/Sonntag, 14. Juni Iy§2 Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer ms 8*/o Uhr desBormittags Anzeig en-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 DMillimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und gescbäftlicke Gelegenheitsanzeigen Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/ome6r 142.Jahrgang Nr.(36 JHTW A G Samstag, 13, Sonntag und AtettaA H, AA A A, A A A A AA ä GWeMk AllMget mfolge höherer Gewalt 8rfiMtoeUni6trfitätsbrade9reiB.£mige General-Anzeiger für Oberhessen Stehen, 8chulstrahe7-y Der Ehrentag eines Freundes. Zum 60. Geburtstag Marschall Antonescus am 15. Juni. Von unserem Dr. He.-Korrespondenten. B u k a r e st, Juni 1942. Es ist das Jahr 1907. Aus einem Kasernenhof der rumänischen Hafenstadt Galatz an der unteren Donau ist die ganze Garnison vor dem Kronprinzen Ferdinand angetreten, um zu vernehmen, wie der Prinz im Auftrage seines Onkels, König Carls I., einen 25jährigen Leutnant beglückwünscht. Der junge Leutnant hat mit nur sieben Soldaten durch sein taktvolles energisches Verhalten Tausende aufständischer Bauern in der Moldau beruhigt und sie, ff t. s- ohne einen Tropfen Blut zu vergießen, durch eine mannhafte Ansprache zum Abzug bewogen. Zwölf Jahre später. Kronprinz Ferdinand ist inzwischen König geworden und der junge Leutnant von damals Oberstleutnant. Der erst 37jährige Oberstleutnant hat als Leiter der Operationsabteilung des Großen Generalstabes einen wesentlichen Anteil an der Niederwerfung des bolschewistischen Reoolutionsheeres Bela Khuns durch die rumänischen Truppen. „Proprio Motu" (aus eigenem Impuls) zeichnet ihn König Ferdinand mit dem höchsten rumänischen Kriegsorden „Michael der Tapfere" aus und unterstreicht diese Dekorierung mit den Worten: „Der König weiß besser als jeder andere in diesem Lande, was dir Großrumänien verdankt. Schon lange hattest du diese öffentliche Anerkennung verdient. Ich habe aber bisher die Gelegenheit verpaßt. Ich bin glücklich, daß diese nun gekommen ist." Der Leutnant von 1907 und Oberstleutnant von 1919 heißt Jon Antonescu. Die zwölf Jahre brachten dem jungen Offizier eine glänzende Karriere. 1911 ist er als erster in die Kriegsschule ausgenommen worden, 1913 ist er als Hauptmann in den Kämpfen gegen Bulgarien mit der Goldenen TapferkeitsmedaiÜe dekoriert worden, einer Auszeichnung, die nur zwei Offizieren der ganzen rumänischen Armee zuteil wurde. Im Weltkrieg wird der junge Hauptmann zunächst Leiter der Operationsabteilung der Nordarmee, dann der 1. Armee und der Heeresgruppe Prezan, um schließlich als Major die Leitung der Operationsabteilung des Großen Generalstabes zu übernehmen und bis zum Kriegsende zu behalten. Schon hier zeigten sich die außergewöhnliche Energie und das konsequente Selbstbewußtsein dieses Mannes. Als die rumänischen Truppen sich nach der Einnahme Bukarests durch die Deutschen in Verzweiflung nach der Moldau zurückziehen und Panik und Hoffnungslosigkeit unter Soldaten und zivilen Flüchtlingen herrscht, wird Jon Antonescu als Adjutant Prezans in wenigen Tagen der Geist des Hauptquartiers und fetzt sich, unterstützt von dem Vertrauen seines Generals, auch gegen die im Rang über ihm Stehenden durch, weil alle in ihm den geborenen Befehlshaber spüren. In den schwierigsten Situationen behält er fein kaltes Blut und stellt die erschütterte Disziplin wieder her. 1917 geht er in Begleitung des Staatsmanes Ionel Bratianu und General Prezans nach Petersburg, wo mit Kerenski der Plan einer engen russisch-rumänischen Zusammenarbeit ausgearbeitet wird. Schon damals bezeichnet der russische Berbindungsoffizier Fürst Galitzin den Major Jon Antonescu als zukünftigen Staatsmann. Die Nachkriegszeit sieht den Oberst Antonescu als Leiter der Kavallerieschule, als Mitglied verschiedener Friedens- und Reparationskommissionen sowie als Militärattache in Paris und London, bis er 1926 wieder nach Hause zurückgerufen wird, um das Kommando eines Regiments zu übernehmen. Seine Berichte aus London und Genf aus dieser Zell zeugten von einer scharfsinnigen Erkenntnis der tatsächlichen Situation. „Wer seine Grenzen auf Genf und auf die kollektive Sicherheit stützt, wird sie verlieren", warnt Antonescu voraus- schauend schon damals. Die folgenden Jahre sehen den Oberst Antonescu als Direktor der Kriegsschule, als Generalsekretär im Verteidigungsminister rium, als Brigadekommandeur und schließlich im Sommer 1933 als General an der Spitze einer Division. Im Dezember des gleichen Jahres wird er Chef des Großen Generalstabes der Armee. In dem einen Jahr, in dem er diesen Posten innehat, beginnt er eine umfassende Neuorgnisierung, hauptsächlich in bezug auf die Ausstattung und die technische Kriegsausbildung. Als er sich auf die Dauer nicht gegen die passive Resistenz der Hofclique durchsetzen kann, auch der Appell an den Monarchen nichts hilft, nimmt er, voll böser Vorahnungen von einem drohenden Zusammenbruch, den Abschied. Als er im Jahre 1937 als Kommandant des III. Armeekorps in einem Brief an König Carol II. angesichts der Verfolgung gegen die Legionäre Gerechtigkeit verlangt, fällt er endgültig in Ungnade. Er verliert fein Kommando und wird im Sommer 1940 zwei Monate lang in einem Kloster interniert. Aus dieser Gefangenschaft läßt ihn der König am 2. September 1940 frei, um ihn ... mit der F ü h - rung der Regierungzu beauftragen. Diese Tatsache charakterisiert allein schon die Ausweglosigkeit, in die Carol und feine liebedienerische Clique durch ihre Politik opportunistischen Lavierens hineingeraten waren. Bessarabien, die Nordbukowina und Nordsiebenbürgen, zusammen über ein Drittel an Gebiet und Bevölkerung Großrumäniens, hatten kurz vorher abgetreten werden müssen. General Antonescu, in jahrelangen Kämpfen, Leiden und Demütigungen nur noch härter und kompromißloser geworden, weiß es: Carol und seine Clique, die die Schuld an diesem Zusammenbruch tragen, müssen von der Bildfläche verschwinden. Mit unerbittlicher Zähigkeit entringt er dem König in tagelangem Neroenkampf zuerst den Verzicht auf seine absolute Gewalt und dann auf den Thron überhaupt. Es muß immer wieder betont werden, daß der Staatsstreich vom 6. September 1940 einzig und allein der unbestechlichen Energie und den starken Nerven Antonescus zu verdanken ist. Dem Wiederaufbau türmen sich im Anfang unüberwindlich erscheinende Hindernisse entgegen. Selbst die Natur scheint sich gegen General Antonescu verschworen zu haben, als die Erdbebenkatastrophe vom 10. November 1940 einige hundert Todesopfer fordert und Milliarden-Schäden an- richtet. Das Zerwürfnis mit den Legionären im Jahre 1941 schafft neue Schwierigkeiten und Unruhe. Unbeirrt aber von allen Anfeindungen und Rückschlägen setzt Antonescu sein Wiederaufbauwerk fort, und bei der Abstimmung vom März 1941 gibt ihm das Volk einen überwältigenden Beweis seines Vertrauens. Inzwischen ist die rumänische Armee mit Hilfe einer deutschen Lehrdioision weitgehend neuorganisiert worden. Im Morgengrauen des 22. Juni 1941 gehen rumänische und deutsche Soldaten gemeinsam unter dem Oberbefehl General Antonescus im südlichen Abschnitt der 2000 Kilometer langen Ostfront zum Angriff gegen den bolschewistischen Weltfeind vor. Von dem Anteil des rumänischen Volkes an diesem Kampf sprechen die fast täglichen Erwähnungen der rumänischen Truppen im OKW.-Be- richt, und die führende Rolle Antonescus hierbei konnte keine würdigere Betonung finden, als daß der Führer ihm als ersten Ausländer das Ritter- freu.3 zum Eisernen Kreuz verlieh. Dem Dank Rumäniens an den Mann, der ihm das Vertrauen in die eigenen Kräfte zurückgab, hat König Michael I. dadurch Ausdruck gegeben, daß er feinen Staatsführer am 21. August 1941 zum Marschall von Rumänien beförderte und ihn mit der I. Klasse des Ordens „Michael der Tapfere" auszeichnete. Jtt zähem Kampf vor Sewastopol weiter Raum gewonnen. Oer Wehrmachtbericht. 