Montag. 9. November |9$2 |92. Jahrgang Nr. 264 Ericheim caglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gteßener ftamiltenblätter Heimat ImBild-DieScholle BesmaSvreiSr Monatlich.... .RM.1.80 Lustellgebttyr,.. ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 'Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer viS 8'/, Ubr desBormittagS Anzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Brette: 7Rvf. für rtcrmilienan- -eiaen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzoorichnft t vorherige Vereinbarung) 25°/omeot Eichener Anzeiger SSSSS «wiSita,. General-Anzeiger für Oberhessen Die große Rede des Führers .Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen! Der anglo-amerikamsche Anschlag aus Französisch-Aordasrika Größte Erregung in Paris München und als ( , Generale der Wehrmacht, der Gedächtnisstunde Wiedersehensgrüße, Fronterlebnisse und Kampferinnerungen austauschen. der Flucht. Und ttotzdem waren nur knapp zehn Jahre nötig, um die Bewegung wieder wie em Phönix aus der Asche erstehen zu lassen. Und als wir vor zehn Jahren uns hier trafen, hatten unr gerade wieder einen Rückschlag hinter uns. Diele, besonders von unseren Gegnern, glaubten, wir hätten die Zeit verpaßt, weil wir nicht in dem Augenblick zugriffen, in dem sich in ihren Augen für uns etwas bot, was aber der Bewegung nur eine Belastung gebracht' hätte, aber keine Möglichkeit zur Auswertung ihrer Absichten und Ziele. Ich stand damals auch vor euch, meine alten Parteigenossen, m dem gleichen Kreis wie jetzt, unbedingt überzeugt, daß der Sieg demjenigen zuteil werden würde, der ihn am meisten verdient, und daß es daher unsere erste Aufgabe sein würde, ihn uns zu verdienen. Wenn ich jetzt nach zehn Jahren die Entwicklung überblicke, jo kann ich sagen: Wehr als uns hat die Vorsehung überhaupt noch kein Volk mit Erfolgen beschenkt. Was wir in den letzten drei Jahren an Wunderbarem erreicht haben einer ganzen Welt von Feinden gegenüber, das steht in der Geschichte einmalig da. Daran ändert er nichts, daß es in diesen Jahren natürlich auch Krisen gegeben hat. Ich darf Sie nur an die große Krise, die wir in Norwegen auszu- stehen hatten, wo es auch auf Spitz und Knopf stand, erinnern, wo wir uns die Frage vorlegen mußten: Werden wir Narvik halten können, oder wird das ganze Unternehmen nicht am Ende doch scheitern? Es war ein unermeßlicher Glaube notwendig, um damals nicht zu verzagen. Dieser Glaube ist am Ende belohnt worden. Weitab von der Heimat, kaum durch einen einzigen sicheren Verbindungsstrang auf diesem vorgeschobenen Posten mit ihr verbunden, kämpfte eine kleine deutsche Heldenschar. Sie mußte am Ende sogar Narvik räumen, so daß unsere Gegner jubilierten. Aber ihre Tapferkeit und der fanatische Wille, unter keinen Umständen zu kapitulieren, brachten am Ende doch den Sieg uns und nicht den Gegnern. Wenn wir nun diese Zeit seit 1923 noch einmal überblicken und an unseren Augen vorbeiziehen lassen, dann wird uns eines bewußt: Wir stehen heute vor denselben Gegnern, die wir damals vor uns hatten. Im großen'Kriege waren es die gleichen Gegner, die wir auch in diesem Kriege zu besiegen haben. Zwei Dinge allerdings unterscheiden unsere Zeit von der damaligen: Erstens eine klarere Erkenntnis der Hintergründe des Handelns unserer Gegner und ihrer treibenden Kräfte, und zweitens unsere unterdes errungenen weltgeschichtlichen Erfolge. Mancher wird sich dabei die Frage vorlegen: Warum kämpfen wir nun so weil in der Ferne? Wir kämpfen deshalb so weit in der Ferne, um die eigene Heimat zu schützen, um den Krieg möglichst weit von uns entfernt zu halten und ihr das zu ersparen, was sonst insgesamt ihr Schicksal sein würde und was jetzt nur einige General W e y g a n d nach Vichy berufen, um sich mit ihm über die Lage zu unterhalten. General Weygand traf am frühen Nachmittag in Vichy ein und wurde in Gegenwart des Ministerpräsidenten Laval vom Staatschef empfangen. Der General- gouverneur von Algier, E h a t ef, wohnte ebenfalls der Besprechung bei. Beide sind im Flugzeug auf dem Wege nach'Nordafrika, wo Weygand den Ober- befchl übernehmen soll. Oie Beziehungen abgebrochen Feindliche Flieger über Bichh. Vichy, 9. Rov. (Europapreß.) Der französische Winisterrat stellte sich in seiner Sitzung vom Sonntagnachmiltag auf den Standpunkt, daß die Regierung der Vereinigten Staaten dadurch die Beziehungen abgebrochen hat, daß sie den Krieg auf Französisch-Rordafrika ausdehnte. Rach der Sitzung erschien der nordamerikanische Geschäftsträger Plckney Tuck beim französischen Regierungschef Pierre Laval. Kaum 10 Wlnuien später verließ er das Zimmer Lavals mit hochrotem Kopf und einem Papier in der Hand, auf dem die Stellungnahme des Winisters zu dem nordamerikanischen Angriff enthalten war. Ein Vorzeichen für diese ernste Mitteilung war, daß man von amtlicher französischer Seite am Sonntag um 14 Uhr an die nordamerikanische Botschaft in Vichy herantrat und darum bat, die nordamerikanische Flagge auf dem Botschaftsgebäude einzuziehen. Die französische Regierung hat die Behörden in Algier und Warokko angewiesen, sämtliche nordamerikanischen Konsulate zu schließen und die Konsuln sowie Konsularagenlen in Gewahrsam zu nehmen. Als Pickney Tuck Sonntag kurz nach 1930 Uhr das Hotel du Parc verließ, krachten über der provisorischen Hauptstadt Frankreichs die Granaten der Flak, um den Flug feindlicher Flieger über der Stadt abzu- wehren. Das Leben in Algier erwachte in den frühen Sonntagmorgenstunden zunächst ganz so wie jeden Sonntag. Nur unterbrachen schon sehr früh die Geräusche von Kanonen und Gewehrfeuer die | sonstige völlige Ruhe. Bald gewann das Stadtbild auch ein anderes Aussehen, als motorisierte Truppen in schnellster Fahrt die Stadt passierten. Die Bevölkerung Algiers verhielt sich bisher ruhig. Nach den bisher vorliegenden Meldungen, die noch keinen Anspruch auf Geschlossenheit erheben dürfen, ergibt sich, daß die Nordamerikaner an vielen Punkten gleichzeitig zu landen versuchten, wobei sie zum Teil auch Luftlande- truppen einsetzten. Diese Aktionen wurden unternommen bei Algier, westlich von Oran, bei Se- gale und Boufer. Oestlich von Dran bei Arzeu, in Marokko bei Casablanca, Saffi, Fedhale und Ma- hedia an der Atlantikküste. Zu schweren Kämpfen ist es vornehmlich in Marokko gekommen, wo der Gegner bei Saffi Fedhale und Mahedia bedeutende verbände gelandet hat. C a s a b l a n c a, an der Atlantischen Küste Marokkos, war das Ziel schwerer Angriffe der Nordamerikaner. Zunächst wurde die Stadt einem heftigen Luftangriff unterzogen, worauf der Feind zur Landung ansetzte. Diese brach im Feuer der Verteidiger zusammen, wobei drei Schiffe des Gegners beschädigt wurden. Im Augenblick tobt vor Casablanca eine schwere Seeschlacht. An der Mittelmeerküste sind Landungen westlich von Dran bei Segalo und Boufer erfolgt. Destlich von Dran war Arzeu von den Angreifern besetzt worden. Französische Truppen aus Dran sind zu Gegenangriffen vorgegangen. Der Angriff westlich von Dran führte zu einem Erfolg für die französischen Truppen. Eine größere Anzahl Gefangener wurde eingsbracht. Das nordamerikanische Landungskorps. Vichy, 9. Nov. (Europapreß.) In einer amtlichen französischen Erklärung wurde mitgeteilt, daß an dem englisch-nordamerikanischen Angriff auf Nordafrika drzi große englische Schlachtschiffe von 30000 bis 35000Tonnen, vier Flugzeugträger, sieben Kreuzer, zahlreiche Zerstörer und andere Kriegsschiffe beteiligt waren. Am 6. November verließen unter Kriegsschiffgeleit 30 englische und amerikanische Transporter Gibraltar. Am 7. November um 16 Uhr tjabe ein aus 30 weiteren Handelsschiffen bestehender zweiter Geleitzug Gibraltar verlassen. Gene- Paris, 8. Noo. (Europapreß.) Die Meldungen über den nordamerikanischen UeberfaU auf Französisch-Nordafrika haben in der Pariser Bevölkerung größte Erregung hervorgerufen. Die Extta- Ausgaben der Zeitungen wurden den Zeitungsver- kciufern förmlich aus den Händen gerissen. Man hat in der Öffentlichkeit ein klares Gefühl dafür, daß Frankreich seine Besitzungen in Nordafrika als die letzte Kraftquelle verteidigen müsse. Jacques D or r i o t wurde im Kraftwagen in verschiedenen Straßen von der Menge stürmisch begrüßt. Doriot hat in allen feinen Reden die Notwendigkeit unterstrichen, das französische Kolonialreich gegen alliierte Angriffe zu verteidigen. Die Menge brach in laute Rufe „Vive Doriot" und „Vive Petain" aus. Die Straßen und Plätze der Innenstadt sind voll von Menschen, vor allem die Champs Elysees sind Treffpunkt der franzöjijcherr Bevölkerung. Die Menge, meisten verdienen! (Starker Beifall.) Wir hätten ihn bereits im Jahre 1918 haben können. Das deutsche Volk hat ihn damals nicht verdient. Es ist an sich selbst irre und ist sich selbst untreu geworden. Das war ja auch der Grund, warum ich als unbekannter Namenloser mich damals entschloß, inmitten eines völligen Zerfalls und Zusammenbruchs wieder aufzubauen, und den Glauben hatte, daß es doch gelingen müsse. Denn ich sah vor mir ja nicht die desaitistischen Erschei- nun gen einer zerfallenen, bürgerlich-marxistischen Welt, sondern die Millionen tapferer Manner, die Las äußerste getan hatten