(92. Jahrgang Nr. 266 Ericheim läguch, aufeei Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ftnmilienblätter Heimat imBilb-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.....RM.1.8V Lm'tellgebÜör,.. „ -.28 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern iniolae böberei Gewalt Fernivreckanfchlnß 2251 Drahtanschrift: Anzeiger" Postscheck 1169k Franks./M. ' Mittwoch. N.November(9^2 Sietzener Anzeiger Annahme von Ameisen für die Mittagsnummer biS8'/,UbrdetzBormittagS Anzeig en-Breiie für die Wllimeter-Bcile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan» zeigen und private Gelegenbettsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Geleaenvettsanzeigen Ma-oorichrM < vorherige Berembarung) 25e/e mehr vrWsche UniverfttStrdrnckeret H. t«-r General-Anzeiger für Oberhessen ^Wk^S^illtra^M1 Die deutsche Wehrmacht übernimmt den Schuß der französischen Grenze und der afrikanischen Vesißungen der europäischen Völker. Befehl zum Durchmarsch durch das bisher unbesetzte französische Gebiet. — Gegen englisch-amerikanische Angriffspläne auf Korsika und die südfranzösische Küste. - Brief des Führers an Marschall petain. - Aufruf an das französische Volk. Berlin, 11. Rov. (DRB. Funkspruch.) Der 5 ü fr . e r hat dem französischen Staatschef Warschall Petain folgenden Brief geschrieben, der heute früh im französischen Rundfunk veröffentlicht wurde. Herr Warschall! Seit dem Tag, da mich das Schicksal zur Führung meines Volkes berief, habe ich mich ehrlich bemüht, ein besseres Verhältnis zu Frankreich, selbst unter schweren Verzichten Deutschlands, herzu- stellen. Wenn diese Versuche erfolglos blieben, war es nicht meine Schuld. Die am 3. September 1939 von England und Frankreich Deutschland übersandten Kriegserklärungen haben mich und das deutsche Volk deshalb um so tiefer berührt, ak weder für England noch für Frankreich ein auch nur einigermaßen triftiger Grund hierfür vorhanden war. Der schnelle und für Frankreich so unglücklich ausgehende Feldzug konnte mich trotzdem nicht von dem Gedanken befreien, die Bildung einer besseren europäischen Solidarität wenigstens für die Zukunft noch offenzulassen. Ich habe in diesem Sinne in die Waffenstillstandsbedingungen nichts eingefügt, was der in der Präambel angekündigten Zielsetzung widersprechen oder in ihrem Sinne nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Das Deutsche Reich hat deshalb auch die damalige Schwäche Frankreichs nicht ausgenuht, um Er- Pressungen auszuüben, sondern nur das gefordert, was ein Sieger in einem solchen Falle zu fordern gezwungen ist, nämlich: die Sicherstellung des Erfolges, das heißt die Garantie dafür, daß der Waffenstillstand nicht eine vorübergehende Episode, sondern die praktische Beendigung des Krieges bedeutet und endlich, daß dieser Waffenstillstand unter keinen Umständen infolge seiner Wilde zu einer Verschlechterung der militärischen Situation des Reiches führen dürfe für den Fall einer durch die Intransigenz der früheren Verbündeten Frankreichs verschuldeten Fortdauer dieses Krieges. Deutschland hat in dieser Zeit keine Forderung auf die französische Kriegsflotte erhoben, es hat auch nicht im geringsten eingegriffen in die Sou- veränltät der französischen Regierung in ihrem Kolonialreich . 3n der Hoffnung, den Krieg doch noch nach Europa tragen zu können, haben England und Amerika nunmehr begonnen, französische Gebiete in West- und Rordafrika anzugreifen und fle zu besehen. Frankreich ist seinerseits nicht in der Lage, diesem Angriff auf die Dauer zu widerstehen, Deutschland und Italien können aber unter keinen Umständen zusehen, daß hier der -wafsensiillstandsvertrag eine Auswirkung erhalt, Öle sich auf die Dauer gegen die beiden Staaten richten muß. In genauer Beobachtung der Bewegungen der amerikanisch-englischen Transportverbände sowie aus einer Anzahl von nicht mehr anzuzweifelnden Wel- dungen haben die deutsche und italienische Regierung erfahren, daß das nächste Ziel der britischamerikanischen Invasion Korsika und Südfrankreich selbst sein sollen. Damit sind die Voraussetzungen und Grundlagen k»es Waffenstillstandsvertrages ohne Verschulden Deutschlands und Italiens beseitigt. Die deutsche and italienische Regierung sind unter diesen Umständen übereingekommen, sofortige Waß- nahmen zu ergreifen, um der Fortsetzung der englisch-amerikanischen Anschläge wirksamst entgegen 3 utrefen. Ich beehre mich, Ihnen, Herr Warschau, unter liefen Umständen zn meinem Leidwelen mitteilen in müsten, daß ich zur Abwehr der uns drohenden Gefahr mich gezwungen gesehen habe, in lieberem- Itimmung mit der italienischen Regierung meinen Truppen den Befehl zu geben, auf schnellstem Wege durch Frankreich hindurch die Wittelmeerküste zu besehen und zwei- lens am Schuhe Korsikas gegen den drohenden Angriff der amerikanisch-englischen Streitkräfte lkilzunehmen. Ich bin zu diesem Schritt besonders gezwungen ivordm burch das Verhalten eines französischen Generals, der in seiner Kriegsgefangenschaft eine Krankheit simulierte und aus diesem Grunde dank der ihm gegebenen Erleichterungen zu fliehen vermochte und der dann, entgegen der mir erteilten Versicherung seiner ehren- ivörtlichen Verpflichtung Ihnen, Herr Warschau, gegenüber im Dienste der angelsächsischen Linbruchsmächte nunmehr wieder nicht nur gegen Deutschland, sondern sogar gegen sein «igenesLandzu kämpfen entschlossen ist. Ich darf Ihnen daher an dieser Stelle mitteilen, frerr Warschau, daß sich das Vorgehen der deutschen Truppen nicht gegen Sie als Staatsoberhaupt und verehrungswürdigen Führer tapferer französischer Soldaten des Weltkrieges oder gegen die französische Regierung richtet, als auch nicht gegen all jene Franzosen, die den Frieden wünschen und die vor allem es vermeiden wollen, daß ihr eigenes schijnes Tand noch einmal zum Kriegsschauplatz wird. Ich möchte Ihnen in diesem Sinne auch versichern, daß sich der Einmarsch der verbündeten Truppen in Frankreich nicht richtet gegen die