Mittwoch. 11. zebruarmr Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen die Zahl feiner Luftsiege auf 29. dem Umstand, dö^hLr die r°g°nb^g°^n, d-l-Ms- mit 34 MO BRT. oor der n°rdam°rikani- sten Seewinde aufgehalten werden, die immer- scheu Küste versenkt wurden, 5» Zchriftleitung und GeschästssteNe: -iehen. Zchulftrahe 7-9 lieder- und censchuß, krankhei- chmerzen. ng: 20 Tabletten q Apotheken. - Erfahrungen! SEN J 27/547 stäidtebundes, von dem sich heute noch Reste in Berenike (Bengasi) und Ptolemais (Tolemaide) finden. Er bedeutete nicht nur eine kulturelle Macht, sondern auch nicht weniger eine politische. So wagte er es, mit dem meerbeherrschenden Karthago den Kampf aufzunehmen. Doch ereilte ihn sein Schicksal, als er in das benachbarte ägyptische Reich einbezogen wurde. Nunmehr teilte die Cyrenaika dessen wechselvolle Geschicke, die darin bestanden, daß Aegypten nacheinander den vorderasiatischen Großreichen zum Opfer fiel, bis es nach der Episode unter Alexander dem Großen durch die Ptlomäer noch einmal für ein paar Jahrhunderte sich der i Selbständigkeit erfreuen durfte, um endlich im Romerreich aufzugehen. Diese Entwicklungsgänge ha- I ben zwar die Pentapolis wohl äußerlich umgestaltet, Selbständigkeit gewährte, die bis weit in die Römerzeit andauerte. Diese bestand in der Erzeugung einer Heilpflanze mit dem Namen Silphium, die nur hier vorkam. Aus deren Wurzelsaft gewann man ein Heilmittel wahrscheinlich gegen Magen- und Darmkrankheiten, das in dem überfeinerten alten Rom mit schwerem Silber ausgewogen wurde. Näheres über die Pflanze läßt sich nicht sagen, da sie seitdem verschollen ist und anderswo nicht wieder aufgefunden werden konnte. Vermutlich ist sie einer Klimaoerschlechterung erlegen, die sich aus der am Mittelländischen Meer allgemein' beobachteten Ab- ' Die e rst e Sammelmeldung-von der erfolgreichen „Arbeit" deutscher U-Boote vor der nordamerikanisch-kanadischen Küste wurde am 24. Januar aus- qeaeben. Bis zum 10. Februar wurden insgesamt 61 Schiffe mit 421500 BRT. versenkt, darunter mindestens neun Tanker und ein großer Erzdampfer von 15 000 BRT. Diese Qualitats- schiffe werden den USA. am meisten fehlen. Die Fundstätten für Petroleum liegen im Süden, oder es laufen wenigstens die Rohrleitungen an die Mittel- und Südküste. Schon, als die USA. den Engländern im Vorjahr 50 Tanker „pumpten", machten sich erhebliche Verknappungserscheinungen an Erdöl und Benzin in den USA. bemerkbar. Diese Verknapppsngserscheinungen wurden zwar von der Regierungsagitation geflissentlich übertrieben um die Kriehspanik zu erhöhen. Ste waren aber als solche vorhanden und haben auch dazu geführt, daß die Yankees ihre verpumpten Tanker den Engländern' wieder wegnahmen und in den eigenen Dienst stellten. Außerdem wurden Pläne Holzung der Wälder ergab. Dazu kam der Verfall des Römischen Reiches mit seinem weitgehenden Niedergang der Kultur, der ebensowenig von den entstehenden Teilreichen wie von den aufkommenden mohammedanischen Mächten aufgehalten werden konnte. Für die letzteren lag die Cyrenaika überhaupt ziemlich abseits, sodaß sie nicht allzuviel Interesse beanspruchen durfte. Ein tragisches Geschick, wenn man bedenkt, daß eine Stadt wie Cyrene Männer hervorbrachte wie Eratosthenes, den Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde und Zeitrechnung sowie den Philosophen Aristippos und den Dichter Kallirnachos. Der ehemalige Botschafter Seiner Britischen Majestät in Moskau, Sir Stafford Cripps, hat das englische Volk geradezu aufgefordert, sich zu bolschewisieren, und ihm die Leviten darüber gelesen, daß es mit dieser Selbstbolschewisierung noch im Rückstände sei. Dieser eitle Salonbolschewist blaublütiger Fasson und englische Großgrundbesitzer folgt hierin dem Mister Antony Eden, der bei seinem Besuch in Moskau das europäische Festland an Stalin verschacherte, wie jener Mann, der das Fell des Bären verteilt, ehe er den Bären erlegt hat. Cripps geht aber noch einen Schritt weiter. Nicht nur das europäische Festland, sondern auch England soll nach ihm bolschewisiert werden. Wir danken Mister Cripps für diese Offenheit, und wir glauben, weite Kreise des englischen Volkes auch, denn dieser absonderliche Sittenträger ist von einer geradezu rührenden Brutalität und Offenheit, die seinem kindlichen Glauben an Stalin entsprechen. | In Wirklichkeit ist seine Rede eine einzige Klage Gewaltig sind auch die Erfolge der japanischen Luftwaffe. Vom Kriegsbeqmn irn Fer. nen Osten bis 9. Februar wurden bei einem Eigen, Verlust von 153 Maschinen insgesamt ^1 britische, amerikanische und niederländisch-indische Flugzeuge abgeschossen bzw. vernichtet. dern besonders aus. Die bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, USA-Flotte ihre Geleitschutztätigkeit im Bereich von Island und von Nordirland einschränken mußte, um anderweitigen Ausgaben gerecht zu wer. Bä der erfolgreichen Abwehr schwerster Massen- angriffe des Gegners zeichneten sich die würt- tembergische 2 5. motorisierte Infanteriedivision und die ^-Legion Flau- werden. . „ , Die amerikanische Flotte sieht -iesige Aufgaben mit überwälttgender Schnelligkeit auf sich zukommen. Sie soll Austtalien und Neuseeland und die Verbindungswege dahin schützen; sie soll die kaum mehr tragbare' Last der britischen Flotte im Atlantik erleichtern, damit britische Kriegsschiffe für die ostasiatischen Gewässer freigemacht werden können. Sie hat seit Monaten „Geleitschutz gespielt". Sie muß jetzt im ureigensten Bereich Geleitschutz praktizieren: Im Papifischen und im Atlantischen Ozean. Es sind schon Anzeichen aufgetaucht, daß die z aiwjr piW Verwehte Spuren... Ein Blick in die Kulturgeschichte Nordafrikas Von unserem Dy.-Sonderberichterstatter. Druck und Verlag: vrühlsche Universitätrdruckerei 8. Lauge Gestaden tritt noch das von Korsika her bekannte Buschwerk, die Macchie, auf. In diesem Gebiet siedelten bereits im 7. vorchristlichen Jahrhundert dorische Griechen von der Gegenküste in Lakedämonien und Kreta. Ihr erster Stützpunkt war die Stadt Cyrene, die sich an der Küste bildete, wo die unfern entspringende Quelle Cyre bem Meere zueilte. Die von ihr verbliebene kleine Siedlung hat heute den Namen G u r e i n a angenommen, während die Landesbezeichnung Cyrenaika sich ziemlich erhalten hat. Im Altertum war Cyrene das Haupt einer Pentapolis, eines Fünf- Kronzeuge Cripps. Von unserer Berliner Schriftleitung. e geopfert ,und recht, le. sofern nicht meinschast da; in ihren alten ' verdrängt unh e darüber hin. eiten ausgesetzt otile heirat zu versenkten deutsche Unterseeboote im Atlantik ad)t feindliche Handelsschiffe leichsband ließen 942, in Gießen aftsvereins staltong Mistor abends 19 im er-Knnstiihrts (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) R o m , Anfang Februar 1942. Von der Ostfront. B e r l i n, 10. Febr. (DNB.) Truppen einer deut-1 fchen Infanteriedivision haben im Raum nord- ostwärts von Drei zwischen dem 5. und 7. Februar erfolgreich ihre Stellungen gegen starke bolschewistische Angriffe gehalten. Starke Einheiten bolschewistischer ■ Infanterie griffen mit Unterstützung durch Artillerie und Panzerkampfwagen während dreier Tage mehrfach die deutschen Linien an, ohne daß es ihnen gelang, auch hur an einer Stelle emzubrechen. Von den deutschen Stellungen aus wurden nach Abschluß dieser Kämpfe über 1000 gefallene Bolschewisten gezählt. Außerdem wurden fünf feindliche Panzerkampfwagen und zahlreiche Geschütze, Granatwerfer, Maschinengewehre und andere Infanteriewaffen des Feindes vernichtet oder erbeutet. . Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 81/, Ubr desVormittagS Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsieMengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/.mehr .‘V«s Sr» lon«n. b ber"ifl 1)2. Jahrgang Nr. 35 I krscheirtt täglich, außer I ßonntags und feiertags Bettagen: Siebener Ramilienblättei I Amol imBild DieScbolle Bezugspreis: • Monatlich ... RM.1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 sich bei Nichterscheinen M einzelnen Nummern flfolge höherer Gewalt tenttvrechanschlnh 2251 icabtanschrist: „Anzeige^ Postscheck 11686 Frankk./M. ■ Die ganze Welt, Freund wie Feind, nimmt leb- tchen Anteil an dem Siegeslauf der Armee des Generalobersten Rommel in Nordafrika. Von dem Landungsplatz in Tripolis über die Libysche Wüste, ite hier unmittelbar an die Küste des Mittelländi- chen Meeres tritt, und die gebirgige Cyrenaika bis «r ägyptischen Grenze bei Sollum wird ein Ländlich von über 2000 km Länge durchmessen, dessen gegenwärtiger Anblick wenig Erfreuliches bietet. Stifte und Steppe führen in der Hauptsache einen leidenschaftlichen Kampf miteinander. Dieses Bild roHtommenfter Einöde wird nur im Osten unter- irodjen, wenn auf den Lohen sich Wiesen und et- ulc 5)as Wald durchsetzen. Von menschlicher Kultur ist Q^r jhren Kern doch verhältnismäßig nur wenig a gut wie nichts zu sehen. Und doch herrschte hier berührt. Ob als Monarchie oder als Republik, sie -inmal eine reiche Fülle griechischen und römischen berQs eine wirtschaftliche Grundlage, welche ihr eine hebens. Darüber sind wir nicht nur durch schrift- in ht© ,che Ueberüeferungen unterrichtet, in den letzten Jahrzehnten haben auch Ausgrabungen an vermiedenen Stellen wertvolle Zeugnisse für die Bedeutung der hier verschollenen Kultur geliefert. Menschliche Unzulänglichkeit hat sie zerstört bzw. verfallen lassen, und dann hat der immer gierige | Düstensand ihre Spuren verweht. Schon die heute fast 100 000 Einwohner zahlende Hafenstadt Tripolis, Hauptstadt und Dermal- Ungsmittelpunkt von Italienisch-Nordafrika oder Libyen, kann auf ein ehrwürdiges Alter zuruck- blicken. Sie wurde von den Phöniziern, dem seetüchtigsten Volk des Altertums, unter dem Namen Oea auf einer dreieckigen Halbinsel im Hintergrund einer nach Osten offenen und gegen Norden durch Kiffe leidlich geschützten Bucht gegründet. Spater inen fraoen iler Ufer kA iurj SM ■’nen M.D. ffautit. ^rteilen haif, vQI!n hatte sjz ? begehrte dij Gesetzes. M e ^u;Ne fit ^einschgft hu gealterte Fray Wn in eigen. nnk. mir weil einer anberen J '9eren- zugt. | en will. Eint )ten als Gatin sich aus L-... —,-----v - winterlichen Seewinde aufgehalten werden, me immer hin 500 mm Niederschläge spenden und infolgedessen eine vollständige Veränderung der Landschaft bewirken Während in dem verkarsteten Binnenland die Flüsse nur unterirdisch fließen, aber in geschützten Becken auf angewehtem Staublebm doch noch etwas Ackerbau ermöglichen, zeigen sich die Hänge zum Meer hin als quellenreich, bedeckt mit Wäldern oder Büschen von Pinien, Zypressen, Wacholder und Steineiche. Erst unmittelbar vor den IC. stemmtet W M für Politik uni rnsk Vlmujlhein: (in eBen.