§rettag. 7. August M2 Annahme von Ameise« für die Mittaasnummer bis8V,UhrdesVormittagS Anzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7 Stof. für ^amiltenan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbeitsanzetgen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr ,92. Jahrgang Nr. M A A n Ä GleMMk AMMk infolge höherer Gewalt f Postscheck 118,^ankk/M «niwfttähbraderdB.Einige \DvllvlJVlyVl |U( VvUl|V||vH «tefien,5chul»rahe7-9 Im schnellen Vordringen über Tichorezk hinaus. ® e r I i n ' Das Oberkommando der Wehrmacht teilt zu den Kämpfen am Mittwoch folgendes mit: An der Faukafusfront sind die deutschen und rumänischen Truppen im weiteren schnellen Vordringen. Die ostwärts des Asowschen Meeres kämpfenden Verbände haben die Bolschewisten über die Stadt Tichorezk hinaus zuruck geworfen. An diesem wichtigen Kreuzungspunkt der von Jeisk nach Armawir und von Krasnodar nach Stalingrad verlaufenden Eisenbahnen kam es zu heftigen Häuserkämpfen, in denen der feindliche Widerstand gebrochen wurde. Vergeblich versuchten die Bolschewisten durch Gegenstöße, die von einem Panzerzug unterstützt wurden, die Stadt zurückzugewinnen. Die deutschen und verbündeten Truppen behaupteten aber nicht nur ihre Geländegewinne, sondern stießen mit ihren beweglichen Teilen unaufhaltsam weiter nach Süden vor. Trotz des sehr heißen Sommertages und trotz der andauernden Gefechtsberührung mit den zurückgehenden Bolschewisten erreichte die Infanterie Marschleistungen bis 50 Kilometer. Äm Raum nördlich Woroschilowsk versuchte eine von ihren Verbindungen abgeschnittene feindliche Kräftegruppe nach Osten auszubrechen. Die bolschewistischen Truppen wurden jedoch im zu- farnmengefaßten Feuer aller Waffen zerschlagen. Weitere versprengte feindliche Gruppen wurden im Raum nördlich Armawir vernichtet oder gefangen. Südlich Woroschilowsk stießen schnelle Truppen, von Zerstörerverbänden wirksam unterstützt, weit über den Kubanfluß vor und unterbrachen die große Eisenbahnverbindung zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer. Hierdurch wurde der Feind in seinen geringen ihm noch verbliebenen Bewegungsmöglichkeiten weiter erheblich eingeschränkt. Der Verlust der Bahn ist für die Bolschewisten deshalb so bedeutungsvoll, weil sie die wichtigste Trans- Portverbindung zwischen dem Erdölgebiet von Maikop und den das Rohöl verarbeitenden Raffinerien in den nordkaukasischen Städten darstellt. Luftangriffe zur Bekämpfung der rückwärtigen feindlichen Verbindungen richteten sich gegen die Bahnhofsanlagen von Kurganaja, westlich Armawir, und gegen die Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer, wo eine Straße, eine Eisenbahnstrecke und eine Erdölleitung, die von Nordosten her über den Kaukasus kommen, die Küste treffen. Auch die zwischen unterem Don und S a l vordringenden deutschen und rumänischen Truppen machten .weitere Fortschritte. Zusammen- hangloser Widerstand der Bolschewisten wurde im Zusammenwirken mit der Luftwaffe schnell gebrochen. Im großen Donbogen schossen deutsche Truppen bei der Abwehr feindlicher Gegenstöße 13 feindliche Panzerkampfwagen ab. Zwölf weitere bolschewistische Panzer wurden durch Bomben deutscher Schlachtflugzeuge vernichtet. Bei Luftangriffen gegen Eisenbahnen im Roum westlich von Stalingrad wurden 17 Transportzüge des Feindes schwer beschädigt. Am nördlichen Teil des Donbogens wurde bei Serafimowitsch eine über den Don gesetzte feindliche Kräftegruppe aus- gerieben. Im Kampfgebiet nördlich Woronesch zerschlugen Angriffe deutscher Sturzkampfflugzeuge feindliche Panzer und Truppenbereitstellungen. Im Raum von Rschew hielten die Abwehrkämpfe an. Nördlich von Rschew wurden bei diesen Kämpfen 28 feindliche Panzer obgeschossen. Die Luftwaffe vernichtete zahlreiche weitere Panzer, Geschütze und Kraftfahrzeuge. Durch deutsche Jäger und Flakartillerie wurden 47 feindliche Flugzeuge abgeschossen. An der Wo l ch o w f r o n t brori) ein erneuter feindlicher Angriff unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. Don 15 angreifenden Panzern wurden 12 ab geschossen. Auch an der Einschließungsfront von Leningrad blieben vereinzelte Vorstöße der Bolschewisten im zusammen- gefaßten Abwehrfeuer liegen. Insgesamt verloren die Bolschewisten am Mittwoch an dör Ostfront 108 Flugzeuge. / Am Horizont der Kaukasus. Von Kriegsberichter Rudolf Bruening. DRB.... 6. August. (PK.) Wir hocken in unseren Flugzeugen. Bei einigen find die Motoren schon, angelassen. Da kommt ein Auto übers Rollfeld gejagt, aus dem ein Mann uns lebhaft zuwinkt: „Noch nicht starten, das Ziel hat sich geändert!" Donnerwetter, heute geht es gut vorwärts. Vor einer Stunde hatten wir den Befehl bekommen, die Strecke von X. nach L. anzugreifen. Es wurde zunächst nicht gestartet, weil deutsche Truppen auf dieser Straße im zügigen Vorgehen waren. Jetzt war sogar R. von ihnen erreicht worden, und noch immer stoßen sie weiter vor. Schon seit einer Stunde ziehen die weiten Ebenen unter uns hin. Längst find wir südlich des Don. Auf den Karten des Schulatlas. Müßten in dieser Gegend die grünen Töne mit gelboraunen wechseln. Aber noch ändert sich nicht die Bodenoberfläche. Aus großer Höhe kann man sich nur aus den Farbtönen ein Bild von der Bodenbedeckung machen. Es ist die gleiche wst in den anderen Gebieten auch. Die gelben Flächen verraten Stoppelfelder, aus den verschiedenen Abstufungen des Grünen kann man auf Sonnenblumen* und Klee f eld er, auf Weiden und Oedland schließen. Wie eintönig werden die Flüge in dieser Unendlichkeit. Endlich wird es unten etwas lebendiger. Aus den Fäden, die sich als Straßen meistens von Nor- den nach Süden ziehen, wachsen 'die «Staub f atmen. Kolonnen! Im dichten Pulk ziehen die Fahr* zeugkolonnen nach Süden. Das find unverkennbar Deutsche. Die Sowjets find vorsichtiger. Sie fahren immer mit großen Abständen, denn die Luftwaffe klebt ihnen auf den Fersen. Die deutschen Kolonnen ziehen auf R. und verlieren sich dort in den rauchüberdeckten Straßen der Stadt. Große Brände kennzeichnen auch hier den Rückzug der Sowjets. Am anderen Ende des Ortes werden die Kolonnen wieder sichtbar, die sich wie ein langes Bdnd immer weiter nach Süden ziehen, in Richtung auf unser jetziges Ziel. Das vielarmige Bett des Kuban taucht unter uns auf. Die' Landschaft wird welliger, man erkennt es an den Schatten der Hügel, die die Sonne zeichnet. Reliefartiq heben sich die Rücken nnzelner Hügel heraus. Vielfingeriqe kleine Querster geben ihnen ein eigentümliches Aussehen. Das sind die ersten Ausläufer des Kaukasus, der sich dort zu voller Größe emporrecken Nuß. wo sich die Wolkenmassen stauen. Aus diesem Lulst von Wolken ragen majestätisch einige chneebedeckte Berge. Man kann sie kaum >on den Wolken unterscheiden. Dort herrschen die Apfel, die die unserer Alpen um mehrere hundert Dieter überragen. Sie blicken schweigend über das weite Land und wundem sich vielleicht über das Islten-e Geschehen zu ihren Füßen. In der Bordverständigung wird es lebenmg. ^Otto-Heinz" hat bereits das Ziel gemeldet. „Em Flugplatz am Ostrand der Stadt!", ruft er den anderen zu. Sekünden später kommt es weiter inrch die Bordverständigung: „Er ist stark belegt!'. i?ür uns kommt dieser Bescheid zu spät. Wir fliegen »eiter über den Platz. Weiß leuchtet die Startbahn herauf. Und dort stehen sie: 10, 20, 25, 30 tfiug* senge! In einer anderen Ecke fallen dem Beobachter •tnige große Transporter auf. Sicherlich sind die dort unten genau so erstaunt »ie wir, die wir hier keine Belegung me^r vermuteten, da unsere Truppen sich schon in Dauermärschen der Stadt bis auf 20 km genähert haben bchon längst ist die Flak munter. Sie fd)ief5t nia>t hlecht. Dem Kettenhund werden einige Dinger urekt vor die Nase gesetzt, er muß es in der Kabine rachen gehört haben. Die Bombenketten fallen, ’iuerft stürzen sie senkrecht hinunter, und dann nähern sie sich wie eine Parade der Erde. Die erste schlägt ins Dorf, auch die zweite. Dann fressen sich die Bombenreihen in das Bahnhofsgelände. Zwei Züge werden getroffen. Rötliche Wolken zeigen die $t*effedage irr den Güterwagen. Die kommen nicht mehr weg. Bis die Züge wieder zusammengestellt sind, stehen deutsche Panzer im Dorf. Die letzten Bombe kleckern noch in die Flakstellungen neben dem Bahnhof, aus denen eben noch munter ge- r jofferj wurde. Das Ritterkreuz für rumänischen. General. Berlin, 6. Aug. (DNB.) Vom' Führer wurde dem Kommandierenden General eines rumänischen Armeekorps. Generalleutnant Dragalina, in Anerkennung der großen Verdienste, die er sich an der Spitze seiber tapferen Truppen erworben hat, als drittem Offizier des rumänischen Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Generalleutnant Dragalina entstammt einer alten Soldatenfamilie. Nachdem er an ^verantwortlicher Stelle im rumänischen Großen Generalstab tätig gewesen war und eine Infanterie-Division gesührt hatte, würde er 1941 zum Kommandierenden General eines rumänischen Armeekorps ernannt. Bereits zu Beginn des Winterfeldzuges 1941/42 zeichnete er sich auf der Krim durch Tapferkeit und persönliches Eingreifen an den Brennpunkten des Kampfes aus. Im weiteren Verlauf des Winterfeldzuges bewährte er sich in den schweren Abwehrkämpfen am D o n e z und führte sein Korps i n der Kessel sch lacht von Charkow zum Er- folg. Auch hierfür war sein persönlicher Einsatz ausschlaggebend. Im Rahmen der neuen großen Offensive traten mit den deutschen Truppen in erprobter, undk bewährter Waffenkameradschaft auch die Divisionen des Generals Dragalina an. Ihre Leistungen wurden bereits im Wehrmachtbericht hervorgehoben. Von entscheidender Bedeutung war die Tatkraft des Generals vor allem bei den Kämpfen Anfang Juli nördlich des Donez. Nachdem befehlsgemäß der eine rechte Flügel feines Korps den Einbruch in die feindlichen Stellungen erzwungen hatte, entschloß er sich sofort, diesen Erfolg auszunutzen und riß seine Divisionen auf der ganzen Breite des von ihm besetzten Abschnitts zum Sturm vor. Dieser kühne Entschluß erbrachte dank der straffen Führung durch Generalleutnant Dragalina und dank der Tapferkeit seiner Rumänen einen vollen Erfolg. Die bolschewistischen Verbände wurden vernichtend geschlagen. Dem raschen Zupacken des Generals war es zu danken, daß diese Feindkräfte rechtzeitig daran gehindert wurden, sich gegen die Flanke der in diesem Frontabschnitt zum Angriff vorgehenden Armee zu wenden und deren Vorgehen zu verzögern. Mit der Auszeichnung an Generalleutnant Dragalina wird zugleich auch der tapfere Einsatz der rumänischen Perbände gewürdigt, die opferbereit und in treuer Waffenkameradschaft mit den deutschen und verbündeten Truppen für ein neues Europa kämpfen. Oer Wehrmachtbericht. DltB. Aus dem Fährerhauplquartler, 6. