Mittwoch, 7.GktoberM2 Leben. Meßen er bei erfolgreichen Siotzlruppunternehmungen zahlreiche feindliche Bunker und Kampffiände zerstört und die Besatzungen vernichtet oder gefangengenommen. Der eigene Angriff südostwärts des Ilmensees führte gestern zu bedeutendem Geländege- roinn. Vor Afrika und vor der südamerikanischen Küste versenkten Unterseeboote fünf feindliche Handelsschiffe mit 26 000 BRT. Einzelne britische Flugzeuge überflogen am gestrigen Tage norddeutsches und westdeutsches Gebiet. Einzeln^ Sprengbomben richteten nur geringen Schaden an. In der vergangenen Nacht unternahm die britische Luftwaffe Störangriffe auf holländisches und westdeutsches Gebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. 3n Wohnvierteln einiger Städte entstanden Brände, Sach- und Gebäudeschäden. Nach bis- jern er gkeiten .S'- uh«” se»"' Oer Wehrmachtbericht. DNV. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m K a u k o f u s g eb i e t wird der Feind in fortschreitendem Angriff von Höhe zu höhe geworfen. Auch gestern verlor er trotz erbitterten Widerstandes im Gebirge nordwestlich von Tuapse und am Terek weitere stark ausgebaute Höhenstellungen und befestigte Ortschaften. 3n Stalingrad wurden in harten Einzel- kämpfen neue Fortschritte erzielt. Kampfflugzeuge und Nahkampffliegerkräfte unterstützten die Sturmtruppen des Heeres. Nordwestlich der Stadt gelang es, noch eine zweite feindliche Kräftegruppe einzuschließen. An der D o n f r o n t wiesen rumänische, ikalie- Zweite feindliche Krästegruppe nordwestlich Stalingrad eingeschlossen hol*" hü”"' IO**1- «en * Wir haben den gleichen Eindruck, allerdings unter etwas anderen Gesichtspunkten. Stalin hat seine Bundesgenossen durchschaut. Das hat er bereits vor Wochen Herrn Churchill von Angesicht zu Angesicht gesagt und durch einen Faustschlag auf den Tisch eindeutig unterstrichen. Inzwischen hat er auch die Bluffereien Roosevelts erkannt und richtig eingeschätzt. Die einem amerikanischen Pressevertreter schriftlich gegebene Erklärung über das völlige Versagen der alliierten Hilfe für die Sowjetunion ist dafür ein Beispiel. Aber auch Halifax hat sich in seiner optimistischen Stimmungsmache stark eingeschränkt, wenn er erklärte, daß „abgesehen von den Aeußerungen Stalins über die zweite Front und das Kriegsmaterial" Stalins Erklärung „äußerst ermutigend" sei. Diesen Ausdruck hat. er dem Wortschatz seines Chefs Churchill entlehnt. Was darunter zu verstehen ist, hat der Führer in einer seiner letzten Rchen sehr drastisch dargestellt. „Abgesehen von den Aeußerungen Stalins über die zweite Front und das Kriegsmaterial!" Das war ja der sprengende Punkt in der „barschen" Erklärung Stalins, Darüber geht Halifax ießeu. n twP nettttn M. $erla -nem Mit, vechselvollr hrer Men- Z Last und is zum bit« heute noch Hutztrupp, >• An ihrer t und keine und Güte, ltschen Ko, r in seinen 5 Jüngsten hre Kinder 59 ist dies Kampf um nd. Rückkehr über Afrika Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. taltungen Jturwoche Gießen rtober 1942 teilen Aula ifonieo Uten onrert )chesterde8 Solistin: er; Leitung; envorverK- Musikhaus Einheiten d. BDM< 3kasse. hin 5 RM- 29S6Ö Die Versenkung des LlSA-Schlachlschiffes Oer neue italienische ll-Booterfolg im Atlantik. idt Gießen Oktober Uhr üalbrnieteA ele. f^runns. vhvtoz 8C.Ler. * sind bie höchst Kn von, l^ußkrah eigenen W aus. ’n seinem 'en mürbe Hutzen und !e Panzer, .'"kühnem ° che Em. ' haben in ^gestatteten Annahme von Anzeigen für dle MittaaSnummer bis 8V, Uhr desVormittagS Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan» zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rpf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr „Die zweite Front wurde nicht besprochen." Diese Etklärung gab Stalins Botschafter Litwinow der amerikanischen Presse, als er am Montagnachmtt- tag von einer halbstündigen Unterredung mit Unterstaatssekretär Sumner Welles zurückkehrte. Der Staatssekretär hatte Litwinow zu sich gerufen, wie man unschwer erraten kann, im Zusammenhang mit der Erklärung Stalins über die Notwendigkeit der zweiten Front und die bisherige unzureichende Unterstützung der Sowjetunion durch die Alliierten. Wenn man die Erklärung Litwinows in Zusammenhang bringt mit den Auslassungen amerikanischer Blqtter auf Grund von Informationen aus dem Weißen Haus, dann ist es nicht schwer, zu folgern, daß Roosevelt über Litwinow Stalin hat sagen lassen, er möge derartig delikate Fragen in dieser Form nicht weiterhin in der Presse erörtern. Sonst aber „herrscht zwischen Stalin, Roosevelt und Churchill kein Mißverständnis". Das ist jedenfalls die Meinung des britischen Sondergesandten in Washington, Lord Halifax. Er glaubt versichern zu können, daß Stalin, Roosevelt und Churchill einander sehr gut verstehen. 'S: Mit r.tz irr ieheu. I 1 30.9.1942 tig erklärten 2 u. 348171- n. ist damü ge> nische und ungarische Truppen mehrere llebersehver- herigen Meldungen wurden vier der angreifenden suche und Vorstöße des Feindes ab. ' I Bomber durch Nachtjäger und Flakartillerie abge- 3m mittleren Frontabschnitt wurden Ischossen. Stalin wird unbequem Don unserer Berliner Schriftleitung. mit einer leichten Handbewegung hinweg. Um so deutlicher ist aber der britische Gesandte Butler in Boston geworden, er erklärte, „daß die alliierten Nationen keine zweite Front auf dem europäischen Kontinent einrichten können, ohne katastrophale Risiken einzugehen, es sei denn, daß sie genug Transportschiffe und genügend Flugzeuge für die unbeschränkte Luftherrschaft zur Verfügung, haben." Wir glauben, uns gut zu erinnern, daß sowohl Herr Churchill wie einige seiner eifrigen Nachschwätzer wiederholt und mit großer Emphase erklärt haben, daß sie die unbeschränkte Luftherrschaft seit langem und an allen Fronten besitzen. Man hat zwar davon noch nichts bemerkt, aber immerhin. Im Zusammenhang mit der zur öffentlichen Diskussion stehenden Frage „zweite Front oder nicht" ist die Erklärung Butlers wahrscheinlich für Stalin weniger „ermutigend". Jedenfalls gewinnt man aus all diesem Durcheinander über die zweite Front den Eindruck, daß Stalin gerade d'as von seinen Alliierten fordert, was sie ihn unter gar keinen Umständen geben können. Versprechungen kann er haben, soviel er will. Die auf tatsächliche Hilfe darf er nicht rechnen. Die „New Port Times" schreibt: „Stalins Botschaft verfolgt anscheinend den Zweck eines Appells an die Oeffentlichkeit über die Köpfe der Regierungen hinweg." Stalin habe, so wird weiter gesagt, die „Einlösung eines Wechsels verlangt", aber — auch Stalin könne die USA. und Großbritannien „nicht zu schnellerer Gangart anspornen, als sie bereits durch ihren eigenen Wunsch und Entschlossenheit angesport seien". „Nichts überstürzen." Churchill entzieht sich dem Drängen des Unterhauses. Stockholm, 6. Okt. (Europapreß.) Englanv wird der ewigen sowjetischen Rufe nach der zweiten Front müde, stellt der Londoner Korrespondent von „Svenska Dagbladet" fest. Sowjetrußlands an sich verständliche Ungeduld nehme überhand. Wenn in Moskau der Standpunkt vertreten werde, daß England und die Vereinigten Staaten ohne Rücksicht auf die Folgen handeln müßten, so sei man in London der Auffassung, daß eine unzulänglich vorbereitete Invasion in Westeuropa zu einer Katastrophe für die Angreifer führen müßte. Als Churchill im Unterhaus gefragt wurde, ob die Regierung eine Erklärung zu der Antwort Stalins auf die Frage eines amerikanischen Journalisten über die Notwendigkeit einer zweiten Front abzugeben habe, sagte er, daß er natürlich die ErNä- rung gelesen und Darüber nachgedacht habe". Der Abgeordnete Bevan fragte: Erkennt der Premierminister die sehr ernsthaften Auswirkungen auf die weitere Kriegführung, die sich daraus ergeben könnten, wenn das Gefühl um sich greift, daß irgendein Mißverständnis zwischen der Sowjetunion und uns besteht?" Churchill erwiderte: „3d) habe der soeben abgegebenen Erklärung nichts hinzuzufügen."(!) Der Labour-Abgeordnete Bellenger sagte: „Kann der Premierminister die Versicherung abgeben, daß zwischen den Sowjets und England eine sehr enge Gemeinschaftsarbeit in Führungsangelegenheiten besteht?" Churchill erwiderte: „Ich möchte dem Unterhaus dringend raten in einem Zeitpunkt, der sicherlich bedeutsam ist, diese Angelegenheit nicht zu überstürzen." Die englische Linke sieht in dem Stalinschen Interview einen Anlaß, die öffentliche Agitation für die zweite Front wieder auszunehmen. Eine Reitze Stockholm, September 1942. 2)cr Krieg hat auch im Kreise der briti- 'CV-^ ^hr viel mehr Hoffnungen zerstört als neue Aussichten eröffnet. Während im ?^oen das zeitweilige Ausscheiden aus der poli- tischen Verantwortung nicht ungewöhnlich und durch ven Wechsel der Parteien in der Regierung sogar natürlich war, hat das Ausscheiden während des Krieges meist einen endgültigen Charakter. In den llugeu der Oeffentlichkeit haftet dem Gehenden stets der Ruf an, wegen Unbrauchbarkeit aus dem Amt geschickt worden zu sein. Die Rückkehr in ein politisches Amt ist dann meist unmöglich oder doch nur pach sehr langer Zeit erreichbar. So hat beispielsweise Duff Cooper seinen zweifachen Sturz bisher nicht überwunden, und es ist zweifelhaft, ob es ihm je gelingen wird. Dabei gt ihn, selbst wenn man seine geringen politischen igkeiten berücksichtigt, kaum sehr viel Schuld in, daß er im Jnformationsministerium versagte und aus Singapur mit einem Sack voll Niederlagen zurückkehren mußte. Einen erfolgreichen Jnformationsminister hat es in diesem Kriege in Lngland überhaupt noch nicht gegeben, und Brandon Bracken lebt auch mehr von seinen guten Beziehungen zu Churchill als von Erfolgen seiner Tätigkeit. Als Duff Cooper aber im Spätsommer 1941 nach Singapur geschickt wurde, um dort als tztaatsminister und Vertreter des Kriegskabinetts die oberste Aufticht über die Verteidigung Malayas zu führen, konnte er die Versäumnisse von Generationen nicht in wenigen Monaten gutmachen. In den Augen der Oeffentlichkeit wird sein Name immer mit dem Fall Singapurs verbunden bleiben. Ob dieses kümmerliche Ende einer mit großen Hoffnungen begonnenen Laufbahn im besonderen Fall zu rechtfertigen ist, ist fraglich. Dem Sturz Duff Coopers weint trotzdem auch in England kaum jemand eine Träne nach. Ein politisches „Come back“ gibt es in diesem Kriege bisher erst in einem Einzelfall, und auch dieser ist noch so jung, daß nicht endgültig darüber gmrtellt werden kann. Das Schicksal Lord M o y - ne 5, der vor wenigen Wochen zum zweiten Staatsminister in Kairo ernannt wurde, schien kurze wollte. Tatsächlich dauerte die fteiwillige Verbannung nicht lange, doch erschien Swinton zunächst nicht wieder im Kabinett, sondern übernahm als Präsident der United Kingdom Commercial Corporation ein Amt, welches seine wirtschaftlich-politische Begabung besser nutzte als irgendein Ministerposten. Seine Versetzung nach Westafrika und seine Ernennung zum Kabinettsminister sind nicht nur aufschlußreich für die Bedeutung, die die Engländer diesem Teil der Welt für die Weiterführung