Samstag /Sonntag, 12. ZuN 1942 f to n f fortgesetzt. Oertlicher Widerstand wurde zeftochen. Von Panzern unterstützte Lnttastungs- it der reichen, gefaßt machen. bekannt fer Str.18 03278, Stagen« itte, dem ie Mine ihm der > Tieres Sch^es' Kocher- chen Ze« । jemand dstück zu llcLe. i Ihrem n ch Der Wehrmachiberichi. VRB. Aus dem Führerhauptquartier, lO.Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt beimnf: 3m Südabschnitt der Ostfront wird die Verfolgung des weichenden Feindes durch die deutschen und verbündeten Truppen auf breiter 1 Vater gte war !r fflup Mb der Gerichtsstand rregung r seine bestand, her auf ngen in Durch gewöhn« Agonien men be- vruck und Verlag: vrühlscheUmversttStrdruckereiv. Lange i «trete: bd PM und rhyriotx umftficin. lange 9. ®. Hans Bet eie „ sanö ninwer, nach iNen. >c- Vor ’s Bild tet des r ersten ändern 1 gutes erheira. eliebten Kinder deshG 'ifte da, nge der Sämtliche Schiffe des Eismeer-Geleitzuges versenkt d. Fund, n< und Mi* auf, in der Bohrer efun. Hand, "ch der i° er« ^enschir. größeren Bewacher und beschädigten ein wei- teres Handelsschiff mittlerer Gröhe. 3m Kanal versenkte ein Räumboot in der Rächt zum 10. Juli e i n b r i t i s ch e s 6 a n o n e n- Schnellboot nach hartem Rahgefecht durch R a m m st o h. In der Deutschen Bucht schossen Geleitfahrzeuge und Marineartillerie drei britische Kampfflugzeuge ab. zu der Geheimniskrämerei Churchills gegeben, die nichts anderes darstellt als das Eingeständnis der Ohnmacht und Verzweiflung. Oie Geheimsitzung. Madrid, 10. M. (Europapreß.) Nachdem die englische Presse bereits mitgeteilt hatte, die Unter- Hausdebatte über die Schiffahrtslage werde ö f ■ fentlich abgehalten, hat nunmehr der Entschluß der Regierung, nur eine Geheimsitzung stattfinden zu lassen, unter den Abgeordneten große Unzufriedenheit ausgelöst. Auch die Erklärung von Cripps, daß über die Verhandlung wahrscheinlich eine amtliche Note ousgegeben werde, um falschen Gerüchten entgegenzutreten, hat die Opposition keineswegs beruhigen können. Der schärfste Kritiker der englischen Regierung, der Labour-Abgeordnete Sh in well, will aus Protest gegen den geheimen Charakter der Verhandlungen der Sitzung fernbleiben. Man glaubt, daß sich noch weitere Parlamentarier diesem Vorgehen anschließen werden, da ie der Ansicht sind, daß die Geheimhaltung eine alarmierende Wirkung auf die Oeffentlichkeit hat. Der Abgeordnete Vevin wies darauf hin, daß in der englischen Bevölkerung der Eindruck bestehe, in den Vereinigten Staaten würde die Schiffahrtslage mit viel mehr Offenheit behandelt. 237000 BRT. Berlin, 10. Juli. Aufklärungsflugzeuge hatten estgestellt, daß drei schwer beschädigte Handelschiffe als Wracks imsinkenden Zustande zwischen Eisschollen im nördlichen Teil der Barentssee trieben. Sie waren bereits vom Feind preisgegeben, denn Bewachungsfahrzeuge konnten im Umkreis nicht beobachtet werden. Drei Handelsschiffe des zerschlagenen Geleitzuges wurden trotz schlechter Wetterlage in der Barentssee erneut gestellt. Kampfflugzeuge konnten ein schwer beladenes Schiff von 7000 BRT. und Unterseeboote zwei mit Panzern voll beladene Transporter mit zusammen 13 000 BRT. vernichten. Mit diesen 20 000 BRT. erhöhen sich die Verluste der feindlichen Versorgungsschisfahrt im nördlichen Eismeer auf 237 000 BRT. Oer Kampf gegen die Ll-Boote im Finnischen Meerbusen. H e l s i n k i, 10. Juli. (DNB.) Während der letzten Leiden Wochen hat die sowjetische Flotte im Ostteil des Finnischen Meerbusens weiterhin versucht, mit Unterseebooten in die Ostsee durchzubrechen, doch ist dies nur einigen Einheiten gelungen. Finnische und deutsche Seestreitkräfte sowie di-e simiische Luftwaffe haben sieben Unterseeboote versenkt und sechs schwer beschädigt. Mit den Verlusten, die deutsche Flugzeuge und deutsche Küstenartillerie dem Feind zugefügt haben, wurden 14 Unterseeboote versenkt. Hinzu kommen 12 wahrscheinliche Fälle. !l-Doote im Indischen Ozean. Nach Meldungen schwedischer Blätter aus London ist der plötzliche Entschluß zur Geheimhaltung der Schiffahrtsdebatte auf das direkte Eingreifen Churchills zurückzuführen. Churchill habe die Befürchtung, daß eine ungeschminkte Enthüllung der erschreckenden Schiffsverluste eine niederschmet- te rnde Wirkung auf die englische Oeffentlich- keit haben werde. Churchill werde sich energisch jeder Forderung nach Wiederaufnahme der Veröf- entlich'ung von 'Versenkungsziffern widersetzen, wenn auch zur Beruhigung der Oeffentlichkeit „gewisse Zahlen" aus der 'Geheimdebatte den Zeitungen zugänglich gemacht werden würden. Leere Versprechungen. Kampf- und Schlachlfliegerverbände unlersiühlen die Abwehr der feindlichen Entlastungsangriffe und belampflen mit großem Erfolg die zurückflutenden sowjetischen Kolonnen, die sich an einzelnen zer- jliislen Uebergängen zu großen Ansammlungen stauten. Nördlich und nordwestlich Orel wiederholte der Feind seine Angriffe mit starken Infanterie- und Panzerkräften. Sie wurden in harten Kämpfen abgewiesen, örtliche Einbrüche abgeriegelt nnb im Gegenstoß bereinigt. Die Zahl der im er- solgreichen Zusammenwirken von Heer und Luft- ochfe in diesen Kämpfen vernichteten Pan- 1 er hat sich auf 390 erhöht. 3m rückwärtigen Gebiet südwestlich lischew scheiterten Ausbruchsversuche der einge- ichlossenen Sowjetkräfte. Durch Jäger und Flakartillerie wurden cm gestrigen Tage 78 sowjetische Flugzeuge «-geschossen, fünf eigene Flugzeuge sind nicht jurückgekehrt. Die Hefte des englisch-amerikanischen Großgeleit- )UjC5 im Rordmeer wurden gestern nochmals butd) Kampfflieger und Unterseeboote erfaßt und angegriffen. Von dem Geleit, das noch aus drei Dampfern mit drei Zerstörern und zwei Bewachern bestand, wurden sämtliche drei Dampfer »ersenkt, davon zwei durch Unterseeboote. Vie Luftangriffe auf die Flugstützpunkte bet Insel Malta wurden bei Tag und Rächt er- jotzreich fortgesetzt. In Luftkämpfen wurden sechs sritiblicke Iagdslugzeuge ohne eigene Verluste abge- lchvssen. tln der Südküste Englands versenkten leiste Kampfflugzeuge in den frühen Morgenstunden bti gestrigen Tages aus dem zuvor von deutschen sinellboofen angegriffenen britischen Geleitzug eia Handelsschiff von 3000 BRT. sowie einen Das unlösbare Problem Von unserer Berliner Schristleitung. tungswillen der weihen Minderheit erheblich gesteigert werden. Die wirtschaftlichen und politischen Erwägungen der angeführten Art sind jedoch keine befriedigende Erklärung für die merkwürdige Erscheinung des Premierministers Smuts, der aus einem verdienten Burengeneral und Englandgegner im Laufe von 40 Jahren zu einer „Säule des Empire" und zum britischen Feldmarschall wurde. Noch viel weniger aber wird dadurch die Tatsache erklärt, daß Smuts mit seiner Politik der Mitarbeit im Empire im Lause des Krieges Anhänger gewinnen konnte. Die Erklärung für all diese Merkwürdigkeiten ist vielleicht in einer Entwicklung zu suchen, die keine Besonderheit der Südafrikanischen Union ist, sondern in allen Teilen des Empires beobachtet werden kann. Von einem Verfall zu sprechen wäre mißverständlich, da es sich um ein frühes Stadium des Verfalls handelt, der natürlich durch die Ereignisse des Krieges beschleunigt wird. Es erscheint richtig, diese Entwicklung als eine Dezentralisation zu bezeichnen, die dazu führt, daß zunächst die Dominien ihrerseits zum Mittelpunkt kleinerer Machtgebilde werden, jedoch vorläufig im großen Reichsverband bleiben. Bei der Südafrikanischen Union hatte diese sekundäre Empire-Bildung schon vor dem Kriege konkrete Formen angenommen. Deutsch-Südwest-Afrika war der Union als integrierender Bestandteil angegliedert worden, mit der Londoner Regierung wurde ein erbitterter Kampf um das Recht ausgefochten, die Protektorate Betfchuanaland und Bafutoland als Teile der Union zu behandeln. Träger dieses südafrikanischen Imperialismus ist nun der ehemalige Burengeneral Smuts. Sein Wunsch ist es, daß die Union eines Tages nicht nur im Süden des schwarzen Kontinents, sondern möglichst in ganz Afrika die Nachfolge Englands antrete. Zur Verwirklichung dieses Zieles verfolgt er allerdings einen Weg, der ihn in sehr oft fern Gegensatz zu vielen seiner Landsleute und nicht zuletzt zu seinem alten Kriegskameraden Hertzog gebracht hat. Smuts folgt der Linie des geringsten Widerstandes. Vielleicht befähigt ihn auch feine juristische Begabung — er war vor über 40 Jahren einer der erfolgreichsten Anwälte der Union — dazu, entgegengesetzte Forderungen aufeinander abzustimmen. Smuts und fein politisches Gefolge verlieren, wenn man sie in dieser Beleuchtung betrachtet, viel von ihrer Rätselhaftigkeit. Die Engländer werden aber vielleicht, wenn später einmal die Rechnung für den militärischen und politischen Beistand der Union in diesem Kriege präsentiert wird, erkennen, daß Südaftika von einem Manne regiert wird, der seine äußere Erscheinung gleich einem Chamäleon beliebig den Verhältnissen anpaßt, ohne daß man weiß, ob er im Inneren ein anderer wurde. nügen würbe, läßt sich nicht von heute auf morgen aus dem Baden stampfen. In den Vereinigten Staaten liegen die Probleme , anders. Hier ist sicherlich eine leistungsfähige In- , dustrie vorhanden, aber wir haben in den letzten . Wochen immer wieder von maßgebender Seite aus , den USA. selbst gehört, daß es in den Vereinigten Staaten vor allem an Stahl fehlt, um das vorgesehene Programm auch.nur zu einem Bruchteil zu erfüllen. So stellte die „New Pork Times" als Hauptschwierigkeiten, denen man im Schiffsbau der USA. gegenüberstehe, vor allem den Mangel an qualifizierten Facharbeitern heraus und wies weiter auf das Fehlen des wichttgsten Baustoffes, eben des Stahls, für die geplante Forcierung der Werftproduktion hin. Gerade die Facharbeiter find in den Vereinigten Staaten auf dem Gebiete des Schiffsbaues jahrelang sehr stiefmütterlich behandelt worden, es fehlte an geeigneter Lehrlingsausbildung und der richtigen Auslese des Nachwuchses — alles Dinge, die heute trotz der Agitationszahlen Roosevelts und der von ihm und seinen Mitarbeitern in die Welt posaunten Phantasieprogramme sehr hemmend wirken. Sie werden auch weiter dafür sorgen, daß der Engpaß noch lange bestehen bleibt. Das muß man wissen, um die Sorgen und die spürbare Nervosität in der englischen und nordamerikanischen Oeffentlichkeit nach den letzten Ver- nichtungsschlägen richtig einschätzen zu können. Dor allem die englische Presse weist immer wieder darauf hin, daß die katastrophale Lage auf dem Atlantik endlich einmal offen zur Sprache gebracht werden müsse. Der „Daily Expreß" glaubt, daß der Ernst der Situation auf die englische Bevölkerung anspornend wirken würde. Das Blatt dürfte