Beilagen: 'ey leieSenex ^amilienblättex > Heimat imBild DieScholle am Kra mw , zu haben bei Tokio, 11. $ebr. (DAV.) Das kaiserlich 3apa- ßische Hauptquartier gibt bekannt: Die kaiserlich japanischen Truppen, die seit heute trotz feindlichen Widerstandes ständig Fort- Dritte machten, stürmten heute morgen kllhr japanischer Zeit die Stadt Singapur, wobei sie an verschiedenen Stellen die ^siegten englischen Truppen gefan- ceu nahmen. * „In 5 2 Stunden haben unsere Trup« pen Singapur erobert", so berichtet der Vertreter der Agentur Domei heute abend aus der Stabt Singapur. „Als wir gestern von Tag ah n östlicher Richtung auf Bukit Timah vorstießen, seien unsere Soldaten sich gegenseitig zu: Morgen muffen wir in Singapur fein/ Dabei glühten ihre Gesichter vor Begeisterung, und immer wieder durchwachen sie Stellung auf Stellung, die fliehen» len Engländer vor s i ch hertreibend. Wir marschierten in zwei getrennten Kolonnen, »raus besondere Stoßtrupps mit leichten Angriffs- saffen, die sich gegenseitig an Schnelligkeit zu über- ieder- und enschuß, jankhei- :hmerzen. tg ■_ 20 Tabletten Apotheken. Erfahrungen! EN J 27/547 Die Ursachen der japanischen Erfolge. Eine Unterredung mit dem japanischen Botschafter in Berlin General Oshima Sötfinger. ■ Professor Tn. in=ÜBi[mer5horf in WürbjgMg er Strömlings« ft und Wissen- ac. Lteüvertreter M ttlich für imb Tnft 81um;6ein: ffii »Ben, Provinz, Binderei R. Lange 8.8. lenieitet: Hw- Sei öorfiümmei PlÄrL, ,ieten suchten. Als wir uns heute morgen um ? Uhr den ersten Häusern Singapurs am Westaus- panq. näherten, flammte nochmals feindlicher Wider- (lanb auf, der jedoch sofort gebrochen wurde. Kurz nach 8 Uhr morgens wurde eine Ruhepause -iNgelegt, da wir bis zum äußersten erschöpft waren. Über schon nach wenigen Minuten Aufenthalt waren die Truppen nicht mehr zu halten. Unter begeisterten Rufen drangen sie truppweise in die Straßen Singapurs ein und begannen sofort mit Lusräumungsarbeiten, unterstützt von Einwohnern. Die englischen, indischen und australischen Truppen wurden entwaffnet md in größeren Trupps abgeführt. Ueberall irfönten Banzai-Rufe auf Kaiser und Volk. 'Inzwischen strömten neue Truppen nach Singa- pur hinein, die von Malayen und Indern mit Keinen japanischen Flaggen begrüßt wurden. Neber uns, in geringster höhe, flogen unsere Fliegex, mit denen wir beaeistexte Rufe austauschten. Unsere Arbeit ist beendet, und wsr denken mit Stolz an unser Volk zu Hause in Japan." Seiden Eroberern Singapurs Tokio, 12. Sehr. (DNB. Funkspruch.) Ein Be- 'richterstatter der Agentur Domei bei den japanischen btreitkräften in Singapur schildert das Eindringen gen, fällt er doch mit dem Tag zusammen, an dem Japan mit dem erfolgreichen Endkampf um die britische Zwingburg Singapur ein neues Kapitel seiner Geschichte beginnt. Vormittags fand im Kaiserpalast in Tokio in Anwesenheit des Tenno ein feierlicher Staatsakt statt, an dem außer den Mitgliedern der kaiserlichen Familie auch Ministerpräsident General T o j o und alle Kabinettsmitglieder sowie viele andere hohe Würdenträger teilnahmen. Zur gleichen Zeit, da in Tokio der Ahnen gedacht wurde, brachte ein persönlicher Vertreter des Tenno am Kaschihara-Schrein in der Präfektur Nara seine Huldigungen W. Die Japaner feiern am 11. Februar chren Reichsgründungstag als einen der vier großen nationalen Feiertage Japans. An diesem Tage soll, nach der offiziellen Chronologie, vor 2602 Jahren, also im Jahre 660 v. Ztr. Jimmu Tenno als erster die Kaiserwürde angenommen haben. hinweisend auf die „historische Bedeutung des 11. Februar" erklärt die Presse übereinstimmend, daß das britische Empire in seinen Grundfesten erschüttert fei. England habe nicht nur Oftafien oerloren, sondern sei auch seiner Macht st ellung im Indischen Ozean beraubt, was gleichbedeutend sei mit dem Niedergang der Weltmacht. „ Annahme von Amelsen für die Mittagsnummer bis 81/» Uhr desBormittagS Ameisen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Texttetl 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbfchlüsseMengenstaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/. mehr idcheß Zuweisung6^ amt. * ^IterswejL-^aa \1tR tsstidtfi*. H.Fehrn»' 1.30Üb' Ein Rückblick und Busblick. Japanische militärische Sachverständige zur Eroberung Singapurs. 35000 Briten und Inder eingeschloffen. Singapur, 12. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die ersten japanischen Truppen, die am Mittwochmorgen in Singapur eindrangen, gehörten der so- Smannten Tagah-Gruppe an, die vom Flug- afen Tengah aus in direkt, östlicher und südöstlicher ichtung vorgedrungen waren. Gegen Mittag {türmten die Kranji- und Mandai-Grup P e, bie östlich über die beherrschende höhe von B u k i t Timah vorgestoßen waren, den nordwestlichen Teil Singapurs und drangen von dort in das Zentrum der Stadt ein. _ : Nach der Einnahme der Stadt find etwa 3 5 0 0 0 $ rite n und Inder von den Japanern eingefchloffen worden. Große Verstärkungen für die britischen Verteidigungstruppen wurden zwar ous Indien und Australien erwartet, diese sind jedoch nicht mehr nach Singapur herangekommen. Die gesamte Stärke der britischen Empiretruppen Singapur und Malaya soll etwa 100 00 0 Hann betragen haben, von denen drei Viertel in en Kämpfen äuf der Halbinsel Malaya gefangen» Unorumen worden fy& Eintritt zu Osterei jQ man Freund und, Feind nur schwer Merscheiden.konnte. Die britischen Batterien auf ■ her höhe eröffneten das Feuer, als sich die Japaner auf der Hauptstraße näherten. Gewehr- und Maschi- nengewehrfeuex setzte dann ein, und als die_Japa- ner ihren Angriff eröffneten, war die Schlacht schnell im Gange. Die Briten wurden aus ihren Ttellungen vertrieben und die Japaner ließen ihnen auf ihrem Rückzug keine Ruhe, sodaß sich weitere heftige Nahkämpfe in der Dunkelheit entspannen. Die Ueberlebenhen der britischen Streit- hafe, denen es gelang, heil zu entkommen, zogen ßch in die Stadt Singapur zurück, wohin sie von ben japanischen Truppen verfolgt wurden. »nie* »,7- 50 dl« meter tiefe Verteidigungsstellung zwischen und Iohur B a r u zu durchstoßen. Nur so ist es M erklären, daß Singapur hauptsächlich nur nach her Seeseite hin befestigt worden ist. Was die Engländer ferner nicht erwartet hatten, war der Entschluß der japanischen Führung, nach der Sendung an her Ostküste sofort zur Westküste durchzustoßen und bas Schwergewicht aller Operationen an die Westküfte zu verlegen. So gelangen immer wieder Ueberflügelun = gen Uyd Einkreisungen und in rascher Folge neue Landungen in Flanke oder Rücken des Gegners. Bei ausgezeichneten Straßenoerhältnisfen konnte der Nachschub ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden, während die Angrifssgruppen unter dem Klima und Gelände stark zu leiden hatten. Trotz dieser Umstände sind die Verluste, gemessen an den Erfolgen der zwei Kampfmonate, außer- Sonne vom Mast weht. agSw UCK Die Schlacht um B u t i k - T e m a s hatte sich von indenburgwall 211 einem Artillerieduell in einen verzwei - hat erzählt, daß es für den japanischen Sowaten keine Feldpost gebe, daß es ihm verboten fei, Briefe zu schreiben und zu empfangen. Das stimmt natürlich nicht, aber es ist richtig, daß her Soldat in dem Augenblick, wo er fein heim verläßt, nicht mehr her Familie gehört, sondern dem Reich und dem Kaiser. Der Tod ist für den Japaner nur ein Uebergang in ein besseres Leben, und her Tob auf hem Schlachtselb ist her schönste, den wir kennen. Man hat von besonderen japanischen Tobesbataillonen, Todespiloten und Selbft- morbschwimmern gerebet. Derartiges erzählen nur Leute, die uns nicht kennen. Wir sind keine Desperados, aber jeder einzelne Sol bat, der Bauernsohn, wie der Sproß einer tausendjährigen Familie, geht in den Tod, ohne mit der Wimper zu zucken, wenn er dadurch den Befehl des Kaisers ausführt, dem Reich und feinen Vätern dient." Frage: „Die japanischen Truppen an der Burma-Front sind auf bem Vormarsch nach Indien. Welche politische Wirkung wird der japanische Sieg in Burma nach her Meinung Ew. Exzellenz auf die Haltung der Tschungking- Re g i e r u n g und die Stellung Indiens haben?" . Antwort: „Der japanische Vormarsch tn Burma hat insoweit eine sehr große Bedeutung, als her für Tschungking lebenswichtige Burma- W e g hierdurch gesperrt wird. Japans Sieg in Burma wird rcher -auch gleichzeM Burmas B e - Bezugspreis: Monatlich... .RM.1.80 zustellgebüör -.25 tuet) bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt ernsvrechaufcklnff 2251' Diabtanjdjnft: „Anzeiger" iofticheck 11686 Franki./M. Singapur von den Japanern gestürmt Heftige Kämpfe vor dem Eindringen in die Stadt. in die britische Metropole: Männer in khakifarbenen Tropenuniformen stehen ober liegen auf dem Rasen des Rennplatzes von Singapur im nordwestlichen Außenbezirk der Stadt umher. Es find unsere Männer, bie 50 Stunden nach dem Uebergang über die Johur-Straße ihre kkste Ruhepause genießen. Nach ihrer Landung um Mitternacht des 8. Februar trieben sie bie kombinierten britischen und Kmpire-Streitkrüfte in einem überstürzten und verworrenen Rückzug vor sich her. Sie singen vorn K r a rt j i • Abschnitt über die B u k i t - r e m a s - Straße vor und zerschlugen die letzte britische Verteidigungslinie vor Singapur, die von l a j a n g bis zu den hohen von Temas führte. Die Gesichter der Männer find verschwitzt und Itoubbededt, hoch sind die meisten emsig mit der Säuberung und Instandsetzung ihrer Waffen und Äusrüftungsgegenftänhe beschäftigt. In ihren stau- bigen Uniformen passen sie wenig zu dem hinter- , .-farheftet ssund des vornehmen Clubhauses und her Sattel- ®we ' Mtze. Ein erhebender Anblick bietet sich auf. der -goßen Tribüne, wo die Flagge der aufgehenden Kopenhagen, 12. Febr. (Europapreß.) Am Tage des Sturmangriffs auf Singapur gewahrte der japanische Botschafter in Berlin, General Oshima, dem Berliner Korrespondenten des dam- schen Telegrammburos STB. eine Unterredung, in her sich her Botschafter u. a. über die Ursachen her japanischen Erfolge äußerte. Aus die Frage des Körresponhenten, rote es zu erklären sei, daß die japanischen Truppen in so unglaublich kurzer Zeit einen so u n g e - wohnlichen militärische nEinfatz hatten vollbringen können, der die Welt in Erstaunen Ersetze, antwortete der japanische Botschafter: „Die Grundlage für die soldatischen Eigenschaften, welche Japans Soldaten auch in diesem Krieg an den Tag (egen, ist ihre unverbrüchliche Treue zum Tenno, dem japanischen Kaiser. Für einen Japaner gibt es keine größere Ehre oder Freude, als diese Treue im Kampf beweisen zu können und, wenn es sein soll, diese Treue mit hem Tobe zu be- fieqeln. Der japanische Solbat tritt durch den Heldentod in die Reihe jener tapferen Geister, bie brüben in der Ewigkeit das Vaterland für den Tenno schützen. Dadurch wird er selbst unsterblich. Welche höhere Ehre kann man sich als Untertan bes Tenno vorstellen? Wenn ein Soldat bei uns seine Heimat verläßt, um in den Krieg zu gehen, wirb sein ganzes-Lebensgefuhlv er» ändert. Er gehört nicht mehr seiner Familie allein Drm gehört ßX auch Mw DsrMern- Man bie Mn $ der W ZU N S's >J Gerhard Florin, Bataillonskommandeur in einem Schützen-Regiment. Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Oberleutnant Lorenz Moeller, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader. Oberstltn. Werner Marcks hatte als Führer einer selbständigen Kampfgruppe hervorragenden Anteil an den großen Erfolgen des Afrikakorps. Durch umsichtige Führung und durch persönlich sehr tapferen Einsatz hat er wesentlich zum Gelingen der erfolgreichen Operationen des Afrikakorps vei- getragen. / Oberstltn. Karl Britzelmayr hatte sich im Verlauf des Krieges schon mehrfach hervorragend ausgezeichnet. Besondere Verdienste erwarb er sich am 22. Januar, als er mit feinem Regiment bei 35 Grad Kälte nach schwerem Kampf einen von den an Zahl weit überlegenen Bolschewisten zäh verteidigten Ort nahm. Hierdurch wurde die Grundlage für den am folgenden Tage mit vollem Erfolg durchgeführten Angriff der Division geschaffen^ Oberstltn. Alfred Kuzmany durchbrach am 24. Januar mit dem Spitzenregiment der Division als Stoßkeil den von allen Seiten aiff ihn eindringenden Feind und stellte mit seinen tapferen Infanteristen die Verbindung zu einer Kampfgruppe her, die bei den schweren Abwehrkämpfen vorübergehend eingeschlossen war. Dieser große Erfolg ist in erster Linie der unbeugsamen Energie, der selbständigen Entschlußfreudigkeit ünd der hervorragen- oen persönlichen Tapferkeit des Oberstleutnants zu verdanken. - . Hauptmann d. R. Gerhard Florin hatte sich t___Cti.th.riAA» aaaah SY? nfrtw rtrnn Protrh Der feurige Ofen Roman von Hans von hülsen 13. Fortsetzung. • z (Nachdruck verboten.) Der Entschluß, sich von der seft Generationen zum heilig gehüteten Familienbesitz gehörigen Sophienau zu "trennen, war dem Baron Fehr' sauer geworden, wie nichts fest dem frühen Tod der ge=- liebten Frau. Und diesmal hatte keine Ulla ihm zur Seite gestanden, seinen inneren Widerstand ^stärkend wie damals, als ihm der Gedanke zum erstenmal naheaebracht worden war; umgekehrt: diesmal war Ullas Verlangen nach Auszahlung ihres Muttererdes die Haupttriebfeder gewesen! Umsonst alles Rechnen, alles Jonglieren mit Posten, alles Hin- und Herschteden mit Zahlen! Das Ende aller Ueberlegungen war immer gewesen, daß er runde hunderttausend Mark brauchte — teils, um Ulla unverzüglich auszahlen zu können — denn sie um Aufschub zu bitten, duldete sein Stolz nicht—, teils auch, um einiges flüssige Kapital für die durch die bevorstehende Heirat notwendig werdenden Veränderungen zu haben. Aber auch nachdem er den sauren Entschluß gefaßt und den Brief an die „Sächsischen Glashütten" in Dresden zur Post gegeben hatte, mochte er nicht un den vollen und endgültigen Ernst glauben. Er stand im kleinen Büro ter Sophienau vor den Bildern von Vater und Großvater und fragte sich, was die teiten wohl von ihm denken würden, wenn sie um feisten Schritt wüßten; und die Antwort, die feine Ausrichtigkeit ihm gab, lautete nicht sehr schmeichelhaft ..., er dachte an all' die Gründe, mit denen Ulla damals gegen jeden Verkauf gewesen mar, daß eine wertvolle alte Tradition zerstört werten würde, wenn die anonymen Mächte des Kapitals hier ihren Einzug hielten; daß es um die feit Menschenaltern vererbte und verfeinerte Fähigkeit eines ganzen getreuen Stammes von Arbeitern — von denen viele wahre Künstler, — geschehen wäre, wenn hier an die Stelle persönlicher Werkarbeit die öde Gleichmacherei der „Fabrikation" träte. Er war überzeugt, auch jetzt würde Ulla leidenschaftlich zu diesen Argumenten stehen und auf die Forderung verzichten, wenn er zu ihr ginge und ihr sagte, mit welchen Opfern allein er sie erfüllen könne; doch gestern hatte er das nicht über sich vermocht, und heute war Ulla fort, war demonstrativ abgereist und hatte sich so selber der Möglichkeit beraubt, das zu verhüten, was sie gewiß tadelte. ,Uebernimmt sie damit nicht ein Stück Verantwor- tuna?', dachte er rabulistisch. Aber Reue und Zweifel, Zweifel und Reue blieben Tag und Nacht lebendig; und selbst noch als die große Limousine der „Sächsischen Glashütten" bereits von der Kreisstraße nach dem Schlosse abbog, erschreckte Christian Fehr seinen Forstmeister durch die bündige telephonische Frage: ob es möglich sei, in ... sagen wir vierzehn Tagen für hunderttausend Mark Holz 3U verkaufen oder die em» sprechende Menge Waldbesitz abzustoßen. Eine Frage, die Forstmeister Koch natürlich nur tief verwundert verneinen konnte. Der Hörer auf der Nickelgabe war noch warm von Fehrs heißer Hand, als ter alte Fabian in die Tür trat und meldete: „Herr Direktor Abbeg." Christian Fehr fuhr, wie von einem giftigen Insekt gestochen, hinter dem Schreibtisch hoch: „Direktor Bönike! Du hast dich verhört!" Aber Fabian schüttelte nur den grauen Kopf: er habe sich nicht verhört, Abbeg habe der Name gelautet, und draußen stehe der Dresdener Herr, der schon einmal hier gewesen sei. Warte!" — Fehr ging mit seinen langen Beinen ein paarmal durchs Zimmer, um sich zur Ruhe zu zwingen. — Abbeg! Ihn wiedersehen! Auge in Auge! — Plötzlich fiel ihm ein, warum zum Teufel er sich denn so aufrege, Abbeg gegenüberzutreten — jetzt, da er dem „Raubfisch" die er gierte Beute doch endgültig abgejagt hatte? — Ach, Marion! — Nein, das war doch eher lustig! — Dieser glückliche Gedanke gab ihm mit einem Male Ruhe und Sicherheit wieder. Und er ließ bitten. Abbeg kam über den Teppich, kurz, ftämmia, gedrungen, im grauen Straßenanzug; das schräg durchs Fenster fallende Soiinenband huschte über den Terzen auf seinen glattrasierten Schädel und ließ für eine Sekunde seine Fischaugen glasig auf- schirnrnern. „Müssen mit meiner Wenigkeit vorliebnehmen, Baron —", sagte er: ,Herr Bönike hat gestern auf der Heimfahrt vom Theater einen leichten Autounfall gehabt, jo habe ich für ihn einfpringen muffen. Die glückliche dritter «igen ho< Else Fh Emil Fii SS-Obers z. Z.i ließen, den y. mb Jugoslawien mehrfach hervorragend bewährt. Auch im Feldzug gegen die Sowjets hat er sich immer wieder durch kühnen Wagemut ausgezeichnet. Hauptmann Florin hatte durch den vollen Einsatz einer Person immer wieder entscheidenden Anteil an den großen Erfolgen seiner Division. Oberleutnant Lorenz Moeller hat sich auf allen Kriegsschauplätzen als Flugzeugführer, Kettenführer und Staffelkapitän hervorragend bewährt und sich vor allem bei den Luftlandeunternehmen in Hol. land und auf Kreta sowie in Nordafrika ausgezeich^ net. Auch im Ostfeldzug hat er an allen Fronten Hervorragendes geleistet. tßodA1 tirf-l nur Geschäftliches geredet; und gleich nachher, im Herrenzimmer, beim schwarzen Kaffee, packte der Direktor seine Papiere wieder in die Mappe und sagte: „Also, Baron, ich denke, wir kommen ohne Umstände zum Abschluß." „Einverstanden." Fehr sagte es rasch, obgleich ihm nicht völlig wohl dabei war. Während der ganzen beiden Stunden hatte er sich vergeblich den Kopf nach einem letzten Ausweg zerbrochen — gar zu gern hätte er Abbeg unverrichteter Dinge wcg- gefchickt ... „Vorausgesetzt, daß Ähr Gebot unverändert ist", fügte er hinzu. „Nicht ganz, Baron. Wir schlagen vor: neunzig- tausend — bar auf den Tisch des Hauses/' Ueberrascht hob Fehr die Brauen. Ein Wink des Schicksals — war es das? Verstand er recht? Wollte es ihm in letzter Minute die Möglichkeit des Rückzuges offenhalten? . . „Das ist um volle Zehntausend weniger als un vorigen Jahr, Herr Abbeg. Und unter diesen Umständen weiß ich doch nicht ..." Er sagte es ins Blaue hinein, Hm war allzu klar, daß nichts da- hintersteckte... „Als vor einem Jahr, Baron. Sehr richtig. Und da liegen auch die Gründe. Natürlich, der Wert eines Unternehmens fann in einem Jahr um zehn Prozent und mehr steigen. Er kann aber um eben, soviel sinken. Wenn nämlich nichts hineingesteckt wird, wenn man nur so fortwurstelt, wenn man es verfallen läßt." ,Du weißt wohl nicht, mein zweifelhafter Freund, wie grob du bist?' dachte Fehr, dem sich die Stirn rötete. „Aber wir sind keine Unmenschen, Baron, Wir bieten Ihnen einen Ausgleich. Und zwar in Gestalt eines langfristigen Lieferungsvertrages für Brepn- Holz zu stabilem Preis. Verstehen Sie? Die Lage auf dem Hvlzmarkt ist unübersichtlich, niemand kann die Preisgestaltung voraussagen. Ich glaube, Sie machen ein gutes — vor allem ein sicheres Geschäft, wenn wir Ihnen auf drei Jahre Den Preis von heute garantieren. Und wir werden ganz andere Mengen benötigert, als Sie mit ,Klein, aber fein' bisher verbraucht haben. Zu diesen Bedingungen können wir sofort abschließen — per Jahresultimo." ,Per Jahresultimo'. Das war in drei Tagen .h (Fortsetzung folgt) Reichsminister Or. Todt nach Berlin, überführt. Berlin, 11. Febr. (DNB.) Die sterbliche Hülle des durch ein tragisches Geschick mitten aus feinem verantwortungsvollen Einsatz im Dienste der Nation gerissenen Reichsministers Dr.-Jng. Todt traf am Mittwoch in der Reichshauptstadt ein und wurde unter starker Anteilnahme der Bevölkerung feierlich nach der Neuen Reichskanzlei übergeführt, wo auf Befehl des Führers der feierliche Staatsakt statt- finden wird. Der Führer hat auf Vorschlag des Stabschefs der SA. der Schützenstandartel, München, den Namen „Fritz Todt" verliehen. Mit SA.- Obergruppenführer Todt hat die SA. einen ihrer Besten und Treuesten verloren. Früh schon reihte er sich in die Sturmabteilung der NSDAP, ein. Bereits 1924 schwebte vor dem Amtsgericht München ein Untersuchungsverfahren gegen ihm wegen verbotener Fortsetzung der Parteiarbeit. Seinen ersten SA.-Dienst tat er im Sturm 4 der Reserve- Standarte 16 (Lisi) in München, bei der er auch vereidigt wurde. Aus Teilen dieser Standarte bildete sich später die SA.-Schützenstandarte 1, die nunmehr den Namen „Fritz Todt" trägt. Während ter Kampfzeit stand Todt als Truppführer und später als Sturmfuhrer im Sturm 4. Er war einer der besten Aktivisten feiner Standarte, der bei jedem Einsatz in vorderster Front stand. Nach der Machtübernahme erfolgte die Zuteilung des damaligen Standartenführers Todt zum Stab der Obersten SA.-Führung. 1938 beförderte ihn der Oberste SA.- Führer zum Obergruppenführer. Botschafter Attoiico gestorben. Rom, 9. Febr. (Europapreß.) Der italienische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Bernardo Atto- l i c o, ist nach längerer Krankheit am Montag-- morgen im Alter von 62 Jahren g e ft o r b e n. Attoiico war 'einer der hervorragendsten italienischen Diplomaten. 1927 wurde er italienischer Bot. schafter in Rio de Janeiro, 1930 in Moskau und 1935 Botschafter in Berlin, wo er in hohem Maße zur Entwicklung der deutsch-italienischen ^Beziehungen beitrug. Am 29. April 1940 war er zum Bot- schafter beim Heiligen Stuhl ernannt worden. Anläßlich des Ablebens Attolicos hat der Führer Frau Attoiico telegraphisch seine nteilnahme übermittelt, uch der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hat telegraphisch Frau Attoiico sein Beileid ausgesprochen, sowie dem Duce und Außenminister Graf C i a n o die Anteilnahme der Reichsregierung übermittelt. Britische Schmuggelgeschäfie in Spanien. M a d r i d , 11. Febr. (DNB.) In Spanien ist man einem umfangreichen britischen Schmuggel- g e s ch ä f t auf die Spur gekommen, durch das die seit einiger Zeit in Spanien herrschende Fleischund Fettknappheit Aufklärung findet. Englische Agenten, die ihren Sitz in einem Madrider Hotel hatten, kauften bei spanischen Konservenfabriken und Bauern große Mengen Fische und lebende Schweine auf, um sie auf Schleichwegen nach England zu bringen. Die Schweine wurden herdenweise überdie Grenze nach P o r. tugal getrieben, dort geschlachtet und das Fleisch nach England verladen. Den spanischen Bauern wurden verlockende Preise in Sterlingspfunten gezahlt. Die Fischkonserven wurden nach Bestechung von spanischen Fischern auf Schaluppen oder kleinen Küstendampfern verfrachtet und dann auf hoher See in englische Handelsschiffe geladen. Diese britischen Schiebermethoden haben besonders deshalb Empörung hervorgerufen, weil die englische Agitation systematisch versucht, den Deut- scheu die Schuld an der s p a n i s ch e n L eb e n s - mittel not in die Schuhe -zu schieben^ io« ■ Ri*; IPK -L :er o..'chjt R ÄSj H« Cn M Etz ‘ ■ . ift öie der -ol* die pol SÄ ftilt JU iE. ge«t, nainlch 6 Jto Situ P- 'M«v “ijt rnl>ud° ierr|W‘J önier gtgenemc auf i* io. < lelüs ei"" teil* «f: f. ni Kette auf' inj« (Me. ingen unb M M h^nbe Wolle Wachtung der Wer, in meld Eichung seines t jubentum alle il «rat, Lüge, Le -Mischung, tWl m moralischer i leiterscheimmg s vn; zu schweigei Der 3ube betn K Menschheit, i lehrte Mainfrc mentarischen e eich im Jahre 1 au, Militardiensi n Bereich ihrer uien ihre epe Kein, ihre W fit kostbaren Mi ui, intern fit fie lachmen, von! Meisen eram ’Jm Wesen un i, nicht nur bi kr zu befjerdd siltherrsch m Zusamnienh iws Menstaat rag vertreten Wchkeit zur tastaates für all mit bas ganze Fassung entspi krrschastsgelüstei ffl geistigen U Stellung eines sagt hierzu f*ommenen Br «eXBt». HM IBI s«. ISK* 1 TWOi IßW HOTEL &WWR3Ö -US, .