Donnerstag. 8. Januar in rn Die japanische Generaloffenswe ans Malakka mme Man mul Unfere Kameraden an der Front haben nach Skiern gerufen! Mr geben sie ihnen gern! L cht- Metttetn bei ür Politik unb i Thnaot: ffit ijchein ffeuri.), L£mtgt 10. v. hanr Litt inmel. $l.9h.6. en ^Qben, hert, tn Oer Bumerang des Wirtschaftskrieges leisen, • ike und t rwasser • wärmen, J ich bin • Trocken- • i in ! I. Gesch. ? bl. Auch E gelassen, j s durch« ® Schanghai, 7. Ian. (Europapreß.) Der unerwartet rasche Vormarsch Lev japanischen Truppen durch die für undurchdringlich gehaltenen M a n - groven-Sümpse von Tengi hat die britische Verteidigung gezwungen, ihre Front zwischen Jpoh und Kuala-Lumpur weiter zurückzuverlegen, heißt es in einem Bericht aus Singapur am Dienstag. Nähere Einzelheiten über dieses Vordringen der japanischen Truppen in den gefährlichen Dschungel- und Sumpsgebieten Malayas werden bezeichnenderweise nicht von japanischer, fonbern von englischer Seite bekannt. Bewaffnet nur mit Repetiergewehren (Tommy Gun) seien die Japaner durch die Tengi-Sümpfe, ein Labyrinth von wuchernder Vegetation, belebt von Schlangen und Krokodilen, zwischen der malaiischen Westküste und der Singapur—Bangkok-Bahn, vorgestoßen. Nur wenige Pfade würden durch diese Sümpfe führen. Die ersten Japaner seien bereits in der Nähe von Kuala S e l a n g o r, an der Mündung des Selangor-Flufses, 50 Kilometer nordwestlich von Kuala-Lumpur, aufgetaucht. Aehnliche unerwartete Kampfmethoden würden die Japaner an der Küste von Ost-Malaya anwenden, wo sie durch das dichte Dschungelgebiet im Staate Pahang vorstoßen. Die neuesten Meldungen britischer Agenturen aus Singapur besagen, daß die Lage der Engländer sich ständig verschlechtere. Die Besetzung des Flug- Hafens von Kuantan gestatte den Japanern mit ihren Groß-Bombern in kaum einstündigem Flug Singapur zu erreichen. Diese Luftbedrohung der Stadt und Festung Singapur habe die große Evakuationsbewegung ausgelöst. Schon fetzt seien die Bombardements der Japaner sehr nachhaltig, der Luftangriff vom Dienstag habe in den Industrie- und Hasenanlagen große Schäden angerichtet. Das Zinn- und Gummi Zentrum Kuala-Lumpur fei von den Japanern unmittelbar bedroht. An allen Fronten Malayas seien strategische Nückzüge der Briten im Gang. ...... Die Tokioer Berichte von der Malayafront bestätigen, daß sich die britischen Streitkräfte in schnellem Rückzug in das bergige Gebiet Süd- M'a l a y a s befinden, um von dort unter Ausnutzung des äußerst günstigen Geländes verstärkten Widerstand zu leisten. So konnten bereits am 'er, kr. MlMth. .selbst., lebt futfiWiw Mädel od. :icf.,wgnn. ibed.eriord. nbab.lkoun. .schr.Anon. fensichtlich nicht gezeigt. £ . , . Dor allem aber sah man die Hauptursache der angeblichen Wirtschaftsschwäche Japans in seiner Rohstoffabhängigkeit gerade in den wichtigsten wehrwirtschaftlichen Rohstoffen. Wenn man Kohle, Eisen, Gummi unb Del als die Druck und Verlag: vrühlsche Universitairdruckerel V. Lauge (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, im Dezember 1941. lütten 'oft. h Freude, rt. Ergeb- sprechende, t arbeitet, ^hrzehn« lge Volks, an. Seine seine |)ei< "hessischen weit über ttannt ge« I mancher > Freude* "trag hat lehrreiches praktischen Abend in e als bem sprengten Brückenhälften errichteten Notübergang benutzen und den Vormarsch auf Kuala Lumpur fortfetzen. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8^sUbrdesVormittags Ameigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rps. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttei! 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsfeMengenstaffelL Vlabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr Ii-i. eoTil, kneife» en, ' ernland, len 1 ^agen: und Krieg Jen Siegt L. B. £ß dt 6ießen iieo r cW rkn^' . , 1.6« )ame lt. ’8Ü •attf teT5wesj9‘ ^InsanB Äre, voa ^.scheinunS' ' Äusi'äow itfit die yt fei cen, , leirat- Die Politik der „Schwarzen Schiffe" Von unserem Brr.-Berichterstatter. Tokio, 8. Jan. (Europapreß.) Die strateglsch bedeutungsvolle Umfassung des britischen linken Flügels an der Malayafront durch die vom japanischen Hauptquartier am Mittwochnachmittag bestätigte Landung japanischer Truppen im Rücken der britischen Linie an der Mündung des Bernam-Flusses wurde durch ein frontales Vordringen über den Kampar-Abschnitt m Richtung des wichtigen britischen Widerstandszentrums Kualampür unterstützt. Besonders zeichneten sich hierbei japanische Radfahrertruppen und Pioniere aus. Der Korrespondent von Europapreß, der Taiping am 5. Januar morgens verlassen hatte, traf unmittlebar nördlich von Kampur japanische Truppen im Begriff, den Kampar-Fluß zu überschreiten, dessen Brücke durch die Briten gesprengt worden war. Trotz dem heftigen feindlichen Feuer durchwateten die japanischen Soldaten mit ihren Fahrrädern auf der Schulter den reißenden Fluß Oie Derieidigung Burmas. Tokio, 8. Jan. (Europapreß.) Das Vertrauen Großbritanniens in die praktischen Möglichkeiten einer rechtzeitigen Hilfe der Vereinigten Staaten für Singapur scheint erschüttert zu sein, abgesehen von immer mehr durchsickernden Anzeichen«von Differenzen zwischen den USA. und Großbritannien über die Frage der Verteidigung der bislang noch in den Händen der angelsächsischen Mächte verliehenen Stützpunkte im pazifischen Raum. „Tokio Nichi Nichi" erfährt, daß England alle irgendwie verfügbaren Streitkräfte auf die Verteidigung von Burma konzentriert, um so das Vorfeld B r i ti s ch-2 nd i e n s , den wichtigsten Bestandteil des Empires, zu sichern. Das japanische Blatt erinnert an die Unabhängigkeitsbestrebungen des burmesischen Volkes und glaubt nicht, daß die auf indo-chinesischen Ursprung zurückgehende Bevölkerung Burmas ernsthaft aus eigenem und freiem Entschluß sich in Kampfhandlungen mit Japanern einlassen würde. Gteuererhöhunaen in Hapan. Tokio, 8. Jan. (Europapreß.) Das japanische Kabinett nahm am Mittwoch einen Gesetzesvor- schlag an, der bedeutende Steuererhöhungen vorsieht. Die Erhöhung der direkten Steuern soll im Rechnungsjahr 1942/43 eise Milliarde Den, in den folgenden Jahren 1,1 Milliarden Yen einbringen. Unter Einrechnung der bereits früher vorgenommenen Erhöhung der indirekten Steuern wächst das Steueraufkommen Japans damit für das laufende Jahr auf über zwei Milliarden Yen. im Gesamtraum des Pazifik ins Auge fassen, um zu verstehen, daß bei der Fahrt Perrys nach Tokio Japan als ein Stein im Mosaik der aufblühenden nordameritanischen Geschäfte angesehen wurde, was wiederum zur Voraussetzung hatte, daß das fernöstliche Jnselreich nun auch diese ihm von Washington zugeteilte Rolle bereitwillig annahm und sich keine Extratouren machtmäßiger Art erlaubte. Die im Anfang der nordamerikanischen Ausbreitung im Pazifik zu beobachtende Zurückhaltung wich dann auch sehr bald einer rein imperialistischen Tätigkeit. 1819 bereits nahmen die USA. ihre Tätigkeit auf Hawai auf, schon 1826 wurde ein Handelsvertrag mit dem dortigen Herrscher abgeschlossen. Die englischen Erfolge in China durch die beispiellose Brutalität des Dpiumkrieges gab weiteren Austrieb; die USA. wurden durch den 1844 abgeschlossenen Vertrag fast noch größere Nutznießer des sich dort entwickelnden Handels als Großbritannien selbst. Ein Vertrag mit dem damals noch selbständigen Borneo war der nächste Schritt, um die Interessen Nordamerikas am Fernen Osten zu erhöhen. 1854 wurde Japan „erschlossen", wobei zu beachten ist, daß Perry beabsichtigte, auch Land für die USA. in Ostasien zu erwerben. Er hatte die Besetzung der Bonin- Inseln im Auge, mußte aber auf Englands Einspruch hin zurückweichen. Daß diese zunächst merkantil verschleierte Politik sehr rasch den Charakter reinen Imperialismus trug, dafür dürfte der Ausspruch Hubert Howe B a n c r o s t s , des „Propheten des neuen Pazifik", genügender Beweis sein. Er schrieb 1898, daß der Pazifik jetzt die Stelle des großen Westens (gemeint liftischen Gelüsten ein moralisches Mäntelchen umzuhängen. Bei der Ausbreitung über den ganzen nordamerikanischen Kontinent, bei dem Vorgehen gegen die Indianer ebenso wie gegen Spanien und Mexiko spielte die Ueberzeugung eine gewaltige Rolle, von Gott und der Natur dazu aus* ersehen zu sein, ins Ungemessene vorwärtszuschreiten und durch die Ausbreitung der eigenen Herrschaft den Geltungsbereich der allein gültigen amerikanischen Moralauffassung zu erweitern. Cal- hvun rief aus: „Wir sind groß und in schnellem, fast furchtbarem Wachstum begriffen", während Emerson deklamierte: „Wo sind die Grenzen Ame- v < rikas? Im Norden und Süden in den unbekannten Eismeeren, im Osten, wo die Sonne aufgehi und ■ im Westen wird es sich ausdehnen bis zum Jüng- wohlausgebauten Batteriestellungen der Engländer. Der Feind flüchtete, unaufhaltsam folgten ihm Die Japaner, bis 20 Kilometer weiter em 60 Meter breiter Fluß, dessen Durchquerung unmöglich war, einen vorübergehenden Aufenthalt erzwang. Die Briten hatten versucht, die Brücke zu sprengen, doch, war ihnen das nur halb geglückt. Nur auf der von' den Japanern erreichten,Seite war die Brücke nie» dergebrochen, ragte jedoch mit dem Oberteil aus dem Wasserspiegel heraus. Jetzt hieß es: Pioniere an d i e F r o n t. Todesmutige Freiwillige durchschwammen, Sprengladungen mit sich führend, den Fluß, befestigten die Sprengladungen am Brückenpfeiler und suchten volle Deckung, als auch schon der Donner der Detonation für einen Moment das Gewehrfeuer übertönte. Als sich die Sprengwolke verzogen hatte, zeigte es sich, daß die Berechnung des Kommandeurs der japanischen Pioniere stimmte: die andere Brückenhälfte lag über Wasser und die Radfahrer sten Gericht." Es ist also beileibe nicht so, daß die Amerikaner als biedere Handelsmänner in Japan an die vorerst verschlossene Tür klopften, sondern dem Griff über dem Pazifak lag schon sehr früh die Ueberzeugung zugrunde, daß „Gottes eigenes Land" nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht habe, sich auszudehnen. Allerdings trug die Fahrt der „Em- preß of China", die 1784 als erstes amerikanisches Schiff von Neuyork nach Kanton fuhr, noch ein rein wirtschaftliches Vorzeichen. Machtmäßig konnte man auch solange mit dem Nebenbuhler England nicht konkurrieren, bis die eigene W e st k ü st e zur Union gehörte. Florida und Texas traten erst 1845 bei, Kalifornien sogar erst 1850. So begann die eigentliche Pazifikpolitik Nordamerikas unter Präsident Tyler (1841—45) mit der Förderung von Handelsbeziehungen. Aber schon wenige Jahre nach der Einverleibung Kaliforniens in die Union sprach der Senator und spätere Staatssekretär William H. Seward die prophetischen Worte, daß der Das japanische Llmgehungsmanöver am Bemam-Fluß. war Kalifornien) als Auslaß für alle aufgespeicherte Kraft einzunehmen hätte. Wörtlich sagte er: „Es ist auch nur angebracht, daß die angelsächsische Rasse diese Wasser beherrscht und daß Englisch die Sprache dieser neuen Weltkultur werden sollte." Man darf dieses Jahr als den Wendepunkt der USA.