des Krieges beimessen. Sie ermöglichen zugleich dem nach englischen Begriffen mit 58 Jahren noch keineswegs alten Swinton die Rückkehr in das politische 192. Jahrgang Nr. 256 jfcrubemt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.... .RM.1L0 Lustellgebü5r . „ -.25 auch bei Nichterscheinen mm einzeftren Nummern infolge höherer Gewalt Privatmannes in Brasilien hat zu einer Hortung von Banknoten in ungeheurem Umfang geführt. Der jetzt verfügte Umtausch des bisherigen brasilianischen Geldes durch die Banken soll nun die Bevölkerung veranlassen, das umlaufende Geld durch Deponierung bei den Banken dem Staat wieder zur Verfügung zu stellen. Präsident Vargas bestimmte, daß der „C r u z e i r 0" als neue Währung an die Stelle der bisherigen Währung, des Milreis, treten soll. Vorgesehen ist die Ausgabe von Stücken zu 1, 2, 5, 10, 20 und 25 Centavos Metallgeld und von Papiergeld im Werte von 10, 20» Ä), 100, 200, 500 und 1000 Cruzeiros. Negierungskrisis im Irak. I ft a n b u l, 6. Okt. (Europapreß.) Die unter dem Vorsitz von Nuri Said vor kurzem gebildete Regierung des Irak ist wieder zurückgetreten. Die Ursache des Rücktritts soll in wirtschaftlichen Schwierigkeiten liegen. Die Demission wurde durch den Austtitt von drei Ministern herbeigeführt, die sich gegen Nuri Said wandten. Der Regent Abdul Jllah betraute Nuri Said mit der Neubildung des Kabinetts. Er forderte, daß di» .neue Regierung aus Personen bestehen müsse, die blind ergeben mit der britischen Regierung zusammenzuarbeiten gewillt sind. Der Innenminister Saloh Jabr hat sich nach einer heftigen Aussprache mit Nuri Said sofort nach dem Libanon begeben, um einer Verhaftung zu entgehen. Drei andere Minister folgten ihm kurz darauf. Sie beschuldigen Nuri Said, daß er das Land in einen Abgrund führe, indem y sein Schicksal mit dem der Engländer verkette. Gegen den Erhalt von einigen Panzerwagen und hundert Lastkraftwagen habe Nuri Said zugestimmt, die irakische Armee unter dem Oberbefehl der 10. britischen Armee als einen Teil der britischen Streitkräfte einzusetzen. » Rom, 6. Okt. (DNB.) Wie der italienische Rundfunk meldet, hat in der Nacht zum Dienstag das unter dem Kommando von Fregattenkapitän Enzo G r 0 f f i stehende italienische llnterfeebeoot „Bar- bar i g 0" auf der Höhe von Freetown (Westafrika) dutch vier Torpedos ein amerikanisches Schlachtschiff vom Typ „M i s s i s s i p p i" versenkt. Das Schlachtschiff ist 32 OOÖ Tonnen groß. Es wurde 1917 vom Stapel gelassen. Seine Bewaffnung bestand aus zwölf 35,6-cm- und zwölf 12,7-om-Geschützen, acht 12,7-em-, vier 5,7-cw- und zwölf 4- auf die Hauptoperationen im Osten hätten. Auch in einem Teil der alliierten Presse hat man angesichts der recht bedeutenden und kostspieligen Verluste, die hierbei die britische und amerikanische Luftwaffe hinnehmen müßten, darauf hingewiesen, daß damit der Krieg nicht gewonnen werden könne. Churchill und Roosevelt aber haben sich nun einmal sweil sie andere Möglichkeiten nicht zur Hand haben) in den Gedanken verbissen, mit diesem Terrorkrieg gegen die deutsche'Zivilbevölkerung eine Zermürbung des deutschen Volkes erreichen zu können. Erft, jüngft hat der Führer in Berlin erklärt: „Ich muß in diesem Moment aber auch der Front noch etwas anderes versichern, nämlich wie grenzenlos tapfer diese deutsche Heimat ihrerseits den Krieg dort, wo er sie selbst mit der schlimmsten Härte trifft, hinnimmt und erduldet." Diese Erklärung stützte sich auf die hundertfältigen Beweise dafür, mit welch innerer fester Haltung und unbeucrftimem Siegeswillen die bettoffene Bevölkerung sich mit diesem Terrorkrieg Churchills abfindet. Gewiß, die Bevölkerung trägt schwer, wenn ihr das Heim zerstört, wenn Familienangehörige getötet oder verwundet werden. Aber sie denkt dabei auch an die viel schwereren Opfer, die der deutsche Soldat draußen an der Ostftont bringt. Das eine steht jedenfalls fest, daß die Spekulatton Churchills auf eine Zermürbung der deutschen Heimat durch seinen Luftkrieg nicht aufgehen wird. Hunderte von Beispielen liegen heute schon fest, wie die Bevölkerung sich nicht einschüchtern läßt, sondern wie der Soldat an der Front ohne Achtung der Gefahren sich an der Bekämpfung der Bombenschäden noch während der Angriffsaktionen unerschrocken beteiligt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Männer oder Frauen oder gar Kinder sich der Notwendigkeit der Schadenbekämpfung gegenübersehen. In zahlreichen Fällen war es dem tapferen Zusammenstehen der Hilfskräfte aus der Bevölkerung möglich, die Schäden auf das engste zu begrenzen. Das 'wird auch in Zukunft so sein. Auch für die Heimat gilt das Wort Rommels: „Die Kämpfe sind härter geworden, w ir aber a ü ch." MSP ir Speise. Gietzener Anzeiger SBg General-Anzeiger für Oberhessen Zeit demjenigen Duff Coopers zu gleichen. Auch wurde wegen des Verlustes von Malaya aus dem Amt des Kolonialministers und aus der Regierung entlassen, doch schien er nicht in gleicher Weife wie Eooper als Mitschuldiger am Verlust Singapurs zu gelten. Walter Edward Guipnes entstammt einer erfolgreichen Familie irischer Bierbrauer, die es im vorigen Jahrhundert zu Reichtum, Macht und Einfluß brachte und innerhalb von 50 Jahren drei Pierages erlangte. Sein Vater war der erste Earl of Jweagh, sein Onkel Lord Ardilaun, und er selbst wurde 1932 zum Baron Moyne ernannt. Sein Leben war dasjenige eines wohlhabenden begabten, wenn auch nicht genialen Engländers. Mit 20 Jahren zog er in den Burenkrieg. Drei Jahre später festigte er feine noch nicht durch Tradition gesicherte Stellung im Hochadel durch Einheirat in eine der ältesten schottischen Familien. 1907 erschien er im Unterhaus. Im Weltkrieg war er vier Jahre lang an der Front, danach zehn Jahre hindurch in.der Regierung, meist im Landwirtschafts- minifterium. Seine fruchtbarste Tätigkeit entwickelte er allerdings erst nach seiner Uebersiedlung ins Ober« haus. Zehn Jahre hindurch leitete er zahllose Regierungsgeschäfte, die so verschieden sind wie die Finanzen der Kolonie Kenya, die Filmgesetzgebung nnb die Gründung einer Prooinzuniversität in England. Einen Namen machte er sich kurz vor dem Kriege durch seinen aufschlußreichen Bericht über die Mißstände in der Verwaltung vdn Westindien. Lhurchill machte ihn zuletzt daraufhin gu seinem Kvlonialminister, doch hat Moyne an dem Schicksal Malayas nichts mehr geändert. Seine Aufgaben In Kairo sind noch nicht ganz klar. Vielleicht wird tr versuchen, die Lehren aus den in West- und Ostindien feftgestellten Mängeln zu ziehen. Jedenfalls verdient dieser Versuch, auf dem Umweg über Afrika an die Verantwortung zu gelangen, beachtet zu mnfcen. _ . Noch bemerkenswerter ist allerdings das Wieder- huftauchen Lord Swintons auf der politischen Ahne. Seine Ernennung zum S t a a t s m i niste r i n W e st a f r i k a , die im Juli dieses Jahres bekannt wurde, bedeutet zwar auch eine Rückkehr ht die Politik auf dem Umweg über Aftika, unterscheidet sich aber doch insofern von dem Schicksal Maynes, als Swinton schon vor dem Kriege aus der Regierung ausgeschieden war. Philipp Cunlrffe- Htfter hat eine glänzende politische Karriere Hw ter kch. Erst am Ende des vorigen Weltkrieges über« nahm er nach dreijährigem Frontdienst ein poli- Üsches Amt, doch schon mit 38 Jahren wurde er 1922 als Handelsminister Mitglied des Kobmettes, dcs Handelsministerium hat Cunliffe-Llster mit fttzen Unterbrechungen bis 1931 geleitet und aus tiefem Posten seinen Namen so bekannt gemacht, taft viele ihn nur so und nicht, als Discount Swin- bn kennen. Diesen Titel erhielt er 1935 als An« irlennung seiner vierjährigen Tätigkeit als Kolonial- iitinifter. v , ,, Umstritten und angefeindet wurde Swinton erst, tl; er nach seiner Uebersiedlung ins Oberhaus das Luttfahrtminifterium Übernahm. Noch heute gehen Kie Meinungen darüber, ob er als treibende oder jmmenbe Kraft bei der Luftaufrustung gewirkt hb auseinander. Sein Rücktritt im ^ahre 1938 »urbe damals als Folge von Meinungsverfchieden- kiten mit Chamberlain bctra^^tet, und Swintons hunbe haben seither behauptet, er habe seine For- K-rungen nach stärkerer Aufrüstung nicht durch- fen können und sei deshalb ausgeschieden. . 2er Rücktritt Swintons bedeutete damals ledoch fne große Ueberraschung, weil niemand glaubte, h'5 dieser erfolgreiche und auch nach Meinung seiner Länger überdurchschnittlich begabte Politiker sich Ptigültig aus dem politischen Leben zuruckziehen peinem in den Gewässern der Philippinen schwer beschädigt wurden. Fregattenkapitän G r 0 f f i gehört zu den erfolgreichsten italienischen U-Bootkommandanten. Bereits am 20. 5 1942 versenkte er bei der Insel Fernando de Noronha ein amerikanisches Schlachtschiff vom Typ „Maryland". Grossi wurde 1908 in Brasilien als Sohn italienischer Eltern geboren. 1927 trat er in die italienische Marine-Akademie ein und wurde 1928 Offizier« Als U-Bootkommandänt erhielt er die Silberne Tapferkeitsmedaille für fein tapferes Verhalten bei dem Angriff eines feindlichen Bombenflugzeuges auf fein Unterseeboot. Grossi bediente selbst das Maschinengewehr, mit dem das feindliche Flugzeug abgewehrt werden konnte. Nach der Versenkung des Schlachtschiffes vom Typ „Maryland" wurde er auch mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. IM Arbeitseinsatz und Lohnpolitik. Ro er 'Mei Den altägyptischen Abcschützen darf man also in doppeln. Durch fortgesetztes Halbieren konnte dann dividieren. sich ein der für Zahlenbeispiele, nirgends findet sich auch mir die Andeutung einer richtiggehenden Erklärung, einer Theorie. Sollte diese nur mündlich überliefert sein? Weise anständig zu behandeln. Dann beschäftigte sich der Generalbevollmächtigte mit lohnordnenden Maßnahmen, die zu einer weiteren Leistungssteigerung der Rüstungsproduktion beitragen werden. Durch die weit vorangetragene Rationalisierung der Betriebe seien Voraussetzungen dafür gegeben, stärker als bisher - auf der Grundlage des Lohn- und Preisstops zu einer wirklichen Lohn- und Akkordgerechtigkeit zu kommen. Die damit verbundene Leistungssteigerung werde dem ganzen Volk zugute kommen. Siegerehrung in der Milchwirtschaft. Um'die auch im Kriege von Jahr zu Jahr gesteigerte Milchanlieferung besonders zu würdigen, empfing Staatssekretär Backe eine aus den Landessiegern ausgewählte Ehrenabordnung von 52 der tüchtigsten Milcherzeuger und Melker aus allen deutschen Gauen. Da dem Oelfruchtbau Grenzen gesetzt sind, werden Milch und Butter für die Fettoersor- gung immer ausschlaggebend sein. Während früher ein Drittel des gesamten Fettbedarfs aus der Butter gedeckt wurde, muß die Milchwirtschaft jetzt über die Hälfte des Bedarfs aufbringen. Daß man diese Aufgaben lösen kann, haben die Sieger der Milcherzeugungsschlacht bewiesen. Kleine politische Nachrichten. Präsident Roosevelt hatte eine Besprechung mit Admiral Leahy, seinem Stabschef, ferner mit General Marshall, dem Generalstabschef der Armee, und Admiral King, dem Oberkommandierenden der Flotte. der Astronom Bailly auf das Gelehrteste ausführte. Wir werden