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Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Grichemt täglich, außer Sonntags und Feiertags BeUagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugsvreisr Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Schwerer Schlag gegen die Versorgung der Sowjetarmeen Schwerer USA.-Kreuzer und 28 Frachter mit 192 400 BVT. im nördlichen Eismeer durch Lustwaffe und Ll-Boote versenkt. Aus dem Führerhauptquartier, 7. Juli. (DRB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Seif dem 2. Juli wurde in den Gewässern zwischen dem Nordkap und Spitzbergen, drei- bis vierhundert Seemeilen von der nordnorwegischen Küste entfernt, eine große Operation von Luft- und Seesfreifkräften gegen den feindlichen Geleitvertehr nach der Sowjet- vnion durchgeführt. Kampffliegerverbände und deutsche Unterseeboote haben einen englisch- i merikanischen G r o ß g e l e i t z u g im nördlichen Eismeer angegriffen und zum größten Teil vernichtet. Der Konvoi bestand aus 3 8 Handelsschiffen, Halle Flugzeuge, Panzerkampfwagen, Munition und Lebensmittel geladen, war nach Archangelsk bestimmt und durch schwere feindliche Seestreitkräfte, Zerstörer und Korvetten sehr stark gesichert. In enger Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe wurden durch Kampfflugzeuge ein schwerer amerikanischer Kreuzer und 19 Handelsschiffe mit 122 000 BRI., durch Unterseeboote neun Schiffe mit 70400 BRI., im ganzen somit 2 8 Schiffe mit 192 400 BRI. versenkt. Der Rest des völlig zersprengten Geleitzuges wird weiter bekämpft. Durch Seenotflugzeuge wurde eine größere Zahl amerikanischer Seeleute gerettet und gefangengenommen. An der Grenze des Packeises. 250 000 Tonnen Kriegsmaterial vernichtet. Am Morgen des 2. Juli wurden zum ersten Male 38 Handelsschiffe, von schweren Seestreitkräften, Zerstörern und Korvetten begleitet, im nördlichen Eismeer auf Ostkurs gesichtet. In geringer Fahrt steuerte das Geleit zwischen großen Treibeisblöcken on der Grenze des Packeises. Am Nachmittag erfolgte der erste Angriff deutscher Kampfflugzeuge. Obwohl die Kriegsfahrzeuge len angreifenden Flugzeugen heftiges Abwehrfeuer ihrer Bordflak und Schiffsartillerie entgegensetzten 500 km 0 BÄREN-J. £ ?äryi)< und mehrere feindliche Flugzeuge zur Sicherung über dem Konvoi kreisten, durchbrachen die Kampfflugzeuge diese Sperre. Ein am Stande des Verbandes fahrender Frachter wurde schwer getroffen. Aufklärer beobachteten, daß er »ach heftigen Explofionen sank. Die Aufbesserung der Wetterlage am Abend des 3. 7. wurde zu einem erneuten Angriff ausgenutzt, tim 20.25 Uhr wurden die in fünf Kolonnen gestaffelt fahrenden Handelsschiffe n o r d o st w ä r t s d » r Läreninsel gestellt. 80 Meter über dem Wasser fliegend griffen die deutschen Kampfflugzeuge in mehreren Wellen an. Nach wenigen Minuten barst e n Handelsschiff, von zwei Bomben schwer getrof- ftn, auseinander und versank. Im Zickzack-Kurs rersuchten die übrigen mit Panzern, Flugzeugen unb Munition beladenen Frachter den Bomben zu entgehen, aber noch drei weitere Transporter mit zusammen 21 000 BRT. versanken brennend zwischen den treibenden Eisschollen. Elf weitere Handelsschiffe mit über 50000 BRT. wurden so schwer beschädigt, daß sie brennend oder mit starker Schlagseite hinter dem Geleit liegen blieben, wo sie zum teil den Angriffen der Unterseeboote zum Opfer fielen. Mehrere der schwer getroffenen Handelsschiffe wurden noch im Laufe der Nacht von ihren Besatzungen verlassen und treiben st euer los in derBarentsee. Am 5. 7. erfolgte dann ein besonders vernichtender Schlag der Luftwaffe gegen die etwa 7 0 0 Kilometer nördlich von Murmansk am Rande des Packeises laufenden Schiffe. Bis auf 300 Kilometer auseinandergezogen, versuchten sie, einzeln fahrend, sich nach Osten durchzuschlagen. Bei diesem weit über See vorgetragenen Angriff wurden "acht weitere Frachter nach Sturz- und Gleitangriffen deutscher Kampfflugzeuge vom Muster „su 88" versenkt. Zwei Handelsschiffe mit zusammen 14 000 BRT. erhielten so schwere Beschädigungen, daß. die Besatzungen in die Rettungsboote gingen und die Transporter ihrem Schicksal überließen. Außerdem versenkten Kampfflugzeuge einen schweren amerikanischen Kreuzer. Am Morgen des 6.7. trieben Schiffstrümmer und Wracks sowie Rettungsboote zwischen den Eisschollen und kennzeichneten den Weg ixr Vernichtung, den dieses Geleit nach den Angriffen der deutschen Luftwaffe und Unterseeboote genommen hatte. Seenotflugzeuge, die die Trümmerstätte überflogen, bargen eine größere Zahl amerikanischer Seeleute. Kurz nach 7 Uhr früh wurden die Reste des Geleitzuges erneut bombardiert. Ein brennendes Handelsschiff, das zahlreiche Flugzeuge an Deck geladen hatte, versank nach einem Tiefangriff eines Kampfflugzeuges. Ein weiterer Frachter von 7000 BRT. wurde durch Born- benvolltreffer auf Heck und Vorschiff brennend in die Tiefe geschickt. Insgesamt wurden damit durch die Luftwaffenoerbände des Generalobersten Stumpff 19 Handelsschiffe mit zusammen 122 000 BRT. versenkt. Gleichzeitig wurden von den Unterseebooten neun feindliche Schiffe mit 70 400 BRT. versenkt. Davon konnten sechs namentlich erfaßt werden. Vier hatten Panzerkampfwagen, Flugzeuge, Ersatzteile für Panzer und Flugzeuge, Motorfahrzeuge und Munition geladen. Mit Rücksicht auf die lange Fahrt durch das gefährliche Eismeer und mit Rücksicht auf die außerordentlich wertvolle Ladung bestand der Geleitzug aus den besten Handelsschiffseinheiten. Mit ihm gingen rund 250 000 Tonnen Kriegsmaterial verloren. Diese Menge würde ausreichen, um eine Armee von 50 000 Mann mit Panzern, Artillerie, Handwaffen, Munition, Treibstoffen, Verpflegung und Flugzeugen auszurüsten. Der Don überschritten. - Woronesch genommen. Harte Kämpfe im Raum nördlich Orel. - Im Vaum von Rschew der Feind aus seinen Stettuugen geworfen. - 96 Sowjetflugzeuge abgeschoffen. Oer Wehrmachibericht. DRB. Aus dem Führerhauplquarlier, 7. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei den Angriffsoperationen an der Ostfront wurde der D o n überschritten und die bedeutende Industriestadt Woronesch genommen. Die Gefangenen- und Beutezahten wachsen ständig. Gegenangriffe des Feindes wurden zerschlagen, hierbei vernietete allein eine deutsche Panzerdivision 61 sowjetische Panzer. Starke Cuffffreifträffe griffen an den Zchwerpunkten der Schlacht wirksam in die Kämpfe ein und führten vernichtende Schläge gegen den feindlichen Rachschubverkehr. Im Seegebiet der Krim wurde ein sowjetischer Unterseebootjäger durch Luftangriffe vernichtet. Im Raum nördlich Orel wiederholte der Zeind seine erfolglosen Angriffe unter Einsatz von lchlreichen Panzern. Gegenangriffe führten zur Vernichtung von 22 feindlichen Panzern. Die harten Kämpfe dauern noch an. Im Raum von Rschew wurde der Feind in einem in breiter Front geführten Angriff aus seinen Stellungen geworfen. 3m Finnischen Meerbusen versenkte ein Minensuchboot ein sowjetisches Unterseeboot. Arn gestrigen Tage verloren die Sowjets 96 Flugzeuge. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. In Aegypten scheiterten im Kampf um die El Alamein-Stellung mehrere von Pan- zern unterstützte feindliche Gegenstöße. Am 5. und 6. Juli wurden dabei 27 b r i k i s ch e P a n ; e r abgeschossen. Kamps- und Sturzkampfverbände bombardierten feindliche Truppen- und Kraftfahrzeugansammlungen. Neun britische Flugzeuge wurden abgeschossen. Im östlichen Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot aus einem gesicherten Geleitzug einen Dampfer von 1500 BRT. Auf Malta erzielten Verbände der deulsch-ita- lienischen Luftwaffe bei Tages- und Rachtangriffen Bombenvolltreffer in Flugplahanlagen und anderen militärischen Einrichtungen. In Luftkämpfen wurden 16 britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. An der englischen Ostküste bombardierten starke Kampffliegerverbände in der letzten Jladjt bei guter Sicht das Hafen- und Industriegebiet von M i d d - lesborough. Ausgedehnte Brände wurden beobachtet. Forischreiten der Angriffsoperaiionen. Berlin, 7. Juli. (DNB.) Nach der Einnahme von Woronesch versuchte der Feind durch Gegenangriffe von Norden die oordringenden deutschen Kampfverbände aufzuhalten. Die Bolschewisten wurden jedoch unter schwersten Verlusten geschlagen und zurückgeworfen. Deutsche Truppen setzten die Verfolgung fort. Der Feind leistete nur unzusammenhängenden Widerstand in Anlehnung an Waldstücke oder sonstige Geländeabschnitte. Eine deutsche Angriffsgruppe konnte einen feindlichen Kampfverband einschließen, die Ausbruchsversuche der abgeschnittenen Bolschewisten zurückschlagen und einen weiteren Brückenkopf über den Don bilden. Im Verlauf der Kämpfe hatten die Bolschewisten sehr hohe Verluste an Menschen und Material. Durch die Zerstörung mehrerer Don-Brücken mit Bomben schweren Kalibers wurde der Nach- schuövertehr des Feindes unterbrochen. Im Raum von Rshew wurde eine feindliche Kräftegruppe durch umfassenden Angriff deutscher Truppen vernichtet. In einem anderen Kampfabschnitt konnte eine deutsche Angriffsgruppe nach Ueberwindung zahlreicher zäh verteidigter Sperrstellungen die Verbindung, mit der ebenfalls weit vorgedrungenen Nachbargruppe Herstellen und damit einen neuen Kessel um bolschewistische Truppenteile schließen. In heftigen Bunker- und Waldkämpfen und trotz unübersichtlichen, verschlammten Geländes wurden weitere Ortschaften im Sturm genommen. Deutsche Truppen stießen in schwungvollem Angriff vor, ohne Unterstützung äbzuwarten, und durchbrachen ein hartnäckig verteidigtes Befestigungssystem des Feindes. , Nördlich Orel, wo nach schwerster Artillerievorbereitung die feindliche Infanterie, von starken Panzerkräften unterstützt, angegriffen hatte, gelang es nach wechselvollen Kämpfen den deutschen Truppen, die feindlichen Angriffe unter hohen blutigen Verlusten für die Bolschewisten zurückzuweisen. Die Luftwaffe trug durch heftige Bombenangriffe gegen feindliche Kolonnen und Truppenansammlungen zum Erfolg der Gegenstöße bei. Oie Tonnage, das A und O. Seit mit dem Kriegseintritt Japans und der Vereinigten Staaten von Nordamerika alle Weltmeere zum Operationsgebiet der verbündeten deutschen, italienischen und japanischen Unterwasser-Seestreit, kräfte geworden sind, bildet die Schiffsraumfrage das Kernproblem der englisch-nordamerikanischen und bolschewistischen Kriegführung. Es handelt sich dabei, wenn auch hier die Einflüsse auf Lebenshaltung und Haushaltsgewohnheiten von den Betroffenen nicht geleugnet werden, in erster Linie um die Durchführung von für die britisch-amerikanische unb die bolschewistische Kriegführung wichtigen Transporten, und zwar einmal unmittelbar die Beförderung von Kriegsgerät, Mannschaften und Nachschub. zum anderen um die transportmäßige Sicherstellung des Rohstoffbedarfs vor allem der englischen und der USA.