>r Der neue große Erfolg unserer U-Voot-Waffe Wie Corregidor erstürmt wurde Als britischer Kriegskorrespondent in Burma beobachtet. In Nordafrika zersprengten Verbände der deutschen Luftwaffe Kraftsahrzeugansammlungen der Druck und Verlag: vrühlsche UniverfttStrdruckerri 8. Lange Platzoorschriff (vorherige Vereinbarung) 25°/* mebr Oer Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauptquartier 7.2Hai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten herrscht an vielen Teilen der Front Ruhe. Nur im nördlichen Abschnitt waren örtliche, aber heftige Kämpfe im Gange, in deren Verlauf der Feind hohe blutige Verluste erlitt. Die württembergische 5. und die schlesische S. leichte Infanteriedivision haben sich in harten Angrifsskämpfen unter schwierigsten Witlerungs- und Geländeverhältnissen besonders ausgezeichnet. In Lappland und an der Murmanfront nahmen die eigenen Gegenangriffe weiterhin einen erfolgreichen Verlauf. Erneute Angriffe starker Kräfte des Feindes wurden abgewiesen. Bei Luft- angriffen auf das Gebiet von Sewastopol, an denen auch kroatische Flieger teilnahmen. wurde« Bombentreffer in Hafen- und Flugplahanlagen stellten Flugzeugen eines Wüstenflugplahes. Auf Malta wurden Festungswerke und Flug-1 Tage seinen 95. und 96. Luftsieg. plähe. vor der Insel Gozzo Seeziele wirksam bombardiert. Vor der Südküste Englands versenkten leichte Kampfflugzeuge am Tage ein Handelsschiff von 2500 BRT. sowie einen Bewacher. Weitere Angriffe richteten sich gegen wichtige militärische Ziele eines Hafens nördlich Dover. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben. versenkten rutsche Unterseeboot e im Kampf gegen die feindliche Vecsorgungs- schiffahrt vor der Ost käste Nordamerikas und im Karibischen Meer 22 Handelsschiffe mit zusammen 138 000 BRT. und beschädigten zwei weitere Dampfer von 17 000 BRT. schwer durch Torpedotreffer. Britische Bomber unternahmen in der vergangenen Nacht militärisch wirkungslose Störangriffe au west- und (üdwestdeutsches Gebiet. Nachtjäger und Flakartillerie schossen sieben der angreifenden Flug- zeuge ab. nachdem bereits bei Tage fünf feindliche Flugzeuge in Luflkämpfen an der Kanalküste Zustellgebühr... „ -.25 auch bei .Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschlub 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. 192. Jahrgang M. 106 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat iniBild DieScholle I Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Lissabon. 6. Mai. (Europapreß.) Grenzenlose Verwirrung. Wassermangel und Unsicherheit der Verbindungen sowie Kämpfe nicht nur gegen die Japaner, sondern auch gegen die burmanische Bevölkerung sind die wesentlichen Zuge aller Schilderungen der Kriegskorrespondenten von der zerbrechenden Front in Burma. Die einzige Ausgabe, welche die britischen Streitkräfte in Burma noch lösen könnten, so berichtet „Daily Expreß" aus Neu- Delhi, sei, so lange wie möglich den Japanern de n Weg nach Indien zu verlegen. Auf China könne man dabei allerdings nicht rechnen, denn Tschiongkaischek habe weder genügend Reis, um seine Soldaten zu verpflegen, noch ständen ihm entsprechende Beförderungsmittel zur Verfügung, um seine Truppen rasch von einem Ort zum andern Der Korrespondent der „Daily Mail" schreibt in einem verspätet eingetroffenen Bericht über die Kämpfe in Oberbnrma sehr anschaulich. Khc brv Tokio,?. Mai. (Europapreß.) Die Zeitung „Tokio Nicht Nicht" veröffentlicht den Bericht eines ihrer Frontberichterstatter, der an der Landung auf Cor- regidor teilnahm. Darin heißt es: „Am 5. Mai, 22 Uhr, verließen die mit japanischen Truppen beladenen Boote die Plätze Limay und Lamao an der Ostküste der Bataan-Halbinsel. Um 22.45 Uhr eröffneten sämtliche japanischen Batterien auf der Bataan-Halbinsel das Feuer auf C o r« reaidor, das sofort erwidert wurde. Auch die Forts der Insel C a b all o setzten mit einem wilden Bombardement auf die Bataan-Kuste ein. Als unsere Boote sich auf etwa 300 Meter der Insel genähert hatten, begannen die Schern- w e r f e r der Mackinley-Batterie uns zu beleuchten. Sofort konzentrierte der Feind heftiges Mosch i n e n g e w e h r f e u e r a u f d i e B o o t e , die jedoch ihre Fahrt mit höchster Geschwindigkeit f o r t - setzten. Als wir die für die Landung vorgesehene 800 Meter lange Küste erreicht hatten, mußten wir alle Boote verlassen, um durch die breiten, im Meer ausgelegten Stacheldrahtverhaue hindurch zuschwimmen. Das Maschinengewehrfeuer wurde so heftig, daß wir, sobald wir an Land kamen, längere Zeit platt auf dem Boden liegen mußten. Dann wurden trotz des feindlichen Feuers die Leitern aufgerichtet, mit deren Hilfe unsere Soldaten die st e i l e n K l i P P e n e r k l o m- men. Nach 2^ständigem schwerem Kamps gelang es uns, die Mackinley-Radio-Station zu besetzen, Großer japanischer Seesieg im Korallen-Meer Zwei Flugzeugträger und zwei (Schlachtschiffe versenkt. A Tokio, 8. Mai. (DRV. Funksvruch.) Die Rach- richlenableilung der kaiserlichen Marine gibt bekannt, daß die japanische Flotte am Donnerstag glänzende Erfolge im Korallenmeer, ostwärts von Australien bei einem Angriff auf eine vereinigte engl»fch-n ord- amerikanische Flotte erzielte. Rähere Einzelheiten werden wahrscheinlich noch im Laufe des Freitag bekanntgegeben. Rach einer späteren Meldung wurden in der Seeschlacht im Koralten-Meer am 6. und 7. Mai versenkt: Die beiden nordamerikanischen Flugzeugträger „Yorktown" und „Saratoga“ sowie ein amerikanisches Kriegsschiff vom Typ „California“ und ein britisches Kriegsschiff vöm Typ „W arspite“, außerdem wurde ein weiterer britischer Kreuzer schwer beschädigt. Der Kampf mit den kombinierten englisch-nordamerikanischen Seeslreitkräflen dauertnoch an. * Der nordamerikanische Flugzeugträger „Nork° i o w n" ist ein Schwesterschiff der „Enterprise" und vernichtet worden waren. Bei den Erfolgen deutscher Unterseeboote zeichnete ______. ! sich das Unterseeboot unter der Führung des Kor- Briten und erzielten Bombentreffer zwischen abge- oettenkapitäns Zapp besonders aus. ......... Oberleutnant Off et mann errang am gestrigen tische Einheit stehe hier für sich selbst. Man wiße nicht, ob die Straße, auf der man sich befinde, nicht jeden Augenblick von vorne oder rückwärts abgeschnitten werden könne oder ob die Japaner etwa einen Flankenangriff auf die britischen Limen unternehmen. Dazu komme, daß man die^ Schlachtfelder nicht wählen, sondern nur da kämpfen könne, wo es Wasser gäbe. Die Truppen grüben kleine Brunnen, aus denen aber nicht mehr als ein paar Tropfen schmutzigen Wassers zu holen seien. Im übrigen müsse das Wasser durch Ochsenkarren nach vorne gebracht werden. Wegen der feindseligen Haltung der Burmanen sei es auch schwer, der Bewegungen der britischen Truppen geheimzu- halten. Hunderte von verborgenen Augen seien ständig auf der Lauer und ihre Beobachtungen wurden den Japanern unverzüglich mitgeteilt. Schon oft sei es vorgekommen, daß aus anscheinend harmlosen, die Straße daherfahrenden Ochsenkarren sich mutendes Feuer gegen die britischen Truppen ge- Zwischen Madagaskar und Kaplan-. Von Professor Dr. I. März, Prag. Der französische Besitz im Indischen Ozean ist einmal etwas überschwenglich em „Frankreich des Ostens" genannt worden. Die heutige Zeit weiß nichts mehr davon, daß schon Richelieu und Colbert Versuche machten, im Südteil des Indischen Ozeans ein Kolonialreich zu gründen, und daß Napoleon I., der Feldherrnkunst mit einem erstaunlichen geographischen Blick vereinigte, die Bucht von Port Liverpool-auf Madagaskar eine „Position ersten Ranges in dem Raume zwischen Sansibar und Mauritius" nannte. Zur napoleonischen Zeit war Mauritius in der Tat ein fester Punkt, der sogar in den Seekriegen, in denen die englische Flotte die Franzosen aus den meisten, Stellungen verttieb, sich von England unabhängig erhielt und eine Art Sonderexistenz führte. Das war möglich, ,weil die Segelschiffzeit an die Stärke eines Platzes geringere Anforderungen stellte und der ganze Maßstab der Kriegführung bescheidener war, so daß auch kleinere Plätze sich lange wirksam verteidigen konnten. Der Fall Mauritius zeigt aber, daß mancher der strategischen Gedanken Napoleons heute wieder eine fast unheimliche Aktualität gewinnt, wenn ein Vergleich mit der Lage gezogen wird,, in die sich England begeben hat; denn mancher Ausspruch des Korsen geht von der Annahme solcher Verhältnisse aus, wie sie heute bestehen und wie er sie in seinem großen Plan gegen die britische Stellung in Indien durch seine Vorstöße schaffen wollte. Ein Abglanz alter Pläne ist die französische Herrschaft auf den Komoren, die seit den Vierzigerjahren besetzt sind und in der Hand einer aktiveren Seemacht die Straße von Mozambique beherrschen könnten. Aber auf Madagaskar sind die einmal mit großer Hoffnung begrüßten Stützpunkte von Diego Suarez und T u l.6 a r weder gut ausgebaut noch neuzeitlich eingerichtet. Reunion, die Nachbarinsel zu Mauritius, hat keinen guten Hafen. Der französische Seeheld des 18. Jahrhunderts, Mähe de Labourdon- nais, hat Friedrich dem Großen einmal ein Zusammengehen vorgeschlagen, das zwar nicht im Rahmen der französischen Politik lag, aber als Ausfluß eines unabhängigen strategischen Denkens in großen Räumen noch heute Beachtung verdient. und auf jedem Menschen. Es gibt zahlreiche Dinge des Verbrauches, die sich der Durchschnittstürke seit langem nicht mehr gestatten kann. Ein Paar Schuhe kostet in deutschem Geld 30 bis 50 Mark und mehr, ein Kilo Zucker etwa 1 Mark, und die Einkommen haben in keinem Falle mit den steigenden Preisen wurde 1936 vom Stapel gelassen. Er hat eine Wasserverdrängung von 19 900 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 34 Knoten. Seine Stornierung besteht in der Hauptsache aus acht 12,7-cm-Geschützen. Er konnte 60 Flugzeuge an Bord nehmen. Der Flugzeugträger „S a r a t o g a" stammt aus dem Jahre 1925. Er ist mit 33 000 Tonnen samt seinem Schwesterschiff „Lexinaton" der größte Flugzeugträger, über den die USA.