Montag, 12. Januar M2 Eichener Anzeiger Annahme von Anreisen für bte Mittaasnummer bis 8*/a Uhr desVormittags Anreisen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüsseMengenstaffelR Plabvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr 1-2. Jahrgang Nr.y Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich... 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Stück Unterjacken. Pullover und EfolP westen. Paar Strümpfe und Socken. Paar Pelzstiefel und Ueberschuhe. Paar Skistiefel, Par Ski, Stück Kopfschüher, , wagen richteten. Die Angriffe brachen teilweise bereits im deutschen Abwehrfeuer zusammen. Einzelne feindliche Gruppen, die sich unter schweren Verlusten bis in Ortsnäche vorgearbeitet hatten, wurden im Gegenstoß zurückgeschlagen. — Im gleichen Abschnitt war es bolschewistischen Kräften in der voraufge- gangenen Nacht gelungen, in die deutschen Linien einzudringen. Die feindlichen Kampfgruppen in Starke von etwa 200 Mann wurden am Morgen 50 Japaner und 15 Deutsche wurden durch ein Landungskorps der japanischen Marine auf der Insel Masbate besreit. Die Befreiten waren won interniert worden. — Die zwischen Luzon und Minden USA.-Behörden bei Ausbruch des Krieges danao gelegene Insel ist 3418 qkm groß und zeichnet sich'durch besondere Fruchtbarkeit aus. dabei keine Verluste ein. ' Nachdem sich die Kampftätigkeit im Laufe des 8.1. imSüdteilder Ostfront auf eine rege Späh- und Stoßtrupptätigkeit beschränkt hatte, unternahmen die Bolschewisten in der Nacht zum 9.1. aus zwei Regimentsabschnitten heraus Angriffe gegen die deutschen Stellungen. Dabei kam es zu erbitterten Nahkämpfen, die dem Feind viele Tote und Verwundete kosteten. Weiter nörd- M a d r l d. 12. Januar. (DNB. Funkspruch.) Wie Reuter meldet, landeten japanische Truppen auf der Insel laratan vor der Nordostküste Nie- derländifch-Borneos und an drei Stellen im Gebiet von Minahafsa in Nord-Celebes. Ein amtlicher Bericht aus Batavia meldet hierzu: „Wahrend der Nacht zum 11. Januar griff der Feind die Insel Tarakan an. Die Japaner landeten während der Nacht Truppen. Gleichzeitig landete der Feind einige Truppenverbände in Minahafsa." Fallschirmspringer, so heißt es weiter, seien abgesprungen. Die Garnisonen hätten heftigen Widerstand geleistet, nach einem bestimmten Plan seien zahlreiche Anlagen zerstört worden. Die japanische Tätigkeit erstrecke sich über verschiedene Stellen in den äußeren Provinzen. Die Halbinsel M i n a h a s s a bildet den nordöstlichen Zipfel der Insel Eelebes, die als drittgrößte Sunda-Jnfel 188 240 qkm mit über 3,5 Millionen Einwohnern umfaßt. Die Insel wurde im Jahre 1512 von den Portugiesen entdeckt, an deren Stelle im 17. Jahrhundert die Niederländer traten. Neben Makassar im Süden der Insel ist die Stadt M e n a d o der bedeutendste Hafenplah. Menado auf der Halbinsel Minahafsa, wo die Japaner jetzt gelandet sind, ist die Hauptstadt der Residentschaft Menado, die 98 301 qkm mit rund einer Million Einwohnern umfaßt. Die Stadt ist hauptausfuhr- bafen für Kopra, Kaffee, Zucker, Tabak, Baumwolle und Gold. — Die Insel laratan ift ein wichtiges Oetjentrum. Oer Fall Kuala Lumpurs. Tokio, 11. Januar. (Europapreß.) Domei meldet, die Briten hätten am Samstag ihre Vertei- dig'ungsstellen im Gebiet von Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Selangor, aufgegeben und den japanischen Einheiten den ungehinderten Einzug m das Stadtgebiet ermöglicht. Dem Fall von Kuala Lumpur ist die Eroberung eines wichtl- und arbeiten. Noch ehe aus der Heimat eine Anregung gegeben werden konnte, waren bereits Sammlungen abgeschlossen, die zum Teil gerade ein überwätigendes Ergebnis gezeitigt haben. Aus der Fülle der Meldungen seien hier nur die wichtigsten verzeichnet: • Die Landesgruppe der Auslandsorganisation in Belgien meldet ein Sammelergebnis von 20 931 Stücken, darunter 7800 Paar Socken und Strümpfe, 2600 Wollwesten und Pullover, 1600 Kopfschützer und 1150 Paar Wollhandschuhe, 1945 Schals und 980 Paar gefütterte Lederhandschuhe. Die Ortsgruppe Belgrad der Auslandsorganisation sammelte bei einer Kopfzahl von nur 900 Reichsdeutschen der dortigen Kolonie insgesamt 9113 Stücke. Don der Landesgruppe Dänemark gingen 7135 Stucke ein. Der Kreis der AO. m der Slowakei, wo unsere Volksgenossen fast ausnahmslos in wirtschaftlich sehr engen Verhältnissen leben, hat mit 8973 Stücken ebenfalls ein ausgezeichnetes Sammelergebnis. Die Landesgruppe Bulgarien sammelte 5415 Stück. Die Landesgruppe Ungarn meldet 5077 Stück. Die Kreisleitung der AO. in Finnland, die seit Beginn des Ostfeldzuges in der Betreuung unserer Soldaten schon hervorragendes geleistet hat, meldete 1862 Stück. Vom Kreis Kroatien ging eine Meldung von 4064 Stücken ein. Das Sammeleraebnis der Landesgruppe Frankreich weist 3396 auf. Der Landes- kveis N o r'w egen meldet 1151 Stück. Die Landesgruppe der AO. in Po r t ug a l brachte 882 Stücke zusammen. Als vorläufiges Gesamtergebnis der auslandsdeutschen Gruppen in Europa können wir 69 202 Stück verzeichnen. Wieder einmal hat das Auslandsdeutschtum den Beweis erbracht, daß es die Sorgen des deutschen Volkes zu seinen eigenen macht. 3 854 064 Paar Handschuhe, 6 818 350 Paar Pulswärmer, 1499 629 Paar Knieschützer, 2 451 545 Paar Ohrenschüher, 6 362 923 Stück Kleidungsstücke verschiedener Art, 1483115 Stück Wall- und Pelzdecken. Der Reichsmarschall GroßdeUtschlands Hermann Göring, begeht am 12. Januar seinen 49. Ge- bürtstag. — (Scherl-Bilderdienst sRöhrj.) Houfholtl Die atzt diese Ad mg schon teil sie weiß, *>• iranfol hol,6* 3056 Waggons mit Wall- und Wintersachen für die Front konnten in Marsch gesetzt werden oder bereits zur Ausstattung zahlreicher Truppenteile benutzt werden. Damit hat das deutsche Volk erneut unter Beweis gestellt, daß Front und Heimat unlösbar verbunden find und der eine für den anderen mit all feinen Kräften einzustehen bereit ist. Das deutsche Volk hat den Sah wahrgemacht, mit dem der Führer am 20. Dezember seinen Aufruf für die Sammlung von Pelz-, Woll- und Winterfachen für die Front schloß: „Der Soldat der Ostfront aber wird auch daraus ersehen, daß die deutsche Volksgemeinschaft, für die er kämpft, im nationalsozialistischen Deutschland kein leerer Begriff ift.** Im Auftrage des Führers läßt Reichsminister Dr. Goebbels allen Spendern und Helfern Dank und Anerkennung zum Ausdrück bringen. Das deutsche Volk in der Heimat hat wieder einmal gezeigt, daß es stets bemüht ist, sich durch seine Leistungen der Front würdig zu erweisen. Auch die Ausländsdeutschen. Berlin, 11.Januar. (DNB.) Kaum war im Reich der Aufruf zur Wollsammlung für unsere Soldaten an der Ostfront bekannt geworden, hatten sich auch schon die Ausländsdeutschen in den Gruppen der Auslandsorganisationen dem Appell des Führers angeschlossen. Die Größe des Ergebnisses dieser begeisterten Sammeltätigkeit in aller Welt ist ein eindrucksvolles Zeugnis für die Haltung der Deutschen im Ausland, die den Lebenskampf der Heimat auch als ihr Schicksal empfinden und an ihrem Platze für den Sieg schaffen vom Sonntag. DNB. Aus dem Führerhauptquarller, H. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront fügten die deutschen Truppen dem Gegner bei der Abwehr zahlreicher, teilweise mit zusamengefaßten Kräften und mit Panzerunterstühung geführter Angriffe am gestrigen läge besonders hohe Verluste an Menschen und Material zu. Die Luftwaffe bombardierte Hafenanlagen in Feodosia sowie an der Ostküste des Schwarzen Meeres und griff an den übrigen Abschnitten der Ostfront erfolgreich in den Erd- kampf ein. In der Nacht zum 11. Januar wurden kriegswichtige Hafenanlagen auf der britischen Insel mit Bomben belegt In Nordafrika dauert der Druck des Feindes auf die Stellungen bei So11um an. Im Gebiet von Agedabia lebhafte Spähtrupptätigkeit Deutsche Sturzkampf- und Kampffliegerverbände griffen Truppenansammlungen des Feindes im Baume von Agedabia sowie britische Flugplätze in der Marmarica wirksam an. 3h Luftkämpfen wurden vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Die Luftangriffe auf Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht mit guter Wirkung fortgesetzt Britische Bomber griffen in der Nacht zum 11. Januar Orte im norddeutschen Küstengebiet an. Die Bevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Sechs der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. In der Zeit vom 3. bis 9. Januar verlor die sowjetische Luftwaffe 112 Flugzeuge. Davon wurden 82 in Lustkämpsen und 12 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 16 eigene Flugzeuge verloren. Um jeden Quadratmeter. Berlin, 11.Jan. (DNB.) Unsere Truppen wiesen gestern im Nordabschnitt der Ostfront an verschiedenen Stellen Angriffe der Bolschewisten ab, die sich gegen die deutschen Linien richteten. Während die 'Angriffe des Feindes bis zum Nachmittag des 10. Januar überall abgeschlagen wurden, standen unsere Truppen in einem Divisionsbereich auch in den Abendstunden noch im Gefecht mit den Bolschewisten. Deutsche Infanterie verteidigte jeden Quadratmeter des von ihr besetzten Geländes und brachte dem Feind im Verlauf der harten Abwehrkümpfe schwere Verluste an Toten bei. Allein an einer 'Stelle wurden 810 gefallene Bolschewisten festgestellt. In einem anderen Frontraum traten die deutschen Truppen erfolgreich zum Gegen- stoß an-und warfen die Sowjets aus einer Einbruchsstelle in der deutschen Linie wieder heraus. Dabei ließen die Bolschewisten zahlreiche Tote, Verwundete sowie Waffen auf dem Gefechtsstand zurück. heftige örtliche Kämpfe entbrannten am 9. Januar um den Besitz einer Ortschaft, gegen die sich mehrere bolschewistische Angriffe mit starke» Insan- Mehr als 56 Millionen Glück. Oie Winiersachensammlung der Heimat für die Front. — Das Ergebnis von 16 Tagen. Lieber 3000 Waggons bereits abgefertigt. — Oes Führers Dank und Anerkennung für Spender und Helfer. — Oie Heimat der Leistungen der Front würdig. ssen bewährt gege . 