142. Jahrgang Ur. 160 Ericheim täglich/ außer Sonntags und feiertags BeUaaen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.... .RM.1B0 Lustellgebüör,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernsvrechaufchluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 ftrankf./M. Eichener Anzeiger SrühlscheAniverfitiUidriickireiv. lange General-Anzeiger für Oberhessen * «i-tzen^Schlllftratze7-y 8rettag.l0.ZuIiM2 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8V,Ubr desÄormittagS Anzeigen-Preiie für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7 Ruf. für Familienan- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr iw r • K- Zwischen Donez und Don < M Scharfe Verfolgung Der Schrei nach dem Generalissimus weiterhin in vorwärtsdrängender Bewegung Städte D e r r h i s und Leukaspide. 10 Küo, meter östlich davon liegt der Ort E l A l a m e i n , in dessen Nähe sich die Ruinen einer Burg befinden, die im 13. Jahrhundert der ägyptische Sultan Bibar erbaute. 9 Kilometer südlich des letztgenannten Or. tes ist die arabische Ortschaft K h a s h m - e l - E i s h, was im Arabischen „Beginn der Fülle" oder „Beginn des Reichtums" heißt. Diese Namen erhielt der Ort deshalb, weil die Karawanenreisenden, die vom Osten kamen, hier zum erstenmal nach der Wüste ein fruchtbares Land erblickten. In der Antike gediehen in diesem Gebiet Oelbäume und Trauben, aus denen ein berühmter Wein gekeltert wurde, von dem der lateinische Dichter Horaz berichtete, daß er das Lieblingsgetränk der Königin Kleopatra war. Mitten in dem Gebiet der Provinz Mareotide befanden sich zu allen Zeiten religiöse Kultstätten und in der christlichen Zeit Klöster und Wallfahrtsorte. Einen dieser noch jetzt erhaltenen Orte, Abu M e • n a, kann man das Lourdes Aegyptens nennen. Seit einigen Jahren versucht die ägyptische Regierung, dieses Wüstengebiet wieder zu befruchten und anzusiedeln. Da es hier noch Grundwasser gibt, brauchen die artesischen Brunnen nicht sehr tief gegraben zu werden, um Wasser an den Tag zu fördern. So ist nach dem Weltkrieg in diesem Gebiet südlich des Ortes Abukir bei Alexandria zwischen Garba- mat und der Station Bahig das große arabische Dorf Bordj-el-Arab als neue Siedlung entstanden. Hinter El Alamein, El Ameida und Khafhm-el-Eist) beginnt östlich ein . mit dürrem Gestrüpp bestandenes Gebiet, das etwas Abwechslung in der Einsamkeit der Wüstenlandschast schafft. züge zum Stoppen gebracht. Bei einem Angriff gegen bolschewistische Flugstützpunkte wurden 25 Flugzeuge, Flak- und Scheinwerferbatterien, Treibstofflager und Gebäude vernichtet. wurden 837 in Luftkämpfen. 99 durch Flakartillerie und zwei durch Verbände des Heeres vernichtet, die übrigen am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 89 eigene Flugzeuge verloren. 3n Aegypten wurde der Feind im Südteil der El-Atamein- S tellung durch einen örtlichen Angriff geworfen. Auf Vlalta erzielten deutsche und italienische Kampfflugzeuge bei Tag- und Nachtangriffen Born- benvolltreffer in Flugplahanlagen. 3n Luftkämpfen wurden elf britische Flugzeuge abgeschossen. Die britische Luftwaffe griff in der vergangenen Nacht einige Orte im nordwestdeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung, vor allem in der Stadt Wilhelmshaven, hatte Verluste. Drei der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. An der englischen Küste griff eine Schnellbootflottille unter Führung des Flottillenchefs Kapitänleutnant F e l d t einen britischen Geleitzug an und versenkte sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 19 000 BRT., darunter zwei Tanker; ein weiteres Schiff wurde durch Torpedotreffer beschädigt und ist wahrscheinlich gesunken. 3n der Deutschen Bucht wurden von den unterstellten Einheiten der Marineartillerie, der Hafenschuh- und Flußflottille seit Kriegsbeginn 400 britische Flugzeuge abgeschossen. Bei den Operationen der Luftwaffe gegen den englisch-amerikanischen Großgeleitzug im Nordmeer zeichneten sich Oberleutnant B a h n k e, Leutnant Hennemann und Unteroffizier Braun durch tapfersten Einsatz aus. Leutnant Hennemann fand bei der Vernichtung des amerikanischen schweren Kreuzers den Heldentod. Die sowjetische Behauptung, daß das deutsche I Schlachtschiff „Tirpih" Torpedotreffer erhalten hätte, ist frei erfunden. Das Schlachtschiff ist weder be- I schädigt noch überhaupt angegriffen worden. ten, enttäuscht worden. Die Sowjetunion, die vor einer Woche noch immer eine bessere Lage aufweisen konnte, stehe jetzt vor großen Gefahren. „Daily Mirror" ruft verzweifelt aus: „Können wir denn nichts machen, um den Sowjets zu helfen?" „Daily Mail" sagt: Die Sowjets fänden sich in eine der wütendsten Schlachten verwickelt. Die Lage sei schwierig, aber noch nicht verzweifelt. „Chicago Sun" schreibt, die Kämpfe in der Sowjetunion gingen einem kritischen Stadium entgegen. Die Amerikaner sollten nicht denken, daß der dortige Kampf ein Kampf Zwischen den Deutschen und den Sowjets sei. „Er ist so lebenswichtig, als ob unsere Armee dort die halbe Kampffront hielte." „San Francisco Chro- nicle" meint, dies sei der kritische Moment für die sowjetische Front. Unsere Schnellboote. Berlin, 9.Juli. (DNB.) Der im Wehrmachtbericht gemeldete Vorstoß deutscher Schnellboote auf die englische Dersorgungsschiffahrt führte in ein Seegebiet in der Nähe der britischen Insel. Die Leistung der Schnellboot-Flottille ist um so höher zu werten, als die ungeschützten und nur mit leichten Pioniere erwarten hier an einer Uferböschung das Material für einen Brückenbau. PK.-Kriegsberichter Kipper (Sch.). Die „zwei Aufgaben". Den bolschewistischen Machthabern scheint es allmählich doch recht schwül zu werden; ein sprechender Beweis dafür ist ein Tagesbefehl, den Marschall Timoschenko an seine Truppen erlassen hat. Darin spricht der Sowjetmarschall von „zwei Aufgaben", die seine Truppen zu erfüllen hätten. Und zwar sollten sie in erster Linie dem Feinde so hohe Verluste an Material wie nur möglich beibringen, dann aber die Operationen so führen, „daß Einschließungen vermieden werden". Der Marschall geht soweit, festzustellen, daß es wichtiger sei, hohe Äerluste zu vermeidest als jeden Zoll Boden zu verteidigen. Timoschenko macht seine Truppenkommandeure noch darauf aufmerksam, daß sie nicht ihren Ehrgeiz darein zu setzen hätten, die Positionen ohne Rücksicht auf eigene Verluste zu halten, sondern „in elastischer Verteidigung zuruckzuweichen, wenn dies nicht zu umgehen ist". Dabei soll durch Gegenangriffe von Sonderkommandos der Femd unter Feuer gehalten werden. Oer kritische Moment für die Sowjets. Berlin, 9. Juli. (DNB.) London und Washington sind in größter Sorge um das Schicksal ihres bolschewistischen Bundesgenossen. So erklärte Lindley Fraser im Londoner Nachrichtendienst, es sei den Deutschen gelungen, einen beträchtlichen Durchbruch zu erzielen. Somit seien die Erwartungen derjenigen, die gehofft hätten, daß die deutschen Armeen sich im vergangenen Winter ausgekämpst Hat- Bordwaffen ausgerüsteten Boote durch die englische Küstenbewachung und auch durch den dem Geleitzug beigegebenen Schutz von Ueberwasser- Streitkräften stoßen mußten. Gemeinsam, zum Teil auch in Einzelangriffen wurden nacheinander sechs Handelsschiffe mit zusammen 19 000 BRT. vernichtet, darunter zwei Tanker. Ein weiteres Schiff wurde so schwer beschädigt, daß auch mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Kapitänleutnant Feldt, der Chef der Schnellboot-Flottille, die den Angriff durchführte, wurde bereits am 25. April 1941 für feine Verdienste im Norwegen-Feldzug und als Schnellboot-Konimandant mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. erkräften Entlastung und schalteten drohende Flan- snangriffe der Bolschewisten aus. Ostwärts des ; )on forme am südlichen deutschen Angriffsslugel wurden zahlreiche Munitionszüge durch Volltreffer i useinandergerissen, mehrere Bahnknotenpunkte hwer getroffen und zahlreiche weitere Transport- Das historische El Alamein Von unserem E.-Korrespondenten. Genf, 9.Juli. (DNB.) Die USA.