und die einfach strauchel- -ten, weil die Heimat in der kritischen Stunde ihrer nicht mehr würdig war und versagte. Ich war damals der Ueberzeugung, daß, wenn es gelingen würde, erst einmal das deutsche Volk im Innern zu ordnen und seinen besten Kern zu erfassen, bann ein Jahr 1918 sich nicht mehr wurde wiederholen können. . Seit ich diesen Entschluß gefaßt habe, sind nun weit über zwanzig Jahre vergangen. Vor Zehn Jahren standen mir vor einer Generalprobe, nachdem schon zehn Jahre zuvor die Bewegung bereits einmal auf das schwerste geprüft wurde, manche Den Glauben verloren hatten und unsere Gegner uns bereits als tot bezeichneten. Wir brauchen uns nur diese Zeit ins Gedächtnis zurückzurufen! Es mar faft wie ein Wunder. Eine Bernegung, die sich anschickte, gerade nach der Macht fanden haben. Im Innern stand uns die bekannte Koalition gegenüber, Die alle Feinde Des Reiches umschloß, angefangen von der damaligen „Frankfurter Zeitung" und dem Börsenspekulantentum bis zur „Roten Fahne" samt allem, was dazwischen lag. Heute haben wir von außen Die gleiche Koalition zum Feind, angefangen von dem Chef dieser internationalen Freimaurerloge, dem Halbjuden Roosevelt, lind seinem jüdischen Gehirntrust, bis zu dem Judentum in Reinkultur im marxistisch-bolschewistischen Rußland. Es sind die gleichen Feinde wie einst, Die gleichen Gegner wie Damals, und es ist kein Zweifel, Daß Der gleiche Staat, der damals im Weltkrieg, um mit einer Welle verlogener Progapanda Deutsch" land zum Einsturz zu bringen, einen Mann' vorschickte, es heute mit der gleichen Version wieder versucht: Damals hieß er Wilson, heute Roosevelt. Das damalige Deutschland, ohne jede staats- und nationalpolitische Erziehung, ohne jede Einigkeit, ohne jeöe Aufklärung über Das Problem Der Juden frage und ihrer Auswirkung, ist dieser Macht zum Opfer gefallen. Es ist der große Irrtum, daß unsere Gegner sich nun einbilden, das würde sich ein zweites Mal wiederholen: Denn, wenn wir damals vielleicht das fchlechtest organisierte Volk der Welt waren, das es überhaupt gab, dann sind wir heute ohne Zweifel das disziplinierteste Volk der Welt. Wenn sich daher irgend jemand in Der anderen Welt heute noch einbildet, dieses Volk erschüttern zu fön- die durch die Straßen zieht, bricht immer wieder in Hochrufe auf Petain aus. In voller Erkenntnis des Ernstes der Lage erklären französische Kreise in Paris, an Der Verteidigungsbereitschaft der Bevölkerung Nordasrikas bestehe nicht Der geringste Zweifel. Der kürzliche Besuch Admirals D a r l a n habe dies klar gezeigt. Der Widerstand der ftanzösischen Truppen unter so bewährten Führern wie General I u i n und General Nogues werde nicht leicht zu überroinDen sein. Es handele sich um einen schweren Kampf, gegen Den alles verblasse, was bisher in Syrien und Madagaskar geschehen sei. Von Dort seien allerdings die Machtmittel Frankreichs Tausende von Kilometern entfernt gewesen und hätten in die militärische Entscheidung nicht eingreifen können. Jetzt werde die West aber erfahren, daß es anders [ein werden ralteutnant Dwight Eisenhower von Der USA.-Armee ist Der Befehlshaber Der allierten Streitkräfte. Generalmajor W. C la r k ist stellvertretender Oberbefehlshaber und General Doot» Httle Befehlshaber Der USA.-Luffttettkräste. Generalmajor S. Patton befehligt das Panzerkorps Der an der westafrikanischen Küste gelande-- ten norDamerikanischen Streitkräfte. Generalmajor Fredemtal kommandiert die in Algier gelandeten nordamerikanischen Streitkräfte. Kapitulation in Algier. Vichy, 9. Nov. (Europapreß.) Beiderseits von Algier waren heftige Kämpfe mit Den britisch-amerikanischen Landungstruppen im Gang, heißt es in einem am Sonntagnachmittag ausgegebenen Kommunique aus Vichy. Während die Angreifer an zwei Landungsstellen wieder ins Meer geworfen wurden,, gelang es ihnen an anderen Orten, am Küstengelände Fuß zu fassen. Die französischen Truppen leisteten heftigen Widerstand, doch wird erklärt, daß die Lage schwierig sei. Am frühen Morgen hatte ein nordamerikanischer, Zerstörer eine Truppenabteilung gelandet, die sich offensichtlich des Elektrizitätswerkes bemächtigen sollte. Die Amerikaner wurden jedoch zurückgeschlagen und ließen einige Gefangene in französischer Hand. Nach weiteren Meldungen aus Algier, die gegen 21 Uhr in Vichy eintrafen, soll die Stadt Algier von Osten und von Westen umzingelt worden sein. Die Küstenbatterien von Algier haben um 18 Uhr erneut in Richtung See das Feuer eröffnet. 18.15 Uhr wurden direkt hinter dem Hafen zwei Bomben abgeworfen, die einen bedeutenden Brand hervorviefen. Am Montagmorgen wurde in Vichy amtlich bekanntgegeben, daß zwischen Dem französischen Befehlshaber in Algier und Dem der norDamerikanischen Landungstruppen bei Algier eine Vereinbarung geschlossen worden fei, der zufolge Die Verteidiger von Algier ihre Waffen nreDerlegen. Wepgand übernimmt den Oberbefehl in Nordafrika. Vichy, 9. November. (Europapreß.) Bereits am Sonntagmorgen hat Der Staats chef von Frankreich und abermals für Deutschland kämpfen — wieder die Marschierer von 1 9 2 3 in ihren charakteristischen grauen Windjacken, unter ihnen manch einer in Wehrmachtsuniform und mit dem Ritterkreuz, mit ihnen die Reichsleiter und Gauleiter, die Führer Der Gliederungen, Alte Kämpfer des Kreises ' Ehrengäste Reichsnsinister und nacht. Während alle Teilnehmer Oie Gedächtnisstunde im Löwenbräukeller. München, 8. Nov. (DNB.) Im Löwenbräu- keller, von dessen Wänden große Hakenkreuzbanner in Den Saal grüßen, versammeln sich am Vorabend des 9. November — soweit sie nicht im Felde stehen Träger des Glaubens an -en Sieg Oer Führer spricht zu den alten Mitkämpfern des 9. November. tun, dann kennt er den heutigen Kern dieses Volkes nicht, die tragende Kraft nicht, die dieses Volk heute politisch führt, er kennt nicht die Nationalsozialistische Partei und ihre gewaltige Organisation! (Brausender Beifall.) Er hat auch keine Ahnung von dem, was diese Bewegung seitdem geleistet hat, wie sie durch ihre Leistungen unser Volk erfaßt hat, und wie sie den sozialistischen Gedanken, befreit von allem internationalen Schwindel und allen verlogenen Tiraden, in einer Weise verwirklicht hat wie kein anderer Staat.. An jeden Deutschen, der heule im Osten kämpft, kann ich die Frage richten: Sehen Sie sich unsere Einrichtungen an. vergleichen Sie unsere Heimstätten, unsere Siedlungen, die wir bauen, vergleichen Sie unsere nalionalsozialislischen Einrichtungen mit dem, was Sie nun drüben gesehen haben. Vergleichen Sie das Los des deutschen Dauern mit dem Los des russischen Bauern, vergleichen Sie das alles miteinander und dann sagen Sie mir Ihr Urteil: Wer hat es besser gemacht und wer hat es ehrlicher gemeint? Sicher ist noch keiner zurückgekehrt, der eine andere Auffassung als die hätte äußern können, daß, wenn überhaupt ein sozialistischer Staat irgendwo in der Verwirklichung begriffen war, dies nur in Deutschland allein geschah. Gerade das ist aber der Grund, warum diese andere Welt, soweit sie besonders die kapitalistischen Interessen vertritt, gegen uns vorgeht. Es ist ein Konzern, der sich auch heute noch anmaßt, die Welt nach seinen privatkapitalistischen Interessen regieren, dirigieren und, wenn notwendig, auch malträtieren zu können. Wenn z. B. vor wenigen Tagen ein richtiger snobistischer parfümierter Bengel wie dieser Mister Eden (Tosender Beifall) erklärt: „Wir Engländer, wir haben eine Erfahrung im Regieren" — so kann man nur sagen: Im Regieren? — Im Ausbeuten, im Ausplündern! Was heißt denn hier „Erfahrung im Regieren?", wenn im Frieden in einem Lande, das selber mit 46 Millionen Menschen 40 Millionen Quadratkilometer der ganzen Erde beherrscht, zweieinhalb Millionen Erwerbslose sknd, wo ist hier die Kunst des Regierens oder gar die Kunst des Führens? Es ist nur die Gewissenlosigkeit des Ausbeutens. Und wenn dieser selbe Mann dann sagt: „Wir haben einen feinen Instinkt für ideelle und materielle Werte " — jawohl, den haben sie! Die ideellen Werte haben sie überall zerstört und die materiellen Werte haben sie geklaut (Erneuter stürmischer Beifall), und zwar geklaut und sich angeeignet immer nur durch brutale Gewalt. Denn in 300 Jahren hat dieses Volk da drüben Staat um Stacst, Volk um Volk, Stamm um Stamm unterdrückt, unterjocht und sich untertan gemacht. Wenn sie wirklich so glänzende Regenten gewesen wären, dann hätten sie jetzt, nachdem das indische Volk den ausdrücklichen Wunsch, sie möchten endlich gehen, geäußert hat, ja gehen können, um dann zu warten, ob sie die Inder nicht wieder zu- rückrufen würden. Sie sind merkwürdigerweise nicht gegangen, obwohl sie so wunderbar zu regieren verstehen. Und darüber sind sie sich allerdings sehr einig, diese Ausplünderer, ob sie mit einer marxistischen Kappe ober mit einer privatkapitalistischen Maske Herumlaufen. Nein, meine Freunde, regieren können sie nicht! Sie können nur die Völker sich unterwerfen und dann verelend en lassen. Ein Haufen, allerdings sehr reicher Leute jüdischer und nichtjüdischer Auskunft, bestimmt hier dcks Schicksal der Welt. Deutschland selbst hat ja ein Beispiel von der Art bekommen, wie diese Leute regieren. Als im Jahre 