Annahme von Anzeigen Oie „Woge von Oel" Jäx i u u i v o u. i. deutschen Feststellungen sind es nur etwa 45 britische Flugzeuge gewesen, die gegen Rostock und Warnemünde geflogen waren. Unter' den 19 abgeschossenen Flugzeugen, die auch der britische Nimo- funk bereits bestätigte, befanden sich mehrere viermotorige Bomber vom Muster Halifax sowie Bombenflugzeuge des Typs Hampden und Dickers-Wel- „Der gefährlichste und aufregendste Weg." Madrid, 10. Mai. (DNB.) „Der gefährlichste und aufregendste Seeweg der sieben Weltmeere »s die Fahrt nach der Sowjetunion durch das Nördliche Eismeer", so erklärte der britische Matrose Roy Edwards Philipps aus Lambeth nach seiner Rückkehr aus Murmansk. Der Matrose fuhr fort: „Die Atlantikschlacht ist em Kinderspiel im Vergleich zu den fürcherlichen Angriffen deutscher Ueberwasserstreitkräfte, Torpedoflugzeuge und Sturzkampfbomber, die unseren Geleitzug lassen müssen. . Oer Ausfall Tschungkiugs. Stockholm, 11. Mai. (DNB. Funkspruch.) Im Londoner Nachrichtendienst heißt es, die Japaner hätten die Eroberung des Länderblockes Indochina- Thailand-Malakka mit Burma abgerundet- Sie hatten die Burmastraße abgeschmtten und griffen Tschungking-China jetzt durch die Hmtertur, nämlich^ entlang der Burmastraße, an. Sie hatten Tschungking und Indien die burmesischen Oelfelder entrissen und China beinahe vollständig von amen* konischen und britischen Hilfslieferungen abgefchntt- ten „Es ist uns die Chance geraubt , so heißt es dann, „Tfchiangkaischeks enorme Menschenmassen in vollem Maße auszunutzen, wie auch die Chance, amerikanische Langstreckenbomber in beliebiger Zahl auf chinesischen Flugplätzen zu stationieren, damit sie von dort aus den Krieg nach Japan hmem- traqen. Bis wir aber eine neue Sttaße nach China erkämpft haben, sind wir nicht imstande, die Starke unseres chinesischen Verbündeten wirksam auszu- Berlin, 10. Mai. (DNB.) In der vergangenen Woche wurde vom südlichen und mittleren »Abschnitt nur geringe Gefechtstätigkeit gemeldet. Erst gegen Ende der Woche entwickelten sich stärkere örtliche Kämpfe i m D o n e z g e b i e t, bei denen d^e deutschen und rumänischen Truppen ttotz Einsatz von zahlreicher feindlicher Artillerie und Panzerni die Oberhand behielten. Im mittleren Abschnitt führten deutsche Angriffe zu beachtlichen Gelandegewinnen. Bei einem dieser Vorstöße gegen gut ausgebaute feindliche Stellungen verlor der Gegner in mehrtägigem Ringen über 3000 Tote, 600 Ah^40M) 19 Geschütze und sonstiges Knegsgerat Ueber 4000 Minen mußten unschädlich gemacht werden. Der Schwerpunkt der Kampfe lag i m N o r d a b - schnitt. Das hervorstechendste Ereignis war die Sprengung des feindlichen Ringes um bie$°™P T' gruppe Scherer. Der zähe Angriff der Entsetzungstruppen, die unter schwerstenj Geländeverhältnissen Schritt um Schritt gegen heftigsten Widerstand des Femdes von Westen her den Weg ZU dem eingekesselten Stützpunkt erkämpften, war ebenso wie der Kampf t>er (9ruPPe ö*frreV^Lri^eiten drucksvollen Beweise für die .alle Schwierigkeiten überwindenden soldatischen Zähigkeiten der deutschen TruPPen. Auch die Luftwaffe hat an dem. . . reichen Durchhalten der Kampfgruppe Scherer durch I fort. Anteil An' anderen Abschnitten der nördlichen Front ührten die trotz Regen und Schnee, Schlamm und Sturm durchgeführten deutschen Angriffe zu eindrucksvollen Erfolgen. S ü d o st w ä r t s des Ilmensees wehrte eine Infanteriedivision einen von mehreren feindlichen Regimentern in sieben Kilometer Breite vorgetragenen Angriff in harten Kämpfen ab Der Angriff wurde von 46 Panzerkampfwagen unterstützt. Nur einzelnen Panzern gemng es, m die deutschen Stellungen einzudrmgen. Sofort wurde die Einbruchsstelle abgeriegelt und bis gegen Abend 12 Panzer vernichtet. Am Nachmittag desselben Tages schlug ein Verband der Waffen-schwere, von starker Artillerie und Panzerverbänden unter« stützte Angriffe in heftigen Kämpfen zurück. Dabei wurden vier Panzer, zwei davon im Nahkampf und mehrere Geschütze durch Art,llenefeuer vernichtet. Auch hier befand sich am Abend des Kampftages die deutsche Hauptkampflinie überall fest m unserer Hand. Auch im Bereich einer weiteren Kampfgruppe griff der Feind mit starker Artillerleunterstutzung mehrmals an. Nach seinen verlustreichen Mißerfolgen setzte er seine Angriffs« hier nicht mehr I fort. nicht nur gut, er ist hervorragend', so erklärte der oberste ärztliche Beirat der dort liegenden Truppen Castellani, auf Grund seiner letzten Be- sicht'igungsreise. Die Ernährung entspreche m den Grenzen des Irgendmoglichen den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Notwendigkeiten beim.Ausenthalt in diesen Gebieten. Nicht nur die italienischen Soldaten die, in einem Mittelmeerland geboren, hierfür an sich die besseren Voraussetzungen mtt- brächten, sondern auch die Deutschen ertrugen das Klima gut. Auch bei den deutschen Truppen sei der Gesundheitszustand ausgezeichnet. Epidemien seien durch ununterbrochene ärztliche Aussicht völlig <92. Jahrgang Nr. 108 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblatter Heimat imBild-DieScholle »Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschlnst 2251 Drahtanschrift: ,Zlnzeig^ Postscheck 116fi6Frankf./M. Drr neue Vergeltungsangriff auf Hottoid) Von Kriegsberichter Josef Kreutz. In der vergangenen Nacht hat nun-die deutsch Luftwaffe zu einem zweiten Schlag gegen das schon stark gezeichnete Norwich ausgeholt. I, schneller Folge starteten um Mitternacht auf einem deutschen Feldflugplatz die mit Bomben belabetven Kampfflugzeuge, lieber dem Ziel schweben die alles erhellenden Leuchtbomben. Die Wolkenbanke vermögen die Sicht sticht zu h^rn.D^ ersten Maschinen stürzen mitten auf da s Stadtzentrum zu, die Bombenklappen offnen stch- Gewaltig blitzt es von den Einschlagstellen hoch, Hauser bersten auseinander, Mauerteilesprengen durch , die Luft und zerschlagen ringsum die Dächer. Dann , züngeln Flammen hoch, erhellen gespenster ha ft die Stadt, in der nun der Tod reiche Ernte halt. Deutlich zu sehen sind jetzt die vielen Ballons bte die Briten zur Abwehr hochgehen lassen Die Mundungsfeuer der Flak blitzen ringsum auf. Dor allem sind zahlreiche Scheinwerfer em- gefetzt, die immer und immer wieder die deutschen Kampfflugzeuge zu erfassen suchen, um sie für bie britischen "Nachtjäger erkenntlich zu machen. Doch die erfahrenen deutschen Kampfflieger wissen beiden zu entkommen, ohne sich dabei von der Durchführung ihres Vergeltungsau trags abhalten zu lassen. Einschlag auf Einschlag erfolgt «aufertlotf wn Häuserblock verwandelt sich m brennend« Trum merhaufen. Biele der Hauser, die nicht unmcktellmr getroffen wurden, sind durch die m der Nahe e - folgten Exxplosionen in ihren Grundmauern erschüttert. Ruinen werden nach dem Dergeltungs- angriss von einer vorher stattlichen, mittelgroßen Stadt künden. Tage werden vergehen, bis die letzten zweifellos zahlreichen Opfer geborgen fern mer- den. Ein schaurigem Anblick der Verwüstung ist das Letzte was die abdrehenden deutschen Besatzungen von dem Vergeltungsangriff auf Norwich m sich aufnehmen. Einzelne Kirchtürme heben sich noch als gespensterhafte Silhouetten gegen den wuchtigen Schein'der Riesenbrande ab. Die englische Zivil- bcDÖlferung hat wieder einmal in die,em Krieg den Tribut zahlen müssen, den wir auf die zynischen Herausforderungen Churchills verlangen mußten. Wir werden, wenn es notwendig wird, weiter fordern, Die Engländer haben diesen Krieg in der Mei- nunq vom Zaun gebrochen, er müsse e>neWieder ho Lu na von 1914 werden, und zwar müsse er o inan das noch im Ausbau befindliche nationalfojia- liftifche Deutschland, dessen Kapitalarmut weltbe- könnt war ii? lange nicht ,° stark hielt w.e das kaiserliche Deutschland von 1914, d-m-ntspr-chend leichter und bequemer zu gewinnen sem. Es z-lgle sich jedoch rasch, daß die Aehnlichkeit der ^>ge m t 1914 nur scheinbar war. Aus allen wesentlichen G - cheten hattkn sich unter den Augen der England- Entwicklungen in Deutschland vollzogen, die die Situation völlia anders gestalteten folget esst haben unsere Gegner schon viele ihrer Illusionen ä la 1914 aufgeben müssen. Sie sind jetzt an dem Zeitpunkt angenommen, wo wiederum eine der wichtigsten dieser Illusionen dahinschwindet. 1914/18 war man nach emem b^ kannten Worte Mrnenceaus;^uf einer Wog v o ii O e l z u in S i e g e^g e ch w o m m c n .. Sas mußte nun natürlich wieder fo seiN. Oft genug ist in der gegnerischen Presse die Oelrechnung für den gegenwarbgen Krieg groß ausgemacht wordem um zu beweisen, daß über kurz oder lang Deustchland Loch dieser wichtigste Kraftstoff ousgehen musse^ zu- 1 mal sich ja ganz zweisellos der Oelbedars tm moto riperten Kriege erheblich vergrößert hat. i Man vergißt dabei nur, daß zu Beginn des Krieges auch die allgemeine Motorisierungm der Wirt. '' chaft wie in der Wehrmacht schon erheb ich großer war als 1914. Damals stand die Motorisierung im maßen und ganzen überhaupt erstam Beginn ihrer Entwicklung. Das galt besonders für die Heere.