Dienstag, 13. ZaimarMr Gießener Anzeiger ) 1:1 0:2. brauchen wissen. betragenen An- Widerstand ent- .ii >ster i7v eretten onika“ seldorf aeaters binger ge- ge- •NSG. T 2141 ! 9:1 11:3 2:0 13:2. Versorgungsminister wies in einem Ersaß auf die Wichtigkeit dieses Rohstoffes für die Rüstungsindustrie hin und betonte, daß auch durch Jrnport- schwierigkeiten eine Verknappung zu erwarten sei. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Verlustes der Zinnschmelzereien auf Malaya behandelt der Wirtschaftshauptschriftleiter des „Manchester Guardian". Er weist darauf hin, daß die Zahl der Zinnschmelzereien in der Welt sehr gering sei und daß es deswegen schon in den Jahren 1940 und 1941 schwer gewesen sei, den Verschmelzungsprozeß in dem^nötigen Umfang durchzuführen. „Der Verlust der Schmelzhütten von Penang", heißt es in dem Artikel, „zu dem die Bedrohung der folgen. Im Schwarzmeergebiet griffen deutsche Kampfflugzeuge die Hafenanlagen von Feodosia auf der Krim und einer kaukasischen Küstenstadt mit Erfolg an. An der ganzen übrigen Front waren starke Kräfte der Lustwaffe mit dem Schwerpunkt im mittlere-m Kampfabschnitt zur Unterstützung der HeeressormaUonen gegen feindliche Truppen und den Nachschub des Feindes eingesetzt. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zerstörten in rollendem Einsatz Stellungen der feindlichen Artillerie und Infanterie und fügten den Sowjets schwere Verluste an Menschen und Material zu. Ebenso wurden auf den zur Front führenden Straßen und in Ortschaften mehrere größere feindliche Verbände von Infanterie. Kavallerie und Artillerie zersprengt und zum Teil gänzlich ausgerieben. Die Zahl der vernichteten Fahrzeuge ist außerordentlich groß. Auch die deutschen Jäger waren gegen Ziele auf Straßen eingesetzt. Ein Derbanv von Jagdflugzeugen vernichtete vor Moskau 30 Kraftfahrzeuge, acht Schlitten, sieben bespannte Maschinengewehre und zerstörte auf einem Flugplatz zwei Flugzeuge und beschädigte zehn weitere schwer. Zwei auf dem Marsch befindliche Kompanien wurden durch den gleichen Verband auf gerieben. In immer wiederholten Tiefangriffen kesselte der Verband die Sowsettruppen regelrecht ein, bis sie völlig vernichtet waren. Im nördlichen K a mpf° abschnitt zerstörten Jagdflugzeuge drei Lokomotiven. Auf der Murman-Dahn wurden ein Zug und eine Lokomotive beschädigt und die Geleise mehrfach unterbrochen. Schmelzereien von Singapur kommt, wird^ die Schwierigkeiten auf diesem Gebiete noch erhöhen. Die Schmelzhütten von Pencmg und Singapur ver- 2:15 :3 :9 19:4. «11:4. leiten 3a- iberfanwf 8000 Zu- m Lands- ch einem Revanche lt, und in Hs Siege iDfrtrttrr bei r Politik unb -m- Thynot; lumldjtin. .LmgeS.S. : Hans Sei umtl Pl.Ni.8. m ge* Blech- nin1 ■"l ch A'e ngurtd eerg6' chdose irt'rt'ef oon*e' Oer Wehrmachtberichi. DNV. Ausdem Führerhauptquartler, 12. 3j»uar. Das Oberkommando der Vehrmachl gibt öWcnnf: Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der O st s r o n t und im Waldai-Gebiet dauern an. An den übrigen Abschnitten der Front keine wesentlichen Kampfhandlungen. Eine Jernkampfbatterle der Kriegsmarine beschoß Dover mit beobachteter Trefferwirkung. Unterseeboote versenkten einen britischen Zerstörer im Atlantik und torpedierten einen weiteren im Wittelmeer. In Nordafrika lebhafte Ausklärungstälig- keit. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten die Küstenslratze der C y r en a i k a sowie britische Flugplätze auf der Insel Malta. In der Zeit vom 1. bis 10. Ianuar verlor die britische Luftwaffe 42 Flugzeuge, davon 19 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien neun eigene Flugzeuge verloren. Del dem im Wehrmachtbericht vom 7. Ianuar gemeldeten sowjetischen Landungsunternehmen in I e w p a t o r i a auf der Krim ließ der Gegner in zähen Häuser- und Straßenkämpsen 6Q0 lote Soldaten und 1300 Partisanen auf dem Kampffeld. 203 Gefangene fielen in unsere Hand. Dieser Erfolg ist in besonderem Maße dem entschlossenen Zupacken des Oberstleutnants von Voddien zu- zuschrerbeu, der als Kommandeur der Aufklärungsabteilung einer Infanteriedivision in diesem Kampf gefallen ist. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat diesem tapferen Offizier nachträglich das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Oer deutsche Kampfgeist unverwüstlich. Sowjetische Angriffe werden sofort mit Gegenstößen beantwortet. Berlin, 12. Jan. (DRB.) Weder die an einigen Stellen der Ostfront vorhandene zahlenmäßige Überlegenheit der Bolschewisten, noch Kälte und Schneetreiben vermögen den Kampfgeist der deutschen Truppen zu brechen. Immer wieder setzen Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Nvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstaffelv Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr Dublin, 13. Jan. (Europapreß.) Die immer unverhülltere Forderung Washingtons und Londons an Irland, sich ihren Wünschen bedingungslos zu beugen, haben den irischen Ministerpräsidenten veranlaßt, eine ebenso deutliche Antwort zu erteilen. In einer Rede nahm d e Valero am Montag dazu Stellung. Er erklärte erneut in aller Form und Schärfe, daß Irland sich gegen jeden Angreifer, „mag sein, wer er will", zur Wehr setzen wird. Es sei zur Zeit dabei, sich Waffen bester Qualität zu schmieden, um gegen diese möglichen Angreifer schützt zu sein. Es werde diese Waffen zu alast“ ’nd AMSorgenundSchwiengkeiienderKnegshetzer Oie wirtschaftlichen Auswirkungen der japanischen Siege. Briten-Zerstörer im Atlantik versenkt. Andauernde Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront. — Dover wirkungsvoll beschossen. — Lebhafte Spähtrupptätigkeit in Nordafrika. Ar ‘Mi«. D -L. J>n. L*1«. d-i ?? ter »o« i;™ unb IWt Dtjt 7,°- in P. No6 uerinann. In unmer Aringz, *6 ein "elanstotz hier toie> e3_ immer ««greift kball, her 5* Roosevelt im Polarnebel Von unserem S.-Berichterstatter. arbeiteten vor dem Kriege fast die Hälfte der Welt- zinnerzeugung. Seit dem Ausbruch des Krieges hat ihre Bedeutung noch zugenommen. Rach den Ver- schiffungsziffern wurden fast zwei Drittel der Produktion der malaiischen Zinnschmelzereien übet Penang und etwa ein Drittel über Singapur ausgeführt. Die Schmelzanlagen in allen übrigen Teilen der Welt sind begrenzt. Die Anlagen in England selbst haben seit 1931 im Jahresdurchschnitt nur 35 000 Tonnen heroorgebracht. Australien hat lediglich drei kleine Schmelzhütten, die etwa 5000 Tonnen verarbeiten, yn den Schmelzhütten von Banka in Niederländisch-Jndien können etwa 13 OOO bis 15 000 Tonnen verarbeitet werden, während etwa 10 OOO Tonnen auf das südliche China kommen. Die Schmelzkapazität Amerikas beträgt 18 000 Tonnen. Man kann die Vorräte zwar strecken, aber auf längere Sicht sind die uns zur Verfügung stehenden Schmelzhütten ungenügend für die englisch-amerikanischen Bedürfnisse." Zu den wirtschaftlichen Folgen der japanischen Siege gehört auch die Unsicherheit der See- oerb Innungen, die vor allem die Versorgung der einzelnen Glieder des Empire und die Zufuhren nach dem Mutterland lähmt. Darüber spricht sich eine Zuschrift des Oberhausmitgliedes Lord Den- man in der „Times" vom 10. Januar aus. Dieser schreibt u. a.: „Was Malakka selbst angeht, so braucht man erst gar nicht auf den Ernst der Lage hinzuweisen, denn Englands und Amerikas Kautschuklieferungen sind in erhöhter Gefahr, und das bedeutet ernste Rückschläge für die Rüstungsbetriebe beider Länder. Nimmt man erst an, daß Engländer und Amerikaner im Pazifik weitere Niederlagen er» leiden, dann werden möglicherweise von den Japanern die Seeverbindungen zwischen Australien-Asien und England sowie zwischen Australixn-Asien und dem mittleren Osten a b g e s ch n i t t e n. Auch der Seeweg nach Rangun und alle notwendigen China-Hilfstransporte auf der Burma-Straße werden durch einen wetteren japanischen Vormarsch unmöglich gemacht. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß Australien und Neuseeland große Lebenmittel- und Kriegsmaterialsendungen an Großbritannien und den mittleren Osten durchführten, so erkennt man, was das alles für den Fortgang dieses Krieges bedeutet.". Nach Berichten aus London sind die City- Kreise bereits in lebhafter Erregung. Der Verlust der gewaltigen Vermögenswerte, den der japanische Krieg schon jetzt dem britischen Nationalbesitz verursacht hat, läßt die Londoner Geldsäcke immer unruhiger werden, zumal nicht abzusehen ist, wie die auf Malakka, Britisch-Borneo und im Niederländisch-Jndien-Besitz investierten englischen Werte gerettet werden können. Zu dieser Unruhe in der Londoner City gesellt sich die Sorge um die Aufrechterhaltung der Lebensmittelrationen, die durch die Herausziehung umfangreichen nord« amerikanischen Schiffsraumes aus dem Atlantik für Kriegszwecke im Pazifik nicht gesichert werden kann. Die Verschärfung der Schiffsraumfrage rückt damit wieder in den Mittelpunkt der Kriegsprobleme Englands. unsere Soldaten den in Wellen vorgetragenen Angriffen des Gegners ihren zähen Widerstand entgegen und werfen die mit rücksichtslosem Einsatz tn die deutschen Linien vorstoßenden Feindkräfte im Gegenstoß zurück. Darüber hinaus fügen sie iben Bolschewisten in kühnen' Einzelunternehmungen schwere Verluste an Menschen und Material zu. So warfen am 10. Januar hanseatische Truppen südostwärts des Jlmenseees angreifende Bolschewisten, die zwischen deutschen Stützpunkten durchzudringen versuchten, im Gegenstoß zurück. Dabei wurden mehrere Schlittenfahrzeuge, die mit Panzerschildern geschützt waren, als Beute eingebracht. An einer anderen Stelle des gleichen Kampfraumes drang ein deutscher Stoßtrupp in vier feindliche Bunker ein und räumte sie hintereinander aus. Während über 30 Mann der Besatzungen in den Kampfständen tot zurückblieben, mußten ein sowjetischer Offizier und 20'Mann dem deutschen Stoßtrupp als Gefangene in die deutschen Linien Stockholm, 13.Jan. (DNB. Funkspruch.) Das unaufhaltsame Vordringen der Japaner in der Inselwelt des s ü d w e st l i ch e n Pazifik hat die Versorgung der Engländer und Nordamerikaner mit einigen kriegswichtigen Rohstoffen unterbunden. 