Mittwoch, 9. September M2 Annahme von Anzemen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittagS Auzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7 Stof, für Farniltenan- zeigen und vrivate Gelegenbeitsanzeigen 14Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsametgen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» meor 92. Jahrgang Nr. 212 Eriche,m täglich, auher Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugsvreis: . Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift:,Anzeiger" Postscheck 11686 Frcmli./M. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen "trssss“ (DNB.) Berlin, 8. September 1942' 'Auch am Montag drangen deutsche Panzer- Hchnelle Verbände im Raum westlich und derart bau des ZapanischerVormarschaufportMoresby Unvergleichlicher Opfergeist der Front. Vie Wehrmacht spendete über 123 Millionen für das Kriegswinterhilfswerk. ______ ______ .. . stlich von Ztalingrad gegen stärksten feindlichen Wider- Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den vielen Zeugnissen des Opfersinnes unserer deutschen Frontsoldaten. Sie alle sind leuchtende und zugleich mahnende Beispiele für das ganze deutsche Volk der Gruppen statt. Zerstörerflugzeuge bekämpften in Tiefangriffen Kolonnenverkehr der Sowjets auf der Küstenstrahe südostwärts der Stadt. Am Terek wurden bei einem erfolglosen Gegenangriff des Feindes 65 von hundert Sowjetpanzern vernichtet. Jagdflieger schossen aus angreifentan feindlichen Fliegerverbänden 27 Flugzeuge ab. Im Festungsgebiet von Stalingrad nahmen deutsche Truppen trotz hartnäckiger Gegenwehr weitere Höhenstellungen. Starke Kampf- und Rah- kampffliegerkräfte unterstützten die Kämpfe des Heeres. Die Wolgabrucken der Stadl wurden bei Tag und Tlacht bombardiert. Im mittleren Abschnitt der Ostfront fanden nur örtliche Kampfe statt. An der Linschlietzungsfront von Leningrad wurden mehrere .feindliche Angriffe zum Teil im Gegenstotz unter Mitwirkung der Luftwaffe abgeschlagen. Die Sowjetluftwaffe verlor am 6. und 7. September in Luftkämpfen, an denen auch italienische, kroatische und ungarische Flieger beteiligt waren, 125, durch Flakartillerie 40 Flugzeuge, drei weitere wurden am Boden zerstört. Fünf eigene Flugzeuge werden vermitzt. In Nordafrika erzielten deutsche Kampfflugzeuge Volltreffer in feindlichen Panzer- und Kraftfahrzeugansammlungen sowie auf britischen Flugplätzen südlich Alexandrien und im Raum von Suez. Bei Einflügen in die besetzten Westgebiete und bei einzelnen Tagesstörangriffen gegen Westdeutschland wurden drei britische Flugzeuge abgeschossen. Im Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht kriegswichtige Anlagen in Ostengland mit Bomben schweren Kalibers. Sieben Kilometer tiefer Einbruch in den Festungsgürtel von Stalingrad Panzergrenadiere, die Sturmmänner der Angriffsspitze Oie deutsche Industrie in Ostasien. Von Dr. Hermann Dreyhaus. lomon-Jnseln gegenüber in einer Entfernung von etwa 600 bis 1000 Kilometern. Durch die Festsetzung der Japaner in der Milne-Bucht wird die englisch- amerikanische Kriegsflotte empfindlich gefährdet: Die Gefahr von Luft- und U-Bootangriffen hat sich erheblich verstärkt. Neu-Guinea ist die größte Insel der Welt. Sie ist mit ihren 847 000 qkm fast doppelt so groß wie das Versailles-Deutschland. Ihre Bevölkerung wird aber nur auf 800 000 Menschen, darunter knapp 4000 Weiße, geschätzt. Die Japaner beherrschen den ganzen Nordteil der Insel, die sehr gebirgig ist. Eben darum ist es nicht ganz leicht, vom Norden an die Südküste vorzustoßen, wo die Engländer, Amerikaner und Australier in Port Moresby ihren stärksten Luft- und Seestützpunkt besitzen. Neu-Guinea ist ebenso wie die Salomon-Inseln im Verhältnis zu Japan eine Vorpostenstellung, im Verhältnis zu Australien eine unmittelbare Schutzstellung, die äußerst gefährdet.lst. USA -Truppen in Indien. Genf, 8. Sept. (DNB.) Aus Indien meldet „Evening Standard", tagtäglich strömten Taufende neuer amerikanischer Truppen — sowohl Neger als auch Weiße — nach Indien herein. Ihre Anwesenheit werfe für die Verwaltungsbehörden des Landes neue Probleme.auf. Die Amerikaner erhielten dreimal so viel Geld als die Briten und neunmal so viel als die indischen Truppen. Das bedeute praktisch, daß die Preise im Lande stark anstiegen und die ärmere indische Bevölkerung darunter sehr zu leiden habe, hierüber würde auch im indischen Volk sehr viel geklagt, und in örtlichen Zeitungen erschienen jeden Tag Zuschriften, in denen sich Inder Wer das Gebaren der Amerikaner entrüsteten. 10 Briten im Westraum abgeschoffen. Berlin, 8. Sept. (DNB.) In den frühen Nach- miltagsslunden des Dienstag unternahm ein gemischter britischer Fliegerverband einen V o r st o h gegen das küstengebiet dei Le Havre. Jagd- und Flakabwehr verhinderte den einsliegenden Feind, zur vollen Wirkung zu kommen, so daß die einzelnen Bombenabwürfe nur unbedeutende Schäden verursachten. Es entwickelten sich hartnäckige Luftkämpfe, in deren Verlauf die deutschen Jäger den englischen Verband zersprengten und die zum Begleitschuh eingesetzten Jäger stellten. Innerhalb sieben Winuten wurden acht der Angreifer abgeschossen. Sie stürzten sämtlich, zum Teil sogar in der Luft abmontierend, in die See ab. Lin weiteres britisches Flugzeug wurde im Seegebiet westlich Brest zum Absturz gebracht. — Außerdem wurde von zwei in den späten Nach- mittagsstunden in sehr großer höhe in das Reichsgebiet einfliegenden britischen Flugzeugen eines vom Wüster Woskito im Luftkampf abgeschossen. x Oie Lehre von Oieppe. Stockholm, 8.Sept. (Europapreß.) In einer Versammlung der englischen Kommunisten ließ das Jnformationsministerium die britische Regierung gegen den Vorwurf verteidigen, sie käme ihren Verpflichtungen der Sowjetunion gegenüber nicht in vollem Umfange nach. Der parlamentarische Sekretär des Jnformationsministeriums, Ernest Thurtle, erklärte, eine Landung in West - europa sei ein ungeheuerliches militärisches Unternehmen. Es würde nicht nur waghalsig, sondern auch geradezu verbrecherisch sein, eine derartige Landung ohne ausreichende Reserven und umfassende Vorbereitungen zu unternehmen. Ein zweites und größeres „Dünkirchen" würde die Folge fein. Eine fürchterliche Tragödie nicht nur für England, sondern ebenso für die Sowjetunion. ! B e r l i n, 8. Sept. (DNB.) Unsere Soldaten {ben — wie gestern bereits von unserer Berliner chriftleitung mitgeteilt — auch im vergangenen inter wiederum dem Appell des Führers, für h.rs Kriegs-Winterhilfswerk zu opfern, ir einem Umfang Folge geleistet, der zeigt, daß so, tzie die Heimat Woche für Woche und Monat für jonat ihr Scherflein zusammentrug/ um das Kriegs- L interhilfswerk zu einem einzigartigen Erfolg wer- dln zu lassen, jeder Soldat es für seine Ehrenpflicht g,halten hat, selbst aus dem kleinsten Wehrsold noch st nen Anteil für das Kriegs-Winterhilfswerk abzu- zrieigen. Das Ergebnis der innerhalb der Wehr- Iincht dargebrachten Spenden, die a u s s ch l i e ß l i ch als dem Wehrsold selb st gegeben worden st b, ohne die Abzüge aus den Gehältern oder der K iegsbesoldung der Wehrmachtangehörigen hat 1(.3 326 929,48 RM. erreicht. Damit ist das Ergebnis Vorjahres mit feinen 59 364 463,12 RM u m mehr als das Doppelte übertroffen jnrben. Einen besonders hohen Anteil an diesem A?kord-Sammelergebnis lieferte der F r o n t s o I ° ht der im Osten kämpft. Diese Manner, die bei ijefjr als 50 Grad Kälte in den Gräben und Bun- ftrn gelegen haben, die in Eis und Schnee den bol- schewiftischen Angrisfsversuchen trotzten, haben fern brr Heimat sie mit ihrer Gebefreudigkeit sogar noch zu übertrumpfen gewußt. Wenn das deutsche Volk heute erfahrt, daß z. B. jj n f Divisionen, die in ununterbrochenem Snsatz in härtesten Winterkämpfen an der Mitte ..... ~--.r-.