französische Wehrmacht, sondern daß ich noch immer in der Hoffnung lebe, eines Tages mit ihr gemeinsam Europa und den zu Europa gehörenden afrikanischen Besitz gegenüber der angelsächsischen räuberischen Koalition zu verteidigen. Endlich soll sich dieser Einmarsch nicht richten gegen die französische Verwaltung, von der ich hoffe, daß sie ihren Aufgaben wie bisher nachgehen wird, denn das einzige Ziel unseres Vorgehens ist es nur, zu verhindern, daß sich die nordafrikanischen Zustände plötzlich auch an der südsranzösischen Küste wiederholen. Dagegen Vorsorge zu treffen, fühle ich mich vor meinem Volk und in weiterem Sinne vor ganz Europa verantwortlich, denn das Aufgehen dieses Kontinents in einem neuen Krieg könnte nur zur Vernichtung aller europäischen Staaten und vor allem der gesamten europäischen Kultur führen. Ich möchte Ihnen dabei noch versichern, Herr War- schall, daß ich im selben Augenblick, in dem sich die Lage im Wittelmeer so weit gebessert hat, daß von einer Gefährdung der im Waffenstillstandsvertrag niedergelegten Interessen des Reiches nicht mehr gesprochen werden kann, entschlossen bin, meine Truppen sofort wieder hinter die alte Demarkationslinie zurückzuführen. Ebenso möchte ich Ihnen, Herr Warschall, endlich noch versichern, daß Sie und Ihre Regierung sich von jetzt ab in ganz Frankreich frei und ungehindert bewegen können, denn ich habe mich seinerzeit gegen die Verlegung der Regierung nach Versailles nur deshalb ausgesprochen, weil ich fürchtete, daß von der feindlichen Propaganda immer nur behauptet worden wäre, Sie, Herr Warschall und Ihre Regierung seien bet Freiheit beraubt und unter diesen Umständen nicht Gleichzeitig hat der Führet folgenden Aufruf an das französische Volk erlassen: Franzosen! Offiziere und Soldaten der französischen Wehrmacht! Am 3. September 1939 wurde durch die englische Regierung ohne Grund und ohne jede Veranlassung Deutschland der Krieg erklärt. Ls ist damals leider den verantwortlichen Arrangeuren dieses Krieges gelungen, auch die französische Regierung zu bewegen, sich ihrerseits der englischen Kriegserklärung anzuschließen. Für Deutschland bedeutete dies eine unverständliche Herausforderung. Die deutsche Regierung hatte von Frankreich nichts gefordert und nichts verlangt. Sie hatte an Frankreich keine Zumutungen gestellt, die es hätten verletzen können. Das deutsche Volk, das nun mit dem Blute seiner Wanner diesem Angriff entgegentreten muhte, hatte keinen haß gegen Frankreich empfun- den. Trotzdem brachte dieser damit ausgelöste Krieg über zahllose Familien in beiden Ländern Leid und Unglück. Rach dem Zusammenbruch der französisch-englischen Front, die mit der Flucht der Engländer aus Dünkirchen zur Katastrophe ausartete, erging an Deutschland das Ersuchen um die Gewährung eines Waffenstillstandes. Das Deutsche Reich hat in die- mehr in der Lage, ihre Geschäfte wahrzunehmen. Rachdem nun durch die oben geschilderten Umstände das Reich und Italien gezwungen sind, zum Schuh der durch die Waffenstillstandsverträge niedergelegten Interessen der drohenden englisch-amerikanischen Invasion entgegenzutreten und damit auch die Grenzen des übrigen Frankreichs zu besehen, fällt dieser Grund für das Verbleiben der französischen Regierung in Vichy weg. Ich möchte daher diesen Augenblick bennheu, um Ihnen die Zurücknahme dieses bisherigen Vorbehalts mitzuteilen. Ich kann verstehen, wie schwer Sie, Herr Warschall, das Schicksal Ihres Landes trifft, allein ich darf Sie bitten, an das Schicksal meines eigenen Volkes zu denken, das feit Iahren einen ihm ohne feine Schuld aufgezwungenen Krieg zu führen hat und auch jetzt unter dem Zwang der härtesten Rotwe ndigkeit, die oben mitgeteilte Entscheidung hat treffen müssen. Ich spreche die Hoffnung aus, daß es nicht nur aus diesem Anlaß zu keinem neuen Blutvergießen zwischen Frankreich und Deutschland kommt, sondern daß im Gegenteil durch diesen Schritt gegen die außerkontinentalen Friedensstörer eine Annäherung der eu- ropäischen Völker stattfinden wird. Deutschland ist deshalb entschlossen, wenn irgend möglich, Seife an Seite mit den französischen S 01daten die Grenzen Ihres Landes und damit auch die Grenzen der europäischen Kultur und Zivilisation zu verteidigen. Was an den deutschen Truppen liegt, um diesem Zweck durch ihre Haltung und Einstellung dem französischen Volk und feinen Soldaten gegenüber zu dienen, wird geschehen. Ich möchte Sie aber, Herr Warschall, noch bitten, daß auch die französische Regierung in dieser Stunde alles veranlaßt, was geeignet ist, Spannungen zu beseitigen und einen reibungslosen Verlauf dieses im Sinne der Interessen auch Frankreichs notwendigen Schritts garantieren kann. Wit dem Ausdruck meiner aufrichtigen Verehrung bin ich, Herr Warschall, Ihr ergebener gez. Adolf Hitler. fern waffensiillstandsvertrag nichts verlangt, was der Ehre der französischen Armee hätte Abbruch tun können. Aber es müßte Vorsorge getroffen werden dagegen, daß, wie es im Interesse der britischen Kriegsanstifter liegt, durch bezahlte Agenten früher oder später der Kampf wieder würde beginnen können. Das Ziel Deutschlands aber war es nicht, Frank-' reich zu demütigen ober zu vernichten ober bas französische Weltreich zu zerstören, fonbem bas Ziel war im Gegenteil, burch einen späteren vernünftigen Frieben eine allgemeine Atmosphäre ber gegenseitigen Berffänbigung in Europa herbeizuführen. Seit biefer Zeit haben Lnglanb unb nunmehr auch Amerika versucht, wieder auf französischem Boden Fuß zu fassen, um den Krieg — so wie es in ihrem Interesse liegt — auf fremder Erde weiterzuführen. Rachdem diese Anschläge überall jämmerlich zusammengebrochen waren, fand nun der englisch-amerikanische Ueberfall auf die w e stund nordafrikanischen Kolonien statt, hier ist der Kampf in den französischen Besitzungen leichter zu führen als gegen die von Deutschland verteidigten Küsten im Westen. Seit 24 Stunden ist nun ber beutschen Regierung axiFBAAO totrwm' •wnt» MALNiA AKTE