90 v. H. der Weltproduktion an Kautschuk tarnen bisher aus dem neuen Krieasgebiet. Während Deutschland bereits vor dem Kriege eine ausreichende Erzeugung synthetischen Gummis aufbaute, wirkt sich der Ausfall in England und den Vereinigten Staaten hart aus. Die Vorräte dieser Länder, die früher stets auf ihre „unerschöpflichen" Hilfsquellen pochten, dürften nur einige Monate reichen, und beide sahen sich bereits zu Einschränkungen und Sparmaßnahmen genötigt. Bezeichnenderweise läßt Roosevelt jetzt den Plan verkünden, ein „Programm" für die „Erzeugung fünft- lichen Kautschuks auszuarbeiten. Der Bevollmächtigte für Anleihefragen hat a«gekündigt, daß 400 Millionen Dollar dafür aufgewandt, werden jollen. Aber Msi m den nicht vom Krieg un= (92. Jahrgang Hr.IO ! Erscheint täglich, außer ' Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat nnBildDieScholle Bezugspreis: ’ Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 Lrch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt • trrrrsvrechanschluß 2251 rabtanschrift: „Anzeigers ostscheck 11686 Frankf./M. Diese Feststellung trifft die spanische katholische Wochenzeitsprift „Signe" in einem Beitrag ihl^s Mexiko-Korrespondenten. Das Blatt schreibt zu die- em Thema u. a.: „Der Panamerikanismus wird immer mehr von der nervösen Erregbarkeit eines Mannes abhängen. Wenn die Vereinigten Staaten in diesem Augenblick ein Land wären, das seiner elbst und seiner Kraft sicher ist, dann würden sie richt das bemerkenswerte Schauspiel bieten, das ich vor unseren Augen abspielt: Hysterie, Nervosität, V e r f o l g u n g s w a h n s i n n , Leichtgläubigkeit. Die Antwort der USA. auf den Krieg war ein demagogischer Radau, ewige Prahlerei eines Neureichen mit seinen Reichtümern und ein unbarmherziges Zukneifen der Zangen des Panamerikanismus. Nach der Niederlage Englands wird Amerika zu einem Kontinent der Emigranten werden, und sicherlich werden zu uns nicht die besten aus Frankreich und England kommen. Die besten bleiben, um an dem Wiederaufbauwerk mitzuarbeiten. Amerika wird der Sitz der Blums und Jouhaux' sein. Unter Anrufung der amerikanischen Großmütigkeit werden feige und schuldige Machthaber kommen, die perfide und reich gewordene Juden-Clique, die mittelmäßigen und kleinen Politiker, die perversen Intellektuellen. Alles das wird nach Amerika kommen." Belagerungszustand in Bolivien. Lissabon, 12. Jan. (Europapreß.) Wie aus La Paz gemeldet wird, hat die Regierung von Wie steht es nun um die nördliche Hälfte der gegen Japan aerichteten strategischen Zange? 2)ie nordamerikanischen Schreibtisch-Strategen in Washington mit Präsident Roosevelt an der Spitze haben nicht verfehlt, ihre Bedeutung in „Kamin- Gesprächen", Artikeln und Kriegsreden zu betonen. In Alaska sollte ein Brückenkopf gegen Asien, d.h gegen Japan, errichtet werden, den man dann über die Inselkette der A l ö u t c n fortsetzen wollte. Die Garnisonen in Alaska wurden verstärkt, Freiwillige werden auf dieser winterkalten Halbinsel des amerikanischen Nordens ausgehoben. In Dutch Harbour wurden und werden auch heute noch große militärische Vorbereitungen getroffen, die Jnfeln Kodigk und Attu werden stark befestigt und Marineeinheiten dort stationiert, die in trostloser Einsamkeit verkümmern. Im Winter sind diese nördlichen Wasser eisgebunden und im kurzen Sommer verhindert meist undurchdringlicher Polarnebel jede Schiffahrt. Sehnsüchtig blickte stets dabei der USA.-Generalstab nach der gegenüberliegenden, langgestreckten Halbinsel Kamtschatka hinüber: der Roosevelt in seiner „Eismeerstrategie" eine besondere Rolle zugedacht hat. Dort liegt nämlich der armselige, nur unvollständig ausgebaute Sowjethafen Petropawlowsk, den man auf Wunsch des nordamerikanischen Präsidenten als Lanzenspitze benutzen mochte, um von dort ins herz Japans vorzustoßen. Schon im August des' Vorjahres, als die Verschwörung gegen Japan im Weißen Hause in Washington bereits perfekt geworden war, hatte Roosevelt feinen Vertrauensmann Harry Hopkins nach Moskau entsandt. Dieser hat bei den Verhandlungen im Kreml daraus bestanden, daß das von den Vereinigten Staaten den Sowjets über Wladiwostok gelieferte Kriegsmaterial anÖrtunb, Stelle belassen werde, damit es die in Ostsibirien stationierten Sowjettruppen bei einem Angriff gegen Japan zur Hand hätten. Ferner verlangte Hopkins die Ueberlaffung von Flug» Plätzen in Kamtschatka, die in beschleunigtem Tempo ausgebaut werden sollten. Am 13. Oktober konnte der nord amerikanische Sender eine USA-Garantie für d i e o st asiatischen S o w j e t g r e n z e n verkünden. Es scheint nun, daß diese Geste auf Stalin nicht den gewünschten Eindruck gemacht hat; jedenfalls hat Moskau eine gewisse Reserviertheit gewahrt unb hat sich nicht bedingungslos dem Oberkommando Roosevelts untergeordnet. Man mag in Moskau berechtigte Zweifel in die Genialität der Eismeerstrategie des nordamerikanischen Präsidenten gesetzt haben, zumal Stalin unter der Wucht der deutschen Schläge die eigene Ohnmacht eingesehen haben dürfte. Ebenso wie im südlichen Pazifik haben sich dem Polarstrategen Roosevelt die Sterne auch im Norden nicht günstig gezeigt: sein Tatendrang, seine Intrigen und seine Verschwörertätigkeit haben auch ■port keine Chancen. Jedoch wird man in Washington kaum deshalb einer besseren Einsicht Raum geben; man wird dort nach wie vor die Sowjets drängen, sich aktiv am Krieg gegen Japan zu beteiligen. Wer hilft wem?, kann man angesichts des dritten geschlagenen Teufels im plutokratisch-bolschewisti- jchen Bunde, des nach Washington zitierten Chur- Hills, nur verwundert ausrufen. Nachdem nämlich die eine, Hälfte der anglo-amerikanischen Zange, mit der man Japan zermalmen wollte, im Süden zerbrochen ist, hat die andere Zangenhälfte im Norden keinen strategisch entscheidenden Wert mehr! Das ist eine Tatsache, mit der sich Roosevelt und das von ihm betrogene USA.--Volk werden ab finden müssen; darüber helfen keine hohlen Phrasen mehr hinweg. ,!lGA. — das Land der Hysterie.-' Madrid, 12. Jan. (Europapreß.) „Der Pan- .ynerikanismus steigert sich zur Unerträglichkeit." Bolivien den Belagerungszustand über das ganze Land verhängt. Wie es in politischen Kreisen heißt, will man mit dieser Maßnahme Unruhen in der Bevölkerung der Minen-Distrikte von Potosi und Oruro vorbeugen. Der bolivianische Staat hat nämlich aus dem riesigen Nachlaß des verstorbenen Zinnmillionärs Patinjo eine Erbschaftssteuer von 113 Millionen Bolivianos erhalten, die er auf Grund von Parlamentsbeschlüssen für den weiteren Ausbau der genannten Minendistrikte verwenden sollte. Demgegenüber plant die Regierung von Bolivien, den Ertrag dieser Erbschaftssteuer zum Bau einer Eisenbahn bei Cocha- hamba zu verwenden. United Preß meldet im Zusammenhang mildem Belagerungszustand, daß in ganz Bolivien völlige Ruhe herrsche. Die Regierung habe die Post- und Telegraphenzensur verfügt. Irland wird sich gegen jeden Angreifer wehren. Hemisphärenpoliiik oder Weltherrschaft? Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Welt in der Hauptsache von Spanien und Portugal aus beherrscht. Diese beiden Länder organisierten die Entdeckungsfahrten, und selbst Europa stand — wir brauchen nur an den „deutschen" Kaiser Karl V. zu erinnern — größtenteils unter spanischem Ein- luß. Rivalitäten zwischen den beiden Staaten um )ic vielen neuen Zonen und ihre Schätze konnten nicht ausbleiben, und weil nach Auffassung der damaligen Zeit der Papst auch die höchste Autorität in weltlichen Dingen besaß, wurde ihm die Schlichtung der weltweiten Streitigkeiten übertragen. Alexander VI., übrigens der gleiche Papst, der die große Florentiner Renaissancegestalt Savonarola verbrennen ließ, fällte am 4. Mai 1493 feinen Schiedsspruch. Er teilte kurzerhand die Erdober- läche in zwei Hälften, indem er von Pol zu Pol mitken durch den Atlantik eine Demarkationslinie zog, wodurch die westlichen Gebiete — darunter ganz Amerika — den Spaniern und der Osten bis in die weitesten Bezirke den Portugiesen zugesprochen wurde. Trotz der päpstlichen Weisheit gingen jedoch die Reibereien zwischen den beiden Staaten weiter, so daß sie von sich aus schon ein Jahr später eine andere Hemisphäreneinteilung vornahmen. Durch den Teilungsvertrag von Tordesillas einigte man sich am 7. Juni 1494 auf eine Demarkationslinie, die etwa dem 46. Längengrad entsprach, was zur Folge hatte, daß Brasilien von den Spaniern an die Portugiesen abgetreten wurde. Eine Patentlösung war auch das nicht, schon aus dem einfachen Grunde, weil damals die Meridiane nicht genau bestimmt zu werden vermochten. Diese Linien durch den Atlantik kann man als eine Vorstufe zu der modernen Hemisphärenpolitik bezeichnen, die neuerdings von Roosevelt weniger vernunftgemäß als störungshalber betrieben wird. Aber der Präsident der Vereinigten Staaten ist ein eigenwilliger Geist; ihm genügen die Spuren des Borgia-Papstes nicht, er will sich auch an keine feste Linie halten, obwohl deren Bestimmung keine Schwierigkeiten bereiten würde. Der Herr des Weißen Hauses verfährt ganz nach Gutdünken; er sprach die in Kriegszeiten für einen Politiker unerhört leichtfertigen Worte: „Meine Anschauungen in der Hemisphärenpolitik sind abhängig von den Geographen, mit denen ich gerade gesprochen habe." Roosevelt weiß sehr wohl, daß er sich mit seinem Hemisvhären-Schlagwort nicht auf die Ideen des vielziti-rten Präsidenten Monroe stützen kann. Zwar bat Monroe in seiner im Jahre 1823 erlassenen Botschaft auch von der „westlichen Hemisphäre" gesprochen, er wollte jedoch dieses Wort nur auf den amerikanischen Kontinent angewandt wissen. Monroe befürchtete ein weiteres Eindringen europäischer Mächte — vor allem des damaligen Rußland — in Amerika. Diesen Boden der Vernunft hat Roosevelt auf seinen Kriegsritten ganz verlassen. mittelbar betroffenen Ländern wirkt sich die Einfuhrsperre aus. So sah sich die argentinische Regierung veranlaßt, mit sofortiger Wirkung jede Wiederausfuhr von Gummi aller Art zu verbieten. Der " ' Ersaß auf die die Nüstungs- Dkachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Anfang Januar 1942. In London und in Washington hatte man bis •um 8. Dezember 1941 eine nur geringe Meinung Kon den japanischen Defensiv-Möglichkeiten. An Offensiv-Aktionen Japans