1918 das Reich zusammenbrach, da wandte fick das verblendete deutsche Volk in seinem naiven Glauben an diese Leute, in der Hoffnung, es könnte von ihnen vielleicht ein Weg gezeigt werden, der es aus seiner Not wieder herausführen würde. Es war das demokratische Deutschland, nicht das nationalsozialistische. Denn wir wären ja gar nicht gekommen, wenn dieses demokratische Deutschland nicht in solcher Weise ausgeplündert und ausgepreßt worden wäre. Sie haben sich damals bemüht, aus Deutschland ein zweites Indien zu machen, und es ist ihnen zum großen Teil auch gelungen. Sie haben es beispielsweise fertiggebracht, daß sieben Millionen Männer keinen Verdienst mehr hatten und weitere sieben Millionen Halbarbeiter waren. Sie haben es fertiggebracht, daß man Hunderttausende von Bauern von ihren Höfen vertrieben hat, daß Handel und Verkehr zum Stillstand kamen und von irgendeiner sozialen Fürsorge keine Rede mehr sein konnte. Und wenn erst dieser Oberstrolch — ich kann ihn nicht anders bezeichnen — Roosevelt daherkommt und erklärt, er müsse durch amerikanische Methoden Europa retten, so kann ich nur sagen: Der Herr hätte gefälligst sein eigenes Land retten sollen! Dann hätte er nicht den Krieg zu beginnen brauchen! Es wäre zweckmäßiger gewesen, seine dreizehn Millionen Erwerbslosen zu beseitigen. Aber er tat es nicht, weil er mit seinen inneren Problemen nicht fertig wurde und weil er genau so wie sein britischer Verbündeter immer nur auf Raub ausging: nicht auf ideelle Werte, sondern auf materielle Werte: denn ideelle Werte weiß er noch weniger zu schätzen als ein Engländer. (Brausender Beifall.) Aus dieser Regierungskunst unserer Gegner und ihren grauenhaften Folgen in unserem demokratischen Deutschland ist die n a t i o n a l s o z i a l i st i - scheBewegung allmählich entstanden. Hätten sie nämttch Deutschlaick damals wirklich glücklich gemacht, dann hätten wir ja keine Veranlassung und ich keinen Grund besessen, mich Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat uno Jahr für Jahr dieser Arbeit zu widmen. Denn das wissen ja auch alle meine alten Mitkämpfer: Ich habe damals nicht auf der faulen Haut gelegen, ich habe nicht hier und da einmal in einem feinen Klub gesprochen und mich hier und da einmal vor einen Kamin gesetzt, um eine Plauderei zu veranstalten. Ich bin damals herumgepilgert, kreuz und quer durch die deutschen Lande, von oben nach unten und von Osten nach Westen und habe mich abgerackert, nur um mein Volk wieder aus dieser Not zu erlösen, in die diese Regenten des internationalen Kapitalismus es gestürzt hatten. Wir wollten diese Verschwö- .rung von Juden, Kapitalisten und Bolschewisten beseitigen, und wir haben sie endlich auch beseitigt. Aber kaum waren sie in Deutschland gestürzt, oa begann die andere Welt uns sofort wieder wie vor 1914 einAUfreifen. Damals war es das kaiserliche Deutschland, jetzt ist es das nationalsozialistische. Damals war es der Kaiser, jetzt bin ich cs. Nur ein Unterschied ist: Das damalige Deutschland war theoretisch kaiserlich, praktisch jedoch völlig in sich zerfallen. Der Kaiser von damals war ein Mann, dem jede Stärke im Widerstand gegen diese Feinde fehlte, in mir aber haben sie nun einen Gegner gegenüber, der an das Work „kapitulieren" überhaupt nicht denkt! (Stürmischer, vergossen as sagt Spanien? * -»- W. Ä'sä ist, für welches französisches Blut schon wurde. Die Ehre verlangt es." Berlin, 8. Nov. (DNB.) Der räuberische Ueber- fall der von Roosevelt und Churchill entsandten Landungstruppen auf das franrösifche Kolonialreich in Nordafrika widerspricht jedem Völkerrecht. Trotzdem hat es der Präsident der Vereinigten Staaten Roosevelt fertiggebracht, in einem Aufruf an die Bevölkerung Frankreichs es so darzustellen, als wenn seine Soldaten als Befreier dort eindringen wollten. „Wir kommen zu euch, um den grausamen Angreifer zurückzutreiben, der euch das Recht der Selbstverwaltung nehmen möchte", behauptet der Kriegsverbrecher. „Wir kommen zu euch einzig und allein, um eure Feinde niederzuschlagen und zu vernichten", behauptet zynisch Roosevelt. Dem muß man entgegenhalten, daß von deutscher oder italienischer Seite niemals seit Beginn des .Krieges versucht worden ist, in den französischen Kolonien in Afrika Fuß zu fassen, geschweige denn, daß sich Deutschland und Italien in die französische Selbstverwaltung irgendwann einzumischen versucht haben. Noch unverschämtev ist die Behauptung Roosevelts, die amerikanischen Truppen kämen im ^Tarnen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit — eine Phrase, deren Inhalt sich selbst widerlegt, da die Bewohner der afrikanischen Küste am eigenen Leibe verspüren, mit welcher „Brüderlichkeit" die USA.-Truppen ihre Bombenangriffe auf die friedliebenibe Bevölkerung unternommen haben. Gleichermaßen verlogen wie die Botschaft Roose- vells ist eine Erklärung, die das Londoner Außen a m t herausgegeben hat. Hierin heißt es, daß die Regierung seiner Majestät in jeder Hinsicht die Erklärung Roosevelts unterstreicht. Das Vorgehen werde „unter voller Mitarbeit und mit jeder Unterstützung" durch die britische Regierung durchgeführt. Die Vereinigten Staaten und England, Roosevelt und Churchill haben also Hand in Hand nach bewährter Methode wieder einmal einen durch nichts gerechtfertigten brutalen Angriff auf den früheren Bundesgenossen Frankreich unternommen und scheuen sich nicht im geringsten, diese Tatsache der Weltöffentlichkeit mitzuteilen. Prado, 20 km von Madrid entfernt, hatten die Besprechungen schon in den frühen Sonntagmorgenstunden begonnen. Nacheinander kamen der Außenminister Gras Jordana, der Heeresminister Assencio und andere Persönlichkeiten, die zur Zeit keine öffentlichen Aemter bekleiden. Der britische Botschafter Sir Samuel Hoare hat dem spanischen Außenminister eine Note überreicht. Darin werden Versicherungen abgegeben, daß man britischerseits keinerlei Absichten auf spanisches Hoheitsgebiet hatte und eine Aufrechterhaltung der bisherigen Beziehun- gen zu Spanien wünsche. Unruhe in Lissabon. Lissabon, 9. Nov, (Europapreß.) In amerikanischen Kreisen Lissabons äußert man sich enttäuscht darüber, daß die Franzosen nicht nur diplomatisch, sondern auch militärisch energi sch Md erstand leisten. Man hatte anscheinend angenommen, daß der französische Widerstand schon nach den er- ten Stunden zusammenbrechen werde. In Portugal elbst haben die englischen und amerikanischen 23er« 'icherungen, daß man die Integrität Portugals und einer atlantischen Besitzungen zu respektieren gewillt sei, nicht überzeugt. In den letzten zwölf Stunden wurde zwischen der portugiesischen und spanischen Regierung ein intensiver Meinungsaustausch ein geleitet, es scheint keinesfalls ausgeschlossen, daß General Franco oder sein Außenminister Jordana in der nächsten Zeit eine Zusammenkunft mit Ministerpräsident Salazar haben werden. metflSl 'Ä Verlogene Phrasen können den Rechlsbrnch nicht rechtfertigen. Roosevelts Rechtfertigungsversuch des Ueberfalls auf Algier. zwei nnehr Der ■ leiten Hai -habe banil anadjt Dc •einen gan M und i i «ilbung dl • 'Es war b !ßeinb, bu sagen, ninb Mr nnal- inb I Mungi | Moment c B-Es siech ! !°b sie da- -bauen so ihre ßort -alles baAL Denn Saronlie einmal l -24 rilill 12 Rill heule bi Menn war In Pib u>e •?ne touni & Oie Auffassung in Madrid. Madrid, 8. Nov. (Europapreß.) Die Nachricht von dem britisch-nordamerikanischen Angriff auf Französisch-Nordafrika wird von der spanischen Presse kommentarlos veröffentlicht. Damit ist die spanische Haltung den Ereignissen gegenüber gekennzeichnet. Vorläufig legt man sich in der spanischen Hauptstadt die größte Zurückhaltung auf. In Madrid dürfte man der neuen Entwicklung gegenüber vor allem den Wunsch hegen, Zeit zu gewinnen. In der Tat ist es der spanischen Regierung schlecht möglich, die Lage in Nordafrika ausschließlich von der spanischen Perspektive zu betrachten. Schon aus militärischen Erwägungen heraus muß Spanien das Problem der Sicherheit Nordafrikas zusammen mit anderen Interessen ins Auge fassen. Die Tatsache, daß Marschall Petain zur Verteidigung aufgerufen hat, wird in Madrid selbstverständlich begrüßt. Es fehlt zwar nicht an Stimmen, die ihr Mißtrauen dem französischen Verteidigungswillen gegenüber kundtun, in maßgebenden Kreisen aber wird jeder Faktor, der 3ur Verteidigung Nordafrikas beiträgt, als Pofittvum bewertet. Man dürfte es von der weiteren Entwicklung abhängig machen, inwieweit eine spanisch-französische Zusammenarbeit zur gemeinsamen Verteidigung Afrikas notwendig wird. Bekanntlich ist eine solche Zusammenarbeit durch widersprechende spanisch-französische Interessen in Nordafrika einigermaßen erschwert. * Der spanische Staatschef hatte einen Kabinettsrat für Sonntag, 17 Uhr, anberaumt. In feinem Schloß d ?.»* ,ch- Jnl°nlerie°°rbünd- gewannen bei anders geht, Dann stellt man sich plötzlich um und ~ nsrh jagt, e- jei überhaupt ein Fehler, dah die Deut- !