192. Jahrgang Nr.M Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Berugsvreis: Monatlich .RM. 1.80 t Lustellgebühr... „ -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift:,Anzeiger" < Postscheck1168kFrankf./M. ] vlen§tag,12.Maily^2 Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/,UhrdesBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I A bs chlüsseMengenstaffel 8 Platzvorschrift lvorherige Vereinbarung) 25°/.mehr Gietzener Anzeiger vrLhlscheUni»erst1Strdrii Sumatra fahrend, an Vulkanen vorüber. Aus dem ' Meere steigen sie, und wenn sie immer still und i untätig sind, eines Tages beginnen die kleinen Hu- j gel zu donnern und zu grollen. Die Gröhe des Krakatao erschüttert nicht. Aber . seine Gefährlichkeit ist auf den Sundainseln bekannt. Die kleinen Gesteinsmassen, die Hunderte von Metern in die Luft geworfen werden — was bedeuten Zahlen in der Endlosigkeit des Ozeans! — fallen meist in den Krater zurück und verlegen seine Oeffnungen. Eine Explosion ist die Folge, und das ist die Gefahr des unscheinbaren Vulkans. Einsam und still, gefolgt von den niederen Fels- kegeln, die immer kleiner werden, lag er draußen in der See. Man sieht- kaum zu ihm zurück. Interessanter sind die Brandungen, denen wir jetzt näherkommen, der Schaum der Wasser, der über die rötlichen und goldgelben Felswände der Küsten schlagt. Ein unbeschreibliches Orchestrieren der stürmischen Gewässer umsäumt unsere Fahrt. Immer noch sehen wir den Krakatao mit dem etwas zerrissenen Kegelspitz, und immer noch sahen mir die kleinen rötlichen Inselchen, die Gruppe der „Verlassenheit", die sich aber regelmäßig einmal während eines jeden Iahichunderts mit Gewalt zur übrigen Welt bekennt. Dann strömen die eruptiven Golfe zu den Eilanden, über sie hinweg zu den Küsten Javas und Sumatras, legen die Palmwälder nieder und tragen die Eingeborenendorfer fort. Und die See ist voll von kleinen hellfarbigen Bimssteinen. Ein Hellweih glühendes Licht hängt Tag und Nacht am Fimmel über der Sundastraße bis weit hinüber zu den großen Inseln. Dann flüchten die Eingeborenen in das Innere des Landes, verlassen ihre Fischerdörfer an den Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz an: Oberstleutnant Goetz, Kommandeur eines Jnfan- terieregiments: Oberstleutnant von Borries, Führer eines Infanterieregiments: Hauptmann Hoehne, Bataillonskommandeur in einem Jägerregiment. — Oberstleutnant Goetz verteidigte seit November 1941 eine das Gelände weithin beherrschende festungsartig ausgebaute Stadt im Do- nezbecken gegen jeden Ansturm der Bolschewisten. Er steht in denselben Stellungen wie vor Beginn der Angriffe und führte seine Infanterie zu Gegenstößen, die die Absicht des Feindes, sich in den Besitz der Stadt und somit einer für die Versorgung 1 .....___,1, lob.*™ ner- dem Hafen zu. In den Sawahs, den Eingeborenendorfern, kann man stundenlang den Frauen zusehen, wie sie einen Sarong batiken. Sie machen es in einer Art, die wohl nirgends kunstvoller und unbeschreiblicher zustande gebracht wird, als zwischen diesen einfachen, von einem heftigen Windstoß zerreihbaren Hütten. Rot auf Blau in kunstvoll und zierlich geschwungenen Linien sind diese Muster gezeichnet, eine Arbeit matlich in seinem Ungestüm, eindringlich und kräftig: und wir alle verstehen feine große laute Sprache, er übertönt alles, und er sagt nichts anderes als immer nur das eine, aber ewige Wort: Weiter! von Monaten und Jahren. Eine halbe Stunde weiter haben wir die Gefahr der Vulkane vergessen. Ausgetauscht mit einem Tropengartcn, einem der gepflegtesten und schön- sten botanischen Gärten der Erde: der Garten von Buitenzorg. Eine dunkle, dämmerige Allee von Kananen- bäumen, dann eine Allee von Palmen, dazwischen Schlinggewächse, mit wundervollen Orchideen. Zwischen breitästigen Feigenbäumen Cycadeen; auf den Teichen, Mischen den hochstrahligen dünnen Wassern der, Springbrunnen Lotosblüten un-d unübersehbar bk Victoria regia! Es ist schwer zu sagen, wo es schöner ist: aus diesen gepflegten Wegen, im lauen Schatten der brasilianischen Kaiserpalmen und ägyptischen Pa- pyrusse oder eine Wegstunde weiter, in dem Tal mit dem Tij Apoes, dem brausenden Bergstrom, der sich wie ein Wildbach im bayerischen Hochlande durch eine Klamm kämpft — und höher, über einem der Dergsattel an einem verschwiegenen Bergsee, umsäumt von dem wilden Geflecht eines dunklen Urwaldes. Gegenübr ein Feuerberg, der sich im lichtroten Mantel wie ein verzauberter wilder König im unbeschreiblich blauen Spiegel des Bergsees abzeichnet. Sicher, hier ist Natur: ihre Sprache folgt nur den Gesetzen der Elemente. Am lautesten rauscht der Bergstrom herauf, hei- Küsten und suchen Schutz zwischen anderen Bergen, — in Tälern, die zwischen Vulkanen liegen! Wir hatten die Hafendämme von Tandjoek Priek erreicht, und bald führte uns der holländische Zug durch die tropischen Landschaften nach Buitenzorg. Es gibt wohl keine Stadt, die so wenig Stadt ist wie Buitenzorg. Gedeh und Salak, die beiden Berge dieser „Stadt", sieht man blau, dämmerig und verlockend in ihrer Kühle bis nach Batavia. Auf den Strömen gleiten die Bambusslöße nach Zeitschriften. — Das Maiheft der „neuen Linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig-Berlin) bringt u. a. den Photobericht von der Feindfahrt eines U-Bootes, dessen Kapitän sich hier sein Eichenlaub holt: einen illustrierten Auszug aus dem berühmten finnischen Volksepos, das den finnischen Freiheitskampf von 1808 verherrlicht: eine bezaubernde farbige Veröffentlichung von Gedichten, die ein Soldat an der Eismeerküste an seine Kinder schrieb. Daneben bringt das Heft u. a. einen vorzüglichen Landschafts- aufsatz über Natur und Schicksal Finnlands, den traditionellen Theaterbericht, die dritte Preiserzäh- lung,, eine schöne farbige Reproduktion eines Gemäldes und, als rechtes Frühlingsthema, einen Steingarten und seine Pflanzen. lieber eine Düsseworfer Ausstellung „Wallonische Kunst der Gegenwart" berichtet das Mai-Heft der Monatsschrift „Die Kun st" (Verlag F. Bruck- mann, München). Ulrich Christoffel weist mit verschiedenen Beispielen auf die Aufgaben der Brun- nenplastik hin, die in München von jüngeren Bildhauern aufgegriffen worden sind. Dr.-Ing. Albert Gut widmet ein Gedenkblatt dem verstorbenen Reichsminister Dr. Todt. Fritz Hellwag betrachtet die „Spanische Kunst der Gegenwart" in Berlin. Der zweite Teil des Heftes beschäftigt sich mit Wohnbauten des Wiesbadener Architekten Rudolf Dörr und mit einem Landhaus der Architekten K. Wach und H. Roßkotten, Düsseldorf, das strenge Linien- sührung und sparsame Verwendung kunsthandwerk- lichen Schmuckes aufweist, lieber den Um- und Neubau eines Gästehauses der Stadt Nürnberg findet man einen Bildbericht. Nachdenkliches fügt der Gartengestalter Hermann Koenig, Homburg, mit seinem „Loblied des Gartens". Ausschnitte aus reizvoll gestalteten Hausgärten umrahmen den Beitrag. Hochwertige Erzeugnisse der Werkstatt für Westfalen- stoffe, Münster i. W., und Arbeiten der Kunstschlos- serei Karl Schöfmann, Wien, bilden den Beschluß des vielfeitigen Heftes. Churchill über zwei Lahre seiner Ministerpräsidenischast Oer Politiker der Katastrophe. Von unserer Berliner Schriftleitung. Träger des Ritterkreuzes. Berlin, 10.Mai. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an ---Hauptsturmführer Max See la, der als Kompaniechef in einem Pionierbataillon einer ^Division eine stark be etzte Ortschaft südostwärts des Ilmensees an einer wichtigen Nachschubstraße angegriffen und nach schwerem Kampf besetzt hat. Als die Bolschewv sten die tapfere Besatzung mit zahlenmäßig vielfach überlegenen Kräften und mit Unterstützung schwerer Panzer und Flieger angriffen, gelang es ihm, das Vordringen des Gegners wochenlang auszuhalten und die Nachschubstraße freizuhalten. * Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Knust, der ak Kommodore eines Kampfgeschwaders m fast 100 Feind flögen am Steuer seines Flugzeuges seinen Besatzungen ein leuchtendes Beispiel an vorbildlicher Tapferkeit gegeben und durch die wohldurchdachte Führung seines Verbandes an dm Erfolgen der deutschen Waffen im Mittelmeerraum gegen die britische Flotte wie auf dem nordafrikam- schen Kriegsschauplatz hervorragend beteiligt war. Krau Mee Ling Tfchan. Eine Frau, die auf der anderm Seite der ErLE eine große Rolle spielt, ist die Frau des Generalis- simus Tschiangkaischek, der in Tschung king residiert und der seit dem Sommer 1937 den Widerstand gegen Japan wetterspinnt. Frau Mee Lina — die Engländer schreiben bei gleicher Aussprache May-Ling — entstammt einer reichen chinesischen Bankiers- und KaufmannSsamilie. Ihr Bruder war lange Zeit Finanzminister der Tschung- king-Regierung. Ihre zwei Schwestern sind Mit anderen Größen des chinesischen Wirtschaftslebens verheiratet. Sie hat ihre Erziehung in den Vereinigten Staaten erhalten. Im Jahre 1927 heiratete sie den damals 41jährigen Tschiangkaischek in zweiter Ehe. Tschiangkaischek machte in dieser Zeit eine scharfe Wendung gegen die Sowjeteinflusse. Die Familie — besser gesagt die Sippe — war das Fundament, auf das sich das alte China auf- baute. Die familiären Bindungen sind gar nicht zu über chätzen. Sie sind heute durch die Jndwidualisie- rung auch des chinesischen Lebens etwas verdunkelt, aber sie wirken mächtig im Hintergrund nach. Dos gilt besonders von dm Finanzdynastien, die wett über den Bereich des engeren China hinaus nach Südostasien, nach Malaya, nach Holländisch-Indien, nach Indien, nach Australien, ja selbst nach den Vereinigten Staaten griffen. r Es ist ein Symbol, daß Frau Mee Ling lange Zeit in dem englischen Hongkong residierte. Als Deutschland noch seitab stehen mußte und nur die internen Rivalitäten zwischen dem „freien" Kapitalismus in dell Pfund-Dollar-Ländern und dem Staats- oder jüdischen Sippen-Kapitalismus der Sowjetunion spielten, führten Tschiangkaischek und seine Frau, die geistig vom chinesischen Nationalismus kamen, auch mit Sun-Pat-Sen befreundet und verwandt waren, China in das Kielwasser der .westlichen Demokratien", ohne bei dem eigenartigen Schwebezustand dieser Kreise und Menschen die Beziehungen zu Moskau ganz abzubrechen. Unvermutet und fremd waren dem Denken Tschiangkaiqcheks, dem Fühlen seiner Frau der konzentrierte und zugleich kapitallose Aufstieg Japans und Deutschlands. So entwickelte sich die Frontstellung, die Dschung- gen die der Reihe nach zur Einigung erwachten und reifgewordenen Nationen Europas ein Kampf gegen die dahinter hmte erstehende Einigung Ero- pes selber war. . Denn mochte auch Frankreichs Politik jahrhundertelang den Kontinent vom Lande her zu beherrschen suchen und das eigene Ideal in einer völligen nationalen Abgeschlossenheit erblicken, so zeigte sich doch in den Auswirkungen der französischen Revolution und Napoleons, daß der verborgene Sinn der Geschichte ein anderer war. Am Besipiel , der französischen Nation und im Widerstand gegen ihren vorzeitigen mechanischen Machtanspruch über Europa entzündete sich das Nationalbewußtsein der großen Reiche Deutschland und Italien wieder, die so endlich ihre Verfallszeit überwanden. Als ungeheure letzte Gefahr blieb nun allerdings die, daß die Machtentfaltung dieser drei geschlossenen großen Nationen auf dem engen kontinentalen Raum, zusammen, mit den überkommenen Verwerfungen anderer Völker, Europa zur Selbstzerfleischung und damit zum weltpolitischen Selbstmord treiben würde. England hat durch die Entente mit Frankreich und dem Zarenreich von 1914 genau so planmäßig und widersinnig dieser tödlichen Gefahr Vorschub geleistet, wie im zweiten Weltkrieg durch die mit einer englandhörigen Pariser Regierung zusammen überreichte Kriegserklärung an das Reich und durch das Bündnis mit dem Bolschewismus. Westeuropas Zukunft, die bisher sehr viel weniger eindeutig erschien als die Wiedergeburt der Mittelmächte und die Befreiung Osteuropas vom Alpdruck des neuen Mongolensturms, wird maßgebend bestimmt durch Englands selbstmörderischen Verrat am Kontinent. Das dem so ist, geht mit mit zwingender Deutlichkeit auf dem Weg Frankreichs seit dem Waffenstillstand hervor. Als Festlandsdegen