4;^ zrettag, 9. Januar 19^2 Gietzemr Anzeiger 'erpost, Mbbenirops Besuch in Budapest Erfolgreiche deutsche Abwehrkämpfe Asere Kameraden an der Front haben nach Skiern gerufen! Mr geben sie ihnen gern' ? erlitt n Huf- nfel« selb geschaffen. Diese Tatsachen sind nicht verwunderlich, denn van jeher hat Washington auf die Länder des Orients sein Augenmerk gelenkt und dort Orga- * ni'sationen auf wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, ! kirchlichem und' erzieherischem Gebiet unterhalten. Daß die amerikanische Universität in Beirut als , bedeutendste Universität im ganzen Orient Anfang Dezember des Jahres 1941 ihr 75jähriges Jubi- ( löirm feiern konnte, beweist die enge Verbindung der Amerikaner mit Syrien und ihre Geschicklichkeit, unter der arabischen Jugend die amerikanischen Ideen zu verbreiten. Sie hegen die Hoffnung, daß drese Bemühungen um die Erziehung einmal Früchte tragen und die arabische Welt dazu bewegen werden, sich um die Dienste und die Kontrolle der Amerikaner zu bewerben. Die erwähnten Organisationen sind schon vor 1917 nach dem Orient getragen worden. Die Auf- klärungsarbeit der zahlreichen politischen Flüchtlinge, die wegen des Terrors der osmanischen Regierung das Land verließen und nach den 11521. arabischen Ländern ablösen und sah in Frankreich die einzige Großmacht, die diese Aufgabe für die Dauer bewältigen konnte. Dieser Mißerfolg entmutigte die Amerikaner nicht. Sie drangen in das Land ein. Ihre Schulen wurden immer zahlreicher, die Universität in Beirut erhielt Dollarspenden von vielen Millionen. Die amerikanische Anteilnahme wuchs noch mehr an, als der jüdische Einfluß in Washington stieg und die Äuden- siedlung in Palästina begann. In den Jahren 1933 bis 1936 sind riesige Geldmengen aus Amerika in Palästina investiert worden, und ohne dieses amerikanische Geld wäre es den Juden in Palästina niemals gelungen, den Arabern ihre Lqnüeroien zu rauben, landwirtschaftliche Siedlungen und Jndu- Lasten lassen sich im Winter leichter auf Schlitten transportieren als tragen. Unsere Soldaten benützen deshalb gern einen selbst konstruierten Hand- schlitten, um Munition nach vorn zu bringen — (PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Bauer sSch.j.) mittel an die unter den Kriegssolgen leidende Bevölkerung verteilen soll. Die USA. waren auch an den Vorgängen stark beteiligt, die zur Besetzung des Libanons und Syriens durch die Engländer führten. Der USA.-Konsul in Beirut, E n g e r t, spielte dabei eine besondere Rolle, und zwei amerikanische Militärmissionen, in denen sich auch die Generäle M a c w e l l und W h e e l e r befinden, haben nicht zuletzt die Aufgabe, die bereits bestehenden nord- amerikanischen Einflüsse zu festigen und das Prestige Washingtons zu heben. B u d a p e st, 8. Jan. (DRB.) Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hatte nach seiner Ankunft in Budapest mit dem ungarischen Ministerpräsidenten und Außenminister von Bardo s s y Besprechungen. Mittags war der Reichs« Berlin, 8. Jan. (DRB.) Im mittleren Teil der Ostfront erkannten am 7. Januar vorgeschobene deutsche Beobachter und Sicherungen stärkere Bewegungen bei den Bolschewisten, die auf Angriffsvorbereitungen schließen ließen. Panzerkampfwagen stießen vor und nahmen die bolschewistischen Einheiten unter wirksames Feuer, das dem Feind hohe Verluste zufügte. Der Vorstoß verhinderte den bolschewistischen Angriff. An einer anderen Stelle des mittleren Frontabschnitts war es den Bolschewisten infolge des hier zahlenmäßig besonders starken Einsatzes ihrer Kräfte gelungen, einen Einbruch in die deutschen Stellungen zu erzwingen. Die Einbruchsstelle war von den Truppen der hier eingesetzten deutschen Infanterie-Division a b g e r i e g e l t worden, am 7. Januar trat die Division trotz des Schneetreibens und tiefer Schneeverwehungen zum Gegenangriff an. Dem mit großem Schneid vorgetragenen Angriff konnte der Feind nicht widerstehen, er mußte unter schweren Verlusten an Menschen und Material das Kampffeld räumen. Auch eine Ortschaft, die von den deutschen Truppen zur Vermeidung unnötiger Verluste geräumt gewesen war, wurde wieder genommen. An anderer Stelle drang ein Oberleutnant mit fünf Paiizerkampfwagen in eine gut ausgebaute bolschewistische Stellung ein und kampste sich bis zu einer wichtigen Eisenbahnlinie durch. Trotz zähen bolschewistischen Widerstandes rollten die Panzer durch das tiefgegliederte Grabensystem und brachten drei bolschewistische Batterien zum Schweigen. Drei Panzerabwehrgeschütze wurden vernichtet, zwei Panzer erlagen den deutschen Panzergranaten. Ein Panzerzug wurde nach hartem Kampf vernichtet Dann sprengten Panzerpioniere die Bahnstrecke. , ± - Am Nachmittag des 7. Januar wehrte em Infanterie-Regiment i m S ü d a b s ch n i t t der DJt= front mehrere bolschewistische Angriffe erfolgreich ab Der Feind versuchte vergeblich, gegen das von dem Regiment besetzte Höhengelände anzurennen. Von ihren Stellungen herab empfingen die deutschen Soldaten die Bolschewisten mit gutliegendem Feuer das dem Feind schwere Verluste zufugte. Gegen einen in deutscher Hand befindlichen Brückenkopf unternahmen die Bolschewisten mehrere heftige Angriffe. Die deutschen Soldaten, die den Brückenkopf besetzt hielten, wehrten hartnäckig jeden An- Das Interesse Washingtons beschränkt sich aber nicht nur auf die christlichen Länder des Mittelmeeres, obwohl hier bereits seit langem enge wirtschaftliche Bindungen bestehen. In letzter Zeit war verschiedentlich auch davon die Rede, daß amerikanische Gruppen versucht haben sollen, Einfluß auf die englischen Oelinteressen Irans und Iraks zu gewinnen. Es läßt sich nicht feststellen, ob es den Amerikanern tatsächlich gelungen ist, größere Anteile der Jrak-Oil und Jranien-Oil Company für sich zu gewinnen. Man weiß nur, daß wegen des Mossulöls Verhandlungen im Gange sind, die wiederum darauf schließen lassen, daß die USA. ihre alten Träume von einer Basis im Mittelmeer wieder bewegen. Der Reichsaußenminister antwortete: Der Deutschland und seinen Verbündeten aufgezwungene Krieg ist nunmehr in eine entscheidende Phase eingetreten. Die Weltfronten sind abgesteckt. In einer beispiellosen, jeder staatsmännischen Vernunft widersprechenden Machtanmaßung und in der Erkenntnis der Unzulänglichkeit der eigenen Machtmittel haben sich England und die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit dem größten Feind der Menschheit aller Zeiten, dem bolschewistischen Mos^owiter- tum verbündet, um der übrigen Welt ihre unheilvollen Gesetze aufzuzwingen. Man sagt uns, daß die heutigen Machthaber in England und Amerika in ihrer verblendeten Leichtfertigkeit so weit gegangen sind, bei den stattgefundenen Verhandlungen dem Bolschewismus freie Hand in Europa zu versprechen, um die Sowjets zu immer neuen Blutopfern für ihre kapitalistischen Interessen zu bewegen. Aber die Schicksalsoerbundenheit, Einigkeit und Entschlossenheit der im Dreierpakt verbündeten Staaten wird alle solchen Pläne und Versuche ein für allemal zum Scheitern bringen. Gewaltiges ist schon durch die Tapferkeit unserer Soldaten erreicht worden. Sowjetrußland hat entscheidende Schläge erhalten, die keine Macht der Welt mehr ungeschehen machey kann. Noch gilt es, den Gegner anzupacken und zu schlagen, wo immer wir ihn fassen, und ihm beizubringen, daß er in den Interessensphären der Dreiermächte nichts mehr zu suchen hat. In diesem Kampf, in dem es um das Schicksal unserer europäischen Kultur geht, hat sich die alte deutsch-ungarische Waffenbrüderschaft aus dem Weltkrieg erneut bewährt. Die Schicksalsgemeinschaft der Tat ist Wirklichkeit geworden. Schon in den hinter uns liegenden Kämpfen gegen den Bolschewismus haben ungarische Verbände gemeinsam mit den deutschen Truppen so manchen Sieg erfochten. So war es in der Vergangenheit, und so wird es auch in der Zukunft sein. Deutschland und seine Verbündeten werden die Waffen nicht niederlegen, bis diese furchtbare Bedrohung Europas von Osten beseitigt ist und den Anglo-Amerikanern endgültig die Möglichkeit genommen ist, Kriege gegen friedliche Völker anzuzetteln. Harte Kriegsarbeit ist noch zu leisten, aber wir sind alle überzeugt, daß am Ende dieser Kämpfe der Sieg der im Dreierpakt verbündeten Mächte stehen wird. Diick« idltung Staates es ftii' 230 000 ti etwa en. Die labrepb werden ichtigen private gswich» m ge- größte W g«' vielen. er be* x olks- werden, ?rne ge« MtW , iufartn- Getriebe Kriegs« ist, die Zollweck ftrien zu gründen. Die Araber sind der 2luffassung, daß diese Investitionen amerikanischen Geldes den USA. dazu dienen sollten, sich im Mittelmeer festzusetzen, um gegen die Engländer, die hier allein herrschen möchten, ein wirksames Gegengewicht zu bilden. In Syrien und im Libanon wird die amerikanische Propaganda seit 1938 von Palästina aus betrieben. Die amerikanische Universität in Beirut ist, seitdem die Zahl der jüdischen Studenten aus Palästina immer mehr zunimmt, eine Hochburg der Juden geworden. Die Pläne der Juden, Palästina durch die Angliederung Südsyriens und des Libanon zu erweitern, sind bekannt. Die/christlichen und auch I die jüdischen Kreise versuchen, den Amerikanern klarzumachen, daß die christliche Bevölkerung des Libanon einer großen Gefahr durch die Araber ausgesetzt sei, die nur dadurch gebannt werden könne, daß der Libanon an Palästina a n g e s ch l o s - s e n werde, vorausgesetzt, daß Amerika dem Land einen neuen Wohlstand garantiere. Es muß hier vermerkt werden, daß die amerikanische Propaganda vornehmlich mit „humanitären" Mitteln arbeitet. Das amerikanische Rote Kreuz ließ beispielsweise bei jeder Katastrophe großzügige Hilfsaktionen organisieren, und erst vor kurzem wurde eine neue Kommission ernannt, die Lebens- ----, - 6000 BEI. Ein welkeres Schiff wurde durch Boni- benwurfe schwer beschädigt. In Tlordasrika lebhaftes feindliches Arlillerie- feuer im Eaume von Sollum. An den übrigen Slbschnitlen der Front keine wesentliche kampftällg- keil. Die Luftangriffe auf britische Flugplätze auf der Insel Malta wurden mit Erfolg fortgesetzt. In den frühen Morgenstunden des 7. Ianuar warfen einige britische Flugzeuge wahllos Bomben auf Orte in Westdeutschland und im norddeutschen Küstengebiet. Schaden entstand nicht. Munition auf Handschlitten. Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8'/, Uhr desVormittags Ameigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsteMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung! 25"/. mehr sturm der bolschewistischen Kräfte ab und fügten dabei dem Feind schwerste Verluste zu. Die Bolschewisten verloren mindestens 950 Tote und Verwundete. Auch Angriffe gegen die Nachbarabschnitte erreichten an keiner Stelle ihr Ziel. Nach Abschluß der Kämpfe, die bis in die Abendstunden andauerten, waren alle deutschen Stellungen fest in der Hand des hier eingesetzten deutschen Armeekorps. Ein vorgeschobenes deutsches Infanterie-Bataillon hielt einen kleinen Ort an der Bahnlinie. In der Neujahrsnacht ■ wurde es von zahlenmäßig überlegenen Kräften angegriffen. Die Bolschewisten stießen beiderseits des Bahnhofs vor, umgingen die Flankensicherung des Bataillons und schlossen es ein. Ganz auf sich allein gestellt, hielt das Bataillon in heldenmütiger Abwehr seine Stellung, obwohl der Gegner seine Angriffe mit Panzerunterstützung wiederholte. Erst als Mangel an Munition und Verpflegung eintrat, mußte sich der Bataillonskommandeur entschließen, sich mit seinen tapferen Soldaten zu den eigenen Truppen durchzuschlagen. In der Nacht zum 4. Januar trat er zum Angriff an, der zu einem Durchbruch des Umschließungsringes führte. Nach heftiaem Kampf, der den Bolschewisten schwere blutige Verluste brachte, erreichte das Bataillon die eigenen Linien. Der Wehrmachtberichi. BEB. AusdemFührerhauptquarkler, 8. Ianuar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wiederholte der Feind auch gestern unter blutigen Derlusten feine Angriffe. An einzelnen Stellen find die Kämpfe noch im Gange. Die Luftwaffe griff Kaianlagen und Schiffszlele im Hafen von F e o d o f i a erfolgreich an. An den Übrigen Frontabschnitten fetzte sie die wirksame Bekämpfung der angreifenden Sowjets fort und bombardierte rückwärtige Berbindungen des Feindes. Bor der fchottifchen Küste versenkten Kampfflugzeuge bei Tage ein Handelsschiff von en im >esund« „ och die firatu. te Otto ibe mit chnet. > Frei, Konrad smäßia , feiern. 29. De« ld Joh. storben Mön- g 1857' w. Am ic 1941 >ießen.j Wwe., i Anna i. ihren ld I. Set "um 'S ® na* für die jS- Waren« erheb, dadurch jiichkeit !n und . Li«, l'nanz, ie-Tut° ■ Der Wen, en die t th| St, 1 * ®e. =r Ab. triM iDNS-n ,h un» ,nf* fg lvah' «ME •ft. ,-kich-"' । äff«"1, Iren- tz itffe’uS Sofia, im Januar 1942. Die Ernennung William B u l l i t t s zum Sonderbevollmächtigten des Präsidenten Roosevelt für den Orient beweist deutlich, welch großes Interesse die USA. an den Ländern des Nahen O st e n s, vor allem an Aegypten, Palästina, Syrien und Libanon haben. Bullitts Aufgabe ist es, als Beobachter des amerikanischen Präsidenten die Stellung der USA. zu festigen und ihre Belange zu vertreten. In letzter Zeit waren Besuche von wichtigen Persönlichkeiten der USA. im Nahen und Mittleren Osten sehr häufig. Da tauchte der Oberst Donovan als Sonderbevollmächtigter Roosevelts für Europa auf? es erschien der Kapitän James Roosevelt und der Wirtschafts-Spezialist Averell Harriman, der Generalmajor Pratt als Beauftragter der Kriegslieferungen auf Grund des Leih- und Pachtgesetzes, ferner der Chef der amerikanischen Luftfahrt, General Mac- well, und die amerikanischen Techniker, die mit der englischen Armee bei der Uebernahme des von jenseits des Ozeans kommenden Kriegsmaterials zusamenarb eiten. Auch der bisherige USA.-Bot- schafter in Moskau, Steinhardt, der inzwischen nach Ankara versetzt ist, hielt sich auf der Rückreise nach Washington kurze Zeit hier auf — ober auch die amerikanische Gesandtschaft .in Aegypten hat ihren Stab erweitert und verfügt jetzt über drei Militär-Attaches, zwei Flugzeug- Attaches und einen Marine-Attachs. Außerdem hat der 1 Leiter des amerikanischen Roten Kreuzes, Ralph Brain, sich ein ausgedehntes Betätigungs- •s R5-- Veffcnt' worden, n9 W» ondern alt der : sei dec 1 einem Fähig' Rur em les Senne vor f einem |ten der Die amerikanischen „Zntereffen" im Orient Von unserem R. H.-Korrespondenten. außenminister Gast des Reichsverwesers von Horthy. Am Nachmittag gaben die Präsidenten des Oberhauses und des Abgeordnetenhauses im Parlament für den Reichsminister des. Auswärtigen einen Empfang. Abends war der Reichsaußenminister Gast des Ministerpräsidenten im Kreise der ungarischen Kabinettsmitglieder und der führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Nach einer herzlichen Begrüßung des Reichsaußenministers, den der Ministerpräsident als den Mitarbeiter des Führers und als den gerechten Schiedsrichter der Wiener Entscheidungen, die dem Ungartupi zur Wiedergutmachung verhalfen haben, willkommen hieß, erklärte Bardossy: Die Erkenntnis und richtige Einschätzung der Stellung des Deutschtums in der europäischen Völkergemeinschaft waren uns Ungarn von Anbeginn unserer eigenen Staatenbildung an klar gewesen, und dementsprechend sind die freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Völkern nicht erst von heute stammend, sondern fast so alt wie unsere Geschichte selbst. Unser großer Staatsbegründer, König Stephan der Heilige, war es, der die endgültige Wahl in der Stellungnahme des Ungartums zwischen dem orientalischen Byzanz und dem abendländisch-christlichen Rom, zwischen dem stürmenden Drängertum des Ostens uni) der staatlichen Kraft des seßhaften Deutschtums im Westen traf. Derselbe Gedanke, dieselbe Zielsetzung haben uns auch diesmal geführt, als wir mit dem deutschen Volke gemeinsam zum Schwert griffen, um Schulter an Schulter mit dem alten Waffengefährten aus dem Weltkrieg 1914/18 gegen den weltverheerenden Bolschewismus und für die gerechte Neuqrdnung Europas zu kämpfen. Im Besitze unserer nationalen Kraft und Unabhängigkeit sind wir uns jener Pflichten, deren Erfüllung ein neues gerechtes Europa von uns erwartet, auch heute vollauf bewußt, eines Europas, für das wir kämpfen und das nach den unvergeßlichen Worten des Führers,-die er zu mir sagte, durch die freundschaftliche und friedliche Zusammenarbeit unabhängiger Staaten seine Gestaltung erhalten soll. Am Rande Indiens. Seit dem 8. Dezember 1941 haben wir die Geographie zwischen San Franzisko, Hawai und Singapur neu gelernt. In der Fülle der Ereignisse ist uns gar nicht so recht zum Bewußtsein gekommen, daß der Kampf in Dftafien ganz unmittelbar I n - dien berührt. Viele Menschen stellen sich nicht vor, daß Indien und China auf viele tausend Kilometer eine gemeinsame Grenze haben. Es hat sogar seinen Grund, daß hier die Vorstellungsgabe versagt. Die Grenze