-y ~_■ .... .. ttr Ostfront gestanden haben, innerhalb weniger Heimat, es diesen Mannern m der Bereitschaft zum Lochen 415 837,27 RM. aufbrachten, oder weyn Opfern und in dem Willen, freudig zu geben, gleichet n Armeekorps, das nördlich des Afowschen I zutun. Wucht altes überrennen, was sich ihnen in den Weg stellt. Die Panzer wären aber zu ihren überragenden Leistungen nicht befähigt, wenn sie nicht eine Reihe unterstützender Waffen hätten. Unter ihnen steht an erster Stelle als stärkste Einheit innerhalb der Panzerdivision die Panzergrenadier-Brigade neben den Panzerjägern, dem Kradschützen-Batail- lon, der Flak, der Artillerie, den Pionieren und der Nachrichtenabteilung. Das besondere Kennzeichen des Panzergrenadiers ist fein geländegängiger gepanzerter Wagen mit Raupenantrieb, der ihn gegen jeden Jnfanteriebe- schuß sichert und instandsetzt, den Panzern schnell zu folgen. Die Wagen sind mit Panzerabwehrkanonen, Granatwerfern oder schweren Maschinengewehren ausgerüstet. Ganz wie die augenblickliche taktische Lage es erfordert, wird der Kampf vom Wagen aus oder abgesessen nach infanteristischer Art im Gelände geführt. Der Panzergrenadier muß dabei über ein hohes Maß von persönlichem Mut verfügen, da es bei der Säuberung des Geländes von feindlichen Widerstandsnestern häufig zu erbitterten Einzelkämpfen kommt, die seinen ganzen kämpferischen Schneid verlangen. Die Waffenwirkung ist höchst eindrucksvoll, denn die Feuerkraft der leichten und schweren MG.s und Granatwerfer wird durch schwere Panzerbüchsen, leichte und schwer Infanteriegeschütze jo erheblich verstärkt, daß die Panzergrenadiere auch größere Kampfhandlungen selbständig durchführen können. Der Einsatz erfolgt nach keinem festen Schema, sondern paßt sich ganz den Gegebenheiten des Geländes an. häufig sperren schwer befestigte höhen- züge den Panzern den Weg. Dann muß der Panzergrenadier nach vorn und ihnen den Weg frei machen. Der Pionierzug beseitigt Minensperren, ■ überbrückt Panzergräben und sichert die Durchfahrt für die Kampfwagen, nachdem die Panzergrenadiere den Höhenzug mit stürmender Hand genommen haben. Auch Flußübergänge roerben so bewerkstelligt. Mit ihren Raupenfahrzeugen überwinden die Panzergrenadiere die steilsten Böschungen, durchfahren tiefe Senken und sind, durch die Panzerung selbst gegen Jnfanteriebeschuß gesichert, stets an- griffs- und abwehrbereit. Sie knüpfen dabei an die Tradition der alten Grenadiere an, die bereits den Feind durch Werfen von Granaten zu bekämpfen hatten. Im Dunst der Granatemschläge oder im Schütze künstlichen Nebels nähern sie sich mit großer Geschwindigkeit den feirwlichen Widerstandsnestern und setzen sie mit Hilfe von Handgranaten außer Gefecht. Mit berechtigtem Stolz tragen die Panzergrenadiere ihre Uniform mit der grünen Waffenfarbe in dem Bewußtsein, einer Waffengattung anzugehören, die schwerste und verantwortungsvollste Aufgaben bei der Sicherung der Durchbrüche und Vorstöße der Panzereinheiten zu erfüllen hat. Mit der schnellen Beweglichkeit unserer früheren Kavallerie verbinden sie die zähe Beharrlichkeit des Infanteristen, der die Eroberung des Geländes durch die Panzer endgültig besiegelt und es hält, bis die motorisierte Infanterie zur Ablösung heran ist. Dann wird wieder auf die Wagen aufgesessen, und weiter geht es, wie es im „Panzergrenadier-Lied" heißt: „Wir stürmen und schlagen uns kämpfend vor, mit den Panzer- kameraden treu vereint, immer die Ersten am Feinds stmd durch die tiefgestaffelten Festungswerke weiter öor. Nach erbittertem Kampf wurde eine beherrschende höhe und eine zu einem befestigten Stützpunkt ausgebaute Ortschaft erobert. Nordwestlich d e r S t.a d t wurden ausgebaute Panzerwerke in Festungsgürtel der Stadt durchstoßen und ein 7 Kilometer tiefer Einbruch erzwungen. Vergeblich versuchten die Bolschewisten, neue Verstärkungen in den Kampf zu werfen und die Ein- d uchsstelle zurückzugewinnen. Ueberall wurde der Lhe Widerstand der Bolschewisten durch Jnfante- üsten und Panzergrenadiere gebrochen. Im weiteren Ingriff brachten sie mehrere Festungswerke und mm Feind beherrschte wichtige höhen in deutsche jjanb. Die im Norden zwischen Wolga und Don mm Feind mit starken Panzerkräften geführten Entla st ungsan griffe wurden überall zurück- H wiesen. Gleichzeitig richteten sich starke Bomben- aigriffe gegen die verzweifelten Durchbruchs- und ffntlastungsversuche der Bolschewisten, die vergeb- 1-h versuchten, die eiserne Umklammerung zu rengen. Oer Wehrmachiberichi. DNB. Ausdem Führerhauptquartier, t Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt frfannf: In den schweren Kämpfen um die Land- und See- hstung Jl o ro o r o f f i j f f wurden bei außerordent- li>) hohen blutigen Verlusten des Feindes bisher 67 58 Gefangene eingebracht. Reben zahl- eichem Kriegsmaterial wurden nach den zur Zeit virliegenden Meldungen 14 Panzerkampf-, tragen, 90 Geschütze aller Art, ein Panzerzug Md mehrere Schiffe erbeutet Im Raum von Roworoffijsk finden noch iämpfe mit den sich erbittert wehrenden feindlichen Meeres den schwersten Angriffen Widerstand leistete, zu gleicher Zeit noch 764 000 RM. für bas KWHW. sammelte, so sind dies Zeichen für einen unvergleichlichen Opfergeift. Eine ff - D io if io n, die nur aus Fronteinheiten bestand und in schwersten Kämpfen lag, hat mit 862 785,93 RM. die höchste Sammel lei st ung vollbracht. Ein einziges Regiment lieferte 86 650 RM. ab. Eine Kompanie Berliner Panzerjäger sammelte allein am Geburtstag des Führers 10 000 RM. Sie stand seit dem ersten Tage des Ostfeldzuges im Einsatz und hatte bis zu jenem Tage 130 Panzer vernichtet. Eine p o m m e r's ch e Panzerdivision sammelte 117 301,79 RM., davon allein am Tage der Wehrmacht 10 926,75 RM. Eine Aufklärungsabteilung von nur 300 Mann Stärke konnte die stolze Summe von 18 649,30 RM. für das KWHW. zufammenbringen. „Der Aufruf zur Winterhilfssammlung", so schreibt der Kommandeur an Reichsminister Dr. Goebbels, „erfolgte bei einem der schwersten Einsätze, die meine Männer während dieses Winters zu bestehen hatten. Sie hatten gerade über eine Woche im Freien in Eis und Schnee einer vielfachen Ueberlegenheit der Bolschewisten standgehalten. Mein Aufruf fand, obwohl ich weiß, westen meine Jungen fähig sind, einen Widerhall, den ich selbst kaum erwartet hätte." Mit raschen, kraftvollen Schlägen hat Japan die anglo-amerikanischen Eindringlinge in Ostasien aus ihren Stellungen vertrieben und ihre Machtmittel ‘ geschwächt, daß es ungehindert an den Aus- ____ _es Wirtschaftsraumes Groß-Ostasien Herangehen kann. Dabei darf es sich an vielen Stellen auf Werkanlagen stützen, die in den letzten Jahrzehnten von der deutschen Industrie errichtet worden sind. Machtpolitische Ziele hat Deutschland niemals im Fernen Osten verfolgt. Ihm genügte es, wenn seine wirtschaftlichen Kräfte sich in einem Raume betätigen konnten, der durch feine gewaltige Bevölkerungsmenge wie seine noch unübersehbaren Bodenreichtümer ein ungewöhnlich vielseitiges Arbeitsfeld bot. heute kann es mit Genugtuung feststellen, daß seine früheren Leistungen einem Bundesgenossen zugute kommen, dessen militärische Kräfte auf anderem Schauplatz den gemeinsamen Gegner ebenso nachhaltig niederringen wie die eigenen an den Grenzen des Reiches. Grundlage für die Betätigung der deutschen Jn- öuftrie in Ostasien wurde das ehemalige deutsche Pachtgebiet Ki autsch o u in der chinesischen Provinz Schantung, das 1898 besetzt wurde. Der damals völlig belanglose, aber von der Natur außerordentlich begünstigte Hafen Tsingtau entwickelte sich nicht nur . als deutscher Flottenstützpunkt, er erfuhr auch einen Ausbau als Handelshafen, der ihn heute mit mehr als einer halben Million Einwohner in die vorderste Linie der chinesischen Häfen stellt. Die Grundlagen dafür hat die deutsche Industrie bis 1914 geschaffen. In der Hauptsache gewiß auf dem Gebiete des Bauwesens! Der vorzügliche Naturhafen wurde mit allen technischen Neuerungen und Anlagen versehen, eine Werft sowie Docks entstanden, vor allen Dingen aber wurden Verkehrswege in bas Innere des Landes geschaffen, um die Reichtümer an Kohle und Erzen aus den Provinzen sowie die Bodenerzeugnisse der Umgebung dem Welthandel zuzuführen. Schon in den ersten Jahren wurde die 437 Kilometer lange Sttecke von Tsingtau nach Tsinanfu, der Hauptstadt der Provinz Schantung an der großen Nordsüdstrecke Peking—Nanking, erbaut und mit Abzweigunaen in den Norden der Halbinsel versehen. Beides, der Ausbau des Hafens von Tsingtau wie die Anlage heiß war der Tag und dunkel die Nacht Und die Heimat so weit. Zehn Tage schon in tobender Schlacht Und zum Rasten blieb keine Zeit. Tage und Nächte stand nie der Motor, Wir stürmten und schlugen uns kämpfend vor. Mit den Panzerkameraden treu vereint; Immer die Ersten am Feind. Panzergrenadiere, vorwärts! Zum Siege voran! Panzergrenadiere, vorwärts! Greifet an! Wie einst in Polen und in Flandern Und im heißen Wüstensand, Wird jeder Feind gestellt, Bis die letzte Festung fällt. Und im Sturm — drauf und durch!