Englands im zweiten Weltkrieg rasch zerbrochen, lag das größte kontinentale Land Westeuropas wie tot am Rand der Zeit. Die vom Staatschef Marschall Petain erklärte nationale Revolution schien ersticken zu müssen in der Passivität des französischen Zusammenbruchs, zumal für alle Ausweglosigkeiten das bequeme Stichwort des Attentismus, des A b w a r t e n s auf ein englisches oder amerikanisches Wunder erfunden wurde. Der Sommer 1941 mit dem riesigen Freiheitskampf gegen den militärischen Bolschewismus, in den sich auch französische Freiwillige in deutscher Uniform einreihten, und der Winter 1941/42 mit dem Eintritt des Kriegszustandes für Japan und Amerika und der glorreichen Selbstbehauptung Europas an der Ostfront versetzten dem Gespenst des Attentismus den Todesstoß. In dieser Stunde berief Petain den seinerzeit in dunklen Intrigen gestürzten Staatsmann Laval zum Regierungschef, wohl wissend, daß dessen soziales Bekenntnis die Arbeits- f r o n t und sein nationales Bekenntnis die kontinentale Gemeinschaft war. Das Echo dieser rein innerfranzösischen Ereignisse war, abgesehen von der britischen Wut, besonders aufschlußreich im benachbarten Spanien und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Außenminister Serrano Sun er schrieb selbst einen Artikel, der Frankreichs Einschwenken in das von der Achse geführte neue Europa als die einzig mögliche Entscheidung gegen die innere und äußere bolschewistische Gefahr bedingungslos billigte. Amerika, das zuvor eine Regierungsübernahme Lavals als gleichbedeutend mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen amtlich hingestellt hatte, wurde nach dem Ereignis und insbesondere nach Lavals antibolschewistischer Antrittsrede recht schweigsam. Es schien im Weißen Hause offenbar nicht geraten, die Verwirklichung der europäischen Solidarität, die man gerade im französischen Fall bis zuletzt geleugnet hatte, nun auch noch durch überstürzte Reak- Eine Reise durch Java. Von Franz Friedrich Oberhäuser. Der Segler hatte, von Bantam heraufkommend, > in einer ruhigen und stillen Fahrt unter einem scharfen, blauen, indischen Himmel die Westküste von Java erreicht. Die Segel waren halb gerefft; die gefährlichen Korallenriffe, die knapp unter dem Wasser lauerten, verlangten eine genaue Kenntnis des Meeres. Barfüßig stand der javanische Lotse — ein kleiner, zäher, dunkelbrauner Mann mit einem kraushaarigen Kopf und schnellen, scharfen Augen — am Steuerrad. Man liebt es, durch die Sundastraße zu segeln, um den Brandungen an den hellen Felswänden zuzuschauen, dem Schauspiel der Wasser an den. kleinen unbewohnten Inseln. Ein Maler hatte sich während der gemächlichen Fahrt die Strandbilder skizziert: flache Sandufer mit wenigen hohen Palmen und einem schmalen, auf das Land gezogenen Boot, mit dem mancher her Eingeborenen für guten Lohn stundenweit in die See hinausrudert, zü einem der Feuerberge, um dort die begehrten Vogelnester zu holen. Nach Palos Panaiten, eine der zahlreichen kleinen Inselchen mit einem erloschenen Vulkan, sahen wir die Fijck)er in ihren dunkelhäutigen Booten heimkehren. Abgeschlossen von aller Welt leben sie m einem kleinen Dorf auf der einsamen Insel, kaum mehr Land als einige Stunden Weges ist ihre Welt. Plötzlich hörten wir ein fernes, klares, dünnes Rollen. Dann sehen wir draußen in der Ferne Berge aus dem Wasser steigen, wie halbgeöffnete Schirme, mit Rinnen und Falten. Das waren die Vulkanberge, die unter dem Meere mit dem Festlande in Verbindung stehen. „Poele Krakatao!" sagt der Javansfe und zeigt mit einem scharfen Blick in die Ferne. In einer schwachen roten Farbe schimmert der fast nie tätige Vulkan aus der Weite herüber: Poele Krakatao, wie ihn die Inselbewohner nennen, eine Kette von kleineren Felskegeln mit sich Ziehend. Man rechnet ihn zu den Vulkanen Javas: er ist der erste von den sechsundsechzig anderen des Insellandes. Jede leise Erschütterung klingt unter dem Wasser weiter. Wie alles in den Tropen in ge- tionen zu beschleunigen. An der Ostfront ist das neue Europa geboren worden, an der Atlantikfront tritt es heute ebenfalls schon in Erscheinung. Rheinlinie und Mittelmeer waren die Lieblingsfelder der britischeen Gleichge- wichtspolitit zwecks Ausspielung der kontinentalen Nationen gegeneinander. Beide Spannungsfelder werden heute im Ausgleich der europäischen Zusammenarbeit hinfällig im Vergleich zu den gewaltig aufgerissenen Außenformen des Kontinents. Die Freiheit zu Lande im Schutz der verbündeten Heere und Freiwilligenverbände ist die europäische Losung im Osten, die Freiheit der See im atlantischen Westen. Denn nicht im Mittelmeer hört Europa auf, sondern die Brücken nach Afrika gehören durchaus in seinen unverlierbaren Bereich. Deshalb steht heute plötzlich vor den überraschten Augen der Amerikaner auch das atlantische Westeuropa im Zeichen des kontinentalen Zusammenschlusses. eitelten. — Oberstleutnant v. Borries durchbrach üblich des Ilmensees in mehrtägigem zähem Ringen trotz Witterungsunbilden und schwierigster Geländeverhältnisse weite Waldgebiete, schlug den an Zahl überlegenen Feind zurück und schuf mit der Einnahme einer wichtigen Ortschaft die Grundlage für das Gelingen des Gesamtangriffes. — Hauptmann -Hoehne zeichnete sich als Kommandant eines Stützpunktes aus, gegen den sich der Hauptstoß des Feindes richtete, der mit starker Panzerunter, tützung die Stellungen des Regiments angriff. Als schwere Sowjetpanzer vorübergehend in die Ortschaft eindrangen, wehrte Hauptmann Hoehne in erbittertem Ringen die Massen der Nachfolgen- den Bolschewisten ab. Oberleutnant Crusius, der als Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden war, ist seiner Verwundung erlegen. Mitte Januar verteidigte er eine stützpunktartig ausgebaute Ortschaft gegen die Massenangriffe zweier bolschewistischer Regimenter. Starkes feindliches Feuer kündigte einen neuerlichen Angriff der Bolschewisten an. 3m= mer wieder wurde der Feind abgeschlagen. Er stieß gleichzeitig aus mehreren Richtungen gegen die deutschen Stellungen vor. Dicht gedrängt und in immer neuen Wellen stürmten die Bolschewisten aus den Wäldern hervor, wobei sie durch das starke Abwehrfeuer der deutschen Infanterie ungeheure Verluste erlitten. Trotzdem gelang es dem Gegner infolge seiner zahlenmäßigen Ueberlegenheit, immer näher an den deutschen Stützpunkt heranzukommen und schließlich einige Scheunen am Ortsausgang in Besitz zu nehmen. Gleichzeitig glückte es einer anderen Gruppe, am entgegengesetzten Ortsrand einzudringen. Oberleutnant Crusius setzte seine letzte Reserve zur ^urütferoiberung der Scheunen an, während er selbst ein Pakgeschütz, dessen Bedienung ausgefallen war, feuerbereit machte und die andere feindliche Gruppe zusammenschoß. Gefolgt von weni- gen Infanteristen, stürmte er nach erbittertem Handgemenge die letzten Häuser der Dorfstraße und warf die eingedrungenen Bolschewisten zurück. Bei einem späteren Einsatz erlitt er — mit der Führung eines Bataillons beauftragt — die schwere Verwundung, der er erlag. nen soll, die eigenen Fehler zu verschleiern. Eine einzige Kette von Fehlern militärischer und politischer Art kennzeichnete diese zwei Jahre Ministerprasident- chaft Churchills. Eine Katastrophenliste von Dünkirchen bis Burma ist das Ergebnis dieser Regierungstätigkeit. , , 6 , r-, Wie Churchill davon sprechen kann, daß sich das Gleichgewicht zu Gunsten derjenigen verschoben habe, die auf Seiten der Freiheit kämpften, womit er selbstverständlich Juden, Plutokraten und Bolschewisten meint, ist grotesk. Denn nach eigenem Eingeständnis der jüdischen Kriegstreiber wurde der Krieg von England gewollt, um Deutschland zu vernichten und damit Juda und seinen plutokratisch- bolschewistischen Helfershelfern den Weg frei zu machen für die unbeschränkte Weltherrschaft auf Kosten der letzten selbständigen Staaten und Nationen Tatsache ist weiter, daß nach einer Absprache zwischen Churchill und Roosevelt Europa dem Bolschewismus bedingungslos ausgetiefert werden soll, falls es gelingt, die Achsenmächte zu vernichten. Die Völker sind von diesen plutokratisch-bolschewifti- schen Kriegstreibern in den Krieg hineingestoßen worden. Von Polen angefangen über Norwegen, Belgien, Holland, Frankreich, Jugoslawien, Griechenland, Syrien, Irak, Iran bis hinüber zu den Ländern in Ostasien: Haben etwa Churchill, Roosevelt oder Stalin die Völker gefragt, ob sie den Krieg wollten? Ist Indien frei in seinem Entschluß gewesen, sind die Südafrikaner Freunde des Churchill- Krieges, oder sind die Südamerikaner begerstert von Roosevelts KriegsausweitungsMnen? Das Morgenrot der Freiheit ist für die Völker erst auf- gegangen, als die Mächte des Dreierpaktes sich der Völker angenommen und mit der Neuordnung der Lebensräume begonnen haben. Die Zahl der Natio- nen, die sich in dieser Freiheitsfront einreihten, ist von Jahr zu Jahr größer gewokden. „Das Gleichgewicht hat sich — nach den Worten Churchills — zugunsten derjenigen verschoben, die für die Freiheit kämpfen." r In seiner Wut über alle Niederlagen setzte Churchill am Schlüsse seiner Rede bann seinen Lugen die Krone auf, indem er sagte, daß von den deutschen Truppen an der Ostfront Giftgas zur Anwendung gebracht wurde. Es bedarf keiner Frage, daß diese Behauptung jeder Grundlage entbehrt, wie auch das Oberkommando der Wehrmacht diese gemeine Unterstellung als unwahr bezeichnete, die ja nichts anderes bezwecken sollte, als die britische Oesfentlichkeit aufzuputschen und die eigenen schweren Niederlagen in den Hintergrund treten zu lassen. Churchills niederträchtige Unterstellungen sind für uns ein Beweis für die katastrophale Lage Eng- ■ lands und darum nichts weniger als entmutigen!). Churchill hielt aus Anlaß feiner zweijährigen Ministerpräsidentschaft eine Rundfunkansprache. Als der verstorbene englische Premierminister Neville. Chamberlain einst in offener Unterhaussitzung emen späteren Nachfolger Churchill als toll (englisch: mack) bezeichnete, ahnte er nicht, daß dieser einst England in den Abgrund führen werde. Er wollte dabei wohl auf die notorische Unzuverlässigkeit dieses Intriganten und Kriegshetzers an spielen. Man weiß aus einem in den USA. verbreiteten Vach seiner Privatsekretärin, wie Churchill seine Reden vor dem Spiegel einstudiert. Seine neueste Leistung aber übertrumpft sich selbst. Als Churchill vom heiklen Thema der „zweiten Front" sprach, die die britische Oeffentlichkett fordert, weil nach ihrer Ansicht England nicht genügend für Roosevelt und Stalin tue, betonte er, die Forderung sei ein gutes Zeichen für die Stimmung und setzte hinzu: „Wir dürfen dieses Volk nicht betrügen, -weder in zu kleinem Wagemut noch in Weisheit." Daß er sein Volk betrügt, wie es noch niemals in der Weltgeschichte sonst sich ereignet hat, ist eine Tatsache. Churchill hat ja sonst seinem Volke an Erfolgen nichts zu bieten. Sein Wirken wird gekennzeichnet durch den Verlust Europas für England, den Zusammenbruch seiner ostasiatischen Stellung und eine Lage, wie sie furchtbarer nicht auszudenken ist. Churchill aber lobt seine „Erfolge" in — Syrien, Iran, im Irak, in Madagaskar, dessen Besetzung schon vor drei Monaten geplant war, als die Besetzung Singapurs und Niederländisch-In- diens sowie die japanische Bedrohung Indiens und Australiens noch gar nicht akut waren. Mit diesem Geständnis gab Churchill selbst die These preis, Japan hätte die französische Insel bedroht und die biederen Churchilleute hätten deshalb vorsorglich ihre Truppen dort landen lassen. Die Engländer Horen diese Tiraden gerne und nehmen diese „Erfolge" hin als Pflaster für die schmerzenden Wunden, die ihnen ständig von ihren Gegnern geschlagen werden. Wo aber bleibt eine präzise Aussage über bie große Seeschlacht im Korallenmeer? Churchill sagt ein paar Phrasen, baß die Japaner ntebergemorfen würden, wenn Hitler in Europa Rückschläge erleiden würde. Das ist alles! und dieser Wunschtraum soll durch Stalin erfüllt werden. Churchill wartet mit Zittern und Zagen, baß im Osten wieder „die Hölle losbrechen wird", daß wir also das Gesetz des Handelns in der Hand haben, ist eine unverrückbare Tatsache auch für Churchill. Wenn