°"en Regensallen >n> zähen Kämpfen auch nord- schen nach Kirkenes gegangen fini>, oder nach Nar- l'd) Tuapse Boden .Bei der Abwehr feindlicher 1-UL . cn O o O I ' f ______« tt w a - t - UM « «i i * mitrhon in rik, oder jetzt z. B. nach Stalingrad. Man soll doch nördlichen Ab- Kampfhandlungen von bekannt: 3m westkaukafus warf ein überraschender Feindes ab. 3m mittleren und schnitt der Ostfront keine Gegenangriffe ostwärts Alagir wurden in hartem Kampf 30 Sowjetpanzer und durch die Luftwaffe ein Panzerzug vernichtet. Truppenbewe- Vedeutung. Zusammengefatzte Luftangriffe starker Kampffliegerverbände gegen Eisenbahnziele i m Raum Ostashkoff führten zur Vernichtung von mehreren Transportzügen und Versorgungslagern des Feindes. Bel Strahenjagd wurden Sowjetkolonnen zersprengt und einige mit Truppen belegte Ortschaften zerstört. Bei Rächt wurden Stadt und Bahnhof Kalinin angegriffen. Artillerie des Heeres bekämpfte kriegswichtige Ziele in Kronstadt. Mehrere Brände wurden beobachtet. Die Luftwaffe versenkte auf dem Ladogasee einen Motorfrachter und zwei Frachtkähne. Drei Fahrzeuge wurden beschädigt. 3m Frontabschnitt von Marsa Malruk hat der Feind mit überlegenen Panzerkräflen seine Angriffe fortgesetzt. Die deutsche und italienische Luftwaffe unterstützte die Kämpfe auf der Erde und griff feindliche Kräfte und Rachschubwege an. Bei Angriffen der britischen Luftwaffe gegen die besetzten Westgebiete und bei Vorstößen gegen Rordwestdeutschland verlor der Feind vier Flugzeuge. gungen aus der Georgischen Heerstraße wurden von Aufklärungsflugzeugen mit Bomben belegt. 3m Raum von S talingrad fanden nur örtliche Kämpfe statt. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen Balteriestellungen und Ortschaften ostwärts der Wolga an. Am mittleren Frontabschnitt wurden durch Stoßtrupps zahlreiche Bunker des Feindes mit den Besatzungen vernichtet. Truppenbereitstel- lungen und Transportbewegungen der Sowjets im Quellgebiet der Dwina und Wolga wurden von der Luftwaffe bekämpft. Auf einem Flugplatz nordwestlich Moskau entstanden nach einem Rachtangriff starke Brände. Südostwärts des 3lmenfees wurde eine feindliche Kräftegruppe in mehrtägigen Kämpfen unter besonders schwierigen Geländeverhältnissen eingeschlosfen und vernichtet. Schwere Artillerie des Heeres schoß das Elektrizitätswerk von Kronstadt in Brand. 3n Aegypten dauern die schweren Kämpfe an. Eigene Gegenangriffe fügten den feindlichen Panzerverbänden schwere Verluste zu. Deutsche und italienische Luftstreitkräfte griffen in rollendem Einsatz motorisierte Kräfte des Feindes zwischen Marsa Matruk und El Alamein an. 3m Mittel- meer schoß Vordflak der deutschen Kriegsmarine in den letzten Tagen fünf feindliche Flugzeuge ab. Einzelne britische Flugzeuge flogen am Tage unter Dolkenschuh in das nordwestdeutsche Gebiet und in die Deutsche Bucht ein. Die Bevölkerung hatte geringe Verluste, hierbei und über den besetzten Deslgebieten wurden sechs feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 8. Roo. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westkaukasus und am Terek- Abschnitt wurden mehrere Gegenangriffe unter blutigen Verlusten für den Feind abgewiesen und Bereitstellungen durch Artilleriefeuer und Luftangriffe zerschlagen. Rordostwärts von Mösdok wurden angreifende feindliche Kräfte im Gegenangriff unter erheblichen Verlusten auf ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfen und zahlreiche Gefangene eingebracht. An der D o n - F r o n t schlugen deutsche und verbündete Truppen im Zusammenwirken mit deutschen Schlachtfliegern und rumänischen Kampfflugzeugen mehrere Vorstöße des Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DRB. Aus dem Führerhauptquartier. Rov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt vor allem auch von unzähligen Frauen, das ist tat« sächlich ungeheuer. In einem können wir allerdings mit unserem Gegner nicht konkurrieren: So wie einst die Partei die ärmste gewesen war, und nur durch den Idealismus ihrer Anhänger gesiegt hat, so ist heute natürlich auch.das deutsche Volk an Gold das ärmste vielleicht aller Völker der Welt. Wir haben kein Gold. Aber was wir haben, ist lebendige Arbeitskraft. Was wir haben, das ist ein heiliger Fleiß und ein heiliger Wille, und das ist am Ende in einem solchen Kampf auf Leben und Tod tausendmal entscheidender als Gold. Denn was nützen jetzt den Amerikanern ihre Gold» ttesore, außer daß sie sich künstliche Gebisse machen lassen. Wenn sie zehn synthetische Gummifabriken hatten, dann wäre das mehr wert als ihr ganzer Goldvorrat. Ich habe andere Sachen bauen lassen. Wir haben allerdings kein Gold in diesen Krieg hineingebracht, aber die Voraussetzung der Führung dieses Kampfes. Und jedenfalls einen Tank ohne Gummirollenräder haben wir Deutschen nicht, aber die Engländer haben ihn heute. Wir werden den Krieg matevialmäßig -durchstehen, und jetzt erst recht! Denn wir haben uns in den Besitz der Roh- toffgebiete gesetzt, die notwendig sind, um diesen Rrieg unter allen Umständen durchhalten zu können. Und wenn einer sagt: „Davon merkt man ja noch nichts!" — ja, sehr einfach: glauben Sie nur nicht, meine internationalen Kritiker, daß wir im Osten etwa vor den zerstörten Eisenbahnbrücken oder Eisenbahnstrecken, vor den zerstörten Wasserkraftwerken oder Erzgruben, vor den zerstörten Kohlengruben mit den Händen in den Hosentaschen gestanden und sie dauernd betrachtet haben. Nein, in diesem Jahre ist gearbeitet worden, und wie! Das beginnt sich jetzt allmählich bezahlt zu machen. Und wenn das nächste Jahr kommt, dann werden erst recht die Früchte dieser Arbeit kommen. Ich kann auch hier mit Stolz sagen, daß sich gerade die Partei dabei ungeheuer bewährt hat. Unzählige tapfere Parteigenossen stehen draußen und organisieren hier mit einer Handvoll Men« chen, als geborene nationalsozialistische Kreisleiter oder Ortsgruppenleiter, Riesengebiete und erschließen diese Gebiete für unsere Wirtschaft, für unsere Kriegswirtschaft, für unsere Ernährung und in weiterem Sinne tatsächlich für die Ernährung und die Erhaltung ganz Europas. Es ist eben kein Krieg, den Deutschland für sich allein führt, sondern ein Krieg, der für Europa geführt wird! Rur aus diesem Grunde ist es zu verstehen, daß sich so viele Freunde gefunden haben, vom Rorden angefangen bis zum Lüden, die teils in unseren Reihen kämpfen oder als selbständige Armeen unserer Verbündeten eingereiht sind in diese gewaltigste Front der Weltgeschichte. Es ist daher auch unser unumstößlicher Entschluß, daß der Friede, der ja nun einmal kommen wird, well er kommen muh, wirklich dann ein Friede für Europa sein wird, und zwar ohne die Bevormundung jener Leute mit dem feinen 3nstinkt für ideelle und materielle Werte. (Brausender Beifall.) Denn welchen Instinkt Herr Eden für ideelle Werte hat, das wissen wir nicht; er hat das noch niemals bewiesen. Sein Umgang spricht auch nicht dafür. Vor allen Dingen die Kultur seines eigenen Landes ist keineswegs so, daß sie uns vielleicht imponieren könnte. Von dem Mann drüben jenseits des Ozeans will ich gar nicht reden. Ihr Instinkt für ideelle Werte ist sicherlich kleiner als unserer. Wir haben wahrscheinlich mehr ideelle Werte der Welt gegeben als die Gesellschaft, die von Mister Eden betreut wird. Das gleiche gilt für die Länder, die mit uns verbunden sind. Sie blicken zum Teil auf Kulturen zurück, gegenüber denen die Kultur des angelsächsischen Jnselreiches wirklich eine unendlich junge, um nicht zu sagen infantile ist. Was die materiellen Werte aber betrifft, so glaube Neuer Lustangriff auf S^enua. Rom, 8.Noo. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag meldet, daß in der vergangenen Nacht ein neuer Luftangriff auf Genua durch feindliche Flugzeugoerbände erfolgte, die in mehreren Wellen Stadt und Hafen angriffen. Die Schäden sind sehr groß. Die Zahl der Opfer ist noch nicht festgestellt. Britische Flugzeuge warfen ferner, ohne Schäden anzurichten, einige Bomben auf den Stadtrand von Mailand, Savona und Cagliari, vor: sie sind schon einige Male vorgerückt und sind triebet zurückgerückt — das Entscheidende ist in fiesem Krieg, wer den endgültigen Haken custeilt. Und daß wir dies sein werden, davon tonnen sie überzeugt sein! (Jubelnder Beifall.) So ist es auch mit ihrer Produktion. Sie produzieren alles und natürlich viel besser als wir. Ich las vor einiaen Tagen, daß die Amerikaner ein neues U-Boot konstruieren. — Als ich das las, fachte ich gleich: wird sicherlich auch wieder das teste fein — und richtig, darunter stand, „das beste U-Boot der Welt" — es ist das schnellste, und auch sonst ist es das beste. Wir sind die reinen Stümver mit unseren U-Booten dagegen. Meine deutschen Jolksgenossen, wir schlafen nicht, und auch nicht unsere Konstrukteure! Im Winter 1939/40 hat ein gewisser Herr Churchill erklärt, die U-Boot- Gefahr sei beseitigt, einfach erledigt. Er hat jeden Tag zwei, drei, fünf U-Boote vernichtet. Er hat nehr vernichtet, als wir seinerzeit überhaupt besessen hatten. Er hat nichts vernichtet, sondern ich labe damals wieder „einen sehr großen Fehler" gemacht. Der Fehler war nämlich der, dah ich nur ttnen ganz kleinen Teil unserer U-Boote kämpfen ließ und den größeren Teil zurückhielt für die Ausbildung der Mannschaften neu auslaufender U-Boote- Es war damals nur eine so kleine U-Boot-Zahl am Feind, daß ich mich heute noch geniere, es überhaupt -u sagen. (Schallende