-Regierung erwägt die Ernennung eines Oberkommandierenden für alle amerikanischen Land-, See- und Luftstreitkräfte. In Washington wurde auch schon davon gesprochen, daß ein „alliierter"^ Oberkommandierender ernannt werden könnte und möglicherweise aus diesen Posten ein amerikanischer Offizier berufen würde. Seit Wochen werde in Armee- und Marinekreisen eine beträchtliche Unzufriedenheit darüber geäußert, daß der Krieg durch Komitees geleitet werde. Immer mehr komme die Ueberzeugung zum Ausdruck, daß Entschlüsse von einem einzigen verantwortlichen Mann gefällt werden sollten. * Nichts wäre natürlicher als daß die Alliierten sie sind bisher nur im Pech, nicht im Sieg „alliiert" — sich die Schaffung eines einheitlichen Oberbffehls Überlegen. Wenn es bis dahin nicht dazu gekommen ist, so sicherlich deshalb, weil Roosevelt und Churchill ihren tatsächlich bestimmenden Einfluß auch aus die militärische Kriegführung nicht aus den Händen geben wollen. Aus diesem sehr persönlichen Grund ist auch die Erörterung eines emheit- Vielsagendes Schweigen. Von unserer Berliner Schriftleitung. 3 Nichts kann eine Seemacht so tief treffen wie die Erkenntnis, daß die Grundlage dieser Macht, eben die Flotte, nicht mehr in der Lage ist, die lebenswichtigen Verbindungen zu schützen. England konnte daher die Niederlagen in Norwegen, Dünkirchen, Kreta und auch in Ostasien eher verdauen als die Tatsache, daß große Geleitzüge mit lebenswichtigen Gütern und vor allem außerordentlich wertvollem Kriegsmaterial fast restlos auf den Grund des Meeres geschickt werden. Als Rommel in Libyen feine große Offensive vortrug und Churchill — koste cs was es wolle — von Alexandrien und Gibraltar aus zwei große Geleitzüge direkt in die griffbereiten Fänge der deutschen Luftwaffe und der italienischen Luftwaffe und Marine schickte, gab man sich in London die größte Mühe, dieses Debacle nach außen hin zu verschweigen und vor der eigenen Oesfentlich- keit zu vertuschen. Denn mit dem Instinkt des See- volles wissen die Briten ganz genau, daß es um sie geschehen ist, wenn ihre Herrschaft über die Meere gebrochen wird. Noch härter aber als im Mittelmeer schlug die deutsche Luftwaffe im Verein mit unseren U-Booten im Eisme er zu! Hier wurden von einem Riesengeleit von 38 wertvollen Schiffen in wenigen Tagen 32 vernichtet, so daß bestenfalls ein kläglicher Rest Archangelsk erreichen dürste. Das hat der britischen . Admiralität sowohl wie den Amerikanern den Atem verschlagen, denn hier ging es nicht nur um das Prestige ihrer Seemacht, hier ging es gleichzeitig um die unbedingte Notwendigkeit, dem bolschewistischen Bundesgenossen das Kriegsmaterial zuzuführen, dessen er trotz aller Moskauer Lügenmeldungen anscheinend schon so dringend bedarf, daß sich Churchill und Roosevelt entschließen mußten, diesen Geleitzug mit einer Schiffsklasse auszustatten, die für die Alliierten heute kostbar geworden ist. Der Druck Moskaus muß sehr scharf gewffen sein, denn sowohl Briten wie Amerikaner wußten, daß es eine Fahrt auf Leben und Tod war. Die vernichtenden Schläge der deutschen Flieger und U-Boote haben dem sonst so redseligen Churchill völlig die Sprache verschlagen, so daß er sich zu der dürftigen Meldung aufschwang, man dürfe aus Sicherheitsgründen über dieses Geleit noch nichts sagen. In der Reutermeldung findet sich der Satz: .^Solange der Geleitzug nicht an seinem Bestimmungsort eingetroffen sein wird, werden die britischen Behörden — wie das in solchen Fällen immer der Fall ist — aus offensichtlichen Sicherheitsgründen Zurückhaltung bewahren." Mit anderen Worten: Das Eismeer wird sein Ge- heimnis nur durch die klaren und unmißverständ- Rom, Juli 1942. Das Gebiet von El Alamein, in dem jetzt die Schlacht um Aegypten ausgefochten wird, ist seit der ffühesten Antike voll von hl^ori scheu Erinnerungen an verschiedene geschichtliche Epochen der Vergangenheit Aegyptens. Einzelheiten darüber veröffentlicht der italienische Archäologe Professor Brescio von der Universität Pisa im „Giornale d'Jtalia". Das umliegende Gebiet, das den Namen Mareotide hat und jetzt rund herum trostlose Wüste ist, war in der Zeit der frühen ägyptischen Geschichte fruchtbar und dicht besiedelt. Es wurde zur Zelt der Herrschaft Alexanders des Großen in Aegypten, also etwa 300 Jahre vor Christus, durch ein sehr entwickeltes Bewässerungssystem in einen blühenden Garten verwandelt und behielt den Ruf eines stuchtbaren Landes bis zum 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Dann trat der Verfall ein. Das Bewässerungssystem Alexanders des Großen wurde vernachlässigt, die Wüste verschüttete es mit Sand, das Grundwasser sank und die Menschen verließen das Land. Heute bewohnen es nur noch einige wenige Beduinen, deren Vieh zwischen den Sanddünen hier und da etwas Gras findet. Die Folgen der Verwandlung dieses historischen Gebietes sind die^ Ruinen antiker Städte und die kleinen Ortschaften, die daneben noch bestehen. So ist El Alamein, was im Arabischen „Zwei Hügel" heißt, der Name einer kleinen Eisenbahnstation, die dort vor 50 Jahren errichtet wurde. Neben diesem Ort liegen ine Ruinen der antiken Oer Wehrmachtbericht. DNB. AusdemFührerhauptquartier, k. 3ulL Das Oberkommando der Wehrmacht gibt fekannt: Der Durchbruch im Südabschnitt der O st - front hat die sowjetische Abwehrsront westlich i e s D o n in mehr als 500 Kilometer Breite ins Wanken gebracht. 3n dieser gesamten Ausdehnung sind deuffche und verbündete Truppen in Bewegung. Schnelle Verbände und Vorausabteilungen der 3nsanterie sind in scharfer Verfolgung des in Unordnung zurückflüchtenden Gegners. Starke verbände der Luftwaffe griffen in rollenden Einsätzen in die Lrdkämpfe ein und zerschlugen bei £ag und Nacht die zurückflutenden feindlichen Kolonnen. 3m Raum nördlich und nordwestlich Orel haben die deutschen Truppen in viertägigen Karten Kämpfen mit hervorragender Unterstützung >urch die Luftwaffe den zur Entlastung feiner Süd- ront angreifenden Feind abgewiesen und ihm chwere Verluste zugesügt. Bisher wurden insgesamt 289 feindliche Panzer vernichtet. 3m rückwärtigen Gebiet südlich Rschew wurden die eingeschlossenen feindlichen Krästegruppen von allen Seiten angegriffen und mehr und mehr zusammengedrängt. An der Wolchow-Front scheiterten erneute feindliche Angriffe gegen einen Brückenkopf. Der Feind hatte hierbei hohe blutige Verluste und verlor 17 Panzer. Nach Luftangriffen auf Murmansk entstanden im Stadt- und Hafengebiet mehrere ausgedehnte Brände. . Am gestrigen Tage wurden 75 sowjetische Flugzeugeabgeschossen; zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. 3n der Zeil vom 23. 6. bis 6. 7. v e r l o r d i e Sowjetluftwaffe 980 Flugzeuge; davon lichen englisch-amerikanischen Oberbefehls in der Presse abgedrosselt worden. Aber diese Frage hat noch einige andere Seiten: da ist einmal die delikate Frage, ob ein englischer General oder ein amerikanischer dgs erste Wort sprechen soll. Da erhebt sich auch aus der Eigenart des englischen Verteidigungssystems die andere Frage, ob die englische Flotte einem General des Heeres untergeordnet werden soll. Da ist aber das Kapitel der Sowjetunion. Sichtlich denken die Sowjets gar nicht daran, sich von London und Washington etwas über die Art ihrer »Kriegführung sagen zu lassen. Die Engländer und Amerikaner haben auch keinen Offizier, der dafür das nötige Ansehen mitbringen würde. Und im Augenblick ist es auch kein sonderliches Vergnügen, dort helfend einzuspringen, wo die. Sowjet- marschälle Schukow und Timoschenko im Begriff stehen, „mehr als eine Bataille zu verlieren". Damit sind die sachlichen Voraussetzungen eines solchen alliierten Einheitskommandos umrissen. Psychologisch wichtig scheint es zu sein, daß die Lancierung dieser Forderung auf ein bedrücktes Gemüt schließen läßt. Bert in /9.3uli. (DNB.) Die in mehreren An- cri'fföfeilen vordringenden deutschen und verbunde- cn Truppen im Südabschnitt der Ostfront mb in vorwärtsdrängenderBewegung. ürotzdern starke Gewitterregen den Vormarsch er- chwerten, wurde in unentwegten Angriffen der endliche Widerstand zermürbt oder gebrochen und leben anderen Erfolgen im Handstreich ein weile r e r Don-Uebergang gewonnen. Dadurch werden die Rückmarschmoglichkeiten der Bol- chewisten immer geringer und die Angriffe der eutschen Luftwaffe gegen die großen Don-Ueber- !