^fgrÄÄwa^ | toid the ännuat Conference st the Ire land in London yeüterday i " Ndw । «W'MäW«*, wr*45**'“ Kiffe Die MILDE SORTE 4 PL sind gui und ein besonderer Genuß von A-Z Allpuiz juu^r«2&4 Sie hält was Ihr Name verspricht sie ist wirklich mild! fobf >rf. Beim Beinhalten der Waschküche tut ALLPUTZ gute Dienste. Warum sich mit langwierigem Schrubben und Bürsten mit Seife und Wasser plagen? Einfach ALLPUTZ nehmen I ALLPUTZ reinigt gründlich und rasch WaschkesseL Wannen, Zaber, Waschküchenboden und anderes. ALLPUTZ sollte stets in jeder Waschküche griffbereit stehen, denn ALLPUTZ spart Mühe und vor allem Seife. ■ ■ipif&rqW’P Vn ■ tugiesische Ministerpräsident Dr. S a l a z a r und Spaniens Außenminister Serrano Suner ein- getroffen. Im Gefolge der Staatsmänner befinden sich Politiker und hohe Militärs. Für den Donnerstag sind die ersten Besprechungen vorgesehen. vornehm t Geschmackvoll/ Persönlich I Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen FamilEen- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die BrUhl’sche Druckerei Scbulstr. 7. Ruf 2251 FORTUNES QEPBNDENT ON ALLIED VltelORY Sir Archibald Sinclair, Air Minister, r*cn?*fc x” äwt PcK-r WarL«. wie er ihn sieht, tatsächlich nichts anderes darstellen soll als ein internationales Herrschaftszentrum über die nichtjüdischen Völker. Neuerdings haben sich die beiden Zionistenhäuptlinge Weizmann und Brodetzky über die Aufgabe des Judenstaates noch deutlicher geäußert: „Es ist nicht der Zweck des Zionismus,' den Völkern zu helfen, ihre Juden loszuwerden. Der Zionismus fordert nationale Rechte für das jüdische Volk — mit gleichem Nachdruck aber individuelle Rechte für die Juden in der ganzen Welt." Der Judenstaat soll also lediglich Stützpunkt für das Weltjuüentum sein. Ihm kommt es auf die Erlangung der staatlichen Hohe-itsrechte an: internationale Anerkennung, Garantie der Grenzen, exterritoriale Rechte für die diplomatischen Vertreter des glückliche Geburt unseres dritten Kindes zeigen hocherfreut an Else Finkernagel Emil Finkernagel SS-Obersturmführer z. Z. im Osten Der britische Luftfahrtminister Sinclair hofft, daß „die Juden alle ihre Energien wieder entfalten". Das geht auch aus dem Artikelteil hervor, der hier im Faksimile gezeigt ist und in der englischen Zeitung „Manchester Guardian" vom 26. Januar 1942 veröffentlicht war. In deutsche Sprach^ übersetzt lautet der Bericht: „Sir Archibald Sinclair, Luftfahrtminister, erklärte gestern auf der Jahreskonserenz der. Zionistischen Vereinigung von Großbritannien untr Irland in London: Mehr denn je stehf und fällt das Schicksal des Weltjudentums mit dem Siege der ,freiheitliebenden* Völker in der Welt/ — Mr. Paul Goodman, Vorsitzender des Kleine politische Nachrichten. Nach mehrfacher schwerer Verwundung starb NSKK.-Obergruppenführer Stifft im Reserve- lazaretk Kaiserswerth. Obergruppenführer Stifft stieß schon früh zur Bewegung und hatte am Aufbau von Motor-SA. und NSKK. am Niederrhein entscheidenden Anteil. Bei Ausbruch des Krieges zog er als Leutnant und Batterieführer in einem Artillerieregiment ins Feld. Politischen Komitees der Zionistischen Vereinigung, erklärte: ,Die Wiederaufrichtung der jüdischen Wirtschaftsstellung auf dem europäischen Kontinent muß ebenso wie die jüdische Wiederansiedlung in Palästina unter die Friedensbedingungen der britischen und alliierten Regierungen ausgenommen werden/ Nach einem Bericht der Londoner /Times' erklärte der britische Luftfahrtminister Sinclair auf diesem Kongreß außerdem noch, daß er den Tagen entgegensähe, in denen die Juden in die Lage versetzt sein werden, alle ihre Energien wieder zu entfalten/" — (Scherl-Bilderdienst-M.) Lustschutzvorbereitungen in Irland. Lissabon, 12. Febr. (Europapreß.) Der erpresserische Druck Englands und der Vereinigten Staaten auf die. Neutralitätspolitik des Freistaates Eire hat jetzt zu Luftschutz- vorbereitungen in Dublin- geführt. /------- Wolfgang Manien ift man chmuggel. durch bas die che Fleuch» g Met. Eng- nem Madrider en Konserven« en Fische und Schleichwegen Weine wurden e nachPor« nd das FW ischen Bauern igspfunden ge« atz Bestechung en oder kleinen auf M« 6« iorben. )er italienischr mardo Atto. am Monta» 'storbeiL Gen italieni. 'lienischer Bot. Moskau und hohem Maße hen Heziehun, 1 er zm Bot« worden, hat der Füh. ne nteilnahme 5 Auswärtigen tz Frau Atto« !e dem Duce e Anteilnahme WM Sy,» ".»xjrwktf; eowt: „Mein ist die ganze Erde." MEMPHIS 4 Pi m. SORTE 5 PL NIL 6 Pi vernmente. i litt*!»»»«« >j>Zrzr-, »MX» »■: Allpulz Ö&M- Judas Ringen um die Weltherrschaft !>men i!alu „n W »«Li atzen besonders weil die eng- ■ den Deut« enLebens' den. en QJV^Ue io / -Ra« ■^,41 n tn e« 1,7'» ihrer bei6">« . X Seinen ^Nroe. °»-h Uandarte bil« iiborte 1, bie Lehren! ppluhrer und Er war einer 'WM jeden, der Macht, damaligen *e'Men r Oberste EA.. Die geplanten spanisch - portugiesischen Verhandlungen haben begonnen. Am Mittwochabend sind in Sevilla Generalissimus Fr a n c o, der por- v <<, e g x ch nachher, m fee, packte der ii Sappe M nen oh"« **m‘ täffl, adgleich AderS-N' --rsetl'ch »= WM-JS ■er Sing« M . gedoi unier 'Äffiintd» I -,Ä.« »t ri*$ed ßlr um 1* ader S E/s8l-> 1 sich01 | Lionisr F^deratiQn al Gieat : Vir ilS gie? ® r-<°L em «r .ftt« auf tueriie1' nt> ®'-i Ki"- hS-x Den . Lagen *** drer vw IKD-3 GLM5 «* CH-SA- •CWCOQ^ARF.. Am 10. Februar wurde uns ein kräftiger Stammhalter geboren Liesel Niedenthal geb. Zipp Rudolf Niedenthal ap. Zahlmeister- Gießen, 10. Februar 1942 z. Z. St.- Josephs - Krankenhaus 0535 / Staates, eigene Währung und eigene Staatsflagge. Daneben verlangt es aber für die Juden in den einzelnen Ländern das staatsbürgerliche Recht des Landes, in dem sie ihr Geld verdienen, verlangt es ferner das aktive und passive Wahlrecht. „M ein i st die Erde" — das ist die Parole für alle Juden in der ganzen Welt. Sie wollen in den einzelnen Ländern nicht nur Sonderrechte, sie wollen innerhalb der einzelnen Völker die Führung. Sie betreiben ihr Ziel in den verschiedensten Tarnungen: als Plutokraten oder als Bolschewisten. Sie stammen von der gleichen Wurzel. Echt jüdisch. Stockholm, 11. Febr. (DNB.) „Aftonbladet" meldet, daß der jüdische Verlagschef Albert B o n - n i e r jun., dem sämtliche Wochenzeitungen des Verlags Ahlen und Akerlund unterstehen, in einem Rundschreiben angeordnet habe, in den Zeitschriften alle Reklame für die Aufnahme finnischer Kinder e i n z u st e l le n. Die Zeitschriften haben eine Gesamtauflage von einer Million Exemplaren. resettlemeut :n Pehsstine shouid r>e 7HIMW ir.duded amang t&e peace aim$ ot In den Vorschriften für die Ausländsdeutschen hat der Führer folgenden eindeutigen Grundsatz auf- estellt: „Befolge die Gesetze des Landes, dessen Vast du bist." Weiter heißt, es in diesen Anordnungen: „Die Politik deines Gastlandes lasse dessen Bewohner machen, dich geht die Innenpolitik eines fremden Landes nichts an. Mische dich nicht in diese, auch nicht gesprächsweise." Diese Anordnung ist verpflichtend für jeden Deutschen, der ins Ausland geht und dort seinen Beruf ausübt. Wenn im feindlichen Ausland etwas anderes behauptet wird, so gehört das zu dem Gebiet her Feindpropagknda. Von ihr sind wir gewöhnt, ).ckß ftBx mit falschen Behauptungen arbeitet und alles daransetzt, um das neue Deutschland zu ver- Mglimpfen. Vom Führer stammt das Wort, daß der Nationalsozialismus keine Exportware ist. Er hat auch in seiner Rede am 30. Januar d. I. diesen Satz noch einmal unterstrichen, als er sagte, er verlange gar nicht, daß im 'Ausland die national» i ozialistifchen Gedanken durchgeführt werden, da er sich allein seinem eigenen Volk verantwortlich fühlt. Wenn andere Völker und andere Staatsmänner nach dem gleichen strengen Grundsatz handeln würden, gäbe es bestimmt weniger Reibungen, weniger Spannungen und weniger Kriege. Der jetzige Weg ist, rote der erste Weltkrieg, die unmittelbar gewollte Folge einer Einmischungspolttik gewisser l>olitischer und wirtschaftlicher Cliquen des Aus- iMtbes in die politischen und wirtschaftlichen Vorgänge anderer Völker. Was für den Deutschen im ilusland ausdrücklich verboten ist, wird von dieser lllique zu dem genannten Zweck ausdrücklich gepflegt, nämlich die Einmischung in die Politik anderer. Je mehr man sich mit den Hintergründen dieser Einmischunasbestrebungen beschäftigt, je mehr man ihre Wege, Methoden und Hintermänner aufdeckt, um so eindeutiger ergibt sich der Tatbestand: s ist A l l j u d a s Streben nachher Weltherrschaft, das die nichtjüdischen Völker und Länder gegeneinanderhetzt. Auf dem 16. Zionisten-Kongreh in Zürich 1929 stellte einer der Hauptmanager des Weltjudentums die These auf: „Der Zionismus gründet seine Worte unb Werke auf die biblische Lehre: „Mein ist die ganze Erde.'" Der Talmud setzt in seinen Anwet- 'iingen und Vorschriften das Judentum über die nichijüdische Menschheit, spricht ihm die beherrschende Rolle zu und erzieht es systematisch zur ttichtachtung der Gesetze, Sitten, und Moral der Länder, in welchen es Fuß gefaßt hat. Zur Er- seichung seines Zieles, der Weltherrschaft, sind' dem Judentum alle Mittel freigestellt: Betrug, Wucher, Verrat, Lüge, Verleumdung, Korruption, Dokumen- ienfälschung, Falschheit, Hinterlist und selbst Mord', von moralischer und sittlicher Verwüstung als Begleiterscheinung seines demoralisierenden Wollens ganz zu schweigen. Der Jude betrachtet sich selbst als den Parasiten ter Menschheit, will es auch sein. Der französische Aelehrte Mainfroy Maiingnial sagte in seiner do- iumentarischen Studie „Die Judenfrage in Frankreich im Jahre 1789" wörtlich: „Nicht durch Acker- bau, Militärdienst oder sonstige Beschäftigimgen, die im Bereich ihrer Möglichkeiten liegen, füllen die Silben ihre Speicher mit Korn, ihre Keller mit Wein, ihre Börsen mit Talern und ihre Truhen mit kostbaren Metallen. Sie häufen alle diese Dinge iuf, indem sie sie den Christen auf unredliche Weise lbnehmen, von Dieben empfangen oder zu Scha- .hcrpreisen erwerben." Im Wesen und Wollen des Weltjudentums liegt iS, nicht nur die Reichtümer der Welt zu besitzen oder zu b-eherrscheck, sondern auch die politische Weltherrschaft zu erlangen und auszuüben. 