x h) [rabi 'Nt ,drs. Ur ntaq M*, i uni) - lvii Montag, w. August 1412 Gießener Anzeiger ^2. Jahrgang Nr. M Er,chemt täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gi ebener ^amilienblätter Heimat imBtld-DieScholle Bezuasvreisr Monatlich.....RM.1.80 Lustellgebühr... „ -.25 auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 1168k i>rankf./M. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/, Uhr desVormtttags Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienanzeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14 Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25%ment vrühlsche UniverfitStLdnulerei H. Lange General-Anzeiger für Gberhessen ^»iktz»n^5ch»Istra?r7-4 DEHWEN-DIEM5T 0 Do* Die eroberten Städte I* pfr if if If I* lichen Ausläufer des Kaukafusgebie- tes erreicht. Um den Brückenkopf am Kuban, den der Feind nördlich Krasnodar hält, wird noch gekämpft. Schnelle Verbände des Heeres und der IBaffen-ff überschritten den Caba-Ub- schnitt und sind im Angriff nach Westen in Richtung auf Maikop. Die Luftwaffe führte ihre Angriffe gegen die feindlichen Rückzugs- und Räumungsbewegungen auf Straßen, Bahnen und aus den Häfen der nordkaukasischen Schwarzmeerküste. 3m Hafen von Anapa wurden hierbei drei sowjetische Leichter durch Bombentreffer versenkt und ein Frachtschiff beschädigt. Zwischen Wolga und Don, südwestlich von Stalingrad, wurden Gegenangriffe starker feindlicher Kräfte in harten Kämpfen abgewiesen. 3m großen Donbogen schreitet der Angriff der deutschen Truppen nord- westlich Kalatsch erfolgreich fort. Dicht gedrängte Massen des Feindes an den Fluhübergängen waren den vernichtenden hoch- und Tiefangriffen der Kampf- und Schlachtfliegerverbände ausgesetzt. Nordwestlich Woronesch wurden mehrere Angriffe des Feindes abgeschlagen. Eigene Gegen- angriffe brachten örtliche Erfolge. 3m Raum von Rschew dauern die schweren Abwehrkämpfe weiter an. 3n einem anderen Kampfabschnitt der mittleren Front zerschlugen 3nfanterieverbände in der Zeit vom 20. bis 31.3uli bei örtlichen Angriffen in schwierigem Gelände mehrere sowjetische Schützendivisionen. Der Feind verlor in diesen Kämpfen über 4000 Tote und 1589 Gefangene sowie 24 Panzer, 20 Geschütze und 152 Maschinengewehre und Granatwerfer. Am Wolchow führte der Feind wiederholt schwere Angriffe gegen einen kleinen Brückenkopf, die von der tapferen Besatzung in harten Kämpfen abgewiesen wurden. An der Ostfront schossen gestern 3agdfliegerverbände und Flakartillerie 28 sowjetische Flugzeuge bei fünf eigenen Verlusten ab. 3m Kampf gegen Großbritannien griffen Kampfflugzeuge bei Tag und Nacht Anlagen im Süden Englands bzw. im Norden und Nordosten der 3nsel an. Lin britischer Nachtjäger wurde im Luftkampf zum Absturz gebracht. 'Die Einnahme der Hauptstadt des Kubangebietes Krasnodar erfolgte durch dieselben Jnsanteriedivi- fonen, die vor 13 Tagen mit dem S t u r m a u f n i Mn M unb Stelle. und eichs. innen Wen. i den [fanie ischen «ist, des Plan» in « Frei, i der >N t und 1 m Jens. (pro/efarskjja Die Salamon-Jnseln liegen nördlich von Australien, gerade der großen Insel Neu-Guinea gegenüber die in ihrem Nordteil von den Japanern besetzt ist, in ihrem Südteil weMstens noch teilweise von den Australiern gehalten wird. Jedoch haben die Japaner eine neue Landung auch im Süden durchaesührt, die die australische Stellung bel Pbri Moresby empfindlich bedroht. Die Salomon-Inseln sind zwei Parallelreihen meist urwaldvewacysener Inseln im hochtropischen Klima, stehen unter dem Einfluß der regenreichen Monsume und sind die südöstliche Fortsetzung des Bismarck-Archipels. Ihre Gesamtfläche beträgt fast 34 000 Quadratkilometer, ist also so groß rote eine preußische Provinz. Sie sind aber nur von 140 000 Einwohnern, darunter 350 Weißen, besiedelt. lannt. Danach wurde die Hotte am 7. August, 1120 Uhr, von Kuftlärern in der Korallenfee mit Wen entdeckt. Auf die Funkmeldung der Pl-men lin starteten sofort Bomben- und Torpedoflugzeuge Ein. mir von Der» 5uhr. chn. laden rillen nein. rische Flugzeuge abzuschießen. Am Abend erschienen japanische Flotten- Krasnodar und Maikop im (Sturm genommen. 3« 400 Kilometer Breite die nördlichen Ausläufer des Kaukasus-Gebirges erreicht DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 1. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Infanteriedivisionen, hervorragend unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, durchbrachen »ach außergewöhnlichen Marschleistungen und in jaden Kämpfen bei tropischer Hitze heute stark ausgebaute Stellungen nördlich des Kuban und nah- nen die für die feindliche Rüstungsindustrie wichtige Hauptstadt des Kubangebietes Krasnodar. Die Stadt Maikop, das Zentrum des bedeutenden Detgebiets. am Nordrand des Kaukasus, wurde ijeute um 18.20 Uhr von schnellen Verbänden im Sturm genommen. einheiten am Kampfplatz. Sie eröffneten sofort heftiges Artilleriefeuer auf die verbliebenen feindlichen Schiffe. Das Feuergefecht dauerte die ganze Nacht an. Auch am 8. August wurde der Kampf mit großer Heftigkeit fortgesetzt und dauerte, als die letzten Berichte gegeben wurden, noch an. Oie Kampfstärke der versenkten Kreuzer. Tokio, 9. Aug. (Europapreß.) Durch die Versenkung einer Reihe von schweren Kreuzern der Astoria-, der Minneapolis- und der Australien-Klasse hml. -ysa vage, deren 'sicher i der [e in« Ürohte lig zu :ld zu bgeb«. d ließ ieder« veren einen; i Un« rhvllr r Lust , man le auf f das Frau )a in- Inters für’ Aus- tu beite er, Sol- rs geil ihn o daß berge- schür« er beiberge« zum Krasnodar. Krasnodar, am nördlichen Kuban-Ufer gelegen, Kreuzungspunkt der Eisenbahnlinien nach Noworissisk—Stalingrad, Woroschilowsk, Primorsko —Achterkoje am Asowschen Meer und nach dem Schwarzmeerhafen Pejsk, hat runb 210 000 Einwohner. Die Stadt ist ein Hauptstandort der sowjetischen Rüstungsindustrie. Außerdem hat sich hier ein bedeutender Fluß-Schiffsverkehr entwickelt, dessen häufigste Umschlaggüter Nahrungsmittel und Erdöl find. Die Industrie von Krasnodar umfaßt bedeutende Werke der metallverarbeitenden Industrie, .die weitgehend auf Rüstungsfertigung umgestellt ist, ferner Fabriken für Erdölverarbeitung, Lebensmittel- und Leichtindustrie. Maikop. Maikop, die Hauptstadt des im Bezirk Krasnodar gelegenen autonome» Gebiets des tscherkessischen Volksstammes der Ad yg en, ist eine Stadt mit rund 75000 Einwohnern. Sie liegt an der Bela j a, einem der größten Nebenflüsse des Kuban, und ist vor allem bekannt durch das nach ihr benannte Erdölgebiet, über dessen Bedeutung bereits berichtet wurde. Von der in Maikop vertretenen metallverarbeitenden Industrie, die überwiegend Großer Geesieg derFapaner bei -en Salomon-Inseln Schwere Verluste der britisch-amerikanischen Kloitenstreiikräste. Lustangriff eröffnete die Schlacht. Tokio. lO.Mug. (DBB. Junkspn-ch.) lieber die Seeschlacht werden jetzt die ersten Einzelheiten - 100 WO, — . - —, km Tokio, 9. Aug. ^Curopapreh.) Ueber eine feit dem 7. August in der Nähe der Satomon-3nfeln lobende Seeschlacht gab ein Bericht des japanischen Hauptquartiers am Sonntagnachmittag eine erste Mitteilung. Danach betrug der Stärke der dort konzentrierten englisch-nordame^ikanischen Flotte 26 Schiffe aller Klassen, die sich am Freitag zum Kampf Keilten. Nach den bisher vorliegenden Nachrichten ifl der größte Teil dieser Einheiten vernicht et vorden. Einwandfrei wurden versenkt: Ein Schlachtschiff unbekannten Typs und Nationalität, Mei schwere Kreuzer der „Astoria"-Klasse, drei leichte Kreuzer unbekannter Nationalität, zwei chwere Kreuzer der „Australiens-Klasse, vier 5er- Körer und zehn Transportschiffe. Schwer befähigt wurden: Drei schwere Kreuzer der Minneapolis--Klasse, zwei Zerstörer und em Trans- torter. 32 3agd- und 9 Kampfflugzeuge wurden av- ieschossen. Die japanischen Verluste belaufen sich inf sieben Kampfflugzeuge, die sich mit Bomven lelaben auf ihre Ziele stürzten. Ferner wurden zwei spanische Kreuzer leicht beschädigt, doch wird d faden schnell ausgebessert sein. Die Schlacht dauert lotf) an. Die 5alomon-3nfeln, in deren Gewässern He Seeschlacht ftattfinbef, liegen ostwärts von Neu- Guinea. Die Korallen-See trennt sie von Australien. zum Angriff. Obwohl heftiger Sturm herrschte, stürzten sich die japanischen Flieger tief auf die feindlichen Schiffe hinab und warfen aus nächster Nähe ihre Bomben und Torpedos. Der Gegner versuchte sich durch heftiges Abwehrfeuer der Angreifer zu erwehren, doch wurde e i n Schiff nach dem anderen getroffen und versenkt. 