Samstag J./Sonntag, 8. November M2 Annahme von Ameiaea für die Mittagsnummer ’ biS 8'/, Uhr deSBormittag- An-eigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millim eter Brette: 7Rvf. für ^amiüenan- zeigen und private Gelegenheitsanz eigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25%meot 192. Jahrgang Nr. 265 Gricbeini täglich, außer Sonntags und feiertags BeUagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.... .RM.1.8V Lustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Serufvrechanfchluk 2251 Drahtanschrift: ^Anzeiger" Postscheck 116zsserankf^M. «I ▲ w d Samstag, 7./son Gießener Anzeiger „wäxXkw General-Anzeiger für Oberhelsen rsssssr“ Demokratische Diktatur Dreimal 9. November t KX»-.- achetde. deutungsvollen Mann hinter den Kulissen zu mimen. In dieser angemaßten Eigenschaft unternahm er auch die Gegengründung gegen die „Union nationaler Journalistenverbände", die das festländische Europa vertritt, und die im April 1942 auf dem Journallstenkongreß in Venedig mit so großem Erfolg vor die breite'Öffentlichkeit getreten ist. Aber Wickham Steed hatte Dreck am Stecken. Das war sein Pech! Dr. Ho. Das Auswärtige Amt veröffentlicht aus den Akten -des ehemals tfchecho-flowakischen Außenministeriums auf Grund von Originalunterlagen folgende Tat fachen: Von 1923 bis 1936 hat det britische Jomks nalift Henry Wickham Steed, ehemaligtrn Hauptschriftleiter der Londoner „Times", zuerst '45, wechselnden Abständen und vom^ Jahre 1928 (52 regelmäßig bedeutende Beträge aus den Mitteln d 54. tschecho-sowakifchen Staates erhalten. — Wir zeic ein Schreiben des Herrn H a j e k, damaligen Leit der Presseabteilung des tschecho-slowakischen Auß amtes, an Herrn Henry Wickham Steed, in diesem mitgeteilt wird, daß ihm über die tschechi Gesandtschaft in London ein verschlossener Umsck-ach- mit einem Scheck über 1000 Pfund Sterling ent» Prager Außenministeriums übermittelt würde.1 8U (Scherl-Bilderdienst-M^ ihv" „Times"-Zommlisi bestechliches Subjekt des Benesch-Regimes zusammenhält, den Gegner in ihren Bann zwang. Monatelang haben die Briten ihre Truppenmassen und ihr Kriegsmaterial an der El-Alarnein-Front versammelt, sie glaubten, hier angreifen zu müssen, da ihnen sonst keine aussichtsreiche Möglichkeit blieb. Aber ihr Angriff- stieß auf eine deutsche und italienische Defensive, die alle Vorteile benutzte, um den Gegner entscheidend zu schwächen. Als der Brite^am 31. Oktober feine Kräfte unter dem Schutz eines Sandsturmes nach Norden geworfen hatte, um längs der Straße und der Bahn nach Sidi abd el Rahman vorzustoßen, kam er sofort in das Verteidigungsnetz der Achsenmächte. Er ließ hier nach heftigem Trommelfeuer seine Hilfsvölker vorgehen, dann setzte er rücksichtslos neue Panzev und neue Truppen ein. Angriffe nach schwerster Feuervorbereitung wechselten mit Gegenangriffen ab, und am 3. November warf er schließlich die ganze Masse seiner Truppen in den Kampf, in der Erwartung durchzubrechen und Marschall Rommel den tödlichen Schlag zu versetzen. Aber die Deutschen und Italiener wehrten alle Anstürme der an Zahl und Material weit überlegenen Gegner ab. Sie bildeten Igel oder Panzernester, die den Briten schwerste Verluste beibrachten, so daß sich beide Fronten ineinander verbissen. Marschall Rommel brachte es jedoch fertig, diese Verstrickung zu lösen und sich vom angreifenden Feinde abzusetzen. Und nun, mach einem harten Ringen steht der Gegner, der die schwersten Verluste erlitten hat, vor der Aufgabe, gewissermaßen von vorn wieder anfangen zu müssen und geschwächt, unter Materialnachschub leidend, das zu versuchen, was ihm, als feine Angriffstruppen noch intakt waren, nicht gelungen ist. Es ist bezeichnend, daß diese Loslösung vom Feind und die Rücknahme der I Truppen in Me vorbereitete und gut ausgebaute zweite Stellung erfolgen konnte, ohne daß er Feind es zu hindern vermochte. Unter dem Gesetz des Wüstenkrieges Von unserer Berliner Schristleiturig. Von unserer Berliner Schriftleitung, alten Freund in den Londoner Salons und Amtsstuben einführte, wo der ansonsten herzlich unbekannte Prager Professor dank dieser Füpsprache des einflußreichen Mitarbeiters von Lord North- cliffe überhaupt erst Eindruck erzielen konnte. Das Wort von der „Ironie des Schicksals" wird oft und nicht immer sehr glücklich gebraucht. Im Falle Wickham Steed ist es nun wirklich einmal ganz und gar am Platz. Der Uebermittler der tschechischen Bestechungsgelder war der englische Gesandte in London, Jan Masaryk, der Sohn jenes Thomas Masaryk, der als tückischer Feind Oesterreich-Ungarns begonnen hat und als Staatspräsident der Tschechoslowakei gestorben ist. Die geldlichen Liebesbrieflein, die Jan Masaryk Wickham Steed in die.Brusttasche steckte, wurden dem alten Sünder zum Verhängnis. Die Enthüllung, daß Wickham Steed ein Stipendiat des Benesch-Fonds ist, trifft nicht nur ihn. Mit ihm ist zunächst auch getroffen der Verband der Journalisten, die beanspruchen, die „Vereinigten Nationen" zu vertreten und die erst vor wenigen Tagen in London getagt haben: mit dem eingestandenen Ziel, den Verband der Journalisten des jungen Europa, die „Union nationaler Journalistenoerbände" auszustechen. Dieser Versuch ist danebengegangen, gründlich danebengegangen. Wenn der Häuptling dieses Jaurnalistenverbandes der „Vereinigten Nationen" aktenmaßig der Bestechlichkeit geziehen werden kann, so ist die Zugehörigkett zu diesem Verbände keine Ehre, sondern mindestens eine moralische Belastung. Charles Dickens, der große /englische Schriftsteller, der aus einer düsteren Jugend in das Licht eines selbsterarbeiteten Ruhms getreten war, hat für die Kantonisten seiner Zeit, die sich nach Art von Wickham Steeb durchs Leben schlugen, das Wort von den „R e p t i l i e n" erfunden. Aber die „Reptilien", von denen Dickens sprach, waren kleine bescheidene Leute aus der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Es waren arme Sünder, die so nebenbei nach der verbotenen Frucht griffen: manche von ihnen sicherlich aus den Sorgen ihres Alltags. Der Fall Wickham Steed ist ein ganz anderer Fall. Wickham Steed ist nicht ein kleiner Mann in gedrückten Verhältnissen. Er war van 1919 bis 1922 Hauptschriftleiter der „Times", also in keiner Zwangslage. Er mußte nicht Sünder werden. Er wollte Sünder werden, weil seine gesellschaftlichen „Ambitionen", sein persönlicher Geltungsdrang ihn dahintrieben, als inoffizieller Böt- fchafter oder gar Außenminister Englands den be- Wickham Steed, eine auf allen diplomatischen Parketts bekannte Figur des internationalen Journalismus, ist überfuhrt, aus dem vielgenannten Geheimfonds der Benefch-Regierung wiederholt sogenannte ... „einmalige" Bestechungsgelder und zugleich laufende Bestechungsgelder erhalten zu haben. Diese Geschäftsverbindung ist von 1923 bis 1936 nadf= weisbar. Soweit die Akten des ehemaligen tschechoslowakischen Außenministeriums. Benesch selbst hat während des Weltkrieges die wohltätige Macht von Geheimfonds kennengelernt. Als der tschechoslowakische Staat 1918/19 in Erscheinung trat, war eine seiner ersten Regierungshandlungen die Anlage eines Geheimfonds, dessen Freigebigkeit ein öffentliches Geheimnis war, das die Spatzen von den Dächern ^ll^ickharn Steed gehörte zu den gefürchteten Jour-> naliften der Zeit zwischen 1900 und 1920. Seinen eigentlichen Ruhm hat er überlebt. Er wollte es nicht wahrhaben; er, der jetzt im 73. Lebensjahre steht, wollte dis Figur bleiben, die er einmal gewesen war. Als junger Mann hat Wickham Steed auch in Deutschland studiert. Er gehörte jener Geschlechterfolge junger Engländer an, die mit innerster Mißgunst auf das Bismarcksche Reich schauten und nicht nach Deutschland als Freunde, sondern als voreingenommene Feinde kamen. Er studierte in Deutschland, um sich Waffen gegen Deutschland zu holen. Noch sehr jung — er war damals 25 Jahre alt — übernahm Wickham Steed die Berliner Vertretung der „Times" 1896, ging aber schon im nächsten Jahr nach Rom und von dort 1902 nach Wien, wo er bis 1913 blieb. In dem brüchigen Dtaatsgebäude der alten österreichisch- ungarischen Monarchie fand die Wühlmaus Wickham Steetz den Schlupfwinkel, der ihr behagte. Hier spielte der Korrespondent der ,Aimes" die Rolle des inoffiziellen englischen Botschafters, der sehr bald mit allen Parlamentariern und Journalisten, denen der Zerfall der Habsburger Monarchie am Herzen lag, auf Du und Du stand. Damals knüpften sich seine Fäden zu dem tschechischen Abgeordneten Kramarsch, vor allem aber zu Thomas Masaryk, der — selbst mit einer Amerikanerin verheiratet — glücklich war, mit der „Times" gemeinsame Politik gegen Oesterreich-Ungarn machen zu können. Masaryk erzählt in seinen Erinnerungen, daß er schon im September 1914 noch Holland fuhr und dort mit Wickham Steed eine (offenkundig landes- verräterische) Verbindung aufnahm. Als Masaryk endgültig den Staub der Donaumonarchie von den Füßen schüttelte, war es Wickham Steed, der seinen und standen vor den moosüberwachsenen Bunkern Flanderns oder vor den verfallenen Unterständen des Kampfgeländes vor Verdun, dann fliegen bittere Fragen in uns auf, die uns fast die Kehle zuschnürten. Sind sie umsonst gefallen? Ist das zugrunde gegangen, was sie sterbend mit ihren Leibern deckten: Das Reich? Heute senken wir nicht in Klage und Wehmut die Köpfe, wenn wir an den Gräbern unserer Gefallenen stehen und zweifeln nicht an döm Sinn ihres großen heldischen Sterbens. Sie fielen nicht umsonst, einen 9. November 1918 wird es nie wieder geben. Die Früchte ihres Kampfes kann uns keine Macht der Welt mehr entreißen. Im Glauben an Führer und Volk, während auf ihren Gesichtern schon der freudige Stolz des Sieges lag, ließen sie in dem Ringen für die Neugestaltung einer besseren Zukunft ihr Leben, im Wissen, daß sie da- „Die vereinigten Nationen können den Krieg nicht eher gewinnen, als bis das englischsprechende Volk unter einem Führer zusammengefaßt ist. Mr. Roosevelt sollte dieser Führer sein, und der das britische Empire vertretende Mr. Churchill sollte den Präsidenten der USA. für diese »alliierte Führerschaft' vorschlagen. Der Präsident muß diktatorische Macht besitzen. Mr. Roosevelt mühte wegen einer persönlichen Macht auch schon deshalb der Führer sein, weil er es bereits über zwei Drittel der englischsprechenden Welt ist und der Gegenangriff der Demokratie in der westlichen Hemisphäre zu erfolgen hat. Der Präsident ist ein sicherer Führer, denn er liebt die Demokratie und haßt den Faschismus. In feinen Händen würde die diktatorische Macht die Fundamente der Freiheit nicht gefährden." Dies Programm einer Diktatur Roosevelts über die englischsprechenden Länder als erster Schritt zur Verwirklichung seines Anspruches auf die Weltherrschaft entstammt nicht etwa der Feder eines der ebenso phantasiebegabten wie ehrgeizigen Leibjournalisten des Weißen, Hauses, der machthungrige Präsident war vielmehr vorsichtig genug, es durch den Mund des- ehemaligen kanadischen Gesandten in Washington William B. Herridge als dessen ureigene Jntensiom in der kanadischen Bundeshauptstadt Ottawa verkünden zu lassen. Die Wirkung auf die kanadischen und im weiteren Sinne britischen Landsleute des Herrn Herridge wollen wir heute unerörtert lassen. Durch ein Netz militärischer und wirtschaftlicher Vereinbarungen ist das britische Dominion Kanada schon längst so völlig zu einem Teil der großen Rüstungsproduktionsstätte geworden, die heute die Vereinigten Staaten für die Alliierten darstellen, daß Roosevelt hier am ersten auf eine günstige Aufnahme für seinen Versuchsballon rechnen durfte. Sehr viel weniger sicher ist er der Stimmung im eigenen Lande. Nicht als ob her Krieg, dem Roosevelt mit seiner provokatorischen Politik so lange nachgelaufen ist, in wesentlichen Teilen des Volkes der Vereinigten Staaten unpopulär wäre oder als ob es unabhängige Politiker gäbe, die es wagen dürften, .offen zu sagen, daß nach ihrer Meinung das Fiasko feines mnerpoli- tischen Sanierungsplans Roosevelt auf die imperialistische Bahn getrieben habe. Nein, daß von alledem keine Rede sein kann, dafür hat der nut dem groß- zügigen Einsatz von Staatsgeldern aufgezogene Agitationsapparat des Präsidenten und feiner jüdischen Freunde schon gesorgt. Denn durch den bleiernen Nebel, der sich durch alle Schleusen der Meinungsmache über die schweren Niederlagen der USA.