3m Zusammenhang mit der Frage der Schaffung fines Judenstaates in Palästina ist vielfach die Meinung vertreten worden, man solle den Juden die Nöglichkeit zur Schaffung eines geschlossenen Ju- benstaates für alle Juden der Welt geben, weil man damit das ganze Judenproblem lösen wurde. Diese Auffassung entspricht aber durchaus nicht den Weltherrschaftsgelüsten des Judentums. Einer der frühe- ien geistigen Führer des Zionismus (zur Wiederherstellung eines selbständigen Judcnstaates), Moses Heß, sagt hierzu in einer im Jahre 1935 heraus- gekommenen Broschüre u. a., daß der Judenstaat, ’-han ever the forlunt? af worid «tewry Stands or falls wtth -he victory t ol the caust-y öl freedoth-lvving people^ 4,TL1 Ä Mr. .Paul Goodman; chojrman of the Fbhtieai Committee- uf th< . Zionist ' J\ Federation, said the rerhn«truction o( «tewish econ^my ir? Kurope and Jew'sh Das plutokraiische Kriegsziel. Wiederaufrichtung der jüdischen Wirtschastsstellung in Europa" Gießen, den 6. Febryar 1942 0540 / UAU i. ’ä> ’ L1O~*> < nu >-•—-. hr«! ri. "»Mm» -. ..... , •*w* **4. Uticnew«* %'• •r» ■ -'m; « t vvxm «S‘ wex. . <*s». »>«***;■•. ’S T £ PAPER L^r> '*«** R. / »ÄJ »MV: tWiiF'WW. - f.T JEWRY AFTER THE WAR • iw* Tvirtpfi Aus dem Neich. In erster Linie die Verwundeten. Im Interesse der- Kriegsteilnehmer, die infolge ihrer Einberufung zur Wehrmacht ihre privaten Interessen in der Heimat nicht selbst vertreten können, hat der Reichsmarschall für das von der Haupttreuhandstelle, Ost in den eingegliederten Ostgebieten beschlagnahmte ehemals polnische Vermögen eine neue Regelung getroffen. Danach darf während des Krieges bis auf weiteres die Verwertung von gewerblichen Uaternehmen aller Art, insbesondere von Handels-, Handwerks- und Industriebetrieben sowie j)on städtischen Hausgrundstücken nur noch an folgende Bewerbergruppen erfolgen: 1, an Versehrte des gegenwärtigen.. Krieges, verforgungsbe- rechtigte Kriegsdienstbeschädigte ■ des Weltkrieges, verforgungsberechtigte Kämpfer für die nationale Erhebung sowie versehrte bzw. rentenberechtigte L-panientämpser und, Freikorpskämpfer; ‘2. an versorgungsberechtigte Hinterbliebene der genannten Personengruppen und der ermordeten Volksdeutschen. Die schnelle Ansetzung der genannten Personengruppen wird als eine besondere Ehrenpflicht bezeichnet. An dritter Stelle stehet dann besonders bewährte Volks- oder Reichsdeutsche, die nachwei- sen, daß sie infolge ihrer Zugehörigkeit zum Deutschtum, während der Polenzeit erhebliche wirtschaftliche Nachteile erlitten haben. Dann werden in der Bewerberrangordnung die Umsiedler und vertriebencü * Ausländsdeutschen aufgeführt: ihre Ansiedlung ist eine staatspolitische Notwendigkeit und duldet keinen Aufschub. Im übrigen bleibt die bisherige Bewerberrangordnung unverändert. Ausgenommen von der Derwertungssperre sind Betriebe und Grundstücke, die aus dringenden wehrwi'rtschaftlichen oder versorgungswirtschaftlichen Gründen schon während des Krieges verwertet werden müssen. Oie Feubauernauswahl Vom Verwaltungsamt des Reichsbauernführers wurden bis Ende 1940 69 000 Siedlungsanträge bearbeitet. Darunter sind 50 000 Anträge auf Erteilung des Neubauernscheins und 19 000 auf Erteilung der vorläufigen Bescheinigung. Bisher hat noch keine unmittelbare Werbung für die Neubildung deutschen Bauerntums eingesetzt, zumal mit der ländlichen Besiedlung der neuen Reichsteile erst nach dem Kriege begonnen wird. Die Zahl wird sich, daher be- ■ sonders durch die jetzt noch bei der Wehrmacht stehenden Bewerber bedeutend erhöhen. Nach der Neuordnung der Besitzverhältnisse im Westen und Südwesten werden dort ebenfalls Kräfte freiwerden. Schließlich ist ein dauernder Zustrom aus dem Kreis der nachgeborenen Bauernsöhne und der aufstrebenden Landwirte und ßdni) arbeit er zu erwarten, wenn die Möglichkeiten zur Uebernaljme eines eigenen Hofes im Osten gegeben sind. Für die Besiedlung der neuen Reichsteile werden daher deutsche Neubauern in ausreichender Zahl vorhanden sein. Ruhestörung durch Rundfunr. Im Hinblick auf die regelmäßigen Ermahnungen des Rundfunks, L)ie Lautsprecher nichtüberZim- m e r l a u t st ä r k e emzustellen, um die Ruhe der Nachbarn nicht zu stören, ist ein Urteil des Preußischen Oberverwaltungsgerichts von Interesse, das das polizeÄiche Vorgehen gegen derartige Ruhestörungen fördert. Ein Ruhestörer war von der Polizei mit einer Ordnungsstrafe belegt worden, weil er eines Abends nach 22 Uhr durch feinen Rnnd- sunkapparät die Nachtruhe gestört hatte. Ein Nachbar hatte sich ar. die Polizei gewandt. Es ging nun um die grundsätzliche Frage, üb' die Polizei durch. ' Verordnung allgemein bestimmen könne, daß in den Wohnungen Musik- und Sprechapparate nach 22 Uhr nur so laut eingestellt werden, daß Mitbewohner nicht gestört werden. Diese Frage wurde bejaht. Das Preußische Oberverwaltungsgericht erklärt, daß es zu' den Aufgaben der Polizei gehört, die Nachtruhe ab 22 Uhr gegen fortgesetzte Störungen zu schützen. Ein Verstoß gegen das Ruhegebot ist es bereits, wenn die Einstellung von Musikapparaten in den Wohnungen nach 22 Uhr geeignet ist, Mitbew'ohner oder Nachbarn zu stören.____________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Langc. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Tr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Blumschein: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumjchein. Druck und Verlag: Brühlsche Untversitätsvruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-tzng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: TheodorKümmel Pl.Nr.8. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischia^, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 PfennigI Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERAL MÜNCHEN J 27/547 WIR SIEGEN, WEIL WIR ZUSAMMENSTEHEN. TU DEINE PFLICHT! KRIEG SWINTER HILFS WERK 194142 Ihr Berater in allen Punktfragen das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! _______________________________________357 A Heute erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager und Neffe Karl Nicolaus Unteroffizier in einem mot. M.-G.-Bat. Inh. des E.K.II, des Inf.-Sturmabzeichens u. a. am 4. November auf dem Felde der Ehre für Führer und Vaterland sein Leben gelassen hat. Im Namen der Hinterbliebenen: Oberforstmeister Karl Nicolaus Beigeordneter der Stadt Gießen. Gießen, den 10. Februar 1942. Von Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen^ & Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß erhielten wir die uns allen unfaßbare Nachricht, daß mein über alles geliebter, herzensguter und unvergeßlicher Mann, unser guter, braver, hoffnungsvoller, stets hilfsbereiter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Pate und Onkel Ferdinand Lepper Uffz. in einer Inf.-Pz.-Jäg.-Komp. im blühenden Alter von 27 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten in treuer Pflichterfüllung den Heldentod starb. Wiedersehen war stets seine und unsere größte Hoffnung. Nun ruht er in Frieden, fern der Heimat und seiner Lieben, auf einem Heldenfriedhof. Wer ihn gekannt, weiß was wir verlieren. In tiefem Schmerz: Klara Lepper, geb. Eccarius Phil. Lepper und Frau Katharina, geb. Schmidt ,,ao Familie Robert Lepper Fritz Arnold und Frau Anna, geb. Lepper Ernst Eccarius und Frau Luise, geb. Bach Familie Max Eccarius nebst allen Angehörigen. Alten-Buseck, Gießen-'Wieseck, Rödgen, Eisenach/Thür., den 10. Februar 1942. Mit der Familie trauern auch wir um unseren gefallenen Arbeitskameraden. Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Gustav Geisse. Von langem schweren Leiden wurde unser geliebter Vater, Großvater und Bruder Rudolf Langermann Regierungsrat a. D. durch einen sanften Tod erlöst. In tiefer Trauer t Eleonore Zentgraf, geb .Langermann Rolf Langermann Oberfeldmeister im Reichsarbeitsdienst Marion Bucher, geb. Langermann ■ Auguste langermann. Gießen, den 8. Februar 1942. Die Einäscherung fand in der Stille statt. 0543 B ■HinKKHnHRiMM Statt Karten! Danksagung. • s Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranzspenden, die ich anläßlich des plötzlichen Todes meines lieben Mannes Herrn Kreisamtmann Georg Ewald erhalten habe, sage ich auf diesem Wege meinen innigsten Dank. Ganz besonders danke ich Herrn Missionar Walther für die trostreichen Worte am Grabe und Herrn Landrat Dr. Lotz für den ehrenden Nachruf, ferner dem Deutschen Roten Kreuz, den Bürgermeistern des Landreises Gießen, sowie der Alters Vereinigung 1882-1932. \ Im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Marie Ewald, geb. Clarius Gießen, den 11. Februar 1942. ______ ___________________________________542 D Was koche ich »o? Klärchensuppe Gedämpfter Rei^mit pikanter Soße An fleischlosen Tagen ist wohl jeder dankbar für eine gute Suppe. Zu Reis mit pikanter Soße schmeckt die Knorr*Klärchensuppe ausgezeichnet. Die Zubereitung aller Knorr Suppen Ist denkbar einfach. Sie werden nur mit Wasser gekocht - alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr* Suppenwürfel. Gedämpfter Reis mit pikanter Soße Ist ein nahrhaftes und wohlschmek« kendes Gericht. Aber wie ohne Fett und ohne Fleisch eine leckere, ausgiebige Soße bereiten? Merken Sie eich das folgende Rezept: Pikante Soße Den 'Kflß’W Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit 1/4 Liter Wasser, 1/2 Lorbeerblatt, einer Prise Zucker und Essig nach Geschmack unter Umrühren 3 Minuten kochen. Fertig! Rezept ausschneiden und aufbewahren i 5ie können es immer verwenden — auch wenn Sie heute mal keinen Knorr-Würfe) bekommen haben. herzlich. Frankfurt a. M.» Hölderlinstraße 2. 548D ""SCHUNGSNu 551 D Ireibankverkauf am 13. Februar 1942: 553A Donnerstag, 12. Februar 19.15 Uhr 610D den Uenkel-Wetken wied geschafft wie nie zuvor! Es ist sogar gelungen, die Produktion erheblich zu steigern eine Leistung, auf die wir stolz sind Persil-Werke, Düsseldorf <9 Henko iMi ATA Es ist heute wirklich eine Niesenaufgabe, Millionen von Haushaltungen mit Wasch- und Reinigungsmitteln zu versorgen. Deshalb eine Litte: Sollte mal ein Erzeugnis vorübergehend knapp werden, so haben Sie Geduld und Vertrauen! Wenn einer sich Gedanken macht, um Ihnen auch im Kriege das Waschen und Putzen zu erleichtern, dann sind wir es. unermüdliche Fürsorge mitschwingt und 00 das Gefühl des Geborgenseins auslost. Bewährte pharmazeutische Präparate werden heute vom Hausarzt des Sohnes ebenso erfolgreich verwandt, wie schon einst vom Hausarzt des Vaters-Zu diesen Mitteln gehören Sanalogen. Formamint und Kalzan, die bei Generationen immer wieder ihre Probe bestanden haben. THEATER der Universitätsstadt Gießen Im Namen aller Angehörigen: Edgar Borrmann. von 8- 9 Ubr Nr. 1401-1450 von 9-10 Uhr Nr. 1451-1500 von 10-11 Uhr Nr. 1501-1550 von 11-12 Uhr Nr. 1551-1600 am 14. Februar 1942: von 8- 9 ÜKr Nr. 1601-1650 von 9-10 Uhr Nr. 1651-1700 von 10-11 Uhr Nr. 1701-1750 SWt. Schlachthof, Gießen. Karten in der Verkaufsstelle Seltersweg 60, Telephon 2141 Znm Tai der Deutschen Polizei WHW-Konzert Keine Abendkasse! Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise liebevoller Anteilnahme bei dem Heldentod unseres unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Neffen und Vetters Ober-Kanonier Otto Borrmann danken wir Montag, den 23. Februar, 19 Uhr, im Theater 9. Veranstaltung im 16 er Ring DER REITER Schauspiel von Zerkaulen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme danken bestens Prof. O. Urstadt Dr. Caroline de Haan, geb. Urstadt. Gießen, den 12. Februar 1942. Für die vielen Beweise liebevoller Anteilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, danken herzlichst Anni Ruiter, geb. Scherrer Pieter Klaas Ruiter Annemarie Ruiter. Gießen (Wilhelmstraße 39), 11. Febr. 1942. ______________ 0526 Ehepaar sucht besseres möbliertesZimmer mit Zentralheizung. Schriftliche Angebote unter 526V an den GieKener Anzeiger erbeten. Montag, den 16. Februar, 19 Uhr, im Theater 8. Veranstaltung im 16 er Ring DER MEISTERBOXER Schwank von Schwartz-Mathern Zum 1. Mär? oder später suchen wir eine ältere, erfahrene Stütze sow. 2 jung. Hausgehilfinnen Sanatorium San -Mat Dr* Hahn BadiNauheim» 546 D j voller | uner tigern W A M üe in groß* melden.