3nzwischen waren feindliche 3äger auf- bril^-amecitanildje gestiegen, fo doste, zn erbitterten Lu s i kämp ! en iavanischen kam. Den kampferprobten ;apamschen Piloten ge- Äurs nach lang es, in verhältnismäßig kurzer Zeit 41 gegne- Schaf- unb Schweinezucht gedeiht, ist die Lebensmittelindustrie am weitesten entwickelt. Armawyr. Die Stadt Armawyr im, Gebiet Krasnodar am oberen, nicht schiffbaren Teil des Kuban, zeigt schon in ihrem äußeren Bild die gewaltsame Beeinflussung durch die bolschewistische Industrialisierung. Zwischen alten, noch strohgedeckten Häusern kaukasischen Stils erheben sich Fabrikschlote, neben verfallenen Kirchen und grauen Mietkasernen stehen die Stuckfasfaden von Verwaltungs- unb Partei- 'gebäuden. Die Bevölkerung, die sich aus Russen, Armeniern, Georgiern, zu einem kleinen Prozentsatz auch aus Deutschstämmigen zusämmensetzt und 1927 noch 74000 Seelen zählte, ist auf über 100 000 sprunghaft gestiegen. Die Stadt liegt an der wichtigen Bahn Rostow—Baku und deren Zweigbau nach der Schroarzmeer-Hafenstadt Tuapse, an der auch die kaukasischen Erdölleitungen verlaufen. Kli- matisch herrschen dieselben Bedingungen wie etwa in Südfrankreich und ermöglichen neben dem Anbau von Weizen, Mais, Gerste, Sonnenblumen, Sojgbohnen und Zuckerrüben auch das Wachstum von Melonen und anderen Südfrüchten, Tabak, Baumwolle und zum Teil sogar Reis. Die Rüstungsindustrie wurde erheblich erweitert durch Umstellung aller metallverarbeitenden Betriebe auf Rüstungsfertigung. Es werden hergestellt: Munition, Feldminen, Waggons, Lastwagen, Traktoren uyd Einzelteile für Kampfwagen und Flugzeuge, daneben landwirtschaftliche Maschinen und Bohrmaschinen für die Erdölgewinnung sowie Kesselwagen für den Oeltransport. Bedeutungsvoll find auch die chemische Industrie, die sich in jüngster Zeit auch mit der synthetischen Herstellung von Kautschuk versuchsweise beschäftigt hat, sowie eine ausgedehnte Lebensmittelindustrie. Rüstungszwecken diente, ist besonders eine Eisengießerei erwähnenswert. Das Produktionsprogramm dieser Fabrik umfaßt neben der Herstellung von Ausrüstungen für die Erdöllieferung die Fabrikation von Handgranaten, Abwurfmunition, Feldminen und Kraftfahrzeugersatzteilen. Neben leistungsfähigen Traktorenwerkstätten gibt es noch eine chemische 'Fabrik, in der Guttapercha hergestellt wird. Entsprechend der ftuchtboren Landschaft des Raumes um Maikop, wo neben Getreide aller Art besonders Sonnenblumen, Baumwolle und i Tabak anaebaut werden und wo eine ausgedehnte ^rmatvir^^Woroschilowsk ) Newmomq$k^*^V. Rostow -Zf7-3 VutschFwskajd 'xx Bk »Ci [y "'M Tichorjeik r Pefrowekaja > ytowtasstejo P • Jl/ ischanta •^'Winodj^>ioje Petrowskoje «6 da i fit. ml’ ietannt: 3n einer Breite von über 400 km haben deutsche, ------- ----------------- «manische und slowaksiche Truppen die nörb-«Tabak angebaut werden und wo eine ausgedehnte Nostow und Bataisk am Zusammenbruch der 2on°Derteidigung beteilig waren. In rastloser Ver- iolgung des geschlagenen Gegners überwanden sie in ständigem Kampf bei tropischer Hitze, auf völlig verstaubten Straßen und Wegen einer schattenlosen steppe in 13 Tagen die 280 Kilometer lange Strecke pom Don bis zum Kuban. Sie erreichten Zamit das der Stadt vorgelagerte, nördlich des Kuban sich hinziehende Stellungssystem, das urch einen großen Panzerabwehrgraben -ersperrt war. In harten Kämpfen wurden die Stellungen gegen zähen feindlichen Widerstand durch- ttochen und die inmitten einer fruchtbare Schwarz- erbebene gelegene Stadt Krasnodar erstürmt. An tem Erfolg des Tages haben leichte Flakbatterien ier Luftwaffe in vorbildlicher Zusammenarbeit mit )er Infanterie entscheidenden Anteil. Eine besondere Leistung vollbrachten slowakische Truvpen, die, ohne Zas Nachziehen des Brückengerätes abzuwarten, den ilebergang über den Kuban erzwangen. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, f.Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt jMINDANAO■ Brunei r^KÄLMAHERA ELEßES-' Bismarck-- .CEUM. Batavia= $un< Melville I. . Port Darwin: cxiri \Dungene$$. ~*Neu-zA Pommern . Neu- ■■■— '^Mecklenburg :CHPEH< -TARIA = Oie Brutalität des Geschlagenen. Der 'Allindische Kongreß hat eine Entschließung angenommen, der die Engländer auffordert, das Land „zu verlassen", das will sagen, den Indern die Freiheit geben und auf den Mißbrauch ihrer politisch-militärischen Herrschaft in Indien zu verzichten. Darauf ließ der Vizekönig alle Führer des indischen Kongresses verhaften und wie es in einer englischen Meldung aus Bombay so ungemein bezeichnend heißt, „z u s a m m e n t r e ib e n". Der Vizekönig hat die kommunistischen Höllenhunde frei- gelassen, die nationalindischen Führer wirft er in das Gefängnis. Gandhi hatte dem Vizekönig den Beschluß des nationalindischen Kongresses in einem höflichen Brief mitgeteilt und keinen Zweifel darüber gelassen, daß es Ihm einzig und allein um die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung seines Vylkes geht: um die Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Inder gegen jedermann, auch aegen die Japaner. Aber das „Zusammentreibem der national- indischen Führer als Antwort darauf beweist, daß die englische Verwaltung mit der Ausspielung der alten Gegensätze zwischen Hindus und Mohammedanern, zwischen Fürste» und selbständigen Provinzen sowie zwischen den einzelnen Kasten nicht mehr auskommt, daß die Engländer die Nerven verloren, sich ins Unrecht gesetzt und die offenbaren Möglichkeiten einer Verhandlung — von der sich die uns^ntimentalen, klaren Inder wie Subhas Chandra Base, gar nichts versprechen — übersehen haben. Die Engländer versuchen auch diesen zweiten Weltkrieg als Kreuzzügler für die Freiheit der unterdrückten Völker zu führen. Churchill und Roosevelt haben dafür auch ein zweckbestimmtes Dokument, dis „Atlantik-Charta" aufgesetzt. Aber das jetzige Vorgehen der Briten beweist eindeutig die Doppelzüngigkeit der britischen Politik. Am 14. August 1941 wurde mit großem Redeaufwand nach der Zusammenkunft Churchills mit Roosevelt auf amerikanischem Boden den Völkern hoch und heilig versprochen, daß Großbritannien und die USA. „das Recht aller Völker respektieren, die Regierungsform zu wählen, unter der sie leben woslen". Für die rund 400 Millionen Inder sollen diese Versprechungen jetzt — ein Jahr später — nicht mehr gelten. Im Gegenteil, bereits Cripps brachte es nach seiner Indienreise fertig, am 22. April 1942 vor Pressevertretern zu erklären, daß, nachdem die Inder auf einer dem indischen Volke verantwortlichen, also souveränen Regierung bestanden hätten, „der britische Vizekönig mit diktatorischer Gewalt die indische Regierung einrichten" müßte. Also statt Selbstverantwortung der Inder nun, da die Inder sind die Seestreitkräfte der Alliierten empfindlich getroffen worden. Bei den zwei versenkten schweren Kreuzern der A st o r i a - Klasse handelt es sich um Einheiten der USA. - Flo11e. Die Schiffe hatten ein£ Wasserverdrängung von 9950 Tonnen und eine Besatzung von 551 Mann, Sie fuhren 32,7 Knoten. Die Bestückung bestand aus neun 20,3-am-Geschützen, acht 12,7-cm-Geschützen, zwei 4,7-cm-Geschützen und acht Vierlingsflakgeschützen, sie hatten zwei Flugzeugschleudern und vier Flugzeuge. Die drei schweren, beschädigten Kreuzer der Minneapolis- Klasse sind ebenfalls Einheiten der USA. - Flotte. Sie haben die gleiche Besatzung, Gröhe und Bestückung wie die Schiffe der Astoria-Klasse. Bei der „Astoria"- und der „Minneapolis"-Klasse handelt es sich um Kriegsschiffe, die erst 1933 von Stapel gelaufen sind, also zu den modernsten dieser Schiffsgattung in den USA. gehören. Die zwei versenkten schweren Kreuzer der A u st r a l i a - Klasse gehörten der^britischen Flotte an. Hier handelt es sich um Schiffe von 9870 Tonnen Wasserverdrängung, ihre Besatzung bestand aus 680 Mann. Ihre Geschwindigkeit betrug 31,5 Knoten. An Armierung hatten diese Schiffe acht20,3-cw- Geschütze, acht 10,2-cw-Geschütze, vier Dierlingsflakgeschütze und acht Flak-MG., sie verfügten über eine Flugzeugschleuder und ein Flugzeug. Begeisterungsstürme iuFapau Tokio, 9. Aug. (Europapreß.) Die Nachricht von dem großen japanischen Seesieg hat im ganzen Lande Stürme der Begeisterung ausgelöst, während ebensolche Heiterkeit die Weissagung des nordamerikanischen Professors Fisher auslöfte, der einen Tag vorher noch den Zusammenbruch der japanischen Kriegsmarine vorausgesagt hatte. Viel bemerkt wird auch eine Rede des australischen Ministerpräsidenten C u r t i n , der in völliger Verkennung der wahren Lage ebenfalls tags zuvor noch gesagt hatte, Australien habe eingewilligt, daß das Kriegsmaterial der Alliierten an andere Fron- ten geschickt würde, wo es bringenber benötigt würde. Bei der Seeschlacht handelt es sich nach japanischer Auffassung offenbar um einen letzten verzweifelten Versuch der alliierten Flottenstreitkräfte, die sich immer mehr verengende japanische U m - flammerung Nordäustraliens z u durchbrechen, worauf besonders auch die Anwesenheit einer großen Transportflotte der Alliierten hindeute. Die zunehmenden Luftangriffe gegen das nördliche Australien bis zur Linie Port Headland—Townsville stellen eine derartige Bedrohung Australiens dar, daß der Versuch, die japanischen Stützpunkte durch eine Landung auszu- schalten, unternommen wurde. Es gelang der überlegenen Seestrategie Japans aber nicht nur, diesen Versuch abzuschlagen, sondern im Gegenstoß die alliierten Streitkräfte vernichtend zu tresfen.Damit dürfte Japans Seeherrschaft bis zur australischen Küste ausgedehnt werden und das Gesetz des Handelns nach der Abwehr der Offensive der Alliierten wiederum in japanischen Händen liegen. Die bisher bekanntgewordenen Erfolge deuten übrigens an. daß an ihnen wiederum die japanische Luftwaffe einen entscheidenden Anteil hat. Indien zum Kampf aufgerufen * Berlin, 8. Aug. (DNB.) Subhas Chandra Bose, der von einer längeren Reise durch Asien, Europa und Afrika in sein Hauptquartier zurückgekehrt ist, richtete durch den Aether eine Kundgebung an das indische Bolt, in der er sagte, Indien sei kein Problem des britischen Weltreiches mehr, sondern ein internationales Problem von weltpolitischer Bedeutung. Indien habe sich starke Freunde und Verbündete gesichert, so daß die Lage g ü n st i g für den Erfolg der indischen Sache stehe. Die vielgepriesene Seemacht des angloamerikanischen Imperialismus habe erschütternde Schläge durch die Dreierpattmächte eingesteckt. Die Meldungen über die zweite Front seien Geschwätz; Deutschland warte auf die Engländer, um ihnen ein lösung ihrer Versprechen erinnerten und zum Verlassen Indiens auffordertön. Das alte Wort: „Beim ersten Schritte seid ihr frei, beim zweiten seid ihr Knechte" wird sich mit Sicherheit an der englischen Indienpolitik erfüllen, die nun aus dem Zeichen der betrügerischen Phrase in die Wirklichkeit des Unterdrückungskrieges getreten t-ft Das England von heute ist nicht mehr das England, das den Sepoy-Aufstand vom Jahre 1857 niederwarf. Es ist auf dem Atlantik, in Europa, in Aegypten, in Ostafien und Hintermdieir aufs Haupt geschlagen. Die Brutalität des Geschlagenen wirkt noch ganz anders als die des großen Herrn. neu sowie Transportbewegungen und Einschiffungen an der Schwarzmeerküste an. Rördlichdes $ al gewannen deutsche und rumänische Truppen bei ungewöhnlicher Hitze gegen zähen feindlichen Widerstand weiter an Boden und schossen bei der Abwehr von Gegenangriffen 23 feindliche Panzer ab. 3m großen Donbogen find die deutschen Truppen nordwestlich Kalatsch erneut zum Angriff angetreten. Starke Tkahkampfstiegerverbände griffen in die Erdkämpfe ein und zerschlugen Stauungen feindlicher Kräfte an den Uebergängen und Mähren des Don. Die Abwehrschlacht im Raum von Rschew hat sich noch auf weitere Frontabschnitte ausgedehnt. Die schweren Kämpfe halten an. Ay mehreren Stellen Der neue Erfolg unserer U-Boote 15 Schiffe mit 103000 DAT. versenkt. Der Wehrmachtbericht vom Samstag. DRV. AusdemFührerhauptquartier, 8. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Kaukasusgebiet wird der Feind rastlos verfolgt. Dreißig Kilometer nördlich und nordostwärts Krasnodar durchbrachen deutsche Truppen eine feindliche Panzergrabenslellung. Schnelle verbände erreichten den Laba - Fluß. Die Städte Armawyr und Kurgannaja wurden nach hartem Kamps genommen. Die Luftwaffe griff, den eigenen Panzerspitzen voraus, marschierende Kolon- firmen wurden immer wieder von Steinhagel überschattet, Straßenbahnen, und Omnibusse angehalten uni> in Brand gesetzt. Der Verkehr ist nahezu völlig lcchmgelegt. In fast allen Stadtteilen Bombays sind die Geschäfte geschlossen. Die Demonstranten, die ununterbrochen -die Straßen durchziehen, brechen immer wieder in die Sprechchöre aus: „Boykott den britischen Waren", „Heraus aus Indien", „Boykottiert die Amerikaner". Die Polizei hat ihren Straßendienst durch zahlreiche motorisierte Einheiten verstärkt, ist den Demonstranten gegenüber aber Die Arbeit der Schule ist Arbeit an der Zukunst unseres Volkes Oer Gauleiter vor einem Lehrgang künftiger Hauptschullehrer. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Samstagvormittag in der Gauschule des NS.-Lehrerbundes in Bensheim an der Bergstraße zu den Teilnehmern eines Lehrganges für künftige Hauptschullehrer. Nach der Begrüßung durch den k. Gauwalter des NS.-Lehrerbundes, Kreisleiter Jordan, gab der Gauleiter mit grundlegenden Ausführungen ein Bild von den Aufgaben und der Zielrichtung der Hauptschulen. Er ging dabei zuerst auf den Äusgabenanteil der Schule in der nationalsozialistischen Erziehung der Jugend zu volksgemeinschaftlichem Denken und Handeln ein und kennzeichnete daran die besondere Bedeutung des Lehrer- beruf es. Jenseits von Standes- oder Gehaltsfragen komme es bei chm allein darauf an, daß er zur verantwortungsvollen Arbeit an der deutschen Jugend wirkliche Berufung empfindet. Die Partei wende sich daher mit berechtigtem Interesse der Auslese des Lehrernachwuchses zu. Ihr Ziel sei es, dem Lehrerberuf ebenso wissensmäßig — fachlich geschulte, wie" weltanschaulich gefestigte Charaktere zuzuführen. Der Gauleiter kam dann auf die Bedeutung der Hauptschulen zu sprechen, deren Aufgabe er mit dem Hinweis auf die Sicherstellung eines dauernden Zustromes fähiger, leiftungs- und charakterstarker Nachwuchskräfte aus der breiten Masse unseres Volkes für alle Berufe betont herausstellte. Daß dieses Problem trotz kriegsbedingter personeller Schwierigkeiten noch während des Krieges in Angriff genommen wurde, so führte er hierbei aus, beweise seinen besonderen Rang. Die Freiheit und das Lebensrecht unseres Volkes, die wir heute unter schweren Opfern erkämpfen, so schloß der Gauleiter seine Rede,/werden nur dann gesichert sein, wenn es uns gelingt, die Zukunst einer in Zucht und Misten geübte und in ihrer Charakterstärke erprobten Jugend zu übergeben. Der Beruf des Hauptschullehrers werde an der Erreichung dieses Zieles bedeutenden Anteil haben. Auf dem mehrtägigen Lehrgang sprachen neben einer größeren Anzahl pädagogischer Fachkräfte der Leiter des hessischen Schulwesens, Ministerialrat Dr. Leip, und der Direktor der Lehrerbildungsanstalt Darmstadt, Professor Dr. Weigand. Offene Gewaltherrschast in Indien. Englands Antwort an den Kongreß die Verhaftung Gandhis und der anderen Führer Indiens Oer Geheimbefehl Stalins erbeutet „Weiterer Rückzug ist gleichbedeutend mit Untergang." Berlin, 8. Aua. (DN^.) Ein deutsches Panzerkorps hat an der Kaukasus-Front den Geheim- befehl Stalins für „Eie Verteidigung der UdSSR. Nr. 227 vom 28. Juli 1942 erbeutet. Wenn vor kurzem noch Moskau verkünden ließ, daß die Sowjets es sich leisten könnten, Schlachten zu verlieren und zurückzuweichen, da sie immer noch die Kraft zu einer großangelegten Gegenoffensive hätten, so kommen jetzt in diesem Befehl äußerst schwere militärische und wirtschaftliche Besorgnisse der Sowjetgewaltigen ans Tageslicht. In dem Befehl sagt Stalin: „Wir haben über 70 Millionen Landesbewohner verloren. Wir ernten nun über 800 Millionen Pud Brotgetreide im Jahre weniger, der Ausfall an Metallen übersteigt die Menge von zehn Millionen Tonnen. Von nun an sind wir den Deutschen weder an Menschenreserv'en noch an Getreidevorräten überlegen. Ein weiterer Rückzug ist gleichbedeutend mit unserem Untergan g." Am brennendsten aber ist dem roten Gewalthaber das Problem, wie er die ständig sinkende Kampfmoral feiner Truppen heben soll. So sagt er in seinem Befehl: „Es fehlt bet uns an Ordnung und Disziplin. Wir können nicht mehr Kommandeure, Kommissare und Polilruks dulden, die ihre Stellungen eigenmächttg verlassen und es zulassen, daß einige Panikmacher die Lage des Kampfes dadurch bestimmen, daß sie andere zum Verzicht auf Indien der Preis für die Bedingung des Sieges fei, würde eine Fortsetzung des Krieges zwecklos fein. Man hoffe in England, sich wieder einmal wie schon so oft, zum Siege durchzumogeln. Die Veröffentlichung der Gandhi-Resolution an den Kongreß — die Dokumente habe sicherlich das Secret Service gestohlen — sollte wie eine Bombe wirken, aber als ein Bumerang habe sie sich erwiesen. Gandhi habe den Engländern vorgeworfen, sie hätten den Dreierpaktmächten im Namen Indiens den Krieg erklärt, ohne das indische Volk überhaupt zu befragen. Das Volk Indiens habe ebensowenig gegen Japan, wie Japan etwas gegen Indien habe. Gandhi würde gern mit Japan über einen ehrenvollen Frieden verhandeln. Wenn Gandhi als Fürsprecher für China in Japan auftreten wolle, so sei das, sagte Bose, überflüssig, denn Tschiangkaischeck könne ebenfalls sofort einen ehrenvollen Frieden erhalten, wenn er sich von seinen anglo-amerikanischen Herren frei mache. Bose warnt sodann seine Landsleute vor einem Kompromiß mit den Engländern. Den Engländern aktive Unterstützung im Kriege für den Preis der Unabhängigkeit zu versprechen, fei sinnlos und verbrecherisch, denn die Unabhängigkeit Indiens würde nur au4 dem Papi er stehen. Das indische Volk sollte bereit sein, mit den Waffen in der Hand die lästigen Briten aus Indien zu vertreiben. Der Forward-Block könne für sich in Anspruch nehmen, wegen seines Mutes und seiner Rückzug verleiten und damit dem Feind die Front öffnen. Die Miesmacher und Feiglinge müssen auf der Stelle vernichtet werden. Von nun ab muß das oberste Gesetz die Parole fein: „Keinen Schritt zurück!" Es sind im Bereich der Front jeder Armee ein bis zwei (je nach Bedarf) Strafbataillone zu formieren. In diese Strafbataillone sind Offiziere und Politruks einzureihen, die sich Disziplinlosigkeit und Feigheit vor dem Feinde zuschulden kommen ließen. Diese Bataillone müssen in besonders schwierigen Abschnitten eingesetzt werden, um den Angehörige» Gelegenheit zu geben, ihre Schuld vor dem Feinde zu sühnen ..„Außerdem sind im Armeebereich drei bis fünf gut bewaffnete Einheiten aufzustellen, die unmittelbar hinter unzuverlässigen Divisionen einzusetzen sind und die Aufgabe haben, im Falle eines ungeordneten Rückzuges jede» Flüchlling und jeden Feigling zu erschießen." Es ist beschämend für einen miiltärischen Führer, wenn er feine Truppen nur noch mit solchen Mitteln zum Kampf treiben zu können glaubt. Welchen Erfolg Stalin mit diesen Anordnungen tatsächlich erreicht, geht aus einer Meldung des Kommandeurs der 302. sowjettschen Schützendivision hervor. Sie lautet: „Stalins Befehl vom 28. Juli ist durchgeführt. Aufhaltende Einheiten sind. eingerichtet, doch führt diese Maßnahme nur zu Verlusten ohne greifbare* Erfolg." nicht nach Englands Pfeife tanzen wollten, Gewaltherrschaft der von England eingesetzten Regierung. Die Inder ließen sich diesmal durch den ihnen in mannigfacher Form vorgehaltenen Köder nicht täuschen. Sie Hatten die Briten und ihre Doppelzüngigkeit durchschaut, gewitzigt durch die Erfahrungen, die sie nach dem erste» Weltkrieg gemacht hatten, als die Briten ihnen ebenfalls die Selbstverantwortung nach Beendigung des Krieges'zugesagt, aber dieses Versprechen nicht gehalten hatten. So mußte es zwangsläufia zu der Entwicklung kommen, die jetzt zur Verhaftung Gandhis und seiner Anhänger führte, als diese die Briten an die Einvöllig machtlos. Sie ging mit der Schußwaffe und mit Tränengas gegen die Menge vor. Doch wurden zwei Getreidespeicher der Briten von der erbitterten Menge gestürmt und Polizeistationen unter Steinbombardements genommen. Britische Polizeibeamte waren dabei besonders das Ziel der Angriffe. Auch in Ahmedabad versuchten die Inder die Polizeistation in Brand zu stecken und überschütteten die brittschen Polizeibeamte mit Steinen. Die Polizei schoß auf die Menge. Ein Zivilist wurde getötet und zahlreiche Personen wurden verletzt. zweites, viel schrecklicheres Dünkirchen zu bereiten. Der anglo-amerikanische Imperialismus werde besiegt und das britische Weltreich zerbrochen, noch Ende dieses Jahres werde die endgülttge Entscheidung dieses Krieges sichtbar sein, wenn auch noch einige Zeit bis zum Frieden vergehen werde. Der augenblickliche Weltkonflikt fei ein Zusammenstoß zwischen dem anglo-amerikanischen Imperialismus und