Samstag, r./Sonntag, 8. MSr; 1942 Llnaufhalffamer Vormarsch auf Java Kilometer von ihrem Australiens Hilfeschrei ...ene Madras wieder zurückerhalten hatten. lündunaen in einer Entfernung von 95 Kilometer Sm W' 1751 ftanb Dupleix auf i)em «o^puntt “‘J»“ Westen rücken die Ja- seiner Michl Er hatte durch das Zusammenwirken westlich E .______- mit indischen Fürsten weite Geb,-- m Zentral. E " ‘SinSnbrana.ae ' 2J lu.nl ui, uily v i vtiyv uvjxj f s. iri Palembang gelegen, hat 22 OOO Einwohner und tft die Hauptstadt der Residentschaft Djambl. Sie Lage am Djambi-Fluß, 100 Kilometer von der Ostkuste Sumatras entfernt, ermöglicht die Ausfuhr des Oels auf dem Wasserwege. — Rimau liegt 60 Ki o- Meter nordwestlich von Palembang, 30 _^lYne^r von der Banka-Straße landeinwärts Durch die weitere Ausdehnung der japanischen Besetzung Sud- Sumatras gelangten 60 bis 70 v. H. der ergiebigen Oelfelder in Süd-Sumatra unbeschädigt in die Hande der Japaner. Hierunter befinden sich die Petroleumquellen im Gebiet von W a h a d und Benkulen an der Küste des Indischen Ozeans. senkt und zwei weitere Schiffe durch lorpebotreffer beschädigt. In Nordafrlka griffen Verbände der Luftwaffe britifche Flugstützpunkte sowie Eifenbahnziele auf ägyptischem Boden im Baum Fuka-el-Dabaan. Beim Angriff auf Malta trafen Bomben schweren Kalibers Flugplaheinrich- lungen und Unlerseeboot-Liegeplälze des Gegners. Unter Führung des Wachtmeisters Balzer schoß ein Flakkampftrupp an der O st f r o u t am 4. März acht sowjetische Panzer ab. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Ausdem Fü.hrerhauptquartier, 6. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekennt: An verschiedenen Abschnitten der Ostfront wurden bei wieder zunehmender Kälte örtliche feindliche Angriffe in erbitterten Kämpfen abgewehrl. Der Gegner hatte hierbei schwere Verluste. Mehrere hundert Gefangene wurden eingebracht. Die Beschießung kriegswichtiger Ziele in Leningrad durch schwere Artillerie des Heeres wurde fortgesetzt. Am 4. und 5. März verlor der Feind an der Oft fron! insgesamt 61 Panzer. Wirksame Nachtangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gegen die Festung S e w a st o p o l sowie gegen kriegswichtige Gebäude im Zentrum der Stadt Moskau. Im Seeaebiet um Lnaland versenkte» die Luftwaffe ein Handelsschiff von 3090 BRT. Ferner wurden am Tage Barackenlager an der Südküste der Insel zerstört und in der vergangenen Rächt Versorgungsbetriebe des Hafens Portland bekämpft. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote in n o t b - und mittelamerikanischen Gewässern wiederum 1 2 f e in d l i ch e S ch i s s e mit zusammen 82 500 BRT., darunter siebengroheTanker. Im Verlauf dieser Angriffe wurden außerdem ein großer amerikanischer Zerstörer ver- Engländer und Nordamerikaner in Schanghai festgenommen. Schanghai, 6. März. (Europapreß.) Als Wiedervergeltung für die schlechte Behandlung, die von den amerikanischen Behörden den japanischen Staatsangehörigen in den USA. zuteil wird, haben die japanischen Streitkräfte in Schanghai eine Anzahl prominenter britischer und nordamerikanischer Staatsangehöriger v e r h a f » t e t. Unteren Verhafteten befinden sich nahezu alle Journalisten und führenden Geschäftsleute. Die Verhafteten genießen zahlreiche Vorteile, öte den in den US2L internierten Japanern nicht zugestan- den werden. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8‘/.2 Uhr desBormittagS Anreigen-Preiser Anzeigenteil 7 Npf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH AbschlüsseMengenstaffelB Plabvorschrift lvorherige Vereinbarung) 25"/» mehr <92. Jahrgang Nr. 56 Erscheint täglich,.-über Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener.>amilienblätter Heimat imBild DieL-cholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... ,, 7-25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Everns'rechanschluß 2251 Drahtanschrift : "Anzeige^ Postscheck 11686 Franks., M. irldien von Pondichöry aus unter seiner Herrschaft. Kleine Rückschläge, die er durch die Engländer erlitt, genügten indessen, ihn von dem Weg zum Gipfel der Macht zurückzureißen. Im Jahre 1754 wurde er von den Aktionären seiner Gesellschaft abberufen, und die Franzosen wurden im sieben'ähn- gen Krieg von den Engländern aus ihren Machtpositionen in Indien überall hinausoeworfen. Im Püloerdampf der Schlacht von Plassey, wo Lord E l i v e, einst ein kleiner Schreiber der englischen Ostindischen Kompanie in Madras, mit 3000 wohlausgerMeten Soldaten am 23. Juni 1754 über die 60 000 Mann des frankreichfreundlichen Rabobs von Bengalen siegte, wurde für fast zwei Jahrhunderte über das Schicksal von 300 Millionen Indern entschieden. Die Beute, die die Engländer in der Schlacht von Plassey machten, ist später auf einen Wert von 40 Millionen Mark veranschlagt worden. Frankreich machte im Verlauf des siebenjährigen Krieges nur noch schwache Anstrengungen, um den Engländern die Früchte ihres Sieges zu entreißen. Das alte Mißtrauen zwischen den Kommandanten von Landheer und Marine wirkte sich wieder um heilvoll aus. Der Leiter der gejchlagenen franzoji-1 strecken an. Der neue Erfolg unserer U-Boote Vor der amerikanischen Küste. Bisher 98 Schiffe mit rund 665000 BAT., darunter 46 Tanker versenkt. N-Ichiuch-N füll, wird sich in Kürze n ach f h in a t on begehen. An der Spitze dieser Bitt- Delegation soll, um den Schritt noch dringenderer- scheinen zu lassen, ein amtierender austral,scher Ml, nister stehen. Eine alte Rechnung in Ostasien. V on unserem E. F.-Korrespondenten. Erneute japanische Warnung an Australien. Schanghai, 7. März. (Europapreß ) „Um ein bißchen Del und Gummi, das Nledertandlfch-Jndien Japan verweigerte, wird nun Holland In full n d s für immer verlieren", erklärte auf des Pressekonferenz der Sprecher der japanischen Oberstleutnant Akiyama. Japan W ö c n Zaun b e 9 indischen Ozeansube r schrtt teil Der Oberstleutnant richtete gleichzeitig eins W a r n u n g a n A u st r a l i e n wobei er embeu. tia zum Ausdruck brachte, daß die japanischen Streitkräfte auck auf austi^lisches Gebiet emrucken würden, wenn Australien seine feindselige Haltung gegen Japan beibehalte. Australien sei heute wehr. los, weil es fast alle feine Truppen auf anders Kriegsschauplätze verstreut habe und feine ^Ibatett keinesfalls mehr heimschaffen könne, dadie Jai paner an den TorenAustrgliens stunden» Frankreich hat seinen Stützpuntt Das verlorene Spiel an der indischen Koromandel-Küste und knapp ein halbes Dutzend höchst unbedeutender Niederlassungen in Indien behalten, aber diese Namen wirken nur noch wie der ferne Abglanz aus einer Zeit, die mit großen Entwürfen begonnen und mit kleinen Ergebnissen geendet hatte. Genf, 6. März (Europapreß.) Die verzweifelte Lage auf Java hgt in der Hauptstadt Australiens, Canberra, alarmierend gewirkt. Nach einer vor einigen Tagen in Melbourne stattgefundenen Mill- tärbesprechung hat der australische Vertreter in den Vereinigten Staaten erklärt: Australien benötige jede mögliche Hilfe, und zwar möglichst schnell. Mr. Casey wies die nordamerikanische Regierung be- - sich mehrenden japanischen Lu t- chaustralien hin und forderte so- ,Es ist un- ein anderes Aussehen gewonnen. Frankreich hat im 18. Jahrhundert nicht nur in. Amerika Kanada und L o u i s i a n a an die Eng- , länöer verloren, sondern es hat auch das indische । Reich verspielt. Diese Episode ist typisch für den Niedergang der französischen Weltmachtstellung, die , schön in jener Zeit als Folge der auf falschen Bah- ' nen wandelnden französischey Kontinentaipolitik sich einstellte. Der Marquis Dupleix und der Kapitän • La Bourdonnais waren menschlich höchst anziehende, wertvolle Persönlichkeiten. Dupleix kann als geradezu genialer Vertreter des französischen Geistes und des französischen Einflusses in jenem Indien der zusammenbrechenden Macht des Großmoguls bezeichnet werden. Er vertrat zwar die Interessen der noch aus der Zeit Colberts stammenden französischen Ostindischen Kompanie, der das Spekulations- fieber, wie es auch in Frankreich im Anschluß an die Experimente des Schotten John Law herrschte, ein neues Leben eingeflößt hatte, aber er fühlte sich nicht ausschließlich als Vertreter von Geldinteressen, und er war ja auch zunächst nur als Geistlicher nach Indien gekommen. Aber er war bald gänzlich dem Bann dieses Landes verfallen, heiratete eine Eingeborene, die Begum Johanna, und faßte den gigantischen Plan, ganz Indien für Frankreich 3U gewinnen. In wechstloollen Kämpfen, die sich über mehr als 15 Jahre erstreckten, war