Donnerstag, 9. ZuliMr fy2. Jahrgang Ur. 159 Seneralfeldmarschall Rommel verhört britische Generale teiderSchlachtumTobruk wurden auch eins Anzahl britischer Generale gefangengenommen, tt werden hier von Generalfeldmarschall Rommel (rechts) verhört. — PK.-Kriegsberichter Moosmuller. Protest ist offensichtlich ohne Erfolg geblieben, denn 941/42 auf Befehl von höherer Sowjet siel le 'fätsauh ER nini- Sofia, im Juli 1942. Oer Durchbruch nach Süden erweitert iMt r se .3. zenommen» U-Boote nicht vorliegen könne. Die schwedische Oeffentlichkeit. wünsche ein energisches Einschreiten der Regierung und wolle klaren Bescheid haben. „Stockholms Tidningen" führt diese Piratenakte sowjetische U-Boote wiederum schwedische Handelsschiffe in schwedischen Hoheitsgewässern mit Torpedos angegriffen haben. Diesesmal wird es den Bolschewiken schwer fallen, ihre Verantwortung für diese neuen Ueberfälle abzuleugnen, denn ein von Iber schwedischen Marine gefundenes Sprengstück eines Torpedos beweist eindeutig die sowjetische Herkunft. Der Stockholmer „Dagens Ryheler" nennt das Vorgehen der sowjetischen U-Boote in schwedischen Gewässern so rücksichtslos, Moskau, wonach auf Grund amtlicher sowjetischer Quellen die Lage an der Ostfront als äußerst ernst angesehen wird, daneben werden die schweren sowjetischen Verluste immer wieder unterstrichen. In einem Moskauer Bericht des „Daily Telegraph" wird darauf verwiesen, daß der sowjetische Generalstab im Steppenland des Südostens nicht allzuviel Boden verlieren dürfe, weshalb die Lage heute ernst sei und durch den Verlust von Woronesch verschärft werde. Die „Times" zitiert I eine Warnung der „Prawda", daß die Sowjetunion sich in dauernder Todesgefahr befinde, was die äußersten Opfer verlange. „Daily Expreß" sagt, die deutsche Wehrmacht hat mit der Einnahme von Woronesch den bisher vielleicht größten strategischen ISieg in der Sowjetunion errungen! Die Deutschen hätten Positionen erreicht, die, sobald sie konsolidiert I seien, den ganzen Kriegsverlauf beeinflussen könnten. Der deutsche Erfolg zeige, daß es der Roten I Armee nach wie vor an Waffen mangele. selbst, denn Dimitroff riet den Agenten vor chrer Abreise, unter wechselnder Maske im bulgarischen Volk bei Ausnützung seiner vaterländischen Gefühle Anhänger zu werben. Geldmittel erhielten sie m reichlichem Ausmaß. Die Ausrüstung bestand aus Kleidern ohne jede militärische Kennzeichnung, aus falsthen Dokumenten und dem Handwerkszeug aller Terroristen, Waffen, Sprengstoff. Rundfunk-Emp- rtiteletbd Bolifff unb i Thtzvoy imschem. ange 5. fcanJ Sei, rend die weiter rechts sichenden Verbände in wei- abgesehen davon, daß man in kuybifchew mit fre- tem Bogen ausweichend durch die Wüste bzw. die I cher Stirn die Täterschaft sowjetischer Marinestreit- befahrbaren Durchlässe der Kattara-Senke nach Osten ftäffe ableugnet, berichtet die schwedische Presse, daß daß die Frage nach der eigentlichen Absicht gestellt sei, da eine Fehlorientierung der lönau. und 3.50 .) und ja hFreud^ RM.L- 2055P Sowjet-U-Boote torpedieren schwedische Handelsschiffe. Stockholm, 8. Iuli. (DRB.) Die schwedische Regierung protestierte in Kuybifchew gegen die Torpedierung des schwedischen Dampfers „Ada Messe« ist diy Hessens ichtet adt als ie Der« tkrieges n ihrer s aber« größten Oer Wehrmachtberichi. DRV. AusdemFührerhauptquartier, t. Juli. Dos Oberkommando der Wehrmacht gibt jefannf: Der Durchbruch der deutschen und verbündeten Truppen aus dem Raume zwischen Charkow rnd Kursk wurde nach Süden stark erweitert, feindliche Gegenangriffe nordwestlich W o r o - vefch scheiterten. 3m Kampf mit eingeschlossenen rnd zersprengten Truppen wurden zahlreiche Ge- fangens und große Bente eingebracht. Nördlich und nordwestlich Orel dauern -ie Angriffe des Gegners an. Sie wurden in harten Kämpfen und unterftühl durch starke Kampfflieger- tcäfte abgeschlagen. Allein im Abschnitte eines Armeekorps wurden hierbei in den letzten drei Tagen -5 feindliche Panzer vernichtet. 3m rückwärtigen Frontgebiet südlich kvn R s h e w wurden starke feindliche Gruppen auf großem Raum eingeschlossen, 20 sowjetrussische Panzer wurden erbeutet. 3m n ö r d l i ch en Abschnitt der Ostfront griff der Gegner an einzelnen Stellen erfolglos an. 3m hohen Karben wurden feindliche Flug- imö Seestühpunkte im Raum der Kola-Bucht bombardiert. 3m Seegebiet nördlich der Halbinsel Kanin wurde ein feindlicher Bewacher durch Bom- vorstießen. England der Todfeind des Arabertums. erlernt." . London in Gorge bentreffer versenkt. wie durch Sondermeldung bekonntgegeben, haben Kampffliegerverbande terfeeboote einen englisch-amerikanischenGroh- geleitzug im nördlichen Eismeer angegriffen enb zum größten Teil vernichtet. Der Konvoi be- fianb aus 38 Handelsschiffen, hatte Flugzeuge, Panzerkampfwagen, Munition unb Lebensmittel geloben, war nach Archangelsk bestimmt enb burch schwere feindliche Seestreikkräfte, Zer- slürer unb Korvetten, sehr stark gesichert. 3n enger Zusammenarbeit zwischen Kriogsmarine und Luft- maffe wurden durch Kampfflugzeuge ein schwerer amerikanischer Kreuzer und 19 Handelsschiffe mit 122000 BRT-, durch Unterseeboote 9 Schiffe mit 70 400 BRT. versenkt. Bei Verfolgung der Reste des Geleitzuges gelang es Unterseebooten, 4 weitere Schiffe mit 24000 BRT. zu versenken. Damit mürben aus diesem Geleit 3 2 feindliche Schiffe mit zusammen 217 100 BRT. vernichtet. Durch Seenotflugzeuge wurde eine größere _______' v ; w ~ . Gorthon" in schwedischen Hoheitsgewässern Kriegsberichter Moosmüller, durch ein sowjetisches U-Boot. Dieser :M. NS G. veg 60, ^21272-^ SiS 14Rvf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/o ment Grichemt täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Z^amilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugsvreisr Monatlich.,... RM.1.80 Zrtttellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschluß 2251 Drahtanschrift: /Llnzerge^ Posischeckll686^rankf./M. CI Alamein. Rom, 8.JuL (DMö.) Zn dem Dormarsch m Lordafrika wirb von berufener italienischer Seite folgendes erklärt: Am 29.6. wurde der Vormarsch bsi vereinzeltem gegnerischen Widerstand unaufhatt- sam weiter fortgesetzt. Am 30.6. erfolgte Gefechts- terührung mit dem Feind hei El Alamein. In jer zwischen dem Meer und dem nördlichsten Aus- Icufer der El Kattara-Senke liegenden, ungefähr -0 Kilometer langen Einengung des für den fponta- ven Vormarsch nach Osten geeigneten Geländes hat- icn die Engländer durch Anlage von Minenfeldern, starken Drahthindernissen und zahlreichen Kampf- verken bei El Alamein, dem letzten nur noch 120 Kilometer von Alexandrien entfernten militärischen Hindernis auf dem Wege nach Alexandrien, einen parken Widerstand organisiert. Das 21. italienische Armeekorps hielt den Küstenabschnitt, an den sich tte deutschen imb italienischen Panzertruppen in der Nttte anschlossen. Dahinter war das 20. italienische trmeekorps zur Ausnutzung des Erfolges bereit« gestellt. Weiter nach Süden schlossen sich das 10. ita= benische Armeekorps sowie eine italienische Panzer- broiswn an, die den äußersten rechten Flügel hielt, ber bis nahe vor Abu Dweis reichte. Am 1.7. er- silgte der Angriff, der nach harten Kämpfen mit fern sich zäh und entschlossen wchrenden Gegner rom Durchbruch auf dem rechten Flügel des 21. Armeekorps unb in der Mitte gekrönt war. Em balienifcher Verband schwenkte nach dem Durch, briich nach links ein und umging El Alamein, wah- Berlin, 8.Juli. (DNB.) Zur Veröffentlichung der deutsch-italienischen Regierungserklärung über Aegypten sprachen der Grotzmufti Amin Hussein! sowie der Ministerpräsident Raschid Ali el Kailani im Rundfunk zu ihren arabischen Landsleuten. Der Großmufti erklärte, daß die Siege der deutsch-italienischen Truppen in Nordafrika große Freude im ganzen Orient hervorgerufen hätten, weil sie im Kampf gegen die gemeinsamen Feinde, England und das Judentum, sowie gegen die Gefahren des Bolschewismus errungen wurden, der nach Besetzung von Iran leider Nachbar der arabischen Länder geworden sei. Kailani erklärte, es sei ihm eine heilige Pflicht, von Berlin aus einen Aufruf an die Aegyp- , , . ter zu richten, die das Grauen der englischen Unter- zurück, sofern man nlchk völlige Disziplinlosigkeit in terdrückuna seit 60 Jahren über sich ergehen lassen der sowjetischen Armee annehmen müsse. müßten. Die Engländer, die sich den arabischen Ländern als Freunde und Befreier ausgegeben hätten, hätten sich hinterher als ihre bittersten Feinde und grausamsten Unterdrücker entpuppt. Jetzt sei die Stunde der 'Befreiung Aegyptens angebrochen, die den alten Ruhm der Araber und des Islams wiederherstellen werde. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8VrUbr desVormittagS Anzeigen-Breise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- Hintergründe des Prozesses von Sofia Von unserem i.-Korrespondenten. Trübe Ahnungen. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die schweren Schläge, die den bolschewistischen Armeen überall dort zugefügt werben, wo die deutschen Truppen und ihre Verbündeten zu Offen- iven angetreten sind, haben auch diesmal unerhörte Erfolge gezeitigt. Die Angriffe erfolgen mit einem Elan und einer Kraft, die niemand in der Welt nach diesem furchtbaren Winter für möglich gehal« ten hätte, die bolschewistischen Armeen sind nicht imstande, diesem Ansturm zu widerstehen. So wurden in wenigen Tagen Räume überwunden, die die Größe von Ländern haben. Welche Namen in den Wehrmachtberichten auch genannt werben, sie alle mb Male neuer deutscher Siege. Es ist bezeichnend, daß die feindliche Agitation diesmal nicht wie sonst die Niederlagen unb Verluste in Siege unb Gewinne umzufälschen versucht, onbern daß sie in einem bemerkenswert pessimisti- chen Tone zu der Lage Stellung nimmt, soweit sie sich nicht, wie dies insbesondere von Moskau aus diesmal beliebt wird, überhaupt ausschweigt oder auf die knappste Formulierung beschränkt. Ein Musterbeispiel für diese Art bolschewistischer Berichterstattung ist der sowjetische Heeresbericht vom 7. Juli, der in lapidaren Worten nur folgendes zu sagen hat: „Im Lause des 7. Juli nahmen die erbitterten Kämpfe westlich von Woronesch und südwestlich von Starij Oskel ihren Fortgang. An den anderen Frontabschnitten sind keine wesentlichen Veränderungen eingetreten." Die bolschewistische Armeezeitung „Roter Stern" befleißigt sich ebenfalls einer verdächtigen Kürze, indem sie lediglich berichtet, daß „die Deutschen versuchen, die Ufer des Don-Flusses an verschiedenen Stellen zu gleicher Zeit zu stürmen und daß sie Massen von Panzerwagen