192. Jahrgang Nr. 82 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: (Siebener Hamilienblcitter Heimat tnrBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich... NM. 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: ,LLnzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. vonnerrtag, 9. April 19^2 Metzener Anzeiger vrühlsch e Universttätrdruckerri 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen «ietzen^Schulftrahk 7-9 Annahme von Anzeigen für bre Mittagsnummer bis 8V9 Uhr desGormittags Anzeig cn-Preise: Anzeigenteil 7 Ryf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Nvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschluss eMengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr Der neue Erfolg unserer Ll-Boote. Sowjetsiege blieben Wunschträume. Die japanischen Operationen im Golf von Bengalen. Oer japanische Sieg aus Malaya. Oie Vorbereitungen des Landungsunternehmens. der Dockyard-Creek detonierten in der Marinewerft Bomben schwersten Kalibers. Der Kreuzer im Dock erhielt abermals eine 500-kg-Bornbe. In den Kasernen auf Fort Rocco im Osten von Bittoriosa richteten Bombentreffer beträchtliche Zerstörungen an. Das Stabsquartier des Kommandierenden Admirals sowie der Gouverneurspalast wurden von Bomben schwersten Kalibers getroffen. Ganze Gebäudekomplexe stürzten unter der Wucht der Bombendetonationen ein. Mehrere Bombenreihen lagen quer über den Oelbehältern in der Umgebung von Marsa sowie über den Werkstatthallen der Werften. Auch das Torpedolager Balafrana im Süden der Insel war das Ziel der Bombenangriffe. Drei 500-kg-Bornben detonierten in den Hallen westlich der Werft. Volltreffer in Flakstellungen brachten Geschütze zum Schweigen. Bei einem Angriff auf die Flugplätze erzielten Stukas acht Volltreffer mit je 1000»kg=23omben vor den Eingängen der in den Felsen eingebauten unterirdischen Boxen. Auf dem Flugplatz Lucca lagen mehrere Bombenreihen über den Barackenlagern. Deutsche Jäger gingen, da sie nur vereinzelt auf britische Jagdflugzeuge stießen, zu Tiefangriffen auf leichte Flakstellungen und Küstenbatterien nieder. Das Eichenlaub für Oberst Müller. DAV. Aus dem Aührerhauptquartler, 8. April. (Funkspruch.) Der Führer verlieh dem Obersten Friedrich Wilhelm Müller, Kommandeur eines Infanterieregiments, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 86. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." ricbterstattung angeboten, sondern habe nur die „alte Ente" fallen gelassen und der' Oeffentlichkeit sofort wieder eine neue serviert. Deutlicher konnte wohl den Engländern nicht gesagt werden, daß alles das, was man ihnen bisher vorgefetzt hat, Schwindel war. Die Winteroffensive der Sowjets ist in ein Nichts zerronnen. Daß man in London das jetzt zugibt, ist ein neuer Beweis für die Lügenpraxis der britisch-sowjetischen Politiker. Die Sowjets leugnen. Stockholm, 8.April. (Europapreß.) Der stell- vertretende Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten, Wischynski, überreichte hem schwedischen Gesandten in Moskau die Antwort der Sowjetregierung auf die Protestnote Schwedens wegen des Bombenabwurfes über Haparanda. Die Sowjetregierung müsse es ablehnen, so heißt es in der Note, den Protest entgegenzunehmen, da zu dem angegebenen Zeitpunkt keine russischen Flugzeuge in diesem Gebiet operiert hätten. Inzwischen ist von schwedischer Seite weiteres Beweismaterial für den sowjetischen Bombenabwurf in Samara vorgelegt worden. Briten, so schreibt das Blatt, die Verteidigung des Golfs von Bengalen in seiner Gesamtheit aufgegeben, aber zu erkennen gegeben, daß sie die westliche Hälfte des Indischen Ozeans mit Ceylon als Grenze bis zum bitteren Ende halten würden, denn der Verlust der Stützpunkte im westlichen Indischen Ozean würde den Zusammenbruch des auf diesem Ozean gegründeten Weltreiches bedeuten. Großbritannien messe daher der Verteidigung dieser Gebiete größere Bedeutung bei als Hongkong und Singapur. Größere Seeschlachten könnten also im Indischen Ozean erwartet werden. Japans Matrosen sähen freudig einem solchen Kampfe entgegen, der voraussichtlich das Ende des britischen Empires bedeuten werde. Verteidigungsvorbereitungen in Kalkutta. Kopenhagen, 8. April. (Europapreß.) Die britischen Militärbehörden Indiens rechnen nach den Angriffen der japanischen Luftwaffe auf Ceylon und zwei indische Küstenstädte zwischen Madras und Kalkutta mit einem Großangriff auf Kalkutta. Die Verkeidigungsvorbereitungen werden fieberhaft betrieben. In Kalkutta herrscht größte Nervosität. Engländer, Amerikaner und Chinesen haben bereits mit der Liquidierung ihrer Geschäfte begonnen. Der Wehrmachiberichi. DRV. Ausdem Führerhauptquarkier, 8. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der O st f r o n t wurden eigene Angriffsunternehmungen erfolgreich fortgesetzt. An mehreren Stellen wiederholte der Feind seine ergebnislosen Angriffe. 3n Rordafrika wurden südostwärts von 2He- chlli britische Kräfte zurückgeworfen. Der britische Flottenstützpunkt Alexandria wurde in der Rächt zum 7. April bombardiert. In den Dockanlagen entstanden beträchtliche Schäden. Luftangriffe starker deutscher Kampf-, Sturz- kampf- und Iagdfliegerverbände richteten sich gegen die Hafen- und Versorgungsanlagen von La Valetta, das Torpedolager Lalafrana und britische Flugplätze der Insel Malta. In Lagerhallen, Derftgebäuden und Werkanlagen wurden Groß- bronde hervorgerufen. Der im Dock liegende leichke britische Kreuzer erhielt abermals Bombentreffer. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote im Atlantik 16 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 104 000 BRT., davon 13 vor der amerikanischen uyd drei vor der afrikanischen Küste. Leichte deutsche Seestreitkräfte stellten im Skagerrak eine Anzahl norwegischer Schiffe, die von der britischen Regierung geschartert, in einem schwedischen Hafen gelegen hallen und unter englischen Kapitänen nach England durchzubrechen versuchten. Durch Eingreifen deutscher Vorpostenboote wurden fünf Schiffe mit 26 674 BRT., durch die Luftwaffe ein weiteres von 6305 BRT. versenkt. Zwei Schiffe entzogen sich der Aufbringung, indem sie wieder in die schwedischen Hoheitsgewässer flüchteten. In der letzten Rächt griffen deutsche Kampfflugzeuge versorgungswichlige Hafen- und Dockanlagen an der h u m b e r - M ü n d u n g an. Starke Brände wurden beobachtet. Bel den Erfolgen deutscher Unterseeboote im Atlantik zeichnete sich das Boot des Korvettenkapitäns Merten besonders aus. In der Rächt zum 7. 4. errang Oberleutnant Waltersdorf.feinen 10. Rachkjagdsieg. Oie neuen 104000 BRT. Die Versenkung von 16 feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 104 000 BRT., davon 13 vor der amerikanischen Küste, wird von dem USA.-Minister Knox kommentiert. Sein Kommentar erfolgte schon v o r der Sondermeldung des OKW. Auf einer Pressekonferenz am 7. April bezifferte er die Zahl der Schiffe, die seit dem Eintritt der USA. in den Krieg versenkt worden sind, auf insgesamt 116, davon 59 in der Nähe der USA.-Küste, 23 an der Küste Kanadas, 30 im Karibischen Meer und 4 in der Nähe der südamerikanischen Küste. Er hatte weiter erklärt, daß die Angriffe von Schiffen der Achsenmächte auf amerikanische Dampfer^ während der letzten Wochen beträchtlich abgenommen hätten, und daß diese rapide Abnahme der Versenkungen den neuen Schutzmethoden zuzuschreiben sei, die von der amerikanischen Marine jetzt angewandt würden. Doch kaum hatte Herr Knox seine prahlerische Feststellung losgelassen, als auch schon das Oberkommando der deutschen Wehrmacht bekanntgeben konnte, daß in fortgesetzten Angriffen gegen die amerikanische und britische Versorgungsschiffahrt deutsche Unterseeboote neue, große Erfolge erzielt haben. Die Abnahme der Versenkungen, von der Herr Knox gefaselt hatte, bestand darin, daß wieder 13 Handelsschiffe vor der amerikanischen Küste auf den Grund des Meeres geschickt wurden. Wichtiger als diese neueste Blamage des Herrn Knox ist seine Erklärung, daß die Marine die möglicherweise sich ergebende Notwendigkeit einer Uebernahme der Handelsmarine „in sorgfältigste Erwägung zieht". Bisher sei noch kein Beschluß gefaßt worden; aber: „Wir haben einige Schwierigkeiten, Besatzungen für die Handelsschiffe zu finden, besonders für die langen Reisen." Mit anderen Worten: Die USA.