Dupleix mehr als einmal daran, fein Ziel zu verwirklichen. Alle Minen der Diplomatie, der Bestechung, der Intrigenwirtschaft, des Einsatzes von Flotten- und Landmacht, der Gewinnung der Menschen durch den Charme französischen Geistes spielten in diesen Kämpfen, von denen oft nur ein schwaches Echo nach Europa drang und die doch so nachhaltig die Machtoerteilung der alten Welt beeinflußten und so tragisch für Frankreich endeten, eine Rolle. Dupleix und' Frankreichs erlagen schließlich dem zäheren und brutaleren Vorgehen der Engländer, die gegen die Franzosen die gleichen Mittel anwandten, mit denen sie einst die Portugiesen aus Indien verdrängt hatten. Entscheidend für den Mißerfolg m den Bemühungen von Dupleix waren neben dem Unverständnis seiner heimischen Geldgeber, die nur auf rasche, mühelose Gewinne warteten und keine Mittel in lang'ristischen Unternehmungen anlcgen wollten, die Mißverständnisse und Eifersüchteleien mit dem französischen Flottenkommandanten Kapitän La Bourdonnais. Dieser machte an sich in einer Reihe meist erfolgreicher Kriegstaten und Seeschlachten gegen die Engländer dem französischen Ansehen alle Ehre, aber der menschliche Fakior spielte, wie so oft in den Dingen des öffentlichen Lebens Frankreichs, nachteilig in die Auseinandersetzungen, besonders mit Dupleix, hinein und verhinderte eine Ausrichtung nach großen Zielsetzungen die allein dem Lauf der Geschichte eine andere Richtung hätte geben können. Diese Auseinandersetzungen führten u. a. dazu, daß Dupleix zwei Jahre in der Pariser Bastille verbringen mußte, unter der Anzeige, er habe englische Bestechungsgelder angenommen. Dupleix gab nach seiner Rehabilitierung und nach feiner Rückkehr nach Indien den Kmnps nicht auf, obwohl im Frieden von Aachen die Engländer das ihnen von La Bourdonnais abgenommene Madras wieder zurückerhalten hatten. Paris, Marz 1942. Wer heute durch die Gegend der Militärschule auf dem linken Seine-Ufer in Paris geht, dem fallen vielleicht die Straßennamen Rue Dupleix, Avenue La Bourdonnais und Avenue de Suffren auf. Dem Durchschnittspariser besagen diese Namen nid>t allzuviel, sie sind Anhaltspunkte bei der Orientierung und der Suche nach Untergrundbahnstationen. Was die Leute geleistet haben, deren Namen man bei den Straßenbezeichnungen verewigt hat, darüber macht man sich nicht allzuviel Gedanken. Dem Marquis D u p l e i x und dem Kapitän La Bourdonnais lächelte einmal im 18. Jahrhundert die Chance, Indien für die französische Krone zu erobern und damit ein französisches Weltreich zu begründen; es ist nicht dazu gekommen. Aber nichtsdestoweniger ist es heute, wo der Krieg an die Ptarten Indiens pocht, nicht ohne einen eigenartigen Reiz, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, wo es Augenblicke gab, in denen die französische Seemacht die Möglichkeit hatte, der englischen ebenbürtig zur Seite zu treten und sie sogar in den Schatten zu stellen. Wäre die französische Kontinentaipolitik eine andere gewesen, und wäre sie nicht immer von dem Nichelieuschen Gedanken der Niederhaltung Deutschlands und der sich daraus ergebenden europäischen Kriege hypnotifiert gewesen, dann hätte die politische Machtverteilung tn allen überseeischen Gebieten und vor, allem m Ostasien Schanghais. März. (Europapreß.) Die japanischen Streitkräfte auf Java haben nun auch die in den Bergen südlich von Batavia liegende Stadt Buitenzorg genommen. Der Rundfunksender Bandung mußte am Freitagabend zugeben, daß die alliierten Truppen an allen Frontabschnitten zum weiteren Rückzug gezwungen waren, so daß mit Ausnahme des Gebietes von Bandung praktisch sich bereits ganz West-Java in den Händen der Japaner befindet. Die von Rembang aus in südwestlicher Richtung vorstoßtznden japanischen Trupppen haben inzwischen die S ü d k u ft e von Java erreicht. Die dort gelegene Stadt D ) o k- j a t a r t a wurde von Japanern besetzt. 150 Kilometer über Rembang landeinwärts sind die Japaner bis nach Solo (Sura Korta) vorgedrungen und haben damit einen Straßen- und Eisenbahp- knotenpunkt erreicht, der für alle Punkte der Insel von Wichtigkeit ist. Es wird befürchtet, daß die Japaner jetzt den östlichen Teil der Insel mit dem wichtigen Flottenstützpunkt Surabaya vom westlichen Teil der Insel abschneiden. Auch der Druck der Japaner gegen Surabaya hat in den letzten vierundzwanzig Stunden erheblich zugenommen. Sie haben Bvijonegore besetzt und befinden sich damit an der Eisenbahnlinie und den Straßenver- schen Landstreitkräfte in Indien, GrafdeLally- T o l l e n d a l, der sich in Pondichäry den Engländern hatte ergeben müssen, wurde nach feiner Rückkehr nach Frankreich im Jahre 1766 in Pans hingerichtet. Zwei Jahre zuvor war Dupleix gestorben. Seine Gegner hatten zwar feine Verurteilung nicht zu erreichen vermocht, aber ein Dank war auch ihm nicht für feinen jahrzehntelangen Kampf geworden. Die französische Indien-Kompanie wurde 1770 aufgelöst, nachdem sie während ihres Bestehens Verluste von rund 170 Millionen Livres zu verzeichnen gehabt hatte. Einen schwachen Epilog fanden die Kampfe Frankreichs um Indien noch in den Kaperkriegen, welche der tapfere Flottenführer d e Suffren während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges in den indischen Gewässern gegen die Engländer führte, ohne daß hieraus eine wesentliche Derschie- GietzenerAMMl ««.:-^rr.-^Genrral-Anzeigerfür Gberhefsen Die japanischen Operationen in der Südsee haben im dritten Monat des pazifischen Krieges bereits die zweite Linie der britisch-nordamerikamschen Verteidigung an wesenlichen Punkten durchbrochen. Singapur, das als Symbol britischer Macht in Ostasien und westlicher Eckpfeiler des strategischen Aufmarsches der Alliierten mit allen Mitteln moderner Fortifikationskunst ausgerüstet war, ist dem mit unerhörtem Elan von der Landseite gegen die Jnselfestung vorgetragenen japanischen Angriff überraschend schnell erlegen. Die Pistole, die auf Japans südliche Flanke gerichtet mar, ist unschädlich gemacht worden, denn Singapur sollte mit seinen Riesendockanlagen dem britischen Ostasiengeschwa» der, verstärkt durch Kriegsschiffe der USA. und dev holländisch-indischen Marine, als Ausfallpforte bet ihren Operationen gegen Japan dienen. Freilich diese Flottenstreitkräfte sind im Kampf um Singapur kaum mehr in Erscheinung getreten. Sie waren schon in der ersten Phase des Krieges durch die Angriffe der japanischen Marine und Luftwaffe so empfindlich angeschlagen worden, daß sie zur Verteidigung Singapurs nichts mehr beizutragen vermochten und erst reorganisiert und verstärkt in der Java-See den Japanern entgegentreten tonnten. Singapur am östlichen Ausqang der Malakka- Straße deckt den wichtigsten Schiffahrtsweg zwischen Pazifischem und Indischem Ozean. Der Besitz Singapurs und die Landung auf der gegenüberliegenden Insel Sumatra sichern den Japanern den Zugang zum Indischen Ozean. Mit der Landung auf Sumatra, das in der riesigen Ausdehnung von 1800 Kilometer, zur Hälfte der Malakka-Straßs I breit vorgelagert, den westlichen Teil der großen Insel-Barriere bildet, die in weitem Bogen Die Südsee vom Indischen Ozean abgrenzt, haben die Japaner auch die weiteren strategischen Voraussetzungen geschaffen für die Operationen gegen Java, die politisch und wirtschaftlich weitaus wichtigste der großen Sunda-Jnseln und des hol- .ländischen Kolonialbesitzes in der Südfee überhaupt. Java war als Kernstück des zweiten,. weiteren Einschließungsrings gedacht, den W Alliierten um Japan gelegt hatten und auf den sie vertrauten, nachdem der erste engere, der von Hongkong, Ma- 2Mt der heute gemeldeten Versenkung von rod- nila und den USA.-Stützpunkten im westlichen Irren 12 Schissen mit 82 500 DRI. an der Ostküste Pasisik «bildet wurd,e ,ch>^eite Rin^der der USA. Ist di- Gesamtzahl der in ten ame- des Krieges 9.^^ un a® der rikanischen Geroäsiern verrenkten Schiffe auf 98 mit ^rdspitze Australiens nach Hawai reichte, ist nun 665 390 BRT. gefliegen. 