-Paziftk- politik ansehen, denn jetzt hieß es in einer uns heute sehr zeitgemäß vorkommenden Formulierung, daß es „bie Pflicht des Stärkeren fei, für den Schwächeren zu sorgen, selbst dis zur Ausrottung von Völkern und zur Aneignung von Ländern". Es war das Jahr, in dem die USA. über Spanien siegten und die Philippinen einheimsten. Es würde im Rahmen dieser kurzen Uebersicht zu weit führen, die höchst interessante Entwicklung an Hand aller Einzelheiten wiederzugeben. Wesentlich ist, daß die wirtschaftliche Erschließung der Pazifikländer, die im Falle Japan mit den „Schwarzen Schiffen" Perrys begann und in der „Politik der offenen Tür" das Mitbestimmungsrecht der USA. in Ostasien proklamierte, von der Auffassung ausging, daß alle diese Länder sich dem „Sendungs- glauben der USA." zu unterwerfen hatten, mit anderen Worten: daß sie die USA. als erste pazifische Macht anerkennen mußten. Wir haben in der Gegenwart ja im Falle Südamerika ein außerordentlich anschauliches Beispiel dafür, was mit der „Politik.der Schwarzen Schiffe" in Wahrheit gemeint ist, nämlich über die wirtschaftliche Abhängigkeit der. mit der nordamerikanischen Zivilisation „beglückten" Staaten unmittelbar das Recht abzuleiten, auch machtmäßigen Einfluß zu erhalten; ein Anspruch, der erst nach der völligen Unterwerfung und Versklavung Genüge findet. Daß die USA. sich im Falle Japan gründlich getäuscht haben, ist nicht der Undankbarkeit Japans zuzu- I schreiben, sondern der moralisch verbrämten, grenzenlosen Raffgier des nordamerikanischen Jmpe- I rialismus! „Japan ist heute wirtschaftlich abhängiger von den Vereinigten Staaten denn je", so schrieb der außerordentliche Professor an der Columbia-Universität Nathaniel Peffer, kurz vor Ausbruch des Krieges im Pazifik in der amerikanischen "Zeitschrift „Nation". Derselbe Mann hatte bereits am 14. Oktober 1940 in der Zeitschrift „Republic" gesagt: „Im Hinblick auf den Pazifik ist Amerikas Weg klar. Es steht ihm frei, wirtschaftliche Sanktionen über Japan zu verhängen, und es sollte d-ies auch tun. Falls Deutschland gewinnt, ist es besser, daß Japan so schwach wie möglich ist und keine Möglichkeit hat, sich wieder zu erholen." Aehnlich versicherten Polittker, militärische Sachverständige, Wissenschaftler und Journalisten dem amerikanischen Volks tagtäglich, daß es ein Leichtes sein werde, Japan zu schlagen, ja* daß man das Jnselreich schon ohne Kamps durch wirtschaftliche Maßnahmen auf d-ie Knie zwingen könnte. Für jeden, der die erstaunlichen wirftchastlichen Leistungen der Japaner kennt, die in einem Zeitraum von noch nicht einmal 90 Jahren eine Entwicklung nachgeholt haben, für die Europa mindestens 200 Jahre gebraucht hat, muß diese wirtschaftliche Geringschätzung der Japaner durch die Vereinigten Staaten ein Rätsel sein. Man hatte doch am eigenen Leide den scharfen japanischen Wettbewerb gespürt. Das hat drei Gründe. Der erste Grund liegt darin, daß, unter kapitalistischen Gesichtspunkten gesehen, die japanischen Finanzen tatsächlich nicht besonders stark erscheinen können. Dazu kam weiter, daß man allgemein in dem Glauben lebte, der chinesische Krieg habe die japanische Finanz- und Wirtschaftskraft weitgehend ausgehöhlt. Daß Japan in diesem Kriege gerade aus Rücksicht auf seine sonstigen Gegner niemals feine volle Kraft gezeigt hat, was schon aus der im Verhältnis zu der Volkszahl des Jnselreiches nur geringen Ziffer des militärischen Einsatzes m China (es waren dies niemals mehr als 2 Mill. Mann) hervorgeht, hat man offenbar übersehen. Auch seine modernsten Waffen hat Japan hier of- ■ 192. Jahrgang Nr. 6 Erscheint täglich,, außer Sonntags 'und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat nnBttd DreScholle Berugsvreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr . ,, -25 euch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt «ernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. Dienstag nördlich des Bahang-Flufses keine feindlichen Shüfte mehr festgestellt werden. Ihr Rückzug wurde von der japanischen Luftwaffe benutzt, um den Gegner nicht zur Ruhe kommen zu lassen und seine südlichen Auffangbasen zu vernichten, bevor er sich zu erneutem Widerstand festgesetzt hat. Zweifellos ist in den Singapur von Norden schützenden' Bergketten Süd-Malayas mit schweren Kämpfen zu rechnen. Es kommt darauf an, ob es den Japanern möglich sein wird, auch dort Um» aehungsmanöver durchzuführen, wie ihnen dies im Norden mit großem Erfolg gelungen ist. Dort drangen die Japaner mit Hilfe von Booten von her Westküste der Malayenhalbinsel aus in die Flüsse ein und konnten den Feind mehrfach im Rücken fassen. So konnten japanische Streitkräfte mit Hilfe von Motorbooten in dem Mündungsgebiet des Bernam-Flusses landen und die Rückzugslinie des Feindes abschneiden. Gleichzeitig wurde der Feind durch Operationen vom Norden her in die Zange genommen und vernichtet. Daß die gleiche Taktik auch in Süd-Malaya angewandt werden kann, ist um so wahrscheinlicher, als dort ebenfalls mehrere Flüsse in die Malakkastraße münden. Japanische Truppen haben nach wetteren Meldungen aus dem Kampfgebiet innerhalb der letzten 24Stunden an der Ostmalakka-Front einen Geländegewinn von über fünfzig Kilometern erzielt und erreichten das Nordufer des Pahang- Fluffes. Das gesamte Gebiet zwischen dem am Dienstag eingenommenen Flugplatz von Kuantan und dem Pahang wurde vom Feinde gesäubert. In West malakka setzen japanische motorisierte Streitkräfte die Verfolgung des sich nach Süden zurückziehenden Feindes fort. Sie werden von der japanischen Luftwaffe unterstützt, die die zurück- gehenden britischen Kolonnen mit Bomben und Bordwaffen angreift. Sieben englische Tanks sind bei diesen Angriffen zerstört worden. Nach dem Vorstoß in die Engpässe an der Grenze zwischen den malaiischen Sultanaten Selangor und Perak eröffneten die japanischen Streitkräfte am Mittwochfrüh die Generaloffensive. Die Gegner benutzen Dschungel und hohe Dergstellungen als natürliche Hindernisse, um den japanischen Vormarsch aufz'uhalten. Die landläufige Darstellung des B e g i n n s d e r , nord amerikanisch-ja panischen B e z r e ° : Hungen macht sich die Sache verhältnismäßig leicht; sie führt an, daß im Frühjahr 1853 m der Lucht von Tokio unter der Führung des Commo- dore Perry eine Expedition von USA.-Kriegs- schiffen (die sog. „Schwarzen Schiffe") erschien, um mit einem „Ehrensalut" aus ihren Geschützen den Wunsch" ihres Präsidenten Filmore auszudrücken, Handelsbeziehungen mit dem Jnselreich aufzunehmen Dieser Wunsch fiel so deutlich aus, daß Japan bereits am 31. März 1854 zum ersten Mal einen Der trag mit einer weißen Macht ab Motz und am 1 Januar 1859 zunächst drei japanische Häfen dem Handel mit den Vereinigten Staaten und anderen überseeischen Mächten öffnete. Don Japan aus gesehen, lagen die Dinge damals so, daß durch das 1603 gegründete Tokugawa-Sho- ounat einzig der im Jahre 1609 mit den Hol° ländern begonnene Handel nicht unterbrochen wurde, während 1636 den Japanern verboten wurde, das Heimatland zu verlassen und schließlich im Jahre 1825 von der Regierung angeordnet wurde, daß alle fremden Schiffe mit Gewalt zu vertreiben feien, nachdem bereits 1792 der Engländer Laxmann auf Hokkaido gelandet war, 1797 zum erstenmal ein nordamerikanisches Schiff einen japanischen Hafen anlief und 1808 ein englisches Schiff nach Nagasaki kam, wo vier Jahre vorher auch der Russe Lesanow gelandet war. 1837 kam erneut ein nordamerikanisches Schiff m Japan an, während 1842 das Gesetz von 1825 ab- gemildert wurde, wodurch die bereits seit langem bestehenden innerjapanischen Feindseligkeiten zwischen den Fremdenfeindlichen und den Liberalen verschärft wurden. Es b e st a nd e n also in Japan bereits sehr deutliche Strömungen, aus der Abgeschlossenheit infolge 1 der unter dem Tokugawa-Shogunat erlassenen Verbote — die allch die Einführung westlicher Literatur und die Ausmerzung des katholischen Glaubens umfaßten! — herausbekommen. Es fei hier gleich angeführt, daß die Spannungen zwischen den ftMdenfeindlichen Anhängern des Shogunats uy,d den kaiserlichtreuen Liberalen in den Jahren zwischen 1858—1867 zu Bürgerkriegen führten, die erst mit der 1867 erfolgten Thronbesteigung des Kaisers M e i j i endeten, was gleichbedeutend mar mit dem Ilachwerlust des Shogunats. Die Entwicklung in Japan wies also mit dem immer offensichtlicher werdenden Verfall der Shogunatsherrschast auf eine völlige Aenderung der bisherigen japanifchen Einstellung zur Außenwelt hin, was um so erklärlicher ist, als zeitgenössische japanische Striststeller die Be- I Ziehungen Japans beispielsweise zum heutigen Jndochina bis auf das achte und neunte Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurückführen und ja-, panische Händler und Seefahrer im 16. und in den Anfängen des 17. Jahrhunderts einen umfangreichen Handel mit den füdpazifischen Ländern trieben; dort große japanische Niederlassungen entstanden waren, die allerdings durch die erwähnte Abschlietzungs- : Politik wieder aufgegeben werden mußten. Was nun die Vereinigten Staaten anbetrifft, so wollen wir hier gleich ein außerordentlich : wichtiges Datum festhalten: Im Jahre 1850 überstieg der Wert der nordamerikanischen Jndustrie- erzeugnisse zum erstenmal den Wert der landwirt- " Produkte. Die Union war aus einem lÄntm. »Agrar- ein Industriestaat geroorben! Bevor wir auf die USA.-Politik im Pazifik em- ih|||||p • gehen, muß ferner noch darauf hingewiesen werden, UIJIIIL daß die Yankees es von Beginn ihrer politischen eibmasckitts f' . Geschichte an vorzüglich verstanden haben, imperia- für sofort ..... - -- -------,!rjr- - — Mienst r ‘Mang. I eit. ten, Stille Ojean,' feine Inseln und d°r weite Gebiet S ÄÄ tfÄ ÄÄ darüber hinaus die Hauptbühne der Weltereignisse das Dschungelgewirr noch nicht ^^^kommen: , L konnten Infanterie und selbst mecha- Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Pakten zSalanql. Kota piping 'Kuantan == hanfabt/n^^^ Pnompenh»\ —Kampol r^-forfWt Lumpur^ \ Seremban ' / /(Isthmus Victorvon Kra - WM vier wichtigsten Rüstungsrohstoffe ansieht, wie das nach der amerikanischen Anschauung der Fall ist, dann verfügte in der Tat Japan nur bei Kohle über eine einigermaßen ausreichende eigene Basis, wobei man noch wissen wollte, daß es an guter Kokskohle fehle. Bei Eisen, Oel und Kautschuk war Japan aber so gut wie ganz aus Einfuhren angewiesen. Für seine Stahlversorgung bezog es Schrott aus Amerika, Eisenerze wurden aus den Philippinen, aus Malaya und aus Indien eingeführt, abgesehen von den im eigenen Bereich auf dem chinesischen Festlande zur Verfügung stehenden Eisenerzen. Ein großer Teil der Rohstoffe für die Eisen, und Stahlerzeugung konnte den Japanern also zweifellos durch wirtschaftliche Sanktionen abgeschnitten - werden. Bei Kautschuk war Japan gänzlich auf die Lieferungen aus Riederländisch- Jndien und Malaya angewiesen, wenigstens bis zur Besetzung Jndochinas, das eine Kautschukerzeugung von 70—80 000 Tonnen besitzt Ebenso war es bei Erdöl. Die eigene Erzeugung vermochte bestenfalls etwa ein Viertel des Bedarfs zu decken, der Rest mußte entweder aus Amerika oder aus Niederländisch-Jndien eingeführt werden. Auf diese wirtschaftlichen Tatsachen gründete sich die hochmütige Anschauung der Amerikaner, man brauche den Japanern nur die Lieferung dieser Rohstoffe zu sperren, um ihnen jeden Krieg unmöglich $u machen. Man übersah dabei, daß alle diese Rohstoffe in viel größerer Nähe der japanischen Inseln erzeugt wurden als der Vereinigten Staaten. In Niederländisch-Jndien, Malaya und auf den Philippinen hatten die Ja- paner diese Rohstoffe sozusagen vor der eigenen T ihv Für jeden Kenner Japans und der stolzen japanischen Militärtradition war es - klar, daß es im Entscheidungssalle eher den raschen Zugriff auf diese Gebiete waaen würde, als ehrlos zu kapitulieren. Die soldatische .Gedankenwelt des Japaners war aber' dem rechnenden Kalkül der Amerikaner genau so unverständlich, wie den Engländern der soldatische Geist des nationalsozialistischen Deutschlands. Und so kam es hier genau so wie in Europa: Japan schlug zu, und bereits nach knapp vier Wochen steht fest, daß Niederländisch-Jndien, Malaya und die Philippinen mit samt ihren Rohstoffen in Kürze ausschließlich Japan zur Verfügung stehen werden. Damit ist der Wirtschaftskrieg Roosevelts genau so zu einem verhängnisvollen Bumerang geworden, wie Churchills Blockade gegen Deutschland. Nicht nur besitzt Japan jetzt alle die Rohstoffe, die man ihm abschneiden wollte, sondern sie fehlen nunmehr auch den Amerikanern, und Engländern. Es geht dabei nicht nur um Kautschuk, Zinn und Erdöl. Es kommen noch weitere Produkte hinzu, als da find: Reis, Zucker, Kokosnußöl, Kopra, Palmöl, Palmkerne, Manilahanf und Tabak. Reis ist für die Engländer wichtig, da Dorder-Jndien heute längst kein Reisausfuhrland, sondern ein Reiseinfuhrland ist. Die indische Reiseinfuhr kommt zwar hauptsächlich aus Burma, aber auch dieses Land steht ja bereits im Schatten des Krieges. Der' Zucker der Philippinen (1938 bezogen die USA. für über 100 Millionen Pesos davon) hat rwar in Friedenszeiten oftmals den Aeraer der kubanischen Zuckererzeuger hervorgerufen. Der Ausfall der gewaltigen Mengen ist aber im Kriege zweifellos ebenfalls recht unangenehm, da sich so schnell dafür nicht Ersatz schaffen läßt und bekanntlich der Zuckerverbrauch im Kriege erheblich steigt, dem Zucker wird ja auch in der Rüstungswirtschaft gebraucht. Roch wichtiger sind aber die Oelfrüchte. Die Vereinigten Staaten hatten eine Einfuhr von etwas über 1 Mill, t bei einer Eigenerzeugung, die nur wenig mehr als 1 MiC 1 ausmachte. Sie deckten also fast die Hälfte ihres Bedarfs durch Einfuhr. An Kokusnußöl kamen nun etwa 165000 t von den Philippinen, 16 600 aus Niederländisch- Jndien und etwa 50 000 t aus Britisch-Malaya. An Palmöl lieferte Niederländisch-Jndien 221000 t, Britisch-Malaya etwa 55 000 t. An Kopra lieferte Niederländisch-Jndien 544 000 t, die Philippinen 342 000 t, Malaya 70 000 t, Jndochina 10 000 t und Ozeanien 224 000 t. Die ganze übrige Weltausfuhr betrug nur ungefähr 150 000 t. Alle diese Lieferungen fallen jetzt entweder gänzlich weg oder sind zum mindesten gefährdet. Damit ist sowohl die amerikanische als auch die englische Margarine- und Seifenerzeugung schwer gefährdet. Man wird auch in den reichen USA. sehr bald den Riemen enger schnallen müssen, weil sich der hochmütig begonnene Wirtschaftskrieg gegen Japan infolge der japanischen Schläge auch hier zu einem bösen Bumerang ausgewirkt hat. V. A. Wieder normales Leben in Manila. Cavite kampflos besetzt. Tokio, 7. Jan. (DNB^ Wie „Asahi Schimbun" aus Manila meldet, wurde der Stützpunkt der USA.