sich getäuscht haben. Churchill und auch Roosevelt werden sich hüten, ihren Völkern reinen Wein über dieses Verhängnis einzuschenken, das sich durch den tapferen und überaus erfolgreichen Einsatz der deutschen U-Boote und der deutschen Luftwaffe auf allen Weltmeeren abfpielt. Führende Politiker beider Länder haben immer wieder betont, daß die Versenkungen ineinemschnellerenTemvo vor sich gingen, als Neubauten herg-stellt werden könnten. Für die Oeffentlichkeit der Westmächte ist das Schiffsraumproblem bereits der Kernpunkt der gesamten Kriegserörterungen geworden, denn obgleich von Washington die Versenkungen nur bruchstückweise bekanntgegeben werden, wahrend London schon lange dazu schweigt, ahnt sie, daß hier eine Tragödie heranreift, die ihren Schatten über das gesamte Kriegsgeschehen wirft. Wenn heute der „Daily Expreß" unerstreicht, daß die Tonnagelage nicht nur die Fähigkeit gefährde, zur Offensive zu schreiten, sondern sogar die, Krieg zu fübren, 'dann ist damit wohl der beste Kommentar Stockholm, Juli 1942. Als die Südafrikanische Union am 6. September 1939, nur drei Tage später als das englische Mutterland, dem Deutschen Reich den Krieg erklärte, wurde dieses Ereignis in vielen Ländern innerhalb und außerhalb des Empire als große Ueberraschung betrachtet. Tatsächlich war die Union während des letzten Jahrzehnts — mit Ausnahme Eires, welches nur im formellen Sinne ein Dominion ist — das elb ständigste von den Dominien geworden. Die verhältnismäßig große Minderheit, die damals gegen den Kriegseintritt stimmte, war zum Teil von nationalistischen Erwägungen, zum Teil von Abneigung gegen S.m u t s bestimmt. Für die Kriegserklärung haben damals nicht sentimentale, sondern sehr konkrete Erwägungen den Ausschlag gegeben. Südafrikanische Unabhängigkeit vom Empire war nämlich im wesentlichen eine sentimentale Illusion und bestenfalls ein in sehr ferner Zukunft zu verwirklichendes Programm. Das Maß der Abhängigkeit der Union vom Empire wird am besten durch einige Zahlen beleuchtet. Im Jahre 1936 gingen beinahe 83 v. H. der gesamten Ausfuhr nach Großbritannien. Der Wert der Ausfuhr betrug im gleichen Jahre 114,5 Millionen Pfund. Davon entfielen allein 81,9 Millionen auf die Goldausfuhr. Südafrika -ist mit weitem Abstand der größte Goldproduzent der Erde. Es muß also seine Wirtschaft an die Wirtschaft derjenigen Länder anschließen, die das Gold ausdrücklich oder tatsächlich als Währungsgrundlage besitzen. Aus diesem Grunde konnte die Union sich niemals in offenen Gegensatz zu der angelsächsischen Welt stellen. Politische und militärische Ueberlegungen wiesen in die gleiche Richtung. Vor diesem Kriege hatte die Union so gut wie überhaupt keine eigene Wehrmacht. Was nicht nur auf dem Papier vorhanden war, reichte an Bedeutung kaum über eine starke Polizeimacht hinaus. Hinsichtlich der Armee war dies kein ernstes Problem, da ein Angriff gegen die Union vom Lande her kaum denkbar war. Sehr Diel wichtiger war schon die geringe Anzahl von Flugzeugen und vor allem der Mangel an Seestreitkräften. In dieser Hinsicht hatte England bewußt eine Abhängigkeit der Union vom Mutterlande geschaffen, welches in Simonto wn bei Kapstadt seit langem eine größere Flottenbasis besaß Außerdem spielte eines der ernstesten Probleme, das ungünstige Verhältnis von weißer und eingeborener Bevölkerung, eine Rolle bei der Entscheidung für den Krieg. Nur ein Fünftel der gesamten Bevölkerung ist europäischer Herkunft, und die Gegensätze zwischen Weiß und Schwarz sind sehr : betont. Wenn Südaftika auf sich allein gestellt wäre, ■ würden die Anforderungen an den Selbstbehaup- Annahme von Anzeigen ßlr die Mittagsnummer is8V,UbrdesBormittagS Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zelle von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für ftamilienan- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14 f. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr erlsö . tiinerlad 942 ernbau* e M Vom Donez zum Don. Am 1. Juli meldete der Wehrmachtbericht.- „Im üblichen und mittleren Teil der Ostfront sind beut- che unb verbündete Truppen zum Angrift angetreten." Die beutsche Führung hatte den Schwer- punkt des Angriffs, der bestimmt war, weitgreifenbe Operationen einzuleiten, kn-app nördlich bes Ab- chnitts angefetzt, der eben erst der Schauplatz des Zusammenbruchs der bolschewistischen Offen fine gewesen war, die Timofchenko anfangs zur Rückeroberung des Donez-Beckens mittels eines Durch- toßes zum Schwarzen Meer geplant, dann zur Entlastung feiner durch das schnelle .Fortschreiten des deutsch-rumänischen Angriffs in höchste Not geratenen Krim-Armee eingeleitet hatte. Seine südostwärts Charkow über den Donez vorgerückte Ar. mee war durch einen von Süden geführten Stoß in die linke Flanke abgekniffen, eingefeffelt und vernichtet. Damit war Timofchenko wieder in die Verteidigung zurückgeworfen unb die Front am Donez bereinigt, bis an dessen Ufer die deutschen Heere im Herbst des vergangenen Jahres ihren Angriff vorgetragen hatten unb der in den Winter» schlachten immer mieber erbittert umkämpft gerne- Jen war. Auf ihrem rechten Flügel durch die Kessel- schlacht von Charkow, den Sieg auf der Halbinsel Kertsch ur^b den bevorstehenben Fall ber Festung Sewastopol von mächtigem Druck befreit, konnte nun die deutsche Führung die eigene große Opera* tion beginnen. Sie zielte auf die Nahtstelle zwischen den beiden Heeresgruppen Timoschenkos im südlichen und Schukofts im mittleren Abschnitt ber Sowjetftont etwa ostwärts von Kursk. Mit dem Moment der Ueberraschung konnte dis Berlin, 10.Juli. (DNB.) Die Beunruhigung der Schiffahrtslinien im Indischen Ozean durch Unterseeboote der Achsenmächte, besonders in den Gewässern um bie Insel Madagaskar, hält an. Durch dieses Gebiet laufen die Verbindungen von den Vereinigten Staaten unb Südafrika durch das Rote Meer n-ach Suez bzw. durch das Arabische Meer nach Basra, dem Umschlaghafen für den Nachschub in die Sowjetunion. Soeben wurde in der Nähe von Madagaskar das 9000 BRT. große Handelsschiff ,E knarren" versenkt. Neun Mann der Besatzung kamen ums Leben. W. Jahrgang Nr.ibt ticheim täglich, außer onntags und Feiertags Beilagen: । Gießener ftamilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: y Monatlich.....RM.1.80 ; Zustellgebühr... „ -.25 ■ mich bei Nichterscheinen V. von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt flkrrisvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeigers Äosti check 11686 Franks./M. 1 ' ~ Das südafrikanische Chamäleon Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Vie Katastrophe des Riesengeleitzuges im Eismeer — ber klägliche Rest von drei Schiften wurde nun auch noch versenkt —hat trotz aller Leagnungs- oeyuche einen ungeheuren Schock bei unseren Gegnern ausgelöst. Das beweist nicht allein die Tat- IcÄe, daß Churchill, von der britischen Oeffentlichkeit unfc vorn Unterhaus hart bedrängt, eine Geheimsitzung anberaumen mußte, in der er selbst über oii$ Schi ffahrtsproblem sprechen wird, sondern das geht auch aus der Unterredung hervor, die Roo s e° oe][ t mit dem Oberbefehlshaber der nordamerikani- fditn Flotte, Admiral King, dem Chef der briti- jdjen Flottenmftsion, Sir Andrew Cunningham Üch dem „Mädchen für alles" Harry Hopkins t)o|te. Berichte aus Washington besagen, daß „ge- misie Anzeichen" dafür vorlängen, daß man sich zu bie er Unterredung wegen des neuen deutschen Anguss auf den englisch-nordamerikanischen Geleitzug hac) Archangelsk entschlossen habe. ; (55 bedarf gar nicht dieses Hinweises, um zu wis- fen, daß die Lage für unsere Gegner gerade auf brm Gebiet der Schiffahrt höchst ernst ist. Ein Ouer- schhttt durch die Presseäußerungen allein der letzten Wochen ist ein einziges Wehklagen über die ganze Hilflosigkeit, in ber sich England sowohl wie bie gereinigten Staaten befinben. Wie verzweifelt für unpre Gegner die Situation ist, kann man ja erst bann richtig ermessen, wenn man weiß, daß Eng- fafc in diesem Krieg bereits mit einer bedeutend geringeren Tonnage als beispielsweise 1914 eintrat, während die Schiftsraumverhältnisse ber U^A. von Mang an völlig ungenügend waren. Die Vereinigten Staaten besaßen zu Beginn dieses Krieges eine Handelsflotte, die neben der Griechenlands den zmifelhaften Ruhm befaß, zu den überaltertsten der Welt zu gehören. Nicht weniger als 79 v. H. aller UZA.-Schiffe waren über 20 Jahre alt und stammten meist aus dem quantitio zwar erheblichen, aber qualitativ unzulänglich durchgeführten Schiffsbau- programm des Weltkrieges. Es wäre falsch, den Gegner bei seinen Bemühungen, diese Lücke auszufüllen, zu unterschlitzen. Aber es treffen hier die verschiedensten Faktoren zusammen, die dafür sorgen, daß weder in England noch in Nordamerika die Bäume in den Himmel wachsen, während die Zahl der deutschen ll-Boote nach einem Wort des Führers m einem ftften Rhythmus ansteigt. In England wurden viele Werfen durch Luftangriffe zerstört, und was das Empire zur Behebung der Schiffsraumnot beitragen kann, dürfte unerheblich fein. Weder in Australien unb Südafrika noch- in Indien hat es vor Ausbruch dieses Krieges eine Werftinduftrie gegeben, bie andere Fahrzeugs als die für die Küftenfchiffahrt benötigten herstellte. Nur Kanaba ist etwas besser daran, aber eine Werftindustrie, die heute den An- frAerungen allein bes englischen Mutterlandes ge^ Tokio, 10. Juli. (Europapreß.) Schon sechs Wochen nach Abschluß der amerikanisch-sowjetrussi- schen Abmachungen über die Lieferungen von Kriegsmaterial trete ihre Wertlosigkeit klar zutage, erklärt die japanische Zeitung „Nicki Nichi". Die Lieferungen Englands und der USA. an die Sowjetunion erfolgten in zu geringer Menge, in zu großen Abständen und seien vor allem qualitativ minderwertig. Die Transporte müßten ferner über das Eismeer gesandt werden, wo die Geleitzüge den Angriffen der Achsenmächte durch U-Boote und Flugzeuge ausgesetzt seien. Sie hätten mit jedem Schlage einen Verlust von unzähligen Tonnen zu verzeichnen. Das Blatt meint, es handele sich bei den USA. unb England nur darum, den Widerstand Moskaus durch leere Versprechungen weiter aufzustacheln. Japan müsse sich auf Intrigen die in die Nähe seines eigenen Kriegsschauplatzes ALL reg! deutsche Führung diesmal nicht rechnen. Die Sowjets hatten seit Wochen den deutschen Angrift erwartet, wenn auch vielleicht nicht gerade an dieser Stelle. Aber sie hatten sich an der ganzen Front zur Abwehr eingerichtet und überall immer wieder mit heftigen Stoßunternehmen vorgefühlt, um sich über bie deutschen Absichten Aufklärung zu verschaffen. In dem Abschnitt, in den der deutsche Angriff nun in der Frühe des 