^ Für die Erhaltung des Wohlbefindens ist neben der ärztlichen Kirnst und Erfahrung die persönliche Kenntnis des gesamten Lebensbildes des Patienten entscheidend. So ist der Hausarzt der Mittelpunkt der gesundheitlichen Betreuung, unentbehrlich x in seiner Hilfsbereitschaft und Güte. Hausarzt! Ein Wort, in dem ständiges Bereitsein, „W im ®rii dchuhe, die nu Mich zu bi leimen eine le Eicharuni Wer es einrich wechseln. Tleic "ch wann ist nnb dadurch Fracht. Darc E -schmutz ( Ades Steh fwen anric wird) leichtes1 entfernt Rtmtten La Sts Irajen *n, Werber J'n wieher »i bann i Tchu „‘nn -- sm I mit e ®«n. Li« Want ist r d ben kal SM Die 1* ?^dt njei Bwt »t unb DieDeulscbeHeitslronl M- NSG. Kraft dareb Freude Kreisdienststelle w Wetterau Bauer & Cie. • Johann A. Wülfing Berlin SW 68 Danksagung. Allen, die unserem lieben Vater, dem Oberlokömotivf (ihrer LR. Arnold Hand-oser das letzte Geleit gaben, sowie für die vielen Beweise der Teilnahme sagen aufrichtigen Dank die trauernden Hinterbliebenen. Gießen -Wieseck, den 11. Februar 1942. '__550 D Für ^ronteinsatz (Westen) sofort gesucht: 65Bd 1 Bauführer 1 Bürokraft für d. Lohnbuchhalt. Deutsche Straßenbau-Gesellschaft m. b. H„ Königswinter. SB sjtp <..?L w-p» dann m ven. o>eiß' dnß e= ol nissta^eE ?l.?Ä SÄ $ieebr«iid)t«b SKÄ SS-'j Mi »en fann. S™ io tonn man i» bringen, unb b1 schnell. Daß die Leb ordnet in einer versteht suh voi Bescheid misten uns hierauf zu! sich vorher zu t ooin Kaufmann zu verlangen. Zum guten । Verkäufer trag | kleinere Geldbi Pfennige für t sammelt. Der ' Tüte und jedes bringen. Die I mer ist sowiesi sind ich haushi rungsinittel au, Nnyoienetz ob auch immer zu ben Werlihiler I Werpadungsma L Lchenigen r llo wird der Sr I ist es sicherlic I jenigen Kunde I behandelt, die I ihm das Leben I lich zu machen Zuverl., saubere Shmoenftflii oöet Men für Haushalt ges. Seltersweg 36. | Verkäufe | 1 Rind im Mai kalbend, steht zu verkauf. Kinzenbach Nr. 100. [0537 Silber-Besteckast, echt Eiche, natur 50 RM. zu verkauf, los« Maigasse 11. | Kaufgesuche | Klavier zu kauf, gesucht. A. Förster Gießen Bahnhofstr. 71 Telefon 3^67. Nationalsozialistischer Relchsbnnd für Leibesübungen Gießen Am Sonntag, dem 15. Februar 1942, in Gießen in den Räumen des Gesellschaftsvereins Radsport-Werbeveranstaltung Tag der Deutschen Meister Beginn der Veranstaltungen 14.30, abends 19 Ubr Am Start die Deutschen Meister im Elner-Knnstfahren / Zweier-Kunstfahren Sechser-Knnstreigen Einer-Kunstfahren für Frauen Zweier-Kunstfahren für Frauen Sechser-Gruppenfahren für Frauen die Deutsche Meisterin im Roilschnhlanf die Deutschen Jagendmeister im BoHschnh-Paarlanf Kartenvorverkauf: Sporthaus Schwan, Mäus- burg; Sporthaus Zerndt, Marktpl.; C. Becker II., Bahnhofstraße; Cafö Deibel, Neuenweg. [0618 Eintrittspreise: RM. 2.- und 1.- zuzüglich Sportgroschen, Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen! — Lichtbilder undBetverbungsänter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Gesucht 1 tücht. Zininädcben 1 fleißiges Küchenmädchen von erstklassigem Kirr-Fremdenheim in [547V Bad-Nauheim. Angebote an Simonsen Uaus Regina Küchlerstrahe 8. | Verschiedenes| Mit offenen Angen Drei Jungen und ei« Mädel «n> decken ihre Waldheimat. Von Werner Siebold 135 Setten Text u«fe 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,85 HngoBermühlee Verlag Berlin. Lichterfelde Nachhilfe in Chemie gesucht. Sehr. Angeb. unt 0534 an den G. A. Verloren am 8. Febr. von Cafs Amend bis Hotel Schütz rostrote Strickjacke. 05« Wiederbr.Beloy. Abzug. Hinden- burgwall 15 v. Gr. 5lindervelz, Dienstag auf d. Wege Walltorstr. bis Stadtmitte verlorengegangen' Abzugeben [0545 Weserstr. 15 Ur. Vereine ~] MaeaiscM 1892-1942 Samstag,! 4.Fe- bruar,20.30Uhr Monats- verlammluns iw Burghof. 0531 9 Donnerstag, 12. ßebruar 1942 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) V. 56 Zweites Blatt Aus dem Reiche -er Krau können. Nach einiger Zeit piereinlagen gegen Schuhs; vertauscht man die Pa- Schuhe langsam an M. H. Gummi wird nicht spröde und schlecht. inge, die Ifing zeigen wir zwei elegante Seidenkleider Heute anill in zucker 5 <> Jahre Dr. Oet k e r sorgt mit* das Gefühl anslösl tutischePrä* e vom Haus- enso erfolg- ; schon einst 'ttrs^udjf S anale gen, tahan, die rmer wieder den haben» TER Stadt Gießen weiß, daß die Abendstunden mit Recht den berufstätigen Frauen Vorbehalten bleiben müssen. Es läßt sich jedoch nicht immer so einrichten, daß man in den geschäftsstillen Tagesstunden seine Einkäufe besorgt. Eine längere Wartezeit muß dann allerdings meistens mit in Kauf genommen werden. Diese braucht aber nicht nutzlos zu verstreichen. Man sieht sich indessen im Laden um, ob die pinge, die man kaufen möchte, vorhanden sind. Auch aus den für ältere Damen. Das jackenkleidartig, in weicher Form gehaltene schwarze Mattkreppkleid hat zu seiner streckenden Linienführung ein gezogenes Blusenvorderteil und einen leicht glockig geschnittenen Sechsbahnenrock. Der vorn geschlungene Gürtel kommt aus den Seitennähten; der schmale Schalkragen ist den Blusenvorderteilen angeschnitten, er ist mit weißem waltsames Trocknen verursacht. Die nassen Schuhe müssen zunächst vom Schmutz befreit und dann gut mit Zeitungspapier ausgestopft und auf die Seiten gelegt werden, damit die feuchten Sohlen abtrocknen getrocknet sind, werden-Oberleder und Schuhsohlen mit geeigneten Präparaten überstrichen, damit die Schuhe möglichst wasserundurchlässig bleiben. Wildlederschuhe werden mit einer Gummioder Stahlbürste gereinigt und aufgerauht, bevor man sie überpudert. Speckige Stellen behandelt man vorher mit Sandpapier, da sie sonst den Puder nicht annehmen. Die U e b e r s ch u h e, die uns in der feuchten Jahreszeit so gute Dienste leisten, müssen auch besonders behandelt werden. Während der Sommer- Schuhspanner und läßt die der Luft trocknen. Wenn sie gut Teig: 250 g Kunsthonig, 100 g Zucker, 50 g Butter (Margarine), 1 Li, 1 gestr. Leel. gemahlener Zimt, 2 Tropfen Vr. (Detter Back-Aroma Bittermandel, 5 Tropfen Vr. (Detter Kuchengewürz-Aroma, 1 Lßl. Wasser, 500 g Weizenmehl, 12 g (4 gestr. Teel.) vr. ©etter „Bacfin". Zum Bestreichen: Etwas entrahmte Frischmilch. Zum Bestreuen: Ltwas Hagelzucker. Gesprächen des Kaufmanns mit den Kunden, die bereits bedient werden, ergibt sich oft, welche Waren nicht vorrätig sind und was man statt dessen nehmen kann. Kommt man dann selbst an die Reihe, so kann man seine Wünsche klar und bestimmt vorbringen, und die Abfertigung geht noch einmal so schnell. Daß die Lebensmittelkarten immer peinlich- geordnet in einer Tasche oder Mappe bereit liegen, versteht sich von selbst, ebenso, daß wir genauestens Bescheid wissen über die Wareu und Mengen, die uns hierauf zustehen. Die Informationen holt man sich vorher zu Hause beim „Kartenstudium", anstatt vom Kaufmann lange Erklärungen und Auskünfte zu verlangen. Zum guten Einvernehmen zwischen Käufer und Verkäufer trägt auch bei, daß der Kunde immer kleinere Geldbeträge zur Hand hat oder sogar Pfennige für die stark beschäftigte Kaufmannsfrau sammelt. Der Kaufmann freut sich auch über jede Tüte und jedes Stück Zeitungspapier, das wir ihm bringen. Die Tütenwirtschaft in unserer Speisekammer ist sowieso nicht wirtschaftlich, und meistens sind ipi Haushalt zur Aufbewahrung unserer Nahrungsmittel auch besondere Gefäße vorhanden. Ein Einholenetz oder eine Tasche muß man natürlich auch immer zur Hand haben. Einmal entlasten wir den Verkäufer beim Einpacken, zum anderen wird Verpackungsmaterial gespart. Beherzigen wir diese kleinen Tips beim Einkauf, so wird der Erfolg nicht ausbleiben. Dem Kaufmann ist es sicherlich nicht zu verdenken, wenn er diejenigen Kunden besonders freundlich und bevorzugt behandelt, die ihrerseits stets darauf bedacht sind, ihm das Leben und seine Arbeit so einfach wie möglich zu machen. P. St. Ohne pflege hält der beste Schuh nicht. Jetzt im Kriege ist jeder verpflichtet, besonders die Schuhe, die nur schwer durch neue zu ersetzen finb; pfleglich zu behandeln. Nur durch richtige Pflege können -eine lange Tragdauer des Schuhwerks und die Einsparung wichtiger Rohstoffe erreicht werden. Wer es einrichten kann, sollte jeden Tag die Schuhe wechseln. Gleich nach dem Tragen, wenn der Schuh noch warm ist, wird er auf den Leisten gespannt und dadurch wieder in seine ursprüngliche Form gebracht. Daran anschließend müssen Straßenstaub und -schmutz entfernt werden, damit er nicht während des Stehens in das Oberleder eindringen und Schaden anrichten kann. Hartnäckig^ Flecken, die durch leichtes Bürsten und Abreiben nicht verschwinden, entfernt man am besten mit einem in Benzin getränkten Läppchen. (Helle Lederschuhe, die durch vieles Tragen ihre ursprüngliche Farbe eingebüßt haben, werden durch eine Ganzabreibung mit Benzin wieder wie neu.) Erst dann wird das Schuhputzmittel, das für die vielerlei Schuharten verschieden ist, aufgetragen. Wenn es gut in das Oberleder eingezogen ist — i was am besten über Nacht geschieht —, werden die L Schuhe mit einer Bürste nachgeputzt und mit einem weichen Tuch nachpoliert. Nun erst steckt man die | geputzten Schuhe i n einen Schuh beutel, die sich aus alten Strumpflängen leicht und kostenlos । Herstellen lassen, und stellt sie auf das Schuhborh, damit die Lust von allen Seiten an die Schuhe heran kann. Die Unterbringung in einem geschlossenen ! Schrank ist nicht zweckmäßig, da dann die getragenen Schuhe nicht genügend ausdünsten können. In den kalten und feuchten Tagen des Winters muß auf die Schuhvflege ganz besondere Sorgfalt verwandt werden. Alle schweren Schuhe, wie Sportschuhe, Wanderschuhe, Stiefel, Skistiefel usw., dürfen ntf im nassen Zustand stehengelassen oder zum Trocknen in die Nähe des Ofens oder der Heizung gebracht werden. Die schlimmsten Schäden, wie rissiges und sprödes Oberleder, werden durch ge- Mattkrepp belegt. Mit weißem Mattkrepp sind auch die Gürtelteile gefüttert, und auch das kleine Westenteil ist weiß. Aus dunkelbraunem Serbenkrepp ist das stärker glockig — in fünf Bahnen — geschnittene Kleid mit dem schräggezogenen Blusenteil, den dreiviertellangen Raglanärmeln und der breiten, seitlich zur großen Schleife gebundenen Schärpe. H. Kleiderpslege. Die Instandhaltung und sachgemäße Pflege der Kleidung ist heute wichtiger denn je; Sitz und gutes Aussehen kann durch sorgfältige Behandlung erhalten, die Lebensdauer der Sachen wesentlich verlängert werden. Wenn möglich, wechsele man öfter das Kleid oder den Anzug, hänge das Stück zum Lüften hinaus, oft genügt schon der Feuchtigkeitsgehalt der Luft, daß Falten und Kniffe sich aushängen. Wollene Damenkleider Und Mäntel, Dieb getragene Herrenanzüge sollen jede Woche entstaubt werden: am besten klopft man sie mit einem Am zugklopfer gut durch und bürstet mit einer weichen Bürste von oben nach unten Bahn für Bahn den losgeklopften Staub ab. Flecke sind stets sofort zu entfernen, ehe sie alt werden und sich im Gewebe estsaugen. Bei gründlicher Reinigung von durch Schnee oder Regen verdorbenen oder speckig gewordenen Sachen nimmt man Wasser und Bürste zit Hilfe. Nachdem die Kleidungsstücke entstaubt sind, entfernt man die nun gut sichtbaren