er davon spricht, daß die Diktatoren manchmal Fehler machten, so müssen wir ihm zwar zugestehen, daß er im Fehlermachen ein Fachmann ist, daß aber fein Urteil über angebliche Fehler der Diktatoren lediglich dazu die- Jnfanterieregiment, und Leutnant B o r n h o f, Kompanieführer in einem Jägerregiment. Hauptmann Bock verteidigte eine bas Gelände weithin beherrschende wichtige Höhe gegen den vielfach überlegenen Feind bis zum Eintreffen weiterer Verstärkungen. — Leutnant B o r n h o f hatte südostwärts des Ilmensees den Auftrag, eine vom. Feind befetjte Ortschaft in Besitz zu nehmen. Er stieß ohne Flankenschutz und ohne Verstärkung abzuwarten, unter schweren Kämpfen bis zum Ortsrand durch, um einem plötzlichen Angriff gegen die offene Flanke des Bataillons entgegenzutreten. Der Angriff der Bolschewisten wurde zerschlagen und bie hart umkämpfte Ortschaft in Besitz genommen. Hr-109 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, (2. Mai 1942 Sicherstellung der Obst- und Gemüseversorgvng. Eine Anordnung des Landesernährungsamtes Hessen. Aus der Stadt Gießen. Blumenfreuden. Line Fülle und Mannigfaltigkeit in Farbe und Form ist für unsere Gärten nicht nur durch die Neueinführung von schönen Gewächsen aus allen Ländern der Erde gewonnen worden, auch die vorhandenen sind durch die Äunft der Züchter reicher und prächtiger als die Stammformen je erwarten ließen. Zn dieser Schar gibt es heute aber keine, die sich einer besonderen Beliebtheit bei allen Gartenfreunden erfreute; alle die Großen im Blumenreich haben ihre Anhänger, keine hat eine unbedingte Borherrschaft. Das war in früheren Zeiten anders; da gab es immer wieder einzelne Blumen, die alle anderen aus dem Felde schlugen, und es hat einen eigenen Reiz, diesen Wandel in der Blumenfreude durch die Jahrhunderte zu verfolgen. Im Altertum ist die eigentliche Lieblingsblume die Rose. Sie ist zugleich Symbol der Liebe und des Todes, kündet von bacchantischem Lebensgenuß und der ernsten Melancholie der Gräber. Die Antike hat auch in ihrer Blütezeit züchterische Arbeit an den Blumen noch nicht gekannt. Die alten Dichter fingen und schwärmen neben der Königin Rose von der unschuldig edlen Lilie, von Krokus, Veilchen, Iris, Hyazinthen und von der Wunderblume Narzisse, bei deren Anblick nach dem Hymnus der Demeter Götter und Menschen staunen, deren Dust Himmel, Meer und Erde erfreut. Auch der römische Garten zeigt keinen reichen Blumenflor; er ist zu einer phantastischen Wildnis umgestaltet, und nur das be- scheidene Veilchen oder Lilien 'finben in ihm Platz. Erst die Ausschweifung der römischen Kaiserzeit ließ einen Blumenwahnsinn losbrechen, der an Uep- pigkeit nie mehr erreicht worden ist. Seit Kaiser Tiberius das erste Glashaus anlegen ließ, allerdings um das ganze Jahr hindurch seine geliebten Gurken auf der Tafel zu haben, wurden Rosen zu jeder Jahreszeit gezüchtet. Die ausgeartete Zeit wühlte und schwelgte in den wenigen Blumen, die sie besaß. Schwerer Blumenduft mußte alle Gemächer durchziehen, man erfand sogar eine neue Art Bett, das ganz von einem feinen Netz umgeben war, das mit Rosenblättern ausgestopft und mit Lilienblättern bedeckt war. Bei Tisch versank man in Polster von Rosen und Lilien. Das Mittelalter hat den Blumenflor der Alten nicht bereichert. Die heimischen wildgewachsenen Blumen standen im Klostergarten Karls des Großen neben Rose und Lilie. Bis in das Zeitalter der Entdeckungen blieb der Blumenbestand unverändert; erst mit der Erschließung neuer Welten wurde auch eine neue Blumenschönheit dem Abendlande zugänglich. Besonders haben die Türken als große Blumenfreunde bei ihren Eroberungszügen neue Arten mitgeb rächt. Der Levantehandel vermittelte die Bekanntschaft mit vielen Gewächsen, und Reisende brachten aus Persien und Indien Proben herrlicher Blutenpflanzen mit. Bald entstanden dann auch geschickte Gärtner, die mit Sarnen und Blumenzwiebeln Handel trieben. Die erste Blume, die das Abendland in der Renaissancezeit vollständig eroberte, mar die Nelke, die um die Mitte des 15, Jahrhunderts von Italien aus verbreitet wurde, ohne daß man weiß, woher sie damgls kam. Noch lange hatte sie iim Norden den Zauber der Seltenheit, und sie wurde zum Symbol junger Liebe, so daß wir uns in dem altersgrauen, runzligen „Mann mit der Nelke" von Jan van Eyck einen Brautwerber vorstellen müssen. Die berühmteste Blume, die die Türken brachten und die eine Zeit lang die Vorherrschaft errang, war die Tulpe. Der große Botaniker des 16. Jahrhunderts, Conrad Geßner, sah die erste Tulpe im Jahre 1559 im Garten eines reichen Patriziers; im Jahre 1565 blühten die Tulpen schon 'im Garten der mächtigen Fugger. Bald war die Blume über ganz Europa verbreitet. Den Holländern verwirrten ihre mannigfachen Spielarten und ihre Schönheit geradezu den Kopf, eine „Tuli- pomanie" brach aus, bei der mit seltenen Tulpenzwiebeln ein wildes Börsengeschäft getrieben wurde. Neu gezüchtete Exemplare von Tulpen wurden auf Zeit gehandelt, und Gewinn oder Verlust wurden nach der Differenz zwischen dem vereinbarten und dem am Verfallstage notierten Preis berechnet; das ganze Treiben endete mit einem schlimmen Börsenkrach. In diesem überwiegenden Maße hat später kein Gartengewächs mehr das Feld beherrscht. C. K. verdunkelllngszeil: 12. Mai von 22.06 bis 5.00 Uhr. NSG. Die Hauptoereinigung der deutschen Gar- lenbauwirtschaft hat kürzlich eine Anordnung über den unmittelbaren Verkauf von Spargel und Erdbeeren vom Erzeuger an Verbraucher erlassen. Danach ist der Verkauf von Spargel und Erdbeeren vom Erzeuger an Verbraucher nur auf Wochenmärkten sowie an solche Verbraucher gestattet, die in derselben Gemeinde wie der Erzeuger ansässig sind. Uebcr die Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft wurde ausführlich bereits an anderer Stelle berichtet. Nunmehr hat das Landesernährungsamt Hessen auch für andere Obst- und Gemüsearten die unmittelbare Abgabe vom Erzeuger an nicht ortsansässige Verbraucher grundsätzlich verboten. Die Maßnahme bezweckt, die Versorgung der Verbraucher mit Obst und Gemüse sicherzustellen. Die Sicherstellung der Obst- und Gemüseversorgung ist aber nicht möglich, wenn, wie bisher, die Verbraucher die Möglichkeit haben, unmittelbar vorn Erzeuger Obst und Gemüse zu beziehen. Ein großer Teil der geernteten Erzeugnisse kommt dann nur solchen Verbrauchern zugute, die über entsprechende Beziehungen zum Land verfügen oder genügend Zeit haben, um aufs Land hinauszufahren und dort Obst und Gemüse zu Hamstern. Das Nachsehen hat vor allem die werktätige Bevölkerung in den Städten, die vielfach weder über die entsprechenden Beziehungen, noch über die notwendige Zeit verfügt. Die Folge des unkontrollierten Bezuges von Obst und Gemüse durch Verbraucher unmittelbar beim Erzeuger ist, daß nicht genügend Obst und Gemüse an die Bezirksabgabestellen ab geliefert wird, die die Ausgabe haben, das Obst und Gemüse in den Anbaugebieten zu erfassen, um damit die Händler zu beliefern. Infolgedessen können, wie im letzten Jahr beobachtet wurde, die Ladengeschäfte nur in unzureichendem Maße mit Gemüse versorgt werden. Das Nachsehen hat die Hausfrau. Um diesem Uebelftanb abzuhelfen, bestimmt die neue Anordnung des Landesernährungsamtes, daß bestimmte Obst- und Gemüsearten von den Erzeugern grundsätzlich den Bezirksabgabe- st e l l e n b z w. S a in m e l st e l l e n zur Ablieferung zu bringen sind. Nur diejenigen Mengen, die im eigenen Haushalt ober Betrieb des Erzeugers verbraucht werden,' brauchen nicht abgeliefert zu werden. Klein- und Schrebergärtner sowie Hausgartenbesitzer fallen deshalb grundsätzlich nicht unter die Bestimmungen der Anordnung. Ernten sie allerdings mehr Obst und Gemüse, als sie im eigenen Haushalt verbrauchen, und verkaufen sie die überschüssigen Mengen, so habrn sie diese Mengen ebenfalls den Bezirksabgabestellen anzuliefern. Die Abgabe von Obst und Gemüse durch Erzeuger unmittelbar an Verbraucher, Verteiler (Händler) und Verarbeitungsbetriebe ist verboten. Zu den Weiße Blüten am Bahndamm. NSG. Der Gausachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung teilt mit: Als mehr ober minder großer Strauch, ja kleiner, Baum, zeigt in den Monaten April und Mai ein Verwandter von Zwetsche und Kirsche, meist bevor sich noch das Laub entfaltet, seine weißen Blüten. In dieser Jahreszeit bildet der anspruchslose Strauch, der mit jedem Oed land vorlieb nimmt, einen Schmuck der Bahndämme und verzaubert nanchen Feldweg, den er in dichten Hecken umsäumt, in einen Blütenpfad. Schon immer waren die Blüten dieses unter dem Namen Schlehdorn oder Schwarzdorn bekannten Strauches ein beliebtes, volkstümliches Heilmittel, das mild abführend wirkt und vielfach als Bestandteil sog. Blut- reinigungstees, daneben auch als schweißtreibendes Mittel in Grippetees Verwendung findet. Man muß aber bei der Ernte dieser Blüten darauf Rücksicht nehmen, daß die Schlehenhecken beliebte und häufige Nistgelegenheiten für Vögel sind und daher nur mit Vorsicht, d. h. unter Rücksichtnahme auf diese Vogelnester gesammelt werden darf. Man sam- melt die Blüten bei trockenem Wetter bzw. nach dem Abtrocknen des Taues. Man streift sie zu mehreren von den Zweigen ab, auch wenn, was unvermeidlich ist, Knospen, Knospenschuppen und Verbrauchern zählen auch die sogenannten Großverbraucher, nämlich Gaststätten, Werkküchen, Krankenhäuser, Heime und sonstige Anstalten, Gemeinschaftslager, Formationen (wie Wehn'nacht, Reichsarbeitsdienst usw.). Von dem Verbot der unmittelbaren Abgabe vorn Erzeuger an Verbraucher gibt es lediglich folgende A u s n.a h rn e n : An ortsansässige Verbraucher darf der Erzeuger Obst und Gemüse zumVerbrauch im eigenen Haushalt abgeben. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß nur die Abgabe zum Verbrauch im eigenen Haushalt gestattet ist. Erwirbt der Verbraucher unmittelbar vom Erzeuger mehr, als er im eigenen Haushalt benötigt, und gibt das erworbene Obst und Gemüse ganz ober teilweise an andere weiter, so liegt kein Verbrauch im eigenen Haushalt vor. Der Verbraucher verstößt also in diesem Fall gegen das Verbot des unmittelbaren Bezuges vom Erzeuger. Als ortsansässig gelten Verbraucher, die in derselben Gemeinde wie der Erzeuger ansässig sind, wobei jedoch eingemeindete Vororte mit ländlichem Charakter (z. B. Frankfurt a. M.-Oberrad, Wiesbaden-Schierstem, Darmstadt-Arheilgen, Mainz-Gonsenheim, Mainz-Mombach, Offenbach- Rumpenheim usw.) als s e l b st ä n d i g e G e m e i n- d e n gelten. Ein im Stadtkern wohnender Verbraucher ckann also nicht von einem in einem eingemein- deten Vorort wohnenden Erzeuger Obst und Gemüse beziehen, auch nicht zum eigenen Verbrauch. Der Verkauf von Obst und Gemüse durch Erzeuger auf den Wochenmärkten ist nach wie vor gestattet. Auch an benachbarte Ladengeschäfte können Erzeuger, wenn eine schriftliche Genehmigung des Gartenbauwirtschaftsverbandes vorliegt, Obst und Gemüse abgeben. Abgesehen von Spargel und Erdbeeren, für die bereits die obenerwähnte Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft den Verkauf vom Erzeuger an nicht ortsansässige Verbraucher verboten hat, gilt die Anordnung des Landesernährungsamtes nur für bestimmte Obst- und Gemüsearten. Es wird jeweils durch eine Bekanntmachung des Gartenbauwirtschaftsverbandes in der Presse rechtzeitig veröffentlicht werden, welche Obst- und Gemüsearten'außer Spargel und Erdbeeren unter die Anordnung des Landesernährungsamtes dessen fallen und daher von nicht ortsansässigen Verbrauchern unmittelbar vom Erzeuger nicht bezogen werden dürfen. Es sei besonders darauf .hingewiesen, daß bei Verstößen gegen das Verbot des unmittelbaren Bezuges vom Erzeuger sich nicht nur der Erzeuger, sondern auch der Verbraucher strafbar macht. Nach den Vorschriften der Verbrauchsregelungs-Strafverordnung können bei Zuwiderhandlungen Geld- und Gefängnisstrafen verhängt werden. einzelne junge Blättchen mit in das Sammelgut gelangen. Es gibt Schlehdorn, der durchaus nicht sehr dornig ist, so daß man sich nicht bei dieser Arbeit zu verletzen braucht. Trocknet man sorgfältig die in Körben oder Kästen gesammelten Blüten in sehr dünner