46 Schiffe davon, also rund japanische Landung auf Java, dessen 50 v. H., find wertvoll sie Tanker mit einer ^guptstadt Batavia bereits in japanischer Hand Gesarnttonnage von 335 000 BRT. Der Ausfall die- ist, ebenfalls durchbrochen. Alle Kriegsplane der fes Tankraums bedeutet einen fast unerf ö h- USA. und Englands von der wirtschaftlichen Elm l i ch e n Verlust für die amerikanische und bri- schnürung Japans durch eine H^Rockad , 36 860 Eisenbahn-Tankwagen erforderlich wären. - LtMqun? der eigenen Besitzungen in der Süd- Jedes einzelne dieser versenkten konnte in J ^u|9orifd) geworden. Das blitzschnelle, kühne feinem Einsichgebiet vor den Oelproduklionsstatten ferte Zupacken der japanischen Wehrmacht am Golf von Mexiko, in Venezuela, Lura?ao und aUe diese Pläne hinweggefegt, ehe sie über« Aruba nach den großen Verbrauchszentren im ame- hgupt nur das Stadium der Vorbereitung durch- Wbtutenb mit einem 3 a b r e . a u ■. f a 11 von Ä^ma» 9,6 Millionen Tonnen Oel für den Der- n Spiel fetzten, als sie durch ihre unnach» »brauch in den vereinigten Staaten. aiebiae ja geradezu herausfordernde Politik gegenüber Japan den Krieg im Pazafik heraucheschworen, , obwohl sie wußten, daß ihre eigenen Rüstungen erst I* in Jahren den Anforderungen eines Krieges ge - - - — wachsen fein konnten, der sich nun über alle Welt- di- Alliierten immer fühlbarer, die japanische Luft- meere und ihre Randgebiete erstrecken mutz waffe beherrsche unumstritten den Luftraum über obwohl ihnen bekannt sein mußte daß lb ^taenen der ganzen Insel. Mit Rücksicht auf die zahlen- Besitzungen m 6er ,.^^666^0 ^9^000^1^ mäßige Schwäche haben die Luftstreitkräfte der Indien und Australien gegen reden Angr ss 81 Alliierten Den Befehl erhalten, nicht mehr zur Unter- empfindlichu^ganzun^ stützung der kämpfenden Truppe ehuugreifen, fon- ha, daß /hre Macht n Oftafwn Swat erne u bcrn ihre Angriffe ausschließlich auf die von den imposante Fassade zeigte jnejm Saponern b-h-rrM-n Flugplätze sowie auf japa- schastliche R-Mum-r an, b-n Muster Na 40 Der Bomber wurde abgeschossen, als Großmacht den Nimbus der eigenen Sta h^ er auf dem Flugplatz von B a n d u n g versuchte, sich dem japanischen Angriff durch die Flucht zu b^aUpten, baß der Kampf im Pazisik gut entziehen. Ä ^nnen den Kampf gegen Japan selber Weitere Oelzentren auf Ä Sumatra in japanischer Hand. I Tokio, 7. März. (DNB. Funkfpruch.) Nach Indien zukommen lassen können, wird Japan. nicht Brechung hartnäckigen feindlichen Widerstandes mehr aufhalten Die Hilfe der anderen Nationen wurden die bedeutenden Oelzentren D, a m bi und jst unumgänglich notwendig, ^ne australische De * Rimau von den japanischen Truppen besetzt, l e g a t i o n , die noch einmal dringend im Namen Djambi ungefähr 200 Kilometer nordwestlich von d^ australischen Regierung um Hilse in Öen - - hnf 22 000 Einwohner und ist nachsuchen soll, wird sich m Kurze nach Bo Hl ------- ----- -- , • — Landungspunkt inJndranaya entfernt vor. Sie haben die Stadt Porwakata besetzt, die ebenfalls ein wichtiger Knotenpunkt für die Strahen- unö Eisenbahnlinien von Batavia nach Bandung ist Berichte von „Exchange Telegraph" sprechen davon, daß sich nach dem Fall von Batavia die Lage Javas schnell verschlechtere. Zahlreiche japanische Landungen — man weiß gar mcht mehr wie viele — hätten Donnerstag und in der Nacht zum Freitag an den verschiedensten Stellen der Jnstl stattgesunden. Auf Ost-Java sei eine Reihe wichtiger Städte in japanische Hande gefallen. Auf einem großen Teil des Ostabschmttes hatten die ,a- panischen Vorstöße bis zu 80 Kilometer ms Landes- ^Dl^fchwerste^Gesahr für Java bildet der Umstand, daß die Japaner nicht'nur Die in der Umgebung der Insel gelegenen Flugplätze beherrschen sondern auch bereits einen Teil der auf Java s e I b ft be Not aufs Spiel au setzen. Die erste Runde haben England, die USA. und ihre Verbündeten bereits verloren. In der Südsee bestimmt Japan allein den weiteren Gang der Dinge und kann nun, ohne noch wesentliche Störungen befürchten zu müssen, alle die reichen Bodenschätze und landwirtschaftlichen Er» Zeugnisse dieser Gebiete, an denen in friedlichem Güteraustausch teilzunehmen man ihm verweigert batte, der eigenen Kriegführung nutzbar machen. Aber die japanische Wehrmacht erscheint nun auch schlagkräftig und siegesgewiß in breiter Front von Nordburma bis zur Timor-See an den Ostküsten de» Indischen Ozeans und steht weiter im Süden vor den Toren Australiens. Ein einheitlicker Der- teidigungsplan der Alliierten eristiert nicht mehr. Der alliierte Einheitsoberbefehl, der in Batavia eingerichtet und Churchills Günstling, dem General W a v e l l übertragen war, ist kaum in Aktion getreten. Wavell hat nicht mehr Gelegenheit gehabt, feine vielgerühmten strategischen Fähigkeiten gegen die japanischen Waffen einzusetzen, als er bereits die Koffer packen mußte, um wieder den Oberbefehl über die Verteidigung Indiens zu übernehmen. Holländifch-Fndien wird feinem Schicksal überlassen. Auch Australien muß selbst sehen, wie es fertig wird, denn seine Hoffnungen auf eine Hilfe der USA. werden trügen, wie alle solche Hoffnungen bisher getrogen haben. Die Briten haben sich für eine Verteidigung Burmas und Indiens entschieden. Der pazifische Kriegsschauplatz ist endgültig zerrissen, Japan bestimmt in voller Freiheit der Entscheidung- wann und wo es seine Operationen ansetzen will. Die englische vesfentlichteit ist in höchster Sorge um Indien, aber die Ausstrahlungen der japanischen Siege reichen bereits weiter, denn wichtigste Zufahrtswege für die britischen Armeen in Nordafrika und im Vorderen Orient führen durch den Indischen Ozean, der nun den Operationen der japanischen Marine und Luftwaffe offen liegt. Die Beziehungen zum europäischen Krieg und zur Schlacht im Atlantik, die deutsche und italienische U-Boote mit Zähigkeit und Schneid bis an die Ost- küste Nordamerikas vorgetragen haben, werden deutlich. Die strategischen Zusammenhänge zeichnen sich schon überall klar ab, und England wird es trotz seiner Hoffnungen auf die USA.-Hilfe im Atlantik und die Tschungktng-Soldaten in Burma und Indien nicht leicht fallen, auch nur den wefentlichsten Anforderungen dieser Kriegführung gerecht zu werden. Die letzte Entwicklung des pazifischen Krieges hat ein Land aus der Reihe der Kolonialvölker gestrichen, das einst in ihrer Reihe eine hervor- ragende Stelle einnahm: die Niederlande. Einer der kleinsten europäischen Staaten nannte ein Kolonialreich sein eigen, das nicht nur das Mutterland an Umsang (2,1 Millionen gegen 34 000 Qua- drattilometer) und Bevälkerungszahl (61 Millionen gegen 8,8 Millionen) um ein Vielfaches übertraf, sondern auch mit dem Ostindischen Archipel einen Besitz einschloß, der sich den wertvollsten Kolonien der Großmächte an die Seite zu stellen vermochte. Heute stehen die Truppen Roosevelts in Surinam, der holländischen Besitzung an der Nordostküste Südamerikas, Euka^ao, die holländische Insel der Kleinen Antillen, ist Flottenstützpunkt der Engländer, und der Ostindische Archive!, der sich über die Großen und Kleinen Sunoa-Inseln und die Molukken bis zum' westlichen Teil Neu-Guineas erstreckt, ist bereits zum weitaus größten Teil in japanischer Hand. Das hätte nicht zwangsläufig fo kommen müssen. Mit der gleichen Verbohrtheit, mit der die letzte Königin aus dem Hause Oranien, die so wenig von dem scharfen Verstand, der klugen Ueberlegenheit und dem nüchternen Tatsachensinn ihrer großen Ahnherren hat, mit ihrer Regierung im europäischen Krieg auf die englische Karte setzte, alle deutschen Warnungen in den Wind schlug und hinter der Maske einer Neutralität, ihr kleines Land als Sprungbrett dem Feind des europäischen Friedens zur Verfügung stellte, ebenso verbohrt haben sie und ihre Regierung im Londoner Exil den größten nationalen Besitz ihres Volkes, das holländische Kolonialreich in drr Südsee, aufs Spiel gesetzt, obwohl die Katastrophe der fünf Tage des Mai 1940 ihnen eine eindringliche Lehre hätte sein sollen, was es für ein kleines Volk bedeutet, englischen Versprechungen zu trauen, statt in einer Zeitenwende von gigantischem Ausmaße die Forderung der Solidarität des europäischen Kontinents freudig zu bejahen. Auch Japan hat es an Warnungen an die holländische Adresse nicht fehlen lassen, als die ersten Anzeichen darauf hindeuteten, daß der europäische Krieg möglicherweise auf Ost- -asten übergreifen könne. Schon als Mitte April 1940 die englisch-französische Agitation zur Vorbereitung des Anschlags auf das Ruhrgebiet auch mit dem Argument arbeitete, daß „für den Fall eines deutschen Angriffs auf die Niederlande" eine Besetzung der holländischen Kolonien durch Streitkräfte der Westmächte in Erwägung gezogen werden müsse, wies die fapanische Regierung daraus hin, daß die Aufrechterhaltung des Status quo in Niederländisch-Indien für Japan lebenswichtig sej. Und als "bann wenig später englische Truppen Cura?ao „in ihren Schutz nahmen", erklärte man in Tokio jede Aenderung des Status quo in Nieder- ländisch-Indien für unerwünscht. Trotz dieser deutlichen Warnungen ließen fid) Königin Wilhelmine und die holländischen Emigranten in London wie