Flecke mit einem der im Handel erhältlichen Fleckwasser. Dann bürstet man sie mit einer Lösung lauwarmen Was- ers, dem ein Schuß Salmiakgeist und ein Schuß Lssig zu gefügt wurde, und dämpft sie schließlich mit ehr heißem Eisen über feuchtem Tuch ab. Dabei bürstet man ab und zu den noch dampfenden Stoff leicht dem Strich nach, die Wollfasern werden so gelockert, und der Stoff erscheint wie neu. Ehe das o abgedämpfte Kleid wieder in den Schrank gehängt wird, muß es an der Luft trocknen. Sachgemäße Aufbewahrung trägt viel zum guten Aussehen der Garderobe bei. Der Reißverschluß an Röcken soll beim Aufhängen immer geschlossen^ sein, der Rock stets zu beiden Seiten des Bügels an kleinen Einschnitten oder Häkchen aufgehängt wer« den. Wird in der Mitte des Bügels noch eine Schnappklammer angebracht, so hängt der Rock tadellos glatt und kann sich nicht verziehen. Heber das helle Kleid, die zarte Spitzenbluse wird eine Hülle gezogen: ein Quadrat aus leichtem Stoff mit einem geschürzten Loch in der Mitte, durch das der Bügelhaken gezogen tpirb. Ein schräg geschnittenes Kleid wird über einem Steigbügel in Gürtelhöhe etwa gehängt, ein wollenes Strickkleid hingegen oder einen Pullover hängt man nicht auf, sondern legt sie „um die Form zu wahren" zusammengefaltet in den Schrank. Faltenbrüche sollen immer straff und fest sein, man steppt sie deshalb zum besseren Halt dicht an den Bruchrändern der Jnnenbrüche ab und bügelt öfters unter einem feuchten Tuch nach. Bei Waschstoffen, besonders bei Kunstseidenleinen und bei sehr weichen Wollstoffen, steppt man außerdem auch die Bruchkanten der Außenbrüche mit genau im Farbton passendem Faden so knapp wie möglich ab. Diese Stepplinien fallen nicht auf, und die Wirkung ist überraschend. Die häßlichen Querfalten, die sich leicht beim Sitzen an knapp anliegenden Röcken bilden und das Ausbeuteln der geraden Kosttimröcke kann man vermeiden, wenn man den Rock beim Hinsetzen an den Hüften ein wenig hochzieht. Auch sollte man beim Sitzen, bestmders im Büro, stets ein flaches Kiffen oder einen Sitzfilz unterlegen, der das Glänzendwerden des Stoffes verhindert. Verschiedenes] ■ Ä,let [2, Febre« Uhr sioD ilsdiMPotol Konzert ndkasee! monate dürfen sie nicht irgendwo verstaubt herumliegen, sonst ist man im Winter, wenn sie wieder hervorgeholt werden, von ihrem häßlichen Aussehen enttäuscht. Nach Möglichkeit soll man die Gummischuhe gleich nach dem Tragen abwaschen und mit Glyzerin oder einem anderen Gummipflegemittel einreiben. So behalten sie ihren Glanz und der in Chemie gesucht* ■ Schr-A^jfi SM SZsr Gs l'SsE Nichtiger Einkauf. Heute ist das Einkäufen für viele zu einer lang- roierigen und unerfreulichen Angelegenheit geworden. Da erwartet uns z. B. beim Metzger ein Laden voller Menschen, da gibt es immer wieder langweilige und unentschlossener Käufer, die mit ihrem Zögern die Bedienung aufhalten und eine nervöse Stimmung nicht nur bei den Wartenden, sondern auch bei dem Verkäufer Hervorrufen. Ein andermal ist es ein großer Geldschein, der nicht gewechselt werden kann, oder es fehlt an Pfennigen, und was der kleinen unliebsamen Unterbrechungen einer schnellen Abfertigung mehr sind. Gewiß, viele Schwierigkeiten, die heute mit dem täglichen Einkäufen verbunden sind, sind eben zeitbedingt und lassen sich auch mit dem besten Willen nicht aus der Welt schaffen, jedoch sie lassen sich in den meisten Fällen auf ein geringes Maß vermindern. Und in diesem Bestreben haben nun manche Hausfrauen mit dem besten Erfolg eine besondere Einkaufsmethode entwickelt, von der einige kleine Kniffe hier verraten sein sollen. Die kluge und einsichtige Hausfrau erledigt möglichst am Vormittag ihre Einkäufe, nicht nur weil es dann in den Geschäften leerer ist, sondern weil sie Rezepte. Hessischer Eintopf: 250 ©ramm Dkut- wurst, 400 Gramm Graupen, 1100 Gramm Kartoffeln, 75 Gramm Sellerie, 30 Gramm Lauch, 20 Gramm Fett, Petersilie, Majoran, Salz. — Dis Graupen im Ofen rösten bis sie leicht gelb sind, mit Wasser auffüllen und zum Kochen bringen. Die Suppengemüse (Lauch und Sellerie) beigroen, bei schwacher Hitze im Ofen langsam kochen. Nach einer Stunde die in der Schale gekochten, geschälten und in Würfel geschnittenen Kartoffeln zugeben und salzen. Die Wurst und Zwiebeln oder Lauch anbraten, an das gare Gericht geben und mit Salz, Petersilie und Majoran abschmecken. Kohlrübenfrischkostr 500 Gramm Kohlrüben, nach Möglichkeit etwas Lauch, Salz, Essig ober Zittone, Buttermilch ober Sauermilch, Senf. Die geputzten, geraspelten Kohlrüben werben mit einer aus den angegebenen Zutaten her gestellten Salattunke angemengt. Man läßt den Salat einige Zeit durchziehen. • Kartoffelwickel: 2 Kilogramm Kartoffeln, 250. Gramm Mehl, 50 Gramm Semmelmehl, 50 Gramm Fett, Salz, Kartoffeln kochen, abziehen und quetschen. Erkaltet mit Salz und Mehl zu einem festen Teig verkneten. Semmelmehl in Fett rösten, den fingerdick ausgerollten Teig damit bestreuen, zur Rolle aufrollen, zu etwa 8 Zentimeter langen Stücken schneiden, in eine gefettete Bratpfanne setzen und 20 Minuten in mittelheißem Ofen backen. Kartoffel st reußelkuchen : 250 Gramm gekochte geriebene Kartofefln, 400 Gramm Mehl, 200 Gramm Zucker, 60 Gramm Fett, ab geriebene Zitronenschale, 45 Gramm geriebene Nüsse, IVe Päckchen Backpulver, eine Prise Salz. — Fett und Zucker schaumig rühren, die geriebenen Kartoffeln dazugeben, schaumig schlagen, dann nach und nach das mit Backpulver vermischte Mehl dazutun und kneten. Sowie der Teig anfängt zu krümeln, hört man auf zu kneten, füllt die Masse in eine gefettete Springform, drückt die untere Schicht leicht an, läßt die obere krümelig und backt die Torte Ve Stunde. Erkaltet schneidet man den Stteußelkuchen auf und füllt ihn mit Marmelade oder einer Vanillecreme und bestreut ihn mit Vanillezucker.__________ Dringt Fenchel auf den Tisch! Es ist immer gut, wenn wir Hausfrauen etwas Neues auf dem Gebiete der Kochkunst erfahren; dadurch kommen wir in die angenehme Lage, unseren Speisezettel zu bereichern und Lebensrnittel in Anwendung zu bringen, die gerade greifbar sind. So geht es uns zum Beispiel mit dem Fenchel. Er liegt als dicke weißliche Knolle mit zarten, vielverzweig- ten hellgrünen Spitzen im Gemüseladen und wartet darauf, daß wir ihn kaufen. Eine Erleichterung für die Hausfrau, die in der vitaminarmen Zeit ihrer Familie so viele Schutz- und Wirkstoffe bieten möchte wie nur irgend möglich. Nur fragt es sich, wie man Fenchel zubereitet. Hier einige Anleitungen: Es muß zunächst gesagt werden, daß das Hellgrüne der Fenchelknolle, die dillähnliche Spitze, nicht mitgekocht werden soll. Man entfernt das Grün, wäscht die Knollen, in deren Windungen sich der Sand festgesetzt hat, gründlich und kocht sie in Salzwasser gar.. Sodann schneidet man sie in nicht zu dünne Scheiben. Damit ist das eigentliche Fenchelgemüse fertig. Man braucht nur noch eine passende Tunke Zuzubereiten, um ein fertiges Gericht zu erhalten. Die bekannte holländische Tunke, die wir zu Spargel- und Blumenkohlgemüse reichen, paßt auch zum Fenchel. Ebenso ist eine Tomatentunke hierfür nicht zu verachten. Am besten aber mundet als Ergänzung die pikante Kräutertunke. Man stellt sie folgendennaßen her: Alles Suppengrün schneidet man klein, brät es in ein wenig Fett goldgelb. Alsdann gießt htan Wasser zu und läßt alles garbünften. Mit einer Mehlschwitze, die man durch Beigabe von Brühwürfeln, gekörnter Brühe oder auch Suppenwürze besonders kräftig abge« schmeckt hat, macht man die Kräutertunke sämig. Ganz zuletzt fügt man nach Geschmack einige Tropfen Essig bei. Man übergießt die fertigen Scheiben, läßt das Gemüse aber dann noch mindestens eine halbe Stunde am warmen Ofenplatz ziehen. Man kann Kartoffeln als Beigabe reichen, doch schmeckt dieses Gemüse, umgeben von einew Graupenrand, bedeutend besser. , Auch zum Eintopf eignet sich Fenchel. Man kann ihn statt Möhren, Weiß- oder Wirsingkohl einsetzen. Köstlich schmecken gebackene Fenchelfcheiben. Dazu wälzt man die gekochten und in Scheiben geschnittenen Knollen in Mehl ober geriebener Semmel und bäckt sie im Ofen langsam braun. Kartoffelsalat ist eine wohlschmeckende Ergänzung dazu. Um Fenchelsalat herzustellen, kocht man die Knollen in leichtem Essigwasser gar und übergießt sie mit einer pikanten Salattunke, die je nach Geschmack sauer oder süßsauer abgeschmeckt werden kann. Vor dem Anrichten läßt man den Salat mindestens eine Stunde lang ziehen. 750 g Fenchel, Salz, Zitronensaft ober Essig, etwas Del ober Milch, gehacktes Fenchelgrün. Der vorbereitete Fenchel wirb gewaschen und in nicht zu dünne Scheiben geschnitten. In wenig Wasser kocht man ihn mit etwas Salz etwa fünf Minuten. Mit den übrigen Zutaten macht man den Salat an. /Tz/z* das dfeldpastpäckchen backen wir // rz)/* LLMz! 1 £b Honig, Zucker und Zett werden zerlasien und in eine Schüsse! gegeben, wenn die Masse fast erkaltet •ist, rührt man nacheinander öas Li. die Gewürze, das wasser und */8 des mit „Lackin" gemischten und gesiebten Mehls hinzu. Den Rest des Mehls schüttet man auf ein Badbrett (Tischplatte), gibt darauf den Teigbrei, bedeckt ihn mit Mehl und verknetet ihn zu einem glatten Teig.Sollte der Teig kleben, gibt man noch etwas Mehl hinzu. Man macht daumendicke Rollen daraus, schneidet sie in gleichmäßige Stücke, formt diese zu gut kirschgroßen Kugeln und drückt sie etwas platt. Sie werden auf der Oberfläche mit Milch bestrichen, in hagelzuder gedrückt*) und auf ein gefettetes Backblech gelegt ♦) Stattdessen kann man auch die Pflastersteine sofort nach dem Baden mit einem dickflüssigen Guß aus 125 g gesiebtem Puderzucker und 2-3 Eßlöffel heißem wasser bestreichen. Ruch beide Derziexungsarten je zur hälfte wirken sehr nett. Badzeit: Etwa 10 Minuten bei starker Hitze. (Unter Umständen die Hitze während des Badens schwächer nnstellen.) Gebädgewicht: Etwa 825 g. Bitte ausuchneiaen! Was follen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Lü. Be- Die GieuererkSärung für 1941 die erhoffte neue Schöpferkraft, nur unheilbarer Zwiespalt; den Seinen verloren, von den Menschen verfolgt, den Geistern fluchend, denen er nie angehören wird, findet Heinrich auf Rautendeleins Wiese endlich Tod und Erlösung von dem Schreckbilde seiner Kinder mit dem Tranenkrüglein der Mutter: sie hat sich, verlassen und verzweifelt, in den See gestürzt, aus dessen, Tiefe, von ihren Händen angerührt, mahnend und klagend die versunkene Glocke herauftönt. — verdunkelungszeil: 12. Februar von 19.28 bis 8.14 Uhr. G. A-Sport. SportabsagenfürdennächstenGonntag Im Sportgau Hessen-Nassau sind alle für den kommenden Sonntag, 15. Februar, vorgesehenen Fuhball-Punktespiele der Gauklasse abgesagt worden. Auch im Handball und Hockey kann am kommenden Sonntag noch nicht gespielt werden. schnell gezahlt und das Lokal gewechselt... Ausstattungsvechilfe der Hausqehilfinnen. Der Reichsarbeitsminister hat sich in einem Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittags geschlossen. Yvühlich wjzoIq Aus der Siadi Gießen. Oer Dritte Herr >cicr. Das Lokal ist voller Menschen. Die Kellner eilen geschäftig von Tisch zu Tisch. Die Gäste spielen Skat, lesen oder — so sie in Begleitung ihrer besseren Hälfte sind — möchten es gern tun. Dieses friedliche Bild verändert sich jäh, als ein Kellner ruft: „Herr Meier wird am Fernsprecher verlangt!" Augenblicklich ist alles still. Der Eichelbube schwebt hoch in der Luft, ein Bissen saure Gurke bleibt im Halse stecken .. Alle Köpfe wenden sich dem Kellner zu. „Wer wird verlangt? „Herr