erkennen, warum nicht im entferntesten die Rede davon sein kann. Zweifellos besaßen aber die Aegypter astronomische Kenntnisse, .die es ihnen ermöglichten, die Pyramiden nach den Himmelsgegenden auszurichten. Doch auch diese Kenntnisse illierstiegen nicht eine rein beobachtende Astronomie. Es genügte, den Lauf der Gestirne Jahrhunderte lang genau zu verfolgen, um ihre scheinbare Bewegung, ihren Auf- und Untergang mit großer Genauigkeit angeben zu können. Das war alles. Es blieben nun mehrere Schriftrollen erhalten, aus denen wir unsere Rückschlüsse auf die ägyptische Mathematik ziehen müssen. Die größte ist ein Papyrus von etwa 5>2 Meter Länge und 32 Zentimeter Höhe. Sie enthält über 80 Zahlenbeispiele, die das Multiplizieren und Dividieren lehren sollen. Der Aegypter stufte die Zahlen wie wir nach Zehnerpotenzen, besaß aber keine Ziffern. Seine Zahlenschreibung war deshalo schleppend, doch gewährte sie dafür den Vorteil, daß das Addieren und Subtrahieren einfach war. Der Abc- schütze hatte es damals gut, denn er brauchte kein Einmaleins. Dafür mußte er viel mehr und viel länger rechnen. Um etwa 221 mit 7 zu multiplizieren, verdoppelte er zunächst 221, was 442 gibt, und wiederholte das nochmals, was 884 gibt. Endlich addierte er die drei Posten: 221, 442 und 884 und hatte damit das Endergebnis 1547. Das ganze Kunststück bestand also in einem fortgesetzten Der- Das Landestheater Tirol eröffnete seine neue Spielzeit mit der deutschen Erstausführung der mo. ralischen Komödie „Der Zerrissene" von Hans Mar- Begriffe, und können als Vorstufe des modernen Denkens angesehen werden. Um alten Kulturen MSeul x Wissen gitne'Aur hrend bei ftriofog'r A? beim ( f Agust prEppa Bäuerliche Kultur erwächst aus der Dorfgemeinschast Oer Gauleiter auf einem Gemeinschastsabend in Rheinhessen. 8 wurde ; bei denI im Fällst Chirurg t Friedril d. habil. i Würzbu [ Pharmi lde 1898 rzburg. 5er !W .ltgreo j Aussche iui an bei I für Ex; ehmen. - -mich ®1 i der vert 1 MÄen «rworden iversität (unter. Er nannte sich Schreiber, wie wir es vom „Titelblatt" des großen Papyrus wissen, der mit den verheißungsvollen Worten beginnt: „Vorschrift zu gelangen zur Kenntnis aller dunklen Dinge und aller Geheimnisse, die enthalten sind in den Gegensätzen" und uns verrät, daß der Schreiber Ahmes Verfasser dieses Papyrus war. Er lebte vor fast vier Jahrtausenden. — Alle Rollen enthalten nur Ah Die verlockende These einer ägyptischen Geheim- JS^un, Wissenschaft muß also fallen gelassen werden und mit . ihr die Annahme, daß es^ sich bei den Papyri mit den Zahlenbeispielen nur um Uebungsbücher handelte. Rein, es waren nicht Uebungsbücher: viel- U^chen'ke eiem QU ! ei%ar der ' Tausende nordamerikanische Truppen und Bau- arbeiter sind damit beschäftigt, in der Panama- Kanalzone große Befestigungen anzulegen. Sie bauen Flugfelder, Batteriestellungen, Kasernen, Schiffsanlegeplätze und Waffenmagazine. * Der Führer hat dem Staatsrat Dr. v 0 n S t a u ß, Vizepräsident der Deutschen Akademie und Vorstandsmitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften anläßlich seines 65. Geburtstages in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Wissenschaft die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen und ihm die Auszeichnung durch den Staatsminister Dr. Meißner überreichen lassen. ~ * Der inzwischen aus dem Wehrmachtdienst entlassene Generalleutnant z. P. Fet t hat die Führung des Gaukriegerverbandes Fulda-Werra wieder übernommen. Der Reichskriegerführer hat dem Ehrenführer des Gebietes Hessen-Nassau, Generalmajor a. D. W a i tz, für die bereitwillig übernommene stellv. Führung des Gaukriegerverbandes seinen besonderen Dank ausgesprochen. Kunst und Wissenschaft. „Ailm der Nation". Der Reichsminister Dr. Goebbels hat dem unter der künstlerischen Oberleitung von Emil Jannings und unter der Regie von Wolfgang Liebeneiner gedrehten neuen Tobis-Film „D i e Entlassung" das höchste deutsche Filmprädikat „Film der Nation" zuerkannt. Der mit diesem Prädikat zur Verleihung kommende Filmring wurde Wolfgang Liebeneiner Mktiv lobe« kr Bäckt schaffte si schein, üt ■er Bäcker t Marker i sich di, ionierunc 1 wefentl 51 und 3 in bewii ngelware hfeife, W hlücher u Reichsbo hl und nlich zwe teufte solc Stirn, Üeb an ( Denden. , 2 allein fien beli, H Brot feiner F ' Sonber Wieder Nefjlu 0te Ches Ulis. W; iSfite. L'.M "1922 » *|i.C i*r " L'Ji (Hilf freilich nicht als einen Knirps vorstellen, er war ausgewachsener Mann, ein angesehener Staatsbe- aus, die sie pflegten. Die neuere Geschichtsforschung räumte nun mit dieser Annahme, die auf griechische Schriftsteller zurückgeht, gründlich auf. Die Griechen lernten Aegypten erst in einem ziemlich späten Entwicklungsstadium kennen, da es eine Priesterschaft gab. Vorher aber, zu Zeiten unseres Schreibers Ahmes, versahen Laien die priesterlichen Pflichten nebenamtlich. Unter solchen Umständen kann es keine Geheimwissenschaft gegeben haben. Ihr widerspricht auch der niedrige Stand der Kenntnisse, den wir nachweisen konnten. Bekennt man sich einmal zu dieser Ansicht, dann führt sie zu einschneidenden Folgerungen. Wenn das Titelblatt des Rechenbuches von Ahmes die „Kenntnis aller Geheimnisse" verspricht und nur ein Rechnen an Zahlenbeispielen lehrt, dann mußte * der Aegypter im Umgang mit Zahlen, im Grunde von kommunistisch durchsetzten Organisationen hat für den 25. Oktober eine Kundgebung auf dem Trafalgar-Square angesetzt. Die für dieses Treffen in Aussicht genommenen Forderungen waren bereits in einem am Montagabend an Churchill gerichteten Telegramm enthalten. Darin wird die Regierung zum Handeln aufgefordert und außerdem die Verabschiedung bestimmter Persönlichkeiten verlangt. Es handelt sich um Männer, welche nach dieser Forderung „das politische Hindernis für die zweite Front bilden". „Das Boot zieht Wasser." Stockholm, 7. Oft. (Europapreß.) Der „Philadelphia Record" bezeichnete Stalins Erklärung als eine „Ungeschicklichkeit", „wenn wir Stalins Worte richtig verstehen", so schreibt das Blatt, „so verlangt er sofortige Hilfe und ruft danach über die Kopfe der Regierungen der Demokratien hinweg. Niemand wird Stalin schelten, daß er sofortige Hilfe braucht. 9tur Stalin sieht, wie die Städte und der Boden Rußlands sowie seine natürlichen Hilfsquellen vernichtet werden. Rußlands Armee erleidet schwere Verluste. Für Amerika aber ist der wichtigste Gesichtspunkt, wie man die Achsenmächte am besten schlagen kann, ob durch eine Landung in Europa ober durch weiteres Abwarten. Wir alle sitzen in ein und demselben Boot, und dieses Boot zieht Masser." Die Botschafter der Vereinigten Staaten und Großbritanniens in Sowjetrußland, Admiral Stanley und Sir Archibald Clerk-Kerr, hatten in Kuibyschew eine Konferenz, nach der Admiral H. Stanley unmittelbar nach Moskau fuhr, um sich von dort zur Berichterstattung über die durch das Stalin- Interview aufgeworfenen Fragen nach Washington zu begeben. Stanley wird von den USA.- Militär- und Marineattaches begleitet. Oie japanische Front auf den Aleute«. Tokio, 6.DH. (Europapreß.) Ein Bericht eines japanischen Kriegskorrespondenten bei den Marinetruppen auf den besetzten Aleuten-Jnseln enthält die Mitteilung, daß die Insel K i s k a von den Japanern in Narukami umgetauft würden ist. Der Korrespondent berichtet, daß auf den Aleuten schon harter Winter herrsche und der erste Schnee die Insel in ein weißes Laken eingehüllt habe. Die ganze Insel habe Steppencharakter, auf ihr wachse kein einziger Baum. Sie sei fast ständig in dichten Nebel gehüllt, der von der Bering-See und dem Nordpazifik herüber- getrieben werde, so daß nur selten Sonne oder Mond zu sehen seien. Die japanischen Besatzungstruppen auf der Insel befänden sich ständig in Alarmzustand, um jeden Zoll der Insel, die 25 Meilen lang und 5 Meilen breit sei, gegen feindliche Angriffe zu verteidigen. Aus dem Reich. Das Ritterkreuz für einen Darmstädter. vezogen yaven. ' .sich aber, dank hi/ Oer Mann am Fenster. Von Christian Bock. Eines Tages schiebt sich vor dem Bürofenster draußen ein Balken vorbei. Ich höre Ruse unten vom Hof, und diese Rufe scheinen einem Mann zu gelten, der den Balken uor-meinem Fenster dirigiert, denn der Balken bewegt sich schwankend nach den Befehlen des Rufers auf dem Hof, links und rechts und weiter rauf! Wie ich aufstehe und nach draußen sehe, ist da ein richtiges Gerüst errichtet, Leitern ragen links und rechts in die freie Luft, der Balken senkt sich und liegt nun wagerecht auf den Leitersprossen. ,Hst gut", höre ich jemand aus nächster Nähe nach unten antworten, und im nächsten Augenblick erscheint der Mann erschreckend nahe wie ein Gespenst am Fenster. Er sieht mich drinnen staunend vor dem Fenster stehen, lacht, mich freundlich an, und grüßt, gelassen einen Finger an die Mütze hebend. Er meint damit ungefähr: Grüß Gott, erschrecken sie nicht, mein Herr, ich bin der Maler und streiche hier draußen die Hauswand. Gute Freundschaft so lange! Ich grüße zurück, und nun fängt er draußen an zu streichen. Er taucht seinen Streichbesen in einen Eimer, klatscht ihn an die Wand und streicht — rauf, runter, rauf, runter! Nach einer Weile höre ich den Mann draußen ein Sieb pfeifen. Jrgenb ein Sieb, das ich nicht kenne, aber es klingt gut, es ist hübsch und luftig unb scheint so recht komponiert für den Mann, der Wände streicht. Es gibt -Büromenschen, die so ein Pfeifen stört, die den Federhalter auf den Tisch knallen und nicht mehr weiter machen, weil sie Pfeifen als büro- widriges Geräusch empfinden, das sie aus allen Gedanken reißt, die sie beruflich zu haben haben. Was mich angeht — mich stört das Pfeifen nicht, ich sinde es wunderbar, daß einer so pfeift und möchte beinahe mitpfeifen, aber ich kenne das Sieb nicht. Es ist schabe. Plötzlich wirb draußen aus dem Pfeifen Gesang. Der Mann am Fenster singt aus ben Balken bes Gerüsts munter mitten in ben Himmel. 