-Rüstungsindustrie, die aus dem eigenen Lande allein nicht ausreichend versorgt werden können. Der letzte Bittgang Churchills nach Washington wies bereits deutlich auf die bestehenden Schwierigkeiten. Obwohl man dort geflissentlich die Schiffsraumfrage als Verhandlungsgegenstand zu verbergen suchte, konnte die daraus resultierende Lage in der abschließenden Erklärung zu den Besprechungen nicht übergangen werden. Es wurde in ihr ihr kriegsentscheidender Einfluß und der Wettlauf zwischen Schiffsbau und Versenkungen zugegeben. Der Vorstoß Rommels nach Aegypten, der ohne Sicherstellung des Seetransportes nicht möglich gewesen wäre, hat diese Achillesferse der Gegner bereits entblößt. Stalins Generale bekommen es gleichfalls von Woche zu Woche mehr zu spüren, was der Kämpf auf den Weltmeeren auch für sie bedeutet. Die Zerschlagung eines zweiten großen Geleitzuges mit wertvollstem Kriegsmaterial innerhalb kurzer Zeit durch Uboot- und Luftwaffe trifft auch den Feind im Osten empfindlich. Die Wegnahme des balfche- wistifchen Rüstungsgebietes in den Kämpfen des erften Jahres des Öftfeldzuges hat den Bedarf der Sowjets an Zufuhr von Rüstungsmaterial außerordentlich gesteigert. Daß der kostbare englisch-ame- titanische Schiffsraum auf der überaus gefährdeten Eismeerroute immer wieder eingesetzt werden muß, unterstreicht das starke Bedürfnis der Sowjets an Kriegsmaterial wie die Bedeutung, die Roosevelt und Churchill d er Front im Osten bei messen müssen, zumal ihnen die Tonnagenot bei anderen versuchten oder geplanten Aktionen die Hände bindet. Der vorhandene Schiffsraum bestimmt die Aktionsfähigkeit unserer Gegner. Schiffsoersenkungen beeinflussen die Lage daher auf den Landfroirten nachhaltig. Sie bilden für den, der allein auf den gefahrvollen Seeweg über den Atlantik und Pazifik angewiesen ist, eine stete Quelle der Gefahr. Die deutschen Truppen aber kämpfen in Räumen, die durch sichere Land- und (Seebrüden zwischen Front und Heimat verbunden sind. Große wehrwirischaWcheVedevttingWoroneW Die Eroberung von Woronesch kommt nicht unvermutet, nachdem schon am Montag berichtet worden war, daß die Spitzen der deutschen und verbündeten Truppen in breiter Front den Don erreicht haben. Woronesch liegt auf dem Ostufer des Don, das Gelände vor der Stadt bot der Verteidigung noch manche vortreffliche Gelegenheit zum Widerstand. Wie so viele osteuropäische Flüsse hat auch der Don ein stark überhöhtes westliches Gotnj» Bjelgorod WtloiU ieKigijeV- STAUI 'Stporothje .CHARKOW (Scherl-Bilderdienst-M.) Bergufer und ein flaches oft überschwemmtes östliches „Wiesenufer". Die Lage von Woronesch ist noch dadurch von der Natur begünstigt, daß acht Kilometer unterhalb der Stadt der Woronesch in den Don mündet. Die Stadt liegt also auf einer Landzunge zwischen zwei Flüssen. Die eigentlichen Kampfhandlungen sind wie in den Vortagen durch wütende sowjetische Gegenstöße charakterisiert, die jetzt vor allem in der nördlicheren Gegend von Orel massiert sind. Orel liegt 150 km nördlicher als Kursk. Der Wehrmachtbericht sagt, daß diese sowjetischen Entlastungsangriffe, die unter Einsatz zahlreicher Panzer stattfanben, erfolglos blieben. Aber „die harten Kämpfe bauern noch an". Merkmal dieser Entlastungskämpfe wie der gesamten Situation an der Ostfront ist, daß den Sowjets bas Gesetz des Hanbelns vorgeschrieben ist. Sie verfolgen bei ihren Gegenangriffen kein eigenes selbständiges Ziel, sondern wollen nur retten, was zu retten ist. Sie setzen dabei rücksichtslos ihre Panzer ein, obwohl die bisher erlittenen Verluste nicht allein als Material-, sondern auch als Menschenverluste sehr empfindlich für die sowjetische Kriegführung sind. Bei der Ende Juni abgeschlossenen Schlacht um Kupjansk ergaben die Photos und Soldbücher der Gefangenen, daß die Panzerbesatzungen bis vor kurzer Zeit sowjetischen Fliegerformationen angehört hatten. Die Sowjets haben die Traktorenverwendung in der Landwirtschaft so stark begünstigt, um auf diese Weise technisch gut vorbereitete Mannschaften für die Panzerstreitkräfte zu gewinnen. Es scheint, daß dieses Menschenreservoir sich allmählich erschöpft. Woronesch hat in der Geschichte ber moskowiti- schen Staatenbildung eine ähnliche Berühmtheit wie Sewastopol erlangt. Auch Woronesch ist ein Symbol. Seine Gründung erfolgte 1586. Ihr ging voraus bie Eroberung des Tatarenreiches Kasan 1552 unb des Datarenreiches Astrachan 1557 und der Beginn der Eroberung Sib iri e n s durch bas Kaufmannsgeschlecht der Stroganoff und entschlossene Kosakenführer, wie Jermak. Im Zuge dieser riesigen Ausweitung Moskaus nach dem Osten wurde Woronesch als Grenzfestun g gegen die noch immer unruhigen Tataren begründet. Heute ist Woronesch mit runb 350 000 Einwohnern die zwölftgrößte Stadt der Sowjetunion. Eine umfangreiche Rüstungsindustrie, vielfältige Fabrikanlagen anderer Art und die Fruchtbarkeit des umliegenden Agrargebietes machen Woronesch zu einem Schwerpunkt der sowjetische ^Wehrwirtschaft. Die Stadt liegt am Ufer des Don. 20 Kilometer ostwärts, am Ostufer des Flusses Woronesch, befindet sich der Jndustriebahnhof Woronesch, an dem sich wichtige Bahnlinien kreuzen. In der Rüstungsindustrie von Woronesch spielen eine große Rolle die Flugzeugmotorenwerke sowie bie auf Rüstungsproduktion umgestellten zahlreichen Maschinenfabriken. Das Flugzeugwerk Woroschilow hat eine Belegschaft von 12 000 Mann. Die Motorensabrik Stalin, die heute ebenfalls Flugzeugmotoren her- stellt, hat eine Belegschaft von rund 5000 Arbeitern. Die Maschinenfabriken Komintern und Kuybyschew stellen Waffen, Geschützrohlinge und Munition her. Von den übrigen Industrien ist ein Gummikombinat beachtenswert, dessen Belegschaft 10 000 Arbeiter betragen soll. Einen schweren Verlust für die Sowjets bedeuten weiter die Waggonfabriken und Eisenbahnwerkstätten, Werke für die Herstellung elektrischer und Funkgeräte sowie Schweißereien. Zwischen Woronesch und Kursk befinden sich riesige Magneteisenlager. Landwirtschaftlich gehört das Gebiet Woronesch zu den sehr fruchtbaren mittleren Schwarzerdbezirken. Angebaut werden vor- wiegend Weizen und Hafer. Dementsprechend ist die Lebensmittelindustrie der Stadt bedeutend. Von der intensiven Diehwirtschaft des Gebietes ist die Merdezucht bekannt. Auf den Schlachtfeldern von Sewastopol. Oer Krim entgegen. Berlin, 7. Juli. (DNB.) In aller Frühe^ erhebt sich unsere su 52, die uns an die Küste des Schwarzen Meeres, zum Brennpunkt der letzten siegreichen Kämpfe auf der Krim führen soll. Bald haben wir die Reichsgrenze hinter uns. Die Hauser werden niedriger, die Schienenstränge und Straßen seltener. Ueber große, brachliegende Ländereien gleitet der Schatten unseres Flugzeuges. Ueber Ruinen üon zerschossenen und verbrannten Dörfern geht es hinweg. In der Ferne glänzt silbern die riesige Wasserfläche des D n j e p r - D e l t a s. Ueber riesige wogende Schilfwälder geht es hinweg. Der Panzergraben von P e r e k o p , der unseren Einbruch in die Krim nicht aufzuhalten vermochte, wird überflogen. Unter uns liegt jetzt die Krim. Meilenweit zieht sich die Steppe hin. Rechts m der Ferne schimmert tiefblau das Schwarze Meer-. Und dann rollen die Räder der leicht aufsetzenden Maschine über den Flugplatz von Simferopol. Jm Kampfgebiet. Im Kraftwagen geht es dem Kampsgebiet entgegen. Durch den weißen Staub der Krimstraßen mahlen sich die Räder oft mühsam ihren Weg. Kurzer Aufenthalt im Kampfgelände. Ein hochgc- reckler Offizier, von der Krimsonne tief gebräunt, kommt aus seinem Befehlsstand uns entgegen. Er ist der Sieger von Sewastopol, Gcneral- seldmarschall von Man sie in. Mit kräftigem Händedruck begrüßt er die Presse. Bald ist die K a m y s ch l y - S ch l u ch t, der Ausgangspunkt der Kämpfe, erreicht. Durch ein Tal, das die alten deutschen Winterstellungen von den sowjetischen Befestigungen trennte, führt der Weg. Bunte Blumen blühen unter den Obstbäumen einer großen Plantage. die sich zwischen den Stellungen dahinzieht. Papptafeln mit der Aufschrift „Vorsicht Minen!" stören jäh das friedliche Bild. Es ist ein Tal des Todes, das wir passieren. In der Nähe des Forts Maxim Gorki, das den südlichen Zugang von Sewastopol verriegeln sollte, muß der Wagen halten. Auf der von schweren Granaten und Stukabomben zerwühlten Straße ist kein Weiterkommen mchr. Steil führt ein schmaler Pfad nach oben. „Immer gut Vordermann nehmen, hier ist noch alles dicht vermint!" mahnt ein Pionieroffizier. An Granat- und Bombentrichtern, in denen gut ein mehrstöckiges Haus Platz haben würde, geht es vorbei. Die Erde ist zerfetzt und aufgewühlt. Kein Grashalm ist mehr zu erblicken. Die ganze Bergkuppe hat eine neue Form bekommen. Eisenbahnschienen sind auf der Plattform des Forts durch die Gewalt der Explosionen verbogen, als hätten Riesenfäuste mit dünnen Drähten gespielt. 