äuge immer bedeutungsvoller. So setzten Bomben eutscher Kampfflugzeuge im sterblichen Teil des roßen Don-Bogens eine der wichtigsten B r u ck e n in Brand und zerschlugen die sich westlich und ostwärts an der zerstörten Brücke aufstauenden feind- ichen Lastkraftwagen und Kolonnen. Noch eine meiere Don-Brücke erhielt schwere Treffer unb ber Fährverkehr über ben Fluß würbe durch Vermch- ung zahlreicher Fähren unb Boote wirksam unter- und en. , , , , ,. Im Kampfgebiet um Woronesch hatten sich bei ler Einnahme ber Stabt restliche feindliche Kampf- cruppen im Nordwestteil des Stadtgebietes zum iKiderstand festgesetzt. In heftigen Straßen- t n b Häuserkämpsen wurden die Widerstandsnester beseitigt und feindliche Gegenangriffe later hohen blutigen Verlusten zuruckgeschlagen. Kampf- unb Sturzkampfflugzeuge belegten eine tzroße Maschinenfabrik bei Woronesch, wo der Feind rörtere Panzerkräfte und Truppen zusammenzu- liehen versuchte, mit Bomben, schufen durch 2^01'1^0 icqen feindliche Batterien den üorbringenben Pan- Iidjen deutschen Berichte der Welt preisgeben, London wird sich in Schweigen hüllen. Die Betroffenheit in London muß so groß sein, daß man die dümmste Ausrede gewählt hat, die man finden konnte, denn was heißt überhaupt: Dem Feind keine Informationen zukommen laßen? Was heißen hier „Sicherheitsgründe"? Die Schiffe st n-d versenkt, also gibt es hier keinerlei strateglschen Motive mehr, die ein Schweigen rechtfertigen könnten: Allein die tödliche Verlegenheit der Briten und die ihnen dämmernde Erkenntnis, daß sich hier Gefahren abzeichnen, deren Umfang jeder in England nur mit Schaudern betrachten kann, macht Die Briten plötzlich so stumm. . Dafür hat aber der „Economift verraten, wo der Schuh am stärksten drückt. Die Zeitschrift hebt wie- der einmal hervor, daß die Verwirklichung des von Roosevelt und Churchill aufgestellten Zieles der baldigen „Höchstkonzentration der alliierten Kriegsmacht gegen den Feind" von der Gestaltung des Schiffsraumproblems abhange Leider bestehe der Grund zu der Annahme, daß der Bestand der vereinigten Nationen an verfügbarem Schiffsraum im Schrumpfen begriffen fei. Damit dürfte der „Economist" ausnahmsweise Recht haben. Was er verschweigt, was man in London aber sehr genau weiß, das ist die Gleichzeitigkeit, mit der die Achsenstrategie ihre Erfolge erzielt, das ist der Triumph des Vorteils der „inneren Lime . Heute muß Churchill vom Persischen Golf Kriegsmaterial, das für die Bolschewisten bestimmt war, nach Aegypten werfen. Er tat das in der Annahme, der große Geleitzug nach Archangelsk wurde das Loch stopfen, das bei den Sowjets heute bereits be- steht und durch die vernichtenden Schläge unserer Wehrmacht immer größer wird. Alle diese Berechnungen werden durch unsere überlegene Planung und Taktik stets über den Haufen geworfen. Das ist es vor allem, was London so betroffen macht: was immer auf der Gegenseite auch geplant und versucht wird, stets sind wir zwei Züge voraus in diesem Spiel, das England durch seine Seemacht gewinnen wollte, die heute machtlos ist. „Oie unerbittlichste Schlacht von allen." Stockholm, 10. Juli. (DNB. Funkspruch.) Roosevelt hatte den Oberbefehlshaber der USA-Flotte, Admiral King, den Chef der zur Zeit in Washington weilenden britischen Flottenmission, Admiral Sir Andrew Cunningham, sowie den Beauftragten für das Pacht- und Leihgesetz, Harry Hopkins, zu sich gerufen. Das Schicksal des nach Ar- changelsk bestimmten Geleitzuges, der von deutschen See- und Luftstreitkräften fast vollständig oufge- riebcti worden ist, gab Anlaß zu der Konferenz. Die t Schlacht auf den Meeren bezeichnete der Londoner Nachrichtendienst als „die ununterbrochenste, hef. tigste und unerbittlichste Schlacht von allen". „Daily Expreß" schrieb, die Kluft zwischen Versenkungen und Neubauten schaffe eine Krise, wie sie England ernster in diesem Kriege bisher nicht erlebt habe. Sie bedrohe nicht nur die Möglichkeiten Englands, zur Offensive überzugehen, soydern sogar die ganze englische Kriegführung. Die Versenkungen hätten die höchsten Zahlen des Weltkrieges weit überschritten! Das Geheimnis von Tobruk. Rom, 9. Juli. (Europapreß.) Ein auf dem Lüft- wege aus Aegypten in Gibraltar eingetroffener englischer Offizier erklärte: „In Tobruk hat es k e i n e n Verrat gegeben und es gibt auch kein Geheimnis, das man verschleiern oder enthüllen könnte. Die Redereien und Verdächtigungen in dieser Hinsicht sind erfunden. Das einzige Geheimnis, von dem man sprechen könnte, besteht darin, daß die Soldaten der Achse besser kämpften als die unseren. Die Ueberlegenheit der Soldaten der Achse ist aus deren ausgezeichnete Moral sowie auf die über jede Vorstellung erhabene Leistung der A ch s e n - L u f t w a f f e zurückzuführen, einer Luftwaffe, die wir bis zum Beginn der Offensive erheblich unterschätzt hatten. Der Hauptgrund unserer Fehlschläge sind wir selbst gewesen. Wir haben unser Kriegsmaterial überschätzt, die Truppen des Gegners aber lächerlich gemacht, ja, beinahe verachtet. Unsere Männer in der Kampflinie haben sich diesem von uns selbst erzeugten Optimismus völlig hingegeben." Englisch nicht mehrpflichtfach in Japan Tokio, 9. Juli. (Europapreß.) Die vollständige Abschaffung von Fremdsprachen als Pflichtfach in allen höheren Mädchenschulen verfügte der japanische Unterrichtsminister. Gleichzeitig wurde die Höchststundenzahl, welche für den wahlfreien ftemd- prachlichen Unterricht cmfgewendet werden darf, von fünf aus drei in der Woche herabgesetzt. In erster Linie wird durch diese Verfügung der Unterricht im Englischen betroffen, welches bisher in den meisten höheren Mädchenschulen Pflichtfach war. Eine japanische Gtudiengesellschast für die Südgebiete. Tokio, 9. Juli. (Europapreß.) Eine Gesellschaft für die Pflege der kulturellen Beziehungen zu den Südregionen ist in Tokio gegründet worden. Die aus Hochschulstudenten sich zusammenfetzende Gesellschaft wird nicht nur die Verbreitung japanischer Kultur in den eroberten Süd gebieten, sondern auch das Studium der Kultur dieser Gebiete pflegen. Zu diesem Zweck sind Studienreisen, Vorträge und Akademikertagungen in Japan selber und in den Süd- gebieten vorgesehen. Oie Bedeutung der neuen Transsaharabahn. Paris, 9. Juli. (Europapreß.) 170 000 Zentner Weizen sind auf der ersten fertiggestellten Teilstrecke der Mittelmeer-Nigerbahn transportiert worden, erklärte der Präsident der Irans» aharabohn, Edouard de Darren der Presse. Darren wies darauf hin, daß die Transportmöglichkeit, die die Transsaharabahn biete, schon von Monat zu Monat mehr die Wirkungen der englischen Blockade aufheben werde. Die Verbindung Nordafrikas mit Französisch'W^stafrika sei zugleich eine Leistung für ganz Europa, wenn man bedenke, daß sich nach dem Kriege alle europäischen Nationen dieser lebenswichtigen Eisenbahnlinie bedienen könnten. Das Generalsekretariat derPräsidentschast in Istanbul teilt mit, daß der bisherige türkische Außenminister Saracoglu (links) als Nachfolger des an einem Schlag anfall verstorbenen türkischen Ministerpräsident Dr. Rafik Sayda m (rechts) mit der Bildung des Kabinetts beauftragt wurde. (Scherl- BildarchivM. und Atlantik.) Schükrü Saracoglu hat die Hochschule in Istanbul und eine Rechtsfakultät in Lausanne absolviert. Als Präsident der türkischen Delegation bei der gemischten Austausch» kommission und bei den Verhandlungen über bie türkischen Staatsschulden und die Anatolische Eisenbahn hat er der Türkei große Dienste geleistet. Später wurde er Finanzminister, 1933 Justizminister, 1938 Außenminister. Regierungsumbildung in der Türkei Rumänien will ein Seefahrervolk werden. B u k a r e st, 9. Juli. (Europapreß.) Der Unterstaatssekretär für Marine, Konteradmiral Patsch, unterstrich in einem Rundsunkoyrtrag