Heiterkeit.) Die größere Zahl, und zwar mehr als die zehnfache, war damals in der Heimat geblieben und hat immer neue Besatzungen ausgebildet. Dann von einem gewissen Moment an begann auch bei uns die Massenanferti- cung. Es können ja nicht nur die Amerikaner Mas- jenanfertigung betreiben, wenn sie auch so tun, als tb sie das allein verstünden. Wenn sie sagen: Wir bauen so und so viele Kriegsschiffe — ja, wenn sie ihre Korvetten und ihre Heringsschiffe und was dies dazu rechnen und dann eine Kanone daraus stellen, mag das ja der Fall sein. Denn war aber alles rechnen, bauen wir garantiert nicht weniger, nur, gtaube ich, zwe ck- mäßigere Schiffe ats sie. Das hat sich wieder einmal bewiesen. Wir haben jetzt immerhin über 2,4 Millionen Tonnen versenkt — das sind fast 12 Millionen Tonnen mehr als im Weltkrieg insgesamt, und die Zahl der U-Voote übertrifft heute die Zahl der U-Boote im Weltkrieg um ein Bedeutendes. (Brausender Beifall.) Und wir bauen weiter, und wir konstruieren weiter, und zwar in allen Waffen. Und wenn die Herren da drüben sagen, daß sie eine wunderbare neue Waffe haben, ja, sie wissen koch gar nicht, ob wir sie nicht schon längst besser besitzen. Ich habe die Gepflogenheit, eine neue Waffe mir dann herauszugeben, wenn die alte tatsächlich richts mehr taugt. Warum denn vorher neue Waffen sr^isgeben? Es hat sich diese Taktik immer bewährt. Wir haben immer schlechtere Waffen gehabt, selbstverständlich! Wir haben die schlechteren Soldaten, las ist ganz klar, wir hatten weiter eine schlechtere Organisation. Wen will das wundern?! Wenn man kiese Organisationsgenies Churchill und Duff Cooper und Chamberlain und all die Leute, oder gar Roose- ielt, diesen Organisator par excellence — wenn man kiese Leute mit uns vergleicht, dann sind wir eben erganisatorisch lauter Stümper. Aber wir haben einen Erfolg nach dem aHaderen erzielt, und darauf kommt es an. Es war fh auch im In- reren so. Wir waren im Inneren dauernd die schlechteren. Wir haben überhaupt nichts gekonnt, vir haben gar keine Fähigkeiten besessen — aber eines Tages haben wir die Macht in die Hand bekommen, und das war entscheidend. Es ist verständlich, daß man in einem so weltweiten Ringen, wie es sich heute uns darstellt, nicht iamtt rechnen kann, von Woche auf Woche einen reuen Erfolg zu bekommen. Das ist ein Ding der spricht sicherlich nicht Herr Roosevelt, davon fant er überzeugt sein. Wir werden alle unsere Schläge Dofbereiten — wie immer gründlich — und sie sind immer noch zur rechten Zeit gekommen, und fein Schlag, den der andere gegen uns zu führen gedachte, hat bisher zum Ersolae geführt. Es gab auch einmal ein Triumphgeschrei, als die ersten Engländer in Boulogne landeten und dann vorrückten, und sechs Monate später ist dieses Triumphgeschrei vorbei gewesen. Es ist anders gekommen und wird auch hier anders kommen. Sie können das volle Vertrauen besitzen, daß Führung und Wehr macht alles das tun, was getan werden muß und getan werden kann, Ich habe die felsenfeste Ueberzeugung, daß hinter Führung und Wehrmacht vor allem aber die deut- s ch e Heimat steht und hinter mir besonders die ganze nationalsozialistische Partei als eine verschworene Gemeinschaft! (Die alten Parteigenossen bereiten dem Führer eine nichtt endenwollende, großartige Kundgebung ihrer unlöslichen Verbundenheit mit ihm.) Das, was die jetzige Zeit von der einstigen unterscheidet, ist eben doch das, daß damals hinter dem Kaiser kein Volk war, während hinter mir eine der großartigsten Organisationen steht, die je auf dieser Erde aufgebaut worden sind. Sie repräsentiert das deutsche Volk. Und was ferner die heutige Zeit von der damaligen unterscheidet, ist, daß an der Spitze dieses Volkes niemand steht, der jemals in kritischen Zeiten in das Ausland gehen würde, sondern daß an seiner Spitze jemand ist, der immer nur den Kampf und damit immer nur ein Prinzip gekannt hat: Schlagen, schlagenund wieder schlagen! (Brausender Beifallssturm.) Und noch eines unterscheidet das heutige Deutschland vdn dem damaligen: Damals hatte es eine Führung, die keine Wurzeln im Volke hatte, es war doch letzten Endes ein Klassenstaat gewesen. Heute sind wir mitten in der Vollendung dessen, was aus dem damaligen Krieg herausgewachsen ist. Denn als ich aus dem Kriege zurückkehrte, machte ich das Fronterlebnis in die Heimat. Aus diesem Fronterlebnis heraus baute ich mir meine nationalsozialistische Volksgemeinschaft auf. zäh und beharrlich erreicht. Und »ernt nun der Gegner seinerseits Anstatten macht, anzugreifen — glauben Sie nur nicht, daß ich ihm zuvorkommen will. Wir lassen ihn angreifen, wenn er will, denn die Verteidigung ist dann immer noch billiger Er soll ruhig angreisen, er wird sich Labei schwer ausbluten, und wir haben Einbrüche noch immer korrigiert. Jedenfalls stehen nicht die Russen an Den Pyrenäen oder vor Sevilla — das sind nämlich dieselben Entfernungen, wie für uns heute bis nach Stalingrad, oder sagen wir bis zum Lerek. Und wir stehen doch dort, das kann am ich, daß sie dafür allerdings einen feinen Instinkt haben. Aber den haben wir auch. Nur mit dem Unterschied, daß wir unter allen Umständen dafür orgen, daß die materiellen Werte Europas in der Zukunft auch den europäischen Völkern zugute kommen und nicht einer außerkontinentalen kleinen internationalen Finanzclique. Das ist unser unerschütterlicher und unerbittlicher Entschluß. Die Völker Europas kämpfen nicht dafür, daß hinterher wieder ein paar Leute mit „feinem Instinkt" kommen und die Menschheit ausplündern und Millionen an Erwerbslosen zurücklassen, nur damit sie ihre Tresors füllen. Wir haben einen guten Grund gehabt, warum wir uns von dem Goldstandard ent* ernten. Wir wollten damit eine der Voraussetzungen für diese Art von Wirtschaftsbetrachtung und Wirtschaftsbetreibung beseitigen. Und das ist ganz sicher: Aus diesem Krieg wird Europa wirtschaftlich weitaus gesünder hervorgehen als zuvor. Denn ein großer Teil dieses Kontinents, der bisher gegen Europa organisiert war, wird nunmehr in den Dienst der europäischen Nationen gestellt. Wenn mir jemand nun sagt: „Sie wollen also die Holländer verpflanzen?" — Ich will niemand verpflanzen, aber ich glaube, daß viele Menschen dann glücklich sind, wenn sie eine eigene Scholle bekommen und arbeiten müssen, wie es zur Zeit noch in diesem übervölkerten Kontinent der Fall ist. Vor allem aber werden sie glücklich sein, wenn der Lohn dieser Arbeit ihnen selber und ihren Völkern zugute kommt, und nicht einem Tresor, der meinetwegen in einer Bank in London ober Neuyork liegt. Ich glaube daher, daß das Ende dieses Krieges auch der Sturz dieser Goldherrschaft sein wird und damit das Ende der ganzen Gesellschaft, die schuld ist an diesem Krieg. Die Mission der Nattonalsozialistischen Partei ist uns allen klar. Ich verlange von jedem Parteigenossen, daß er mit äußerstem Fanatismus genau so wie in der Kampfzeit der Träger des Glaubens an den Sieg und an den Erfolg ist. Heute ist es vielleicht leichter als damals. Ich muß heute jeden meiner damaligen Parteigenossen bewundern, diese vielen Männer, die an den kleinen unbekannten Soldaten aus dem Weltkrieg geglaubt haben. Diese Männer, die mir damals nachgegangen sind, die ihr Leben für mich damals einfehten, die ihr Leben gegeben haben nicht nur im Altteich, sondern in der Ostmark, im Sudeten- ebroarten, ob das ein strategischer Fehler war. (Stürmische Heiterkeit.) Wir merken es schon an sehr vielen Anzeichen, ob es ein Fehler war, daß Dir die Ukraine oesetzten, daß mir das Erzgebiet von Kriwoj Rog besetzten, daß wir die Manganerze in unsere Hand brachten. Ob es wirklich ein -roßer Fehler war, daß wir das Kubangebiet, die vielleicht größte Kornkammer der Welt überhaupt, besetzten? Ob das auch ein Fehler war, daß wir vvhl rund vier Fünftel oder fünf Sechstel aller Raffinerien zerstörten oder einnahmen, daß mir allein eine Produktion von 9 bis 10 Millionen Tonnen Del zunächst einmal in unsere Hand brachten bzw. vollständig stillegten, ober daß mir einen weiteren Transport von vielleicht 7, 8 oder 9 Mil- iionen Tonnen auf der Wolga verhindert haben. vd) weiß wirklich nicht, ob das alles nur Fehler waren. Wir merken es ja schon. Wenn es den Engländern gelungen märe, uns das Ruhrgebiet zu nehmen und den Rhein dazu, dann auch die Donau und noch die Elbe, und dann auch Ober- jchlesien — das ist ungefähr das Donezgebiet und das Erzgebiet von Krimoj Rog — und menn sie noch einen Teil unserer Pettoleumguellen und nachher auch die Magdeburger Börde bekommen hätten, ob sie dann mohl auch sagen würden, daß fas ein großer Fehser war, daß sie den Deutschen tiefe Sachen weggenommen hatten. (Tosende Heiterkeit.) Das mögen sie einigen geistig beschränkten Völkern einreden, ob die ihnen dann einen Teil davon auch glauben wollen oder nicht, uns lönnen sie das nicht einreden. Und wenn sie es gar vielleicht mir einreden wollen, so kann ich nur sagen: Meine strategischen Pläne habe ich noch nie dach Den Rezepten oder Auffassungen anderer gemacht. Es mar ja auch sicherlich fehlerhaft, daß ich in Frankreich den Durchbruch machte und nicht oben herum ging. Aber es hat sich gelohnt. (Erneute stürmische Heiterkeit.) Jedenfalls sind die Englän- ler aus Frankreich hinausexerziert morden. Sie frtb damals so nahe an unserer Grenze gewesen. 