2.90. In alle theke, Gießen lleinherstellei 142. »' Berlin, 11.Jan. (DNB.) Die vorn Führer befohlene Sammlung von Pelz-, Woll- und Wintersachen für die Front hat am Sonntagabend ihr Ende gefunden. In 16 Tagen hat das ganze deutsche Volk, haben über zwei Millionen freiwillige deutsche heiser, mehr als 40 000 Sammelffelten . und 24 000 Nahstuben der Partei für die Soldaten an der Ostfront eine Leistung vollbracht, die in der ganzen Welt kein Beispiel hat und auf die das deutsche Volk stolz fein kann. Das bis Samstag, 10. Januar, mittags, vorliegende vorläufige Ergebnis weist bereits eine Gefamtstückzahl von 56 325 390 auf. Darunter befinden sich: Japaner auf der Insel Celebes gelandet Auch die Insel Tarakan vor Niederländisch Borneo beseht. gen Flugzeuastützpunktes vorangegangen, der 4 Kilometer südwestlich der Stadt liegt. Dieser Erfolg ist durch eine Flankierungsbewegung japanischer Streitkräfte am Freitagabend errungen worden und hat die Eröffnung des Generalangriffes am Sonnabendmorgen gestattet. Kuala Lumpur ist mit 112 000 Einwohnern die Hauptstadt der Vereinigten Malayenstaaten und- Mittelpunkt der Kautschukwirtschaft von Malaya. Der Fall Kuala Lumpurs, das auch von brittfcher Seite als der Kernpunkt des letzten Verteidigungs- systems vor Singapur bezeichnet wurde, wird als entscheidender Schlag der Japaner gegen die britischen Truppen in Malaya betrachtet. Den angreifenden Japanern standen in dem zwanzig Kilometer tiefen Derteidigungsgürtel am Slim dreißigtausend Mann britischer Truppen gegenüber. In nur neun Stunden gelang es den Japanern, die britische Stellung zu durchbrechen und den Gegner vernichtend zu treffen. Der Feind ließ zahlreiche Tote auf dem Schlachtfeld zurück, darunter den Kommandeur der achtundzwanzigsten Brigade. In den Verfolgungskämpfen wurden weitere britische Einheiten vernichtet und die elfte Division vollständig aufgerieben. Die Spitze der japanischen Truppen, die mit Unterstützung der heeresluftwaffe auf Kuala Lumpur vorging, hat M o r i b Klang, 25 Kilometer westlich von Kuala Lumpur, erreicht, während andere Einheiten schon am Sonnabend bis in die Nähe von R a w a n g , 20 Kilometer süd-> westlich von Kuala Lumpur, vordrangen. Japanische Flugzeuge vernichteten 23 britische Raupenschlepper, sieben Panzer und Panzerspähwagen an einer Stelle nördlich von Kuala Lumpur sowie zwei mit britischen Soldaten voll besetzte Zuge bei Kajang, 11 Kilometer südöstlich von Kuala Lumpur. des 9. Januar vernichtet. An der karelischen Front war es an einer Stelle dem Feind gelungen, in die finnischen Linien einzudringen. Im Gegenstoß wurden die Bolschewisten an der Einbruchsstelle zusammenge- dränat und eingekesselt. Die Säuberung des Ge- lärtbÄ van versprengten Feindteilen steht vor dem Abschluß. Die finnische Luftwaffe, die an der Seite der deutschen Flieger immer wieder in den Erdkampf eingreift, schoß 5 sowjettsche Flugzeuge ab und ver- Aufgebot der Liebe. Die große deutsche Woll-, Pelz- und Wintersachensammlung, die mit ihrem unerhörten Erfolg von mehr als 56 Millionen Stück auch die kühnsten Erwartungen übertroffen und einen hämischen Feind Lügen gestraft hat, ruft doch Gedanken in uns wach, die nicht bloß mit Wolle und Wintersachen zu tun haben, sondern die weit darüber hinaus gehen und die es verdienen, daß sie einmal ausgesprochen werden. Das deutsche Volk hat immer sein Verständnis für nationale Forderungen durch tatsächliche Leistup- gen bewiesen. Das war einst so in Befreiungskriegen und im Weltkrieg, als es Gold und Silber gegen schlichtes Eisen eintauschte und dies Opfer stolz und freudig brachte, heute nun tritt es mit einer womöglich noch gesteigerten nationalen Leistung an den Opfertisch des Vaterlandes, indem es Sachen spendet, an denen es vielleicht mehr hängt als an Gold und Silber, Dinge, die ihm selbst Lebens- v e d ü r f n i s bedeuten. Ist doch sein Lebenszuschnitt nach den schweren Kriegsjahren ganz gewiß nicht mehr üppig zu nennen, und es wurde ihm diesmal zu Weihnachten nichts mehr geschenkt, was über den Kriegshaush alt hinausging, es kam vielmehr der Aufruf, selbst zu verschenken, was es noch hatte. Und doch hat diese Parole Wunder gewirkt! Wunder, die uns selbst überrascht haben. Wie ist das möglich gewesen? Worin liegt die Erklärung? Nun, einmal gewiß darin, daß tatsächlich das deutsche Volk in der Heimat mit seiner Front eng und unlöslich verbunden ist. So besteht eine solche Einheit des.Willens zwischen Front und Heimat, daß dies Opfer als etwas ganz Selbstverständliches empfunden und geleistet wird. Der eine führt nur die Waffen, die der andere ihm immer wieder neu reicht. Eine solche Einheit haben wir noch nicht erlebt, und wir sind stolz darauf. Und doch liegt der Kern noch tiefer. Was dieses Wunder vollbracht hat, ist noch innerlicherer Art. Man würde es vielleicht zu sehen bekommen, wenn man all den Gebern und Spendern, die nicht etwa bloß in den besitzenden Kreisen zu suchen find, einen Augenblick ins Herz schauen fönnte. Dort liegt lettt- lich der innerste Antrieb und Auftrieb zu dieser wunderbaren Opferkraft. Denn es ist ja doch kein Zwang gewesen, kein unbedingtes Muß, sondern ein freiwilliges Opfer mit dem Appell an das Herz und die Liebe. Und in diesem Punkt hat das deutsche Volk noch nie versagt, auch diesmal nicht. Un^ wiederum ist es auch nicht bloß die natürliche, selbstverständliche Liebe, die Menschen als Glieder eines Volkes und eines Blutes für einander empfinden, es ist mehr, es ist ein heiliges Aufgebot der Liebe, eine Mobilmachung aller Liebe, die in einem Volk still und tief verborgen liegt, die aber, wenn sie aufgerufen wird, zu einem gewaltigen Strom anschwillt, der alle mit sich reißt. Solche Liebe ist größer als alle Not, sie wächst mit der Not und überwindet die Not. Und so sind diese Gaben alle echte und wahre „Liebesgaben", die diesen stolzen Namen wirklich verdienen. Und gerade aus deshalb, weil sie nicht den eigenen Angehörigen gespendet werden, sondern weil der Empfänger uns ganz unbekannt bleibt und wir von ihm nur das eine wissen: es ist ein deutscher Bruder und Kamerad, der es S.raucht! Und das genügt. Das ist erst die volle, ganze, uneigennützige, opfernde Liebe, die wirklich das größte Wunder ist und bleibt. Daß unser Volk das fertiggebracht hat, ist ein gutes Zeichen. Es beweist, daß es innerlich und seelisch gesund ist und daß ihm auch die bestandenen schweren Jahre noch nichts haben antun können, daß seine inneren Kräfte und Reserven noch unverbraucht sind. Das ist etwas sehr Wichtiges und Bedeutsames. Denn es wird schließlich ein solcher Krieg wie dieser nicht bloß mit Waffen und Kanonen allein geführt oder gar gewonnen, sondern es geben da auch noch andere Dinge den Ausschlag. Aus dem Weltkrieg kennen wir noch den lapidaren Ausspruch: Wer die besten Nerven hat, wird den Krieg gewinnen! Vielleicht liegt der tiefe Sinn dieses Wortes eben doch noch tiefer, vielleicht könnte man mitten im Krieg sagen: Wer am meisten Kraft der Liebe hat, der wird schließlich siegen. Und diese innere Rüstkammer unseres Volkes, ————■ iminB'l • m ben m«' nohtung«- di )U oetj6' SS? m nie«11 Sss SSh Ss llöldie' lich stellten unsere Soldaten feindliche Truppen, die in den letzten Tagen die deutschen Linien zu durchbrechen versucht hatten. Die Deutschen gingen zum Gegenangriff über und warfen die Bolschewisten. Wahrend dieser erbitterte^ Gefechte, die zum Teil noch andauern, gelang es unserer Infanterie, den Gegner aus mehreren Waldstücken zu vertreiben und eine Ortschaft, die vorübergehend verlorengegangen war, wieder in Besitz zu nehmen. i jeder"“ t *erdenl aus der wir" jetzt die ersten Waffen hervorholen, die ist noch unerschöpflich, da liegen noch ungeahnte Schätze, die nur darauf warten, daß sie gehoben werden. Daran ist unser Volk noch sehr reich, reicher als manches andere Volk, das größere irdische Reichtümer und Hilfsquellen sein eigen nennen mag. Darum braucht uns auch in diesem harten, dritten Kriegswinter nicht einen Augenblick bange zu sein. Aus dem Kraftquell der Liebe strömt immer neue Kraft hinüber und herüber und bildet eine unzerstörbare Brücke z w i. schen Front und Heimat dem Volk und seinen Soldaten, und gibt beiden Teilen Mut und Zuversicht. Ja, noch mehr, es gibt uns die sicherste Garantie des wohlverdienten Sieges, den auch alle Lüge und Verleumdung uns nicht mehr aus den Händen reißen werden. Die Liebe ist größer und stärker als die Lüge. Diesen Beweis haben wir unseren Gegnern erbracht, sie werden es zu spüren bekommen. Wir aber freuen uns unseres Volkes und seiner Kraft. M. Oer Wehrmachibericht vom Gamstag. DAV. Aus dem Aührerhauptquarlier, 10. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim und im südlichen Ab. schnitt der Ostfront nur geringe Kampstätig- keit. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge versenkten im Seegebiet von Sewastopol und Aeodosia einen Transporter von 4000 BRT. und beschädigten zwei größere Handelsschiffe sowie einen leichten Kreuzer durch Bombenwurf. Vor der Ostküste des Schwarzen Meeres wurde ein weiteres Handelsschiff in Brand geworfen. 3m mittleren und einem Teil des nördlichen Frontabschnitts halten die schweren Abwehrkämpfe in unverminderter Stärke an. In Aordafrita verstärkte der Feind fein Artilleriefeuer und feine Luftangriffe im Raum von Sollum. 3m Gebiet von Agedabia beiderseitige Spahtrupptätigkeit. Die Angriffe auf Flugplätze der 3nfel Malta wurden erfolgreich fortgesetzt. Bei Versuchen britischer Bomber, die französische Küste anzugreifen, wurden vier feindliche Bomver abgeschossen. Oas Ritterkreuz. Berlin, 10. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an: Generalleutnant Eberhardt, Kommandeur einer Infanterie-Division; Oberst von Manteuffel, Kommandeur eines Schützen-Regiments; Major Fenzki, Dataillonskommandeur in einem Panzer-Regiment; Major Hesse, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Masor Mosharnrner, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Hauptmann D u e n • ker, Bataillons kommandeur in ein em Infanterie- Regiment; und Oberleutnant Benzin, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment. — Major Fenzki hat am 28.November in den schweren Kämpfest in Nordafrika die restlose Vernichtung der 4. englischen Panzerbrigade ermöglicht. Er ist im weiteren Verlauf der Kämpfe gefallen. 'Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an: Leutnant Lukesch, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader. Er wurde zweimal hinter der Feindfrvnt abgeschossen, doch hat er sich immer wieder mit seiner Besatzung durch die feindlichen Linien durchgeschlagen. Don besonderem Erfolg waren seine wiederholten Nachtangriffe auf ein feindliches Flugzeugwerk, das er in tollkühnen Tiefangriffen trotz starker Abwehr mit zahlreichen Bomben belegte. Bei einem Angriff auf ein Treibstofflager gelang es ihm, Tanks mit einem Fassungsvermögen von 200 000 Tonnen In Brand zu werfen. * An der Front vor Moskau fand der Ritterkreuzträger Oberleutnant Plinzner, Kompanieführer in einem Panzer-Regiment, beim Durchbruch durch eine Bunkerlinie den Heldentod. An der Spitze seiner Panzersoldaten konnte er sich ohne Unterstützung durch einen stark mit zahlreichen Bunkern befestigten Wald hindurcharbeiten, um die Verbindung mit einer von den Sowjets vorübergehend emge- schlossenen Kompanie herzustellen. Seiner Tapfer- kort ist es zu verdanken, daß die deutschen Infanteristen befreit werden konnten. Explosion inRaumS Roman von H.G. Hansen Copyright by Proeethwne-Verl a g Dr.Elehadter, Cröbenxefl b.MOndien 34. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Kammin wurde es unbehaglich. „Nehmen Sie es mir nicht Übel, Fräulein Kobelt, aber das find Spitzfindigkeiten. Wir können uns nur an Tatsachen halten und das Gefühl höchstens damr-zu Hilfe rufen, wenn wir bestehende Lücken ausfüllen. Sie konstruieren hier psychologische Theorien, die wissenschafUich vielleicht interessant sind, in der nüchternen Praxis der Kriminalpolizei aber keinen Raum finden. Gegen Fräulein Barkow haben wir nicht die geringsten Beweise. Ihre Aussage deckt sich vollkommen mit allem, was uns als sicher bekannt ist. Nirgends bleibt eine Frage ungeklärt, wenigstens keine die mit Fräulein Barkow hn Zusammenhang steht. Ihr Leumund ist ausgezeichnet, ihr- Lebenswandel einwandfrei und im Rahmen ihrer Einkünfte. Was wollen Sie mehr?" „Ich sehe ein, daß Sie so denken und handeln müssen, Herr Kammin. Vielleicht werden Sie eines Tages aber zugeben, daß es nicht verkehrt ist, Gedanken, wie die von mir entwickelten, wenigstens aufzunehmen." Beide wandten sich gleichzeitig anderen Gesprächsthemen zu. Kammin erzählte Anekdoten aus seinem Berufe. Sie plauderte amüsant von gemeinsamen Bekannten. Allmählich wurde die Unterhal- tung wieder persönlicher, und ohne Vorbedacht steckte der Mann plötzlich mitten in dem Bemühen, das Mädchen zu gewinnen. Sobald Karla diese EntwicNung erkannte, wurde sie seltsam zurückhaltend und vernähe frostig. Er ließ sich davon nicht abschrecken, zumal er es anfangs gar nicht bemerkte. Erft als er versuchte, ihre Hand zu ergreifen und sie auf dem Tisch festzuhalten, mußte das Mädchen deutlicher werden. ,Hch habe meine Uhr nicht bei mir. Können Sie mir sagen, wie spät es ist?" Theo Kammin war zumute, als schütte jemaiw ehren Eimer mit kaltem Wasser über fehlen Kopf. Duff Looper aus Singapur zurülkberufen von ver- und wöhnt, daß ich spät abends allein weqbleibe." „Wissen Ihre Eltern denn nicht, daß Sie mir begleitet werden?" „Nein", sagte sie, senkte ihr Köpfchen und barg damit nur schlecht, daß sie rot wurde. Heimlichkeiten!^ stellt Theo Kammin fest Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben- trop ist am Samstagabend von Budapest kommend in Berlin eingetroffen. Er zuckte förmlich zusammen und starrte sie verletzt und überrascht zugleich an. Gehorsam streifte er dann den linken Aerrnel zurück und antwortete. „In einigen Minuten zehn Uhr." „Dann muß ich nach Hause. Wollen Sie bitte den Kellner rufen?" „Muß das so plötzlich sein?" fragte der Mann traurig. . „Es ist besser so", murmelte sie leise und fügte deutlicher hinzu: „Meine Eltern sind es nicht ge- £>« J1S®- ® J da» t" 1 IteW rtnim« Hand haben. Im allgemeinen zeigt eine Frau viel ' länger Anzeichen einer nachzitternden Erregung." „Richtig. Du näherst dich also unserer Auffassung?" „Das will ich nicht gerade sagen. Es scheint mir nur unmöglich, schon jetzt den einen oder anderen Standpunkt einzunehmen. Jedenfalls will ich nichts versäumen, um einen Anhaltspunkt zu entdecken. Darauf könnt ihr euch verlassen. Ich gehe jetzt schlafen, damit du Michel mit der gebührenden Zartheit hinausbringen kannst." Bärbel lachte und gab Kurt einen Kuß, den er schmunzelnd entgegennahm. Draußen auf der Diele, nahm sie von ihrem Liebsten Abschied. Es wäre für Kurt eine langweilige Sache geworden, darauf zu warten, denn dieser Abschied war sehr dauerhaft und stahm viel Zeit in Anspruch, die aber nach Michels Ansicht nicht unnütz vertan wurde. Fröhlich vor sich hinsummend, mit den Armen schlenkernd, bummelte er in gemütlichem Tempo in Richtung seiner Wohnung und verschwendete keinen Gedanken daran, was der Kommissar von ihm wolle. Im Augenblick waren ihm Dienst, der Fall Wand und Aenne Barkow vollkommen gleiche gültig, weil Bärbel alle Fasern seines Daseins ausfüllte. Am anderen Vormittag gab es dann eine mächtige Ueberraschung. Ohne Einleitung teilte Kgm- min seine Befehle. „Sie treten eine Stellung in der Kasparschen Fabrik an. Ihre Aufgabe ist es, sich schnellstens einen Ueberblick zu verschaffen und Ihre Nase einfach in alles zu stecken. Genaue Richtlinien kann ich Ihnen nicht mitgeben. Ziel ist jedoch — klar und deutlich — die Ermittlung der Person, die als Beauftragte einer Bande in der Fabrik sitzt. Nur einen Rat will ich Ihnen mitgeben : Verbeißen Sie sich nicht in Fräulein Barkow! Ich habe nichts dagegen, daß sie ebenso unter die Lupe genommen wird wie alle anderen, aber sie darf es nicht ausschließlich fein, die Ihre Aufmerksamkeit fesselt. Alles Nähere werden die Herren Kaspar und Kobelt mit Ihnen besprechen. Verstanden?" • ; ,^Jawohl, Herr Kommissar." Michel sttahlte und machte kein Hehl daraus, daß diese Ausgabe ihn lockte. Kortsetzung folgt.» begann, darüber nachzudenken, ob das ein gutes ober ein schlechtes Zeichen für ihn sei. Eher ein gutes, meinte er fröhlich, denn wenn ein Mädchen sich heimlich mit einem Manne trifft, scheut es sich, einen Blick in ihr Inneres tun zu lassen, ober es hat Freude an der Heimlichkeit, die nach der Ausfassung mancher Dichter gerade das Schönste an einer jungen Liebe sein soll. Er selbst dachte darüber wesentlich anders. Seine ganze Natur sträubte sich gegen Heimlichkeiten. Sie drängte nach schnellster Klärung aller Verhältnisse. Sobald er gezahlt hatte, standen sie aus und gingen zu dem Wagen. „Wenn Sie selbst fahren wollen ..." sagte Kammin. „Danke. Es wäre nett, wenn ich mich Ihnen wieder anvertrauen könnte." Sie war nachgiebig! jubelte er innerlich Also mußten seine Chancen nicht schlecht stehen. Er bediente Kupplung und Gas unvermittelt schroff, so daß der Wagen einen Satz machte und vorwärts sprang. Sie fuhren durch die Nacht in Richtung des Dunstkreises, der über den Baumwipfeln am Horizont stand. Dann nahm die Stadt sie auf. Dor Karlas Elternhaus ließ Kammin das Auto ohne Bremsen auslaufen und erreichte völlige Lautlosigkeit. „Gute Nacht, Fräulein Kobelt", sagte er und nahm ihre Hand fest in die seine. „Gute Nacht, Herr Kammin", antwortete sie. „Besuchen Sie uns bald wieder einmal! Meine Eltern werden sich freuen." „Und Sie?" Im Osten erzielte das unter Führung von Major Trautlofs stehende Jagdgeschwader in diesen Tagen seinen 160Ö. Abschuß. Ferner schoß die Gruppe eines anderen Jagdgeschwaders unter Führung des Ritterkreuzträgers Hauptmann Freiherr von Leppla gleich falls in Luftkämpfen im Osten das 700. feindliche Flugzeug ab. Der Leutnant S u e o v y e, der befannte SkaV- hochspringer, der Japans Farben auf der Berliner J Olympiade vertrat, fiel am 14. Dezember an bef Spitze seiner Mannschaft bei der Landung in der Lamon-Bucht auf den Philippinen. Die deutsch-japanische Akademikertagung fand am Sonntagabend in Innsbruck mit einer festlichen I Kundgebung ihren Abschluß. An der Spitze der d Ehrengäste war der japanische Botschafter General H Oshirna erschienen. ♦ Der Führer hat dem Komponisten Professor Dr. | h.c. Paul Grüner in Berlin aus Anlaß der I Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung ö seiner großen Verdienste '.'m die deutsche Musik die | Goethe-Medaille verliehen. .Reichsminister Dr. Goeb» I bels übermittelte Professor Grüner ein Glück- I wunschschreiben und ein Bild mit einer herzlichen I Widmung. ♦ Der Führer hat dem Oberbaurat Dr.