^roBhu,®» letef R.Lm«? 8.9, euleiter: Han? '3ei, öotfiümmel P!ÄiL Sä 5ÄF schädigt, daß mit der Vernichtung eines Xciles I dessen Dummheiten glaubten, dann ist es dieser Schiffe gerechnet werden kann. hoch seltsam daß auf der anderen Seite Cripps sie sw... -w*««*- *tasä: Insel 2Ha tta wurden bei Tag und Nacht mit ^$ne 3tDejfe Selbstentblößung der eigentlichen Bomben belegt. Motive, weshalb Cripps diese Stnndpauke den Eng- Bei der Abwehr von Angriffsverfuchen der brl- ländern hielt, ist nicht minder interessant. Es ist tischen Luslwosse in der Deutschen Ducht schoh Ober- die Furcht vor einer neuen d-utscher- vstensw-- ,m setdwebcl Lueth innerhalb einer Stunde drei Erfokq?osigkeit der^bolschewistischen' Angriff- feindliche Bomber ab und erhöhte damit Tatsache, daß nicht die Bolschewisten, fon- die Zahl feiner Luflsiege auf 29. |bern mir Ort und Zeit des Handelns bestimmen. Wie sagt nun Cripps? Hitler habe „die Chance, daß er stark genug sein wird, um im Frühjahr seine Offensive mit Erfolg wieder aufzunehmen." Und weiter sagt Cripps: ,',Er (Adolf Hitler) wird wahrscheinlich feine ganze Kraft in dieser Richtung einsetzen, einen neuen fürchterlichen Blitzangriff unter- nehmen, der mit der gründlichen Sorgfalt der deutschen Wesensart vorbereitet wird." Also bestätigt Cripps die Tatsache, die infolge der Churchillschen Lügenpropaganda seinen Landsleuten noch nicht voll aufgedämmert ist, daß diese Winterkämpse im Osten Noch schmerzlicher war das Geschick des anderen Naturhafens in Libyen. Heute ist er unter dem Namen Tobruk weltbekannt. Im Altertum hieß er Antipyrgos. Die Stadt zerfiel, und die Hafenanlagen verödeten. Nur die natürliche Gunst der Küstenbildung blieb. Sie wurde von den Bauern des Hinterlandes benutzt, um ihr karges Getreide zu verfrachten. In diesem Zustande übernahm Italien das große Erbe der Vergangenheit. Marschall B a l b o baute Tobruk zum Flotten- und Besatzungsstützpunkt aus. Gleichzeitig entwickelte er die Land- wirtschaft der Umgegend. Das war ein viel ver- und Anklage darüber, daß die Achsenmächte fo ftarf heißender Anfang'Er wurde jäh unterbrochen, be- und die Engländer fo schwach smd. Mit Bieder- gründet aber doch für Tobruk wie das ganze Land mannston fragt dieser Salonbolschewist, ob England die Hoffnung auf eine Zukunft, die ähnliche Lei- genügend Ansttengungen mache, um bolschewistlfche stungen hervorbringt, wie es die verwehten Spuren Gepflogenheiten einzufuhren. Es fei doch vollständig der V-rqongmheit ahnen lasten. falsch, di- Bekämpsung der Deutscher>. ben , . I Sowjets zu überlassen, was vielfach die Meinung Inspektionsreise Puchens nach Algier. Englands sei. England fehle eben der Sinn „für m : Ar. in ) Innenminister die Dringlichkeit der Lage". Wir wollen nicht die zz LLr nachA l a i ° r Sawj-tkwnz-n in ihrer Tätigkeit rorfotgen, die ,-tzt keaeken »nd big rE 5 Mürs darf bleiben Es die englischen Fabriken gemistermaßen kontrallieren Ku fiA nrn «ne^Xn!DeHion5rei?e Mlserien un. unt, ihre Leitung und Arbeiterschast inguisttarisch ItorftShl irn Gegensatz ^u Tunis und Marokko di- darüber vernehmen, weshalb sie nicht mehr Snegs» ^n^ö?i Men Innenministerium material für den Bolschewismus fabrizieren. Aber rett dem französischen Innenministerium. |menn Cripps jetzt ausdnicklich die Dringlichkeit der Lage hervorhebt, dann schlägt er doch direkt den Schönfärbereien Churchills ins Gesicht. Errangen die Bolschewisten nicht Sieg auf Sieg? Waren die Deutschen nicht zermürbt, zerschlagen, standen sie Der Wehrmachtbericht vom 10. Februar meldet die Versenkung von acht feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 50 500 BRT., von denen sechs Han- Neuer großer U-Boot-Crsolg im Atlantik Mdete^si? mi?°dm^benachbarten Schwestechädten I württembergische Division und die ^-Legion Flandern zeichneten sich beih'5* p^^eikn Wa?bs°llen °dmn Sabratha und Lepta eine 'DlöffctlönartfTß ÖCF ©OtVlCfÖ bcJotlbCFÖ 01^. eigentlich die Eggländer tun? Sollen sie sich auf flame sagt. Nach ihrem allmählichen Verfall blieb AVWeyr KPtVtntCr ^aHCnangnue VCF vviviivuv mwv. verlassen, der ihnen alles rosig ausmalt, W-hrm-chtbericht. SÄ Umsland un, d!° ggnst!« Log. DNV. Aos drm rüh.erho.plquor>I.r. c.ich'-k Sreogor. dn Zerstör«! und ,wd gr»b« ssudech.oderZouptposauo.t, dd.ts. ^-r den, die ihr näherliegen. Nachdem U-Boote der Achsenmächte im Atlantischen und Pazifischen Ozean operieren und in ab- schdarer Zeit im Indischen Ozean operieren werden. Vier Tage lang stürmten die Bolschewisten im darf die wesentliche Tatsache verzeichnet werden. Raum ostwärts Charkow mit sechs Schützen- haß sämtliche Ozeane und alle wesentlichen Welt- ' regimentern gegen ein Infanterieregiment. Die An- Verbindungslinien im Angriffsradius von U-Booten griffe der Rotarmisten wurden durch zusammen- her Achsenmächte liegen! gefaßtes Feuer und im engsten Zusammenwirken ------- mit der deutschen Arttllerie zerschlagen. Bei diesen Dos HiffcrfrCUX. Kämpfen wurden 133 (Befangene eingebracht, wah- rend 4000 tote Bolschewisten vor dem Abschnitt des Berkan 10. Februar. (DNB.) Der Führer Regiments gezählt werden konnten. verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der $ 9 3 9 Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz I des Eisernen Kreuzes an Leutnant Bernd Gallo- A ho i tf d), Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader. Jl*» 1 Leutnant Gallowitsch hat sich als Jagdflieger m I über 370 Feindflügen durch rücksichtslosen Einsatz K _£fOf UAHCAHrf im Kampf gegen England und im Ostferdzug her- Drtf Mfl* Xl j| V DCl f Clll !♦ oorragenb bewährt. Er hat 42 Feind flugzeuge so- VVW VVI wie drei britische Fesselballone abgeschossen. Auch in ausgearbeitet, um neue Rohrleitungen nach Neu- °i°l-n kühnen Teilangrisfen hat er seine h-ld-nmu- nort ünb Chikago zu legen. Die USA. spüren tige Tapferkeit bewiesen und dadurch die Verbände also die Verknappung an Tankern. P65 ^eres wesentlich unterstützt. Wie die Verluste an Tankern, so schlagen die Ver-1 DieLustÜberleaenKeit der Achsenmächte luste an anderen Schiffen schwer zu Buch, weil so-! Q..wrtuvr wohl an der Atlantischen als auch an der Pazifi- Berlin, ^Februar. lDNB.) Die Luftube. scheu Küste der Vereinigten Staaten sich fast der ge- legenhett der Achsenmächte wird durch das Abschuß tarnte Frachtverkehr in der Nordsüdrichtung in der ergebnis der letzten Wochen lchl^end bewie en Da- K ü st e n s cb i f f a h r t abspielt. Das Gestöhn der nach wurden in der Zeit vom 21. Januar ms 8. Fe iberoameri^nischen Staaten über das Aussetzen von bruar einschließlich deuttcherseits 91 britH^c un^ Schiffs- und Postoerbindungen spricht deutlich für 4 7 1 Sowjetma chinen a b g e s ch o s s e n di7 Knappheit an Schiffsraum in den USA., der b z w. Zerstört wahrend 'tauche Lust, auch damit nicht behoben wird, daß einzelne waste im gleichen Zelttaum 4 8 Abschüsse b rt Renommier,chiffe in kurzer Bauzeit h-rg-stellt|tis^che^r Flug^eN°eLben nur 73 Maschinen eingebüßt, und zwar 46 rm Osten und 27 im Einsatz gegen Großbritannien em. schließlich Mittelmeerraum. Italienische Luftstreitkräfte verloren durch englische Einwirkung vier verfügte. Dieser Umstand und die günstige Lage DAB. AusdernAührerhauplquartier, zu dem wichtigen Oasengebiet von Mursuk südlich |q Aebruar. Das Oberkommando der Wehrmacht davon hat ihr die heutige Bedeutung gegeben, nach- bekannt: dem Italien sich durch den Krieg mtt der Türkei zln der O st f r o n t erlitt der Gegner im verlause 911/12 m den Besitz des Landes Li y g s tzt fortdauernden Kämpfe wiederum hohe blutige ’w Altertum war das östlich «von Tripolis ge- Verluste. Eigene Angrisssunt-rnehmungen brachten leqme Leptis Magna jedoch der bedeutendste örtliche Erfolge. 