mit Blindheit geschlagen von beh britischen Versprechungen betören, daß das Empire die Verteidigung Insulindes als seine eigenste Angelegenheit betrachten würde. Sie ahnten nicht, wie wenig es in der Lage sein werde, die eigenen Stellungen in Ostosien zu halten, geschweige denn ihr prahlerisches Hilfsversprechen für andere wahrzumachen. Obwohl sich nun immer mehr eine enge Zusammenarbeit des holländisch-indischen Generalstades mit den britischen Militärbehörden in Singapur und schließlich auch mit führenden Männern der nordamerikanischen Wehrmacht abzeichnete, verlor man in Tokio nicht die Geduld in den Bemühungen, Holländisch- Indien aus der kommenden Auseinandersetzung herauszuhalten. Man sandte den Handelsmimster Kibajaschi und später den Botschafter Ioschisawa nach Batavia, um durch einen Handelsvertraa mit der Regierung von Holländisch-Jndien sich die Lieferung derjenigen Rohstoffe zu sichern, die für Iapack lebensnotwendig sind. Aber die holländisch-indische Regierung war ebenso blind wie die Königin in London und ihr Emigrantenklüngel. Sie ließ nicht nur die Verhandlungen mit Japan sich totlaufen, sondern schwenkte auch wirtschaftspolitisch ganz auf die Linie London- Washington ein. Während ole gesamte Produktion Holländstch-Indiens der Mufrflftung Englands und der USA. zur Verfügung gestellt wurde, lehnte man Lieferungen an Japan ab, kündigte das Zahlungsabkommen und fetzte den Vertrag über die ErdöMeferungen außer Kraft. Dos bedeutete nichts anderes als Die Teilnahme Holländisch-Indiens an der von Enaland und den USA. gegen Japan eingeleiteten Wirtschaftsblockade. Rach Ausbruch des Krieges beteiligten sich holländische Kolonialtruppen gar ttn der britischen Aktion gegen Timor itrtb die Regierung von Batavia erklärte auch formell den Krieg an Japan. Und doch gab Tokio den Holländern noch eine letzte Ehance. Als die Schlacht von Hawai, der Fall Hongkongs, der japanische Vormarsch auf Malaya, die Landung auf den Philippinen und Britisch-Nordborneo i'djon aller Welt gezeigt hatten, daß der Sieg mit den japanischen Waffen fein werde und Engländer wie Nordamerikaner nicht in der Lage fein würden, ihre SÄHee-Besitzungen zu behaupten, legte der japanische Ministerpra- lident Togo vor dem Reichstag Japans Kriegsziele bar und erklärte, auch Niederlcipdifch-Jndien solle, obwohl es die Waffen gegen Japan erhoben habe, nicht von der Neuordnung der großafiaüjchen Wohl- standssphäre ausgeschlossen werden, wenn es sich entschließen könne, den Widerstand aufzugeben und Japans Führungsanspruch anzuerkennen. In ßon» don wie rn Batavia sand aud) dies großherzige Anerbieten taube Ohren. So mußte das Schicksal seinen Laus nehmen. England schreckte auch vor einem zweiten Verrat an dem holländischen Verbündeten nicht zurück. Nackteste Selbstsucht sprach aus der (Erklärung Churchills, daß „auf Java jede Konzentration von Mas- fenoerstärkungen, die später an Stellen von größerer strategischer Bedeutung gebraucht würden, natürlich vermreden werden müße". Don allen im Stich gelaßen, kämpft die holländische Kolonial- armee auf Java einen aussichtslosen Kampf. Das holländische Kolonialreich, tte Quelle des niederländischen Reichtums, aus der dem Mutterlande an Kapitalerträgen, an Pensionen, Schiffahris- unö Handelsgewinnen annähernd 400 Millionen Gulden regelmäßig zuflofsen, ist verloren, verspielt durch die törichte Kurzsichtigkeit von Leuten, die sturer Haß zum zweitenmal schlecht beraten hatte, als sie trotz Der Lehren des Mai 1940 wiederum die Freundschaft Englands der friedlichen Verständigung vor- zogen, die Holländisch-Indien eine enrwicklungsreiche Zukunst und Selbständigkeit in der oi'tasiatischen Wvhkstandssphäre gesichert hätte. In oeryängnisool- lem Irrtum besangen, von England betrogen, ha- den die letzte holländische Königin und ihr Anhang in Lonbon wie die Regierung von Batavia vor ihrem Volk eine ungeheure Schuld auf sich geladen. Dr. Fr. W. Lange. Oie Tai von Pearl Harbour. Japanische Gpezial-Übooie führten den Angriff auf die ÜGA.-Pazifik-Flotte durch Tokio, 7. März. (Europapreß.) Der geheimnisumwobene Einsatz eines japanischen ,/Sonderan- ariff-Geschwaders" beim Angriff' auf den USA.- Floltenstützpuntt Pearl Harbour am 8. Dezember 1941 wurde am Freitag in einer Meldung des Kaiserlichen Hauptquartiers geschildert. Gleichzeitig werden die Namen von neun Offizieren des „Sonderangrifs-Geschwaders" veröffentlicht, die bei dem Unternehmen gegen Pearl Harbour *ben Tod fanden. Sie werden nachträglich um zwei Rangstufen befördert. Keines der zum Einsatz gekommenen Schiffe ist zurückgekehrt. Sie haben sich, wie die Sondermeldung bekannt gibt, entweder selbst in die Lust gesprengt oder sind nach dem Angriff vom Feinde vernichtet worden. In dem Bericht heißt es: „Nachdem das Sonder- angriffsgefchwader insgeheim den japanischen Stützpunkt verlassen hatte, gelangte es Durch die feindlichen Wachlinien und komplizierten Fahrrinnen nach Pearl Harbour hinein Und bezog die vorher bestimmten Poften. Dann griffen die Schiffe mit vernichtender Wirkung an. Die augenblickliche Versenkung eines Schlachtschiffes der Arizona-Klafse als Ergebnis des Nachtangriffes des Sonderangriffs-Gefchwaders wurde deutlich von japanischen Seestreitkräften beobachtet. Am 7. Dezember um 21.01 Ortszeit, gerade zwei Minuten nach Mondaufgang, ereignete sich in Pearl Harbour eine furchtbare Explosion, die Feuersäulen mit einem Hagel rotglühender Eisenftücke in die Luft schleuderte. Innerhalb weniger Minuten verschwanden die Feuersäulen, und die feindlichen Flat-Batterien traten in Tätigkeit, da man anscheinend an einen japanischen Luftangriff glaubte. Um 22. 41 Uhr wurde ein Funkspruch von einem Schiff dieses Geschwaders aufge- fangen, das die erfolgreiche Durchführung seiner Ausgabe mitteilte. Es ist damit zu rechnen, daß die Schiffe des Sonderangriffsgeschwaders fick entweder seloft in die Lust gesprengt haben oder spater vom Feind versenkt wurden." Mit voller Anerkennung des Geistes der Selbstaufopferung, der aus diesen Taten spricht, schließt der Bericht des Hauptquartiers. Die beim Angriff auf Pearl Harbour eingesetzten Spezial- U «Boote wurden nach einem Plan von Fregattenkapitän N a o j i Isawa und anderen Offizieren der japanischen Seekriegleitung konstruiert. Da der Aktionsradius der Schiffe wegen ihrer geringen Große notwendig beschränkt fein mußte, wurde größter Wert auf Einrichtungen zurSelbst- vernichtung gelegt. Bei dem Nacktangriff uuf Pearl Harbour wurden fünf Boote eingesetzt. Unter den neun Offizieren, pie mit ihren Schiffen bei dieser Aktion den Tod fanden, ist auch der Urheber des Planes, Fregattenkapitän y f a w a. Oeuffch-japanische Zusammenarbeit auch über die Kriegsaufgaben hinaus. Japan wünscht kein Monopol in Asien. — Eine aufschlußreiche Unterredung. Tokio, 6. März. (Europapreß.) Einer der fähigsten und aktivsten Männer der jüngeren politischen Führergeneration Japans, der Mzepräsident oes Jnformativnsamtes, Kiwo Okumura, b-ekcknnte sich in einer Unterredung mit dem Eurvpapreß-Ver- treter in Tokio, Karl Heinz Abshagen, zu einer engen und dauernden Zusammenarbeit Japans mit dem nationalfazialMschen Deutschland. Okumura erklärte: „Ich bin überzeugt, daß der Führer Adolf Hitler den Staatsaufbau und das Wesen Japans versteht. Wir betrachten den Dreierpakt nicht als eine vorübergehende Erscheinung, sondern als einen d-auernden Faktor, nicht nur für den gemeinsamen Kampf, sondern erst recht für die spätere Aufbauarbeit. Wir haben festes Vertrauen zu Deutschland, und sind überzeugt, daß Deutschland das Vertrauen erwidert. Wenn es noch Zweifel gibt, dann nur bei Menschen von gestern, die in die Gegenwart nicht hinein Pässen." Kiwo Okumura sagte weiter: „Japan legt größten Wert auf die Mitarbeit der deutschen Technik und Wissenschaft. Schulter an Schulter mit seinen Freunden will Japan die Zu- kunftsaufgab^n lösen." Japan wolle nicht einfach das Erbe der Angelsachsen als Ausbeuter astatischer Völker an treten. Es wolle vielmehr allen Nationen einen gerechten P latz innerhalb der Zusammenarbeitssphäre verschaffen. Die Fruchte würden nicht nur Japan, sondern aller Welt zugute kommen. Schon die künftige Entwicklung Hol- landisch-Jndiens werde, selbst rein wirtschaftlich betrachtet, so große Anforderungen stellen, daß Japan ste allein nicht bewältigen könne. Japan wünsche, die in Holländisch-Indien internierten Deutschen z u befreien und lege Wert darauf, diese Talente für den Neuaufbau Hol- ländisch-Indiens ein.zufetzen. Weiter erklärte Okumura, daß ein in Europa geschlagenes England nicht, wie man nach dem Fall Frankreichs "vielfach angenommen habe, in Kanada, wohl aber in Indien und Australien ein neues Empire bauen könne. Um solche Möglichkeiten auszuschalten, habe die japanische Strategie auf die Trennung Indiens und Australiens abgezielt. Jetzt müsse die englische Herrschaft in Indien beseitigt werden. Das deutsch-japanische Verhältnis sei eine Schicksalsge« meinschast wie eine Familie. Die Ausgaben dieser Gemeinschaft seien: hie Engländer und Amerikaner militärisch zu schlagen, die geistige Vorherrschaft des von England und den USA. vertretenen materiell- stisehen Individualismus zu überwinden und eine neue Weltordnung unter deutsch-italienischer Führung in Europa und unter Japans Führung in Öftesten aufzubauen. Okumura, der im 42. Lebensjahr steht, wurde im Oktober 1941 Vizepräsident des Informationsamtes. Er hat an der kaiserlichen Universität in Tokio deutsches Recht studiert. Nach dem Weltkrieg beteiligte sich Okumura maßgeblich am Aufbau des deutsch- japanischen Funkverkehrs. 