(92. Jahrgang Nr. 291 LriÄelm täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Stestener ftamilienblätter Heimat imBild-DieScholle Be-naSvreisr Monatlich .... .RM.1M Austellgebüor... „ -.25 auch bei Nichterikbeinen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt Slvrechmttchlnß 2251 Umschrift: »Anzeiger^ check 116»rKmnkf^M vomerrtag. lO. Dezember (942 MWM' ▲ W d Donner Gießener Anzeiger >r*d web Verlag: Annahme von aiueiacn für die l)tittqg8tuimmcr bi- 8'/,Uhr desBormtttagS Ameigen-Preiie für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Nni. für tVamthenan- »eigen und privat« GelegenbettSanzeigen 14*tof.f. Werbeanzeige« und geschäftliche Gelegenbei isan»e,ge« Vkchoorichrift (vorherig« Vereinbarung) 2fi°/»meDt General-Anzeiger für Oberhessen ***W<^e$*efltre?e M 5:8). lM n (wagen Verden mußte. (ungen im Ostkaukasus und im Wolga — Obe?. Oongebiet 5u durchbrechen, ich-ilerien auch ge- ,rn’T^,be Meksr20. Jahrhunderte I (fern unter hohen feindlichen Verlusten. A-indUchc UN veglO 3705D Mschch len. 3n -pielgb cht,yint cht Ä» Wahev an die ch Mi >eßenk, s. Piel i ;rn an. lesaitt- eßen r iend iigel tlnZabl®1 rar. In der „Geschichte zweier Völker" von Jacques kainville kann man Ursprung und Konsequenz I tiefer geistigen Haltung sehr genau verfolgen. Kraftvolles Fortschreiten des deuffchen Gegenangriffs im mittlerenJrontabschnitt penunterküufte. • 3m mittleren Frontabschnitt schreitet dn deutsche Gegenangriff kraftvoll fort, während die großangelegten feindlichen Operationen fühlbar an Schlagkraft verloren haben. Bei dieser Operation wurden im Zusammenwirken mit Kampf- und Sturzkampffliegern zahlreiche Ortschaften genommen, feindliche Stellungen aufgerollt und der Gegner von seinen rückwärtigen Verbindungen abgeschuitten. 3n ttteterbd JoiitÖ ml s Wl; mjcheiit. mze 2.1. M 8d. ur für den französischen Kolonicllbesitz, sondern uch für den europäischen Kontinent diente. Es sei ier vielmehr die Rede von der Haltung und dem onn. huf lchk heftigen Luftkämpfen verlor der Feind hier 16 Flugzeuge. Südlich des Ilmensees führte der Feind nur schwächere Angriffe. Panzerbereitstellungen wurden durch Artilleriefeuer zerschlagen. An der gesamten afrikanischen Front war gestern nur örtliche Kampstätigkeit zu verzeichnen. Liu großes britisches Frachtschiff wurde nordwestlich Bengasi durch Bombentreffer schwer beschädigt. Deutsche Jäger schossen vier britische Jagdflugzeuge ab. Lin eigenes Jagdflugzeug wird vermißt. Bei Störangriffen einzelner britischer Bomber gegen Vordwestdeutfchland nnd bei nächtlichen Hinflügen in das deutsche Küstengebiet wurden fünf, über Westsrankreich und vor der S ü d 0 st - (äffe Englands zwei weitere feindliche Flugzeuge abgefchosteu. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote im Nord- und Wittelatlantik in unablässigem Kampf gegen die feindliche Schiffahrt wieder 15 Schiffe mit 108 000 BRT. Zwei weitere Schiffe sowie ein Zerstörer des Geleitdienstes wurden torpediert. Bei diesen Operationen wurde der feindliche Nachschub für Nordafrika besonders schwer getroffen. Unter den versenkten Schiffen befand sich das britische Fahrgastschiff „Heia mir" von 18713 das als Truppentransporter nach Nordafrika bestimmt war. Das Schiff ging nach den Torpedo- TRIE^ SEH 2847-48 26970/ ZUaffenangriffe von Infanterie- und Panzerkräften führten zwischen Wolga nnd Do n zu sehr harten, für unsere Truppen erfolgreichen Kämpfen. (Befangene und Beute wurden eingebracht, 54 Panzerkampfwagen vernichtet. Im großen Donbogen warfen deutsche Panzer-Grenadiere im Gegenangriff den Feind aus seinen Stellungen und schossen 46 Sowjetpaazer ohne eigene Panzerverluste a b. Deutsche, italienische und ungarische Luftstreitkräfte bekämpften an der Don- fr 0 n t feindliche Aufmarschbewegungen und Trup- Dtr Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 9. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Neue Versuche der Sowjets, die deutschen Stellten U 9 Neuer schwerer Schlag unserer Ll-Boote Englands und Amerikas Kampf um den Nachschub. t* ilb in* in» tu ifl* Hi* n* ck» Ehrgeizlingen die Köpfe zu vernebeln, wozu selbstverständlich das Washingtoner Spiel mit Sentimentalitäten — Lafayette, die vier Freiheiten, die Menschenrechte! — und sicherlich auch mit den notwendigen Silberlingen beitrug, die Dinge ins Rollen zu bringen. Die historischen und psychologischen Voraussetzungen dürften also klar sein. Dicht geklärt ist damit aber der weitere Weg Frankreichs, der einzig und allein auf Europa zuführen muß. heute aber schwerer als je zuvor begangen werden kann. Frankreich muß sich nämlich dessen bewußt sein, muß es in allen Teilen seines Volkes erleben, daß es wirklich von vorn anfangen muß, daß es auf diesem Wege keine Halbheiten gibt, daß geschichtliche Wirklichkeiten nicht durch das Ornament oder die flache, nichtssagend-verbindliche Geste verdeckt wird. Toulon, Algier und Marokko sind bittere Erfahrungen. Mögen sie zu der Erkenntnis beitragen, daß es für die Einordnung in das neue Europa keinen Kompromiß gibt, daß es in Wahrheit gilt, über den Schatten Richelieus zu springen und die wirklichen Gegner zu kennen. Sie können für Frankreich nur der räuberische Imperialismus Englands und Nordamerikas fein, die dieses Land als Mittel höchst eigensüchtiger Zwecke benutzen und damit erniedrigen wollten. Europa ist aber kein Mittel, sondern Selbstzweck aus eherner Notwendigkeit. Frankreich zwischen gestern und morgen Von unserem Bn.-Berichterstatter. » Und diese bezeichnende Reaktion gibt uns -nn-n weiteren Schlüssel in die Hand, Denn Logik und Vernunft waren nicht erst nach der Katastrophe non sirankreich gewichen, sondern bereits >n dem Augen tlick, als Frankreich sich durch Roosevelt Und Chur tiill in diesen Krieg hineintreiben lietz. Frankreich lesand sich dabei in der Lage w>- I™« 6«r ®n kille des bekannten französischen Sprichwans, ier ins Wasser sprang, um dem Regen Z" enMnnen, -er Krieg war für Frankreich eine Katastrophe, «der da das französische Volk vorher m k-.n-rWeste sch genügend mit ihm, seinen Voraussetzu st .Konsequenzen auch geistiger Art auseinandergesetzt hatte, sondern em tajauvmu, sächliches Leben am Rand- dieses 20. Nit seinen gebieterischen Forderungen, lebte konnte sie Niederlage auch nicht I-N- Ueberlegungen -u sts-n, die für einen Besiegten unerläßlich sind Um hs Paradoxe der Situation möglichst drostnchzu Ichildern: Stürzte sich Frankreich durch die Kr -g- -rklärung vom Regen ins Wasser so 9l«u”tee -ach dem Wassenstillstand am besten zu fahren, denn es von seiner Regierung verlangte. Wasch nir den Pelz aber mach mich nicht nah. r:ich, das heißt also die Mehrzahl seiner alten Poll Her unb die indifferente breite ÜRaff«. g ‘ g rnftes daß es genügen wurde, das Leiche 9 Ä dritten Mit so zu begehen w.- am 13. Juli 1940 im Kursaal von Vichy oo^x rz'ert vurde: Mit allem Ponm. aber reichlich ° sächlich und mit der mehr oder m nder geheim yr Schau getragenen Hoffnung, auf »Ö„nen Staats,ch.fs das alte Leben fortsetzen ZU können, las Vichy-Frankreich sprach zwar von Revlubom •6er die Revolutionäre, die gewillt waren. [t Europa im eigenen Land- zu “ jBttig, von einigen Ausnahmen Ire es aber, wie die Vorgänge nach Montoire oe ; ßeg Frankreichs, der von der äußeren zu der jetzigen inneren Krisis führte. Es ist vielelicht ein Ittpas kühnes Bild, aber es hat unzweifelhaft etwas wichtiges oder bezeichnet zukNindest symbolisch die Situation ziemlich genau, wenn man sagt, daß über tm Personen der von Marschall Petain der Staats- ürgerschaft für verlustig erklärten französischen Generale und Offiziere der gespenstische Schatten sichel Leus geschwebt hat, daß die Darlan, Gi- wiesen haben, reichlich schwer hatten und auch heute noch haben. Das war der Boden, auf dem viele Franzosen, an der Spitze die Derrätergenerale, glaubten Politik machen zu können. Es stellte sich dann aber heraus, daß es nicht der Nährboden für einen gesunden und jungen Baum war, der in Europas neuer Erde wurzeln kann, sondern für gefährliche Baüllen aller Art. Am kräftigsten machte sich der „Bazillus ameri- canus“ breit; er gedieh in Vichy prächtig. Ihm wurde, teils in naiver Ahnungslosigkeit, teils aber sehr bewußt, immer neuer Nährstoff zugeführt. Die Einzelheiten sind bekannt. Die Rolle Murphys, das Spiel mit den „Vitaminschiffen" aus bep USA., die falsch« Beurteilung der Schicksalsfrage dieses Krieges, ja ihre völlige Verkennung, führten zu jenem „Attentismus", der sich in einer Schaukelpolitik des Abwartens, des Zögerns -und Nichtentscheidenkön- nens aus geistiger Sterilität gefiel. Der Schatten Richelieus hatte keine bannende Kraft mehr, er konnte das Wachstum des kräftig zur Sonne strebenden neuen Europas nicht beeinträchtigen, aber feine Dämonie war doch noch stark genug, um einigen 5 Hatz» Spieler r flöt -n b J bin Ker on ßeger, Hungen 15 ver. dreimal 1 Spie- Betrachtet man von Viesern Blickpunkt aus die ranzösiscke Krisis, so wurde sie ausgelöst durch die - angesichts der durch den Waffenstillstand beitraten Lage Frankreichs geradezu verbrecherischen — Verkennung der Tatsache, daß dieser Krieg, »orum er auch sonst noch geführt werden möge, kuropa mit unantastbarer Logik und unvezweffel- arer Deutlichkeit auf den Weg eines neuen Ord- mngssystems geführt hat und dem Kontinent ein teues Daseinsbewußtsein gab, das durch größere tnb gerechtere Gedankengänge bestimmt wurde, als i5 die Zerstückelungspolitik Richelieus und die Vleichgewichtspolitik Englands jemals vermocht hat- ten. Bei der Verschwörung, die, wie der 5ar* km gezeigt hat, unmittelbar hinter dem Rucken les greifen Staatschefs begann, bewiesen bie kleinen mb großen Verräter, daß sie unfähig waren, me|e neuen Tatsachen zu sehen, daß sie vielmehr ge- annt entweder auf die britische Macht ober auf den ich entfaltenden Imperialismus Nordamerikas oben, von denen sie die Wende zu einem 3eitpunn chofften, der unwiederholbar vorbei war Der Auf- des Führers an das französische Volk hat das tut Worten klar gemacht, deren eherne Logik am >hr Frankreichs nicht ganz vorbergegangen ist.vas eweisen bie Pressekommentare, die in all diesen tagen erschienen und in denen ost so etwas wie Life Beschämung darüber durchklang, daß em Frank, f-ich, das einen Descartes hervorbrachte, auf diese xroßmütige, aber auch nachdrücklich mahnende Weise en die Gesetze der Logik und Vernunft erinnert Berlin, 9. Dez. (DNB.) Zu den neuen Erfolgen der deutschen Unterseeboote teilt das OKW. mit: Der Kampf umden Nachschub wird immer mehr zu einer Lebensfrage furben Feind. Durch die Ausdehnung der Fronten auch auf Fran- zösisch-Nordwestasrika, 3200 Seemeilen oder fast 6000 Kilometer von Neuyork entfernt, wurde er gezwungen, an anderen Stellen dringend benötigten Schiffsraum jetzt hier einzusetzen, nicht nur, um die