9373. Aus dem Führerhauptquartier, 12. Juni. Das Oberfommanbo der Wehrmacht gibt bekannt: Dor $ e ro a ff o po l gewann der Angriff im zähen Kampf um die zahlreichen Befestigungsanlagen weiter Raum. Wiederholte Gegenangriffe des Feindes brachen verlustreich zusammen. Kampffliegerkräfte setzten in dichter Folge den Angriff auf die tiefgegliederten Befestigungsanlagen fort. An der übrigen Ostfront erfolgreiche eigene Angriffstätigkeit, die östlich von Charkow größeren Umfang annahm. An der Wolchow- front scheiterten mehrere Angriffe der Sowjets. In Rordafrika wurden bei den Kämpfen um die Festung B i r hacheim über 2000 Gefangene, zum größten Teil Anhänger des Generals de Gaulle, eingebracht und zahlreiche Geschütze sowie mehrere hundert Kraftfahrzeuge erbeu- t e t oder vernichtet. Die blutigen Verluste des Feindes find sehr hoch. Im östlichen Wittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot an der Küste von P a l ä - stina zwei Dampfer mit zusammen 4000 VRT. sowie zwei Frachtsegler; ein weiterer großer Dampfer wurde durch Torpedotreffer beschädigt. Bei den im Wehrmachtbericht vom 11. 6. gemeldeten Angriffen deutscher Unterseeboote auf einen stark gesicherten Geleilzug im ö st l i ch e n Wittel- m e e r ist ein weiterer Transporter von 6000 VRT. gesunken. Bei Störflügen einzelner britischer Bomber im deutschen, dänischen und holländischen Küstengebiet wurden in der letzten Rächt drei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Das von einer Slurmgeschühbalterie unterstützte Infanterie-Bataillon unter Führung des Hauptmanns Lorenzen Hal sich bei Angriffskämpfen vor Sewastopol durch hervorragende Tapferkeit besonders ausgezeichnet. Oberfeldwebel S l e i n b a h errang an der Ostfront seinen 95., Oberleutnant Warseille in Rordafrika seinen 78. bis 81. Luftsieg. Das Unterseeboot des Kapitänleutnants Heidt- m a n n Hal sich bei der Bekämpfung des Geleitzuges im östlichen Wlttelmeer besonders ausgezeichnet. Zwei Befestigungswerke bei Sewastopol genommen. Berlin, 12. Juni. (DNB.) Die deutschen Truppen konnten im Festungsgürtel von Sewastopol nach Niederhaltung starker Befestigungswerke durch schwere Artillerie und Luftwaffe in zähem Ringen gegen den sich bis zum äußersten verteidigenden Feind tiefer in die Befestigungsanlagen eindringen und einen wichtigen Höhenzug mit zwei Festungswerken nehmen. Der Feind hatte das zahlreiche Schluchten und Höhen bildende felsige Kampfgelände zum Ausbau der Feld- und Artilleriestellungen so vollkommen ausgenutzt, daß nur direkte Volltrefer imstande waren, die Geschütz- und Granatwerferstellungen des Feindes zu vernichten. Das Jnfanteriebataillon des Hauptmanns Lorenzen stürmte, wirksam unterstützt durch eine Sturmgeschützbatterie, eine stark ausgebaute, durch Minensperre gesicherte und zäh verteidigte Höhe! auf der sich zahlreiche Bunker und in die Felsen gehauene Stellungen befanden. Oie Einnahme Bir Hacheims. Berlin, 12. Juni. (DNB.) Die Einnahme der südlich Tobruk gelegenen, mit ihr durch eine Wüsten- straße verbundene Feste B i r H a ch c i m ist ein wesentlicher Erfolg der Achsenstreitkräfte, die seit dem 26. 5. in der Cyrenaika gegen starke brittsche Verbände im Kampfe stehen. Bst. Hacheim ist ein Wüstenfort, das von den Briten durch umfangreiche Stellungsbauten und Verminungen des Vorfeldes ru einer Festung ausgebaut war. In kühnem Umfassungsoorstoß wurde die Festung am 5. 6. um» schlossen und der Ring in harten Kämpfen gegen den sich verzweifelt wehreirden Feind Tag für Tag enger gezogen. Nachdem bereits im Raum von Gor el Ualeb, 2,5 Kilometer nordostwärts Bir Hacheim, die dort in einem festungsartig ausgebauten Stützpunkt eingeschlossenen feindlichen Kräfte vernichtet oder gefangengenommen werden konnten, und als durch Schließung des Ringes die letzten Möglichkeiten zur Versorgung des Gegners von außen unterbrochen waren, war das Schicksal von Bir Hacheim, des Eckpfeilers des britischen Verteidigungssystems, besiegelt. Die Luftwaffe zermürbte den Widerstand der sich zäh zur Wehr setzenden Verteidiger. Zehn brittsche Jagdflugzeuge wurden abgeschossen, wobei der Eichenlaubträger Ober- leuhiant Marseille allein vier Luftsiege errang. Nachdem die Entsetzungsoersuche, die allerdings erst einsetzten, als der Widerstand der feindlichen Festungsbesatzung bereits gebrochen war, im Feuer der deutschen Panzer, der motorisierten Infanterie und der Luftwaffe gescheitert waren, wurde Bir Hacheim im Sturm genommen. * Die Engländer haben bisher noch nicht eine Schlacht, geschweige denn einen Feldzug nach europäischen Begriffen gewonnen. Aber eins muß ihnen der Neid lassen: Sie sind geschickt im Erfinden neuer Wortprägungen, die gut in die Ohren gehen. Sie haben die Kämpfe in Libyen als „Krieg im Kreise" bezeichnet, um das Hin- und Herwogen in dem Wüstengelände anschaulich zu machen, bei dem — bis zu einem gewissen Grad — nicht der Geländegewinn, sondern die Schädigung des Gegners im Vordergrund steht. Das Wort vom „Krieg im Kreise" entspricht in feiner Vorstellung dem Ausdruck, den Churchill fand, indem er den Kampf in Libyen mit einer „Seeschlacht" verglich. Die neue Wortprägung vom „Krieg im Kreise" ist totgelaufen. Mit der E r st ü r m u n g von Bir Hacheim ist der bisherigen englischen Linie ihre offensive Bedeutung genommen^ Die Engländer selbst haben Bir Hacheim als „S p e r r s ch i f f" bezeichnet. Wenn ein Sperrschiff versenkt ist, dann hat der Gegner den Weg frei: mindestens in dem Sinn, daß nun e r in die offensive Ausgangsstellung eingerückt ist. Und das ist genau das, was wir meinen. Die brittsche Linie — in Wahrheit ein System befestigter Stellungen — begann an der Küste etwas westlich von Gazala und erstreckte sich bis Bir Hacheim. Dort befand sich die linke oder südliche Flanke der Briten. Bei Bir Hacheim kommen fünf Straßen zusammen. Seine Entfernung von Gazala beträgt ungefähr 92 Kilometer. Etwa ebenso weit ist es von Tobruk. Angesichts der jetzigen englischen Versuche, Bir Hacheim als eine ganz ... „kleine Wasserstelle" anzusehen, begnügen wir uns, daran zu erinnern, was der englische Nachrichtendienst am 28. Mai sagte: „Bir Hacheim ist, wie alle anderen Stellungen an dieser Linie, nach allen Richtungen sehr stark befestigt." Es ist ganz richtig, daß Bir Hacheim ursprünglich eine Wasserstelle in der Wüste gewesen ist. Nur wurde es mit dem Aufwand außerordentlicher Kräfte in den letzten Monaten zu einem stark -befestigten Fort mit weiten, vorgelagerten Minenfeldern und vielen Batterien umgewandelt. Die Engländer haben selbstverständlich gewußt, daß Bir Hacheim als der Eckpfeiler ihrer linken Flanken sehr wichtig ist. Zu allem Ueberdruß sagte Johnston, derSprecher des englischen Nachrichtendienstes, an demselben 28. Mai: „Bei einem Versuch, die Richtung der deutschen Offensive festzustellen, hat unser kommandierender General A u ch i n l e ck gemeint, daß die Deutschen uns wahrscheinlich von Süden her in die Flanken fallen wollen." Genau das ist eingetreten. Also warum jetzt so verschämt über Bir Hacheim? । Lteberwältigende Wucht des Angriffs. Genf, 13. Juni. (DNB. Funkspruch.) lieber die Eroberung der Feste Bir Hacheim schreibt der Militärkorrespondent der „Times", es feien 'britischerseits 3m Banne Roosevelts. Am 11k Dezember 1941 hat die mexikanische Regierung die diplomatischen Beziehungen 31I den Mächten des Dreierpaktes abgebrochen und diesem Schritt vor einigen Tagen nun auch dis Kriegserklärung folgen lassen. Bei der militärischen Bedeutungslosigkeit Mexikos ist diese Kundgebung für den Verlauf des Krieges gänzlich belanglos und ist demgemäß in Berlin, Rom und Tokio kaum eines Kommentars gewürdigt roorbeiu Sie verdient auch nur deshalb unsere Beachtung, weil an ihr sich zeigt, wie der brutale Dollarimperialismus der Vereinigten Staaten Nordameri- kas ein so großes ynd an Naturschätzen reiches Land wie Mexiko, das ein Jahrhundert lang in seinem großen nördlichen Nachbarn den schärfsten Gegner seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit und politischen Freiheit sehen mußte, in einen Krieg hetzte, der politisch wie wirtschaftlich gegen seine eigensten Interessen geht, auch kaum den Wünschen des mexikanischen Volkes in seiner breiten Masse entspricht, sondern ausschließlich der Ausfluß der Macht eines kleinen Klüngels gewissenloser, von Roosevelt gekaufter .Politiker,ist. Der Schritt Mexikos ist fom< ptomatisch für ähnliche Entwicklungen in den meisten mittelamerikanischen und einer Reihe fübameri* konischer Staaten und verdient nur deshalb eins nähere Betrachtung. Die Geschichte der freien Republik Mexiko ist — mir deuteten es schon an — zu einem guten Teil bestimmt von dem Gegensatz zu dem nördlichen Nachbarn, der die ständigen Revolutionen, die das Land zu keiner inneren Konsolidierung kommen ließen, immer wieder zum Anlaß