-Marine verfügte. Seine Armierung bestand im wesentlichen aus acht 20,3- cm-Geschützen und zwölf 12,7-cm-Geschützen. Er hatte Raum für 90 Flugzeuge. Der Schlachtschifftyp „California" hat eine Wasserverdrängung von 32 600 Tonnen. Seine Armierung besteht auf zwölf 35,6-ew-Kanonen, zwölf 12,7-cw-Kanonen und starker Flakartillerie. Die Schiffe stammen aus dem Jahre 1919. Die britischen Schlachtschiffe der „Warspite"-Klasse haben 30 600 Tonnen Wasserverdrängung und laufen 24 Knoten. Ihre schwere Artillerie besteht aus acht 38,1-cw-Ka- nonen. Sie stammen aus den Jahren 1913/14, wurden jedoch zwischen 1935 und 1940 überholt. 8rettag,8.MalM2 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8l/» Uhr desPormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüßeMengenstanelL während der Feind sich auf den Malinta-Hügel zurückzog." _ . Wie Domei weiter berichtet, landete am 6. Mai vor Tagesanbruch unter Ausnutzung des Mondscheines eine Vorhut japanischer Truppen an der Nordostküste der Insel und besetzte sofort den Flugplatz von Corregidor. Gleichzeitig besetzten andere Truppen den 150 Meter hohen Malinta-, Berg, das Zentrum der Insel. Sofort nach der Landung überflogen starke Verbände japa, nifcher Heeresslugzeuge die feindlichen Stellungen i m N o r d w e ste n der Insel und belegten sie 'schwer mit Bomben. Andere Verbände der japanischen Heereslustwaffe führten ein verheerendes Bombardement auf feindliche Artilleriestellungen auf der im Südwesten Corregidors gelegenen Insel Cab allo durch. In der Nacht zum 7. Mai gelang es den japanischen Truppen dann, auf Caballo zu landen und noch vor Tagesanbruch die gesamte Insel vollständig in ihre Gewalt zu bekommen. Nachdem die Insel in japanische Hand geraten mar, begab sich Generalleutnant Jonathan Wain- w right, der Oberbefehlshaber der amerikanischen und philippinischen Truppen, der seit dem Fall der Balanga-Halbinsel den Widerstand auf Corregidor fortsetzte, mit Offizieren seines Stabes zum Malinta-Berg, und ergab sich dort den japanischen Truppen. Wie der nordamerikanische Rundfunk meldet, betrug die Besatzung Corregidors 17 000 Offiziere und Mannschaften. Ankara, April 1942. Die Nöte, mit denen alle Teile der im Krieg stehenden Welt zu tun haben, bedrängen auch dieses Land. Die Mangelerscheinungen, die daraus resultierende Rationierung lebensnotwendiger Güter, der nur noch schwer mögliche Import und Export, das Darniederliegen einer Anzahl von Produktionszweigen, Teuerung in einem fast unvorstellbaren Maße. Ja, die Geschosse des modernen Krieges selbst, Bomben und Torpedos, nicht nur die wirtschaftlichen und die Lebenshaltung angehenden Nöte und Schwierigkeiten «reichen dieses Volk: die Bomben von Milas, die Torpedos im Schwarzen Meer sind Zeichen genug,-daß dies kein billiger und leichter, kein gefahrenloser Friede ist. Die Türkei hat es oft und ernst betont, daß sie diesen Frieden mit dem scharf geschliffenen Schwert schützt, seit Jahren steht daher das türkische Volk in Wehr und Waffen. Die Uniform beherrscht überall im Lande das Bild, und es sind gute, geübte, disziplinierte, von ihrem Wert überzeugte Soldaten und Offiziere, die man sieht. Daheim aber — bei diesem so stark bäuerlichen Volke — können die Aecker und die Gärten, die Weinberge und die Felder nicht so bestellt werden,' wie das erwünscht wäre, und in diesem nach unseren Begriffen so gering bebauten Lande muß daher noch mehr Land brach liegen als schon zu anderer Zeit. Die Ernten, die man so dringend braucht, werden dadurch nicht größer. Und die in den wenigen Jahren seit dem Erstehen dieses Staates mit großer Energie begonnenen Werke des Friedens, oer Bodenmelioration, der Bewässerung, der Urbarmachung, der Aufforstung — auf diesen vielfach noch so jungfräulichen und der Pflege des Menschen bedürfenden Böden eine besondere Notwendigkeit — müssen ruhen. Auch so werden die Ernten noch herabgesetzt, die die Statistik einst mit Recht in so verheißungsvollen Zahlen stellte. Schließlich war der Winter, dieser unerwartete, ungewöhnliche, verderbenvolle Winter auch für die Türkei, hart; an seinen Folgen wird man auch hier lange zu tragen haben, und der Ernte war die bis in diese Zeit hineindauernde Kälte wenig günstig. m Die Grenzen sind dazu aus Toren und Brucken zu Bollwerken geworden, durch die die Produkte, mit deren Tausch sich in normalen Zeiten die Völker zu aller Nutzen ergänzen, nur mühsam und spärlich passieren, in keinem Falle so, wie es den Notwendigkeiten entspricht. Jedoch ist dieser trotz allem optimistische Staat unverzagt auch an dieses Problem herangegangen; aber er hat in den letzten Monaten eine Anzahl von Handelsabkommen geschlossen, er hat Lieferungszusagen gegeben, er hat frisch und mutig begonnen, diese und andere Arbeiten des Friedens neben denen der Rüstung zu betreiben und die Bollwerke nicht nur Bollwerke fern zu lassen, sondern auch wieder zu Toren zu machen. Das tägliche Leben ist für alle schwer, sehr schwer geworden. Fast täglich bringen die Zeitungen Nachrichten von neuen Stürmen, von dieser und jener neuen Erschwerung und Verknappung. Die einst reichlich vorhandenen Waren werden immer weniger und knapper. Das Brot ist streng rationiert, und die Rationen sind sehr klein. Andere Einschränkungen und Einsparungen folgen oder sind zu erwarten. Dazu lastet eine schlimme Teuerung auf dem Land Das Leben in der Türkei Von unserem K.-Korrespondenten. Schritt gehalten. Trotzdem sieht man kein verbissenes Wesen und hört kein unzufriedenes und bitteres Wort. Das Leben spielt sich in allen Kreisen der Bevölkerung .....freundlich ab. Es ist keines- des „Jnschallah", seine Ungeordnet und ruhig'und freundlich ab. Es ist keineswegs die Zufriedenheit des „Jns^hallah", seine Unbekümmertheit, die zum mindesten für Anatolien eine durchaus zu Unrecht verstehende und nur von Nichtwissenden gebrauchte Formel ist. Es ist aber die Zufriedenheit der Disziplin und der Pflichterfüllung, die böse Worte und bittere Mienen nicht als eine Voraussetzung für Aenderung und Besserung erachtet, die sie ja auch nicht sind. Man merkt jedem dieser zurückhaltenden, aber doch offenen und ehrlichen Menschen an, daß er sich durchaus über die Härte der Zeit und Der Entscheidungen, um die es geht, klar ist; und man merkt jedem auch an, daß er zu der Politik der Regierung, so große Opfer sie nötig macht, uneingeschränkt ja sagt und sich mit den Lenkern seines Geschickes eins fühlt. Dahin bringt ihn und dazu berechtigt ihn nicht allein die offensichtliche Klugheit und Ueberlegen- heit dieser Männer und ihrer Politik, sondern auch das im allerbesten Sinne einfache, bescheidene und volksverbundene Auftreten und Verhalten dieser führenden Männer. Der Charakter Ankaras, einer dach verhältnismäßig recht kleinen Stadt, in der sich die ganze Organisation des Staates, alle Ministerien und Behörden konzentrieren, bringt es mit sich, daß man ständig — ganz anders als in einer Millionenstadt — die Repräsentanten des Volkes, Minister, höchste Beamte sieht und beobachten kann, auf den Straßen, in den Restaurants, auf dem Wege vom und zum Ministerium. Sie fallen unter den anderen Menschen unter dem Volke durch nichts auf, man grüßt wieder, freundlich und höflich. Nichts dabei von Ueberheblichkeit und Pathos, von Ferne. Es find Menschen wie jeder der Arbeiter und Kaufleute auch, aus deren Reihen sie ja morgen berufen werden können und einst berufen wurden, wenn sie das Zeug dazu, in sich trugen. Auch sie haben ihre schweren Sorgen und dazu die ungeheure Verantwortung für das Wohl der Nation. Diese Anspruchslosigkeit, diese Volksverbundenheit der leitenden Männer ist sicher ein Hauptgrund, daß dieses Verständnis im Volke und die im Grunde vorhandene Billigung und Zustimmung des ganzen Volkes mit der Politik der Regierung trotz allem Bitteren herrschen, an die Regierung scheinen Kritik und Krisis nicht heranzureichen. * Der türkische Innenminister F a i k 21 e ft r a t ist zurückgetreten. Amtlich wird der Rücktritt mit dem erschütterten Gesundheitszustand des Minister begründet. Zu seinem Nachfolger wurde Dr. Fikri Tuzer, der Generalsekretär der türkischen Volkspartei, ernannt. An feine Stelle ist Mentuk S ch e f f e t getreten, der zuletzt im diplomatischen Dienst gestanden hat. richtet habe, sobald sich das Gefährt im Rücken der Engländer befand. Die schlimmsten Plagen seien jedoch die japanischen Luftangriffe. Es ei schwierig, Flugzeuge auszumachen, denn Geier und andere Raubvogel kreisten über dem Land und zogen in Formationen dahin, daß man mitunter nicht unterscheiden könne, ob es sich um japanische Flugzeuge oder Raubvögel handele. Ein Luftangriff kommt. Der Korrespondent, der ich mit feinem Auto in Kaktusfträucher werfen muß, wird verletzt. Er übernachtet unter einem Mangobaum. „Und die ganze Nacht warf ich mich unruhig hin und her, von Ameisen und.Moskitos geplagt. Meine Gedanken weilten bei den vielen anderen, benln es genau so ging und außerdem noch unter der Hitze und dem ungewohnten Klima des Landes leiden und deren Moral durch die nicht adreißende Kette von Niederlagen niedergedrückt wird. Ich glaubte, es gäbe keine Romantik in diesem Kriege. Es ist nicht sehr schön, ein Kriegskorrespondent zu fein. Ich fühle mich krank und ausgeschlossen in einem fremden Land und dachte an Zuhause und meinte vor Hilflosigkeit, well ich nicht mehr schlafen konnte." Oer Rückzug an die indische Grenze. Bern, 7. Mai. (DNB.) In einer Meldung von Exchange Telegraph aus Kalkutta wird zugegeben, daß sich die Truppen General Alexanders im Chindwin-Tal in einer schwierigen Lage befänden. Es bestehe nur noch wenig Hoffnung, daß es ihnen möglich fein wird, ihr schweres Kriegsmaterial zu retten. Den Japanern fei es zwar bisher noch nicht gelungen, den fliehenden Truppen den Rückzugsweg zu verlegen, und es feien Operationen eingeleitet, um den Truppen die Möglichkeit zu geben, sich über die Gebirgskette nach Indien durchzuschlagen. Die Briten wollen an der indischen Grenze b e i Manipur eine neue Verteidigungsstellung beziehen, aber die Verluste der fliehenden Briten an Menschen und Material sind außerordentlich hoch. Krankheiten und Desertionen besonders der indischen Truppen haben in die Reihen der Briten große Lücken gerissen. Hinzu kommt die ftänbige Gefechtsberührung mit motorisierten japanischen Vorausabteilungen, die den Fliehenden unablässig auf den Fersen sind. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen starke französische Widerstand und die verhältms- mähig starken Befestigungsanlagen des Flotten- stützpunktes Diego-Suarez wurden erst in| Von unserer Berliner Schriftleitung. glaubte. OerDerlust des Kreuzer- .Edinburgh" ^Menn8(anb °"°einen ’einct mobern,ten Sreu‘ Kleine politische Nachrichten rollt bereits aus dem Tunnel hinaus. artezeit, sind ordentlich auf tonnen Den Pionieren zu. ^nianiene, samuciic, 7 i « ™ unb alles zieht gen Westen. Die Pioniere winken Einen Augenblick lang sind alle Augen auf einen unu uuc» flivyi **» I " ... T, , .. hör mH onor Tlrnhtfrfwn» nnrh Ll-Booi-Erfolge vor der LlGA.-Tür fiatte Frankreich mehr Köpfe dieser Art gehabt dann wäre sein Kampf gegen England vielleicht anders ausgegangen. So aber ist das meiste von dem, was Frankreich im Indischen Ozean im Laufe von 300 Jahren unternommen hat, Halbheit geblieben. Mancher Erwerbung ist propagandistisch eine Bedeutung zugemessen worden, die nur dann erreicht werden konnte, wenn eine zu allem entschlossene Macht dahinterstand. In Wirklichkeit ist Paris, auch wenn es etwa die Insel Nossi Bä zu einem Malta des Indischen Ozeans empor- lobte, im entscheidenden Augenblick immer zuruck- gewichen. Es waltete ein Unstern über diesen Unternehmungen. Anders'hat England gehandelt. Man erlebte das mit dem Kap land. Die britische Politik ist dort durchaus folgerichtig vorgegangen, feit das Kap 1795 den Holländern, deren Land damals von Frankreich einverleibt war, weggenommen worden war. Wenn der Premierminister Lord Castlereagh forderte, jede Position auf dem Wege nach Indien müsse England gehören, so gab er auch die Begründung für den bleibenden Anspruch auf das Kap: „Indien, Australien und das Reich werden von dieser Lage aus verteidigt. Der Besitz des Kaps kann uns, wenn es wohlbefestigt ist, die Welt verleihen." Das war auch die Meinung von Lord Beresford, und Charles Dilke, der geistige Mitbegründer des britischen Imperialismus, unterstrich mit allem Nachdruck die politisch-militärische Bedeutung der Tafelbay und der Simonsbucht. Simonstown ist.von der Natur nicht so be- günstigt wie andere Erdstellen, die, wie Singapur oder Aden, an schmalen Durchlässen liegen und schwerlich umgangen werden können. Das Kap mutz nicht angelaufen werden: es kann ihm ausgewichen werden: somit sind die Möglichkeiten begrenzt, von hier aus Seeherrschaft auszuüben. Wohl aber sind auf der ganzen Strecke zwischen Kapstadt urtd Mozambique kaum noch weitere geeignete Häfen anzutreffen. Lediglich die Algoa- und Delagoa-Bucht erinnern daran, daß die portugiesischen Flotten von der einen mit dem Passat nach Goa an der indischen Westküste zu fahren pflegten, während sie ein halbes Jahr später nach dem Umschlagen dieses Windes nach der anderen zurückkehrten. Wenn zur Segelschiffzeit die Benützung dieser regelmäßigen Winde gewisse Fahrstrecken vorschrieb und deshalb idie Gewässer etwa zwischen Madagaskar und Vorderindien für Kaperschiffe und Seestreitkräfte als Jagdgebiete stets Beute versprachen, so hat die Einführung der Kohle und des Motorschiffs die Schifffahrtswege sich weiter verzweigen lassen. Sie strahlen heute bündelförmiq aus, nach Aden, nach Ceylon, Bombay und Kalkutta, nach Hinderindien und Jnsulinde und nach Australien, aber nirgendwo besteht jene Zwangsläufigkeit der Durchfahrt wie auf der Strecke Gibraltar—Malta—Aden, Singapur oder in Westindien. Draht kann der Tod lauern. Der Leutnant schreit: die Entgleisungsweiche steht ja umgekehrt! Der Zug kann weiterfahren! Und wieder ruckt die Lokomotive von hinten an. zurück und denken: Ihr habfs gut, ihr braucht nicht durch den Tunnel! völlig einleuchtend. Aber verfluchtmoch mal: es ist eine lausige Angelegenheit! „ Um 5 Uhr früh ruckelt ein merkwürdiger Zug vom Hauptbahnhof der nächsten Stadt los. Die Lokomotive ist hinten, schiebt die Wagen vor sich her. Flachwagen und Rungenwagen, auf denen die Pioniere hocken: dann ein paar Wagen mit Grenzwachtmännern. Von der Straße aus winken marschierende Kolonnen den Pionieren zu. Infanterie, Artillerie, wollte er sie alle zusammen verschlingen. Ein heller, köstlicher Maimorgen ist erwacht: Vogellieder, frisches Grün, Sonnenschein, Licht, soviel Licht! Aber der Zug mit den Pionieren rollt in die" ^Die^U-Boote haben den Widerpart der deutsc^n Ostfront gehalten. Die deutsche Ostfront hat die Re° gierungen in London und Washington vor di^Fkage gestellt, ob es sich lohne, auf Gedeih oder Verderb die von Stalin verlangte Zweite jront in Es ist in letzter Zeit die Rede davon gewesen, daß das Kapland außer dem Trockendock in Durban, das auch die größten Schiffe uufnehmen kann, ein ganz großes Schw i m mdock erhallen soll, in dem Schlachtschiffe ausgebessert werden können, wie es in Singapur möglich war. Da aber auch der britische Optimismus zugeben muß, daß die Bauzeit mindestens 30 Monate betragen würde, so darf der Plan wohl als Zukunftsmusik betrachtet werden. Uns inte ref fiert daran das Zugeständnis, daß England mit dieser Nachricht den Indischen^ Ozean auf Jahre hinaus auf gibt, weil er für Großkampfschiffe nicht mehr befahrbar ist. wenn diesen ausreichende Ausbesserungsstätten fehlen, und daß es überhaupt außerhalb des englischen Mutterlandes mit der einzigen Ausnahme von Durban, nirgendwo mehr Dockeinrichtungen gibt, die in der Lage wären, große Kriegsschiffe aufzunchmen. Es kann dar- aus einigermaßen berechnet werden, welche neue Belastung der englischen und amerikanischen Werften da mit. verbünden ist, und welcher Zeitverlust sowohl für die Kriegführung wie auch für Transporte ein- tritt, wenn jedes beschädigte Schiff über 10 000 Tonnen wochenlang und über Tausende von Kilometern abgeschleppt werden muß, wobei seine Sicherungsstreitkräfte anderen Ausgaben entzogen bleiben, dann wochenlang vielleicht zu warten hat, bis die Werst frei wird, monatelang in Reparatur liegt und dann wieder eine Rückreise von Tausenden non Kilometern Länge anzutreten hat. Es läßt sich verstehen, wenn die britische Flotte es scheut, in den Bereich japanischer Schisfsgeschütze und Bombenflugzeuge zu gelangen. Wenn aber trotzdem der Kampf mit diesen ausgenommen wird, so ist das andererseits ein Beweis dafür, unter welchem eisernen Zwang England handelt, das feine Flotte aufsparen möchte und doch ein Schiff nach dem andern einsetzen muß. OasHimmelfahriskommando Eine Mai-Erinnerung von Eberhard Klaatzs Ein junger tapferer Soldat, Dr. Eberhard K l a a ß, der im vorigen Jahr im Osten gefallen ist, hat uns zwanzig Geschichten von deutschen Pionieren hinterlassen, die jetzt unter dem Titel „Männer unter schwarzen Fahnen" im Verlag Gerhard Stallmg, Oldenburg und Berlin, erschienen sind. Fünf Minuten Eifenbahnfahrt durch einen Tunnel können einem Pionier verdammt lang Vorkommen, wenn er damit rechnen muß, daß dieser Tunnel im nächsten Augenblick „hochgeht". Ein dreiwöchiger Heimaturlaub vergeht jedenfalls „Ermutigende" Niederlagen schon im März die Arrestierung von 8000 fluchtigen Handelsschiffsmatrosen an, darunter 3000 Norweger und 3000 Griechen. Von der Panik, die m den anliegenden süd- und mistelamerikanischen Staaten herrscht, macht sich der binnenländische Deutsche kaum eine richtige Vorstellung. Nordamerikanische Truppen sind in Venezuela gelandet. Der wirkliche Grund ist, daß auch dort aufsässige Seeleute zur „Vernunft gebracht werden sollen. Nack) dem amtlichen Organ der kubanischen Marine, ,Liario de la Marina , liegen allein in den Häfen Venezuelas rund 100 der dort üblichen kleinen und mittleren Tankschiste o h n e Besatzung fest. Die Schiffe haben den Zweck, das in Venezuela gewonnene Rohöl in die Raffinerien der Inseln Cura?ao und Aruba zu bringen. Fast liest es sich wie ein Witz, daß ein amerikanischer Kapitän sein Schiff auf den Strand auslaufen lletz, i weil er sich von einem deutschen U-Boot verfolgt Di- erste große Grfolgsmetoung der U-Boote im Mui berichtet die Versenkung von 22 tzaudelsjchif. sen mit zusammen 138 000 BRT zwei w-it-re Schifs- mit 17 000 BRT. wurden schwer beschädigt. Es ist die höchst- Versenkungszisser. die i-mals von der Ostküste der USA. und vom Karibischen Meer gemeldet wurde. Am 20. April wurden 18 Schisse mit 131 000 BRT., am 24. Januar ebenfalls 18 Schifs« mit 125 000 BRT.. am 2g. Marz 18 Schisse mit 110 600 BRT. gemeldet. Eine Mitt«'- lunq des Oberkommandos der Wehrmacht vom 11. April berichtete, daß feit dem Beginn der U-Boot- kampagne an der USA.-Küste, über die am 24. Januar 1942 die erste Meldung ausgegeben wurde m verschiedenen Gebieten des Atlantischen^Ozeans 214 Handelsschiffe mit 1,452 Millionen BRT. versenkt worden seien. Man darf annehmen, datz sich das Ergebnis bis zum heutigen Tag der Zwei-Millionen- Der Lleberfall auf Madagaskar Zn London rechnet man mit langen Kämpfen. nate hindurch hielt und nun entsetzt werden konnte. In dankbarer Würdigung dieses heldenhaften Einsatzes verlieh der Führer Dem Generalmajor Scherer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu- zes. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 1 Einen Augenblick lang sind alle Augen auf einen Pionier gerichtet, der mit seiner Drahtschere noch an dem einen, dem dicksten Kabel hantiert. Der- Stockholm, 7.Mai. (Europapreß.) In militärischen Kreisen Londons rechnet man nut wochenlangen Kämpfen bis zur endgültigen Besetzung der Insel Madagaskar durch englische Truppen. Der n-le- smihorftnnh unh hip Verhältnis- Merkwürdigkeiten aus dänischen Bibliotheken. Dänemarks Bibliotheken haben, wie aus Kopen- Hagen berichtet wird, im vergangenen Winter eine Hochkonjunktur erlebt wie nie zuvor. Der Besuch der zahlreichen Lesestuben in allen Städten des Landes, noch mehr aber der Buchverleih sind eminent gewachsen und steigen fortgesetzt weiter an. So er- reulich der Leseeifer des dänischen Publikums auch fein mag, die Erscheinung stellt anderseits die Rechenkunst der Büchereiverwaltungen auf eine ernste Probe, da die Zuschüsse der Gemeinden nur sehr gering erhöht worden sind, der Verschleiß an Lesematerial jedoch erheblich gestiegen ist. So kommt es immer wieder vor, daß die sonderbarsten Lesezeichen in den Büchern gelassen und erst von den Bibliotheken (meist auf chemischem Wege) entfernt werden müssen, was die Lebensdauer dieser Bände naturgemäß verkürzt. So fanden sich in der Kopenhagener Zentralbibliothek sogar Zigaretten, abgebrannte Zündhölzer, sowie einmal Wurstscheiben in den Büchern! Für so peinliche Ueberrasckungen entschädigen köstliche Episoden im Verkehr mit der Leserschaft. So überraschte lange Zeit hindurch ein regelmäßig vorsprechender Knirps, der von Monat zu Monat für seinen Vater einen ganzen Stapel der dickleibigen Wälzer aller möglichen Wissensgebiete im Handwägelchen holen kam. Vom Direktor eines Tages über den erstaunlichen Lerneifer feines Erzeugers befragt, erklärte der Sprößling verwundert, gelesen würde in diesen Büchern überhaupt nicht, dagegen benutze der Vater sie mit bestem Erfolg in seiner Hofenbügelei. Auch die kürzliche Ausführung der deutschen Verfilmung von Anzen« grubers „Meineidbauer" rief eine schnurrige Episode in der Kopenhagener Stadtbücherei hervor. Von Interesse an der Welt des Bergvolkes in der Ostmark ergriffen, erschien eines Tages ein älteres Fräulein, das (weil Anzengruber nicht vorrätig und sie selbst von ihren deutschen Sprachkenntnisfen wenig überzeugt war) um „etwas Dünnes von Ganghofer" bat. A. L Dunkelheit des Tunnels hinein. Und nun ist es völlig dunkel um die Männer. Sind wir eigentlich noch auf der Welt? Ob es wohl noch einmal hell wird? Herrgott, fährt der Zug nicht schon Stunden, Tage, Wochen durch diese Finsternis? Ach ja, der Tunnel: sind wir überhaupt noch in einem Tunnel? Oder ist das schon das Grab? Und wenn es noch der Tunnel ist: warum ist er noch nicht gesprengt? Jetzt muß er doch wohl gleich hochgehen, der Tunnel. Herrgott, dieser elende Tunnel ... Und da ist vor ihnen, wohl noch tausend Kilo- meter weit vor ihnen, ein schwacher Lichtschimmer. Ein schwacher, kümmerlicher Schimmer nur. Aber die Pioniere freuen sich dennoch, daß sie überhaupt noch einmal wieder Licht sehen. Und sie sehen in dem Schimmer vor sich auf dem vordersten Flachwagen Gestalten. Jener dort mit dem Glas, das muß der Leutnant fein, der den Stoßtrupp führt. Und neben ihm die beiden Köpfe, das müssen die MG.-Schützen fein. Alles regungslos, still, nur das gleichmäßige Stoßen der Wagen ist zu vernehmen. Und aus dem Lichtschimmer wird ein Schein, heller, heller, immer heller. Das ist der Ausgang: Herrgott, der Ausgang! Dort, da ... da ist der Tunnel zu Ende, der Tunnel, der Tunnel ... Jetzt: ein Ruck, hart und plötzlich steht der Zug. „Los!" Schon ist der Leutnant mit einem mächtigen Satz von feinem Wagen herunter. Drahtfcheren knacken: Zwei Pioniere durchschneiden blitzschnell alles, was da an Kabeln vorhanden ist. In jedem D-r Tunnel, der versluchte Tunnel! Jetzt sehen l flucht wenn das^gerade du-^Sprmgkabkl fltl Einer sie ihn, ein paar hundert Meter nur noch entfernt, springt ihm zu Hilfe, mit vereinten Kräften kapp Da tut er einen dunklen Rachen vor ihnen auf, als | sie beide den dicken schwarzen Wurm. Der Zug Die recht zweifelhaften Lorbeeren des Generals Mac Arthur haben dell General Stil well nicht schlafen taffen. Das Beispiel des seine Truppen verlassenden Heerführers erschien Stilwell so verlockend, daß er glaubte, es jenem gleich tun zu müssen. Nach einer Reutermeldung ist auch er als Kommandeur der chinesischen Truppen in Burma erfolgreich geflohen. Reuter kler- bet das in die Worte, daß Stilwell mit einem hohen chinesischen Offizier in einem nicht näher bekannten Stützpunkte Burmas eingetroffen sei. Diese absichtlich harmlose Formulierung der Nachricht kann darüber nicht hinwegtäuschen, daß Stilwell feine Truppen ebenso wie Mac Arthur im Stich gelassen und ferne eigene Perfon in Sicherheit gebracht hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Propaganda im gea- nerischen Lager nun auch das Verhalten Stilwells mit den gleichen Ruhmeskränzen krönen wird wie dies bei Marc Arthur geschah. Wir gehen bestimmt nicht fehl in der Annahme, daß die Gegner in dem für einen ehrlieb end en Soldaten untragbaren Schritte Stilwells wiederum den Grund zu „neuen Ermutigungen" sehen werden. Es fragt sich nur, was man unter „ermutigend" versteht. Jedenfalls wirken die krankhaften Versuche, Niederlagen und Mißerfolge ermutigend zu finden, reichlich komisch. geraumer Zeit gebrochen werden.können. Es sei auch anzunehmen, daß. das französische Oberkom mando seine Truppen immer weiter in das ge-1 birqige Landesknnere zurücknehmen werde, um dort unter günstigeren Voraussetzungen den zahlenmäßig überlegenen englischen Truppen Widerstand leisten zu können. , r In politischen Kreisen Londons bespricht man mit größtem Interesse die Frage nach dem Verhalten der japanische nFlott e. Es wird die Frage aufgeworfen, ob die japanische Admiralität es wagen werde, Seestreitkräfte von ihren 30Ö0 Seemeilen entfernten Stützpunkten nach Madagaskar zu entsenden zum Kampf gegen die dort eingesetzten britischen Flotteneinheiten. Seit ihrem Auftreten in den Gewässern von Ceylon, wo zwei englische Kreuzer versenkt wurden, habe man mch<> mehr von der japanischen Flotte gehört. Es sei nicht ausgeschlossen, daß schwere lapamsche Seestreitkräfte versuchen würden, mit den im Indischen Ozean eingetroffenen neuen n o rda m er i ka- Nischen Schlachtschiffen in Gefechtsberuh- „ull . .. runq zu kommen. Churchill sagte im Unterhaus h$etteuropa aufzurichten. Die U-Boote haben die bemerkenswerterweise, daß die Vorbereitungen zu Voraussetzung für die Errichtung einer diesem Raubzug bereits vor 3 Monaten »ront in Westeuropa vernichtet: den dazu begonnen hätten, also zu einer Zeit, als von notwendigen Schiffsraum. Der UsA.-Admiral einer Bedrohung Madagaskars etwa durch die gfart, &e'r seine Befehlsstelle in London hat, Japaner noch nicht einmal entfernt die Rede sein ^ußte genau, was er sagte, als er in diesen Tagen konnte. Jetzt soll diese angebliche Bedrohung mit ben %ampf gegen die U-Boote als oor- als Entschuldigung für das brutale Vorgehen gegen brin$:.[.id) er((ärte und den gewichtigen Satz aus- den. früheren französischen Verbündeten herhalten. jprQ(lh baß der verfügbare Schiffsraum die Grundlage aller denkbaren Offensivbewegungen sei. Es ist ein großartiger Gedanke, daß die isolierten Mannschaften der kleinen U-Boote -in den 6000 und 7000 Kilometer entfernten Gewässern des Westat. lanttk und des Karibischen Meeres den anderen Sinn bes Hebels bedienen, den die deutsche Front im ------v . Lasten in ihren starken Händen hält. Präsident Roo« Ein tnviickes Beispiel hierfür ist die neueste Stel- sevelt ist Hans Dampf in allen Gassen: nur vor der lungnahme GorbeU chulls zu den ameritani|d)en eigenen Tür wirb er nicht mit den "-Laoten fertig. Niederlagen auf Bataan und Gorregibor. Der Wir sprachen von der Bedeutung de- U-Bootes Staatssekretär der Bereinigten Staaten kann nicht für die Versorgung der Sowietumon Wir konnten leugnen datz Corregidor kapituliert hat. Aber er ebenso gut davon sprechen, datz der deutsche U-Boot- will nicht wahr haben, daß es eine Niederlage ist, krieg im Westatlantik und im S”r,6|toen Ne für die Bereinigten Staaten die Liquidation des der japanischen Flotte im Paziflk Entlastung Bringt. USA -Unternehmens in Ostasien bedeutet. So be» Aber über diesen großen Zusammenhängen wollen zeichn t er denFall von Corregidor als ein Mal- wir die eigenständigen Wirkungen des U-Bootkne- heurchen als Rüchchläge, und versteigt sich zu der ge- nicht.vergessen: jene Wirkungen die unm.ttel. grotesken Behauptung, bafj der Verlust diefer Insel- bar den Raum betreffen, 'n dem er sich ab pielt D^r sestung die Einleitung zu dem endgültigen Siege der nordamerikanischeGeneralstaatsanwalt Liddle Amerikaner und Engländer (ei. Die Erinnerung an sicher ein zuverlässiger Gewährsmann -„ordnete Corregidor und Bataan werde immer in den Ame-1-- ki- """ so rikanern fort!eben. Ja, das glauben wir auch. Man pflegt sich zu merken, wenn man Prügel bezogen hat, und bei den Amerikanern werben wohl diese Schmerzen noch lange nachwirken. Vielleicht ver- gehen den Briten und Amerikanern bei Der, Erinnerung an diese „ermutigenden Niederlagen" die Gedanken an weitere Räubertaten. Denn sie müssen sich darauf gefaßt machen, daß sie aus all den Schwätzereien über ihre Fluchtstrategen keinen Grund zu Ermutigungen werden entnehmen können, weil ihnen immer von neuem die Mächte des Dreierpaktes auf die Finger klopfen werben. schneller. Nun hat man Woche um Woche, Monat um Monat an der Grenze gelegen und gewartet. Das heißt „gelegen" hat man ja weniger, im Gegenteil: Die Pioniere sind ganz gehörig hin und her bewegt worden in der Wartezeit, sind ordentlich auf Draht gebracht worden. Und nun soll der Krieg richtig losgehen, und da erwischt man so ein Himmelfahrtskommando. Die Pioniere treffen hart und schweigsam ihre Vorbereitungen. Die Aufgabe ist klar: der Tunnel, durch den die Eisenbahn von Deutschland nach - Belgien hineinfährt, soll vor der vermutlich von den Belgiern vorbereiteten' Sprengung bewahrt werden. Die^ Wichtigkeit der Aufgabe ist auch klar. Und daß es eine Ausgabe für Pioniere ist, das ist Stockholm, 7.Mai. (Europapreß.) Den Verlust des 10 000 Tonnen großen Kreuzers „®bm- . . . burgh" im Verlauf von Operationen im Nord- ger Präsident der Reichskulturkammer hat den l ich en Eismeer gibt eine amtliche Verlaut- Abteilungsleiter der Hauptgeschäftsführung der barung der britischen Wmiralitat zu. Der Kreuzer, Reichskulturkammer, Dr. Hans-Erich Schrade, der zum Schutze eines englischen Lebensmittel- Beibehaltung feiner bisherigen Dienststellung konvois nach der Sowjetunion eingesetzt war, wurde kommissarischen Geschäftsführer der Reichs- in dem Gefecht vom 3. zum 4. Mai von dem Unter: ^eatertammer ernannt feeboot des Korvettenkapitäns Teich err durch * SÄÄ'ÄW Der Stabschef der SA. hatte die Führer der deutschen Zerstörerflottille durch einen weiteren Tor- SA -Gruppen zu einer Dlenstbejprechung ntach pnhaüifio versenkt Er hatte 700 Berlin besohlen. Sie befaßte sich ausschttetzlich Mann Besatzung seine Bestückung bestand aus zwöls mit kriegswichtigen Fragen Stabschef Lutze ehr e 15 2.OT ®el»ühen zwäl l«,2-em-Flakge(chutz°n, die vor dem Femde gebliebenen SA.