Schicht, erhält man eine elfenbeinfarbig aussehende Droge, die das ganze Jahr über zur Verfügung steht und auch nicht nachträglich braun wird, wenn sie vollständig getrocknet ist. Auskunft und Rat erteilen die Kreissachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung. Neues Rentenzahlverfahren für die Angestelltenversicherung. Die Kriegsverhältnisse haben die Arbeitsleistungen der Reichspost derart stark vermehrt, daß es nicht mehr möglich ist, die Renten der Angestelltenversicherung in die Wohnung der Empfänger zuzustellen. Der Reichsarbeitsminister hat sich 'deshalb damit einverstanden erklärt, daß das Zustellverfahren bis auf weiteres durch das in der Invalidenversicherung bereits feit Jahrzehnten übliche Abholverfah- ren am Postschalter ersetzt wird. Als Ausweis bei den monatlichen Auszahlungen dient eine Rentenausweiskarte, die den Empfängern vom Zahlpostamt zugestellt werden wird. Ferner wird ein Rentenempfangsschein eingeführt. Die Zahltage werden in den Schalterräumen bekanntgegeben. Die Umstellung der Renten erfolgt nach und nach und beginnt am 1. Juni. In Ausnahmefällen wird auf Antrag dis Rente auch weiterhin zugestellt. Kür Tapferkeit vor dem Keinöe. Der Gefreite Willi Rau aus Trohe wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Gloria-Palast: »Die Sache mit Styx" Die Sache mit Styx, nach einem Roman von Georg M ü h l e n - S ch n l t e, Drehbuch von Curt I. B r a u n , ist eine Sache, an der Intellekt und Gefühl gleicherweise beteiligt sind: es handelt sich um die Abenteuer des jungen Rittmeisters Styx, der als Militärattache in einem fremden Lande mit einer sehr delikaten diplomatischen Mission betraut und dabei unversehens in eine Liebesgeschichte und einen Kriminalfall verwickelt wird. Er löst seine mit allerlei Ueberraschungen gespickte Aufgabe auf eine Weise, die ihm zu guter Letzt die Beförderung zum Major ein trägt, ganz zu schweigen von den persönlichen Erfolgen, welche er dabei erntet. Der Spielleiter Karl Anton hat bereits de» öfteren bewiesen, daß er dergleichen Affären mit sicherem Instinkt für Wirkungen und Möglichkeiten eines roa manhaften Stoffes in Szene zu setzen versteht; er teilt den Vorgängen einen Hauch von Phantastik und ein leichtes Aroma milder Ironie mit, die der Sache eine angenehme Würze verleihen; die Szene des von Tanzbildern mehrfach überblendeten Zwei« fampfes, in welchem Styx schließlich ermartungsx gemäß die Oberhand behält, war aber doch schon allzu oft in ähnlichen Filmen zu sehen und ist allzu! geflissentlich auf die 1 grob sinnlichen Spannungs- effette hin arrangiert. Gespielt wird auf der ganzen Linie vorzüglich. Vor allem Viktor de Kowa, den man seit längerer Zeit nicht mehr gesehen hat, gibt der Figur des Rittmeisters einen sehr amüsanten Umriß: er spielt ihn mit einer offenen Natürlict^eit und einem leichten, trocknen Humor, daß er bis zum glorreichen Ende aller Sympathien gewiß fein darf. Die beiden Frauengeftalten — Laura Solari und Margit Symo — stehen zueinander in pikantem Kontrast. Hans L e i b e l t spielt mit geschmeidiger* Eleganz einen wurmstichigen Konsul mit fatalen Geschäftsverbindungen, Harald Paulsen in einer interessanten Sherlock-Holmes-Maske den Kriminalrat Dr. Bonnett. Auch Will Dohm, ein feister und drolliger Offiziersbursche, und Theodor Loos in der des öfteren in seinem Repertoire auftauchenden Figur eines geheimnisvoll verdächtigen Herrn seien nicht vergessen. — Man unterhält sich, auch ohne den Roman zu kennen, anderthalb Stunden lang recht angeregt. (Tobis.) Hans Thyriot. Speck und Schmalz auch auf die Llrlauberkarte. Die neuen Reichskarten für Urlauber enthalten nicht mehr die Fett-Abschnitte in der bisher bekannten Form. Vielmehr haben sie jetzt für ein bis drei Tage nur noch Abschnitte über Butter und für vier bis sieben Tage Abschnitte über Butter und Margarine. Zur Aufklärung van Zweifelsfragen wird jedoch bekanntgegeben, daß selbstverständlich auch auf Urlauberkarten Schmalz ober Speck verabfolgt werden darf. Die Regelung ist so getroffen, daß die Margarine-Abschnitte zum Bezüge von Speck, Schlachtfett oder Schmalz berechtigen. Speck und Rückenfett wird zum vollen Nennwert 6er_ Margarinemarken ausgegeben, während bei Schweineschmalz, genau wie bisher, das Verhältnis von 5:4 gilt, so daß für je 5 Gramm Margarine je 4 Gramm Schweineschmalz abzugeben sind. * ** Den Eierbezug bei Hü h verhalte r n betrifft eine Bekanntmachung des Ernäh- . Der Erfolg unserer Aufklärungs-Werbung Seit Kriegsbeginn hat Chlorodont In Anzeigen, Plakaten und Filmen umfangreiche Aufklärung über die Wichtigkeit der Zahngesundheit und der richtigen Zahnpflege gegeben. In großer Anzahl wurde die Broschüre ..Gesundheit ist kein Zufall" angefordert und versandt. Der Erfolg zeigt sich in der wachsendenErkenntnis für richtige Zahnpflege in breitesten Volkskreisen. Erhöhte Nachfrage nach Chloro« dont ist ebenfalls eine Folge unserer Aufklärungsarbeit«1 Die Erzeugung von Chlorodont wird nach den zeitbedingten Möglichkeiten noch gesteigert. Wir bitten um Ihr Verstand« nis, wenn Sie Chlorodont in Ihrem Stammgeschäft nicht immer erhalten können. -— Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie klappte die Augendeckel herunter, seufzte, schlug dann den Blick nach oben, als wolle sie den Himmel anklagen und flüsterte endlich: „Ich bin doch die Wirtin!" „Ah, interessant. Wessen Wirtin sind Sie denn?" „Nun, von Lanos, den sie wegen des Mordes suchen." „Ach nee! Sehen Sie mal an. Was war das denn für ein Mann?" Sie machte mit der linken Hand eine abwehrende Bewegung. „Ich hab es gleich gewußt, daß mit dem was nicht in Ordnung war. Wissen Sie, der Mann machte mir immer einen unheimlichen Eindruck, und wenn er mich ansah — er hatte ganz schwarze Augen, wie der Teufel — dann mußte ich mich setzen und einen Kümmel nehmen, solch ein Herzklopfen bekam ich immer. Was soll ich Ihnen sagen, hat der doch versucht, in mein Schlafzimmer einzudringen? Horen Sie, ich bin bald umgekommen vor Angst. Ich schlafe und plötzlich höre ich ein Schleichen und die Dielen knistern, dann streicht einer über meine Tür. Ich fahre auf und denke, der Schlag soll mich rühren. Ich raus und an die Tür. Da höre ich, wie einer draußen umherschleicht und etwa murmelt und meine Klinke sucht. Ich will das Licht anknipsen, es brennt nicht. Nun brülle ich laut »Hilfe! Hilfe st und, sehen Sie, das war richtig, das hat ihn gestört. Denn er pochte und fragte: ,Was ist denn, Frau Hauckwitz, was schreien Sie berm?‘ Ich rufe zurück: ,Was machen Sie denn da draußen, .wenn Sie hereinkommen, brülle ich zum Fenster hinaus/ Und dann sagte er — es war natürlich alles geschwindelt —, er hätte in die Küche gehen wollen, um ein Glas Wasser zu trinken, weil ich ihm feine Karaffe nicht gefüllt hätte, und da sei das Licht nicht gegangen und er hätte sich so weitergetastet. Dabei lasse ich mich fressen: er hat die Sicherungen rausgedreht. Am Morgen zeigte er mir dann, daß die eine Sicherung durchgebrannt war und was meinen Sie, was der freche Kerl behauptete: Er sagte ganz frech, ich hätte mal wieder gebügelt und an der Schnur gerissen und da sei Kurzschluß gekommen. — Wissen Sie, was ich aus- gestanden habe, das kann ich gar keinem Menschen erzählen. Mit einem Mörder Tür an Tür zu schlafen, das soll mir einer erst mal nachmachen." Endlich war sie zur Ruhe gekommen. Dann lehnte sie sich an die Banklehne zurück, keuchte vor Aufregung und hielt sich die rechte Hand an ihren Busen gepreßt. Jetzt öffnete sich die Tür zum Vorzimmer und Kriminalsekretär Krähe trat heraus. „Ist Herr Hanke noch nicht da?" fragte er. Dies war für Frau Hauckwitz ein willkommener Anlaß, ihre Stimme ertönen zu lassen. „Hanke? Hanke?" rief sie, „das ist doch unser Portier. Was soll denn der hier? Der kann Ihnen doch nichts sagen, der hat doch keine Ahnung und redet immer bloß dämlich —" „Nun, Herr Willis, dann kommen Sie mal rein." „Erlauben Sie", protestierte Frau Hauckwitz, „ich war eher da als der Herr, immer der Reihe nach —" „Nee", lachte Krähe, „liebe Frau, hier sind wir nicht beim Friseur, hier kommen die Leute außer der Reihe dran. Sie müssen noch warten. Bitte, Herr Willis." Willis wurde eingelassen. Frau Hauckwitz blieb fassungslos zurück. „Hat man sowas schon erlebt?" stöhnte sie, „ich sitze hier wie ein Affe, und andere Leute kommen vor mir dran. Nun, ich werde mich beschweren, ich gehe zur Poli —", dann schwieg sie, weil sie daran dachte, daß sie ja bereits bei der Polizei sei und sich nicht gut hei der Polizei über die Polizei beschweren könne. Es war ihr ein Trost, daß jetzt Hanke, der Portier, austauchte. „Nun guck mal einer an, Frau Hauckwitz", sagte er freundlich, „was machen Sie denn hier?" „Sie haben mir bloß noch gefehlt zu meinem Glück", fauchte sie ihn an, „ich mochte wissen, was Sie hier wollen. Sie wissen doch gar nichts. Sie haben wohl zu Hause nichts zu tun, was? Pasten Sie lieber auf, daß der Hof sauber gehalten wird, aber der sieht immer aus wie ein Schweinestall, und das Fenster im Flur schließt auch nicht richtig, da zieht es wie Hechtsuppe —" In diesem Augenblick trat Krähe heraus. „Sind Sie Herr Hanke?" fragte er. „Jawoll, der bin ich. Wilhelm Hanke —" „Kommen Sie herein, Herr Hanke. Und Sie, Frau Hauckwitz, wenn Sie wieder mit anderen Zeugen über die Geschichte sprechen, werden wir Sie wegen Verdunkelungsgefahr einsperren, verstanden? Sie haben hier zu warten und ruhig zu sein." Krähe und der Portier verschwanden im Zimmer, und Frau Hauckwitz sah sich unwillkürlich nach einer mitfühlenden Seele um, der sie ihr Herz ausschütten konnte. Bis sie sich überlegte, daß sie nicht einmal das dürfte, daß sie still sitzen und den Mund halten mußte, was das Schwerste war, was man ihr zumuten konnte. Drinnen saß der Kriminalrat hinter feinem Schreibtisch, rauchte eine große Zigarre und schlug mit der flachen Hand auf die Schreibtischplatte. „Das ist ja ein Stück aus dem Tollhaus", rief er lächelnd, „nun, die gute Frau Hauckwitz werden wir uns mal vorknoppen. Wie sind Sie denn darauf gekommen, mit dem Portier zu sprechen, Herr Willis?" „Ich tat es Fräulein Perlings wegen. Es sind da die tollsten Gerüchte im Umlauf. Es heißt, sie stecke mit Lanos unter einer Decke, sie sei die Ursache der Mordtat und habe mit Lanos zusammen in der Kurfürstenstraße gewohnt. Nun ist Fräulein Perling ein anständiger, ordentlicher Mensch, eine gute Artistin, die ich von früher her kenne. Ich hielt mich deshalb für verpflichtet, einmal der i Hache auf den Grund zu gehen. Und deshalb bin ich zu dem Portier gegangen." „Gerüchte sind im Umlauf?" fragte Wenig, „das ist doch sonderbar. Wer konnte denn ein Interesse daran haben, Fräulein Perling schlecht zu machen? Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? Schließlich hat doch jedes Gerücht einen Urheber. I Wir haben doch nur Sie und Ihre beiden Partner, Fräulein Perling und Fräulein Norodna vernom-i men, andere wissen doch nur das, was in der Zeitung steht, und da steht nichts von Fräulein Perling. Also muß es doch eine von diesen fünf Personen sein." „Ja", pflichtete ihm Willis bei, „baran dachte ich auch schon. Ich habe einen Gedanken, der so ungeheuerlich ist, daß ich ihn nicht aussprechen mochte." „Auch mir gegenüber nicht?" Wenig stieß dichte Rauchwolken hervor und warf ihm einen Blick zu. „Vielleicht sprechen Sie erst einmal mit dem Portier." „Gut, das will ich tun. Krähe, lesen Sie das Protokoll einmal vor." Der Kriminalsekretär zog das Protokoll aus der Maschine, nahm die Kohleblätter heraus und las vor: „Berlin, am 8. September 1939. Es erscheint der Artist Eberhard Willis, wohnhaft Berlin W 62, Imperial-Hotel, und erklärt: Am Donnerstag, dem 7. September 1939, sprach ich mit dem Portier Wilhelm Hanke des Hauses Kurfürstenstraße 143. Ich fragte ihn nach Herrn Lanos und äußerte beiläufig, daß Lanos doch eine Braut gehabt habe, die bei ihm wohne, wo die denn geblieben fei. Herr Hanke sagte, die sei seit dem Mordtage nicht mehr erschienen. Sie habe auch nicht oben gewohnt, sondern fei nur hin und wieder gekommen. Sie habe auch den Schlüsiel zur Wohnung und zum Hause gehabt, und er, Hanke, habe deshalb schon mehrfach mit Frau Hauckwitz gesprochen, weil dies unzulässig sei. Am Mordabend sei sie gegen 20.30 Uhr heruntergekommen, gefolgt von Herrn Lanos. Ich fragte ihn, ob das die hübsche Blonde gewesen sei, worauf Herr Hanke sagte, nein, die Dome habe schwarzes Haar gehabt, habe sehr ausländisch ausgesehen und sei stets sehr elegant gekleidet gewesen. Sie habe auch mit einem ausländischen Akzent gesprochen. Ihren Namen habe er nicht gewußt. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben: F.d.R.: Kriminalsekretär:'" (Fortsetzung folgt.) Merkur neben Jupiter. Sternschau im Mai 1942. Von Dr. Erwin Kossinna. rungsamtes Abt. 8 in unserer heutigen Ausgabe. Die Hausfrauen feien besonders darauf hingewiesen. ** Das Kapitänsexamen für große Fahrt hat Konrad Sänger aus Gießen, Sohn des Lokomotivführers Heinrich Sänger, Frankfurter Straße 127, auf der Seefahrtschule in Hamburg mit der Note „Gut" bestanden. Ferner erhielt er für hervorragende astronomische Beobachtungen und Berechnungen ein Staatsdiplom. Dor zwei Jahren hat der erfolgreiche Seemann sein Steuermannsexamen mit Auszeichnung bestanden. ** Frühlingserwachen im L u f t f ch u tz- raum. Sauberkeit, Ordnung und Freundlichkeit sind die guten Geister, die jetzt im Frühling ausgeboten werden müssen gegen Staub, Unordnung und Liederlichkeit. Kein Luftschutzraum braucht muffig und gesundheitsschädlich zu fein. Deshalb sollen die fleißigen Hände, die sich beim Großreinemachen in den Wohnungen regen, auch den Luftschutzraum nicht vergessen. Heber das „wie" unterrichtet mit vielen Bildern ein Aufsatz im neuesten Heft der „Sirene", der großen deutschen Luftschutz- Illustrierten. Aus -er engeren Heimat. Landkreis Gießen - Lich, 11. Mai. Am heutigen Montag konnten die Eheleute Karl Ludwig Schmidt, Wall- straße, Silberhochzeit feiern. Am morgigen Dienstag vollendet der Brauereiarbeiter Karl Fnednch Schmidt, Hintergasse 10 wohnend, sein 80. Lebensjahr. Allen unseren herzlichen Glückwunsch. ch Großen-Buseck, 10.Mai. Am Samstagnachmittag wurde der im Alter von 62 Jahren verstorbene Leiter der hiesigen Volks- und Fortbildungsschule, Rektor Heinrich Änderth al, unter starker Beteiligung der Einwohnerschaft und feiner Freunde aus nah und fern zu Grabe getragen. Schulrat Walter (Gießen) als Vertreter des Kreisschul- und Landratsamtes würdigte die Verdienste des Verstorbenen, der 42 Jahre im Dienst der Volksschule gestanden hatte. Für seine Mitarbeiter sprach Lehrer Jung von hier, während der Kreisabschnitts-walter des NS.-Lehrer- bundes, Lehrer Heiß (Bersrod), für den NSLB. sprach. Den Dank der Gemeinde erstattete der stellvertretende Bürgermeister Fuhr. Die Verdienste des Verstorbenen um die NS-Kriegerkameradschaft würdigte der Vertreter Pfeifer. Für das Deutsche Rote Kreuz ließ der Kreisführer DRK.-Oberfeld- führer Landrat Lotz durch seinen Stellvertreter die Verdienste des dahinaeschiedenen Leiters der Gruvpe Großen-Buseck des DRK. dankbar würdigen. Auch die Schüler der letzten Jahrgänge und der Vertreter der Gemeinde Weitershain, in der Rektor Jnder- thal zwei Jahrzehnte als Lehrer segensreich gewirkt hatte, widmeten dem Heimgegangenen treuen Lehrer herzlich gehaltene Nachrufe. Die Ehrensalve der NS.-Kriegerkameradschaft beschloß die Trauerfeier. Rektor Inderth al stammte aus dem benachbarten Rödgen, besuchte die Präparandenschule in Lich und von 1897 bis 1900 das Lehrerseminar zu Friedberg. Er wirkte als Lehrer in Burkhards, Weitershain und kam nach dem Weltkrieg in unsere Gemeinde, in der er vor 20 Jahren zum Rektor ernannt wurde. + (Brünberg, 11. Mai. Der V o rs ch u ß v e r- ein Grünberg hielt am Samstag in der Gastwirtschaft Peppler am Bahnhof seine Hauptver- fammtung unter der Leitung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates Heinrich Schmidt II. ab. Das Andenken des Angestellten Ernst Rock und des Mitgliedes Otto Mathies jun., die beide im Osten gefallen sind, wurde geehrt. Vorstandsmitglied Müller erstattete dann einen ausführlichen Geschäftsbericht für das Jahr 1941. Er konnte, wie im Vorjahre, auf eine günstige Entwicklung Hinweisen. Die wichtigsten Posten zeigen durchweg Erhöhungen: die Bilanzsumme 1 582 301,78 RM. gegenüber 1 292 745,62 RM. im Vorfahre, Spareinlagen und Gelder in laufender Rechnung 1 342 412,73 RM. (1 054 664,34 RM.), die flüssigen Mittel 1 082 777,54 RM. (752 435,35 RM.). Rückgang der Kredite von 535 990,17 RM. auf 492 053,24 RM. Heinrich Schmidt II., als Vorsitzender des Aufsichtsrates, berichtete über dessen Tätigkeit. Der Jahresabschluß wurde genehmigt und Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Der Reingewinn von 6436.74 NM. wurde in der vorgeschlagenen Weise verteilt. Don allen mit freiem Auge sichtbaren Planeten ist der Merkur weitaus am schwierigsten zu ve- obachten, da er sich stets in der Nähe der Sonne aufhält und von dieser überstrahlt wird. Um Merkur aufzufinden, muß man ihn suchen, wenn er auf seiner scheinbaren Bahn am weitesten von der Sonne nach Osten oder nach Westen ausschwingt. Eine solche günstige Gelegenheit bietet sich Mitte Mai. Merkur gelangt am 18. Mai in den größten, rund 22 Grad betragenden Abstand von der Sonne. Der Planet geht dann IVz Stunden nach der Sonne unter und ist etwa 3/< Stunde lang tief am nordwestlichen Horizont sichtbar. Da die Helligkeit des Merkur ziemlich rasch abnimmt, beginnt man jroecfc mäßig schon an den Abenden vom 10. Mai nach dem Planeten zu suchen. Diesmal kommt uns dabei der viel hellere Jupiter zu Hilfe, der das Aufsuchen des Merkur sehr erleichtert. Wir finden Merkur rechts neben Jupiter und nur wenig tiefer. Am 17. Mai erscheint noch die schmale Sichel des zunehmenden Mondes unter Jupiter, so daß die drei Gestirne eine reizende Konstellation bilden, deren Schönheit freilich nur bei sehr klarer Luft zur Geltung kommt. Denn bei dem tiefen Stand der beiden Planeten geht viel Licht in den unteren, oft dunstigen Luftschichten verloren. Man wird daher bei der Beobachtung mit Vorteil einen Feldstecher benutzen. Unter den großen Planeten ist Merkur der kleinste, I u p i t e r der größte. Dieser ist fast 30mal so groß wie Merkur und auch von ganz anderer Beschaffenheit. Bei Jupiter sehen wir auf eine dichte, kräftig reflektierende Wolkenhülle, die dauernden Verände- rungen unterworfen ist. Merkur dagegen besitzt keine oder jedenfalls nur eine außerordentlich dünne Atmosphäre. Seine Oberfläche wirft nur 7 v. H. des auffallenden Lichtes zurück, ist also dunkel wie frischer Ackerboden und läßt wegen der Ueberstrah- lung durch die nahe Sonne selbst im Fernrohr nur wenig Einzelheiten erkennen. Merkur zeigt große Aehnlichkeit mit dem Erdmond, dessen Oberfläche ebenfalls nur 7 v. H. des Sonnenlichtes reflektiert und größtenteils aus dunklen vulkanischen Lavagesteinen und Tuffen besteht. . Am Abendhimmel ist ferner Mars zu sehen, der sich im Sternbild der Zwillinge bewegt. Mars entfernt sich mehr und mehr von der Erde und ist nur noch ein Stern zweiter Gröhe; er geht drei Stunden nach der Sonne unter. Venus ist Morgenstern, wegen ihrer stark südlichen Stellung jedoch nur eine halbe Stunde sichtbar. Saturn verschwindet Danach kommen, wie im Vorjahre, 5 v. H. als Dividende mit 4213 RM. zur Verteilung, 995 RM. zur gesetzlichen Rücklage, während 1228,74 RM. auf neue Rechnung vorgetragen werden. Infolge des stetigen Anwachsens der Einlagen wurde die seither bestehende Höchstgrenze dafür von 2 Millionen RM. auf 4' Millionen RM. heraufgesetzt. Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Hrch. Schmidt II., Georg Daniel Haas und Otto Matthies wurden wiedergewählt. Auf Anregung des Deutschen Ge- nossenschaftsverbandes stellten Vorstand und Aufsichtsrat den Antrag, den seitherigen Namen „Vorschußverein (Brünberg" zu ändern und als neuen Namen „Volksbank (Brün berg (Hessen) e. G. m. b. H." zu wählen. Der Antrag fand- einstimmige Annahme, und damit hat die im Jahre 1862 gegründete Genossenschaft nach 80jährigem Bestehen einen neuen Namen erhalten. Ortsgruppenleiter Schütz wies auf die segensreiche Tätigkeit der Genossenschaft hin und gab der Hoffnung'Aus- druck, daß sie auch unter dem neuen Namen in gleichem Sinne wirken möge. )—( Ruppertsburg, 10. Mai. Unsere N S.- Frauenschaft konnte dieser Tage ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Die Mitglieder hatten sich zu einer schlichten Feier in ihrem Heim versammelt. Die Leiterin Hermine Diehl gedachte der Zeit vor zehn Jahren und der Mitbegründerinnen Beim Gesang schöner Lieder und dem Vortrag von Mund- Anfang Mai in den Strahlen der Sonne und wird im Juli am Osthimmel wieder sichtbar. Der abendliche Fixsternhimmel gewinnt im Mai fein sommerliches Aussehen. Mähend im Nord- westen die letzten Winterbilder, nämlich die Zwillinge Kastor und Pollux, Prokyon im Klemen Hund und Kapella im Fuhrmann, sich zum Horizont herabsenken, steigen im Osten die Sommerbilder Herkules, Leier und Schwan empor. Gegen 22 Uhr Sommerzeit sehen wir hoch im Südosten einen sehr hellen Fixstern von tiefgelber Farbe. Es ist Ark- turus im^Bootes, den wir leicht finden, wenn wir den Bogen der Deichselsterne des nahe dem Zenit stehenden Himmelswagens nach unten verlängern. Der Große Löwe als typisches Frühlingssternbild hat bereits seine höchste Stellung überschritten. Zwischen dem Löwen und Bootes befindet sich das zierliche Sternbild Haar der Berenike, eine leicht gekrümmte Linie schwacher Sterne in Form einer herabhängenden Haarlocke, die im Feldstecher an mondlosen Abenden einen reizvollen Anblick gewähren. Unter dem Arkturus funkelt die weiße Spika in der Jungfrau. Dieser schöne Stern wird an Helligkeit noch übertroffen von der blauweiß strahlenden Wega in der Leier, dem hellsten Stern des Sommerhimmels. In Farbe, Spektrum und Strahlungstemperatur (11000 Grad) ähnelt die Wega dem Sirius. Bei einem Abstand von 26 Lichtjahren (1 Lichtjahr = 10 Billionen Kilometer) hat Wega jedoch die doppelte Leuchtkraft wie Sirius und die 50fache der Sonne. Im Raume zwischen Wega und Arktur bemerken wir das ausgedehnte Sternbild des Herkules und die halbkreisförmige Nördliche Krone, in, welcher Gemma als hellster Stern strahlt. Auf der rechten Seite des oberen Sternvierecks im Herkules erkennt das bloße Auge an mondlosen Abenden einen verwaschenen Lichtfleck, den der Feldstecher deutlicher zeigt. Dies ist der berühmte Kugel- sternhaufen im Herkules. Der Kugelsternhaufen zeigt eine außerordentlich starke Verdichtung der Sterne nach der Mitte zu. Im ganzen handelt es sich um eine Ansammlung von über 100 000 Sonnen, darunter mehr als 500 gelbe und rote Giganten, die in der unvorstellbaren Entfernung von 33 000 Lichtjahren im Raum schweben. lieber dem nordöstlichen Horizont steigt der Schwan, das ,Mreuz des Nordens", mit Deneb als Hauptstern, empor. Im Norden zeichnen die fünf hellsten Sterne der Kassiopeia ein lateinisches W an den Himmel. Links von der Kassiopeia funkeln die Sterne des' Perseus. arigedichten ging die Feierstunde rasch dahin. — Hier verstarb der in weiten Kreisen bekannte Förster Reeg im Alter von über 92 Jahren. Lange war er Förster auf dem Petershainer Hof bei Ulrichstein und zuletzt auf der Kiliansherberge bei Schotten gewesen. Er wurde auf dem Friedhof zu Schotten beigesetzt. Beim Experimentieren tödlich verunglückt. LPD. Marburg, 11. Mai. Ein bedauerlicher Unglücksfall, bei dem ein junges Menschenleben vernichtet wurde, ereignete sich in Marburg. Ein 16- jähriger Schüler experimentierte in seinem selbst- eingerichteten Laboratorium, wobei sich bei einem Versuch plötzlich eine Explosion ereignete. Der Schüler wurde durch Splitter an der Schlagader des Oberschenkels schwer verletzt und verstarb auf dem Wege in die Klinik an dem starken Blutverlust. Eine seltene Tieroperation. LPD. Frankfurt a. M., 8. Mai. Eine seltene Operation gelang einem Tierarzt in Frankfurt a. M.