den neuen Kräften, der britische 3m«. perialisrnus aber werde eher zerbrechen, als sich den Forderungen des indischen Volkes beugen. Zu- Bangkok, 8. Aug. (Europapreß.) Der Allindische Kongreß in Bombay hat am Samstag mit 250:13 ' Stimmen die Entschließung des Arbeitsausschusses, die in der Aufforderung an die Engländer gipfelt, Indien unverzüglich zu verlassen, angenommen, worauf England mit der sofortigen Verhaftung Gandhis, Nehrus und des Kongreßpräsidenten Azad sowie mehrerer anderer führender Kongreßmitglieder geantwortet hat. Die Bemühungen Gandhis, noch in letzter Stunde einen Zusammenstoß mit England zu vermeiden, sind damit resttos gescheitert. In einer großen Rede vor dem Kongreß hatte Gandhi die freundschaftlichen Beziehungen unterstrichen, die er auch gerade mit englischen Kreisen, besonders mit verschiedenen Dizekönigen, unterhalten habe. Um Indien aber von der fremden imperialistischen Herrschaft Englands zu befreien, dürfe er feine innere Stimme nicht unterdrücken. England habe die einmalige Gelegenheit, feine wahren Absichten gegenüber Indien zu beweisen. Wenn es diese Gelegenheit vorübergehen lasse, so werde die Geschichte feststellen, daß England sich einer überfälligen Schuld an Indien nicht entledigt hübe. Gandhi erklärte sodann, daß der bevorstehende Kampf ein Kampf der Interessen sein würde, es würde ein offener und ehrlicher Kampf sein. Es sei dies der letzte Kampf seines Lebens. Jeder Inder würde sich als freier Mann betrachten. Es sei fein Platz für Kompromisse, Feiglinge hätten nicht das Recht zu leben. „Wir werden unsere Freiheit kämpfend bekommen", erklärte er. „Sie wird uns nicht aus den Wolken zufallen. Die Briten müssen uns unsere Freiheit geben, wenn wir genügend Opfer gebracht und unsere Stärke bewiesen haben." Den Ernst der Lage unterstrichen auch die Ausführungen Pandit Nehrus auf dem Kongreß. Er sagte, die britische Regierung befinde sich in voller Feindschaft mit dem indischen Volk und der indischen Forderung nach Freiheit. Es sei deshalb für Indien besser, sich von einer solchen Regierung zu trennen und sich mit der Verteidigung Indiens in der richtigen Weise zu befassen. Und Az ad, der Präsident des Kongresses, sagte; „Wir wollen uns nicht auf Versprechungen verlassen, sondern verlangen eine sofortige Erklärung der Unabhängigkeit Indiens." Englands Haltung aber blieb unnachgiebig. Als erfte Antwort auf die indischen Unabhängigkeitswunsche erließen die Briten ein Verbot zur Schließung der Läden. Am Sonntagmorgen um 5 Uhr fuhren drei Autos der britischen Polizei vor dem Hause Gandhis in Bombay vor und verhafteten ihn. Er wurde mit anderen bedeutenden Führern des Allindischen Kongresses, unter ihnen Azad, Nehm, Wallabhel und Patel verhaftet. Auch Gandhis Sekretärin wurde festgenommen. Als Gandhi zu dem Wagen der Polizei schritt, riesen die vor seinem Hause zusammengelaufenen Männer und Frauen: „Es lebe Gandhi!" und schmückten ihn mit Blumen. Kurze Zeit später wurde bekannt, daß die britische Regierung alle Mitglieder des Vollzugsausschusses in Haft genommen hat, die an der letzten Sitzung des Kongresses teilgenommen haben. Allein in Bombay verhafteten die Engländer 54 Führer der Kongreßpartei. Sie wurden am Sonntagvormittag mit einem Sonderzug nach der starken britischen Garnisonstadt Kuna gebracht und dort im Aga-Kun-Palast interniert. Das Hauptquartier der Partei in Bombay wurde polizeilich ^durchsucht. Noch in der Nacht wurde über Bombay die Telephonsperre verhängt und motorisierte Polizeistreifen durchziehen die Stadt. Alle Versammlungen unb Umzüge sind verboten. Vor dem Kongreßgebäude kam es zu stürmischen Kundgebungen der Inder, als dort durch die Frau des ebenfalls verhafteten Jnderführers Alfali der Menge die Festnahme Gandhis mitgeteilt wurde. Die briische s Polizei zersprengte die Menge mit Tränengasbomben und holte dann die grün-weiß-rote Fahne mit dem Spinnrad vom Kongreßgebäude herunter. Gandhi wird von den Briten nicht wie ein politischer Gefangener, sondern als Schwerverbrecher behandelt. Jeglicher Verkehr mit der Außenwelt ist unterbunden. Es ist ihm streng verboten, Besuche zu empfangen, zu lesen und zu schreiben. In einer Regierungserklämng sagte die britische Verwaltung, sie lehne es ab, auf der Basis der „Verlaßt-Jndien"-Forderung mit dem Kongreß in Fühlung zu treten. Sie werde künftig ihre Aufgabe mit klaren Entscheidungen gegenüber dem Kongreß- beschluß durchführen und „in vollem Bewußtsein ihrer Verantwortung" mit Strafen einschreiten. Gleichzeitig hat die brittfche Regierung in Neu-Delhi den Provinzialregierungen die Befugnis erteilt, im ganzen Lande die Autorität der Lo- kakbehörden auszuheben, falls sie Grund hätten, an der Zuverlässigkeit der Nachgeordneten Behörden zu zweifeln. Am Sonntag kam es bereits zu den ersten Zusammenstößen zwischen Briten und Indern. Trotz aller Versuche zahlreich aufgebotener Polizeikräfte, Menschenansammlungen zu vermeiden, zog die empörte Menge ununterbrochen durch die Straßen Bombays. Brittfche Kaufhäuser und Handels- fammenbrechende Reiche zeigten immer eine geistige und moralische Degeneration, einen Mangel an, «uipuuuj nehmen, wtytn Staatskunst und politischer Voraussicht. Ohne In- Opserbereiffchast als Garde der indischen Nattonal- dien gebe es kein Empire, und wenn der I armee zu gelten. wurden die Sowjets im Gegenangriff zurückgv- warfen. Kampfgeschwader sehen sich in zahlreich« Angriffen gegen sowjetische Truppen-, Panzer- und Kraftfahrzeugansammlungen besonders ein. Die -Bolschewisten hatten wieder hohe Menschen- und Materialverluste. Eine Panzerdivision vernichtete in diesen Kämpfen am 6. und 7. August 54 feind- tiche Panzer. An der Wolchow fronet und vor Leningrad wurden mehrere Angriffe der Sowjets zum Teil im Rahkarnpf abgewiesen, feindliche Bereitstellungen durch wirksames Artilleriefeuer zcr- schlagen. 3m Finnischen Meerbusen wurden ans einem feindlichen Wachtbook Volltreffer erzielt. 3n Aegypten griffen deutsche und italienische Kampfflugzeuge britische Batteriestellungen und Kraftfahrzeugansammlungen mit guter Trefferlage an. Deutsche Jäger schossen in Luftkämpfen 13 bti- tische Flugzeuge ab. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. 3m Südwesten Englands belegten leichte Kampfflugzeuge bei Tag kriegswichtige Ziele mit Bomben schweren Kalibers, die Brände und Expls- flohen zur Folge hatten. 3n her vergangenen Rächt wurden Hafen- und Rüstungsanlagen an der englischen und schottischen Ostküste sowie im Osten Mittelenglands bombardiert. 3n der Rächt zum 7.August kam es im Kanal zwischen deutschen Minensuchbooten und acht englischen Schnellbooten zu einem Gefecht, in dessa Verlauf zwei feindliche Boote so schwer beschädigt wurden, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Aos weitere Boote wurden Treffer erzielt. 3m gleich» Seegebiet griffen in derselben Rächt mehrere britische Schnellbootflottillen wiederholt ein durch Minensuchboote gesichertes deutsche Geleit erfolglos an. 3m Verlauf des Gefechts, das teilweise auf nächste Entfernung unter Einsatz von Maschinenwaffen und Handgranaten ausgetragen wurde, gelang es unsren Booten, ein britisches Schnellboot zu versenken, ein zweites, dessen Sinken nicht beobachtet werd» konnte, in Brand zu schießen und sechs weitere Boote zu beschädigen. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, vel« senkten unsere Unterfeeboote im Rord- atlantif in harten Angriffen aus stark gesichert« Geleitzügen der Amerika—England-Fahrt sieben Schiffe mit zusammen 49 000 BRT. und einen Bewacher. 3m Mittelatlantik, in amerikanischen (E* wässern und vor den Geleitzugshäfen der roeffafrl* j konischen Küste fielen ihren Torpedos weitere ach Schiffe mit 54181 BRT. und ein amerikanischer Zerstörer zum Opfer. Unter den versenkten Schifft» befand sich ein großer Munittonsdampser sowie ein mit Panzerkampfwagen und Flugzeugen beladea« Schiss, das nach Alexandrien unterwegs roaL W der Vernichtung dieser 15 Schiffe mit zusammen' über 103 000 BRT. wurde der englifch-amerikaui- scheu Versorgungsschiffahrt durch unsere Untersee« boote ein neuer schwerer Verlust zugefügt. > sm ISüfh & Lale Sl ken" befa Konzert. ! tor Run' N in dk fas’ 0 * Au« 2 sein; k Lil 3m Bet hen, sind ten imj M deutsch Sie Aussäi MMe. «esentliche te oersto! Sie deutsch tos 19. un Schlußteil Mksmäßi; „1 Das Su ShakesM Mischung WSheit, Herbert A Irkinspiel gen. Eine fi! em M deutenden Sühnenm schmintter auch, die' Tlornns i kheaterills Witz und risch-Komi lSartensze Malvolio, torischen AufsührW her Viola Nalvolio chemvang Kleine politische Nachrichten. Der Reichsführer ff besichtigte Verbände tur Waffen-^ in Finnland und stattete dem finnischen Staatspräsidenten Rytt einen Besuch ab. Mit dem Chef seines persönlichen Stabes, ^-Obergneppen- führer und General der Waffen-^ Karl Wolf', war er Gast des Ministerpräsidenten Rangell. 2hti Tage darauf folgte er einer Einladung des Mar schalls von Finnland, Freiherrn von Man- n e r h e i m t in üefjen Hauptquartier. Der Marjchall Mahatma Gandhi. Mohandas Karamchand Gandhi ist 1869 gi. boren, also rund 73 Jahre alt. Er stammt aus einer vornehmen indischen Familie, die einer Sekte aki gehört, welche das Evangelium der „Gewaltlofiz. keit" predigt. Gandhi ist aber nicht Brahmane, fom dern gehört einer Kaste des gehobenen Mittelstand!