BUCHT TapsuäfaF" leutenben Mann. Nachdem er den vorigen Krieg als )ffizier mitgemacht hatte, setzte er in Oxford sein m Ausland begonnenes Studium fort. Seine Be- 3m Festungsfeld von Stalingrad Amerikaner und Briten suchen sich Ziele für ihre „Siege" dort aus, wo kein deutscher oder japanischer Soldat steht. Zur Ablenkung der mannigfachen Mißerfolge zur See, zu Lande und in der Luft hat jetzt Churchill wieder einmal die nur von wenigen französischen Soldaten verteidigte Insel Madagaskar angreifen lassen. Das USA- Staatsdepartement beeilt sich zu versichern, auch USA. - Soldaten nähmen an den Operationen gegen Madagaskar teil. Washington unterhält noch diplomatische Beziehungen zur Dichyregierung, anderseits aber unterstützt es den französischen Renegaten de Gaulle. Auf der einen Seite versichert Washington, man bedauere Frankreich, auf der anderen läßt es USA.-Bomber gegen französische Eisenbahnzüge und Zivilisten los und bedauert dann noch heuchlerisch die Opfer seines schnöden Tuns. So wird den Franzosen beigebracht, wie die Liebe zu Frankreich in Wirklichkeit aussieht, alle Proteste der erregten Bevölkerung Frankreichs werden in Washington und London mit einer Handbewegung abgetan. , Bereits am 5. Mai 1942 wurde der erste britische Landungsversuch auf Madagaskar gemacht. Er richtete sich gegen die Courriöre-Bucht. Die britische Presse jubelte damals über diesen „Sieg"; aber die wenigen französischen Soldaten auf Madagaskar setzten der britischen Landung einen nachdrücklichen Widerstand entgegen, und erst am 14. Mai waren sie gezwungen, den äußersten Norden der Insel mit dem Hafen „Diego Suarez zu räumen. Während des ganzen Svm- mers haben die Briten nun nichts unternommen, um ihre „Eroberung" zu vollenden. Die Franzosen beherrschten mit ihren wenigen Truppen noch den größten Teil von Madagaskar, und die Eingeborenen verhielten sich absolut loyal. Am 2. Juli besetzten die Briten die Insel M a j o t t e im äußersten Norden der Insel, was leicht ausführbar war, da sich dort keine französischen Truppen befanden. dava von englischen Streitkräften besetzt worden. Die Engländer hätten auch den Hafen von Ka- m o r e erreicht und ständen in der Mitte von Mos« vatanana. Oie Landbrücke des Mittleren Ostens. Die militärischen Ereignisse an der ägyptischen Front im Westen und an der Kaukasusfront im Osten lenken immer wieder die Aufmerksamkeit auf die Landbrücke des Vorderen Orients, die politisch, trategisch wie wirtschaftlich von gleich großer Bedeutung für die britische Kriegführung ist, da sie den Kern des Empire darstellt, dessen Besitz den Zu» aknmenhalt der Reichsteile verbürgt. Am liebsten ähe man in London den Union Jack über allen Ländern zwischen Nil und Euphrat-Tigris, zwischen Mittelmeer und Indischem Ozean wehen. Aber die» es Ziel hat England weder im ersten Weltkrieg noch im zweiten erreicht. Immerhin zerschlug England den türkisch-arabischen Großraumstaat und icherte sich in der arabischen Hälfte, wo es sich in »er Rolle des Befreiers vom türkischem Joch ge- iel, maßgebenden Einfluß, toenn auch die arabische Nationalbewegung, durch das berüchtigte Sykes- Picot-Äbkommen vom 16. Mai 1916 zwischen England und Frankreich um einen einheitlichen Nationalstaat betrogen, in all den mit einem Schein von eigener Souveränität neu geschaffenen arabischen Ländern der britischen Herrschaft immer wieder schwer zu schaffen macht. Aber nur das Wahabitenreich des Königs Ibn Saud in Zentralarabien, im ersten Weltkrieg Englands Bundesgenosse im Kampf gegen die Türken, hat,völlige Unabhängigkeit errungen und diese auch im zweiten Weltkrieg bewahrt. Im übrigen arabischen Teil Vorderasiens hat England es verstanden, indem es die partikularistischen Eitelkeiten ehrgeiziger arabischer Fürsten und Politiker geschickt gegeneinander ausspielte, das Werden eines arabischen Nationalstaates zu verhindern und hinter den mehr oder weniger dürftigen Kulissen eines souveränen. Staates wie in Transjordanien oder im Irak oder eines Dölkerbundmandats wie in Palästina und jetzt auch in Syrien politisch, militärisch und wirtschaftlich alle Fäden fest in der Hand zu halten. Man hat den Vorderen Orient die Drehscheibe der Alten Welt genannt, und Englands Jnt^xesse an diesen Ländern ist auch zu allererst verkehrspolitisch begründet. Der Suezkanal, der die Verbindung zwischen Mittelmeer und Indischem Ozean herstellt, ist auch heute noch, wo die Mittelmeer- route für englische Schiffe nicht mehr ohne äußerst« ließe” 15ühr niete A if _ Auzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rpf. für Familienanzeigen und vrivate GelegenbettSanzeigen 14Rpf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenyeitsanzetgen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr lang ihm sogar zunächst-die Zusammenarbeit mit der Arbeiterschaft. Kurze Zeit nach Beginn des Krieges gegen die Sorojetunion äußerte er, der niemals aus feinem Herzen eine Mördergrube gemacht hatte, er hoffe, daß dieser Krieg mit der gegenseitigen Vernichtung Deutschlands und der Sowjetunion enden möge. Obwohl die Zahl derer, die ähnlich dachten, mindestens damals in England ziemlich groß war, konnte More-Brabazon diese Aeußerun^ politisch nicht überleben. Eine formelle Entschuldigung nützte ihm nichts. Auch Churchill konnte seinen alten Gefolgsmann auf die Dauer nicht schützen, sondern mußte ihn schließlich im Februar ins Oberhaus abschieben. Seine Rückkehr in die aktive Politik ist nicht wahrscheinlich. find orruA esaö® je Ur. || rerts I Klip-1; >rbe- li Uix H auch | Man )rem | hlen-11 luent itung I irbig Man 11 igur, h des' ■ man-' iesem1 lieche i । men:; \ Berg» i । Tod, uers-, । deren ।. üerte selber 'n er doch■; d am dem i aters. i igkeit! it der1 gödie r sich e und i Ro- rakter lt dar schich- j Hand i iwuht i ) ton» streb» mttel- o sehr Men- I Weber-- che in ; d Re- ntüm* riot. teierM M uni Tbyrioti Win. fleM. [t\i BeL lnd noch heute sehr umstritten. Am sensationellsten oirkte die radikale Derjünguna der Generalität, in eren Verlauf u.a. Lord Gort zum Generalstabs- hef gemacht wurde. Sicher ist, daß Hore-Belisha ich während seiner Amtszeit als Kriegsminister nehr Sympathien verscherzt als erworben hat. Selbst wenn seine Absetzung im Jahre 1940 vielleicht nnehr aus persönlichen als sachlichen Grüßen er- olgte, so kann er doch kaum dem ersten Rang der nglischen Staatsminister der Gegenwart zugerech- Zernsvrechgnschluß 2251 vnick tntb Verlag: MeWHntotrftttebredttdB.tmige Der neue Lleberfall auf Madagaskar Von unserer Berliner Schristleitung. tedsamkeit, die ihm später noch oft zustatten kommen sollte, verschaffte ihm das Amt des Präsidenten ier Oxfort-Union, des hauptsächlich dem Debattieren gewidmeten Studenten-Clubs, und damit nach alter Anschauung die Anwartschaft auf einen Sitz im Ka- >inett. 1923 wurde er als Liberaler ins Unterhaus gewählt, mußte aber noch zehn Jahre warten, bis hm ein Regierungsamt anvertraut wurde. Sein Debüt als Kabinettsminister machte er im Ver- ehrsministerium. Durch einige Reformen des Londoner Straßenverkehrs brachte er feinen Namen asch in aller Mund und vermehrte sein Ansehen rnmerhin so sehr, daß Chamberlain ihn bei der lebemahme der Regierung 1937 zum Kriegs- ninister machte. Seine Verdienst« oder Sünden in diesem Amt Fünf Kriegsminister in drei Jahren Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. 192. Jahrgang Nr. 2(5 Erichenu täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familtonblätter Heimat imBild'DieScholle Bezugspreis: Monatlich..... RM.1L0 Zustellgebühr... ,, -L5 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt EM W JK W* G Samstag, (2. /§omtag, (3. September (942 GlchenerAnzelger Aach vereinzelten wirkungslosen Tagesstörflügen griffen Verbände der britischen Luftwaffe in der vergangenen Nacht mehrere Orte Westdeutschlands an. Vor allem in Wohnvierteln der Stadt Düsseldorf entstanden zahlreiche Brände sowie Sach- und Gebäudeschäden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Vach bisherigen Meldungen schossen Nachtjäger und Flakartillerie 31 der angreifenden Flugzeuge ab. Außerdem wurden im Kanal, über der Nordsee und über der Deutschen Bucht durch leichte deutsche Seestreitkräfte und Marineartillerie drei feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. An der englischen Südküfte griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge ein britisches Vorpostenboot an, das nach Bombentreffern schwer beschädigt liegen blieb. Bei einem Angriff englischer Schnellboote auf ein deutsches Geleit im Kanal erzielten die deutschen Sicherungsstreitkräfte auf einem der angrei- senden Boote so schwere Treffer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Weitere Boote wurden beschädigt. Ein Nacht- Jagdkorps der deutschen Luftwaffe erzielte in der vergangenen Nacht seinen 100 0. Abschuß. 3m Raum von Rschew. Berlin, 11. Sept. (DNB.) Südwestlich Kaluga führten die Bolschewisten keine größeren zusammenhängenden Angriffshandlungen durch. Dagegen trat der Feind nach einigen Tagen Ruhe int Raum von Rschew erneut zu konzentrischen Angriffen gegen die deutschen Abwehrstellungen an, die an Stärke und Härte alle bisherigen. Angriffe übertrafen. Die nach trommelfeuerartiger Artillerievorbereitung mit größeren Infanterie- und Panzerverbänden geführten heftigen Angriffe wurden in erbitterten Kämpfen unter hohen Verlusten für den Feind abgewehrt. Eine verlorengegangene Höhe wurde im Gegenstoß wieder genommen. Eine zu einem befestigten Stützpunkt ausgebaute hart umtämpfte Ortschaft wechselte mehrmals den Besitzer, um dann endgültig in deutscher Hand zu bleiben. Entlang einer Straße versuchten die Bolschewisten mehrmals die deutschen Verteidigungsstellungen zu durchbrechen. Sämlliche Angriffe scheiterten unter hohen Verlusten für den Feind. 67 Panzerkampfwagen wurden vernichtet. Nördlich von Rschew griff der Gegner ebenfatlls an verschiedenen Stellen mit starken Kräften an. An einem Punkt versuchten die Bolschewisten, von zahlreichen Panzerkampfwagen unterstützt, siebenmal hintereinander die deutschen Abwehrstellungen zu durchstoßen. ^Sämtliche Angriffe brachen vor den deutschen Stellungen zusammen. »ahm. Mit Chamberlain schied er im Mai des gleichen wahres aus der Regierung aus. Er übernahm gleichsam die Verantwortung für die Niederlagen des ersten Kriegsjahres. Seither hat man wenig von diesem noch jungen Mann — er ist heute erst 47 Jahre — gehört. Er ist zwar regelmäßig im Unterhaus zu sehen, doch nimmt er nur selten das Dort. Daß seine politische Laufbahn abgeschlossen sei, nehmen auch seine politischen Gegner, deren Zahl übrigens verschwindend gering ist, nicht an. ceine Freunde haben ihm schon lange vor dem Krieg eine große Zukunft vorausgesagt, und es wäre immerhin möglich, daß er die Reihe der $remie£minifter aus dem Hause Stanley fortsetzt. Aehnliche Chancen kann man dem vierten Kriegs- Minister dieses Krieges — der dritte war vorübergehend Anthony Eden — nicht einräumen. David 51 a r g e f f o n , der seit einigen Monaten als Lord Ilargeffon im Oberhaus sitzt, hat nach langem geduldigen Warten nur kurze Zeit dem Kabinett an» gehört und dort weder Ruhm noch Dank geerntet. §n der parlamentarischen Geschichte wird er viel- lricht als der unerbittlichste Einpeitscher der Kon- sirvativen Partei während des letzten Jahrzehnts und als ergebener Diener Neville Chamberlains frrtleben. Als Kriegsminister war er nur eine Marionette Churchills. Mit feiner Rückkehr in die politische Arena ist kaum zu rechnen. Zugleich mit Margesson verschwand em anderer Minister ins Oberhaus: Oberst John More-Bra- bazon. Er mußte seine Redseligkeit mit seiner politischen Karriere bezahlen, die bis dahin nicht ganz aussichtslos zu sein schien. More-Brabazon hat noch etwas von der Unraft der Empiregründer im $Iut. Weil aber die Erde zu Beginn dieses Jahrhunderts zum guten Teil von England erobert war, machte sich der eben Zwanzigjährige an die Eroberung der Luft. Noch heute weift er stolz feinen Pilotenschein vor, den ersten, welchen der britische Aero-Club ausgestellt hat. Während des ersten Weltkrieges war er Flieger und nachher an der Entwicklung der Fliegerei in England maßgeblich beteiligt. Seine politische Laufbahn begann er 1918 als Unterhausmitglied, doch hat er während der nächsten Jahre nur zweimal kurze Zeit ein untergeordnetes Regierungsamt bekleidete. Nach 1933 gehörte er zu den getreusten Gefolgsleuten Churchills und wurde von diesem schließlich auch mit einem Ministerposten belohnt. Als Minister für Flugzeugproduktion hatte More-Brabazon eine Aufgabe, die ihm am Herzen lag. Trotz, seiner ultrakonservativen Einstellung ge- Berlin, 11. Sept. (DNB.) Die von deutschen Truppen genommenen Höhen ostwärts Noworossijsk wurden gegen verzweifelte Anstürme der Bolschewisten verteidigt. Jn^mehreren Wellen stürmte der Feind gegen die Höhen an, der Angriff brach aber unter blutigen Verlusten für den Feind vor den deutschen Stellungen zusammen. Vereinzelt zäh verteidigte bolschewistische Widerstandsnester wurden durch deutsche Vorstöße ausgehoben. Am Terek nahmen Infanterie und Panzerkampfwagen, nach harten Kämpfen drei Steilhänge erstürmend, mehrere Höhen. Mehrere Gegenangriffe der Bolschewisten wurden abgewiesen. Im Festungskampffeld von Stalingrad mußte das tiefgegliederte äußerst befestigte Derteidigungs- ystem schrittweise in schweren Einzelkämpfen von Infanterie und Pionieren genommen werden. Trotzdem gelang ein Durchbruch durch die feindlichen Stellungen südlich der Stadt, der bis an die Wolga heran vorgetragen werden konnte. In fast unmenschlich schweren und harten Angriffen wird Stück für Stück mit zäher Ausdauer durch Infanterie, Pioniere, Panzergrenadiere und Panzerjäger herausgebrochen aus einem stählernen Festungsring, der vom Feind bis zum Letzten verteidigt wird. Gegen die nördlich der Stadt verlaufende deutsche Front richteten die Bolschewisten wiederum von außen, mehrere Entlastungsangriffe, die sämtlich zurückgeschlagen wurden. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 11. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bel Noworossijsk und am Terek-Abschnitt gewinnt der Angriff deutscher und verbündeter Truppen in schweren Kämpfen weiter Raum. Im Festungskampffeld von Stalingrad nimmt die Schlacht ihren Fortgang. In har- ten Kämpfen wurden Befestigungsanlagen südlich der Stadt durchbrochen und nunmehr auch dort die Wolga erreicht. Entlastungsangriffe des Gegners scheiterten. Kampfsliegerkräfte führten heftige Angriffe gegen Schwerpunkte des feindlichen Widerstandes und bekämpften Truppenbereitskellungen der Sowjets. Im Raum von Rschew führten eigene Angriffe zu örtlichen Erfolgen. Gegenangriffe des Feindes wurden blutig abgewiesen und dabei 22 Panzer abgeschossen. Südlich des Ladogasees und vor Lenin- grad scheiterten erneute Angriffe des Feindes. In diesen Kämpfen wurden bei Uebersehversuchen über die Newa 25 Boote der Sowjets vernichtet. Am Donnerstagmorgen hat nun -ine große Flotte Churchills die Westküste von Madagaskar angegriffen, und zwar gleichzeitig die Häfen Majunga, Ämbaja und Morundava. Nach Reuter hatte Großbritannien Washington davon in Kenntnis gesetzt, daß--die Entwicklung in Madagaskar „nicht Stockholm, September 1942. Die britische Regierung ist seit Ausbruch des Krieges mehr als ein dutzendmal u m g e b i l = bet worden. Obwohl diese Umbildungen in den Meisten Fällen nur in einem Austausch einiger Ressorts bestanden, schieden doch auch immer ein oder mehrere Minister aus und wurden entweder für immer in die Wüste geschickt ober auf ein N e - b e n g I e i 5 abgeschoben. Churchill hat sehr verschiedene Methoden gewählt, um sich von ihm lästigen ober dem Parlament unangenehmen Mit- prbeitem zu befreien. Der erste, wenn auch keineswegs der bedeutendste dieser verabschiedeten Minister verließ schon unter Lhamberlain die Regierung. Leslie Hore - Be - sish a, der sich den englischen Namen seines Stiefvaters vor den allzu jüdisch klingenden eigenen stellte, um auf diese Weise leichter Zugang -zu den maßgebenden Kreisen der englischen Gesellschaft zu gewinnen, hielt sich schon frühzeitig für einen bewürben solange fortgesetzt werden, bis „bte Verwaltung der Insel bereit ist, mit den vereinigten Nationen zusammenzuarbeiten". In einem Reuter- Bericht wird ausdrücklich betont, daß „die Regierung der Vereinigten Staaten anerkannt habe, day militärische Bedenken zu dieser Entscheidung führen mußten". Obwohl keinerlei Anzeichen dafür Vorlagen, daß von den Achsenmächten französisches Hoheitsgebiet auf der Insel Madagaskar verletzt wird, stellt der englische Agitattonsapparat diese Möglichkeit als den Anlaß zu dieser Kriegsmaßnahme gegen Frankreich heraus. Man wird an das Schicksal Irans erinnert. Auch hier zeigen Roosevelt und Churchill, wie sie das Gut fremder und nicht mit ihnen in Streitigkeiten verwickelter Leute einzustecken verstehen. In Vichy hat dieser neue Angriff größte Erregung ausgelöst, und die französisch« Presse wendet sich in den schärften Worten gegen diesen neuesten Beweis dafür, daß Churchill und Roosevelt in der Mißachtung der Rechte und des Eigentums ihres ehemaligen Verbündeten keinerlei Hemmungen kennen. „Strategisch sinnlos." Die Auffassung französischer Militärkreise. Vichy, 11. Sept. (Europapreß.) Nach Ansicht französischer Militärsachverständiger kann es für bi« britische Madagaskar-Aktion keine Begründung strategischer Art geben, da die sandige und flach« Westküste Madagaskars nur schwer zugänglich ist und für groß angelegte Operationen kaum benutzt werden kann. Die einzige Stelle von einiger Bedeutung an der Westküste ist Majunga, Ein« schöne 600 Kilometer lange Straße verbindet bi« Küstenstadt von kaum 15 000 Einwohnern mit der Hauptstadt Tananarivo. Höher im Norden liegt der Marktflecken Ambaja; auf der Straße von Diego Suarez, gegenüber der Insel Nossi-Be, ist die Ebene von Sambirano Mittelpunkt einer großen europäischen Siedlung, für deren Bebauung moderne landwirtschaftliche Maschinen Verwendung finden. Hier werden Zuckerrohr, Reis und alle wichtigen Produkte -geerntet. Der dritte britische Landungs- punkt Morondava im südlichen Teil der Westküste hat nur wenige europäische Einwohner, keinen Hafen, nur eine fleine schwer zugängliche Reede. Von diesem Ort werden Mais, Tabak und Kap-Erb- sen verschifft. Ein von November bis Mai auf 200 Kilometer Länge nicht benutzbarer Weg verbindet diesen Ort über Hochplateaus mit dem 800 Kilometer entfernten Tananarivo. Die Derkehrsschwierigkeiten in diesen Gegenden und das Fehlen von Stützpunkten nehmen den An- greisem jede Entschuldigung, daß es sich bet' dem Einfall um eine militärische Aktion gegen einen möglichen Gegner handele. Die britische Willkür und Mißachtung des Völkerrechts wird durch einen Aufruf des Generalgouverneurs von Madagaskar . bloßgestellt, in dem es heißt, daß irgendeine Kontrolle der Verwaltung von Madagaskar durch eine andere Macht nie ausgeübt wurde. Fremden Unterseebooten sei niemals Hilfe oder Zuflucht ge- General-Anzeiger für Oberhessen ^«iche^Schiilßratz^r? der anderen Häfen der Insel durch die Achsenmächte geführt habe" und daß deshalb Großbritannien diesen „Schutz" übernähme. Begründet wird dieser völkerrechtswidrige Ueberfall ferner damit, daß der französische Generalgouverneur sich an die Weisungen seiner Regierung halte und dem britischen Kommandeur Handlungsfreiheit auf französischem Boden verweigerte. Die kriegerischen Maßnahmen ÖSciEKHcbrftJ RÄUHAS-lertil währt worden, noch hätten sie jemals solche ge» ____________o ... . , fordert. Niemals hätten auch japanische Flugzeuge zu^einem ausreichenden Schutz vor Durchdringung j-das Gebiet der Insel überflogen. 2)er General- ~ ' *• ' **' er Regierung, doch ist seine Kritik meist Selbstweck, und allzu oft merkt man ihr an, daß. sie □eniger dem Wunsch nach Besserung als dem eigenen Geltungsbedürfnis entsprungen^ist. Das Kriegsministerium hat seit dem September 939 seinen Chef schon viermal gewechselt, und zwei Nachfolger Hore-Belishas sind inzwischen gleichfalls uf das Nebengleis abgeschoben worden. Zunächst bernahm Oliver Stanley den undankbaren Soften. Dem politischen Parvenü folgte der Sproß ines der ältesten, mächtigsten und auch in der Po- tik ruhmreichsten Adelsgeschlechter. Oliver Stanley 't der zweite Sohn des Earl of Derby und bekam ,1s solcher ein Minrsterportefeuille gleichsam schon h die Wiege gelegt. Der 18jährige zog von Eton lind Oxford in den vorigen Weltkrieg und kehrte cis Major zurück. 1924 erschien er im Unterhaus lind gehörte dort zu der Gruppe junger Konservativer, denen eine glänzende Karriere bevorstand. Sein erstes Regierungsamt erhielt er 1939 als Un- hrftaatsfefretär im Innenministerium. In den näch- jien Jahren leitete er nacheinander das Verkehrs-, rlrbeits-, Erziehungs- und Handelsministerium, bis $r im Januar 1940 das Kriegsministerium über- Bedrohung durch Luftwaffe und U-Boote der Achsenmächte befahrbar ist, eine der Lebenslimen des Empire und wichtigster Zufahrtsweg für den Nachschub der in Aegypten kämpfenden Empire- Truppen wie der britischen Nah-Ost-Arrnee. Dazu kommt die Bedeutung der Landbrücke für den Luftverkehr nach Indien, für den vor allem im Irak eine Reihe militärischer Stützpunkte und moderner Flughäfen angelegt wurde. Der große Flugplatz Habbaniyah ist in der Zeit der nationalen Erhebung des Irak gegen die britische Vergewaltigung im Frühjahr 1941 allgemein bekannt geworden. Aber auch die Hauptstadt Bagdad besitzt einen bedeutenden Land- und Wasserflugplatz, der vor dem Kriege einer der meist angeflogenen Plätze der Erde war. Es liegt in der Natur der Orient» länder, daß Eisenbahnen rar find. Die Bagdad- Bahn, die vor dem ersten Weltkrieg deutscher Anregung, deutschem Kapital und deutschen Ingenieuren ihre Entstehung verdankte, ist auch heute noch der wichtigste Schienenstrang. Sie ist im Sommer 1940 auch in ihrem letzten Abschnitt westlich von Mossul fertiggestellt worden und dient, soweit nicht ihr nördlicher Teil durch das Gebiet der neutralen Türkei führt, ausschließlich den strategischen Bedürfnissen Englands, denn als die Regierung des Irak sie von den Engländern für einen Spottpreis erwarb, mußte sie sich verpflichten, alle leitenden ©teilen mit Engländern zu besetzen und sie im Kriegsfall dem britischen Oberkommando zur Verfügung zu stellen. Die Bahn, die von Basra, dem irakischen Hafen am Persischen Golf, ausgeht, führt über eine Entfernung von etwa 1200 km an die syrisch- türkische Grenze und an ihr entlang nach Aleppo, wo sie Anschluß an die Strecke nach Damaskus hat. Eine andere wichtige Linie ist die Hed - s ch a s - B a h n , deren arabischer Teil jedoch seit dem ersten Weltkrieg zerstört ist. In Transjor- danien führt sie von der Hauptstadt Amman, mit einer Querverbindung zu benr palästinensischen Oel- hasen Haifa und Anschluß an die Strecke nach Port Said, nach Maan, von wo eine moderne Autobahn nach dem Hafen Akaba am Roten Meer führt, als Ausweichhafen für Suez heute für die britische Kriegführung von besonderer Bedeutung und deshalb auch seinerzeit nicht dem Wahabiten- körng Ibn Saud überlassen, sondern dem von England beherrschten Transjordanien zugesprochen. Andere wichtige Autostraßen, die ja in den letzten Jahrzehnten in den meisten Wüstenländern der billigeren und schnelleren Anlage wegen an Stelle von Schienensträngen angelegt worden sind, verbinden über eine Entfernung von 800 km hinweg Bagdad mit Damaskus und Diefts mit Mossul und Haifa. Eine andere Strecke, die zum Teil der berühmten Oelleitung parallel läuft, führt von Jaffa 'über die ttansjordanische Hauptstadt Amman und Rutba nach Bagdad. Wirffchaftlich bestimmen die reichen Oelvorkom- men Englands Intepesse an den Ländern des Vorderen Orients. Neben den Oelquellen Irans und der Bahrein-Inseln im Persischen Golf ist es vor allem das Mossul-Oel des Irak, das den Treibstoff für die britische Kriegs- und Handelsflotte wie für die Panzertruppen der in Aegypten und im Nahen Osten stehenden britischen Armeen liefert. Diese drei Hauptölgebiete des Vorderen Orients zusammen erzeugten vor dem Kriege etwa 6,5 v. H. der Meltölproduktion. Daneben spielt in all diesen Ländern auch Baumwolle eine hervorragende Rolle. Zusammen mit Aegypten und dem Sudan lieferte der arabische Raum etwa 8 v. H. der Welternte an Baumwolle, das wichtigste Rohprodukt der englischen Textilindustrie. Aber nicht minder ausschlaggebend für den Entschluß Englands, die Hand auf diese reichen Rohstoffländer zu legen, war die Sorge, der europäische Kontinent könne sich durch enge Verkehrs- und wirtschaftspolitische Verbindung und Zusammenarbeit auf so wichtigen Versorgungs- gebieten wie Oel und Baumwolle unabhängig machen. Neben Baumwolle sind noch andere landwirtschaftliche Produkte von Bedeutung, so Mais, Gerste, Weizen und vor allem die Dattelpalme, der Irak allein erzeugte nahezu drei Viertel der Weltdattelernte. Wenn trotzdem heute in all diesen Ländern drückende Rahrungsmittelnot, ja teilweise Hungersnot herrscht, so ist daran allein England schuld, das nach dem Grundsatz, daß der Rrieg sich selbst ernähren muß, die Lebensmittelvorräte der von ihm beherrschten Länder mit