wird weitgehend durch den Himalaja, das höchste Gebirge der Welt, und seine riesengroßen Ausläufer gebildet, ist also eine Grenze, die räumlich so sehr scheidet, daß sie als politische Grenze gar nicht mehr empfunden wird. Aher sie ist doch auch eine politische Grenze, was nichts mehr beweist als die häufige Erwähnung des Burmaweges, der Verforgungsstraße von dem hinterindischen Rangun nach Tschungking, der Hauptstadt des Tschiangkaischek-China. So sieht es im Norden Indiens aus. Im Osten und Süden find die Verhältnisse dem Wesen nach ähnlich, nur abgewandelt durch den gewichtigen Umstand, daß hier nicht die Gebirge, sondern das Meer und die Ozeane die Grenze bilden. Singapurs fundamentale Bedeutung liegt darin, daß es die Pforte zwischen dem Indischen und dem Großen Ozean bewacht. Burma ist geradezu das Stichwort für die Zusammengehörigkeit des ostasiatischen und des südasiatischen oder indischen Raums. Es symbolisiert diese Zusammengehörigkeit sowohl durch seine Lage in Hinterindien, westlich von Thailand, aber auch durch die rassenmäßige Zugehörigkeit seiner Bevölkerung, die mongolisch ist. Wenn die Japaner jetzt Rangun, die Hauptstadt von Burma aus der Luft angreifen, und wenn umgekehrt die Engländer aus der Ernennung General Wavells eine „große Sache" machen, so geschieht das nicht ohne Grund. Burma ist eben die Naht- stell e zwischen Ostasien und dem indischen Südasien. Was heißt „Indien"? Diese Frage ist notwendig. Denn das Hauptwort Indien und das Eigenschaftswort indisch wird für sehr ungleichartige Gebiete verwendet. Gänzlich herausnehmen müssen wir den Begriff „W e ft i n b i e n"; er ist auf einen historischen Irrtum von Kolumbus zurückzuführen, der nach Westen ausfuhr, um Indien zu finden und bet feiner Landung auf den Inseln zwischen Nord- und ©übamerifa am Ziel zu fein glaubte, diese Inseln also unter der Bezeichnung „Westindier," zusam- menfaßte. Noch viele Jahrzehnte sprach die spanische Verwaltungspraxis von „beiden Indien", worunter sowohl das richtige Indien wie das falsche Indien, nämlich Amerika, verstanden würde. Also: Westindien interessiert in unserem Zusammenhang überhaupt nicht. Wir haben es nur mit dem asiatischen Indien, den beiden gewaltigen Halbinseln zu tun, die sich von den Abhängen des Himalaja .an weit in den Indischen O'ean erstrecken. Beide Halbinseln heißen zusammen Ostindien. Die erste der beiden Halbinseln führt den Namen Vorderindien oder „B r i t i s ch - I n d i e n" oder Indien schlechthin; die zweite Halbinsel heißt HInder- indien und wird ausgefüllt von dem britischen • Burma oder Birma, Thailand, den Malaienstaaten und Französisch-Jndochina. Schon diese rein geographischen Zusammenhänge machen die große und <92. Jahrgang Nr. 7 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild DieScbolle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr .. ,, -25 auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanfckluß 2251 Drahtanschrift: ,Llnzeigeri Postscheck 11686 Franlf./M. vrühlfche Univerfitätrdruckerei R. Lauge General-Anzeiger für Oberhessen Gietzen, Zchulstratze 7-9 J gingen, erregten die Aufmerksamkeit der amerikanischen Politiker. Studienkommissionen wurden entsandt, die ebenfalls die wirtschaftspolitische und militärische Bedeutung des Gebietes erkannten. Damals gingen die Anstrengungen der Amerikaner dahin, sich am Mittelmeer eine ähnliche Basis zu schaffen, wie sie England in Aegypten gefunden Hai. Sie hofften, den türkischen Einfluß in dem Gebiet ausschalten zu können, und am Ende des Weltkrieges — 1918 — gab sich der Vertreter der USA. größte Mühe, den amerikanischen Einfluß in Syrien und dem Libanon zu verankern. Nur die Haltung des Maroitischen Patriarchen Msgr. H o y e ck vereitelte diesen Plan. Als die Amerikaner ihm sagten, Frankreich sei ein verarmtes Land und könne als Mandatsmacht nur wenig helfen, antwortete er: „Wir werden unsere Armut mit jener Frankreichs zusammenlegen. Das wird uns trösten." Hoyeck wollte damals den Libanon, der eine zahlreiche christliche Bevölkerung hat, von den übrigen Oie Wahrheit über da« Schloß Tolstojs sie an 32 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Dann tauchte bald den ganzen Westen der Stadt umgab. Aus der leicht getrübten Helle des Schafs! itsakt fü Oer britische Rückzug auf Malakka. Oer Slim-Fluß in Llnter-Perak von den Japanern überschritten. ■ worden war. Auf diesem Minenfeld haben zahlreiche Einwohner den Tod gefunden, da die Minen unter Schnee lagen und nicht zu erkennen waren. Von deutschen Truppen wurden sofort Sicherungsmaßnahmen getroffen. Wie es in Wahrheit um die Behandlung von Erinnerungsstätten durch die Bolschewisten bestellt ist, beweist das Turgenjew-Museum in Orel. Es enthielt sämtliche Turgenjewschen Möbel, seine Bibliothek usw. Von diesen Gegenständen waren beim Einzug der deutschen Truppen lediglich ein paar Bücher und Möbel sowie etwas Wandschmuck übriggeblieben. Das gesamte übrige Inventar, vor allem die Möbel, haben die Bolschewisten in zwei Waggons aus Orel w e g g e f ch a f f t. Darüber hinaus hat der letzte bolschewistische Museumsverwalter die Anordnung getroffen, daß alle restlichen Mu- seumsgegenstände verbrannt werden sollten, sobald die deutschen Truppen den Ort besetzten. Daß dies nicht geschah, ist lediglich dem schnellen Einmarsch der deutschen Verbände zu danken. Der Schutz solcher Kulturstätten ist jedem Deutschen eine Selbstverständlichkeit, um so mehr, als Tolstoj — ebenso wie Turgenjew, Schewtschenko, Tschechow, Rimski-Korsakow, Tschaikowsky —, von deren Wirkungsstätten die Bolschewisten ähnliche Greuelmeldungen verbreiteten, in Deutschland mehr Menschen bekannt sein dürften, als in der ganzen Sowjetunion. sich nach Hause fahren, holte das Scheckbuch aus dem Schreibtisch und gab dem Chauffeur als nächstes Ziel das beste Geschäft für Herrenkleidung an. Fünfzehn Minuten vor sieben Uhr stieg er die Treppe zum zweiten Stockwerk des großen Hauses empor und äußerte seine Wünsche. o find die Rohstoffe für Roosevelts Rüstungsprogramm? Stockholm, 8. Ian. (DNB.) Wie Reuter aus Singapur meldet, mußten sich die britischen Truppen auf der westlichen Malaien-Halbinsel weiter zurückziehen, nachdem es der japanischen Infanterie gelungen war, in ihre Verteidigungslinien einzubrechen. Sie zöge sich bis südlich des Slim-Flusses in Unter-Perak zurück und erlitten „einige Verluste". In dem britischen Kom- muniqus wird weiter von „schwerem feindlichen Druck" auf die.untere Perak-Front gesprochen. Der Slim-Fluß ist ein Nebenfluß des Bernam-Flusses, der Perak von Selangor trennt. Nach Berichten aus Tokio nahmen japanische Stoßtrupps am Mittwochnachmittag eine nicht näher bezeichnete Stadt in der Malaya-Provinz Selangor. — Die Stadt war, von den Briten stark befestigt, zur Verteidigung einer bestimmten Stellung von höchster strategischer Bedeutung. Durch die Einnahme dieses Punktes hätten die Operationen nun auch in Selangor einen äußerst günstigen Verlauf für die japanischen Streitkräfte genommen. Die Japaner befänden sich nunmehr im weiteren Vormarsch nach Süden durch hügeliges Gelände. Ob es sich bei der ungenannten Stadt bereits um Kuala Lumpur handelt, ist nicht bekannt. Kuala Lumpur, gelegentlich auch Kwala Hampur geschrieben, ist mit seinen fast 100 000 Einwohnern die Hauptstadt des malaiischen Staates Selangor. Die Ausbeute der reichen Vorkommen cm Zinn, Wolfram und Braunkohle sowie der gut entwickelte Plantagenbau von Kautschuk und Kokospalmen hat die Einwohnerzahl rasch emporschnellen lassen und sehr viele Inder und Chi- nesen in das Land gezogen. Kuala Lumpur ist ein MB der Mber ve Mg, l>e tüt UiundAget fangen, vira diesen W hie Engländer L 20. und WentwW IM riils außer Q Saßt Ge 'gehörigen ariti und chn We mitrfeier !r „Mei Mer F i r Vorbei etriebsfüH & tieflten i Men fei jnjen Erfol tim ureic m Sozialx sinkenden Tages fuhren sie in den dämmrigen Schatten des Waldes. Die Buchenstämme wuchsen empor wie Säulen eines gewaltigen Domes. Ein wenig später machten sie Fichten Platz, deren harziger Duft Erquickung brachte. Ueber eine waU>- umstandene Wiese, auf der Millionen Sommer» blnmen blühten, erreichten sie das Cafö, dessen Dächer sich unter uralten knorrigen Eichen und breitkronigen Linden verbargen. Gewandt lenkte Kammin auf den Parkplatz, sprang behende wie ein Junge aus dem Wagen, riß den Schlag auf und bot Karla die Hand. (Fortsetzung folgt) Im Handumdrehen lagen ihm eine Reihe von Anzügen