-Matrosen wollen sich nicht auf Himmelfahrt schicken lassen. Wir haben schon berichtet, daß die Regierung der USA. die norwegischen und griechischen Seeleute mit Gefäng- nisstrafen und Konzentrationslager auf die gefährdeten Schif-fe zu zwingen sucht. Die Not an Matrosen ist jetzt so groß geworden, daß Knox eine regelrechte Flucht in die Oeffentlichkeit antritt. Knox selbst hat das sichere Gefühl, daß der moralische Druck, den er auf die amerikan ' :n Seeleute auszuüben gezwungen ist, keineswegs ein Ruhmestitel für die USA. ist. Darum ließ er den Satz einfließen, daß der amerikanische Matrose heute ein ebenso guter Kämpfer zur See ist wie er es in der ganzen Geschichte Amerikas gewesen ist. Ein Satz, der angesichts der vorausgegangenen Klagen schwer verständlich ist. Eine Uebernahme der Handelsmarine durch die USA.-Kriegsflotte bedeutet naturgemäß die Militarisierung der Handelsflotte und ihre Unterstellung unter Kriegsrecht. Es ist verständlich, daß Knox vor einem solchen Schritt zögert. Denn einmal wäre die Militarisierung der amerikanischen Handelsflotte die denkbar schroffste Absage an die „freie Wirtschaft" und außerdem ein ausgesprochenes Armutszeugnis für die Bereitwilligkeit der amerikanischen Matrosen, Kriegsrisiken zu übernehmen. Deutschlands erster!l-Bootführer. Berlin, 8. April. (DNB.) Am 9. 4. begeht Admiral z. V. Hermann Bauer sein 50jäh- riges Militärdienstjrlbiläum. 1905 meldeten sich Bauer und ein Kamerad als erste Seeoffi- ziere freiwillig zur U-Boot-Waffe. Dann wurde Bauer Dezernent für U-Bvot-Wesen im Reichs- marineamt, wo er unter Großadmiral von Tirpitz die Vorarbeiten für den Ausbau der U-Boot-Waffe leitete. 1914 erhielt Bauer das Kommando über die 1. U-Boot-Flottille, die aus 14 Booten bestand. Im Bau befanden sich weitere 20 Boote. Ende August 1914 wurde Bauer Führer der U-Boote. Von Juni 1917 bis Weltkriegsende führte Bauer die Linienschiffe „Westfalen" und „Kaiser". — In sei- nem Werk „Als Führer der Unterseeboote im Weltkrieg" legte Bauer seine Erfahrungen aus seinem Dienst für die deutsche U-Boot-Waffe nieder. Sein einziger Sohn ist als U-Boot-Kommandant im jetzigen Krieg gefallen. Oer Lustangriff auf Malta. Berlin, 8. April. (DNB.) Am Dienstag lagen ungefähr zehn Stunden lang der Flottenstützpunkt La Valetta und die Flugplätze im Innern der Insel Malta im Bombenhagel deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge. Bereits in den Morgenstunden wurden in den Munitionsdepots und Arsenalen der Halbinsel Senglea Volltreffer mit 1000-kg-Bom- ben erzielt. Die Wohnschuppen des Werftpersonals wurden zerstört. In der Staatswerft in her Nähe des Trockendocks detonierten zahlreiche Bomben. Nach einem Volltreffer in einem Verpflegungsmagazin La Valettas wurde dunkle Rauchentwicklung beobachtet. Im Tanklager Cordin am Westteil des großen Hafenbeckens traf eine 500-kg-Bombe einen Oelsilo. Gegen Mittag lösten Stukas ihre Bomben über dem Jnfelfort Manoel aus und trafen die Werkstätten der U-Boot-Stationen. Südostwärts Tokio, 8. April. (Europapreß.) Am Ende des vierten Kriegsmonats veröffentlicht die japanische Heeresleitung einen Bericht des Generalstabes der in Malaya operierenden Armee, welcher feststellt, daß die Erfahrungenderdeutschen Vormärsche in Polen sowie an der Westfront bei der Planung der japanischen Operationen trotz der verschiedenartigen geographischen Verhältnisse zugrunde- qelegt wurden. Der entscheidende Charakter des Landungsunternehmens war es, daß man trotz der mehrere tausend Kilometer weiten Seereise von der Hauptbasis auf der Insel Hainan durch von feindlichen Fliegern und Unterseebooten bedrohte Meeresstrecken auf die normalerweise übliche Methode einen Lan- dungskopf mit einem verhältnismäßig schwachen Vorkommando unter Zuhilfenahme starker Flotteneinheiten 3U bilden, verzichtete. Statt Lessen wurde der Plan durchgeführt, die Haupt st reitkräfte sofort zu landen. Um die bei Kota Baru stehenden englischen Streitkräfte zu täuschen, welche über starke Luftstreitkräfte verfügten, wurde eine Flotte von mehr als zwanzig Transportern auf nördlichen Kurs in den Golf von Siam entsandt, als ob sie die Aufgabe einer Landung in Bangkok Berlin, 8. April. (DNB.) Mit einem Zynismus, der typisch für die britische Praxis ist, rückt jetzt die englische Presse von den bolschewistischen Erfolgsmeldungen ab, die im Winter von Moskau aus in die Welt gesetzt wurden. Hatte schon die „Times" die monatelang immer wieder genährte Illusion über die „hervorragenden Erfolge" der Bolschewisten im Osten jetzt, öa der Frühling all- mählich ins Land zieht, mit dürren Worten zerstört und zugegeben, daß die Deutschen alle strategisch wichtigen Punkte gehalten haben, so nimmt jetzt die Londoner Wochenschrift „Sphere" in noch schärferen Worten die Art unter die Lupe, in der sich die britischen Kriegsgerüchterstatter in Moskau ihrer Aufgabe einer „wahrheitsgetreuen" Berichterstattung entledigt hätten. Tag für Tag hätten sie „ganze Siegespläne" nach Hause gedrahtet. Dann wiederum sei von ihnen ein entscheidender Durchbruch oder das nahe Ende der einen oder anderen deutschen Armee verkündet worden. Wochenlang habe man in England vergeblich auf eine amtliche Bestätigung einer solchen Siegesmeldung gewartet. Oft genug hätten sich die Tatsachen, von denen der eine oder andere Berichterstatter schrieb, als reiner Wunsch- traumdes Reporters herausgestellt. Er habe jedoch niemals eine Erklärung für feine falsche Be- Tokio, 8. April. (Europapreß.) Die von japanischen Ueberwasserstreitkräften und U-Booten im Golf von Bengalen eingeleiteten Operationen machen sich bereits durch erhebliche Verluste der Alliierten- Versorgungsschiffahrt bemerkbar. Nach einem Bericht des der Marine zugeteilten Frontberichterstatters von „Nicht Nicht" wurden seit 5. April schon Dutzende von allierten Handelsschiffen versenkt. Der Aether sei angefüllt mit 808-Rufen angegriffener Schiffe.der Alliierten. Die 808-Rufe häufen sich besonders seit Sonntag, als der Rundfunksender Colombo wiederholt durchgab „Wir werden bombardiert". Man fing Seenotmeldungen von Schiffen, die unterwegs waren, auf: „Japanische Kriegsschiffe beschießen uns jetzt" und „Das Schiff ist getroffen, e? brennt. Wir sinken und müssen das Schiff verlassen". Die Kapitäne mancher Dampfer fügten ihren Notsignalen die Frage an, wo britische Kriegsschiffe blieben. In japanischen Marinekreisen habe man jedoch den Eindruck, daß die britische Flotte bereits den Rückzug aus dem Indischen Ozean angetreten habe. Japanische Flotteneinheiten seien auf der Suche nach englischen Kriegsschiffen, um sie zum Kampfe zu stellen. Die entscheidende Bedeutung der Kampfhandlungen gegen Ceylon und an der Indischen Küste für den Bestand des britischen Empires unterstreicht die Zeitung „Miyako". Nach dem Fall von Rangun und der Besetzung der Andamanen-Gruppe hätten die Vor zwei Fahren. Norwegen unter deutschem Schutz. Die Westmächte, die im September 1939 den Krieg gegen das Deutsche Reich entfesselten, sahen sich von vornherein außerstande, ihn aus eigener Kraft zu führen. Um so mehr waren sie auf die Ausweitung des Krieges bedacht, um Bundesgenossen zu gewinnen und die noch vor Kriegsausbruch gescheiterte Einkreisung nachträglich zu erreichen. Als eine günstige Gelegenheit dazu erschien den Westmächten der sowjetisch-finnische Konflikt. Unter der Angabe, den Finnen Hilfe zu bringen, rüsteten sie eine Expedition aus, die durch das nördliche Skandinavien gehen sollte; der Zweck war, die neutralen Staaten Norwegen und Schweden in den Krieg hineinzuzwingen, Deutschland von der Nordflanke her zu bedrohen und von der Zufuhr der nordschwedischen Erze abzuschneiden. Diesen Plan aber durchkreuzte der sowjet-finnische Friede vom 12. März 1940. Nun entschlossen sich England und Frankreich, auch ohne den Vorwand der Finnlandhilfe Norwegen, Schweden und Dänemark unter rücksichtslosen Druck zu setzen und in der Rechnung auf ihre Schwäche Streitkräfte in Nordeuropa zu landen. Eine vorbereitende Händlung war der 8. April, als in den norwegischen Hoheitsgewässern drei englische Minenfelder gelegt