3m Fort Maxim Gorki. Die gewaltigen Panzerkuppeln der beiden Türme, die je zwei 30,5-cm-Langrohrgeschütze tragen, sind von Pionieren gesprengt worden, nachdem man vorher durch Beschuß mit schwersten Spezialgeschützen die Kuppeln so verklemmt hatte, daß sie sich nicht mehr drehen konnten. Im Innern der Panzertürme führen Wendeltreppen hinein in die Tiefe des mehrere Stockwerke tief ausgebauten Forts. Von der Gewalt der Sprengung ist ein Teil der Treppe fortgerissen. Neben den untersten Stufen stecken in einer Nische noch bolschewistische Broschüren. Etwa 500 Mann stark war die Besatzung des Forts, die sich nach der Erstürmung in das Innere des Berges zurückzog. Tagelang muß sie sich noch in der Tiefe gehalten haben. Eine deutsche Sprengung beantwortete sie mit einer Gegensprengung, und dann wurde es still in den Stockwerken des 47 Meter tiefen Festungsberges, als schwere Brände im Innern zu wüten begannen. Das geschlagene Heer. Aus Serpentinenstraßen geht es Sewastopol entgegen. Tausende und aber Tausende von G e - fange neu kommen uns entgegen. Da wanken sie heran, die früheren Elite-Regimenter Moskaus. Die Uniformen' sind zerrissen und die Schuhe zerfetzt. Viele vermögen sich kaum noch auf den Beinen zu halten und versuchen, auf Stöcke oder Lattenenden gestützt, ihrem Vordermann zu folgen. Die Augen liegen tief in den Höhlen. In ihnen spiegelt sich das Entsetzen der letzten Tgge. 60jährige Männer und kaum den Kinderschuhen entwachsene Burschen sind darunter. Am Rand eines Sumpfes, in dem einige Pferdekadaver ihre Beine steif nach oben strecken, Von Sonderberichterstatter Werner Mühe, liegen die Sowjetarmisten zu Dutzenden am Ufer und schlürfen das gelbe, stinkige Wasser. Der Interman-Höhenzug, ein gewaltiger Felsrücken, die letzten Sperre vor Sewastopol, ist erreicht. Hier hatten die Sowjets die zahlreichen Felshöhlen, die durch ihre oft 50 Meter dicken Decken unangreifbar schienen, zu ungeheuren Festungen ausgebaut. Heute sieht man von den Felshöhlen nicht mehr viel. Durch Tausende schwerster Bomben und Granaten, die Steinblöcke in der Größe eines mehrstöckigen Hauses von den Felswänden absprengten, wurden die Eingänge verschüttet. In der Mitte des Höhenzuges, neben der Gebirgsstraße nach Sewastopol, befanden sich gewaltige Lagerhallen einer Sektfabrik, die von den Sowjets als Munitionslager besonders für Seeminen benutzt wurden. In diese unterirdische Höhlenstadt flüchteten sich neben Verwundeten auch über tausend Frauen und Kinder. Als ein Stoßtrupp der deutschen Pioniere herangekommen war, sprengte der Kommissar das Munitionslager. „Der 300 Meter lange, 200 Meter breite und 50 Meter hohe Berg, so berichtet ein Augenzeuge, „hob sich nach furchtbarem Getöse etwa 10'Meter hoch, um bann, jedes Lebewesen unter sich begrabend, zusammenzubrechen." Heute erinnern nur die gewaltigen Steintrümmer und der Leichengeruch an dieses furchtbare Verbrechen eines Sowjetkommissars. Stumm liegen die Ruinen Sewastopols vor uns. Der Himmels hat darüber ein azurblaues Als Ergänzung zum Wehrmachlbe- richt vom 3. Juli 1942 gibt das Oberkommando der Wehrmacht über den Fall der Festung Lewa- f( o p o l nunmehr folgendes bekannt: Im Verlaufeder Kämpfe, die vom 7. Juni bis zum 4. Juli mit einer ungewöhnlichen Härte sich abspielten, wurden 97000 Gefangene, darunter der stellvertre- -tende Armeeführer, General Nowikow, eingebracht, 467 Geschütze, 26 Panzer, 824 Maschinengewehre, 758 Gra na t werfer, 86 Panzerabwehrkanonen und 69 Flak wurden erbeutet ober vernichtet. Die Beute an schweren und leichten Infanteriewaffen ist noch nicht vollkommen erfaßt. Die blutigen Verluste des Feindes sind gewaltig und müssen mit 30 000 bis 40 000 Mann angenommen werden. 3597 Bunker und Vefestigungsan- lagen aller Art, darunter die beiden modernsten und stärksten Kampfwerke, Maxim Gorkij I und II, mit je vier 30,5-cm-Kanonen wurden genommen sowie rund 1 37 000 Minen ausgebaut. Entkommen sind nur, wie durch Gefangenenaussagen bestätigt wurde, einige höhere Offiziere und Kommissare sowie in den ersten Tagen des Angriffs einige Verwundetentransporte. Niedersächsische, brandenburgische, schlesische, sächsische, fränkische, sude- tendeutsche und rheinische Divisionen, sowie heerestruppen aller Volks st ämme zusammen mit rumänischen Infanterie - und Gebirgsdivisionen sind an diesem Erfolg in gleicher Weise beteiligt. Die Gesamtverlufte der deutschen Truppen betragen 872 Offiziere und 23 239 Unteroffiziere und Mannschaften, von denen 190 Offiziere und 4147 Unteroffiziere und Mannschaften gefallen, 11 Offiziere und 1580 Unteroffiziere und Mannschaften vermißt, die übrigen verwundet sind. Die Truppen des Heeres waren durch das deutsche Nahkampf-Fliegerkorps vorbildlich unterstützt, das in pausenlosen Tag- und Nachtangriffen wirksam in den Kampf gegen Erd- und Seeziele eingriff. In der Zeit vom 2. Juni bis 4. Juli wurden 23751 Angriffsflüge durch Kampfmafchinen Zelt gespannt. Unb wenn die Blicke von den riesigen Granattrichtern über bas wächserne Gesicht der weißen Stadt schweifen, bann könnte man meinen, sich auf einer Mondlandschaft zu befinden. Eine seine Dunstschicht von Staub und Rauch liegt noch immer über den Straßen. Ausgebrannte Ruinen erheben sich kahl aus den schwelenden Schutthalden. Gewal- tiqe Ouadersteine haben viele Straßen unpassierbar gemacht. An windschiefen, rauchgeschwärzten Mauern, die jeden Augenblick zusammenzubrechen droyen, fährt der Wagen vorüber. Bald liegt die ötabt der Zerstörung und des Grauens hinter uns Eher- sones, die Halbinsel des letzten verzweifelten Widerstandes, ist unser Ziel. Oede und kahl wird die Landschaft. Die Straße ist kaum noch befahrbar. Ausgebrannte Panzerwagen, umgesturzte Gefchutze, zerschossene Autos unb von Maschinengewehrgarbeu hingemähte Bolschewisten bedecken das ^chlacht- felb. In der Feme brandet das Meer an die Spitze der sich weit in die Fluten streckenden Landzunge. An der äußersten Steilküste knattern noch vereinzelt Maschinengewehre und krachen dumpfe Explosionen. Die letzten Bunker in den Felsen der Seeseite werden ausgeräumt. Schnell bricht die Dämmerung herein, lieber bas Schlachtfeld von Chersones finkt blutigrot die Sonne. Von den Wegrändern grüßen frische deutsche Soldatengräber zu uns herüber. In langen Reihen stehen die schlichten Kreuze. Stumme Mahner an die Schwere des Kampfes, aller Art burchgeführt, 123 feindliche Flugzeuge abgefchoffen unb 18amBobenzer- stört. Zahlreiche feinbliche Panzer, Bunker, Batterien, Kasernen, Munitions- unb Oellager würben vernichtet, vier Zerstörer, ein Unterseeboot, brei Schnellboote, sechs Küstenfahrzeuge unb vier Frachter versenkt. 31 eigene Flugzeuge gingen verloren. Deutsche unb italienische Seestreitkräfte bekämpften die feinblichen Schiffsbewegungen vor Sewastopol. Es gelang ihnen, bcn feinblichen Nachschub unb ben Abtransport zu unterbinben, brei sowjetische U-Boote, zwei Dampfer von je 10 000 BRT., einen Transporter von 5000 BRT. unb zwei mit Truppen besetzte kleine Einheiten zu versenken unb ba- burch wesentlich zum Erfolg bes Angriffes beizutragen. Der Feldzug auf ber Krim ist abgeschlossen. Lr begann mit bem Durchbruch durch die Lanbbrücke von Perekop am 21. September 1941 unb enbete mit ber Erstürmung ber stärksten See- unb Landfestung Sewastopol am 4. Juli 1942. Er kostete bem Feinb ben Verlust von 430 000 Mann an Gefangenen, 1198 Panzern unb 2102 Geschützen unb wirb nicht als ein Sieg ber Bolschewisten, wie es die feinbliche Propaganba versucht, sonbern als ein Ruhmesblatt ber beutschen unb rumänischen Wehrmacht in bk Geschichte eingehen. Zwei 10 000-Tonner westlich von Wight bombardiert. Berlin, 7. Juli. (DNB.) Leichte deutsche Kampfflugzeuge hatten in den frühen Morgenstunden des 7. Juli im Westen der Insel Wight eine Ansammlung mehrerer Schiffe — davon zwei große Dampfer von je 10 000 BRT. — gesichtet. Zur Abwehr waren von den Schiffen zahlreiche Sperrballone hochgelassen worden. Um 6.10 Uhr erfolgten schlagartig Tiefangriffe der deutschen Kampfflugzeuge gleichzeitig gegen die beiden Schiffe von 10 000 BRT. Der eine der ankernden Dampfer wurde durch eine Bombe schweren Kalibers mittschiffs getroffen. Explosionen zerrissen die Bordwand und richteten auch an Deck nachhaltige Zerstörungen an. Als zwei Bomben schweren Kalibers am Heck des anderen Schiffes betonierten, ' igann dieses sofort zu sinken. Der Angriff ka> i so überraschend, daß die deutschen Flugzeuge e r st i in A b f l u>g von der Bordflak der umliegenden Schiffe und von Flakbatterien am Lande beschossen wurden. Cripps bestätigt das Geheimabkommen mit den Sowjets. Berlin, 7. Juli. (DNB.) Cripps hat der schwedischen Wochenzeitung „Vecko Journalen" ein Interview gegeben, in dem das Bestehen eines geheimen Abkommens zum englisch-sowjetischen Bündnisvertrag bestätigt wird. Während der öffentlich bekanntgegebene Vertragstext die Formulierung gebraucht, daß Großbritannien und die Sowjetunion in diesem Kriege keine territorialen Vergrößerungen suchen, teilt Cripps mit, daß die Sowjetregierung in Nordeuropa st rategischeGrenzen beanspruche, die mit den bolschewistischen Eroberungen vom Winter 1939/40 identisch sind. Mit anderen Worten also, die Finnen sollen Hangoe wieder her- aeben, beide Teile Kareliens und die Seenkette zwischen dem Finnischen Meerbusen und dem Ladogasee sowie Wiborg räumen. Damit.ist also den Bolschewisten britischerseits ein Einfallstor nach Skandinavien zugestanden worden. Auch die Befestigung des Sundes und damit die Herrschaft über die Aus- gänge der Ostsee in das Weltmeer als Inhalt der Geheimklauseln gibt Cripps zu. Wenn Cripps in diesem Zusammenhang von der Rolle einer skandinavischen Föderation oder gar Dänemarks am Sunde spricht, so kann er nur damit gemeint haben, daß Dänemark der Portier der Sowjetunion an dessen Ausgang zum Weltmeer werden soll. Dänemark würde dann am Sunde genau so souverän fein, wie Aegypten am Suezkanal. Für diese Hinweise kann Skandinavien Herrn Cripps nur dankbar sein. Deutlicher hätte er das Bestehen des englisch-sowjetischen Geheimoertrags nicht zugeben können. Oie Neutralität Argentiniens. Eine Rede Castillos. Buenos Aires, 7. Juli. (Europapreß.) Der neue argentinische Staatspräsident Ramon C a» st i l l o nahm an einem von über 2500 Offizieren besuchten Kameradschaftsessen des „Circulo Militär" teil, welches dieser einflußreiche Klub alljähr- lichlich aus Anlaß des argentinischen Nationalfeiertages veranstaltet. Hierbei hielt