Montag, 7. Dezember M2 Eine harte Volksgemeinschaft i-erstän-e meistert alle Oer Gauleiter sprach in Oberlahnstein auf einer Kundgebung -er Partei. - lifA * tum, eine Einheit wird, dann wir- Deutschland ewig unüberwindlich sein. Dann wird auch die soziale Frage ihre Lösung finden, denn auf solchem Fundament läßt sich unser breit ausgelagerter, weiträumi« ger Staat sicher errichten." Mit beißender Schärfe rechnete Dr. Goebbels dann mit einer hauchdünnen Schicht von politischem Spießertum ab, die al5erdings keinerlei Vorstellung von den säkularen Aufgaben besitze, die wir uns gestellt haben. Wo sie sich in törichtem Geschwätz über „Objektivität" ergehe, da legten wir mit heißem Herzen ein Bekenntnis ab zu glühendem Haß gegen unsere Feinde. Die Belastungen dieses Krieges nehmen wir mutig und tapfer auf uns; aus seinen schweren Schmerzen wird eine neue Welt geboren, die unseren Stempel tragen wird. Jedes erhabene Ziel kostet Schweiß und Blut. Wir Nationalsozialisten sind in dieser Ueberzeugung groß geworden; mit ihr haben wir unsere geschichtlichen Erfolge errungen. So wollen wir uns auch heute zu dem stolzen Wort eines deutschen Philosophen bekennen: „Gelobt sei, was hart macht!" Merlin, 5. Dez. (DNB.) Der Berliner Gau- Mer Reichsminister Dr. Goebbels sprach im ■rliner Sportpalast zu der Amtsträgerschast seines Kiltes. Als uns dm Jahre 1939 dieser zweite Welt- ■eg von den Westmächten aufgezwungen worden 1, so führte er u. a. aus, da habe sich jeder ge- Mchtlich und politisch denkende Mensch darüber im ,anlchl«ß 2251 druck iwbDtfU*; »rlW^lMwdiiWwtada.twee rs Sie deuischeVolksgemeinschasi machiDeuWand unüberwindlich Reichsminister Dr. Goebbels sprach im Berliner Sportpalast. zitterten, mit Sentimentalitäten nichts ausrichten. Wenn man deshalb die segensreichen Folgen der neuen Ordnung heute noch nicht überall abzuschätzen vermöge, so müsse man sich vor Augen halten, daß wir jetzt mitten im Geburtsakt einer neuen Epoche stünden. Die Rede von Dr. Goebbels klang aus in einem leidenschaftlichen Bekenntnis zum deutschen Volk und zum Führer. „Das Volk in seinen breiten, arbeitenden und kämpfenden Massen ist seit jeher Träger unserer nationalsozialistischen Anschauung gewesen", so rief Dr. Goebbels aus. „Es wird niemals von uns lassen, und wir nicht von ihm. Wilkommen ja aus der Schicht unseres Volkes, die heute die größten Opfer bringt. Wir fühlen uns zu diesem Volk zugehörig. Ihm hat der Nationalsozialis- dieselben Imperialisten wie es die Zaren in Rußland gewesen sind. Unsere Vorpostenstellung ist wieder unser Schicksal geworden. Dessen bewußt, haben wir gelassen und tapfer den Kampf auf uns genommen und wir freuen uns, daß wir jetzt die ruhmreichen Streitkräfte Deutschlands als zuverlässige Waffenbrüder an unserer Seite haben. Die Sowjetunion kann eur im Landkrieg von gewaltiger Ausdehnung geschlagen werden, und der einzige Staat in der ganzen Welt, der in einem solchen Kriege der Sowjetunion überlegen ist, ist Deutschland. Wenn aber Deutschland schwach und schutzlos dagestanden hätte, wären die Kampfwagen und Flugzeuge der Sowjetunion zu Zehn- tausenden bereits an der Westküste Europas angelangt. Der Kampf ist hart gewesen, und hauptsächlich wegen der ungeheuren Entfernungen in Rußland und der dadurch verursachten Schwierigkeiten hat er sich in die Sänne gezogen. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, daß das russische Zarenreich im ersten Weltkrieg erst nach 2% Jahren harter Kämpfe zusammenbrach. Der große Krieg gegen die Sowjetunion hat aber noch nicht 1% Jahre gedauert. Heute wird die Sowjetunion vielfach als Beschützer und Retter der Kultur, Freiheit und Demokratie dargestellt, und es ist beabsichtigt, ihr diesbezügliche Aufgaben in dem Nachkriegseuropa zu belassen. Wir kennen die Sowjetunion, ihre Kultur, Freiheit und Demokratie zur Genüge. In der Sowjetunion herrscht eine für Europa fremde Gedankenwelt, fremde Lebensauffassungen, fremde, geistlose Kultur. Die russische Volksseele leidet immer noch unter hen schweren Folgen der eine aufgezwungene. Freilich fönhe man in so dramatischen Konflikten, wie sie heute Europa durch- Jm Anschluß an die Versammlung besichtigte der Gauleiter die Spielzeugausstellung der Hitler-Jugend, wobei er dem zuständigen Einheitsführer feinen Dank für die vorbildliche Arbeit zum Ausdruck brachte. Er nahm auch Gelegenheit, in der Gauhauptstadt einige BDM.-Werkstuben aufzusuchen. Die mit viel Liebe und Geschick ausgeführten Arbeiten fanden die volle Anerkennung des Gauleiters. Am Sonntag besichtigte er die Spielzeugausstellungen in Frankfuri, Offenbach, Hattersheim und Wiesbaden. Der Gauleiter sprach dem K.-Äebietsführer Oberbannführer Dr. G a u h l und der Gebietsmädelführerin IruDe Samper seinen Dank für die erfolgreiche Arbeit der Jungen und Mädel aus. Er würdigte besonders die mit viel Liebe und Fleiß verrichteten Arbeiten und die faflbere und geschmackvolle Ausführung, die in allen Einzelheiten den Beweis erbracht habe, daß trotz aufgetretener Schwierigkeiten in der Materialbeschaffung ein Weg gefunden wurde, das Werk erfolgreich zu Ende zu führen. Soweit die Spielsachen für Soldatenrinder nicht benötigt wscheih Werben Ämrabme von ttrnerne» für die Mittagsnummer biS 81/. Uhr desBormittagS A«eiaen-Preife für die MUIimeter-Zeil« von 22 Millimeter Breite: 7 Stof. für Aamiltenan- ,eigen und private G elegenbei tSarueige« 14Stof. f. Werbeanzeige« und gefckiäftlicbe GelegenbeitSanzetge« Vlatzvorichrift lvorberi« Vereinbarung), 26/» mebt Erbschaft einer Mongolenherrschast. Sie ist dadurch keineswegs besser geworden, daß die Bolschewisten nach der Machtübernahme die gesamte gebildete Schicht Rußlands und den fortschrittlichen Teil des Volkes liquidierten. Unter diesen "Umständen besitzt die Sowjetunion keine Voraussetzung, um auch nur die Mitverantwortung über das Schicksal Europas und der abendländischen Kultur zu übernehmen. Diese Verantwor- tinig können nur die tatsächlichen Kulturländer Europas tragen, von denen ein jedes die seinen Dor- aussetzungen entsprechenden Verdienste an der Schaffung und Weiterentwicklung der europäischen Kultur hat. Die Einmischung Sowjetrußlands in diese Angelegenheiten würde den Untergang Europas in seiner Kultur bedeuten. Die Bolschewisten haben Rußland von Europa ab getrennt und es in eine altasiatische Despotie verwandelt, die gegen Europa eingestellt ist und eine Gefahr für unseren Erdteil bedeutet. Ohne zu wanken steht Finnland auch heute auf der Wacht als äußerster Vorposten des Westens. Wir sehen unseren Weg gerade vor uns. Er soll unseren Kindern eine gesicherte Zukunft bereiten. Der Glückwunsch des Führers. DRB. Aus dem Führerhauptquark i er, 6. Dez. Der Führer Hal dem Präsidenten der Republik Finnland, Risto R y l i, zum 25. Jahrestag der Selbständigkeitserklärung Finnlands am 6. Dezember mit einem tu herzlichen Worten gehaltenen Telegramm feine Glückwünsche übermittelt. Kren fein müssen, daß