wurden, um die deutsche Seeverbindung mit dem norwegischen Hafen Narvik zu unterbinden. Die schwache und englandyörige Regierung in Oslo begnügte sich auch jetzt mit einem lahmen Protest, wie schon am 16. Februar, als der englische Zerstörer „Cossak" im Jössing-Fjord den unbewaffneten deutschen Dampfer „Altmark", auf dem sich englische Gefangene befanden, allen Völker- rechtsbestimmungen zuwider, überfallen hatte. Aber man hatte in London und in Paris nicht mit hätte. Im letzten Augenblick machte jedoch diese Flotte eine Aenderuug des Kurses um 180°, wodurch die vorgesehenen Landungsplätze bei Sin gor a und Kota Baru erreicht werden sollten. Don den geplanten Landungsstellen war der nächste Festlandsstützpunkt der japanischen Luft- waffe in Jndochina rund 800 Kilometer entfernt, während die feindlichen Flieger nur Anflugstrecken von 100 bis 200 Kilometer hatten. Das japanische Oberkommando wählte deshalb eine nicht allzu weit von Kota Baru entfernte unbewohnte Insel als Flugbasis für den Angriff. In nur 14 Tagen wurde dort ein Flugplatz erstellt. Diese Arbeit war Ende November beendet. Jetzt entschloß man sich, unverzüglich nach der Landung mit aller Energie nach Süden vor^ustohen. Nicht zuletzt war es wohl der Kühnheit dieses Entschlusses zuzuschrei'ben, daß der englische Widerstand in Nord-Malaya so rasch zusammenbrach. Hierdurch konnten die japanischen Truppen die ihnen gesetzte Aufgabe in kaum siebzig- tägigem Feldzug statt in 200' Tagen erfüllen. Der Oberbefehlshaber Generalleutnant Yamashita war an Bord des ersten Truppentransporters und inmitten der ersten Soldaten, welche bei Singora im feindlichen Feuer landeten. Kritische Lage der Briten in Burma. Stockholm, 9. April. (DNB. Funkspruch.) In Washington wächst die Sorge um das Schicksal der nach Oberburma abgedrängten britischen Truppen. Der schwere Luftangriff der Japaner auf Mandalay, die letzte wichtige Stadt Burmas, die sich noch in britischen Händen befindet, hat diese Sorge verstärkt, denn die Briten verfügen nicht mehr über die Macht, um derartigen Angriffen entgegenzutreten. Dazu kommt das Problem weiterer Zufuhr für die britischen Streitkräfte, nachdem alle Verkehrswege nach Indien von den Japanern abge- schnitten worden sind. Unter den größten Schwierigkeiten ist es möglich, auf Elefanten oder durchKulis Heinere Materialmengen nach Mandalay zu bringen. Aber für die Versorgung einer modernen Truppe reichen diese Mengen nicht im entferntesten aus. Dazu kommt ferner der wachsende Widerstand der Burmesen gegen die britische Herrschaft. Alle rückwärtigen Verbindungen der in Burma kämpfenden britischen Truppen sind gefährdet, der Nachschub wird immer wieder unterbrochen. Oie Verhandlungen in Delhi. Bangkok, 9. April. (Europapreß.) Nachdem der Vollzugsausschuß der K o n g r e ß p a r t e i am Mittwoch erneut zwei Stunden beraten hatte, traf Pandit Nehm zu einer Unterredung mit Roosevelts Vertreter Johnson zusammen. Unter Mitwirkung des amerikanischen Obersten Johnson, der in dauernder Verbindung mit dem Weißen Haus in Washington stand, ist eine neue Kompromißformel entworfen und dem Vollzugsausschuß der Kongreßpartei unterbreitet worden. Der Ausschuß beriet hierüber drei Stunden lang, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Die neue Formel soll den indischen Forderungen angeblich noch weiter entgegenkommen. Der britische Nachrichtendienst meldet, man nehme in Neu-Delhi an, daß die Formel für die Kongreßpartei und für Cripps annehmbar sei. Nach einer 48stündigen Beratung des Arbeitsausschusses der Kongreßpartei ist ein Gegenvorschlag ausgearbeitet worden, der Donnerstag früh Cripps vorgelegt werden wird. In britischen Kreisen Neu- Delhis hofft man, daß die Uebertragung des Kriegsministeriums an den Präsidenten der Konareß- partei, Pandit Jawaharlal Nehm, den indischen Massen genügen würde, um ihnen die positive Lösung des Problems schmackhaft zu machen. In indischen Kreisen steht man den britischen Informationen sehr skeptisch gegenüber, wonach eine positive Wendung in der Einstellung der Kongreßpartei unmittelbar bevorstehe, zumal Nehm in einer dieser Tage abgegebenen scharf formulierten Erklärung festgestellt habe: „Wir Inder sind in der Sklaverei vereint gewesen und wollen auch in der Freiheit vereint bleiben." SoheSlrafensürSchwarMlWerutidSchieber -er Wachsamkeit und Schlagkraft der deutschen Wehrmacht gerechnet, deren rascher Zugriff dem englisch-französischen Lagdungsplan um knapp zehn Stunden zuvorkam. Die deutschen Gegenmaßnahmen zum Schutz der Neutralität Dänemarks und Norwegens wurden am 9. April von starken Einheiten des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe unter dem Oberbefehl des Generals der Infanterie von Falkenhorst, von Seeftreitkräften unter dem Befehl des Generaladmirals Saalwächter und des Admirals Carls und von Verbänden der Luftwaffe unter Führung des Generalleutnants Geißler durchgeführt. Motorisierte Truppen und Panzerkräfte unter Führung des Generals der Flieger K a u p i f ch überschritten am frühen Morgen des 9. April die deutsch-dänische Grenze und besetzten in schnellem Vormarsch Jütland. Gleichzeitig landeten deutsche Truppen auf den dänischen Inseln; auch Kopenhagen wurde in den frühen Morgenstunden besetzt. Der dänischen und der norwegischen Regierung wurde ein deutsches Memorandum überreicht, das die Notwendigkeit dieses militärischen Vorgehens begründete und die politische Unabhängigkeit der beiden Staaten verbürgte. Während die dänische Regierung den Schutz der deutschen Wehrmacht annahm, leisteten die norwegischen Truppen auf Geheiß ihrer englandhörigen Regierung Widerstand. Für immer werden die Heldentaten, die unsere Wehrmacht auf diesem sich über Tausende von Kilometern hinziehenden Kriegsschauplatz vollbracht hat, mit ehernen Lettern in dem Buch der deutschen Geschichte vermerkt sein, galt es doch, nicht nur eines sich zäh und erbittert wehrenden Gegners Herr zu werden, der außerdem durch Truppen der Alliierten verstärkt war, sondern die Unbilden der Witterung und die außerordentlichen Schwierigkeiten des Geländes zu überwinden. Ob es Gebirgsjäger des Generals Dietl, die Zerstörer unter Kommodore Bonte/ der bei Narvik einen ruhmvollen Heldentod starb, die Besatzungen der Kriegsschiffe, die eingesetzten Teile des Heeres oder der Fliegerverbände waren, sie alle haben gewetteifert, um dem Befehl des Führers getreu, die Pläne der Gegner zuschanden werden zu lassen. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die Leistung der deutschen Kriegsmarine, die sich zum erstenmal vor eine große Aufgabe gestellt sah und sie im Geiste von Skagerrak glänzend löste. Die Deckung der Transporte und Landungsunternehmungen gegen weit überlegene feindliche Seestreitkräfte und heftige Luftangriffe war eine hervorragende Leistung, an der vor allem Admiral L ü t j e n s Anteil hatte, der ein Jahr später mit dem Schlachtschiff „Bismarck" den Heldentod gefunden hat. Auch das Niederringen der norwegischen Küstenverteidigungen namentlich im Oslo-Fjord wird immer ein Ruhmesblatt in der Geschichte der deutschen Kriegsmarine bleiben. In dem Jubiläumsband des „N a u t i c u s" (Jahrbuch für Deutschlands Seegeltung) gibt Korvettenkapitän Hans Erdmenger eine ausgezeichnete Darstellung der Operationen unserer Seestreitkräfte bei der Besetzung Dänemarks und Norwegens. Wir erfahren eine Fülle bisher unbekannter Einzelheiten, die erst die ganze Kühnheit des Unternehmens und den Schneid, mit dem es durchgeführt wurde, erkennen lassen. Zwei Jahre sind seit diesen Kämpfen ins Land gegangen, eine Zeitspanne, in der nun auch das norwegische Volk sehend geworden ist und erkannt hat, daß seine Zukunft nur dann gesichert sein kann, wenn die engste Zusammenarbeit mit Großdeutschland gewährleistet ist. Die innerpolitische Umwandlung, die sich in Norwegen vollzogen hat, ist die Gewähr dafür, daß der nun eingeschlagene Kurs auch weiterhin eingehalten werden wird. Dem stammverwandten norwegischen Volk werden daraus nur Vorteile erwachsen. Die Versenkung norwegischer Schiffe. Berlin, 8. April. (DNB.) Das OKW. teilt zu der im heutigen Wehrmachtbericht gemeldeten Versenkung norwegischer Schiffe noch folgende Einzelheiten mit: Die