einsetz^n, während weitere, Panzerabteilungen den Fluß entlang zum Angriff bereitstehen." Der Londoner Nachrichtendienst fügt diesen Angaben die Bemerkung zu, daß der „Rote Stern" die Lage als sehr ernst bezeichne. Im übrigen versuchen die Londoner Bundesgenossen auch diesmal so zu tun, als ob sie noch nichts von deutschen Erfolgen wüßten. So ließ sich der Londoner „Telegraph" aus Stockholm melden, daß die Bolschewisten die Deutschen gehindert hätten, zu ihrem Ziel Woronesch durchzubrechen, wobei zugegeben wird, daß diese Stadt ein großes Getreidezentrum unb eine bedeutende Industriestadt fei, und daß elf deutsche Elite-Didisionen, von denen vier Panzerdivisionen sind, sowie etwa 1000 Flugzeuge nicht zu dem Hauptziel Woronesch hätten durchbrechen können. Das wurde gemeldet, nachdem die Deutschen Woronesch längst genommen hatten. Um aber auf diese Hiobsbotschaft die englische Deangs- unb Sendegeräten, und aus einer besonder- heimtückischen Waffe, Ampullen mit Typhus-Bazillen. Das ganze Unternehmen endete dank einer Reihe von glücklichen Umständen überaus kläglich. Die bulgarische Polizei war wachsam unb hat sich bei ber Vereitlung ber Aktion, die leider auch Opfer gefordert hat, glänzend bewährt. Die Bevölkerung hals zur größten Enttäuschung ber Agenten eifrig an ber Aufdeckung mit, in vielen Fällen unter Ein- atz ihres Lebens. Ein weiterer Umstand kam ber Liquidierung dieser Aktion entgegen, daß nämlich die sowjetischen Transportflugzeuge, die fünf Gruppen ber Terroristen über bulgarischem Territorium mit Fallschirmen absetzten, sich in einigen Fällen verirrten unb ihre Insassen in einem ihnen unbekannten Gelänbe niederließen. So irrten viele völlig ratlos wochenlang in wilben Schluchten des Balkangebirges ober in den Niederungen von Saloniki umher, bis sie aufgespürt und in heftigen Feuer- gefechten mit Polizisten, Soldaten unb Zivilisten entweder getötet oder gefangen wurden. Wie hoffnungslos für einzelne Agenten die Lage war, verraten einige Selbstmorde, aber auch freiwillige Angebote an die bulgarischen Behörden, bei ber Verfolgung ihrer Genossen Hilfe zu leisten. Zweifellos ber geriebenste unter .ben Terroristen war ber Oberst 91 ab o in off, ber von Sewastopol burch ein Unterseeboot an einen Punkt südlich non Varna gebracht unb mit einem Gummiboot ans Ufer gesetzt würbe. Er schlug sich bis nach Sofia burch unb konnte monatelang unter falschem Namen das Verschwörernetz organisieren, bis er auf Grunb einer Photographie erkannt unb nach einem erbitterten Hanbgemenge bingfest gemacht wurde. Auf dem gleichen Wege sinb vier Gruppen nach Bulgarien gekommen, doch verrieten sie sich entweder durch den Versuch Sprengungen" burchzu- führen ober bei Annäherung an Bauern unb Hirten, die scheinbar auf ihre Angebote der Mithilfe entgingen, sofort aber den nächsten Polizeiposten benachrichtigten. In gewissem Sinne ist ber Prozeß von Sofia ein Gegenstück zu dem Prozeß von Ankara gegen die Morbgenossen bes Demer Tokat. In beiden Fällen versuchten die Sowjets mit den gefährlichen Mitteln des Terrors und des Aufruhrs einen Eingriff w die inneren Angelegenheiten von Ländern,- die mit der Sowjetunion diplomatische Beziehungen unterhalten. Dort wie hier waren es als Zivilisten getarnte und ohne jede militärische Kennzeichnung ausgestattete gründlich geschulte Meister aller Raffen ber Unterwelt. Anders aber war das Verhalten der offiziellen sowjetischen Stellen zu ben Attentätern von Ankara unb anders zu ben Sowjetagenten in Sofia. In dem einen Falle scheute sich Moskau nicht, mit allen Mitteln bes biplomatischen Drucks die Mittäter von Korniloff und Pawlow zu retten. Die vor Gericht stehenden bulgarischen Emigranten aber, die sich nicht nur gegen die Gesetze Ides bulgarischen Staates, sondern auch gegen ihr Volkstum vergangen haben, wurden von ihren Aup traggebern offiziell fallen gelaßen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen rssaas* Stockholm, 8- Juli. (Europapreß.) Die Ent- weu ------ ----- ~ Wicklung an der Ostfront wirb in London mtt stan- Zahl amerikanischer Seeleute gerettet und gefangen- big wachsender Sorge verfolgt. Sie Lo^oner Nach- u ' mittagspresse bringt ausführliche Berichts aus Das vor einigen Tagen in Sofia gegen 2 7 Sowjetagenten ausgesprochene Urteil unb die Vollstreckung des Tobesurteils an 18 Angeklagten „ ~ iburd) Erschießen ist ber dramatische Abschluß einer ?? * S v p k e n erlitten die ^nten bei emem dunklen Aktionen, mit denen die bolschewisti- erfolglosen Angriff gegen den Sudflugel der deutsch- L$en Zentralstellen in Moskau den Boden für eine italienischen Front starke Verluste. Expansion des Kommunismus auf Kosten ber Bal- Auf Malta wurden bei Tag und Rächt Flug- tanftaaten vorbereitet hatten. Mit dieser Aufgabe plähe und Flottenstützpunkte bombardiert. 3n Lust- wurde kurz nach Ausbruch des Krieges im Osten kämpfen verlor der Feind 14 Flugzeuge. der damals 46jährige Oberst der Roten Armee An der K a n a l k ü st e bekämpften Fernkampf. Koleff R a do in o ff ein aus Bulgarien emigrier- b«..°nen bes feeres ftiegsw^ige Stete im Raum Ihm zur Seite von Dover, vor der englischen Sudkuste ver- ber Oberst Zatscheff Winaroff, wie enkten leichte Kampfflugzeuge bei Tage ein Radoineff Absolvent ber Moskauer Militärata- fkindliches Schiff von etwa 10000 BRT.: demie, unb ber Heeresingenieur Boyeff Pet- ein zweites Schiff gleicher Gröhe wurde durch Born- scheff, beide bulgarische Kommunisten, die den benrourf schwer beschädigt. Zentralstab ber Aktionsgruppe bildeten. Sie bedien- Kampfflieqerverbände bombardierten in der letz, ten sich in erster Linie ihrer in der (Sowjetunion riathf »rnpnf hns unb Induttrieaebiet weilenden Landsleute als Helfershelfer, doch waren X mlb bTTb-7o Ä | mchr«. Reih-N auch zwei Ruifcn und ein Tscheche und große Zerstörungen wurden beobachtet. £>er ihnen von der Komintern erteilte Auftrag lautete Kampf gegen ben deutschen Einfluß in Bul- i/vF garien, Vorbereitung von Sabotageakten, Entfesse- Der Wehrmachtbericht vom 8. Juli meldet eine I ^9 einer bolschewP im^bub ftarfe Erweiterung des ^eufichew Durchdru^s aus des Staatsstreiches sollten die Rote Armee dem Raum von Eharkow unb Kursk nach Süden. I . m3nr:n(, ~rhmnrten gjlppr eine Landuna Mit. andren Sorten: dir grofec San ddruck- unb, 1 c ? ? *hnf Truppen sollten in Bulgarien einmarschieren, timoto’nto< Örn SübaMdjniHh)er Gomietgeneraiftob hatte di- Agenten ange- auf dieser Landbrücke seine Rordslanke stehen. Es I . , . sn1.fnnrjpri tnifitnrifche Obiekte au ivren- läßt sich ihm nachfühlen, daß er hier irgendwie eine - aWioen gegen die dort anwesen- stabllisierung dieser Nordslanke zu ^reichen sucht. 9 ' Tninnen xu führen und eine Bar- ^uch um ^ ^15 tifanenorgamfation für Südosteuropa aufzuziehen Die grundsätzliche Bedeutung Durchsioßes aus Agenten rechneten offensichtlich auf Woronesch muß immer wieber bann gesehen wer Verstärkung durch Zustrom aus dem bulgarischen den, daß die svwsetischen Nahtstellen zwischen e ^Q5 'juneri D0R ihren Auftraggebern als reif südlichen und.. Mittleren Abschnitt hier eine Revolution geschildert wurde. Die größten schenko im Süden unb nchukow in Mitte noch Öffnungen setzte Moskau auf die drei Offiziere, Bahnverbindungen zur ' 3 be5 die über Erfahrungen im spanischen Bürgerkrieg r l! s e » mürbe Die starke Erweiterung ^e5 Lcrfügten bßr ehemalige kommunistische Sobran,e- Durchbruchs nach Süden vergrößert den so .emp- ordnete S t o j a n o f f sollte in Sofia residieren, sindlichen Riß Machen den beiden sowieti,chen Ausbildung der Agenten erfolgte in einem Hauptkommandos. Die Entlastungsvorstoße bei Orel f .fi ^he von Moskau durch einen Major unb nordwestlich von Waron^ch haben ttotz chre^ Armee im Gebrauch von Handgranaten, Härte unb Dauer dieses Schicksal nicht wenden »euerma|fen unb Explosivstoffen, durch Schieß- können Die Moskauer Prawda leistet sich in mit gutomattschen Feuerwaffen unb durch ihrem Leitartikel vom 8. 3uli folgenben fe^ melan- Unter9ri(, t jm Kartenlesen unb in ber Geländeorien- ,^0(1^11 tmiffen öie^t^ri Heruhg^ 6ämtli(f>e Agenten waren geübte Fall- schlagen; wir können bies erreichen aber dazu ge - Zweifellos hatten die Komintern hort noch vieles. Die Rote Armee besitzt attes, um 9gro^e5 Vertrauen in die Zuverlässigkeit siegen zu können nur eines fehlt ihr. sie I roenjgen legalen Kommunisten in Bulgarien hat die Kriegführung noch nicht gründlich ff honn Dimitroff riet den Agenten vor ihrer fßbSB ttev- 2Ö .1939, m bi lz- K "t. Da. - °8lich. | Anfuhr 'itTe- 11 lr& int U lQn bei c H I 5 vorn !' ormala - ^nichts r Lruh» • .llen ist | Linie i, er dein ruhjahr IQu<-mb diesen in bet • i'ch et- ”9 bes !e eine bereits j kam ndhält ist. Die enngen I weitet erstarkt ' ^nbau üse er- lüsever. , orbent- ! W 3u | o mehr lOtgung ür eine igenden )a6 sich linweg- mg mit > t> d.h. völkerung schon oorZubereiten, stellte der Londoner Nachrichtendienst fest, daß „in London über die feindlichen Behauptungen, den Don erreicht zu haben, noch keine Bestätigung verfügbar" sei. Etwas offenherziger ist man in der a m er i • kanischen Presse. Hier macht man kein Hehl daraus, daß man die Lage an der ^owjetsront für außerordentlich ernst hält. Der SchriftleiterMackenzle von der Nachrichtenagentur Associated Preß steht beispielsweise auf dem Standpunkt, daß der deutsche Vorstoß auf den Don eine ernste Lage schufst, aber nicht Ueberraschung und Verzweiflung aus osen sollte. Gleichsam die Sowjets entschuldigend, fahrt er mit einem verheerenden calto mortale weiter. „Die Bolschewisten sind wahrscheinlich bessere Kämpfer als die Deutschen, sie können jedoch einem so gewaltigen feindlichen Aufgebot an einem Einzel- äbschnitt nicht standhalten." Im übrigen halten auch die amerikanischen Rundfunkkommentare die Lage an der Ostfront für sehr ernst. So ist denn das Lager der Alliierten voll von trüben Ahnungen, und man kann es verstehen, daß ein Blatt wie die „New York Post" von einem „an und • für sich unschönen Bild" spricht und die Desensivstel- lung der Alliierten möglichst schnell in einen „Sommer der großen Offensiven" wandeln möchte. Damit wird es aber wohl nichts werden. zonen erklärten Seegebiete zu befahren. In einer bereits früher erlassenen Verordnung durften die der staatlichen argentinischen Handelsflotte angehörenden Schiffe nur noch Häfen im Golf von Mexiko ober im Pazifik anlaufen, dienichtindie deutsche Bl 0 ckadez 0 ne einbegriffen waren. Diese Verordnung wurde jetzt auf alle argentinischen Schiffe, ganz gleich, ob in staatlichem oder privatem Besitz, ausgedehnt. Zum Tode des türkischen Ministerpräsidenten. Ankara, 8. Juli. (Europapreß.) Wie wir schon kurz gemeldet haben, ist Dr. Refik Saydarn, der türkische Ministerpräsident, der sich dienstlich in Istanbul aufhielt, in der Nacht zum Mittwoch einem Schlaganfall erlegen. Innenminister Tuzer wurde von Staatspräsident Jnönü mit der vorläu- igen Geschäftsführung des Ministerpräsidiums bereut. Dr. Saydarn wurde 1881 in Istanbul geboren, tudierte Medizin und ging nach seinem in Istanbul abgelegten Staatsexamen zu klinischen Studien nach Deutschlands Als Arzt erwarb er sich in seinem Vaterland einen bedeutenden Namen. Der heutige Staatspräsident berief ihn vor vielen Jahren schon als Minister für Gesundheit und soziale Hilfe in sein Kabinett. Die großen Verbesserungen auf dem Gebiet der türkischen Gesuche,tspslege waren em Werk. Bei der Bildung der Regierung Celal Bayar im Oktober 1937 schied Dr. Saydarn aus der Re- gierung. Im zweiten Kabinett Celal Bayar war e Innenminister. Er wurde nach dessen Rücktritt am 25 1. 