Montag. y.§ebruarly42 Bezugspreis: Bezu, Ü Monatlich. I Anhi'i NM. 1.80 Reichsmmster Dr. Todt tödlich verungtvkkt jUM au ßo Oie starke Abwehr im Osten Oie Japaner auf Singapur gelandet Nownrflssijsj ihren I udi wenn $i. »nen hoben. serlln. 8. Febr. (DJIB.) In soldatischer Pflichterfüllung ist heute Reichsminister Dr. Todt bei Durchführung seiner militärischen Ausgaben durch 'lugzeugabsturz tödlich verunglückt. Der Führer hat für Reichsminister Dr. Todt tin Staatsbegräbnis angeordnet. das Schutzwall-Ehrenzeichen. Unvergängliche Werke und Leistungen des nationalsozialistischen Deutschlands in Krieg und Frieden sind für alle Zeiten mit dem Namen Todt unlöslich verknüpft. Das deutsche Volk verliert in ihm einen seiner genialsten Organisatoren, das Reich seinen technischen Minister und Waffenschmied, die Partei einen fanatischen Vorkämpfer und der Führer einen treuen Gefolqsmapn und schöpferisch begabten erfolgreichen Mitarbeiter. Deutschland trauert um diesen schweren und schmerzlichen Verlust, der eine Lücke reißt, die kaum zu schließen ist. deutsche und finnische Luftstreitkräfte mit Erfolg Eisenbahnanlagen der Murmanstrecke sowie Barackenlager des Feindes. Am gestrigen Tage wurden ohne eigene Verluste 34 sowjetische Flugzeuge in Luftkämpfen abgefchossen oder am Boden zerstört. 3m Seegebiet um England versenken Kampfflugzeuge zwei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 10 000 BRT. Fünf weitere große Frach. ter wurden durch Bombenwurf zum Teil schwer mttmpfinMIM" Tihouf; baher ihre Malin' entgegen, im# hier netlul, rerhen fyn in je €d'kimb6t* im. tWißta tten* efunben Haden. - eilpMtolin', die n JIUI. 2.06 für , tro nicht, hmn • Verlangen Sie istenlos u. anver- ngssrhriftSl 859 k ohn« lb«ns.hr ute Soße F«*«und ’tkhafte, Werken Uh (92. Jahrgang Ur. 55 erscheint täglich, außer sonntags und Feiertags Beilagen: Siebener ^amilictiblättet > Heimat nnBild DieLckwlle * fein und mit 'h Lor. etwas nter Um- n* Dann aequirlte Fertig 1 Zustellgebühr.. „ -.25 jauch bei Nichterscheinen Don einzelnen Nummern jpfolae höherer Gewalt ndelsklasse ie mit 8-jahrig. ■Mädchen auch >D. Frühzeitige en, da die Auf- •eits vor Ostern ne spätere Aul' vorgenommen An der Ostküste Rordamerikas versenkten deutsche Unterseeboote sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 38 003 BRT. Dabei zeichnete sich das Unterseeboot des Kapitänleutnants Rasch besonders aus. s In Rotdafrika wurde im weiteren Vorstoß nach Osten Ain el Gazala erreicht. Deutsche Kampfsliegerkräfte unterstützten die Verfolgungs- kämpfe der verbündeten Truppen und bombardierten Materiallager westlich M a r s a M a t r u k. Lin deutsches Unterseeboot griff einen britischen Geleitzug vor der Lyrenaika an und erzielte einen Tor- pedotrefser. Auf der Infel Malta trafen Bomben schwe- ren Kalibers wiederum Unterseeboot-Liegeplätze und Dockanlagen des Hafens La Valetta. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen den Flugplatz h a l - far. In Luflkämpfen über der Insel verlor der Feind vier Flugzeuge. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DRV. Aus dem Führerhauplquartier, 8. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m 0 ff en dauern die fchweren Abwehrkämpfe an. Mehrere Kräftegruppen des Feindes wurden durch Gegenangriff vernichtet. 3m Kampf gegen vielfache feindliche Ueberlegen- heil Hal sich die irordwestdeutsche 269. Infanteriedivision besonders bewährt. Innerhalb von vier Wochen hat sie mehr als 120 feindliche Angriffe abgewiefen und in zahlreichen Gegenangriffen starke feindliche Kräfte vernichtet. In der Zeit vom 31. Januar bis 6. Februar verlor die fowjelische Luftwaffe 239 Flugzeuge Davon wurden 117 in Luftkämpfen und 18 durch Flakartillerie aboeschossen. Der Rest wurde am Boden zerstört, während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 13 eigene Flugzeuge verloren. In Rordafrika beiderseitige Aufklärungs- tätigkeit. In der Deutschen Bucht schossen am gestri- , gen Täte Jagdflugzeuge ohne eigene Verluste aus - einem britischen Bomberverband fünf Flug- ; z e u g e a b. Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desBormittagsi Anzeigen-PreUe: Anzeigenteil 7 Nps. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Nvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel! AbschlüfseMengenstaffelB Plabvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25°/, mehr ende mit gutem Erfolg fortgesetzt. Aus Nanking wird berichtet, daß W a v e l l, der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte im Südpazafik, die Verlegung des Sitzes der Burma-Regierung von Rangun nach Mandalay angesichts der Bedrohung Ranguns oorbereite. Die im Gebiet von Bengalen liegende Stadt Chillagong fei als Hafen für die Löschung von für Tschungking bestimmte Kriegsmaterialien in Aussicht genommen. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstaq. DRV. Ausdem Führerhauptguartier, 7. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Offen dauern die Kämpfe bei großer Kälte und Schneeverwehungen an. Im mittleren Frontabschnitt wurden starke Teile r~n zwei sowjetischen Divisionen ein- ^eschlossen und zerschlagen. Dabei fielen 15 tot schütze sowie 44 Maschinengewehre und Granatwerfer In unsere Hand. Bei den Kämpfen der letzten zwei Wochen wurden allein im Bereich einer Armee 80 Panzer, über 300 Geschütze, 1000 Maschinengewehre und Granatwerfer sowie mehr als 400 Kraftfahrzeuge und 850 Schlitten erbeutet oder vernichtet. Der Feind verlor außer zahlreichen Gefangenen über 18 000 Tote. 3m nördlichen Frontabschnitt fügten die deutschen Truppen dem Feinde bei mehreren Stoßtruppunfernehmungen schwere blutige Verluste zu und zerstörten eine große Anzahl feindlicher Kampfstände. „ An der karelischen Front bekämpften ln«uPBe !"ls‘eln« ‘Sekt Spen ‘d6"nur a"deren »Knorr. an der Westfront, zunächst beim Feldartillerie-Regi- mmt 14, dann als Bataillonsadjutant im Grenadierregiment 110, von 1916 ab als Fliegerbeobachter im Abschnitt Toul-Verdun, wo er im August 1918 im Luftkampf verwundet wurde. Der NSDAP, gehörte Todt seit 1922 an. Die durch einen Jugendfreund vermittelte erste Begegnung mit Adolf Hitler war für das ganze Leben des jungen Ingenieurs entscheidend. Noch im gleichen Jahre gründete er in Eitting in Bayern eine Ortsgruppe. Als hervorragender Fachmann wurde er schon vor dem Umbruch in der Reichsleitung der NSDAP. Fachberater für Wirtschaftstechnik und Arbeitsbeschaffung. Die vielseitigen Kenntnisse, die er sich von der Picke auf durch die praktische Arbeit als einfacher Bauarbeiter erworben hat, wurden durch ausgedehnte Reisen durch alle deutschen Länder und darüber hinaus fast ganz Europa erweitert. So wurde Fritz Todt der Mann, den der Führer am 5. 7. 1933 zum General- Inspektor für das deutsche Straßenwesen bestellte. Seine Leistungen auf diesem Gebiet sind vorbildlich geworden und von der Welt anerkannt. Mit seiner Berufung durch den Führer wurde zum ersten Male in der deutschen Geschichte der gesamte Straßenbau einer einheitlichen Leitung unterstellt. Seine Hauptaufgabe war dabei der Bau eines geschlossenen Netzes von Autobahnen, dessen Länge ursprünglich auf 7000 Kilometer veranschlagt, später aber auf 12 000 Kilometer ausge- fung als einfacher SA.-Mann eintrat, bekleidete er den'Rang eines Obergruppenführers. Auf der Internationalen Ausstellung Paris 1937 erhielt Dr. Todt in der Klaffe „öffentliche Arbeiten" einen Grand Prix zuerkannt. Im Dezember 1938 erfolgte die Verleihung des Siemens-Ringes an ihn, im April 1939 feine Aufnahme als Mitglied in die Akademie für Luftfahrtforschung und im November 1940 seine Berufung in den Reichsforschungsrat. Am 23.11.1939 erhielt er als erster vom Führer andelsfach- ülermity,01^' ife und höherer Sekunda-oder )hne besondere dasneueS^ lc jeder»11 !fl,6i>efli«lr'S2 ,507 » Generalmajors verliehen. Eine neue große Auszeichnung und zualeich eine Anerkennung seiner überragenden organisatorischen Fähigkeiten bedeutete seine am 17.3.1940 erfolgte Ernennung zum Reichsmini st er für Bewaffnung und Munition. Ergänzend ist noch zu bemerken, daß Dr. Todt das Hauptamt/für Technik der NSDAP., das Amt für technische Wissenschaft in der DAF. leitete und zugleich den Vorsitz im NS. Bund deutscher Techniker hatte. Er war seit 1940 auch Mitglied der Internationalen Handelskammer und Vizepräsident ihres Strahentransportausschusses. In der SA., in die er lange vor der Machtergrei- (Karte: Scherl-Bilderdienst-M.) deutschen und verbündeten Truppen illusorisch zu machen. Man kann aber heute schon sagen, daß sich Moskau mit diesen Spekulationen gründlich verrechnet hat. Daran ändern auch nichts die verschiedenen minimalen Geländeopfer, die die deutsche Wehrmacht gebracht hat, weil sie sie bringen wollte. Nicht selten war der deutsche Wille, Gelände aufzugeben, durch die Rücksicht auf den sehr viel höheren Lebensstandard des deutschen Soldaten verursacht. Man wollte dem deutschen Soldaten die Feld- post näher bringen, ebenso wie man die Pflege und den Abtransport der Verwundeten besser zu ge- Halten sich bemühte. Auf alle diese Umstände nimmt ja die Sowjetführung bekanntlich keinerlei Ruck- sicht. . , Alles in allem kann man sagen, daß, wie es der Führer in seiner letzten Rede zum Ausdruck ge- bracht hat, der deutsche Soldat an Siegeswtllen und Kampfkraft dem Gegner turmhoch überlegen ist und daß er nur wartet, bis er unter günstigeren Be- dingungen den Vormarsch wieder antreten tarnt. dehnt wurde. Durch den Anschluß Oesterreichs, des Sudetenlandes, durch die Errichtung oes Protektorates und die Rückgewinnung der ostdeutschen Landesteile erweitert sich diese Aufgabe abermals. Eine ganz besonders große Leistung hat Dr. Todt sozusagen nebenher im Sommer 1938 vollbracht. Als im Frühjahr 1938 infolge der gespannten politischen Lage eine Verstärkung und Beschleunigung der Verteidigungsanlagen im Westen zur Sicherung des Reiches erforderlich wurde, erteilte der Führer ihm den Auftrag, die von der Festungsbauinspektion vorgesehenen Arbeiten, die seit zwei Jahren im Gang waren, bis zum Herbst 1938 fertigzustellen. Am 28. 