in Franzosisch-Nordwestafrika benötigten Truppen überhaupt herüberzubringen, sondern auch, um den laufenden Nachschub sicherzuitetten, für den allmonatlich mehrere hunderttausend BRT. Schiffsraum benötigt werden. Allein bei der ersten Landung duf marokkanischem und algerischem Boden verlor der Feind nach seinem eigenen Eingeständnis fünf große Truppentransporter mit 53 000 BRT. Jetzt fiel, wie in der Sondermeldung vom 9.12. bekanntgegeben, wieder ein großer britischer Fahrgastdampfer den deutschen Unterseebooten zum Opfer, der 18 713 BRT. große Ozeandampfer „Ceramic". Dieses Schiff gehörte der Reederei Shaw Savill & Albion Ltd. London, die mit ihren durchweg über 10 000 BRT. großen Dampfern im Frieden regelmäßigen Dienst zwischen England und Austra- (ien—Neuseeland unterhielt. Jetzt war dieser große, 200 Meter lange Dampfer als Truppentransporter eingesetzt. Westlich der Azoren, auf dem Wege n ad) Gibraltar, ereilte ihn das Schicksal. Trotz starker Abwehr des Feindes gelang es einem deutschen U-Boot, auf den großen Truppentransporter zum Schuß zu kommen und ihn zu versenken. Die „Ceramic" muh bei ihrer Gröhe und bet voller Aunutzung der Unterbringungsmöglichkeiten mindestens 3 00 0 Mann Truppen nebst normaler Ausrüstung an Bord gehabt haben. Da das große Schiff sehr schnell sank, ist damit zu rechnen, daß ein großer Teil der Truppen mit dem Transporter unter gegangen ist. Drei weitere Schiff«, di« aus demselben Gelett- zug wie di« „Ceramic" herausgeschossen wurden, hatten wertvolles Kriegsmaterial für di« Front in Algerien geladen. Unter diesen Schiffen befand sich der 3157 BRT. groß« Frachter „W a 11 s e n d", der mit einer Ladung Flugzeuge und Flugzeugteile nach Freetown in der britischen Kolonie Sierra Leone unterwegs war, der Dampfer „Sta nie y" 5126 BRT., der u. a. eine Dynamitladung an Bord hatte. Dieses Schiff sank nach (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Paris, Dezember 1942. Bertrand de Jouvenel sagt in dem Schluß- tapitel seines Buches „Nach der Niederlage", daß ie Festigung Frankreichs im wesentlichen eine eiftige Angelegenheit sei. Die Festsetzung einer iufammenf)ängenben und kompakten nationalen einem Torpedo treff er unter starken Explosionen innerhalb von wenigen Minuten. Der Dampfer „B e s h o 11", 4977 BRT., der eine Ladefähigkeit von 7725 BRT. hatte, wurde auf der Fahrt von Lobito in Portugiesisch-Angola nach Trinidad versentt. Das Schiff hatte eine Ladung von Zinn, Kupfergrieh und Palmöl an Bord. Unter den im Nordatlantik versenkten feindlichen Schiffen befand sich ein 8000 BRT. großer Tanker. Diese neuen Verluste sind für den Feind wiederum ein empfindlicher Schlag, zeigen sie doch, daß die deutschen Unterseeboote trotz stärkster Sicherung die feindlichen Geleitzüge angreifen und die wertvollsten Schiffe aus ihnen herausschießen. So führt der Kampf unserer Unterseeboote im Atlantik zu einer immer stärker fühlbaren Entlastung der Front in Nordafrika. Das Stocken des nordamerikanischbritischen Angriffs in Französisch-Nordafrika ist nicht zuletzt auf die Nachschubschwierigkeiten zurückzuführen, mit denen der Gegner zu kämpfen hat und die mit jedem Verlust eines Truppentransporters oder eines mit Kriegsmaterial beloben en Frachters großer werden. Die verschärfte Gchiffsrvumnol Englands und der USA. Berlin, 10. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die schon lange bis zum äußersten angespannte Schiffs- r a u m l a g e Großbritanniens und der USA. hat das nord afrikanische Abenteuer nicht ohne schwerwiegende Folgen für die eigenen Kriegswirtschaften und die Versorgung der Verbündeten vor sich gehen lassen. Wie die „Financial Times" am 16. November 1942 berichtete, ist es infolge der anhaltenden Schiffsraumforderungen für Truppentransporte und den Nachschub nicht möglich, selbst für Verschiffungen mit erstrangigen Prioritätsgenehmigungen Schiffstonnage zu erhalten. Weiter wirb in dem Breicht der „Financial Times" zugegeben, daß bie Schiffe, die gelegentlich USA.-Kriegsmaterial nach den Hafen am Roten Meer bringen, nicht nach England zurück- kehren, sondern für Erzverschiffungen von Südafrika nach Indien und nach den USA. eingesetzt werden müssen. Das bedeutet also, daß für die Versorgung Englands nicht nur die Schiffe, sondern auch di« E r z e und andere Rohstoff« des Empire zugunsten der Vereinigten Staaten ausfallen. aub, Noguös, Catroux und nicht zuletzt de Gaulle i geradezu grotesker Verkennung der Tatsachen nter dem Diktat des „Testamentum politicum“ des Kardinals standen, der zwar das Ende des Dreißig- Lhrigen Krieges nicht mehr erlebte, aber in dessen Seift ein Frieden geschlossen wurde, der allen nach- blgenben französischen Politikern stets als so etwas Bie ein „Vorbild" für Europas Beherrschung, ge- auer gesagt: für die Niederhaltung Deutschlands jiner Generalsverschwörung nachgezeichnet werden, ie sich offensichtlich des Partners in Washington cher war, wobei die USA.-Botschaft in Dicyy eine esondere Rolle gespielt hat, da sie nach eigenen Porten Hulls lediglich als Spionagezentrale nicht bee sei notwendig, um der Führung die Richtung weisen, um die Erzieher auszubilden und die ie Presse zu inspirieren. Die Einheit einer Nation |ti nicht nur eine territoriale, sondern insbesondere juch eine geistige Angelegenheit. Die Bemerkuna ist «eignet, wenn auch nicht den Schlüssel, so doch einen Fingerzeig für die jetzige Situation Frank- eichs zu geben, die durch den nordamerikanischen , HeberfaU auf Französisch-Nordafrika weithin sicht- ar wurde, jedoch latent bereits feit ten Tagen des \ Baffenftlüftanbes vorhanden war. Es sollen hier ä icht noch einmal bis ins einzelne das geheime Kräftespiel und die verräterischen Machenschaften Leber allem die Infanterie. Von Hauptmann Dr. Rollmann. / Di« Zeit hat die Infanterie grunblegenb gewandelt. War früher das Gewehr beinahe die einzige Waffe und der Dienst dementsprechend eintönig, so übertrifft die Infanterie heute an Vielseitigkeit alle anderen Waffengattungen. Nicht nur die Handgranate, die Maschinenpistole, das Zielfernrohrgewehr des Scharsichützen, die Waffen zum Panzernahkampf, das leichte und schwere Maschinengewehr, der leichte und schwere Granatwerfer sind Waffen der Infanterie; Infanteristen sind es auch, die die leichten und schweren Infanteriegeschütze, die Vielzahl der Panzerabwehrgescbütze, die die so erfolgreiche 2-Zentimeter-Flak auf Selbstfahrlafette bedienen. Am Fernsprecher und Funkgerät der 'Infanterie sitzen Infanteristen. Die Infanteriepioniere räumen Minen bauen und sprengen Bunker und setzen ihre Kameraden auf Floßsäcken über die Flüsse. Wir ehen den Infanteristen auf dem Fahrrad in den Fahrrabkompanien, zu Pferde in den Reäterzügen und bei den bespannten Einheiten, bei den Infanteriegeschützkompanien, bei den Gefechtsfahrzeugen und Trossen. Jedes Infanterieregiment hat allein 600 Pferde. Als Melder sehen wir den Infanteristen auf dem Krad, als Kradschützen in dem Kradschützenbataillon, dann begegnen wir ihm auf dem Lkw. der vollmotorisierten Panzerjägerkompanien. Ueber- all ist es der Infanterist, der diese Waffen bedient, der das Pferd, den Motor regiert. So finden auch alle Neigungen und technischen Fähigkeiten bei der Infanterie wohl das vielseitigste Betätigungsfeld und bie beste Ausnützung. Diese Viel» feitigfeit an Waffen, Pferden und Fahrzeugen bestimmt auch die heutige Vielseitigkeit der Ausbildung und die hohen Anforderungen, die an jeden Infanteristen gestellt werden. Er muß ja nicht nur diese seine Waffen und Hilfsmittel technisch beherrschen, sie nicht nur richtig anwenden, sondern, und das ist das Schone und Hohe bei der Infanterie, er muß Kämpfer bleiben in der ureigensten Bedeutung des Wortes. So ist es verständlich, daß es die Besten sind, die sich um die Fahne der Infanterie scharen. Trotz aller Technisierung, ttotz schneller Verbände hreffern sofort unter, so daß bet dem herrschenden Sturm und schweren Seegang mit hohen Menschen- Verlusten zu rechnen ist. Aus demselben Geleitzug verlor der Feind drei weitere mit Kriegsgerät beladene Schisse. « Der deutsche Gegenangriff im Raum Kalinin—Toropez. Berlin , 9. Dez. (DNB.) Zwischen Wolga und Don verbluten sich die Bolschewisten, ohne mit ihren neuen Massenangriffen Vorteile erringen zu können. Die deutschen Truppen verteidigten sich auch am 8. Dezember so hartnäckig, daß alle Versuche des Feindes, die Stellungen zu durchstoßen, im Abwehrfeuer oder im Nahkampf zusammenbrachen. Es konnten, wie das OKW. mitteilt, 54 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet und zwei weitere außer Gefecht gesetzt werden. Die ihres Panzerschutzes beraubte feindliche Infanterie hatte ebenfalls besonders schwere Verluste. Sie verlor zahlreiche Gefangene und Tote. Weitere 46 Panzerkampfwagen büßten die Bolschewisten im großen Donbogen ein, ohne daß bei diesem Kampf auch nur ein deutscher Panzer verloren ging. Diese feindlichen Verluste entstanden, als eigene Heeresverbände den Bolschewisten wichtig« Höhenstellunaen entrissen. Bomben deutscher Sturzkampfflugzeuge und ungarischer Tiefflieger zerschlugen Bereitstellunaer» des Feindes. Die gleichzeitig eingesetzten deutschen und italienischen Jäger vertrieben die vereinzelt auftauchenden feindlichen Flugzeuge und zersprengten in Tiefangriffen bolschewistische Kolonnen. Nicht weniger erfolgreich waren die Gegenangriffe unserer Truppen im Raume Kalinin — Toropez. Durch den kraftvollen Vorstoß des Vortages veranlaßt, zogen die Bolschewisten in aller Hast ihre noch verfügbaren Truppen zusammen, um mit ihnen die vordringenden deutschen Verbände auszuhalten. Trotz schwieriger Gelände- und Witterungsverhältnisse tonnten jedoch unsere Truppen, von Sturzkampfflugzeugen wirksam unterstützt, dem Feind mehrere Orffchaften entreißen und damit wichtige Nachschübsttaßen sperren. Unsere Stoßgruppen rollten zahlreiche Kampfgräben und Bunkerlinien auf. Feindliche Kräfte, bie sich in Waldstücken verzweifelt verteidigten, wurden vernichtet. Eine ohne Rücksicht auf Verluste den anstürmenden deutschen Truppen entgegengeworfene motorisierte Brigade geriet in den Strudel der Vernichtung und wuttie ausgerieben. Die Verluste der Bolschewfften finb anhaltend schwer. Eine unserer Panzerdivisionen hat seit dem 29. 