-Fuhrer. „Die U ^Schützen" acht 'ä.mn-ßl°kMütz°n,I letzte höchste unb^Ä Arn Ausgang kracht es: Ein paar Handgranaten fliegen in die belgische Blockstelle hinein, detonieren. Aber in dem Häuschen ist niemand drin. Doch dahinten: da rennen zwei Männer, zwei belgische Grenzer anscheinend. Pioniere vom Stoßtrupp stürmen hinterher! Fieberhaft arbeitet der Sprengtrupp, hundert Meter vom Tunnelausgang entfernt. Im Jahre 1914 haben die Belgier den Tunnel dadurch unbrauchbar gemacht, daß sie ein paar Lokomotiven hineinjagten und im Tunnel durch eine Entglei- sungsweiche von den Schienen brachten. Wenn sie dasselbe Manöver versuchen sollten: Der Sprengtrupp hat es zu verhindern. Neben dem Trupp ist das MG. des Zuges in Stellung gegangen. Doch es findet kein Ziel, die Belgier lassen sich nicht sehen. Und da — da brausen auf dem rechten Gleis ein paar Güterwagen mit hoher Geschwindigkeit heran. Zwei, drei, fünf Wagen sind es. Wie gebannt starren die Pioniere auf die Kameraden vom Sprengtrupp. Werden sie es schaffen? Nur noch ein paar Se- künden: wenn sie dann nicht sprengen können, sind die belgischen Wagen über die Stelle hinweg. Dann werden die Wagen den deutschen Zug in den Tunnel zurückdrücken und an der Weiche zum Entgleisen bringen. Und es wird ein furchtbares Durcheinander geben, und der Tunnel wird gesperrt sein, alles wird umsonst gewesen sein. Höchstens noch 20 Meter! sagt ein Unteroffizier — da zerreißt der Knall der Detonation die Spannung. Gott sei Dank, es ist geglückt! Die Pioniere wischen sich den Schweiß von der Stirn. „Junge, Junge!" sagen sie nur, „daß das gut gegangen ist!" Ja, da stehen sie nun alle im Licht Des frischen jungen Morgens und haben ihre erste Tat in diesem Feldzug vollbracht. Ein Himmelfahrtskommando — aber sie sind auf der Erde geblieben. Der Leutnant schickt einen Melder zum Bataillon: Der Tunnel ist frei! Generalmajor Scherer, der Kommandeur der Kampfgruppe, die nach dem OKW.-Bericht vom e ALDA8RA-J O>ri€) OST-/ AMBEk Tboi r MM EDO-JtbrHJ rarouHis-ittrftJ SUW8E Der kreisleiter. gebung teilzunehmen. er» ein C. K. in der Universität in Zusammenarbeit mit der die abgebissen- Zigarrenspitze spucken,könnte, „einen hat? Sehen Sie doch mal in den Protokollen nach ein. man rechtzeitig da- einer Sage, die es lieh, den Brief in Anderseits mußte er daß seine Warnung gar nicht entziffert Da die Rede gleichzeitig auch aus den Großen Hörsaal und aus den Platz vor dem Universilätsgebäude übertragen wird, können alle Besucher die Rede hören. Kein Volksgenosse und keine Volksgenossin versäume, an dieser wichtigen Kund- Die Abteilung Volksbildungswerk der NS.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" verpflichtet im Rahmen ihres Vortragswesens nicht nur Redner, die über alle möglichen Gebiete deutscher Kultur» leistung sprechen, sie' läßt es sich auch angelegen sein, Redner herauszustellen, die das große Kriegsgeschehen in seinen Zusammenhängen den Zuhörern Stimmt es nicht, so kommt hinter. Vielleicht war er in ihm nicht ratsam erscheinen offener Sprache zu schreiben, mit der Möglichkeit rechnen, nalfeiertag wiederholten. Trotz der Schwere der Zeit, trotz einer Fülle von Hemmnissen hat sich dieses Festkonzert dennoch ermöglichen lassen. Dabei wird man die kameradschaftliche Mithilfe der Nachbarvereinigungen (Oratorien- chor Marburg, Gemischter Chor des Staatsbades Bad-Nauheim) als ein Zeichen zielstrebiger Gemein- schaftsarbeit werten müssen. Wenn auch diesmal nicht ein großes Werk im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, so wurde doch jedes einzelne der Werke zum Symbol des Schassens seines Zeitalters: Bachs Kantate als Bekenntnis des Barock: Bruckners leb eum als Dokument kultisch- religiösen Erlebens; das Zeitalter der Klassik mit seinem dem Instrumentalen eng verknüpften und aus ihm heraus wachsenden Chorerlebnis der Fan- tasie op. 80 von Beethoven und für die Ge- genwart Hans P f i tz n e r s l a g e". Die verschiedenen chorischen Klangkörper — Akademischer Gesangverein, Gießen: Oratorienchor Marburg: Gemischter Chor des Staatsbades Bad-Nau- heim: Herrenchor des Theaters der Universitätsstadt Gießen — erfuhren durch Prof. Stefan T e m e s - oari) eine straffe Zusammenfassung, waren ihm Krähe." Krähe, der sich am Schreibtisch niedergelassen hatte, blätterte in dem dicken Aktenstück herum. Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Zweiggesellschaft Südwestdeutschland, Sitz Frankfurt a. M., eine Veranstaltung zur Durchführung, bei der Admiral Foerster über das Thema „Der Kampf Japans um den Großraum Dftafien" sprechen wird. Admiral Fo erst er ist auf den verschiedensten Kommandos als Marineoffizier wiederholt in Dftafien das nicht beschwören, denn so genau habe ich ihn mir nicht angesehen," „Das würde zu unserer Theorie passen, daß Barthold zu Lanos fuhr, um ihn zu warnen. Lanos war nicht da, er wartete unten vor dem Haufe und ging nach ihm hinauf. Dann müßte doch Barthold hier oben geklingelt und nach Lanos gefragt haben?" Davon steht nichts im Protokoll." Wenig machte sich eine Notiz in seinem Merkbuche. . . „Darüber wollen wir Frau hauckwitz noch einmal befragen. Aber nicht heute, wir müssen erst noch ein bißchen weiter sein. Wir werden noch einmal die Fahndung nach Lanos hinausjagen und ich denke, ich kann den Präsidenten veranlassen, eine Belohnung für Angaben aus dem Publikum auszu» fetzen. Wir müssen Lanos haben!" Krähe packte die Akten zusammen. „Soll das Zimmer wieder versiegelt roerben?* fragte er bann. ,Za, aber wahrscheinlich nicht mehr lange. Sagen Sie bas Frau hauckwitz." Der Kriminalrat stanb schon auf ber Treppe, als Frau hauckwitz herauskam unb Krähe zusah, wie er bas Zimmer versiegelte. „Wieder versiegeln?" fragte sie, „ja, wie lange soll denn das noch gehen? Ich bin doch darauf angewiesen, zu vermieten, ich habe doch große Verluste —" „Nur noch ein paar Tage, Frau hauckwitz , tröstete sie Krähe und streckte die Zunge heraus, um die Siegelmarken anzufeuchten, „dann kommen wir und machen die Siegel ab —" „Und Fenstervuken muß ich auch —" „Guten Abend, Frau hauckwitz!" Krähe war vernünftig genug, das ärgerliche Gemurmel ber Frau für einen Gruß zu halten. Neben bem Kriminalrat trat er aus bem hause. Sie hielten sich nach rechts unb gingen bie Kur- fürstenstratze hinunter. Zur selben Zeit bog von ber Bubapester Straße aus Willis in die KurfürÜen- straße ein, klingelte beim Portier des Hauses Kurfürstenstraße 143 unb hatte mit ihm eine lange Unterrebung. (Fortsetzung folgt) $ßa5 nun9" „Ganz einfach", lachte Wenig, „jetzt setzen mir uns zusammen auf bas alte Plüschsofa, stecken uns eine Zigarre ins Gesicht und unterhalten uns em wenig über den Fall Lanos." . Der Kriminalrat zog sein Zigarrenetui heraus und bot Krähe eine Zigarre an. Dann setzte er sich auf bas Sofa, steckte sich bie Zigarre an unb blies genießerisch ben Rauch von sich. „ „Dabei kommt meistens nichts heraus , meinte Krähe und suchte im Zimmer eine Stelle, wohin er 1 worben, a öffnet werben. Lehrgang der Ruderer. Aus der Stadt Gießen. Goethe über die Höflichkeit. Wenn wir uns in bkefen Tagen barauf besinnen wollen, wie notwendig es ist, Höflichkeit im Verkehr mit den Menschen zu üben, so kann uns Goethes Lebensweisheit als Wegweiser dienen. In seinen Werken ist sehr oft von der Höflichkeit die Rede. In ber Charakteristik ber Menschen, bie er schildert, wirb besonbers biese Tugenb hervorgehoben, unb wenn er es in ben „Zahmen lenien" auch ablehnt, „höflich mit dem Pack" zu sein, weil man mit Seide keinen groben Sack nähe, so übernimmt er doch im „west-östlichen Diwan" des Tefkir Nameh den Spruch: „Unhöflichkeit sind ber Niebng- keit Genossen". Die schönste Würbigung ber Höflichkeit aber fmbet sich in den „Wahlverwandtschaften", in denen man „Aus Ottiliens Tagebuche" lieft: „Es gibt fern äußeres Zeichen der Höflichkeit, das nicht einen tiefen sittlichen Grund hätte. Die rechte Erziehung wäre, welche dieses Zeichen und den Grund zugleich überlieferte." „Das Betragen ist ein Spiegel, in welchem jeber fein Bilb zeigt." „Es gibt eine Höflichkeit bes Herzens: sie ist ber Liebe verwanbt. Aus ihr entspringt bie bequemste Höflichkeit bes äußeren Betragens." Ober man lieft in ben Sprüchen in Reimen: „Ohne Umschweife Begreife, Was bich mit ber Welt entzweit: Nicht will sie Gemüt, will Höflichkeit. Gemüt muß sich verschleifen, Höflichkeit läßt sich mit hänben greifen." In „Hermann unb Dorothea" entwirft bas junge Mäbchen, währenb bie beiben nach Hause wandern, ein reizvolles Bild, das einen Preis der Höflichkeit nicht mehr rechtzeitig ober würbe. Er fährt also nach Berlin unb gebt zu Lanos, natürlich um ihn zu warnen. Wir fmben ihn tot Zwei Waffen wurden angewandt. Lanos ist mit seinem Gepäck geflüchtet. Petersen hat ibn 19 Uhr getroffen, unb bas ist bie Zeit, da — nach ber Uhr — ber Morb passierte —" „Vorausgesetzt, baß sie richtig ging , warf Krähe ihn unb warum? Wieso —" „Es könnte fein", warf Krähe em, ,daß Bart- hold zu Lanos ging* um ihn noch einmal persönlich zu warnen. Vielleicht dachte er, die von der Poüze^ sind so dos, die entziffern meinen Brief doch nicht. „Nun ja", pflichtete Wenig bei, „das ist das Nächstliegende. In solchen Fällen tut man gut, immer das Nächstliegende einmal