wirkt dein e be= Hettr Ne '°tig. Der. !?nD, ^kpe- k va, einer An. ! für L “ifdjE Vienrtag,tü.Mvembert942 192. Zahrgang Nr. 265 tfricbeint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Ramtltenblätter Heimat imBild-DieSckolle Bezugspreis r Monatlich .... .RM.1.80 LusteUgebüör .. ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge 6oberer Gewalt Bvreckansckluß 2251 anschritt: Anzeiger" i beck 116»« Frankl /M Annahme von Anzergen für die Mttaasnummer btS 81/, Uhr desGormtttagS An-etgen-Preiie für die Nttllimeter-Seile von 22 Millimeter Breite: 7 Stof. Mr i>am1lienan' zeigen und vrivate GelegenbeitSanzeigen 14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche e GeiegenbeitSanzeigen Pladvorlckmtt < vorherige Vereinbarung) 25®/«mehr Glchener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 1-9 Wir sind die Stärkeren wohnlich heiß und von einer drückenden Schwüle, ^en Kein Mensch ließ sich auf den Straßen sehen. Weder fcori gemeinsame Sache macht. nach Mitternacht die Stille. bär ist, der >fessors beitete. O leit' ac Unser sll-Verlchlerstaller hat eine Reise nach Iranzösisch-Rordasrika unternommen. Sein Aufsah erhält durch den nordamerikanischen Angriff auf Algier aktuelle Bedeutung. Algier, Ende Oktober 1942. P°. I und Major de mit Dberjt« ■utigen r Uni» kdirek- Die Amerikaner haben einen politisch-militärischen Börsencoup gelandet; sie haben einen Angriff auf die west- und nordafrikanischen Besitzungen Frankreichs unternommen. Zu einem richtigen Börsendreh gehört auch die Verbreitung falscher Gerüchte. Nun wohl! Die Amerikaner haben auf ihren Transportschiffen Sender stationiert, die auf derselben Welle wie zwei französische Nordafrikasender falsche Nachrichten zu verbreiten suchen. Das Requisitenzubehör des üblen Börsendrehs ist also vollkommen. Zur Sache selbst: Das feindliche Unternehmen gegen Französisch-Nord- und Westafvika steht unter amerikanischem Oberbefehl, wird aber durch britische Kräfte unterstützt. Die Amerikaner sprechen von einer „mächtigen amerikanischen Streitmacht", die mit hinlänglichen Waffen für die moderne Kriegführung ausgerüstet sei und melden gleichzeitig den Einspruch an, mit diesem Unternehmen der Sowjetunion „eine wirksame Zweiteftont-Hilfe" zu ge- währen. Die Engländer erscheinen durchaus im Kielwasser der amerikanischen Aktion. Bezeichnend ist die britische Erklärung, in der es heißt: „Die Regierung Ihrer Britischen Majestät unterschreibt in jeder Einsicht die in der Erklärung des amerikanischen Präsidenten zum Ausdruck gebrachten Ideale." England, das im Hochsommer 1940 durch seine Anschläge auf Dakar und Oran einen ähnlichen Versuch gemacht hat, ist jetzt auf den zweiten Rang gedrängt. Seine Truppen stehen unter amerikanischem Oberkommando. Die Pankees haben bei diesem militärisch-politischen Unternehmen, das ganz nach der Methode eines üblen Börsenmanövers aufgezogen ist, die Vorhand. Roosevelt hat einen „Aufruf an die französische Bevölkerung" erlassen, in dem er sagt: „Ich habe immer noch Hunderte französischer Freunde innerhalb und außerhalb Frankreichs, an die ich gern zurückdenke. Ich kenne Eure Farmen, Eure Dörfer, Vertreter, dem es gelungen ist, aus einer anderen algerischen Stadt noch ein letztes Pressetelegramm abzusenden: „Der Montag war unge- lso von s Dember 'j isse 22 ! Audi- | czlichm i schönen s tzung zuriick- ANN ER kS Heinz Daudet [olfCarl in ' statt. ' Diwer= üst des Wien), konzert n San '! ist nach dem Fall von Algier geteilt worden. Mit der Leitung des Widerstandes in Lyokko und Westalgerien (dis Oran) ist General Roanes, der französische Generalresident von Marokko, und mit der Leitung des Widerstandes in Ost-Algerien und Tunis General Barre beauftragt worden, wie am Montagabend in Vichy verlautet. Admiral Dar- l a n, der sich nach Afrika begeben -hatte, um dort das Kommando der französischen Truppen zu übernehmen, hat sich ebenso wie General Juin, der Oberkommandierende der französischen Truppen in Nordafrika, den Amerikanern ergeben müssen. Man hatte gehasst, daß es ihnen gelingen werde, sich der Gefangennahme zu entziehen. Diese Hoffnung hat sich aber nach einer amtlichen Verlautbarung als irrig erwiesen. Mehedia in Marokko gefallen. Heftige Kämpfe östlich von Casablanca. Vichy, 10. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der fra- zösische Nachrichtendienst gibt bekannt, daß die Lage in Marokko sich verschlimmert hätte. Die Stadt Mehedia nördlich Rabat ist gefallen. Sieben Kilometer östlich von Casablanca finden heftige Kämpfe statt. Eine Anzahl von Gefangenen ist hierbei gemacht worden. Im Gebiet von Mehedia hatten die Nordamerikaner mit Panzerwagen angerissen, die sie aus Richtung Fedala herangeführt hatten. Vor Casablanca wurden mehrere nordamerikanische Schnellboote versenkt. Die Montag abend in Vichy vorliegenden Nachrichten aus Marokko besagten, daß die französischen Truppen der Garnison Port Lyautey die alliierten Landungstruppen bei Mehedia zurückgeschlagen hätten. Die Straße und Eisenbahn von Port Lyautey nach Rabat befinde sich wieder in französischer Hand. Aus Mekres sei ein französisches Bataillon auf dem Seewege zur Verstärkung in Port Lyautey eingetroffen und an Land gegangen. Nördlich S e - b a o u sei eine alliierte Einheit von etwa 1000 Mann gelandet, sie wurde jedoch von französischen Truppen zum Kampf gestellt. Aus M e k n e s und F e z sind französische Verstärkungen abqegan- gen, um die amerikanischen Truppen bei Fedala aufzuhalten. Die amerikanischen Truppenlandungen b e i S a f f i wurden fortgesetzt. Weitere Landungen werden aus Agadir und M o g a d o r gemeldet. In allen marokkanischen Städten herrscht Ruhe. Oran und Umgebung von Amerikanern beseht. Vichy, 10. Nov. (Europapreß.) Die bei Oran ge- landeten amerikanischen Truppen haben, nach in Vichy Montagabend vorliegenden Meldungen, sämtliche wichtigen Plätze von Oran und Umgebung besetzt. Lediglich der Militärflugplatz Senia befindet fid> in der Hand der französischen Truppen. Der Ring der amerikanischen Angreifer um die Stadt war immer enger geworden. Mers el Kebir soll weiterhin von den französischen Truppen gehalten werden. Frankreich für die USA. feindliches Ausland. Buenos Aires, 10. Nov. (Europapreß.) Schatzsekretär Henry Morgenthau gab Anweisung, daß Frankreich wirtschaftlich a l s „f e l n d- liches Territorium" zu betrachten ist. Frankreich unterliegt damit den Bestimmungen, die für den Handel und dse Verbindungen zwischen den USA. und feindlichen Ländern bestehen. Die Vereinigten Staaten haben alle Schiffe der Vichy- Regierung, die in amerikanischen Häfen liegen, beschlagnahmt. Der französische Botschafter Gaston Henry-Haye erhielt (eine Pässe ausgehändigt. Blick auf Oran, in dessen Umgebung britische und amerikanische Landungsversuchs stattfanden. (Scherl-Archivs Eure Städte; ich kenne Eure Soldaten, Eure Professoren und Eure Arbeiter. Noch einmal begrüße ich Euch und betone nochmals meinen Glauben an Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit." Wenn Worte einen Sinn haben, so appelliert der amerikanische Präsident an Frankreich mit einem Unsinn von historischem Ausmaß. Die USA. siyd im großen Zug, England zu beerben. Sie greifen jetzt mit einem Knalleffekt auch nach dem französischen Kolonialreich in Nord- und Westafrika. Sie behaupten natürlich, daß Deutschland dieses Kolonialreich bedroht habe. 28 Monate sind seit Abschluß des deutsch-französischen Waffenstillstandes vergangen. Das französische Kolonialreich ist Frankreich verblieben. Kein deutscher Staatsmann, kein deutscher General hat das französische Kolonialreichs in seine politischen oder strategischen Erwägungen einbezogen. Roosevelt trägt in dieses französische Kolonialreich den Krieg; die Engländer sind Mithelfer dieses Anschlags. Der französische Staatschef Marschall Petain hat Roosevelt geantwortet: „Sie unterschieben Ihren Feinden Absichten, die niemals in die Tat umgesetzt worden sind. Ich habe immer erklärt, daß wir unser Kolonialreich verteidigen würden, falls man es angreifen sollte." Der französische Staatschef ahnt wohl, daß, wenn sich einmal Amerikaner und Engländer in dem nord- und westafrikanischen Kolonialreich Frankreichs festsetzen sollten, Frankreich sicherlich dieses nie mehr wiedersieht. Im Augenblick, da die Waffen an der nord- und westafrikanischen Küste Frankreichs sprechen, haben Worte kein großes spezifisches Gewicht. Alles hangt von dem Fortgang der militärischen Operationen ab. Das französische Nordafrika-Kommondo aufgeteilt. Vichy, 10. Nov. (Europapreß.) Das Kommando über die französischen Streitkräfte in Nordafrika dann die Freiheitsparolen ausgab und einige fand, die für diese Freiheitsideen in den Tod zu gehen bereit waren, wie dann das Wunder geschah, daß eine Bewegung, am 9. November 1923 fast ein Nichts geworden, sich weiter und weiter entfaltete und schließlich die Stimme des Volkes war, wie sie dann zur Macht gelangt, die alten Systemparteien verschwanden. Das Geschehen der Gegenwart und die Kämpfe der Vergangenheit, haben einen gemeinsamen Ursprung: den fanatischen Glauben, daß es um Deutschlands Zukunft geht und daß niemals kapituliert wird. Die inneren Feinde sind erledigt, die äußeren haben sich mit der bei uns überwundenen Weltpest des Judentums angeschickt, uns niederzuschlagen und auszurotten. Aber hier spottet der deutsche Granitblock allen verzweifelten Versuchen derer, die zum Absterben verurteilt sind. Das sinnlose Geschwätz der Roosevelt und Churchill, die die Welt als Ausbeuter behandeln und unfähig sind, in ihren Bereichen auch nur das mindeste zur Abstellung himmelschreiender,Mißstände zu tun, zeigt sich am besten in der lächerlichen Art, mit der sie Deutschlands Erfolge behandeln. Was wir in diesem Kriege erreichten, ist so offenkundig, daß nur die Wut eines Mannes wie Roosevelt die Folgen nicht 2 bb elluna °ß in e An» ?n M ■i den n9 im z n. tainj i deutet 1 W ■ hl ge- einen 1 Aha, t Im Anfang war die Tat, aus dem reinen Glauben an die Unzerstörbarkeit deutschen Wesens geboren! Zur gleichen Stunde, da Roosevelt und Churchill ihre Truppen in feiger Gangsterwelse Frankreich in dessen nordasrikanischem Besitz über- allen ließen, hat der Führer an der historischen Stätte seiner Anfänge, im Bürgerbräukeller der Stadt der Bewegung, eine geschichtliche Uebersicht über den nationalsozialistischen Glauben gegeben, dessen Taten heute iüe alte vermorschte Welt zum Einsturz bringen. Drei Pfeiler tragen diesen Glauben und diese Taten: daß Deutschland im Innern und Aeußern siegen muß, da es endlich sich selbst gefunden, daß Volk und Führung eins und daß wir die Stärkeren sind. Ein Mann machte die deutsche Geschichte der Gegenwart, eine Kraft riß uns vom Untergang los, der Führer entwickelte, wie er zuerst nichts war als ein unbekannter Soldat des Weltkrieges, wie er Weißen ■ stand- । ken den j Treffer | ig, viel- I mehrte j rschiede- t in sich es sogar auf das dem für Ersatz- zurück- -Weißen ke Seite mm der ttrmann 1 n Mark' 'orerfolg ' rerlegem f te Füh. ißen bot in Form ! >eit ließ st erneuteny i FM fl lcht M" I Menden - griff der i gezeigten ! in der Europäerstadt noch in der (Eingeborenem Kasbah waren die Geschäfte geöffnet. Die Ver- gnügungs- und Gaststätten blieben nach wie vor geschlossen. Offensichtlich hatte die französische Polizei den Ordnungsdienst noch nicht wieder ausgenommen. Die Verachtung der Bevölkerung gegenüber den Amerikanern zeigte sich darin, daß die Fen st er der Häuser dicht geschlossen blieben und nicht einmal die Neugier die Eingeborenen veranlaßte, die amerikanischen Soldaten, die in kleineren Trupps vorbeimarschierten, zu beobachten. Don den Amerikanern ist eine außerordentlich scharfe Polizeikontrolle verhängt worden. Die großen Bezinbehälter im Hafen, die durch die amerikanischen Fliegerbomben in Brand geworfen wurden, brennen noch. Ihre Flammen lodern hoch zum Himmel empor. Im Hafen werden noch immer amerikanische Truppen ausgeschi'fft. Die großen Hotels der Hafengegend sind von den Amerikanern beschlagnahmt. Nirgendwo in Algier", so schließt der Bericht, „kann beobachtet werden, daß die Bevölkerung mit den amerikanischen Truppen Algier im Schalten des Krieges Von unserem Alf.