die Bedeutung der See- und Luftschiffahrt, die in Rumänien bis jetzt nicht richtig eingeschätzt worden sei. Der Donau und dem Schwarzen Meer komme eine besondere Bedeutung zu. Der rumänische Seetransport werde bisher zu 92 v. H. von fremden Schiffen durchgeführt, was auf die Notwendigkeit des Ausbaues der rumänischen Flotte hindeute. Die rumänische Kriegsmarine habe seit dem 22. Juni 1941, obwohl sie sehr klein sei, an sowjetischen Schiffen den Zerstörer „Moskau" versenkt, den Zerstörer „Charkow" schwer beschädigt sowie acht sowjetische U-Boote und ein Transportschiff von 12 000 BRT., daneben drei Schnellboote und zwei Hilfsschiffe versenkt. Die Aachrichienttllppen Helfer zum Siege Hervorragendes Ergebnis der Altkleider- undSpinnstoffsammlung 3tun liegt das vorläufige Ergebnis der Alt-leider- und Spinnstofffammlung vor. Ls wurden gespendet: An Männerkleibung 5 680 145 Stück Anzüge. Jacken, westen, Hosen und Mäntel, an Frauen- kleidung 4 414 743 Stück Kleider, Mäntel. Blusen. Jacken. Röcke und Kittel, hinzu kommen große Mengen an Wäsche und sonstigen Bekleidungsstücken. Insgesamt wurden 51 467 400 Kilogramm Spinnstoffe bei den Sammelstellen abgeliefert und der Verwertung bzw. Weiterverarbeitung zugeführt. Mit den gespendeten Altkleidern können etwa 21/t Millionen Männer und zwei Millionen Frauen eingekleidet werden. zu erfüllen, daß es ein zuverlässiges Instrument in der Hand der Führung ist. Die Soldaten mit der hellgelben Waffenfarbe haben als Kämpfer und Techniker im letzten Winter genau so ihre Bewährung beweisen müssen wie ihre übrigen Kameraden an der Front. Angesichts der Rekordkältegrade des Ostens war es nur möglich. Ausbesserungsarbeiten im Fernsprechgestänge wenige Minuten durchzuführen, dann wurden bte Finger klamm und mußten erst am offenen Feuer wieder aufgewärmt werden. Ein Arbeiten nut Handschuhen war bei diesen Ausbesserungen genau so wenig möglich, wie man eine Pelzmütze über die Ohren ziehen kann, um Funksprüche abzuhören. Die Führung stand vor Einbruch des Winters vor außerordentlich wichtigen Entschlüssen über bie Verwendung von Material im Ostwinter. Die Leitungen aus Blankdraht wären gesprungen oder durch Schneebruch gestört worden. In die Erbe verlegte Nachbem im Vorjahr im Ostseldzug Riesenschlachten von einem Ausmaß geschlagen worden waren, bas bis dahin in der Weltgeschichte fernen Vergleich zuließ, wurde im Wehrmachtbericht aus dem Führer« Hauptquartier die historische Feststellung veröffentlicht daß die gesamten Operationen m diesem Ausmaß nur aus der Grundlage einer hervorragenden Organisation des Nachrichtendienstes und der ruck- nl&tigen Verbindungen möglich gewesen seien. Da- d^ch wurde die Bedeutung der Nachrichtentruppe als Führungstruppe des Heeres in bas richtige Licht gestellt. Die Feststellungen des Wehrmachtberichtes wurden in kommenden Monaten noch vielfach bestätigt, denn das blitzartige Einsetzen der richtigen Angriffs- oder Abwehrwaffen in der modernen Schlacht bei den Millionenheeren und den Riesenräumen ist nur bei einem zuverlässig arbeitenden Nachrichtenwesen denkbar. Die Bedeutung der Nachrichtentruppe im Ostfeldzug wird durch nachs^hende Zahlen erhärtet. Vom 22. Juni bis zum 7. Dezember 1941, also von Beginn des Ostfeldzuaes bis zum Beginn der Winterschlacht wurden durch die Nachrichtentruppe rund 900 000 Kilometer Fernsprechleitungen gebaut und heraestellt, das ist mehr als das 22fache des gesamten Erdumfanges. Es ist nicht möglich anzugeben, wieviel Gespräche auf diesen Leitungen geführt worden sind. Jedenfalls wurde es sich hier um astronomische Ziffern handeln. Fest- gestellt dagegen ist die Zahl der Fernschreiben. In den rund 150 Tagen der Angriffsoperationen wurden 5*/= Millionen Fernschreiben durchgegeben, dazu kommen noch 3'/- Millionen Funkspruche bie von den Funkstellen aufgenommen und befördert wurden. Diese Zahlen zeigen, daß bas Nachrichten- wesen heute an Bedeutung gegenüber dem Weltkrieg noch enorm zugenommen hat. Das druckt sich auch aus in den Geräten, die in den letzten 20 Jahren wesentliche Verbesserungen erfahren haben. Als zu Beginn des Weltkrieges auf den Schlachtfeldern Frankreichs eine Lage entstanden war, daß nach Ansicht des Generalstabschefs des Feldheeres ein Rückzug der Westarmeen notwendig wurde, da entsandte man einen höheren Offizier im Kraftwagen zu den einzelnen Armeen, um diesen den Rück- zugsbefehl zu überbringen. Mit dieser Uebersendung hing zusammen, was jetzt in der Geschichtsschreibung bas Marnedrama genannt wird. Heute würden damals aufgetretene Mißverständnisse und Zeitversäumnisse unmöglich sein. Wenn heute der Führer als Oberbefehlshaber der Wehrmacht den Hörer des Fernsprechgerätes abnimmt, dann kann er sofort mit den Führern seiner Heeresgruppen sprechen und in ganz kurzer Zeit sind für ein „Führergc- spräch" alle Leitungen zu jedem Teil her Front sprech klar und frei. In der Reihenfolge der Gespräche folgen ihrer Bedeutung entsprechend die Führungs-Blitzgespräche, die Führungsgesprächc und danach folgen bestimmte Sondergespräche. Der Führer kann auch von der Ostfront unter Einschaltung des Funkes in jedem Augenblick Generalfeldmarschall Rommel in seinem Befehlswagen in der ägyptischen Wüste erreichen und andererseits kann Generalfeldmarschall Rommel mit dem Oberkom- manbo der Wehrmacht in Berlin sprechen wann und wie es ihm beliebt. Das Fernsprechnetz, bas der deutschen Wehrmacht zur Verfügung steht, reicht heute vom Nordkap bis Iran, von Leningrad bis Kreta. Die Schaffung einer solchen Organisation ist das Werk der Nachrichtentruppe. Die Nachrichtentruppe ist wichtiger Helfer zum Siege gewesen. In ihrer Arbeit liegt sehr wesentlich mitbegrünbet bas Gehe ipmis unserer Siege. Die Niederlage der sowjetischen Riesenarmeen ist nicht zuletzt in der Tatsache begründet, daß die sowjetischen Millionenarmeen unbeweglich und seelenlos sind, während bei uns der letzte Panzer noch ein Funkgerät hat, durch das er an den Platz dirigiert wird, an dem er stehen soll. Weil wir aus den Erfahrungen des Weltkrieges die richtigen Lehren gezogen haben, ist es auch nur natürlich, wenn schon der Zahl nach der Einsatz der Nachrichtentruppen heute größer ist als im Weltkrieg. Dazum kommt, daß weitaus mehr als im Weltkrieg der elektrische Strom bas hauptsächlichste Hilfsmittel des modernen Nachrichtendienstes geworden ist. Fernsprecher, Funk, Kurzwellen, Ultra-Kurzwellen, Dezimeter-Wellen sind einige der bekanntesten Anwendungsarten. Die Gliederung des militärischen Nachrichtenwesens ist heute aber so umfassend und kompliziert, daß unzählige Spezialausbildungen erforderlich sind, um alle Aufgaben innerhalb des Nachrichtenwesens so Leitungen hätten überhaupt nicht oder nur unter schwierigsten Umständen ausgebessert werden können. Es konnte also nur in Frage kommen, bte Feldfernkabel hochzuverlegen. ' Während uns die Sowjets im Fernsprechbau weit unterlegen waren, waren ihre Funkgeräte als brauchbar bis gut zu bezeichnen. Wenn auch die Ausbildung ihrer Funkter mit der Ausbildung unserer Soldaten nicht zu vergleichen ist, so arbeiten sie doch sehr viel mit Störsendern, und es war bie ganze Geschicklichkeit unserer Nachrichtensoldaten nötig, um in solchen Fällen auf eine vorher vereinbarte Welle sofort auszuweichen. Bei allen Schwierigkeiten, bei Störungen, bei zerschossenen Leitungen ober bei feindlichen Einwirkungen im Gerät mußte sofort AbhUfe geschaffen werden. Das konnte aber nur geschehen, wenn die Nachrichtensoldaten über alles, was mit dem Nachrichtenwesen zusammenhing, aufs Gründlichste aus» gebildet waren. Diese Ausbildung geschieht auf der Heeresnachrichtenschule, die man wohl in Verbindung mit der Luftnachrichtenschule als dis größte Fachschule der Welt bezeichnen kann. Dffi< ziere und Unteroffiziere der Nachrichtentruppe wer» den hier nachrichtentaktisch und nachrichtentechnisch geschult. Weiterhin werden hier ausgebildet Truv» pen-Nachrichtenoerbände des Heeres und die Offiziere und Unteroffiziere der Nachrichteneinheiten aller Waffengattungen des Heeres. Besondere