Mittwoch, 9. Dezember I9§2 Gießener Anzeiger lilnnabmc von ^meinen für die MitlagSnummer bi- 8'/, Ubr desVomttttas» -üueiaen^rette für die iMlitnetcr-Bctlt von 22 DMUimeter Breite: 7Stof. Hh »amilienatf wißen und vrivate Gelegenoei tsanzetge« 14Stof. f. Werbeanzeigen und nefcbftffliebe (Meleßenbci tömuet neu Blnvvor'chrttl (oorberifle «eremhnrunp) 2&•/• mebt General-Anzeiger für Oberhessen **t<*h*m? $*ilWrat eM 192. Jahrgang Nr. 290 Eritoeim ragirch, außer Sonntags und ffetertag- «Bellanen: Gießener ftanttlienblätter | Heimat imBtld-DieScholle BezunSvreiSr LtWgZÜÜr..^^1Z auch bet Nichterichetnen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt Stalin in Moskau war, zeigte Als 1935 Eden bei juiu nui Norwegen „gleich Pl Wien oer Ach enmachie naaj A-such d-r Au-st.llung-h°ll°n m K>,ch>n°w dem °^"A°z-n d-r USA„ den grotz-n Seen ünd D-- Betrachter einpra««n. Dah b'nter ihnen der Wille zu Je(en, m,t dieser Karten nollziehe veiterem Aufbau und zu■ f Ibft' sich in den Kopsen der Amerikaner .eine Art koper- afur spricht die ganze "er Ausstellung Revolution". Da- nunmehr vor den Ame- l« vielleicht gerade deshalb weil sie schlicht u liegende Problem sei, an di- Stelle des »nausdringlich, dabei aber d-rmoch "it kunst, ben6en9 g^lationi-mus ein neues Welt. stoß auf Kischinew geleitet hat. Als Sinnbild dieser Waffentaten und als unbeugsamer Wächter über die Rechte des rumänischen Volkes auf diesen Boden oll — so steht hier zu lesen — der „Turm der Be- reiung" den kommenden Geschlechtern eine Stätte der Besinnung, der inneren Aufrichtung und des nationalen Stolzes sein. Tausende besfarabischer Bauern waren bei der Einweihung in ihren weißen, gestickten und pelzverbrämten rumänischen Trachten um dieses Ehrenmal versammelt. Mihai A n t o n e s c u, der erste Mitarbeiter des Staatsführers, fanb in dieser Land- „Spanien gehört zur europäischen Welt" General Franco sprach zum Nationalrat der Falange. ^Auf^der^öhe von Ghrdighitsch dann der über- frömende Dank dieses Volkes^ In einsamer Wucht tagt hier der „Turmder Besreiung m den Himmel. Daneben eine offene Säulenhalle au^ teren Pfeilern die Namen der im Kampf um Marabien gestandenen rumamschen und demschen Regimenter verzeichnet sind. Die Wand eines Stern llocks spricht yom Sinn dieses Ehrenmals und dasi iieser Turm auf der Bergeshohe errichtet wurde, ton der Marschall Antonescu als Oberbe ehl laber her verbündeten rumamschen^und deutM i Gruppen am 16. Juli 1941 den entscherdenden Dor rischem Feingefühl bis in kleinste Einzelheiten him ün gestaltet ist, eine um so starker werbende Kraft eusstrahlt. Unvergeßlich vor allem der dunkle Halb, kreis, in dem sich Bild um Bild aus der Zett der Verfolgung aneinanderreiht, verbrannte Leiche führender Männer des beffarabrschen Rurnanen- Ums, zerstörte Kirchen, zu Theatenruppen degra- Nerte Gestalten des rumänischen ^"benslebens, M Kostümen verarbeitete kostbare Meßgewandes Aut und Mord und Brand, em schwarzer Spiegel !es Sowjetjahres 1940/41, dessen Grauen noch mcht 3m befreiten Bessarabien Von unserem Cl. M..-Sonderberichterstatter. schwindenden Isolationismus ein neunes Weltbild zu setzen. Daß d e USA. in einer neuen Welt eine führende Rolle zu spielen hätten, darüber sei man sich 'in USA. allgemein einig. „Wie paßt nun", so fragt das Blatt, „Groß- britannien in dieses Bild?" Rur äußerst schlecht, meint es. Das müsse zugegeben werden. Auch gebe es in den USA. so gut wie keine Spur von Be- geisterung« für eine zukünfttge englisch-amerikanische Zusammenarbeit, im Gegenteil, gewissermaßen noch im Unterbewußtsein schlummere in den Köpfen der Amerikaner der Verdacht, Großbritannien propagiere die Idee einer anglo-amerikanischen Zusammenarbeit nur, um sein Imperium zu sichern, in dem weiter die frecheitsdursttgen unterdrückten Nationen niedergehalten werden. Der Amerikaner habe das Empfinden, daß Großbritannien ein altes Empire ist, nicht hinzulerne und auch nicht oer- zichte — es sei denn unter dem Druck militärischer Niederlagen. Deshalb bestehe die ernste Gefahr, so schließt der Artikel des „Ecconornist", daß die USA. am Ende einem Bündnis mit Tschungking und Iren Sowjets nicht abgeneigt seien, das dem Zweck dient, das britische Empire zu liquidieren. der Sowjetgewalttge auf eine Weltkarte und sprach seine Verwunderung aus, daß eine so kleine Insel wie England ein so großes Weltreich beherrsche. Jetzt sieht England die Mühlsteine eines größeren Bundessystems auf sich zukommen: jene Mühlsteine, die Mahlsteine sind und ... sein können, weil sich England von Europa abgewandt hat! Wie Südamerika geblufft wurde. Stockholm, 8. Dez. (DNB.) Roosevelts Politik des Betrugs gegen die südamerikanischen Staaten findet jetzt im londoner „Daily Herold" eine bezeichnende Illustration. Der Washingtoner Korrespondent dieses Blattes gibt offen zu, daß Roosevelt durch die Verheimlichung der riesigen Flottenverluste von Pearl Har- bour die Jbero-Amerikaner geblufft habe. Während die Lage in Wirklichkeit kritisch war und die Häfen am Pazifik feindlichen Angriffen ausgesetzt waren, habe der Trick den Erfolg gehabt, daß die meisten südamerikanischen Staaten auf d i e Seite der USA. getreten seien. Zwei südamerikanische Diplomaten hätten erklärt, wenn sie gewußt hätten, daß damals praktisch die nordamerikanische Flotte außer Gefecht gesetzt worden war, Argentinien und Chile nicht die einzigen südamerikanischen Staaten gewesen wären, die an ihrer Neutralität festgehalten hätten. Die noch immer angesehenste englische Wirtschaftszeitschrift „Ecconornist" gibt in ihrer letzten Novemberausgabe ihrem Neuyorker Vertreter das Wort zu einer Darlegung, die in der Schilderung der Gefahren gipfelt, die dem englischen Weltreich aus einem Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten, China und der Sowjetunion erwachsen. Klipp und klar wird gesagt, daß ein solches Bündnis dem Zweck diene, „das britische Weltreich zu liquidieren". Eine geradezu tragische Ironie spricht aus diesem Bekeimerwort und wird niemals deutlicher, als wenn der „Ecconomist" — um die unangenehme Feststellung den Vereinigten Staaten schmackhafter machen — die einschränkende Bemerkung macht, daß die Politik Washingtons „getragen von den höchsten Motiven" sei, was in weniger höflicher Umschreibung bedeutet, daß der Roosevelt-Kreis eine hemmungslose Weltbeherrschung anstrebt. Bezeichnend sei, daß man jetzt in den Schulräumen und auch bei Parteiversammlungen in den Vereinigten Staaten den nordamevikanischen Kontinent nicht mehr vom Atlantischen und vom Stillen Ozean umrahmt darstelle, sondern Karten zeige, auf denen ... der Nordpol im Zentrum liege, nur um darzutun, daß Japan sowie Norwegen „gleich Pistolen der Achsenmächte nach (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Kischinew, Dezember 1942. Wer zum erstenmal befsaradischen Boden betritt, dem maa es scheinen, als ob die Schwermut dieser Idschaft den Menschen mit der gleichen dunklen bebenden Leidenschaftlichkeit Überfallen wolle, in den tragischen Symphonien eines Peter »aikowsky lebt und in unserer Vorstellung den iensgehalt des östlichen Raumes so stark be« ntt. Aber wenn der Helle Tag heraufzieht und dampfenden Nebel zu weichen beginnen, dann inkt dieses Bild russisch unstillbaren Leides und Hügelland liegt ausgebreitet, das herbstlich bunt schaffensfroh die Sprache des Todes verloren und in tausend Zungen vom Leben redet. Das kein Wunder, denn das rumänische Volk, Bessarabien feit jeher als seinen ureigensten itz empfindet, ist hier zwar sicherlich schwer- :iger als in seinen anderen Siedlungsräumen, r die innere Heiterkeit seines Volkscharakters hat i diesem Landstreich im östlichen Grenzraum unnennbar seine Prägung gegeben. Und daß diese igung nicht russisch ist, zeigte sich schon, als farabien in der Stunde des Zusammenbruches Zarenreiches mit Ungestüm zum rumänischen chluß drängte, das zeigt sich stärker denn je 1 in diesem ersten Jahr der Befreiung von blumigem Sowjetterror, das zeigt sich in diesen Tagen i her Rückschau und Feier. Ein Jahr befreites Bessarabien — das heißt wohl Rioch immer eine von Judenhaß und sowjetischer Zer- Wrungswut fast'ganz in Trümmer verwandelte Pro- pinzhauptstadt (Kischinew), aber es heißt auch und nor allem ein Jahr umfassenden Neubaues, Wiederingangsetzung, der Verwaltung, ÜÄiederingangsetzung von Industrie und Handel, Bestellung der Felder und neue Ernte, das heißt vor i kllem Vertreibung der letzten schweren Schatten der moskowitischen Blutherrschaft. Eine Ausstellung, die das Gouverneursamt der Provinz veranstaltet hat, «führte diese Leistung deutlich vor Augen: 195 Bürgermeistereien und Gendarmerieposten mußten neu i nufgebaüt ober von Grund auf überholt, 18 Krankenhäuser und Hilfsstationen wiederhergestellt, 315 verschüttete Brunnen wieder brauchbar gemacht und » Elektrizitäts- und Wasserwerke wieder in Betrieb besetzt werden. An 143 Kirchen hatten die Sowjets sich vergriffen und 553 Schulgebäude waren unbe- schast und aus der Stimmung des Tages heraus das gültige Wort dieser Stunde. Er dankte dem dessara- oischen Volk für seine Treue, er dankte Adolf Hitler, der den Kreuzzug gegen die Sowjets begann, er dankte auch den tpten deutschen Soldaten, die in besfarabischer Erde ruhen, und er dankte dem Marschall-Befreier. Dann betrat König Michael den Turm. Als er auf der obersten Zinne erschien, durchbrach die Begeisterung des Volkes den feierlichen Ernst des Tages, in wimmelnder Bewegung schien sich die Ordnung aufzulösen, die Arme reckten sich zum Gruß. Was sie riefen, das ging in der Hymne unter, aber wir wissen: sie haben sich auf diesem blutgedüngten rumänischen Boden ihrem bessarabischen Schicksal erneut verschworen. Hier hat der bolschewistische Henker sein blutiges Spiel für immer verloren! nutzbar geworden. Dis beffarabifche Erzeugungsschlacht sah schon in liefern Jahr statt bisher 258 jetzt 896 Traktoren om Werk, dazu statt 292 000 rund 385 000 Pflüge, tzchon im Herbst 1941, wenige Monate nach 'der Vertreibung der Sowjets, konnten rund 783 000 Hektar umgepftügt und über 344 000 Hektar mit Wnterweizen bestellt werden. Der landwirtschaftliche Arbeitsplan für Bessarabien wurde bei einer Gestellung von rd. 2 138 000 Hektar zu 97,8 v. H. hurchgeführt Die Ausschaltung der Juden aus dem Wirtschaftsleben dieser besonders heimgesuchten Pro- !i>inz führte dazu, daß von den 6454 eingetragenen Handelsfirmen sich 99,15 v.H. in rumänischen | Händen befinden, während das Verhältnis 1940 vor her Besetzung durch die Sowjets nur 16 v. H. aus» wachte. 