^A- biefe 1914 ins Feld rückten, war von motorisierten Truppen noch keine Rede. Abgesehen von Kraftwagen für die Stabe, von einigen Lastwagenkolonnen und motorisierten Geschutzschleppern be saßen die Heere kaum Kraftsahrzeugparks in nennenswertem Uckfange. Die Luftwaffe, einer Der größten Benzinverbraucher, entwickelte sich erst im Kriege" unb der Kampfwagen, der Xant wie man ihn damals nannte, ebenfalls. Dazu kam bte Wloto- rifierung des Kolonnen- und Nachschubwesens. Es entstand also 1914/18 infolge der technischen Entwicklung der Waffen und des Heeresgerotes em völlig unerwarteter, bet Beginn des Kneges gar nicht vorauszusehender Bedarf «u Erdöl, m einem Umfange, der auch den zim en Verbrauch vor Kriegsbeginn weit übertraf. Infolgedessen mar damals naturgemäß auch die Produktion nicht auf eine derartige Verbrauchssteigerung vorbereitet. Sie mußte mitten im Kriege weit über ^^en Schengen Stand hinaus entwickelt werden. Das galt sowohl Tokio, 10. Mai. (Europapreß.) Die japanischen < Streitkräfte haben nach der Besetzung von Mytt- kyina, dem nördlichen Endpunkt der Burma^Eisen- bahn, ihren Vormarsch unverzüglich.fortgesetzt und am Sonntag bereits einen Ort ungefähr 240 Kilometer nördlich von Myitkyina erreicht. Damit wurde ein Einkreisungsmanöver vollendet, durch das große chinesische Truppenmassen, die sich auf dem Rückzug befanden, a b g e s ch n 111 e n wurden. Eine große Anzahl Kraftwagen wurde erbeutet. Bei Erkundungsflügen stellte man fest, oatz die Burma-Straße mit den zuruckw eichend en chinesischen Lastmagenkolonnen vollständig überfüllt ist, fo- daß der Verkehr häufig ms Stocken gerät. An den Steilhängen und m den scharfen Kurven sind viele Wagen infolge zu großer Ge- schrnindigkeit in den Abgrund gestürzt. Japanische Streitkräfte befinden sich in flottem Vordringen in nordöstlicher Richtung. Von den fetzigen japanischen Positionen im südlichen Grenzgebiet aus sind es nur noch knapp 1000 Kilometer bis zur Hauptstadt Tschiangkaischeks. Die Provinz Yun- nan stellt dank der hohen Gebirgszüge eine natürliche Festung dar und mürbe von den Chinesen auch als solche angesehen. Sie rechneten wohl kaum damit, daß es den Japanern gelingen wurde, m diese Gebirgsgegend vorzudrmgen. — Der Sprecher der japanischen Armee stellte fest, daß Tschiangkai- chek in der Erkennung der großen Bedeutung der : Kämpfe im Norden Burmas für sein eigenes Ge- : biet seine E l i t?t r u p p e n eingesetzt habe. Es : habe sich hier um heft ausgerüstete mechanisierte Einheiten gehandelt, die jedoch geschlagen worden seien 'Der Verlust dieser mechanisierten Streitkräfte sei für Tschiangkaischek um so schwerer, als es ihm unmöglich sein dürfte, sie auch nur material- mäßig wieder zu ersetzen. Nachdem durch die Einnahme von Myitkyina auch die burmesische Noickibahn in der Hand der Japaner ist, sind die Tschungkingchinesen auch von ihrer letzten Verbindung mit Indien aoae- schnitten. Tschungking ist jetzt völlig isoliert. Das Vordringen der Japaner m der chinesischen Provinz Pünnan hat den Plan Tlchung- kings, in der Mekong-Linie erneuten Wider- derstand zu leisten, durchkreuzt. Die Tschungking- Truppen könnten lediglich die Trümmer ihrer Burma-Armee bis hinter den Mekong retten und durch Heranführung von Verstärkungen ties au'f chinesischem Gebiet Wiederstand leisten, jedoch ist die Kampfmoral der in Burma vernichtend geschlagenen Tschungkingchinesen derart gesunken, daß mit ihnen kaum noch eine Verteidigung möglich fern Norwich, eine Stadt von etwa 130 000 Einwoh- --- besitzt eine Reihe bedeutender Rüstungswerke, 1 v ... u ■ ________tomor milto unb die,« Federungen Wedenes höher jein ofe die Lethen, bte durch d.« | mnrraa enb". fo erklärte perfiben britischen BöirtenanmjffeM r“ne„®£ orertel der Zivilbevölkerung Deutschlands zugefugt DNB. ..., 9. Mai. (PÄ Vor uns liegt das Luftbild eines deutschen Fernaufklärers. Es zeigt klar und deutlich alle Einzelheiten der engli chen Stadt Norwich. Jeder Straßenzug, lebe Haufer- aruppe, jede Fabrikanlage ist zu sehen. Das ganze Bild ist überdeckt mit weißen Ringen. Die Vergrößerung des Bildes läßt es zu, die ^ers runge besitzt eine 'Jteipe üeueuienuei ------ innerhalb dieser Ringe mit bem bloßen Auge fest ^^ders für die Fluqzeugin'dustrie, ferner wur- aufteUen. Ganze Häuserblocks fmb in Schutt u \ U-Boot-Motoren, Generatoren und Trans- **,j- drifcon unterbrochen, Industrie- , "L heraestellt Norwich ist auch als Bild wurde bald nach dem ^nnat ^s^^?^belsplatz bekannt, der in- DergeltungSschlag gegen Norwich herge- eine5 |iir bie englischen Verhältnisse großen IN o r d o st w ä r t s des Ilmensees griffen die Boi- eiter Front an. Alle Angrisje brachen zujammen. 1 !tnff t>o°rn^n“m b^utf^^^^üd^ntopf’berettgeftein | ar, wurde durch Artilleriefeuer zerschlagen. Dabei uoden zwei jeinbliche Panzer °f^'-njront ingeschlossen und vernichtet. oeppen. Berlin 9. Mai. (DNB.) Leutnant K o e p p e n, ftugzeuaführer in einem Jagdgeschwader, Sieger in 15 Lufttarnpsen der, wie der OKW..Bericht meldete, iom Feindftua ittchi zurückgekehrt ist, ist ein Sohn ler^märkischen Erw. Besonders an der Oftftont hat >r durch kühne Tiefangriffe auf feindliche Flug- ^ätze Kolonnen und Panzer dem Gegner schweren Sen 3ugefügt. Erschoß auch ein sowjetisches Kanonenboot auf dem Dnjepr in Brand. Am 24. ge- druar^ rang er" hinter ein ander vier sich hartnäck.g ÄrSÄ SSS’ä S Lapanernähern sich der indischen Grenze. Haltlose Flucht der Briten nach den Niederlagen in Burma. zu leisten. Di- japanischen Stoßtrupps gingen^^j-doch nördlich von Monywa über den Chindwm imd führten ein Umgehungsmanover aus Im Verlause der Kämpfe erlittten die Engländer bereits schwere Verluste. Nach der Besetzung von Myitkyina zogen sich die britischen Streitkräfte nach .dem Fort Hertz unweit der Burmagrenze zurück. Wie britische Truppen bei Monywa haben guch hier die lapa« nischen Streitkräfte durch ein großes Umgehungs- Manöver die britischen Truppen von einem wetteren Rückzug abgeschnitten. Die ■ Japaner stießen am Jrawadi-Fluß entlang so schnell vor, daß zahlreiche Briten nicht mehr entkommen konnten Sie wurden in Myitkyina interniert. Die spanischen -Truppen stehen bereits wenige Kllometer vor der Stadt Kindat und sind damtt auch an ine er Stelle der indischen Grenze bis auf 300 Kilometer naher gerückt. Schon jetzt zeigt sich, daß ine Briten weder au einem geordneten Rückzug geschweige denn zu einem nachhaltigen Widerstand mehr fähig। fm^ Ihre Reihen sind durch hohe Verluste, Krankheiten und Desertionen stark gelichtet. Generalleutnant Alexander hat nach Neudelhi berichtet, daß er mit diesen Truppen keinen Widerstand mehr leisten könne Er hat Wavell dringend um Verstärkung gebeten. Die Briten haben auf ihrer Flucht die meisten der ihnen noch verbliebenen schweren Waffen zuruck_ • Montag, N. Mai M2 GietzenerAnzelger W General-Anzeiger surGveryeffen tür Deutschland wie für die Feinde, nur mit dem Unterschiede, daß die Produktionssteigerung für das allein auf das rumänische, obendrein von den Engländern teilweise zerstörte Erdölgebiet angewiesene Deutschland sehr schwierig war, während die reichen Erdölvorräte der Vereinigten Staaten unseren Gegnern die Steigerung ihres Verbrauchs sehr leicht machten. Das ist die „Woge von Erdöl", auf der damals die Alliierten zum Siege schwammen, und die — was nicht übersehen werden darf — dem Erdölkapital ungeheure Gewinne mühelos in den Schoß warf. Die Erdölförderung lag infolgedessen 1915 bereits um 10 v. Sy, 1918 sogar um 50 v. Sy höher als zu Kriegsbeginn. In diesem Kriege sind die Dinge — wie gesagt — völlig anders. Die Heere waren schon vor dem Kriege durchweg motorisiert und dementsprechend waren auch Erdölförderung und Erdölverbrauch kriegswirtschaftlich von allen Staaten einkalkuliert. Der durchweg hohe Stand der zivilen Motorisierung, der in Deutschland freilich erst nach 1933 dank der Tatkraft Adolf Hitlers erreicht wurde, bot die Möglichkeit, durch entsprechende Drosselung des Zivilverbrauchs große Mengen von Treibstoff für Kriegszwecke frei zu machen, ganz abgesehen von der Vorratspolitik, die von allen Staaten betrieben wurde, bei denen mit einer Gefährdung der Oelverforgung zu rechnen war. Deswegen hat der jetzige Krieg die Hoffnungen des Oelölkapitals trotz der Motorisierung der Heere bisher völlig entäufcht. Im Gegensatz zu 1914/18 ist eine Steigerung des Erdölverbrauchs durch den Krieg bisher nicht eingetreten. Zwar hat sich nach ' in letzter Zeit angestellten Schätzungen der Erdölbrauch 1941 um etwa 2 bis 3 v. H. gegenüber dem Vorjahr erhöht, doch bleibt diese Erhöhung unter dem Durchschnitt, der in den letzten Friedensjahren zu verzeichnen war. 1937 betrug der Mehrverbrauch beispielsweise 14 v. H. mehr als 1936. Der Krieg hat also die Friedensentwicklung eher aufgehalten als im Sinne einer Produktionssteigerung verstärkt. Neben dieser Falscheinschätzung der grundsätzlichen Kriegsentwicklung auf dem Gebiete der Oel- wirtschaft haben sich nun aber auch die Erwartungen der Engländer und Amerikaner noch in anderer Beziehung ganz erheblich getauscht, insofern nämlich, als sie jetzt Erdölforgen haben, nicht aber Deutschland und Japan. Soweit England dabei in Frage kommt, sind es tatsächliche Produktionssorgen. Die Produktion von Britisch-Sumatra mit etwa 900 000 Tonnen und von Burma mit etwa 1,1 Mill. Tonnen im Jahre ist praktisch verloren. Die Produktion im Irak ist von 4,3 Mill. Tonnen 1938 auf 4,1 bzw. 3,6 in den beiden folgenden Jahren und auf sogar nur noch 1,4 Mill. Tonnen 1941 zurückgegangem Die Ursache dieses Rückgangs ist unschwer durch die politischen Ereignisse und die militärischen Aktionen (Angriffe auf die Raffinerie in Haifa, Stilllegung der Erdölleitung nach Tripolis, Zerstörungen der Oelleitungen durch aufständische Araber usw.) zurückzuführen. In Iran ist die Erdölförderung zwar nur von 10,3 Mill. Tonnen 1938 auf 9,8 Mill. Tonnen 1941 abgesunken, aber auch hier ist mit einem weiteren Absinken infolge der Vergewaltigung des Landes in nächster Zeit zu rechnen. Auf Trinidad, an der Nordküste Südamerikas, das 40 0. H. des englischen Erdöls liefert, ist allerdings die Förderung von 2,5 Mill. Tonnen 1938 auf 2,7 Mill. Tonnen 1941 gestiegen. Was hilft aber diese Produktionssteigerung, wenn jetzt die deutschen Unterseeboote den Transport des Oeles nach England oder an eine der englischen Fronten mehr und mehr erschweren. Der große unerschöpfliche. Oeltank, den die Engländer zu Beginn des Krieges zu besitzen glaubten, ist also inzwischen nicht nur wesentlich leerer geworden, sondern er wird auch jeden Tag durch die deutschen Unterseeboote angezapft, so daß das kostbare Oel mehr und mehr versickert, ohne feinen Bestimmungsort zu erreichen. Das ist um so bedenklicher, als auch Amerika nicht helfen kann, da es sich infolge der Notwendigkeit des Seetransportes feines eigenen Erdöls in derselben unglücklichen Lage befindet, und da vor allem der unersetzliche Tankschiffraum mit jedem Tage knapper wird. Es ist also nichts mit der „Woge von Oel" in diesem Kriege. Auch hier zeigt sich, daß ein Vergleich mit 1914 nicht möglich ist, weil die Dinge völlig anders liegen. Die Zeit ist nicht mehr fern, da auch diese Illusion unseren Gegnern endgültig genommen werden wtrtk. V. A. Die Wehrmachtben'chte. Oer Wehrmachtbericht vom Samstag. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 9. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten scheiterten erneute örtliche, von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes., Der Gegner hatte hohe blutige Verluste. I« Lappland und an der Murman-Front wurden schwächere feindliche Angriffe abgewiesen. In Nordafrika beiderseitige Artillerie- und Aufklärungstätigkeit: bei Nachtangriffen wurde die englische Wüstenbahn und Kraftfahrzeugansammlungen erfolgreich durch die Luftwaffe bekämpft. Auf Malta erzielten Kampfflugzeuge zahlreiche Vom- benvolltreffer in Flugplahanlagen sowie in Torpedo- und Betriebsstofflagern der Insel. An der Süd- und SüdostküsteLng- lands bombardierten deutsche Kampfflugzeuge am Tage kriegswichtige Ziele und versenkten im Seegebiet südwestlich Worthing ein Vorpofienbook. Als Vergeltung für die Angriffe brittscher Bomber auf deutsche Städte und Landgemeinden belegten Kampffliegerverbände in der Nacht zum S. Mai zum Teil aus geringer höhe die Stadt Norwich mit Bomben. Kräfte der britischen Luftwafte warfen in der vergangenen Nacht auf die Stadt Rostock und das Seebad Warnemünde Spreng- und Brandbomben. Flakartillerie und Jagdabwehr fügten dem Gegner bei diesem abermaligen Terrorangriff auf die Zivilbevölkerung schwere Verluste zu. 18 der angreifenben Bomber wurden abgeschossen. An diesem Abwehrerfolg hatte die Flakartillerie besonderen Anteil. Im Osten unterstützte die Luftwaffe mit starken Kräften die Abwehrkämpfe des Heeres im nördlichen Abschnitt. Vier feindliche Flugzeuge wurden dabei abgefchoffen. In den Gewässern der Halbinsel Kertsch vernichtete ein Aufklärungsflugzeug ein feindliches Minenräumboot. Der Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader Leutnant Ko epp en, Sieger in 85 Luftkämpfen und Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eifernen Kreuzes, ist vom Feindflug nicht zu- rückgekehrt. Mit ihm verliert die Luftwaffe einen ihrer kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNB. AusdemFührer Hauptquartier, 10. Mai. Das OKW. gibt bekannt: Im Donezgebiet und im nördlichen Abschnitt der Ostfront blieben erneute örtliche Angriffe des Feindes erfolglos. Bei mehreren eige. nen Angriffsunternehmungen wurden dem Gegner hohe Verluste zugefügk. In Lappland scheiterten weitere feindliche Angriffe. Die Luftwaffe setzte die Zerschlagung des bolschewistischen Nachschubs mit Erfolg fort. Allein im Norden der Ostfront wurden am gestrigen Tage 22 feindliche Flugzeuge — darunter drei hurricanes —- abgeschossen. In Nordafrika Artillerie, und Spähtrupp- tätigkeik. In Luftkämpfen über Malta waren deutsche und italienische Jäger besonders erfolgreich. Sie schossen bei nur einem eigenen Verlust 14 britische Jagdflugzeuge ab. Kampfverbände bombardierten nachhaltig Flugplätze der Insel und griffen in der vergangenen Nacht militärische Ziele des Hafens Alexandria an. In Südengland belegten leichte Kampfflugzeuge am Tage Hafen- und Fabrikanlagen mit Bomben. Bei militärisch wirkungslosen Angriffen gemischter Verbände der britischen Luftwaffe gegen das belgisch - französische Küstengebiet verlor der Feind durch Jagd- und Flakabwehr elf Flugzeuge. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Oie Seeschlacht im Korattenmeer. Schwerwiegende strategische Folgen. Berlin, 11. Mai. (DNB.-Funkspruch.) lieber die See- und Luftschlacht im Korallen-Meer liegen noch keine näheren Einzelheiten vor, jedoch kann schon jetzt gesagt werden, daß die kombinierten britisch-amerikanischen Seestreitkräfte so schwere Verluste erlitten Haden, daß ihre Offensivkraft gebrochen ist. Durch den Verlust von zwei großen Flugzeugträgern ist die Kampfkraft des Feindes zur Luft und auch zur See entscheidend geschwächt. Nach den Erfahrungen der bisherigen Kampfhandlungen zur See, insbesondere nach der britischen Katastrophe von Kuaintan, wo der Feind die beiden Schlachtschiffe „Prince of Males" und „Repulse" einbüßte, ist die Verwendung von Schlachtschiffen ohne ausreichenden Jagdschutz 'ein zu großes Risiko geworden. Aber gerade für diesen unumgänglich notwendigen Jagdschutz sind Flugzeugträger unentbehrlich. Die ungeheuren Entfernungen des Stillen Ozeans lassen sich von Flugzeugen im Nonstop-Flug nicht überbrücken, auch sind die vorhandenen Luftstützpunkte, die dem Gegner jetzt noch zur Verfügung stehen, zu gering an Zahl und auch zu weit entfernt, um eine Angriffsoperation auf Japan oder das von den Japanern kontrollierte Gebiet zu ermöglichen. Aus diesem Grunde sind für die Amerikaner die beiden versenkten Flugzeugträger ganz unersetzlich. Das Ergebnis der Schlacht im Korallen-Meer kann also schon jetzt dahin zusammengefaßt werden, daß der Gegner durch die schweren Verluste, die ihm in dieser Schlacht zugefügt wurden, außerstande gesetzt worden ist, bte japanischen Operationen zu durchkreuzen oder wirksam zu behindern. SS feindliche Flugzeuge abgefchoffen. Tokio, 9. Mai. (Europapreß.) Während der Seeschlacht im Korallenmeer schossen japanische Marineflugzeuge 61 Gegner bei Luftkämpfen in nächster Nahe der feindlichen Flugzeugträger ab, während weitere 28 feindliche Flugzeuge bei Angriffen auf japanische Kriegsschiffe — teils im Luftkampf, teils durch Flak — vernichtet wurden. Nach japa» niischer Schätzung dürsten rund 200 Flugzeuge, die sich an Bord der beiden vernichteten USA.-Flug- zeugtroger befanden, mit diesen untergegangen sein. Wichtige Admiralitäts-Insel besetzt. Tokio, 10. Mai. (DNB.) Eine Abteilung der japanischen Marine hat Lorungau, den Nordostzipfel der Insel Manus, die zu den Admiralitäts-Inseln nordostwärts von Neu-Guinea gehört, besetzt. Als die japanischen Matrosen einrückten, zogen sich die australischen und neuseeländischen Streitkräfte zurück, wobei sie Rundfunkstation, Munitionslager, Flugplatz anlagen, Regierungsbüros und Lazarette zerstörten und in die Dschungel flüchteten. Der Feind schrieb Lorungau großen militärischen Wert als äußerem Derteidigungswall von Neu- Guinea zu. Kleine politische Nachrichten. Am „Tau des Imperiums und des Heeres" fand in Rom auf der Piazza Venezia in Anwesenheit des Königs und des Duce eine Feier statt. Nach einer Kranzniederlegung am Denkmal des unbekannten Soldaten in Anwesenheit aller Militärattaches, darunter des deutschen Militärattaches General von Rintelen, überreichte der König den Hinterbliebenen der Gefallenen die goldene Dapferkettsmedaille. * Ein italienisches Flugzeug, das unter Führung von Oberstleutnant Paraoisi anläßlich des Tages des Imperiums nach Aethiopien geflogen war, um dort Flugblätter für die in Aethiopien befindlichen Italiener wie für die Eingeborenen abzuwerfen, ist nach 30ftünbigem Flug auf einem italienischen Flugplatz gelandet. General Fougier überbrachte der mutigen Besatzung die Anerkennung des Duce. * Rumänien beging seinen nationalen Feiertag mit der traditionellen Parade. Der Führer hatte Generalfeldmarschall List entsandt. Zehntausende begrüßten stürmisch den König und Marschall An- tonescu. Die Parade wurde eingeleitet von einem Feldgottesdienst und von der Beförderung des letzten Jahrganges der Kriegsschule zu Leutnanten. In Köln traf der japanische Botschafter General Oshima ein. Auf einem Festakt gab der Rektor der Universität, Prof. Dr. Serin, den Entschluß bekannt, Botschafter Oshima die Würde eines Ehrens senators der Universttät zu verleihen. * In Anwesenheit des Köngs, feiner beiden SöhnH der Gesandten der fremden Mächte der dänischen Regierung und des Reichstages fand die Trauer« feier für den verstorbenen Staatsminister Stau« ping statt. Unter den vielen Kranzspenden sah man auch den Kranz des Führers und den des Reichsaußenministers. Mit dem Bevollmächtigten des Deutschen Reiches, Gesandten Dr. von Renthe-^ Fink, waren der Befehlshaber der deutschen Truppen in Dänemark, der Marinebefehlshaber in Dänemark und der Lustfahrtbefehlshaber in Dänemark anwesend. Als Vertreter Schwedens und Finnlands waren Staatsminister Per Albin Hansson und Sozialminister Fagerholm gekommen. Beim Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin trafen die Landesführer zu einer Kriegsarbeitstagung zusammen. In Auswertung aller bisherigen Erfahrungen wurden Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Leistungen sichergestellt. Der Beamte im Kriegsdienst. A u s s i g, 10. Mai. (DNB.) Während seines zweitägigen Aufenthaltes im Sudetengau sprach Reichs- mimfter Dr. Frick in Aussig zu sudetendeutschen Beamten. Der Beamte müsse zuerst Deutscher und Nationalsozialist und dann erst Beamter sein. Er verwies auf die besonderen Anforderungen der Kriegszeit und konnte mit Genugtuung feststellen, daß die deutschen Beamten bis heute i h t e Pflicht erfüllt haben. Der Minister kam auch auf die letzte Seichstagsrebe bes Führers zu sprechen, in der er die Notwendigkeit derAusrich- tun g aller Kräfte auf den Endsieg klar herausgestellt habe. Einzig und allein der Sieg sei bas Ziel allen Tun und Lassens, auf ihn müsse alles eingestellt fein, auch der deutsche Beamte. Dr. Frick schloß seine Rebe mit dem Hinweis auf das Dor« bild des Führers, der keine Freizeit und keinen Urlaub kenne und Tag und Nacht die Sorge und Der« antworhmg für das Wohl des deutschen Volkes trage. Kunst und Wissenschaft. Der Maler Karl Bauer t- In München starb nach schwerer Krankheit der Maler und Zeichner Karl Bauer, der durch leine in zahlreichen Wiedergaben verbreiteten, ausgezeichneten Bildnisse großer deutscher Persönlichkeiten weithin bekannt geworden ist. Der 1868 in Stuttgart geborene, in München bei Lindenschmit ausge« bildete Künstler war zuerst als Bildnismaler in Württemberg tätig und ließ sich später in München nieder, wo er nach und nach eine großartige Bildergalerie deutscher Dichter und Denker, Musiker und Staatsmänner schuf. Besonders das Wesensbild Goethes und Schillers hat Bauer — übrigens auch schriftstellerisch — beschäftigt. Der Führer verlieh dem Künstler zum 70. Geburtstage die Goethe-Medaille. Timmermans und koskenniemi als Hamburger ' Preisträger. Am Jahrestag der Hansischen Universttät Hamburg verkündete der Rektor der Universität Professor Dr. Keeser die Verleihung des Hansischen