dachten die überheblichen Admirale und Generale in den beiden Großmächten englischer Zunge überhaupt nicht'. Sie wähnten, Tokio würde niemals einen derart tollkühnen Streich wagen. Der Oberkommandierende in Singapur — der inzwischen abgefäate Luftmarschall Brooke- Popham — gab wiederholt die beruhigende Erklärung ab, um gegen alle Überraschungen gesichert zu sein, würde es vollkommen genügen, die Süd- dstküste von Malaya bei Johore zu verminen; die Hälfte einer stählernen Zange bedrohe Japan von Süden und Südosten ... Entgegen allen Berechnungen der britischen und vordamerikanischen Strategen ist dieser angloamerikanische Zangenbacken blitzschnell zertrümmert im Pazifischen Ozean versunken; er existiert nicht mehr. Das Meisterhafte der japanischen Offensive lag in der völligen Uebersvielung der feindlichen Erwartungen: die außerordentlich bewegliche japanische Wehrmacht vernichtete den größten Teil der in eingebildeter Sicherheit fernab tn Hawai schlummernden nordamerikanischen Kriegsflotte durch einen unerwarteten Luftangriff. Von der ostmalaiischen Küste wurden die schwimmenden Riesenfestungen Großbritanniens „Repulse" und ^Prince of Wales" versenkt, während sich Tokio durch den unerwarteten Vertrag mit Bangkok ein Aufmarschgebiet in Malaya sicherte und sofort begann, nachdem die britische Zwingburg Hongkong gefallen war, den Angriff gegen Singapur vorzu- tragen. Japanische Truppen stehen in Burma und pochen an die Tore Indiens. Die Tschungking-M'l- lionenarmee, die gegen Japan in Marsch gesetzt werden sollte, ist ein Rooseveltscher Wunschtraum geblieben. Und mit der Einnahme Manilas sind auch die Philippinen als riesiges „USA.-Flugzeug- wutterschifs" ausgeschaltet worden und in japanischer vrühlscheUniversttätsdruckereiR.tange General-Anzeiger für Oberhessen Sietzen, Schnlftratz« 7-9 Kraftquellen in Znsulinde von Rohöl Export des niederlän- Teil Erdölgewinnung Vrillsch-Borneos in 1000 metr. t 5,84 5,3 Es zum Zeitschriften 1912/16 1917/21 1922/26 1927/31 1937 1938 1939 20 203 535 520 611 1936 151 1680 2570 793 28 660 707 703 793 895 1913 1921 1931 1932 1933 1936 6437 1925 2217 988 23 7189 2221 2707 1090 33 1,59 2,09 2,85 4,69 1934 1935 1936 1937 1938 Rohöl Benzin Heiz- u. Treiböl Leuchtöl Schmieröl «i und v tragt, W treten. 1937 95 1960 2867 848 31 200 Kilometer vor Singapur. Tokio, 12. Jan. (Ostasiendienst des DNB.) Nach den letzten in Tokio eingetroffenen Nachrichten wurden größere Rückzugsbewegungen der britischen Truppen aus der Gegend von Kuala Lumpur in südlicher Richtung nach Malakka beobachtet, die wiederholt das Ziel der japanischen Luftwaffe waren. Man nimmt an, daß der Feind sich zunächst nördlich von Malakka festsetzen will, die Hauptmasse der jetzt noch im Abschnitt südlich von Kuala Lumpur kämpfenden Truppen jedoch nach Singapur zurückgenommen wird. Japanische Dor- keit auf Hellmuth Ungers Roman „Sei Gewissen", der die Anregung und die Drehbuch- Gründlagen zu dem auch bei uns gelaufenen Film „Ich klage an" lieferte» bekannte tropische Verhältnisse auszudehnen. Nach umsichtiger Vorbereitung schiffte sie sich im Jahre 1699, nur von ihrer Tochter Johanna Helene begleitet, auf einem Segler nach Surinam ein. In den leuchtenden Farben der Tropen und den ungezählten Tierwundern, die sich vor ihren Augen auftaten, fand Maria Sibylla erst ~ ihr wahres Arbeitsfeld. Sie verlebte hier die glücklichste Zeit ihres Lebens: in hingebungsvoller Begeisterung sammelte sie fleißig und unermüdlich Blumen, Insekten, besonders Schmetterlinge, beobachtete deren Lebensbeüingungen in der Natur und malte und zeichnete die zum großen Teil noch unbekannten Pflanzen und Tiere. Nach zweijährigem Aufenthalt zwang das heiße und feuchte Klima Maria Sibylla zur Heimkehr. Sie kehrte mit reicher Ausbeute nach Europa zurück, und ihre Abbildungen und naturkundlichen Aufzeichnungen fanden begeisterte Aufnahme bei den holländischen Naturwissenschaften. Sie veranlaßten Maria Sibylla zur buchmäßigen Herausgabe ihrer Surinamer Forschungsergebnisse. Unter dem Titel „Metamorphosis Insectorum Surinamen- sium“ („Verwandlung der surinamischen Insekten") gab sie in 60 farbigen Kupferdrucktafeln die Erlebnisse ihrer Forschertätigkeit wieder, und sowohl in künstlerischer wie in wissenschaftlicher Beziehung fand ihr Werk in weitesten Kreisen große Anerkennung. Ihre Bilder sind noch heute die Freude künstlerisch interessierter Menschen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind zwar von der heutigen Forschung überholt, aber die naturkundlichen Erkenntnisse Maria Sibylla Merians haben den Grundstein für den Aufbau der Insektenkunde gelegt und waren noch für die Dauer von hundert Jähren maßgeblich. Ihre Verdienste um die Entwicklung der Insektenkunde wurden 1818 in Spren- gels „Geschichte der Botanik" (verlegt bei Brock- haus, Leipzig) erwähnt, und der Stockholmer Professor Olof Swartz (1760 bis 1818) benannte nach ihr eine Gattung aus der Pflanzenfamilie der Melastomataceen „Meriania“. Maria Sibylla Merian hoffte, ihre Arbeit durch sine zweite Reise in die Tropen noch weiter aus« in Form oerwendungsfähiger Treibstoffe, da Nieder» ländisch-Jndien sein Rohöl in eigenen Raffinerie« anlagen in Erdölderioate umwandeln kann, wie nachstehende Tabelle deutlich beweist: ter: Mer am •tobe veru | ifi om Mc ' hat ' untere So »Sein gern ' *t 7,19 7,30 7,94 Für das erdölarme Japan tut sich in Jnsulinds jedenfalls eine ungeheure Kraftquelle auf! Mit jedem Schritt gewonnenen Bodens auf dieser Inselwelt wächst die Macht des Sonnenbanners. Gleichzeitig wird damit den Gegnern Japans der militärische Lebenssaft abgeschnitten: denn gerade in Kriegszeiten wäre der ungehinderte Zutritt zum Oelreich* tum JnsUlindes von entscheidender Wichtigkeit für die britisch-amerikanischen Streitkräfte. Schm. hüten scheinen in kräftigem Nachstoßen bereits Punkte erreicht zu haben, die nur noch 200 km von Singapur entfernt sind. Lustkampf über Singapur. Fünfzehn Briten abgeschossen. Tokio, 13. Jan. (DJIB. Iunkspruch.» 3m Set. lauf zweier Luftangriffe, die die Japaner am Montagmittag gegen Singapur unternahmen, wurden ohne eigene Verluste 15 feindlich« Flieger abgeschosfen. Zwei feindliche Ll-Boote in der Malakka-Straße versenkt. Lotio, 13. Januar. (Luropapretz.) Japanische Flugzeuge haben nach Mitteilung des Kaiserlich Japanischen Hauptquartiers zwei feindliche' Unterseeboote in der Malakka- Straße versenkt und einen britischen Transporter durch Bombentreffer in Brand gesetzt. In Südmalaya greifen japanische Kampfslug, zeuge die fliehenden britischen Kolon« nen unaufhörlich an und unterbinden durch Angriffe auf Straßen und Eisenbahnen den brittschen Nachschub. Aus einer Strecke wurde ein besetzter Truppentransporkzug durch Serien von Vomben- volltreffern vernichtet. In der Nähe von T a m p i n, zwischen Kuala Lumpur und Singapur, wurde, wie von japanischer militärischer Seite weiter bekannt wurde, eine aus 24 Panzerkraftwagen bestehende Kolonne aufgerieben. Japanische Luftangriffe gegen Südburma. Stockholm, 12.Jan. (Europapreß.) Japanische Flugzeuge haben Angriffe gegen Moulmein und Tavoy in Südburma unternommen, wirb in der Nacht zum Montag aus Rangun gemeldet. Die Städte Moulmein und Tavoy liegen auf dem schmalen Südzipfel von Burma. Moulmein ist ein bedeutender Hafenplatz mit reich entwickeltem Handel sowie sehr bedeutendem Schiffsbau und hat mehrmals 65000 Einwohner. Tavoy, das rund K ’S Atz LlS- Niederländifch-Jndiens Gewinnung und Ausfuhr und Oelderivaten in metr. t 5m Juni ' Mader Wizeiführ 'würbe fr' Afen'jj M Heide Klein In bet Montag 1 landveych zahlreiche: Wehrmaä i Balbur dl M)0h Äff jetll"- Olten fifl ” Mng*1 mit i>en »I tinen Mtb«» 5«* jeti) 8ibl I, w S-ld. r I 2cUh’ant<>fA I»Hi»® I'« di-heil' I mann ftll I in der er | Jienftfteüui I I® als « I A 1934 < I W 3«1 I ht die I tattews fi I Md I i* K I übt, irtertr I 2eutf4 T o kio, 13. Jan. (Europapreß.) Die Bekanntgabe Erfolgreicher Landungen japanischer Streitkräfte m Celebes und Niederländisch-Borneo, b-ie gleichzeitig mit der Ankündigung des Informa- tionsamtes über die Ausdehnung der japanischen Operationen gegen Niederländisch-Jndien Verlautbart wurden, unterstreicht die neue Phase, — Zweimal Flandern zeigt das Januar-Heft der „neuen Linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig): Einmal die Kulturlandschaft mit ihren herrlichen Kathedralen, einmal dje Welt der zeitgenössischen flämischen Maler. In erschütterndem Gegensatz dazu das Phototagebuch vom Ostfeldzug, das die russische Atmosphäre von Stumpfsinn und Elend mit eindringlicher Unmittelbarkeit eingefangen hat. — Weitere Themen, die besondere Beachtung verdienen: Ein Aufsatz des bedeutenden Kunsthistorikers Prof. A. E. Brinkmann über den deutschen Einfluß auf Italiens Kunst, begleitet von schönen Farbtafeln ftüherer italienischer Meister. Emil Preetorius bricht in Wort und Zeichnung eine Lanze für das künstlerische Exlibris. Und neben vielen anderen schönen Themen ist die Architekturveröffentlichung über das Haus eines Malers bei Salzburg besonders reizvoll durch ihren privaten Charakter. — Das Januar-Heft der Zeitschrift „Neues Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) beginnt den neuen Jahrgang mit einer zeitgemäßen Betrachtung „Germanische Schicksalsgemeinschaft": hieran schließt sich sinnvoll und anschaulich ein Beitrag „Europa marschiert" mit Aufnahmen von Freiwilligen aus den germanischen Ländern Nord- und Westeuropas in unseren ^-Formationen an. Ein schön bebilderter Aufsatz beschäftigt sich mit dem Volkstum der Magyaren. Fragen der. Dolksbiologie behandeln die Beiträge „Inzucht" und „Männerüberschuß". Eins bemerkenswerte Besprechung lenkt die Ai ' Oie Reise nach Surinam. Dem Andenken der Maria Sibylla Merian. In diesen Tagen jährte sich zum 225. Male der Todestag von Maria Sibylla Merian, deren Name heute fast vergessen, aber mit ihrer naturwissenschaftlichen Forschungsfahrt nach (Surinam (Niederländisch - Guayana) untrennbar verbunden ist. Don der holländischen Kolonie Surinam, die heute durch die Uebergrifte des amerikanischen Präsidenten wieder im Blickfeld der Welt steht, kam vor fast 250 Jahren bereits auftehenerregende Kunde