5.1938 begann so die „Organisation Todt" mit dem Ausbau der deutschen Festungsanlaqen, die im September 1938 vor ihrer Vollendung standen, seitdem aber noch immer erweitert werden. Für diese und für seine Leistungen im deutschen Straßenbauwesen verlieh ihm der Führer im Rahmen des Parteitages den 1. Deutschen Nationalpreis des Jahres 1938. Jenes Jahr brachte Todt noch weitere neue Aufgaben und Verpflichtungen. Im Dezember wurde er zum Generalbevollmächtigten für LieRegelungderBauwirtfchaft ernannt. Fast gleichzeitig erfolgte durch den Führer seine Ernennung zum Hauptdienstleiter der NSDAP., nachdem er ihn in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen beim Ausbau der Luft- verteidigüngszone West am 1.10.1938 zum Major d. 9L in der Luftwaffe befördert hatte. Nach Jahresfrist (Oktober 1939) wurde ihm der Charakter eines Die militärische Gesamtlage im Osten h-at der Führer in seiner Red-e vom 30. Januar eindeutig mit den Worten charakterisiert, daß die Front im Osten jetzt steht. Das bedeutet, daß die Bolschewisten nach den vernichtenden Schlägen, die ihnen die deutsche Wehrmacht seit dem 22. Juni beigebracht hat, nicht mehr in der Lage sind zu operativen Dernich- tungsschlägen, und daß ein für allemal die Gefahr beseitigt ist, daß bolschewistische Horden das werdende Europa und vor allem Deutschland überfluten und vernichten. Nichtsdestoweniger hat aber in den schweren Wintermonaten die militärisch Lage im Osten doch eine Veränderung erfahren. Das Oberkommando der Wehrmacht hat mit Einbruch der außerordentlich harten und strengen Kälte den Uebergang vom Angriff zur Abwehr angeordnet. Diese Wendung nutzten die Bolschewisten aus. Sie versuchten unter größtem Aufwand von Menschen und Material ihrerseits zum Angriff überzuqehen und die deutschen Linien zu überrennen oder wenn es möglich sein sollte, in Großumfassungen zu vernichten. Es ist ihnen aber weder das eine noch das andere gelungen. Wenn sie davon geträumt haften, etwa auch eine Umfassungsschlacht zu schlagen, wie deren in dm Schlachten von Byalistok und Minsk, Smolensk, Uman, Dnjepro- petrowsk, Gomel, Welikije Luki, Kiew, Ilmensee, Melitopol, der Krim, Wjasma und Brjansk, die deutsche Wehrmacht zehn siegreich beendete, so hatten sie sich bitter getäuscht. Ihre hohen Opfer an Menschen und Material brachten ihnen nur den einen Erfolg, daß sie an einzelnen Stellen einigen Bodengewinn errangen und eine Anzahl Ortschaften zurückeroberten, von denen aber nicht viel übrig war, als Trümmer. Und dabei kam es noch darauf an, ob die deutsche Führung von sich aus bereit war, diese Gebiete aufzugeben. Dort, wo das deutsche Oberkommando der Wehrmacht den Besitz eines Geländes für notwendig hielt, da blieb er auch in deutscher Hand, oder er wurde, wenn er vorübergehend verloren gegangen war, wieder zurückerobert. Das heißt also, daß auch die Initiative in der Abwehr in deutscher Hand lag. Das zerbrochene Prestige. Wenn Churchill bei der Debatte im Unterhause erklärte, England sei niemals in der Lage gewesen, allein die Achsenmächte zu schlagen, so hat er das getan, um sich gegenüber den Vorwürfen über die Vernachlässigung der Verteidigung Ma- layas zu rechtfertigen. Gleichzeitig offenbart diese Entschuldigung, die in unseren Augen völlig unmöglich ist, weil wir unter staatsmännischer Verantwortung denn doch etwas mehr verstehen, noch etwas anderes. Churchill scheut nicht vor dem Eingeständnis zurück, daß er den Krieg vom Zaune gebrochen haft obwohl er genau wußte, daß England niemals in der Lage sein konnte, zu siegen. Damit ist nach deutscher Auffassuna der Stab über ihn als Staatsmann gebrochen, keineswegs aber nach englischer Ansicht, denn Churchill hat damit nur das getan, was vor ihm schon viele englische Staatsmänner getan haben, er hat „d a s englische P r e st i g e" als einen wesenllichen Faktor in seine Kriegsrechnung mit eingesetzt, d. h. die Angst der anderen vor der seit Jahrhunderten bewußt übertrieben geschilderten Macht Großbritanniens. Englands Kriege sind immer Koalitionskriege gewesen, mit Ausnahme seiner kolonialen Raubzüge, wo es freilich stets von vornherein die Gewißheit des Sieges hatte. Diese Koalitionen beruhten aber letztlich stets auf dem Glauben an die — auch früher schon keineswegs immer vorhandene — Macht Englands und auf der Furcht der anderen vor dieser Macht. Es ist ja auch Churchill in diesem Kriege noch tatsächlich gelungen, immer wieder kleine Staaten mit dieser Pre tigepolitik auf Englands Seite zu bringen, genau |o wie schon vor dem Kriege die Politik der „Garantien" hie und da Erfolg hatte. Daß also Churchill nach unseren Begriffen so verantwortungslos gehandelt hat, ist nach englischer Ansicht keineswegs das eigentlich Bedenkliche. Be- deutlich ist nur, daß er diese Tatsache mit seiner Bedrängnis aussprechen mußte, denn damit ist eine englische Prestigepolitik alten Stiles für immer unmöglich gemacht. Ja noch mehr, damit wird auch der Schleier von der uns so oft sehr merkwürdig anmutenden Politik Roosevelts gezogen. Man hat sich in Deutschland oft verwundert gefragt, wie ein Land, das so wenig auf den Krieg vorbereitet war wie die USA., eine derartig provozierende Sprache gegenüber der japanischen Großmacht führen konnte. Das war genau so Prestigepolitik wie Englands Garantiepolitik vor dem Kriege, nur in etwas gröberem amerikanischen Stil, so daß man besser von {•ernfvredmnfdUiifo 2251 Drahtanschrift: „Anzeige^ Vostfckeck 11686 Frankl. M. Tokio. 9.Febr. (DRV.Funkspruch.) Wie die Agentur Domei auf Grund von Weidingen aus Iohur Vharu berichtet, haben j a p a n i f ch e T r u p- pen am Wontag früh die Straße von Iohur überquert und find auf der Jnfel Singapur gelandet. Rach einer weiteren Meldung von Domei aus Saigon sind unmittelbar nach der er st en Delle japanischer Truppen japanische Panzereinheiten unter dem Schutz starken Art'ck- leriefeuers über die Meerenge nachgestohen. Trotz des wütenden feindlichen Abwehrfeuers waren die gelandeten Truppen in der Lage, ihre Boden- gewinne rasch weiter auszubauen. Meuter bestätigt. Stockholm, 9.Febr. (DRV.Funkspruch) Wie Reuter aus Singapur amtlich meldet, sind die Japaner in der Rächt zum Montag mit starken Kräften an der Westküste der Insel Singapur gelandet. Der Kampf dauere, wie die britische Agentur hlnzufügl, an. Oie japanischen Operationen am Wochenende. Tokio, 9. Febr. (Europapreß.) Don japanischer militärischer Seite wurde bekanntgegeben, daß am Samstag japanische Streitkräfte in Lahat Vatu auf Borneo gelandet sind. Lahat Batu liegt an der Darvell-Bucht nordöstlich pon Tawao, im nordöstlichen Teil des englischen Gebietes von Borneo. Heber Niederländisch-Jndien herrschte am Samstag und Sonntag lebhafte japanische Lufttätigkeit. Die Angriffe der 'Luftwaffe richteten ' sich vornehmlich auf Surabaya und den Flugplatz Djimbawan auf Bali. Bei dem Angriff auf den Kriegshafen von Surabaya wurden, wie das Kaiserlich-japanische Hauptquartier mitteilt, 6 feindliche Flugzeuge, darunter 11 amerikanische Flugzeuge, z e r st ö r t. Bei dem Angriff auf den Flugvlatz Djimbawan auf Bali wurden insgesamt 8 Flugzeuge abgeschossen oder zerstört. Damit vernichtete die japanische Luftwaffe • an zwei Tagen insgesamt 34 feindliche Flugzeuge. Auch die Angriffe gegen B u r ma und gegen die Hauptstadt Rangun wurden über das Wochen- Eichener Anzeiger ,.M1. General-Anzeiger für Oberhessen Fritz Todt wurde am 4. September 1891 in tzsorzherm in Baden geboren Er studierte Jnge- ierwissenschaften an den Technischen Hochschulen in Machen und Karlsruhe und beschäftigte sich dabei ilngehend mit Straßenbau. Er promovierte 3U~ Vr.-Jng. mit der Schrift „Fehlerquelle beinL B. von Landstrabendecken aus Teer und Asphalt'. Im Kriege war Todt vom ersten bis zum letzten Tage et*»»*" tels- V«' rentbärt«-1 °° »esdio«6'; 'cbonen; =der de"t; Daß naturgemäß der deutsche Soldat im Osten an dem ungewohnten östlichen Winter schwerer zu leiden hatte als der Bolschewist, gab den Bolschewisten gewisse Vorteile. Gerade mit dieser Tatsache scheinen die bolschewistischen Machthaber gerechnet zu haben, als sie ihre Truppen immer und immer wieder zu Angriffen vorschickten, obwohl sie sich ier rouroen uimy wmuenwMn ju». *-*■>• . blutige Köpfe holten. Zweifellos argumentierte man beschädigt Westlich von England versenkte ein Un-|in Moskau so, daß nur im Winter noch eine Mög- fcrjeebool einen britischen Zerstörer. lichkeit lag, die endgültige Vernichtung durch die Helsinki km IDO iUUTQ lOSkdD ipiinaburg lew qm MS imolensk •Minsk Brjansk 'Drei WOTMtih rPriMi W J ■owe .rementsthug. Onieoropi UNGARN Cherson RUMÄNIEN Ker1 ''Füodösid ■ •' Sewastopol V ßl idqdnroa iIhnen 5tr ;.H0he X B^u ffpolitlk spricht. Gerade weil man in den USA. im Grunde genommen ganz gut wußte, daß man einem gleichzeitigen Kriege im Pazifik und im Atlantik nicht gewachsen sein würde, versuchte man die Gefahr auf der einen Seite zu be- fertigen, indem man den japanischen Gegner durch den Einsatz des amerikanischen Prestiges auf kaltem Wege ausschaltete. Es ist nun einmal psychologisch so, daß der ewige Prahler zum Schluß selbst an feine Großsprechereien glaubt und sich nicht vor- ftellen kann, daß er bei ruhigen und besonnenen Menschen damit nur lächerlich wirkt. Man hatte soviel von Amerikas unbegrenzten Möglichkeiten, feiner Ueberlegenheit auf allen Gebieten, seinem riesigen Rüstungspotential gesprochen und sich in den Jahrzehnten nach dem Weltkriege so sehr selbst beweihräuchert, daß man sich einfach nicht mehr vorstellen konnte, daß ein so „kleines" Land wie Japan demgegenüber seine kühle und nüchterne Ueberlegung behalten könnte. Die gleiche Prestigepolitik ober sagen wir ruhig Bluffpolitik, hat Roosevelt ja auch im Atlantik versucht und versucht er heute noch gegenüber den südamerikanischen Staaten. Das Vertrauen, daß sie auch Japan gegenüber zum Ziel führen würde, war um so größer, als sie ja im Atlantik scheinbar Erfolg gehabt hatte. Man muß sich nur der einzelnen Tatsachen erinnern. Da war zuerst die Erklärung der Dreihundert-Meilengrenze, dann kam weiter die Besetzung von Stutzpunkten, z. B. auf Island, an die sich sehr bald der Anspruch schloß, daß Amerika selbstverständlich zur Versorgung seiner Truppen berechtigt sei, auch kriegsgefährdete Meere zu befahren unter voller Aufrechterhaltung feiner Rechte als angeblich neutraler Staat. Man setzte immer wieder das Prestige Amerikas ein, weil man glaubte, daß der Gegner es nicht wagen würde, es auf einen Krieg mit den großmächtigen USA. än- kommen zu lassen, und erreichte damit, daß die Seekriegführung Deutschlands mehr und mehr eingeengt wurde. Pochend auf das amerikanische Prestige beteiligten sich amerikanische Kriegsschiffe zum Schluß ganz offen an dem Geleitschutzdienst englischer «Transporte. Man übersah dabei nur, daß man es in der Achse mit einem einheitlich operierenden Gegner zu tun hatte, daß also die große Geduld Deutschlands gegenüber dieser provozierenden Politik Roosevelts keineswegs auf Furcht vor der amerikanischen Macht beruhte, also ein „Erfolg" der amerikanischen Prestigepolitik war, sondern lediglich auf sehr nüchternen Erwägungen über die Wahl des richtigen Augenblicks. Mit dem Eintritt Japans in den Krieg war dieser Augenblick gekommen, und damit brach nicht nur die ostasiatische Stellung der Plutokratien sehr schnell zusammen, sondern es wurde damit auch jenes Spinnennetz zerrissen, das Herr Roosevelt über den Atlantik gelegt zu haben glaubte, um dadurch die Tätigkeit der deutschen Unterseeboote einzuschränken. In wenigen Wochen sind 55 Schiffe vor der nordameri- kanifchen und kanadischen Küste durch deutsche U-Boote versenkt worden. Rund 390 000 BRT. wertvollsten Schiffsraums, darunter viele Tanker, sind den Plutokratien bereits jetzt für immer verlorengegangen. Das ist die Produktion von etwa vier Monaten der amerikanischen Werften. Ein gewaltiger Raum muß jetzt von der amerikanischen Flotte und Luftwaffe in 'aufreibendem schweren Überwachungsdienst geschützt werden. Es ist vorbei mit der sicheren Fahrt in der 300-Meilen-Zone und darüber hinaus, die die Konzentration aller verfügbaren Kriegsschiffe auf die kurze gefährdete Strecke nach Island und von Island nach England ermöglichte. Der Schutz der Geleitzüge muß immer dünner werden, je weiter sich die Operationen der deutschen Unterseeboote ausdehnen. Das hasten die Amerikaner schon gespürt. Noch sucht zwar Roosevelt die ganze Größe der Verluste nach bewährtem Muster zu verheimlichen, aber der Tag wird kommen, an dem auch er, um den eigenen Kopf zu retten, ein ähnliche? Bekenntnis wird ablegen müssen, wie es jetzt Churchill getan hat. Mit Prestige und Bluff ist nun nichts mehr ausgerichtet. Jetzt entscheiden die Waffen und der Mut! 3n USA. dämmert es. Genf, 9. 