Rembrandt-Preises für 1942 an Felix Timme rmans, den flämischen Dichter, der sich zum Künder wahren Flamentums in seinen Schriften gemacht habe,und desHenrik-Steffens-Prei- f e s für 1942 an Veikko Antero Koskenniemi, den großen finnischen Dichter und Lyriker, den bewährten Freund Deutschlands, Professor der Literaturgeschichte an der Universität Turku, Vizepräsident der Europäischen Dichterunion. Johann-Peter-Hebel-Preis für Wilhelm Weigand. Reichsstatthalter Robert Wagner hat den Jo- hann-Peter-Hebel-Prsis des Jahres 1942 dem aus dem badischen Frankenland stammenden Dichter Professor Wilhelm Weigand in München verliehen. Weigand, der in Gissigheim an der Tauber geborene! fränkische . Bauernsohn, der am 13. März fein 80. Lebensjahr vollendet hat, gehört zu den eigenwilligsten Köpfen der deutschen Dichtung. Schon der Roman „Die Frankenthaler" hat Aufsehen und Bewunderung erregt, und was Weigand damals versprochen hat, hat er in seinen späteren Werken gehalten, in den Romanen, in denen er seine fränkische Heimat mit ihren Menschen schildert, „Die ewige Scholle", „Die Gärten Gottes", „Die Löffelstelze", den übrigen Romanen und Novellen, den Gedichten und den vielen kulturhistorischen und lite« rar-kritischen Aufsätzen und Essays. wV »1 Oie Kieskulenkerle. Ein Schelmenmärchen von Hans Friedrich Blunck. Als der Sturm noch einmal ausholte, mußte der ganze Wald sich unter ihm beugen; er schlug die hohen Eichen am Weg, die Erlen im Moor und die Föhren auf den Sandhügeln. Er schüttelte und rüttelte an den Rändern der Lichtungen, und wo die Sanbkule mitten im Holz lag, brach er sieben alte Stämme zugleich. Die junge Föhre aber, auf die er es abgesehen hatte, bog sich geschmeidig hin und her, her und hin. Und als er es gar zu arg trieb, auf einmal, rutsch, glitt sie mit Wurzeln, mit Moos und Steinen oben vom Rand der alten Kies- kule in die Tiefe hinab. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich besann. Sie mar ein zierliches Ding gewesen, ein rechter Verzug, den all die bärtigen Hagekerle oben am Waldrand bewunderten und gern einmal lobten und streichelten. — Damit war's jetzt nichts mehr. Mitten in der alten Kieskule stand das arme Ding, aufrecht Zwar, aber dumm und hilflos und verlassen. Als das junge Föhrenweib sich vom ersten Schreck erholt hatte, gab's denn auch Tränen genug, die machten indes nichts ungeschehen. Wohl aber begann es mit der Dämmerung im Kies unheimlich zu werden, zu rummeln und zu spuken. Die Steine rollten mit dem Sturm von oben herab, es heulte und jammerte im Katzenschilf, und aus der Tiefe quoll und arbeitete sich ein breiter brauner Rücken heraus. Das war der Kieskerl. Als der nun die neue Nachbarin so ohne Schutz erblickte, rutschte er mit seinen dicken Armen näher heran, glotzte und pfiff vor Vergnügen. Dann kulte es neben ihm im Grand; ein alter zackiger Bursch quarkte und scknatterte nach oben. Und dicht unter der Föhre wühlte und schwubbelte es zum dritten- mal, aus der losen Streu unter ihren Wurzeln kam der Sandkerl und starrte und staunte. Die kleine Föhre hatte solch entsetzliche Angst, sie zitterte am ganzen Leib, als sie die dicken wulstigen Gesellen sah, und fuhr dabei mit den Fingern dem Sandkerl von ungefähr über den Schopf. Ei, quollen dem da die Augen heraus) grunzend rutschte er dichter heran, hielt auch fein Kinn hin und schnurrte wie ein Kater, als die Föhre ihm mit bebenden Hände übers Gesicht streichelte. Die andern, die es ansehen mußten, wurden neugierig, stemmten die dicken Fäuste auf, plumpsten ein wenig näher und wollten, daß die arme Dirn es auch bei ihnen täte. Da mußte sie sich mitten aus ihrer Furcht heraus wundern und fing an, die Burschen am Schopf zu narren, statt sie zu strei- cheln, und allerhand Schabernack mit ihnen zu treiben. Aber die drei merkten nichts, sie meinten, es müsse alles so sein, und fanden ihre Kiesgrube über Nacht zum Rosengarten geworden mit dem jungen Blut. Ihre Einigkeit sollte nicht lange dauern. Mitten im besten Gefallen schülperte es im Wasserloch, das im Tiefsten der Sandgrube lag, und der Kulenkerl, der feine Gesellen vermißte, hob den schuppigen Glatzkopf pruschend in die Höhe. Als er nun feine Gäste statt im Krug bei einer stachlichten Jungfer sitzen sah, begann er unbändig zu schelten und zu poltern, was das für ein neuzeitlicher Brauch fei, in der Kule mit Frauenzimmern schönzutun. Wenn die Herren nicht im Nu zu ihm kämen, würde er seine Schenke schließen. Aber die drei rührten sich nicht, und als er sich ausgetobt hatte und die Sache auch ohne ihn weiterging, drängte er blasend näher. Er versuchte sogar selbst, einmal feinen Kopf hinzuhalten, und blieb gleich sitzen, so däß die Föhre nun nach allen Winden von Freiern umgeben war und aufatmen und neue Kraft sammeln konnte. Erst gegen Morgen trennten sich die vier, glotzten sich noch einmal schämig an, hänselten den Kulenkerl, der wohl mit seinem Krug allein bleiben würde, und krochen wieder in ihre Löcher in den Kies und in den Grand. Aber der Sandkerl hatte es gut, der durfte bei der Föhre unter den Wurzeln hausen, weil er da gewißlich seit langem und immer feine Lagerstatt gehabt habe. So wie beim erstenmal ging es nun eine lange Reihe von Nächten weiter; ja, es wurden Wochen draus. Der Sandkerl, der der sauberste von den vier Gesellen war, blieb bei der jungen Herrin am besten angeschrieben. Er war der erste und letzte bei ihr, stahl beim Kulenkerl Wasser für sie und Schwarzerde von den Wegrändern, und wenn der Kieskerl und der Grandkerl gar zu grob blökten, versuchte er fein Lied zu pfeifen. Das klang nicht schön, aber es war doch guter Wille dabei. Wieder ging viel Zeit ins Land, den ganzen Sommer blieb es bei einer erträglichen Eintracht. Die kleine Föhre fühlte sich schon ganz wohl in der Kieskule und streckte ihre Wurzeln tiefer und tiefer in den Boden rund um die Kammer unter ihren Füßen. Eines Herbstabends, als der Sandkerl ausgeschlafen hatte und wieder nach oben wollte, hatte sie über Tag fein Schlupfloch mit ihren Wurzeln umsponnen, er konnte nicht vor- noch rüwärts, saß in seinem Loch wie eine Maus in der Falle und schalt und winselte abscheulich. Aber das Föhrenweib hielt fest — ihr wißt, mit dem Mitleid ist's beim Weibsvolk nicht weit her. Ja, der arme Kerl mußte einen Tag und eine Nacht hungern und dürsten und kam nicht eher hinaus, als bis er sich verschworen hatte, nichts zu lassen und zu beginnen, als nur noch im Dienst der Hauswirtin zu stehen. Als die Föhre aber erst einmal ihre Kraft gespürt hatte, brauchte sie sie weiter; es war nichts mehr mit dem Kopfkraulen der andern. Als der Kieskerl zum Abend ahnungslos heranschlich, sträubte sie ihre Nadeln und fuhr ihm unter die Augen, da ßer entsetzt auf den Bauch rutschte und meinte, die Kiesgrube fei voll glühender Funken. Dem Grandkerl erging es nicht besser, er hielt zwar den Kopf so recht schief und verliebt, als er ange« watschelt kam, aber — hast du nicht gesehen — schon lag er auf dem Rücken, so arg hatte ihn ein Wurzelstecken getreten. Da rieben sich die Herren gegenseitig ab und schalten. Aber die Lümmel sagten kein Wort, als ihr Freund, der Kulenkerl, ahnungslos der Jungfer Föhre unter die Zweige kroch, wie er es gewohnt war. Als er sich diesmal aber recht eingehuschelt hatte, begannen die Nadeln zu stechen und zu kratzen und über seinen fetten Rücken hin und her zu streicheln, daß ihm Haut und Haar in Fetzen davonflogen. Er schrie entsetzlich und humpelte geschunden und verspottet zu feinem Wasferloch. Wären es nicht feine besten Stammgäste gewesen, die ihn auslachten, er hätte vor Wut zu fechten angefangen. Wie lange es noch gedauert hat, weiß ich nicht; aber aus der ängstlichen Schmeichlerin ist rasch eine henschfüchtige Frau geworden. Und» von den vier Freunden hat es der arme Sandkerl am schwersten gehabt, sagte man mir. Er hatte bald keine Freiheit und kein Vergnügen mehr und mußte nur noch den Grund für Wurzeln lockern und Löcher graben, um dem Kulenkerl das Wasser zu stehlen. z Nur zuweilen durfte er seinen Kopf eben aus den Gittern strecken, und wenn sie guter Laune war, streichelte die Föhre ihn wohl einmal wieder sanft, weil er noch der beste von den vier Unholden gewesen war. Wenn der Grandkerl und der Kieskerl dann weitab vorübergingen und fragten, ob er beim Kulenwirt einen Schoppen mit ihnen trinken wollte, schwupp hatte der arme Sandmann rechts und links eins hinter die Ohren und mußte wieder ins Loch. Denn die Föhre hielt dafür, daß man der guten Erziehung wegen den Verlockten bestraft, wenn man des Versuchers nicht habhaft wird. Zeitschriften. — Die Zeitschrift „We11kampf", wissenschaft- l'che Vierteljahresschrift des Instituts zur Erfor- fchung der Judenfrage (Hoheneichen-Derlag, Mün- chen), beginnt das Heft 3/1941 mit einem Aufsatz „Baruch-Börne als Kritiker Deutschlands und deutscher Dichtung" von Friedrich Sengle. Ein ausgebreitetes historisches Quellenmaterial ist in dem Beitrage „Die russische Judengesetzgebung und ihre Ausstrahlung auf das Judenvroblem Ost- und Mitteleuropas" von Reinhart Maurach verarbeitet. In den kleinen Beiträgen widerlegt Fritz Zschaeck mit quellenkritischer Akribie das Märchen von der jüdischen Abstammung der Kaiserin Konstanze, der Gemahlin Heinrichs VI. Interessante Faksimilia begleiten Otto Pauls Analyse der Briefe Heinrich Heines an Betty und James Rothschild. Nicht ohne aktuelle Bedeutung erscheinen die Abhandlungen „Warum wanderten Wendell Willkies deutsche Vorfahren aus?" und „Die jiddische Literatur in der Sowjetunion". In den „Berichten" verdient P. H. Seraphims kritische Auseinandersetzung mit Werner Sombart Beachtung. Sehr einläßliche Buchbespre- chunaen, das politische Tagebuch (vom 1. April bis 31. August 1941 reichend) und eine Zusammenstellung neuer Bücher und Aufsätze runden den Iw» haft ab. —----- messen. treiben können." * SÄ nÄi Lchh°b° Herrn Kroger «nfl. ^9gd) habe Vorsorge getroffen, dah die Redereien ___ex* hnho cs»rrn Kraaer anae- Festakt zum 150jä>igen Bestehen des Gießener Konzertvereins. Ausklang der Gießener Kulturwoche 1942. „Ich danke Ihnen", sagte sie leise, „ich weiß nicht, was ich damit zu tun haben soll. Man