6ie hatten 13 Divisionen dort und außerdem noch Iber 130 französische Divisionen und noch ungefähr $4 belgische Divisionen und noch 20 holländische Divisionen, ganz nahe unserer Grenze am Rhein, en unserem Rhein. Und wo sind sie jetzt? (Erneute stürmische Heiterkeit.) Und wenn sie deshalb heute sagen, sie rückten irgendwo in der Wüste etwas Heute tritt die nationalsozialistische Volksgemeinschaft an die Front, und sie werden aus diesen Dingen bemerken, wie diese Wehrmacht von Monat zu Monat mehr nationalsozialistisch wird, wie sie immer mehr das Gepräge des neuen Deutschlands annimmt, wie alle Vorrechte, Klassenvorurteile usw. immer mehr beseitigt werden, wie sich hier die deutsche Volksgemeinschaft von Monat zu Monat mehr durchsetzt, und wie am Ende dieses Krieges die deutsche Volksgemeinschaft vielleicht ihre stärkste Bewährung erfahren haben wird — das unterscheidet das heutige Deutschland vom damaligen. (Beifall.) Diesem Geist verdanken wir ein unermeßliches Heldentum an der Front, ein Heldentum von Millionen einzelner Soldaten, bekannten und unbekannten, ein Heldentum von Zehn- und Zehn- Unmöglichkeit. Es ist auch gar nicht entscheidend. Entscheidend ist, daß man allmählich die Positionen bezieht, die den G e g n e r o e r n i d)= te n müssen, und daß man sie so befestigt, daß sie nicht mehr genommen werden können. Und dann kann man mir schon glauben: Was wir einmal besitzen, das halten wir dann auch tatsächlich o fest, daß Dort, wo wir in diesem Kriege in Europa stehen, ein anderer nicht mehr hinkommt. Im übrigen ist dieser Krieg seitdem ungeheuer ausgemeitet worden. Zu unseren Verbündeten Italien, Rumänien, Ungarn, Finnland und all den anderen europäischen Völkern, Slowaken, Kroaten, Spaniern usw., die zum« Teil Freiwillige abstellten, wie die Nordischen Freiwilligen, ist jetzt noch eine weitere Weltmacht dazu gekommen, eine Weltmacht, die auch fortgesetzt Niederlagen erleidet. Seit Beginn des Eintritts der Japaner haben sie nur Mißerfolge. Alles war ein Fehler, was die Japaner gemacht haben, aber wenn sie die Fehler zusammenzählen, so ergibt das auch etwas Entscheidendes. Sie haben bei der Gelegenheit allein etwa 98 Prozent der Gummiproduktton der Amerikaner bekommen, sie haben bei der Gelegenheit die größte Zinnproduktion der Welt erhalten, sie haben riesige Oelquellen bekommen üsw. Also, wenn man lauter solche Fehler macht, kann man auch damit zufrieden ein. Und umgekehrt haben die anderen nur lauter Siege vollbracht. Geniale, tapfere, heroische, durchdachte Siege — mit ihren großen Feldherren, wie McArthur und Wavell oder irgendeinem von diesen ganz Großen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Diese Gauner' schreiben bereits dicke Bücher über die Feldherren der Vergangenheit, und ttotz- dem, ttotz allem, die Leute, die keine Feldherren hatten, haben es in diesem Krieg jedenfalls etwas weiter gebracht als die mit Feldherren so reich Gesegneten. (Tosende Heiterkeitsstürme.) Gerade an dem heutigen Tag, der ja für uns die Erinnerung an den großen Zusammenbruch unserer Bewegung darstellt, einen Zusammenbruch, der damals für viele das Ende Der Partei zu bedeuten schien, kann ich nur sagen: Für uns Nationalsozialisten muß diese Erinnerung eine ungeheure Stärkung bedeuten, eine Stärkung, allen Gefahren zu trotzen, nie zu wan-ken, nie zu weichen, jeder Not mutig zu begegnen und auch standzuhalten dann, wenn der Feind noch so dräut. Dann muß man sich schon zu dem Lutherschen Wort bekennen: „Uno wenn die Welt voll Teufel mär, es wird uns doch g e - fingen !" Ich sehe gerade heute mit einer so großen Zuversicht in die Zukunft, nachdem wir den vergangenen Winter überstanden haben, einen Winter, den man damals, als ich vor einem Jahr zu Ihnen sprach, noch nicht in seiner ganzen furchtbaren Gefahr erkennen konnte. Damals lastete doch irgendwie auf vielen Menschen die Erinnerung an das napoleonische Schicksal von 1812. Und nun war der Winter von 1812 nur genau 50 v. H. so kalt als der Winter, den wir im vergangenen Jahre hinter uns gebracht haben. In diesem Jahre sind wir nun anders vorbereitet. Es mag auch in Diesem Winter Dem einen und anderen dies und jenes fehlen, aber im großen sind wir für diesen Winter sicher anders gerüstet, das kann ich sagen, auch wenn er genau so schwer werden sollte wie der letzte. Alles das, was uns im vergangenen Winter Datierte, passiert uns diesmal nicht mehr, und ich sagte schon einmal, ein großer Philosoph sprach das wort, daß. wenn ein Stotz einen starken Mann nicht umwirft, er ihn dann nur stärker macht. Der Sturm, der uns im vergan- ; genen Winter nicht utngeroorfen hat. der hat i auch uns nur stärker gemacht. (Brausender Bei- i fflUj Ganz gleich, wo immer auch die Fronten stehen — immer wieder wird Deutschland parieren und wird tum Angriff vorgehen, und ich zweifle keine Sekunde, daß unseren Fahnen ! am Ende der Erfolg beschieden sein wird. Wenn heute Roosevelt seinen Angriff aus Nordafrita ausführt, so braucht man über uen :x»iunuiuiis>|uuiuKn — uiu# ijiu« diese verlogene Phrase dieses alten Gangsters fein Arbeit über Arbeit! Heute weiß der deutsche Ar- Wort zu verlieren. Er ist ohne Zweifel der Heuch- beiter zu Hause, daß er für feine Kameraden Drau* lerischste dieses ganzen Klubs, der uns gegenüber- ßen die Waffen schmiedet. Was ster geschaffen wird steht. Aber das entscheidende und das letzte Wort auf dem Lande und in Der Stadt, vom Mann und tausenden tapferer Offiziere, die sich heute mit ihren Männern auch immer mehr als eine Gemeinschaft fühlen. Sie sind zum Teil bereits aus dieser Gemeinschaft hervorgegangen. Wir haben ja alle Hemmnisse beseitigt. So wie in Der Partei jeder jede Stellung erreichen kann, wenn er nur fähig ist, wie jedem, auch dem Aermsten unseres Volkes, jede, auch Die höchste Staatsstelle, nunmehr offen ist, feit unsere Partei Die Führung besitzt, so ist es genau auch in der Wehrmacht, und zwar nicht mehr nur theoretisch und als eine hie und da durchgeführte Ausnahme, sondern in Der Praxis ist es heute so. Heute sind Unteroffiziere oder Gefreite Ritterkreuzträger, Eichenlaubträger. Zahllo e Offiziere sind aus dem Mannschaftsstand hervorge- gangen. Wir bauen uns ein Kriegsheer auf mitten im Kriege, wie es die Welt noch nie gesthen hat. Und zu Hause, da arbeitet ein Volk und das muß ich nun — ich habe es schon im Reichstag ausgesprochen — auch Der Deutschen Heimat bescheinigen: Im Jahre 1917 auf 18 Der Streik in Den Munitionsfabriken — und heute Ueberftunben, land und darüber hinaus auch noch in anderen Ländern, ich mutz sie bewundern. Heute steht vor uns das allen gemeinsame, gewaltige, große Reich in seinem Kampf um Sein oder Nichtsein unseres ganzen Volkes. Jeder Nationalsozialist, der damals an mich geglaubt hat, kann auch heute nur ein Fanatiker sein im Kampf nach außen. Er muß sich zur gleichen fanatischen Konsequenz durchringen, die wir damals schon hatten. Es gibt Gegner, bei denen gibt es keinen Pardon, sondern es gibt nur eine einzige Möglichkeit: entweder es fallen wir oder es fällt dieser Gegner. Wir sind uns dessen bewußt und wir sind Männer genug, dieser Erkenntnis eiskalt ins Auge zu sehen. Und das unterscheidet auch mich von diesen Herren da in London und Amerika: Wenn ich vom deutschen Soldaten viel verlange, so verlange ich nicht mehr, als was ich auch immer selber zu leisten bereit war. Wenn ich vom deutschen Volke viel verlange, so verlange ich nicht mehr, als was ich selber auch arbeite. Wenn ich von vielen Ueberstunden verlange, ich weiß überhaupt gar nicht, was in meinem Leben eine Ueberstunde ist. Denn jeder einzelne hat das Glück, daß er sich in einer gewissen Zeit aus seiner Arbeit entfernen kann und dann frei ist. MeineArbeitiftdas Schicksal des Reiches. Ich kann mich von ihr nicht entfernen, sie folgt mir Tag und Nacht, seit ich an die Spitze der Nation getreten bin, ja schon in jenen Tagen des grauen Elends, des Jammers, der Bekümmernis und des Zusammenbruchs. Seit dieser Zeit würde auch jeder Urlaub für mich lächerlich sein, was heißt für mich Urlaub? Meine Arbeit i st Deutschland, ist mein Volk, tft seine Zukunft, ist die Zukunft seiner Kinder. (Brausender Beifall.) Ich verlange daher von keinem anderen mehr, als ich von mir selbem verlange, oder was ich selber zu tun bereit bin. Ich weiß, daß meine alten Parteigenossen den Kern dieser Bewegung darstellen, und daß sie schon in Erinnerung an die ersten Dlutopfer, die wir brachten, den Weg vorbildlich in der Nation voranschreiten, und daß sich ihnen die Hunderttausende und Millionen von nationalsozialistischen Funktionären anschließen, von Parteimitgliedern und von Angehörigen der angeschlossenen Verbände, daß mitmarschieren alle unsere Männer der SA. und ff, mitmarschieren die Männer der Arbeitsfront, mitmarschieren die Männer des Reichsarbeitsdienstes ufw., kurz, das ganze nationalsozialistische deutsche Volk. Das ist heute das Wunderbare, daß mir nicht mehr vereinsamt als Prediger in der Wüste stehen, wie es mir einst gegangen ist, sondern daß jedes Wort, das wir in das Volk