1939 Ministerpräsident. * Der Führer sprach anläßlich des Ablebens des türkischen Ministerpräsidenten Resik Saydarn dem türkischen Staatspräsidenten 2smet Jnonu tele- graphisch sein Beileid aus. Die Beisetzung des verstorbenen Ministerpräsidenten findet am Freitag in Ankara statt. Mit erbeuteten Flugzeugen über Tokio. Tokio, 8. Juli. (Europapreß.) Ein besonderes Schauspiel erlebte die Bevölkerung von Tokio am Dienstagnachmittag, als „feindliche Luftstrettkrafte die Stadt überflogen. Es handelte sich um die von den Japanern bei den südlichen Operationen im pazifischen Raum erbeuteten Flugzeuge, worunter sich ein britisches Jagdflugzeug vom Typ Hawker-Hurricane, sowie em schwerer nordamerikanischer Bomber vom Muster Lookhead-Hudson befanden. Die interessante Schaustellung der Kriegstrophäen erregte bei der Bevölkerung der-japanischen Hauptstadt großen Jubel. Aus dem Reich Der Arbeitseinsatz der Ostarbeiter. NSG. Eine schlichte Feier vereinte anläßlich des Richtfestes des Durchgangslagers des Landesar- beitsamtes Hessen für Ostarbeiter in Kelsterbach die an der Errichtung des Lagers beteiligten Arbeiter mit Vertretern der Partei, des Staates und der Wehrmacht, an deren Spitze Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger erschienen war. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch den Präsidenten des Landesarbeitsamtes Hessen und seinem Dank an den Gauleiter und alle diejenigen, die dem Werk ihre Förderung und Unterstützung hatten zukommen lassen, wies der Gauleiter kurz auf die Bedeutung des Lagers für den Arbeitseinsatz und die Gesund- heitsführung im Gau hin und 'zeigte den Unterschied zwischen der Arbeitsauffassung des National- fozialismus und Bolschewismus. Der Nationalsozialismus habe den deutschen Arbeiter aus den Fesseln kapitalistischer Wirtschaftsführung steige- macht: daß er auf diese Freiheit sich jederzeit mit Stolz berufe, gerade jetzt im Kriege, wo die Berührung mit fremdvölkischen, namentlich Arbeitskräften aus der Sowjetunion täglich erfolge, war der besondere Wunsch des Gauleiters. Zum Schluß dankte er dem Präsidenten Kretschma n n für die bisherigen Leistungen der Arbeitseinsatzverwal- tung im Gau, deren Tätigkeit an einem entscheidenden Punkte der Rüstungswirtschaft er würdigte. Die Hauptschule. Im Herbst 1940 erschien die Anordnung, die die Uebernahme der Hauptschule für das gesamte Reich festlegte. Die Ostmark war das Mutterland dieses neuen Schultyps. Die dort bestehenden Hauptschulen wurden im wesentlichen unverändert belassen. Zwei Lahre unter deutscher Besetzung Oie Erfahrungen der Bewohner von Guernsey. haben die wichtigsten Behörden der Insel weiter im Amt belassen. Zahlreiche Schiffe sind mit Lebensmitteln und Brennstoffen für die einheimische Bevölkerung hier angekommen. Wir erhalten Brot und Fleisch. Die BesatzungSbehördeR sorgen für den Transport. Wieviel leichter würde es für sie fein, sich um den Bedarf der Insel nicht zu kümmern und nur für die Besatzungstruppen zu sorgen und dabei als Begründung anzuführen, daß die Insel selbst in der Lage märe, genügend Lebensrnittel aus eigenem Boden zu gewinnen, um die Bevölkerung vor dem Hungertod zu bewahren. Die Strafen, die durch die deutschen Behörden gegen schuldige Zivilpersonen ausgesprochen worden sind, haben gezeigt, wieviel Glauben dem britischen Propagandamärchen über angebliche deutsche Gräueltaten in den besetzten Gebieten geschenkt werden kann. Wenn die Kanonen dieses Krieges wieder schweigen, werden die Einwohner von Guernsey hie Deutschen besser kennengelernt haben." 3n der Steppe. Wieder kommen die Truppen unserer Ostfront in die Steppe. Sie lernten sie schon im Vorjahre kennen: auf den Vormärschen aus der westlichen Ukraine nach Süden in das Donezgebiet und in das Randgebiet des Schwarzen Meeres. Dort begegneten sie sogar einer besonderen Abart der Steppe: der S a l z st e p p e. Diesmal begegnen unsere Truppen der Steppe auf dem Vormarsch nach Osten. Woronesch liegt wenig südlich des 52. Breitengrades, also etwa auf der gleichen Höhe wie Magdeburg, Bielefeld und Münster. Und trotzdem schon Steppe? Nun, wir sprechen auch in Nordostdeutschland — unter demselben 52. Breitengrad — schon von einigen steppenartigen Erscheinungen und stellen fest, daß sich oberhalb der Oder-Niederungen eine „pontinische Pslanzenflora" findet, die ihren Namew vom Schwarzen Meer (Pontus Euxinus) hat. Aber die steppenartigen Erscheinungen in der östlichen Mark Brandenburg sind eine Spezialität der Naturwissenschaftler: die Steppe, die jenseits des Don beginnt, ist eine geographische Tatsache! Der Name Steppe — und dos ist sehr bezeichnend — kommt aus dem ... Russischen, wo stepj flaches dür- , res Land bezeichnet. Unter Steppe verstehen wir ausgedehnte wellige Ebenen, die im wesentlichen nur mit Gras und Kräutern, aber infolge der Waf- serarmut nicht mehr mit Bäumen bestanden sind. Diese Grassteppen werden unterschieden von den mit Geröll bedeckten Steinsteppen und den noch unfruchtbaren Salzsteppen, deren kahler Boden einen, vegetationsfeindlichen Salzgehalt hat. Bis zum Don reicht die Kette fruchtbarer Schwarzerde: dann beginnt die lehmig-sandige Steppe. In einem PK.-Bericht finden mir einen einzigen Satz, der sehr anschaulich die Ueberqänge schildert: „Je näher die Deutschen dem Oskol zurückten, desto mehr spürten sie unter den Rädern ihrer Fahrzeuge die schwarze, fette Hrde zu körnigem und mehligem Sand werden." Oie sowjetische Gchwanmeerflotte ohne Stützpunkte Genf, 9.Juli. (DNB.-Funkspruch.) Der frühere Moskauer Korrespondent der „Daily Mail" schreibt, der Fall von S e w a st o p o l sei für die Somsets von meitertragender Bedeutung als man in England allgemein annehme. Von Nichtfachleuten^höre man, die sowjetische Schwarzmcerflotte könne jetzt noch Noworostjsk ober Datum als Stützpunkte benutzen. Jedoch diese beiden Häfen besäßen nur kleine Reparaturwerften und keinerlei Hafenanlagen, die sich zum Stützpunkt für eine Flotte ausbauen ließen. . Für die sowjetische Schwarzmeerflotte gebe es also heute keine Stützpunkte mehr, das sei um so bedrohlicher. als sich die wichtigsten Schm arzmeerh äsen Odessa, Nikolajew und Sewastopol in deutscher Hand befänden. Argentinische Schiffe dürfen Kriegszonen nicht mehr befahren B y e n o s Aires , 8. Juli. (Europapreß.) Durch eine Verordnung des argentinischen Staatspräsidenten C a ft i l l o ist es der gesamten argentinischen Handelsschiffahrt verboten, die zu Kriegs- Paris, 8.Juli. (Europapreß.) In einem Rückblick auf den Tag, an dem vor zwei Jahren überraschend deutsche Truppen in kühnem Handstreich die Insel Guernsey am Westeingang des Aermel- kanals besetzten, schreibt das Lokalblatt der Insel, die „Evening Post": „Nach zwei Jahren können wir die Deutschen als Menschen beurteilen. Unsere Propaganda ist für manche Irreführung verantwortlich. Ohne jemals mit einem Deutschen zusammengetroffen zu fein, hatte der größte Teil der Inselbewohner die Deutschen für Analphabeten und Barbaren gehaltetz. Der unter deutscher Besatzung Lebende sollte angeblich .unter dem Nazistiefel zermalmt werden'. Jeder Inselbewohner, der ehrlich genug ist, der Wahrheit die Ehre zu geben, wird inzwischen seine Meinung geändert haben. Die Soldaten find im Verkehr mit den Einheimischen freundlich, ehrlich und rücksichtsvoll. Von einer Arroganz, von der man vor der Besetzung sprach, kann keine Rede sein. Die Deutschen Außerdem entstanden sowohl in dey neuen Reichsgauen und Reichsgebieten als auch im Altreich neue Hauptschulen. Nach Mitteilung des Regierungs- und Schulrats Th. Keil aus dem Reichserziehungsministerium bestehen im Sudetenland 290 vierklassige und 80 sechsklassige Hauptschulen. In der Ostmark gibt es 594. Neben diesem alten Bestand wurden in den neuen Ost- und Westgebieten bereits 354 Hauptschulen errichtet, und' zwar in Lothringen 33, im Elsaß 55, in Luxemburg 39, im Saarland 51 und in der Pfalz 34, im Regierungsbezirk Kattowitz 22, im Reichsgau Wartheland 44 un8 im Reichsgau Danzig-Westpreußen 76. Hinzu kommen in der Untersteiermark 23 Hauptschulen und in Württemberg, als erstem Gebiet des Altreichs, weitere 51 Hauptschulen. Basierklingen. Die Rasierklingenindustrie darf nur noch zwei Sorten — Dreiloch- und Langlochklingc — in zwei verschiedenen Stärken — 0,13 mm und 0,10 mm — aus demselben Material und in kriegsmäßiger Packung Herstellen. Die Klinge in Stärke von 0,13 mm wird 4 Rpf., die Klinge in Stärke von 0,10 mm 6 Rpf. kosten, ohne Unterschied von Dreiloch- und Langlochsorte. Kleine politische Nachrichten. In Berlin traf eine Abordnung der italienischen Postverwaltung unter Führung des Unterstaatssekretärs Marinelli ein, um, wie schon in Wien und München, Einrichtungen des Postscheck- und Post- sparkassendienstes zu besichtigen. Reichsschatzmeister Schwarz traf zu Arbeitstagungen und Besichtigungen im Gau Westmark ein. In Bedenkliche Zahlen. Die Tatsache, daß seit Jahrzehnten eine ft an. dicke Abwanderung der Landbevölkerung zur Stadt in Deutschland und anderen Kulturländern erfolgt, gehört zu den ernstesten Folgen des landfremden Denkens liberalistischer Zeiten. Eine ungehemmt fortschreitende Entvölkerung des Landes müßte naturnotwendig zum Volkstod führen, es kann also gar nicht oft genug betont werden, daß die Schaffung besserer Lebensverhatt- r.iffc auf dem Lande und gerechterer Bewertung aller bäuerlichen Arbeit im dringendsten Interesse der Selbsterhaltung unseres Volkes liegt. Dies um [0 mehr, als gegenwärtig nicht nur aus den Kreisen der Erwachsenen eine viel zu hohe Zahl in die Städte und zur Industrie geht, sondern vielmehr gerade auch die Landjugend mit einem erfchrek- kend hohen Prozentsatz von der Landflucht erfaßt wird. Mit Recht wird in der NS.