907 Industrieunternehmen konnten binnen Jahresfrist errichtet werden. Auch verkehrstechnisch waren Probleme zu losen, He höchste Anspannung aller Kräfte erforderlich Machten. So wurden 450 Kilometer Schotterwege neu gebaut, 830 Kilometer wiederhergestellt und der Ausbau von neuen 745 Kilometern in Angriff genommen. Der Gesamtwert allein dieser verkehrs- iechnischen Arbeiten belief sich auf 3,5 Lei. Trotz der großen Aufwendungen der Staats- Hbörben war die Bevölkerung bis zum 1. April 3942 von der Zahlung der Landwirtschafts-, Haus- Zind Berufssteuer befreit und auch im laufenden Finanzjahr 1942/43 wird sie vom Fiskus nur m sehr beschränktem' Maße zur Beitragsleistung her- vngezogen. Heber 6000 Schüler und Schülerinnen batten Gelegenheit, sich in 25 wiedereröffneten Mittelschulen weiterzubilden, dazu weitere rund 4000 Schüler kn 39 Fachschulen. Die Hälfte der 2266 wie- iereroffneten Volksschulen und Kindergarten kann in eigenen Kantinen rund 89000 bedürftigen Kindern eine auskömmliche Verpflegung sicherstellen, llnb eine letzte Zahl aus der Fülle der graphischen Darstellungen und Schaubilder: In dem einen 3abr les Sowjetregimes wurden 5790 Falle von Flecktyphus registriert, im ersten Jahr der Befreiung Pber nur noch 108. ,, . . ... , . Das sind nur einige wenige Zahlen, die sich beim n» , - ' . ns ,, .. _r. _f» 6, krktMom ni»m Madrid, 8. Dez. (DNB.) Im Palast des spanischen Nationalrats trat unter dem Vorsitz des panischen Staatschefs der dritte Nationalrat der Falange zusammen. Die Sitzung begann mit der Vereidigung der Mitglieder des Nationalrates. Als Erster leistete der Parteiminister A r r e f e den Eid, Spanien, der Falange und dem Caudillo sowie den Grundsätzen des Staates und der spanischen Revolution treu zu dienen. Der Staatschef ernannte dann den politischen Ausschuß des Nationalrates, der sich zusammensetzt aus: Innenminister Blas Perez, Handels- und Jndustrieminister Carceller, Botschafter in Rom Raimondo Fernandez Cuesta, Schriftsteller Sanchez Mazas und nationaler Delegierter für das Sanitätswesen, Augusttn Aznar. Anschließend hielt General Franco eine Rede, in der er die Stellung des neuen Spanien an der Seite der jungen Mächte Europas unterstrich. Der Caudillo forderte alle Spanier auf, jegliche libera- listischen Vorurteile fallen zu lassen und ihren Blick auf die großen Ereignisse zu richten, die sich gegenwärtig in Europa abspielten. General Franco sagte: „Wir Spanier gehören zu keiner anderen Welt als der europäischen, auch wenn unsere Politik eine eigene Charakteristik besitzt. Die Ereignisse zeigen uns deutlich, daß wir dem Abschluß einer alten Epoche und dem Anfang einer neuen bei« wohnen. Die liberalistische Welt geht unter und ist das Opfer ihrer eigenen Fehler geworden; und mit dieser Welt geht eine kapitalistische Anschauung zugrunde, die die Schuld daran tragt, daß Millionen von Menschen die Hände in den Schoß legen mußten. Man ist nur frei, wenn man nicht Sklave der Not ist. Die marxistischen Ideen sind in erster Linie bei der großen Masse gescheitert, weil sie ein Versprechen auf Gerechtigkeit nicht wahrzumachen vermochten." General Franco unterstrich die Methoden, mit denen Deutschland und Italien?das soziale Problem gelöst haben. Diese sozialen Bewegungen sind keine Zufallserscheinungen, sondern es hat sich ein neues Gewissen gebildet, das mit dem alten System endgültig gebrochen hat. Eine Jugend, die sich geschichtlicher Bluff, Tricks, Drohungen und Bestechung — das sind Roosevelts Mittel gewesen, um Südamerika in den Krieg hineinzutreiben und dadurch den USA. neue Machtpositionen zu schaffen. Ob die südameri- konischen Staten wohl eine Lehre daraus ziehen, mit welchem Zynismus sie von Roosevelt betrogen worden sind? Die anglo-amerikamschen Verbündeten. Lissabon, 9. Dez. (Europapreß.) Ein jetzt aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrter Engländer stellt im „New Statesman" fest: „Ich bin über die Entwicklung der englisch-amerikanischen Beziehungen ernstlich besorgt. Davon zu sprechen, daß sie ungenügend seien, dürfte reichlich unterschätzt jein. Sie sind bei weitem schlimmer." Um die richtige Dolksmeinung in den USA. zu studieren, muffe man sich erst einmal aus den anglo- philen Oststaaten nach dem Westen begeben. Größe bewußt ist, hat ihren Marsch in Richtung einer besseren Zukunft angetreten. Wir fühlen uns stark, weil wir die Wahrheit hinter uns wissen, in unserer Armee steht unsere beste Jugend. Der Herrgott hat unseren Weg gesegnet und mit ihm werden wir siegen!" Das Echo der Franco-Rede. Madrid, 9. Dez. (Europapreß.) Francos Rede hat in Spanien einen Widerhall gefunden, wie keine feiner Reden zuvor. Man hatte von dieser ersten politischen Kundgebung seit dem britisch-nordame- rikanischen Angriff auf Nordafrika eine Stellungnahme erwartet. Sie ist erfolgt in Form einer kompromißlosen Solidaritätserklärung mit Europa, mit den revolutionären Bewegungen von Deutschland und Italien. Franco, so unterstreicht man in Madrid, hat einerseits von sich aus eine völlige Gleichsetzung der nationalspanischen Revolution mit der nationalsozialisttschen und der faschistischen vollzogen. Dies mar bisher noch niemals in solch eindeutiger Form von autorisierter spanischer Seite ausgesprochen worden. Der spanische Staatschef hat wißen lassen, welche Folgerungen Spanien aus seiner grundsätzlichen Einstellung .zieht. Diese Erklärung hat, wie in Madrid ausdrücklich versichert wird, bie Bedeutung einer Warnung an solche Elemente, die das spanische Hoheitsgebiet bedrohen und die Ergebnisse der nationalspanischen Bewegung gefährden möchten. Franco hat das Problem der spanischen Landesverteidigung als ein solches der Verteidigung des spanischen Regimes hingestellt. Franco erklärte wörtlich: „Vielleicht steht uns ein hartes Leben bevor. Ader dieses Leben wird e i n jpanisches sein. Die Dorsehuna hat uns ihre Hilfsbereitschaft schon einmal bewiesen. Damit wird nichts und niemand uns überwinde-n können. Wenn wir einmal während des Bürgerkrieges kämpften, um unserer Bewegung zum Recht zu verhelfen, wie vielmehr werden wir kämpfen, wenn es darum geht, die Errungenschaften unserer Revolutton zu verteidigen." Englands Angst vor Liquidierung. Von unserer Berliner Schriftleitung. Was der Osten liefert. Die Organisierung der Landwirtschaft des Ostens unmittelbar hinter der kämpfenden Front ist sofort nach Eroberung der Gebiete in Angriff genommen und mit Erfolg durchgeführt worden. Sehr viel Anteil haben daran die Landwirtschaftsführer. Sie setzen sich aus erprobten deutschen Bauern, aus ehrenamtlichen Bauernsührern, aus den Rückwanderern aus den besetzten Gebieten zusammen. Sie haben unter den schwierigsten Verhältnissen ihr Werk begonnen. Die Traktoren waren vernichtet, die Grundlagen der östlichen Landwirtschaft durch die wahnwitzige Kolchospvlstik der Sowjets zerstört, ja, nicht einmal Pflüge waren vorhanden, und die Juden der Sowjets hatten die einheimische Bevölkerung vollkommen verproletarisiert, enteignet und verelendet. Als die Landwirtschaftsführer ihre Arbeit begannen, standen sie buchstäblich vor dem Nichts, und sogar, als die Ernte eingebracht werden mußte, fehlten Traktoren und andere Erntemaschinen. Rund 90 v. H. der Ernte mußte mit Sensen und Sicheln gemäht werden. Der Mangel an Pferden zwang dazu, die Kühe vor den Pflug ober sonstwie als Zugtiere einzuspannen. Kurzum, die Schwierigkeiten häuften sich. Vor allem muß in der Sowjetunion die eingeborene landwirtschaftliche Bevölkerung wieder für eine Mehrproduktion interessiert werden. Das Mittel, die Zwangskollektivierung von rund 6 Millionen Bauernhöfen aufzuheben, hat sich ebenso bewährt wie die Uebergabe des größten Teiles der ehemaligen Kolchosen und Sowchosen (bolschewistischen Staatsgütern) zuk individuellen Bodennutzung, die vorerst allerdings in Form von Gemeinschaftsbetrieben erfolgt. Die neue Agrarordnung hat die Arbeitskraft der Landbevölkerung außerordentlich gestärkt. Die deutschen Landwirtschaftsführer hatten der Bevölkerung Glauben und Vertrauen beigebracht, und willig unterzog sie sich der schweren, aber planmäßigen und erfolgversprechenden Arbeit. Das Arbestsproblem wurde insofern gelöst, als die deutsche Organisation die benötigten Arbeitermassen prompt dort einsetzte, wo sie erforderlich waren. Sv wurden alle Schwierigkeiten bewältigt und das bis^ herige Ergebnis — es handelt sich ja erst um ein Jahr Wiederaufbau dieser fruchtbarsten Gebiete Europas — ist bereits überwältigend. Im Jahre 1939 lebten in den besetzten Ostgebieten rund'52 Millionen, Menschen, .davon zwei Drittel auf dem Lande. Die landwirtschaftliche Nutzfläche betrug damals 69 Millionen Hektar, davon 42 Millionen Hektar Acker., Die Gesamternte wurde vor dem Kirege huf 15,2 Millionen Tonnen Brotgetreide, ■8,8 Millionen Tonnen Futtergetreide, 32,8 Millionen Tonnen Kartoffeln und 9 Millionen Tonnen Zuckerrüben geschätzt. Der Wiederaufbau der Landwirtschaft mußte hauptsächlich mit den 'im Lande selbst vorhandenen Mitteln durchgeführt werden, aber zur Ergänzung der Saatgutbestände kamen solche aus dem Reich und dem übrigen Europa, während die Ostgebiete wiederum andere Saatgut- bestände, vor allem Roggen und Weizen, an das Reich lieferten. So konnten rund 60 Millionen Hektar Nutzfläche bestellt werden, und der Ertrag ent sprach den kühnsten Erwartungen. Jrn Laufe des Frühjahrs und des Sommers wurden nach Möglichkeit auch die sogen. Verarbeitungsbetriebe, also Mühten, Molkereien, Fleischkonservenfabriken usw. wieder in Ordnung gebracht, bzw. neu erstellt, und weitere sollen folgen. So kam es, daß diese weiten Gebiete unsere Front selbst ernähren konnten und dazu noch Ueberschüsse nach Deutschland zu exportieren vermochten. Die Fettversorgung konnte dort zum größten Teil befriedigen, wo genügend Molkereien zur Verarbeitung der Milch vorhanden mären«, neue Molkereien sind geplant. Großbetriebe für bie Erzeugung von Fleischdauerware wurden wieder ausgebaut bzw. werden neue errichtet, die Zuckerfabriken der Ukraine sind so weit miederhergestellt, daß sie die neue Rübenernte verarbeiten können und auch die anderen Betriebe sind unter deutscher Herrschaft wieder leistungsfähig oder sie werden neu errichtet. Die schon jetzt erzielten Erfolge in der Verbesserung der deutschen Lebensmittellage sind ein Hauptschlag gegen untere Gegner, die Holsten, mit der Neuauflage der Hungerblockade Deutschland in die Knie zmingen zu können und nunmehr auch diese wohl schwerste Niederlage einftecken muffen. Hier täte man besser daran, die Frage der Verteidigung des britischen Empires überhaupt nicht anzu- schneiden, da man auf taube Ohren stoße. Der britische Standpunkt finde in den USA. überhaupt keine Billigung. Auf die imperialistischen Bestrebunaen der USA. im Nahen Osten wird von der Londoner „Times" erneut hingewiesen. Mit einer gewissen Beunruhigung berichtet das Blatt darüber, daß sich das nordamerikanische Generalkonsulat in Beirut, der Hauptstadt Syriens, das inzwischen zu einer Ge« jandtschaft erhoben wurde, tagtäglich vergrößere, und die Nordamerikaner in Syrien eine riesige Propaganda entfalte. Neben der Ernennung von politischen, wirtschaftlichen und Militärattaches sei jetzt auch ein nordamerikanisches Informationsbüro in Beirut eröffnet worden, das sich allwöchentlich an die Bevölkerung Syriens und des Libanons wende. Dakar llSA.