nm* * . MALTA mMPTODS* ©er Führer an das französische Volk! Oer neue Kriegsschauplatz. Die amerikanisch-englischen Landungen in West- afrifa, Marokko und Algerien Haden einen neuen Kriegsschauplatz geschaffen. Das nächste Ziel ber amerikanisch-englischen Aktion ist die Gewinnung einer festen Basis im Süden des westlichen Mittelmeerbeckens. Das weitere Ziel ist, von dieser Basis im westlichen Mittelmeerbecken und von Aegypten aus die ganze Südküste des Mittelmeers militärisch zu beherrschen und auf diese Art auch das Kräfteverhältnis im Mittelmeer selbst umzukehren, insbesondere aber die Durchfahrt vpn Gibraltar nach Aegypten durch den Suezkanal für englische und amerikanische Schiffe wieder zu sichern. Das Mittelmeer war der Schauplatz der Kämpfe: zwischen Nom und Karthago; zwischen den großen römischen Feldherren selbst, wie Cäsar und Pom- pejus; es war Schauplatz der Machtteilung zwischen Nom und Byzanz; es war Schauplatz der Kämpfe zwischen Ostgoten und Bandalen mit Byzanz; zwischen Byzanz und den Arabern; das Mittelmeer war schließlich Schauplatz der Kreuzzüge und der Kämpfe zwischen den Anrainern des westlichen Mittelmeerbeckens, den Spaniern und Genuesen und mit den Türken, die das östliche Mittelmeerbecken beherrschten. Die Erinnerungen an die Afrikazüge Karls V. nach Algier und Tunis, auch an die Seeschlacht von Lepanto (1571) tauchen auf. Erst nachher wird es im Mittelmeer stiller, aber nur, weil sich die großen Berkehrsstraßen nach dem Westen auf den Atlantik verlagerten. Seitdem der Kanal von Suez gebaut ist, ist das Mittelmeer wieder ein Zentrum der Welt und damit auch ein Kriegsschauplatz. Was sich in diesem Augenblick vor unseren bekannt, daß in Ausweitung dieser Operation ber nächste Angriff gegen Korsika zur Inbesitznahme ber Insel unb gegen bie fübfran- zösische Küsie ffafffinben soll. Ich habe mich unter biesen llmffänben entschließen müssen, ber beutschen Wehrmacht ben B e - fehl 3 um sofortigen Durchmarsch durch das bisher unbesetzte Gebiet an die von den englisch-amerikanischen Landungstruppen vorgesehenen Stellen 3U geben. Die deutsche Wehrmacht kommt deshalb aber nicht als Feind des fran3ösischen Volkes und als Feind feiner Soldaten. Sie hat nicht die Absicht, in diesen Gebieten zu regieren. Sie hat nur ein Ziel: Jeden amerikanisch-englischen Landungsversuch im Verein mit seinem Verbündeten 3 u r ü ckz u s ch la gen. Warschall Pätain und seine Regierung sind vollständig frei und können ihren oertanfroort- lichen Pflichten nachgehen wie bisher. Ls steht von jetzt ab auch einer Verwirklichung ihres früheren Wunsches, nach Versailles 3U 3iehen und von dort aus Frankreich zu regieren, nichts mehr im Wege. Die deutschen Truppen sind angewiesen, durch ihre Haltung dem französischen Volk so wenig als möglich Belastungen zuzufügen. Wöge das französische Volk aber bedenken, daß es durch die Haltung seiner Regierung, im Jahre 1939 das deutsche Volk in einen schweren Krieg gestürzt hat, der über hunderttausende von Familien tiefes Leid unb Bekümmernis gebracht hat. Ls ist ber Wunsch ber beutschen Regierung und ihrer Soldaten, wenn irgend möglich, nicht nur mit den Angehörigen der französischen Wehrmacht gern e i n s a m die französischen Grenzen zu schützen, sondern vor allem auch mitzuhelseu, die afrikanischen Besitzungen der europäischen Völker für die Zukunft vor räuberischen Angriffen zu bewahren. Rur dort, wo ein blinder Fanatismus oder wo durch bezahlte englische Agenten dem Vormarsch unserer verbände Widerstand entgegengesetzt werden sollte, wird die Waffe die Entscheidung er- zwingen. Im übrigen werden sicher zahlreiche Franzosen den verständlichen Wunsch besitzen, von der Besatzung erlöst zu werden. Aber Sie alle dürfen überzeugt sein, daß es auch dem deutschen Soldaten lieber wäre, in seiner Heimat bei Frau und Kind ober im Elternhaus leben und friedlich arbeiten zu dürfen. Ie schneller deshalb die Wacht niedergeschlagen wird, die seit 300 Jahren in Europa Staat gegen Staat hetzt, und die auch Frankreich in der Vergangenheit so off beraubte und augenblicklich wieder zu berauben im Begriff ist, um fo früher werden die Wünsche der besetzten französischen Lande und der besehenden deutschen Soldaten gemeinsam in Erfüllung gehen. Alle besonderen Fragen werden im Einvernehmen mit den französischen Behörden geregelt unb gelöst. Den 11.November 1942. Aböls Hitler. geil'* Der Angriff auf Tlordafrika ks Aernkampfbatterlen der Kriegsmarine und des Mn. 1 Kanal. GchwereNachhuikämpfeinNordägypien. Ein nung wie ein höchst empfindlicher politischer Seismo> Dir können heute einen weiteren Aufsah unseres Als-Korrespondenten von einer so- graph. Ganz besonders empfindlich ist infolge feiner eben beendeten Keile durch Französifch-Rord. weltweiten Wirtfchastsbeziehungen das sroße Han- asrila uerösk-uttlchen. Seiner Schilderung ^VeSen ®onnSe'',^a £ a [9a b ? a A c a^£ Casablancas kommt im Hinblick auf die mm- ,öer frauen Gegensätze, die mit ihren weißen Kunst und Wissenschaft tärischen Ereignisse der letzten Tage besonders I Wiedergabe errang dem Komponisten einen freund« ftrfion ffvfntn : i res._i— liehen Erfolg. Im Zusammenwirken mit Edwin Fischer als Solisten bildete Jbas 8-cIur-Klavier« aufgehalten. Deutsche Jagdflugzeuge schossen fünf britische Jagdflugzeuge ab. kampffliegergeschwader und Unterseeboote errangen bei den weit vorgetrageneu Tages- und Rächt- angriffen gegen die amerikanisch-britischen Flotten- stre.tträste und Transportschiffe vor der französischen nordafrikanischen Lüste neue Erfolge. Kampfflieger warfen einen Kreuzer in Brand und beschädigten einen weiteren Kreuzer durch Bombentreffer. Außerdem wurden acht große Handelsschiffe, darunter ein Fahrgastschiff von 19 000 BRT. und ein Transporter von 10 000 BRT. mehrfach schwer getroffen. Unterseeboote versenkten einen großen Truppentransporter von 14 000 BRT^ beschädigte« einen Truppentransporter von 18 000 BRT. durch zwei Torpedotreffer und vernichteten eine Korvette, Im