anzunehmen. barstellt: „Unsere Nachbarn, bie Franken, In ihren früheren Zeiten hielten auf Höflichkeit viel: Sie war bem Edlen und Bürger Wie dem Bauern gemein, Und jeder empfahl sie den Seinen. Und so brachten bei uns . Auf deutscher Seite gewöhnlich Auch die Kinder des Morgens Mit Händeküssen unb Knickschen Segenswünsche ben Eltern Und hielten sittlich den Tag aus." ' Himmelfahrtsund Fronleichnamstag verlegt. Warnung aus Stendal Roman von A.Lothar Philipp 24. Fortsetzung. (Nachbruck verboten.) „Eine auffällige Waffe", sagte Krähe, „ich kenne sie, ich habe sie selber schon mal in der Hand gehabt. Der Griff ist etwa in der Mitte, vor und hinter ihm biegt sich ber Lauf heraus unb ber Sicherheitsring bes Abzugsbügels beginnt fast an der Münbung. Wenn ich sie sehe, erkenne ich sie sofort." Der Kriminalrat legte bie Akten nteber „Zwei verschiedene Waffen sind abgeschossen worden, Krähe", sagte er mit Betonung, „unb wenn wir baraus schließen, baß es zwei Leute waren, die hier waren und den Mord begingen, so hat dieser Schluß eine gute Grundlage. Denn es ist unroah^ scheinlich, daß ein Mensch zwei Waffen .bei sich trägt, wenngleich wir diese Unwahrichemuchkelt als an sich möglich im Auge behalten wollen." „Da kann man wieder mal sehen, wie genau unsere Leute arbeiten", meinte jetzt Krähe, „sie Haben nichts vergessen —" „ „Nur wir Haben nicht m bie Akten gesehen , warf Wenig ein. . , .. „Das ist verzeihlich, benn wir hatten genug mit den anberen Ermittlungen zu tun. Hätten wir von Anfang an bie Sache gehabt, so wäre uns das auch nicht passiert. Aber besser ist es, spat etwas zu er- fahren als gar nicht. Hier ist im Asservat auch bie Kugel unb bie Hülse. Die brauchen wir nicht mehr. Spucknapf haben sie wohl hier nicht?" „Im Grunde ist bie Sache burch bie letzten Ent- becfungen nicht klarer, sonbern immer verwirrter geworben. Denken wir mal nach: Bartholb schreibt biesen Warnungsbrief. Woher wußte er von ber bevorstehenben Tat? Warum zeigte er sie ber Polizei an? Was hatte er für einen Grunb, uns zu.warnen? Unb warum tat er bas in Geheimschrift? Wer wollte Lanos erworben unb warum? Unb was tat Barthold bei Lanos? Wer ermordete Festkonzert des Gießener Konzertvereins Bach - Beethoven - pfitzner - Bruckner. Wenn ber Gießener K o n z e r t v e r e i n fein löOjähriges Jubiläum feiern kann, fo beweist er bamit, baß der sich in ihm regende Wille zum Werk Zeitalter größter Umwälzungen unb Entwicklungen zu überdauern, oft gar eine Summe von Schwierigkeiten zu überwinden vermochte. Der Konzertverein hat stets seine Ziele hochgesteckt unb dieses Streben auch in den letzten Jahrzehnten zu glücklicher Tat werden lassen. Kaum eines der bedeutendsten Chorwerke der verschiedensten Stilperioden wird man in seinen Vortragsfolgen vermissen. Höhepunkt reiht sich da meist an Höhepunkt: kein Name von Wichtigkeit und. Klang fehlt: besonders aber seien die dem Monumentalen zustrebenben Ausführungen von Beethovens „Neunter" hervor gehoben, die sich mehrfach am Vorabend zum Ratio* ** Eine Siebzigjährige. Frau Marie I r l e, geb. ©röninger, wirb am heutigen Freitag, 8. Mai, 70 Jahre alt. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. ** Drei Generationen an einer Arbeit s st ä 11 e. Dieser Tage konnte ber Obersteiger Fritz Appel bei ben Gießener Braünfteinberg- werken bie 50. Wieberkehr bes Tages begehen, an bem er seine erste Schicht als Berglehrling verfuhr. Sein Grpßvater, Obersteiger C h r i st o p h Appel, hatte im Jahre 1842, also vor hunbert Jahren, bie ersten Schächte auf biefer Grube her- gestellt unb war bann anschließenb etwa 30 Jahre lang bort tätig gewesen. Der Vater bes jetzigen Jubilars, Johannes Appel, wirkte in ben Gießener Braunsteinbergwerken über 40 Jahre. Obersteiger Fritz Appel ist seit elf Jahren nicht mehr aktiv im Grubenbetrieb tätig, da er nach einem schweren Unfall vorzeitig in ben Ruhe- stanb treten mußte, er wirkt jeboch auch heute noch in anberer Weise für bie Firma. *♦ Eine Prüfung im 20-km-Rabfah- r e n zum Erwerb bes Reichssportabzeichens findet am tommenben 13. Mai mit Start und Ziel am Feldfchloßchen statt. 25 Stück Lieh fibwarzaeschtachtet. hohe Zuchthausstrafe für ben Täler. Lpd. Darmstadt, *7. Mai. Seit Beginn des Jahres 1939, also schon vor Kriegsansang, konnten, bei dem 63jährigen Adam Bertsch in Weiter- st a d t mehrere Fälle von Schlachtsteuerhinterziehung unb Zuwiderhandlungen gegen bie Vorschriften zur Fleischbeschau festgestellt werden. Die strengeren Fleischbewirtschaftungsmaßnahmen ber Kriegszeit unb bie Einführung ber Fleischkarten vermochten das unlautere und eigennützige Geschäftsgebaren des Bertsch nicht zu beeinflussen. Er hatte sich nun vor dem Sondergericht in Darmstadt wegen ber Schwarzschlachtung von 19 Kälbern, 5 Schweinen und 1 Stück Großvieh zu verantworten. Da bie fortgesetzten Straftaten mit großer Hartnäckigkeit und ohne Einsicht in bie Notwendigkeit einer sauberen und zuner- lässtgen Gewerbetätigkeit im Kriege bis zum Sommer 1941 begangen wurden, mutzte auf eine empfindliche und zugleich abschreckende Strafe erkannt werden. 3 Jahre unb 6 Monate Zucht- Haus, 350 RM. Geldstrafe und 1750 RM. Wert- I ersatz waren die Sühne für das gewissenlose Kriegs- | Wirtschaftsverbrechen. Der Kriminalrat seufzte. Ja es ist zum Kotzen. Sobald man mal testen Boden unter ben Füßen fühlt, kommt wieder em Einwand, und man schwebt wieder in der Luft. Ging bie Uhr nicht richtig, so haben wir keinerlei Anhaltspunkte über bie Tat. Aber bas Nächst- lieaenbe ist eben, baß eine Uhr richtig geht vielleicht geht sie mal fünf Minuten vor ober nach, aber im allgemeinen wird sie schon ftimm-m. Neh- Imen wir bas an, bann kann Lanos bie Tat nicht verübt haben. Ist eigentlich Frau Hauckwitz befragt worben, wann sie Lanos das letztemal gesehen ist Sonn' unb Schild") war wuchtig und machtvoll in den ersten Einsätzen des Chores. Mit ber Aufnahme bes in ber Einleitung burchgeführten Jnstru« mentalthemas durch den Cyor wäre eine schärfere Ausprägung bes Fugenthemas von Vorteil für bie Klangbeullichkeit unb Klangeindringlichkeit gewesen. Das festliche Trompetenthema bes Kopfsatzes wurde symbolisch bedeutungsvoll für ben Choral „Nun danket alle Gott". Ebenso faßte der Schlußgesang ben Gesamtcharakter des Ganzen mit chonschem und instrumentalem Glanz zusammen. Als innerliche Ruhepunkte erschlossen sich bie Altarie (Erna Stoll, Frankfurt am Main) mit bem sehr schon geblasenen Oboen-Solo unb das Duett für Sopran unb Danton (Susanne Horn-Stoll unb Ludwig Dru- s ch e l): am Klavier half Eberhard D e l p. Beethovens Chorfantasie lost sich von der üblichen Konzertform. Dem improvisierenden Klavier (Heinz Schröter, Frankfurt) fügten sich allmählich die Instrumente des Orchesters ein. In der Abwandlung des angeschlagenen Grundgedankens (der früher komponierten Melodie von Bürgers „Gegenliebe" entlehnt) traten einzelne Gruppen des Orchesters bedeutsam hervor, im Verein mit dem Klavier das Thema durchdringend und erschließend, und sich im Gesamtkörper zu ausbrucks- stärksten Variationen erhebenb. Dem immer mehr aufblühenben unb sich erschließenden Empfinden im Spiegel des wechselseitigen Anteils von Solo und Orchester gab in bem Chorfinale bas Wort bestimmte Prägung, angeführt burch die Solistengruppen (Jakob Sabel, Frankfurt a. M., trat hinzu) würbe hier ein Vorahnen ber „Neunten wach, als ein lebenbiges Abbilb bes musikalischen Erlebnisses an sich. Heinz Schroter erwies sich hier roieber als ein Pianist von hervorragendem Können^ feinem Einfühlungsvermögen und einer bis ins einzelne burchqebilbeten Technik, die sich seinem musikalischen Ausbrucksvermögen bis zum Letzten gefügig zeigte. , . . Hans Pfitzners Klage aus ben zwei .deutschen Gesängen op.25" entstanb im ersten Welt- „Hier", sagte er, „Aussage ber Frau Hauckwitz am 28.8.39: ,Herr Lanos kam kurz vor acht Uhr abenbs nach Hause. Ich fragte ihn, ob er noch irgenb etwas wünsche, worauf er verneinte. Ich habe bann bas Haus verlassen, um zu meiner Schwägerin, Frau ßanbau, nach ber Bayreuther Straße 59 zu gehen, bie bort eine Pension unterhält. Ich half ihr beim Abwaschen bes Abenbbrot- geschirrs. Das Abenbbrot wirb von 7 bis- 8 Uhr abenbs serviert. Ich bin gegen einhalb neun Uhr dort gewesen.' Und dann, weiter oben: Zch war ben ganzen Tag zu Hause, nur gegen 11 Uhr vormittags bin ich hinuntergegangen, um Besorgungen zu machen, unb bann bin ich gegen 3 Uhr nachmittags hinuntergegangen, um frische Schrippen zum Kaffee zu holen. In biefer Zeit ist niemanb gekommen bis kurz vor 8 Uhr Herr Lanos.' Bumsvallera." Krähe warf bem Kriminalrat einen verzweifelten Blick zu unb hüllte sich bann roieber in bichte Rauchwolken. „Na, nun wirb es gemütlich", sagte Wenig, „um 7 Uhr ist bie Morbtat begangen, um 8 Uhr kommt Lanos nach Hause. Die Wirtin ist bie ganze Zeit über ba und merkt nicht, baß in biesem Zimmer zwei Schüsse fallen unb sich frembe Leute aufhalten. Demnach müßte, als Lanos nach Hause kam, boch bereits bie Leiche bagelegen hoben." Er schüttelte ben Kopf. „Hier ist noch eine Aussage, und zwar von dem Portier Wilhelm Hanke", begann Krähe wieder, „er sagt: .Ich habe an bem Abend Herrn Lanos gesehen, wie er nach Hause kam. Das kann kurz vor 8 Uhr gewesen fein, benn halb nachher habe ich das Haus abgeschlossen. Ich habe noch bemerkt, wie feit etwa 18 Uhr ein Mann vor bem Haufe auf- unb abging, ber gleich nach Herrn Lanos bas Haus betrat. Ob ber Mann roieber heruntergekommen ist, weiß ich nicht. Es ist möglich, baß ber Mann mit bem Mann identisch ist, ber mir in ber Photographie als der Ermordete gezeigt wurde. Aber ich kann Mit Rücksicht auf bie befonberen Erforbernisse bes Krieges werben der Himmelfahrts- unb ber Fronleichnamstag auch in biesem Jahre auf ben jeweils nachfolgenben Sonntag verlegt. Die entsprechenben kirchlichen Veranstaltungen finben an diesen Sonntagen statt. Der 14. Mai unb ber 4. Juni fmb soiyii in biesem Jahre Werktage. 