hineinrufen, heute einen tausendfältigen Widerhall findet. Und wenn der Gegner glaubt, uns durch irgendetwas mürbe zu machen, dann irrt pr sich. Er kann mich nicht bewegen, von meinem Ziel abzugehen. Es kommt die Stunde, da schlage ich zurück, und dann mit Zins und Zinseszins. (Tosender Beifall.) Sie erinnern sich an die lange Zeit, da wir als Parteigenossen legal sein mußten. Wie oft sind damals Parteigenossen zu mir gekommen und sagten: „Führer — sie sagten damals zu mir „Chef", oder sagten auch „Adolf Hitler" — warum dürfen wir nicht zurückschlagen? Warum müssen wir uns das bieten lassen?" Ich mußte sie jahrelang zwingen, legal zu bleiben. Ich habe schmerzenden Herzens Parteigenossen aus der Bewegung ausschließen müssen, weil sie glaubten, diesem Befehl nicht folgen zu können. Jähr für Jahr, bis die Stunde gekommen ist, in der ich sie aufrufen konnte. So ist es auch heute. Ich muß manchmal monatelang irgendwo zusehen. Glauben Sie nur nicht, daß mir dann nicht auch das Herz von Grimm zerfressen wird, wenn ich von diesen Luftangriffen höre. Sie wissen, ich habe lange Zeit das nicht getan. Ich habe z. B. in Paris nicht eine Bombe in die Stadt werfen lassen. Ich habe, bevor wir Warschau angriffen, fünfmal die Aufforderung zur Ergebung an sie gerichtet. Ich habe gebeten, man solle die Frauen und Kinder herschicken. Nicht einmal der Parlamentär wurde von ihnen empfangen. Es wurde alles abgelehnt, und erst dann habe ich mich entschlossen, das zu tun, was nach jedem Kriegsrecht statthaft ist. Als England anfing, unsere Städte zu bombardieren, habe ich zunächst dreieinhalb Monate gewartet. Es gab damals schon viele, die sagten: „Warum wird nicht geantwortet, warum dürfen wir nicht zurückschlagen?" Wir waren stark genug, es zu tun. Ich habe gewartet in der Meinung, es würde doch noch die Vernunft zurückkehren. Sie kam nicht. Glauben Sie, heute ist es nicht anders. Ich merke mir das alles genau, sie werden es drüben noch erleben, daß der deutsche Erfindergeist nicht geruht hat, und sie werden eine Antwort bekommen, daß ihnen Hören und Sehen vergeht. (Ungeheurer Beifall.) Ich habe schon früher einige Male gesagt: Wenn ich hier und da längere Zeit nicht rede, heißt das nicht, daß ich die Stimme verloren habe, sondern daß ich es nicht für zweckmäßig hielt zu reden. Auch heute ist das so. Was soll ich jetzt viel reden? Heute spricht letzten Endes die Front. Nur in den seltensten Fällen möchte ich das Wort ergreifen, denn die Sprache der Front ist so eindringlich, ist eine so einmalige Sprache, daß sie ohnehin jeden einzelnen Deutschen verpflichtet. Wer den täglichen Bericht unserer Wehrmacht liest und sich dann n.cht fanatisch zu seinem Volk bekennt, wenn er immer wieder diese Unsumme von Heldentaten vernimmt, dem würde auch durch Reden nicht zu helfen sein. Für das feindliche Ausland rede ich ohnehin nicht. Wenn Herr RooseveU sagt, er hört meine Reden nicht — ich rede ja gar nicht für Herrn Roosevelt. Mit ihm rede ich nur durch das Instrument, durch das jetzt allein gesprochen werden kann, und dieses Instrument spricht laut und deutlich genug. (Erneut stürmischer Beifall.) Ich rede nur in den seltensten Fällen, zur Bewegung und zu meinem eigenen deutschen Volk. Und alles, was ich durch eine solche Rede sagen kann, ist immer nur eines: „Denkt ausnahmslos, IHcrnn und Weib, nur daran, daß in diesem Krieg Sein oder Nichtsein unseres Volkes entschieden wird. Und wenn ihr das begreift, dann wird jeder Gedanke von euch und jede Handlung immer nur ein Gebet für unser Deutschland sein!" Mit immer wachsender Begeisterung sind die alten Kampfgefährten des Führers seinen Worten gefolgt. Nun folgt seinem großen hinreißenden Schlußwort ein Jubelsturm ohnegleichen, der sich zu immer neuen Kundgebungen für den Führer steigert, bis der langanhaltende Beifall in die Hymnen der Nation einmündet, die die große Kundgebung eindrucksvoll beschließen. in den Dienst des Reichsluftschutzbundes. Hier, wirkt er gegenwärtig als Reviergruppenführer I mit dem Dienstrang eines Oberluftschutzführers für die bedeutsamen Aufgaben des Luftschutzes. Auf diesem Gebiete des Wirkens für die Allgemeinheit unserer Stadt hat sich der Jubilar in ebenso reichem Maße verdient gemacht wie durch seine langjährige Tätigkeit als Polizeibeamter. In weiten Bevölkerungskreisen wird dem verdienten Beamten und begeisterten alten Seemann, der um die Jahrhundertwende dem deutschen Expeditionskorps in China zur Niederschlagung der damaligen Boxerunruhen angehört hat, und der einer der eifrigsten Mitarbeiter und Wegbereiter der Marinekameradschaft Gießen bei ihrem Wirken für den deutschen Seegedanken ist, große Wertschätzung entgegengebracht. Auch wir sprechen dem geschätzten Manne nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem gestrigen Geburtstage aus. Antragstellung für einmalige Elterngabe. NSG. Unter Hinweis auf die am 7.10.42 be- kanntgegebenen Richtlinien über die Antragstellung für einmalige Elterngaben wird mitgeteilt, daß in der Woche vom 9.11. bis zum 14.11.42 die Anträge d-er Eltern mit den Anfangsbuchstaben M bis R des Familiennamens des Sohnes bei den Kameradschaften der NS.-Kriegsopferversorgung im Gau Hessen-Nassau entgegengenommen werden. Es wird darauf hingewiesen, daß die Gewährung der Elterngabe keine einmalige Abfindung bedeutet und damit auch den Eltern für späterhin die Möglichkeit zur Antragstellung auf Elternrente nicht genommen wird. Ebenso werden den Eltern, die einen Antrag auf Gewährung einer Elterngabe gestellt haben, die Dersorgungsgebürnisse nicht entzogen. * ** Ernennung b ei der Gießener Polizei. Der Kommandeur der Schutzpolizei und stellvertretende Polizeidirektor in Gießen, Major der Schutzpolizei Hellwege Emden, wurde mit Wirkung vorn heutigen 9. November zum Oberstleutnant der Schutzpolizei ernannt. ** Gießener Konzertring. Am heutigen Montag, 9. November, findet im Theater der Universitätsstadt Gießen unter Leitung von Musikdirektor Otto S ö l l n e r das 1. Orchesterkonzert statt. Eingeleitet wird der Abend mit der Leonoren-Ouver- türe III von Beethoven. Dann bringt der Solist des Abends, Professor Franz Bruckbauer (Wien), als Erstaufführung für Gießen das Violinkonzert op. 47 des bekannten finnischen Komponisten Jan Sibelius. Den Beschluß bildet eines der schönsten Orchesterwerke Max Regers, die beliebten Mozart- Variationen op. 132, an denen der Komponist, der sehr gern in Gießen weilte, im Hause des Professors Dr. Heinrich Walther, Liebigstraße 43, arbeitete. Dieses Werk wird für die Gießener Hörer also von besonderem Interesse fein. ** 81 Jahre alt Am morgigen 10. November kann Frau Elisabeth Wagner, Wolkengasse 22 wohnhaft, ihren 81. Geburtstag begehen. Die Jubilarin ist täglich noch eifrig tätig. Unsere herzlichen Wünsche zum Geburtstag und für einen schönen Lebensabend. ** Die heutige Roman-Fortsetzung mußte aus technischen Gründen für morgen zurück- gestellt werden. G. A. -Sport. Bübingen — 1900 2:3 (1:0). Fast eine Viertelstunde konnten die Blau-Weißen den ungestümen Angriffen der Platzbesitzer stand- halten, als ein wuchtiger Schuß des Halblinken den Gastgebern die Führung brachte. Dieser Treffer brachte die Blau-Weißen nicht in Verwirrung, vielmehr merkte man bei jedem einzelnen vermehrte Anstrengung. Dadurch kam der Sturm zu verschiedenen Aktionen, die eine gewisse Gefährlichkeit in sich bargen. Gegen Ende der ersten Hälfte war es sogar so weit, daß Ebert allein mit dem Ball auf das Tor zusteuerte, aber in beiden Fällen von dem für den ausgebliebenen Schiri eingesprungenen Ersatzmann mit einem unverständlichen Abseits zurück- gerufen wurde. Nach dem Wechsel spielten sich die Blau-Weißen in eine erfreuliche Form. Besonders die linke Seite schaffte gefährliche Situationen im Strafraum der Gastgeber. In der 60. Minute war es Herrmann (seither BSC. Offenbach), der dem Halbrechten Marklein zentimetergenau vorlegte, so daß der Torerfolg nicht ausbleiben konnte. In die weitere Ueberlegenbeit der Gießener platzte dann der erneute Führungstreffer der Büdinger. Den Blau-Weißen bot sich wenig später eine günstige Gelegenheit in Form eines Elfmeters. Diese günstige Gelegenheit ließ Ebert ungenützt vorübergehen. Bei einem erneuten Angriff der linken Seite machte er feinen Fehler wieder wett und schaffte den Ausgleich. Acht Minuten vor Schluß glückte dann nach einer drückenden Überlegenheit auf einen schulgemäßen Angriff der Siegestreffer, der die in diesem Spiel gezeigten eifrigen Unternehmungen belohnte. Oie Feier zum 9. November in Gießen. Eindrucksvolles Gedenken an die gefallenen Helden. Wie überall im Reiche fand am gestrigen Sonntagvormittag auch in Gießen eine würdige Feierund Gedenkstunde der NSDAP, zur Ehrung der für Deutschlands Freiheit und Größe gefallenen Kämpfer statt. Zu dieser Feier, die für alle Teilnehmer ein starkes inneres Erlebnis wurde, hatte die Kreisleitung Wetterau neben den Angehörigen der Partei und ihrer Gliederungen auch die Hinterbliebenen der im ersten Weltkriege und der im jetzigen großen Ringen gefallenen Helden, ferner die in der NSKOV. und im NS.