hat mich verleumdet. Und wenn es wahr ist, daß Lanos Barthold meinetwegen — getötet hat, so bm ich zwar daran schuld, aber ich weiß es nicht. Beide waren meine Freunde, und ich vermisse sie beide. Im Grunde", meinte er, „ist es Unsinn, wenn Kröger sagt, „es seien Gerüchte im Umlauf, denn es kann nicht seine Aufgabe als Regisseur sein, olchen Quatschereien nachzugehen. Es muß irgend- emanden geben, der diese Lügen verbreitet — wenn ich nur wüßte, wer es ist —" „Was soll nun werden?" Sie drehte sich zu ihm und sah ihm ängstlich ins Auge. Ich werde mit dem Direktor sprechen. Die Sache muß bereinigt werden. Ich werde auch mit dem Kriminalrat sprechen. Es hieß nämlich. Sie hatten mit Lanos in der Kurfürstenstraße, wo der Mord M^Lanos?" Sie preßte beide Hande gegen die Brust, ihre Augen wurden groß und Willis glaubte in ihnen einen Ausdruck des Protestes zu erblicken. zu kommen. v _ Die Deutsche Arbeitsfront und die Organisationen der gewerblichen Wirtschaft wenden sich gemeinsam an die Betriebe des Rhein-Main-Gebietes, der Alt- papiererfassung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken und weisen in diesem Zusammenhang daraus hm, daß der Reichsfinanzminister die zehnjährige Aufbewahrungsfrist für Belege (Rechnungen, Quittungen, Kassenzettef, Frachtbriefe, Lieferscheine, Nach- nahmetarten u. a.) auf fünf Jahre verkürzt hat. hierdurch dürfte auch im Gau Hessen-Nassau eine nicht unerhebliche Menge Altpapier frei werden. rt/lü/kSmann meidet: In zwei Tagen zwei Fünfhunderter! Am Samstag und Sonntag wurden in Gaststüt- ien in Gießen zwei Gewinne zu ,e fünfhundert Reichsmark gezogen. Einmal war es em Urlauber im 48. Lebensjahr, dem an fernem Hochzeitstage Fortuna lächelte-, zum andern war es eine Nach- richtenhelferin des Heeres, ine einen Gewinn von 500 RM. ihr eigen nennen durfte. Beide Gewinne wurden bereits von der Geschäftsstelle ausbezahlt. - Erst seit 10 Tagen sind die braunen Mucksman- ner des Kriegshilfswerkes tätig und über 4000 RM. wurden bereits an Gewinnen gezogen. ** 70 Jahre alt. Am morgigen Dienstag, 12. Mai, wird Frau Anna Rödiger, geb. Safier, Walltorstraße 35, in geistiger und korperliä^r Rüstigkeit 70 Jahre alt. Sie Jubilarin, eine geborene Gießenerin, deren Vater Mchchinist in der früheren Aktienbrauerei war, ist seit 49 fahren wit dem Spengler- und Jnstallateurmeister Rudolf Rödiger verheiratet. Aus der Ehe sind 11 Kinder hernor- aegangen, von denen 9 leben und verheiratet sm. 15 Enkelkinder haben den Familienkreis um die Jubilarin, die Trägerin des gowenen Mutterehrenkreuzes ist, vergrößert. Seit 1893 ist An" R^lge. in dem Geschäft ihres Mannes in der W°llb-rstraße mit tätig, deneben erledigt sie auch heute nod) alle Ausarbeiten allein. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche zuihrem morg^ gen Geburtstage und für einen schonen Lebensabend dar. ------- Professor Dr. Eger gab als Vorsitzender einen Ueberblick über die 'Geschichte des Konzertoereins; er erinnerte an die Zeit Beethovens und das Revolu- tion^jahr 1792, in dem die von Professor Thom begründete Musikalische Gesellschaft am 14. Marzi ihr erstes Konzert gab; an der Spitze der Gesellschaft (seit der Mitte vorigen Jahrhunderts des Konzertvereins) standen Gießener Professoren: so von 1852 bis 1868 der berühmte Jurist Jhering, später der Historiker O n ck en, Professor Leutert und bis 1933 Geh. $at Krüger Doch kam ein großer Teil der Mitglieder, wie der Vortragende ausführte, auch aus anderen Bevolkerungsschichten — im Sinne des von Jhering stets betonten Grundsatzes einer alle Kreise umfassenden Musikubung, die nie durch gesellige Nebenzwecke von ihren kunst- lerischen Zielen abgelenkt wurde An die Auswahl der Solisten wurde stets der höchste Maßstab gelegt, unsere Hörer sind gewohnt, Hervorragendes mit Andacht und tiefem Verständnis aufzunehmen. 150 Jahre lang wurde durch den Verein beste Musik in Gießen verbreitet; Professor E g e r deutete m großen Umrissen die politischen Wandlungen an, die seine Geschichte umspannt; er bemerkte, daß diche Geschichte bereits geschrieben fei, aber vorerst nicht erscheinen könne: Professor Dr. Wa ther als dem aus einem reichen Material und vielen persönlichen Erinnerungen schöpfenden Historiographen des Vereins stattete Professor Eger herzlichen Dank ab desgleichen dem seit 30 Jahren bewahrten Rechner E. C h a l l i e r. In Dankbarkeit und ehrender Anerkennung ihrer Verdienste um den Konzertverein gedachte der Vortragende weiterhin der verewigten Mitglieder Prof. Leu tert. Geh. Rat Kruger, Dr. Baur, Prof. Strack, Legler und Dr. S z u b i n s k i; er würdigte die Verdienste der Din- , denten Dr. Gaßner, Hofmann, Mickler, , Felchner, Trautmann und Temesvary, , den Ausbau der Orchesterkonzerte, der Kammermusik > und der Solistenkonzerte, er begrüßte die Schaffung Warnung aus Stendal I Roman von A. Lothar Philipp , 26. Fortsetzung. ^Nachdruck verboten ) i Für Sie ist sie immer noch Fraulem Perling , ballte ihn Willis an, „und wenn es Ihnen nicht vaßt können wir ja anderswo auftreten. Wir sind dann an Ihren Saftladen nicht gebunden. Machen Sie sich Ihre Jubiläumsvorstellung mit einem Kasperletheater und spielen Sie den Kasper, das M di e*einzige Rolle, die für Sie geeignet wäre Im übriaen werde ich morgen mit dem Direktor spre- ©olanae Sie sich nicht anständig benehmen Äk Id) äaraut mit Ihnen zu unter. SelÄ Kommen Sic, Elisabeth, wir wollen gehen, um Kröger nicht bei feinen Proben für fein Kafperle- ^ÄanAsk^L7°d"-, die Elifobeth nie Gehilfin und Garderobiere zu sich genommen hatte, räumte die Sen weg Willis bot Elisabeth, die bleich im Hintergründe die Auseinandersetzung mit angehort batte den Arm und begleitete sie zu ihrer Gar- dprobe Der Regisseur blieb auf der Buhne stehen und foh den beiden wütend nach. Dann stürmte er heißen?" W* mit zitternder Stimme. Willis fah, daß sie mi ^L^Lsttzt an der Tür zu wr-r Garderobe. „Darf ich mit heremkommen? fragte er. 6®lttging zu ihrem Toilettentifch, feßte sich in den S°fs°l und wischte sich oerstohlen die Augen ab. ^Die^Sache ist ganz einfach, Elisabeth", begann er" es sind Gerüchte im Umlauf, nach denen Sie mit ber Sache Lanos zu tun haben. Wer sie m Um- inuf aefetzt bat, weiß ich nicht. Ich — öas moajie ich betonen - glaube nicht, daß Sie etwas d-mst zu tun haben — des Städtischen Orchesters und gedachte der hervor- ragenden Gäste und auch der jungen Talente, Die Der Verein mit Vorliebe gefördert hat. (Die Einzelheiten dieser Entwicklung wurden hier bereits Dor einigen Tagen aus berufener Feder einläßlicher geschildert.) Bel der Ausführung von Chorwerken, so bemerkte Professor Eger ferner, habe der 1819 von Gaßner begründete Akademische Gesangverein in enger künstlerischer Verbundenheit hervorragend mttge- wirkt. So sei es dem Konzertoerem gelungen, Die Musikpflege in unserer Stadt auf einer Hohe zu halten, die Gießen im Reich rühmlich bekanntge- macht hat. Die Schaffung des Konzertrmges durch Oberbürgermeister Ritter habe neue starke Impulse gegeben. Stets werde der Derem die hohe Traditton seiner Geschichte wahren; daß wir ihrer heute gedenken können, sei dem Führer und unserer unvergleichlichen Wehrmacht zu danken, Die uns vor der bolschewistischen Sturmflut bewahrt haben. Zum Schluß richtete der Vortragende Dank und Gruß an die Ehrengäste aus Partei, Staat und Wehrmacht, insbesondere Staatssekretär R a l n e r als Vertreter des Gauleiters, den Präsidenten der Reichsmusikkammer, Generalmusikdirektor Proses or Dr Raabe, Kreisleiter Backhaus, den Rektor Prof. Dr. K r a n z und Oberbürgermeister R t tte r, dem für stete Unterstützung zu danken sei. Möge Gießen stets seinen stolzen Ruf als Pflegestatte echter Wissenschaft und Kunst wahren. Hierauf überbrachte Professor Dr. Peter Raabe Gruß und Glückwunsch der Reichsmusikkammer und des ganzen musikschaffenden Vaterlandes. In höchst anregenden, temperamentvoll-persönlichen Darlegungen erinnerte Professor Raabe an Die schliße Tüchtigkeit, mit der es der Konzertoerem tn 150 Der Direktor, erfreut über ihre Einwilligung und besonders Darüber befriedigt, daß er so leicht und billig weggekommen war, gab ihr die Hand unö Als Willis zum Polizeipräsidium kam, um mit dem Kriminalrat über seine Entdeckungen zu sprechen, bat ihn Kriminalsekretar Krähe, em wenig zu warten, weil der Kriminalrat noch Vernehmungen ^Willis setzte sich im Korridor auf eine Bank. Neben ihm saß eine etwas korpulente Same tn mittleren Jahren, die ängstlich zu der Tur des Kr,mmal- rats blickte und schließlich naherruckte , Sind Sie auch in der Sache Lanos da . fragte । sie leise und warf scheue Blicke nach der Tur. „Wieso?" fragte Willis, „Sie auch? l (Fortsetzung folgt.) 