolschewisten wiederum mit Infanterie und Panzerkräften gegen die deutschen Stellungen vorzudringen versuchten, wurde die Absicht des Feindes sofort in rollenden Angriffen von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen bekämpft. Pausenlos schlugen die Bomben mitten in die feindlichen Ansammlungen und brachten den Angriff des Feindes zum Stehen, lieber 60 feindliche Panzer und zahlreiche Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt und mehrere Munitionslager sowie mit Munition und Treibstoff beladene Kraftfahrzeuge durch Bombentreffer zur Explosion gebracht. Im Raumvon Rschew setzten die eingekessel- ten Bolschewisten dem konzentrischen deutschen Angriff am 10. 7. keinen wesentlichen Widerstand mehr entgegen. Die eingeschlossenen feindlichen Verbände sind bereits stark vermischt und nur noch vereinzelt zu planmäßiger Gegenwehr fähig. Zahlreiche Gefangene wurden einqebracht und ver,zweifelte Ausbruchsversuche eingeschlossener feindlicher Artillerie zurückgeschlagen. Waldgebiete, in die sich die Bolschewisten zurückgezogen hatten, sowie, abgelegene Die deutsche Ägend sichert den deutschen Osten Germanische Freiwillige im Landdienst der Hitler-Jugend. Daß es so etwas gibt ... Da steht ihr Name. Her- mia Arndt. Schwarz auf weiß'. Hermia ... Vor wieviel Sommern war es nur nicht zählen ... da lernten wir uns an der See kennen. Sie wohnte damals im Rheinland. Die Briefe kamen schließlich als unbestellbar zurück. Dann vergaß' ich si e. Nu r manchmal, in der üb erfüllten Untergrundbahn, oder wenn man morgens zu früh aufwachte, die Vögel fangen draußen, und man brauchte noch nicht aufzustehen, da dachte ich: Hermia ... sie war so traumfern. Und nun steht sie im Telephonbuch, wohnt in Berlin und sogar im selben Viertel. Sie ist eine Telephonnummer geworden, sie hat also Anker geworfen in dieser Stadt. Ich brauche den Hörer nur abzunehmen und werde ihre sanfte, dunkle Stimme wiederhören. Nein, nein. Nichts Altes erneuern. Es führt zu nichts mehr. Es macht nur Schmerzen. Nach neuen Menschen blättern! Aber ich versank doch wieder im Gewesenen. Nur mal nachsehen, ob der I noch die Wohnung hat, es ist ihm doch immer schlecht gegangen, und ich erinnere mich, daß man ihm oft das Telephon sperren wollte. Sprachlos starre ich auf den Namen. Er hat es geschafft. Er wohnt in Nikolassee, anscheinend geht es ihm gut. Aber ich habe ja gleich gesagt, denke ich altklug, aus dem Jungen wirb noch einmal was! Was für ein Buch ... Tausende von Schicksalen aus Namen, Stand und Straße erkennbar oder doch zu ahnen. Und wie sie in ihre Viertel passen, wie gehorsam sie abends in ihre Ställe zurückfinden: der pensionierte höhere Beamte in den alten Westen, die alleinstehende Frau ins Bayrische Viertel, die kinderfrohe Familie nach Onkel Toms Hütte.' Nun aber der letzte im Telephonbuch: Herr Zywina und dann der erste: Herr Aach! Die beiden müßten sich kennenlernen. „Bitte, nach Ihnen ...!" würde Herr Zywina sagen, der ein höflicher Mensch ist, und Herr Aach, der immer der erste sein muß, würde dies als selbstverständlich gutheißen. Vielleicht aber ist Herr Aach der Bescheidene und Herr Zy- roina geht immer munter vorne an. Wer weiß? Tiefer geistiger Rausch hatte mich erfaßt. Draußen surrte die Welt vorbei, ich aber saß gefangen in lleberlegungen, die zu nichts führen konnten. Mit leerem Kopf riß ich mich endlich los. Ich hatte zuviel Namen getrunken, zu viele Schicksale in mich hineingezwanK. Ich klappte ermattet das Buch zu. der Wirklichkeit entsteht, das sich erst später durch die Lebenserfahrung wieder zurechtrückt. * Aus dem bisher Gesagten könnte der Eindruck entstehen, als ob der Film für kleine Kinder überhaupt verderblich sei, weil die Phantasie in falsche Bahnen gelenkt werden kann. Diese Gefahr ist allerdings, wie Versuche gelehrt haben, nur recht gering. Ein Kind zeigt für ihm unverständliche Vorgänge fast immer einen ausgesprochenen Mangel an Inter-, esie, es schließt die Augen und versucht, meist mit Erfolg, zu schlafen. Insofern ist es also nicht weiter gefährlich, auch die kleinsten Kinder mit ins Theater zu nehmen, sondern es ist lediglich für die Erwachsenen störend und unbequem. Schon aus diesem Grunde sollte man kleine Kinder lieber zu Hause lassen. -J Dafür kann dann aber der Film später, also etwa wenn das Kind schulpflichtig geworden ist, zu einem sehr wichtigen Bildungs- und Erziehungsfaktor werden. Dem bewegten Filmbilde ist vor dem stehenden Anschauungsbild schon deshalb der Vorzug zu geben, weil jedes ruhende Bild ja erst durch die Phantasie des Kindes in einen Vorgang verwandelt und mit Leben erfüllt werden muß, wobei dieses Leben dann mitunter der Wirklichkeit völlig konträr sein kann, sich das^ Kind also selbst falsche Vorstellung macht. Beim Filmbild aber sind Leben und Bewegung in der richtigen, der Wirklichkeit entsprechenden Weise bereits vorhanden, so daß sich has Denken des Kindes — und „sehen" ist ja ein'Denken in Bildern — in den normalen Bahnen bewegt. Zwar werden zehn- und zwölfjährige Kinder mit den gewöhnlichen Spielfilmen unserer Filmtheaterprogramme noch nicht sehr viel anfangen können, weil sie für die fast immer vorhandenen Liebeskonflikte noch kein . Verständnis aufbringen, dennoch werden auch solche Filme, soweit sie „jugendfrei" sind, keinem gesunden Kinde schaden. Nützlich allerdings wird für das Kind der Film erst in Form des "guten Lehr- und Unterrichtsfilms. Hier wird auf jede Altersstufe Rücksicht genommen, hier findet man für jede Schulklasse das dem Verständnis der Kinder angepaßte Material und hieraus ergibt sich dann em Anschauungsunterricht, wie ihn lebendiger und eindrucksvoller nur noch eine einzige Lernmethode, nämlich die Praxis des Lebens, zu geben vermag, pr —--------- —sdu von den Japanern beseht. Tokio, 12. Juli. (Europapreß.) Die letzte dem Tschungking-Regime bisher noch zur Verfügung stehende Hafenstadt an der Tschekiang-Küste, Went- schnu, ist von japanischen