Dienstag, w.zebruar 1942 Gietzener Anzeiger Gkneraibannfpelkor Speer Mchsokgrr Todis IS' ns verlobt instedt Ritsert er Marine ne. itellDfrtretfr M rtiid) rin $riitil imb Tnft Blumjibed: Ito eßen. Provinz, M detel S.Mffi.d. lenleiter Hone 'M öorfiümmel $l.üM, Der größte Teil von ihnen soll sich haben retten können. Nach Reutermeldungen ist das Schiff, zu einem beträchtlichen Teil ausgebrannt'^- auch habe es schließlich leichte Schlagseite gezeigt. Das Feuer entstand auf dem Promenadendeck und verbreitete sich innerhalb von 30 Minuten über das ganze Haup'tdeck. Bald darauf stand auch das Oberdeck in Flammen, und dichte Rauchwolken wälzten sich über das Hafenviertel von Neuyork. Der Rauch hatte das Schiff vollständig eingehüllt, wodurch die Arbeit der Feuerwehr sowohl von Land als auch von Feuerschiffen aus stark behindert wurde. Nach drei Stunden wütete der Brand immer noch heftig. Nach Aussagen eines Arbeiters soll eine feuergefährliche Masse auf dem Promenadendeck in der Mitte des Schiffes durch ein Schweißwerkzeug in Brand geraten sein. Das Feuer habe sich sehr schnell ausgedehnt und die elektrische Beleuchtung außer Betrieb gesetzt. Dadurch sei es den in den unteren Decks befindlichen Arbeitern schwer geworden, sich zurechtzufinden und in Sicherheit zu bringen. Nach einer ersten Mitteilung wurden 72 Personen mit Brandverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die „Normandie" gehörte der Companie Generale Transatlantique in Le Havre. Sie war 1934 vom Stapel gelaufen. Mit 83 423 BRT. war sie das zweitgrößte Schiff der Welt. 1975 Fahrgästen bot sie Unterkunft. Ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 28,5 Knoten. Aus weiteren Neuyorker Berichten geht hervor, daß das Schiff am Montag um 19 Uhr Neuyorker Zeit etwa 25 Prozent Schlagseite hatte. Die Löscharbeiten wurden infolge der große Höhe des Schiffes und durch die starke Rauchentwicklung Rom, 8. Februar 1942. Meder ist man in London mit einem Faktor m Krieg geraten, den man so gern als einen der treuesten Bundesgenossen des Empires gewonnen Berlin, 9.Februar. (DRV.) Amtlich wird be- tanntgegeben: Durch den tödlichen Unfall des Reichsministers Dr. Todt hat das Großdeutsche Reich einen schweren Verlust erlitten. Dr. Todt vereinigte in seiner Person die Aemter des Reichsministers für Bewaffnung und Munition, des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen und des Generatinspektors für Wasser und Energie. Diese drei Aemter hat der Führer nunmehr dem Generalinspektor für die Reichshauptstadt, Dipt.-Jng. Professor Albert Speer unter Beibehaltung feines bisherigen Amtes übertragen. Ausbruchsversuchen immer mehr zusammengedrängt und vernichtet wurden, zerschlugen Artillerie und Stukas neue Angrisfsvorberitungen des Feindes im Keime. Auch im mittleren Teil der Front hatten deutsche Kampfflugzeuge gestern wiederum hervorragenden Anteil an der Niederkämpfung sowjetischer Angriffe. Trotz starker Schneefälle flogen unsere Besatzungen die festgelegten Einsätze und unterbrachen die Zufuhrstraßen' des feindlichen Nachschubs an mehreren entscheidenden Punkten. 130 Fahrzeuge, drei Geschütze und ein schwerer Panzer blieben nach dem Bombenhagel zerstört liegen. Sturzkampfflieger vernichteten an anderer Stelle 35 motorisierte und bespannte Fahrzeuge. Ein hartnäckiger Kampf entspann sich in den letzten Tagen im mittleren Teil der Ostfront um ein Waldgelände, in dem sich bolschewistische Einheiten festgesetzt hatten. An zwei Stellen griffen Kampfgruppen einer deutschen Panzerdivision die feindlichen Stellungen an. In zweitägigen Waldgefechten, bei denen die Panzertruppen besondere Schwierigkeiten zu überwinden hatten, vernichtete die eine Kampfgruppe im Angriff große Teile der Bolschewisten und stieß am 7.2. gegen eine hinter dem Wald gelegene Ortschaft vor. Noch am selben Tage wurde der starke feindliche Wider- stand gebrochen und der Ort besetzt. Die zweite deutsche Kampfgruppe drang gleichzeitig bei starkem Gegenwind bis zum Ostrand des tief verschneiten Waldes vor und steht noch im Kampf mit bolsche- wistschen Kräften, die sich auf einen stark ausgebauten Ort außerhalb des Waldes zurückgezogen haben. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauplquarlier, 9. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten fetzte der Gegner feine Angriffe trotz schwerer Verluste fort. Bei den Kämpfen an der Donezfront verlor der Feind im Zeitraum von 14 Tagen allein im Abschnitt einer Infanterie- division über 1000 Gefangene, mehrere tausend lote, 17 Panzer, 52 Geschütze sowie 87 Maschinengewehre und Granatwerfer. 3n Nordafrika wurden feindliche Aufklärungsvorstöße abgewiesen. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zersprengten britische Fahrzeug- kolonnen in der östlichen Marmarica. Bei 3agd- kämpfen in diesem Raum schossen Jagdflugzeuge ohne eigene Verluste zehn feindliche Jäger ab. An der Küstederbefehlen we st gebiete sowie an der norwegischen Küste verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage fünf Flugzeuge. Berlin, 9.Febr. (DNB.) Im Zuge der Kampfhandlungen, die in den letzten Tagen im Raum nordostwärts des Ilmensees stattfanden, unternahmen die Bolschewisten einen Angriff aus den Südflügel einer deutschen Infanteriedivision. Dabei gelang.es unseren Infanteristen, bei starker Kälte und Schneetreiben Teile der feindlichen Einheiten zu umfassen und e i n z u s ch l i e ß e n. Während die sowjetischen Truppen nach erfolglosen Normandie" im Haken von Neuyork in Klammen. Professor A l b e r t S p e e r ist einer der bekanntesten Architekten Deutschlands. Er ist insbesondere bekannt als der Schöpfer der Reichsparteitaqba^en in Nürnberg. Albert Speer wurde am 19.Marz 1905 in Mannheim geboren. Nach Absolvierung der Oberrealschule führte ihn der Weg über die Hochschulen von Karlsruhe und München 1925 nach Berlin wo er zwei Jahre später seine Diplomprüfung ableqte. Nach fast fünfjähriger Assistentenzeit an der Berliner Technischen Hochschule ließ er sich als Privatarchitekt nieder. 1932 entstand unter seiner Lotung der Umbau des „Adolk-Hitler-Hauses" in der Boß-Straße° m Berlin zum Hause des Gaues Berlin der NSDAP. 1933 folgten der Umbau und die Einrichtung des Hauses für das Reichspropaqandaministerium, Entwurf und Ausgestaltung der provisorischen Aufbauten auf dem Reichsparteitaggelände in Nürnberg und verschiedene Umbauten der Reichskanzlei. In'den Jahren 1934 bis 1937 widmete sich Speer in erster Linie dem Ausbau des Nürnberger Reichsparteitaggeländes, dessen Entwurf zur gesamten Anlage ihm vom Führer übertragen wurde. Daneben entstanden der Umbau der deutschen Botschaft m London, Entwurf und Bau des „Deutschen Hauses auf der Pariser Weltausstellung und des erweiteren Reichskanzleigebäudes in der Boß-Straße zu Berlin. jeder- und [enschuß, trankhei- chmerzen. ag: 20 Tabletten ! Apotheken. .Erfahrungen! IENJ 27/547 ch die Steuer. 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Nach Kriegsausbruch wurde Albert Speer von Reichsmarschall Göring beauftragt, im Rahmen des vom Führer befohlenen Aufbaues der Rüstungsindustrie Neu- und Erweiterungsbauten von Rü- jtungsbetriehen der Luftwaffe fchnelljtegs burchzu- Gießen Wlesensttakl r 1942 0502, England und die Zeit Von unserem Py.-Korrespondenten. Kreuzer, davon fünf durch deutsche Flugzeuge, beschädigt. Ein Zerstörer und ein U-Boot wurden von der deutschen Luftwaffe getroffen. Acht Dampfer wurden beschädigt, ein Dampfer versenkt. In der ersten Februarwoche hatte die britische Kriegsmarine weitere Verluste zu verzeichnen, besonders auf der Rede von Malta, wo durch die unaufhörlichen Bom- benanariffe gegen die dort Hegenden Schiffe mit Sicherheit Verluste entstanden sind, wie im besonderen auch das italienische OKW. die Beschädigung eines britischen U-Bootes und eines Kreuzers meldete. Die britische Admiralität gab am Sonntagabend die Versenkung des Zerstörers „M a t a b e l e" bekannt. Die „Matabele" hatte eine Wasserverdrängung von 2400 Tonnen und war bewaffnet mit 4 Torpedorohren, acht 12-cm-Geschützen, vier 4-cm- Flakgeschützen und acht Flakmaschinengewehren. Die Besatzung betrug normalerweise 240 Mann. |92. Jahrgang Nr. Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von.einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Nemspreckanschluß 2251 Drahtanschrift. „Anzeige^ Postscheck 11686 Franlf./M. Oasprotektorat arbeitet Noch weit ins Jahr 1941 hinein schien die reft* lose Eingliederung des Protektoratsraumes ins Großdeutsche Reich zahlreiche Fragen höchst pröble, matischer Natur aufzuwerfen, deren endgültige Lösung noch lange Zeit in Anspruch nehmen würde. Gewisse Erscheinungen in der Versorgungswirtschaft in Böhmen und Mähren, die in der zweiten Hälfte des Vorjahres mit durchgreifenden Maßnahmen be- kämpft werden mußten, ließen den oberflächlichen Beobachter vielleicht vermuten, daß bis zum voll- kündigen Verwachsen dieses Gebietes mit dem üb, rigen deutschen Lebensraume noch ein weiter Weg ;u gehen sein dürfte. In Wirklichkeit war aber schon eit zwei Jahren ein ständig fortschreitender Angleichungs- und Eingliederungs- Prozeß im Gange, demgegenüber die erwähnten Vorgänge nur die letzten Zuckungen eines falsch verstandenen Autonomiebegriffes einiger Einzelpersonen darstellten. Heute spricht im ganzen Protektorat kein Mensch mehr von solchen irrigen Auffassungen, und die ganzen Gedanken und Anstren« gungen sind auf die Arbeit für die Zukunft gerichtet. Das wirtschaftliche Aufgehen des Protektorates im Reiche war die Folge einer friedlichen politischen Entwicklung. Keine Fensterscheibe wurde zerschlagen und kein Blut vergossen. Das Protektorat trat als geschlossener, lebendiger Organismus in das Reich ein. Seine wirtschaftliche Struktur hatte es als Erbe aus der Monarchie mitgebracht, seine politische und verwaltungsmäßige Gestalt jedoch in einer zwanzig, jährigen Eigenstaatlichkeit geschaffen. Wirtschaft und Industrie — einst auf die Bedürfnisse einer 50- Millionen-Monarchie. eingerichtet — strebten eher nach einer Verringerung ihres überdimensionalen Bestandes, während der Verwaltungsapparat bei der Verfolgung volkspolitischer Ausbreitungsbestrebungen wiederum ständig an Umfang zugenommen hatte. Heute haben die Verhältnisse aber eine völlige Umkehrung dieses Zustandes bewirkt. Das gesamte Wirtschaftsleben des Protektorates ist in einen Raum hineingestellt, der doppelt so groß ist als es die Habsburger Monarchie einst war. Auf der anderen Seite fordert der klein gewordene eigene Verwaltunasraum eine durchgreifende Vereinfachung der Administrative und deren rationelle Urn- aestaltung. Alle Veränderungen auf diesen beiden Gebieten konnten aber nur schrittweise durchgeführt werden, um unnötige Härten und mögliche Störun- gen zu vermeiden. Heute ist jedoch der Umwand- lungsprozeß bereits so weit vorgeschritten, daß schon S t o ck h o l m, 10. Febr. (DNB. Funkspruch.) Auf dem von Roosevelt geraubten französischen Riefendampfer „Normandie", der den Namen „Lafayette" erhalten hatte und in einen Flugzeugträger umgebaut werden sollte, ist im Hafen von Neuyork ein Großfeuer entstanden. Etwa 2200 Arbeiter und Wachmannschaften .... - befanden sich bei Ausbruch des Brandes an Bord. > außerordentlich behmdert. ühren. Vom Oberkommando der Kriegsmarine und vom Heereswaffenamt wurde Speer ebenfalls mit der Durchführung vordringlicher Rüstungsbauten bs- treut. Zu weiteren wichtigen Kriegsaufgaben Speers trat u. a. die Schaffung der bekannten Transport- tandarte „Speer", zu der später noch die Trans- portflotte „Speer" hinzukam. Das Bitterkreuz. Berlin, 9. Febr. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Wilhelm von Malachowski, Batteriechef in einer Sturmgeschützabteilung; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Oberleutnant Johann Wald Hauser, Staffelkapitän in einem Sturzkampsgeschwader. Als eine deutsche Kampfgruppe am 22. Januar zum Schließen einer Durchbruchslücke in hartem Kampf bei strenger Kälte und tiefem Schnee als Tagesziel das Höhengelände ostwärts des Koscha- Baches erreicht hatte, faßte Oberleutnant von Malachowski den kühnen Entschluß, mit feinen sechs Sturmgeschützen mitten in die zurückgehenden Sowjets einzubrechen. Panikartig ergriff der überraschte Feind unter schweren Verlusten die Flucht. Durch den unerschrockenen und heldenmütigen Einsatz des Oberleutnants von Malachowski und seiner tapferen Geschützbedienungen wurden allein an diesem Tage 18 Geschütze erbeutet und zerstört; vor allem aber wurden besonders günstige Voraussetzungen für den erfolgreichen Angriff des Korps am folgenden Tage geschaffen, an dem sich Oberleutnant von Malachowski wieder als ein Füh. rer und Kämpfer von seltenem Draufgängertum auszeichnete. Oberleutnant Johann Wald Hauser hat als Einzelkämpfer und als Führer seines Verbandes bedeutsame Erfolge erzielt und seine Besatzungen durch heldenhaftes Beispiel immer wieder zu höchsten Leistungen mitgerissen. Nach zahlreichen, kühn und erfolgreich geflogenen Sturzangriffen auf Erdziele aller Art, die dem Gegner schwersten Schaden an Menschen und Material zufügten, hat er im Seegebiet um Griechenland und im Schwarzen Meer 31OOO BRT. Handelsschiffsraum versenkt, 29 000 BRT. beschädigt und einen feindlichen Zerstörer in Brand geworfen. Vor allem auf der Krim und im Kampf um Sewastopol hat Oberleutnant Waldhauser trotz schwerster feindlicher Abwehr große Erfolge erzielt. Ritterkreuzträger Oberleutnant Stenzel gefallen. Berlin, 9. Ian. (DNB.) Im Kamps gegen den Bolschewismus fiel bei den schweren Abwehrkamp, fen im nördlichen Abschnitt der Ostfront Ritterkreuzträger Oberleutnant Heinrich Stenzel, Chef einer Radfahrschwadron. An der Spitze seiner Schwadron gab er fern tapferes und mutiges Leben in dem harten Kampf, in dem er nur ein Ziel vor Augen sah: den Sieg. Von seinen Soldaten verehrt, war er ihnen immer ein Führer und Vorkämpfer, ein leuchtendes Vorbild bei zahlreichen Stoß- und Spöhtruppunterneh. mungen, das sie auch in schweren Stunden mit Sie- geszuversicht bestärkte. Seit Beginn des Ostfeldzuges kämpften sie unter seiner Führung mit großem Angriffsschwung und Draufgängertum und vollbrachte« ent scheid ende Leistungen. Jl M ’N I M J’Jh/fen. ft I LH •!k HÄ reit p *»11 arffe. A BZ K'tz »ÄS l e * daneben ™er« bis i$ England« fortschreitende Schiffsraumnot. Stockholm. 9. Februar. (Ml33.) So sehr Lon- bon bemüht ist, die sich ständig erschwerende Schiffsraumfrage durch Verheimlichung oder Teilgeständnisse der steigenden Verluste der Oeffent- lichkeit oorzuenthalten und diese damit über die tatsächliche Entwicklung hinwegzutäuschen, so geben doch immer wieder erneute einschränkende Regierungsmaßnahmen genügend Aufschluß über die katastrophale Notlage. In dieser Hinsicht ist auch die jetzt von der „Times" veröffentlichte Verordnung der britischen Regierung aufklärend, die mit sofortiger Wirkung jede Versendung von Nah- rungsmittelpächchen nach Uebersee sowohl'an Zivile als auch an britische Wehrmachtangehörige untersagt. Diese Tatsache kennzeichnet besser als alle agitatorischen Verdummungsversuche die weitere Zuspitzung der englischen Tonnagenot. Große Opfer der britischen Kriegsmarine im Mittelmeer. R o m, 9. Febr. (DNB.) Die letzten Abschnitte der Schlacht im Mittelmeer kosteten die britische Kriegsmarine, wie man in italienischen zuständigen Kreisen feststellt, große Opfer. Bis zum 31. Januar wurden durch den Einsatz ita- llemscher Luststreitkräfte drei Kreuzer versenkt, zwölf vrühlsche UniversttäkbruckereiN. tauge Amral-Anzeiger für Oberhessen $ «iehen^ch-lltratzer-» hätte: mit der Zeit. , Als im Zusammenhang mit dem lapamschen Dor- ; rückez auf der Malaiischen Halbinsel, mit den Pro- ; testen Australiens und mit den Kämpfen in Nord- asrika von englischer Seite immer wieder bald in tHtn, bald in jenem Zusammenhang das Wort von der fehlenden Zeit zitiert wurde, hat man in Rom diese Bemerkung sehr aufmerksam verzeichnet. Das Verhältnis des Südeuropäers zur Zeit ist anders, grundlegend anders, als das des Engländers. Die Besonnenheit des Italieners in der Einstellung zum Zeitbegnff hat eine Stärke der italienischen Kriegführung in Albanien, im Mittelmeer und in Nordafrika gebildet und bildet sie noch. Ueberall ist man sich hier darüber klar ge- Vesen, daß nicht der augenblickliche Erfolg, sondern Ausmaß und Gründlichkeit des Erfolges von entscheidender Bedeutung sind. Die ständige Zeitnot der englischen Kriegführung dagegen hat man gerade in Rom immer als hektisch empfunden und als ein Zeichen der Schwäche gewertet. So erklärt man sich auch das Bedürfnis der englischen Presse und der englischen Nachrichtendienste, für Offensiven und sonstige militärische Unternehmungen der Achse Zeitpläne auizustellen, zu deren Entschuldigung behauptet wird, man habe sie aus bester Quelle, und sie stammten beinahe unmittelbar aus dem zuständigen deutschen bzw. italienischen Hauptquartier. Nicht nur der Wunsch, dann später triumphierend erklären zu können, das Ziel der betreffenden Unternehmung sei nun doch nicht in der vorgesehenen Zeit erreicht worden, ist der Träger dieses Gedankens. Es kommt hinzu, daß immer wieder das Bedürfnis verspürt wird, sich selbst die Zeit vorzurechnen, die man schlimmstenfalls noch zur Verfügung hat, um sich in ihr etwas zu überlegen, sich etwas einfallen zu lassen oder etwas vorzubereiten. Bei dieser Einstellung ist es nicht verwunderlich, daß der Italiener sehr deutlich den W i d e r s p r u ch im englischen Verhältnis zu der Zeit sieht. Denn auf der einen Seite versuchen die Dirigenten der Propaganda-Orchester in London und Washington immer wieder auf die Völker damit Eindruck zu machen, daß sie dgoon sprechen, welch gewaltige Rüstungen sie etwa im Jahre 1946 haben würden und wie sie dann im Jahre 1948 oder 1950 zu der großen Offensive gegen Europa, schreiten wollten. Wie erklärt sich daneben, so fragt man sich in Rom. daß die Leute, die angeblich in so gewalti- qen Zeitabschnitten für die Entwicklung ihrer Ru- stungs- und sonstigen militärischen Vorbereitungen rechnen, immer dann, wenn es sich um den Verlauf eines aktuellen militärischen Ereignisses handelt, in Zeitnot geraten? Warum fehlte die Zeit für die Heranschaffung geeigneter Verstärkungen der britischen Luftwaffe, als das Unternehmen der Achsenmächte gegen Kreta im Gange war? Warum muß auch jetzt als Sündenbock für den Gang der Dinge in Nordafrika die Zeit ihren geduldigen Rücken Hinhalten? Wer wirklich in Jahrzehnten denkt, so heißt es in der italienischen Logik, kann doch eigentilch nicht gut um ein paar Stunden, Tage oder Wochen in Verlegenheit geraten. Je öfter sich dieses eigenartige Widerspiel wiederholt, um so klarer setzt sich die Vorstelluna durch, daß die Angelsachsen tatsächlich nicht die Zeit für, sondern gegen s i ch haben. vd) überhaupt sowohl unter der politischen Führerschaft der Angelsachsen als auch in ihrer Öffentlichkeit so