'Über dann wäre ich doch seine Geliebte, Willis", rief sie, „wer kann das behaupten? Lanos ist mir niemals anderes gewesen als em ErZwher und väterlicher Freund — oh, mein Gott, wie kann man ^Das^ Schönste ist", sagte er lächelnd, „daß ich heute mich selber einmal erkundigt habe — Erkundigt? Wo? Was?" L G "In jenem Hause, wo der Mord geschah. Ich habe mit Dem Portier gesprochen. Er bestätigte wir, daß bei Lanos eine junge, hübsche Same verkehrt habe. Er kannte den Namen nicht." „Und Sie glauben, das bm ich gewesen? fragte Nein^Er trat zu ihr und legte ihr die Hand auf bie' Schulter. „Nein, ich glaube, das sind Sie nicht gewesen Ich habe eine Vermutung, aber ich will y., : mL___- no-hen. Ick werde „^Vollen wir uns wieder vertragen? Und Dabei hielt er ihr die Hand hin und lächelte so zerknirscht, daß Elisabeth ihm lachend die Hand druckte. Sa wollen wir das Kasperletheater also fern lassen", sagte er zu Willis, „sagen Sie der Norodna, daß Fräulein Perling ihren Kunstschießakt streicht, und daß ihr Auftritt bleibt." „Es ist gut, Herr Kräger." Als der Regisseur gegangen war, trat Willis zu ihr und sagte im herzlichen Tone: 9 Nun also, es ist alles nicht so schlimm, Elisabeth. Und das andere wird auch in Ordnung gehen. Mei- o^Si? legte^ beide Hände auf feine Schultern und s ^Ich danke es Ihnen, Willis. Sie sind sehr gut zu ^Unfinn, das ist selbstverständlich, Elisabeth, reden wir nicht weiter davon. Und jetzt werde ich einmal mit dem Kriminalrat sprechen und sehen, was es dort Neues gibt, und wie wir die Sache weiter- unferes Volkes, und er betonte Dabei, wer immer Dem großen Vorbild unseres Führers folge, Der fei ein gutes Glied unserer Volksgemeinschaft^unD mal). rer Nationalsozialist. Wenn alle an ihrer «telle ihre Pflicht erfüllten, Dann seien die Voraussetzungen geschaffen für unseren Endsieg. Sas Ziel des Führers der nach seinen Worten als noch fanatischerer Nationalfozialist aus dem Kriege ,uruckkehren wird sei Das alte Programm restlos durchzufuhren. Er kommt zurück mit 'Millionen seiner Soldaten, die gesehen haben, wie es Draußen aussieht. Wer noch nicht Nationalsozialist war, der ist es ,n Sowfet- Rußland geworden. Mit diesen harten Mannern wird Der Führer Die Zukunft bauen, die Sicherheit Des deutschen Volkes für alle Zeiten untermauern. Sehen wir zu, daß wir Dann vor Den Augen unserer Soldaten bestehen können und sagen Dürfen: „Auch ist stand für dich, ich habe dir die Waffen geschmiedet oder Den Boden bearbeitet. Sann wiro ber Führer Den Frieden gestalten können, so wie er ihn im Sinne einer Neuordnung Europas sieht. Deutschland wird Dann ein neues Gesicht haben, Europa wird neu auf geb aut werben, Die Welt wird Das Antlitz Der jungen Völker tragen. Die Rede des Gauleiters wurde oft mit fturmi- schen Beifallskundgebungen unterbrochen und am Schlüsse mit langanhaltendem starken Beifall unter- ^Sretel eiter Backhaus schloß banni bie gr°h- und eindrucksvolle Kundgebung nach Worten Des Sankes an den Gauleiter mit dem begeistert aufgenommenen Gruß an Den Führer und unsere siegreiche Wehrmacht. wiesen, strengstens alle Klatschereien zu unterbinden und die Urheber, wenn sie festgestellt werden, zur Rechenschaft zu ziehen. Genügt Ihnen das? „Ja, ich danke Ihnen." L„ £ . Als der Sirektor gegangen war, fügte Kroger noch Am Samstagabend bekundete die Gießener Bevölkerung in einer großen Versammlung in und vor Der Universität einmütig ihren unbeugsamen Willen zum Sieg um jeben Preis. Sie Gelegenheit dazu bot eine Kundgebung mit dem (Bauleiter und Reichsstatthalter Sprenger als Redner. Sazu waren die Männer und Frauen, jung und alt aller Schichten in so gewaltiger Zahl herbeigeeilt, daß nicht nur die Aula als Hauptversammlungsraum und Der große Hörsaal als Parallelplatz bis ins letzte Eckchen hinein vollbesetzt waren, sonDern auch noch viele Volksgenossen Den Platz vor Dem Universitätsgebäude füllten, um Der Durch Lautsprecher von Der Aula aus in Den Großen Hörsaal und auf Den Um- versitätsplatz übertragenen ReDe zu lauschen. „Lebhafte Heilrufe Der großen Versammlung grüßten Den Gauleiter bei seinem Erscheinen unD bekundeten schon die feste Verbundenheit von Volk und Führung in dieser schicksalsschweren Zeit des Kampfes unserer Volksgemeinschaft. Sann richtete Kreisleiter Backhaus herzliche Worte Der Begrüßung an Den (Bauleiter, bie von starkem Beifall und erneuten lebhaften Hell- rufen Der Versammlung unterstrichen wurden, ferner begrüßte er Die Vertreter Der Wehrmacht und insbesondere auch die verwundeten Kameraden, Die Vertreter Der Behörden und alle Volksgenossen. Nunmehr sprach, von der Versammlung wiederum herzlich begrüßt, Gauleiter In großen Umrissen zeigte der Redner zunächst den Weg Seutschlands und seiner Verbündeten aut, der sich im Dritten Kriegsjahr täglich mehr und mehr von Sieg zu Sieg weitet, wahrend der Weg unserer Gegner im gleichen Tempo von em er Niederlage in die andere führt. Vergeblich ist ihre Hoft- nung auf gleiche Erfolge eines fo erfolgreich be- triebenen Maulheldentums wie m den Jahren 1914/18 geworden. Heute stehen der Agitation un- ferer Feinde eine im festen Selbstvertrauen begrün- . Dcte Volksgemeinschaft und Die glorreichen Taten unserer Wehrmacht gegenüber. Gesiegt haben bis heute Deutschland und seine Verbündeten allein, . und an uns ist es, Den ©ieg zu bestimmen. Die Ursachen der feindlichen Kriegserklärungen, hervorgerufen durch Das Fiasko der Mächte von Versailles, die Deutschland zerstückeln, das deutsche Volkstum zerschlagen und das fleißige deutsche Volk versklaven wollten, um die Arbeitskraft Des deutschen Volkes zu einem bequemen Schmarotzer- dasein auszunutzen, sowie Der Vernichtungswille des Judentums gegen alles Lebensrecht der jungen Nationen, standen dann im Vordergrund Der wetteren Ausführungen des Gauleiters, oer Damit gleichzeitig jede müßige Fraae nach der Dauer des Krieges abtat, der ohne Kompromisse solange durchgekämpft werden müsse, wie Der Jude ftoch Die Möglichkeit habe, mit seinem Gold irgendein Volk zu knechten und gegen Deutschland und die mit ihm verbundenen jungen Völker zu Dingen, ©cm3 Deutschland, seine Verbündeten und Die besten Soldaten Europas stehen für Dieses Endziel bereit Hierauf wandte sich der Gauleiter einer Reihe von wichtigen Fragen zu, Die sich auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet ergeben haben. Insbesondere 1 behandelte er Dabei, unter Hinweis auf Das hohe ! Beispiel der vorbildlichen Pflichterfüllung unserer . kämpfenden Front, Die Verpflichtung Der Heimat, - in diesem totalen Krieg alle Kräfte bis zum außer- . ft en anzuspannen, um die Lücken schließen zu helfen, die in Der Arbeit der Heimat bisher noch nicht ausgefüllt wurden. In diesem Zusammenhang erläuterte er in großen Umrissen die Neuregelung des Arbeitseinsatzes, Die Den Zweck verfolgt, alle Arbeitskräfte in der Heimat bis zum letzten zu mobilisieren und der (Srringung Des Sieges dienstbar zu machen. Ser (Bauleiter appellierte Dabei auch an unsere grauen und Mädchen, für die Arbeitsaufgaben des Krieges alle ihre Kräfte einzufetzen, wobei sie Die Gewißheit haben können, daß ihnen keinerlei Arbeit zuge- mutet wird, Die ihrer Gesundheit nachteilig wäre, im Gegenteil werde nach dem Willen Des Führers alles getan, um die Gesundheit Der mitarbeitenden Frau unter allen Umständen zu erhalten. Unter Hinweis auf Die Nutzbarmachung ausländischer Arbeitskräfte bei der Erfüllung unserer Arbeitsaufgaben erinnerte der Redner an Die selbstverständliche Verpflichtung aller Volksgenossen, gegenüber Den Angehörigen feindlicher Länder, insbe» sondere auch gegenüber Den Kriegsgefangenen, Die erforderliche Haltung zu bewahren stets Der beut, scheu Wü^e bewußt zu sein, kein falsches Mitleid zu bekunden und jegliche Tischgemeinschaften mit Kriegsgefangenen unter allen Umständen zu unter- Ia2Benn auch in der Heimat zahlreiche schwierige Aufgaben zu bewältigen seien und dabei das Leben nicht leicht wäre, so stünden doch alle diese Entbehrungen in gar keinem Vergleich zu den Opfern, Die unsere Soldaten während des härtesten Winters seit 140 Jahren in dem verflossenen Winter an Der Ostfront bringen muhten und allezeit opferbereit gebracht haben. Auf Die Tat und Das Durchhalten jedes einzelnen Volksgenossen komme es heute an; keiner solle glauben, Daß er nicht gesehen wurde, Daß seine Arbeit unwichtig sei. Jeder kann heute, 0 betonte Der Gauleiter, seinen Standpunkt klar ermessen, Denn es geht um Sein oder Nichtsein aller. Selblt wenn die Zeiten noch härter wurden, müssen mir Das ertragen lernen. Die stärkste Kampfansage aber hat Denen zu gelten, Die durch gewissenlose Gerüchtemacherei die Volksgemeinschaft zu vergiften und das Vertrauen auf den Endsieg zu erschüttern versuchen. Jeder Volksgenosse hat die Pflicht, diese verbrecherischen Elemente Dem Arm der Gerechttgkeit zu übergeben. Neben dem unerbittlichen Kampf gegen Schieber, Wucherer und Schleichhändler ist nunmehr auch Die künftige Verteilung der lebenswichtigen Güter genau geregelt damit alle das erhalten, was ihnen zusteht. Jeder soll Das Gefühl haben, daß es gerecht zügelst. Der Gauleiter schloß seine Rede mit Dankbarer Anerkennung für Die bisherige gute Gesamthaltung Wb Der letzte Tag Der Kunstwoche brachte in Der Aula den Festakt zum 150jährigen Bestehen des Gießener K 0 n z e r t v e r e, n s. Das Wendling-Quartett, seit vielen Jahren bei uns rühmlich bekannt und hochgeschätzt, leitete Die Feier mit dem Adagio aus dem e-moll’Quartctt (op. 59) von Beethoven ein: das mit souveräner Meisterschaft und vergeistigter Klangwirkung vor- qetragene Musizieren war Der GrunDanlage des Programms Der Kunstwoche wie dem außerordentliche Anlaß Der Geburtstagsfeier würdig cmge- Aus der Stadt Gießen. Verstärkte Abwehr feindlicher Lustangriffe. NSG. Durch den Massenabwurf von Brandbomben, die von Den Engländern in zunehmendem Maße bewußt auf die Wohnstätten Der deutschen Bevölkerung abgeworfen werden, sollen gleichzeitig so viele Brände verursacht werben, daß eine rechtzeitige und erfolgreiche Bekämpfung erschwert oder gar unmöglich gemacht wird. Verstärkte Abwehrmaßnahmen der Bevölkerung müssen die Folge sein! Bei rechtzeitigem Aufflnden können Die englischen -Brandbomben schnell und erfolgreich mit Sand bekämpft werden. Deshalb ist sorgfälttges Absuchen der Häuser und Wohngrundstücke durch den Luftschutzwart oder von chm beauftragter Selbstschutzkräfte — auch während des Flakbeschusses — notwendig. Hat sich wegen verspäteten Auffindens oder Eingreifens ein Brand entwickelt, so wird dieser zweckmäßig mit der LS.