Streitkräften besetzt worden. Der Hafen diente vor allem der Versorgung der in Tschekiang kämpfenden Tschungking- Truppen mit Lebensmitteln. Wentschau hat ein fruchtbares Hinterland, das berühmt ist für den Anbau von Tee, Reis, Bohnen und Kartoffeln, während die Salzminen art der Küste als einzige. Quelle für die Salzversorgung für Tschungking von vitaler Wichtigkeit waren. Das obere Tal des Bu- Flusses, an dem Wentschau liegt, liefert Del, Holz und Kohle. Schneidiges Marinestoßtruppunternehmen auf Saniert. Berlin, 11. Juli. (DNB.) Auf der Insel So« meri hatten Sowjetlandetruppen "Fuß gefaßt und standen im Kampf gegen die finnische Besatzung. Leichte deutsche Seestreitkräfte gerieten mit dem Auftrag, weitere Feindlandungen zu verhindern, in ein Gefecht mit feindlichen Seestreitkräften, zu denen der Monitor „Moskau", Geleitboote, Kanonenboote und Schnellboote gehörten. In einer Gefechts- pause entschloß sich der Kommandant eines der deutschen Boote, Oberleutnant zur See L ü tz o w , Stoß« ft 5n weihung wart vor befehlsleil führers ( punkt im werden. < Ähwestei chilfswerk Alt & find U5. zuela ii schen Ges den. In Sn: schen Fink, u pen in Schmid leitet der als Land derNSD Äus $ schen W Ägypten den c SÄ '4 JÄ iS S 5 SP» Am wurde di Marbu gierungsi llhlenk öienfte ui Lrrmnth Löfflers dessen A kampfun deckung Hrten. Eiweißd Krimina monstrat ren umfl Ferner Schweine Veiten dankhei nden E Wii fälschen renb er ir Währte Willen f Die M ieswifsen ^rimn ruf dem rlle zwei wird. Dc ’ium Dr. dienste l Ium Ehr Pensen, Die T« Äurde e . dipl.-Jng : Whrigei t ^lektrizitc : lenste ui ! ’?®ürbii ’oröerung Brii u' «s Ron ^chte h S'Mfan A d *s brij ««s g J?" Sörp, ArA rltM, ,eb>b ’T d Pa e,n, T em >.?'t en Men qu N, f Wrim luren a am >P' (Nachdruck verboten.) 31. Fortsetzung. Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. bazillen fand. Die Marburger Universität schuf nun für die geisteswissenschaftlichen Disziplinen den „Brüder- Grimm-Preis", der für besondere Leistungen auf dem Gebiete der V o l k s t u m s f o r s ch u n g alle zwei Jahre in Höhe von 5000 RM. verliehen wird. Der Staatssekretär im Reichsarbeitsministerium Dr. jur. Hans Engel wurde für seine Verdienste um die Marburger Blindenstudienanstalt jum Ehrensenator ernannt, Ehrensenator der Technischen Hochschule Darmstadt. Die Technische Hochschule Darmstadt verlieh die IBürbe eines Ehrensenators dem Generaldirektor Dipl.-Jng. Zschintz sch (Berlin) anläßlich des 50jährigen Jubiläums des Reichsverbandes der Elektrizitätsversorgung in Anerkennung seiner Verdienste um den Ausbau der .Netze und Tarife und in Würdigung des Interesses, das er der Nachwuchsförderung entgegenbringt.__ '.Dr. eichg- niers, Überleistung beigetragen. Wesentliche Erleichterungen durch das neue Wutterschuhgeseh. Bei- Soldatenfamilien ist die Betreuung der * In Anwesenheit des Bevollmächtigten des Deutschen Reiches, Gesandten Dr. von Renthe- Fink, und des Befehlshabers der deutschen Truppen in Dänemark führte Gauhauptamtsleiter Schmidt-Decker den früheren Landesgruppenleiter der AO. in Uruguay, Julius Dalldorf, als Landesgruppenleiter der Auslandsorganisation der NSDAP, in Dänemark ein. * Be- Ar- gang der werktätigen Frau werden ihr so viel als möglich Steine aus dem Weg geräumt. Sie wird in den Geschäften bevorzugt bedient, erhält bei mancher Arbeit Lebensmittelzulage oder zumindest Milchzulage, und bei eintretenden Schwangerschaften ist sie durch das neue Deutsche Mutterschutzgesetz vor jeglichen Nachteilen pekuniärer Art geschützt. „Schönheit der Arbeit" in Werk- und Aufenthaltsräumen. Die Gesunderhaltung der deutschen Frau und Mutter ist besonders wichtig. Dazu gehört, daß für ihre Freizeit und genügende Erholung gesorgt ist. Wird ein besonderer Urlaub außer des offiziellen benötigt, so ist dieser durch Aushilfe oder auch Studenteneinsatz gewährleistet. Für _ die täglichen Erholungsstunden gibt es in den meisten Rüstungsbetrieben einen Garten mit bunten Blumenrabatten und schattigen Bänken. In dem Betrieb, den wir besuchten, war für alles gesorgt. Für Regentage und Mahlzeiten steht ein großer Speiseraum, wo durch große Fenster das Licht hereinflutet, zur Verfügung. Der nebenan liegenden Küche und noch einer besonderen Werkskantine sieht man an, daß es hier täglich gutes, warmes Essen gibt, das in Riesentöpfen zubereitet und in Porzellan serviert wird. Auch die sanitären Einrichtungen, Wasch- und Duschräume sind vorbildlich sauber und gut ausgestattet. Dabei fehlt keineswegs die Sanitätsstation, die ebenfalls von einer Frau, einer ausgebildeten Sanitäterin, für kleine Betriebsunfälle und erste Hilfeleistungen, betreut wird. Bürohilfsarbeiterinnen können sich in freien Abendstunden durch Kurse in Stenographie uTtb Schreibmaschine, die von der Firma unentgeltlich eingerichtet sind, weiter- bikden. Frauenarbeit — die starke Hilfe unseres Heeres! So neigen sich tagaus, tagein blonde, braune und schwarze Frauenköpfe über ihre Arbeit, sei es im Büro, an Zeichentischen, im Labor, bei Prüfarbei- ten, hinter Maschinen und Werkbänken, der Zugmaschine, am Schleifstein, in der Werkzeugmacherei, hinter Drehbänken und im Lager. Mit ruhig siche- ren Griffen bewältigen sie ihre Arbeit, in nichts ungeschickter als die männlichen Kameraden, die sie vertreten. Mit viel Präzision und unbedingt sicherem Können, befriedigt lächelnd, wenn jeder kleinste Ar- beitsteil vollendet aus ihren Händen kommt, schaffen sie ihr Tagewerk, eine Armee von verläßlich arbeitenden Frauen, die trotz ihrer doppelten Pflichten als Hausfrau und Mutter es nicht scheuen, noch außerdem ihren Platz im'Beruf auszufüllen. Ziel- bewußt gehen die deutschen Frauen morgens zu ihrer Arbeit, befriedigt, daß sie produktiv in den allgemeinen Arbeitsgang eingereiht find und daß sie dazu beitragen dürfen, der deutschen Wirtschaft zu jener Höchstleistung der Produktion und Qualität zu verhelfen, die als stärkste Hilfskraft für unser Heer hinter ihm steht