nahm, um Mexiko feine Macht fühlen zu lassen und Vorrechte zu erpressen, die eines unabhängigen Landes unwürdig waren und vom mexikanischen Volke nur mit äußerstem Widerstreben getragen wurden. Während der iberoamerikanischen Unabhängigkeitskämpfe gegen die spanische Herrschaft in den beiden ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts hatte Mexiko für sich allein beiseite gestanden. Der Jndianerauf- stand des Hidalgo war 1812 schnell niedergeschlagen und die spanische Herrschaft wieder befestigt worden. Erst das Pronunziamiento des Oberstleutnants I t u r b i b e führte 1820 zur Unabhängigkeit Mexikos. Das Kaisertum Jturbides blieb freilich nur eine Episode. Schon drei Jahrs später würbe Mexiko Republik wie seine sämtlichen aus den spanischen Vizekönigreichen entstandenen! Schwesternationen in Mittel- und Südamerika und gleich diesen sehr bald ein Spielball ehrgeiziger und habgieriaer Politiker und Militärs. Aber durch feine geographische Lage wurde es weit mehr als diese fast vom Tage seiner Entstehung an in außenpolitische Verwicklungen verstrickt. Spanische Versuche einer Rückeroberung des Landes konnten zwar von dem General Santa Anna, der aus dem Streik der Prätendenten um das Erbe des Kaisers Jtur- bibe als ber tatkräftigste unb bedeutendste siegreich hervorgegangen war, 1829 abgeschlagen werden^ Aber als 1836 in Texas ein Aufstand ausbrach, benutzten bas die Nordamerikaner, sich unter höchst fadenscheinigen Gründen in diese zunächst rein innerpolitische Angelegenheit ihres südlichen Nachbarn einzumischen, um aus seinem Unglück ihren eigenen Nutzen zu ziehen. Man muß wissen, daß das heutige Mexiko nur noch kaum die Hälfte seines damaligen Umfangs ist- als es noch den ganzen fernen Westen Nordamerikas umfaßte unb bie heutigen norbamerikanischen Bundesstaaten Texas, Neumexiko, Arizona, Kalifornien, Nevaba und Teile von Utah und Kolorado- also ein Gebiet von rund 2,4 Millionen Quadratkilometer, ein Drittel der Vereinigten Staaten, mit heute etwa 15 Millionen Bewohnern ebenfalls noch in seine Grenzen einbezog, während das heutige Mexiko nur noch einen Umfang von rund zwei Millionen Quadratttlometer mit etwa zwanzig Millionen Bewohnern hat, von denen aber nur etwa drei Millionen Weiße zehn Millionen Mischlingen unb sechs Millionen Indianern gegenüberstehen. Der Aufstandsbewegung in Texas, der damaligen nordöstlichen Grenzprovinz Mexikos, konnte Santa Anna nicht Herr werden. Er selbst wurde gefangen genommen, die texanischen Separatisten bildeten bezeichnenderweise unter dem Nordamerikaner Houston eine unabhängige Republik, die 1845 in die nordamerikanische Union ausgenommen wurde. Darauf erklärte Mexiko den Vereinigten Staaten den Krieg, aber bas von Parteiungen zerrissene, finanziell erschöpfte Lanb war ben Nordamerikanern nicht entfernt gewachsen. Diese fanden weder bei ihrem Einmarsch in die mexikanischen Nordprovinzen noch bei ihrer Landung in Derakruz, wo einst Ferdinand Cortez zur Eroberung des Aztekenreiches zum erstenmal feinen Fuß auf mexikanischen Boden gesetzt hatte, ernstlichen Widerstand. Santa Anna mußte fliehen und die Nordamerikaner, schon damals habsüchtige Imperialisten im Mantel demokratischer Heilsbringer, diktierten in der HaicptstadL alle möglichen Anstrengungen gemacht worben, die eingeschlossene Garnison von Bir Hacheim zu unterstützen. Zu wiederholten Malen habe man deshalb bie' englische Luftwaffe eingesetzt und Nachschub» truppen trotz größter Schwierigkeiten und schwerer damit verbundener Risiken nach Bir Hacheim geschafft. Auch seien die Verteidiger zunächst durch indische Truppen und später von britischen Panzerabteilungen v e r st ä r k t worden. Die Wucht des gegnerischen Angriffs habe sich aber schließlich als überwältigend herausgestellt. Abgesehen von den moralischen und strategischen Folgen, die bie Ausgabe Bir Hacheims für die Alliierten habe, be- beute der lieber gang Bir Hacheims in die Hände des Feindes für diesen größere Aktionsfrei« h e i t und Manövrierfähigkeit. Insbesondere feiert Nachschubprobleme vereinfacht. In einer Schilderung der letzten Stunden des Kampfes in Bir Hacheim schreibt „Daily Telegraph", die Funksignale der Verteidiger seien gegen Ende ihres Widerstandes immer Uirzer geworden. Der letzte Funkspruch, den man aufgefangen habe, Habs nur aus dem einen Wort bestanden! „Stuka s". Mexiko den Frieden, der Mexiko Texas und seine ganzen nördlichen Provinzen an der pazifischen Küste, darunter das von der Natur besonders reich gesegnete Kalifornien kostete gegen eine jämmerliche Entschädigung von 15 Millionen Dollar. Moch heute erinnern Städtenamen wie San Franzisko, Los Angeles, Santa Fe, San Diego, Sacramento, San Antonio, San Josö daran, daß nicht der Rio Grande die historische Grenze zwischen anglo- und ibero-amerikanischer Welt ist. Wir sind auf diesen Krieg, der am Anfang der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko steht, näher eingegangen, weil er eine in vielen Jahrzehnten durch vielerlei Zwischenfälle immer wieder genährte, tief wurzelnde Feindschaft zwischen beiden begründet hat und weil er zeigt, daß den Nordamerikanern, die sich in der überheblichen Pose des selbstgerechten Puritaners gefallen, dem die Kriege der europäischen Mächte ein moralischer Greuel sind, schon vor hundert Jahren kraß imperialistische Eroberungen größten Stils keineswegs fremd waren. Der verlorene Krieg machte dem Versuch des kraftvollen Santa Anna, das Land durch die Schaffung einer starken Zentralgewalt zu konsolidieren, endgültig ein Ende. Mexiko verfiel in der Folge revolutionären Zuständen, die es in Gesetzlosigkeit und Bankrott stürzten und damit nun auch andere Mächte auf forderten, sich durch eine Einmischung in die mexikanischen Wirren politische und wirtschaftliche Vorteile zu sichern. Die bekannteste dieser blutigen Interventionen ist die Napoleons III., der, um den illegalen Ursprung seiner Herrschaft durch den Ruhm außenpolitischer Erfolge vergessen ,zu machen, Mexiko mit Waffengewalt unter französisches Protektorat zu bringen suchte. Wie als sein Geschöpf Maximilian von Oesterreich als Kaiser von Mexiko sich gegen Jua- rez, den Präsidenten indianischen Bluts, nicht zu behaupten vermochte, wie seine Herrschaft, von den Franzosen schmählich im Stich gelaßen, schnell zu- fammenbrach und der Kaiser mit seinen letzten Getreuen in Queretaro gefangen genommen und füsiliert wurde, ist bis heute Gegenstand zahlreicher Abhandlungen, Romane und Dramen geworden. Juarez (1867—72) und vor allem sein Nachfolger Porfirio Diaz (1877—1911) haben dann in der langen Aera eines aufgeklärten Despotismus, der später einem zwar immer noch straffen, aber gesetzmäßigen Regiment Platz machte, dem Lande eine lange Epoche der Ruhe und des Aufstiegs zu sichern gewußt und vieles nachgeholt, was in der Zeit ständiger Revolutionen und Pronunziamientos versäumt worden war. Diaz ermunterte damit auch fremdes Kapital, sich an der Erschließung der großen wirtschaftlichen Reichtümer des Landes zu beteiligen, gab aber damit Anlaß zu neuen Verwicklungen, als er es wagte, neuentdeckte Oellager an die englische Pearson-Kompanie statt an den nordamerikanischen Standard Oil Trust zu vergeben und der aleichen Gesellschaft eine Bahnkonzession durch die Landenge von Tehuantepec einzuräumen. Das verzieh man dem Diktator in Washington und Wall- stveet nicht. Die Pankees finanzierten den Aufstand des Generals Madero, dem es nun zwar 1911 gelang, Diaz zur Abdankung zu zwingen, der sich selbst aber nicht durchzusetzen vermochte und 1913 erschossen wurde. Sein Gegner Huerta trat als Präsident an die Spitze des Staates, fand aber keine Gnade in Washington. Wilson, damals Präsident, der Vereinigten Staaten, begünstiate Earranza und ließ nach einem bedeutungslosen Zwischenfall Verakruz durch nordamerikanische Marinesoldaten besetzen. Erst nach der Abdankung Huertas kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde Verakruz wieder geräumt. Aber Earranza wollte keineswegs nun Präsident von der Gnade Washingtons sein. Er beschritt im Weltkrieg durchaus eigene Wege und verstand es trotz allen Druckes, der von den USA. und England auf ihn ausgeübt wurde, Mexiko aus dem Weltkrieg herauszuhalten und feiner Politik eine betont deutschfreundliche Note zu geben, was 1917 sogar zum Abbruch der Beziehungen zu England führte, die