11. allein 107 Panzerkampfwagen vernichtet. Während der letzten Kämpfe konnte eine thüringische Panzerdivision, die sich schon oft im Ostfeldzug bewährt hat, sogar ihren 1000. feindlichen Panzer abschießen. Alle diese Erfolge des deutschen Gegenangriffhaben die großangelegten Operationen ter Bolschewisten völlig in Verwirrung gebracht. Die im Süden der Ostfront eingesetzten deutschen Fliegerverbände bewiesen in den Kämpfen am Dienstag erneut, daß sie jedem Versuch der Sowjets, mit starken Luststreitkräften in die Erdkämpfe einzugreifen, sofort schlagkräftig begegnen können. Im K a u t a j u s sowie an der Front zwischen Don und Wolga wurden insgesamt 45 Sowjetflugzeuge ab- geschossen. Einschließlich der bereits gemeldeten 16 Abschüße im mittleren Frontabschnitt und eines weiteren an ter Eismeerfront verloren die Sowjets im Verlaufe des 8.Dezember 62 Flugzeuge. Neun deutsche Flugzeuge sind von ihren Angriffsflügen nicht s» rückgekehrt. zeichnete der Gauleiter sen, die, von alle Wagen stürzten taugen. Jetzt-hat er einen mehrwöchigen Z. W. d Urlaub, zur Wiederherstellung der Gesundheit. d. G.- Natürlich besuchte ich ihn — wir wohnen beide in Berlin — und einen Nachmittag meines Heimaturlaubs gab ich gern dran. Als seine Frau in die Küche verschwand, um einen Teller Butterbrote zu richten, und uns allein ließ, ging er, der sonst recht Verschlossene, aufgelockert von der Berührung Heimat — Front, einige Schritte aus sich heraus. „Weißt du", sagte August, „heute genau vor einer Woche, am vorigen Dienstag, saß ich auf dem Balkon, und der Korbsessel, der jetzt deinen Minen- seukerkörper auszuhalten hat, stand mir genau so gegenüber wie jetzt. Statt deiner aber hatte ich eine ganze Gesellschaft zu Gast, Besuch aus Trouville, dem französischen Seebad, dazu noch Leute, die zwischen siebzehn und siebzig Jahren alt waren. Ein höherer französischer Offizier war dabei und Damen der ersten Gesellschaft, auch junge und hübsche. Sieh mich nicht so entgeistert an, ich habe noch alle beisammen." Einige Sekunden Pause, mir kamen sie sehr lang vor, legte August ein, dabei in die Kronen von wenigen dachhohen Kiefern den Blick verlierend, die vor dem Balkon in dem großen Hof des Wohnblocks standen. Dann fuhr er fort. „Selbstredend spreche ich von einem Bild, von dem Boudin, den du vorhin im Wohnzimmer gesehen hast, und den ich jetzt aus Frankreich mitgebracht habe. Ihn stellte ich auf den Korbsessel vor mich hin, und dann habe ich mich lange mit den Gestalten darauf unterhalten. Sie haben mir viel erzählt, von sich, von ihrer steifleinenen Zeit um 1880, von Trouville und dem Strand mit den hölzernen Badekabinen, die einzeln herumstanden, fahrbar natürlich. Von der erstarrten Rechtsamkeit eines Generals, oder was er war, und den versteckten Blicken junger Leute. Und aus allem zusammen sprach jemand zu mir, der nicht auf dem gange möglich ist. Die politische Auswertung dieser Erkenntnisse erfolgte erst durch Wolf Hitler. Ohne den Führer hätten diese Erkenntnisse kein neues Zeitalter eingeleitet, sondern wären eine der zahlreichen wissenschaftlichen Errungenschaften geblieben. Der nationalsozialistische Rassegedanke schließt keine Mißachtung anderer Völker in sich. Die Völker sind vom Schöpfer geschaffen worden und haben.sich zu dem entwickelt, was sie sind. Wir sind aber überzeugt, daß wir mit diesem Rasse- qedanken anderen Völkern weit voraus sind in der Entwickelung und damit den „Schlüssel zur Weltgeschichte" gefunden haben. nn. Er - Syphi int gew imden i m sestP Posen,! ck. Mebi von 191 Der a.1 ichie an1 : Kiew cwitz WU irte in ( torischen ? 1935 ii H für i reiburg u n Rektor Assessor 1 invers rg tnurb ine 1911 insbrutf, der Uni rbelsberc rg, Ehre Munche ' nahm tyer teil chanik i W uni tf't des Hiller Md) (Lc 'Nen u M mt sich in Sie fPflI ,rreiona i6efl ft L tnre & Don Ä-eisniai Rassenwissenschast und Rassenpoliiik. Gauleiter Sprenger führte Prof. Kranz in seinen neuen Wirkungsbereich ein. ilkN 16.5 liker, P Zeitschriften. — Don Anna Klopheck-Strümpell bringt das November-Heft der Monatsschrift „Die Kun st" (Der- lag F. Bruckmann, München) einen Beitrag zu den neuen Bildern des rheinischen Dealers Theo Champion. Die Ausdrucksgewalt der Bildwerke von Hans Wimmer tritt uns in den von Ludwig Curtius gezeigten Reproduktionen entgegen. Leben und Werk des Malers R'chard Pietzsch würdigt Ulrich Ehristoffel. Im zweiten Teil des Heftes werden verschiedene besonders reizvolle Wohnhausbauten gezeigt. Neben einem durch seine anmutige Schlichtheit ausgezeichneten Einfamilienhaus am Bodenseeufer von Architekt Heinrich Palm, Ueberlingeü, steht das Malerhaus Birkle hei Salzburg, das in Zusammenarbeit mit dem Architekten Otto Prossinger zu einer Einheit von Kunst und Natur gestaltet wurde Architekt Walter Ruff, Stuttgart, ist ebenfalls mit einem Einfamilienhaus vertreten und von Arch'teki Robert Seitz, München, werden die elegant und doch intim ausgestatteten Teestuben des Hotels Breidenbacher Hof in Düsseldorf gezeigt. Das Ge^ brauchsgeschirr der Porzellanfabrik Dilleroy 8z Boch und der Fürstenberger Porzellanfabrik ist schlicht und ruhig in der Formgebung. Lpd. Frankfurt a. M., 9. Dez. Im Rahmen eines Vortragsabends im „Hause der Wirtschaft" führte Gauleiter und Reichsstatthaller Sprenger am Mittwochabend den Gauamtsleiter des Raffen- polittfchen Amtes und Leiter des Instituts für Erb- biologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Univer- sität, Professor Dr. Kranz, in seinen neuen Wirkungskreis ein. In Gegenwart führender Vertreter von Partei, Wehrmacht, Wissenschaft und Wirtschaft kenn- glicht ;uunl! pfeife ***« f’Nlin ?'ift f Ci iS Am stärksten durch das ausstrahlende Wesen des Malers. Mit ihm habe ich Freundschaft geschlossen. Und mit dem Schicksal — oder sagen wir Zufall, der mich in Bordeaux auf das Bild stoßen ließ. Ja, mein Lieber, das ist meine Theorie, nein, ich verbessere mich: meine Praxis, wie du siehst." So sprach August M., der Minensucher, zu mir, während feine Frau uns in der Küche einen Teller Butterbrote machte, jüngst auf dem Balkon eines Berliner Wohnblocks, vor unseren Augen die büsch- ligen Schirme einzelner Kiefern, überleuchtet von dem warmen Gold der tiefliegenden Spätsonne. August M. sagte das, der an Bord unseres Bootes die Räumleine mit harten Händen bändigte und bei mancher Kontrollfahrt als „Posten Gerät" zuerst den Räumerfolg aussang, Sekunden noch, bevor die geschnittene Mine an die Oberfläche trieb. „Und jetzt", beschloß August M., „hole ich die Flasche Kognak, die letzte, die ich noch aus Frankreich habe. Man soll trinken, wenn man in Stimmung ist, nicht, um sn Stimmung zu kommen." Es gibt schon eigenartige Menschen unter den Minensuchern ... Kampf bis zum siegreichen Ende Erklärungen des japan scheu Ministerpräsidenten. V'8; w ? Kr Terrorangriff auf Turin. Rom, 9. Dez. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch meldet u. a.: Feindliche Flugzeuge unternahmen in der vergangenen Nacht einen heftigen Angriff, auf Turin. Sie verursachten beträchtliche Schäden, vor allem an Gebäuden im Stadtzentrum, darunter an der Universität und einem Krankenhaus. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Ein Flugzeug, das vom Feuer der Verteidigung getroffen wurde, zerschellte am Boden auf dem Corso Dinzaglio im Innern der Stadt. Die sieben Mann der Besatzung fanden den Tod. London über Nordafrika ernüchtert. Stockholm, 9. Dez. (Europapreß.) „General Andersons Plan, Biserta und Tunis zu be- setzen, ist mißglückt, stellt der „Daily Expreß" am Mittwoch fest. In London wird man sich immer klarer darüber, daß der nordafrikanische Feldzug mehr und mehr den Charakter eines Ermüdungskrieges erhalte. Der „Daily Expreß" schreibt weiter, daß die Schwierigkeiten, welche man in Tunesien angetroffen habe, eine ernüchternde Wirkung gehabt hätten und daß man jetzt aus den Erfahrungen lernen müsse. Der Rückschlag in Tunesien hat in London, wie der dortige Korrespondent des „Aftonbladet" berichtet, das Interesse wieder stärker auf die Operationen in der Cy re- naika gerichtet. Wie die Engländer. Lissabon, 9. Dez. (Europapretz.) Eine Razzia gegen Staatsbürger feindlicher Länder in Fran- zösisch - Nordasrika ordnete die Regierung Darlan an, wie aus Algier gemeldet wird. Po- llzeiorgane sind besonders angewiesen, die Personalien der in Nordafrika lebenden Deutschen festzustellen. Wer sich innerhalb einer gewissen Frist polizeilich nicht meldet, wird verhaftet. Im Gebiet zwischen Algier und Tunesien wurden 200 Personen i n Haft genommen, die mit den Achsenmächten sympathisierten. In allen Städten des Magreb sind Flugb^'ller gegen diie nord amerikanische Besatzung verbreitet worden, wie der „Lavorv Fascista" in Rom am Mittwochabend mitteilt. Diese Flugblätter führen aus, daß die bisherige nordamerikanische Tätigkeit in Magreb genügt hat, um die Sympathien für die USA. selbst bei denjenigen zu z e r st ö r e n, die sich Illusionen machten, daß Roosevelt die islamitische Welt von der britischen Herrschaft befreien würde. Die Mohammedaner, und nicht nur die des Magreb, fährt der Text dieser Flugblätter fort, sind jetzt überzeugt, daß die Nordamerikaner sich in keiner W.eisevon den Engländern unterscheiden, wenn es sich darum handelt, die Hand auf den Besitz anderer zu legen und ihre imperialistischen Ziele zu verwirklichen. Bei Blida, an der Strecke Algier — Dran, entgleiste am 7.12. morgens, wie Stefani aus Tanger meldet, ein langer Truppentransport- Aach c’n t 9aPar Mt; B'lSud tijd von I 01 «Die £ 516®. ö -fehl des, , 1942 - Nen'vl !@mpPen fjjrung 1 nippet ,n Obere jn Dech ar. Su fr* Jrt M r.tned. ! Ä d-r urfennu Wheilk NN und Panzer gibt der Fußmarsch der Infanterie das „Tempo der Schlacht" an. Die Marschleistung ist einer der entscheidendsten Faktoren des Sieges. Aber der Infanterist marschiert nicht gebückt unter der Last von Waffen und Gepäck, langst werden feine Tornister und die schweren Waffen, Munition und Zubehör gefahren, damit er im Vollbewußtsein seiner Kraft frei ausschreiten kann. Der Marsch und das Marschlied gehören eng zusammen. Dort, wo von den Marschleistungen der Infanterie die Rede ist, gehört auch dazu die stolze Freude des Infanteristen über seine Leistung, der erhöhte Genuß, den ihm die Rast und ein Bad im sommerlich erfrischenden Flusse bereiten. Der Marsch stellt höchste Anforderungen, aber er ist ein „äußerlich und innerlich aufrechter Marsch" und führt nicht zur Erschöpfung des Infanteristen, der ja stets jene Kraftreserve behalten muß, die er braucht, um notfalls unmittelbar aus dem Marsch heraus zum Kampf anzutreten. Auch die Gewaltmärsche, die zum Einsatz führen, haben jenes erhebende Gefühl, das jeder Infanterist empfindet, wenn er rechtzeitig zur Stelle ist, um schwer kämpfenden Kameraden zu helfen ober bei einer Einkesselung die entscheidende Lücke zu schließen. Die großen Marschleistungen beim Vormarsch nach einem Durchbruch durch eine Stellung sind getragen von einer seelischen Hochstimmung, die jedem einzelnen übermenschliche Kräfte zu verleihen scheint. Selbst dort, wo in Winterkälte der Motor versagt, wo auf grundlosen Wegen das Pferd mit zitternden Flanken stehen- bleibt, selbst dort marschiert der Infanterist seinem Siege entgegen. Und darum ist der Infanterist mit Recht stolz auf feinen