zur Begutachtung vor. Er probierte den ersten an und hätte sich beinahe selbst ausgelacht. In dieser ungewohnt hellen Kleidung kam er sich halb wie ein Gigerl, halb wie eine komische Figur vor. Beim zweiten Anzug war der Eindruck schon verblaßt. Im dritten begann sich Herr Kammin zu gefallen, und als er in den vierten hineingeschlüpft war, stand sein Entschluß fest: Dieser graue Anzug mit dem leicht bläulichen Schimmer mußte es sein. Aber Binder paßte nicht dazu. Er wählte mit Bed", einen, dessen Grundton ein sattes Rot bilde!, knüpfte ihn gleich um, ging in die Kabine und stieg in die Hosen. Sehr zufrieden mit sich selbst, überzeugt davon, daß ihm jetzt Karla nicht mehr widerstehen konnte, schritt er würdevoll und London sucht nach den rechten Mannern. Stockholm, 8. Jan. (Europapreß.) Die britische Ratlosigkeit über den geeigneten Befehlshaber im asiatischen Kampfraum ist groß. Man erklärt in London bisher nur, daß noch keine Klarheit über den Nachfolger General Wavells auf seinem bisherigen Posten als Oberbefehlshaber in Indien bestehe. Ferner bedürfe die Frage einer Klärung, wer den Oberbefehl über die See- st r e i t k r ä f t e im Gebiet von Australien und Neuseeland erhalten werde. Auch stehe noch nicht fest, wer den Oberbefehl in Australien übernehmen werde, denn weder Indien noch Australien gehörten zum Bezirk des neuen Chefs des pazi'fi- fchen Oberkommandos, General Wavells. Es mag sein, daß sich die Briten Sorgen machen über die neuen Befehlsträger in Indien. Wegen Australien aber brauchen sie das nicht mehr, denn es zeigt sich von Tag zu Tag mehr, daß dieses gewillt ist. wenn er nicht diese Rücksichtslosigkeit seiner Ellbogen und Sprache gehabt hätte. Als die letzten Häuser der Stadt hinter ihnen lagen, trat Theo Kammin ein wenig fester auf den Gashebel. Der Wagen schoß vorwärts, daß der Fahrwind als erfrischende Brise um ihre Schläfen strich. Die Schnelligkeit war ein Rausch, passend zu dem Aufruhr ihres Blutes. „Wohin wollen Sie?" rief das Mädchen, um verständlich zu sein. „Zum Cafö Waldfrieden." „Falsch. Das liegt links ab." „Ein bißchen Umweg ist auch schön." Sie sahen sich für einen flüchtigen Augenblick an und lächelten. Er mußte den Blick wieder nach vorn auf die Straße richten, und sie konnte ihn so ungestört beobachten. Jetzt fiel ihr erst auf, warum der immer amtlich wirkende Kommissar heute abend anders aussah: Er trug einen hellen Anzug. Sein gebräuntes Gesicht hob sich gut von der Farbe des Stoffes ab. In Karla gewann süße Sehnsucht die Oberhand, dieser Mann möchte seinen starken Arm um sie legen und sie vor irgendwelchen Aengsten Dollar einbringen müssen. Roosevelt meint, die Zeit sei gekommen, um außerordentliche Maß- ' nahmen steuerlicher Natur zu ergreifen, da es darauf ankomme, eine inflationistische Preissteigerung zu vermeiden. 1943 auf 5 Milliarden Dollarmonatlich steigen. Angesichts der Erhöhung der Kriegsausgaben würden, so wird aus Washington weiter berichtet, die Voranschläge für die Unterstützung der Landwirtschaft, der Arbeitslosen und der Jugend- . me| lichen um d i e H älfte auf 1,46 Milliarden Dol- i. lar gekürzt. Die Bundesschulden der ■ 1 USA. für 1943 werden auf 110 Milliarden Dollar gegenüber 34 Milliarden im Jahre 1940 geschätzt. Deshalb ist geplant, einige Zeit nach Kriegsende keine Streichung der jetzt vorgenommenen Steuererhöhungen vorzunehmen. Die Steuereinnahmen sollen von 6 Milliarden im Jahre 1940 auf 18 Milliarden im Jahre 1943 ansteigen. Im Finanzjahr 1943 werden Sonder st euern 7 Milliarden Explosion in Raum 5 Roman von H.G. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Elchacker, Gröbenzell b.Mönchen Lochum, on er ein ! Der Kommissar ließ seinen Fahrer ganz verkehrswidrig direkt neben dem grünen Kabriolett halten, in dem Karla Kabelt faß' Mit strahlendem Lächeln stieg er nach herzlicher Begrüßung in den । Sportwagen um, wobei sich das Mädchen wie selbstverständlich vom Steuerrad verdrängt sah, an dem Theo Kammin Platz nahm. „Ich fahre aber sehr gern", wandte sie ein. „Und ich traue den Fahrkünsten einer Dame nicht", erklärte er deutlich. Karla wußtö nicht, ob dies eine Frechheit bedeutete, und zog es vor, sein selbstverständliches Vorgehen humorvoll aufzunehmen. Er würde ihr nur halb so gut, vielleicht überhaupt nicht gefallen. wichtiger Kreuzpunkt von Bahnen und Straßen und hat sogar Autobusoerbindung mit den wichtigsten Städten des Staates Selangor. Der an sich kleine Hafen von Port Swettenham ist durch eine 50 Kilometer lange Bahn mit der Hauptstadt verbunden. Schonung der eingeborenen Bevölkerung Tokio, 8. Ian. (Europapreß.) Der japanischen Regierung lieaen Berichte über den Aufenthaltsort der philippinischen Regierung und des Präsidenten Quezon vor. Der Regierungssprecher bestätigte, daß die philippinische Bevölkerung in wachsendem Maße den Willen bekunde, mit Japan zusammen, zuarbeiten. Das Gleiche gelte auch für die Bevöl-- tekung der malaiischen Halbinsel. Obgleich die Be. völkerungsteile dieses Gebietes völkerrechtlich Feinde feien, werde Japan keine feindlichen Gefühle gegen jene asiatischen Völker hegen, die durch Großbritannien und die USA. zum Kampf gegen Japan gezwungen worden seien und die den Geist der Zusammenarbeit für eine großasiatische Gemeinschaft bezeugten. 4000 Engländer und Nordamerikaner sind im Gebiet der Philippinen-Hauptstadt interniert worden, und zwar im Gegensatz zu der Behandlung japanischer Staatsangehöriger in Manila, die vor der japanischen Besetzung der ,Stadt in Gefängnisse geworfen wurden, werden die^ Engländer nach Nationalitäten getrennt in einzelnen Stadtgebieten Manilas durchweg in ihren Wohnungen oder Hotels belassen. Berlin, 8. Ian. (DNB.) In seiner Greuelnote hat Molotow auch behauptet, daß das Gut des Dichters Leo Tolstoj, Jasnaja Poljana, das zu einer Gedächtnisstätte umgewandelt ist, von den Deutschen geplündert und zerstört worden sei. Diese Lüge wird durch Augenzeugen- und Bildberichte widerlegt. Bei den Tolstojschen Schlössern handelt es sich um zwei völlig erhaltene weiße Gebäude, von denen das Hauptgebäude als Museum eingerichtet war. Das Museumsinventar haben die Bolschewisten jedoch verschleppt, so daß bei der Besetzung des Ortes durch deutsche Truppen nichts mehr vorhanden war mit Ausnahme von einigen Gemälden. Ferner waren noch die Wandinschriften mit den üblichen Lenin-Zitaten und ähnlichem zu sehen, darunter auch die Abschrift einer Sowjetoerfügung, nach der die Betreuung des Tolstojschen Nachlasses und des Museums in die Hand des Instituts für Weltliteratur in Moskau — einer bolschewistischen Institution — gelegt sei. Hier uyd dort sah man noch einige Möbel, die Tische mit den Glaskästen waren jedoch leer. Die Reste des Mu- seumsin'ventars sind von der deutschen Wehrmacht sichergestellt worden, und zwar im zweiten Gebäude in einem einzigen Raum, worauf die Tür verschlossen und plombiert wurde. Was aber die Lüge Molotows so ungeheuerlich macht, ist die Tatsache, daß der Park des Gutes mit dem Grabe Tofftojs völlig unterminiert nur etwa 4800 Tonnen gedeckt werden konnten, so daß ungefähr 60 v. H. des Bedarfs durch ausländische Zufuhren gedeckt werden müssen. Von diesem Auslandsbedarf sollte China den Hauptanteil decken, dazu Britisch-Malaya. Durch die Unterbindung der Zufuhren aus China und Britisch- Malaya dürften mindestens 30 v. H. des amerikanischen Bedarfs ungedeckt bleiben. Berlin, 8. Ian. (DNB.) In seiner Rede vor dem Kongreß hat Roosevelt auch den Versuch gemacht, sein eigenes Volk und die Welt mit einem wahrhaft „phantastischen" Rüstungsproduktionspro- gramm zu bluffen. Wohlweislich hat er es unterlassen, dem amerikanischen Kongreß die aktuellen Gründe für die völlige Sperrung des Verbrauchs gewisser kriegswichtiger Rohstoffe für zivile Zwecke zu benennen. Der ostasiatische Raum lieferte mehr als 90 v. H. der W e l t k a u t s ch u k e r z e u g u n g und gab bisher mehr als die Hälfte seiner Gesamtausfuhr an die Vereinigten Staaten ab, die im Jahre 1940 insgesamt 818 000 Tonnen in der Hauptsache aus Britisch-Malaya, Ceylon und Nie- derländisch-Indien einführten. Es dürfte den Vereinigten Staaten schwer fallen, den Ausfall dieser Lieferungen durch anderweitige Bezüge oder synthetische Produktion zu ersetzen. Von der amerikanischen Gesamteinfuhr an Zinn wurden rund 90 v. H. aus Britisch-Malaya, China, Hongkong, Niederländisch-Indien und Australien w । VM' lull'11. Hielt' Ito»1.