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Kaukasusgebiet wurde der (Eifern bahnknolenpunkl Tichorezk genommen und die Bahnlinie nordwestlich der Stadt in breiter Front erreicht. Bewegliche verbünde der Infanteriedivisionen stoßen nach Süden weiter vor. Zerstörerverbände unterstützten in hoch- und Tiefangriffen die Panzer- truppen bei der Erweiterung der Brückenköpfe über den Kuban. Südlich Woroschilowsk unterbrachen Schnelle Verbände im raschen Vorstoß über den Kuban die große Eisenbahnverbindung zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer. Nördlich des S a l schreitet der Angriff deutscher und rumänischer Truppen gut vorwärts. An den Erfolgen in diesem Raum haben die rumänischen Verbände besonderen Anteil. 3m großen Donbogen wurden in heftigen Abwehrkämpfen 25 feindliche Panzer abgeschossen. Während der Nacht setzte die Luftwaffe ihre Angriffe auf Bahnhofsanlagen im rückwärtigen Gebiet des Feindes fort. 3m Raum von Rschew dauern die schweren Kämpfe an. Nördlich der Stadt verloren die Sowjets bei vergeblichen Angriffen 28 Panzer. Auch am Wolchow brach ein von panzern unterstützter feindlicher Angriff zusammen. Au der Ostfront wurden gestern 108 feindliche Flugzeuge abgeschossen, sechs eigene Flugzeuge werden vermißt. Nach Tagesstörflügen einzelner feindlicher Flugzeuge über westdeutschem Gebiet führte die brittsche Luftwaffe in der vergangenen Nacht militärisch wirkungslose Angriffe gegen das rheinisch-westfälische Industriegebiet. Der in Wohnvierteln einiger Städte angerichtete Schaden ist gering. Fünf der angreifenden Bomber wurden durch Nachtjäger zum Absturz gebracht. An der Süd- und Ostküste Englands belegte die Luftwaffe am gestrigen Tage und in der letzten Nacht zum Teil im Tiefflug kriegswichtige Anlagen mit Bomben schweren Kalibers. Hitler-Jugend und Wehrmacht. Zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Heer und Hitler-Jugend trafen auf Veranlassung des Chefs des OKW., Generalfeldmarschall Keitel, 15 Ritterkreuzträger des Heeres zum Besuch der Wehrertüchtigungslager der HI. von der Ostfront in Berlin ein. Reichsjugendführer Axmann gab ihnen eine Darstellung von der vormilitärischen Ausbildung der HI. Reichsminister Dr. Goebbels ließ sich von ihnen, die überwiegend der Infanterie angehören, über ihren Einsatz an der Ostfront, insbesondere im vergangenen Winter, Bericht erstatten. Oie Wacht im Westen. Von unserem mllitärischen Mitarbeiter. Es ist stets das Bestreben der deutschen Führung gewesen, ungeachtet der Kühnheit, der eigenen Entschlüsse, stets überall dort, wo es nötig war, die Sicherungen zu schaffen, die jede Ueberrafchung aus- schlossen. Während in diesen Monaten im Osten um die Hauptentscheidung des Krieges gerungen wird, hat unsere Führung den Westen keineswegs aus den Augen verloren, und hier ist alles geschehen, was geschehen konnte, um unliebsame Ueberraschungen fernzuhalten. Sofort nach dem Waffensttllstandsver- trag mit Frankreich hat der Führer den Befehl gegeben, die Atlantikküste und die Kanalküste auf französischem, belgischem und holländischem Gebiet aus- zubauen und zu -chern. Das war einmal notwendig, weil unsere Kriegsmarine und insbesondere unsere U-Boote durch die Schaffung von Stützpunkten weitreichende Aktionsmöglichkeiten bekommen hatten, aber auch den leichten Verbänden deutscher Seestreitkräfte boten sich bei einer ausgebauten und gesicherten Küste neue Aktionsmöglichkeitön. Für den Ausbau der Äüfte lagen die Erfahrungen des Westwall- Baues vor. Die Festungspionierstäbe stellten auch jetzt wieder die Pläne auf und in Verbindung mit dem zu früh verstorbenen Reichsminister Dr. Todt wurde dann die Durchführung mit Hilfe bewährter Fachkräfte und mit Hilfe der Organisation Todt vor- genommen. So entstand in fast zweijähriger Bauzeit ein tiefgestaffeltes Befestigungssystem, das der Sicherung des Kontinents diente. Gerade in diesen Tagen wurden die weit ausgedehnten Befestigungsanlagen an der Kanalküste in Nordfrankreich durch den technischen Stab des deutschen Oberbefehlshabers in Frankreich befichttgt. Wie diese Besichtigung ergab, sind alle Bunkerstellungen und Gräben, die automatischen Tankfallen und Sperren größtenteils fertiggestellt und wurden von der Truppe übernommen. Auf Grund der Besichtigung ergab sich, daß diese Befestigungen die größten und modernsten in ihrer Art sind und daß nach menschlichem Ermessen eine Bezwingung unmöglich ist. Einen Begriff über die deutsche Stärke in diesem Gebiet hat das deutsche Volk durch die Wochenschau erhalten. Hier wurde auch sichtbar, wie stark die Artillerie ist, die hier den meisten Schutz durchzuführen hat. "Batterie recht sich an Batterie, und besonderes Staunen erwecken naturgemäß die deutschen Fern kämpf ge schütze und die Eisenbahngeschütze, die wahre Giganten darstellen. Jeder Versuch, am gesichts dieser Feuerschlünde zu landen, ist von Balkan-Banditen. Vou unserem ss.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bukarest, August 1942. Im Bukarester Anatomie-Museum des Gerichtsärztlichen Jnstttuts am Kai des Flüßchens Dambo- vitza, nach Dudesti zu, befindet sich ein streng verschlossen gehaltenes Zimmer, das nur einer ganz kleinen Schicht von Psychiatern und Sachverständigen, Gerichtsärzten und Studenten, die es werden wollen, offen steht: d i e Kopfsammlung rumänischer Banditen. Da sind die abgeschnittenen Häupter nicht eines Ali Baba's und seiner vierzig Räuber, sondern viermal soviele, über 150 mit Alkohol gefüllte Glasbehälter, die groß genug sind, eines Menschen Kopf aufzunehmen. Es ist wohl die gruseligste Kammer, die dennoch der Wissenschaft unersetzlich ist, im Hinblick auf die Schädelkunde. Hier spreche« Physiognomien und werden Schädelknocken gemessen, Stirnen und Hinterköpfe führen zu oen verschiedensten Schlüssen und unter all dieser Symvhonie des Grauens erzählen -kurze Hinweise das Leben von Banditen, von denen in vereinzelten Fällen nur noch der Volksmund weiß. Und noch eines verraten zusätzliche Ziffern in ihrer toten, allzu nüchternen Sprache: die Zahl der Morde, die das Haupt dort oben in seinem gläsernen Käfig erdachte und die seine schon längst zu Staub gewordenen Hände einst vollbrachten. Da ist T e r e n t e, der Räuberkönig des Donau-Deltas zwischen Galatz-Braila uyd Ismail, in den Jahren 1925, 1926, 1927 der Schrecken der rumänischen Behörden und in den Jahren seiner Uniaten bei der ärmeren ländlichen Bevölkerung ein halber Heiliger mit sagenhaftem Glorienschein um das Haupt, weil er das Gut der beraubten Reichen zum kleineren Teil an arme Bauern Und Fischer verteilte. Sein Gegenüber ist Kollege Burdohoß, zu Lebzeiten Räuberhauptmann in der nördlichen Moldau, wo er um 1932 in der Nähe der alten Fürstenstadt Botoschani und in den urwaldähnlichen Revieren um Kimpolung Schweinehändler und inspizierende Minister überfiel und durch Jahresfrist hindurch den Zeitungen seitenlang Stoff gab zum Schildern seiner Blut- und Missetaten. Nie war es bei all diesen Bandenführern reine Mord- und Raubgier; bei dem einen mögen soziale Erwägungen im Handeln enthalten sein, beim anderen Blutrache, beim dritten politische Faktoren. Mit Schaudern und Schadenfreude, je nach dem eigenen Bekenntnis, denkt Griechenland noch an den letzten Wahlfeldzug des Premiers Veni- z e l o s seligen Andenkens, der zur polittfchen Eroberung des Wahlbezirkes Janina an der albanischen Grenze zwei seiner fähigsten politischen Kandidaten, Melas und M y l o n a s , zum Epirus entsandte, um hier in der wildesten Gegend bei Florina grie» chischen Banditen in die Hände zu fallen, in deren Mitte sie eine ganze Odyssee des 20. Jahrhunderts erlebten, ehe sie gegen ein sündhaftes Lösegeld nach Durchführung des Wahlganges wieder in Saloniki auf freien Fuß gefetzt wurden. Wie häufig baumelten bei Sonnenaufgang am Brückenkopf der großen Brücke zwischen Pera und Galata in Konstantinopel die mit weißen Säcken überworfenen Körper einstiger Räuber, die die Häscher der Gerechtigkeit erfaßt 'und kurzerhand vor Tagesanbruch an dieser meistbegangenen Stelle des türkischen Reiches so aufknüpften, daß sie der zur Arbeit eilenden Bevölkerung als Warnfanal galten. Diese Serie ließe sich in den Jahren seit Beendigung des ersten Weltenrrngens in Europas Süd- often beliebig fortsetzen. Räuber sein war ein Eigener Beruf, und gar mancher unentdeckte Räuber führt auch heute noch in diesen Ländern unter der Maske des wohlhabenden Biedermannes ein geordnetes und an irdischen Schätzen reiches Leben, ohne daß der liebe Nachbar auch nur im entferntesten ahnt, auf welche Art und Weife er zu seinen Silberlingen kam. In djtzser Spezies von Räuber- und Banditenwesen, das so lange lebt, wie es den Begriff „Balkan" gibt, und das so lange bestehen wird, wie der gleiche Begriff Balkan in den Atlanten zu finiten ist, gesellt sich nun seit der Beendigung des Feldzuges gegen das frühere Jugoslawien eine neue Form von Räuber- und Banditentum, das eine ganz andere Richtung läuft, und dessen Hirn in Moskau und London zu finden ist. Das unheimliche Tempo, mit dem das deutsche Schwert mit dem Belgrader Berschwörernest fertig wurde, brachte es mit sich, daß ein nicht unwesentlicher Teil des jugoslawischen Heeres und der serbischen männlichen Bevölkerung in der außerordentlich schwer zugänglichen Weite des serbischen und bosnischen, montenegrinischen und kroatischen Raumes Unterschlupf fand. Englische und russische Offiziere ver- fuchten, auf kommunistischer Basis hier Banden zu organisieren und anzusetzen. Zuerst galt es einmal, das Moment der fortgesetzten Beunruhigung in diesen Raum hineinhubringen, und zum andern beabsichtigten die hier eingesetzten Agenten des Secret Service und der GPU. mit Hilfe dieser Banden den Boden reif zu machen für die Beeinflussung des gesamten europäischen Südostens. War in den Jahren des ersten Weltkrieges gerade doch Serbien der Vorposten be'r Politik des zaristischen Rußlands, so sollte jetzt diese gleiche Rolle in bedeutend gesteigertem Maße, nur nach der kommunistischen Seite hin, Jugoslawien zufallen. Hier spielt ein neues Moment der Bandenbildung nun hinein: die Banden der Komitadschis, die einst in der Frage eines autonomen Mazedoniens eine so wesentliche Rolle spielten und die jetzt wiederum in Bulgarien von sich reden machen. Denn für Kenner der Verhältnisse auf dem Balkan besteht kaum ein Zweifel, daß ein Sieg der Alliierten in Bulgarien einen Umschwung im sowjetischen Sinne nach sich ziehen würde. Eine Niederlage der Achsenmächte würde auch eine solche Verschiebung der Machtverhältnisse im Mittelmeer nach sich ziehen, daß die Sowjets dann ernstlich der Lösung des Problems ihres Ausganges in das Mit« telmeer näher treten könnten. Eine solche Lösung wäre der Durchgang" durch Bulgarien, das somit zum Vorposten Moskaus werden müßte, während das früher schon englandhörige Griechenland vollends