nach Europa. Die berühmte Blumen- und Jnsektenmalerin Maria Sibylla Merian war von der holländischen Regierung zu Forschungszwecken nach Surinam entsandt worden und machte die europäische Welt durch ihre Abbildungen und Aufzeichnungen mit noch nie gesehenen Pflanzen und Tieren der tropischen Jnsektenwelt bekannt. Das zeichnerische Talent und die künstlerische Begabung hatte Maria Sibylla Merian von ihrem Vater, dem durch seine Städtebilder und Landschaften bekannten Kupferstecher und Verleger Matthäus Merian, geerbt. Sein früher Tod verhinderte zunächst die Entfaltung von Maria Si- vyllas Begabung. Ihre Mutter war zwar eine sehr praktisch und gut haushaltende Frau, hatte jedoch kein Verständnis für geistige Dinge Daher widersetzte sie sich mit aller Härte den Neigungen der Tochter und hielt sie mit Strenge zu häuslichen Arbeiten an. Zu einer Entfaltung und Pflege von Maria Sibyllas Zeichentalent kam es erst, als ihre Mutter den Frankfurter Maler Anselm Morell heiratete, der die Begabung der kleinen Maria Sibylla bald erkannte. Er förderte mit väterlicher Liebe entgegen dem Widerstand der Mutter ihre Ausbildung im Zeichnen und Malen und führte sie in die Technik der Kupferstecherei ein. Auch ihren Wunsch nach Lateinunterricht erfüllte er. Maria Sibylla dankte ihm mit ihrer Freude am Er hat der Monroe-Doktrin einen Fußtritt versetzt Und sein Land immer mehr in eine Zweckfurcht gegen die bösen „Aggressoren" hineingetrieben. Er übersieht in seiner politischen Hemmungslosißkeit, daß die Monroe-Doktrin für die Vereinigten Staaten nicht nur einen Anspruch, sondern auch einen Verzicht bedeutete In weiser Selbstbeschränkung verzichtete sie aus die Einflußnahme in die europäischen Händel. So sprach der große Theodore Roosevelt, der Onkel des kleinen Franklin Delano, im Jahre 1903: „Es tut mir immer leid, wenn ich von einem Tadel höre, der sich von Amerika aus gegen eine fremde Nation zu richten scheint. Etwas Unfreundliches, Ungerechtes oder Unüberlegtes über eine fremde Macht zu schreiben oder zu sagen, bringt uns keinerlei Vorteil und hilft uns nicht dazu, uns zu behaupten, wenn je der Fall eintreten sollte, daß wir um unsere Selbsterhaltung ringen müssen." Ä , ,, Franklin Delano hat diesem Geist abgeschworen And die Anwartschaft auf die Weltherrschaft erhoben. Er selbst sprach davon, daß die Verteidigung der Vereinigten Staaten in England und Afrika be- Sinne, und seine Spießgesellen forderten noch der Besetzung Grönlands flugs auch Sprünge nach den Kanarischen Inseln, den Azoren und auf das west- afrikanische, den Franzosen gehörende Dakar, das schon durch den britischen Ueberfall in die Geschichte dieses Krieges eingegangen ist. Roosevelt beanspruchte also in dem angelsächsischen Weltkonzern die Handlungen gegen die niederländisch-indischen «Streit® trafte beginnen mußte, um dadurch deren feindseligen Handlungen zu begegnen und das Leben der japanischen Staatsangehörigen in Niederländisch- Jndien zu schützen. Weiter wird darauf hingewiesen, daß die Regierung von Niederländisch-Jndien bei Beginn der Feindseligkeiten zwischen Japan einer- feite und Großbritannien und den Vereinigten Staaten andererseits die engen und unlösbaren Beziehungen zu Großbritannien und den USA. behm- bet habe. Außerdem habe Niederländisch- Jndien das eigene Territorium in Stutzpunkte der Vereinigten Staaten und Großbritanniens verwandelt. Die Folgen für diese Handlungsweise müsse es nun tragen. Zu den feindseligen Akttonen der niederländisch- indischen Streitkräfte teilt „Komiuvi Schimbun" am Dienstagmorgen mit, daß bereits am 1. Januar drei holländische Bomber japanische Transporter bei ihrer Landung in der Bernam-Mündung an der Westküste von Malaya angegriffen hätten. Britanniens »Seeherrschast-. Stockholm, 13. Jan. (DNB.°Funkspruch.) Der „Kommandant des südwestlichen Pazifik", Admiral Hart, ist nach englischen Meldungen kürzlich auf Java eingetroffen. Wie der Korrespondent einer nordamerikanischen Agentur dazu berichtet, hat der Admiral zur Reise ins Kriegsgebiet ein Unterseeboot benutzt. Der größte Oelhafen OstastenS in japanischer Hand. Tokio, 12. Jan. (DNB.) Zu den japanischen Landungen auf der Insel larafan in Nord- ostdorneo und bei Menado in der Nordwestecke von Celebes gibt das kaiserliche Hauptquartier bekannt, diese Operationen bezweckten, die bärtigen feindlichen Flotten- und Luftbasen zu vernichten, um eine Störung der japanischen Operationen auf den Philippinen und auf bet Malaien- Halbinsel zu verhindern. Mit der Landung auf der Insel Tarakan an der Nordostküste Niederländisch-Dorneos haben die Japaner ein besonders wichtiges Erdöl» gebiet Südostasiens in ihre Hand gebracht. Auf der Insel wird eine Jahresmenge von rund 700 000 Tonnen Erdöl gefordert. Die besondere Bedeutung Tarakans als Erdöllieferant besteht darin, daß das hier geförderte Erdöl unmittelbar als Heiz- öl, insbesondere für die Schiffahrt, verwendet werden kann, ohne daß eine weitere Bearbeitung bzw. Raffinierung nötig ist. Entsprechend diesen günstigen Berwenbungsmöglichkeiten ist L i n g k a s, Der Hasen der Insel, zum größten Oelbunkerhafen Ost- asiens geworden, in dem sich u. a. auch die norb- amerikanischen und englischen Kriegsschiffe mit Heizstoff versorgen. Da die bisherige Erzeugung pon Rarakan sich lediglich nach den Ersatzmöglichkeiten richtete, sind die Erdölvorkommen von Tarakan bisher keineswegs voll ausgenutzt worden; nach fach- Produktion 1937 Tokio, 12. Jan. (DNB.) „Singapur ist Y Tode verurteilt", schreibt die gesamte japanische Presse am Montagabend. Sie betont dabei, daß be- reite 80 Prozent von Britisch-Malaya sich in japanischen Händen befinden. Obwohl der Generalgouoerneur von Malaya, Thomas, nach Kalkutta geflohen sei und von dort über den Rundfunk Singapur zur äußersten VerteidigunaMuf- geforbert habe, sei das Schicksal dieser FestungMnd damit Englands in Ostasien besiegelt. Vor genau 30 Tagen seien die Japaner auf Malaya gelandet, und trotz stärkster Befestigungen, trotz tropischen Klimas und vieler Geländeschrvierigkeiten hätten sie im Vorstoß nach Süden täglich 1.7 Kilometer an Boden gewonnen. Auch bei Kuala Lumpur sind die feindlichen Höhenstellungen so schnell durchbrochen und auch von Süden eingekreist worden, daß nur noch kleine Teile des Feindes in südlicher Richtung auf Malakka herausgezogen werden konnten. Angesichts der Tatsache, daß der Rückzug des Gegners immer schneller wird, ist mit einem nachhaltigen Widerstand in der Gegend von Malakka oder Johur kaum mehr zu rechnen. Es ist vielmehr anzunehmen, so schließt die Darstellung der japanischen Presse, daß der letzte große Wider- stand des Feindes erst bei den Kämpfen um die Festung Singapur erfolgen wird. $7 Wei Npar, h SA» y in ti, Mm* I 3 ES» f ^hn ij. 1 k |e*ne' ■w 1 v e Nc ?!• s Huß". Eine k eni 'ufmerksam- W rtftung und H Die erneuten japanischen Truppenlandungen in Nord-Borneo und die Einnahme von Brunai sowie die bereits vollzogene Flucht der Briten aus dem Sarawak, ferner die wiederholten Bombenangriffe der unermüdlichen japanischen Luftwafte auf Sumatra und Celebes lenken die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit immer stärker auf die romantische Südseewelt Jnsulindes. Aber der Zauber dieser Inseln im Südpazisik ist seit dem Ende des ersten Weltkrieges immer mehr strategischen und wirtschaftspolitischen Realitäten gewichen, weil der wich- tige Rohstoff Erdöl auch in diesen vom Urwald noch weitbedeckten Gebieten dominiert. Dor allem hat sich Niederländisch-O st Indien zu einer bedeutenden Kraftstoffquelle der angelsächsischen Stützpunkte im Pazifikraum entwickelt. Für den Europäer, dessen Interessen naturgemäß in erster Linie aus die atlantischen Räume ausgerichtet sind, enthüllt der japanische Freiheitskampf Vieles, was in dem westlichen Teil der Welt bisher nur geahnt worden ist. So überrascht es, daß die ostindischen Besitzungen Hollands als Oelprvduzenten seit 1932 Mexiko, seit 1937 Rumänien und seit 1940 sogar den ölreichen Iran übertroffen haben. Die niederländisch-indische Petroleumausbeute rangiert in der Weltproduktton bereits an vierter Stelle (hinter den USA., Sowjetrußland und Venezuela)! Die nachstehende Statistik zeigt diesen gewaltigen Aufschwung: Erdölgewinnung Nlederländlsch-Ostindiens Lernen und war mit Fleiß von früh bis spät in der väterlichen Kupferstecherei und Verlagsanstalt tätig, ohne den Neigungen und Vergnügungen ihrer Altersgefährtinnen Interesse entgegenzubringen. Sie erfand sogar ein eigenes Verfahren für ihre Arbeit. An Stelle der Kupferdruckplatte legte sie den ersten noch feuchten Abdruck unter das Papier und malte die so entstandenen eben ungebeugten Konturen farbig aus. Dieses Verfahren ließ ihre Stiche wie zartfarbene Aquarelle erscheinen. Ihre Blumenbilder wurden sehr begehrt und machten den Namen der jungen Künstlerin ball» bekannt. Im Jahre 1668 heiratete Maria Sibylla den Nürnberger Maler und Graphiker Andreas Graff. Aus dieser Gemeinschaft gingen zwei Töchter hervor. Die Ehe gestaltete sich jedoch keineswegs alücklich, da Andreas Graff die ernste Lebensauffassung und geistige Einstellung seiner Frau nie verstand. Diese enttäuschende Erkenntnis ließ Maria Sibylla ganz in ihrem künstlerischen Schaffen aufgehen. Ihr Buch „Der Raupen wundersame Verwandlung und seltsame Blumennahrung" machte sie nicht nur in Deutschland, sondern auch über die deutschen Grenzen hinaus berühmt. Als nach langen Jahren die Entwicklung der Ehe zwischen dem Ehepaar Graff zur Trennung führte, kam Maria Sibylla zu ihrer eigentlichen Aufgabe, die ihre Kunst in den Dienst der Wissenschaft stellte. Sie kam in Amsterdam im Hause der ihr befreundeten Schriftstellerin Anna Maria Schürmann mit holländischen Gelehrtenkreisen in Verbindung, denen die Zeichnungen und Malereien sowie die ausgezeichnete Beobachtungsgabe und die naturkundlichen Kenntnisse, die aus den Abbildungen sprachen, längst bekannt waren. Durch ihre Vermittlung erhielt Maria Sibylla dann den Aufttag der holländischen Regierung, durch eine Expedition nach Surinam die naturkundlichen Kenntnisse der tropischen Jnsektenwelt zu vermehren. Dieser Auftrag gab Maria Sibylla Gelegenheit, die seit