größter Rücksichtslosigkeit für seine Besatzungstruppen beschlagnahmt. Der an Umfang weitaus größte Staat der Landbrücke des Vorderen Orients ist der Irak, das alte Mesopotamien an Euphrat und Tigris mit der Hauptstadt Bagdad. Aber nur etwa 3,5 Millionen Menschen, zu 80 v. H. Araber, daneben auch Kurden, Türken und Juden, bewohnen einen Raum, der fast so groß ist wie Preußen mit seinen mehr als '46 Millionen Einwohnern. Als im Jahres 1919 die Friedensmacher in Paris die Beute unter | ich verteilten, geriet man über den Nahen Osten ich sehr bald in die Haare, denn jeder, sowohl England, wie Frankreich und die Vereinigten Staaten, wollte seinen Anteil am Mossulöl. Als erste wurden die Amerikaner aus dem Geschäft hinausgedrängt. Engländer und Franzosen einigten sich dann 1924 in San Remo, denn in dem schon genannten Sykes- Picot-Abkommen vom Jahre 1916 hatte England dem französischen Verbündeten einen Teil des Mossulöls versprochen und wurde nun gemahnt, ein Versprechen einzulösen. Es bekam Syrien als Dölkerbundsmandat und eine eigene Oelleitung aus dem Mossulgebiet nach dem Mittelmeerhafen Tripolis, während die britische Oelleitung nach dem palästinensischen Haifa führt. Mtt dem Einzug der Franzosen in Damaskus im Sommer 1920 — zwanzig Jahre später muhten sie vor der britlsch- gaullistischen Uebermacht das Land wieder räumen, war es mit der Herrlichkett F a i s a l s als König von Syrien zu Ende. Sein Vater Hussein war als Verbündeter Englands nach dem Weltkrieg König von Hedschas in Mekka geworden. Ibn Saud machte wenige Jahre später seiner Herrschaft em Ende. Der Sohn floh nach England und feine Freunde im Colonial office schufen nun in Bagdad einen neuen Thron für ihn. Im August 1921 wurde er König des Irak unter britischer Vormundschaft, die er auch nicht los wurde, nachdem der Dölkerbundsrat den Irak im Jahre 1925 zu einem „nationalen unabhängigen Staat" erklärt und nach Aufhebung des britischen Mandats den Irak im Jahre 1932 in die Genfer Liga aufgenommen hatte. Englands Agenten sorgten dafür, daß Faisal der inneren Zwistigkeiten nicht Herr wurde. Nachdem das Land auf britischen Rat partamentanfrert worden war, folgte eine Regierungskrisis der an» deren. 1933 starb Faisal unter Vergiftungserscheinungen in der Schweiz. Unter seinem Sohn Ghazi I. unternahm General Bekr Sidky 1936 einen Militärputsch und führte ein autoritäres Regime ein, aber ein Jahr später fiel er einem Attentat zum Opfer und 1939 verunglückte auch der junge König auf einer Autofahrt unter sehr merkwürdigen Umständen. Nun endlich gelang es England, in die Regentschaft für den sechsjährigen Thronerben Faisal II. mit dem Emir Abdul Jllah einen ihm gefügigen Mann zu bringen, der auch eine den Engländern' genehme Regierung mit Nuri Said als Außenminister berief. Aber diese Regierung konnte sich gegen die Volks» ftimmung nicht hallen, denn man hatte im irakischen Volk die Hand des britischen Secret fermce erkannt und verabscheute die englandhörigen Minister. Als nun im Frühjahr 1941 England auf Erweiterung des Bündnisvertrages von 1930 drang, um das unsicher gewordene Land militärisch besetzen zu können und der Regent Abdul Jllah einen Staatsstreich plante, um die ihm unbequeme Regierung Taha Haschimi Paschas zu beseitigen, kam ihm der Geberalstabschef Amin Zakiheit zuvor. Er ergriff die Macht, der Regent mußte nach Transjordanien fliehen, und Raschid el Kailani, der kurze Zeit vorher auf britischen Druck hin zum Rücktritt gezwungen worden war, bildete eine Regierung der nationalen Konzentration, die den Kampf mit England aufnahm, als dieses unter Berufung auf den Bündnisvertrag indische Truppen in Basra landete, angeblich nur zum Durchmarsch nach Palästina, in Wahrheit um den Irak mit starken militärischen Kräften zu besetzen, und die irakische Armee zu entwaffnen. Der Kampf der irakischen Unabhänaigkeitsbewegung gegen die gewaltige britische Uebermacht endete nach verheißungsvollen Anfängen mit dem Zusammenbruch des nationalen Widerstandes. Raschid el Kailani mußte fliehen, sein Gegenspieler Nuri Said errichtete auf den Spitzen britischer Bajonette eine blutige Schreckensherrschaft. Aber die drakonischen Urteile gegen die engsten Mitarbeiter Raschid el Kailanis haben den Geist des nationalen Widerstandes erneut entfacht. Sabotageakte an militärischen Einrichtungen der britischen Besatzungstruppen, passiver Widerstand gegen die Verwaltung des englandhörigen Kabinetts Nuri Said, Demonstrationen nationalbewuß- ter Araber find immer wieder Beweise für die ungeheuer erregte Stimmung bes' irakischen Volkes. Nuri Said wußte sich gegen diese antibritische Opposition nicht^anders zu helfen als durch Auflösung aller Vereine, in der er die Herde der nationalen Bewegung sah. Aber weder diese Maßnahme noch die Verhaftung und Verbannung unsicherer politischer Elemente kann den englandhörigen Regenten und seine Minister von der Angst befreien, daß die Araber des Irak einst Rechenschaft von Oie peitsche für die Inder. Don unserer Berliner Schriftleitung. und konfessionelle Zusammensetzung dieses Landes, wie sie sich in britischen Köpfen malt. So behauptete er, die Kongreßpartei fei in Wirklichkeit ein Nichts, sie werde von der überwiegenden Mehrheit der Inder abgelehnt oder sogar bekämpft. Aber selbst Reuter meldet immer erneute Protestaktionen der Inder aus allen Teilen des Landes, die englische Presse weiß zu berichten, daß immer wieder Streiks ausbrechen, die indischen Massen sich versammeln, um ohne Waffen friedlich gegen die schändliche Unterdrückungspolitik der Briten zu demonstrieren, sie weiß von Hinrichtungen, kurzum, sie gibt das Bild eines Landes, das in dön Vorgluten der Revolutton steht. Und das alles nennt Churchill „befriedigend , man dürfe über Indien „nicht ungebührlich verfahren". Es war eine echte Churchillrede. Churchill weiß, daß heute 390 Millionen Inder trotz rassischer und religiöser Gegensätze sich im Kampf um Indiens Freiheit völlig einig sind. Als' einzige Zusicherung zur Klärung der Verhältnisse in Indien gab er bekannt, daß umfangreiche Truppenverstärkungen nach Indien unterwegs seien und daß auch die USA. weitere Truppenkontingente dahin verlegen würden. Und das sind die Männer, die erklären, sie kämpften für die Freiheit und die natto- nale Selbständigkeit der Völker? Im ganzen englischen Unterhaus fand sich nur der Abgeordnete Shinwel, der entsetzt feststellte, die Erklärungen Churchills würden Millionen Menschen zutiefst enttäuschen. Der „Daily Telegraph" antwortet ihm aber, diese Millionen ständen außerhalb Englands, und das ist für die sittliche Auffassung des Heu- tigen Britanniens so bezeichnend, wie Churchill selbst. (fine Deutsch-Indische Gesellschaft. Im Hamburger Rathaus wurde in Anwesenheit des indischen Freiheitsführers Subhus Chandra Bose die „Deutsch-Indische Gesellschaft in Hamburg" gegründet. Der Präsident der Vereinigung zwischenstaatlicher Verbände und Einrichtungen, ^-Obergruppenführer und General der Polizei, Lorenz, betonte, daß Deutschland dem indischen Freiheitskampf besonderes Verständnis und wärmste Sympathien entgegenbringe. Subhas Chandra Bose führte aus, die Briten hätten, als es ihnen gelungen war, ihre Herrschaft über Indien zu errichten, ihr bestes getan, um alles indische als möglichst minderwertig hinzustellen. Als Indien moralische Hilfe brauchte, hätten deu t s ch e DenkerundGelehrte Indien und seine Kultur entdeckt. Dies werde das indische Volk nie vergessen, und dieses kulturelle Band, frei von allen selbstsüchtigen Interessen, habe bis heute die Grundlage aller deutsch-indischen Interessen abgegeben. Seit 1938 habe er unentwegt die Idee verfochten, daß Indien sich mit den Feinden des britischen Imperialismus zusammenschließen müsse. Das indische Volk sei überzeugt, daß Großbritannien in diesem Kriege besiegt werde, und daß sein Weltreich der Auflösung entgegengehe. Der britische Jndienminister Amery hatte am 8 August 1940 die Jndienpolttik Großbritanniens dahin charakterisiert, daß „Seiner Majestät Regle- rung aufs tiefste über die Gemeinschaft der nationalen Bestrebungen in Indien berührt ei und fühle, daß eine ausführlichere Bekanntmachung ihrer Absichten dazu beitragen werde, diese Gemeinschaft noch zu fördern." Mas darunter zu verstehen war, wurde in dem Augenblick klar, als die Japaner nach ihrem Sieg in Burma bis zur indischen Grenze vorrückten und England hoffte, aus Indien Kanonenfutter in ausreichendem Maße herausziehen zu können. Indien verlangte seine schon während des Weltkrieges versprochene, aber von London nicht eingelöste nationale Freiheit und Unabhängigkeit. Cripps hatte sich dann im Frühjahr dieses Jahres von Churchill beauftragen lassen, die Sache mit Indien ins reine zu bringen. Er versprach den Indern die nationale Selbstverwaltung — nach dem Kriege. Es kam zum Abbruch der BerhanÜlungen und zur klaren Formulierung der Forderungen der indischen Kongreßpartei an die englische Regierung: England hat Indien zu verlassen und damit einen Beweis für die Aufrichtigkeit seiner Erklärung über die künftige Freiheit Indiens zu erbringen. London hat diese Entschließung der Kongreßpartei, die im Namen des gesamten indischen Volkes diese Freiheitsforderung erhob, mit der Verhaftung der nationalen Führer der indischen Freiheitsbewegung und mit den brutalsten Unterdrückungsmaßnahmen gegen frie indische Bevölkerung beantwortet. Tausende von indischen Freiheitskämpfern sckmachten in den berüchtigten britischen Gefängnissen, Hunderte haben ihr Eintreten für das natürlichste Menschenrecht eines Volkes mit dem Märtyrertod bezahlt. Am Donnerstag gab ChurchiN dem Unterhaus Erklärungen zur Lage in Indien. Er tat es in seiner bekannten zynischen Art etwa, in der Form, wie er in seinem Buch über den Burenkriea die Nieder- fnallung burischer Freiheitskämpfer schildert. Bisher feien weniger als 500 Personen getötet worden. Gegen die Auspeiffchung mit den tödlich wirkenden bleigefüllten Bambusstöcken hatte er nichts einzuwenden. Sein Indienminister Amery, vom gleichen Scklage wie Churchill, hatte vorher eine Anfrage dayin beantwortet, die öffentlichen Auspeitschungen von Indern, immerhin Angehörigen einer Nation, die schon Philosophie trieb, Mathe? matik hatte und bewunderungswürdige Kunstwerke schuf, als die Bewohner der brjttschen Insel noch auf primitiver Kulturstufe standen, geschehe ja nicht mit der berüchtigten siebenschwänzigen Katze, sondern mit einem weniger fühlbaren Folterinstrunleitt, und im übrigen fei es den lokalen Behörden Indiens überlassen, diese Strafe zu verhängen. Die englische Regierung selbst habe gar nichts damit zu tun. Churchill hatte sich seine Mede sehr leicht gemacht. Er behauptete, die Lage in Indien habe sich gebessert und hielt dann eine Art Vorlesung aus der Enzyklopädie Britannica über die ethnographische denen fordern werden, die ihr Land Den Briten aus- geliefert haben. Raschid el Kailani hat vor kurzem Berlin und Rom besucht und hier wie dort die Zusicherung erhalten, daß die Achsenmächte die nationalen Unabhängigkeitsbestrebungen der Araber mit größtem Interesse verfolgen, wie ja auch schon die Erklärung der Achsenmächte vom Dezember 1940 die arabischen Völker der vollen Sympathie Deuffch- lands und Italiens für ihren Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit versichert hatte. Diese Haltung steht in schärfstem Gegensatz zu dem Bestreben Edens zur Gründung einer „Panarabischen Union" unter britischer Vormundschaft, wobei der berüchtigte Parteigänger Englands, der Emir Abdullah von Transjordanien als Schattenkönig von Englands Gnaden das Aushängeschild abgeben soll. Es wäre nichts anderes als die Erneuerung des alten Churchill-Planes aus dem Jahre 1922, ein „Middel Castern Empire" zustande zu bringen, ein mittelöstliches britisches Reich, das den Kern des Empire, die Landbrücke zwischen Mittelmeer und Indischem Ozean, zum letzten und festesten Bollwerk britischer Macht gegen die vom überall her l)eran- spülenden Fluten der Zerstörung machen soll. Die letzten Reorganisationen im britischen Oberbefehl beleuchten, mit welchem Ernst man in London die Lage im Mittleren Osten betrachtet. Dr. Fr. W. Lange. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Berlin, 11. Sept (DRV.) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Dilcke, Kommodore eines Jagdgeschwaders, und übermittelte ihm folgendes Schreiben: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 122. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Das Eichenlaub mit Schwertern für Hauptmann Müncheberg. DRV. Aus dem Führerhairptquartleh 1L Sept. Der Führer verlieh das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Müncheberg, stellvertretenden Kommodore eines Jagdgeschwaders, und übermittelte ihm folgendes Schreiben: „Im Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 19. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Hauptmann Müncheberg trat 1936 als Fahnenjunker bei der Luftkriegsfchule Dresden ein. Nach Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer 40. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Nein, nein, Anna ist vollkommen schuldlos", sagte Fender lebhaft. „Aber ihr Vetter hat das Geld doch abgehoben?" „Weil ich ihn darum bat. Wir trafen uns zufällig, und ich schickte ihn an den Schalter. Er hatte keine Ahnung." Dann habe ich den beiden ja entsetzlich Unrecht getan, dachte Brügger und ließ den Kopf finken. „Kannst du mir verzeihen, Paps? Ich will es nicht beschönigen, aber ich war Damals im Druck. Du hast mir Das Geld für Die Reise verweigert, und ich wollte doch fort. Darum bin ich nachts durch Das offene Fenster in dein Sprechzimmer gestiegen." „Anna war in jener Nacht ebenfalls in meinem Sprechzimmer. Die Purgstaller sagte es wenigstens. Sie will auch gesehen haben, wie Anna das Scheckbuch m Den Schreibtisch räumte." „Möglich. Aber mit Dem GelDe hat Anna nichts zu tun. Vielleicht ist sie von einem Geräusch erwacht und hat nachsehen wollen. Oder sie hat Kopswehtabletten gesucht. Wenn ich mich recht entfinne, klagte sie Damals über Kopfschmerzen. Es gibt noch andere Möglichkeiten. Das Scheckbuch habe ich unvorsichtigerweise liegen lassen. Wahrscheinlich hat Anna es aus Ordnungsliebe weggeräumt. Nein, du mußt nichts Schlimmes von deiner Frau denken. Ich wollte, es wären alle wie sie. — Da habe ich ja etwas Schönes angerichtet!" seufzte der junge Mensch, den die Krankheit seltsam verwandelt hatte. Dann schwieg er erschöpft und schloß die Augen. Diese Rede, ein Gespinst von Wahrheit, Zerknirschung und Verschleierung alles dessen, was zu neuer Wirrnis führen konnte, ging wie ein warmer Regen auf Brüggers ausgedörrtes Herz nieder. Gleichzeitig empfand er S^rnn über feinen falschen und lieblosen Verdacht. Impulsiv und voller Dankbarkeit streichelte er Des Stiefsohns Finger. „Es ist in Ordnung, Boy. Wir wollen nicht mehr davon sprechen. Ich Helse dir, gesund zu werden, und nachher helfe ich Dir erst recht. Es ist nie zu spät." „Du bist so gut, Paps. Das Geld steckt in meiner Brieftasche. Wenn ich Durchkomme, werde ich arbeiten ober Dir nie mehr unter die Augen treten. Ich war ja so töricht. Aber nun bin ich schrecklich müde, auch Das Fieber meldet sich wieder, gleich schlafe ich ein ..." ,La^-jchlafe nur. Ich gehe inzwischen ein bißchen ins Freie. Ich bleibe in der Nahe, für Den Fall, daß Du mich brauchst." Brügger erhob sich und verließ Das Zimmer. Es hatte Regen gegeben in Der Nacht, und Das Gras funkelte von blitzenden Tropfen. Der Berg drüben. Den Brügger nicht kannte, löste Das Haupt aus brauenDen Nebeln. Der weiße Spitz äugte argwöhnisch aus seiner Hütte, Den Zottelkopf zwischen Den Pfoten. Brügger schlenderte ums Haus. Flockenblumen blühten, Liebstöckel und Arnika. Eine Beradohle krächzte und flog mit schweren Flügeln zu Tal. In den Ställen läuteten Die Rinder. Dor Martin Brüggers innerem Blick erschien Annas Gestalt, wie er sie zuletzt gesehen hatte. Es war Das Bild einer anmutigen jungen Frau, Der Unrecht geschehen ist, und Die sich nun abweisend und herb verkapselt. Würde sie ihm verzeihen? Jndizey! Welcher Unsinn! Da sah man wieder einmal, was Schuldbeweise wert waren. Alles schien so klar, ihre Schuld nämlich, und jetzt, nach Boys Geständ- nis, war alles von Grund aus verändert. Ein un» glückliches Zusammentreffen widriger Zufälle, Gift und Ränkewerk Der Purgstaller, er selbst ein Tor ohne Vertrauen und Menschenkenntnis — und schon zahlte eine unschuldige junge Frau die Zeche. Nun, das ließ sich hoffentlich wieder gutmachen. Anna war nicht so, daß sie lebenslänglich grollte, wenn man ihr reumütig eine Dummheit eingestand. Er hatte plötzlich ein felsenfestes Zutrauen zu Anna Hudal, Der er in Den Isaranlagen einen Antrag gemacht hatte. Nie wieder wollte er an ihr zweifeln. Und was jenen Briefumschlag mit Der Deränderunasanzeige Der Bank betraf, so hatte ihn Anna einfach aus Versehen zwischen Die Blätter Der Zeitung geschoben. UnD Das Gespräch mit Dem Detter? Das bezog sich natürlich auf etwas ganz anDeres. — Nein, nein, Anna war wie frischgefallener Schnee, Anna war die reinste, beste Frau von Der Welt, und nur ein Narr konnte ihr einen solchen DerDacht anhängen. Es war alles klar, wunderbar klar, aber in anderer Weise, als er zuerst angenommen, und das war schön, wunderschön. Der Nebel sank in Die Tiefe, und zwischen den Wolken war ein scharfes, flammendes Gelb, das von der aufgehenden Sonne- herkam. Brügger versuchte vergeblich Das Tal zu erkennen, es war alles wie weiße ziehenDe Watte, und er mußte sich mit Dem Anblick Der Berge begnügen. Der Tag gab seine Schätze nur Der Reihe nach preis. Auch Boy würDe wieder werden, der arme Kerl. Er hatte gefehlt, denn vertretbar war Das natürlich nicht, was er sich Da geleistet hatte mit Dem Scheck, aber er bereute, und Das war immerhin ein Anfang und eine Umkehr. Mit einem Wort, Der ganze Tag heute war köstlich, Drinnen unD Draußen, unD Die Welt hatte plötzlich ein anderes Gesicht. Auch Hunger melDete sich. Brügger ging ein paar Schritte weiter unD fand Hingerl hinter Der Hütte mit Kochangelegenheiten beschäftigt. Der Gärtner stand vor einer provisorischen Feuerstelle und war Dabei, einen Schmarren zu machen, bei Dessen bloßem Anblick einem Das Wasser im Munde zusammenlief. An Schmalz unD Eiern hatte Der Gute jeDenfalls nicht gespart. , „Was ist? Kann man Davon auch was haben?" fragte Brügger begehrlich. „Ich hab s ja gewußt, Daß Sie Hunger kriegen", brummte Hingerl und hielt feinem Herrn einen Löffel voll unter Die Nase. „Na — unD?" „Ausgezeichnet!" „Schade, Daß Die Rest Das net kosten kann! Die meint ja immer, sie allein hätte Die Kocherei gepachtet. — Fibel, hol einen Teller! Laus, Mann Gottes! Sonst wird Der Schmarren mir zu resch. Wir haben Das Feuer Da heraußen gemacht, Damit der junge Herr net gestört wird. Wie geht's ihm Denn?" -.Nicht schlecht. Wenn wir Glück haben, bringen wir ihn Durch." "Ich weiß net, ich weiß net — wenn einer so aus» 'chaut, wie Der", wiegte Hingerl zweifelnd Den Kops. „Der himmelet, sagen Die Allgäuer." Hingerl, ein Mann ohne große BilDung, aber von gesundem Menschenverstand und mit Ahnungsver- mogen, behielt recht. Die Besierung im Zustand Des Kranken hielt nur bis zum Nachmittag an. Dann kam ein jäher Umschwung, Der j)r. Brüggers Hoff-, nungen vernichtete. Das Herz wollte nicht mehr« Brügger gab fein geliebtes Strophantin, er gab Kampfer unD Sympatol, aber die Wirkung war keine dauernde. Der Kranke verfiel von Stunde zu Stunde mehr. Seine Augäpfel zogen sich in Die Höhlen zurück, Die Lippen wurden fpröDe unD rissig^ und es wurde immer schwerer, ihn aus Den jenseitigen Bezirken zurückzurufen. „Soll ich nicht doch Den Herrn Dr. Koch holen» Damit er Sie ablöft?" fragte Hingerl. „Sie können ja fast nicht mehr." Besorgt schaute er seinen Herrn an unD zeigte Damit sein goldenes Herz. „Unsinn. Keine Angst, Hingerl, ich mache nicht schlapp. Wir wollen Den Kollegen ruhig lassen, wo er ist." „Und Ihre Praxis?" „Ach was! Sanitätsrat Niederhofer wird mich vertreten wie immer. Es ist ja nicht Das erstemal. Ich weiß gar nicht, was Sie heute haben, Hingerl." Der Gärtner hatte seine UeberreDungsfunft er« schöpft und zündete "sich mißmutig eine Pfeife an. Der Tabak ging auch aus, es war. ein Kreuz. Und die Frau, was sollte Denn die arme junge Frau denken, wenn sie ewig nicht heimkamen? Die Nacht vom Sonntag auf Montag war die schlimmste. Der Kranke geriet ins Delirien, war kaum im Bett zu halten und führte wirre, abgerissene Reden, in Denen ein Carlo und eine Lucia vorkamen. Denen er unschöne Dinge vorwarf. Don Anna kein Wort. Anna beschäftigte ihn anscheinend nicht mehr. Zuweilen stöhnte er, als drangsaliere ihn eine un« sichtbare Faust. Es war ein hartes Sterben, Das vieles gutmachte. UnD Dann ging es pfeilschnell bergab. Das Herz würbe immer bockiger und verweigerte den Dienst. Der Puls flatterte kläglich. Hingerl wischte sich wortlos Die Augen. Er konnte keinen SterdenDen sehen, und Das war Der Hauptgrund, weshalb er fortgebrängt hatte. In feiner verkrusteten Schale steckte ein weiches Gemüt. Dr. Brügger wurde immer abgespannter und ungepflegter, aber er wich ^ckst von dem elenden Bett, bis Kaspar Fender leinen letzten Atemzug getan hatte. Das war abends gegen zehn Uhr. (Sortierung folgt) Abschüssen erhielt er am 13.9.1940 das Ritter. h in Ungarn ergab Wir haben uns verlobt Wir haben geheiratet n Gießen Liebigstraße 16 Telephon-Nr. 2912 Breslau II 166»A Der Direktor: Tielmann 6566 D Wir haben uns vermählt Adolf Thomas 12. September 1942. Künzelsau Gießen lole« • «O- VIWUIHAUI Gießen sparsam anwenden Gießen 2737 D/ M443/ 1\ 04465/ \ Wir gewähren Darlehen zur Aufbringung des Abgeltungsbetrages für die Hauszinssteuer und erteilen bereitwilligst Auskünfte, Schwere Verluste der LtGA-Marine Karl Heinz Moos ~ Margot Moos geb. Benderoth Karl Hörz Obergefreiter Anni Hörz geb. Althaus Aschen ^rund. KleineAmeigen Im Gießener Snzetger werden von Lautend« beachtet und geleleu. IhreKriegstrauung geben bekannt Paul Stumpf Greta Stumpf geb. Schickedanz Um dine möglichst gleichmäßige Verteilung zu errei- therti werden die Heumann- Heilmittel nur noch direktM den Apotheken abgegeben. Es findet also von Nürnberg aus kein Postversand statt, auch nicht bei Geldübel* Weisung. Schriftliche Besteh langen müssen daher leider unberücksichtigt bleiben. Christel Herbert Karl-Heinz Boer Feldwebel bei der Luftwaffe lieh ib mit reojes ievdm lermib Ihres Ihnen it das ij des Kaichen 04485/ Wilfried 10. September 1942 Unser viertes Kind, ein gesunder Junge, ist angekommen Lina Weber, geb.L. _r Fried Weber Gewerbeschule Gießen Techniker- und Werkmeisterschule Ihre Verlobung geben bekannt Marianne Zeuner IhreVermählunggeben bekannt Dr. Walter Sälzer Stabsarzt und Regts.-Arzt und Frau Edith geb. Schürg holen, können Herrn nicht [en, wo IhreVermählunggeben bekannt Herbert Lotzow Funk-Obergefreiter Anni Lotzow geb. Sommeriad Tanzunterricht Anmeldungen für unsere A njänger-u. Forts ehrittkurse werden täglich, ab 11 Uhr entgegengenommen 2735d Tanzschule Bäulke Gießen, Wolfstraße 31, Ruf3835 richtige London z. Z. Kriegs- Gießen-Wieseck marine Gießener Str. 153 12. September 1942. bankpräsiidenten auf beiden Seiten die Bereitwilligfeit, alles zu tun, um den gegenseitigen Austausch an kriegswichtigen Gütern im Interesse der wirtschaftlichen Sicherung der gemeinsamen Kriegführung weiterhin auszubauen. In Helsinki wurde die Ritterschaft des Finnischen Löwen gegründet. Der Ofden wird als Anerkennung für besondere militärische und zivile Verdienste ver- Kassel/Ki. z. Z. im Felde 4479/ Statt Karten! Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern,herzlich Lina Buchtaleck Ernst Huber, z. Z. im Felde Großen-Buseck, im Sept. 1942. ________________________04427/ Für die erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung sagen wir^auch im Namen d.Eltern, unseren herzlich^tenDank Liesel Luft Heinz Herrlich Uffz. in einer Nachr.-Abteilung Gießen, im September 1942. ___________________04455/ Der Besuch des Reichswirtschaftsministers Funk in Ungarn ergab im Gedankenaustausch mit Ministerpräsident von Kallay, dem Finanzminister, dem Industrie» und Handelsminister, dem Nätional- Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer goldenen Hochzeit danken wir herzlichst. Dietrich Heibertshausen und Frau Marie, geb. Pfeffer. Staufenberg, September 1942. _______________________2761 D/ Aus 2 Tellern Suppe 3 - 4 Teller ! Gießen, Am Riegelpfad 90 04492/ M an« t> etni« 'tun« ßoli« in« und has itten, über alles eilen, (itten i und Volk von heute i ab» Ädee i des Nüsse, ntan« i sein Als Verlobte grüßen Irma Müll Erich Schäfer Gefreiter in einem Inf.-Regt. Im Felde Wahlrod Westerw. September 1942. Erzieherin der Ration zur n< Ideenwelt dar. Gauleiter Saud 5 Fah» [. Nach Für die zugegangenen Glückwünsche anläßlich unserer Verlobung danken wir herzlichst. Gertrud Weby Rudolf Bornmann, Feldwebel Bellersheim, 13. Sept. 1942. 04502/ Ihre Kriegstrauung geben bekannt Karl Pfaff Obergefr. in einem Art.-Regt. Ingeborg Pfaff geb. Fechter Dann i Hof!« mehr* >r gab g war nde zu in die ) rissig, >n je»* Robert Demi Oberarzt in ein. Kriegslazarett Hertha Demi geb. Merz Vermählte 12. September 1942. 