eine britische Kolonie werden würde. Diese gesamten englisch-sowjetischen Absichten wurden auf der äußeren Front durch das Achsen-Schwert erledigt, während auch nach innen hin jetzt ein Abschluß dadurch erzielt wird, daß besonders im östlichen Bosnien die Widerstands- und Zufluchtsnester der Räuber- und Rebellenbanden des Landes mit Stump f und Stiel ausgerottet werden. Nur wer die auch im Sommer schneebedeckten Gebirge dieser Landstriche kennt mit ihren schwarzen Bergen, undurchdringlichen Waldungen, Schluchten und Sümpfen, kann sich ein Biild von den schwierigen Kämpfen machen, die hier geführt Verde«. v vornherein zum Scheitern verurteilt, über selbst wenn eine Landung gelingen sollte, dann ist jedes Dorankommen infolge der Befestigungen unmöglich, aber es handelt sich auch nicht um tote Werke, sondern es sind auch die deutschen Soldaten zur Stelle, die einem Angreifer sofort mit blutigen Köpfen ein zweites Dünkirchen bescheren würden. Zahlreiche Divisionen stehen im Westen einsatzbereit. Dabei handelt es sich um ausgesuchte Spezialtruppen, die den Panzerkampf in Angriff und Abwehr von Grund auf kennen und meistern gelernt haben. Dazu kommen natürlich noch die Einheiten der Luftwaffe und der Kriegsmarine, die im Zusammenwirken mit dem Heer und der Waffen-^ jeden Versuch, auf dem Kontinent eine zweite Front zu schaffen, zerschlagen würden. Die britischen Einflugyversuche in Nordfrankreich haben stets mit den schwersten Verlusten der britischen Luftwaffe geendet. Die Vorstöße der britischen Kriegsmarine endeten nicht anders. Unsere kleinen Einheiten, wie Schnellboote und Räumboote, haben sich bestens bewährt und hervorragenden Kampfgeist bewiesen. Die sog. KommarDounternehmen der Engländer haben nicht die geringste Bedeutung gehabt. Es hat sich hier um eine Art Räuberspiel gehandelt. Immerhin haben diese Unternehmen das Gute gehabt, daß sie die Wachsamkeit an der Westküste aufrechterhalten und gesteigert haben. Die deutsche Führung, das großartige Befestigungswerk an der Küste, die überlegenen deutschen Waffen und vor allem aber die deutschen Soldaten sind Garanten dafür, daß britische und amerikanische Versuche, eine zweite Front in Europa zu schaffen, sei es, wo es auch sei, gründlich zunichte gemacht werden. Japan und das indische Problem. Tokio, 6.August. (Europapreß.) Japans Stellungnahme zum indischen Problem erläuterte der Sprecher der japanischen Regierung Hori. Er sagte: „Wir erwarten, daß Indien seine Bestrebungen nach einem unabhängigen Staat verwirklicht, der mit den - anderen asiatischen Nationen auf der gleichen Stufe steht und aktiv an dem großen Werk zur Neugeburt Asiens mitarbeitet. Jedoch gleichgültig, ob Indien unabhängig wird oder nicht, niemals kann Japan die Benutzung Indiens als Mlitärba- sis durch die Alliierten dulden. Indien kann niemals hoffen, durch friedliche Verhandlungen mit den Engländern feine Unabhängigkeit zu erringen. Noch niemals ist eine Nation kampflos frei geworden und auch Indien muß für seine Unabhängigkeit fämpfen." Nach dem Rückzug der Engländer und der Alliierten aus Indien, so erklärte Hori weiter, und durch die Erringung der Unabhängigkeit könne Indien sicher sein, in den Krieg nicht verwickelt zu werden und von der Einmischung ausländischer Mächte in seine innere Angelegenheiten verschont zu bleiben. Wenn aber England und die USA. unter dem Vorwand der Verteidigung Indiens ihre militärischen antijapanischen Unternehmungen in Indien fortsetzen, wird sich Japan gezwungen sehen, militärische Maßnahmen zur Vernichtung dieser feindlichen Elemente zu treffen. Die Lnselbrücke Timor—Neu-Guinea. Tokio, 6. Aug. (Europapreß.) Japanische Marineeinheiten besetzten strategische Punkte auf den Kei-Jnseln, den Aroe-Jnseln und den Tenimber- In'seln in der Alfuren- (H arafura-) See, nördlich von Australen. Die Inseln, die zwischen dem Westteil Neu-Guineas und Australien liegen, waren in nied erlä nd isch-indischem Besitz. — Die Kei-Jnseln sind an 1500 qkm groß und haben 35 000 Einwohner. Ihre Haupterzeugnisse sind Kokos, Sago und Mais. — Die Aroe-Jnseln mit zusammen 8500 qkm haben 22 000 Einwohner, deren Haupterzeugnis Kopra ist. — Die Tenimber- Jnseln umfassen zusammen 5500 qkm mit 25 000 Einwohnern. Mais und Perlmutter sind die Hvupt- produkte. Es handelt sich um Inselgruppen, die eine Jnsel- brücke zwischen Timor und der Südwestküste Neuguineas bilden. Durch die Besetzung 'fyat die japanische Marine die für die wichtigsten Rohstoffgebiete im Süden geschaffene Glacisstellung vollendet. Dies ist besonders wichtig, weil gerade an dieser Stelle einen Gegenangriff durchzuführen. Die Kämpfe auf Neu-Guinea uttd in Papualand werden unter ungünstigsten Klima- und Geländebedingungen aus- getragen. So herrscht tagaus, tagein eine gleich- bleibende, feuchte Hitze von 30 Grad. Streit um den Flugzeugträger in den LtSA. Lissabon, 6.Aug. (Europapreß.) Zum ersten- mal wird von nordamerikanischer Seite darauf hingewiesen, daß die nordamerikanische Flotte in den Seeschlachten im Korallenmeer und bei den Mid- way-Jnseln nicht erfolgreich war, weil sich die nord- amerikanischen Flugzeugträger nicht bewährtemMa- jor Alexander Seversky schreibt im „Cosmopoli- tan Magazine", es sei besser, die vom nordameri- Oie Vereinigten Staaten und der Krieg Von unserer Berliner Schrislleitung. und Reklamebeleuchtung bleibt ausgeschaltet, was zur Folge hat, daß sich die Zahl der Verkehrsun- fälle in der Dunkelheit verdoppelt hat. 400 Luftalarmsirenen ertönen in regelmäßigen Zeitabständen, um die Neuyorker Bevölkerung „k r i eg s b e w u ß t" zu machen.280 000 Luftschutzbeamte sind bereits organisiert worden. Man spricht in den USA. auch immer mehr von einem Rohstoffmangel, schreibt die britische Wirtschaftszeitung „Economist". Das könne man nur zu gut verstehen, denn der Leiter des amerikanischen Kriegsproduktionsausschusses, Donald Nel- d n, habe kürzlich bei der Bekanntgabe einiger amerikanischer Produktionsziffern auf den bevorstehenden ernsten Rohstoffmangel verwiesen. Die Knappheit werde darauf zurückgeführt, daß viele Rohstoffquellen im Femen Osten verloren gegangen sind, die zahlreichen Schiffsversenkungen an der Atlantikküste trügen weiter dazu bei, daß die Rüstungsbetriebe der USA. sehr unregelmäßig mit Rohmaterial versorgt werden, das sie so dringend nötig hätten. Neben Gummi sei Stahl äußerst knavv. Selbst wenn die Stahlwerke der USA. vollauf beschäftigt wären, reiche die Stahlmenge, die sie produzieren, in keiner Weise für die Deckung des Kriegsbedarfes aus. In 13 Metallarten fei die Ver- forgungslage kritisch. Am schlimmsten sehe es mit der Einfuhr von Nickel, Kupfer, Chrom, Wolfram und Mangan aus. Für diese Metalle sei die Nachfrage gewaltig, es stunde ihr aber nur eine unzulängliche Einfuhr gegenüber. Auch in gewissen Holzarten üb er wiege der Bedarf die oorhandene Menge um ein Vielfache^'. Das Transportwesen liege ebenfalls sehr im Argen und werde voraussichtlich 1943 zu den Hauptschwierigkeiten der^USA. gehören. Man könne am Ende der ersten amerikanischen Produktionsperiode sagen, daß die wirtschaftlichen Reserven, aus denen man in den ersten Kriegsmonaten in den USA. noch habe schöpfen können, zu Ende gegangen seien und jetzt immer mehr eine Periode der Knappheit Platz greife. Unter Photoaufnahmen sinkender amerikanischer Frachter veröffentlicht die amerikanische Wochenzeitschrift „Saturday Evening P«tt" einen Artikel, in dem die Frage gestellt wird, o\ die USA. die „TranSport schlacht" noch gewinnen könnten. Die Transportschwierigkeiten seien viel gewaltiger, als man gemeinhin denke. Jeden einzelnen amerikanischen Soldaten, der nach Ueberfee befördert werde, müsse man laufend betreuen und selbst mit dem Geringsten versorgen. Im Vergleich zu 1918 müsse jetzt jedes amerikanische Truppentransportschiff auch alles mit sich führen, was die Soldaten zum Kampf und zur Verpflegung brauchen. Im ersten Weltkrieg habe man nur die Soldaten zu befördern brauchen, und habe sich in ihrer Versorgung auf die Engländer verlassen formen. Wenn man unter diesen Umständen nun frage, welche Aussichten die USA. in der Transportschlacht hätten, dann müßten diejenigen, die die Oeffentlich- keit mit optimistischen Behauptungen irreführen, zugeben, daß der Feind in seiner Seekriegführung beachtliche Erfolge erzielt habe, die das gesamte Verkehrsnetz der Alliierten ernsthaft gefährdeten. Nicht einmal der Grundstein fei in der Sicherung des Verkehrsnetzes zu einem Endsieg der Alliierten gelegt, sondern es türme sich ein militärischer Rückschlag nach dem andern. die australisch-amerikanischen Luftstreitkräste verschiedentlich offensive Neigungen gezeigt haben. Noch wichtiger aber ist es, daß durch diesen neuen japa^ nischen Vorstoß vorgeschobene Positionen gegenüber Nordaustralien gewonnen werden, durch die besonders Port Darwin und andere australische Stützpunkte in einen noch erheblich wirksameren BoMbenbereich gerückt wurden als bisher, denn die Entfernung von diesen Inseln bis Port Darwin betrügt nur etwa 500 Kilometer. Auf Neu-Guine gelang es den (Japanern, den Flugplatz von Kokoda in Besitz zu nehmen und die australischen Truppen aus den in der Nähe befindlichen Stellungen zu werfen. Kokoda befindet sich nur noch 60 Meilen von Port Moresby entfernt. Die Australier suchen durch Einsatz von Verstärkungen den Vormarsch der Japaner aufzuhalten. Es ist ihnen jedoch bis jetzt nicht gelungen, Eine amerikanische Wochenzeitschrift gibt interessante Stimmungsberichte aus den großen amerikanischen Industriestädten der Vereinigten Staaten und faßt den Gesamteindruck in einer Uebersicht zusammen: „Die Arbeiterschaft verdient jetzt zwar mehr Geld, fühlt sich aber nicht völlig glücklich. So chnell das Geld verdient wird, so schnell wird das Geld wieder ausgegeben, und zwar vorwiegend für Vergnügen, für Alkohol und Wetten. Die Gast- tätten find von morgens bis abends besetzt; alle Wirte machen glänzende Geschäfte. In dieser Stimmung schwingt ein starker Schuß Galgenhumor mit, denn jeder Mann in den Vereinigten Staaten will noch schnell etwas vom Leben Haben, bevor der Krieg ernster wird und die Inflation, die in weiten Kreisen befürchtet wird, an die Türe klopft." Die amerikanische Zeitschrift wirft dann die interessante Frage auf, warum in den Vereinigten Staaten so wenig von einem idealen Auftrieb zu merken ei, und findet folgende Antwort: „Wenn man sich ragt, woher das kommt, muß man — um ehrlich zu ein — ein gesteh en, daß die amerikanische Bevölkerung nur noch voller Zweifel auf ihre politischen Führer blickt. Zwar haben wir Amerikaner auch früher nicht viel von unseren Politikern gehalten unb haben sie häufig verspottet. Doch haben wir in dem Glauben gelebt, daß auch die Politiker aufhören würden, sich untereinander zu befehden und endlich am gleichen Strick ziehen würden, wenn erst eine ernste Stunde an bricht, wie wir sie jetzt erleben. Das ist aber keineswegs der Fall. Die innerpolitischen Streitigkeiten gehen lustig weiter, als wenn es überhaupt keinen Krieg gäbe. Unsere leitenden Kreise nehmen auf das Volk keine Rücksicht. Darum ist es auch nicht verwunderlich, daß das Volk keinen Realen Auftrieb zeigt, daß es angesichts einer unsicheren Zukunft eine möglichst angenehme Gegenwart haben will. Gelingt es den Politikern nicht noch im letzten Augenblick, sich selbst zusammenzureißen, und die USA.