Nachtangriff gegen einen gesicherten Kreuzerverband wurden zwei feindliche Kriegsschiffe torpediert, von denen eines explodierte, während der Untergang des anderen wegen starker Rauchentwicklung nicht beobachtet werden konnte. Britische Bomber warfen in der vergangene« Nacht Spreng- und Brandbomben auf einige Orte Nord- und Rordwestdeutschlands. Die Bevölkerung hatte geringe Verluste. Bei diesen Angriffen und bei Tagesanflügen an die Küste der besetzten Dest- gebiete verlor der Feind 20 Flugzeuge, darunter auch mehrere viermotorige Bomber. Während der Kämpfe Lei Marsa Matruk konnte eine deutsche Kampfgruppe Funkverbindun« gen mit einem abgeschnittenen italienischen Verband aufnehmen. Sie erfuhr hierbei, daß etwa 80 Kilometer südostwärts vor ihr italienische Truppen Igelstellungen bezogen hatten und ihnen der Brennstoff auszugehen drohe. Darauf stieß der Kommandant des deutschen Verbandes sofort mit sämtlichen Fahrzeugen und seinen Vorräten an Benzin, Wasser, Munition und Lebens» Mitteln in der bezeichneten Richtung vor. Schwächere britische Abteilungen, die ihnen entgegentraten, wurden übermältigt. Kurz darauf drang ver deutsche Verband in die britische Riegelstellung ein und brach den Einschließungsring auf. Die Briten zogen sich unter der Wucht des Angriffs zurück. Bevor noch der Feind zum Gegenstoß ansetzen konnte, waren die italienischen Fahrzeuge bereits au'getcrnkt und hatten schon den Marsch zu den deutschen Auffangstellungen begonnen. Dort trafen sie im Laufe der Nacht so rechtzeitig ein, daß sie noch an den erfolgreichen Nachhutkämpfen des 10.11. teilnehmen konnten. Unsere Jagdflugzeuge schossen in heftigen Luftkämpfen bei der Sicherung von Bombenanariffen gegen den feindlichen Nachschub auf der Küstensttaße fünf britische Jäger ab. , Der o Bonn mu .hits der 1876 in ? -von 1913 Gr studie I Freiburg er sich 19 1913 nad !der philo ■ tiü der 1 Iftooembei sophie bei Dr. med. Flieger- und Ll-Booi-Erfolge vor der nordafrikanischen Küste Bon 191’ rius in § i mit bedei nistheorii Leslhetik, Vsychiatr for für 2 Köln, Di o. Profess habilitier Novemde Direktor wurde. - hold m an der wurde in Deiten i I St. Geoy Aernhari nordische deutsche 1 ernannt, würbe, fx Weltbilde Lin 12- .lslzahler ; tnenn tt J tzpatherbsi als « Wblei Abr-che JMei Casablanca zwischen gestern und morgen Von unserem Alf.-Korrespondenten. setzt «m der einseitigen Wirtschaftsausrichtung der Vorkriegszeit zu tragen und die Zahl derer, die sich von einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit rm Frankreich und dem europäischen Kontinent nicht nur eine vorübergehende Besserung, sondern aucy eine dauerhafte Krisenfestigkeit versprechen, ist mcht Oer Wehrmachtbericht. DRV.Aus dem Führerhauptquartier, 10. Rooember. Das Oberkomma«do der Wehrmacht gibt bekannt: Bei örtliche« Kampfhandlungen im Gebirge zwischen Noworossijsk und Tuapse wurden einige höhen genommen und an mehreren Stellen feindliche Angriffe abgewiesen. Am Terekabschnitt beeinträchtigten besonders schwere Welter- und Geländeverhältnisse die Angriffskämpfe der deutschen und rumänischen Truppen. Trotz starker Gegenangriffe wurden in harten Kämpfen Fortschritte erzielt. Rordostwärts Masdok zerschlug ein eigener Angriff, der in heftigem Schneesturm geführt wurde, ein Kavallerieregiment der Sowjets und eine weitere feindliche Kräftegruppe. In Stalingrad Stoßlrupptätigkeit. An der Don-Front warfen rumänische Truppen angreifenden Feind im Gegenstoß zurück. Stoßtrupps vernichteten nordwestlich Woronesch eine Anzahl feindlicher Bunker mit ihren Besatzungen. Im mittleren und nördlichen Froi-lavschnill setzten tarke Kampffliegerkräfte in zusanimengefaßten Angriffen die Bekämpfung des feindlichen Rach- chubverkehrs fort. Stark belegte Bahnhöfe wurden jcrstört, mehrere Züge und Versorgungslager getroffen. Bei Rächt warfen Kampfflieger Anlagen des Bahnhofs Toropez in Brand. In Rordafrika haben sich die deutsch-italienischen Truppen weiter nach Westen abgeseht. Rachdrän- geuder Feind wurde in heftigen Rachhukkämpfen bet U5 O i Qn- ! j rtz r liQtrft ! baden se Frankfur Würzbur glitte. Riesige Lagerschuppen nordamerikamscher Del« konzerne, Tabakfirmen, Reklameschriften für „Shell", „Good Pear", „Virginia Tabak", die Derkaufsläden amerikanischer Automobilfcrbriten geben eine nur schwache Idee, wie sehr die marokkanische Wirtschaft mit der der D e r e i n i g t e n Staaten vor dem Kriege verbunden gewesen sein muß. Nun aber hat schon seit fast Jahr und Tag kein amerikanischer Dampfer mehr die Reede von Casablanca angelaufen. Gummi und Oel dürften sie ohnehin nicht mehr bringen. Die Damen finden, was bei dem gemäßigten atlantischen Klima weniger schlimm ist, keine amerikanischen Seidenstrümpfe mehr; ober alles andere bleibt auch aus: der Kaffee, der Tee, der Zucker, Waren, die für den Eingeborenen, der weder Wein noch Spirituosen nimmt, Genußmittel von größter Bedeutung sind. Ganz Marokko hat aktuelles Interesse zu. Casablanca, im Oktober 1942. „Cocotte und hasersack" bestimmen heute das Gesicht Casablancas, der Wirtschaftsmetropole an der Atlantikküste Marokkos. Ihr kosmopolitischer Pulsschlag, in dessen Rhythmus sich die Kräne ihres Welthafens drehten, wolkenkratzerähnliche Geschäfts- und Wohnblocks in den blauen Himmel stießen, Baugruben, lange Boulevards, weite Plätze, aber auch Wellblechstädte sich mit Polypenarmen immer weiter ins flachs Land hineinfraßen, hat fast ausgesetzt. Die Kutscherpeitschen, das Knarren der Fiaker und der gemächliche Trott von „Cocotte", dem Droschkengaul, sie bestimmen jetzt den Lebensstil und den Lebensrhythmus der „Weißen Stadt". Kein Benzin, keine Globetrotter mehr, verstummt ist das Heulen der Schiffssirenen im Hafen; die glatten Asphaltstraßen, auf denen in nicht ab- reißender Kette die Gummireifen surrten, sind leer. Allein der 61 Meter hohe Leuchtturm zwischen Strand, Stadt und Meer greift unentwegt mit weißen Riesenlichtarmen in die verdunkelte Nacht der träumenden Weltstadt. Dann