-Marine-Stühpuukt. 8 i f f a b o n, 8. Dez. (Europapreß.) Die Errichtung eines Marine- und Luftstützpunktes der USA. in Dakar meldet der Nachrichtendienst von Algier. Ein entsprechendes Abkommen sei zwischen General Eijenhower und dem Gouverneur von Französisch- Westafrika, General Boisfon, getroffen worden. Die noch vor dem Afrikauntemehmen von den Westmächten wiederholt ausgestreuten Meldungen, wonach Dakar angeblich von den Achsenmächten als Stütz- punkt benutzt werde, sind jetzt von Marineminister Knox selbst als Lügen bezeichnet worden. Er sagte, man könne jetzt zugeben, daß die Gerüchte j a l s ch gewesen sind, wonach sich die Achsenmächte des Hafens von Dakar als Stützpunkt bedient habe«. Oer deutsche Gegenangriff im Raum Kalinin —Ilmensee. Berlin, 8. Dez. (DNB.) 3n der seit dem 25.11. tobenden Abwehrschlacht im Abschnitt Äalinin—Toropez hatte sich seit einigen Tagen das Schwergewicht der ftämpfe mehr in den Raum um Toropez und iüdöttlich des Ilmensees verlagert. Auch diese Ausweitung des Angriffs- raumes Hal den Bolschewii'ten keine Vorteile gebrockt. Stattdessen hat die Kraft der feindlichen Vorstöße fühlbar nachgelassen und erfolgreiche deutsche Gegenschläge ermöglicht. Bei den Angriffen hatte der Feind bisher 12 Schützen-Divisionen und 14 Panzer-Brigaden eingesetzt. Die Verluste der Bolschewisten sind durch das sinnlose Anrennen gegen die gut ausgebauten deutschen Stellungen und Stützpunkte ungewöhnlich hoch. Die sowjetischen Panzer-Brigaden verloren etwa die Hälfte ihres Panzerbestandes. Diese hohen Ausfälle erschöpften im wachsenden Maße die feindlichen Kräfte. Die Kämpfe südwest- lich Kalinin waren daher nur noch von unterge- oroneter Bedeutung. Es gelang, die eigenen Stellungen zu verbessern und die voroerlegte Front gegen die Gegenstöße des Feindes zu halten. Im Raum von Toropez führte der Feind zwar noch heftigere Angriffe, doch auch diese blieben im Abwehrfeuer vor den Hauptkampfstellungen liegen. Der deutsche Gegenangriff hat schon beim ersten Anlauf große Erfolge gehabt. Unsere Panzermänner, Grenadiere und Sturmpioniere rissen die feindliche Front auf und stürmten durch die Lücke 15 Kilometer tief in die tiefgestaffelten Kampfanlagen der Bolschewisten, nahmen zahlreiche Ortschaften und stehen nun auf den Nachschubstraßen des Feindes, wodurch in diesem Frontabschnitt eine für die Bolschewisten höchst bedrohliche Lage geschaffen wurde. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 8. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei Stoßtruppunternehmungen deutscher und rumänischer Truppen im Kaukasus wurden Bunker- und Kampfanlagen des Gegners ausgehoben. Württembergifche Grenadiere behaupte- ten eine neugewonnene höhenflellung gegen heftige Gegenangriffe. In den weiter andauernden Kämpfen im Terekgebiet brachte ein Panzerkorps in den letzten sieben Tagen 6670 Gefangene ein, erbeutete oder vernichtete 46gepanzerteFahr- zeuge, 94 Geschütze und zahlreiche Infanteriewaffen. Jagdflieger griffen im Tiefflug Bahnanlagen und Kraftfahrzeuge des Feindes an. 3m großen Bonbogen nahmen die Sowjets gestern ihre heftigen Angriffe mit starken Panzerverbänden wieder auf. Sie brachen unter der Abwehr unserer Truppen, die durch deutsche und rumänische Kampfflieger unterstützt wurden, zusammen. 3m Abschnitt Kalinin — Ilmensee traten deutsche Truppen mit Panzern zum Gegenangriff an, durchbrachen die feindlichen Stellungen in einer Tiefe von 15 km und stehen auf den Berforgungs- wegen des Feindes. Seit Beginn der Abwehrschlacht am 25. November wurden im Bereich einer Armee über 2500 Gefangene gemacht, 1051 Panzer, zahlreiche Geschütze und 3nfanteriewaffen des Feindes vernichtet oder erbeutet. Schwächere Angriffe der Bolschewisten südlich des Ladogasees scheiterten im Abwehrfeuer aller Waffen bereits vor den deutschen Stellungen. An der Lyrenaika-Front bekämpfte Artillerie feindliche Kraftfahrzeugkolonnen und Balterie- stellungen. 3n Tunesien halten die Kämpfe mit einzelnen feindlichen Kampfgruppen an. Bei starken Luftangriffen gegen Philippeville wurden vor Anker liegende Schiffe, Kaianlagen und Lagerhallen wiederholt getroffen und durch schnelle deutsche Kampfflugzeuge eine Anzahl feindlicher Flugzeuge auf einem stark belegten Flugplatz zerstört. Deutsche und italienische 3agdflieger schossen über Nordafrika bei einem deutschen Berlust acht feindliche Flugzeuge ab. 3m Westen verlor die britische Luftwaffe gestern fünf Flugzeuge. Lin eigenes Flugzeug wird vermißt. Deutsche Jäger griffen am Tage Berkehrs- anlagen und Truppenunterkünfle an der englischen S ü d o st k ü st e an. Transportverbände der Luftwaffe haben sich an der Ostfront und im Wittelmeer in unentwegten, oft unter starker Feindeinwirkung stehenden Einsätzen wieder hervorragend bewährt und vielfach zu entscheidenden Kampfhandlungen bel- getragen. Das Eichenlaub für den Kommandeur eines Jägerregiments. Berlin, 8.Dez. (DBB.) Der Führer verlieh dem Oberstleutnant No bis, Kommandeur eines Jägerregiments, als 151. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Nobis wurde 1901 als Sohn eines Buchdruckers in Graz geboren. Ihm war es zu verdanken, daß die seit November im Raume von Tuapse geführten heftigen feindlichen Angriffe erfolglos bliebe». Trotz schwierigster Witte- rungsverhältnisse wiesen feine Jäger unter seiner kühnen und wendigen Führung alle Borflöße des Gegners ab. Schließlich trat Oberstleutnant Nobis aus eigenem Entschluß mit seinem Regiment zum Gegenangriff an, durch den die Bolschewisten zurückgeworfen wurden. Der tapfere Kommandeur führte den Angriff trotz erheblicher Verwundung in vorderster Linie, bis der Erfolg sichergeslellt war. Feindliche Angriffe in Tunesien zusammengebrochen. Berlin, 8. De3. (DNB.) Nach der Niederlage bei Tebourda versuchten britisch-nordamerikanische Panzerverbände, die nach ihreck Verlusten am Vortage durch schnell nachgeführte Panzerkampfwagen aufaefüllt worden waren, mit starken Kräften, die verlorenen Stellungen ^urückzugewinnen. Der Gegner mußte diesen Versuch mit beträchtlichen Verlusten bezahlen und verlor weitere 14 Panzer, darunter neun schwere sowie drei Panzerspähwagen, und eine Anzahl Geschütze. Kampfflugzeuge zersprengten feindliche Panzeransammlungen und griffen überraschend im Tiefslug einen feindlichen Flugplatz im algerischen Grenzgebiet und einen Krast- wagenpark an. Schlachlflieger vernichteten im lief« flug acht Panzerkampfwagen. Große Enttäuschung in Indien Schanghai, 8. Dez. (Europavreh.) Daß die Amtszeit des indischen Vizetönigs Lord Linlithgow bis zum Oktober 1943 verlängert worden ist, hat in allen indischen Kongreßkreisen große Enttäuschung ausgelöst. Man hatte auf eine Aenderung des „Status quo“ unter einem neuen Vizekönig gehofft. Auch die Moslem-Liga, die unter ihrem Führer Mohamed Ali Iinnah für die Interessen der mo- hamrnedani'schen Minderheit im Rahmen des Pakistan-Planes eintritt, ist mit dem Verbleiben von Linlithgow unzufrieden. Das Organ der Moslem- Liga „Daran" schreibt: „Der arme politische Patient Indien erhält wieder dieselbe Arznei wie früher." Wie „Daily Telegraph" meldet, hätte Churchill gern den gegenwärtigen Luftfahrtminister, Sir Archibald Sinclair, zum Dizekönig von Indien gemacht. Dieser habe sich aber energisch geweigert, ,ba5 Amt zu übernehmen. Zivilmobilisation für Italiens Industrie. Mailand, 8. Dez. (Eurvpapreh.) Entsprechend der Ankündigung Mussolinis in seiner letzten Rede, daß man nicht mehr von einer inneren oder äußeren Front sprechen könne, sondern von einer ein* Auf klassischen Pfaden. Zum 225. Geburtstage Winckelmanns. Wer den geistigen Umbruch zu würdigen weiß, der sich mit dem Zeitalter des deutschen Klassizismus durchsetzte und bis in die Gegenwart hinein fruchtbar geblieben ist, darf nicht bei den Namen der Hocktlassiker — geführt von Lessing und Goethe — stehen bleiben. Nicht fortzudenken ist aus ihrer Reihe der hocksinnige Bahnbrecher und Wegweiser Johann Joachim Winckelmann, dessen sich Heuer zum 225. Male jährenden Geburtstags deutsche Universitäten und archäologische Institute — letztere als des Gründers ihrer Sonderwissenschaft — ehrend gedenken. Von ihm durfte sein Biograph Julius Vogel mU Recht sagen: „Auf seinen Schultern ruht vorwiegend die klassische Bildung des 18. Jahrhunderts", und Goethe bekannte feine Dankbarkeit durch folgende maßgebliche Würdigung: „Winckelmann, ein zweiter Kolumbus, hat die Entwicklung und das Schicksal der Kunst als an die allgemeinen Gesetze aller Entwicklungen gebunden, in ihrem Sinken und Steigen mit der Kultur und den Schicksalen des Volkes gleichen Schritt haltend, entdeckt." Er ahnte, was durch ihn bif Nachwelt wissend erfuhr, daß die Kenntnis der Ahnenkultur wichtige Voraussetzung für traditionsgetreuen Kul- hiraiufftiefl einer jeden Nation ist» und er ahnte auch wohl schon, was heute noch nicht immer bewußt erkannt wird, daß die klassische Wissenschaft und Kunst uns den Hochstand des Arlertumes im Zeitalter der Antike auszeigen. Johann Joachim Winckelmann ist als Sohn eines armen Schuhmachers zu Stendal geboren worden: nur mühsam konnte ihm der Besuch des Gymnasiums und der Universität ermöglicht werden; als Bibliothekar auf einem sächsischen Gute wirkte er in einem kleinen Kreise, doch mit ungehemmter Gelegenheit zur weiteren Selbstbildung, bis ein landesherrliches Stipendium ihm 1755 eine Studienreise nach Rom erschloß. Hier, obwohl er bald die Doppelwurzel der klassischen Antike erkannte, blieb er heimisch, denn hier und auf Reisen in Italien konnte er feinem intuitiven Forschertriebe innig nachleben. Höchst günstig wurde für ihn, dessen hohe Begabung für Die klassischen Facher man in Rom bald erkannte, feine Betätigung al« Bibliothekar und Sammlungsdirigent des funftfinnigen Kardinals Albani, und die hier geleistete Arbeit befähigte den deutschen Gelehrten, dem ehrenvollen Rufe als Präsident der römischen Altertums-Sammlungen zu folgen. Bei eifriger Organisierung der Museen und auf gründlich durchgeführten Studienfahrten durch ganz Italien ging Winckelmann der harmonische Zusammenhang des gesamten antiken Lebens auf, und ihm war es vergönnt, als erster die kritische KunstbStrachtung zum Ausgangspunkt einer wissenschaftlichen Archäologie zu nehmen. ♦ In seinem Hauptwerk „Geschichte der Kunst des Altertumes", das in alle wichtigen Sprachen der Erde überlebt wurde, gab er die Maßstäbe einer historisch- ästhetischen Kunstbeurteilung und zugleich die Grundlage des europäischen Iungklassizismus mit feinen Auswirkungen aus die gesamte Geisteshaltung Europas. Im besonderen aber bestimmte