Meier, bitte zum Apparat!" Die Kopfe wenden sich wieder Skatkarten, Illustrierten und Biergläsern zu. Die saure Gurke nimmt ihren Weg, und Herz ist Trumpf. Bon drei Tischen aber erheben sich drei Herren und steuern auf die Zelle zu. „Ach — auch Meier?" — „Jawohl, gestatten: Meier." — „Wenn die Herren nichts dagegen hätten — auch Meier. Meier mit e — i." „Lustig. Bitte nach Ihnen!" — „O nein. Sie waren doch wohl vor mir ..." — „Aber nein, bitte sehr, Sie sind doch wohl der Aeltere?!" In der Zelle rasselt ununterbrochen der Apparat. Die drei Meier zucken zusammen. Pann betritt ein Meier die Zelle. Er nimmt den Hörer, hält ihn ans sätze und Anmerkungen geben, die den steuerlichen Erfordernissen gerecht werden. ' Weiter möchten wir noch Hinweisen auf die Möglichkeit der erhöhten Absetzungen für Abnutzung. Es ist bekanntlich nicht zugelassen, für Ersatzbeschaffungen oder für unterlassene Reparaturen Rückstellungen oder steuerfreie Rücklagen zu bilden. Dagegen ist es gestattet, für die stärkere Abnutzung während der Kriegszeit (z. B. bei Maschinen, Geräten usw.) eine erhöhte Absetzung für Abnutzung zu beanspruchen, also statt 10 v. H. beispielsweise 15 oder 20 v. H. des Anschaffungswertes abzuschreiben. Diese erhöhte Absetzung ftinn auch für Gebäude und bauliche Anlagen in Anspruch genommen werden, so daß hier die üblichen Abschreibungssätze, die etwa bei 0,75 bis 1 v. H des Gebäudewertes liegen, beispielsweise um Vx oder % v. H. höher beantragt werden können. Gerade bet Häusern ist die Abschreibungsmöglichkeit sehr unterschiedlich, je nach der Lage des Hauses in Stadt oder Land, und je nachdem ob es sich um Häuser handelt, die nur Wohnzwecken oder auch Gewerbe- ,zwecken dienen: und auch da ist es wieder sehr verschieden, ob es sich um ein Gewerbe handelt, das eine sehr hohe Abnutzung des Hauses im Gefolge hat, z. B. eine Metzgerei, eine Autoreparaturwerkstatt usw., oder ob es sich um Gewerbebetriebe handelt, die das Haus wenig in Mitleidenschaft ziehen. Schließlich möchten wir noch Hinweisen auf die Aenderungsn bei der Einsetzung außergewöhnlicher Belastungen. Hier sind die Möglichkeiten zu Steuerermäßigungen erweitert worden, da die Mindestgrenze für Sonderbelastungen wesentlich (etwa um dO v H.) herabgesetzt wurde. Während früher häufig Steuerermäßigungen nicht gewährt werden konnten, ,meif die Sonderbelastlmasmindestgrenzs nicht erreicht wurde, kann in diesem Jahr vielleicht in einem solchen Fall die Möglichkeit einer Steuerermäßigung gegeben sein, weil die Scmderhe- lastungsmindestgrenze tiefer liegt. Allerdings ist bie Steuerermäßigung im Vergleich zu früher nicht mehr so hoch, denn früher wurde für die ©teuer- berechmmg der gesamte Betrag der außergewöhnlichen Belastung von dem Einkommen abqesetzt, während setzt nur noch der die Sonderbelastungs- mindestarenze übersteigende Betrag die entsprechende Steuerermäßigung erfährt. V. A. Briefkasten Der ^eöakiwn (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 7N. V. Aus dem von Ihnen geschilderten Verhalten des Mieters könnte man schließen, daß er die gemietete Wohnung nicht so behandelt, wie es der dem Mieter obliegenden Obhutspflicht entspricht. Sie können deshalb für den eingetretenen oder noch ein- tretenben Schaden Schadensersatz verlangen. Dabei müssen Sie aber dest Nachweis führen, daß der Mieter sich vorsätzlich oder fahrlässig verhalten hat. Evtl, können Sie noch bei Wiederholungen Miet- aufhebungsklage mit Erfolg erheben. Verehrte Liebe Fi 6s ist sehr sch Lenken, von bei ter zeugen, ole i mir die schre Gelten, dem ar um vpser gefol Ionen Deutsche' leere, bie immer «er Mann sein aber der I «ersetzbar' W deutsche Mensche Pe krbe, sondern vergeßliche K ferner trifft. < Todt war ch nur verstai fe M erstem spielt, sondern Mus. Die erst l-hre 1922, die htoi diesen M tir geführt, so Bffl hin zu d Wchkeit ein -m Techniker W selbst du Plenen mußte mH dem rjoblem ober P lategori “feine deu ? mehr sein r k" durch den Riebt ertöie) ß°" 'M 3* £b15 Siet I Wtwnerun« , k" r "s bentjt J’n Bolt, T ^minq & T° K"; Mule anc Sä- Sner toiebl E^hochsch $8% Btät' K'Nm i ä iert c Kl*« Ä fe S | t, unb ■SÄ* Theater der Universitätsstadt Gießen Gerhart Hauptmann: „Oie versunkene Glocke." Kampfflieger Kudolf Berthold. Ein Vorbild der Sludenlen. NSG. Die Kameradschaft VI der Studentenfüh. rung, Adolf-Hitler-Jngenieurschule Friebberg, beantragte beim Reichsstudenten-. führer, ihr den Namen „Rudolf B e r t h o l d" zu verleihen. In Anerkennung der Leistungen der Kameradschaft wurde dem Antrag stattgegeben. Die Namensverleihung fand im Rahmen einer würdigen Feierstunde mit dem Gaustudentenführer Salon, dem Direktor und der gesamten Dozentenschaft, zu der auch die Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht erschienen waren, im Ehrenraum der Schule statt. Nach kurzer Begrüßung durch Studentenführer Grub sch wandte sich der 12. 86 b?'»* kMdleben^ L Mn;' des r biriit u Saales ist Lfletbet Davor k rote Tulpen. »«Ionen züngeln L Stirnseite stet feen vor dem m Li hohem W- Ldte Sarg, gesc L Pupten des pM die 5tum fergung sowie Ohr und lauscht eine Weile, wobei er leidend die Augen zusammenkneift. Dann lächelt er befreit, spricht ein paar Worte in die Muschel und kommt heraus. „Frau Meier ist am Apparat und möchte .ihren Gatten sprechen!", sagt er und geht von bannen. Frei und unbeschwert. Zwei Meier bleiben zurück. „Bitte, nach Ihnen." — „Nein, bitte nach Ihnen!" — „Aber bitte schön, Herr Meier ..." Aus der Zelle ertönt ein ununterbrochener Wortschwall. Frau Mcier spricht bereits mit ihrem Gatten. Da rafft sich denn ein Meier auf und entert die Zelle. Vorsichtig, mit zwei Fingern nimmt er den Hörer auf und horcht einen Augenblick, wobei er leidend die Augen zusammenkneift. Dann lächelt er befreit und spricht ein paar Worte in die Muschel. / Der dritte Herr Meier sieht es. Der zweite Meier rückt seinen Schlips auf Stolz und kommt heraus. „Herr Meier, Ähre Frau Gemahlin —" Aber. der dritte Meier ist nicht mehr da. Er hab Gaustudentenführer mit ercksten Worten an die Studentendundsgruppö. Er schilderte die Aufgaben der Kameradschaften und forderte die Studenten auf, sich als Kameradschaftsstudenten auf die Führungsaufgaben vorzubereiten, die ihr kommender Berus an sie stellen wird. Der Kampfflieger Ru- . dolf Berthold sei ebenfalls Student gewesen, um aber auch mit ganzem Herzen Soldat und Kämpfer zu fein. Nicht den Fliegertod fei er gestorben, sondern in der freiwilligen Fortsetzung des Kampfes um das Reich nach dem Weltkriege habe er fein Leben gelaßen. Diesem Vorbild solle nun die Kameradschaft nach leb en. Nachdem der Gaustudentenführer dem Kameradschaftsführer die Namensverleihungsurkunde überreicht hatte, verlas dieser die „Gesetze des deutschen Studenten", auf die sich jeder Kameradschaftsstudent verpflichtet, deren letztes lautet: „Sei Kamerad, fei ritterlich und bescheiden? In Deinem persönlichen Leben sei Vorbild? An Deinem Umgang mit Men- chen erkennt man das Maß Deiner sittlichen Reise^ Sei eins im Denken und Handeln? Lebe dem Führer nach!" Todessturz in 20 Meter Tiefe. Lpd. Wetzlar, 10. Februar. Im Kolkbruch Niedergirmes wollte der Anschläger Heinrich Sommer aus Hermannstein einen beladenen Förderwagen auf den Förderkorb transportieren und übersah dabei, daß der Korb noch nicht angefahren war. Er stürzte mit dem Förderwagen von der Bruchsohle etwa 20 Meter tief ein den Schacht und war sofort t o t Ein eigenartiger Unfall. Lpd. .Mainz, 10. Februar. Nahe der Kaiserbrücke stieg ein Mann an der Haltestelle aus der Straßenbahn, blieb aber mit seinem Mantel in der Tür, die der Schaffner wieder geschlossen hatte, hängen. Der Fahrgast, der auf dem Trittbrett stehen bleiben mußte, versuchte sich vergebens dem Wagenführer bemerkbar zu machen. Schließlich - wurde er von einem entgegenkommenden Pferdefuhrwerk gestreift und so schwer verletzt, daß er in das Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Gilvesterfeier mit Kriegsgefangenen. Die Menge der in den fünf Akten zusammenge- ; tragenen Motive, Symbolismen und Anspielungen i ausschöpfend zu bewältigen, fällt schon bei einer । aufmerksamen Lektüre nicht leicht und ist von einer : Vorstellung kaum zu verlatzgen. Die von Ober- ' spielleiter Mund besorgte Inszenierung ließ eine I gründliche Vorbereitung und Durcharbeitung erkennen und wär vom Akusttschen wie vom Bildhaften . her um eine bühnengerechte Verlebendigung des poetischen Gehaltes bemüht. (Die — auch rein tech- . nischen — Anforderungen des Märchenspieles sind nicht gering.) Gestrichen waren, soweit wir hören konnten, sehr mit Recht nur die Szene der Holzgeisterchen und die der Zwerge zu "Anfang des vierten Aktes. Recht angemessen und erfreulich zurückhaltend wirkte die sparsam auf wenige akzentuierende Akkorde beschränkte Bühnenmusik von Earl Willy Hahn. Sehr schöbe, stimmunggebende Bilder aus Herrn Löfflers Hand; besonders die Berg- und Waldszenerie des ersten und letzten Bildes vermittelte, wie uns schien, eine glückliche Vorstellung der hier von Hauptmann beschworenen Welt. * Am stärksten und geschlossensten kamen im Gesamtbilde, von kräftigen dramatischen Energien bewegt, der dritte und der vierte Akt heraus. Hier lagen auch die eindrucksvollsten Partien der Glocken-^ gießer-Rolle: ihn spielte Herr K ö ch l i n g , der die beträchtliche Aufgabe mit sympathischer Sicherheit bewältigte: zwar sieht man 7)en Heinrich meist als einen Mann von reiferen Jahren aber das jugendlich Trotzige, stürmisch und überschwänglich Aufbegehrende ,gab der Verkörperung eine gewisse persönliche Note. — Käte Jaenicke war das Rautendelein: auch was mit dieser Rolle von der Schauspielerin verlangt wird, ist erst nach der Lektüre abzuschützen: die unbefangen heitere Kindlichkeit eines Naturwefens, wie sie hier die ersten Akte beherrscht, entsprach der herkömmlichen Auffassung ebenso wie der hohe dünne Klageton der Erscheinung im Schlußbilde. * Das ungebrochen '^lementarische Wesen in dieser Sphäre des Spieles schien uns am eindringlichsten Herr Funke zu verkörpern, der den Maldschrat gab: als einen haarigen, lärmend beweglichen, geschwänzten Faun, primitiv, boshaft und lüstern, eine Erinnerung an Böcklins romantisch-heidnische Phantasie^. Herr Zeppenfeld war eip vortrefflicher Nickelmann, Kühle und Feuchte ausströmend, eine halb unheimliche, halb melancholische Stimme aus der unteren Welt. Hella Henzky fand sich geschickt mit der in mehrfacher, vor allem sprachlicher Hinsicht schwierigen Rolle der alten Wittichen zurecht. Sehr gut war Herr Fischer als Pfarrer, kraftvoll, besonnen -und gläubjg. Mit schönen/, überzeugendem Gefühl gestallte Luise Prasser die Szenen der Magda. — Auch alle übrigen standen wohlverteilt an ihrem Platz. — Die Hörer dankten zuletzt mit ausdauerndem Beifall. ' Hans Thyriot. Lpd Frankfurt a. M., 11. Febr. Das Sonder- gericht Frankfurt verhandelte am Mittwoch den bis- -er schwersten Fall verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen. Die Ehefrauen Lina Lang- jeter und Luise Läufer, beide aus Bad Homburg, wurden zu je 6 Jahren Zuchthaus und 6 Jahren Ehrverlust verurteilt. Ein schamloses Treiben, wie es wohl einzig bleiben dürfte, legten die beiden Angeklagten an den Tag, deren Männer an der Front stehen. Beide Angeklagten sind 33 Jahre alt, die Lanapeter, die seit 1927 verheiratet ist, ist kinderlos, die Läufer hak vier Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren. In der Nähe der Wohnung der Angefchuldigten arbeiteten französische Kriegsgefangene. Ende-September