-Kriegsmaschine in Zusammenarbeit mit dem Volk richtig in Gang zu bringen, dann kann man wohl sagen, daß das demokratische System versagt hat. Die Schuld trägt bann nicht das Volk, sondern ix der TatdasSy - st e m." Auch britische Beobachter stellen recht skeptische Bettachtungen über die Vereinigten Staaten im Kriege an. Einen langen Artikel erhielt der „Daily Telegraph" von seinem Nestyorker Korrespondenten. Darin wird folgendes ausgeführt, was nur stichwortartig wiedergegeben werden soll: Die Arbeitslosigkeit in Neuyork ist im Zunehmen begriffen. Die derzeitige Ziffer von 400 000 Arbeitslosen dürfte in Kürze auf eine" halbe Million ansteigen. Während Neuyork vor dem Kriege 76v.H. aller Manufakturwaren des Landes herstellte, können infolge der Umstellung zahlreicher Betriebe auf Kriegswirtschaft nur noch 37 v. H. erzeugt werden. Die Steuerlasten find ungeheuer. Neu- yorks Bevölkerung wechselt von teuren Wohngegenden in billige Teile Neuyorks über. In den Geschäften macht sich zunehmende Knappheitan Waren bemerkbar, die nicht mehr erzeugt werden. Die Hausfrauen tragen bereits ihre Rationierungskarten in den Handtaschen. Um einer Inflation vorzubeugen, müssen alle Rechnungen in Warenhäusern sofort bar beglichen werden. Neuyork verändert von Tag zu Tag sein Gesicht und hat bereits ein kriegsmäßiges Aussehen. 95 v. H. der Sttaßen- t maischen Parlament veranschlagten Tausende oder Millionen Dollar zum Bau von Flugzeugträgern ins Meer zu werfen, damit das kriegswich« tige Material sowie die Arbeitskraft für Watten verwendet werden könnten, die nicht so nutzlos und unzeitgemäß seien wie die der Bergan« genheit angehörenden Flugzeugttager. „Die ttau- rige Begebenheit militärischer Unfähigkeit", so sagt Seversky, „müssen wir jetzt erleben, wo unsere Flöt- tenbaumeifter anfangen, den Flugzeugträger zu glorifizieren, in einem Augenblick, wo sich Jeine Impotenz für jedermann gezeigt hat. Die Schlachten im Korallenmeer -und bei den Midway-Jnseln haben die letzten Zweifel über die Zweckmäßigkeit der Flugzeugträger ausgeschaltet. Weiter ist klar, daß die Flotte nicht die Offensive gegen den Feind ergreifen kann und daß die Epoche der Flottenoffen-, sive durch den Kampf um die Luftherrschaft abgelöst wurde. Solange die Alliierten diese Tatsache nicht einsehen, werden wir von einem Unglück ins andere gestürzt." Kleine politische Nachrichten. Der japanische Botschafter in Berlin, General- leutnant Os hima, ist zu einem zweitägigen Besuch in der Hauptstadt des Generalgouvernements einge. troffen. Zu Ehren des Botschafters und des gleich- falls in Krakau weilenden Reichspostministers Dr. Ohne sorge gab Generalgouverneur Dr. Frank auf der Burg zu Krakau einen Empfang. * Bei den Luftkämpfen in Aegypten ist einer der erfolgreichsten italienischen Flieger, Oberstleutnant Aldo Quarantotti/ beim Versuch, einem von Spitfire-Maschinen angegriffenen Kameraden zu helfen, abgeschossen worden und gefallen. * \ Anläßlich der erstmaligen Übertragung einer ^etzt täglich erfolgenden „Sendung für die Frontkämpfer" im italienischen Rundfunk hielt Dolksbil* dungsminister Vavolini eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung der engen Verwicklung zwischen Heimat und Front hinwies. Der türkische Ministerpräsident Saracoglu gab vor dem Parlament eine Erklärung ab, in der er sich unter Hinweis auf den Allianz-Vertrag mit England und den deutsch-türkischen Freundsckafts- patt erneut zur türkischen Neutralitätspolitik bekannte. Die Nationalversamlung sprach dem Kabinett einstimmig ihr Derttauen aus. Anwesend waren 381 Abgeordnete. * Der britische Botschafter in der Sowjetunion, Sir Archibald Kerr, traf aus Samara in Moskau ein. Der frühere USA.-Botschafter in Moskau, Stein- hcwdt (jetziger Botschafter in Ankara), soll ebenfalls demnächst in Moskau eintreffen. Aus aller Welt. General Haupt gestorben. Am 31. Juli starb in Berlin Generalmajor Hans- Joachim Haupt, Ritter des Ordens Pour le me- rite. Aks Hauptmann im brandenburgischen Jn° fanterie-Regrment Nr. 24 hat er sich 1916 beim Sturm auf die Panzerfeste Douaumont ausgezeichnet. Nach Kriegsende führte er ein Bataillon des Freiwilligen-Regiments Oven. Seit 1920 war er in verschiedenen Stellungen am Wiederaufbau des Heeres beteiligt. Nach der Wiederherstellung der Wehrhoheit war er im Stabe des III. Armeekorps in Berlin, wo er als Generalmajor bis zu seinem Tode eine leitende Stellung innehatte. Schulranzenaktion in Neustadt. In Neustadt an der Weinstraße wurde in den Schulen durch Umfragen festgestellt, wieviel Schulranzen und Schultaschen im kommenden Jahr nicht mehr benötigt werden. Sie wurden dann gesammelt und ab geliefert. Der Wert wurde den Eltern ersetzt. Wo es nötig war, wurden Ausbesserungen durchgeführt. Diele Kinder, die jetzt zum erstenmal in die Schule kommen, erhalten auf diese Weise Schulranzen und Schultaschen. Zündhölzer müssen vor Kindern verwahrt werden! Dor dem Amtsgericht in Mähr.-Schönberg hatte sich eine Frau zu verantworten, weil sie Zündhölzer in der Küche nicht sicher genug verwahrt und dadurch fahrlässig zur Entstehung einer Brandkatastrophe beigetragen hatte. Ihr achtjähriger Sohn hatte die Zündhölzer aus der Küche entwendet und damit ein benachbartes Bauernanwesen in Brand gesetzt. Das Kameradschaft. Von Wilhelm Hammond-Norden. Die Kerze flackert, und ich muß die Zeitung schief halten, damit das Licht auf die Stelle fällt, die ich lesen will. „Kant hat vor Goethe gelebt, in geistiger Hinsicht mehr noch als den Jahren nach..." steht da. Mein Kamerad Fritz Unterbricht meine Lektüre. Er sagt: „Du, heißt es eigentlich: ,Jch grüße dich' oder ,-ich grüße dir'?" . „Dich!", sage ich und lese weiter. Aber meine Gedanken schweifen von der Buchbesprechung, die mir zufällig in die Hände gefallen ist, fort. Früher, oorm Kriege, gehörte das Lesen von Buchbesprechungen zu meinem „Beruf", aber niemals war es vorgekommen, daß jemand mich unterbrach, um zu erfahren, welchen Kasus das Derb grüßen regiert Wahrhaftig, die Klausur, in der die sogenannten Gebildeten zuweilen leben, ist beim Militär völlig aufgehoben, und das ist wahrscheinlich für manchen, der sich allzu sehr in Abstraktionen verloren hatte, ganz heilsam. Diele kannten ja gar nicht das Leben in seiner Gesamtheit, sie sahen nur einen kleinen Sektor. Bei den Soldaten gibt es keine Wahlbekanntschaften. Der Zufall würfelt die Männer nebeneinander, und jeder ist gleichwertig. Wenn ein Gesuch aufzusetzen ist, wendet man sich an mich. Wenn ich ein Bord anbringen will, hilft Fritz mir. Das Band, das Menschen so verschiedenarttger Prägung, so verschiedenartigen Könnens und Wissens, so verschiedenartiger Interessen umschließt, heißt Kameradschaft. Diese Kameradschaft ist aber keineswegs so rosarot und primitio, wie kleine Mädchen sich das zuweilen vorstellen. Kameradschaft ist viel differenzierter. Es ist gut, daß die Zeit, in der die soldatische Kameradschaft heranreift, fast immer die Zeit der soldatischen Ausbildung ist, eine Zeit also, die in der Heimat verlebt wird und also unter Lebensumständen, die es nicht allzu schwer machen, kameradschaftlich zu handeln. Ähre Früchte aber trägt die Kameradschaft im Feindesland, wcchrend eines Feldzuges. Hier erfährt sie gewissermaßen eine Wandlung, eine Vertiefung. An zwei kleinen Beispielen mag dies deutlich gemacht werden. Wir lagen, im nun vergangenen, harten Winter, für einige Zeit in einer Stadt dicht hinter der großen Abwehrfront im Osten, aber immerhin so günstig, daß uns die feindliche Arttllerie nicht mehr erreichen konnte. Wir hatten uns, soweit das in der Sowjetunion möglich war, wohnlich eingerichtet, und sogar Betten hatten-wir uns organisiert. Eines Tages kamen drei Kameraden zu uns. Sie kamen von vorn. Sie hatten in der Stadt etwas besorgt, es war zu spät geworden, und sie konnten erst am nächsten Morgen weiter. Sie verbrachten den Abend bei uns im Quartier und erfuhren, daß einige von uns in dieser Nacht Wache hatten, so daß sie — da sie im Wachtlokal sich au ff) alten mußten — ihre Betten heute nacht nicht benutzen konnten. So fragtet) denn die drei, die von der Front kamen: „Können wir nicht heute nacht in diesen Betten schlafen?" — Es war nämlich so, daß wir in dem Hause, in dem wir lagen, einen Raum hatten, in dem durchreisende Soldaten nächtigen konnten. Aber in diesem Raum standen keine Betten. Und unsere drei Kameraden hätten gern einmal wieder ein Bett unterm Rücken gehabt. ,Hm", machte einer von uns. „$abt ihr denn auch keine Läuse?" Die von vorn grinsten. „Läuse hoben wir immer!" — Da antwortete man: „Dann könnt ihr hier nicht schlafen. Das könnt ihr uns schließlich nicht verdenken, daß wir keine Läuse haben wallen!" Nun aber sprang ein anderer van uns zornig auf und rief: „Härt mal zu, Kameraden. So geht das ja nun nicht! Die liegen die ganze Zeit da vorn in der Sch..... und wir haben hier unser gutes Quartier. Sie bleiben also heute nacht auf jeden Fall hier. Selbst wenn wir Läuse bekommen, dann haben wir es zehnmal besser als sie, und außerdem haben mir ja hier die Möglichkeit, uns entlausen zu lassen!" So blieben die drei in unserer Stube, und wir bekamen tatsächlich Läuse, aber es hat uns nicht geärgert. — Ein anderes Mal waren wir, bei dreißig Grad Kälte, mehrere Stunden in einem halboffenen Lastwagen gefahren worden. Unsere Füße fühlten wir gar nicht mehr, unsere Gesichter schmerzten, unsere Hände konnten kaum noch die Gewehre hallen, und der Frost schien bis ins Mark zu beißen. Das Quartier, das man uns anwies, war ein kahler Raum in einem halbwegs erhaltenen Schulhaus. Der Raum war nur klein, zau klein fast für uns 30 Mann, aber wir sahen, daß ein Ofen darin stand, und wir stopften dessen hungriges Maul erst mal mit einigen Scheiten Holz. Etwas Sttoh war auch vorhanden, so daß wir weich liegen konnten. Ein Kamerad von mir, der noch einen privaten I Gang zu einem anderen Quartier zu machen hatte. bat mich, ich möchte für ihn einen Platz mit freihalten. Wir breiteten das Stroh aus, jeder legte seine Sachen an eine gewisse Stelle, somit andeutend: „Dies ist mein Platz!" Ich legte außerdem eine Decke auf den Platz neben mir: dort sollte der Kamerad schlafen. Aber dann ergab es sich, daß dieser Platz immer kleiner