Sorge gilt dem Offiziersnachwuchs. Was für die Zwecke der Ausbildung notwendig ist, das ist vorhanden. Das Nachrichten-Lehrregiment steht für/Hebungen zur Verfügung, die nicht, wie ein Besuch überzeugte, am grünen Tisch erdacht sind, sondern so frontnah wie nur möglich gestaltet werden. Zuverlässigkeit und Disziplin verlangt die Führung vor allem von einer Führungstruppe. Diese Soldaten sind Kämpfer und Techniker in einer Person. Während, bei einem sowjetischen Panzerangriff bie Männer an den Pak-Geschützen ihre stählernen Geschosse den sowjetischen Ungetümen entgegenschleudern können, muß der NachrichtensMat an der Morsetaste ruhig bleiben und darf nicht weich in den Knien werden, wenn schweres Artilleriefeuer über den Stellungen liegt. Er muß auch heraus, um bei schwerem Beschuß zerstörte Leitungen zu flicken. Er muß seine Zuverlässigkeit und Disziplin gerade in den härtesten JDHnuten des Kampfes beweisen, eben gerade bann sind seine Meldungen von gröh« tem Wert. Die Nachrichtensoldaten wissen, daß sitz auch am Klappenschrank Heldentum beweisen tön* Eine Bergbäuerin —für viele. Von Margarete Kurze. Noch sehe ich sie lebhaft vor mir, bic aufrechte Gestalt |ber Bergbäuerin, bie ich durch einen Zufall kennenlernte. Wir hatten in bem kleinen Gebirgsdorf am Eingang des Oetztals kein Quartier mehr gefunden; der Strom der Sommerfrischler hatte sich über den ganzen Ort ergossen, hatte jedes Häuschen und jedes Zimmer überschwemmt, so daß für uns Neuankömmlinge fein Platz mehr blieb. Unsere Zimmersuche, die wir so mutig begonnen hatten, drohte mit einer Katastrophe zu enden. Doch kurz vorher nahte die Rettung. Es war der Lehrer, der uns mit freundlichem Rat beiftanb und schließlich nach einigem Ueberlegen mit dem Vorschlag her- ausrüefte, wir sollten's beim Ambrosi Alois versuchen, auf bem Schroffen „ober der Kirch". Dabei deutete er mit bem Finger hinauf über die luftigen Häuser, bie sich bann in krummen Winbungcn ben Hang hinauf unb bann im tiefen Grün ber Wiesen verloren. Höher glitt unser Blick, folgte dem hell aufblitzenden Pfad, übersprang ein Stück Wald und ruhte dann auf einem Farbfleck, ber sich aus mehreren Gehöften zusammenzusetzen schien. Ja, das sei der Schroffen, bestätigte ber Lehrer, und ber oberste Hof gehöre dem Ambrosi Alois. Schön sei's da oben, wir sollten's nur versuchen. Also bedankten wir uns unb machten uns auf ben Weg. Nach zwei Stunden Kraxelei unb Schnauferei in ber warmen Augustsonne sahen wir den Bergbauernhof vor uns liegen — leuchtend weiß und braun gegen bic Bläue des Himmels und bas Grün der Wiesen, feurig rote Geranien vor ben Fenstern — ein Tiroler Hof, wie er sauberer unb anheimelnder nicht sein kann. Ein würziger Duft entströmte -den Wiesen, die Grillen zirpten, unb rings fliegen die Berge auf, gewaltig unb zum Greifen nahe, unb bie Schatten ber Wolken zogen über ihre Riesenleiber. Tief atmeten wir auf. Wie herrlich war cs hier oben, wie mußte ber Mensch frei unb über alles Kleinliche erhaben werben in biefer reinen Höhe! Drinnen im Hof kommt uns bic Bäuerin entgegen, ben Jüngsten an ber Hanb. Mit klaren Augen begrüßt sie uns freunblich, erklärt sich gern bereit, uns als Gäste aufzunehmen. Dann geht sie uns voran ins Haus. Und sogleich empfängt uns eine Atmosphäre von Sauberkeit unb Behaglichkeit, ein wohliges Gefühl des Geborgenseins. Blitzblank und reinlich gescheuert ist alles um uns herum — die Küche mit dem breiten Herb, ber in die Ecke eingebauten Bank und bem wuchtigen Tisch davor. Die gerounbene Treppe mit dem kunstvoll geschnitzten Geländer führt auf bie Diele des Obergeschosses. Eine Truhe entbecken wir ba, eine große schwere Truhe, lustig und farbenfroh bemalt mit Rosen, Herzen unb Vögeln, unb mitten in die Schnörkel unb Linien ist die ehrfuchterweckenbe Jahreszahl hineingeschrieben. Denselben Stil tragen auch bie Betten unb Schränke in unserem Zimmer. Froh unb leicht wird uns zumute in dieser Umgebung, bic natürliches unb künstlerisches Empfinben auf so glückliche Weise vereint. Und je länger wir im Bergbauernhof wohnen, desto lieber gewinnen wir ihn unb seine Menschen. Am Tag ist ber Bauer, ein schweigsamer ernster Mann, mit ber Magb unb dep beiben Aeltesten im Heu — sie müssen sich schwer plagen auf den steilen Hängen, doch ihr ganzes Leben hier oben ist ja ein Kampf, ben sie unverdrossen unb mit ber zähen Kraft und dem gelassenen Frohmut ihrer Wesensart führen. Still und emsig schafft die Bäuerin tagsüber im Haus, in ber Küche, im Stall, versorgt bie drei Jüngeren unb hilft noch bei ber Heuernte mit. Abenbs, wenn die Familie um ben blankgefcheuer- ten Tisch beim Nachtmahl zusammensitzt, die luftige Kuckucksuhr tickt und der dickbäuchige weiße Kachel» ofen so behäbig in ber Ecke steht, geht ein eigentümlicher Frieben von diesem Bilb aus. Und wenn ich mir die Buben ansehe, bie, blonbschöpfig unb kernig, aus trotzigen Augen in bie Welt blicken, die kleinere Schwester mit den sauber geflochtenen Zöpfen, wenn mein Blick zuletzt auf ber Mutter ruht, bie, still unb boch energisch, der wahre Mittelpunkt ber Familie ist, bann erscheinen sie mir als lebenbig geworbene Rosegger-Gestalten. Konnte bas nicht seine Familie sein, beren er sich in so vielen Geschichten liebevoll erinnert? Diese Bergbäuerin hier steht wie feine Mutter für Tausende von Frauen, bic mit ber ruhigen Kraft ihres Gemüts Halt unb Freude der Ihren sind, bie das Erbe ihrer Vorfahren hüten und weitergeben an die Kinder. Das Erbe, bas in materiellem Besitztum, in der alten bäuerlichen Einrichtung, in Gebrauchsgegenständen und Kleidung sowohl wie in geistigem und seelischem Gut besteht. Denn die alten Märchen unb Lieder, die die Mutter schon von ber Ahndl gehört hat, senken sich an ben langen Spinnabenben tief in bas Gemüt ber Kinber unb bleiben dort lebendig als eine der schönsten Gaben, bie ihnen die Mutter mitgegeben hat. „Das Beste in mir" — sagt Peter Rosegger von seiner Mutter, — „ich habe es von ihr. Sie hatte in sich eine ganze Welt voll Poesie." Wieviele solcher Frauen wie diese einfache, tapfere Waldbäuerin gibt es boch! Ihre reine Seele bildet den inneren Frieden unb teilt ihn ber Familie mit. Er ist ber Grund, auf bem die Kinder seelisch und körperlich gesund heranwachsen, aus bem sie auch später noch ihre Lebenskraft ziehen wie die Wurzeln ber Pflanzen bie Nahrung aus bem Erbboben. Ehrfurcht vor ben Ahnen, Liebe zur Heimat unb zum Bauernstand sind bic Jbeale, die ihnen die Mutter in täglichem Beispiel vorletzt. Am Klavier. Von Georg von der Bring. Rund um die Ginsterbüsche Akelei pflanzen?, dachte ber Großvater. — Wer nur darauf gekommen sein mag? „Wenn nun lauter kleine Pferde.darin wohnen, Großvater", sagte ber fünfjährige Enkel. Er beutete auf ben düsteren Wald ber alten Ginsterbüsche. „Pferbe mit golbenen Köpfen unb golbenen Schweifen, weißt du, unb sie sausen aus dem hohen Wald heraus, hundert kleine hübsche Pferde kommen gebraust, ohne Reiter, und die Hufe sind wie Nußschalen und haben Spitzen, unb die Pferde schnauben bei ihrem Gedränge. Was bann?" „Dann mochte es den Akeleien schlimm ergehen", erwiderte der Großvater. „Komm aber, man wird gleich nach dir rufen. Es ist Abend." Sie stiegen die Stufen zur Terrasse herauf und betraten das Musikzimmer. „Unb wo ist die Mitte der Welt?" fragte ber Knabe. „Auch das ist mir, neben anderem, nicht bekannt", sagte llächelnd ber Großvater. Er hob den Knaben auf ben Klavierstuhl unb schob ihn vor den Flügel. .»Spiele mir noch vor", bat er unb nahm Platz. Das Klavierspiel begann. Es war nicht ein Spiel, wie man es gewöhnlich hort. Der Knabe suchte zunächst mit ber linken Hanb unb bann mit ber rechten. Hatte er mit der Linken eine Taste angeschlagen. so fand die Rechte bei ben höheren Tasten ein paar rasch aufeinanderfolgende Töne, sie taten einen win« zigen Lauf, unb was bie Linke fobann anflingett ließ, war durchaus nicht im Einklang mit bem, was die Rechte roieberum verkündete. Vielleicht mußts man als Voraussetzung für dies Fragen und Antworten jene hübschen Pferde sich vorstellen, die aus bem