-Landpost betont, daß eine weitere Verschlimmerung dieser bedrohlichen Entwicklung eigentlich nur noch in der Weise erfolgen könnte, daß bereits die Schulkinder vom Lande zur Stadt abwandern. Um dies zu verhindern, wird man dem Ausbau und der Verliesse, rung des ländlichen Schulwesens größte Aufmerksamkeit widmen müssen. Wie umfangreich sich die Landflucht der Jugendlichen gestaltet, zeigen die von Diplomlandwirt Jeurink mit Unterstützung des Schulrates und der Lehrerschaft in 54 Landschulen des Kreises G o h fingen durchgeführten Erhebungen. Hierbei wurde die Berufswahl von insgesamt 1269 Knaben und 864 Mädchen zugrunde gelegt, die in den Jahren 1931, 33, 35, 37, 39, 40 und 41 mit abgeschlossener Volksschulbildung entlassen wurden. Die hierbei erfaßten 54 Schuldörfer haben eine Einwohnerzahl von durchschnittlich 200 Menschen, die Göttinger Vororte Meende, Geismar und Grone wurden bei der Untersuchung ausgeschaltest Man darf anneh- men, daß die ermittelten Zahlen ein allgemeingültiges Durchschnittsergebnis widerspiegeln. Aus einer Gesamtzahl von 1269 volksschulentlas- senen Land jungen verblieben, wie die in der NS.-Landpost veröffentlichten Feststellungen ergaben, nur 471 (37,1 v. H.) auf 'dem Lande. Hiervon waren 233 als Söhne von Bauern und Landwirten (zumeist Anerben) der Gruppe „helfende Familienangehörige" zuzurechnen, 100 andere wurden Landarbeiter und 138 wandten sich einem ländlichen Handwerk zu. Von diesen sind noch alle die abzuschreiben, die nur während des Krieges günstigere Lebensmöglichkeiteii auf dem Lande suchen und späterhin in die Stadt ziehen. 798 Knaben (62,9 v. H. der Gesamtzahl) gingen teils als Schlosser, Feinmechaniker oder Bauhandwerker in die Stadt, teils ergriffen sie Berufe im Handel und bei Behörden. Bei der weiblichen Landjugend dieser Schuljahrgänge bettug die Zahl der in -die Stadt Ab- gewanderten zunächst mit 321 von insgesamt 864 Mädchen nur 37,2 v. H. Jedoch sind von den 543 (62,8) der auf dem Lande verbliebenen Landmädchen 233 als Hausgehilfinnen in nichtlandwirtschaftlichen Haushalten tätig und wechseln erfahrungsgemäß früher oder später in einen städtischen Haushalt über. 56 v. H. der 543 Mädchen sind Bauern- ober Land- wirfstöchter, die im elterlichen Betrieb arbeiten, und 10,7 v. H. blieben als Landarbeiterinnen der Scholle treu. Die Verlustzahlen des Landvolkes 'erhöhen sich für die genannten Jahre weiterhin um 9 v. H. bei den Knaben und 5 v. H. der Mädchen, wenn man auch die zur Mittelschule ober höheren Schule ab- qemanberten mit in Betracht zieht. Tatsächlich ergab sich b$i der Befragung dieser Jugendlichen, daß ihre Beru'sswünsche fast ausschließlich auf die Stadt ab- zielen. Neustadt an der Weinstraße fand ein Empfang statt. Der Reichsschatzmeister wird auch die Gebiete des alten Peichslandes Lothringen besuchen. * • Der italienische Außenhandelsminister Riccardi traf auf Einladung der Reichsregierung in Berlin ein. * Zum Oberbefehlshaber der -nordamerikanischen Luftstreitkräfte in Europa wurde, wie aus Washington berichtet wird, der 51 Jahre alte Generalmajor Karl S p a a tz ernannt, der bereits im Weltkrieg bei der USA.-Lustwaffe diente. * Zwischen den Vereinigten Staaten und Panama wurde in Washington ein Militärvertrag unterzeichnet. Dem panamesischen Außenministerium wird ein Vergessene Wildgemüse. Ju Erinnerung gebracht von Friedrich Schnack Die Erforschung der Pflanzennahrung begann im Dinkel vorgeschichtlicher Zeiten. Wir sind in allem Nachfahren und leben von der lleberlieferung unserer Ahnen: die Nahrungswahl haben die Vorfahren ausgeprobt, und wir, die wir von ihr Gebrauch machen, haben so gut ro;e nichts hinzugefügt: Brot, Gemüse und Fleijch gab es schon immer. Vieles, was sie wußten und kannten, haben wir vergessen, teils aus Bequemlichkeit, teils aus Nachlässigkeit. Nur in Kriegszeiten erinnern wir uns verlassener Nahrungspflanzen und sammeln sie wieder, wie es während des Weltkriegs in beträchtlichem Maße geschah. Wer kennt noch den Pastinak? Dieser gelbblühende Doldenblütler wurde einst vielfach angebaut, seine Rübe ist fleischig wie die der Möhre. Ein Verwandter von ihm, die Zuckerwurzel aus der Familie des Merks, ist völlig verschwunden. Diese Pflanze wurde im 16. Jahrhundert sehr bevorzugt. — Der Kerbel wurde als Wildling noch im achtzehnten Jahrhundert von den Sammlern gerne gesucht. Die im Frühjahr gegrabene Wurzel wurde gebrüht, abgezogen und als Salat zubereitet. Der Geschmack wird als süß-lieblich geschildert. Lang vernachlässigt, zog sie neuerdings als Kerbelrübchen wieder in den Garten ein. Weiß jemand von der Gemeinen Erdnuß, auch Gemeine Erdkastanie genannt? Ihr Name steht kaum in einem Gärtnerlexikon. Der dünne, sich schlängelnde Stengel dieser Doldenblume geht in eine rundliche, schwärzliche Knolle über — die Erdkastanie. Die Pflanze blüht weiß und betupf: Raine und Aecker. Noch vor hundert Jahren wurde sie in, der Schweiz als Dolksnahrungsmittel ausgegraben. Sie schmeckte wie gebratene Edelkastanien. In Deutschland war sie auch beliebt. Der lauchblättrige Bocksbart oder die Haferwurz, ein Körbchenblütler, kommt in Norddeutschland häufig wild vor. Im 16. Jahrhundert wurde er bei uns angebaut, er gab ein schwarzwurzelähnliches Gemüse. Angeblich ist auch der Wiesen-Bocksbark zu diesem Zweck kultiviert worden: die Wurzel ist süß und zart. Allerlei Klettenwurzeln wurden gesammelt. Man nahm meist auch die jungen Sprosse als Gemüse dazu. Cs war dies die heilsame Klette, bann die filzige Klette und die kleine Klette. Sie wachsen auf wüsten Plätzen. . Zur Bereitung von Gemüse wurde der Wurzelstock des Wiesenknöterichs verwendet In Hungerzeiten erscheint er immer wieder auf dem Tisch. In Deutschland in hochgelegenen Orten diente er zur Suppe, in der Schweiz wurde er vielfach gesammelt. Von den Ranunkeln wurde die Butter- ober Sumpfdotterblume gesammelt. Die Wurzel wurde gekocht und verspeist, in Finnland waren in Notzeiten die Beryohner vor Hunger sicher, wenn sie genug Butterblumenwurzeln fanden. Aus ihren Blutenknospen wird die heimische Kaper hergestellt. Die Armen des 16. Jahrhunderts ernährten sich mit den Wurzeln des kriechenden Hahnenfußes, doch mußten diese durch Trocknen entgiftet werden. Im Weltkrieg soll der Gebrauch dieses Gemüses wiederholt empfohlen worden fein, vor allem die Wurzel des Scharbockskrautes, der Feigwurz, eines niedrigen, glänzend herzblättrigen gelbblühen- ben Krautes, das sich durch warzenähnliche Wurzel- knöllchen fortpflanzt. Die Blätter geben Salat. Die Brutknöllchen der Pflanze, in den Blattachsen sich entwickelnd, kleinen Weizenkörnern gleichend, wurden ebenso wie die saftigen unterirdischen Sprossen als Gemüse gesammelt. Die jungen Blätter des Alpen-Sauerampfers werden als Wildspinat geschätzt und tneift mit den jungen Sprossen der Brennessel und des Guten Heinrichs gekocht. Daß auch die jungen Blätter des Wegerichs und des Lungenkrauts ein wohlschmeckendes Wildgemüse liefern, sei nebenbei erwähnt. Die Kreuzblütler sind weitverbreitete Unkräuter. In der Zucht spenden sie allerlei Kohlarten und Rettiche. Die Wildlinge, der Ackersenf und der Hederich, sind nicht so minderwertig, wie es scheinen mag. Im 18. Jahrhundert war der A ck e r s e n f beliebt, er bereicherte die Nahrung. Im Frühjahr treibt er bald Blätter, die, gewachsen und zerschnitten, zu Spinat genommen werden können. Hede- r i ch wird in einem älteren Kochbuch hervorgehoben: er gebe jung ein sehr empfehlendes Gemüse, das wie Spinal gekocht werde. — Der Ackersenf wächst in Saatfeldern, an Wegrändern und auf Schuttplätzen. Seine gelben Blüten verraten ihn weithin. Während des Weltkrieges konnte er sich manche Täfel erobern. In vergangenen Zeiten wurden die gekochten Blütenböden der Disteln der Nahrung zugeführt. Wir kennen nur noch den Distelkopf der Artischocke, die aus dem Süden zu uns kommt. Aber noch Conrad G e s n e r (1550) berichtet in seinen Schriften von der Eberwurz, der Karlsdistel: „Die fleischigen Köpfe bienen uns nach Entfernung des Kelches ber Blüte und Samen mit Wasser und Salz als ein treffliches Essen, das mit Pfeffer noch lobenswerter sein würde." Auch Goethe erwähnt in seiner italienischen Reise dieses wohlschmeckende Distelessen. Es mag verwunderlich erscheinen, daß auch der Sch a ch t e l h a l m, ein lästiges Unkraut und großes Heilmittel, verzehrt worden ist. Matthileus, ein Trienter Botaniker aus dem 16. Jahrhundert, erzählt, die Dauern seiner Heimat hätten diese Pflanze m der Fastenzeit gegessen, nachdem sie sie gekocht, mit Mehl bestreut und in Del frikassiert hätten. Dieses Gericht sei an Stelle von Fisch getreten. Der zarte, junge Schachtelhalm, der noch keine Kieselsäure, die ihn härtet, ausgenommen hat, kann dem Salat beigemengt werden. Wie kenntnisreich und fühlend waren doch die alten Pflanzensammler! Wir beschränken uns heute auf überlieferte und bewährte Kulturpflanzen, und es würde uns wohl kaum einfallen, etwa den Adlerfarn zu verspeisen. Und doch lassen sich die jungen, noch eingerollten Wedel des Adlerfarns im Avril bis Juni, nachdem fje mit dem Messer abgeschabt wurden, roh essen. Der Wurzelstock ist reich an Stärkemehl. Des Bittergeschmacks wegen muß das Mehl gut ausgewaschen und abgekocht werden. Zur Bereitung der alten Biere dienten an Stelle des Hopfens die Wedel des Krautes. Not macht erfinderisch. Es bewahrheitet sich das Wort eines Mannes, der die Hungernahrung erforschte: „Ich weiß, daß Menschen, die vorn lieben fluß ausgesuchter Speisen umgeben sind, nicht daran denken, daß ihre Mitbürger zuweilen das Notwendigste entbehren, sie werden nicht daran glauben, daß die Mehrzahl der Pflanzen, die ich beschreibe, häufig in rohem Zustande und ohne viel Zubereitung ihre Grundkost mar." Im Weltkrieg wurden junge Triebe, Wurzeln und Wurzelstöcke eingehend auf ihren Nahrungswext geprüft und empfohlen. u. a. die Triebe verschiedener Arten von Werden- röschen. Von der Behörde wurde „als wichtiges Wintergemüse" die gelbblühende Nachtkerze der Bahndämme und Schuttplätze genannt. Hinzu kam der knollige Erdstamm des Gemeinen Lerchensporns und seine Verwandten. Der Merkwürdigkeit wegen sei erwähnt, daß damals sogar eine Verwertungsgesellschaft für den Rohrkolben gegründet wurde, die Typha-Verwertungs- gesellschaft.. Diese Sumpfstaude hat einen dicken, kriechenden Erdstamm, der gekocht und zu Mehl verarbeitet wurde. Noch mancher Pflanze wäre zu gedenken, die dem Nahrungsdienst des Menschen nützlich ist. Die Natur ist reich, der Mensch begnügt sich, zur Einseitigkeit neigend, mit geringer Speisenauswahl. Wenn aber einst, in ferner Zeit, die eine oder andere Pflanze unserer Felder und Gärten durch Ueberzüchtung erschöpft sein wird, dürfte für andere, wenig bekannte und kaum verwertete Wildlinge und Unkräuter die Stunde anbrechen, die sie hineinführt in den künftigen Schatz der Dolksnahrung. Düchertisch. — August Winnig: Das Buch Wanderschaft, Preis in Halbleinen geb. RM. 5,80. Hanseatische Verlagsanstatt Hamburg 36. ©innig, den fein Weg vom marxistischen Klass en kämpf er zum leidenschaftlichen Verfechter nationaler Gesinnung geführt hat, der als Oberpräsident von Ostpreußen dazu beigetragen hat, diese gefährdetste Provinz des deutschen Ostens dem Reich zu erhalten, ist kurz vor der Jahrhundertwende als Maurergeselle nachMi- em alten Brauch durch einen großen Teil Westdeutschlands von der Wesermündung dis zum Bodensee gewandert. Seine hier aufgezeichneten (Erinnerungen an diese Wanderjahre bleiben aber nicht in der Romantik ber Landstraße und der Herbergen stecken, sondern werfen manches Licht auf die großen sozialen Probleme der Zeit. Sein Buch, von der Fröhlichkeit eines gütigen Menschen durchwärmt» ist als Rückschau eines klugen, klar blickenden und bc- sinnlichen Mannes, der Retuschen verschmäht, ein zeitgeschichtliches Dokument von großem Wert. Die hübschen Federzeichnungen von Fr. Schreck unter- streichen das Persünlich-Jnttme des Buches. Dr. Fr. W. Lange* (Nachdruck verboten.) 