2a, Pfeifen, das ging, das war nett — aber fingen? Muß das nun sein? Ich sehe von meinem Schreibtisch auf unb zum Fenster hinaus, unb wie ich an bein Mann am Lentter vorbei feho. liht oben der liebe Gott im Aus dem Musikleben. Der diesjährige „T a g d e r Deutschen Hausmusik" findet am 14. November statt. Der Tag steht im Zeichen des Altmeisters der deutschen Hausmusik, Johann Sebastian. Bach; Leipzig ist daher auch zum Mittelpunkt des Tages ausersehen. — Ottmar G erster hat die Musik zu einem Weihnachtsmärchen „Die Mondschein-Prinzessin" von Karl Stadler vollendet, das noch in dieser Spielzeit zur Aufführung kommen wird. — Anton, Schoenma ker, der um die Mustkpflege in Wuppertal seit Jahren verdiente Geiger, wird m drei Konzerten mit seiner Partnerin Eva Kesselring die zehn Violin-Sonaten Beethovens den Wuppertaler Musikfreunden -Erschließen. Schoenmaker, der mit feinen zusammen mit Professor El'ly Ney in Wien veranstalteten Meisterkursen großen Erfolg hatte, ist Lehrer an - der neugearünbeten Landes- musikschule Luxemburg. — Die „Legende vom Prinzen Eugen", das neue Orchesterwerk von Theodor Berger, gelangt in Wien in einem Gastkonzert der Münchner Philharmoniker unter Oswald Kabasta zur Uraufführung. Die Berliner Erstaufführung findet unter Leitung von Hans Knapperts- busch statt. — Adelheid F u r t w ä n g l e r, die Mutter des Dirigenten, beging in Heidelberg ihren 80. Geburtstag. Professor Dr. INayer geht nach Berlin. Der 0. Professor für mittlere und neuere Geschichte, Dr. Theodor M a y e r, der feit Kriegs- bcginn Rektor der Philipps-Universität Marburg war, schied aus dem Lehrkörper der Universität aus, um als Präsident des Reichsinstituts für Aeltere Deutsche Geschichtskunde (Monumenta Germanrae historica) und als Direktor Auf einer Tagung des Großen Beirats Reichsgruppe Industrie beim Reichsministerium . Bewaffnung unb Munition erklärte der Generalbevollmächtigte für ben Arbeitseinsatz Gauleiter Sauckel, die Landwirtschaft verfüge über eine Million mehr an Arbeitskräften als im Jahre 1939 und sei so groß, daß nach der Ernte und den Herbstbestellungsarbeiten während des Winters der Industrie weitere Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden könnten. Aufgabe der Betriebsführer fei es, die ausländischen Arbeitskräfte durch richtigen Einsatz unb korrekte Behandlung zu einem Höchstmaß an Leistungen zu bringen, da Deutschland im Gegensatz zu englischen Methoden den größten Wert darauf lege, ausländische Arbeitskräfte in jeder in Würdigung seiner hervorragenden Regteleytung verliehen. Das Prädikat erhielten bisher die Filme „Ohm Krüger", „Heimkehr" unb „Der große König ; - der deutsche Filmring wurde dabei an Emil Jannings, Gustav Ucicky unb Veit Harlan verliehen. „Liebesgeschichten." Die Aufnahme« zu dem U f a - F i l m „L i e bes- geschichten", der den Aufstieg eines Berliner Schusterjungen zum Operettenkomponisten behau- beit, wurden unter ber Regie von V. T 0 u r \ a n s ky beenbet. In ben Hauptrollen wirken Willy Fritsch, Hannelore Schroth, Hertha Mayen, Elisabeth Flickenschildt unb Joachim Brennecke mit. An der Kamera stand Igor Oberberg. Die Musik schreibt Peter Kreuder. Intendant Möbes (Aschaffenburg) zurückgetreten. Der Intendant des Aschaffenburger Stadttheaters Hans Möbes ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Der bisherige Oberspielleiter an ben Stadttheatern Bromberg und Danzig-Zoppot, Karl G l ä n z e r, übernimmt die künstlerische Leitung des Stadttheaters Aschaffenburg. Er war Oberspielleiter in Kassel, Magdeburg, Breslau und Plauen, wurde bann für ben Neuaufbau eines deutschen Theaters in Litzmannstadt eingesetzt und ging von dort «als Oberspielleiter nach Bromberg. Eine peter-kreuber-premiere in Innsbruck. Em kN0 fer orbßi irf» Ei-i-re. mehr besaß man damals noch keine abstrakten Beariffe, und wir vertreten hier die These, baß diese Papyri für den Aegypter als vollwertige Theorie galten! Sie leisteten nämlich dasselbe wie heute unsere eigenen Hausmittel, die allgemeinen Himmel, und ich sehe wie er sich über ben Gesang des Mannes im Gerüst freut. Unb ob es bpran liegt, daß ich hinaufschaue, ich weiß es nicht — ber liebe Gott sieht jetzt an dem Sänger im Gerüst vorbei unb sieht mich drinnen im Büro fitzen unb feine Miene verfinstert sich. Er sieht mich an, das spüre ich, unb sein Blick sagt: Mensch, warum singst du nicht? Wie? Ober kannst bu nicht fingen? Oh, sage ich, ich weiß es nicht, ich habe so lange nicht gesungen. In meinem Beruf komme ich nicht mehr bazu, ich muß soviel telephonieren und in Büchern lesen unb nachbenken. Der Mann auf dem Gerüst singt immer noch, unb ich versuche sein Sieb ba wenigstens mitzupfeifen. Es gelingt nicht ganz unb außerdem fällt njir eben ein: darf ich überhaupt? Ich hole aus meinem Schreibtisch die Hausordnung heraus unb blättere darin unb finde richtig einen Satz, nachbem nicht nur bas Werfen von ©egenftänben aus bem Fenster verboten ist, son- bern auch ruhestörender Särm. Lieber (Sott, sage ich so nach oben hin, ich darf ja nicht singen, es ist mir verboten^. Unb ber Hebe Gott sieht mich an, NSG. Gauleiter unb Reichsstatthalter Sprenger nahm an einem Dorfgemeinschaftsabend in Ober-Hilbersheim teil. In be? nach der Machtübernahme in Gemeinschaftsarbeit ausgebauten, festlich geschmückten Halle hatten die Angehörigen des Landvolkes Platz genommen, während in einem freien Raum vor ber Bühne neben ben Früchten ber Ernte die jüngsten Dorfkinber eine lebendige Umrahmung bildeten. Es folgte die- Einbringung des Erntekranzes, bem bie Dorfjugenb singend folgte, während bann nach altem Brauch ber Erntekranz aufgehängt wurde. Der Ortsgruppenleiter gab darauf der Freude Ausdruck, von ber bie Ortsgruppe Ober-Hilbersheim erfüllt fei, daß sie den Gauleiter als ihren Gast begrüßen dürfe. Wenn ber Gauleiter als erster Vertreter des Führers im Gau Hessen-Nassau und ungeachtet feiner vielen Aufgaben im Kriege diesen Dorfgemeinschaftsabend beuche, so komme bem eine symbolische Bedeutung zu Das Landvolk von Ober-Hilbersheim fühle sich in dieser Stunde als Vertretung des gesamten Landvolkes unseres Gaugebietes. Darauf begann ber eigentliche Dorfgememschafts- abenb, zu dem die HI. noch zusätzliche Kräfte bereitgestellt hatt^ Ein bäuerliches Hörspiel leitete ein unb brachte bann in buntem Wechsel Vorführungen ber kleinen unb größeren Dorfjugenb. Es würbe damit ein Ausschnitt aus der Dorftulturarbeit gegeben, die ber Ortsgruppenleiter von Ober-Hilbers- heim in vorbildlicher Weise aufgebaut hat. Dies zeigte bie Pflege der Hausmusik, die durch die Darbietungen einer Blockflötengruppe sowie einer kleinen Dorfmusikkapelle besonders zum Ausdruck kam. Ganz besonders aber erfreuten die Chöre unb Lieber, bie von ben verfchiebenen Altersklassen vorgetragen wurden, unb bie Pflege einer guten Gesangskultur erkennen ließen. Die natürliche Frische der Dorfjugenb kam in hübschen Reigen unb Tänzen zum Ausdruck. Auch der Vortrag heiterer Dorferzählungen fehlte nicht. Dann ergriff der @'a u l e i t e r das Wort. „Es war mir", so erklärte er, „ein Herzensbedürfnis, ber Einladung zum Dorfgemeinschaftsabend zu folgen. Wo ginge man auch schließlich lieber hin, als dorthin, wo man seine Jugend verlebt hat! Wenn es noch eines Beweises bedürfte, daß die Jugend Deutschlands Zukunft ist, dann ist das Erlebnis eines solchen Abends ganz besonders dazu geeignet. Die bäuerliche Jugend ist in erster Liine ber Bluts quell unseres Volkes. Sie ist mit dazu berufen, die Ewigkeit des Volkes zu sichern. Wenn unsere Gegner, vor allem bie Kriegsverbrecher Churchill, Roosevelt und Stalin wissen wollen; wer in diesem Kampfe siegt, bann gibt ihnen ein Blick auf bie in der HI. zusammengeschlossene deutsche Jugend bie Antwort. Wer einen rechten Begriff vom Einsatz ber Mädel und Jungen gewinnen will, der mag aufs Land zur bäuerlichen Jugend kommen, um hier Deutschlands Zukunft zu sehen. Diese Stunde hat es uns wieder gezeigt: der Führer hat es zur Tat werden lassen, daß das deutsche Volk eine Gemeinschaft geworden ist. Unb so kämpft auch bie ganze Nation vom Jüngsten bis zum Aeltesten iirti das eigene Lebensrecht. Wollen wir bie, Sage treffenb kennzeichnen, so ist festzustellen, daß ein Untermenschentum gegen das beste Volk auf ber Erbe im Kampfe steht. Wem könnte da die Entscheidung noch zweifelhaft sein? Wir müssen nur dafür sorgen, baß wir die besten Kräfte erhalten, bie in unserem Blute liegen. Darum bleibt das, was ihr bisher wart! Bewahrt euch eure gesunde Natürlichkeit, die aus eurer Jugend spricht! Bleibt rechte deutsche Bauern! Die Zukunft eurer Jugend aber ist sichergestellt. Eines steht fest: was usisere Soldaten erkämpft haben, gehört uns. Wir haben in ber Zukunft die Aufgabe, die Führung zu übernehmen, die nach diesem Kampfe beim deutschen Volke liegt. Bei ber Durchführung dieser Aufgabe ist uns das deutsche Bauerntum unentbehrlich. Das bäuerliche Volk ist unb bleibt das Rückgrat eines neuen Deutschland. Mit allen schaffenden Menschen bildet es bie aufbauenbe Gemeinschaft. Die menschlichen Werte aber offenbaren sich uns burch die Seiftungen. Es gibt heute in unserem Volk keine anbers gearteten Vorrechte mehr, sondern nur das Recht der Leistung. Wenn dieser Grundsatz unser Volk beseelt und immer stärker wird, bann kann unser Bestand durch nichts mehr erschüttert werden. Weder durch Hetze noch durch Terror kann uns ber Feind^überwinden. Ob er die Städte ober neuestens auch Dörfer heimsucht, — überall tritt ihm die gleiche Entschlossenheit und mutige Haltung entgegen. Er wird höchstens das eine erreichen, daß wirlmmer härter und siegessicherer werden." Die Rede bes Gauleiters, die immer wieder von Beifall unterbrochen worben war, löste höchste Begeisterung aus. Durch seine Teilnahme an' bem Dorfabenb in Ober-Hilbersheim hat unser Landvolk bie schönste Anerkennung für seine Arbeit unb für die Pflege seiner kulturellen Bestrebungen erhalten. Bzu werden, darf man 1 lungen in sie hineintragen wollen, sondern -.tll0UllQ muß versuchen, mit ihren eigenen Mitteln vorzu- ‘S (Er gehen. Diese zu erschließen, bildet die Hanptschwie- 'ttn, rigteit, sie kann ■ allein in unvoreingenommenem im j?_ Quellenstudium gelöst werden. ***- als ? n Sell um tuten xuiiuren. JL^ltibfl nicht unsere modernen d, aaen wollen, sondern tin Cremer und Peter Kreuder, einem Buh- "iene an mahvmavP vtn* 5Y>öGrnn hnc foini» ITrouffÜhrUnO litt. ^<$1 *• jjambur unb ( jf* & Berlin, 6. Ott. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Rudolf Schneider, Kompaniechef in einer Schnellen Abteilung. 