Marsch. Bei keiner anderen Waffengattung ist der einzelne Kämpfer so selbständig, ist der kämpfe- rische Gei st und die Entschlußkraft des einzelnen von so entscheidender Bedeutung wie bei der Infanterie. Selbst im U-Boot, im Bombenflugzeug, ja im Panzer ist der Führer der Allein- entscheidende. Jeder einzelne hat nur seine Funktion zu erfüllen. Beim Infanteristen — und ihm vergleichbar beim Jagdflieger bei freier Jagd — gibt zwar auch der Führer den Befehl zum Angriff, aber jeder einzelne Mann setzt diesen Befehl in selbständigem Entschluß in die Tat um. Von Deckung zu Deckung springt er vor, paßt sich dem Gelände an, führt den Feuerkampf gegen seine Gegner. Sein Kampfeswille ist entscheidend für den Einbruch. Ja nur zu oft handelt er ganz selbständig, im Nahkampf, beim Gegenstoß. Und nirgendwo wird der junge Soldat so früh vor selbständige Aufgaben gestellt wie bei der Infanterie, wenn es sich darum handelt, auf Spähtrupp zu gehen ober ein Stoßtruppunternehmen burchzuführen. Die persönliche kämpferische Fähigkeit, bas persönliche kämpferische Wollen ist entscheibenb für den infanteristischen Kampf; in ihm „wird das Herz noch gewogen". Der infanteristische Kampf ist die Kampfes- art die zutiefst dem deutschen Wesen entspricht. Aber nicht nur die Schwere des Kampfes ist es, die das infanteristische Erleben ausmacht. Wer je den Augenblick erlebt hat, wenn nach erbittertem Ringen die Besatzung des feindlichen Bunkers mit erhobenen Händen herauskommt, der weiß, baß niemand den Triumph des Sieges so persönlich, so unmittelbar erlebt wie der Infanterist. Bei allen Wunden, die der Krieg schlägt, bei aller Not und allem Tod, die er um sich verbreitet, bringt er boch bem Volke, das von tiefem sittlichem Ernst erfüllt den Krieg führt, eines der menschlich schöne ften Geschenke, di e Kameradschaft. Dieses Wissen, daß man sich bedingungslos auf den Kameraden verlassen kann, daß er einem in der Not hilft und sei es unter Einsatz seines Lebens, ist die wertvollste Eroberung, die ein Volk aus einem Kriege nach Hause bringen kann. Nirgendwo aber ist dieses Erlebnis der Kameradschaft so groß, so stark wie dort, wo der Kampf die höchsten Anforderungen an jeden einzeltttzn stellt, bei der Infanterie. Immer wieder hat der Führer von dieser Kameradschaft, die er im Weltkrieg als einfacher Infanterist selbst erlebte, gesprochen, und es ist wohl so, daß aus diesem Erlebnis sein unerschütterlicher Glaube und Wille erwuchs, das ganze deutsche Volk zu jener Gemeinschaft, jener Kameradschaft zu führen, die heute das seelische Fundament unseres deutschen Vaterlandes ist. Die Wiege der Kameradschaft steht draußen bei der Infanterie. Dort draußen steht aber auch die Wiege, aus der nach jedem großen Kriege geläutert größer und stärker als zuvor unser ewig junges Deutschland den Weg in seine Zukunft antritt. zug. Die Lokomotive mar auf eine Mine gelau« Unbekannten gelegt worden war. Fast türzten um. Die Strecke wurde schwer in seiner Ansprache die grundsätzliche Bedeutung des Rassegedankens, wie sie der Führer in seinem Werk „Mein Kampf" eingehend behandelt habe. Der Raffegedanke, so führte er hierbei aus, sei das Fundament unserer Weltanschauung, die mit ihm eine neue geschichtliche Epoche eingeleitet habe. Heute gebe es kaum ein Gebiet des öffentlichen Lebens und auch kaum ein wissenschaftliches Gebiet, in welchem der Rassegedanke nicht umwälzend und richtunggebend wirke. Eine Revolution von einmaligen Ausmaßen, die den kommenden Jahrhunderten das Gepräge geben werde, sei damit eingeleitet Mit der Berufung von Prof. Dr. Kranz auf den Lehrstuhl für Erb- und Rassenforschung in Frankfurt am Main und der Uebernahme der Leitung des Universitätsinstituts für Erbbiologie und Rassenhygiene habe dieser ein Forschungsinstitut erhalten, bas heute zu ben neuesten und vorbildlichsten dieser Art in Deutschland gehöre. Er begrüßte dann, daß mit dieser Entwicklung auch das Gauamt für Rassenpolitik, das von Gauamtsleiter Prof. Dr. Kranz gegründet und mustergültig entwickelt wurde, in die Gauhauptftadt perlegt wurde und somit die Möglichkeit gegeben sei, die rassenpolitische Arbeit von der Zentrale des Gaues aus noch intensiver zu gestalten. Der Gauleiter betonte, daß die Vereinigung des Rassenwissenschaftlers mit dem Rassenpolitiker in der Person des Prof. Dr. Kranz ein Ausnahme- fall fei, der nur dadurch möglich wurde, daß (Sauamtsleiter Prof. Dr. Kranz, von der Wissenschaft herkommend, in der Kampfzeit Rassenpolitiker wurde und dabei jene politischen Erfahrungen sammelte, die bei einem führenden Rassenpolitiker unabdingbare Voraussetzung sind. Er dankte Prof. Dr. ftranA dafür, daß er bereitwillig die seitherige Stätte erfolgreicher Tätigkeit aufgab, um eine größere Aufgabe zu übernehmen. In seinem Vortrag über bas Thema „Rassen- wissenschäft und Aussenpolitik — ihre Beziehungen und Abgrenzungen" behandelte sodann Professor Dr. Kranz die grundlegende Bedeutung des Dererbungs- und Rassegedankens für die nationalsozialistische Weltanschauung und Volksführung und zeigte dabei die engen Beziehungen, aber auch Abgrenzungen zwischen Rassenwissenschaft und Rassenpolitik auf. Der Rassenwissenschaft sowohl wie der Rassenpolitik sei gemeinsam die Pflicht, für bas Wohl ber Gesamtheit zu arbeiten, also Lebendigerhaltung ber Substanz unb* ihre Aufwärtsentwicklung. Diese Jbee sei beim Politiker Ausgangspunkt eines geschichtlichen Rückblicks, für den Wissenschaftler aber bilde sie eine methodische Arbeitshypothese. Ueber die Richtigkeit der Idee des Politikers entscheide der Erfolg, beim Wissenschaftler dagegen müsse die Lösung des Problems jeder Prüfung standhalten. Eine so gewonnene wissenschaftliche Erkenntnis könne Die Grundlage für eine aeiftige Revolution bedeuten, zur Auslösung aber bedürfe es der politischen Tat. Der Erb- unb Rassengebanke hat eine neue Epoche eingeleitet. Die sog. Mllieutheorie ist überwunden, seitdem wir feststellten, daß die Merkmale und Eigen, schäften nicht nur auf äußere Einflüsse zurückzuführen finb, fonbern daß ihnen Erbanlagen zugrunde liegen. Mit ber wissenschaftlichen Erkenntnis der großen Bedeutung von Erbe unb Rasse ist die Theorie des „Alles, was Menschenantlitz trägt, ist gleich", zusammengebrochen. Das Lebensgesetz von der Vererbung gilt aber nicht nur von den körperlichen Eigenschaften, sondern hat auch für die geistig- seelischen Anlagen Gültigkeit. Mit dieser Erkenntnis ist die alte Anschauung und dualistische Auffassung der Trennung von Geist und Körper überholt. An ber Entwicklung bes Menschen aus tierischen ober tierähnlichen Vorfahren kann nicht mehr gezweifelt werden, wie auch bie Erbanlagen bei Menschen, Tieren und Pflanzen ben gleichen Gesetzen ber Natur unterworfen finb. Sinn unb Zweck biefer Erkenntnis muß sein: Erhaltung ber naturgewollten lebenbigen Substanz bes Volkes. Deshalb hat der Nationalsozialismus die Erhaltung des Lebens unseres Volkes als oberstes Prinzip auf feine Fahne geschrieben. Selbst wenn die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse die Richtigkeit unserer Weltanschauung noch nicht unter Beweis gestellt hätten, wären die erzielten Erfolge bereits Beweis genug, daß die nationalsozialistische Idee auf dem richtigen Wege ist. Wenn Erbe und Umwelt eine so große Bedeutung besitzen, so hat die Pflege des Volkes die notwendigen Folgerungen zu ziehe»,. Unsere Sorge gilt deshalb der Gesunderhaltung und Förderung der rassischen Anlagen; gleichzeitig muß eine günstige Gestaltung der Umwelteinflüsse herbeigefiihrt werden, damit eine Lenkung ber Auslesevor- ij d fterobi W zu »n Serj lor Wk 6 | Wen we t ■ Mein "’J&erfh 1922 Dr Silbe war, nämlich ber Maler, unb er sagte etwa: Hier hast du die Menschen, zugeknöpft bis zum oberen Halsansatz, trotzbem in der Jugend einander suchend, in den mittleren Jahren sich gegenseitig prüfend, im Alter, dem nichts anderes übrig bleibt, lebende Denkmäler der Wohlanständigkeit. Nä ja, und noch vieles mehr erzählte mir der Maler. Ein paar Stunden habe ich so verbracht. Es waren schöne Stunden, ich habe dem Kunsthändler vom Montmartre einen Brief geschrieben. Worauf ich hinauswollte, das ist mein Tick, aber wie du es nennen willst. Jeder Mensch braucht so etwas, das ist wie eine Ankertonne. Mag es nun ein echter Boudin sein oder nicht, das Bild sagt mir was, vielmehr der Maler, und deshalb ist mir sogar ein solcher Entwurf — unabhängig vom Thema — im Unmittelbaren feiner Geste wertvoller als das danach groß ausgeführte Gemälde, bei dem das Persönliche bes Malers, fein eigenstes Temperament, unter dem Zwang der ausgeführten Einzelheiten verlieren muß. Ich behaupte nicht, daß diese meine Ansicht allgemeingültig sein sollte. Nein, mir persönlich geht es so, wenn ich der Kunst begegne. Ich will ange-, sprachen werden. Kostet ein Bild, das mir gefällt, fünf Mark, und habe ich die fünf Mark, dann kaufe ich es. Kostet ein anderes fünfzig Mark, wie der Boudin, und ich habe sie, bann kaufe ich es auch. Die Frage, ob es wirklich von bem Maler ist, ben der Kunsthändler nennt, oder nicht, kommt für mich viel weiter hinten; sie ist niemals entscheidend. Ich glaube, daß meine Einstellung sehr natürlich ist. Drüben bas Bilb vom Stierkampf, bas ich im vorigen Urlaub heimbrachte — Schule Goya, meinte der Hänbler—, ist zu mir genau so voller Sprache. Dieser Wirbel von Wilbhett, sich anftauenb im Tier, kunstvoll entfaltet vom Torero, beibes sich fpiegelnb im Taben ber Zuschauer, unb alles zusammenfließend im 2lusbrud) der Farben — das schenkt mir was, das schenkt mir viel, bei jedem Hinblick, mag auch im einzelnen des groben Skizzenpinsels wegen nichts Genaues zu erkennen sein. Ich habe das Bild in den drei Wachen, die ich 'hier herumliege, schon ein Dutzendmal umgehängt, jetzt hängt es richtig mit dem Licht von der Seite durch das Fenster unb abenbs mit bem Licht van ber anberen Seite durch die Lampe. Die Delfarbe blendet, wenn man sich nicht im bestimmten Winkel hinstellt, und nur eine einzige Richtung wirb erfüllt, diese freilich sehr stark. • Tokio, 9. Dez. (Europopreß.) Zum ersten Male in der politischen Gesch äfte Japans geschah es, daß der japanische Ministerpräsident General Io j o aus Anlaß bes Jahrestages des japanisch-bsutsch-tta- lienischen Abkommens über die gemeinsame Kriegführung vom 11. November 1941 ausländische Pressevertreter empfing, und zwar die Korrespondenten der deutschen und der italienischen Presse in Tokio. Ministerpräsident Tajo verwies darauf, daß bereits am 11. Dezember v. I. ein feierliches Einverständnis zwischen den Dreierpaktmächten darüber bestand, daß sie bis zum siegreichen Ende fortfämpfen, keinen Sonderfrieden schließen und nach bem Siege gemeinsam an der neuen Weltorbnung arbeiten wallten. Diese Einigkeit habe bereits reichlich ein halbes Jahr