— überrannt. Von Panzergrenadieren, Panzergrenadieren überrannt. (Text Robert Seeger, Musik Norbert Schultze.) Handgranaten sind, wie vielleicht mancher meinen möchte, nicht erst eine Erfindung des Weltkrieges, sondern Handgranaten, als mit der Hand geworfene Sprengkörper haben schon im 16. Jahrhundert Verwendung gefunden. Sie bestanden zuerst aus Ton und Glas, später aus Gußeisen und hatten die Form einer Hohlkugel, die mit Pulver gefüllt war. Die Truppen, denen bie Aufgabe zufiel, mit diesen Geschossen zu werfen, nannte man die (9 r e n a t i e r e, später Gerandiere. Diese Soldaten, die der Infanterie angehörten, mußten besonder^ beherzte Männer sein, denn sie durften ihre Granate erst dann werfen, wenn die brennende Lunte bis zum Ende abgebrannt war und die Handgranate unmittelbar vor der Explosion stand. Es war deshalb auch kein Wunder, daß der Name Grenadiere als der einer bevorzugten Truppe in alle großen Armeen überging und sich bei einigen bis auf den heutigen Tag gehalten hat. In Preußen waren die Grenadiere anfangs auf die Kompanien verteilt, aber später wurden besondere Grenadierkompanien ausgestellt, die im Siebenjährigen Krieg zu Bataillonen zusammen- geschlossen wurden. Friedrich der Große hat diesen Grenadieren als Elitetruppen stets besonders schwierige Aufgaben zugewiesen. • In besonderer Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen während der Winterschlacht im Osten hat der Führer den Panzerschützen die Bezeichnung „Panzergrenadiere" verliehen. Das «Panzergrenadier-Lehrbataillon gab Vertretern der Presse Einblick in die Kampfweise und die gewaltige Stoß- und Feuerkraft dieser jungen Waffe, die als gepanzerter Vorreiter der motorisierten Infanterie in Besitz zu nehmen und zu halten hat, was die Panzerkampfwagen eroberten, wenn der Pan- Aergrenabier nicht selbst als Wegbereiter für die Panzer eingesetzt wirb. Der Komponist Norbert Schultze, der auch die ,^ili-Marleen" vertont hat, schuf nach dem Text von Robert Seeger „Däs Lieb der Panzergrenabiere". Es fand nach Abschluß der llebuna vor dem Lehrbataillon seine Uraufführung. Mit seinem einprägsamen Text und seiner mitreißenden Melodie wird es dazu beitragen, den Panzergrenadier zu einem ruhmvollen Begriff für die deutsche Heimat werden zu lassen. hier denkt man bei dem Wort Panzerwaffe zunächst und in erster Linie an die kühnen Besatzungen der Panzerkampfwagen, die unaufhaltsam die feindlichen Linien durchstoßen und mit unwiderstehlicher I Lissabon, 8. Sept. (Europapreß.) Starke ja- ^cnische Truppenkontingente sind auf mehreren Inseln der Salomon-Gruppe, unter anderem auch San 3 . Der Ä beroorrc öratoriu Das We 'sacken £ Feinheit imnllid): willens Mann, d erzielte t Titonfolo ftimmlich Wonnen. r 3n di Außenau Moß'C Uitung i Aeter Li mit har ^chroth N Forts . Sie fp ’iit die J "inen I ^icht los pen ruf. »einem $ ?enzi un 'NS Crdg kürzte, d 'n den (i htan e. 'Welt Die Ct nusch n Mltm, ?,e nie ft““ r'e das 1 begann i ° 7 am «mn t(ej F »• $as ff b K ’”>fre[fe R* (Nachdruck verboten.) 37. Fortsetzung. igctit1 tirden- nickte. friedigt. Anna lüft n« tage ritt. an iQtte jur« M. von deur zral» rllr, lhen und tin. das choß eug' ) 20 ) er- sse. bon nen fla. rin. den hon nd die lsti. enft franz Oe* n. - Pro- rjitat ein. il in eidel- im Grunde selbst bist. Das Leben ist schön, und einander seid, wird es keine daran: Du lächelst glücklich Du bist es auch! Pro- lischt ) als schor rsitin über« oren. te er Die Lebensmittelrationen der 40. Zuteilungsperiode gelten, mit einer Ausnahme, auch in der kommenden 41. Zuteilungsperiode, die vom 21. September bis 18. Oktober 1942 läuft. Ausgenommen ist die Ration an Kaffee-Ersatz, die um 62,5 g auf 250 g gekürzt wird. Dabei ist von Wert, daß der Anteil der Zusatzstoffe in Kaffee-Ersatz bei gleichzeitiger Verringerung des Getreideanteils erhöht ist und die Kaffee-Ersatzmittel dadurch ergiebiger als früher sind. An der Qualität hat sich dabei nichts geändert. hiernach erhalten alle Verbraucher in der kommenden Zuteilungsperiode die folgenden Erzeugnisse in der gleichen Menge wie in der jetzt laufenden 40. Zuteilungsperiode: Brot, Mehl, Fleisch, Butter, Margarine, Käse (abgesehen von den Sonderzuteilungen der 40. Periode), Quark, Getreidenährmittel, Teigwaren,- Kartoffelstärkeerzeugnisse, 7om Men. tastete nach dem Tarsch,ässet und stürzte, die Haustür einfach hinter sich zuwerfend, in den Garten, wo Resis Rad stehen mußte, oie bekam es zu fassen, griff nach den Retten und Rytvieh-Absahveranstalturig in Gießen ./zArt 11. September findet in der Zuchtvieh-Ver- teigärungshalle Rhein-Main in Gießen eine Rotvieh-Absatzveranstaltung statt, zu der der Auftrieb aus den benachbarten Rotvieh-Zuchtgebieten der Landesbauernschaften Hessen-Nassau, Kurhessen und Westfalen erfolgt. U. a. werden aus dem bis jetzt bereits gemeldeten umfangreichen Auftrieb 25 be- onders "ausgewählte Zuchtbullen des Höhenfleckviehs mit sehr guten Leistungen und Formen und 55 hochtragende Zuchtkalhinyen zum Verkauf gestellt werden. Bei dem Auftrieb handelt es sich um bestes hochgezüchtetes Material aus den bekanntesten Zuchten und Blutlinien. Oie Soldatenfrau im Mietvertrag. Vom Reichsheimstättenamt der DAF. wird darauf hingewiesen, daß die Soldatenfrau zu verschiedenen Rechtsgeschäften mietrechtlicher Art, auch soweit diese über die sog. Schlüsselgewalt hinausgehen, oft als stillschweigend bevollmächtigt angesehen werden kann. Namentlich während der Kriegszeit dürfe mit einer solchen Vollmacht gerechnet werden, wenn der Mann im Felde steht und nicht jederzeit erreichbar ist, so daß die Frau eben auf Grund dieser (stillschweigenden) Vollmacht, nicht unmittelbar aus der „Schlüsselgewalt", zur Vornahme solcher Rechtsgeschäfte berechtigt ist. Auf Grund der Rechtsprechung und Rechtsliteratur ist die Soldatenfrau zur Untervermietung einzelner Zimmer, zur Einziehung des Untermietzinses und zu allen Maßnahmen, die zur Durchsetzung notwendiger Reparaturen in den Mieträumen gegenüber dem Vermieter erforderlich sind, regelmäßig befugt. Im Rahmen einer stillschweigenden Vollmacht liegen grundsätzlich auch sonstige kleinere rechtsgeschäftliche Handlungen des Alltags, wie sie zwischen Mieter und Vermieter vorzukommen pflegen, z. B. auch Abmachungen über die Verdunklung des Treppenhauses. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtoiehmvrkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehverstelge- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 vis 46 Rpf., Bullen 40 bis 48, Kühe 20 bis 49, Färsen 36 bis 50, Kälber 27 bis 57, Hämmel 30 bis 40- je X« kg1 Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e bis t (unter 80 kg) 112, gl (fette Specksauen) 1,26, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (Eber) 1,16. Marktverlauf: alles zugeteilt. Verdunkelungszeit 9. September von 20.53 bis 6.17 Uhr. ?n= etzt inb >en och les. ihn i)n- d)i' >ht. lrt- der du- itd) ein 'em wenn ihr wieder bei- Grenzen haben, denke und voller Hoffnung. Versuche es mit nur einem Lächeln, die Zeit wird dix gehören und graue Stunden haben keinen Be- tanb*/ Si — Wa. Aus der Stadt Gießen. Nur ein Lächeln ... Vielleicht bist du noch so herrlich jung, daß du nur um seine Schwester, das herzerquickende, jubelnde Lachen weißt — vielleicht aber kennst du auch alle seine Arten. Du hast das milde, weise Lächeln deines alten Vaters oder gar Großvaters verstehend gesehen um? das innerliche deiner Mut-- ter, das glückliche, aus liebendem Herzen geborene Lächeln des Menschen, dem dein Leben gehört, das unbekümmerte deiner Kinder, wenn sie von ihrem erspielten Tagewerk ausruhen. Vielleicht bist du auf Reisen gewesen oder auch nur in einem Zirkus oder Variete, oder du hast in einem Buch