-Höchst bei dem wertvollen Windspiel eines Höchster Einwohners. Das Tier war kürzlich auf einem Taunusausflug, auf den es sein Herr mitnahm, von einem anderen Hund angefallen worden. Dabei wurde ihm ein großes Stück Fleisch ausgeriffen und die Halsschlagader vollstaE durchbissen. Sein Herr erkannte sofort die Verblutungsgefahr und hielt die Schlagader mit den Händen so lange zu, bis sie notdürftig abgebunden werden konnte. Das Tier wurde spater dem Tier- arzt in Behandlung gegeben. Seiner ärztlichen Kunst gethng es, dem Hund das Leben zu erhalten, der sich mit durchbissener Schlagader und bei nur einseitiger Durchblutung anscheinend recht wohl fühlt. Der Fall dürfte auf veterinärarztlichem Gebiet zu den Seltenheiten gehören. G. A.-Eport. Gießener Schwimmer in Offenbach. Am Sonntag starteten im Offenbacher Hallenbad die besten Staffelmannschaften des Bereiches Hessen- Nassau. Die spannenden Kampfe und guten Leistungen fanden bei den zahlreichen Zuschauern großen Beifall. Die Gießener Schwimmer konnten auch hierbei wieder gut abschneiden. Im 3 X 8-Bahnen- Kraulschwimmen (Männerklasse) belegte die Mannschaft Öttersdorf, Pfeiffer, Focken- b r o ck den 3. Platz. Einen sicheren Sieg verschenkten die Gießener in der 3 X 8-Bahnen-Bruststaffel (Männerklasse). Irrtümlich schwamm Braun nur sechs Bahnen, und als er den Fehler bemerkte und die zwei fehlenden Bahnen weiterschwamm, war der Vorsprung der anderen Mannschaften schon so groß, daß federt und Funk nur noch den 3.Platz erkämpfen konnten. Ganz überlegen gewann Mur die HJ.-Mannschaft des Gießener Schwimm-Vereins die 3 X 8-Bahnen-Bruststaffel. Der Sieg der Mannschaft Pfeiffer, Beckert/Funk stand nie in Frage. Schon der Startmann Pfeiffer erkämpfte gut 3 Meter Vorsprung, den B e d e r t auf 5 Meter vergrößern konnte. Als Funk dann als Schlußmann anschlug, war der Erste Frankfurter Schwimm-Club, der zweiter Sieger wurde, um über zwei Bahnen (das sind über 26 Meter) geschlagen. Die Offenbacher und Darmstädter Vereine konnten in diesem Wettkampf nur ganz untergeordnete Rollen spielen. Don der Börse. Ruhige Akkienmärkle. Frankfurt a. M., 8. Mai. In der Berichts« wache lagen die Aktienmärkte in ziemlicher Ruhe. Seitens der Bankenkundschaft und auch vom Berufshandel äußerte sich nur geringe Nachfrage, anderseits blieb auch das Angebot recht klein, jo daß verhältnismäßig bedeutungslose Orders Kursausschläge bewirkten. Fest lagen auf die Aufstodung hin Demag, die an einigen Tagen mangels Angebotes nicht notiert werden konnten und mit 234 um etwa 9 v. H. über letzter Notiz schlossen. In IG. Farbenindustrie waren die Umsätze ebenfalls noch größer, ohne daß der Kurs, Der zwischen 209,75 und 210,40 schwankte, nennenswert sich, veränderte. In Ver. Stahlwerke dagegen waren die Umsätze sehr klein, das Papier erholte sich jedoch bis 159. Don den Werten, die leicht anziehen konnten und bis Wochenschluß fest lagen, seien noch BMW. und Daimler erwähnt. Zellstvffwerte ruhiger und teilweise eher noch leichter. Scheideanstalt holten den Dividendenabschlag wieder voll auf, in DDM. ergab sich unter Berücksichtigung des Abgangs von 8 v. H. Bezugsrecht per Saldo ein kleiner Rückgang von 2 v. H., Metallgesellschaft wenig verändert und um 230. Bis 3 o. H. höher wurden u. a. genannt Hoesch, Salzdetfurth, Wintershall, Felten, RWE. tagen kaum verändert, schwächer Feldmühle, Conti Gummi etwa je 3 o. H. In Siemens und in Lahmeyer wurde die Nottz meist gestrichen. AEG. konnten bis 186,5 anziehen. Eine Sonderbewegung hatten wiederum Südd. Zucker, die innerhalb kurzer Zeit erneut die 200er-Grenze überschritten und mit 204,5 nach etwa 193,5 vor einer Woche schlossen. Banken meist freundlicher. Am Kassamarkt waren die Umsätze sehr klein, die Kursveränderung entsprechend selten, Dt. Steinzeug gewannen bis 5 v. H. auf 245. Auch Ehern. Albert höher, dagegen Schöf- 'ferhof leichter. Renten lagen bei kleinen Umsätzen wenig verändert, die Reichsaltbesitz konnte im allgemeinen den Stand von 165,5 behaupten, dagegen zeigten Steucrgutscheine I eine stetige Abwärtsbewegung bis 102,75. Das anlagesuchende Kapital wandte sich wiederum in stärkerem Ausmaß den 3,5 v. H. Reichsschätzen von 1942 zu. ßüM^eHaue/le Korlsfprudel ■ ■ B * ■ fle Brunnenverwahung Biskirchen• Ruf44• erhältlich. Bekanntmachung. Betrifft: Eierbezug bei Huhnerhaltern. Diejenigen Haushaltungen, die ihre Eier unmittelbar von Hühnerhaltern beziehen wollen, werden aufgefordert, die Bestellscheine Jlr. 36 der Reichseierkarte auf Zimmer 16 des Ernährungsamtes in der Zeit von 8 bis 13 Uhr zum Umtausch in Berechtigungsscheine vorzulegen. 15690 Es wird darauf hingewiefen, daß der Eierbezug nur bei einem Geflügelhalter im Stadtkreis Gießen erfolgen kann. Gießen, den 11.5.1942. Der Dberbürgermeifter der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. 8. Oberhessischer Kunstverein 20. Mai 1942, 17 Uhr: Mitgliederversammlung im Konferenzzimmer der Commerzbank, Eingang Goethestraße Tagesordnung : 1. Bericht des Vorsitzenden 2. Satzungen 3. Verschiedenes Bei Beschlußunfähigkeit findet um 17.15 Uhr eine neue Versammlung statt. Der Vorsitzende. 1570 D Mehr Freude an der Natur ' durch Bermühler-Bücher! 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Der Führer hat auf Borschlag des Reichsministers Rosenberg den Leiter der Hauptabteilung Politik im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete, Oberbereichsleiter Dr. Georg Leibbrandt, zum Ministerialdirektor ernannt. Kleine politische Nachrichten. Mit der Kapitulation von Generalmajor Sharp ergaben sich auf der Philippinen-Insel Mindanao und auf der Inselgruppe Disayas, zwischen Minanao und Luzon, 20 000 Mann amerikanischer und philippinischer Truppen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, Reichsnunister Dr. Seyß-Jnquart, sprachen in Anwesenheit des Militärbefehlshabers, Generals der Flieger Christiansen, am 2. Jahrestag des Ein- rückens deutscher Truppen in die Niederlande auf einet Kundgebung der Reichsdeutschen in Den Haag. Am Abend fand eine gemeinsame Kundgebung der DAF. und der neugegründeten Niederländischen Arbeitsfront in Amsterdam statt, auf der Dr. Ley über das künftige deutsch-niederländische Verhältnis und der Leiter der Niederländischen Arbeitsfront, Woudenberg, über feine neuen Ausgaben sprachen. Die in Berlin versammelten führenden Berwal- tungswissenschaftler und Praktiker aus 14 Nationen gründeten die „Internationale Akademie für Staats- unü Derwaltungswifsenschaften" mit dem Sitz in Berlin. Das Präsidium übernahm Staatssekretär Stuf art. Zu stellvertretenden Präsidenten wurden Staatswissenschaftler aus Ungarn und Spanien berufen. Gleichzeitig ist ein Vertreter Italiens vorgesehen. richt, der den Schüler befähigen soll, einen Siedler- und Kleingarten zweckmäßig anzulegen und auszuwerten. In den Mädchenschulen wird der Gartenbau mit dem Unterricht in der Hauswirtschaft verknüpft Für die Naturlehre liefern Haushalt, Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie und Verkehr die Stoffe. Die Schüler sollen in die Betriebe der Heimat geführt werden. Für die Mädchen steht alles im Vordergrund, was für die Hausfrau und Mutter wichtig ist, die Chemie der Nah- rungs- und Genußmittel, der Kleidung, des Färbens, Waschens usw. Der Unterricht in Rechnen und Raumlehre soll den Schüler daran gewöhnen, das mathematisck)e Denken und Können im praktischen Leben zweckmäßig anzuwenden. Der Zeichenunterricht soll die schöpferischen Kräfte entfalten. In der Mädchenschule kommt dem schmückenden Zeichnen zur Heimgestaltung beson- Von 4. bis 8. Mai hielt in Rom unter dem Vorsitz von Giuliana der Deutsch-Italienische Kulturausschuß eine Tagung ab. Die deutsche Gruppe stand unter der Führung des Ministerialdirektors Dr. Stieve vom Auswärtigen Amt. In den Besprechungen wurde der gegenseitige Austausch auf den Gebieten der Wissenschaft, des Schulwesens, der wissenschaftlichen und künstlerischen Literatur, des Theaters, der Musik, des Films und Rundfunks besprochen. Die Heimschulen sind unter die einheitliche Leitung des Inspekteurs der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, ^-Obergruppenführer Heiß- meyer, gestellt worden. In der Reichsschule des NSLB. in Sonnborf bei Bayreuth fand in diesen Tagen die erste Dienstbesvrechung der Gaubeauftragten für deutsche Heimschulen unter seiner Leitung statt. der wirtschaftlichen Lebensgrundlage nutzen. __ Schüler muß wissen, was die Erdräume bieten, unb was sie nötig haben. Die Heimatkunbe durchzieht den Unterricht in allen Kfassen. Der Schüler wird auch befähigt, selbständig an Hand von Karte unb Kompaß Wanderungen zu führen unb Geländeskizzen zu entwerfen. — Im Mittelpunkt der Musikerziehung steht das Volkslied. Das Lied der Bewegung hat seinen Platz im Stoffplan aller Klassen. Musikalisch begabte Schüler sollen frühzeitig zur Erlernung eines Instruments angeregt werden. Die Lebens künde soll die Jugend mit der lebendigen Natur und den in ihr waltenden Gesetzen vertraut machen. Der heimatliche Boden wird als die eine wesentliche Grundlage des völkischen Lebens dargestellt, der Mensch als Träger rassischer Werte als die andere. In enger Verbindung damit steht der Gartenbauunter- Der Dichter soll volkstümlich sein. Auf einem von der „Witcheit zu Bremen" veranstalteten Abend trat der Dichter Wilhelm ■ Schäfer zum erstenmal mit einem Vortrag „Wider die Humanisten" an die Oefsentlichkeit. Wie ein roter Faden zog sich durch seine tiefdurchdachten und von echtem Verantwortungsgefühl getragenen Ausführungen das Bekenntnis: der Dichter soll volkstümlich sein. Deshalb die Forderung: Wider die Humanisten. Denn ihre Sprache ist die lateinische, also eine fremde, sie stehen deshalb her „Gestaltwerdung" des Deutschen im Wege, zu dem der Dichter in seiner Sprache sprechen muß. Am Bei- piel Goethescher Verse zeigte Schäfer, wie wahre Dichtung volkstümlich und dem „Gebildeten" unb dem „Ungebildeten" gleich verständlich ist. Denn das Bedeutende einfach zu sagen, ist Ausgabe des Dichters. Seine Werke sollen volkstümlich sein. 75 Jahre Reclams Univerfal-Vibliothek. 1867 erschienen zum erstenmal die schmalen Heftchen, die feit jener Zeit als Reclams-Unioersal- Bibliothek berühmt worden sind. Nr. 1 und Nr. 2 der Sammlung waren Faust I. unb II. Teil. Die erste Reihe der Sammlung umfaßte 35 'Nummern, sie enthielten Schiller, Shakespeare, Kleist. Die Gründer der Bibliothek waren Anton Philipp Reclam und sein Sohn Hans Heinrich. Der niedrige Preis von 20 Pf. war ein verlegerisches Risiko, dem alle Kundigen einen Fehlschlag voraussagten. Der ursprüngliche Plan ist im Lause der Jahrzehnte, den Bedürfnissen entsprechend, sehr erweitert worden, mit der nächsten erscheinetü>en Jubiläumsausgabe wird die Nr. 7500 erreicht werden. An Auflagehöhen wurden erzielt: Tell mit 5,5 Millionen, Minna von Barnhelm mit 2,5 Millionen, Faust I mit 2 Millionen, Schopenhauer ist von den neunziger Jahren an mit etwa 900 000 Exemplaren verbreitet worden. Heute sind auch die meisten lebenden Dichter in Reclams Universal-Bibliothek vertreten. Der Lanlctte-Dichterpreis des Jahres 1942. Die Buchstabt Leipzig hat ihren im Vorjahr gestifteten und erstmalig an den Präsidenten der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns Johst, verliehenen Cantate-Dichterpreis auch in diesem Jahr verliehen. In Friedrich Norfolk wird ein Schaffender gefördert und zu voller Entfaltung angeregt, der noch keinen allgemeinen Namen hat. Der Preis soll eine Anerkennung für den demnächst erscheinenden Frundsberg-Roman „Das Herz im Panzer" bedeuten, in dem Norfolk dem deutschen Heldentum ein Denkmal setzen will. Die Auszeichnung Franz Adam Beyerleins ehrt den Verfasser des 1903 erschienenen Romans „Jena ober Sedan", mit dem Titel Beyerlein schlagartig der Sorge der Besten seiner Zeit Ausdruck gegeben hat, daß über hohlem Prunk unb äußerem Schein die Werte eines inneren Seins verloren gehen könnten, die die Väter mit Blut und Schweiß für Deutschland erworben hatten. Der Roman spielt, ebenso wie Beyerleins Schauspiel „Zapfenstreich" im militärischen Milieu. Von späteren Werken Beyerleins haben der Roman „Similde Hegewalt", die Erzählung „Ein Winterlager" und der Roman „Stirb und Werbe" großen Erfolg ge- habt, ebenso wie die Erzählung „O Deutschland, heiliges Vaterland", die während des ersten Weltkrieges erschienen ist. Line neue Symphonie Hans Sliebers. Der fruchtbare Leipziger Komponist und Dichter Hans S t i e b e r , von dem erst kürzlich die Oper „Der Dombaumeister" in Breslau unb das Schauspiel „Madame Deorient" in Leipzig uraufgeführt worben sind, hat ein viersätziges Orchesterwerk „Symphonische Legende" (3. Symphonie) vollendet, die Hermann A d e n d r o t h für den kommenden Herbst zur Uraufführung in Frankfurt angenommen hat. in das Gelände einmarschiert, in dem er kämpfen wird, so daß er gleichzeitig anfängt, es kennenzulernen unb sich daran zu gewöhnen, wird der Fall- schirmjäger aus einer ganz anderen Gegend plötzlich in die Landschaft geworfen. Er steht da unb kennt sich nicht im geringsten aus. So wirb es notwendig, daß nach den ersten Stunden dieser Einzelkämose, sowie die Truppe sich zusammenge- funden hat, als nächste Phase dieser Spähtrupp- krieg beginnt, um den Feind unb die Lage zu erkunden. Mit welchem Schneid auch hier wieder wurde, 3eigt die Geschichte eines beut» m, der die enalische Funkstation aus» bere Bedeutung zu. Das Werken fördert den Gestaltungstrieb der Jungen, vor allem im Flugzeugmodellbau unb im Schiffsmodellbau. Die Mädchen erhalten dafür Handarbeitsunterricht. Der Unterricht im H a u s w e r k soll auch zu kraft- und zeitsparender Arbeitsweise anhalten. Von Anfang an sollen die Schülerinnen beim Einkauf und Ernten der Lebensrnittel beteiligt werden. Oie Offizierstaufbahn in der Lustwaffe Schüler der 6. bis 8. Klasse der höheren Lehranstalten des Jahrganges 1923 und älter sowie des Jahrganges 1924, die die Offizierslaufbahn in der Luftwaffe (Fliegertruppe einschl. Jngenieur-Osfi- zierslaufbahn, Flakartillerie, Luftnachrichtentruppe) anstreben, müssen ihre Bewerbung bis 30. 