Winckelmanns in seinen Werken und in der beseelten Anordnung der antiken Sammlungen hervor- tretender Geist die schöpferische Aktivität der Künstler. In seinen „Gedanken über die Nachahmung die griechischen Werke" (1755) werft er gerade sie auf das Gebiet der klassischen Kunst hin und bietet ihnen damit den unmittelbaren Weg zum schöpferischen Hochziele: „Das Studium der Natur ist ein längerer und mühsamerer Weg zur Kenntnis des vollkommen Schönen als das Studium der Antike." Im Wesen der hellenischen Kunst, der Befruchterin auch der italienischen Kunst, erkennt er, auf die Einfachheit und Natürlichkeit der Alten hinweisend, als belebende Momente ihre „edle Einfalt und stille Größe", die ihn zu der Ueberzeugung kommen läßt: ,/Der einzige Weg für uns, groß, ja womöglich unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten, und was jemand von Homer gesagt hat, daß derjenige ihn bewundern lernet, der ihn verstehen gclernet, gilt auch von den Kunstwerken der Alten, insbesondere von den Griechen." Ein Herzenswunsch Winckelmanns war es, Hellas zu bereifen und archäologisch zu erforschen. Der Tod von eines Raubmörders Hand hat ihn an der Erfüllung gehindert, aber im Geiste Winckelmanns geschah es, als die Archäologie ein Jahrhundert später ans Werk ging, unter rühmlichem Vorantritt deutscher Altertumsforscher, wie Schliemanns, der Troja und Mykench und C u r t i u der Olympia ausgrub. Werner Lenz. Auf der Iahrestagung der Republikanischen Partei in den USA. wurde Harrison S p a n g I c r zum Der a. o in viert kirnen h agen. 3 mmer d. I iung b; k>ei Anfangs chihof ei silierte u der (s hften T mieur, a. itizbeam nik Dr. Vor ema üite sich 1 vo, Profe> war ein Anhänger des früheren Präsidenten Hoover. über Die Einführung des Judensterns auch im bisher unbesetzten Frankreich wurde von dem Generalkom- miffar für Iudenfragen, Darquier de Pellipoix, über den nationalen Rundfunk Vichy angekündigt. Entartungs- und Zersetzungsevscheinungen als eine Heimstätte der echten und wahren Kunst in eine bessere Zeit hinüberzuretten. Daß ihm das gelang, trug ihm die besondere Anetkennung des Führers ein, der seit der ersten Begegnung mit Posse feine genialen Fähigkeiten erkannte und sie in immer Parteivorsitzenden für 1943 gewählt. Der bisherige' j:rftWn Parteivorsitzende Wendel! Willkie hatte ihn gegen; Walter die Kandidatur von Werner Schroeder (Illinois) -.'hlWP unterstützt. Spangler (Iowa) ist 63 Jahre alt und L' studiert In Anerkennung der großen Verdienste des verstorbenen bayerischen Ministerpräsidenten SA.-Ober- gruppenführer Siebert, befahl der Führer, daß die SA.-Standarte 20 Kempten in Zukunft die Be- Zeichnung führt: „Standarte 20 Ludwig Siebert*. scher Romantiker gegeben. Am Weltkrieg nahm Posse von 1914 bis 1918 im Westen teil und erhielt das EK. I. und II. Klasse. Nach dem Kriege war es Posses vornehmste Aufgabe, die Dresdner Gemäldegalerie unberührt von den nun um sich greifenden steigendem Maße einsetzte. Eine Reihe von Veröffentlichungen zeygt von dem umfassenden Wissen Hans Posses. Genannt seien hier nur der Katalog der Gemäldegalerie des Kaiser-Friedrich-Museums, ferner der Katalog der romantischen Schulen der In Potsdam erlag Eitel Friedrich Prinz von Preußen, der zweite Sohn des ehemaligen deutschen Kaisers, einem Herzschlag. Er stand int 60. Lebensjahr. * König Gustaf von Schweden feierte das 35jäh. rige Regierungsjubiläum. Mit Rücksicht auf die Zett- Verhältnisse fanden keine Festlichkeiten statt. Die Presse dankt dem König besonders dafür, daß es ihm zum zweitenmal während feiner Regierungszeit gelungen fei, das Land aus dem Krieg herauszuhalten. Dresdner Galerie unb fein neuestes Werk Lucas Cranach. Kunst und Wissenschaft Eberls „Hille Bobbe“. ffor. 6i Mgenbi e er de er im feil tr Dozer ioersität irr vo it Fran affung in 5 :gtn, Ro Üttingen, ft 1934 3 klbrecher ngsoerw 3 A>n4.r ®t)2ore 2 ichl in Wrecher 1' ßoret; W Nacht rRi die Mche ff H ft Os ! & Wing hat Professor Hans Posse gestorben. Oer Führer ordnet ein Staatsbegräbnis für den hervorragenden Kunstkenner und Gaieriedirektor an. wS K M k 14?! Dresden, 8. Dez. (DNB.) Der Direktor bei Gemälde-Galerie Dresden, Professor Dr. Haus Posse., ist im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Mit ihm verliert das deutsche Bolk nach Wilhelm von Bode abermals einen hervorragenden Kunstkenner, der es verstanden hat, in jahrzehntelanger Arbeit die Dresdner Gemäldegalerie weiter auszubaueu und den Gemäldeschah auch anderer deutscher Museen zu erweitern. Unvergängliches leistete der Berstorbene dabei am Aufbau der neuen Gemälde- und Kunstgalerie für L i n j a. d. Donau. Ueber 1200 Gemälde und zahlreiche andere Werke der bildenden Kunst, darunter eine Anzahl bedeutender geschlossener Sammlungen wurden von Posse für dieses Museum erworben. Line reiche Sammlung an Kupferstichen, Handzeichuun- gen und Aquarellen wurde unter seiner Leitung für die Stadt aufgebaut. Linz a. d. Donau hat Professor Posse aus Dankbarkeit zum Ehrenbürger ernannt Der Führer, der den Beworbenen in seiner Arbeit besonders schätzen und würdigen lernte, hat ein Staatsbegräbnis in Dresden ungeordnet Im Reichsverkehrsnünisterlum fand unter bem Vorsitz des Staatssekretärs Dr.-Ing. Ganzenmüller in Vertretung des Reichsverkehrsministers eine Tagung der Präsidenten der Generalbetriebsleituw gen, Reichsbahn-Zentralämter und Reichsbahndire> tionen statt. Es wurde ihnen ein Ueberblick über die Betriebs-, Verkehrs- und Finanzlage, über Maßnahmen auf dem Personal- und Sozialgebiet der Reichs« bahn und Richtlinien für die Wintermonate gegeben. gendlich-komischen Rollen schätzen, als er 1871 die Direktion des Hofburgtheaters übernahm. Mehrere Jahre sah er mit an, wie Schöne wunschlos seine Pflicht erfüllte. Dann aber reizte ihn, der roegei? feiner Spottfucht bekannt war, doch der stete Gleichmut des gefeierten Schauspielers. Er bestellte Schöne in sein Dienstzimmer. „Sie sind ein weißer Rabe, Heber Schöne", sagte er lächelnd. „Sie haben keine Wünsche. Ich habe Sie heraufbestellt, weil ich Ihnen den Triumph nicht gönne, daß Sie als einziger Ihrer Kollegen mein Büro nicht gesehen haben. Ich habe Ihnen nichts weiter zu sagen!" * Theodor Döring, der als einer der hinreißendsten und einfallsreichsten Darsteller in der Theater« geschichte fortlebt, beherrschte seine Rollen nicht immer sicher. So war er häufig auf den Einhelfer angewiesen, unb da gibt es manches lustige Stückchen von ihm zu erzählen. Döring befand sich auf einer Gastspielreise. In einem kleinen Städtchen fand er eine Frau als Einhelferin, mit der er schon während der Probe nichts anzufangen wußte. Immer wieder blieb er stecken. Döring belehrte sie, wie er gewöhnt fei, zu spielen. Nichts half. „Bei der Frau bin ich verloren!" seufzte der große Mime. „Ihr Anblick dreht mir das Herz um — wenn das Elend im Kasten sitzt, kann ich nicht spielen. Schminken Sie sich rote Backen, stecken Sie sich eine Rose ins Haar — dann wird's gehen." Und so geschah es. Die übrigen Schauspieler halfen die Einhelferin schmücken, bevor sie sich in den Kasten setzte. Döring hatte einen Erfolg wie selten. Das Publikum jubelte ihm zu. Da ließ er die Einhelferin während der Pause M sich kommen. „Sehen Sie, so ist's gut!* sagte er anerkennend. „Merken Sie sich: Heiter» heiter ist die Kunst!" • Max Halbe, der Dichter der „Jugend", saß mit Frank Wedekind an einem Abend zusammen im Theater, an dem eins der Dramen Halbes urauf« geführt wurde. Schadenfroh entdeckte Wedekind einen Zuschauer, der friedlich schlief, und er machte Halbe darauf aufmerksam. Halbe schwieg. Kurz danach wohnten beide einer Aufführung von Wedekinds „Marquis von Keith" bei. Da glaubte Halbe mit gleicher Münze heimzahlen tu können, als auch er im Parkett einen Schläfer sah. Geistesgegenwärtig meinte aber Söebefinb: „Das ist der Herr au5 deiner Premiere, der ist immer noch nicht sich gewacht. A. K « "'n die die, in # von ; traten1 Elsa nbiß Jild 3{„;piegi »Mich MM ’ Ver ein -de Ärt; B als tnurö r Akadei lSch-k 1 hat- 2 , s Neuro i - sinfom rj die Os lqners, Kreuch ich eine 1t. Hans Posse wurde 1879 in Dresden als Sohn des Direktors des sächsischen Hauptstaatsarchivs geboren. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte in Marburg und Wien kam er als Assistent zu Wilhelm von Bode an das Kaiser-Fried- rich-Museum in Berlin. Sein Hauptinteresse galt hier zunächst der italienischen Malerei des 16. unb 17. Jahrhunderts, der er auch als Assistent am Deutschen Kunsthistorischen Institut in Florenz und während eines längeren Aufenthalts in Rom feine Studien widmete. 1911 wurde ihm die Leitung der Dresdner Gemäldegalerie übertragen. Im Zuge einer grundlegenden Reorganisation hat er ihr insbesondere die unter dem Namen „Dresdner Schule des 19. Jahrhunderts" bekannte Sammlung beut» 4 die P° con lcmc Heiter ist die Kunst. Kleine Geschichten vom Theater. Zu Heinrich Laube, dem Verfasser der „Karls- schüler" und Direktor des Wiener Burgtheaters, kam ein junger Mann, um fick auf feine Eignung zum Schauspieler prüfen zu lassen. Man sprach über die Aussichten junger Schauspieler. Als da der angehende Bühnrnheld äußerte, es gehöre nach feiner Meinung nicht nur Können dazu, seinen Weg auf der Bühne zu machen, sondern auch ein gut Teil Frechheit. Als er „Vorgesprächen" hatte, sagte Laube: „Mir scheint. Sie werden es mit der Frechheit versuchen müssen!" * Gegen Ende des Jahres 1826 —- zehn Jahre vor feinem Tode — wurde in Wien eines der beliebten Zaubermärchen Ferdinand Raimunds uraufgeführt. Es wurde ein rauschender Erfolg. Besonders der als Schausvieler unb Dichter gleich berühmte Verfasser, der selbst eine der tragenden Rollen spielte, wurde sehr gefeiert. Raimund mar voller Freude. Als die Vorstellung beendet war, bat er einige feiner vertrautesten Freunde zu einem Abendessen, um auch sie an seinem Erfolg teilhaben zu lassen. Man tafelte vergnügt und brachte manchen Trinkspruch auf den Dichter aus. Einer der Anwesenden aber brachte eine eigenartige Bitte vor. „Wir haben heute deinen Triumph miterlebt", sagte er zu Raimund, „vielleicht kannst du uns nun aber auch einmal von einem deiner Mißerfolge erzählen." Raimund erzählte: „Es war vor zehn Jahren. Ich trat in Preßburg in dem Stück „Der politische Kannegießer" von Holberg auf, unb die Zuschauer schienen mit meiner Leistung durchaus nicht zufrieden zu sein. Man sparte nicht mit Mißfallenskundgebungen, ja sogar mit faulen Aepseln wurde nach mir geworfen. Aber, ihr werdet's nicht glauben, es wurde dennoch an jenem Abend Beifall geklatscht — nämlich in dem Augenblick, in dem der faulste Apfel an meiner linken Backe zerschellte!" * Hermann Schöne, einer der beliebten Schauspieler des Wiener Burgtheaters in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, war die Bescheidenheit selbst. Nie hat er den