1918 als Sohn des Stadtoer- waltungsoberirlspek'tors August Schneider i n Darmstadt geboren, arbeitete er sich als Chef einer Panzerjägerkompanie in schwerem feindlichen Feuer mit seinem Melder an ein beschädigtes Panzerabwehrgeschütz heran, dessen Bedienung ausgefallen war. In heldenmütidem einstündigem Kampf schoß er aus nächster Nähe insgesamt acht schwere feindliche Panzerkampfwagen ab und hatte dadurch ausschlaggebenden Anteil an der erfolgreichen Abwehr eines starken Panzerangriffs :~ Raume von Rschew. und sagt ganz deutlich, ich habe es gehört: Ärmer Kerl! Oas Rechenbuch des Ahmes. Bon Dr. Franz von Krbek. Die sagenumwobenen Pyramiden sind auch für uns moderne, von der Technik verwöhnte Menschen eindrucksvolle Bauwerke. Kein Wunder, daß man von jeher zu viel in sie hineingeheirnniste. Jrn vorigen Jahrhundert nahm man sorgfältige Vermessungen an ihnen vor, die eine Vermutung über besondere wissenschaftliche Kenntnisse ihrer Erbauer bestätigen sollten. Es zeigte sich, daß diese Vermutung nicht ganz unbegründet war. Die Aegypter müssen einen bestimmten geometrischen Satz gekannt haben, und man wollte daraus auf eine hochentwickelte Wissenschaft schließen. Zu Unrecht, denn schon eine experimentierende Geometrie verhilft zu ben nötigen Kenntnissen, unb es steht fest, daß man damals über dieses Stadium nicht hinausgelangt war. Können dann die Pyramiden als die zu Stein gewordene Mathematik der Aegypter gelten? — Man wollte sogar wissen, daß es sich um Reste eines Wissens handele, das gott- __________________ ______________....... ,..... n______ lichen Ursprungs war. Kein Geringerer als ein I Dann freilich muß es wirtlich eine Geheimwifsen-1 legen Newton vertrat diese Ueberzeugung, die später ^schäft gegeben habeL, Diese setzt aber Priester öor» I 'Da;*aI yvpicc un unigang rna ariffe, dessen bewußt, und darin erblicken wir < feine Leistung. Erst der Grieche, ein Arier also, w gelangte soweit, in abstrakten Begriffen zu über- । legen — damit beginnt aber schon unser heutige? i Zeitalter des. wissenschaftlichen Denkens nenwerk nach Nestroy, das seine Uraufführung im vorigen Jahr in Stockholm erlebt hat. „Der Zerrissene" ist der reiche Mann, dem früh schon nichts Menschliches noch Irdisches mehr fremd ist, für den das Leben keine Geschenke mehr birgt und der an seinem Nichtstun krankt. Nach Nestroys Posse hat Cremer ein bühnenwirksames Buch geschaffen, das in seiner volkstümlich deutlichen Charatterisierung menschlicher Schwächen und Tugenden und in seiner doch anziehenden Mischung von Scherz und Ernst vergnüglich moralisiert. Geschickt ist auch die Musik Peter Kreuders. Sie ist klangvoll, aber auch voller Anklänge. Manch netter Einfall läßt aufmerfen und weckt Verwunderung, warum der Komponist eigentlich soviel „zitiert". Neben leicht eingänglichen Melodien, neben Partien schöner Beschwingtheit, humoriger Tonmalerei, neben Klangbögen von lyrischem Aufschwung und schon großen Dpernftüs stehen lange Reihen von musikalischen „Zitaten", von denen ber Theaterzettel „Bajazzo" und „Gar« men" nennt. Der Nichtgenannten sind aber mehr. Die saubere Instrumentierung weist jene Klangfarben auf, die aus Kreuders Tanz- und Unterhal- tungskompositionen vertraut sind. Die Aufführung, musikalisch ausgezeichnet von Intendant M. A. Pflugmacher, szenisch von Dr. Sigfrid Färber betreut, fand herzlichen Beifall. E. K.Wiechmann. Jedem Verbraucher schmackhaftes Brot fall der Der Hamburger Hygieniker Süpfle gefallen. is. ^i|ßn Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath 4. Kapitel. * te - mrd) Ohne Licht also und mit der Rohrleitung, die sich auf der rechten Seite schwach gegen den Nachthimmel obhob, als einzigem Wegweiser raste der Wagen in wahnwitziger Fahrt zur Küste hinunter. Brackmann hatte das widerwärtige Gefühl, in einem losgerissenen Förderkorb, rechts und links aufstoßend und sich überschlagend, einen dunkeln Schacht hinabzustürzen. Fest eingekeilt, daß er kaum die Finger zu rühren vermochte, atmete er dje infernalische Ausdünstung seiner Nebenmänner ein. Er war der einzige Weiße im Camion, die übrige Besatzung bestand aus Indios und Negern. Eine handbreit von seinem Gesicht entfernt schimmerten die weißen Augäpfel eines Schwarzen, der sein blinkendes Raubtiergebiß, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen, allein durch schiebende und ziehende Bewegungen der Wulstlippen mit einem Hölzchen säuberte und die Reste seiner Morgenmahlzeit achtlos in die Gegend spie. Die Aufseher, die wohl etwas hellhäutiger waren und bessere Manieren hatten, fuhren mit einem schnelleren Wagen vorauf. Manchmal glaubte Brack- mann weit vorn die Blitze eines Scheinwerfers zu sehen. Aus den Zurufen und Flüchen, die zwischen dem Fahrer des Camions und den schwarzen Fahrgästen gewechselt wurden, war zu entnehmen, daß der Lenker des Autobusses und seine Insassen den tollen Ehrgeiz hatten, den vorausfahrenden Wagen in Grund und Boden zu fahren.»- Anscheinend trieben sie dieses reizende Spiel reden Morgen, aber nach dem ehrwürdigen Alter des Wagens zu schließen, schien das Wettrennen harmloser zu sein, als es aussah. Daß Fahrzeug, Chcruf- feur und Mannschaft jedes Jahr durchschnittlich zweimal ersetzt werden mußten, erfuhr Brackmann nie. Plötzlich, nach einer ganz kurzen grünlichrosigen Dämmerung, war es Tag. So überraschend schnell, als fahre der Camion aus einem endlosen Tunnel unvermittelt ins offene Land hinaus. Die Sonne stieg sehr schnell aus dem Ozean. Und als ob das Tageslicht Chauffeur und Mannschaft ernüchtere, das gesp""stische Wettrennen ein rasches '.egsschieber als Volksschädling zum Tode. Die an i Verfehlungen in nur geringerem umfange be- ' te Ehefrau erhielt anderthalb Jahre Ge- ! vom Prin- cn Theodor m Gastkon» iter Oswald 1er Erstaus. Knapperts- >r, die Ml' tlberg ihren Aus aller Wett. Todesstrafe für einen Kriegsschieber. Beilin. neuere Gesell Kriegs- üt Marburg jversität aus. iinftituts cht-kun»- i als Siretfor ' ’M!» -te nem Weih« eslin" von ieser Spiel« — Anton sitpsleoe in ix, wird m d)tn S»-» mH»* v "___— 1 M feiner ^amiuie uun ujnc o- MorsM te Sondergericht in K-ffel verurteilte diesen ie auf grie- nf« y^ntt^lckiädlina zum Tode. Die an ich auf. Die nem Zleml'ch da es em eiten unsens im .Der Aer, honLs lh für den id der an dosse Hot ;Qffen, bos Arisierung o in seiner und Ernst die Musik mch voller treten. >er5 1 UN den M Karl Sbes Spielleiter en. mürbe ^beatets oort Unterhol' ruien wo er vier Jahre später Ordinarius wurde 1960 folgte er einem Ruf nach Gießen, 1934 nach Fviburg und kam 1938 als Ordinarius für mittelalterliche Geschichte nach Marburg. Prof. Mayer is^Dorsitzender der Historischen Kommission für ^esen-Waldeck Mitglied der Akademien in Mün- den, Prag und Wien und Leiter der Abteilung „Mittelalterliche Geschichte" des Einsatzes der Geisteswissenschaften. Sein wissenschaftliches fiaupt. c> beitsgebiet ist Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte. Coa Kessel- »den Wup- ifl Ser Bäckermeister Heinrich Wissel aus Hanau choenmater, ^schaffte sich 640 Doppelzentner Mehl ohne Be- EUyNey ugschein, verarbeitete das Mehl überwiegend in ohen Erfolg üner Bäckerei und gab die hergestellten Backwaren len Landes« * ' ~ " ' ' L' So wichtig die Kartoffel für die Volksernährung ist, so behält neben ihr doch das Brot feine große Bedeutung für die menschliche Ernährung. Der Aus- Brotgetreideernte, die in diesem Jahr gut eingebracht werden konnte, ist daher stets entscheidend für die Brotoersorgung eines ganzen Jahres. Der Verbraucher legt aber, wie die Erfahrung immer wieder beweist, nicht nur Wert darauf, auf feine Karten die ihm zustehende Menge Brot zu erhalten, sondern er wünscht auch ein Brot, das ihm zusagt. Der Geschmack wandelt sich allerdings, und auch der Qualitätsbegriff ist durchaus nicht feststehend. Im Frieden verstanden viele Verbraucher unter hinter die Kulissen zu schauen, sei es in einem handwerklichen oder in einem industriellen Brotbackbetrieb, der kann sich jederzeit davon überzeugen, daß mit großer Sorgfalt gearbeitet wird, um schmackhaftes und bekömmliches Brot zu backen. Der Bäcker wird dem Verbraucher durchaus zugeben, daß er erst umlernen mußte, um mit den veränderten Zutaten ein gutes Brot zu backen. Die höhere Ausmahlung und die Mehlzusammensetzung aus verschiedenen (Betreibearten verlangen eine andere Art der Sauerteigbereitung, veränderte Backzeit und dergleichen mehr. Gerade die Hausfrau, die selbst kocht und bäckt, wird wissen, daß jede Umstellung auch einmal ein Mißlingen mit sich bringen kann. Verständlich also, wenn in einzelnen Fällen das Brot anfangs einmal nicht so ausfällt. Aber das sind Uebergangserscheinungen. Entsprechende Beratung und regelrechte Ausbildung der Bäcker sowie strenge Nachprüfung sorgen dafür, daß etwa bestehende Mängel beseitigt werden. Das Bäckergewerbe ist selbst daran interessiert, allen Ansprüchen an sein fachliches Können zu genügen und den Verbraucher zu befriedigen. Allerdings muß fick auch der Verbraucher etwas umstellen. Er kann heute nun einmal kein Helles Brot mehr verlangen. Auch der Vorwurf, daß das dunkle Brot zu kräftig schmecke, besagt eigentlich nichts gegen die Beschaffenheit des Brotes, sondern ist eher ein Zeichen für die noch nicht erfolgte Geschmacksumstellung des Verbrauchers. Es ist nur natürlich, daß ein Brot, bas mehr Mineralsalze enthält als früher, auch kräftiger schmeckt. Ebenso darf sich der Verbraucher nicht wundern, wenn ihm das ganz frische Brot nicht so gut bekommt. Das gehaltvollere Brot ist frisch schwerer bekömmlich. Es muß er ft etwa drei bis vier Tage liegen, bann ist es schnittfest, wohlschmeckend und bekömmlich. Es besagt auch nichts gegen die Brotqualität, sondern ist nur durch die veränderte Zusammensetzung be« dinat, daß dieses Brot lustig aufbewahrt werden darf, da es sonst schimmelt. Bei richtiger Aufbewahrung wird vielmehr jeder Verbraucher feststellen, daß es weniger als früher austrocknet und auch noch nach längerer Zeit wirklich gut schmeckt. einem guten Brot ein möglichst Helles, vielleicht sogar reines Weizenbrot, teilweise aber auch damals schon gut ausgebadenes, dunkles Kommiß- oder Vollkornbrot. Heute kann unter Dualitätsbrot nur ein schmackhaftes bekömmliches Brot aus vollausgemahlenem ©etreibetorn verstauben werden. Die höhere Ausmahlung des Getreidekorns bedingt zwar eine Aenderung der Verbrauchsgewohnheiten, aber keine Dualitätsverschlechterung. Im Gegenteil, bei der früher üblichen geringeren Ausmahlung des Korns wurde ein großer Teil von Mineralsalzen und anderen Nährstoffen nicht mitverwandt, die heute im Brot vorhanden sind. Das Brot ist also gehaltreicher geworden. Wer Wert auf Weizen legt, dem sei verraten, daß auch heute bei der Brotherstellung Weizenmehl mitverwandt wird. Im neuen Getreidewirtschaftsjahr wird das Brot aus hochausgemahlenem Roagen, Weizen und Gerste unter Zusatz vop 3 v. H. Kartoffelmehl hergestellt, also aus hochwertigem Getreidekorn. Das Verhältnis der einzelnen Mehlsorten zueinander ist sorgfältig ausprobiert worden, um ein gutes Brot zu gewährleisten. Es ist also vollends aus der Lust gegriffen, wenn gelegentlich aus Unverstand- oder gar böswillig behauptet wird, dem Brot feien irgendwelche minderwertige oder gar schädliche Zusätze beiaemischt. Daß sich das Brot heute in Aussehen, Geschmack und Aufbewahrungsart verändert hat, ist nur eine natürliche Folge der anderen Zusammensetzung. Wer einmal Gelegenheit hat, dem Bäcker Sd iW N, M :.Ä gilNg J Ä MierV tzj h. 1 unfe« * Hyaiene-Ausstellungen Dresden 1930 und 1931. Lehrend des Weltkrieges war er Leiter hyaienifch- iakleriokogischer Laboratorien sowie Beirat für Hy- üene beim Sanitätsamt des III. B. A.