04486/ Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstatte Kurt Kling tonn. Heger Nacht BandalistenmitiL Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. :*emestrige Fachschule türa) Maschinenbau, Elektro- schnik, Feinmechanik und Optik; b) Hochbau, tchreiner und Maler; c) Lehrgänge für technische eichnerinnen. Staatliche Abschlußprüfung. Semester- eginn: 15. März und 1. Oktober. Prospekte kostenlos Allen denen, die uns zu unserer goldenen Hochzeit in so reichem Maße mit Blumen ur^l Glückwünschen bedacht haben, danken wir hiermit aufs herzlichste. Valentin Röhrich Schuhmachermeister und Frau Barbara, geb. Fleckensteil). Gießen, Auf der Bach 8. 04480/ tete hts. der At der sche eikz ein, un: - fte 8ild Hon ad", ver- chill cher Än« Zu. dien star- auch Der« er- ttio« eng« nete hur« ent« ihm nds, Heu« rchill /HUB iiiBisa .1 Al 1111 Don 25 Filmtheatern in Stockholm wurde ein deutscher Wochenschausilm mit Aufnahmen der britischen Niederlage von Dieppe der stark interessierten schwedischen Oeffentlichkeit gezeigt. Aber bereits nach zwei Tagen haben 22 Theater den Film vom Spielplan abgesetzt. Diese Maßnahme ist, wie „Folkets Dagbladet" berichtet, auf eine ultimative Forderung der amerikanischen Filmgesellschaften zurückzuführen. Sflotrognen Hochzuckt iktfufer, Mnlergersle ins. Peragis 4zeil. l273sO liefert gegen Bedarfsschein (d. Ortsbauernführer ausge» stellt) Nudolf Häuser. Butzbach, O.-H. FranRiurter Hypothekenbank Frankfurt am Main Adolf-Hitler-Anlage 8 Fernsprecher 30061 Heute ist es nun einmal so, daß man oft nur einen Suppenwürfel - der 2 Teller gute KNORR-Suppe ergibt - bekommt, obwohl man 2 Suppenwürfel für eine Mahlzeit gebrauchen könnte. Man kann sich da immer ganz gut helfen, wenn man die KNORR-Suppe mit etwas Gemüserest und mit 1-2 Kartoffeln streckt. KNORR Gießen Schiffenberger Dammstr. 86 Weg 36 Garbenteich Leihgestern z. Z. im Felde ich oer« L3ch df inft «* ;iie Oft au den' oar ** ir kaulN jerifl«" rkainen. >na kF it mehr- -in- E ien, 6a5 ell.berS -oelgeli Hinge" . keinen ptgruw et . abe"65 stp unterstützt werden. Roosevelt sei bereits der ^ühre^ von zwei Dritteln aller englischsprechenden Manschen, und nur Washington wäre der St) des demokratischen Hauptquartiers, da schon in der Kampflinie liege. (!) sätze dar, nach denen die Arbeitseinsatzprobleme im nationalsozialistischen Sinne zu lösen sind. Seine vornehmste Aufgabe sei es, der Wirtschaft nicht nur irgendeine Zahl von fremden Arbeitern zur Verfügung zu stellen, sondern dem Volke in seinem schärfsten Lebenskampf den größtmöglichen Arbeitsertrag für die deutsche Kriegswirtschaft zu sichern. Er hob hervor, daß die Arbeitsämter trotz aller schweren Aufgaben Hochburgen der nationalsozialistischen Propaganda, der Betreuung und des Vertrauens in steigendem Maße werden müssen. Der deutsche Arbeiter solle im Arbeitsamt eine sozialistische Einrichtung und Behörde sehen. fieber 1OO 000 Tonnen Altstoffe. Die Altstofferfassung der deutschen I u g e n d hat im 2. Vierteljahr 1942 über 100 000 t Altstoffe verschiedenster Art gebracht, im einzelnen Knochen 7213 t, Lumpen 12 032 t, Papier 30193 t, Buntmetalle 1000 t, Schrott 47 659 t. Die Leistungen verdienen auch deshalb große Anerkennung, weil diese so wertvollen Rohstoffe in o f t k l e i n e n u n d klein st en Mengen zusammengetragen werden mußten. Die Jungen und Mädel sammeln fleißig weiter! Es wird daher nochmals den Hausfrauen nahegelegt, alle Altabfall st offe, soweit sie für die Schul-Vorsammelstellen bestimmt und geeignet sind, ihnen zur Schule mitzugeben. Kleine politische Nachrichten. Mit der im letzten italienischen Wehrmachtbericht bekanntgegebenen Versenkuna eines feindlichen U- Bootes durch leichte italienische Seestreitkräfte hat die italienische Kriegsmarine im Laufe der letzten neun Tage fünf U-Boote v ern ichteL. Präsident Roosevelt empfing den Chef des Kriegsproduktionsamtes Donald Nelson, mit dem er die Herstellung künstlichen Gummis besprach. Der Mangel an Gummi wird in Washington als „sehr gefährlich" für die Kriegswirtschaft bezeichnet. * Der ehemalige Gouverneur von Bagdad, D j a l a l Chalid, einer der führenden Nationalisten des Irak, die eine maßgebende Rolle in der Bewegung Raschid el Kailanis spielten, wurde mit einer Anzahl früherer höherer Regievungsbeamter verh astet. Haaptschrlftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deß Hauptschrtfüetters: Ernst Blumschetn. Berantworllich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Eiehe«, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universüätsbruckeret R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hanv Beck. LrqetgeupreiEe Nr. 6. Waltraut Siegfried KarlheinzWalter danken, auch im Namen ihrer Eltern, herzlichst für die zu ihrer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten. Leihgestern, Bahnhofstraße 62 Gießen, Kaiserallee 66 September 1942. ________________________04487/ k ?uz. Als er über Malta seinen 39. und 40. Luft- fi g errungen hatte, verlieh ihm der Führer am 7 Nar 1941 das Eichenlaub. Hauptmann Münche- Gießen (Am Riegelpfad 44), den 12. September 1942. 04456/ liehen, auch an Ausländer. Großmeister ist der fht« nische Staatspräsident. Der Orden wird nach der Weißen Rose getragen. Kunst und Wissenfchast. Prof. Boffroem nach Straßburg berufen. Der o. Professor für Psychiatrie und Neurologie Dr. med. August Bostroem an der Unoersität Leipzig ist an die Universität Straßburg berufen worden. Bostroem wurde 1886 in Gießen als Sohn des langjährigen Pathologen unserer Ludo- viciana geboren, besuchte die Universitäten Freiburg, Gießen und München und promovierte 1910 in Gießen mit einer Arbeit über die Benennung optischer Eindrücke. Nach längerer Asfistententätig- feit in Hamburg, Gießen, Rostock, Breslau und Leipzig habilitierte er sich 1922 in Leipzig für Psychiatrie und Neurologie. 1932 wurde er als Ordinarius nach Königsberg und 1939 nach Leipzig berufen. Bostroem ist vor allem auf den Gebieten der klinischen Psychiatrie und Neurologie, sowie der forensischen Psychiatrie tätig. Tagebücher Rainer Maria Rilkes. Ruth Sieber-Rilke und Carl Sieber haben im Insel-Verlag einen Band Tagebücher aus der Frühzeit Rainer Maria RUkes herausgegeben. Der Band vereinigt das hier zum erstenmal erscheinende Tagebuch aus Florenz mit den frühes bereits im Rah» men des Briefwerkes veröffentlichten Schmargen- dorfer und Worpsweder Tagebüchern. Die Aufzeichnungen umfassen die Zeit vom April 1898 bis Ende 1900, also einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung des Dichters. Ein neu entdeckter Caspar David Friedrich. Nachdem im Aprilhest 1941 der „Kunst" fünf neu entdeckte Bilder Caspar David Friedrichs bekannt gemacht worden waren, wird jetzt im September- Heft der gleichen Zeitchsrift ein anderes, bisher unbekanntes Werk des deutschen Romantikers abgebildet. Das Gemälde stellt eine Meereslandschaft dar: im Vordergrund der mit großen Steinen bedeckte, schon dunkelnde Strand, dahinter der Ausblick auf die glatte, ruhige Fläche der See, in deren verschwimmender Weite sich der Abglanz des Sonnenuntergangs spiegelt. Im Vordergründe links liegt zwischen den hohen Steinen ein mächtiger Anker 'und das dunkle Viereckssegel eines Schiffes, das sich an den Strand treiben läßt, steht gegen den abendlichen Himmel, dessen Wolkenstreifen von der scheidenden Sonne beleuchtet werden. Die Landschaft ist von der trägen, schwermütigen Ruhe des Abends erfüllt. F. Nemitz weist darauf hin, daß Friedrich im Jahre 1809 eine Reise in seine pommersche Heimat und nach Rügen unternommen habe: damals sei sein Zyklus „Morgen, Mittag und Abend" entstanden, der schon das Motiv des Ankers im Vordergründe links aufweise. Eine Sepiazeichnung vom Jahre 1805 (Dresdner Kupferstichkabinett) mit fast demselben Motiv „Der Anker" künde bereits diese Bilderreihe an, zu der auch das wieder entdeckte Werk gehöre. Ein neuer Emil-Jannings-Film der Tobis. Unter Erich Engels Spielleitung entsteht der neue Emil-Jännings-Film der Tobis „Altes Herz wird wieder jung". eines gemeinsamen Wohlstandes noch nicht erreicht. Das japanische Volk müsse vielmehr klar erkennen, daß der Weltkrieg ein Krieg der Ideen sei. Japans Ziel sei es, der ganzen W e l t die Neuordnung zu bringen, in der jede Nation den ihr gebührenden Platz finde. Weiter warnt Hirache davor, die USA. zu unterschätzen. Dennoch brauche Japan die USA. nicht zu fürchten. Die japanische Flotte stehe vielmehr bereit, den Feind zu jeder Zeit und in jeder Stärke vernichtend zu schlagen. Kapitän Hiraide tadelt ferner die jetzt verschiedentlich geäußerte Ansicht, die militärische Phase des Krieges fei vorüber, und die Ausbauphase beginne. Man dürfe nicht vergessen, daß der Aufbau des Südraumes und die Ausweitung der Wirtschaft nur einem Ziel diene, nämlich die Kampfkraft des Feindes zu vernichten. Japan erstrebe einen Zustand, in dem alle ostasiatischen Völker friedlich und gedeihlich miteinander leben können. Skandalöse Behandlung der Japaner in Amerika. Tokio, 11. Sept. (DNB.) Der Sprecher der japanischen Regierung, Hori, erklärte der Auslandspresse zu der angeblich schlechten Behandlung, über die die Amerikaner sich nach ihrer Rückkehr aus Japan beklagt haben, diese Berichte seien unverständlich, da man den Amerikanern eine sehr entgegenkommende Behandlung habe zuteil werden lassen. Der beste Beweis dafür sei, daß noch heute in Schanghai einige tausend Engländer und Amerikaner ein völlig normales Leben führten und sogar Theater und Tanzstätten besuchen könnten. Demgegenüber gehe aus Schilderungen japanischer Evakuierter hervor, daß das Vorgehen der amerikanischenBehörden oft so unmenschlich sei, daß es mehrere Japaner bereits vorgezogen haben, ihr Leben freiwillig zu beenden, um weiteren Qualen zu entgehen. In vielen Fällen habe man japanische Staatsangehörige gezwungen, bei Verlassen amerikanischen Bodens sich völlig auszukleiden; auch habe man die Japaner ihrer Wertsachen beraubt. Eine solche Behandlung habe man Menschen zuteil werden lassen, die seinerzeit auf Einladung der amerikanischen Industrie nach den Bereinigten Staaten kamen und durch jahrzehntelange Arbeit dazu beigetragen haben, daß es den Vereinigten Staaten wohl ergehe; man habe ihnen über Nacht ihren gesamten Besitz geraubt und sie dann wie eine Viehherde ins Landesinnere getrieben, wo sie heute ihrem Schicksal überlassen worden sind. Diese Behandlung sei selbst Japanern zuteil geworden, die in Amerika geboren sind, bie nur die amerikanische Landessprache reden und niemals die Grenzen der Vereinigten Staaten überschritten haben. Ans dem Reich. Eine Tagung der Arbeitsverwaltungen. Unter der Leitung des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauckel, begann in Weimar eine Arbeitstagung der Präsidenten der Landesarbeitsämter, der Reichstreuhänder der Arbeit sowie aller Leiter der Arbeitsämter unter Teilnahme der deutschen Dienststellen des Arbeitseinsatzes in den besetzten Gebieten, im befreundeten und neutralen Ausland. In großen Zügen gab Reichsminister Speer ein Bild der gewaltigen Aufgaben feines Arbeitsgebietes. Reichs- organisationsleiter Dr. Ley sprach über die Be- griffe Staat, Partei und Volksgemeinschaft. Der Staat sei dazu da, das, was die Partei erobert habe, zu verankern, und die Partei stelle die große Holzheim Lang-Göns Hauptstr. 63 Bismarckstr. 3 z. Z. Urlaub 12. September 1942. _______________________04512/ rg, ein Verwandter unseres berühmtesten U-Boot- ! Ämmanbanten Korvettenkapitän Günther Prien, ist em eifriger Sportsmann. Wie er der erste Pommer tqar, dem das Eichenlaub verliehen wurde, so war e der erste deutsche Soldat, der die italienische ßtjbene Tapferkeitsmedaille erhielt. Lahnstr.15 Tauentzienstr.66 12. September 1942. 04475/ erlief» *a & e ' Sprecher der Marine im Kaiserlichen Haupt- 6 9 pwrtier, führt in der Zeitung „Domiuri Hochi" aus, fireu* )ii Kriegsziele Japans feien mit der Erledigung eines ;}cr China-Affäre und der Errichtung der Sphäre lenbes । Hel» akvnft Ibüleo Mr- Roosevelt als „oberster Führer der Vereinigten Nationen". Lissabon, 12. Sept. (Europapreß.) Duncan fnerribge, der ehemalige Gesandte Kanadas in Mhington, erklärte, daß die „Bereinigten Natio- n*i" den Krieg nicht eher gewinnen könnten, bis bit englischsvrechenden Völker sich unter der Führerschaft eines Mannes vereinigt hHten, und daß dieser Mann Roosevelt sein softe. Nach der Ansicht von Herridge solle die No- miierung des USA.