die deutsche Nation nun vor i ■(re große Probe gestellt sei und es daraus i Kkomme, all die Lebens- und Schicksalsfragen des Kitschen Volkes zur Lösung zu bringen, die bis I Khin ungelöst geblieben waren. Es sei 'nicht damit Kan gewesen, das Deutsche Reich an seinen Gren- Ki zu beschützen, sondern es sei darauf angekom- Kn, den Krieg weit in die gegnerischen Räume Kieingutragen und damit die Basis für seine sieg- Kche^Fortsetzung zu schaffen. Hätte man uns im September 1939 vorausgesagt, daß wir im De- jtmber 1942 um die Wolga, in Stalingrad und um Junis und Biseria kämpfen würden, dann wären ■ir vieler damaliger Sorgen enthoben gewesen. Benn damals haben wir nicht nach der Wolga, fon- hrn nach dem Rhein geschaut, und wir haben nicht m Diserta, sondern um Saarbrücken gekämpft. Ins der außerordentlich begrenzten und beengten pperationsbafis, die wir 1939 besaßen, sind wir Io weit vor allem in den Osten hineingestoßen, daß ins feine fruchtbaren Felder und feine reichen Roh- Ostgebiete für unsere weitere Kriegführung zu- pitetommen. Das ist das Entscheidende. Wenn sich neben allen Vorteilen, die sich aus der Üumlichen Weite für unsere Kriegführung ergeben, Ijjid) einmal ein geringfügiger Nachteil herausstelle, N könne man das gelassen in Kauf nehmen. Die tiglänber haben zwar vielleicht eine unserer schwe- Kn und gefährlichen OffensiÄlrohungen für Dtefen Ütpunkt beseitigt, aber, nicht einen raumpolttlschen wtoinn errungen, der ihrer Kriegführung einen ^scheidenden Vorteil hätte verschaffen können. Bei $rem Einbruch in das nordafrikanische Gebiet ihres letfiaügen französischen Bundesgenossen habe es d) nicht um einen militärischen, sondern um einen 6eg der Intrigen gehandelt, denn es sei kerne Mt, ein Gebiet zu besetzen, dessen Besitzer die le re dazu öffnen. Wenn die Engländer und Ameri- kner allerdings tatsächlich die Absicht besaßen, m kiropa eine zweite Front aufzurichten, dann sei t tt recht einleuchtend, weshalb sie den wetten um» »t'g von Amerika über England nach AMa mach- h, wo doch der Weg zwischen Dover und Calais »irl näher fei. Es scheine also auch bet ihnen Die Erkenntnis durchgedrungen zu fein» daß jeDer ernstste Versuch, auf Dem europäischen Kontinent zu iciben. Die gleiche Antwort finDen werbe, Die bete ts in Dieppe erteilt worben sei. . Auch sowjetische Offensiven könnten an Dem jetzigen SastanD nichts Entscheidendes mehr andern. Es ist Mcre unerschütterliche Gewißheit, Daß im Osten hir bessere Mensch, Die bessere Rasse, Die bessere Bebauung unD Die bessere Führung Den enDgultt- gin Sieg Davontragen werDen, wie sie tm gestylast- lihen Ablauf der Welt noch, immer gesiegt haben. Sir müssen zähe bleiben, nicht vom tfemD Massen. Er sucht uns heute wieDer zu tauschen unD st verwirren, wie er e turelL stellten s> zur $erf u werb ieimot das Volk w. r* 4Ula' verständlich, warum viels dieser Tatsache»! nicht schon vor langer Zett ausgegeben worden sind", schreibt „New York Herold Tribüne". Das Blatt sagt, daß also die früher mitgeteilten Einzelheiten über Pearl Harbour für das Nordamerika- nifche Volk irreführend gewesen seien. Daß die Japaner in der Hauptsache alles erreicht hätten, was sie sich vorgenommen hätten, und daß niemand wisse, wieviel Opfer es noch kosten würde, um das zurückzugewinnen, was durch „Nachlässigkeit, die jene katastrophale Überraschung erst gestattet hat*, verloren ging. Die „Baltimore Sun" schreibt, der Bericht sei für das nordamerikanische Volk ein ebenso großer Schlag gewesen wie der Ueberfall mit Pearl Harbour vor einem Jahre selbst. Australien unter LIGA.-Kontrolle. Lissabon, 4. Dez. (Europapreß.) Immer mehr entgleitet Australien den Engländern, und immer stärker gerät es unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten. Hand in Hand gehen damit b e tracht' liche Forderungen Washingtons namentlich auf wirtschaftlichem Gebiet. Die Londoner „Times" berichtet, daß- Washington vor allem Australiens Produktion an Zink, Blei, Zinn und Aluminium verlangt. Eine amerikanische Wirtschaftskommission ist in Canberra eingetroffen, um die Lieferungen an die Vereinigten Staaten zu überwachen und dafür zu forgen, daß sie „pünktlich" erfolgen. Außerdem soll die Kommission die in Canberra und Sydney Büros eingerichtet hat eine Produktionssteigerung Der australisches Bergwerksbetriebe herbeiführen. Resigniert stellt die „Times" fest, daß Australien immer mehr in bas amerikanische Wirtschaftsnetz eingespannt werde. : Noch bedeutend größere Lasten, Opfer und persönliche Einschränkungen müßten in Zukunft im Interesse der Kampfkraft der Weskmächte von allen übernommen werden, erklärte Churchill in eine» Botschaft anläßlich des ersten Jahrestages des Krie- ges mit Japan an den australischen Premierminister C u r t i n. Churchill forderte auch die Australier auf sich selbst größte Sparsamkeit aufzuerlegen und auf tragen, t jeden Luxus im Interesse der Weiterführung des WM Krieges zu verzichten. Curtin erklärte: „Es hat sich bisher nichts ereignet, das uns zu einem Nachlassen unserer Anstrengungen; besonders im Südwestpazi- w I *»r hes itlbände lektr Mlsitgen Der Fi Man spricht von zunächst sechs Jahrgä unter die Fahnen gerufen werden sollen. lochume tri, unt krt Doe He Weiterer Jahrgang in Spanien unter -ie Fahnen gerufen. Noch schlimmer wird die Sache, wenn im Frühjahr die Gesellschaften, deren Leitungen die Städte mit Wasser versorgen, die Winterschäden an ihren Aquädukten ausbessern. Natürlich warten sie damit. .Der Fi >chnisch< lckß bi Mbigu1 unft die Host Der ie lag jobe, die nkeimm hr beut] jtets ge: deutsche Klei Auf sc narl) be seit sein og eine M in Wbmarj Wrhrkrei imsche 1 Aus dem Reich. „Gippe und Volk." lsMe Mu >Id- £lnt Die urr Mensch« »5 Ausl .fieber n fobei um puoo jrling^ Mbariui *? Fische ’erte im »rauchbar Wit n buntes i Es bestehen keine verläßlichen Unterlagen darüber, ob und wie ein Cassone lachen kann. Aber es gibt Tage, an denen man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, daß der Cassone da oben auf dem Dach sich ein glucksendes Hohngelächter nach dem anderen leistet. Mit der Zeit lernt man natürlich, wie man mit feinen ärgsten Späßen fertig werden kann. Auls jeden Hahn, auf jeden Spülkasten paßt man auf wie ein Haftelmacher. In der Nacht wacht man auf, wenn man irgendwo Wasser längere Zett laufen hort — meistens hat bloß der Mieter über einem ein Bad genommen. Aber wenn man die Idee hätte, der Cassone könnte dadurch günstiger gestimmt mert den, daß man ihm etwa einen Streifen aus Goldbronze um feinen blechernen Bauch matte, wür-5 man manchmal versucht fein, es zu ttw. Madrid, 6. Dez. (Europapreß.) In Answin fung des am 16. November i) e fr einer ten Gesetzes, über die Teilmobilisierung zur Sicherung der spanischen Unabhängigkeit wird nunmehr zum 10. De- zember auch der Jahrgang 1940 mobilisiert, nachdem die Jahrgänge 1941 und 1942 bereits einbe^ rufen sind. Damit hat Spanien innerhalb 10 Tagen drei Jahrgänge