bestanden, bevor die Staatsmänner ber Feinbmächte ihre vielen Reisen begonnen hätten. In allen grunbsätzlichen Fragen sei bie reibungslose Zusammenarbeit ber Dreierpaktmächte sichergestellt. Der eifrige Hin- unb Herreise-Verkehr ber Willkie, Churchill unb Genossen sei bas beste Zeichen ihrer Nervosität. Einer Nervosität, die gerade darauf beruhe, daß man erkenne, wie eng und einig Japan, Deutschland und Italien auf geistigem, politischem, wirtschaftlichem unb militärischem Gebiet Zusammenhalten. Originalfex; eine gute Reprobuktion bes „Mannes mit bem Goldhelm" erscheint ihm burchaus wertvoller als ein schlechtes Original, gleich welchen Motivs. Augusts Bilder sind gute Originale, nicht gerade museumsreif, doch irgendwie am Anfang des Weges dahin. Es sind nämlich Skizzen, Entwürfe. Nun muß hinzugefügt werden, daß August M. auf der letzten Minensperre verwundet worden ist. Ein Splitter einer hochgegangenen Mine zerschlug ihm. die linke Schulter. Es gefyt schon wieder besser, abMizurn Räumen wird ber Arm niemals mehr Merkwürdige Menschen. Von Kriegsberichter Eberhard Nwes. Eigenartige Menschen gibt es unter den Minensuchern — auch außer denen, die Dreihig-Pfennig- Romane sammeln ober in ber Meinung, sie seien sehr musikalisch, zu jeher möglichen Stunbe bie Musikmaschine laufen lassen. Das Radio. Einen kenne ich, der ist Sanitätsgast auf einem Räumboot, unb wenn wir abenbs an Lanb gehen, holt er aus ber Backskiste einen Stoß Aufzeichnungen hervor, um aus ihnen seine medizinische Doktorarbeit weiterzuzimmern. Ein Steuermann, auch in Friedenszeiten Schiffer, spaziert gern auf der Pier, wenn die einheimischen Fischer ihre Fänge ausladen. Da er aufmerksam die Marktpreise verfolgt, rechnet er sich für jeden Patron aus, was er wieder verdient hat. Ein Sonderführer-Maat hat es mit Richard Wagner. Voriges Jahr ist er deshalb von ber Flottille nach Bayreuth geschickt worden. Kürzlich besuchte er in Bordeaux sogar den „Parsifal", auf französisch. Wenn irgendwo im Rundfunk ein Wagner-Konzert läuft, läßt er nicht eher Ruhe, als bis die Funkbude das Programm auf die Bordlautsprecher gibt ... Ein Obergefreiter, alter Seeschäumer und Fahrensmann auf den Weltmeeren, so um die vierzig, reest gern und stolz von seiner Brierkrugsammlung, die er zu Hause hat. Es sind Bierkrüge aus vieler Herren Ländern. Auf einem steht „Batavia", auf einem zweiten „Yokohama", einem dritten „Buenos Aires" unb so fort. Er will es nicht glauben, daß diese Töpfe, wie der Piksgast behauptet, alle aus dem Westerwald tarnen. Den Piksgast hat er für bie Aufklärung in ben unteren Rücken getreten, und außerdem wird er im nächsten Urlaub einen Umweg über den Westerwald machen ... Von einem aber sei mehr ausgesagt. Das ist ber Matrosengefreite August M., in zivilen Zeitläuften Buchhänbler. Das heißt er hat nicht etwa eine Buch- hanblung, fonbern ist Verkäufer in einer solchen. Trotzbem gilt seine Liebe ber Malerei. Auf Bilbern, bie andere malten, wohlgemerkt. Denn selbst zu malen, davon versteht er zuviel davon als Laie. Sammeln kann man bas nicht nennen, was er tut, bas wäre zu teuer. Aber er hat boch zu Hause in seiner Wohnung ein gutes Dutzenb Silber, unb zwar Originale, bie eigenartig genug sind, um hier erwähnt zu werden. Der Matrosengesreite ist auch kein Sehr zuversichtlich äußerte sich Japans Ministerpräsident sodann über die Aussichten ber japanischen Kriegsproduktion. Japan verfüge nach der Besetzung der Südgebiete jetzt über reiche Vorräte an allen kriegswichtigen Rohstoffen, vor allem solcher, deren Fehlen für die Kriegswirtschaft der Gegner sich gefährlich auswirken müsse. Mit allen Kräften werde die Versorgung der japanischen Kriegsindustrie mit diesen Rohstoffen betrieben. Auf weitere Fragen erklärte General Tojo, daß Zerstörungen in den besetzten Erdölgebieten des Südens dank des heldenmütigen Einsatzes der japanischen Wehrmacht bei deren Eroberung längst nicht in dem erwarteten Umfang erfolgt seien, daß deshalb dieErdölversorgungJapans über das vorher berechnete Maß hinausgehe, und daß nicht der geringste Grund zu irgendwelcher Sorge hinsichtlich der Beschaffung von Erdölerzeugnifsen für die gemeinsame Kriegführung bestehe. Dank der bereits geleisteten Aufbauarbeit seien bie Bedürfnisse der Kriegführung in jeder Hinsicht vollauf gesichert. Zum Schluß unterstrich Ministerpräsident Tojo bie große Bedeutung der Presse für die Vertiefung der engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Dreierpaktmächten. beschädigt. Das Unglück verursachte 62 Tote und mehr als 200 Verletzte. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Mittwoch in Gegenwart von Reichsminister Rust den italienischen Minister für nationale Erziehung, Giuseppe Bo11ai, der sich auf Einladung des - Reichserziehungsministers zur Zett in Berlin auf« hält, zu einer freundschaftlichen Aussprache. * Generakseldmarschall von Mackensen hat sich über bie vielen Zeichen treuen Gedenkens zu seinem Keine Urlaubsreifen zu" XV ekhnachien. Ein Aufruf des Seneralbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz. Die wichtigen Aufgaben, die die Deutsche Reichsbahn im Kriege zu erfüllen hat, gestatten ihr, insbesondere in verkehrsreichen Zeiten, keine wesentliche Lockerung der bestehenden Verkehrseinschränkungen. Die Versorgung der Wehrmacht mit kriegswichtigen Gütern aller Art und die Beförderung unserer Soldaten müssen der Erfüllung aller übrigen Wünsche vorangehen. Aus diesen Gründen kann in diesem Jahr zur Weihnachtszeit nur ein sehr beschränkter Urlaubsverkehr durchgeführt werden. Es wird daher von jedem verlangt, daß er in der Zeit vom 15. Dezember 1942 bis 4. Januar 1943 alle vermeidbaren Reifen zurückstellt. Urlaubsreifen und Familienheimfahrten müssen in Zeiten durchgeführt werden, in denen auf der Reichsbahn ein normaler Urlaubsverkehr abgewickelt werden kann und in denen die Verkehrsmittel nicht so stark belastet sind wie gerade an den Festtagen. An alle Betriebsführer ergeht daher der Ruf, in ihren Betrieben Urlaub und fällige Familienheimfahrten so zu legen, daß die Reisen nicht gerade in der Weihnachtszeit angetreten oder beendet werden müssen. Soweit die Deutsche Reichsbahn für Arbeiter und Angestellte, die außerhalb ihres Wohnortes beschäftigt werden, Sonderzüge für eine Urlaubs- oder Familienheimfahrt während der Weihnachtszeit stellen kann, steht der Gewährung des Urlaubs oder Familien-Heimfahrt nichts entgegen. Es wird jedoch erwartet, daß die Gefolgschaftsmitglieder dann auch tatsächlich diese Sonderzüge benutzen. An alle übrigen deutschen Volksgenossen ergeht der Ruf: Unterlaßt nach Möglichkeit alle Reisen in der Zeit vom 15. Dezember 1942 bis 4. Januar 1943! Iulaffungskorten für den Weihuachts« und Tleujahrsverkehr. In der Zeit vom 18. bis 24. Dezember und vom 27. Dezember bis 4. Januar kann eine Reihe von Schnell- und Eilzügen nur unter gleichzeitiger Lö» sung einer Zulassungskarte benutzt werden. Die zulassungskartenpflichtigen Züge sind für den Nahverkehr bis 100 km von allen Haltebahnhöfen aus gesperrt. Vorbestellungen und schriftliche oder fernmündliche Bestellungen von Zulassungskarten sind ausgeschlossen, doch können Fahrtausweise und Zulassungskarten bereits drei Tage vor Reiseantritt gelöst werden. Weihnachts-Expreßgüter frühzeitig aufliefern. Um die pünktliche und glatte Abwicklung des Gepäck- und Expreßgutverkehrs vor dem Weihnachtsfest sicherzustellen, ist die Annahme von Expreßgut und beschleunigtem Eilstückgut für die Zeit oum 20. bis 24. Dezember 1942 gesperrt worden. Von dieser Sperre sind nur bestimmte, besonders dringliche Güterarten ausgenommen. Auskunft hierüber erteilen alle Expreßgutannahmestellen. Den Versendern wird dringend empfohlen, ihre Expreßgüter möglichst frühzeitig, bestimmt jedenfalls vor dem 20. Dezember aufzuliefern, weil sonst mit der Auslieferung der Sendung an den Empfänger vor dem Weihnachtsfest nicht mehr gerechnet werden kann. Spielfachen von der Polizei. Glänzender Erfolg einer Dastel-Attion. Die Männer unserer Polizei in Gießen, Bad- Nauheim und Friedberg haben sich seit Monaten in ihrer dienstfreien Zeit mit der Herstellung von Spielsachen beschäftigt, die zu Weihnachten vielen Kindern Freude bereiten sollen. In dieser anerkennenswerten Gemeinschaftsarbeit sind rund 2200 Stück Spielsachen der verschiedensten Art angefertigt worden, die jedem Beschauer das Herz vor Freude warm werden lassen. Aus selbst aufgebrachten Geldmitteln haben die Männer unserer Polizei das Rohmaterial beschafft uni) es in vielen Arbeitsstunden so geschickt verwertet, daß die Sachen auch in qualitativer Hinsicht allen Anforderungen genügen können. Nunmehr sollen diese Spielsachen der Oeffentlich- keit zur Besichtigung zugänglich gemacht werden, bevor sie ihren Weg zu den Kindern antreten. In Gießen werden die von den hiesigen Polizeibe- amten und Polizeireservisten angefertigten Spiel- fachen vom kommenden Sonntag, 13. Dezember, ab bis zum 19. Dezember täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr in der Aula des Ludwigs-Gymnasiums, Hindenburgwall 6, zu jedermanns Besichttqung öffentlich ausgestellt. Der Zutritt zu der Ausstellung ist frei, wer jedoch zum Besten der NSV. am Eingang der Aula eine Spende in die bekannten roten Sammelbüchsen geben will, wird damit nicht zurückgewiesen werden. Nach der Ausstellung, also vom 2 0. Dezember ab, wird ein Teil der Spielsachen zum allgemeinen Verkauf gestellt. Der Verkauf findet täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr statt. Fachleute haben den Verkaufswert der Spielsachen geschätzt, die hierbei festgestellten Preise gelten bei dem Verkauf als Mindestsatz. Wer darüber hinaus einen höheren Betrag bezahlen will, tut ein gutes Werk, denn der gesamte Erlös aus dem Verkauf und aus den fteiwilligen Spenden kommt ohne jeden Abzug — die Unkosten für die Materialbeschaffung sind aus den vorerwähnten Geldspenden der Polizeibeamten als eine Sondergabe ihrerseits bereits voll gedeckt worden — der NSV. zugute. Vor Beginn des Verkaufs, aber erst nach Schluß der öffentlichen Ausstellung, wird ein Teil der Spielsachen von der Polizei an die Kinder gefallener, verunglückter oder verstorbener Angehöriger der Ordnungspolizei und der Waffen-ff, an die Kinder von im auswärtigen Einsatz befindlichen Angehörigen der Ordnungspolizei und an die Kinder von kinderreichen Familien und von Volksgenossen, die von der NSV. namhaft gemacht worden sind, verschenkt werden. Diese geschenkten Spielsachen werden den Kindern noch vor dem Weihnachtsfest durch Polizeibeamte m die Wohnung gebracht. Ls wird erwartet, daß die Eltern der beschenkten Kn- der von einem Hinzukauf von Spielsachen abfeben, damit jedes Kind mit einem Spielzeug zu Weihnachten bedacht werden kann. und schließt dann behutsam die Tür. wr. lchsen. Ftter iran, 5 Taupo hat B seinem sen der e 1922 Ordinarius wurde. ’i in Sfc itt W ien Bit Ab itt „Danke —" Und dann erhebt sich Bergenroth und reicht Helene die Hand: „Gute Nacht! Schlafe recht wohl!" „Gute Nacht, Richard!"