das Lächeln Asiens erahnt. en lei )e. He N ibe lgt >er eigen' n, der leitete. einen Bildner die n. 3ft konig' stehen- itvdien drucks' Prof- irasken f, lvie (jauf fjlatr t.M »tischen enL it 'N lNlt offen, e be- und g er- die vor- dein- nach Form dellen relnen elliert WUk" Oie Lebensmittelzuteilung vom 21. September bis 18. Oktober. nenben Schuppen und dem holzgeschindelten Sanatorium stand eine provisorische Wellblechgarage, deren Anblick Annas Herz stocken ließ. — Das Benzin, Herrgott, das Benzin! In der Garage lagerten nämlich zwei große Fässer Treibstoff. Sie hatte sie erst kürzlich gesehen, als sie mit Martin einen Spaziergang gemacht hatte. Wenn das Benzin explodierte, war das Sanatorium verloren. Unentwegt trieben die Flammen nach Süden auf die nahe Garage zu, das Blech mußte schon ganz heiß sein. Löschs, aber womit? Anna riß sich von der brennenden Hütte los und stürmte auf das Hauptportal zu. Die Kinder in dem großen, gefährdeten Gebäude lagen bestimmt in tiefem Schlaf und ahnten nichts von der drohenden Katastrophe. Ihre Fenster gingen ja auf die entgegengesetzte Seite hinaus. Der halbe Neubau war aus Holz. Schindeln, Balkone, Veranda, alles Holz, geölt, gefirnißt, ausgedörrt von der Sonnenglut der letzten Tage. v ,, Anna war blaß geworden, und chr Herz pochte in einem verzweifelten Rhythmus gegen die Rippen Eine Schwäche wollte sie ankommen, aber sie nahm sich energisch an die Kandare und erlaubte ihrem versagenden Körper keine Extratouren. Sie stieß den Schlüssel ins Schloß, drehte um, lief die Treppe empor, ein paar Korridore entlang, hämmerte an den Türen und schrie. Zerzauste Bubenköpfe kamen aus den Kissen hoch und starrten erstaunt. , . _, „Auf! Hinaus! Im Hof brennt em Schuppen, es hat eingeschlagen. Nebendran ist Benzin. Ihr mußt mir helfen, die Fässer wegzurollen. Wo steckt denn der Glasl?" * ... „Hier! Ich komme gleich. Kruzitürken, wo ist beim meine Höfe?" . . Los, los, schaLt, baß ihr ms Freie kommt! trieb Anna. „Es ist höchste Zeit!" toie lehnte matt unb erledigt an einem Türpfosten und preßte die Faust aufs Herz. Die Buden, zitterig vor Erregung und mächtig angerührt von dem Ungewöhnlichen' der Situation, Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer von dem Neuen und Schaurig-Interessanten, fuhren wir behende kleine Teufel in ihre Hosen, erwischten falsche Stiefel, zankten unb feuerten sich gegenseitig an. Glasl war als erster fertig, kommanbierte unb überbrüllte ben Trubel. Schließlich liefen sie, ein begeisterter, aufgelöster, aber willfähriger Haufen, hinter Anna her bie Treppe hinunter ins Freie. Der Schuppen stand wie eine ausbrennende Fackel unb erhellte die Dunkelheit. Die Nordwanb der Wellblechgarage erglühte in stumpfem Rot. Anna überlegte blitzschnell, was zu tun wäre. Dann dirigierte sie die Buben mit überkippender Stimme. Die einen mußten Eimer holen, die anderen alles Brennbare zur Seite schaffen, Holzabfälle, Stroh- bündel. Einen schickte sie in den Ort nach dem nächsten Feuermelder. Sie selbst mühte sich, die verquollene Wasserleitung aufzudrehen. Dann schoß ihr durch ben Kopf: Die Garage ist ja verschlossen! Also eine Brechstange her, es lag ja genug Eisen- zeug herum. Das primitive Vorhängeschloß hielt den vereinten Anstrengungen nicht lange stand, die Wellblechtüren konnten jetzt aufgeschlagen werben. Run kam das Schwerste, das Gefährlichste. Anna hatte einen Herzschlag lang Bebenken, dann dachte sie: Ach was, es wird schon gehen, Buben haben ja. einen Schutzengel! „Wer will mir helfen, das Benzin herauszuschaffen?" „Ich, ich, ich!" schrie es begeistert von allen Seiten. „Ihr zwei und du unb du. Die anderen machen, ^>ah sie wegkommen. Erst muß das Auto heraus!" Ein Lieferwagen, der der Laufirma gehörte, versperrte den Weg nach hinten. Sie schoben ihn mit vereinten Kräften hinaus. Nun endlich konnten sie an die Benzinfässer heran. Eine mörderische Hitze erfüllte ben Raum. Anna zog die Kapuze der Windjacke übers Haar. Die vier beteiligten Pimpfe hatten nasse Säcke über die Köpfe gestülpt. „Los, packen wir's!" ermunterte der Glasl. Anna unb die Buben kämpften sich durch Qualm und Hitze bis hin zu ben Fässern, die tückisch und mit warmen Wänden Vollmilch, Zucker, Marmelade, ' Kunsthonig und Kakaopulver. Die Abgabe von Speiseöl an Stelle von Margarine bleibt auf die Gebiete mit gewohnheits- mäßig stärkerem Speiseölverbrauch beschränkt. Auch Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter tön« nen auf ihre Zulage- und Zusatzkarten .statt Margarine Speiseöl nur im Rahmen der örtlichen Rege« lungen beziehen. Die Reichsfettkarten, die Zusatz« unb Zulagekarten sowie bie Wochenkarten für aus« limbische Zivilarbeiter der kommenden 41. Zutei- lungsperiooe enthalten Abschnitte zum wahlweissn Bezüge von Margarine oder Speiseöl nicht mehr. Die Hauptoereinigung der deutschen Mllch- und Fettwirtschaft wird aber Speiseöl-Zuteilungen in Gebieten mit gewohnheitsmäßig stärkerem Speiseölverbrauch in beschränktem Umfang im Einvernehmen mit den zuständigen Landes- oder Provin« zialernährungsämtern durchführen. Einkellerung durch Bezug NSG. Die neuen Bestimmungen des Reichsministers für Ernährung unb Landwirtschaft über bie Speisekartoffelversorgung sehen zwei Möglichkeiten bes Bezuges von Speisekartoffeln vor; entroeber wie bisher den lausenden Bezug vom Kleinverteiler — gegebenenfalls auch vom Erzeuger auf Wochenmärkten usw. — oder ben Bezug einer größeren Menge ober bes gesamten Wintervorrates zur Einkellerung. Der laufende Bezug durch Kleineinkauf erfolgt wie seither aus Grund eines Bezugsausweises für Speisekartoffeln, der eine Anzahl Wochenabschnitte enthält. Beim Einkauf der Kartoffeln ist der entsprechende Wochenabschnitt durch den Kleinverteiler, bei dem sich der Kunde zum Kartoffelbezug ange- melbet hat, zu entwerten. Die im Kleineinkauf abzugebende Höchstmenge beträgt von Oktober 1942 ab in der Woche 4,5 kg (9 Pfund) je Kops. Bergarbeiter, die unter Tage arbeiten, erhalten mit Rücksicht auf ihre besonders schwere körperliche Arbeit noch einen „Zusatzbezugsausweis für Untertagarbeiter d.es Kohlenbergbaues", auf den in der Zuteilungsperiode zusätzlich noch einmal 15 kg Speisekartoffeln bezogen werden können. Erfolgt an Stelle des lausenden Bezuges Einkellerung der Kartoffeln durch unmittelbaren Bezug vom Erzeuger, so erhält der Verbraucher statt des Bezugsausweises eine entsprechende Anzahl Einkellerungsscheine. Wer einkellern will, kann bis zu 200 kg (4 Zentner) je Kopf der zum Haushalt gehörenden Personen beziehen. Mit dieser Menge muß der Versorgungsberechtigte für 10 Zuteilungspenoben — also 40 Wochen — reichen. Verbraucher, bie nicht bie ganze Menge einkellern können, weil sie nicht genügend Unterbringungsmöglichkeit haben oder diese Menge nicht auf einmal geliefert bekommen, können auch einen Teil der Einkellerungsmenge beziehen. Im Falle der Teileinkellerung betragt die Höchstmenge je Zuteilungsperiode 20 kg. Der Verbraucher kann alsö für drei, vier oder mehr Zuteilungsperioden, je nach Umständen, einkellern. Bei der Einkellerung ist der Rationssatz mithin hoher als beim Bezug durch Kleineinkauf. Während beim laufenden Bezug von Kartoffeln im Wege des Kleineinkaufes die Höchstmenge auf wöchentlich 4,5 kg festgesetzt ist, beträgt die Einkellerungshochst- menge aus die Woche umgerechnet 5 kg. Die Verbraucher, die einkellern, erhalten folglich 10 v. H. mehr als die Verbraucher, die im Kleinverkauf laufend beziehen. Allerdings müssen die Verbraucher, die emkellern, dafür auch ben natürlichen Schwund in Kauf nehmen, so daß im Ergebnis bei beiden Arten des Bezuges den Verbrauchern die gleiche Menge zum Verzehr zur Verfügung stehen wird. Der Verbraucher kann also wählen, ob er jeweils kleinere Mepgen laufend beziehen ober feinen Wintervorrat einkellern will. Entschließt sich der Verbraucher zur Einkellerung, und zwar durch Bezug unmittelbar vom Erzeuger, so muß er bei seiner Kartenstelle bie Abgabe von Einkellerungsscheinen beantragen. Die Einkellerungsscheine lauten teils auf 50 Kilogramm, teils auf 150 Kilogramm. Der Einkellerungsschein über 50 Kilogramm gestattet bie Dpckung des Bedarfes für 2'/- Zuteilungsperloden (10 