-Asienflotte Cavite in der Bucht von Manila am 2. Januar von den Japanern kampflos besetzt. Der Bericht des kaiserlichen Hauptquartiers verzeichnet einen verstärkten Druck bet' japanischen Streitkräfte gegenüber dem Feind auf der Halbinsel Balanga und gegenüber Correai- d o r. Gleichzeitig sei ein wesentliches Nachlassen des gegnerischen Widerstandes festsüstellen. Der frühere Sekretär des Präsidenten Quezon, der mit 400 000 Mitbürgern in Manila zurückblieb, nachdem Quezon und die reicheren Filipinos drei Tage vor dem japanischen Einmarsch aus der Stadt geflohen waren, wurde zum Bürgermeister ernannt. Die Japaner bemühen sich mit großem Geschick um die Wiederherstellung geordneter Verhältnisse, was von der Bevölkerung anerkannt wird. Die Eingeborenen zeigen den ehrlichen Willen, mit den Japanern in gutes Einvernehmen zu kommen, was auch daraus ersichtlich ist, daß viele Eingeborenenhäuser japanischen Flaggenschmuck aufweisen. Der Wille zur Zusammenarbeit geht so weit, daß beabsichtigt ist, in gemeinsamen Verwaltungsausschüssen alle noch offen stehenden Fragen zu bereinigen. Die Funkstation von Manila hat ihre Sendungen wieder ausgenommen, die Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln beginnt wieder zu rollen, und das Stadtbild ist mit Ausnahme der durch die Kämpfe bedingten geringen Zerstörungen wieder das alte geworden. Manilas Straßenbahnen nahmen -den Betrieb bereits am 4. Januar wieder auf auch die Eisenbahnen verkehren wieder, nachdem Sprengungen der USA- Truppen durch japanische Ingenieure ausgebessert worden sind. Japanische Truppen helfen bei der Lebensmittelbeschaffung. Die japanischen Geschäfte, die vor dem Abzug der USA.-Truppen von diesen geplündert worden waren, sind noch geschlossen. In der Manila-Bucht sieht man Wracks von USA.- Transportschiffen. Der Pier Nr. 1, der größte in ?anz vstasien, wurde durch japanische Bombentref- er schwer beschädigt, alle anderen Piers sind unbeschädigt. MerschwimgstenWetterverhciliniffen abgewehrt Berlin, 7. Jan. (DNB.) Seit dem ersten Weihnachtstag stürmen die Bolschewisten fast täglich in aufeinanderfolgenden Wellen gegen den von einem deutschen Korps verteidigten Abschnitt des mittleren Frontteils an. Aber alle Angriffe wurden dort von unseren tapfer kämpfenden Soldaten unter schwierig st en Wetterverhältnissen abgewehrt. An dem zähen Widerstand und dem harten Kampfgeist unserer Truppen scheiterten alle Versuche des Feindes, einen Durchbruch zu, erzwingen. An einzelnen Stellen wurde der in die deutsche Linie eingedrungene Gegner bei dichtem Schneetreiben im Gegenstoß wieder hinausgeworfen. Von der Härte der Kämpfe zeugen die hohen Verluste der Bolschewisten, die in acht Tagen vor einem Teilabschnitt dieses Korps über 1500 Gefallene betrügen. Neben einer Anzahl Gefangener büßte der Feind eine große Menge von Waffen aller Art und zahlreiches Gerät ein. Gegen den Abschnitt einer Infanteriedivision im N o r d t e i l der Ostfront richteten sich am 6.1. mehrere bolschewistische Vorstöße. Alle Angriffe wurden unter schweren Feindverlusten zurückgeschlagen. An einer Stelle des Kampfgebietes stießen bolschewistische Kräfte über e.i nen zugefror e- nen Flußlauf vor. Am diesseitigen Ufer wurden sie von einem deutschen Gegenstoß getroffen, in dessen Verlauf der größte Teil der feindlichen Truppe aufgerieben wurde. Soweit der tiefe Schnee eine Zählung ermöglichte, wurden 138 gefallene Bolschewisten festgestellt. Im Nachstoß gegen die flüchtenden Reste des Feindes erbeuteten die deutschen Soldaten neun Maschinengewehre und brache ten eine Anzahl Gefangene ein. In einem denach- barten Abschnitt wies Infanterie mehrere aufeinanderfolgende bolschewistische Angrifft mit Panzerunterstützung erfolgreich ab. Von sieben Panzerwagen wurden zwei vernichtet, die anderen erhielten zum Teil schwere Beschädigungen. Ungeachtet der schweren Verluste an Menschen und Material, die sie bisher bereits erlitten, unternahmen die in Leningrad eingeschlosse- n e n bolschewistischen Kräfte immer erneute Vorstöße gegen den deutschen Einschließungsring. So wiesen am 5.1. ostpreußische Soldaten an der Front vor Leningrad wiederum feindliche Angriffe ab. Die Bolschewisten verloren hierbei über 200 Gefallene und zahlreiche Gefangene. An anderer Stelle der Leningrader Front haben deutsche Stoßtrupps in den letzten Tagen 15 Bunker und Widerstandsnester des Feindes in kühn geführten Unternehmungen vernichtet. Sowjetische Landungskräfte auf der Krim vernichtet. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus demIührerhauptquartler, 7. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim wurden feindliche Kräfte, die unter dem Schuh von Kriegsschiffen in 3eropa- toria gelandet waren, durch raschen Zugriff in zähem Häuserkampf vernichtet. Eine südwestlich A e o d o s i a gelandete kleine Kräftegruppe wurde von rumänischen Verbänden zerschlagen. Deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Iagdfliegerverbände führten wirkungsvolle Angriffe gegen die Landungskräfte der Sowjets auf der Krim und deren Nachschubwege über das Schwarze Meer. Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront scheiterten bei nachlassendem Frost auch gestern zahlreiche Angriffe des Jdn- des. Im Raume nordostwärts Charkow wurde ein örtlicher Einbruch des Gegners in unsere Linien durch Gegenangriff beseitigt. Zwei sowjetische Bataillone wurden hierbei aufgerieben. An der englischen O st k ü st e wurde ein Handelsschiff von 4000 BRT. durch Bombenwurf versenkt und mehrere Bombenvolltreffer in eipem größeren Jnduskriewerk erzielt. In Rordafrika keine wesentlichen Kampfhandlungen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen britische Flugplätze in der M a r m a r i c a und auf der Jnfel Malta wirksam an. Panzer mit winterlichem Tarnanstrich. Bei den Abwehrkämpfen an der Ostftont eingesetzte Panzer haben eintzn weißen Tarnanstrich erhalten, der das Erkennen durch den Feind erschwert. — (PK.-Ausnahme: Kriegsberichter Knödler jSch-j.) W * w R HI - v Freche Verleumdung der deutschen Wehrmacht Von unserer Berliner Schriftleitung. Als wir zur Sicherung Europas ten Kampf im Osten begannen, wurde von der englischen Presse in Befolgung der von den Bolschewisten ausgegebenen Parole versichert, es würde uns in diesen weiträumigen Gebieten genau so ergehen wie Napoleon I., denn die Bolschewisten würden alles selbst zerstören, ehe sie den antibolschewistischen Soldaten irgendwelche Mittel unfreiwillig zukommen ließen. Nicht nur Stalin und Molotow haben das ganz offen ausgesprochen. Churchill und die Seinen freuten sich der Parole, wonach bolschewistische Heckenschützen im Rücken der deutschen Armee Verwirrung anzurichten bestrebt waren. Wir haben damals erklärt, solche wahnsinnigen Parolen richteten sich in ihrer Auswirkung lediglich gegen die Zivilbevölkerung der bolschewistischen Gefilde, die die Folgen davon zu tragen habe. Wir wollen nur einen Beweis für die wahnwitzige Zerstörungswut moskowitischer Söldner anführen. Unter dem 5. Juli 1941 meldete die englische Nachrichtenagentur „Exchange Telegraph" von ihrem Sonderkorrespondenten in Moskau: „Gemäß dem von Stalin in seiner Rede gegebenen Befehl werden in der Ukraine, dort, wo sich die bolschewistischen Truppen aus die Dnjestr-Linie zurückziehen müssen, planmäßig Zerstörungen vorgenommen. Eine Anzahl von Bataillonen ist ausschließlich mit dieser Zerstörungsaufgabe betraut worden. Sie sind ausgerüstet mit Flammenwerfern zum Anzünden des Getreides und mit Sprengstoffen zur Vernichtung der Bauernhäuser. Sie rotten das Vieh aus, ohne die Hühner zu vergessen, -die vergiftet werden, damit das Fleisch nicht eßbar ist. Es wird angenommen, daß in den letzten Tagen Vermögenswerte von mehreren hundert Millionen auf diese Weise vernichtet worden sind. Das meldete England als willkommenes Zerstörungswerk der Horden Stalins, und unsere Soldaten haben im Osten die gräßlichen Tatsachen dieser nihilistischen Zerstörungspolitik beobachten können. Es gehört nun die ganze Unverschämtheit Stalins dazu, wenn er durch Molotow in einer Note diese ©reueltaten und diese Unterbindung jeder Lebens- Möglichkeit für die Zivilbevölkerung des Ostens — dem deutschen Heere aufbürdet. In dieser Note heißt es, dis deutschen Offiziere und Soldaten seien von tierischer Roheit erfüllt, sie verübten Greuel, denen gegenüber selbst die größten Verbrechen verblaßten, die in der menschlichen Geschichte bekannt seien. Die deutsche Armee verwandele sich immer mehr in eint „Armee raubtierartiger Plünderer und Marodeure", sie hätte Dörfer angesteckt, die Zivilisten vertrieben, ihnen nach Requisitionen sogar den Rest ihres Wohlstandes genommen usw. usw. Das' alles hätte sich gezeigt, als die Bolschewisten einige Dörfer wieder genommen hüt- ten. Um auf die anglo-amerikanischen Tränendrüsen zu wirken, wird weiter erzählt, unsere Soldaten hätten die Zivilisten im Osten glatt ausgewogen,, um sich ihrer bekanntlich sehr hygienischen Kleidung zu bedienen. Was der Bolschewismus ist, welche Greuel er über die von ihm geknechteten Massen brachte, wie er sie mordete oder ins Elend trieb, das haben früher die englischen und amerikanischen Zeitungen an Hand von Beispielen genügend charakterisiert; daß im Lande des Bolschewismus Dörfer, Städte und Bevölkerung einen geradezu verfallenen und verkommenen Eindruck machen, hat noch vor einigen Wochen der x Chefredakteur des Neuyorker Hetzblattes „P. M ", Ingersoll, bestätigt, der aus Stalins Reich zurückgekehrt war und sich in Gegenden befand, wo niemals die Deutschen gewesen waren. Man muß schon sagen, daß diese ungeheuerliche Note Molotows die eigenen Schandtaten und unsäglichen Greuel, über die man sich in England so lange gefreut hat, jetzt den Soldaten zuschieben mochte, die gerade diese Greuelpolitik des Bolschewismus endgültig ausrotten werden. Dos ist ein infamer Ablenkungsversuch, der in der Welt, die den Bolschewismus und feine Methoden zur Genüge kennt, nicht verfangen wird, mit soviel Frechheit er auch gestartet ist. E. S. Bolschewistisches Blutbad in Feodosia. Berlin, 7. Jan. (DNB.) Der Moskauer Nachrichtendienst deutete an, daß die GPU sofort nach der Landung von Sowjettruppen in Feodosia Ver- Haftungen unter der Einwohnerschaft wegen Zusammenarbeit mit den deutschen Besatzungsbehörden oorgenommen habe. Diese Andeutungen werden jetzt durch Flüchtlinge aus Feodosia, Die teils auf Ruderbooten, teils auf dem Landweg die deutschen Linien erreichen konnten, bestätigt. Die Bolschewisten haben nach ihrer Rückkehr in diese Gebiete ein ungeheures Blutbad unter der Einwohnerschaft an gerichtet. Unter Anleitung von Juden, die sich während der Besatzungszelt als Spitzel betätigten, wurden die Einwohner ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht zusammenge- trieben und unter dem Vorwand liquidiert, mit WIM na J«* Al I Sie Versen l'W un! I Grund auf 1 an Loydon I einen neue, I es für sei I Kisch ein I Staaten al I erhofft. D< I hing befi I schen ben I dessen Ion | Dickliche ticket behl setzt öielge hen bereit ltzurchill ai trltischen 2 Rliin Das iapc ien Rück Auch Deine Skier gehören nun in den Wehrdienst! Die Soldaten brauchen sie! Du wirst sie nicht zurückhalten wollen! ^lschang ! Operation? unb der ' gewesen. Roosevel In Moskau nach An °er Verei Murray Kollege 6t . Der SK J Tchang ”rveie Gegner werden, relt erklärt, n. Er M nachweisen, n über die nmten. gn evelts auch „Aorkshire Programm, e, die man rholt aus» Roosevelt lassen ihn sondern die it jetzt bas chabe, wie l die Zeit' ? Staats« Men und as er biy ,t anderen itarisierung mit seinen USA. zur zu marfjen. eine Reihe von Unterrichtsstunden über Schiffs- zielbekämpfung vor. Diese Stunden — meist von Offizieren geleitet, die mit der Praxis der Kriegs- und Handelsschiffahrt oertraut sind — vermitteln den Flugzeugbesatzunaen an Hand von Skizzen, Bildern, Schiffsmodellen, Luftbildaufnahmen usw. ein großes theoretisches Wissen in der Sckiffstypenkunde, ein Wissen, das durch Führungen und Besichtigungen von modernen Hafenanlagen und Schiffen aller Art in der Praxis laufend erweitert und überprüft wird. Nach mehreren Einsätzen auf Schiffsziele vervollkommnet sich das Schätzungsvermögen erheblich. Angehörige eines Kampfverbandes, die heute atn der Kriegsfront stehen, sind in der Lage, in kürzester Zeit zuverlässig und ziemlich genau den versenkten Schiffs- typ und seinen Raumgehalt zu bestimmen. Die Berechnung der Schiftsgrößen erfolgt nach zwei verschiedenen Maßstäben: Kriegsschiffe werden nach Gewichtsmaß (ausgedrückt in Gewichtstonnen = T), Handelsschiffe nach dem Raumgehalt (ausgedrückt in Registertonnen == R. T.) vermessen. 