^ Etwas ist anders geworden. Es oibt jetzt Zeiten, in denen Bergenroth wortkarg ist. Auf Fragen antwortet er kurz und scharf, und Helene weiß nicht, daß der Mann ihr zu solchen Zeiten und bei solcher Härte viel näher ist als je zuvor. Doch vergehen solche Stimmunaen Bergen- roths sehr schnell. Sie müssen der Kraft seines W'llens weichen. Der August bringt sehr heiße Tage, und die Lust ist erfüllt vom n>ürim Pech- chen ■ W Sebiet & lern, H zu mk nTellik in ein« ie dusch' ,tet vor Manne , Lootü und be * zurrst icvor d» ich bü vN i®' «tet °° W* A Ulf* Ä Sr iS Die spanische Seepolizei stellte in der Nähe von Barcelona ein Motorboot mit jüdischem Gesindel )as den Engländern auf hoher See 6pionagema- lerial zusteckte und anscheinend auch auf diesem Wege direkte Instruktionen zur Durchführung der Spionage- und Agitationstätigkeit in Spanien erhielt Von der spanischen Polizei konnte werttolles Zeweismaterial beschlagnahmt werden. chkünchen und Göttingen, promovierte 1911 in Leip- |g und machte den Weltkrieg mit. 1921 habilitierte t sich in Leipzig und übernahm 1926 dort bje st^rmüßige a. o. Professur für angewandte Dyna- lir und Thermodynamik. Aus feiner literarischen Tätigkeit ist die Herausgabe des Bandes ,Hybro- mö Aerodynamik" im Handbuch der Experimental- hysik zu nennen. — Der seit fünf Jahren von itnen Verpflichtungen entbundene ordentliche Pro- iffor der theoretischen Physik Dr. phil. Franz rthur Schulze in Marburg ist im Alter von D Jahren gestorben. Der Gelehrte gehörte etwa ) Jahre dem Lehrkörper der Philipps-Universität frt. Beheimatet war er in Rabenau bei Dresden, bn Berlin aus kam er 1902 nach Marburg, wo PN Rektors, Professor Dr. Stein acker, wurde rofessor Dr. Klebelsberg zum Rektor der niversität Jnnsbruch ernannt. Klebelsberg wurde 1886 in Brixen geboren. Er promovierte 1910 in Wien. 1915 habilitierte er sich in Innsbruck, wurde 1921 a. o. Professor für Geologie ttt der Universität Innsbruck und 1925 o. Professor, klebelsberg ist Ehrendoktor der Universität Heidel- tav »berg, Ehrenmitglied der Geographischen Gesellschaft r t- lir München und Senator der Deutschen Akademie. A Geburtstag aufrichtig gefreut Er läßt allen Be- teiligten wärmstens danken und mitteilen, daß er sich gesundheitlich wohlbefindet. Vie ErmäßipungSanträge zur Sauszinssteuerablösung bis zum IO. vezbr. Zu diesem Aufsatz des Steuerberaters Dr. Wuth im „Gieß. Anz." Nr. 289 vom 8. Dezember wird uns von zuständiger Stelle des Finanzamtes Gießen eine Richtigstellung übermittelt, die sich auf die Frage der Erttagsminderungen bezieht. Nach dieser Mitteilung sind die Ausführungen in jenem Aufsatz auf preußische Verhältnisse zugeschnitten und können nicht ohne weiteres auch auf hessische Verhältnisse Anwendung finden. Die Ertragsminderungen können in Hessen nur nach den bisherigen Bestimmungen des hessischen Sondergebäudesteuergesetzes und nicht aus Rechts- gründen, sondern ausschließlich im Billigkeitswege gewährt werden. Wenn m dem Abs. 1 und m dem letzten Absatz des Aufsatzes vom Katasteramt die Rede ist, bei dem Anträge zü stellen und Berichtigungen zu beantragen sind, so kommt hierfür in Hessen nur das Finanzamt in Frage, das seither für die Veranlagung der Sondergebäudesteuer zuständig war. Als monatliche gesetzliche Miete (Ausgangsmiete) Nach einer offiziellen Verlautbarung sind die von ten Japanern besetzten Südgebiete wie folgt um- Imannt worden: das frühere Britisch-Borneo in ita-(Nord-)Borneo, Holländisch-Bomeo in Mi- vami-(Süd)Borneo und Malaya in Malai. Batavia führt von jetzt ab den Namen Dyakarta. Gruppenführer Dörnemann in die Oberste GA -Führung berufen NSG. SA.-Gruppenftihrer D ö r n e m a n n ist auf befehl des Stabschefs mit Wirkung vom 28. Novern- er 1942 in den Stab der Obersten SA.-Führung erufetröorben. Gruppenführer Dörnemann führte die jetzt unter Mrung von Gruppenführer Vielstich stehende vruppe Hessen seit dem 24. Juni 1941 in Vertretung nm Obergruppenführer Beckerle, nachdem dieser um Deutschen Gesandten in Sofia ernannt worden Dar. Kunst und Wissenschaft. Goethe-Medaille für Professor Dr. Salzmann. Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Dr. med. Maximilian Salzmann in Graz aus llnlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Inerfennung feiner großen Verdienste um die luaenheilkunde die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Hochschulnachrichlen. Am 16. Dezember feiert der emer. Bonner Haut- Itntter, Professor Erich Hoffmann, sein golde- jes Doktorjubiläum. Hoffmann wurde 1868 gehren. Er ist vor allem durch seine Mitenweckung t?8 Syphiliserregers, der Spirochäte pallida, be- hnnt geworden. F. Schaudinn hat sie als solche Pfunden und Hoffmann hat sie als Erreger der lues festgeftellt. Hoffmann war zuerst Militärarzt I: Posen, Bromberg und Berlin, wo er sich hobili- erte. Heber Halle kam er dann nach Bonn, wo von 1910 bis 1934 Direktor der Hautklinik war. Der a. o. Professor für mittlere und neuere Ge- ichte an der Universität Freiburg, Dr. Hans Wal- 1 Klewitz, wurde zum o. Professor ernannt. itz wurde 1907 in Erfurt geboren. Er promo- erte in Göttingen, war dann am Preußischen istorischen Jnstittt in Rom tätig und habilitierte ch 1935 in Göttingen. 1940 wurde ihm der Lehr- ahl für mittelalterliche und neuere Geschichte in reiburg übertragen. — An Stelle des ausscheiden- Aus -er Statt Gießen. Schlafende Kinder. Wundersam ist es, um Mitternacht in das Schlafzimmer der Kinder zu treten. Auf dem Heimweg nimmt man sich's vor, auf jedem nächtlichen Heimweg. Und es ift, als geschähe es nur um dieser m^n*9.cn Minuten willen, da man, behutsam die Tür öffnend, ohne Licht zu machen in das Zimmer geht, die Schlafenden zu behorchen, zu fühlen und zu wissen: sie sind! Ins Dunkel gehüllt wie sie, wartet man, ob nicht eines vielleicht doch erwache; aber sie liegen ruhig und atmen die Nacht, die ihnen wie ein Geschenk zufiel. Wie verschieden sie doch noch im Schlaf sind, verschieden wie in ihren Aeußerungen am Tage. Kaum vernehmbar zieht der eine die Luft ein, der andere schlürft sie in langen Zügen, als sei er durstig, der Dritte hat einen schnelleren Rhythmus. Leise tritt man zum Bett eines jeden, läßt die Rechte über die Haare der Buben gleiten so sanft, wie man es am Tage nicht vermag. Was mögen sie heut wieder angestellt haben, die drei Tobelustigen, in denen das Leben quillt und strömt wie aus tiefem Brunnen! Morgen wird man es wissen, aber das gilt in diesem Augenblick nicht, der alles verzeiht. Dann zieht man dem einen das Deckbett etwas höher, legt des anderen Köpfchen, das fast über den Bettrand hinunterhängt, zurück ins Weichere und steht wieder unschlüssig, doch voller Glück, daß man so beschenkt wurde. Manches wird man in Kauf nehmen müssen, man wird auch hart sein müssen, aber das wird erst morgen ober übermorgen sein. Man versucht einen Blick in die Zukunft. Ob man erlebt, wie sie mit eigenen Händen das Ihre tun? Diele Wünsche stehen da auf. Einer seufzt im Schlaf, wendet sich, und wieder ist diese Stille im Raum. War man selber sv geborgen in der Nacht? Erinnern hllft ja nicht, doch es muß wohl so gewesen sein. Noch einmal geht man die kleine Runde von Bett zu «Bett, horcht noch eine Weile auf diesen feinen Sang der schlafend Atmenden, Keine neuen Lohnsteuerkarlen für 1943 Für das Kalenderjahr 1943 werden keine neuen Lohnsteuerkarten ausgegeben, die Steuerkarten 1942 werden vielmehr für 1943 weiterbenutzt. Etwa für, 1942 zugebilligte Lohnsteuerermäßigungen a) wegen erhöhter Werbungskosten und Sonderausgaben, b) wegen besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse, c) wegen Kriegs- oder Unfallbeschädigung üsw. verlieren mit dem 31. Dezember 1942 ihre Gültigkeit, sie müssen, wenn die Gründe fortbestehen, unter Vorlage der Unterlagen, Rentenbescheinigungen usw. ab sofort bei den Finanzämtern für 1943 erneut beantragt werden. Die Arbeitgeber haben deshalb den bett. Arbeitnehmern die Lohnsteuerkarten für einige Zeit zu überlassen, lieber dis Aenderung des Familienstandes ober ber Steuergruppe für 1943» burch die Gemeinden, z. B. wenn ein auf der Steuerkarte 1942 eingetragenes minderjähriges Kind (Stichtag 10.10.1942) inzwischen volljährig geworden ist ober wenn eine kinderlose Ehe über fünf Jahre besteht und deshalb die bisherige Steuergruppe III in II geändert werden muß, ergeht noch besondere Bekanntmachung. Ebenso über die Ausfüllung der Seite 2 ber Lahnsteuerkarte wegen des Jahreseinkommens 1942 und ber einbehaltenen Lohnsteuer. O:e Ausstattungsbeihilfen für Hausgehi sinnen. »Hausgehilfinnen, dve minbeftens vier einzige ständige Hausgehilfinnen in kinderreichen Haushaltungen deutscher Staatsangehöriger tätig find, erhalten auf Antrag eine Ausstattungsbeihilfe, die je nach der Länge der Dienstzeit 600 bis zu 1500 RM. beträgt. Nach vierjähri- ger Beschäftigungszeit — berücksichtigt wird jedoch erst die Zeit vom 1. Januar 1939 an — werden 600 RM. gezahlt.'Der Betrag erhöht sich für jedes weitere Jahr der Beschäftigung um 150 RM. bis zum Höchstbetrag. Die Aussttttungsbeihilfe wirb der Hausgehilsin bei ihrer Verheiratung aber mit der Vollendung des dreißigsten Lebensjahres in bar gezahlt. Auch verheiratete Hausgehilfinnen, die infolge der Kriegsverhältnisse in ihrer bisherigen Stellung verblieben sind, erhalten — wenn die notroeningen Voraussetzungen gegeben sind — eine Ausstattungsbeihilfe. Vorn 1. Januar 1943 an können zum ersten Male Anttäge auf Ausstattungsbeihilfe bei dem Arbeitsamt gestellt werden, in dessen Bezirk die Hausge- hilfin zur Zeit der Antragstellung wohnt. Für ben Antrag ist ein beim Arbeitsamt erhältlicher Vordruck zu verwenden. Die Dienstzeit muß vom Haus- haltungsvorstand bescheinigt werden. Verdunkelangszeil: 10. Dezember von 17.08 bis 7.52 Uhr. Zeit em paar Tage entbehren? Geht wohl schlecht — bu bist ben ganzen Tag draußen —" „Wenn du fortfahren willst, Helene, so bedarf es doch keiner Frage. Willst du auf die Burg?" „Nein, es handelt sich um Gertraude selbst. Sie muß einen Berliner Arzt konsultieren, und so tapfer und selbständig sie doch sonst ist — vor diesem Besuch und einer notwendigen Untersuchung hat sie eine heillose An ast. Und ich soll nun mitkommen." „So erfülle ihr doch diesen Wunsch." „Gut. Ich rufe Gertraude heute abend an. Dann kann ich auch gleich in Dahlem nach dem Rechten sehen." Bergenroch gibt zu bedenken: „Dein Haus ist lange unbenutzt. Es wird ein unbehagliches Wohnen für dich und Gertraude fein. Du solltest vielleicht Bernbardine vorausschicken." „Aber das geht doch nicht, daß ich sie auch noch hier