™ W |i -IN D- Mnefe q Wi 6rtet gedeckt, wobei gut zwei Drittel auf Britisch-Malaya entfielen. Von der Welterzeugung an Zinn stellte Britisch-Malaya und Niederländisch-Indien 56,1 v. H., wozu noch weitere 10,4 v. H. aus Burma, Indochina und Thailand kommen, so daß also heute im unmittelbaren japanischen Machtbereich 66,5 v. H. der Weltzinnerzeugung liegen. Allein Britisch- Malaya hat von seiner sich auf 133 000 Tonnen belaufenden Zinnausfuhr 78 v. H. nach den Vereinigten Staaten geliefert, der weitaus größte Zinnverbraucher der Welt. Selbst die Herstellung hochwertigen Stahls, wie er von der Rüstungsindustrie benötigt wird, dürfte künftig in den Vereinigten Staaten auf Schwierigkeiten stoßen, da die Versorgung mit Wolfram, Mangan, Antimon und Chrom durch die neueren Ereignisse nicht mehr ausreichend sein wird. Das amerikanische Produktionsamt hat den Bedarf an Wolfram für 1941 auf 16 000 Tonnen und für 1942 auf 19 000 Tonnen geschätzt, wovon aus eigener Inlanderzeugung 1940 doch mit kleinem, leichtbeschwingtem Tänzeln die । oö'er Gefahren beschützen. Treppe hinab, zahlte an der Kasse, gab seine Woh-1 Eine jähe Schwenkung des Wagens rch sie aus nung an, zu der man den alten Anzug schicken den Träumen. Kammin war in eine Landstraße sollte, und stand zehn Minuten vor der verabrede- eingebogen, die viele Schlaglöcher aufwies un^ zu ten Zeit auf der Straße. Das reichte völlig aus, langsamerem Fahren zwang. Dann tauchte bald um zum Hindenburgplatz zu kommen. wieder der Wald auf, der der j 7^' aSI e • «A4 Alk Mit««* \ MM f «ZXX AaIv Cs All A XrtÄ „Ich bin nicht aufdringlich. Seien Sie ganz beruhigt! Aber ich bitte mir aus, daß Sie mir als erstem Gelegenheit geben, Ihnen Glück zu wünschen. Verstanden, Herr Kommissar?" „Jawohl, Herr Kriminaldirektor", sagte Kammin und hatte seine Selbstbeherrschung im Handumdrehen wiedergewonnen. „Nur einen guten Rat will ich Ihnen noch geben. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich bin nach dem Tode meiner erster Frau zum zweiten Male verheiratet und habe zwei Söhne und drei Töchter im Ehehafen landen sehen. Man soll nie zu lange warten, bis man endgültig zupackt. Zuviel lieber» legung schadet der Liebe. Es nutzt sie ab und nimmt ihr den Glanz." „Jawohl, Herr Kriminaldirektor", sagte Theo Kammin abermals und strahlte dabei, als höre er aus höchster Instanz eine Bestätigung seiner eigenen Meinung. „Dun zum Dienstlichen: Welche Maßnahmen wollen Sie im Falle Wand ergreifen? Der Kommissar berichtete knapp und klar. Zuerst erläuterte er eingehend feine Meinung, die Bärbel, Michel und Kurt nicht wenig verwundert hätte, falls sie Zeugen dieses Gespräches hätten fein können, denn Kammin kam ungefähr zu den gleichen Schlüffen wie Bärbel Eberhard, nur daß in seinen Ueberlegungen Aenne Barkow keine Rolle mehr spielte. Dafür betonte er feine Uederzeugung, daß eine Vertrauensperson der Bande in der Fabrik stecken müsse und daß man alle Hebel in Bewegung zu setzen habe, um endlich eine Spur aufzufinden, die auch zur Feststellung der Mörder des Ingenieurs Wand führe. Den Schluß der Darlegungen Kammins bildete eine Wiederholung des Gesprächs mit Michel Cru- sius. Auch Kriminaldirektor Ball staunte. Es war ihm zwar eine Genugtuung, daß er recht gehabt hatte, die Vermutung Kammins zurückzuweisen, Aenne Barkows männlicher Begleiter fei ein Mitglied der Bande. Aber daß die Erklärung so lautete, wie sie jetzt gegeben wurde, konnte kein Mensch auch im Traum ahnen. „Was halten Sie von Crusius?" „Noch ein bißchen jung und unerfahren. Herr Kriminaldirektor, aber das waren wir alle einmal. Er ist eifrig, nicht dumm, bereit zu jeder Arbeit und wird sicher noch Schönes leisten. Ich schlage vor, wir stecken ihn als unseren Beobachter in die Fabrik. Bei Crusius haben wie die Gewähr, daß er sehr interessiert ist und wie ein Polizeihund auf der Fährte bleibt." „Einverstanden. Setzen Sie sich zuerst noch mit den Herren Kaspar und Kobelt ins Benehmen! Es muß auch eine Form gefunden werden, wie man Crusius einführt, ohne daß die anderen Gefolgschaftsangehörigen merken, um was es sich handelt." Dann nahm Doktor Ball Abschied von seinem Kommissar und empfahl ihm beim letzten Händedruck zwischen Tür und Korridor ganz sanft: „Machen Sie für heute Schluß! Die Sonne lockt Sie doch hinaus. Vielleicht ist es auch ratfam, Sie tauschen Ihren dunklen Anzug mit einem freundlicheren, der zum Sommer paßt." Theo Kammin begriff nicht, woher sein Vorgesetzter ahnte, was er noch vor hatte. Dann schüttelte er energisch alles Grübeln ab. Es war furchtbar gleichgültig, ob Doktor Ball etwas wußte oder nur ahnte. Vielleicht konnte man ihm morgen schon eine offizielle Mitteilung zukommen lassen. Langsam und wuchtig überschritt Theo Kammin die Stufen, die zum Portal des Präsidiums führten. Sein Anzug fiel ihm ein. Leicht gesagt, er solle einen hellen anziehen. Er besaß ja gar keinen. Jetzt war es fast halb sieben Uhr. In einer Stunde würde Karla auf ihn warten. Jedoch eine Stunde reicht aus, um einen Mann von Tatkraft die Beschaffung eines neuen Anzuges zu ermöglichen. Er wurde leichtsinnig, rief eine Taxe herbei, ließ schgewesei t.in seine Meilen u | 'm er seine I «toidele. G fen ein Lei Im Klüngel Wen an Mnze niet Eigenschaft Mn; mit; Mal der Ä todt niede lrgle Generc Rohstoffen mangelt. Roosevelts Rüstungsfinanzierung. Soziale Unterstützungen um 50 v.H. gekürzt. Rio de Janeiro, 8. Jan. Roosevelt übersandte dem Kongreß den Kriegshaushalt in Höhe von 5 9 Milliarden Dollar. Er begründete diese Summe mit der Notwendigkeit, eine „erdrückende Uebermacht in der Kriegsproduktion zu erlangen, da es nicht ausreicye, einige Tanks mehr als die Gegner zu erzeugen. Die Kriegsausgaben, die gegenwärtig um 2 Milliarden Dollar im Monat schwanken, würden im Jahre itentsprechend D V..' • ... ' Qlneri(( chtljch, Auftrag beko, der reoraamsieren, ö ihr Ausdrucksspannungen ergab sich in dem ganz der und wirtschaftlich - und doch lichtstark sie an Verdunkelungszeit: 9. Januar von 17.26 bis 9.28 Uhr. Herzenssache des -euischen Volkes. Das Ergebnis der Wollsammlung muß alle Erwartungen übertreffen! liche und ununterbrochene Freizeit viel mehr Er« holung vermittelt, als eine Mehrzahl von ausein» anüergerissenen und entsprechend kürzeren Arbeitspausen. Nun wird es sich aber, und zwar gerade auch in der jetzigen Kriegszeit, manchmal nicht umgehen lassen, daß einzelne Gefolgsleute oder auch eine ganze Belegschaft an einem bestimmten Werktag aussetzen müssen, weil es einfach nicht anders geht. Die Gründe dafür können in den Verhältnissen des Betriebes bedingt sein oder auch in außerbetrieblichen Verhältnissen liegen, wie Notwendigkeit einer vorübergehenden Stillegung des ganzen Betriebes oder einzelner Betriebsabteilungen oder vorüber« gehender Mangel an bestimmten Rohstoffen. Wenn wirklich stichhaltige Gründe in dieser oder ähnlicher Richtung vorliegen, dann hält auch das Reichsar- beitsgericht die Möglichkeit für gegeben, daß der Betriebsführer einen einzelnen Werktag für einen Urlaubstag erklärt. Das kann aber immer grundsätzlich zur Vermeidung einer Gefährdung des Erholungszweckes nur in Ausnahmefällen ge- Berlin, 8. Jan. (DNB.) Der Führer — Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an: Generalleutnant Schl ieper, Kommandeur einer Infanterie-Division, General- en von der Der. Moide, lur Alu. Rieder. rm Äre r °ls die diese 'tungspro. Verwirk» ®in|d)en ' bie , die Gießener Konzertring Liederabend Gertrude pitzinger. ’m J^en A '"’i'hion '»en Schläfen passend chen, M Aus der Stadt Gießen. Allerlei vom Lachen. Es ist $um Totlachen! So sagen wir, wenn wir Zeugen einer recht lustigen Begebenheit geworden ind. Aber wirklich totgelacht hat sich noch keiner, es sei denn, daß die unglaubhaften Berichte aus alter Zeit auf Wabrheit beruhten, die von solchen Fällen wissen wollen. So erzählt man von dem berühmten griechischen Maler Zeuxis, daß er sich über ein von ihm selbst gemaltes Bild, das ein altes Weib in seiner ganzen erschreckenden Häßlichkeit darstellte, buchstäblich totgelacht habe. Ebenso soll es dem Italiener Pietro Aretino, dem größten Lästerer seiner Zeit, dessen spitze Feder sogar Kaiser und Könige fürchteten, ergangen sein. Er starb 1556 in Venedig, und zwar soll er bei einem üppigen Festmahl so sehr gelacht haben, daß er bewußtlos vom Stuhl sank und nicht wieder zu sich kam. erzielten Geländegewinne als „p h ä n o m e n a l", wenn man die außerordentliche Schwierigkeit des Geländes.in Betracht