16 feindliche Panzer rour- leil der Dreistadt. Das verdankt sie besonders bem ben vernichtet. Die Luftwaffe unterstützte den Ab- Umstand, daß sie die Geburtsstadt des wichtigen wehrkarnpf des Heeres durch wirksamen Einsatz ootf römischen Kaisers Septimius Severus war, der von ^mpf- und Sturzkampfflugzeugen und bekämpfte »193 bis 211 n. Chr. regierte. Er rettete das Reich m-( . Wirkung Schiffsziele in den Gewässern fasw “rÄÄ“ 'L ”.w..» & XtSÄ ^217) führte diese Entwicklung zu Ende und verlieh Heeres beschoß kriegswichtige Ziele bei kron- rllen Bewohnern des Reiches das römische Bürger- » a b t mit guter Wirkung. recht. Damit war bann der völkische Verfall des - - •- — * " r<— ***-«— Weltreiches besiegelt An Severus und feine Söhne erinnert in Rom noch heute der Triumphbogen des ' Severus am Forum Romanum, den dieser anlatz- lich seines zehnjährigen Regierungsjitbilaums und des vorangegangenen Sieges über die Parther ZA'o errichten ließ. Im Anschluß an diese Ereignisse besuchte Severus mit seiner Familie Nordafnka, insbesondere natürlich auch Leptis Magna, seine öe= burtsstadt. Er hat sich, über eist Jahr h?er cl^geha -1 «usamm'en 50 500 BRT. und eine kor- und 'wirtschaftliche Blüte dieser Gebiete Nordafrikas durch lotpebotreffer schwer beschädigt. Don Men herbeiführten. Seit einem Jahrzehnt geben die ita- Schiffen wurden sechs mit zusammen 34 500 BRT. lienischen Ausgrabungen in Leptis Magna ein stan- hordernordamerikanischenküste versenkt, big wachsendes Bild von den Leistungen des ©rte= 3n ^ordasrika beiderseitige Aufklärungs- chentums unter römischer Förderung Ein beredtes tei( ^Deutsche Kamps- und Sturzkamvfstafseln Zeugnis .st^i e Denusstatue dar^ dl^vor etli^^^ I bombardierten unter starkem Jagdschutz Flugstüh- faschistischen Italien und Gouverneur von Libyen, punkte, Kraftfahrzeugkolonnen und Rlateriallager Ltalo Balbo, seinem deutschen Freunde, Reichsmar- des Feindes in der W a r m a r i c a und in Horö- chall Hermann Göring, zum Geschenk machen Zgypten. In Luftkämpfen wurden in diesem onnte. In ihrer Auffassung zeigt das Kunstwerk Raum brei feindliche Flugzeuge abgeschossen. x ehr viel Aehnlichkeit mit der berühmten Medicei- Westlich Warsa Watruk griff ein deutscher viilitärischer Stützpunkt der Ort Misurata. Hinter ihm beginnt die Libysche Wüste, die 400 km lang die Küste begleitet. Früher bedeutete sie eine Völker- und Kulturscheide, jetzt wird auch sie von der V i a B a l b o durchquert, die sich von Tripolis dis zur ägyptischen Grenze hinzieht. Nach lieber- Windung der Wüste wendet sie sich dem Hochland von Barka zu, das von der Syrte her mehrere hundert Meter ansteigt. Ihre höchsten Teile bildet un- rrrittelbar an der Küste der D s ch e b e l A ch d a r (arabifd) „Grünes Gebirge"). Der Name erklärt Die Villa puccinis. Von Clemens Heselhaus. Wir fuhren von Diareggio durch das raschelnde HerMlaub auf dem großen Viale, der mitten durch die Pineta des Herzogs von Salviatti führt. Rechts und links von der Straße winden sich schmale Pfade in das gelbbraune Dickicht der Farren und das immergrüne Gewirr der Schlingpflanzen und dor- nichten Sträucher. Durch die hohen Kronen der Pinien, die hier schlank und ebenmäßig wie Kiefern in deutschen Forsten gewachsen sind, zieht der Wind, noch voll vom Duft des Meeres, das nur wenige hundert Meter jenseits der Pineta liegt. Einmal geht eine breite Fahrstraße durch den Wald und endet unvermittelt in der schimmernden Wasserfläche, die die verschleierte Novembersonne widerspiegelt. Weiter südwärts liegt in der fast unzu- aänglich wuchernden Macchia, wie man das kniehohe Dickicht der Maremmenwälder nennt, die breite Mündung des Serchio, der sein klargrünes Wasser von den Apuanischen Alpen oberhalb Luc- eas hat. Nahe dabei erinnert ein Turm an die Stelle, wo Shelley bei dem Versuch, in einer Barke von Livorno nach dem Vorgebirge von La Spezia zu segeln, ertrank. Jenseits des Serchio erstrecken sich die weiten Pinienwälder von Gombo und San Rossore, wo der italienische König in einer alten schlichten Tenuta der Medici seinen Sommersitz hat. So schwingen in diesem Landstrich nördlich der gelben Arnomündung, durchzogen von schwermütigen Pinienwäldern und unzugänglichen Heidestrecken und überall beherrscht von der rauhen Gipfelkette der Apuanischen Alpen, die Erinnerungen seltsam ineinander. Der Landstrich ist ein Geschenk des Arno und des Meeres, ohne eigene Formen als den Duft und die Musik der Meeres- wetlen, Wergangslos zwischen den strengen Gegen- sätzen des felsigen, lebensarmen Hochgebirges und der weiten Wasserebene, mit der er die gleiche Höhe teilt, gelegen. Es scheint kein Bleiben in dieser Landschaft: alles zieht hinauf zu den Bergen und hinaus aufs Meer. So wie die Bewohner der Derfialia immer hinauswandern in die Welt, um draußen ihr Glück zu machen. Ader immer kehren sie auch hierher zurück, wo in der Musik des Windes und durchaus günstig für Deutschland verlaufen und eine Vorbereitung auf unsere große Offensive im Frühjahr sein werden. Da aber (Tripps einmal im Zuge ist, macht er weitere Geständnisse. Er sagt, die bolschewistischen Verluste seien sehr schwer, der Verschleiß sei ungeheuerlich. Und nun fordert Cripps die Engländer auf, die Bolschewisten nicht nur mit Waffen jeder Art, sondern auch mit Rohstoffen und Lebensmitteln zu unterstützen. Woher soll England diese Rohstoffe und Lebensmittel hernehmen? Aber ist es nicht geradezu paradox, daß ausgerechnet die Bolschewisten, die sich soviel auf ihre angeblich unerschöpflichen Rohstoff- und Lebensmittelquellen zugute tun, nunmehr (Tripps für sich betteln lassen müssen? Ein merkwürdiger Kronzeuge, dieser Cripps. Indem er für den Bolschewismus fleht und diesen bedürftigen Bolschewismus in England einführen möchte, bestätigt er alle deutschen Darstellungen in geradezu unübertroffener Weise. Und mehr konnten wir auch nicht von ihm verlangen. Sir Stafford Cripps unternimmt seinen Feldzug für die Bolschewisierung Englands und für die notwendige Hilfeleistung an Stalin aus einer Zielverwandtschaft mit Churchill und Eden heraus, aller- dings zu einem anderen Zweck. Beide versuchten den Bolschewismus vorzuspannen, Europa dem Bolschewismus zu überlassen, um sich selbst zu retten. Cripps will Hilfe für den Bolschewismus, damit dieser in der Lage sei, nicht nur Europa, sondern auch England zu verschlingen. Man versteht jetzt wohl den Stoßseufzer, den nach dem „Daily Expreß" ein Labourabgeordneter ausstieß: Churchill möge doch dafür sorgen, daß die Briten Sir Stafford Cripps — aus der Ferne bewundern könnten. Berlin als Bolschewistenzentrale. »Wenn England und Amerika den Sieg erringen.* — Stalins heimtückische Vorbereitungen. Stockholm, 10. Febr. (DNB.) „Es besteht kein Zweif daran, daß, wenn England und Amerika den Sieg erringen sollten, die S o w j e tu ni o n als größte europäische Macht ihren Regierungs- sitz in Berlin nehmen würde." Mit diesen Worten gibt der frühere britische Botschafter in Moskau, Cripps, in einer Rede, die er am Montag in Bristol hielt, klipp und klar zu, daß es das Ziel der britischen und amerikanischen Krieasanstrengungen ist, in Berlin eine bolschewistische Regierung zu errichten, der der ganze europäische Kontinent ausgeliefert werden soll. Als Sondergesan'dter des Bolschewismus glaubt Cripps es sich leisten zu können, den Schleier zu zerreißen, mit dem die Londoner Clique ihre sauberen Pläne bislang zu verhüllen suchte. Die Katastrophe, in die Churchill, Eden und Genossen Europa zu stürmen beabsichtigen, die bolschewistischen Aggressionsabsich- ten in Nord-, Ost- und Südosteuropa, sind trotz gelegentlicher verlogener Dementis damit unmißverständlich bloßgelegt. Alle Nationen des Kontinents willen nun mit er- schreckender Deutlichkeit, vor welch mutiger Gefahr die Wehrmacht Deutschlands und seiner Verbündeten sie beschützt hat und weiter bewahren wird. Die Größe der Mission des Ostfeldzuges wird in ihrer tiefen zivilisatorischen und kulturellen Bedeutung für ganz Europa wieder einmal restlos klar. Cripps unterstreicht die verbrecherische Absicht Londons nur, wenn er ängstliche Gemüter im eigenen Lande über den unheimlichen Bundesgenossen zu beschwichtigen versucht und erklärt: „Sollten die Briten nicht in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit den Bolschewisten stehen, so würde die Sowjetunion die Zukunft Europas allein bestimmen." Das heißt nichts anderes, als daß Cripps England durch die Bolschewikenfreundschaft wenigstens noch einen gewissen Profit bei der Berge- waltigungEuropaszu sichern versucht, wenn er damit auch die Gouvernantenrolle, in der London vor dem Kriege so gern auf dem Kontinent auf- trat, als ausgespielt erklären muß. Ebenso unumwunden wie zu den gemeinsamen Absichten bekennt sich Cripps aber auch zu den verräterischen Kriegsvorbereitun- gen, die die Sowjetunion bereits feit dem Jahre 1939 trieb. „Ich glaube", so sagte er, „daß Stalin zu Beginn des Jahres 1939 aufrichtig bemüht war, ein Abkommen mit Frankreich und Großbritannien zustande zu bringen. Als ihm dies nicht gelang, war er selbst nicht bereit, sich den Deutschen entgegenzustellen. Er unterzeichnete das Abkommen mit Deutsch- land, setzte aber sofort die Produktion auf Kriegsbasis in Gang, um den Augenblick vorzubereiten, an dem er Deutschland erfolgreich überfallen wollte." Durch den Ueberfall auf Deutschland hoffte Sta- lin seine Absichten in Europa, wie aus der Vergewaltigung des Baltikums und Bessarabiens schon während der Paktzeit zu ersehen war, restlos durch, setzen zu können. Cripps gibt mit seiner Erklärung wieder einen Beweis dafür, daß des Führers Entschluß Europa im letzten Augenblick vor den sprungbereiten Bolschewistenhorden bewahrt und seine Kultur gerettet hat. Englands Versorgungsschwierigketten. Lissabon, 10. Febr. (Europapreß.) Ein anschauliches Bild der Versorgungsschwierigkeiten Großbritanniens gibt der Londoner „Daily Expreß". Unter der Ueberschrift „12 000 Meilen bis zu ihrem Händler" veröffentlicht das Blatt eine Landkarte. Darauf sind die für England wichtigsten Lebensmittel verzeichnet sowie die Länder, aus denen sie kommen. Speck und Schinken, Eier, Weizen, Zucker, Honig, Käse und andere Milchprodukte, ebenso getrocknete Früchte kommen aus Kanada; Südafrika liefert Fleisch, Mais und Fett; Australien sendet Fleisch, Weizen, Butter und Marmeladen; Neuseeland Fleisch, Butter, Käse; die Vereinigten Staaten Kaffee, Baumwolle, Zwiebeln, Zucker, Palmöl; Asien Reis, Tee, Weizen und Tapioka. 