und zum endgültigen Siege beiträgt. doch schon zu lang, um den Mörder in der Nähe zu suchen — Hunderte von Menschen haben seitdem das Haus verlassen. Ein guter Schuß kann auch ein Zufall sein. Es ist keine Gedankenverbindung, es ist nur ein flüchtiges Bild, das vor dem Kriminalrat auftaucht. Ein Mann und eine Frau vor dem Schießstand eines Festes. Wundervolle Schützen beide! Er hätte genau so gut in dem gleichen Zusammenhang an sich selbst denken können, auch er war ein guter Schütze. Zunächst wurden bei Herrn Nottebohm die nötigen Auskünfte eingeholt. Der Ermordete war gemeldet, als der Kaufmann Fernando Bareiro aus Rosario, sein Paß war vorgelegt und in' Ordnung befunden, er wohnte seit mehreren Wochen im Hotel und war feiner Persönlichkeit nach fast allen Angestellten gut bekannt. Weniger wußte man über seine Verhältnisse, seine Gepflogenheiten, seine Bekanntschaften. Er hatte einen durchaus wohlhabenden Eindruck gemacht, seine nicht unerheblichen Rechnungen bezahlt. Manchmal mit einiger Verspätung, was aber wohl mehr aus Nachlässigkeit als auf Geldmangel zurückzuführen war, hatte großzügige Trinkgelder gegeben, und war immer auffallend gut gekleidet gewesen. In dem Safe des Hotels hatte er allerdings nichts hinterlegt, aber eben deshalb war es nicht ausgeschlossen, daß er größere Summen bei sich trug oder auf seinem Zimmer verwahrte — also war die Möglichkeit eines Raubmordes nicht von der Hand zu 'weisen. Das Zimmermädchen Geesche Andersen war die erste gewesen, die das Zimmer betreten hatte. Sie hatte sich unterdessen von ihrem begreiflichen Schrecken so weit erholt, daß sie vernommen werden konnte. Herr Bareiro — so ein feiner Herr, ogottogott, und so ein freundlicher Herr! — hatte an diesem Tage, so viel ihr bekannt war, sein Zimmer noch nicht verlassen. Sie hatte keinen Menschen das Zimmer betreten oder verlassen sehen, ebensowenig hatte sie einen Schuß gehört. (Fortsetzung folgt.) nsel So- faßt und sesakunss mit deni Mn. in zu denen Kanonen« Gefecht?« der deut« w, Stoß' Kunst und Wissenschaft Der Lmil-von-Vehring-prei^. tricbsfrauenmälterin und mit ihr der Deutschen beitsfront besonders am Platze. Alle ohne Mann oft schweriger zu lösenden Fragen der Kindererziehung, ihrer Berufswahl, auch finanzielle Schwierigkeiten finden Beantwortung und unterstützende Leistung. Doch auch im täglichen Lebens- hereilen, beginnt unbemerkt die ruhige sachliche Arbeit. Manche der Gäste im ersten Stock müssen dem Zimmermädchen em paarmal öfter klingeln als sonst, und dann kommt statt der Blonden eine Dunkle — das ist alles. Und der Geschäftsführer, Herr Nottebohm, ist im Augenblick verhindert — wer ihn sprechen will, muß sich ein wenig gedulden. Er steht sehr blaß und mit weichen Knien vor den Herren der Kriminalpolizei und stammelt: „Nicht in die Zeitung, meine Herren! -Wenn es irgend möglich ist, bitte nicht in die Zeitung!" Der Kommissar Lürsen lächelt ihn beruhigend an: „Es> wird sich vermeiden lassen! Ich glaube kaum, daß wir die Beihilfe des großen Publikums nötig haben, es ist etwas anderes, wenn wir einen flüchtigen Verbrecher im Gängeviertel suchen müssen. Erst, müssen wir einmal das Nächstliegende feststellen — nämlich, ob es nicht überhaupt ein Selbstmord ist!" Diese Feststellung ist schnell genug getroffen. Der Revolver liegt sechs Schritte von dem Toten entfernt, und aus der gleichen Entfernung etwa ist auch der Schuß abgegeben worden. Also ist eine Selbsttötung ausgeschlossen. Es wird gemessen, untersucht, photographiert, und zehn Minuten später, nach einem kürzen Anruf, erscheint Herr Kriminalrat Bauer persönlich auf dem Plan.« Ebenso unauffällig und unbemerkt wie die anderen Herren betritt er das Zimmer. Das erste, was er fast anerkennend sagt, als er sich aus seiner knienden und gebeugten Haltung aufnchtet, ist: „Donnerwetter, ein wunderbar gezielter Schuß! Der Mann kann keine Sekunde mehr gelebt haben." Es ist nur Höflichkeit, wenn er hinzufügt: „Meinen Sie nicht, Doktor?" Der Arzt ist derselben Ansicht, Herzschuß. Er muß sofort tot gewesen sein. Und zwar ist der Tod vor etwa einer Stunde eingetreten — höchstens vor anderthalb. So gering diese Zeitspanne ist, sie ift zie dm rfügung Weitt- beseht Versal« lngkmg- hat ein für den lttofseln, । einzig? big von des > lei, Holz Für unsere Verwundeten. Die NSG. „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Voltsaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In einem Lazarett hielt Herr Kossak Ray- ienau einen Vortrag mit Lichtbildern über „Englische Zwingburgen auf fremder Erde". Die Ausführungen waren besonders interessant, weil her Redner einen großen Teil der besprochenen Plätze noch kurz vor dem Kriege selbst bereift hatte. — Unter dem Motto „Romantisches Wien" unterhielten Georg Koller als Pianist und- Gudrun Gartz durch Lesung die Verwundeten eines Lazarettes. Anekdoten und heitere Erzählungen kamen zum Vortrag. Georg Koller spielte Musikstücke von Schütt, Schubert und L. van Beethoven. — Ein gutes Konzert veranstalteten Konzertmeister Hermann Krauß (Violine), Erna Stoll (Alt), Herbert Krüger (Tenor) und Maria Bergmann am Klavier. Die Vortragsfolge brachte Musikstücke von Schubert, Beethoven, Brahms, Wolf und Paganini. — Im Auf- trage der Kreisbildstelle zeigte Lehrer Appelmann Filme aus her Vogelwelt. Die Bilder aus dem Leben der Zugvögel, ihren Nestbau usw. interessierten die Anwesenden sehr. Ein Sportfilm von der Olympiade war spannend. — In einem Lazarett -hatte sich die Musikabteilung einer Wehrmachtstelle besonders zur Verfügung gestellt und trug zur Aufheiterung der Verwundeten besonders bei. — In allen Lazaretten gaben Musik-Abteilungen hiesiger Wehrmachtteile Konzerte, die starken Beifall fan- ldenj ElNil ünen Ko. chres ein« 0Q)q; to>ir der ’M l, her Pra- eiches ihrer I des kl°ß recht- Schritte bückt er sich, um ein Wäschestück aufzu- raffen, bers Geesches Weg bezeichnet, den Weg bis zu der halboffenen Tür von Nummer hundertsiebenundfünfzig. Der