viel mit der Zeit beschäftigt, so müßte der logische Grund dafür eigentlich der sein, daß man der Zeit mit einer Mischung von Angst und schlechtem Gewissen gegenübersteht. Der Anlaß für dieses Gefühl aber könnte nur der sein, daß man eine Ahnung davon empfindet, wie wenig man d i e Zeit undihreErfordernisseoerstandenhat. Immer wieder hat Mussolini versichert, daß nur der der Zeit — der neuen Zeit — gerecht wurde, daß nur der sie auf seiner Seite haben könne, der ihren Geist verstehe. Das unangenehme Gefühl, daß man den Geist der Zeit nicht mehr versteht, bat man in England schon lange. Das konnte man schon längst vor dem Kriege von einsichtigen Engländern immer wieder hören. Aber jetzt ist das Bewußtsein hinzugekommen, daß man gegen den Geist der Zeit anzukämpfen versucht, obwohl man ihn nicht versteht. iehes^*' mit RjeB>aon la Höh” Reiser ,1a Deiner ,11 Pl»tte lS»»“ haus ‘»C MWWM General Garmond bleibt Präsident von Portugal Vie ersten Früchte dieser mühsamen un6 verankwor- s- as Oie Ispaner auf der Lnfel Singapur für Roma Setzung. Tb in beson- gaben diese auch ihre Dermehrungstätigkeit aus. ichen, fo das Nun ging die biochemische Forschung noch einen Oer «Senter Altar und die Brüder van Eyck. Als man vor einem halben Jahrhundert eine neue Art von Krankheitserregern entdeckte, die sich im Gegensatz zu den Bakterien im Mikroskop nicht fest- stellen ließen, die nach allen Schätzungen hundert- bis tausendmal kleiner sein mußten, als die klein- ßiffabon, 9. Febr. (DNB.) Staatspräsident General Carmona wurde bei der gestrigen Präsidentenwahl wiedergewählt. Die Beteili- ung an der Wahl war in allen Teilen des Landes ehr rege. Nach den am Montagmorgen vorliegenden Ergebnissen haben von den in den Wahllisten eingetragenen Wahlberechtigten in Portugal 90,8 v. 5). abgestimmt. General Carmona hat dem Volk durch die Presse einen Dank für den neuen überwältigenden Vertrauensbeweis in seine Staatsführung aussprechen lassen. Dieser -sei die größte Auszeichnung seines Lebens. Llrzetten des Lebens Von Dr: L. Kühle. Tokio, 10. Februar. (DNB. Funkspruch.) Die erfolgreichen Landungen auf der Insel Singapur haben in Tokio ungeheuren Eindruck hinterlassen. Sämtliche Zeitungen bringen Karten Kein Zug ohne Wollwaggon. Ledes Fahrzeug Richtung Front im Dienst -es Transports der Heimatgaben. Von Kriegsberichter Dr. Franz Ader. Md) ' Tie fe fc RH ? 5 I Ul ö”1 l fal’ C ß" Klagen Kn!«“"18, b>* B •*, hot|D,i(L N B "J11 öie?- zu Gelde gekommen. Die Tatsache, daß der tschechische Staatspräsident Dr. $ ä ä) a in der Person des Ministers W. Bertsch einen Deutschen aus dem Amt als Fachmann für das Verkehrswesen in die Protektorats- Sä KS’S difche Rettungsaktion der beiden Generale war da. I mit nicht beendet. Sie komplizierte sich durch Koiw I petenzstreitigkeiten zwischen den beiden Anführern. I General d a C o st a, der eine Alleindiktatur aus- I üben wollte, wünschte General Carmona aus I der Hauptstadt zu entfernen und ernannte ihn zum I Botschafter beim Vatikan. Carmona aber, der ein- I ah, daß dieser Diadochenstreit den Erfolg des Ret» I tungswerkes in Frage stellte, kehrte das Heft um, I verhaftete General Diaz da Costa und verbannte I ihn, nachdem er ihm den Rang eines Feldmarschalls I verliehen hatte, nach den Azoren. Nun war er un- I bestritten Herr der Lage und konnte alle Energien I einsetzen, um fein Reformwerk zu beginnen. Es galt vor allem, das Finanz- und Geldwesen I zu ordnen. Der General erklärte seinen Beratern, I und Mitarbeitern, daß er nicht einmal die elemen- I tarsten Kenntnisse in Finanzangelegenheiten habe und daß er deshalb die Regierungsaufgabe einem I anderen Manne überlassen müsse. Er berief den Professor an der Universität von Coimbra, Oliveira Salazar, in die Regierung und stattete ihn mit diktatorialen Vollmachten aus. Man kann füglich von einem portugiesischen Wunder sprechen! Nach jahrzehntelanger demokratischer Korruption fand Portugal in der Person von Oliveira Salazar einen wirklichen „Chefe do (9obemo", der keine persönlichen Machtpläne hatte. Heute wird das vom Präsidenten Carmona und seinem Ministerpräsidenten Salazar ge» schaffene parlaments'freie antidemokratische Regime, das von der Uniao national, der Mocidade Portuges und der Legiao Portugesa getragen wird, von einer neuen Krise bedroht. Die Mehrheit des portugiesi« schen Volkes hat schwer unter den Folgen der britischen Blockade zu leiden. Die Ausfuhr stockt, der Mangel an überseeischen Rohstoffen zwingt die i einheimischen Industrieanlagen zum Stillegen, die ! Verbindungswege mit den Kolonien sind sehr behindert. Alle wohlgemeinten Appelle, die die Lissaboner Presse von Zeit zu Zeit an das durch Verträge gebundene England richtete, sind unerhört geblieben oder von den Briten zu Erpressungen । mißbraucht worden. Der Botschafter Englands in Lissabon, Sir Ronald Campell > der sich mit einem riesigen Stabe von Experten und Beratern umgeben hat, hält im Gegenteil die Regierung mit der Drohung einer völligen Sperre der Navycerts unter ständigem Druck. Man kann sich die schöne Sieben-Hügelstadt am Tejo ohne General Carmona und ohne seinen Erstminister Salazar nicht mehr vorstellen. Sie sind nicht nur die Retter, sondern sie repräsentieren auch die Seele und den Willen des neuen Portugal. Deshalb hat die Wiederwahl General Carmonas zum Staatspräsidenten den Charakter eines allgemeinen Vertrauensvotums der Nation für den Mann, dem sie so viel zu danken hat. [■*.»«? Wallen W. te: Ftn- 3% 6h |»r em- , > Len Efitengrob* noro tr Wung, dah 11 Illhr morgens " Lmittags 28,s L Grad anzeigt |Äer Seewind t Iler «st! S» Bngapur Ifl labt 8m der • laten einen trübet 1*1 nebeneinanbe |en der Lhinejer frfer die Wp ■an kann sich k Allen, als es hier fr, bisweilen be Wrigens das Stc frort, wenn man fr alsbald der b Wnste anzubieter |eblt seine leichte fr: javanische fcrben vorüber, Kan sich Kleingeli frtr Portugiese I Karte. Dor dem l WtschMi daraus Mtel besteigt. I Line meiner er Werten natu Mkn Museun Wk die 5 Minders impoi ■ „Slandang" frt ausgestovh Wnahmen. 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Im Zuge der Einführung von Arbeitsbüchern wer- den bereits die Reserven an Arbeitskräften im Protektorat mobilisiert, um den stark angewachsenen Bedarf an Schaffenden aller Kategorien zu decken Facharbeiter aller Sparten werden überall gesucht, und auch unter den ungelernten Arbeitskräften gibt es praktisch keine Arbeitslosen mehr. Dabei ist das Lohnniveau im Protektorat big auf eine Spanne von etwa 10 v. H. an die Höhe der Löhne im übrigen Reich angeglichen. Es ist selbstverständlich, daß eine solche Entwicklung nur durch das Einströmen von Reich" auf trägen ins Protektorat möalich war. D damit verbundene Ansteigen der Lohnsumme bewirkte automatisch eine Gesundung der wirtschaft- lichen Derhältnsse zahlloser Arbeiterfamilien, befruchtete unmittelbar Handel und Wandel und stellte in kurzer Zeit eine Geldflüssigkeit her, wie man sie in Böhmen und Mähren noch nie kannte. Die Landwirtschaft des Protektorats zog zur gleichen Zeit steigende Vorteile aus der Verordnung von Festpreisen für alle Arten landwirtschaftlicher Erzeugnisse und stieß laufend Teile der in früheren Krisenjahren aufgenommenen Schulden ab Die Berichte der Nationalbank für Böhmen und Mähren in den detzten Monaten weifen nicht nur fortgesetzt steigende Einlagen bei den landwirt- schaftlichn Sparkassen, sondern auch ein ständiges Fallen der Inanspruchnahme von landwirtschaftlichen Krediten auf. Das heißt mit anderen Worten: der Bauer in Böhmen und Mähren ist wieder ♦ General Carmona ist wieder zum Präsidenten des portugiesischen Staates gewählt worden. Es besteht rein Zweifel, daß die dankbare Nation die Wahl zum Anlaß nahm, die- em Manne, dem es feine Rettung und seinen Anstieg verdankt, erneut ihr volles Vertrauen zu schenken und ihm im höchsten Staatsamte zu bestätigen. Portugal befand sich im Jahre 1926 an einem Tiefpunkt feiner Geschichte. Der Staatsbankrott chien unvermeidlich. Putsche und Revolutionen löten einander ab, die soziale Disziplin war zerrüttet, das Militär meuterte. Da Moskau bei diesen chaotischen Zuständen die Hand auf Portugal legen zu können glaubte, traf es alle Vorbereitungen, um >as Land für den Bolschewismus zu erobern und )as rote Hammer- und <Ächelbanner an den Küsten des Atlantischen Ozeans zu hissen. Aus den kommunistischen Zentren in Barcelona und dem Sowjet- reich trafen zahlreiche Agenten in Lissabon und Oporto ein, um sich an die Spitze eines kommunistischen Ausstandes zu stellen. Auf manchen Fabrikge- bänden wurden bereits anarchistische oder bolschewistische Fahnen gezeigt, und bewaffnete Arbeiter demonstrierten in den Straßen. In diesem Augenblick höchster Gefahr für das Bestehen Portugals erhoben sich zwei Männer, die Generale Diaz da Coata und Carmona, sammelten die Regimenter um sich, die die Disziplin bewahrt hatten, und ließen sie vor den Toren der Hauptstadt aufmarschieren. Sie stellten an die Regierung das Ultimatum, entweder sofort die Ordnung wieder herzustellen, oder sie würden die Staatsführung in ihre Hand nehmen. Da die Regierung protestierte und den Generalen drohte, erteilten sie ihren Truppen den Befehl, in die Hauptstadt einzurücken. Sie fanden keinen Widerstand. Beim Marsch durch die Rua do Ouro und über den Rocio stand das Volk auf den Balkons, begrüßte die ein- rückenden Soldaten und bewarf sie mit Blumen. Die Ministerien wurden besetzt, oie