M - <1 Annahme von Au-etae« für die Mittagsnummer bi8 81/, Uhr desBormittag- An-eigen-Preise für die Brillimeter-Zeiie von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Kamilienan* zeigen und vrivare Gelegenheitsanzeigen 14 Jtof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvor^chrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0mebt tTfifle Srcmff jUn brühlsche AniversitSt^ruckerei K Lauge General-Anzeiger für Oberhessen W«^«,esealHra6amilienbläiter Heimat imBild-DieScholle Bezugsvreis: Nonatlich.....5i DL 1.80 Zustellgebühr,.. „ -.28 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt AjT 9 Samstag, 10. /Sonntag. U. GktobeN9§2 GietzenerAnzeiger Yankees aus dem Kriegspsade Von Konteradmiral Reinhold Gadow. Nationen lieben es, sich gegenseitig mit Stichworten zu charakterisieren, die zwar nicht immer den Kern treffen, aber jedenfalls die eigene Anschauung wiedergeben. Die Franzosen nennen uns gern „mystisch", während sie für sich selber „Pas- calsche Klarheit" in Anspruch nehmen. Für die Engländer sind alle südlichen Völker Europas „Dagoes", womit bewegliches Temperament, Neigung zum Gestikulieren und eine gewisse Wasserscheu gemeint sind. Die Franzosen erwidern das mit „verrückt" (fou), Napoleon mit der bekannten „Nation von Krämern". Die uns von England und USA. zügedachten Ehrennamen können wir übergehen, sie blühen jetzt am reichsten bei den Nordamerikanern. Wenn wir diese aber, ohne in ein 'ähnliches Niveau zu verfallen, kennzeichnen wollen, so müssen wir sie in erster Linie illusionsfähig nennen, wofür ihre eigene Sprache das Wort „g u 11 i b 1 e“ hat. Wenn es auch praktisch und im Realen keine „unbegrenzten Möglichkeiten" gibt, mit denen sie drüben weltweite Reklame machen, so ist diese ihre Fähigkeit zu phantastischen Vorstellungen und Wunschträumen tatsächlich unbegrenzt ober nur durch tiefste Enttäuschung begrenzbar. An der Spitze ihrer Fusionen steht das Weltbild, das ihnen ihr Präsident mit seinen weit zurückliegenden Plänen vorgezaubert und mit größtem Erfolge eingehämmert hat. Da ist die Vorstellung einer unbegrenzten Herrschaft über alle wesentlichen Roh st off gebiete beider Amerikas, Afrikas und Asiens, nicht nur zum Zweck der Isolierung der Feindmächte, sondern als wirtschaftliches Endziel. Die Welt soll frei werden für das „Amerikanische Jahrhunder t", und die angloamerikanische Seemacht soll diese Herrschaft sichern, die nach Marinesekretär Knox „von der ganzen Welt gewünscht wird"! Nichtsdestoweniger kämpft man aber um die „Freiheit" und bedauert nur, daß Länder wie Indien, Aegypten, Iran usw. „eine andere Vorstellung davon haben". Die Sowjet-Union wurde zur „Freien Demokratie" ernannt, und Stalin ist, nach Dorothy Thompson, „der einzige Diktator, der auch lachen kann". Europa wird von Island, Irland, Gibraltar und Azoren aus umklammert, in Afrika landen 5 Millionen, alles im Namen der Monroe-Doktrin, dem künftigen Gesetz der Welt. Inzwischen ist diese Vorstellung einigermaßen erschüttert worden durch die pausenlosen Rückschläge von der Karibischen See über Hawai, die HZhilip- pinen und Aleuten bis zu den Salomon-Inseln. Entgegen dem geplanten gierigen Zugriff auf alle Rohstoffräume stellt das amerikanische „Engineering and Mining Journal" fest, das sich einige Kaltblütigkeit bewahrt hat, daß die rohstoffhungrigen „Habenichtse" sich ganz verdammt verbessert haben und jetzt 13 v. H. der Erdoberfläche in Händen haben, vorher 3 v. H., an Eisen 46 v. H. (vorher 6 v. H.), an Erdöl 7 v. H. (1 v. H.), Kohle 53 (27), Bauxit und Magnesium 40 (0), Blei 22 (7), Zinn 72 (1) usw. Die Aussicht wird geschätzt auf den Gewinn von 22 v. H. des Erdöls und ähnlich verbesserte Prozente an Brotgetreide. Textilfaser Kautschuk u. a., nicht gerechnet den gewaltigen Produktionszuwachs in den Stammländern des Dreierpaktes selber. Was die nicht USA.-hörige Welt zum „Amerikanischen Jahrhundert" sagt, verät das französische Wort von der „Kultur der Gangster, Kühlschränke und Staubsauger", die Europas ehrwürdige Traditionen ablösen soll, sofern nicht die der Sowjets ihr vertragsmäßig zuvorkommt. Und der „unvermeidlichen Union England—USA.", der Voraussetzung jenes Weltbildes, das Churchill kommen sieht, äußert der Durchschnitts-Engländer, soweit er von der Redefreiheit Gebrauch macht, entsetzte Ablehnung. Er führt lieber seinen Besuch ins Savoy-Hotel, „um die Amerikaner essen zu hören". Aber diese kleinen Richtigstellungen, zu denen ein Teil der ernsteren amerikanischen Zeitschriften wie „Life", „Time" und „Fortune" noch die Kraft fühlt, vermögen die Grundhaltung der „Babbitts" nicht zu berühren, die uns Sinclair Lewis mit all ihrer gleichförmigen, tief verspießerten Ignoranz geschildert hat. Zwar hat man ein tief gewurzeltes Mißtrauen gegen die überlegene „Gerissenheit Europas", aber man ist ja jung und stark und hat eben d i e „unbegrenzten Möglichkeiten" zur Verfügung. Zunächst in der Rüstungsproduktion. Eine Kriegsflotte von doppelter Stärke, 8 Millionen BRT. Handelsschiffe binnen Jahresfrist, militärische Ausrüstung für ein 10-Mill.-Mann-Heer, 50 000 Flugzeuge stanben schnell im Programm, als die Schläge Japans in Ostasien die alte Kriegsflotte schwer trafen und wichtige Rohstoffgebiete raubten. Hunderte von Schiffen monatlich sanken und Oel- und Stahlmangel die Industrie überfiel, so daß zwei Drittel der geplanten neuen Bserke gestrichen werden muhten. Weitere Rückschläge folgten, es fehlen jährlich 17 Mill. Tonnen Schrott, bei der Handelsmarine 90 000 Mann, Rationierungen und Produktionseinschränkungen wurden notwendig. Aber alles das kann den planmäßig gezüchteten Optimismus nicht erschüttern, ordamerika ist das unsoldatischste Land, das man sich vorstellen kann, aber über die englischen und französischen Führer wirk) verächtlich der Stab gebrochen. Da ist das deutsche Heer und sein „Blitzkrieg". Man hat ihn sorgfältig studiert, schreibt ein „Experte" in der „Saturday Eoening Post" und findet: „Der deutsche Soldat ist im Angriff unwiderstehlich, aber nicht zur Hinnahme von Rückschlägen erzogen. Er verlor seinen Ruhm in der Winterschlacht im Osten, und den Krieg wahrscheinlich bei Dünkirchen." Das wurde kurz vor der Frühjahrsoffensive d. I. geschrieben, und bald nachher: „Die Deutschen haben den Panzer nicht erfunden, aber die Panzerdivision und ihre Blitztaktik. Unsere amerikanischen Panzerdivisionen sind ihnen jedoch über und die besten.der Welt." Damals hatten sie ganze vier bis fünsi solcher Divisionen von sechsmonatiger Ausbildung, unb Die bisherigen Ergebnisse der Landwirtschaft lieftr verbanden. Zu sehr war die Ostkolonisation bei Woiwoiden Stefan des Großen und Duca Doda ||btm Gedächtnis entschwunden. Seit einigen Mo- naLm ist das anders geworden. Zahlreiche Ru- . GtetoetireteW [en können, wie viele Menschen jenseits des trpartei Stätte 6^ eine ildungest f. R. Lange L S. leite: Hans ist ,/M. tett ).4O Jniversität 16 la, Gießen e le“ abends 1 itat Das Gros der Bevölkerung, und zwar nicht nur Rumänen und Volksdeutsche, sondern auch das Mehrheitstoolk der Ukrainer, zeigt den denkbar besten Willen zur Mitarbeit. Wer die riesigen Flächen fruchtbaren Schwarzerde-Gebietes gesehen hat und anderseits weiß, daß der Bauer keine eigenen Geräte zur Bodenbestellung besitzt, 'begreift ofort, daß die Aufhebung der Kollektivwirtschaft zunächst noch nicht und die Zerstückelung dieses Bodens in eine große Anzahl von Kleinbetrieben vielleicht nie in Frage kommt. Die Rückkehr zum Privateigentum kann nur schrittweise erfolgen. Die Grundlage des künftigen bäuerlichen Privateigentums wird eine verbesserte Form der alten Dorfgemein- chaft, des Mir, bilden. Feldbestellung und Ernte werden auch in Zukunft gemeinschaftlich mit Hilfe von Traktoren und Großmaschinen erfolgen. Die Häuser und etwas Grund und Boden sind den Bauern schon heute in Privateigentum gegeben worden. Bewährung und Arbeitsleistung des einzelnen werden der Maßstab für die weitere Bodenzuteilung fein. ieftr nach Sprache und Gebräuchen „Moldauer" >, und vor allem auch, wie reich dieses Land ist. :11 (4:5). e letzte M. Halbzeit |ot Siege uns Segnet. Nutz »elften Spik> hatte sich zu lgeschehen ar Bukarest, September 1942. Unser Bukarester Korrespondent gibt in diesem zweiten Artikel Eindrücke von einer Reise wieder, die einige in Bukarest akkre- bierte auslänbische Diplomaten unb Pressevertreter auf Einlabung ber rumänischen Regierung in bas unter rumänischer Verwaltung ftehenbe Gebiet zwischen Dnjestr unb Bug gemacht haben. (Dgl. auch G. A. vom 30. September.) Uarschall A n t.o ne s c u hatte' nur recht daran getan, als er den Spieß umdrehte und die von den ^l.schewiften immer propagierte Z u s a m m e n g e - hirigkeit der Moldau rechts und links des Trjßftr nun auch für Rumänien in Anspruch nahm. Ll erhielt Rumänien nach der Vertreibung der roten Machthaber nicht nur B e s s a r a b i e n zurück, sofern darüber hinaus auch jenes etwa 40 000 qkm grifoe und zwei Millionen Menschen beherbergende w-iiet zwischen Dnjestr und Bug, das im gjben vom Schwarzen Meer begrenzt wird, im Ml-den bis Mogilew und Schmerinka reicht und für bü: sich im letzten Jahr der Begriff „Trans- niitrien" herausgebildet hat — „Nistru" ist der rmiänifche Name für Dnjestr. Während aber Beffa- ratien und die Nordbokuwina als geraubte Provinzen dem rumänischen Staatsverband wieder einge- glkbert wurden, ist Transnistrien bis auf weiteres M rumänisches Territorium, seine Bewohner nicht rünänische Staatsbürger, sondern es ist Rumänien buid) den Vertrag von Tighina zunächst nur zur Scherung, Verwaltung und wirtschaftlichen Auswer- lnng übergeben. Das kommt z. B. darin zum Aus- dnck, daß in Transnistrien nicht der Leu, sondern die Reichskreditkassenmark gilt. Nan kann nicht sagen, daß der Transnistrien- Tranke vor einem Jahr allzu großes Verstäkidnis bei ber ^Raffc bes rumänischen Volkes gefunben hoi benn dem Durchschnittsrumänen waren kaum irebr bie großen Zusammenhänge bewußt, die ihn historisch und völkisch mit dem Gebiet jenseits des l 6:10 (2:5). Ml gab r, Md* ch nicht alte Maren @e8. onftrengen, n* Nach biff pnmg, otjnt M bas Die höchste Tapferkeitsauszeichnung für Major Graf. Spendet Bücher für die Front! Aufruf Alfred Rosenbergs zur Büchersammlung der RGOAp für die deutsche Wehrmacht. Berlin, 10. Oft (DJIB.) Biele Millionen Bücher wurden bisher durch die ..Büchersammlung der NSDAP, für die deutsche Wehrmacht" dem deutschen Soldaten an die Front unb in die Lazarette geschickt. Sie haben viel Freude bereitet und die Berbundenheit der Front mit der Heimat im Erlebnis durch das Buch zum Ausdruck gebracht. Seit über einem Jahr kämpfen unsere Soldaten in entscheidenden schicksalsschweren Schlachten im Offen, die zur Bernichtung des ganz Europa bedrohenden Bolschewismus führen werden. Den Einsatz der Front wollen wir in der Heimat mit allen Mitteln starken, ihre Etttbehrungen und Opfer mildern helfen. Auch bann möge wieder das deutsche Buch seinen Beitrag leisten. Ich rufe daher alle deutschen Bolksgenosset» auf, wiederum der „Büchersammlung der NSDAP, für die deutsche Wehmacht" durch zahlreiche Spenden zu helfen, den deutschen Soldaten im kommenden Winter Stunden des Kräftesammelns und der seelischen Erbauung zu schenken. Es kommt dabei nicht auf die Zahl allein an, sondern auf die Zahl der für den Einsatz geeigneten Bücher. Diesem meinem Aufruf schließen sich die mitunterzeichneten Reichsleiter, Führer der Gliederun- i II 3:4 (11 ch im elfter m alles aup Platzbesihn, gen. Ein Hiv gen und Verbände an. Damit hat sich die gesamte Bewegung in den Dienst dieser Sammelaktion gestellt, und viele Tausende freiwillige Helfer werden sich erneut für das Gelingen dieser kulturellen Betreuung unserer Soldaten einsehen. Der Beauftragte des Führers für die Aeberwachung ber gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP. Reichsleiter Alfred Rosenberg. Der Leiter der Parfeikanzlei. Reichsleiter Bormann; Reichsorganisationsleiter. Dr. Ley; Stabschef der SA. Luhe; Reichsführer ff hümmler; Korpsführer des NSKK. kraus; Korpsführer des NSFK. General der Flieger Fr. Christiansen; Reichsarbeitsführer und Reichsleiter h i e r l; Reichsjugendführer Axmann; Reichsfrauenführerin Frau Scholh-Klint; der Beauftragte für das WHW. Oberbefehlsleiter h i l g e n f e t b t; Reichsamt—für bas Landvolk. Oberbefeffeleiter Backe; Reichskriegsopferführer Hanns OberHnbober; Reichsbozentenführer Prof. Dr. Schultze; Reichs- stubenlenführer Dr. Gustav Abolf Scheel: Gauleiter unb Reichswalker bes NS.