1 T = 1 cbm (Wasser), 1 RT. -- 2,83 cbm. Die Unterscheidung ist daher bei Größenschätzungen in jedem Falle wichtig. Sie ist aber verhältnismäßig einfach und macht Kampffliegern feine besonderen Schwierigkeiten. Schon schwieriger ist die Unterscheidung einzelner Schiffs typen; zur Bestimmung der Schiffs- grüßen ist sie aber unbedingt erforderlich. Die schiffbaulichen Merkmale (Schiffsaufbauten, Schiffsform) find bei K r i e g s f a b rz e u g e n sehr unterschiedlich und leicht einprägsam. Die Hauptkriegs-^ schiffstypen: Schlachtschiff, Flugzeugträger, Kreuzer Zerstörer, Schnell- und U-Boote sind im Luftbild als solche zu erkennen. Da der Bau von Kriegsschiff fen in bestimmten Klassen erfolgt, ist mit der Bestimmung des Schrffstypes und der Nationalität von vornherein annähernd die Größe des versenkten Kriegsschiffes festgestellt. Die Größe eines Handelsschiffes ift dagegen mit dem Erkennen des Schiffstypes noch keineswegs festgelegt. Es gibt Tankschiffe von 1500 BRT. und solche von 15 000 BRT. Um die Größe eines Handelsschiffes zu bestimmen, müssen somit weitere Merkmale vorhanden sein. Der Brutto- raumgehalt eines Schiffes wird durch die Länge, Breite und Höhe bestimmt. Diese Maße richtig zu schätzen ist also wichtig. Zur Schätzung dieser Größen gibt es zwei feststehende Schiffsmaße: Die Anzahl der Decks (ein Deck durchweg 2,25 Meier hoch) und der senkrechte Ab stand von Bttllauge zu Bullauge (gleichfalls 2,25 Meter). Außer diesen Merkmalen gibt es noch eine Reihe anderer Anhaltspunkte, die Anzahl der Ladeluken (eine Ladeluke -- 1000 BRT.), die Anzahl der Rettungsboote (ein Boot 8—12 Meter lang). Anzahl und Art der M a st e n , Ladepfosten, Kränen und sonstigem Ladegeschirr, das Abschätzen der Länge eines Frachtdampfers an Hand der Deckladung (Flugzeugrümpfe, Panzerwagen, Automobile usw.), der Größenvergleich eines Handelsdampfers mit den Begleitfahrzeugen, Art, Länge und-Breite des Sckraubenwassers. Es wäre verfehlt, wollte man einen Vergleich ziehen, wie z. B. ein U-Boot-Kommandant die Größe eines torpedierten Schiffes bestimmt und wie die Besatzung eines Kampfflugzeuges den Tonnage» idw rourde ■teilten W Kabinett*; en. fc ♦ 1, da der tert wurde, es H E t handle, ->k - zu i als ® eien. teilte- eien » -rrA IM ”pf«$ Das Ritterkreuz. Berlin, 7. Jan. (DNB.) Der Führer unb Oberste Befehlshaber verlieh das Ritterkreuz an: Oberst Hitter, Kommandeur eines Artillerie- Regiments, Oberst Runge, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Oberstleutnant Bleyer, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Hauptmann Klein schm it, Kommandeur einer Aufklärungs-Abteilung, Oberleutnant Grüne rt, Kompaniechef i n einem Kradschützen-Bataillon, Oberleutnant Krenzer, Kompaniechef in einem Istsanterie-Regiment; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine: Korvettenkapitän Rehm. Chef einer Minensuchflottille, und Kapitänleulnant Baetge, Chef einer Schnellbootsflottille. Der Kommandeur einer Brandenburgischen Di- , vision, Generalmajor Georg Braun, ist im Osten in den letzten Dezembertagen gefallen. Eine sowjetische Mine hat einem Soldaten leben ein Ende bereitet, das erfüllt war von tapferer Einsatzbereitschaft und Führertum. Generalmajor Braun ist 1887 in Oberrode bei Hersfeld geboren. Er trat 1908 als Fahnenjunker in das Infanterie- Regiment 167 (Kassel) ein. Als Hauptmann führte er im Weltkrieg in den Kämpfen an der Siegfriedfront und bei St. Quentin ein Bataillon des Infanterieregiments 83 (Kassel). 1941 erzwang er südlich Kiew den Uebergang über den Dnjepr und hatte Anteil an der großen Vernichtungsschlacht ostwärts Kiew. Im weiteren Vorwärtsdringen erreichte die Division nach der Einnahme von Pol- taroa die große Industriestadt Charkow. In den harten Winter kämpfen an der Ostfront südlich des Ilmensees fand am 21. Dezember der Ritterkreuzträger Oberleutnant Wilhelm Book, Kompaniechef in einem- Infanterieregiemnt, den Heldentod. Im Gegenangriff, an der Spitze seiner Kompanie, traf ihn die feindliche Kugel. Lachen: „Habt ihr's gehört!", rief er, „das Rennen will er aufgeben wegen so ein bißchen Oberschenkel- chuß!" So stand er, selbstverständlich und allen nah, groß, breit und irgendwie unbegreiflich sicher, alle sahen ihn an und drehten dann ihre Blicke weg von den Verwundeten — das war ja in Ordnung —, sie wandten sich wieder den Bunkern zu Der Arzt aber beugte sich zu dem Verletzten und legte ihm seine warme Hand an die kühle Stirn und sagte behutsam: „Ist ja gut min Jung, die Krankenträger kommen igleid), und dann bekommst du es hübsch warm ..." Und dann verband er weiter und gab Spritzen, und seine Schultern, seine Brust, sein Kopf war dabei immer über der Deckung zu sehen ... Er rief von rechts her die Kameraden, daß sie den Krankenträgern helfen sollten — und wenn die es wollten, mußten sie 30 lange Schritte weit übers offene Feld laufen. Aber wenn sie den Assi- stenzart drüben stehen sahen, war das überhaupt kein Problem. Den Kameraden hätten sie ja sowieso geholfen, vielleicht hätte es ohne den Arzt nur etwas länger gedauert, weil sie dann die freie Strecke kriechend oder zumindest nicht in einem Sprung hinter sich gebracht hätten. So aber ging es unbedenklich und wunderbar fix. Als dann alles vorbei war und die Sowjets/ soweit sie es noch konnten, aus ihren Bunkern gekrochen kamen, ging eine Mine hoch, und der schnelle Ruf ,Krankenträger!" ging wieder durch den Schneewald. Als die Helfer nach vorne stürzten, sahen sie plötzlich, daß sie zu spät gekommen waren: Durch das Unterholz stieß sich mit vorgeschobenem Kopf der Assistenzarzt, diesmal ohne fernen Jnstrumenten-Ruck- sack, dafür aber trug er den minenverwundeten Kameraden auf feinem Rücken. Als man ihm die lebende, kostbare Last abnehmen wollte, fluchte er, der Kamerad fei doch kein Mehlsack, den man so einfach umladen könne — die paar hundert Meter mm Verbandplatz könne er bei Gott noch selbst schaffen. Wie hieß der Assistenzarzt? Was war das für ein Angriff? Einer von den Angriffen, wie sie zu Hunderten von unserer Infanterie vorgetragen wurden und bei denen überall die Assistenzärzte dabei waren. Und darum muß und will dieser Assistenzarzt namenlos bleiben — er hieß: „u n- f e r Affistenzart .. 'Ä HS ; ^aterinf Ms. d vird. e mnWtn ”om «Iti. Was ’hat das Wäschewaschen mit einem alten Huhn zu tun? — werden Sie fragen. Wir geben zu, auf den ersten Blick scheint es ungereimtes Zeug zu sein. Wenn man die Sache aber naher besieht, dann steckt l—Ttasm an~Ten~ ha es gerade Churchill war, der die im letzten Sommer (nach Libyen und Kreta) erhobene australische Forderung auf Beteiligung an dem engsten Kricgskabinett abgelehnt hat. Die japanischen Erfolge haben in Australien eine Panik hervorgerufen. Was bisher ein Wunsch war, erschien den Australiern nun als eine kategorische Notwendigkeit. Seit dem 8. Dezember läuft der australische Gesandte in Washington, Casey, Roosevelt und sämtlichen amerikanischen Wehrmacht- minifterieji die Tür ein, um unmittelbare Hilfe der USA. für Australien zu erlangen, wobei Rücksichten auf London keine Rolle spielen' Die Lebensart'der Australier ist an und für sich mehr nach den USA. als nach England orientiert. Und das völlige Versagen sowohl der englischen Politik wie der englischen Kriegsührung hat dem Faß den Boden ausgeschlagen. Die englische Flotte galt aus alten Tagen noch immer etwas in Australien. Auf sie glaubte sich dieser dünnst be- polterte Erdteil unserer Erde verlassen zu können. Die Versenkung der Großkampfschiffe „Prince of 'Wales" und „Repulse" hat dieses Äertrauen von Grund auf zerstört. Dazu kommt, daß Australien an London schwer verschuldet ist und eben deshalb einen neuen Geldgeber sucht, abgesehen davon, daß es für feine Stapelartikel Getreide, Wolle und Fleisch einen besseren Absatz bei den Vereinigten Staaten als kriegführender Macht als bet England erhofft. Das ist der Hintergrund des schon in Wirkung befindlichen Militärbündnisses zwi- fcfyen den Vereinigten Staaten und Australien, dessen formeller Abschluß mit Rücksicht auf die öffentliche Meinung Englands in London etwas diskret behandelt wird. Aber in Port Darwin, der jetzt vielgenannten nordaustralischen Seefestung, sitzen bereits die Yankees. Sie sind einander wert: Churchill als Totengräber, Roosevelt als Erbe des britischen Weltteiches. Kleine politische Nachrichten. Das japanifche Hauptquartier in Mittelchina gibt den Rückzug der japanischen Truppen aus T s ch a n g t I ch a bekannt. Das Ziel der japanischen Operationen sei lediglich die Säuberung der Stadt und der Umgebung von feindlichen Streitkräften gewesen. * Roosevelt hat den bksherigen USA.-Vvotschafter in Moskau, Steinhardt, in gleicher Eigenschaft nach Ankara berufen. Der bisherige Botschafter der Vereinigten Staaten in der Türkei Mac Murray, befindet sich augenblicklich — wie fein Kollege Steinhardt — in den USA. ♦ Der Stadttat der Internattonalen Niederlassung in Schanghai beschloß, daß nach dem Ausscheiden her englischen, nord amerikanischen und holländischen Stadttatsmttgtteder ihre Zahl auf drei Japaner, drei Chinesen, einen Deutschen und einen Schweizer beschränkt bleibt. . * * In St. Christoph (Tirol) wurde die vierte deutsch- japanische Akademikertagung eröffnet. Don deutscher Seite nehmen vor allem Studenten teil, die Iapa- nvlogen sind und jetzt zum großen Teil der Wehrmacht angehören. Zur Eröffnung sprachen der Ja- panreferent der Reichsstudentenführung und Generalsekretär der Deutsch^Iapanischen Gesellschaft, Werner, der Letter der Kulturabteilung der japanischen Botschaft, Paaushi, und der stellvertretende Außenamtsl eiter der Reichsstudentenführung. Auf Einladung des Reichspoftminifters trifft der italienische Derkehrsminister Host Venturi $u einem mehrtägigen Besuch in Berlin ein. In seiner Be- §leitung befinden sich der Generaldirektor Prof. na. Pession und führende Beamte der Post- und Telegraphenverwaltung. doch ein tieferer Sinn darin. Ein altes I Glauben Sie auch nicht, daß Sie durch Beb» Häiniid. kann, wem» es nicht weid» LJ»wa WäaAckedies Seife »d«« köeees. MITTEL- : QUEENS : LAND M U« E ■ $UDAUSTR.\ '—W Derbv WESJ- AUST Ausrn. . -Ueniies Uverlort ■ : 'u'eu-SÜD Jal --- Mbeny - Melbourne Das wäre ein verhängnisvoller Irrtum? Seife sparen und Wäsche schonen *— das sollen Sie auf andere Weise machen: durch richtiges, wohlüberlegtes Waschen! Daß Sie die Wäsche mit einem Ein weichmittel lange genug einweichen — das nehmen wir als selbstverständlich an. Wir setzen auch voraus, daß Sie das Waschwasser stets enthärten. Allerdings — machen Sie das auch richtig? Geben Sie das Einweichmittel zeitta genug ins Wasser? Bedenken Sie stets, daß die Soda eine halbe Stunde Zeit braucht, um den Kalk unschädlich und das Wasser K0 RALLEN Mrns=SEE = jungen = geholt eines angegriffenen Schiffes feftlegt. Der U-Boot-Kammandant sieht sein Angriffsobsekt immer von der Seitenansicht, der Flieger dagegen durchweg von der Deckaufstcht. Die Seitenansicht ist zur Bestimmung eines Schiffstypes die günstigere. Ihr klares Erkennen setzt den U- Boot-Kommandanten an Hand des Taschenbuches der Handelsflotte in die Lage, den Schiffstyp einwandfrei zu bestimmen. Den Fliegern stehen zwar ähnliche Unterlagen zur Verfügung, sie finden aber bei einem Angriff auf Schiffsziele nie die Zeit, um in einem Nachschlagwerk zu blättern. Je kürzer die Zeit, desto wahrscheinlicher der Erfolg! Die Forderung nach einer möglichst schnellen und genauen Größenschötzung besteht durchaus zu Recht. In diesen Fällen haben Vergleiche zwischen dem Gefechtsbereich einer Flugzeugbesatzung und der nachträglichen Bestätigung e.ner Schiffsversen- kung ergeben, daß das Schätzungsvermögen der deustchen Kampfflieger durch Belehrung, Hebung und Erfahrung einen Grad erreicht, der in jeder Weise zuverlässig und wirklichkeitsgetreu ist. Aus aller Well. pflichtvergessene Hausgehilfin in haft genommen. Wie der Reichstreuhänder der Arbeit in Koblenz mitteilt, hatte die fast 19jährige L. aus Ahrweiler ihre Arbeit bei einer kinderreichen F a - milie mit drei noch nicht schulpflichtigen Kindern ohne Zustimmung des Arbeitsamtes niedergelegt. Nach zweitägiger Polizeihaft nahm sie zwar ihre Arbeit wieder auf, legte aber ein solches