erst 1925 wieder ausgenommen wurden. Inzwischen war Earranza durch eine Revolution gestürzt worden. Aber auch die folgenden Präsidenten Obre» gon, Calles und Cardenas blieben der außenpolitischen Linie Carranzas treu. Carranzo hatte im Jahre 1917 dem Lande eine neue Verfassung gegeben, die in ihrem Artikel 27 nur Mexikanern von Geburt oder durch Naturalisierung das Recht auf Landerwerb einräumte. Carranza selbst hatte noch durch die Enteignung des ländlichen Großgrundbesitzes und die Schaffung bäuerlicher Erbhöfe, Calles durch die Enteignung des Kirchengutes die Bodenreform in Mexiko vorangetrieben, Cardenas blieb die schwierige Aufgabe, das fremde Finanzkapital aus der Industrie auszuscbalten. Unter der Losung „Mexiko den Mexikanern erklärte Cardenas im März 1938 das gesamte Erdölvorkommen des Landes und seine Ausbeute wie alle übrigen Bodenschätze zum National- Wandlungen der (Seestrategie. Tokio, 13. Juni. (Europapreß.) Auf die Wandlungen, die die Seekriegfübrung im jetzigen Kriege gegenüber früheren Auffassungen durchgemacht hat, verweist Konteradmiral Nakajima in der Zeitung „Asahi Shimbun". Nach bisheriger Auffassung sei Sieg oder Niederlage im Seekrieg von dem Einsatz des Flottengros abhängig gewesen. Dieser Gesichtspunkt sei z. B. im russisch-japanischen Krieg maßgebend gewesen für den Entschluß des japanischen Flottenchefs, Admiral Togo, den ersten Angriff gegen die russischen Flotte m i t einem Linienschiffsgeschwader durchzuführen und nicht mit Panzerkreuzern, um die Hauptmacht des Feindes selbst auf die Gefahr eigener Verluste hin zu vernichten. Im gegenwärtigen Kriege habe es praktisch keine entscheidende Schlacht nach alten Begriffen zwischen den Hauptkräften der gegnerischen Flotten gegeben. Dennoch habe Japan die Seeherrschaft im Pazifik erobert. Die japanische Marine habe die feindlichen Großkampfschiffe nacheinander einzeln zerstört, ohne hierbei ihre eigenen. Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer einzusetzen. Dieser Erfolg sei nicht nur der überragenden Strategie zu verdanken, sondern auch der Ueberlegenheit der kleineren Fahrzeuge und der Kampfkraft der japanischen Marineluftwaffe, die den Gegner in Einzelangriffen schwächten ohne ihm Gelegenheit zu geben, feine volle Stärke zu konzentrieren. In der Seeschlacht bei Midway verfolgte die japanische Flotte eine überaus kühne Strategie im Gegensatz zur landläufigen strategischen Auffassung, die vor Versuchen warnt, eine feindliche Flotte anzugreifen, die von einer Luftflotte mit Stützpunkten auf Land gedeckt wird. Gestützt auf die bisherigen Erfahrungen wurde der Angriff dennoch unternommen, weil sich hier eine glänzende Gelegenheit bot, dem Gegner empfindliche Schäden zuzufügen. Dieser kühne Handstreich wurde mit der Versenkung zweier feindlicher Flugzeugträger bezahlt. Die Tatsache, daß die japanische Flotte im bisherigen Kriegsverlauf zahlreiche Jnsel- stützpunkte des Gegners nacheinander einnehmen konnte, sei eine Folge der Vernichtung eines großen Teiles der nordameriikanifchen Flotte. Das Aleuten-Llniemehmen. Von unserem Dr. Abs.-Korrespondenten. T o k i o, im Juni 1942. Weshalb sich die japanische Besetzung von Inseln der Aleutengruppe vorläufig auf deren wesüichen Teil beschränkt, während die Japaner sich in Dutch Harbour mit Zerstörungen der dortigen militärischen Anlagen begnügten, ist unschwer aus der militärgeographischen Lage sowie aus der strategischen Absicht des Unternehmens zu erklären. Es handelt sich in erster Linie darum, die Benutzung der Aleuten durch die nordamerikanische Marine und Luftwaffe alsAngrifssbasis gegen das nördliche Japan zu verhindern und Äeichzeitig das amerikanische Bestreben, auf der Westseite des Bering-Meeres auf sowjetrussischem Boden Fuß zu fassen, zu durchkreuzen. Diese strategische Zielsetzung war in dem Augenblick erreicht, da Japan festen Fuß auf einem Teil der Inselkette gefaßt hat. Die Verwendung des Stützpunktes Dutch Harbour zu offensiven Unternehmungen gegen Japan ist damit ebenso ausgeschlossen wie die Verbindung nach Kamtschatka und Sibirien, da dann auch die wegen ihrer polaren Lage praktisch geringwertige Route von Nome über Anadry durchschnitten ist. Auf der anderen Seit ist es klar, daß die Besetzung von Dutch Harbour die japanische Wehrmacht im gegenwärtigen Stadium vor schwierige Probleme stellen würde. Es ist schwer festzustellen, wie stark die Befestigungen Dutch Harbours im Augenblick sind, da nicht zu übersehen ist, w'e weit das im Sommer 1941 beschlossene Programm zur Verstärkung dieses Kriegshafens, der sich speziell auf die Verbesserung der Dockanlagen für Unterseeboote erstreckte und auf 13 Millionen Dollar bemessen war, bereits vorgeschritten ist. Ebenso ift nicht bekannt, welche weiteren Maßnahmen die nordamerikanische Kriegsleitung bei Ausbruch des Ostasienkrieges dort ergriffen hat. Wichttger aber ist, wie weit der Ausbau der Luftstützpunkte gediehen ist, die von amerikanischer Seite auf dem Festland von Alaska in den letzten Jahren errichtet worden sind und die durch eine zusammenhängende Kette von Stützpunkten über Sitka und kanadisches Gebiet bis Seattle verbunden sind. Es ist kaum zu bezweifeln, daß von amerikanischer und kanadischer Seite gerade unter dem Eindruck der schweren Niederlage bei Pearl Harbour zu Kriegsbeginn alle An, strengungen gemacht worden sind, um dieses Stützpunktsystem zu verstärken und mit starken Einheiten der Luftwaffe auszurüsten. Alle Seekämpfe seit Beginn des Ostafienkrieges haben aber gezeigt, daß das Eingreifen von auf Landbasen gestützten Flugzeugen in Kämpfe zwischen Schiffen oder zwischen Schiffen und Landbefestigungen die Gegenseite in eine unvorteilhafte Lage bringt. Der Sprecher der japanischen Marine, Kapitän Hiraide, hat bei seiner Erläuterung der Seekämpfe bei den Mid- ways darauf hingewiesen, daß der japanische Oberkommandierende, Wmiral V a m a m o t o , weil in diesen Kämpfen das strategische Ziel der Ablenkung der feindlichen Flotte von den Aleuten und der Zerschlagung des feindlichen Flugzeugträgeroerbandes es erforderte, diesen Nachteil in Kauf nahm. Auf den Aleuten aber lag eine solche strategische Notwendigkeit, wie bereits erläutert, nicht vor. Die Japaner können es der Zukunft überlassen, ob ein Vordringen gegen Dutch Harbour zur noch akttveren Bedrohung der nordamerikanischen Westküste wünschenswert erscheint. Sie werden dann aber, wenn sie auf den westlichen Aleuten festen Fuß gefaßt und ihre eigene Bodenorganisatton dort ausgebaut haben, den feindlichen Luftstreitkräften mit gleichen Waffen entgegentreten können. und die zahlreichen Emigranten, die in Mexiko bereitwillig Unterschlupf gefunden haben. Mexiko stand ja schon während des spanischen Bürgerkrieges unter dem Einfluß marxistisch-kommunistischer Ideen aanz im Lager des Bolschewismus und der mit rhm verbündeten Demokratien. Allein 30 000 Rotspanier sind nach Mexiko geflüchtet und haben hier ihren Einfluß als Parteigänger der Vereinigten Staaten und Englands in die Waagschale geworfen. Noch heute hat Mexiko die Regierung Franco nicht anerkannt. Wenn trotzdem die Beziehungen zu Deutschland lange Zeit korrekt blieben, so wurde das an- ders, als mit dem Präsidenten Camacho der neue Außenminister Padilla sein Amt antrat und die Außenpolitik Mexikos ganz in das Fahrwasser Washingtons steuerte, mag dies auch der großen Masse des mexikanischen Volkes von ganzem Herzen zuwider sein. So wird berichtet, daß die Mexikaner die Nachrichten von der Katastrophe des nord- amerikanischen Geschwaders in Pearl Harbour ZU Beginn des pazifischen Krieges mit unverhohlener Genugtuung aufgenommen hätten. Aber auf die Volksstimmung braucht der herrschende Klüngel in einer Demokratie keine Rücksicht zu nehmen. So wurde Mexiko von ein paar ehrgeizigen Politikern den Vereinigten Staaten ausgeliefert. Der Dollarimperialismus in der biederen Maske des „guten Nachbarn" triumphiert, und das mexikanische Volk wird einmal die Rechnung für eine Politik bezahlen müssen, die sowohl feiner geschichtlichen Tradition wie seinen wohlverstandenen Interessen Hohn spricht. Dr. Fr. W. Lange. päischen Märkte ging der mexikanische Oelexport auf ein Siebentel seines Wertes von 1937 zurück. So ließ sich Präsident Cardenas zu Sonderabmachuugen mit einzelnen Erdölgesellfchaften herbei und ließ auch einen Schiedsspruch des Obersten