5e>br. (DNB. Funkfpruch.» Nach Mel- düngen der „New Bork Sun" hasten sich die nord- amerikanischen Schiffahrtsgesellschaften veranlaßt gesehen, die Versicherungssätze für die nord- amerikanische Küstenrouten befahrenden Handels- Oer älteste Kamerad des Menschen. Bon Werner Lenz. Ein wesentlicher Teil der wirtschafllichen Machtstellung des Menschen auf der Erde beruht darauf, daß er es schon frühzeitig verstand, verschiedene Tierarten an sich heranzuziehen und zu seinen Helfern auszubilden. Als ältestes Haustier konnte die wissenschaftliche Kulturkunde den Hund fest- Kllen. Doch ist es ein Irrtum, daß der Hund ur= cünglich ein Begleiter des nomadisierenden Jägers gewesen und erst später mit diesem seßhaft geworden ist. Gerade das Gegenteil ist der Fall; als der Mensch sich vor unzählbaren Jahrtausenden feste Wohnvlätze gründete, näherte sich der Wlldhund aus Beutelust — er visitierte, wie Funde erweisen, die außerhalb der Siedlungen liegenden Abfallhaufen zwecks Nahrungssuche — und aus einer an Anschlußbereitschast grenzenden Neugier. Da wurde bann manch besonders zutrauliches Jungtier gefangen, zum Spielkameraden der Kinder gemacht und mit der Zeit bei der allen Hunden innewohnenden Gelehrigkeit zu verschiedenen Diensten abgerichtet. Er wurde Wächter des Hofes, bann Begleiter bes ftreifenben Jägers, ben er — felbst jagolufttg — immer besser zu unterstützen vermochte: und schließlich war er soweit Domestiziert, daß man ihm gar den Schutz der Herden gegen Stammesgenossen — Wildhunde, Schakale, Wölfe — anvertrauen konnte. Wie alt das Ansehen des Hundes bei den Kulturvölkern ist, geht aus zahlreichen Ueberlieferungen hervor. Bereits im 6. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung erscheint der Hund als figürliches Schriftzeichen bei den Mittelmeervölkern; in vorgeschichtlicher Zeit schon wurde eine mittelgroße Hundeart von den Assyrern zur Löwenjagd verwendet, und zumal bei den arischen Persern stand unser Haustier hoch in Ehren; der Hund verkörperte in der mythi- schen Symbolik Ormudz, den guten Geist, während der Wolf Ahriman, das böse Prinzip, darstellte; deutlich redet aus dieser Bezugsetzung der Daseinskampf des frühgeschichtlichen Hirtenvolkes auf dem Hochlanste von Iran; bemerkenswert ist auch die bärtige Rechtsprechung: wer einen Gebrauchshund mutwillig verletzte, erhielt tausend Schläge mit einem Leberriemen: wer einen wohldressierten Hund vbs eine kragende Hündin böswillig mordete. schiffe wesentlich heraufzusetzen, da immer mehr amerikanische Handelsschiffe auf der amerikanischen Seite des Atlantik versenkt würden. Der Versicherungssatz für Tanker sei sogar um 50 v. H. erhöht worden. Man habe lange Zeit gehofft, daß die U-Boote es bei einigen Versenkungen bewenden ließen, jetzt aber scheine es, daß sie e i n e regelrechte Daueroperation durchführten. Nach den bisherigen Feststellungen seien durch Torpedotreffer viermal mehr amerikanische Tanker als sonstige Handelsschiffe untergegangen. Panama unter USA -Hoheit. Lissabon, 8. Februar. (Europapreß.) In der Pressekonferenz am Samstag machte Präsident R o o s e v e l t die aufsehenerregende Mitteilung, daß Panama als ein Teil der unter der U SA.- Hoheit stehenden Panama-Kanalzone betrachtet werden müsse. Mitteilungen darüber, welche Rückwirkungen diese neue Ausdehnung der nordamerikanischen Herrschaft über Panama haben wird, machte Präsident Roosevelt nicht. Fortdauer der Abwehrkämpfe im Osten. Berlin, 8. Februar. (DNB.) Während in der Mitte der Ostfront deutsche Truppen in örtlichen Angriffen gegen die bolschewistischen Stellungen verschiedene neue Erfolge erkämpften, schlugen fm Nordteil der Ostfront deutsche Truppen in erfolgreichen Abwehrkämpfen am 6. und 7. Februar wiederholte heftige Angriffe der Bolschewisten zu- rück, obwohl das ungewöhnlich harte Winterwetter dieser Tage den deutschen Soldaten die Handhabung ihrer Waffen stark erschwerte. * Deutsche Truppen schlugen an verschiedenen Stellen des Mittelabschnitts der Ostfront am 6. Februar bei heftigem Osffturm und starken neuen Schneeverwehungen heftige bolschewistische Angriffe erfolgreich zurück. Einheiten der deuffchen Luftwaffe, insbesondere Sturzkampfflugzeuge, unterstützten wirksam die Abwehrkämpfe des Heeres und fügten den Bolschewisten hohe blutige Verluste zu. Allein in den Abschnitten einer Panzer- und einer Infanteriedivision büßte der Feind, dessen Infanterie bei ihren ergebnislosen Angriffen hohe Verluste erlitt, sechs Panzerkampfwagen modernster Bauart ein. Äm Abschnitt des benachbarten Armeekorps waren in der oorausgegangenen Nacht gleichfalls sechs feindliche Panzer abgeschossen worden, so daß der Feind in einem verhältnismäßig nur kleinen Abschnitt insgesamt 12 Panzerkampfwagen verlor. Die schweren Kämpfe des Heeres wurden am 7. Februar trotz der schlechten Wetterlage an allen Abschnitten der Ostfront wirkungsvoll von st a r k e n Verbänden der deutschen L u f t waffe unterstützt. Nach bisher vorliegenden Meldungen vernichteten deutsche Kampfflugzeuge gestern in verschiedenen Abschnitten sieben Panzerkampfwagen, 167 bespannte und motorisierte Fahrzeuge, Raupen- schlepper und Lastkraftwagen des Femdes. In kühn geflogenen Tiefangriffen griffen Kampf, und Sturzkampfflugzeuge besonders in der Mitte der Ost- fr o n t in die Erd kämpfe ein und erleichterten den angreifenden Infanteristen den Kamps. Zahlreiche Artilleriestellungen des Feindes wurden mit Bomben belegt und außer Gefecht gefetzt. Dabei wurden sieben Geschütze mittleren Kalibers, zwei schwere Geschütze und drei Panzerabwehrkanonen der Bolschewisten vernichtet. Ariilleristen in vorderster Linie. Oer vorgeschobene Beobachter. — Gemeinsam mit der stürmenden Infanterie. Von Kriegsberichter Heinz-Dieter Pilgram. Unter dieser Ueberschrift stand am Sams- tag versehentlich ein PK.-Bericht, der den Kampf einer Einheit der Waffen-^ schilderte. lieber ben Einsatz ber Artillerie in vorderster Linie gibt der nachstehende PK.- Bericht ein anschauliches Bild. (PK.) Das Infanterie-Bataillon ist zum Sturmangriff bereitgestellt. Zwei Stunden Fußmarsch durch Nacht und Schnee sind geschafft, unbemerkt ist man dem Feind in die Flanke gekommen, das erste fahle Licht dämmert im Osten auf. Noch zehn Minuten, dann setzt der Ueberraschungsangriff in die. Flanke einer bolschewistischen Feldstellung ein. Schweigend stehen die Infanteristen gruppenweise beisammen, ber Pionierzug bes Regiments ist auch babei, bie Sprengmittel sind bereit. Der Kommandeur spricht noch ein paar Worte mit feinen Offizieren, unter ihnen auch ber Bataillonsarzt unb ein Leutnant der Artillerie. Er ist der „vorgeschobene Beobachter"; voller Vertrauen schauen die Infanteristen auf ihn und die zwei Kameraden mit dem Funkgerät, die er mitgebracht hat. Die Artillerie ist mit von ber Partie — bas beruhigt. Wir kommen mit dem Leutnant ins Gespräch, lassen uns von ihm kurz etwas über bie Aufgaben bes „vorgeschobenen Beobachters" der Artillerie erzählen. Kaum ein Angriff, kaum ein Vorgehen der Infanterie, kaum ein Fluß- oder Brückenubergang, kaum ein Sturm auf ein Dorf oder eine Stellung, bei dem nicht die Artilleristen mit in vorderster Linie dabei sind. Grundsätzlich lenkt vor dem oder im Gefecht die 8-Stelle, die Beobachtungsstelle ber Artillerie, das Feuer der Batterien, meist nach ausgearbeitetem Feuerplan. Die Praxis bes Krieges hat aber ergeben, daß es zweckmäßig ist, wenn die Artillerie ihr „Auge", ihre Beobachtung, noch weiter vvrfchiebt, als es ben 8-Stellen mit ihren schweren Geräten, Scherenfernrohr, Entfernungsmesser und Fernsprechleitungen möglich ist, oorzugehen. Der „vorgeschobene Beobachter" wurde eingesetzt, ein Leutnant oder Wachtmeister, ausgewählt aus den besten Artilleristen. Ihm wird eine, oft auch zwei oder drei Batterien unterstellt. Er nimmt am Gefecht teil; während die Infanteristen sich kämpfend vorarbeiten, ist er unter ihnen, beobachtet sorgfäl- tigst das Gelände, sucht es ab nach artilleristisch lohnenden Zielen, Bunkern, MG.-Nestern, Granatwerfern, Panzern, Fahrzeugen. In engster Zusammenarbeit mit ben Kompaniechefs ber Infanterie legt er bas Feuer seiner Geschütze im Nu dorchin, wo bie Infanterie es braucht, schießt Sperrfeuer, wenn Stoßtrupps zurückkommen ober wenn ber Feind angreift ober sich abzusetzen trachtet. Ständig wandert sein Blick zwischen der Karte, dem Gelände und der kämpfenden Truppe hin und her. Ununterbrochen arbeiten die Funker am Gerät. Erfahrung, Können und Derantwortungsbewuhtsein gehören zur Arbeit dieses kleinen Trupps. Und eiserne Nerven! Mitten im Gefecht schwierigste mathematische Berechnungen anzustellen, den Kampf mitzuerleben, aber sich nicht daran zu beteiligen, ist nicht jedermanns Sache. Aber gerade für Den „vorgeschobenen Beobachter" kommt es auf äußerste Genauigkeit an, er muß Entfernung, Seitenrichtung, Ladung unb Geschoßart bestimmen, muß seinen eigenen Standpunkt im Augenblick des Funkspruchs auf das Meter genau kennen, denn sein Feuer liegt oft nur 50 bis 80 Meter vor den vordersten Infanteristen. Augenblicke höchster Spannung, wenn er ben Befehl burchgibt: „Feuer 50 Meter vorverlegen. Ein Feuerschlag!" Aber bie Infanteristen lassen sich nicht aus ber Ruhe bringen, sie kennen ihre Artillerie unb deren Genauigkeit. Kaum hebt sich ber Qualm der vier Einschläge, ba stürmen sie ben letzten Sprung vor, finb schon über ben paar noch ganz benommenen und überraschten Bolschewisten, die die Granaten noch verschont haben. Wie oft aber kommt es dennoch vor, daß auch bie Artilleristen zur Waffe greifen müssen, daß sie mit ihren Maschinenpistolen im Nahkampf sich selber heraushauen ober