mobilisiert, wozu in der nächsten 8® Ut Wr iper Sro $„ & jlÜÄ In'N K* h E Ihs weiß, daß in feinen Eingeweiden allerhand Gerato sind, Schwimmer und Ventile, und daß diese manche mal jählings den Dienst aufkündigen. Aber wen bemerkt schon sofort, daß etwas an dem Kasten nicht in Ordnung ist? So verrinnt das foftbard Naß unbemerkt und ungenützt, bis einer beir Hadi: des Wasserbeckens oder der Badewanne aufbregL Zunächst sprudelt bas Wasser kräftig, um bann jählings zu versickern. Der Cassone ist leer! Jetzt heißt es, Wasser sparen, bis der Portier, ber Helfer in allen solchen Nöten, von seiner Tagesarbeit heimkommt unb ben Spülkasten in Ordnung bringt. Bis dahin ist der ganze Haushalt fortwährend in peinlichen Verlegenheiten. Cassone vor Tücke nicht zu lassen: Er läßt an dem einen Hühn das Wasser sprudeln, das am nächsten nur in dünnen Strählchen läuft, und läßt es gteidi darauf ebenso unerklärlich versiegen. Morgens, wenn man sich waschen will, läuft es nur mit Mühe unb Not einen Liter zusammen, und zwei Stunden' später gibt er Wasser genug für ein Vollbad, von dem keiner etwas hach Rechnet man dazu die mensch liche Schwäche, daß man Hähne gelegentlich zu schließen vergißt, aus denen fein Wasser läuft, so fann man sich die Folgen denken. > di yat bis alle Frostgefahr mit Sicherheit vorüber ist. f Früh Manchmal wird es darüber Juni, wo die Wärmo vjfoffei z B. m Rom schon, beträchtlich und der Wasserve» ’N j, brauch entsprechend . hoch ist. Dann weiß sich ber ** 2ipp, Stuttgart, S. Dez. (DNB.) In bet Stadt der M t Ausländsdeutschen veranstaltete die Dienststelle des t. Beauftragten des Führers für die Ueberwachung Nettes.' ber gesamten geistigen und weltanschaulichen Schu« lung und Erziehung der NSDAP, und die Gasleitung Württemberg in Anwesenheit des Reichs- ning an leiters Rosenberg eine von sinfonischer Musif unhi Rezitationen umrahmte weltanschauliche Feier-- stunde „föippe und Volk", bei ber Hauptdienstleiter Prof. Dr. Walter Groh betonte, baß der Begriff „Volk" im Fronterlebnis des Krieges endlich wieder zur Bezeichnuna der Gemeinschaft erhoben worden fei, die über allen Klassen und Schichten stehe. Der Nationalsozialismus habe ihm durch die Einbe- gung auch der vergangenen und künfttgen Ge- achter seine Bedeutung als zentraler Wert un- r Weltanschauung gegeben. Während die Vergangenheit den soldatischen und ausgereisten Men- schentyp stets im Geaensatz zu dem bürgerlich-engen Bild der Familie sah, die im schlechten Sinne des Wortes als Privatsach»^galt, verschmilzt für den Nationalsozialismus die Forderung nach höchster politischer Haltung und Leistung mit .ber der Fami« lienbildung und Kinderaufzucht als ber Pflicht des Jett weitere Jahrgänge hinzukommen werden. Man spricht von zunächst sechs Jahrgängen, die (Soiroerni 5 n0‘ lichen Dienststellen, Anstalten und Betriebe ihren nbonr Acht, und Warmeaufwand und ihren gesamten en (Nachdruck verboten.) Fortsetzung. erwidert es mit einem unbeweg- .•Wi immer Menschen, der seinem Bolt mit allen seinen «rasten dl-nen mitt. Wenn auch ein Neal stets einen Rest von Unerreichbarkeit birgt, so bedeutet trotzdem die e Berschmelzung von persönlicher und biologischer Mchterfuttung geistig wie politisch eine reovlutio. nare Tat. all 3in N| den ipün6* die11 --------- tzmpathisierem vmI ... wehren Sie letzt nicht ab. Es ist so. Dali meinem Mann übrigens gleichgültig, Lernhar- >'ne. Er braucht Sie nicht. Aber gefallt es Ihnen > mb ou ng hat .chla estpazi luswii« Tesrtz« >rr [PO- 10. 6t. t, nach, > einbk- I Tagt» nähten werter, |en, bie ufrischen Blumen. Hinter ihr sagt Bernhardine: „Ich bin kein Wetterprophet, Frau Bergenroth." „Nein ... aber eine unbeschreiblich brummige Person sind Sie jetzt immer, Bernhardme!' Helene kommt wieder zur Terrasse zurück. Sie Der große Irrtum Roman von Meta vrie. Der Juni bringt warme Sommertage. Lus der Terrasse des Uhlenhofer Gutshauses ist . Frühstückstisch bereit. Bernhardine stellt eben e Kaffeekanne dazu, als Helene aus dem Wohn- r kommt. Fröhlich, ein heiteres Summen aus Dippen. „Nun, Bernhardine, was meinen Sie ... bleibt btt Tag heute so zauberhaft schön rote jetzt am borgen?" Dor der Terrasse blühen die Rosen m einem underschönen Farbenspiel. Helene geht über die eiß.grauen Steinplatten und bleibt an einer der »chstammigen Rosen stehen. Noch liegt der Tau der acht mit tausend kleinen glitzern-en Perlen auf lüten und Blättern. Helene schneidet ein paar der Keine Energie-Vergeudung. Reichsleiter Oberbürgermeister F i e h l e r Lei- $%U&anL*C9 Jür Kommunalpolitik der :9tSDAP. und Dorsitzender des Deutschen Gemeinde» tages, richtet an alle G e m e i n d e n und Gemeinde, .verbände einen Aufruf, mit Kohle, Gas und ktrizität sparsam umzugehen, damit die erwarten (Energiemengen aller Art für die Der- besseruna der Rüstung unserer Soldaten zur Verfügung stehen. Er erwartet, daß sich die Leiter der Gemeinden persönlich dafür einsetzen, daß jeder vermeidbare Verbrauch an Elektrizität, Gas und Kohle unterbleibt und der unvermeidbare Verbrauch auf ein Mindestmaß eingeschränkt wird, besonders m Zeit der stärksten Tagesbelastung der Werke. Wenn die Leiter und Gefolgschaften der gemeind- tobt btt eile btf tw i Schu e Gai!» Rech chk uiÄ Feiil. mftW BeB ich wie ien mol« en steht, e Giniit. «n &rt ui" bie Set' >nW ch-enaeii inne des für dtn höch^ er FaWE licht 6t* «*• b Ceckt e manch Her atl i Käst kostbar iem h t aufbrrt lann R ietzt H Helfer^ eit » ingt- ®’9 in im SZ' ie Stab!- an W sie bölT 'über Baflf”; t an n«»K etunbtj Iba», * ie menR Mit einer schlichten Gedenkstunde feierte der bochumer Verein das 100jährige Bestehen des Wertes. Der Vorsitzer des Vorstandes, Dr.-Jng. Al- rt, und der Vorsitzer des Aussichtsrates, Dr. Al- rt Doegler, brachten den Dank der Betriedsfüh- ng an die Gefolgschaft des Werkes zum Ausdruck, ie Tag und Nacht nur das eine Ziel im^Auge me Waffen mitzuschmieden für den Sieg. ♦ Der Führer hat dem ordentlichen Professor an der ethnischen Hochschule Stuttgart Paul Bon atz aus nlaß der Vollendung feines 66. Lebensjahres in ürdigung seiner Verdienste um die deutsche Bau- nst die Goethe»Medaille für Kunst und Wissen- oft verliehen. Aus aller Wett. Linnes Lebensiverk auf Fllmdokumenlen. Die umfassende Sammlung des berühmten Natur- vissenschaftlers Linnö, die vor ungefähr 150 Jahren ins Ausland gegangen war, ist nun in Filmform Wieder nach Upsala zurückgekehrt. Es handelt sich Habei um 36 OOO Abbildungen, die das Herbarium mit 14000 Pflanzen, die Schnecken- und die Schmet- terlings-Sammlung und dass merkwürdige „Fisch' Herbarium" enthalten, das ßinnd herstellte, indem tr Fische in ähnlicher Weise wie Pflanzen prapa- fierte und aufs Papier klebte. Der Film, der ein brauchbares wissenschaftliches Material barbietet, immt nur einen ganz geringen Bruchteil des aumes der Sammlung selbst in Anspruch. Singe, wem Gesang gegeben! Das Kulturamt in der Reichspropagandaleitung er NSDAP, erläßt zur Liedwerbung