wurde, da die Männer sich's ein bißchen bequemer machten, und als mein Kamerad endlich kam, war sein Platz verschwunden. Er war ärgerlich und bestand darauf, daß man ihm „seinen" Platz gäbe, aber die Liegenden erklärten, das sei völlig unmöglich. Es sei schon eng genug. So mußte mein Kamerad endlich den schlechtesten Platz im ganzen Raum einnehmen, nahe der Tür, wo es gewaltig zog. Vielleicht denkt jetzt mancher von euch: „Um Gottes willen, wo bleibt denn da die Kameradschaft?" Aber ich sagte es ja schon: so holl» wie im Poesiealbum sieht sie nicht aus. Wir waren alle schlechtgelaunt und hungrig und abgespannt. Wenn ein ungünstiger Platz vorhanden war, so mußte schon der ihn nehmen, der zuletzt kam. Nach einer Weile betrat, höchst unerwartet, unser Hauptfeldwebel den Raum. Er brachte zwei Soldaten mit, die mir nidji kannten und sagte. „Hier. Zwei Neue. Die müssen heute nacht hier mitunter« gebracht werden!" Dann ging er wieder, und die beiden Neuen blieben da. Wir sahen uns diese Neulinge im Schein der wenigen Oel- und Benzin-Fun- .zeln erst einmal an. Und wir erkannten, daß sie schwer bepackt waren. Einer erhyb sich von seinem Lager und half ihnen beim Abnehmen der Klamotten. Die Jungens zogen auch ihre Mäntel aus unb wir sahen, daß sie herrliche, neue Uniformen anhatten, die gegen die unjrigen gewaltig abstachen. „Woher kommt ihr denn?", fragten mir. Sie nannten den Namen einer deutschen Garnisonstadt. — „Was — direktement aus Deutschland? Men- schenskinder, erzählt, erzählt!"' Sie mußten uns erst einmal von der Heimat berichten, die uns ja nie so herrlich und so begehrenswert erschienen war wie seit jenem 22. Jurch da mir zum ersten Male som- jetisches Hoheitsgebiet betreten hatten. Und dieweil wir ihnen zuhörten, taten uns die Jungen mächtig leib. Mein Gott, da kamen sie geraden Weges aus dem schönen Deutschland und wurden ohne Uebergang in diese Misere gesetzt. Wir, nicht wahr, mir hatten uns allmählich an Somjet- Rußland und an seine Art, Krieg zu führen gewöhnen können. Wtt waren damals über den Bug gegangen, unwissend wie die Kinder, und dann war es ja auch Sommer gewesen, da mar alles halb so schlimm, und der Winter ist ja auch nicht von heute auf morgen gekommen. Einer von uns sagte: „Na, nun wollen wir aber erst mal Platz schaffen!" Und siehe, obwohl zuvor jedermann behauptet hatte, es sei ganz unmöglich, enger zusammenzurücken — — jetzt ging’s. Wir hatten, ohne daß wir uns deswegen verabreden mußten, das Bedürfnis, von uns aus alles zu tun, um den Uebergang zu erleichtert.. Die beiden Neuen hatten Platz, mir sagten zu ihnen, sie sollten es sich, someit möglich, bequem machen, und sie sollten die neue Situation nicht tragischer nehmen als sie sei. Auch in der Sowjetunion würde nur mit Wasser gekocht, und leben könne der Soldat schließlich überall, solange der Nachschub rantommt. Versteht ihr, was ich meine? Erkennt ihr, woraus es ankommt? Zuerst schienen jene dreißig Mann wohl ein wenig unkameradschaftlich, als sie dem einen den Platz an der Türe ließen. Aber das war ein Gleichberechtigter, einer, der sich schon selbst irgendwo helfen würde. Im besonderen Augenblick aber entstand die vergessene Kameradschaft um so herrlicher. Und sie erweist sich überall da, wo es wichtig ist. Bier löscht nicht nur den Durst. In einer großen Landbrauerei im Kanton Bern mar dieser Tage ein Brand ausgebrochen, der sich in rasender Schnelligkeit über mehrere Wirtschaftsgebäude verbreitete und auch benachbarte Wohnhäuser bedrohte. Zwar rnaren genügend Wehren aus anderen Orten erschienen, doch reichte, wie man bald mit Schrecken feststellte, das Löschwasser für ein derartiges Groß feuer nicht entfernt aus. Guter Rat war teuer — aber da kam einem Feuerwehrmann die rettende Idee: man konnte ja auch die riesigen Mengen Bier, die in der Brauerei lagerten, zum Löschen verwenden... Sogleich wurde eine Motorspritze herangeholt und der Spritzenschlauch in das braune Naß getaucht. Bald ergossen sich in die prasselnden Flammen Hunderte Liter Bier, und tatsächlich gelang es, damit des Feuers Herr zu werden. Nach der erfolgreichen Brandläfchung löschten die Feuerwehrleute auch ihren „Brand", natürlich ebenfalls mit Bier — soviel war noch übriggeMie» ben. X s* LE % S iigen # 9* allem 3 gUlS«»'1 ™S)*t ieWj E irumpl 0 W gr «iß»--« Wan > Ä in ’igropm üninDrii Wer Ml « 90er Jc 3n diesen dnen 70. ® 2r, da erre iSßers £ Msuhruki sie tegeiste i hat snk •t Staatliö Zeisuch mit M Bear lachten die ene Dal M von L >gen die 2 •piel 2er M r zu schrei Hische Al X aber da .ns Hel g Mnenstößk X ebenso Ä seinen t Sine 5chi In einer Iiies in Kc Kn-Nass nz-hessen- ,Bt\ Land, Grimm, ein vid Schaff 'WWen Ä fpari, der zr Winrich T im Sex . Wlnstwissen' Ws ist eine h der Bich br Lebens Men folg jüngst r w Lebensei tne Geschick Ä ftpuer Dr.B Ro Arubjs ft jjyjören. rSr-ebi I Wr 5 'S lnvchj fließen ■ Eh* B? Ml»! JVßein SfeMr« Jh V die C; feji K nJWe Attila hr Aely in i Gustav 'M Meng, .Wographie ! W> dessen Argel und ?Woff, Jerte und Ostung au1 J® neuen ] "urjansly rber ltWj t DtHl 1 V !tl. itroi, 'Lr. N * os öHi QU. N lot. i 1 et. rr. dich Un. einer fatf. lksbil. Haus und ine Wirtschaftsgebäude waren ein Raub der Flammen geworden. Das Kind hatte schon Mer einmal auf ähnliche Weise eine Brandgefahr verursacht. Die Mutter wurde zu zwei Monaten Aefängnis verurteilt. Kunst und Wissenschaft. Korfiz Holm gestorben. Am 5. August starb in München nach langem Lei, den der Dichter Korfiz Holm. Er hätte am 21. August seinen 70. Geburtstag begehen können. Als Fabrikdirektorssohn in Riga geboren, kam Korfiz Holm über Gymnäsiastenjahre in Lübeck und ein paar Semester Jura in Berttn zunächst als Student nach München. 1896 trat er als Volontär bei dem schon damals bekannten Münchner Verlag Albert Langen ein, bald gehörte er zu dem Stab des Unternehmens. Seme persönliche Herkunft und seine stets gepflegte Fühlung mit dem Norden ließ.ihn vor allem zum Mittler des nordischen Schrifttums in Deutschland werden durch Gesamtausgaben der Werke heidenstams, der Lagerlöf, Gunnarssons und Knut Hamsuns. Aber auch heute führende Deutsche wie Hanns Johst, Hans Grimm, Karl Benno von Mechow, Ludwig Thoma wurden durch K»rfiz Holms Verlegertätigkeit schon um 1916 im deutschen Schrifttum bekannt. Mit diesem Weg des Verlegers zugleich ist die Entwicklung des Schriftstellers Holm erfolgreich gewesen. -Sind Bücher wie „Herz ist Trumpf" oder Bühnenstücke wie seine Komödie „Marys großes Herz" allgemein bekannt geworden, so ist das tiefste Erlebnis seiner künstlerischen Art wohl das in „Thomas Kerkhoven" oder dem großen Vornan „Die Tochter", von dem eine Neuausgabe noch in diesem Monat erfolgen soll. In seinen autobiographischen Büchern „ich kleingeschrieben" und den in Druck befindlichen Jugenderinnerungen „Vom Lauser zum Leiber" steht mancherlei über das München der 9Oer Jahre und Holms verlegerische Tätigkeit. Paul Apel 70 Jahre all. «r er Wn i gab )er er H mit ckiastz. ik bk. Kabi. vesend In diesen Tagen kann der Dramatiker Paul Avel seinen 70. Geburtstag feiern. Es sind jetzt 30 Jahre her, da erregte das Schauspiel „Hans Sonnen- 't ö ß e r s Höllenfahrt" Paul Apels bei seiner Uraufführung ebenso viel befremdetes Kopfschütteln wie begeisterten Beifall. Der Beifall ist geblieben und hat sich wieder heftia- geregt, als vor kurzöm pie Staatlichen Schauspiele in Berlin einen neuen fLersuch mit dem heiteren Traumspiel machten, in siner Bearbeitung von Gründ gen s. Dann brachten die Schauspiele auch Apels „Der goldene Dolch" heraus. Das find die beiden Grenz- «ne Geschichte der Wilhelmshöhe. Hans« le mb n Jn> > beim Mich- on des r er in u des rtfl der in den Schul- Mr wurden wurde n Aus- ie jetzt ten aus VfH Ul UH, vlll VC U11 vkj v —1 inuuyi w n y. ™ und Schaffen des Unbekanntesten der berühmten femem hessischen Gelehrtenfamilie fruchtbar für die Gegen- vart, der zweite „Die Handzeichnungen von Johann steine von Apels dramatischem Schaffen, dazwischen liegen die Tragödie „Oertrüb", das romantische ’ Spiel „Hansjörgs Erwache n", die Satire .,D e r häuptlin g". Apel war Schauspieler, ehe sr zu schreiben anfing, u,nd es waren zuerst philosophische Abhandlungen, die er geschrieben hat. Etwas vom Philosophen ist beim Dichter übriggeblieben, aber daß es keine trockene Buchweisheit ist, die In einer neuen Buchreihe des Bärenreiter-Ver- ßages in Kassel „Lebendiges Erbe in h'esse n°Nas sau", die der Oberpräsident der Pro- oinz-hessen-Nassau begründet hat, sind bis heute zwei Bände erschienen. Der erste „Ludwig Emil Srimrn, ein deutsches Bilderbuch" macht das Leben Heinrich Tischbein dem Aelteren" ist eine Arbeit des im September 1941 gefallenen jungen hessischen Kunstwissenschaftlers Eberhard Preime. Als Näch- les ist eine Huttenbiographie in Arbeit, ferner eine n der Bikdauswahl auf Hessen angelegte Ausgabe der Lebenserinnerungen Wilhelm Tischbeins. Es verden folgen ein Buch Heidelbachs über Bantzer, len jüngst verstorbenen Altmeister der Hessenmaler, ie Lebenserinnerungen Ludwig Emil Grimms und uns Apel gibt, beweist das Lächeln,, mit dem wir Sonnenstößers Höllenfahrt immer wieder aufnehmen, ebenso, wie die innere Ergriffenheit, die uns bei feinen tragischen Gestalten anwandelt. Line Schriftenreihe zur hessischen Heimatkunde. n, Sir ii ein. Stein« enfalls werden! :g HO Wlst dadurch istropix atte dir mitein m halb I8 in Heu« tzt. DM Neues vom Film. Attila Hörbiger ist der Partner von Paula Kessely in dem neuen Wien-Film „Späte Liebe", en Gustav Ucicky nach einem Drehbuch von Gerard Menzel inszeniert. — Erich Claunigk hotographiert den Bavaria-Film „Der dunkle -ag", dessen Hauptrollen mit Marte harell, Willy llrgel und Ewald Balser besetzt sind. — Küche > yckhoff,»die in dem Ufa-Film „Illusion" debütierte und durch eine beachtliche schauspielerische Leistung auffiel, spiett jetzt eine größere Rolle in em neuen Ufa-Film „Liebesgeschichten", den Viktor Lourftmsky inszeniert. - Aus der Gtadi Gießen. Schadenverhütung im Haushalt. heute, da die Beschaffung oder der Ersatz eines Haushaltgeräts mit großen Schwierigkeiten verbunden ist. heißt es doppelt pfleglich mit chnen umgehen. Leichter ist es, Schäden zu verhüten, als beschädigte Dinge wieder gebrauchsfähig zu machen. Wenn wir aufmerken und auf uns selbst achten, werden wir gewiß noch manche Gedankenlosigkeit oder Nachlässigkeit im Umgang mit den verschiedensten Dingen des Haushalts feftfteilen. Besen z. B. halten noch einmal so lange, wenn man sie nie auf die Borsten stellt' sondern stets aufhängt. Sind aber die Borsten durch falsche Behandlung schon zusammengedrückt, kann man ihnen wieder zur Frische verhelfen, indem man sie über starken Wasserdampf hält. Nach dem Trocknen sind sie wieder elastisch. Handfeger und Teppichbürsten müssen regelmäßig mit heißem Wasser und