28. Fortsetzung. „3a. Mein Fi „Wie nett. Hc at er wenigstens Geld?" - Wccarbi in Berlin Briefe toBareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. ifang statt. iebiete de; NSG. Eine der letzten Veröffentlichungen, die den Begriff der Stammkunden au klären versuchte, enthielt folgende irreführende Auslassung: „Die sicherste Gewähr für eine wirklich gerechte Warenoerteilung an den einzelnen Stammkunden im Verhältnis zu allem anderen Stammkunden hat deshalb der Kaufmann nur dann, wenn alle Karten bei ihm, und nicht ein Teil woanders abgegeben worden sind." Geh doch? Wartet dein Freund auf dich?" — Freund wartet auf mich." erikanifchc" s Wafhing- rneralmafor i Weltkrieg die Wirkung zu nehmen. Der im Anschluß an den Vortrag zu zeigende Film der IG.-Farbenindustrie sei kein Werbe-, sondern ein Lehrfilm, der einen hervorragenden Einblick in die Vorgänge im menschlichen Körper gebe und die Bedeutung der Eiterkörperchen beim Wegräumen der geschädigten Erreger sehr schön erkennen lasse. Durch Dunkelfeldaufnahmen und Zeitraffung sei eine einzigartige technische Leistung geschaffen. Dies sei ein Grund für die Vorführung des Filmes. Der zweite Grund fei der, daß die Einführung des Prontofils Impuls für eine riesenhafte Forschung an Universitäts-Instituten, Kliniken und Krankenhäusern gewesen sei. Zahlreiche weitere Präparate bauen auf dem Prontosil auf. Seine Entdeckung durch D o m a g k sei ein geschichtliches Ereignis von höchster Bedeutung für den Kampf des menschlichen Geistes mit den Infektionskrankheiten. „Nicht? Und was verschafft mir sonst das Vergnügen?" das klingt etwas spöttisch. „Mein schlechtes Gewissen." .Sie machen nicht den Eindruck, als ob Sie so -»twas kennen. Sie sind das verkörperte gute Ge« Das weiß ich nicht. Es interessiert mich auch nicht. Er ist gut. Er ist ein guter anständiger Mensch Aber davon begreifst du nichts. Was Gute und Anständigkeit ist, dafür hast du überhaupt kein Gefühl." (Fortsetzung folgt.) esamt M i den 543 Mädchen schastlichen ngsgeM1' -halt über, der Land' leiten, und der Scholle rhöhen fid) S v.h. bei wenn man schule al>- )li(h ergab J , daß ihre , Stadt ab- pg. Professor Dr. Keller als Redner des Abends gab dann zunächst einen geschichtlichen Ueberblick über die Entwicklung der Chemotherapie. Unter Chemotherapie versteht man nicht, wie der Name vermuten lassen sollte, eine Therapie mit chemischen Mitteln ganz allgemein, sondern in der Regel nur die Behandlung von Infektionen und Infektionskrankheiten mit chemisch definierten Mitteln. Schon zu Beginn der bakteriellen Aera hat Robert Koch versucht, mit verschiedenen Desinfektionsmitteln eine Art „innerer Des- Wer ist Stammkunde? Etwas, das immer noch nicht klar ist. ** 8 5. Geburtstag. Am heutigen Donnerstag, 9. Juli, begeht Frau Mathilde Grönin- q e r, Steinstraße 59 wahnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 85. Geburtstag. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Wünsche zum heutigen Tage und für einen schönen Lebensabend dar. nden E v>& fugend- tonoioiri cks.und les Töj- »ei würbe ton und 1 Ächren chloffentzl erbet er- toierzch! Göttinger lrden bei 1 anneh- meingül. hulentlas- ie in her M er-- to. hier- nb Land- "helfende )ere wur- iem länd- ' ) alle die -ges zünde suchen i Knaben llsEchlos- t in die inbel und •!Un. "Ute, !e; 8oi, „Stilen be; ^verhütz, , 8 Uhl Kreisen L? die tohr qe.- t beto^ bedroh, !rNe .^nber. 'vAver, verliesst 5 Otn6i.. ch Panama । unterzeito nnttir^ ^Mchen' s Wichts lchtkerze mitt emeint« töten. ,a6 d en * enierW' inen dicke». ten di- dem füe*; LinleiE W-n» °b lere s» an der Ecke, hundert Schritte vor dem 5)otel Baltic. Concha weiß, daß sie ihn da findet, und es macht ihm nichts aus, wenn er eine halbe Stunde oder länger warten muß. Er sitzt bequem, raucht eine Zigarette nach der andern und betrachtet die Vorbeigehenden. Das langweilt ihn nie — fp viel Gesichter, so viel Gangarten, so viel Farben, so viel Linien — aüch wenn seine Hand müßig ist, sein Auge und sein Geist arbeiten. Es gibt kaum em größeres Glücksgefühl, als so scheinbar untätig, Eindrücke auf sich einftrömen zu lassen, die sich in Einfälle verwandeln — das begnadete Gefäß zu fein für diesen geheimnisvollen Vorgang des Entstehens." , .. t Er weiß nicht, wie lange er wartet, er weiß kaum mehr, auf wen —. . Auf Concha, richtig. Er stellt fia) einmal mehr nie Frage, ob er Concha liebt — ehrlich: nein! Leider nein' Vielleicht wäre das Leben einfacher, wenn er sie liebte. Vielleicht wäre es nicht unmöglich, fie restlos zu gewinnen. Ein Mensch, der viel durchgemacht hat, ist dankbar und empfänglich für Gute __ es wäre eine Lebensaufgabe, einer unglücklichen Frau ein erträgliches Dasein zu bereiten. Kann auch sein, daß es eine Selbsttäuschung ist, wenn man sich einbildet, eine Frau rote Concha glücklich machen zu können. Vielleicht läßt fie — __ auch sie — sich lieber mißhandeln von dem Er hat viel zu sehen in dieser Zeit des Wartens, und er hat allerhand zu bedenken. 37. Nun haben Sie mir aber noch immer nicht gesagt auf welche Weile sich die Angelegenheit aufgeklärt hat?" Kattas Frage schreckt Albrecht aus einem kurzen Nachsmnen auf. Er hat gerade darüber nachgedacht, daß es recht unüberlegt von fjerrn Albrecht Sierinck ist, bei Jacobs an der Elbe mit einer stadtbekannten Tänzerin zu sitzen — es ift zwar keine Heimlichkeit dabei, und er kann es jederzeit rechtfertigen — im Augenblick, wo er fir Vor den Mitgliedern des NSD.-Dozentenbundes und geladenen Gästen sprach bei der dritten Veran- taltung des lausenden Semesters der Direktor der Kinderklinik der Ludwigs-Universität, Pg. Professor Dr. W. Keller, über „Entwicklung und Stand Professor Franz Schede 60 Jahre alt Der Ordinarius für Orthopädie an der Universi- «t Leipzig, Professor Dr. Franz Schede, vollendet ein 60. Lebensjahr. Schede wurde in Magdeburg geboren. Er studierte in Heidelberg, Berlin, Kiel mb München und promovierte 1905 in München, do er sich dann für Orthopädie habilitierte. 1923 -am er als a. o. Professor nach Leipzig, wo er | ! 929 Ordinarius wurde. (tzökkingen — Hannover — Braunschweig. Um vergleichende Maßstäbe zu schaffen, die manche wertvolle Anregung für die weitere Arbeit ergeben werden, veranlaßte Gauleiter Lauterbacher wech- !' e l s e i t i g e G ast spiele des Stadttheaters Got- j Üngen, des Schauspielhauses Hannover und des Braunschweigischen Staatstheaters. Hannover ga- i tierte mit Eberhard Wolfgang Möllers „D a s Dpfer" am Staatstheater in Braunschweig, das I "einerseits mit Pirandellos „Heinrich IV rt Hannover zum Gegenbesuch erschien. DasGot- inger Stadttheater brachte Hans I ü n g st s Schauspiel „Achill unter den Weibern nach Braunschweig. Doebereiners Aünstlerjubiläum. Dhristian Doebereiner, dem Orchester-Dirigenten des Münchener Bach-Vereins, dem ersten deutschen Jambenmeister, dem Primarius des Doeber- mner-Trios für alte Musik auf Originalinstrumenten jnb seit 37 Jahren verdienten Vorkämpfer für die Wiedererweckung der alten Meisterwerke m l9r£r Originalgestalt, wurden zu fernem 50sahrigen Kunst- Cerjubiläum zahlreiche Ehrungen zuteil. Ausländische Wissenschaftler an d^r Universität Frei- bürg. Durch Gastvorträge ausländischer Wissenschaftler ; an der Freiburger Universität soll ein Gedankenaustausch zwischen deutschen und ausländischen Wissen- sschattlern ermöglicht werden. Die Vortrage sollen nuch der Bevölkerung zugänglich gemacht werden, um weite Kreise mit der ausländischen Forschung vertraut zu machen. der Chemotherapie". Einleitend wies der Dozentenführer Pg. Professor Dr. Haag, Direktor des Hygienischen Instituts der Ludwigs-Unioerfitäs, auf die große Bedeutung der Möglichkeit hin, auch durch Bakterien bedingte Erkrankungen mit chemischen Mitteln bekämpfen zu können und dem Erreger im lebenden Körper ' ehmen. Der im Anschluß an den erkannt und beobachtet wird. „Darf ich Ihnen noch agen, daß Sie eine der schönsten und klügsten Frauen sind, die mir je begegnet sind, und daß diese Begegnung immer zu meinen erfreulichsten Erinnerungen gehören wird." z 38. „Was tust du denn da?" fragt Concha, ins Zimmer tretend. Fernando Bareiro sitzt an dem dünnbeinigen Schreibtisch und ist beschäftigt, unbeschriebene Hotelbogen in Umschläge zu schieben. „Herrgott!" fährt er herum. „Mußt du einen denn immer so erschrecken?!" „Ich begreife nicht, daß mein Erscheinen dich erschreckt! Wenn du nicht allein wärest, wurdest du dich ja wohl einschließen — und wenn du Liebesbriefe schreibst — das will ich gar nicht wissen." „Ich schreibe keine Liebesbriefe." Er schiebt un- geduldig die Papiere zusammen und schiebt sie unter den Mappendeckel. „Es ist ein Spiel — ein Witz/ , Erfindest du ein neues Roulettesystem? Das sähe dir ähnlich!" Sie stößt ein kurzes Hohnlachen aus. „Jedenfalls ist es ein Spiel oder ein Witz, von dem ich nichts wissen soll. Auch gut. Inter- effiert mich nicht. Ich wollte dir nur Mitteilen, daß ich ausgehe." „Schon wieder zum Unterricht?" Mit einem flüchtigen Blick sieht er, daß sie in Hut und Mantel ist. „Nein, nicht zum Unterricht. Nicht jeden Tag und nicht von morgens bis abends. Dazu würdest du mir wohl gern Urlaub erteilen?" Weither aus der Verganaenheit kommt der Glaube an die glückbringenden Kräfte des pierblättrigen Kleeblattes. So berichtet uns ein Tiroler Dichter des 15. Jahrhunderts, daß man jedem Kleeblatt, das vier Blätter trage, die Eigenschaft zuschreibe, seinem Besitzer Glück zu bringen; ein solches Blättchen befähige auch gleichzeitig, jeden bösen Zauber zu bannen' und schwindelhaftes Gaukelwerk zu durchschauen. f ■ Nun werde ich, um der letzteren Eigenschaft willen, noch viel mehr nach Vierblättrigen suchen, nein^ mich suchen lassen von ihnen. Vielleicht, das; doch einmal... wr- Gchont die Waldameisen. Entwicklung und Stand der Ehemotherapie Ein Dortrag in der AS.