Wochen). Durch eine entsprechende Zusammenstellung der Einkellerungsscheine ist es praktisch in der einen Ecke lagen. Sie stemmten sich dagegen und schoben. Endlich begann das eine zu rollen, erst zögernd, dann schneller. Schließlich war es im Freien, wo es hilfreiche Hände in Empfang nah- meji und weiteroerfrachteten bis zu dem nahen Abhang, über den cs plumpsend in bie Tiefe kollerte. Dann kam bas zweite an die Reihe. Schließlich war auch das besorgt unb aufgehoben. Ueber die Gesichter der fünf rann wild der Schweiß. Sie keuchten, hatten Kreuzweh, und ihre Muskeln brannten. Aber aus ihren Augen leuchtete der Triumph. Anna wischte sich mit dem Handrücken über die schmutzige Stirn. Dann reichte sie den vieren die Hand. „Brqp habt ihr bas gemacht, sehr brav. Jetzt können wir außer Sorge sein. Ein paar stellen sich zur Sicherheit, an das Haus und halten Wasser bereit. Mehr ist nicht nötig. Halt, noch eins:. Macht die Fenster an der Nordseite auf! Für ben Fall des Falles." Ihre Stimme war heiser und schwer zu verstehen. Nach jedem Satz leckte sie über die spröden Lippen. Ein paar Sekunden lang wollte sie ein drehender Schwindel in die Knie zwingen, aber sie wurde auch diesmal Herr über solche Schwäche. Und nun setzte der Regen ein. Das Gewitter zog allmählich nach Westen ab, der Sturm hatte nachgelassen, unb ber Himmel öffnete feine Schleusen. Es platschte, als wären droben die Zapfen aus Hunderten von Spundlöchern geschlagen. Die Buben zogen sich aufkreischend vor Lust in das Haus zurück, nur der Glasl blieb wie ein getreuer Page an Annas Seite. Die junge Frau starrte müde auf den ausbrennenden Schuppen. „Jetzt kann nichts mehr palsieten", sagte er be« Ausreichende Speisekartoffelversorgung im Winter 1942/43. erscheint in diesen Konzerten Gerhard Frommels Sinfonie. Die weitere Tätigkeit des Orchesters gliedert sich in acht Konzertgruppen zu je drei Abenden, die der Leitung von Abendroth, Böhm, Jochum, Knappertsbusch, Schuricht, Kittel mit seinem Chor unterstehen, ober auslänbischen Gästen, wie dem Kroaten Matacic, dem Rumänen Georgescu und dem jungen Italiener Previtali Vorbehalten sind. Ausruf zur Reichskunstschau 1943. Vor wenigen Wochen hat Reichsminister Dr. Goebbels im Auftrage des Führers die „Große Deutsche Kunstausstellung 1942" mit ber Feststellung eröffnet, daß diese dritte im Kriege gestaltete Reichskunstschau als die repräsentativste bisher im Haus ber Deutschen Kunst gezeigte Ausstellung i,eiten könne. Inzwischen haben mehr als eine Vier- elmillion Männer und Frauen ber Heimat, Front- irlauber, Verwunbete unb Angehörige des Heimat- >eeres die Ausstellung besucht. Die deutsche Kunst iat mit dieser Ausstellung aufs neue bewiesen, daß io gerade im Kriege ihren Platz im Leben des Kolkes hat. Deshalb hat ber Führer bereits Anweisung zur Vorbereitung unb Durchführung der ..Großen Deutschen Kunstausstellung ] 9 4 3" gegeben. Die bilbenben Künstler Grotz- deutschlanos werden jetzt schon aufgerufen, an die Zlanung unb Schaffung neuer Werke zu gehen, auf daß auch im kommenden Jahre eine Schau entstehe, die wiederum zu einem Fest der deutschen Kunst und strahlenden Sieg deutschen Geistes werden und aufs neue ungezählte wehrhafte unb fchaf- enbe deutsche Menschen beglücken und erfreuen nöge. Die Reichskammer der bildenden Künste wird die Berufenen unter den Künstlern bei der Beschaffung des benötigten Arbeitsmaterials unten tützen. Zwickau wahrt Robert Schumanns Erbe. Der Zwickauer Oberbürgermeister kündigte die Schaffung eines Robert-Schumann-Mu-- > i k p r e i f e s von 5000 RM. an, der alljährlich ür hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Musik oder für literarische Werke, die sich mit Roll ert Schumann und Clara Schumann beschäftigen, »ergeben wirb. Die Verleihung des Preises erfolgt am 8. Juni, dem Geburtstag Robert Schumanns. Das Robert-Schiimann-Fest der Stadt Zwickau wird chon im kommenden Jahre eine Veranstaltung des ' Gaues sein. Joseph Haas: „Das Lied von der Mutter". Der Königsberger Konzertwinter wurde mit einer berDorragenoen Ausführung des Joseph Haasschen Oratoriums „Das Lied von der Mutter" eingeleitet. Das Werk erfuhr eine Wiedergabe, die den mannig- 'achen Schönheiten der Partitur bis in die kleinsten Feinheiten hinein gerecht wurde und auch den gedanklich-ethischen Kern weiblich-heroischen Opfermillens sinnfällig herausarbeitete. Heinz ü. od)u= mann, ber bewährte Dirigent des Schubert-Chores, erzielte eine vorbildliche Chordisziplin. Für das Baritonsolo war in Professor Anton Gruber-Bauer em itimmlid) wie cmsdrucksmäßig idealer Vertreter ge- ' wonnen. Hans Wyneken. Rühmonn inszeniert „Sophienlund". In diesen Tagen begann die Terra mit den Außenausnahmen zu dem Film „Sophienlund m Schloß Schönhausen. Heinz Rühmann hat die Spielleitung übernommen. Das Drehbuch schrieben tfriß Beter Buch und Helmut Weitz. Die Hauptrollen sind mit Harry Liedtke, Käthe Haack und Hannelore Schrott) besetzt.___________ ___________ möglich, für jede gewünschte Einkellerungsmenge Einkellerungsscheine zur Versüguna zu stellen. Bei Entgegennahme der Einkellerungsscheine muß der Verbraucher der Kartenstelle den Bezugsausweis ' ür Speisekartofseln vorlegen. Die Kartenstelle entwertet dann in Höhe der gewünschten Einkellerungs- menge eine entsprechende Anzahl von Bestellscheinen und Einzelabschnitten, so daß auf den Bezugsausweis ein Doppelbezug durch Einkauf von Kleinverteiler neben der Einkellerung ausgeschlossen ist. Auch die entwerteten Bezugsausweise sind vom Verbraucher aufzubewahren. Bei Volleinkellerung gilt der'Verbraucher für die Zeit vom 19. Oktober 1942 bis 25. Juli 1943 als versorgt. Die Einkellerungsmenge kann zwar schon vor dem 19. Oktober 1942 bezogen werden, was im Interesse der Entlastung der Transportmittel und der möglichst schnellen Hereinnahme der Kartoffeln erwünscht ist. Die Zeit, von der ab der Verbraucher durch Einkellerung als versorgt gilt, beginnt jedoch erst mit dem 19. Oktober. Erst von diesem Zeitpunkt ab werden die Bestellscheine und Einzelabschnitte des Speisekartoffelbezugsausweises entwertet. Bis zum 19. Oktober kann daher der Verbraucher, auch wenn er eingekellert hat, nach wie vor Kartoffeln im Kleinverkauf beziehen. Es empfiehlt sich aber nicht, vor dem 19. Oktober den eingekellerten Vorrat anzubrechen, da dieser unter allen Umständen bis zum 25. Juli 1943 reichen muß, unb bei vorzeitigem Verbrauch mit Rücksicht auf die diesmal wirklich ausreichende Menge eine zusätzliche Zuteilung keinesfalls erfolgen wirb. Selbstverständlich kann auch noch nach dem 19. Oktober eingekellert werden. Die Möglichkeit, größere Mengen zur Einkellerung zu beziehen, besteht bis 30. Mai 1943. An diesem Tag verliert der Einkellerungsschein seine Gültigkeit, so daß nach dem 30. Mai 1943 eine Einkellerung nicht mehr möglich ist. Es ist zweckmäßig, die Kartoffeln zur Einkellerung rechtzeitig zu bestellen. Treffen die Kartoffeln erst nach dem 19. Oktober 1942 ein, so kann ber Verbraucher zwar nicht mehr Kartoffeln auf ben Bezugsausweis beim Kleinverteiler erhalten, da die Kartenstelle bei Ausgabe des Einkellerungsscheine- die ab 19. Oktober geltenden Abschnitte des Bezugsausweises in der entsprechenden Anzahl bereits entwertet hat. Der Verbraucher kann aber in diesem Fall auf einen der Einkellerungsscheine über 50 kg zur Ueberbrürfung bis zum Eintreffen ber' Einkellungsmenge vom Verteiler Kartoffeln beziehen. Der Verbraucher stellt die Einkellerungsscheine bei Aufgabe ber Bestellung bem Erzeuger zu ober übergibt sie ihm bei ber Lieferung. Können ausge- gedens Einkellerungsscheine nicht beliefert werden, was im Hinblick auf die zu erwartende gute Star» toffelernte nur ausnahmsweise ber Fall sein wird, so gibt er^bie Einkellerungsscheine und asten entwerteten Bezugsausweise zurück unb erhält auf Antrag neue Bezugsausweise zum Bezug im Kleineinkauf. Der Verbraucher kann anstatt vom Erzeuger auch von einem Verteiler (Einzelhändler ober Großhändler) Kartoffeln zur Einkellerung beziehen. In diesem Fall wird aber, um keine Transportschwie- rigteiten hervorzurufen, nicht die ganze Menge, sondern zunächst nur eine Teilmenge geliefert. Erst berg, habilitierte sich 1899 dort unb lehrte von 1900 ob in Leipzig. 