-Jng. e. h. I Friedrich von (Empergerin Wien aus Anlaß I der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdi- I gung seiner Verdienste um die Entwicklung des I Eisenbetonbaues die Goethe-Medaille verliehen. Aus aller Well. Untergang der ,£anwrciere*. Nur sieben Meilen von der Küste der Balearen I entfernt ist das französische Schiff „L a m o r • I eiere" gesunken. Augenzeugen berichten, das I Schiff fei völlig hilflos der starken See ausgesetzt I gewesen und offensichtlich mit seiner Mannschaft I untergegangen. Das Schiff hatte am Freitag um 22.50 Uhr die ersten 505-Rufe ausgesandt. Das I Schiff meldete, es treibe im Sturm und habe Ma- I schinenschaden. Von Frankreich war ein französi- 1 sches Wasserflugzeug gekommen, das zwei französi- I schen Schiffen den Weg wies. Doch gelang es wegen I des starken Seeganges den beiden Schiffen nicht, sich der „Lamorciere" zu nähern. Um die Mittags« I zeit zeigte das Schiff Schlagseite, und während noch | ein französisches Kriegsschiff einen letzten Versuch unternahm, die Mannschaft zu retten, ging bas Schiff unter. Ungefähr 290 Todesopfer sind zu benagen. Von den Passagieren konnten bisher 96 gerettet werden. Slaalskapellmeister Längs gestorben. Nach längerer Krankheit starb der weit über Kassel hinaus bekannte Staatskapellmeister Dr. e. h. Robert Längs. Langs wurde 1875 in Saarbrücken geboren und wurde nach seiner Ausbildung am Kölner Konservatorium von Richard Strauß nach Berlin berufen. 1914 übernahm Langs bas Amt des Ersten Kapellmeisters bes Königlichen Theaters in Kassel, wo er sich neben feiner beruflichen Tätigkeit besonders des Aufbaues des Chorlebens annahm. Die Universität Marburg ernannte ihn 1927 zum Ehrendoktor und der Deutsche Sängerbund berief ihn -1929 zum Obmann bes Mustk- ausschusses. Die DAF. belegt Alexandersdad. Der Luftkurort Alerandersbad im Fichte!» I g e b i r g e, zugleich Stahl- und Moorbad, wird von Februar 1942 an für bas Reichserholungswerk , der DAF. in Anspruch genommen unter Ausnutzung aller Kureinrichtungen bei einer regelmäßigen ärztlichen Betreuung. Das Reichserholungswerk kommt im Kriege vor allem den schaffenden Muttern und Soldatenfrauen zugute. Deutschlands älteste aktive ZahnärzNn. Die aus Lahr gebürtige Zahnärztin Frau Martha Wagner, die noch heute in erstaunlicher Frische ihre zahnärztliche Praxis in Berlin ausübt, vollendete ihr 80. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß wurde sie Ehrenmitglied des Verbandes der Deutschen Zahnärzteschaft. Ursprünglich Pianistin, wandte sie sich erst in späterem Jahren dem Studium der Zahnheilkunde zu. Längere Zeit wirkte sie als Assistentin an der Zahnärztlichen Universitätsklinik in Heidelberg, später in Monte Carlo. Bei Ausbruch des Weltkrieges 1914 kehrte sie ins Reich zurück. Drei grauen vom Jun getötet. Der Personenzug Plattling—Straubing (Bayern) mußte kurz vor der Station halten, um ei en Schnellzug durchfahren zu lassen. In diesem Augenblick stiegen aus dem haltenden Personenzug drei Frauen in der Annahme aus, bereits in Straßkirchen zu fein. Alle drei wurden von dem herankommenden Schnellzug erfaßt und getötet. Niemand war Zeuge des Unfalles. Erst später fand ein Dahnbeamter die verstümmelten Leichen. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte In Nord- afrifa, General Bastico, und der Stabschef" des Oberkommandos dieser Streitkräfte, General Gambarro, wurden vom Führer mit dem EK. I ausgezeichnet. Die Überreichung der Auszeichnung erfolgte im Operationsgebiet selbst durch General Rommel. nach Beendigung bes amerikanisch-spanischen Krieges noch drei Jahre um die Selbstänüigkeit der Philippinen gegen 70 000 Mann USA.-Truppen gekämpft. Er war nicht zu einem Kompromiß mit den USA. bereit und wurde sechs Jahre ins Gefängnis geworfen. Er floh bann über Hongkong nach ®o= kohama. * Der frühere japanische Konsul in Daoao, Kitz a r a, wurde zum politischen Berater des neuen Oberbürgermeisters von Manila, Valgas, ernannt. Valgas war Generalsekretär der Regierung Quezon. Er ist einer der ersten hohen philippinischen Beamten, die den japanischen Besatzungsbehörden ihre Mitarbeit anboten. Die Verteidigung Australiens. Schanghai, 11. Januar. (Europapreß.) Die bedrohliche Nütze der militärischen Aktionen hat Australien nun zur Schaffung von zwei Militärbezirken veranlaßt. Es wurden ein westlicher und ein östlicher Bezirk geschaffen. Der westaustralische Bezirk steht unter dem Kommando von General Plant, der erst unlängst aus dem Mittleren Osten nach Australien zurückgerufen wurde. Der Militärbezirk Ost-Australien umfaßt Queensland, Neu-Süd-Wales, Victoria, die Insel - Tasmanien und Süd-Australien. Sein Befehlshaber ist General M a ck a y, der derzeitige Oberkommandierende der Heimatverteidigung Australiens. Ferner sollen nun die in der ganzen Welt für Großbritanniens Ruhm 'kämpfenden Söhne Australiens schnell in ihre Heimat zurückkehren, um hier für alle Fülle zur Verfügung zu stehen. Auf Drängen weiter Kreise haben die südaustralkschen Mitglieder des Bundesparlaments bei Ministerpräsident Curtin telegraphisch die Forderung erhoben, das Parlament sofort einzuberufen. Die Abgeordneten wollen eine Verwendung australischer Truppen auch außer- halb australischen Staatsgebietes künftighin gesetzlich unterlagen. Kaufpanik in USA. Madrid, 12. Jan. (DNB -Funkfpruch.) In den Vereinigten Staaten hat ein Massen st urm auf die Geschäfte eingesetzt. Dieser Ansturm, der ein Zeichen der großen Nervosität der USA.« Bevölkerung ist, erklärt sich aus der Furcht vor einer kommend en Dollarentwertung und vor starken Steuererhöhungen. Man kaust Pelze, Schmuck, Kleider, Schuhe, ganze Kisten von Sekt und Wein usw. Die Preise ft e i a e n rapide. Vor allem die Juwelenpreise haben phantastische Höhen erreicht. Diamanten z. B. sind fast unbezahlbar geworden. Gleichzeitig hat eine neue Blüteperiode bes Gangstertums in Neuyork eingesetzt. Wie aus nordamerikanischen Zeitungsberichten hervorgeht, hat die Neuyorker Polizei alle Hände voll zu tun und muh stündig neues Personal einstellen. Kleine politische Nachrichten. Im Leitaufsatz der Samstag-Nummer „D i e V e r- teidigung der Südsee" muß es im letzten Absatz bei der Lagebesttmmung von Thursday Island, wie inzwischen mancher Leser durch einen Blick auf die Karte selbst festgestellt haben wird, richtig heißen: „in der Torres-Straße zwischen Queensland und Neuguinea". Stockholm, 10. Januar. (Europapreß.) Duss Cooper, der vor nicht allzulanger Zeit erst seinen Posten als Vertreter des vritischen Kriegskabinetts in Ostasien angetreten hatte, mutz schon wieder seine Koffer packen. Das Londoner Außenamt gibt bekannt, daß Duff Cooper ausgesordert worden sei, seine Tätigkeit in Singapur zu liquidieren und nach England zurückzukehren. Ob die Regierung Churchills aus eigenem Entschluß sich dazu verstand, muß angezweifelt werden, denn in der amtlichen Londoner Verlautbarung heißt es, die Beschlüsse von Washington und die Ernennung General W a v e l ls zum Oberkommandierenden im Südwestpazifik beendeten den Auftrag Duff Coopers als Vertreter Englands in Ostasien. Soenska Dagbladet meint, es sei klar, baß die verwaltungstechnischen Mängel, die durch den japanischen Angriff zutage traten, den Fall Duff Coopers herbeiführten. Man glaube, daß Wavell das direkt gefordert habe. Die Canberra-Times habe geschrieben: „Duff Cooper muß durch jemand ersetzt werden, der mehr Sinn für die Realitäten hat und weniger Lunchreben hält." — Manchester Guardian sagt, daß bte Stimmung im Unterhaus eine „parlamentarische Untersuchung über den Malakka-Krieg im gleichen Maße verlange, wie dies nach Norwegen und Kreta der Fall war". Die britischen militärischen und zivilen Verwaltungsstellen Hütten sich sowohl vor wie nach dem Kriegsausbruch im Fernen Osten völlig verrechnet. * Vor zwei Monaten hat Dust Cooper, der als bevollmächtiget Kabinettsminister in Singapur residierte und dort die en gl if eben sowie england- hörigen Kräfte „koordinieren" (gleichschalten) sollte. Australien und Neuseeland besucht. Heute ist Duff Cooper in Singapur nicht mehr sicher. Der englische Oberkommandant für den Südwestpazifik, General Wavell, hat selbst fein Hauptquartier nach Niederlündi'fch-Jndien verlegt. Soll der britische Kabinettsminister ebenfalls seinen Sitz nach Batavia oder Soerabaja verlegen und so aller Welt demonstrieren, daß der volitische Repräsentant der britischen Krone landflüchtig werden mußte? Daher der summarische Befehl zur Heimkehr. Bezeichnend ist noch, daß sich die