ziehe. Oer Kampf in Afrika. Rom, 8.Jan. (Europapreß.) „Messaggero" erwähnt in einem Bericht über die Kämpfe in Nord- asrika den Brief eines Offiziers der englischen Panzerwaffe, der in einem erbeuteten Panzerwagen gefunden wurde, und in dem er einen Freund in London davor warnt, sich nach Afrika kommandieren zu lassen. „Es ist eine Hölle", so heißt es darin, „einfach eine Hölle, sage ich Dir. Die da drüben beißen die Zähne zusammen und geben keine Ruhe, wir dachten, es sei endlich vorbei, aber jetzt, glaube ich, hat es erst richtig angefangen." Dom Verlaus der Schlacht der Agedabia selbst gibt der Bericht folgendes Bild: Gegen Mitte Dezember versuchten die Engländer in Der Meinung, sie hätten den stärksten Widerstand bereits überwunden, d i e Küsten st raße zwischen Bengasi und Agedabia abzuschneiden und damit größere deutsche und italienische Truppenverbände abzu- fangen. Straßenunterbrechungen und die Verluste an Fahrzeugen auf englischer Seite hätten jedoch diesen Versuch zum Scheitern gebracht. Als die Engländer schließlich mit drei Kolonnen zwischen dem 20. und 22. Dezember gegen das Meer vorzu- stoßen versuchten, hätten sie nur schwere Verluste erlitten, während die Verbände der Achsenmächte bereits außer Gefahr gewesen seien. Oas Staatsbegräbnis für Generaldirektor Vorbei. Bochum, 8. Jan. (DNB.) Inmitten des Werkes, dem er ein Menschenalter hindurch seine unermüdliche Schaffenskraft gewidmet hatte, fand der Staatsakt für den Generaldirektor des Bochumer Vereins, Wehrwirtschaftsführer Dr.-Jng.e.h. Walter Bordet statt. Viele Tausende von Werksangehörigen waren mit Männern des Staates, der Partei und der westdeutschen Wirtschaft in der großen Werkshalle zusammengekommen, wo die Trauerfeier stattfand. Nach der Trauermusik aus der „Götterdämmerung" entbot Reichswirtschaftsminister Funkden letzten Gruß des Führers. Walter Bordet fei ein hervoragender Unternehmer und Vetriebsführer gewesen, ein Wehrwirtschaftsführer im tiefsten und besten Sinne des Wortes. Auf allen Gebieten feiner ausgebreiteten Tätigkeit habe er großen Erfolg zu verzeichnen gehabt, vor allem auf feinem ureigensten Gebiet, dem der Stahlproduktion. Sozialpolitisches Wirken Jen ihm eine Herzenssache gewesen. Sein Tod lege uns die Verpflichtung auf, in seinem Geiste und in seinem Sinne weiter» - Zuarbeiten und zu schaffen, damit das große Werk, dem er seine ganze Kraft gewidmet habe, sich weiter ’ entwickele. Generaldirektor Dr. Albert Vogler gab dann ein Lebens- und Charakterbild Borbets. Unter i den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurden an der Bahre Walter Borbets zahlreiche Kränze niedergelegt. Der Führer ließ in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des Heeres einen ' Kranz mit der Aufschrift „Adolf Hitler" durch General der Artillerie L e e b und Reichsminister Dr. 'Todt niederlegen. Den Kranz des Reichsmarschalls legte General der Flieger Schmidt nieder. Das Ritterkreuz. * Daß das Lachen gesund ist, das ist alte Weisheit, und es wird manch lustiges Stückchen davon berichtet. Der berühmte Humanist Desiderius Erasmus von Rotterdam behauptete, er habe über die be- major Martinek, Führer einer Infanterie- Division, Oberstleutnant I. G. Bayerlein, Chef 'des Generalstabes des Deutschen Afrika-Korps, Major Herrmann, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment, Leutnant Martin, im Stabe eines Infanterie-Regiments, Obergefrei- ter Schöpfer, in einem Infanterie-Regiment; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an: Leutnant Meyer, der als Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader 18 Gegner im Luftkampf abgeschossen, 48 Flugzeuge am Boden zerstört sowie 12 Lokomotiven, fünf Eisenbahnzüge, zwei Panzer und 34 Lastkraftwagen vernichtet hat. Hessische Ritterkreuzträger. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- i wacht verlieh, wie schon gemeldet, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes d^m Oberstleutnant Eugen Vleyer. Oberstleutnant Bleyer ist am 20. November 1896 in Mainz geboren und wurde 1915 im Feld Leutnant im Infanterieregiment 117. Er blieb nach Beendigung des Weltkrieges beim Heer und wurde am 1. Februar 1939 zum Oberstleutnant befördert. Der ebenfalls mit dem Ritterkreuz ausgezeichnete Oberleutnant Hermann Kreuzer ist , cm 1. März 1907 zu Niederroden (Kreis 1 Dieburg) geboren. Von Beruf Reichsbahnsuper- numerar, trat er 1925 als Polizeianwärter ein und . Hieb bis 1937 bei der Polizei. Im Dezember 1937 wurde er nach einer Hebung zum Leutnant be- j fördert. „Sieben Paar gefütterte Lederhandschuhe, sechzehn Brustschützer, zwei Pelzwesten, 36 Ohrenschützer .." Mit lauter Stimme sagt der Ortsgruppenleiter an, was ihm fleißige Helfer — zumeist die Zellen- und Blockleiter der Partei — in großen Körben, Koffern, Säcken und Einkaufsnetzen heranbringen. An einem langen Tisch sitzt er, vergleicht die abgelieferten Stücke mit den vorgelegten Sammellisten und quittiert den Eingang. Es ist wirklich „Betrieb" hier, ein Riesenbetrieb. Eine Frau ist da, die ein Paar Kniewärmer abgeben will. Beim Auspacken werden ein paar kleine Löcher entdeckt, die die Frau übersehen hat. „Muß die Frauenschaft in Ordnung bringen", sagt einer der Helfer. — Aber die Frau packt die Kniewärmer wieder ein: „Das i ft m e i n e Sache, das mache ich selbst zu Hause. In den Nähstuben haben sie Senug zu tun." — Der Ortsgruppenleiter nickt ihr ankvar zu. Zwischendurch öffnet sich die Tür zu einem Nebenraum. In diesem Nebenraum hat sich die N ä h - stube der NS. -Frauenschaft aufgetan. 10 bis 15 Frauen arbeiten hier tagsüber in abwechselnden Schichten und richten alles her, was einer Herrichtung bedarf. „Sehen Sie diese Felle da", sagt die Leiterin der Nähstube, daraus machen wir Fäustlinge. Die' Seppelhose da drüben wird auch umgearbeitet; daraus werden Einlegesohlen .gezaubert. Ja, wir haben eine ganze Menge zu tun, aber wir freuen uns selbst, wenn wir wieder etwas recht Schönes in unser Schaufenster legen können!" Im Sammelraum ist es inzwischen etwas ruhiger geworden. Ein SÄ.-Mann kommt herein und wundert sich, daß ein riesiges Regal, das er wenige Stunden vorher aufgestellt hat, schon bis zur Decke hoch vollgestapelt ist. Man sieht auf den ersten Blick, daß das deutsche Volk die Woll- und Pelzsammlung zu seiner Herzenssache gemacht hat. Dickgefütterte Fäustlinge von Riesendimensionen, selbstgestrickte Wollschals, Ohrenschützer und Socken, sorgsam geschneiderte Leibbinden und Brustschützer. — Aber auch Pelzmäntel, Pelzwesten und -jacken, ferner pelzgefütterte Mäntel türmen sich zu wahren Bergen, darunter auch Pelze aus warmer Schafwolle. In einer Ecke sehen wir etwas, was alle besonders erfreute: eine große Anzahl tadellos erhaltener Skier, alle mit dem Namen des Spenders versehen. Der Ortsgruppenleiter zeigt uns ferner Skistiefel, die — ganz frisch besohlt und beschlagen — aussehen, als seien sie eben aus dem Schuhgeschäft gekommen. kannten und berüchtigten „Dunkelmännerbriese", die 1515 zum ersten Male erschienen, derartig lachen müssen, daß sich durch diese Erschütterung ein unangenehmes schmerzhaftes Geschwür öffnete und er so von seinem Leiden befreit wurde. Sehr hoch schätzte ein holländischer Arzt das Lachen ein. Er sagte, wenn ein Hanswurst, der die Leute zum Lachen bringe, in ein Städtchen komme, so sei das mehr wert, als wenn zwanzig mit Arzneien beladene Esel einträfen! ♦ Was sagen die Gelehrten zum Lachen? Der italienische Schriftsteller Firenzuola, der im 16. Jahrhundert ein eigenartiges Buch über die weibliche Schönheit schrieb, bezeichnete Das Lachen als „Erglänzen der Seele." In Lessings „Minna von Barnhelm" steht der Satz: fachen erhält uns vernünftiger als Verdruß, weil man die Umstände richtiger beurteilt." Wieland schreibt in einem Brief: „Es kann jeder lachen, nicht aber meinen, wenn er will", und er rühmt den Männern von Geist nach, daß sie nie zur Unzeit lachen, niemals allzeit fertige Spaßmacher sind. * Wie und wann soll man lachen? Ein Stamm- buchvers aus dem Jahre 1802 lautet: „Lächeln darfst du, selbst laut lachen. Bis zu Tränen darfst du lachen: Boshaft lachen darfst du nie!" Er enthält gewiß viel Wahres, ebenso wie ein anderer Lehrspruch, der in einem „Lesebuch, zum Gebrauche in Landschulen" aus dem Jahre 1818 zu finden ist: „Ein laut Gelächter kann dich leicht verächtlich machen. Der Weise lächelt nur, indem die Narren lachen." Schließlich noch ein ironisches Sprichwort, das die Frauen angeht: „Eine Frau, die schone ZA)ne hat, findet alles zum Lachen!" Also immer im rechten Maße und zur rechten Zeit lachen, und gelegentlich auch einmal recht Küber sich selbst; und: „Wer zuletzt lacht.." rin liegt ein Körnchen Wahrheit! A.N. Gießener Veranstaltungen 1942. Für dieses Jahr sind in Gießen folgende größere Veranstaltungen geplant und einstweilen termin- mäßig festgesetzt worden." 