-K. Voir. Mai •As August 1919 gehörte er als Schütze dem Frei- iorps Epp an. hochfchulnachrichlen. miffar für Preisbildung umschreibt in einer Anordnung den Kreis derjenigen, die für kriegsbedingte Schätzungen ein Entgelt beziehen dürfen. Es handelt sich dabei um einschlägige Sachverständige aller Art. Der Schätzer darf neben der Zeitvergütung eine Wertvergütung berechnen, und zwar bei einem Wert bis 1000 RM. 2 RM., über 1000 bis lOOOO RM. 4 RM., über 10 000 bis 100 000 RM. 8 RM. und, über 100 000 RM. 16 RM. Auch bestimmte Auslagen darf er berechnen. Kartoffeleinkellerung nicht aufschieben. Kürzlich wurden die Haushaltungen, Großverbraucher und andere Verpflegung^tellen aufgerufen, sich für die Einkellerung von Kartoffeln vorzubereiten. Inzwischen ist die Ausgabe der Einkellerungsscheine erfolgt. Die Kartoffeleinkellerung beginnt in diesem Jahre früher als im vergangenen. Zur Zeit rollen bereits in verstärktem Umfange die Kartoffeln aus den Serfanbgefneten an, fo daß in einzelnen Empfangsgebieten bei der Entladung. gÄviffe Schwierigkeiten auf treten. Die Ernährungsämter find angehalten, im Benehmefi mit den zuständigen Stellen alles zu tun, um die Einkellerung raschestens abzuwickeln. Es zeigt sich aber, daß verschiedene Verbraucher noch nicht zur Einkellerung bereit sind und vielfach die Meinung vertreten, daß die Einkellerung noch nicht eile, und daß es in Anbetracht der Haltbarkeit der Kartoffeln besser sei, noch eine Zeitlang abzuwarten. Dadurch entstehen bei der Entladung zusätzliche Absatzschwierigkeiten. Es ist dringend notwendig, um die Versorgung der Bevölkerung mit Einkellerungskartoffeln sicherzustellen, den derzeitigen Versandwillen der Versandgebiete auszunutzen, um möglichst viele Kartoffeln heranzuholen. Die zur Zeit ankommenden Kartoffeln sind durchaus einkellerungsfähig, da es sich auf Grund des vergangenen Wetters um haltbare und lagerungs-fähige Ware handelt. Der Zeitpunkt der Einkellerung ist also tatsächlich da. Es ergeht daher an alle Verbraucher die Aufforderung, ohne Zögern einzukellern. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres lassen es doppelt wünschenswert erscheinen, frühzeitig mit dem Winteroorrat versorgt zu fein. Unnötiges Warten bringt nur die Gefahr mit sich, daß das Heranschaffen schwieriger wird, die Trans- Porte sich alle auf einen Zeitpunkt zusammendrängen und undurchführbar werden. Bei dem großen Kartoffelbedarf läßt es sich nicht vermeiden, daß neben gelben und roten auch weiße Kartoffeln angeliefert werden. Auch diese müssen abgenommen werden, wer sie ablehnt, verliert denEinkellerungsanspruch. bei der Betreuungsabteilung der Gaudienststelle der NS.-Kriegsopferoersorgung (NSKOV.) einzureichen. Für Eltern, die bereits eine laufende Elternversorgung erhalten, genügt die Vorlage des Bescheides des Wehrmachtsfürsorge- ,unt) -versor- gungsamtes. Alle übrigen Eltern benötigen das Familienstammbuch mit Eintragung der Heiratsurkunde der leiblichen Eltern und der Sterbeurkunde des Sohnes oder der einzelnen Urkunden. An Stelle der Sterbeurkunde kann auch die Todesnachricht des Truppenteiles vorgelegt werden. Stief- und Pflegeeltern müssen durch eine Besckeinigung der Ortspolizeibehörde nachweisen, in welcher Zeit sie den Verstorbenen unentgeltlich unterhalten haben. Die Antragstellung erfolgt nur nach Aufrufen durch die Gaudienststellen der NSKOV. in den Tageszeitungen. . * NSG. Die nationalsozialistische Kriegsopferversorgung bittet alle Eltern von Gefallenen des jetzigen Krieges, sich mit der Antragstellung auf Gewährung der Elterngabe noch einige Tage zu gedulden, bfs die genügende Anzahl der erforderlichen Vordrucke vorliegt. Die Bearbeitung der Anträge wird in alphabetischer Reihenfolge vorgenommen. Die entsprechenden Ausrufe mit näheren Angaben werden an gleicher Stelle erscheinen. Zusätzliche Beisemarken für Urlauber. Die Reichskarten für Urlauber entsprechen wegen der Rationserhöhungen bei Brot und Fleisch ab 19. Oktober nicht mehr den geltenden Rationen. Beim Brot werden hiervon alle Urlauberkarten betroffen, während sich die Rationserhöhung bei Fleisch nur auf die Karten von 5 bis 7 Tagen auswirkt. Auch bei den Urlauberfarftn muß deshalb ab 19. Oktober eine Neuregelung erfolgen. Da die jetzt gültigen Urlauberkarten er ft vor kurzer Zeit in Kraft getreten sind und sich außerordentlich große Bestände bei den Ausgabestellen befinden, ist es nicht möglich, die jetzigen Urlauberkarten aufzurufen und durch neue zu ersetzen. Nach-einem Erlaß des Reichsernährungsministers find daher bis auf weiteres die erhöhten Brot- und Fleischrationen an die Empfänger der Urlauberkarten in Form von Reise- und Gaststättenmarken zusätzlich auszugeben. Kriegsbedingte Schätzungen. Kriegsbedingte Schatzungen sind Schätzungen aus Anlaß befürchteter oder eingetretener Kriegsschäden, ferner solche anläßlich einer Umsiedlung sowie anläßlich einer Betriebsstillegung. Der Reichskom- Der ordentliche Professor für Hygiene an der Universität Hamburg Oberkriegsarzt, beratender Hygieniker einer Armee, Inhaber des E. K. II des ßnogsverdienstkreuzes L Klasse mit Schwertern und anderer Auszeichnungen Dr. Karl S ü p f l e hat irn Osten sein Leben für Führer und Vaterland gegeben. Süpfle wurde 1880 in Metz geboren, war von 1904 bis 1922 Assistent an den Hygienischen Instituten Heidelberg, Freiburg i. Br. und München, habili- liirte sich 1908 in Freiburg und war dann Privat- hozent in München. 1915 wurde er außerordentlicher Professor an der Tierärztlichen Fakultät der Uni- "en, Aih. oeksität München, 1927 ordentlicher Professor der ' - ! Hygiene an der Technischen Hochschule Dresden und niirbe 1937 Direktor des Hygienischen Staatsinstituts n Hamburg. Süpfles Forschungsgebiete waren BAU' und Städtehygiene, Gewerbehygiene, Schulhygiene, Morphologie und Biologie der Mikroorga- üMen, Seuchenbekämpfung und Desinfektion. Süpfle uar Wissenschaftlicher Leiter der Internationalen werten und llisi eigentlichen M. gtheit, hu, von lyri« Opernstils „Zitaten", und „Car- »i- Rohrleitung der Baxter-Oil-Compam- folgte '»n Pumpwerk auf Buena Esperanza aus etw W8 Sifometer dem natürlichen Gefalle des Ge- 1 sie durchschnitt fast schnurgerade Bananen "Ü Zuckerrohrplantagen und endete aus dem Ra 1 •> Tepluan Dieser Ort bestand aus °>n paa, ' Öligen Jndiohtitten und der Ruine einer Da ! •Q1 Ausscheiden des Professors Dr. Hans Kovfer- nonn an der Universität Kiel freigeroorbenen Lehr- !vhl für Experimentalphysik vertretungsweise wahr- Mchmen. — Der Dozent Dr. phil. nat. habil Karl jeinrid) Weise von der Universität Jena wurde nit der vertretungsweisen Wahrnehmung des durch IM Ableben des Professors Dr. Adolf Hammerstein «gewordenen Lehrstuhls für Mathemattk an der !nioersität Kiel beauftragt. Weist wurde 1909 in lera geboren, promovierte 1933 in Jena, war seit 9311 Assistent am Mathematischen Institut Jena. 938 wurde er Dozent. — Im Alter von 30 Jahren en haus- fiel bei den Kämpfen in Nordafrika als Oberarzt in ' ' intm Fallschirmjägerregiment der Assistenzarzt an Chirurgischen Universitätsklinik in München, J r ib el. — Dozent Dr. phil. et _____Wilhelm Neumann an der Univer- ität Würzburg ist zum außerplanmäßigen Professor ür Pharmakologie ernannt worden. Neumann Duibe 1898 gehören und habilitierte sich 1937 ‘ in Bürs bürg. «Stin, Deutschen Historischen Instituts in Rom nach H®llm öu Sehen. Mayer ist 1883 im Gau Oberen! 3„V Ibeiau geboren. Er studierte in Florenz und Wien >ehyr st "promovierte und sich 1914 für das Fach Oester-' -Mische Geschichte habilitierte, nachdem er seit 1906 zMächst im staatlichen Archivdienst tätig gewesen war !*bes. ( 1£2 wurde er als a. o. Professor nach Prag be- cerlih.. wo er vier Jahre fnn+or ff.Sortierung. (Nachdruck verboten.) fr ahnte, daß ihre Stoffe und Zärtlichkeiten nicht iSefchenke einer Lijbenden waren, fonbern Safi ie e.nem aufwühlenden Gefühl namenlosen R' - entsprangen. Und er ahnte auch, daß sie sich . der Unzuverlässigkeit und Untreue ehres s schämte und in der Ratlosigkeit ihres He - .m instinktiv auf den letzten Ausweg Versalien mar, 1 ihr als Frau am nächsten lag, ihn durch eine ! Ir aon Selbstopfer auf seinem Weg aufzuhalten. Lu bleibst, Ddalte? Wir werden deine Sache !^einsam durchfechten Kderwillig spürte er das Aufsteigen einer» !»$ Er gab es auf, sich zu wehren. Mochte 1^ Guben daß er bezwungen war. Er legte den Arm « um ihre Schultern und « Tranen versiegten und chr -rfchutteri°r K°rpek beruhigte. Er beugte fid) über ifjr ®efi«t und Mrte mit den Lippen sanft ihren Mund. M bleibe, Karen ...", lag " und mckte .hr hier Dunkelheit zu. „Bist du letzt beruhigt- Aus der Giadi Gießen. Oer oberheffifche Honig. Nun gibt es wieder einmal viel „Honig". Es ist das gute Birnenmus. Wir in Oberhessen nennen dieses Mus Honig, Birnenhonig oder Zchetschen- honig, je nachdem. Die beiden letzten Winter haben unter den Zwetschenbäumen allerlei aufgeräumt, und so kommt es, daß jetzt fast nur Birnenhonig gekocht werden kann. Die Birnen werden zerkleinert und gekeltert. Der Most kommt in den Kessel. Er wird nun eingekocht. Am Gegensatz zum Zwetschenhonig braucht man nicht ZU rühren, da der Most ja nicht anbrennt. Während er kocht, kommen am Abend Frauen und Mädchen, gute Freundinnen und Nachbarinnen und schälen gute reife Herbstbirnen. Sie werden in Stücke geschnitten und dann dem kochenden Most zugesetzt. Solche Abende auf dem Lande, an denen Birnen geschält werden, sind sehr schön. Die Frauen fitzen da und arbeiten mit flinken Händen, der Duft des werdenden Honigs strömt aus der Küche her. Der Mund steht auch nicht still. Alle Dorfneuigkeiten werden aufgetischt. Die schwere Arbeit im Sommer und in diesen Herbsttagen ließ ja die Frauen kaum zu einer Aussprache kommen. Jetzt ckann man aber wieder einmal reden. Das Birnenschälen dauert oft bis nach Mitternacht. Dann giot es noch Kaffee und Zwetschenkuchen. So findet dieser arbeitsreiche Tag seinen Abschlußi Indessen muß immer wieder nach dem kochenden Most geschaut werden. Das Feuer darf nicht ausgehen, es darf aber auch nicht zu stark geschürt werden, damit der Honig nicht zu -schnell kocht und dann „streng" sch'meckt. Ganz leicht ist die Zubereitung des Honigs nicht. Junge Ehefrauen und Mädchen müssen immer bei ihren Eltern oder bei einer Tante fragen, auf welche Art sie ihren vorzüglichen Honig bereiten. Es gibt da mancherlei Rezepte. Der eine ißt Birnenhonig nur mit Zwetschen vermischt, der andere mag nur ganz dünnen Honig, wieder ein anderer wünscht daß in dem Most ganze Birnenstücke mitgekocht, aber nicht verrührt werden. So hat fast jede Familie ihr Hausrezept., Die geschälten und zerschnittenen Birnen werden nun dem kochenden Most zugefügt. Hat man noch ein paar Zwetschen, dann kommen sie auch dazu. Eine Nacht muß schon durchwacht werden, wenn Honig gekocht wird. Meistens macht das die Hausfrau selber. Sobald sich nämlich die Birnenstücke oder die Zwetschen setzen, muß gerührt werden, damit nichts anbrennen kann. Wenn man Glück hat, ist der Honig am frühen Morgen fertig. Dann kommt der feierliche Augenblick: Freunde und Nachbarn kommen und versuchen den neuen Honig. Wenn er gut geraten ist, freuen sich alle. Nun ist wieder für längere Zeit gesorgt. Die Mutter hat wieder Mus, um den Kindern die Brote zu schmieren. Das ist gut; denn Butter kann's nicht leben Tag geben. —h. Kür Tapferkeit vor dem Kemöe. Dem Oberleutnant Wilhelm Wi»necke aus Gieren, Braugasse 11, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen — Der Leutnant Otto S e i p aus Hattenrod (Kreis Gießen), der an der Front in Finnland kämpft, mutbe ebenfalls mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Weitere Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat die Verordnung über die Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels ausgedehnt auf die privaten Betriebe des Bergbaues, der Eisen- und Stahlgewinnung, der Metallhütten- und -Halbzeugwerke, der Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren, des Maschinen-, Stahl- und Fahrzeugbaues, der