anläßlich der tten Reicksstraßensammlung einen Aufruf, in em es heißt: Die zweite Reichsstraßensammlung tte mit der sozialen Tat eine wesentliche kul- urelle Aufgabe vereinigt. An den Sammlungen tellten sich Tausende von Chören und Musikkapellen r Verfügung, um zugleich für das deutsche Lied u werben. Mit diesem Einsatz bekannte sich die eimat zu ihren Soldaten an der Front, für die afl Volkslied das stärkste Bindeglied mit der Heimat urde. Die Liedwerbung soll -deshalb dazu betragen, das ganze Volk zu dauernder Pflege von jolksliÄ) und Volksmusik anzuregen. Es muß daher “r jeden, der Freude am Singen und Musizieren at, eine Ehrenpflicht fein, in den Chören und Mu- ikgemeinschaften aktiv mit zu wirken oder, alls das Bedürfnis vorhanden ist, neue Sing- und sikgemeinfchaften ins Leben zu rufen. Kleine politische Nachrichten. Auf seinem märkischen Erbhof Brüssow (Utter- ) beging Generalfeldmarschall von Macken- e n seinen 93. Geburtstag. In den Morgenstunden oa eine Ehrenwache am Gutshaus auf. Der Führer itte in einem herzlich gehaltenen Telegramm des eÜnnarfchalls gedacht, und der Befehlshaber im hrkreis II erschien in Brüssow, um die Glückwünsche des Heeres auszusprechen. ♦ Der Führer hat dem Marschall von Jtaljen und Gouverneur von Libyen, Etore Bastico, in An- trlennung seiner vorbildlichen Zusammenarbeit mit der deutsch-italienischen Panzerarmee und der ihr tete gewährten tatkräftigen Unterstützung das deutsche Kreuz in Gold verliehen. Som . griene lurniiu iviwti u -.Ax - bleibt neben der alten Dienerin stehen ,,2a, ich luß Ihnen das wirklich einmal ernsthaft sagen, . kernhardine. Ich will gar nicht davon reden daß 2 A mit Herrn Bergenroth nicht sympathisieren. tet E US. | ^5 tybi b bie ÖKb: ’N i 1 bjt.'l w 5 n au j Strom- und Gasverbrauch gewissenhaft selbst über« wachen sowie aufmerksam jede Verschwendung von Elektrizität, Gas und Kohle vermeiden und ihr überall entgegentreten, so verwirklichen sie die ver- rrünfige Forderung: Vergeude keine Energie — mtze sie! Aus 6er Siadi Gießen. Advrntszeit - anders als sonst. Besinnliche Stunden der 23orfreubc auf das deutscheste aller Feste waren es einst, die Weihnachten vorangingen. Bei Kerzenschein und duftendem Gebäck faß die Familie abends beisammen. Anders bagegen heute. Wohl lassen wir uns in keiner Weise die Stimmung der Adventszeit nehmen, aber zum untätigen Dahinträumen haben wir nicht Zeit. Der Krieg stellt solche Anforderungen an uns, daß wir die trauten Adoentsabende nutzbringend anwenden müssen, um all denjenigen eine Ueberrafchuna für das Fest zu bereiten, Die uns am Herzen liegen. Vorerst aber wollen wir durch eigene Basteleien uns tn unserem Heim die notwendige Stimmung verschaffen. Dazu gehört in erster Linie ein Adventskranz. Ihn selbst herzustellen, ist kein Kunststück. Man braucht nur einen starken Draht, den man zu einem Kreise biegt und mehrfach mit grünem Krepp-Papier umwindet. Sodann umwickelt man ihn mit kleinen Tgnnenzweigen. Geschmückt wird der Tannenkranz je nach Geschmack und nach dem vorhandenen Material: entweder mit Lametta ober mit bunten Bändern ober goldenem und silbernem Baumschmuck. Besonders hübsch wirkt der Kranz, wenn man Gelegenheit hat, ihn aufzuhän- aen, doch kann man auch ein kleineres schmales Kränzchen Herstellen, das zu jeder Mahlzeit in der Mitte des Tisches prangen soll. Richt minder hübsch wirken Leuchter aus Tarn nengrün, wozu man entweder vorhandene mit Tannen bekleidet oder aber auf einfache Art selbst einen neuen Leuchter Herstellen kann: Man braucht dazu drei Kerzen, einen Kleiderbügel, ein Zigarrenkisten- brettchen, Nägel, Tannengrün oder bunte Farben zum Anmalen. Zunächst wird mit der Laubsäge aus dem Brettchen ein Viereck ober ein Stern geschnitten, der den Fuß des Leuchters bildet. Darauf setzt man den Kleiderbügel mit der Deffnung nach oben und nagelt ihn in der Mitte auf dem Futz fest. Drei schmale Nagel, an den Enden und in der Mitte des Düaels aufgenagelt, dienen zum Daraufstecken der Kerzen. Zum Schluß wird der fertige Kerzenhalter entweder durch Bemalen oder^durch Bestecken mit Tannengrün verziert. Kleine einfache Kerzenhalter entstehen aus Streichholzschachteln, die mit Sand gefüllt und bunt beklebt wurden, ober aber aus ausgehöhlten Kartoffeln, ebenfalls bünt eingewickelt. Unsere Kinder freuen sich besonders über die bunten Mventsketken, wobei die Mutter jedem Kinde die eigene Kette aüs der Lieblingsfarbe Herstellen wird. Hieran hängt als Ueberraschuna an jedem der vier Sonntage ein kleines Geschenk, hübsch und zierlich eingöpackt, mit einem Bändchen verschnürt. Natürlich find es keine Kostbarkeiten, die unsere Kleinen Überraschen sollen, sondern eine ganz bescheidene kleine Gabe. Wichtig bei diesen Geschenken ist natürlich die gute Verpackung, die die Spannung erhöht und besonders freudige lieber- raschung bei der Kinderwelt auslöst. Wenn wir so gut vorbereitet in die schöne Ad- oentszeit gehen, so kommt auch die richtige weihevolle Stimmung über uns, selbst wenn wir nicht untätig unter dem Adventskranz sitzen, sondern eifrig schaffen, um am Weihnachtsabend das große Glück genießen zu können, das da heißt: Andere glücklich machen! H. v. L. 25apf6irtffor pirrung. Am morgigen 8. Dezember blickt der Direktor der Deutschen Bank in Gießen, Eduard Pirrung, auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Deutschen Bank bzw. der Direction der Disconto-Gesellschaft zurück. Direktor Pirrung, am 1. Juli 1882 in Edenkoben an der Weinstraße geboren, trat, nachdem er in Landau in der Pfalz seine erste berufliche Ausbildung erhalten hatte, am 8. Dezember 1902 bei der Disconto-Gesellschaft ein; dieses Institut vereinigte sich bekanntlich später mit der Deutschen Bank. Zunächst war Direktor Pirrung in Frankfurt a. M. tätig, wo er, nach einigen Jahren in verantwortungsvolle Stelle berufen, in reichem Maße Gelegenheit hatte, das vielgestaltige Wirtschaftsleben unserer engeren Heimat kennenzulernen. Im Jahre 1930 wurde ihm die Leitung der hiesigen Niederlassung der Deutschen Bank übertragen, und in dieser Eigenschaft ist er weiten Kreisen unserer heimischen Wirtschaft bekannt geworden. An der Entwicklung der Deutsch-n Bank in Gießen hat er ent- scheidend-n Anteil. Durch seine reichen beruflichen Kenntnisse, stärkstes soziales Verantwortungsbewußt- sein und seine stets vornehme Gesinnung Hat er sich das Vertrauen und die hohe Wertschätzung aller erworben, die mit ihm in Berührung kamen. Verdunkelungszeit: 7. Dezember von 17.09 bis 7.49 Uhr. Ein Schatten streicht über Helenes Fröhlichkeit „Schade ...*, sagt sie gedehnt, geht zum Früh- stückstisch zurück und ordnet ihre Rosen. Sie mag letzt nicht weiter mit Bernhardine reden. Sie denkt: Weshalb soll ich weiter fragen? Bernhardine wird darüber hinhören und wenig antworten. Oder sie wird es verstehen, ihre Antworten zu Fragen zu machen, und dann wird es nicht immer einfach fein, zu antworten. Mit einem bösen Gesicht und zusammengepreßten Lippen .»