1938 besuchte er Deutsch- land für ein halbes Jahr. Auf diesem Besuch empfing er die Anregungen für sein Buch „Die Erneuerung der japanischen Pollttk". Batavia, ellevreden und Buitenzorg. „Koningin van het Oosten" — das ist der Name, mit dem auch der geschäftstüchtigste Holländer in zärtlichem Stolz Batavias gedachte, einer der ältesten und modernsten Koloniafitädte zugleich. Um das Jahr 1600 gewannen die Holländer — hier liegt ' eine her Wurzeln ihres großen Befreiungs- kamofes — den Portugiesen, die von dem Spanien Philipps II. „geschluckt' worden waren, einen großen Teil ihres ostasiatiscken Inselreiches ab. Wenige Jahre später entwickelte sich Batavia aus einem Fort und einer Handeleniederlasiung zu einer Kolonialstadt europäischen Gepräges, die nach dem Vorbild Amsterdams gebaut war. Stattliche Bürgerhäuser künden von dem Reichtum und dem Selbstgefühl ihrer Gründer. Aber dieses alte Batavia war ein Fieder- und Choleranest. Im 17. und 18. Jahrhundert war der Aufenthalt lebensgefährlich. 1808 ließ der Generalgouverneur Daendeks die Neustadt anlegen, die landeinwärts liegt und mit der Altstadt durch den 4 Kilometer langen Molen- oliet (Mühlengraben) verbunden ist, längs dessen sich ebenfalls eine Zwischenstadt entwickelte. Inzwischen ist auch die Neustadt von 1808 zu einer Altstadt geworden, die überwiegend von Ma- laien, Chinesen und Arabern bewohnt wird. Erst Beamte, dann Kaufleute ließen sich zunächst in Weltevreden nieder, das schon etwas höher liegt. In den letzten Jahrzehnten ist auch die Parkstadt Weltevreden überholt worden durch das 62 Kilometer entfernte, noch höher gelegene Buiten- ,3 o r g, wo der deutsche Botaniker Roinwardt 1818 einen sechs Quadratkilometer großen botanischen Garten mit biologischer Station und landwirtschaftlicher Schule angelegt hat. Die damit btgrünbete Tradition wurde mustergültig weitergeführt. Der botanische Garten von Duitenzorg gilt unbestritten als die großartigste Schöpfung dieser Art unter dem Tropenhimmel. Recht interessant ist der Ursprung der N a me n dieser Städte. Batavia erinnert an die alten Bataver, wie die Römer dis norddeutschen Stämme zwischen den Mündungsgebieten der Elbe und der Schelde nannten. Weltevreden bedeutet „Wohlzufrieden" und Buitenzorg, gesprochen: Beutensorg, heißt „Ohne Sorge" oder ... „Sanssouci". Die Volkszählung vom 31. Dezember 1888 wies Batavia noch als eine Stadt von nicht ganz 100 000 Einwohnern aus. Sie zählte damals 7300 Europäer, aber schon 55 600 Chinesen! Seither hat Batavia (alleroings auch durch Eingemeindungen) die Halbmillionengrenze säst erreicht. Seine Entwicklung ist nicht gleichmäßig verlaufen. Im 18. Jahrhundert war es bevölkerter als im 19. Jahrhundert. Singapur- hatte ihm starken Abbruch getan. Und außer- Dem waren die einstmals vorherrschenden Kaffee- kulturen auf Java sebr stark zurückgegangen, da sich die südameritanische Kafsee-Erzeuaung in den Vordergrund geschoben hatte. Um so stärker hat Batavia in den letzten 50 Jahren ausgeholt. Es ist Ausgangspunkt der Eisenbahnen, die Java parallel zur Nord- und Südküste von Westen nach Osten durchziehen, ebenso wichtig für den Verkehr war aber die Küstenschtffahrt, da alle größeren Orte — etwa mit Ausnahme von Buitenzorg und Bandung — an Küsten, hefonbers an der Nordküste liegen. Batavia ift in seiner Anlage eine niederländische Stadt: es ist zugleich eine ... chinesische Stadt. Die holländische Kolonialregierung war durch lange Jahrzehnte van der starken ch'nesischen Ein- rnanbhruna wenig erquickt. Die Zahl der in Java lebenden Chinesen wird auch ganz verschieden angegeben. Die Statistik weift mehr als eine halbe Million aus, Sachkenner behaupten, daß mehr als eineinhalb Millionen Chinesen in Java ansässig sind.^Sie haben den früher im Wirtschaftsleben vorherrschenden Arabern den Rang mit Erfolg streitig gemacht. Ehinesen beherrschen die kapital- stärksten Banken Javas: chinesisches Geld arbeitet in erstaunlich vielen Unternehmungen. Weltevreden und Buitenzorg haben ihren gewaltigen Aufschwung als Wohnstädte wegen ihrer höheren Laae genommen. Buitenzorg Hegt bereits auf den Vorbergen der gewaltigen alpinen Vulkankette, die Java durchzieht. Von hundert Vulkanen sind noch zwanzig tätig. Die 265 Meter Höhe Buitenzorgs genügen, um nach den Regengüssen, die regelmäßig während des Nachmittags in tropischer Fülle niederklatschen, einen „frischen" Wind zu bringen, der von den Bergen niederweht lieber den Botanischen ©arten Buitenzorgs lesen wir in einer Reiseschilderung: ,Lieser Lustgarten erhält einen ganz besonderen Reiz durch diS tiefe Talschlucht von Tijidani. Das dunkle schäumende Wasser ist zu beiden Seite" durch dichte grüne Laub wände eingeschlossen. Den höchsten Glanz aber verleiht das großartige Bergpanorama. Worte fehlen, um die wuchtige Majestät dieser Kolosse in ihrer romantischen, zackenreichen Gestaltung ,zu schildern. Um so tiefer prägen sich die Eindrücke ein, die das Bergbild hervorruft, wenn nach dem luftreinigenden Gewitter die gigantischen, mit dunklem Tropengrün bedeckten Massen aus dem Wolkenschleier hervortreten, während die untergehende Sonne in ihren rosigen, violetten, hockgelben Tönen von blendender Helle eine eigentümliche überirdische Klarheit darüber ausgießt, bis die hereinbrechende Nacht dem Feuerwerk ein Ende macht ... Der Garten von Paradenija auf Ceylon ift unstreitig ein Meisterwerk. Aber alles, was dieser Garten bietet, reicht nicht entfernt an das heran, was in Buitenzorg im Laufe dreier Menschenalter angebaut wurde und zu einem Tropenwald auswuchs, der an Schönheit seinesgleichen sucht, an wissenschaftlicher Bedeutung von keinem anderen Garten der Welt erreicht wird Die spiegelnden Flächen der Teiche find teils mit Riesenblättern der Victoria regia, dieser herrlichsten aller Teerofen, bedeckt, teils mit den schimmernden Bluten der mythischen Lotos geschmückt." Cripps möchieBerlin erobern! Stockholm, 6. März. (Europapreß.) In der USA.-Zeitschrist „Life" empfiehlt Sir Stafford Cripps erneut die Befetzung Deutschlands durch Truppen der Sowjetunion und der anglo-amerika- nischen Mächte. Die Sowjetunion habe, so meint Cripps, '„abgesehen von einer Grenzberichtigung^ keine territorialen Ansprüche. Sie verfolge die gleichen Ziele wie England und jbie Vereinigten Staaten, nämlich die Vernichtung der „Aggrefsoren"^ Stalins Plan sei, den Nationalsozialismus vollständig au besiegen. Crivps wiegt sich habet in der Illusion, die fowjetrujsische Armee werde zu diesem Zweck so weit nach Europa vordringen, wie die Erreichung dieses Zieles es erfordere. Keinesfalls würden die Sowjets vor Berlin Halt machen? Die Klugheit gebiete den Vereinigten Staaten und Großbritannien, so fährt der fchlaue Mann fort, mit den Sowjets gemeinsame Sache zu machen, damit sie sich ihre „rechtmäßigen Plätze beim Umbau Europas sichern können". Damit bestätigt Eripps erneut, daß England und die. Vereinigten Staaten Europa jkrupellos dem Bolschewismus überantworten würden, wenn fid es nur könnten. Die beiden anglo-amerikanischen Machte müßten nach der Aussassuna des Herrn Eripps dabei sogar unmittelbar Hanolangerdtenste leisten. Er drückt das in seinem Leitartikel mit den Worten aus, daß „sogar die Sowjetunion selbst" den Wunsch haben könnte, die Alliierten in Deutschland einmarschieren zu sehen, damit sie an dessen Niederwerfung und an der nachfolgenden Besetzung leilnehmen könnten. Bomben auf Portland. Nach dem Wehrmachtbericht haben deutsche Kampfflieger Derforgungsbetriebe von Portland wirksam bekämpft. Portland ist ein Kriegshafen a n der Südküste Englands in der Grafschaft Dorset. Es sind dort eine U-Boot-Flottille und eine, U-Doot-Abwehrschule stationiert. Auch sind bedeutende Küstenverteidigunasanlagen und Molenbescsti« gungen vorhanden. Außerdem besitzt Portland beträchtliche Oellager, 26 große Tanks mit einem Fassungsvermögen von 250 OuO Tonnen, ferner mächtige Kohlenbunker und Rüstunasbetriebe für dich britische Marine. Portland ist in Der Kriegsgeschichte durch die dreitägige Seeschlacht Anfang März 1653 bekannt geworden, die der niederländische Admiral T r o m p zur Deckung eines den Kanal passierenden Geleitzuges den Engländern geliefert hat. Die Seeschlacht blieb unentschieden, jedoch gelang es Tromp, die niederländischen Schiffe gegen die. britischen Angriffe zu decken. Aus diese Ereignisse hat die eng# fische Presse kürzlich angespielt, als sie anläßlich dee Durchfahrt deutscher Schlachtschiffe durch die Straß- von Dover erklärte, seit dem 17. Jahrhundert sei nichts Demütigenderes für den Stolz der britischen Seemacht geschehen. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 6. März. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz an Oberstleutnant Strahamer, Kommandeur einer Panzerjäger-Abteilung, und Feldwebel Jäger, Zugführer in einem Jnfanterie- regimet. Oberstleutnant S t r a h a m e r hat sich als Führer von Vorausabteilungen, vor allem bei den Kämpfen um Mariupol und Melitopol, ausgezeichnet. Den an der Südküste der Halbinsel Krim gelandeten Sowjets verlegte er durch die Eroberung einer -mit Granatwerfern und Maschinengewehren bestückten überragenden Höhe den Weg. — Feldwebel Jäger hat wochenlang hindurch eine beherrschende Höhe, die weit in das von den Sowjets besetzte Gelände hineinragt, verteidigt. Er warf mit nur wenigen Kameraden mit Handgranaten, durch das Feuer feiner Maschinenpistole, ja mit der blanken Waffe eine vielfache Uebermacht unter ungeheuren Verlusten für die Sowjets zurück. Große Dürre in Güdafrika. Lissabon, 6. März. (Europapreß.) Die Ernährungsaussichten der Südafrikanischen Union find denkbar ernst, wurde aus Kapstadt dem portugiesischen Kolonialministerium gemeldet. Lang andauernde Trockenheit und große Hitze trügen die Gefahr einer Vernichtung der Ernte der Südafrikanischen Union in sich und ließen eine starke Schwächung des Viehbestandes befürchten. Vor allem die Maisernte, das Hauptprodukt der Südafrikanischen Union, fei bedroht. 50 Bezirke des Landes litten schon lange unter größter Dürre. Viele Farmer hätten ihre Höfe bereits verlassen. Eine große Anzahl von 5)erben werde in Gebiete gebracht, die der Dürre weniger ausgesetzt seien. Ein weiteres Anhalten der derzeitigen Wetterlage lasse das Schlimmste für die Ernährungsaussichten der SüdafritanifcheA Unign bei fürchten» Europa und das ettbild Bon Professor Dr.F.A.Six, Präsidentendes DeutschenAuslandswissenschaftlichenInstituts. Aus alter Welt Aus dem Reich Orunblagen unb nach gleichen Gesetzen der Konti« nent wieder zur Einheit und Ordnung, um in dem Kampf um die großen Lebensräume das Recht feiner Erstgeburt zu sichern und in das Weltbild der Zukunft als einheitliche Größe Europa bestimmend einzutreten. Rasse, Klima und Leistung. Von Dr. H. Schütte. Zum 15. Geburtstag von Generalleutnant Thomsen. Am 10. März begeht Generalleutnant Thomsen seinen 75. Geburtstag. Ihm ist es zu verdanken, daß sich die Luftwaffe bereits während des Weltkrieges zu einem Kriegsinstrument ersten Ranges entwik- kelte. Er setzte die Einführung des „E-Flugzeuges" durch, organisierte als Chef des ^eldflugwesens den Nachschub, mobilisierte die Luftfahrtindustrie, trat für die schnelle Einführung von Kampfeinsitzern und einen planmäßigen Luftbombenknieg ein. Auf seine Initiative war es auch zurückzuführen, daß die zivile Flugzeugproduktion unter militärische Kontrolle kam. 6m Oktober 1916 wurde die Stelle eines Kom- mandiernden Generals der Luftstreitkräfte geschas- fen. Der bisherige Feldflugchef Oberst Thomsen wurde Chef des Generalstabes. Mit ungewöhnlichem Weitblick ging der damalige Oberst Thomsen, der am 8. 4.1917'mit dem Orden Pour le mSnte ausgezeichnet wurde, an die großen Aufgaben heran, die es zu lösen galt. Der General Thomsen, der auch heute trotz seiner Erblindung, die er sich vor Jahren Staatlichkeiten heraus, der Uebergang von der beherrschenden Europapolitik zur W e l t p o l i t i k vollzieht sich langsam und fliehend. In dem imperialen Ausgriff der US.A. und Japans als konstituierendem Vorgang der Entwicklung des modernen Welt- taatensystems zeigt sich die erste Ermattung Euro- )as, einmal die Folge ständiger kontinentaler Bürgerkriege, zum andern das Ergebnis der jahrhundertelangen Abgabe menschlicher, geistiger und wirtschaftlicher Energien an Uebersee. In dieser für Eurova bedeutsamen Umlägerung ist das Reich zu entscheidender Stunde handelnd eingetreten und hat durch seine Wiedererstarkung zugleich die Kräfte zur Neuordnung des Kontinents in Bewegun-g gebracht. Im Kampf um, den Osten Europas und in der Abwehr des atlantischen Uebergriffes Amerikas vollzieht sich in der Gegenwart d i e zweite Grundlegung Europas durch das Reich. Nach dem historischen Wechsel von fünf Jahrhunderten formt sich auf gleichen 25 Jahre Deutsches Ledermuseum. Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach am Main sieht am 13. März d. I. auf sein 25jähri- ges Bestehen zurück. Es wurde mitten im Weltkrieg von Professor Dr.-Jng. e. h. Hugo Eberhardt gegründet und aus bescheidenen Anfängen in rascher Aufbauarbeit zu der Bedeutung geführt, die es heute als einziges Institut seiner Art in der ganzen Welt hat. Wer sich über die kulturelle Bedeutung des Leders, die Geschichte seiner handwerklichen und künstlerischen Verarbeitung, seine Verwendung bei allen Völkern und zu allen Zeiten unterrichten.mitt, muh das Institut kennen. Preisausschreiben des Kölner Manner-Gesangvereins. Für das Preisausschreiben des Kölner Männer« Geiang-Vereins für junge deutsche Komponist en anläßlich feiner Hundertjahrfeier wurden von 65 Komponisten 130 Werke eingereicht. Der ihnen handelt es sich zumeist um Eigenkompositionen, während die Zahl der Dolksliederbearbei- tungen gering ist. Es ist in jeder Gruppe nur ein 2. und 3. Preis zur Verteilung gelangt. In der Gruppe Eigenkompositivnen erhielt den 2. Preis Dr. Hans Ahl grimm, Berlin-Wilmersdorf, für den Chor „Soldat" aus -dem vierchörigen Zyklus „Stände", den 3. Preis Adolf Clemens, Köln- Merheim, für den Chor „Säerspruch" aus dem Chorzyklus „Werden und Reifen". In der Gruppe Volksliederbearbeitungen wurde der 2. 'Preis Hermann Schröder, Trier, für den Chor „Der Tod in Flandern" und der 3. Preis Paul Z o l V, Darmstadt, für den Chor „Nächtliche Zwiesprache zuerkannt. Der Kölner Männer-Gesang-Verem hat weitere Kompositionen zur Aufführung übernommen und noch zehn Anerkennungspreise verteilt. einige Grade höher liegt, als in der Umgebung. — Ist das -aber nun ein Grund, den Städter empfindlicher werden zu lassen als den Bauern? Zum Teil ja. Der Städter, der täglich nur die kurzen Wege von seiner Wohnung bis zur Straßenbahn, von dieser wieder zum Geschäft, zur Fabrik oder zum Büro macht, hat kaum Zeit, sich an die Auhenlust anzupassen. Hinzu kommt, daß der Städter aus Ge- Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Etellvertreier des Hauptichristleiters: Ernst Blumschcin. Berantwvrtlich für Politik und Bilder- Dr. Fr. W. Lange: für das Feutüelon: Dr. Hans Tbnriot; jür Stadl ©leiten, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Biumjchein. Truck und Verlag: Brühlsche Un'.versttätSdruclerei fli. Lange K. G. Veriagdleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Llnzeigenleiier'. Hans Beck. 1 Anzetgenpreisiiste Nr. 6. werden konnten. . Es lohnt sich, diesen kleinen Umweg durch die Geschichte der Völker und der Forschung zu machen, um dann die Frage zu stellen, was wohl die Empfindlichkeiten des modernen Menschen, sein Heuschnupfen, seine vielen Allergien, seine Wetterfühligkeit bedeuten. Wenn man nämlich die ungeheuerliche Zunahme der Empfindlichkeitskrankheiten in den letzten Jahrzehnten betrachtet^ so hat man wieder nicht den Eindruck, als ob die Menschen mit bet Verlängerung ihrer Lebensdauer auch widerstandsfähiger geworden wären. Es scheint vielmehr, deutet man die Häufung der Allergien in den Großstädten richtig, als ob das bewußte Leben die natürlichen Abwehrkräfte zunächst schwäche. Nicht, daß etwa der Bauer dem Wetter seelisch gleichgültig oder körperlich unempfindlich gegenüberstände. Da es ihn elementarer angeht als den Städter, wäre das ein Mangel. Gerade der Mensch des Landes „riecht" den Schnee schon Tage vor dem Niederiallen der ersten Flocken, er „fühlt" das Nahen des Gewitters, noch ehe nur das leiseste Donnerrollen hörbar wird. durch ein Augenleiden zugezogen hat, tu Kontakt mit der Luftwaffe steht, konnte die Vollendung seines Werkes erleben. Erholungsurlaub von Rückkehrern. Den Rückkehrern, die seit dem 1. September 1939 mindestens drei Monate Wehr- oder Neichsarbeits- bienft außerhalb ihres zuständigen Wohnsitzes geleistet haben, steht eine Erholungszeit von 14 Kalendertagen zu; sie haben sich jedoch zunächst bei ihrem alten Betrieb zurückzumelden. Auf diesen Heimkehrurlaub besteht bei Entlassung auf Grund einer Uk.