-Handspntze bekämpft. Es muß unter allen Umstanden und mit allen Mitteln versucht werden, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Fast unmöglich ist dies, wenn nicht genügend L ö s ch w a s s e r bereitgefteut ist. Man bedenke dabei, daß durch Bombenemwir- kung die Wasserleitung gestört und infolgedessen die Wasserzufuhr unterbunden werden kann. Deshalb sorge jeder vor! Er stelle für alle Fälle in Eimern, Kübeln, Badewannen und sonstigen Behältern Löschwasser über Nacht bereit! Im Ernstfall können diese Wasserreserven Dein Eigentum retten. Altpapier heraus! mit Dem Kriminalrat sprechen —", er wandte sich zur Tür. Es hatte geklopft. „Herein!" rief Elisabeth. Der Direktor, gefolgt von Dem ReMeur ftat em. Es ist gut, daß Sie kommen, Herr Direktor, sagte Willis, „was ist das für ein Benehmen Ihres Regisseurs, wegen irgendwelchen Klatschereien die unkameradschaftlich genug sind Fraulem Perlmg zu beleidigen und ihren Auftritt zu kurzen. „Es tut mir leid", sagte jetzt Kraaer „daß ich mich in der Erregung dazu hinreißen ließ, das zu äußern. Ich habe natürlich von den Gerüchten gehört, aber die sind nicht die Ursache meines Vorschlages, den pflichtender Direktor bei, „Kräger erzählte mir schuldbewußt, was er gesagt hht. Ich verurteile solche dummen Redereien aufs schärfste, und wenn es mir gelingt, den Urheber festzuftellen, kann er sich auf etwas gefaßt machen." . , „Ich kann Ihnen schon heute sagen, daß all diese Redereien aus den Fingern gesogen sind. Fraulem Perling hat nichts mit dieser Geschichte zu tun. Sie werden das vermutlich bald genug von der Polizei erfahren. Und was ist's nun mit dem Auftritt? ' Wir können doch nicht zwei Kunstschießstucke an einem Abend bringen", begann der Direktor wieder „entweder muß Fräulein Norodna diesen Teil streichen oder Fräulein Perlmg. Und da dachte ich, da Fräulein Perling ohnedies im Oktober mit ihrem gesamten Auftritt bei uns sein wird, so ist es das Beste, wenn sie am 10. ihren Schietzteil streicht, damit die drei Willis nicht in Verwirrung geraten Bevor Willis etwas sagen konnte, erhob sich 1 Elisabeth und sagte ernst: . . T -r . „Es ist gut, Herr Direktor, ich werde Den Teil Alles für den deutschen Sieg. Eine Rede des Gauleiters auf einer großen Kundgebung in Gießen NSG. Es Dürfte in Der heutigen Zelt — und auch sonst — kaum einen einzigen Volksgenossen geben. Der nicht irgendwie Papier benötigte. Nun besteht durchaus Die Möglichkeit, Die Papiererzei^ qung zu vergrößern. Es kommt nur Darauf mt, daß GvkeNaek jeder mithilft und Dafür sorgt, daß alles Altpapier JWlU?9,iain7U6IH 9 erfaßt und feiner Verwendung zugefuhrt wird. Die überflüssigen Bestände in Den Haushaltungen 5 sind meistens durch unsere SchuljugenD erfaßt wor- . Den. Große Mengen aber lagern noch bei Beyor- Den und Betrieben. In erster Linie müssen Akten und Geschäftsbücher zur Abgabe gelangen. Deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist, mit Ausnahme von Schriftstücken von wirtschaftlichem Wert. Darüber hinaus müssen aber auch alte Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Prospekte, Packpapiere, Kar- tonnagen usw. abgegeben werden, um als Rohstoff bei Der Herstellung von Neupapier zum Einsatz JE SPARSAMER ANGEWANDT DESTO FEINER DIE WIRKUNG am 31. Mai feststehen werden. Eindeutige Siege en rangen die Ordnungspolizei Berlin als Gastmann- schass beim LSV. Parow mit 18:5 (8:1), der SD. Waldhof in Mannheim mit 15:4 (10:2) über den VfL. Haßloch und die Ordnungspolizei Wien mit 12:7 (4:3) in Prag über die dortige Sportgemeinschaft der ff. Sehr gut führte sich der Meister des Generalgouvernements Ostbahn-SG. Krakau mit dem 10:8 (5:4)--Sieg über die Ordnungspolizei Kattowitz ein. Bannmeisterschasten im Radfahren. Am gestrigen Sonntag wurden in Gießen die Bonnmeisterschaften 1942 im Straßenfahren aus- getragen. Zwölf Jungen erschienen am Start. Gefahren wurde die Strecke Gießen—Lich—Münster— Gründerg—Gießen mit Start und Ziel an der Volkshalle. Die 53 Kilometer lange Runde wurde von der A-Klasse zweimal und von der B-Klasse einmal durchfahren. In der HJ.-Klasse A siegte nach ritterlichem Kampf im Endspurt Goß vor Ulrich, während in der HJ.-Klasse B Werner den Sieg errang und damit zum viertenmal Dann- meister wurde. Mit der Klasse B fuhr zum Training, außer Konkurrenz, August Deibel jun. Obwohl er erst 14 Jahre alt ist, ließ er sich auf der Strecke nicht schlagen und erreichte mit der Spitzengruppe das Ziel. Eine hervorragende Leistung für den Jungen. Ergebnisse: Klasse A: Sieger und Bannmeister Goß (Mot.-HJ.), 3:15 Std.: 2. Ulrich (Bann- stad), 3:15,15 Std. — Klasse B: Sieger und Bann- meister Werner (SRD.), 1:41,35 Std.: 2. Beith (Gef. 1), 1:41,50 Std.: 3. Keßler (Gef. 1), 1:49,20 Std.: 4. Baumann (Gef. 1), 1:57,35 <5tb.; 5. Vater (Gef. 1), 2:06 Std.: 6. Schäfer (Gef. 1), 2:06,04 Std.: außer Konkurrenz Deibel (Mot.- HI.), 1:41,53 Std. Kurze Sportnotizen. Deutschlands Hockey elf gewann in Wien vor 15 000 Besuchern den 6. Länderkainpf gegen Ungarn mit 4:0 (2:0) Toren. Die vier Treffer erzielten Ruck (2), Grube und Drache. Das Straßenrennen „Rund um Köln" über 209 km wurde von dem Berliner Schwarzer nach 6:07:43 Stunden vor dem Italiener Ferrari, Bergrath (Düren) und Fritzsche (Chemnitz) gewonnen. „Rund um die H a i n l e i t c", das bekannte Mitteldeutsche Radrennen, führte diesmal nur über 112 km und wurde von dem Berliner Harry Saager mit fast sieben Minuten Vorsprung vor Stephan (Erfurt) gewonnen. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 11. Mai. Auf dem heutiaeck Schweinemarkt waren 205 Ferkel und Läuferschweine aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 25 bis 35 RM., Läuferschweine 60 RM. pro Stück. Marktverlauf: Schleppend. Verdunkelungszeit: 11. Mai von 22.04 bis 5.02 Uhr. Hans Thyriot. Temesoäry. Für unsere Verwundete«^. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In einem Lazarett wurden „Zwei frohe Stunden" durch eine Variete- Veranstaltung geboten. Anni Rommel zeigte ihre Kunst im Stepp- und Spitzentanz und vorzüglichem Elastik-Akt. H. Belling und Partnerin brachten Ab- wechsluna mit gutem altjapanischem Jongleurakt. Sehr gefiel auch Gerta Thoma als Marketenderin mit ihrem luftigen Allerlei. Horst Westhend brachte musikalische Feinheiten auf den verschiedensten Instrumenten, wobei das Spiel auf der Hawai-Gitarre besonderen Anklang fand. Ausgezeichnet mioren die Vorführungen der Handschattenkunst durch Harris & Cie., welche in ihrer künstlerischen Ausführung und der Art der Motive erstaunen machten und sehr viel Heiterkeit brachten. Al. Schäfer zeigte seine Kunst als Zauberer. Der Humorist Ludwig Müller sorgte für Heiterkeit und stellte seine süddeutschen Typen vorzüglich dar. Fleißig beschäftigt war der Pianist Arno Lauer, der das Programm musikalisch untermalte. Starker Beifall dankte den Künstlern. — Die Filmveranstaltung „Das unsterbliche Herz" und die Wochenschau würden in allen Lazaretten gezeigt. — In einem Lazarett hatten sich Verwundete der verschiedenen Lazarette eingefunden, um in einem Schachturnier mit Weltmeister Aljechin zu spielen. Von der interessanten Veranstaltung wurde schon berichtet. — Im Auftrage der Kreisbildstelle zeigte Lehrer Appelmann den Film „Geheimnisse im Tier- und Pflanzenleben" in allen Lazaretten. Dabei wurde auch ein Unterhaltunasfilm oorgeführt, der in Schlitz und Umgebung spielt und künstlerisch wertvoll ist. — Kreissportführer Stein zeigte im Auftrage des NSRL. in zwei Lazaretten zwei Filme von den Deutschen Meisterschaften in Ulm und den 6. Jugendwettkämpfen in Garmisch- Partenkirchen. Die schönen, interessanten Aufnahmen wurden aufmerksam verfolgt. — Zu den weiteren Veranstaltungen im Laufe der vergangenen Woche für Kunst und Literatur 1942 waren Verwundete der Einladung von Oberbürgermeister Ritter gefolgt. Das Festkonzert des Konzertvereins „Don Juan und Faust", die Feierstunde „Musik und Dichtung", der Festakt und die Schlußoeranstaltung „Getanzte Musik" waren den Verwundeten ein einmaliges Erlebnis. — Zu der Großkundgebung der Partei, bei der Gauleiter Jakob Sprenger über das Thema „Sieg uyi jeden Preis" sprach, waren Verwundete aller Lazarette erschienen. Der Gauleiter begrüßte und unterhielt sich mit den Kameraden. ** „Englische Soldaten und ihre Füh- re r." Prof. Dr. Vollrath, bisher durch auswärtige Dienstgeschäfte daran gehindert, beginnt die Reihe seiner öffentlichen Vorlesungen über „Englische Soldaten und ihre Führer" am Mittwoch, 13. Mai, im Hörsaal 13 der Universität. Der Eintritt ist frei. lichen Musikpflege gezeigt zu haben, was Beharrlichkeit und Tüchtigkeit zu leisten vermag. Richt die Zahl der Einwohner, sondern die geistige Jntenfität ihres Lebens forme das Gesicht einer Stadt. Es gebe wenig Vereine von gleich ehrwürdigem Alter in Deutschland. Schon C. M. von Weber hohe die Gießener Musikpflege hoch gerühmt. Deutschland sei das reichste Musikvolk der Erde: aus solchem Reichtum leite sich eine tiefe Verpflichtung her. Professor Raabe empfahl des weiteren angelegentlich die Pflege der zeitgenössischen Musik: auch der Nachwuchs müsse au Worte kommen. Ein in 150 Jahren erworbenes Vertrauen bürge für Qualität: wer in Gießen spielt, ist gut und würdig zu spielen. Aus der echten Arbeitsgemeinschaft zwischen Spielenden und Hörenden ergebe sich das ideale Zusammenwirken. Professor Raabe schloß seine mit lautem Beifall auf genommene Ansprache mit dem Dank an den Kanzertverein im Namen der Musikkammer und der gesamten deutschen Musikerschaft und wünschte ihm eine der stolzen Vergangenheit würdige, segensreiche Zukunft. Im Namen der Stadt und der Bürgerschaft überbrachte Oberbürgermeister Ritter dem Konzertverein, insbesondere seinen Leitern, den Professoren Eger, Temesoäry und Walther, Dank und herzlichen Glückwunsch: er, der Redner, werde alles tun, um auch in Zukunft den Konzertverein nach Kräften zu fördern. Der Konzertring ermögliche» eine einheitlich ausgerichtete Musikpflege, die der verpflichtenden Tradition wert fei. Wir schulden dem Führer und unserer stolzen Wehrmacht tiefen Dank, daß wir in einer Zeit gewaltigen Ringens diese Feierstunde abhalten dürfen. Nachdem Oberbürgermeister Ritter an die Verdienste unseres Infanterie-Regiments 116 um das Musikleben der Stadt erinnert hatte, grüßte die Festversammlung mit dreifachem «Äeg-Heil Führer und Wehrmacht im unerschütterlichen Vertrauen auf die Zukunft und ein von Deutschland geführtes neues Europa. Das Wendling-Quartett gab mit der in prachtvoller dynamischer Steigerung vorgetragenen Fuge aus dem Streichquartett Es-dur (op. 109) von Reger dem Festakt einen feierlichen und erhebenden Ausklang. Schlußveranstaltung: Getanzte Musik. In den Räumen des Gefellfchaftsvereins fand am Sonntagnachmittag die schon traditionell gewordene Schlußveranstaltung „Getanzte Musik" statt. Nach Begrüßungsworten von Dr. Henning boten die Schwestern Hisl und Sybille S p a l i n g e r, Solotänzerinnen des Deutschen Opernhauses Berlin und der Grazer Oper, eine unterhaltsame Folge überwiegend heiterer Tänze. Nach den „Nordischen Melodien" von Johannsen, Kompositionen von Debussy und Sibelius sahen wir u. a., auf Spitze getanzt, das „Scherzo"' von Schubert und die „Aufforderung zum Tanz" von Weber: auch die Kostüm- Humoreske ,Mick?n^, „Auf dem Dorfmarkt" von Dvorak und ein temperamentvoll rhythmisierter Zi- geunertanz fanden allgemeinen Anklang. Insgesamt erwies das Programm der beiden Schwestern eine am Bühnentanz orientierte, liebenswürdig dekorative und pantomimische Begabung, die in Einzel- und Paartänzen sehr beifällig auf genommene choreographische Bilder entwickelte. — Liesel Schröter-Beckers und Ludwig Druschel vorn The- Iußball-Run-schau. Meisterschasts-Auftakt mit Lleberraschungen. Die erste k.o.