Elekttotechnik, der Optik und Feinmechanik, der chemischen Industrie und des Nachrichten- und Verkehrswesens. Die Lösung von Arbeitsoerhältnissen bedarf auch bei Kündigung mit Zustimmung des anderen Dertragsteiles und bei Einigung der Ser« tragsterle der Zustimmung des Arbeitsamtes. Das gleiche gilt- für Lehrverhältnisse. Fürsorge für Kriegereltern. Nach dem Wehrmachtsfürsorge- und -versorgungs- gesetz (WFDG.) kann eine laufende Elternversorgung nur an bedürftige Eltern gewährt werden. Dieser Grundsatz muß aufrechterhalten bleiben. Je« doch bietet der neue Erlaß die Möglichkeit zur Gewährung einer einmaligen Elternaab e im Betrage von 300 RM. auf Antrag an alle Eltern ohne Rücksicht auf ihr Einkommen, deren Sohn im jetzigen Krieg als Angehöriaer der Wehrmacht und her Waffen-verstorben ist. Der Antrag ist nur ten Straße, die neben der Rohrleitung zur Küste hinunterführte, zur Arbeit befördert. Wie überall bot die atlantische Küste auch bei Tepluan keinen natürlichen Anlegeplatz. Eine breite Mole mit den Rohren der Delleitung und einem doppelten Lorengleis lief ein paar hundert Meter ins Meer hinaus; ein Bagger hielt am Molentops eine kurze Fahrrinne frei, so daß die Tanker der Gesellschaft, schwarze, stinkende Kästen mit zwei grünen Ringen um die Schornsteine, dort nach vorsichtigem Lavieren vertäut und vollgepumpt werden t°2)ie Anlage war umständlich und kostspielig. Erdbeben und Orkane hatten die Mole mehr als einmal zerstört, dennoch war der eigene Hafen für die Gesellschaft rentabler, als wenn sie die Del» leitung bis nach Verakruz gelegt hätte, wo die Hafengebühren außerordentlich hoch waren. Eigene Fernsprechleitungen verbanden die Wachstationen der Leitung und den Hafen von Tepluan mit Sera« kruz, wo die Gesellschaft ihre kaufmännischen Büros und' ihren Verwaltungssitz hatte. Hier, in einem ehemaligen Hotel an der Plaza Colon, hatte auch Fernando Gonzales als Chef der DeUeitung und des Hafens fein Standquartier. Malte Brackmann stand als fünfundzwanzigster Mann in einen Camion gepfercht, dessen Fassungsvermögen für ein knappes Dutzend Leute berechnet war Es war der Autobus, der die Bagger- und Ladearbeiter nach Tepluan beförderte. Ein Trinkgeld und eine Handvoll Zigaretten hatten den Chauffeur bewogen,- Brackmann großzügig die Teilnahme an der Fahrt zu gestatten, falls er noch einen Platz fände. Es war noch Nacht, als der Camion Buena Espe- ranza verließ. Mit einem hestiaen Ruck, der die lebendige Fracht zusammenstauchte, setzte sich der Autobus in Bewegung und sauste davon. Es war ein uralter Wagen, dessen Aufbau federlos auf das Fahrgestell genietet war. Scheinwerfer hatte er länaft nicht mehr, und ein Armaturenbrett schien dcr'Waa-n nie l-efeffen zu heben. Bringen Scherben wirklich Gluck? CAFE WIEN Ab Mittwoch, den 7. Oktober, hören Sie den Meister der Geige Farkas Miska 04986 Gießen 2887 D 1069 Achtung! Achtung! muß aus technischen Gründen 3003 D | Empfehlungen] Ig. unt. 04982 o. Gieß. Anz. Ihr Berater in allen Punktfragen LICHTSPIEL-THEATEÄ 311A 3 Ä^^plasl" ^ilft Steilen ! 'KÖHLEH. ** giessen An, an auf einen späteren Termin verlegt werden. - Gelöste Karten behalten Gültigkeit. Wer steh verletzt, soll lieber dem blutstiflenden Schnellverband Hansa plo $1 -elastisch trauen* Bakterienbildung und heilungstö» rende Berührung werden verhüte! Bahnhofstr. 35 Schanzenstr. 6 Gießen, im Oktober 1942 Hagebutten, Schlehen, Holunderbeeren und Bucheckern z. den amtlich festgesetzten Preisen kauft jedes Quantum. Verpackungsmaterial wird gestellt. Aufkäufer werden noch eingestellt. Von der R. f. H. amtl. bestät. Großaufkäufer Heinrich Zimmermann Hartenrod, Kreis Biedenkopf 04861 Luche sonnige M-Zim.-Wolmg. mit Küche, Bad, Balk., evtl. Neubau, i. Südviert. Biete 2Z4Zimm., 1 Gosüerli mit Backofen z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04984 an den Gieß. Anz. Als, Hersteller von Qualiiöfserzeuqnissen bekannt in Deutschland und vielen Staaten der Welt, Eindovvelsvann. fiaftenroaoeü u. ein leichterer Bollroßgen z. kaufen gesucht. Der Polizeidirektor Gießen. Erika Hahn Bernhard Ampt geben ihre Verlobung bekannt werden von Lausenden beachtet und gelesen. des Weidwerks schlechthin und des deutschen brauchshundes im besonderen zuteil. Erweiterter Versicherungsschutz gegen Leitungswasserschäden. Nettes 26jährig. ev. Mädel mit Kind möchte auf diesem Wege guten Herrn, auch Kriegsverletzten, bis zu 40 Jahren, zwecks ¥ kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e bis f (unter 80 kg) 1,12, gl (fette Specksauen) l,2ß, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (Eber) 1,16 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Verdunkelungszelkr ' 7. Oktober von 19.47 bis 7.04 Uhr. von 100 000 RM. wird nicht geändert. Die Neuveranlagung zur Vermögenssteuer erfolgt nur, wenn der Wert des Gesamtvermögens vom letzten Einheitswert entweder um mehr als ein Fünftel oder um mehr als 100 000 RM. abweicht. Die Vermögenssteuerbescheide und die Aufbringungsbescheide für den laufenden Hauptveranlagungszeitraum gelten bis auf weiteres. Wenn also im Einzelfalj keine Neuveranlagung von den Finanzämtern vorgenommen wird, werden auch keine besonderen Steuerbescheide für die Jahre 1943 und 1944 ergehen. Bei Minderungen des Betriebsvermögens kann der Steuerpflichtige die Herabsetzung des Einheitswertes beantragen, wenn die Verminderung mehr als ein Fünftel, mindestens aber 1000 RM. beträgt. Ein Beispiel in dem Erlaß besagt folgendes: Hat das Betriebsvermögen am 1. Januar 1940 12 000 RM. und am 1. Januar 1943 nur noch 8000 RM. betragen, so macht die Wertminderung 4000 RM. aus, also mehr als ein Fünftel und mehr als 1000 RM. Demgemäß ist die Wertfortschreibung, in diesem Fall also die Herabsetzung des Einheitswertes, durchzuführen. Für die Veranlagung zur Vermögenssteuer wird das folgende Beispiel angegeben: Der Steuerpflich-; tige besitzt Betriebsvermögen und sonstiges Vermögen. Am 1. Januar 1942 hat das Betriebsvermögen 15 000 RM. und das sonstige Vermögen ebenfalls 15 000 RM., zusammen 30 000 RM: be- tragenx Am 1. Januar 1943 war das Betriebsvermögen auf 23 000 RM., also um 8000 RM., und das sonstige Vermögen auf 24 000 RM., also um 9000 RM. gestiegen. Wegen Erhöhung der Mindestgrenze für Wertfortschreibungen, die 10 000 RM. betragen, die aber hier nicht erreicht worden ist, wird eine Wertfortschreibung des Einheitswertes nicht eintreten. Trotzdem erfolgt eine Neuveranlagung zur Vermögenssteuer, weil sich das Gesamtvermögen um 9000 RM. erhöht hat, und weil für dieses nicht gewerblichen Zwecken dienende Vermögen die Mindestgrenze für Wertfortschreibungen die alte geblieben ist. Die Veranlagung auf den 1. Januar 1943 erfaßt also in diesem Falle das Betriebsvermögen mit 15 000 RM. (nicht mit 23 000 RM.) und das sonstige Vermögen mit 24 000 RM., so daß ein Gesamtvermögen von 39000 RM. zugrundegelegt wird. Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unsrer Vermählung danken wir auf diesem Wege herzlich Wilhelm Theiß u. Frau Marie, geb. Müller Giefecn-Klcin-Llnden, 7. Oktober 1942 ___________ _ 04976/ Die Einheits-ewerttrng Wertfortschreibung und Neuveranlagung, GM.UMM verloren, vermüll. Brand- vl.-Stadttheat.- Bibliotb.-Heeg- strauchweg- Schreiberweg. Geg. Belohnung abzugeben [04980 ErichHochstätter Brandvlat? 1. Mge AllU Ml Wirkungskreis bis 1. November 1942 in ruhigem Hause zur Unterstützung der Hausfrau, auch in der Landwirtschaft. Schriftliche Angebote unter 3001V an den Gießener Anzeiger erbet. das große Spezial-Haus für gute Herren-und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag-Vormittag geschlossen! der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 7. Oktober 19.30 bis 21.45 Uhr: 5. Mittwochmiete u.HalbmieteB Frauen haben das gern. Heimatkundlicbß Schriften über Oberhessen u.d. Vogelsberg, Heimat-Beilag., -Kalend.u.histor. Karten zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. mit Preisangabe u. 2983 V an d. Gieß. Anz. Erfolgreiche Hundezüchter. Die Landesgruppe Hessen der Fachschaft für deutsch-drahthaarige Gebrauchshunde veranstaltete bei Dutenhofen (Kr. Wetzlar) eine Zuchtprüfung. Es wird Wert darauf gelegt, daß nur solche Hunde mit einem Formwert von mindestens der Note „Gut" und mit besonders guten Leistungsanlagen teilnehmen können. Die erschienenen Hunde entsprachen in jeder Beziehung dieser Anforderung. Nur zwei bekamen die Mindestnote „Gut" im Form- wert, die anderen „Sehr gut" und fünf sogar die Höchstnote „Vorzüglich". Auch die geleisteten Arbeiten im Wasser, Feld und Spursicherheit lagen weit über dem Durchschnitt. Bei sehr strenger Zensierung konnten vier Hunde einen 1. Preis erringen, darunter drei aus unserem Heimatgebiet, aus den Zuchten der Herren Diehl (Bisses, Kr. Friedberg), Volk (Pohl-Göns), A. Pas c o e (Dutenhofen). Mit dieser Prüfung war die Feier des ^jährigen Bestehens der Landesgruppe Hessen verbunden. Der Ausdruck besonderer Anerkennung des Reichsobmannes der Fachschaft, Generalarbeitsführer Bruer (Berlin), sowie der maßgebenden Kreis- und Gaujägermeister aus dem Wirkungskreis der Gruppe waren Beweis für deren segensreiche Tätigkeit, dem deutschen Weidmann den Hund zu züchten, den er für alle Zweige des deutschen Weidwerks braucht. Die drei ältesten Mitglieder (Putzfrau für die Abendstunden gesucht Siebener Anzeiger Schulstraße 7 2990 D Putzfrau für die Reinigung von Büroräumen zum sofortigen Eintritt gesucht. Heyllgenstaedt &Comp. Suche 1 Paar Damen-Reitstiefel od. Russenstiefel, Gr. 36/37, sowie 1 Paar Herren- Reitstiefel, Gröhe 42/43, zu kaufen. [04952 Thea Hörl, bei Schuldis, zur Messe, Wohnwagen. oir waren Fir litte« Dilles, * u; jaren. * Mwertta gufd) stal hrsehen Hüllten w llü so off jl nun a sei Krieg ,jewah «en lwfzl Den fünfte em Hz die P- bs wenig legner in iillig hi°l »ma(5 le ihren, obi je Nottve je Verbi, kutsch-pol fingig vor tr in eine Charaktc iß Ful tiegsentsck Hb man dm man ihmen. 1 fndement pin der g lieges am füllet ooi imn wir Hlzeittg General Stscheideit sßerorder Im äugen! iller hat Restaurant ab beute Wieder eröffnet! Wachmänner für besetzte Westgebiete gesucht. Uniform, Wehrmachtsverpflegung und Unterkunft wird gestellt. .Hannoversches Wach- und Schließ-Institut G. m. b. H. Hannover, Hausmannstraße 7 Telefon 21768. 2mv decken, Spülklosetts, Wasserhähnen und Wassermessern sowie an Heizkörpern, Heizkesseln, Boilern und Herdschlangen der Zentralheizungen und Warmwasserversorgung. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarki (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteiae- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 38 vis 47 Rpf., Bullen 35 bis 42, Kühe 19 bis 41, Färsen 22 bis 46, Kälber 20 bis 57, Schafe 25 bis 52 je Wir erhielten die schmerzliche und traurige Nachricht, daß mein lieber, braver, herzensguter Sohn, Bruder und Neffe Walter Schmidt Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im kaum vollendeten 20. Lebensjahre im Kaukasus sein junges Leben lassen mußte. In unsagbarem Schmerz: Karl Schmidt IV. und Kinder. Lang-Göns, im Felde, Weilmünsteb, Nieder- Ofleiden, Eiserfeld (Sieg), Nieder-Scheiden, Hückeswagen, im Oktober 1942. 