und wann wird das Traumen gestört: in den rotierenden Lichtbündeln der Scheinwerfer zucken fliehende Maschinen auf, und in der Ferne bellen Abwehrbatterien — Engländer auf Erkundungsflug. Am Morgen schreien die kleinen, fast nackten arabischen Zeitungsjungen die Schlagzeilen vom Einflug oder so- gar vom Abschuß britischer Maschinen aus. Krieg auch für Marokko! Oft „Glückliche Insel zwischen Meer, Gebirgen und Wüsten" genannt, verzeichnet Marokko infolge seiner Lage im nordafrikanisch-atlantischen Krcrttefeld jede neue Entwicklung der internationalen Span- von Gibraltar nähern sich Afrika und Europa auf 30 Kilometer; die breiteste Stelle des Mittelmeers zwischen Triest und Bengasi in Libyen mißt 1665 Kilometer; die mittlere Brette des Mittelmeers wird auf durchschnittlich 670 Kilometer angegeben. Viel einfacher ist die Gliederung des Mittelmeeres in seiner Längenausdehnung. Die Entfernung von Gibraltar bis Port Said, der Einfahrt in den Suezkanal, beträgt 3800 Kilometer. Etwa in der Mitte liegt die Seestraße von Sizilien, die das westliche und östliche Mittelmeer verbindet. Am Ostausgang der Seestraße von Sizilien haben die Engländer in der jetzt so viel genannten Insel Malta wiederum ein wichtiges Sperrfort. Die Randländer des westlichen Mittelmeerbeckens sind, wenn wir von Gibraltar zuerst nach Norden gehen: Spanien, Frankreich, Italien mit Sizilien, dann auf der Südseite Tunis, Algier und Marokko. Marokko zerfällt in zwei Herrschaftsgebiete: in die spanische Zone und in das sehr viel größere französische Protektorat Marokko, das die spanische Marokkozone im Süden einschließt und unmittelbar an Algier grenzt. Im wesentlichen ist das westliche Nordafrika französisches Gebiet; es erstreckt sich durch das ganze Oedland der Sahara bis wett nach dem Süden an den Golf von Guinea. Dr. Ho. Hochhäusern fast ebenso gut irgendwo in Süd- amerika stehen könnte, ist ein lärmendes Dölkerge.- misch ohne besonderen Charakter. Mit ihren amerikanisch geschmacklosen Lichtreklamen, entwurzelten Europäern, Arabern, Schwarzen, kurz Menschen aller Rassen, der ärmlichen Medina, dem gläsernen Tand und Kitsch in den Einqeborenenläden, den letzten Wiener und Pariser Schöpfungen in den modernen Auslagen der Europäerstadt ist diese afrikanische Hafenstadt am Atlantik, die mit Marseille konkurriert, verfälschtes Nordafrika. Selbst das Schnalzen des Kutschers und das (Betrabe Co- cottes würden eher Erinnerungen aus Wien und die Heimfahrt vom „Heurigei? wachrufen, wenn nicht die immer noch lärmende Stadt mit ihren Kalfeeterrassen, den vermummten Frauen und Männern, dem Sprachgewirr eines modernen Babel wie ein gleißender Film am Wagenschlag vorbei- iten, war reiste er F WKB. Mäscher rasmmw die Erzat an das V len Fow Lasse als -en. ,2lls iNubrik i b Klasin Mhologi Lichte wu Lertont ping er c feine Ll'fa Eine Festschrift für Peter Raabe. Bei C. F. Peters in Leipzig erscheint unter dem Titel „Von deutscher Tonkunst" eine 240 Seiten umfassende Festschrift zum 70. Geburtstag von Peter Raabe, dem Präsidenten der Reichsmusikkammer. Das Werk vereinigt Beiträge schaffender und nachschaffender Künstler, Musikerzieher und Wissenschaftler, wie Gieseking, Wilhelm Kempff, Elly Ney, Max Strub, Werner Egk, Joseph Haas, Gg. Schünemann, H. I. Moser, aus dem Bereiche ihrer Arbeit. Eingeleitet wird die Festschrift durch einen Aufsatz „Peter Raabe und sein Weg". Uraufführung bei Furtwängler. raschend, wenn er sieht, wie ht den Hafenstädten und Küstenplätzen Angehörige der Manne, der Annes und der Luftwaffe einen großen Teck der Straßen- paffanten stellen. Ohne sich nervös machen zu lassen, trifft Frankreich in Marokko alle Vorbereitungen, um Überraschungen militärischer Art von jenfcits des Atlantik auszuschalten. Die LlSA.-Ge?andtschaff in Tanger als Sp onagezentrale. Tan ger, 10. Nov. (Europapreß.) In Tanger ist sich jedermann im klaren darüber, daß die nordamerikanischen Landungstruppen ihre wesentlichsten Informationen über Französisch-Nordwirika von den zahlreichen nord-amerikanischen Militärattaches bei der USA.-Gesandtschaft in Tanger bezogen haben, die diese auf ihren unablässigen Küstenreisen haben sammeln können. Der militärische Stab der USA.-Gesandtschaft in Tanger war zuletzt auf acht OfMere angewachsen, überwiegend Angehörige der Marine-Infanterie, die sur Landungsoperationen als besondere Fachleute anzusehen sind. Dazu kommt ein dichtes Netz von son- stiaen nordamerikanischen Beobachtern. Diese waren als D i z e k o n s u l n getarnt, entfalteten aber unter Mißbrauch ihres Amtes eine lebh-afte Agita- tion unter den Eingeborenen Marokkos. Bis zum Tage der Landung unterhielt die nordamerikanische Zentrale in Ta na er einen täglichen Kurieroerkehr mit der französischen Zone. Berlin, 10. Rov. (DNB.) Nach den beim OKW. vorliegenden Meldungen haben sich deutsch-italienische Truppen unter dem Schutz ihrer Nachhuten am 9.11. weiter nach Westen ab gesetzt. Der nachdrängende Feind konnte in schweren Kämpfen von den deutsch-italienischen Deckungsverbänden aufgehalten werden. Es ist den Briten also nicht gelungen, unsere Truppen am Loslösen und am erneuten Festsetzen zu hindern. Die häufigen Wolkenbrüche der beiden letzten Tage haben die Umgruppierung unserer Kräfte erleichtert, die Briten jedoch gezwungen, ihre Panzer und schweren Waffen auf dem festen Gelände her Küstenstraße zu konzentrieren. In diesem verhältnismäßig schmalen Raum stieß der Feind nach Westen vor. Dann luchte er vor dem zähen Widerstano unserer Nachhuten seinen Angriffskeil bis zum Meer und im Süden bis an die Berastraße im Innern der Wüste zu verbreitern. Auf den verschlammten Wüstenwegen blieben aber Panzer und Geschütze stecken, so daß alle Umgehunqsmanöver erfolglos blieben. Wo die Briten die deutschen Sicherungen erreichten, empfing sie schweres Feuer. So konnte der Feind weder die sichernden deutsch- italienischen Verbände von ihren Verbindungen mit den Hauptkräften abschneiden, noch diese Nachhuten