Kellner Erwin schlüpft .durch den Spalt, schließt die Tür hinter sich und behält die Klinke in der Hand. Was hier auch geschehen ist — ganz überzeugt ist er nicht von Geesches Zuverlässigkeit — es ist nicht nötig, daß einer der Gäste neugierig hereinsieht. Wahrhaftig! Das Mädchen scheint recht zu haben mit ihrem hysterischen Gekreisch: da liegt ein Mann — lang ausgestreckt — reglos. Erwin macht nicht einen Schritt weiter, er beugt sich nicht über den Toten zu helfen ist dem doch nicht mehr, das steht man auf den ersten Blick, und soviel weiß man auch, daß es dem Laien nicht geraten ist, sich mit solchen Dingen zu befassen, man verwischt nur die Spuren, oder fügt die eigenen hinzu. Ein paar Sekunden steht er ganz still und starrt mit großen Augen, ein Gruseln läuft ihm über den Rücken das nicht einmal ganz unangenehm ist. Dann zieht er sich geräuschlos zurück, verschließt die Tür sehr sorgfältig, benutzt im Gefühl seiner Wichtigkeit den Lift, der gerade nach unten führt, und sucht den Geschäftsführer auf, um ihm Mitteilung ^Wemge Minuten später ist die Polizei im Hause. 43. Es ist eine sehr stille und unauffäUige Polizei, tein Aufgebot von uniformierten Schutzleuten, die klirrend aus den heranrasselnden Wagen springen; ein paar Herren in Zivil in einem Privatwagen, der eine mit einer Aktentasche, der andere mit einem Handköfserchen, der dritte mit emer Reiseschreibmaschine,, keiner von den Gästen schenkt ihnen mehr als einen flüchtigen Blick. Und während der Betrieb ohne die geringste Stockung weitergeht, wahrend die Gäste ungehindert aber scharf beobachtet ein- und ausstromen, während die Tanzkapelle spielt, die Bestecke klappern, die Stimmen schwirren, die Kellner hin- und Eindruck» )cr über« in sM ■ ist aller- ht gering. Vorgang an Inter- meift tw chl weiter ir die 6r nist* zu hau!- also 3ii einem aktor stehende" 2ii gebe"' Phantal'! t und "" ebenda" (ein ka- ■*3# ft» * *S3 kL' Frauen in Mmgsbeirieben unseres Gaues Beste Betreuung durch die Deutsche Arbeitsfront. Am 415. Jahrestag der Universitätsgründung wurde der Emil-von-Behring-Preis der Universität Marburg erstmalig verliehen an den Geh. Regierungsrat Prof. Dr. med. Dr. med. vet. h. c. Paul Uhlenhuth in Freiburg i. Br. für seine Verdienste um die Seuchenbekämpfung, Jmmunbiologie, Serumtherapie und Chemotherapie Als Mitarbeiter Löfflers hatte Uhlenhuth hervorragenden Anteil an dessen Arbeiten über Aetiologie, Wesen und Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche, die zur Entdeckung eines wirksamen Schutz- und Heilserums führten. Er schuf bas Präzipitationsverfahren der Eiweißdifferenzierung,' das auf den Gebieten der Kriminalistik, der Lebensmittelhygiene und der Demonstration der Blutsverwandtschaft unter den Tieren umstürzende Ergebnisse hatte. Ferner schuf er ein wirksames Serum gegen die Schweinepest. Von besonderer Bedeutung sind seine Arbeiten über Trypanosomen- und Spirochäten- Krankheiten. Mit der Auffindung des Atoxyls legte er den Grund zur Entwicklung desSalvarsans. Zusammen mit Fromme entdeckte er den Erreger der Gritschen Krankheit (der infektiösen Gelbsucht), während er jm Antisormin-Verfahren eine in der Praxis bewährte Methode zur Aufdeckung ber Tuberkel- mer wieber gerne verweilt. Wie die deutsche Eiche und bie Tanne uns Symbol sind, so ist es auch die Linde. Was ließe sich darüber nicht alles sagen. Von jeher galt sie als unser Lieblingsbaum und stand überall in hoher Achung als Gerichts-, Fern-, Burg-, Dorf- und Friedhofslinde. An ihr wurden Feste abgehalten und Trauungen vollzogen. Nach dem Volksglauben halten sich Elfen, Kobolde, auch Schlangen (als Schatzhüter) gern unter ihr auf. Sie soll auch gegen Gewitter schützen und Krankheiten an sich ziehen. Nur gute Geister sind es also, die unter »der Linde wohnen. Gute Geister sind es aber auch, die in ihren tausenden gelbgrünen Blüten zu Hause sind. Ihre Honigsüße kommt zuerst den Bienen sehr gelegen. Ein summendes Leben ist darum um die Linde in ber jetzigen Blütezeit, ein Leben, bas saugt und nippt und nicht mühe wird, bie süße Last heimzu- tragen, den Lindenblütenhonig, den Honig vom feinsten Aroma. Und bann sammeln wir selbst die Lindenblüten, um sie als Tee zu verwenden, aber auch als wohlriechenden ober heilkräftigen Zusatz zu Bade- und Mundwasser. In Märchen, Sage und Sang ist der Lindenbaum eingegangen. Walter von der Vogelweide griff also in die Leier: Unter den Linden ‘"ri der Heide 1 unser zweier Bette gemacht, möcht ihr finden e wir beide stückten im Grase der Blumenpracht. Die Lindenblütenernte in vollem Gange NSG. Die uralte Heilkraft der Lindenblüte hat von jeher die Sammlung dieser wertvollen Droge bedeutungsvoll werben lassen. Zu ihrer Bergung ist durch Reichsbefehl die HI. eingesetzt worden unb ausschließlich verantwortlich und zuständig, Dieser Sondereinsatz ist dadurch gerechtfertigt und notwendig, weil die Blütezeit eine recht kurze ist, unb weil nur voll erschlossene Blüten ohne Fruchtansatz geerntet werben dürfen. Die Ernte erfordert in mancherlei Hinsicht besondere Vorsichtsmaßnahmen. Es müssen alle Vorkehrungen getroffen werden, daß die Bäume nicht unnötig durch Abreißen der Aeste beschädigt werden, unb daß nicht etwa durch unvorsichtiges Besteigen ber Bäume Unfälle geschehen. Eine ganz vorbildliche unb diese Gesichtspunkte berücksichtigende Zusammenarbeit wurde in Nauheim zwischen HI., Schule unb Stabtverwaltung erzielt. Besonders für die Städte ist dieses Verfahren nachahmenswert. Die Stadtverwaltung ließ durch ihre fachkundigen Gärtner die Bäume beschneiden, so daß eine ausreichende Menge an blühenden Lindenzweigen erzielt wurde, ohne daß dadurch Storungen des Wachstums der Bäume, Beschädigungen "ober auch Beeinträchtigung ber Bienen weide zu befürchten war. Die Jugend lud bie Zweige unter Aufsicht auf Handwagen, brachte sie in die Schulhofe, wo bann alle verfügbaren Kinder- hänbe die Blüten mit ben Hochblättern ab pflückt en und