-Lehrerbunbes w ä d) 11 c r. ■ Führung h 25. 0k- ir geöffnet* ) der NSG-- 161 ,m° t w* Ä tbet“"giii [Ni h bu"9en tor ■ 'ftauiito \Urtu5 «■ttanbfa. Nchchw ;r Ein Korrespondent des DNB. hatte Gelegenheit, sich mit Major Graf nach seinem Empfang durch ben Führer zu unterhalten. Der Fliegerhelb von Stalingrab unb erfolgreichste Jagbflieger in ber Geschichte bes Luftkrieges trägt jetzt als fünfter deutscher Soldat und zugleich als fünfter Jagdflieger die höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung, die vor ihm nur Mölders, Galland, Gollob unb Marseille verliehen würbe. Graf kommt unmittelbar von ber Front von Stalingrad, wo er vor wenigen Tagen seinen 2 0 2. Luftsieg errang. Heber dem Schlachtfeld dieser hart umkämpften Millionenstadt an der Wolga hcst er in vier Wochen 75 Sowjetflugzeuge abgeschossen. Vorher war er f-chische Gründung. (Tyras ist der alte Name fr Dnjestr.) Es ist eigentlich ein großes Dorf nut ck-gen städtischen Bauten und kann sich mit ber lkv'ßstadt Odessa nicht im geringsten messen Aber de zentrale Lage Tiraspols unb seine verhaltnis- i'iizig günstigen Derkehrsverbinbungen sprechen t-.f । r, die -Provinz vorläufig noch von hier aus zu vraalten. Hier hat ber Gouverneur Alexianu, frr direkt dem Marschall Antonescu untersteht, sei- nr Amtssitz. Er verfügt über eine Staffel von .zehn kirnen Flugzeugen unter dem Kommando der Fliegerin Irina Burnaia, die ihn und seine Mitarbeiter Ml an alle wichtigen Orte feiner Provinz oder r-r Bukarest bringen, — bei der Spärlichkeit der f’i igen Verkehrsverbindungen eine nicht zu unter» feenbe Erleichterung. Zwar ist ^.^"smsinen M die in Sübost-NoiHwest-Richtung über schme- Üh mitten durch die Provinz führende doppel- p ige Eisenbahnlinie Odessa—Leningrad, die über fcrberq direkten Anschluß nach Berlin und dem leien hat, sehr gut mit der Außenwelt verbunden, fcr mit dem inneren Verkehrsnetz ist es tohmm Nut Auch die Straßen sind mit geringen Mus- Wnen so schlecht, daß ihre Benutzung vorni Wetter ; #hngt. Bei der geringen Bevölkerungsdichte von . I Nenschen auf einem Quadratkilometer durfte sch pi Anlage eines guten Straßennetzes auch kaum [|:ren. Heute gibt es mit den meisten Orten be- fafc Telephonverbindungen, wahrend im Anfang lp regelrechter Stafettendienst nach antikem -Nulter Mkiicerichtet werden mußte. ;r , J Transnistrien ist in 13 Präfekturen (Kreise) ein- S-k lt, an deren Spitze ein Prafett, merst em Akhrer Offizier, steht. Jede Präfektur ist,wl^)er ' mehrere Rayons oder Bezirke gegliedert von tt'n es im ganzen 64 gibt, eme Einteilung, stark an bie ehemalige russische «nlchn - ^^»1.?^kommandos und Sicherungstruppe st h iM^ekten Gendarmerie-Bataillone Zur n äjit Bekanntmachungen ergehen in drei Sprachen. P umünisch, deutsch und russisch. Zwischen Dnjestr und Bug Von unserem Dr. He.-Korrespondenten. 2i eftr, Tighina gegenüber gelegene T i r asp o l, dm Namen nach wie so viele Städte m Trans- niVien, Südrußland und auf der Krim bereits in den Kampfabschnitten von Rostow, Armavir, Maikop usw. eingesetzt. Die Schilderung eines Luftkampfes läßt erkennen, mit welch draufgängerischem Schneid, aber auch mit welch Umsicht unb eiskalter Ueberlegenheit er seine Opfer aus ben Rubeln ber feinblichen Schwärme heraus holt, sie zum Kampf zwingt unb burch einige Feuerstöße feiner Borbwaffen ertebigt. Die feinblichen MG.- unb Geschoßgarben finb oft genug bicht bei ihm vorbeigesaust unb manchesmal hat er Treffer über Treffer in seiner Maschine gehabt, aber bisher hat er noch jebesmal feine brave Me. 109 nach Hause bringen können. Von ben Kameraben von Major Graf wissen wir, baß er gleichzeitig ihr bester Lehrmeister ist. Er hat ihnen bie Kniffe eines guten Jagbfliegers beigebracht, hat ihnen babei auch selbstlos viele Abschüsse überlassen unb sich manchesmal barauf beschränkt, ihnen burch ben Funk Anweisungen für ben Abschuß ihrer Gegner zu geben. Major Graf ist bekannt bafür, unb er gesteht es auch selbst ein, baß er eine gute „Nase" bafür hat, wo in ber Luft etwas los ist unb bie Möglichkeit zu Luftkämpfen unb bamit Abschüssen besteht. Aber er hat auch ein gutes Auge, mit dem er schon auf weite (Entfernungen den Gegner in der Luft erblickt, wenn er nur als winziger kleiner Puntt am Himmel erscheint. Die ersten beiden Kriegsjahre finb jedoch für Graf keineswegs so verlaufen, wie er es sich vorgestellt hatte; denn bis er tatsächlich im August 1941 seinen ersten Luftsieg erringen konnte, war er im Westen, auf dem Balkan, über Kreta unb in Rumänien zu seinem großen Kummer nicht zu einem Luftkampf gekommen. Man kann es baher verstehen, baß er sich bann bei seinem ersten Luftsieg im Raume von Kiew vor Kampseseifer fast mit seiner Maschine auf seinen Gegner gestürzt unb ihn um eimHaar gerammt hätte. Der jetzt fast 30jährige schildert in unverfälschtem Schwäbisch mit Begeisterung, wie er schon als Junge Flugzeugmobelle anfertigte. Balb machte er sich als Segelflieger einen Namen. Jebe freie Stunbe, bie fein Beruf als Stanbesbeamter in seinem kleinen Heimatort Engen bei Konstanz am Bodensee ihm ließ, nutzte er aus, um sich im Fliegen zu vervollkommnen. Den Kriegsausbruch erlebte er als Feldwebel unb Flugzeugführer in bem Ge- schwaber, in bem Mölbers damals Staffelkapitän mar. Rumänische Auszeichnungen erinnern daran, baß er später lange Fluglehrer in Rumänien war, wo er übrigens auch wie schon in feiner Heimat als guter Fußballspieler bekannt war. Von August 1941 bis Enbe September 1942 erzielte er bann im Osten bie bisher unerreichte Zahl von 202 Luft- siegen. d) füt $olitü vA ... . , . dr. Hans khiM Wien haben sich durch Augenschein davon über- iuiftBiuml&in. »EMk *" ' - * fowrmwje> Apolet Jammerleben im Nirwana eines Pulquerausches zu ertränken. „Manuela, drittes Hafenbecken, Capitano Miquel ßacerta", flüsterte der Padrone, als Brackmann an der Theke vorbeikam. „Danke, ich habe es nicht vergessen." Der Padrone schielte mit tückischer Aufmerksamkeit hinter Brackmann her. Brackmann trat aus der Kneipe auf die Straße hinaus. Er war sicher, von Karen Orgaffa hier nicht gesucht zu werden. Und wenn sie durch einen Zufall einander begegnen sollten, so war er entschlossen, sie so gründlich und entschieden abzuweisen, daß sie sich niemals mehr in seine Angelegenheiten hineinmischte. Der Menschen entwöhnt, drückte er sich ein wenig unsicher an den Häusern entlang. Das ßeben, das die Mittagshitze für ein paar Stunden betäubt hatte, war wieder erwacht. Mattosen und Bummler aller Nationalitäten und Hautfarben strichen oben« feuerluftig an ihm vorüber. Die Senoritas begannen sich für den Abend vorzubereiten; sie saßen in den offenen Türen, schminkten sich Wangen und ßippen und winkten Brackmann aufmunternd zu: Ven acä ... Aus den Kneipen drang laut wie Jahrmarktslärm Grammophonmufik und das klirrende, zündende Gedröhne riesiger Orchestrions. Wie lange hatte der diese Musik nicht mehr gehört! Und die gellenden Stimmen der Orangenoer- käufer und Zeitungsjungen und dis Zurufe der Schuhputzer und Eismänner! Und die Warnungen der Bediensteten der städtischen Gesundheitspolizei, die mit großen Petroleumkanistern auf dem Rücken und Schlauchbrausen in den Händen die Pfützen und Kehrichthaufen besprengten, um die Malariabrut in ihren Schlupfwinkeln zu vernichten. — Brackmann spürte mit scharfem Unbehagen, daß der bunte Zauber ihn einfing und auf ihn zu wirken begann, daß er dieses alles, wenn auch überschattet und zu- rückgsdrängt, in den Jahren der Gefangenschaft doch vermißt und entbehrt hatte. Und er spürte bestürzt, daß er für eine Weile die Gedanken und Pläne, die ihn beherrschten, fast vergessen hatte. Berlin, 9.Okt. (DNB.) Ein im britischen terbaus eingebrachter Abänderungsvorschlag zum Indien-Gesetz führte am Donnerstag im Parlament zu einer Debatte. Jndienminister Amery erklärte, die britische Regierung habe nie in Erwägung gezogen, über die Crippsschen Vorschläge hinauszu- gehen, sondern halte an ihnen fest. Amery erklärte offen, daß England die Kongreßpartei als Rebellenpartei ansehe und nicht im entferntesten daran denke, von seinen bisher erprobten Methoden der „Aufrechterhaltung der Ordnung" — lies: der blutigen Unterdrückung — abzugchen. „Es gibt Fälle", |o erklärte der Jndienminister, „bei denen durch gewalttätige und heftige Kundgebungen menschliche Leben gefährdet werden, und in solchen Fällen ist die angewandte Methode die einzig wirksame." Eindeutiger konnte Amery nicht zum Ausdruck bringen, daß England nicht gewillt jft, zur Aufrechterhaltung seiner „demokratischen" Regierungsmethoden und seiner ,-völkerbefreienden" Politik auf Lathi, Maschinengewehre, Panzer und Bombenflugzeuge zu verzichten. Daß diese Politik die volle Unterstützung des Unterhauses findet, beweist das Abstimmungsergebnis über den Abänderungsvorschlag, der mit 360 gegen 17 Stimmen der Ablehnung verfiel. Bemerkenswert ist es übrigens, daß das Reuterbüro die Berichte nur bruchstückweise publizierte und die Durchgabe eines „Daily-Herald"-Artikels, der unter dem Titel „Politik der Paralyse" die Unzufriedenheit des englischen Volkes mit der britischen.Jndien- politik zum Ausdruck brachte abbrach. M X täronnizwi « eL0Shmy^ ft Er stieß die Luft plötzlich mit einem scharfen Pfeiston durch die Zähne. Auf einmal glaubt? er, Karen Orgaffa zu verstehen. Nichts anderes war ihre Absicht gewesen, als Zeit zu gewinnen und die Zeit auf ihn einwttken zu lassen. Musik von Orche- strions und die Kneipen, das Lächeln der Senoritas und die Hellen Stimmen der Fruchthändler, die bunten Häuser und der Zusammenklang von Geräu« schen, Farben und Düften. War das alles nicht schön? War es nicht ein süßer Zauber? Ach, gewöhne dich erst einmal wieder daran, nimm es