-Präsidenten durch Churchill erfolgen. Roosevelt sollte diktatorische Eigenschaften hipen und von einem amerikanisch-britischen General- Berlin, 11. Sept. (DNB.) 12 000 Tote Verschollene gibt das amerikanische Ma- rii>minifterium als die bisherigen Verluste der ÜkA.-Flotte feit Beginn des Krieges bekannt. Im vfentlichen find diese hohen amerikanischen Verluste nii die Erfolge der Japaner im Pazifischen Ozean zutückzusühren, denn allein an dem schwarzen Tag 7» Pearl Harbour verlor die amerikanische Kriegs- mrine fast 4000 Mann an Gefallenen. Weitere rniifindliche Verluste erlitt die USA.-Kriegsmarine nden schweren Niederlagen in der Java-See, im fcrallenmeer, bei den Midwey-Jnseln sowie kürz- iij in den beiden See- und Luftschlachten bei den 5comon-Jnseln. Die große Anzahl von Ges an- z n e n, die den Japanern in die Hand fielen — afliin auf den Philippinen über 40 000 Mann — ftü? in der Verlustliste nicht enthalten. Auch durch det Unterseebootkrieg haben die USA. an der ame- rt nischen Ostküste eine erhebliche Einbuße an see- a renbem Personal erlitten. Die Erklärung begnügt !h lediglich mit der Meldung, daß seit (Eintritt der 1 A. in den Krieg vor der amerikanischen Küste- Handelsschiffe durch Unterseeboote Deutschlands ui i Italiens versenkt wurden, während sich die tat« ia liche Zahl der im Westatlantik in diesem Zeit« ra m versenkten Schiffe auf 534 beläuft. Die amen« kaf sche Kriegsmarine hat mit 12 000 Toten und 3 schollenen in diesem Kriege bereits in neun Ncnaten mehr verloren, als in allen an* b 'en Kriegen zusammengenommen, B>te USA. bisher führten. Japans Kriegsziel. Sotto, 11. Sept. (Europapreß.) Kapitän H i ■ KOSMETIK erfüllt höchste Ansprüche. —- & auf du Erf ordern lut neuielt- k** wundervoll har- 6 mm an n *Mein treuer Lebenskamerad, unser lieber Vater Studienassessor Dl Arno Schulz Wachtmeister und O.-A. in einem Art.-Regt. kehrt nie wieder zu uns heim. Nach einem Leben voll größter Arbeitsfreudigkeit und treuester Pflichterfüllung erlag er am 30. Aug. in einem Lazarett des Ostens seiner schweren, am 4. Aug. erlittenen Verwundung. In unsagbarem Leid: Gertrud Schulz, geb. Appel, und Kinder. Gießen (Kaiserallee 27), 12. Sept. 1942. Es wird herzl. gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. Mit den Angehörigen trauern um ihren hochgeschätzten Lehrer und Berufskameraden Schülerschaft u.Lehrkörper d.Langemarckschule Gießen. 04509 Unerwartet und schwer erreichte uns die traurige Nachricht, daß meine treusorgenden Eltern, meine lieben Schwiegereltern, unsere Großeltern und Geschwister August Kraft Christine Kraft, geb. Heppel im Alter von 56 und 49 Jahren infolge eines feindl. Luftangriffes ihr Leben opfern mußten. In stiller Trauer: Charlotte Steinmetz, geb. Kraft Ewald Steinmetz Irmgard Steinmetz Ruth Steinmetz und Anverwandte.* Großen-Linden, den 9. September 1942. Die Beerdigung findet nach der Überführung am Sonntag, dem 13.September, um 15,s Uhr, vom Friedhof in Großen-Linden aus statt. 2766 D Wir erhielten die schmerzliche Nach- richt, daß mein herzensguter Sohn, mein lieber Bruder und Schwager,unser guter Neffe und Vetter Erwin Wenzel Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Osten am 15. 8., infolge einer schweren Verwundung, im Alter von 32 Jahren, den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Otto Wenzel Willy Wenzel und Frau, geb. Reh und alle Angehörigen. Gießen, Darmstadt, und Düsseldorf. Brandgasse 4. O4.ß. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme an dem schweren Verluste, der uns durch den Heldentod unseres innigstgdiebten, herzensguten Sohnes, unseres unvergeßlichen, einzigen Kindes, meines lieben unvergeßlichen, treuen Bräutigams, unseres lieben Enkels, Schwiegersohnes, Paten, Neffen, Schwagers und Cousins, Otto Jung, Ober-Gefr. in einer Panzer-Division, betroffen bat, sagen wir allen herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Bensch, Leihgestern, für die trostreichen Worte am Grabe, der Betriebsführung und Gefolgschaft der Fa. Heyligenstaedt & Comp. sowie allen, die ihm die letzte Ehre erwiesen. In tiefem Schmerz: Otto Jung II. u.Frau Margarete, geb. Mohr; Mariechen Bopp, Braut, u. alle Angehör. Watzenborn-Steinberg, den 12. Sept. 1942 . 2762 D Statt Karten. Für die vielen Beweise innigster Anteilnahme, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden bei deifi plötzlichen Heimgang unseres lieben, unvergeßlichen Kindes sagen wir herzlichen Dank. Besonders danken wirHerrnPfarrer Weisel für die trostreichen Worte am Grabe. In tiefer Trauer: Walter Heb. Fink, z. Z. im Felde Elisabeth Fink, geb. Reuschling Familie Heb. Fink; Familie Heb. Reuschling. Gießen-Klein-Linden, Heuchelheim und Naunheim, den 12. September 1942. Danksagung. Für das Gedenken zum Heldentod meines lieben, hoffnungsvollen Sohnes, unseres lieben Bruders,meines teuren Bräutigams, Wolfgang Kuhl, Leutnant in einer Nachrichtenabteilung, danken wir herzlichst. Otto Kuhl Hedi Krause, geb. Kuhl Uffz. Otto Kuhl Feldwebel Fritz Krause Liesel Oehler. Gießen, September 1942. ________________________________________________04493 Für die überaus vielen Beweise aufrichtige Teilnahme, die uns schriftlich und mündlicn aus nah und fern in unserem großen Schmerz bei dem Tode meiner lieben Frau und unserer unvergeßlichen Mutter Frau Emma Marsteller, geb. Dingel entgegengebracht wurden, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. In tiefer Trauer: Karl Marsteller, Bauer; Uffz. Alfred Marsteller, z. Z. im Felde; Hertha Marsteller und Grüningen, 12. Sept. 1942 Angehörige. ____________04505 Größeres Wohnhaus oder Geschäftshaus mit Wohnung zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 2730D an den Gießener Anzeiger erbeten. 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September Handtasche m. Spitzenhand- schuhen an der Hardt verloren. Geg. Belohnung abzugeben [04497 Heuchelheim, Gießener Straße 112. Am Mittwoch silbernes Armband i. Wirtschaftsamt verloren. Abgabe gegen gute Belohnung, da Andenken, erbeten. [04495 Liebigstv» 33 H. TH IMS H =3 der Universitätsstadt Gießen Samstag, den 12. 9., 19-22 Uhr Saison in Salzburg , Sonntag, 13.9., 14.30-17.30 Uhr Saison in Salzburg Sonntag, den 13. 9., 19-22 Uhr Saison in Salzburg Spielplan vom 15. bis 20. September Dienstag, den 15. Sept., 19 Uhr 2. Dienstagmiete u. Halbmiete B Die Stunde mit Alexa Mittwoch, den 1-6. Sept., 19 Uhr 2.Mittwochmiete u.Halbmiete B Der Troubadour Freitag, den 18. Sept., 19 Uhr 2. Freitagmiete u. Halbmiete B Die Stunde mit Alexa Sonntag, den 20. Sept., 11.30 Uhr Die Geschwister &86fd 8gelehrt, außerdem ist noch die einfache Buchführung für Kleinbetriebe (Handel und Gewerbe) als Unterrichtsgegenstand vorgesehen. Der Förderlehrgemeinschaft für kaufmännische Lehrlinge im dritten Lehrjahr als fünfte Gruppe werden Betriebswirtschaftslehre. Bnchhal- hing und Kaufmännisches Rechnen in umfassender Weise geboten. Stenographie und Maschineschreiben nehmen im Lehrplan ebenfalls breiten '.Raum ein und bringen in der Stenographie die Einführung in die Grundbegriffe der Verkehrsschrift, weiterhin die Derkehrsschrrft in der Praxis und Diktat in der Ver- kehrsschrift, ferner Einführung und Praxis in der Eilschrift. schließlich schnellschriftlicheUebungsgerneinschaf- len; im Maschineschreiben wird zunächst die (Einführung in das Zehnfingertaftschreiben geboten, dann folgt die Praxis, der sich der Unterricht für Fortgeschrittene in der Praxis des Maschineschreibens anschließt. Für die Angehörigen der Fachgruppe „Eisen und Metall" sind Lehrgänge im technischen Rechnen und technischen Zeichnen, je in drei Stufen, eingerichtet, in denen von erfahrenen Ingenieuren Unterricht erteilt wird. Außerdem besteht in dieser Abteilung noch eine Förderlehrgemeinschaft für Lehrlinge im letzten Lehrjahr. Unter 'Betreuung durch das Berufserziehungswert Gießen werden die Lehrgänge in Gießen, Butzbach, Bad-Nauheim, Friedberg. Alsfeld und Lauterbach durchgeführt. Die Beteiligung an den Lehrgängen mar in den verflossenen Jahren ersreulicherweiso sehr rege; durchschnittlich nahmen 20 bis 30 Lernende an jedem Lehrgang teil. Die Lehrgänge sind Arbeitsgemeinschaften mit dem Ziele, den einzelnen Teilnehmer nicht etwa nur mit den Anfangsstadien des Unterrichtsstoffes vertraut zu machen, sondern ihn in seiner Ausbilbungsarbeit immer weiter emporzuführen, bis er das höchste Ziel, die volle EntfaUungsmöglichkeit für alle feine Fähigkeiten, erreicht Hat. Zu diesem Zwecke werden über dis einzelnen Lehrgangsteilnehmer genaue Aufzeichnungen geführt, die sich nicht nur auf seine Arbeit in der Lebrgemeinschast erstrecken, sondern auch seine praktischen Leistungen an der Arbeitsstätte erfassen. Alle Schaffenden mit guten Leistungen werden für Die Begabtenförderung in Vorschlag gebracht. damit ihre Leistungen immer weiter gesteigert werden können unb dadurch unsere Volksgemeinschaft von der Leistungsfähigkeit des einzelnen Menschen den größten Vorteil erhält. Da in allen Lehrgemeinschaften der Unterricht von Uebungsleitern mit umfassender Allgemein- unb Fachbildung erteilt wird, die in ihrem hauptberuflichen Wirkungskreis hervorragende Leistungen vollbringen, ist für die Schüler und Schülerinnen von vornherein die Gewähr gegeben, daß sie die denkbar beste Ausbildung erhalten und zugleich aus der reichen Quelle der (Erfahrungen des Hebung«- leiters Nutzen ziehen können Die Deutsche Arbeitsfront leistet mit dieser Ausbildungsarbeit am und für den Nachwuchs der schaffenden deutschen Kräfte einen bedeutsamen 'Beitrag zur Aufwärtsentwicklung und Weltgeltung unseres Volkes. Sie erfüllt hierdurch eine der wesentlichen Vorbedingungen für die große FüH- rungflaufgabe, die unserer Volksgemeinschaft bei dem große)! Aufbauwerk nach dem Kriege in Europa unb in der Welt obliegen wird. Darum verdienen diese Lehrgemeinschaften als ein Mittel zur Erschließung aller deutschen Befähigungen das besondere Interesse und die rege Beteiligung der Schassenden aller 'Berufe unb Stände unseres Volkes. B. Aus der Stadt Gießen. Tadeln ist leicht... In dem Geschäft herrscht starker Andrang. Die ertäuferinnen haben alle Hände voll zu tun und mtühen sich offensichtlich, die Wünsche der Kunden !,nell zu erfüllen. Sie verrichten gewandt jene tau- nd kleinen Handgriffe, die in einem Lebensrnittel- schäft notwendig find. Trotzdem scheint es lischt ‘ len Kunden schnell genug zu gehen. „Das dauert jß scheußlich lange", brummt ein älterer Herr, der jjine Lebensmittelkarten mit ausgestrecktem Arm Iber den Ladentisch hält, „ich warte hier schon fast eine halbe Stunde." Er wartet zwar erst ganze iliiif Minuten, doch wird ihm sofort von einer Frau Ui mittleren Jahren eifrig sekundiert: „Es Ist wirklich nicht zu sagen, warum das so langweilig gehen muß, wir warten doch nicht zum Zeitvertreib. Na, Kenn ich hier etwas zu bestellen hätte ..." Zum Glück hat sie nichts zu bestellen, beim sonst Wirde die wie am Schnürchen klappende Drgani- s tion des Geschäftes mit einem Schlage lahmgelegt Kerben. „Tabeln ist leicht, besser machen ist schwc- r r", sagt beshalb ein schlanker Mann in der Reihe d r wartenden Kunden. Er wendet sich direkt an die unzufriedene Frau: „Haben Sie schon einmal hin- Idem Ladentisch gestanden und Kunden bedient?" e A»geredete bekommt einen roten Kopf. „Aber bitte Sie, sehe ich wie eine* Verkäuferin aus?" re Nasenflügel beben vor Zorn. „Natürlich nicht, i; habe ich mir gedacht", schmunzelt der schlanke ann, „Sie machen es eben wie die (Ente, die die lchtigall über den Gesang belehren will." Die udelnde Erwiderung der Frau geht unter im gemeinen Gelächter, das sogar den brummen- ttn älteren Herrn mitreibt. Auch die Verkäuferinnen freuen sich, das Wortgefecht hat eine heitere Ä mos p hä re geschaffen, bie dem Geschäftsbetrieb nur fiebernd) ist. Es geht nicht nur beim Einkäufen so. 6old)e Hauen wie jene, die die treffende Abfuhr erlitt, leuchen auch bei anderen Gelegenheiten auf. Mit- m ter ist es auch ein Mann, der sich zur unangebrachten Kritik versteigt, unb wenn wir ehrlich finb, giben wir zu, baß wir selbst dann und wann ein Bärtchen am falschen Platze riskieren. Das Tadeln iss ja so leicht und so bequem, es kommt spielend ülcr die Zunge und verpflichtet zu nichts. Freilich, mmn wir die getadelte Sache Immer besser machen sollen, würden mir unsere Zungen wohlweislich f iten, mit dem Tatze! vorsichtiger sein und manchen f inen Aerger vermeiden, an dem der Alltag ohne- | n reich genug ist. Sch. Künftig zwei große Feldpostpäckchen im Monat zulässig. Wehrmachtangehörige usw., denen Zulassungs- imrfen für Feldpostpäckchen zustehen, erhalten fünf- tis statt der einen Zulassungsmarke zwei Marken in Monat. Jede