Benehmen an den Tag, daß dem kinderreichen Haushalt eine Weiterbeschäftigung nicht I mehr zugemutet werden konnte. Das Verhalten der verantwortungslosen Hausgehilfin veranlaßte den Reichstreuhänoer der Arbeit, das Mädchen von der Polizei erneut in Haft nehmen zu lassen, um ihm Gelegenheit zu geben, über sein pflichtvergessenes Verhalten nachdenken zu können. Der Wetterauer Mundart-Dichter Peter Seibel. Der Verlag August Hase in Frankfurt a. M. plant im Einvernehmen mit der Familie des Dichters eine erschöpfende Ausgabe der Werke Peter Gei - b e l s. Er bittet alle Besitzer Geibelfcher Handschriften, Sammler, Betreuer von FamiNenarchiven und Nachlässen, die geplante Gesamtausgabe nach Kräften zu fördern und von ihren Handschriften Gei- belscher Gedichte usw. (auch in Abschriften von fremder Hand), von Briefen Geibels und an Geibel, auch von Erwähnung des Dichters in Briefen und Tagebüchern anderer Nachricht zu geben an den Herausgeber der Werke des Wetterauer Mundart- Dichters Geibel, Schriftleiter Emerich Reeck, Frankfurt a. M., Unter den Birken 22. Der Erbauer des Bayreuther Festspielhauses gestorben. Im Alter von 92 Jahren ist in.dem Taunusstädtchen Oberursel Architekt Karl R u n k w i tz gestorben. Karl Runkwitz, der aus Altenburg in Thü- r ngen stammte, war der Erbauer des Bayreuther Festspielhauses In den Jahren 1872 bis 1876 war Runkwitz fast täglich Gast im Hause Wahnfried. Nach Fertigstellung des Festspielhauses siedelte Runkwitz nach Frankfurt a. M. über. Hier errichtete er auch das Gesellschaftshaus des Palmengartens. Um die Jahrhundertwende zog Runkwitz dann nach Oberursel. Zahlreiche Aufzeichnungen Richard Wagners über den Bau des Festspielhauses, Photographien, Briefe und das Textbuch zum „Ring" mit der Widmung Richard Wagners hat Runkwitz der Richard-Wagner-Gedenkstätte übergeben. Ein Hausmusik-Vuch. Don dem Komponisten und Lehrer an der Kölner Musikhochschule Professor Heinrich Lemacher ist ein Buch „Die Hausmusik" erschienen, das der Verfasser seiner Heimatstadt Solingen gewidmet hat. Als Ergebnis einer wissenschaftlichen Lebensarbeit berichtet Lemacher nachdenklich, aufgeräumt und eindringlich von der Hausmusik zweier' Jahrhunderte. Er zeigt den Weg vom Einzelinstrument zum Konzert und bespricht ausgewählte Vokalmusik für den häuslichen Kreis. Die Ueber- sicht'über die Komponisten und die Analysen ihrer Werke geben dem Buch zugleich lexikale Bedeutung. Vorsicht mit voreiligen Anschuldigungen. In Mülheim-Ruhr hatte sich wegen Freiheitsberaubung und Beleidigung eine junge Frau zu verantworten. Sie nahm, da sie berufstätig war, in einem Speisehaus ihre Mahlzeiten ein. Als sie eines Tages nach dem Mittagstisch für eine kurze Zeit das Eßzimmer verlassen hatte, stellte sie später fest, daß ihre Geldbörse aus der Handtasche, die sie auf dem Stuhl hatte liegen lassen, verschwunden war. In dem Zimmer war als einziger Gast ein junger Mann anwesend, der aber in der Zwischenzeit das Lokal verlassen hatte. Nach Ansicht der Frau konnte nur dieser als Dieb in Frage kommen. Auf der Suche nach ihm hatte sie das Glück, ihn zu finden, doch bestritt der Verdächtigte energisch den Diebstahl. Auch bei der Polizen konnte er nicht überführt werden, doch mußte er bis zur Klärung Wohnung in einer Zelle beziehen. Einige Stunden später kam die Frau aber wieder in den Besitz bet vermißten Geldbörse, die sich in einem Schuh, den sie bei einem Schuster zur Reparatur abgegeben hatte, befand. Anstatt nun der Kriminalpolizei von dem Wiederauffinden der Geldbörse Kenntnis zu geben, beschränkte sich die Frau darauf, in dem Speisehaus die Tatsache nur so nebenbei zu erwähnen. Als ein Kriminalbeamter zur weiteren Klärung des angeblichen Diebstahls am anderen Morgen in dem Speisehaus erschien, mußte er zu seinem Erstaunen von der veränderten Sachlage Kenntnis nehmen. Der junge Mann wurde selbstverständlich sofort auf freien Fuß gesetzt, während die Frau vor Gericht sich darüber belehren lassen mußte, daß man nicht so leichtfertig mit Ehre und Freiheit der Mitmenschen umgehen dürfe. — Das Gericht verurteilte die Angeklagte zu'zwei Wochen Gefängnis. Unwetterkatastrophe in Rio de Janeiro. Die brasilianische Hauptstadt wurde von einem Unwetter hejmgesucht, das die Stadt vollständig , überschwemmte. Wolkenbrüche verursachten den Einsturz zahlreicher Häuser, die mehrere Menschen unter sich begruben. Erdrutsche legten den Verkehr lahm. Der berühmte Botanische Garten, der vor Jahren nach einem ähnlichen Unwetter lange Zeit geschlossen werden mußte, erlitt erneut schwere Beschädigungen. Haupifchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr.W.Langer für das Feuilleton: Dr.Hans Thnriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein.beurl.), i.V.: Dr.Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühlfche Untversitätsdruckerei R. Lange K. @. Berlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Ameigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich fürdenInhalt der Anzeigen.Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. Bei den Kämpfen in Afrika fiel an der Spitze seines Zuges unser lieber Sonn, Bruder und Enkel Heinz Adolph Leutnant in einem MG.-Btl., Träger des E.K. II und des Sturmabzeichens im Alter von 21 Jahren. Prof. Dr. Heinrich Adolph, Hilde Adolph [Hauptmann Marianne Adolph Emilie Strack. Im Osten, Gießen, Januar 1942. .____________________________ 051 Unerwartet erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß unser lebensfroher, herzensguter und einziger Sohn und Bruder. Abiturient Gefreiter Karl Bischoff für seinen geliebten Führer und Großdeutschland an den Folgen seiner am 26. Juli 1941 im Osten erlittenen schweren Verwundung in einem Reserve-Lazarett, wenige Tage nach seinem 19. Geburtstag, am 3. Januar 1942, plötzlich den Heldentod gestorben ist. In tiefer Trauer: Karl Bischoff, Oberieutn., und Frau Mosel, geb. Schöttler Else Bischoff. Gießen (Asterweg 64), den 6. Januar 1942. Beisetzung in Gießen, Neuer Friedhof, Samstag, 10. Jan.,vorm. 11 Uhr. Beileidsbes.dank. vetb. 076 Danksagung. Für die so zahlreichen liebevollen Beileidsbezeugungen bei dem Tode unserer lieben Entschlafenen sagen wir unsern herzlichsten Dank. Lehrer a. D. Karl Schmidt Dr. Rudolf Schmidt und Frau, geb. Grießbach Werner Dickorö und Frau geb. Schmidt. Gießen, Großer Steinweg 20. 88 D Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Reusch und dem Gesangverein Liederkranz auf diesem Wege herzlichen Dank. Frau Katharine Will und Angehörige. Leihgestern, im Januar 1942. ■064 Steinbach, den 5. Januar 1942. 048 Danksagung. Allen denen, die uns in unserem großen [jjjtsä] Schmerz durch den Heldentod unseres lieben einzigen Sohnes und Paten, Ludwig Ä Euler, Soldat in einer Panzer-Division, in Wort und Schrift bekundeten, sowie allen Teilnehmern an der Trauerfeier, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Doll für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier, sowie der Ortsgruppe Steinbach für ihre Gedenkfeier, ihre Anteilnahme und Mitempfinden an unserem schweren Leid. In tiefem Schmerz: Ludwig Euler und Frau Katharina, geb.Haas Luise Wallbott, nebst allen Angehörigen. Danksagung. Allen denen, die uns beim Heimgang unserer lieben Mutter ihre Anteilnahme%ekundeten, sowie Herrn Pfarrer Schmidt für seine guten Worte am Grabe der Entschlafenen, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen aller Hinterbliebenen: Elisabeth Margarete Rock, verw. Erb, geb. Euler. Treis a. d. Lumda, den 8. Januar 1942. •__________________________’_______________________082 Freibankverkauf am 8. Januar 1912: rsa von 8- 9 Uhr Nr. 1521-1670 von 9-10 Ubr Wr. 1671-1720 von 10-11 Uhr Nr. 1721-1770 von 11-12 Uhr Nr. 1771-1820 am 10. Januar 1942: von 8- 9 Uhr Nr. 1821-1860 von 9-10 Ubr Nr. 1- 50 von 10-11 Uhr Nr. 51- 100 Fleischbrühe I Ltabl. Echlachthof, Gießen. Ehrliches, nettes Mädchen zur Mithilfe im Geschäft für tags- übergesucht,auch halbe Tage, o?» Näheres Gnauthstr. 38 v Putzfrau für mehrere Stundens. Tage gesucht. 167D Plockstraße 9 p. Gicfiewer'Vottragsning (Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung / Volksbildung»- Stätte Gießen In der NS.-Gemeinsch. Kraft durch Freude) Freitag, 9. Januar 1942. abends 7.15 Uhr Neue Aula der Universität: Dichterlesung Waldemar Bonseis Kartenverkauf Saalkasse___________tsp TABLETTEN favetragend bewährt hei RheumcbGicht Neuralgien Erkältungs; Krankheiten WWW! 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Sie haben dann Muße genug, einen geplagten Mann weiter mit dienstlichen Dingen zu quälen, aber besagter Mann hat wenigstens die Genugtu-ung, keine Zimmerluft atmen zu müssen." , Ein Lachen kam zur Antwort. Es klang so verführerisch, daß es in Kammins Herz eine Revolte anrichtete und sein Blut schneller kreisen ließ. „Einverstanden, Herr Kommissar. Ich begebe mich unter Ihren amtlichen Schutz in der Hoffnung, daß Sie einer schwachen Frau Stütze sein werden.", „Sie und schwache Frau!" Die Schallwellen tm Draht polterten hörbar durcheinander vom Lachen mit eines Basses Grundgewalt. „Aber wenn Sie mir diese Rolle zudiktieren, will ich sie übernehmen und nach besten Kräften durchführen." „Wo wollen Sie mich hinführen?" „Am besten ins Cafe Waldfrieden. Wir befinden uns dort an historischer Stätte kriminalistischen Unvermögens. Aber d-as erzähle ich erst heute cbend. Darf ich Sie um sieben Uhr abholen?" „Erst um halb acht, und auch nicht abholen, sondern erwarten. Ich bitte mir meines Vaters Wagen aus und stehe mit ihm auf dem Hindenburgplatz." „Schön, 19.30 Uhr, Hindenburgplatz. Vielen Dank, Fräulein Ksbelt, und auf Wiedersehen!" ,,Ich muß danken Herr Kammin." Wenn man in dem gesegneten Alter von zwei- Wie inan allerlei Wärmendes aus Getragenem herstellen - kann, zeigt heute unsere Skizze oben. Der praktische, lange Damenhausmantel rechts ist aus einem Abendkleid, für das keine Verwendung mehr besteht, gearbeitet. Die ganze Form ist wattiert, mit gebrauchtem Dor Hangmull unterlegt und farblich abweichend breit durchgesteppt. undzwanzig Jahren seine letzte Verabredung zum Treffen mit einem Mädchen hatte und inzwischen achtunddreißig geworden ist, so kann das auch einen starken Mann aus dem gewohnten Gleichgewicht bringen. Theo Kammin wurde sich der Tragweite der soeben geführten Unterredung erst richtig bewußt, als der Hörer wieder auf der Gabel ruhte. Er stand auf und trat ans Fenster, um hinaus auf die Straße zu sehen, wo alles von der Sonne wie vergoldet schien und die Menschen sommerliche Kleidung trugen. So etwas gehörte zweifellos nicht zum Dienst, aber der interessierte den Kommissar im Augenblick höchst wenig. anderer sprechen." , ,, „Man soll über die Liebe nicht philosophieren, sondern sie festhalten sich daran freuen und sie auskosten, solange man jung ist." „Ach ja. Wir sind noch jung." Nichts an dem Aussehen und der Spräche Bärbels verriet, daß sie vor kurzer Zeit noch ein Gespräch voll männlicher Willensstärke, Klugheit und scharfem Nachdenken geführt hatte. Sie war jetzt nur noch liebende Braut, die glücklich der Zeit entqegenträumte, wo sie eine junge Frau und Mutter sein würde. * Kriminalkommissar Theo Kammin hatte nicht viel Zeit, über Michel Crusius und seine Fähigkeiten nachzudenken. Kaum hatte der junge Beamte ihn. verlassen, als das Telephon klingelte. Aus dem Hörer erklang eine Stimme, die auf Herrn Kammins ernstes Gesicht sofort einen fröhlichen Glanz zauberte. „ . .. „Ob, Fräulein Kabelt. Was verschafft mir die Ehre?" . , Das können Sie sich wirklich nicht denken? „Halb und halb", gab er zu. „Herr Kaspar hat wohl geplaudert, und Sie haben von Ihrem Herrn Vater gehört, wie die Vernehmung von Fräulein Barkow ausgefallen ist." . „Stimmt. Jetzt bin ich furchtbar neugierig, Einzelheiten zu erfahren, und ferner begierig, Ihnen meine neueste Meinung vorzutragen." „Hoben Sie schon wieder jemand im Verdacht? scherzte er , _ m . „Darauf kann ich weder mit Ja noch mit Nem antworten. Am Telephon läßt es sich überhaupt schwer erledigen. Wenn Sie Zeit haben, dann besuchen Sie uns heute abend! Mein Vater wird sich auch freuen." Theo Kammin wurde kühn und machte einen Vorschlag, wie er ihn einer Dame zu machen bisher ell, nicht Hiubf chdrßen udaneS Gelaß- tulcdioe hrnseine -fschmer» Die zwei Vorderteile der ärmellosen Weste links sind ebenfalls aus farbiger Seide, wattiert und durch gesteppt. Das übrige Material ist farblich passender oder abweichender Filz (oder Wollstoff). Die Woll- oder Duventineweste unten hat farblich passende oder auch kontrastierende Aermel aus derbgestrickten Wollresten. H. daß kein Tier aus dem Schlaf aufspringt, sondern xcrft die Glieder reckt Auch der Mensch sollte sich erst locker machen und morgens mit Kopf und Füßen an den Bettenden anstoßen, um die Glieder zu strecken. Eine trockene Abreibung mit harter Bürste, immer in der Richtung zum Herzen hin e (Krampfadern nicht bürsten) mit anschließender kalter Waschung oder Brause, deren Temperatur nicht unangenehm empfunden werden darf, muß dann folgen. Eine wichtige Grundregel der Schönheitspflege ist, das Gesicht nie mit Seife zu waschen, da sie der Gesichtshaut das Fett entzieht, das es als natürlichen Schutz gegen die Witterungseinflüsse, sei es Wind oder Schnee, benötigt. Eine Gesichtspflege von täglich fünf Minuten wird dafür zu einer klaren Haut verhelfen. Auch das Haar dar nicht vernachlässigt werden, denn es verlangt jeden Abend nach Kamm und Bürste Waschen sollte man es nur alle drei bis vier Wochen, dafür aber wöchentlich einmal mit Kopfwasser die Kopfhaut massieren. Körper- und Schönheitspflege sind heute kem Luxus. Gerade die schaffende Frau Joll sich die Grundregeln zu eigen machen. Schönheit heißt nichts weiter, als frisch und gepflegt auszusehen. Allein die.ses Bewußtsein vertreibt Minderwertigkeitsgefühle ^und steigert die Leistung. Es gibt Widerstandskraft in allen Lebenslagen und macht die Mütter zum Vorbild der Kinder. O. E. "LotttS unb Arial; ifc :Ne fi.