-Stellung kein Anspruch. Ferner erhalten Angehörige des Reichsarbeltsdienstes den Heimkehrurlaub nur, soweit sie Wehrsold für die ersten 14 Tage nach der Entlassung beziehen. Doch sollen die Betriebe nach Möglichkeit auch den Rückkehrern, die keinen Heimkehrurlaub zu beanspruchen haben, einige Tage freie Zeit zur Erledigung ihrer persönlichen Angelegenheiten belassen. Während der Er- holungszeit erhält datz Gefolgschastsmitalied die bisherigen Bezüge weiter (Wehrsold, Derpflegungs- gelb, Unterkunftsvergeltung, Familienunterhalt). Oer britische Luftangriff auf Paris. Paris, 6. März. (Europapreh.) Die Pariser Zeitungen haben eine Sammlung zu Gunsten der Opfer des englischen Luftangriffs auf die Pariser Vororte eröffnet, die bereits in den ersten Stunden über eine Million Franken erreichte. Die Blätter veröffentlichen weitere Schilderungen von den Stätten der Verwüstung. In einem Pariser Vorort war es erst nach 22ftünbigen ununterbrochenen Bemühungen gelungen, mit den Ueberlebenben eines großen Gebäudeblocks, die in den Kellerräumen Zuflucht gesucht hatten und durch den vollkommenen Einsturz der Gebäude verschüttet worden waren, in Verbindung zu treten. Insgesamt dürsten sich in dem Keller 100 Menschen befunden haben. Nach Ueberwindung unzähliger Schwierigkeiten konnten jedoch nur noch zwölf Personen lebend geborgen werden. Erschwert wird die .Lage dadurch, daß es an manchen Stellen nicht gelungen war, die Gasleitungen abzustellen, was vereinzelt zu Explosionen führte. Auch jetzt noch spielen sich erschütternde Szenen ab, da es erst allmählich gelang, mit den an den verschiedensten Stellen noch unter den Trümmern eingeschlossenen Opfern in Verbindung zu treten. Unter den Toten befinden sich auch Personen, die in den Kellern ertrunken sind, als durch den Bruch der Wasserleitungen sich große Wassermassen in die Kellerräume ergossen, aus denen sich kein Ausweg mehr bot. Zugunsten der Unglücklichen, die ihre Wohnstätten verloren haben, ist vom Nationalen Hilfsdienst eine umfassende Aktion eingeleitet worden. Täglich werden Tausende von warmen Mahlzeiten verteilt. Neben der allgemeinen Empörung, die über den unmenschlichen englischen Angriff in ganz Paris herrscht, verdient auch der tiefe Eindruck Beachtung, den die Berichte aus Vichy über das englische Luft- oerbrechen gemacht haben. Das „Oeuvre" unterstreicht die Aufmerksamkeit, die man in Vichy der Unterredung P e t a i n s mit dem aus Paris zurückgekehrten Admiral D a r l a n schenkt. In dem Bericht des „Oeuvre" heißt es, dieser Luftangriff werfe neben den sich ergebenden materiellen Fragen auch politische Probleme auf. Die „Action Fran- caise" zählt die Angriffe auf, die England seit bemt Waffenstillstand auf französisches Gebiet unternommen habe und sagt bann: „Nachdem es uns in diesem Kriege und in die Niederlage gestürzt hat, nachdem es uns durch eine unerbittliche Blockade alle Leiden des Hungers und des Elends auferlegt, verursacht uns England neue Trauer. Warum? Es wird mit diesem Angriff gegen ein unglückliches Volk nicht feiner Ehre und feinem Ansehen dienen." Aber seine Leistung sinkt nicht in dem Maße, in dem etwa der geistige Arbeiter durch einen Föhn oder durch einen „Frontendurchzug" gehemmt werden kann. Während der Bauer gerade mit dem drohenden Wetterumschlag auch seine Kräfte bis zum letzten anjpannen muß, vermag der Großstadt- mensch seine Empfindungen nicht nur meist nicht richtig zu deuten, er wird ihrer auch viel schwerer Herr. Sicher sind die Lebensbedingungen des modernen Menschen nicht mehr die gleichen, wie zur Völkerwanderungszeit, dafür hat schon die Zivilisation gesorgt. Instrumente, mit denen sich auch die feinsten „Kerne" und Schmutzteilchen in der Luft zählen lassen, beweisen, daß in der Großstadt mehrere Hundert mal so viel „Schwebeteilchen" im Kubikmeter Luft gefunden werden, als auf dem freien Lande ober gar im Hochgebirge. Die Klimpverände- rung geht sogar so weit, daß in der Großstadt im Sommer wie im Winter die Temperatur stets um Das antike voreuropäische Weltbild war kontinental bestimmt. Es umschloß den Zusammenhang der Kontinente Europa, Asien und Afrika, in welche das Mittelmeer wie eine Insel gebettet war. Von der großen als Einheit empfundenen Kontinen- talmaffe nahm die Geschichte der vorchristlichen Zeit ihren Ausgang und formte den Raum des ersten Weltbildes. An der Scheide Europas, Asiens und ■ - Afrikas lag die Wiege des medisch-persischen Reiches, das die Grenzen vom Schwarten Meer bis nach In- i dien in den asiatischen Kontinent hineintrieb, im westlich verlagerten Schwerpunkt bis Italien und die Nordküste des Mittelmeeres erschlossen die Griechen die Umwelt, bas mazedonisch-alexandrinische Reich vereinigt beide Herrschaftsräume in einem neuen Mittelpunkt. Auf den Bahnen Hellas' ersteht 1 das Imperium Romanum, das seine Grenzen nach Westen ausweitet, Spanien, Frankreich, England zu Teilen seines Ordnungsraumes macht und tm Norden bis zur Nähe des Rhein-Main-Donau-Gebietes vordringt. In ihm wird das Weltbild erstmals nicht als geographische Erweiterung des kontinentalen Blickfeldes erfaßt, . sondern mit politischen Vorstellungen verbunden: Welt ist dem römischen Herr- schaftsraum gleichzusetzen. Da dieser Herrschaftsraum im Umweltbewußtsein der gesamten Antike vom Ursprung her im Raum des Mittelmeeres verhaftet blieb, wurden alle Vorstöße nach Norden nur als periphere Vorstöße des eigenen Machtfeldes erachtet. Don Hannibals italienischem Feldzug über Cäsars gallischen Krieg bis zu den letzten Schlachten und Grenzsetzungen des römischen Weltreiches auf kontinentalem Boden bleibt das Umweltbewußtsein stets an das „mare internum“ gebunden. So ist es auch nur der Name, den Europa aus dem Mittelmeerbereich empfangen hat, die historische Grundlegung erfuhr es aus seiner eigenen Mitte. Der Einbruch des Germanentums in die überkommene Kontinentaleinheit Europas, Asiens und Afrikas vollzieht nicht nur eine Erweiterung des alten Weltbildes, sondern führt erstmals Europa als eigenständige Größe in die Geschichte ein. Der Eintritt neuer Kräfte in das Blickfeld der bisher erforschten und bekannten Welt läßt das politische Schwergewicht vom Mittelmeer nach dem Norden verlagern. Nach dem Verfall der früh- germanischen Reiche als letzter Versuch nachfolgender Machtformen in dem Gesamtbereich des geschichtlichen Bodens von Kleinasien, Nordafrika und mittelmeerischer Nordküste tritt Europa bas Erbe des antiken Weltbildes an. Mit der fränkjschen Einigung des Germanentums fetzt sich Europa zunehmend von dem mediterranen Weltbild ab und bewegt sich um die eigene kontinentale Achse. Die Germanen als das erste geeinte Volk Europas er- . schaffen im Reich zugleich auch die erste europäische Ordnung. In dem Zeitraum von 800 bis 1500 ersteht die kontinentale Ausweitung Europas, die erste Wiederbegegnung mit dem Orient, die stetig sich vollziehende Erweiterung des Weltbildes. Wie aber in diesem Zeitraum kein politisches Handeln in Europa denkbar ist ohne das Reich, ist die Spannweite des Weltbildes gelagert um Europa. Das Abendland ist räumliches, geistiges und politi- sches Zentrum. Es ist das Zeitalter der'Entdeckungen, das den i Umsturz des kontinentalen Weltbildes und den Aufbruch des planetarischen einleitet. In ihm sind aus der Fülle der bewegenden Kräfte tzwei Impulse besonders zu nennen: Die Ueberrotnoung des unbekannten Raumes der Meere sowie der Durchbruch der naturwissenschaftlichen Erkenntnis der Gestalt der Erde. Das überlieferte Weltbild der kontinentalen Einheit Europas, Asiens und Afrikas wird durch die Entdeckung der Kontinente um neue Größen bereichert und erhält ozeanische, terminologisch besser ausgedrückt planetarische Ausweitung.' - Es ist nun die Geburtsanlage des planetarischen Weltbildes, daß es errungen, erkämpft und getragen