ein paar Wochen lang tropfenweise in dich auf, und eines Tages wirst du verwundert fragen, ob du ein Narr gewesen bist, daß du dieses alles, Musik und Rausch, Lachen und Lärm, Liebe und Freiheit, einmal für zwei Schüsse aufgeben wolltest. Brackmann schob sich den Hut ins Genick. Er lächelte böse. Eine kluge Rechnung, eine raffinierte Rechnung, aber eine falsche Rechnung, mein kluges Fräulein Karen. War denn alles, was ich dir sagte, in den Wind gesprochen? Hast du nicht begriffen, Mädchen, daß Gonzalas und die Perano nicht zwei Menschen sind, die mir ein Leid angetan haben, son« dem daß sie wie eine Krankheit in mir bohren, wie ,ein bösartiger Abzeß an meiner Seele, den ick herausschneiden muß, wenn ich noch einmal gesund werden will? Vielleicht hast du einen neuen Gedanken in mich hineingelegt, den ich bis dahin nur sehr flüchtig berührt habe, obwohl er doch einiger« maßen wichtig ist — was nämlich nachher geschehen soll? Gut, diese Frage ist jetzt gelöst. Ich werde als Maschinist Larson oder Gunnarsen irgendwo unter- tauchen. Es ist ein Unfinn, daß die Welt klein sein soll. Für mich jedenfalls ist sie groß genug, um aus meinem früheren Leben zu verschwinden In Valparaiso ... Weshalb nicht in Valparaiso^ Es ist ein hübscher Name, es steckt etwas darin, ein verheißungsvoller Klang, und mich haben hübsche Namen schon immer verzaubert, schon damals, ol» ich noch mit dem Finger über den Globus reifte. (Fortsetzung folgt.) Engländer, ja sogar die Russen im äußersten Norden versuchten ihre wirtschaftlichen Interessengebiete gegen das Vordringen anderer zu schützen und ihre polttische Macht zu mehren. Der Leidtragende war die eingeborene Bevölke* rung. Es entwickelte sich hier ein Rasfenkampf, der mit dem Untergang der Indianer seinen Abschluß fand. Aus dem jahrhundertelangen Jnteressenstteit der europäischen Völker um den Besitz amerikanischer Gebiete entwickelte jid) auf dem Boden des nördlichen Kontinents em Völkergemisch, das nicht die Sttuktur einer einheitlichen Nation aufweisen kann. Das erklärt sich aus der Tatsache, daß zur Aufschlie. ßung dieser großen Gebiete Kolonisten aus allen Volkern Europas in das Land gezogen wurden. Das Auswandererproblem hat durch Jahrhunderte die Regierungen der Alten Welt beschäftigt. In der Regel waren es Menschen, die in der eigenen Heimat als Folge des wirtschaftlichen Niedergangs oder der europäischen Kriege keine Lebensmöglichkeiten mehr sahen und daher den Verlockungen der Neuen Welt erlagen. Leider befanden sich unter diesen zum Teil außerordentlich arbeitsfreudigen und tüchtigen Menschen auch sehr viele Deutsche. Es konnte nicht überraschen, daß sich das britische Volk auch in Amerika den Hauptteil des Besitzes anzueignen versuchte. Mit seiner wirtschaftlichen Erstarkung wuchs seine politische und militärische Macht, die sowohl in der systematisch geführten Seeräuberei und der Eroberung fremder Gebiete ihren Ausdruck fand. Alte erfahrene Nationen, dis als Kolonialpioniere sich große Verdienste erworben haben, wurden, nachdem sie fremde Gebiete erschlossen hatten, von den Engländern an die Waitt) gedrückt und ihrer Besitzungen beraubt. Spanier, Portugiesen, Niederländer, Dänen, Norweger, Schwer den sind der Raubpolitik Englands zum Opfer gc« Berlin, 9. Okt. (DNB.) Südostwärts des Ilmensees begannen am 27. September die Angriffe der Verbände des Heeres, der Waffen--- und Luftwaffe. Sümpfe, Flüsse, Wälder und Dickichte hatte der Feind mit zahllosen Bunkern, Hindernissen und Minensperren in großer Tiefe zur Verteidigung aus- gebaut. In erbittertem Ringen, bei dem unsere TSapta .®eltrt“ ;d Wem wur Mn u treffen u Mus i Öfchen N 03«1 tankin Abbes 3 kn Repu itag ein« ria wahr jdjerlei« jofutionei weiten sei inyats »e Japan ian ber 1 iiten. 31 1b hinter - Es sei s immer ggen ber H oerhin iräter an -altunc Jwantjejewa...... Brief an das englische Volk. Er sagt: „Wir wünschen vom englischen Volke namhafte politische Konzessionen, die wir brauchen und die uns im Laufe unserer Geschichte bis auf einige wenige Ausnahmen von England nie zugestanden worden sind. Wir Nordamerikaner sind uns uneinig darüber, wofür wir kämpfen. Eines aber wissen wir genau. Wir kämpfen nicht darum, das britische Empire beieinander zu halten. Wir sagen ungern ettvas so grob, aber rott wollen nicht, daß man sich in England Illusionen macht. Wenn die britischen Kriegspläne darauf hinauslaufen, das britische Empire zusammenzu- hatten, dann wird sich England früher oder später allein auf sich gestellt in diesem Kampf befinden." Hier liegen also die Kompensionen, nut denen man das amerikanische Volk für die riesigen materiellen Opfer, die der Krieg Roosevells nun auch von der USA. zu fordern beginnt, zu entschädigen beabsichtigt. In England wirb die offene Sprache der Yankees wohl recht peinliche Gefühle auslösem dessen Ausdehnung ihm aber völlig unbekannt war. F eur Tatsache ist jedenfalls, daß er als der Entdecker der n , neuen Welt gilt, die nach dem Florentiner Amengo m Vespuzzi den Namen Amerika erhielt. Kolumbus '*L, g< hatte, als er seine große Reise ins Ungewisse an. 1 f es i—-l r:a.___r: j. x«v» (Vtsrnoii nkion noiforr 306(1» ® weg nuiy weiten uu=|mv«y a** ••»•«*>*••, — r Indien führen sollte. Es sprachen dabei sowohl ge- (fr FrhnfHirhP mio Ahpnteurerinteressen mit. Das schmä- l", 'erst! jS « K' Jp Frankreich der Front Kleid mit Niesreiz? , sich auf dii berufen, bit I sie die M dem 5chW und uichl« Heren und dnl res britischa! rgefangene a e britische 8« wurden ii®! iifche Off’ Unterofsi- .beiDiep!" efanafgabe ds esesiell wurdst .mundete aoi “SSI ^etterkl er a^lui4| ld)illng I Hl .und btli: n das Am,,I yÖ •« LJ® H Stampfe, J nichl J -^gte. GpJ Mosen J 30 Lahre chinesische Republik. Nanking, 10. Oktober. (Europapreß.) Am Dor- ibend des 31. Jahrestages der Gründung der chine- eschen Republik gab Präsident Wangtschingwei am Freitag einen Ueberblick über die Entwicklung in Ma während der letzten 30 Jahre. China sei von Mancherlei Schwierigkeiten heimgesucht worden, von Devolutionen und Bürgerkriegen. Trotz aller Schwierigkeiten sei es aber endlich gelungen, die Ideale bunyatsens zu verwirklichen und China auf die keile Japans zu bringen. China müsse auch weiter- |man der Durchführung der Plane Sunyatsens mit- Arbeiten. Zu diesem Zwecke müsse sich das ganze land hinter die nationale Regierung Nankings fiel» In. Es sei zu bedauern, daß eine Handvoll Leute fach immer ihre persönlichen Interessen über diesigen der Nation stelle und damit Chinas Besrie- [img verhindere. Tschungking würde dadurch zum Verräter an Sunyatsen: denn nur durch die Ausschaltung des englisch-amerikanischen Einflusses in Dftaften könnten auch die kschungking-Forderungen nach Gleichberechtigung Hüllt werden. Die Derftstigung Chinas mache gute Fortschritte: bald werde die Zeit für volle Freiheit Iller Nationen Ostasiens anbrechen. Eine neue nationale Bewegung in Frankreich. Aichy, 9. Ott (Europapreß.) _ at Joses Samani) als neue nationale Belegung den Ordnungsdienst der Front- lampserlegion unter dem Namen „Sol" is Leben gerufen auf einer Kundgebung in Mar- kille, auf der 4000 „Sol"-Männer auf das ein- ndzwanzig Punkte umfassende Programm der sen und jh,I ene Bevch.1 enkornpf. Aschlül "teressenstnG ^erikanischfll in des nörJ ?os nicht bil Weisen faml zur AusschükZ 2n aus allnl wurden. 2cJ chunderte bl kigt. 5n br| eigenen tyl Jer^s M smoglichkeit^I en der Neut.il unter diesoil eubinen 4 ltsche. ) das briG l des Besitz« virtschasllicktn >d militärisch sich gefühnn mder Gebiei! Nationen, b» nste erwarbt?, ebiete erschloss die Wand gej Spanier, W> veger, Schm ium Opfer jn sallm. Auf amerikanischem Boden war es nicht jniers Erfolgreicheren Widerstand vermochten nur )ie Franzosen den Engländern entgegenzustellen, bis M fie schließlich Kanada an die Engländer verarm haben. 6s waren also in erster Linie europäische ralmialpioniere, die mit Unterstützung von Mil- ioven europäischer Auswanderer das Land ikrschlossen. Wesentlich für die Gestaltung Nord- Mrikas war der nordamerikanische Unabhängig- 'e'tskrieg gegen die englische Herrschaft. Nicht zü- ert war es das Verdienst eines deutschen Heer- Ülpers, des Generals von S t e u b e n , der diesen Imbhängigkeitskrieg zu Gunsten der nordamerika- lilchen Staaten entschied. Die politische und wirt- örtliche Entwicklung nahm zunächst unter seinem ;*n ersten Präsidenten Washington einen verheißenden Anlauf. Heute jedoch kennzeichnet sich »05 Nordamerika als der typische Ausdruck groß- «aflitalistischer Bestrebungen unter jüdischer Vor- Mschaft. Der amerikanische Hochkapitalismus trat geilte Herrschaft an. Der erste wie der jetzige Weltkrieg sind Folgen des nach immer größerer poli- isiher und wirtschaftlicher Macht strebenden jüdi- chen Kapitalismus, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Üe ganze Welt zu beherrschen. Roosevelt und in einem Gefolge Churchill sind die Wegbereiter die- - k Weltmachtstrebens des internationalen Juden- hitH5. Wenn heute Stalin sich auch bereits durch Mhvrchill und Roosevelt betrogen fühlt, so ändert ;as nichts an der Tatsache, daß zwischen dem pluto- Matischen und bolschewistischen Judentum gleiche ■intereffen und gleiche Bestrebungen bestehen. Don V.W Abkehr von Europa ahnte selbstverständlich Mobimbus nichts, als er vor 450 Jahren ameri- k ramschen Boden betrat. Bewegung vereidigt wurden und an der der französische Erziehungsminister Bonnard, der kommandierende General von Marseille und der Präfekt tellnahmen, erklärte Darnand, daß der Kampf für den nationalen Sozialismus und gegen das internationale Judentum und internationale Freimaurerei die Hauptziele dieser „Sol"-Bewegung seien. Bei den Männern des „Sol" handelt es sich um Frontkämpfer des letzten Krieges, die ohne politische Vergangenheit sind. Italien empört über britische Grausamkeiten. Rom, 9. Okt. (Europapreß.) Ein Zusatz zum italienischen Heeresbericht vom Freitag, worin die Angriffe englischer Jagdflugzeuge aus Sanitätskolonnen sowie die Niederschießung italienischen Flugzeugpersonals durch Australier und ein Befehl zur Niedermetzelung der italienischen Besatzung einer Stellung bei Tobruk mitgeteilt werden, hat in der italienischen Öffentlichkeit außerordentliche Empörung erregt „Für die Engländer bestehen keinerlei Gesetze, weder geschriebene, noch solche, die jedes zivilisierte Volk im gleichen Geiste aus alter Ueberlieferung achtet", stellt „Giornale d'Jtalia" fest, „eine Entschuldigung gibt es gar nicht", so fährt das Blatt fort. „Die heute mitgeteilten Tatsachen beweisen, daß die blinde Zerstörungswut, deren Spuren mir in Bengasi gefunden haben, nachdem die Engländer aus der Stadt hinausgejagt waren, mit kalter Ueberlegen- heit ihre Durchführung gefunden hat. Gegenmaßnahmen, [o schließt das Blatt, sind unter diesen Umständen nicht nur berechtigt, sondern eine heilige Pflicht, die das ganze italienische Volk fordert. Gegenmaßnahmen, die die Opfer dieser Barbareien rächen und den Feind dazu zwingen, weitere Versuche derartiger Verstöße gegen jedes Gesetz und jede Zivilisation zu unterlassen." „Tribuna" schreibt, die