Direktoren gegenüber wegen der ihm gugeroiefenen Rollen einen Wunsch geäußertman schätzte ihn deshalb. Auch iÖrang v. Dingelstedt lernte den Darsteller der ju- zkgen Front mit verschiedenen Abschnitten, werden durch ein Dekret alle Unternehmen sowie ihre An- gestellten und Arbeiter in Italien der Zivilmobilisation unterworfen. Jede industrielle Tätigkeit wird in Zukunft sowohl hinsichtlich der Lieferungen für die Wehrmacht als auch für die Zivilbevölkerung kontrolliert. Die neue Maßnahme betrifft 154 000 Unternehmen mit über vier Millionen Angehörigen. Die Zivilmobilmachung, die bereits für die Kriegsindustrie und die öffentlichen Betriebe wie Kraftwerke, Gaswerke und Transportunternehmen zu Beginn des Krieges durchgefühkt worden war, wird nunmehr auf alle Industriebetriebe ausgedehnt. Angestellte und Arbeiter dürfen also ihren Arbeitsplatz unter keinen Umständen verlassen und unterstehen hinsichtlich der Erfüllung ihrer dienstlichen Pflichten der Militärgerichtsbarkeit. Die Maßnahme, so bemerkt „Messaggero", festigt die Front der Produktion und sichert die Kontinuität und den regelmäßigen Gang des gesamten Pröduk- ttonsprozesses und damit die Widerstandskraft der Nation. Kleine politische Nachrichten. Die Leiter der Reichspropagandaämter versammelten sich in Berlin zu einer Arbeitstagung. Reichsminister Dr. Goebbels gab einen umfassenden Ueberblick über die Lage und leitete daraus die Aufgaben ab, die sich auf den Gebieten der Volks- aufhäjung und Propaganda für die nächsten Monate ergeben. Ferner gab Reichsminister Dr. Thierack einen Ueberblick über die Aufgaben der Justiz im Kriege. Die Staatssekretäre Gutterer und Dr. Land- 'ftird, SA.-Obergruppenführer Oberlindober sowie eine Reihe weiterer Persönlichkeiten aus Partei und Staat sprachen über Probleme ihrer Arbeitsbereiche. * Zum Leiter des Reichsbundes der Haus- und Grundbesitzer e. V., des Bundes deutscher Mietervereine e. V. und des Deutschen Siedlerbundes e. D. hat Reichswohnungskommissar Dr. Ley den Leiter des Reichsheimstättestamtes der DAF., T)r. Steinhäuser, berufen. li. Profk Jät Qnnsl i ht|e§ tpä, I J"ent Muf: Moll i Mi« > । i i ft”" ; '"tone । •Mi«1 L1* I y 'ff Sst । - > i r Mn iS* Um Gestalten, deren Urbild der Malerei angehört, eine dramatische Handlung zu erfinden und eine Oper zu schreiben, ist verlockend, seitdem Schillings mit seiner „Mona Lisa" einen Welt- - erfolg gehabt hat. Hans Ebert nahm sich zu gleichem \?.QU5 Zweck ein Bild von Frans Hals und spann um Wmerin Hille Bobbe, die Hexe von Haarlem, eine Hand- ? ?2.ren ' hing, die zur Zeit der spanischen Besatzung der Niederlande spielt und zwischen Politik und Liebe dramaturgisch unsicher > hin- und herschwankt. Das Textbuch bietet dem Musiker Ebert, der bisher hauptsächlich mit Filmmusiken hervorgetreten ist, immerhin Gelegenheiten, seine vielseitige Versiertheit klangvoll zu beweisen. Die musikalische Palette reicht von Wagnerschem Leitmotiv über Puccinis Melodienduktus, über StraOßische Orchesterbehandlung und naheliegende „Eulenspiegel"-Anklänge bis zu modernen Rhythmen^ mit denen auch alte Volks- liedbestandteile zu neuer, Wirkung getrieben werden. rhythmische Stoßkraft erhielt, in der Titelpartie, von dem Z0. Geburtstag des Komponisten Friedrich Klose. ' übt! Hochschulnachrichten. in iünden. 1931 NNtt und mit Zwei Volksschädlinge hingerichtet. anflt« 'n unb seitdem Welt, ileiche» nn um Hand- na der ) Liebt tt. Dai bishel ten ist Zersiert- Paletti Zuccinir behänd- nge bis ! Polls- merbeit bishn llkom. manche Bausteine zur Gesamtleistung liefern. H. M. Sprechstunde des Kreisler ers. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 10.12.1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Amt für das Landvolk. Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, 10.12.1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Kür Dap^erket vor öem Kemöe. Der Obergefreite Otto Rink aus Hattenrod (Kreis Gießen), der im Osten kämpft, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Nur ein fleischloser Tag ’ _ zwischen dem 24. Dezember 1942 und dem 2. Januar 1943. Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt bekannt: In dem Zeitraum vom 24. Dezember 1942 bis zum 2. Januar 1943 gilt als fleischloser Tag lediglich der 2 9. Dezember 1942, so daß in den Gaststätten und Deherbergungs- betrieben auch am 25. Dezember 1942 und am 1. Januar 1943 fleischhaltige Gerichte gegen Abgabe von Fleischmarken verabfolgt werden dürfen. 6 dis bkkt', M ■ Dit 5 V fit* 1, lalten 'M 1t do; iar m mälde- senden 5 eint n eint gelang, ührer; t feint immer i Der-; Wissen latalog rfeums, en der f über reißet Theater' )t irniuß er angk Ztuckchrk' fanM roahro« nervös i bin^ . Wblv! iten 6“ Hof« £ Ä ft 5 arf -Schont r Nabt, en leint hJhne- einzig^ ben.Ä rin, 'ligtn im Iffeffor. Er war dann Lehrer an der Forstschule in pangenberg und Assistent in Hann.-Münden. 1931 >urde er Forstmeister, 1938 Oberforstmeister. 1941 purde er Geschäftsführer der Stiftung Schorfheide jnb im selben Jahr a. o. Professor in Eberswalde. — M Der a. o. Professor für Forsteinrichtungen an der I korstlichen Hochschule Eberswalde, Oberforstmeister Mi I Jr. Walter Kohl, wurde zum o. Professor ernannt, ywj ß johl wurde 1902 in Königstein im Taunus geboren. unl I (r studierte in Hann.-Münden und Gießen und benten l'irontoDierte 1924 in Gießen. 1926 wurde er Forst- 871 bit Mehren 05 feine ■ wegen ; Gleich kw kiii! 'hüii ity, tbl* muh, *1 940 ht Darmstadt uraufgeführt, brachte das Deutsche Opernhaus Eberts „Hille Bobbe" jetzt in Mer eindrucksvollen Aufführung in Berlin heraus Der Frankfurter Gastregisseur Herbert Becker arbeitete die Ensembleszenen ausgezeichnet durch und "aute die bewegungsmäßig sicher geführten Sorten m eine zielbewußt gesteigerte Aufführung ein, bie von Arthur Grüber am Dirigentenpul't or- üestralen Glanz und rhychmische Stoßkraft erhielt. W Elsa Larc6n in der Titelpartie, von dem Kühnenbildner Richard B i e b r a ch nach dem Hals- hen Bild kostümiert, mit Günther T r e p t o w als kulenspiegel und Hans Heinz Nissen als einem esanglich hervorragenden Seebären fand die kremiere sehr starken Beifall. Johannes Jacobi. etwa auch ungebeten einen kleinen Liebesdienst erweisen können. Manch unnützer Leerlauf ließe sich vielleicht noch ersparen, wenn wir alle, ohne Neugier und Aufdringlichkeit, einmal eine Sekunde dar- auf acht gäben, ob der Nebenmann nicht unsere Hilfe auch ungebeten gebrauchen könnte. Es hat nichts mit Rechthaberei zu tun, wenn wir eine gutgemeinte, aber aus Unkenntnis falsche Auskunft, die wir gerade mitanhören können, richtigstellen. Und über das individuelle Interesse hinaus nützt überhaupt jede fruchtbar angewandte Minute unserer nationalen Gesamtleitung, während jede Vergeudung von Zeit nicht nur Verlust an Leistung, sondern auch Schaden an guter Laune und produktiver Leistungsfreude ausmacht. So münden auch diese kleinen Dinge in die großen Gemeinschaftsprobleme, und mit kleinen Fürsorglichkeiten können wir ch die Polizei den Burschen vornahm, hatte sie den hon lange gesuchte Hochstapler Konrad Kar gl |e ws der Gegend von Leoben erwischt, einen vorbe- ' stuften Maurergesellen, der als Architekt und In- thieur, aber auch als Geheimer Staatspolizist und justizbeamter unberechtigte Haussuchungen vorge- nommen hatte, um zu stehlen. Als angeblicher Holz- hufmann beschwindelte er eine Frau um Pferd und Vagen. In Stuttgart spannte er einem Mädchen en Hausschlüssel aus und drang, während seine Begleiterin ahnungslos in einem Restaurant saß, B-deren Wohnung ein, um zu stehlen. Die Straf- mrner verurteilte den gefährlichen Gewohnheits- Verbrecher, zu fünf Jahren Zuchthaus und Siche- imgsverwahrung. Aus der Stadt Gießen. Das Gesetz der Kameradschaft. Schicksalsstunden verschweißen die Menschen untereinander. Niemand weiß das besser als der Frontsoldat, unb darum müssen wir in der Heimat immer wieder bei ihm in die Lehre gehen. Es bedarf nicht vielen Redens darüber, und doch hören wir aus unzähligen kleinen Erlebnismomenten derer da draußen heraus, wieviel immer wieder in der Stunde der Not oder Gefahr der Kamerad dem Kameraden bedeutet. Aber wo wäre heute nicht Front? Jeder, der noch in der Heimat an seinem als lebenswichtig anerkannten Posten schafft, untersteht den gleichen Pflichten und Gesetzen wie die Männer draußen. Ja, er muß sie noch ernster und gewissenhafter nehmen, da er den Unbilden des äußeren Kampfes in ungleich geringerem Maße ausgesetzt ist. So muß auch das Gesetz der Kameradschaft unsere ständige Bereitschaft auslösen, im großen wie km kleinen für die Volksgenossen rundum in Unserem Gesichtskreis da zu fein. Jeder Opfersonntag, jede Sperre für Front oder Heimat findet gewiß die Gesamtheit unseres Volkes in einer Einmütigkeit und kämpferischen Einsatzbereitschaft füreinander, die in der Welt ihresgleichen sucht und den verständnislosen Neid unserer Gegner erweckt. Aber auch in den kleinen Dingen des Alltags muß sich diese gleiche Haltung stets aufs neue bewähren. Wir erleben es immer wieder, daß uns ein Ortsfremder — fei er Soldat oder Zivilist — nach dem Wege fragen muß. Wir sehen Frauen auf den Treppen der Bahnhöfe sich mit Kinderwagen ab- muyen. Wir beobachten aber auch manchmal nur mit halbem Bewußtsein einen schüchternen Menschen, der in der Hast unb Unrast feiner Mitmenschen seine Wünsche oder Fragen nicht an den Mann zu bringen wagt, aus lauter Rücksichtnahme für die anderen. Oder auf der Straßenbahn kann eine Hilfsschaffnerin selbst nur ungenügende Auskunft über ein bestimmtes Ziel geben. Solche Fälle ließen sich zu Tausenden auszählen. Es hat einmal eine blasierte Einstellung zu all solchen Erlebnissen gegeben, aus der heraus ein Griesgram sagen mochte: Was gehen mich die fremden Leute an? Und damit verhüllte er sich in eine Wolke unfreundlichen Schweigens und ließ die anderen mit ihren Sorgen allein. Ein wenig Nachdenken muß uns heute zu der aeaenkeiligen Einstellung verpflichten. Wenn es selbstverständlich ist, daß wir jeder Bitte um untere Unterstützung bereitwillig Folge leisten, so sollten wir noch ein übriges tun und geradezu unsere Aufmerksamkeit darauf richten, ob und wo wir dec große Irrtum. Roman von Meta Beil Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die Männer schreiten die Versuchsfelder ab, und hierbei entgeht es Marswin nicht, daß Rautenberg ttenig Aufmerksamkeit zeigt, das muß auch Bergen- rtth auffallen. Und vorher, als er Marswm m feiner Laatzuchtwirtschaft besuchte, hatte er doch besonderes yntereffe für den Uhlenhof. Deshalb machte ihm o Marswin den Vorschlag, mit zum Uhlenhof zu ihren. Und jetzt zeigt Rautenberg so wenig An- t-ilnahme an der Arbeit Bergenroths, daß es Mars- nin peinlich ist. Ist das so, fragt er sich, weil die ijrau jetzt nicht mehr da ist — . Fast ist es Marswin unlieb, Rautenberg hierher Noracht zu haben. ..... <» Bergenroth selbst bleibt ganz sachlich. Ruhig und Mbewußt entwickelt er seine Erfahrungen. Er sag Marswin nichts wesentlich Neues, und dennoch hort deser aufmerksam zu, findet die Erwägungen uno bie aus praktischen Erfahrungen gezogenen Schlupe Hergenroths so ausgezeichnet durchdacht, oatz er mpulsiv und herzlich sagt: „Bergenroth, Sie sind eir* genialer Züchter!" " ■• Und sich an Rautenberg wendend: „Und was fegen Sie dazu? Mit der einen Prüfung, die eie gimacht haben, ist die Sache für uns noch lange nicht abgeschlossen. Hier sehen Sie, wie weiterge- Q" beitet wird!" L „3d) bewundere diese Arbeit sehr. Sie tonnen bfer Ihre, Versuche auf breiter Grundl^e durch, fchren, Herr Bergenroth. Das ist natürlich sehr er Neulich für Sie." , Das wird höflich gesagt. Hinter dem nachlässigen n steht Verschlossenheit ... mehr noch ... em Elehnen. .Merkt Marswm das nicht oder will er über- Zucken, jedenfalls meint er, daß also auch Rauten er Dozent für rechtliche Sippenforschung an der niversität Berlin Dr. jur. habil. Ulrich Frei- err von Ulmenstein erhielt an der Uniuer- tat Frankfurt einen Lehrauftrag für Rechts- und ierfassungsgeschichte der Neuzeit. Ulmenstein wurde p09 in Bückeburg geboren. Er studierte in Göt- fngen, Rostock und Wien und promovierte 1935 in Höttingen. 