ihrer Jugend beim Malen und Zeichnen angestellten Beobachtungen über Art und Lebensweise der Insekten zu bestätigen und auf un= die Absicht nicht mehr verschleiern. Seine „Hemisphäre" ist die ganze Welt, weil er es auf einen durchaus schrankenlosen Imperialismus abgesehen hat. Und das amerikanische Volk wird die Kosten und die Folgen dieser Politik des Größenwahnsinns zu tragen haben. Zur Zusammenarbeit mit Japan bereit. Tokio, 12. Jan. (Ostasiendienst des DNB.) Die zuständige japanische Stelle bestätigte am Montag, daß der philippinische General R i c a r t e , der bekanntlich kürzlich nach 30jährigem Exil in seine Heimat zurückkehrte, Japan feine Dienste an- geboten habe, und daß dieses Angebot angenommen worden sei. Die Japaner auf Celebes. Wie Reuter meldet, landeten japanische Truppen auf der Insel Tarakan vor der Nordosttüste Nieder- -ändisch-Borneos und an drei Stellen im Gebiet von Minahassa in Nord-Celebes. (Karte: Schsrl-Bilderdienst-M.) hie in den Kampf Japans im südwestlichen Pazifik eingetreten ist. Niederländisch-Jndien hat die Chance ausgeschlagen, die ihm Japan einen vollen Monat lang geboten hatte, eine Einbeziehung in den ostasiatischen Krieg zu vermeiden. Die Zurückhaltung der japanischen Kriegführung hätte Den maßgebenden Männern von Batavia die Möglichkeit gegeben, ohne Einbuße an der Souveränität Ni ederländisch-Jndiens seine friedliche Eingliederung in den vstasiattschen Wirtschaftsraum durchzuführen. Die leitenden Männer der holländischen Kolonie aber, die schon bei der Behandlung Der deutschen Zivilgefangenen ihre Unvernunft und Härte gezeigt hatten, da sie als erste deutsche Frauen in tropische Gefangenenlager einsperrten, bewiesen äuch Japan gegenüber, daß sie in ihrer Hörigkeit gegenüber England und Nordamerika ihren Sinn für die Wirklichkeit völlig verloren haben. In einer amtlichen Verlautbarung der japanischen Regierung vom Montag gibt Japan eine Begründung der Kampfhandlungen gegen Niederländisch-Jndien. Es heißt darin u. a., daß Japan trotz des vielfach ausgesprochenen Wunsches, kriegerische Maßnahmen gegen die Einwohner von Niederländisch-Jndien zu vermeiden, mit den Kamps- entfallen von der Jahresausbeute 1939 Mill. Tonnen Rohöl allein auf Sumatra, 1,7 Mill. Tonnen auf den holländischen Teil von Borneo und 0,9 Mill. Tonnen auf Java. Wenn die anglo-ameri. konische Kriegspropaganda jetzt in ihrer Verzweiflung die Tattache, daß die niederländisch-indische Erdölproduktton „nur eine Quote von 3 v. H. der Weltausbeute" darstellt, bagatellisieren möchte, so verschweigt sie damit geflissenttich die wahre Bedeutung: Erstens dient die Oelproduktton Hollandisch- Jndonesiens fast restlos dem Export, und zwar auch Jahresdurchschnitt in Mill. metr. t ------- 1932/36 f*1 Führung und will England nur noch die Nolle eines | Verbündeten zweiter Klasse, des „Junior-Partners", spielen lassen. Bei den nordamerikanischen Wahlen ist das Spoil-System üblich, das heißt, der Sieaer kann die ganze Beute an Pöstchen, Pfründen usw. einheimsen. Dieses System beginnt Roosevelt in seine Außenpolitik zu übertragen, angefangen bei den Saugnäpfen der Stützpunkte bis zu der Besetzung ganzer Gebiete. Vizepräsident Wallace hat denn auch offen erklärt, die Vereinigten Staaten dürften sich diesmal die Gelegenheit zur Erringung der Weltherrschaft nickt entgehen lassen. Das ist der wahre Kern, der sich zeigt, wenn man die naive Hemisphären-Propaganda ihres Reklamemantels entkleidet. Alle Rabulistik Roosevelts kann r |0£Mf MangHipd Ihnen das Geringste auffällt! Zuerst besprechen Sie sich mit mir und über lassen es meiner Entscheidung, ob ich die Inhaber der Fabrik ins Vertrauen ziehe." jawohl, Herr Kommissar." „Sie heißen von heute an Erich Balzer. Hier sind Papiere auf diesen Namen. Jetzt fahren Sie zum Werk hinaus und melden sich bei Herrn Kaspar, indem Sie diesen Brief übergeben!" Kam- min schob Michel die Papiere und den Brief zu, der in einem weißen Umschlag steckte und lediglich die Anschrift des Fabrikanten trug. Michel Crusius machte auf dem Absatz Kehrt und verschwand. Das war eine Aufgabe, die sich lohnte. Unterwegs fiel ihm ein, daß der Zufall Bärbel mit ihm zusammenführen könnte. Es war besser, wenn sie vorher von seiner Mission unterrichtet par, damit sie nicht aus lauter Ueberraschung zum Verräter wurde. Sofort-verließ er feine Stragen- bahn und suchte nach einer Telephonzelle, von wo er seine Braut anrief. Sie hatte vor Freude über die Nachricht eine ganz heißte Stimme, verriet sich aber am Apparat mit keinem Wort. Von dem Pförtner wurde Michel zum Verwaltungsgebäude gewiesen, trat durch das Portal und fragte nach dem Vorzimmer von Herrn Kaspar. Dann klopfte er an und stand Aenne Barkow gegenüber, die ihn nicht viel beachtete, den Brief in Empfang nahm und im Zimmer des Chefs verschwand. Schon nach einer halben Minute war sie wieder da und erklärte, Herr Kaspar lasse bitten. „Herr Kommissar Kammin hat Sie mir wärmstens empfohlen", Kaspar empfing feinen Besucher herzlich, „ich werde die beteiligten Herren sofort benachrichtigen, damit wir gemeinsam alles besprechen können." Bis sich Kobelt nebst den beiden Chefingenieuren und dem Prokuristen eingefunden hatte, verging nur kurze Zeit. Michel wurde allen Unter fernem wirklichen Namen vorgestellt und setzte Verdunkelungszeit: 13. Januar von 17.50 bis 9.21 Uhr. ich mich aufs Reimen nur ein bißchen besser verstände, so möchte ich ihnen wohl ein paar Verse widmen, voller Dankbarkeit und Hochachtung für treue Dienste, einen Nachruf gewissermaßen. Aber ein Nachruf wäre ganz fehl am Platze. Denn wie die Dinge liegen, hat für meine Fäustlinge das wahre Leben jetzt erst angefangen, ich meine das Leben, in dem sie ihren Daseinszweck erst ganz erfüllen, woraus es ja bekanntlich ankonnnt. Meine gäuftlinge werden jetzt draußen an der Front im Osten sein, ja, sie sind, wollig und dick und, so ansehnlich wie sie waren, in die Woll- sammlung gekommen, zusammen mit noch einigen wolligen Sachen, und nun wird ein Soldat sie schon über die Finger gezogen haben. Vielleicht ist es ein Kanonier ober ein Schütze oder ein Pionier, ganz gleich, einem werden sie nun die Hände wärmen. Ich kenne mich im Seelenleben wollener Fäustl-inge nicht aus, aber wer weiß, ob sie sich nicht gelegentlich freuen, in ihrem Dasein noch zu solchen Ehren gekommen zu fein, unb an einem Platz, wo sie fo. gute Dienste leisten, wie sie es sonst nie erreicht hätten. Und wo sie nützlicher sind als sonst irgendwo. Wirklich, ihr wahres Leden hat erst begonnen. Ich kann ihnen keinen Nachruf schreiben, aber ich grüße sie in der fernen, kalten Fremde, die beiden Wärmespender, ein Paar unter 56 Millionen Stück, mit denen das deutsche Volk seinen Soldaten ein Zeichen seiner Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft gab. t Feldpoflpäckchensperre vom 14 Januar ab. Ab 14. Januar tritt wieder eine vorübergehende Päckchensperre im Feldpostverkehr ein. Zugelassen sind während der Sverre nur Feldpostsendungen bis 50 Gramm. Die Aushebung der Päckchensperre wird durch Rundfunk und Presse bekanntgegeben. Zuteilung von Obst an Kranke. NSG. Das Gauamt für Volksgesundheit teilt mit: Zu der kürzlich erschienenen Bekanntmachung betreffs Zuteilung von Obst teilt die Reichsärztekammer mit, daß für Kranke eine Zuteilung nur auf Antrag des behandelnden Arztes erfolgen kann. Unmittelbare Anträge der Kranken an die Kammer sind zwecklos. Außerdem ist die Bewilligung von Obst nur auf ganz bestimmte Krankheiten beschränkt. Hierüber weiß der behandelnde Arzt genau Bescheid. ** Mit dem Eifernen Kreuz II. Klasse und dem Jnfanterie-Sturmabzeichen wurde der im Osten kämpfende Gefreite Fritz Schmidt, Posener Straße 14 wohnhaft, ausgezeichnet. ** Vom Theater der Universitätsstadt Gießen. Statt der am Mittwoch, 14.Januar, vorgesehenen Ausführung des Schwankes „Der Meisterboxer" wird die erfolgreiche Lehär- Operette „Der Zarewitsch" gegeben. Die Intendanz entschloß sich zu dieser Spielplanänderung, um auch nach dem Hochbetrieb der Feiertage den Spielplan für Platzmieter und freien Besucherstamm in einer möglichst abwechslungsreichen Folge von musikalischen und Schauspielveranstaltungen weiteraehen zu lassen, so daß die Freunde jeder Kunstrichtung auf ihre Kosten kommen. Aus -er Stadt Gießen. Gruß an zwei Fäustlinge. Manchmal denke ich noch an meine Fäustlinge. Man darf aber nicht glauben, daß ich ihrer mit einer gewissen Traurigkeit gedenke, weil ich sie nun nicht mehr habe. Nein, so ist das nicht. Es ist vielmehr so ähnlich, als wenn sich einer eines guten Gehilfen erinnert, der ihm manchesmal beigestanden hat, den er nun aber selbst fortgeschickt hat, auf daß er einem anderen beistehe, einem, der feiner nötiger und dringender bedarf. Mit den Fäustlingen verhält es sich so, daß ich sie gern im Winter getragen habe, und ich könnte nicht sagen, daß sie mich ein einziges Mal enttäuscht hätten. Immer waren sie gleich zuverlässig warm und ließen kein Grad Kälte durch, auch nicht, wenn ich über Land ging und kalter Wind mir die Nasenspitze schändlich rot färbte, als nährte ich mich hauptsächlich von Alkohol. Sie waren verläßliche Gesellen, die beiden, und wenn sich neben Herrn Kaspar an den runden Verhandlungstisch. Der Fabrikant erläuterte kurz die Vorgänge, die zu der polizeilichen Untersuchung geführt hatten, und betonte nachdrücklich, daß gegenüber jedermann in und außer dem Hause über die Mission des jungen Beamten strengstes Schweigen gewahrt werden müsse. „Sie treten von heute bei uns als Volontär ein, Herr Crusius. Den Arbeitskameraden wird erklärt, daß Sie der künftige Inhaber einer uns befreundeten deutschen Fabrik find, der seine Kenntnisse bei uns ergänzt und vervollkommnet. Sie haben Zutritt zu sämtlichen Abteilungen. Die hier anwesenden Herren stehen Ihnen jederzeit zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Wie steht es mit Ähren Kenntnisien? Verstehen Sie etwas von technischen Dingen?" „Ja, ich war drei Jahre bei der Luftwaffe und habe meine Pilotenprüfung gemacht." „Und kaufmännische Kenntnisse?" „Die sind leider gerinn. Von Buchhaltung verstehe ich nur ganz wenig/ „Schadet nichts. Das läßt sich vertuschen. Haben Sie