28. Juni hineinftieß, hatte das wellige Gelände mit feinen vielen von Bufchwald bestandenen Buckeln und Schluchten die Anlage von starken Erbbefestigungen ungemein be- günfngt. Die Sowjets hatten, obwohl harte Kämpfe auch wä'hrenb der Wintermonate sie ständig in Atem gehalten hatten, keinen Augenblick unnütz verstreichen lassen. So war auch in diesem Abschnitt ein starkes Stellungsnetz ausgebaut worhen in Anlehnung an fest in die Erde eingebauten und gut getarnten Panzerwerken mit beweglichen Türmen unb mit den berüchtigten dichten Minenfeldern im Dor« gelänbe, wie sie schon ein Merkmal aller sowjetischen Derteibigungsstellungen von der Stalin-Linie bis zur Landenge von Kertsch gewesen waren. Trotzdem I konnte das Oberkommando der Wehrmacht schon am riegsschauplatzes 3. Juli bekanntgeben, daß bie feindliche Front in I einer Breite von 300 Kilometer ausgerissen worben liefi6 anlriffc des Gegners nordwestlich Woronesch - bC: brechen unter hohen Verlusten zusammen. Starke — d 9 samstog, n- Gietzeim Anzeiger General-Anzeiger sürOberhessen Aus dem Reich m verbände verfallen unter dem harten Druck der pausenlos nachdrängenden Verfolger immer mehr der Auflösung. Auch die Entlastungsversuche nördlich des Ein- bvuchsgebietes waren vergeblich. Die Sowjetführung bat bei Orel, also etwa 120 Kilometer nördlich von Kursk, und nun auch nordwestlich von Woronesch immer wieder versucht, durch heftige Angriffe massierter Panzerkräfte die deutsche Flankensicherung der Cinbruchsstelle einzudrücken. In erbitterten Kämpfen wurden sie abgewiesen. Die deutschen Truppenverbände, denen hier eine undankbare, aber Nach einer Meldung aus Washington hat Admiral Nirnitz, der Oberbefehlshaber der Pazifik-Flotte, bei einem Flugzeugunfall, der zwei Piloten das Leben kostete, schwere Verletzungen erlitten. Das Unglück habe sich an der Westküste ereignet. Stratzenpanzer unternahmen vereinzelte Vorstöße in unsere rückwärtigen Stellungen. Einige kleine Lastwagen wurden vernichtet, andere durch unsere Luftwaffe in Brand geschossen. Italienische und deutsche Jagdflugzeuge schossen zwei englische Flugzeuge in Afrika und sechs über Malta ab, wo der Flugplatz von M i c a b b a erneut bombardiert wunde. Eines unserer Flugzeuge kehrte nicht zu seinem Flugplatz zurück« Chiles Neutralität. Buenos Aires, 10.'Juli. (Europapreß.) Die Parteiausschüsse der Liberalen und Radikalen Chiles beschlossen mit starker Mehrheit, die Neutralitätspolitik des Staatspräsidenten Rios weiterhin zu unterstützen, obwohl der radikale Parteivorsitzende Marcial Mora den Abbruch der Beziehungen zur Achse gefordert hatte. Er erklärte deshalb, den Vor- sitz niederlegen zu wollen. nung. KriegSeinsah der Studenten. Wieder ein Schwedendampfer versenkt.®er Lebhafte Entrüstung über die Neutralitätsbrüche der Sowiet-Ll Boote. Der Norden Amerikas hat von allen Erdteilen der Besitznahme durch die Europäer am^wenigsten Wl- derstand entgegensetzen können. Weder das Klima, noch die geographische Gestaltung noch Ureinwohner haben entfernt ähnliche Schranken zu bilden vermocht wie in Asten und Afrika. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich drüben nach der Seit der kolonialen Besiedlung ein zweites größeres Europa herausbildete. Dabei lassen sich drei große Vorstöße unterscheiden: einmal der durch die Spanier um den Golf von Mexiko und das Missis- sippi-Mündungsgebiet, zweitens der der Franzosen hoch im Norden um den St.-Lorenz^Strom, und drittens der in der Mitte, im Gebiete der dreizehn alten Staaten, durch die Völker des europäischen Nordens. Von der Mitte ist in der Folge das etaa. I tenwefen der USA. mit ihrer Vdrgewalt über den so großen Verluste mehr gehlütt, wie ihr in ben letzten Tagen durch sowjetruisilche U-Boote^gefuat worden seien. „Nach allem, was geschehen ist so schließt das Blatt, „kann sich die rung nicht langer mit platonischen 2>cmard)en bei der Moskauer Regierung begnügen. Da dle sow et- russischen U-Boote die schwedischen Hohettsgewasser nicht achten, müssen schwedische Marmeeinheiten und Flugzeuge mit allen Mitteln neue An falle sowjet- russischer U-Boote — wo diese U-Boote auch angrei- fen werden — zu verhindern versuchen. Damit wahrt Schweden lediglich seine N^ltralitat und sichert den Verkehr in fernen ei genen Gewa,sem der im Schutz des Völkerrechts steht. ,^"ch „Aftonbla. det" schreibt: „Nachdem unsere diplomatischen Vor. stellungen von der sowjetischen Regierung ganz einfach ignoriert wurden, wird klar, daß unsere Regierung nunmehr gezwungen ist, zu P r a v en t< v - Maßnahmen zu greifen, um unsere Ho Hecks gemäss^ von diesen U-Boot-Piraten zu säubern. Nachdem die Gesetze des Seekrieges auf solche empörende Weise verletzt wurden, besteht bestimmt keinerlei An- laß mehr zur Untätigkeit." Kleine politische Nachrichten. Anfang dieser Woche landete ein von Zerstörern und Kreuzern gesicherter größerer japanischer Geleitzug auf den von den Japanern besetzten Meuten- Inseln. Es fanden keine feindlichen Angriffe statt. Aus aller Welt. Oberstleulnani a. D. Bischoff 70 Jahre alt. Oberstleutnant a. D. Joses Bischoff vollendet am 14. Juli in Berlin das 70. Lebensjahr. Wie sein in Deutsch-Südwest während des Eingeborenen-Äusi standes mit dem Orden Pour le merite ansgezeich^ neter Decker Victor F ra n k"e gehört er zu den be> währtesten deutschen Kolonialkriegem. Als Bataist lonskommandeur im Reserve-Jnfanterie-Regiment zag Major Bischoff 1914 in den Weltkrieg. 1919 erhielt er den Orden Pour le mdrite. Auch im Baltikum 1919 erwies er sich an der Spitze btf Eisernen Division als meisterlicher Truppe»' erzieher und -führer, der traft des Vorbildes seiner Persönlichkeit ans fernen Soldaten das Letzte heb ausholte. Der Führer verlieh dem verdienten Offi« zier am 27. August 1939 den Charakter als Oberst« lentnant. 700 Stückgüter gestohlen. Bei einer Wiesbadener Spedition, die die BahH stückgüter an die Empfänger zuzustellen hat. vel^ Kontinent ausgegangen. Diese drei Vorstöße haben eine auch heute noch bemerkbare Verschiedenheit hinterlassen. Insbesondere ist die Verschiedenartigkeit des spanisch geprag. ten Südens und des nordwest. und nordeuropaisch geprägten Nordens bedeutsam. Das Stadtbild des Nordens stand bald ganz unter dem Einfluß niederländischer, englischer und deutscher Architektur, während sich in den Städten des Südens das male, rische Bild Spaniens wiederholte. Stand man um 1850 etwa auf einer Anhöhe vor Ohio, Illinois oder Iowa, jo fand man in der Regel ein von den da. . maligen deutschen Mittel- und Kleinstädten nicht run9- rung und die englischen Puritaner zu Unrecht ver« (Fhrutiaett Hritchard Heydrichs lästerte Spanien — ein wirklich echtes verpflanzen ** " , - l I und Fortzeugen europäischer Kultur und fünftlei im profefforot rischer Stilhaltung stackgefunden hatte. Die Reise« m n in Rufi lEurovavreß ) In einer Reihe beschreibungen aus der Micke des Jahrhunderts sind =>"«-*«•—<----- x«-»--- Deutsch-italienische Llebereinstimmung Nordstaaten geschlagen worden waren, hat ein zi- • vilisatorischer und kapitalistischer Geist die Oberhand i itt allen Ä)iklfchast6skagen. gewonnen. Neuyork, Sinnbild der USA., bot! Der Besuch de/italienischen Außenhandelsrninisters schon damals das trostlose Bild einer von kapitaü- Rasfaelo Riccardi in Berlin -ar Anlaß zu stischer Bauwirtschaft geprägten Stadt Wir besitzen einem freundschaftlichen Gedankenaustausch mit eine Darstellung aus der Zeck mck dem Blick aul Reichsminister Funk und dem Vorsitzenden des Re- den Broadway. Man steht schon das volll« aierungsausschusses für die Wirtschaftsbeziehungen städtebauliche Chaos, von dem der b^eutende deuck mit Italien, Gesandten Clodius. Es hat sich er- sche Architekt Peter Behrens nach'seinerAms- neut die Uebereinftimmung der deutschen und italie- rikareise (um 1925) schrieb, diese Atadt müsse m mschen Auffassung bei der Beurteilung aller gemein- Teufel erbaut worden sein. Em Besucher au5 0 sam interessierenden wirtschaftlichen Fragen ergeben. Mitte des Iahchund er s berichtete, '.geschmackvolle Beide Regierungen betrachten die Aufrechterhaltung Gebäude besitzt die Stadt nur ..wenigs von ongl^ stabiler Währungen und stabiler neben nur em einziges, das in agypttschem SM er. Preise als einen der wesentlichsten Faktoren für baute Gefängnis, die Tombs. Was sonst eigne« die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Wert hat, ist beinahe ausnahmslos sklavische Nach. Sie werden' sowohl für den deutsch-italienischen ahmung europäischer Muster. Heute wirkt der Waren- und Zahlungsverkehr wie auch in den wirt- Broadway von 1850 auf uns wie eine Vorstadt- schaftlichen Beziehungen zu den anderen Ländern straße. Derselbe Reisende beklagt sich über die vielen an diesem Grundsatz festhalten. Runners und Rowdies (die Vorläufer der heutigen ________ Gangster), durch welche die Hafengegenden unpcher gemacht wurden. Auch auf den Pankee als Typ ist ----------------------------------------------— unser Gewährsmann schlecht zu sprechen: „Die 7)an< Im östlichen Mittelmeer wurde ein mit kees sind bei ihrer religiösen Frömmelei die rafft« Panzern und Kraftwagen beladener feindlicher 5000- niertesten Spekulanten und durchtriebensten OlfUhvud. mgendführer Axmann in Vogelsang einen Be- Richtung, die, da sie parallel zur bisherigen Sow- ri^t über jjie im Sinne des praktischen Sozialismus jetfront verlief, Timoschenko aeftattete, den Nach- durchgeführte Begabtenförderung. Auch im Kriege schub an Kriegsmaterial nach Belieben an die re, ^ie Aufgabe, die natürlichen Anlagen der Ju- Stellen des größten Bedarfs zu bringen. Zudem flenb- ,ur höchsten Meisterschaft zu entwickeln, nicht hatte sie in Rostow Anschluß an die Strecke nach unterbrochen worden. Die Aufgaben des Reiches ~ ' Kaspischen Meer, dem Zentrum des wich- ^^n heute so gewaltig, daß neben der Zahl seiner ‘ Menschen die Leistung und das Können des einzelnen von entscheidender Bedeutung sind. Durch die Leistung des einzelnen werde die Leistung der Gemeinschaft gesteigert. Allein im Jahre 1941 wurden 36 Jungen- und Mädellager für die Reichsauslese durchgeführt. Die Teilnehmerzahl in der Berussgruppe Eisen und Metall betrug allein 1130 Jugendliche. Nach Abschluß des Ausleselagers wird die allgemeine Förderung wirksam. Sie fußt neben .ber fachlichen Tüchtigkeit auch auf der charakterlichen, sittlichen, politischen und körperlichen Eig- 'S. Kunst und Wiffenschast PARFÜMERIE ML 03283/ 1 KRIE GSWILFSWE R K KNORR 03295/ ZIGARREN ZIGARETTEN RAUCHTABAKE iir besitz, Blick L 15 Mj- ende btii ner Am niisse m r aus br hmackvob von och n Stil 5 di iFfffrori uh* oitiftnth rhlUt Ihnen ru welker^ugon ®r» 5 Koluv H oßen k nnes br . s sten.Eii ; '.t fiinbt; aernich- . unglüi B il-M | ;eortindr 3 ngestM H at ein ? H Oberst ISA., b° i kapital1: l«lbf s irank $0(i °chd, ch btt "ch^. Nt lüt ^eich patsch«, s Staber dt- lte no< i5be|o)| geprüs pPäi|i bild bt N« hitektui is mol, nan m ois obe den bt W bewirkt b? L! Vorstab || en nii - ine te 1 europa N Einladung Am TamStag, dem 18. Juli 1942, nachmittagü 3 Uhr, findet in (Mtchen im fX»otfl Hovkeld , Friedrichstraße 4, unsere diesjährige ordentliche Generalversammlung statt, zu der wir unsere Mitglieder ergebenst einladen. Tagesordnung: 1. Erstattung des Geschäftsberichts 1941. 