-Korrespondenten. geborenen lieben die Arbeit nicht. Man arbeitet, wenn es sein muß, gerade so viel, daß man nicht verhungern muß. Das Lohnniveau der Eingeborenen liegt weit unter dem der Europäer; sie nehmen das alles mit einem fatalistischen „Inschallah", „Gott will es" hin und fühlen sich in ihrem Nichtstun glücklich. Oie Lage in Algier. Neuer französischer Widerstand wird organisiert. Vichy, lO.Nbv. (Europapreß.) Die telegraphischen Verbindungen zwischen Algier und Frankreich sind wieder heraestellt. Korrespondenten französischer Blätter in Algier konnten seit Montagmorgen 10 Uhr wieder an ihre Zeitungen telegraphieren. Nach den neuesten Berichten wird der Widerstand auch in Algier erneut organisiert. Algier ist am Montag zu einer toten Stadt geworden, berichtete ein deutscher Presse- Von Marseille erreicht man in 3% Flugstunden Algier, die Hauptstadt Algeriens, in der mehr als 200 000 Menschen europäischer Abstammung neben weit über 100 000 Eingeborenen leben. Noch immer wächst die Stadt trotz Krieg, trotz Wirtschaftsschwierigkeiten und trotz der Stille, die in ihrem Hafen herrscht. Ganze Hügel werden oberhalb der Stadt weggeschafft, Waldstreifen umgelegt, damit das weiße steinerne Meer immer weiter in das Land hineingreifen kann. Ein neues Frankreich wächst in Algier und Algerien heran; der «roße in Glas, Stahl und Beton ausgeführte, die ktadt und den Hafen beherrschende Regierungsplast ist Ausdruck dieses kolonisatorischen Strebens, in den Hotels, in der Straße, im Regierungs- i-bäude, in den Banken und Geschäftshäusern srrscht eine Spannung, die sich der Atmosphäre er ganzen Stadt- mitteilt, und die sich erst legt, wenn sich die Nacht über Meer und Stadt senkt, wenn der Lärm in den Straßen verstummt. Das Inarren von Bauernwagen, die zur Markthalle fahren, das Kreischen der ersten Straßenbahnen, hastige Schritte von Früharbeitern zerreißen schon Die Stadt ist überfüllt, Wohnungen sind knapp. Die Probleme der Versorgung, des Transportes 1 greifen auch hier am südlichen Rande des Mittelmeeres bis ins letzte Haus, bis in die letzte Hütte. Trotz der Großproduktion der Landwirtschaft mit einer Durchschnittsernte von 10 Millionen dz Getreide, 16 Millionen hl Wein, 150 000 Zentner Llivenöl, trotz einer Überproduktion an Gemüsen und Früchten, ist auch in Algerien die Versorgung aus technischen Gründen schwierig. Es ist, wie die Ziffern zeigen, weniger eine Frage der Produktion Äs des Transportes. Algerien hat Mangel an Irennftoff für die Transporte, für die landwirt- fchaftlichen Maschinen und Baumwollstoffe, um die eingeborenen Kinder zu kleiden. Für die fehlenden iaummoUftoffe gibt es keinen Ersatz. Barfuß, die ruft frei sind die meisten (Eingeborenen; unzählige agen Lumpen, die sie notdürftig mit Nadeln, ja Ibft mit Holzstücken zusammenhalten oder es rpemg- ens versuchen. In diesem Aufzug drängen sie sich unbekümmert in den von buntestem Leben quirlen« Den winkligen Gassen des Eingeborenenviertels und mischen sich unbelästigt im europäischen Stadtteil mit den elegantesten Passanten: Begegnung zwischen Europa und Afrika! Die Regierung hat aber versucht, nun das Textilproblem zu lösen; Altkleidersammlungen unter den Europäern und ganze Frachten von getragenen Kleidern aus Frankreich linderten nur die größten Töte. Die verkehrstechnischen Schwierigkeiten aus $rennftoffmanqel wurden erfolgreicher überwunden, da man mit Alkohol fährt, der aus Traubensaft gewonnen wird. Alles in Algier ist knapp; obwohl auf dem Lande zum Teil sogar Ueberfluß herrscht, find die Transportschwierigkeiten nicht zu beheben. Ta es die meisten Waren ohne Karten gibt, muß man sich bei der allgemeinen Jagd auf dem Frühmarkt mit den Ellenbogen feinen Anteil sichern. Dies alles schafft Verärgerung und eine unzufriedene Stimmung. Das tägliche Leben wird so immer schwerer. Obwohl die Fronten dem Algerier unendlich fern scheinen, macht sich der Krieg ebenso, ja m vielen Dingen stärker bemerkbar, als im Hinterland einer kriegführenden Macht. Selbst der schwarze Markt, eine Zeitlang das ganz große Geschäft des (Eingeborenen, vermag kaum noch etwas zu beschaffen. Woher nehmen, wenn der Hafen, über den einst die Produkte der ganzen Welt ins Land kamen, ausgestorben daliegt? Kaum ein Tutzend Schiffe befindet sich in ihm: sie find unbeweglich und stumm. Träge schlagen die Wellen gegen , d e Kais, auf denen sich einst Waren zu Bergen i türmten, und wo nun zwischen den Steinen das Gras wächst Leer sind die Lagerschuppen, die Kräne droben zu rosten, und über die großen Lagerplätze sind Luftschutzgräben gezogen. Die Königin Algeriens, die Lichterstadt am Meeressaum, die es ehemals mit Paris aufnahm, hat verdunkelt. Nur wenige Bogenlampen erhellen abends die Stadt, deren oft nicht glückliche Kontraste zwischen europäischem und nordafrikanischem Äauen, zwischen ultramodernen Hochhäusern und Glendsquartieren, dann liebevoll gemildert werden. Groß allerdings und nach wie vor kaum zu ändern ist der Gegensatz zwischen Europäern und Eingebo- renen: allein das verschiedenarttge Wohnen zeigt laus zoM jeBod eine Kluft, die unüberbrückbar ist. Immer wieder ist der Fremde entzückt, wenn er de Kasba, das sich in winkligen und schmutzigen Gassen den Berg hinaufziehende Eingeborenenviertel besucht. Es ist bunt, es ist vielfältig, und über ihm liegt stets ein Geruch, der den Atem verschlägt. Wie es in den Gaffen und Gäßchen von v-rfchlei- ün Frauen, von Männern, von unzähligen Kindern wimmelt, so wimmelt es in den Lädchen und arabischen Kaffees von Fliegen, vor denen nichts fieber ist. . r , ... Das ganze proletarifierte Eingeborenenviertel ist en einziger Vulkan, in dem es gärt und schwelt. Nicht nur, daß sich die Mohammedaner trotz Armut, trotz Lumpen, ttotz Schmutz den Europäern nach wie vor überlegen fühlen, Ihre „passive revolutto- rrire Unzufriedenheit" äußert sich in einer Hattung, bie jede Uebervorteilung eines Europäers rechtfer- tigt. Es gibt Ausnahmen; es gibt reiche Eingeborene, die von ihrem Geschäft mit den (Europäern ganz groß profitieren. Aber wer sagt, daß sich iire innere Haltung von der der breiten Masse wesentlich unterscheidet? Es sind zwei Web tm, zwischen denen wenige Brücken hin und her führen. Es könnte anders aussehen. Aber die Ein« Blick auf A l g i e r, in dessen Nähe die Amerikaner und Briten zu landen versuchten. Im Vordergrund die Hafenanlagen. — (Scherl-Archiv.) Der Anschlag ans Nordasrika. ‘ Gießc° ewber teft 1)_J sehen wüt. In der Ironie, in der er Meister ist, fertigte der Führer die angeblichen Fehler ab, die er begangen haben soll. Daß wir im Osten Herren weiter Rohstoffgebiete, daß wir den letzten Vermehr, den die Sowjets nach Süden haben, bereits abge» schnitten, daß kein Schiff mehr die Wolga heraufkommt, ist doch wohl das Entscheidende. Die Taten unserer U-Boote sind ebenso entscheidend. Mit Fug und Recht warf der Führer die Kernfrage auf, wie es denn möglich gewesen sei, mit den uns von den Gegnern zugeschriebenen schlechteren Waffen und schlechteren Soldaten solche Erfolge zu erringen. Das Wissen um die Richtigkeit seines Weges aber brachte der Führer in die Formel: ,Zch sehe gerade heute mit einer so großen Zuversicht in die Zukunft." Denn wir werden nicht kapitulieren, wir haben, nachdem alle Friedensangebote des Führers schnöde zurückgewiesen wurden, nur ein Prinzip: „Schlagen, schlagen und wieder schlagen." Wenn das alte Deutschland fünf Minuten vor zwölf Uhr die Waffen niederlegte und dadurch sich selbst zerstörte, dann, so erklärte der Führer, werde er die Waffen erst fünf Minuten nach zwölf senken, nachdem also der endgültige Sieg in diesem Kampf um unser Dasein errungen ist. Dieses nationalsozialistische Deutschland besteht aus einem Guß, der Kern ist die Front, hinter der eine Heimat steht, die ihr Menschenmöglichstes tut, um die Front schlagkräftig zu machen. Der nationalsozialistische Glaube hat Taten geboren, die eine verrottete Welt überwanden, und er wird einen Frieden für Europa erkämpfen, der allen Böltern zugute kommt, und nicht, wie der Führer beißend saAe, „einer außerkontinentalen kleinen internationalen Finanzkliaue". Ruhig und in Geduld abwartend, bis die Gelegenheit zum Schlagen reif geworden, führen wir diesen Krieg um unsere und Europas Zukunft mit jener Sicherheit, die, aus dem Glauben geboren, unsterbliche Taten zeugte. Der Führer sagte, die Feinde würden erleben, daß der deutsche Erfindergeist nicht geruht hätte, sie würden auf ihren Lustterror eine Antwort bekommen, daß ihnen Hören und Sehen vergeht. Die Front spricht. Ihre Sprache ist die Tat. Die Heimat arbeitet, denn ihr Glaube ist der Führer und seine Mission. Beide handeln aus dem fanatischen Glauben, mit dem eine Welt überwunden wird ... An -er Ewigen Wache. München, 9. Roo. (DRB.) Zum Abschluß des Nooembergedenkens versammelten sich die Parteiführerschaft und die Marschierer des 9. November 1923, soweit sie nicht im Felde stehen, mit Ehrengästen aus Staat, Wehrmacht, Konsularkorps auf dem Königlichen Platz. An der Ewigen Wache legte Gauleiter G i e s l e r in Gegenwart des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, an jedem der ehernen Sarkophage einen Kranz des Führers nieder. Die Angehörigen der Gefallenen des 9. November waren zugegen. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel- Lied klang die Feier aus. Im Hofe des Generalkommandos wurden an der Gedenktafel für Theodor Casella und Martin Faust Lorbeerkränze niedergelegt. Je ein Doppelposten der Wehrmacht und der Waffen-^ hielt die Ehrenwache. Im Nordfriedhof wurde der Männer und Frauen gedacht, die vor drei Jahren Opfer des verbrecherischen Anschlages am Abend des 8. November im Bürgerbräukeller wurden. Gauleiter G i e s l e r legte den Kranz des Führers am Grabmal nieder. Weihevoll erklang das Lied vom guten Kameraden. Die Feier schloß mit dem Gruß des Gauleiters an die Hinterbliebenen der Opfer. — In der Mittagsstunde folgte das Gedenken am Mahnmal an der Feldherrnhalle. Den ersten nationalsozialistischen Blutzeugen eines neuen Deutschlands galten die 16 Schüsse einer Batterie der Waffen-^- im nahen Hofgarten. Gleichzeitig rührte die Waffen-/^ mit gedämpftem Klang die Trommel. Gauleiter G i e s l e r legte den Kranz des Führers am Mahnmal nieder, Generalfeldmarschall Keitel den Kranz des Oberkomm-andos der Wehrmacht. Gewißheit des Sieges. Die Presse Europas im Zeichen der Führerrede. Berlin, 10. Nov. (DNB.) Die Rede des Führers in München findet in der Presse Europas größten Widerhall. „Der Führer", so schreibt die römische „Tribun a", „hat eindeutig klargestellt, daß in diesem gewaltigen Ringen der beiden einander gegenüberstehenden Welten nur eine siegen kann. Er konnte der demokratisch-bolschewistischen Agitation die bereits von den Waffen der Achsenmächte errungenen gewaltigen Erfolge gegenüberstellen, die nicht nur den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Kampfes bilden, sondern die Sicherung von gewaltigen, landwirtschaftlich äußerst bedeutungsvollen Gebieten für die verbündeten Nationen bedeuten. Der Führer gab der unbestreitbaren Gewißheit Ausdruck, daß dadurch die entscheidenden Erbitterter Kampf auf Guadalcanar. Schanghai, 10. Nov. (Europapreß.) Die von der Landseite, von See her und aus der Luft fast pausenlos von den Japanern unter Feuer genommenen USA.-Streitkräfte auf Guadalcanar erwarten jederzeit den japanischen Hauptstoß, der sie von der Insel vertreiben soll. In Australien hält man den Höhepunkt des Kampfes auf den Salomon- Inseln, der möglicherweise den Ausgang des Krie- des in der Südsee entscheidend beeinflussen wird, ebenfalls für gekommen. Die nordamerikanischen Truppen sind auf den kleinen Fleck Erde des Henderson- Fl u g.p l a tz e s, der etwa 11% Kilometer lang und 4 Kilometer breit ist, zusammengedrängt und haben durch das schwere japanische Bombardement äußerst schwere Verluste gehabt. Britische Presseberichte bezeichnen diese Beschießung als die schwerste, die jemals auf dem pazifischen Kriegsschauplatz stattgefunden hat. Ein nordamerikanischer Major, der gerade von einem Besuch der Kampflinie nach Australien zurückkehrte,, erklärte, daß Guadalcanar der „heißeste" Fleck im ganzen bri- tschen Empire sei. Nach australischen Meldungen griffen japanische Bombengeschwader die nordamerikanischen Stellungen an, als. gerade die ersten Verstärkungen für die dezimierten Marineinfanteristen eintrafen. Die Luftangriffe wurden durch Artillerie verstärkt, die die Japaner zum erstenmal seit der nordamerikanischen Landung auf Guadalcanar ins Treffen führten. Nachdem die Anlagen auf dem Henderson-Flugplatz in Brand geschossen waren, griff auch die japanische Flotte ein und eröffnete ein vier Stunden dauerndes Feuer von Schlachtschiffen, Kreuzern und Zerstörern aus schwersten Kalibern. Auch m der Nacht zum Montag hielt die Beschießung ununterbrochen an. Auf Neuguinea dauern die Gefechte und Umgehungsmanöver in dem hügeligen Gelände bei O i v i, nordöstlich Kokoda an. Australische Meldungen geben zu, daß sich der japanische Widerstand verstärkt und die Aktion der Alliierten auf Schwierigkeiten stößt. Oivi selber ist ein kleines Dorf, etwa 13 Kilometer von Kokoda entfernt. Man erwartet, daß der Kumusi-Fluß (etwa 16 Kilometer hinter Oivi an der Straße nach Buna) den alliierten Truppen ein weiteres starkes Hindernis bieten wird. Grundlagen für den endgültigen Sieg der Achsenmächte gegeben sind." Im „P est er Ll.oy d" heißt es, auch das ungarische Volk nahm die Worte des Führers als stärkenden und beruhigenden Ausdruck des absoluten Sie- aeswillens und der unerschütterlichen Siegeszuversicht auf, die das deutsche Volk und seine Führuna in diesem gewaltigen Ringen beseelen und die auch von dem Deutschland treu zur Seite stehenden ungarischen Volk aus tiefster Seele geteilt werden. Die ungarische Oeffentlichkeit faßt die Rede des Führers als eine Zuversicht erweckende Kundgebung eines überlegenen Wollens und Könnens auf, das in jeder Phase des großen Ringens die notwendigen, den siegreichen Ausgang sichernden Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen vermag. Oer Putschversuch in Marotte niedergeschlagen. Rabat, 9. Nov. (Europapreß.) lieber den Putschversuch der am Sonntag in Marokko unternommen wurde, werden jetzt Einzelheiten bekannt. Der Abfallversuch begann in dem Augenblick, als die Amerikaner zur Landung ansetzten. General Bethouard und einige Offiziere, die an der Spitze eines Bataillons standen, versuchten gegen 3 Uhr nachts die Generalresidentschaft zu besetzen und schoßen sogar auf die Wache. Sie nahmen im Gebäude selbst einige Personen gefangen, unter denen sich Offiziere aus dem Stab des Generalresidenten General N o g u e s befanden. Zu gleicher Zeit wurde ein ähnliches Unternehmen am Sitz des Oberbefehlshabers, General L a c r o u x, durch- geführt. General Nogues, der von den Vorgängen sofort in Kenntnis gefetzt worden war, handelte sehr energisch und ließ die Aufständischen wissen, daß er ihnen zwei Stunden Frist gebe, binnen derer sie sich zu ergeben hätten. Dank der Kaltblütigkeit und Autorität des Generals Nogues war die Ordnung bald wieder hergestellt. Außerdem befanden sich bereits loyale Truppen auf dem Marsch. General Bethouard und einige andere Persönlichkeiten wurden verhaftet. General Nogues lehnte einen Vorschlag des Sultans von Marokko ab, R a - bat zu verlassen. General Nogues teilte Mon- tagnachmittag der französischen Regierung mit, daß der Kampf in Marokko in verstärktem Maße fortgesetzt wird. Aus Tanger wird gemeldet, daß der marokkanische Sender einen Aufruf des Sultans an alle Mohammedaner verbreitete, in dem er sie aufforderte, Frankreich treu zu bleiben und an der Verteidigung Marokkos mitzuarbeiten. Nordaftika-Instruttionen für UGA.-Goldaten. Stockholm, 9. Nov. (Europapreß.) Die amerikanischen Soldaten haben, wie aus General Eisen- Howers Hauptquartier gemeldet wird, vor ihrer Landung eingehende Instruktionen über ihr Auftreten während des nordafrikanstchen Feldzuges erhalten. In diesen Vorschriften wird betont, daß die Amerikaner nicht als „heldische Eroberer" nach Nordafrika kommen, sondern als Sendboten. Den Soldaten wird zur Pflicht gemacht, die Sitten und Gebräuche des Landes aufs strengste zu respektieren. Insbesondere werden sie darauf aufmerksam gemacht, daß sie auf keinen Fall die Gefühle der arabischen Frauen verletzen dürften. Unter keinen Umständen dürfe man eine Moslem-Frau ansprechen. Selbst das unschuldigste Wort zu einer arabischen Frau sei ein bitterer Schimpf, der van den Arabern gerächt würde. Mangelnder Respekt gegenüber Frauen löse eine grenzenlose Empörung bei den Arabern aus. Weiter wird in den gedruckten Instruktionen, mit denen die Truppen versehen wurden, eine eingehende Beschreibung der Geographie, der Topographie, der Sitten und Gebräuche des Landes gegeben. — Die Instruktionen sind ein Beweis mehr, daß der Anschlag Roosevelts von langer Hand vorbereitet wurde. Daß man es für nötig hielt, den USA.-Soldctten Verhaltungsmaßregeln im Verkehr mit der eingeborenen Bevölkerung mitzugeben und ihnen vor allem einzufchärfen, sich gegenüber der arabischen Frau gesittet zu benehmen, läßt darauf schließen, wie wenig sicher man der Disziplin seiner Truppen ist. Oie wahren Gründe der Invasion. Lissabon, 10. Nov. (Europapreß.) Senator C o n n al l y, der Vorsitzende des auswärtigen Senats ausschussts der USA., wiederholte in einer Erklärung vor dem Senat Roosevelts Behauptung, die USA. hätten mit der Landung von Truppen in Nordafrika einer drohenden Invasion Nordafrikas durch Achsentruppen zuvorkommen wollen. Mit seinen weiteren Ausführungen strafte Connally aber Roosevelt Lügen. Er fügte nämlich hinzu, die Landung in Nordafrika diene auch folgenden Zwecken: 1. Amerikanische Truppen zur Unterstützung der Briten gegen Rommel in eine strategische Position zu bringen. 2. Stützpunkte für die Hilfe an Rußland emzurichten. 3. Eine Grundlage für eine mögliche Unternehmung über das Mittelmeer gegen Italien zu schaffen. Präsident Roosevelt hatte Montag eine Aussprache mit seinen hauptsächlichsten militärischen Ratgebern. Die Beratung, die 50 Minuten dauerte, war dem Feldzug in Nordafrika gewidmet. Roosevelt hat den Bey von Tunis in einem Schreiben ersucht, den amerikanischen Truppen den Durchmarsch von Algerien nach Tripolitanien zu gestatten. Amerikanische Zukunstsmusik. Lissabon, 10. Nov. (Europapreß.) Auf einer amerikanisch-sowjetischen Veranstaltung in Washington wies Vizepräsident Henry Wallace in einer Diebe auf die Ähnlichkeiten in den Systemen der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion hin. „Irgendwo", so sagte er, „gibt es ein Gleichgewicht zwischen der wirtschaftlichen und der politischen Demokratie, und die Sowjetunion und die USA. arbeiten auf diesen goldenen Mittelweg hin. Diese Demokratie wird weder der Kommunismus der alten Internationale, noch die Demokratie der altmodischen isolationistischen Sorte fein!" Pläne für eine Neuauflage der Genfer Liga enthüllte Wallace mit der Erklärung, der Wille, eine weltumspannende Organisation zu schaffen, und die Aufrechterhaltung eines auf Macht gestützten Weltfriedens der Gerechtigkeit seien die Grundlagen der Demokratie des einfachen Mannes im Zeitalter des Flugzeuges. Der erste Artikel im kommenden Völkerrecht fei fraglos die Charta der Vereinigten Nationen. Diese schließe die Atlantikcharta ein. Die Zweite Front in Europa werde im Jahre 1943 eröffnet werden, erklärte Unterstcw^sekretär Patterson in Boston. Einige der Hauptziele, die 1943 erreicht werden müßten, feien die Beseitigung der U-Bootgefahr, die Rückeroberung Burmas' und die Wiedereröffnung des Burmaweges. Serbische Regierungsumbildung. Belgrad, 7. Nov. (Europapreß.) Mit erweitertem Aufgabenkreis ist eine neue serbische Regierung unter dem bisherigen Ministerpräsidenten Milan N e d i t s ch gebildet worden. Die bisherige Regierung hatte es sich hauptsächlich zum Ziele gesetzt, das Land zu befrieden, die neugebildete sieht es als Herybert Menzel. Dichter und Soldat. Als in den ersten Augusttagen des Jahres 1939 die wehrfähigen Männer ihre Einberufungen bekamen, da haben wohl besonders die deutschen Dichter, die