90 Proz. seines Weizens und feiner Fette muß Großbritannien einführen, 70 Prozent seines normalen Zucker- und Käseverbrauchs und die Hälfte seines Bedarfs an Fleisch. Im Vergleich dazu stellt die Zeitung fest, daß Deutschland fast seinen ganzen Weizenbedarf aus dem eigenen Lande bezieht, in seiner Zucker- oerforgung völlig autark ist und seinen Fleischverbrauch bis auf 2 v. H. im eigenen Lande decken kann. Frankreich erzeugt seinen Weizen selbst, führe nur 15 v. H. seines Bedarfs an Zucker, 10 v. H. an Fleisch und 60 v. H. seines Bedarfs an Fett ein. Italien importiere 5 o. H. seines Weizens, 25 v. H. seines Fettbedarfs und nur 1 v. H. seines Fleischbedarfs. Japan sei hinsichtlich Weizen, Fett, Zucker und Fleisch Selbstversorger. Abschließend stellt der „Daily Expreß" fest, daß Großbritannien 50 v. H. seines Lebensmittelbedarfs aus anderen Ländern beziehen müsse, während Frankreich 21 v. H., Deutschland 12 v. H., Italien 8 v. H. und Japan nichts einführen müsse. Das Blatt betont, daß die Seeblockade der Alliierten der Nahrungsmittelversorgung der Achsenländer keinen großen Schaden zufügen'könne, während die Belieferung Englands durch die Ausdehnung des Krieges auf den Pazifik auf bas äußerste gefährdet sei. Der Verlust an Deien und Fetten aus den niederländisch-indischen Besitzungen könne kaum gedeckt werden. Noch größer werde jedoch die Gefahr, wenn es den Japanern gelinge, in Australien Lust- und Marinestützpunkte einzurichten. Der größte Teil der englischen Versorgung an Fleisch, Butter, Käse und Marmelade käme damit in Fortfall. Die Erzeugung in England könne, so wird abschließend festgestellt, zwar noch gesteigert werden, doch fehle es an den entsprechenden Düngemitteln, welche ebenfalls aus Uebersee eingeführt werden müßten. , England braucht »Schiffe und immer mehr Schiffe*. Stockholm, 11. Febr. (Curopavr^ß.) Der wachsende T on n a g e m a n g e l Der ena - lischen Flotte tritt in der Londoner Presse jetzt wieder stark in den Vordergrund. „Daily Tele- braph" und „Daily Sketch" behandeln dieses Thema tn ausführlichen Artikeln, die offensichtlich auf Jn- im harzduftenden Schatten der Pinienwälder so etwas wie Heimat lebt. Wer diesen Landstrich kennt, könnte meinen, die Musik Puccinis, der hier fein Leben lang zu Hause war, sei nichts anderes als die Notenschrift des träumerischen Windes über der romantisch fernwehsüchtigen Landschaft. Mit den Wellen des Meeres spülen die Geschichten des „goldenen Westens" ans Ufer und vor den wie Theaterattrapen in der grellen Sonne aufleuchtenden Gipfeln scheint sich im Frühling die Kirschenblüte Japans zu wiederholen. Die weiche und empfindsame Seele Puccinis, der in dem von alten Stadtmauern, hohen Bergen und mehr noch durch die starre Gesellschaftsschichtung eingeengten Lucca geboren war, strebte hinaus in diese weiche und ungegründete Landschaft, die immer noch nicht die Herkunft aus den Wellen des Meeres vergessen zu haben scheint. Bei Torre del Lago, dem Dörfchen, von dem man von weitem wirklich nur einen Turm erkennt, ist im See Mas- faciuccoli noch eine lebendige Erinnerung verblieben aus der Zeit, als die Wellen noch über den Sand der Dersiglia rollten. Unmittelbar an den See baute Puccini feine Villa. Doch trägt das schlichte zwei- stückige Haus die alte Nummer 270, neben der heute, nachdem diese Straße nach Giacomo Puccini um- benannt ist, eine andere geschrieben steht. Heute ist vor dem Garten der Villa ein kleiner Vorplatz angelegt, von dem aus sich ein Ristorcmte mit seiner Veranda in den See vorschiebt. In der spärlichen Sonne, die durch die letzten gelblichigeißen Blätter der Trauerweiden fällt, bietet sich dem Auge jenes friedenssatte glückliche Puccinische Landschaftsbild dar. Weit jenseits, doch immer noch so nah, jede Einzelheit zu erkennen, steigen die Luccheser Hügel an, reich verbrämt mit dem Silbergrau der Oliven und dem tonigen Braun der Kastanienwälder Zwischen diesen Hügeln und den dahinter höher austteigenden Pisaner Bergen ahnt man das Tal des Serchio, der daher kommt, wo die Gipfelmassive übereinander ansteigen. Lautlos staken Fischer ihre flachen Kähne durch das träge Wasser, ohne eine Spur zu hinterlassen, und verschwinden im Röhricht, das vorn Ufer in den See hineinwuchert. Es ist, als ob die Luft hier den Atem anhalte, um die schöpferische Pause, in der die Entwicklung und Veränderung der Landschaft hier stehen geblieben ist, nicht zu stören. Die Explosion in Tanger Der Obetbefi i)tt ragt mit beiden Steuerbordschrauben hoch tn die Luft. Die Hälfte des Kiels liegt außer Wasser. Arne- j rikanische Sachverständige geben zu, daß die Schifss- rnaschinen und die elektrischen Anlagen vernichtet sind. Dennoch hoffen sie, das Schiff durch Auspum- j pen und mit Hilfe von Pontons allmählich wieder aufrichten zu können. Sie stützen diese Ansicht auf die Behauptung, daß ein derart großes Schiss noch nie gekentert sei. Der italienische Bericht. Rom, 10. Febr. (DNB.) Der italienische Wehr» machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: In der Gegend von Ain El-Gazahla endeten Kämpfe vorgeschobener Abteilungen zu unseren Gunsten. Luftverbände beschossen größere feindliche Kraft- fahrzeugkolonnen; eine große Anzahl von ihnen wurde zerstört. In einer Reihe siegreicher Kämpfe schossen deutsche Jagdflugzeuge 11 englische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Die Aktionen der deutschen Luftwaffe gegen die Insel Malta wurden fortgesetzt. Italienische Bomber griffen in der Nacht zum 9. Februar erneut den Stützpunkt Alexandrien mit Erfolg an. Feindliche Flugzeuge bombardierten einige Ortschaften Grie ch e nlands und verursachten den Einsturz einiger Privathäuser. Unter der griechischen Bevölkerung sind 11 Tote und 11 Verletzte zu beklagen. Re 12 Meta, 'S Welleid Ss te KJ* Als wir in die kühlen Abendschatten hinaustraten, rollte dunkelfarbig die Sonne über eine Wolkenbank dem Meeresspiegel zu, während die nun unwirklich nahe Gipfelkette aus den Schnittstellen der Marmorbrüche schimmernde Reflexe zurückwarf. Ich mußte an ein Wort denken, das auf dem Debussy- Denkmal am Bois de Boulogne in Paris steht: „Man muß auf den Abendwind lauschen können, der in den Bäumen singt". Es ist das gleiche, was einem Puccinis stille Welt in Torre del Lago mit- gibt. Und die bedrängende Frage nach dem letzten Warum löste sich in dieser schlichten Weisheit. Vertretungen, um den Meuchelmord und die Hetze zum Aufruhr in die Länder zu tragen, die den britischen Diplomaten Gastrecht gewähren. Wir wol. len in diesem Zusammenhang auch an«die Vergiftungen ägyptischer Generale erinnern; sie sprachen für sich. Auf jeden Fall versucht England durch Mord und Gewalt diejenigen Personen aus den Wege zu räumen, die sich ihm widersetzen. In Tanger hat die (Erregung der Bevölkerung zu Forderungen an den Pascha der Stadt und den Hohen Spanischen Kommissar geführt. Die Behörden beschäftigen sich mit diesem Fall, der einwandfrei die Anwendung britischer Gepflogenheiten auf Tanger beweist. Bei der Empörung der Bevölkerung von Tanger ist es auch zu Demonstrationen vor dem englischen Konsulat gekommen. Und was macht die britische Lügenzentrale daraus? Sie behauptet, die Bevölkerung Tangers sei von den Deutschen und Italienern aufgehetzt worden, weil die Deutschen und Italiener die Folgen ihres Attentates durch Erregung von Unruhen hätten ab- wenden wollen. So dumm, das zu glauben, kann nur der Du^chschnittsbrite fein, denn daß englisches Diplomatengepäck, auf einem englischen Dampfer nach Tanger gebracht, von Deutschen und Italienern herrühren soll, das läßt doch entweder auf eine grandiose Dummheit der Briten schließen, die mit der Verladung dieses Gepäcks beauftragt waren, oder auf eine geradezu teuflische Raffiniertheit der Achsenmächte, der die armen und unschuldigen Briten wieder einmal zum Opfer fielen. E. 8. Waffen und Sprengstoff im britischen Hotel in Tanger gesunden. Madrid, 10. Febr. (Europapreß.) Gegenwärtig wird in der Tangerzone eine groß angelegte U n- t e r f u cf) u n g der britischen Niederlassungen durchgeführt. Gesucht wird nach Waffen und Munition sowie nach Propagandaschriften, die, wie die Kuriersack-Affäre an den Tag brachte, systematisch von Gibraltar aus in die Tangerzone geschmuggelt wurden. Das erste Untersuchungseraednis liegt bereits vor. Es gelang, in dem britifeften Hotel „B ri st o l" in Tanger in geheimen Kellern ein großes Waffen- und Sprengstofflager zu entdecken. Gleichzeitig wurden Propagandaschriften gefunden und Dokumente, die zur Zeit Gegenstand systematischer Nachprüfungen sind. Das Hotel diente offenbar als Zentrum terroristischer Vorbereitungen der Briten. Die spanische Polizei entdeckte eine regelrechte Werkstatt zur Herstellung hochbrisanter Bomben. Aus dem gefundenen dokumentarischen Material geht hervor, daß England durch Agenten in Spanien und im spanischen Protektoratsgebiet Sabotage- und Terrorakte nicht nur plante, sondern zum Teil bereits durchgeführt hat. Dom See fteiaen wir zur Villa Puccinis hinauf. Palme, Steineiche und Pinie stehen in den engen kiesbestreuten Gärtchen dicht nebeneinander. Durch eine Glaswand sieht man das enge, aber bequem eingerichtete Speisezimmer, das den Ausblick auf den See hat. Das Studio ist dunkler, aber von jenen warmen braunen Tönen, die an nördlichere Wohnstuben erinnern. Noch ist das Piano geöffnet, und neben den letzten Arbeiten des toten Meisters liegen die Zeugnisse seines geistigen Zuhause: Photos von Verdi und Wagner, eine