- Waffen auf dem süd pazifisch en Kriegsschauplatz, über die anhaltenden katastrophalen Tonnageverluste in der Schlacht auf den Weltmeeren, aber nicht minder über die Rohstoffversorgung und Produktion der Rüstungsindustrie wie ein dichter Schleier herniedersenkt, kann niemand in den Vereinigten Staaten sich ein klares Bild von der tatsächlichen Lage seines Landes machen, geschweige denn von den Plänen des Präsidenten. Durch sein raffiniertes System einer ganz auf Verwirrung und Einnebelung abgeftellten Meinungsmache hat Roosevelt erreicht, daß man ihm nicht in die Karten schauen 9. November 1923. Menschenmassen durchfluten : die Straßen Münchens und 'ballen sich zusammen. Wie ein Orkan brausen die Stimmen empor, das Deutschlandlied liegt auf allen Lippen. Ist es noch । jenes Volk, das einst vor fünf Jahren die schmachvollen Tage des Novembers 1918 erlebte? Ist es noch jenes Volk, das einst die Achselstücke von den Schultern der Offiziere riß und die schroarzweiß- rpten Kokarden in den Schmutz stampfte? Fahnen flattern im Wind. Rote Fahnen mit dem schwarzen Hakenkreuz auf weißem Grund. Gruppen treten an. Kompanien formieren sich zum Marsch. Ein neues Deutschland ist im Werden, der Aufbruch der Nation beginnt. Tränen der Freude fteiaen denen in die Augen, die den Marschweg der Kolonnen umsäumen. Da marschiert Schulter an Schulter der Arbeiter neben dem Studenten, der Handwerker neben dem Kaufmann, der eben erst der Schulbank entwachsene Jüngling neben dem Frontsoldaten des Weltkrieges. Von einem einzigen Willen find alle beseelt, von einer einzigen Idee erfaßt. München ist erwacht. Bayern will das Banner der Freiheit über die deutschen Lande tragen, um Abrechnung zu halten mit den Novemberlingen des Jahres 1918. Und dann peitschen an her Feldherrnhalle die Karabinerschüsse der Landespolizei den Kolonnen entgegen, das rasende Hämmern der Maschinengewehre übertönt das Deutschlandlied. Ein viel- tausendstimmiger Aufschrei brandet empor, und als der Pulverrauch verweht ist und das Schweigen des Todes sich über den Odeonsplatz legt, da haben sechzehn Nationalsozialisten ihr höchstes Opfer gebracht ... ihr Leben. Aus altem Adelsgeschlecht stammt der eine, ein namenloser Arbeiter ist der andere. Repräsentanten der Idee, um die siß gekämpft haben: die Nation. Durch die Morgenluft des November 1923 weht die Schande des Verrats, weht der Heldenruhm jener Deutschen, die die Liebe zum Vaterland mit ihrem Tode besiegelten. Der Bau der November- republik, der der Kerker für die deutsche Seele fein sollte, war fast vollendet. An diesem Morgen bricht ein kleiner Stein aus der Kerkermauer ... ein kleiner Stein nur. Im bitteren Schmerz ahnen mir nicht, daß durch die Kerkermauer schon jetzt her erste zage Schimmer der Freiheit bricht. Menschern leider werden durch Kugeln zersetzt, Märtyrer trugen die unsterbliche Idee von der deutschen Tat auf reinen Händen empor zum strahlenden Firmament mit zu unsterblichen Bürgen der Größe unseres Volkes wurden. Aus all den Opfern ist das neue Deutschland erwachsen, über dem hütend die ewige Wache jener Kameraden steht, die einst in hoffnungsloser Nacht das Höchste und Letzte für den Fortbestand der Nation gaben. Ihres Opfers uns würdig zu erweisen ist heute bas Gesetz unseres Handelns. Werner Mühe. Keine Beflaggung am 9. November. Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt: Die am 9. November übliche Beflaggung der Gebäude unterbleibt in diesem Jahre. Ferner teilt der Reichserziehungsminister mit: „Mit Rücksicht darauf, daß der 9. November in diesem Jahre allgemeiner Arbeitstag ist, fällt auch der Unterricht in den Schulen an diesem Tage nicht aus. Der Bedeutung des Tages ist in den einzelnen Klassen in feierlicher Weise zu gedenken." der Ewigkeit. * 9. November 1942. Heute halten mir Umschau und blicken zurück auf den Weg, den mir gekommen sind. Das deutsche Volk steht mieder in Waffen. Hinmeg über bi? Gräber der Soldaten des Weltkrieges, der Toten der Feldherrnhalle und all jener Gefallenen, die in den Jahren des Kampfes um die Neugestaltung der Nation auf den Straßen unserer Heimat ihn Leben aushauchten, ist heute unser Volk zum Endkampf gegen Plutokratie und Bolschewismus aufgebrochen. Zu den Kämpfern des Weltkrieges hat sich die deutsche Jugend gesellt, von einem Willen beseelt, von einer Idee erfaßt, angetreten zum Austrag der großen Entscheidung. Das Hakenkreuzbanner, bas an der Feldherrnhalle zu München zur Blutfahne eines neues Volkes geworden war, spiegelt sich heute in den Fjorden Norwegens, flattert im Novemberwind über den Gefilden Frankreichs, weht im Gluthauch der ägyptischen Wüste und krönt die Berggipfel des Kaukasus. Ein Weg unsterblichen deutschen Heldentums ist es, den mir vor drei Jahren zu beschreiten begannen. Traten mir früher an die Gräber der Gefallenen, besuchten mir die alten Schlachtfelder des Westens 9. November 1918. In der Feme ist mit dumvfem Grollen der letzte Schuß verhallt, der große Kneg ist aus. Dicke Nebelfchmaden haben alles eingehüllt, und nur manchmal peitscht der Wind sie auseinander und jagt die zerrissenen Fetzen durch verlassene Schützengräben, über verschüttete Unterstände und zertrommeltes Gelände. Tautropfen hängen an den Stacheldrähten rote die Tränen der Millionen, die jene beweinen, die nie wiederkommen, die einst hinauszogen in den sommerschwülen Augusttagen des Jahres 1914, den hellen ©iegfriebsglauben im Herzen, um die Heimat mit ihren Leibern zu decken, und jetzt stumm und starr in dep Massengräbern vor Verdun, im heißen Sand der Wüste oder in Rußlands unendlichen Weiten ruhen. Eingesunkene Kreuze stehen auf den Gräbern mit der regenverroaschenen Inschrift: „5jier ruht ... Gefallen fürs Vaterland." Die Wogen des Meeres brausen im Herbststurm über zerschossene Schiffe mit geborstenem Kiel und zerschmettertem Mast, über die stählernen Leider der deutschen Kriegsflotte, die mit wehender Flagge in die Tiefe sank. In der Heimat durchziehen meuternde Matrosen und Deserteure der Etappe die Straßen und übernehmen die Macht, während ein feiges Bürgertum tatenlos hinter den Gardinen feiner Wohnungen zusieht. Kampflos treten die Fürsten ab, niemand stirbt auf den Stufen seines Thrones. Trübe kommen die freudenlosen Tage herauf. Von einer dumpfen Trauer umfangen ist alles, als der große Krieg in diesen Novembertagen dahin- ftirbt. Keine Trommel ertönt, kein Hornruf erklingt, als die endlosen grauen Kolonnen wieder zum Osten ziehen. . Und dann stehen sie zum letztenmal auf irgendeiner deutschen Straße, auf irgendeinem deutschen Platz in Reih und Glied. Ein kleines Häuflein, wo einst Bataillone standen. In der Ferne verlieren । sich die müden Schritte, als das letzte Kommando „Weggetteten!" verhallt ist. Der Nebel verschlingt mitleidig die ausgemergelten Gestalten, die ohne Waffen, im zerschlissenen, lehmverkrusteten grauen Rock auseincmdergehen. Der regendurchroeichte Boden erstickt den Schall ihrer Schritte.---Der große Krieg ist aus. le Mir.tetre. j'eJ J'hct w * ww» feie" purwiir «j per ) inttreMlalre tfe le Ldgetice fcMcooJ uq» *» lor4ree UeberaH hat der Krieg dort, wo geographische oder klimatische Umstände auf ihn einwirken, seine befonöeren Gesetze, und es ist gerade die Kunst des Heerführers, diese Gesetze zu erkennen und danach zu handeln. In Afrikas Wüsten wird ein anderer. Krieg geführt als in Europa. Die ungeheure Weite des Raumes, die Verschiedenheit der Böden — hier Geröll, dort Feinsand, hier Ebene, dort leblose Hügel wie Mondkrater — bestimmt die Kampfart. Die Versorgung mit Wasser und Benzin ist nur durch Anlage von künstlichen Brunnen bzw. Tankstellen möglich, und der Nachschub muß entlang den Straßen durch die Wüste gehen. Seit dem Beginn der Kämpfe in Nordafrika habeiü sich alle Aktionen um diese Grundlagen gedreht. Daraus ergibt sich, daß her Krieg in Nordafrika nicht mit großen Massen geführt wird, sondern mit dazu auch körperlich besonders geeigneten Soldaten, an deren Wendigkeit und Zähigkeit die Wüste die schwersten Anforderungen stellt. Die Männer des deutschen Aftikakorps und ihre italienischen Kameraden in Nordafrika find zahlenmäßig nicht stark, dafür aber mit her Wüste und ihren Gesetzen vertraut, und mit ihren Waffen und Motoren verwachsen. Unter Marschall Rommels Führung haben sie hie schwersten Befestigungen der Briten mit einer Schnelligkeit erobert, die den Briten vollkommen überraschend kam. Sie sind in den verschiedenen Phasen der Kämpfe vor- oder zurückgegangen, \e nachdem die Kampftage es forderte, aber sie haben immer wieder dem Feinde die schwersten Verluste beigebracht, und Rommel hat niemals bas Gesetz des. Handelns verloren. Als er in Aegypten einbrach und bei El Alamein sich festgrub, hat er hie Briten veranlaßt, sehr wesentliche Kräfte nach her von ihm bedrohten ägypttschen Front zu werfen, Tanks und Flugzeuge, die für andere bestimmt waren, mußten in Afrika landen, damit ist bereits ausgesprochen, daß eine einheitliche Strategie, die überall die Fronten | Oer Wehrmachtbericht Fahrzevgkolonnen südlich Ostaschkow an. Der Bahnhof Ostaschkow wurde bei Tag und Nacht bombardiert. Südostwärts des Ilmensees wurden bei einem örtlichen Angriff gegen starken feindlichen Widerstand 37 Kampfstände gestürmt und neun Geschütze und 68 Maschinengewehre und Granatwerfer als Beute eingebracht. Auf dem Ladogasee versenkte die Luftwaffe einen Dampfschlepper und zwei Frachtkähne. Lin Kanonenboot, ein Flakfchiff und sechs Versorgungsfahrzeuge wurden beschädigt. Kampf- und Sturzkampfflieger setzten die Bombardierung von Murmansk und der Mur- manbahn mit guter Wirkung fort. 3n den Gewässern des Nordmeeres wurde ein Handelsschiff von 6000 VRT. durch Bombentreffer versenkt, ein zweites größeres Frachtschiff schwer beschädigt. Deutsche und italienische Verbände haben gestern in heftigen Kämpfen die Panzerformationen des Feindes im Gebiet von F u k a und M a r f a M a - t r u k angegriffen. Gegen Abend war die Schlacht mit unverminderter Heftigkeit gegen den anhaltenDNV. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Frontabschnitt von Tuapse wurden in schweren, von der Luftwaffe wirksam unterstützten Angriffskämpfen' zahlreiche feindliche Kampfanlagen genommen und Gegenangriffe abgewiesen. J 3m Raum des oberen Terek sind deutsche und rumänische Truppen im Zusammenwirken mit Nah- kampffliegerkräfteu gegen verbissenen Widerstand des Feindes weiter im Angriff. Allein in diesem Abschnitt wurden gestern 35 Sowjetflugzeuge abgeschossen. Die Kampftätigkeit in Stalingrad beschränkte sich am 5. November auf rege beiderseitige Stotz- trupptätigkeit und Abwehr einzelner Vorstöße des Feindes. Die Bahnen ostwärts der Wolga wurden den ganzen Tag von Kampffliegern angegriffen. An der D o n f r o n t fetzten ungarische Stoßtrupps über den Fluß und vernichteten auf dem Ostufer mehrere feindliche Stützpunkte und 34 Erdbunker. Mehrere Geschütze sowie schwere und leichte 3nfanteriewaffen wurden erbeutet. den Druck des Feindes im Gange. I Kampfflugzeuge führten Tagesangriffe gegen Die Luftwaffe griff feindliche Stellungen und I verschiedene Orte in Südostengland durch. kann und seine Diktatur keinen nennenswerten Widerstand findet. Die westlichen Demokratien sind zwar angeblich in den Krieg gezogen, um „ihre Art, zu leben" gegen faschistische Bedrohung zu verteidigen, aber heute sagt Roosevelt, der in seinen berüchtigten Kaminplaudereien diese sozialethische Verbrämung eines kraß imperialistischen Krieges besonders liebte, daß die Demokratie nicht die geeignete Regierungsform fei, um einen solchen Krieg zu gewinnen. W-ie sehr er von dieser Maxime durchdrungen ist, zeigt sein unablässiges Bemühen, alle Macht in seiner Hand zu vereinigen und all die Institutionen, die ver- sassungsmäßig berufen sind, seine Macht zu beschränken und ihre Handhabung zu kontrollieren, auszuhöhlen oder rücksichtslos an die Wand zu drücken. Das erstere geschah dem Ober st en Gerichtshof, der unter seinem Vorsitzenden Hughes in der Aera des New Deal zum gefährlichsten Gegenspieler des wirtschaftsreformwütigen Präsidenten geworden war und deshalb erleben mußte, daß Roosevelt die durch eine Herabsetzung der Altersgrenze freiwerdenden Richterstühle mit demokratischen Gesinnungsfreunden besetzte und