i m H a ften von Goeteborg liegenden Schiffe versuchten den Durchbruch n a ch E n g la n d.' Sie wurden außerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer von Vorpostenbochen in Skagerrak gestellt. Diese versenkten den Tanker „Storsten" (5343 BRT.) und den Dampfer „Guüvang" (1469 BRT.) im Artilleriegefecht. Der Walkocher „Skytteren" (12 358 BRT.), der Tanker „Bucaneer" (6222 BRT.) sowie der Dampfer „Charente" (1282 BRT.) entzogen sich der prisenrechtlichen Anhaltung durch Selbstversenkung. Die Dampfer „Dicto" und „Lionel" zogen sich in die schwedischen Hoheitsgewässer zurück, um wieder in Goeteborg einzulaufen. Der Tanker „Rigmor" (6305 BRT.) wurde durch die Luftwaffe versenkt. Der mit zwei Geschützen und MGs. bewaffnete Tanker „B. P. Newton" (15 324 BRT.) entkam nach einem Bombentreffer. Von den B e - s a tz u n g e n der Schiffe, die vorwiegend aus Berlin, 8. April. (DNB.) Von dem Berliner Sondergericht wurde mit dem Tode bestraft der schon wiederholt vorbestrafte Schweinehändler Friedrich Deutsch, der in seinem Betrieb geradezu eine „Zentrale für Schwarzschlachtungen" eingerichtet und 62 Schweine, zwei Kühe und zwei Rinder bei- seitegeschafst hatte. Vielfach wurden die Schlachtungen so unsachgemäß ausgeführt, daß erhebliche Fleischmengen verdarben. Drei weitere Angeklagte erhielten schwere Zuchthausstrafen. Auch Abnehmer erhielten Zuchthausstrafen, Kleinabnehmer kamen noch einmal mit Gefängnisstrafen davon. * Das Sondergericht Dortmund verurteilte den Paul Vollmer aus Hamm zum Tode. Das Urteil wurde inzwischen vollstreckt. Ohne im Besitz einer Gewerbeberechtigung zu sein, hatte er Unmengen von Mangelwaren bei sich angehäuft und mit diesen einen schwunghaften Schleichhandel betrieben. Polizeibeamte entdeckten ein Hamsterlager, das einen geradezu unvorstellbaren Umfang hatte. Große Mengen Lebensmittel waren schon verdorben. In einem Bett befanden sich 250 Eier, die fast sämtlich angefault waren, auf den Kleiderschränken standen Kisten mit getrocknetem Mischobst, das voller Maden war. Packungen mit Pralinen, Feigen, Datteln, Keks und Waffeln waren von Mäusen und Maden zerfressen. Ein Schinken von etwa neun Kilogramm sowie Speck von etwa 6 Kilogramm war zur Hälfte von Mäusen aufgefressen. Im Badezimmer hing ein zweiter Schinken von etwa 10 Kilogramm, der voller Maden war. Bezeichnend für die Persönlichkeit des Angeklagten war es, daß er sich fälschlich ,^Herr Direktor" oder ,^)err Hauptmann" titulieren ließ. Steuererklärungen gab er nicht ab und weigerte sich auch, Steuern zu zahlen und ließ es vielfach darauf ankommen, zur Leistung des Offenbarungseides vorgeladen zu werden. * Zwölf Jahre Zuchthaus erhielt der 31jährige Ignatz Kurylo aus Nauen. Er leitete die Filiale Briten bestanden, wurden von den deutschen Seestreitkräften 235 Mann gerettet und gefangen- genommen. Der Erfolg gegen die bewaffneten norwegischen Dampfer ist dem tapferen Einsatz der Vorpostenboote des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee und der guten Zusammenarbeit mit den Flugzeugen des Führers der Seeluftstreitkräfte sowie anderen Verbänden der Luftwaffe zu verdanken. Das Ritterkreuz. Berlin, 8.April. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant zur See Otto I t e s, der bisher als Kommandant eines Unterseebootes z. T. aus stark gesicherten Geleitzügen elf bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 80 300 BRT. versenkte, darunter den Tanker „San Florentine" mit 12 800 BRT. Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz an Hauptmann D u e s k o w, Abteilungskommandeur in einem Artillerie-Regiment, und Oberleutnant P l o f ch, Kompanieführer in einem Jnfanterte- Regiment. Hauptmann Dueskow hat von seiner 8-Stelle aus die Gefahr erkannt, als ein Infanterie- Bataillon von einem zahlenmäßig überlegenen Feind angegriffen wurde und nach Ausfall des Bataillons- Kommandeurs vor der feindlichen Uebermacht zurückwich. Es gelang ihm, die Bolschewisten im Gegenstoß wieder zurückzuwerfen. Oberleutnant Plosch hat seit Anfang März als Führer eines wichtigen Stützpunktes mehr als 20 durch Panzer, Flieger und Artillerie unterstützte starke bolschewistische Frontal- und Flankenangriffe unter größten Verlusten für den Feind abgewiesen. * Der Träger des Ritterkreuzes Leutnant Meyer, Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader, ist in Erfüllung seines vorbildlichen Soldatenlebens an der Ostfront den Fliegertod gestorben. Er hatte 18 Gegner im Luftkampf abgeschossen und bei schneidigen Tiefangriffen 48 Flugzeuge am Boden zerstört, sowie zwölf Lokomotiven, fünf Eisenbahnzüge, zwei Panzer und zahlreiche Lastkraftwagen vernichtet. Im Kampf um Kreta hatte er den vorrückenden Fallschirmjägern wesentliche Unterstützung gebracht. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels hatte die Kriegsberichter der Propaganda-Kompanien, die zu einem propagandafachlichen Lehrgang in Berlin weilen, zu einem kameradschaftlichen Beisammensein geladen, und ließ sich von einer großen Anzahl der Erschienenen, die fast alle direkt aus dem Fronteiner Berliner Lebensmittelgroßhandlung. Als „Stammkunden" ihn um die Abgabe zusätzlicher Lebensmittel angingen, ließ er sich dazu verleiten, gelegentlich Fett, E-rer, Käse, Butter, Wurst, Mehl, Zucker und Teigwaren ohne Marken zu verkaufen. Als dann auch andere Kunden an ihn herantraten, gab er aus Furcht, angezeigt zu werden, nun in weiteren Fällen Lebensmittel ohne Karten ab. Da ihm bald die Marken fehlten, verfälschte er die Men- genangoben auf den Groß-Bezugscheinen und beschaffte sich so viele Zentner Waren unrechtmäßigerweise, die er dann verkaufte. * Im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen den kürzlich als Volksschädling Hingerichteten Fritz Winkelmann hat das Sondergericht Berlin die Angestellten . einer Abrechnungs- bzw. Kartenstelle Tapper zu zehn Jahren, Tomaschek zu fünf Jahren und Stelter zu drei Jahren Zuchthaus wegen Ur- kundenbeseitigung und „Amtsunterschlagung verurteilt. Sie hatten Bestellscheine der Lebensmittelkarten und Punktabschnitte der Kleiderkarten in großem Umfange bei ihrer Dienststelle entwendet und dann an Händler und Personen, die sich als Vermittler bei diesen Schiebungen betätigten, veräußert. Das Sondergericht Stettin verurteilte den Dachdecker Duckert aus Greifenhagen, der den Versuch gemacht hatte, die Lieferung von Waren aus feinem Handwerksbetrieb von Gegenleistungen abhängig zu machen, zu einem Jahr Zuchthaus. Als ein Schmiedemeister ihn fragte, ob er Dachpappe bekommen könne, erwiderte er, wenn er Speck bekäme, würde er die Dachpappe abgeben. Einem anderen Kunden, der zu einer dringenden Reparatur Dachsteine benötigte, erklärte er, daß er dafür Schinken und Speck ober eine Gans zu bekommen hoffe. Als er sah, daß der Kunde nicht gewillt war, sich auf einen solchen Handel einzulassen, erklärte er, er könne die Steine nicht liefern. einsatz kon)men, über ihre Kriegserlebnisse berichten. Dann wurden die Gäste im Theatersaal des Ministeriums durch eine bunte Stunde künstlerischer Truppenbetreuung erfreut. * Durch Reichsgesundheitsführer Dr. Conti wurde die „Preußische Landesanstalt für Wasser-, Boden- und Lufthygiene" in die „Reichsanstalt für Wasser- und Luftgüte" umgewandelt und ihr Arbeitsgebiet auf das Großdeutsche Reich ausgedehnt. ♦ Der Führer hat dem Maler Professor Walter Petersen in Düsseldorf aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung feiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete der Bildnismalerei die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. -i- Der Chef des Generalstabes der Armee der Vereinigten Staaten, General Marshall, ist mit Harry Hopkins, dem persönlichen Vertreter Roosevelts, in London eingetroffen. Churchill empfing beide zwei Stunden nach ihrer Ankunft. Marshall erklärte der PressA daß bei den Besprechungen in London vor allem Die allgemeine Lage erörtert werden würde. * Nach einer Reutermeldung aus Kairo ist der frühere ägyptische Ministerpräsident Ali Mäher Pascha verhaftet worden. Die Festnahme soll aus Gründen der Staatssicherheit erfolgt sein. * 22 Todesopfer forderte eine Explosion, die sich in der Nähe von Suez ereignete, als ägyptische Arbeiter