in den friedlichen Aufbaujahren mit ihrem dichterischen Wort den Bestand des Reiches feierten, aeroartet und gehofft, auch sie möchten ^diesen Befehl erhalten. Denn immer, wenn Krieg das Land bedrohte, haben sich die leidenschaftlicher Sprecher des Vaterlandes gemeldet und die Feder mit dem Schwert vertauscht. Damals wie heute — immer ist der Dichter, voran der junge, der glühende Verehrer des Füh- res, zur Stelle. Wie kann es auch anders sein? Sie, die das Wachsen des Reiches Adolf Hitlers tätig miterlebten, haben eine noch viel größere und stärkere Entschlossenheiten zu kämpfen als die Generation vor ihnen. An den beutfehen Dichter hat dieser Krieg größere und schwerere Anforderungen gestellt, zugleich auch schönere und notwendigere. Wer bas Wort für des Reiches Ehre und Ruhm fand, der auch hat eine Berufung zu erfüllen: mit feinem Leben einzuftehen für den Führer, für unser Volk. Wunderbar hat sich der deutsche Dichter bewährt. Wir haben viele Beispiele dafür, die zeigen, wie sehr der Dichter zugleich Soldat ist, wie folgerichtig und selbstverständlich es für ihn ist, den grauen Rock anzuziehen, sobald an ihn der Ruf erging. Wir denken an Herybert Menzel. Vielleicht habt ihr, Kameraden, den Namen dieses Dichters wieder vergessen, was tut es. Seine Lieder haben die meisten von uns gesungen, feine Gedichtbände haben uns viele Jahre begleitet, und wohl mancher Kamerad wird sie auch jetzt bei sich haben. Wenn wir feine Verse lesen, bann wissen mir: sie sind echt und entstammen keinem blutleeren Literaten- hirn. Als Herybert Menzel zu Anfang des Krieges Soldat wurde, da schrieb er, warum es für ihn selbstverständlich sei, die Feder hinzulegen, um nun nichts anderes zu sein als Soldat. „Der Verlust und das Schicksal meiner ostdeutschen Heimat haben mich zu einem kämpferischen Schriftsteller werden lassen. Ich habe den Tag her- beigesehnt, der meiner Heimat die Freiheit wieder- brächte. So wurde es, als der neue Kampf um den deutschen Osten entbrannte, mein größtes Glück, daß ich auch als Soldat meine Pflicht tun durfte. Brom- berg — Weichselbogen — Warschau, so ging unser Marsch durch Polen. Die beiden Lieder, die ich in diesen Wochen für meine Kameraden schrieb: „Herr Hauptmann — Herr Hauptmann" und „Wir sind die zehnte Kompanie", waren wohl die ersten neuen Soldatenlieder, die in Warschau erklangen. Meine Einberufung holte mich von der fast fertigen Niederschrift eines neuen Romanes hinweg. Aber zur gleichen nächtlichen Stunde brannten auch jenseits der nahen Grenze die Scheunen der Volksdeutschen ab. Der Schein stand am Himmel, der uns zur Tat rief. — Wir wollen jetzt an nichts als an den Sieg denken, an den glauben wir so fest wie an unser ewiges Deutschland und den Führer" In einem Brief an Kameraden hat Herybert Menzel etwas von sich erzählt: aus ihm wollen wir hier einige Stellen abschreiben. „Ich bin Euer Kamerad, der als Schriftsteller, wie Ihr in Eurem Beruf, für Deutschland lebt und arbeitet und sonst jetzt wie Ihr Soldat ist. Nach dem Feldzug in Polen kam meine Kompanie in die Bunker am Oberrhein und bann marschierten wir durch Luxemburg und Belgien nach Frankreich. Zwischen der Aisne und der Marne wurde ich 1940 verwundet. 11 Monate lag ich in einem Berliner Lazarett. Erst ging ich an Krücken, bann an zwei Stöcken, schließlich bloß noch an einem und nun humpele ich nur noch ein klein wenig." Unter den vielen Fuhrergedichten ist dasjenige von Herybert Menzel wohl das schönste und zugleich auch künstlerisch einwandfreieste. Es soll am Schluß unserer kleinen Betrachtung stehen: Wenn ich nur zweifle, schau ich auf Dein Bild. Dem Auge sagt mir, was allein uns gilt. Wo immer einer still wird vor der Tat er kommt zu Dir, Du bester Kamerad. In Deinem Antlitz steht es ernst und rein, was es bedeutet, Deutschlands Sohn zu fein. Hanns Arens. Aus Versehen ... Irrtümer und Versehen in einem Betrieb pflegen 3u Mißerfolgen oder gar zu Un« glucfsfaflen zu führen. Aber es gibt auch eine Reihe oon gaflen, wo durch einen glücklichen Zufall das versehen der Umweg zu irgendeiner wichtigen oder nützlichen Entdeckung wurde. In einer Papiermühle verdarb em Arbeiter eine Bütte mit Brei. Er versuchte alles mögliche, aber die Masse wollte sich si.'K letzen. Seine Arbeitgeber gaben einer Nachlässigkeit von ihm die Schuld und er wurde entlassen wahrend die verdorbene Masse in irgendeinen Winkel gegoßen wurde. Dort wurde zufällig bemerkt, daß sie merkwürdig saugfähig war. Man trocknete "vd das Loschpapier war erfunden. Ein mechanischer Fehler an einem Webstuhl ließ die Fäden eines Baumwollstoffes sich verwirren.und verfilzen Das, fehlerhafte Gewebe wurde als Abfall beiseite geworfen. Einem Weber, der sich zufällig daran die Hande abtroefnete, fiel feine Weichheit und an- genehme Saugfähigkeit auf. Er versuchte, Gewebe Oer Webrmachtberichi. DNB. Aus dem Führerhaupkqoarkker, 9. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Raum von Tuapse warfen örtliche Angriffe deutscher und rumänischer Truppen den Feind aus seinen Stellungen. Eine Kampfgruppe wurde in den erbitterten Kämpfen eingeschlossen und vernichtet, an anderer Stelle ein stark besetzter Stützpunkt genommen. Ostwärts Alagir gewann der eigene Angriff unter Abwehr starker Gegenangriffe weiteren Boden. An der unteren D o n f r o n t setzten deutsche und rumänische Lufkstreitkräfte ihre Angriffe gegen Feldstellungen und Truppenunterkünfte fort. Italienische Truppen verhinderten einen Uebersehversuch. Nachschubbahnen der Sowjets im mittleren Frontabschnitt wurden durch Luftangriffe wiederholt unterbrochen. Bei der Bekämpfung der Versorgungsschifsahrt für Leningrad versenkte die Luftwaffe auf dem Ladogasee drei Fahrzeuge. 3m Raum um INarsa Alatruk vernichteten deutsche Schlachtflieger mehrere britische Panzer und zerstörten Kraftwagenkolonnen des Feindes. Ein deutscher Verband unter Führung des Generalmajors Kannte, der vorübergehend abgefchuit- ten war, hat dem Feind in dreitägigen Kämpfen schwere Verluste zugefügt, eine größere Anzahl von Kraftfahrzeugen erbeutet, sich mit ihrer Hilfe wieder beweglich gemacht und den Anschluß an die Hauptkräfte wieder gewonnen. Die amerikanisch-britischen Flotteneiuheiten und Truppentransporte in den Gewässern nördlich Algier wurden seit dem 9. November bei Tag und Nacht von deutschen und italienischen Kampfflieger- verbänden angegriffen. Nach bisher vorliegenden Meldungen trafen Bomben schweren Kalibers sechs Kriegsschiffseinheiten und vier Handelsschiffe. Eia deutsches Unterseeboot erzielte im westlichen Mittelmeer einen Torpcdotreffer gegen einen britischen Kreuzer der „Leander"-Klaße. An der Kanalküste schossen 3agdflieger am gestrigen Tage ohne eigene Verluste aus einem gemischten britischen Verband 12 Flugzeuge, darunter zwei viermotorige Bomber ab. Sieben weitere Flugzeuge verlor der Feind bei einzelnen Störflügen im Seegebiet um Frankreich und über der Deutschen Bucht. Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, waren im Kampf gegen gesicherte Geleitzüge und gegen Einzelfahrer deutsche Unterseeboote weiterhin erfolgreich. SieversenktenimNordatlantik, in der Karibischen See, bei Trinidad, im GolfvonGuinea und im Seegebiet von Kap- stadt 16 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 103 000 BRT. Zwei weitere wurden torpediert und schwer beschädigt. Die Ladung mehrerer Schiffe war für die amerikanischen Etappen auf afrikanischem Beden bestimmt und bestand aus Flugzeugteilen, Munition und anderem Kriegsgerät. ihre vornehmste Aufgabe an, das serbische Volk durch Reformen im Geiste der Zeit zu einem nützlichen Glied der neuen europäischen Gemeinschaft der Völker zu bilden. Neu sind der Innenminister an Stelle des bisherigen Ministers Acimovitsch, der Landwirt» schaftsminister, der Wirtschaftsminister und der Sozialminister. Der neue Justizminister war bisher Landwirtschaftsminister. Kunst und Wissenschaft. Otto Triers „Kot Gottes". Das Dresdener Schauspielhaus brachte das letzte Vühnenwerk des Weimarer Dramatikers Otto Erler: „Not Gottes". Erler führt das Thema der weltanschaulichen Auseinandersetzung zwischen Christentum und Germanentum weiter, das er mit seinem Drama ,Lahors Gast" (1938) ausgenommen hat, und das er zu einer Trilogie „Thor und der Krist" auszuweiten gedenkt. Erler läßt „Not Gottes" rund 300 Jahre nach dem ersten Teil seiner Trilogie spielen. Persönliche Schuld hat einen fränkischen Ritter veranlaßt, am Kreuzzua teilzunehmen. Entsühnt, aber zum unerkannten Bettler herabgesunken, kehrt er heim und wird Zeuge, wie im Umkreis seiner Stammburg die religiösen Weltanschauungskämpfe zwischen den mönchischen Zuwandererrl und den eingesessenen Anhängern des altgermanischen Glaubens das Vertrauen der Menschen ineinander erschüttern. Die Tochter des Burgherrn wird vom Klosterabt, der selbst den Zwiespalt im Herzen trägt, zu dem Versuch bewogen, die Jugend des Burgdorfes in den Kinderkreuzzug zu führen, angesichts von Thors heiligem Wald, in desien Schatten ein paar kernige Menschen von vergangener, aber dieser Art absichtlich herzustellen. Die Händler zeigten Interesse dafür und durch sie die Allgemeinheit. So kam das Badetuch in Gebrauch. Im Jahre 1863 hatte ein junger Weißbinder ein paar Fenster fertig angestrichen und machte Feierabend, wobei er vergaß, auf seinen Farbtopf den Deckel zu stülpen. Am nächsten Tage fand er, daß die gewöhnliche zähe Haut sich an der Oberfläche gebildet hatte. Er ärgerte sich über seine Nachlässigkeit, aber plötzlich kam ihm ein Gedanke. Er preßte die Farbenschicht in einen Ueberzug von grober Sackleinwand, und sie erwies sich als hart und dauerhaft. Es war das erste, noch rohe Linoleum. Während des Weltkrieges machte ein Metallfabrikant Proben mit verschiedenen Metallegierungen für die besten Gewehrläufe. Eine Legierung enthielt einen besonderes hohen Zusatz von Chrom. Sie hatte nicht den nötigen Härtegrad und wurde mit den anderen Abfällen fortgeworfen. Nach etwa 14 Tagen bemerkte ein Gehilfe zufällig, daß der Chromstahl nicht rostig geworden war wie die anderen. Es wurde eine Messerklinge daraus gemacht und diese vier Wochen lang jedem Wetter ausgesetzt, ohne daß sie den geringsten Rostflecken zeigte. Seitdem hat rostfreier Stahl das ganze Messerschmiede- geroerbe revolutioniert. (Sine der überraschendsten Erfindungen der Neu- ^it gelang einem französischen Forscher, als er Flaschen in seinem Laboratorium reinigte. Eine Flasche ließ er dabei zu Boden fallen, sie klirrte, aber zu feinem Erstaunen blieb das Glas heil. Da entsann er sich, daß er vor mehreren Jahren dieser Flasche eine Mischung von verschiedenen Chemikalien aufbewahrt hatte. Sie waren verdunstet, hatten aber innen am Glas eine zähe durch- sichtige schicht zurückgelassen. Er stellte die Mischung genau so wieder her und besaß damit das erste unzerbrechliche Glas. QK. (Nachdruck verboten.) 