Gerichtes zu, der erhebliche Entschädigungen für enteignete Jn- dustriewerke und ßäniiereien vdrsah. Das Geld zur Bezahlung dieser Entschädigungen hatte Mexiko freilich nicht. Da sprang Roosevelt als „guter Nachbar" ein, griff tief in die Tasche und gewährte Mexiko eine Anleihe von 30 Millionen Dollar, die dazu helfen sollten, die Entschädigung an die Oel- gesellschaften zu zahlen. Weitere 30 Millionen Dollar sollen für eine Reform des mexikanischen Heeres verwandt werden, und -in einem Handelsvertrag versprach Mexiko, seine Ausfuhr nur noch nach amerikanischen Ländern zu richten, womit Japan von dem mexikanischen Oelmarkt ausgeschlossen wurde. Mit diesen Abmachungen vom 19. Dezember 1941 war nicht nur der Oelkonslikt beigelegt, Mexiko war auch in die Aggressionspolitik Roosevetts eingespannt. Es war das Werk des neuen mexikanischen Präsidenten Camacho, der im November 1940 aus Cardenas gefolgt war und mit diesem Abkommen Mexiko in den Krieg hineingesteuert hat. Die soeben auf dem Umweg über nordamerika- nische Konzentrationslager aus Dtexiko zurückgekehrten deutschen Journalisten berichten freilich, daß schon unter Cardenas eine systematische Hetze gegen die autoritären Mächte eingesetzt hatte, genährt vor allem durch die nordamerikanisch-britische Agitation Die Daiumsgrenze. Die Japaner verweisen darauf, daß die großen See- und Luftkämpfe, die sie im Juni ausgefochten haben, schon jenseits der „Datums- grenze" liegen und daß sich die Tätigkeit ihrer Kriegsflotte künfttg noch mehr auf den östlichen Teil des Stillen Ozeans erstrecken wird. Was versteht man nun unter der Datumsgrenze? Die Erde dreht sich im Laufe des Tages einmal um sich selbst. Wer einmal um die Erde herumfährt, gewinnt oder verliert darum einen Tag, je nachdem er nach Osten oder nach Westen seine Reise um den Planeten ausführt. Aus der geschichtlichen Entwicklung der Seeschiffahrt ergab sich die historische Datumsgrenze dort, wo die Spanier vom Osten und die Holländer vom Westen im Sttllen Ozean zusammentrafen. Diese historische Datumsgrenze schloß auch noch die Philippinen ein. Aus praktischen Gründen wurde — besonders da auch das spanische und zum Teil das holländische Kolonialreich zerfielen — die nautische Datumsgrenze im allgemeinen auf den 180. Längengrad (östlich und westlich von Greenwich gerechnet) verlegt. Nur die West-Aleuten, auf denen die Japaner jetzt Landungsoperationen ausgeführt haben, gelten als jenseits der Datums» grenze liegend, obwohl sie teilweise diesseits des 180. Längengrades liegen. Bündnisvertrag zwischen Großbritannien und der Sowjetunion. Berlin, 12. Juni. (DNB.) Gelegentlich eines Besuches Molotows in London ist zwi- schen der Sowjetregierung und der englischen Regierung ein Vertrag abgeschlossen worden, der die oekannten Bündnisverpflichtungen erneut unterstreichen soll. Im einzelnen ist, wie verlautet, zwischen den beiden Regierungen beschlossen worden, sich gegenseitig zu unterstützen, keinen Sonderfrieden ohne gegenseitige Befragung abzuschließen und für einen Zeitraum von 20 Jahren gegen die Achsenmächte und ihre Verbündeten zusammenzuarbeiten. Ferner ist zur Täuschung der Weltöffentlichkeit die in solchen Fällen bei den Sowjets übliche Versicherung aufgenommen worden, daß die beiden Staaten keine territorialen Vergrößerungen anftreben und sich nicht in die inneren Verhältnisse anderer Staaten ein mischen wollen. Vier USA.-Flugzeuge in der Türkei notgelandet. Istanbul, 13. Juni. (DNB. Funksprucb.) Am Freitagmittag sind drei große viermotorige U S A. - Militärflugzeuge- die chinesische Ho« deitszeichen trugen, auf dem Flugplatz von Ankara und eines in Arisiye bei Abapazar notgelandet. Die Besatzungen wurden interniert. Es soll sich um Flugzeuge handeln, die aus Sewastopol geflüchtet sind. Beim Ueberfliegen des türkischen Kriegshafengebietes und der LuftsperrzonS von Jzmit wurden die Flugzeuge von der türkischen Flak beschossen. Weitere Fortschritte der Japaner in der Provinz Kiangsi. Tokio, 12. Juni. (Europapreß.) Die japanische Angriffsbewegung in der Provinz Kiangsi hat wei- eigentum. Das bedeutete die entschädigungslose Enteignung der im ausländischen Besitz befindlichen Oelquellen und Jndustriewerke. England reagierte darauf sofort mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Aber die Vereinigten Staaten, deren Verhältnis zu Jberoamerika seit der Panamerikanischen Konferenz von Buenos Aires im Dezember 1936 von Roosevelt auf die Politik des „guten Nachbarn" abgestellt worden war, schlossen sich dem britischen Vorgehen nicht an, boten vielmehr nach einigen scharfen, aber wirkungslosen Protesten gegen das mexikanische Enteignungsgesetz ihre Hilfe an, als Mexiko durch den als Druckmittel über die Erdölausfuhr des Landes verhängten Boykott der großen Oelgesellfchaften in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Erdöl spielt neben Silber die größte Rolle im Außenhandel des Landes. Die Erdölpro- buftion ging gewaltig zurück, aber Washington verachtete auf das naheliegende Druckmittel einer Einstellung feiner Silberankäufe, die es im übrigen auch für die Unterstützung Dschiangkaischeks brauchte, denn Chinas Währung beruht auf Silber, und die Stützung des Tschungking-Dollars konnte nur durch die Silberankäufe in Mexiko geschehen. Wenn deshalb Mexiko auch vor den schlimmsten Folgen seiner Nationalisierungspolitik für den Außenhandel bewahrt blieb, so blieb doch die Sorge um den Abtransport des Erdöls, für den den Mexikanern die eigenen Tanker fehlten. Die Hoffnung, daß die europäischen Großmächte ihren Oel- bedarf durch eigene Tanker deckten, zerschlug der Ausbruch des Krieges. Durch den Verlust der euro- Briefe in Barelros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Es ist dieser blödsinnigen Kette wegen, nicht wahr?" fragt er vorsichtig. „Es war zu dumm von mir, daß ich überhaupt davon angefangen habe." „Es ist albern von mir", sagt Katta nach ein paar Sekunden Stille. „Sie dürfen mich nicht mißverstehen. Wenn ich es einem Menschen gönne, einen Schmuck von Detlev Nehl zu tragen, bann ist es Ihre Schwester. Man kam; von einem Künstler nicht verlangen, daß er Geschäftsmann ist. Aber wie soll Detlev es je zu etwas bringen, wenn er die Hälfte feiner Arbeiten verschenkt? Er spricht immer von einer gemeinsamen Zukunft, aber er tut nichts, um eine Grundlage dafür zu schaffen." Die Dunkelheit macht sie offenherzig. In diesem Augenblick empfindet sie Gerd mehr als Detlevs Freund, als daß sie den eigenen getreuen Anbeter in ihm sieht, und ihr Gefühl hat recht. Gerd fühlt sich geehrt durch ihre Aufrichtigkeit und zugleich berufen, den Abwesenden zu verteidigen. „Sie sollten ihn heiraten. Wenn Sie nämlich seine Frau wären, dann würden Sie viel eher die innerliche Berechtigung fühlen, ihre Wünsche zu äußern. Und Detlev würde sie erfüllen — ganz zweifellos. Sie würden nicht mehr von ihm verlangen, daß er alles errät. Er ist eben nicht der Mann danach. Und Sie sind nicht die Frau für... für eine solche Lage." „Sie sind doch eigentlich ein goldiger kleiner Kerl, Gerd!" Einen Augenblick spürt er den festen Druck der schmalen Hand, und hört das leise Lachen in ihrer Stimme. ,Aber Sie dürfen nicht leichtsinnig spielen." , „Genau wie Irmela!" lacht Gerd. „Wirklich, ich bin gar nicht so leichtsinnig. Wir spielen immer in demselben kleinen Kreis. Und dasselbe Geld geht hin und her. Ich kann es schließlich nicht in der Tasche behalten, wenn ich es den andern abgenommen habe. Das ist mir peinlich." „Aber keinem der andern würde es peinlich fein, das Geld zu behallen, das er Ihnen ab genommen hat. Sie sind viel zu sauber für die ganze Gesellschaft. Glauben Sie, daß sich Borckmann ein Gewissen daraus machen würde? Und er ist vielleicht noch der Beste. Sie sagen: immer derselbe kleine Kreis. Aber was ist das für ein fremder Mann, der heute bei euch am Tisch saß?" Sie fragt es sehr leichthin, und mit einer Anteilnahme, die nur nach Mißtrauen klingt, aber sie fühlt, daß ihr Herzschlag etwas schneller geht. „Ja, das ..." Gerd schiebt mit einer übertrieben wichtigen Miene die Unterlippe vor. „Der.ist allerdings gefährlich! Das meinen Sie doch, nicht wahr? Ich kenne ihn auch weiter nicht, er behauptet, meine Schwester zu kennen. Ich kann sie ja mal nach ihm fragen, vielleicht kennt sie ihn genauer. 