Ginsterwalbe stammten und den Ausgang in die freie Welt gefunden hatten. Was dabei geschehen war, ließ sich leicht erraten: sie waren bei ihren- ungestümen Herausdrängen den Akeleipflanzen 31X nahe gekommen, hatten zwar keine dieser hohen Blumen zerbrochen oder geknickt, und insofern woG alles gut ausgegangen — aber das (Blöden* schwingen ber Akeleien, dies Getümmel und Hinund* h erschlagen der Stämme, der Blütenstiele und bet schweren Blüten, samt dem Aufftreifen und Zu« sammenraffen der Fliederblätter, vor allem in den Engpässen zwischen den einzelnen Blumen — o(t das mußte als ein Ereignis gewertet werden, bat sich so rasch nicht vergaß. Und so schien es bem Großvater, als brächte bet Enkel hinter ihm das Gespräch zum Erklingen, das! die Ginsterbüsche und die Akeleien miteinander führ« ten, als die hübschen Rosse längst baüongerannf waren. Der dunklen Frage der linken Hand folgt« bie helle Antwort der Rechten in einer so deutlichen Unstimmigkeit, daß immer wieder ein tiefer Ton anzuknüpjen hatte unb immer wieder von hellen Tönen bekräftigt werben mußte, baß noch längst keine Einigkeit zwischen diesen verschieden gearteten Gewächften erzielt worden sei. Die schlichte und vieldeutige Aussage des Knaben ging weiter. Der Großvater lauschte diesem Spiel von Frage unb Antwort. Er ging, indem er chm folgte, Schritt für Schritt alle Beziehungen durch, bte er je zu Menschen gehabt hatte, und er maß sodann feilte Beziehung zu dem St naben unb Enke^ als zu dem Menschen, den er lieben gelernt hatte> als er alt war, worauf ihm wieder tn den Sinn kam, wer wohl den Gedanken gehabt haben mochte, die Akeleipflanzen rund um die alten Ginsterbüsche zu setzen. Da klopfte es, der Knabe wurde gerufen« Das Spiel endete. Der Knabe glitt1 vom Klavier* schemel und kam gegangen. „Und wo — ist die Mitte der Welt?" fragte et leise. „Hier bei uns beiden", sagt bet Großvater unH nahm die Kinderhand in die feineu ont 29. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) lung leider, »evdei: n;üge. uev- 1 Vlv. große dungs. Itamm rt unb Itfüfa. w y/i hauen Am vorigen Sonntag und Montag war Limburg der Schauplatz der Gebietswettkämpfe des NS.-Fliegerkorps der Gebiete Moselland und Hessen. den Hauptverkehrszeiten, in denen der Verkehr viertelstündig läuft, überfüllt, so daß es manchem Volks- genossen nicht möglich ist, noch einen Platz zu bekommen. Namentlich an den Sonntagen weist die neue Obuslinie, selbst bei viertelstündigem Verkehr, sehr starken Zuspruch auf. Ostfront und Aegypten in der neuen Wochenschau. Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Bisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W35. lNnt ‘färbt Ainter 'wie Hchtr A Imnge nie neuer mit 0enou « die boten. 5 vor üßer= Ungen durch siegte unter n tön« m, die Ui weit te als uch bis na un- irbeiten Dar die olbaten verein« bei zer- Sinwir« schaffen enn sie i Nach« sie aus» auf beC wohl in als bis n. Dffi< pe wer« GebieisweMmpfe der Meger-Wer-Mend der Gebiete 12 und 13 (Moselland und Hessen). (Eindrücke eines Gießener Beobachters.) < „Was willst du denn verkaufen" stößt Concha verächtlich hervor. „Deine Schlösser im Monde?' „ Nein, einen Schmuck, eine Kette,'da liegt sie. Der Kosferdeckel ist zurückgeschlagen — und auf Bareiros Bewegung steht Concha auf und tritt vor b^Wo denn? Wie kommst du zu esnem Schmuck?" Sie wirft mit spitzen Fingern ein paar Krawatten und Taschentücher zur Seite. „Ist der geladen? Sie nimmt einen Revolver heraus und hebt ihn gegen ihn, ein Auge zugekmffen. Laß doch den Blödsinn!" ruft Bareiro ärgerlich und weicht unwillkürlich einen Schritt zur Seite. „Natürlich ist er geladen! Leg' ihn hm! Ich hasse solche Scherze — damit passiert das größte UnConcha legt den Revolver in den Koffereinsatz zurück — ein bitteres Lächeln zieht ihre Mundwinkel abwärts. „Ob das nun das größte Unglück märe —", murmelt sie verächtlich. „Ah! Da ist die Kette' Wie bist du denn dazu gekommen? Sie hebt ste mit beiden Händen hoch und halt sie betrachtend vor sich hin. „Em hübsches Dmg -7 feit wann hast du denn die? Ich hab ste früher nie bei dir gesehen. Und in der letzten Zeit hast du wahrhaftig nie Geld genug gehabt, um so etwas zu hab sie auch nicht gekauft", gesteht Bareiro "^Gestoh^en doch wohl auch ^sticht. . Wenigstens traue ich dir das nickt zu." — ote bleibt vor dem Spiegel stehen und legt bie Kette um ihren Hals. Ganz hübsch — ich werde damit ausge-hen —. ,Das wirst du gefälligst bleiben lallen! Ich brauche sie! Gib sie her, aber em bißchen schleunig. „Ich möchte erst erfahren, woher du sie hast. Sie gehört mir überhaupt gar nicht — die Dame h14/1-5 war. Besonders bekannt wurde er durch |in Jahrbuch der vergleichenden Entwicklungsge- ihichtc" und feinen „Zoologischen Anzeiger". Prof. Theodor Schmuz-Vaudih gestorben. Im fast vollendeten 83. Lebensjahr starb m Par- dnkirchen der ehemalige künstlerische Direktor der Ltaatl. PorzellanmanufakturBer I in, ^rof. Theodor Schmuz-Baudiß. Er hat sich um ihre künstlerische Erneuerung große Verdienste erworben, -mdem er sie aus den Stilnachahmungen hermisfuhrte unb die in Kopenhagen zuerst geübte Technik der lnteralasurmalerei ausbildete. Er hat auch neue Nodelle von Künstlern, wie Wackerle, erworben, im ist es auch zu Derbanfen, daß neuartige Xier« [aftifen hergestellt wurden. Die lange vernachlaf. löte Landschaftsmalerei auf Porzellanplatten wurde ton ihm wieder ausgenommen. Der Künstler war zu Herrnhut i. Sa. geboren, hatte m München stu- biert und bei einem Töpfer in ste seine keramischen Kenntnisse praktstch^erwelterr Nun muß sich eine solche Leistung aber auch wirt- j schaftlich lohnen, und dafür wird denn auch wieder , mit Vollkraft gearbeitet. In Europas größter An- j ftalt für Saatzucht, die sich in Weihenstephnn in j Oberbayern befindet, werden diese Arbeiten durch- . geführt, und mit Erfolgen, die einsach verblüffen. Auf mehr als 50 000 kleinen Versuchsfeldern ist eine Oualitötsauslese im Gange, durch die Korn- arten herausgezüchtet werden, die allen Anforderungen entsprechen müssen. Das heißt, daß sie die ihnen zugeführte Düngernahrung bis aufs äußerste ausnützen, daß sie auch der in den winterrauhen Ostgebieten herrschenden Kälte widerste-hen können und daß zugleich ihr Gehalt an Nährstoffen den des bisher angebauten Korns weit übertrifft. Daß diese Tausende und aber Tausende von Versuchen auch darauf hinzielen, eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen zu gewinnen und die Zahl der Körner in der einzelnen Aehre stark zu vermehren, gehört mit in den Rahmen dieser großangelegten Zweck- arbeit r . Noch eine gewaltige Arbeitsleistung fordert dos Werden unseres Brotkoms. Damit der Bauer weiß, was sein Boden an Nahrung braucht, werden seine Felder auf ihren Gehalt an Kalk und Phosphor- fäure untersucht. Eine Fülle von Kleinarbeit kostet diese Prüfung der Bodenproben, aber aus ihnen läßt sich genau bestimmen, womit feder Boden gedüngt werden muß, um mengen- und wertmäßig das Beste hervorzubringen. Bei uns Deutschen ist der Roggen zum wichtigsten Brotkorn geworden, schon deshalb, weil er an Klima und Boden viel geringere Ansprüche stellt als der Weizen. Seine volle Nährkraft erschließt der Roggen freilich erst dann, wenn er stark ausgemahlen ist, weil fick ein großer Teil seines Gehaltes an Ei- weiß und Fett in den äußersten Schichten des Kornes findet, die damit denn auch feine nährstoffreichsten Teile sind. Mit anderen Worten: Roggenmehl enthält 60 v. H. Eiweiß, die Kleie dagegen noch volle 40 v. H. Wird also die Kleie vom Mehl abgesondert, so geht dieser Hobe Prozentsatz an Brot- eiweiß glatt verloren: an Fett enthält die Kleie sogar um 2 v. H. mehr als das Mehl. Bis es so weit ist. daß das Roggenkorn zum Bestandteil eines Stück kräftigen Roggenbrotes wird, kostet es viel Zeit und nimmermüde Arbeit: aber nur die Arbeit um die Brotfrucht schafft den Grund zum Bestehen eines Volkes. Und darum ist feder ’ Handgriff Mitarbeit am deutschen ^Bolfsguh SiehemKlein-Linden. ; Am Sonntagnachmittag hatte das städtische - Schwimmbad, das seit