45. Fortsetzung. Speisekarte reichen. „Ein reifender Platz, Frank", sagte sie. „Und wie aufmerksam Sie bedient werden. Ich will diskret sein und Sie nicht fragen, mit wem Sie sonst bier sitzen. Aber ich f*abe wirklich nicht geahnt, daß Sie au bleiben. Ä _ „ . , _ , Uebrigens bat ich Senorita Orgassa , fuhr San- tacilla fort, „uns beide allein zu lassen. Ich wollte mit Ihnen nämlich unter vier Augen reden, Dok- — Sie boten mir vor ein paar Stunden Ihre „Andreas Schlüter." Ein neuer $i(m der Terra im Gloria Palast. reinen Indizienbeweis einen heillosen Respekt. Deshalb müssen wir den Revolver herbeischaffen. 3d) halte es nicht für wahrscheinlich, daß sie Die Waffe einfach weggeworfen hat. 3ch bin sogar davon überzeugt, daß sie den Revolver, als« sie mich gestern aufsuchte, in ihrer Handtasche bei sich trug. Vermutlich wird sie ihn in ihrem Hause sicher verwahrt haben. Ob -w'r ihn finden, wenn ich sie verhafte, ist fraglich. Wir müssen ihn irgendwie her- vorzaubern." „ ., J . - „Und wenn wir die Waffe nicht finden, Don Santacilla?" w m „Dann müssen wir den Beweis, daß die Perano Gonzales erschossen hat, anders, aber ebenso deutlich erbringen!" Forester nickte zustimmend, er ließ sich dabei allerdings anmerken, daß ihm dieses .Irgendwie noch ein ungelöstes Rätsel sei. „Was geschieht übrigens jetzt mit Brackmann? fragte er nach einer kleinen W^le. „Ich kann ihn in seinem eigenen Intersse leider erst freilassen, wenn die Perano verhaftet ist. Er wird das einsehen, und ich hoffe, daß auch Senorna Orgassa die Notwendigkeit dieser Maßnahme be- ^F^orester^blickte auf: „Ich verstehe Sie nicht ganz, Don Santacilla ... haben Sie denn mit Senorua Orgassa bereits gesprochen?" Nur ein paar Worte ... ich traf sie nämlich vorher unten in der Halle; sie hatte gerade chren Vater angerufen." Santacilla bewegte die L ppen wie em Weintrinker. „Eine entzückende junge Dame ... Sie glühte wie eine Rose, als. ich ihr sagte, daß sie Brackmann nun bald in ihre Arme schließen dürfe ..." Forester machte ein Gesicht, als verursachten ihm Santac llas poetische Vergleiche eine leichte Uebel- feit und als bäte er chn dringend, bei der Prosa EinMann rechnet ah Roman von Horst Biemath Am 9. November vollendete der Direktor des Staatlichen Instituts für erperimentelle Therapie und Chemotherapie in Frankfurt, Prof. Dr. Richard Otto, sein 70. Lebensjahr. Otto war zunächst Militärarzt. 1902 bis 1904 Assistent am Institut für Infektionskrankheiten in Berlin, 1904 SRitgtieb bes Instituts für experimentelle Therapie in Frankfurt und Leiter der prüfungstechnischen Abteilung. In Hannover habilitierte er sich und siedelte 1913 als Abteilungsvorsteher an das Institut für Infektwns- krankheiten „Robert Koch" nach Berlin über, 1936 wurde er Direktor des Staatlichen Instituts für experimentelle Therapie und des Forfchungsinst-- tuts für Chemotherapie in Frankfurt. Otto hat zah^ reiche wissenschaftliche Arbeiten, vor allem auch über die Bekämpfung des Flecktyphus, der Pest und der Cholera veröffentlicht. - Am 11. November vollendet der in Gräfelfing bei München im Ruhestand lebende Leipziger H storiker, Geheimrat Prof. Dr. Walter Götz, fein 75. Lebensjahr. Gotz wurde zu Leipzig als Sohn des durch die Förderung des deutschen Turnwesens hochverdienten Geheimen Sanitätsrat Dr. Ferdinand Götz geboren. In Frei- bürg, München und Leipzig studierte er. 1892 bis 1895 war er Mitarbeiter der Münchener h.stonschen Kommission und habilitierte sich bann in Leipzig. 1905 folgte er einem Ruf als Ordinarius der Geschichte des Mittelalters nach Tübingen, später kam er nach Straßburg und 1915 nach Leipzig als Nachfolger 2arl Lamprechts. 1933 trat er in den Ruhestand. Seine zahlreichen Veröffentlichungen betreffen spätes Mittelalter, italienische Renaissance, Gegenreformation und Dreißigjährigen Krieg. — Ach 12. November vollendet der emer. Ordinarius für Geographie an der Universität Halle, Prof. Dr. Otto Schlüter, sein 70. Lebenswahr. In Witten an der Rubr geboren, begann er ferne akademische Laufbahn 1906 in Berlin. 1910 siedelter nach Bonn Über, 1911 wurde er in Halle Ordinarius. Schlüter fft feit 1942 Vizepräsident der Leopoldina. Gießener Konzertring Erstes Orchester-Konzert. Madame Perano hatte nun die Liebenswürdig- kett, mir über diese ungeklärte Stunde Auskunft zu geben. Gonzales habe nämlich die Absicht geäußert, noch ein paar Runden auf dem Korso zu fahren, und dort habe sie ihn denn auch noch kurz oor ihrem Eintreffen in der Präfektur, also etwa eine Viertelstunde nach elf, in feinem Wagen gesehen. Eine Viertelstunde nach elf, Donor! -verstehen Sie, was das bedeutet?" „Mann Gottes", ftteß Forester hervor „sie ha Gonzales spazierenfahren gesehen, der um diese Leit rllängft tot war!" Er griff sich verblüfft an den Kopf: „Ich begreife diese ungeheuerliche Unvorsichtigkeit nicht! Wie konnte die Perano nur auf Ihren Schwindel hereinfallen?" „Sehr einfach, Doktor. Da sie ihr Alibi durch die rührende Dummheit der Polizei so gut nachzuweisen vermochte, wie sie es sich bester gar nicht wünschen konnte, mußte sie befurchten, mein Herumbohren in dieser einzigen ungeklärten Frage würde vielleicht überraschende Ergebnis^ bringen. Durch ihre Erklärung bog sie dieser zweifellos bestehenden Gefahr die Spitze ab. — Ich habe lange nachgedacht, um diesen Köder zu finden; aber Sie 'ehen, sie fiel prompt darauf herein. „Großartig, Don Santacilla, wirklich großartig", rief Forester ehrlich bewundernd. „letztfehlt als praktisches Beweisstück also nur noch die Mord- Weihnachtsgratifikation 1942. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat eine Anordnung erlassen, in der die Grenzen festgelegt sind, bis zu denen in diesem Jahr durch Ausschüttung von Weihnachts- und Abschluhgran- fikationen treue Dienste, vollste Erfüllung aller Pflichten und einwandfreie Führung im Betrieb der einzelnen Gefolgschaftsmitglieder anerkannt werden können. Grundsätzlich sind nach der Anordnung Weihnachts- und Abschlußgratifikationen nur in d er Höhe erlaubt, in der sie zulässigerweise bereits unter gleichen Voraussetzungen im Vorjahr gegeben worden sind. Diese Regelung ist — wie in der gesamten Lohnpolitik — erforderlich, um im Kriege unerwünschte Störungen des wirtschaftlichen Gleichgewichts. die durch Steigerung der Kaufkraft eintreten könnten, zu vermeiden. Gegenüber der vorjährigen Handhabung im Betrieb darf mir dann abgewichen werden, wenn entweder feine Gratifikation ober sehr niedrige Gratifikationen gegeben worden sind. In diesen Fällen können besonders treue Dienste und einwandfreie Führung durch 'Er- Höhung ober Neueinführung von Gratifikationen bis zu einem Höchstbetrag von einem Wochenverdienst ober einem Viertel Monatsverbienst anerkannt werben In einem Begletterlaß an bie Reichstreichcmber ber Arbeit bat ber Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz darauf hingewie'sen, daß dem Charakter der Weihnachts- und Abschlußgratifikattonen als Treueprämie entsprechend diese Zuwendung grundsätzlich erst nach mindestens einjähriger Be- triebszugehörigkeit erstmalig gegeben werden sollen. Verlängerte Ausweise für Kneosbesckädigte. Der Reichsarbeitsminister gibt bekannt, daß die Iahresbescheinigungen der Reichsbahn zur Erlangung von Fahrpreisermäßigungen für Kriegsbefcha- bigte für bas Jahr 1943 nicht erneuert werben. Die für 1942 ausgestellten Bescheinigungen gelten ohtje weiteres auch'für 1943. Es hcmbelt sich um die Bescheinigung für Schwerkrieasbeschädiate zur Benutzung der zweiten Wagenklasse, die Bescheinigung zur freien Beförderung eines Begleiters und den Ausweis zur Benutzung des Abteils für Schwer- kriegsbeschädiate. Ebenso gelten die Ausweise zur bevorzugten Abfertigung vor Amtsstellen und zur E'ntrittspreisermäßigung für kulturelle Veranstaltungen ohne besondere Verlängerung weiter bis Ende 1943. Nur abgenutzte und unansehnlich gewordene Ausweise werden eingezogen und erneuert. Verbunkelunnszell: «November von 17.39 dis 7.04 Uhr. eigenwilligsten schöpferischen Persönlichkeiten m Preußen. Mit bem Reiterstandbilde des Großen Kurfürsten und den Masken sterbender Krieger im Zeughaus, mit den Entwürfen zum Charlottenburger und zum Berliner Schloß sind einige dec hervorragendsten bildhauerischen und architektonischen Arbeiten bezeichnet, die Schlüter als Hofbau- meister des Kurfürsten Friedrich III., nachmaligen Königs Friedrich I. ausgeführt und in denen er das künstlerische Gesicht der Reichshauptstadt mit« , bestimmend geformt hat. Die bewegten Lebensschicksale Schlüters nahm der Film zum Anlaß, an ihnen wieder einmal das Exemplarische nicht allein seines Wesens, sondern des Künstlerisch-Außerordentlichen schlechthin begreiflich zu machen. Auch hier ist — wie zuvor im Rembrandt-Film und ungezählten andern Beispielen — das Genie des geistig überragenden Menschen in Widerstreit mit der Welt gestellt. Zwar bedeutet die Katastrophe des Münzturmes (der am Tage des Richtfestes zusammenstürzt) eine persönliche Niederlage und einen entscheidenden Wendepunkt in Schlüters Lebensbahn, aber was er vorher und nachher geschaffen hat, was chm gelungen ist und die Jahrhunderte überdauerte, zeugt für einen schöpferischen Willen, der nach den Sternen greift, dem das Größte uni) scheinbar Unmögliche gerade recht ist; für ein Genie, das unbeirrbar, unbestechlich, zu keinem Kompromiß und zu jedem Kampfe bereit. Beethovens Ouvertüre Leonore Nr. 3 wurde zum verheißenden Symbol für die Eröffnung der diesjährigen Symphonie-Konzerte; dieses Urbild der dramatischen Ouvertüre, das in letzter Ausgeglichenheit das Inhaltliche im formalen bannt und in die Tiefen menschlichen Schicksals hin- einsckauen läßt. Das einleitende Adagio breitete sich mit feiner inneren Schwere und Gelichtetheit als ein Werdendes aus, das Allegro entfaltete sich in großer Steigerung und fand Höhepunkte der Jnnerlich- feit nach den von der Oper her übernommenen Gouverneursignalen. Dieses bangende Hoffen wuchs zum Jubel der im hohen Schwung erfaßten Koda aus. Sowohl die feine klangliche Abstufung der Streicher wie auch die Ausgeglichenheit der Bläser trugen bedeutsamen Anteil. Mit dem Diolin-Konzert von Jean Sibelius (1905) wurde uns eine bisher in Gießen noch nicht zur Geltung gekommene Klangwett eröffnet Sibelius ist für das finnische Volk zum Begründer und Bahnbrecher einer nationalen Tonkunst geworden. Zum ersten Male ist durch ihn der finnische Volkscharakter in der europäischen Musik den alten Kulturländern zur Sette gestellt worden; er hat das Tonempfinden seines Volkes -aus schlum- merndem Naturzustand geweckt und durch die Her- auskehrung der finnischen Eigenart die europäische Musik um ein wertvolles Moment bereichert Dafür zeugt auch dieses Diolin-Konzert. In seinem