- an. Streng askettsch, schwarmgeistig predigt er de „innere Erleuchtung". Parallelen zu Tolstoi oder Ruskin find vorhanden. Sehr jung verheiratet, ffo dierte er 1888/91 die Rechte und war von 1893 bis 1917 in Südafrika als Rechtsanwalt tätig, wo er sich feiner indischen Landsleute annahm und auch schon zu Gefängnis verurteilt wurde. Gandhi hat schon in Südafrika den Gedanken des passiven Widerstandes entwickelt — ein Gebaute, der in seiner Anwendung auf das national indische Unabhängigkeitsproblem dem 19. Jahrhundert angehört, und für die scharfen Zuspitzungen unseres Jahrhunderts überholt ist. Das mußte Gandhi erfahren, als er nach dem Weltkrieg in feine indische Heimat zurückkehrte und nun feststellen konnte, dch die'Engländer ihre Kriegsversprechen nicht nur nicht hielten, sondern durch ein strenges Gesetz über Men- terei und Aufruhr die indische Unabhängigkeitsbewe- gung — Swaradsch („Selbstregievung") genannt — zu drosseln suchten. Wiederholt wurde Gandhi von den Engländern verhaftet und jahrelang gefangen gehalten. In ihm schwingt ein sehr starkes roma» tisches Element mit. Er trägt stets ein Gewand ans felbstgespormener Leinwand als ein Protest gegen die Vernichtung der alten indischen Hausindustrie zugunsten der Fabrikwaren von Manchester uch Liverpool. Gandhis Anhänger nennen ihn Mahatma, einen Mann, der „eine große Seele besitzt". Für die indische Jugend, die viel radikaler denkt, ist Gandhi der Repräsentant des 19. Jahrhunderts in dessen sittliche Grundeinstellung — vielleicht unbewußt — starke Motive taktischen Zauderns und parlamentarischer Kompromißsuche Hine in spielen. M S-"l E ft* SS- ,M arne -ftinya Jagten 5 Türke w m Wer oon< vr Levolb w 5#fl * 8W1 Sil im ! gtb im öd !-hen U- Ä jedes iarnt ub sicher Krie Brutforegr Oie Sowjetunion bald eine belagerte Festung. Vigo, 10. August. (DNB. Funkspruch.) Die schlechte Führung hat die „Alliierten" in die größte Gefahr gebracht, klagt der ehemalige britische Kriegsminister Höre Belisha in einem Zcl- tungsartikel. Durch Zaudern und Zögern habe di« Sowjetunion als Bundesgenosse an Wert er- hebt ich verloren. Das gesamte sowjetische Machtpotential habe gewalttge Verluste erlitten. Die Achsenmächte schalteten ihre Feinde systematisch hintereinander aus. Ts chungking-China fei praktisch bereits eine belagerte Festung. Das gleiche werde bald für die Sowjetunion gelten. Die Vev bindungsliuie über das nördliche Eismeer sei äußerst gefährdet. Washington und London seien sich der Tragweite,bes großen deutschen Angriffs im <5ü.b- teil der Ostfront von Anfang an klar gewesen. Troz- dem habe man sich nicht zumHandeln auf*' raffen können. Li 3n den h. j)übr ragender Zeit nahn oberdeutsä 1545) an, bürg acbe tonnt, daß i flen Dorfe befindet: , der Wiede einer «Neri ff ,em “fcn br» I !U5 d-r j Ser ™i> uni '« ülan «us !'"'9 ton Äant ?Mde. et "Mich I luNerl, I !raubte b IHti I s Exoten Bcn^e^ ^^ohkreuz vom Freiheitskreuz Aus -er Stadt Gießen 117 Punkte. BDM.-»laffe. Kreis-Turn- und Sporttag in Gießen Dr. Brügger wanderte versonnen ini Wohnzim- „Der Manu hat Mut. Ist doch auch keiner von t $s wurden Mehrkämpfe der Turner und Turnerinnen, Dreikämpfe der Leichtathleten und Schwerathleten und Einzelwettkämpfe ausgetragen. Die Wettkämpfe wickelten sich unter Leitung des Kreisführers und seiner Mitarbeiter flott ab und hatten sehr gute Ergebnisse. Wenn der Dormittag schon viele Zuschauer angezogen hatte, so brachte die „Bunte Schau der Leibesübungen" am Nachmittag einen sehr guten Besuch. Die Zusammenstellung der Vorführungen war reichhaltig und brachte alle Gebiete der Leibesübungen, die in unserem Sportkreis betrieben werden. Die Leichtathletik war mit Einzelwettbewerben stark vertreten, Hochsprung der Frauen und Männer, 100-m-Lauf der Frauen, Männer und HF., 4OO-m-Lauf, 15OO-m-Lcruf und die Stafefln brachten außerordentlich spannende Kampfmomente. Das Kinderturnen gleich zu Beginn der Veranstaltung, die vielseitigen Vorführungen der Turnerinnen in Tänzen, Barrenturnen und Freiübungen und das Tischspringen der Männer brachten reichhaltige Abwechslung in den Kampfpausen der Handball- und Fußballspiele. Sportkreisführer Heller konnte neben einer großen Zahl geladener Gäste und verwundeter Kameraden der Wehrmacht die auf, Urlaub weilenden hoffte Gnade. x Brügger kraulte den Hund und lächelte ziellos in die Ferne. Er trödelte noch ein Weilchen am Fenster herum, dann ging er in den Garten. Er wandelte genußvoll den sauber gerechten Weg entlang, der Hingerls Verdienst war. Er holte sich eine Flieder- war Anna. Nach den liebeleeren Jahren seiner ersten Ehe war ihr heiteres Wesen wie eine unver- fie jetzt nicht brauchen, wo noch alles in der Schwebe war. „Sie sind sehr nett zu mir. Bei Ihnen hat's eine Frau sicherlich gut. Aber Sie müssen mir noch ein wenig Zeit lassen. Ja?" Sie nahm seinen Arm und bugsierte ihn ins Wartezimmer. Dort drückte fie ihm eine neue Illustrierte in die Hand, warf ihm einen verlockenden Abschiedsblick zu und verschwand. Man mußte sich den Mann warmhalten, aber die letzte Entscheidung war noch nicht fällig. Vielleicht war die G/schichte mit Brügger doch noch einzurenken. Sie hielt die Handmuscheln an die Schläfen, ihr Kopf zersprang fast. Was nun? Was war das Nächste? Vor allem mußte sie an den jungen Herrn schreiben, an den Stiefsohn. Diel Einfluß hatte der nicht auf Brügger, aber immerhin. Ob er von einer Stiefmama entzückt war, erschien fraglich. Ja, und dann mußte man die Konsulin loshetzen. Ein falsches Stück zwar, aber brauchbar in solchen Dingen. Wenn es die wußte, war es so gut, als ob der Polizeidiener es ausgeschellt hätte. Vielleicht bildete sich in Trettau eine Gegenströmung. Es gab genug Familien mit heiratsfähigen Tächtern, die fremden Zuzug scheel ansahen. Vielleicht tat sich etwas. Als letzter Ausweg blieb immer noch Anrainer. Ach, diese Männer! „Der Chef heiratet! Was sagen Sie nun?" „Krampf", erwiderte der Gärtner ungläubig. „Doch. Eine Junge!" „Meinetwegen." „Eine Scharfe, soweit ich beurteilen kann. Die wird Ihnen die Flausen schon austreiben, mein Lieber. Und nun adieu", schloß sie höhnisch und etwas erleichtert. Dem hatte sie es gegeben. Das war die Rache für letzthin. . Die Purgstaller ging ins Haus zurück. In der Diele entdeckte fie Anrainer in einem Korbstuhl. Rur es mit dem nicht auch noch verderben! Anrainer erhob sich und sagte lebhaft: Guten Tag, gnä Frau. Schön und pünktlich wie die' Sonne, — so lob' ich es mir." Sein ruiüies Gesicht mit dem Schnurrbart strahlte wie eitet Wohlwollen und Behagen. Der Purgstaller stand der Sinn gar nicht nach den Komplimenten ältlicher Herren. Aber sie bezwang ^Sie kommen wohl zum Elektrisieren, Herr Anrainer" sagte sie freundlich. „Dumm. Ich habe gerade jetzt so wenig Zeit. Der Ehef ist nänüich da. Nur auf einen Husch. Hat sich in München verlobt. Mit einer jungen Lehrerin, arm, doch unbescholten, wie im Märchen. Wie sinden Sie das?" Der Kreis Wetterau-Nord des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen führte am gestrigen Sonntag Den Kreis-Turn- und Sporttag der Fachgebiete Leichtachletik, Turnen und Schwerathletik durch, der von etwa 550 Wettkämpfern und Wettkämpferinnen besucht war. Die in allen Teilen gut vorbereitete Veranstaltung nahm einen sehr schönen und harmonischen Verlauf. Nach der Kampfrichtereinweisung um 8.30 Uhr traten alle Wettkämpfer zur Morgenfeier und Flag- genhissung an, in der stellvertretender' Sportkreis- führer Heller auf den Sinn der Veranstaltung hinwies, der Kameraden und ihrer Leistungen im Fronteinsatz gebäre und dem Gedenken der Kameraden, die im Einsatz für Deutschland ihr Leben ließen, das Gelöbnis ansügte, es ihnen gleichzutun, wenn der Ruf an uns ergeht. Nach dem Lied „Auf, hebt unsre Fahnen" stieg unter dem Kernspruch: „In einer Zeit, die harte und schwere Anforderungen an jeden einzelnen stellt, gibt es keine bessere Entspannung und Ablenkung als die freudige Arbeit an der eignen Kraft und Gesundheit!" stiegen die Flaggen am Mast hoch. Mit dem Lied „Turner, auf zum Streite" rückten die Riegen zu den Geräten ab. ' Die Beslchtlgungsfährt des Reichsschatzmeisters durch den Sudetengau fand in Karlsbrunn ihren Abschluß. Der Reichsschatzmeister, der von Gauleiter Henlein begleitet wurde, hatte Gelegenheit, die Probleme des Sudetenlandes kennen zu lernen und sich von der Aufbauarbeit der Partei zu überzeugen. * Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Groß- odmiral R a e d e r, hat zahlreiche Marinestützpunkte an der Kanal- und der Atlantikküste besichtigt und sich von dem Ausbau und der Derteidigungsstärke der Marinebefestigungsanlagen überzeugt. * > Von amerikanischer Sette wird beftätigt, daß der Botschafter der Vereinigten Staaten in der Türkei, Steinhardt, die Türkei verlassen habe, um in M o s k a u an den Besprechungen des Sonderdeaus- tragten Roosevelts, General Bradley, teilzunehmen. Weiter soll auch der britische Botschafter in der Türkei, Knatchbull-Hugessen, nach Moskau unterwegs fein. * In Bad Döslau (Niederdonau) wohnten Reichsleiter von Schirach und Reichsjugendführer Axmann, der Bevollmächtigte Vertreter des Korpsführer des RSFK., NSFK.-Obergruppenführer Saucke, und der Inspekteur des Fliegerkorps, NSFK.