6in Vortrag über Japans Kampf. Kunst und Wissenschaft. Auch in diesem Jahre Bayreuther Kriegsfestspiele. Auch im britten Kriegsjahr finben bie Bayreuther Festspiele statt, die als Dank der Heimat an bie kämpfenbe Front roieber ausschließlich ben Solbaten unb 9tü ft ungsarb eitern vorbehalten finb. Sie beginnen am 9. Juli unb bringen die „Götterdämmerung" (viermal), den „Fliegenden Holländer" (zwölfmal), ben ganzen „Ring bes Nibelungen" (einmal). Die Festspiele werben wieder von ber NSG. „Kraft durch Freude" als geschloffene Veranstaltung durchgeführt. Ein öffentlicher Kartenverkauf findet nicht statt. p fifoner-Urauffuhrung in Karlsbad. Zur Eröffnung des Karlsbader Sprudels wünschte die Kurstadt ein musikalisches Werk zu erhalten, das der alljährlichen Brunnenweihe einen festlichen Rahmen zu geben vermag. Nach zweimaliger Vertonung ber im „Kämpfenben Quell" Erwin G. Kolbenheyers enthaltenen dichterischen Verherrlichung ber Karlsbaber Heilquelle burch verschiebene Komponisten hat nunmehr Hans Pfitzner eine Hymne „Fons s a 1 u t i f e r" geschaffen, bie Bestand haben dürfte. Ohne in bie Programmusik abzugleiten, schrieb Pfitzner ein knappes, packenbes Chorwerk, bas sich durch Innerlichkeit unb Schlichtheit auszeichnet. Das sparsame thematische Material wirb vom Orchester symphonisch burchgeführt unb verarbeitet. Dazu gesellen sich die Unisono-Stimmen eines gemischten Chores, ber sich am Schluß über ben feierlichen E-dur»Älängen bes Orchesters und der einsetzenben Orgel achtstimmig aufteilt und einen erhabenen Ausklang herbeiführt. Die Uraufführung des Werkes stanb unter ber Leitung bes Mufikbirek- tors Fritz Kiener, ber mit bem Kur- und Symphonieorchester und den vereinigten Choren Groß- Karlsbads für den Meister einige Tage vor dessen 73. Geburtstag einen starken Erfolg errang. Robert Glaß. Charles Seignobos gestorben. Der französische Historiker Charles Seignobos ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Seignobos, der zuletzt als Prozessor an der Sorbonne wirkte, ist aus ber Ecole Normale heroorgegangen und hatte sich nach einer Studienreise in Deutschland im Jahre 1897 in Dijon habilitiert. Seine bekanntesten Werke sind: „Geschichte der Revolution", „Erzählende und beschreibende Geschichte ber alten Volker des Orients", „Politische Geschichte des gettgenöHi’ scheu Europas" und eine Geschichte der französischen Nation. Die beiden letzten Werke sind auch ins Deutsche übersetzt worden. Lin neuer Film mit Luise Ullrich. Der unter Paul Derhoevens Spielleitung entstandene Tobisfilm „D e r F a 11 R a i n e r" wird dieser Tage in Berlin uraufgeführt. Die Hauptrollen des Films spielen Luise Ullrich, Paul Hübsch m i b, Karl Schonbock, Maria Koppen- Hofer, Elisabeth Markus, Heinz Seifner, Sepp R i st unb Norbert Rohringer. einsetzte. Seine Haltung gründet sich auf einem tiefen unantastbaren Glauben." * 3n Paris führte ber Chef ber Sicherheitspolizei unb bes SD., ftelloertretenber Reichsprotektor in Böhmen unb Mähren, ^-Obergruppenführer H e y d- rich ben höheren ff- unb Poi^iführer, ff-Bri- gadeführer unb Generalmajor ber Polizei Oberg, in fein Amt ein. ♦ In München fand eine gemeinschaftliche Arbeitssitzung bes Reichsamtes Deutsches Volksbilbungs- werk in ber NSG. „Kraft burch Freude" unb ber Deutschen Akademie über ben Deutschunterricht für auslänbische Arbeiter unter ber Leitung von Ministerialrat Professor Dr. Ziegler statt. ♦ Im staatlichen Hanbwerksinstitut in Stockholm würbe eine beutsche Ausstellung „Hanbwerk unb Technik" eröffnet, bie vom Berliner Zentralinstitut für Erziehung unb Unterricht unb ber Nordischen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit bem schwebi- schen staatlichen Hanbwerksinstitut veranstaltet wirb. Die Ausstellung ist eine Leistungsschau von runb 90 Meister-, Fach, unb Ingenieurschulen bes Reiches. Abmiral Leahy, ber USA.-Gesanbte in Vichy, hat mit dem Clipper-Flugzeug Lissabon verlassen, um sich nach Neuyork zu begeben. Der Gouverneur von Gibraltar, Viscount Gort, ist zum Gouverneur von Malta ernannt worden, nachdem Sir William Dobbie seinen Abschied als Gouverneur ber Inselfestung eingereicht hatte. tätig gewesen unb hat in einer Weltreise mit längerem Aufenthalt in Japan, Korea, Mandschukuo unb Norbchina biese Länber besonbers ftubiert, so daß fein Vortrag geeignet ist, über Wesensart und Ziele unseres japanischen Bunbesgenossen besondere Aufschlüsse zu geben. Bei ber Veranstaltung wirb eine SA.-Kapelle sowie bie Marine-HI. mitwirken. Der Vortragsabenb wirb von dem Kreisleiter Die Bevölkerung von Gießen mache ich auf die Großkundgebung der Partei am Samstag, S. 2N a i 19 4 2, ganz besonders aufmerksam. Um 20.15 Uhr spricht in der Reuen Aula der Universität Gauleiter Iakob Sprenger über das Thema „Sieg um jeden preis." Am Sonntagvormittag fand auf ber Lahn Lehrgang im Rudern unter Leitung ber Gaufach- roartin yriebe! Haak, Frankfurt a. M, statt, an dem neben Gießen auch die Vereine von Limburg und Bad Ems teilnahmen. Am Nachmittag wurde ber Rudersilm „Riemen und Skull" vorgeführt, ber einen großen Einblick in biesen schönen Sport gab. Sodann folgte ber Film „Mach mit!". n$b? nq n ärn 17 K bringt fie in der Aula gefügig und folgten feinem Augbru-kewi,len B ach g • y- “........ • Kantate zum Reformationsfest („Gott der Herr kriegssahr. Auch diesmal bestätigte sie die innere Nähe zur heutigen Zeit. Ludwig D r u s ch e l sang mit markig männlichen Tönen, machtvoll ausholend, die Hörer entzündend durch die mitschwingende starke Innerlichkeit. Seiner Schlußwendung verlieh der Männerchor leuchtenden Widerschein. Zum Höhepunkt chorischen Erlebens wurde Bruckners tiefgläubiges T e d e u m mit seiner akzentuierten Deklamation und großartigen Wucht des Gesamtklanges, der das vereinigte Stimmaterial prunkvoll ausstrahlen ließ, wie in dem „Tu rex gloriae" des Eingangssatzes und dem überwältigenden „non confundar" des Schlusses. Dazwischen wieder die Momente innerer Verhaltenheit mit der Schönheit des Chorklanges an sich, wenn die Instrumente schweigen wie in dem Ausschwingen des „aetema fac". Die zusammenfassende Fuge in ihrer thematischen Gebundenheit trat klar in den einzelnen Stimmgruppen heraus und erhob sich zu macht- voller Steigerung der ersten Durchführung wie in der Ausdruckskraft und Sauberkeit der einzelnen Entwicklungen. Kultische Feierlichkeit erschloß sich in den Sätzen, wo das Soloquartett mit dem leuchtenden Tenor als Vorsänger (Te ergo und salvum fac) als Träger der Stimmung führte und sich in Schmiegsamkeit mit dem Chor verband, von kleinen Schwankungen in der Tonsicherheit abgesehen. Das Städtische Orchester« erhob sich unter Prof. Temesvary mit seinen schweren Bläsern ebenso zu ausdrucksstarken Klängen, wie es durch die Feinheit des Klanges (Solovioline) in einzelnen Momenten beglückte. Aeußerst herzlicher Beifall war ein lebhaftes Dankeszeugnis und Lohn für den unermüdlichen Tatwillen der Mitwirkenden. Dr. Hermann Hering. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. Grünberg, 7. Mai. Der Turn - und Sportverein hielt in der Turnhalle feine Hauptversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde das Andenken der im Osten gefallenen aktiven Sportkameraden Otto Matthies, Eugen Feichtenbeiner und Gottfried Strauch sowie der im letzten Jahre verstorbenen passiven Mitglieder Karl Hofmann, Wilhelm Heinzmann und Georg Allmendinger geehrt. Der Vereinsführer Lehrer i. R. Wenzel, gab sodann den Jahresbericht. Danach war die sportliche Tätigkeit durch Einberufungen, darunter auch des Turnwartes, beeinträchtigt; bei der Turnerinnenabteilung machte sich der Weggang der Leiterin Dina Michel infolge Verheiratung bemerkbar. Die Fußballabteilung beteiligte sich mit einer Jugendmannschaft an den Bannspielen und konnte in der Untergruppe Grünberg Gruppensieger werden, bei den weiteren Spielen um die Bannmeisterschaft schied sie aber aus. Im ganzen trug sie einschließlich der Freundschaftsspiele 19 Spiele aus, wovon sie 7 für sich entscheiden konnte.Jn der Turnhalle wurden abgehalten: Drei Kundgebüngen der Partei, ein Volksgemeinschaftsabend der HI., zwei Kameradschaftsabende und ein Wunschkonzert der Wehrmacht, 15 Veranstaltungen von KDF. und an 85 Tagen Filmvorführungen. Die Rechnungs- Sieg um jeden preis! Am Gamstag, 9. Mai, und Sonntag, 10. Mai 1942 finden im kreis Wetterau folgende öffentliche Kundgebungen statt: In Gießen spricht am Samstag, 9. 2Nai, um 20.1 5 Uhr der Gauleiter und Neichsstatthalter Jakob Sprenger in der Aula der Landesuniversität. Die Rede wird gleichzeitig in den Großen Hörsaal und aus den Platz vor der Universität übertragen. Ferner sprechen im Kreisgebiet: Samstage 9. Mai/ 20/15 £für: Alten-Vuseck (Redner: Schäfer III.); Annerod (Schulz); Bellersheim (Biel); Bersrod (Lenz); Gar- benteich (Rordmann); Gießen (Gauleiter); Heuchelheim (hoffarth); Lauter (v. Haren); Lich (Jung); Lollar (o. b. Offen); Ober-Vefsingen (Zimpelmann); Ostheim (G. Fischer); Pohl-Göns (Vieth); Rodheim a.d. h. (Eckardt); Weitershäin (Schweigert); Wohn- bach (Dr. Henner). Sonntag, 10. Mai, 11 tlhr: Grohen-Bufeck (Redner: Schäfer III.); Birklar (Schulz); Trais-TNünzenberg (Viel); Saasen (Lenz); Watzenborn-Steinberg (Rordmann); Allendorf a.d. Lahn (Dr. Schumann); Beltershain (hoffarth); Weickartshain (v. Haren); Grüningen (Jung); Daub- ringen (v. d. Osten); Ettingshausen (Zimpelmann); Rieder-Weisel (G. Fischer); Kirch-Göns (Vieth); Trais-Horloff (Eckardt); Londorf (Schweigert); Wöl» fersheim (Dr. Henner). Sonntag, 10. Mai, 15 tlhr: Rödgen (Redner: Schäfer III.); Villingen (Schulz); Wünzenberg (Viel); Reiskirchen (Lenz); Steinbach (Nordmann); Klein-Linden (Dr. Schumann); Geilshausen (hoffarth); Freienfeen (v. Haren); Holzheim (Jung); Mainzlar (v. d. Osten); Harbach (Zimpel- mann); Griedel (G. Fischer); Lang-Göns (Vieth); Hungen (Eckardt): Allendorf a.d. Lumda (Schweigert); Steinfurth (Dr. Henner). Sonntag/10. Mai/19 llhr: Wieseck (Redner: Schäfer III.); Ruppertsburg (Schulz); Ober-Hörgern (Viel); Burkhardsfelden (Lenz); Hausen (Rordmann); Grohen-Linden (De