1906 wurde er a. o. Professor an der Universität Berlin und 1908 o. Professor an der T H. Hannover. 1923 kehrte er als Direktor des Physikalischen Instituts nach Berlin zurück. 1936 trat er in den Ruhestand. Die T. H. Hannover verlieh ihm 1929 die Würde eines Dr.-Ing. e. h. Seit 1922 war er Herausgeber der „Zeitschrift für physikalische Chemie", seit 1939 auch der „Zeitschrift für angewandte Photographie". 1936 erhielt er die • punsen-Denkmünze. — In Köln starb im Alter von 12 Jahren der Generaloberarzt a. D. Professor Dr. Ernst S t u e r tz. Lange Jahre wirkte er als dirigierender Arzt der Kölner Tuberkuloseklinik und hatte in der Tubertuloseforschung einen bedeutenden Ruf durch einen von ihm 1912 erdachten operativen Eingriff mit ber Durchtrennung eines Zwerchsellneroen zur Ruhihstellung der zugehörigen Zwerchfellhälfte unb des dieser benachbarten Lungenlappens. Die Winlerkonzerte der Berliner Philharmoniker. Das Berliner Programm der kommenden Spielzeit wird durch die 10 Philharmonischen Konzerte bestimmt, von denen Wilhelm Furtwängler sechs dirigiert, während neben ihm noch Vittorio Gui, Er- nefte Ansermet, Oswald Kabasta und als besondere : Ueberraschung Edwin Fischer am Pult erscheinen, t her nicht nur vom Flügel aus Bachs O-ckur-Suite unb Beethovens Ockur-Klavierkonzert, sondern auch ‘ Bruckners 2 Sinfonie leiten Wird. Als Uraufführung Vielleicht ... Ich traf es, als unser Lazarettzug uns zum erstenmal deutsche Schwestern zeigte. Sie reichten uns Trinken, Essen und — ihr Lächeln. Es läßt sich nicht sagen, wie dieses Lächeln zu uns übersprang. Es erstand, huschte von Wagen zu Wagen, innere, beglückende Freude verschenkend, und war noch lange da, als feine Trägerinnen schon weit hinter uns geblieben waren. Du hast Aerger gehabt, es ist manches fehlgeschlagen, du meinst, das Leben ginge nicht weiter. Sieh einmal in den Spiegel und versuche es mit einem Lächeln. Du bist doch schön, und du bist doch stark! Da hat schon das stolze Lächeln den Kummer verwischt. Versuch es mit einem Lächeln, bevor du lieben Menschen — am Ende gar ihm, der für dich irgendwo weit draußen steht — einen Brief schreibst. Dann wird der Brief froh werden unb so, wie du ^D^Stratzen waren ausgestorben. Die Luft rvch komisch nach angefeuchtetem Staub. Nur ganz vereinzelt war Licht hinter den Scheiben. Anna radelte wie nie zuvor in ihrem Leben. In wenigen Mi- nuten war sie am Fuß des Sonnenbüfjete. S)ieü warf sie das unnütze tRat> in den otratzengraben und begann laufend den Aufstieg. Als sie keuchend oben anlangte und nm eine Kehre bog. Jab fie einen kleineren Schuppen auf der Tlorbfeite brennen. Das Feuer erleuchtete den freien Platz vor bem Neubau. Ihre Ahnung hatte atfo nicht ze- trogen. Vermutlich war ber Blitz in ben eisernen Kran neben dem Schuppen gefahren und^danri auf das Dach Übergebungen. So eine Nachlässigkeit. Schon langst hätte der nicht mehr benötigte Kian abtransportiert werben müssen! Das Feuer hatte sich bereits bis in bas Innere des Schuppens, in bem der Bauführer seine Papiere verwahrte, hm- cingefressen. Jetzt schlugen die Mammen durch die gesprungenen Scheiben und wurden Dom 2Birü) n^ü) Süden gepeitscht. Darin lag eine große Gefahr, wir Anna sofort erkannte. Denn zwischen dem bren- „Daß die Feuerwehr nicht kommt?" meinte er. Anna hob die Schultern. „In Trettau lassen sie sich Zeit." (Fortsetzung folgt.) Sie spähte betäubt noch ein paar Atemzuge lang •in die Richtung, wo der Hügel liegen mutzte ah keinen Feuerschein und wurde dennoch das. Gefühl M'" nicht los: es ist etwas passiert. Sollte sie die Mab- chen rufen ober Hingerl? Ach, Hingerl war ja mit beitet, feinem Herrn fort, unb die Köchin schlief mit der » 3en« um die Welto. Anna rannte kurz -ntjchlohen U. ?ns '-rdgefchoß.. rlßdi- alte Wmd,ack-ir-d Mannes kchtige Ersparnisse für die Rüstung. r 4* . Das disziplinierte deutsche Volk wird die in dem gestrigen Aufruf des Reichsmarschalls Göring ausgesprochene Mahnung, Strom und Gas zu sparen, befolgen, denn sie ist einfach kriegsnotwendig. Strom und Gas entstehen durch die schwarze oder, wie die Elektrizität, auch durch die „weiße Kohle". Die Kohle wird heute aber nicht nur zu Strom und Gas verarbeitet, sondern auch zu synthetischen Stoffen, die das Ruhmesblatt der deutschen Chemie und Technik ausmachen und wesentlich dazu verholfen haben, daß wir einer Welt in Waffen widerstanden. Wir brauchen nur an den synthetischen Gummi, an die Buna, an das synthetische Benzin usw. zu erinnern. Alles das entsteht aus dem schwarzen Edelstein und noch anderes mehr. Mit Kohle und Koks verhütteten wir Erze zu Eisen und Stahl. Aus Kohle wird Gas und Elektrizität gewonnen, die wiederum vielfältig für die Rüstungsindustrie lebensnotwendig find. Es ist wichtiger, daß unsere Rüstungsindustrie bei sparsamer Verwendung aller Materialien für unsere Soldaten das Notwenigste reichlich und- schnell liefert, als daß der einzelne in der Heimat sich nicht eine Einschränkung auferlege, die er kaum spurt. Es gilt nur, die Gedankenlosigkeit und Nachlässigkeit energisch zu bekämpfen, die gerade im Gas- und Stromverbrauch verschwendet, wo doch kriegsgemäße Sparsamkeit oberstes Gebot der Stunde sein müßte. Strom- und Gasverschwendung ist nämlich Kohleverschwendung und damit Vergeudung unseres kostbarsten Rohstoffes. Wir haben in Großdeutschland 19 Millionen Haushaltungen mit elektrischer Stromversorgung. Nehmen wir an, in jedem Haushalt brenne eine Älühlampe von 25 kW, also eine verhältnismäßig lichtschwache Lampe, auch nur eine Viertelstunde unnötig, dann wird damit so viel Strom verbraucht, als zum Ausdrusch der gesamten deutschen Ernte in Weizen benötigt wird. Wenn jeder Haushalt eine winzige Glühlampe — um ein anderes Beispiel zu wählen — nur eine einzige Minute kürzet brennen läßt, ergibt das eine Ersparnis von so viel Kohlen, daß damit Rüstungs- materialien für 18 Güterzüge hergestellt werden können. Man denke auch einmal daran, wie oft das Gas im Gasherd sinnlos verpufft. Es brennt, ohne daß wir dafür sorgen, daß wir auch den höchstmöglichen Nüßen von ihm haben. Wir machen viel zu wenig Gebrauch von der bequemen Einrichtung des sog. Turmkochens, also der restlosen Ausnutzung des Heizgases durch übereinandergestellte- Töpfe auf der gleichen Flamme usw. Dabei könnten große Mengen Gas, damit also auch Kohle, gespart werden, denn das Gas, das durch die Kochofen der Haushaltungen stürmt, macht rund 60 v.H. alles Gases aus! „ , _ .. . , Jeder kennt aus seiner Umgebung Beispiele, wo unnützer Verbrauch leicht abgestellt werden konnte. In Betrieben, die unnötig Licht brennen oder Maschinen „leer" laufen lassen, in Haushaltungen, wo man den Rundfunk nicht ständig laufen zu lassen braucht, das Licht wirklich noch einsparen kann, die Heizung mit Strom oder Gas erheblich zu vermindern in der Lage ist, ganz abgesehen von elektrischer Heizung, die bekanntlich viel Strom verbraucht und deshalb wohl radikal fortfallen muß. Das ist aber vielleicht das einzige „Opfer", das verlangt wird, alle anderen Einschränkungen sind nicht einmal Entbehrungen, sondern nur Abdrosselung der bisherigen Vergeudung. Damit aber erreichen wir, daß der Sieg noch schneller errungen und daß die Ausrüstung unserer Soldaten noch vollkommener wird. Das ist ein Ziel, um das es sich wohl-lohnt, auf seinen Strom- und Gasverbrauch zu achten, nach besten Kräften zu sparen und sich stelbst zu kontrollieren.. wenn der größte Teil der Verbraucher die erste Teilmenge erhalten hat, darf die Restmenge durch den Verteiler ausgeliefert werden. Es ist wichtiger, daß ein großer Teil der Bevölkerung wenigstens einen Teilbedarf eingekellert hat, als wenn nur wenige Verbraucher die volle Einkellerungsmenge erhalten. Wie gesagt, gilt dies jedoch nur beim Bezug von Einkellerungsmengen vom Verteiler; wird durch, unmittelbaren Bezug vom Erzeuger eingekellert, so kann der gesamte Wintervorrat auf einmal bezogen werden. Ein Einkellerung dprch Bezug vom Verteiler trennt der Verteiler in Höhe der gewünschten Einkellerungsmenge eine entsprechende Anzahl Bestellscheine von dem Bezugsausweis für Speisekartoffeln ab, versieht den Bezugsausweis