gleichzeitig auch die grünen Laubblätter getrennt und für sich abernteten. Unterdessen ist die Sommerlinde schon größtenteils verblüht. Für die noch zu erwartende Ernte ber Winterlinde kann dieses außerordentlich erfolgreiche Vorgehen nur zur Nachahmung empfohlen werden. Kleine politische Nachrichten. Aus Kairo wird gemeldet, daß Ministerpräsident Nahas Pascha in einer Geheimsitzung des ägyptischen Parlaments erklärte, daß Aegypten nicht in den Krieg eintreten werde. König Faruk werde auch Aegypten nicht verlassen. Das Parlament stimmte ben Erklärungen des Ministerpräsidenten zu. * Mit dem spanischen Dampfer „Cabo de Hornos" sind 115 deutsche Staatsangehörige aus Venezuela in Lissabon eingetroffen, wo sie vorn deutschen Gesandten von Hoyningen-Hüne begrüßt wurden. kom, Zenten eschlo- en feit Val. Faust , H aus unb glichen I; »tälern j , 15 ihre < - d unb entle-:, ringen, | i nenben italie- m Er- ib auch eteiligt.,, rbien i ampfes Weich» Wen« ichtet. i lagen; | . allein . auch in nie Er- erungs» i chreiten. In Bayreuth nahm Gauleiter Wächtler bie Einweihung des Winifried-Wagner-Hauses in Gegenwart von Frau Winifried Wagner, des Oberbefehlsleiters Hilgen feldt und des Reichsärzteführers Conti vor. Das Haus soll der Mittelpunkt im Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit werden. Es soll der Ausbildung von Aerzten- unb Schwestern und aller jener Kräfte bienen, bie Hilfswerk „Mutter unb Kind" Mitarbeiten. . Pfarrer i. R. Schulte 81 Jahre alt. Am morgigen Dienstag, 14. Juli, begeht Pfarrer i. R. Oskar Schulte zu Großen-Linben seinen 81. Geburtstag. Geboren zu Düsseldorf, ist Pfarrer Schulte ein treuer Sohn unserer oberhessischen Heimat geworden. Nach Abschluß seiner Studien ifat er in ben Dienst ber hessischen evangelischen Landeskirche ein, wirkte von 1889 bis 1897 zu Engelrod, dann in Beuern, von 1906 ab in Großen-Linden, wo er auch nach seiner Versetzung in ben Ruhestand wohnen blieb. Er ist seit vielen Jahren außerordentlich eifriger und verständnisvoller Forscher auf dem Gebiete ber ober- hessischen Volkskunbe. Große Verbienste hat er sich als langjähriger Vorsitzer der hessischen Vereinigung für Volkskunde erworben, deren Vorstandsmitglied er heute noch ist. Von seinen vielen Schriften seien hier nur genannt eine Sammlung oberhessischer Volkslieder, ferner „M. Philipp Vigelius, Pfarrer zu Wetter und Großen-Linden", sowie bie Flurnamensammlung von Großen-Linden, endlich noch die noch ungebrudte Geschichte dieses Ortes. Namentlich mit ber Geschichte unb Volkskunbe des Hüttenberges hat sich Pfarrer Schulte eingehend beschäftigt, und er ist der beste Kenner dieses Gebietes geworden, wie er sich auch jetzt noch damit beschäftigt. Auch in „Heimat und Bild" des „Gießener Anzeigers" ist von ihm eine Reihe Aufsätze über den Hüttenberg erschienen. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem Geburtstage. Verbnnkelnngszeit: 13. Juli von 22.41 bis 4.45 Uhr. Aus der Siadt Gießen. Unter ber blühenden Linde. Wenn die Linden blühen unb ihren süßen, betäubenden Duft ausschicken, der würzig bie Alleen entlangweht, bann hat ber Tag seinen Zenith überschritten unb muß mählich wieber seine Herrschaft mehr und mehr ber Nacht abtreten. In ben ersten Sommerwochen — eben jetzt — zieht uns ber berauschende Lindenduft in seinen Bann. Unter der blühenden Linde ist nicht immer ein gottgesegnetes Plätzchen gewesen. In den Städten freilich sind es weniger Winterlinde oder Sommerlinde, die beiden bei uns heimischen Lindenarten, denen wir als Park- und Alleebäumen begegnen, sondern da pflanzen wir bevorzugt an bie Krim- linbe (wahrscheinlich ein Bastard ber südeuropäischkaukasischen Tilia rubra mit Tilia cordata; Tilia tömentosa ober argentea), die ungarische Silber- linde und bie Schwarzlinde. Unsere Winterlinde, die bis 30 Meter hoch wird, kann ein Alter von 700 bis 1200 Jahren erreichen. Nun verstehen wir, warum mir in den Dörfern oft so mächtigen ßinbenbäumen begegnen, bie eine wuchtige, 'breit ausladende Krone tragen. Ist es nicht ein Idyll sondergleichen, am Marktplatz ober unweit der Kirche einen solchen alten Baum anzutreffen? Meist ist ein reizenbes Brünnlein in ber Nähe, sicherlich aber findet sich bei ber Dorflinde eine Ruhebank, ein Schatten Plätzchen, an dem man im- NSG. Ueberall an kriegswichtigen Arbeitsstätten unb vor allem in ben Rüstungsbetrieben steht heute die beutsche Frau am Platze "bes Mannes und hilft mit voller Einsatzkraft unb freudigem Willen der deutschen Wirtschaft. Bei einem Besuch in einem Rüstungsbetrieb des Gaues Hessen-Nassau wird es deutlich, wie sehr die Frauen ein gewichtiger Faktor der Industrie gemor ben sind, unb wie sie gerade in Betriebeu, die früher nur auf Männerarbeit eingestellt waren, absolut fähig sind, ihren Platz auszufüllen und als Großteil "ber Belegschaft — oft bis zu breifeig Prozent — an dem reibungslosen Ablauf ber Produktion mitzuhelfen. Dabei wirb selbstverständlich die größte Rücksicht auf die physische Beschaffenheit der Frau genommen. Hier setzt die Betreuung bes Frauen- amtes ber Deutschen Arbeitsfront und ihrer Be- triebsfrauenmalterinnen ein. Es ist wichtig, baß der Arbeitsplatz gute Luft und Licht, möglichst Sonne hat, baß die Frau hinter den Maschinen sitzen kann und nicht stehen muß, daß ihr keine übermäßige Anstrengung zugemittet wird und sie genügend Zeit zur Erholung, Entspannung und für ihre häuslichen Pflichten findet. Die Bekiebsfrauentvalferin kennt alle Nöte unb Sorgen. Bei dem umfassenden Aufgabengebiet der Betriebs f raue nm a I te rin ist es nötig, daß diese nicht nur Betreuerin, sondern vor allem auch Kameradin ist und mit frohem und starkem Charakter über alle Sorgen und Kümmernisse hinweghelfen kann. Sie besucht die Familien, setzt sich bei Krankheitsfällen mit ihren Mitarbeiterinnen aktiv ein, und mit genauer Kenntnis ber einzelnen Lebenslagen inner- und außerbetrieblich sorgt sie für das Wohlergehen der Frauen. Von werktätigen Frauen werden