Schumann); Laubach (v. Haren); Gambach (Fung); Staufenberg (v. d. Osten); Grünberg (Zimpelmann); Butzbach (G. Fischer); Leihgestern (Vieth); Langsdorf (Eckardt); Treis a.d. Lumda (Schweigert); Rockenberg (Dr. Henner). Volksgenossen und Volksgenoffinnen! Die große Zeit des Ringens um Deutschlands Zukunft, in der wir leben, erfaßt mit ihren Auswirkungen jeden einzelnen. KommtdaheralleindieBersammlungenderRSDAP. und nehmt teil an den brennenden Fragen der Gegenwart! Ablage ergab eine Einnahme von 4171,89 RM. und eine Ausgabe von 3839,32 RM., so daß ein Kafsevorrat von 332,57 RM. verblieb. Der Stand der Schulden verminderte sich im Berichtsjahr von 31848,60 RM. auf 30 440,20 RM. Diese günstige Entwicklung war möglich durch Ueberlassüng eines Schuldscheines von 2000 RM., den die Witwe des verstorbenen Ehrenmitgliedes Karl Henkel dem Verein stiftete, und die Barzuweisung von 600 RM. einer ehemaligen Grünbergerin, Frau Molkereibesitzerin Marie Trinkaus (Schkölen i. Thür.). Zum Stellvertreter des Vereinsführer wurde Kamerad Adam Adler bestimmt. Der aus dem Jahre 1901 stammende Mietvertrag mit der Stadt über das Turnen der Schüler in der Halle soll auf eine neue Grundlage gestellt werden. + Grünberg, 5. Mai. Der Gesangverein „Säug er kränz" hielt am Sonntag im Cafe Stein seine Hauptversammlung ab. Rach Begrüßung der länger und Ehrung der Gefallenen gab der stellvertretende Vorsitzende Paul Fried- r i ch den Jahresbericht. Aus diesem sowie aus den Protokollniederschriften des Schriftführers Fritz K a u ß war folgendes zu entnehmen: Trotz Einberufung von Sängern war es möglich, die Sänger- tätigfeit aufrechtzuerhalten, bei den Heldengedenk- feiern 1941 und 1942° mitzuwirken und im Standortlazarett Gießen vor Verwundeten zu singen. Den Sangesbrüdern im Felde wurden Weihnachtspäckchen zugesandt. 57 Gesangstunden wurden abaehal- ten, davon besuchten Karl Wagner 56, Karl Appel und Fritz Kauß je 55, Peter Rock und Karl Frank IV. je 54, Heinrich Horst 53, Karl ^ßagner 52, Robert Friedrich 51, Karl Buß jr. 50, Otto Hausmann 48 und Paul Friedrich 46. Die vom Rechner Karl Frank IV. gegebene Rechnungsablage zeigte einen guten Kassenbestand. Der NSV. wurden 20 RM. überwiesen. Ortsgruppenleiter Schütz machte den Vorschlag, eine Kriegschorgemeinschaft zu bilden, in •ber sich die Sänger der beiden hiesigen Gesana- vereine zusammenfinden möchten. Unter Stabführung des Chorleiters Konrad Nicolai (Großen« Buseck) wurden noch einige Chöre gesungen. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 7. Mai. Am heutigen 7. Mai volleüete der Landwirt und ehemalige Bäckermeister Ludwig Frese fein 77. Lebensjahr. Der Jubilar ist noch in der Landwirtschaft tätig. Am 11. Mai wird der frühere Schneidermeister Ludwig Diehl ebenfalls 77 Jahre und am selben Tage der Bürstenmacher Johannes Seibert XII. 78 Jahre alt Der ehemalige Schneidermeister Daniel K ö h- l er I. erreicht .am 12. Mai sein 75. Lebensjahr. Wir wünschen den Jubilaren noch einen schönen Lebensabend. Gpielvereinigunq 1926 Leihgestern. Grünberg 3gb. — Leihgestern 3gb. 2:4 (1:1). Am vorigen Sonntag trat die Leihgesterner Jugend zum Äusscheidungskampf um die Bannmeisterschaft im Fußball in Grünberg an. Leihgestern, das mit einer neu zusammengestellten Mannschaft antrat, gewann verdient mit 4:2 Toren. Nach diesem Erfolg von Leihgestern stehen nun die drei letzten Bewerber um die Bannmeisterschaft 1941/42 fest; es sind: Garbenteich, Watzenborn-Steinberg und der Titelverteidiger Leihgestern. verdunkelungszeit: 8. Mai von 21.59 bis 5.07 Uhr. Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptfchriftleiters: Ernst Blumichem. Verantwortlich, für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans ThyriotZ für Stadt Gießen, Provinz, Wirtichaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühljche Unst>ersüätsdruckerei R. Lange K. G« Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck, Anzeigenpreisliste Nr. 6. fcJWltgj Hart und schmerzlich traf uns die unfaßbare Nachricht, daß mein ge- liebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, mein lieber Sohn, unser lieber Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffe Curt Erb ^-Obersturmführer, Inhaber des Verdienstkreuzes mit Schwertern II. Kl. nachdem er den Westfeldzug glücklich überstanden hatte, von einem Spähtruppunternehmen im Osten nicht zurückgekehrt ist. Er ließ sein Leben für Führer und Volk. In tiefem Leid: Margarete Erb, geb. Walz seine Kinder Ingeborg und Dieter Philomena Erb (Mutter) Otto Walz u. Frau und alle Verwandten Gießen, Stuttgart, Frankfurt a. M., 8. Mai 1942. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 02135 Tieferschüttert erhielten wir die unfaß- bare, traurige Nachricht, daß unser über alles geliebter, einziger, unvergeßlicher braver, hoffnungsvoller Sohn, Enkel, Neffe, Vetter, mein herzensguter, unvergeßlicher Bräutigam Hans Schmidt Obergefreiter der Luftwaffe Inhaber des Schutzwall-Ehrenzeichens und des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern kurz vor Vollendung seines 24. Lebensjahres, am 10. Februar 1942 im Osten in treuer Pflichterfüllung den Heldentod fand, nach dem er den Westfeldzug glücklich überstanden hatte. Nun ruht er in Rußlands kalter Erde, dem Auge fern, doch unsern Herzen ewig nah. In tiefem Schmerz: Hans Weinhardt, z. Z. Im Felde, und Frau Käthe, geb. KUchmann (Eltern) und alle Angehörigen; Hilde Eifert (Braut). Gießen (Bismarckstr. 86), Frielendorf, Schwarzenborn, den 6. Mai 1942. Mit den Eltern und Anverwandten trauern t BetriebsfUhrung und Gefolgschaft der Firma Krahn & Comp., Gießen. 1507 D Mein geliebter Mann, mein lieber Vater, Schwiegersohn und Bruder Franz Vogt ist uns heute aus einem arbeitsreichen Leben im Alter von 55 Jahren entrissen worden. In tiefer Trauer: Martha Vogt, geb. Köhler Franz Vogt jr., z. Z. im Felde Martha^Köhler Wwe. Johanna Vogt. Gießen, den 7. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Montag, 11. Mai, 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. ---------- Mit den Angehörigen trauert um den Verstorbenen : die Gefolgschaft der Firma Franz Vogt & Co., der Lehrkörper und die Schüler der Vogtschen Privat- Handelsschulen In Gießen und Herborn. 1505 D 1511 D Plötzlich und unerwartet verschied gestern morgen infolge eines Unglücksfalles wein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater,Bruder, Schwager, Onkel u.Pate, der Gastwirt Heinrich Weller XV. im 62. Lebensjahre. In stiller Trauert Frau Katharine Weller, geb. Bingel Familie Karl Pfaff \ Familie Heinrich Kunz. Wellersburg, Gießen-Wieseck, Gießen, Sichertshausen, den 8. Mai 1942. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. Mai, 14.30 Uhr, vom Sterbehause Wellersburg aus statt. — Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. 3-Zimmer- Wohnung mit Zubehör sofort ob. später gesucht. [02137 Oberfeldwebel Stonrab Herdt, Göbelnrod über Gießen. Eins. Zimmer ob. Schlafstelle f. ruh., pünktl. Dauermieter .gesucht. Schrift!. Ang. unt. 02144 an d. Gieß. Anz. [Stellenangebote] Halbtagsmädchen Nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden ist unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Jobs. Hehler IX, Bahnarbeiter i. R. im Alter von 78 Jahren für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Büttner Familie Heinrich Keßler Familie Ludwig Keßler Familie Wilhelm Keßler Familie Willi Rogalla. Großen-Linden, Alsfeld, Mainz, 7. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 9. Mai, nachmittags 2.30 Uhr, vom Trauerhaus Bahnhofstraße 43 aus statt. 02155 Statt Karten! Plötzlich und unerwartet entschlief heute morgen sanft nach kurzer Krankheit mein lieber, guter Mann, unser lieber Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Schwiegervater und Großvater Rektor Heinrich Inderthal im Alter von 62 Jahren. Im Namen aller Angehörigen: Margarethe Inderthal, geb. Bellof Studienrat Heini Inderthal u. Familie. Großen-Buseck, Bückeburg, Rödgen, den 7. Mai 1942. Die Beerdigung findet Samstag, den 9. Mai, nachmittags 2 Uhr, vom Schulhaus aus statt. 1506D Reichssportabzeichen; hier: 20-km-Radfahren. Bekanntmachung. Am 13. Wai 1942 kann die Prüfung im 20-km- Radfahren abgelegt werden. Start und Ziel: Gasthaus Feldschlößchen an der Straße nach Heuchelheim. Abfahrt 18 Uhr. Bewerber können sich dort noch melden. Urkundenhefte sind mitzubringen. Gießen, den 5. Mai 1942. 15100 Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. f. Haushalt mit 2 kleinen Kindern sucht [02128 FrnuDr.Schäfer' Aulweg 82. Zuverlässige Menl* f. 2-3mal wöch. je 2 Stunden gesucht. [02142 Am Nabrungs- berg 10 I. Suche jüngere ttirao vorzustellen von 2-3 Uhr wob Prof. Gratzl, Bismarckör 44. Stundenfrau oderMädcben für Haushalt gesucht. [ 02097 Seltersweg 36. j Verkäufe 7 Wochen alte Ferkel z. verkauf. [02150 Wilhelm Wedeln nun II., Eberstadt, Butzbacher Straße 7. Elektrischer Fotobelich- tnngsmesser „Sixtus", neuwert f. 28,-RM. zu verkaufen. Schr. Ang. unt. H2132 a.d.G.A. 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Mai 1942 s 02130/ Prnis geschlossen von Samstag, den 9. Mai bis Sonntag, den 17. Mai Dr. Franz Geyer, Arzt Vertreter: Dr. Stuhl, Hitlerwall Dr. Wolf, Walltorstraße ___________________________________02128 F— beugt vor gegen Magen- und Darmstörungen, Stoff- wechielbeichwcrden, hohen Blut- ■ druck. Arterienverkalkung u. gegen Würmer. Vorzüglich einzunehmen 9 in Form von Knoblauch -13GGr Gil „Immer jünger" die alK wirksamen Bestandteile des reinen Knoblauchs enthalten, leicht löslich und gut verdaulich sind. Gesdimedt- und geruchfrei. Monatspackung RM 1.- In Apotheken u. Drogerien THEATER der Universitätsstadt Lieben Freitag» den 8. Mai 18.30 bis 22 Uhr: 81. Freitagmiete u. Halbmiete B Don Juan und Faust Tragödie von Christian Dietrich Grabbe. Preise von 0.60 bis 3.10 RM. 1440 D EICHTSPIEL-TH EATER Gloria-Palast, Seltersweg: „Die ganz großen Torheiten* ‘ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Vorbestraft“ lsiaA Tägl. 3,5.15,8, So. 2.30,5,8 Uhr w