6. 1942 einer Annahmestelle für Offiziersbewerber der Luftwaffe überreicht haben. Die nächste befindet sich in Hannover, Escherstraße 12. Gleichzeitig ist bei dem Wehrbezirkskommando ein Melbevordruck auszufüllen. Erst damit ist eine Verwendung in der Luft- wasfe sichergestellt. Die Ausfüllung ist der Annahmestelle mitzuteilen. Schüler der 6. bis 8. Klasse des Jahrganges 1923 und älter erhalten den endgültigen Annahmeschein bis 1. 7. 1942. Die Schüler der 7. und 8. Klasse dieses Jahrganges werden spätestens bis 1. 7. 1942 durch Gestellungsbefehl einberufen. Schüler der 6. Klaffe werden zu einem späteren Zeitpunkt einberufen. Schüler der 6. bis 8. Klasse des Jahrganges 1924 erhalten zunächst einen vorläufigen Annahmeschein., Die endgültigen Annahmescheine werden ihnen ab 1. 7. 1942 zugestellt. ving-China im Bund mrt England, den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion zeigte. Tschiangkaischek unb Frau Mee Ling find überdurchschnittliche Menschen und fühlen sich sicher — bei allen ihren abwegigen Bindungen — als Chinesen. Nur haben sie auf das falsche Pferd gesetzt. Wie sehr, hat vor wenigen Tagen Frau Mee Ling in der amerikanischen Zeitschrift „New York Times Maaanzine" selbst sehr beredt und anschaulich geschildert. „Während der letzten drei Monate" so schreibt sie, „war das chinesische Volk mit ungläubigem Erstaunen Zeuge des Schauspiels, das die Armeen der Weltmächte boten, indem sie die Waffen streckten vor der, wie sie erklärten, überlegenen Macht Japans. Diese Erklärung ist China unverständlich. Es ist ihm auch unverständlich, warum die Westmächte so lange alle Beleidigungen, Erniedrigungen und Ohrfeigen mit nrilde lächelndem Gesicht einsteckten mit der bloßen Begründung, daß sie nicht für den Krieg gerüstet seien ... In den vergangenen fünf Jahren gibt es keinen Fall, in dem sich chinesische Truppen dem Feind ergeben hätten. Sie verachteten diese Möglichkeit." Diese Worte präzisieren eine Wahrheit und eine Erkenntnis. Schon spricht ein viel kleinerer Geist, der chinesische militärische Sprecher in Tschungking, von der „armfeligen Strategie des englischen und amerikanischen Kommandos" im Burma-Feldzug. Was gestern Frau Mee Ling in einer chinafernen Neuyorker Zeitschrift mit spitzer Feder den eigenen Bundesgenossen ins Stammbuch ritzte, ist heute bas Stichwort auf einer Pressekonferenz in Tfchungking. dessen Generalissimus an die Yünnan-Front geeilt vst, und es wirb morgen bas Schlagwort ganz Chinas sein. Dr. Ho. Zwischen der Deutschen Reichspost unb her Dänischen Post- und Telegraphenoerwaltung ist ein Abkommen getroffen worden, das im Verkehr mit Dänemark allgemein die deutschen Jnlandsgebühren vorsieht. Kunst und Wissenschaft. Professor Bolza 85 Jahre. Der Nestor der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg i. Br., Professor Oskar Bolza, vollendete fein 85. Lebensjahr. Professor Bolza lehrte im Baltimore, Worcester unb Chikago, bas er 1910 verließ, um an die Universität Freiburg überzusiedeln. In einem Bericht, den er unlängst vor Vertretern der Presse gab, wußte Hauptmann von der Heyde folgende Schilderungen zu geben: Der Sprung ist im Leben des Fallschirmjägers von untergeordneter Bedeutung, er ist nur der erste Schritt zum Kampf; im übrigen ist der Fallschirm- jäger nur ein gewöhnlicher Infanterist, allerdings besonderer Art insofern, als er ohne die übliche Unterstützung und Aufklärung, die die Infanterie sonst genießt, zu kämpfen hat, da er vor allem verzichten muß auf die Hilfe der Artillerie ober gar der Panzer. Vor allem aber steht im Vordergrund die Tatsache, daß er sich als Infanterist freiwillig in jene Lage begibt, in der der normale Soldat sonst ZU überlegen hat, ob der Kamps noch einen Sinn hat ober ob er sich ergeben solle, nämlich in die gefürchtete Einkesselung. Es gibt nichts Schöneres, als eine solche Truppe zu führen, wo die Leute ge- rabezu bersten vor Segeifterung in der Erwartung auf den Kamps. So war es z. B. auch auf Kreta. Wenn der Englänber gewußt hätte, mit welchem Ungestüm die deutschen Fallschirmjäger in den Kampf gingen, so hätte er vielleicht noch geringeren Widerstand geleistet. Im allgemeinen kommen immer nur zwei Drittel der Truppe zum Einsatz. Dabei kommt es zu unerhörten Beispielen, aus denen sich der Einsatzwille der einzelnen Männer ergibt. So war z. B. ein Gefreiter nicht zum Einsatz kommandiert, weil er Lungenentzündung bekommen hatte. Er türmte aus dem Sanitätskraftwagen und eilte seiner Truppe nach, nur um dabei zu sein. Ein anderer hatte sich unter die Nachschubgeräte geschmuggelt, nur um ebenfalls zum Einsatz zu kommen. Von seinem persönlichen Absprung erzählt Hauptmann von der Heyde, daß er plötzlich unendliche Angst bekommen habe, und zwar deshalb, weil er senkrecht auf das runde Loch einer Zisterne zu- geschwcbt sei und nun befürchtete, in ihr zu landen und jämmerlich zu ersaufen. „Auf den Heldentod war ich vorbereitet, aber nicht auf ein derart jämmerliches Untergehen." Nach der Landung, so fuhr Hauptmann von der Heyde fort, wird sofort abge- schnallt, jeder läuft zu seinem Waffenbehälter und ist erst einmal ganz allein. Erst später treffen sich bann langsam die einzelnen Trupps. Das ist bann eine große seelische Entlastung: man ist nicht mehr allein, man ist wieder mit den Kameraden zusammen, jetzt kann nichts passieren. Es war ein herrlicher Maimorgen damals am 20. vorigen Jahres, und die Sonne schien, unb alles machte einen friedlichen Eindruck. Aber es sollte noch ein sehr blutiger Morgen werden, denn der Sprung war mitten in die feindlichen Stellungen hinein erfolgt. Ob dies durch eine Vorahnung der Engländer geschehen ist, die sich rechtzeitig an die Stelle der Landung begeben hatten, ist nicht zu sagen. Es begann nur, und es ist typisch für die Tätigkeit der Fallschirmjäger, ein richttggehender Kleinkrieg, d. h. kleine Trupps von wenigen Mann führen auf ihre Manier rücksichtslos Krieg in einer Form, die nichts mit der sonst einheitlichen Truppenbewegung zu tun hat. Dabei kommen die herrlichsten Beispiele von Heldenmut zutage. Acht Mann sahen sich direkt vor einer Batterie, warfen Handgranaten. Einige sielen, die restlichen aber nahmen die Batterie gefangen. An dieser Form wutde stundenlang gekämpft, bis ich die einzelnen Grüppchen zu Trupps zusammen- fanden. Immer wieder sind diese Stunden da, wo der einzelne sich austoben kann, bis die richtige militärische Einheit entstanden ist. Ein weiteres Pei- piel aus dieser Zeitspanne. Ein deutscher Soldat rannte gegen ein MG.-Nest. Durch einen Hcmb- granatenmurf wurde er am rechten Unterarm schwer verwundet. Man wollte ihn zurückholen, er lehnte es ab unb kämpfte mit dem linken Arm weiter. Ein Unterschied in der Tätigkeit des Fallschirm- jägers gegenüber dem Infanteristen kommt nun im weiteren Verlaus der Kampfhandlungen zur Geltung. Während nämlich der Infanterist langsam Hauptickiriftleiier: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HmlvtjchriftleiterS: Ernsr Blumfchein. Beran Nvoriiicli fur Politik uhö BUder: Tr. Fr. 23. Lange: für das Feuilleton: Tr. Hans Thyrioi: für Stadt Gießen, Provinz. Wirtjäzaft und Sport: (Limit Blumfchein. Truck und Verlag: Brüblfche UniverfitatSdruckerei R. Lange K. G. Berlagskeiter: Tr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Oer Unterricht in der Hauptschule. Leibeserziehung, Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Musik, Lebenskunde unb Gartenbau, Naturlehre, Rechnen unb Raumlehre, Zeichnen, Werken, Handarbeit, Hauswert, Kurzschrift und eine Fremdsprache, in der Hauptsache Englisch, sind die Fächer, die die Stundentafel der Hauptschule vorsieht. Der Deutschunterricht steht im Dienste der Spracherziehung. Dabei ist ein vorbildliches volkstümliches Hochdeutsch zu pflegen. Besondere Sorgfalt wird dem freien Vortrag gewidmet, zu dem die Schüler schon von der ersten Klasse an, planmäßig angehalten werden sollen. Mit besonderem Nachdruck soll der Kampf gegen Schlag- und Modewörter, entbehrliche Fremdwörter, gegen gedankenlose Redensarten unb alle Sprachoerunstaltungen geführt werben. Beim Schülerauft'atz sind Aufgaben, die den Schüler zu voreiligem Urteil unb Ueberheblich- keit verleiten können, zu vermeiden. Der literarische Aufsatz hat in der Hauptschule keinen Platz. Dagegen verlangt die (Eigenart dieser Schule, daß der Briefform ein angemessener Raum gewährt wird. Auch die Abfassung von Schriftstücken des prakti- schen Lebens wird gepflegt. Der Geschichtsunterricht geht von der Ueberzeugung aus, daß die Rassen Träger der Geschichte sind. Neben dem politischen Geschehen müssen auch die kultur- und wirtschaftsgeschichtlichen Stoffgebiete behandelt werden. Der Geschichtsstoff soll die Jugend mit dem Gefühl der Ehrfurcht vor den Taten der Väter erffdlen. Der E r d k u n d e u n t e r r i ch t hat besonders darzulegen, wie die Menschen die natürlichen Gegebenheiten des Raumes zur Sicherstellung norgeganaen wurde, zeigt die Geschichte eines deutschen Soldaten, der die enalische Funkstation ausmachte, an dem glatten eifernen Funkturm hochkletterte, obwohl er von unten fortwährend beschossen wurde, die Spitze erreichte und dort die deutsche Hakenkreuzflagge hißte. Den Engländern ist es nicht gelungen, diese Flagge wieder zu entfernen, da keiner unter ihnen zu dieser artistischen Leistung fähig war. So mußten die Engländer noch tagelang in Stellungen kämpfen, über denen die deutsche Flagge wehte. Die Englänber erkannten jedoch die Lage schnell und setzten zu einem einheitlichen An griff an. Dieser war aber nichts gegen einen sowjetischen Angriff, öa der Engländer im Gegensatz zum Bolschewisten fein Nahkärnpser ist unb den Kampf mit dem Bajonett Mann zu Mann scheut, lieber den Geist ber Fallschirmjäger möge folgende Einzelheit Ausschluß geben. Ein Sanitätsfeldwebel erhielt einen tödlichen Bauchschuß. Er stand gelehnt an einem Olivenbaum, man wollte ihn mit zurücknehmen. Er weigerte sich aber, bat sich statt dessen eine Maschinenpistole aus, um seinerseits den Rückzug feiner Kameraden zu decken. Es gelang ihm auch, man fand ihn später durchlöchert wie ein Sieb von englischen Kugeln wieder. Während der Engländer im Kampf durchaus fair war, waren die Kreter unb Griechen feige. Ein Beispiel: Ein deutscher Soldat, der zwei schwere Nachrichtengeräte zu tragen hatte, begab sich zu einem Kreter Bauern und erhandelte von ihm einen Esel um 15 Mark für seine Funkgeräte. Nachdem das Geschäft abgeschlossen und er mit dem Esel vielleicht 50 Schritt von dem Haus entfernt war, begann der Kreter nach ihm zu schieschen