Betreben, sich mit der überlieferten Symphoniesorm auseinanderzusetzen, hat Sibelius ganz persönlich bestimmte Wege in der Neugestaltung und inneren Durchdringung beschritten. Beim Anhören seiner Symphonien wie auch seines Violin-Konzertes gewinnt man die Ueberzeugung, daß hier ein Schaffender ganz aus dem Wesen der Natur seines Heimatlandes heraus eine eindringliche Sprache spricht mit unverbrauchten Wendungen in der melodischen Gestaltung und neuartigen, aus sich heraus gezeugten Klangfarben und Klangkombinationen. Die Anforderungen, die dieses Diolin-Konzert an den Solisten stellt, sind sehr hoch; nur ein vollendeter Beherrscher feines Instrumentes, wie Prof. Franz Bruckbauer, wird ihm gerecht werden. Und dennoch hat man beim Erleben di-'ses Werkes niemals den Eindruck, daß etwa irgend eine Note nur aus den Gründen der Formung da stände oder gar fortfaßen könnte, sondern hier ist jeder Ton in der inhaltlichen Eigengesetzlichkeit des Werkes bedingt und damit wesentlicher, organischer Bestand' teil Daß der Hörer im Erfassen dieses Konzertes soweit vorstoßen konnte, ist ein und »dingtes Verdienst des Solisten. Im Vorjahre hatte er mit der Durchführuyg des Konzertes von Brttmis Großes gegeben. Hier ließ er erkennen, wie tief er in diese eigenartig geprägte Tonwelt eingedrungen ist, so daß jeder daran Anteil hatte. Landschaftsgebunden wie eine Stimme aus der Einsamkeit führte er mit empfindungsgeschwellter melodischer Linie in das Man hat den Bildhauer Andreas Schlüter (geb. 1664 in Hamburg, gest. 1714 in Petersburg) den Michelangelo Preußens oder der Deutschen genannt, und auch im Text des Films ist einmal davon die Rede. So anfechtbar und bedenklich Vergleiche und Anspielungen solcher Art gemeinhin erscheinen mögen: in diesem Faße kann man sich auf Leibniz berufen, dem das Wort zugeschrieben wird, und überdies wird man einräumen müssen, daß der Hinweis auf Michelangelo, was Schlüters Persönlichkeit und Werk betrifft, jedenfalls durch das Ausmaß feiner Entwürfe, durch die Unbedingtheit feines künstlerischen Willens und durch die unendlichen Schwierigkeiten und Widerstände gerechtfertigt erscheint, mit denen er sein Leben lang zu kämpfen gezwungen und gemißt war. Wie dem auch sei — mit der nämlichen Begründung wie Michelangelos Namen könnte man hier den Namen Rembrandts nennen, dessen Dasein und Schicksal der Film vor kurzem Ebenfalls zum Gegenstände eines Drehbuches gemacht hat. Der Schlüter-Film, zu dem Helmut Brandts und der Spielleiter Herbert Maisch nach Motiven des Romans „Der Münzturm" von Alfons von Czibulka das Manuskript schrieben, führt die dort angeschlagene Linie fort: er erneuert in einer bildhaft einleuchtenden, volkstümlich verständlichen Form das Andenken Schlüters als eines Iber großen deutschen Barockmeister und einer der mrtffo I" J3ch sagte Ihnen schon, daß ich die Perano auf Grund der Widersprüche, in die sich .verwickelt hat, jederzeit verhaften lassen kann. Selbstverstand, lich wird sie dann aße ihre Aussagen abstreiten und besonders ihre Begegnung mit Gonzales als Irrtum hinstellen. Für mich ist der Faß klar, ich wurde Aus der Stadl Gießen. Auch ein Urlauber. Ob er für vierzehn Tage auf Urlaub kommen könne, wurde von feiner „Kompanie" angefragt. Aber gewiß doch, je eher und je länger, je lieber. Und er kam, mit Hallo begrüßt, Artus, unser kohl- schwarzer Riesenschnauzer, der sett mehreren Monaten schon Dienst tut bei der Wehrmacht als Schutzhund. Was war das damals für ein» Kummer gewesen, als er eingezogen wurde! Wir gaben chn nur schweren Herzens her, und allein der Gedanke war tröstlich, daß es fürs Vaterland geschah. Artus elbst, ber handfeste Prachtkerl feiner straffen Rasse, chien es nicht weiter tragisch zu nehmen, er zuckte mit keiner Wimper, als dicht neben seinem Ohr eine Pistole zur Prüfung auf seine Verwendungsjahig- kett abgeschossen wurde. Nach sechs Wochen kam die Nachricht, daß er sein Examen als Schutzhund mtt Glanz bestanden habe. Ab und zu hörten wir von ihm, wenn er seinen „Standort" gewechselt hatte, und niemals fehlte die Versicherung, daß er wohl- Wir vermißten ihn sehr in der ersten Zett, aber schon damals vermuteten wir insgeheim, daß er beim männlich strammen Dienst in seinem Element sei. Und das sahen wir jetzt bestätigt. Er war wieder unser Freund, gewiß, aber immer schien er auf etwas zu warten. Ohne Zweifel, ihm fehlte der „Dienst", er kam sich in den Stadtzimmern eingeengt vor. Vielleicht vermißte er auch die Fleischtöpfe der Wehrmachtsküche. Als nach vierzehn Tagen sein Urlaub zu Ende war, begrüßte er seinen Abholer, der „draußen sett längerer Zeit schon fein Herr war, mit stürmischer Freude und hatte bann in seinem guten Hunde- herzen beim Abschied von uns richtig so etwas wie ein schlechtes Gewissen. Jedenfalls ließen wir ihn diesmal beruhigt ziehen, denn schließlich fühlt sich auch ein Hund dort am wohlsten, wo er sich in feiner Wesensart ausleben kann. O. K-n. „Selbstverständlich!" antwortete Forester ohne Besinnen. Er unterdriickte die dumpfe Rebellion seiner Gedanken, die er wie Gnomen aus einem verborgenen Winkel hinter sich herkichern hörte. Eine bildschöne Lage, flüsterten sie hämisch, jetzt darf ber Forester den Mann, den er im Grunde seines Herzens dorthin wünscht, wo der Pfeffer wächst, in die Arme des erglühenden Fräuleins Karen Orgaffa führen ... „Ich habe da nämlich einen Einfall gehabt", sagte Santacilla, „es ist ein Ueberrumpelungsver- such, und ich gebe zu, er hört sich ein wenig abenteuerlich und vielleicht auch gar nicht ungefährlich art, aber ich sehe vorläufig keinen anderen Weg, die Perano zur Strecke zu bringen." „Abenteuerlich? Gefährlich?" fragte Forester voller Aufmerksamkeit. „Her damit, Don Santacilla, das ist gerade das Richtige für mich!" Santacilla sah Forester an, als entdecke er an ihm völlig neue Züge. „Eine Frage vorher, Doktor: kennt die Perano Ihren Namen ober womöglich Sie persönlich? Ich meine, haben Sie im „El Faro" verkehrt?" „Erlauben Sie", protestierte Forester empört, „sehe ich wie ein Lebemann aus?" Santacilla sah Forester ernsthaft prüfend an: „Für 'nen Wasserttinker würde ich Sie jedenfalls nicht halten", stellte er fachlich fest und rückte mit seinem Stuhl näher, um Forester seinen Heber- rumpelungsplan zu entwickeln. Die Unterredung zog sich in die Länge, sie dauerte bis zum Anbruch der Dunkelheit. Als Santacilla schließlich aufbrach, begleitete Forester ihn Werk ein; fein wundervoll ausgeglichenes und im Einzelnen bis zum Letzten gegliedertes und akzentuiertes Passagenspiel band sich mit dem Orcyester zur Wesenseinheit. Insbesondere aber in der zweiten Kadenz des Kopfsatzes, die nicht in der üblichen Weife am Schluß auftritt sondern die Durchsüh- rung vertieft, war sein ftimmucs Spiel von ganz besonderem Reiz. Wie das Technische dem Empfindungstrom sich einbaute, dafür sprach das Adagio. Das Finale mit seinen eigenwilligen Rhythmen fußt in der finnischen Volksmusik, :n ständig neuem Lichte erschienen hier die beiden Hauptgedanken, urnsrrahtt von der Solovioline. Max Reger hatte sich auf der reifen Höhe seines Schäftens immer mehr dem Mozartschen Klangideal genähert. „Wir brauchen nötigst viel, viel Mozart? So wurden denn seine Variationen überbas Thema aus Mo z art s F-dur- Klavier-Sonate zu einer genialen Zusam- menfaffung feiner schöpferischen Kräfte im Lichte einer meisterlichen Satzkunst, zu einer Offenbarung dessen, wie Reger unter dem Eindruck ber musikalischen Wandlungen im 19. Jahrhundert Mozart zu Durchdringen vermochte. Bei aller Strenge in der Auswertung des thematischen Materials führt er den Hörer auf ganz neue, ungeahnte Wege. Dieses zweifellos reifste Orchesterwerk Regers (entstanden im Sommer 1914) gewann unter Otto Solln er klangliche Gestalt. Das Thema in seiner delikaten Instrumentierung führte empsindungsstark (Oboe) in das Werk ein. Die Holzbläser feierten an Klangschönheit wahre Triumphe in der ersten Variation. Die zweite ließ anfangs das Thema in der Gegen- bewegung nicht in gewünschter Deutlichkeit heraus- treten. Aus der Reihe der weiteren Abwandlungen sei besonders die fünfte herausgehoben mit ihrer tiefen Innerlichkeit und die achte mit ihrer hohen Ausdruckskraft und ihrem klangschönen Entschwinden. Die Fuge wuchs in der Durchführung des ersten Themas in organischer Kraftlinie heraus. Be, reichert durch den Eintritt des gegensätzlichen zweiten Themas steigerte sich das Ganze zur immer höher strebenden Klangkuppel, wenn auch leichten Schwankungen in der rhythmischen Gesügtheit unter» morsen, und fand seine Krönung in der Wiederkehr ber Dariationsthemas im markigen Gepränge der Hörner und Trompeten. — Obwohl sich das Gießener Städttsche Orchester für diese besondere Gelegenheit aus Kräften von verschiedensten Orten her verstärkt hatte, so bewies er doch sowohl im Sibelius wie auch namentlich im Reger bedeutende klangliche Schmiegsamkeit und Anpassungsfähigkeit. Dem vielfältig gefärbten Streicherklang einten sich bie klangschönen Bläser, vor allem die bei Reger gewichtig beteiligten Hörner. — Starker dankbarer Beifall war das Zeichen des Eindrucks der Werke bei den Hörem. Dr. Hermann Hering. Kopf zwei Stunden lang zu feinem persönlichen Vergnügen zerbrochen habe? „Es tut mir leib, daß ich Ihnen nicht beim Abendessen Gesellschaft leisten kann", sagte er höflich, „um halb neun erwartet mich Santacilla in feinem Büro. Aber wenn alles klappt, werden Sie Brackmann noch heute wiedersehen." „Santacilla war schon so geheimnisvoll, und nun drücken Sie sich auch noch wie das delphische Orakel aus, Frank. Was haben Sie vor? Weshalb durste ich an Ihrer Besprechung nicht teilnehmen?" „Von mir aus hätten Sie ruhig dabei sein dürfen. Ich verstehe wahrhaftig nicht, weshalb Santacilla solchen Wert darauf legte, die Unterredung unter vier Augen abzuhalten." Sie sah ihn rnißttauisch und besorgt an. „Sie schwindeln, Frank! Da stimmt doch etwas nicht. Sie haben irgendeine gefährliche Sache vor." ,Zch versichere Ihnen, die Geschichte ist so harmlos wie ein Kinderspiel, und ob sie glückt oder nicht, ist für Brackmanns Sache nur insofern bedeutungsvoll, als bei gutem Gelingen feine Schuldlosigkeit noch glänzender bewiesen wird." „Es handelt sich doch darum, der Perano den Besitz ber Waffe nachzuweifen, mit der Gonzales erfchofsen wurde, nicht wahr?" fragte sie halblaut. Die Halle war ziemlich belebt, da bie Hotelgäste sich zur Einnahme der Abendmahlzeit auf die Terrasse ober in die Speisesäle benähen. „Um Himmels willen, seien Sie vorsichtig!" flüsterte Forester warnend. Sie betraten den Speisesaal. Der Oberkellner führte sie zu einer Nische. Es war ein intimer Platz, der für Hochzettsreisende bestimmt zu sein schien. Forester sah sich ein wenig peinlich berührt nach einem anderen Tisch um. aber Karen hatte sich