gegen versteckte Feinbnester mehren müssen. Und wie mancher von ihnen trägt bie beiden EK.s. Von zusammengeschossenen feindlichen Batterien erzählt unser Leutnant ber Artillerie, von Feuer- überfüllen, bie bereits zwei Minuten nach ber Erkundung bes feindlichen Widerstandsnestes erfolgten, von Panzerangriffen, bie im Hagel unserer Granaten steckenblieben, von feinblichen Gegenangriffen, die vom vorgeschobenen Beobachter ber Artillerie zuerst entdeckt wurden, weil er sich nämlich — ohne Rücksicht auf Deckung — oft auf ben günstigsten und höchstgelegenen Uebersichtspunkt vorarbeiten muß. wurde mit dem Tode bestraft. Ueberhaupt ist bie Wertschätzung des Hundes im arischen Kulturgebiete besonders deutlich, unb die verächtliche Bedeutung, bie bas» Wort ,Hund" gar zu einem Schimpfwort werden ließ, entstammt zweifellos orientalischer Anschauung, bas Scheltwort dürfte von ben Kreuzfahrern nach Europa gebracht worden iein. Sprachlich nämlich ist besonders im Deutschen de Beifügung dieses Wortes eine Wertbezeichnung; „hundetreu" heißt „sehr treu", „hundekalt" ist „sehr kalt"; „Hundewohl" ober „pudelwohl" ist „sehr wohl". Für bas germanische und keltische Siedlungsgebiet ist ber Hund sehr früh bezeugt. In Pfahlbauten fanb man an ber Wurzel gelochte Hunbe- zähne, bie als Schmuck oder Talisman getragen wurden. Geri und Freki, die Wölfe Altvater Wotans, sind domestizierte Wildhunde, unb ber Bracke war, wie z. B. das Nibelungenlied zeigt, ein beliebter Spürhund. Siegfried spricht einmal: „Swenne ir jagen wellet, ba wil ich gerne mite. So sult ir mir lihen (leihen) ein suochman (Suchmann) unb etelichen brocken: so wil ich riten in ben tan (Tann)." Herrlich klingt bie Treue bes Hundes aus alten, unbezweifelbaren Ueberlieferungen. Als z. B. bie riesigen, blonden, blauäugigen Cimdern — in Jütland beheimatet — auf ihrem Jtalienzuge durch Verrat bei Vercellä ihren heldischen Untergang fanden, als alle Männer schon tot ober wund am Boden lagen, ba oerteibigten bie Frauen nach altgermanischer Sitte noch bie Wagenburg, um sich unb bie Verwunbeten vor der Gefangenschaft zu retten. Da — so berichten alte lateinische Chronisten mit ehrfürchtigem Staunen — stellten sich ben wehrhaften Frauen bie Hunde bes Stammes an bie Seite, rannten, bissen, tobten gegen bie Legionäre an, bie solchem Kampfe ratlos gegenüberstanden, bis sie infolge ihrer Rüstung und (fhten Bewaffnung auch diese letzten Verteidiger bes Cimbern- lagers vernichtet hatten. Die praktische Verwendung des Hundes über den bereits umrissenen Pflichtenkreis hinaus hat sich im Laufe ber Zeit noch bedeutend erweitert; als Ziehhund begleitet er ben Bauern auf ben Markt, als Blinoenführer, als Meldehund unb als Spür- hunb des Sanitäters zur Aufsuchung verborgener Verwundeter spielt ber sorgfältig abgerichtete Hund dne bedeutende Rolls in unserer ernsten Gegen» wart. Und mit Recht ist bas treue Tier überaus volkstümlich, so daß auch bas deutsche Sprichwort sich mit ihm beschäftigt. Psychologisch richtig ist bie Beobachtung, baß von manchem verdächtigen Individuum „fein Hund ein Stück Brot nimmt"; denn der Hund ist ein guter Menschenkenner. Auch auf bas Wetterprophezeien versteht er sich, benn bie alte Bauernregel, baß es Gewitter gibt, wenn bie Hunbe ©ras fressen, beruht auf ber Tatsache, daß schwüle Witterung bem Hunde auf ben Magen schlägt, welche Beschwerbe er durch „Grasfressen" — es ist fast immer die grasähnliche, kieselsäurehaltige Quecke — zu beheben sucht. Sagt man, daß „man mit leeren Worten keinen Hund vom Ofen lockt", so deutet dies auf die Klugheit und Unbestechlichkeit bes vierbeinigen Kameraden hin, ber seinem Herrn zwar aufs Wort folgt, sich aber von Fremben nicht leicht anlocken und bestechen läßt. Dreihundert Lahre „Nachtwache". Von Ernst von Niebelschütz. Dreihundert Jahre sind vergangen, seit ber Hauptmann Frans Bannig Cocg als Führer einer ber holländischen Schützenkompanien von Rembrandt in Amsterdam das Bild seiner Korporation malen ließ. Solche Schützenstücke waren auch vor Rembrandt gang und gäbe» worüber die etwas eintönige Reihe im Amsterdamer Reichsmuseum hinreichend unterrichtet. Die Kosten wurden auf die Kopfzahl der Kompanie verteilt, woraus jedes 23er- einsmitglieb den Anspruch ableitete, sich im Bilde so abkonterfeit zu sehen, daß niemand sich Über Zurücksetzung zu beklagen hatte. Die älteren Schützen- stücke sind dementsprechend langweilig, auch wenn es nicht an Malern fehlte, bie aus einem gemalten Mrtglieberverzeichnis ein Kunstwerk machten. Erst Rembrandt geht mit seiner „Nachtwache" andere Wege. Er wählt den Auszug ber Schützen aus ihrem Exerzierhause und gerat damit in einen unvermeidlichen Konflikt mit ber Überlieferung und seinen Auftraggebern, deren größere Zahl sich mit Recht darüber beschweren durfte, in Dem fertigen Gemälde schlecht plaziert worden zu sein. Grund zur Zufriedenheit hatten nur ber Hauptmann unb fein Leutnant, bie in voller Figur die VurdevgruWs Wett schließlich noch der Fahnen* Auch der Bataillonskommanbeur weiß aus der Erfahrung ber kämpfenden Truppe heraus so manches Beispiel zu erzählen, wie die Artillerie in kritischen Augenblicken zugeschlagen hat, dank des Vorgehens des vorgeschobenen Beobachters mit ber Infanterie. Die wenigen Minuten des Wartens finb verstrichen, ber Funker meldet: „Funkverbindung mit erster unb britter Batterie in Ordnung", ber Bataillonskommandeur befiehlt „Stahlhelm auf!". Der vorgeschobene Beobachter gibt den „Morgenruf" an bie Sowjets durch: „Erste unb britte Batterie je ein Feuerschlag auf Ziel ,Dora‘. Nach brei Minuten auf Ziel ,(Erna‘ lausend Störungsfeuer!" Und bann, ein Pfiff, unb der Angriff ber Infanterie rollt ab gegen bie völlig überraschten Sowjets mit einem Schneid, einer Entschlossenheit unb Kühnheit, wie sie ben deutschen Frontsoldaten dieses Krieges immer wieder beseelen. Das Ritterkreuz. Berlin, 7. Febr. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag bes Oberbefehlshabers ber Luftwaffe Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Feldwebel Georg Fände rl, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader. Feldwebel Georg Fanderl konnte auf fast allen Kriegsschauplätzen große Erfolge erringen. Im Einsatz gegen England gelang es ihm, trotz schlechtester Wetterlage ein stark geschütztes Flugzeugwerk im Tiefstflug anzugreifen unb die Montagehallen durch Volltreffer zu zerstören.. In ber Subabucht erzielte er zwei Volltreffer auf einem großen britischen Transporter, obwohl sein Flugzeug durch bie Abwehr stark beschädigt worben war. Mit zerschossenem Flugzeug mußte er nach biesem Angriff notwassern unb tonnte erst nach 17ftünbigem Treiben im Schlauchboot mit jenem Funker von Seenotbienst gerettet werben. Im Hafen von Sewastopol hat er trotz schwerer feinblicher Abwehr einen Schweren Kreuzer versenkt. Außerdem hat Feldwebel Fanderl 65 500 BRT. feindlichen Handelsschffsraums mit Volltreffern belegt unb 29 500 BRT. beschäbigt. Er hat ferner zahlreiche Panzer und Eisenbahnen zer- stört und durch Treffer auf bie Hafenanlagen aller großen Schwarzmeerhäfen bem Feinb große Verluste unb schweren Schaben zugefügt. Der Ritterkreuzträger Hauptmann Rolf K a l b • rack, Gruppenkommandeur in einem Zerstörer- geschwaber ist im Kampf an ber Ostfront unbesiegt den F l i e g e r t o b gestorben. — Der Ritterkreuzträger Hauptmann Friebmann erlag feiner im Osten erlittenen schweren Schußverletzung. Oas bisher größte Ergebnis der WHW.-Sammlungen. Berlin, 7. Februar. (DNB.) Die im Januar durchgeführten Gaustraßen-Sarnrnlungen im Kriegs-WHW. 1941/42 brachten bas bisher günstigste Ergebnis von 37 210 766,43 RM Das finb 15 140 388,58 RM. -- 68,60 Proz. mehr als im Vorjahr. Auf diese geroaltige soziale Leistung im brüten Kriegswinter kann bie Heimat stolz fein. Sie hat bamit erneut bewiesen, daß sie bie Opfer unserer tapferen Wehrmacht zu würdigen weiß. Die Kampfer an ber Front können gewiß fein, daß die Heimat in Liebe und Treue opferbereit hinter ihnen steht. Die Gegner unseres Volkes aber mögen aus diesem freiwilligen Sammelergebnis entnehmen, baß bas Vertrauen des beutfchen Volkes zu seinem Führer stärker denn je ist und Front unb Heimat im festen Glauben an den Enbsieg Deutsch, lanbs eng verbunben sind. Kleine politische Nachrichten. Köyig Boris unb bie Königin von Bulgarien besuchten in Begleitung des Ministerpräsidenten Professor Filoff die deutsche Buchausstellung. Die Gäste wurden vom deutschen Gesandten Beckerle durch die Ausstellung geleitet. Der König bekundete mit wärmster Anerkennung seine lebhafte Anteil- nähme an dieser Schau deutscher Bücher. ♦ Im Zusammenhanb mit ber Bilbung ber von Deutschland anerkannten neuen norwegischen Regierung hat bas Auswärtige Amt ber schwedischen Gesanbtschaft in Berlin mitgeteilt, baß die lieber- nähme des Schutzes norwegischer Staatsangehöriger uno des Eigentums des norwegischen Staates im Deuffchen Reich durch die schwedische Gesandtschaft gegenstandslos geworden ist. träger und ein paar Sergeanten. Die übrigen stehen im Hintergrund und werben von anderen überschnit- ten. Außerdem hatte Rembrandt eine Reihe von Zaungästen üntergebracht, die er brauchte, um tote Stellen zu beleben, einen ganz unmotiviert feine Flinte abfeuernden Jungen ober em kleines, hexen- haft vorüberhuschendes Mädchen, bas ihm als Lichtfleck biente. Statt siebzehn Personen, die dro- hend auf die abgelieferte Beitragsquote Hinweisen konnten, hatte Rembrandt fast doppelt so viele gemalt, Leute, die in dem Bilde gar nichts zu suchen hatten. Das Gemälde verfiel ber fast allgemeinen Ablehnung ber braven Bürgerschützen, Die von ihrem Standpunkt auch alle Ursache hatten, ungehalten zu sein. Heute gilt es als eins ber größten Meisterwerke aller Zeiten und Völker. Es ist schwer zu sagen, worauf sich fein Ruhm gründet. Vielleicht doch auf den Umstand, daß hier eine ganz alltägliche Szene in jenes magische Helldunkel getaucht worden rft, bie bem Gewöhnlichen eine geheimnisvolle Bedeutung verleiht und bem Betrachter Fragen auf die Sippen drängt, die sich nicht beantworten lassen. Es ist weder volle Wirklichkeit noch Traum, weder ein reines Historienbild noch ein Gruppenporträt im üblichen Sinne, es ist eine malerische Vision, das Phantasieprodukt eines Geisterbeschwörers, der bie Gabe hat, alles in Gold zu verwandeln. Der Erhaltungszustand des Bildes ist denkbar M. Aus bem Besitz der Kompanie kam es in msterdamer Rathaus, wo es, um zwischen zwei Türen Platz zu finden, in brutaler Weise an allen vier Rändern beschnitten wurde. Eine gleichzeitige Kopie von Sunbens erlaubt einen Vergleich. Er zeigt, daß das Original im Reichsmuseum damals so arg verstümmelt worden ist, daß mindestens fünf Personen fehlen, besonders an ber linken Seite, Die bei ber unbegreiflichen Operation am meisten gelitten hat. Die ganze Komposition ist dadurch verschoben. Die Gruppe der beiden Offiziere im Vordergrund, ftüher seitlich herausgeruckt, steht jetzt in der Mittelachse und gibt dem Bewegungs- fluß Ane gewisse Starrheit. Zudem ist die Farbschicht so stark nachgedunkelt, daß der Vorgang, ber volles Tageslicht zur Voraussetzung hat, sich in der Tat bei Nachtbeleuchtung abzuspielen scheint — daher der irreführende Name. Im ganzen muß man zu bem Ergebnis kommen, baß die „Nachtwache" heute eine Ruine und ein Fragment ist. Ihre An- ziehungskrast hat dadurch nicht gelitten. E nW L|te § Ti Mtte^t, i sä if-s 1,1 18 |p!’ Jahre tri iifl un WM, Aid uni ? sehr bal L Strömen piev b-s» ■ l*Wbr' Kfireten -3“. Ku briW M W schlagen W MDeil ks ge ch Ws bie birmefilch Ir Verträge forte furbe diese mit $ Lei Mandalay di fe und jede Mi Er Verträge alch Wien endlich der M Truppen fuhr Eimabi hinaus t Eten ben König Mureichenden _ W Mpchand gleichn Eckziehung $r «toten und Rä Erben. Damit ha Mrl, dem Land di ■ Rim muß man WMHisten ein c Eck jenseitigen ! ■manbtes M Elsen seit den M Einen immer m Etrieben, da sie Mickn, mongoli) Vmion und and Warnung Leck BÜon 1935 v Mr „autonomer WW Provinzen eine britis M wieder eint Werte, wurden Weber zu „dako MA geköpft ui WWS von Jndil W an der bestehl W der Ausbeuti Mr nichts, im & TO für angeze W Wdus Mi ■W tegieren , 1 Millionen M den beiden 5 lvberbirma) schlossen du bes 11 yangigfeitsb; ^erhält, l .^r große NMmte Geif dns Roma f Hejting. te,ein 1 »I. 16 übe S Nicht'. SL- N UHn •• A SL®0« ül ,u ,e.üi> E?«»! fMk MZ."> KM l ’M gebracht hat. .dakoils”, zu Räubern und Banditen oieber zu übrigen stehen ■ren üderschmt« 10 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) und nur hinterlassen, sie würde das Abendessen habe sie alles an- (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bangkok, Anfang Februar 1942. inalige König Thee-Baw verübt haben sollte. Das Parlament reagierte prompt, nach den Schauer- inärchen muhte in der birmesischen Hauptstadt Mandalay das Blut der geknechteten Birmesen geradezu ii Strömen fließen. Die britische „Volksseele" meldete Fabian, das Essen sei angerichtet. Sie saßen allein an dem runden Tisch im Speisezimmer, auf dem milde die Kerzen strahlten. Jetzt war die Reihe, zu erzählen, an Fontana. Ja, auch er war fortgewesen, drei Wochen, und ebenfalls Äalb, ? Zerstörer. IW unbesieqj n Ritterkreuz. rIa9 seiner im >ung. gebnir "gen. 'k im 3anu« ^nifungen 1 bür bisher 66,43 NM. Proz. mehr oziole Leistung imt stolz sein. Jie die Opfer ureigen weiß, ewiß sein, daß erbereit hinter es aber mögen jebnis entneh. hen Volkes zu nd Front und nbfieg Deutsch« Ja, Fräulein Ulla sei fortgefahren. Um vier Uhr, vährend der Herr Baron abwesend gewesen sei. erst ganz kurz vor Weihnachten zurückgekommen; .mit einem befreundeten jungen Schauspieler-Ehe- '■ nnn« »i* mtc JIRidtt m i f nähr nrhi Itrr lienische Nachrichtenbüro Stefan! noch ergänzend aus Tanger meldet,, zog die empörte Menschenmenge auch zum britischen Konsulat und den Amtsräumen des britischen Geheim- d i e n st e s. Nachdem der Versuch, die Gebäude in Brand zu stecken, fehlgeschlagen war, riß die Menge die Schilder usw. herunter, warf die Fenster ein und zerstörte einige britische Kraftwagen. Die spanischen Behörden haben angesichts dieser starken Empörung der Bevölkerung und zur Vermeidung von Ausschreitungen den Belagerungszustand über den Stadtbezirk von Tanger Der» düng der von TDegifdjen Re« er schwedischen iaß die lieber« atsangehöriger n Staates im . Gesandtschaft produktiv gestimmt, habe ich wahrhaftig nie unter besseren Bedingungen gearbeitet —" „Freut mich zu hören. So hat die alte Hütte doch noch mal was Gutes gestiftet. Mein Papa sagte auch immer, er habe seine besten Stunden, wenn er droben fei." „Ich bitte — das begreife ich vollkommen! Und, wenn ich nicht zu heftig mit der Tür ins Haus falle — ich kam heute eigentlich mit einer gewissen Frage —" „Schießen Sie los, Derehrtester!" Fehr füllte ihm das Glas. „... der Frage nämlich, ob Sie es wohl über sich gewännen, slch von dem Häusel ganz und für immer zu trennen. — lieber den Preis würden wir ohne Schwierigkeit einig werden." Christian Fehr hob die weißen Augenbrauen. Nanu? Die Jagdhütte verkaufen? — Aber das kam ja wie gerufen! Nichts anderes aus feinem ganzen Besitz hätte er so leichten Herzens hergegeben ... „Wollen mal sehen, lieber Herr Fontana —", antwortete er: „Aber ich fürchte, ich fürchte. Sie machen sich Illusionen. Auf die Dauer wird es doch nichts für Sie fein. Dazu ist es zu einsam." Natürlich — natürlich könne er nicht dauernd dort wohnen, erwiderte der Komponist eifrig: das bringe feine ganze Existenz so mit sich — er sei an die großen Städte gebunden, an Wien und Berlin vor allem —, schon aus geschäftlichen Gründen, wegen der Theater, Verleger und Agenten. Aber — er würde sich unendlich glücklich schätzen, hier immer eine Zuflucht zu besitzen. In der er ein paar Monate des Jahres ungestört vom Lärm der Wett arbeiten könnte. — Und er fordere den Baron auf, lich's einmal ernsthaft durch den Kopf gehen zu lassen. Fehr war der Antwort überhoben, denn Fabian trat leise hinter seinen Stuhl und brachte auf dem silbernen Tablettchen aus der Diele ein Telegramm. „Von Ulla!", schoß es ihm sofort durch den Kopf. Und um Entschuldigung bittend, riß er es au£ Nein, es war nicht von Ulla. Es kam aus Dres- Die Geschichte der Unterwerfung Birmas — die Briten schreiben Burma — könnte als Musterbei- richt,». ion Bulgarien i|terpräfibenten Stellung. Die ndten Veckerle önig bekundete Haste Anteil« her. irflärt, Mellt. . hat sie heimlich fortgewollt .. tvird ja alles anders!" Und er schickte .»hen Gedanken zu Marion hinüber, k Arnold Fontana wartete in t Der feurige Ofen Boman von Hans von hülfen Englisches „Kuriergepäck" mit Sprengstoff Schwere Explosion in Tanger. ' Nen im fett «ahne? j® fttinlagen aue[ 16 He 8er. Englands wahres Gesicht Bon unserem B.-Berichterstatter. wieder am Zügel. Herzlich schüttelte er die Hand des Gastes, bat humoristisch um Entschuldigung — alles sei heute ein wenig durcheinander, feine Tochter habe plötzlich verreisen müssen, er selber fei in Nieder-Lappersdors aufgehalten worden: ,^d) hoffe nur, daß wir etwas Ordentliches zu essen und vor allem zu trinken bekommen —" • Der Komponist hatte indischen durch seine stark spiegelnde Hornbrille die Sammlung betrachtet; mit der ihm eigenen Lebhaftigkeit und Interessiertheit bewunderte er einzelne Stücke; Fehr gab Aufklärungen, froh, von Dingen reden zu können, die ihn von seinen Gedanken ablenften. Er erzählte, daß er den Grundstock der Sammlung ererbt, sie aber selber auf den jetzigen, ziemlich stattlichen Umfang gebracht habe. Sie sei eigentlich die einzige Leidenschaft seines Lebens. „Eine im ganzen freilich wohl I zu kostbare Leidenschaft." Er öffnete die Glastüren, j holte behutsam einige schöne Stücke heraus, ein; grünes venezianisches Trinkglas aus dem 15. Jahrhundert, eine böhmische Glaskanne, französische Bakkaratgläser, um sie vorzuweisen; inzwischen hängt. Nach Meldungen aus Madrid wird die Tatsache, daß ein englischer Dampfer in großen Mengen Kriegs- und Propagandamaterial in den spanischen Hafen zu schmuggeln versucht hat, auch in amtlichen Kreisen als Beweis dafür angesehen, daß d i e Engländer die spanische Oberhoheit in Tanger mißachten. Man nimmt mit Bestimmtheit an, daß der englische Schlepper „Res- cue", der in Tanger ein bekanntes Schiff ist, schon viele solche gefährlichen Ladungen nach dort Ss -S Atz K' .-Hx ist die v iot« der ff*» 5? Tanger, 8. Februar. (Europapreß.) Eine hes- tige Explosion ereignete sich Freitagabend am Quai des Hafens von Tanger. Die Explosion, die 14 Tote und 20 Verletzte forderte, ist darauf zurückzuführen, daß im englischen Kuriergepäck Spreng st off nach Tanger ge- schmuggelt wurde. Bei der Landung des britischen Schleppers „R e s c u e" explodierte eine mit Sprengstoff gefüllte Kiste durch unvorsichtiges Hantieren. Außer den Derladearbeitern wurden am Kai herumstehende Personen in Mitleidenschaft gezogen. Andere englische Gepäckstücke, die durch die Explosion beschädigt wurden, enthielten Flugblätter^ in arabischer Sprache, durch die die Bevölkerung von Spanisch-Marokko zum Aufstand g e. g-t n Spanien aus gehetzt werden sollte. Auf diese Weise wurde festgestellt, daß die Briten die ihnen großzügig von Spanien eingeräumten und weiter ^ugesta'ndenen alten Privilegien in Tanger verletzten. Die Explosion war so heftig, daß drei in der Nähe befindliche Autos zerstört und das spanische Zollhaus am Kai stark beschädigt wurde. Der Dvrfaltt der feine Parallele in dem Ueber- griff in dem^panischen Hafen Fernando Po vor Monatsfrist findet, wo britische Kriegsschiffe dort friedlich vor Anker liegende deutsche Schiffe unter Verletzung der spanischen Neutralität beschossen, hat überall in Spanien, besonders aber in Tanger, größte Empörung hervorgerufen. In Tanger kam es zu einer Massendemonstration. Tausende von Arabern und Spaniern durchzogen mit marokkanischen und spanischen Fahnen die Straßen der Stadt und brachten Hochrufe auf General Franco und auf den Kalifen und Neder- rufe auf die britischen Attentäter aus. In dem Zug wurden große Transparente mitgeführt, die Auf- chriften trugen wie „Tanger protestiert gegen das gemeine Attentat der Briten" und „Tanger befindet ich nicht im Kriege". Der Demonstratio ns zu g, an dessen Spitze die Vertreter zahlreicher städtischer Behörden marschierten, machte vor dem Gebäude der Tanger-Delegation des Hohen Kommissars halt. Die Führer der Delegatton übermittelten dem spanischen General Uruarte und dem Pascha der Stadt die Forderung der Menge nach schärfiter Bestrafung der Schuldigen an dem Munitionsschmuggel. Einzelne Gruppen der Menge, darunter die Angehörigen der bei der Explosion getöteten Araber, demonstrierten vor britischen Geschäften, wobei Steine gegen die Schaufenster geschleudert wurden und die Polizei einschreiten mußte. Wie das ita- Das neue ägyptische Kabinett. Ankara, 8. Februar. (Europapreß.) Der neue ägyptische Ministerpräsident Nahas Pascha hat sein Kabinett gebildet. K o n i g F a r u k hat die ihm von Nahas Pascha vorgelegte Ministerliste angenommen, worauf noch am gleichen Tage die neuen Minister vereidigt wurden. Nahas Pascha übernimmt auch das Innen- und Außenministerium. Das Finanzministerium hat er Obeid Makram Pascha übertragen, der schon mit Zaglul, dem Gründer der Wafd-Bewegung die Verbannung auf den Seychellen und auf Malta geteilt hat. An die Spitze des Verkehrsministeriums ist Mohammed Sabrik Abdul Alan berufen worden. Als Minister für die nationale Verteidigung nennt die Mimsterliste Aswan Muharram. Drei Ministerien sind weggefallen bzw. in die Ressorts anderer Minsterien übernommen worden. Tleuer türkischer Botschafter in London. Istanbul, 8. Febr. (DNB.) Der