1939 habilitierte er sich in Berlin, wo er Iit 1934 Referent im Reichssippenamt war. — Der o. Professor für Kinderheilkunde an der Univer- tät Innsbruck und Vorstand der Universitätskinder- inik Dr. Richard Priese! wurde zum o. Pro- ssor ernannt. Priese! wurde 1890 geboren, habili- erte sich 1934 in Innsbruck und wurde ebenda 1935 o. Professor. Aus afler Wett. Der falsche Gesiapomann. Anfangs November fiel im Frankfurter Haupt- tahnhof ein Mann auf, der einen Passanten kontrollierte und sich als Kriminalbeamter ausgab. Als Am 4. Dezember 1942 ist der 26 Jahre alte Friedrich L o r e y hingerichtet worden, den das Sonder- stricht in Frankfurt als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher und Volksschädling zum Tode verurteilt |it. Lorey hat mindestens 100 schwere Diebstähle im Nachteil von Kleingartenbesitzern verübt und abei die Verdunkelung ausgenutzt. Ferner ist der IDjährige französische Staatsangehörige Michel $ I a ft o s hinqerichtet worden, den das Sondergericht in Frankfurt als Gewaltverbrecher und Dolks- hädling wegen Straßenraubes zum Tode ver- iirteiU hat. Vlastas, der wegen Diebstahls oorbe- raft ist, hat einen Angetrunkenen mit einem chlaaring niedergeschlagen und feiner Darschaft ieraubt, außerdem mehrere Diebstähle unter Aussetzung der Verdunkelung begangen. berg weiter mitarbeiten müsse. „Vielleicht geben Sie ihm heute gleich noch Prüfungsmaterial mit, Herr Bergenroth!" „Es wäre verfrüht", lehnt Bergenroth ad. ,Lch möchte erst selbst noch klarer sehen. Aber gehen wir jetzt, meine Herren. Sicher wird meine Frau uns schon erwarten." Rautenberg hat nur den einen Gedanken: Helene allein zu sprechen. Und es gelingt ihm auch. Man sitzt auf der Terrasse und hat gefrühstückt: unb nun, als Marswin schon vom Weiterfahren spricht, beugt sich Rautenberg zu der Hausfrau hin unb sagt per- binblich: „Ich erinnere mich, gnäbige Frau, baß Sie früher, in Berlin, vom Uhlenhof sprachen ... von bem alten Park hier ..." „Ja ...?" Helene weiß so genau, was Rautenberg beabsichtigt. Wie war bas boch ... Frau Bergenroth wirb ber Lage gewachsen fein! Das verlangt man von ihr Richard erwartet bas. Also gut. Rautenberg spricht weiter. „Ich denke, Ihr Herr Gemahl und ber Doktor werden noch ein Weilchen zu reden haben. Darf ich bitten, mir auf einem kurzen Weg i*n Park zu zeigen? Es wäre sehr freundlich von Ihnen, gnädige Frau!" „Bitte, Herr Rautenberg ... geben wir." Helene erhebt sich unb geht neben Rautenberg über bie Terrasse unb über ben Weg zwischen ben Rosenstämmen. Vor ihnen liegt besonnt unb leuch- tenb eine weite Rasenfläche. Im Halbrund biegt sich ber Weg, führt hinunter zum See. Helene geht langsam, schlendernb. Sie bleibt auf dem Weg, den man von oben, von ber Terrasse her, bis zum See hinunter verfolgen kann. Schließlich hebt sie ben Kops unb sieht ihren Begleiter an. „Was wollen Sie also von mir?" „Helene ... weiß Ihr Mann von unserer früheren Derbinbung?" „3a." ,Za", sagt Helene unb erschrickt habet bis ins Herz hinein. Diese Erschütterung hat nichts mit Der einer alten Karlsruher Familie entstam- nenbe Komponist Friebrich Klose konnte seinen ). Geburtstag begehen. Bei Vinzenz Lachner beginn Klose seine musikalischen Studien, die er )öter bei Anton Bruckner fortsetzte. Klose kam Lpn als Lehrer an das Basler Konservatorium, 907 wurde er Nachfolger Thuilles an der Münche- rer Akademie der Tonkunst. 1910 siedelte er nach |er Schweiz über, wo er bis heute seinen Wohn- jtz hat. Aus der großen Zahl seiner ber Nach- nb Neuromantik verwandten Werke seien genannt He sinfonische Dichtung „Ein Leben, ein Traum" nb die Oper ,Zlsebill", ferner das Oratorium „Der ssonnen-Geist". Klose, ein begeisterter Verehrer Rogners, hat auch Eindrücke und Erlebnisse in -ayreuth in einer Broschüre nieder gelegt, die zugleich eine Kampfansage gegen den nach dem Welt- Heg um sich greifenden Ungeist in der Musik dar- Konzert desderlinerFrauen-Kamnier-Orcheffers Das Berliner Frauen-Kammer-Or- ch e ft e r, das auf Einladung der NSG. ,K r a f t durch Freude" in der Aula konzertierte, hat sich mit Recht zur Aufgabe gestellt, die Streichorchester- Werke des Hochbarock und der Uebergangszeit mit besonderer Eindringlichkeit zu pflegen und sie damit einem großen Hörerkreis nahezubringen. Denn unsere großen Orchestervereinigungen können nur von Zeit zu Zeit auf dieses zu Unrecht in den Hintergrund getretene Gebiet zurückgreifen. Um so mehr wird man dem Bestreben der Konzertgeber zustimmen müssen. Unter der Führung von Gertrube-Jlse T i l s e n haben musizierende Frauen mit voller Hingabe, ja, man möchte sagen, mit Liebe, sich in jene Werke versenkt und sie so tiefgründig erfaßt, daß diese in ihrer historischen Stilbedingtheit wieder lebendig und damit unmittelbar werden. Mit einem sensiblen Einfühlungsvermögen wurde so die Basis gefunden, die Werke wieder in alter unverbrauchter Frische erstehen zu lassen. Die Klangentwicklung die- ses Orchesters ist vornehmlich auf die Herausarbei- tung jener dynamischen Werte abgestellt, die im Barockzeitalter üblich waren. Der saubere, gesättigte Streicherklang entfaltet vor allem in der terrassenartigen Abstufung der Klangstärke ganz besondere Reize, zumal auch das Echospiel mit seinen schwebenden, leise hallenden Klängen hat hier eine Kultivierung erfahren, wie man ihr nur selten begegnen wird. Das Nacheinander in der motivischen Entwicklung wurde durchweg sehr scharf, ja pointiert gegliedert und dem Hörer damit übersichtlich gemacht. Ebenso wurde das polyphone Sttmmengewebe mit seinen vielfachen thematischen Abwandlungen äußerst plastisch abgeprägt und somit der Klang- ra"m mit Tiefenwirkung erhellt. Unter diesen Voraussetzungen konnte jede einzelne Gabe der Vortragsfolge in der Geschlossenheit ihrer Darbietung zum wertvollen Erlebnis werden. Eingeleitet wurde ber Abend mit der Ouvertüre zur Oper „Euristeo" von I. A. Hasse (1699 bis 1783). Dieser aus Bergedorf bei Hamburg gebürtige Deutsche ist mit seinem Schaffen ber ba- maligen Hochblüte ber italienischen Oper stark verhaftet. Mit der Zeit seiner Wirksamkeit über das eigentliche Barockzeitalter hinwegreichend (trat er boch noch mit bem jungen Mozart in Wettstreit), weist er auch in bieser Ouvertüre schon Züge ber Ernpfinbsamkeit auf, zumal in ber Einleitung unb in dem graziös beschwingten Allegretto-Ausklang. Mit Antonio Divaldi (1680—1748), ber übrigens 1709^-1713 beim Herzog Philipp von Hessen (Statthalter zu Mantua) gewirkt hat, kam ber erste bebeutenbe Vertreter des Solotonzertes für Violine zur Geltung. Gertrube-Jlse T i l f e n erfüllte den Solopart mit feinem Stilempfinden; mit energischem Strich, der ebenso großen Ton zu ziehen vermag wie er in seiner Leichtigkeit bie Sequenzen-- thematik scharf gliedert, führte sie den ersten Satz schwungvoll durch, ber zweite Satz war verhalten in seiner Melodik^ unb in spritziger Frische des Figurattven erklang das Finale. Die dezente Zurückhaltung des begleitenden Stteichkörpers verdient hervorgehoben zu werden. Händels Concerto grosse in d-moll fand seinen verinnerlichten Höhepunkt in dem „Air" mit seiner breitschwingenden Linie und den mannigfachen Kontrasten, einmal zwischen der Sologruppe (concertino) und dem Tutti unb in der Ausstufung der Stärkegrabe bis zum feinsten Pianissimo hin. Die „Gavotte" kam in ihrer anmutigen tänzerischen Leichtigkeit unb reizvollster klanglicher Durchbildung bem Hörer besonders nahe. Ottorino Respiahi (1897—1936) hat mit seiner Bearbeitung alter Lautenarien unb Tänze für ben Streicherkörper wertvolles Gut der Vergessenheit entrissen. Das Quartetto di Roma gab uns hier schon einmal davon Proben. Die Instrumentierung dieser alten Musik unter ber Ausnützung ber Farbigkeit unb individuellen Ausbruckswerte ber Streichinstrumente ließ bei feingeistiger Verteilung des thematischen Anteils diese Gaben in der Wiedergabe in reichster Mannigfaltigkeit und Schönheit des Klanges und geigerischer Kunst ausblühen; sie erhoben sich in der Passacaglia durch höchste Disziplinierung aller Mitwirkenden zu geradezu überraschender Klangfülle, zu letzter Ausdruckskraft im Lichte beherrschter thematischer Tiefenwirkung. Der starke Widerhall beim Hörer wurde durch herzlichen Beifall bezeugt. Dr. Hermann Hering. Was soll unsere Tochter werden? Da« Deutsche Frauenwerk und die Arbeitsämter des Gaues erteilen Hat. NSG. Was soll unsere Tochter werden? In einigen Monaten entscheidet fitfj diese wichtige Lebensfrage für viele Mädel, die aus Schule und Pflichtjahr zur Enllassung kommen. Ihr Kind richtig zu beraten, ist in der heutigen Zeit oft allein Aufgabe der Mutter, da der Vater an der Front steht und kaum eingreifen kann. Berufsberatung, Schule und BDM. tragen bie Kenntnis über vielerlei Berufsmöglichkeiten an Eltern unb Kinber heran. Nach Fähigkeiten unb Eignung werden die Jugendlichen auf ihre Berufswahl vorbereitet. Entscheidend aber ist die Haltung des Elternhauses, besonders die Haltung der Mutter, wenn die endgültige Wahl getroffen wird. Damit hat die Mutter eine' verantwortungsvolle Aufgabe, die ihr zur Pflicht macht, die Wahl der Tochter gut zu bedenken. . Der von ber Natur für bie Frau bestimmte Beruf ist ber ber Hausfrau unb Mutter. Die gewaltigen Aufgaben, bie bie Kriegszeit unserem Volke stellt, verlangen aber, baß viele unserer Frauen ihren Arbeitskreis nicht ausschließlich in ber eigenen Familie sehen, fonbern baß sie sich, — wenigstens vorübergehenb — barüber hinaus schaffend in das Arbeitsleben des Volkes einfügen. Aber auch nach