überwinden. Vichy, 10. Nov. (DNB.) Wie amtlich bekannt- eeben wird, hat Marschall Pätain den Oberbefehl über die Land-, Luft- und Seestreitkräfte übernommen. Das Büro des Staatschefs teilt mit: Um 12.30 Uhr hat Marschall P4tain folgenden Entschluß gefaßt: „3n Abwesenheit von Admiral Dar!an übernehme ich ab heute den Oberbefehl über die Land-, Luft- und Seestreitkräfte. Für den Augenblick gibt es nur eine Losung, d. h., jeder erfüllt seine Pflicht in Ordnung, Ruhe und Disziplin." Marschall Pötain richtete an die Generale in Nordafrika folgendes Telegramm: „Ich hatte den Befehl zur Verteidigung gegen den Angreifer gegeben. Ich halte meinen Befehl aufrecht. Marschall Petain erklärte in einem Rundfunk- aufruf an das französische Volk: „Ich hatte gedacht, die traurigsten Tage meines Lebens lägen bereits hinter mir. Die heutige Lage erinnert mich an die von 1940. Franzosen, ich bitte euch inständig, bewahrt die Ruhe. Ich habe in Abwesenheit Admiral Darlans den Oberbefehl über unsere Land-, See- und Luftstreitkräfte übernommen. Ich grüße unsere SoDaten, die Angehörigen unserer Flotte und unserer Luftwaffe, die für die Sicherheit unseres Vaterlandes gefallen sind und jetzt fallen. Franzosen der Hauptstadt und im gesamten französischen Gebiet: Habt Vertrauen zu eurem Marschall, der nur an Frankreich denkt." Der französische Ministerrat, der Diensta-gnachmtt- tag zusammenttat, tagt in Permanenz. In der Regierung nahestehenden Kreisen wurde mit besonderer Genugtuung darauf aufmerksam gemacht, daß die Regierung „wie ein Mann" hinter P6tain und dem noch abwesenden Regierungschef Pierre Laval steht. Gleichzeitig wurde festgestellt, oaß sich in der öffentlichen Meinung des besetzten Frankreichs in den letzten 48 Stunden ein sichtbarer und tiefgreifender Wandel vollzogen habe. Die erste Reaktion auf die anglo-amerikanische Aggression in Nordafrika sei tiefe Zerknirschung und ein Anflug von Resignation gewesen. Diese Stimmung sei inzwischen aber einer hartnäckigen Entschlossenheit gewichen, diesem Angriff mit allen Kräften entgegenzutreten. Das französische Volk werde von der Notwendigkeit überzeugt, daß Frankreichs Zünftige Stellung in Europa entscheidend von dem Ausgang der Schlacht in Nordafrika abhänge, und daß infolgedessen das französische Volk das Letzte einsetzen müsse, um den Angriff abzuwehren, der nur als erstes Ziel die letzten großen Kolonialbesitzun^en, als weiteres Ziel aber den gesamten europäischen Kontinent habe. Casablanca schwer beschossen. Vichy, 10. Nov. (DNB.) In Marokko halten die französischen Truppen die feindlichen Landungstruppen in der Gegend von Fed a la, Safi und Port Lyautey in Schack. In Port Lyautey und Safi kommt der Feind nicht weiter vorwärts. An den Grenzen Casablancas halten die französischen Truppen trotz scharfer Angriffe durch überlegene Panzertruppen immer noch im Osten der Stadt aus. Casablanca ist schwer beschossen worden, aber sowohl Land- wie Küstenbatterien und das Schlachtschiff „Scan Bart" haben das Feuer leb- Augen abspielt, ist die Einbeziehung des westlichen Mittelmeerbeckens in die großen Kriegsereigmsie. Dieser allumfassende zweite Weltkrieg ift selbstverständlich schon bisher nicht spurlos an Dem westlichen Mittelmeerbecken oorübergegangen. Es gehört zu dem ureigentlichsten Aufmarschgebiet der italienischen Flotte und Luftwaffe Auch die deutschen U-Boote und die deutsche Luftwaffe haoen in ihm mit großem Erfolg operiert Wir erinnern nur an die Versenkung des englischen Fluazeug- ttägers „Art Royal" und an die schwere Beschädigung des Schlachtschiffes „Malaya" am 14. Novem- ber 1941 unweit oon Gibraltar. Wir erinnern an die Geleitzugschlachten im Frühjahr und Frühsommer 1942, ine schon an der Grenze des westlichen und des östlichen Mittelmeergebietes stattfanden. Aber das waren alles Ereignisse am Rand des Kriegsgeschehens. Durch die amerikanisch-enEfchen Landungen in Nordafrika ist das westliche Mittel- meerbelfen in ganz anderem Maßstckb als bisher Schauplatz großer Kampfereignisse geworden. Das Mittelmeer ist, vor allem auf seiner europäischen Nordsette, sehr reich gegliedert. Drei Halbinseln — die spanische, italienische und der Balkan springen weit nach Süden vor. Das g.bt der Breitenausdehnung des Mittelmeers eine große Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit. Bei der Meerenge 9 Marokko stellt sich um; das Land stellt sich auf da- „Heute" ein und plant für ein anderes „Morsen" So schnell wie der „chasermotor ln Casablanca die vierzylindrigen amerikanischen Wagen ersetzte, so entschlossen wird für eine der Blockade trotzende Autarkiewirtschaft geplantz ohne daß letztere übertrieben wird. Noch die Mitte Oktober zu Dakar abgehaltene Wirtschaftskons-renz Franzos,scy- Westafrikas, an der auch Vertreter des Mutterlandes und Franzofisch-Nordafrikas tellnahmen, zeig e den gemeinsamen Willen der französischen Terrltorien, ich keinesfalls unterkriegen zu lassen. Landwirtschaft- liche Anbauplöne, Erhöhung der Erz- und Kohle- örderung, Ausbau der Wasserkrast,, rat.onellere Nutzung der Oelvorkommen, Aufbau einer eigenen Textilindustrie, Herstellung oon Ersatztreibft°f,°n und sonstigen Ersatzstoffen jmb nur einige Programmpunkte eines grobzugigen marokkanischen Wirtschaftsplanes, der kräftig in Angriff genommen tDI^eaü^öern braucht Marokko aber Ruhe Daß zu letzterer die ständigen Einflüge britischer Flugzeuge gerade nicht beitragen, liegt auf der Hand. - ift für den Reifenden in Marokko nicht über- konzert von Brahms den musikalischen Höhepunkt des Abends, der mit einer klangprächtigen Darbietung von Vorspiel und Liebestodmusik aus Wagners „Tristan und Isolde" ausklang. Johannes Jacobi. Komponisten im feldgrauen Rock. Generalintendant Dr. D r e w e s, der Letter der Musikabteilung im Reichspropagandaministerium, dirigierte in München ein Konzert des NS.