schließlich gar seinen intimsten Berater, den jübi» sehen Professor Frankfurter zum Vorsitzenden machte, womit alle Gefahr beseitigt war, daß der Oberste Gerichtshof eine seiner diktatorischen Maßnahmen als verfassungswidrig bezeichnen könnte. Das andere in der Verfassung vorgesehene Gegengewicht zu der ja ohnehin mit großer Machtfülle ausgestatteten Stellung des Präsidenten ist der .Kongreß, der eben erst durch die am 3. November stattgefundenen Ergänzungswahlen Gelegenheit bekommen hat, zu zeigen, ob er seiner regulierenden Aufgabe noch gewachsen ist. Die außerordentlichen Vollmachten, die die Verfasiung dem Präsidenten im Kriege als Oberbefehlshaber der Wehrmacht einräumt, hat Roosevelt rücksichtslos zu brauchen verstanden, um den Kongreß, sobald er ihm unbequem zu werden drohte, beiseite zu schieben. Es ist deshalb kein Wunder, wenn in diesen Tagen kritisch eingestellte amerikanische Blätter cbie die vielgelesene Zeitschrift „Fortune" warnend davon sprachen, daß das amerifanische Volt zuerst die Demokratie im eigenen Hause gegen die inneren Feinde verteidigen müsse. Roosevelt hat sein Kabinett durch die Koordination der von ihm aufgezogenen zahlreichen Kriegsämter zu einer so gewaltigen Regierungsmaschinerie aus- gebaut, daß vor ihr die gesetzgebende Befugnis des Kongresses ganz in den Hintergrund getreten ist, denn mit den Kriegsnotwendigkeiten begründet der Präsident die Konzentration aller für die Kriegführung wesentlichen Maßnahmen auch auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet in den Händen seines Kabinetts. Unter seinem Vertrauensmann James Francis Byrnes wurde ein Office of Economic Stabilisation (Amt für wirtschaftliche Festigung) geschaffen, dem der Preiskommissar, der Landwirtschaftsmimster und das Kriegswirtschaftsamt unterstellt wurden. Byrnes soll der starke Mann sein, der mit den ihm gegebenen außerordentlichen Vollmachten die Lebenskosten stabilisieren und damit das Gespenst der Inflation bannen soll, nachdem Roosevelt durch die Drohung, er werde sein Programm zur Stabilisierung der Löhne und Preise, auch ohne den Kongreß durchsetzen, erreicht hat, daß dieser dem Antiin'flations- gssetz zustimmte. Roosevelt hat dann einen Advi- sory Board, einen Staatsrat, gebildet, dem die Vorsitzenden aller für die Kriegführung wichtigen Ministerien und Kriegsämter angehören. In ihm hat sich der Präsident ein Organ geschaffen, das berufen ist, wesentliche Befugnisse des Kongresses an sich zu reißen, vor allem auch die wichtige Frage der Krieasfinanzierung, wenn dieser in seiner neuen Zusammensetzung mit dem durch die Wahley beträchtlich verstärkten republikanischen Flügel den Anforderungen Roosevelts Schwierigkeiten entgegensetzen sollte. Der Präsident hat es durch den von seinen Freunden beherrschten Agitationsapparat und ourch brutale, Diffamierung seiner politischen Gegner, vor allem der Isolationisten, die sich gegen seine kriegsprovozierende Außenpolitik gewandt batten, ausgezeichnet verstanden, die Unzufriedenheit, bie aus der Enttäuschung über die Kette der Niederlagen auf den Schlachtfeldern des Pazifik weite Kreise des amerikanischen Volkes erfaßt hat und sich nun in scharfer Kritik an der Art der Kriegführung Roosevelts geltend macht, auf den Kongreß abzulenken, obwohl dieser lediglich durch seine passive Resistenz, die er den Rooseveltschen Diktaturgelüsten entgegenstellt, vor der Öffentlichkeit als Hemmschuh wirkt, während die Schwunglosigkeit, das Fehlen von großen Ideen und Plänen von Hand unbz Fuß, der unbeschreibliche bürokratische Wirrwarr in dem Bereich zwischen Kriegsämtern \ und Rüstungsindustrie, die Interessentenwirtschaft Und das Kriegsgewinnlertum, die in der amerikanischen Oeffentlichkeit so lebhaft beklagt werden, allem auf das Schuldkonto der Rooseveltschen Regierungspraxis kommen. Trotzdem ist es Roosevelt gelungen, den Kongreß als Sündenbock für alle Versager seiner Kriegspolitik hinzustellen und ini eine Vertrauenskrisis hineinzumanövrieren. Wenn in dieser Stimmung voller Abneigung gegen den Kongreß das amerikanische Volk am 3. November das Repräsentantenhaus ganz und den Senat zu einem Drittel neu gewählt hat, dazu eine Anzahl von Gouverneuren und hohen Beamten der einzelnen Bundesstaaten und wenn nun bei der Wahl die Republikaner gegenüber den Demokraten nicht unbeträchtliche Gewinne haben davontragen können, so verdient festgehalten zu werden, daß die Grundhaltung beider Parteien in allen entscheidenden Fragen der Außenpolitik im wesentlichen übereinstimmt. Ja zahlreiche republikanische Senatoren und Abgeordnete unterstützen die diktatorische Kriegführuna Roosevelts, während viele ^Demokraten die selbstherrlichen Allüren ihres Präsidenten nur mit größtem Unbehagen sehens Für das künftige Verhältnis zwischen Präsident und Kongreß ist also das bloße Wahlergebnis noch keineswegs entscheidend, es wird vielmehr davon abhängen, wie sich Freunde und Gegner des Präsidenten im neuen Kongreß zusammen find en werden. Aber als Stimmungsbarometer deuten die Wahlen doch auf schlecht Wetter und können als Ausfluß der Enttäuschung über den bisherigen Verlauf des Krieges auch von Roosevelt nicht übersehen werden, vor allem, wenn es sich bewahrheiten sollte, daß Roosevelt, wie es in vielen Berichten aus den USA. bereits angedeutet wird, beabsichtigt, sich für die Präsidentschaftswahlen 1944 zum vierten Male nominieren zu lassen, wobei ihm dann in dem soeben zum Gouverneur von Neuyork gewählten Demokraten Dewey wahrscheinlich ein ernsthafterer Gegenkandidat erwachsen würde als es die Marionette Willkie 1940 gewesen war. Bis dahin sind es aber noch zwei Jahre, die Roosevelt Zeit hat, seine Diktatur auszubauen, wobei es fraglich ist, ob der jetzt gewählte 78. Kongreß der USA. nicht ebenso ein gefügiges Werkzeug in der Hand des Präsidenten sein wird, wie es trotz mancher Obstruktionsversuche sein Vorgänger im großen und ganzen gewesen ist. Um das recht savenscheinig gewordene demokratische Mäntelchen zu flicken, mit dem Roosevelt seine Diktatur drapiert, bedarf es jedenfalls Männer mit größerer Energie und Unabhängigkeit, wie sie im amerikanischen Kongreß auf die politische Bühne zu treten pflegen, zumal wenn jedem Kritiker des Rooseveltkurses die Verfemung als Mitglied der 5. Kolonne und Landesverräter droht. Mit solchen Mitteln wird Roosevelt auch den neuen Kongreß trotz seiner dem Präsidenten weniger günstigen Zusammensetzung in Schranken halten. Dr. Fr. W. Lange. Mexikanische Fremdenlegion unter bolschewistischer Führung. Mexiko-Stadt, 6.Nov. (Europapreß.) Das mexikanische Verteidigungsministerium hat dem ehemaligen rot-spanischen „General" Jose M i a j a die Ermächtigung erteilt, eine Fremdenlegion unter mexikanischer Flagge aufzustellen. Sie soll zunächst aus rund 200 in Mexiko lebenden ehemals rot-spanischen Offizieren und einigen tausend früheren rot-spam- schen Mannschaft bestehen. Für die Zukunft erwartet man, daß „Freiwillige" aus anderen Ländern sich der Legion anschliehen werden und hofft, daß sie allmählich die Stärke einer Division erlangt Die Feindseligkeiten auf Madagaskar eingestellt. Vichy, 6. Nov. (DNB.) Wie es in einer amtlichen Mitteilung heißt, sind nach zwei Monaten härtesten Widerstandes auf der Insel Madagaskar die Kämpfe eingestellt worden. Am Donnerstagmittag hatte der Generalgouverneur noch über die verzweifelte Lage der Verteidigung Bericht erstattet. Ambalavao hatte acht Tage Widerstand geleistet und mußte in der Nacht zum Mittwoch unter dem Druck von 2000 angreifenden Engländern kapitulieren. Der Befehlshaber der franzöfifchen Streitkräfte auf Madagaskar hatte nur noch 27 europäische Soldaten zur Verfügung. In Uebereinsttm- mung mit der Regierung und unter Würdigung der Zwecklosigkeit eines weiteren Widerstandes hat er deshalb mit dem Feind Verhandlungen ausgenommen, xnn die Feindseligkeiten einzustellen. Staatschef Marschall P ö t a i n hat an den Generalgouverneur A n n c t eine Botschaft gerichtet, in der er den Heldenmut der Truppen auf Madagaskar würdigt. Gleichzeitig hat der Ministerrat beschlossen, dem Generalgouoerneur Annet und dem General G u i l l e m e t, dem Kommandierenden der fran- zösiischen Truppen auf Madagaskar, das Kriegskreuz mit der Palme zu verleihen. Oie Behandlung der Kriegsgefangenen. Eine japanische Warnung an England. Tokio, 6.Nov. (Eurovapreß.) Eine Erklärung des Auswärtigen Amtes besagt, Die japanische Regierung habe mit schwerer Besorgnis Kenntnis genommen von den Berichten der deutschen Regierung über die unmenschliche Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch die britischen Behörden und über deren Absicht, diese Behandlung auch auf italienische Gefangene auszudehnen. Die japanische Regierung habe bisher aus menschlichen Rücksichten die Grundsätze des internationalen Rechts befolgt und den in ihrer Hand befindlichen zahlreichen britischen Kriegsgefangenen die bestmögliche Behandlung angedeihen lassen. Sie mache aber die britischen Behörden darauf aufmerksam, daß, falls diese ihre Haltung nicht ändere, sie sich gezwungen sehe, gemeinsam mit den Vergeltungsmaßnahmen der Deutschen Regierung die den britischen Kriegsgefangenen bisher zuteil gewordene Behandlung neu z u überprüfen, um die brt» tische Regierung auf diese Weise zu einer Aenderung Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biernath 44. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Sie haben Gonzales also um viertel zwölf aus dem Korso gesehen!" rief er, und es fehlte nicht viel, daß er vor Dankbarkeit ihre Hand ergriffen hätte. „Oh, Madame Perano, Sie ahnen nicht, welchen Disnst Sie mir mit dieser Mitteilung erwiesen haben! Die halbe Präfektur sitzt in Lokalen aller Art herum und bemüht sich, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen." Er griff nach seinem Panama und sprang aus. „Damit kann ich unter den Fall Brackmann den Federstrich setzen. Ich bin Ihnen außerordentlich dankbar. Leben Sie wohl, Madame Perano, und gute Reise! Ich verspreche Ihnen feierlich, mich von jetzt an häufiger bei Ihnen sehen zu lassen. Ich bin nämlich ein Kun st- enthufiast — und der Dienst läßt einem so wenig Zeit." 9. Kapitel. Forester verbrachte in seinem Hotelzimmer ein iaar unangenehme Stunden. Abgesehen davon, daß hm nach dem plötzlichen Anlauf nicht einfallen oollte, wie man der Perano beikoMmen könnte, edrückte ihn am meisten der Gedanke, seine Ge- shle und seine Enttäuschung vor Karen verraten (haben. Die Siesta ging vorüber, aber Forester erte von Viertelstunde zu Viertelstunde, sich bei en zu melden. Er läutete Santacilla em paar- l an, erhielt aber immer den Bescheid, daß der -ümiffar die Präfektur verlassen habe. Kurz vor r klopfte es an seiner Tür. Karen ... orefter schlich zu seinem Bett, verwählte die qpe und fuhr mit allen Fingern durch die Haare. 