Cortes für aufgelöst erklärt und der Präsident zur Flucht gezwungen. In der Geschichte Portugals war eine neue Seite aufgeschlagen worden. Aber die oaterlän- ften bekannten Bazillen, und die auch mit feinsten Filtern nicht aufgefangen werden konnten, fragte man sich, sind das noch Lebewesen? Handelt es sich hier nicht vielmehr, wie schon 1898 M. W. Bei- j e r i n ck bei der Untersuchung des Erregers der Maul- und Klauenseuche und der Tabakmosaikkrankheit vermutete, einfach um ein Gift, um eine chemische Substanz? Für diese Auffassung sprach zunächst mancherlei. Die Viren schienen unsichtbar zu sein, sie gingen durch jedes im Laboratorium be- nutzte Filter und ließen sich nicht, wie Bakterien, auf künstlichem Nährboden züchten. Heute gelten diese Einwände nicht mehr im vollen Umfang: die Einführung der fogenannten Ultrafilter bewies, daß sich auch die Viren sehr wohl durch genügend feinporige Filter auffangen ließen. Moderne Mikroskope mit raffinierten Beobachtungsmethoden liehen schon eine ganze Reihe von Viren sichtbar werden. Vorläufig braucht man zum guten Gedeihen der Viren aber noch immer tierisches Eiweiß. Ja, die Viren selbst scheinen sich wie Eiweißkörper zu verhalten. Da hatte nun vor 30 Jahren der deut- sche Forscher Paschen festgestellt, daß in virushaltigen Flüssigkeiten und Geweben kleine Gebilde nachweisbar waren, die er als Elementarkörperchen bezeichnete. Sie waren nur winzige Zwerge gegenüber oen gewöhnlichen Bakterien. Es gelang schließ- lief), einige solcher Viren zu färben und <*‘t deren Mikroskopen auch sichtbar zu mar, . . In den Kaiser - Wilhelm - Instituten , Biologie und Biochemie in Berlin-Dahlem ist wegen der großen Bedeutung dieses Arbeitsgebietes für Heilkunde, Ernährungssicherung und Grundlagenforschung eine Arbeitsstätte für Virusforschung gegründet worden. Kriegshafen und Flughafen Seletar die starken Außenbefe stigurigen im nordwestlichen Teil sowie in der Mitte der Insel unter Feuer genommen, ferner zahlreiche Oeltanks an der Nordost * küste der Insel. Trotz stärkster Abwehr griffen Heeres- und Marineflieger das eigentliche Fcstungs- gebiet unmittelbar nördlich der Stadt Singapur an, wobei schwerster.Schaden angerichtet wurde. In der Nacht zum Montag wurden die ersten Landungen auf kleinen Booten an der Nordwestküste und unmittelbar westlich des Brückenweges sowie an der Ostecke der Insel (zunächst auf der kleinen vorgelagerten Insel Pul au Ubin) durchgeführt. Während die Landungen selbst verhältnismäßig schnell durchgeführt wurden, traf der weitere Vormarsch auf starken Widerstand des Gegners, der jedoch bald gebrochen werden konnte. Nach einem Bericht von ,Zokio Afabi Sehimbun" hatten die Engländer noch in der letzten Woche neue Stellungen an der bisher wenig geschützten Westküste ausgehoben und in aller Eile zahlreiche Artillerie und Maschinengewehre herangezogen, dis ihr Feuer auf die Uebergangsstellen konzentrierten. Kleine japanische Trupps griffen sofort die englischen Befestigungsanlagen an und durchbrachen im Nahkampf die vordersten Drahthindernisse. Hierauf zogen sich die Engländer auf den Flugplatz Tengah zurück. Während sich die fortschreitenden Kämpfe allmählich dem inneren Festungs - gürtet näherten, wurden weitere Tankformationen auf der Insel gelandet. Die Japaner, die an einem Punkt östlich des Singapur-Dammes gelandet waren, haben in dem führung berufen hak, zeigt klar, daß auch kn dieser Hinsicht neue Wege eingefchlagen wurden. Durch diesen Schritt wird offen dokumentiert, daß der lebendige Pulsschlag, der Großdeutschland von der Ostsee vis an die Karawanken durchflutet, an den Grenzen Böhmens und Mährens nicht mehr aufgehalten werden darf. Das Primat der deutschen Sprache im Verkehrsleben des Protektorates ist gleichzeitig eine lebensnotwendige Tatsache geworden, die auch von tschechischer Seite restlos anerkannt wird. Ueberhaupt hat die Sprachenfrage im Protektorat aufgehört, jenes Politikum zu sein, das sie im alten Oesterreich und in der Tschecho-Slowakei in den langen Jahren völkischen Kampfes gewesen war. Auf tschechischer Seite lernt man heute deutsch, aber nicht nur aus Gründen des wirtschaftlichen und Handelsverkehrs, sondern darüber hinaus auch bereits aus kulturellen Günden. Die Ueberzeuqung gewinnt immer weiter Raum, daß der tschechische Mensch aus eigener Kraft und Initiative den Anschluß an das Geistesleben des neuen Deutschland suchen und gewinnen muß, wenn er sich seinen Platz im neuen Europa sichern will. Diele Anzeichen beuten darauf hin, daß in Böhmen und Mähren zahlreiche haltlose Phantasien ver- Eiangener tschechischer Generationen endgültig zu- ammengebrochen und viele andere Träume im 93er- chwinden begriffen sind. Ein realistischer Geist hält seinen Einzug, der sich $ur bedingungslosen, loyalen Zusammenarbeit mit dem großen deutschen Volke bekennt. Der tschechische Rüstungsarbeiter im Protektorat weiß auch, er arbeitet an der Drehbank für Großdeutschlands Sieg; und der tschechische Bauer bereitet schon die Fruhjahrssaat vor, deren reife Aehren im kommenden Herbst einen Beitrag zur (Erringung der Freiheit Großdeutschlands liefern werden. Mitten unter hnen steht der einfache tschechische Mann, die tschechische Frau aus dem Volke, die alle bereits die wohltätige, weil unerbittlich ordnende Hand Deutschlands tennen- gelernt haben, lieber alle anderen Gedanken hinweg fragen sie ohne Unterschied die Heb Beugung mit sich, daß ein Sieg der Sowjets nur das Chaos bedeuten würde, der Sieg Großdeutschlands aber den Frieden auf zahllose Generationen hinaus auch für Böhmen und Mähren bringen wird. —r— Das war eine sensationelle Ueberraschung, denn nun tauchten die Fragen auf. ob man denn überhaupt die Viren noch als Lebewesen ansehen dürfe. Bald darauf gelang es auch, andere Viren kristallisiert als Stäbchen im Elektonenmikroskop sichtbar zu machen. Bei einer weiteren Untersuchung stellte es sich heraus, daß am Aufbau dieser Krankheitserreger sogenannte Aminosäuren beteiligt sind, die auch die Grundbausteine vom Eiweiß bilden. Ferner entdeckte man, daß auch das Nuclein, das Kerneiweiß, bas sich in jeder lebenden Zelle befindet, ein wichtiger Bestandteil der Viren ist. Löste man dieses Nuclein chemisch aus dem Gefüge der 93iren heraus, so PK. Langsam schiebt sich der massige Leib der Lokomotive mit den dick vereisten Radspeichen an uns vorüber. In der eisigen Kälte schreit der Stahl der Schienen mißtönend unter der gewaltigen Last. Wir stapfen in den dämmerigen Nachmittagsstunden über die verschneiten Geleise zu der langen Schlange der Güterwagen, die diese Lokomotive eben in den Bahnhof eingeschleppt hat. Mit anderen Soldaten stehen wir vor den mit Tannengrün geschmückten Wagen und betrachten die Spruchbänder, indes unsere Herzen schnelleren Schlag tun: Die Woll- spende ist da! Auf diesen Bändern stehen die Grüße der Heimat! Als erster fällt uns ein Wagen der Stadt Mannheim auf. „Für unsere Soldaten im Osten" verkünden seine großen Buchstaben. Dann sind noch weitere Wagen aus Baden da, aber auch die vielen anderen aus mehreren Gauen des Reiches sind mit gleicher Liebe zurechtgemacht. Eigenartig berührt ist das durch die Härte der Kämpfe, durch die Schmuck- losigkeit und grausam-kalte Trostlosigkeit dieses äff. lichen Winters verhärtete soldatische Gemüt durch diese Zeichen der Heimat. Jetzt werden an einigen Waggons die schweren Schiebetüren zurückgewuchtet, und viele fleißige Hände helfen beim Ausladen. Es muh sehr rasch gehen, denn die Wagen werden sofort wieder gebraucht. Eilig wandert die Kette der Träger mit den Woll- und Pelzbündeln zu den Lagerhallen, um sie dort zu stapeln. Wir sind hier m einem Auffanglager für Wollsachen in einem großen Bahnhof des Ostens. Hier wird nur soviel ausgeladen, als für die Ausrüstung von Einzelab- hölern, kleineren Feldeinbeiten und durchmarschierenden, noch nicht mit zusätzlicher Winterbekleidung versorgten Truppenverbänden erforderlich ift Die anderen Waggons rollen weiter auf den von uns umgefpurten Bahnlinien bis dicht hinter d i e Front und finden dort ihre Verteilung auf alle Einheiten. Mit jedem Munitions-, Verpflegungsoder Lazarettzug, der nach vorne geht, laufen Die Wagen mit dem wärmenden Woll. und Pelzzeug mit. Denn dort werden sie am notwendigsten gebraucht, die kämpfende Truppe dort hat sie am meisten verdient. Der Führer hat befohlen, alle Wollsachen auf dem schnellsten Wege der kämpfenden Truppe zuzuführen. Deshalb wird jede Transport- und jede Lade- Möglichkeit nach besten Kräften ausgenutzt. Es laufen nicht nur ganze „Wollsachenzüge" nach Osten. An jeden anderen Zug werden noch einige Wagen angehängt, auch an Benzin- und Truppentransporte. Die leer zur Front lausenden Lazarettzüge werden beladen, die LKW.s und PKW.s, die neu aus der Heimat oder aus Reparaturwerkstätten her-angeführt werden, find vollgepfropft mit Pullovern und Unterjacken, Kopffchützern und Fausthandschuhen. Jeder Raum, jedes Fahrzeug Richtung Fronti st eingespanntinoenDien ft der Versorgung. Die Sammlung war im Reich noch nicht beendet, da hielten schon die ersten Wollwaggons an der Rampe dieses Bahnhofs. Schon eine Woche nach dem Sammelfchluß in der Heimat war hier der Hauptstoß der Transporte feststellbar. Dieser Zug, an dem jetzt im hellen Mondlicht weitergearbeitet wird, ist noch lange nicht der letzte. In zweiter Linie wird versucht, Transporte, soweit sie im Reich noch nicht voll ausgestattet wurden, mit Wollwaggons „voll auszulasten", wie der Eisenbahner sagt. Sie sind dann in der Lage, sich unterwegs mit allem Nötigen zu versehen. Zur Entlastung gewisser stark befahrener Bahnstrecken sind große Kraftomnibusse eingesetzt. Auch wenn schon 8000 bis 1ÖOOO Unterhosen oder Hemden in solchem Bus verladen sind, findet sich in den Gepäcknetzen noch Platz für weitere Packen Pelzwesten, Leibbinden oder warme Socken. Auch Ski werden nicht vergessen, kurz, alles, was die Heimat ihren Sol- baten als Weihnachtsfpende gab, findet den Weg nach vome. Trotz aller Schwierigkeiten, die ein so grimmiger Winter, wie er hier in der Sowjetunion herrscht, Transporten auf dem Schienenwege entgegensetzt, kommen laufend Züge an. Hier ift noch nicht die Front, aber sie ift nicht mehr allzu weit, und die weite, trennende Entfernung von der Heimat ist überwunden. Heute nacht wird noch ausgeladen, werden Waggons an Treibstoff- ^nd Munitionszüge angehängt — morgen sind die Verteilungsstellen an der Front im Besitz der Wollsachen, und Autos, Pferdefuhrwerke und Schlitten füllen sich damit. Virus der Papageienkrankheit, der Bläschenflechte und noch einige andere. Es gelang sogar, diese winzigen Krankheitserreger zu messen, sie zeiaten Grö- ßen von etwa einem zehntaufendstel Millimeter. Noch immer blieben aber zahlreiche Viren, wie diejenigen, die das Gelbfieber, die Maul- und Klauenseuche und die Mosaikkrankheit des Tabaks sowie der Tomate erregen, unsichtbar und unentdeckbar. Zwei Erfindungen haben in den letzten Jahren die Pirusforfchung ganz erheblich meiterge. bracht, das Elektronenmikroskop und die Ultrazentrisuge. Diese beiden Wunderwerke moderner physikalischer Technik haben die bisherigen Vorstellungen von den Viren völlig Umstürzen helfen. Im Schwungkörper der Ulttazentrifuge, der, getragen vom Polster eines Druckluftstrahls unb angetrieben von einem Gebläse, das aus feinen Düsen mit ungeheurer Wucht auf ein kleines Schaufelrad wirkt, mit durchdringendem Pfeifton sich in der Minute 40 000-, 50 000-, ja 60 OOOmal dreht, gelang es zuerst das Virus der Tabakmosaikkrankheit und bann auch das Virus der Tomatenmosaikkrankheit chemisch rein zu gewinnen. Der ungeheuren Gewalt der Zentrifugalwirkung, mit der die Preßsäfte in der Zentrifuge tausendmal in der Sekunde herum- geschleudert wurden, widerstand auch das Virus nicht. Es konnte von den flüssigen Beimischungen getrennt und nach weiterer Behandlung schließlich als kristallinisches Pulver rein gewonnen werden. Singapur. — (Karte: Scherl-Bilderdienst-M.) von der Insel und interessante Mlder über den von Iohur Bharu nach der Insel führenden Brückenwea. Fernaufnahmen zeigen flaches Hügelgelände und östlich vom Brückenweg starke Rauchwolken über dem britischen Kriegshafen Seletar. Die eigentliche Feuervorbereitung begann am 4. Februar und hielt volle vier Tage bis zum 8. Februar abends an. Besonders wurden außer dem Schritt weiter, sie behandelte Tabakpflanzen mit Röntgenstrahlen, die ja im Erbgefüge tiefgreifende Veränderungen verursachen können, wenn sie die Keimzellen treffen, liebertrug man aus solche fünft- lieh „mutierte" Pflanzen das Virusgi'ft, bann entstanden auch gänzlich veränderte Direnstämme. Daraus wurde nun gefolgert, daß die Viren sich nicht in Lebewesen vermehren, sondern ähnlich wie Katalysatoren arbeiten und durch ihre bloße Gegenwart das Eiweiß der Zellen, die sie befallen, in die gleiche Eiweißart verwandetn, aus der sie selbst bestehen. Wenn sich diese Theorie bestätigen würde, dann wären also die Viren sozusagen Urzellen des Lebens, selbst noch nicht lebendig, aber fähig, in das Leben hineinzuwirken. Sie wären chemische Substanzen, benötigten aber zu ihrer Existenz und zu ihrer Vermehrung lebendige Zellen. Sie wären Eiweißkörper, aber solche, denen noch die Fähigkeit des Lebens, ich aus sich selbst zu vermehren, fehlt. Man müßte ie als die Grenze zwischen belebt und unbelebt an- ehen. Nach einer Theorie von P. Jordan kann man sich die Virusvermehruna so vorstellen, daß die Dirusteilchen die Fähigkeit haben, ähnlich oder gleich gebaute Teilstücke an sich zu ziehen und neben sich zu neuen Virusmolekülen aufzubauen. Das würde die außerordentlich rasche Vermehrung der Viren im Zellgewebe erklären. Allerdings stimmt hiermit wieder die Tatsache nicht überein, daß einige der Viren schon als Kristalle gewonnen werden konnten, und daß sie bei Durchstrahlung mit Röntgenstrahlen auch einen Kristallaufbau klar erkennen lassen. Die Forschung hat sich deshalb die Frage vorgelegt, ob nicht vielleicht ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Virus der Pflanzenkrankheit und solchen Arten bestünde, die tierische und menschliche Krankheiten her» vorrufen. Ja, es ift sogar die Vermutung aufgetaucht, daß Eiweißelementarkörperchen, die denen der Viren ähneln, Normalbestandteile bestimmter Zellen sind, und daß die krankmachende Wirkung durch erbmäßige Veränderung des Viruseiweiß verursacht wird. Sicher ist bis heute nur, daß einige Virusarten tatsächlich organische chemische Stoffe sind. Vielleicht ist das Endergebnis ein stufenförmiger Abstieg von der lebenden zur toten Natur. Das Zentralproblem des berühmten Genter Altars: wie die Leistung der beiden Brüder Hubert und Ian van Eyck auf das Werk zu verteilen ift. Die Altarinschrift bezeugt, daß Hubers der ältere, den sie als den „größten aller Maler" bezeichnet, das Werk begonnen hat. Ian, der jüngere, hat ihn vollendet. Was stammt von dem einen, was von dem anderen? In diese Fragen h^ben die Forschungen von Professor Dr. B e en ke n (Leipzig) neues Licht gebracht. Wenn wir auch über Hubert so gut wie nichts wissen — 1426 ift er, sechs Jahre vor der Vollendung des Altars, gestorben — so haben Beenkens Forschungen, über die er in einem Vortrag in Jena berichtete, doch em festes ™ . ■ Bild seiner Art und seines Stils ergeben. Heber «Wgen Ian sind wir ohnehin genauer unterrichtet, sowohl K'j b g über seine Lebensumstände wie über ferne Mal- |J|f8 bj»ruBe weise. Kleinen fo Beenken hat nun die recht verschiedene Art der Brüder auf drei Gebieten genauer umreißen kon- I fünften (ft nen: in der Behandlung der Innenräume, bei der J ।Änb Qnn Hubert sich ins Kleine verliert, während Ian archi- | 6 tj" tektonisch zusammenfaßt; in der Eigenart der Biw- nisse, in denen Jans neues Verhältnis zur Wirklich- . feit Ausdruck findet; und in der Gestaltung der Landschaft. So ergibt sich für Professor Beenken eine üverzeugende Antwort auf die Frage des Anteils der Brüder am Altarwerk: nur der untere Teil der Innenseite stammt in der durchgehenden Landschaft und in den figürlichen Darstellungen des Hintergrundes von Hubert, alles andere hat Ian geschaffen. Auch Huberts ursprünglicher Entwurf- läßt sich so rekonstruieren. Die Leistung beider er- gänzt sich: Hubert war ein Entdecker neuer Mög- lief)feiten des Sehens der Ferne, des Jnnenraums, des Menschlichen, aber erst Jan war der baumeifter- liebe Genius, der das Neue, das der Bruder sah, zusammenschloß und damit die Grundlage gab für die weitere Entwicklung der Kunst im Norden. Äh **«• Stmb4w»s durch ' ij® unerhört 1 ^Pressungen ----- -------- r Englands in 25,4 Grad anzeigte. Noch dazu brachte bann ein sich mit * ** — und Beratern Regierung mit der Navycerk besonders imponierte der gewaltige Bosgaurus, äer „Slandang" der Malaien, neben dem sich ein kleinen vorgelo- paar ausgeftopfte Königstiger wie niedliche Katzen ■ msnahmen. Auf der Heimreise versuchte ich für meine Kinder einen Kakadu zu kaufen und wurde in einen arabischen Tierhändler außerhalb des ' i. Der alte Mann gebiet am südlichen Ende des Dammes e ft e n Fuß fassen können, nachdem sie feinb- etQ. ,iche Bunkeranlagen überrannten. Ä1 ’nnt, L M ff »ich •» »S-i« fiS L'tz- al bi» Katern :4ley üt'JS I I ^n |ÜQfjX »r-ch-n!« Steinen """ PtrfJ» über einen kleinen dunklen Hof zum groi, ~ , pen, wo die Kakadus krächzten. Plötzlich fühlte ich unter meinen Füßen etwas Weiches, Fellartiges, und sah zu meinem Schrecken, daß ich einem im Schlafe dahingestreckten Tiger auf die Tatze getreten Dar. Der wandte mir nur unwillig feinen Schädel Ä“ die eng« zu. Sein Herr beruhigte mich mit der Versiche- Sr* hn ung, daß der Tiger schon alt und sehr zahm sei. b fiicrau bann trat ich in den Schuppen, in dessen Dammer» CE | Q p l Ö 6 n Aitf a!m «*nft a lihorhrtiirhlö# (^vhtlppfpfh All "fortschreitenden re Tantsor» Aus her Giadi Gießen darüber. war wirklich vergnügt, ihn zu sehen, seine Stimme zu hören, sie hatte die Fahrt mit ziemlich trüben Gedanken verbracht. „Keine Chance, daß es anders wird! — Also komm, Kleines!" Der Gepäckträger trottete hinter ihnen btein, hoch- kant auf der Schulter den großen, abgewetzten Lederkof er mit den Buchstaben U. F. und der Krone Richtige Zahnpflege Ist im Kriege wichtiger als Je zuvor, denn sie, beugt nicht nur der Erkrankung der Zähne, sondern häufig auch weiterreichenden Allgemeinerkrankungen vor» Neben der Verwendung eines guten Zahnpflegemittels wie Chlorodont sind gesunde Kost, gründliches Kauen und jährlich zweimalige Zahnunter« suchung erforderlich. „Vielen, vielen Dank für dein Telegramm, Onkel Ernst!" sagte Ulla, als der große Wagen langsam zwischen den erleuchteten eleganten Schaufenstern die menschenvolle Prager Straße entlangglitt: „Es ist reizend, daß ich zu euch kommen darf ..." Das mag ich nicht...! Es gibt so einige Sachen, die erlebt man immer wieder. Man mag sie nicht, und man sieht nicht ein, daß man sie erleben muß. Es sind