Castillo eine Rede. Die Kriegstreiber, so sagte er, haben die Freiheit, sich an die wirklichen Fronten des Kampfes zu begeben, anstatt hier unnütz zu agitieren. Ich möchte erstmalig als Präsident der Nation sprechend, gleich zu Anfang feststellen, daß ich nicht dulden werde, daß irgendjemand der Regierung zuvorkommt und Reaktionen beschleunigt. Aus unserer Tradition heraus haben mir immer den Frieden geliebt. Aber wir wünschen nicht, an irgendeiner Auseinandersetzung teilzunehmen, die durch keinen vernünftigen Grund gerechtfertigt ist. Wenn wir dies täten, würden wir eine glorreiche Tradition zerstören. Der Panamerikanismus wurde als Friedensdoktrin geschaffen, um die Brüderlichkeit unter ben Völkern des Kontinents zu fördern. Er ist weder eine Kriegsdoktrin gewesen, noch war er bestimmt, unsere Länder von den übrigen Nationen zu isolieren ..." Der Vorsitzende des „Circulo Militär", der frühere Kriegsminister General Pertine, erklärte: „Wir Soldaten haben Vertrauen in die Haltung, die der Präsident Castillo in diesem schwierigen Augenblick eingenommen hat, mit kluger Energie in Uebereinftimmung mit den Interessen der argentinischen Republik die Geschicke lenkend." Auf diese Weise ist die Politik der Neutralität, die der Patriotismus des Präsidenten aufrechthält, der kategorische Ausdruck unserer nationalen Souveränität. Er entspricht dem höchsten Interesse unseres Landes, die überwältigende Mehrheit der Argentinier stimmt ihr zu." Verknappung der Lebensmittelund Rohstoffversorgung in den LlSA. Lissabon, 7. Juli. (Europapreß.) Auf der in Mexiko tagenden interamerikanischen Landwirt- schaftskonserenz hielt der Landwirtschaftsminister der Vereinigten Staaten, Claude Wickard, eine Rede, die in den USA. erhebliches Aufsehen erregte. Wickard kündigte eine weitgehende Verknappung der Lebensmittel- und Rohstoffversorgung ber Vereinigten Staaten für Ende dieses Jahres an und forderte die Vertreter der mittel- und süd- amerikanischen Länder auf, ihre Rohstofferzeugung und die Ausfuhr von landwirtschaftlichen Er- zeuanissen zu steigern, „um der Bevölkerung der USA. die Opfer zu erleichtern, die sie für den Sieg bringen müssen". — Man wird in den USA. immer Der Abschlußbericht des Oberkommandos. Hannibal. Eine Geschichte von Walther Reubach. Als eines Tages Hannibal im Hause 38 der Gartenstraße ankam, trug er einen anderen Namen, ber, ftammbaummäßig begründet, in den Begleitpapieren angegeben war. Wahrscheinlich war es einer von jenen Hundenamen, die so häufig sind wie Schmidt und Müller in Deutschland. Allein der Käufer des Hundes, der Gymnasialprofessor Kuno Bendrokat, hatte mit dem schwarzen Wollknäuel etwas Außergewöhnliches vor, und als „Hannibal" begann er sein Neufundländerleben im Hause Gartenstraße 38. Der kleine Bursche lebte so, wie es im Kindesalter junger Hunde üblich ist. Er hatte weder Respekt vor ben gestickten Pantoffeln seines Herrn noch wußte er die echten Perserteppiche zu würdigen, die Kuno Bendrokats verstorbene Frau ins Haus gebracht hatte. Der Obhut der alten Haushälterin Barbara anvertraut, genoß er eine Freiheit, die andere Hunde seines Alters ergiebiger ausgenutzt hätten, als es Hannibal tat. Hannibal besaß bereits in seinen Flegeljahren ein erstaunliches Beharrungsvermögen. stundenlang konnte er, den dicken Kopf auf den Pfoten, auf ben Steinfliesen der Veranda liegen und fein zottiges Fell von der Frühjahrssonne bestrahlen lassen, und weder Schmetterlinge noch die Lockrufe benachbarter Hunde konnten ihn verleiten, sich den neckischen Spielen des Tollens und Bellens hinzugeben. Oft stand Bendrokat vor seinem Schützling und schüttelte den Kopf, nicht nur über den Mangel an jugendlichem Uebermut, sondern auch über feine Voreiligkeit, den Namen des von ihm hochverehrten panischen Feldherrn an eine Hundeseele verschenkt zu haben. Dennoch freute sich Bendrokat, wenn die Lateinftunde zu Ende war und er sich bem Hause in der Gartenstraße näherte, und gelassen kam bann Hannibal feinem Herrn entgegen und bekundete in der ihm eigenen ruhigen Weise seine Freude. An Hannibals Treue war nicht zu zweifeln, auch feine schweigsame Natur nahm Bendrokat mit in Kauf, da er aus ber Geschichte wußte, daß auch ber Punier kein Schwätzer gewesen war. Allein feine Bemühungen, in Hannibal einen heldischen Sinn zu entdecken, blieben gänzlich ergebnislos. Wenn bann Bendrokat immer wieder Worte des Staunens vor sich hinmurmelte, pflegte Hannibal sich bedächtig zu erheben und wie zum Protest feinen Kopf auf feines Herrn Knie zu legen, wie wenn er mit Faust jagen wollte: Name ist Schall und Rauch. Ja, es konnte nicht unterbleiben, daß sich Professor Bendrokat vor seinen Mitmenschen Hannibals zu schämen begann. Auf einem Schulausflug an eine mit römischen Spuren bedeckte historische Stätte kam es zu einem Begebnis, das in seiner Seele einen tiefen Riß hinterlieh. Die Parallelklasse hatte an dem Ausflug teilgenommen, geführt von Doktor Gärtner, dem Klassenlehrer, unb es war etwas Selbstverständliches, daß auch Hannibal und Lizzie, Doktor Gärtners Iagdhündin, mit dabei waren. Und hierbei geschah das Unfaßbare: gerade hatte Bendrokat einen Vortrag über Drusus und Germaniens beendet, als sich mehrere Hunde, die man nur als Dorfköter bezeichnen konnte, der klassischen Stätte näherten. Es dauerte ein paar Sekunden, und Lizzie war in eine Beißerei verwickelt, aus ber bald nicht einmal mehr die Zahl ber Hunde zu erkennen war. „Hannibal!" ertönte der Ruf Bendrokats, der glaubte, daß schon das Erscheinen des großen Neufundländers genügen würde, die Raufbolde in das Dorf zurückzujagen. Allein Hannibal rührte sich nicht. Dem Schlachtfeld den Rücken zuwendend, stand er träumerisch in ber Wiese und kaute bedächtig eine Staude des als Waldgeihbart bekannten aruncus Silvester. Als auf bem Heimwege Kuno Bendrokat ein Schüler von Hasdrubal, Hannibals Bruder, zu sprechen anfing und die Frage stellte, ob es damals in ber Schlacht am Flusse Meiaurus für Hannibal nicht möglich gewesen sei, seinem Bruder zu Hilfe zu kommen, glaubte Bendrokat einen versteckten Spott in dieser Frage zu hören und gab eine kurze Antwort, wie man es bei ihm nicht gewohnt war. Ja, als sich Hannibal in ber Folgezeit sichtlich mit Aenne, dem dreijährigen Töchterchen ber Nachbarin, anfreunbete, stellte er mit einem gewissen Grimme zum ersten Male fest, daß in Hinblick auf die sprichwörtliche panische Untreue doch der Name Hannibal am Platze sei; denn Frau Lehner, die Mutter ber kleinen Aenne, stand wegen eines beschädigten Gartenzaunes mit Kuno Bendrokat sehr auf dem Kriegsfüße. Allein diese Gartenzaunseindschaft hielt Hannibal nicht davon zurück, stundenlang mit seiner kleinen Freundin im Grase zu liegen und dabei im Spiel ein Temperament an den Tag zu legen, das sonst an ihm nicht festzustellen war. Daß er ausgerechnet das Streitobjekt, die Lücke im besagten Gartenzaun, als Eintrittspforte in fein neues Paradies benutzte, erhöhte noch die gereizte Stimmung gegen die Nachbarin. Und auf diesem feindseligen Boden sollte eines lages die große Wandlung in Hannibals Leben erfolgen. An einem Spätsommerabenb stand auf einmal das Haus Gartenstraße 36 in Flammen. Frau Lehner war zum Einholen ausgegangen. Die Feuerwehrmänner bes Städtchens waren auf den Feldern und in ben Gärten, bie Wasserleitung hatte durch eine schon lange währende Trockenheit keinen Druck, so daß, als endlich die Menschen zu Hilfe kamen, bereits das Dachgeschoß zusammenstürzte. Es wußte auch keiner, ob jemand von ber Familie Lehner im Hause war, und erst, als bie arme Frau jammernd herbeigeeilt kam, erfuhr man, daß sie die kleine Menne in einem Zimmer neben der Küche aum Schlafen hingelegt hatte. Die Balken brachen funkensprühend zusammen und durchschlugen die dünne Decke der Wohnräume; aus ben Fenstern unb Türen wälzte sich ein Qualm, ber es unmöalich machte, in bie Räume einzubringen; schon leckten die Flammen an ber Treppe unb ben Innentüren, als mit Getöse die Giebelmauer herabstürzte und ein Stück der Wand des Zimmers mitriß, in dem sich das Kind befand. Wiederum versuchten ein paar beherzte Männer, sich durch die Rauchschwaden einen Weg zu bahnen, aber sie. kamen mit geschwärzten Gesichtern und brennenden Kleidern zurück. Hannibal stand neben seinem Herrn, der das Kommando über bie ratlosen Menjchen übernommen hatte und gerade versuchen wollte, von rückwärts in das brennende Haus einzudringen, und wie auf eine höhere Eingebung hin beugte sich auf einmal Kuno Bendrokat zu dem Hunde unb sagte ganz leise: „Such' die Aenne, Hannibal! Such' schön, braver Hund!" Hannibal hob die schwarze Schnauze unb trollte weg. Bedächtig, wie es seine Art war, schlängelte er sich durch die Menschen und verschwand in einem Spalt des brennenden Hauses, gerade als neue herabstürzende Balken den Eingang weiter versperrten. Ganz stille war's auf einmal geworden; man hörte nur die Stöße ber Pumpen, bas Prasseln des Holzes und bas Zischen ber Wasserstrahlen, unb Frau Lehner preßte die Hand auf den schreienden Mund unb starrte hinüber zu «Kuno Benbrokat, ber mit seinen Gebauten in bem brennenden Hause war, bei seinem Hannibal. Die Sekunden und Minuten kamen ben Menschen wie eine kleine Ewigkeit vor. Da krachte unb splitterte es wieder in den Trümmern, man hörte ein kurzes Jaulen, unb bann kam irgendwo in einem Spalt zwischen glühenden Balken und Steinen Hannibals Kopf zum Vorschein, und hinter sich her zerrte er das schreiende Kind. „Ein tüchtiger Kerl, Ihr Hund, Herr Professor", sagte ber Wirt vom „Schwarzen Hirsch" zu Kuno Benbrokat, „so tüchtig wie Knuppe. Wissen Sie noch, Knuppe, der junge Lehrer, damals vor fünfzehn Jahren, wie das Haus von Kaufmann Römer abbrannte und Knuppe bie alte Frau Römer aus dem Feuer holte. Wie Knuppe, Ihr Hund, Herr Professor." Der eine sprach's aus, ber andere sagte es weiter, denn alle dachten auf einmal wieder daran, unb die jungen hatten es zehnmal von ben Vätern unb Müttern erzählt bekommen. Ja, Knuppe, der junge Lehrer, bas war ein Kerl gewesen. Aber ber Hund von Professor Bendrokat war genau so brav. Hannibal hieß auf einmal Knuppe, und für Knuppe wurden Knochen unb Fleischabfälle nach der ©arten- ftrafje 38 gebracht, auch bann noch, als bas versengte Fell wieder verheilt war. Nur fein Herr nannte ihn weiter Hannibal, nach bem tapferen Felbherrn Karthagos. Jetzt erst recht. Aber er war mit bem Zweiten Namen auch zufrieben, benn wer Knuppe war wußten sie alle im Stäbtchen, bie Alten und die Jungen. Knuppe war ihr Helb, und die vor chm auf ben Schulbänken gesessen hatten, waren besonders stolz darauf. Im iens. (Nachdruck verboten.) 