einigen Tagen geöffnet ist, > einen Rekordbesuch aufzuweisen. Die Zahl der Gaste • belief sich auf 1108, die bis jetzt höchst erreichte Zahl - an einem Tag. — Die Obuslinie, die vor zwei - Wochen in Betrieb genommen wurde, erfreut sich einer sehr starken Benutzung. Die Wagen sind in In selbstloser Pflichterfüllung ist die Leiterin der svmischen Soldatenheime, Frau Ä a e n n c s auf einem Inspektionsbesuch an der finnischen Front einer feindlichen Kugel zumOpf^ gefallen. Frau Ieennes hatte sich auch m Deutschland als Gattin dis früheren finnischen Gesandten in Berlin viele 3reunbe erworben. des Motors. Das Schleppseil war eingeklinkt. Dis Flagge fiel, das Seil straffte sich, das Flugzeug ruckte an, wurde schneller, drüben hörte man das tiefe Aufbrummen des schneller laufenden Motors, das Flugzeug hob ab, flog erst langsam steigend, wurde steiler, hing am Seil, wie einer der bunten Drachen, die mir als Kinder bauten und steigen ließen, stieg höher, immer höher, solange es das Seil erlaubte. Jetzt klinkte der Flugzeugführer aus. Das Flugzeug schwebte. Ein wenig geradeaus, dann wendend und ansetzend zu dem geforderten Doll- kreis in deutlicher Querlage. Es gelang, nun kurvte es ein zum Flug zur Wendemarke, der Umflug gelang, in geradem Flug ging es weiter zur zweiten und letzten Wendemarke, jäh stellte es sich auf die linke Flügelspitze, schwebte in steilem Bogen um die Wende, richtete sich auf, lag wieder eben unb steuerte in geradem Flug zum Landefeld. Keine Signalrakete in glitzernden Sternen war ausgestrahlt, das Zeichen, daß der Flug um die/ Marken gelungen war. Nun schwebte das Flugzeug ein. Der Führer bremste es vorsichtig ab, langsam kamen unb verschwanden die Sturzflugbremsen, nun setzte er auf, gut hereingekommen, nun polterte es, noch rutschte die Kufe über den grasigen Grund, langsamer, noch langsamer, nun stand es. Die Prüfer liefen zu^ das Lot brauchte nicht in Tätigkeit zu treten, die Spitze des Flugzeuges ftanb über der Ziellinie.. Unter ber Haube des Rumpfes aber ein strahlendes Gesicht: Bestanden. Nicht immer gelang es; bann leuchtete an den Wendepunkten, vielleicht schon vorher, ein silberner Strahl auf. Ein weißer Stern stieg glitzernd in bie Luft, fünbenb, daß ein Fehler vorlag, der den Flug wertlos machte. Dann stieg aus dem Sitz ein trauriger Junge, ernst ging er zur Meldung zurück, tapfer den Schmerz verbeißend darüber, daß die Siegeschance schon vorbei war. Fliegen heißt kämpfen. Nicht nur gegen die Elemente, am meisten gegen sich selbst. Tapfer .siegen, aber ebenso tapfer verlieren können. Das ist auch Fliegen. Es war spät geworden, als der Schlußruf kam. Die Helfermannschaften bauten ab. Es ging nach Hause. Ueber ben Bergen brühen übLL, ber Lahn sank bie Nacht. Der erste Tag bes Wettkampfes war vorbei. Morgen kommt ein anberer. Neue Kämpfe, neue Arbeit. Aber nirgends ein banges Gesicht. Müde vielleicht, aber in allen, den älteren unb den jungen, ber gleiche zähe Zug, trotzig, entschlossen, bewußt unb kampfesfroh. Man spurt, hier ist ber Kampf Freude, hier ist Kämpfen ein Mussen, ein inneres Verpflichtetem, damit aber ein Zugeständnis an unser deutsches Schicksal, ewig unb immer Kämpfer zu sein. Als bie Lagerfahne sank unb bie Augen ber Jungen sie grüßten, ging mein Blick über bas weite Land und über die Berge nach Osten. Manche Gedanken gingen mit. Da drüben kämpft unsere Generation ben entscheibenden Kamps um unsere beutsche Zukunft. Auch diese Jugend unter der Fahne wird sich einsetzen unb bewähren müssen. Daß sie ■ dazu fähig sein wird, daß sie dazu wächst und hm- > einlebt, bas bestimmt die Arbeit im NS.-Flieger- [ korps, bas bestimmt sie in ber Flieger-Hitler-Iugend. ' Das steht auch unsichtbar zwar, aber nicht weniger i beutlich über diesen Wettkämpfen der Gebiete. irdeN' SÄ SS Sw ' es ^^iil iw A | * Nachdem erst vor einigen Tagen über die Verseilung zweier feinblicher Handelsschiffe zwischen Siboftafrifa unb ber Insel Madagaskar durch Un- trfeebootc der Achsenmächte verichtet werden kennte, wird jetzt wiederum die Torpedierung zweier Kämpfer, die für englisch-amerikanische Rechnung fthren, gemeldet. Marschall Franchet d'Esperey, der im Weltkrieg Oberbefehlshaber der 5. französischen Ar- oee in der Marne-Schlacht war und im September fH8 an der SalonikiHiront die Offensive gegen die Iulgaren eröffnete, ist im Alter von 86 Dohren ge° Drben. Nunmehr ist der Staatschef Marschall Pö- in ber einzige lebende Marschall Frankreichs. inheiten » Sorge Zweckt Händen. Hungen erzeugte, frontnah Führung ese Sol- Person, griff die :nen lenschleu» an der weich i>t erieseuet -aus, um ’u flicken- n gerade beweisen, on größ< , H ll1 isen^M ein paal nen tvin« Man macht sich in ben seltensten Fällen eine Vor- ] ftellung, welche Vorbereitungen ein solcher Wettkampf fliegerischer Art erforberlich macht. Der Ge- ; samtwettkampf umfaßt verschiebene Einzelkämpfe. Zunächst ben Svortwettkampf (100- unb 1000- Meter-Lauf, Weitsprung, Keulenweitwurf), den Wehrwettkampf, (KK.-Schießen, Keiilenzielwurf und Uebungsmarsch nebst Entfernungsschätzen) und chließlich ben fliegerischen Wettkampf (zwei Fluge aus dem Windenstart gemäß Flugauftrag und an- chließender Ziellandung). Der letztere interessierte natürlich besonders. Dor allem deshalb, weil hier erstmalig ein segelfliegerischer Wettkampf abrollen ollte, ber als reiner Wettkampf Gegner sichtbar leben Gegner stellte und auch dem Zuschauer und Prüfer Gelegenheit gab, den ganzen Kampf vor den eigenen Augen ablaufen zu sehen. Der Flug vom Start bis zur Landung war sichtbar, find nicht nur das: auch ber kämpfende Hitlerjunge sah den fliegenden Gegner, sah dessen Leistung, wie dessen Fehler unb maß baran bas eigene Können unb bie eigene Kraft. Vom Kampf selbst war am Sonntag noch wenig zu sehen. Aber von ber Vorarbeit. Auf ber weiten Ebene bes Segelflug-Uebungsgeländes war an sich nicht viel zu erkennen. Da ein paar Jungens, dort einige Männer, ein Sturmführer auf dem Fahrrad, der die weit voneinander entfernten Punkte der Startstelle, des Windenplatzes usid ber Zielstelle unb anberes mehr kontrollierte. Die zum Wettkampf geladenen Jungen sind lange vorher von ben sie be- treuenben Fluglehrern gesucht, geprüft unb erprobt worben. Nun sollen sie zeigen, ob sie ernsthaft gelernt, sollen zeigen, daß sie auch im Kampf, also im entscheidenden Augenblick, Nerven und Herz eft in ber Hand haben, wie es ja später auch ber Kampfflieger muß, will er siegreich bleiben. Der zweite Tag, Montag, bringt ben Beginn ber Kämpfe. Den eigentlichen Wettkampfflügen voraus geht ein Ueberprüfungsflug, ber erttfdjeibet, ob der Junge im Wettkan^pf bleibt oder vor Beginn aus- cheidet. Es ist eine harte Auslese, bittet für manchen, aber nötig. Ein Junge, der hierin schon ver- agt, wird kaum die Nerven haben, im entscheidenden Wettkampfflug zu bestehen. Es war Nachmittag geworden. Als es beginnen sollte, frischte ber Winb auf, drehte, blies immer mehr, so baß der Windsack fast waagrecht in der Luft lag. Alles war fertig. Fluglehrer unb Prüfer machten einige Probefluge. Ihren Gesichtern sah man schon an, wenn sie ausstiegen, daß ein Einsatz der jungen Wettkämpfer noch nicht verantwortbar war. Schweren Herzens hieß es: warten, warten: bas bekannte Wort in der Segelfliegerei, wenn die Flieger neben ihren Flugzeugen lagen und den Start ersehnten. Aber bas Wetter hatte ein Einsehen. Gegen Abend begannen bie Ueberprüfungsflüge. Der Startfluglehrer rief die Jungens auf. Der erste kletterte in den Sitz- Kameraden schnallten ihn fest. Drüben meldete die Scheibe: „Winde klar. Der Lehrer winkte ab, an der Winde winkte es zurück. Man hörte über den Platz das Anbrummen Dann im Süden der Ostfront: Deutsche und ver- bünbete Truppen durchbrechen in einer Breite von fast 300 Kilometer bie sowjetischen Limen. Hart tobt ber Kampf um die feindlichen Stellungen. (Erbitterte Gegenangriffe feindlicher Panzerbrigaden werben abgeschlagen. Pioniere stürmen mit gebauten Ladungen nach vorne und schlagen Gassen durch bie Drahthindernisse vor ben sowjetischen Linien. Panzer