-Oozenten-Akademie Siesten. Demgegenüber’^ folgende Klarstellung notwendig: Ein derartiges Verlangen kann natürlich nicht an den Kunden gestellt werden, es würde auch im direkten Gegensatz zu den bisher ergangenen Anordnungen — beispielsweise zu denjenigen hinsichtlich des Obst- und Gemüsebezuges — stehen. Es teht dem Kunden selbstverständlich nach wie vor rei, seine Einkäufe, entsprechend seiner vor dem Kriege geübten Gepflogenheit, in Spezialgeschäften zu tätigen. Wenn sich auch durch die Kriegsverhältnisse die Abgabe bestimmter Artikel durch dieses ober jenes Geschäft ein roenia verlagert hat, so ist jedoch die Forderung nach Abgabe der gesamten Karten bei einem einzigen Kaufmann unberechtigt und undurchführbar, zumal eine solche Forderung den Koppelunqsoerkäufen Vorschub leisten würde. Sehr schnell wurde durch eine derartige Handhabung jene Situation entstehen, in welcher dem Käufer diese oder jene Mangelware nur unter der Bedingung der Abgabe seiner gesamten Karten bei diesem Verkäufer geliefert würde. Die Auslegung des Begriffes des Stammkunden kann also nicht von den durch die wirtschaftliche Not des Krieges sich herausgebildeten Gefchäftsgevflogen- heiten zwischen Verkäufer und Käufer abgeleitet werden, vielmehr sind hierfür die Gewohnheiten im Geschäftsleben maßgebend, die im normalen, unbehinderten Geschäftsverkehr am Stichtag der Preis- stopverordnung üblich waren. Hiernach ist für den Begriff „Stammkunde" entscheidend, ob der Verbraucher eine bestimmte Ware oder bestimmte Warensorten laufend in einem Geschäft gekauft hat und weiter tauft, keineswegs aber die Abgabe der Bezugsscheine überhaupt oder einer bestimmten Menge derselben. , So war es aiy Stichtag der Preisstopverordnung iihlich, daß ein Verbraucher '3- B. infektion" durchzuführen. Es erwies sich aber bald, daß die damaligen Desinfektionsmitteln für den Organismus und feine Zellen nicht minder schädlich waren, wie für die Bakterien selbst. Die verwandten Dosen mußten, wenn sie den Körper nicht schädigen sollten, so gering gewählt werden, daß sie gegenüber den Bakterien wirkungslos blieben. Nur solche Parasiten, die etwas höher organisiert waren, wie z. B. die Trypanosomen, Malaria-Plasmodien usw. erwiesen sichfür die damals verwandten chemotherapeutischen Mittel empfindlich. So kam es, daß die Chemotherapie ihre anfänglichen Erfolge nur auf dem Gebiet der Tropenkrankheiten hatte und schließlich noch bei der Syphilis, da deren Erreger eine Art Zwischenstellung zwischen Bakterien und Protozoen einnehmen. Erst die moderne Chemotherapie brachte hier einen deutlichen Fortschritt durch die Entdeckung des deutschen Forschers D o - m a g k, die es nunmehr auch ermöglichte, bakterielle Infektionen und Infektionskrankheiten chemotherapeutisch zu bekämpfen. Chemisch handelt es sich dabei um sulfonamidhaltige Azoverbindungen und um chemische Abkömmlinge derselben, die sich besonders im Tierexperiment, dann nachher auch beim Menschen gegenüber der Wundrose, der epidemischen Genickstarre, dem Tripper, sowie gegenüber eitrigen Infektionen, besonders Wundinfektionen verschiedenster Art als außerordentlich wirksam erwiesen. Dabei wirken immer wieder bestimmte chemische Verbindungen meist nur gegen ganz bestimmte Mikro-Organismen in einer optimalen Weife. Es ist keineswegs immer leicht, wie der Laie dies glauben möchte, den Erfolg einer Behandlung einwandfrei zu beweisen, es sei denn, daß es sich um Erkrankungen mit hoher Sterblichkeit handelt und diese Sterblichkeit dann durch die Behandlung mit dem betreffenden Mittel er» heblich herabgesetzt wird. Als eklatantes Beispiel aus dem Arbeitsgebiet des Vortragenden wurde die moderne chemothera» peutifche Behandlung der epidemischen Genickstarre des Säuglings angeführt. Diese Erkrankung verlief Aus der Giadi Gießen. Slücksblätter. Wie machst du das bloß? Wie findest du denn ein vierblättriges Kleeblatt so im Vorübergehen? Darauf kann ich meiner Frau immer nur antworten: ich habe eben Glück. Nun, ich habe bisher nie zu fragen versucht, ob sie das Gesagte auch auf sich bezieht, aber ich habe das wohl über den grünen Klee hinaus mitgedacht. Indes, hier soll nur von vier- und fünfblättrigem Klee die Rede sein. Jüngst sitze ich da wieder mitten auf einer Wiese — diese Sitzung war laut Anschlagtafel behördlich genehmigt —, um vom Herumtollen mit den Jungen etwas auszuruhen, als meine Hand auf einmal mitten in ein kleines grünes Kleewäldchen hineingezogen wird. Hier muhten sich wohl wie zufällig die Sonderlinge aus den Kleefamilien ein Stelldichein gegeben haben, denn zwischen den normal geratenen Dreiblättrigen fanden sich viele Vier- und Fünfblättrige. Ein paar zupfte ich mir ab, zog mein Notizbüchlein heraus und legte sie in schöner entfalteter Ordnung hinein. Ich hielt das für Gluck, ihnen begegnet zu sein, und wollte dieses Glück des Findens'und Gefundenhabens daheim noch einmal auskosten. Es gelang. Das Staunen und die leuchtenden Augen meiner Frau waren die gleichen wie an jenem unvergeßlichen Tage, da ich ihr vom Rande eines Kleefeldes zum ersten Male ein Dier- blättriges pflückte. Ein anderes Glück ist mir gestern nicht mehr befchieden gewesen, wenn ich nicht ein paar Gedanken als Geschenk des Himmels nach diesem Erdengeschenk hierhin zähle, aber die gehen keinen etwas an. Mit dem Glück ift es nun mal etwas Eigenes, Man verlangt' immer zuviel von ihm, man will gleich immer ein Großes, Uebertriebenes, weil man die Augen für das Kleine, Stille, Zarte verloren hat. Zuviel sucht man auch außen und übersteht und überhört dabei die leisen Klänge, die im Innern schweben. Wahrlich schon ein kleines vierblättriges Kleeblatt, das irgendwo und zu irgendeinem Sinn grünt, kann Glück für den Menschen, der es findet, bedeuten. Es ist da ein kleines Gefühl des Aus- erwähltseins, das ihn überkommt, obwohl es nichts für das Dasein in der Welt ausmacht. Es lebt einen Augenblick lang, und das genügt. a) seine Obst- und Gemüsewaren bei einem Hand- (er, der vorwiegend Obst- und Gemüsewaren führte, b) feinen Wein in einem Delikatessengeschäft, c) Butter, Eier und Käse in einem Molkereipro« duktengeschäft, . . ... d) Fleisch- und Wurstwaren bei einem Fleischer und ... .. e) seine sonstigen Lebensrnittel bei einem Händler laufend kaufte, der außer den von dem Verbraucher bezogenen Waren auch die unter a, b, c aufge- ührten Waren zum Verkauf bereithielt Durch den laufenden Bezug dieser Waren war der Verbraucher bei dem fraglichen Händler „Stammkunde" für die von ihm bezogene Waren» gattung und wurde auch als solcher behandelt. Er wurde also in bezug auf Güte und Menge der von ihm bezogenen Waren ebenso gut bedient wie ein Verbraucher, der alle oder fast alle Waren von dem fraglichen Händler bezog. Nun haben die Kriegsverhältnisse in einzelnen Geschäften eine gewisse Umstellung in dem Berett» halten der Waren mit sich gebracht. So haben z. B. ein Teil der Delikatessengeschäfte oder ausgesprochen oder vorwiegend mit Obst und Gemüse handelnde Geschäft, durch die eingetretene Knappheit der sonst von ihnen zum Verkauf gebrachten Waren gezwungen, sich Waren zugelegt, die sie früher nicht führten. Diese Entwicklung darf jedoch nicht dazu führen, daß der Händler den Käufer irgendwie unter Druck setzt, daß er neben den einst bei ihm bezogenen Waren auch die während des Krieges jetzt neu eingeführten dort zu beziehen habe. Der im obigen Beispiel genannte Verbraucher muß also unabhängig von den durch den Krieg eingetretenen Verhältnissen bei fortlaufendem Bezug der fraglichen Warengattung von seinem Händler ebenso im Rahmen der vorhandenen Warenmengen und her Kopfzahl feiner Familie beliefert werden wie ein Verbraucher, der seine Bezugscheine alle oder zum größten Teil bei dem Händler abgegeben hat, selbst dann, wenn die von ihm bezogene Ware Mangel' wäre geworden und nicht bezugscheinpflichtig ist. Der Händler darf also die Belieferung der früher von dem Verbraucher bezogenen und jetzt zur Mangelware gewordenen Ware nicht von der Abgabe von Bezugscheinen von Waren abhängig machen, die der Verbraucher sonst nicht bei ihm kaufte. Die rote Waldameise ist ein Tier, dem wohl viele Menschen zusehen, wenn es fleißig am Waldboden entlangkriecht. Die wenigsten Menschen wissen se- doch, daß cs eine große Bedeutung als Vertilger zahlreicher Forstinsekten hat. Nimmt man z. B. an, daß eine Ameisenkolonie aus 500 000 Ameisen besteht und jedes Tier nur im Jahre zehn Insekten frißt, so kommt die stattliche Zahl von fünf Millionen Insekten heraus, die durch sie vernichtet wurden. In Waldstücken, die mit den Larven der Forleule besetzt waren, konnte festgestellt werden, daß in kurzer Zeit ein großer Teil dieser Raupen von den Ameisen vernichtet wurde. 2(us alledem ergibt sich die große volkswirtschaftliche Bedeutung der roten Waldameisen bei der Schädlingsbekämpfung. Es ist daher leichtsinnig und gewissenlos, Ameisenhaufen zu zerstören, vielmehr sollte jeder dafür sorgen, daß die Nester der roten Ameisen weitgehend geschont werden. Gießener Wochenmacktpreise. * Gießen, 9. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, % kg 180, Matte 30, Käse, das Stück 8 bis 10, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, neue, kg 12,%, Wirsing, grün, 15, Weißkraut 20, Gelbe Rüben, Bd. 15, Rote Rüben 15, Römischkohl 13, Bohnen, grün, 80, Erbsen 27 bis 33, Tomaten 82, Rhabarber 12, Kirschen 40, Salatgurken, das Stück 30 bis 50, Blumenkohl 10 bis 80, Salat 5 bis 10, Ober-Kohlrabi 8, Rettich 10 Rpf. SA.