amtliche englische Mitteilung auf „die in Washington getroffenen Vorkehrungen" über die Vereinheitlichung der Kommandoverhältnisse im SüdwestpaAfik beruft. Vielleicht gibt es den einen ober den anoeren Engländer, der sich wundert, daß in Washington die Personalpolitik des englischen Empire gemacht wird. Dust Cooper ist in seiner früheren Eigenschaft als Jnformations- rninister viel aenannt worden. Er war in der fatalen Lage, die fehlenden militärischen Erfolge mit vielen Worten ausbügeln zu müssen. Dust Cooper ist ein geschickter Schriftsteller, aber von jener Geistigkeit, die man am trefflichsten mit dem Wort „pfiffig" umschreibt. Sein literarischer Ruf datiert vor allem von seinem Buch über Talleyrand, der mit diplomatischen Schlichen Napoleon verriet und den Duff Cooper in eine Heldenrolle emporhob. Da läßt sich ein bekanntes deutsches Sprichwort nur dahin ab» wandeln: „Sage mir, wen du zu deinem Helden wühlst, und ich sage dir, wer du bist." Das Schicksal der Philippinen Tokio, 11.Jan. (Europapreß.) Mit dem künftigen politischen Status der Philippinen beschäftigt sich „Miyako Shimbun". Die Besetzung Manllas sei der erste Hchritt auf dem Wege, der zur Freiheit der Filipinos führe. Japan beabsichtige keineswegs, die Ausbeutungspolitik Englands und der USA. mit anderen Methoden fortzusetzen, wenngleich Japan, dem die Verantwortung fstr die Neuordnung Asiens zufalle, ein gewichtiges Wort mitsprechen müsse bei der Gestaltung der staatlichen Ordnung in den bereits befreiten ober im künftigen Kriegsverlauf noch zu befreienden Länder. Alle Maßnahmen werde Japan stets unter dem Gesichtspunkt der Errichtung des groß-ostastatischen Raumes stellen, in dem allen Völkern Ostastens ein dauerhafter Friede und Sicherheit zuteil würden. — Die Freiheitsb ewegung der Filipinos, die sich seit 1898 wiederholt gegen die Vereinigten Staaten erhoben haben, hat sich den politischen Bestrebungen Japans angeschlossen. Der greife Vorkämpfer der Unabhängigkeitsbewegung, General R i c a r t e, wurde in Cavite von einer jubelnden Menschenmenge empfangen und hat mit General Anigua 1 do die Führung der Bewegung übernommen. Ricarte hatte „Ich auch", versicherte sie. Dabei wankte ihre Stimme fast unmerklich. Sie hätte überhaupt nichts mehr sprechen können, als sie seine Lippen auf ihrem Handrücken fühlte. Er ging straff von dannen, ohne sich umzuschen. Karla sah hinter ihm her, bis er um die Straßenecke bog. Jetzt hätte sie ihn am liebsten wieder zurückgerufen. Sie unterließ es nur, weil sie sich schämte, ein Gefühl so offen zu bekennen. Ihr Trost war, daß er bald wieder bei ihr sein würde. Aber ob sie bann schon bereit war, sein Werben anders aufzunehmen, stand noch dahin. Entgegen allen heißen Wünschen lehnte sich ihr Mädchentum dagegen auf, fo schnelle Ergebung zu zeigen. * Kurt kam gegen einhalb elf Uhr nach Hause und traf vor der Türe mit Bärbel und Michel zusammen, deren Spaziergang weit länger als die vorgesehene Stunde gedauert hatte. Das Mädchen war voller Neugier. „Haft du ihr anmerken können, was sie heute erlebt hat?" „Nicht Im geringsten", gab Kurt zu. „Wenn ich nicht wüßte, was oorgefallen ist, hätte ich nichts anderes glauben können, als daß sie den Tag wie jeden anderen verbracht hat." „Seht ihr, was habe ich gesagt?" triumphierte Bärbel .„Sie kann sich großartig verstellen." „Blech!" sagte ihr Bruder grob. »Heute hast du dir alle Mühe gegeben, uns begreiflich zu machen, daß auch Fräulein Barkow sich nicht b-auernb verstellen kann. Und jetzt tust du so, als wärest du der Meinung, ihr ganzes Leben fei ein einziges Schauspielern." „Zankt euch nickst auf der Straße!" mahnte Michel. „Lieber geyen wir noch ein bißchen zu euch hinauf und reden oben weiter." Die Geschwister waren einverstanden. Die Eltern schliefen schon, und so gingen sie leise ins Wohnzimmer. ,Zetzt erzähle einmal, welchen Eindruck du von ihr gewonnen Hafts" forderte Michel auf. „Ich weiß nicht recht." Kurt zögerte. „Wenn sie erregter gewesen wäre, wenn man noch Dränen- fpuren gesehen Hütte, dann könnte man eher an- nehmen, alles fei ftL wie Herr Kammin es an- nimmt Sie muh fich mrgewöhntich fest fo der tti wela)( JUelir Sk* jlodleit«1 itung Sine W uisDinenS' Mver, märmemj ri»* in«)““* PirfM" Ilidle|ler daher d>e i mehiven. «en uv jere Toloal 3n Fro einen gM 5' iten r tuben Verfügung Aentner'vc Missen, Saiten, die Denkt w Wendungen folg. Der l er nichts m to Zront ein Fahrer mlten So r sklzfußfact halten hat erschien eh Kragen ur ihn zur 3 Ajr Sohn man ihn t ja seinen schlimm t baten den Gerau von vier störung i wloren i Wn, ob, nippenlei i kn. Ein höorn IM welche ju leien m «h und I lande. Si Mnen in heil We Mit nie öandbe Sammlun kreis er Lender lchuhe. s veide an I holten gef spende' h Jahre alt, Mantel zv erklärte e jn. 3d) kämpft, c Mantel, j '4 auch ätschen ttr-La ten der! §rauensch xter (ar ßjuterho- Mntersa die * J, b'r Örfs, hie, S* vielfach । ?irbe5| Oet. surrt bi Mrickt, Mkvoll Jnniei i &■ -!» 6b >1 i I um Sitn r Wei Sa Mel ß s »b, Oie Heimat steht in treuer Kameradschaff zur Front -—. ä et i • TM aJa rtlfwi rtf a Xi a f t «4a aHam Xaa fÜAifl X av S • a Ca a t v-v-»4 Utw aH a 0 h Phm W mi ♦ Aa* I . .. • jA. _ f 1T . . _ Oie organisatorische Leistung Diese Beispiele, die sich in allen Kreisen des Oankopfer -er Nation. r o n t. (Ausn.: Scherl-Bilderdienst, PK.°Kriegsberichter Hajet und Kriegsberichter Schmidt fSchs.) und rjlln. 3tin Fm in erstaun- m Berlin Aus diesem rbandes der I) Pianistin, n dem Stu» in der Stunde des eben erzielten Erfolges aller Gelöbnis sein. unser U. Zeit wirkte | m Universi- H Dtite Carlo. J hrte sie ins W Gaues immer wieder wiederholten, gewähren uns einen tiefen Einblick in die idealistische Kraft, die den Erfola dieser Sammlung sicherstellte. Allenthalben gestaltete sich die Ablieferung des Sammelgutes, dem vielfach besondere Grußworte, Gedichte, Zigaretten und Liebesgaben beigefügt waren, zu wahren Volksfesten. Mit geschmückten Pferdegespannen und Handleiterwagen, unter Begleitung von Gesang und Spiel der HI.- und BDM.-Ein- heiten führte der Weg zu den Bahnhöfen, von wo aus der Transport auf dem schnellsten Wege zur Front vor sich ging. Aus der Haltung, die die Bevölkerung unseres Gaues bei dieser Sammlung bezeugte, spricht der Ä 'n 5 Oer Dank -es Gauleiters. NSG. Der Gau Hessen-Nassau hat mit seinem überragenden Sammelergebnis der Voll-, Pelz- und Wintersachenaktion einen überzeugenden Beweis seiner Kameradschaft zur Front erbracht. Die Gebefreudigkeit der Bevölkerung, die sich zu einer nationalen Begeisterung von ungewöhnlichem Geist, der tue Heimat für alle Zukunft mit der Front in treuer, unwandelbarer Kameradschaft ver- idealistische Geist, wie er sich bei den Höhepunkten der Kampfzeit der Bewegung in den Reihen der Partei äußerle. nicht nur erhalten geblieben ist, sondern eine erneute Verstärkung erfahren hat. Wit aufrichtigem Stolz, einen Gau solcher Männer und Frauen im Namen Adolf Hitlers führen zu können, danke ich jedem einzelnen für den im Rahmen der Aktion geleisteten Beitrag. Die Zukunft, welche Anforderung sie immer an uns stellen möge, wird uns in der gleichen Haltung und mit der gleichen Gesinnung in der Gefolgschaft des Führers finden. e Fwu viel Erregung, njerer Auf' scheint wir I der anderen I ifl ich nichts 1 u entdecken- I Ueberfluß — es fand auch nicht seine Begrenzung im Entbehrlichen—, sondern wurde durch freudige, ja, begeisterte Hingabe des mitunter Letzten zu einer wahren Volkserhebung für d i e Front. Nur so auch ist der ungeahnte Erfolg dieses helfenden Einsatzes der Heimat zu verstehen. Zu welcher wahrhaften Größe diese Haltung im einzelnen in der Bevölkerung unseres Gaues sich erhob, mögen nachfolgende Beispiele erkennen lassen: Da wird z. B. aus Wiesbaden gemeldet: Ein Blockleiter klopfte an der letzten bescheidenen Wohnung eines Hauses. Er brauchte nicht viel zu sagen. Eine betagte Witwe überreichte ihm ein liebevoll zusammengestelltes Paket — die Spende von einem Pullover, einem Paar Strümpfen und Pulswärmern. Die Frau betrachtete dieses Bündel, und nach kurzem Zögern sagte sie: „Nein, das ist wohl noch zu wenig. Sie eilte an ihr Bett, nahm die daraufliegende Kamelhaardecke und übergab sie dem Blockleiter für unsere Soldaten. Dieser sah, daß es sich um die einzige Wolldecke handelte und wollte daher die Frau bewegen, .die Decke wieder zurück- zunehmen. Energisch aber verwahrte sich die Frau dagegen und erklärte: „Wenn es noch kälter werden sollte, dann ziehe ich zwei Nachtjacken an, unsere Soldaten aber erhalten diese Decke!" i ein- * teil*' Ä & rechen- strE jh? fanh ah. Mi NSK. Als das erste Ergebnis der Wollsammlung für unsere Soldaten bekanntgegeben wurde, sind Zahlen genannt worden, bie alle Erwartungen weit übertrafen, die gleichzeitig aber auch^inen ersten Eindruck von der großartigen Organisation und schnellsten Vorbereitung in allen technischen Dingen vermitteln, auf deren Grundlage dieser Erfolg aufgebaut werden konnte Aus einem Nichts kann nichts werden, und fo leuchtet es ein, daß überall erst einmal Taufende von Hilfskräften als Sammler und Abnahmeprüfer, auch Tausende von Transportmitteln sofort für diese Aktion bereit sein mußten. War das nach den Anweisungen des Reichspropagandaleiters und des Reichsorganisationsleiters, nach den Mitteilungen der Gaue und Kreise für jede Sammelstelle des Reiches geschafft, so war damit die rein technische Arbeit -aber noch nicht beendet; denn nun begann die Aufstellung der Spenden, die, in Listen zusammengefaßt, über die Kreis- und Gauleitungen zum Reichsorganisationsleiter gereicht wird und erst den Ring vom Aufruf zur Wollfammlung dis zum Kommunique über das Endergebnis schließt. Alle technischen Anweisungen lagen, wenn auch in Kürze zusammengestellt, so ausführlich wie ein Generalstabsplan bereit. Der Aufruf des Führers gab den Auftakt für den Einsatz, und gleich daraus ergingen von Reichsminister Dr. Goebbels als Reichs- propagandaleiter und von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die ersten Anweisungen der NSDAP, zur Durchführung der gewaltigen Aktion. In Besprechungen zwischen den Männern der Partei, dem Oberbürgermeister, Polizeipräsidenten, Stadtkommandanten und Vertreter des Wehrkreises wurden dann die Cinzelaufgaben an die verschiedenen Hilfskräfte sofort aufgeteilt. Die Aktion begann zu rötten, und so wie auf der Gauleitung die Initiative bereits ergriffen war, wurde noch am gleichen Abend in den Kreisleitungen wieder von den verschiedenen Vertretern der Arbeitsplan besprochen, so daß schon am nächsten Tage mit den Vorbereitungen begonnen werden konnte. Jede Ortsgruppe erhielt ihre Sammelstelle. 