« ‘ Hans sm * x X* * ) noenüen . jet W* s-M 7 'Sapsel. othckkv. Explosion in Raum5 Roman von H.G. Hansen Copyright by Proeetheue-Verlof Dr.Eldiadter, Crbbenxell b.MI«A«n «5*« ht? er. n «> unb tiro. 'S Ler vor ? & Mre drängen gibts nicht" wieder auf unseren alten Platz zurückscheuchte. Die alte Entschuldigung von dem „Zug, der gleich abfährt und den man unbedingt noch' erreichen muß", zieht heutzutage nicht mehr, und jedes Ding hat eben zwei Seiten. Der andere hat es vielleicht nicht weniger eilig und ist mit Recht über unsere Disziplinlosigkeit empört. Ueberhaupt sollte man bei allem noch mehr auf die Kehrseite der Medaille sehen. Dann würde man wahrscheinlich nicht schon um 6 Uhr in der Frühe das Radio in einer Lautstärke erschallen lassen, die man meilenweit hören könnte. Dann würde man auch nicht gerade das Staubtuch, die Matte oder den Läibfer genau über dem Balkon seiner Mitbewohner ausklopfen, ganz abgesehen davon, daß dies auch strafbar ist. Wenn man fünf Minuten nach Toresschluß der Kaufmannsfrau noch einen ellenlangen Wunschzettel präsentiert oder sich trotz eines rungsgut därstellen: ...... Rote Rüben: (rote Beete) gut schalen, m Scheiben schneiden, rasteln oder durchdrehen. Zubereitung mit Essig, Zitrone und Del, kleiner Zusatz von Majonnaise möglich. Als Würzkräuter Basilikum. Petersilie, Zwiebeln oder Lauch und Kümmel, fein geriebener Meerrettich, auch kleine - Mengen geriebene Aepfel. Sellerie: schälen und gleich verarbeiten, da Sellerie durch längeres Stehen unansehnlich wird. Raffeln, und zwar gleich in die fertige Tunke aus Milch und Essig ober Zitrone ober Majonnaise. Wurzkräuter: Sellerieblättchen, Borretsch, Petersilie ober Sauerampfer. Gute Mischung ist mit Möhren ober Depfeln zu gleichen Teilen. Rezepte. Fenchelkartoffelauflauf. 750 g Fenchel, 1 kg Kartoffeln, % Liter Milch, 1 Ei, 30 g Mehl, 2 Eßlöffel Hefeflocken, Salz, evtl, etwas Kümmel unb evtl. 200 g gehacktes Fleisch, das man mit einschichtet, Fettflöckchen. Die vorbereiteten Fen- chelknollen, die geschälten Kartoffeln werden roh in Scheiben geschnitten und abwechselnd in eine gefettete Auflaufform geschichtet. Zuoberst gibt man Kartoffeln, die man mit Salz und Kümmel bestreut. Die mit dem Ei, Salz, Mehl und einem Eßlöffel Hefeflocken verquirlte Milch wird über den Auflauf gegeben, den man mit Hefeflocken unb Fett- flöckchen bestreut, im Ofen etwa eine Stunbe bäckt. Bohnengemüse mit Tomatentunke. 250 g weiße Bohnen werden gewaschen, über Nacht eingeweicht und mit dem Einweichwasser gargekocht, mit einer Hellen Grundtunke von 30 g Fett, 40 g Mehl, die mit Bohnenwasser aufgefüöt wird, gemischt und mit Salz und Tomatenmark abgeschmeckt. ' Der Begriff Schönheitspflege hatte noch wenigen Jahrzehnten einen unsoliden Beigeschmack. Heute hat er sich längst als Zusammenklang von Sport unb systematischer Körperpflege burchgesetzt. Für wie wichtig man bie Schönheitspflege in unserer Zeit hält, beweist am besten, baß für bie Sozialen Betriebsarbeiterinnen in ben Sozialgewerken bes Hanbwerks in ber ihrem Einsatz vor- hergehenben Ausbilbung eine dreitägige Ausrichtung in Gesunbheits- unb Schönheitspflege vorgesehen ist.. Dies ist nun nicht so zu verstehen, baß die Soziale Betriebsarbeiterin Kurse in Schönheitspflege für bie Gefolgschaftsmitglieber abhalten soll, fonbern sie soll nur im Notfall mit Ratschlägen eingreifen können, um ber Hanbwerkerin zu einem ansprechenden Aeußeren zu verhelfen. Das ansprechenbe Aeußere ist etwas, das jede Frau zu erhalten wünscht. Schönes Aussehen kann man nicht, wie viele gfauben, allein durch Schminke und Puder erzielen, sondern durch eine systematische Körperpflege. Hierzu gehören in erster Linie für die berufstätigen Frauen wie für die Hausfrauen eine Ausgleichsgymnastik unb richtige Atmung. Schon durch die hierdurch erzielte bessere Blutzirkulation bessert sich das Gesamtbefinden, das sich letzten Endes stets im Gesicht ausprägt. Allmorgendlich, vor dem Anziehen, drei tiefe Atemzüge am offenen Fenster wirken Wunder. Ueberhaupt sollte man auch im Winter einen Spalt des Fensters oder wenigstens das des Nebenzimmers geöffnet lassen, um während des Schlafes frische Sauerstoffzufuhr zu sichern, dessen Mangel oft Kopfschmerzen zur Folge hat. Jeder Tierfreund hat die Beobachtung gemacht, vollen Ladens beim Einkauf nicht entschließen kann, dies oder das lieber zu nehmen, so wird man schwerlich auf Gegenliebe stoßen. Man sollte die Mittagspause und überhaupt den Schlaf seiner Mitmenschen besser achten unb auch die Kinder dazu anhalten, das gleiche zu tun. Solche Beispiele aus dem Kleinkrieg des täglichen Lebens ließen sich beliebig lange aufzählen. In der heutigen Zeit, die soviel Anforderungen an unsere Kräfte und Nerven stellt, sollten wir uns das Leben nicht noch gegenseitig durch ähnliche kleine Rücksichtslosigkeiten erschweren und Konfliktstoffe schaffen, die früher oder später dann mit lautem Krach zu explodieren pflegen. Was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem andern zu! Sonst gibts nur unnötigen Zank unb qtoreit, Aufregung und Aerger! P. St. Es entspann sich noch ein langes Hin- und Her- teben über die von Bärbel aufgestellte Theorie mit all ihren Einzelheiten. Kurt verließ langsam den Standpunkt überlegener Kritik an der Schwester, und Michel bekannte sich sogav sehr schnell zu seiner Braut. Ihm schien ihr Gedankengebäube lückenlos zu sein. Es paßte zu allen bekanntae- wordenen Tatsachen und entsprach zudem in vielen Punkten den Gedanken, die er sich selbst schon gemacht hatte. Daß er nicht ganz bis zu dem Punkte Vordringen konnte, den Bärbel einnahm, lag nicht in seinem Unvermögen, sondern daran, daß Bärbel die Barkow besser kannte und infolge ihrer Erfahrungen in der Fabrik manches wußte, was Michel noch verborgen war. Dann drängte Mutter Eberhard energisch darauf, daß die drei endlich zum Essen kamen. Sie setzten sich um den runden Tisch im Wohnzimmer und ließen in ihrem Appetit nicht erkennen, daß sie eben noch eifrig überlegt und gestritten hatten. „Wir machen einen Bummel", schlug Michel nach 'dem Essen vor. „Eine Stunde Spaziergang durch bei> Sommerabend tut uns gut." Die beiden anderen waren einverstanden. In bester Eintracht brachen sie auf und schlenderten gemütlich die Straße entlang zu dem in der Nähe liegenden Park, als Kurt plötzlich stehenblieb. „Jetzt habe ich doch ganz vergessen, daß ich mit Fräulein Barkow eine Verabredung habe. Donnerwetter, schon halb neun, und um acht wollte ich dort sein!" Er nahm sich kaum Zeit, Wiedersehen zu sagen, und stürmte los. „Ich habe Angst, daß er sich wirklich in sie verliebt", meinte Bärbel besorgt. „Ach, laß ihn nur! So ein bißchen Verliebtsein schadet nicht. Eines Tages werden ihm bie Augen schon aufgehen, ohne daß sein Herz darüber zerbricht." Was sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNER? Was Du nicht willst, das man Dir tu! Einkäufen ist in ber heutigen Zeit mehr ober weniger zu einer zeitraubenden Angelegenheit geworden. Und es kommt oft genug vor, baß man sich trotz aller Eile geduldig wartenb an bas Ende einer langen Schlange im Fleischerladen stellen muß, ba ja auch bie tüchtigste Frau Meisterin nur zwei Hänbe hat und einen Kopf zum Ueberlegen und Berechnen ber Markenäbschnitte unb bes Preises. „Hand aufs Herz", liebe Hausfrau, haben wir in solchen Situationen nicht alle schon einmal versucht, uns um ein paar Plätze weiter nach vorn zu drängen? Unb empfanben wir hierzu nicht eine ge- ' wisse moralische Berechtigung, weil wir es boch nur heute ausnahmsweise einmal so sehr eilig hatten? Wir waren bann sehr entrüstet über bie „Unfreundlichkeit" der Leute, wenn uns ihr Ruf „Dor- Leden Tag etwas Frischkost. Die Sorge der Hausfrau, jeden Tag ihrer Familie möglichst nahrhaftes Essen vorzusetzen, erfor« bert schon hier unb ba einiges Kopfzerbrechen, wenn man auch auf bie so nötige Abwechslung im Küchenzettel bedacht ist. Ein ganz besonders wertvoller Helfer ist hierbei bie Frischkost, auch Rohkost vielfach genannt. Als Ergänzung zu ben täglichen Mahlzeiten, z. B. an Stelle ber früher üblichen Suppe vor bem Mittagessen, ist Frischkost eine Bereicherung, wie wir sie mit keiner anderen Speise bieten können. Vor bem gekochten Essen gereicht, regt sie ben Appetit unb bie Verdauungssäfte an. Wir bringen burch biefe Zukost zu unseren sonst gekochten Speisen bie im rohen Gemüse, wie ja auch im Ddst enthaltenen Vitamine und Mineral- alze unserem Körper ungeschmälert, während diese Schutz- unb Wirkstoffe im gekochten Gemüse ober Obst eine starke Einbuße erleiden. Bedingung ist natürlich, daß auch wirklich frisches Gemüse verwandt wird, kein welkes, daß wir es schnell waschen, nicht etwa wässern, unb bann nach bem Zerkleinern — raffeln, reiben ober hobeln — beim Anrichten gut abschmecken. Der Eigengeschmack ber verschiebenen Gemüse soll nicht burch bas Würzen übertönt, sondern nur bereichert, abgerundet werden. Die meisten Frisch- kostsalate werden kurz vor bem Essen angerichtet, nur einige wenige, z. B. Kohlsalate und Rettich müssen einige Zeit stehen. Als Tunke können wir Del mit Essig ober Zitronensaft (wegen seines hohen Vitamingehaltes zu empfehlen), Milch, saure Milch. Buttermilch, Quart (mit Milch verdünnt) ebenfalls mit Essig ober Zitronensaft unb schließlich auch Majonnaise verwenden. Für gekochte Majonnaise benötigen wir: Liter entrahmte Frischmilch, 25 Gramm Mehl ober Kartoffelmehl (ober 1 Ei unb einen gehäuften Teelöffel Mehl ober Kartoffelmehl), 1 Eßlöffel Del, 2 Esslöffel Essig, Salz. Das Del kann auch wegbleiben. — Sämtliche Zutaten werben gründlich verschlagen unb bei schwachem Feuer — evtl, im Wasserbabe — bauernb gerührt, bis alles zum Kochen kommt. Man läßt einmal aufwallen unb stellt bann bie Majonnaise zum Abkühlen beiseite. Man muß noch ab unb zu umrühren. Je nach ber Verwendung gibt man nach dem Abkühlen Senf, gewiegte Kräuter, gehackte Zwiebeln, Gewürzgurken, Aepfel ober auch Tomatenmark dazu. Die Verwendung ber grünen Blattsalate ist sicher im allgemeinen bekannt. Wir wollen einmal einige weniger bekannten Frischkostsalate näher angeben, bie auch vorzüglich schmecken und wertvollstes Nah« „Herrje!" stöhnte er unb reckte die gewaltigen Arme von sich. Ein Unbändiges Gefühl der Freude, der. Genugtuung unb ber Zuversicht erfüllte ihn. Bedenken hin, Bedenken her! Die Welt gehörte von jeher den Männern, die sich kühn, keck und verwegen über alle Aengste hinwegsetzten und mit ihren Fäusten das Ziel ihres Strebens packen, um es nie wieder loszulassen. Heute abend war man verabredet mit Karla Kabelt, einem spöttischen, Verteufelt klugen, gar nicht schönen, aber hinreißend, anmutigen und nerroirrpnb unregelmäßigen Mädchen. Exemplare dieser Art waxen selten und gefährlich. Aber die Gefahr mahnt nicht nur zur Vorsicht, sie reizt auch ben, ' ber ein richtiger Kerl ist. Ein Kerl war man doch, Kriminalkommissar Theo Kammin, der als blutjunger Stoßtruppführer einmal einen ganzen Regimentsstab nebst einem halben hundert Soldaten ausgehoben und glücklich als Gefangene nach Hause gebracht hatte, der in den bösen Jahren der Inflation allein ein schweres Feuergefecht mit vier Rauschgiftschmugglern geführt und die Kerle schwerverletzt abgeliefert hatte. „5»allo, Herr Kammin, was treiben Sie denn am Fenster?" klang urplötzlich die Stimme von Doktor Ball hinter