14. bis 22. März 1942: Gießener Frühjahrsmarkt (Messe). 22. bis 29. März 1942: Gießener Woche für Kunst und Literatur. (Aus Anlaß des 150jährigen Bestehens des Konzertvereins unter dem Motto „Deutsche Musiki 1. Juli 1942: 335. Jahresfeier der Ludwigsuniver- fität. 3. bis 11. Oktober 1942: Gießener Herbstmarkt (Messe). 12. bis 20. Dezember 1942: Gießener Weihnachtsmarkt. Außerdem ist die Abhaltung von 24 Rindvieh- Mutzvieh-), 12 Schweinemärkten und einem Ziegenmarkt vorgesehen. OerlandwirtschastlicheMarktbeobachter NSG. Aus den Brotgetreideablieferungen der Erzeuger konnten die Mühlen, auch die Roggenmühlen, ausreichend versorgt werden. Die Ablieferungen sind laufend zufriedenstellend. Roggen- und Weizenmehl ist ausreichend vorhanden. Für Futterhafer liegt zur Zeit ein besonders starkes Bedürfnis vor. Im Januar wird mit stärkeren Strohverladungen gerechnet. Die Kartoffelversorgung sowohl der Klein- wie Großverbraucher ist ordnungsgemäß weitergelaufen. Es wird dies auch weiterhin der Fall sein. Nur gelegentlich hatten unerwartete Frosttage den Kartoffeltransporten zugesetzt. Die Gemüseversorgung war der Jahreszeit entsprechend befriedigend. Besonders starkes Interesse war für Wurzelgemüse vorhanden. Der Ob st markt hatte für die Jugendlichen Aepfel, im übrigen Apfelsinen und Zitronen aufzuweisen. Die Versorgung mit Milch und Milcherzeugnissen, Deien und Fetten war sichergestellt. Bei allen Schlachtviehgattungen war noch ein starkes Herandrängen an den Markt bemerkbar. Die Abnahme der Tiere wird planmäßig organisiert. Es werden, vor allem bei Schweinen, Umleitungen und Ableitungen in die Vorratshaltung vorgenommen. Auch die Fleischwaren herstellende Industrie kann mit Zuweisungen bedacht werden. Die gleichen Verhältnisse werden auch noch in der kommenden Woche vorhanden fein. Es wird 'Utd) den Briten die Verantwortung dafür abzunehmen. Hen J?8* Australien orientiert sich so deutlich nach den USA., !n jjj haß diese Frage für England sehr bald — wenn Unter in peinlichem Sinne — geklärt sein an3$* \ ^Vizeadmiral Sir Geoffrey L a y t o n , Oberkommandierender der britischen Fernostflotte, hat den | Auftrag bekommen, die O st a s i e n - F l o 11 e zu reorganisieren, „damit die Alliierten sobald wie möglich die Ueberlegenheit im Fernen Osten erlangen". Zu diesem Zweck hat er Singapur ver- lassen. — Layton wird einige Mühe bet der Erfüllung dieser Aufgabe haben, denn es wird ihm chwer fallen, aus den von den Japanern übrig schehen. Auch darf ein Unternehmer einen solchen einzelnen Urlaubstag nicht zur Unzeit gewähren, womit er seine Fürsorgepflicht verletzen würde. Die Freizeit muß immer den Urlaubscharakter behalten. Das verlangt z. B. auch, daß die betroffenen Gefolgsleute rechtzeitig vorher wissen, daß sie an dem bestimmten Tage Urlaub haben und sich darauf einrichten können. Ein plötzliches „Feiern-Mussen kann nicht einfach zum Urlaub gestempelt werden. Das Risiko eines solchen plötzlichen Feiern-Mussens bleibt immer bei dem Betriebsführer. E fernes Sparen ist sicheres Sparen NSG. Auf vielfache Anfragen teilt die Gaurechtsberatungsstelle der Deutschen Arbeitsfront mit: Durch die Durchführungsverordnung über das Eiserne Sparen vom 10. November 1941 ist dem Sparer die unbedingte Sicherheit gegeben, daß ihm der bei der Lohnzahlung abgezogene Sparbetrag nicht verloren geht. Die Sicherungsmaßnahmen sind in § 10 enthalten. Danach hat der Unternehmer bei der Lohnzahlung den in der Sparerklarung gezeichneten Betrag vom Arbeitslohn einzubehalten und ihn innerhalb einer Woche nach der Lohnabrechnung an das von ihm hierfür vorgesehene Kreditinstitut abzuführen. Dem Unternehmer ist im übrigen aufgegeben, eine fortlaufende Nachweisung über die einbehaltenen Sparbeträge zu führen. In dieser Sparnachweisung sind die Namen der am Eisernen Sparen Beteiligten und die Höhe ihrer Beträge aufzuführen. Das Kr^itinstitut hat im Laufe des Jahres auf Der- langen dem am Eisernen Sparen Beteiligten Auskunft über die abgeführten Sparbeträge zu,erteilen. Schließlich haftet der Unternehmer dem Reich für die einbehaltenen Beträge. Damit hat auch das Reich die Haftung dem Sparer gegenüber übernommen. Dornotizen. Theater der Universitätsstadt Gießen. Das Dramaturgische Büro teilt mit: In d^x Wochenendaufführung der Lehär-Operette „Der Zarewitsch singt wegen Erkrankung des Herrn Hugo Hellmers-Hallwegh die Partie des Zarewitsch doch wie bisher Herr Walter Ecsy. Unfug mit »reservierten T schen". In letzter Zeit hatdasBelegenvonPlätzen in den Gaststätten einen nicht mehr zu,oer- tretenden Umfang angenommen und in zahlreichen Fällen zu schweren Unzuträglichkeiten geführt. Häufig wird eine große Anzahl von Tischen als belegt bezeichnet, obwohl die Tische längere Zeit unbenutzt bleiben. Für viele Gäste, insbesondere Wehrmachturlauber und andere, schwer arbeitende Volksgenossen ist es daher oft unmöglich, in den Gaststätten zur Einnahme von Mahlzeiten einen Platz zu finden. Der Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe hat sich zunächst auf die dringende Empfehlung an alle Mitglieder beschränkt, die Belegung von Tischen nach Möglichkeit zu vermeiden. Soweit die Platzreservierung nicht vermieden werden kann, müssen bei der Reservierung auf der Karte die Anzahl der Personen und der Zeitpunkt angegeben sein. Ferner müssen Tische, die eine halbe Stunde nach der angegebenen Zeit nicht besetzt sind, anderen Gästen zur Verfügung gestellt werden. Dieses Verfahren ist den Mitgliedern durch die Amtsträger dringend nahegelegt worden. Sollten die Mitglieder dieser Anregung nicht Folge leisten, so wird der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe zur radikalen B e s e i t i« g u n g der geschilderten Mißstände sich gezwungen sehen, die notwendigen Maßnahmen durch eine Anordnung festzulegen. Wie he»ze ich meinen Ofen? Wie heize ich meinen Öfen? Nun, ganz einfach, denken viele, mit Hilfe von leicht entzündlichen Gegenständen, wie Papier, Holzwolle oder gekauften Hilfsmitteln bringe ich Holz zum Brand, lege, wenn das Feuer stark genug ist, Kohle darauf,' schließe gelegentlich die Ofentür, gucke vielleicht noch einmal nach und bin mit mir und meiner Arbeit zufrieden, wenn er brennt Da die meisten Menschen von der Alltagsphysik zu wenig wissen, gehört das Heizen leider zu denjenigen Dingen, die mehr schlecht als recht gehandhabt werden. Dabei hängt von der Kunst des richtigen Heizens so viel ab: nämlich die Behaglichkeit und Wärme unserer Wohnung. Es lohnt sich, auf richtiges Heizen zu achten, denn der Erfolg drückt sich schnell und sichtbar aus. Jede Heber» legung und Sorgfalt beim Heizen fördert den sparsamen Verbrauch unseres Kohlenvorrates. Beim Heizen muß man auf einige grundlegende Dinge achten. Zum Verbrennen gehört Sauerstoff und Luft. Das hat man schon in der Schule gelernt. Rauch dagegen sind unverbrauchte Heizstoffe, die nutzlos in den Kamin gehen, also Verluste unseres kostbaren Vorrates. Um das Schwelen der Kohlen bei zu niedrigen Temperaturen und nicht genügender Luftzufuhr zu verhüten, müssen die Schwelgase hoch erhitzt werden durch hell brennende Flammen. Und dies alles muß erreicht werden mit möglichst wenig Holz und, nehmen wir an, mtt sechs Briketts, mehr können und wollen wir nicht verbrauchen. Wir beginnen am besten, indem wir rechts und links hochkantig mit gutem Zwischenraum je eine Kohle hinlegen. Dazwischen tun wir zusammenge- drückte s Papier und wenige Holzstückchen darauf. Heber die beiden Kohlen leat man am geeignetsten quer zwei weitere Kohlen, so daß eine Brücke entsteht, und diese belasten wir mit einer fünften Kohle. Dann entzünden wir diesen Aufbau und schließen Die Front braucht Deine Skier! Gib sie ihr! Gib sie ihr heute noch! die Tür. Der Hohlraum unter der Brücke steht sofort in hellen Flammen. Nach einiger Zeit sehen wir nach; ist der Hohl- raum ausgebrannt, so schieben wir das sechste Brikett in diesen Hohlraum. Don anqeglühten Kohlen umgeben, muß es sich nun schnell entzünden. Die Flammen verzehren die Schwelgase vollständig und alle Kohlen brennen gleichmäßig und vollständig aus. Sobald alle Kohlen in Glut sind, verschließen wir den Ofen und dürfen mit uns zufrieden 'sein. In kurzer Zeit nimmt der Ofen viel Wärme auf, und wir werden eine behagliche Temperatur erzielen, die mir bei dem geringen Verbrauch an Brennstoff nicht vermutet hätten. E. v. S. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter M Hauptictiriikleilers: Dr. Hans'ThYriot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr.Hans Thyriot: für Stadt Glesien, Provinz, Wirtfchaft u. Sport: Ernst Blumschein (beÄl.), i.B.: Dr.Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühlsche Universttütsdruckeret R. Lange 6.9. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anretgenleiter: HanS Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeiaen:Theodor Kümmel. Pl.Nr.S,' 8*2 im 43. Lebensjahre mein lieber, froher Lebenskamerad, der herzensgute Vater unserer drei Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der In dem Wunsch, seinem Vaterlande wieder als Soldat zu dienen, starb in Erfüllung dieser Pflicht am 29. Dezember 1941 durch einen Unglücksfall Oberleutnant und Batteriechef Dr. Leberecht Cassel Inhaber des E. K. II 1914 mit Spange 1939. In tiefer Trauer: Willy Cassel, geb. Kreuter, Berlin-Zehlendorf, Ersteinerstraße 40 Frieda Cassel, Rittergut Rosdorf, Göttingen-Land Joseph Kreuter und Frau, Gießen Friedrich Cassel und Frau, Rittergut Rosdorf Traute Meyer-Burgdorf, geb. Cassel, Lübeck Gebhard Cassel und Frau, Hamburg Professor Dr. Meyer-Burgdorf, Lübeck. _______________99D Wir erhielten aus einem Kriegslazarett im Osten die so schmerzliche Nachricht, daß unser guter Sohn, Enkel, Bruder, Schwager und Onkel Hans Mengel Leutnant In einem Panzer-Rej., Inhaber des E.K. L und II. KL ■ und des Panzer-Sturmabzeichens an den Folgen seiner am 18. 10. 41 erlittenen schweren Verwundung am 10. Dez. 1941 verstorben und mit allen militärischen Ehren beigesetzt worden ist. Die Feldzüge in Polen, Frankreich und Rußland hat er als begeisterter Offizier an den entscheidenden Stellen mitgemacht. Unser Stolz und Sonnenschein ist uns genommen, daher auch unser so tiefes Weh. iosD Bleib Du im ewgen Leben mein guter Kamerad! Erwin Menget, z.Z. Hauptmann bei einer Wehrwirtsch.- Inspektion, und Frau Gretel Mengel, Schotten Tilli Mengel, geb. Hofmann, Schönau-Berchtesgaden Emma Hofmann, geb. Schlörb, Schönau-Berchtesgaden Elsbeth Eberle, geb. Mengel, Max und Rosemarie Eberle, Erwin-Fritz Mengel, Schotten. [Schdnau-Berchtesg. Heute nachmittag 5 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden mein lieber Schwiegervater, unser guter Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Georg Volk III. im fast vollendeten 82. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Faber IV., Wilhelm Ohly und Frau Karl Faber, z.Z. Im Felde, und Familie Karl Volk und Familie, Walter Volk, z.Z. RAD. Großen-Linden, den 7. Januar 1942. Die Beerdigung findet Samstag, den 10. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurter Straße 89, aus statt. 100D Mittwoch mittag verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Kath.Elisabethe Peter, geb. Arnold im Alter von 70 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Reiskirchen, Offenbach, den 9. Januar 1942. Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. Jan., nachm. '/»2 Uhr vom Trauerhause aus statt. _____________'______________________*___________________102 D Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und Heberlandgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 277 07, oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Heberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden. 101A Vom 20. Januar 1942 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat November 1941 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. Gießen, den 7. Januar 1942. Stadtwerke Gießer». Statt Karten. Ihre Verlobung geben bekannt Annemarie Röper Otto Karl Kahn, Ingenieur z. Z. Obergefr. bei der Luftwaffe Kasssei Lieh z. Z. im Feld Neujahr 1942 _______________________108 DZ Harnsäure fm Obermaß, Gicht, Rheuma, Magen-, Darmkatarrh, sowie Arterienverkalkung, Saures ßrennen, Gallen* u. Nieren* steine sind Zeichen sdilechter Mageppflege. 'Mit Sal digestivus Nattermann bereitet man sich ein Heil* wasser, das übermäßige Harn» säure ausschwemmt, das Blut u» die Säfte reinigt u.den Magern richtig pflegt Die wohltuende Wirkung ist bald festgestellt Glas:1.25RM In Apotku.Drog. Der neue J ) Schlager • Ist Esbif-Trok. • ken-Brennstoff. • Erwärmt rasch ® G kW) Speis’ u.Trank, ® G — 4 Rosierwasser • G vsw. Kauft, in • • einschlägigen Geschäften. ? • Packung 20 Tobi. Auch zum * • Feldpostversand zugelassen, * ? Bezugsquellen-Nachweis durch t G G HERST. ERICH SCHÜMM • STUTTGART-W 109 eeeeeeeeeeeee Karioffel-Aosgäbe! auf rote Scheine findet in meinem Lager, Gießen, Zozelsgasse, Nähe Dammstraße - Walltorstr., Dienstags und Samstags, von 11 bis 13 Uhr statt. Je nach Personenzahl werden auch Zentner ausgegeben. Ernst Köhler. 054 gewürzte Furrerkalkmischung ZWERG-MARKE für alle Tiere Verkäuferin für sofort gesucht Parfümerie Doll, Markfslr.28 Jo, ich höbe immer Erdoll Ich nehme die Nochfülh Packung und setze sie einfach in die leergewordene Erdal-Blechdose. Es ist die gleiche Menge und die gleiche Qualität Und dann nehme ich das gute Erdal nur zur Schuhpflege! So habe ich immer das das tMewäl/*te bestens bekannte, Erdal Die Schuhe halten länger - und bleiben länger schön! 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Lagerarbeiter Peter Weihrauch, 49 Jahre, Gießen, Liebigstr. 64; Johann Rotz, 83 Jahre, Gietzen, Teufelslustgärtchen 5; Verwaltungsangestellter Johannes Zamvedri, 57 Jahre, Gietzen, Lindenplatz 1. 28.12. Erna Mulch, 21 Jahre, Niederbiel, Kr. Wetzlar, Dorfstr. 95. 29.12. Katharina Rupp, geb. Brück, 65, Jahre, Erda, Sh:. Wetzlar, Grabenstr. 71; Wilhelmine Becker, geb. Kahn, 41 Jahre, Gietzen, Bahnhofstr. 37. 30.12. Karlheinz Horn, 9 Jahre, Krofdorf, Kr. Wetzlar, Hauvtstr. 63; Elisabeths Duill, geb. Kröck, 65 Jahre, Heuchelheim, Kr. Gietzen, Rodheimer Str. 126. 31.12. Reichsb.-Lokomotioführer Wilhelm Bogt, 59 Jahre, Gießen-Kl.-Linden, Frankfurter Str. 123; Philivvine Müller, geb. Knetsch, 53 Jahre, Niederbiel, Kr.Wetzlar. | Verkäufe | Verkaufe ein hochtragendes Simmentaler »in» Heinr. Wißner, Mendorf adLda Treuer Str. 34. Kleiner elektr. Herd neu, zu verkauf.. 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Mantel lfliegerblau) in der Gegend Hungen, Lich, Münzenberg verloren Abzugeben gegen gute Belohnung Fundbüro Gieße«, oso Was koche ich Klärchensuppe Semmelklöße und Sauer- q bratensoße Das Ist ein ganz vorzügliches Mittagessen, auch wenn es kein Fleisch dazu gibt — wenn nur genügend Soße dabei ist.^ Die Zubereitung der Knorr-Klärchensuppe ist denkbar einfach. Sie wird nur mit Wasser gekocht — alle anderen Zutaten enthäiit bereits der Knorr-Suppenwürfel. Wie man aber rasch und mühelos — ohne Fleisch und ohne Fett! — eine gute Sauerbratensoße zubereitet, sagt Ihnen das nachstehende Rezept: Sauerbratensoße Den Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit schwach 1/4 Liter Wasser, 1/3 Lorbeerblatt, 1 Prise Zucker, etwas Essig — je nach Schärfe — unter Umrühren 3 Minuten kochen, dann 2 Eßlöffel Buttermilch oder gequirlte Sauermilch darunterrühren. Rezept ausschneiden und aufbewahren I Sie können es immer verwenden — auch wenn Sie heute mal keinen Knorr-Würfel bekommen haben. J®eite A « * N .j”*11 *4 v >i| "W VS »Miti febfact ysni inl MAili fax 6 H er ®« Gii. ^Vahren Ue beide" ■ ptz Pie. W. ?e,c Lr dich L WMbl iBi Beigen i I wartete. I Ser @ro iMchili Je,1 Liner Weit werde WWL her gemeinia I fonbern die Hollen mitein« I Einander abj L fo wirb UruitblßS Mafien® IMS schor lift und dch hart von de Imüljen, die ■ gögen auch I üls |ie in di I pdacht hab' I Mständigel I chlich gen I Mewiste! I titn ihre De I haben. I Und doch I mhtung (j I ein Sijmbc I >0 untchch' I zulammen, I haben, übi I über beffen | ton öre Ä Smenfinö chungen ■ üng vor Ui Kampf I «nn man I nn unter.} I Wen, wer I *. I Da gibt I Bereini I Empire I Biberfprud I Wurzeln g I ier einen I ier andere I Dir uns m I Benn es t I Nächten w I die ja nicht I ’Nismus I Ntpoliti I ®egenj| I K auch bb I Dortii 1, ^ch am 1 en Vere Ite, die I °chl'!che 2 I ?en Rea I "tt vor ; I weiter au; I jus bebei I Jft die I ^egei I WMs I I suchen r I ^trvicklllr I >««We I «genen | N ben <