einer groben Bürste gereinigt werden. Haarbürsten taucht man zur Reinigung nur bis zum Holz in Salmiakwasser ein und läßt sie, auf die Borsten gestellt, trocknen. Kleiderbürsten reinigt man besser mit eingestreuter Kleie oder mit Kartoffelmehl, das wieder ausgeschüttelt und mit einer zweiten Bürste herausgebürstet wird. Zahnbürsten und Handbürsten finb für häufige Reinigung in starkem Salzwasser dankbar. Badeschwämme sollten einmal im Monat einige Stunden in eine Borax- oder Salzlösung gelegt und danach gut gespült werden, ehe sie zum Trocknen im Schatten aufgehängt werden, was besser in einem Netz als mit einem Schnürchen geschieht. Kämme müssen in mäßig warmem — nicht heiß! — Salmiakwasser gereinigt werden. Fensterleder bleibt geschmeidig, wenn man es pad) Gebrauch eine Stunde in Salmiakwasser legt (zwei Eßlöffel Salmiak auf 1 Liter Wasser) und es dann darin auswäscht. Im Schatten ttocknen, nachdem es nach allen Seiten ausgezogen worden ist. Nach beend^er Arbeit sollten Bügeleisen, solange sie noch warm sind, mit einem Kerzenstümpfchen eingerieben werden, wodurch jede Rostbildung vermieden wird. Vor Gebrauch wird die Wachsschicht wieder abgerieben. Ein Ueberzug über das Bügeleisen empfiehlt sich, um die Luftfeuchtigkeit fernzuhalten. Gummiwaren, die längere Zeit nicht benutzt werden, sollen von Zeit zu Zeit ein lauwarmes Bad bekommen, damit sie nicht hart werden. Falsch ist es, sie mit Fett, Del oder dergleichen einzureiben; Fett greift Gummi an. Da wir das einzig verhütende Mittel, Glyzerin, heute nicht zur Verfügung haben, pflegt man die Gummiwaren mit den lauwarmen Bädern. Gummimäntel und Gummischuhe werden entweder mit kaltem Wasser oder, wenn sehr bespritzt, mit etwas lauwarmer Seifen- lösung abgewaschen. Gummischuhe kann man danach mit einem Petroleumlappen leicht abreiben. Nur an schattigem Platz an der Lust trocknen. Wachstuch wird am besten nur mit warmem Wasser gereinigt und mit einigen Tropfett Milch nachpoliert. Fleckige Stellen reibt man mit einem Seifenläppchen ab und spült mit lauwarmem Wasser nach. Betten nie zum Lüften in die pralle Sonne legen; sie schmilzt die feine Wachsschicht des Jnlets und mackt die Federn brüchig. Lüftung am offenen Fenster genügt; fleißiges Ausschütteln der Federn ist nötig. Betten nicht Hopfen! Auch dadurch brechen die Federn und leidet der Stoff. Schütteln, Lüsten und Abbürsten genügt für die tägliche Reinigung. Wenn möglich, sollten Betten einmal jährlich in der Federnreinigungsanstalt völlig entstaubt und so aus- gefrischt werden. , ärzeugerfeffpreise für Speikekartoffeln NSG. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Für Speisekartoffeln werden folgende Erzeugerfestpreise je 50 kg netto ausschließlich Verpackung frachtfrei Empfangsstation festgesetzt: für weiße, für runde für lange in der Zeit rote, blaue gelbe gelbe vom Sorten Sorten Sorten 3.8.— 9.8. 42 5,— RM. 5,50 RM. 6,— RM. 10.8.—16.8.42 4,25 „ 4,75 „ 5,25 „ 17.8.-23.8.42 4,— „ 4,50 „ 4,50 „ 24.8.—31.8.42 3,50 „ 4,— „ 4,— „ Für Speisekartoffeln, die unter der Bezeichnung „Königsberger Blaublanke" und „Weißblanke" in den Verkehr gebracht werden, kann vom 24. August bis 31. August 1942 der für weiße, rote und blaue Sorten festgesetzte Festpreis bis zu —,50 RM. je 50 kg überschritten werden. Für die Sorten „Juli (Nieren)", „Frühe Hörnchen", „Sieglinde", „Viola" und für Speisekartofsein, die unter der Bezeichnung „Königsberger Gelbblanke" in den Verkehr gebracht werden, kann vom 24. August bis 31. August 1942 der für gelbe Sorten festgesetzte Festpreis bis zu —,50 RM. je 50 kg überschritten werden. Arbeitsschutz ist Lebensschutz. Ein ernstes Wort an die Frauen und Mädchen in den Betrieben. NSG. Als bei Ausbruch des Krieges Millionen Frauen zusätzlich in den Arbeitsprozeß eingegliedert wurden und die Stellung der Männer einnahmen, die anderweitig dringender gebraucht wurden, ergab sich zwangsläufig eine Erhöhung der Unfallgefahr. Seitens der Betriebsführungen wurde alles getan, ynö die Deutsche Arbeitsfront überwacht immer wieder, ob und welchen Unfallgefahren vorgebeugt werden kann. Durch die Tatsache, daß beispielsweise an Maschinen jetzt Frauen stehen, die vor allem nicht über die notwendige Erfahrung und Routine verfügen, mit der die früher hier beschäftigten männlichen Gefolgschastsmitglieder zu arbeiten in der Lage waren, aber auch durch die Eigenart der weiblichen Bekleidung kamen immer wieder Betriebsunfälle vor. Die verschiedensten Stellen von Staat und Partei ließen es sich angelegen fein, diese Unfallquellen und Gefahrenfaktoren durch Schaffung artgemäßer Arbeitskleidung zu beseitigen oder wenigstens auf ein erträgliches Maß zu mindern. Besonders an Bohrmaschinen und Drehbänken ereignen sich immer wieder Unfälle dadurch, daß die Kopfhaare der hier beschäftigten Frauen und Mädchen in laufende ober sich drehende Wellen geraten. Schmerzhafte Verletzungen der Kopfhaut und oftmals sogar grundlegende Entstellung des Gesichtes waren und sind die Folae. Ay Hinweisen und Aufforderungen, Kopfhauben zu tragen, fehlte es von keiner Stelle. Zweckmäßige und schöne Muster wurden bereits herausgebracht. Leider aber spielt die weibliche Eitelkeit hier eine verhängnisvolle Rolle. Die Tätigkeit des Arbeits- fchutzwalters im Betrieb ist sinnlos, wenn seine Maßnahmen zur Verminderung der Gefahren am Arbeitsplatz durch Eitelkeit und Nichthörenwollen sabotiert werden. Das Gegenteil sollte der Fall sein. Nicht Zwang ober nachdrückliche Belehrung, sondern eigene Erkenntnis über den Wert des Lebens und der Gesundheit müssen die Haupttriebfedern sein, viele durch Leichtsinn bedingte Gefahren am Arbeitsplatz zu verhüten, denn Arbeitsschutz ist Lebens» schütz. Das gilt besonders für die schaffenden Frauen. Die: anderung am Sonntag. Gießen—Hangelstein—Daubringen — Staufenberg— Lollar. ! Wir beginnen unsere Wanderung am Justizgebäude und folgen blaue» Dreiecken, die uns über die Wiesen am Rande bes Philosophenwaldes entlang nach unferm Vorort Wieseck führen. Wir durchschreiten den Ort, gehen ein Stück die Alten-Busecker Straße entlang bis zur Ludwigsburg, hinter der das Zeichen in den Wald geht. Auf Kreuz- und Duermegen kommen wir auf die höhe des hangel- steins, berühren alle sehenswerten Punkte, wie schöne Aussicht, Ausblick über den Steinbruch und Felsenkanzel, hinter der wir hinabsteigen und an der Teufelskanzel und Unionslinde vorüber zum Daubringer Paß gelangen, hier verlassen wir das Zeichen, gehen die breite Straße abwärts nach Daubringen, überschreiten das Lumdatal und wandern hinauf zur Burg Staufenberg. Nach Besichtigung der wohlerhaltenen Burganlag? und Besteigung des Turmes, um den prächtigen Rundblick zu genießen, steigen wir auf aussichtsreicher Straße hinab nach Lollar, von wo wir heimfahren. Wanderzeit etwa 3V- Stunden, bei Benutzung der Straßenbahn nach Wieseck a/< Stunde weniger. Bieber — Dicke Eiche — Blasbach — Allenberg — Bieber. Mit der Bahn fahren wir nach Bieber, gehen van hier durch Hof Haina, später am Forsthaus Haina vorbei nach dem anmutigen, mit schwarzen Dreiecken bezeichneten Schwalbenbachtal. In der Mitte des Tales weist uns ein Schild in wenigen Minuten hinauf nach der unter Naturschutz stehenden Dicken Eiche. Gelbe Striche leiten uns jetzt in südlicher Richtung zunächst durch Wald, hierauf durch einen Wiesengrund bis zur nächsten Waldspitze, wo wir das Zeichen verlassen und auf einem Feldweg einen Höhenrücken übersteigen, auf dessen Kamm sich ein prächtiger Blick auf das Blasbachtal und das •311 unfern Füßen malerifd) gelegene Blasbach erschließt. Bold darauf erreichen wir den Ort, wo wir rasten können. Wir gehen nun das liebliche, viel« gewundene Tal aufwärts, kommen zum Altenberg, ergötzen uns auf der Plattform des neu hergerichteten Turmes an dem herrlichen Panorama und folgen gelben Andreaskreuzen, die uns auf aussichtsreichen Wegen nach merftünbiger Wanderung wieder nach Bieber zurückbringen. Dandervorschlag des DHL. Gießen. Gießbn — Seemühle — Gleibachtal — Wald- Haus — Schmelz — Friedelhausen. Abmarsch: Neu- ftäbtertor. Die Krofdorfer Straße entlang bis zur 'Seemühle. Von hier gelber Punkt (VHC.-Markie» rung), dem Gleibachtal aufwärts am Waidhaus vorbei, zum Sauwafen (2 Stunden). Nach Ueber= schreiten eines Höhenrückens zur Schmelz (eine Stunde); jetzt ohne Zeichen durch das Salz- böbetal nach Ddenhausen ünb Station Friedel- Hausen (eine Stunde). Gesamtwanderzeit vier Stunden. Auf jeden einzelnen Güterwagen kommt es an! Die Reichsbahn hat von sich aus alles getan, um neben der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensrnitteln, Kohle unb anderen Dingen des notwendigsten Bedarfes die starken Verkehrsbedürfnisse der Wehrmacht und der Rüstungsindustrie zusätzlich zu bewältigen. Alle ihre Vorkehrungen blieben aber erfolglos, wenn nicht alle Verkehrstreibenden die Reichsbahn in der Erfüllung ihrer Aufgaben weitestgehend unterstützen. Auch auf die tätige Mitwirkung und Hilfe des Landvolkes kommt es wieder an. Soweit es nur irgend möglich, sind Transporte auf den Wasserweg zu verlagern, zumal die deutsche Binnenschiffahrt zusätzlich Verfrachtungen übernehmen kann. Im übrigen sind aber nur so viele Migen anzufordern, wie gerade noch benötigt werden. Jeder Verlader und Empfänger hat die Pflicht, jeden Wagen sofort bei Bereitstellung' zu beloben und bei Ankunft zu entladen. Auch an Sonn- und Feiertagen dürfen diese Arbeiten nicht ruhen. Die Wagen sind sorgsam und pfleglich zu behandeln. Unbedingt nötig ist es auch, daß jeder Wagen bis zum letzten ausgelastet wird. Dabei dürfen jetzt reichsbahneigene Wagen im innerdeutschen Verkehr bis zu 2 t, belgische unb französische Wagen bis zu 1 t über bie Tragfähigkeit hinaus beloben werben. Für den einzelnen Verfrachter bedeutet dies auch ' eine wesentliche Frachteinsparung, da die Frachtsätze je Gewichtseinheit für die Hauptklasse niedri- | ger als jene für die 5-t- ober lO-t-Nebenklasse lie- | gen. Frachtbriefe und sonstige Begleitpapiere sollen vollständig und forgfältig vom Verlader ausgefüllt sein. Auch von dem Bahnpersonal mit seinen Hilfskräften kann in Zeiten einer UeberÄeanspruchung des Güterverkehrs nichts Unmögliches verlangt werden. Nicht leichtsinnig werden! NSG. Die Erfahrungen bei den letzten Luftangriffen besagen, baß Verluste an Menschenleben immer wieder in der Hauptsache dort zu beklagen sind, wo man, anstatt rechtzeitig den Luftschutzraum aufzusuchen, leichtsinrngerweise in der Wohnung verbleibt ober sich gar trotz aller Warnungen aus Neugierde auf der Straße aufhält. Man bedenke, daß das Leben dieser Volksgenossen nicht allein durch Bombeneinwirkuna unmittelbar bedroht wird, sondern daneben bei Flakbeschuß auch durch Flaksplitter gefährdet ist. hingegen ist der vorschriftsmäßig — wenn auch behelfsmäßig — heraernhtete Luftschutzraum bei Luftangriffen zweifellos der sicherste Aufenthalt. Jeder, der so seiner Familie und damit seinem Volke gegenüber pflicht- und verantwortungsbewußt handelt, begibt sich deshalb bei Fliegeralarm rechtzeitig in den Luftschutzraum, wobei das Luftschutzraumgepäck und andere notwendige Dinge nicht zu vergessen sind. Frauen, Kindern, Kranken und Gebrechlichen gebühren alle Bequemlichkeiten! Ruhe im Luftschutzraum ist selbst« verständliches Gebot. Soweit noch nicht geschehen, sorge jede Hausgemeinschaft für wohnliche Ausgestaltung bes Luftschutzraumes, um auch längere Fliegeralarme ohne Gefährdung der Gesundheit und ohne allzu lange Unterbrechung der Nachtruhe überstehen zu können. Im übrigen befolge man die Anordnungen bes^Luftschutzwartes und unterstütze freiwillig feine Maßnahmen. »ir abrl ii s ntogM O Mede" zu itWJ iesU Uten di! 5 sie? . WB ich üE i W dasA uge* ’t wj irff. di-E & K Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer 9. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Vorausgesetzt, daß» Sie nicht müde sind. Ich würde gern wieder einmal tanken und ein bißchen Vwsik hören. Wir könnten ins Hotel Regina gehen. Er fäh sie bittend an. „Liegt Ihnen viel daran?" „Ich möchte furchtbar gern! „Gut, dann gehen wir', nickte sie. Sie ließen den Wagen vor dem Hotel stehen unb Begaben sich in die Diele. — Ein gutes Paar, — dachte Brügger, als sie gemeinsam vor einem Spie- tel standen. Sie gaben die UeberHetber ab unb schritten in den großen Raum, wo getanzt wurde. Ls traf sich, daß irgendwo noch zwei passende Plcche frei waren. Gut angezogene Menschen, ein ovales Parkett und einschmeichelnde Musik. Als der be- pellte Wein kam, stieß Brügger mit Anna an, die ihm sreuttdlich-dankbar in die Augen sah- Ms sie ben kreisenden Paaren eine Zeitlang zugesehen bat* kn, und die Kapelle einen Tango intonierte, stu- fcrte Anna: „Jetzt? Ich glaube, das ist etwas für uns. „Ja", stimmte er fröhlich zu. Er sprang auf unb kgte den Arm um sie. „Eigentlich habe ich setzt Ge- »issensbisse. Wenn es Ihnen zuviel wird, Horen wir auf. Außerdem bin ich ein ziemlich mäßiger «Lanier -- Anna entgegnete nichts. Sie bog besn .«‘JP1 Wenig zurück, so daß man ihre We, ^t,IPP?er2^ Kehle sah, unb machte ein glückliches Gesicht. Ihr schlanker Körper schmiegte sich jeder Partners an. — Eigentlich benehme ich wich Ia schamlos, — dachte sie flüchtig. — Erst ^afpar p6”’ b»r und jetzt schon wieder ein Mann, — als 00 nichts gewesen wäre--ach was, morgen ist 1 ; Mo wieder alles grau. Und der Doktor ist^gena fo ein armer Kerl wie ich, man muß ein .mtzchen ; litt zu ihm fein, — unb er hat es um mich verdient — Brügger benahm sich zu Anfang etwas steif, aber bald wurde er mutiger und gab dem Locken der Melodie nach. Unb mit der Sicherheit des Tanzens kam das Selbstverttauen. — Herrgott, so alt bin ich eigentlich gar nicht! — ging es ihm durch den Kopf. So ein feingliedriges, anmutiges Geschöpf wie Anna im Arm zu halten, war schon etwas Wunderbares. Und das liebe Gesichtei, aus dem er die Traurigkeit weggezaubert.hatte ... Schade, daß man während des Tanzens keine Erklärung machen konnte, — jetzt wäre es gegangen! Als er Anna an den Tisch zurückführte, war er lebhaft wie schon lange nicht mehr. z „Wie fühlen Sie sich, Fräulein hudal?" „Vorzüglich." „Kopfschmerzen?" . „Keine Spur. Ich wundere mich selber. „Prosit, Fräulein Anna!" Sie tat ihm Bescheid. „Ich muß langsam:, trin- ken, sonst bekomme ich einen Schwips. Ich vertrage nämlich nicht viel. Ach, das war ein wunderschöner Tag heute! Ich danke Ihnen, Herr Doktor!" „Wollen wir ihn wiederholen?" fragte er munter. „DJtir hat er auch gefallen. Einverstanden, Fräulein Anna?" „3a", antwortete sie nur ganz leise. Nach einer Weile brachen sie auf. Als sie auf die Straße traten, empfing sie ein milder Abmd mit wenig Passanten, mit Blattgefläster und on glimmenden Sternen. „Ich glaube, wir gehen besser zu Fuß, wenn es Ihnen nichts ausmacht? Den Wagen lasse ich hier stehen, es wird ihn nicht gleich einer mitnehmen. Bummeln wir noch ein Stückchen durch den hof- garten", schlug er vor. Annas Kopf füöte ein zarter, sausender Schwindel. Vielleicht war es der Wein, die Musik, vielleicht aui nur der Frühling, der chr in den Gliedern lag. Sie griff nach Brüggers Arm, der ihr Einhängen falsch beutete und den Arm leicht an sich drückte. Der Schwächeanfall ging rasch vorüber, aber Anna mochte ben Arm nicht fortnehmen. Sie hatte plötzlich eine starke Sehnsucht nach männlichem Schutz, nach Rückhalt und Geborgenheit. Brügger war selig, daß die fremde kleine Hand von selbst zu ihm gefunden hatte. Nun war alles viel leichter. Sie schritten durch den 5)ofgarten, aber der war ihm zu bevölkert. Sie gingen die Maximi- lianstraße hinunter bis zw der Brücke, die ihren steinernen Bogen über die Isar schwingt. Anna blieb stehen. „Sehen Sie nur — wie schön! Der Fluß und die Silhouette der Stadt. Das erinnert mich immer an Florenz. Auf Bildern natürlich. Denn ich war nie dort." „Ja, ja", entgegnete Brügger, aber er war nicht ganz bei der Sache. Sie gingen weiter, bis die sanfte Dunkelheit der Jsaranlagen sie aufnahm. Hier war es still, hier verebbte der Lärm der großen Stadt. Und in den Kronen der Bäume rauschte es leise. Hier war es einsam. Sparsam standen die Laternen und warfen mild ihre Lichtkreise. Brügger zog Annas Hand dichter an sich und stammelte: „3d) muß Ihnen etwas sagen, Anna, was ich schon den ganzen Tag mit mir f)erumtrage. 3ch liebe Sie. Wollen Sie meine Frau werden?" Anna wurde es ein bißchen schwach in den Knfen, — mit einer solchen Erklärung hatte sie nicht gerechnet. Sie senkte den Kopi und schwieg. „Ich bin zwar ziemlich viel älter als Sie", fuhr Brügger fort, „aber das kommt öfter vor. Wenn Sie Bedenken haben- —." „Es ist nicht das", erwiderte sie leise. Sie hatte sich jetzt wieder fest in der Hand. ,Jhr Anttag ist eine große Ehre für mich--ober ich bin nicht die Frau, auf bie Sie Anspruch erheben können. Es war da einmal etwas mit einem anderen, der meine Unerfahrenheit ausgenugt hat — —. Nun wissen Sie auch, was mich die ganze Zett über bedrückt hat..." Sie schluckte, ihr Rücken krümntte sich, dann wandte sie sich ab. Brügger stand mit einem Schritt vor ihr und hob ihr nasses Gesicht empor. Dann küßte er sie auf den Mund. „Nicht mehr daran denken, Anna. Du gehörst jetzt zu mir. Willst du?" Da schlang sie die Arme um seinen Hals und sah unter Tränen zu ihm auf. „Ich will dir eine gute Frau werden, Martin. So wahr mir Gott helfe!" ♦ Frau Purgstaller und die Köchin Resi hatten ein wortreiches Palaver wegen des Mittagessens. Rahmschnitzel ober Ochsenlende, das war hier die Frage. Brügger hatte vorhin aus der Klinik telephoniert, er werde auf einen Sprung nach Trettau kommen, alles weitere werde er von Angesicht zu Angesicht erklären. Als die Sache mit dem Menu entschieden war, und zwar zugunsten von Rests Schnitzel, sauste die Hausdame zu Hingerl, der Blumen, viel Blumen für die Vasen schneiden sollte. Blumen machten immer Eindruck. Hingerl nahm die diesbezüglichen Wünsche der Hausdame ohne Aufregung zur Kenntnis und brummte: „Ich werde sehen, was sich machen läßt." Eine halbe Stunde später schleifte er einen Korb heran, dessen Inhalt den Purgstallerschen Bedarf weit überstieg. 3a, wenn Hingerl wollte! Darauf hetzte die Hausdame das Dienstmädchen Zenzi durch sämtliche Zimmer, um den Dingen den letzten Glanz zu geben. Und ganz zuletzt dachte sie an die eigene Aufmachung. Das Haar, dieses verrückt blonde und modisch aufgebäumte Haar konnte so bleiben. Auch die Fingernägel brauchten nur wenig Nachhilfe. Ein anderes Kleid und andere Strümpfe mußten natürlich her. Als Alwine Purgstaller, ziemlich ausgezogen, sich vor dem großen Ankleidespiegel musterte, hatte sie selber die Empfindung, eine prachtvoll gewachsene ' Frau zu fein. Auf hohen, gut gedrechselten Beinen ruhte ein Oberkörper, der sich wahrlich sehen lassen konnte. Alwine nickte ihrem Spiegelbild zu und legte ein bißchen Rot auf die Lippen, was nie schaden konnte. Dann kam bas Kleid an die Reihe. Unten im Wohnzimmer zupfte sie spielerisch an den Blumen herum, rückte hier eine hoher, dort eine niedriger, um dann ehrlich erschöpft in einen Sessel zu fallen. Sie hatte sich eine kleine Pause verdient. Sie war jgfct gerüstet wie ein Oberst, der den Höchstkom- mandlerenden zur Besichtigung erwartet. 3hrettve- gen konnte es losgehen. "Fortsetzung folgt. Durch ein tragisches Geschick wurden mir in der Nacht vom 29. zum 30. Juli 1942 Vater, Mutter und Bruder entrissen. Heinrich Westecker 47 Jahre, Generalvertreter der Maggi-Ges. Ottilie Westecker, geb. Rühl 48 Jahre Hugo Westecker 13 Jahre. In tiefer Trauer: Marianne Westecker, Saarbrücken Liesel Junker, geb. Westecker Erich Junker, Dresden. Die Beisetzung fand am Sonntag, 2. Augi^t, in aller Stille auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken statt. 241QP uMMstSie. sich genau an ll hausstraße 31, aus statt. 2414 D BezirkssBarkasse Men 20540 Gießen. 2411D ge- 03825 2379 D Tägl. 8,5.15.8, So. 2.30,5,8 Uhr Alpine Chemische A.-Q,, Berlin NW 7. 1643 V Jchbin zwar nur em kleiner - L k Obe hn recht e hüdwo do- |i5 der Ml rn auch sw her TM her Prax Lien MM lihältnis d Ein vierjähriger Junge spielte auf der Straße, gefährdete den Verkehr, so daß ein Kraftwagen plötzlich vor dem Kind anhalten mußte und wegen des Stoppens von einer Straßenbahn erfaßt wurde. Die Insassen des Autos wurden verletzt. Der Vater des Kindes wurde wegen Körperverletzung und Verstöße gegen das Derkehrsrecht angeklagt. In einem weiteren Prozeß forderten die Verletzten Schadensersatz. Die Anklage stützte sich daraus, daß die elterliche Aufsichtspflicht verletzt worden sei. Wer zur Führung der Aufsicht über eine Person verpflichtet ist, die wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geistigen oder körperlichen Zustandes der Beaufsichtigung bedarf, ist zum Ersatz des Schadens verpflichtet, den der zu Beaufsichtigende jemandem zusugt. Die Erfatzpflicht tritt nicht ein, wenn er seiner Aufsichtspflicht genügt, oder wenn der Schaden auch bei gehöriger Aufsichtsführung entstanden fein würde. Nach dem Gesetz haften die Eltern, der Vormund, der Pfleger, der Lehrherr, der Lehrer einer öffentlichen Unterrichtsanstalt usw. Die Aufsichtspflicht kann aber auch vertraglich übernommen sein, z.B. Erzieher, Krankenwärter. Auffichtsvedürfttg sind Minderjährige und Gebrechliche. , Die Aufsichtspflicht richtet sich nach dem Maß der Bedürftigkeit. Demnach sind Kleinkinder mehr auf- fichtsbedürftig als Schulkinder. Die Aufsichtspflicht mindert sich bei, zunehmendem Alter. Oft ist es schwierig, einen gerechten Maßstab zu finden. Das Maß der Aufsichtspflicht richtet sich in. erster ßnrte nach den Eigenschaften des Kindes. Folgende Gesichtspunkte mögen als Anhalt dienen: Alter pes Kindes, geweckt und verständig oder geistig langsam, ** Das widerspricht den KriegsNotwendigkeiten! Wer Standgeld zahlt, hat den Güterwagen länger als zugelasfen dem Derkehr entzogen. Das widerspricht den Kriegsnotwendigkeiten, denn Räder müssen rollen für den Sieg! ** Ein Meiftera-bend froher Unterhaltung, den die NSG. „Kraft durch Freude" am 25. August in der Neuen Aula der Universität veranstaltet, wird Gelegenheit geben, mit beliebten Künstlern des Rundfunks und des Kabaretts einige Stunden heitersten Ergebens zu verbringen. Die Künstler des Abends — so wird uns von ,KdF." geschrieben — sind Rudi Schuricke, der beliebte Lied- und Schallplattensänger. Einst wohlbekannt durch das Schuricke-Terzett hat sich der Künstler, da seine beiden Kameraden zur Wehrmacht einrücken mußten, inzwischen als Solotenor die Herzen aller Freunde der frohen musikalischen Laune erobert, "ferner Maria von Schmedes, die bekannte Vortragskünstlerin von Funk, Kabarett, Bühne und Schallplatte. Das Orchester Hans Busch trägt mit eigener Programmgestaltung und Begleitung wesentlich zur Unterhaltung bei. Das Programm verspricht alle Erwartungen zu erfüllen, die ein anspruchsvolles und freuöeempfängliches Publikum „an den Verlauf eines außergewöhnlichen Abends stellt. Verdunkelungszeit: 7. August von 22.04 bis 5.22 Uhr.