mit feinem Firmenstempel und entwertet die in Frage kommenden Einzelabschnitte. Ein Einkellerungsschein wird beim Bezug vom Verteiler nicht ausgehändigt. . Wer in Haus- und Schrebergärten Kartoffeln im Kleinanbau erzeugt, erhält diese Mengen im allgemeinen auf den Bezugsausweis nicht angerechnet. Bauen allerdings Verbraucher — etwa auf Pachtland — gemessen an ihrem Haushaltsbedarf an Speisekartoffeln verhältnismäßig viel Kartoffeln an, so kann das Ernährunasaml die Bezugsausweise einbehalfen oder teilweise entwerten. Verbraucher, die bei der Kartoffelernte mithelfen, können als Belohnung für ihre tatkräftige Erntehilfe eine „Rodeprämie" von 1 v. H. der gesammelten Kartoffelmenge erhalten. Diese Rodeprämie wird den betreffenden Verbrauchern nicht auf ihren Bezugsausweis angerechnet. In Gaststätten, Werkküchen, Kantinen, Gemeinschaftslagern, Anstalten usw. erfolgt die Abgabe von Kartoffeln ohne Entgegennahme irgendwelcher Kartoffelmarken. Die erwähnten Einrichtungen erhalten je Woche 3 Kilogramm Speifekartoffeln je Gast (Mittags- und Abendmahlzeit) bzw. je Betriehsoer- pflegten oder Anstaltsinsassen (für das Anstaltspersonal gelten die allgemeinen Sätze). Wehrmachtsurlauber erhalten bei der Kartenstelle Berechtigungsscheine zum Bszug von Speisekartoffeln. Bei einer Urlaubsdauer von weniger als eitler Woche beträgt die Höchstmenge an Speise- kartoffeln, die auf Berechtigungsscheine an Wehrmachtsurlauber ausgegeben wird, 3/< Kilogramm täglich je Kopf, bei einer Urlaubsdauer von einer Woche und mehr wie bei den übrigen Versorgungs- beredjtiaten 4,5 Kilogramm. Bei Umzügen, längeren Reisen sowie bei Personen ohne ständigen Aufenthaltsort (z. B. Wander- gewerbetreibende, Artisten, Fernlastkraftfahrer) wird der Bezugsausweis durch Stempelaufdruck und Abtrennung der Bestellscheine von der Kartenstelle in eine „Reisekarte" umgewandelt. Auf den so umge= stempelten Speisekartoffelbezugsausweis können an jedem Ort ohne vorherige Anmeldung beim Verteiler und ohne Rücksicht auf die Gültigkeitsdauer der Einzelabschnitte Speifekartoffeln in Höhe des für den betreffenden Ort aufgerufenen Wochensatzes bezogen werden. Schluß damit! NSG. In den Bunkern kauern die Feldgrauen, tri Erdlöchern und hinter verkohlten Baumstrünken, immer hart am Feind. Schnee und Eis, einen russischen Winter bis zu 40 Grad Kälte und darüber haben sie ausgestanden. Bis zum Bauch sind sie im Frühjahr durch den Schlamm gewatet, unerschütterlich! Nun sind sie wieder in der Offensive an allen Fronten und zeigen dem Feind, was deutsche Zähigkeit und deutscher Wille ausrichten können. Und dennoch reibt sich der Engländer die Fäuste und lacht, nämlich dann, wenn mitten im Lande die Flammen auflodern, wenn ein Teil unserer Nahrung, wenn Erntevorräte im Feuer auf gehen! Nicht durch feindliche Bomben, sondern durch eigene Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit. Wollen wir uns ins eigene Fleisch schneiden? Wollen wir durch falsch aufgestellte Maschinen, durch Übertreten des Rauchverbotes, durch beschädigte Schornsteine und schadhafte elektrische Anlagen die Ernte der Brandgefahr aussetzen, unseren Volksgenossen das Brot stehlen? Zur Freude unserer Feinde? Nein! Wir wollen jetzt durch besondere Vorsicht und Wachsamkeit alle solche Schäden unbedingt vermeiden. * ** Ein alter Jägersmann. Am morgigen Donnerstag, 10. September, begeht der Gerichtsvollzieher i. R. Conrad Seipel in seltener geistiger Frische seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar' ist weithin in Oberhessen als „Opa" bekannt und hauptsächlich in Jägerkreisen eine gern gesehene Persönlichkeit. Manche Jäger und Freunde werden sich gern an die mit ihm gemeinsam verlebten schönen Stunden in seinem Jagdhäuschen und bei der „Ida" in Bersrod erinnern. „Opa" Seipel verbringt feinen Lebensabend bei feinem Schwiegersohn, dem Baumeister Paul Schröter in Recklinghausen, Hans- Schemm-Straße Dem alten Herrn unsere herzlichen Glückwünsche. ** Die Ludwigs-Universität im Kreise der deutsch en Universitäten. Zu unserem gestrigen Bericht über.die Abschiedsrede von Oberbürgermeister Ritter vor oen Gießener Ratsherren, in der sich der Oberbürgermeister u. a. auch über die Notwendigkeit der weiteren Förderung unserer Universität aussprach und dabei verschiedene Merkmale ihrer erfreulichen Entwicklung in den letzten Jahren anführte, ist mitzuteilen, daß die Bemerkung in unserem Bericht, die Universität Gießen stehe mit ihrer Besucherzahl an achter Stelle der deutschen Universitäten, auf einem Mißverständnis bei der Berichterstattung beruht. Untere Alma mater hqt sich zwar in den letzten Jahren mit ihrer Frequenz von der früheren Position erfreulicherweise um einige Stufen nach oben hin verbessert, jedoch ist sie von der achten Stelle noch erheblich entfernt, da vor ihr auch heute noch eine ganze Reihe anderer Universitäten rangieren. ,. **DieGießenerHochschulgesellfchaft lädt in unserem heutigen Blatte zur Teilnahme an ihrer Jahrestagung am kommenden Samstag, 12. September, ein. Im Anschluß an die Hauptversammlung wird im großen Hörsaal der Universität der Ministerialrat Professor Dr.-Jng. Ernst Hamm, der frühere Bürgermeister unserer Stadt, über das Thema „Die Raumordnung im Großdeutschen Reich" sprechen. Der Vortrag wird von zwei Darbietungen des Kerzisnik-Quartetts vom städtischen Orchester umrahmt sein. Zu diesem öffentlichen Vortrag haben alle Volksgenossen freien Zutritt. ** Die Herbstferien der Schulen. Aus Anordnung der Landesregierung rourbeh die Herbstferien der Schulen in unserer Stadt auf die Zeit vom 7, bis 20. Oktober, beide Tage einschließlich, festgesetzt. Mithin ist der 7. Oktober der erste, der 20. Oktober der letzte Ferientag. ** Theater her Universitätsstadt Gießen. Das Dramaturgische Büro teilt mit: Am Freitag, 11. September, beginnt mit der Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Oper „Der Troubadour" die Opernspielzeit. Die Neuinszenierung leitet Oberspielleiter Max Schwarze. Die musikalische Leitung hat Musikdirektor Otto S ö l Ine r. Chöre: Carl Willy Hahn. Bühnenbild: Karl Löffler. Mitwirkende: Hildegard Ionas als Leonore, Adolf Richter als Manrico, Ludwig Druschel als Graf von Luna, Barbara Boettcher als Azucena. In weiteren Rollen Sophie Schärtet, Bernhard Schmitz, Heinz Schommer, Lenz Klein und Fritz Kraft. **DasErnährungsamtAbt.Aunddie Bezirksbauernschaft Gießen halten ihre Büros am Donnerstag und Freitag wegen Umzugs geschlossen. Vom Samstag ab befinden sich diese Büros im Hause Liebigstraße 15, parterre. ** R e i ch s s p o r t a b z e i ch e n. Die Prüfungen im Radfahren, Schwimmen und in der Leichtathletik! zur Erlangung des Reichssportabzeichens werden am kommenden Donnerstag, Samstag und Sonntag abgenommen. Strafkammer Gießen. Der E. D. in Butzbach war angeklagt, im Jahre 1939 Geldbettäge von zusammen 65,12 RM., die er in amtlicher Eigenschaft empfangen hatte, unterschlagen zu haben. Der Angeklagte wurde wegen Amtsunterschlagung in drei Fqllen zu einer Gesamtgefängnisstrafe von einemJahrund sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Landkreis Gießen. * Trohe, 9. Sept. Am morgigen Donnerstag, 10. September, kann Frau Marie S t a u b a ch, geb. Schmitt, in aller Frische ihren 7 0. Geburtstag begehen. Die Jubilarin ist noch eifrig in der Feld- und Hauswirtschaft mit tätig. Zum Geburtstag und für einen weiteren schönen Lebensabend übermitteln auch wir herzliche Wünsche. HauptschNflletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bH Hauptlchristleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche UntversitätSdruckerei R. Lange R. G. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Slnzeigenpreisliste Nr. 6. gS Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein über alles geliebter,unvergeßlicher,herzensguter Manri, der treusorgende Vater seines einzigen Töchterchens, unser lieber Sohn, Schwiegersohn,Bruder,Schwager,Onkel und Pate Walter Reuschling Gefreiter in einem Infanterie-Regiment kurz vor Vollendung seines 29. Lebensjahres in einem Gefecht im Osten den Heldentod gefunden hat. , .. , m 6 In tiefer Trauer: Frau Erna Reuschling, geb. Keßler und Töchterchen Marianne nebst allen Angehörigen. Albach und Steinbach, den 7. Sept. 