-Offizier als „Berater für Verteidigungsange- genheiten" zur Verfügung gestellt werden. * Dr. Alfonso Lopez, der Staatspräsident von Co- imbien, und der Staatspräsident von Venezuela ra'fen zu einem Staatsbesuch in Washington ein. ; Kunst und Wissenschaft. Pros. Wilhelm Zander gestorben. An seinem 44. Geburtstag starb nach kurzer schwe- , >x Krankheit der Ordinarius für anorganische Che- ' iie an der Reichs Universität Straßburg, Prof. : )r. Wilhelm Iander. Pros. Iander wurde in der ttederlausitz geboren. Er studierte in Göttingen, Zerlin und Breslau. 1922 wurde er Assistent am chemischen Institut der Universität Göttingen, 1927 obiütierte er sich in Würzburg und wurde 1934 Ordinarius an der Universität Frankfurt. Er war Teilnehmer beider Weltkriege und wurde schwer verwundet mit dem E. K. I ausgezeichnet. Schon 1922 ekannte er sich zum Nationalsozialismus. Novem- er 1941 war er nach Straßburg berufen worden, seine Spezialgebiete in der anorganischen Chemie ctrafen die Erforschung des Ausbaus fester Kör- er und die außerordentlich reaktionsfähigen Zwi- chenprodukte, die bei der Einwirkung fester Körper cufeinanber bei hohen Temperaturen auftreten. Er sand neue Wege zur Erfassung des inneren Auf- ;au5 kristalliner anorganischer Verbindungen und gegründete die modernen Auffassungen vom Reak- lonsverlauf aktiver Zustände. Akademische Personalien. Professor Dr. M o n j e wurde zum a. o. Professor |Ür Physiologie an der Universität Posen ernannt. Professor Dr. Iungandreas wurde zum a. o. Professor für Deutsche Philologie an der Universität Zosen ernannt. Iungandreas wurde 1894 in Görlitz cboren. Er studierte in Breslau und Göttingen, iromovierte 1923 in Breslau, 1933 habilitierte er ch, 1938 erhielt er die Leitung des Schlesischen Wörterbuches, 1939 einen Lehrauftrag für germanische Altertumskunde und deutsche Stammesfor- chung, im April 1941 wurde er nach Posen berufen. — Dem Dr. phll. habil. Grebe wurde die Lehr- efugnis für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Marburg verliehen. — Es wurden er- ant: Dr. med. habil. Str öd e r an der Medi- inischen Akademie Düsseldorf zum Dozenten für Kinderheilkunde, Dr. med,/habil. Gärtner an er Universität Münster zum Dozenten für Hygiene: Dr. med. habil. Häußler an der Universität Dornburg zum Dozenten für Neurochirurgie; Dr. : ned. habil. Döring an der Universität Hamburg um Dozenten für Neurologie; Dr. med. habil. Delmke an der Universität Jena zum Dozenten ür Dermatologie und Strahlenheilkunde; Ober- tabsarzt Dr. med. habil. Schreiber an der Iniversitöt Berlin zum Dozenten für Hygiene. ^,Ich möchte es bleiben. Oder besser gesagt, ich möchte es mir bewahren. Und das Gefühl bedruckt mich, daß ich mich Ihnen gegenuoer sehr ungezogen benommen habe. Ich hm Iynen eine Erklärung schuldig." Zehn Minuten später steht Albrecht Sierinck vor ihr, sehr höflich und korrekt. „Wenn Sie nichts dagegen haben, mein gnädiges Fräulein — ich hatte mir gedacht, daß wir em ; mßchen hinausfahren. Ich habe die Taxe unten warten lassen — aber wie Sie wünschen selbstverständlich. Ich fand es nur ein Verbrechen, eic bet diesem wunderbaren Wetter mit einer langweiligen Unterhaltung im Zimmer ,estzuhalten. Verrücktes Leben, denkt Katta, während sie die Handschuhe überstreift, da sitzt man nun den halben Tag und.bemüht sich, einen Menschen zu erreichen, weil man so eine unbändige Sehnsucht hat, ins Freie zu kommen — und statt dessen erscheint ausgerechnet Herr Albrecht Sierinck und fordert einen zu einer Spazierfahrt auf. «ytt» 36. ;&$■ l, lst 1 X fllF «IeiL, S-' W* & Serfl'11 1« «re- auf V 36. Detlev Nehl ist nicht zu erreichen, er sitzt nicht bei "einer Arbeit, wie er eigentlich sollte — er ist mit Toncha verabredet — verabredet zu einer etwas unbestimmten Zeit. Er steuert feinen deinen rump- :aen Wogen durch das Siraßengewühl und halt entschließt, mit Irmela die Frage „Gerd" ernsthaft zu erörtern — im Moment ift das Gefühl em wenig unbehaglich, von Leuten beobachtet zu werden, die ihn kennen, und wahrscheinlich kennt jeder dritte Mensch ihn hier, oder doch jeder zehnte. Er muh über sich selbst lächeln; das kommt davon, wenn ein seriöser und solider Mann einer vlotzlichen Laune die Zügel schießen läßt — er handelt bann viel dümmer als ein Zwanzigjähriger, der etwas zu verbergen trachtet. „Aufgeklärt?" sagt er hochschreckend. „Was aufgeklärt? Verzeihen Sie — ach so — nein — es hat sich noch gar nichts aufgeklärt." „Aber deswegen hatten Sie mich doch angerufen?" " , „Reift. Nicht deswegen. Ich habe Sie angerufen, weil ich seit meinem Besuch bei Ihnen sehr viel an Sie gedacht habe — über Sie nachgedacht, meine ich Und auch darüber, was Sie für einen schlechten Eindruck von mir bekommen haben müssen." „Es geht", sagte Katta mit einem kleinen Lächeln. „Nein, es geht eben nicht. Ich will nicht einen schlechten Eindruck bei Ihnen hinterlassen. „Ich begreife, daß Ihnen das sehr peinlich sein muß!" sagt Katta tiefernst, während ihre Nasen- lügel zucken. „Aber Sie dürfen ruhig schlafen, es war nicht ganz so schlimm. Und außerdem haben Sie es durch diesen schönen Nachmittag reichlich wieder gutgemacht!" ,,_ £ . „Finden Sie den Nachmittag schon? Das freut mich. Ich auch. Man hat solche Tage — ich kann mich sehr schlecht ausdrücken, besonders wenn ich Stimmungen beschreiben soll —. Die ganze Welt ift plötzlich anders — oder man sieht sie mit andern Augen __ so, als ob eine angelaufene scheibe ab- oewischt wird, man hat sich schon daran gewohnt, durch die matte Scheibe zu sehendes geht sehr gut, und plötzlich söhlt ein Tuch darüber' und alles qlänzt auf — man sieht es, wie zum erstenmal. Albrecht ergreift plötzlich ihre Hand und neigt den Kops darüber, glücklich unbekümmert, ob er IKit Geld un- Gut wächst mich der lllut öarüm. spare! macht den Kuchen locker! früher fast immer tödlich, während bis auf eine Ausnahme sämtliche in den letzten beiden Jahren in dieser Weise behandelten Kinder geheilt werden konntn. Leider sind diese Erfolge bei den übrigen Formen eitriger Hirnhauptentzündungen noch nicht zu verzeichnen. Während es also bei dieser Erkrankung verhältnismäßig leicht ist, sich schon jetzt über die eindeutige Wirkung dieser Mittel ein Urteil zu bilden, ist dies über die Behandlung der zahlreichen Formen kindlicherLungenentzündungen, trotz umfangreichen Beobachtungsmaterials, nicht der Fall. Die Schwierigkeiten, die sich in dieser Hinsicht entgegenstellen und die in der Regel zu wenig beachtet werden, sind recht erheblich und verlangen einen strengen kritischen Maßstab. Gerade eine hochentwickelte Chemotherapie erfordert in erster Linie ein exarte Diagnosestellung und eine — trotz eines gewißen Schematismus — doch dem Einzelnen angepaßte und sachgemäße Behandlung. Was die Wirkungsweise der modernen chemischen Mittel betrifft, so verdienen sie, im Gegensatz zu den bisher bekannten Mitteln, zum erstenmal mit Recht die Bezeichnung Heilmittel, und zwar deswegen, weil sie den Organismus selbst in ihren Wirkungsprozeß mit einbeziehen, ihn also nicht nur nicht schädigen, sondern im Gegenteil in seine natürlichen Abwehrfunktionen unterstützend eingreifen. Besonders die Freßtätigkeit der weißen Blutkörperchen und gewisser Körperzellen wird dadurch erheblich gesteigert. An einem sehr instruktiven Beispiel wurde gezeigt, daß die Natur sich unter, gewissen Umständen genau des gleichen Verfahrens bedient, mithin das ganze Vorgehen bei der chemotherapeutischen Behandlung keineswegs als unnatürlich bezeichnet werden kann, sondern im Grunde nur ein Geheimnis darstellt, das der Natur abgelauscht ist. So sehr die modernen Mittel therapeutisch wirksam sind, so wenig haben sie eine vorbeugende Wirkung. Der Redner warnte in seiner Schlu'ßausführung ebenso vor der unfruchtbaren Skepsis, wie besonders vor einem hemmungslosen Optimismus. Sehr viel hängt dabei von einer gewissenhaften Zusammenarbeit zwischen Forscher und Arzt ab. Der Forscher hat es im Laboratorium mit Krankheitserregern und mit Krankheiten zu tun, die experimentell am Tier erzeugt werden. Der Arzt hat im Gegensatz dazu, den kranken Menschen zu behandeln mit allen seinen individuellen, ererbten und erworbenen Reaktionseigentümlichkeiten. Diese letztere Tatsache muß bei der Beurteilung des Wertes neuer Arzneimittel und ärztlicher Behandlungserfolge entsprechend in Rechnung gesetzt werden. Reicher Beifall dankte dem Redner für seine interessanten Ausführungen, die in hervorragendem Maße eine anschauliche Unterstreichung durch den gezeigten Lehrfilm über das Prontosil erfuhren. ©er Oozentenführer pg.prof.Or. Haag schloß die Veranstaltung mit den Worten: Deutschland darf den Anspruch erheben, sowohl auf dem Gebiet der Ursachenforschung wie der Chemotherapie infektiöser Krankheiten der Wegbereiter zu sein. Die größten und entscheidenden Entdeckungen auf diesem Gebiete sind der deutschen Forschung zu verdanken. Dies gilt nid) nur für die Infektionskrankheiten unseres Klimas, sondern ganz besonders für die Tropenkrankheiten. Der deutsche Arzt und der deutsche Forscher stehen bereit, im weltweiten Groß- deutschen Reiche die Kolonialarbeit aufzunehmen. Noch stehen unsere Heere draußen, um mit unvergleichlichem Heldenmut Deutschlands Ziel zu erreichen und mitten Unter ihnen als Inbegriff des unbändigen deutschen Willens der Führer. Verdunkelungszeit: 9. Juli von 22.44 bis 4.41 Uhr. Aus der eng Landkreis Gießen. <£ Leihgestern, 8. Juli. Ihre silberne Hochzeit konnten am heutigen Mittwoch, 8. Juli, der Zimmermann und Landwirt Otto Binz und Ehefrau Katharine, geborene Seipp, Rathausstraße dahier wohnhaft, begehen. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. * Treis a. d. Lumda, 8. Juli. Am Montagabend war in einem Saale der alten Schule Brenn- holzoersteigerung. Es kamen größtenteils Reiser und geringere Mengen andere Holzarten zum Verkauf. Das übrige Brennholz ist den einzelnen Haushaltungen bereits gleichmäßig zugeteilt worden. Auf dem Lande ist dos Holz auch jetzt noch der wichtigste Brennstoff zum Kochen und Backen. Es brennt schnell und erzeugt eine hohe Heizkraft. Dadurch ersetzt es den Dorfbewohnern das Gas. Schwarzschlächter. Lpd. Darmstadt,?. Juli. Der inAltenstadt in Oberhessen wohnhafte Metzgermeister und Gastwirt Georg Lips schlachtete seit 1940 zwei Schweine für den eigenen Bedarf, ohne eine entsprechende Zuteilung der bewirtschaftenden Dienststelle, ohne Fleischbeschau und ohne die Entrichtung der Schlacht- fteuer. Er ist üb erführt, neben diesen beiden Schwarzschlachtungen noch eine dritte im Februar 1942 gemeinsam mit dem Bauer Karl Brack aus Altenstadt vorgenommen zu haben und wurde wegen dieser fortgesetzten Kriegswirtschaftsverbrechen und Zuwiderhandlungen gegen die Verbrauchs- regelungsstrafverordnung von dem Sondergericht in Darmstadt zu 1 Jahr und 2 Monaten Zuchthaus und 100 RM. Geldstrafe verurteilt. Die wegen der Schwarzschlachtung in einem Falle gegen Brack erkannte Strafe wurde auf 1 Jahr Gefängnis und 100 RM. Geldstrafe bemessen. Ein weiterer Mitangeklagter aus Altenstadt erhielt wegen eines minder schweren Vergehens gegen die Verbrauchsrgelungsstrafverordnung 2 Monate Gefängnis. Der Fleischertrag aus den Schlachtungen verfiel der Einziehung. / Vollstrecktes Todesurteil. LPD. Darmstadt, 8. Juli. Die Justizpresie- stelle Darmstadt teilt mit: Am 8. Juli 1942 ist der am 28. September 1914 in Hudson (USA.) geborene Pole August Halicki hingerichtet worden, den das Sondergericht in Darmstadt zum Tode verurteilt hat. Halicki, ein oft vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, ist aus der Strafhaft entwichen und hat wieder Einbrüche unter Ausnutzung der Verdunkelung verübt. Entwichene Strafgefangene als Derdunkelnngsverbrecher. Lpd. Darmstadt, 8. Juli. Die Strafgefangenen Willi Springer aus Mengede und Franz P a - taky aus Oedenburg entwichen Mitte Mai 1942 von einer Außenarbeitsstelle des Strafgefangenenlagers Dieburg und begingen anschließend mehrere Einsteigediebstähle, um sich die zur Fortsetzung der Flucht benötigten Lebensrnittel zu verschaffen. Sie konnten nach zwei Tagen wieder aufgegriffen werden und hatten sich nun, da ein Teil der Diebstähle unter Ausnutzung von Luftschutzmaßnahmen begangen wurde, als Volksschädlingsverbrecher vor dem Sondergericht in Darmstadt zu verantworten. Springer, der bereits zweimal, darunter zuletzt mit Zuchthaus vorbestraft ist, wurde wegen der jetzt eren Heimat. begangenen Verdunkelungsverbrechen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Bei Pataky lagen im Hinblick auf sein erhebliches Dorstrafen- regifter und den Eindruck feiner Gesamtpersonlich- keit die Tätermerkmale des gefährlichen Gewohnheitsverbrechers vor. Es wurde deshalb neben einer gleichfalls dreijährigen Zuchthausstrafe gegen ihn die Sicherungsverwahrung ungeordnet. Erdichtete Versicherungsschäden. Lpd. Fran kfurt a. M., 8. Juli. Im März d. I. wurde ein umfangreicher Dersicherungsschwindel aufgedeckt, der zu einer Verhandlung gegen elf Angeklagte vor der Strafkammer in Frankfurt a. M. führte. In einem großen staatlichen Unternehmen besteht ein Verficherungsverem, bei dem die Beamten und Angestellten gegen Brand- und Diebstahlsschäden versichert sind. Leiter der Frankfurter Bezirksstelle war der 53fahrige Ernst Welsing, der die Schadensmeldungen seiner Berufskameraden zu bearbeiten und der Zentrale nach Berlin weiterzureichen hatte. Seit 1935 hat Welsing erdichtete Schadensfälle gemeldet und die Entschädigungen teils selbst behalten, teils seinen Helfern, die erst durch ihn zu diesen Straftaten verleitet wurden, zugewendet. In etwa 60 Fällen wurde dem gemeinnützigen Versicherungsverein allem in den zwei letzten Jahren ein Schaden von über 20 000 RM. zugefügt. Die Strafkammer Frankfurt am Main verurteilte Welsing wegen Untreue, Urkundenfälschung und Betrugs zu sechs Jahren Zuchthaus, 10 500 RM. Geldstrafe und fünf Jahren Ehrverlust. Die raffinierten Betrügereien des Angeklagten waren um so verwerflicher, als er bei feinem Amtsvorgänger ähnliche Veruntreuungen aufgedeckt hatte und deshalb das uneingeschränkte Vertrauen seiner Berliner Zentrale genoß Neun Mitangeklagte wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, ein zehnter wurde freigefprochen. G A.-6>port. Handball der HI. Mit den sonntäglichen Begegnungen wurden die Spiele in der HI.- und der DJ.-Klasse abgeschlossen. Das Treffen Grümngen-Lang-Göns kam nicht zum Austrag, da die Gäste verzichteten. Grüningen erhielt dadurch kampflos die Punkte. Watzenborn — Holzheim 4 :5 (3 :3). «Einen äußerst knappen Sieg konnte Holzheim in Watzenborn erringen. Die Platzmannschaft überraschte diesmal nach der angenehmen Seite. In der ersten Hälfte waren die Leistungen beider Mannschaften gleichwertig. Nach der Pause ließ Watzenborn etwas nach. DJ.-Klasse. Grüningen — Mtv. Gießen 10:4 (6:2). Einen überlegenen Sieg konnte Grüningen auf neutralem Boden über Gießen erringen. Die Mannschaft war den Gießenern überlegen und siegte in dieser Höhe verdient. Die Gießener versuchten nach dem Wechsel dem Spiel eine Wendung zu geben, schlierten aber an der Aufmerksamkeit der Grünitiger Hintermannschaft. Durch diesen Erfolg ist Grüningen Sieger in der DJ.-Klasse. . Kl.-Lmden 1. 3gb. — Heuchelheim 1. Jgd. 12:2 (6:0). Nachdem Klein-Linden in Heuchelheim gegen die dortige 1. Jugend im Handballspiel mit 7:15 unterlegen maf, fand am Sonntag In Klein-Linden das Rückspiel statt. Heuchelheim, das nur mit 8 Mann antrat, konnte in der ersten Halbzeit nichts gegen die spielstarke Elf der Platzmannschaft ausrichten. In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste zu zwei Torerfolgen, demgegenüber die Gastgeber noch weitere sechs Tore erzielen konnten. Gpielvereinigurrg 1926 Leihgestern. Leihgestern 1. Jgd. — „Rolweiß" Frankfurt 1. Jgd. 2:2 (1:2). Leihgestern 2. Jgd. — ..Sportgemeinde" Steinbach 1. Jgd. 3:1 (2:1). Das Spiel gegen Rotweiß begann mit einer leichten Feldüberlegenheit der Frankfurter, die nach 15 Minuten in Führung gehen konnten, dem sie bald darauf ein zweites Tor anschlossen. Leihgestern kam dann im Anschluß an einen Eckball auf 1:2 heran. Mit diesem Stand wurden die Seiten gewechselt. Leihgestern fand sich bann immer besser zusammen, und der Kampf wurde immer spannender, bis kurz vor Schluß Leihgestern durch einen Strafstoß gleichziehen konnte. Schiedsrichter Schüttler (Frankfurt) war dem Spiel ein aufmerksamer und gerechter Leiter. — Die 2. Jugend errang einen schönen, wenn auch etwas glücklichen Sieg gegen Steinbachs 1. Jugend. * Am kommenden Sonntag bestreitet die 1. Jgd. der Spielvgg. 1926 Leihgestern als Bannmeister des Bannes 116 das erste Spiel um die Gebiets» Meisterschaft gegen Friedberg. Das Spiel findet in Friedberg statt. Wirtschaft. Buderus'sche Eisenwerke, Wehlar. FWD. Die in Frankfurt a. M. abgehaltene oHB. unter Vorsitz von Staatsrat Reinhart- Berlin nahm den bekannten Abschluß für 1941 mit SVe v. H. Dividende ohne Aussprache zur Kenntnis, erteilte di§ Entlastungen und wählte die beiden turnusmäßig ausscheidenden Auftichtsrats-Mitglieder Hans Grün, Hüttendirektor, Dillenburg, und Bankier August Freiherr von der Heydt- Wuppertal wieder. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzer des Aufsichtsrates der Gefallenen und auf dem Felde der Arbeit Gebliebenen sowie des verstorbenen Vorstandsvorsitzers Kommerzienrat Dr. August Koehler, wobei er des Letzteren maß» geblichen Anteil an der Entwicklung des Unternehmens hervorhob. Am 29. Mai d. I. hat als Nachfolger Kommerzienrats Koehler Direktor Dr. Gies« b e r t den Vorstandsvorsitz übernommen. Briefkasten -er Redaktion. F. L. in tf. Es handelt sich nicht um eine gesetzliche Rente, sondern um einen Ehrensold an Veteranen des ersten Weltkrieges. Antrags- und empfangsberechtigt sind nur solche alte Soldaten, die in der Kampffront, d. h. also in Schlachten und Gefechten dabei waren. Ihren Antrag müssen Sie an das Versorgungsamt in Gießen, Lessingstraße, richten. ,_______________________ Houptschrtftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HaupischriflleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. 03275 LWL« Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem Seemannstode unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen Matrose-Funk-Gefr. Helmut Peter sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Germer für die trostreichen Worte bei der Gedenkfeier. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Peter. Großen-Linden, den 8. Juli 1942. Bekanntmachung. Betr.: Versorgung der Haushaltungen und klein- gewerblichen Selbstverbraucher usw. mit Brennsvirilus durch den Kleinhandel. I. Die Reichsmonopolverwaltung für Branntwein, Berlin, hat mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers eine Regelung über die Verteilung und den Bezug von Brennsvirilus für a) Gewerbliche Kleinverbraucher einschl. freie Berufe (Industrie, Gewerbe, staatliche und kommunale Dienststellen, Krankenanstalten usw.), b) Haushaltungen (private Verbraucher) erlassen. Hiernach darf Brennspiritus an gewerbliche Kleinverbraucher, eiuschl. freie Berufe (Industrie, Gewerbe, staatliche und kommunale Dienststellen, Krankenanstalten usw.) nur noch gegen Bezugsberechtigungsscheine, und an Haushaltungen (private Verbrnucher) nach Eintragung in eine bei den Verkaufsstellen aus- liegende Kundeuliste gegen Aushändigung eines Bezugsnachweises abgegeben werden. Verstöße gegen diese Regelung werden nach der Ver- rauchsregelungs-Strasverordnung vom 26.11. 1941 — RGBl. I. S. 734 — bestraft. II. Die Kleinverteiler erhalten durch die Firma Ouambusch Merkblätter, Antragsformulare für die Haushaltungen und Kundenlisten und nach Einreichung der Kundenlisten an die genannte Firma die erforderlichen Bezugsausweise. Gießen, den 7.Juli 1942. [2144D Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Wirtschaftsamt. Die Deutsche Ariieitsfront NSG. Kratt durch Freude Kreisdienststelle Wetterau Montag, den 13. Juli 1942,20 Uhr Gloria-Palast, Gießen Gvoß-Variete mit: Rudi Rauer, der lustige Wecker vom Reichssender Frankfurt ä. M. 2 Blizzards, Sensation a. Rollschuhen Seniles u. Myks, exzentr. Neuheiten Uanrella, Elastiksensation auf erleuchteter Vase Dani und Gritt, Tanzpaar Kurt Stebchen, Komiker uns. Zelt 2 Rudos, Equilibristen 2 Junglas, komb. Balance-Sensation Monti-Pallcos, Schikanen d. Alltags Die 5 Sorgenbrecher und das Musik-Trio Erna Ludewig, Emil Sommer, Beruh. Pohlert Eintritt: 3.60, 2.80, 2.20 und 1.30 RM. Vorverkauf: Kartenverkaufstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Gießen, Seltersweg 60, Telefon 3961. Bezirkssparkasse hieben 5054 D Frau Dr.Marx Bleichstraße 10 verreist. 03259 Freibankverkauf am 11. Juli 1942: 2i«a von 8- 9 Uhr Nr. 1171-1240 von 9-10 Uhr Nr. 1240-1310 von 10-11 Uhr Nr. 1311-1370 Fleischbrühe! Stadt. Schlachthof, Gießen. F ür eine größere Herren -und Damen - Maßschneiderei in Gießen werden 2 Näherinnen evtl, auch Anfängerlnnnen sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 2143 D an den Gießener Anzeiger erb. FüreineWerksküche von 20 Mann für einige Mittagsstunden eine ehrliche Frau die kdchen kann, gesucht. Schriftl. Angebote unt. 2I47D an den Gießener Anzeiger erb. Verloren 2 Anstecknadeln, durch ein Kettchen verbunden. Geg. Belohnung abzugeben I03270 Am Nahrungs- bferg 41. Fast neue, schw. IlnusWe v.Junsmädelam Samstagnachm. i. 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