________ Ihre Vermählung geben bekannt Erwin Wagner Margrit Wagner geb. Dumke Beamter sucht schöne 2-4-Zim.-Woling. in Gießen oder Umgebung. Schrift!. Angeb. unter 2396V an den Gieß. Anz. JungeFrau sucht 1-2 Simmet mit Küche gegen Mithilfe i. Haushalt z. 15. August oder 1. Septbr. Eilangeb. unter 03803 an den Gießen. Anzeig. Separates leer. Zimmer gesucht. Schr. Ang. unt. 038040.6.^.5!. schwerfällig, folgsam oder eigensinnig, körperlich gewandt oder ungeschickt, großstadtgewöhnt oder nicht. Selbstverständlich kommt es immer auf den einzelnen Fall an, die genannten allgemeinen Regeln können nur bis zu einem gewissen Grad Gültigkeit beanspruchen. Es kommt auch daraus an, bei welcher Gelegenheit die Aufsichtspflicht verletzt wird. Ein Kmb kann den ganzen Tag sich selbst überlassen, es kann auch nur für kurze Zeit unbeaufsichtigt sem. Esist auch ein Unterschied, ob ein Kind sich im Großstadwer- kehr bewegen soll, so daß eigene Entschlüsse des Kindes erforderlich werden (z. B. Ueberqueren einer Straße, Straßenkreuzung), oder ob das Kind einen Weg gehen soll, den zu gehen es schon gewohnt rst, entweder mit oder ohne Begleitung. Die Aufsichtspflicht darf nicht überspannt werden. Einem gesunden und regen Kinde dürfen die Eltern schon ein gewisses Maß an Selbständigkeit zumuten, ohne fahrlässig zu handeln. Das Alleinlassen eines Kindes auf der Straße muß nicht unbedingt und ohne weiteres eine Verletzung der Aufsichtspflicht darstellen. So kann man es keiner Mutter anrechnen, wenn sie ihr Kind zu Besorgungen in der Nähe der elterlichen Wohnung schickt, die es nach dem Stande seiner Entwicklung erledigen kann, ohne den Verkehr zu gefährden. Der Aufsichtspflichtige kann sich dadurch entlasten, daß er nachweist, feiner Aufsichtspflicht genügt 311 haben. Der eingetretene Schaden wird dem Aufsichtspflichtigen auch dann nicht an ger echnet, wenn der Schaden auch bei gehöriger Aufsicht entstanden wäre. * vr. Tw Wir erhielten die unfaßbare Nach- richt, daß unser geliebter, unvergeß- - TBk liehet Sohn, unser lebensfroher Bruder, Schwager, Onkel und Neffe August Pietsch Kriegsfreiwilliger Gefreiter in einem Panzer-Regiment im Alter von 18’/2 Jahren, in heldenhaftem Einsatz im Osten für Führer und Volk gefallen ist. In stiller Trauer: Wilhelm Pietsch und Frau Elisabeth, geb. Wilch Willi Pietsch, im Felde, und Frau Else, geb. Klös.u. Kind Arthur Pietsch, Feldwebel, und Frau Liesel, geb. Bender Clotilde Setzepfandt, geb. Pietsch Walter Pietsch, z. Z. im Felde Hans, Margarete, Helmut Pietsch Fritz Setzepfandt, Feldwebel, z. Z. im Felde, und Kind. Hungen, Kaiserstraße 27. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren lieben Mitarbeiter. BetriebsfUhrer und Gefolgschaft der Firma Heyligenstaedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik G. m. b. H., Gießen. 03813 neuen Ausstellung an. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese im ersten Spiel auswirkt. Können beide Mannschaften an die letzten Leistungen herankommen, so ist mit einem spannenden Treffen zu rech' neu, dessen Ausgang jedoch offen ist. Dem Schiedsrichter Beyer, Gießen, stellen sich die Mannschaften: Luftwaffe: Jsensee; Trautwein, Strathmann; Großer, Broker, Benefch; Marx, Westerweller, Härter, Claus, Magier. , Kreismannschaft: Ohly (Lang-Gons); Pfann, Kirstein (beide Mtv. Gießen); Köhler, Ruhl (beide Lang-Göns), Müller (Holzheim); Jughard (Mto.), Korell (1900), Menges (Heuchelheim), Becker (Mtv.), Stoll (Lang-Göns). Ersatz: Rudolph fLang-Göns), Eckhard (Mtv.). Der Fußball. Beim Kreis-Turn- und Sporttag am kommenden Sonntag auf dem Universitätssportplatz in Gießen wird der Fußball mit einem spannenden Spiel zwi. schen einer Stadt-Mannschaft und einer Kreis- Mannschaft zur Bereicherung beitragen und damit zugleich für den Fußballsport werden. Rach der Mannschaftsaufstellung ist mit einem spannenden Verlauf des Spieles zu rechnen. Dem Schiedsrichter Po st stellen sich die Mannschaften in folgender Ausstellung: Stadtmannschaft (roter Trikot und schwarze Hosen): Engel; Pitz, Fleischhauer; Drosch, Schlitz, Quast; Wolf, Rahner, Dörschel, Burghardt, Brunner. Kreismannschaft (blauer Trikot und blaue Hosen): Kaatz; Schneider, Kraft; Poulheim, Rose, Müller; Günther, Franck, Hohler, De eg, Grundier. s». !' öel sKS- ' * KM 68 MM' Wildfrüchte und Pilze nicht ablieferungspflichtig. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht einen Erlaß über das Sammeln von Pilzen und Wildfrüchten, in dem es heißt: Es sind Zweifel entstanden, ob meine Erlasse vom 4. Mai und vom 27. Juni 1942 betr.. unmittelbare Abgabe von Obst und Gemüse von Erzeugern an Verbraucher auch aus den Derkehr mit Wildfrüchten und Pilzen Anwendung finden. Diese Frage ist, wie sich aus dem Wortlaut der Erlasse ergibt, zu verneinen. Es ist ferner Beschwerde geführt worden, daß Personen, die Wildfrüchte und Pilze für den eigenen Verbrauch gesammelt hoben, gezwungen worden sind, diese gegen Erstattung des Marktpreises an Sammelstellen abzuliesern. Derartige Maßnahmen können sehr leicht zur Folge haben, daß sich Volksgenossen nicht mehr bereit finden, die m diesem Jahre reichlich wachsenden Wildfrüchte und Pilze überhaupt zu sammeln. Sie würden daher lür die menschliche Ernährung in erheblichem Umsange verlorengehen. Ich bitte daher, von derartigen Maßnahmen abzusehen und etwa getroffene Anordnungen wieder auszuheben. Wschastlich Jin Besitz d [• p ist in 1 »Misten l»Mschast viel pr Men, aber 1M in der P '»ttlschas ! «Richtung ui iRs gingst . |r, die am .Mill in Mssentlicht Original laut pinges thai Ifessed wisl -Reine te tzht mit den Meinstirnm . E bezug auf vier den 9li uiirerklärunc j in „Freiheit { Aon der I | a ersten । Nizisten t t inner miede men, die' jginmt. Mär Äcm Randol yr der Den Rkyan, h fjhber ihrei Rt in 3it Ijfönen Gest kt werden icmlid) das Rationalisten Mals gen -elbstbest utlamiert I bebri mben die ^haftet ßaatsfefretä tuten! Au ' p haben |gnger gerii »Men 31 .'Hqs marer ■ »k mit den ' zehn l^märmunq < für 8 Mstalt Gg |j*& es wu oi Ar »Wet, aber '^olge i lE1Re sich in ;rrü°niq ü K?eF fr wieder Ub-rh«, r.,« Jjitl ■h r,d> Kt ' eill< K«6e,t & lein |e tonne UMgkeit jl? durch EW EP« stets t M^^hnie K Tin! Hi ? iibri I IfW ? I 2Oi l<5 6 ‘ I U ,rlten |:%S' i *l5beft) Frau oder Fräulein zum Wäscheaus- befsern gesucht. Neuenweg 36 II Tüchttge Schneiderin in oder außer dem Hause ges. Schrift!. Angeb. unter 03817 an den Greß. Anz. Kleine Anzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. Auf mich kommts an! I Den Pfennig ehre,durch Sparen vermehre! Amtsunterfchlagung unfr Bestechung. Lpd. O_sfenbach a. M., 6. August. Ms bis- höriger Inspektor einer Baubehörde hatte der 56- jährige Philipp Bauer in Offenbach a. M. unter anderem für die Beschaffung von Lebens mit« telzusatzkarten für eingesetzte Schwerarbeiter zu sorgen. Bauer mißbrauchte zum eigenen Vorteil fein Vertrauensamt in verwerflicher Weife, indem er durch die Nichtmeldung zahlenmäßiger Rückgänge im Arbeitseinsatz fortgesetzt Zusatzkartenüberschüsse erzielte, mindestens 15—20 Bezugsberechttgungen zurückhielt, für sich verbrauchte oder an andere weitergab. Weitere Lebensmittelkarten suchte er zur Befriedigung seines verbrecherischen Eigennutzes vergeblich durch ein Bestechungsangebot an einen anderen Beamten zu erhalten. Das Svndergericht in Darmstadt verurteilte den Täter wegen fortgesetzten Kriegswirtschastsberbrechens in Tateinheit mit Amtsunterschlagung, sowie wegen aktwer Bestechung zil 3 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt); i. B. Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G_. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck, Anzeigenpreisliste Nr. 6. | Empfehlungen | Am Dienstag, dem 11. August kein 21130 Vrennholz- verkauf Damvfsägewerk 2lbendstern. | Verschiedenes| Schönes 2'/üähr. Fohlen gegen Arbeits- vferd z. tauschen gesucht evtl, zu verk.Schr.Ang,u 03810 a.d.G.A. RM. 8000 auszuleihen. Anfragen an Postschließfach 252. 03812 | Kaufgesuche""] Radioapparat auch gebraucht, z. kauf-n gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0381t an den Gieß. Anz. Kinderstiihlchen oder -Sitz für Damenfabrrad z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03805 an den Gieß. Anz. bekommen.In dankbarer Freude Verleger Karl Christ und Frau Ulle, geb. Holzinger Gießen, im August 1942 Wetzsteinstraße 8 \2412 D/ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Die Trauung findet am Samstag, dem 8. August, 14.30 Uhr, in der Johannes- kirche statt _______________________03795/ Ein itfelsterabend froher Unterhaltung! I Li Schuricki der beliebte Lied- und Schallplattensänger I Orchester HansBusch Maria von Schmedes die bekannte Vortragskünstlerin von I Kabarett, Bühne, Funk I und Schallplatte Keine Ursprung*- xengntsse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Be^ werbungsschretben beilegen I - Lichtbüder undBewerbungsunte» lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rücklette Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! MenMhalter zum Beitragen der Bücher für sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 2409D an den Gieß. Anz. | Verkäufe | Gut erhaltener Cutaway (Marengo)mittl. Größe, für 100 Atk.z. verkaufen. Schriftl. Angeb. unter 03815 an den Gieß. Anz. Gr. Anzahl gebr. Posttartons und Kistchen abzugeben 03323 Seltersweg 22. DICH TSPIEL-TH E ATEB Gloria-Palast, Seltersweg: Kleine Residenz Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Mädchenräuber 2386^