-Odergrup- pettführer von Bülow sowie zahlreiche Vertreter von Partei, Staat uyd Wehrmacht den Wettkämpfen der Flieger-Hitler-Jugend bei. Die im Atlanttk, im Mittelmeer, im Roten Meer und im Schwarzen Meer operierenden i t a l i e n i - s ch en U-Boote versenkten auf Grund genauer für jedes Schiff nachgeprüfter Angaben insgesamt über eine Million Tonnen feindlicher Kriegs- und Handelsschiffe, genau 1018 971 Bruttoregistertonnen. Kunst und Wissenschaft. Literarische Aufsätze von Paul Ernst. Im Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, sind unter dem Titel „Völker und Zeiten im Spiegel ihrer Dichtung" Auftätze zur deutschen Literatur von Paul Ernst erschienen. Die Aufsätze runden die bereits 1940 erschienenen „Aufsätze zur Weltliteratur" ab und bilden einen wesentlichen Teil des kulturphilosophischen Schaffens des verstorbenen Dichters. Die Auftätze behandeln die deutsche Literatur bis Goethe, die Romantik, das 19. und 20. Jahrhundert und bringen in einem Schlußteil Skizzen zu der von Paul Ernst erstrebten volksmäßigen Durchdringung von Kunst und Leden. „Was Ihr wollt" als Harlekinspiel. Das Burgtheater in Wien gab der Spielzeit mit Shakespeares „Was Ihr wollt", dieser bezaubernden Mischung von Liebe, Jugend, Lyrik, Narrheit und Weicheit, einen Heiteren, beschwingten Ausklang. Herbert W a n i e f hat die Komödie ganz als Har<- lekinfpiel inszeniert. Ein Riesenzelt ist aufgeschla- aen. Eine Gauklertruppe zieht unter Jahrmarktsmu- sik em und beginnt dann gleich, mit winzigen, an- deutenden Versatzstücken die Szene aufzubauen. Den Bühnenmeister macht dabei der ganz als weißgeschminkter Elown auftretende Narr. Er bemüht sich auch, die Verwandlungen durch die Zirkusspäße der Clowns zu würzen. Ironische Durchleuchtung der Theaterillusion gab den Figuren und Situationen Witz und Schärfe. Gelegentlich blitzte auch das Ly- risch-Komodienhafte durch. Am besten geriet die Gartenszene mit der Auffindung des Briefes durch Malvolio, weil sich hier Einfall und Kraft des spie- lerftchen Ausdrucks das Gleichgewicht hielten Die Aufführung mit Gusti Huber in der Doppelrolle der Viola und des Cesario, mit Raoul Aslan als Malvolio und Hermann Th imi g als Junker Bleichenwan g ergab einen viel umjubelten Lacherfolg. Oskar Maurus Fontana. Ein werk Hans Valdungs freigelegt. In den letzten Jahren hat der Restaurator Paul H. Hübner (Freiburg) eine große Zahl hervorragender Kunstwerke wiederhergestellt. In längster Zeit nahm sich Hübner besonders der Werke des oberdeutschen Meisters Hans Baldung (1485 bis 1545) an, der in den Jahren 1512 bis 1517 'n Freiburg arbeitete. Es war weiteren Kreisen nicht bekannt, daß sich auch in der Dorfkirche des llOOiahri- gen Dorfes Unteralpfen ein DriginalbiR) Baldungs befindet: eine 1513 geschaffene „Kreuzigung Nach der Wiederherstellung durch Hübner ist das Bud zu einer Sehenswürdigkeit geworden. Lale Andersen sang in Oslo. Lale Andersen, die durch das Lied „Lilli Marleen" bekannt gewordene Sängerm, gab in Oslo em Konzert. Die Kapelle Heinz Wehner und das Osloer Rundfunkorchester umrahmten die Veranstaltung in der ausverkauften Universitatsama^^^^^^ stolzen Taten sind ein Ruf an dtt deutsche Jugend und an die wehrhaften Männer. Dollmotorisiert urn- assen die Divisionen alle Truppen, wie Infanterie, Arttllerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen, Ge- birgs- und Sanitätstruppen. Die Waffen-ff stellt ein a) Kriegsfreiwillige: b) Freiwillige mit Dienst- ^eitverpflichtung vom vollendeten 17. bis zum 45. Lehensjahr. Der Dienst in der Waffen-ff ftt Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführer- und Führerlaufbahn, sowie Sonderlauf- bahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt be° chleunigt! Annahmeuntersuchungen finden am 15. August 1942, 14.00 Uhr, in Gießen, Rest. Burghof, Burggraben 9, statt. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. Außerdem nimmt die ff-Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wilh., Löwenburgstr. 10, Tel. 36683 und 34441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet auf Abforderung das ausführliche Merkblatt. Für unsere Verwundeten. ' Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstattungen durch: In einem Lazarett hielt Pg. Dr. Roch einen interessanten Vortrag mit Lichtbildern über „Südamerika und wir". — Unter dem Motto „Perlen der Musik" veranstalteten Hermann Krauß (Violine), Erna Stoll (Alt), Herbert Krüger (Tenor) und Maria Bergmann (Klavier) ein Konzert. Die reichhaltige Vor- tragsfolge brachte Melodien und Lieder von Schubert, Grieg, Brahms, Strauß, Dostal und Lehar. Reicher Beifall dankte den Künstlern. — Musik- Abteilungen der Wehrmacht erfreuten die Verwundeten nTöen Lazaretten mit Konzerten. — In verschiedenen Lazaretten sprach Pg. Studienrat Dr. Quentin (Dillenburg) im Auftrage des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main über den Westerwald mit schönen Lichtbildern. Die Verwundeten lernten dadurch einen Teil der hiesigen Gegend kennen. — Die Ortsgruppe Ettingshausen hatte eine große Zahl Verwundete zu Gast geladen. Die Teilnehmer verlebten einige frohe Stunden,, die sie stets an die Gastfreundschaft erinnern wird. — Der NSRL.-Sportkreisführer Heller hatte Verwundete aus hiesigen Lazaretten zu dem diesjährigen Kreis- Turn- und Sporttag-auf dem Universttätssportplatz eingeladen, zu dem viele Kameraden erschienen roarem von seiner Truppe und bemüht sich nun, alle wichtigen Arbeiten in der ihm gestellten Frist zu er- ledigen. Sein Nachbar, der ietzt auch alle Hände voll zu tun hat, wird für die spateren Aufgaben schon nach dem Rechten sehen. Mit dem ersten Hahnen- schrei ist der Bauer aufgestanden, fast ohne Unterbrechung hat er gearbeitet, und noch schafft er unermüdlich, wobei ihm die blanken Schweißperlen unter dem breitrandigen Stroh Hut hervorquellen. Nur ab und zu hält er nach dem Wetter Ausschau, um sich dann wieder mit anfeuernden Rufen seiner Tätigkeit zuzuwenden. Es ist eine schwere und mühevolle Arbeit, die er mit den Seinen vollbringt, aber es ift* ihm wohl dabei, denn es kommt darauf an, mit möglichstem Zettgewinn den Segen der Erde einzu'bringen. Der Segen der Erde harrt überall der regsamen Hände. Und überall ist dafür gesorgt, daß er seiner Bestimmung entgegengeführt wird. Wo die einzelnen Kräfte nicht ausreichen, setzt die Gemeinschaftshilfe ein. Es ist ein einziges freudiges Schaffen auf den Feldern in dieser Erntezeit. Was die Wachstumskräfte der Mutter Erde hervorgebracht und was die Sonne des Sommers reifen ließ, kommt nun als kostbares Gut in die Scheunen oder wandert zur. Dreschmaschine, wenn es nicht gleich vom Mähdrescher geborgen wurde. Bald werden dann nur noch die Stoppelfelder Zeugnis davon oblegen, daß wieder einmal das Jahr des Bauern einen wichtigen Abschnitt beendet hat. H. W. Sch. Freiwillig« für die Waffen-tt Von der Erg.«Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten mir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen-einzutreten. Die Divisionen der Waffen-^ kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ihre dolde herunter und vergrub die Nase darin, dann begutachtete er mit gerunzelter Stirn bas Spalierobst und die Haselsträucher, ob sie auch ordentlich angesetzt hätten, lieber dem Widderhorn schwamm eine silbrige Wolke, schaumig und schön in ihrer schwerelosen Pracht. Auf der Straße lärmten Kinder und spielten „Räuber und Schandarm". Ein Hündchen kläffte. Wohl dem, der ein eigenes Haus besaß! Wohl dem, den darin eine Kameradin erwartete! Gedankenvoll langte Brügger vor dem Gärtnerhäuschen am Er klopfte. Es brummte. „Grüß Gott, Hingerl. Schönen Dank für die Blumen! Wie geht's denn, alter Schwede?" Er hatte den alten Bärbeiß gern. Hingerl fegte Brösel vom Stuhl, aber Brügger hatte sich schon auf die Tischplatte geschwungen und baumelte mit den Beinen. „Eine Virginia gefällig?" „Danke, Herr Doktor. Hebe ich mir für Sonntag auf." Hingerl brachte Schnaps, selbstgebrannten, und schenkte zwei Gläser voll. Die Stube roch zart nach Prünellen. Hingerl war kein Freund vieler Reden, er sah seinem Herrn nur argwöhnisch in die Augen. Er konnte sich denken, was kam. „Teufel, Teufel, ist der scharf!" ächzte Brügger und verschluckte sich. „74prozentig. Gell, den g'spürt man", zwinkerte Hingerl. „Freilich. 2)lso, Hingerl, ich werde wieder heiraten." „So, sagte der Gärtner und rieb sich ein Schwe- felhvlz an der Schuhsohle an. „Eine Prachtfrau! Die wird Ihnen sicher gefallen." „Kann fein. Kann auch nicht sein. Ich kenne sie nicht", raunzte Hingerl. In Frauenzimmerangelegenheiten war er das hellichte Mißtrauen. „Sie sind ein ungläubiger Thomas." „Besser ungläubig als hirndamisch. Lassen's mich mit den Weibern aus!" (Fortsetzung folgt. Sportkreisführer Stein und Kreismännerturn« wart Reuter begrüßen, dankte den zur Siegerehrung angetretenen Wettkämpfern, Wettkämpferinnen, allen Miarbettern für ihren Einsatz und chloß mit dem Gruß an den Führer und die Wehrmacht. Auszug aus der Siegerliste. Turner-Oberstufe. Neunkamvf: 1. Walter Bierau, VfL. Lollar, 155; 2. Paul Lieb, LSD. Gießen, 153; 3. Herbert Theuermeister, Tv. 1846 Gießen, 146 Punkte. Siebenkampf: 1. H. Rinderknecht, Tv. 1846 Gießen, 107; 2. Heinrich Bodes, VfL. Lollar, 106; 3. Fritz Scherb, VfL. Lollar, 94 Punkte. HJ.-Klasse A. Sechskampf: 1. Adolf Menges, Tv. Heuchelheim, 136; 2. Gerd Herzberger, Tv. Heuchelheim, 116; 3. Ewald Müller, Tv. Großen-Linden, 103; 4. Ernst Nitschke, VfL. Lollar, 94; 5. Herbert Magel, Tuspo. Grünberg, 83 Punkte. HI.-Klasse B. Sechskampf: 1. Otto Gilbert, Tv. Heuchelheim, 120; 2. Hans Aldach, Tv. Grünberg, 107; 3. Karl Heinz Kreuter, To. Heuchelheim, Hans Kuhl, Tv. 1846 Gießen,- Kurt Röhn, Tv. Großen-Linden, je 101; 4. Helmut Haas, Sportgem. Steinbach, Karl Heinz Petermann, To. 1846 Gießen, je 99; 5. Erich Zeiß, Tv. 08 Holzheim, 98 Punkte. DJ.-Klasie A. Sechsmpf: 1. Herbert Steinmüller, Tv. Heuchelheim, 96, Artur Bopf, To. "Großen-Linden, je 96; 2. Willi Stoll, Tv. Großen-Linden, 95; 3. Friedhelm Bodenbender, VfL. Lollar, Ferd. Römer, VfL. Lollar, je 94; 4. Heinz Karpe, Tv. Grünberg, 84; 5. Franz Leib, Tg. Grünberg, 81 Punkte. DI.-Klasfe B. Sechskampf: 1. Egon Rodenheber, Tv. 1846 Gießen, 116; 2. Werner Ruhl, VfL. Lollar, 107; 3. Fritz Funk, Tv. 1846 Gießen, 101; 4. Walter Linn, Tv. 1846 Gießen, 96; 5. Erwin Weinandt, Tv. Großen-Linden, 93 Punkte. Turnerinnen-Oberstufe. Achtkampf: 1. Helma Schmieder, Tv. 1846 Gießen, 149; 2. Gertrud Schmidt, Mtv. Gießen, 145; 3. Lieselotte Krausch, Mtv. Gießen, 131; 4. Anna Schmidt, Tv. Heuchelheim, 128 Punkte. Turnerinnen-Unlerstufe. Achtkamp f: 1. Christa Dreyer, Mtv. Gießen, 149; 2. Emmi Hußke, Mtv. Gießen, 139; 3. Irmgard Sieg, Tuspo. Grünberg, 131; 4. Irene Müller, Tv. Lang-Göns, 126; 5. Emmi Adam, To. 1846 Gießen, Sechskampf: 1. Gretel Kirstein, Mtv. Gießen, 115; 2. Gertrud Schmandt, Tv. Heuchelheim, 112; 3. Anni Deibel, To. Wieseck, 105; 4. Loni Schmelz, Tv. Großen-Linden, 104; 5. Gertrud Schäfer, VfL. Lollar, 101 Punkte. Männer. Dreikampf: 1. Helmut Zeidler, LSV. Gießen, 59 Punkte; 2. Fritz Karl Juchard, Mtv. Gießen, 58; 3. Herbert Bracker, LSV. Gießen, 53; 4. Hans Engert, LSV. Gießen, 50; 5. Sari Marx, LSD. Gießen, 48 Punkte. HJ.