2. Erstattung der Bilanz und IahreSrechnung und Oieneblnigung derselben. 3. Erstattung des Prüfungsberichtes. 4. Entlastung des Vorstandes und AufslchtSratcS. 5. Beschlußfassung über die Verteilung deS Reingewinns. 6. Ersatzwahl zum Vorstand. 7. Ersatzwahl zum AufsichtSrat. 8. Beschluk über die Festsetzung der Provision für die Vertrauensmänner. , _ 9. Verschiedenes. I2005D Die Bilanz und IahreSrechnung liegen 8 Tage zur Einsicht für die Mitglieder in den GeschäftS- räuinen offen. Gieben, den l.Iuli 1942. Genossenschaft für Viehverwertung e. G. m. b. H. Heh. Henneken. Montag, den 13. Juli 1942, 20 Uhr Gloria-Palawt, Gießen Groß-Variete mit: Rndi Rauher, der lustige Wecker vom Reichssender Frankfurt a. M. 2 Blizeardf*. Sensationa.Rollschuhen Smllee u. Myke, exzentr. Neuheiten Laurella. Elastiksensation auf erleuchteter Vase I ani und Gritt, Tanzpaar . Kurt Stebchen, Komiker uns. Zeit 2 Rudow, Equilibristen 2 Janglas, komb. Balance - Sensation Monty Galfcosparodicrt: Schikanen des Alltags. Die 5 Sorgenbrecher und das Musik-Trio Erna Ludewig, Emil Sommer, Beruh. Pohlert Unter Leitung von Dr. Peter v. Siemens feierte der Gesangverein „Germania" in Buenos Aires durch die Aufführung von Chor, und Orchesterwerken das 86. Jahr feines Bestechens. Man hörte von dem Orchester der Colonoper in Buenos Aires die Oxfordsymphonie von Haydn und mit Julia von Siemens am Flügel Beethovens Klavierkonzert in c-molL Den Höhepunkt des Konzertes bildete Mozarts Krönungs-Messe. Die beträchtlichen Schwierigkeiten wurden von dem Orchester und dem Gesangverein, der zu den ältesten deutschen Chören Südamerikas gehört und von seinem Sei ter aufs trefflichste geschult ist, mit erstaunlicher Sicherheit bewältigt. Die Pianistin Poldi Mild ner, die vorn Krieg in Südamerika überrascht wurde und in Argentinien lebt, gab anläßlich des argentinischen Unabhängigkeitstages in Cordoba ein Konzert, zu ■®a** p"Weg damit: fdiütidie fohlen durch Die Deutsche Arbelislront NSG. Kraft durch Freude Kreisdienststelle Wetterau war zusammen mit anderen Wertgegenständen des Museums in den Kellerräumcn zum Schutz gegen Fliegerangriffe untergebracht worden. Die Diebe erbrad)en eine Stahltür, um zu ihrer Beute zu gelangen. t u Das germanische Waldwildpferd. In den Urwäldern Germaniens lebte einst ein Waldwildpferd, das ebenso wie manches andere den Wald bewohnende große Säugetier dunkelgrau gefärbt war, im Gegensatz zu den Urwildpferden der offenen Steppe, die alle rötlich gefärbt sind. Das mausgraue germanische Waldwildpserd ist vollständig ausgestorben. Der Münchner Tierpark H e l l a 0 r u n n hat nun seit langem den interessanten Zvchtverfuch angestellt, durch Kreuzung von noch erhaltenen Hengsten des rötlichen Steppenwildpferdes mit Stuten von nordischen Hauspferderassen, die vorn Waldwildpferd adstam- men, wieder den Typ des mausgrauen germanischen Urpferdes zu erreichen. Nachdem vor neun Jahren die beiden ersten Stuten, die diesen Anforderungen entsprachen, gezüchtet werden konnten, ist vor einigen Tagen auch das erste Hengstfohlen dieser interessanten Zucht im Münchner Tierpark zur Welt gekommen. Cs soll der Zuchthengst und Begründer des Stammes der neu wiedergewonnen Waldwildpferde werden. Komponisten im Waffcnrock. Generalintendant Dr. D r e w e s leitete mit liebe- voller Einfühlung und starkem Ausdruck am Pult des Großen Rundfunkorchesters ein Konzert im Felde stehender Tonschüpfer. Den Anfang machte der „Festliche Aufruf" des 1914 geborenen Ulrich Sommerlatte, eine gemäßigt moderne Arbeit mit straffen Marschrhythmen. Der 1901 geborene Gustav Schwickert wußte durch zwei Lieder mit Orchester aus dem Rilke-Zyklus zu interessieren. Tonmalerisch reizvoll war auch das Lied .^Hütejunge" von Dr. Ludwig Rofelius. Don Josef Jngenbrand hörte man „Sinfonischer Bolero", einen aus deutscher Phantasie geborenen spanischen Tanz. Der Schlußsatz aus der Ersten Sinfonie von Gerhard S t r e ck e , der schon Teilnehmer des ersten Weltkrieges war, verarbeitet ein reiches Themenmaterial auf eigenständige Weife, um zu einem steigerungsreichen Aus klang dem Blechkörper in strahlendem Dur das Wort zu geben. Greta Daeglau. Deutsche Musik in Uebersee. nach Kiel und Magdeburg lehnte er ab. folgte jedoch 1920 einem Ruf nach Göttingen als Nachfolger von H. Wagner. Meinardus hat sich besonders um die Klimakunde der Arktis Derdienfte erworben. Als die deutsche Südpolarexpedition unter E. von Drygalski 1903 ihr meteorologisches Mitglied durch den Tod verloren hatte, wurde Meinardus mit der Verarbeitung der meteorologischen Beobachtungen betraut. 1914 hat er auf einer mit S. Passarge unternommenen Expedition in die Wüste vberägyptens Beobachtungen Über Bodentemperaturen gemacht, die dazu beitrugen, das Verhalten des Bodens in morphologischer Hinsicht zu klären. Frühere Forschungen befaßten sich mit dem Problem der Beziehungen zwischen dem Golfstrom und dem Klima Mittel- europnö sowie den Ernteerträgen der Länder. In Klutes Handbuch der geographischen Wissenschaft hat er ein ausgezeichnetes Bild der allgemeinen Klimatologie entworfen und eine neue Niederschlags- karte der Erde herausgegeden. Professor Otto Volk 50 Jahre alt. Am 13. Juli vollendet der Ordinarius für Mathe- matik und Astronomie an der Universität 'W ü r' - bürg, Professor Dr. Otto Volk, sein 50. Leb jahr. In Neuhausen a. F. (Württ.) geboren, studierte er in Tübingen und München und promovierte 1918 an der T. H. München zum Dr.r aber Zers w seitiges man an zog- tig einr M Zvecklos tfn, alle , ."Dafii eine E 'aum q >9. *unb scher j Br P.O 7teif)t 30 §ort Tieferschüttert erhielten wir die Nach- UDB richt, daß unser lieber, braver Sohn, mein einziger Bruder, Schwager, Neffe und Cousin Unteroffizier Otto Schmidt Inh. des E. K. II. und Inf.-Sturmabzeichens seinen schweren Verletzungen am 13. Juni im blühenden Alter von 27 Jahren in einem Feldlazarett erlegen ist. In tiefer Trauer: Hermann Schmidt II. und Frau Ottilie, geb. Kröll Karl Schmidt und Frau Lina, geb. Lang. Hungen. Rodheim a. d. Horloff, Friedberg i. H., Michelnau, Geiß-Nidda. 03298 Todesanzeige. Kurz nach demTod unserer lieben Mutter wurde auch unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Georg Wilh. Keller nach einem arbeitsreichen Leben im fast vollendeten 72. Lebensjahre von uns genommen. In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen. Lieh, den 11. Juli 1942. Dia Beerdigung findet am Sonntag, dem 12. Juli, 16.30 Uhr, vom Trauerhause aus statt. 2176 D Für die uns in so reichem Maße entgegengebrachte Anteilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen, sowie für die Kranz- u. Blumenspenden sagen wir unseren herzlichsten Dank.Besonders danken wir Herrn Pfarrer Bönning für die trostreichen Worte am Grabe, sowie für die Nachrufe der Gesangvereine„Har- monie“ Rödgen u. „Jugendfreund“ Steinberg. Elise Mandler, geb. Balser nebst Kindern und Enkeln. Rödgen, Watzenborn-Steinberg, im Juli 1942. 03321 Zuverlässige Putzfrau für 2 — 3 mal wöchentlich ges. SCHNEIDER der Fachmann für Kleider Neustadt 10. tzlMS 3« teufen gefußt Einfamilienhaus oder auch schönes Etagenhaus m. Garten. Schrift!. Angeb. unter 03208 an den Gieß. Anz. Bandsäge neu oder gebraucht, zu kaufen gesucht. [2100D Job. Frohn, Marktplatz 19. Leichter Einspänner oder Koh-Wagen gut erhalt., auch neu, sofort. zu kaufen gesucht. Schrift!. Ang.in. Preis unt. 03300 Damen- oder Herren-Fahrrad gebraucht, aber gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03297 a.d.G.A. Gebrauchtes, gut erhaltenes Oamen- Zahrrad z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03319 a.d.G.A. 1 Fahrrad- Anhänger z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03226 a.d.G.A. 03327 Großen-Buseck, 10. Juli 1942. 217 oD Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und Onkels Wilhelm Hahn L, Oberleitungsaüfseher i.R. sagen wir herzlichen Dank; besonders Herrn Pfarrer Frank, sowie dem Kriegeryerein, dem Gesangverein und seinen Mitarbeitern für die ehrenden Nachrufe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabethe Hahn, und alle Angehörigen. Heute vormittag entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Gote und Tante Luise Väth Wwe, geb. Peufeer im Alter von 70 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Reuschling und Frau Marie,geb. Väth Ferdinand Heinz und Frau Christine, geb. Väth Karl Väth.z.Z.im Felde Kurt Heinz, z. Z. bei der Wehrmacht Leihgestern, 10. Juli 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag, 12. Juli, 16.15 Uhr statt. Für leichte Arbeiten weibl.Hilfskräfte für ganze oder halbe Tage ges. Grobwäscberel Edelweiß Schützenstraße 12. 1432 D Nebenverdienst! Wir suchen in Gießen eine zuverlässige Person (Mann oder Frau) zur Belieferung von festen Zeitschriftenbeziehern usw. (Ortsagentur). Meldung schriftlich erbeten unter 03301 an den Gießener Anzeiger. Ingenieur oder ausgebildeter Techniker für Wärmetauscherbau und Feinblechkonstrukt, gesucht. Gelegenheit zur Einarbeitung wird geboten. Herren, die Interesse für das interessante und vielseitige Gebiet haben, werden gebeten, ihre Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen zu richten an Hans Windhoff A.-6. Verwaltung Berlin-Schöneberg Bennigsenstraße 20 22. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verlust unseres lieben unvergeßlichen Sohnes Willi ruh für den Nachruf der Reichsbahn und für die tröstenden Worte des Herrn Pfarrers Germer, sowie allen denen, die ihm das letzte Geleit gaben und allen, die unserem lieben Entschlafenen während seiner Krankheit Gutes getan haben, danken wir. In tiefer Trauer: 03303 Familie Karl Luh, Bergwerk Oberhof, Gießen. ’JHrT Offenbarung 14, 13. Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die traurige, unfaßbare Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der liebevolle, treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber, braver Sohn, mein stets hilfsbereiter, hoffnungsvoller Schwiegersohn, unser unvergeßlicher Bruder, Schwager, Pate und Onkel Ludwig Heinrich Sommer Gefreiter i n einer Sanitäts-Kompanie im blühenden Alter von 28 Jahren in höchster soldatischer Pflichterfüllung am 6. Juni 1942 in Nordafrika den Heldentod gefunden hat. Währendwir noch hofften auf einWiedersehen, betteten ihn seine Kameraden in fremder Erde zur ewagen Ruhe. In tiefer Trauer: Gertrud Sommer, geb.Pitz, und Töchterchen Christa; Ludwig Sommer u.Frau; Kath.Pitz Wwe.; Marie Sommer; Farn.Karl Reuter; Marg.Buß Wwe; Albert Pitz und Frau; Fam.Hugo Weiß; nebst allen Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, den 8. Juli 1942. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren lieben Arbeitskameraden BetriebsfUhrung und Gefolgschaft der Firma Gießener Stempel- und Farben-Fabrik Joseph Kreuter, Gießen. 2163 V Sie muß Saltrat haben! Du brauchst es heute • vielleicht nicht so nötig! , Saltrat, das erlösende Bad g für angestrengte und müde 1 Füße muß heute vor allem ß für Soldaten, Rüstungs- ] arbeitet und all jene verfüg- j bar sein, deren kriegswich- g tige Pflichterfüllung langes | Stehen oder vieles Laufen j erfordert. Verzichte darum, wenn Du nicht zu diesen . Menschen gehörst, heute auf die liebgewordene g Annehmlichkeit des Saltrat-Bades zugunsten derer, I die es zur Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit ■ brauchen. Wenn Du Saltrat besitzt und es nicht J unbedingt brauchst, so schicke es an die Front! g hejWgslessel werden gereinigt durch [03326 Hünermund, Wolkeng. 171. SAMerln für Damenkleidung in oder außer dem Hause gesucht. - Schriftl. Angebote unter 03312 an den Gießen. Anzeig. Wer überläßt mir käuflich oder leihweise ein gut erhalt. Kinder- ftühlchen Hch. Böhringer, Goethestr. 22. Wer nimmt gelegentlich von Friedberg nach Gießen 2 Betten und 1 MM mit? Ang. unter 03318 Tel. 4170. Gut erhaltener Kinder- sportwagen gegen 1P. blaue Ledervumps Gr. 5 (elegant) u. Zuzahlung zü tauschen gesucht. 03314 Zu erfrag.: Schiffenberger Weg 16 I. Wer übernimmt sofort ob. später Möbeltransport Von Hannover nach Gießen? Schr. Angebote unter 03299 an den Gieß. Anz. Kindergärtnerin (Beamtentocht.), 32 I., brünett, gut aussehend, wünscht Gedankenaustausch m. gebildet. Herrn (Akademiker ob. mittl. Beamter), bis 45 Jahre, zwecks späterer Heirat. Vermögen und Aussteuer vorhanden. Zuschriften unt. 03285 an den Gießen. Anzeig. Rotes Mäppchen mJämtLLebens- mittelmarken und Ausweisen, Kleiderkarte usw. a. Freitag, 10. 7., zwischen 17 u. 18 Uhr, auf der Stadtvost verloren. Abzug, geg. gute Belohn. Frau M. Götz Wwe., Asterweg 52. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen, für die vielen Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bensch sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Christine Schäfer, geb. Krick Leihgestern, im Juli 1942. 2171 D [03323 kauf. gesucht. Aelteres Mädchen bevor- 10.15, | Mietgesuche | Jeder Wagen mehr ^\gungsvverk£ Räder müssen rollen für den Sieg! 11./12.ZllNM2 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für VberWen) Nr. 161 Zweites Blatt I • I i I men (Nachdruck verboten.) machen?" 30. Fortsetzung. 42. Gashebel ein. 41. n n .e it it t! I I I I I i Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl DunSer Verlag, Berlin W 35. zu sein. Ich bin nicht wieder ins Geschäft gegangen, ich bin den ganzen Nachmittag herumgestrolcht, wie ein schwänzender Schuljunge." „Du Armer, ganz allein?" Irmela ringt sich die Worte ab, es liegt ein Stein auf. ihrer Brust, der ihr den Atem nimmt. „Du warst ja nicht da!" Albrecht zuckt die Achseln und sagt nicht ja und nicht nein. „Was sollt' ich denn Das Abendessen im Hause Sierinck verlauft ziemlich schweigsam. Irmela ist so blaß und so wenig imstande zu essen, daß fie vorgeben muß, Kopfschmerzen zu haben. Gerd ist sehr mit Gedanken beschäftigt, Die er nicht laut werden lassen darf. Diese Gedanken smd unerfreulich, und das drückt sich auf seinem offenem Gesicht deutlich genug aus. Aber niemand beachtet es mit ungetrübter Aufmerksamkeit. m* „j gegenseitigen Eingehen des thematischen Anteils bei den ausführenden Instrumenten. Die Rezita- tivszene erstand aus den ihr eigentümlichen Bedingtheiten, in jedem Ton innerlich gewertet und hintergründig erlebt. So klar in seiner Engführungs- Thematik haben wir das lebensbejahende Finale mit seiner hohen Ausdruckskraft in letzter Zeit wohl kaum hier gehört. Franz Schuberts Rondo brillant(op.70) war in seiner Einleitung voll bannender Kraft und reichem Wechsel der Empfindung. Das Hauptthema des Rondos hob sich mit seinem markanten Rhythmus durch Abwandlung des Tempos heraus und verstärkte sich im Wechsellichte der Seitengedanken. Daß Roman Schimmer als gediegener Musiker auch das virtuose Gebiet in letztem Ausmaße sich zu eigen gemacht hat, bestätigte P a g a n i n i s Konzert in A - d u r , insbesondere durch die vom Konzertgeber verfaßte Kadenz. Sie war ganz aus dem Stil heraus entwickelt, und ließ in ihrer. Durchführung neben stärkster musikalischer Eindringungsgabe letzte technische Gelöstheit erkennen. Sara s a t e s „Romanze Andaluzza" und Pa- g a n i n i - P r i h o d a s „S o n a t i n e" waren gern gehörte geigerische Gaben, die eine mehr stimmungsgemäß erwachsend, die andere spritzig prickelnd in ihrer Figuration und von klanglicher Delikatesse in den Doppelgriffen. Wenn Roman Schimmer zuletzt zwei eigene Sachen zu Gehör brachte, so zeigte er damit, daß er das schaffende Moment mit dem ausübenden wohl zu vereinigen vermag; eine Verbindung, die in früheren Jahrhunderten allgemeine Gegebenheit war. Auf jeden Fall wird gerade diese produktive Ader, die sich in den dargebotenen Proben mit geschliffenem Formensinn und feinem musikalischem Geschmack bezeugt, ihn vielleicht tiefer haben eindringen lassen in die Geheimnisse des musikalischen Kunstwerkes und seinen Darbietungen jenes hohe Maß an Reife gegeben haben, dessen Auswirkung sich keiner entziehen konnte. Ein ganz vortrefflicher Begleiter und Kammermusikspieler war am Flügel Hermann Loux. Wo er Eigenes zu geben hatte, wie etwa im Tutti-Vor- spiel des Paganini-Konzertes, ganz besonders aber in der Sonate von Franck, war er stark als Nachschaffender mit besonders ausgeprägtem Sinn für die Plastik der Verwobenheit des Thematischen. Starker, herzlicher Beifall feierte beide Konzertgeber. Dr. Hermann Hering. Geesche Andersen, Zimmermädchen im Hotel Baltic, geht über den Korridor, sie hat einen Stapel Bettwäsche und Badetücher über dem linken Arm, daß sie kaum darüber hinaussehen kann, und mit der rechten Hand greift sie unter das Schürzchen nach dem Schlüssel, sie trällert dahei leise vor hin, das ist zwar nicht gestattet, aber sie vergißt sich manchmal, wenn sie ihrer guten Laune Ausdruck geben muß. Und um diese Stunde ist es unwahrscheinlich, daß jemand es hört. Sie unterbricht allerdings das schöne Lied von Liebe und Mondschein, ehe sie kurz und gewohnheitsmäßig an eine Tür klopft, da niemand „Herein" sagt, öffnet sie mit dem Schlüssel, was einige Schwierigkeiten verursacht, weil nicht abgeschlossen ist. Geesche Andersen betritt das leere Zimmer, es ist ein klein wenig dämmerig, besonders, wenn man von dem Gang hereinkommt, wo alle Lampen brennen. Ehe sie sich für ihre Arbeit Licht macht, will sie vorschriftsmäßig die Vorhänge zusammenziehen, sie geht also quer über den Teppich und stolpert über irgend etwas, das ihr im Wege liegt, ein Schuh. Sie bückt sich mit ihrer Last, um den Schuh auf» zuheben, aber es ist nicht nur ein Schuh, es ist ein Fuß, ein Mensch, ein Mensch liegt auf dem Boden, eine lange dunkle Gestalt, da leuchtet weißlich eine ausgestreckte Hand, und da ist Blut. (Fortsetzung folgt.) itr &'c Gießener Konzertring Violinkonzert Roman Schimmer. puivef nit- rie- in in sr g' m im iw m* rd ie- nd ist ra* Da ien ine ide Er ist sehr unzufrieden mit sich, und das ist weit peinlicher, als mit andern unzufrieden zu sein. Er hat Albrechts Abwesenheit heute benutzt, um am Nachmittag die Arbeit zu schwänzen. Das war an sich nicht so schlimm, aber er hätte die Zeit besser verwenden sollen! Er hätte Susi abholen können, und sie hätten den schönen Tag benutzen können, um das Kanu instandzusetzen, es war so nett, sich mit Süsi herumzuzanken, sie war ein feiner Kamerad und ein hübsches Mädel, und der Gedanke, sie zornig und verlegen zu machen, weil sie — ja, weil sie eben ein bißchen in einen verliebt war, das lief einem doch wie eine warme Welle über das Herz. Und stattdessen mußte man zu diesem blödsinnigen Rennen fahren! Ein Rennen an sich war zwar durchaus nichts Blödsinniges, sondern etwas sehr Schönes und Interessantes, wenn man nur nicht so verdammt schwach und charakterlos wäre, zu setzen! Aber wer konnte auch ahnen, daß diese verdammte Stute ausbrechen würde, wieder das Geld futsch, fast das ganze Monatsgehalt, und man hätte es so brennend gern verdoppelt, ekelhaft, einen Monat lang mit leeren Taschen heruckzulaufen! Albrecht, der sonst der Schweigsamste war, ist noch der Redseligste von den Dreien. Er spricht, als ob die Stille lastend auf feinen Nerven liegt, er versucht immer wieder, eine Unterhaltung in Gang zu bringen, aber es gelingt ihm nicht. „Hast du Kopfschmerzen?!" bedauert er. „Das macht die Frühlingsluft, weißt du eigentlich, daß ich den ganzen Mittag versucht habe, dich zu erreichen? Aber du warst nicht da." „Nein", sagte Irmela tonlos und zwingt sich zu einem halben matten Lächeln, „ich war nicht da. „Schade — Verhoeven hatte mir nämlich abgesagt — im letzten Moment — das hat alles durcheinander geworfen — und da kriegt' ich plötzlich den Einfall, mit dir ein bißchen hinauszufahren. „Sehr schade, das wäre nett gewesen." ,L>achf ich auch. Aber Madame beliebten aus Er ist also nicht allein, ein paar Sekunden steht Irmela zögernd vor der Tür, dann allerdings ist es zwecklos, der. schwere Gang und das quälende Warten, alles zwecklos. r.. ... „Dafür gibt es keine Erklärung! Dafür gibt c* keine Entschuldigung!" Hinter der Tür schreit eine kaum gedämpfte Frauenstimme tn heftigster Erregung. „Du bist weit weit schlimmer als ein Räuber und Mörder! Ein Schurke bist du, Jin erbärmlicher feiger gemeiner hinterlistiger schuft- ~in Erpresser! Das Verächtlichste, was es auf Gottes Erdboden gibt! Ausspucken müßte man vor dir! Und von so einem Menschen habe ich mir mein ganzes Leben zerstören lassen." . Irmela ist schon längst weiter gelaufen, wie aus der Flucht. Aber die Stimme gellt hinter ihr her, sie qellt noch in ihren Ohren, als sie hastig die Halle durchquert, mit hämmernden Adern und zitternden Knien. x .. o r,, Bloß hier weg! Auf die Straße! An die Luft! Detlev Nehl sieht von seinem Beobachtungsposten aus die Glastüren schwingen, eine Dame lauft hastig auf die Straße, ist es vielleicht