englischen Streitkräfte, die mit derarttgen Taten ihre Fahnen besudeln, können sicher sein, daß unsere Kämpfer die Waffen und die Entschlossenheit besitzen, sie so zu schlagen, wie sie es verdienen. Kleine politische Nachrichten. Der leichte brittsche Kreuzer „Coventry" ist' gesunken, wie die britische Admiralität bekanntgab. Der Kreuzer hatte eine Wasserverdrängung von 4290 Tonnen und eine Bewaffnung von fünf 15,2-cm-Geschützen, zehn Luftabwehrgeschütze von 10,2 cm Kaliber, 16 von 4 cm Kaliber und vier Maschinengewehre. Das Schiff war 1917 vom Stapel gelaufen. * Der Führer hat dem Präsidenten der chinesischen Nattonalregierung, Wang Ching-wei, zum chinesischen Nationattag am 10. Oktober mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. * Der Führer empfing am Mittwoch den Generalsekretär der Faschistischen Partei, Aldo Vidus- f o n i, und hatte mit ihm eine längere herzliche Unterredung. Der Empfang, an dem der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, und der Leiter der Parteikanzlei der NSDAP., Reichsleiter Bormann, teilnahmen, fand im Anschluß an eine Frontreise statt, in deren Verlauf der italienische Gast die im Osten eingesetzten italienischen Truppen besuchte. * Auf Einladung des Staatssekretärs Backe traf der italienische Minister für Landwirtschaft und Forsten, Carlo P a r e s ch i, in München ein. Die Besprechungen haben dazu geführt, daß auch auf dem Gebiet der Ernährungswirtschaft die Voraussetzungen für die Erringung des Sieges gesichert sind. Der Duce empfing Dr. Giuseppe ü e Micheli und Professor Francesco Roma von der Universität Bologna, die ihm über die Ergebnisse einer neuartigen Ausnutzung hochwertiger Braunkohle Bericht erstatteten. Der Duce gab Anweisungen für eine möglichst rasche industrielle Anwendung dieses neuen Verfahrens, das eine vollständige Auswertung der Braunkohle gestattet. Unerwartet verstarb der italienische Großindustrielle Baron F a s s i n i, der besonders durch seine Pioniertätigkeit auf dem Gebiet der Kunstfaserherstellung eine wichtige Stellung sinnahm. Fassini war Ehrenkorporal der faschistischen Miliz. Im Rahmen einer Erntedankfeier der Reichsdeutschen in Oslo, an der auch der Befehlshaber der deutschen Wehrmacht in Norwegen, Generaloberst von Falkenhorst, und der norwegische Ministerpräsident Vidkun Quisling teilnahmen und zu der auch viele Norweger erschienen waren, hielt der Leiter der Auslandorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, eine Rede und führte als neuen Landesgruppenleiter für Norwegen den ^-Sturmbannführer Neumann an Stelle des bisherigen Landesgruppenleiters Spanaus, dem'eine leitende Stellung in der Zentrale der Auslandsorganifatton in Berlin übertragen wurde, ein. ♦ Die vierte italienische Kriegsanleihe hat 24,9 Milliarden Lire (rd. 3,3 Milliarden RM.) eingebracht. Es ist das höchste Zeichnungsergebnis aller bisherigen Kriegsanleihen. Willkie, Roosevelts Sonderbeauftragter, besuchte tschungking-chinesische Stellungen am Gelben Fluß. Willkie war von dem jüngsten Sohn Marschall Tschiangkaischeks, Tschiangweikuo, begleitet. ♦ Nach einer Washingtoner offiziellen Bekanntgabe geben die USA. jetzt täglich 227 Millionen Dollar für Kriegszwecke aus. Oie „Mainzhilfe der Studenten^. NSG. „ ... und neben euch eine Kompanie Studenten!" Unter diesem Wort des Gauleiters, das er den in Mainz eingesetzten auswärtigen Arbeitern zurief, stand der erste Appell der in Mainz eingesetzten Studenten des Gaues Hessen-Nassau. Der Einsatzleiter, Amtsleiter Lützenberger, erstattete Bericht über die Vorbereitungen des Einsatzes, Amtsleiter S ch n a u s legte die tiefere Bedeutung des Einsatzes in Mainz dar, die neben der reinen Arbeitsleistung in der allgemeinen Ausbildung der Studenten liege. Wenn der Student nach Abschluß seines Studiums die ihm im Leben unseres Volkes zukommenden entscheidenden Führungsaufgaben erfüllen wolle, so müsie er sich während seines Stu- —ii in» i i i i i 11 iiyruw».u wxui«* 'r n- "peez diums gründlich darauf vorbereiten. Das Studium sei heute nicht mehr nur eine Vermittlung von Wissen, sondern ebenso eine politische und charakterliche Schulung. Das beste Mittel hierzu sei der Einsatz dort, wo unserem Volke Gefahren drohen oder Notlagen entstanden. Der Tradition studentischer Einsatzbereitschaft entspreche es, wenn sich sofort 200 Studenten unseres Gaues für die „Mainzhilfe" zur Verfügung stellten und vom ersten bis zum letzten Tage Der dreimonatigen Ferien ununterbrochen im Kriegseinsatz stehen. Aus aller Wett. Todesurteil für Feldposimarder. Der Fuhrmann Franz Klier aus Frankfurt, ein 45jähriger, dem Alkohol ergebener und wiederholt vorbestrafter Mann, der den Gerichten und Fürsorgebehörden schon viel Arbeit verursacht hat, war bei einem Fuhrunternehmer beschäftigt, der aushilfsweise zum Tr an sport von Feldpost- Päckchen im Stadtgebiet Frankfurt herangezogen wurde. Diese Gelegenheit benutzte Klier, um zahlreiche Sendungen beiseite zu schaffen. Vor dem Sondergericht Frankfurt konnte ihm nachgewiesen werden, daß er im Frühjahr 1942 mehr a I s 100 Feldpost päckchen beraubt hat, wobei ihm vor allem Zigaretten und Speck in die Hände fielen. Das Sonoergericht verurteilte den Verbrecher, der in so schwerer Weise den Liebesgabenverkehr zwischen Front und Heimat gestört hatte, als Volksschädling zum Tode und dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Einem Kinde 50 Pf. gestohlen. Eine empfindliche Strafe verhängte der Essener Strafrichter über einen 44 Jahre alten Angeklagten, der sich wegen Diebstahls zu verantworten hatte. Der Angeklagte hatte sich eines Abends an ein eben erst schulpflichtiges Mädchen herangedrängt, das von der Mutter ausgeschickt worden war, um einige Kleinigkeiten in einem Essener Geschäft einzukaufen und stahl dem Kind die Geldbörse mit 50 Pf. Drei Tage später konnte der Dieb ermittelt und festgenommen werden. — Das Gericht ahndete die gemeine Handlungsweise mit einer Gefängnisstrafe von acht Monaten. Kunst und Wisienfchast. Wiedererweckung eines vergessenen Romantikers. Im ersten Orchesterkonzert des Kasseler Staatstheaters brachte Rod. Heger die Symphonie c-moll von Hugo Staehle, einem 1848 im jugendlichen Alter von 22 Jahren verstorbenen kurhessischen Komponisten, zur Aufführung. Staehle, Schüler von Spohr und Moritz Hauptmann, war eine ungewöhnliche Begabung, die auch die Aufmerksamkeit Schumanns auf sich gezogen hat. Seine im Alter von 18 Jahren geschriebene c-moll-Symphonie, 1844 in Kassel durch Spohr aufgeführt, überrascht durch phantasiereiche Gestaltung, großes formales und instrumentales Können. Am höchsten ist der dritte Satz, ein originelles Scherzo mit einer geistreichen Coda, zu bewerten; hier läßt der Komponist bereits eine persönliche Note anklingen. In der jede Einzelheit liebevoll behandelnden Wiedergabe errang das durchaus lebensfähige Werk einen großen Erfolg. Max Hafer. HauPtschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauptlchriflleiterS: Ernst Btumschem. Lerantwoülich für Politik und Bilder.' Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadl Siesten, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerci R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter:-Hans Beck. AnzeigenpreiSliste 9k. 6. Die Eltern der Malerin Luise Seidler entdeckten 1806 auf dem Boden eine vergessene Truhe mit den Kleidern der Urgroßmutter. Daraus ließen sie der Tochter ein Kleid schneidern, das wohl prächtig aussah, aber eine merkwürdige Eigenschaft hatte: da die Kleider der Urgroßmutter gegen Mottenfraß stark eingetampfert waren, haftete der Geruch im Stoff und zwang häufig bei Besuchen die Fremden zum Niesen. ' Frühere Generationen haben aus der Umarbeitung alter Sachen eine größere Kunst entwickelt als wir. 1805 ließ die spätere Gräfin Bernstorfs in Dresden für ihren ersten Eintritt in die Gesellschaft ein Kleid aus einer alten Gardine schneidern, das überall Bewunderung erregte. 1793 erhielt Goethe eine große Kiste aus Frankfurt, in der ihm feine Mutter Nankingstoff für Beinkleider und Weste schickte, wobei sie vermerkte, daß dieser gute Stoff aus einem Unterrock von ihr stamme. Theodor Storm erzählt von einer Tante, die einen großen türkischen Schal hinterließ, aus dem drei Töchter tadellos eingekleidet wurden. Vielleicht haben wir heute noch gar nicht richtig damit angefangen, aus dem Ueberfluß vergangener Zeiten zu leben? Wir wissen z. B., daß wir aus den Oberhemden unserer Männer, wenn die Kragen schadhaft geworden sind, noch recht nette Blusen machen können , (Haben Sie das schon ausprobiert?) ... daß wir alte Oberhemden zu Nachthem- den verarbeiten oder Jungenhemden daraus machen können. Wahrscheinlich schlummern aber in unseren Schränken und Truhen noch viele andere unentdeckte Möglichkeiten: alte Frotteekleider, die — längst unmodern geworden — kräftige Trockentücher für die Hände abgeben ... dünne Waschstoffreste für Taschentücher ... Waffelbettdecken, die sich prachtvoll für die Babyausstattung verwenden lassen usw. Vielleicht stecken in unseren alten Tischtüchern, in Bettwäsche und Vorhängen Schätze, von denen wir noch gar nichts wissen. Man soll heute seine Wäsche nicht nur so pflegen, daß sie länger hält: man soll sich auch überlegen, was man aus alten Sachen Neues machen kann. 2829V Als Verlobte grüßen Anneliese Hofmann Hans7Karl Moos , Gefreiter bei einer Ln.-Komp. Heuchelheim Ruttershausen z. Z. im Felde 10. Oktober 1942 ______________________05077/ Ihre Verlobung geben — gleichzeitig im Namen ihrer Eltern - bekannt Gisela Naumann Walther Roth, Pfarrer z. Z. im Felde Alten-Buseck Wasenberg bei Gießen Kreis Ziegenhain' Oktober 1942 __05029/ , Erich E. Voß Minni Voß, geb. Seipp geben ihre Vermählung bekannt Berlin-Friedenau Gießen Handjerystr. 85 Hitlerwall 1 10. Oktober 1942 _________________________05037/ Ihre Vermählung geben bekannt Rolf Heins Obergefreiter der Luftwaffe Else Heins, geb. Kröck Altenau im Harz Großen-Linden 10. Oktober 1942 05047/ Großen-Buseck Nidda (Hessen) z. Z. im Felde (Hessen) BAYER Achtung! Achtung! Rattlar (Waldeck) Turnunterricht Anmeldungen für unsere btfänger-u.Fortschrittkurse werden täglich ab 11 Uhr entgegengenommen 2735D Tanzschule Bäulke Men, Wolf Straße 31, Ruf3835 Wir haben uns verlobt Ilse Hellwig Karl Gilbert Oberleutnant in einer Beobachtungs-Abteilung Leihgestern z. Z. im Felde _________04996/ Ihre Verlobung geben bekannt Ilse Manns Dr. med. Willy Metz Oberstabsarzt Im Oktober 1942. 3038 D/ m BAYERKREUZES werden Arzneimittel von Weltruf geschaffen. In den BAYER-Forschungsstätten wird unermüdlich gearbeitet. Den großen Entdeckungen unter dem BAYER-Kreuz werden sich neue würdig an die Seite stellen! iritW Höbet, mW gefangener & Venn es F bet Vehtms bteifache > -ff« n der Tenors «wn oon L » er? ai-der « s»-1 sK ZÄ no#19 w* Hagebut en, Schlehen, Holunderbeeren und Bucheckern z. den amtlich festgesetzten Preisen kauft jedes Quantum. Verpackungsmaterial wird gestellt. Aufkäufer werden noch eingestellt. Von der R. f. H. amtl. bestät. 