Munition auf einen Leichter luden. Etwa 80 Arbeiter werden vermißt. Unter den Toten befinden sich acht englische Soldaten. * Am 7. April überreichte der neue japanische Botschafter bei der Sowjetunion, Sato, äem Vorsitzenden des Obersten Rates, Kalinin, sein Beglaubigungsschreiben. * Nach Nachrichten aus Kapstadt wurde durch einen Bombenanschlag die Telephonleitung zwischen Jo- bannisburg und Pretoria in der Südafrikanischen Union zerstört. * In Bolivien ist im Gebiet von Villazon eine Blatternepidemie ausgebrvchen. In vielen Fällen nahmen die Erkrankungen einen tödlichen Verlauf. Kunst und Wissenschaft. Hauptversammlung des Deutschen Schillerbundes. In den Dftertagen hielt der Deutsche Schillerbmck» in Weimar seine Hauptversammlung ab. Kammerschauspieler Max Brock las aus Brieien Goethes an Gräfin Auguste von Bernsdorff, an Sulpice Boisseree, an Zelter und Wilhelm von Humboldt. Es folgten Aussprüche über sich selbst und Bekenntnisse aus dem „Faust". Professor Dr. Eduard Scheidemantel gab bann den Jahresbericht. Staatsrat Dr. Ziegler, der zweite Vorsitzende, gebachte des 80. Geburtstages Scheidemantels und gab die Gründung einer Eduard-Scheidemantel- spende bekannt. Die Spende, die bisher ein Kapi« tat von 15 000 RM. 'besitzt, soll es Scheibemantel ermöglichen, denjenigen Schulen eine Beihilfe zu gewähren, die es am schwersten haben, zu den Festspielen nach Weimar zu kommen. Ein Schauspiel der Panzerwaffe. Die Uraufführung des Schauspiels „Die ewige Klette" von Edgar Kahn errang im Theater der Hansestadt Bremen einen starken Publikumserfolg. Der Verfasser greift den an sich schon dankbaren Stoff auf, daß ein Mann nach einem schweren Unfall für eine bestimmte Zeit eine völlige Gedächtnislücke nachbehält. Hier ist es der Hauptmann Kolb, der nach einer Schädelverletzung in der ersten Panzerschlacht des Weltkrieges die Erinnerung an vierzehn entscheidende Tage verloren hat. In diesen Tagen nämlich hatte er als junger Leutnant ein Liebeserlebnis, dem ein Sohn entsprang. Dieser Sohn erfährt durch einen Zufall erst nach 20 Jahren, daß sein Vater noch lebt, und tritt nun als Panzerschütze dem Hauptmann der Panzerwaffe in der Nacht zum 10. Mai 1940 mit der bitteren Frage entgegen: Warum hast du meine Mutter verlassen? Denn das ist der zweite und sicher entscheidende Grund für die starke Publikumswirkung des Stückes: zu der dankbaren Fabel tritt das womöglich noch dankbarere soldatische Milieu der Panzerwaffe; der jugendliche Schwung dieser jungen Truppengattung wird in liebevoll und echt gesehenen Szenen von der friedensmäßigen Unterrichtsstunde bis zum kriegsmäßigen Alarm aulf die Bühne gestellt und vereinigt sich in der Person des Unteroffiziers Schwitzte, dem Hermann Speelmanns (als Gast), seine pralle, saftige Art gab, während Richard Dornsei ff als Spielleiter dem Schauspiel eine wirkungssichere szenische Fassung verlieh. Friedrich Lindemann. „Das Flügel-Roß." Heinrich Zillich hat im Auftrag des Gauleiters Rainer das Erste Kunstjahrbuch des Reichsgaues Salzburg herausgegeben. Rund zwanzig Schriftsteller haben einen Querschnitt ihres Schaffens gegeben als Dank für die Einladung zum Salzburger Dichtertreffen von 1940. Das Flügelroß des Kaspar ;Gras, das im Mirabellengarten in Salzburg steht, hat dem Band den Namen gegeben, und Stadt und Landschaft, die so bedeutsam sind für die kulturelle Entwicklung Deutschlands, sind auch der Angelpunkt, um die sich die Arbeiten der Beiträger drehen. Ein Dorfbrunnen im deutschen Osten. Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei Himmler hatte als Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums unter 30 großdeutschen Bildhauern einen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für einen Dorfbrunnen im deutschen Osten ausgeschrieben. Als Motiv wurde die deutsche Mutter als Sinnbild allen Lebens gewählt. Das Preisgericht erkannte dem Trierer Bildhauer Paul S i e g e r t den 1. Preis zu. Den 2- Preis erhielt Ernst (9 orf emann , Bremen; den 3. Dore Friedrich-Gronau, Berlin; den 4. Herbert Garbe, Frankfurt a. M. und den 5. Paul Merling, Berlin. Aus aller Wett. Gewaltverbrecher erfchosien. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 2.4.1942 wurde der Gewaltverbrecher Karl Schmidt erschossen. Ein „beschränkter" Angeklagter. Vor dem Amtsgericht in Wittenberg stand ein Angeklagter, der das heulende Elend spielte, weil er nun die Folgen feiner Straftaten tragen sollte. Er wollte ^dem Richter einreben, baß er „b e • schränkt" zurechnungsfähig fei. Er erklärte, das habe ihm sogar ein Amtsarzt bescheinigt, unb bie Bescheinigung liege beim Arbeitsamt. Wie das Gericht feststellte, steht in ber Bescheinigung „beschränkt tauglich", was der Angeklagte auf seine Geistesverfassung bezog. In Wirklichkeit ist er aber nur ein Bummler, ber schon wegen Landstreicherei vorbestraft ist unb seine Dienstverpflichtung nicht einhielt. Einem Polizei* beamten, der ihn unterwegs festnehmen wollte, leistete, er Widerstand. Das Gericht verurteilte ihn zu fünf Monaten unb fünfzehn Tagen Gefängnis. Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp i. Von ber Postzentrale des Polizeipräsidiums am Alexanderplatz war ein Brief an Kriminalrat Wenig gekommen, ben ber alte Kriminalsekretär Krähe in Empfang genommen hatte. „K. K. Wenig, Berlin C 2, Alexanderplatz", las er laut die Anschrift und legte ben Brief auf bas Pult des Kriminalrats, „wenn die Post einen Empfänger am Alexandervlatz nicht findet, so bringt sie ben Bries zum Polizeipräsidium. Dort findet sich immer einer, der sich als Empfänger meldet, wenn nicht unter ben Beamten, bann unter den Kunden im Polizeigefängnis." Kriminalassistent Neubauer, ber seit sechs Jahren mit Krähe beim Dezernat bes Kriminalrats Wenig war, beobachtete burch bie Tür ben Alten. Herr Krähe witterte nämlich stets irgend etwas. Er war ein älterer, langaufgeschossener unb magerer Herr mit schmalem Gesicht unb verschmitzten Augen, einem dichten grauen Schnurrbart, steilauf- stehenden grauen Borsten oberhalb der Stirn und langen, abstehenden Ohren. Es war seine besondere Kunst, mit diesen Ohren zu wackeln, wenn irgend etwas sein Gemüt erregte und er diese Erregung nicht auf andere Weise äußern konnte und durfte. Aber in seiner Umgebung wußte man schon: wenn Krähe mit ben Ohren wackelte, bann hatte er irgend etwas gefunden, was sehr wichtig war. Herr Krähe also stand am Schreibtisch des Kriminalrats und blickte auf den Brief herab. „Du möchtest wohl gern wissen, was drinsteht, Krähe", rief Neubauer aus dem anderen Zimmer herüber, „nun, rate doch mal." Krähe wandte sich um und sah, wie der Assistent von seinem Tisch aus durch den Türspalt hinein- blickte. „Du Anfänger", sagte er verächtlich, „was so ein richtiger alter preußischer Kriminalsekretär ist, der rät nie. Der weiß entweder ober er weiß nicht, aber er rät nicht. Raten tun nur die jungen Anfänger unb bie höheren Beamten, deshalb heißen sie auch Kriminalräte, weil sie in Kriminalsachen immer raten —", er stutzte plötzlich, weil er sah, wie Neubauer einen roten Kops bekam und seinen Mund zu einem breiten Lachen verzog. Inzwischen war nämlich ber Kriminalrat leise in das Nebenzimmer getreten unb hatte Kräh es Rede mit an ge hört. Jetzt trat er lachend hinter der Tür hervor unb sagte: „Und weil sie raten, deshalb bekommen sie auch höheres Gehalt, müssen Sie noch hinzufügen, Krähe, denn das ist immer Ihr altes Lied, nicht wahr?" Das war eine Kleinigkeit, bie Herrn Krähe nicht aus feinem Gleichgewicht bringen konnte. „Guten Morgen, Herr Kriminalrat", sagte er freundlich, „hier ist ein Brief gekommen —" „Ach, und nun • möchten Sie gern wissen, was drin steht, nicht wahr?" Kriminalrat Wenig setzte sich hinter feinen Schreibtisch, riß den Umschlag des Briefes auf unb las ihn burch. Krähe beobachtete aufmerksam fein Gesicht unb sah, wie es erst befrembet auf den Brief blickte unb bann ein Lächeln annahm. „Also doch von einem Kunden", sagte Krähe zu Neubauer, „ich dachte es mir schon. Ich hatte wieder mal recht." Der Kriminalrat blickte auf. „Hier, Krähe, lesen Sie mal vor", sagte er und reichte ihm ben Brief. Der Alte stellte sich ans Fenster, um besser sehen zu können und las bie ersten drei Zeilen zunächst einmal stumm durch. Dann sah er zum Kriminalrat unb meinte: „Na, so etwas, ber hätte sich sein Schulgeld wie- bergeben lassen sollen. Eine so schweinemäßige Orthographie ist mir auch noch nicht vorgekommen. Unb mit bem haben Sie Mollen getrunken? Na, ich danke." Unb dann begann er laut: „Lieber Herr Wenig? Aftmal' dänke ich an die Schobpen Bier, bie mir zu-sammeM getrunken gaben, und an die Molen, bie monn so hintergegasen hat. Wie geht es Ihnen? Ich tringe schon lange nichts mehr, weil ich mir dadurch die Niere roiniert habe, so daß ich vast gestorben wäre. Ube Ossttirn war ich im Berlin, konnte Sie aber nicht treffen, denn ich hatte am Kurfürendarnm zu tun, großes Geschäft. Ober dafür lies ich Jhnn schreiben. 