Concha, die ihm in der andern Richtung davonläuft? Er laßt den Wagen anspringen, und hat die eilende Gestalt sehr schnell erreicht, nein, es ist nicht Concha, es ist auch nicht die geringste Aehnlichkeit, aber die Dame kommt ihm sehr bekannt vor, irgendwo hat er Das Gesicht schon gesehen. Aber nun kann er den Wagen nicht wenden, er hält auf einem nicht verabredeten Platz, zu uumm. Wie kann ‘ein Mensch so unüberlegt handeln! Wenn er um den Straßenblock herumfährt, kann Concha im selben Moment herauskommen und ihn nicht finden, er läßt also den Wagen stehen und geht die hundert Schritte zurück, eine Weile geht er vor der Drehtür auf und ab und sieht sich die Leute an, die sie in Bewegung setzen, oder setzen lassen. Aber Concha sst nicht darunter. Allmählich droht selbst seine Geduld zu reißen, das kommt von den halben Verabredungen, von Den unklaren Zuständen, er läuft in das Hotel hinein, aber er weiß nicht einmal, nach wem er fragen soll, er geht durch die Halle, bis hinten in den Wintergarten, überall sieht er sich suchend um, es könnte ja sein, daß Concha hier wartet, wenn sie den Wagen nicht gleich gesehen hat. Ein höflicher Herr hält ihn an mit der Frage, ob er einen Platz suche, nein, er sucht gar nichts, feinen Stuhl und keine Person, er sagt nicht geradezu, daß er ungeschoren zu bleiben wünscht, aber es liegt etwas davon in feinem Gesicht und in feinem Ton. Ziemlich ärgerlich steigt er wieder in den Wagen. Eigentlich hat er sich Den ganzen schönen Nachmittag verpatzt — er hätte auch etwas Gescheiteres damit anfangen können — arbeiten zum Beispiel. Diese ganze Affäre Concha hat im Grunde feinen Sinn. Man soll sich niemals in der Verzweiflung an einen Menschen flammern, man soll keinen Ersatz suchen für Unersetzliches, man soll die Zahne aufeinanderbeißen und arbeiten und lernen, allem ^Mt"mehr Kraft als unbedingt nötig, tritt er den Aus -er Stadt Gießen. Wiedersehen mit dem Ziehbilderbuch. Da liegt es vor mir, das geliebte Bilderbuch meiner Kindheit und ein wenig wehmütig blättere ich in feinen Seiten, die schonen Bilder der kleinen Nichte weisend. Bier solcher Ziehbilderbücher besaß ich, und ich liebte sie nicht nur zärtlich, sondern ihr Besitz erfüllte mich auch mit einem gewissen Stolz: nannte doch feins unter all den mir bekannten Kindern etwas ähnlich Köstliches sein eigen, und alle neideten sie mir meinen Schatz. Wie wundersam war das aber auch! Ein kindlich reizender Meggemdorfer- Vers begleitete jedesmal ein prächtig buntes, ganzseitiges Bild, auf dem sich alles luftig bewegte, wenn man an einer ein wenig heroorstehenden Pappzunge zog. Da schüttelten der Hans und die Grete so kräftig einen Birnbaum, daß die Früchte nur so herab- prasselten. Dort ritt Ludwig, mutig den Säbel schwingend, auf wild wiegendem Schaukelpferd in die Schlacht. Die nächste Seite zeigte „Gickerich" und „Gackerich" im grimmen Hahnenkampf aufeinander loshackend. Am Froschteich sah man Den Schnabel des schlau versteckten Storchs hinter einem Baumstumpf, kam Herr Stelzbein aber ganz hervor, so verschwanden die auf den Steinen Rat haltenden Frosche blitzschnell im Wasser, obwohl sie noch soeben mit hohem Froschmut dem Erbfeind Verderben geschworen hatten. Hier machte die böse Katze, mit glühendem Auge und schlappendem Maul, einen gierigen Satz nach dem vorwitzig hervorlugenden Mäuschen. Aber, Gottlob — ein tiefes Aufatmen aus Kinderbrust! — hurtig entwischte das Mäus- lein. Der Peter, „langsam wie ein Bär", wurde auf Dem Kasernenhof vom schnauzbärtigen Korporal gedrillt und mußte eine Kniebeuge nach der anderen ausführen, wozu der Vorgesetzte den Takt schlug. Und, siehe Da, Das fleißige Turnen nützte Denn: „Da ward Der Peter ein Soldat, Den jeder Feind gefürchtet hat!" Auf der nächsten Seite fährt, vom Jahrmarkt heimkehrend, eine Bäuerin mit ihrem Söhnchen über Den See; stark schaukelt Der Kahn, mächtig legt sich Der „Fischerfranz" in die Ruder. Und da: wie der Schmied emsig den Blasbalg tritt und dabei kraftvoll den Hammer auf das Eisen in der roten Glut herniedersausen läßt! Im zweiten Ziehbilderbuch wiegt die Jungfer Köchin Spinat, der Schreiber führte eifrig den Federkiel, mit innigem Bemühen spielte ein Jüngling : Klavier („Mit Kopf und Hand spielt er sein Stück, Daß mans nicht hört, das ist fein Glück!" schließt der erläuternde Vers). Dann folgte ein Bild, das ich mit scheuem Unbehagen zu betrachten pflegte, denn: „Der HerrMagister, sehr ergrimmt, Den Buben bei den Ohren nimmt." Und wie er den Armen deutelte! Der „Liedersänger aus Tirol" spielte Gitarre und riß rollenden Auges den Mund beim Singen gar gewaltig auf. Fritzchen neckte den Kakadu mit Zucker, das Kätzlein schleckte die Milch aus. Im Tierbilderbuch konnte man einen Esel bewundern, der kräftig ausschlug nach dem aus der Hundehütte herausspringenden Hofhund, die Störche fingen im Teich Frösche, die Hühner pickten eifrig ihr Futter, ein Bock leckte mit breiter Zunge das Bild des im Hintergrund verzweifelt sich gebärdenden Malers von der Leinwand, der Fuchs beschlich vergeblich Die Hühner, friedlich weidende Kühe wurden von einer aufzüngelnden Schlange auf gestört. Und zum guten Schluß fütterte ein Schwalbenpärchen die junge Brut und stopfte eifrig allerlei Getier in Die immer wieder heischend aufgesperrten Schnab- lein, ein Bild, das ich immer wieder zu sehen be-- gehrte. . Gar manches der Bilder will sich nicht mehr |o recht bewegen lassen, und der vierte Band, wo ist er? Verweht, wie Die Blätter im Wind! Aber das ist schließlich nicht gar so verwunderlich, denn m das erste der Bücher hat die Hand der früh Heimgegangenen Patin eingetragen: „Dem braven Lieser! zum zweiten Geburtstag." Und seit dem Tag ist schon so manches Jahr verrauscht. Da mögen den heiteren Gestalten eines Ziehbilderbuchs wohl Die Gelenke ein wenig rostig werden — und den Menschen nicht minder. L. B. Kür Tapferkeit vor öem ßemöe. Dem Sanitätsunteroffizier Reinhard Burger aus Watzenborn-Steinberg, Gießener Straße 50, und dem Feldwebel Otto S ch n e i d e r aus Hassen- Haufen (Kreis Marburg) wurde für Tapferkeit vor Dem FeinDe bei den Kämpfen im Osten das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Verdunkelungszeil: 11. Juli von 22.42 dis 4.43 Uhr. 12. Juli von 22.41 bis 4.44 Uhr^___________ Schon durch sein bedeutungsvolles Mitwirken in den Rundfunkkonzerten ist Roman Schimmer vielen bekannt geworden. Durch seinen Konzertabend in Gießen hat man ihn als eine GeiaerpeT- sonlichkeit von eignem Typus und hohem Können schätzen gelernt. Es würde schwer fallen, ihn zu einem der Geiger, die wir hier in Gießen im Laufe Der Jahre gehört haben, in wesenhafte Beziehung zu setzen; so charakteristisch prägt er sich als ein Eigner ab. Wohl selten geht von dem äußeren Bild eines Podiumskünstlers eine solche beharrliche Rühe aus wie von ihm. Jede Bewegung vollzieht sich in harmonischem Ausgleich ohne jede Vordringlichkeit, ohne Exaltiertheit, ohne jede Pose. Sachlich hinge- geben, in sich geklärt, steht er da und läßt eigentlich ganz und gar das äußere Bild Der instrumentalen Betätigung vergessen und jeDen Anwesenden zum wirklichen, lauschenden Hörer werden und so die Musik in ihrem ureigensten Wesen auffassen, begreifen und erleben. Roman Schimmer tritt als ein Fertiger vor seinen Hörerkreis. Seine Technik ist bis zum Letzten durchgebildet, und Die Beschwernisse körperlicher Funktionen beim Spiel sind restlos überwunden. Die linke Hand beherrscht das Griffbrett in allen Regionen mit ungemeiner Sauberkeit; ^Passagen, Figurationen, Arpeggien sind in jedem Stärkegrad willig, gefügig und klangvoll. Außerordentlich sind die Doppelgriffe in ihrer Reinheit und in ihrem Klangausgleich. Als eine ganz besondere Domäne Roman Schimmers kann sein gepflegtes Flageolettspiel gelten. Dem vereint sich eine Bogenführung, die dem Ton wirkliches inneres Leben gibt, voll erfühlter Wärme und empfindungsgetragener Eindringlichkeit. Oftmals konnte man bei ihm den Eindruck eines Bogens ohne Ende haben, so ausgeglichen war sein Strichwechsel; andererseits aber ist sein Strich im höchsten Maße kultiviert, jede Vortragsmanier ergibt sich in verblüffend einfacher Natürlichkeit. Ganz besonders aber verdient seine Springbogentechnik heroorgehoben zu werden. Mit diesen Grundlagen verbindet sich tiefes musikalisches Eingehen und gründliches gewissenhaftes Gestaltungsvermögen. Da bleibt kein Ton, keine Wendung in ihrer organischen Bedeutsamkeit ungeachtet, alles fügt sich in natürlichem Flusse und formt sich zu vollendeter klanglicher Schönheit. Caesar Francks Sonatein A -dur erklang so ganz ihrem eigenen Wuchs entsprechend im 1. Wissenschaft und Praxis. Der Spruch: „Wissen ist Macht" ist oft zitiert ! worden und sicher auch oft überschätzt. Er ist auch in ■ dieser lapidaren Form nicht absolut richtig, Denn nicht das Wissen ist Macht, sondern das Urteil, das auf der Grundlage des Wissens gewonnen wird. Hier ist also die Vernunft mit im Spiel, nicht allein Der Verstand, und für jedes Urteil muß bei Dem Urteilenden ein Wertmaßstab vorhanden fein, ein Wertmaßstab, Der nun auch in Der Wissenschaft über das rein Sachliche des Wissens hinausgeht. Er ist überall Dem zu Wertenden angemessen, aber aüch wo es sich um reines Messen handelt, wird minde- tens die größte Sauberkeit verlangt, und wo es ich über die Gebiete des rein Naturwissenschaftlichen und Technischen hinausgehend um sittliche Werte handelt, kommt die sittliche Einstellung, Charakter und Persönlichkeit des Wertenden im Urteil zur Geltung. Nicht alle der gesuchten Werturteile und Ge- etze haben von vornherein praktischen Wert, und viele von ihnen sind gar nicht in Beziehung auf einen praktischen Zweck gesucht worden. Und dennoch ist es dieser unpraktischen — d. h. nicht auf die Praxis eingestellten — Wissenschaft gelungen, die allergrößte praktische Wirkung hervorzurufen, wenn sie absolute Gesetze festgestellt hat. Diese konnten von unabsehbarer Tragweite sein, wie z. B. Die Entdeckung der Röntgenstrahlen, oder Die Mendel'schen Regeln oder die Abstammungslehre. Es ist sogar gar nicht in allen Fällen nötig gewesen, daß diese zuerst als Theorien für eine beschränkte Anzahl von Fällen erwiesenen Tatsachen Allgemeingültigkeit besaßen. Es haben sogar oft auch Theorien sehr fruchtbar gewirkt, die nicht in ihrem vollen Umfange gültig waren. Schon dadurch, daß solche Theorien Widerspruch erregten, haben sie häufig außerordentlich anregend gewirkt und zu neuen Untersuchungen Anlaß gegeben, Die zu weiteren Ergebnissen führten. Es sind andererseits eine Unmenge Strahlen untersucht worden, und nur Die von Röntgen entdeckten haben Die Eigenschaften gehabt, Die ihnen