eigentlich immer die gleichen Sachen, über die ich — und mit mir zahlreiche andere Männer — zu klagen haben. Ich frage nun die Frauen: Ist es nicht möglich, diese Ursachen zu Beschwerden abzustellen, die euch Frauen und uns Männern gleicherweise unerfreulich sind? Ist es nicht möglich — wenigstens bei kaltem ober kühlem Wetter — baß man Speisenreste nicht am nächsten Tage, sondern erst am übernächsten wieder auf den Tisch bringt? Können Frauen durchaus nicht Zeitungen nach dem Lesen wieder ordentlich in die gehörigen Kniffe und übliche Reihenfolge der Blätter Zusammenlegen? Warum werden auf unsere Schreib- und Arbeitstische Blumenvasen und andere nicht dringend benötigte Dinge gestellt, die uns nur im Wege stehen und beim Umfallen größten Schaden anrichten können? Wäre es nicht möglich, daß sich jede Frau, die nicht zur Pünktlichkeit neigt, sich eine Viertelstunde eher anzuziehen beginnt, als sie eigentlich im Sinne hat? Dann würde sie plötzlich durchaus pünktlich sein. Können Frauen durchaus nicht, wenn sie unsere Geräte benutzt haben, diese wieder an ihren Platz zurücklegen? Ist es völlig gegen weibliche Eigenschaften, sich einmal allein nur für den Mann hübsch zu machen? Muß dazu erst eine Einladung von Bekannten vorliegen, muß die Frau dazu erst ausgehen wollen ober Gäste haben? Warum fallen Frauen mit ihren Klagen unb Nöten stets sofort über den Mann her, wenn er abgearbeitet nach Hause kommt? Können sie ihm nicht eine halbe Stunde unbelastete Entspannung gönnen? Dann wäre alles leichter und ruhiger zu besprechen. Dieses gute halbe Dutzend Fragen bitte ich die Frauen einmal zu überlegen. Es gibt noch weit mehr, aber diese scheinen mir im allgemeinen die wichtigsten. Frauen sind entzückende Geschöpfe, die Krone unseres Lebens. Und gerade darum erscheinen diese kleinen Schönheitsfehler auf all dem Glanz so störend. Kenn man sie nicht ein bißchen aus- radieren ...? P- K. Professor Georg Hedderich f. In München verschied am 5. Februar infolge eines Schlaganfalles Professor Georg Hedderich im Alter von 84 Jahren. Der Verstorbene stammte aus Großhausen bei Bensheim a. b. B., besuchte das Gymnasium dieser damaligen Kreisstadt, studierte in Heidelberg und Gießen neuere Philologie und trat dann in oen höheren Schuldienst Hessens ein. Die längste Zeit seiner Amtstätigkeit — über em Vierteljahrhundert — gehörte er dem Lehrerkollegium des Realgymnasiums und der Oberrealschule in Gießen als Studienrat an, bis er bei der Teilung beider Anstalten im Frühjahr 1914 in den Ruhestand trat. Diele seiner früheren Schüler in Stadt unb Land werden sich an seinen anregenden Unterricht noch erinnern. Besonders große Verdienste erwarb sich Professor Hedderich um den Deutschen Alpenverein, dessen Sektion Gießen er als zweiter und schließlich als erster Vorsitzender lange Zeit leitete. Die Alpen lernte er in mancher Ferienwanderung gründlich kennen, und seiner Begeisterung für ihre Schönheiten sowie seiner geschickten Sammeltätiakeit verdankte es die Sektion, daß sie zum Bau der schmucken Gießener Hütte am Fuß der Hochalmspitze in Kärnten schreiten konnte. Die Einweihung erfolgte im August 1913, und in der Folgezeit bemühte sich Professor Hedderich eifrig, durch allsommerliche Anwesenheit für die gute Instandhaltung dieses mustergültig geleiteten Alpen- baufes zu sorgen. Nach dem Weltkrieg war er nach München übergefiedelt, doch wurden ihm die letzten Lebensjahre durch fortschreitende Arterienverkalkung stark verdüstert, so daß ihm der Tod als Erlöser willkommen war. WHW-Konzert zum »Tag der deutschen Polizei". Der Vorverkauf der Eintrittskarten zu dem von der Polizsidirektion Gießen anläßlich des „Tages der deutschen Polizei 1942" am nächsten Donnerstagabend im Theater stattfindenden Konzert zum Besten des Kriegs-Winterhilfswerks ist noch am heutigen Dienstag bis 17 Uhr im Gange. Die Kar» ten sind im Musikhaus Challier zu Haden. Wer die alte, über siebzigjährige Dame pflegte, unbeschadet ihrer sonstigen trefflichen Eigenschaften, alljährlich mindestens ein neues Leiden bei sich zu entdecken, bas ihr ärztlicher Bruder zwar niemals besonders ernst nahm, das aber jedenfalls die ganze Korrespondenz zwischen ihr und den Verwandten aus füllte. „Ja, die gute Hermine", sagte Strakonitz als schon die Lichter vom „Weißen Hirsch" gelblich durch den dichten Flockenfall schienen. Diesmal hat sie's nun mit dem Herzen. ,Es will nicht mehr', meint sie. Habe sie natürlich pslichtschuldigst untersucht und kann nur sagen: ich wünschte mir ein Herz wie das ihre. Aber, wie's der Berliner Volkswitz ausdrückt: ,Laß doch bet Kind die Bullette, es spielt ja bloß mit!' Bin überzeugt, die Gute würde prompt sterben, wenn man ihr wahrheitsgemäß sagte, daß sie kerngesund ist. Dies zu deiner Information und geneigter Nachahmung, Kleines ..." Der Wagen war in die gekrümmte Schitterstraße eingebogen unb hielt vor dem Gartentor. lieber die vielen Stufen trug der Chauffeur Ullas Koffer zur Villa hinaus, die droben auf dem Hügel lag, Mit herrlichem Blick über den Elbstrom unb die lichter- funkelnde Stadt. v Hermine Strakonitz reckte sich auf den Zehen- spitzen, um der hohen schlanken Nichte einen Kuß zu geben. Sie selbst war klein und wirkte fast em wenig verwachsen: in allem das Gegenstück zu ihrer fast ein Menschenalter jüngeren Schwester, Ullas verstorbenen Mutter. Sie trug sich betont altmodisch, etwa wie ein Stiftsfräulein, unb hatte immer einen leibenden Zug im langsam welkenben Gesicht, ob. wohl ihre Wangen vor Gesundheit glühten Ulla, den eben erst empfangenen Hinweisen gemäß, er. kündigte sich besorgten Tones nach ihrem „Herren und empfing als Antwort eine Jeremiade, der Stra- konitz unbarmherzig ein Ende machte mit der Bemerkung, er habe beut’ nachmittag vier Leuten den geehrten Bauch aufgeschnitten und sei hungrig wie ein Raubtier... (Fortsetzung folgt.) „Na, ihr macht ja schöne Geschichten in Lappersdorf! Habe herzlich lachen müssen über deinen Sorgenbrief, Kleines. Der Schwager auf den berühmten Freiersfüßen? Gott, warum nicht? Er hat ja Zeit zum Heiraten. Wer Zeit hat, (oll's tun. Ich habe keine. — Und du, Urfula? Warum bist du nicht längst verheiratet? Ein Mädel wie du — es ist ja eine Affenschande! Als meine selige Schwester so alt war wie du, da spieltest du schon den Haustyrannen!" „Ach — lieber Onkel Emst!" Ulla seufzte. „Es ist alles nicht so einfach. Weder mit Vaters Heirat noch mit meiner eigenen. Du sagst: ,Warum nicht?' Und im Grunde sage ich bas natürlich auch. Obwohl auch wieder manches in mir sich auflehnt bei dem Gedanken. — Aber bas führt im Augenblick viel zu weit ..." „Richtig! Sein Pulver niemals verschießen! Jetzt essen wir mal erst oernünftia — nach einem guten Essen sieht sich alles viel ruhiger an. — Tante Hermine freut sich schon mächtig auf bein Kommen, weil sie's nun nicht mehr so langweilig haben wird wie mit ihrem Herrn Bruder, der nie zu Hause ist. — Und nachher können wir bann ben ganzen cursum durchschwatzen ..." Der Rest der kurzen Fahrt verging mit Erkundigungen nach Xante Hermines Gesundheit. Ein in der Fehrschen Familie immer aktuelles Thema, denn Zum „Tag der deutschen polijd*. Am 14. und 15. Februar ist der „Tag der deutschen Polizei", der große Sammeltag für das Kriegs- WHW. Auch der Sicherheits- und Hilfsdienst sowie die Technische Nothilfe werden sich mit den Männern der deutschen Polizei für die Sammlung einsetzen. Jeder kann an diesen Tagen dieses Hoheitsabzeichen der deutschen Polizei als WHW.-Aozeichen Gloria-Palast: »Sein Oofon.* Dieser Film, zu dem Willi Clever und der Spielleiter Peter Paul Brauer nach einer Idee von Clever das Drehbuch schrieben, kann als Gegenstück zu dem kürzlich hier gelaufenen Film „Die Kellnerin Anna" gelten: während dort die Liebe unb Opferbereitschast einer Mutter geschildert würbe, wirb hier, was viel seltener ist, bem Vater ein Denkmal gesetzt, ben man als einen bürgerlichen .König Lear" bezeichnet hat, einem Witwer, der seinen vier Kindern, brei erwachsenen unb einem halbwüchsigen Nachkömmling, die Mutter zu ersehen yat, der ein glückliches unb heiteres Familienleben mit ihnen führt, bis ihn zwei schwere Schicksals, schlüge treffen: ber älteste läßt sich, um bei einer jungen Dame Eindruck zu machen, Peruntreuungen im Geschäft zuschulden kommen, wird erwischt unb mit Gefängnis bestraft; ber jüngste ertrinkt bei bem Versuche, einen Kameraden zu retten. Die beiben andern machen ihren Weg unb finden ihr Glück ohne ernstliche Schwankungen und Erschütterungen; als der älteste eben aus dem Gefängnis entlassen ist, gerät er noch einmal in schwere Versuchung, aber diesmal setzt sich der gesunde Kern des jungen Menschen durch, und so ergibt sich ein versöhnlicher Aus- kl an g. Die Fabel hat etwas Romanhaftes, in einem zeitlich begrenzten Filmablauf eigentlich kaum zu Erschöpfendes; manches erscheint nur eben angebeutet unb könnte in einer Erzählung gebührend vorbereitet, ausgesponnen und gerundet werden; der Tod des Jüngsten wirkt überdies in seiner unvermittelten Sinnlosigkeit wie eine unverdiente Härte und in diesem Zusammenhang künstlerisch ungerechtfertigte Wiederholung. Von solchen Bedenken abgesehen, wird man die Spielleitung von Peter Paul Brauer sehr lebendig unb frisch -zu. greifend finden; es gibt eine Menge hübsch beobachteter, heiter entlastender Szenen, daneben mehrere sich überschneidenoe Liebesgeschichten und die faltigen Spannungsreize des Kriminalstückes. Darstellerisch sammelt sich alles Interesse auf die Gestalt des alten Brugg: ihn spielt Otto Wernicke, eine ähnliche Rolle wie neulich in der „Kellnerin Anna", wieder einen Vater, aber diesmal viel weicher, roeni. sich einen besonderen musikalischen Genuß sichern will, muß seine Eintrittskarte heute noch im Vorverkauf besorgen, da keine Abendkasse vorgesehen ist. Das Städtische Orchester unter Leitung von Kapellmeister Otto S ö 11 n e r wird eine erlesene Vor. tragsfolge zu Gehör bringen. Die Besucher werden Kompositionen von Corelli, Mozart, Beechoven, Schubert, außerdem die Uraufführung eines von dem Komponisten G a u b a tz , Mitglied des Städtischen Orchesters, geschaffenen Werkes hören. Als Solisten wirken Gabriele P o f f i n k e und Hans Lott vom Theater ber Universitätsstadt. Gießen mit. Nach bem Willen bes Veranstalters unb der Künstler sollen die Besucher des Konzerts eine musi. kalische Feierstunde erleben, die ihnen diesen Abend noch lange erinnersroert machen wird. i Fahrt zur Wildfütterung II. Klasse. Sicherung Erhöhte Verusssürsorge für Kriegsversehrte vor der Einberufung zu verstehen, wie es sich aus =**78» Wer erteilt U!