., aber vielle cht ist es auch ein. trauriges Gesicht ..., geht Bernhardine in das Haus zurück. Sie hat jetzt ihre eigenen Gedanken über diese Ehe ihres Fräuleins, jetzt aber hat sie doch das Gefühl, zu schroff gewesen zu sein. Es tut ihr leid. So, nimmt sie aus dem alten schönen Glasschrank, der früher im Bramstetter Wohn.zimmer stand, eine 2Zäse heraus, geht noch einmal auf die Terrasse hinaus und stellt die Vase vor Helene hin. „Bitte/ „Danke, Bernhardine," Die alte Frau zögert noch ein wenig, aber da Helene nichts weiter sagt, geht sie. Wenig später kommt Bergenroth zum Frühstück. Er trägt Sporthosen und Langschäfter, dazu ein weißes Hemd, das halb die kräftigen, muskulösen Arme frei laßt. Die Jacke hat er unter den Arm geklemmt. Sein Gang ist fest und voll Kraft, und als er Helene die Hand zum Morgengruß reicht, tut er das mit ruhiger Geste. Bergenroch kommt bereits von dem ersten Ar- deitsabschnitt dieses Tages, von der Arbeitsbesprechung mit den Leuten. Er unterrichtet jetzt auch Helene darüber. Dabei streicht er sich schon die Frühstücksbrote — eine Schwarzbrotschnitte, eine zweite und dritte und schichtet sie auf seinem Teller. Er fragt: „Und du —? Du wolltest doch heute draußen im Zucktgarten arbeiten, wie?" Helene gießt den Kaffee ein. Sie nickt: „3a — wie wir das eingeteilt haben. Du hast doch die Pflanzen, die fort sollen, genau bezeichnet?- Botanische Streifzüge im Allgäu. Dortrag im Deutschen Alpenverein. zusammen ihr Dasein fristen. Die ganze Pracht der Bergflora offenbarte sich indessen in den künstte« rischen Photos der zweiblättrigen und langgespornten Veilchen, der verschiedenen Baldrianarten, der frühblühenden Anemonen. Zwischendurch berichtete der Redner von feinen Wanderungen durch die Schönheiten der Bergmafsive und von den Wegen, die ihn weit nach Tirol hineinführten. Seine vortrefflichen Schilderungen haben bei manchem Wanderfreund Sehnsucht und Wünsche wachberufen, recht bald wieder Ranzen und Stad zu rüsten, um in der majestätischen deutschen Bergwelt Ausspannung und Erholung nach schwerer Arbeit zu suchen und zu finden. Unter starkem Beifall dankte Vereinssührer Direktor Wrede dem Redner mit herjlidjen Worten der Anerkennung für die ausgezeichneten Darbietungen. 3n der Monatsversammlung des Zweiges Gie- ßen-Oberhessen, die dieser Tage ebenfalls im „Hin- denbury" stattgefunden hatte, konnte, nachdem über die Januarwanderungen und die Unfallver- sicheruna in den Bergen beraten worden war, der Vereinssührer folgende Mitglieder für vierzigjährige Mitgliedschaft besonders ehren: Bankdirektor Arnold (Gießen), Rechtsanwalt und Notar Dr. Brücher (Bad-Nauheim), Landgerichtsdjrektor i. R. Cramer (München), Dr. Engelhard (Frankfurt a. M.). Rechtsanwalt Friedr. Engisch (Gießen), Univ.-Prof. Dr. Günther (Gießen), Kaufmann Heimer (Gießen), Amtsgerichtsrat Jäckel (Gießen), Syndikus Dr. Meesmann (Gießen), Baurat Meyer (Gießen), Rechtsanwalt und Notar Dr. Ramge (Nidda), Ober- studienrat i. R. Prof. Schaumann (Gießen), Assessor schobert (Nürnberg), Frau Pros. Stein (Göttingen), Oberstudienrat i. R. Prof. Dr. Trapp (Gießen), Bücherrevisor Th. Daubel (Gießen) und Studienrat Dr. Dölzing (Groß-Umstadt). Um die Mitylieder und ihre Familienangehörige mit den botanischen Schönheiten des SlUgäus und den Lechtaler Alpen bekanntzumachen, hatte der Zweig Gießen-Oberhessen des Deutschen Alpenvereins für den gestrigen Sonntagnachmittag zu einem Lichtbildervortrag in den Saal des Gasthauses „Hindenburg" eingeladen. Vereinssührer Direktor Wrede eröffnete die Versammlung mit herzlichen Begrüßungsworten und dankte dem Redner des Tages, UniversUäts- aarteninfpettor Erich Schröder aus Würzburg, für feine Bereitwilligkeit, sich mit dem Vortrag „Botanische Streifzüge im Allgäu und in den Lkchtaler Alpen" zur Verfügung zu stellen. Der Redner, der das Gebiet der Allgäuer llnd Lechtaler Alpen auf Reifen eingehend kennengelernt und sich mit dem Studium der reichen Flora dieses Gebiets genau befaßt hat, stellte einleitend die Frage: „Was ist es, was uns immer wieder zu den Bergen zieht?" Er beantwortete die Frage mit der Schilderung der landschaftlichen und botanischen Schönheiten und Seltenheiten dieses Gebiets und ergänzte feine Schilderungen durch die Vorführung prachtvoller, selbst aufgenommener Lichtbilder. Ausgehend von Der Flora im Talgrund, ansteigend zur Flora der Fichten- und Lärchenwaldungen dis hinauf über Almen und Steingeröll zum ewigen Schnee zeigte er Bilder von den giftigen Fingerhüten, dem geschützten Alpenveilchen, der Arnika, den verschiedenen Arten der Glockenblumen und den kleinen ^Alpenglöckchen am und sogar im Schnee. Die Primel, Aurikel, Steinrüsel, die allgemein beliebten Enziane und wie sie alle heißen, die Perlen der Flora unserer deutschen Alpenwelt, sie sind es, so führte der Redner u. a. aus, die uns immer wieder hinaussehnen lassen zu der Bergwelt. Er zeigte aber auch Bilder von Pflanzengemeinschaften, aus denen zu ersehen war, daß oft zwanzig und noch mehr verschiedene Pflanzen auf einer Fläche von nur einem Quadratmeter Dolksröntgen-Beihrnuntersuchungen. Der Plan für die Vlksröntgen-Reihenunter- suchung, Ein-satz im Gau Hessen-Nassau, Kreis Wetterau, lautet ab 10. Dezember wie folgt: 10. 12.: Eberstadt mit Ober-Hörgern, NSV.-Kindergarten, 8 bis 11 Uhr, Gamdach, Neue Schule, 13 bis 17 Uhr; 11. 12.: Holzheim, Alte Schule, 8 bis 12 Uhr, Lang- Göns, Schule, 15 bis 18 Uhr; 12.12.: Lang-Göns, Schule, 8 bis 11 Uhr; Leihgestern, Schule, 13 bis 18 Uhr; 13. 12.: Großen-Linden, Neue Schule, 8 bis 12 und 13 bis 14.30 Uhr: Allendorf, Gastwirtschaft Henkelmann, 16 bis 18 Uhr; 14. 12.: Klein-Linden, HJ.-Heim, 8 bis 13 und 14 bis 15 Uhr; 15. 12.: Heuchelheim, Schule, 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr; 16. 12.: Wieseck, Schule, 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr; 17. 12.: Firma Heyligenstaedt, Speiseraum, 8 bis 10.30 Uhr, Firma Poppe & Co., Luftschutzraum, 11.30 bis 13.30 Uhr; 18. 12.: Firma Bänninger, Betr.