-Klafte A. Dreikampf: 1. Hans Kirstein, Mtv. Gießen, 75 Punkte; 2. Reinhold Opper, VfL. Lollar, Wer- ner Psann, Mtv. Gießen, 67; 3. Reinhold Köhler, Tv. Lang-Göns, 57; 4. Fritz Bree, Postsport Gießen, 55; 5. Kurt Römer, VfL. Lollar, 51 Punkte. HJ.-Klafte B. 2) re i La m p f: 1. Wilhelm Müller, To. Lang» Göns, 66 Punkte; 2. Heinz Becker, Mtv. Gießen, 65; 3. Willi Zimmermann, VfL. Lollar, Herbert Jung, To. 89 Klein-Linden, 61; 4. Helmut Münch, Sportgem. Gr.-Buseck, Walter Müller, Tv. Holzheim, 60; 5. Werner Hofmann, Postsport Gießen, 57 Punkte. DJ.-Slasse A. Dreikampf: 1. Ewald Krombach, VfL. Lollar, 56 Punkte; 2. Otto Nesseldreher T. Heuchelheim, 55; 3. Ewald Klein. Tv. Klein-Linden, 39; 4. Helmut Becker, Tv. Heuchelheim, 32 Punkte. DJ. Llasse B. Dreikampf: 1. Karl Weber I, To. Heuchel- heim, 67 Punkte; 2. Erich Langsdorf, Tv. Klein- Linden, 65; 3. Karl H. Dolkmann, Tv. Heuchelheim, Ewald Burger, Sportgem. Steinbach, 53; 4. Kurt Schäfer, Tv. Heuchelheim, 52; 5. Otto Lang, Sport- gemeinde Steinbach, 50 Punkte. Männer-Altersklasse I. Dreikampf: 1. Emil Becker, VfL. Lollar, 65 Punkte; 2. Ernst Jung, DfL. Lollar, 58; 3. Willi Zunpft, Poligem. d. Ord.-Pol. Gießen, 54; 4. Wilhelm Kraushaar, Poligem. d. Ord.-Pol. Gießen, 42; 5. Wilh. Pauly, Poligem. d. Ord.-Pol. Gießen, 39 P. Manner-Allersklafse II. Dreikampf: 1. Walter Zerndt, DfB.-R. Gießen, 67 Punkte; 2. Adolf Müller, Postsport Gießen, Dr. Brüggers Patientin Roman von Waltet Klöpffer 11. Sortierung. (Nachdruck verboten.) Hingerl versah den kleinen chaushalt selbst und ließ kein weibliche- Wesen in fein ch°u-ch«n D°- Essen brachte ihm die Zenzi in einem Emailgestell aus der Küche, wobei es jedoch nie zu kam Der Alte war ein Sonderling, em DZeiver- feind und Brummbär. Ihm schwebte ^ 3^1 ein Männerstaat vor, m dem man Mittags, brot aus Gulaschkanonen bezog. Warum er so wenig von den Frauen hielt, verriet der ehem'll ge Sergeant nur andeutungsweise und m vorgerückter Stunde. In diese Klausur also brach die Hausdame freventlich ein, indem sie die Tur aufriß. Hingerl, der gerade beim Pi°!'°"keimg°n war sträubte die Haare wie.em knurr,g r Pmschev A winc kehrte [idi nicht daran und sagte rasch und mit "ÄmW Wissen Sie schon das Neu- E^.Ich bin net neugierig", knurrte Er abweisend. Und führte eine frische Hennenfeder bedächtig du ch das saftstrotzende Weichselrohr f ;n$ „Nun diese Neuigkeit durste «i- bestimmt m- teressieren", fuhr sic triumphler-nii»fort. Sie sich mit dem Taschentuch cm bißchen Lust M Cm aufregendes Nüchtern Chypre vermischte M ™ den Düsten der Hmgerschcn Behausung Hing schnupperte wie ein Drahchaarfox, der d e ^erung einer Maus in der Nase hat. Dann l gt er bas »eichselrohr beiseite und zog se'n ratgefiamnstes Schmalzlerglas. Die Purgstaller blickte schockiert Z und -?" Hingerl schnupfte "std kreute sich, daß sein Schmalzler doch stärker warals der dringliche fremde Geruch. Dann visierte e . Pfeifenrohr wie ein Soldat durch feinen 9 lauf. Gegen der Erde. Wett dehnen ^sich vor der Stadt die Felder. Vor Wochen noch prangten sie im Hellen Grün, dann mischten sich fahlere Farbtöne hinein, und nun traaen fie das goldgelbe Kleid der Reife. Es ist ein Bild von einprägsamer Schönheit. Mag die Sonne leuchtend über den Fluren stehen oder der Wind wellenförmig die Halme bewegen, mag die Abenddämmerung ihre zarten Schleier weben oder das erste Frührot die Felder mit rosenrotem Schein übergießen: immer ist es ein Anblick von bezwingendem Reiz. Auch der Stadtbewohner, der zu den Erscheinungen der Natur nicht in dem innigen 23er» hältniis steht wie der Bauer, empfindet m dieser Zeit mit Andacht die geheimnisvolle Mrkuna, die von einem reifen Aehrenfeld ausgeht. Für ibn -ist es freilich mehr die gefühlsbetonte Seite der Angelegenheit, während der klare und nüchterne Sinn des Bauern feine Betrachtungen vor allem von realen Erwägungen bestimmen läßt. Schon stehen die ersten Garben in Reih und Glied. Sie nehmen sich wie soldatische Kolonnen aus, die zur Besichtigung angeketen sind. Aber vor und hinter ihnen herrscht geschäftiges Treiben. Sen» en rauschen durch die Halme, Mähmaschinen klappern, glänzende Pferdeleiber mit nickenden Köpfen stapfen gleichmäßig vorüber, Frauen mit Hellen Kopftüchern sind eifrig tätig, und dazwischen ertönen die Rufe des Bauern. Er hat Ernteurlaub * ** Reichssportgbzeichen. Die Hebungen iro Leichtathletik, Radfahren und Schwimmen zur Erlangung des Reichssportabzeichens können am Mittwo ch, Donnerstag und Samstag dieser Woche abgelegt werden. ** Der Güterwagemist kein Lagerraum. Viele Güterwagen werden deshalb stand- geldpslichttg, weil der Empfänger das Gut zunächst im Eisenbahnwagen wohl aufgehoben weiß und sich den Weg zu seinem Lager sparen will. Der Güterwagen ist aber kein Lagerraum, denn Räder müssen rollen für den Sieg! „Der wnn 9« ™^bXite Aä ftrSe mer herum, nahm-ein Buch zur Hand, stellte es f0 übel ^Warum soll nicht Zurück, blätterte in einem Journal, schob es zur die Jdee^ gar nicht so übel. DZarum |ou er ma>i Gedanke an Anna durchwärmte ihn wie ©enn ^e grau ins 570^5 101^ bin i^ b er ba yTnnn WtiA bsn liebeleeren Jahren feiner fünfte Rad am Wagen. Was aus nnr wird, i|t eucy ja furchtbar gleichgültig." Oh, das dürfen Sie nicht sagen. Sie wissen doch, wie ich Zu Ihnen stehe, Alwinchen. Mein Haus steht Ihnen jederzeit offen. Ja, ich würde mich glücklich preisen. Sie darin als meine —" „Danke, Herr Anrainer", unterbrach sie ferne Liebeserklärung. Emen kompletten Antrag konnte 58; 3. Heinrich Schmuck, Tn. Staufenberg, 54; 4. Heinrich Hofmann, Tn. Grüningen, 49; 5. Hch. Ruppental, Sportg. Garbenteich, 45 Punkte. Männer-Altersklasse III. Dreikampf: 1. Phil. Götz, Postsport Gießen, 53; 2. Wilh. Schmidt, Postsport Gießen, 48; 3. Ludwig Petri, Tn. 1846 Gießen, 35 Punkte. Frauen. Dreikamp's: 1. Lotte Keßler, Mto. Gießen, 58 Punkte; 2. Heilwig Clarius, Mto. Gießen, 57; 3. Elke Maaßen, Heeresschule, 52; 4. Lotti Lauer, VfB.-R. Gießen, 49; 5.Jrm. Klingemann, Heeresschule v N., Gertrud Hörder, To. Klein-Linden, 47 P. BDM.-Klasse A. Dreikampf: 1. Rosi Rolfes, Mto. Gießen, Eilli Borschel, VfL. Lollar, 55 Punkte; 2. Gertrud Klein, To. Klein-Linden, Inge Rolfes, Mto. Gießen, 49;, 3. Marg. Magel, Sportg. Steindach, Emmi Fey, Tv. Gröningen, 42^ 4. Hilde Frank, VfL. Lollar, 40 Punkte. BDM.-Klasse B. Dreikampf: 1. Hedwig Wolf, VfL. Lollar, 57 Punkte; 2. Liesl Mellinger, VfB.-R. Gießen, 49; 3. Erika Simon, Sportg. Steinbach, 47; 4. Anni Haas, Sportg. Steinbach, 40; 5. Hannel. Schaaf, Tv. Grüningen, 39 Punkte. JM.-61asse. Dreikampf: 1. Liane Schuldt, To. 1846 Gießen, 82 Punkte; 2. Liesl Hauck, Tv. 1846 Gießen, 72; 3. Ellen Müller, Tv. 1846 Gießen, 6Ö; 4. Elvira Fey, Tv. Grüningen, 66; 5. Anni Mückmann, Tv. Heuchelheim,-64 Punkte. Einzelwettbewerbe. Männer. 100-m-Lauf: 1. Uffz. Gram, LSV. Gießen, 11,6 Sek.; 2. ZerndtV., VfB.-R Gießen, 12; 3. Uffz. Bracker, LSV. Gießen, 12,1. 4 0 0 - m - Lauf: 1. Paul Lieb, LSV. Gießen, 54,5 Sek.; 2. Zeidler, LSD. Gießen, 57,0. 15 00-m-Lauf: 1. Erwin Wagner, Großen- Buseck, 4:41,0 Sek.; 2. Werner Ziemeck, Postsport, 4:42,3:3. Ulrich, Mtv., 4:46,0. Hochsprung: 1. Adolf ' Menges, Tv. Heuchelheim, 1,65 m; 2. Stratmann, LSV. Gießen, Pfann, Mtv. Gießen, je 1,58; 3. Zeidler, Sronka, Engert, LSV. Gießen, je 1,49. HI.-Klafse. 1 00-m-Lauf: 1. Kirstem, Mtv. Gießen, 11,6 Sek.; 2. Schwab, Mtv. Gießen, 12; 3. Zimmermann, VfL. Lollar, 12;2. Frauen. 100-m-Lauf: 1. Rosi Rolfes, Mtv. Gießen, 14,2 Sek.; 2. Inge Rolfes, Mtv. Gießen, 14,3; 3. Heilw. Clarius, Christa Dreyer, Mtv. Gießen, je 14,5. Hochsprung : 1. Heilw. Clarius, DUv. Gießen, 1,42 m; 2. Rosi Rolfes, Emmi Hußke, Inge Rolfes, Mtv. Gießen, je 1,39; 3. Christa Dreyer, Lotte Keßler, Mtv. Gießen, je 1,36; Lis. Krausch, Mto. Gießen, 1,34; 5. Hildeg. Feulgen, 1,30. Staffeln. 4X100 m, Männer: 1. LSV. Gießen, 1. Mannschaft, 47,0 Sek.; 2. Mtv. Gießen, 48,0; 3. LSV. Gießen, 2. Mannschaft, 49,5. 4X100 m, H I.: 1. Mtv. Gießen, 2. Mannschaft, 49,5 Sek.; 2. VfL. Lollar, 50,0; 3. Postsport Gießen, 51,4; 4. Tv. Großen-Bufeck, 52,0. 4X100 m, Frauen: 1. Mtv, Gießen, 1. Mannschaft, 57,3 Sek.; 2. VfL. Lollar, 59,8; 3. Mtv. 2. Mannschaft, 60,6; 4. DfV.-R. Gießen, 64,0. Merkreuziräger besuchen die Mr-Ägend. WZ V WH » v K/ !! 'M W*/ Wie schon gemeldet, besuchen jetzt auf Veranlassung des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, 15 Ritterkreuzträger des Heeres die Wehrertüchtigungslager der HI., um hier über ihre Erlebnisse an der Front zu sprechen und so der Jugend ein lebendiges Bild vom Kampf unseres Heeres zu geben. Reichsjugendführer Axmann {in der Mitte) begrüßte int Auslandhaus der HI. in Berlin-Gatow die Ritterkreuzträger, -bevor sie sich in die Wehrertüchtigungslager begaben. Links von Reichsjugendführer Axmann Generalmajor Herrlein. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Schwerathletik. Gewichtheben. HI.-Kl ässe: Bantam: 1. Heinz Althaus, DfB.- R. Gießen, 125 Pfund; Feder: 1. Heinz Birk, DfB.- R. Gießen, 300; Mittelgewicht: 1. Günter Kley, VfB.-R. Gießen, 345; Halbschryer: 1. Otto Fischer, VfB.-R. Gießen, 340. Aktive Klaffen: Bantam: 1. Oskar Rabow, VfB.-R. Gießen, 310 Pfund; Mittel: 1. Herbert Noeller, VfB.-R. Gießen, 375. Ringen. HI.- Klasse: Feder: 1. Fred Freund, VfB.-R. Gießen, 2 Siege; 2. Erwin Semmler, VfB.-R. Gießen, 1 Sieg, i Niederlage; Welter: 1. Otto Fischer, VfB.-R. Gießen, 2 Siege; 2. Gsinter Kley, VfB.-R. Gießen, 1 Sieg, 1 Niederlage. Aktive Klasse: Bantam: 1. Oskar Rabow, VfB.-R. Gießen, 3 Siege; 2. Erwin Semmler, VfB.-R. Gießen, 1 Sieg, 1 Niederlage; 3. Günter Kley, VfB.