dem Träumer. Der Kriminaldirektor hatte die Genugtuung, seinen besten Beamten auch einmal verwirrt zu sehen, und freute sich weiblich darüber, wie komisch der Kommissar ihn anstarrte. ,Zch bin's wirklich, nicht mein Geist", lachte Doktor Ball. \ „Verzeihung, Herr Kriminaldirektor, ich dachte eben darüber nach ..." Er kam ins Stocken, well er nicht wußte, welches Problem er schnell zur Ausrede mißbrauchen könne. „Vielleicht darüber, daß die Mädchen und grauen in ihren billigen, bunten Sommerkleidern viel verlockender aussehen als im teuersten Kostüm oder Pelzmantel?" Mm wurde Theo Kammin rot, wirklich und wahrhaftig rot wie ein Schulmädchen, das beim Naschen ertappt wird. Das war einem so erfahrenen Seelen- kenner wie Ball Beweis genug, ins Schwarze getroffen zu haben. (Fortsetzung folgt) „Würdest du auch so benfen, wenn du dich in nie gewagt hätte. „Nehmen Sie es mir nicht übel, mir getäuscht hättest?" fragte sie und sah ihn zärt- -*<*-**• """"" nrto,M lich an. „Bei uns ist das doch etwas * ganz anderes. Michel drückte den Arm Bärbels, der in seinem lag, heftig an sich und bedauerte, daß so viele Menschen in der Nähe waren. „So sagen alle, wenn sie von dem Unglück Aus der Stadt Gießen. . leuchtet« lange noch zurück " Ganz selbstverständlich haben wir die Gefährten unvergeßlicher Stunden, die allzeit getreuen Schneeschuhe, unseren tapferen Feldgrauen gegeben, und zwar natürlich nicht nur das Reseroepaar oder die Skier, die dem an der Front stehenden oder Jie sonst nicht mehr benutzenden Gatten, Bruder oder Vater gehören, sondern alle, die wir besaßen, mögen es auch drei oder vier Paar gewesen sein, samt Stöcken. Ersatzbindungen und Wachs. Wir haben, ehe wir die Brettln zur Sammelstelle brachten, noch einmal zärtlich die glatte Lauffläche gestreichelt und uns daran erinnert, daß dieser Kratzer von einer Abfahrt von der Coroigliahütte stammte, bei der wir beinahe Bruch gemacht hätten, weil wir in .Nebel und Schneesturm kaum die Hand vor den Augen sahen, daß jene Schrunde herrührte von einer Fahrt im Bruchharsch der sonnenstrahlenden Seiser Alp. Treulich haben die Bretter die ersten, noch etwas mißlungenen Schwünge mitgemacht, sie haben zugehört, wie der Skilehrer am Arlberg der Anfängerin zurief: „Hocke, Hocke!", sie haben sich am Tschuggen bei Arosa mit ihrer Besitzerin bei der erstell großen Abfahrt dreimal überschlagen und sich dabei so Verdunkelungszeit: 8. Januar von 17.25 bis 9.29 Uhr. tückisch in den Schnee' gebohrt, daß besagte Besitzerin nicht mehr wußte, was oben und unten, rechts und links sei und eine halbe Stunde brauchte, bis sie sich und ihre Habseligkeiten stückweise aus dem Schnee geklaubt hatte. Die vielgereisten Bretter sind im Frühling über halb apere Wiesen gefahren, aus denen schon der Enzian sproßte, sie haben den Föhn erlebt im Hintertuxer Tal, der den Pappschnee zu pfundschweren Klumpen ballte unter ihren Gleitslächen, die nun das Gleiten verlernt hatten; aber sie kennen auch die wilde Lust des Pulverschnees der Marmolata, das Ortlergeviet haben sie gesehen und die Sellagruppe, das Engadin und Tirol, in der Zugspitzgegend durften sie heimisch werden, und unter den dunklen Tannen des Schwarzwalds. Und noch im vergangenen Jahr sind sie die vereisten Hänge des Hoherodskopfs herunter „geras- selt" und haben, obwohl es auf der glatten Fläche gar nicht möglich war, sie zu lenken, die Läuferin heil hinunter gebracht. Freud und Leid habep sie mit ihrer Herrin geteilt, stets waren sie eifrig und dienstwillig (sogar die „Abfahrt" vom Schiffenberg haben sie nicht verweigert, sondern ohne Murren und Sträuben zurückgelegt), und nicht ein bißchen stolz waren sie darauf, daß ihr Stammbaum so weit zurückreicht, daß ihre Ahnen schon in vorgeschichtlicher Zeit als Fortbewegungsmittel dienten in Skandinavien und Lappland. Die nur berggewohnten werden nun die unendlichen Schneeflächen Rußlands sehen, sie, die nur der weiblichen Führung gewohnt waren, werden nun harter Männerkraft gehorchen, sie, die lediglich der Freude, der friedlichen Entspannung und Erholung dienten, werden den Krieg erleben. Sie, die bisher nur dem Bergwind lauschten, werden das Sausen der Kugeln vernehmen, das Heulen der Bomben und das Platzen der Granaten, und sie werden auch hier ihre Pflicht tun wie stets zuvor. Sie, die im Frieden geschaffen wurden- sie werden einen tapferen deutschen Soldaten tragen durch die Stürme des Krieges zum neuen, siegreichen Frieden. Das walte Gott! L. B. Sprichwor u ö Llnfailverhütuno. Unsere ehrlichen deutschen Sprichwörter geben sich nicht mit nebensächlichen Dingen ab, sondern! sie zielen mitten hinein in das tätige Leben. Wenn sich die schönsten und bekanntesten unter ihnen ohne weiteres auch auf die Unfallverhütung anwenden lassen, so ist das ein Beweis dafür, daß die Unfallverhütung eine ernste und aewichttge Rolle im Dasein des werktätigen Menschen spielen muß. „Vorgetan und nachbedacht hat manchen in groß' Leid gebracht." Dieser Spruch könnte eigens für die Unfallversicherung erdacht worden sein. Namentlich beim Umgang mit Maschinen oder Mit elektrischem Strom, wo ein einziger unüberlegter, .Handgriff gewaltige Vernichtungskräfte auslösen kann, ist stetes Vorbedenken nicht zu entbehren. I ,Leder ist seines Glückes Schmied." Es ift zweifellos ein Glück, wen ein Werktätiger sein ganzes Leben lang nicht einen einzigen Unfall er-1 leidet. Dieses Glück fällt ihm aber nie unverdient in den Schoß, sondern es ist die Frucht unverdrossen geübter Porsicht und Selbstzucht. „Der Sperling in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach." Leider /nur allzu häufig sind leichtsinnige Arbeitskameraden geneigt, zugunsten vermeintlicher Arbeitsvorteile oder erhoffter Weg- und Zeitersparnisse auf vorhandene Schutzvorrichtungen oder gebotene Vorsichtsmaßnahmen zu verzichten. „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht." Dieses Sprichwort sollten alle diejenigen beherzigen, die aus einer einmal geglückten Unvorsichtigkeit die Berechtigung zu weiterem und größerem Leichtsinn herleiten wollen. Es gibt kleine Verstöße gegen die Sicherheit, die mit 99 Prozent WahrschÄnlichkeit gut ausgehen; wenn solche Verstöße aber immer wieder begangen werden, dann kann man mit ziemlicher Gewißheit mit einem bösen Ende rechnen. „Wie die Alten Jungen, so zwitschern auch die Jungen." Immer wieder sollten die älteren Arbeitskameraden daran denken, daß sie dem Nachwuchs und den sonstigen Neulingen im Betriebe auch auf dem Gebiet der Unfallverhütung ein gutes Vorbild fein müssen. Der Neulina ist schon durch seine Unerfahrenheit genug gefährdet. „Der kluge Mann baut vor" Vorbau en kann nur derjenige, der den drohenden Unfall voraussieht. Die zahlreichen Gefahren der gewerblichen Arbeit sind nicht zu übersehen. Jeder Einsichtige muß sie erkennen und ihnen auf jede nur mögliche Weise vorbeugen. Dornotizen. Dichterlesung im Gießener Vortragsriag. Die im Gießener Vortragsring zusammengeschlossenen Verbünde (Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und Dolksbildungsstätte Gießen der NS -Ge- melnschast „Kraft durch Freude") veranstalten am Freitag, 9. Januar, eine Dichterlesung, in der der bekannte Dichter Waldemar B o n s e l s aus eigenen Werken lesen wird. Es wird noch besonders darauf hingewiesen, daß der Vortrag vom Montag, 12. Januar, auf den genannten Termin vorverlegt wurde. Unsere Krauen sind erfinderisch! Besuch in einer 7!ähffube für die Wottsammlung. „Brauchen Sie noch Pelzkragen?^ NSG. Nachdem nun die Woll- und Pelz- sammlung für unsere Frontsoldaten bereits in ihre zweite Phase getreten ist, könnte man meinen, daß damit ihr Höhepunkt überschritten sei. Daß dieser Gedanke ein Trugschluß ist — davon sollte ein Gang in eine der zahlreichen Nähstuben anschaulich überzeugen. Absichtlich hatte ich mich in recht früher Mor- genstunde auf den Weg gemacht, um hierin einen Gradmesser für deü Eifer unserer Hausfrauen und Mütter, die um diese Tageszeit am meisten daheim benötigt werden, zu sehen. Doch kaum hatte ich die Tür der Nähstube geöffnet, als mich das Gesurre zahlreicher Nähmaschinen geräuschvoll umfing. Blonde, weiße, braune und dunkle Köpfe beugten sich unbeirrt und ohne aufzuschauen über die Arbeit. Und was gab es da alles zu sehen! Hier wurden beispielsweise warme Händisch u h e genäht: Schönes, weiches Leder wurde zugeschnitten, eine alte Strickjacke ergab ein molli- aes Zwischenfutter, und die restlichen Stoffabschnitte eines warmen Herrenpaletots bestritten das Jnnenfutter. Ich zog die großen, warmen Handschuhe einmal über und sah im Geiste bereits die Freude des Kradschützen, des Panzermannes und des Nachschubfahrers in Schnee und Eis der Ostfront. „Gestern habe ich im Film die Wochenschau gesehen, und heute bin ich hier", sagte mir die junge Frau, die eben zum erstenmal in dieser Nähstube saß. Und emsig zog sie Stich um Stich durch eine werdende Pelzweste. Das Ziehfell . gibt eine prächtige Schlafdecke! Ein alter Weidmann hatte sich von einem besonders schönen, ganzen Reh feil getrennt. Hier konnte "man das Ergebnis sehen: Zu einer Decke verarbeitet, wozu ein dickes, kornblumenblaues Flauschtischtuch Futter und Umrandung bildete, wird es gewiß in einer Bunkerstellüng manchem müden Landser das wohlverdiente Bett ersetzen. Ebenso lebhaft werden die zahlreichen Fuß - s ä ck e begrüßt werden, zu denen so mancher schöne Bettvorleger aus weißem Schaf- oder Lammfell gespendet, mit Teppichstücken ooer UebergardineN bezogen wurde, und nun in erster Linie für die Kraftfahrer gedacht ist. „Ja, unsere Frauen sind erfinderisch", sagte stolz und anerkennend die Leiterin der Nähstube und zeigte mir einen ärmellosen Mantel mit dazugehöriger Kapuze, die aus einen Maulwurfspelz und Uebertzaroinen entstanden waren. Bp&S Tausend Reichsmark in Gießen. Der Obergefrette B. in einem Gießener Lazarett hatte das Glück gehabt, nach zwei Tagen Gefangenschaft bei den Bolschewisten von seinen Kameraden wieder befreit zu werden. Aus Dankbarkeit für die Wohltaten, die das Kriegs-Winterhilfswert ihm als verwundeten Soldaten zukommen ließ, nahm er sich beim grauen Glücksmann Nr. 299 der Kriegs-Win- terhilfelotterie einen Losbrief. Das Glück hatte ihn auch diesmal nicht verlassen: 1000 R M. war der Gewinn. Allein in der letzten Woche konnten hier in Gießen zweimal 500 RM. ausgezahlt werden. Ein Bild von der Größe der Gewinnmöglichkeiten ergibt sich aber erst, wenn man bedenkt, daß jede der 12 Serien 30 Gewinne zu 1000 RM., 210 Gewinne zu 500 RM. usw. enthält. Darum versuche jeder sein Glück bei der Kriegs-Winterhilfelotterie. Ist es ein „Nichts", so wird dadurch unseren verwundeten Soldaten geholfen. Kein Wintersporttag der Betriebe! NSG. Die vorgesehene Aktion des Gausportamtes Hessen-Nassau der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", der Wintersporttag der Betriebe 1942, fällt aus. Dieser Entschluß wurde gefaßt mit Rücksicht auf die Sammelaktion für die Ostfront, deren Unterstützung für jeden Betriebssportler höchste nationale Pflicht ist. Das letzte Paar Bretter und jedes nur' entbehrliche warme Kleidungsstück sollen zur Ablieferung gelangen, und die Betriebssportgemeinschaften unseres Gaues werden sich nun in den letzten Tagen der Sammlung nochmals voll dafür einsetzen, um dadurch ihren Teil zum Erfolg beizutragen. Zum Tag der Briefmarke 1942. Die Deutsche Reichspost richtet am 11. Januar, dem Tag der Briefmarke 1 9 42, in mehr als hundert Orten, darunter auch im Ostland und der Ukraine gelegen, Sonderpostämter ein, deren Sonderstempel außer der Ortsangabe die Inschrift „Tag der Briefmarke" und die Abbildung eines Posthorns, des KdF.