bie Kinder in erster Linie durch Kindergärten — bie meisten Firmen haben eigene Werkskinber- gärten -t tagsüber in Pflege genommen, oder die Nachbarschaftshilfe setzt ein, auch bei notwendigen Einkäufen ober sonstigen häuslichen Belangen. Dazu gehört auch der fogenannte Flickbeutel, in dem bie Flickwäsche gesammelt und zur nächsten Ortsgruppe gebracht wird, von wo aus sie wieder schrankfertig an ihre Eigentümerin zurückgeht. Damit wird ein großer Dienst erwiesen, außerdem haben wieder andere Frauen, die vielleicht gerade Freizeit haben ober noch nicht in den Arbeitsprozeß riyge- gliebert sind, in Heimarbeit das Ihrige an Hilfe- Itriipps an Land zu setzen, um der finnischen Jnsel- 'besatzung Verstärkung und Munition zu bringen. jUnter Führung des Leutnants zur See D i ck h a u t und des Obersteuermannes M ö k e r griffen die deutschen Seeleute in dem zerklüfteten Felsengelände *ber Insel die feindlichen Stellungen an, die gleich- heitig von See aus durch die deutschen Boote unter Artilleriefeuer genommen wurden. So wurde der Widerstand des Gegners gebrochen, bie Stoßtrupps nahmen 78 Mann, darunter vier Offiziere, gefangen. Kaum mar die Uebernahme der Gefangenen beendet, als bie deutschen Boote von Somjekschnell- booten angegriffen mürben. Es entspann sich ein heftiger Kampf, in dessen Verlauf mehrere Som- jetschnellboote stark beschädigt und zum Teil vernichtet wurden. ' Mit einem gellenden Aufschrei jagt Geesche Andersen aus dem Zimmer unb über ben Gang, sie schreit, schreit, unabgerissen, einen ungeformten, burdjbringenben, markerschütternden Schrei. Türen schlagen überall, Klingeln werden lebendig ... ber Kellner Erwin stürzt aus seinem Zimmer, er wirst bas Tablett mehr auf ben Boden, als daß er es hinstellt, geistesgegenwärtig preßt er Geesche bie Hand vor den Munb und schleppt sie gewaltsam in die Office. „Bist bu verrückt geworben?" herrscht er sie an, ,,mas brüllst bu denn so?" Das Schreien reißt ab. Aber sie zittert am ganzen Körper, ihre Augen sind vor Entsetzen geweitet, hre Zähne schlagen aufeinander. „Hilfe! Hilfe. Mörder!" wimmert sie atemlos. „Was denn? Wo denn? Hat dich einer über lallen? Du dumme Gans, bann wollte er dich auch noch nicht umbringen!" „Nein, nein, nicht mich! Der Herr von hundert- siedenund fünfzig." „Hat ber bir was getan?" „Nein, er ist tot — er ist ermorbet. Er ist ganz sicher ermorbet. O Gott, o Gott, o Gott." Da bie Etagenfrau herzueilt, übergibt Erwin bas jammernde Mädchen ihrer Obhut unb tut, roas zunächst getan werden muß: Er läuft ben Gang entlang unb beruhigt bie Gäste, bie fragend unb I erregt aus ihren Türen getreten find. „Wir bitten vielmals um Entschuldigung, es ist nichts passiert, meine Herrschaften, gar nichts, eine unserer Angestellten hat einen epileptischen Anfall, ! wir werden Sorge tragen, baß sie sofort entfernt : wirb, es wirb nicht wieber vorkommen." Alle paar den. — Mitglieder des Frankfurter Opernhauses erfreuten mit „Einer Stunde Musik und Gesang' die Insassen eines Lazarettes. Marianne Pieper (Sopran), Kammersänger John Gläser (Tenor), Emil Staudenmeyer (Baß) und Franz Engert (Cello) sangen und spielten Melodien aus Opern und Operetten. Gut gefielen auch die Volkslieder von Schubert und Brahms. Starker Beifall dankte den Künstlern. Die Ortsgruppe der NSDAP, mit ihren Gliederungen in Nonnenroth hatte am Sonntag eine große Zahl Verwundete zu Gast. Den Verwundeten ein schönes Erlebnis und eine gute Erinnerung. Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Wrede hatten die 'Frauenfchoften in Weitershain, Watzenborn und Steinberg eine große Zahl Kuchen an die hiesigen Lazarette gespendet, die dankbar angenommen würden. * ** Silberne Hochzeit. Am morgigen Dienstag, 14. Juli, können Herr Hermann Cloos und Frau Lina, geb. Justus, Kirchstraße 2 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Der Jubilar, der den ersten Weltkrieg mitgemacht hat, befindet sich auch jetzt wieder bei der Wehrmacht. Dem Jubelpaar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. ** Atteste für werdende Mütter. Die werdende Mutter bedarf einer Bescheinigung, um ihre Rechte auf zusätzliche Lebensmittel und ähnliches bei allen in Frage kommenden Dienststellen wahrnehmen zu können. Diese Bescheinigung kann von jedem Arzt und jeder Hebamme ausgestellt werden. Es ist dringend erwünscht, daß zur Entlastung des Arztes weitgehend von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, Schwangerjchaftsbescheini- gungen von der Hebamme ausstellen zu lassen. Volksschädlingsverbrecher. Lpd. Darmstadt, 11. Juli. Mehrere im Dienst der Reichsbahn stehende Rangier- und Bahnunterhaltungsarbeiter vergriffen sich seit Kriegsbeginn, insbesondere aber unter Ausnutzung besonders günstiger Verhältnisse im Sommer 1940 fortgesetzt an Versand- und Beutegut, das im Güterverkehr eines Güterbahnhofs durchlief. Wenn auch die Täter nicht immer planmäßig und nach Verabredung zusammenwirkten, so haben sie sich doch im jeweiligen Einzelfall in Kenntnis gleichartiger Verfehlungen anderer Mitangeklagter vergangen und dabei weitestgehend die kriegsbedingten besonderen Umstände der Aufsicht und Kontrolle über Beutegutladungen ausgenutzt./ Sie haben sich in mehr oder minder großem Umfang an Pelzen, Uniformstoffen, Wäsche- und Kleidungsstücken, Schuhwerk und anderen Ausrüstungsgegenständen, sowie an Lebens- und Genußmitteln bereichert und standen nunmehr wegen dieser Straftaten vor dem Sondergericht in Darmstadt. Als Volksschädlingsverbrecher noch § 4 der Volksschädlingsverordnung in Verbindung mit schweren oder einfachen Diebstählen oder Hehlerei wurden bestraft: Adolf Paschke aus Großzimmern zu vier verl. 1 1 4 5 Tv. Grüningen Mto. Gießen Tv. Lang-Göns Tv. Heuchelheim Punkte 13 10 8 7 2 gew. 6 5 4 3 1 gew. 5 3 1 1 Punkte 11 8 3 2 verl. 1 3 4 4 7 unentsch. 1 2 1 unentsch. 