143 Mark kriege ich jetzt, da ist nicht ber Rede wert. Sal ich Sie denn mal besucgen? Si brauchen nor zu schreiben, soford fahr ich nach Brlin. Mi gefällt . es hier so nicht, imer arbeiten unb kein Geld. Aber man muß froh. sein, baß man Abeit hat un untergebrach ist. Benn Si mal scheiben, tann nach Stimbal, ba bin ich jetzt. Wenn ich wieder nach Berlin komme, hohl ich mir meinen Koffer ab, denn ich wil ja nicht, daß Sie mit bem Kofer noch Scherereien haben. Mid Gruß Ihr Karl." Krähe hatte geendet und blickte mit tiefernster Miene, fast ein wenig vorwurfsvoll den Kriminalrat an. „Ich würde mit so einem Menschen nicht Mollen trinken gehen", sagte er bann, „so was habe ich noch nicht gesehen. Das muß ein ganz bofer Hund sein ober er ist Ausländer." „Ich kenne gar keinen Karl, ber eine solche Rechtschreibung schreibt", oerteibigte sich Wenig gegen ben Vorwurf, mit einem solchen Menschen Mollen getrunken zu haben, „unb einen Koffer habe ich auch nicht in Verwahrung. Wahrscheinlich ist der Brief gar nicht an mich." Er besah sich ben Briefumschlag und musterte die Briefmarke. Inzwischen hatte Krähe noch einmal ben Brief überflogen und fragte Neubaues bett Assistenten^. „Wo liegt eigentlich dieses Stimbal?" Neubauer trat näher. „Stimbal? Keine Ahnung. Gibt es gar nicht." „Sage das nicht, Neubauer, burch bie Ostmark unb Subetengau unb Memel finb so eine Menge neuer Orte hinzugekommen, baß schon Stimbal barunter sein kann. Sieh boch mal im Ortslexikon nach. Wir werben schon herausfinben, wer bas ist —" wanbte er sich bann an ben Kriminalrat, ber immer noch ben Umschlag betrachtete, „ich glaube, ich kann Ihnen versprechen, Herr Kriminalrat, baß wir noch bahinterkommen werben." „Du lieber Gott, Krähe, was haben Sie mir nicht schon alles versprochen, Sie unb Neubauer. Ihr versprecht bas Blaue vom Himmel, unb bann muß ich boch alles selber machen. Wenn ich zu euch hereinkomme, bann komme ich mir vor wie in einem Versprecherkeller." Der Assistent hatte inzwischen bas dicke Orts- lexikon geholt, legte es auf ben Schreibtisch und schlug den Buchstaben St auf. „Steinsdorf — nein, weiter unten, hier: Stift Tepl, Stikelkamp, Sttllenhöfen, Sttllftied, Stimmstamm, Sttmpsach-Stinatz, Stinstedt, Stipshausen —" „Halt", rief Krähe, „bas ist ja schon viel zu weit, Stimbal, wo kann benn Stimbal bloß sein —" unb bann blickte er überrascht auf den Kriminalrat, ber bas dicke Buch zuklappte unb lachenb sagte: „Ihr beiben Versprecher, ihr braucht nur auf die Marke zu sehen, bann habt ihr ben Ort." Und dann warf er Krähe ben Briefumschlag zu. Der Alte hob ben Umschlag auf, trat ans Fenster unb ließ 'bie Hand, die den Umschlag hielt, sinken» „Stendal", sagte er in einem Ausdruck, als fei er persönlich dadurch beleibigt worben. „Ja, Stenbal", wieberholte ber Kriminalrat, „und es ist ziemlich auffällig, baß ber Mann nicht einmal ben Namen bes Ortes, wo er sich aufhält, schreiben kann. Was schließen Sie daraus, Krähtze die gleichzeitige Vorspiel des 3ßi wertes. Das große Orchester beherrscht Stärk souverän im Einsatz der Mittel; er bevorzugt die Sinnlichkeit und den Ausdruckswert des Klanges des Einzelinstrumentes wie auch in der Verbindung; stets klingt sein Orchestereinsatz, wenn auch die menschlichen Stimmen oft überschattend. Bemerkenswert ist '"je Kombination zweier Themen im Theater der Universitätsstadt Gießen Wilhelm Stärk: „Das Herrenrecht". Einblicke gewährend, voll lyrischer Weichheit und Verhaltenheit. So wird Las Seelendrama Albrecht- Marei zum musikalischen Kernpunkt der Oper. Mit erstaunlicher Wendigkeit fängt Stärk das Milieu der Szene ein, stets auf das Wesentliche hinzielend, seien es die Saufbrüder in realistischer Trunkenheit (1. Akt) oder die Trink- und Kartenszenen und das trivial-freche Lautenlied im letzten Bild. Ungemein plastisch sind die Volksszenen im 2. Akt: einmal der Freudenjubel, ausstrahlend im stampfenden urwüchsigen Lebenswillen des Tanzes und dann mit der elementar aufbrechenüen Begeisterung des Freiheitskampfes, mit den fanatisch erhitzten gegeneinander losbrechenden chorifchen Gruppen. Höhepunkte, die vielleicht wegweisend für das künftige Schaffen Stärks werden können, weil er hier wirklich Eigenes gibt, und die das oben er-, wähnte Verebben der Handlung im letzten Bild bedauern lassen. Stärks Melodik ist schmiegsam geprägt, er trifft ebenso etwa den Ton des Puppenwiegenliedes wie des Gassenhauers und die Versonnenheit lyrischer Momente (Duett Marei-Jan). Nur ist seine Erfindung nicht immer frei von Anlebnung an wegweisende Vorbilder bis etwa zum Gralsritterhaften des Jan im 2. Bild; hier wäre eine primitivere und damit unmittelbar packendere Sprache geboten gewesen, zumal im Hinblick auf die musikalische Gesamthaltung dieses Aktes. Die Spielleitung (Max Schwarze) wahrte, selbst bei der szenenfälligen Ausarbeitung der Buffo- szenen, stets den Einklang mit dem Musikalischen und erfüllte die Massenszenen im zweiten Bild mit stärkster Wucht. Die Tänze (Andreas V o l p e r t) waren unmittelbar rhythmisch durchpulst, die Chöre (C. W. Hahn) voll elementarem Schwung. Die Bühnenbilder banden sich stilecht an den historischen Hintergrund (K. Löffler) eng mit der Beleuchtung verknüpft (R. Kone n). Das Orchester unter Otto S ö l l n e r ließ das Ganze aus der Musik heraus lebendig werden und hielt engsten Kontakt mit der Bühne, akzentstark und wiederum voll Nachgiebigkeit. Trefflich waren die Einzelinstrumente in der Erfüllung der oft recht schwierigen und doch gemeisterten Anforderungen. Zweifellos allerstärksten Anteil an der Aufführung trug Hans L o t t als Graf Albrecht. Trotz der stellenweise dicken Instrumentierung überstrahlte er immer glanzvoll die Aufwallungen des Orchesters mit klang- licher Kraft, Fülle und Umfang seines Organs; groß, ja erschütternd in dem Glaubhaft-Werden seiner inneren menschlich erfühlten Kämpfe. — Ihm gegenüber ließ Gabriele Possinke als Marei ein Frauenschicksal in Größe erstehen, unmittelbar durch die stimmliche Modulationsfähigkeit. — BedeutungsXitel der Oper bezeichnet zugleich Angelpunkt und Problem des Geschehens. Graf Albrecht verzichtet aus menschlichen Erwägungen heraus auf das Recht der ersten Nacht, läßt sich aber durch den Hohn ritterlicher Saufkumpane zum Wideruf bewegen. Dadurch schlägt die Freude über den ersten Entschluß bei den hörigen Bauern in Haß und Aufruhr um und führt die Katastrophe herbei. Zwei Lebenskreise und Weltanschauungen stehen sich gegenüber: das Rittertum (Ausgang des Mittelalters), reif für den Verfall, das bedrückte Bauerntum mit seinem immer mehr erstarkenden Lebenswillen im Selbstbesinnen. Graf Albrecht zeigt wohl Verstehen, ist aber dem Standesbewußtsein so verhaftet, daß er die Ausübung des Rechtes der ersten Nacht als schicksalhaft bedingt ansieht. Seiner Un- beständigkeit, seinen wechselnden Entschlüssen steht in Marei, der Tochter des Bediensteten, der unumstößliche Wille gegenüber, eher den Tod zu wählen als die Schande zu erleben, und nur brutale Gewalt im Banne aufglühender Sinnlichkeit vermag sie zu zwingen. Diesen beiden maßgeblichen Gestalten wendet das Textbuch von Eva H e r m e ck e - Engelhardt stärkste Beteiligung zu; sie sind tiefgehend erschaut; zumal die Auseinandersetzung zwischen beiden wie auch das Ringen um die Entschlüsse, die mannigfachen Phasen im Werden ihres Zustandekommens sind klar und überzeugend motiviert. Dagegen ist der Kreis der befreundeten Ritter derart gering in der Persönlichkeitswirkung, daß es unverständlich