-Reichskriegerbund vereinigten alten Soldaten sowie eine Reihe weiterer Gäste geladen. Die Gedenkfeier wurde mit einer Kranzniederlegung am Heldendenkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz eingeleitet. Hier hatten sich unter Führung des Kreisleiters Oberbereichsleiters Backhaus Mitglieder der Kreisleitung und andere Politische Leiter, Vertreter der Wehrmacht und der Polizei, eine Abordnung der alten Soldaten in der NS.-Kriegsopferversorgung und im NS.-Reichskriegerbund sowie weitere Volksgenossen versammelt. Kreisleiter Oberbereichsleiter Backhaus erinnerte in seiner Gedenkansprache zunächst an den Opfertod der 16 Gefallenen vor der Feldherrnhalle in München am 9. November 1923, die als erste Blutzeugen der Bewegung alles Hingaben für die damals neue Idee, die ihr Leben in die Schanze schlugen, weil sie wußten, daß es nicht darauf an= kommt, daß der einzelne lebt, sondern daß Deutschland lebt. An das große Opfer dieser Männer, das sie für uns alle gebracht haben, müßten wir uns immer erinnern. Er gedachte dann 5es Opfertodes der im weiteren Ringen der Bewegung gefallenen Parteigenossen und der zwei Millionen Gefallenen des ersten Weltkrieges, die ebenfalls um ein neues Deutschland gerungen und den Glauben im Herzen getragen haben, daß dieses neue Deutschland nach einer tausendjährigen Geschichte Wahrheit werden roütfbe. Heute stünden wir wieder in einem gewaltigen Ringen. Unsere Soldaten hätten einen schweren Kampf zu führen gegen Plutokratie und Bolschewismus, die Deutschland und Europa niederringen wollen, damit das Judentum wieder die Macht über alle Völker bekomme. In dieser Stunde gelte unser Gedenken auch der in diesem Kriege gefallenen Kameraden, die ihr Leben gaben für Deutschlands Größe und für den neuen Glauben, den sie im Herzen trugen. Wir wöllen in der Heimat alles tun, um die Front stark zu machen, damit das Blut unserer Gefallenen nicht umsonst gegeben wurde und damit das wahr werde, was der Führer für die 16 Gefallenen vor der Feldherrnhalle festgestellt habe: Und ihr habt doch gesiegt. Anschließend legte der Kreisleiter einen Kranz am Heldendenkmal nieder. Oie Gedenkstunde im Gloria-palast. Nach der Kranzniederlegung brachte die feierliche Gedenkstunde im Gloria-Palast den Höhepunkt der Veranstaltung. Der weite Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Die Feier wurde mit dem Einmarsch der Standarten- und Fahnengruppe eingeleitet. Dann bereicherte das städtische Orchester unter Leitung von Musikdirektor Otto Söllner die Stunde mit der Ouvertüre „Coriolan" von Beethoven. Ein SA.- Mann sprach darauf ein Führer-Wort über die Tat vom 9. November. Der Bauersche Gesangverein unter Leitung von Müsiklchrer Blaß sang nun eindrucksvoll den großen Chor von Arnim Knab „Still vom Sturm der Kanonaden". Ein Angehöriger der Wehrmacht sprach anschließend „Die heldische Feier" von G. Schumann. Das von dem Cbor der SA. und HI. mit Begleitung des SA.-Musikzuges unter Leitung des SA.-Musikzugführers Obersturmführer Herrmann gemeinsam gesungene Lied ,,Der Himmel grau und die Erde braun" leitete über zu der Feieransprache. Reichsredner Schnellrieder erinnerte in seiner Ansprache einleitend an den 9. November 1923 in München, an dem die wenigen Männer des Führers ihren Glauben bekennen mußten. Alle kannten nur ein Ziel und eine Verpflichtung: Deutschland. Der Verrat der Reaktion verhinderte den. Marsch für Deutschlands Freiheit. Der Marsch erstarb unter den Kugeln der Reaktion, aber der Glaube blieb, und das war entscheidend. Wenige Jahre später war der Führer dieser Bewegung der Kanzler des deuffchen Volkes. Und nun eroberte sich die Bewegung die Seele des Volkes. Heute, knapp 20 Jahre später, stehen wir zur Verteidigung unseres Lebensrechtes im Kampf gegen eine feindliche Welt. Auch dieser Kampf erfordert Opfer, wie der Weg des deutschen Volkes durch die Geschichte immer ein opferreicher gewesen ist. Die Opfer treffen zwar den einzelnen schwer, aber wenn es um alles geht, um das Höchste, um das Ewige des Volkes, dürfen Opfer uns nicht schrecken. Wir müssen unsere Pflicht bis zum Letzten erfüllen für Deutschland. Daun haben auch diese Opfer ihren Sinn, dann sind sie nicht umsonst gebracht. Der Redner betonte sodann, daß gerade der Tag, an dem vor 19 Jahren die alten Mitkämpfer des Führers marschierten, in uns allen den Glauben dks im Nationalsozialismus geeinten deutschen Volkes stärken muß. Im Nationalsozialismus sei alles enthalten, was wir brauchen, um die deutschen Geschicke zu meistern. An uns liege es, ob in der Welt Recht oder Unrecht, Freiheit oder Unfreiheit herrschen solle, unser Volk sei berufen, der Wett ein neues und besseres Gesicht zu geben Adolf Hitler sei *uns der weit- schauende Führe '. Der Nativnalsozialismus habe die Ideale unseres Volkes auf feine Fahne geschrieben, sie heißen: Ehre, Recht und Freiheit. Dafür kämpfen wir, und dafür lohne es sich, auch das Höchste einzusetzen. Im Geiste der Opferbereitschaft für diese hohen Ideale, gestärkt durch den vom Nationalsozialismus gegebenen Glauben, gehe unser Volk einer großen Zukunft entgegen. In diesem Glauben halte es dem Führer die Treue und erfülle es seine Pflicht. Hierauf folgte das feierliche Gedenken an die Toten, die ihr Leben für Deutschland Hingaben. Ein Politischer Leiter verlas die Namen der 16 Blutzeugen vor der Feldherrnhalle und lenkte dann die Gedanken hin zu den toten Helden des ersten Weltkrieges, den weiteren Gefallenen der Bewegung und den Opfern des jetzigen Krieges. Ein Hitlerjunge sprach hierauf den Weihespruch ,Hhr heiligen Toten" von Banek. Nach dem gemeinsamen Lied „Heilig Vaterland in Gefahren" des Chors der SA. und der HI. mit Begleitung des SA.-Mufikzugs unter Leitung von Musikzugführer Herrmann und der vom Städtischen Orchester unter Leitung von Musikdirektor Söllner gespielten „Egmont"°Ouvertüre sprach Kreisleiter Oberbereichsleiter Backhaus ein kurzes Schlußwort. Mit dem Gruß an den Führer, dem gemeinsamen Gesang der Lieder der Nation und dem Ausmarsch der Standarten- und Fahnengruppe fand dann die denkwürdige Feier ihren Abschluß. Polizeiinspektor a. O. Schmidt 65 Jahre alt. Am gestrigen Sonntag, 8. November, konnte der Polizeiinspektor a. D. Wilhelm Schmidt in Gießen seinen 65. Geburtstag begehen. Der Jubilar stammt aus Großen-Buseck, wo er am 8. November 1877 geboren wurde. Im Juli 1901 trat er nach seiner Dienstzeit in bcr Kriegsmarine als Schutzmann bei dem Polizeiamt Gießen ein. Hier machte er zunächst Außendienst und fand später zeitweise Verwendung im Dienst der Kriminalpolizei. Am 1. April 1919 wurde er zum Kriminalwachtmeister ernannt, am 15. März 1921 erfolgte seine Ernennung zum Polizeioberwachtmeister mit gleichzeitiger Ueberführung in den Außendienst. Am 1. Januar 1925 wurde er zum Polizeikommissar und am 1. April 1927 zum Polizeiinspektor ernannt. Nach 33jähriger Dienstzeit bei der Gießener Polizei trat er am 1. Juli 1934 in den wohlverdienten Ruhestand. Seit 1934 stellt Polizeiinspektor Schmidt seine 'Arbeitskraft mit vorbildlichem Eifer ehrenamtlich Nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief heute meine liebe Frau, unsre treusorgendc Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Klos, geb. Nocker Inhaberin des goldenen Ehrenzeichens der deutschen Mutter im 72. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Wilhem Klos III., Familie Adolf Klos, Familie Heinrich Euler, Margarete Klos und Familie Heinz Brlegel. Rödgen, Gießen. Baden-Oos, itamburg-Lok- stedt und Wiesbaden. Die Beerdigung findet Dienstag, den 10. November 1942, um 15 Uhr statt. 05714 Freude an der Natur durch ÄermüyleuÄücher Die Deutsche Arbeitsfront NSG. Krall durch Freude Kreisdienststelle M Wetterau Donnerstag, 12. NoV., 18.30 Uhr, im Theater 5. Veranstaltung im 16er Ring Der (Troubadour Oper in 4 Akten von Giuseppe Verdi. Karten in der Verkaufsstelle der NSG, Kraft durch Freude, Gießen, Seltersweg 60, Tel. 3961. 3400 D oder 4 bis 6 Räume in Wohn- baus ob. Hotel, evtl, möbliert, zu miet. ob. zu kaufen gesucht. Angebote unter W. DI. 390 an Boracker & Rantz, Anzeigen- Mittler, Düsseldorf. 3jjf)Sv .pniAsr Heute Montag Erstaufführung! Olga Tschechowa. Dorothea Wieck Mila Kopp Herbert Hübner . Theodor Loos Spielleitung: Herbert Maisch Musik: Wolfgang Zeller Deutsche Wochenschau Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30,7.30 Uhr Jugend ab 14 Jahre hat Zutritt ___________________________ 3396C Meister Franz Lehär dirigiert: raASOTma „Hab’ ein blaues Himmelbett* Regie: Carl Lamac mit: HEINZ RÜHMANN HANS MOSER Jarmila Novotna . Hans Heinz Bollmann . Charlott Daudert Max Gülstorff . Rudolf Carl Franz Schafheitlin Heute Montag: Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr bis Mittwoch einschließlich Jugend hat keinen Zutritt! — 3399C der Universitätsstadt Gießen Montag, den 9. November 19 bis 21.15 Uhr Orchester-Konzert (Gruppe A, Nr. 1) | Mietgesuche | Stellengesuche IvtVLxW IZ____ (Einfach mottt. Zimmer für einen berufs- tätig.Mann sucht Truckerei Albin Sllcin, Hinbenburgw.21 Servieriräulein sucht Stellung, nur Tagesgeschäft, übernimmt auch Büfett auf eigen eReclmung. Schriftl. Angeb. unter 05720 an ben Gieß. Anz. | M ' Malier Verkäufe | Statt Karten! 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