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Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme, die uns bei unserem großen Schmerz durch den Heldentod unsres geliebten, unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Enkels, Neffen und Paten Wilhelm Vonder- heid, Obergefreiter in einer mot. Vorausabteilung, entgegengebracht wurden, danken wir auf diesem Wege herzlichst. Im Namen aller Trauernden: Familie Wilhelm Vonderheid. Hausen, den 9. Oktober 1942. 0502 Heimarbeiterinnen gesucht. Poppe & Co., Gießen i. H. Gießener Gummiwarenfabrik 3049 D Wochenübersicht: Dienstag, 13. Oktober, 18.30 Uhr 6. Dienstagmiete u. HalbmieteB Fran Lana. Mittwoch, 14. Okt.» 18.30 Uhr 6.Mittwochmiete u. Hal bmiete A Frau Luna. Freitag, den 16. Oktober Mietvorstellung wird verlegt. Sonntag, 18. Oktober, 18.30 Uhr Frau Luna. Wer übernimmt Wäsche zum Waschen und Bügel« für einz. Dame? Schriftl. Angeb. unter 05065 an den Gieb. Anz. Mitglieder des Goathe-Bnndes, der Kulturellen Ven emigunuu. der VolksbddnngsstätteGießen haber! gegen Mitgliedsausweis freien Eintritt (G.B. Kontr.-AJächn. Nr. 2, K.V.Kontr.-Abschn. Nr. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Der Deutsche Automobil-Club Ortsgruppe Gießen Ha»ns Wagner, München spricht am Dienstag, 18. Oktober, 7.30 Uhr, im Hotel Schütz ÄMÄ WM- engeren Heimat! nirb. 3 .im Li M^nben schlau iDltobe ' trotze j Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung / Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude“ Das Land der Kroaten und die dalmatinische Küste (Farbdias) HJ.-Veranstaltungsring 42 43 Reihe D., 1. Veranstaltung Sonntag, 11. Oktober 1942, 9.00 Uhr, Lichtspielhaus. Jugendfilmstunde mit d. Film HEIMKEHR 3052 D Lcihgesterner Weg 24. I 05063 &n tfuddin# Gloria-Palast, Seltersweg Das große Spiel 2977C Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Rätsel um Beate Heißluftdusche oder angewärmte Frottiertücher 1 Zugluft vermeiden! Zur Kopfwäsche das nicht-alkalische SCHWARZKOPF SCHAUMPON 2 tüchtige Kontoristinnen für Lebensmittel- Großha nd- lung gesucht. Schriftl. Angebote unter 3036D an den Gießener Anzeiger erbeten. >2SL Schweres Herzeleid brachte uns die Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, mein ganzesGlück, der treusorgende Vater seiner beid. Kinder, der Mutter hoffnungsvoller Sohn, unser 1b. Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Theodor Pausch Unteroffizier in einer M.-G.-Kompanie am 1. Oktober an seiner Verwundung in einem Kriegslazarett im hoffnungsvollen Alter von 32 Jahren gestorben ist. In tiefem Schmerz: Anna Pausch, geb. Waldschmidt, und Kinder Anni und Manfred; Maria Pausch Wwe. Jakob Waldschmidt und Angehörige. Rödgen, Rodheim, Heuchelheim, 9. Okt. 1942. 6 ________________3031 D Hart und schwer traf uns die Nacb- richt, daß mein lieber, herzensguter yJsel Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Buben, unser lieber Sohn, unser lieber, stets hilfsbereiter Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Pate, Onkel und Neffe Ludwig Münch Gefreiter in einer Transport-Kompanie in einem Kriegslazarett im Osten an einer schweren Gehirnentzündung im Alter von 35 Jahren für immer von uns gegangen ist. In stiller, tiefer Trauer: Margarethe MUnch, geb. Klos, und Kinder Werner und Walter; Ludwig MUnch und Frau; Karl MUnch und Familie; Wilhelm MUnch und Familie; Wilhelm Albach und Familie; GeorgKlös und Frau; Friedrich Klös und Familie; Ludwig Klös und Familie. Hausen bei Gießen, Garbenteich, Rödgen, Heuchelheim, Vetzberg, den 10. Okt. 1942. 05043 TSwr Nach Gottes Fügung erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein lie- ber, einziger Bruder, unser lebens- froher, sonniger Enkel, unser lieber Neffe, Pate und Vetter Helmut Pfeifer Unteroffizier in einem Inf.-Rcgt., Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, im Alter von 22 Jahren am 6. Sept. 1942 infolge schwerer Verwundung, die er bei den Angriffskämpfen um Noworossijsk erhielt, den Heldentod starb. Er wurde unter milit. Ehren auf einem Heldenfriedhof bei Krymskaja, im vorderen Kaukasus, beigesetzt. In tiefer Trauer: Gefr. Richard Pfeifer, z.Z. im Osten Elisabeth Viehmann Wwe. Georg Pfeifer und alle Angehörigen. Großen-Linden, im Oktober 1942. Schon mit RM 30.- im Monat ersparen Sie ein Eigenheim von RM 12000.- Der Wohnbedarf nimmt immer . noch zu 1 Sichern Sie sich daher jetzt sdhon durch einen Bausparvertrag Ihr Bau- oder Kaufgeld. 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Das Krankengeld wird vom ersten Tage des Krankenhausaufenthaltes an in bar zur beliebigen Verwendung aus bezahlt. Lassen Sie sich heute noch unverbindlich beraten durch die Allgemeine Krankenversicherungs-AG., Filialdirektion Kassel, Hohenzollern- straße 1. Ruf 34297. Bitte ausschneiden und einsenden. 16 Gi. 3032V Dienstag, den 13. Oktober 1942, abends 7.15 Uhr Neue Aula der Universität Danksagung. Allen, die uns bei dem schweren Verlust meines über alles ge- liebten, herzensguten, unvergeßlichen Mannes, meines lieben, guten Sohnes, unseres lieben Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers, Onkels u. Paten, Rudolf Bremer, Uffz. in einem Inf.-Regt., ihre Teilnahme bewiesen haben, sagen wir auf diesem Wege herzl. Dank. In tiefem Schmerz: Emmi Bremer, ge b. Schmidt Katharine Bremer Wwe. und alle Angehörigen. Putzfrau für die Reinigung von Büroräumen zum sofortigen Eintritt gesucht. Heyligenstaedt & Comp. Zuverlässige Putzfrau für 2- bis 3mal wöchentlich vormittags 2 Stunden gesucht. [05067 Frau ($ arlSchmidt, Bahnhofstr.101. Tüchtige fmsgeliB für zeitweise frauenlosen Haushalt gesucht. [05061 Kaiserallee 70. ">uch Ronnen iu beiirj lei A Dl >4 Oberhessiscber Geschieh ts verein Der für heute vorgesehene 30mD Besuch in Laubach wird wegen der Veranstaltungen der Kulturwoche auf Samstag, den 24.Oktober 1942, verschoben. Anmeldungen sind vorgemerkt. Otto Heufeinger Gefreiter in einer Panzer-Kampfstaffel Inhaber des Panzer - Sturmabzeichens bei den schweren Kämpfen um Stalingrad, am 9. September 1942, im Alter von 21 Jahren den Heldentod gestorben ist. Er gab sein junges, hoffnungsvolles Leben für uns alle- In tiefem Schmerz: 05035 Willi Heußinger nebst Frau und Tochter Margot sowie allen Angehörigen. Gießen (Wieseeker Weg 42), Alsfeld, Grünberg, Schlitz, Niederweisel, Lindenfels i. O., Stuttgart, Berlin u. Frankfurt, 9. Okt. 1942. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Schweres Herzeleid brachte uns die AWH traurige Nachricht, daß unser lieber, guter, einziger Sohn, mein lieber Bruder, Enkel, Neffe, Pate und Cousin Fttr Werkskantine gesucht: 2 saubere Mädchen für unsere Werksküche Wohnung im Hause, Angebote an Zuckerfabrik Offstein Neuoff stein (Pfalz) Werkskantine. 5OioD 13.30 :§G. Evang.Stadtmission, Löberitr. 14. Sonntag, 11. 10., 8.30 Andacht; 10 S.-Sch.; 20.15 Predigt. — Mittw., 14.10.. 20.15 Bibelstunde. Freie evang. Gemeinde Gietzen, Zu den Mühlen 2. Sonnt., 11.10., 9.45 Erbnuungsstunde; 11 Sonnlagschule; 16 Predigt. Bavtistengemeinde u. Bund freikirchlicher Christen, Gartenstr. 13. Sonntag, 11. 10., 11.15 KG.; 15.30 G. - Mittwoch, 14. 10., 20.15 G. Frauen und Mädchen für leichte Näh-u. Stepparbeit ganze oder evtl, auch halbe Tage gesucht. Die Einstellg. erfolgt über das Arbeitsamt. Vorzustellen vormittags in der Zeit von 9-12 Uhr bei Lehfeldt D denn . 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Als Solistin wird Gertrud D a p - r iKlavier) mitwirken. Die Vortragsfolge sieht einzelnen in wohlabgewogener Gegenüberstel- Wgenbe Werke vor: Als Erstes ein Concerto bsso in e-moll, op. 3 Nr. 3 von Francesco Gemi« l«ni für zwei Violinen, Viola, Klavier und Streich- Berdunkelungszell: 10. Oktober von 19.40 bis 7.09 Uhr. 11. Oktober von 19.38 bis 7.11 Uhr. '“title 8|^ ^tler-Jugem ^ßeqill) n8taltung | ober 1942, $pielhau8. nit d. Film :hr --3052D M im« £8# Aus der Stadt Gießen. Herbstliche Gönne... ,m Morgen zögert d!e Sonne lange, ehe sie den W durchdringt, der wie ein dichtes Gewebe -'adt und Land emhüllt. In den Straßen ist es um ;jch Zeit wenig einladend; man denkt unwillkür- id) an geheizte Stuben und betrachtet mit leisem 8-tauern die braunen Blätter, die von den Bäu- k'it Eslarn Zur Erde gleiten. Ein Heller Schein |iiiier d«n Nebel aber wirkt wie eine stille Verätzung, und tatsächlich tasten sich die Sonnenstrah- eii allmählich durch, bis sie uns mit leuchtendem lZignz in den späten Vormittagsstunden, noch einen (fönen Herbsttag bescheren. Mit einem Schlage vereitert sich nun auch das Aussehen der Stadt. In >en Garten, wy bis dqhin müde Resignation zu Menschen schien, jubiliert wider lebensfreudig der ichte Blumenflor, in den Anlagen tauchen die Kin- s'ervagen auf tue Bänke stehen nicht mehr so ein- I-ntund verlassen. Die herzliche Sonne wirkt wabr- ßaiiig wie ern Wunder, das wohltätig alles auf- leben läßt. I Echt anders ist es draußen, vor der Stadt Wrühmorgens ist der Bauer durch taunasses Gras Geschritten, als er über den Feldrain zum Acker jmfl- Er hat die Seinen für die Kartoffelernte ein- »ereilt, und auf dem nebelverhängten feuchten Feld legcnn die Arbeit planmäßig. Einige Stunden lang Viikde unter dem grauen Vorhang des Nebels ge- Ihapt, bis dann der wärmende Schein der Sonne »sich hier sein Wunder vollbrachte. Die braunen Leiber der Pferde bekamen einen glänzenden Schimmer, die Mädchen und Frauen auf dem Acker blicken frohgemut auf, Heller klangen die Hacken, lauter wurzelten die Kartoffeln in Eimer und Körbe, und Itzt nimmt sich die Gruppe der emsig Schaffenden Irradezu malerisch aus. Alle Monotonie ist ver- [ogtn, die Landschaft biegt freundlich unter der lerbstsonne, und selbst die braunen Streifen der lereits abgeernteten Felder fügen sich harmonisch I das Bild ein. lAom Waldrand her aber lodert das Feuer der liubfärbung. Hier läßt die Sonne jene grandiose Mckigkeit aufleuchten, wie sie nur der große Künst- |r herbst zu vollbringen vermag. Zu dem bren- Irnden Gelb der Buchen und den dunkleren Farben |r Eichen gesellt sich das verheißungsvolle Rot der leeren, die die daheimgebliebenen Vögel locken, livischen den Gräsern am Wegrand aber blühen Me letzte Vermächtnisse des Sommers die zierlichen lauen Glockenblumen. Es ist ein Vergehen in IchSnheit ringsumher, dem die Sonne des Herbstes rechten Glanz verleiht. H. W. Sch. Die Kulturwoche der NSDAP. ■ . Kunstausstellung in der Universität. # [13m Rahmen des Deranstaltungsprogrammes der Imstwoche der NSDAP, wird am Sonntagvormit- M 11. Oktober, im Großen Hörsaal der Universität »rch den Kreisleiter eine Kunstausstellung eröffnet irrten, die einen interessanten Querschnitt durch R5 gegenwärtige Schaffen unserer oberhessischen Wnstlerschaft vermitteln wird. Die Ausstellung neben zahlreichen Oelbildern auch Aquarell >d Graphik bringen, und auch die Abteilung „Pla- f wird diesmal gut beschickt sein. Die Ausstellung iri) von einem qualitätvollen Schaffen unserer hei- nchen Künstler ein schönes Zeugnis ablegen. Es in leider nicht möglich, die oberhessischen Künstler i ihrer Gesamtheit zu erfassen, da viele von ihnen ocr den Fahnen stehen. Die Ausstellung wird in» frn auch so noch eine Fülle von wertvollen Kunst- «len aller Art bringen, die der Gießener Bevölke- Wzur