27. Fortsetzung. nsi' hat sie und liebenswürdig, sie hat etwas Beruhigendes und Isogar Vertrautes. töflten Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. Aus der Stadt Gießen. Alte deutsche Handwerksbräuche. In uraltem Volksgut wurzeln die ehemaligen Zunftbräuche des deutschen Handwerks, und gar sehr haben sie — namentlich in Zeiten politischen Verfalls — beigetragen zum Zusammenhalt aller Deutschen, galten sie doch überall da, wo deutsche Handwerker saßen, auch in räumlich und politisch abgetrennten Gebieten, wie zum Beispiel im Baltikum und in Siebenbürgen. Fast ausschließlich durch mündliche Ueberlieferung vererbten sich die alten Zunftbräuche weiter, nur ganz wenige Niederschriften sind vorhanden. Der Grund ist zum Teil darin zu suchen, daß es streng verboten war, die „Heimlichkeiten" der Zünfte aüszuplaudern, waren sie doch eine Art Losungswort, ein Paß für denjenigen Wanderburschen, der sie kannte, ein Beweis dafür, daß er wirklich dem „ehrsamen Handwerk" angehörte. Denn die Zünfte waren ungemein wählerisch und prüften denjenigen, der sich um Aufnahme bewarb, auf Herz und Nieren. Vom Lehrling wurde verlangt „freie eheliche und ehrliche Geburt, Abstammung von deutschen Eltern"; Juden und Zigeuner durften ebenso wenig in die Lehre genommen werden, wie die Kinder „unehrlicher Handwerker" (dieser Begriff wandelte sich im Laufe der Zeiten). Noch zur Zeit Friedrichs des Großen nahmen die Zünfte Kinder getaufter Juden nicht auf. Der Sohn eines Bauern durfte ein Handwerk erlernen nur dann, wenn er für die Landarbeit zu schwächlich war. Diese strengen Aufnahmebedingungen hatten die Zünfte erlassen einmal, um der ehrsamen Zunft unerfreuliche Erscheinungen überhaupt fernzuhalten, zum anderen deshalb, weil es unbedingt notwendig war, daß ihr nur durchaus achtbare Männer angehörten, hatten doch die Zünfte nicht selten das Regiment der Städte inne, zum mindesten aber übten sie maßgebenden Einfluß auf die Verwaltung aus. Der da begehrterem Handwerk zu erlernen, mußte zunächst eine Probezeit durchmachen; bestand er sie, so nahm ihn der Meister feierlich vor geöffneter Handwerkslade in die Zunft auf. Anwesend waren noch etliche andere Meister und Gesellen, die Eltern des Lehrlings und mehrere Bürger. Letztere sollten gut dafür stehn, daß der Lehrling nicht etwa der Lehre entlief, sondern allen Pflichten des Lehr- keine Freude gönnen, Pflicht und Arbeit, Arbeit und Pflicht. Er drückt auf die Klingel, ein bißchen lange. „Fräulein Hollenkamp zum Diktat!" Es erfolgt keine Antwort, und es geht keine Tür, bis er ärgerlich aufsieht. „Na, was ist los? Wird's bald?" „Fräulein Hollenkamp ist nicht mehr da, Herr Sierinck! Die haben Sie selber weggeschickt!" „Stimmt. Halt' ich im Augenblick vergessen. Also — ich gehe auch." Er stößt mit einem letzten und endgültigen Entschluß den Stuhl am Schreibtisch zurück. „Ich komm hept nicht mehr zuruck, sagen Sie Herrn Olfers Bescheid!" Zwei Minuten später steht er auf der Straße und holt tief Atem. Was für eine Luft! Als ob ein Hauch vom Meer bis in die Steinmassen dringt, ein Hauch von Salz und Seetang und Teer, ein Duft von der Straße, die in die unermeßlichen Fernen führt. Wenn man fünfzehn wäre, und es wäre ein solcher Tag, dann würbe man zum Hafen laufen und sich ein Schiff aussuchen, ein Schiff, das einen weit, weit weg bringt, rings um die Erde. Es ist die Luft, die einem die traumhafte Erinnerung an ein Glücksgefühl bringt, das man seit zwanzig Jahren nicht mehr empfunden hat. Dieses sonderbare Glücksgefühl, das nichts mit Erfolg und Selbstzufriedenheit zu tun hat, das nur ein gestaltloses Ahnen ist von allen Herr- M Der n Ca. sfizieren d Mili- alljähr- mlseier- e Rede. Freiheit, > zu be- i möchte d, gleich werde, >mt und Tradition geliebt. Ausein- :en ver- vir dies ion zer- is Frie« üt unter ft weder bestimmt, zu iso- u", der erklärte: Haltung, imierigen Energie t argem luf diese der Pa- täte leränität res Lau- gentimer Vertrags nachkam. Der Abschluß der Lehrzeit wurde unter alten Bräuchen begangen, die je nach den Zünften verschieden waren. Hatte z. B. der Böttcherlehrling aus- gelernt, so lud er in Begleitung eines Gesellen, des sogenannten „Schleifpfaffen", Meister und Gesellen zur Feier in der Herberge. Dort hielt der „Schleifpfaffe" eine sehr ausgedehnte Rede, die begann mit den Worten: „Glück herein! Gott ehre ein ehrbar Handwerk, Meister und Gesellen. Ich sage, mit Gunst, Meister und Gesellen"... Es folgten Verse, die zunächst den Lehrling scherzhaft beschimpften, dann schilderte die „Schleifrede den gesamten Verlauf des Handwerkerlebens, einschließlich der Wanderschaft usw. Nach Schluß der Rede mußte der neugebackene Geselle auf die Straße laufen mit dem Ruf „Feuer!"; daraufhin eilten die anderen Gesellen herbei und tauften ihn mit kräftigen Güssen kalten Wassers. Dann folgte ein Schmaus, bei dem der neue Geselle betränkt den Ehrenplatz einnahm. Der junge Tischlergeselle wurde „gehobelt"; unter Begleitung einer „Hobelrede", sowohl „beschnitten", als auch „behackt" und „behobelt", wobei Zirkel, Pinsel und Ruß eine große Rolle spielten. Bei den Schlossern wurde dem Ausgelernten bildlich die Zunge gelöst, er hatte nun eine Stimme in den Gesellenversammlungen. Daneben bestand die Sitte des „Bartbeißens. Am Schluß der Aufnahmefeierlichkeit steckte der Altgeselle dem Jungen einen Schlüssel in den Mund und drehte ihn dreimal herum wie beim Oeffnen eines Schlosses. Der Messerschmied wurde „getauft" und „halbiert",, wobei ihm das Gesicht mit Ruß eingeschmiert wurde. Sehr verbreitet war bei allen Zünften das „Namenkaufen", den dabei erworbenen Spitznamen (z. B.: Schlagnauf, Hach-ins-Holz, Allzeit-lustig, Trutz-dem-Meister usw.) behielten die Gesellen meistens bis sie Meister wurden. In Urkunden wurden die Gesellen mit ihren Vornamen genannt, dem noch der Geburtsort angefügt wurde. (Ein Brauch, der sich nicht auf die Gesellen beschränkte: z. B. Hans von Kulmbach, Erwin von Steinbach.) Das heute wieder zum Leben erweckte Wandern der -Gesellen war im Mittelalter durchaus freiwillig, aber schon Ende des 14. Jahrhunderts allgemein üblich. Voraussetzung für die Zulassung zur Meisterschaft jedoch wurde es erst im 16. Jahrhundert. Hierzu bemerkt Hans Sachs: „Wer allzeit hinterm Ofen sitzt, Grillen fängt und Hölzlein spitzt, Und fremde Lande nie beschaut. Der bleibt ein Narr in seiner Haut." Verfügung! Irmela ist fast erleichtert, als sie anhängt. Sie weiß die Kette nicht gern in seinen Händen, sie hat sie ihm aufgedrängt, ebenso wie den Scheck, den er allerdings zu erwähnen vergessen hat. Sie wird sehr froh sein,' wenn sie sie wieder im Besitz hat, und Albrecht wird sich treuen, wenn sie sie trägt — und er wird nicht viel Fragen stellen, auf welche Werse sie zurückgefunden worden ist. Unterwegs überfallen sie auf einmal wieder die quälenden Bedenken, ist es nicht gewagt, Bareiro zu vertrauen? Sucht er nicht vielleicht nur nach einem Vorwand, um neue Erpressungen auszu- uben' Sie wird die Angst niemals loswerden, ehe Albrecht nicht alles weiß, sie muß mit ihm sprechen, er muß ihr sagen, .was sie zu tun hat, er muß die Angelegenheit für sie in Ordnung bringen, sie erträgt es nicht länger, Heimlichkeiten vor ihm zu haben. Leistungssteigerung im Betrieb durch richtige Menschenführung Eine Vortragsveranstaltung der Deutschen Arbeitsfront. Schade. Es wäre netter gewesen, in demselben Augenblick noch Irmelas Stimme zu hören. Die Ißorte formten sich schon in seinen Gedanken: „Du, ich hab' eine angenehme Ueberraschung für dich!' Es war ein plötzlicher Einfall gewesen — jäh tufaetaucht, in derselben Sekunde, in der er etwas wichtigen Beschäftigung gestört wäre — aber was soll er mit ihrer Kette anfangen, die sie so unbedacht auf dem Tisch hat liegenlassen? Er hat sie in Verwahrung genommen, aber er hat nicht die Absicht, sie zu behalten, er hätte sie ihr längst zurückgebracht, aber sie hat ja — sonderbar genug — ihm nicht erlaubt, ihr Haus zu betreten! Fällt es nicht auf, daß sie die Kette nicht mehr hat? Was will sie für eine Erklärung dafür geben? Verloren — nun schön, Verlorenes kann sich wiederfinden, und die Freude darüber ist doppelt groß. Ihm jedenfalls wäre es peinlich, in den Verdacht einer Fundunterschlagung zu geraten. Selbstverständlich steht die Kette jederzeit zu ihrer sind. Kein Oberhesse sagt Fenst e r e r oder Jahr end en', und dies Wortungeheuer soll auch noch auf der letzten — soll wohl heißen vorletzten? — Silbe stark betont sein! Paaren für ein paar habe ich auch noch nie gehört, und ich lebe doch in Oberhessen schon über 80 Jahre. Der Oberhesse sagt auch nicht macht traut, sondern mecht naut, nicht ich kuck, sondern ich guck, rein mundartlich „eich gucke", wobei das gucke(n) Jckfinitiv (Nennform) ist. (Dergl. „eich s e i n"). Das Zitat, womit der Verfasser seinen kleinen Aufsatz beginnt, heißt übrigens: „Was iewest (irgend) en Kerl is, is en Owwerhess". Gießener Gchlachiviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40, Bullen 43 bis 53, Kühe 19 bis 48, Färsen 37 bis 53, Kälber 30 bis 57, Schafe 40 bis 44 Rpf. je Vi kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,25, bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,25, c (90 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 89,5 kg) 1,15, e—f (unter 80 kg) 1,11, gl (fette Specksauen) 1,25, i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. Alie oder neue Schreibweise der Vornamen? Die für alle standesamtlichen Eintragungen be-, deutsame Frage nach der Schreibung von Vornamen hat seit der 1902 erfolgten Einführung der -neuen Rechtschreibung>die Öffentlichkeit immer wie- der beschäftigt. Viele Namensträger wollten an der alten Schreibweise des „th" festhalten, und so mußten die Gerichte wiederholt schlichtend eingreifen. Im neuen Personenstandsgesetz ist den Beteiligten wieder ein gewisses Mitbestimmungsrecht einge- üchteiten der Welt. Und während Albrecht in dieser seltenen Stimmung durch die Hellen Straßen schlendert, kommt ihm ein Einfall, und er betritt eine Fernsprechzelle. 