«MM Mietgesuche gesucht. 51?D Verlag des Oleftener Anzeigers Allen denen, die in so überaus herzlicher Weise durch Glückwünsche und Blumen meiner zum 80. Geburtstage gedacht haben, danke ich hiermit vielmals. Wilhelm Michel, Lehrer a D. In Gietzen oder Umgebung H-Zim.-WiM: mit Bad u.Hon. !gesucht. Schrift!. Ang. unt. 0507 a. den Gieß.Anz. für 1. 3. 42 zusti Unterstellen von Möbeln gesucht. Schr. Ang. unt. 0515 a. d. G. A. Für die Glück- und Segenswünsche, sowie Blumenspenden und Geschenke anläßlich unserer silbernen Hochzeit sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. Elektromeister August Gofi und Frau Betty, geb. B echt hold Gießen, 10. Februar 1942. Möhlto Wolin- uni [chialziwi zu vermieten. Schr. Ang. unt. 0511 a. d. 61. A. THEATER der Universitätsstadt Gießen kann. , Als Arbeitseinkommen aus freiberuflicher Tätigkeit ist das Einkommen während des letzten Jahres arten. Fehlen geeignete Anhaltspunkte für die Beurteilung, welches Einkommen für den Versehrten angemessen ist, z. B. bei früherem unverhältnismäßig hohem Einkommen aus freiberuflicher Tätigkeit (z.B. Schriftstellerei u. ä.), so ist als Maßstab das Normaleinkommen der in ähnlichen Verhältnissen lebenden Bevölkerungsfchicht zugrunde zu legen. Wenn es auch in besonders gelagerten Fällen nicht immer gelingen wird, dem Versehrten auf seinem neuen Arbeitsplatz sein früheres Einkommen sicherzustellen, so soll das jetzige Arbeitseinkommen aber möglichst einen Gesamtbedarf decken, wie ihn auch das Einsatz-^Familienunterhaltsrecht bei den Angehörigen des einberufenen Wehrdienstpfbichtigen und (übergangsweise) bei ihm selbst als angemessen anerkennt. Härten, die sich dabei ergeben, werden in geeigneter Weise ausgeglichen. Im übrigen muß der Versehrte vorübergehend ein Mindereinkommen in Kauf nehmen, wenn der neue Beruf mit Aufstiegsmöglichkeiten und einer Altersversorgung verbunden ist, die ihm der frühere Arbeitsplatz nicht geboten hat. Auf die Betriebsführer wird auf keinen Fall dahin eingewirkt, zum Ausgleich eines Unterschiedsbetrages zwischen dem früheren und dem neuen Arbeitseinkommen den alten Arbeitslohn bei Verrichtung einer infolge der Versehrtheit geringer entlohnten Arbeit weiterzuzahlen. Der Ausgleich erfolgt vielmehr, soweit erforderlich, durch Ueber- Aufgabe eines solchen Waldläufers besteht darin, täglich einen bestimmten Waldbezirk nach allen Richtungen zu durchqueren und das Wild aufzuspüren und einzukreisen. Sein Augenmerk ist in der Hauptsache auf Wildsauen gerichtet, die durch ihr Brechen den Bauern große Flurschäden verursachen. Hat nun der Waldläufer ein einzelnes Stück oder eine Rotte aufgespürt, so führt ihn sein nächster Weg zum Telephon, um Jäger und Treiber zur Jagd herbeizuholen. Außer der Tätigkeit des Wildaufspürens versorgt dieser Mann bei seinem morgendlichen Rundgang eine Anzahl kleinerer Futterkrippen, die täglich neu aufgefüllt werden HauptschrWeiler: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptichrift!eit"rs: Ernst Blum'chein. verantwortlich iür Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Biumjchein: für ?a- Feuilleton: Dr. Hans Tbyrioti für Stabt Gießen. Provinz, Wirt» Verdunkelungszeit: 10. Februar von 19.24 bis 8.17 Uhr. Schwere Bluttat in Worms. Lpd. Worms am Rhein, 9. Februar. Die 76 Jahre alte Witwe FranziskaBecker wurde in ihrem Haule Kyffhäustrftraße 7, das sie allein bewohnte, ermordet aufgefunden. Vermutlich wurde die Tat in der Zeit vom 30. bis 31. Januar 1942 ausgeführt. Zur Zeit ist die Mordkommission der Kriminalpolizeiftelle Darmstadt mit der Auf. klärung der Bluttat beschäftigt. Alle Personen, die zur Klärung des Falles sachdienliche Angaben ma« chen können, werden gebeten, sich bei der nächsten Polizeistelle zu melden. au1 das ausreicht. Nur wenige Schritte von der Futterstelle entfernt befand sich ein Dickwurzdepot, eine ausge. baute Erdhöhle, in die der Waldläufer rückwärts hineinkroch, um etwa zwanzig Dickwurz herauszu. befördern. Die Dickwurz wurden in den Wald verstreut, wo sie das Wild mit seinem feinen Geruchs, sinn bald zu finden wissen wird. Wir holten dann noch eine zweite Ladung Heu aus dem Schuppen am Forsthaus, die wir zu einer anderen Futterraufe brachten, und sahen dabei zwei Stück Kahlwild, das sich langsam der Futterstelle näherte. M. D. Dienstag, 10. Februar 19 bis 22 Uhr 2O.Dienstagmiete u.Halbmiete A Aufruhr im Damenstilt Komödie von Axel Breidahl. Preise von 0.60 bis 3.10 RM. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 Pfennig 1 Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERAL G.M. M ü N CH E N J 27/547 des Tarifordnungsanspruches. NSG. Wie die Gaurechtsberatungsstelle der Deutschen Arbeitsfront mitteilt, hatte sich das Arbeitsgericht Wiesbaden kürzlich mit der Klage eines Angestellten zu beschäftigen, der seit längerer Zeit bei einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes beschäftigt ist. Seit 1.4.1940 war für ihn die TOA. 4-6-3immer- Mnung in Gießen oder Umgebung ges. lungert, Hildesheim, Harden- bergstraße 12 I. Dwl.-Jng. sucht 3-5-3lmnier- MNW in Gießen oder Umgebung. Gesi.Zuschr.unt. 0513 a. d. G. A. alle lästig. Haare Lebenlecken Pickel, Sommer- svross usw. entf. u Gar für immer Frau B. Gulden seit1935Fr.W.Henkel Sprechstund. jetzt mittwochs,Gießen Am Biecelpfad 32, 9-17 Uhr durchs. SÄ Hart und schwer traf uns die unfaßbare, tieferschütternde Nachricht, daß unser einziges geliebtes Kind, unser Stolz und all unsere Hoffnung, unser herzensguter, braver, unvergeßlicher Sohn Erich Knortz Soldat in einer Heeres-Fla.-Kompanie wenige Tage nach Vollendung seines 20. Lebensjahres, am 1. Januar 1942, früh um 6.30 Uhr, in den schweren Kämpfen im Osten sein junges, blühendes Leben in soldatischer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland opfern mußte. Wer ihn gekannt, wird unseren Schmerz ermessen. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Nun wurde uns unser Liebstes und Alles entrissen. In tiefer Trauer: Seine Eltern Heinrich Knortz und Frau Lina, geb. Mandler Großeltern und alle Angehörigen. Kinzenbach (Kreis Wetzlar), den 10. Februar 1942. 533 D gangs- und sonstige Unterstützungen der Wehrmacht nach dem Erlaß des Oberkommandos der Wehrmacht vom 20. 2.1941. Die berufliche Förderung der Kriegsversehrten wird ohne Rücksicht auf die entstehenden Kosten durchgeführt. Selbst wenn besonders^ hohe Kosten erforderlich sind, wie z. B. bei einem Studium, werden von den staatlichen Betreuungsstellen die Mittel beschafft. Diese erhöhte Berufsfürsorge erhalten außer den Wehrdienst- und Einsatzbeschädigten die Versehrten aller Personenkreise, die nach dem Runderlaß vom 26. Mai 1941 eine Uebergangsbeihilfe erhalten. f ^o6cfjverklingend wein müssen, mit Heu oder Grummet. Nun saß. er bei uns auf dem Wagen, der jetzt durch den aufgeladenen Heuoorrat eine bequeme Sitz- und Liegegelegenheit bot. Es ging hinein in die Waldwege. Von Rehen, Rotwild oder Muffelwild war zunächst noch nichts zu sehen. Die jungen Stämme der Buchen, Fichten, Eschen und Lärchen, deren Rinde geschält war, zeigten deutlich, daß hier das Wild seinen Hunger zu stillen versucht hatte. W bi, 'm j?" bi he-» bai NV ijm MrckM Lepti; 6 der Dreista' Wand, daß I Mischen Kaiser $ bis 211 n. I ns schweren tr kiffe militärisct öocherrschafl de- Mß beseitigte. Dl) führte diese t*len Bewohnern Damit bk ^reiches besie jjiwrt in Rom kmrus am Fo g seines zehnj vorangegang Achten ließ. I, ichke Severus t ändere natürl Wobt. Ex hc J und damals auf ein pa, »«Wirten. § !! »odifenbes »nts unter MW Ai Hermann r!: ihr y «>el Sehni J‘N> s. ftnliier 6t beginn R11 SWe KS: und» K’ °.’«n 1 Kj.?ur Q9i)pti' Im V" s E«l°r anf « an j b dem U . Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß fiel im Alter von 27 Jahren am 29. Dez.1941 in treuer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland bei den schweren Kämpfen im Osten mein innigstgcliebter Mann, seines von ihm nie gesehenen Töchterchens Helga treusorgender Vater, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Otto Kipper, Unteroffizier Inhaber des E. K. 2. Kl. u. des Inf.