-Sym- phonieorchesters mit Werken im Felde stehender Komponisten. Der Geschäftsführer des Berufsstandes der Komponisten, O. Seeger, betonte in einer Ansprache, daß diesmal die im Felde stehenden Künstler nicht nach ihrer Rückkehr von vorn anzufangen brauchten, da ihr Schaffen mit besonderer Aufmerksamkeit gepflegt werde, während sie selbst ihre Pflicht gegenüber dem Vaterlande erfüllen. Er erklangen dann Werke von Ulrich Sommerlatte, Erich Sehlbach, Helmuth Jörns, Ludwig Roselius, Gustav Schwickert, Wolfram Freiherr von Ehrenfels und Josef Jngenbrand. Weinheber-Lieder oerfont In einer Feierstunde zum 9. November brachis der Saarbrücker Generalmusikdirektor Heinz B o n • ga r tj den von ihm vertonten Gedicht-Zyklus von Jo es Weinheber „Den Gefallenen" zur Ur- auffuhrung. Eine durchsichtige polyphone Stimmführung unterstre'cht im ersten Gesang die Trauer- ftimmung. Das Lied ist kontrapunktlich gut gesetzt, deklamatorisch sauber gestaltet und hat melodischen Glanz. Der zweite Gesang beginnt in den Strei- haft erwidert uni) die amerikanischen Truppen m einer Entfernung von einigen Kilometern vor der Stadt aufgehalten. In der Gegend von M o g a d o r und Agadir haben keine feindlichen Landungen stattgefunden. Der französische SenderRabat hat seit 14 Uhr seine Sendungen unterbrochen. In seinen letzten Nachrichten gab er bekannt, daß sich in der Nähe von Port Lyautey starke Kämpfe entwickelten und die Lage in Casablanca bedrohlich sei. Die Angreifer hätten die Stadt ohne Rücksicht auf ine Bevölkerung unter schweres Feuer genommen. Der Sender gab weiter bekannt, daß das franzöfische Kriegsschiff „Jean Bart" durch die Bomben der amerikanischen Flieger beschädigt worden fet, jedoch das Feuer aufrechterhalte. Oie Kämpfe in Oran. Vichy, 10. Nov. (DNB.) Nach einer Meldung aus Algier find- die ersten amerikanischen Truppen am Dienstagvormittag 9 Uhr in Oran einge* troffen. Der Kommandeur der in diesem Gebiet gelandeten Truppen errichtete am Nachmittag fein Hauptguartier in der Stadt. Im Innern der Stadt sanden einige Gefechte statt. Eine weitere aus Nordafrika in Vichy eingetroffene Meldung besagt: Die französischen Truppen, die aus weiter zurückliegenden Gebieten herangezogen wurden, sind im Anmarsch aus Oran, um die Stadt vom Feinde wieder zu befreien. In dem Gebiet oon Drleansoille, halbwegs zwischen Oran und Algier, und B l i d a, 50 Kilometer südlich von Algier, haben französische Bataillone die Berührung mit dem Feind ausgenommen. Sie Haltung der Truppen von General N o g u e s ist vorzüglich. Innerhalb von 48 Stunden eroberten unsere Truppen dreimal Mehedia zurück, wodurch jede weitere Landung bei Mehedia verhindert wurde. Im Gebiet von Algier bewegt sich eine amerikanische Kolonne in Richtung Bou — Saada; unsere Truppen im Innern bereiten sich jc-och darauf vor, diesen amerikanischen Truppen heftigen Widerstand entgegenzusetzen. Unsere Truppen halten sich im Gebiet von L l i d a und K o l e a. Die Nachricht, die von manchen ausländischen Rundfunkstationen verbreitet wird, nach der amerikanische Streitkräfte schon in Anmarsch auf Tunis und Bizer ta sein sollen, entbehrt jeder Grundlage. Die Anstrengungen der französischen Truppen werden unentwegt fortgesetzt. Die Haltung der marokkanischen und oranischen Truppen, die nach Kräften an der Derteiwgung von Casablanca mitarbeiten, verdient volles Lob. 2lus Tunis meldet das Französische Nachrichtenbüro, daß Ruhe und Ordnung herrschen. Im Hafen lägen jedoch keine Schiffe mehr, und jede Tätigkeit habe aufgehört. Seit Montagabend wird Tunis vollkommen verdunkelt. Aus Dakar meldet die gleiche Nachrichtenagentur, daß die entschlossene Rede des Generalgouverneurs Boisson die Bevölkerung in ihrem Widerstandsgeist geftärtt habe. Die Bevölkerung verfolge voll Besorgnis die Ereignifse, verhcklte sich jedoch vollkommen diszipliniert. Heeres beschossen Dover. Folkestone, feindliche Val- I 1900 als leriestellnngen an der Kanalküste und Seezicle im I folgte er SS 3n feinem zweiten Philharmonischen Konzert in Berlin setzte sich Wilhelm Furtwängler für die Uraufführung der L-ckur - Sy mp h on i e (Werk 13) von Gerhard Fromme! ein. Der 35jährige Komponist, der jetzt als Kompositionslehrer an der Musikhochschule zu Frankfurt a. M. wirkt, ist als Meisterschüler Hans Pfitzners zur Achtung vor 'r’onen worden. Das klafsisch-roman- tische Erbe bestimmt mit erkennbaren Einflüssen ver- ।.....l‘iur ^eriunft vor allem die beiden Außen- ivtzr des dreiteiligen Werks. In formaler Hinsicht ist Satzlck'erna Bruckners maßgebend geworden. Frommels Musik will lebensbejahend und freudig lein. Das trifft am eindeutigsten auf das launigmutwillige Scherzo zu, das in Einfall und Einkleidung die fruchtbareren Ansatzpunkte für das Ringen des technisch zweifellos sehr versierten Komponisten um einen eigenen Stil enthält. Der heimlichen Romantik des Werkes nahm sich Furtwängler mit wahrer Inbrunst an. Seine konturenscharfe, rhythmisch glänzend pointierte und klanglich hochgetürmte ,R- eil Aä in •Weit] | 4? ,d ..-Sie [ Stlisrn* iE eitif" Helder Dis vierte Reichskleiderkarte also fljer von en fünf e ertan- AM Grundlage sör Wohmngsvermietungen Kinderreiche und Kriegsopfer bevorrechtigt. Jim zur Sache zu kommen, Doktor: ich habe in= sie hören, was er ihr antworten mußte? Daß er „Um zur Sache zu kommen, L° tor: tcy yaoe m- LLLL'.S-'"" w' Sä 'SÄS'ÄÄ *».»■ n* »w*. * » * (Nachdruck verboten.) « Fortsetzung verstört aus Er war noch völlig verstört, als er in Santacillas Weshalb regen Sie sich so auf? Wenn es Sle be> - . / - - . , of...... vi- TamIam 11 nr gavgenen lüge Odt Dotierung iffen uob len Dest. bornnta und da liche Bat- »ziele io wor- Sie Davon und ein» Forester schüttelte den Kopf: „Nichts davon! Aber Sie haben mir mit Ihrer Schweigepflicht eme^ekelhafte Suppe bei Senorita Orgassa eingebrockt. Santacilla verzichtete daraus, Forester zu ttosten. IIULI uus. eg, „®as ist Ihnen, Frank?' fragt- Karen besorgt, »'»qr. - - ■ - den ich für äußerst gefährlich halte. Was sie chm sagte, gibt den Inhalt des Gespräches, das ich mit ihr führte, ziemlich genau wieder. 