-O. Mandl, Speiseraum, mit Gailsche Zigarrenfabrik und Heeresoerpfleaunasamt, 7 bis 10.30 Uhr; Heil- und Pflegeanstalt, Wasch- raum, 13 bis 17 Uhr. Für untere Verwundeten. Die NSG. „Straft durch Freude" führte im Lause der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In einem Lazarett erfreute das von früher schon gut bekannte Unterhaltu.ngsorchester KdF. mit der Programmfolge „Beschwingte Melo- bien" die Verwundeten aufs beste. Unter Leitung von Kapellmeister Otto Schilliger erklangen in flottem Melodienwechsel Musikstücke von I. Strauß, Fr. LehLr und Millöcker. Anni Brunner (Sopran) und H. Stief (Tenor) sangen Arien und Duette derselben Komponisten. Ueberaus reicher Beifall dankte für bie frohe Unterhaltung. — Zur Erstaufführung bes Films „Entlassung" im Gloria-Palast hatte die Kreisleitung Wetterau eine größere Zahl Derwun- beter aus hiesigen Lazaretten eingetaben. —- Die Intendanz des Theaters der Universitätsstadt Gießen hatte zu den Vorstellungen im Laufe der Woche wieder einige Verwundete zu Gast. — Zu dem Licht- dildervortrag „Urwaldwildnis in Borneo" waren außer den vom Vortragsring schon verteilten Eintrittskarten auch von der Kreisamtsleitung der NSV. eine größere Zahl, Karten an die Lazarette für die Verwundeten gegeben worden. — Die Ortsgruppe mit ihren Gliederungen in Ober-Bessingen hatte am Sonntag eine größere Zahl Verwundeter aus hie- fiaen Lazaretten zu G"st. Die Kreisamtsleitung der NSV. hatte für verbesserte Fahrgelegenheit gesorgt. „3a —" Bergenroth sitzt jetzt hinter der Zeitung. Und er spricht über die Nachrichten. „Was glaubst du", fragte Helene, „was geschehen könnte? Krieg mit Polen —?" „Ja, die Polen werden wahrscheinlich nicht zu einem Vergleich bereit fein. Und das wäre der Krieg!" „Und du, Richard? Siehst du, ich weiß nicht einmal, ob du Soldat warst —" „Nein, ich war es nicht. Obwohl ich mir im Weltkrieg schon als angehender Soldat vorkam. Siebzehn Jahre war ich alt, und wir durften als Jungmänner in das damals besetzte Gebiet, um hort bei der Obsternte zu helfen. 'Kommt es jetzt zum Kriege, wird man mich einziehen und ausbilden." Helene fühlt^eine sonderbare innere Anyst. Natürlich will sie dieses beklemmende Gefühl nicht zeigen und muß doch fragen: „Und unsere Arbeit hier — wie soll das bann werden?" Beraenroth hat sein Frühstück beendet, auch Helene ist fertig. Indem er schon aufsteht, antwortet er: „Du sagst — unsere Arbeit! Darin, Helene, liegt schon die Antwort auf deine Frage. Du wirst hier schon weitermachen!" „Nein — ich glaube nicht, Richard, daß ich das kann", mehrt sie ab und fühlt, doch bie Freubk darüber. daß Bergenroth ihr soviel zutraut „Nun — noch ist es ja nicht so wett, Mädchen." Er sieht sie an, wie sie da neben ihm am Tisch steht, gleich ihm bereit, jetzt an die Arbeit zu gehen. Da steht das Mädchen — groß, mit kräftigen Hüften — braun, gesund und sehr lebendig. Gut sieht Helene aus, findet Bergenroth. Er sagt noch, da'ß er später auch in den Zucht- garten kommen wird. Und sagt weiter: „Marswin sagte mir übrigens neulich, als mir telephonierten, daß er vielleicht heute ober morgen durch unsere Gegend kommt und uns bei der Gelegenheit einen Besuch machen will.* Die angenehmen Stunden vergingen schnell und werden allen Beteiligten in steter Erinnerung bleiben. — Zu ihrer Versammlung im „Stuttgarter Hof" hatte die Ortsgruppe der Körperbehinderten einige Kameraden eingeladen. Kontrolliert Die Kinder. NSG. Was sich zuweilen in den Taschen von Kindern, besonders in den Hosentaschen der Jungen befindet, ist höchst eigenartig: Bauklötze, Bindfaden, Winterhilfsabzeichen, tote Frösche, Flaksplitter, Bleistiftstummel, Murmeln, Sand, Steine, Knet- Summt, Blechbüchsen und ähnliche Scherze. Dann fin- en sich aber oftmals auch Dinge darin, bei denen der Scherz aufhört. Zum Beispiel Kerzenstummel und Zündhölzer. Die Kinder werden diese Dinge nicht gerade unter den Augen der Erwachsenen auspackey, sondern an einer stillen Stelle damit spielen, Stadtkinder im Zimmer oder auf dem Boden, Landkinder womöglich in Ställen, hinter dem Scheunentor ober im Schutze des Heuschobers. So kommen denn täglich viele Kinberbrandstiftungen in Deutschlanb zustande. Darum ist es unbedingt notwendig, von Zeit zu Zeit die Taschen der kleinen Gesellschaft zu durchsuchen und „Bannware" sofort zu beschlagnahmen. Streichhölzer, Feuerzeuge, Kerzenstummel und ähnliche Dinge haben in der Tasche eines Kindes nichts zu suchen! Mütter, vergeßt nicht, bann und wann die Taschen eurer Kinder zu untersuchen! Bezugscheinpflicht für Anzüge. Vom 1. Januar 1943 ab können Männer- und Burschenanzüge, deren Einzelteile und Oberstoff zur Herstellung von Anzügen nur noch gegen Bezugschein und Abtrennung von einem Viertel des im Warenverzeichnis der Dritten Reichskleiderkarte angegebenen Punkttvertes (für einen Anzug 20 Punkte) bezogen werden. Bezugscheine dürfen von den Wirtschaftsämtern ober Kartenstellen nur ausgegeben werden, wenn von dem Verbraucher nachgewiesen wird, daß er weniger als zwei tragfähige Anzüge besitzt. Eine Ausnahme von dieser Bestiin- mung besteht nur für jugendliche Verbraucher, die am 1. Januar 1943 das 18. Lebensjahr noch Nicht vollendet haben. Bei der Beantragung des ersten Bezugscheines find solche jugendlichen Verbraucher, von der Nachweispflicht, daß weniger als zwei tragfähige Anzüge vorhanden sind, befreit. Die Wirtfchaftsä'mter find angeroiefen worden, in solchen Fällen den ersten Bezugschein ohne Bedarfsprüfunä auszustellen. Durch diese Ausnahmebestimmung soll dem durch Wachstum und Berufseintritt bedingten Das wäre sehr nett, findet Helene. Sie lächelt ihren Mann an. Die Zähne blitzen. „Ich mag den Doktor gern." Sie hat noch im Hause ein paar Anordnungen -u treffen und geht dann zum Kontor, sich die Beobachtungslisten zu holen^ deren Führung ihre Ausgabe ist. Dann geht sie hinaus auf die Felder. Sie geht durch den großen Obstgarten, durch die Gemüseanlagen. Dahinter liegen die weiten Aecker und scheinen in sanften Bodenwellen bis zum fernen Horizont zu reichMi. Der Himmel ist ganz klar. Er spannt sich wie blaue Seide, findet Helene. Lerchen steigen auf mit jubelndem Sang — immer höher — big ihr Lied im Aether verklingt. Schon von weitem leuchten die Farbenschattie- rungen der Oeldistel. Die Pflanzen stehen ausgezeichnet. Der Regen hat ihr Wachstum gefördert, und die Sonne segnete die feuchte Erde. Nun ist der ganze weitgestreckte Zuchtgarten ein einziges großes Blumenbeet — wundervoll anzusehen mit den zart- und tiefgelben und grellroten Farben. Helene bemerkt jetzt an jedem dieser Tage neue Schattierungen, zuerst die helleren, später sattere Tönungen. Sie verfolgt die schmalen Wege, betrachtet aufmerksam die Pflanzen und Anmerkungen, die Bergenroth mittels farbiger Bänder gemacht hat, und richtet ihre (Eintragungen danach. Sie hat nun auch schon gelernt, scheinbar gleiche Pflanzen ausein« anderzuhalten und die besseren $u bestimmen. So schreitet sie hin und her und arbeitet voll Eifer. Von der anderen Seite, von den Wiesen her, kommt Bergenroth zu seiner Frau. Ihr Helles Kleid hebt sich weithin leuchtend aus dem Feld der Blumen. Helene hat noch Fragen. „Gut, daß du kommst!" sagt sie, und zusammen arbeiten fie weiter. Bortfetzung folgt.) fllachdi $J.4port Wieland Wagner als Regisseur. kuomis sein: vr em 5 | Mietgesuche | Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Äücher! Wehrmacht Stellenangebote| 06352 Danksagung. Statt Karten. Ä Jeden Platz für Fronturlauber! erhöhten Kleiderbedarf dieser jugendlichen Verbraucher Rechnung getragen werden. Die Abgabe von Männer- und Burschenanzügen gegen Abschnitte der zweiten und dritten^ Reichskleiderkarte lohne Bezugschein) bleibt hiervon unberührt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem schweren Verlust durch den Heldentod unsres heißgeliebten, lebensfrohen, unvergeßlichen Karl Sarnes, Gefreiter in einer Funkerstaffel, zuteil wurden, sagen wir auf diesem Wege unseren innigen Dank. Zugleich danken wir Herrn Pfarrer Keusch für die tröstenden Worte und all d,(1 »'nen Q ; ^ifl Nach kurzem, schwerem Leiden entschlief meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin, Tante und Gote Frau Karolina Inderthal, geb. Lepper im Alter von 75 Jahren. , . Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Inderthal V. Rödgen, Großen-Buseck, Annerod, den 7. Dezember 1942. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 8. Dezember, nachmittags 2 Uhr statt. aber nein daff Mit Maggie WurZ . Statt Karten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang meines lieben Mannes und unseres guten Vaters Dr. Curt Koch sagen wir unsern herzlichsten Dank. Anneliese Koch und Kinder. Gießen, Dezember 1942. preis des Führers für SeuWand Wieder deutscher Sieg im Dox-Oreilän-erkampf. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Ludwig Arnold, Rb.-Ass. i. R, sowie für die Kranz- und Blumenspenden unseren herzlichen Dank. Besonderen Dank der Kriegerkameradschaft und dem Turnverein für die ehrenvollen Nachrufe, Herrn Pfarrer Germer für die trostreichen Worte am Grabe, und allen, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen. Anna Arnold, geb. Amend, und Kinder nebst allen Angehörigen. All en dort a. d. Lahn, den 3. Dezember 1942. 36$)2 D Ihre Vermählung geben bekannt Matthias Detterbeck Irma Detterbeck geb. Schlüter St. Wolfgang/Obb. Dortmund Nd.- Seeon/ Obb., Am Weinberg 58 den 8. Dezember 1942 Schöne, ruhige UiM-Mmg zu mieten gesucht. Schrift!. Angeb. unter 06349 an den Gieß. Anz. $on d< Ü) den 9 V i»5' <1:9« S MN L Horizont, Leben m ch schien Ruck lliem de Seme K Nach dem Wechsel wirkt sich die gute körperliche Verfassung, in der sich die Soldatenmannschaft befindet, sichtbar aus. Büdingen wird vollständig in die eigene Spielhälfte gedrängt. Bald fällt durch den Halbrechten Schneider das fünfte Tor. Jm Gegensatz zu den letzten Spielen hat diesmal der Linksaußen Grunert mehr Erfolg, und er kamt das sechste Tor erzielen. Bis zum Schluß zeichnet er dann auch für das achte und das neunte Tor verantwortlich. Damit scheint Grunert seine seitherige Schwächeperiode überwunden und seinen Platz in der Mannschaft gesichert zu haben. Das siebente Tor erziAt der Rechtsaußen Dos. Eine Anzahl Lattenschüsse und ungünstige Verhältnisse vor dem Tor erhinderlt die große spielerische Ueberlegenheit durch verdiente klare 4 bis 5 Tore zu erkennen zu geben. Wieder ist es dann Mittelstürmer Brunner, der in erster Linie durch die erwähnten Umstände am Tor- VerzichteDu ' auf dieWeihnachtsreisel Der dritte diesjährige Dreiländerkampf der Amateurboxer von Deutschland, Italien und Ungarn nahm am Freitag in der Berliner Deutschlandhalle einen vielversprechenden Anfang. Viele Tausende von Zuschauern umsäumten den Ring. Der erste Kampftag brachte Ungarn, das an sechs Begegnungen beteiligt war, mit acht Punkten eine knappe Führung vor der in fünf Kämpfen vertretenen deutschen Staffel mit sieben Punkten, während die Italiener nur einen einzigen Punkt herauszuholen vermochten. In der Länder-Einzel- wertung behauptete sich Deutschland mit 5:1 Punkten über Italien und erreichte gegen Ungarn mit 2:2 Punkten Gleichstand. Ungarn hat gegen Italien einen 6.0-Punktevorteil. Deutschlands Amateurboxer kämpften am zweiten Tag überaus erfolgreich. Fünf Deutsche kletterten durch die Seile, und fünfmal gab es einen deutschen Sieg. Pepper (Dortmund) siegte durch k. o., Obermauer (Magdeburg), Strangfeld (Herten), Nürnberg (Berlin) und Schmidt (Hamburg) kamen zu Punktsiegen. In der Gesamtwertung führte Deutschland nach den Kämpfen des Samstags mit 17 Punkten vor Ungarn mit 11 und Italien mit 4 Punkten. Der Stand der Einzelwertung war: Deutschland — Italien 11:1, Deutschland — Ungarn 6:2, Ungarn — Italien 9:3. Den dritten diesjährigen Dreiländerkampf nut ihren Kameraden aus Italien und Ungarn haben Deutschlands Amateurboxer am gestrigen dritten Tage in eindrucksvoller Weise gewonnen. Unsere Amateure erobert ?n mit 28 Punkten den Preis des Führers für die siegreiche Nation gegen Ungarn mit 12 und Italien mit 8 Punkten. In der Einzelwertung der Länderkämpfe behauptete sich Deutschland über Italien mit 15:1 und über Ungarn mit 13:3 Punkten. Ungarn zeigte sich den Italienern mit 9:7 Punkten überlegen. Im Gesamtergebnis aller drei diesjährigen Länderkämpfe erreichte Deutschland 71 Punkte vor Italien mit 39 und Ungarn mu 34 Punkten. Bemerkenswert ist, daß die deutschen Vertreter Obermauer, G. Götzke, Strangfeld, Nürnberg, Her- chenbach, Schmidt, Pepper und ten Hoff in ihren insgesamt 16 Kämpfen ohne Niederlage blieben. 3m April in Budapest. Die in der Reichshauptstadt anläßlich des dritten Box-Ländertreffens zwischen Deutschland, Italien und Ungarn versammelten. Boxsportführer der genannten Länder haben beschlossen, die Box-Drei- länderkämvfe auch im nächsten Jahr fortzusetzen. Das nächste Dreiländertreffen, also das vierte, wird von Ungarn vom 14. bis 16. April 1943 in Budapest ausgerichtet. Kunst und Wissenschaft. Schiebungen bei der Hausschlachtung. Gewichtsdrückungen beim Verwiegen von Schlachtschweinen sind ein Mittel unzulässiger und strafbarer Erschleichung von Dersorgungsvorteilen. Sie unterliegen Strafvorschriften für Schwarzschlachtungen und den entsprechenden Strafandrohungen der Kriegswirtschaftsverordnung oder der 23er» brauchsregelungsstrafoerordnung. Ein Fall dieser Art mit besonders belastenden Begleitumständen für den Hempttäter beschäftigte das Amtsgericht in Gießen. Der Pflastermeister und Landwirt Philipp L. in Lauter bei Grünberg wollte im Dezember 1941 als Selbstversorger zwei «hweine schlachten, ließ sie von dem Wiegemeister Wilhelm Sp. verwiegen, überredete diesen aber, an Stelle des ermittelten Gewichts von etwa 300 .Kilogramm in den Vordruck für Genehmigungsbescheide nur 245 Kilogramm einzutragen. Die Ge- *♦ 8 3. Geburtstag. Am 8. Dezember begeht der Oberpostschaffner i. R. Wilhelm Dapper, eine in Turnerkreisen weitbekannte Persönlichkeit, in körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 83. Geburtstag. W. Dapper ist seit 1873 Turner. Turnen und Wandern, Liebe zur Natur und zu den Tieren sind der Lebensinhalt des beliebten Altersturners. Dem Jubilar bringen wir unsere herzlichen Glück- wünsche dar. Die Mannschaft wird sorgfältig trainiert, und es wird alles getan, um die wirklich guten Leistungen noch weiter zu entwickeln. Zum Spiel selbst: Der Platz befand sich in schlechtem Zustand. Hierdurch wurde das flüssige Zuspiel stark beeinträchtigt und das Spielsystem erheblich beeinflußt. Die Flieger beginnen mit sehr zügiger Kombination; es ist eine Freude, zu sehen, wie der Ball, weich am Fuß geführt, im Flachspiel von Mann zu Mann wandert. Bald stellt sich der erste Erfolg ein. Der Ball wird dem Mittelstürmer aus guter Kombination heraus schön