34. Geistesleben. Konzert auf Mozarts Klavichord. Das Klavichord, auf dem Mozart nach Briefen deiner Frau Konftanze gespielt hat und das er be= jonders in seiner letzten Schaffensperiode als Komponierinstrument benutzte, wurde von einer Nürnberger Firma erneuert. Der Reiz der Tonerzeugung wrch Metall auf Metall vermittelt den ursprung- Üchen Klang und ließ die Mozartsonaten, die Pro- icffor Steglich - Erlangen erstmals auf diesem lostbflren Instrument des Rleisters vor Gästen des Nürnberger Oberbürgermeisters im Prunksaal des Rathauses spielte, zu einem stimmungsvollen Ereig- vis werden. . (Eine Lichtenberg-Ausstellung in Göttingen. Zum 200. Geburtstage des aus der Nähe von Darmstadt gebürtigen Satirikers Georg Christoph Lichtenberg 'veranstaltete die Göttinger Universitäts- tibliothek eine Gedächtnisausstellung, die ein reichhaltiges Material aus dem wissenschaftlichen und iterarischen Nachlaß Lichtenbergs zeigte. Besondere Zeachtung erweckte die Korrespondenz Lichtenbergs, »ie der Forscher mit vielen Gelehrten aus ganz Europa geführt hat. Auch sonst wies die Ausstellung manches bisher unbekannte Dokument auf, so daß iie Göttinger Universitätsbibliothek bei einer Neu- öerausgabe von Lichtenbergs Schriften manchen wertvollen Beitrag liefern könnte. Die Universität •»eranftaltete eine Gedenkstunde, in der Prof. Dr. Herbert Schäffler über Lichtenberg als Gelehr- 'jen und Denker sprach. __ ___ In derselben Minute tritt Irmela in eine Fernsprechzelle und versucht, ihren Mann im Geschäft zu erreichen. Sie ist auf dem Weg zu Bareiro, und mit einmmal, auf der Straße, erfaßt sie em merkwürdiges Angstgefühl, das Gespräch mit ihm war lange nicht so unangenehm wie sie gefürchtet hatte seine Stimme hat durchaus nichts Drohendem oder Gewalttätiges, sie ist wohlklingend, heiter Die Ausrüstung des wandernden Handwerksburschen war vorgeschrieben. So trug z. B. der Steinmetz dunkelblauen, mit drei Knöpfen geschlossenen Rock zu weißen, englisch-ledernen Hosen, schwarzes Halstuch und Zylinder. Der Wanderstab, der „Ex- cüfer", war aus braunem Rohr mit schwarzem, eingelegtem Knopf, durch den ein Lederriemen gezogen war. Die Tracht der Hamburger Zimmerleute kennt heute noch jedes Kind. Der fremde Gesell fand überall Unterkunst, auch wenn keine Handwerker-Herberge im Ort war. Zahlreich auf uns gekommen sind erfreulicherweise Zunftzeichen aller Zeiten, stolze Zeugen edelsten Kunsthandwerks. Sie wurden bei Prozessionen der Zunft vorangetragen, bereit Eigenart sie kennzeichneten, fanden auch wohl ihren Platz über den Stammtischen usw. In Museen werden diese schönen ZunftzeicheA aufbewahrt; die Pfarrkirche zu Bozen beherbergte — wenigstens noch vor wenigen Jahren — eine sehr stattliche Anzahl besonders prächtiger; namentlich kam hier die Anmut des Rokoko zu Wort. L. B. „Ober-hessische Zu der Plauderei „Oberhessisch" im „Gieß. Anz." Nr. 149 vom 29. Juni erhalten wir von einem alten Oberhessen eine Zuschrift, der wir 'folgendes entnehmen: Zunächst: Es gibt gar keine oberheffifche Mundart, sondern wir finden da auf engem Raum die größten Verschiedenheiten. In einem Teil der Provinz heißt es eich, deich, in einem andern e e ch, d e e ch. Hier sagt man er, dort h e. In Alsfeld zählt man oder, zweiter, dritter und sagt ge- funge; der Louderbächer spricht wieder anders; auch das naut findet sich nur tn einem Teil der Provinz. Ferner: die drei Formen für zwei sind nicht oberhessisch, sondern gemeindeutsch; sie finden sich u. a. bei dem Schwaben Schiller. Krag und tief sind nicht Reste aus dem Mittelhochdeutschen, sondern falsche Analogiebildungen, die verwerflich Sperrten; man W । des Hol' und Frau >en Mnd der mit »war, de> "*2 zu nn Romer Md, Sierinck, das weiß ich nech ».« nö, n j von gesagt ..." großen Hörsaal der Universität sand am gestrigen Dienstagabend im Rahmen der von der „6 ®eiief' D-n nn» 5er : der Md X s verseng Also es soll nicht fein. Es ist ein Wink des Schicksals, daß sie diese Sache, die sie allein verfahren hat, auch ohne Hilfe in Ordnung bringen muß — eine Weile steht sie noch in der erstickenden Enge der Zelle und nagt ratlos an den Lippen. Sie lehnt ein paar Augenblicke wie benommen an der Glaswand, und hetzt ihre wirbelnden Gedanken zu einem klaren Entschluß, natürlich braucht Bareiro Geld, es ist verdächtig, daß er von dem Scheck nicht gesprochen hat. Sie wird die Kette einlösen mit einem neuen Scheck, dann hat sie ihre Briefe, sie hat ihre Kette, und er hat keine Handhabe, um sie weiter zu verfolgen. Vielleicht ist es damit dann doch endgültig erledigt, und sie kann einen günstigen Augenblick abwarten, um Albrecht alles zu erzählen. Und eine kleine vage Hoffnung glimmt in ihr, daß er sie loben wird, weil sie vernünftig und selbständig gehandelt hat, ohne ihn hineinzuzerren. Noch in der Zelle schreibt sie einen Scheck aus. Je unbeobachteter sie das tun kann, desto roerriger peinlich, und je kürzer das Zusammensein dauert, desto besser. Vielleicht steht sie in ein paar Minuten schon wieder auf der Straße, nach wenigen Worten und einem schnellen Tausch. 35. Katta' Serana hat eine Stunde lang versucht, Detlev Nehl zu erreichen, und ist ziemlich verstimmt, daß ihr das nicht gelingt. Als der Fernsprecher klingelt, ist sie fest überzeugt, daß er sich endlich meldet — und etwas enttäuscht und sehr überrascht, als sie eine fremde Stimme hört: „Das gnädige Fräulein selbst am Apparat? Hier ist Albrecht Sierinck." „Herr Sierinck? Sie 'wollen gewiß Ihre Kette zurück haben? Ich habe sie noch in Verwahrung, zum Glück, beinahe hätte ich sie ihrem Eigentümer wieder zugestellt." „Bitte lassen Sie mich in Ruhe mit dieser vermaled ... mit dieser Kette! Ich rufe wahr- Also nicht! Albrecht haut den Hörer mit einem I Es tut ihm leid, Irmela zu stören — denn ihr Ruck auf. Es soll eben nicht fein. Man darf sich Ton hat etwas so Gehetztes, als ob sie in einer leig. schtve. ,tt 3n. Ä Vilich [J8 ge- •‘Uftion 'M i’erunn cnbe: tiingen Eueren 7 her. -Qboga. Bol, & iQlt der Ys in Kanbi: ! "in haben, l°n an Däne. nwjrän hin- f dank, ts eng. en fön. langen Minter. „Ich schwänze heute nachmittag , hatte er zu Irmela sagen wollen. „Zieh dich an, ich hol dich in fünf Minuten ab, wir fahren irgendwohin ins Freie, rach Blankenese, zu Jakobs an der Elbe; wir wollen uns auch mal etwas gönnen." Ein netter Einfall. Und Irmela kann aunubelii tote ein Kind bei einem solchen Vorschlag; er bat diesen Jubelschrei schon innerlich gehört und sich daraus gefreut, und jetzt ist die Nummer besetzt. „Noch immer besetzt, Fräulein Schröder?" „Moment, Herr Sierinck, ich rufe ..." Und dann kommt der Anschluß und der jepr enttäuschende und ärgerliche Bescheid: „Frau «ie- r nck? Die is eben mal fortgegangen .. Nö, Herr kleinlauter unter den schweren Schlägen her deut- chen U-Boote. Heuer Kommunistenprozeß vor dem Sofioter Kriegsgericht. Sofia, 7. Juli. (Europapreß.) Arn Montag be= ann vor dem Sofioter Kriegsgericht Bulgariens isher größter Kommunistenprozeß. Angeklagt sind 0 Mitglieder des Zentralkomitees der auch in Bul- arien verbotenen kommunistischen Partei, die in erbrecherischer Verbindung standen mit einer Reihe üngst Hingerichteter, über Bulgarien abgesprunge- >er sowjetischer Fallschirmagenten. Unter den An- eflagten befinden sich eine Reihe von der Polizei eit langem gesuchter, berüchtigter Bolschewistenan- ührer. Darunter zwei ehemalige kommunistische Ibgeorbnete, Aerzte, Anwälte und Angehörige an- | er'er freier Berufe. Den Angeklagten werden terro- istische Umtriebe und Anschläge auf Verkehrs- und Lirtschastsunternehmen zur Last gelegt. Kleine politische Nachrichten. Ein deutsches Unterseeboot drang nach Ueberwin- bung der Hafensperren und der Luftsicherung in das innere des am Karibischen Meer gelegenen Hafens Puerto Limo ein, torpedierte auf kurze Ent- bens ist und wenn anderseits aus dem Lebensraum stets neu die Schaffenskraft erwächst. Sinn und Zweck der Arbeit ist für den deutschen Menschen nur dann vorhanden, wenn durch sie fein Leben sinnvoll gestaltet wird. Der deutsche Mensch braucht zu seiner seelischen Existenz die Arbeit. Allerdings ist der Mensch nicht immer auf Grund feiner Anlagen dazu in der Lage, daß er seinen Lebensraum zu einem unerschöpflichen Kraftspender für den Arbeitsraum macht. Aus diesem Gedanken heraus ist auch die NSG. „Kraft durch Freude" erstanden, deren Daseinszweck schon aus ihrem Namen hervorgeht. Im Lebensraum ist die Geisteshaltung des Menschen entscheidend, jene Geisteshaltung, die er in seinem häuslichen Kreise erfährt. Diese gedanklichen Kernstücke seiner Ausführun- gen unterstrich Prof. Dr. Hische mit zahlreichen Beispielen aus dem Alltag, die die Richtigkeit der Erkenntnisse eindeutig bewiesen. Er legte bar, daß der Mensch ein Wesen ist, das von mannigfachen geistigen, wesensmäßigen und charakterlichen Eigenschaften abhängig ist; aus ihnen heraus erwachsen die menschlichen Anlagen zur Leistungsverbunden' heil und zu den Hemmungen. Zu leicht sei der Mensch geneigt, fein Leben in die Gleise der Gewohnheit zu leiten und sich von dieser treiben zu lassen. Notwendig sei es daher, mit klarem, sicheren Blick die Notwendigkeiten jedes Schaffenden individuell zu erfassen. Das setzt gewaltige Kleinarbeit und Kernarbeit voraus, sei aber eine hohe und schöne Aufgabe, die aus dem ewigen Kreislauf zwischen Arbeits- und Lebensraum erwachse. Diesen Kreislauf müsse man in einer ausgeglichenen harmonischen Verbindung erhalten. So komme man zu jenem Bild der Leistung und der Persönlichkeit, die beide im Arbeitsraum vorhanden sein müssen, denn Mensch und Arbeit bestimmen die Dinge des Arbeitsraumes. So fei Menschenführung im tiefsten Wesen also Klein- und Kernarbeit. Die Versammlung dankte dem Vortragenden mit starkem Beifall für feine aufschlußreichen Darlegungen. Kreisberufswalter Hofmann unterstrich den Beifall der Versammlung mit herzlichen Dankeswor- ten an den Reimer, dankte den Besuchern für ihre bisherige rege Anteilnahme an der Vortragsreihe, die mit der gestrigen Veranstaltung ihren Abschluß fand, und appellierte an die Betriebsführer und ihre Mitarbeiter, sich an der kommenden Vortragsreihe noch reger als bisher zu beteiligen. Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront, Haupttelle für Berufserziehung und Betriebsführung, veranstalteten Vortragsreihe ein weiterer Vortrag für Betriebsführer, betriebliche Unterführer und leitende Angestellte statt. Kreisberufswalter Hofmann leitete den Abend mit kurzen Worten an die Versammelten und besonders an den Redner ein. Hierauf sprach Professor Dr. Hische von der Technischen Hochschule in Hannover über das Thema „Leistungssteigerung im Betrieb durch richtige Men- chenführung". In seinen etwa eineinhalbstündigen Darlegungen schilderte er zunächst seine Erfahrungen in der Praxis, an Hand deren er Wege aufzeigte, die zu einer Leistungssteigerung unter Berücksichtigung des Mittelpunktes alles Schaffens, des Menschen, führen. Der Vortragende umriß bann mit klaren Worten die konkreten Begriffe der Leitungssteigerung und der Menschenführung und betonte dabei, daß die Menschenführung, wie sie heute durch die staatlichen und organisatorischen Einrichtungen der Partei gegeben ist, eine der schönsten Ausgaben fei. Er entwickelte weiter die Grundlaaen, die ein Betriebsführer zur richtigen Menschenführung besitzen muß. Bei der Beherrschung des technischen Betriebsapparates und des technischen Blickes darf nicht die menfchenführende Praxis des Alltags fehlen. Beide Faktoren erst machen den Betrieb zu einem lebendigen Organismus. Zur Leistungssteigerung führen zwei Wege, die einander ergänzen: technische oder künstliche Leistungssteigerung (durch die technischen Bedingungen und Erleichterungen des Betriebes) und die natürliche Leistungssteigerung aus der Haltung des Menschen. Prof. Dr. Hische teilte hierauf den Lebensgehalt des Menschen auf in den Arbeitsraum und den Lebensraum; diese beiden Sektoren des Lebens greifen ineinander über. Er entwarf die Bilder von günstigen und ungünstigen Momenten im Arbeits- und im Lebensraum und wies aus der Praxis geschöpfte Wege, die ju einer Förderung der günstigen und Abstellung der ungünstigen Verhältnisse führen können. Ein Versagen im Arbeitsra.um des Menschen sei primär in seinem Lebensraum zu suchen, wo irgendwelche Einflüsse ihn aus seiner Bahn geworfen haben können. Das Verhältnis zwischen Arbeitsund Lebensraum sei nur dann in Ordnung, wenn der Arbeitsraum das Fundament des gesamten Le- itel- tlSA. if der in landwirt« isminifter rb, eine n erregte, ipung der Der Der- Jahres und füd- -rzeugung ichen Gte rangier den Sieg A. immer in Such' nd troltte chlangelte in einem neue her* en Trüm- ; dann kam oben S-l' Dorsche"'' e Kind. fernung einen Frachtdampfer und konnte unbehelligt den Hafen verlassen. Am Mittwoch kurz nach Mitternacht ist in Istanbul der türkische Ministerpräsident Dr. Rafik Saydam am Herzschlag verschieden. Der Oberbefehl über sämtliche Streitkräfte in Syrien wurde dem britischen General H u t ch n e ß bertragen. Er wird auch die Leitung des Haupt- uartiers in diesem Abschnitt übernehmen, die bis- er der frühere französische General E a t r o u x inehatte. Kunst und Wistenschast. Elisabeth Feuge-Friedrich gestorben. Kammersängerin E l i s ab e t h F e u g e - F r i e d- ; i cf) ist in ihrer Münchener Wohnung in ihrem ;0. Lebensjahr unerwartet gestorben. Die Sängerin wirkte früher an der Frankfurter Oper und hat dann ritt ihren lyrischen Sopranpartien an der Bayerischen S-taatsopcr außerordentliche Erfolge gehabt. Neben er Rolle der Elsa in Wagners „Lohengrin" waren s besonders einige Mozartfche Frauengestalten, en en die glockenhelle, schön gefärbte Stimme Eli- ibeth Feuges beseelte Deutung verlieh. Auch im Oratorium, z. B. in Bachs Matthäus-Passion und in en Werken Haydns, ebenso im Lied hat die Künst- erin Bedeutendes aeleijtet. Eine Brentano-Ausstellung in Aschaffenburg. Aus Anlaß der 100. Wiederkehr des Todestages ies in Aschaffenburg gestorbenen und auf dem artigen Friedhof ruhenden Dichters Clemens Bren- ano üeranftaltet die Stadt eine Ausstellung „Clemens Brentano und die deutsche Romantik". Ein \unbgang durch die Ausstellung unterrichtet über ie Stellung des Dichters im Kreise der deutschen Romantik. Durch Ueberlassung einer großen An- ahl von Originalen ist die Ausstellung besonders ntereffant. Am Tag der Eröffnung sprach der in Vürzburg lebende Dichter Julius Maria Becker ber die Bedeutung Brentanos für das deutsche •;", „flf cuiqeiauaii, in utijciucii m 'M vv' ^gerlich den Hörer hinlegte, ärgerlich, weil Ver- koeven ihm in der letzten Minute absagte. Für diese Besprechung hatte man sich nun den ganzen Nachmittag freigehalten, vorgearbeitet, alles erledigt, nun Heß der Herr einen sitzen, weil er einen <6(^1111^011 batte. Es war nun zwar durchaus nicht so, daß er iätte die Daumen umeinanderdrehen müssen, weil 65 nichts zu tun gab. Arbeit gab es immer, auch wichtige, auch dringliche. Aber wenn Herr Ver- boeven keinen Schnupfen bekommen hätte, hätte je auch dis morgen warten müssen — und drau- fen war so ein goldenes und blaues Geglitzer in der |uft, so der richtige erste Frühlingstag nach einem Sie ruft im Geschäft an, fest entschlossen, ihn aus der wichtigsten Besprechung herausreißen zu lassen, aber Albrecht ist nicht da, vor zehn Minuten hat er das Haus verlassen und gesagt, daß er für heute nicht mehr wiederkäme, sie verbindet sich mit der Wohnung, ja, Herr Sierinck hot angerufcn und. deswegen an'" «ehiirt, U sie «.»gegangen ,st - °° er .ff? ^‘'S N'cht d°-w°g°n °n Nein, das weiß niemand. * (üorqegung joig j räumt worden. Nach einer Entscheidung des preußu schen Kammergerichts hat der Standesbeamte bei Eintragungen in die Personenstandsbücher die Vor« 11 amen in der 1902 amtlich festgelegten Rechtschreibung zu schreiben. Nur wenn unter Berufung auf die Schreibweise der Geburtsurkunde verlangt wird, die alte Schreibweise des Vornamens auch jetzt an- zuwenden, hat der Standesbeamte dem zu entsprechen. Befolgt der Standesbeamte dies Verlangen nicht, so ist die Eintragung unrichtig und kann berichtigt werden. Solange jedoch der Wunsch nach der alten Rechtschreibung' nicht geäußert wird, ist die neue maßgebend und der ihr folgende Eintrag nicht be'richtigungsfähig. Es ist ein Irrtum anzunehmen, daß aus dem Üebergang zur neuen Schreibweise bei der Unterzeichnung von Urkunden irgendwelche rechtlichen Nachteile entstehen könnten. Jeder vor 1903 Geborene darf ohne weiteres seinen Vornamen nach der neuen Rechtschreibung schreiben. Uhrenreparaturen. Um den sich in den Uhrengeschäften häufenden Reparaturaufträgen zu begegnen, hat der Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel bestimmt, welche Uhren und in welcher Reihenfolge zur Reparatur angenommen werden. Damenuhren unter einer bestimmten Werkgröße sowie mit Edelsteinen und Perlen besetzte Uhren und antike, Haushalts- und Betriebsuhren werden zur Reparatur nicht mehr angenommen. Die Uhrenreparaturen sind ihrer Dringlichkeit nach in drei Stufen eingeteilt. Zu der ersten Stufe rechnen Wecker von Angestellten und Beamten der Reichspost und der Reichsbahn, von Rüstungsarbeitern, Taschen- und Armbanduhren von Frontsoldaten und in Frontnähe tätigen Roten- Kreuz-Schwestern. Ihre Reparatur ist vordringlich. Zur zweiten Stufe gehören Taschen- und Armbanduhren von Angestellten der Reichspost und der Reichsbahn, von Wehrmachtangehörigen mit Heimatstandort und von Arbeitern in kriegswichtigen Betrieben. Zur dritten Stufe schließlich gehören Reparaturen von Weckern, Taschen- und Armbanduhren von allen übrigen Personen. Ist der Betrieb mit Reparaturen der beiden ersten Stufen überlastet, so ist er verpflichtet, die Annahme von Reparaturen zurückzuweisen. Oie verbesserte Hausratversicherung. Die neuen Versicherungsbedingungen für die Hausratversicherung gelten ab 1. Oktober auch für alle bestehenden Versicherungsoerhältnisse, auch, wenn der Hausrat lediglich gegen Feuer- oder Einbruch- diebstahl- oder Leitungswasserschäden versichert ist. Für Glas- oder Haftpflichtschäden bleiben die bisherigen 'Bedingungen in Kraft. Zum versicherten Hausrat gehört alles, was in einem Haushalt zur Einrichtung, zum Gebrauch oder zum Verbrauch dient, ferner Bargeld, Wertpapiere und Sammlungen, jedoch nicht Gebäudebestandteile, Kraftfahrzeuge, ungefaßte Edelsteine und ungefaßte Perlen. Mitversichert sind die zur Ausübung eines Gewerbes oder Berufes dienenden Einrichtungsgegenstände, Arbeitsgeräte, Vorräte und Waren, soweit sie sich in der Wohnung des Versicherungsnehmers oder in Räumen befinden, die mit ihr unmittelbar in Verbindung stehen und insgesamt keinen höheren Wert als 2000 RM. haben. Auch Kleinvieh, Futter- und Streuoorräte auf dem Versicherungsgrundstück sind bis zu 500 RM. mitversichert. Bargeld, Wertpapiere, Urkunden, Briefmarken, und Münzensammlungen sind nur in verschlossenen Behältnissen versichert, die eine erhöhte Sicherheit gewähren. Schmuck-, Gold- und Silbersachen,' die sich außer Gebrauch befinden, sind gegen Einbruchsdiebstahl nur unter einem solchen Verschluß versichert. Bargeld, soweit es 1000 RM. übersteigt, ist nur im Geldschrank versichert. Gegenstände im Keller und auf dem Boden sind unbeschränkt mitversichert. Bis zu 10 d. H. der 'Versicherungssumme und höchstens 3000 RM. sind die Sachen auch bann versichert, wenn sie sich vorübergehend außerhalb der Wohnung befinden. Auf deutschen Schiffen und Luftfahrzeugen sowie bei KdF.