Zulassungsmarke berechtigt zum A rsand eines- Feldpostpäckchens im Gewicht bis zi 1000 Gramm aus der Heimat. Die Versandvor- Kristen sind dahin erweitert worden, daß auch Feld- pistpäckchen dis zum Gewicht von 2000 Gramm zu- mlassen werden, wenn der Absender dafür zwei Hilassungsmarken auf das Päckchen fleht. Die Frei- flinihr für Päckchen im Gewicht von über •1'000 H. 2000 Gramm beträgt 40 Rpf. Hotvieh-Absahveranstaltung in Gießen Die vorletzte Rotvieh-Absatzveranstaltung 194A Züchtervereins für Rotvieh Qberhesfen am oc tri gen Freitag in der Zuchtviehhalle Rhein-Main ii Gießen war wiederum ein voller (Erfolg. Die am Äge vorher geförten Vatertiere, von denen einer Mr Zuchtwertklasse I, 13 der Zuchtwertklasse II unb 2Q der Zuchtwertklasse 111 zugeteilt wurden, fanden Mi lebhafter Nachfrage restlos Absatz. U. a. waren (!f ikaufskommissionen aus Schlesien, (Egerlanb, dem (toneralgouvcrnement unb Westfalen erschienen. Die iii Wertklasse I unb II gekörten Vatertiere stellten sotr gute Qualität bar, so baß gerade diese beiden Kliffen lebhaft gefragt waren: verschiedene Vater- tire mußten aus diesem Grunde zu den festge- selten Stopp-Preisen burd) die Zuchtleitung zügelest werben. Darüber hinaus würben alle in Wext- kllsse IV gekörten Bullen neben etwa 70 anberen Al IIen durch eine Kommission für bie Ostgebiete ührnommen, so daß sämtliche Vatertiere restlos vj kauft werben konnten. Außerbem waren 14 meib- li|e Tiere zum Verkauf gestellt, von denen acht ein »falls ihre Besitzer wechselten. — Die nächste um letzte Absatzveranstaltung von Bullen des roten Merwiehs findet am Freitag, 4. Dezember, in Eichen statt. \ (Siebener rvochenmarkkprelfe. .» G i e ft e n , 12. Sept. Auf dem heutigen Wtzchen- wirft fasteten, Tiartenbutter, % kg 1,80 RM., Mulle 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, jlß k 60, Wirsing, % kg 7 bis 9, Weiftfraut 5 bis 7, Rotkraut 13, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 8tiö 10, Spinat 16, Römischfohl 8 bis 10, Bohnen, Mi n, 30, Tomaten 25 bis 28, Frühäpfel 35, Zwet- Idirn 30, Salatgurfen 28, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Endivien 10 bis 15, L^rkohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 Rpf. • * i* Das Oberkommando der Kriegs- nur ine veröffentlicht in unserem heutigen Blatte Stile Bekanntmachung über die Ossizierslaufbahnen in der Kriegsmarine, auf bie besonders hinge- Wilsen sei. Landkreis Gieße». . -1 Watzenborn-Steinberg, 12. Sept. Am heutigen Samstag begeht der Invalide Gg. Heinrich .'Birger II., Hinbenburgstrafte 3, in körperlicher ’jiunf geistiger Frische seinen 7 5. Geburtstag. dein Jubilar gilt unser herzlicher Glückwunsch. Handball der HZ. - Friedberg — Mtv. Gieften. Sils Abschluft einer leichtathletischen Veranstaltung foitmt dieses Treffen in Friedberg zum Austrag. Cie letzte Begegnung beider Mannschaften endete nut einem Gieftener Siege. Diesmal sind allerdings bie damaligen Voraussetzungen nicht mehr gegeben. Nel'pgt es jedoch, die Mannschaft wesentlich zu ver- flütfen, so sollte es zu einem günstigen Resultat ffliji inen. Bann Dillen bürg — Lang-Göns. lang-Göns folgt einer Einladung nach Dillenburg. Om Rahmen des dortigen Kreissporttages trifft sie auf die Bannmannschaft des Bannes Dillenburg. Lei allem Können der Gastgebet werden sie doch den den Gasten überlassen müssen. Theater der Universitätsstadt Gießen. Oer Troubadour-. Giuseppe Verdi: „ Man hat den „Troubadour" nicht mit Unrecht Verdis volkstümlichste Oper genannt. Dafür spricht die reiche Fülle und Eingängigkeit der Melodie, der vitale Impuls der zündenden Rhythmen, besonders aber die Unmittelbarkeit und Unreflektiertheit, mit der Verdi den Stoff erfaßt und ben Hörer mitreißt unb gefangennimmt. Liegt and) die Handlung an sich mit ihrer Motivierung nicht immer klar vor Augen, fo ist sie doch reich an dramatischen Höhepunkten, die fid) mit gespannter Gelabenheit im Musikalischen ansstrahlen, explosiv, raketenhaft her- ausschnellen, aufleuchten in höchster innerer Erregtheit. Da mag mancher rein opernhaste Zug gern übersehen sein. Denn gerade am „Troubadour" hat Verdi ernfthast gearbeitet; wir wissen, daß er im Ringen um den treffenden Ausdruck mehrfad) die melodische Linie änderte. Zudem war die Schaffens- zeit getrübt durch den Tod der Mutter Verdis: der Textdichter Salvatore Cammarano starb inmitten der Arbeit. Sicher hat diese Seelenlage den stellenweise dod) büftern Grundton des Werkes beeinflußt und zweifellos die Szenen zwischen Azucena und Manrico mit besonderer Wärme durchglüht. Nicht nur in den Arien, sondern and) im Ensemble stößt Verdi zu gesdstossener musikalischer Formung vor, bannt die charakterlichen Gegensätze und löst tiefgehende Wirkungen aus, wie etwa in der „Mi- serere"-Szene, wo sich ^-capellri-Chor, Leonores Verzweiflung und Manricos Abschiedsgesang vom Turme her zu ergreifender Einheit fügen. In der Rolle des Manrico erhebt fid) die Musik zum Heroischen und die Azucena-Partie weist sie ins Dämonisd;e: bann wieder jene bezwingende Einfachheit in dem Duett zwischen Mutter unb Sohn (letzter Akt): erschütternd, wie in bie letzte Auseinanber- sttzung zwischen Manrico unb Leonore bas Heimatthema hineinklingt. In seinem fast 90jährigen Bühnenbasein hat ber „Iroubabour" als Repertoire-Oper bie verschieben!- lichsten Inszenierungen erlebt, bie wohl gar ben Rahmen bes Werkes zu sprengen versuchten ober sich auch nur auf Allernotwenbigstes beschrankten. Max Schwarze lieft mit schon oft bewährter sicherer, taktvoller Hanb and) ben „Troubadour" in unverfälschter eigener Bedingtheit erstehen, frei von dem Verstaubten langer Tradition, gemäft ben in ihm wurzelnben Kräften, unmittelbar packenb, In stärkster Spannung ber bramatischen Höhepunkte gipfelnd, ben Ehor ((Earl Willy Hahn) als beftlmmenbcs Die Bezirkssparkasse Gießen hielt am gestrigen Freitagnachmittag unter Leitung des stellv. Direktors Dietrich ihre diesjährige Mitgliederversamm- lung im Hotel Schütz zu Gießen ab. Nachdem stellv Direktor D i e t r i d) bie Vertreter ber Partei, ber Aufsichtsbehörde unb der Mitgliedergemeinden, ben Verwaltungsrat und insbesondere dessen Vorsitzen- ben, Oberbürgermeister Ritter, Gießen, begrüßt, sodann der auf dem Felde ber Ehre gefallenen Mit- arbeiter der Bezirkssparkasse und der in ber Heimat verstorbenen Mitglieder gedacht hatte, erstattete er ben Geschäftsbericht des Vechnungsjabres 1941. In dem Geschäftsbericht wird elnleitcnb festgestellt, daß die Zahlen bes Jahres 1940 im Berichtsahr 1941 weit übertroffen wurden. So hat sich bie Zahl ber Umfatzposten im Jahre 1941 gegenüber dem Vorjahr um 32 000, bie Bilanzsumme nm 11700 000 RM auf 54 000 000 RM. unb ber Um- satz auf 214 000 000 RM. erhöht. Die erfreuliche Bilanzgestaltung des Jahres 1941 ist entscheidend durch die starke Sparein- Moment der Szene einbezlehenb. Dem fügte sich bas Orchester unter Otto Göllner zur musikalisch- dramatischen Einheit mit Frische des Klanges, scharfem Rhythmus, treibender Kraft des Impulses und überall» dezenter Anpassung an bie Stimmen. Dabei trugen Karl Löfflers ausgeprägte Bühnenbilber förbernben Anteil, gestützt burd) Karl Uhls Licht- führung. Verdis Stil fordert vom Darsteller ebenso hohes gesangliche» Vermögen wie eine lebensnahe Durch- gcftaltung des Charakterlichen. Dem vermochte das neugefügte Ensemble in weitgehendem Maße vollauf §u entsprechen unb ermöglichte für (hießen eine Aufführung von Ausgeglichenheit unb sehr beachtlichem Hochstand. J3n den dramatischen Brennpunkt rückte zweisellos Barbara Boe11cher als Azucena mit einer Verkörperung, die ungemein Den Hörer cmsprechen mußte unb sich zumal im brüten Bild zu hohen, einbrucksvollen, ja säst dämonisch- fpannenben Momenten erhob. Das unheimlich Beschwörende wurde verstärkt burd) den fülligen, aber ebenso willigen Klang ihres glücklid) postierten Organs, das gefügig in allen Lagen weich nad)gibt und zumal aus dem pointierten dieclamuto unmittelbar ins Ariofe überzugehen vermag. — Die Leonore der Hildegard Ionas wuchs aus dem Lyrischen des zweiten Bildes heraus zum Dramatischen: weit ausschwingend und klangschön in Der Höhe, mit Fülle Der Entsaltungskrast ber empfin- dungsgebundenen Linie, bei Leichtigkeit unb klarer Ausprägung des an Figurenwerk reichen Partes. — Adolf Richters heldisch gefärbter Tenor zeigte Strahlkrafl im Forte unb Schmiegsamkeit in ber ftantilcne. Beherrscht unb gemessen in ber Bewegung, steigerte er sich zum sieghaft Helbischen. — Als Gegenspieler der drei bestätigte Ludwig Druschei fein oft bewiesenes Können mit seiner Durchbildung ber fantablen Linie, in Schönheit und Ausgeglichenheit des Klanges saubere Belcanto- Kunst zeigend Auf ber Höhe des Affekts mar er zu letzter Aeußerung fähig im bramatischen Draufgehen, im Auswirken der Verbundenheit zwifd)en Darftellerifchem und Gesanglichem. — Dem ersten Bild gab Bernhard Schmi tz als Fernando mit seiner Ballade ausgeprägte Wirkung. Als getreue Inez stand Sophie Schärte! der Leonore mit erfreulicher Anpassung an ihre Aufgabe zur Seite. — Der Hörer war halb von ber schwungvollen Aufführung erfaßt. Reicher Beifall, auch auf offener Szene, war ber Dank. Dr. Hermann Hering. lagen ft eigerung beeinflußt worden. Der Zugang an Spareinlagen betrug rund 10 Millionen RM. Am 31. Dezember 1941 verwaltete bie Sparkasse 45 Millionen RM. Spareinlagen; gegenüber dem Vorjahre bedeutet bies ein Mehr von 29,13 v. H. (Eine große Zahl neuer Sparer hat wiederum den Weg zur Sparkasse gesunden. Unter Berücksich- tigung ber Abgänge hat sich ber Kontenbestand um 3857 auf 41 153 Konten erhöht. Günstig entwickelt hat sich auch das Schul sparen. Von allen Schulen hat die relativ stärkste Sparleistung die Schule in B u r f 1) ar b s f e 1 b e n erzielt, wäyrenb ber größte Betrag von der Neuen Pestalozzi- schulein Gießen angespart wurde. Da es beim Schulsparen nicht darauf ankommt, daß von jedem Kind eine größere Summe gespart wirb, sondern darauf, bei allen Schülern die in ber Sparleistung liegende sittliche Haltung zu wecken, so kann man das diesjährige gute Sparergebnis aber auch ohne weiteres als Zeichen Dafür anfehen, daß sich bie Lehrerschaft in Erkenntnis des Wertes bes Sparens die Förderung des Schulsparens in dankenswerter Weise hat angelegen sein lassen. Die günstige Entwicklung ber Spareinlagen fetzt sich im neuen Jahre weiter, unb zwar noch in verstärktem Maße fort. Bereits heute kann bis 'Bezirkssparkasse erneut einen Spareinlagen- Zu gang von wiederum 10 'Millionen RM. verzeichnen. Hieraus ergibt sich, daß bie Schnelligkeit des Spare-inIagen zu gang s immer noch im Steigen begriffen Ist. Diese Feststellung kann man bei allen Deutschen Svarkassen treffen. Man kann Daher wohl sagen, daß das deutsche Volk während des Krieges eine ungeheure Sparleistung vollbringt. 'Nach einer interessanten Untersuchung über bie gelb-, lohn- unb allgemein-wirtschastlichen Ursachen dieser Entwicklung, die al» eine starke Vertrauenskundgebung für unsere Staatssührung zu werten finb, wird In dem Bericht über Die Entwicklung ber Bezirkssparkasse Im Jahre 1941 u. a. weiter ausge« ührt: Die Einlagen auf den Spargirokonten beliefen ich im Berichtjahr auf 6 360 000 RM. Die Inan- pruchnahme von Krediten Ist gegenüber dem Vorab re etwas zurückgegangen. Als Ursache dieses Rückganges kann wohl ganz allgemein ber ßlqul« dierungsprozeft der letzten Jahre angefprod)en wer. den, der mich die von den Sparkassen betreute mittelständische Wirtschaft in Die Lage versetzt hat, früher aufgenommene Kredite ganz oder teilweise zurückzuzahlen. Im Hypotheken- und Darlebensge- schäft erfolgten die '21uolell)ungen naturgemäß nur in kleinstem Rahmen; durch die-planmäßigen und die starken außerplanmäßigen Tilgungen ist her Hn» potljefen- unb Darlehensstanb auf 10 800 000 RM. gesunken. Vermut!Id» wird die Ende diese» Jahres vorzunehmende Ablösung der Sondergebäudesteuer die derzeitige Entwicklung der Hypothekendarlehen aufhalten, wenn nicht sogar ein Teil des Verlustes der voran gegangen en Jahre wieder ausgeglichen wird. '21 ud) die Darlehen an Gemeinden und öffentlich rechtliche Körperschaften wurden in größerem Maße Sparkasse auch keine großen Olerolnne erzielen, so muß sie dod) bestrebt fein, nicht nur bie Verwaltungskosten durch Ihre (Einnahmen zu decken. Dio Verwaltungskosten sind gegenüber Dem Vorjahre lurüifgegangen wüyrenb sich hie Steuern erhöht haben. Hat auch die Verringerung ber Zinospanno ben Gewinn beeinträchtigt, so hat bie große Bilanzausweitung doch einen erhöhten Gewinn bewirkt. Zur Ausweisung ist, nach Bildung einiger Rückstellungen unb Rücklagen, ein Gewinn von 443 979,48 RM. gelangt, ber in voller Hohe ber Sicherheitsrücklage zugeführt wird. Durch die Zuweisung de» Gewinnes an bie gesetzliche Sicherheitsrücklage konnte trotz des starken Einlagenzugangs das seitherige Verhältnis zwischen Der Sicherheitsrücklage und den Gesamteinlagen aufrechterhalten werden. Die Sicherheitsrücklage erhöhte sich auf 3,44 v. H. der Gesamteinfagen. Dis Rücklage nach 8 11 he» KWG. betrug rund 2 400 000 RM. Die offenen Reserven ber Sparkasse wurden somit in Höhe von 4,69 v. H. Der Gesamt-Berpfllch- Die Vezirkssparkaffe Gießen im Jahre 1941. nilllll lllllllllllilllHHTIIIITTT s =3 E REICHSPOST DEUTSCHE 2743D GIESSEN STOFFSPEZIALHAUS ALT-EX GEBR wie folgt sest- I. CHEMISCHE Aufnahme in die 26110 L—Q III. Echt nur mit dem Aufdruck IV. Verkant an [etfermann — 3% Rabatt GuHolin-Fobrlk Köln 3) V. Tod dem Hausschwamm \ \g Beseitig.auf ehern. Wege,ohneAb-11 ^,.r Sandweg 6, Gartenh. Ruf 46566 Das feilende Wundpflaster kommt wieder für alle I NGSWER aumap/«, Offizier-Laufbahnen -er Kriegsmarine. 