unb schoß ihm ben Eesel unter dem Leib weg. Die Tage nach dem 20. Mai bis zum 27., also bis Zur Eroberung von Kanya, waren sehr unangenehm, weil die Männer nichts zu essen hatten. In Kanya selbst gab es einen rührenden Augenblick, unb zwar ben ber Befreiung gefangener und verwundeter Fallschirmjäger, die es kaum glauben konnten, daß Kameraden mehr Glück als sie gehabt hatten unb nun in ber Lage waren, ihnen ihre Freiheit wieder zu bringen. Der herrlichste in Kanya war aber die Möglichkeit, zu essen und sich zu waschen, sich zu rasieren unb zu kleiden. Während der Kampf auf Krsta bei aller Schwere ein Kampf mit gewaltigem Auftrieb, zung unb begeisternd war, war der Einsatz in Rußland nur defensiver Natur. Die Truppe des Hauptmanns von der Heyde wurde außerdem nicht durch Sprung eingesetzt, sondern als Lufftandetruppe. Dieser Einsatz läßt sich am besten vergleichen mit dem Kamvs gegen eine Hochwasserkatastrophe. Wenn es an einer Stelle gelungen war, den Damm zu stopfen, so spülte an anderer Stelle die Flut wieder über. Es war ein Hochwasser, gegen das anzukämpfen war. Das Schlimmste im Kampf gegen Sowjetrußland, und zwar nicht nur für die Fallschirmjäger, sondern für alle Truppen, sind die ungeheuren Strapazen, die seelenlose Landschaft, die grausame Natur, in der sich die Kämpfe abspielen. Zusammenfassend betonte Hauptmann von der Heyde, baß die Leistungen der Fallschirmjäger nicht im Sprung liegen, sondern in ihrem infan- teristischen Kampf. Was aber das Herrlichste bei den Fallschirmjägern im Vergleich zu einer anderen Truppe ist, das ist die Tatsache, daß die Zusammensetzung aus jungen Leuten besteht, die freiwillig gekommen sind unb auch so kämpfen, man sich das als Junge vorgestellt hat. Die Reichsarbeitsgemeinschaft „Mutter und Kind" hatte unter ihrem Vorsitzenden Ministerialrat Dr. Zimdars eine Tagung ihrer Gaufachvcauftrag- ten. Reichsqesunbheitsführer Dr. Conti besprach mit ben führenden Kinberärzten Deutschlands und den für die Milchvcrsorgung verantwortlichen Dienststellen des Reichsnährstandes und der Hauptver- einiguna der deutschen Fett- und Milchwirtschaft Maßnahmen ber Gewährleistung einer einwandfreien Milch für die Säuglinge. Normal05*6 • • • DoppeW°sche • • 20 Gramm Beutel RfA 0.65 RhA 1.25 . RhA 0.16 der Schmutzlöser mit der Doppelwirkung h/err-t er A Mer/z *7/ 5) j-e/tr?21SF-C (J 1867 Mcrrnz. ‘^cr^y/«r^L' _ WM M MeMWWe Leichsölihn e. V. Wil Trainingsstunden: 1574D Leichtathletik: Männer: Dienstag ab 20 Uhr Frauen: Mittwoch ab 20 Uhr auf dem Waldsportvlatz. Fußball: Donnerstag ab 20 Uhr auf dem Waldsportvlatz. Tennis! Montag von 18—20 Uhr Mittwoch von 16—20 Uhr Freitag von 18—20 Uhr auf den Stadt.Tennisplätzen Schläger u.Bälle werden gestellt. tGott der Allmächtige hat heute meinen lieben Mann und Vater, unsern guten Großvater Michael Bauer Rechnungsrat L R. im 89. Lebensjahr zu sich genommen. In stiller Trauer: Katharina Bauer, geb. Schmitz Betty Rittmeier, geb. Bauer Raimund und Heini Rittmeier. Gießen, den 9. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 13. Mai, um 14.45 Uhr statt. Seelenamt 13. Mai, 7 Uhr. 02231 Heute früh um 4 Uhr entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser geliebter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Peter Buchner im 72. Lebensjahre. In tiefer Trauert Frau Marie Buchner, geb. Engelhardt Familie Heinrich Buchner Familie Heinrich Müller III. Familie Otto Stumpf Familie Karl Buchner Hausen, Muschenheim, den 11. Mai 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. Mai, nachmittags 3 Uhr statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Wilhelm Schreiner, Schneider, sowief. d. vielen Kranz- u. Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren herzl. Dank. Besonders danken wir Miss. Walther f. seine trostreichenWorte am Grabe,den Schulkameraden u. demTurnverein für die Ehrung, u. der Krankenpfl. Frau Kaldt für ihre liebevolle Pflege. Im Namen der trauernden Hinterblieb.: Margarethe Schreiner Wwe. Gießen-Wieseck, Wißmar, den 12. Mai 1942, 1576 D Zeitungsträgerin gesucht 1577 D Verlag des Gießener Anzeigers Nelles, Irenndliehes Mädel zum Bedienen der Gäste und für Hausarbeit gesucht. Vorzustellen Harb. Straße 16 p. Telefon 2788. 02222 02233 1565 D 2. 3. Gießen, 12. Mai 1942. 02133 zum Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei THEATER der Universitätsstadt Gießen öesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d. von mir angew. einzig sichere Meth. unt. Garant, für immer mit d. Wurzel entfernt Frau B.Gulden,8eit36Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Blaßen, Am Riegelpfad 32, 9—17 Uhr.ubcD kartoffeln auf dem Lager ausgegeben. , . Samstag, 16. Mai, von 16 bis 19 Uhr werden daselbst Baumpfähle in all. Stärken u. Längen und Rosenpfähle ausgegeben. Die Ausgabe d. Fichtenstangen findet am 15. Mai von 13 Uhr ab bei meiner Wohnung statt. Tagesmädchen 1573D auch Halbtagsmädchen oder Putzfrau gesucht. Homuth, Ludwigstr. 61,1 4. Die Schulungstagung am 17. Mai fällt aus. 1581D Junker, Vereinsleiter. Am Sonnabend, dem 9. Mai 1942, vormittags entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit unsere herzensgute, liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Albertina Kallenbach Wwe. geb. Lückmann,Trägerin des Mutterkreuzes in Bronze, kurz vor ihrem 75. Geburtstag. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Maria Kallenbach. Gießen (Liebigstr.75), München, Bad Hersfeld, z. Z. im Felde. Die Trauerfeier findet in aller Stille statt. Von Beileidsbesuchen bittenwirAbstand zu nehmen 02229 tun wir. Nachdem der angeniefete Dosenöffner aus mehreren Gründen wegfallen muß, brin« gen wir eine neue, verblüffend einfache Öffnungsmöglichkeit. - Ein Pfennigstück in den Spalt zwischen Deckel und Unterteil stecken und wie beim angenieteten Dosenöffner drehen. Schon steht Erdal Danksagung. tis™ Für die vielen Beweise herzlicher TeiL nähme beidem uns soschwerbetroffenen Verlust durch den Heldentod unseres innigst- geliebten, unvergeßlichen, braven Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Neffen und Bräutigams, Georg Heiltnann.Uffz.und Bordmechan. bei der Luftwaffe, sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. In tiefer Trauer: Fam.Georg Heilmann, Krim. Sekr.,nebst allenAngehörigen Obst- und fiarlenbauvereio / fliehen 1. Mittwoch, 13. Mai, von 17 bis 19 Uhr werden die Spät-Saat- — end was wichtig Ist: die Eier können jederzeit onbedenklich entnommen und zugelegt werden! Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe, gute Schwester, Schwägerin, Tante und Gote Marie Vogel im Alter von 47 Jahren nach langem schwerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Hofmann nebst allen Angehörigen Alten-Buseck,Wieseck,Daubringen undTrohe, 10. Mai 1942. Dienstag, den 12. Mal 19 bis 21.30 Uhr: 32.Dienstagmiete u.HalbmieteB Don Pasquale Komische Oper von Gaetano Donizetti. Preise von 1.20 bis 4.10 RM. 1554 D PMripprt gebr., f. Platten u. Film, kauft stets [02239 Photo-Drogerie Schnlstrahe. vsy In Begeisterung für seinen Führer und im Glauben an Deutschlands Größe bei am 16. April 1942 mein innigstge- liebter Mann und treusorgender Vater seiner 3 Kinder, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegersohn, unser unvergeßlicher Bruder, Schwager und Onkel ff-Scharführer Parteigenosse Willi Leb Sanitäts-Unteroffizier in einem Inf.-Regt. Inhaber des Kriegsverdienstkreuzes II. Kl. mit Schwertern, des Sudetenordens und der Dienstauszeicbnung der NSDAP, in Bronze kurz vor Vollendung seines 38. Lebensjahres im Kampf gegen den Bolschewismus. In stolzer Trauer: Erika Leß, geb. Wittmann, u.Kinder Inge, Irmgard und Wolfgang nebst allen Angehörigen. Gießen (Marburger Str. 58), Mainz-Gustavs- bürg, Mainz-Weisenau, Wiesbaden-Erbenheim Beileidsbesuche dankend verbeten. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren lieben Arbeitskameraden. Betriebsführung und Gefolgschaft der Unlv.-Hautkllnik Prof. Dr. Walther Schultze. Statt Karten! Unerwartet verschied gestern nach schwerer Krankheit, kurz nach Vollendung seines 40. Lebensjahres, mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder SA.-Brigadeführer Werner Schwarz M. d. R., Leutnant d. R. Träger des Blutordens, des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP., des Goldenen Gauehrenzeichens des Gaues Berlin und anderer Auszeichnungen. Sein Leben war Dienst amWerk unsres Führers In tiefem Schmerz: Lotte-Gesine Schwarz, geb. Grahlheer Ursula, Klaus-Dietrich, Wolfgang u. Gerd-Hinrlch Gießen (Stephanstraße 7), den 11. Mai 1942. Die Beisetzung findet in Berlin statt. ___________ 1566 D Eier, die in Goran toi eingelegt waren, platzen beim Kochen nicht, wenn man vorm Kochen mit einer Nadel die Eischale an der stumpfen Seite durchsticht. Das Eiweiß kocht aber auch nicht heraus,wenn die Eier in Seiden- popier (oder Cellophan) gewickelt oder in passende Leinensäckchen insWasser kommen. ww Gr.36,f.5,-Mk. z. verkauf. [0223s Schäfer, Neustadt LI L Die Beerdigung findet Mittwoch, den 13. Mai, nachmittags 4 Uhr statt. Putzfrau 02241 für täglich 2-3 Stunden gesucht Gebr. 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Mai: Beginn der Tenniskurse Regelmäßige Uebungsstunden; Donnerstags von 18.00 bis 20.00 Uhr Sonntags... von 8.00 bis 12 00 Uhr Teilnehmergebühr bei mindestens 12stündiger Verpflichtung: die ersten 4 Stunden ... insgesamt RM. 6.00 jede weiteren 4 Stunden insgesamt RM. 5.00 Schläger und Bälle werden gestellt. Anmeldungen in der Kartenverkaufstelle der NSG. »Kraft durch Freude«, Gießen, Seltersweg 60, Telefon 2141. 1564 P Die Deutsche Arlieilsfront NSG. „Krall durch Freude“ Kreisdienststelle Wetterau Donnerstag, 14. Mai, 19 Uhr, im Theater, IS.Veranst. 1.16er Ring: iruastfiiktÄ Oper von Lortzing Montag, 18. Mai, 19 Uhr, im Theater, 16. Veranstaltung i.lßer Ring: Jfönigsfiinder Opervon Humperdinck Karten in der Verkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Gießen, Seltersweg 60, Telephon 2141. 1575 D 1572 D öffentliche Abendvorträge der Universität Engliscbe Soldaten und ihre Führer Prof. Vollrath beginnt seine Vortragsreihe am Mittwoch, dem 13. Mai. um 20.15, im Hörsaal 13der Universität. Weitere Termine sind der 10. u.24 Juni, sowie der 8. Juli. Der Eintritt ist frei. 02203 Ansage: Erna Monien Leitung: J.M.Ewald Langen, Lev.-Schlebusch 3,b.Köln »CAFfi WIEN«, GIESSEN MITTWOCH, 13. MAL u. DONNERSTAG, 14. MAI 16 und 20 Uhr Eintritt 75 Rpf. und städtische Steuer - Karten im Vorverkauf am Büfett-Tischbestellung rechtzeitig erbeten Sommer-Modenschau 1942 Schönes Modeschaffen und interessante Anregungen Modell-Vorführungen durch Kölner Vorführ-Damen 100 Modelle; Bunte Beyer-Schnitte, Kübler-Kleider MitlmprägnolbehandelteModelle.ROGO-Strümpfe Alten-Busecker Straße 90 1571 P/ Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer Vermählung dargebrachten Glückwünsche, Geschenke und Blumenspenden danken wir recht herzlich. Karl Volhnnth, Oberfeldwebel n. Fran Anneliese, geb. Dttbns Gießen-Wieseck, im Mai 1942 .......BUBNUS. GMBH • OABMSSftDT i mH Richtige Einteilung lohnt sich bei Burnus heute sehr! Bei dem Einweichen der Wäsche sollten Sie ein so gutes Mittel wie Burnus nur für solche Wäsche verwenden, die Sie ohne Burnus nur mit großer Anstrengung sauber bekommen. Das gilt vor allem für die Leib- und Küchenwäsche. So reichen Sie länger mit Burnus, das nicht immer zu haben sein wird, so helfen Sie sich durch leichteres Waschen, so schonen Sie Ihre Wäsche» Tief erschüttert erhielten wir die un- äSSI faßbare, schmerzliche Nachricht, daß mein geliebter Mann, unser hoffnungs- voller Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Neffe und Pate Obergefreiter Wilhelm Kimmel in einem Feldlazarett im Osten im blühenden Alter von 26 Jahren gestorben ist. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. In tiefem Schmerz: Elli Kimmel, geb. Lieber Heinrich Kimmel III., Heinrich Kimmel Familie Ludwig Lieber und alle Angehörigen. Großen-Buseck (Zeilstraße 58), Trohe, den 12. Mai 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 17. Mai, nachm. 4 Uhr, in Gr.-Buseck statt. 1578 D Die Schuhe halten länger und bleiben länger schon!