-Sturmabzeichens In tiefem Schmerz: Emma Kipper, geb. Vogelhöfer, und Kind Christian Kipper und Frau, Eltern Wilh. Vogelhöfer und Frau, Schwiegereltern Adolf Kipper, z. Z. im Felde, und Familie Heinrich Kipper und Familie Karl Kipper, z. Z. im Felde, und Familie Adolf Oßwald und Familie Heinrich Henß und Familie Karl Valentin, z. Z. im Felde, und Familie Adolf Schneider und Familie Wilhelm Schneider und Familie August Niemeyer und Familie. Gießen, Wieseck, Frankfurt, Westhofen, Gr.-Buseck Die Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Wilh. Zimmer, G.m.b.H., Gießen, verlieren in ihm einen ihrer treuesten Mitarbeiter und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 530 D AMvorlrüge der Universität Wiederaufnahme der Reihe: Engi. Schlagworte und die Sprache der Tatsachen (Prof. Dr. Vollrath), am Mittwoch, 11. Februar, 20.15 Uhr, Hörsaal 34 der Universität. fosis dem Einkommensteuerbescheid ergibt. Entspricht bas Einkommen im letzten Jahre vor der Einberufung nicht dem früheren Normaleinkommen des Versehrten, so kann ein geeigneter anderer Zeitraum der Ermittlung zugrunde gelegt werden. Hatte der Versehrte sowohl Einkünfte auch nichtselbständiger Arbeit als auch Einkünfte aus anderen Berufsarten, so erfolgt zur Ermittlung des früheren Gesamteinkommens eine Zufammenrechnung der Cinkommens- für Gefolgfchaftsmitglieder des öffentlichen Dienstes maßgebend, und auf Grund seiner Tätigkeit hatte er Anspruch auf Eingruppierung in die Gruppe Vib. Dessen ungeachtet hatte man ihm aber erst die Vergütung ab 1.8.1940 gezahlt. Mit seiner Klage machte der Angestellte den Unterschiedsbetragsanspruch ab 1.4.40 geltend. Das Arbeitsgericht hat ihm den Betrag in voller Höhe zugesprochen und in seiner Begründung zum Ausdruck gebracht, daß durch die Bekundung der Zeugen als bewiesen zu erachten sei, daß der Kläger ab 1.4.40 und auch schon vorher mit Arbeiten beschäftigt worden ist, die nach den Tätigkeitsmerkmalen der Vergütungsgruppe Vib der TOA. angehören. Er hatte mit Rücksicht darauf auch ab 1.4.40 Anspruch auf die ent- prechende Vergütung. Für eine Beschränkung auf die Zeit ab 1. August 1940 war ein hinreichender Grund nicht vorgebracht, und der Hinweis des Beklagten auf finanzielle Gesichtspunkte konnte seinen Standpunkt nicht rechtfertigen. Die ohne solche Bindungen erstrebte Verringerung der finanziellen Belastung des Beklagten reichte nicht aus, es lag vielmehr darin eine sittenwidrige Ausbeutung der Arbeitskraft des Klägers, die zum Schadenersatz verpflichtete. Kopfschmerzen verursachen häufig Verstimmung, Reizbarkeit und Niedergeschlagenheit und beeinträchtigen die Arbeitsfreude. Rasche Linderung bringt oft Mclabon, bas sich auch bet rheumatischen und gichtischen Beschwerden sowie gegen Zahn- schmerzen bewährt hat. Verwenden Sic es auch bei starken Schmerzen sparsam, meist genügt schon eine Kapsel! Packung 72 Pfg. in Apotheken. In der Berufsfürsorgerverordnung vom 18. September 1940 (Reichsgesetzblatt I, Seite 1241) ift der Grundsatz, daß bei Wiederaufnahme der Berufstätigkeit durch einen Kriegsversehrten mindestens das frühere Arbeitseinkommen wieder erreicht werden soll, schon festgelegt worden. Der Reichsarbetts- minister hat in einem Erlaß vom 15. November 1941, der im Reichsarbeitsblatt 1941, Teil I, Sette 512 abgedruckt wurde, Ausführungsanweisungen zu der genannten Berussfürsorgeverordnung erlassen. Hierin werden Richtlinien gegeben zu der Frage, was unter dem früheren Arbeitseinkommen zu verstehen ist, weiter werden Anweisungen erteilt, mit welchen Methoden, wie Züsatzschulungen, Em- und Umschulungen, Eignungs-Untersuchungen usw. die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozeß durchzuführen ist. Unter dem früheren Arbeitseinkommen im Sinne der Berufsfürsorgerverordnung vom 18.9.1940 tjt bei Angestellten und Arbeitern das Normal-Einkommen der betreffenden Birufs- und Tarifgruppe zu verstehen. Beim Vergleich des früheren und des jetzigen Einkommens ist vom Netto-Einkommen aus- zugehen. Konjunkturoerdienste und besondere Leistungsprämien bleiben außer Betracht. Unter Let- stungsprämien werden hierbei nur d i e Prämien verstanden, die einzelne Unternehmungen ihren Gefolgschaftsmitgliedern geben, um sie für eine Leistung zu entschädigen, die durch eine besondere Konjunktur ausgelöst worden ist. Ferner ist die Berücksichtigung solcher Leistmigsprämien ausgeschlossen, die nur für Arbeiten vorübergehender Art gegeben werden und mit deren Gewährung das Gefolgschaftsmitglied gleichfalls nicht dauernd rechnen ger starr und kantig, wärmer und menschlicher m dem Auf und Ab von Glück und Schmerz, von Stolz und Zorn, eine schöne, reife, ausgewogene Leistung. Von der jüngereen Generation geben Rolf Weih, Carla R u st und der kleine Gunnar Moller die am persönlichsten profilierten Erscheinungen ab. Hermann Brix, Ida Wüst, Karin Hardt, Rudolf S ch ü n d l e r, Reinhold B e r n d und Clemens Hasse seien vom großen Ensemble noch ge- nannt - (Terra.) Hans Thynot ZürTepserkeLt vor öcm Keinöe. Für Tapferkeit vor dem Feinde im Osten erhielt der Unteroffizier Ernst Bräuning aus der Kolbenmühle bei Harbach das Eiserne Kreuz Es ist im Kriege mehr denn je eine Frage von größter wirtschaftlicher Bedeutung, daß der Wildbestand in unseren Wäldern erhalten bleibt. Der Jagdbesitzer ist heute nicht mehr, im Gegensatz zu früher, der persönliche Besitzer eines mehr oder weniger großen Wildreviers, in dem er beliebig verfahren kann, sondern er ist zum Sachwalter des Staates geworden und als solcher der Allgemeinheit verantwortlich. Wir hatten Gelegenheit, im Vogelsberg, im Bezirk der Solms-Laubachschen Forstverwaltung, ein Gebiet von 15 000 Morgen Wald und Feld, uns von einer vorbildlichen Pflege und Wartung des Wildbestandes zu überzeugen, indem wir eine Fahrt zur Wildfütterung mitmachten. Nach eineinhalbstündiger Fahrt war ein Forsthaus erreicht, wo unser Fuhrwerk an einem Schuppen mit Heu beladen wurde. Von hier aus nahmen wir einen Forstmann, einen „Waldläufer", mit, der bei der Fütterung zur Hand gehen sollte. Die ^lhdrult' Die A run95PmHtelbö Heeres tU kn @r£ Len, ®lW Kalb bu# Lut ®i< <8; Lgitl eine reiche Lus, D-niber I L uiberltelenin ^zehnten W Enen 6»" Luu bet hi»' «icheUnB Laßen lassen, u Mensand ihre? ff Schon die heute Wnstadt Trip Iiigsmittelpunkt Ebnen, kann au Mn. Sie wurd Wchtigsten Volk fr Ei auf einer dre lier nach Osten Erie leidlich gesc Itöete sie mit d Mobraiha und x Eme sagt. Nach Iler Name Tripoli Ermaßen erhalte' Et beiden Natur! Enügte. Dieser li dem «MW locon hat ihr die Itm Italien sich I (111'12 in den Ehepaar sucht besseres möbliertesZimmer mit Zentralheizung. Schriftliche Angebote unter 526D an den Gießener Anzeiger erbeten, svür die Abstellung der Möbel einer gröberen 4-Zimmerwohnung geeignete Lagermöglichkeit, mögt, größeres Leerzimmer gesucht. Schriftliche Angebote unter 525D an den Gießener Anzeiger. Stenotypistinnen mit guter Allgemeinbildung und rascher Auffassungsgabe gesucht. 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Die Ehe, die das Reichsgericht zu beurteilen hatte, bestand schon etwa 30 Jahre. Der Mann hatte sich einer anderen Frau zugewendet und begehrte die Scheidung der Ehe nach § 55 des Ehegesetzes. Das Reichsgericht hat seinem Antrag nicht stattgegeben. Es entspricht nicht dem sittlichen Wesen der Ehe und ihrer hohen Bedeutung als Grundlage des völkischen Gemeinschaftslebens, daß, selbst wenn eine Ehe in langjähriger Dauer ihre Ausgabe für ihre Partner und für die Volksgemeinschaft im wesentlichen erfüllt hat, die darüber gealterte Fran von dem weniger verbrauchten Mann in eigensüchtiger Weise verstoßen werden könnte, nur well er sich nunmehr von ihr ab- und einer anderen, wenn schon vielleicht noch lebenstüchtigeren, zugewandt hat und von dieser nicht lassen will. Eine Frau, die der Erfüllung ihrer Pflichten als Gattin, und Mutter ihre besten Lebensjahre geopfert hat, hat vielmehr einen sittlichen und rechtlichen Anspruch darauf, daß sie, sofern nicht überwiegende Belange der Volksgemeinschaft dar ihr zumutbar erscheinen lassen, nicht in ihren alten Tagen aus ihrer Stellung in der Ehe verdrängt und auf sich allein gestellt, möglicherweise darüber hinaus noch wirtschafttichen Schwierigkeiten ausgesetzt wird, nur um dem Manne eine zweite Heirat zu ermöglichen. r Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen Gießen Am Sonntag, dem 15. Februar 1942, in Gießen in den Räumen des Gesellschaftsvereins Radsport - Werbeveranstaltung Tag der Deutschen Meister Beginn der Veranstaltungen 14.30, abends 19 Uhr Am Start die Deutschen Meister im Einer-Kunsttahren / Zweier-Knnsttahrcn Sechser-Kunstreigen ELier-KunstEahren iür Frauen Zweier-Kunstfahren für Frauen Sechser-Gruppenfahren iür Frauen die Deutsche Meisterin im Rollschnhlauf die Deutschen Jngendmeister im Rollschnh-Paarlanf Kartenvorverkauf: Sporthaus Schwan, Mäus- burg; Sporthaus Zerndt, Marktpl.; C. Becker II., Bahnhofstraße; Cafe Deibel, Neuenweg. loria Eintrittspreise: RM. 2.- und 1.- zuzüglich Sportgroschen. Ä Wfr *ei/e;^»en.n oo f. Aortgeschritt.? FriedrickstrL4ii< Rechter wollener Herren-Hantioh Nrankf.Str.-Mit- telweg-Wetzlar. Weg, Sonntag verl., abzug. bei -'ö.Läneer.Frank- furter Str. 127. Diebeid. trauen (eine im braunen Rtantel)d.a.6.2. 12.45 Ubra.Tor- häusch.b.Stadt- theat.lF. Gummischuhe a.s.nahm. werd.u.Mckg.a. d.Elektr.-W. ers. b.Perm.roliz.Anz. 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Bewerbungen mit Angabe des jetzigen Ber- dienstes unter N. 2616 befördert Werbedienst Witold Andree, Hannover, Schrllerslr. 32 [527V Zeitungsträgerin 8chonQs*um ?UrgBah ^^5^Unds,C^°he°a dur"'- - k,5Ch='>PrO,Cni^9d5tellt