bisherige Abgeordnete des türkischen Parlamentes Rauf O r • bar) ist zum türkischen Botschafter in London ernannt worden Der bisherige Botschafter Rueschtue ist in den Ruhestand versetzt worden. geköpft und die Kopse öffentlich zur Schau _______ Am 1. April 1937 trat die Abtrennung lirmas von Indien in Kraft, aber praktisch änderte sich an der bestehenden Rechtlosigkeit der Birmesen in neuerer Zeit sich auch stärker in politische Fragen eingeschaltet haben. So konnte es nicht wunder- nehmen, daß der jetzt von den Briten gefangen- gehaltene Ministerpräsident U Saw, ein weitblickender und um das Wohl seines Landes besorgter Mann,'bereits im November o. I. nach der famosen Atlantik-Erklärung Churchills und Roose- velts die Forderung stellte, die in dieser Erklärung gemachten Versprechungen auf Birma unverzüglich anzuwenden, um dem Land wirklich die Freiheit zu geben. Was U Saw erreichte, der nach London fuhr, um dieser Forderung mehr Nachdruck zu geben, ist bekannt. Er wurde mit leeren Versprechungen, ja, mit offensichtlichem Hohn abgewiesen und unter fadenscheinigen Vorwänden daran gehindert, in sein Land zurückkehren zu können. Die Gründe liegen auf der Hand. Birma ist zunächst einmal eines der ältesten Oelländer der Welt. Benangyaung, südwestlich von Mandalay, war schon mehrere Jahrhunderte eine Oelstadt, ehe Captain Cox dort im Jahre 1798 nicht weniger als 520 aktive Delquellen vorfand. (Man vergleiche die 'Jahreszahl mit der des „friedlichen" Erwerbs eines Stüjtenftrei'fens des Landes!) Bis vor wenigen Jahren war das Oelgebiet am mittleren Jrawadi das größte des britischen Emvires, das inzwischen von Trinidad übertroffen worden ist. Da aber das Oei auf Trinidad von nordamerikanischen Konzernen auggebeutet wird, das Del Birmas aber von dem britischen Shell-Konzern, hatte England schon „wichtige Eründe", um U Saw die kalte Schulter zu zeigen. Außerdem ist Birma ein von Natur reiches Land, das gleichermaßen mit fruchtbarem Boden wie mit industriellen Rohstoffen und Bodenschätzen ausgestattet ist. Die Reisausfuhr nach Indien spielt eine außerordentlich wichtige Rolle, da das übervölkerte Indien einen starken Zuschußhedarf an diesem wichtigsten Nahrungsmittel hat. Aber außer Oel und Reis wird in Birma noch Blei und Bleierz in beträchtlichen Mengen abgebaut, jährlich rund 8000 Tonnen Kupfererz und über 3000 Tonnen Wolfram gewonnen, von den reichhaltigen Silber» funden und der weltbekannten Rubinfckürfung nicht zu sprechen. Birma ist also ein außerordentlich wich- tiger Rohstoffproduzent, der in erster Linie Indien versorgt, das nicht weniger als 60 v. H. der Gesamtausfuhr, also den größten Teil der Reis-, Erdöl- und Holzerzeugung Birmas auf nimmt. Die Inder haben — entsprechend der nicht besonders entwickelten wirtschaftlichen Fähigkeiten der Birmesen — auch sehr starke Kapitalinteressen in Birma. Ihre Investierungen stehen an erster Stelle. Der größte Teil des hochwertigen Landes im Süden und besonders um Rangun ist in indischen Händen. Von 10 Millionen acres fruchtbarsten Ackerlandes hat die reiche ndische Jetttarsekte allein rund 5 Millionen in ihren Besitz gebracht. An zweiter Stelle kommen die Engländer, deren Kapitattnterefsen vor allem im Bergbau und in der Oelindustrie sowie in der Teak- holzausbeutung liegen. Wenn man diese wirtschaftspolitischen Zusammenhänge kennt, ist es auch nicht schwierig, zu begreifen, daß England gar nicht daran dachte, den bisherigen Status Birmas aufzuheben und ebenso wie es im Jahre 1885 den letzten birmesischen König Thee-Baw gefangensetzte, heute den Minister- präfioenten U Saw „in Sicherheit" gebracht hat. In- zwischen hat aber der ostasiatische Krieg auch diese Probleme auf eine ganz neue Ebene verlagert. Wenn dieser Bericht in Deutschland erscheint, ist es nicht ausgeschlossen, daß die Japaner und die mit ihnen verbündeten Thailänder bereits vor Rangun stehen oder es schon erobert haben. Damit ist der nicht nur in letzter Zeit außerordentlich wichtige Verbindungsweg mit Tschungking völlig blockiert, der in den letzten Jahren ein weiterer Grund, war, Birma die Selbständigkeit vorzuenthalten, sondern mit diesem Ereignis würde auch ein neues Kapitel in der Geschichte dieses Landes beginnen, das anzudeuten wohl noch verfrüht sein dürfte. toi können... Ader gerade das hatte sie wahr- kheinlich nicht gewollt! Eine Demonstration hatte 1« vorgehabt — eine Demonstration gegen den eigenen Vater...! Lieblich...! Was war aus der feinen Ulla von einst geworden? Unter diesen ärgerlichen Gedanken stieg er die treppe hinab. Ihm graute insgeheim davor, den -tnzen Abend mit dem ziemlich fremden Mann...... —........ ■Jein zu fitzen. Er liebte es nicht, wenn feine paar übrigens, das er aus Wien mitgebracht, um Ifrau am Tisch war. „Jetzt rächt sich's", dachte er, dos Fest vergnügt zu verleben. (..Vergnügt", dachte i^aß ich sie so egostisch hier festgehalten habe.: Fehr.) In Wien war er gewesen, und vorher in ffenmer hat sie heimlich fortgewollt ... Na, bald Berlin und in Mailand und Zürich, wo er Auf- schickte einen Herz- führungen seiner Werke beigewohnt hatte. Drei lüber. ziemlich turbulente Wochen! „Aber nun bin ich -------- uv.huhu UA.UCU ... der „Galerie", dem heilfroh, wieder in Ruhe arbeiten zu können ... ^ggestreckten Anbau mit den sieben schmalen Fen- Wissen -Sie, lieber Baron, Sie köynen es sich gar ■fern, in dem die Gläsersammlung untergebracht1 nicht vorstellen, was Sie mir angetan haben, als ■Br. Fadian hatte in den Vitrinen das elektrische Sie mir das entzückende Häusel überließen. Ich k«cht eingeschaltet, wie immer, wenn Gäste kamen, i habe mich niemals, ohne Uebertreibung, so wohl ? Mit dem Augenblick, da Christian Fehr die gefühlt, wie dort im ewigen Singen der Wälder fvhwelle überschritt, hielt er sich, nach feiner Art, I und des Schnees, |a> fo direkt zu jeder Stunde lachte, als Londoner Zeitungen in sensationellster ffufmachunq berichteten, daß König Thee-Baw mißliebige Hofbeamte zur Belustigung der Einwohner- jhaft in einer Arena durch Elefanten niederttam- peln lasse. Jetzt brauchte man nur einen Vorwand, um zugreifen — in der britischen Ausdrucksweise: „befreien" — zu können. Er wurde gesunden, als iine britische Gesellschaft, die in Oberbirma Teakholz schlagen ließ, die Verträge brach und nur einen Zruchteil des geschlagenen Holzes angegeben hatte. Als die birmesifche Regierung lonale Einhaltung hrr Verträge forderte und auf Nachzahlung drang, mürbe diese mit zynischer Offenheit abgelehnt, wo« rauf Mandalay die britische Niederlassung sperren lieft und jede weitere Tätigkeit von der Erfüllung her Verträge abhängig machte. Das war für die Briten endlich der gewünschte Fall. Transportschiffe mt Truppen fuhren, von Kalkutta kommend, den Jrawadi hinauf bis zur Hauptstadt des Landes, Men den König gefangen, knüppelten den völlig mzureichenden Widerstand nieder und erklärten kurzerhand gleichwertig mit der Verkündung der Einbeziehung Birmas' alle Freiheitskämpfer als iiten und Räuber, die massenweise exekuttert m. Damit hatte England im Jahre 1885 sein dem Land die „Freiheit" zu bringen, erreicht, n muß man wissen, daß die Birmesen als histen ein außerordentlich friedfertiges und jenseitigen Dingen und geistigen Interessen oandtes Volk sind. Trotzdem haben die Bir- i seit den Montague-Chelmsford-Reformen für n immer wieder die Loslösung von Indien den, da sie eine von den Indern völlig ver- ene mongolische Rasse mit anderer Sprache, ion und anderen Gebräuchen sind. Durch die Innung Sectton 46 des Government of Jndia Dpn 1935 erhielt Birma endlich den Status iftner „autonomen" Regierung, ähnlich der den indischen Provinzen gewährten Autonomie. Birma wurde eine britische Kolonie. Als vor einigen Iahen wieder eine Unabhängigkeitsbewegung auf- lockerte, wurden die Aufrührer nach alter Praxis 066 tte Vrui' nn oruKii ouhiiu 1 hr • tefie i Ml für britische Heuchelei und Brutalität gelten, er'- Denn in der englischen Geschichtsschreibung wurde mipriUnb bann hier nicht etwa ein selbständiges, friedfertiges und et, ne rollt Sv auf eine uralte Kultur zurückblickendes Land mit (L..M einen, allen Mitteln politischer und wirtschaftlicher Prak- RjMeit ^7 nken vergewaltigt, sondern wieder einmal einem ^,e9es j^l( „unterdrückten Volk" die „Freiheit" gebracht, was e Hngland nach der Beseitigung des Königreiches so oefitand, daß es sofort daran ging, die reichen • Bodenschätze des Landes auszubeuten und Birma ljh. (einem indischen Besitz einzuverleiben. Begonnen bpr o Derlieli hatte der Erwerb hinterindischen Besitzes bereits lim Lahre 1824, als nach altbewährter Methode ro <>ei,3 bej zunächst von den Briten ein Küstenstreifen besetzt hnh^berl ourde, den man in späteren Kämpfen erweiterte auf i und im Jahre 1862 der „Chief-Commissionersbip Uli Qfl allen pntish Burma" unterstellte. In ihrer grenzenlosen cov i Cin« Nenschenfreundlichkeit wollten die Engländer da- 'dNlqtet inals nur „Leib und Leben der Bewohner" schützen, wugtöerf । Agz sie nicht daran hinderte, das hinter dem Kü- WlenLi iteagebiet liegende Land als ,chrittfches Interessen- ^Ulht enjJ (gebiet" zu betrachten. Die Interessen stellten sich h britii(hen i^nn auch sehr bald ein. Die reichen Bodenschätze ourch bie 3irmas lockten- die Auguren in London lächerlich 'IWoffenem und schon erschienen in der britischen Presse Mel- riil Notwass.