23orchnann weiß auch nichts. Ich habe ihn nämlich gefragt. Aber Borckmann hat nur die Achseln gezuckt. Eine funkle Existenz" sagte er. Ich weiß nicht, ob das ein Witz fein soll." 8. „Gute Nacht und vielen Dank." Detlev beugt sich nicht zum Handkuß über die kalten schlanken Finger in den feinen. Sein Blick geht an der Hauswand hoch. „Hier also wohnen Sie? Hotel Baltic ... sind Sie nur auf der Durchreise hier?" ,Zch weiß nicht." Ein Achselzucken. „Ich habe nicht über mich zu bestimmen." „So? Das ist schlimm. Wer wenn Sie länger hierbleiben, wollen wir uns dann nicht einmal wiedersehen?" „Es wäre sehr nett." Es ist etwas Müdes und Hoffnungsloses in dem Lächeln, etwas, das einem ins Herz schneiden kann. „Ich will Sie nicht drängen", sagt Dellev gut- mütig. „Aber wenn Sie Lust haben, diesen Abend zu wiederholen, wir haben uns recht gut miteinander unterhalten, nicht wahr? Dann rufen Sie mich einfach an, hier haben Sie meine Telephonnummer, wollen Sie das tun?" „Ja, gern." Sie dreht die Karte zwischen den Fingern und bemüht sich im Laternenschein, sie zu entziffern: „Detlev heißen Sie, was für ein sonderbarer Name." „Ja, Detlev, wollen Sie mir nun auch nicht Ihren Namen sagen? Oder irgendeinen Namen meinet- wegen, wenn ich den richtigen nicht wisien soll? Ich muß doch unter irgendeinem Namen an Sie denken." „Werden Sie manchmal an mich denken? Ah ja, tun Sie das, denken Sie freundlich an mich, vielleicht hilft mir das. Concha heiße ich — so heiße ich wirklich." „Ich werde sehr viel an Concha denken und sehr freundlich." Detlev umschließt mit festem Druck die kleine kalte Hand. ,,3d) werde immer wünschen, daß es Concha gut geht, und ich wünsche, sie baß> wiederzusehen." 9. Irmela hat Besuch, soweit man Susi Reinbeck als Besuch rechnen kann. Susi kommt mindestens einmal täglich „auf einen Sprung". „Onkel Albrecht ist wohl nicht da?" fragt Susi, und ihr Blick geht so suchend umher, als vermute sie ihn hinter einem Vorhang versteckt. .Leider nicht!" lächett Irmela. „Mußtest du ihn dringend sprechen? Um diese Zeit ist er ja selten da, ebensowenig wie Gerd." „3a natürlich, es ist eine dumme Frage, als ob die Männer so wenig zu tun hätten wie wir." „Hast du so wenig zu tun, Babchen?" fragt Irmela mit freundlichem Spott. „Ich kann mich eigentlich nicht beklagen." „Du hast auch Mann, Haus und Kinder, aber ich habe momentan wirklich zu wenig zu tun." Das blühend- sechzehnjährige Gesicht wird unvermittelt ernst und fast streng. „Natürlich langweile ich mich nicht, Beschäftigung ist immer da, du weißt ja, das versteht Mutting, und wenn sie einem einen Staublappen in die Hand drückt, ober da verschwinde ich meistens, eh es so weit kommt. Ich möchte einen Beruf haben oder mich wenigstens ernsthaft darauf vorbereiten. Aber Mutting ist so entsetzlich alt- modisch. Kannst du nicht mal mit Onkel Albrecht sprechen, daß er seiner Frau Schwester ins Gewissen redet? Auf ihn hört sie noch am meisten." „Ja, das kann ich gern tun. Weißt du denn schon, was du möchtest?" „Tja, allerhand." „Das ist immer schwierig." „Sagt Dattng auch. Er behauptet, wenn er mir immer nachgäbe, dann hätte ich schon dreimal den Beruf gewechselt oder wenigstens das Studium. Aber es ist so schwierig mit meinen alten Herrschaften." Die blonden Brauen auf der runden Kin- dersttrn ziehen sich sorgenvoll zusammen. „Alte Herrschaften." Irmela gräbt lachend die Zähne in die Lippe, es ist die Generation, der sie selber angehört, auch wenn sie zehn Jahre jünger ift „Was ich früher gern wollte, Theater oder Film oder Tanz, na, das kommt selbstredend gar nicht in Frage. Also den Jugendtraum habe ich schon begraben! Dann wollte ich gern Medizin studieren, aber das findet Mutting einfach gräßlich. Da kann sie einem solche Schauergeschichten erzählen, datz einem ganz schlecht wird. Also wenn es überhaupt was wird, wird es wohl elyer irgend etwas Kaufmännisches werden. Vielleicht kann Onkel Albrecht mich anstellen." „Das wäre eine Idee!" nickt Irmela. „Vielleicht steckt er dich mit Gerd in dasselbe Kontor! Wenn ihr dann mir nicht mit den Tintenfässern Fangball spielt." „Gibt es da noch Tintenfässer? Wie vorhistorischk Aber solche Kinder sind wir doch nicht mehr!" „Nein? Ich wollte dich nicht beleidigen/ (Fortsetzung folgt) tere Erfolge zu verzeichnen. Beide Angriffsslügel halben sich in östlicher bzw. südöstlicher Ricytung nahe an, die Westgrenze der Provinz Tschetiang herangeschoben, wobei T e n g p u von den Japanern genommen wurde. Der Südgruppe, die durch bewaldete Gebirgsketten dem Tal des Fu-Flusses aufwärts folgt, gelang es am Freitag bei der Verfolgung einer auf 10 000 Mann geschätzten chinesischen Kampfgruppe m K i e n s h a n g (175 Kilometer südwestlich von Nachang) einzudringen. Gegen 10 Uhr morgens war die Stadt in japanischer Hand. In ihrer Nähe nahmen die japanischen Truppen einen weiteren von Tschungking aus amerikanisches Betreiben erbauten modernen Flugplatz ein. Meine politische Nachrichten. Von San Sebastian ist wieder ein größeres Kontingent spanischer Freiwilliger zur Auffüllung der Blauen Division nach dem Osten abgegangen. Der finnische Gesandte in Bukarest überreichte König Michael I. den finnischen Orden der Weißen Rose am Band. * Der Befehlshaber der USA.-Luftwaffe in Hawai, General Clarence Linker, wird seit der Schlacht bei den Midway-Jnseln vermißt. * Die Beauftragten des Studentischen Ausgleichsdienstes versammelten sich zur Paroleausgabe für die Gestaltung der kommenden Einsätze der Reichs- studentensühruna. Der Studentische Äusgleichsdienst wird weiterhin Die Angehörigen der Ersatzreserve II in Gemeinschaft so einsetzen, daß auch diese an entscheidender Stelle ihre Pflicht für Führer und Volk getan haben. Aus aller Welt. Salzburger Sechs-Meister- Schachwettkampf. Die dritte Runde des Salzburger Sechs-Meister- Schachwettkampfes brachte gehaltvolle Partien und eine Sensation. K e r e s spielte gegen Stoltz sehr tombinationsreich und riskant. Nach überraschenden Wendungen erzielte er die Oberhand. Stoltz verlor in gedrückter Stellung durch einen chweren Fehler die interessante Partie. Bogol- u b o w gelang es, einen Bauern zu erobern und üs zum Schluß zu halten. Beim 52. Zuge mußte ein Gegner Schmidt aufgeben. Die Sensation des Tages bildete die Partie des 18jährigen Ham- buraer Meisters Klaus Junge gegen den Weltmeister Dr. Aljechin, der zunächst gut stand, aber nicht die beste Fortsetzung fand, was Junge glänzend auszunutzen verstand. Er erzielte eine Qualität mehr, eine glatte Gewinnstellung, die den Weltmeister zur Aufgabe zwang. Stand des Turniers nach der dritten Runde: Keres 2Vz Punkte, Bogoljubow 2 Punkte, Stoltz und Junge je IV2 Punkte, Dr. Aljechin 1 Punkt, Schmidt V2 Punkt. LxplosionsuuglÜck beim Bau einer Talsperre. Bei dem Bau der Duero-Talsperre in Spanien ist eine Dynamitladung, die zur Sprengung von Felsstücken bestimmt war, vorzeitig in die Luft geflogen. Eine größere Anzahl Arbeiter wurde von den umhergeschleuderten Felsstücken erschlagen. Bisher konnten 23 Leichen geborgen werden. Europäische Tatgesinnung gegen Moskauer Byzantinismus. Von Dr. Hans Zugschwert. Durch die Liquidation des sowjetischen Staatskolosses wird die ständige Bedrohung Europas durch Invasionen östlicher Völker beseitigt und damit auch der Herd geistig-sittlicher Verfallserscheinungen eines rassischen Chaos: Bolschewismus und byzantinische Dtzmutsethik Dostojewskis und Tolstois. Zeitweise vermochten Bolschewismus und Demutsethik, diese typischen Aeußerungen krankhafter Rassen, wie Sprengkörper im europäischen Geistesleben zu wirken. Trotz aller religiöser unk/staatspolitischer Gegensätze des Dostojewskischen Weltbildes zum platten Materialismus eines Marx und Lenin lassen sich dennoch bemerkenswerte gemeinsame Züge in beiden Systemen aufzeigen. Nämlich die imperiale Idee, der Glaube an den Welterlöser Aljoscha-Lenin, die panslawistische Brüdergemeinschaft als Vorstufe einer Weltverbrüderung und schließlich die Gleichstellung der Minderwertigen, Entarteten und Verbrecher mit den Lebenstüchtigen. Das gestellte Problem soll deshalb von zwei Perspektiven durchleuchtet we-rden, von der Gleichrichtung des panslawistischen mit dem bolschewistischen Imperialismus in der Sphäre des Machtpolitischen und von der charakterlich- seelischen Haltung der Menschentypen, chres Lebensgefühls und ihrer Lebensprinzipien. Der moskowitische Machtstaat ist immer wieder