04975 Kleine Wohnung an alleinstehende Frau gegen Leist, von Hausarbeit zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 04983 an d. Gieß. Anz. — außer dem Obmann als Gründer -r wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: Dr. van Bentheim (Meßen), Wilh. Fries (Krofdorf), Ferd. Paul (Bad Homburg). Dem Obmann selbst, Aug. Pascoe (Dutenhofen), der 20 Jahre ununterbrochen die Landesgruppe geführt hat, wurde eine besondere Ehrung mit Worten der Anerkennung für seine überall bewiesene Tätigkeit auf dem Gebiet ' 1 " Ge- Gemeinsame Bekanntmachung der Laudräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Futtermittelscheine für Pferde. Zum 1. Oktober 1942 wird der Abschnitt 3 der Futtermittelscheine für Pferde aufgerufen. Dieser Abschnitt dient zur Versorgung der nichtlandwirtschaftlichen Tierhalter mit Futtermitteln in den Monaten November und Dezember 1942. Die Futtermittelverteiler werden aufgefordert/ die in ihrem Besitz befindlichen Abschnitte 2 der Futtermittelscheine bis zum 10. Oktober 1942 dem Ernährungsamt, Abt. A, zum Umtausch in Bezugscheine vorzulegen. Die Abschnitte sind geordnet mit einer Zusammenstellung emzureichen. Die Richtigkeit der Zusammenstellung ist schriftlich zu bescheinigen und gleichzeitig zu versichern, daß sämtliche Abschnitte beliefert worden sind. [2997D Gießen, den 6. Oktober 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. kennenlernen. Nur ernstgem. Bildzuschriften unt. 2995D an den Gießener Anzeiger erbeten. iel bei e hi nur b 8 sich gei roement >v. h. dc ‘il in eine k hat dar ir ßufta hen ganz Wen st, chl uni chen, die pifmitiel ”85 geseh iwn müs Volk, "erleg weiter pr ung ewokratie Neal I BÄ Anw"' *3i Sx iw« K pult eg Mlbec Umstellung von Lastwagen aller Fabrikate AUF HOLZGASBETRIEB OPEL IN GIESSEN Marburg. Str. 145, Ruf 2847—48 s'2697 d/ | Verkäufe | Jg. Bogelsberg. Fahrkuh und Rind z. verkauf. 104972 Etzel, Gießen- Klein-Linden, Friedhofs weg. Mehrere ältere elektrische Lampen zu verkaufen, nur Mittwoch, 15 Uhr. [04967 Hofmannstr. 14. I Kaufgesuche | Zu kauf, gesucht MligeWner sowie einige Kaninchen. K.Schuldis- Raffael, Mundmaler, z. 3. Gießen, zur Herbstmesse, Wohnwagen. Suche zu kaufen gebrauchte EIWeklslelle m. Matratze, 1kl. Schränkchen, ca. 100x60x50 cm. Schuldis- Raffael, Mundmaler, ;. 3. Gießen, Herbstmesse, Wohnwagen. 04381/ Drei Ja R piirbe. 61 Der Präsident des Reichsaufstchtsarnts für Pri- vatverstcherung gibt jetzt die vorn 1. November 1942 ab von den Versicherungsunternehmen bei Neuab- schlüssen in der Leitungswasserschädenversicherung zu verwendenden Derficherungsbedingungen bekannt. Daraus geht hervor, daß eine Erweiterung des Versicherungsschutzes, wie sie vielleicht im Einzelfalle schon auf Grund besonderer Vereinbarungen bestand, nunmehr allgemein zur Pflicht gemacht wird. Bisher gewährte der V etlicher er den Versicherungsschutz nur gegen Schäden, die durch das Austreten von Wasser aus Wasserleitungs-, Warmwasserversor- gungs- oder Zentralheizungsanlagen an den versicherten Sachen entstanden. Nunmehr muß der Versicherungsschutz auch Bruck- und Frostschäden einschl. Nebenarbeiten und Auftaukosten, an den innerhalb der Gebäude befindlichen Rohren der Kalt- und Warmwasserversorgung und der Zentralheizung sowie an den außerhalb der Gebäude, aber innerhalb des Grundstücks befindlichen Wasserzulei- tungsrohren enthalten. Ebenso umfaßt der Schutz nunmehr Frostschäden an Badeeinrichtungen, Wasch- Durch einen Erlaß des Reichsfinanzministers ist in dem dreijährigen Turnus, in dem bisher die sogenannte Einheitsbewertung vorgenommen wurde, eine Unterbrechung eingetreten. Die Hauptfestsetzung der Einheitswerte gewerblicher Betriebe, sowie die Hauptveranlagung zur Vermögenssteuer und zur Aufbringungsumlage wird nicht zum 1. Januar 1943, wie es eigentlich sein müßte, sondern erst zum 1. Januar 1945 stattfinden. Diese Hinausschiebung des Termins geschieht im Interesse der Finanzbehörden, die dadurch Derwaltungs- arbeit ersparen. Auf der anderen Seite hat der Staat ein Interesse daran, Veränderungen des Vermögensstandes fostzustellen. Deshalb wird für die Jahre 1943 und 1944 eine Wertfortschreibung und Neuveranlagung im Einzelfalle vorgenommen. Das Vorgehen bei dieser Neuveranlagung ist für die Inhaber gewerblicher Betriebe und stir den Personenkreis, der zur Vermögenssteuer herangezogen wird, von erheblicher Bedeutung. Aus dem erwähnten Erlaß geht hervor, daß die Finanzämter diejenigen Fälle ermitteln müssen, für die eine Wertfortsckreibung und Neuveranlagung gegeben ist. Die Anhaltspunkte erhalten die Finanzämter durch die die Einkommensteuererklärungen und durch die Unterlagen, die zur Festsetzung der Körperschaftssteuer und der Gewerbesteuer zur Verfügung stehen. Weiter spielen dabei Erbschaften, Schenkungen und der Wechsel von Grundbesitz eine Rolle, sowie die Betriebsprüfungen, die durch die Finanzämter durchgeführt werden. Das Finanzamt kann alfp, wenn es durch diese Unterlagen eine Vermögensoeränderung vermutet, die Abgabe einer Vermögenssteuererklärung verlangen. Die Erfassung von Vermögensänderungen durch Wertfortschreibung und Neuveranlagungen, die seit der letzten Einheitsbewertung vor drei Jahren eingetreten sind, geschieht in den nächsten beiden Jahren nach bestimmten Richtlinien. Der Einheitswert wird im Einzelfall erst fortgeschrieben, wenn er im Fortschreibungszeitpunkt vom letzten Einheitswert entweder um mehr als ein Fünftel, mindestens aber um 10 000 RM. (bisher waren es 1000 RM.), oder um mehr als 100 000 RM. abweicht. Diese erhöhte Mindestgrenze gilt auch, soweit der Einheitswert, die Grundlage für die Gewerbekapitalsteuer bildet. Die Grenze von einem Fünftel und die feste Grenze Blorla-Palast, Seltersweg: Das große Spiel 29776 Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Der Weg ins Freie TfiOL 2.36,4.45,7.30; So. 2.00,4.30.7.30 W ** 30 Jahre in der Wohnung. Am heuts. gen Mittwoch sind es 30 Jahre, daß der Tapezier und Polsterer Friedrich Zimmermann mit seiner Familie in dem Hause Seltersweg 27 wohnt. Diese lange Mietzeit in einer Wohnung ift ein schöner Beweis der guten Hausgemeinschaft zwischen Mieter und Vermieter. Amtsgericht Gießen. Ein Mädchen aus Vonhaufen stahl im September ihrer Arbeitgeberin ein Damenfahrrad und eine Handtasche mit 5 RM. Darauf rückte sie unerlaubt von ihrer Arbeitsstelle ab. Vor dem Amtsgericht war die Angeklagte, die bereits einschlägige Vor- strafen erhalten hatte, geständig. Im Hinblick darauf wurden ihr mildernde Umstände zugebilligt, jedoch fielen die Vorstrafen erschwerend ins Gewicht. Die Angeklagte wurde zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Strafkammer Gießen. Der Ph. B. III. in Echzell hatte sich im Jahre 1933 an einem Mädchen unter 14 Jahren vergangen. Jrn vorigen Jahre ließ er sich gegenüber der inzwischen verheirateten, deren Mann zur Zeit Soldat ist, erneut unsittliche Unverschämtheiten zu- schulden kommen. Die Strafkammer verurteilte den Angeklagten gestern wegen Sittlichkeitsverbrechens und tätlicher Beleidigung zu einem Jahr Gefängnis. x Tot «eben seinem Hirsch aufgefunden. Der 62 Jahre alte preußische Revierförster Otto M elching, der im Forsthaus Haina bei Bieber wohnte, wurde am Samstag im Morgengrauen auf der Hirfckjagd in feinem Revier, unmittelbar nachdem er einen Hirsch erlegt hatte, von einem Schlaganfall getroffen. Erst Stunden später, nachdem man inzwischen zu Hause über das lange Ausbleiben des Forstmannes unruhig geworden war und eine Suche nach ihm in die Wege geleitet hatte, wurde er neben dem erlegten Hirsch liegend in den letzten Lebenszügen aufgefunden, und er verstarb bald danach inmitten seines geliebten Forstreviers. Landkreis Gießen. * Allendorf (Lahn), 7. Okt. Am morgigen Donnerstag, 8. Oktober, begehfdas Kriegerelternpaar Wendel Arnold in Allendorf (Lahn), Adolf-Hitler- Platz, das Fest der goldenen Hochzeit. Der Reichskriegsopferführer, SA. - Obergruppenführer Ob erli nd o b e r, übersandte eine Ehrengabe. Gauamtsleiter für Kriegsopferfragen SA.-Briaade-. führer Dippel und die NSKOV.-Kameradschaft Gießen übersandten ebenfalls ihre Glückwünsche. Auch wir bringen dem Jubelpaar unsere herzlichen Glückwünsche dar. Houptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauptschrisUeiters: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik unb Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UnwerMätSdruckerei R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beci. Anzeigenpretsliste Nr. 6. ^Me S vreihei \ Msani Q Hit erz i kn Regik h--si-hd hab i Wen । [ betonte, ?°rei Ä Rtil ir leiten, Mro ÄS k.aus SWöerfe g unb b » ba| 9ren üe S Pöei F$c» te P? un .?rupr j*5 K >-r! 6.*! Suche f. dauernd 2-4-Zim.- Wohng. in Gießen oder nächst. Umgeb., für L 12. 1942 oder 1. 1. 1943. Schriftl. Angeb. unter 04974 atr den Gieß. Anz. Jg. Frau, ohne Anhang, sucht 2-Zimmerwohnung in Gießen oder Umgebung. Schr. Ang. unt. 2996Pa.d.G.A. Suchen für Ge- folgschaftsmitgl. l-2-Zim.-Wohng. mit Küche oder Kochgelegenheit, in Gießen oder näh. Umgebung. V. Jos. Möbs, Seifenfabriken, Gießen. „ [0497s |Steilenangebote| Für 8 oder 14 Tage MeurgWe zur Aushilfe gesucht. Schriftl. Ang. unt. 04977 an d. Gieß. Anz. Lehrling stellt ein Verlagsdruckerei Albin Klein, Hindenburg- Wall 21. [2975P Putzfrau 2 bis 3 Stunden täglich gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04969 an den Gieß. Anz. | Mietgesuche | 4—K-Z.-Wohn. z. miet, gesucht, evtl. Tausch geg. 3—4-Z.-Wohn, in Gießen, oder Einfam.-Haus z. kaufen gesucht, in Wetzlar, Gießen oder Umgebung. Schr. Ang. unt. 04971 a.d.G.A., 4-5-3lmniet- HJoönung f. sofort od. später gesucht, evtl, im Täusch gegen 3-3imm.-Wobn. Schr. Ang. unt. 04979 a.d.G.A. Festes MlMlll z. Einschneiden kann abgeholt werden. [049 es Ernst Köhler Zozelsgasse 9, an der Damm- straße. | Verschiedenes] Achtung! Eilt! MMnLi' oder Schneiderin arbeitet ein Kleid und Kostüm? Stoff vorhand. Thea Hörl, bei Schuldis, Messe, Wohnwagen. Pensionierter Bahnbeamter, 66 Jahre, rüstig, m. schön. Haushalt, sucht Frl. od. Wwe., ohne Anhang, zwecks Heirat. Zuschriften unt. 04965 a.d.G.A. Mütterberatung Ortsgruppe Nord, Walltorstraße 38 findet ab Donnerstag den 8.Oktober, von 3-4Uhr statt 3000 D Gebildete, höhere Beamtenwitwe ausklein.Städtchen unw.Gießens, 45 I:, 1.68m groß, musikal., von angen. Erschein., liebenswürd. u. verträgl., möchte sich wieder glückl. verheiraten.® chörte Möbel und Wäscheausst.,sow. Perm.vorhand. Ich bitte Zuschr.u. 3002 V a.d.G.A. Theater der Universitätsstadt Gießen Das für Donnerstag, den 8. Oktober, angesetzte Orchester-Konzert Kleiu-Ameigen MZ°'.Schr.An«'. u. 04957 a.G.A. Ein schönes, großes, leeres Zimmer in gutem Hause zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04970 a.d.G.A. Schön möbliert., sauberes Zimmer m. 2 Bett. a. zwei sol.Herr.z.verm. Schr. Ang. unt. 04985 a.d.G.A. Mott od. auch Lagerraum zu vermieten. Schriftl. I < I Pudding vorzüglich im Geschmack