einen bestimmten Plan, wo und wie Sie Ihre Beobachtungen beginnen wollen " „Nein. Herr Kommissar Kammin ließ mir freie Hand. Es wäre mir sehr lieb, wenn Sie mir vorerst Ratschläge geben, da ich bisher keinerlei Ueberblick habe." „Richtig. Ich werde Sie durch unseren Prokuristen zunächst mit allen kaufmännischen Angestellten bekanntmachen lassen. Sobald Sie sich einigermaßen auskennen, sagen Sie mir Bescheid. Dann erfolgt das gleiche mit den technischen Angestellten, den Werkmeistern und Vorarbeitern. Unsere beiden Chefingenieure werden dabei die Mitllerrolle übernehmen. Richtlinien anderer Art kann ich Ihnen genau fo wenig geben wie jemand anders. Wir tappen alle im Dunkeln." „Führen Sie Personalakten?" „Ja, sehr ausführliche sogar. Meine Sekretärin, Fräulein Barkow, hat sie unter Verschluß." „Kann ich diese Personalakten einsehen, ohne daß Ihre Sekretärin davon Kenntnis bat?" „Schwerlich. Wenn Sie nach Dienstschluß dann berumftöbern, stellt sie bestimmt am anderen Tage fest, daß jemand anders als sie selbst daran gewesen ist. Fräulein Barkow ist peinlich korrekt." „Oer Meineidbauer." Ein Tobis-Film im Gloria-palast. Der Bauer vergeht, aber der Hof besteht: dieser lapidare und, wenn man will, heute wieder ganz aktuelle Satz, der im Laufe des Dialoges einmal an klingt, kan nals Leitmotiv der Handlung gelten. Jakob Geis schrieb tiyeaterfunäig und auch film- gerecht das Drehbuch nach Anzengrubers bekanntem Volksstück, und man empfindet die gesunde, bodenständige Kraft seiner Dramatik bis in die bewegten Bilder des Films hinein, dessen Szenen mit der Naturgewalt einer bäuerlichen Schicksalstragödie ineinanbergreifen. Das von uralter Tradition geheiligte Grundgesetz von der Beständigkeit und Unveräußerlichkeit des Hofes wird hier, über Recht und Unrecht hinweg, um feinen Sinn gebracht, wenn der Kreuzweghofbauer, um den Besitz an sich unb fernen Sohn zu bringen, einen blanken Meineid schwärt und damit das im entscheidenden Augenblick unauffindbare Testament aus der Welt geschafft zu haben glaubt, mit dem sein Stiefbruder den Hof einer Magd und deren unmündigen Kindern vermacht hat. (Der Tod hat den Erblasser weggerafft, ehe er die Magd zur Bäuerin und die Kinder hat ehelich machen können, wie die Magd immer gehofft hat.) Was im Gefolge der Gerichtsverhandlung mit dem unseligen Schwur geschieht, vollzieht sich mit einer Folgerichtigkeit und Unentrinnbarfeit, die den Beschauer an das Schicksalsdrama der Alten erinnern mag, auf die man aber auch die schlichte Sprichwörterweisheit anwenden kann: „Unrecht Gut gedeihet nicht." Es gedeiht wahrhaftig nicht: wahrend rm Guten und Bösen, in Liebe und Haß die bäuerlichen Leidenschaften miteinander streiten, während die Gegensätze der Generationen und der sozialen Schichtungen in den verbissenen Kampf um den Hof hi nein gerissen werden, maltet doch in der fortschreitenden Entwicklung des Konfliktes die Ahnung einer Gerechtigkeit, die nicht minder beständig ist als das Gesetz von der Unveräußerlichkeit ererbten Besitzes: so schrecklich das Ende des Meineidbauern ist, der Beschauer wird sich doch des Gefühls nicht erwehren können, daß erst mit diesem Ende der so oft beschworene Ausgleich zwischen Schuld und Sühne geschaffen und die alte natürliche Ordnung wiederhergestellt ist. Das kommt in der Inszenierung des Spielleiters Leopold Hainifch sehr überzeugend heraus; er hat die natürliche Dramatik des Stoffes empfunden und mit sicherem Gefühl ins Filmische übersetzt. Die besten Szenen (nicht alle) haben etwas von der lapidaren Kraft und der Monumentalität der Tiroler Bauernbilder von Egger-Lienz. Die Leute der Exl-Bühne spielen die wichtigsten Rollen und sind die gegebenen Darsteller auch für einen An.zen- gruber-Film; an ihrer Spitze Eduard Kock in der Titelrolle, ein Charakterspieler von natürlicher Kraft und elementar ausbrechender Leidenschaft, ohne unangebrachte Theatereffekte. Auch die übrigen — Ilse, Anna und Ferdinand E x 1, Otto Wilhelm Fischer, Leopold Esterle, Ludwig Auer, Hans Kratzer und Hertha A g o ft i n i — bilden ein klar und stilgerecht zusammenwirkendes Volkstheater-Ensemble. Die an sich sparsam eingesetzte Musik von Prof. Rudolf K a 11 n i g g und die auf großzügige Bild Wirkung befrachte Photographie (B ru ck - bauer) unterstreichen die Absichten der Spielleitung mit kraftvollen Akzenten. — Der Film erhielt das Prädikat „volkstümlich wertvoll". Hans Thyriot Gießener Konzertring. Orchester-Konzert mit Professor Abendroth und Tiana Lemnitz. Das Konzert des Rhein-Mainischen Landesorchesters am gestrigen Montagabend im Stadt» theater stand ganz im Zeichen Mozarts, dessen 150. Todestages wir im vergangenen Jahre gedachten. Der genialen Begabuna dieses Meisters verdanken wir eine sehr große Zahl von Werken der verschiedensten Art. Obwohl falt alle den Stempel persönlicher Eigenart tragen, sind doch oft wesentliche Gradunterschiede vorhanden, die sich in der Zahl der Aufführungen ausdrücken. So erscheinen in den Konzerten aus dem symphonischen Schaffen Mozarts immer wieder bestimmte Stucke, die sich dank ihres reichen Gedankeninhaltes der besonderen Gunst der Hörer erfreuen. Zu ihnen gehören auch die beiden vom Landesorchester gespielten Symphonien: die „Singer" und die aus Ls. Wie der Name besagt, wurde die erste für Linz geschrieben, wo Mozart auf seiner Durchreise eine Akademie geben sollte. „Hals über Kopf" wurde sie in knapp vier lauen vollendet. Um so erstaunlicher ist der reiche Inhalt. Wohl noch den Handnschen Werken derselben Art nahestehend, zeigt sie doch ausgesprochen Mozartsches Gepräge. Die Instrumentation ist auf festlicken Glanz gestimmt, reich sind die Gegensätze zwischen rausHenoer Festlichkeit und schwärmerischer Rentabilität. Am hellsten leuchtet der Mozartsche Geist in den Durchführungsteilen der Ecksätze und im langsamen Satz, wo ein Nebengedanke in genialer Ausdeutung zu Bedeutung kommt. Bedrückt durch schwere wirtschaftliche Sorgen, aber angeregt durch die ländliche Umaebung feiner Wiener Dorftadtwohnung, schrieb im Sommer 1788 der Meister fast in einem Zug (eine letzten drei Symphonien, aus Es, G und C als Abschluß und Höhepunkt seines symphonischen Schaffens. Die hier gespielte aus Es, oft die wienerisch romantische genannt, ist in der Instrumentation bemerkenswert durch die solistische Verwendung der Klarinette, die an Stelle der üblichen Oboe verwandt wird. In dem Verlauf des Werkes treten höchste Gefühlsspannung und rauschende, kraftvolle Energie in wirkungsvollen Gegensatz. Diese beiden Symphonien standen als monumentale Eckpfeiler zu Beginn und Schluß des Konzerts. Zwischen sie gleichsam eingebettet standen drei Stücke intimen Charakters, die sich von dem mächtigen Klangrahmen wirkungsvoll abhoben: Rezitativ und Rondo für Sopran, Orchester und obligates Kia- vier, die Motette: Exsultate für Sopran und Orchester und ein Divertimento in D-dur. Das erste Gesangstück, 1786 geschrieben, ist einzigartig in der Verschmelzung der Singstimme mit dem konzertierenden Klavier, das lebhaften Anteil an den wechselnden Affekten nimmt. Die Motette schrieb Mozart auf seiner letzten Jtalienreise 1772 während eines Aufenthaltes in dem „traurigen" Bozen. Sie ist im theatralischen Kirchenstil der Neuneapolitaner geschrieben. Die Singstimme ist sehr effektvoll gefetzt. Im Schlußteil wird dem aufmerksamen Hörer eine melodische Wendung des Deutschlandliedes (von Haydn) ausgefallen sein, die der junge Mozart hier vorwegnimmt. In seinen zahlreichen Divertimentts betritt Mozart ein neues Gebiet fröhlicher Gesell- schaftsmusik. Sie sind durchweg von schlan-kem Dau, sind flott und geistreich instrumentiert und sind uns durch ihre intime Note besonders liebenswert. Die Leistung des Rhein-Mainischen Landesorchesters bei der Ausführung dieses umfänglichen Programms muß als hervorragend bezeichnet werden. Höchste Aufmerksamkeit bedingten genauestes Eingehen in bas, Wollen des Leiters. Freilich folgt man einem solchen Leiter gern. Prof. Hermann Abendroth bietet in seiner Direktion ein Bild absoluter Ruhe und Ueberiegenheit. Die knappe und doch so sprechende Zeichengebung zeigt den vollendeten Musiker. Die Herausarbeitung und Klarlegung des mo- ttvischen un'b thematischen Bauwerks im Verein mit der außerordentlich gestuften Dynamik liehen den Mozartschen Geist aus den Werken ungetrübt erstrahlen. Durch diese Auslegung kamen die trefflich besetzten Instrumentalgruppen (neben den Strei. chern verdienen vor allem die Klarinetten und Hörner Anerkennung) sehr zu ihrem Recht. Der Ruf, der der Svlisttn, Kammersängerin Tiana Lemnitz, oorausging, hat nicht getrogen. Sie besitzt eine selten schone Stimme, die in allen Lagen gleich gut klingt. Die außerordenlliche Fertig- feit in Läufen, Trillern und Kadenzen muß Erstau- nen auslösen, aber das, was die Künstlerin wirklich „Trotzdem muß es gehen. Ich werde immer nur einzelne Aktenstücke herausnehmen und fo wieder hinlegen, wie ich sie vorgefunden habe." ,Zch glaube, daß wir Fräulein Barkow ins Vertrauen ziehen können", meinte Kaspar. „Auf keinen Fall." Michel widersprach energisch. „Außer Ihnen darf niemand im Hause wissen, wer ich bin." ~ .. „Hat die Polizei immer noch Verdacht gegen Fraulein Barkow?" wollte Kobelt wissen. „Herr Kammin erklärte mir, er sei davon über» Ö, daß die Aussagen von Fräulein Barkow der , cheit entsprechen , antwortete Michel vorsichtig, ohne feine eigene Auffassung preiszugeben. „Ich mochte gleich hinzufügen, daß ich mit Fräulein Eberhard, die bei Ihnen tätig ist, verlobt bin. Fräulein Eberhard wurde bereits von mir verständigt, damit sie in der Ueberraschung nichts verrät. Ihres Schweigens bin ich absolut sicher." „Oh", sagte Kaspar überrascht. „Daß sie mit einem Krimmalbeamten verlobt ist, war mir ganz unbekannt. Ich glaube, man kann Ihnen zu der Braut gratulieren." „, v Michel wurde leicht rot und verbeugte sich dankbar. Das Lob für seine Bärbel machte ihm das Herz warm. Die Besprechung war damit zu Ende. Der Prokurist nahm sich seines Schützlings an und begann die Vorstellung des Volontärs Erich Balzer bei Aenne Barkow deren Gesicht völlig unbewegt blieb, als sie die Neuigkeit erfuhr. Dann ging es durch die vielen