regen Besichtigung und auch zum Ankauf empfehlen sind. Ihzater. — Gloria-Palast. — Lichtspielhaus. Un|er Theater bringt am Sonntag, 11. Oktober, |.3O Uhr, als seinen ersten Beitrag zur Kultur- Ddje einen festlichen Theaterabend mit „Figaros dchzeit", komische Oper in 4 Akten von Wolfgang najeus Mozart. lllr Gießener Kulturstätten haben sich der Gloria- lilcft und das Lichtspielhaus durch eine Wiederauf- urungswoche von künstlerisch und kulturell beson- MS wertvollen Filmen in die Arbeit der Gießener Mturwoche eingespannt. Diese Wiederaufführungs- We wird am Montag, 12. Oktober, 19.30 Uhr, im Wlvr ia - Pala st anläßlich der Erstaufführung des HntA „Sieben Jahre Glück" eröffnet, wobei Kreis- »chkllenleiter Kreisstabsamtsleiter Weber spre- wird. Im Rahmen der Kulturwoche laufen bdhn im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, die v'ch'trhenden Filme: vom 12, bis 14. Oktober „Reitet M t Deutschland", 15. bis 18. Oktober^,Operette", 19. D r A. Oktober „Ohm Krüger", 22. bis 25. Oktober I ki Große König". Sinfonisches Konzert ; des Orchesters des Bannes Gießen (116). tssudt G^1 , 11. ou°d« 17übr 21-45*Df .1 KM «s halten n I äd on RM. 0* Dichlerflunde mit Agnes INiegel. ih besonderes Erlebnis werden die im Gießrner 1 rtfflgsring zusammengeschlossenen Gießener Kul- foirtänbe ihren Mitgliebern unb Freunben ve- P. Am Dienstag, 13. Oktober, wirb bie oppreu» jfj ' h Dichterin Agnes M i e g e l aus eigenen Wer- / ■’ * leien. Diese Dichterftunbe wirb sicher für alle , " stcher ein Erlebnis sein. Daran schließt sich bas Konzert Nr. 19 in rNcll für Klavier unb Streichorchester von PH'l'PP •Wei Bach Sohn des großen Thomaskantors ^S'b.Bach. Den Abschluß bildet die Erste Sm- «k in G-dur von Friedrich dem Großen. Es ist Rjelem, der sich für die Leistungen unseres Or- achwuchses interessiert, Gelegenheit gegeben, en Können an Hand dieser nicht leichten Aus- Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Cine Spende des Herzens. Bisher 1OOOOO Soldatenbüchereien aus der Büchersammlung. Zum vierten Male wird das deutsche Volk jetzt zur Büchersammlung der NSDAP, für die deutsche Wehrmacht aufgerufen. In den drei Jahren ihres Bestehens konnte die Büchersammlung schon außerordentlich reichen Segen stiften. Die 25 Millionen Bücher, bic in drei Sammlungen gespendet wurden, stellen eine beachtliche Kulturleistung des deutschen Volkes dar. Allein bei der letzten Sammlung wurden über 9!^ Millionen Bücher aufgebracht. Mehr als 100 000 Büchereien sind bisher aus diesen Spenden zusammengestellt worden, 46 600 allein im letzten Jahr. Vom Eismeer bis nach Afrika, von der vordersten Linie der Ostfront bis an den Atlantik reicht heute die Wirksamkeit dieser Büchereien. Sie erstreckt sich aber auch über die Meere, auf denen deutsche U-Boote operieren, die gleichfalls mit Büchereien aus der Spende bedacht werden. Daneben werden auch Lazarette versorgt. Das Echo dieser Maßnahme war gewaltig. Ungezählte Beweise des Dankes sind von Einheiten aller Wehrmachtteile eingegangen, von allen Fronten, in denen der großen Freude der Soldaten über die Bücherspende der Heimat Ausdruck gegeben wird. Die vielseitige Bücherkiste, die Lesestoff für jeden Geschmack enthält, ist überall bald sehr gefragt und der Inhalt manchmal schon nach kurzer Zeit vergriffen. So wird auch das Buch zu einem Mittler zwischen Front und Heimat, wobei man es besonders dankbar empfindet, daß die Auswahl der Sendungen weitgehend von den jeweiligen Heimatorten der Truppen zusammengestellt wird und dadurch ihren besonderen Charakter als Spende der Heimat erhält. Die Weite der Fronten und die Größe der deutschen Wehrmacht haben den Bedarf an Büchern weiter anwachsen lassen, weshalb jetzt erneut an das deutsche Volk appelliert wird. Das Ziel ist, daß jebe Einheit mit einer Bücherei ausgestattet werden kann. Dazu sind noch viele, viele Bücher notwendig. Die am 17. Oktober beginnende neue Sammlung, die von allen Gliederungen der Partei tatkräftig unterstützt wird, wendet sich mehr als in den vergangenen Jahren an den einzelnen Volksgenossen und seinen Bücherschrank, da der Buchhandel aus verständlichen Gründen nicht in gleicher Weise eingesetzt werden kann, wie in früheren Jahren. Es soll diesmal eine Spende des Herzens fein. Die Trennung von einem guten, liebgewordenen Buch ist doch immer noch ein bescheidener Beitrag gegenüber den Opfern, die der Soldat für die Heimat bringt. Wie die Heimat sich im letzten Winter bei der Wollsammlung zu einer gewaltigen Leistung für die materielle Versorgung der Truppe zusammenfand, so soll sie sich jetzt zu einem großen Hilfs- wert der geistig-seelischen Betreuung vereinigen. Sie wird das um so bereiter tun, als es in den nächsten Wochen ganz besonders den Osten mit Büchern zu versorgen gilt, um unseren Soldaten die langen dunklen Wintermonate etwas zu erhellen und zu verkürzen. Bstn'ebssührer und Gefolgschaft. Neue Wege zur Schaffung von LeistungSgemeinschasten. Im „Gießener Anzeiger", Nr. 215 vom 12 /13. September 1942 haben wir auf Grund einer Unterredung mit dem derzeitigen Leiter des Berufserziehungswerkes der Deutschen Arbeitsfront in Gießen, Kreisberufs- walter ^Hofmann, über die zusätzliche Berufsausbildung durch die Deutsche Arbeitsfront berichtet. Ueber diesen Aufgabenkreis hinaus hat das Berufserziehungswerk aber auch neue Wege für die Betriebs- führung gewiesen und erschlossen, um die Gefolgschaften der Betriebe immer mehr zu Leistungsgemeinschaften ausgestalten zu können. Darüber berichten die folgenden Darlegungen. Die nationalsozialistische Wirtschastsgestaltung hat bie beutschen Betriebsführer vor grunblegenbe Umgestaltungen auf bem Gebiete der Betriebs- und Menschenführung gestellt. Es ist daher ihre vordringliche Aufgabe, das Rüstzeug sich zu eigen zu machen, um die Gemeinschaft ihres Betriebes zur Leistungsgemeinschaft zu gestalten. Das Ziel der Auslese fleißiger und pflichttreuester Mitarbeiter als betrieblicher Unterführerstab muß der Betriebsführer sich stets vor Augen halten. Es ist besonders darauf zu achten, daß ein Unterführer nicht nur guter Fachmann ist, sondern auch Führer und Erzieher. In der durchlaufenden Schulung in Menschenkenntnis, in der Menschenführung und in der Führung der Gefolgschaft muß jeder Unterführer die richtige Unterweisung erhalten. Er muß mit den Pflichten und Aufgaben des Betriebes im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung eingehend vertraut gemacht werden. Don der richtigen Behandlung der Menschen und soDatisch- männlichen Führung der Gefolgschaft hängt letzten Endes doch die Leistung und Wirtschaftlichkeit des Betriebes ab. lieber die reinen fachlichen Kenntnisse des Unterführers hinaus müßen bie zur Führung erforberlichen menschlichen Eigenschaften geweckt unb geförbert werben. Für biefe Ausrichtung ist der Betriebsführer einzig und allein verantwortlich. Damit dem Betriebsführer die Gelegenheit gegeben ist, fick; überhaupt einmal in die ganze Materie der Ausrichtung der betrieblichen Unterführer hineinzuleben, wurden vom Amt für Berufserziehung und Betriebsführung die Reichsschulen für Arbeits- sührung geschaffen. An den Arbeitswochen dieser Reichsschulen können auch stellv. Betriebsführer und Direktoren teilnehmen. Darüber hinaus wurden an den Reichsschulen Arbeitsführungswochen eingerichtet, welche für Betriebsleiter, Betriebsingenieure, technische und kaufmännische Abteilungsleiter, Obermeister unb Betriebsobmänner offen sind. Im besonderen sind die an den Reichsschulen in Gelsenkirchen unb Bielatal eingesetzten Werkmeisterlehrgänge zu erwähnen. Unter fachkundiger Leitung werden in diesen Lehrgängen den Teilnehmern viele neue Anregungen und erforderliches Rüstzeug vermittelt. Da durch die kriegsbedingten Verhältnisse die Frau als betrieblicher Unterführer immer stärker eingesetzt werden muß, sind an der Reichsschule in Stuttgart Sonderlehrgänge für Anlernerinnen in Aussicht genommen, zu denen betriebliche Mitarbeiterinnen, die arbeitsunterroeifenb im Betrieb' tätig sind und schon Erfahrung auf btfm Gebiete der Anlernling haben, oder Mitarbeiterinnen, die eine besondere Befähigung für diese Aufgabe erkennen lassen, zugelassen werden. Außer der Ausrichtung der betrieblichen Unterführer liegt dem Amt für Berufserziehung und Betriebsführung die organische Gestaltung der Betriebe sowie die Führung im Betriebsraum ob. Die Ausrichtung der Betriebsführer und Betriebsunterführer auf die jieuen Aufgaben zur Schaffung von Leistungsgemeinschaften wird vom Berufserziehungswerk Gießen in Form von Vortragsreihen durchgeführt. Bei den bisherigen Veranstaltungen dieser Art haben berufene Männer bereits über zahlreiche Themata in aufschlußreicher Weise gesprochen. Von Ende Oktober ab wird in Gießen eine neue derartige Vortragsreihe stattfin- den, in der wiederum namhafte Persönlichkeiten zu Worte kommen unb aus bem reichen Schatze ihrer Erfahrungen unb ihres Wissens wertvolle Aufschlüsse geben werden. Frauen fragen - Frauen beraten. Auch viele Männer kommen als Ratsuchende. Seit Kriegsausbruch besteht in Gießen eine Hauswirtschaftliche Beratungsstelle und Lehrküche des Deutschen Frauenwerks. Diese gemeinnützige Einrichtung hat im Laufe der Zeit so starken Zuspruch gefunden, daß sie in den nächsten Tagen aus dem viel zu klein gewordenen Raume am Lindenplatz in größere Räumlichkeiten an der Ecke Schulstraße- Sonnenstraße verlegt werden muß. Aus einer Unterredung mit der Leiterin der Beratungsstelle Frau Schäfer sei hier einiges über diese Frauenarbeit berichtet. Die Hauswirtschaftliche Beratungsstelle will allen Hausfrauen auf dem Gebiete der Haus- und Küchenwirtfchast mit gutem Rat zur Hand gehen, insbesondere jetzt im Kriege. Sie zählt Frauen, Mädchen und auch — Männer aus der Stadt und vom Lande zu ihrem Besucherkreis. Sogar so etwas wie Stammkunden verzeichnet sie, die sich von ihr immer wieder beraten lassen. Allein in diesem Jahre vom Januar bis einschl. September nahmen über 4800 Personen die Beratung in Anspruch. Die Männer machen etwa 5 v. H. der Ratsuchenden aus; durchschnittlich erscheint jeden Tag mindestens ein Mann mit einer ober einem ggnzen Bünbel Fragen hauswirtschaftstcher Art, oft kommen aber auch mehr, so baß eine „Sprechstunbe für Männer" entsteht. Immer wirb jebermann mit gutem Rat unb klaren Aufschlüssen auf Grunb neuer praktischer Erprobungen geholfen. Runb 500 bis 600 Frauen erfahren daburch allmo-natlich wertvolle Förberung für ihre Arbeit in Haus unb Küche. Dem „alten Zopf" im Haushalt ist hier der Ärieg erklärt. Die Beratung läßt natürlich bewährtes unb jjud) heute noch verwendbares Altes gelten, aber sie stellt bewußt unb betont bie neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in ber Ernährungs- unb Volkswirtschaft in ben Dorbergrund. Ständige Abwechslung in der Ernährung, Anpassung der Küche an die jeweilige Beschaffungsmöglichkeit unb Dorratslage aus ber heimischen Erzeugung, Nutzbarmachung aller Nahrungsmittel, auch der Wildfrüchte, Schmackhaftigkeit und höchster Nährwert aller Speisen unter Ausnutzung jeder, kriegswirtschaftlichen Gegebenheit, das sind