die segensreiche Wirkung für die Menschheit sicherten. Aehnlich ist es mit bestimmten elektrischen Wellen als Heilfaktor, während andere in ihrer praktischen Bedeutung zurückstehen oder gar nicht von Bedeutung sind. Es sind somit wissenschaftliche Entdeckungen von weltweiter Bedeutung im Zuge Des Erkennt- nistriebes und Des Forsch er triebes gemacht worden, ohne — ober auf jeden Fall ohne entscheidende — Rücksicht oder Kenntnis spaterer Verwendungsmöglichkeit in Der Praxis. Die Wissenschaft hat in ihrem Erkenntnistrieb, wie schon oben erwähnt, zum völlig klaren Ausbau wissenschaftlicher Systeme auch eine überwiegend große Anzahl von Untersuchungen nötig, Die an sich gar keine praktische Bedeutung erlangen können, Die aber auch geleistet werden müssen, um die jeweils auch praktisch verwendbaren Ergebnisse herborzubringen. Und jede dieser praktischen epochemachenden Entdeckung in der Wissenschaft ruht auf einer großen Zahl von Ergebnissen früherer Forscher, denen eine praktische Bedeutung nicht oder nur in ganz bescheidenem Umfang zukam; hierbei wird vom Standpunkt Der Wissenschaft auch Die Leistung Der Vorgänger anerkannt, während Dem Laien nur Der Erfolg Der praktisch verwertbaren Entdeckung und ihr Entdecker besonders sichtbar und schätzbar wird. Darin liegt der Unterschied in der Bewertung, und man muß von wissenschaftlicher Seite jene Untersuchungen, Die Bausteine zum Weiterbau Der wissenschaftlichen Erkenntnis liefern, ohne praktisch wichtig zu sein, ebenso fördern und kann ihre Ergebnisse nicht etwa vom Standpunkt des krassen Praktikers mit Der Berliner Redewendung abtun: „Wat koof ick mir Dafür." In dieser Einstellung des Laien liegt auch häufig die schiefe Einstellung zur Person Des Wissenschaftlers, dessen Existenzberechtigung ihm aus x feiner praktischen Perspektive nicht verständlich werden kann. 2. Wissenschaft und kriegseinsah. Wer möchte nicht alles, dessen er fähig ist, einsetzen, um in diesem Kampf um unsere materielle, aber auch vor allem kulturelle Existenz irgendwie zum Siege beizutragen! Die Mobilisierung Der Wissenschaft und Technik ist auch weitgehend geschehen, und viele ihrer Disziplinen finden schon an sich in unserer Verteidigung mittel- oder unmittelbar ihre Eingliederung. Bei einzelnen Fächern ist es schwieriger, ihnen einen unmittelbaren Einsatz im Kriege zu geben. Das liegt in Der Natur der Sache. Sie haben sich 'teils mittelbar nützlich machen können, sei es durch Vorträge zur Wehrmachtbetreuung oder auch für das zivile Publikum, denn auch die innere Front ist dankbar für jede kulturelle Darbietungen, Die im Rahmen des Ganzen absolut ihre Bedeutung haben. Bei anderen Fächern ist nun aber fein besonderer Kriegseinsatz möglich, und man hat sich gelegentlich überlegt, ob ihre Vertreter nicht nutzbringender im Rahmen des Ganzen verwendet werden könnten. Diese Einstellung ist deshalb irrig, weil die Wissenschaft kein Handwerk ist, das man nach längerer Pause oder Abwesenheit unbeschadet wieder aufnehmen kann, sobald man es nur einmal gründlich erlernt hat. Die Aufgabe Der Hochschulwissenschaft beruht in Lehre und Forschung, und sollte Die Lehre einmal unterbrochen werden oder werden müssen, so ist das von nicht so einschneidender Bedeutung, als wenn die Forschung ruht. Die Forschung ist der Lebensbaum der Wissenschaft, Der organisch weiterwächst und Der auch auf Dem deutschen Ast.im Kriege weiterwachsen muß, wenn er nicht von fremden Aesten überwuchert werden soll. Die ihr Wachstum im Kriege nicht einstellen. Das ist gerade bei einer längeren Dauer Des Krieges wesentlich und gilt auch für Diejenigen Fächer und ihre Vertreter, die nicht in irgendeiner Form kriegswichtig sind oder zum Einsatz gebracht werden können. Gerade bei Der Totalität Des Krieges, Der ja in dieser Form auf allen Gebieten geführt wirb, ist Der Hochstand unD Das Hochhalten Der gesamten Wissenschaft als einer Sparte Der deutschen Kultur von ausschlaggebender Bedeutung, und dies gilt m. E. sowohl von den Naturwissenschaften als auch von den Geisteswissenschaften. Es gilt sogar ganz besonders von den Geisteswissenschaften, Deren grundlegende Bedeutung man in dieser Hinsicht leicht zu übersehen geneigt ist. Darauf sei hier noch kurz verwiesen. ... c Das neue Europa, für das wir kämpfen und das bei der seither einem einheitlichen Europa feindlichen Einstellung Englands schon zu unserer eigenen Sicherheit und in einer Form und Einheit entstehen muß, die über Politisches und Wirtschaftliches hinaus auch eine geistige Einheit bilden muß, stellt an die deutsche Wissenschaft besondere Aufgaben. Sie muß sich ihrer eigenen deutschen Stellung bewußt sein, diese begründen und erhärten und darüber hinaus sie als unsere Leistung Herausstellen in Gegensatz oder Uebereinftimmung mit den anderen europäischen Leistungen. Es wäre bedauerlich, wenn Die deutsche Wissenschaft nicht im neuen Europa führend märe, wo sie es schon zu einer Zeit war, als Die Deutschen noch als Volk Der Dichter und Denker bezeichnet wurden und ihnen nicht mehr als ein politisch zersplittertes und ohnmächtiges Vaterland zur Seite stand. Um wieviel mehr sind heute die Bedingungen auch für eine geistige Führung gegeben, wo das gesamte deutsche Volk geeint ist und unter einheitlicher und so erfolgreicher politischer Führuna steht. Hier stehen auch den Wissenschaften noch Ausgaben bevor, die sie nicht früh genug in Angriff nehmen können. Es gilt auch, Das neue Europa geistig zu binden und zu einen, und ein geistiges Band trägt auf feine Weise ebenfalls zur Konsolidierung bei. Anfänge dazu sind schon auf den verschiedensten Gebieten zum Austausch Der Geister gemacht, und sie werden zur gegenseitigen Befruchtung in viel stärkerem Maße und mit stärkeren Anforderungen an Die einzelnen Disziplinen herantreten, als bisher. Sie werden aus die- Wissenschaft und Wissenschafts-Einsatz Von Dr. F. Klute, ord. Professor der Geographie und Prorektor an der Ludwigs-Universität. p Das feilende Wundpflaster ßoscfr 3bxMe7t sparsam an wenden ^c«Leec««c«c«e<««((«««eerLcL:»wrrr»r;Vrrrr);rr:rrMrrrM>^ In Apotheken, Drogerien u. Fachgeschäften erhält!. noch K»u«s onfordern rr v rZ ALT-EX aumap/«, Sue-^en^ömtner qjüc^ttv’ OHNE miLCH ZU BEREITEN kommt wieder für olle? MehrFreude an der Natur durch Äermühler. Bücher! Medopharm-Arzneimittel sind nur in Apotheken erhältlich. Um dne möglichst gleichmäßige Verteilung zu errei< dien, werden die Heumann- Heilmittel nur noch direkt in den Apotheken abgegeben. Es findet also von Nürnberg aus kein Postversand statt, auch nicht bei Geldübef• Weisung. Schriftliche ßesteh Jungen müssen daher leider unberücksichtigt bleiben. j8et jedec TcMette, xican denken: Hauern bedenkt: A uf Euch kommt es an, denn Front und Heimat können ohne genügend Fett ihre A ufgaben nicht meistern Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 1295 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Zur Wiederzulassung des Päckchenverkehrs teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit: Der Versand privater Feldpostpäckchen von 100 bis 1000 Gramm an Einheiten und deren Angehörige, oweit sie eine Feldpostnummer führen, wird in der Richtung Heimat — Front ab sofort in beschränktem 'Umfange wieder zugelassen. Das gleiche gilt für Gefolgschastsmitglieder derjenigen Stellen, die am gebührenpflichtigen Verkehr „durch deutsche Feldpost" teilnehmen. Die Feldpostpäckchen sind mit einer Zulassungsmarke, die wie gewöhnliche Postwertzeichen aufgeklebt wird, zu versehen. Die Zulassungsmarken werden bei der Truppe ausgegeben und den Absendern in der Heimat zu-geschickt. Sie sind nicht an den Schaltern der Deutschen Reichspost erhältlich. Soweit die Sendungen gebührenpflichtig sind, sind neben der Zulassungsmarke Freimarken aufzukleben. Päckchen über 100 Gramm ohne Zulassungsmarke werden nicht befördert. 4AA _ * Bei privaten Feldpostsendungen bis zu 100 Gramm werden zur Ausschaltung von Mißbräuchen nicht I MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. Münchens zz7Lb*t sonstige Fußpflege: ri™ Esasit-Fußbad, -§remc und -Tinktur Elreu-Dose 75 Pf. Nachfüllbculcl 50 Pf. Auch Ihr Wagen muß durchhalten I Daß Sie ihn schonend behandeln, ist selbstverständlich. Besonders so wichtigeTelle wie die elektrische Anlage, die Zündung, Einspritzpumpe und die Druckluftbremsen bedürfen sachgemäßer Behandlung,aberauch gelegentlicherfachmännischerNach- prüfung. Warfen Sie nicht so lange, bis eine Instandsetzung Sdiwierlg- keiten bereitet oder gar unmöglich ist. Kommen Sie rechtzeitig zum Bosch-DienstI Er ist auch für Sie dal Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 stab Ost für die Ostgebiete angekauft. Ferner erfolgte noch ein freihändiger Verkauf von weiteren 60, Dullen für die Ostgebiete. Die Absatzoeranstaltung der Rinder ging ebenfalls flott vonstatten, es verblieb hier nur ein geringer Heberst and. Durch Ankaufskommissionen aus dem Egerland und den benachbarten Landesbauernschaften war das Interesse an dieser Veranstaltung besonders groß. , „ ... Der größte Teil der in Wertklasse III gekörten und zum Verkauf gestellten Datertiere wurde zu den festgesetzten Stopp-Preisen abgegeben. Zum Verkauf standen 68 Bullen und 18 Rinder des roten Höhenviehes. Die nächste Absatzveranstaltung findet am 11. September in Gießen statt. Gießener Dochenmarktprelse. * G i e ß e 'n , 11. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter Vi kg 180, Matte 30, Käse, Stück 8 bis 10, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, neue, y3 kg 12^, Wirsing, grün, 15, Weißkraut 15, Gelbe Rüben, Bd. 15 bis 20, Rote Rüben, Bd. 15, Römischkohl 13, Bohnen,grün, 52 bis 60, Zwiebeln, Bd. 25 bis 50. Rhabarber 10, Himbeeren 67, Kirschen 42 bis 45, Salatgurken, Stück 30 bis 50, Blumenkohl 20 bis 50, Salat 5 bis 10. Ober-Kohlrabi 8, Rettich 10 Rpf. * * * * Meisterprüfung. Gegenwärtig findet die diesjährige Meisterprüfung im Baugewerbe (Mau- MEDOPHARM Arzneimittel . sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl LUDWIG FETZER Boschdienst 2021 d Gießen, Schanzenstraße 3 SMßoon Wien n. Heren nad) der Naturschutz Verordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus« führltch erläutert von Professor Dr. W. Weber, 0. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preuhischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen. 6ufloBermüöierBeriaQ.Be[iin-Cüfiterf. In allen Apotheken u. Drogerien Carl Blank/Bonn am Rljein jHt Mlnst macht einen reinen Rttm, und lut den zähnen gut', rühmen mittelalterlich« flrzt» von Ser Pfefferminze. Sie erfrischte nicht nur In D£ HILLERS PFEFFERMINZ, EXTRA STARK, sondern bient auch als vortreffliches Mundwasser, lei es allein, oder mit Salbei und Melisse au,gebrüht, öa es reinigt und fas Zahn- fleisch kräftigt. rer- und Zimmerhandwerk) für den Bezirk Hessen unter Leitung des Oberbourats Kuhl- mann vom Hess. Hochbauamt Gießen statt- De Prüfung wird im Hause der Kreishandwerkerschaft Gießen abgehalten. An der Prüfung nehmen u. a. auch Soldaten teil, die zur Ablegung der Prüfung einen Sonderurlaub erhalten haben. Hierdurch wird, ähnlich wie in anderen Berufen, auch das Handwerk während des Krieges gefördert und junger Rach, wuchs gesichert. Es ist vorgesehen, im Herbst eine nochmalige Prüfung abzuhalt^n, .wenn sich eine genügende Zahl Teilnehmer findet. Landkreis Gietzen. Collar, 11. Juli. Aus dem am 21. und 28. Juni ausgetragenen Wettkampsschießen der Kriegerkameradschaft Lollar im Bundesschießen des RS.-Reichskriegerbundes gingen als beste Tagesschützen hervor: Wilhelm Sehrt, Heinrich Viehl, Willi Borschel, Adolf Göttlich, Karl Kaletsch I. * Collar, 10. Juli. Die Freiwillige Feuerwehr Lollar führte eine interessante Hebung durch. Brandobjekt war die Buderus-Sied- lung, wohl der schwierigste Ortsteil in bezug auf . Wasserzuführung bei Ausfall der Wasserleitung. Es sollte versucht werden, mit der fahrbaren Motor- spritze von der alten Lahn bis an die ersten Häuser Wasser heranzuführen, wobei ein Höhenunterschied von rund 20 Meter mit 60 Grad Steigung überwunden werden mußte. Die Gesamtlänge bis zur nächsten Motorspritze betrug 275 Meter. Durch eingebaute Druckmesser konnte am Ende der Leitung noch ein Druck von 4 atü festgestellt werden, bei einer Spritzenleistung von 9 atü. In einem bereitgestellten Bottich wurde das Wasser aufgefangen und von der zweiten Spritze bis zu dem angenommenen Brandherd befördert. Da diese Auffangvorrichtung mit dem Bottich nur ein Notbehelf ist, will die Führung der Freiw. Feuerwehr an das Werk mit der Bitte herantreten, ein kleines Wasserbassin anzulegen. Hierdurch werden die An- saugschwierigkeiten, die vielleicht auftreten könnten, behoben. DaßHie Hebung unter den gegenwärtigen Verhältnissen einen ausgezeichneten Erfolg hatte, zeugt für die Ausbildung der Wehr und der Füh- rung. Ä . * Allendorf (Lumda), 10. Juli. Die Kreis- dienststelle Wetterau der NSG. „Kraft durch Freude" bringt am Sonntag, 12. Juli, in unserer Stadthalle ein großes Konzert zugunsten des Kriegshilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes. Rach den eingegangenen Spenden zu urteilen, erfreut sich das Konzert der lebhaften Teilnahme in allen Kreisen der Bevölkerung, die sich gerne ein- schaltet-sür den guten Zweck und dabei gleichzeitig die Freude erlebt, Märsche, Konzertstücke und Lie- der nach eigenem Wunsch zu hören. Das Konzert wird veranstaltet von dem RAD.-Gaumusikzug XXV Wiesbaden und bedeutenden Kräften des Frankfur- ter Opernhauses, die als Solisten mitwirken. Reue Bestimmungen für Feldpostpäckchen Keine Ketten- und Reihensendungen mehr. Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstattc Kurt Kling vorm. Heger Nacht. Bandatistenmeist. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. . Salizyl T bewahrt dasemge^machfe Obstu Gemüse vor dem Verderb. Rezepte bei jedem Kolonialwarenhdndler oder direkt duahdie REESE-GESELLSCHAFT. HAMELN mehr zugelassen: Kettensendungen das sind mehrere von einem Absender an denselben Empfänger gerichtete aneinanderhängende Sendungen, Reihensendungen, das sind mehr als drei von einem Absender für denselben Empfänger am gleichen Tag und Ort aufgelieferte Sendungen Derartige Sendungen gehen an den Absender zurück. Von den Absendern in der Heimat wird erwartet, daß sie im Interesse der gesamten Front em vernünftiges Maß im Feldpostpackchenoerkehr bis 100 Gramm halten, damit weitere Beschränkungen vermieden werden. Auf deutliche und richtige Anschrift wird erneut hingewiesen. -. Zugleich wird folgendes bekanntgegeben: Feldpost- Päckchen deren Rücksendung der Absender bei Un- zustellbarkeit wünscht, müssen unter dem Wort Feldpost" den Vermerk tragen: „Bei Unzustellbar- keit zurück an Absender!" Ohne diesen Vermerk wird bei Feldpostpäckchen, die ins Operationsgebiet gehen, der verderbliche Inhalt bei der Einheit verteilt um Verluste an wertvollem Volksgut zu vermeiden. Der sonstige Inhalt wird zurückgesandt.. Bekanntmachung. Der auf den 15. 811H d. N festgesetzte Ferkel- und Krämermartt fällt wegen Maul- und Klauenseuche aus. [2168D Lich, den 7. Juli 1942. Der Bürgermeister: Geil. IPUOEIR M Küße erhihi, y überangestrengk, brennend? Da Hilst allen,T)le diel gehen und stehen müssen, rasch Lfasit-Fußpudcr. Er trockne«, bcfeiltg« übermäßige Schweißabsonderung, erbütel Blasen, Brennen, Wundlaufen. Hervorragend für Massage! Für fern Grunde auch von feder einzelnen Disziplin einen stärkeren Einsatz und ein größeres Bewußtsein ihrer selbst als bisher verlangen. 3. Aufgaben der geographischen Wissenschaft. Die Geographie untersucht die ursächlichen Beziehungen zwischen Mensch und Erde, zwischen Volk und Raum. Die Systembildung einer Wissenschaft läßt sich nicht auf Beziehungen aufbauen, sondern nur auf den Gegenstand, auf den bezogen wird. So ist der Gegenstand der Geographie einerseits die Erde mit all ihren natürlichen Gegebenheiten und andererseits der Mensch. Die Wissenschaft teilt sich deshalb in eine physische Geographie und eine Geographie desMenschen. Ihr Gesicht ist somit zweiseitig, einmal naturwissenschaftlich und ande- rerseits auch geisteswissenschaftlich. Die Zweiseitigkeit ist aber nicht dem Janus zu vergleichen, dessen doppeltes Blickfeld gerade entgegengesetzt ist, sondern physische Geographie und Anthropogeographie, wie man die Geographie des Menschen kurz nennt, sind in ihrer Blickrichtung aufeinander gerichtet. Aus der Synthese beider entsteht erst die L ä n d e r k u n d e, die nun einen bestimmten Erdraum oder ein Land unter dem beiderseitigen Blickwinkel betrachtet und die Bedingungen von Land und Volk in ihrer gegenseitigen Beziehung und Abhängigkeit zur Darstellung bringt. Die Aufgabe der geographischen Wissenschaft gipfelt irt der Länderkunde, und zur Durchführung ihrer länderkundlichen Arbeiten benötigt sie manches Material, das sie von anderen Wissenschaften übernimmt; aber häufig muß sie sich dieses Material auch erst selbst verschaffen dder für ihre Fragestellung zubereiten oder auch in d e n Zweigen der Wissenschaft, die ihr als Hilfswissenschaft dienen, mit eigener Fragestellung Weiterarbeiten, um ihren eigenen länderkundlichen Zwecken dienen zu können. Aber erst in der Verknüpfung, in der Zusammenschau aller Tatsachen und ursächlichen Beziehung zu einem Cänberraum liegt die aufbauende Arbeit, das eigentlich Geographische, das zur Länderkunde nötig ist. Je besser nun das Material und die Kenntnis über einen Länderraum ist, um so klarer und tiefer kön- nen die Beziehungen zwischen Volk und Raum geknüpft werden, um so besser wird eine länderkundliche Darstellung werden und um so tiefer sieht man durch sie in die Beziehungen und Abhängigkeiten hinein. Es muß bei einer solchen Darstellung absolut klar werden, inwieweit die Landschaft den Menschen beeinflußt hat, was sie ihm geboten hat, und umgekehrt, inwieweit der Mensch diese Gaben der Natur benützt hat und wieweit er der Landschaft feinen Willen aufzwingen konnte. Die deutsche geographische Wissenschaft hat durch den Nationalsozialismus Anregungen erhalten, wie die Geographie in keinem anderen Lande. Einerseits sind in unserem engen deutschen Raum für jede Betätigung Planungen nötig, um die sich hart im Raume stoßenden Sachen alle unterzubringen. Andererseits ist in der Bewegung Blut und Boden, bei- fDHr^eKmitteln soll man immer sparsam heute erst recht. Also nicht mehr nehmen und nicht öfter, als es die Borschrist verlangt! Bot allem aber: Wirtlich nut bann, wenn ei unfieblqßt not tut. Das gilt auch für 5dpftoscaÜn=5a6£etteiu, Wenn alle dies ernstlich bedenken, bekommt jederS Uphos» eßlin, der eß braucht. Carl BQhler, Konstanz. Fabrik der pharm. Präparate Silphoscatin und Thylial. üud witW*» zur Erhaltung der Lcistuugs» und Widerstandskraft! Bei den Ulfrliebten liegen noch die größten Möglich» Leiten zur Steigerung der Fetterzeugung. Miete zahlen? Bauen oder kaufen Sie sich ein eigenes Haus. Für jedermann mit oder ohne Eigenkapital bequeme monatL Ein- u. Rüek- tuhlnngen. Wir vergüt 3 % bxw. 2 *14 % Zinsen. Lassen Sie eich kostenlos und unverbindlich beraten, auch Uber 2 wichtig« Fragen: 1. In welch.Zelt kann ich daaOeld für Hausbau od.Hans- kauf erhalten? 2. Wie hoch ist die geselzl. Steuerermäßigung? Leonberger Bausparkasse 1.-6. In Leenbarg bei Stuttgart «OOOlltgntder • HO Hü. U.tvuagsbeitMt Noch heute Prospekt 13 (neue Bedingungen) kosten!, anfordern; erhebliche Kostensenkung. den, dem Menschen und dem Boden, eine kritische Aufmerksamkeit geschenkt, und beide Faktoren sind in einer Weise statistisch erfaßt, wie dies in keinem, anderen Lande der Fall ist. Hier tonnte auch die Geographie einsetzen, und sie hat mit Hilfe dieses Materials ihre länderkundliche Fragestellung neu beleben und vertiefen können, indem sie gleichzeitig in Fragen der Raumforschung und Raumordnung positiv mitarbeitete. Hierdurch hat sie den Vorteil methodischer Weiterarbeit gehabt und konnte tiefer in die eigentlichen länderkundlichen Probleme eindringen, als dies je zuvor der Fall war. Ist so seit dem Umbruch die Geographie im deutschen Raum zu einer ganz wesentlichen methodischen und inhaltlichen Vertief ung gelangt, so wird ihr das zum Vorteil gereichen, sobald sie vor ähnliche Fragen im Raume des neuen Europa gestellt werden wird. Zuchivieh-Absahveranstattung. Der am gestrigen Freitag vom Landesverband der Rinderzüchter in Hessen-Nassau, Abt. C, Rotes Höhenvieh, in der Dersteigerungshalle Rhein-Main des Gießener Viehmarktplatzer durchgeführten Abfatzver- anftaltung von Bullen und Rindern des roten Höhenviehes war ein außerordentlicher Erfolg be- schieden. Bei lebhafter Nachfrage wurden sämtliche in Wertklasse II und III gekörten Datertiere zu günftigert Preisen abgesetzt. Die in Wertklasse IV gekörten Vatertiere, insgesamt 27 Stück, wurden vor der Ab- satzveranstaltung geschlossen durch den Wirtschafts- brandht an Saatgut: 5® our 6-TO kg brlnirt gute Erträge: je ha rd. 6,5 dz Pflanzenfett * ® rd. 8-9 dz Ölkuchen and daraus 1 dz Milchfett bringt Geld: je dz 40 RM, bei Abschluß eines Anbauvertrages 50 RM liefert Speiseöl: Der Erzeuger erhält schon für 25 kg Raps 1 kg Speiseöl. Für höhere Ablieferungen entsprechend günstige Staffelsätze. Darum doppelt soviel Ölfrüchte wie bisher! en afd Safafe auJ-! Rückgratverkrümmung Einzigartig. System! 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