dem Ausgang des Krieges werden die Arbeiten unseres Volkes zur Sicherung des Friedens und unseres erweiterten Lebensraumes so umfangreich sein, baß auf bie Mithilfe der Frau auf längere Sicht nicht verzichtet werben kann. Das bedeutet wiederum für unsere Mädel, daß der erwählte Beruf nicht nur in ben Jahren, bie zwischen Schulentlassung unb Verheiratung liegen, fonbern in ähnlicher Weise wie bei ben Jungen für bas ganze Leben eine Rolle spielt. Bei der Berufswahl ber Mäbel verlangen also zwei Dinge besondere Beachtung: einmal die Tatsache, baß bie Mehrzahl der Mädel später Hausfrau unb Mutter sein-wirb, zum anberen, daß ein Beruf gewählt wird, ber bem Mäbel in einer Weife entspricht, daß er ihm eine feine Persönlichkeit ausfüUenbe Schaffensfreude gibt. Bei ber Berufswahl müssen die aus der persönlichen Eignung erwachsenen Berusswünsche mit den Erfordernissen des Volkes in Einklang gebracht werben. Das gilt für Jungen und Mäbel in gleicher Weise. Beim Mädel kommt aber jetzt die Notwendigkeit hinzu, an den späteren Beruf der Hausfrau unb Mutter zu denken. Bei der Mehrzahl unserer Mädel wird es möglich feilt, im Hinblick auf diesen eigentlichen Lebensberuf bie Berufswahl zu treffen. Die Ausbildung in Haus- unb Landwirtschaft unb in den sozialen Berufen gibt dem Mädel für die Arbeit als Hausfrau und Mutter das beste Rüstzeug und zugleich die Möglichkeit, alle Kräfte zu entfalten und in die berufliche Arbeit einzusetzen. Den hauswirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Berufen hat die heutige Zeit ein weites und neues Feld eröffnet. Wenn das Dtädel über ben Wirkungskreis im städtischen ober ländlichen Haushalt hinausstrebt, bietet die erfolgreich abgeleistete Lehrzeit bie beste Grundlage für viele soziale unb pflegerische Berufe. Die Säuglingspflegerin unb die Dolkspflege- rin müssen beispielsweise in der Lage fein,- nicht nur die gesundheitlichen unb wirtschaftlichen Belange ber Familie, sondern auch die Fehler in ber Haushaltsführung zu erkennen, die oft zu einem guten Teil Ursache einer Schwierigkeit oder Krankheit sind. Die Hauswirtschafttichen und sozialen Berufe sind heute Mangelberufe, d. h., um die gestellten Aufgaben zu erfüllen, werden mehr Arbeitskräfte benötigt, und tüchtige und willige Menschen finden hier ein reiches Betätigungsfeld. Und weil sie in ganz besonderer Weise die Möglichkeit bieten, der Berufsarbeit der Frau reichen Inhalt zu geben unb ihrem ureigensten Frauenberuf am nächsten verwandt sind, verdienen sie die besondere Beachtung bei der Berufswahl unserer Mädel. Zur Beratung sind die Dienststellen des Deutschen Frauenwerkes sowie die Arbeitsämter des Gaues Hesfen-Nassau jederzeit bereit. Weihnachtssondenuteilung und V-qetarier. Im Zusammenhang mit den Weihnachts-Sonderzuteilungen werben Vegetarier den Wunsch äußern, für bie babei mit zur Ausgabe kommenden 200 g Fleisch anbere Lebensmittel zu beziehen. Der Reichsernährungsminister hat beshalb bestimmt, daß an Stelle von 200 g Fleisch unter Entwertung ber vier über 50 g Fleisch ober Fleischwaren lautenden Ein- Rautenberg zu tun. Gar nichts. Es ist vielleicht so, daß Helene in diesem Augenblick ganz klar das Unnatürliche ihres Bündnisses mit Bergenroth erkennt. Und zugleich spricht neben ihr die dunkle Stimme mit deutscher Ironie: „Merkwürdig, daß Herr Bergenroth sich bann mit mir in Derbinbung setzte!" „Mit einer geschäftlichen Anfrage. Um Ihren Besuch haben wir Sie nicht gebeten!" „Sie sinb sehr deullich, Helene. Ich muß also sehr um Verzeihung bitten für meine Kühnheit. Aber Sie w'ssen genau, weshall) ich kam. Ich mußte Sie sehen. Wie Sie hier leben ... wie das möglich ist, baß eine tzrau wie Sie sich hier in biese'Einsamkeit zurückzieht." „Es ist ganz überflüssig, baß Sie sich meinetwegen den Kopf zerbrechen. Wie unb wo ich lebe, bas geht Sie nichts an." Helene bleibt stehen. „Bitte ... wir werben jetzt umkehren." Sie geht auch gleich ben Weg zurück. Dabei spricht sie weiter: „Trotzbem will ich Ihnen sagen, daß mich das Leben hier auf bem Uhlenhof unb die Aufgaben, die ich mit meinem Manne teile, so zu- stieben machen, wie ich in meinem ganzen Leben nicht zustieben war." Rautenberg bleibt stehen, breht langsam ben Kopf zu Helene unb sieht sie an. Sein Blut wallt auf. Er sieht Helenes Antlitz ganz nahe — ein kühles, abroeifenbes Gesicht. Aber er handelt nicht klug, als er nun davon spricht, daß einer Helene Deselius, dem reichen unb unabhängigen Mäbchen, boch die ganze Well offenftanb. „Wie lange werden Sie hier zufrieden sein?. Sie täuschen sich selbst, Helene! Es ist so unbegreiflich ... Sie lernen durch einen lächerlichen Zufall einen Mann kennen, der Ihrem bisherigen Lebenskreis ganz femfteht, ber bisher Angestellter war unb bem Sie bie Möglichkeit einer glänzenden Einheirat geben." In Helene schlägt eine heiße Empörung hoch. „Schweigen Sie! Ich wünsche nicht, dieses Gespräch fvrtzusetzenl" „Helene — nun sagen Sie mir — ist das die große Liebe? Ich vermag es nicht zu glauben." Helene geht wortlos weiter. „Helene — müssen wir wirklich Feinde bleiben? Sie sind mir verloren. Damit muß ich mich abfinben. Kann nicht bennoch eine freunbliche Stimmung zwischen uns sein? Ich werde mit Ihrem Mann gewiß noch geschäftlich zu tun haben —" „Nein", sagte Helene hart. „Wir werden keine Verbindung mit Ihnen haben!" Sie sind nun wieder auf bem Weg zwischen ben Rosen. Die beiben Männer kommen ihnen von ber Terrasse her schon entgegen. Marswin hat es jetzt eilig und verabfchiebet sich gleich von Helene. Wäh- renb er zu seinem Wagen geht, spricht er mit Bergenroth noch weiter. Rautenberg steht noch neben Helene, unb es entgeht Bergenroth nicht, daß Helene bie Hand Rautenbergs übersieht, nur mit einem knappen Neigen des Kopfes grüßt und in bas Haus geht. . * Den ganzen Tag spürt Helene noch eine nervöse Erregung. Weil sie aber diese Unruhe durchaus bezwingen will, geht sie nach dem Ellen wieder hinaus, um die am Vormittag begonnene Arbeit fortzusetzen. Als sie zurückkommt, hört sie, daß Bergenroth zur Dberförfterei gefahren ist. „Sie möchten mit dem Abendessen nicht auf Herrn Bergenroth warten", bestellt ber Gehilfe. Weshalb ist Richarb gerabe heute fortgefahren? überlegt Helene. Er hat kein Wort von bieser Absicht gesagt. Sie haben überhaupt bei Tllch wenig gesprochen. Sie haben den Besuch am Vormittag nicht mehr erwähnt, und Helene fanb, daß überhaupt eine fremde Luft um sie beide war. Der Tag vergeht. Es ist zehn Uhr vorüber. Die Nacht ist warm unb lehr hell. Fern am Horizont verschwebt ein rötlicher Dunst als letzter Schimmer ber länast unter» gegangenen Sonne. Helene ruht im Liegestuhl auf ber Terrasse. Sie wartet auf ihren Mann (Fortsetzung folgt.) Zelabichmtte der Weihnachts-Sonderkarten WS 1 und WS 2 Reise- und Gaststättenmarken über 100 g Nährmittel ausgegeben werden können. Das Verhältnis von 200 g Fleisch oder Fleischwaren zu 100 g Nährmittel ist auch i* Zukunft in ähnlichen Fällen zugrunde zu legen. Verhindert Frostschäden! NSG. Wie immer, so weist auch in diesem Jahre die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung auf die ungeheuren Schäden des Frostes und die damit verbundenen Gefahren hin, die mangels" rechtzeitig vorgenommener Frostschutzmaßnahmen bei strengem Frost an ungeschützten Wasserleitungen, an Zentralheizungen, Brennen, Fabrikanlagen usw. entstehen, und deren Beseitigung mangels geeigneter Fachkräfte auf große Schwierigkeiten stößt. Es ist daher Pflicht jedes Volksgenossen, Frostschäden durch vorbeugende Frostschutzmaßnahmen üderhaupt zu vermeiden, d. h. frostgefährdete Wasserleitungen gegen Schäden zu schützen. Auch kalte Räume müssen abgedichtet werden, damit die Rohre nicht einfrieren können. Wasserleitungen frieren stets ein, wenn Fenster oder Türen undicht sind. Auch in Waschküchen und den oberen Räumen schließe man stets die Fenster bei Frostgefahr. Wie beseitigt man Frostschäden? 1. Zum Auftauen kein offenes Feuer benutzen! 2. Auftauen mit in heißes Wasser getauchten Tüchern ist am sichersten. 3. Nur der Fachmann darf die Lötlampe verwenden, nur er ist berufen, die Schäden an Rohrleitungen au beseitigen! 4. Vorsicht beim Auftauen, vermeidet Brände! Darum merke: Rechtzeitig vorgenommene Frostschutzmaßnahmen verhüten mit Sicherheit das Einfrieren von Wasserleitungen. .Schadenverhütung ist Pflicht! Lehrgang im Kinderturnen. Am Sonntag führte der Sportkreis Wetterau im NS.-Reichsbund für Leibesübungen in der Turn- , Halle der Alten Peftalözzifchule einen Lehrgang tm Kinderturnen durch, der von 25 Vorturnerinnen und Uebungsleiterinnen gut besucht war. Reichs- bund-Turn- und Sportlehrerin Margret Seim turnte mit den Teilnehmerinnen einen sehr reichhaltigen Uebungsstosf aus dem Gebiet des Kinderturnens durch. Nach der Einführung begann sie mit einem Allgemeinbetrieb für drei- bis zehnjährige Kinder, brachte dann Hindernisturnen für drei- vis sechsjährige, Handgerätübungen und Singspiele für alle Altersstufen und schloß mit einem Hindernisturnen für sieben- bis zehnjährige Kinder. Unter Mithilfe von Kameradin Lotte Keßler brachte die Lehrgangsletterin den Uebungsstoff in so ansprechender Weise, daß die Turnerinnen während des ganzen Lehrgangs mit Begeisterung bei der Sachs waren. Gießener Dochenmarktpreife * Gießen, 9. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, % kg 10 Rpf., Weißkraut 7, Rotkraut 10, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 6, Rosenkohl 23, Schwarzwurzeln 27, Lauch 15, Oberkohlrabi, das Stück 10, rote Rüben, kg 8 Rpf. verdunkelungszett: 9. Dezember von 17.09 bis 7.51 Uhr. Kreis Friedberg. LPD. Friedberg, 8. Dez. Der ehemalige Präsident der Hessischen Landwirtschaftskammer, der im Alter von 76 Jghren stehende Oekonomierat Adolf Hensel in Dortelweil im Kreise Friedberg, konnte am 8. Dezember mit seiner Gattin in voller Rüstigkeit und Schaffensfreude das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Oekonomierat H e n f e l, weit über Oberhessens Grenzen hinaus bekannt als Pionier und tatkräftiger Förderer der hessischen Landwirtschaft, ist ein bewährter Mit- Jupiter und G Von Dr. Erv Im Dezember dieses Jahres erhält der östliche Teil des Himmels, wo in den Abendstunden bereits die glanzvollen Wintersternbilder aufsteigen, seinen besonderen Schmuck durch die beiden 'Riesenplaneten Jupiter und Saturn. Wir finden Jupiter leicht als weitaus hellsten Stern des ganzen Himmels im Bilde der Zwillinge etwas unterhalb von Pollux, den er 23mal an Helligkeit übertrifft. Jupiter geht Anfang Dezember gegen 19 Uhr, Ende des Monats schon um 17 Uhr auf und ist während der ganzen Nacht sichtbar. Seine Leuchtkraft nimmt während des Monats Dezember noch etwas zu, da sich fein Abstand von 670 Millionen auf 636 Millionen Kilometer verringert, eine Strecke, die das Licht in 35 Minuten zurücklegt. Jupiter strahlt in einem hellgelben, ruhigen Licht. Der Feldstecher zeigt uns deutlich die Scheibe des Planeten, die im Fernrohr stark abgeplattet erscheint, was auf schnelle Rotation deutet. In der Tat dreht sich der gewaltige Ball, der elfmal so groß wie die Erde ist, in 9 Stunden 55 Minuten um seine Achse, so daß Tag und Nacht in einem Rhythmus von knapp fünf Stunden wechseln. Bei der günstigen Stellung Jupiters zeigt uns schon der Feldstecher die vier großen Monde als feine weiße, in einer geraden Linie angeordneten Punkte, die ihre Stellung in kurzer Zeit verändern. Nicht minder reizvoll ist der Anblick des Ringplaneten Saturn. Er befindet sich in der günstigsten Stellung, erreicht seinen geringsten Abstand von der Erde mit 1209 Millionen Kilometern und wendet uns seine voll beleuchtete Scheibe zu. Zur Zeit erscheint das Ringsystem weit geöffnet, wodurch die Helligkeit des Saturn mehr als verdoppelt wird, da wir nicht nur das von der Planetenkugel, sondern auch von dem breiten Ringsystem zurückge- strahlte Sonnenlicht erhalten. Der Ringplanet ist zur Zeit dreimal so hell wie der in seiner Nahe stehende Fixstern erster Größe Aldebaran im Stier. Saturn hat die zehnfache Größe der Erde, ist also nur wenig kleiner als Jupiter, dem er hinsichtlich ftreiter bet antisemitischen Bewegung Dr. Otto Böckels gewesen. Ebenso groß war fein Wirken und stetes Eintreten für die Förderung des Nährstandes und feiner Belange in Hessen, was durch die Berufung zum ersten Präsidenten der , ehemaligen Landwirtschaftskammer für Hessen sichtbaren Ausdruck gefunden hat. Heute noch ist der Jubilar nicht allein mit Nachdruck und Hingabe im Dienste der bäuerlichen Erzeugungsschlacht, sondern auch mit beachtenswertem wirtschaftlichen Weitblick in der heimischen Genossenschaftsarbeit tätig. Schweinemarkt in Gedern. * Gedern, 8. Dez. Der heutige Schweinern a r 11 war mit 40 Ferkeln beschickt. Es waren nur Tiere tm Alter von 6 bis 8 Wochen auf getrieben, die 30 bis 35 RM. das Stück kosteten. Bei flottem Geschäftsgang wurde der Auftrieb in kurzer Zeit ausverkaust. x aturn im Osten. >in Kosstnna. der physikalischen und chemischen Beschaffenhett sehr ähnlich ist. Auch Saturn dreht sich in rund 10 Stunden um seine Achse, ist stark abgeplattet und besitzt eine dichte und sehr hohe Atrnosphäxe, die, wie auch die Jupiteratrnosphäre, zwei giftige Gase, Methan und Ammoniak, in großer Menge enthält. Von den übrigen Planeten ist Uranus im Sternbild des Stiers vom Abend bis gegen 5 Uhr morgens sichtbar. Der Planet bewegt sich rückläufig südlich von den Plejaden in der Nähe des Sterns A, wo man ihn mit dem Feldstecher leicht sindet. Als Stern 6. Größe kann er gerade noch von einem scharfen Auge erkannt werden, wenn man seine Stellung kennt. Mars geht gegen 6 Uhr auf und ist bis zur Morgendämmerung tief im Südosten sichtbar. Venus wird am Jahresende als Abend- ftern für kurze Zeit am südwestlichen Horizont sichtbar. / Der abendliche Fixsternhimmel gewinnt im letzten Monat des Jahres an Glanz durch die prächtigen Wintersternbilder, die im Osten auffteigen. Bei Beginn der Dunkelheit stehen schon der Fuhrmann mit der hell funkelnden Kapella und der Stier mit den beiden Sternhaufen der Plejaden und Hyaden und dem rötlichen Aldebaran über dem östlichen Horizont. Es folgen die Zwillinge Kastor und Pollux, endlich gegen 20 Uhr der Orion, bas schönste aller Sternbilder. In dem großen Viereck sttahlt oben links der rote Riesenstern Beteigeuze, unten rechts der bläulich-weiße Rigel, ebenfalls ein Riesenstern von ungeheurer Leuchtkraft. Bei einer Entfernung von 540 Lichtjahren besitzt Rigel die ,18 000fache Helligkeit der Sonne und etwa 40fachen Sonnendurchmesser. Auch die in einer schrägen Linie stehenden Gürtelsterne des Orion sind Lichtriesen. Untet dem mittleren der drei Gürtelsterne bemerken wir noch eine Reihe schwächerer Lichtpunkte und einen hellen Lichtfleck, den Orionnebel, der in mondlosen Nächten leicht mit freiem Auge erkennbar ift Es ist ein Gasnebel in einem Ab stand von über 600 Lichtjahren und demnach von gewaltiger Aus- MÄ te Me dehnung. Links vom Orion leuchtet Prokyon- im Kleinen Hund, mit mir 10 Lichtjahren Abstand eiher der nächsten bei uns sichtbaren Fixsterne. Nach 21 Uhr erscheint auch Sirius mit blauweißem, stark funkelndem Licht über dem südöstlichen Horizont. Zwischen Sirius und Prokyon steigt die Milch» straße empor und schwingt sich wie ein großer Lichtbogen über die im Zenit befindliche Kassiopeia zum Schwan und der Wega im Nordwesten. Die Herbst-Pternbilder Andromeda und Pegasus sind in den späteren Abendstunden schon stark nach Westen gewandert. Im Norden sehen wir den Hiw melsroagen im Großen Bären mit abwärts gerichteter Deichsel nach rechts aufwärts rollen. Der optisch veränderliche Stern Algol im Perseps hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 17. um 23 Uhr und am 20. um 19.30 Uhr. Am 22. Dezember 13 Uhr durchläuft die Sonne den südlichsten Punkt ihrer scheinbaren Jahresbahn, womit astronomisch der Winter beginnt. Der Mond AI zeigt folgende Hauptlichtgestalten: Neumond am 8., v erstes Viertel am 14., Vollmond am 22., letztes Viertel am 30. Dezember. Handball. ige Festig hij .listige n wesentlich verstärkt. Das Spiel begann sehr flott, cht noch « sich »I wichtiges Die weiteren Spiele dieser Klasse kamen nicht zum £5 Austrag, da Grüningen und Mendorf nicht am Pj11 P traten, wodurch die Gegner Lang-Göns und Watzem P yJL bom kampflos zu den Punkten kamen. i/Tm male un nier dem larömols öhrigen § Lang-Göns kam bald zu den beiden ersten Erfolgen. Die Gießener versuchten immer wieder, dem Spiel eine Wendung zu- geben, scheiterten aber an der Hintermannschaft der Gastgeber. Erst gegen Mtv. Gießen! — Mtv. Gießen II 16:1 (8:0V Erwartungsgemäß konnte die zweite Mannschaft^ nicht an die Leistung der ersten herankommen. In beiden Spielhälften bestimmte diese das Spielgeschehen. vorherige Leistung herankommen und nur noch zwei Treffer erzielt. Alle Bemühungen der Gießener, das Resultat zu verbessern, blieben erfolglos. ! DJ.-Klasse. ich eine! wrignet, i Wen Fm< Kreisklasse. . 8ertranl Lang-Göns — Mtv. Gießen 7:2 (5:2). . Ljfef seii Eine in dieser Höhe nicht erwartete Niederlas ' für Stadt Gießen, Provinz, Wirtfchaft und Sport: Ernst Blumschein. W geraoe, Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R. Lange K. Ä ff Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig-nletter: Hans Beck, B- Anzeigenpretsliste Nr. 6. " Schluß der ersten Hälfte sahen sie ihre Bemühungen . jaffenstill durch zwei Treffer belohnt, ohne allerdings vek- cht noch hindern zu können, daß Lang-Göns noch dreimal Hefpiel erfolgreich war. Durch Herausstellung eines Spie- ner Gen lers konnten sie nach der Pause nicht mehr an die "x Das kommt in den meisten Familien vor! Neustadt 1 Marburger Straße 76 \ im Dezember 1942. I 06393 Statt Karten. Danksagung. Kassel | Verkäufe 11 Verschiedenes | Tüchtige Brosche Silb. 3629 V TB6I. 2.30. 4.45. 7.30: Io. 2.00.4.30,7.30 Uhr Continental - Reifen ^plast Steilen! kochen ! Wir gewähren Abgeltungsdarlehen gemäß der Verordnung vom 31.7.42 gesucht. [3632D Professor Eger, Wilhelnrstr. 24. 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Orchesters Streichquartett op. posth. c-moll Der Hirt auf dem Felsen op. 129 Klavier-Trio B-dur op. 99 Forellenquintett A-dur op. 119 Karten im Musikhaus Cballier, Neuenweg 10 Telefon 2671. 270gD TIHmAltäll °Z der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 9. Dezember 15.00 bis 17.30 Uhr König Drosselbart. 18.80 bis 21.45 Uhr 11. Mittwochmiete u. Hal bmieteB Liselott. Für die überaus zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Karl Schmidt II. sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Frau Wilhelmine Schmidt, geb. Klingelhöfer und Kinder. Gießen - Kl. - Linden, den 9. Dezember 1942. 06397 Ursprings- 181g llSSt, lonbctn nur Zeugnis ofiftfiriften dem 8» wervun-sschvetden bei- legen l — Lichtbilder AndBewerrungSunte» lagen müssen »ur Vermeidung von Seriuftew auf der Rückseite Ra- men und Inschrift des Bewerbers tragen l Umstellung von Lastwagen aller Fabrikate AUF HOLZGASBETRIEB Buchhandlung sucht Mithilfe für Büro und Laden, evtl. ■ halbtags. Schr. Ang. unt. 06368 a.d.G.A. sucht Verlag des Oiegener Anzeigers 3704 0 Gießen, im Dezember 1942 __________ 06396/ COMMERZBAN K Gießen ffibf er inru* HESSISCHE LANDESBANK - GIROZENTRALE - Paulusplatz 1 DARMSTADT Tel. 7441 Nähe Bahnhof schwarz., gefütt. Damen- Lederhandschuli mit weißer Verzierung verloren. Geg. Belohnung abzugeb. [3711D Gießen-Wieseck, Alicestr. 39 Tischplatten-Belag ca. 70X110 RM. 3.- Zur Verdunkelung: Rollospanner Stück 0.12 RM. TapelenhansHeinridiMnli Bahnhofstraße 33 [06355 Unsere liebe, gute Mutter s Frau Louise Garny, geb. Uhl ist heute von uns gegangen. In tiefer Trauer: Maja Schulz, geb. Sarny Hermann Schulz; Bruno Barny und Frau Marianne, geb. Stark Gießen, den 8. Dezember 1942. Die Trauerfeier findet Freitag, den 11. Dez., 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhpf statt. ____________________, ____________________06398 Biete: WHIMM RM. 25,—. Suche: Mnder- Svortwagen, mögt Korb, gut erhalten. Schr. Ang. unt. 06394 a.d.G.A. im Dezember 1942 ___________________06399/ Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heldentod t"®"1 unseres lieben Vaters, Sohnes, Bruders und Schwiegersohnes Wilhelm Vpgel, Uffz. in einer M.-G.-Komp., sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Besonderen Dank für den Gesang und die tröstenden Worte des Herrn Pfarrers Bickel bei der Gedächtnisfeier. Frau Pauline Vogel und Töchterchen Erika Familie W. Vogel III. Wahnemühl (Mettmann, Rhld.), Alt.-Buseck, Nachrichten-Helferin der Luftwaffe. 3422 V können tüchtige Mädels u. Frauen, mit guter Allgemeinbildung, vom 17. bis z. 35. Lebensiahr werden. Nach Ausbildung Einsatz im Reichsgebiet, den besetzten Gebieten oder bei befreundet. Nationen. Vergüt.: Tarifordnung A, autzerh. d. Reiches außerdem freie Unterkunft u. Verpflegung u.Barentschädigung. Einstellung v. Angehörigen der Landwirtschaft, Hausangest., Pflegerinnen nicht möglich. Bewerbungen bei allen Luftwasten-Dienststellen, allen Arbeitsamt, u. beim Luftgau- Kommando XII/XIII, Verwalt., Wiesbaden, Taunus-Str. 49/53. Wh V döi I ob Denn davon hängt der gute Ge« schmack ab. Kochen Sie deshalb nach den 3 KNORR - Ratschlägen« 1» Das Wasser richtig abmessen» 2» Die Kochzeit genau einhalten • und das Überkochen verhüten« 3. Nach dem Kochen etwa 10 Mi* nuten zugedeckt ziehen lassen • das erhöht den Wohlgeschmack* KNORR Zeitungsträgerin Haushilfe wegen Verheiratung d. jetzigen Äst ein • cigenden « ein „ lauer ges r. In d ainvi t\tx geis Betracht Rechnungen bei Brühl. OleBen [ Mietgesuche | Alleinsteh. Herr, anfangs 50, in sicherer Position, mit eig. 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