auf die Expansion nach dem Westen zurückgekommen. Nur die Begründung seines Strebens hat durch die Jahrhunderte gewechselt. Diese Begründung war nacheinander absolutistisch-dynastisch, kirchenpolitisch, panslawistisch und zuletzt bolschewistisch. In den Jahrhunderten trat baß) das eine, bald das andere als beherrschend hervor, im Grunde blieb Moskau was es war — ein Programm der Grenzenlosigkeit Wenige Monate vor seinem Tod eröffnete D 0 st 0- j ew s k i in der berühmt gewordenen Rede zur Gedenkfeier Puschkins (1888) sein politisches Vermächtnis. Eine Anklage und Absage an Europa, eine herausfordernde Beschuldigung Europas, durch die petrinischen Reformen Geist und Gesittung der dem Zarentum erqebenen Völker verwirrt, ja, deren moralische Fundamente zerstört zu haben. Niemals zuvor sind Peters Reformen, denen der Steppenmensch, denen die tatarisch-mongolischen Völkerschaften, die Anfänge einer Zivilisation, die Grundlage einer staatlichen Verwaltung, die weitgehenden Anregungen für Wissenschaft und Wirtschaft allein verdanken, einer heftigeren Kritik unterzogen worden. In den zwei Jahrhunderten nach Peter habe Rußland nach der Ueberzeugunz Dostojewskis nur „gedient". Wir fragen deshalb, worin bestand dieser Dienst in Wahrheit? Keine einzige wirklich große und ftuchlbringende Geistestat haben die Völkerschaften des Alleinherrschers je geschenkt. Nein, Rußland hat nie gedient, wohl aber unermeßliche kulturelle Werte für seine Existenz aus Europa empfangen, ja, es hat sich an Europa bereichert. In der „russischen allmen schlichen und alloereinen- den Seele" will Dostojewski der „europäischen Sehnsucht" den Weg zur Erfüllung seines phantastischen Traumes, der „großen, allgemeinen Harmonie, der brüderlichen Gemeinschaft" weisen. Dostojewski usurpiert geradezu Europa, indem er den Menschentypus seiner Welt, den demütigen, halb lächerlich, halb tragischen, .schicksalsergebenen „Allmenschen", der „6ie Freiheitsidee auf Erden verkörpert" als den alleinigen Erlöser von den „europäischen Widersprächen" proklamiert. Auf der Grundlage dieses geistigen Imperialismus erwachsen die konsequenten politischen Forderungen Dostojewskis, die er im „Tagebuch" bereits 1876 erhebt: „Früher oder später muß Konstantinopel doch uns gehören, wenn auch erst im nächsten Jahrhundert". Immer und unablässig sollten die Russen das im Auge behalten. Man glaubt im Testament Peters zu lesen. Selbst er, der „Westler", hat den Llusgang zum Schwarzen Meer früher gesucht als den zum Baltischen Meer. (Die Gründung von Taganrog im damals türkischen Mündungsgebiet des Don war eine seiner ersten Taten.) Kacharina die Große richtete, wie Peter, ihre großen politischen Unternehmungen gegen Südosten, die bedeutendsten aber gegen die Türken. Im 19. Jahrhundert wird dann dieser eine Städtname geradezu zu bewegenden Kraft, zum geheimen Antrieb der Petersburger Kabinette. Konstantinopel wirkt wie der Kern im magnetischen Kräfteseld. Friedrich der Große antwortete einmal auf die Frage, warum er die Russen nicht nach Konstantinopel lassen wolle: „Well sie dann m 0 r- gen in Königsberg stehen." Und Alexander I. hatte die Stadt am Bosporus den „Hausschlüssel Rußlands genannt. Napoleon L antwortete dem Zaren, daß sie aber gleichzeitia „der Schlüssel Toulon" sei. Molotow hat bei seinem Berliner uch 1941 nur die Forderungen Dostojewskis wiederholt. Die Kontinuität des charakterlich-rassischen Bildes des Dostojewski-Menschen und des bolschewistischen Typus aufzuzeigen, ist die zweite Ausgabe. Erst durch Dostojewski und Tolstoi wurde dieses bizarre Lebensgefühl in Europa bekannt, erst durch die russischen Epiker wurde Europa aufmerksam auf die verschiedenartige seelische und geistige Struktur der im Zarenstaat vereinigten Völker. In diesen Menschen tritt uns die triumphierende Demut entgegen in ihren Ekstasen, in ihrer knechtischen Unterwürfigkeit, in ihrer, jäh hervorbrechenden Brutalität, die als Pendelschlag des Gefühls zeitweise wie eine Stichflamme emporlodert. Es sind die Menschen, die mit Bewußtsein und Absicht von Qual zu Qual in den Tiefen der Menschheit wandeln, immer von dem wollüstigen Gefühl getrieben, sich selbst zu peinigen, den Geist mit der ewigen Frage nach Gut und Böse zermartern, die bar sind jeglichen wahrhaftigen menschlichen Glücksempfindens, die den Sinn ihrer Existenz überhaupt erst in schreiender Not, in einem Inferno der Höllenqualen erleben. Die Krankheit Dostojewskis, die Fallsucht, spiegelt sich gleichsam im sittlichen Verhalten seiner Menschen, die wie ein Kainszeichen die moralische Fallsucht tragen: Raskolnikow, Karamasow, Myschkin. Immer ist bei Dostojewski Grauen der erste Eindruck und der zweite erst künstlerischer Rang. Europa stand zunächst staunend vor diesen aus einer Unterwelt an das Tageslicht gezerrten Gestal- ten, und nur wenige Kritiker haben aus ursvrüng- lichem Instinkt die Abgründe der Dostojewskischen Welt klar gedeutet. Dadurch wurde der europäische Geist zur Auseinandersetzung mit dem Denken und Wollen zweier Repräsentanten gegensätzlicher Weltanschauungen gezwungen. Nietzsche, dessen Zarathustra die Tafeln der Mitleids- und Demutslehre zerbricht, Dostojewski, der mit der Kunst des Epikers den letzten Versuch zur Rettung ihrer östlichen ekstatischen Inhalte und Formen, ja selbst zu deren Wiedergeburt unternimmt. In diesen beiden Persönlichkeiten, Denkern und Künstlern, stehen sich zwei wirkliche Weltmächte gegenüber. Sie prallten ein halbes Jahrhundert vor dem gegenwärtigen europäischen Krieg gegen den Osten aufeinander. Ein ungeheures Schauspiel, dessen Perspektiven die Zeitgenossen kaum zu ahnen vermochten, das uns Heutigen aber in aller Klarheit vor Augen steht: Hier der Wille zur Macht, zur Persönlichkeit und damit zur Kultur; dort, der Wille zur Demut, zur Zerstörung, zum Krankhaften. Wo Nietzsche das Fundament zu einem gewaltigen Anfang legte, durch die Offenlegung geistiger Zusammenhänge, die sich in kühnem Bogen von der griechischen Antike nach Rom bis zur Kultur des heutigen Europas spannt, zeichnet Dostojewski das erschütternde Seelengemälde eines morbiden Dolkskörpers, dessen rettungsloser Verfall sich mit zwangsläufiger Notwendigkeit vollendet. Niemals war die Liebe Europas bei Dostojewski, nur brennende, wollüstige Neugierde zwang Millionen in seinen Bann. Die Snobisten fanden das Leben der Mörder, Narren, Wahnsinnigen, Gottsucher „interessant", um es aus der Ferne „nachzuempfinden". Alfred Rosenberg hat die Dostojewski-Anhänger unter den Europäern prägnant gekennzeichnet als die in müder Erschlaffung begriffenen Bastarde der Großstadtgeistigkeit. Dieses Urteil trifft in gleichem Maße auch für den Klüngel der Agitatoren in den bolschewistischen Parteien der europäischen Staaten zu und erst recht.für die Helden der rosaroten Salons. Es ist der Mensch der Tat — als Erlöser des Europäers von Herz und Seele zermürbenden Zweifeln — den Goethe in schlichter Größe zeichnet, und der im Augenblick des höchsten Glückes das Ethos der Arbeit verkündet. Auch Dostojewski hat diese köstlichen Augenblicke eines fast Überirdischen Glückes zutiefst empfunden. Und dennoch, welche Kluft in den Wertungen. Hier wird der Augenblick des Grauens zum Hymnus: Allein die Minuten vor dem jähen Aufflackern des epileptischen Anfalles vereinigen der Menschheit höchstes Glück in einer Menschenbrust. „Ich weiß nie, ob diese Wonneskunde Stunden dauert, aber glaubt mir, alle Freuden des Lebens möchte ich nicht dafür eintauschen." Und wiederum spricht Goethe die weisen Worte, daß der gesunde Geist ein Spiegelbild des gesunden Körpers sei. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauplschnstleilerS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Harrs Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckeret R. Lange St. G. Derlagsleiter: Dr..Ing. Erich Hamann; Anzeigealeiter: Hans Beck. AnzeigenpretSIiste Nr. 6. Verdutzt schaut der Übeltäter auf, und er muß Xugeben: der andere hat recht. Das sollte man heute wirklich nicht mehr machenI An den Manschetten werden die Hemden ohnedies so leicht schmutzig — werden sie aber feucht — na, dann gibt es gar bald einen bösen, schwarzen Strich.Dann muß das Hemd gewaschen werden,das man vielleicht noch länger hätte tragen können. Öfteres Waschen verbraucht aber nicht nur mehr Seife oder Waschpulver, sondern ist auch gar nicht so gut für das Hemd. Denken Sie also daran: Bei gar vielen Gelegenheiten im täglichen Leben kann man Seife sparen und Wäsche schonen, indem man auf die Wäsche schon beim Tragen acht gibt Machen Sie keine Schmutzarbeit, ohne einen alten Kittel anzuziehen. Wenn Ihr Mann eine kleine Reparatur ausführt, dann binden Sie ihm eine Schürze um. Wenn eine Arbeit Im Keller oder Garten ausgeführt werden soll, gilt das gleiche. Auch bei Kindern muß man heute darauf achten, daß sie Kleider und Wäsche schonen. Und wenn Ihr Mann zu den Übeltätern gehören sollte, die am Morgen ein sauberes Hemd anziehen und abends mit schwarzen Manschetten nach Hause kommen, dann klären Sie ihn aufl Vor allem aber-: Wenn der Waschtag kommt dann machen Sie es richtig und waschen Sie auch wirklich so, daß Sie Seife sparen und Wäsche schonen. Welchen Sie die Wäsche stets mit einem guten Einweichmittel ein — das löst viel Schmutz ohne Seife, lok- kert den zurückbleibenden Schmutzrest und ermöglicht seine Entfernung meist ohne allzu hartes Reiben. Bedenken Sie stets: Jeder Stoff, ob derb oder fein, besteht aus vielen, vielen Einzelfäden — und kein Stoff ist stärker als sein dünnster Faden. Nein — Wäscheschmutz muß losgelöst, nicht weggerissen werdenI Waschen Sie darum genau nach den Waschanleitungen auf den Paketen. Lassen Sie alles Experimentieren! Die Waschanleitungen sind von berufenen Stellen erprobt. Genaue Befolgung sichert Ihnen auskömmliches Wirtschaften mit den zur Verfügung stehenden Waschmitteln und Schonung der Wäsche. Und gerade heutzutage heißt es ja: SEIFE SPAREN — WÄSCHE SCHONEN! elifa- Essig besitzt noch wie vor seine anerkannte, beliebte Qualität. Da die Stärke des Melita Essig sich geändert hat, beachten Sie bitte die Gebrauchsanweisung auf dem Etikett. Vergessen Sie beim Einkauf nicht die Teere Flasche mitzubringen. Melita Essig Fabrik Iah. -Gebr. Weymor, Bad Homburg. Eigenheimfinanzierung (auch Hauskauf, Umbau urw.) mH II. Hypothek, unkündbar, zu niedrigen Zinsen, durch steuerbegünstigtes Bausparen Verfangen ■ Sie kostenlos Aufklärungsschrift von der Bausparkasse Deutsche Bau- Gemeinschaft AG. Leipzig Cf, Georglrlng 8b Bei 25% Eigenkapital sofortige Zwischenfinanzierung in geelgn. Fallen, Insbesond.z.Hauskauf, möglich tui ’Pxikel Hettka zu wtMty? Das kann bei der starten Nachfrage heute schon mal vorkommen. 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Verzichte darum, wenn Du nicht zu diesen I Menschen gehörst, heute auf die liebgewordene । I Annehmlichkeit des Saltrat-Bades zugunsten derer, I J die es zur Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit j । brauchen. Wenn Du Saltrat besitzt und es nicht I unbedingt brauchst, so schicke es an die Front 1 , L_______________________________I Oberhessische Viehversicherimils-Aiistalt auf Gegenseitigkeit Gießen EINLADUNG zu der am Samstag, dem 27. Joni, nachmittags 3 Uhr in Biefien, im Bestanrant „Zorn Burghof" (vorm. Cafö Ebel) stattfindenden ordentlichen Mitglieder-Versammlung ( Hauptversammlung) Tagesordnung: 1. Jahresbericht; 2. Rechnungsablage ; 3. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrats ; 4. Ersatzwahl für ausscheidende Mitglieder des Aufsichtsrats; 5. Neuwahl des Abschlußprüfers für 1942; 6. Verschiedenes. 1875D Ca. 200 WUlchkühe. und 3tinbce auf ha 165. Milchvieh-Versteigerung in Münster i.W., Westf. Zuchtviehmarkt Donnerstag, den 18. Juni, 12 Uhr. 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Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. __________________________________1877 D Am Freitag, 12. Juni, früh entschlief nach längerem Leiden mein herzensguter Mann, unser lieber, treuer Vater und Schwiegervater, Schwager und Onkel Wilhelm Inderthal, Werkmeister 1. R. In tiefer Trauer: Katharina Inderthal, verw. Leonhard, geb. Kroll Charlotte Leonhard, Rosine Sackmann, geb. Leonhard Konrad Sackmann, Hauptmann in einem Plonier-Regt, z. Z. im Felde und Anverwandte. Gießen (Bromberger Str.l), Rödgen, 12. 6.42. Die Beerdigung findet in der Stille statt. ______________________________________________________02838 B ADOX 1891 D zr IN« ZIGARETTEN GüJsTrTT? sparsam anwenden aus zu richten an 1816V Verschiedenes C2821 02830 U] Hl THEATER LICHTSPIELTHEATER a 10, 10, sucht. [02819 IMMER LMMUIMV GUT-"’ Wtik AUS Ötil SML-WiMtit PloSstr. 13 HL M 13 fiert OHNE miLCH ZU BEREITEN Wz a&e Salate Schultheute notier denn je1. l! II t(i of 6i er lk ki U Für die überaus herzl. Teilnahme, die Kranz und Blumenspenden, sowie allen denen, die während der schweren Krankheit unserer lieben Entschlafenen hilfsbereit zur Seite standen, und Herrn Pfarrer Schmidt für die trostreichen Worte herzlichen Dank. bo an da roi de di« re, ur ni he no de af B DE Hans Wind hoff A.-G, Verwaltung Berlin-Schöneberg Bennigsenstraße 20/22. la be El bii de in st Zuverlässige Hausgehilfin (ev. unabhängige Frau tagsüber) zu sofortigem Eintritt oder 1. Juli gesucht. Schriftl. Angebote unter 02832 an den Gießener Anzeiger. eil sei nx im 6r fid W pri zu ZU In ni- dei vii Ak bei dei Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung zu erreichen, werden die Heumann- Heilmittel nur noch direkt ih den Apotheken abgegeben. Es findet also von Nürnberg aus kein Postversand statt, auch nicht bei Geldüber• Weisung. Schriftliche Bestellungen müssen daher leider vnberücksichligt bleiben. un nii an (tu im @1 ne eir ha Li ist «I [id jel an Gebrauchtes Klavier z. kaufen gesucht. Schriftl. 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Juni 1942. 1876d Ueöergangs- Wnkel Gehrock oder Smoking, Sakko-Anzug, Svort-Anzug, Svort-Schuhe, gut erhalten, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02843 a.d.G.A. MILDE SORTE MEMPHIS DRITTE SORTE NIL Wir suchen zum Eintritt für sofort, evtl, später Lehrmädchen Genehmigung desArbeitsamtes vorhanden. Nord West-Schuhhaus Carl Waldscbmidt, Gießen 02665 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, sowie für d ie vielen Kranz- und Blumenspenden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Müller sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. In tiefer Trauer: Heinrich Ohr. Schaaf Familie W. Henß V. und alle Angehörigen. Großen-Buseck, den 13. Juni 1942. Geschäftsbauöhalt sucht für sofort oder 1. Juli perfektes Alleinmädchen das den Haushalt vollständig allein führen und kochen kann, eventl. unabhängige Frau für vormittags. Schriftl. 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Lebensjahre. In tiefer Trauer: Wilhelm Hainbach, Reichsbahnobersekretär Willi Hainbach, Regierungsinspektor und Frau Anna, geb. Schwengber Paul Hainbach, ^-Sturmbannführer • und Frau Gretel, geb. Moser und 4 Enkelkinder Gießen (Asterweg 52 I. St.), Bayreuth, Wiesbaden, Karlsbad. Die Beerdigung findet am Montag, dem 15. Juni 1942, 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. __________________________________________02836 Wir suchen zum baldig. Eintritt 1 Mädel oder junge Frau zur Mithilfe am Büfett 4 tücbt.gewandte Serviererin 1 Mädchen 1865 V für Küche und Hausarbeit Heinrich Hettler Konditorei u. erst. Wiener Caf6 MM 1 fieumnnn * Silber and Doubl6 auch Silbermünzen und Zahngold kauft Carl Schmidt Bahnhofstraße 10 A.G..Nr.A.u.C. 42/2210 Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 _______________________1823 D/ Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottesdienst, HG.-Abendm. = «vaupt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 14. Juni. Stadlkirche. 10, Schmidt; 11 KG., Matth.-Gern. Johanneskirche. 10, PropstKnodt; INach längerem, schwerem Leiden und einem arbeitsreichen Leben entschlief am Sonntagabend meine liebe, immer treubesorgte Lebenskameradin, meine gute, unvergeßliche Mutter, ■ unsere herzensgute Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und- Tante Frau Elisabeth Krüger, geb. Klinkei im 59. Lebensjahre. In tiefer Trauer: August Krüger; Lore Henrich, geh Krüger; Frau Heinrich Krüger Wwe., geb. Lehrmunt Georg Henrich, z. Z. im Felde, und 3 Enkelkinder, sow. alle Angehörigen. Gießen (Schulstraße 10), den 12. Juni 1942. Die Trauerfeier fand in aller Stille statt. HAUSFRAU Ich halte auf Ordnung und Sauberkeit. Natürlich muß jeder Fn der Familie auch seine Schuhe täglich pflegen. Motors Drehstr., fabrikneu, moderne, schwere Bauart, 1,1 PS, 710 Unidrehungen, 220/380 Bolt. 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