Totenmaske Beethovens und ein amerikanischer Roman in rotem Leinenband. Das Kaminfeuer wartet darauf, ange« zündet zu werden. Briefschaften, Manuskripte und Photos von Freunden, Sängern und von Puccini sellsit liegen in wirrer Fülle umher, als ob der Geist, der dies Haus belebte, nur zu einer seiner beliebten Jagd parti en aus gegangen wäre'. Büchsen, Stiefel und Anzüge hängen noch bereit zur Benutzung im kleinen Jagdzimmer. Es ist, als ob nur der Pfiff der Jagdpfeife oder der schwere Stiefelschritt auf dem Kies im Garten fehlte, um das öde Haus wieder zu erwecken. Seltsame Atmosphäre, die die Dinge des täglichen Lebens behalten, wenn auch der leibhaftige Träger längst dahingegangen ist. Man empfindet hier den Tod nicht als etwas Lastendes, Störendes, sondern nur als ein stilles Hinübergehen. Wie anders, düster und fchwermüttg wirkt da'gegen Puccinis Villa in 93 i ar egg w, die abgewandt von der großen Sttandpromenade im Schatten der Pineta liegt, wie eine strenge Eremitage an der Straße des großen Lebens. Da wir die Gruftkapelle, die man im Hause eingerichtet hat, besichtigen sollen, funktioniert das elektrische Licht nicht. So können wir sie mit Kerzenlicht besuchen, das nur matte Schimmer über die weißen Marmorsarkophage schüttet, in denen Puc- cini und seine Gattin ruhen. So verschwindet das Ueppige und Ueberladene, in dem sich die Pietät nicht genu$ tun konnte. Puccini hatte selbst den Wunsch geäußert, hinter seinem.^lavier beigesetzt zu werden. Darüber hat man dann auf der anderen Seite der Wand den pompösen Sarkophag errichtet. Wie Adelsschilder glänzen die Titel seiner Werke in Goldschrift an den Seiten auf. Aber wieviel schlichter und tiefer war die Idee des Meisters, ungenannt hinter seinem Klavier zu ruhen, wie ein Soldat unter seinem Helm. formationen gut unterrichteter Kreise zurückgehen und einen sehr ernsten Ton haben. „Daily Sketch" schreibt: „Ein Erfolg Sowjettußlands gegen die Deutschen ist abhängig von unserer Hilfe, Die nur über dos Meer kommen kann. Hilfe und wieder Hilfe für Sow^etrußland ist die ständige Parole. Auf die Frage, wie diese Hilfe nach Sowjetrußland gelangen könne, gibt es nur eine Antwort: „Schifseund immer mehr Schiffe. Nur damit können wir den Krieg gewinnen." „Daily Telegraph" schließt seinen Leitartikel mit den Worten: „W i r brauchen Schiffe, Schiffe und nochmals Schiffe. Die Tonnagefrage wird für unser Volk ein entscheidender Faktor werden." »Aormandie* gekentert. Lissabon, 10. Febr. (Europapreß.) Zu dem an Bord des von der nordamerikanischen Marine beschlagnahmten ftanzösischen Riesen-Dampfers „Normandie" ausgebrochenen Großfeuer wird ergänzend gemeldet, daß alle Bergungsversuche, die unter der Leitung des Admirals Drews durchgeführt wurden, erfolglos geblieben sind. Nachdem man bas, in Flammen stehende Schiff aus dem Neuyorker Hafen in das offene Fahrwasser des Hudson geschleppt hatte, um ein Uebergreifen des Brandes auf andere Schiffe zu verhindern, erhielt die „Normandie" bald starke Schlagseite und kenterte in den frühen Morgenstunden des Dienstags. Das Riesenschiff hat sich auf die Seite gelegt und stach einer Lartiers W L der Malai Seneralkutnan ieht 57jährige teils im China! neralinfpefteur de? Obersten Kl Lahres besuchte hnb besichtigte I jche Rüstunc ilSA'S Lissabon, raltonfulat der I Singapur hat leingesiellt Ischen Konsulat Ibrud) des Kri I Vereinigten st [Per @eneral!o pinßapur der (Dienstag von Meldet Oer I Tokio, 11. I japanischen Tr Iteren Stellen i Ihn konnten, t 1(50 Kilometer IMartaban, ein I Westufer der 9 |2on dem berei IMulmein führ IJongun mi Ivtraße. I Einem Dom I>e japanischen I Verstandes den Ihn ausgenoi I ®te sehr be ■Lieferungen e ■materials nad IM japanifd I"™ früher « I°°" Nautog l"™ nur 1™ Stadt La Zeitschriften. — Die Jubiläumsausstelluna des Künstlerhauses Wien aus Anlaß feines 80jäyriqen Bestehens ist Gegenstand eines Referates von Franz Dttmann im Februar-Heft der Monatsschrift „Die Kun st" (Verlag F. Bruckmann, München). Eine Anzahl der ausgestellten Werke ist abgebildet. — Hubert Wilm schreibt zum Gedächtnis Ferdinand Liebermanns; Ulrich Christoffel gedenkt Asmus Carstens, der zwar ein unfertiges Werk von Zeichnungen und Kartons hinterließ, dessen Name aber in der Kunstgeschichte eine Bedeutung erlangte, die ihn über manchen Zeitgenossen hinaushebt. Die Ausstellung im Osthaus-Museum in Essen anläßlich des Todestages von Hermann Kätelhön, des auch in Gießen bekannten Meisters der Darstellung deutscher bergmännischer Arbeit, wird mit Bildbeiqaben gewürdigt. — Im zweiten Teil wird ein geschmackvolles Speisezimmer in Schleiflack von Architekt G. H. Winkler gezeigt, sowie die vorbildliche Gemeinschaftsanlage eines Industrieunternehmens von Architekt Hans C. Reißinger. Architekt Carl Hermann ist mit einem Neubau verrieten, Architekt Paul Schaeffer-Heyrothsberge mit einem Sommerbaus. Die Vierraum-Musterwohnung, die das Gau- geirnftättenamt der DAF. in Düsseldorf zeigt, ist ein Beispiel für die Verwirklichung des großen sozialen Bauprogramms nach dem Kriege. — Die Bernsteinarbeiten der Goldschmiedemeisterin Toni Koy, Königsberg i. Pr., zeigen die Verarbeitung dieses „Samlandgoldes" in feiner naturbedingten Form. Man sieht auch Bunzlauer Braunzeug der ©taafe lichen Keramischen Fachschule m BunKaU« Wieder einmal ist die britische Diplomatie als Handlangerin des berüchtigten Secret Service durch einen ihr sehr unangenehmen Zufall entlarvt worden. Zwischen Tanger, das als spanisches Gebiet dem englischen Gibraltar gegenüberliegt, und Gibraltar verkehrt regelmäßig der englische Schlepper „Rescue". Zum letzten Wochenende erschien er wieder in Tanger, lud feine Fracht, die aus diplomatischem Kuriergepäck bestand, aus, um dann mit verdächtiger Eile wieder nach Gibraltar zu Dampfen. Diplomatisches Kuriergepäck, auch wenn es den Briten gehört, wird von jeder zivilisierten Nation, nur nicht von der britischen, als unverletzlich be=\ trachtet. Dank dieser Unverletzlichkeit konnte der ehemalige USA.-Gesandte in Sofia, Carle, 38 riesige Schrankkoffer mit für 120 000 Dollar Juwelen, für 100 000 Dollar goldene und silberne Zigaretten- oosen, bulgarische Kirchenbilder und Kirchengeräte aus Gold und Silber von Sofia nach Istanbul verschieben. Im März 1941 explodierten in Istanbul gleich nach der Ankunft des bisherigen englischen Gesandten in Sofia, Rendell, des Duzfreundes jenes berüchtigten Carle, in der Vorhalle des Hotels „Pera-Palast" diplomatische Gepäckstücke. Zwei türkische Polizisten in Zivil und eine Engländerin wurden dadurch getötet, zahlreiche andere Personen verletzt. Der durch die Explosion entstandene Brand konnte nur mit Mühe gelöscht werden. Weitere Sprengstoffe wunden u. a. aufgefunden in der englischen Gesandtschaft in Belgrad, im britischen Konsulat, in Agram usw. Brand- und Sprengbomben sowie Dynamit gehören nun einmal zu Dem Ge- päck britischer Diplomaten, Die zumeist im Dienst Des Secret Service stehen. Nach Dem Verschwinden der „Rescue" sollte in Tanger das britische Diplomatengepäck in einer Autotaxe zum britischen Konsulat gebracht werden. Dabei wurde eine Kiste unsanft aufgesetzt, Die Folge war eine furchtbare Explosion, Die 14 Todesopfer kostete, bei 30 Menschen Verletzungen hervorrief und die Bevölkerung Tangers in berechttgte Erregung versetzte. Bei dieser Explosion wurden aber auch die anderen diplomattschen Gepäckstücke verletzt, und da ergab sich, daß sie eine Menge in arabischer Sprache abgefaßter Flugblätter enthielten, Die ganz, offen zum Aufstand gegen Spanien hetzten. Das entlarvte England hat bereits seit längerer Zeit Die spanische Halbinsel zum Schauplatz Der Umtriebe ihres Secret Service gemacht, aber seit Dem Bürgerkrieg haben die Spanier Erfahrung mit diesen Verbrecherorganisationen und wissen sie unschädlich zu machen. Wenn jetzt die Tätigkeit in Spanisch- Tanger ausgenommen und vom englischen Konsulat aus die Araber und Mauren mit Flugblättern aufgehetzt und mit Bomben usw. ausgerüstet werden sollten, so hat das diese Explosion zwar vereitelt, aber nach allem steht fest: England benutzt eine facrofanfte Einrichtung, wie die Der Diplomatischen ... 11-8 ISS;"1 jstdE einem M'" wilder Pu«l> h«9. °L bs-r: L r Aüf I Himmel I fcS du I ‘<1 i- J Denn mldni I I rf: I «it'b üe bin®’'nid I 1° Ohr WM MU ♦ *- 3 -3-vt .. 381 AB * - ' ■' ■ W« ./ jj , w ^"3'3^ 7',z' V' ' ■ ,3- vt 3'*",: * eine dafür Aus der Stadt Gießen am en (Nachdruck verboten.) 12 Fortsetzung. und Glas, faßte ie in sein Arbeits- n hoch In dit ■ Wasser. Am« >aß die Schifsg' igen vernichtet durch Auspum» mählich wieder ese Ansicht aus ses Schiff noch den Zufuhren von englischem und amerikanischem Kriegsmaterial über die Burmastraße fortzusetzen, dürften Hauptgrund dieser überraschenden Reise Tschiangkaischeks sein. •_ wahren haben. Nach der Todeserklärung wird Meft Betreuung abgelöst durch die allgemeine Versorgung für die Hinterbliebenen von Gefallenen. Kür Tapferkeit vor dem Keinöe. Mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse wurden ausgezeichnet: Unteroffizier Ernst Naumann aus Gießen-Klein-Linden, Frankfurter Str. 95, und Soldat Hermann Gontrum aus Gießen- Klein-Linden, Dammstraße 13. Lichtspielhaus: „Sonntagskinder." verdunkelungszett: 11. Februar von 19.26 bis 8.16 Uhr. > schossen deut- lugzeuge ohne »affe M« die ilienische Bom» uar erneut den olg an. rn einige Ort« pachtenden der griechischen verletzte 311 be« (Siebener Vochenmarktpreise * © i e 6 e n, 11. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,80 RM., Strakonitz aber ergriff Flasche Ulla unterm Arm und führte fit flimmer hinüber, wo er sie in einen Klubsessel brückte und sich, heftig paffend, eine ungeheuer dicke nicht. iienische Wehr» iden Wortlaut: jahla endeten n ju unseren Endliche Kraft» ihl von ihnen n hinaustraten, eine Wolken- §> die nun un- N rtonbef|l 1 ®eWn>ättt» ’W Un. ^lederta, 'M Waffen ^aschriften, die Erachte, fod 7nflerjone oe, chnngseraebnß ^^>ichen hemen Kellern prengstoff. s wurden Pro, wente, die zur Äsungen sind, rum terro. 'er Briten, llelrechte Weck- Bomben. Aur- Material geht! & Spanien und »tage-und Ter- m Teil bereits ^Atidi iftl hilft NIVEA? Nivea-Creme erhält die Haut frisch, geschmeidig und schön. Sorgfältig verreiben, denn Nivea ist knapp; was es gibt, soll vielen zugute kommen. Sei sparsam damit! S"«s , Mis M mfdjen tön* as gl* ®f d-I L>S° 2* „6 iffli Veishk^ Vor den Toren der Stadt Singapur Oie Stadt in Reichweite der japanischen Waffen. Matte 30 Rps., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 8 bis 12, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 8 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15 Rpf. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 45 bis 45,5 Rps., Bullen 39,5 bis 43,5, Kühe 20 bis 46,5, Färsen 36 bis 44,5, Kälber 25 bis 57 Rps. je XA kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5. kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Der feurige Ofen Roman von Hans von Hülsen fl.C? I'-Mk Ä S :rs-s »Ks SS Ä9. fitv Uti ttW' L®»«' in«"’.„5 ®«»' Die fttein )’rf Ä« Die DLn D' ! rbei%fl 'din^ Staat' i M 7 ttF1 und schwarze Zigarre anzündete. Sie sah jetzt erst, daß die Haarbüschel über seiner niedrigen, wulstigen Stirn allmählich auch beträchtlich grau zu werden anfingen. Er war nicht älter als der Papa, in der Mitte zwischen«den beiden Schwestern, Tante Hermine und ihrer toten Mutter. „Also, Ulla —", begann der Professor, indem er die kurzen Beine mit einem Ruck übereinanderschlug: „Disponieren wir! Erstens: warum du hier bist, hast du geschrieben, keine Erläuterungen nötig. Höchstens zur Bedürfnisfrage! — Zweitens: du bleibst, solange du magst Dresden bietet ja allerlei, wenn man Zeit bat/ müßig zu gehen. Zwinger, Galerie, Grünes Gewölbe, muß es denn sein. — Drittens: meine Aufgabe ist es wohl, zwischen dir und deinem Vater zu vermitteln — hab ich recht?" Ulla, im Sessel zurückgelehnt, schüttelt den Kopf: „Nein, lieber Onkel, du hast ausnahmsweise ganz und gar nicht recht. Zu vermitteln ist da nichts. Ich bin ja geradezu froh, daß ich endlich ... endlich meine Freiheit habe und tun kann, was ich schon seit so langem möchte! Lieber wär' mir's freilich ääJ tv. (iß y&J ’>S ■Ad l)i" batten Silben Ln‘ nn 0 Qnn gewesen, diese schöne Freiheit wäre mir ohne Konflikt in den Schoß gefallen." „Papperlapapp! Nichts fällt einem in den Schoß! Oder doch nichts Gutes. Alles will erkämpft, errungen, erlitten und erftritten sein. Sollte man das in der weichen Atmosphäre von Lappersdorf nicht wissen? Dein Herr Papa ist Gefühlsmensch, sein Wille ist vom Leben nie besonders beansprucht worden. Danke deinem Schicksal, wenn es mit dir anderes vor hat! — Und du willst also, dem Papa zum Trotz, Medizin studieren? Unsereinem Konkurrenz machen?" „Na, Konkurrenz machen, Onkel Ernst?" Ulla lachte herzlich „Aber Medizin studieren, ja das will ich. Vom Sommersemester an. — Papa zahlt mir mein Erbe aus ..." „Hm! Tut er das? Sehr generös!" „Ich wollte es selber so. — Doch vorher habe ich eine ganz, ganz große Bitte an dich: laß mich bei dir in der Minik arbeiten! Du weißt, ich habe einen Krankenpflegekursus gemacht — und ich habe auch unferm jungen Dorf'arzt immer in seiner Praxis geholfen —, ich glaube, ich kann dir hie und da nützlich sein ... Und für mich wäre es eine so gute Vorschule ..." „Schön und gut. Arbeitskräfte sind rar, Arbeitskräfte können wir immer brauchen. Vorausgesetzt, daß du keine Extrawurst beanspruchst. Hier im Hause — immer dein wohlaffektionierter Onkel Aber draußen am Großen Garten hast du mich als gestrengen Chef zu respektieren, Mädel! Verstanden? — Unter dieser Bedingung kannst du gleich morgen acht Uhr mit mir in die Minik fahren. Gehalt nach Klasse 3b, Kassen frei — bitt’ schön, jede Arbeit ist ihres Lohnes wert! — So, und nun die Liebesgeschichte, die natürlich dahintersteckt!" „Die Liebesgeschichte ... Ja, ich weiß selber nicht genau, wie es dazu gekommen ist. Papa war im Stober in München. Und da hat er dies Fräulein von Brakel kennengelernt. Eine Schauspielerin .. „Interessant! Aber ich werde mich hüten, mir Das Abendbrot verlief unter den üblichen Familiengesprächen-, Ulla gewann den Eindruck, daß der Onkel, vielleicht um sie zu „schonen", seine Schwester in die Einzelheiten ihres Briefes gar nicht einge- weiht hatte. Bald nach dem Essen zog sich Tante Hermine zurück: sie müsse zeitig zu Bett, weil sie eigentlich „nur noch vor Mitternacht schlafe". in das Büchlein. Es kommt schon der Tag, an dem du dich darüber freust. —h. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 12. 2.1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt. Dornotizen. Theater der Universitätsstadt Gießen. Die heutige Neuinszenierung von „Die versunkene Glocke", ein deutsches Märchendrama in 5 Akten von Gerhart Hauptmann, ist die zweite Premiere nach der Wiedereröffnung des Theaters. Die Aufführung steht unter der szenischen Leitung von Oberspielleiter Michael Mund; eine Bühnenmusik zu dem Werk schrieb Kapellmeister Carl Willy Hahn. Das Rautendelein spielt Käte Jaenicke, den Glockengießer Heinrich Herbert Köchling. In weiteren Rollen: Henzky, Kneip, Manzoni, Prasser, Schmitz, Stoll, Thomas; Bergmann, Fischer, Funke, Seitz, Zepppenfeld. Bühnenbilder: Karl Löffler. Trauerbeflaggung am Tage des Staatsbegräbnisses für Dr Todt. Der Reichspropagandaleiter der Partei und Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda gibt im Einvernehmen mit dem Leiter der Parteikanzlei und dem Reichsminister des Innern nachstehendes bekannt: Am Tage des Staatsbegräbnisses für den in soldatischer Pflichterfüllung tödlich verunglückten Reichsminister Dr. Todt, Donnerstag, 12. Februar 1942, .setzen alle Parteidienststellen, Behörden und Rüstungsbetriebe im Reichsgebiet von Sonnenausgang bis Sonnenuntergang Trauerbeflaggung. Weilerbetreuung der Familien von Vermißten. . Eine besondere gesetzliche Regelung der versiche- rungsrechtlichen Behandlung vermißter Kriegsteilnehmer ist bisher nicht ergangen. Wie das Reichsversicherungsamt hierzu nun klarstellt, sind vermißte Kriegsteilnehmer solange als Versicherte mit vollen Rechten zu behandeln, wie ihr Tod nicht einwandfrei festgestellt worden, oder eine gerichtliche Todeserklärung erfolgt ist. Den Krankenkassen steht mithin auch für diese Wehrmachtangehörigen Ersatz der Aufwendungen, für Familienihilfe nach den Vorschriften des Reichsarbeitsministers zu, wie sie auch den Angehörigen Familienhilfe weiter zu ge- Lissabon, 11. Febr. (Europapreß.) Das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten in Singapur hat am Dienstag seine Tätigkeit ei n g e ft e 111 und seine Geschäfte dem schweizeri- schen Konsulat übertragen, da die Schweiz seit Ausbruch des Krieges in Ostasien die Interessen der Vereinigten Staaten gegenüber Japan wahrnimmt. Der Generalkonsul der Vereinigten Staaten hat Singapur bereits verlassen Dies wurde Dienstag von zuständiger Washingtoner Quelle ge- Versäumnis zu rechtfertigen. Was wollten wir nicht alles behalten! Und wenn es dann an den Bindriemen geht, ist es wie weggewischt. Auf schreiben? Ach, das ist nicht nötig, das vergesse ich nie! So sprachen wir einst. Und heute? Deshalb kehren wir zu der etwas altmodischen Methode zurück und legen uns lieber ein kleines Merkbüchlein an. Wenn wir verreisen, müssen wir ja auch einen Personalausweis haben. Ebenso wichtig ist bei solchen Gelegenheiten (aber auch sonst im Leben) das Merkbüchlein. Was wir da alles hineinschreiben, ergibt sich von selbst. Wir können unmöglich alle Telephonnummern behalten, auch nicht immer das Telephonbuch mitschleppen, -unsere Lebensversicherungen, unser Lotterielos, die Anschriften von verschiedenen Freunden und Geschäften, die Nummer der Krankenkasse, das Postscheckkonto, die Nummern der Sparbücher usw. Es gibt so viele Sachen und Sächelchen, die man zu gegebener Zeit unbedingt nötig hat. Haben, wir ein kleines Merkbüchlein, dann ist alles schnell erledigt. Haben wir es. nicht, dann fängt die Sucherei an. Wir werden ärgerlich, schimpfen und verderben uns den Tcm Ebenso schreiben wir uns auf, was wir in nächsten Tagen einkaufen wollen. Es Ist durchaus keine Schande, wenn wir im Geschäft unser Merk- büchlein herausnehmen und unsere Wünsche ablesen. Dann kommt es wenigstens nicht dazu, daß wir abends Vorwürfe hören: Die Hauptsache hast du Schwager Krischans Liebesgeschichte von seiner bestimmt nicht ganz objektiven Tochter erzählen zu lassen. — Deine Liebesgeschichte meine ich, Mädel!" „Ach so!" Ulla errötete unwillkürlich. (,Steht ihr gut’, stellte Strakonitz schmunzelnd fest.) „Darüber läßt sich beinahe noch schwerer sprechen, als über das andere, Onkel .." „Schnickschnack! lieber bloße schone Gefühle ist ein Mädel wie du hoffentlich hinaus. Eine, die weiß, was He will. Und über alles sonstige kann man ganz sachlich reden, noch? — Wer ist's denn? Was Schlesisches? Hoher Adel, sogenannter Magnat? Oder — ich ahne was — ein gewisser junger Dorf- arzt vielleicht, dem du in der Praxis geholfen hast?" „Erraten, Onkel Ernst. — Woher weißt du?" „Tja, Kind. Die verfluchte Notwendigkeit, dauernd rasche Diagnosen zu stellen, hat Rückwirkungen auch auf anderem Gebiet als dem klinischen. — Also! Und der Herr Papa will's nicht zugeben?" „Ach, liebster Onkel. SÄ einfach liegt es leider nicht ..." Und Ulla begann zu erzählen. Wie die Dinge zwischen ihr und Wulflam standen. Wie sie nicht um einen Zoll vom Fleck rückten. Sie sagte alles, was sich zu des Doktors Lobe sagen ließ, sie redete sich warm und vergaß darüber ganz, was sie aus dem Hause getrieben. Immer klarer wurde ihr, während sie so sprach — und Strakonitz' graue Augen ruhten mit einem halb belustigten, halb gütigen Ausdruck auf ihr —, daß sie sich etwas vorgemacht, sich über sich selbst getäuscht hatte. Des Vater Heiratsplan ..., das war gar nicht das wirkliche und letzte Motiv ihres Fortgehens gewesen. Höchstens der Anlaß, der Hebel, der alles in Bewegung brachte. Ihr wahres Motiv: der Wunsch, den gordischen Knoten zu zerhauen, den dies seit zwei Jahren wuchernde Geiühl so unauflöslich geschlungen ... Und sie erzählte auch von der letzten Unterhaltung mit Wulflam, in der er von Anklam gesprochen, und von der geheimen Absicht, die sie .damals gehegt: den Onkel zu bitten, daß er sich für Grenze verließen. Der Eisenbahnverkehr zwischen Rangun und Lashio hat ebenfalls f a ft ganz aufgehort. Japanischer Lustangriff auf Batavia. Berlin, 10. Februar. (DNB.) Die japanische Luftwaffe in Hinterindien war am Sonntag und Montag wieder außerordentlich tätig. Zum ersten- mal wurde am Montag die Hauptstadt von Java, Batavia angegriffen. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Surabaya, Palembang und andere wichtige Orte Niederländisch-Jndiens. Bei dem Luftangriff auf Surabaya konnte die Zerstörung einiger auf dem Rollfeld stehender Maschinen beobachtet werden. Neue japanische Fortschritte auf Borneo Schanghai, 11. Februar. (Europapreß.) Die Stadt B a n d j e r m a s i n an der Südküste von Borneo hat bereits seit einigen Tagen keine Verbindung mehr mit Batavia. Bandjermasin liegt 350 Seemeilen nördlich von Soerabaja und ist ein bedeutender Hasenplatz an der Mündung des Flusses Barito. In Batavia heißt es, daß die Japaner die Stadt blockieren und die niederländisch- indischen Truppen auf Borneo schwere Abwehrkämpfe gegen die Japaner zu bestehen haben. Tfchiangkaischek in Indien. Schanghai, 10. Febr. (Europapreß.) Marschall Tfchiangkaischek ist nach amtlichen englischen Meloungen aus New Delhi zu Besprechungen mit dem alliierten Oberkommandierenden General W a - veil in Indien eingetroffen. Beratungen über die Möglichkeit, den Krieg im Innern Chinas trotz der stark eingeschränkten und wahrscheinlich in naher Zukunft überhaupt unmöglich werden- Das Merkbüchlein. Wenn wir unsere Kinder beauftragen, einige Sachen in einem Geschäft zu holen, dann schreiben wir es der Sicherheit halber auf einen Zettel, weil Kinder — wie man sagt — so vergeßlich sind In Wirklichkeit sind wir Erwachsenen viel vergeßlicher. Die Gedanken, die uns erfüllen, nehmen uns oft ganz in Anspruch, und wenn wir dann irgendwo stehen und uns fragen: „Was wollten wir doch bloß einkaufen?", dann haben wir den Beweis für unsere Vergeßlichkeit. So geht es z. B. auch mit den Geburtstagen. Wir haben früher immer regelmäßig dem Bruder, der Schwester, einigen Tanten und guten Freunden zu ihrem Geburtstag einen Brief geschrieben. Die Daten hatten wir im Kopf. Das war immer so. Aber eines Tages erschrecken wir: Ja, wir haben ja ganz vergessen ... Natürlich die Arbeit! Die Zeit! Alle Entschuldigungen müssen herbei, um dieses Tokio, 11. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das kaiserliche Hauptquartier meldet am Mittwochmittag japanischer Leit: Die die Festung Singapur angreifenden japanisches Truppen nahmen am Mittwoch früh die am höchsten gelegene feindliche Befestigungsanlage von Bakit Timah, die den Mittelpunkt der feindlichen Frontstellungen bildet. Die Stadt Singapur ist mit neun Kilometer Entfernung in Reichweite der japanischen Waffen. Die eingenommene feindliche^ Stellung liegt 177 Meter hoch und ist damit die höchste Erhebuna der Insel. Wie in einem Bericht des Londoner Nachrichtendienstes geschildert wird, war am Mittwochmorgen in der Stadt Singapur das Knattern der Maschinengewehre und das Drohnen der Geschütze deutlich zu hören, nachdem die japanischen Truppen, wie ein britisches Kommunique zu gab, einen weiteren Vor- stoß gegen das Herz der Änselfestung unternommen haben. Die Lage der britischen Truppen wird als ernst bezeichnet. Die Japaner haben an der Nordküste weitere Landungen durchgeführt unb werfen weit überlegene Verstärkungen in den Kampf. Große Brände, die an der Nordküste lodern, und das Aufblitzen der Geschütze erhellten die Nacht zum Mittwoch den Himmel. ______ Die Ereignisse dieses Films — .Drehbuch von Kurt D. Walter — schweben in einer fröhlichen Sphäre schwereloser Unwahrscheinlichkeit: man kann dem Mann, der den Einfall dazu hafte, nicht böse sein, denn er hatte offenbar keinen höheren Ehrgeiz als den, uns unverbindlich zu unterhalten; das ist ihm gelungen, er läßt eine bunte Seifenblase steigen, und sie platzt auf eine Weise, daß man darüber lachen muß. Der Einfall ist übrigens nicht neu, aber wirksam: zwei Leute spielen zusammen in der Lotterie, aber als ihre Nummer mit hunderttausend Mark gezogen wird, stellt sich heraus, daß der das Los schon lange aufgegeben und das Geld t . auf die Sparkasse getragen hat. Da die beiden ein Ober und ein Hausdiener sind, steht das Hotel, das sie beschäftigt, alsbald auf dem Kopf; da sie aber außerdem beide Sonntagskinder sind, haben sie noch einmal ebenso unverdienten wie unwahrscheinlichen Dusel: sie kommen tatsächlich zu dem Geld, das sie längst verscherzt, haben, sie finden noch dazu, in den Alltag ihres Gaststättengewerbes zurückgekehrt, jeder eine Frau, sie bekommen sogar die von einem Schwindler entwendete Summe nach einer atemlosen Jagd zum zweiten Male wieder, und sie kön- nen»zuguterletzt mit ihren Frauen, die sie mittler- weile beinah wieder eingebüht Hütten, ein erstklassiges Etablissement aufmachen. Der Spielleiter Jürgen von Alten entfesselt in beschwingtem Tempo einen Wirbel grotesk-komischer Situationen. Johannes Riemann und Rudolf Platte als Ober und Hausdiener sind zwei prächtige Burschen höchst unlerschiedlichen Temperaments und Gemüts; am luftigsten wirken die im jähen Absturz aus dem Goldrausch in die vertrauten Niederungen normalen Lebens. Grethe Weiser und Carola Höhn als Tante und Nichte reichen, ihnen, abwechselnd entzückt und empört, die Hand zum Wiederaufstieg. Theo Lingen, leider nur kurz, als Hoteldirektor, Kurt Seifert als biederer Kolonialwarenhändler, Leo P e u k e r t als erotischer Millionär in Spendierlaune und Franz Weber als Hochstapler mit falschem Spitzbart bedürfen noch freundlicher Erwähnung. — (Algefa-Film; Siegel-Monopol.) Hans Thyriot. ihn verwende,' einzig damit Wulflam von Lappersdorf wegginge ... „Nun ist's nicht mehr nötig. — Nun bin ich selber gegangen", setzte sie hinzu; und Strakonitz spürte die Bitterkeit in ihrem Tone. „Stoffel!" sagte er, beinahe böse: „Höre, kleine Ulla, dein Wulflam muß ein rechter Stoffel sein! Ich wenigstens, obwohl ich von Liebe nichts verstehe und keine Zeit für so was t)abe, ich halte jeden für einen Stoffel, der nicht merkt, wenn eine Ulla Fehr ihn liebt!" „Sehr schmeichelhaft, Onkel Ernst!" lachte Ulla. Aber im Herzen fühlte sie sich gedrängt, Wulflam in Schutz zu nehmen. „Ein Stoffel? Nein, ein Stoffel ist er nicht. Oder doch einer von den liebenswürdigen. Er hat nur auch ,keine Zeit', genau wie du. Du ahnst nicht, wie er sich die Beine abläuft, in Fällen, für die er viel zu schade ist." „Kuriose Geschichte! Ein Mädel rückt aus, nur weil ein Mann keine Zeit hat, es zu lieben! Pu, Spt* N rA ö°rc Wut S" nre's wM Wie überall im Reich anläßlich des „T a g e s der deutschen Polizei", der am kommenden Samstag und Sonntag, 14. und 15. F e b r u a r im Dienste des Kriegs-Winterhilfswerks durchgefuhrt wird, stellt auch unsere Gießener Polizei an diesen beiden Tagen ihre ganze Kraft nicht nur durch eigene Opferspenden aller Polizeiangehongen, sondern auch durch eifriges Sammeln mit der bekannten roten WHW.-Büchse in den Dienst der guten Sache. Wenn auch die Zeitumstände im Vergleich zu früheren Jahren diesmal eine gewisse Beschränkung der Veranstaltungen mit sich gebracht haben, so hat sich unsere Polizei dennoch allerlei vorgenommen, um wiederum ein sehr gutes Ergebnis ihres Einsatzes für das Kriegs-Winterhilfswerk zu erzielen und dabei zugleich — als tiefsten und schönsten Sinn dieses Polizeitages — ihre enge Verbundenheit mit der Bevölkerung und ihre stete Dienst- und Hilfsbereitschaft für jeden Volksgenossen erneut zu bekunden. Den Auftakt der Veranstaltungen wird das f e st - liche Konzert am morgigen Donnerstagabend im Stadttheater bilden. Polizei und Städtisches Orchester als Veranstalter bzw. Ausführende haben eine musiLalische Vortragsfolge vorgesehen, die auch dem verwöhntesten Musikfreund ein besonderes Erleben bieten wird. Neben dem Orchester unter Leitung ton Kapellmeister Otto Söllner werden die Mitglieder unseres Theaters Gabriele Pos finke und Hans Lott sich um den künstlerischen Erfolg des Abends und damit für den guten Zweck der Veranstaltung bemühen. Unsere Polizeibeamten als Gastgeber werden sich die liebenswürdige Betreuung der Besucher durch alle Aufmerksamkeit eines Gastgebers besonders angelegen sein lassen. Am Samstag und Sonntag wird sich dann in den Straßen und in einigen Räumen der Stadt ein lebhafter Sammelbetrieb entwickeln. U. a. werden die Liebhaber des Schießens in den gegenwärtig geschlossenen Räumen der Gastwirtschaft „Zum Ä d l e r" am Marktplatz Gelegenheit haben, ihrer Schießfreudigkeit in unbeschränktem Maße zu huldigen. Einige Polizeibeamte als Betreuer der Schießhalle werden dabei den Freunden dieses Sports zur Seite stehen. Auf dem K r.e u z p l a tz merken die „Kraftmenschen" nach Herzenslust den Lukas schlagen können, und jedesmal, wenn an der Spitze der Gleitbahn der Lukas sich überschlägt, wird die Freude besonders groß sein. In der Reithalle am Brand platz werden sich am Samstag und am Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr die Kinder beim Reiten vergnügen können, da die Reiter-SA. und der Zirkus Holzmüller für den guten Zweck in dankenswerter Weise Pferde zur Verfügung gestellt haben. Selbstverständlich werden die mit der Aufsicht betrauten Polizeibeamten größte Sorgfalt für die reitenden Kinder obwalten lassen, um aber aus alle Fälle gut vorge- sorgt zu haben, sind alle bei dieser Gelegenheit reitenden Buben und Mädels von der Polizei als Veranstalterin gegen Unfälle versichert worden. Der Elefant Nurmi vom Zirkus Holzmüller wird sich an beiden Tagen ebenfalls sammelnd in den Befähigte Vorriclitungskoistrnkleure sucht Großunternehmen der Metallindustrie in Leipzig. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen bitten wir zu richten an die IsaeV Metallgußgesellschafi m.b.S. Leipzig W 35, Gutenbergstraße 10. NSG. Immer wieder treffen wir in den Dörfern tüchtige Jungen und Mädel, die in ihren Berufen Gutes leisten und auf Grund ihrer charakterlichen und völkischen Eigenschaften durch hervorragendes sachliches Können geeignet wären, eine sorgfältige Ausbildung zu erhalten, und die doch nicht den durch den Reichsnährstand geschaffenen Ausbildungsweg für die landwirtschaftlichen Berufe beschreiten. Die (Zründe hierfür sind in der Vielzahl der Fälle in materiellen Schwierigkeiten zu sehen, in der Unmöglichkeit für viele Bauern und Landarbeiter, das Schulgeld oder Ausbildungsbeihilfen für ihre zahlreiche Kinderschar aufzubringen. Wr brauchen auf dem Lande den bestausgebildeten Nachwuchs. Nur die bestausgebildeten Kräfte aus allen Nährstandsberufen werden in Krieg und Frieden die Erzeugungsschlacht siegreich schlagen können. Der deutschen Landwirtschaft werden nach dem Kriege Aufgaben gestellt werden, die nur gelöst werden können, wenn die Träger dieser Aufgaben sehr gründlich ausgebildet sind, über bestes sachliches Können verfügen und eine intensive politische Ausrichtung erfahren haben, die sie alle Schwierigkeiten besiegen läßt. Hier springt die Förderungsgemeinschaft für die Landjugend ein. Dank der bereitgehaltenen Mittel können tüchtige Jungen und Mädel, die ihr Wollen, am nationalsozialistischen Aufbau ' mitzuarbeiten, durch Zugehörigkeit zur NSDAP, oder einer ihrer Gliederungen bewiesen haben, in großzügigster Weise gefördert werden. Dies gilt vor allem auch für die zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht Einberufenen, die ihre Ausbildung nicht beenden oder fortsetzen konnten. Der letzte Sohn eines Kleinbauern oder die Tochter des Landarbeiters brauchen um die Kosten ihrer Ausbildung in landwirtschaftlichen Berufen keine Sorge zu haben. Entscheidend allein sind eigene Tüchtigkeit und Leistungen. Die „Förderungsgemeinschaft für die Landjungend" sieht ihre schönste Aufgabe darin, den förderungswür- digen Jungen und Mädeln den Weg zu ihrem Be- ruisziel finanziell zu ebnen. Während des Krieges wird durch Beihilfen gefördert der Besuch von: Landwirtschaftsschulen, Ehepaar sucht besseres möbliertesZimmer mit Zentralheizung. Schriftliche Angebote unter 526D an den Gießener Anzeiger erbeten» Für die Abstellung der Möbel einer größeren 4-Ämmerwohnung geeignete Lagermöglichkeit, mögt. größeres Leerzimmer gesucht. Schriftliche Angebote unter 525D an den Gießener Anzeiger. bs Lite o*6’. Lun Lugte» -»S L !*'»• I an 52 Stu« Ls>'” Br* Wen unfe«. Soft Wen mir m Dichter oorW Rachen sie Stelle In England Igr marschierte Irans besondere i lisen, die sich ge! Kien suchten- 21 lllbr den ersten Ina näherten, sla Ino auf, der ick DKnrz nach 8 Uh Igeleqt, da wir I »er schon nach w ■ielruppeni Meisterten Rufer Maßen LiEgapu Msräumungsarbe jit englische Wichen Irup M> in größeren Konten Banzai-S U'jnzmischen strö Bit hinein, die ■einen japanischer Mr, in geringster Men mir brgeisii Mit ist beendet, Mser Bolt zu Hc «ei-enG tolio, N.? tzerstatter der Heilkräften in die britische Männer in khc Ur liegen auf ingapur im no chr. Es sisid ich dem Ueberi te Ruhepause Rach ihrer La Mr trieben si> Wre-LtreitkrL ndoerworr »gen vom firi ^inas-Ltrch che Derteidigu! l°jang bis 31 Gesichter xdbedeckt, bod Gerung und ^usiungsgege A Uniformen M des vorn! ch. Gin erhe "ben Tribüne tonw Dorn Ma E Schlacht 1 J*. dch, Scheiben kc K,°r°sk ü öec hauvtft ir ,?re" 2ln< ■<"? San Jf tot S*. Die i >’ 19*11 e< Wgf 35000 [Stellenangebote) Selbständige SMSgetziW zum 15. März oder später ges. Reicksbankdir. a. D. Antz, Hessenstr. 10.0520 Der Reichsmimster der Justiz hat die Frage der Gnadenentscheidungen bei Verurteilungen zu Ju- gendarrest geregelt. Danach ist beim Jugendarrest derjenige Jugendrichter die sogenannte Gnadende- Hörde und also für Fragen der Begnadigung zuständig, dem die Vollstreckung obliegt Der Minister überträgt dem Jugendrichter als Gnadenbehörde die Gnadenerweise und Gnadenablehnungen in demselben Umfang, wie sie der Oberstaatsanwalt für gerichtliche Strafen aussprechen kann. Darüber hinaus wird der Jugendrichter ermächtigt, wenn der Zweck des Jugendarrests durch Teiloerbüßung er. reicht ist, den Rest zu erlassen und gegebenen faüs den Jugendarrest in eine andere Jugendarrestart umzuwandeln. Der Erlaß eines Teiles des Jugend- arrestes kann namentlich dann angezeigt fein, wenn von dem weiteren Vollzug nur eine Abschwächung der Dollzugswirkung zu erwarten ist. Don der Um- Wandlung einer Art des Jugendarrestes in eine andere darf nur aus wichtigen Gründen Gebrauch gemacht werden. Dabei wird in der Regel Wochen- endkarzer als zwei Tage Dauerarrest zu rechnen sein. Da eine Aussetzung der Dollstreckung die Wir- | Verkäufe l^iäbrigeS Rind zu verkauf. ls45v Steinbach Hmggasse 1. j Kaufgesuche | Klavier zu kaufen gesucht. l«ik8i) Ebert, Klaviermacher, Bleichstraße 17. Wer erteilt sofort FrivatunlerncM in Stenographie? Schrift!. Angeb. unter 0523 an den Gieß. Anz. Wer befördert mir einen meiöerfdirant von Gießen nach Düsseldorf? Schr.Angeb.unt. 0533 and. G.A. 39iährige,evang. mit 5"/stähr.Kind wirtschaftl., iug., Wäsche und Er- sparniss.vorhand sucht solid, treuen (Hamden infesterStellung. Verschiedenes] Buchhalter Ruhegeldempfänger, steuerkundig, empfiehlt sich z. Beitragen der Bücher. Schr.Angeb.unt. 544V and.G.A. familiendrucksacner VerlobunQsanzeigen Vermählungsanzeiqer Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 1 Höheren Landwirtschaftsschulen, Höheren Landbau- schulen, Landwirtschaftliches Studium, Ländl. haus- wirtschaftl. Ausbildungsanstalten und Hochschulen, Lehranstalten des RNSt. für ländl. Rechnungswesen, Höheren Lehranstalten für Gartenbau (einschließlich Wein-, Obst- und Gemüsebau), Fachschulen für Wein-, Obst- und Gartenbau, Bauschulen für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik, Lehranstalten für Bienenzucht, Geflügel- und Schweinezucht, Forstschulen, Hufbeschlagslehrschmieden, Lehranstalten für Molkereiwesen, Vieh- und Melkerschulen und weiteren Fachschulen, Gehilfen- und Meisterkursen. Welche Bedingungen muß der jugendliche Bewerber erfüllen, wenn er die Beihilfe erlangen will? Die Förderungsbestimmungen verlangen grundsätzlich die aktive Zugehörigkeit zur NSDAP, ober einer ihrer Gliederungen. Eine Bescheinigung der NSDAP, bzw. bereit Glieberung über Mitgliedschaft und Betätigung muß dem Antrag beige« fügt werden. Außerdem ist die beglaubigte Abschrift des Lehrlingsprüfungszeugnisses foroie' ein Kostenanschlag der zu besuchenden Fachschule mitzuschicken. Sämtliche abgelegten Prüfungen und Zeugnisse müssen mindestens das Gesamtergebnis „gut" aufweisen. Dem handgeschriebenen. Lebenslauf ist die Erklärung beizufügen, daß der Bewerber aus einer erbgesunden Familie stammt. Auf dem Antrag ist weiter die Begutachtung des Antragstellers und seiner Familienverhältnisse durch den Kreis- jugendwart sowie den Kreisbauernführer ober Wirtschaftsberater und die Landesbauernschaft zu vermerken. Antragsformulare sind erhälllich bei dem Kreisbauernführer, der Landesbauernschaft ober unmittelbar bei der Förderungsgemeinschaft für die Landjugend e. 23., Berlin SW 11, Dessauer Straße 26. stehers" ist vom Schillertheater der Reichshauptstadt zur Uraufführung angenommen. Goethe-Medaille für Professor Föttinger. Der Führer hat dem ordentlichen Professor Dr. Jng. Hermann Föttinger in Berlin-Wilmersdorf aus Anlaß seines 65. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste auf dem Gebiet der Strömungslehre die Goethe Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptichnftleiwrs: Ernst Blumichein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Tr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.V. Ernst Blumschein: für wrö Feuilleton: Dr. Hans Ttiynot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirb« ichaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätedruckerei R. Lange Ä. (8. Bcrlagsleiter: Dr.-Fng. Erich Hamann Anzeigenleiter: HanS Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6, Betriebskaufleüte (Kennwort Gi. 034) die insbesondere in der Betriebsabrechnung u. Anlagebuchhaltung erfahren sind oder sich einarbeiten wollen, werd, von Großunternehm, der Metallindustrie in Leipzig gesucht. 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