334 solcher Abgabestellen werden z. B. in einem Gau gezählt, während im gleichen Gebiet 35 Hauptsammelstellen für die Spenden der Ortsgruppen zur Verfügung stehen. Am Samstag der Weihnachtswoche begannen die Blockleiter und Blockwalter mit der Haussammlung, und schon am Montag konnte ein Großstadtgau sieben Waggons mit warmen Sachen an die Front schicken. Erle war in jedem Fall geboten, und so sprangen beim ersten Transport SA.-Männer und Hitlerjungen ein, um die große Anzahl der Spenden von den einzelnen Sammelstellen auf Handwagen zur Hauptsammelstelle zu schaffen. Vertreter der Kreisleitung und der Wehrmacht nahmen die Sachen in Empfang, und sofort wurden sie dann nach einem vorliegenden Organisationsplan den Transportkom- mandos der Wehrmacht zugeteilt. Was verfan-dfertig gleich in den Waggons an die Front gehen konnte, wurde später noch weiter mit LKW. an die vorgeschobenen Linien gebracht. Auch paketweis fahren die Spenden — oft für 200 Mann zusammengebun- delt — als Beigabe der Transportzüge an die Front. Ein schönes Deifpiel für schnellste Lieferung an unsere Soldaten konnten z. B. die Berliner rniter» leben, als auf einem ihrer Bahnhöfe die Soldaten eines Transportes gleich mit den gesammelten Pelz, und Wollsachen eingekleidet wurden. Die Sachen lagen bereit Die Soldaten zogen ihren Waffenrock aus, probierten Westen und Jacken an, besorgten sich Pulswärmer und warme Strümpfe und konnten nun beruhigt dem Winter entgegenfahren. Doch nicht alles, was zur Sammlung abgegeben wurde, war sofort gebrauchsfähig. Ta glich sitzen noch die Frauen der NS.-Frauenschaft von morgens bis abends in den Nah st üben und schneidern noch die schönsten warmen Sachen fertig. Keiner will dabei fehlen. 90 000 bis 100 000 Hilfskräfte sind so allein in einem Gau täglich für die Wollfammlung beschäftigt. Zahllos sind die Helfer, die oft nach getaner Tagesarbeit ihre Kräfte noch für die Soldaten zur Verfügung stellen. Nur fo ist es auch möglich, daß nach einer Aufforderung der Wehrmacht, für einen Transport sofort 6500 Paar Skistiefel bereit zu haben, die gewünschten Stiesel trotz der täglichen Abgabe bereits nach 24 Stunden in den Osten rollten. Selbst eine SOfäbrige Frau ist täglich dabei, und eine 88iährige Großmutter bat, da sie nicht mehr zur Nähstube kommen konnte, doch Wolle geschickt zv bekommen, denn für Pulswärmer würden ihre Kräfte noch reichen. So ist es dank der Opferbereitschaft der Heimat und dank des Einsatzes bet1 Partei gelungen, daß die Soldaten auf schnellstem Wege zusätzlich warme Sachen erhalten. Die technischen Arbeiten gingen dann aber den- selben Weg noch einmal zurück: denn die Snenben mußten nun noch als Grundlagen für den abschließenden Bericht über den Erfolg der Sammlung listenmäßig erfaßt werden. Jede einzelne Spende wurde gezählt und in eine große Liste mit 64 verschiedenen Positionen eingetragen. So erhielt die Kreisleitung die genauen Eraebnisse ihrer Som- melstellen. Eine zusammengestellte Meldung lief dann täglich bis 11 Uhr vormittags weiter an den Gau, und damit war laufend ein Ueberblick über den Stand dar Samnckung im ganzen Gau geschaffen. Die Ergebnisie wurden gleich prozentual berechnet und verwertet. Die beste Kreis ließ sich an Hand dieser Meldungen feststellen und mit einer Sand erliste erfuhr der Gauleiter täglich den Verlaus. D"r Gang der Dinge lag also genau fest und wurde auch stets auf die Minute einaeholten: denn minberum täglich erfolgte mittags gegen 14 Uhr die Meldung an den Reichsprovagandoleiter und den Reichsoraanifationsleiter. Hier liefen aus ganz Deutschland b»e Gaumeldungen ein, so daß das Tages- und Gesamtergebnis des Reiches täglich errechnet werden konnte. technische Arbeit bat damit große Leistungen vollbracht und "inen langen Weg wru^egt. Sie gab aber die Grundlagen für die schnellste und erfolgreiche Durchführung der einzigartigen Pelz- und Wollfammlung. J Auch in Gießen war eine große Zahl von Mit- arbeitenden und Mitarbeitern noch bis zum aeQrHon letzten Sammeltage spätabends unermüdlich tätig id dw 'm Laufe des ^onntaas na* -»b« a-geben-n WoMachen und Skier rür die sofortige Weiterleitung bzw. Verarbeitung fertigzümachen. Die mit freudigem Eifer schaffenden Hilfskräfte hatten dabei viel Arbeit zu leisten, da gestern noch 1 eifrig gespendet wurde. bindet. Er allein ist es auch, der uns in der Zukunft für jede Belastungsprobe bereit findet und uns damit voller Zuversicht dem Kommenden entgegensehen läßt. Diese Männer und Frauen und diese Jugend, (für die in diesem Bericht einige Beispiele sprachen), die in dieser Sammlung ohne jedes Pathos, sondern in selbstverständlicher Bereitschaft mehr als einen verstandesmäßigerweise au erwartenden Beitrag abgaben, find die Ehre oer Heimat schlechthin. Diese Ehre für die kommenden Zeiten in gleicher Reinheit zu bewahren, möge Ausmaß steigerte, war ein nicht zu übersehender Ausdruck des unbedingten Kampfgeistes der Heimat. Die Einsahfreudigkeit der Tausende von Helfern Helferinnen legte Zeugnis davon ab, daß der re'. r Balearen sa ' habe SDla. :n. sranzöfi. ei französi, LC5 »egen assen nicht, >e Mittags, ehrend noch ten Versuch _8ing das sind zu be. 'Sher 96 ge. fieit it über Kas. t Dr. e. h. 5 m Saar. Ausbildung nd Strauß Laugs das Königlichen einer beruf- 1 des Chor« rg ernannte utsche San. des Musik- id. Fichte!» rbad, wird >olungsweck Ausnutzung rgelmaßigen iolungsweck enden Müb ■„•N e.J LS" M M - lif d-r K Ls W« rben, k fthr W«* L rtan mi Srtn« S r-L i rS»i sä let ein r I ®lüt. In Frankfurt schloß ein Einzelhändler für einen ganzen Tag seinen Betrieb, um sich mit feiner gesamten Familie und' vier Angestellten in den Nähstuben der NS.-Frauenschaft zur Mitarbeit zur Verfügung zu stellen. In Mainz brachte ein Rentner von 74 Jahren, selber nicht in guten Verhältnissen, ein wollenes Hemd und zwei Paar Socken, die ihm zu Weihnachten von Verwandten geschenkt worden waren. Auch hier blieben die Ein- Wendungen des Ortsgruppenleiters ohne jeden Erfolg. Der Greis erklärte auf das entschiedenste, daß er nichts mehr mit zurücknehme, sondern diese Dinge der Front zur Verfügung stelle. In Gießen gab ein Fahrer, der damit beschäftigt war, die gesammelten Sachen zum Bahnhof zu bringen, feinen Pelzfußsack, den er selbst erst vor kurzer Zeit erhalten hatte, für die Sammlung ab. In - B i n g e n erschien eine Waschfrau, sie hatte den Pelzbesatz an Kragen und Aermeln des Mantels abgetrennt und ihn zur Verarbeitung zur Sammelstelle gebracht. Ihr Sohn gab den einzigen warmen Schal ab. Als man ihn daran hindern wollte, erklärte er, er könne ja feinen Kragen hochstellen, wenn es gar zu schlimm wird. Aber er wisse genau, daß die Soldaten den Schal notwendiger brauchen. In G r o ß - Gerau erschien eine alleinstehende Frau, Mutter von vier Kindern, die außerdem durch die Zerstörung ihres Haufes bei einem Fliegerangriff viel verloren hatte, und brachte selbstgefertigte Wolljachen, obwohl sie in ihrem Haushalt, wie der Orts- Gruppenleiter wußte, notwendigst gebraucht wurden. Ein Wollhemd, das ein 69jähriger Invalide in Worms abgegeben hatte, enthielt einen Zettel, auf welchem mit ungelenker Hand folgende Worte au lesen waren: „Zum Dank gewidmet für den Einsatz und die helllenhafte Verteidigung des Dater- lande. Sie sollen gesegnet fein, und Gott möge Ihnen weiter Helsen bis zum glorreichen Endsieg! Heil Hitler!" Mit nicht geringerer Gebefreudigkeit setzte sich die Landbevölkerung unseres Gaues für die Sammlung ein. In dem Dorfe Eibach im Dill- kreis erschien die 70 Jahre alte Rentnerin Emma Bender und brachte ein Paar dicke Wollha nd - schuhe. Sie hatte im Sommer die auf der Viehweide an den Dornen hängen gebliebenen Wollflocken gesammelt, diese versponnen und daraus ihre Spende hergestellt. Im gleichen Ort brachte der 72 Jahre alte Schäfer Jakob Franz seinen Schaffellmantel zur Sammlung. Mit Tränen in den Augen erklärte er: „Ich habe die Nacht nicht schlafen können. Ich habe mit mir und meinem Fellmantel gekämpft, aber' jetzt bin ich Sieger — hier ist der Mantel. Die wenigen Jahre, die ich noch lebe, bringe ich auch ohne ihn hin, aber in Rußland kann er deutschen Jungen das Leben retten.