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 13. September, um 2% Uhr in Steinbach statt. Mit den Angehörigen , betrauert die Firma Poppe & Co., Gießener Gummiwarenfabrik, den Tod dieses zuverlässigen, treuen Gefolgschaftsmitgliedes. .. ____________________________________2711 n Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Mann, unser braver Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Ernst Klee Obergefreiter in einem Infanterie - Regiment am 8. 8. infolge einer schweren Verwundung den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Johanna Klee, geb. Jung Johannes Klee und Familie Martin Jung und Familie und alle Angehörigen. Holzheim, den 9. September 1942. -______________________________________________________044C0 Bekanntmachung. .Das Ernährungsamt Abt. A, Stadt- und Landkreis Gießen, und die Bezirksbauernschaft Gießen sind wegen Umzug Donnerstag, den 10., und Freitag, den 11. September 1942, geschlossen. Die neuen Büroräumc befinden sich ab 12. September 1942 in Gießen, Liebigstraße 15 parterre. Sprechstunden sind Montag bis Samstag von 8—12 Ubr vormittags. Sprechstunden des Bezirks- bauernführers sind F-reitag einer jeden Woche, vormittags von 10—12 Ubr. (2710D Der Landrat des Landkreises Gießen Ernährungsamt Abt. A. Kreisbauernschaft Oberhessen-West. ' Metzger, Bezirksbauernfübrer. Plötzlich und unerwartet entschlief sanft in dem Herrn meine liebe gute Frau, unsere liebe treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Katharina Lenz, geb. Weigel im Alter von 62 Jahren. In tiefer Trauer: Johann Wilhelm Lenz; Soldat Willi Lenz u. Frau; Obergefr. Richard Lenz und Frau; Soldat Emil Lenz und Frau; Pz.-Obergren. Hugo Lenz und Frau; 7 Enkelkinder und alle Angehörigen. Gießen-Klein-Linden, Villingen, im Felde, Heuchelheim, den 8. September 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 10. September 1942, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Steinstraße 14 aus statt. __2713 D Gießener Hochschulgesellschaft Im Anschluß an die Hauptversammlung der Gießener Hochschulgesellschaft findet Samstag, den 12. September 1942, 17.30.Uhr, im großen Hörsaal des Universitätsgebäudes ein Vortrag des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt Gießen, Prof. Ministerialrat Dr.-Ing. Ernst Hamm, über: Die Raumordnung im großdeutschen Reich statt. Hierzu werden die Mitglieder der Hochschulgesellschaft, sowie die Volksgenossen der Stadt Gießen und Umgebung herzlichst eingeladen. Eintritt frei! 2712D Bekanntmachung. Betr.: Verleihung desReichssportabzeichens hier: Radfahren,Schwimmen,Leichtathletik. Am Donnerstag, dem 10. 9.1942,19 Uhr, kann die Prüfung im Radfahren, für das Reichssport- abzeichen abgelegt werden. Start am Feldschlößchen, Rodbeimer Straße. / Am Samstag, dem 12. 9. 1942, findet die Prüfung für Schwimmen, um 17 Uhr in der Müllerschen Badeanstalt statt. Die leichtathletischen Hebungen werden am Sonntag, dem 13. 9. 1942, 10 Uhr, auf dem MTV.-Svortplatz abgenommen. Im Anschluß hieran wird die Abnahme der Geräteübungen durchgeführt. [2708C Gießen, den 7. September 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. V.: Nicolaus, zugleich im Namen des Landrats des Landkreises Gießen. Aelter. Ehepaar sucht für sofort oder später 3-M-Wfl. mit Zubehör. Nordviertel bevorzugt. Schr. Ang. unt. 2714Pa.d.G.A Stellenangebote| Hausangestellte ab 1. Oktob. od. 1. November gesucht. Schrift!. Angeb. unter 04341 an den Gieß. Anz. I Verkäufe IXait neues, verzinktes I04306 Msensler m. Verglas., für 16 Mk. zu verk. Ruckstuhl, Selterswcg 4. 3u verkaufen: hellseid. Kleid, Gr. 42, neu, für 42Mk.,2Musen, 5 u. 12 Mk., div. schwarze, seidene Svihen, versch. Blumentöpfe, iWascknnaschine m. Handbetrieb, 42 Mk., 1 Waschbrett, 1,50 Mk. Auttveg soll t« Gute Vogelsb. Milchkuh, ans. Okt. kalb., z. verk. Königsberg, Nr. 5t. 104307 I Kaufgesuche DKw-Kleinwagen oder Motorrad 200 ccm, neu oder gebraucht, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 2705Da.d.G.A. fileiöerw z. kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 04398 an den Gieß. Anz. Reithose für mittlere Größe zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04395 an den Gieß. Anz. Verschiedenes | Zrau nimmt Kunden 3. Ans- bessern u. Aend, von Wäsche und Garderobe an, geht auch nach auswärts. Schr. Ang. unt. 04411 a.d.G.A. MMk IMnkMser Mnlergersle nur gegen Bedarfsschein, sofort lieferbar. Samenhandlg.Hahn 2707D Gießen, Telephon 3403. Rechnungen bei Brühl, GieBen Auf gut. Objekt, Haus m. Gart., 3000 Mk. als 1. Hypothek gesucht. Schriftl. Ang. unt. 04392 an d. Gieß. Anz. Gegen gute Belohnung werdend, beiden ehrlichen Finder einer Mappe mit Lebensmittel- karten (verloren im Sveisesaal des Bahnhofs), gebeten, diese baldmöglichst dem Eigentümer zurückzugeben. Gartenstr. 22 I. Tel. 3178. [01412 Vogtsche Piivat-Handelsschule ! Gießen, Goethestr.32 Aufnahme in die 2511V einjährige Handelsfach klasse Beginn Oktober 1942. 1 Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 32. Ruf 2486. ____________________________ - - Leichtmotorrad (Sachsrad) gut erhalten, mit Bereifung und allem Zubehör, zu kaufen gesucht Schunk & Ebe Windhof Telefon 3344 2709D Vollkaufmann durch langj. leitende Stellung, erfahren und befähigt für gewissenhafte kaufmänn. Verwaltung, pflichtbewußter Charakter, einsatzfreudig und erfolgreich, guter Berhandler, 47 I., wünscht sich zu verändern in leitende verantwort!. Dauerstellung, auch als persönlich. Vertrauensmann od. zur Entlastung der Betriebsführung. Ang. m. Aufgabengebiet, Honorar, Termin und sonstigen Eingaben unt. 2703V an den Gieß. Am. erbeten. JnnerkaiilmäBii.lDgeÄr verh., Pg., sucht zum 1. od. 15.Okt. Stellung als Expedient, Lagerist oder berat Bisher als Expedient u. Lohnbuchhaller tätig gewesen. In ungekünd. Stellung. Gute Zeugn. vorhanden. Die Lösung des augenblicklichen Arbeitsverhältnisses erfolgt im beiderseitig. Einvernehm. Eilangebote erbeten unter 2701D an den Gießener Anzeiger. L ab oratoriums- Arbeiterin für sofort oder später gesucht Pelikan - Apotheke Gießen, Kreuzplatz 2 04413 Wer beaufsichtigt zuverlässig . Schuiaufgaben von vier Kindern (Vorschule)? ^rmi [04388 Nattmann, Neuen Bäne 21. Wer hilft mir 1-2mal wöchentlich nachmittags beim Strümpfestopfen Nähen und Bügeln für meinen 5-Personen- Haushalt? Schr. Ang. unt. 04409 a.d. G.A. GuttolIn-FabrikKöifi pyu w. Wim. wuju'-w gs Schuh- u. Lederpflege? Nicht jede Sdiuhcreme ist Echt nur mit dem Aufdruck: .Guttalin” macht den Kuchen locker! 1 Tischlerei- 2704 D pnd Zimmereimaschinen auch wenn reparaturbedürftig, kaufe gegen bar für den Aufbau im Osten. Schriftl. Angeb. unter 2635 an die Waideckische Land.-Zeitg,. Bad Wildungen. Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Dr. med. Hans Textor U.-Arzt und Batl.-Arzt in einem Inf.-Regt. Linny Textor geb. Schultheis Gr.-Linden Gießen z. Z. im Osten Liebigstr. 33 9. September 1942 ________________________04399/ Ab Montag, den 14. 9. 42 wieder Sprechstunden L. Kaietsch Heilpraktiker Gießen, Frankfurter Str. 37 04410 Garant guter Arznei'Präparate r- seit 1893 - Cbotn. Fabrik Kretvel-Leuffen G.m.b.H. Köln Tanzuntemcht Anmeldungen für unsere A nfänger-u. Fortschrittkurse werden täglich ab 11 Uhr entgegengenommen 04179 Tanzschule Bäulke Gießen, Wolfstraße 31, Ruf3835 Kranksein ist halb so schlimm, wenn ein guter .Krankenschutz vorhanden ist. Wir bieten ihn für alle Berufe. Kranken» Haustagegeld und Krankengeld.Zu-- sätzl.Krankenschutz für alle Sozial- versicherten für 2.20 RM. monat-- lich.Verlangen Sie unverbindliches Angebot. Die Hanse, Krankenschute V. a. G., Frankfurt/Main, Goethe- stratze 21, Tel. 2 3471. 2702.V Welcher Handwerker repariert Dezimalwaagen? Angebote an: Häute- u.Fett- Verwertung, Wirtschafts-, Spar- u. Kreditgenossenschaft eGmbH., Gießen, Neustadt 61 2706 D WS ATE Gil °Z der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, 9. Sept., 19-2180 Uhr 1.Mittwochmiete u. Halbmiete A Die Stunde mit Alexa LICHTSPIEL-THEATER Gloria-Palast, Seltersweg: Der Fall Rainer 26MC Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Männer müssen so sein Tägl. 8,5.15,8, So. 2.30,5,8 Uhr