-Rades und des Bundeszeichens des Reichsbundes der Philatelisten tragen. Mit den Sonderstempeln werden bei den Sonder- vostämtern nur die zum Tag der Briefmarke erscheinenden Sondermarken und die von der Ein- hettsovganisation der deutschen Sammler heraus- geqebenen Festpostkarten und besonderen Gedenkblätter, auf Wunsch bei besonderer Einlieferung auch Feldpostbriefe und -karten, bedruckt. Die Sonderpostämter geben Sonder- und Zuschlagmarken ab, nehmen gewöhnliche und eingeschriebene, mit diesen Marken freigemachte Briefsendungen an und führen — auch auf schriftlichen Antrag — Gefällig- keitsstemplungen aus, jedoch' nur für Zuschlagmarken. Die schriftlichen AbsteMplungsanträge sind auf den Umschlägen entsprechend zu kennzeichnen, für die Rücksendung sind vorbereitete Umschläge beizufügen. Die Erledigung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Vorgriffe auf Lebensmittel für eine spätere Zett nicht möglich und strafbar! In der letzten Woche der Zuteilungsperioden wurde wiederholt festgestellt daß Verbraucher auf die ihnen ausgehändigten Lebensmittelkarten schon in der Ausgabewoche der Karten Lebensmittel beziehen, obwohl die Karten erst zum Bezug von der auf den Ausgabetag folgenden Woche ab berechtigen. Ein solches Verhalten ist unzulässig und st r a f b a da es geeignet ist, die laufende Versorgung zu stören. In gleicher Weise ist dies der Fall, wenn Waren auch im Laufe der sonstigen Wochen einer Zuteilungsperiode auf Abschnitte von Lebensmittelkarten ' Besonders ergreifend war das Beispiel eines alten Mannes, der, 78jährig, von einem Schlaganfall kaum genesen, mit einem großen Bündel wärmender Gegenstände in der Hand persönlich zur Sammelstelle kam. „Brauchen Sie noch einen Pelzkra- gen?" sagte er nach Abgabe der mitgebradyten Dinge, und schon begann er mit zittrigen Händen seinen eigenen Kragen vom Mantel abzuknöpfen. Da« Kaffeekränzchen in Aktion. Ein Mitglied des Deutschen Frauenwerks hatte dieser Tage eine Kaffeeinladung alten. Das war natürlich verlockend. Noch größer aber war der Wille zur Hilfsbereitschaft. Was tat sie also? Sie nahm Pelz- und Wöllsachen mit und spannte sämtliche weiblichen Gäste zur Arbeit ein. Und das Resultat dieses Nachmittags? Drei pelzgefütterte Westen und ein ärmelloser Pelzmantel konnten am nächsten Tage abgeliefert werden! — Eine Kriegerfrau mit drei kleinen Kindern brachte einen Wollkolter, denn sie meinte, diesen „bis zum nächsten Kleinen ganz gut entbehren zu können". — Sogar der alte Bademantel feierte wieder Auferstehung! Er gab, zwar im fröhlichen Streifenmuster sommerlicher Tage prangend, immerhin die äußere Hülle für eine prächtige Pelzfütterung ab. Der Zweck heiligt die Mittel! Auch Fäustlinge und Kopfschüt- 3er, die bereits den Weltkrieg mitgemacht haben, sind wieder zur Sammelstelle gewandert. Zeöe helfende Hand ist willkommen! Steppdecken, Portieren, Großmutters Plüschti^chdecke, — alles feiert fröhliche Urständ ! Frauen aller Berufskreise sind zum freiwilligen Ehrendienst an getreten, — die Telefonistin kommt spät abends nach Dienstschluß und sitzt an der Nähmaschine, die Stenotypistin, die Verkäuferin, die junge Kriegerfrau und sogar die Greisin, — alle sitzen sie hier beisammen, um stolz und glücklich „mitzumachen". Und alle' find sie von dem einen großen Gedanken beseelt, der da heißt: Unsere Soldaten. Sie sollen uns nicht beschämen! Noch einmal wollen wir in Truhen und Schränke schauen und alles geben, was da gebraucht wird. Vor allem an ärmellosen Mänteln wird noch manches -be« nötigt, Uebergardinen und Woll- oder Plü/ch- decken bleiben daher ein begehrter Artikel. Und nicht zuletzt werden auch emsige Hände gebraucht, die all dies erst gebrauchsfertig machen müssen. Und wer wollte sich da ausschließen und nicht noch tüch- ttg mitmachen wollen? ' E. R. bezogen oder abgegeben werden, die erst zum Bezug für eine spätere Zeit berechtigen. Die Ernährungsämter werden durch Kontrolle bei den Gewerbetreibenden sich künftig von der fristgemäßen Abgabe der Lebensmittel überzeugen und bei festgestellten Vorgriffen die Beteiligten zur Verantwortung ziehen. Zuschläge für Schlachtschweine. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Es wird hiermit darauf hingewiesen, daß die bis zum 17. Januar 1942 festgesetzten Zuschläge für Schlachtschweine über 100 kg Lebendgewicht mit den Schlachtwertklassen a, bl, b2, c und gl auf Anweisung der Hauptvereinigung der Deutschen Diehwirtschaft, Berlin, nunmehr bis zum 31. Januar 1942 zu zahlen sind. Kuttergetreide au Verbraucher nur gegen Ablieferungsbescheinigung Unkenntnis der Gesetze schützt nicht vor Bestrafung. Das ist ein alter Rechtsgrundsatz, der in der Kriegsernährungswirtschaft mit aller Strenge gehandhabt werden muß, wenn die geregelte Versorgung der Bevölkerung gesichert bleiben soll. So verständlich es ist, wenn Verbraucher ihre Versorgung mit Fleisch dadurch aufzubessern suchen, daß sie die nicht von der Ablieferungspflicht betroffenen Abfälle aus Haus, Garten und Feld zur Fütterung von Kleinvieh verwenden, so selbstverständlich ist es, daß der Rückgriff auf ablieferungspflichtige Futtermittel verboten ist und strenge Bestrafung des Verkäufers und des Käufers nach sich zieht. Hierauf muß deshalb besonders hingewiesen werben, weil in letzter Zeit verschiedentlich Fälle vorgekommen sind, in denen Erzeuger und Tierhalter wissentlich oder unwissentlich gegen die geltenden Bestimmungen verstoßen haben und bestraft werden mußten. Daß kein Brotgetreide (Roggen, Weizen oder Gemenge aus beiden) verfüttert werden darf, ist allgemein bekannt, und jede Zuwiderhandlung in dieser Beziehung wird als vorsätzlicher Verstoß gegen die Gesetze und gegen volksgemeinschaftliches Denken geahndet. In den vorerwähnten Straffällen zeigte sich jedoch, daß hinsichtlich der Bestimmungen über die Bewirtschaftung von Futtergetreide noch hier und da Unklarheit herrscht. Die Erzeuger wissen zwar, daß sie bestimmte Mengen Futtergetreide nur an zugelassene Betriebe gegen Ablieferungsbescheini- aunq verkaufen upd liefern dürfen, glauben aber häufig, die nach Erfüllung des Ablieferungssolls nerbfeibenben Mengen an Futtergetreide stunden zu ihrer freien Verfügung. Auch diese Mengen dürfe« aber nach Deckung des auf die Kriegserfordernisse abgestellten Eigenbedarfs nur an Empfänger eines Deputats oder Leibgedinges in zugelassenen Mengen ohne Ablieferungsbestätigung abgegeben werden. Verboten und strafbar ist dagegen die unmittelbare Belieferung eines Tierhalters ober sonstigen Verbrauchers, wenn nicht der Getreidewirtschafts- nrrbanb die Abgabe genehmigt Hat. Im Falle der Genehmigung erhält der Käufer vom Getreidewirt- schaftsverband eine Ablieferungsbescheinigung, die er dem Verkäufer auszuhändigen hat. Bei Verkauf und Lieferung von Futtergetreide ohne diese Ablieferungsbescheinigung machen sich also Verkäufer und Käufer strafbar. Haftung Oe« Mieters für Winterschäden Es besteht eine in der höchstrichterlichen Rechtssprechung festgelegte sog. ,^)bhutspslicht" des Mieters, die diesen zur pfleglichen Behandlung der Mietsache, u. a. auch zur Verhütung von Frostschäden verpflichtet. Diese Obhutspflicht ist im § 548 des Bürgerlichen Gesetzbuches durch die Bestimmung begrenzt, daß der Mieter Veränderungen oder Verschlechterungen der gemieteten Sache, die durch den verttagsmüßigen Gebraus herbeigeführt werden, nicht zu vertreten hat. In Ergänzung hierzu macht das Reichsheimstättenamt der Deutschen Arbeitsfront auf Ausführungen des Vorsitzenden einer Miettammer des Landgerichtes Berlin, Landgerichtsdirektor Dr. Dandmann, im „Deutschen Recht" 1940, Seite 620 ff., aufmerksam, nach denen der Mieter sich davon zu überzeugen hat, daß Wasserzapfhähne, Abflußstelle.n von Spül- kästen usw. nicht „tropfen", d. h. nicht dauernd Was« (er in kleinen Mengen fließen lassen. Denn abgesehen von der den Vermieter belastenden Wasservergeudung besteht hier bei strengem Frost die Gefahr des Eisbildung und der Verstopfung der Abflußrohne. Betriebsanlage-Guthaben und Warenbeschaffungs-Guthaben. Gewerbliche Unternehmer mit ordnungsmäßiger Buchführung können Betriebsanlage-Guthaben und Warenbeschaffungs-Guthaben bilden. Die Bildung solcher Guthaben ist eine Vorsorge für die Zeit nach dem Krieg. Die Unternehmer legen die Mittel zurück, die sie nach Beendigung des Krieges für die Neuanschaffung und Instandsetzung von Betriebsanlagegütern und für die Auffüllung ihrer Warenlager brauchen. Sie sichern sich gleichzeitig erhebliche steuerliche Vergünstigungen und auch dadurch eine Vergrößerung ihrer finanziellen Beweglichkeit für die Zeit nach dem Kriege. Die Bildung von Betriebsanlage-Guthaben und Warenbeschaffungs-Guthaben geschieht durch Einzahlung des entsprechenden Betrages beim Finanzamt unter dem Stichwort „Betriebsanlaae-Gut- haben" oder „Warenbeschaffungs-Guthaben'. Der letzte Tag, den Betrag beim Finanzamt einzuzahlen, ist der 10. Januar 1942. Auskunft erteilen die Finanzämter. Landkreis Giehen. * Lollar, 8. Jan. Karl B i e r a u I., Oberpost, schaffner i. R., und seine Ehefrau Dorothea, geb. Schlapp, feiern am Samstag, 10. Januar, das Fest der goldenen Hochzeit. Beide stehen im 75. Lebensjahr und erfreuen sich noch bester Gesundheit und geistiger Frische. Beide verfolgen noch die Tagesgeschehen mit größtem Interesse. Wir gratulieren herzlich. "Leihgestern, 7.Januar. Der Gefreite Otto Fun k wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde mit dem E i s e r n e n K r e u z II. Klasse ausgezeichnet. 8. Lang-Göns, 8. Jan. Am morgigen Frei- tag, 9. Januar, kann unser Mitbürger Konrad Spies, Niederhofenstraße, bei verhältnismäßig guter Rüstigkeit feinen 8 5. Geburtstag feiern. Wir wünschen viel Glück! — Nachdem am 29. Dezember 1941 unser ältester Mitbürger, Konrad Joh. Velten (Obergasse) im 89.Lebensjahr verstorben ist, ist nun Konrad Spies von den Lang-Gön-. ser Männern der betagteste. Der Jahrgang 1857 zählt zur Zeit noch 5 Männer und eine Frau. Am ältesten ist Frau Anna Müller Wwe., die 1941 ihr 90. Lebensjahr vollendete. (Sie lebt in Gießen.) Es folgen dann Frau Elisabeth Müller Wwe., die auch im 90. Lebensjahr steht, und Frau Anna Elisabeth Euler Wwe., die im August d.J. ihren 88. Geburtstag feiern kann. Kreis Friedberg. Lpd. Friedberg, 7.Jan. In Gambach erlitt der Schmiedemeister Gustav Alles durch den Huf- schlag eines Pferdes einen Oberschenkelbruch. Aus dem Reich. Oie Kriegsteilnehmer in den neuen Ostgebieten. Der Leiter der Haupttreuhandstelle Ost, Dr. Win-k- ler, berichtet über die treuhänderische Verwaltung des 23ermögens des ehemaligen polnischen Staates und des gewerblichen wie städtischen Besitzes früherer polnischer Staatsangehöriger. Etwa 230 000 industrielle und gewerbliche Betriebe und etwa 250 000 städtische Grundstücke sind zu erfassen. Die Erfassung der Betriebe ist abgeschlossen, währeyd von Grundstücken noch etwa 25 v. H. erfaßt werden müssen. Die für die Dersorgungswirtschaft wichtigen Betriebe sind bereits in weitem Umfange in private Hand übergegangen, ebenso ein Teil der kriegswiclp Ligen gewerblichen ßetriebe. Von den kleinen gewerblichen und Handwerksbetrieben ist der größte Teil für den lieber gang in deutsche Hand nicht geeignet. Die verwertbaren betriebe sind zu vielen Tausenden für die Kriegsteilnehmer bestimmt. Auch die Umsiedler und die Volksdeutschen müssen in die Lage versetzt werden, ihre wirtschaftlichen Lebensgrundlagen auf eine gesunde Basis zu stellen. Der verwahrloste stödttsche .Hausbesitz erfordert zunächst erhebliche Aufwendungen. Ebenso müssen die Beherbergungsbetriebe umge'staltet werden. Auch diese sollen für die Kriegs« teilnehmer bereitgehalten werden. Das Ziel ist, die e-ingeglie'berten Ostgebiete zum deutschen Bollwerk im Osten zu machen. _ Oie Besten der Jugend für den Krzieherberuf. Der Reichsßachschaftsleiter Volksschulen des NS- Lehrerbundes, Kircher, erklärt, es fei in ber De ff ent» lichkeit nicht immer hinreichend beachtet worden, welche innere Wandlung die Schule durchgemacht habe. Der Lehret könne sich 'auf Erziehung und Unterricht nicht aus Büchern vorbereiten, sondern nur durch tätige Anteilnahme an der Vielfalt der völkischen und nationalen Aufgaben. Darum sei der Lehrberuf im nationalsozialistischen Staat zu einem Ausleseberuf geworden. Intellektuelle Fähigkeiten genügten nicht, um Lehrer zu sein. Nur ein unbeugsamer Wille, ein Heller Geist, ein edles Gemüt, ein Mensch mit Einsatzbereitschaft forme vor der Jugend bestehen. Der Lehrer stehe auf einem entscheidenden Platz der Nation. Die Besten der Jugend sollten zu diesem Beruf finden. Kilm und Schallplatte im Unterricht. Der Reichserziehungsminister hat Bestimmungen über den Einsatz von Film, Lichtbild und Schallplatte in den Lehrerbildungsanstalten erlassen. Die künftigen Lehrer sollen bereits während der ersten vier Jahre auf den Lehrerbildungsanstalten damit vertraut gemacht werden, daß Film und Bild als wesentliche Unterrichtsmittel im Klassenunterricht zu verwenden sind. Film und Bild sind nicht nur zusätzliche Anschauungsmittel für Randaufgaben der Schule, sondern sollen vornehmlich zur Erarbeitung lehrplanwich- tiger Unterrichtsstoffe herangezogen werden. Das gleiche gilt für den Einsatz der Schallplatte. Da« Treudienst-Ghrenzeichen. Zur Unterscheidung des Treudienst-Ehrenzeichens für Beamte, Angestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes sowie der Sonderstufe des Treudienst-Ehrenzeichens für Arbeiter und Angestellte der freien Wirtschaft von den Dienstauszeichnungen der Wehrmacht usw. ist an der kleinen Ordensschnalle auf dem Band das Kreuz der betreffenben Stufe des Treudienst-Ehrenzeichens in verkleinerter Ausführung zu tragen.