forttrehme!" Bergenroth lacht. „Nun, Bernhardine ist für die Wirtsckaft noch niemals eine Hilfe gewesen. Das soll kein Vorwurf sein — nur, wir brauchen sie hier wirklich nicht. Und ich selbst entbehre ihr mürrisches Gesicht gern eine Zeitlang." „Sie ist dir sehr unangenehm. Richard?" „Unwichtig, Helene —", wehrt Beraenroth ab. „Auck Bernhardine wird ihre guten Seiten haben, und dir ist sie treu ergeben. Das entscheidet. Du solltest sie aber wirklich vorwegschicken. Frau Sckrött wird dock bestimmt bei dir mahnen ... Also, Helene, wornh-r denkst bu nach nach?" „Ack — nichts. Ich b-nke, baß wir im Herbst beibe nach Berlin fahren sollten. Richarb. Du mußt bir das Haus in Dahlem einmal ansehen, und wir wollen üh»rlegen. ob man es b-höst ober bock besser verkauft. ^Brauchen mir te denn? Eigentlich nickt." Helene sagt das lebhaft und sieht ihren Mann dabei frag en b an. Und siebt ein Erstaunen in seinem Gesicht und Ablehnung. Bergenroth erwidert auch gleich, daß er für eine solche Entscheidung ronbl nicht in B-ttackt komme. .Du nrrft g-nvß nicht immer auf dem Uhlenhof leben wollen, Helene-^ gelM« Wr nahm am ersten Weltkrieg als österreichischer r. Fast Msizier teil. — Der a. a. Pre^essor für an-gewandte schMl Mechanik und Thermodynamik an ber Universität te uni IHeipzig und Leiter der Dersuchsstelle für Hauswirt- Ibait des Deutschen Frauenwerks, Dr. Ludwig Rkchiller, vollendet fein 60. Lebensjahr. In iCNt «eufch (Bayern) geboren, studierte er in Leipzig, Dee große Irrtum. Roman von Meta vrir. t Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Nach einem Wellchen blenden unten am Wege pei Lichtpunkte auf — verschwinden wieder hinter Om Büschen — sind wieder da — Bergenroth kommt tltd) Hause. , . Vielleicht wird Richard heute gleich hmaufgehen, takt Helene. Aber Bergenroth sah schon vom Weg ta den Lichtschimmer auf der Terrasse, kommt letzt Mb bleibt hinter Helenes Stuhl stehen. Mit einer ettas unbeholfenen Gebärde streicht er leiche über ihre Schultern ... „Nun, willst du noch lange hier “iten bleiben?" r ,, „Ein wenig noch. Die Nacht ist so^ schon- befon- tas erquickend nach dem heißen Ta^. „3a — es war ein heißer Tag — Doppelsinn liegt in Bergenroths Worten. Er lehnt jetzt an einem der Pfeller und zündet kih eine Zigarre an. Wendet sich dann wieder zu hlene und fragt: „Aber verzeih — vielleicht moch- le't du allein sein .. -?" ... „Nein", entgegnet Helene. „Durchaus nicht — Ridiartk" . Sie ist fast erschrocken über seine Frage, denn Jen jetzt als Bergenroth vor ihr steht, seine breite, Giftige Gestalt dort am Pfeiler lehnt und das Aus Hemmen des Feuerzeuges für eine Sekunde nur das trnfte, männliche Gefickt trifft, hat sie em Gefühl Endlicher Geborgenheit empfunben. Bergenroth geht ein Stück in ben Garten , W zu bem sternenklaren Himmel auf — romm veber zurück unb fetzt sich noch etn Weilchen zu 'l-lene. Sie sprechen nicht viel. ,, . s,or .Ein paar Worte über Bergenroths Besuch m per Perforieret Er soll auch Grüße an Helene aus richten. Ith S Statt Karten. Danksagung. Wir haben uns verlobt Hilde Balser Rudolf Haubach Großen-Buseck Gießen Krimskaja. In tiefer Trauer: 06419 Z MULCUTO SCHRÄGSCHNITT Hofbieber t, Z. Im Felde Verletzen unmöglich 483681 490330 Gießen KalseraHee 54 Selbe* Koudbdünnee Auf* hogen genug*, gre* trockne« Ionen Don* ere* bunten u. polier«*. Der Gloni wird schöner und nos epor* Lösdisand-Beutel wieder eingetroffen Heinrich Hochstfitter Blockstraße 3. [0M Aelteres Fräul. in Büdingen, leicht pflegebed., sucht sofort oder alsb. unabhäng. Fräulein oderFrau z. Unterstützung und Betreuung. Schriftl. Angeb. unter 3713V an Len Gieß. Anz. Wasseruhr in frostgefährdeien Räumen gegen Einfrieren schützen! Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Allen denen, die uns in unserem großen Leid bei dem Heimgang unseres geliebten Fritz Friedrich» Dentist ihre Anteilnahme bewiesen haben, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Grießmer und die zahlreichen Kranzspenden sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der Trauernden: . Elisabeth Balzer, geb. Friedrich. Gießen, im Dezember 1942. 3713 D Ihre Vermählung geben bekannt Ufw. Willi Weber Gustel Weber, geb. Klein Heinrich 6eiß, Schrankenwärter, und Frau Kath., geb. Loth Heinrich Geiß, Reinhold Geiß Familie Heinrich Geiß, Straßenwärter a. D. Elisabeth Eisenhuth Wwe. Reiskirchen, Wieseck, Saasen, 10. Dez. 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 20. Dezember, 15 Uhr, statt. Zeitungsträgerin sucht Vertag des Wiedener Anzeigers 3704 D Kräftiges Mädel angekommen! In dankbarer Freude Dr. Hannalene Eberhard geb. Kipper Dr. Heinrich Eberhard Statt Karten! Am Montagmorgen erlöste ein sanfter Tod meinen geliebten Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Robert Siegel von seinem schweren Leiden kurz vor Vollendung seines 60. Lebensjahres. In tiefer Trauer: Elisabeth Siegel, geb. Leonhard Bruno Siegel und Frau, geb. Volland Dr. Max Kugel und Frau, geb. Siegel Heinrich Harke und Frau, geb. Leonhard. Gießen, den 10. Dezember 1942. Die Beisetzung fand am 9. Dezember in aller Stille statt. 3720 D eine neue, Zuverlässigen Mann als Lagerist sucht Heinrich HochstÄtter Blockstraße 3. [00425 Belohnung, wer mir Angaben macht! Sonntagabend, 21.15 Uhr» wurde auf dem Bahnhof in Gießen braun. Lederkoffer mit Inhalt (Kleidung) von einer Frau mit dunkelblauem Mantel, schwarzem Hut, gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilung a.d. Kriminalpolizei Gießen oder Frankfurt/M. Gießen, 9. Dezember 1942 Friedrichstraße 61 ________________________06418/ Nicfct ScAvAcreme «* Gvffc li< fdi* nur de* Av*d#w<* Gutta lin" k Nur in Fochgesdtöfcen Hart und schwer traf uns die schmerz- liehe Nachricht, daß unser innigstge- liebtet Sohn,Bruder,Enkel,Neffeu. Pate Alfred Geifo Panzer- Grenadier Inhaber mehrerer Auszeichnungen am 15. November 1942 bei einem Gefecht in Nebardschajewskaja im blühenden Alter von 23 Jahren sein Lehen für sein Vaterland hingab. Er ruht auf dem Heldenfriedhof in Hauswarte, Heizer usw. versicherungspflichtig Unterlagen bei den Kreiswaltungen der VAF. Ayrvre» am Ein entzückendes, fröhliches Spiel mit: Rom Stradner • Else Elster Oskar Sima. Max Gülstorf f Gustl Stark-Gstettenbauer Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Greben. Betr.: Eierverteilung. Auf Anordnung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft werden für die Zeit vom 14. 12. 1942 bis 10. 1. 1943 auf den gültigen Bestellschein Nr. 44 der Reichseierkarte 4 Eier, und zyvar auf den Abschnitt a 2 Eier, auf den Abschnitt b 2 Eier ausgegeben. Gleichzeitig werden die Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter W 1—4 mit je 1 Ei beliefert. Giehen, den 9. Dezember 1942. [3721D Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Giehen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Giehen Der Landrat des Landkreises Giehen. Dr. Lotz. Schlosser zum sofortigen Einsatz im besetzten Gebiet gesucht. Ersatzkraft französisch. Nationalität kann gestellt werden. (3719V Eilanschriften dringend erb. an Karl Ratert hauptpostlagernd Ensen. NSG. Nach dem 6. Gesetz über Aenderungen in der Unfallversicherung vom 9. 3. 43 sind alle auf Grund eines Arbeits-, Dienst- oder Lehrverhältnisses oder in ähnlicher Weise Beschäftigten ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht und Höhe des Einkommens und ohne Rücksicht darauf, ob die Beschäftigung eine ständige, vorübergehende, stundenweise oder nebenberufliche ist, seit dem 1. 1. 42 zwangsweise gegen Arbeitsunfall zu versickern. Durch dieses Gesetz sind u. a. auch alle Hausbesorger, also Verwalter (soweit sie diese Tätigkeit nicht als selbständige Unternehmer ausüben), Hausmeister, Hauswarte bzw. Haus- warteehepaare, Pförtner, Gärtner, Fahrstuhlführer, Heizer und sonstige Personen, die von den Hausbesitzern mit dem Einziehen der Miete, mit der Reinigung der Treppen, Höfe, Straßen, mit dem internen von Schnee und dem Abstumpfen der Gehteige bei Glatteis, mit der Bedienung der gemein» chöstlichen Wäscherei-Anlage, mit Reparaturen usw. beschäftigt werden, der Reichsunfallversicherung unterstellt worden. Die Dersicherungspflicht besteht auch dann, wenn nur Sachbezüge, wie freie oder verbilligte Wohnung oder dergleichen gewährt werden. Zum Versicherungsträger ist die Berufsgenossenschaft für reichsgesetzliche Unfallversicherung in Berlin - Grünewald, Salzbrunnerstraße 41, bestimmt worden. Die in Fabriken und anderen gewerblichen Betrieben beschäftigten Pförtner, Hauswarte usw. sind von den für die erwähnten Betriebe zuständigen Berufsgenossenschaften mit in Versicherung zu nehmen. Rach §653 der Reichsversicherungsordnung sind die Unternehmer (Hausbesitzer) verpflichtet, die oben angeführten in der Hausbesorgung tätigen Personen zur Berufsgenossenschaft anzumelden. Die Unterlassung bzw. Versäumnis der Anmeldung kann nach den Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung mit Ordnungsstrafen b-is zu 1000 RM. geahndet werden. Soweit Hauswarte, Heizer, Pförtner usw. in Privathäusern bereits anderweitig gesetzlich — also bei anderen Berufsgenossenschaften — bisher Unfall- versichert waren, entbindet dies von der reichsgesetzlichen Unfallversicherungspflicht nicht, denn eine Befreiung von der reichsgesetzlichen Unfallversicherung durch den Abschluß von privater Unfall- oder Haftpflichtversicherung bei Versicherungsgesellschaften oder Anstalten ist in keinem Falle möglich. Die Unterlagen zur Anmeldung können im gesamten Gaugebiet Hessen-Nassau bei den Kreiswal- tungen der Deutschen Arbeitsfront, Hauptfachgruppe Haus- und Grundstücksberufe, in Empfang genommen werden. SlundeWlse für Haushalt l-2ma[ wöchtl. gesucht. [06403 Kleine, Schlageter- anlage 10.__ Zuverlässige Flickhilfe ins Haus gesucht. Schriftl. Angeb. unter 06406 an den Gieß. Anz. Geizer» für 2 Zentralheizungen sucht Seiuvdh SoKftätiev Mockstraße 3. [00424 Stadttheater-Platzmiete. Die Einlösung der vierten Rate kann erfolgen: Montag, d. 14. Dez. 1942, für d. Dienstag-Mieter Dienstag, d. 15. Dez. 1942, für d. Mittwoch-Mieter Mittwoch, d. 16. Dez. 1942, für d. Freitag-Mieter an der Tageskasse, Johannesstr. 