knüpfte die Langpeter Beziehungen zu einem der Gefangenen an, woraus ein regelrechtes Verhältnis wurde. Bei jeder Gelegenheit kam man zusammen. Ein anderer Kriegsgefangener hatte Grüße an dis Freundin der Langpeter, die Läufer bestellt, llnd auch diese scheute sich nicht, intim mit einem Gefangenen zu werden. Die Frauen gaben den Gefangenen, um ungestörter mit ihnen zusammenkommen zu können, Zivilkleider ihrer Männer. Den Höhepunkt der Schändlichkeit bildete eine Zusammenkunft in der Silvesternacht in der Wohnung der Langpeter, wo gegessen, getanzt und • musiziert wurde, nachdem tags zuvor die eine Angeklagte mit einem der Gefangenen Kuchen gebacken hatte. An der Neujahrsfeier nahm auch ein dritter französischer Kriegsgefangener teil, denn man hatte noch eine Verwandte eingeladen, deren Mann im vergangenen August gefallen war. Auch diese Frau machte sich strafbar, doch wurde ihr Verhalten nicht als ein besonders schwerer Fall angesehen. Diese Angeklagte kam mit 6 Monaten G e f ä ngnis davon. Das Gericht erkannte gegen die beiden Hauptschuldigen auf die obigen Strafen gemäß dem Antrag des Staatsanwalts, der in feinen Ausführungen betont hatte, daß die Angeklagten in Kenntnis ihrer Strafbarkeit handelten, weil sich zuvor em anderer Fall in Homburg ereignete, der zu schwerer Bestrafung einer Frau geführt hatte. Bewußter noch als im „Hannele" und in der späteren „Pippa" — zu beiden Stücken lassen sich von der „Glocke" her Beziehungen und Verbindungslinien aufweisen — hat sich Hauptmann in feinem deutschen Märchendrama von der Erde gelöst und die schlesische Berg- und Wälderheimat mit Naturwesen und Elementargeistern 'bevölkert, die auch außerhalb etwa einer Fiebertraum-Vision ihre theatralische Existenz behaupten und als selbständige Spieler und Gegenspieler den gewöhnlichen Sterblichen gegenübertreten. Es erweist sich indessen, wie auf einer ganz anderen Ebene in Eschmanns „Ariadne", daß die menschliche und die außer- menschliche Sphäre im innersten Wesen unvereinbar sind, und daß aus ihrer Berührung und Ueber-- schnei'dung kein Segen kommt. * So bringt der boshafte, bocksfüßige Waldfchrat den Wagen zu Fall,, der die vom Meister Heinrich für eine Bergkirche gegossene Glocke zum Bau führen soll: der Wagen bricht, die Glocke stürzt in den Bergsee, der Meister selbst, verzweifelt nachfprin- gend, findet sich auf einer abgelegenen Wiese bei Rautendelein wieder. In der anfänglich als Beglückung empfundenen Begegnung zwischen menschlichem und elbischem Wesen liegt der Keim eines unlösbaren Konfliktes und eines schmerzlichen Endes: es gibt keine Liebe, keine dauernde Gemeinschaft, zwischen beiden, auch erwächst dem Meister auo Rautendeleins Nähe weder neue Jugend noch Wie in den früheren Jahren, so sind auch in diesem Jahre bis zum 28. Februar die Steuererklärungen bei den Finanzämtern abzugeben, und zwar für die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer und die Gewerbesteuer. Für die überwiegende Zahl der Volksgenossen kommt ja nur die Einkommensteuer in Frage. Es erübrigt sich, für die Ausfüllung der Einkomnunsteuererklärung langatmige Ausführungen zu machen. Stattbesftn nur einen Rat: Vor der Ausfüllung der Erklärung genau die beigefügte Anleitung lesen! Diese Anleitungen sind heute in so volkstümlichem Wortlaut abgefaßt und sind so umfassend, daß tatsächlich jeder Volksgenosse zu einer richtigen Abgabe der Steuererklärung fähig ist, wenn er diese Anleitung genau durchliest. Die Anleitung soll man auch bei den eigenen Steuerakten aufbewahren, damit man bei einer evtl. Rückfrage Auskunft.darüber geben kann, warum eine Position der Steuererklärung in der abgegebenen Form beantwortet wurde. Wir können uns hier auf wenige Einzelheiten beschränken, auf die hinzuweisen noch notwendig ist: So in erster Linie ein Hinweis auf die Linderung, daß solche Einkünfte einer Ehefrau, die sie aus nichtselbständiger Arbeit in einem dem Ehemann fremden (also.nicht im Besitz des Ehemanns befindlichen) Betriebe bezieht, für die Zufammen- vercmlagung ausscheidet: d. h. der Ehemann veranlagt in diesem Falle seine eigenen und die eben- genannten Einkünfte der Ehefrau nicht mehr zusammen, sondern trennt sie. Der Grund ist, weil hier steuerliche Vergünstigungen durch die getrennte Veranlagung gewährt werden, um einen möglichst großen Anreiz zu schaffen, daß sich auch Ehefrauen, soweit ihnen das irgend möglich ist, in Handel, Handwerk und Industrie betätigen. Für Handwerker hat diese Bestimmung im allgemeinen keine Bedeutung, da oft die Mitarbeit der Ehefrau km Betrieb des Ehemannes erfolgt oder die Frau einen selbständigen Handwerksbetrieb besitzt. Ferner ist wichtig zu wissen, daß auf Grund des § 18 Abs. 2 der Einkommensteuerdurchführungsverordnung von 1941 diejenigen Steuerpflichtigen, die Bücher führen und regelmäßig Abschlüsse machen, ihrer Einkommensteuererklärung bzw. Gewinn- und Gewerbesteuererklärung eine Abschrift der Vermögensübersicht (Bilanz) beifügen müssen, die auf dem Zahlenwerk der Buchführung beruhen muß. Wer doppelte Buchführung hat, muß außerdem eine Hauptabschlußübersicht auf vorgeschriebenem amtlichem Muster beifügen. Das ist eine Verschärfung der bisherigen Vorschriften. Entscheidend ist, ob eine doppelte Buchführung vorhanden ist, nicht ob eine Verpflichtung hierzu besteht. Da die Abschlußbilanz nicht immer den steuerlichen Vorschriften entspricht, so kann der Steuerpflichtige außer den obengenannten Vermögensübersichten eine besondere Steuerbilanz seiner Steuererklärung beifügen,- die durch den Zusatz „für steuerliche Zwecke" gekennzeichnet fein soll, oder er kann feiner Bilanz Zu- scheid, der im neuesten Reichsarbeitsblatt Nr. 4, Teil I, Seite 42 veröffentlicht worden ist, damit einverstanden erklärt, daß zur Vermeidung von unbilligen Härten für Töchter aus kinderreichen Familien, deren Mitarbeit im elterlichen Haushalt unbedingt erforderlich war, das Arbeitsamt diese Be- fcbäftigungs- und Lehrzeiten im elterlichen Haushalt auch noch nachträglich anerkennen und bestätigen kann, wenn es sich um eine Zeit zwischen dem 1 Januar 1939 und dem 10. Juli 1941 handelt. Maßgebend für die Entscheidung, ob die Notwendigkeit der Beschäftigung im Elternhaufe anerkannt und die Tätigkeit damit.auf die Anwartschaft für die Ausstattungsbeihilfe' angerechnet werden kann, ist die Tatsache, daß die Beschäftigung arbeitseinsatzmäßig erforderlich erscheint. Die Notwendigkeit ist insbesondere dann anzuerkennen, wenn durch die Beschäftigung die Einstellung einer fremden Hilfskraft ^entbehrlich wurde. Anderseits ist nicht mit der Anerkennung zu rechnen, wenn fest- gestellt wird, daß die Beschäftigung nicht unbedingt nötig war und das Mädchen dadurch einem anderweitigen Arbeitseinsatz verlorenging. Ebenso wie die Tätigkeit im elterlichen Haushalt ist die einer weiblichen mithelfenden Familienangehörigen in der elterlichen Landwirtschaft guf die Anwartschaft anrechnungsfähig, sofern diese neben der Beschäftigung mit landwirtschaftlichen Arbeiten auch in der Haushaltung oder bei der Kinderbetreuung tätig war. * NSG. Letzter Termin! Der Gauobmayn der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter Eck, hat sich im Dezember mit einem Preisausschreiben an alle Schaffenden des Rhein-Main-Gebietes aewandt. In ihm hat er Preise in Höhe von 1500 RM. für die besten Erlebnisberichte ausgeschrieben, die im Zusammenhang mit der Deutschen Arbeitsfront stehen. Einsendungen für Mefeg Preisausschreiben, die an die Pressestelle be? Gauwaltung der DAF. zu richten sind, müssest bis zum 15. Februar zur Post gegeben sein. Landkreis Gießen A Watzenborn-Steinberg, 11. Februar. Dieser Tage hielt der>F C. „Teutonia" in seinem Vereinslokal seine diesjährige Jahreshauptversammlung unter Leitung des Vereinsftihrers Harnisch ab. Geschäftsführer Albert P i tz erstattete den Bericht für das verflossene GesHäfls- jahr. Zu Beginn gedachte er der im vergangenen Jahre gefallenen Mitglieder, bann kam er auf die vorjährige Meisterschaftsserie zu sprechen, bie in diesem Geschäftsjahr ihren Abschluß fanb und bie 1. Mannschaft der „Teutonen" hinter bem Sportverein 05 Wetzlar an zweiter Stelle sah. Weiter erwähnte er bas 15jährige Bestehen des Vereins im vergangenen Jahr, wobei die 1 Mannschaft des dreifachen Gaumeisters „Kickers" Offenbach als Gast in Watzenborn-Steinberg weilte Gesellschaftsspiele konnten im vergangenen Jahr nur wenige durchgeführt werden In der diesjährigen Serie, bei der bie Vorrunde beendet ist, nimmt die 1. Mannschaft der Watzenborn-Steinberger noch einen achtbaren Platz in der, Spitzengruppe ein. Anschließend dankte Geschäftsführer Pitz den älteren Snie- lern, bie sich im abgelaufenen Jahr stets zur Verfügung stellten, damit der Spielbetrieb der aktiven Mannschaft aufrecht erhalten werden konnte, und ermahnte diese, auch in Zukunft gleiches zu tun Dann erstattete Rechner Karl Schneider den Kassenbericht, der als recht günstig bezeichnet werden konnte. Nachdem die Versammlung dem Vorstand Entlastung erteilt hatte, berief Vereinsführer Harnisch als neuen Kassenleiter Karl -Feller. Für den Jugendleiter Fischer wurde L. B u ß als Jugendleiter bestellt, sodaß sich der Vorstand nun wie folgt zusammensetzt: Heinrich Harnisch, Vereinsfuhrer: Albert Pitz, Geschäfts- und stellvertretender Bereinsführer: Karl Feller, Kaffenleiter: Ludwig Buß, Iugenbleiter; Otto.Fett,Mannschaftsführer und Sniftausschußobmgnn. Abschließend rich tete Vereinsführer Harnisch einen Appell an die Mitglieder, fest wie seither zum Verein zu stehen, und schloß die Versammlung in üblicher Weise. Nach dem schweren, sehr spät berichtigten Mißerfolge der ersten Aufführung des „Florian Geyer" (1896) schrieb Hauptmann „Die versunkene Glocke", die gewiß nicht zu den dichterischsten, aber unzweifelhaft zu den volkstümlichsten'* und meist- gespielten seiner zahlreichen Dramen gehört. Noch entschiedener als in „Hanneles Himmelfahrt", wo bereits die schroffe Gegenüberstellung von Realismus und Romantik, das Jneinanderspielen der Elendswelt des schlesischen Armenhauses und eines überirdisch zarten Märchentraumes Ueberraschunq und Befremden hervorgerufen hatten, wendet sich der Dichter hier, enttäuscht von der offenkundigen Niederlage eines geliebten Werkes, vom Naturalismus zur Illusion, in eine Phantasie- und Gedankenwelt: das kündet sich unüberhörbar schon in der äußeren Form an, im Uebergang von der Prosa zum Vers, dem sich, wunderlich genug, selbst die verhältnismäßig geringen Aeußerungen einer heimatlich-irdischen Welt in den nicht immer klaren schlesischen Kernsprüchen der alten Wittichen einfügen mußten. , * Es ist nicht ganz einfach, den Fabel-Gehalt der fünf Akte über die von Hauptmann gewählte Be- ,Zeichnung „Deutsches Märchendrama" hinaus zu präzisieren; daß es zugleich, ein auch von ihm wiederholt aufgegriffenes, beliebtes Motiv anschla- gend, als Künstler-Drama gedacht war, dem persönliche Züge nicht fehlen, ist offenkundig: dem Künstler-Motiv verbindet sich jenes unerschöpfliche andere vom Mann zwischen zwei Frauen, in denen wiederum sich zwei einander feindliche Welten versinnbildlichen, die bürgerliche und die romantische, Die irdische und bie naturgeisterhafte. Daß bei ber Konzeption ber „Versunkenen Glocke" im übrigen neben sehr persönlichen Stimmungen eine ganze Reihe frember Einflüsse unb Erinnerungen nachwirkten — Shakespeare und Ibsen, Böcklin unb Nietzsche. Christliches unb Heidnisches, Sagen-, Märchen- und Volkslied-Motive —, ist schon früh bemerkt und festgestellt worden.