bereits gesetzt und ließ sich von dem Oberkellner die immer wieder lebendig greifbarer germanischer Der- aangenhett träumen. Mit großem theatralischem Geschick hat (Stier die Konflikte auf beiden Seiten urfachlich auseinander bezogen, so daß eine stark fühlbare psychologische Spannung entsteht und die dramatischen Figuren des fernen Damals wie Menschen unserer Seelenart vor uns stehen. Ihr Kampf aber endet mit einem versöhnenden Klang, und Er- ler entläßt den Hörer in der Gewißheit, daß die Ideenkraft dieses Lehrstückes klärend in die Problematik heutiger kämpferischer Auseinandersetzungen wettet wirken wird. — Am Vorabend mar das Werk in geschlossener Vorstellung des ^-Hauptamtes Berlin einem Kreis von Waffenträgern ber ff bargeboten morden, wobei ff -Obergruppenführer von Woytfch bie Bedeutung ber Thor-Trilogie (Stiers unterstrich unb dem Dichter für feinen Anteil an der inneren Dolkwetbung bankte. Hans Schnoor. (Eine Sinfonische Musik von Harald Genzmer. (Eugen Iochum eröffnete die Philharmonischen Konzerte in Hamburg mit der Uraufführung einer Sinfonischen Musik von Harald Genzmer. Obwohl die klassisch sinfonische Form äußerlich gewahrt bleibt, find bie thematisch eng verknüpften Ecksätze, der breit ausströmende, einer großen Steigerung zustrebenbe langsame Satz unb das lebendige Scherzo inhaltlich stark verdichtet unb verraten in dieser Kurzform der Sinfonie schon den Ausdruckswillen eines neuen Lebensgefühls unserer Zeit, bas am vitalsten vielleicht in dem kecken, Brucknerschen Geist entwachsenen Scherzo zum Durchbruch kommt. Eine hochentwickelte konstruktive Kraft, die gelegenllich noch den musikalischen Einfall überwiegt und namentlich im Finale bas thematische Material in gewaltigen Spannungen aufeinandertürmt, paart sich mit feinem Empfinden für die farbigen Klangwirkungen einer geschickten Instrumentation. Das Werk wurde mit lebhaftem Beifall des ausverkauften Hauses entgegengenommen. Wolfgang Vogler. „Der Heine Grenzverkehr." Unter ber Regie von Hans Deppe wurde mit den, Außenaufnahmen zu einem heiteren, hauptsächlich zwischen Reichenhall unb Salzburg fpielenben Ufa-Film, „Der kleine Grenzverkehr , begonnen, dessen Drehbuch ber Autor bcs „Münchhausen"- Manuskripts, Berthold Bürger, schrieb. Es handelt 3on einem Berliner „Lachforscher", ber zur Zeit, da die Alpen- und Donaugaue noch durch Zollschranken vom Reich getrennt waren, wegen Devisenschwierigkeiten ohne Geld im kleinen Grenzverkehr stunden- weise von Reichenhaß ins Salzburgische überwechselt unb dort mancherlei belustigende Abenteuer mit emer gräflichen Familie erlebt, die in ihrem Schloß bie Rollen ber Dienerschaft angenommen hat. Die Hauptrollen spielen Willy Fritsch, Hertha Feiler unb Hans Leibett. Hochfchulnachrichlen. zur Halle hinunter. , , „ „Also Doktor, es bleibt dabei, ich erwarte Sie um halb neun in meinem Büro. Auf Wiedersehen bis dahin!" Santacilla verabschiedete sich unb ver- ließ bas Hotel. Als Forester sich umdrehte, stand Karen vor ihm. Sie hatte in ber Halle Tee getrunken unb die ausliegenden Zeitschriften durchaedlattert. Vier Portionen Tee ....Forester glaubte emen H ~vcl leisen Vorwurf herauszuhören. Er spurte das Aus- e,n tiefes Wasser sind." steigen einer gewißen Bitterkeit. Am liebsten batte fnfnM er sie gefragt, ob sie denn glaube, daß er ,ich ben| (Fortsetzung folgt.) Gunolln Fabrik Kein HW.ui Schuh- u. Lederpflege? Nicht jede Schuhcreme lef fdir nur mit dem Aufdruck; ,Guttalirr Würze /er hat! tain fol ftflnjW 0*S ^0^ VtiMl'' H tntolgk Seit d meines' ein bef selbst an stellen. 1 es nicht von Cngli Kriegserk deshalb i land noch triftiger । nnd für j konnte n freien, d päifche Zukunft i in die nichts eir digten Zi nicht unb Das Di Schwäche preffunge was ein gejroungi folger, i • Baffenff , sondern beutet un keinen U verfchlech Reiches j 3nfranfig verschuld! Deutsch auf die auch nich oeränität I lonialreit 3n der ropa kra klmeri! bleie in tu beseh« Lage, die Veutschla keinen Menffi die sich ( Staate 3n get amerikanl einet jfaj düngen hl "fahren, "merikanl irankr, Damit | J*» ®aj Mfa V* Halit taten nafitnei War G^cft! l3 bee e en Müssen m ™«mun8 l,'"PPe ^"lelr 'f,s «tti 2 '"'«Mm bin ! «'Ä jft "•h,. fr*» „'"brn, >!: von Von den Maßnahmen, die das Reich bisher für den Familienlastenausgleich der Kinderreichen eingeführt hat, kommt der Ausbildungsbeihilfe besondere Bedeutung zu. Es handelt sich hier um eine rein bevölkerungspolitische Maßnahme, die nicht auf die besondere Begabung der Kinder und auch nicht auf soziale Fürsorge oder Wohltätigkeit abgestellt ist. Ferner kommt es nicht darauf an, ob der Vater bzw. die Eltern ein geringes oder ein großes Einkommen und Vermögen haben. Es hat vielmehr jede Familie mit vier und mehr lebenden Kindern, gleich welchen Alters, Anspruch auf die Ausbildungsbeihilfe, und zwar für alle die Kinder, die bei Beginn des Lehrabschnitts das 25. Lebensjahr noch nicht überschnitten haben. Voraussetzung ist nur, daß die Kinder erbgesund und geistig und charakterlich entwicklungsfähig sind. Auch für uneheliche Kinder wird die Beihilfe gegeben, wenn der Vater bekannt ist. Das Reich will mit dieser, bereits vor dem Kriege begonnenen Maßnahme auf dem Gebiete der Ausbildungskosten die Eltern, die der Nation den erwünschten Kinderreichtum schenken, materiell von der Mehrbelastung befreien, die sie gegenüber Kinderarmen oder Kinderlosen sonst zu tragen hätten. Besondere Vergünstigungen sind für Kinder Gefallener und Schwerkriegsbeschädigter vorgesehen. Zunächst werden bei Feststellung des Familienstandes auch die Kinder als lebend mitgezählt, die gefallen, bei besonderem Einsatz verstorben oder durch feindliche Einwirkung, z. B. durch Luftangriffe, ums Qeben gekommen sind. Alleinstehende Frauen bekommen die Ausbildungsbeihilfe überhaupt ohne Rücksicht auf die Kinderzahl. Das bedeutet, daß z. B. die Kriegerwitwe, auch wenn sie nur ein Kind hat, vom Reich die Ausbildungskosten ersetzt erhält. Das gleiche gilt für Witwen überhaupt sowie für geschiedene oder dauernd von ihrem Ehemann getrennt lebende Frauen oder ledige Mütter. Entsprechende Die Reichs-Ausbil-ungsbeihilfe. Besondere Vergünstigung für Kriegsopfer. — Jetzt Anmeldezeit bei Hochschulbesuch. Vergünstigungen sind für gewusse Gruppen Kriegsbeschädigten und Schwerbeschädigten bestimmt worden. Vollwaisen bekommen Ausbildungsbechllse auch, wenn sie keine Geschwister haben. Die Altersgrenze von 25 Jahren kann um den Zeitraum überschritten werden, um den sich wegen Kriegseinsatzes der Ausbildungsbeginn verzögert hat. Das Reich gibt die Ausbildungsbeihllfe nur für eine Ausbildung, die die Grundlage für die Ausübung eines Lebensberufs bildet, und zwar nur zum Schulbesuch, nicht also für die praktische Be- rufsausbildung. Für Pflichtschulen wie Volksschulen, Berufs- oder Fortbildungsschulen, kommt sie ipi allgemeinen nicht in Frage, obgleich auch hier für Krieqerwaisen und Kinder Schwerkriegsbeschädigter eine Ausnahmemöglichkeit besteht. Ausbildungsbeihilfe wird jedoch gegeben bei Hauptschulen, Mittelund Höheren Schulen, Lehrerbildungsanstalten, Berufsfachschulen, Berufsfachlehrgängen, Fachschulen, Fachlehrgängen und Hochschulen. Schulgeld, Lehroder Studiengebühren sowie sonstige zwangsläufig anfallende Gebühren werden voll erstattet. Die Beihilfe für die Lebenshaltungskosten geht bis 50 RM. monatlich. Ausbildungsbeihilfe ist vor Beginn, spätestens bis Ablauf des ersten Monats, des Ausbildungsabschnitts bei der betr. Schule zu beantragen, bei Besuch von Hochschulen aber beim Finanzamt, in dessen Bezirk der Antragsteller wohnt. In diesen Tagen und Wochen wäre die Beantragung für Hochschulbesuch wieder fällig. Das Reich hat bis Ende September 1942 bereits in 625 687 Fällen Ausbildungsbeihilfe gewährt und dafür 118,41 Millionen RM. bewilligt. Es mag sein, daß noch viele tausend Kinder antragsberechtigt sind, ohne dieses Recht bisher in Anspruch genommen zu haben, weil die Eltern die Großzügigkeit der Bestimmungen nicht kannten. ** Ernennung bei der Gendarmerie. Der Meister der Gendarmerie Ludwig E ck st e i n wurde mit Wirkung ab 1. Oktober 1942 zum Bezirksleutnant der Gendarmerie ernannt. ** Liederabend in der Aula. Man schreibt uns: Lore Fischer, eine der angesehensten Altistinnen Deutschlands, die auch wiederholt in Gießen nfit großem Erfolg gesungen hat, gibt am Mittwoch in der Universitäts-Aula einen Liederabend mit Werken von Schubert, Schumann und Hugo Wolf. Die Begleitung liegt in den Händen von Hermann R e u t t e r. ** Teure Schulversäumnis. Ein Mann in Lollar hatte seine zehnjährige Tochter vom 27. Juli bis 1. August nicht zur Schule geschickt und auch keine Entschuldigung übermittelt. Ein polizeilicher Strafbefehl über 50 RM. war die Folge. Dadurch fühlte sich der Mann ungerecht behandelt. Er legte gegen den Strafbefehl Einspruch beim Amts- Für unsere Verwundeten. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: ,-Sang und Klang" war der Titel einer Vortragsfolge, die in bester Weise durch Erna Stoll (Alt), Herbert Kruger (Tenor), Frl. Netto (Violine) und Maria Bergmann (Klavier) ausgeführt wurde. Lieder von Schumann, Brahms, Goenz und Millöcker wechselten mit Violinsoli. Frl. Bergmann hatte die Begleitung am Klavier übernommen und spielte „Waldesrauschen, Des-dur“ von Liszt. — In einem Lazarett lief der Film „Der Gouverneur". — Im Auftrage der Kreisbildftelle zeigte Lehrer Appelmann verschiedene Filme über den Rohstoff Eisen, seine Gewinnung und Verarbeitung. Durch die vorhergegebenen Erläuterungen waren die Filme interessant und lehrreich. — Im Laufe der Woche waren einige Verwendete zu allen Vorstellungen durch den Intendanten des Theaters der Universitätsstadt Gießen eingeladen. — Bei der „Gedenkfeier zum 9. November" waren Verwundete aus allen Lazaretten anwefeird. — Am Sonntag folgte eine große Zahl Verwundete aus hiesiaen Lazaretten der Einladung der Ortsgruppe mit ihren Gliederungen in Saasen. Die schön verlebten Stunden erfreuten alle Beteiligten. Gießener Dochenmarktpreise * Gießen, 10. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, Vi kg 9 Rpf., Weißkraut 7, Rotkraut 8, gelbe Rüben 10, Schwarzwurzeln 30, Feldsalat 50, Äepfel 30 bis 40, Lauch 15, Sellerie 16, Endivien, das Stück 10, Rettich 10 bis 20 Rpf. * ** Ernennung bei der Polizei. Polizeiinspektor Rau bei der Polizeidirektion Gießen wurde mit Wirkung ab 1. August 1942 zum Polizeioberinspektor ernannt. allein seinem Gesetz gehorcht und in den Stürmen einer aehässig und mißgünstig ihm widerstrebenden Welt sich triumphal behauptet. ♦ Dem Spielleiter Herbert Maisch gebührt das Verdienst, einen von Hause aus spröden Stoff bildhaft bewältigt und mit einem gewaltiaen personellen und materiellen Aufgebot das Grundsätzliche des Falles Schlüter in seiner Dramatik geformt zu haben. Daß er nicht im äußerlich Dramatischen des Stoffes steckenblieb — wie es etwa die Szenen im Gießhause und am Münzturm boten —, ist vor allem Heinrich George zu verdanken, der dem Künstler Schlüter die menschliche Anteilnahme des Beschauers gewinnt: er versammelt in seiner massig gedrungenen Erscheinung alle Züge, die Schlüter zu einer beispielhaften Inkarnation gestaltenden Willens machen; es geht die Kraft der großen, überlegenen Persönlichkeit von dieser Figur aus, in der sich Schroffheit, Humor und heftiges Temperament, Kindlichkeit, Phantasie und eine halsstarrig sich zur Wehr setzende und angreifende Ueberzeugungstreue zur Einheit des Charakterbildes verschmelzen. Theodor Loos gibt dem Kurfürsten mehr als Repräsentanz und autokratische Würde: das wandelbare, manchen Einflüssen und Stimmungen unterworfene Wesen eines dem „Bauwurm" verfallenen Barockherrschers. Eine neue Darstellerin, sehr sympathisch und schlicht überzeugend: Mila Kopp als Frau Elisabeth Schlüter; in lebhaftem Kontrast zu ihr die Gräfin Orlewska der Olga Tschechowa: die Warschauer Venus, elegant, ehrgeizig und verführerisch. Ausgezeichnet spielt Herbert Hübner, scharf profiliert, geschmeidig und kühl, den Wartenberg. Vom großen Ensemble, das sich innerhalb eines blendenden Kulturbildes von barocker Fülle entfaltet, seien noch E. v. W i n t e r st e i n , Dorothea Wieck, Marianne Simson, E. F. Für- bringer, Dahlke und John genannt. — Der Kameramann Ewald Daub hat eine vielfältig reizvolle Aufgabe in klarer, großzügiger Form bewältigt. Hans Thyriot. Sandweiler Trohe bei Gießen z. Z. im Felde bei Lux. November 1942 05730 05740/ Mietgesuche"] [Stellenangebote Y 22. Juni 1877 8. November 1942 aus MAGGI« WDRZE d(7 Gießen, Aliendorf a. d. Lumda. O57SS In dankbarer Freude Erna Reuß, geb. 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In tiefem Schmerz: Elisabeth Maut, geb. Käs, und Kinder Justus und Uni. Gebr.Mufikinftrumente Gitarren, Mandolinen, Grammophone oder ähnliche für Arbeitslager zu kaufen ges. Anruf 3344 __________________________3407D Plötzlich und unerwartet entschlief sanft nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein geliebter Mann und treuer Lebenskamerad, unser herzensguter, treusorgender Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Freiherrlich Riedeselsche Oberförster i. R. Friedrich Hansult In tiefer Trauer: Käte Hansult, geb. Oberfohren Gertrud Budde, geb. Hansult Brunhild Heep, geb. Hansult Marie Hansult, landwirtschaftliche Lehrerin Oberstudienrat Dr. Reinhard Budde Heinz Heep, Werbeleiter des Reichsnährstandes, z. Z. im Felde, und 4 Enkelkinder. Ober-Ohmen, Geisenheim am Rhein, Berlin, Walmenrod i. Westerw., den 10. Nov. 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 11. November, 15 Uhr, vom Sterbehause aus statt. _____________________________340 6 D Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Yvonne Mo rette Ludwig Lieber Obergefreiter beider Luftwaffe Statt Karten! Für die vielen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlich Wilhelm Vogel und Frau Daubringen, den 10. Nov. 1942 __________________________05728/ wenig MAGGIS WÜRZE Plötzlich und unerwartet verschied unser über alles geliebtes Peterle im Alter von l’/2 Jahren. In tiefem Schmerz: Frau Elly Achenbach Wwe., geb. Euler Willy Achenbach Familie Ludwig Euler nebst Angehörigen. Die Trauerfeier fand in aller Stille statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Trommershausen spreche ich auf diesem Wege meinen herzlichen Dank aus. Frau Elly Achenbach Wwe., geb. Euler. Gießen (Hint. d. Wcstanlage 5), im Nov. 1942. - __________05719 Nach langem, schwerem Leiden entschlief sanft am 6. November mein herzensguter Mann, mein lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Carl Marx im vollendeten 69. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Johanna Marx, geb. Wallenfels Walter Marx. Gießen (Goethestr. 57), den 7. November 1942. Die Beerdiguhg findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 05711 Schönes, gut möbl., geraum. Zimmer (beizb.), ob. auch Wohn-u.Schlafz. v. ält. Beamten (Dauerm.) ges. Scbr. Ang. unt. 05739 a.d.G.A. Ski-Club, e.V., Gießen. Am 14. November 1942, nm 20 Uhr, Ist im Burghof (Cai6 Ebel) unser UmD Kameradschaftsabend Wegen wichtigen Mitteilungen für den Skilauf im kommenden Winter ist es im Interesse eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Anschließend Vorführung besonders schöner Ski- und Bergfilme (Farbfilm). Interessenten für den Wintersport sind herzlichst eingeladen. - Eintritt einsejü. Spprtgroschen RM. 0.70. z.Z.Ev.Schwesternh. i.Osten _________________________05738/ ejfa, haltet mit den guten Dingen haus! Man kommt mit Zum 15. 11. ob. 1. 12. 194*2 für Haush. n. Halle löflusgetiilfin gesucht. Dauerst. Frau Walther, Halle (Saale), Forsterstr. 39 I. [Stellengesuche] Sauberes, ehrt. Frau!., 40 Jahre W Stellung in frauenlosem Haushalt. Schriftl. Angeb. unter 05735 art den Gieß. Anz. «Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die ufis bei dem unsagbar schweren Verluste meines innigstgeliebten, unvergeßlichen Mannes, unseres lieben Vaters und lieben Sohnes, guten Bruders, Schwiegersohnes und Onkels Otto Schrader, Soldat in einem Artillerie-Regt., zuteil wurden, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. In tiefem Schmerz: Frieda Schrader, geb. Eyring, und Sohn Horst. Gießen-Klein-Linden, Leihgestern. Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit von Schulkameraden und. Bekannten so zahlreich übermittelten Glückwünsche danken wir herzlich Karl Seitz und Frau Anna, geb. Schüßler Bruchsal, Huttenstraße 47 ______________________3401 D/ | KaufgesDche"| Radio neu, 5 Röhren, Wechselstrom, z. tauschen gegen gleichwertigen^ All- ob. Gleichstrom.- Schriftl. Ang. unt. 05726 an d. Gieß. Anz. [ Verkäufe | Verk.wahlweise: Koff.-Gramm. 30,-;Reißz.40,-; H.-Armbandubr 30,-; Fernglas 25,-; Reiseweck. 15,-; el. Kochvl. 5,-; elektf. Heizofen 12,-; nur im Tausch gegen ein. Ofen, a. Dauerbrenn. Evtl.Zuzahlung. Schr. Ang. unt. 05717 a.d.G.A. (großes Bild RM. 100,- zu verkaufen. (05723 Goethestr. 27II. Grotze gifte 8,— RM., zu verkaufen. [05724 Goethestr. 2711. Kaufe ßormonium a. reparaturbed. ober nicht mehr spielbares. 8335D Straube, Harmoniumbau, Lich, Oberhessen Mod., gut erh. BIMöjronl sowie Klubtisch z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05732 an ben Gieß. Anz. MtWMUl z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05727 an den Gieß. Anz. 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Die Zuschauer erlebten einen recht spannenden Kampf. Der Sieg der Flieger ist in vollem Umfange Landhaus oder 4 bis 6 Räume in Wohnhaus ob. Hotel, evtl, möbliert, zu miet. ob. zu kaufen gesucht. Angebote unter W. M. 390 an Boaacker & Banta, Anzeigen- Gießener Konzertring 1942/43 Mittwoch, 11. November 1942,19 Uhr, Universitäts-Aula Drittes Konzert Gruppe A, Nr. 2 Lieder-Ab end Lore Fischer (Alt) am Flügel Prof. Herrn. Rentier Lieder von Schubert, Schumann, Wolf. Eintrittskarten: 1.50, 2.-, 2.75 und 3.50 RM. bei Musik-Challier, Neuenweg 10, Tel. 2671, und in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Tel. 3961, Studentenkarten 1.50 RM. beim Hausverwalter im Kollegiengebäude. 3357D Wegen Erkrankung von Frau Lisel Schröter- Beckers muß die Vorstellung Die pfiffige Magd am Mittwoch, dem 11. November, ansfallen. Utii vielen Wünschen nachzukommen, bringen wir darum außer Miete Der Troubadour Oper von Giuseppe Verdi. - Beginn 18.30 Uhr. Karten im Vorverkauf an der Theaterkasse, Jo- hannesstraße 3, und an der Abendkasse. [3415d Diese Woche bis einschließlich Freitag versieht die Neue Apotheke den Nachtdienst sowie den 3403D Mittwochnachmittag-Dienst und isi täglich durchgehend geöffnet Aelterer Herr. Pens., wünscht gemeinsamen Haushalt mit älterer Frau in Gießen. Schr. Ang. unt. 05729 a.b.G.A. Gut erhaltenes fletreiiWtaö z. tauschen gegen ein. Nadioavv. (Gleichstrom). Schr. Ang. unt. 05736 a.b.G.A. | Vereine | MReichsbaboeX Gießen. Die lennislMen finben ab sofort jeben Dienstag von 17 Uhr bis 22 Uhr in bei* Turnhalle „Am Aulweg" statt. [3405D sprung von 3:0 Toren zu sichern. Nach der Pause nahmen die Soldaten sofort wieder das Spielgeschehen in die Hand und ließen dem Gegner keine Möglichkeit, zu Erfolgen zu kommen. Bald hieß es 4:0, und nach weiteren zehn Minuten stand das Spiel 5:0 für die Flieger. Durch diese Erfolge ließ der Kampfgeist des VfB.-R. erheblich nach und nur einige Male gelang es ihnen, über die gegnerische Spielhälfte hinauszukommen. Bei einem solchen Vorstoß wurde das Ehrentor fällig. Der rechte Verteidiger der Flieger versuchte einen Ball aus dem Gedränge vor dem Tor zu retten. Anstatt daß ihm dies gelang, nahm der Ball den Weg in das eigene Tor. Damit war das Ergebnis auf 5:1 festgestellt. Durch diesen Erfolg war der VfB- Reichsbahn wieder stark aufgerüttelt, und das Spiel gewann dadurch wieder an Spannung. Mit aller Kraft versuchten die Grün-Weißen, das Ergebnis günstiger zu gestalten, sie scheiterten jedoch an der guten Abwehr der Flieger. Mit dem Schlußpfiff hatte der LSV. einen schönen Sieg über den Lokal- gegner erzielt. Die Mannschaft der Flieger zeigte eine gute Gesamtleistung. Der VfB.-R. war nicht so stark, wie man angenommen hatte. Briefkasten der Redaktion. Th. k. in G. Der mitgeteilte Sachverhalt ist vom hygienischen Gesichtspunkt aus zu beanstanden. Wegen Beseitigung des Mißstandes müssen Sie sich an die Ortspolizeibehörde werden. G. D. in IN. Der Höchstpreis für Mastgänse beläuft sich in diesem Jahre unverändert wie im Vorjahr auf 1,30 RM. pro Pfund. Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. SB. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans ThNrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Berlaa: Brühlsche Untvmitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Tr.-Ing. Erich Hamann- Anzeig^nleiter: Hans Beck. ^lnzeigenpreisliste Nr. 6. LICHTSPIELTHEATER Gloria-Palast, Seitereweg - Andreas Schlüter asagC Llchtiplelhaai, Bahnhofstraße: Frasquita TBÖL 2.30,4.45,7.30 ; So. 2.00,4.30.7.30 Uhr Schon in den ersten Minuten gelang es LSV., mit 1:0 die Führung zu übernehmen. DfBer trugen manchen schönen Angriff vor gegnerische Tor, scheiterten jedoch immer an guten Abwehr der Hintermannschaft, in der der Torwart glänzende Leistungen zeigte. Einige Eckbälle auf beiden Seiten brachten keine Erfolge. Die Gesamtleistung der Flieger wurde dauernd besser, unb bis zur Pause gelang es ihnen, sich einen Vorgericht Gießen ein, hatte damit aber keinen Erfolg. Das Gericht verurteilte ihn wegen Übertretung des Reichsschulpflichtgesetzes zu einer Geldstrafe von 50 RM. Außerdem hat er nun noch die Prozeßkosten zu tragen. &. A-Spori. Luftwaffe — vfB.-Reichsbahn Gießen 5:1 (3:0). |Verschiedenes| ■ || • Q