3)j,en Augenblick, bitte", rief er, als würde er aus äfften Schlaf gerissen. Es war die beste Art, an Id) peinliche Entschuldigungen zu ersparen. Kasteinetwegen brauchen Sie sich nicht schön zu m!" ertönte es von draußen. Es war Santa- Stimme. Forester verzichtete darauf, die ächzenden Geräusche eines sich eilig ankleidenden Mannes vorzutäuschen und öffnete die Tür. „Nun Don Santacilla, was bringen Sie?" Santacilla trat wie der Weihnachtsengel über die Schwelle und drückte die Tür sorgfältig zu. „Eine Menge schwerster Indizien gegen Ciquita Perano. Wenn es uns noch gelingt, in ihrem Besitz die Pistole nachzuweisen, schließt sich die Kette lückenlos." „Mir will leider nichts Gescheites einfallen, Don Santacilla." „Wir werden uns beeilen müssen, denn morgen früh verläßt Madame Perano Verakruz mit der Morelos, um in Miami oder Palm Beach ihre Nerven aufzumöbeln." „Donnerwetter ...!" rief Forester. „Merkt sie schon, daß der Boden zu heiß wird?" „Sie glaubt sich wahrscheinlich schon ganz sicher. Aber beruhigen Sie sich, Doktor! Ich habe ihr zwar angenehme Reise und gute Erholung gewünscht, ich bin jedoch davon überzeugt, daß die Morelos Verakruz ohne Madame Perano verlassen wird. Notfalls verhafte ich sie morgen früh aus ihrer Kabine heraus. Gründe genug wären vorhanden, obwohl es mir verdammt angenehm wäre, die Indizien bekämen durch die Pistole, mit der Gonzales erschossen wurde, eine reale Grundlage. Was ich entdeckt und sestgestellt habe, genügt mir, um die Perano äußerst verdächtig zu finden. Ob es dem Gerichtshof genügen wird, ein Urteil zu fällen, ist eine andere Frage, die ich nicht bestimmt beantworten kann. Und schließlich handelt es sich ja nicht nur darum, ihr zu beweisen, daß sie den Mord an Gonzales begangen hat ... Ihnen und Senorita Orgassa wird der Nachweis wichtig sein, daß Brackmann ihn unter keinen Umständen begangen hat. — Sie sehen, Doktor, ich bin bekehrt ..." Forester errötete plötzlich heftig. Die Worte San- tacillas erinnerten ihn an ein eigenes Eingeständnis. Er schluckte, als würge er einen harten Bissen herunter. „Schießen Sie los, Don Santacilla", bat er ungeduldig. Santacillas Erscheinen hatte alle trüben (Sekanten verbannt. Er stand wieder ganz im Bann des Falles und fieberte danach, die Aufgabe zu läsen. Santacilla hob den Daumen: „Erstens: Man kann den Weg von der Präfektur zu Gonzales und von Gonzales zur Perano in zehn Minuten zurück- legem Zweitens: Ich fand Madame Perano bei Reife- Vorbereitungen. Sie scheint sich hier nicht sehr sicher zu fühlen. Drittens: Die Perano spielte die trauernde und unttästtiche Witwe. Dabei habe ich mit Sicherheit sestgestellt, daß ihre Beziehungen zu Gonzales in den letzten Jahren ziemlich stark abgekühlt waren. Es ist zwischen den beiden häufig zu Auseinandersetzungen gekommen. Wenn man den Skandalchro- nisten Glauben schenken darf, hat Madame Perano Gonzales sehr oft Grund zu Eifersuchtsszenen ge- geben. Das Verhältnis scheint so gewesen zu sein, daß Gonzales von ihr nicht los kam, während sie seiner überdrüssig war." Forester stieß einen leisen Pfiff aus: „Sehr interessant, Don Santacilla. Wie haben Sie das in so kurzer Zeit herausgebracht?" Santacilla kratzte sich den Hals. „Ich bin ver- heiratet, Doktor", murmelte er, als gestände er eine schwere Verfehlung ein, „und meine Frau .. " (fr beendete den Satz nicht, sondern schloß mit einer merkwürdigen, ein wenig verzagten Handbewegung. Forester blickte zartfühlend zu Boden. „Aber nun passen Sie auf", fuhr Santacilla etwas unvermittelt fort und hob zu den drei bereits festgehaltenen Fingern den vierten: ,^Ich bemerkte, daß mein unerwarteter Besuch die Perano einigermaßen beunruhigte. Wahrscheinlich befürch- tete sie, ihre Reisevorbereitungen konnten mich stutzig machen. Ich spielte den Harmlosen, und ich glaube, ich spielte meine Rolle gut." „Weshalb haben Sie die Perano eigentlich aufgesucht, Don Santacilla?" „Um sie sicher zu machen und um ihr eine Falle N stellen. Ich erzählte ihr, Brackmann leugne die Tat zwar, aber er sei restlos überführt. Auch sein merkwürdiger Einfall, die Patronenhülse wegzu- raumen, habe ihm nichts genutzt, denn es fei nicht scywer gewesen, ihm nachzuweisen, daß aus seiner ihrer Haltung zu veranlasien. Gleichzeitig gab bas Außenministerium eine weitere Mitteilung aus, m welcher gegen die unmenschliche Behandlung protestiert wird, welche die amerikanischen und kanadischen Behörden den japanischen Zivilinternierten angedeihen ließen. Abstellung dieser Mißstände wird gefordert. Feindliche Entstellungen. Eine italienische Verlautbarung zu den Kämpfen in Aegypten. Rom, 6. Nov. (DNB.) Amtlich wird als Ergänzung zum italienischen Wehrmachtbericht vom Donnerstag mitgeteilt: Unser Wehrmachtbericht ist in der gegenwärtigen Phase der Kämpfe an der Aegyptenfront wie immer durchaus authentisch und objektiv, dagegen sind in der vom Hauptquartier der alliierten Streitkräfte im Mittleren Osten aus- gegebenen Sondermeldung zahlreiche Heber« treibungen und Fälschungen enthalten. Nur die darin enthaltene Angabe über die Zahl der Gefangenen, die feit Beginn der Schlacht auf 9000 geschätzt wird, kann als ungefähr richtig betrachtet werden. Es handelt sich in der Tat bei einem Kampf, der, großenteils durch Panzer ausgefochten wird und durch das rasche Hin- und Herfluten der Operationen gekennzeichnet ist, um einen unvermeidlichen Anteil an Gefangenen, die Infanteriedivisionen angehören. Es kann hinzugefügt werden, daß ein nicht unbettächtlicher Teil der Gefangenen erst gemacht wurde, nachdem sie verwundet waren. Die übrigen Angaben über die Vernichtung von 266 Panzern, die Vernichtung ober Außerkampfsetzung von 600 Flugzeugen, die Versenkung von 100 000 Tonnen Schiffsraum sind dagegen völlig willkürlich und weit oon den Tatsachen entfernt, die unendlich viel bescheidener sind. Die Truppen der Achsenmächte kämpften und kämpfen prachtvoll, alles übrige, das heißt, das unvermeidliche Hin- und Herfluten der Operationen, gehört zum Charakter des Wüst e n t r i e g e s, der nunmehr dem italienischen Volk wohlbekannt ist. Das italienische Volk folgt mit tiefer Anteilnahme, aber mit gelassener Ruhs dem Gang der Ereignisse in Nordafrika und weiß inmitten Der grotesken Entstellungen und lieber* treibungen der Feindagitation die Wahrheit zu erkennen. \ Das Wahlergebnis in den LIGA. Sieg der Republikaner größer als erwartet. Lissabon, 6. Nov. (Europapreß.) Die soeben bekanntgegebenen endgültigen Resutate der amerikanischen Kongreßwahlen lassen, wie das Kriegs» informationsamt es formuliert, einen noch größeren Gewinn der Republikaner erkennen, als ursprünglich angenommen wurde. Er reicht jedoch nicht ganz zur absoluten Mehrheit aus. Im kommenden 78. Kongreß werden die Republikaner im Repräsentantenhaus 208 Sitze gegen bisher 1*61, das heißt 47 mehr haben. Schätzungen nahmen einen Gewinn von etwa 15 bis 25 Sitze an. Die Demokraten halten aber immer noch 220 Sitze, also die Mehrheit. Im Senat, wo nur ein Drittel der Mitglieder neu gewählr worden ist, konnten die Republikaner 10 Sitze gewinnen und damit 38 erreichen gegenüber einer demokratischen Mehrheit von 56 Sitzen. Der Vizepräsident der USA., Henry Wallace, erklärte nach einem Besuch im Weißen Hause: „Der Wahlausgang mit einem Sieg der Republikaner hat uns nicht überrascht. Mit dem Präsidenten bin ich aber der Ansicht, daß das Ergebnis die demokratische Partei zufriedenstellen kann. Wenige junge Jahrgänge haben abstimmen können, da die meisten entweder in der Armee stehen oder vielfach in einer Rüstungsfabrik arbeiten, an Orten, wo sie noch nicht das Wahlrecht erwarben. Daher war es vielfach die wohlhabende Schicht, die Zeit fand, zur Wahlurne zu gehen. Diese Kreise sind fast ausschließlich Republikaner. Angesichts der geringen Wahlbeteiligung ist es ein Wunder, daß wir und nicht die republikanische Partei die Mehrheit er- „Der Ausgang der Wahlen bedeutet offensichtlich, daß das Land mit dem Verlauf des Krieges unzufrieden ist", erklärte Senator Vandenberg (Michigan). „Das Land wünscht ein Höchstmaß an Wirksamkeit und ein Mindestmaß an Irrtümern bei der Kriegführung", fuhr er fort Es wünsche ferner, daß dem New Deal und allen anderen politischen Richtungen für die Kriegszeit die Hände gebunden werden. Pistole ein Schuß abgefeuert worden sei. Nach heftigem Leugnen habe er dann endlich eingestanden, diesen Schuß nicht etwa auf Gonzales, sondern ein paar Stunden vorher sozusagen als Munitions* probe abgegeben zu haben ..." „Kein schlechter Trick", gab Forester zu, „aber die Kugel?" „Ich erzählte ihr, die Kugel habe den Schädel durchschlagen und sei leider unauffindbar verloren; aber auch dieser Umstand nutze Brackmann nichts .. „Ausgezeichnet!" rief Forester. „Sie hätten sehen sollen, wie die Perano aufatmete!" Santacilla schloß für eine Sekunde die Augen, als rufe er sich diese Situation noch einmal ins Gedächtnis zurück. — „Sie ist übrigens ein ver» dämmt gut proportioniertes Frauenzimmer .. gestand er und schluckte bei den Worten, als beengt ihn sein Kragen ein wenig. Forester runzelte die Brauen und sah Santacilla mit einem tadelnden Blick, der zu sagen schien, er fände diese Bemerkung aus dem Mund eines verheirateten Mannes als durchaus überflüssig und ungehörig. Santacilla hüstelte und kehrte mit einem kleinen Ruck vom Nebengleis auf die alte Strecke zurück. „Unb jetzt setzte ich alles auf eine Karie. Ich berichtete ihr, der Kriminalarzt hätte seine ur? sprungliche Meinung, Gonzales sei bereits um elf Upr erschossen worden, nach gründlicher Untersuchung dahin geändert, der tödliche Schuß fei doch erff fine bolbe Stunde später abgegeben worden.. / „Ach, ich verstehe, also in der Zeit, als die Perano bei Ihnen auf der Präfektur saß?" „Ganz recht. Damit schob ich ihr das Alibi hin, und sie griff natürlich mit beiden Händen zu. Und dann spielte ich den Ratlosen wegen der sich daraus ergebenden Zeitdifferenz. Gonzales müsse sie, da sie zwanzig Minuten nach elf bei mir erschienen [et, doch etwa um elf oder doch kurz vor elf verlassen haben. Da er nun aber erst um 11.30 Uhr ermordet worden sei, ergebe sich für mich die bis Damn ungelöste Frage, wo er sich in dieser halben Stunde aufgehalten habe. (Fortsetzung folgtj ey Kunst und Wissenschaft BAYER * BAYERKREUZ 3369V X 'HPHARMAZf/7 K November 1942 05629/ 05669Z o auf« Gießen, Marburger Str. 28 05677 Z CARL HAM J5642Z das aMw/äfaie Vleue bringt Ihnen die Füße! Die bewä Laubach (Oberhessen) Villingen (Oberhessen) beseitigt zuve Hühneraug Für die wei Hal Dir Dein Arzt ein Heilmittel — etwa eines unserer bewährten Präparate — für bestimmte Zeil verordnet, so nützt es Dir itfdits, wenn Dn es trotzdem länger gebramhst tm Gegenteil: das könnte vielleicht nachteilig sein! Hast Du nod) Es grüßen als Verlobte Mariechen Metzger Ernst Krelcker Unteroffizier Daubringen , Treis a. d. Lda. 7. November 1942 Dentcen Sie daran, wieviele Krankheiten mit Hilfe von B AYER-Arzneimitteln ge- heift wurden, wevrefe Leiden gelindert! Beschwerden, so kann nur der Arzt entscheiden, ob die Arznei weiterhin am Platze fei. Wertvolle Heilmittel werden so oräteineoumd Aller Nutzen gespart. gegenübergestellt. Auch dieser erlebte nämlich eine Frau als „sein Schicksal": die Mutter des Musikers, deren Mann der Vater einst im Duell erschoß. Das unabänderliche Geschick verlangt nun Opfer und Verzicht. Gobsch geht es nicht um die vordergründigen Geschehnisse, er bemüht sich um höhere Einsichten aus sitllichem Auftrag, der in diesem Fall im Verzicht und Opfer des jungen Ehemannes gegeben ist. Denn damit findet der begnadete Ausnahmemensch den Weg frei zur Erfüllung seines einmaligen Gesetzes. Die Konzeption ist vom Dichter konsequent durchgeführt. Was sich abspielt, scheint! dort für römisches und bürgerliches. Recht und wurde noch im gleichen Jahr a. o. Professor. Er siedelte dann nach Gießen über, wo 1912 seine Ernennung zum Ordinarius erfolgte. Vier Jahre später ging Fischer nach Halle, 1918 folgte er einem Ruf nach Jena und 1929 nach Breslau. Seine wissenschaftliche Arbeit galt besonders der Lehre vom Schadenersatz, dem Familien- und Erbrecht und rechtsphilosophischen Studien. Bei den Arbeiten für die Erneuerung des deutschen Rechts hat er sein Wissen vor allem auf dem Gebiete des deutschen Erbrechts eingesetzt. — Der außerplanmäßige Prof. Dr. Rich. v. Kienle an der Universität Hamburg ist zum o. Professor für vergleichende Sprachwissen- Wissenschaftliche Werke Sondergebiet d£r BrQhl'schen Druckerei Mich, des .enator oünscht Maß r fort i allen Die Schuhe halten länger und blerben länger schon! »riet. soeben imeri« inegs» grö« r er« te. Er it aus. !publi- Sitze Schilt- 15 bis immer nah wählt tze ge» einer „Die Weltenuhr-, ein neues Schauspiel von Hanns Gobsch. Qm Milieu zeitnah, im Aufriß seiner Problematik aber zeitlos^ bietet Hanns Gobschs Schauspiel „Die Weltenuhr", das soeben in Augsburg uraufgeführtwurde, dramatisierte Konversation über Mensch und Schicksal, wie es ein vom Autor sehr grundsätzlich gemeinter Fall von schicksalhafter Begegnung zur Betrachtung stellt. Eine mit einem Flugzeugkonstrukteur und Kampfflieger verheiratete junge Frau ist für einen schöpferischen Musiker „das Schicksal" geworden. Er erschüttert die Ehe der jungen Frau und findet die Parallelität einer anderen Schicksalsfügung, vor Jahrzehnten abgerollt, aber nun im Vater der Frau unmittelbar ihm Kaufe Elektroapparate - Bügeleisen Kocher - Föne - Staubsauger Radioapparate usw. neu, gebraucht und reparaturbedürftig. Schr. Angeb. unt. 3362D an den Gießener Anzeiger erbet. Statt Karten! Für die überaus zahlreich. Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßl. unserer goldenen Hochzeit sagen wir allen, die an uns gedacht haben, auf diesemWege unseren herzlichen Dank Heinrich Faber II. und Frau Katharine, geb. Velten Großen-Linden, im Nov. 1942 _____________________3380 DZ Ihre Vermählung geben bekannt Wilhelm Vogel Christine Vogel geb. Michel Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Rudolf Metzger Unteroffizier Anneliese Metzger geb. Georg Ihre Vermählung geben bekannt Paul Rohde Oberwachtmeister In einem Art.-Regt Lotte Rohde, geb. Lepper Statt Karten! Für die erwiesen. Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer goldenen Hochzeit danken wir herzlichst Adolf Langsdorf, Friseurmeister und Frau Johanna, geb. Eise Gießen (Weserstr.8), i. Nov. 1942 s____________________________05658 Z 3 bty M Pfote. Und öi. 'Hung = Cr. hl ist 1 der 3 und artier aus. der, alten. Zahl hlacht richtig Ü bei aus- und . um l dis i,3uge. ■I der Der. ?r dis i)tung r, die > sind von eschei, lpften heißt» )pera. Wü. nschen folgt Ruhs weiß leben iu en ace, „Der ikaner en bin bemo« junge neijfen i einer ! noch 5 viel« b, zur t aus- ringen ir und »tt en in. Parteiung statt Parteien. Stockholm, 28. Oktober 1942. Willi Pohl Obergefr. in einem Inf.-Regt. Anna Pohl, geb. Reuel kriegsgetraut im November 1942 Dungelbeck 128 Gießen bei Peine Am Kugelberg 55 7. November 1942 ______________3379 DZ Ihre Vermählung zeigen an Albert Steinmüller Arzt Annelotte Steinmüller geb. Rannersmann Gießen Bremen Bahnhofstraße 26 Holl er-Allee 33 7. November 1942 tlugen. al ins n oer; r ••• beengt itacilla schien, eines ig und einem Strecke te. um eil Unterer d»4 en" - perano bi ft u. Und ch W ,1 oett die W chhef' anden, m ein litions- „aber schade! rlorenl fmann sehen von der Schwierigkeit, eine Welt zu planen, deren Aussehen noch niemand voraussagen kann , daß die Grenzen zwischen den alten Parteien nicht mehr gültig sind. Ein treffendes Beispiel bot unlängst ein Bericht über die Reform des Erziehungswesens nach dem Kriege, den ein Unterausschuß der Konservativen Partei ausgearbeitet hatte. Sobald dieser Vorschlag der Zentralversammlung der Partei unterbreitet wurde, stteß er auf so heftige Kritik, daß er nach kurzer Zeit als unannehmbar fallen gelassen wurde. Die einen nannten ihn reaktionär, die anderen sagten, er fei allzusehr der Vergangenheit verhaftet. Dieser Gegensatz findet sich überall. Mit einem Schlagwort könnte man sagen, daß es in allen Parteien Fortschrittliche und Reaktionäre gibt. Richt einmal darüber, daß es grundlegend anders werden müsse, gibt es Einigkeit, sondern eine allerdings ziemlich kleine Minderheit träumt noch heute von der Möglichkeit einer Rückkehr zu alten Formen. Aber selbst wenn diese Minderheit aufgefogen werden könnte, so würden dann erst die Schwierigkeiten beginnen. Daß diesem Chaos der Meinungen und Ideologien gegenüber die alten Parteien ziemlich hilflos sind, ist nicht einmal überraschend, es spricht vielmehr für die Stärke der überlieferten Parteiformen, daß nach außen hin immer noch der Schein der ideologischen Trennungen gewahrt roerben konnte. Tatsächlich sitzen aber heute auf den Bänken der Konseroattven vielfach fortschrittlichere Männer als Ein altbewährtes Abführmittel in neuem Gewände mtltictannleti6e$Ietn« Sitttroafi« »»-ch Set6ampfensttDOnnra. Saxlehner natürl. Brnnnensalz Hirnyadi-Zänos e, e»rtält »le «I.lche» w=ti»on™ E!«°n1ch-I--° und _wt. »« ÄÄ ra w «äs? £ 2.— RM. fe allen Apotheken und Drogerien. Immer griffbereit ond über ll General-Bertricb: Alsred Ucnnckcr, Bcrlin 83350, Spichernstr. 4. Kaufe EleMomotore,sowie Diesel- unb Dampfmaschinen in jeder Größe, auch reparaturbedürftig. Schriftt. Angebote unt. 33631>an den Gießener Anzeiger. Oie Krisis des Parlamentarismus Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Nächst dem aus dem Mittealter überlieferten Ge- sellschastsgefuge waren die großen politischen Parteien bisher die wichtigste Stütze des englischen Parlamentarismus. Die schwere Krisis des Parlamentarismus rührt nun daher, daß zugleich mit ider Verschiebung der sozialen Struktur auch die TMenz und Bedeutung der politischen Parteien m Frage gestellt worden sind. Zum Teil ist natürlich „bas eine durch das andere bedingt, aber allein vom -Sozialen her läßt sich der Verfall des Parteiwesens botb nicht erklären, da gerade in England eme ^Parteibildung noch dem Berufs- oder Geburtenstand 'ursprünglich unbekannt war. Selbst die Labour- Partei fuhrt durch ihren Namen etwas irre. Gewiß spielen die Gewerkschaften innerhalb der Labvur- Brwegung -eine sehr wesentliche Rolle, aber stärker als in manchen anderen Ländern ist die englische Labourpartei eine theoretisch-doktrinäre Angelegenheit, so daß von Anfang an ein nicht unbedeutender , Anteil von Weltanschauungssozialisten mit den eigentlichen Arbeitervertretern Hand in Hand ging und vielfach sogar die Führung übernahm. Hierher gehören als Beispiel nicht nur der Ärbeitersohn Ramsay Macdonald, sondern auch der Sohn Lord Pormours, Sir Stafforü Cripps. Die beiden alten Parteien, die Konseroattven und die Liberalen, rekrutterten sich dagegen von jeher aus den gleichen Schichten der Bevölkerung. Die Grenzen zwischen beiden Lagern waren oft sehr unbestimmt, so daß ein Wechsel der Partei nichts ungewöhnliches war. Temperamentvolle und ehrgeizige Politiker kreuzten wohl sogar mehrfach den Flur des Unterhauses, wie Churchill, der als Konservativer keine Laufbahn begann, aber erst nach fast 20 Jahr« Fahnenflucht M den Liberalen wieder ins alte Lager zurückkehrte. Das Nachdrängen der mittleren und unteren Be- oölkerungsschichten in die politische Verantwortung hatte also allein diesen Parteien kaum geschadet. Alle drei hätten in gleicher Weise ihren Wirkungskreis ausdehnen können. Die wirkliche Erklärung für den Niedergang der Parteien liegt in dem Fehlen eines klaren Programms. Es gibt nichts, wofür sich die Konseroattven heute ein- ..setzen, was nicht auch die Liberalen oder die La- bour-Partei mit gleichem Recht auf ihre Fahnen Rreiben könnten. Nicht einmal der berühmte Wirt- aftsgegensatz von Schutzzoll und Freihandel ist geblieben. , . , , . Dabei ist man in allen Parteien eifrig, ia beinahe verzweifelt auf der Suche nach einem kon- sttukttven und im Wahlkampf auch zugkräftigen Programm. Die Schwierigkeiten einer solchen Aufgabe liegen auf der Hand. In einer Zeit, da die Außenpolitik als selbständige Disziplin zu bestehen ; dufgehört hat, und die Innenpolitik allein von dem Gebot, den Krieg zu gewinnen, bestimmt wird, finden die Parteien, zumal sie als Glieder her Re- gierujigsfoalition zur Mitverantwortung gezwungen sind, nur wenig Raum für eigene Arbeit und Gedanken. So kommt es, daß die Programme sich fast ausschließlich mit der Nachkriegswelt beschäftigen. Hier aber zeigt sich nun — ganz abge- aus dem Unken Flügel der Labour-Partei, und um« gekehrt findet sich unter der älteren Generation der Arbeitervertreter mehr reaktionäres Denken, als bei manchem Grafensohn auf der anderen Seite des Hauses. Da ist es nun kein Wunder, daß neue Versuche zur Gruppenbildung an der Tagesordnung sind. Hier muß man wieder unterscheiden zwischen denen, die glauben, neue Parteien an die Stelle der alten setzen zu müssen, und den anderen, die meinen, daß die Parteilosigkeit die politische Form der Zukunft sein wird. An einem praktischen Fall wurde das dieser Tage deutlich. Vor wenigen Monaten schloß sich der frühere Liberale Sir Richard A c l a n d , der unter dem Motto „Vorwärts, marsch!" eine als Massenbewegung gedachte Gruppe gegründet hatte, mit dem unabhängigen Unterhcmsmitglied Vernon Bartlett und dem linksgerichteten Schriftsteller Priestley zu einer neuen Partei zusammen, die in Erinnerung an Cromwell den anspruchsvollen Namen „Commonwealth" erhielt. Jeßt ist diese Ehe schon wieder geschieden worden. Den Grund gab die meist gut informierte Wochenschrift „Ecconomist" an. Priestley und Bartlett versprechen sich nichts yon einer Massenbewegung, sondern glauben, schneller und wirksamer durch individuelle Einflußnahme zur Umsetzung ihrer Ideen in die Praxis zu gelangen. Die alten Parteien begrüßen das Scheitern dieser Neugründung mit Befriedigung, doch ist das eine recht unfruchtbare Empfindung, die zudem ungeeignet ist, den Parteien das Leben zu retten. Sie sterben zusammen mit den übrigen alten Formen, indessen die 'ungezügelte Packeiung das Feld behauptet. sch en (er spielte selbst den verzichtenden Ehemann) inszenierte dieses Kammerspiel sehr diskrek. Die Dämpfung aller Effekte ging sogar soweit, daß das Spiel etwas Starres erhielt, was in fühlbaren Gegensatz zur Substanz des Stückes geraten mußte. Alfred Dahlmann. hochschulnachrichten. Im Alter von 68 Jahren starb der o. Profesior der Rechte an der Universität Breslau, Oberlandesgerichtsrat a. D. Dr. Hans Albrecht Fischer. Fischer wurde in Schönberg (Mecklenburg) geboren. Er studierte in Halle, Berlin unb Rostock und promovierte 1897 in Rostock. 1903 habilitierte er sich Wir haben ans verlobt Friedel Conrad Karl Kaiser z. Z. Et. im Felde Lang-Göns Ulm/Donau Memmingen - Köberlestrabe 3 November 1942 Gießen z. Z. in Urlaub Seltersweg 73 Statt Karten! Für die vielen Aufmerksamkeiten anläßlich unsere^Verlobung danken wir hiermit, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Ella Römer Heinz Gast, San.-Feldwebel Heuchelheim, Gießener Str. 28 _______________________3382 DZ Glänzen: Nach dem richtigen, sparsam! Aufträgen von Erdal büJ man den Schuh gründlicj™ Glanz> .Dieser wird .hä J schöner^ wenn man A lappen nachreibf, "^Dann strahlt Deutschen Rechtsworterbuches und von 1933 Ms 1941 Assistent am Sprachwissenschaftlichen Seminar der Universüät Heidelberg. 1934 habilitierte er sich in Heidelberg, 1941 wurde er außerplanmäßiger Professor und mit der vertretungsweisen Wahrnehmung des Lehrstuhls für vergleichende Sprachwissenschaften an der Hansischen Universität beauftragt. — Der Leiter des Zoologischen Instituts der T. H. Danzig, Prof. Dr. Egon S ch l o t t k e, wurde auf den außerordentlichen Lehrstuhl für Zoologie der Reichsuniversität Straßburg berufen. Schlottke, der 1901 geboren wurde, habilitierte sich 1931 in Rostock und wurde 1938 n. b. a. o. Professor an der T.H. Danzig, wo er 1940 außerplanmäßiger Pro- fessor wurde. Dem Andenken helmnlh Bräutigams. Der junge, im Krieg gefallene Helmuth Bräutigam kam mit einer Folge „Wenn die Spielleute kommen" im Rundfunk zu Gehör. Die Spielschar der HI., unter Leitung von Reinhold Wächter, war seinen frischen, im besten Sinne volkstümlichen Vertonungen ein verständnisvoller Ausdeuter. Von der Stilaebung des Barock beeinflußt, fand Bräutigam auf eigener Spur einen schön' klingenden, oft kühnen und schwierigen Satz. Stücke wie die „Weisen von der kleinen Cilikaja und der großen Kumm- Kumm", das reizende „Heißa Kathreinerle", und der fantose „Kohlbauerntanz" mit seiner aparten Rhythmik weisen bereits eine sehr beachtliche Handschrift auf. Im .Hohannisreigen" klingt die Vielfalt der Erfindung und die geschickte Themendurcharbeitung noch einmal besonders auf, so daß der Verlust ersichtlich wird, den das Jugendmusikschasfen durch den Tod Bräutigams erfahren hat. Aus aller Wett.. Rettungstal deutscher Offiziere. In der Nähe von Düben (Departement Loire 3nf6rieure) badeten eine Mutter und ihre beiden zwölf- und fünfzehnjährigen Töchter in der Loire, als die beiden Mädchen von einer heftigen Strö- mung fortgerissen wurden. Demselben Schicksal ver- fiel bie zur Hilfe herbeigeeilte Mutter. D r e i d e u t- s ch e Offiziere, die den Vorgang bemerkt hat- ten, sprangen sofort ins Wasser und retteten durch ihr entschlossenes Eingreifen Mutter und Töchter vor dem Ertrinkungstod. Santa Margherita überschwemmt. An der italienischen Riviera ist der bekannte italienische Kurort Santa Margherita Ligure infolge anhaltender heftiger Regengüsse von den die Stadt durchfließenden Bergbächen fast vollständig unter Wasser gesetzt worden, wobei die Erdgeschosse und Keller sowie viele Geschäfte überflutet wurden. Zwei Personen ertranken. Infolge anhaltender Regengüsse ist der Wasserstand des Lago Maggiore so stark gestiegen, daß die tiefer gelegenen Stadtteile von Pallan za unter Wasser stehen und der Verkehr in der Stadt nur noch mit Booten möglich ist.' Viele Boote sind gestrandet. Im Krissgshafen Spezia hat ein Wolkenbruch den Verkehr in der Stadt lahmgelegt. In Venedig ist das Wasser der Lagune auf den Markus-Platz eingedrungen und hat auch die tiefer gelegenen Stadtteile überschwemmt. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Stellvertreter bet Hauptjchriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadl Gießen, Provinz, Wirtschaftend Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig^mleiter: Hans Beck. । Anzeigenpreisliste Nr. 6. zwar sehr real, vermag aber wegen seiner Unwahr- schäften ernannt worden. Er wurde 1908 in Vien- scheinlichkeiten nicht über eine allenfalls allegorische gen (Baden) geboren, studierte in Heidelberg, Wien Wirkung hinauszudringen in den Raum des mensch- und Berlin und promovierte 1931 in Heidelberg, üch wahrhaftigen Lebensgefühls. Walter Oehmi- Von 1930 bis 1933 war er Assistent am Archiv des In allen Apotheken mimrinjui ifuifuiruuj 005 05684 GEBR. CHEMISCHE Gebr., Sflamm | Gasherd 05628 sucht gute In Gießen: Seltersweg 63 05651 05593 einzureichen. 2244V Mittler, Düsseldorf. 32BeV Verschiedenes 1659A Ltei§; ?r, •TAftl. 2.38,4,45,7,30 ; So. 2,00,4.30,7.30 Uhr P^jngswerkJ t. fiir d. Lenberg, für die 13: ienst irr. ' 4. 10, Dekan Gedächtnis- Trauring a. Bahnh. Lang- Göns gefunden. Abzuti. beif339oO Weihbinder Müller, Holz beim. der Universitätsstadt Gießen Sonntag, den 8. November 18.30 bis 21.30 Uhr Frau Luna. . gibt Lcdersohien länger? Haltbarkeit, macht Sie »rass ererb stoß end f Bedeutendstes fach unternehmen Süddeutschlands , In ruhig. Hause möbl. 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II, des Kriegsverdienst-Kreuzes mit Schwertern, Infanterie-Sturmabzeichens und des Verwundetenabzeichens am 22. September bei den schweren Kämpfen um Woronesch den Heldentod starb. Seine letzte Ruhestätte fand er auf einem Heldenfriedhof in Repnoje. In tiefer Trauer: Martha Dambmann, geb. Weitzel und alle Verwandten. Marburg/Lahn (Höhlsgasse 9), Großen-Buseck Von Beileidsbesuchen bitten wir höflichst absehen zu wollen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Luise Matt, geb. Kettner, Gießen, 7. November 1942. ijjLi Danksagung. Allen denen, die uns in unserem Schmerz durch den Helden- tod unseres heißgeliebten, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Heinrich Haas, Uffz. in einem Inf.-Regt., ihre Anteilnahme durch Wort und Schrift entgegenbrachten und allen, die an der Gedächtnisfeier teilnahmen, sagen wir hiermit innigen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Döll, den Schulkameraden und dem Gesangverein. In tiefer Trauer: Familie Balth. Jakob Haas. Steinbach, den 6. November 1942. Mineral-Milcheiweiß Einige einfach möblierte, evtL leere Zimmer mit Heizmöglichkeit z. Unterbringung von deutschen Gefolgschaftsmitgliedern gesucht Poppe » Suche 2-3-Zim.-Wohng. Bevorzugt: Wieseck und Klein-Linden. Schr. Ang. unt. 051O4p. d.G.A. Junge Frau sucht 2-ZiMoliHg in oder um Giehen. Schr. Ang. unt. O5686 a.d.G.A. (Stellenangebote] Uralter für WW ilSOOqm - Nähe Rodbeimer Str., gesucht. - Evtl. Berkaus. Schr. Ang. unt. 3359D a.d.G.A. | Mietgesuchej Aelt., ruhig. Ge- sc^istsehepaar sucnt sofort oder spät, eine schöne 4-ZimiD.-Wolmuag m. Bad u. Heiz., evtl, auch Ein» familienhauö, zu mieten. Schriftl. Angeb. unter 05696 an den Gieh. Anz. Schöne 3-4-3immet- MNlW in Giehen oder Umgebung, auch möbliert, sofort oder b>3 1. Januar 1943 gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 05693 an d. Gieh. Anz. 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Dank und Bekenntnis. Am morgigen Sonntag gedenkt das deutsche Volk in den Feierstunden der Partei seiner gefallenen Helden, des gewaltigen Opfers der Männer, die- für unser Volk uni) für die Größe und Zukunft des Reiches ihr Leben hingegeben haben. Ihr Opfergang begann bereits im ersten Weltkrieg 1914/18, er sand eine Fortsetzung in.dem Blutopfer der Gefallenen der Bewegung vor der Feldherrnhalle in München und in dem sahrelangen schweren Ringen um die innerdeutsche Befreiung, er wird jetzt wiederum von Tausenden von Männern vollbracht, die sich in dem gegenwärtigen Ringen um die Freiheit und Vie Zukunft unseres Volkes in der Welt bis zum Letzten einsetzen. Der Opfertod aller dieser Männer, die ebenso gerne gelebt und gewirkt haben wie jeder von uns, die aber nicht zögerten, ihr Letztes und Höchstes für die Gemeinschaft hinzugeben, ist für unser Volk als Ganzes und für jeden Einzelnen eine Verpflichtung. Mögen wir in der Heimat an unserem Arbeitsplatz, in unserem Familienkreise, beim Wirken für die Gemeinschaft ober sonstwie auch noch so viel tun, es wird alles nur ein Bruchteil dessen sein, was jene toten Helden durch ihren Kampf und die Hingabe ihres Lebens für jeden Einzelnen von uns geleistet haben. Daran müssen wir uns besonders an einem Gedenktag wie diesem erinnern. An diesem Tage wollen wir unseren Gefallenen nicht nur mit Worten oder mit warmherzigem Empfinden danken, wir müssen uns vielmehr bemühen, diesen Dank durch eine Bekundung der Tat wenigstens zu einem kleinen Teile erkennbar zu machen. Zwar kann auch ein Opfer fn Gestalt einer Geldspende für das Kriegswinterhilfswerk nicht im entferntesten mit dem verglichen werden, was unsere, gefallenen Helden durch die Hingabe ihres Lebens für uns geleistet haben. Aber mit unserer Opserspende — sie darf nur ein wirkliches Opfer sein! — können wir doch soziale Taten für die Gemeinschaft fördern helfen, die im Sinne unserer gefallenen Helden ideell ganz auf der gleichen Ebene ihres Opferganges liegen. Um dieser Zielsetzung willen wollen wir am morgigen Gedenktag unseren Gefallenen durch wirkliche Opferspenden eine erneute Bekundung unseres Einsatzwillens und zugleich unserer Kampfentschlossenheit im Geiste ihres Opfers darbringen. Lebensmittel unter polizeilicher Kontrolle Ladenzeiten, Friseurgeschäste, Zigarrenfabriken und Sandgruben unter dem Auge des Gesetzes. Aus der Stadt Gießen. Kleine und große Sorgen. Es liegt in der Art des Menschen, daß er sich mit der Zukunft beschäftigt. Er tut zwar fein möglichstes, um sie nach feinem Willen zu formen, aber er weiß zugleich, daß es viele Dinge gibt, die außerhalb seines Willens liegen und die daher feinen Weg beschatten können. So kreisen seine Gedanken immer wieder um das Kommende, und wenn dieses unangenehmer Natur ist, nehmen die Gedanken die Form von Sorgen an. Für viele Menschen gehörte einst die Sorge, sobald sie die unbeschwerte Zeit der Kindheit hinter sich hatten, zu den treuesten Begleitern ihres Lebens. Gerade zu Anfang des Winters legten sich häufig beklemmende Fragen aufs Herz. Woher das tägliche Brot nehmen, wenn's keine Arbeit gab? Woher das Holz, um zu heizen? Woher die Arznei, wenn eines krank wurde? So stand die Sorge immer wieder vor dem einzelnen, aber eben nur, weil er ein einzelner war. In einer echten und wirklichen Gemeinschaft hat diese Art Sorge keinen Raum mehr, weil die Gemeinschaft dem einzelnen, wenn feine Kraft einmal zu schwach ist, die Last abnimmt. Wo man den Begriff Volk verstanden hat und mit ihm Ernst macht, da kann es keine Not mehr geben, soweit deren Beseitigung in der Macht des Menschen liegt, und da ist es unmöglich, daß der eine im Ueberfluß lebt und der andere hungert urtb friert. Da bedarf es auch keiner besonderen Verheißung und keines besonderen Lohns, um den Willen zum Helfen zu fördern, Haben wir also noch ein Recht, von Sorgen zu sprechen? Wir wollen dabei ganz absehen von jenen Sorgen, die diesen durch viel Leid und Not geweihten Namen gar nicht verdienen. Wenn sich heute jemand noch darüber den Kopf zerbricht, ob das Bier im Laufe des Krieges vielleicht nicht doch noch dünner wird oder ob die seidenen Strümpfe vielleicht nicht doch noch ausgehen, so sind das keine Sorgen mehr, sondern unnütze Gedanken. Gewiß, es gibt daneben noch Sorgen, die einen andern Zuschnitt haben, und das Leben ist oft eine harte Sache, auf dessen weitem Feld immer wieder Steine fortzuraumen sind. Aber auch da gilt, daß das Gewicht dieser Steine häufig mehr von der persönlichen Auffassung des betreffenden MeUschen abhängt als von deren wirklicher Größe. Bis ihn _ bann bas Leben in feine Zucht nimmt und ihm plötzlich eine große Sorge aufs Herz legt, vor der die kleinen, die etwas so Lähmendes und Unfruchtbares an sich haben, verschwinden. Manche von den Dingen, die uns früher beschäftigten, sind vor dem Erlebnis des Krieges und seinen viel größeren Fragen, bedeutungslos geworden, und die vielen kleinen Sorgen,um die Belanglosigkeiten des Da-- seines sind zurückgetreten vor der einen großen um das Wohl derer, die man draußen weiß, und um das Schicksal des Volks, das um sein'' Leben kämpft. Es scheint der Wille der Gottheit zu sein, daß wir die sorgende Kra^t unseres Herzens nicht auf die Dinge, sondern auf die Menschen richten, die uns nahestehen und die wir in der Waage des Schicksals wissen. Das ist die einzige Sorge, die auch vor dem strengen Gericht des Krieges besteht! Und neben der Sorge der Mutter, der Gattin, der Braut die Sorge des Staatsmanns, der sich um sein Volk müht und der die Sorgen der ganzen Nation auf sich nimmt! Diese Sorge, in der die Kraft des gemeinsamen Blutes ist upb bie den Pulsschlag bes schöpferischen Lebens in sich trägt, — diese Sorge um unser Deutschland und seine Söhne wollen mir immer haben!, W. F. (Sitte Stunde der Gemeinschaft mit unserer Kriegsmarine. . Eine lehrreiche und zugleich unterhaltsame Stunde erlebten am gestrigen Freitagvormittag die Schüler und Schülerinnen mehrerer Gießener Schulen in einem Lichtbilderoortrag, den unsere Kriegsmarine der Gießener Jugend bot. Der Beauftragte der Kriegsmarine beim hiesigen Wehrbezirkskommando, Fregattenkapitän Chorus, konnte zu Beginn mit Recht darauf Hinweisen, daß unsere Kriegsmarine von heute in dem gleichen bewährten und opferbereiten Frontgeist wie ihre Vorgängerin von 1914/18 sich einsetzt. Nach der Vorführung eines Kurzfilms, der interessante Ausschnitte aus dem Dienst der Minensucher zeigte, berichtete Leutnant zur See Wysk in zwangloser und fesselnder Weise von dein Dienst unserer blauen Jungens auf den Minensuchbooten. Er gab den mit außerordentlicher Spannung zuhörenden jungen Menschen, aber auch den als Gäste erschienenen Volksgenossen in älteren Semestern ein anschauliches Bild dieses Dienstzweiges der Kriegsmarine mit dem Ergebnis, daß bie Herzen warm mürben bei der Erksnntnis all dessen, was auch hier von unseren Kämpfern zur See geleistet wird. Die auf persönliche Erlebnisse im Minensucherkampf gegen England aufgebaute Schilderung des Berichters gab Anlaß zu herzlichen Dankeskundgebungen an den Vortragenden, zugleich auch für unsere Männer zur See. Die' Vorführung des Films vom Stapellauf des Schlachtschiffes „Tirpitz" im Frühsommer 1939 bildete den vortrefflichen Abschluß der schönen Stunde der Gemeinschaft mit unserer Kriegsmarine. Zimmer für Studierende. Die Bereitstellung des erforderlichen Wohnraums für Studierende hat in den Hochschulstädten seit mehreren Semestern große Schwierigkeiten bereitet. Der Reichsinnenminister hat im Einvernehmen mit den beteiligten Stellen bie ©emeinben aufgefordert, der Unterbringung der Studierenden und insbesondere der Wehrmachturlauber ihr besonderes Augenmerk zuzuwenden. Sie sollen die Hoch- und Fachschulen sowie das Reichsstudentenwerk bei ber Wohnraumbeschaffung mit allen Kräften unterstützen und namentlich die Wohnungsämter einschalten. Diese Maßnahmen liegen im Interesse der Hochschulstädte selbst, da diese sonst, wenn bie ausreichende Unterbringung nicht mehr gewährleistet ist, für den Zugang von Studierenden gesperrt werden müßten. Gießener Vocheamarktpreife. * Gießen, 7. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 51, Wirsing' % kg 6 bis 9, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 6 bis 10, rote Rüben 10, Spinat 12 bis 15, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 5 bis 6, Rosenkohl 20 bis 25, Tomaten 25, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Feldsalat 47 bis 50, Aepfel 30 bis 35, Birnen 25 bis 30, Lauch 15, Sellerie 16, Blumenkohl, das Stück 50 bis 70, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 8 bis 15, Rettich ö bis 2Q, RadiesKen, das Bund 10 Rp^ Die Gewerbepolizei für den Stadtkreis Gießen hat ein außerordentlich umfangreiches Arbeitsfeld zu betreuen. Eines ber wichtig- tigsten gilt ber Kontrolle der Lebensmittelgeschäfte und der Läden aller Branchen, u. a. auch der Friseurgeschäfte, Zigarrenfabriken und sogar der Stein- und Sandbrüche. In der jetzigen Kriegszeit kommt ber Kontrolle ber Lebensmittel befonbere Bebeutung zu. - lieber diesen Zweig haben wir uns mit dem Sachbearbeiter berv Gewerbepolizei, Diplom- Volkswirt re übet, unb seinem Mitarbeiter, Polizoiobersekretär H o l z i g e l, unterhalten. Die Gewerbepolizei für den Stadtkreis Gießen ist seit Mai 1939 von der staatlichen Polizeiverwaltung abgezweigt und dem Oberbürgermeister (Stadtverwaltung) übertragen worden. Ihr Aufgabengebiet umfaßt die Durchführung der Gewerbeordnung mit ihren vielfältigen Bestimmungen, bie Veterinärpolizei nach den Bestimmungen des Dieh- seuchengesetzes und die daraus erwachsenen Aufgaben, die Gesundheitspolizei mit den Aufgaben bes Hebammengesetzes, ber Handhabung bes Gesetzes über den Umgang mit Giften, der Anordnungen gegen Kurpfuscherei, der Ueberwachung bes Lahnwassers, schließlich bie Lebensmittelpolizei mit ben Obliegenheiten, bie sich aus dem Lebenßntittel- gesetz ergeben. Die Dienstobliegenheiten der Beamten erfordert nicht nur ein genaues und außerordentlich umfangreiches Wisse«, um die jeweils einschlägigen Bestimmungen der vielen Gesetze und Verordnungen, sondern auch eine ftaunenerregeiibe Warenkenntnis auf dem sehr vielseitigen Gebiete der Lebensmittelversorgung: man kann sogar sagen, daß das Fachwissen- der Kaufleute vieler Branchen sich iin ben mit der polizeilichen Lebensmittelkontrolle beauftragten Beamten vereinigt. Don dem weitschichtigen Arbeitsgebiet der Gewerbepolizei wollen wir uns heute besonders die Tätigkeit der Lebensrnittel- und Warenkontrolle betrachten. / * 1 Stichproben sind ein wichtiges Mittel der Kontrolle durch die Gewerbepolizei. Da rollt eine Kohlenfuhre durch die Straßen. Das Fuhrwerk wird von dem Kontrollbeamten der Gewerbepolizei an- gehalten. Der Beamte hat seine Kontrollwaage bei sich. Aus dem mi[ gefüllten Säcken beladenen Wagen werden einige herausgegriffen und gewogen. Das Gewicht wird in Ordnung befunden. Das Fuhrwerk kann weiterrollen. Bei derartigen „fliegenden Kontrollen" werden gelegentlich aber auch Mindergewichte festgestellt. In solchen Fällen greift der Kontrollbeamte sofort energisch durch. Zunächst wird die ordnungsmäßige Belieferung des Bestellers sichergestellt. Daneben gibt es für den Verkäufer, je nach Sage des Falles, eine kostenpflichtige Verwarnung oder eine Strafanzeige bei Gericht. Dabei braucht bei dem Lieferanten nicht etwa eine Betrugsabsicht vorzuliegen, auch eine Leichtfertigkeit oder Nachlässigkeit eines Mitarbeiters hat derart schwerwiegende Folgen. Es geht eben darum, die gerechte Versorgung des Käufers zu gewährleisten. Gleiche Kontrollen sind in den letzten Wochen beim Transport von größeren Kartoffelmengen in Säcken, Gemüse usw. durchgeführt worden. Ueberraschungsbesuche werden häufig auch den Milchtransporten gemacht. Da steht der Kontrollbeamte der Gewerbepolizei nicht nur an Werktagen, sondern sogar Sonntag früh zwischen 5 und 6 Uhr schon in der Zentralstelle, bei der die M'lchtrans- portautos mit Hunderten von Kannen Milch anrollen. Im Verlaufe von mehreren Stunden, bis in die Mittagszeit hinein, auch an Sonntagen, werden aus zahlreichen Kannen Milchproben in kleine Fläschchen entnommen, die zur Untersuchung auf Wasser- und Fettgehalt dem Chemischen Untersuchungsamt zugeleitet werden. Jedes dieser kleinen Fläschchen trägt die genaue Angabe des Milchlieferanten, der für den Inhalt der Milchkanne verantwortlich ist. Das Ergebnis der Untersuchungen des Chemischen Untersuchungsamtes ist für die Stel- lungnabme der Gewerbepolizei maßgebend. In den meisten Fällen ist der Befund der Milch hinsichtlich des Wasser- und Fettgehalts erfreulicherweise einwandfrei. Es kommen gelegentlich aber immer noch Mängel vor, die zu energischen Maßnahmen gegen den Milchproduzenten Anlaß geben. In diesen Fällen erfolgt Strafanzeige bei Gericht mit entsprechender Steigerung der Strafen bei der Wiederholung von Mängeln. Der Gesamteindruck der Milchkontrollen geht aber dahin, daß unsere Bauern und ßanbro’rte sich ihrer großen Verantwortung für die Lieferung einwandfreier Milch durchaus bewußt sind. * Die ständige Nachprüfung der Beschaffenheit und der Lagerung von Lebensrnitteln aller Art läßt sich die Lebensmittelpolizei besonders angelegen sein. Da erscheint ganz überraschend in einem Lebensmittelgeschäft, einer Metzgerei, einer Bäckerei, aber auch in den Küchen und Lagerräumen der Hotels oder Speisewirtschaften der Konttollbeamte der Gewerbepolizei zur Nachschau. Er wendet lerne Aufmerksamkeit nicht nur der Beschaffenheit, sondern — um als Beispiel hier das Brot anzuführen — auch dem Gewicht der Ware zu. In der großen Mehrzahl aller Fälle kann er den ordnungsmäßigen Befund bescheinigen. Es ist aber auch schon vorgekommen, daß manches Brot wegen Mindergewicht beschlagnahmt werden mußte — es wird der NSV. zur Verfügung gestellt — und der Bäckermeister ein unangenehmes' Nachspiel erlebte, erst recht bann/ wenn derartige Sünden schon Vorgänger hatten. Auch manche Wurst konnte gelegentlich vor den einwandfreien Feststellungen des Chemischen Untersuchungsamtes die Probe aufs Exempel nicht bestehen und brachte ihrem Hersteller durch angemessene Bestrafung eine fühlbare Einbuße am Geldbeutel. Bei den Wurftproben entnimmt der Konfrollbeamte 150 Gramm je Sorte, bei der Prüfung von Fleischwurst wird wegen des Wassergehalts.stets eine ganze Wurst zur Prüfung mitgenommen. Die Wurst wird von dem Kontrollbeamten bezahlt, er stellt dem Metzger auch eine Bescheinigung über das Gewicht der entnommenen Wurstmenge aus und gibt ihm damit die Grundlage für die entsprechende Anrechnung bei der Markenstelle des Ernährungsamtes. Die Probewurst wird ungesäumt dem Chemischen Untersuchungsamt ober auch dem Vetevinär-Untersuchungsamt zugeleitet. Dort wird sie so gründlich nach jeder Richtung hin untersucht, auch mit Hilfe von chemischen Mitteln, daß von ihr nicht das kleinste „Frühstück" übrigbleibt. Von dem Befund der Untersuchungsstelle hängt die Entscheidung der Gewerbepolizei ab. In Bäckereien und Metzgereien, ebenso in allen anderen Lebensmittelgeschäften, wird bei dem Kontrollbesuch auch die Sauberkeit der Warenlagerung, im Laden sowohl wie im Vorratsraum, stets gründlich unter die Lupe genommen. In Kolonialwarengeschäften z. B. wird die Beschaffenheit aller Waren auch hinsichtlich echter oder unechter Färbung usw. scharf nachgeprüft. Die Blicke des Kontrollbeamten wandern dabei auch unter den Ladentisch. Kurzum: gibt nichts, was bei einer derartigen Kontrolle nicht mit aller Gründlichkeit nachgeprüft und in dem Kontrollbericht vermerkt würde. Bei der Prüfung der Küchenbetriebe in Gaststätten wandert der kontrollierende Blick auch in die Kühlschränke, in den Kartoffel- und Gemüsekeller usw., nicht zuletzt in die Küche und Kochtöpfe selbst. Wird in einer Gaststätte — es sind deren in Gießen nur ganz wenige und nur kleine — in der Küche Pferdefleisch verarbeitet, so muß der Gaststätteninhaber an deutlich lesbarer Stelle feines Lokals einen Aushang machen, auf dem zu lesen steht: „Hier wird Pferdefleisch verarbeitet." * Die Ladengeschäfte der Lebensmittelbranche, beispielsweise auch die Friseurläden (hinsichtlich der Sauberkeit), die Speiseeisbetriebe, deren ' es in Gießen nur 66 gibt, allerdings einschließlich bet Konditoreien, Kaffees und Bäckereien mit diesem Spezialzweig, der Diehmarkt hinsichtlich ber einwandfreien Beschaffenheit der Viehtransportwagen usw., die Zigarrenfabriken (hinsichtlich der Sauberkeit bei ber Tabakverarbeitung und ber Betriebseinrichtungen), ja sogar Steinbrüche und Sandgruben hinsichtlich der ordnungsmäßigen Beschaffenheit ihrer Umzäunung, sie alle und noch andere Spezialgeschäfte werden von der Gewerbepolizei fortlaufend kontrolliert. In neuerer Zeit wird auch besonderes Augenmerk auf bie genaue Einhaltung der vorgeschriebenen Ladenzeit gerichtet. In diesex Hinsicht besteht begründeter Anlaß zu scharfer Aufmerksamkeit. Auf wohlbegründete Einwände oder Wünsche der Geschäftsinhaber wird weitgehend Rücksicht genommen. Es kann und darf aber nicht so sein, daß manche Geschäftsleute die Meinung vertreten, sie könnten ihre Läden ganz nach ihrem Ermessen zu einem beliebigen Zeitpunkt öffnen oder schließen. Man darf nicht außer acht lassen, daß — um nur ein Beispiel anzuführen — viele Frauen, die gegenwärtig in anerkennenswerter Weise in kriegswirtschaftlich wichtigen Betrieben tätig sind und früh morgens bereits an ihrer Arbeitsstätte sein müssen, nicht vor den beiden letzten Abendsttlnden ihre Einkäufe machen können. Daher muß darauf gesehen werden, daß die Geschäfte abends bis zur behördlich angeordneten Schlußzeit geöffnet sind. Gegebenenfalls, kann dafür, je nach Lage der Dinge und im Hinblick auf Stromersparnis, ein gewisser Ausgleich für die Zeit des frühen Vormittags eingeräumt werden. Verstoße gegen die behördlich bestimmte Ladenzeit werden mit gebührenpflichtigen Verwarnungen bzw. mit Strafanzeigen geahndet. * Mit dieser kleinen Auswahl aus einem umfangreichen Arbeitsgebiet mag es heute genug sein. Es geht aus den Erkenntnissen bei unserem Besuch hervor, daß die Gewerbepolizei in ber Stadt Gießen in sorgsamster Weise ihre Aufgaben erfüllt. Dafür gebührt ihr alle Anerkennung. 6. Verdunkelungszeil: 7, November von 17.43 bis 7.00 Uhr. S. Rovember von 1741 bis 7M UhL ♦♦ Eine Kranzniederlegung am Hel- dendenkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz findet am morgigen Sonntag, 8. November, 10.30 Uhr, durch den Kreisleiter statt. Vertreter der Partei, und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, der Polizei, des Reichskriegerbundes und der NSKOV. sind zu der Feier eingeladen. ** Die Dienstzeit der Behörden ist durch Anordnung des Reichsstatthalters in Hessen (Landesregierung) wie folgt festgesetzt worden: von Montag bis Freitag auf die Zeit von 8 bis 17 Uhr, Samstag auf die Zeit von 8 bis 14 Uhr. ** Karl Luther, der als Schneefchuhlaufer und Paddler sich einen bekannten Namen gemacht hat, ein Sohn der Stadt Gießen, begeht am 9. November in München seinen 60. Geburtstag. Sohn eines Braumeisters, besuchte eb das Gymnasium und die Universität in Gießen und wandte sich dann in München der Presse zu. Seit über drei Jahrzehnten gibt er die Halbmonatsschrift „Der Winter" heraus. Von seinen Schriften seien genannt: „Schule des Schneelaufs", „Der Skitourist", „Der große Sprung", „Paddelsport und Flußwanderung", „Geschichte bes Eis- unb Schneesports", „Der deutsche Skilauf" und „Alpine Skiparckbiese". ** 8 4 Jahre alt. Am morgigen Sonntag, 8.November, kann Frau Wwe. Eis en Hut in Wieseck, Gießener Straße 120, in körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 84. Geburtstag begehen. Der Jubilarin herzlichen Glückwunsch. ** Gießener Konzertring. Man schreibt uns: Als zweiter Solistenabend im Rahmen der Veranstaltungen des Gießener Konzertringes 1942/43 findet am Mittwoch, 11. November, ein Liederabend ber als Oratorien- und Konzertsängerin in gleicher Weise bekannten unb geschätzten Altistin Lore Fischer statt. Durch ihr umfangreiches unb kultiviertes stimmliches Material, das der tiefsten Verinnerlichung und der stärksten Leidenschaft fähig ist, hat die Künstlerin bei ben Choraufführungen m der Stadtkirche wie bei ihren Liederabenden in der Universitätsaula stets Begeisterung und Bewunde- rung hervorgerufen. ** Ausgabe von Sptzifezwiebeln. Aus die Nährmittelkarte 42, Abschnitt 35, werden in den nächsten Tagen Speisezwiebeln ausgegeben. ** Schneegänse auf dem Zug. Am Donnerstag zwischen 18.30 und 19.40 Uhr ließen sich am Sudrand der Stadt, hauptsächlich innerhalb des Vororts Klein-Linden, große Scharen von Schneegänsen nieder. Sie ruhten aber nicht von ihrem langen Fsuge aus, sondern flogen ununterbrochen, laut „kruh-kruh" schreiend, in niedrigster Höhe über Häuser unb Fluren, so daß viele Leute auf die Straße liefen, um die Tiere zu beobachten. Leider war die Sicht so gering, daß man die Tiere auch nicht in nächster Nähe sehen konnte. Erst nach mehr als einer Stunde wurde es wieder ruhiger, und der nächtliche Spuk verschwand. Dem Ruf „kruh-kruh" zufolge müßten die Tiere Kraniche und nicht Schnee« oder 'Graugänse gewesen sein. Amtsgericht Gießen. Unter falschem Namen hatte sich der Heinrich Ebel aus Kochern im Juni und August im piefigen Gerichtsgefängnis und im Juli im Gerichtsgefängnis in St. Goar in die Gefangenenbücher einschreiben lassen. Er hatte dazu eine Ausweiskarte benutzt, die auf den Namen Josef Mader lautete und die er gesunden hatte. Dadurch entstanden in den Gefangenenbüchern unrichtige Eintragungen, die den Namen Maders belasteten. Ebel hatte ferner eine Lohntüte mit 84 RM., die ein Bergmann auf der Landstraße zwischen Berstadt und Wölfersheim verloren hatte, gesunden und für sich behalten. Wegen Unterschlagung und fortgesetzter mittelbarer Falschbeurkundung wurde der Angeklagte zu zwei- Jahren und vier Monaten Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt. Landkreis Gieße«. '£ Heuchelheim, 6. Nov. Heinrich Weigand und feine Ehefrau Helene, geb. Volkmann, feierten heute das Fest dergoldenen Hochzeit. Beide erfreuen sich noch bester Gesundheit. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. G.A -Sport. Dom Fußball. ' Bübingen — 1900. Die Blau-Weißen müssen morgen zur Sportgemeinde Büdingen und stehen damit abermals vor einer schweren Ausgabe. Durch den vorläufigen Ausfall von Maintz ist eine weitere Veränderung in der Mannschaft erforderlich geworden. Durch oer- schiedene Urlauber ist jedoch einigermaßen Ausgleich geschaffen worden, und mit der Besetzung ßeuning, Wimmler, Schuck, Kistler, Knauß, Drösch, Feustel, Schellhaas, Köhlinger, Jörg, Ebert hofft man zwar nicht auf einen Sieg, aber immerhin auf ein achtbares Abschneiden. Handball-Vorschau. Holzheim — Luftwaffe Gießen IT. Holzheim sorgte in den letzten Spielen für manche Ueberraschung. Durch Einstellung älterer Spieler ist man in diesem Treffen in der Lage, den Soldaten alles abzuverlangen. Auf eigenem Boden erwartet man daher Holzheim als knappen Sieger. hJ.-handbatt. Grüningen — Mtv. Gießen TI. Grüningen muß dieses Spiel mit Ersatz bestreiten. Die Mannschaft wird trotzdem versuchen, mit dem Tabellenführer Schritt zu hatten. Bei aller Anstrengung der Gießener werden sie der Platzmann- mannhaft doch bie Punkte überlassen müssen. Mtv. Gießen I — Lang-Göns. Durch den Platzvorteil erwartet man Gießen in Front, zumal bie Gäste mit Ersatz antreten müssen. DT-Klasse. Grüningen — Mtv. Gießen II. Mtv. Gießen I — Lang-Gons. Klein-Linden — Holzheim. Watzenborn — Allen dorf a. d. Lda. Frankfurter Schlacßkviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Nov. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochfen 38 bis 47, Bullen 36 bis 45, Kühe 25,50 bis 45, Färsen 37 bis 46, Kälber 40 bis 59, Hämmel 52 bis 54, Schafe 34 bis 46, Schweine 59 bis 64. Marktverlauf: alles zugeteilt. Briefkasten Der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit ber Schriftleitung.) A. §ch. G. Dem schikanösen Verhalten Ihres Nachbarn könnten Sie mit einer Unterlassungsklage ent» gegentreten. Die Klage ist bei dem Amtsgericht zu .erheben, in defjen BeM der Nachbar, [einen Mchv« IM hak * oStÄM-D-tÄMPE MIT DER DOPPElWr^ Immer guter Einkauf * * * * * * * L * * o * * Verkauf an Jedermann! * * * * * * * * * WEINBRENNEREIEN jfäMen/ PALLIATIV-CREAM LIKORFABRIKEN am Montag, A —G t=s HANAU-BERLIN B MEDOPHARM Arzneimittel I Hamborg 36 Postfach 113 Mittwoch 4. Ausgabetag Kindemahrung DUCHER PU1KI ratur einzusenden. 3374D Gehwol gehört Ins KNORR * * * W * * * OSRAM-LAMPEN * ■* itkslolz Gehwol am Dienstag, am Mittwoch, 10. November 1942 11. November 1942 9. November 1942 10. November 1942 sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl 1. Ausgabetag 2. Ausgabetag 3. Ausgabetag Montag, Dienstag, schwendung, weldie die gleichmäßige Arzrreiver- sorgung oller Volksgenossen beeinträchtigt. Ein feststehender Begriff erfolgreicher Kosmetik Eine Soße darf man nie zu lange kochen, da sie sonst einschmort und es wäre schade um jeden Tropfen. Kochen Sie nach unserem Rezept! den KNORR-Soßenwurfei fein zer* drucken, mH etwas Wasser glatt» röhren, V< Liter Wasser beifugen und unter Umrühren 3 Minuten kochen. * * Reparaturwerk elektr. Maschinen Ph. Stähler, Bad-Nauheim Ä Deine Füße Deine Kameraden! Medopharm-Arzneimittel sind nur in Apotheken erhältlich. Reparaturen an elektr. Maschinen aus kriegs- und lebenswichtigen Betrieben werden nach wie vor ausgeführt. Da es nicht möglich ist durch Monteure die Motore an Ort u. Stelle untersuchen z. lassen, wird angeraten, die Motore sofort zur Repa- Ueber 600 Verkaufsstellen 6 Großbäckereien Heilmittel „nach Gefühl"? Bei dem Gebrauch unserer Präparate sollten Sie sich stets streng ah die Weisung des Arztes halten oder sonst die jeder Packung beiliegende Gebrauchsanweisung genau befolgen. Die dort angegebene Dosierung beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung. Es ist falsch, Heilmittel „nach Gefühl" einzunehmen, und es bedeutet außerdem eine Ver- ZBei [edec Tablette, dran denken: KMQ-ilNmCHTUNOtN Gießen, Boahnhfstraße. Garant guter Arznei-Präparate T »eit 1893 — als Beikost füi Flasche und Brei Erhältlich fn Fachgeschäften für die Abschnitte A-B-C-D der Reichsbrotkarte für Kinder bi» t» l U» Jahren. MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. Münchens Cb em. Fabrik Krewel-Leu ff en G. m.b.H. Besser für Dich — besser für alle! In Jahrzehntelangem Bemühen um - wirtschaftlichste Umsetzung des elektrischen Stromes in licht entstand die Osrom-D- Lompe mit der Doppelwendei als zeitgemäße Glühlampe, die viel licht für wenig Strom gibt. 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Im Interesse einer restlosen Erfassung des Altpapiers müssen sämtliche Reste der Karten des 41. Versorgungsabschnittes zurückgegeben werden. II. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karten auf Zahl und Richtigkeit der Altersstufen nach- zuvrüfen; svätere Beanstandungen sind zwecklos. III. Die Bestellscheine der Eier-, Jett- und Marmeladekarten und der Bezugsausweise für entrahmte Irischmilch müssen bis spätestens Samstag, 14. November 1942, bei den Warenverteilern ein- aereicht werden, da sonst nicht mit einer Belieferung der entsprechenden Abschnitte gerechnet werden kann. Bei verspäteter Ablieferung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. IV. Betr. Eierbezug beim Hühnerhalter ergeht besondere Bekanntmachung. V. Alle Personen, die Kühe, Ziegen oder Schafe zur Eigenversorgung mit Milch, sowie alle Geflügelhalter, die Hühner oder Enten zur Eigenversorgung mit Eiern halten, haben dies bei der Kartenansgabe unaufgefordert der Ausgabestelle su melden. VI. Lebensmittelkarten ohne deutlichen Eintrag von Name und Wohnung des Inhabers sind ungültig und dürfen nicht beliefert werden. VII. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, bah verlorene Lebensmittelkarten nicht ersetzt werden; dahingehende Anträge sind zwecklos. VIII. Die Warenverteiler werden wiederholt darauf hingewiesen, dah alle Lebensmittelkarten- abschnitte nur während der aufgedruckten Gültigkeitsdauer beliefert werden dürfen; die Warenabsätze vor Fälligkeit und nach Verfall der Abschnitte ist unzulässig. IX. Während der Ausgabetage werden Anträge anf Bezugscheine für Svinnstoffwaren und Schuhe nicht angenommen. B. Betr.: Ausgabe von Speisezwiebeln. In den nächsten Tagen werden an olle Verbraucher gegen Abgabe des Abschnittes 35 der Nährmittelkarten 42 in den einschlägigen Geschäften Zwiebeln zugcteilt. Die Warenverteiler sind entsprechend unterrichtet. (ssttD Giehen, den 6. November 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Giehen Ernährungsamt Abt. B. gegeben: Für Betriebe mit den Anfangsbuchstaben: 9. November 1942 Friseurgeschäft (Damen Herren) mit oder ohne Einrichtung von tüchtig. Fachehepaar (Meisterbrief) in Gießen oder Umgegend mit Wohnung zu übernehmen od. zu pachten gesucht, auch Hauskauf b. Barauszahlung. Schriftl. Angebote unter 05328 an den Gieß. Anz. Wundlaufen und FuBbrennen verhüte! der seit 60 Jahren bewährte Fußkrem 3 Zahuerfatz wirb durch das Unschädliche Kukident selstlStlg gereinigt und gleich- zeitig desinfiziert. Da Kukident während des Krieges nur in beschränktem Umfange hergestellt werden kann, also zur Zeit Inapp ist. geben wir Ihnen hiermit eine Anfklärung über den sparsamen Gebrauch von Kukident Bekanntlich sind bei jeder Eebitzreialgunk 3 g Kukident in 60 g Wasser auszulöicn. Bei weniger Kukident wirkt die Lösung nicht kräftig genug. Cehr oft nahm man aber zu reichlich, mitunter sogar einen gehäuften Teelöffel voll. Das ist heule nicht ratsam. Bitte beachten Eie, Sah «in gestrichener Teelöffel Kukident 3 g linb. Eine Packung Kukident mit 180 g Inhalt reicht dem« nach zur SVmaligen Reinigung und Desinfektion Ihrer, Zahnprothese. Sorgen Sie auch dafür, dah nichts verschürtet wird. Nutzen Eie den Inhalt der Kuki- dent-Packung gut aus. dann handeln Eie wirtschaftlich, wie es die jetzige Zeit verlangt. Sollten Sie das echte Kukident nicht erhallen, so bitten wir um Nachricht, damit wir Ihnen eine Bezugsquelle nach» weisen können. Kukirol-Iabrik. Berlin- Lichterfelde, Bekanntmachung. Bett.: Ausgabe derZusatzkarten fiirSchwer. Schwerst-, Lang- und Nachtarbetter. AufZimmer 16 des Ernährungsamtes werden die Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarb eiter, sowie die Zulagekarten für Lang- und Nachtarberter für den 43. Versorgungsabschnitt wie folgt aus- Mlt'Heilmitteln soll man immer sparsam fcfiC—’’®ft& heute erst recht. Also nicht mehr nehmen und nicht Öfter« als es die Borschrist verlangt I Bor allem aber: Wirklich nur dann, wenn et unbedingt not tut. Dal gilt auch für Sitpfwscalin=Ta6leÜM- ■ Wenn alle die- ernstlich bedenken, bekommt ledert ilphoN» ealin, der eS braucht. Carl BQhler, Konstanz. Fabrik der pharm, Präparate Silphoscalitj und Thylial. 2 für uteniücfavml ’I» T59 P °*eAM-D-LAMPE MIT DER DQPPELWt* Um den Wagenumlauf weiter zp beschleunigen, sieht sich die Reichsbahn gezwungen, die Frist für die Bestellung von Güterwagen, die montags verladen werden sollen, auf Freitag, spätestens 18 Uhr, vorzuverlegen. . [3373V Reichsbahndirektion Frankfurt (Marn). Krankheitszeiten sind Notzeiten, Sind sie gut versichert, dann •eien Sie froh Sind Sie nicht versichert, dann tagen Sie ee uns Uebef 575000 Personen sino bei uns gut aufgehoben Alle Ueberschüsse fließen an die Versicherten zurück Deutsche Mittelstandskrankenkasse Sitz Dortmund Bitte deutlich schreiben und senden an Bezirksdirektion: Erbst Loti, Frankfurt am Main Stiftstraße 41. Ruf: 23934. —— Hier abschneldenl -..... Name:-----------------__ AnschrMh - - ----- Luiriiiuuui, 11. November 1942 .. ____„_______, Donnerstag, 12. November 1942 5. Ausgabetag: Freitag, 13. November 1942 AuSgabezeit: von 8 bis 13 und von 15.30 bis Bekanntmachung. Bett.: Bezug von Petroleum. I. Die Anhaber von Petroleum-Bezugsausweisen und tue Verteiler werden darauf aufmerksam gemacht, dah die derzeit gültigen Petroleum- Bezugs ausweise am 31. Dezember 1942 ihre Gültigkeit verlieren. II. Die derzeitigen Inhaber von Petroleum- Bezugsausweisen erhalten ab 9. November 1942, und zwar an den Tagen, an welchen sie ihre Lebensmittelkarten erhalten, auf dem Wirtschaftsamt, Liebigstrahe 16, Zimmer 13, Antragsformulare für die Ausstellung neuer Bezugsausweise. Die Antragsformulare müssen von den Verbrauchern 1. genau ausgefüllt, 2. dem Hauswirt (Hausverwalter) zur Bestätigung der Angaben vorgelegt und 3. dem Wirtschaftsamt ab 23. November 1942, und spätestens zum 30. November 1942, zurückgegeben werden. Hierbei ist der Lebensmittel- karten-Personalausweis vorzulegcn. Bei der Rückgabe mutz von den Verbrauchern, der Name des Verteilers, von dem Petroleum bezogen werden soll, gngegeben werden. III. Die von dem Wirtschaftsamt genehmigten Anträge werden den von den Verbrauchern gewählten Verteilern demnächst zugestellt. 3393D Giehen, den 6. November 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. _______________Wirtschaftsamt. Bekanntmachung. Bett.: Die Dienststunden der Behörden. Gemäh Anordnung des Vorsitzenden des Ministerrats für die Reichsverteidigung, Reichsmarschalls Göring, hat der Reichsstatthalter in Hessen —- Landesregierung — die Dienstzeit der ihm unterstellten Staatsbehörden, Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres wie folgt festgesetzt: [8394D Montag bis Freitag . . 8—17 Uhr, Samstag.......8—14 Uhr. Giehen, den 7. November 1942. Der Landrat des Landkreises Giehen. Dr. Lotz. vom HEDA'WERK I Eduard Palm - München | ooraTö* P8 \00