* Im Schlit- zer - Land hörte eine Bäuerin von dem Herrichten der Wintersachen in den Nahstuben der NS.- Frauenschaft. Sie machte sich auf einen 20 Kilometer langen Weg und arbeitete in der Kreisstadt Lauterbach unentroeat an der Fertigstellung der Winterfachen für unsere Soldaten In welchem Um. fang die Landbevölkerung die Sammlung unterstützte, geht zum Beispiel auch aus dem Ergebnis der Ortsgrupe Hahnstätten im Unterlahnkreis hervor. Hier hat jeder Haushalt so viel ab geliefert, daß sich die Zahl der gespendeten Stücke genau mit der Einwohnerzahl deckt. Dieses eine Beispiel hat sich vielfach wiederholt. In vielen Dörfern, vor allem wird es aus Hennethal im Untertaunuskreis gemeldet, surrten zu Weibnatbten die Spinnräder. Fleißig wurde bis spät in die Nacht hinein aefüonnen und gestrickt, und wenige Taae später fanden warme schafwollene Strümpfe, Kops- und Odrenfchützer für die Soldaten den W-a zur Sammelstelle. Immer wieder wird auch gemeldet, daß Mädel und Jungen kamen, die ihren «mblich erfüllten Weib- nachtswunlch ein Baar Skier, den Sammel- st"llen abgaben. In Wieshnd-'n kam ein 13iähriaes Mädel zur Sammelstelle Mit ernstem aber festem Blick übergab es seine Skier, streichelte sie noch einmal und sagte: ,Zch hätte euch gerne behalten, ober unsere Soldaten brauchen euch notwendiger.* Damit war für sie der Fall ebenso erledigt, wie für den Hitlerjungen in Mainz und trief m anderen Orten untere? Gou"S. ©ehr ost wurden der Sammlung auch Gegenstände zugeführt, die einen ait?aefnrotf>e« nen Erinnerungswert besaßen. Da ist zum Beispiel ber Fall eines heute 60 Jahre alten Matrosen in Mainz. Er war dabei, als im Jahre 1898 das Kadettenschulfchiff „Gneisenau* im Golf von Biseaya unterging. Eine Wolldecke war damals der einzige Gegenstand, den er neben seinem Leben retten konnte. Sie war ihm nicht zu schade, heute einem unterer Soldaten Warme spenden tu können Auf einer Sckmmelstelle 'm Dingen erschien weiter der Vater eines 1914 tödlich ab gestürzten Fliegers und überbrachte die. Fliegerkombination seines Sohnes. Ebenfalls in Bingen brachte eine Frau ein Paar Handschuhe, die einzige Erinnerung ihres in Afrika als Flieger abgestürzten Sohnes» Das überragende Gauergebnis. Bisher 116 Waggons verladen. — Hessen-Nassau an der Spitze des Reiches. NSG. Nach dem bis zum 9. Januar 1942 einschließlich vorliegenden vorläufigen Ergebnis der Sammlung von Voll- und Wintersachen für die Front wurden im Gau Hessen- Nassau 2 094 392 Stücke gesammelt. Diese Gegenstände wurden insgesamt in 116 Waggons verladen, von denen 93 bereits der Wehrmacht übergeben wurden und 23 zu ihrer Abnahme bereitstehen. Dieses überaus hervorragende Ergebnis bedeutet, daß pro Haushalt im Gau Hessen-Nassau 2.34 Stücke gespendet wurden. Das Endergebnis kann noch nicht mitgetdlt - werden, da zur Zeit noch in den Nähstuben der NS.-Frauenschaft und beim Kürschnergewerbe Unterziehmäntel angefertigt werden und Restbestände aus den besonders großen Mengen von gespendeten Pelzsachen sachgemäß verarbeitet werden. Schon jetzt aber darf festaesteltt werden, daß das im Gau Hessen-Nassau erreichte Ergebnis ander SpihedesReiches liegt und die Bevölkerung Hessen-Nassaus damit einen überzeugenden Beweis des tätigen Nationalsozialismus erbracht hat. zg Menis um e> en »fern Singen- nenzua drei i in Straß« von dem a erfaßt nfalles. Erst irjtümmelten Die Heimat spendet für die Front. — (Zeichnung: Scherl-Bilderdienst-M. sThomasj.) NSG. Mit stolzer Genugtuung dürfen wir heute auf das bisher vorliegende Ergebnis blicken, das der Gau Hessen-Nassau in der Sammlung der Wall- und Wintersachen für die Front erreichte. Die Treue der Heimat zucki kämpfenden Soldaten konnte keinen sinnfälligeren Ausdruck erhalten als durch diesen Erfolg einer tätigen Volksgemeinschaft. Wohl niemand, der mit eigenem Tun an diesem Ergebnis beteiligt ist, wird mit dem Blick auf die Front seinen Beitrag als Opfer gewertet, sondern ihn als selbstverständliches Geben genannt wissen wollen. Dieses Geben aber geschah nicht aus dem N w I , ein Steg keisser.Hcrzen überiiieKattc des tyWt'rs ckiKWi . .».«Mi ■ ■ /) Aus der Stadt Gießen. Vorschrifismäßige Verdunkelung spart Geld und Slerger. Wenn mir uns etwa bisher bei der Verdunkelung schlecht und recht beholfen haben, beim Umzug oder auch dann, wenn durch den mehrjährigen Gebrauch eine vorhandene Verdunkelungsvorrichtung sehr schadhaft geworden und im ganzen verbraucht ist, so daß es nicht mehr möglich ist, sie auszubessern, kann die Beschaffung einer neuen notwendig werden. Viele Volksgenossen werden sich in einem solchen Falle die Vorrichtungen selbst bauen, manche werden sich eine fertige Vorrichtung kaufen und selbst anbringen, andere wieder werden sie durch einen Handwerker anbringen lassen. Firmen, die derartige Vorrichtungen Herstellen oder einbauen, müssen über die dafür geltenden Vorschriften Bescheid wissen. Baut eine solche Firma eine nicht lichtdichte Verdunkelung, so hat der Kunde das Recht, die Abstellung des Mangels zu verlangen. Nötigenfalls kann eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Luftschutzgesetz erstattet werden, da nach -diesem Gesetz der Verkauf von unzulänglichen Verdunkelungs-Vorrichtungen strafbar ist. Die anderen, die sich eine fertige Vorrichtung im Ladengeschäft zum Selbstanbringen kaufen, lassen sich am besten dort beraten. Sie können außerdem verlangen, daß ihnen von dem Verkäufer eine Ein- bauvorschrift ausgehändigt wird. Den Volksgenossen, die sich ihre Verdunkelungs- Vorrichtungen selbst anfertigen wollen, wird empfohlen, sich durch ihren RLB-Amtsträger (Luft- schutzreoiergruppe) beraten zu lassen. Dieser ist in der Lage, vor den hauptsächlich vorkommenden Fehlern zu warnen und die im einzelnen Fall günstigste Ausführung anzugeben. Die Amtsträger haben bei den vielen Fällen, die sie im Verlauf der Jahre tennengelernt haben, die nötige Erfahrung, um auch in schwierigen Fällen den richtigen Rat geben zu können. Allgemein sei hier darauf hingewiesen, daß eine Verdunkelungs-Vorrichtung in der Regel nicht innerhalb der Fensternische angebracht werden soll, sondern auf der inneren Fensterwand derart, daß sie die Maueröffnung des Fensters auf allen Seiten mindestens zehn Zentimeter überragt und gut an der Wand anliegt. Deshalb sollte auch Vorsorge getroffen werden, daß der Vorhang nach dem Herablassen bzw. Zuziehen unten eingehängt und damit gespannt werden kann, wodurch sich ein besseres Anliegen ergibt und insbesondere bei Verdunkelungspapier ' das Welligwerden verringert wird. Durch das Anbringen von Andrückern kann man abstehende Seitenränder in einfacher Weise an die Wand andrücken. Wenn die Vorrichtung- aus irgendeinem Grunde doch innerhalb der Fensternische angebracht werden muß, so ist die fehlende Wandauflage durch feste oder herumklappbare Leisten, Abdeckstreifen oder dergleichen zu schaffen. Dasselbe gilt bei zurückspringenden Fensterbänken. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß es bei einiger Sorgfalt und mit etwas Geschick immer möglich ist, auch in schwierigen Fällen einen lichtdichten Abschluß zu erreichen. E. Sch. Arbeitsbuch öffentliche Urkunde. Nach allgemeiner Rechtsauffassung, die durch höchstrichterliche Entscheidungen bestätigt wird, ist das Arbeitsbuch fn feinem vom Arbeitsamt ausgestellten Teil eine öffentliche Urkunde im Sinne der 267/268 RStGB. Die Eintragungen der Unternehmer im Arbeitsbuch find im Sinne der gleichen Vorschriften Privaturkunden, die zum Beweis von Rechtsverhältnissen von Erheblichkeit sind. Urkundenfälschung durch eigenmächtige Veränderung der Eintragung im Arbeitsbuch wird danach schwer be- straft. Von der Lazarettbetreuung. Zn der verflossenen Woche zeigte in zwei Lazaretten Lehrer Appelmann von der Kreisbildstelle Gießen die Filme „Grönland-Expedition von Wegner" und „Der Hase und der Igel". Die NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht in einem Lazarett eine bunte Vortragsfolge. Mit Wiener Walzer, Step und Spagat zeigte die Tänzerin Gretel Schubert ihre Kunst. Emil K e m p erfreute als Musikal-Clown. Robert Piller musizierte am Klavier und auf dem Bandonium. Die verbindenden Worte sprach Otto Schuhmann. Sein Jonglierefi mit großen Zahlenreihen und die von ihm gezeigten Kartenkunststücke waren verblüffend. Reicher Beifall lohnte die Künstler. — Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Meirich in Lauterbach spendeten die Ortsfrauen- schaften in Romrod und Liederbach eine große Zahl guter Kuchen für die hiesigen Lazarette, welche dankbar in Empfang genommen wurden. — Die NSD.