erscheint, warum Albrecht dem Drängen dieser Leute nachgibt, Jan, der junge Bauer und Zukünftige der Marei, mußte als Vertreter seines Standes härter und kerniger gezeichnet werden. Während im ersten Akt die psychologisierende Durchdringung geboten ist, um Handeln und Entschlüsse zu verstehen, zerläuft das Geschehen im Lyrischen, ohne eine klare Schlußentscheidung über die mitschwingende Idee; denn ihre Vorkämpfer Albrecht, Marei und Jan finden den Untergang; über den Sieg der Bauern, der vom Rechtsempfinden des Zuschauers erhofft wird, erfahren wir nichts. W i l h e l m S t ä r k ist ein äußerst versierter und routinierter Musiker mit einem außerordentlichen satztechnischen Können, der wohl alle namhaften Entwicklungserscheinungen der Oper in den letzten hundert Jahren in sich ausgenommen, innerlich verarbeitet und ihre Ausdrucksmittel sich so zu eigen gemacht hat, daß sie ihm jeder Zeit willig zur Verfügung stehen. Die Anlage des Textbuches verwies auf die Form des Musikdramas. Schlaglichtartig folgt die Musik dem Text in seinen vielfältigen Entwicklungen, seine Gefühlswerte verschließend und im Klanglichen ausströmen lassend. Explosiv entzündet sie sich, aus der Situation oftmals raketenhaft aufleuchtend, den dramatischen Kern erhellend. Je nach der Lage illustrierend, zeichnerisch, im Parlandoton, ausgeprägt in markanten Rhythmen, dann wieder sich breit entfaltend in weit geschwungener affektgeladener Linie an Umfang und Stimmkraft des Letztmögliche herausholend; wiederum besinnlich nachgebend in den Momenten der Jnnenschau, seelische Aus der Stadt Gießen. Der kluge Peter. Geht man zur Nachtzeit an einer Bauernho freite vorbei, kann man mit Scherheit alsbald das Schnattern der Gänse hören, die genau wie ein Hund die nächtliche Störung melden. Schon mancher Bauer ist durch die Gänse geweckt worden, weil im Stall etwas nicht in Ordnung war, sich ein Stück Vieh losgemacht hatte usw. So hörte im Januar lfd.J. ein Bauer in Rheinhessen nachts eine Gans schnattern. Zu spät achtete er auf die Warnung, denn, als er endlich in den Stall kam, fand er seine vier Mastschweine im Gesamtgewicht von neun Zentner -erstickt vor. Kohlengase waren aus dem Kartoffeldämpfer eingedrungen, und das hatten die ebenfalls im Stall befindlichen Gänse pflichtgemäß gemeldet. Sie waren rechtzeitig, der Bauer aber nicht. Selbstverständlich ist auch bei Gänsen, wie bei allen Tieren, sogar dem homo sapiens, die Jntel- S verschieden. Gegen die ihr fälschlich zur Last e Dummheit spricht u.a. ihr ausgezeichnetes Gedächtnis. Dafür ein Beispiel, das beweist, wie hoch die natürliche Intelligenz einer Gans unter besonderen Verhältnissen entwickelt werden kann. In einem Dorfe der Wetterau hatte die Großmutter das schwächliche Nesthäkchen eines Geleges mit großer Mühe ausgepäppelt, so daß es nach eini-gen Monaten seine Geschwister an Stärke und Größe übertraf. Die Folge war, daß sich Peter, wie die Altbäuerin ihren Schützling genannt hatte, sehr bald mehr als seine Geschwister dünkte, von diesen sich fernhielt und ausschließlich mit seiner Pflegerin ,/verkehrte". Auf Schritt und Tritt folgte ihr der mit einem bunten Bändchen um den Hals gezierte Gänserich. Ging die Oma ins Feld, so begleitete sie Peter selbst nach dem vier Kilometer entfernten Acker am Wald. Schlug die Bäuerin den Weg durch das Unterdorf ein, dann wußte er, daß es nach den eine halbe Stunde entfernten Pflanzenländern ging. Er hob sich nach dem Verlassen der letzten Häuser mit fröhlichem Geschrei in die Höhe und flog voraus, um in dem an den Ländern vorbeifließenden Bach ein Bad zu nehmen. Bis die Großmutter ankam, saß er schon auf dem ihr gehörigen Land und gab seiner Freude des Wiedersehens durch Fliigelschlsgen Ausdruck. Fremde Personen griff der Gänserich im Hofe ebenso an wie jede Katze oder Hund, die nicht ins Haus gehörten. Die grüßte Intelligenz aber zeigte er, wenn Kuchen ins Backhaus getragen wurden. Bekanntlich ist es aus dem Lände Sitte, daß die Kuchen mit einem Kennzeichen, einem bunten Stäbchen oder dergl. versehen werden. Meistens sind diese Kennzeichen in den Familien seit- Jahren die gleichen und dem Bäcker bekannt. Auch Peter hatte sich das Zeichen seines Hauses genau gemerkt und achtete mit größter Aufmerksamkeit in dem Backhaus darauf, daß „seine Kuchen" auf das richtige Brett gesetzt wurden. Erlaubte sich der Bäcker eine Verwechslung, dann machte der Gänserich so lange Spektakel, bis die Ordnung witzderhergestellt war. Wer will behaupten, daß dieser Peter dumm war? volles gab Walter Cesy als Jan in den lyrischen Höhepunkten. — Ottmar Mayr zeichnete den Kampf zwischen Dienerergebenheit und Vaterpflicht plastisch ab. — Eine Kontrastfigur, ganz unberührt von den Widerwärtigkeiten der Umwelt, wurde in kindlicher Naivität und Innigkeit Lisel Schröter- Beckers. Ludwig Druschel (Graf Kunz), Kurt Bosny (Ritter Jörg), Berhard Schmitz (Ritter Rupp) waren jeder für sich individuell durchgebildet und pointiert in Spiel und Gesang. — Das Haus lohnte mit starkem, berechtigtem Beifall. Dr. Hermann Hering. AS-GMinWsk M Kraft W Srenöe „Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen" jeden Donnerstag von 20 bis 21 Uhr Turnhalle Schillerschule, Schillerstraße. 1177D Betriebsanlage-Guthaden und Warenbeschaffungs-Guthaben. Gewerbliche Unternehmer mit ordnungsmäßiger Buchführung können bis zum 10. 4.1942 erneut Betriebsanlage-Guthaben und Warenbeschaffungs-Guthaben bilden. Die Bildung solcher Guthaben ist eine Vorsorge für die Zeit nach dem Krieg. Die Unternehmer legen die Mittel zurück, die sie nach Beendigung des Kriegs für die Neuanschaffung oder Instandsetzung Heute beginnt unser neuer Roman Warnung aus Stendal von A. Lothar Philipp von Betriebsanlagegütern und für die Auffüllung ihrer Warenlager brauchen. Sie sichern sich gleichzeitig erhebliche steuerliche Vergünstigungen für die Zeit nach dem Krieg. Die Bildung von Betriebsanlage-Guthaben und Warenbeschaffungsguthaben geschieht durch Einzahlung des entsprechenden Betrages beim Finanzamt unter dem Stichwort „Betriebsanlage-Guthaben April 1942" oder „Warenbeschaffungs-Guthaben April 1942". Der letzte Tag, den Betrag beim Finanzamt einzuzahlen, ist der 10. April 1942. Auskunft erteilen die Finanzämter. * ** Otto Söllner leitet das 8. Konzert des Konzertringes. Im heute stattfindenden 8. Konzert des Konzertringes bringt das Städtische Orchester Gießen unter der Leitung von Otto Söllner von Richard Wagner das „Siegfried-Idyll", von Robert Schumann das Klavierkonzert in a-moll (Solist Dr. Georg Kuhlmann) und von Johannes Brahms die Dritte Symphonie in F-dur zur Aufführung. Verdunkelungszeit: 9. Aprll von 21.09 bis 6.08 Uhr. Houptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriflleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtichaft und Sport: Ern'i Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckere'. HL Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hchnann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. m l! sagt die Stenotypistin Annemarie Sch ... aus Berlin. t^üeih Liebster ist im Feld. Wir wollen sofort nach Beendigung des Krieges heiraten. Wir wollen uns dann ein trautes Heim gestalten. Ich habe ein Monatsgehalt von 160 Reichsmark. Ich lasse davon monatlich 26 Reichsmark auf Eisernes Sparkonto überweisen. Dafür ermäßigen sich die Lohnsteuer und die Sozialversicherungsbeiträge jedesmal um rund 5V2 Reichsmark. Das lohnt sich. Nach einem Jahr wird mein Eisernes Sparguthaben bereits 312 Reichsmark betragen. Dazu werden noch die Zinsen kommen. Ich freue mich sehr, daß ich eine der ersten war, die in unserem Betrieb die Eiserne Sparerklärung abgegeben hat. Je früher man mit dem Eisernen Sparen beginnt, um so größer wird, wenn man das Geld braucht, das Eiserne Sparguthaben sein.“ Hast auch Du Deine Eiserne Sparerklärung schon abgegeben ? Architekt tu Ingenieur suchen je möbliertes Wohn- und Schlafzimmer evtl. Wohn- und 2 Schlafzimmer. Schriftl. Angebote unter 01565 an den Gießener Anzeiger erbet. ZIGARETTEN MILDE SORTE MEMPHIS DRITTE SORTE NIL <äüsTrTä> IMMER GLEICHBLEIBEND GUT - WEIL AUS DEN SIDOL-WERKEN Das Geheimnis manchen Erfolges ist die Entschlußkraft zur rechten Zeit. Wer die Seinen durch eine Lebensversicherung gesichert weiß, wird Entscheidungen treffen, wie sie der Augenblick erfordert. Lebensversicherung gibt Entscheidungskraft bis ins hohe Alter! f Zu gleichen Freisen in Ipolheken. Drogerien end durch ■ ■weetHjwe w « * wro ■ w* ß8 Bruoeoverwaitug Biskircbu * Ruf 44 * erhältlich nachmittags 4 Uhr statt. 