3, während der Kassenstunden. [3722D Gießen, den 7. Dezember 1942. Ter Oberbürgermeister. Eteurrzahlkarien Leim Postamt. Der Reschsftnanzminister hat bekanntgegeben, daß die Postämter etwa vom 1. Januar 1943 an Vordrucke zu Steuerzahlkarten zur unentgeltlichen Abgabe bereithalten. Bisher mußte der Steuerpflichtige, der Steuern durch die Post einzahlen und dabei vorgedruckte Zahlkarten benutzen wollte, sich diese Vordrucke von der Finanzkasse besorgen. Nur in kleinen Orten auf dem Lande hatte es sich teilweise schon eingebürgert, daß auch die Postämter solche Steuerzahlkarten vorrätig hatten. Künftig werden nun alle Postdienststellen dem Steuerpflichtigen Steuerzahlkarten kostenlos aushändigen. Postämter in Gemeinden, die ganz zu dem Bezirk eines Finanzamtes gehören, geben Steuerzahlkartenvor- drucke mit der eingedruckten Kontobezeichnung dieses Finanzamtes aus, während Postämter in Gemeinden, die zu verschiedenen Finanzamtsbezirken gehören, Steuerzahlkartenvordrucke ohne eingedruckte Kontobezeichnung bereithalten. \ Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem Gießener Schlachtviehmarkt (Schlacht- vieh-Derteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 33 bis 45 Rpf., Bullen 39 bis 44, Kühe 16 bis 44, Färsen 30 bis 45, Kälber 20 bis 57, Schafe und Hämmel 20 bis 53 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e—f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. geführt werden. Den Fahrer, der feit langen Jahren im Beruf steht und langsam und vorsichtig fuhr, scheint keine Schuld zu treffen, da er bei dem um diese Zeit starken Verkehr auf der verhältnismäßig schmalen- Straße offenbar geblendet war und den Fußgänger vor ihm nicht erkennen konnte. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. + Grünberg, 9. Dez. Die Volksbank (früher Dorschußverein) hielt am Dienstag im „Hessischen Hof" eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Einziger Punkt der Tagesordnung war die Wahl eines weiteren Vorstandsmitgliedes. Durch den Tod des seitherigen Vorstandsmitgliedes Georg Stammler und die Einberufung eines Vorstandsmitgliedes zum Heeresdienst ist zur Zeit nur noch ein Vorstandsmitglied tätig. Da Urkunden der Kasse satzungsgemäß die Unterschrift von zwei Vorstandsmitgliedern tragen müssen, war die Wahl eines solchen erforderlich/Die Versammlung wählte hierzu Rentmeister a. D. Max Menzinger, der damit für die Dauer des Krieges bzw. solange die Einberufung des einen Vorstandsmitgliedes zum Heeresdienst dauert, dieses Amt ausüben wird. Vorstandsmitglied Müller wies nochmals auf die Verdienste des verstorbenen Vorstandsmitgliedes Georg Stammler hin, dessen Andenken die Versammlung in üblicher Weise ehrte. Er betonte dabei, daß einer seiner Vorfahren, der Apotheker Georg Stammler, im Jahre 1862 an der Gründung der Kasse hervorragend beteiligt war. Weiterhin Großes Herzeleid brachte uns die unfaßbare, tieftraurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter, braver und treuer Mann, mein ganzes Glück, der liebevolle, beste Vater seines Söhnchens, unser lieber, jüngster Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Friedrich Vogel Unterofßzier in ein. Panzer-Greuadler'Regt Inhaber des Panzersturmabzeichens in Silber u. and. Auszeichnungen an der Spitze seiner Kameraden im Kampf nördl. Stalingrad im Alter von 26 Jahren sein blühendes Leben opfern mußte. Sein ganzes Leben war Liebe und Treue. Er wurde von seinen Kameraden auf dem Heldenfriedhof nörd- • lieh Stalingrad zur letzten Ruhe gebettet. In tiefem Schmerz: Erna Vogel, g?b. Elser, u. Söhnchen Günter; Familie Heinrich Vogel und Angehörige Familie Willi Elser und Angehörige. Lollar, Staufenberg, Odenhausen, Wißmar. Die Trauerfeier findet Sonntag, den 13. Dez., 13.30 Uhr, in der Kirche zu Kirchberg statt. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren gefallenen Arbeitskameraden. Betriebsgemeinschaft der Buderus’schen Eisenwerke Zweigniederlassung Lollar. [06416 | Vermietungen| 1 Zimmer mit Küche zu vermieten. Schr. Ang. unt. 06409 a.d.G.A. | Mietgesuche | Akademiker sucht für sofort schön möbliertes Zimmer Schr. Angeb. u. 06420 an den Gießen. Anzeig. [Stellenangebote) leine Unjrxngi- leegeliie, «der» nva ablchrifter, dem ve werbuvg-ichrriberi bet- itflenl - Lichtbilder «mdBewerbungsuate» looen mttflrn jur Vermeidung »tm BeNuste» auf der Mdleh* R* wen enb »«schritt bei Seeertsö tsoesal 2 Theater- Abonnements (Dienstags- Halbmiete A), Sverrs.,Reihe5, Nr. 98 und 99, abzugeben. Schr. Ang. unt. 06408 a.d.G.A. | Kaufgesuche | Klavier zu kaufen, evtl.z. mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 06401 a.d.G.A. Gut erhaltenes Klavier von Studenten z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 06411 an den Gieß. Anz. Gebrauchter SAkMW z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 00417 an den Gieß. Anz. vielseitigen Sachen in einer Ausstellung im „Frankfurter Hof" zu sehen. Die Ausstellung wurde stark besucht und fand den vollen Beifall aller Volksgenossen, die sich an den schönen Sachen erfreuten. — Am Mittwoch, 9. Dezember, vollendet Frau Kath, rine Hamel Wwe. in guter Gesundheit ihr 7 5. L b e nsjahr. Der Jubilarin gelten auch unsere Herzschläge unterbreitet, die sich hauptsächlich aus die Verbesserung und die Pflege der städtischen Anlagen bezogen: die Bestellung eines besonderen Anlagenpflegers nach dem Kriege wurde angeregt. Bür germeister Dr. Völs ina erstattete Bericht über die im Wege der Teilselobereinigung Reichsautobahn in Aussicht genommene Erweiterung der An- * lagen in den Erlen, die im allgemeinen den Wünschen der Stadtverwaltung entspricht. Die Werbetätigkeit wurde entsprechend den erlassenen Anordnungen eingeschränkt. ... Homberg, 8. Dez. Die Hitler-Jugend von Homberg und Umgegend hat eine große Anzahl Spielsachen für S 0 l d a t e n k i n d e r ange- fertigt. Am Sonntag waren die außerordentlich Beiprogramm - Wochenschau Bente Donnerstag Wiederautffihrunfi Lichtspielhaus Täglich 2.80. 4.45, 7.80 Uhr Sonntag 2.00, 4.80, 7.80 Uhr _______________ 3714CI ** Vom Theater der Universitätsstadt Gießen wird mitgeteilt: Der anläßlich der Justus-Liebig-Feier der Universität Gießen im Theater zur Durchführung gelangende „Tag der Universität" bringt die Erstaufführung von Heinrich von Kleists Trauerspiel „Penthesilea". Dieser dritte Festabend dramatischer Bühnenkunst findet unter der künstlerischen Oberleitung von Wilhelm Michael Mund statt. Es wirken mit: Amersbach, Blacha^ Fischer, Gollmann, Henzky, Klein, Lenzen, Rau, Rohden, Schmitz, Schölch, Schwind, Werner; Funke, Köchling, Meyer, Mund, Sauerland, Schmidt, Zeppenfeld. ♦* Eierverteilung. Die Ausgabe von Eiern betrifft eine Bekannmachung des Landratsamtes im heutigen Anzeigenteil. ** Zusammenstoß mit der Straßenbahn. Am gestrigen Mittwoch gegen 14.50 Uhr ereignete sich in der Bahnhofstraße/Ecke Schanzen- straße ein Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen und einem Lastauto. Glücklicherweise kamen dabei Personen nicht zu'Schaden, jedoch entstand an beiden Fahrzeugen leichter Sachschaden. ** Von einem Auto angefahren. Ein Derkehrsunfall ereignete sich gestern abend gegen 18 Uhr auf der Straße Rodheim—Heuchelheim in der Nähe des Bahnhofs Abendstern. Dort fuhr ein auf dem Heimweg befindlicher Lastkraftwagen einer Gießener Firma einen Mann aus Heuchelheim an, der von der Arbeit nach Haufe ging. Der Mann wurde vom Kotflügel gestreift und mußte mit Kopfverletzungen der Chirurgischen Klinik in Gießen zucken 10. Dezember 1942 _______________________06388/ gab er noch einen kurzen Ueberblick über den derzeitigen Stand der Kasse, den er als günstig »bezeichnen konnte. Während im Jahre 1937 bei der 75-Zahrfeier der Kasse die Bilanzsumme rd. 900 000 RM. betrug, werde sie jn diesem Jahre nahezu die 2-Millionen°Grenze erreichen, ebenso habe sich der Jahresumsatz von damals 9 Millionen. jetzt mehr als verdoppelt. Kreis Alsfeld. A Alsfeld, 9. Dez. Am Dienstag sand die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Fremdenverkehrsvereins für das Geschäftsjahr 1941 unter Leitung von Bürgermeister Dr. Völfing statt. Zu Beginn der Tagung gedachte der Dereinsleiter des Heldentodes des früheren stellvertretenden Vorsitzenden und späteren Beirats, Ratsherrn Heinrich Kimmel, der im Herbst 1941 im Osten gefallen ist. Bürgermeister Dr. Völsing würdigte, seine Verdienste um den Verein in ehrenden Worten. Aus dem Jahresbericht roar zu entnehmen, daß hie Tätigkeit im abgelause- nen Jahre infolge der kriegsbedingten Verhältnisse eine starke Einschränkung erfahren hat. Die vorgesehenen Arbeiten zur Erweiterung der städtischen Anlagen mußten zurüFgestellt werden. Die Rech« nungsahsage durch der? Kassenbeirat, Oberinspektor Seippel, ergab für das Geschäftsjahr 1941 einen Ueber^chutz von 982,32 RM. Das Gesamtvermögen des Vereins beträgt 3417,45 RM. Die Rechnung wurde genehmigt und dem Kassenbeirat Entlastung erteilt. Von der Aufstellung eines Vor- anschlages für 1942 wurde im Hinblick auf die besonderen Kriegsoerhältnisse abgesehen. Aus dem Mitgliederkreis wurden Anregungen und Vor- lichen Glückwünsche. L Schweinemarkl in Nidda. Nidda, 9. Dez. Der heutige Schweinemarkt war mit 52 Ferkeln und 8 Springern beschickt. Ferkel kosteten je nach Qualität 30 bis 45 RM., Springer 60 RM. das Stück. Bei flottem Geschäft wurde der gesamte Auftrieb in kurzer Zeit verkauft. Arztbeanspruchung war grober Unfug. LPD. Frankfurt a. M., 8. Dez. Zu einem Frankfurter Arzt kam ein Mann' und bat ihn, zu feiner Untermieterin zu kommen, die einen Ohnmachtsanfall erlitten habe und zu Bett liege. Heute sind die Aerzte bekanntlich überlastet, und jede unnütze Inanspruchnahme muß vermieden werden. Der Arzt sagte zu dem Mann, daß er sich bei feiner Mieterin erst, noch einmal erkundigen solle, ob sie Fieber habe. Ball) darauf erschien der Mann wieder und erklärte, die Frau habe 40 Grad Fieber. Der Arzt begab sich nun zu der Frau und stellte fest, daß sie fein Fieber hatte, und ihre Temperatur 36 Grad betrug. Die Frau gab an, sie könne nicht aehen. Sie wurde zu einem Vertrauensarzt bestellt, dem sie gestand, fein Fieber gehabt zu haben«, sie habe aber den Arzt kommen lassen, weil sie sonst ihr Krankengeld von der Kasse nicht erhalten hätte Es lag hier also offensichtlich eine unberechtigte Inanspruchnahme des Arztes vor, insoweit als die Frau einen Hausbesuch des Arztes bewirkt hatte. Der Fall führte zu einer Anklage gegen die Frau und den Mann wegen groben Unfugs. Die Beschuldigten wurden vom Amtsgericht Frankfurt zu je 50 RM. Geldstrafe verurteilt. Das Mitverschulden des Mannes wurde darin erblickt, daß er sich nicht überzeugt Ijatte, ob die Frau auch tatsächlich Fieber hatte.______________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter tyl Hauytschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtichast und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche Unitzersttätsdruckerei R. Lange St. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck. Anzetgenpreisliste Nr. 6. Gebrauchte Schreibmaschine von Schwer- kriegsbeschäd. zu kaufen oder zu leihen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 06421 an den Gieß. Anz. Suche rPuvven- wagen (a.besch.) u. Puvve, sowie Rollschuhe (6jähr. Jungen). Biete: Schwarze Abendschuüe, Gr.38(8,-Mk.), weihen Seilten* ansiifl (3-5 §.), 6,- Mk., sowie rosa Wagen- garitiL, 5,- Mk. Schr. 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