zugespielt, und Brunner schießt zum ersten Erfolg ein. Wenig später sorgt Büdingen durch ein Ueberraschungs- tor für den Ausgleich; Böhringer, ein gut veranlagter Spieler, der noch Hillerjunae ist, ist der Torschütze. Nach dem Ausgleich setzt Büdingen alles daran, die Führung des Spieles zu übernehmen, doch die Hintermannschaft des LSV. läßt sich nicht noch einmal überraschen. Das Spiel der Soldaten wird immer überlegener, und bald kommt diese spielerische Ueberlegenheit auch im Erfolg zum Ausdruck. Bis zur Pause können Schneider, Barby und Brunner das Halbzeitergebnis von 4:1 herstellen. Der in erster Linie verantwortliche Hauptangeklagte L., der den Mitangeklagten Sp. mit ungewöhnlicher Unbeirrbarkeit und unter Einsatz seines öffentlichen Ansehens aus eigennützigen Beweg- gründen zu den rechtswidrigen Machenschaften bestimmte, wurde wegen Schwarzschlachtens und wegen mittelbarer schwerer Falschbeurkundung zu 1 Jahr und 6 Monaten Gefän Tief und schmerzlich traf uns die un- faßbare Nachricht, daß mein innigst- geliebter, hoffnungsvoller Sohn, unser treuer, unvergeßlicher Bruder, Schwager, guter Onkel und Pate Ludwig Findt Schütze der Waffen»/! bei den Kämpfen im Osten sein junges,' blühendes Leben dahingab. Geboren am 29. Juli 1923, gefallen am 31. Oktober 1942 im Alter von 19 Jahren. In tiefer Trauer: Kath. Hirschhäuser Wwe. Familie Johannes Merte Uffz. Heinrich Hirschhäuser u. Frau Erna, geb. Ritter Obergefr. Karl Ewe und Frau Margarete, geb. Findt H-Rttf. Emil Findt; Willi Findt Odenhausen (Lahn), im Dezember 1942. 06351 | Kaufgesuche | Wagen zweirädrig, z. raufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 3693 D an den Gieß. Anz. Gut erhaltener fiotDiuagea z. kaufen gesucht. Elektrische §loch- platte, 220 V, 600 W, für RM. 16,- o. verkauf. Schr. Ang. unt. 06354 a.d.G.A. wichtsdifferenz sollte L. zusätzlich und unberechtigt zugutekommen. Da ihm jedoch, wie er im Hinblick auf seine kleine Familie, voraussah, das Schlachten von zwei Schweinen untersagt ustd nur ein Schwein für den Eigenbedarf zugesprochen wurde, ließ er das kleinere Schwein von etwa 140 Kilogramm später allein verwiegen und brachte den Wiegemeister durch hartnäckige Beeinflussung dahin, den ursprünglich für beide Schweine mit 245 Kilogramm ausgefüllten Genehmigungsoordruck auf 115 Kilogramm und für ein Schwein abzuändern. L. und der Wiegemeister waren sich darüber klar, daß jedes der für die Schlachtung in Frage kommenden beiden Schweine schwerer war und daß die Täuschung sich demnächst in dem Genehmigungsbescheid des Bürgermeisters zugunsten des L. auswirken mußte. Der Schwarzschlachtungsvorteil in Hohe des verschwiegenen Mehrgewichts betrug dann tatsächlich für ihn auch etwa 50 Kilogramm. erfola gehindert wird, dem das zehnte Tor gelingt. Den Abschluß mit dem elften Tor macht Barby. Damit hat der Luftwaffensportverein wieder einmal zu erkennen gegeben, daß er seine Tabellenführung mit vollem Recht besitzt. Mit diesem Spiel hat der LSD. sämtliche Spiele in der Vorrunde beendet. SfS.=JR. Gießen-Victoria Nidda 12:0. Auf dem Wakdsportplatz kam gestern der VfB.«R. erneut zu' einm hohen Sieg. Die Gäste, die nicht vollzählig antraten, wurden vom Anstoß weg in ihre Hätfle gedrängt und kamen nux zu vereinzelten Durchbrüchen. Die Tore wurden in regelmäßigen Abständen erzielt, von denen der Mtttel. stürmer Rudolfi allein ein halbes Dutzend schoß. Trotz des hohen Sieges konnte der DfB.-R. nicht ganz überzeugen. jtyrg mti Man < DO- un cor einer Lchöicheit einmal ki aus Mn Suieljeug kzene. f rorgen - ies Kin ier war, k wie i rto An gl ; Jbtr Bode , sehen j)i Igrifien ft i Glich Oste Kterben; fhir des 3 »Meten. xrenze Wichen l ieber ei imiickt ( Lite ist ches M Erzeuge i tieuef; S W J7 Ql SQn 3. D ^'chn y. ’iNei 1-U|. • sM« le K, k '"ui Sei Schnupfen tritt meist eine Verstopfung im Nasenrachenraum ein. Diese lästige Erscheinung wird ost durch Klosterstau-Schnupfpulver behoben. Auch anders Beschwerden, die als Begleiter des Schnupfens austreten, bekämpft damit. Klosterstau-Lchnupfpulver wird aus wirksamen Heilkräutern voä der gleichen Ztrma hergestellü die den Klosterstau-Alelissengeist erzeugt. Verlangen Sie Klosterstau-Lchnupfpulver in der nächsten Apotheke od« Drogerie. Originaldose zu 50 Pfg. (Inhalt etwa 5 Gramm) reicht monatt* lang aus, da kleinste Mengen genügen._______________________________ wie zu Geldstrafen von — — teilt. Der minderbelastete Wiegemeister und Landwirt Wilhelm Sp., der seine Dienstobliegenheiten mangelhaft und leichtfertig erfüllte, im übrigen aber keinen eigenen Vorteil erstrebte und unter dem Druck der Beeinflussungen des Hauvttäters stand, erhielt für die mittelbare schwere Falschbeurkundung 4 Monate Gefängnis. z Das lllWbliWM Ein Meisterwerk Veit Harlans mit: Heinrich George Kristina Söderbaum Raul Wegener • Michael Bohnen Auguste Prasch-Brevenberg Heute Montag Wiederau ff ührung Lichtspielhaus Täglich: 2.80, 4.30, 7.30 Uhr bis Mittwoch einschließlich Tugend hat keinen ZutrittI 3689(7 Eine neue Trapp-Sinfonie. Von dem Berliner Akademiemeister Max Trapp bringt Karl Elmendorfs die Neufassung der 2. Sinfonie in Mannheim zur Uraufführung. Das Werk erklingt damit zum ersten Male im Konzertsaal, denn über der von Arthur Niki sch seinerzeit geplanten Uraufführung starb der berühmte Dirigent, so daß die Darbietung unterblieb. Trapp hat das Werk jetzt seiner inzwischen zurückgelegten kompositorischen Entwicklung entsprechend wesentlich überarbeitet___________ __________________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HaupNchristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz Wtrtjchast und Sport: Ernst Blumichetn. Druck und Verlag: Brühlsche Univeyitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Handball-Saullaffe. Die '1. Mannschaft des LSD. «eilte in Dietzenbach und verlor dort 6:15. lieber das Spiel wird noch berichtet, Jm Spiel der 2. Mannschaft kamen die tfiieger kampflos in den Besitz der Punkte, da Grüningen nicht antrat. Großer Fußballsieg des LSV. in Büdingen. Bübingen wurde 11:1 (4:1) geschlagen. Der gestrige Sonntag bestätigte erneut die außerordentlich gute Spielform der Mannschaft des Luftwaffensportvereins Gießen. Mit der Mannschaft: Schröder im Tor, Rose und Lüthehoff in der Der- teibigung, Müller, Bayer und Schleinitz m der Läuferreihe, Grunert, Barby, Brunner, Schneider und Bos in der Angriffsreihe traten die Flieger die Fahrt nach Büdingen an. Büdingen stellte dieser Elf die derzeitig beste Vertretung entgegen. Um es vorweg zu nehmen: die Mannschaft des LSV. befindet sich in Hervorragender Form und spielt einen Fußball, der keine Wünsche mchr offen läßt. Radio, Gleichoder Wechselstt., evtl, nur Enwf.- Gerät, zu kaufen gesucht. Ein Paar neue Herrenstiefel, Gr. 43, zu verk. Schr. Ang. unt. 06350 a.d.G.A. KiDdeMewaooe z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 3694D an den Gieß. Anz. 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