-Kreisamtsleitung hatte am Sonntag zu der Filmveranstaltung im Lichtspielhaus eine große Zahl Verwundeter aus den hiesigen Lazaretten eingeladen. Fahrzeugverdunkelung wird überwacht Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei hat die Polizeibehörden angewiesen, noch mehr als bisher die vorschriftsmäßige Beleuchtung sowie die Verdunklung an Fahrzeugen zu überwachen. Besonders auf dem Lande werden vielfach Fuhrwerke und andere kleinere Fahrzeuge angetroffen, die entgegen den Bestimmungen bei Dunkelheit keine roten Schlußlichter führen. Erfahrungsgemäß bilden auf der Fahrbahn abgestellte Fahrzeuge, die bei Verdunklung für den übrigen Verkehr nicht ausreichend erkennbar gemacht find, eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit auf den Straßen. In derartigen Fällen wird künftig gegen die Verantwortlichen mit schärfsten Maßnahmen vorgegangen. Landkreis Gießen. -- L i ch , 12. Jan. Metzgermeister Hermann R a u von hier, zur Zeit Feldwebel in einem Infanterie- Regiment im Osten, wurde für besonderen Einsatz mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz II. Klasse hatte er im Juni 1940 für hervorragende Tapferkeit bei den Kämpfen in Frankreich erhalten. Ein ReinfaN beim SchuhLezug. Lpd. Marburg, 11. Jan. Wie eine Nachprüfung an Ort und Stelle ergab, hatte eine hiesige Einwohnerin bei Beantragung eines Bezugscheines für ein Paar Schuhe ihren Schuh- bestand nicht richtig angegeben. Das Wirtschaftsamt verhängte daher gegen sie eine Ordnungsstrafe in Höhe von 100 RM. und zog die zu Unrecht bezogenen Schuhe wieder ein. hJLrSpoct Ein Verlust für den Sport. Die feierliche Beisetzung des am vergangenen Mittwoch verstorbenen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Graf Henry de Baillet-Latour, fand am Samstag in Brüssel im Beisein führender Persönlichkeiten des deutschen, des belgischen und des internationalen Sports statt. Dr. Ritter von Halt legte Kränze im Auftrag des Führers, des Reichssportführers und des Internationalen Olympischen Komitees nieder. Die Brüsseler Nachrichten-Agentur Belga-Preß veröffentlicht eine Unterredung mit den deutschen Sportführern Dr. D i em und Dr. Ritter v. Halt. Dr. D i e m würdigte dabei die großen Verdienste und die Gerechtigkeit des Verstorbenen, der ein aufrichtiger Freund des neuen Deutschlands war und dessen Ableben in allen Kreisen des deutschen Sports tief empfunden werde. Man habe für die bevorstehende Neuordnung des europäischen Sports, der auf Grund der Tatsache, daß die sportlichen Beziehungen sich trotz des Krieges auf dem europäischen Kontinent immer mehr ausgedehnt und zahlreiche kleine Nationen am internationalen Sportbetrieb größeren Anteil haben, notwendig geworden ist, sehr viel von der Persönlichkeit des Grafen Baillet-Latour erwartet. Aus diesem Grunde sei der Tod des verdienten Sportführers ein sehr empfindlicher Verlust für den europäischen sowie internationalen Sport. Nachruf des Reichssportführers. „Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Graf de Baillet-Latour, ist unerwartet am 7. Januar in Brüssel einem Herzschlag erlegen. Mit der aanzen olympischen Welt trauert auch der Deutsche Olympische Ausschuß. Er gedenkt gern der freundlichen Gesinnung, die Graf de Baillet-Latour dem deutschen Sport entgegengebracht hat, und der Freundschaft die ihn mit uns verband. Wir werden das Andenken dieses ritterlichen und aufrechten Mannes in Ehren halten. von Tscharnmer und Osten, Reichssportführer. Präsident des Deutschen Olympischen Ausschusses."' Fußball am Sonntag. Die gestrigen Spiele des Kreises Gießen waren besonderen Einflüssen unterworfen. So kam es, daß Steindorf zum Pokalwiederholungsspiel gegen die Luftwaffe nicht antrat. In Ehringshausen unterlag der VfB.-Roichsbahn nach gleichwertigem Spiel mit 3:1. In Steinberg trat Sinn nur mit 9 Mann an. Nach dem Verzicht auf die Punkte einigte man sich auf ein Gesellschaftsspiel, das nach 2mal 30 Minuten 0:0 endete. Beim Spiel in Naunheim entschwand beim Stande von 2:1 für die Platzbesitzer der Ball in den Fluten der Lahn, und da man keinen Ersatz hatte, verließ Burgsolms die Stätte des Kampfes. i m—na—a—ni 1900 — Universität 0:9. Die Blau-Weißen erlebten gegen die Universität eine böse Ueberraschung. Unter Berücksichtigung des Umstandes, daß Becker, Goß, Weniger, Schellhaas und Langsdorf nicht mit von der Partie und demzufolge nur 9 Mann zur Stelle waren, ist die Niederlage verständlich. Die Reichsbahner in Ehringshausen 3:1 geschlagen« Die Hoffnung, roenigitens einen Punkt mit nach Gießen zu bringen, wurde zunichte. Spielverlauf: Ehringshausen hat Anstpß und kann den Ball in den Strafraum Gießens bringen, wo durch die Verteidigung geklärt wird. Das Spiel geht hin und her, und immer wieder müssen die Hintermannschaf« ten rettend eingreifen. Eine Vorlage von der Läu- ferreihe wird von dem Linksaußen aufgenommen und zur l:O-Führung für Ehringshausen verwandelt. Durch schnelles Abspiel kommt immer wieder Ehringshausen in den Strafraum der Gießener, bei der Abwehr des linken Verteidigers ertönt .der Pfiff, und es heißt Elfmeter. Dieser wird von Ehringshausen verwandelt. Nach einigem Hin und Her werden manche sichere Chancen versiebt. Mit dem Stand von 2:0 für Ehringshausen geht es in die Pause. Die Reichsbahner haben nun Anstoß und können das Spielgeschehen in den Strafraum von Ehringshausen verlegen. Aber die Hintermann- schäft ist hart und ausdauernd und kann immer wieder klären. Bei einem Foulspiel von Ehringshausen kann der Halbrechte durch Strafstoß ein Tor für die Gießener aufholen. Nach Mittelanstoß kommt E. wieder ins Drängen und läßt hier wieder manche Torgelegenheit aus. Hier ist es immer wieder die Hintermannschaft, die rettend eingreift. Eine schlechte Abwehr führt zu einem Eckball, der, vom Linksaußen gut getreten, im Gewühl zum 'Qiich jpQUoauaa usjnvhsümahD -Mil T:£ Fußball-Meisterschaftsspiele. Hessen-Nassau. FSV. Frankfurt — Kickers Offenbach 1:1 Hanau 93 — Eintracht Frankfurt 2:2 SV. Wetzlar 05 — KSG. Wiesbaden 0:2. Kurh sssen. RSG. Borussia Fulda — SpV. Kassel 9:1 VfL. 1860 Marburg — SC. 03 Kassel 1:3 BC. Sport Kassel — BV. 06 Kassel 2:0 Hermannia Kassel — SG. Petersberg 3:2. Handball-Meisterschaftsspiele. Hessen-Nassau. TG. Offenbach — Polizei Frankfurt 2:15 TV. Mombach — GfL. Pfungstadt 5:3 TG. Dietzenbach — LSV. Gießen 4:9 TG. Rüsselsheim — TG. Friedberg 19:4. Eishockey Deutschland - Schweiz 1:4. Das bedeutendste Sportereignis des zweiten Januar-Sonntags war der Eishockey-Länderkampf Deutschland — Schweiz in München. Vor 8000 Zuschauern gewannen die von ihren zahlreichen Landsleuten stark angefeuerten Schweizer nach einem offenen Kampf 4:1 (1:1, 1:0, 2:0). Die Revanche für die letzte Niederlage glückte somit nicht, und in elf Begegnungen hat die Schweiz sechs Siege zu verzeichnen. Hmiptschrifüester: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter be« Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. ftr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot» für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. A. Vcrlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.8, 156 0 149 D gesucht 0140 Hilfskräfte gesucht 154 D Mmleio laus- und toiemdche Commerzbank Gieren Johannesstraße 17 D.L.R.G. BezirkOberhess. An nachstehenden Tagen wird im Volksbad Gießen ein Lehrgang im ReftanRKSKchwimmesi durchgeführt. Anschi. Prüfungsabnahme. Teilnehmer wollen sich an der Kasse des Städt.Volksbades bis zum 19. Jan. in eine Liste eintragen. Unkostenbeitrag RM. 1.—. Dienstag, den 20. Januar, 19-22 Uhr Mittwoch, den 21. Januar, 19-21 Uhr Samstag, den 24. Jan., 19* ..-217 Uhr Dienstag, den 27. Januar, 28-22 Uhr Mittwoch, den 28. Januar, 19-21 Uhr Alle Lehrscheininhaber, die sich zur Verfügung stellen können, bitte ich um Benachrichtigung bis 17. 1. 42. Fr. Pascoe, BEeichstr. 7. [0145 Jüngere Kraft zurUnterstüßung des Buchhalters von Großhandlung gesucht. Angebot unter 0144 a. d. G. A. Schlafzimmer und Küche zu vermieten. Lollar, Adolf Hitler- Straße 38. 0138 Danksagung. Herzlichen Dank allen, die uns bei dem schweren Verlust durch den Heldentod unsres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Vetters und Neffen, Dieter Jüngst. Gefreiter und Geschützführer in einer I.-G.-Komp., durch Wort und Schrift ihre Anteilnahme bezeugten. - Besonderen Dank Herrn Pfarrer Alt für die trostspendenden Worte bei der Gedächtnisfeier und allen, die daran teilnahmen und durch Kränze und Blumen ihre Liebe u.Wertschätzung bekundeten. In tiefem Leid im Namen aller Hinterbliebenen: Karl jüngst, Lehrer a. D. Mücke, im Januar 1942. " Der gute Jungs Hustentee ab 65 Pfennig Spitzwegerichsaft gr. Fl. 2.- DI. 1 Die guten Helfer für Sie! Fachgeschäft für Heilkräuter Kräutertifcus Jungs Gießen, in der Maus bürg d Garage frei 0141 Ebelstratze 31 Ruf 2563. Heute Montag Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr bis Mittwoch, den 14. Januar einschließlich. Jugendliche haben keinen Zutritt! | Verkäufe | Mittwoch, den 14. Jan. kommt ein Transport SevkeS am Babnhof Kinzenbach £ zum Verkauf. 0 Ernst Mandler, Heuchelheim. Am Samstag früh um 6.30 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden unser liebes, gutes, unvergeßliches Töchterchen und Schwesterchen, unser liebes, braves Enkelchen, Nichte und Kusine Tonichen im fast vollendeten siebenten Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Ringer und alle Angehörigen. Steinberg, (Geißweid, Kiafeld, Kr. Siegen), Leihgestern und Gr.-Linden, 12. Januar 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 13. Jan., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Ferd.- Werner-Straße 4 aus statt. HotelPrinzCarl Putzfrau für mehrere Stunden a. Tage gesucht. l 67 D Blockstraße Up. Tf• 1 > „je OohrsajBild zu verk. 0139 Lollar, Adolf Hitler- Straße 38. 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