01580 Großkarben, 7. April 1942. 01582 1182.0 am 10. 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April 1942. __1170 D 2)as ZKimmelöett von EKilgenfjöf) Lustspiel von Gerhard Brückner gewürzte Futterkalkmischung ZWERG-MARKE für alle Tiere Hart und schwer traf uns die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, vier Monate später als von seinem lieben Schwager, daß nun auch mein über alles geliebter, herzensguter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende, liebevolle Vater seiner beiden Kinder, mein lieber, guter, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Neffe und Pate Rudi Raab Sanitäts-Unteroffizier in einer Fahrkolonne bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten in treuer soldatischer Pflichterfüllung sein Leben im blühenden Alter von 24 Jahren lassen mußte. Die Heimat und seine Lieben wiederzusehen, bleibt unerfüllt. In unsagbarem Leid: Frau Erna Raab, geb. Panzer, u. Kinder Wolfgang u. Rudi Martha Raab (Mutter); Paul Cramer, z. Z. im Felde, und Frau, geb. Raab, nebst Kindern; Erich Raab und Frau; Werner Raab, z. Z. im Felde; Käte Raab; Heinrich Panzer und Frau (Schwiegereltern); Familie Albert Panzer; Karl Panzer, z. Z. im Felde; Helene Panzer; Luise Panzer; Gertrud Panzer; Otto Panzer nebst allen Angehörigen. Trohe, im April 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, 12. April, WW 2 mal die Woche nachmittags ge- von 8- 9 Uhr Nr. 131-170 von 9-10 Uhr Nr. 171-210 von 10-41 Ubr Nr. 211-245 von 11-12 Uhr Nr. 246-280 am 11. 2lvril 1942: von 8- 9 Uhr Nr. 281-330 von 9-10 Uhr Nr. 331-380 von 10-11 Uhr Nr. 381-430 Fleischbrühe! etat etwMWn, iWWWMW ZU Dalölgem Ginltltt gesM. An geb. mit Gehaltsansprüchen, Zeugnisabschrift, u. Lichtbild an Mann-W,Mut 1176 D Spielleitung: E. W. Emo Heute Donnerstag Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.80 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend hat Zutritt. ............. „W.U Statt Karten! Danksagung. Für die uns erwiesene liebevolle Anteilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters sagen wir hierdurch herzlichen Dank. Anna Michel, geb, Schneider Studienrat Dr. Heinrich Lotz und Familie. Gießen, den 11. April 1942. Die Deutsche Arbeitsfront Berufserziehungswerk Bei genügender Beteiligung werden im Laufe dieses Monats in Gießen folgende LEHR GEMEIN SCHÄFTEN eingesetzt Für alle Berufe a) Rechnen b) Gutes Deutsch Kaufmännische Fädier , a) Doppelte Buchführung, Stufen I-III b) Einzelhandelsbuchführung c) Förderlehrgang für kaufmännische Lehrlinge im 3. Lehrjahr Technische Fädier a) Technisches Zeichnen, Stufen I-III b) Technisches Rechnen, Stufen I-III c) Elektrotechnik, Stufe I und III Anmeldungen werden auf der Dienststelle Gießen, Schanzenstr. 18, Zimmer 4, entgegengenommen 1133P Hilfe. Schr. Ang. unt. 01566 a. b. G.A. Danksagung. taXyl Allen denen, die uns bei dem schweren Verlust unseres lieben Sohnes, Bruders, E» Bräutigams und Onkels, Kurt Neeb, Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment, ihre Anteilnahme durch Wort und Schrift erwiesen, sagen wir unseren herzlichen Dank. Heinrich Neeb und Familie Heinrich Frick und Familie Elfriede Schäfer, Braut und Eltern. Gießen (Krofdorfer Straße 6), 10. April 1942. 01591 Mein lieber, guter Mann, unser lieber Väter, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Christian Weeg wurde am Ostersonntag im Alter von 68 Jahren durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden erlöst. Auf seinen Wunsch haben wir ihn in aller Stille beigesetzt. In stiller Trauer: Johanna Weeg, geb. Noll mit Kindern und Anverwandten. Gießen, Limburg, München, 8. April 1942. 1179 D Donnerstag, den 9. April 19 bis 21 Uhr: imD Orchesterkonzert Wagner - Schumann - Brahms Solist: Dr. Georg Kuhlmann Dirigent: Otto Söllner Preise von 1.55 bis 3.55 RM. Heute mittag Uhr entschlief meine geliebte Schwester Frau Helene Kinkel, geb. Greeven nach schwerem Leiden. Im Namen der Verwandten: Wwe. Luise-Charlotte Stichtenoth, geb. Greeven, Berlin -Wannsee, Petzowerstraße 4b z. Z. Gießen, Senckenbergstraße 15. Gießen, den f, April 1942. Trauerfeiert Freitag nachmitt tag 2% Uhr, Friedhofskapelle, Neuer Friedhof. 01575 Kraftfahrer gesucht für 3-To.-Ford-Lastwagen Hollmann-Werke, Wetzlar 1175 D Kür m. Anken- I beamtens Bertr.) | 4-UWMvW Küche,Bad(evtl. m. Heiz., od. auch pass. Einfamil.-Haus i.gut.Lagesof. o. spät. z. miet. ges. Angebot, erbittet W.Olischläser Holzgrohhandlg. Marburg Tel. 2216 Rotenberg 29. Studentin sucht frM. möbl Zimmer Angeb. an 01587 Hildeg. Schlepergell, Hotel Schütz ____ Eine alleinste h. ältereDame sucht da Möbel vorhanden ein lkeres Zimmer bei gutem Fa- milienanschluh. : Schr. Ang. unt. 01595 a. d. G. A. Gebrauchtes Damsn-Fahrrail zu kauf, gesucht. Schriftt. Angeb. unter 01584 an den Gieh. Anz. 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Nr. 7 ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von RM. 0.50, die Mitglieder der NS.-Frauen- schaft, des Landschafisbundes Volkstum u. Heimat zum Preise von RM. 0.75 auf Sammelbestellung, Nichtmitglieder zum Preise von RM. 1,25 bei Challier, Neuenweg. Die Angehörigen des Veranstaltnngsrlnges der HJ. erhalten Eintrittskarten zum Preise von RM. 0,30. Staden en und Militär zu RM. 0,40. [ussD 1-3 weide Kiener mit Jungen 1 groll. Chinchilla mit Jungen zu verkauf, ome Asterweg 27. Daselbst einige Ställe zu verk. Frackanzng, 70 M. ßehrockanzugSOM. Cutaway 50 ffl. Zylinder 6M. zu verk. 01592 IiudwigspLlOp.r. Gut erhaltener Korb-Kinderwagen 50 Mk., und eine Handwäsebemang. 10 Mk. zu verk. Stevhan Steinstrabe 76. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeiqen 1 Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.1 Tausch. Biete hübsch., kl. 2-Zimmer-Wohnung gute Lage, suche 2-3-Zimm-Wohnung mit Zubehör. Schr. Ang. unter 01585 a.d. G.A. 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April, nachmittags um 2 Uhr statt. __________________01581 Elekt.Hausbalt- Kafseernüble (Siemens- Pro- tos, 220 Volt Wechselstrom) RM.20- zu verkaufen. Sclirtftl. Angeb. u. 01601 an d. Gieh. Anz. | Verschiedenes j Zur Beaufsichtigung der Schularbeit, f. Schüler der Langemarck- schule, I. Klasse Siudent gesucht. Schriftl. Angeb. u. 01588 I an b> Gies;. An». 25imm.u fi fie Miete 13.40 Mk. Nachzufrag.nach 19 Uhr. 0157» Wolkengasse 11,1 r. Stellenangebote| Für Geschttfts- baush. m. iKind fleihiges, ehrlich. UMdcken am liebst. 35-40 Jahr, oder ältere Witwe ges. Schr. Ang. unt. 01574 an d. Gieh. Anz. Putzfrau gesucht. Oouerflelle in gutem Hause. MIMOeZö. Kinderl. Witwer sucht ßfloslialtetin. Schriftl. Angeb. unter 01597 an d. Gieh. Anzeig. 2berufst.Damen suchen für ihren gevfl. Haushalt z. 1. Mai selbst. Hausgehilfin, evtl. jge. unabh. Frau für Kri' -'s- dauer. Ih83d Frau Fischer, Stevhanstr. 28. tot Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel ? Hölle wo ist dein Sieg 7 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gege- ben hat durch unseren Herrn Jesus Christus! (1. Kor. 15,55 u. 56.) Freunden und Bekannten mache ich die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber, treubesorgter Wilhelm Müller Pfarrer zu Großkarben Sanitäts-Unteroffizier bei einer Panzerjägerabteilung im Osten - Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse am 7. Äfärz 1942 im 36. Lebensjahr den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Juliane Müller, geb. Klein, Großkarben. Zugleich im Namen meiner Kinder: Dr. Hermann Müller, Regierungsrat, Oppeln, und Frau Hilde, geb. Hackenberg . Johanna Müller, Zahnärztin, Osthofen Paul Lenz, Pfarrer, Wohnbach, und Frau Grete, geb. Müller, und 4 Kinder Friedrich August Müller, Zahnarzt, Leutnant in einem Polizeiregrment Im Osten. | Kaufgesuche"] SwÄW z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01586 an den Gieh. Anz. Suche gut erhall. Für einen unserer Angestellten - Frewamvenaus in™ers fu*” MM 8^