-Fahrten gilt diese Au- ßenoersicherung auch außerhalb Europas. * *♦ Grüße aus dem Felde. Aus dem Osten übermittelt uns Unteroffizier Linker zugleich im Namen vieler Kameraden aus dem Landkreis Gießen herzliche Grüße an die Heimat, der auch der Dank der kämpfenden Kameraden für den tatfreudigen Einsatz in der Arbeit der Heimat ausgesprochen wird. Besonders gilt der Gruß dem Orte Staufenberg, der bei den Mannern der Kampfgemeinschaft Linker in guter Erinnerung steht. ♦♦ Gießener K o n z e r t v er e i n. Mit dem Violinabend von Roman Schimmer am kommenden Donnerstag beschließt der Gießener Konzertverein sein 150. Jubiläums-Konzertjahr. Der noch jugendliche Künstler, dessen Können bereits zu den besten Hoffnungen berechtigt, wird Werke von C. Franck, Beethoven, Schubert, Paganmi, ^arasate und eigene Kompositionen zu Gehör bringen. , Verdunkelungszeit: 8. Juli von 22.45 bis 4.40 Uhr. mit 2006,5 Punkten. Hervorragende Leistungen gab es im Stabhochsprung HI. durch Emig (115 Darmstadt) mit 3,20 Meter, im Kugelstoßen HI. durch Arthur Seipel (Mühlheim) vom Bann 287, der 13,07 Meter erzielte und außerdem Gebietsmeister im Fünfkampf mit 3479,6 Punkten wurde. Auf den zweiten Platz kam hier Menges (116Gießen) mit 3417,8 Punkten vor Fink (304 Alsfeld-Lauterbach) mit 3333,2 Punkten. Neben dem Mühlheimer Seipel wurde der Darmstädter Aschatz (115) durch seine Siege im 100-Meter-Lauf Doppelmeister. Beim BDM. ist der Erfolg der neuen Gebietsmeisterin Gundlach (842 Bingen) mit 13,1 Sek. im 100- Meter-Lauf und der Siegerin im BDM.-Fünfkampf Becker (117 Mainz) mit 3168,38 Punkten vor Lebus (81 Frankfurt) mit 2610,81 Punkten zu nennen. Die abschließende 4X100-Meter-Staffel gewann der Bann 81 Frankfurt nach hartem Kampf mit 53,1 Sek. vor 287 Offenbach mit 53,3, 80 Wiesbaden mit 54,166, Bad Homburg mit 54,6, 842 Bingen mit 54,9 und 117 Mainz mit 55 Sek. Bei dem Schwimmen überragte Hans Müller (Frankfurt), der das Kraul über 1000, 200 und 100 Meter gewann, sowie in der Kraul-Staffel für den Sieg ausschlaggebend war. Im 100-Meter-Brust- schwimmen wurde Funk (Bann 116 Gießen) mit 1:26,2 Min. erster. Mit 7 Titeln im Schwimmen war der Bann 81 Frankfurt am erfolgreichsten. Irma Fischlein (Frankfurt) wurde wieder Gebietsmeisterin im Rollschuhlauf. Bei den Hitlerjungen siegte erwartungsgemäß Lothar Müller (81 Frankfurt). ker zusätzlicher Mehrbedarf ist auch durch die Anforderungen der Wehrmacht, der Werkküchen und der sonstigen Einrichtungen für die Gemeinschaftsverpflegung entstanden. Bei der Lenkung des Anbaues von Gemüse ist auf diese Entwicklung frühzeitig geachtet worden. Im Jahre 1939 wurden in Deutschland rund 140 000 Hektar Gemüse angebaut. Die amtliche Parole, den Gemüseanbau dem Mehrbedarf entsprechend auszuweiten, wurde befolgt. Die Gemüseanbaufläche ist heute mehr als doppelt so groß wie im Jahre 1930, eine Leistung, die in Anbetracht der kriegsbedmgten Produktionsschwierigkeiten und im Hinblick auf die natürlichen Grenzen des Gemüseanbaues (z. B- Mangel an Samen) hohe Anerkennung verdient. Daneben wurde die Selbstversorgung aus Haus- und Kleingärten energisch gefördert. Neben der Steige» rung der deutschen Erzeugung wurden alle Möglichkeiten der zusätzlichen Versorgung durch Einfuhr aus dem Auslande ausgenutzt. Trotzdem ist die Versorgung der Märkte mit Gemüse zum Teil sehr unbefriedigend. Das wird im Volke um so schmerzlicher empfunden, als man bei der unzureichenden Kartoffelversorgung eine Ent» lastung von der Gemüseseite her wenigstens vom Juni ab erwartete. Der schon seit langem anormale Witterungsverlauf hat diese Erwartungen zunichte gemacht. Die Herbstaussaaten für das Frühgemüss sind zum großen Teil im Winter erfroren. Die Früh* jahrsoegetation setzte sehr spät ein. Infolgedessen ist die Anbauausweitung für Gemüse in erster Linie dem Sommer- und Spätgemüse, aber weniger dem Frühgemüse zugute gekommen. Das im Frühjahr angebaute Gemüse konnte sich infolge der dauernd kühlen Witterung nicht gut entwickeln. Aus diesen Gründen war der Mangel an Gemüse gerade in der letzten Zeit besonders stark fühlbar. Alljährlich ergibt sich in der Zeit zwischen der Beschickung des' Marktes mit Frühgemüse und Sommergemüse eine Versorgungslücke; normalerweise tritt sie bereits Ende Mai, Anfang Juni auf. In diesem Jahr kam sie infolge der anormalen Witterung später und hält länger vor. Doch kommt jetzt endlich das Sommergemüfe. Die Märkte erhalten schon, allerdings nur in geringen Mengen, u. a. Erbsen. Das wird sich noch weiter bessern. Insbesondere wird Herbstgemüse verstärkt auf den Markt kommen, weil der vermehrte Anbau sich hauptsächlich auf die späten Wurzelgemüse erstreckt. Eine jede Nachfrage deckende Gemüseversorgung wird sich jedoch angesichts des außerordentlich erhöhten Bedarfs des gesamten Volkes wohl zu keiner Zeit des Jahres erreichen lassen. Um so mehr empfinden es die mit der Lebensmittelversorgung betrauten amtlichen Stellen als ihre Pflicht, für eins gerechte Verteilung des auf die Märkte gelangenden Gemüses zu sorgen. Das seht aber voraus, daß sich keiner rücksichtslos über die Notwendigkeit hinwegsetzt, die allgemeine Versorgung der Bevölkerung mit Gemüse dem normalen Derteilungsapparat, ö. h. dem Handel und den Märkten zu überlassen. Bollstrecktes Todesurteil. LPD. D a r m st a d t, 8. Juli. Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Am 8. Juli 1942 ist di? am 11. Dezember 1892 in Eschenrod (Oberhessen) geborene Elisabeth Pfeffer hingerichtet worden, die das Sondergericht in Darmstadt als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Die Verurteilte, die bereits während des ersten Weltkrieges Feldpostsendungen unterschlagen hatte, hat in ihrer Postagentur seit Beginn des jetzigen Krieges abermals viele Postsendungen, zum größten Teile Feldpo st Päckchen beraubt. Houptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschrislleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotz für Stadt GieHcn, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Meisterschastskämpfe der Hitler-Jugend. NSG. In Anwesenheit von Gauleiter und Reichs- statthalter Sprenger fanden in Darmstadt die zwei Tage umfassenden Meisterschaften des Gebietes Hessen-Nassau (13) der Hitler-Jugend statt. Diese erstreckten sich auf Leichtathletik, Schwimmen und Wasserspringen, Rollschuhlauf und Tennis. An allen vier Sportsparten, insbesondere in der Leichtathletik und im Schwimmen, waren die Lei» stungen durchweg ausgezeichnet, in einzelnen Disziplinen sogar weit über dem Durchschnitt stehend. Man hatte aus kriegsbedingten Gründen nur die wirklich Besten aus den Bannen zusammengezogen, die alle tatenfroh, begeisterungsfreudig und leistungsstark zum Kampf antraten. Bezeichnend ist, daß neben dem ortsansässigen Bann 115 sowie den Bannen 117 Mainz und 80 Wiesbaden die ländlichen Bezirke ausgezeichnete Könner stellten. An der Spitze steht hier der Bann 3 04 Alsfeld- Lauterbach vor den Bannen 769 Alzey, 841 Groß-Gerau, 253 Limburg, 288 St.-Goarshausen und 842 Bingen. Alsfeld-Lauterbach stellte unter anderem den Gebietsmeister 1942 im Reichssport- Wettkampf der HI. durch die Gef. 21/304 mit 3118 Punkten vor Fähnlein 3/769 Alzey (Ausbauschule) mit 2919 Punkten, Gef. 15/770 Bad Schmalbach mit 2835,5 Punkten und Gef. 11/115 Darmstadt mit 2805,5 Punkten. Der Bann 304 Alsfeld blieb auch im Reichssport-Wettkampf des Deutschen Jungvolks mit 2743,5 Punkten durch das Fähnlein 21 Sieger (Gebietsmeister) vor Fähnlein 12/98 Hanau mit 2692 Punkten, Fähnlein 7/166 Bad Homburg mit 2635 Punkten, Fähnlein 13b/115 Darmstadt 2504 Punkte und Fähnlein 25/303 Biedenkopf-Dillenburg Oie Lage auf dem Gemüsemarkt. Schon vor dem Kriege stieg der Gemüseverbrauch stark an, weil der Wert des Gemüses für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen mehr und mehr erkannt wurde. Im Kriege hat die Rationierung der wichtigsten Lebensmittel erneut zu einer anhaltenden, geradezu sprunghaften Steigerung des Gemüseoerbrauchs geführt. Zahlreiche Haushaltun- gen, die früher fein oder nur wenig Gemüse verzehrten, haben jetzt den begreiflichen Wunsch, sich laufend mit Gemüse versorgen zu können. Ein starBei dem schmerzlichen Verlust durch den Tod meiner lieben Tochter, Schwester und Schwiegertochter Emilie Bernhardt ist uns eine Anzahl von Beweisen herzlichen Mitgefühls zuteil geworden. Wir sagen allen für ihre Kranz- und Blumenspenden,sowie allen denen, die unserer lieben Verstorbenen das letzte Geleit gaben, unseren innigsten Dank. In tiefer Trauer: Frau Luise Bernhardt Wwe., geb.Kramer; Emmi Bernhardt; FamilieHch.Unger Fellingshausen, Heuchelheim, den 6. Juli 1942. '03248 Mittl. Industrieunternehmen sucht tüchtigen, selbständigen Äudiftalter in Vertrauensstellung. Moderne Dreizinun.-Wolin, kann sofort sreigctuacht werden. Bewerbungen mitZeugnisseu usw. mit. 2137V an den Gieß. Anzeiger erbeten. Nebenverdienst! Wir suchen in Gießen eine zuverlässige Person (Mann oder Frau) zur Belieferung von festen Zeitschriftenbeziehern usw. (Ortsagentur). 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Juli 1942, 20 Uhr Gloria-Palast Sioß-Tariete mitt Smiles und Myks exzentrische Neuheiten Lanl und Grift Tanzpaar Laurclla Elastiksensation auf erleuchteter Vase 2 Blizzards Sensation auf Rollschuhen Kurt Stebchen Komiker unserer Zeit 2 Rudow Equilibristen Erna Ludewig, Emil Sommer Bernhard Pohlert, Musik-Trio u.a. Die Deutsche Arbeitsfront NSG. Kraft dureb Freude Kreisdienststelle Wetterau Donnerstag, 9. Juli 1942, 20 Uhr, Universitätsaula 12. Konzert Gruppe H Nr. 6 VIOLIN-ABEND ROMAN SCHIMMER Am Flügel: Hermann Loux Werke von Beethoven — Schubert — Paganini — Sarasate — Schimmer Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau. Eintrittskarten: RM. 1.50. 2.—, 2.75 und 3.50 bei Musik-Challier, Neuenweg 10 (Ruf 2671) und in der Kartenverkaufsstclle der N S G.Kraft durch Freuden Seltersweg 60 (Ruf 3961). Studentenkarten RM. 1.— Bahnhofgaststtttten. Verschiedenes| Keltere Frau zvr Beaufsichtigung einer leicht Erkrankten für tagsüber gesucht. Schriftl. Angebote unter 03264 an den Gießen. 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