-Runde der dritten deutschen Kriegs- Fußballmeisterschaft brachte der deutschen Fußbäll- gemeinde einige kräftige lleberraschungen. Das trifft vornehmlich auf den Südwesten des Reichs zu, wo sowohl in Kaiserslautern, als auch in Straßburg die „Papikrform" ganz erheblich zuschanden wurde. Selbstverständlich hatte der Westmarkmeister 1. F C. Kaiserslautern gegen Badens vielgerühmten S V. Wald Hof von vornherein eine gute Chance, aber das 7:1 (4:1), das die Mannen um Fritz Wal-, ter erzielten, wirkt doch sensationell. In Straßburg brachte die nicht allzu hoch eingeschätzte ff Straßburg, der Meister des Elsaß, die Stuttgarter Kickers mit 2:0 (1:0) zu Fall, obwohl die Württemberger mit Ausnahme von Jmmig alle ihre „Kanonen" mitgebracht hatten. Ernst Wächter bewachte den gefährlichen Conen so gut, daß der gefürchtete Kickers-Sturm nicht in Schwung kam, und fein Bruder Peter schoß vorn zwei unhaltbare Treffer, die zum Einzug in die Zwischenrunde berechtigen. Hessens Meister R S G. Borussia Fulda ging nach mäßigen Stürmerleistungen mit 0:2 (0:1) gegen den vor allem in der Läuferreihe starken Mittemeister Dessau 05 ein. Berlins Meister Blau-Weiß Berlin hatte gegen den Pommernmeister L S V. Pütnitz einen sehr schweren Stand- und gewann mit 3:1 (1:1) noch um ein Tor zu hoch. Auch Westfalens Meister Schalke 0 4 bekam die Kampfkraft des Mosellandmeisters SV. Stadt D ü d e l i n g e n zu spüren, und es bedurfte des Aufgebots aller Kräfte, um mit 2:0 (1:9) die Oberhand zu behalten. Ebenso hoch wie Kaiserslautern, nämlich 7:1 (Halbzeit aber 1:1), gewann der Ostpreußenmeister VfB. Königsberg in Danzig gegen die durch den Abgang von neun Stammspielern sehr geschwächte HllS. Marienwerder. Ohne Entscheidung — 1:1 — trennten sich Hamborn 07 und Werder Bremen, so daß dieser Kampf in Bremen eine Neuauflage erleben wird. Sehr mager und knapp war der Sieg von Vienna Wien mit 1:0 (0:0) beim Sudetenlandmeister LSV. Olmütz. Der Planitz er S C., Sachsens Meister, hatte gegen den Meister des Generalgouvernements, L S V. B o e l ck e Krakau, keine Schwierigkeiten und blieb mit 5:2 (2:1) sicherer Sieger. Für die Zwischenrunde am 24. Mai haben sich also Kaiserslautern, Straßburg, Berlin, Schalke, Dessau, Wien, Königsberg und Planitz qualifiziert. Hinzu kommt noch Bremen oder Hamborn, weiter sind an der Zwischenrunde (2. Vorrunde) die acht diesmal spielfrei gewesenen Meister, darunter Kickers Offenbach und Schweinfurt!) 05, beteiligt Vorrunde zur Handballrneisterschast. Mit vier Spielen wurde am Sonntag die erste Vorrunde zur Deutschen Handballmeisterschaft ein- aeleitet, vier weitere Treffen folgen am 17. Mai, so daß zusammen mit den acht rastenden Mannschaften die 16 Teilnehmer zur zweiten Vorrunde Jahren verstanden habe, Gießen zu einem musikali-1 ater der Universitätsstadt Gießen erfreuten die Be- schen Mittelpunkt zu machen: es sei ein hohes Der- sucher später mit einer Reihe vortrefflicher g-esang- dienst, nn Uebergang von der höfischen zur bürger-' licher Darbietungen. Als zuverlässige Begleiter am Flügel wirkten Maria K a l cvm kerjan und Prof. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren treusorgenden, herzensguten Vater, Schwiegervater, meinen lieben Opa, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Heinrich Wagenbach Obertelegraphensekretär nach langem schweren Leiden im 63. Lebensjahr zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In stiller Trauer: Else Volpert, geb. Wagenbach; Heini Wagenbach, Feldwebel, z. Z. im Felde; Walter Volpert, San.-Gefr. Erika Wagenbach,geb.Kord-Ruwisch; EllenVolpert. Gießen (Menzelstraße 6), den 8. Mai 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, 12. Mai 1942, 14’/4 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand z.nehmen __02215 Wir haben meinen Mann, unseren Vater, Großvater und Schwiegervater Bernhard Wissel auf eigenen Wunsch in aller Stille zur letzten Ruhe gebracht. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen und im Felde, im Mai 1942. Mit der Familie trauern auch wir um unseren verstorbenen Arbeitskameraden. Betrlebsltthrnng and Gefolgschaft der Brtthlschen Universitätsdruckerei R. Lange Verlag des Gießener Anzeigers. _____________________________________ ___________1561 D Der Herr über Leben und Tod hat meine herzensgute, innigstgeliebte und treubesorgte Frau Marie Bramm, geb. Engel nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden heute im Alter von 49 Jahren aus dem Leben genommen. Dies zeigt in tiefster Trauer an: Arthur Bramm, Lehrer L R. Gießen (Memeler Straße 17), den 8. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 13. Mai, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ______________________________________________1552 D Infolge eines Unglücksfalles entschlief heute sanft meine liebe gute Frau,unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Margareta Dörr, geb. Hahn im Alter von 75 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Dörr I., Schuhmachermeister; Ludwig DörrII., Verwalter, nebst allen Angehörigen. Annerod, den 10. Mai 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 12. Mai, nachmittags 3 Uhr statt. __02217 KGLORInl Deutsche Wochenschau Heute Montag Erstaufführung! 02214 Gießen, den 9. Mai 1942. 1563D Ober- I5MJK W pqlqst Eine köstliche und herzhafte Komödie mit einer unvergeßlichen Darstellerin des deutschen Films! z. kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 02121 an den Gieß. An;. Familiendrucksacnen Verlobungsanzelgen Vermähl ungsanzekjen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 1 THEATER der Universitätsstadt Gießen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 1522Da.d.G.A. ViKior deKowa Margit tymo Laura Solari THEATER DER UNIVERSITÄTSSTADT GIESSEN 1553 0 Achtung! Aenderung der Anfangszeiten! Um allen Berufstätigen den Theaterbesuch zu erleichtern, beginnen ab Dienstag, 12. Mai, alle Vorstellungen wieder um 19 Uhr. j| Verschiedenes WMbeiken an Herren- und Berufskleidung, auch größere Posten werden an- genomrn.Ang.u. 02205 a.d.G.A. Nach Gottes unerforschlichem Willen entschlief heute nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegersohn, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Weife IV. Rechner der Spar- und Darlehnskasse Großen-Linden im nahezu vollendeten 60. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Weiß, geb. Velten - Familie Heinrich Lnh 9. Albert Weiß, Uffz., z. Z. im Lazarett Marie Velten, Wwe., geb. Rinn. Großen-Linden, den 10. Mai 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 12. Mai, um 15 Uhr vom Trauerhause Falltorstraße 16 aus statt. Mit den Angehörigen trauert um den Verstorbenen der Vorstand und Aufsichtsrat der Spar- und Darlehnskasse Großen-Linden. Wir verlieren mit ihm unseren langjährigen Rechner und Mitarbeiter. Heute morgen um 4.30 Uhr entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im fast vollendeten 61. Lebensjahre, meine liebe treue Frau, unser gutes treusorgendes Mütterlein, unsere liebe Schwiegermutter, Großmutter und Tante Martha Elisabeth Schnaut geb. Auel. Dein Leben war Arbeit, Liebe und Fürsorge für die Deinen. . In tiefem Schmerz: Andreas Schnaut; Konrad Schnaut und Familie; Mariechen Riechebächer; geb. Schaut, u. Heinrich Riechebächer nebst Enkelkindern; Karl Schnaut und Familie; Hans Schnaut und Familie; Martha- Luise Fischer, geb. Schnaut, und Stadtinspektor Adolf Fischer, Heinrich Schaut und Familie. Lollar, Ruttershausen, Kassel und Grüningen, den 9. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 12. Mai 1942, nachmittags 4 Uhr in Lollar statt. •1562 D bürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz, Montag, den 11. Mai 18.30 bis 21.45 Uhr: 31. Mittwochmiete u.HalbmieteA Don Juan und Faust Tragödie von Christian Dietrich Grabbe. Preise von 0.60 bis 3.10 RM. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Kartoffelversorgung. Der Herr Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Landesernährungsamt Abt. B hat ungeordnet, daß ein weiterer Vorgriff auch auf die Abschnitte 7 und 8 des Kartoffelbezugsausweises vorgenommen werden darf. Es können daher schon jetzt auf diese Abschnitte ohne Rücksicht auf die aufgedruckte Befristung 2,5 kg Kartoffeln je Abschnitt, soweit vorhanden, bezogen und abgegeben werden. Heute Montag Wiederaufführung! Lichtspielhaus Täglich 3.00, 6.15 und 8 Uhr bis Mittwoch, 13. Mai, einschließl. Jugend hat Zutritt! 1555 A Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den DieSadnitStyi Nach dem Roman „Rittmeister Styx“ vonO.MUhlen-Schulte WILL DOHM . HANS LEI BELT THEODOR LOOS • HARALD PAULSEN Spielleitung: KARL ANTON Musik: Harald Böhmelt Eine heitere Geschichte, die auch eine kriminelle Seite hat und aus einer intriganten, kleinen Liebelei eine große Liebe werden läßt. Täglich 3.00, 6.16, 8.00 Uhr; So. 2.30, 6.00,8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! 1555 a Für In- und Ausland Wadiposten gesucht unter günstigstenBedingun »en. Schriftliche Bewerbung an den Bielefelder Heimsqhutz, Bielefeld 1475 V KOMMANDO Adele Sandrock Wolfgang Liebeneiner Georg Alexander Marianne Hoppe Danksagung. Für die Aufmerksamkeiten und die vielen Geschenke anläßlich unserer goldenen Hochzeit, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Reiskirchen, 11. Mai 1942. Johann Huber u. Frau. \_ 02210/ ' Vermahlungs-Anzeigen ' liefert Brühl'sche Druckerei Korbgefl., nur sehr gut erhalt., z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02153 a.d.G.A. Größere u. kleinere Stücke Packleinen s. kaufen gesucht. Scliristl. Angeb. unter 02122 an den Gieß. Anz. Stellenangebote! 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