3d) habe es leider nicht selbst abgehört, sondern nur ein Stenogramm davon bekommen. Wenn wir Zeit genug hätten, „Wie Sie wünschen, Frank, Sie können „mir zum Beispiel erzählen, was Sie heute vorhaben." „Santacilla hat mich ausdrücklich zum Schweigen gegen jedermann verpflichtet", sagte Forester unglücklich. .Können wir uns nicht über etwas anderes unterhalten?" „Selbstverständlich! Fangen Sie nur an! Es gibt so unendlich viele dankbare Unterhaltungsstoffe — Bücher, Kunst, Musik —" Forester schien auf glühenden Kohlen zu sitzen. Zwischen Supne und Nachtisch blickte er mehrmals heimlich nach der Ubr, und als er sich endlich verabschieden durfte, glich sein Abgang einer kopflosen würde ich es Ihnen vorlesen. Ich kann Ihnen jetzt nur sagen, daß ich den Em- bnicf gewonnen habe, in dem an sich unverfänglichen Wortlaut sind Untertöne, die darauf schließen lassen, daß sie den nervös gewordenen Partner beruhigen mußte. Sie versuchte, chm die Furcht vor unangenehmen Ueberralchunaen auszureden." „Wer ist der Gesprächspartner?" „Nichts für ungut, Doktor, aber die Sache ist noch zu beiß. Vielleicht würde ich mit Ihnen darüber sprechen, wenn Sie sich bam entschließen könnten, den weißen Kittel auszuziehen und zur Kriminalpolizei umzusatteln. Sie Haben viel Talent dafür. „Mit bestem Dank abgelehnt. Don Santacilla!" „Ich habe das befürchtet. Aber um auf unseren Fall zurückzi'kommen. Das Gespräch zwischen der Perano und M'ster X ..." „Mister I?" fiel Forester ein. „Senor X*, verbesserte sich Santacilla unb Jab Forester an. als wi-derhole er seine Meinung über Foresters kriminalistische Talente. „Das Gespräch allo endete mit einem harmlosen Hin und fier, eine Tarnung geschäftlicher Art sozusagen, nachdem das Private erledigt war. und endete mit einem Satz, d^r mir zu denken gibt. Die Perano sagte wörtlich: Kommen Sie gegen zehn Uhr doch einmal bei mir vorbei, ich möchte Ihnen das Feu-rzeuq zurück- geben das Sie gestern bei mir verpesten haben. ..Das ist toll! Feuerzeng ... Natürlich ist das nichts als em Tarnwort für Pistole!" „Es scheint ein Tarnwort zu fein', sagte Santa- cilla vorsichtig. ..Ich verst-he Sie nicht, Don Santacilla. daß Sie auf dieses Gespräch hin auch nur eine Sekunde ge- St s. J’lim, tungeh Lusbredjen. „Daß gerade Sie mir das zutrauen!" sagte er verzweifelt. t . . ., o „Zutrauen? Was ist schon dabei? Und gerade ich? Das wollen Sie damit sagen?" Sie beugte sich vor. 5r starrte sie an. Weshalb quälte sie ihn so? Wollte zögert haben, das Frauenzimmer zu verhaften. Sie hat die Waffe und will sie loswerden. Wenn wir mit unserem Ueberrumpelungsversuch Schiffbruch erleiden, wenn die Perano auch nur den geringsten Verdacht schöpft, daß da etwas nicht stimmt, hat sie in der Viertelstunde zwischen Ihrem Anruf und meinem Erscheinen Zeit genug, die Waffe verschwinden zu lasten und selbst zu verschwinden." „Erstens ist das ,El Faro' seit Stunden umstellt; wenn sie die Waffe hgt, kann sie uns nicht entgehen. Und zweitens vergessen Sie, Doktor, daß unser Unternehmen nicht so sehr der Waffe gill, sondern fast hauvtsächlich bezweckt, auch Brackmanns Schuldlosigkeit'im Falle Buena Esperanza festzustellen." Forester hatte keinen Einwand mehr; er blickte auf feine Uhr. „Dann wird es Zeit, Don Santacilla." Santacilla zog seine Schreibtischlade auf und holte einen Browning hervor. Er überreichte ihn Forester, der das Magazin herauslprinaen ließ und die Kugeln untersuchte. Santacilla grinste flüchtig. „Vorsicht ist besser als Nachsicht, Doktor, was? Eine schöne Bescherung, wenn ich die falsche Pistole erwischt hätte; aber Sie dürfen unbesorgt fein, alles Kugeln sind pränariert. Trakdem würde ich Ihnen raten, nicht zu dicht an die Mündung zu gehen." Forester ließ den Browning in feiner Tasche verschwinden. „Und da haben Sie Ihre Legitimatton. Künstlich gealtert. Kostet ein Jahr mindestens, wenn Sie ver- gellen sollten, mir das Ding nach Gebrauch abzuliefern." , Forester schob auch die grüne Karte in seine Brusttasche. Er rieb sich die fiänbe. „Von mir aus kann es losgehen, Don Santacilla." Santacilla griff nach dem Telephonhörer. Er kur- beite dreimal und starrte auf den Apparat. In feiner Haltung war etwas von der starren Konzentration eines Schauspielers, der hinter den Kulissen auf das Stichwort für seinen Auftritt märtet Die Verbindung wurde hergestellt. Santacilla preßte den fiörer ans'Ohr. „Madame Perano selber?" fragte er. 1 (Fortsetzung folgt.) Für einen Augenblick verstummte er. „Was den- ten Sie von mir?" stammelte er schließlich entsetzt. !Ich habe ein paar alte und leider rüstige Tanten, lile reich und vielseitig sind und mir in einem geeisten Turnus das Leben mit ihrem Besuch sauer nachen. Die gute Behandlung in diesem fiotel verdanke ich ihren Trinkgeldern? „So —?" sagte Karen; es klang, als ob sie die Existenz dieser Tanten bezweifle. ,Zch schwöre es Ihnen!" beteuerte er mit Nach- hrucf. „Sie brauchen sich vor mir doch nicht zu ent» -Huldigen, Frank", meinte Karen mit einem Ausdruck, als wolle sie sagen, sie kenne doch die Welt. „Ich entschuldige mich ja auch gar nicht, ich stelle rur die Wahrheit fest!" „Also schön — und schließlich märe es ja kein Zerbrechen gemesen. Aber seien Sie unbesorgt, Trank, ich roerbe mich beim Oberkellner nicht nach hen alten Tanten erkundigen." Forester schnappte nach Luft. Er sah tatsächlich Fahrt nach Verakmz geknüpft hatte, hatte er end- gültig aufoeben müssen. „Hallo, Doktor", fragte Santacilla, „mas ist mit Ihnen los? fiaben Sie Lampenfieber — oder Bedenken?" Er hatte eine Weile dazu gebraucht, um diesen diplomatischen Ausdruck für „Angst" zu Jlotlen- fravzS. ^rfolgr. anö uub Bomben- elsschiffe. KT. unb lh schwel graften chädiglen X durch Korvette. Kreuzer- sfr lorpe- renb der Kauchenl- ruf konnte liniiun« italie- fuhr hier- 5 vor Hr jen hatten rohe. Dal' Verband« inen Dor' d Sehens» ir. SchM' egentraten, ; der deut' ng em auf. » s Angrittr irnstob an« bringe be> Marsch 3“ men. Dort izeitrg ein. hutfämpfen q-slugzeu- . Cicheruq ich-" * . Z-gn *