-R. Gießen, 1 Sieg, 2 Niederlagen. - Stadtmannschast — Kreismannschast 4:2 (1:1). Durch leichte Feldüberlegenheit gelang der Stadtelf in der 20. Minute das erste Tor (Dörschel). Die Kreiself kam alsdann besser in das Spiel und erzwang durch den Linksaußen den Ausgleich und Halbzeitstand. Zu Anfang der zweiten Hälfte verteiltes Spiel. Bei einem Angriff der Kreiself schoß Haßler auf Flanke von Günther zum zweiten £o"r ein. Die Stadtelf war keineswegs entmutigt und hatte in der Folge mehr vom Spiel. Dörschel erzielte auf Vorlage von Quast den Ausgleich, und wenig später war es Burghardt, der die Stütztest 3:2 in Führung brachte. Kurz vor Schluß gelang Dörschel der 4. Treffer. Geführte Gegenangriffe scheiterten an der aufmerksamen Deckung, in der besonders Engel und Pitz eine gute Partie lieferten. Handball. Kreismannschast — Luftwaffe 13:6 (7:3). Beide Mannschaften traten in den an gekündigten Aufstellungen an. Die Luftwaffe fand sich zu Beginn besser und lag bald in Führung. Bei der Kreismannschäft dauerte es längere Zeit, ehe sie gleichziehen konnte. Wiederum kamen die Soldaten durch einen Strafwurf in Vorteil. Der Gegner steigerte das Tempo, schaffte den Ausgleich, mußte jedoch nach einem weiteren Erfolg noch einen Gegentreffer hinnehmen. Die Luftwaffe spielte mm schr zerfahren. Bis zur Halbzeit gelang es der Kreis- mannfchaft, noch vier weitere Tore vorzulegen. Nach dem Wechsel eröffnete die Luftwaffe wieder den Torreigen. Durch gutes Aufbauspiel der Läuferreihe kam der Sturm der Kreismannschast bald immer me^r zur Geltung. Schnelle Ballabgabe und Freilaufen brachten die weiteren Erfolge. Den Soldaten gelang es noch, zwei Tore aufzuholen, sie konnten jedoch die Niederlage abwenden. Die neuformierte Mannschaft konnte im ersten Spiel selbstverständlich noch nicht an die frühere Leistung herankommen, sie schlug sich jedoch tapfer. Die Kreismannschast, ehemalige Bannmannschast des Bannes 116, lieferte wohl eines ihrer besten Spiele. Schiedsrichter Beyer hatte das Spiel jederzeit in der Hand, da beide Mannschaften ihm sein Amt erleichterten. Verdmrkelmrgszelt: 10. August von 21.59 bis 5.27 Uhr. Sport im Reich, üeberraschungen im Fußball. In der Tschammerpokalrunde des 9. August gab' es große Üeberraschungen. Es schieden u. a. die Gaumeister Stuttgarter Kickers, SV. Waldhof,, der Meisterschaftszweite Vienna Wien und der LfV. 99 Köhn aus. Von den süddeutsche,t Gauen sind nur noch Kickers Offenbach (nach einem 3:1-Sieg über Hanau 93), VfB. Stuttgart (nach einem 2:0-Sieg über Mülhausen 93) und ff Straßburg (durch ihren erst in der Verlängerung über Waldhof erkämpften 5:4-Erfolg) im Wettbewerb. Eintracht Frankfurt unterlag vor 18 000 Zuschauern in Kassel dem Deutschen Meister Schalke mit 1:6 (0:1) Toren. — Dis Ergebnisse: LSV. Stettin — VfB. Königsberg 4:1 LSV. Pütnitz — SV. 1919 Neufahrwasser 3:2 TuS. Lipine — SpVgg. Breslau 02 4:0 LSD. Adler Delblin — LSV. Reinecke Brieg 7:1 Weskende Hamborn — Arminia Bielefeld 1:0 Stadt Düdelingen — Spvg. Köln-Sülz 07 2:0. VfL. 99 Köln — Werder Bremen 1:2 Schalke 04 — Eintracht Frankfurt (in Kassel) 6:0 Kickers Offenbach — FC. 93 Hanau 3:1 Stuttgarter Kickers — 1860 München 1:3 ff Straßburg — SV. Mannheim-Waldhof 5:4 n. D. FD. 93 Mülhausen — VfB. Stuttgart 0:2 NSTG. Falkenau — Vienna Wien 4:0. Kurze Sportnotize«. Turner-Gaumei st er in Hessen-Nassau wurden am Sonntag in Frankfurt a. M.-Schwanheim wieder Erwin Linke (Reichsbahn Hanau) im Zwölfkampf der Männer und Martha Thiem (Eintracht Frankfurt) im Achtkampf der Frauen. Beste Leichtathletikklasse gab sich get stern bei den nationalen Wettkämpfen des FSV. Frankfurt ein Stelldichein. Ueberragende Leistungen wurden im 800-m-Lauf geboten, wo mit Welt« rekordmann Harbig (1:52,4), Meister Giesen (Berlin) mit 1:52,5 und Seibert (1860 Mün- chen) mit 1:53,4 drei Läufer unter der bisherigenj Jahresbestzeit blieben. Große Erfolge feierte dey LSV. Berlin, der. auch beide Staffeln vor Eintracht Frankfurt bzw. Rot-Weiß Frankfurt gewann. In, Diskus wurde Dr. Luh (Reichsbahn Gießen)! mit 44,16 Zweiter hinter Lampert (1860 Münchens mit 46,86 als Erster. Als deutsche Tennismeister wurden fnj Braunschweig festgestellt: Margarete Käppel im» Frauen-, Conrad Eppler (beide Berlin) im Männer» Einzel, Fr. Dietz-Hamel (Hamburg) / Dr. Egerts (Wien) im Gemischten Doppel, Frl. Rosenow/Frll Sonder (Berlin) im Frauen- und Dr. Egert/Epplev (Wien, Berlin)'im Männer-Doppel. Bei den Gewichtheber meist erschaffe^ gab es in alle« Gewichtsklassen neue Meister. Selbst Josef Manger, der bald zehn Jahre an der Spitzt stand, wurde von einem jungen Athleten abgelöst. Die neuen Meister vom Bantam- bis Schwergewicht sind:- Schuster (München), Junkes (Trier), Schwi" talle (Dortmund-Hörde), Clausen (Lübeck), Szabas dos (Wien) und Aldering (Essen). Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter be8 Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt); i. B. Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühksche Universitätsdruckerei'R. Lange K. (3.- Verlagsleiter: Dr..Hng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans BeL- AnzeigenpreiSliste Nr. 6. Unerwartet traf uns die traurige Nachricht, daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser guter, unvergeßlicher Bruder, Enkel und Neffe Willi Peppier Funker in einer Panzer-Division im blühenden Alter von 20 Jahrep am 27. Juli 1942 bei den schweren Kämpfen in Afrika den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Wilh. Peppier und Frau Auguste, geb. Hill Elsbeth und Gertrud Peppier nebst allen Verwandten Gießen (Wernerwall 1), den 8. August 1942. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren lieben Arbeitskameraden Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Carl Becker II., Gießen ____________________________03871 Am 8. August verschied nach kurzem schwerem Leiden unser lieber guterVater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Christian V anbei im Alter von 69 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Vaubel und Frau Liesel,geb.Löbbert; Hans Becker und Frau Marie, geb. Vaubel; Anna Vaubel; Gretel Vaubel; Joseph Chilla und Frau Käthe,geb.Vaubel; Ida Vaubel; Erwin Wachs und Frau Gertrud, geb. Vaubel; Fritz Teigler und Frau Martha,geb.Vaubel; und 9 Enkelkinder, 1 Urenkel Gießen (Asterweg 64), Mainz, Hanau, Berlin, den 10. August 1942. 1 DieTrauerfeier findet Dienstag,den 11 .August, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 03872 Am Sonntag, dem 9. August, vormittags, verschied nach langem mit großer Geduld ertragenem Leiden, meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Spengler, geb. Luh im vollendeten 58. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Heinrich Spengler, Rangiermeister a.D. Elisabethe Spengler; Familie Ernst Jung Familie Albert Kopp, und 3 Enkelkinder nebst allen Angehörigen. Aliendorf / Lahn, Klein-Linden. Die Beerdigung findet Dienstag, den 11. August, nachmittags 3 Uhr, yom Trauerhause, Triebstraße 34, aus statt* -- 2435 D «Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise aufrichtiger Anteilnahme an unserem schweren Verlust, anläßlich des Heldentodes unsres lieben, unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Bräutigams und Schwagers Karl Müller, Uffz. in einem Inf.-Regt., sagen wir herzlichen Dank, Karl Müller und Frau, geb. Roos; Obgefr. Helmut Müller; z. Z. im Felde, und Braut; Anneliese Lamm, als Braut, Ltn. Paul Lehmann, z. Z. Im Felde, und Frau, geb. Lamm; Obgefr. August Lamm.z. Z. im Felde. Gießen(Wetzl. Weg55 u. Horst-Wessel-Wall 7) im August 1942. O3868 Achtung! Achtung! Einmachbohnen werden morgen Dienstag auf demWochenmarkt in groß. Mengen verkauft Heinrich Huhn, ___________________________________03782 Für die vielen Beweise der Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgange unserer lieben, herzensguten Mutter Frau Marie Jordan sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Familie Ludwig Gravelius Familie Hermann Weisel Gießen, Butzbach, den 7. August 1942. ________________________ 03865 Statt Karten. Danksagung. Für die liebevolle Anteilnahme beim Heimgänge unserer lieben Mutter und Schwiegermutter Frau Lina Stutzenstein, geb. Kircher danken wir herzlich. Cläre Toussaint, geb. Stutzenstein Willy Toussaint, ZrZ. im Felde. Bad-Homburg, den 10. August 1942. 03870 [Wohnungstausch] Wer kaum eine Wohnung 2 Zimmer,Küche mit Balkon in Westlar gegen ähnliche in Gießen? Schristl. Angeb. unter 03867 an den Gieß, Anz. Bekanntmachung. Betr.: Reichssportabzeichen; stier: Leichtathletik, Radfahren und Schwimmen. Am Mittwochs dem 12. August 1942, ab 19, Uhr, können die vorgeschriebenen Uebungen in Leichtathletik auf dem MTB.-Platz am Schiffen- berger Weg abgelegt werden. 2ün Donnerstag, dem 13. August 1942, kann dre Prüfung im Radfahren abgelegt werden. Start und ^icl: Gasthaus Feldschlößchen an der Straße nach -veuchelheiin. Abfahrt 19 Uhr. Am Samstag, dem 15. August 1942, ab 17.30 Ubr, wird die Prüfung int Schwimmen in der Müllerschen Badeanstalt abgenommen. [2434D Gießen, den 8. August 1942. Der Landrat des Landkreises Gießen, zugleich für den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Dr. Lotz.' Claudia 8. 8. 42 Die Geburt einer gesunden Tochter zeigen in dankbarer Freude an Tilde Michels geb. Löwenhaupt Dr.Bernhard Michels Oberarzt d. Res. und Btlns.-Arzt Gießen, Frankfurter Straße 5 z. Z. Univ.-Frauenklinik t___________ 03869/ Dr. Gros Augenarzt praktiziert wieder 2436 D Bestberufene Vertreter die Landwirtschaft besuchen, zum Verkauf sehr gefragten Produktes gesucht. Angebote uhter R 3473 an Herrn. Wttlker, Anz.- Mittler, Bremen, erbeten. [2437V Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei PMietgesuche | | Verkäufe | Zu verkaufen: Nettes möbliert. Zimmer in der Nähe des Bahnhofs ver 15. 8. gesucht (ohne Kost). Angebote an Bahnhofgaststätt. 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