1 Jahren Zuchthaus und vierjährigem Ehrverlust-. Christian Schneider und Karl R e e b aus Seeheim zu zwei Jahren bzw. einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus: Erwin Dorn aus >-prach- brücken zu einem Jahr und drei Monaten Zuchthaus: Ludwig M ü l l e r aus Richen zu einem Jahr und zwei Monaten Zuchthaus; Karl Kramer aus Darmstadt zu einem Jahr Zuchthaus, Hermann Hohl aus Darmstadt-Arheilgen zu einem Bahr und zwei Monaten Zuchthaus; Anton Seubert aus Reinheim zu einem Jahr und zwei Monaten Zuchthaus, Albert Zöller aus Alsbach zu einem Jahr Zuchthaus und Georg Götz aus Hahn zu einem Jahr und 6 Monaten Zuchthaus. Als Hehler erhielt Georg Späth aus Alsbach em Jahr Gefängnis. Mtv. Gießen Tv. Grüningen Tv. Lang-Göns Tv. Holzheim Tv. Watzenborn 'Tv. Lich ausgeschieden. Polizei Magdeburg Handballmeister SV. Mannheim-Waldhof unterliegt mit 5:6 (3:3). In der Stuttgarter Adolf-Hitler-Karnpfbahn wurde am Sonntag im Beisein vyn 15 000 Besuchern, unter ihnen auch Gauleiter Reichsstatthalter Murr, die deutsche Handballmeisterschaft der Männer entschieden. Die Ordnungspolizei Magdeburg siegte in einem schnellen und hochstehenden Kampf mit 6:5 (3:3) Toren über den badischen Meister SV. Mannheim-Waldhof. Mit der Orünungspolizei Magdeburg gewann die Mannschaft, die die weitaus geschlossenere Leistung bot und alle Reihen gleich gut besetzt hatte. Die gesamte Hintermannschaft war hart und sicher, die Läufer zerstörten geschickt und unterstützten unermüdlich den Sturm, und die von dem bekannten Nationalspieler Thielecke ausgezeichnet geführte Fünferreihe wies auch Leinen schwachen Punkt auf. PZaldhofs Leistungen schwankten dagegen sehr, vor allem die des Sturmes. Zeitweilig wurde zu engmaschig zusammengespielt, dann überwog wieder nutzloses Einzelspiel. Gleichmäßig gut war allein die Abwehr mit dem früheren Nationalspieler Mül» (er als Verteidiger. Daß Waldhof in der letzten Viertelstunde mit einer ganzen Reihe von Freiwürfen Pech hatte, sei der Vollständigkeit halber erwähnt. Zehn Minuten lang stand der Kampf im Zeichen der beiden ausgezeichneten Hintermannschaften. Ver- DJ.-Klasse. In dieser Klasse wurde Grüningen überlegen Sieger. Ohne Spielverlust beendete die Mannschaft beide Runden. Dem Mtv. Gießen gelang es nicht, in die Entscheidung ernsthaft einzugreifen. Lang- Göns und Heuchelheim fehlte noch die Spielerfahrung. Obwohl dadurch oft die hohe Niederlagen hin- gcnommen werden mußten, hielten beide Mannschaften in sportlicher Weise durch. Tabelle des DJ. Kurze SporinoKze«. Bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften in Hirschbera fielen bereits am Samstag einige Entscheidungen. Meister wurden: 100-Meter- Kraul: Schröder (Kriegsmarine) 1:01,5; 100-Meter- Rücken: Schröder (Kriegsmarine) 1:11,4; 400-Meter- Kraul: Lehmann (Kriegsmarine) 5:15,6; Kunstspringen: Aderhold (LSV. Berlin 153,68 P.; 4X200« Meter-Kraul: Hellas Magdeburg 10:09,6; 4X200- Meter-Brust: Hamburg 79 11:49,5; Frauen: Turmspringen: Olga Eckstein (Erkenschwick) 65,77 P.r 400-Meter-Kraul: Vera Schäferkordt (Düsseldorf) 5-55,1; 400-Meter-Lagen: Undine München-Gladbach 5:55,4; 3X200-Meter-Brust: Undine München- Gladbach 9:57,8. — Die Großdeutschen Schwimmmeisterschaften wurden am Sonntag zu Ende geführt. Erfolgreichster Schwimmer war Matrosen- Gefr. Schröder (Kriegsmarine Kiel), der die Titel über 100 und 200 Meter Kraul sowie 100 Meter Rücken gewann. Lehmann (Kriegsmarine) wurde Sieger über 400 und 1500 Meter Kraul. Im Wasserball siegte der LSV. Berlin im Endspiel mit 4:1 (4:0) Toren über München 99. Ludwig Hörmann (RC. Amo r Münch e n) gewann am Sonntag in Saarbrücken die deutsche Straßen-Radmeistcrschaft der Amateure, die auf einer 135 Kilometer langen Strecke entschieden wurde. Er siegte in 3:39,55 Stunden mit einer Radlänge vor dem Berliner Schwarzer. Aufstiegspiele in Hessen-Nassau. VfB. Offenbach — LSV. Gießen 3:2 Fvgg. Ravolzhausen — Spvgg. Neu-Isenburg 1:6 VfR. Bürstadt — Hassia Dieburg 0:2. Um den Kriegserinnerungspreis. VfV.-R. — TSG. Wölfersheim 3:2 (1:0). Rieder-Wöllstadt — Watzenborn-Steinberg 5:1. Faustball. Am Sonntag fanden die Spiele der Zwischenrunde im Faustball um die Gebietsmeisterschaft der HI. statt. In Wetzlar trafen sich die Siegermannschaften des Bannes 88 (Katzenfurt) und des Bannes 116 (Gießen). Leider traten die 88er nur mit vier Mann an und mußten fo eine hohe Niederlage hinnehmen. Auch wenn sie vollzählig angetreten wären, hätten sie den technisch besser spielenden Gießenern nicht gefährlich werden tonnen. Das Vorspiel endete 58:35, das Rückspiel 61:36 für Gießen. Die heimische Vertretung stellte sich mit der Mannschaft: Baldauf (S/116), Helmut Becker (Bannstab), Heinz Becker (M/116). Gerbig (Bannstab), Jung (Mot. 1/116) dem Schiedsrichter Dr. Loh. Handball der HZ. In der Klasse der HI. und des DJ. sind die Punktspiele nun beendet. Obwohl alle Vereine mit Mannschaftsschwierigkeiten belastet waren, konnten sie, mit einer Ausnahme, die Rundenspiele durchfuhren. In der HJ.-Klasse gelang es dem Mtv. Gießen, seine Vorrundenführung zu behaupten und den Titel eines Bannmeisters zu erringen. Grüningen kam gegen Schluß der Runde stark auf und belegte den zweiten Platz. Lang-Göns vergab durch eigenes Verschulden eine bessere Stelle. Beachtenswert ist das Torverhältnis der Mannschaft. Holzheim gelang es ebenfalls, in der zweiten Runde seinen Punktgewinn zu vergrößern. Watzenborn kam durch verschiedenes Nichtantreten und Verzicht auf Spiele nicht über den letzten Platz. Tabelle der HI. geblich versuchten die Stürmer zum Wurf zu kommen oder aber die Hüter meisterten die Bälle sicher. Waldhof hatte mit zwei Lattenwürfen Pech, bann wurde es in der 11. Minute durch Fischer 1:0 für Magdeburg. An diesem Ergebnis änderte sich nichts den Ausgleich folgen und Keimig brachte Waldhof 2:1 in Front. Nachdem Reimann erneut Magdeburg auf gleiche Höhe gebracht hatte, schoß Heisek Waldhofs drittes Tor, dem Thielecke kurz vor dem Wechsel den dritten Treffer Magdeburgs folgen ließ. Temporeich begann die zweite Hälfte, und innerhall» von fünf Minuten gab es vier Tore. Im Anschluß an einen abgewehrten Freiwurf Dhieleckes schoß Puschel das Führungstor für Magdeburg, das Zimmermann I durch Freiwurf ausglich. Thielecke und Zimmermann I stellten auf 5:5 und dann wurde es — in der 16. Minute — durch Fischer 6:5 für Magdeburg. An diefm Ergebnis änderte sich nichts mehr, denn Magdeburg verstärkte die Verteidigung und wies alle Angriffe der nun mächtig drängenden Waldhöfer erfolgreich ab. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wlhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Als Verlobte grüßen Zahnpflege-Rezept im Kriege 03333/ Statt Karten! Wir haben uns verlobt CARL 03338 03334/ Gießen Marburg/Lahn Ab 14. Juli Seltersweg 79 Statt Karten! 2184 D 03332/ 2185 D WMZLM WOCWHQSCH AM Deutsche Wochenschau 03339 OPTPhER . MEISTER POLAST Giessen Dieser Film ist prägnant in jeder Szene, klar im Dialog, erregend in seinem Ablauf. - Sein Thema geht alle an. - Eine schöne Frau findet in der Stunde der Entscheidung den Weg zu ihrem Glück. verreist ab 14. Juli Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir recht herzlich Mittwoch, den 15. ds.Monats werden wir bei Herrn August Atzmann, Dutenhofen erstklassige Ferkel u. Läuferschweine zum Verkauf bringen. [2i87D Gebr. Scherer, Niederdieten S)ie 3raii des Änderen CHRISTL MARDAYN WILLY EICHBERGER HERBERT HÜBNER Herta Will Erich Schmidt Obergefreiter, z. Z. im Felde Ellen 12. 7. 42 Die Geburt ihres ersten Kindes zeigen in dankbarer Freude an Hildegard Volz geb. Kohlhaas Dr. med. Herbert Volz z. Z. Ass.-Arzt b. d. Luftw. Ernst Lippert und Frau Erika Lippert, geb. Hohmann Gießen, im Juli 1942 Ederstra6e 18 Täglich.. 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags 2.30, 5.00, 8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! 2182C Ein Carl Froelidi-FIlm der Ufa P. WEGENER, E.v. KLIPSTEIN Drehbucht Jochen Kuhlmey G. Lohse nach der Novelle „Jolanthes Hochzeit" von Hermann Sudermann Musik: Theo Mackeben Produktionslt.: F. Pflughaupt Spielleitung: Carl Froelich Wenig Kreml Nigrin gibt aus. Sparsamkeit in jedes Haust Halte darin Disziplin, mit Am 11. Juli entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit unser lieber Vater. Schwiegervater. Großvater, Schwager, Onkel, Pate und Vetter Heinrich Henkel, Metzgermeister i. R. nach Vollendung seines 70. Lebensjahres. In tiefer Trauer: Theo Bornö und Frau Lissi, geb. Henkel Wilhelm Haas und Frau Emma, geb. Henkel Anna Henkel und 5 Enkelkinder. Gießen, Seltersweg 61. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 14. Juli, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 03337 L'niv.-Frauenkl. An d. Joh.-Kirche 2 •__________________________03340/ Heute Vormittag entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante Frau Kath. Deibel verw. Koch, geb. Dietz im 85. Lebensjahre. I m Namen der Trauernden: Philipp Deibel Familie Heinrich Bellof Familie Johann Höffken Familie Michael Kurz Familie Georg Trenker Gießen (Walltorstraße 28), den 12. Juli 1942 Gießen-Wieseck, Essen und im Felde. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 15. Juli, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. R. SCH Ü N DLER REGIE; HERBERT SELPIN Prof. Dr. Walther Frauenarzt Wer Vollkornbrot, Früchte und vorwiegend ungekochte pflanzliche Kost gründlich kaut, wer bei gelegentlichem Mangel an Zahnpaste, wie Chorodont, behelfsmäßig die Zähne—morgens und vor allem abends — mit Zahnbürste, Zahnstocher und lauwarmem Wasser reinigt, und wer mindestens einmal jährlich eine Zahnuntersuchung durch den Zahnarzt oder Dentisten vornehmen läßt, tut alles, was er im Kriege für die Erhaltung der Zahngesundheit und damit der Allgemeingesundheit tun kann. Verlangen Sie kostenlos die Aufklärungsschrift „Gesundheit ist kein Zufall“ von der Chlorodont-Fabrik, Dresden N 6. Annemarie Sand Daniel Ochse Feldwebel der Feldgendarmerie | Kaufgesuche | Gut erhaltener Koffer z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03335 an den Gieß. Anz. Heute morgen entschlief unsere gute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christine Müller im Alter von 61 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Eichhorn, z. Z. im Felde, und Familie Otto Müller, z. Z. im Felde Karl Hofmann und Familie Leihgestern, den 12. Jidi 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. Juli, nachmittags 3 Uhr statt. Gut erhaltenen Uen- Lederscholranzen z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 2191D an den Gieß. Anz. Wißmar Launsbach 11. Juli 1942 Anläßlich unserer goldenen Hochzeit sind uns von allen Seiten Ehrungen in so reichem Maße zuteil geworden, daß es uns unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken. Wir danken daher au f diesem Wege allen, die uns zu unserem Ehejubiläum beglückwünscht haben Heinrich Hörr und Frau Gastwirt u. Mineralwasser-Grobhandl. Aliendorf a. d. Lahn 2186 DZ Gott der Allmächtige nahm heute meine einzige, innigstgeliebte Tochter Eugenie unsere liebe Nichte und Kusine zu sich in die Ewigkeit. In tiefem Schmerz: Therese Todtenbier, geb. Senger Gießen, Neustadt, Frankenberg, 12. Juli 1942 Heute Montag Erstaufführung! HINRICH GEORGE • ILSE WERNE Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 14. Juli, um /8 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Beileidsbesuche dankend verbeten. __ 03336 Bingen z. Z. im Felde im Juli 1942 Heute Montag: Lichtspielhaus Täglich 3,5.15,8 Uhr bis Mittwoch einschließ!. Jugend hat keinen ZutrittI __ 21R:a z Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme und die zahlreichen Kranz- undBlumenspenden bei demHeimgange unseres lieben Entschlafenen Karl Hinterlang, Metzgermeister sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Familien Hinterlang nnd^Jnng. Gießen-Klein-Linden, 11. Juli 1942. 2183 D Ihre Kriegstrauung geben bekannt Helmut Krauss Hauptmann und Regts.-Adj. in einem Inf.-Regt. Käte Krauss geb. Hoerner Unterthalhofen z. Z. im Felde bei Altstädten (Allgäu) Juli 1042. 2188 D/