14. Sevt. 1942 15. Sevt. 1942 16. Sevt. 1942 , 17. Sevt. 1942 18. Sevt. 1942 b) c) Die Ausgabetage werden gesetzt: Ueber 600 Verkaufsstellen 6 Großbäckereien A—G H—K tätyackA FELDPOST PÄCKCHEN / ( Garant gütet Arznei-Präparate t- seit 1893 - Iiiiidliche kadog Kindliche een. 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Sodann sprach er mit hoher Wertschätzung und aufrichtigem Dank von dem Wirken des scheidenden^Verwal- tungsratsvorsitzenden, Oberbürgermeister Ritter, der sich, wie um die Stadt Gießen, auch um die Bezirkssparkafse unvergängliche Verdienste erworben habe und dessen Wirken für alle Zeit bei der einjährige Handelsfach klasse Beginn Qktober 1942. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 32 Ruf 2486. 1. Ausgabetag: Montag, 2. Ausgabetag: Dienstag, 3. Ausgabetag: Mittwoch, 4. Ausgabetag: Donnerstag. 5. Ausgabetag:Freitag, ------- Ausgabezeit von 8—13 und von 14.30 bis 17 Uhr. Bekanntmachung. Betr.: Ausgabe der Zusatzkarten fürSchwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiter. Verpackt so fest wie möglich! Der Weg kk weit • Nur was Stoß und Druck aushält, kann gut ankommen • Schreibt die Feldpost« nummer richtig und deutlich! Streichhölzer und gefüllte Benzinfeuerzeuge gehören nicht in die Feldpostpäckchen! Ei bruch v. Mauerwerk, lOj. Garant. F. A. Carl Weber, Frankfurt/Mali Cb em. Fabrik Krewel-Leu ff en G. m. b. H. Köln und freundliche Betreuung erleichtern In allen unseren Läden Ihren Einkauf von Lebensmi'teln und anderen Waren, die Sie täglich in Ihrem Haushalt brauchen. uemeinsehalisweM Yersorgungsrlnge Hessen-Nassau Verdunkelungszeit 12. September von 20.46 bis 6,22 Uhr. 13. September von 20.43 bis 6.23 Uhr. In allen Apotheken u. Drogerien CarI Blank, Bonn am Rljein Hatntn und Buchte bei jeder Kopfwäsche gleich mit reinigen, dann bleibt ihr Haar viel länger «sauber und duftig 1 Zur Kopfwäsche das nicht-alkalische t SCHWARZKOPF SCHAUMPON Adolf-Hitler-Ingenieurschule Friedberg-Hessen. Maschinenbau, Elektrotechnik, Praktikantenwerkstätten.—Druckschriften frei. ,049V DüB-: l3.5epl. |iti niet Stellung« llogriffsl fondes : Klagen an in Wedei Starke t Srennpu lembard Mitd) au 3m H iciiem a kn in h ßcindes gurben Gieße' E infolge D 1 - 17 Uhr. Die im 40. Versorgungsabschnitt nicht verausgabten Karten sind zurückzugeben. [2763D Gießen, den 12. September 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt, Abt. B. Rnnobij Ostküste Sn Nische IlSgesa, ine 21 hüt un ■äs er Witprho llnerseei ' Südlich iir-ndlich Linichb höchst bcs Unt JW Ul un Wen an ’S lchlvc ^anbei i2$ePt ■ hSN Absolventen anerkannter Fachschulen, die gemäß Runderlaß des ReichserziehungS- ministers vom 29. 4. 1939 wj 1480, Bezirkssparkasse und deren Aufsichtsbehörde in guter Erinnerung bleiben werde Sem Weggang von Gießen werde allgemein bedauert, da unsere Stadt mit ihm einen warmherzigen Freund verliere, ab die herzlichsten Wünsche begleiteten chn für fein Wirken in seinem neuen Amt in Mainz. ' Oberbürgermeister Ritter betonte m fernen Dankes- und Abschiedsworten, daß ihm durch ferne guten und stets verständnisvoll für die großen Ziele mitschaffenden Mitarbeiter das Wirken m Gießen leicht gemacht worden sei. Bei £er Bezirkssparkafse seien es vor allem der stellv. Direktor Dietrich und das ehrenamtliche Vorstandsmitglied Beigeordneter Nicolaus gewesen, die ihm wertvolle stutze bei der Erfüllung feiner Aufgaben waren, und denen er dafür herzlich danke; aber auch den Beamten und Angestellten der Bezirkssparkasse gelte sein Dank und seine Anerkennung. Oberbürgermeister Ritter dankte ferner dem Landrat Dr. Lotz al^Vertreter tunaen ausgewiesen, während das steuerlich ermittelte Vermögen der Sparkasse 2 700 000 RM. c 5,3 0. H. der Gesamteinlagen beträgt. Hierauf dankte stellv. Direktor Dietrich dem Vorstand und dem Verwaltungsrat für die Unterstützung bei der Leitung der Sparkasse. Besonderen Dank sprach er dem scheidenden Vorsitzenden des Derwaltungsra-tes, Oberbürgermeister Ritt e r, aus, dessen Weggang von Gießen auch die Bezirkssparkasse Gießen außerordentlich bedauere, da sie in ihm stets einen hervorragenden Freund und Förderer hatte, der es verstand, die Schwierigkeiten, die sich aus der doppelten Stellung der Sparkasse als behördliche Einrichtung und als wirtschaftliches Unternehmen ergeben, zu überwinden. Daß die Ve- zirksfparkafse mit dem Gaudiplom für hervorragende soziale Leistungen ausgezeichnet wurde, rühmte der Redner als besonderes Verdienst des Derwaltungsrats mit feinem Vorsitzenden Ober- Vekannkmachung. Betr.: Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 41.Bersorgungsabschnitt. Sei Kopfweh wenn es durch Schnupfen, Stockschnupfen und ähnliche Beschwerden oer» \ ursacht ist, bringt das seit über hundert Fahren bewährte Klosterfrau» Schnupfpukver oft wohltuende Erleichterung. Klosterfrau-Schnupfpulver wird aus wirksamen Heilkräutern hergestellt von der gleichen Zirma, die den Klosterftau-Alelissengeist erzeugt. Sie erhalten Klosterfrau-Schnupfpulver in Originaldosen ?u 50 Pfg. (Inhalt etwa 5 Gramm), monatelang ausreichend, bei Obrem Apotheker oder Drogisten. Warenmenge ein. VI. Ueber die Umwandlung von Bestellscheinen der Eierkarte in Berechtigungsscheine ergeht besondere Bekanntmachung. VII. Alle Personen, die Kühe, Ziege« oder Schafe zur Eiyenversorgung mit Milch, sowie alle Geflügelhalter, die Hühner oder Enten zur Eigenversorgung mit Eiern halten, haben dies bei der Kartenausgabe unaufgefordert der Ausgabestelle zu melden. VIII. Lebensmittelkarten ohne deutlichen Eintrag von Name und Wohnung des Inhabers sind ungültig und dürfen nicht beliefert werden. IX. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß verlorene Lebensmittelkarten nicht ersetzt werden; dahingehende Anträge sind zwecklos. X. Die Warenverteiler werden wiederholt darauf hingewiesen, daß alle Lebensmittel- kartenabschnitte nur wahrend der aufgedruckten Gültigkeitsdauer beliefert werden dürfen; die Warenabgabe vor Fälligkeit und nach Verfall der Abschnitte ist unzulässig. XI. Während der Ausgabetage werden Anträge auf Bezugscheine für Svinnstoff- waren nnd Schuhe nicht angenommen. G i e ß en, den 12. September 1942. [2745D Der Oberbürgermeister der Stadt Gieße» ErrräbrmrgsamtAbt. L. der Aufsichtsbehörde für seine stete Förderung der Sparkasse und betonte dann, daß er mit dankbarer Erinnerung an Gießen, das er nur ungern verlasse, zurückdenken werde. Zum Schluß forberteer auf, wie bisher auch weiterhin m der Heimat mit allen Kräften und mit größter Energie für den vollen Sieg unserer Waffen zu arbeiten. Bei den Ergänzungswahlen zum Verwaltungsrat wurden einstimmig Oberbürgermeister D 0 g t zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats, Surgermeifter Dr Hill zum stellv. Vorsitzenden und Brauerei- direkter Hans Jhring in Lich zum Mitglied des Derwaltungsrats gewählt. Es liegt im eigenen Interesse der Abholer, die frühen Morgenstunden zu nutzen, damit eine reibungslose Abfertigung ohne langes Warten gewährleistet wrrd. Welcher Ausgabetag für die Bezugs.- berechtigten in Frage kommt, ist aus dem grauen Personalausweis ersichtlich. Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt. Im Interesse einer restlosen Erfassung des Altpapiers müssen sämtliche Reste der Karten des 39. Versorgungsabschnittes zurückgegeben werden. Mit den Lebensmittelkarten werden,an alle Personen, die nicht Selbstversorger m Kartoffeln sind, neue Bezugsauöweise für Sveisekartoffeln ausgegeben, die für die Zeit vom 14. Dezember 1942 bis 25. Juli 1943 gültig sind. Ueber die Verwendung dieser Bezuys- ausweise sowie über den Umtausch in Em- kellerungsscheine ergeht demnächst besondere Bekanntmachung. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karten auf Zahl und Nichtigkeit der Altersstufen nachzuvrüfen; svätere Beanstandungen sind zwecklos. Ausländische Zivilarbeiter, die nicht in der Landwirtschaft tätig und nicht in Gemeinschaftsverpflegung sind, erhalten ihre Karten nicht mehr durch die Bezirksgeschäftsstellen, sondern burd) die Betriebe, in denen sie beschäftigt sind. Die Ausgabe der Wochenkarten an die Betriebe erfolgt auf Zimmer 14. Die Bestellscheine der Eier-, Fett- und Marmeladekarten inüssen bis spätestens Samstag, 19. Sevtember 1942, bei den Warenverteilern eingereicht werden, da sonst nicht mit einer Belieferung der entsprechenden Abschnitte gerechnet werden kann. Bei verspäteter Ablieferung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 _____________________18230/ E III e, E IV, E V (Deutsch. Miss. Erzieh g. Volksbildg. S. 285) auf Grund ihres Ab- schlußzeugnisses ohne Sonderreifeprllfung zum wissenschaftlichen Studium einer be* stimmten Fachrichtung berechtigt sind. Merkblätter mit ausführlichen Angaben über die verschiedenen Laufbahnen — Seeoffizier, Mar.-Jng.-Lffizier, Mar.-Sanitätsoffizier, Mar.-Waffenoffizier,Mar.-Berwaltungsoffi- zier und Offizier der Marine-Artillerie — und über die Form des Einstellungsgesuchs sind bei allen Wehrbezirkskommandos zu erhalten. Einstellungsgesuche sind an das zuständige Wehrbezirkskommando zu richten. Auswahl erfolgt bet der Annahmestelle für -Offizierbewerber der Kriegsmarine in Stralsund nach persönlicher Vorstellung. Geeignet gefundene Bewerber werden alsbald zum freiwilligen Eintritt in die Kriegsmarine angenommen, jedoch zum weiteren Schulbesuch beurlaubt. Die svätere Einstellung in die aktive Laufbahn hat dann die Erlangung der Reife bzw. Zuerkennung der vorzeitigen Reife oder das Bestehen der Begabten- bzw. Sonderreifeprüfung zur Voraussetzung. Für die Reserveoffizierlaufbahnen bestehen Erleichterungen. Nächste Einstellungszestvunkte sind der 1.12. 1942 und 1. 7.1943. Möglichst baldige Vorlage der Bewerbungsgesuche ist erwünscht. [27490 Oberkommando der Kriegsmarine. Für die Einstellung in die Offizrer-Lauf- bahnen der Kriegsmarine sind für die Dauer des Krieges neue Bestimmungen erlassen. Danach können sich nach Vollendung des 16. Lebensjahres jederzeit melden: Schüler der 5. bis 8. Klasse höherer Lehranstalten, auch solcher, deren Abschluß- Zeugnisse nur zum Hochschulstudium bestimmter Fachrichtungen berechtigen,- Bewerber, die die Begabten-Prüfung oder die Sonderreise-Prüfung bestanden haben; ZN tea.1" °" |d)b vwgen. die leichte1 Maße^ von Uisi -*^*6iesserJ Friedrich st r.7 Lieferant aller Kassen , ,®ut irvickelfe Schachteln v»N empfahl ein fürforgiichrr flaueoatet fein« theliebften jue Aufbewahrung von fitäutrtn. die trockenen pfeffermlnzdisitee in gut» fliehenden Papp- oder floijMen aufheben. SchrauddeckclMer ins vunkie stellen, weil Licht die Kraft der felbstgebauten Minze mindert, die immer wieder an das köstliche flrorna von DE HILLERS PFEFFERMINZ, EXTRA STARK, erinnert. Wen i taffe do Die Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter sowie die Zulagekarten für Lang- und Nachtarbeiter für den 41. Bersorgungsabschmtt werden wie folgt ausgegeben: _ , Für Betriebe mit den Anfangsbuchstaben: am Montag, 14. Sevtember 1942 am Dienstag, 15. Sevtember 1942 l.—am Mittwoch, 16. Sevtember 1942 R, 8, Sch, St am Donnerstag, 17. Sevtember 1942 T—Z am Freitag, 18. Sevtember 1942 in der Zeit von 8 bis 12.30 und von 14.30 brs Warum noch Miele zahlen T Bauen oder kau- fen Sie »ich ein eigenes Haus. Für jedermann mit oder ohne Eigenkapital 6. E'n- u. Rflck- Mhlungen. Wir vergüt 8% bew. !•/«% Zinsen. Lassen Sie flieh kostenlos und unverbindlich beraten, auch aber 2 wichtige Fragen: 1. In welch. Zeit kann ieh das Geld für Hausbau od.Haue- kauf erhalten? 2. 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