^ düngen über angebliche Grausamkeiten, die der da- I 3* fnlt . " a. Oahia a a - fO n n n n’t l hnhan (riffln unb der Ausbeutung und Unterdrückung des Lanes nichts, im Gegenteil, die Engländer hielten es ogar für angezeigt, die Buddhisten Birmas von en Hindus Indiens zu trennen, um das Land so eichter regieren zu können. Aber in diesen rund 15 Millionen Menschen, die im 18. Jahrhundert ns den beiden Reichen Arakam (Unterbirma) und ßlwa (Dberbirma) zum Birmanischen Reich zusam- inengeschlossen wurden, lebt ein sehr altes, aus der .....DOit Mütezeit des 11—13. Jahrhunderts stammendes ne,,; tote Anabhängigkeitsbewutztsein, das vor allem dadurch E' r :nl Äahrung erhält, daß die buddhistischen Priester, die ^Liheren* !inen sehr großen Einfluß besitzen und praktisch das ihm als p9 gesamte Geistesleben des Landes beherrschen, onen,» * f tote tinf'l® I 11 o Diele ff 1 idjti ju I L die 15 der 10/ i tjAf UCl ÜUIVII uvwt C.W ytuzt c.l p-l. habe um drei Uhr ejn Telegramm bekommen, tna*pe hastig gepackt lV_ ..... V' .7 GeVohM§b , lhreiben. Für das ibt und, .georbnet, wie immer... „Riemchens" altes, fal- Mes Gesicht war undurchdringlich. I Fehr wurde es höchst unbehaglich zumute. Ulla — art! Und auf eine Depesche hin? W.as bedeutete dos? Was braute sich da zusammen...? Wohin tonnte sie gefahren sein...? Das war doch keine Art, so Hals über Kopf... Sie wußte doch, daß er hüben bei De mb l in saß, und hätte ihm telephonie- Aus der Stadl Gießen. „(Sine Frucht, gesund und rund..." Die Verse von Matthias Claudius zum Preis der Kartoffel, die so „schon rötlich sind und weih wie Alabaster", sind heute, da wir die Knollenfrucht als eines unserer wertvollsten Nahrungsmittel wieder nach ihrem Werte schätzen, wieder sehr bekannt geworden. Doch, Claudius war nicht der einzige Dichter, der die Kartoffel besungen hat. Auch der Schwabe Karl Gerok hat an ihr sein besonderes Gefallen gefunden und hat ihr einen hübschen Vers gewidmet: „Blühendes Kartoffelkraut, / sanft vom Sommerwind umkost, / immer wenn ick dich geschaut. / warst du mir ein Augentrost! / Mit der Büsche Laudgezelt, / mit den Blüten rötlichblau, / hebst du wie ein Blumenfeld / dich hervor aus grüner Au. / Unter dir im Erdengrund / wächst will- Verdunkelungszeit: 9. Februar von 19.20 bis 8.19 Uhr. komrn'ne Hausmannskost, / eine Frucht, gesund und rund, / alt und jung ein Magentrost ...". Die beiden Dichter sind sich also über den Wert der Kartoffel für den Menschen einig, obwohl sie von den neuen ernährungsphysiologischen Erkenntnissen unserer Zeit, von Vitaminen und Mineralsalzen, ixichts gewußt haben. Um wieviel mehr haben wir, die wir um diese Vorzüge wissen, Grund, sie nach Gebühr zu schätzen. Die braune Knolle ist nicht nur sättigend, sie ist auch von hohem gesundheitlichen Wert, weil sie fast mit allen Stossen ausgestattet ist, deren der Mensch zur Erhaltung feiner Leistungsfähigkeit bedarf. Dazu ermöglicht sie so vielerlei Zubereitungsarten, daß man ihrer nie überdrüssig wird. Voraussetzung für die gesundheitliche Ausnutzung der Frucht ebenso wie für die Erschließung ihres vollen Wohlgeschmacks ist die richtige Zubereitung. Das Schälen vor dem Kochen beraubt sie gerade ihrer wertvollsten Bestandteile, weil bei ihr nicht nur die an basischen Mineralien und Ergänzungsstofien reichen, sondern auch die eiweißhaltigen Zellen so dicht unter der dünnen Schale liegen, daß sie beim Rohschälen mit entfernt werden. Außerdem lost das Kochwasser dann noch die übrigen Stoffe. Kocht man jedoch die Kartoffeln in der Schale, so wird eine Auflösung der Werkstoffe vermieden, Geschmacks- und Duftstofse bleiben ebenso erhalten, wie die Vitamine und Mineralsalze. So holt man alles aus ihr heraus, was für Gaumen und Magen wertvoll und wichtig ist. Zur volkswirtschaftlichen Pflicht, den Schälverlust zu vermeiden, gesellt sich der gesundheitliche Vorteil. Es ist irrig zu meinen, daß zu bestimmten Speisen, z. B. Kartoffelbrei; Eintopf usw. die Kartofseln geschält werben müßten. Sie lassen sich durchweg auch aus Pellkartoffeln heritellen. Die noch beiß abgewogenen Pellkartoffeln lassen sich zum Brei ebenso durch die Maschine treiben und weiter verarbeiten wie roh geschulte und bann erst gekochte. Nur wird der Kartosselbrei, der aus Pellkartofieln hergestellt w^rd, vollmundiger schmecken und mehr Nährwerte enthalten. Zu Eintopfgerichten schneidet man die geschulten Pellkartoffeln in Scheiben, die mit den übrigen Zutaten in den Topf geschichtet werden. Obwohl nun das Gemüse roh in den Topf gegeben wird, während die Kartoffeln schon gekocht sind, zerfallen diese nicht, der Eintopf wird nicht „Mus^ In der Verwertung der Pellkartoffel müssen nur erst einige unzutreffende Vorstellungen überwunden werden, dann wird die Hausfrau merken, daß sie daraus wohlschmeckendere und gesundheitlich wertvollere Gerichte herzustellen vermag, als aus den ihrer besten Stoffe beraubten Schälkartoffeln. Für unsere Verwundeten. Das Oberkommando der Wehrmacht veranstaltete durch die NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" im Laufe der vorigen Woche in einem Lazarett eine Filmvorführung. Der Film „Die Julika" war den Verwundeten eine schone Unterhaltuna. In drei Lazaretten zeigte Lehrer Appelmann im Auftrage der Kreisbildstelle einige Filme. Interessant und lehrreich waren „Holzabfuhr in den bayerischen Bergen" und „Pferdezucht in Arizona", während der Puppenfilm „Das Gruseln erlernen" die Verwundeten sehr belustigte. den und enthielt die Nachricht, daß man feinen brieflichen Vorschlag im Prinzip annehmen, und daß morgen mittag Direktor Bönike nach Lappersdorf kommen werde. „Gott sei Dank!", dachte er erleichtert: „Nicht Abb eg, wie das vorige Mal!" Und steckte die Depesche zu sich. — Er hatte, seit er am Dienstag früh den Eilbrief, das Resultat seiner nächtlichen Rechnereien, zur Post geschickt, sich neben allen anderen unangenehmen Vorstellungen auch mit der herum- ne sch lag en, daß möglicherweise dieser gräßliche Abbeg kommen würde, um zu verhandeln. Und er hätte es nicht vermeiden können, so unsympathisch ihm der Gedanke auch war. — Also nur Bönike und nicht der „Raubfisch"! Gut, dreimal gut! Von diesem Alpdruck befreit zu sein, machte ihm heitere Laune, und so verlief der Abend tn angenehmem Gespräch. Mehrmals stellte Fehr bei sich ausdrücklich fest, daß der Wiener eigentlich „ein Mir passabler Mann" sei, den man sich schon als „Nachbarn" wünschen konnte. Uebrigens kannte er ja Marion — ach. Marion —! Als hätte er diesen geheimen Gedanken erraten, sagte Fontana: „Wir sprachen doch seinerzeit, im Oktober, von der Brakel in München. Erinnern Sie sich, Baron? Die Sängerin? — Ich habe ihr neulich geschrieben, wollte ihr mein aufrichtiges Bedauern ausshrechen, daß man ihr micht die Hauptrolle in meiner neuen Operette gegeben hat. Aber ich habe keine Antwort bekommen." ,Kann ich gut verstehen Herr Fontana." Fehr blinzelte ihm listig zu: „Fräulein von Brakel ist nämlich nicht mehr in München." „Nanu? — Sie war doch für die ganze Spielzeit engagiert..." „Ja. — Aber es hat irgendwelche ernsthafte Differenzen gegeben. Sie hat den Vertrag gelost und ist fort. Und kehrt auch nicht mehr zurück." „Noch München?" „Weder nach München noch überhaupt zur Bühne." (Fortsetzung folgt.) einer zuletzt sehr lebhaft. Hans Thyriot. des Ausganges gehabt, weil der 0503 »W Wir haben uns verlobt C Hamburg 0504 GLORIfll Heute Montag Erstaufführung! Etwas für Sie! Zeitungsträgerin gesucht. 517D Verlag des Gießener Anzeigers Inge Lünstedt Franz Ritsert Leutnant der Marine Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 Pfennig! Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERAL MÜNCHEN J 27/547 Gießen Wiesen-traSe 2 Für die Abstellung der Möbel einer gröberen 4-Zimmerwohnung geeignete Lagermöglichkeit, mögl. größeres Leerzimmer gesucht. Schriftliche Angebote unter 525D an den Gießener Anzeiger. Klingeis Elemente eingetroffen Carl Schunck BahnhofstraßeCG Die Wiedereröfsnung des Theaters geschah mit der dreiakligen Operette „Das Spitzentuch der Königin" von Johann Strauß, die in der musikalischen Neubearbeitung von Karl Pauspertl in jüngster Zeit durch den Rundfunk wieder in Aufnahme gekommen ist. Das Libretto von O e st e r - reicher und Wilhelm bestreitet die für drei Akte nicht eben Handlungsreichs Fabel mit dem galanten und bis zuletzt ein wenig ominösen Requisit des königlichen Spitzentuches: ein Wiener Erzherzog schickt das kostbare Angebinde, zärtliche Erinnerung an eine vergangene Liebesgeschichte, einer Münchener Prinzessin, damit die es ihrem Verlob- Karten zu HM. 1.55, 2.05, 2.80 und 3.55 Vorverkauf wegen Schließung der Geschäfte am Montag bis zum Dienstag, dem 10. Febr. 1942, einschließlich verlängert. (Musikhaus Chai lier, Neuen weg 10, Ruf 2671). Keine Abendkasse! 522 D irungsgemäß immer schon von den wartenden Fahrgästen vor dem Einsteigen ergriffen werde. Die Vertreter der Straßenbahn wandten ein, der Unfall sei auf höhere Gewalt, nämlich auf ,bie Verdunkelung, außerdem aber auf eigenes Verschulden des Mannes zurückzuführen; der Wagen sei noch nicht an der Haltestelle gewesen, habe auch noch nicht gehalten, und der Verunglückte habe die allgemeine Verkehrsregel „linke Hand am linken Werke von: Corelli, Caubatz, Mozart Beethoven und Schubert. Ausführende: Das Städtische Orchester. Solisten: Gabriele Possinke und Hans Lott vom Theater der Universitätsstadt Gießen. Dirigent vOtto Söllner. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Ehepaar sucht besseres möbliertesZimmer mit Zentralheizung. Schriftliche Angebote unter 526D an den Giebener Anzeiger erbeten. PPLPST Giessen. ■ Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche und unfaßbare Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser braver, hoffnungsvoller Sohn, mein einziger lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Enkel, Pate und Nelle Friedrich Schieferstein Obergefreiter in einer Fahrkolonne bei den harten Kämpfen im Osten nach kurzer, glücklicher Ehe, im blühendem Alter von 28 Jahren, am 16. Dezember 1941 für Führer, Volk und Vaterland sein Leben gegeben hat. — Wiedersehen war stets seine und unsere größte Hoffnung. Wer ihn gekannt, wird unseren Schmerz ermessen. In tiefem Schmerz: Lydia Schieferstein, geb. Zimmermann Friedrich Schieferstein und Frau Kath., geb. Weller Uffz. Wilhelm Schieferstein, z. Z. bei der Wehrmacht Familie Friedrich Zimmermann Wilhelm Weller und Frau Kath., geb. Faber Lina Höchst und alle Verwandten. Lützellinden, Hochelheim, Klein-Rechtenbach, im Februar 1942. 521 D Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden beim Heimgange meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Georg Dietrich sagen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Becker für die trostreichen Worte. In tiefer Trauer: Elisabeth Dietrich, verw. Helbing, geb. Jung Hans Dietrich Familie Edmund Helbing. Gießen, den 9. Februar 1942. Gestern früh verschied nach einem arbeitsreichen Leben im 67. Lebensjahr nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Christoph W agner V. In tiefer Trauer: Fran Katharine Wagner, geb. Nicolei Maria Wagner El sabethe Bör.ng, geb. Wagner, n. Familie Fritz Wagner. Großen-Buseck, den 9. Februar 1942. Die Beerdigung findet am Dienstag, 10. Febr., 14 Uhr statt. 523 D WH W- KONZERT zum Tag der Deutschen Polizei 1942 am Donnerstag, dem 12. Februar, 19.15 Uhr im Theater Statt Karten! Danksagung. Die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem uns betroffenen schweren Verlust unserer lieben Entschlafenen Frau Hanna Blaß, geb. Rühl machen es uns unmöglich, jedem einzelnen zu danken. Wir bitten daher auf diesem Wege unseren innigsten Dank entgegen zu nehmen. In tiefer Trauer: Dr. Karl Plafi, Apotheker Wilhelm Rühl und Frau Toni, geb. BrUckmann. Gaggenau in Baden, Gießen, 7. Februar 1942. __524 D Statt Karten! Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden, sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Becker beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Marie Sommer, geb. Gontrum sagen wir auf diesemWege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Wagner, geb. Sommer Elenorchen Sommer Hermann Sommer, z.Z. im Felde August Wagner Lina Sommer, geb. Damm. Gießen, den 9. Februar 1942. Die Aufführung, von Herrn Payer gefällig und mit üppiger Ausstattung in Szene gesetzt, wurde von Herrn Söllner sehr akkurat, mit schmelzender Hingabe des Orchesters an den Dreivierteltakt, dirigiert. Sehr hübsch geriet bildmäßig und tänzerisch der von Ballettmeister Volpert geführte große Spitzenwalzer zu Beginn des zweiten Aktes. Die von Herrn Hergert einstudierten Chöre klangen sauber und füllig. Die stilgerechte Raumgestaltung hatte Herr Löffler entworfen; besonders das Salzburger Straßenbild in der Abendbeleuchtung hatte eine Spitzweg-Stimmung von ausgesprochenem Reiz. Gabriele Possinke sang spritzig und kokett mit hellem Sopran die Salzburger Primadonna Rosette Falcari, Herr Sattler, stimmlich etwcrs gedeckt, am ergiebigsten in der Mittellage, den Nikolaus von Tomba, eine kavaliersmäßig repräsen- table Erscheinung. Annemarie Schwind als Wirtin zur „Goldenen Gans" und Herr Kraß als Baron Enzian fanden mit dem in munterer Spiellaune gebrachten volkstümlichen Duett besonderen Anklang'; auch das moderner au'gemachte Terzett (Possinke. Schwind, Kratz) zuletzt mußte wiederholt werden. Das Münchener Hochzeitspaar spielten anmutig und höfisch Ansa Rau und Herr Ludwig: Hilde Kneip als resolute Fürstin^Mutter und Herr Bergmann als trottelhafter Polizeidirektor brachten die Besucher mit bewährten Pointen zum Lachen. — Das Haus war vorzüglich besucht, der Beifall heit gemäß aus besonderer Vorsicht die rechte Hand am rechten Griff linke Griff erfahr Nanhlöooo von3bis20v-H-erha,tenSJebeiwieder- wacniasse holten Veröffentlichungen einer Anzeige! Theater der Universitätsstadt Gießen Johann Strauß: „Oas Epitzentuck der Königin". Wer übernimmt die Agentur einer illustrierten Zeitung und die Belieferung der Bezieher? Meldung bei lsoM Schriever.Bismarckstr.6II. und DerVetdmkellWMnfall auf der Straßenbahn Eine grundsätzliche Entscheidung des Reichsgerichts. ten als Talisman vor der Hochzeit überreichen kann. Der Leutnant von Tomba, der das delikate Stück in einem Parforceritt ins benachbarte „Ausland" bringen soll, hat aber seinerseits unterwegs in Salzburg eine Herzensaffäre mit einer zur Bühne gegangenen Komteß zu bestehen, gerät ganz unschuldig in Spionageoerdacht, da man hinter dem sorgfältig verwahrten Ueberbringsel geheime Dokumente vermutet, und kommt natürlich zu spät nach München. Der dritte Akt erhält seine heitere Pointe in dem Umstande, daß außer dem echten zwei eilig als Ersatz beschaffte Spitzentücher „der Königin" auftauchen, was aber zum Glück weder die Hochzeit der Prinzeß noch die Verlobung des inzwischen von schnödem Verdacht gereinigten Kuriers mit der Salzburger Sängerin verhindert. — Musikalisch lebt die Operette fast gant von dem neuerdings recht bekannt gewordenen Walzer, der wie ein Leitmotiv durch die Partitur geht und im Mittelakt auch ballettmäßig dankbare Anregungen gibt. Griff" beachten müssen. In den Dorinstanzen war der Witwe auf Grund der Sachlage die Hälfte des vollen Schadenersatzes zugesprochen worden. Die Revision gegen diesen Spruch wurde vom Reichsgericht (VI 47/41) ab gewiss en. Die oberste Instanz stellt grundsätzlich fest, daß für den in ihrem Betriebe geschehenen UnglücksM die Straßenbahn- verwaltung bis zur Grenze der höheren Gewalt hafte. Als solche Grenze sei aber die infolge des Kriegszustandes vorgeschriebene allgemeine Verdunkelung nicht anzusehen, weil es sich dabei um einen die Allgemeinheit treffenden Zustand von längerer Dauer handele, auf den sich, wie jeder andere, auch die Straßenbahn einstellen könne und müsse. Andererseits unterstreicht die Begründung, daß die Verdunkelung an die Vorsicht j e d e s F a h r q a st e s erhöhte A n f o r . derungen stellt. Wenn die Verdunklungen von jedem, wie auch seine Haftung gesetzlich gestaltet sein mag, hingenommen werden müsse und niemand sich durch Berufung auf die Verdunkelung von der Haftung befreien könne, so zeige sich gerade darin die Gefahrengemeinschaft. Soviel allerdings sei richtig, daß die Verdunkelung nicht einseitig zu Ungunsten der Straßenbahn wirken könne. näheren Umgebung seien auf diese Möglichkeit, ihre Musikkenntnisse zu vertiefen, besonders aufmerksam gemacht. Schroeinemarft in Alsfeld. * Alsfeld, 9. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 29 Ferkel und Läuferschweine aufgetrieben. Es kosteten 7 bis 8 Wochen alte Ferkel 30 bis 35 RM., Läuserschweine 50 bis 60 RM. Nachfrage gering. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche und unfaßbare Nachricht^daß unser lieber, unvergeßlicher §ohn, mein herzensguter Bräutigam, unser lieber Bruder, Schwager, Schwiegersohn, Onkel und Neffe Ewa'd AIbach Unteroffizier in einer Nachrichten-Abtlg. am 3. Januar 1942 im blühenden Alter von 25 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten in treuer Pflichterfüllung den Heldentod starb. Wiedersehen war stets seine und unsere größte Hoffnung. Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren. In tiefem Schmerz: Ludwig Albach und Frau, Eltern Regine Müller, Braut Karl Röhn, z.Z. im Felde, u. Familie Familie Heinrich Röhn Familie Albert Albach Willi Albach, z.Z.im Felde,u. Familie Willi Krämer, z. Z. im Felde, u.Familie FamilieJacob Müller, Schwiegereltern und alle Angehörigen. Großen - Linden, Gladenbach, Leihgestern, Lang-Göns, Dernbach, den 7. Februar 1942. 520 D umfassen wird. Voraussetzung für das Zustandekommen ist eine genügende Beteiligung. Alles Nähere ist durch die Musikschule der NSG. „Kraft durch Freude", Schanzenstraße, zu erfahren, wohin auch die Anmeldungen zu richten sind. Es sei noch bemerkt, daß Anmeldungen nach Beginn des Kursus nicht mehr entgegengenommen werden können, da der Kursus eine geschlossene Einheit bildet. Es ist zu begrüßen, daß die genannte Musikschule ihre seitherige Arbeit des Unterrichts im Einzel- und Zusammenspiel durch den geplanten Kursus wertvoll erweitert. Die Musikfreunde unserer Stadt und der Das Reichsgericht hatte Gelegenheit, zu einem für die Verdunkelungsgefahren im Straßenverkehr allgemein interessierenden Fall Stelung zu nehmen. Ein Mann war in den Abendstunden, als die Verdunkelung schon eingesetzt hatte, mit der Straßenbahn gefahren und beim Absteigen auf dem Pflaster der Verkehrsinsel zu Fall gekommen. Dabei zog er sich erhebliche Verletzungen zu, an deren Folgen er starb. Seine Witwe verlangte nunmehr Schadenersatz von der Straßenbahngesellschaft. Sie behauptete, der Wagen habe gehalten, dann aber, als ihr Mann gerade auf die Verkehrsinsel hinuntergetreten sei, wieder angezogen. Dabei habe ihr Mann seiner Gewöhn- E>« SÄ M > be '•Ä Mr. 't Hi ‘fe h sh wiu-x' Hausgebiliin z. baldig. Eintritt gesucht. Io43c Dr. Mehl Ludwigstraße 28 Mündlich können 2iee5 tun1 wenigen lagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige • sagen Sie allen Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend hat Zutritt 519 A Bandsäge z. kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 0495 an den Gieß. Anz. Neuwertige (Damen)-Kehstiefei Gr. 40 41, z. kaufen geruckt. Sckr. Ang. unt. 0501 a. d. G. A. Elekiro-Jnnung Gießen Anmeldungen für die Gesellen- prütung t942 können nur noch bis zum 12. Februar 1942 angenommen werden. Die Mitglieder werden ersucht, auslernende Lehrlinge zur Anmeldung anzuhalten. Vordrucke beim Obermeister, lom .Kraft durch Freude". Vielfachen Wünschen der Musikfreunde Rechnung tragend, richtet die Musikschule der NSG. „Kraft durch Freude" Mitte Februar einen Kursus in Musiktheorie ein, der Harmonielehre, Formenlehre und Musikgeschichte Voraussetzung für das Zustande- te genügende Beteiligung. Alles Mietgesuche 2 leere Zimmer an alleinstehende Frau zu verm. Sckr. Ang. unt. 0500 a. d. G. A. I MnschiMna I slhrn Luftwaise I »ächte gegen § I Mh jetzt als £ I ii Nordasrika i | Wen? Wer w 16 in der itali I !>'cht flut um ei Iu> Verlegenheit ■Je öfter sich um so tL IN die Ang, IM, sondern g Überhaupt sow |{?r Angelsachse ■ Miel mit der ■ wunö dafür e |wit einer Mist |7Cn flegenüb ■Jw tonnte ni won empfind Inöil)reGi . Ammer miet teJber Seit nur der I^nGeis £ -6 mal J^t, hat man lar Indern in der Ich nicht oerfti Giti Stellenangebote Lagerarbeiter für sofort gesucht JoiiannMülierSCü, Horst-Wessel- Wall 44.0497 Kür Töpferte t vor öem Keinöe. Für besondere Tapferkeit vor dem Feinde erhielt Leutnant Ernst Lenz aus Gießen das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Das Eiserne Kreuz II. Klasse hatte er bereits bei früheren Kämpfen im Osten erhalten. Letzte Ruhestätte auf Krieger,nedhöfen für Kriegsopfer der Zivilbevölkerung. Die Opfer der Zivilbevölkerung, d. h. die durch Feindeinuurkung getöteten und infolge erlittener Verletzungen geworbenen, nicht zur Wehrmacht gehörenden deut,chen Staatsangehörigen |o- wie die Staatsangehörigen der verbündeten Mächte — mit Ausnahme von Personen jüdischer Rasse und solchen polnischen Volkstums — können auf Ehren- friedhö en bestattet werden, falls es die bestim- mungsberechtigten Hinterbliebenen wünschen. Wird im Rahmen der erforderlichen Einheitlichkeit der Grabzeichen ein Balkenkreuz (alte Kreuzform) gewählt, kann dieses auch mit einem kleinen Eisernen Kreuz geschmückt werden, und zwar auf dem oberen Balkenteil des Kreuzes. Auf Wunsch der Hinterbliebenen ist auch ein Grabzeichen in der Form des Eisernen Kreuzes gestattet. Da teilweise mit der Verlegung der Soldatengräber auf die endgültigen Krieaerfriedhöfe zu rechnen ist, werden die Opfer der Zivilbevölkerung innerhalb größerer vorläufiger Ehrenfriedhöfe auf einem* besonderen Teil bestattet. ** Waltraud Schüttler, die junge erfolgreiche Geigerin — ein Gießener Kind — wurde als Solistin der Philharmonie des Generalgouvernements mit Respighis „Concerto gregoriano“ außergewöhnlich gefeiert. Reichsminister Dr. Frank sprach der Künstlerin selbst seinen Dank aus und lud sie auf die Burg Krakau ein. Waltraud Schüttler wurde verpflichtet, in allen größeren Städten des Generalgouvernements zu konzertieren. Auch mit den „Wiener Symphonikern" wird sie das Werk Respighis im Herbst in Wien aufführen. In Kürze wird man die junge Geigerin im Konzertsaal ihrer Heimatstadt begrüßen können. ** Von der Musikschule der NSG. MM Ein herrliches Lustspiel mit Job. Riemann Carola Höhn Theo Lingen Grete Weiser Ursula Deinert Rudolf Platte Spielleitung: Jürgen von Alten JIeiicste*ll7o« |Ä, d-ß nB L5 oon enW |L Zeitnot »« Lf m«n Lntat n»d nls1 L »klärt man Ljen Ne un L Off*" ' Immen der Ac Lren M*16 |ju3 bester 2uei ■mittelbar aus ö Mmischen N.pi Lim später trm Igiel der betrefft [rr.djt in der vor |br Träger bief |H immer wie Mich selbst d ■trän schlimmsten Isich in ihr etwa« lau lassen ober et I ?ei dieser Eil Iritz der Miene lim entzlische »M dem aus Icenten der Pr »WashWon im V&inbmd ju ma I faltige Rustu! Il^en unb M Ipber grotzen | «fiten. Wie e I - Rom, daß d Um Zeitabschni I 'tungs- und so ■ üchnen, immer | eines aktuellen