die wichttgsten Grundlagen für die Arbeit der Beratungsstelle. Daß sie damit auf bem richtigen Wege ist, beweist ber stän- big fteigenbe Zuspruch, ber nun sogar zur Vergrößerung ber Arbeitsräume zwingt. * Im September herrschte jn ber Beratungsstelle ganz besonders starker Betrieb. Anlaß bazu war die Deckeltausch-Aktion. Da konnten die Hausfrauen für ihre Einmachgläser, zu denen sie keine passenden Deckel besaßen, durch Austausch aus dem Vorrat der Beratungsstelle oder durch Tausch mit abgegebenen Deckeln anderer Interessenten kostenlos passende Deckel -für die Einmachgläser erhalten. Auf diese Weise wurden in 20 Tagen 3180 Ein- .machgläserdeckel ausgetauscht, an einem einzigen Tage bei größtem Andrang allein 479 Deckel. Bereits unmittelbar nach der Ankündigung der Aktion in der Presse setzte eine „Völkerwanderung" zur Beratungsstelle ein. Dann ging's tagelang zu wie vor einem Bienenhaus; häufig gab's auch hier einen „Schwarm"; aber alles ging in guter Ordnung von- ftatten, so daß auf allen Seiten Zufriedenheit herrschte. Dazu trug die Tatsache wesentlich bei, daß die Beratungsstelle durch selbstlose Spenden aus dem Kreise der Frauenschaft und des Frauenwerks einen ansehnlichen Vorrat bereitstellen konnte. Manche „Schlaue" wollten dabei kaputte Deckel „gut" loswerden, sie hatten damit aber kein Glück, denn es wurde scharf aufgepaht, daß keine Mogeleien vorkamen, da doch jedem mit brauchbarem Material geholfen werden sollte. Bei diesem Tausch sind manche Hausfrauen zum erstenmal in die Beratungsstelle gekommen, und sie haben sogleich ihre Anerkennung für diese Einrichtung ausgesprochen. Auch Männer mit Aktentaschen voll Deckeln marschierten hier auf. Sogar Kollegen, die nach Schluß rasch von der Arbeitsstätte fortgeeilt waren, um „schnell noch etwas für meine Frau zu besorgen" (die Frau hatte „ihm" vielleicht verboten, von dieser Tauschgelegenheit zu sprechen?), trafen sich hier sehr bald wieder und machten nun oft zuertz ein erstauntes, dann aber doch belustigt lachendes Gesicht. * Die Männer kommen zuerst oft mit einem etwas mißtrauischen und kritischen Gesicht anmarschiert'. Man fühlt gewissermaßen den inneren Vorbehalt, 10./II. (Dttota 1942 ** 7 5. Geburtstag. Am kommenden Montag» 12. Oktober, kann Herr Karl A m e n b , Löwen- gaffe 10, in aller Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Wünsche. Denkt daran! NSG. Wer Taschenlampen benutzt, die nicht vor« schriftsmäßig mit Blaufilter abgebunfelt finb, macht sich strafbar. Verbunkelungszeiten genau einhalten. Die Zeiten stehen täglich in ber Presse. Bei Fliegeralarm unb auch bei dem Signal „Oeffentliche Luftwarnung" sind alle Lamperz zu löschen bzw. die erforderlichen Verdunkelungsmaßnahmen sofort zu treffen. 7Hs gilt auch, wenn die vorgeschriebene Derdunkelungszeit noch nicht erreicht ist. x Verdunkelungseinrichtungen immer wieder nach« prüfen. Auch Hausflure, Nebenräume, Dachfenster und dergleichen sind mit der gleichen Sorgfalt zu verdunkeln. Freiwillige für die Waffen Von der Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten mir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, iri die Waffen-^ einzutreten. Die Divisionen der Waffen-^ kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ihre stolzen Taten sind ein Ruf an die deutsche Jugend und an die wehrhaften Männer. Dollmotorisiert umfassen die Divisionen alle Truppen, wie Infanterie, Artillerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen, Gebirgs- und Sanitätstruppen. Die Waffen-^ stellt ein a) Kriegsfreiwillige, b) Freiwillige mit Dienstzeitver- pflichtung vom vollendeten 17. bis 45. Lebensjahr. Der Dienst in der Waffen-^ ist Wehrdienstt Bei Eignung stehen dem Freiwilligen die Unterführer- und Führerlaufbahn, sowie Sonderlaufbahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt! Annahmeuntersuchungen finden am 19 Oktober in Gießen im „Burghof" statt. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. Gießener Wodjenmarftpreife. * Gießen, 10. Okt. Auf dem heutigen Wochen« markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 51, Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 4 bis 6, Rotkraut 9, gelbe Rüben 6 dis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 30, Unterkohlrabi 3 bis 5, Tomaten 20 bis 25, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Kürbis 5 bis 8, Feldsalat, V10 7 bis 10, Frühäpfel, kg 20 bis 30, Birnen 20 bis 30, Lauch 15, Sellerie 16, Salatgurken 6 bis 10, Einmachgurken, das Stück 2 bis 4, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 10, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 5 bis 15, Radieschen^ das Bund 10 Rpf. Und nun noch ein kurzer Blick in die Lehrküchs> die, wie die Beratungsstelle, für alle Volksgenossen! kostenlos zur Hilfeleistung bereitsteht. Hier erfährt der altgewohnte „Magenfahrplan" nach dem Rezept „Meine Mutti hats auch immer so gemacht" täglich seine Hinrichtung. Fast jeden Tag muß hier Neues entstehen, beinahe „noch neuer" als wir in der Zeitung. Aber das bewährte „Alte" hat auch noch mitzufprechen. Und so wird hier gekocht und gebacken und probiert und immer was Neues und Gutes ausgetüftelt. Hier können nicht nur angehende oder junge, sondern auch alte Hausfrauen viel lernen, mit dessen Anwendung sie daheim Freude bereiten und zugleich den Erfordernissen und Möglichkeiten der Gegenwart Rechnung tragen können. Kurzkurse im Kochen und Backen bieten gute Wege zu diesem Ergebnis. Außerdem finden hier Lehrgänge für Führerinnen der Nachrichtenhelferinnen statt, in denen gutes Wissen über neue Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft und -wirtschaft vermittelt wird. Die guten Rezepte der Beratungsstelle sind sämtlich vor der Ausgabe an die Ratsuchenden in der Lehrküche praktisch erprobt und nach jeder Richtung hin durchgeprüft worden. Daher sind sie unseren Hausfrauen auch nur zu empfehlen. Allein im September mürben von der Beratungsstelle 1250 Rezeptblättek über Tomaten, 1250 Rezeptblätter über Bohnen, 2100 Blätter über Kürbis, 1000 Blätter über Einmachen in Flaschen, 855 Blätter über die vielseitige Verwendung von Kohlrüben, 800 Blätter über verschiedene Eintöpfe und 800 Blätter über Verwendung von Weißkohl kostenlos abgegeben; jeder dieser Blätter enthält natürlich eine ganze Reihe von Rezepten der jeweiligen Art. Außerdem rour« den noch 455 Broschüren der Schriftenreihe des Beratungsdienstes verabreicht. Aus diesen wenigen Zahlen geht über,zeugend hervor, welch starken Widerhall die dankenswerte Arbeit dieser Einrichtung des Frauenwerkes allenthalben findet. B, mit dem sie in die Beratungsstelle eintreten. Meist fragen sie, im Auftrage ihrer Frauen, nach Kochoder Einmachrezepten, nach Erfahrungen mit diesem und jenem usw. Aber schon bald werden sie „tnarm", da sie schnell bemerken, daß hier mit guter Sachkenntnis, mit klarem Blick für das Mögliche und das Unmögliche und vor allem mit dem Willen, eine gute unb nahrhafte Beköstigung mit vielseitiger Abwechslung bei möglichster -Schonung des Geld* beutels beratend zu vermitteln, gearbeitet wird. Wenn es dann noch gerade aus der Lehrküche gut unb pikant riecht, vielleicht sogar auch eine Kost* probe verabreicht wird, kann der Besuch leicht s a enden, wie der jenes Mannes, der jetzt ein begeisterter Freund von Kürbismarmelade mit Aepfelu ist. Am Tage vorher hatte feine Frau in der Be» ratungsffelle nach Einmachrezepten gefragt unb ba< bei ein solches Kürbisrezept ausdrücklich und energisch abgelehnt, denn „das kann mein Mann gar nicht riechen, damit jagt er mich"; und ausgerechnet gleich am nächsten Tage kommt „er" mit Rezeptwünschen anmarschiert, die Lehrküche ist gerade beim Probekochen, der pikante Geruch kitzelt immer mehr in feiner Nase, er schnuppert heftig und hefttger, weiß aber nicht, w a s da gekocht wird; schließlich bittet er um eine Kostprobe, aber eine ausgiebige, er läßt sie sich sehr gut schmecken, ist des Lobes voll, erfährt, was er gegessen hat, und schließlich zieht der „Feind" von Kürbismarmelade als bereit entschiedener Freund von bannen; freilich nicht nach „Mutterns" Rezept, sondern nach dem der Beratungsstelle. Ja, so sind die Männer ... 1 Seitdem gehört „er" zu den männlichen Stammkunden, und „sie" holt sich nach wie vor gerne Rat. eine o$RAM-D-LAMPE mit der doppelw^ Das heilende Wundpflaster 5 GEBR. Wolf rom- DroM ■ einfach Wen*l BAUER«. CIE o r CHEMISCHE L Das bedeutet für Sie 1M8 A o 1823 D/ Dürfen wir erinnern I Bahnhofstraße Verkauf an jedermann! ft &W, ge ALT-EX °0™oor •^UNGSWERKg; OSRAM-LAMPEN Die Bestellscheine der Lebensmittelkarten sind anzumeldenI Unsere LSden werden Sie auch weiterhin gut beraten und tiemeinsebahswert Versorßungsrlnge Hessen-Nassau Ueber 600 Verkaufsstellen 6 Großbäckereien Medopharm-Arzneimittel sind nur In Apotheken erhältlich. SANATOGEN FORMAMINT KALZAN m Z o Sonntag die Mannschaft vom Luftwasfen-Sport- verein Gießen sich 9:2 beugen mußte. Es ist weiterhin bekannt, daß sich die Mannschaft aus Spielern des früheren Gauklassenvereins VfB. Friedberg sowie der SG. Bad-Nauheim zusammensetzt und über ein ansehnliches Können verfügt. Die Einheimischen, die durch die Anwesenheit der Urlauber Ehmann, Godglück und Nicolai verstärkt antreten können, werden alles daransetzen müssen, um den im Dor- -EINIUCMTUNOEM Gießen, Boahnhfstraße. Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstatt« Kurt Kling vonn. Heger Nacht. Baodagistenmelit. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. Mbe HM W oollk mfoto Kleinbild-Vergrößerungen und Amateurabzüge nur Großaufträge für Soldaten liefert schnellstens Photomeister Pfaff, Butzbach/Hessen Preisliste gegen Rückkuvert. 1 05007 Das. Warenzeichen der Fabrik chem.pharm. Präparate HO. ALBERT WEBER MAGDEBURG-W. 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Annahme-Untersuchung für die Waffen-tt. Die Waffen--- stellt ein Kriegsfreiwillige, Freiwillige mit Tienslzertvervflrchtzm Besser für Dich — besser für alle! Osrom-D-Lompen geben dank der Osrom- Doppelwendel ein Höchstmaß an licht für den verbrauchten Strom, sie sorgen für wirtschaftliche Stromausnutzung. Strom wird meist mit Kohle erzeugt, mit der sparsam umgegongen werden muß. /Verlangen Sie darum, wenn Glühlampen ousgewechseh werden müssen, stets Osram« D-lompen) S - ■ In allen Äpotljeken u. Drogerien Car/ Blank.Bonn am Rfrem Krankheitszeiten sind Notzeiten. Sind Sie gut versichert danr seien Sie froh Sind Sie nicht versichert danr tagen Sie et uns Ueber 575000 Personen smo oei uns gut aufge idben Alle Ueberschüsse flleßer an die Versicherten zurück Deutsche Mittelstandskrankenkasse Sitz Dortmund Sitte deutlich schreiben und sen den an Bezirksdirektion: Emst Lo*a, Frankiert am Main Stiftstraße 41. Ruf: 23934. — — Hier abschneldenl —— Name: ...........................-................ Anschrift; .......................... MEDOPHARM Arzneimittel sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Zur Ablösung der Sondergebäudesteuer gewähren wir Abgeltungsdarlehen Bezirkssparkasse Gießen dieser Zeitüng, ferner im Merkblatt der ErgänzungS- stelle und durch die Untersuchungskommission. Von der Wehrmacht Gemusterte können na melden, dürfen aber noch nicht ausgehoben sein. Heute ist es nun einmal so, daß man oft nur einen Suppenwürfel - der 2 Teller gute KNORR-Suppe ergibt- bekommt, obwohl man 2 Suppenwürfel für eine Mahlzeit gebrauchen konnte. Man kann sich da immer ganz gut helfen, wenn man die KNORR-Suppe mit etwas Gemüserest und mit 1-2 Kartoffeln streckt. KNORR Markttag bringt die Fortsetzung des Krämermarktes und der Volksbelustigung auf dem Juxplatz, sowie Filmvorführungen in der Turnhalle. Strafkammer Gießen. Der KZ. in Dirlammen (Kreis Lauterbach) war vom Amtsgericht Lauterbach wegen Diebstahls zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er war angeklagt, im Herbst v. I. von einer Viehweide in Wallenrod ein gutes Rind, das ihm nicht gehörte, abgetrieben und dafür ein ihm gehöriges Rind, das viel leichter war, zurückgelassen zu haben. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. In der gestrigen Verhandlung vor der Strafkammer Gießen konnte er der Anklage nicht überführt werden, so daß das Gericht ihn mangels Beweises fr ei sprach. G. A -Sport. Kußball. Dfv.-R. Gießen — RT.uSpG. Friedberg-Fauerbach. vom vollendeten 17. bis 45. Lebensjahr. I Der Dienst in der Waffen-ff gilt als Webc> dienst. Körpergröße mindestens 1,70 m (bri 20 Jahre 1,68 m). dti Nähere Ausfi eigenem Boden besitzt die Mannschaft großen Ehr. geiz und ist sehr schwer zu bezwingen. Da die । Gießener mit Ersatz antreten muffen, ist ihr Dor- | haben, zu den Punkten zu kommen, sehr schwer ; Trotzdem es um die Tabellenführung geht, er. wartet man beiderseits ein anständiges Spiel. Lang-Göns — Holzheim. Lang-Göns wird unter allen Umständen Der- suchen, keine weiteren Punkte mehr abzugeben. Aus eignem Boden sollte dies auch nicht eintreten. Mtv. Gießen II — Allend orf Ma.). Nach langer Ruhepause beteiligt sich Allendorf (Lda.) wieder an den Punktspielen. Einige Resul. täte von Gesellschaftsspielen zeigen, daß die Mann, schäft zu beachten ist. DJ.-Klasse. Grüningen — Mtv. Gießen I. Die Gießener versuchten im vergangenen Jahr, den Platzbesitzern die Meisterschaft in dieser Klaffe streitig zu machen. In überlegener Weise behauptete sich jedoch in Grüningen. Vielleicht gibt der Platz, vorteil ein Plus für Grüningen . Watzenborn — Klein-Linden. Die Gäste zeigten sich am vergangenen Sonntag von der besten Seite. Da Watzenborn sein erstes Spiel bestreitet, werden sie wohl Klein-Linden die Punkte überlassen müßen. Lang-Göns — Holzheim. Zwei gleichwertige Mannschaften stehen hier im Kampf um die Punkte, dessen Ausgang man offen- lassen muß. Mtv. Gießen II — Allendorf a. d. Lda. Die jüngsten der Gießener werden sich die Gelegen, heit nicht entgehen lassen, auch ihr zweites Spiel siegreich zu gestalten. Oei tagnach' in der .; Ich em Hesse Am kommenden Sonntag empfängt der DfB.-R. den Tabellenersten, die RT. u. SpG. Friedberg- Fauerbach zum fälligen Rückspiel um die Kriegs- Erinnerungsplakette. Fauerbach hat in letzter Zeit von sich reden gemacht, da erst am vergangenen die Mannschaft vom Luftwaffen-Sport- Dekanntmachung. Betr.: Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 42. Bersorgungsabschnitt. I. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: 1. Ausgabetag: Montag, 12. Cft 1942 2. Ausgabetag: Dienstag, 13. Oft 1942 3. Ausgabetag: Mittwoch, 14.Okt 1942 4. Ausgabetag: Donnerstag, 15. Eft 1942 5. Ausgabetag: Freitag, 16. Vft. 1942 Ansgabezeit von 8—13 und von 14.30 bis 17 Uhr. Es liegt im eigenen Interesse der Abholer, die frühen Morgenstunden zu nutzen, damit eine reibungslose Abfertigung ohne langes Warten gewährleistet wird.. Welcher Ausgabetag für bte Bezugsberechtigten in Frage kommt, ist aus dem grauen Personalausweis ersichtlich. Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt £m Interesse einer restlosen Erfassung des Altvavrers müssen sämtliche Reste der Karten des 40. Versorgungsabschrut- tes zurückgegeben werden. h8bnereugeh " Hornhaut, Warzen beseitigt unfehlbar Sicherweg. Nur echt in der Tube u. mitGarantieschein. Tube 60 Pffl- Sicheriu6® Zu haben: Part. Doll, Marktstraße 28. PALLIATIV-CREAM den Müttern für die Säuglinge- pflege und den Angehörige* für ihre im Felde Stehenden. Darum bittet „PALLIATIV” Fabrik hygienischer Produkte Köln-Nippe* Ergänzungsamt der Waffen--- Era.-Stelle Fulda-Werra (IX) Kassel-Wilh., Löwenburgstr. 10 Tel. 30683 und 34441. 4- Grünberg, 8.Okt. Dieser Tage fand Sitzung des Gallusmarkt-Ausschusses statt, um die endgültige Gestaltung des diesjährigen Gallus- mar k t e s festzulegen. Wenn auch, durch die Zeltverhältnisse bedingt, der Markt nicht den Umfang annehmen wird wie im Frieden, so wird sich doch sein Verlauf in der seither gewohnten Weise abspielen. Der Dienstagabend bringt, ähnlich wie im Vorjahre, als Einleitung eine Eröffnungsfeier im Sitzungssaal des Rathauses zu Ehren der auf Ur- laub weilenden hiesigen Frontkämpfer, Am Mittwoch findet am Morgen Pferde-, Rindvieh- und Schweinemarkt statt, der durch eme Pfebde chau, veranstaltet vom Landesverband hessischer Pferde- züchter durch Landesstallmeister Dr. Denker eine wesentliche Erweiterung erfährt. Mit dieser Schau, zu der die Pferde aus vielen Orten der Umgebung Herkommen, ist eine Prämiierung verbunden. Ein besonderes Ereignis bringt der Nachmittag mit einer Großkundgebung in der Turnhalle mit Gauleiter Sprenger als Redner. Erwähnt fei hier, daß Gauleiter Sprenger schon einmal bei einer Großkundgebung auf dem Gallusmarkt im Jahre 1933 gesprochen hat. Weiterhin bringt der Mittwoch aus der Käswiese, dem allbekannten Platz des Gallusmarktes, Krämermarkt und Volksbelustigung, und am Abend wartet die NSG. ,^raft durch Freude" mit einer VarietS-Veranstaltung in der Turnhalle auf. Der Donnerstag als zweiter Degenstl ...-loen, ounen aoei nuaj •ruun uusneijuueu leuc. \tT Nähere Auskunft erteilt die AnnahmeuntevI bA t* suchungskornrnission. 1 *uiu Die Annahmeuntersuchung findet statt 1 | ] am 19.10.1942, 9.00 Uhr, I ’Wa, in Gießen, I W u Rest Burghof, Burggraben 9. danken Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. Bekanntmachung. Betr.: Ausgabe derZusatzkarten fürSchwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiter. Auf Zimmer 14 des Ernährunasamtes werden die Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarberter sowie die Zulagekarten für Lang- und Nachtarbester für den 42. Versorgungsabschnitt wie folgt ausgegeben: Für Betriebe mit den Anfangsbuchstaben: A—G am Montag, 12. Oktober 1942 S—K am Dienstag, 13. Oktober 1942 L—Q am Mittwoch, 14. Oktober 1942 R, S, Sch, St am Donnerstag, 15. Oktober 1942 T—Z am Freitag, 16. Oktober 1942 in der Zeit von 8 bis 12.30 und von 14.30 brs 17 Uhr. Die neu eingeführten Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter werden an den gleichen Tagen ausgegeben. , , Die im 41. Bersorgungsabschnitt nicht verausgabten Karlen sind zurückzugeben. [so46D Gießen, den 10. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernahrungsamt Abt. B. spiel errungenen einen Punkt auch diesmal sichern Vorher empfängt die 1. Jugend des VfB.-R. die gleiche des Tv. Wieseck. Handball-Vorschau, ©auftaffe. Luftw. Gießen — Luftw. Wiesbaden. Die beiden Luftwaffenmannschaften der Gauklafse stehen sich im Kamm um die Punkte in Gießen gegenüber. In überlegener Weise sickerten sich die Gäste den Aufstieg zur höchsten Klasse. Welche weitere Stärke sie besitzen, zeigt die Tatsache, daß neben Pungstadt sogar der Gaumeister Polizei Frankfurt eine Niederlage einstecken mußte. Durch die Teilnahme des Internationalen Brinkmann haben sich die Gäste nicht unwesentlich verstärkt. Trotzdem gehen die Gießener nicht ohne Aussicht m den Kampf. Der 10:6-Sieg gegen die Offenbacher am vergangenen Sonntag festigt das Selbstvertrauen. Hinzu kommt, daß man noch eine knappe Niederlage eines Gesellschaftsspieles des vergangenen Jahres wettzumachen hat. Wenn auch die Gaste vielleicht etwas höher einzuschätzen sind, rechnet man infolge des Platzvorteiles mit einem günstigen Ad- schneiden der Gießener. Watzenborn — Luftwaffe II. Dieses Treffen bringt den Abschluß des Orts- Turn- und Sporttages in Watzenborn. Die Soldaten zeigten in ihrem letzten Spiel eine achtbare Leistung. Watzenborn muß sich schon mächtig anstrengen, um das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Handball der HI. Grüningen — M tv. G i e feen. Wird der Bannmeister diese Prüfung bestehen? Grüningen führt augenblicklich die Tabelle an. Auf ‘ Jtefificftt für wenigeftrotnl i ; TSS 5 AM-D-LAMPE MIT DER DOPPELW^ ■ I leres 61 M len bedeutendstes fachunternäunen ______Suddeutschlands_______ In Sießen: Seltersweg 63 I verwöbe I [«n M I »en I lf)re 3n I ‘Mnn I Voltes, 1vir I n$ier I 3 lh«lbb 11" filaul I yonie l I ä|?n । ^ter &er k« ft*« I ? ’e^en stinkt f die r * k* >eff I I r3etl ? *!t'rrut > ‘ei öon : s i letn h schi ihn fein ahere Ausführungen im redaktionellen Te. ' ’ ** "" --------------"«egar damit i H. Sofort bei Entgegennahme smd alle Karten auf Zahl und Richtigkeit der Altersstufen nachzuvrüfen; svätere Beanstandungen nnd zwecklos. IH. Ausländische Zivilarbeiter, die nicht in der Landwirtschaft tätig und nicht in Gemeinschaftsverpflegung sind, erhalten ihre Karten nicht mehr durch die Bezirksgeschaftsstellen, sondern durch die Betriebe, in denen sie beschäftigt sind. , .. Die Ausgabe der .Wochenkarten an die Betriebe erfolgt auf Zimmer 14. IV. Die Bestellscheine der Eier-, Fett- und Marmeladekarten müssen bis spätestens Samstag, 17. Oktober 1942, bei den Warenverteilern eingereicht werden, da sonst nicht mit einer Belieferung der entsprechenden Abichnstte gerechnet werden kann. Bei vertväteter Ablieferung tritt eine 51ürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. V. Betr. Eierbezug beim Hühnerhalter ergeht besondere Bekanntmachung. VI. Alle Personen, die Kühe, Ziegen oder Schafe zur Eigenversorgung mit Milch, sowie alle Geflügelhalter, die Hühner oder Enten zur Eigenvcrsorgung mit Eiern halten, haben dies bei der ^artcnausgabe unaufgefordert der Ausgabestelle zu melden. VII. Lebensmittelkarten ohne deutlichen Eintrag von Name und Wohnung des Inhabers find ungültig und dürfen nicht beliefert werden. VIII. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß verlorene Lebensmittelkarten nicht ersetzt werden; dahingehende Anträge sind zwecklos. IX. Die Warenverteiler werden wiederholt darauf hingewiesen, daß alle Lebensmsttel- kartenabschuitte nur während der aufaedruck- len Gültigkeitsdauer beliefert.werden dürfen; die Warenabgabe vor Fälligkeit und nach Verfall der Abschnitte ist unzulässig. X. Während der Ausgabetage werden Anträge auf Bezugscheine für Svinnstoffwaren und Schube nicht angenommen. (3045D Gießen, den 10. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt Abt. B. Während der Zeit des Kartoffelversandes werden Kartoffel-Sendungen (Stückgut) sonntags wie werktags bahnamtlich zugestellt. Die Empfänger werden gebeten, dafür zu sorgen, daß die Kartoffel-Sendungen jederzeit an sie selbst oder an einen Empfangsberechtigten im Hause abgeliefert werden können. [3051V Reichsbahndirettion Frankfurt (Main). °o OOl