greifen an. Flakartillerie befchießt getarnte Bunker. Der Wiberstanb der Bolschewisten wirb nach zähem Ringen gebrochen. - Dann: Sewastopol. Wir erleben den Enb- kamps um diese stärkste Bastion der Bolschewisten im südlichsten Teil ber Ostfront. Im pausenlosen Feuerhagel der Artillerie gehen die deutschen und rumänischen Infanteristen und Pioniere vor. Immer weiter kämpfen sich die deutschen und rumänischen Soldaten in die Stadt hinein. In härtesten Einzel- kämpfen muß jede Straße genommen werben, lieber» all bie gewaltige Wirkung der neuen deutschen schweren Artillerie. _ r/ t _. Zum Schluß Aufnahmen vom Kampf unb Sieg unserer Afrika-Kämpfer. Noch immer stehen die von den Enaländern in Brand gesetzten Oelbehälter von T 0 b r u k in hellen Flammen. Mail'chall Rommel besichtigt die Stellungen am Hasen der Stadt und Hf seinem Zimmer sein, soll ich telephonieren? Wen darf ich bitte melden?" .. „Nein, danke, das ist nicht notig. Nicht um alles hätte Irmela ihren Namen über die Lippen gebracht — Albrechts Namen. „Wenn er nicht fortgegangen ist, wird er wohl jeden Augenblick herunterkommen." Und wieder sitzt sie eine Weile steif auf ihrem Platz — und wartet — wartet — Nein, es ist unerträglich. Sie muß einen Entschluß fassen — und sie will nicht unverrichteter Sache gehen — vielleicht ist es ein Mißverständnis mit der Zeit. Und plötzlich findet sie sich auf ber Treppe, sie geht ruhig und hochaufgerichtet, schnell aber ohne Hast als sie schon auf dem Gang steht, fällt ihr ein, sie hätte doch'lieber einen Pagen schicken sollen, ohne ihren Namen zu nennen, sie hätte sagen lassen können, daß .eine Dame' Herrn Bareiro erwartet, ach, es ist ganz gleich! Angst hat sie nicht vor ihm, nicht bie geringste, unb noch weit weniger vor sich selbst. Er wirb nicht ben leisesten Versuch einer Annäherung machen, und wenn, dann kann sie sich dagegen schützen, zum mindesten kann er nicht bie Ausflucht machen, daß er die Kette nicht bei sich hat, ober baß er noch Briefe von ihr gefunden hat, wenn er vielleicht ein nächstes Mal Geld braucht, sie wird alles von ihm zurückfordern, alles, sie wird ihn suchen lassen — den Scheck in ber Hanb, wie eine gezückte Waffe - bie hefte Waffe einem solchen Menschen gegenüber! Die weiten Gänge mit den vielen weißen Türen unb ben dicken roten Teppichen liegen sehr still und verlassen. Angenehm, keinem Menschen zu begegnen, sie braucht niemanden nach dem Weg zu fragen, die Ziffern an jeder Ecke weisen sie zurecht — dreiundfünfzig — fünfundfünfzig — Plötzlich glaubt sie Bareiros Stimme zu höre" — ja, das muß seine Tür sein. aber so laß dir doch erklären »»/ (Fortsetzung folgt.) Aus der Stadt Gießen. Sa« hohe Lied vom Kornfeld. Arbeit, monatelange Arbeit, geleistet bei glühender Sonne, in Wind unb Regen, bedeutet dieses hohe Lied, unb wer biefe Arbeit im ganzen Groß- deutschen Reich messen wollte, käme zu Zahlen, bie sich nicht fassen liehen. Hierfür nur ein Beispiel, herausgenommen unter den Hunberttausenden. Ein Bauer führte Buch über die Arbeit, die ihm ein einziges Tagwerk Acker seines 80 Tagwerk — ein Tagwerk kommt etwa einem Drittel Hektar gleich — umfassenden Besitzes kostete. Vom Pflügen angefangen hatte er, um bas Feld zu bestellen, im ganzen einen Weg von 36'/- Kilometer zurückgelegt, wobei bie Bodenfläche 130mal der Länge nach begangen bzw. 65mal der gleiche Weg wieder zurück- gegangen werben mußte. Die Arbeit umfaßte außer dem Pflügen und Eggen, Säen unb Düngen auch bas Ab sammeln von Steintzn unb Ausjäten des Unkrautes. Einzeln aufgeteilt, tarnen zum Beispiel auf bas erste Umackern bes Felbes eine mit dem Pflug zu- rückgelegte Wegstrecke von mehr als 15 Kilometer, auf bas Eggen mit Grob- unb Saategge 6 Kilometer, auf bas Säen fast 2 Kilometer unb bas Nacheggen noch einmal l1/« Kilometer. Darin war die eigentliche schwere Erntearbeit überhaupt noch nicht miteingerechnet. Um auf diesen Acker zu gelangen, mußte ber Bauer jebesmal erst 1250 Meter zurück- legen. Dabei ist dieser eine Acker nur ber achtzigste Teil bes 'Bebens, ber jedes Jahr bearbeitet werden muß. Bei einem Vergleich mit ber Bauernarbeit vop einst muß allerdings selbst diese Leistung zurücktreten, denn bis ins Mittelalter wurden die Dehren bei der Ernte noch nicht mit der Sense, sondern büschelweise mit der Hand angeschnitten, bann in Garben gebunden und später erst die für Stroh bestimmten Halme, die man auf dem Felde hatte stehen lassen, abgeschnitten. ntn Sie müssen es auch überdies oft mit ber Waffe in ber Hand, denn heim Leitungsbau, auf Störungssuche ober bei ber Erkundung eines Aufbauplatzes f)<0en sich die Nachrichtensoldaten oft genug sow- jetschen Banden gegenüber gesehen, die unschädlich gemacht werben muhten. So sind die Männer der Mchrichtentruppe zu bewährten Soldaten geworden, ultb die Eisernen Kreuze unb andere Kriegsauszeichnungen, bie ihre Brust schmücken, sinb ehrlich ver- betnt, denn bie Männer der Fühvungstruppe sind ich besten Sinn Mithelfer zum Siege. Karl Brammer. Kleine politische Nachrichten. In Nordafrika ist ber Hauptschriftleiter und Ge- ' schäftssührer bes Nachrichtendienstes Transozean, Biebrich von H 0 m e i) e r, im Alter von 42 Iah« rjn als Rittmeister an ber Spitze einer Aufklärungsabteilung gefallen. Nach dem ersten Weltkrieg, den er als Offizier mittnachte, ging er nach Konstantinopel, wo er mehrere Jahre lang die deutsche Zei- Umg „Türkische Post" leitete. Später mar er Presse- bfirat der deutschen Botschaft in Kairo und Land-es- qxuppenleiter der NSDAP, in Aegypten. 1936 übernehm er die Leitung bes Transozean-Dienstes. inklinge« )etn, was ,t nuW int W , die aus sgang gescheh-^ bei ihren« anzen 3» fern was Glocken« 1 -mA und „Schrei mich nicht so an, bitte! Dem Gekeife erührt mich zwar nicht, aber es braucht ,a nicht as ganze Haus zu hören, was du mir zu tagen ast! Ich will dir mal etwas sagen: arme Mem wen sind immer unanständig! Sie können einfach vicht anständig fein! Und wie will d,r em Mann feine Güte beweisen, wenn er fern Geld für dich 6l3as?ift deine Auffassungl Eine Auffassung, die vrir in der tiefsten Seele zuwider ist .die „Ach Kind, keine Abhandlungen! Tu mir einen Gefallen und laß deinen „guten anständigen Freund nicht warten." „Willst du mich los sein?" Concha setzt sick) mit einem höhnischem Lächeln in den Sehel. „Oh, ich habe Zeit! Mein Freund wird nicht ungeduldig — „Aber ich werde unaeduldig!" kmrscht Bareiro^ „Mach mich nicht rasend, Concha! Ich ersuche dich j ^,Ich gehe, wenn es mir beliebt! Du kannst mich hmauswerfen — bitte! Aber ich sage dir vorher: ich werde mich an die Türpfosten Kammern unb schreien, day das ganze Hotel zusammenlaust. Bareiros Gesicht läuft rot an vor unterdrückter Wut. Er weiß, wozu sie fähig ist, wenn er sie reizt, er muß sich auf ein gütliches Zureden verlegen. „Sei doch vernünftig, Concha! Du verdirbst nur em Geschäft! Mir ist wahrhaftig nicht nach leichtfertigen Abenteuern zumute! Ich habe eine Verabredung, ja! Ich erwarte eine Dame, ja, das stimmt alles. Aber ich kann den heiligsten Eid schwören, es ist hine Frau, in die ich verliebt bin. Es ist eine sehr teiefje TanA, her ich — etwas verkaufen mochte. Die neue Wochenschau steht im Zeichen der großen Siege in Afrika und an der Oft front. Durch den metertiefen Schlamm der Wolchom-Nie- berung stampfen unsere Soldaten. Der deutschen Vertewigung ist es gelungen, die eingedrungen Sowjet-Verbände abzuriegeln und einzukssseln. Immer enger wird der Ring um die bolschewistische Stotzarmee gezogen. In dem urwaldartigen Gelände halten sich die Bolschewisten in Erdlöchern. Truppen der Waffen- bringen Schulter an Schulter mit spanischen, niederländischen unb flämischen jretiBth ligen-Verbänden immer tiefer in den Kessel ein. Die sowjetische Stoßarmee wird restlos vernichtet. Gewaltige Mengen zertrümmerter Geschütze, Panzer und Kriegsgerät aller Art zeigen das Ende ber Wolchow-Armee, die Leningrad befreien sollte. „Mit ben heiligsten Eiden!" Concha dreht vor dem Spiegel den Kopf hin und her und schiebt die Kette auf dem dunklen Kleid zurecht.