Büros, in denen mehr als sechzig Menschen arbeiteten. Ueberall wurde der neue Mit- arbeiter herzlich aufgenommen und gewann sich die Zuneigung nicht nur der jungen Damen, sondern auch der Männer, weil er mit fröhlichem Oe- sich und einem stets bereiten Scherzwort bewies, daß mit ihm gut auszukommen war. Als sie in Bärbels Zimmer gelangten, wurde das Mädchen zwar ein bißchen blaß, aber die beiden anderen im Raum merkten davon nichts, weil sie neugierig den neuen Volontär musterten, der ihnen ausnehmend gut gefiel. * Mittags nach Tisch fragte Bärbel neugierig. „Wie hat die Barkow dich ausgenommen? „Ganz gelassen, beinahe gleichgültia." „Komisch. Alle im Hause erklären, du wärest eine Ueberraschung. Jeder wundert sich, daß von deinem Kommen vorher nie die Rede war, während es sonst immer schnell herum ist, daß ein Neuer oder eine Neue eintreten soll." „Ich werde erzählen, mein fabrikbesitzender Herr Vater habe mit Herrn Kaspar privat verhandelt." „Unglaubhaft", erklärte Bärbel. „Kaspar läßt auch seine Privatkorrespondenz fast ganz durch die Barkow schreiben. Siehst du, das ist es, was mir immer im Stopf ober besser im Gefühl herumging, ohne daß ich es in Worte fassen konnte. Ihr habt einen Fehler gemacht. Die Barkow wittert jetzt bestimmt Unrat. Sie muß sich fragen, warum sie nicht das Mindeste hörte, daß du zu uns kommen sollst. Dabei hat sie sich so in der Gewalt, daß sie bei der Vorstellung nicht einmal überrascht war." „Tatsächlich", gab Michel zu und überlegte genau, wie sich das Mädchen bei der Vorstellung verhalten hatte. Jetzt kam ihm ihre zur Schau getragene Gleichgültigkeit verdächtig vor. Man mußte darüber mit Herrn Kaspar sprechen. Oder besser nicht. Kaspar vertraute seiner Sekretärin unbedingt. Es würde nur zu langen Auseinandersetzungen führen, wenn Michel diese verdächtige oder in den Kreis der Verdächtigen einbezog. Sehr nachdenklich fuhr er nach der Mittagspause ins Werk zurück. Wenn die Barkow stutzig geworden war, mußte seine Ausgabe sehr erschwert fein. Es galt nun, weit größere Vorsicht walten zu lassen, als er bisher beabsichtigt hatte. Morgen früh würde er auf dem Meldeamt einen Abmeldeschein aus einer süddeutschen Stadt besorgen, sich neu anmelden und ein Zimmer suchen, wo er unter dem angenommenen Namen wohnen konnte. Dann war es ausgeschlossen, daß ein Dritter durch Auskundschaftung seiner Privatverhaltnisse die wahren Umstände erfuhr. . Zufrieden mit diesem Plan, schntt Michel in das Gebäude und suchte den Prokuristen auf. Er führte mit ihm eine lange Unterredung, die nur das Ziel hatte, einen genauen Ueberblick über die ganzen Verhältnisse zu gewinnen. Auf die Bitte fernes Besuchers hin ging der Prokurist mit Michel zu Fräulein Barkow und erzählte dieser, Herr Balzer interessiere sich zunächst für die Organisation des Betriebes und bitte darum, daß ihm die nötigen Erklärungen zur Personalkartothek und den Akten gegeben werde. (Fortsetzung folgt) groß macht, ist die hingebungsvolle Wärme des Vortrags, die ans Herz greift. Der ungewöhnliche Beifall wird das bewiesen haben. Heinz Schröter spielte das obligate Klavier sehr feinsinnig mit glitzernder Technik und in engster Anpassung an die Solisten. . Der ganze Abend bedeutete einen einzigen Höhepunkt, und die begeisterten Hörer brachten dies deut- sich zum Ausdruck. Heinrich Blaß. 10 pfg. oder 3 Monate Gefängnis? Das Landgericht in E. hat den Sch. in der Be- rufungsinstanz zu drei Monaten Gefängnisstrafe verurteilt, weil der Angeklagte, der wußte dag die in dem besonderen Fall in Rede stehende Fahrt 30 Rp. kostet, für diese Fahrt nur einen Fahrschein für 20 Rpf. gefordert und erhalten hat und also bewußt eine weitere Strecke gefahren ist als er Mit dem 20-Rpf.-Fabrschein fahren durfte. Die^Bestrafung als solche ist unter Berücksichtigung der Tatsache erfolgt, daß Betrug in strafverschärfendem Rückfall vorliegt. Aus der engeren Heimat. Von einer Lokomotive übecfahrcn und getötet. * Butzbach, 12. Jan. Auf dem hiesigen Bahnhof wurde am Samstagabend der Bahnarbeiter Richard Hoffmann von hier, der mit dem Reinigen von Weichen beschäftigt war, von einer rangierenden L o k o m o t i ve überfahren und auf der Stelle getötet. Der bedauernswerte Mann, der das Herannahen der Lokomotive nicht bemerkt hatte, hinterläßt eine Frau und zwei Kinder. Feuer im Dorf. ♦ Stockhausen (Kreis Gießen), 13. Jan. Am gestrigen Montag gegen 20.30 Uhr brach in dem Grundstück des Landwirts August Kauß Feuer aus, dem die Scheune und Stallungen sowie Stroh- und Heuoorräte zum Opfer fielen. Die Motorspritze von Grünberg und die Ortsfeuerwehren von Weickartshain und Lardenbach waren rasch zur Stelle und konnten gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr in etwa einstündiger Arbeit den Brand aus seinen Herd beschränken. Der tatkräftigen Arbeit der Feuerwehren gelang es, das Wohnhaus, die Fahrzeuge und Maschinen sowie den Viehbestand bis auf einige Hühner, die in den Flammen umkamen, zu retten. Die Untersuchung über die Brandursache ist ist noch im Gange. Landkreis Gießen. △ Lollar, 12. Jan. Oberpostschaffner i.R. Karl Bierau und Ehefrau Dorothea, geb. Schlapp, feierten am 10. Januar das Fest de» goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar gingen Glückwünsche zu vom Führer, von der Landesregierung, vom Landrat, von der Oberpostdirektion Darmstadt, vom RS.-Reichskriegerbund und von vielen Privaten. * Watzenborn-Steinberg, 12. Jan. Der Gefreite Ernst K o l m e r von hier, Ludwigstraße 2, befindet sich zur Zeit wegen einer bei den schweren Kämpfen im Osten erhaltenen Verwundung in einem Lazarett. Dort wurde ihm für Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz II. Klasse und das Verwundetenabzeichen überreicht__________ - Lich, 13. Jan. Kaufmann Heinrich Schmidt II. dahier, der Seniorchef der Firma Johann Hermann Schmidt, kann am Donnerstag, 15. Januar, in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit das 7 5. Lebensjahr vollenden. Dem Jubilar gelten unsere herzlichen Glückwünsche. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 12. Jan. Der heutige Schweine- markt hatte infolge ungünstiger Umstände nur einen geringen Auftrieb zu verzeichnen. Es kosteten Die absolute Gesetzmäßigkeit, mit der sich die Himmelskörper durch den Raum bewegen, gestattet dem Astronomen, den scheinbaren Lauf der Gestirne am Himmelsgewölbe auf Jahre hinaus mit großer Genauigkeit vorauszuberechnen. Bei den Fixsternen ist diese Bewegung freilich so gering, daß wir sie mit freiem Auge auch nach jahrelanger Beobachtung nicht wahrnehmen können. Erst die überaus feinen und genauen Messungen der neueren Astronomie haben uns das Wandern der Fixsterne im Raum erschlossen. Im Gegensatz zu den scheinbar still stehenden Fixsternen drängt sich die rasche Bewegung der Planeten und des Mondes auch dem Laien förmlich auf. Die immerfort wechselnden Stellungen der Wandelsterne sowohl zueinander, als auch zu den Sternbildern, die zu stets neuen Konstellationen führen, bringen Leben in das scheinbar so starre Antlitz des Sternenhimmels. Wie sich das Jahr 1942 in astronomischer Beziehung verhält, sei im folgenden kurz dargelegt. Sichtbarkeit der Planeten. Im Januar leuchtet Venus mit hellem, alle anderen Sterne weit überstrahlendem Glanz als Abendstern am südwestlichen Himmel, die Dauer ihrer Sichtbarkeit nimmt jedoch von rund drei Stunden auf eine halbe Stunde am Ende des Monats ab, da der Planet sich rasch der Sonne nähert und am 2. Februar zwilchen Sonne und Erde hindurch- wandert (untere Konjunktion). Für einige Tage verschwindet Venus in der Hellen Sonnenumgebung, um dann als Morgenstern am Osthimmel wieder aufzutauchen. Während bes- Frühjahrs und Sommers beherrscht Venus den Morgenhimmel. Erst im Oktober verschwindet sie im Strahlenkranz der Sonne, zieht nun aber hinter der Sonne vorüber (obere Konjunktion am 16. November), um erst im Jahre 1943 wieder sichtbar zu werden. Den sonnennahen Merkur kann man ohne Fernrohr nur beobachten, wenn er sich auf seiner scheinbaren Bahn von unserem Tagesgestirn am weitesten entfernt. Dies ist der Fall im letzten Januardrittel und Mitte Mai. Merkur ist dann vis etwa IV2 Stunden vor Sonnenaufgang. Die äußeren Planeten Mars, Jupiter und Saturn stehen im Januar abends hoch am Süd- himmel und sind bis nach Mitternachts sichtbar; der rötliche Mars ist am weitesten nach Westen gerückt, dann folgen Saturn und Jupiter im Sternbild des Stiers. Die drei in einer geschwungenen Linie stehenden Planeten veranschaulichen die hohe Lage 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 25 bis 30 RM. das Stück. Bei gutem Geschäftsgang wurde der Auftrieb nahezu ausverkauft. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 13. Januar. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 95 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 20 bis 22 RM., 6 bis 8 Wochen alte 22 bis 25 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 28 RM., 10 Wochen und ältere Tiere 28 bis 35 RM. pro Stuck. Der Handel verlief langsam, es verblieb Ueberstand. der Ekliptik in den Winternächten. Die Reihenfolge ändert sich jedoch bald, denn am 24. Februar zieht Mars dicht über dem Saturn vorüber. Saturn steht nun am weitesten im Westen und verschwindet zuerst in der Dämmerung, und zwar im April. Am 4. April überholt Mars auch Jupiter, der im Mai im Westen versinkt, während Mars bis Anfang Juli sichtbar bleibt. Saturn erscheint bereits im Juli wieder am Morgenhimmel, Jupiter erst un August. Eine prachtvolle Konstellation ergibt sich am Morgen des 2. August gegen 5 Uhr, wenn die rascher wandernde Venus dicht südlich an Jupiter vorüberzieht. Die beiden hellsten Wandelsterne stehen dann am Himmelsgewölbe nur 2/a Mondbreiten voneinander. In Wirklichkeit aber beträgt der Abstand Jupiters von der Erde 903 Millionen Kilometer, der der Venus jedoch nur 217 Millionen Kilometer. Während der Herbstmonate verfrüht sich der Aufgang von Saturn und Jupiter immer mehr, so daß am Jahresende die beiden Riesenplaneten während der ganzen Nacht sichtbar sind. Saturn gelangt, am 21. Dezember 1942, Jupiter am 11. Januar 1943 in Opposition zur Sonne. Der mit Hilfe eines Feldstechers auffindbare Planet Uranus bewegt sich im Stier südlich der Plejaden, der nur im Fernrohr erkennbare Neptun an der Grenze der Sternbilder Löwe und Jungfrau. Sonnen- und Mondfinsternisse. Das Jahr 1942 bringt drei Sonnen- und zwei Mondfinsternisse. In der Nacht vom 2. zum 3. März findet eine in Europa sichtbare totale Mond- finsternis statt. Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde erfolgt um 0 Uhr 31 Min. Sommerzeit, der Beginn der totalen Verfinsterung um 1.35 Uhr, ihr Ende um 3.10 Uhr, der Austritt des Mondes aus dem Kernschatten um 4.12 Uhr. Die vollständige Verfinsterung dauert demnach eine Stunde 37 Minuten. Für einen Beobachter auf dem Monde steht dann die Erde vor der Sonne.^Die Erdatmosphäre erscheint im durchscheinenden Sonnenlicht rötlich, und dieses Licht verleiht dem Monde während der Verfinsterung eine kupferrote Farbe. Die zweite totale Mondfinsternis am 26. August ist in Mitteleuropa sichtbar. Der Mond erreicht den Kernschatten um 4 Uhr Sommerzeit und verläßt ihn wieder um 7.35 Uhr. Die vollständige Verfinsterung dauert von 5.01 bis 6.35 Uhr. Das Ende derselben kann nur in Westdeutschland beobachtet werden; in Mittel- und Ostdeutschland ist der Mond um diese Zeit bereits untergegangen.______________ Der 10. September bringt eine in Europa sichtbare teilweise Sonnenfinsternis, me 17.32 Uhr Sommerzeit beginnt und 19.12 Uhr endet. Der Mond bedeckt 36 v. H. des Sonnendurch- meHer« Die beiden teilweisen Sonnenfinsternisse am 16/17. März und am 12. August können nur im südlichen Indischen und Stillen Ozean bzw. int Südpolargebiet beobachtet werden. Slernschnuppenschwärme. Wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne ausgedehnte Meteorströme kreuzt, tritt eine Häu- furg von Sternschnuppen ein. Nach dem Sternbild, aus dem die Meteore scheinbar ausstrahlen, unterscheidet man die Lyriden um den 22. April aus der Leier, die P e r s e i d e n um den 12. August aus dem Perseus, der reichste Meteorschwarm des ganzen Jahres, die Leoniden um den 14.November aus dem Löwen und die G e m i n i d e n zwischen dem 10. und 13. Dezember aus den Zwillingen. Das Aufleuchten dieser Meteore geschieht durchschnittlich in 130 Kilometer, das Verlöschen in 80 Kilometer Höhe, nachdem sie eine Strecke von "etwa 90 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 40 bis 70 Kilometer in der Sekunde zurückgelegt haben. Die Dauer des Leuchtens beträgt demnach durchschnittlich ein bis zwei Sekunden. Handball. LSD. Gießen — TG. Dietzenbach 10:4 (6:3). Das Spiel des LSV. Gießen in Dietzenbach, wo 14 Tage vorher die SA.-Kampfjpielgemeinschaft Frankfurt 5:10 verlor, wurde wider Erwarten hoch mit 10:4 Toren gewonnen. Das Torverhältnis drückt die eindeutige Ueberlegenheit der Luftwaffe aus. Dietzenbach führte während des ganzen Spieles nur einmal mit 1:0. Der LSV. zog binnen weniger Minuten gleich und führte mit 3:1. Dietzenbach hotte ein Tor auf, dem drei weitere, erfolgreiche Torschüsse des LSV. folgten. Mit 6:3 für Gießen ging es in die Halbzeit. Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich der Spielverlauf nicht, obwohl Dietzenbach nun mit dem Wind und besserer Platzieite spielte. Die Luftwaffe diktierte auch da von Anfang an das Spielgeschehen. Dietzenbach schoß nun ihr viertes und letztes Tor, während die Luftwaffe in regelmäßigen Abständen noch vier Tore schoß. Dietzenbach versuchte sich durch Einzelaktionen ein besseres Torverhältnis zu verschaffen, was aber bei der Aufmerksamkeit der Gießener Hintermannschaft zu keinem Erfolg führte. Seit langem führte die Luftwaffe endlich wieder ein Spiel vor, an dem man sah, daß in ihr etwas steckt. Der Sturm spielte diesmal flott und zügig, ohne von der Dietzenbacher Hintermannschaft gehalten werden zu können. Auf dem Dietzenbacher Platz hat, bisher bis auf die Polizei Frankfurt, noch keine Mannschaft gewonnen, was dem Siege der Luftwaffe den richtigen Ausdruck gibt Die zehn Tore der Luftwaffe teilte sich der ge- famte Sturm (Oblt. Wagler (2), Kraft (2), Reichert (2), Schlüter (2), Sonnabend (2). ______________ AautWftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauvtschriftleiter-: ©rnft Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für bad Feuilleton: Dr. Hans Tbyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K G. vcrlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6. Himmelsereignisse im Lahre 1942. Ein astronomischer Ausblick. Von Dr. Erwin Kossinna. 162 D 4 Sollux- Verlobungs-Anzeigen bei Brlihl. Schu'str 7 —Lampe suche | z. kaufen gesuck 11**1—1 | Kaufgesuche gesucht. Schriftl. Ängeb. und 7 Enkelkinder. [geb. Wagner Verschiedenes Dr. Gengnagel C^oßen-Buseck 159 D 1530/ zu verk. 0139 Familie Theodor Jochim Familie Dr. A. Kropfgans. Großen-Linden Bismarck strafte 29 Wer will O heißes J Rasierwasser • Für die zu meinem 75. Geburtstage mir so überaus reichlich erwiesenen Aufmerksamkeiten danke ich recht herzlich Keine Ursprungszeugnisse, imbem nur Zeugnisabschriften dem Be werbungsschretben bet legen l — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur 8er meidung von Verlusten auf der «ückseite 'Ra* men und Anschrift bei Bewerber« tragen i TIHEATEIR der Universitätsstadt Gießen Philipp Römer, Vater Elisabeth Weißbach Hanni Rehberg, geb. Römer Ernst Römer, z. Z. im Felde Alicenschule verlor. Finder wird gebeten, dasselbe geg. Belohnung auf dem Fund- büro abzug. mD Schanghai (China), Büdingen, Adolf-Hitler- Straße 11, den 11. Januar 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 15. Januar, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. jeaer, wenn - kalt rasieren ist • eineQual.Esbit- • Trocken-Brenn- w Stoff, erwärmt G rasch und be- S quem Ihr Ra- D • slerwasser. Käuflich in einschl. Q • Geschäft. Packung 20 TabL Auch G zum Feldpostversand zugelassen. • Bezugsquellen-Nachweis durch : # • HERST: ERICH SCHÜMM • STUTTGARLW109 HW Zuverlässige Frau zum Flicken gesucht. Schr. Ang. unt. 0160 cu b. G.A. Ihre Verlobung geben bekannt Hilde George Friedrich Pausch alle lästig. Haare Lebernecken Pickel, Sommer- spross, usw. entf. u. Gar für immer Frau B. Mulden seit 1935 Fr.W. Henkel Svrechstund. jetzt Mittwochs,Gießen Am Biegelpfad 82, 8-17 Uhr nnrehg. Gießen (Kaiserallee 141), Schwarzach, den 10. Januar 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. Jan., 14.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Am 8. Januar entschlief sanft unsere liebe Mutter, Großmutter,Urgroßmutter und Tante Frau Emilie Hofmann,geb.Weber im Alter von 88 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Hofmann. Gießen (Stephanstr. 49 II), den 13. Jan. 1942. Die Beerdigung fand in der Stille statt. 015 6 Dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen guten Lebenskameraden, meinen lieben Sohn, Vater, Schwiegersohn, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Otto Römer nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren zu sich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Heute starb nach langem Leiden unser lieber Vater, Großvater und Schwiegervater Prof Dr. Karl Noll Oberstudienrat 1. R. Dr. med. Kurt Noll und Frau Gertrud, geb. Schaub Heeresstudienrat Walter Noll und Frau Anni, Dienstag, den 13. Januar 18.30 bis 21.30 Uhr IS.Dienstagmiete u. HalbmieteB Rigoletto Oper von Giuseppe Verdi. Preise von 1.20 bis 8.10 RM. __118 D- Statt Karten! Werner Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen in dankbarer Freude an Elisabeth Gaul, geb. Ehre Kurt Gaul z. Z. Feldwebel i. ein. Inf.-Regt. Kassel -Wilhelmshöhe Im Felde Hinter den Höfen 6 den 10. Januar 1942 . __________ —..... IMP/ Am 11. Januar, 19 Uhr, entschlief sanft und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater ' Jakob Harnisch im Alter von 77 Jahren. In tiefer Trauer: Wilhelm Harnisch und Frau Familie Burger, Familie Dormehl. Gießen-Klein-Linden, 13. Januar 1942. Beerdigung findet Mittwoch, 14. Jan., 15 Uhr, vom Sterbehaus Frankfurter Str. 11 aus statt. 0165 Gesucht zu sofort tüchtiges mO WsniWen solid und sauber in gepflegten Haushalt Nähe Studentenheim. Anfragen Ferns -r. 2626. Bekanntmachung. Die Inhaber von Zentral- (Niederdruckdampf- und Warmwassersammel-) und Etagenheizungen werden auf folgendes aufmerksam gemacht: Die Deutsche Arbeitsfront führt laufend int Auftrage der Reichsstelle für Kohle Unterweisungen im sparsamsten Brennstoffverbrauch durch. In diesen Unterweisungen werden alle Personen, die eine der obengenannten Heizungsanlagen bedienen, im richtigen Bedienen derselben und sparsamsten Brennstoffverbrauch unterwiesen. 164C Alle Besitzer von Zentral- und Etagenheizungen werden aufgefordert, das Bedienungspersonal der Heizungsanlage umgehend der DAF. Gießen, Schanzenstraße 18, zur Teilnahme an einem Lehrgang ,Heize richtig" zu melden. Ausgenommen sind lediglich die Personen, die bereits im Besitz einer Teilnahmebescheinigung sind. Es wird darauf hingewiesen, daß die Zuteilung von Brennstoffen von der Vorlage der vorerwähnten Teilnahmebescheinigung abhängig gemacht werden kann. Nähere Auskunft erteilt die Dienststelle der DAF. Gießen, den 12. Januar 1942. Der Oberbürgermeister. — Wirtschaftsamt. Oeffentl. Abendvorlräge der Universität Mittwoch, 14. Januar, 20.15 Uhr Fortsetzung der Reihe „Englische Schlagworte und Sprache dcrTatsachen** Hörsal 34 der Universität. ouo sucht Beteilig, an Nass. Hausmusik, auch Begleitung von Gesang. Schrift!. Angeb. unter 0159 an den Gieß. Anz. Louise Römer, geb. Weißbach Otto Rehberg ...... Familie Ernst Römer unter 0148 an den Gieß. Anz. Kleinerer, gut heizbarer Öfen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 142D a.d. G.A. 14. Januar 1942 ______________1600/ Jerrraiilungsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 permietungen| Wohnung in bester Lage, 7 große Zimmer, Küche. Badezimmer, zum 1. Avril zu verm. Schristl. Angeb. unter 0151 an den Gieß. Anz. Schlafzimmer und Küche zu vermieten. Lollar, Adolf Hitler- Straße 138. 0138 Pfeiffer Apparatebau 6. m. b. H. sucht Kontoristinnen für verschiedene Verwaltungsab- teilungen. Persönl. oder schriftl. Bewerb, m. lückenlosen Zeugnis- abschr. erb. a. d. Personalabtlg. d. 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