wird von Europa, das, reif geworden in feiner Einheit als Abendland, nun selbst Schöpfer eines neuen Weltbildes wird. Dieses neue Weltbild wird aber durch Jahrhunderte noch getragen von dem europäischen Kontinent selbst. Alle Expansionen von den frühen Ent- bedungen des begründenden 16. Jahrhunderts bis zu dem Zeitalter des Spätimperialismus des 19. Jahrhunderts sind im Rahmen der weltpolitischen Entwicklungstendenz nUr Verbreiterungen des europäischen Raumes, seiner Kultur und vor allem seines politischen Kräftespiels. Wohl entstehen in den weißen Siedlungsräumen, den gemischten Kolonialgebieten, wie in den abgeschlossenen Kulturbereichen des Fernen Ostens emanzipatorische Regungen und bilden sich wie in Nord- und Südamerika eigene * Jahrbuch der Weltpolitik (Jahrbuch für Politik und Auslandskunde), 1941. für Luftforschung teilte der Rektor der Universität, Staatsminister 6r. Schmit thenner, mit, daß die Luftwaffe und die Universität Heidelberg über» eingekommen seien, auf mehreren Gebieten zusam« menzuarbeiten. Für diese Zusammenarbeit werden die Kräfte der Universität der Luftwaffe zur 23er» ügung gestellt. Die Luftwaffe errichtet 1. ein naturwissenschaftliches Institut, in dem Mathematik, Chemie, Physiologie und Geologie betrieben werden; 2. ein betriebswirtschaftliches Institut; 3. ein juristisches Seminar, in dem Luftrecht und Völkerrecht behandelt werden; 4. ein Sprachforschungsinstitut, in dem die Sprache der Technik in den Kultursprachen erforscht wird. Weiter soll eine Zusammenarbeit auf den verschiedensten Gebieten der Medizin stattfinden. Um einen Mittelpunkt zu schaffen, wird Die Luftwaffe zunächst eine Anlage erwerben für den Sitz dieser wissenschaftlichen Institute. Als im Jahre 1930 auf dem Eishochland in Grönland deutsche Forscher sieben Monate in einer Eishöhle Überwinterten, da konnten sie Temperaturen messen, die bis 64 Grad unter dem Nullpunkt und damit ebenso tief lagen, wie die tiefsten, in Nord- ibirien bei Werchojenks je gemessenen Kältegrade. Sie deutschen Wissenschaftler berichteten später über Schneesturme von solcher Gewalt, daß sie schon beim 2ldiesen der nur wenige Schritte von ihrer Eis- behausung.ausgestellten Instrumente sich verirrten und dann stundenlang im Kreise herumliefen, nur durch glücklichen Zufall den Höhleneingang wiederindend. — Ser zähe Wille zum Surchhalten, der es den jungen Männern möglich machte, mit einem Primuskocher und einer selbstgefertigten kleinen Petroleumlampe als einzigem Heizkörper den langen Polarwinter zu überstehen, war schon Erik dem Roten eigen, als der Grönland besiedelte, und er bewährt sich heute in Rommels großartigem Kampf in Nordafrika ebenso wie in unzähligen Beweisen heldenhaften Durchhaltens im harten Winter der Ostfront. Es ist Die wohl einmalige Anpassungsfähigkeit des nordischen Menschen, dessen Wille und dessen körperliche Leistungsfähigkeit mehr als die irgendeiner anderen Raffe auch den Klima-Extremen gewachsen sind. Die germanischen Völker sind mehrfach in ihrer frühen Geschichte nach den verschiedensten Richtungen auf den Kontinent gewandert. Die 'Vandalen haben auf ihrem berühmten Zuge nicht nur Frank- reich und Spanien durchquert, sie sind nach Nordafrika übergesetzt und haben den Gegensatz zwischen dem rauheren Klima ihrer schlesischen Heimat und der heißen Wüstensonne offenbar nicht als allzu störend empfunden, denn sie gründeten in Afrika ein Reich. Nicht viel früher waren die Ostgoten nach Rußland gezogen, wo sie sich auf der Krim und in den südrussischen Gebieten ansiedelten. Sie suchten diese kälteren Gefilde ehenso freiwillig auf, wie die Vandalen die heißen. Sie Landziele der Völkerwanderungszeit waren durch Hoffnungen und Wünsche bestimmt, die durch Klimafragen nicht beeinflußt Kleine politische Nachrichten. Der Stabschef der SA. traf in Wien ein, wo er dem Führer der SA.-Gcuppe Donau, Gruppensüh- rer Generalmajor a. D. R i e g e 1, zu seinem 70. Geburtstag im Auftrag des Führers neben der Beförderung zum SA.-Obergruppensührer ein Bild Adolf Hillers mit Widmung überreichte. Reichsminister Dr. Goebbels sprach vor Offizieren der Panzertruppe auf einem Truppenübungsplatz. Er gab einen Ueberblitf über die Lage des Reiches und entwickelte Grundsätze und Arbeitsweise der nationalsozialistischen Nachricytenpolitik und Propaganda in der weltpolitischen Auseinandersetzung der letzten Jahre. Anschließend verbrachte der Minister den Abend mit den Offizieren als Gast der Panzertruppe. Das politische Geschehen der Gegenwart hat seit dem Ausbruch des europäischen Krieges im Osten und dem Kriegseintritt der USA. seinen kontinental- gebundenen Charakter verloren und ist in eine weltpolitische Phase eingetreten. Wir haben an anderer Stelle* den Zusammenhang des Weltkrieges und der Weltpolitik auf der Grundlage eines gleichartigen epochalen Vorganges erwiesen und auf die Herauskunft eines planetarischen Weltbil- des, die Vollendung eines Weltstaaten- systems und die Ordnung der Welt in L e b e n s - räume ab gestellt. Solche Entwicklungen stehen im historischen Sinnzusammenhang, dessen Bezug auf die Gegenwart zur Erkenntnis der inneren Lagerungen stets neu gewonnen werden muß. Senn in einer Wandluna der Strukturen, die das Verhältnis Europas zur Welt neu bestimmt, ist es unerläßlich, das geschichtliche Bewußtsein in die Zukunftsentwicklung einzuführen. Die Vorstellung eines Weltbildes ist stets abhängig von dem geschichtlichen Umweltbewußtsein. anzupapen. yinzu rommr, oay oer üia'uier aus , baritenlofigfeit und schlechter Gewohnheit auch die Heidelberg erhall «iN Lustfahrt-Znstltut ssra ää seesÄ??! »•.*«**• einer Autobus-Haltestelle steht, ehe er die gleiche Zeit zu Fuß geht. Daß er sich nicht nach dem Wetter, sondern nach der Mode anzieht und so seinen Körper gefährdet, statt ihn durch Abhärtung und zweckmäßigen Schutz unempfindlich zu machen. So gerqt die wunderbare Einrichtung des Zusammen- fpiels von Seelenkräften und Wirkstoffen, die beim natürlich lebenden Menschen reibungslos arbeitet, beim Zivilisationsmenschen in Unordnung. Kalte Winter haben neben vielen Unannehmlichkeiten auch einiges Gute, sie zeigen dem Menschen, wie weit feine Anpassungsfähigkeit noch reicht. Das ungeheizte Schlafzimmer war vor wenigen Jahrzehnten noch allgemeiner Brauch. Damals gab es auf dem Lande wie in der Stadt auch noch keine Warmwasserleitungen. Man ist inzwischen empfindlicher und damit abhängiger vom Wetter geworden. Der Wille, der früher aus dem Unbewutztsein die Wärmeregulierung auf dem Umweg über tiefere Atmung, bestere Blutzirkulation und ausgeglichenere Hormonwirkung in Ordnung hielt, wird heute auf andere Gebiete ab gelenkt. Wir scheinen keine Zeit mehr zu haben, uns gegen die Angriffe des Wetters zu wehren. — Ser Körper kann sich aber wehren, man muß ihm nur die Gelegenheit dazu geben. Zäher Wille und einige natürliche Hilfsmittel im täglichen Kleinkrieg mit bem Wetter, wie vernünftiger Anzug, Morgengymnastik bei offenem Fenster, bewußte Atmung und häufigere Spaziergänge bei jedem Wetter find die Grundlagen dafür.. — Der. Stadtmensch muß wieder härter werden, wie es den Eigenschaften feiner Rasse entspricht. Wieviel Muskelkraft braucht .liA >7 die Hausfrau? Dor 30 Jahren verlangte yian von jeder Hausfrau auch eine gute Muskelkraft. Das war klar: denn für das kräftige Reiben auf dem Waschbrett, das Bürsten mit der Wurzelbürste und das Auswringen konnte man ein schwächliches Wesen nicht gebrauchen. Aber sind diese Muskelkraftanhängninnen bei unserer heutigen feinen Wäsche ausgestorben? Noch Lauge nicht — -en» immer wieüee rari) heute noch feine Wasche, die es gar nicht verträgt, mit unnötiger Muskelkraft behandelt. Es ist gar nicht zu sagen, wieviel Wäsche heute noch durch unnötig starkes Reiben, Bürsten und Auswringen entzwei geht. Würde man langer und gründlicher einweichen und sorgfältiger waschen, dann wäre alles dies nicht nötig und die Wäsche könnte in vielen Fällen doppelt so lange halten. Heute, wo wir weniger Wäsche anschasfen können als früher, müssen wir mit der bisherigen Wasche beim Waschen besonders sorgfältig umgehen, damit he Möglichst Lange halt. And die Halsbündchen und Manschetten? Mutz man da nicht doch die Bürste nehmen? Nein, tun Sie das Ihrer guten Wasche nicht an. Machen Sie sich mit etwas Waschpulver und wenig warmem Wasser eine Waschlösung und reiben Sie die schmutzigen Stellen zwischen den Händen durch. Za, sogar stark verschmutzte Derufswasche tön« nen Sie schonend waschen, wenn Sie ein gutes, fettlösendes Reinigungsmittel nehmen. Es löst ohne Reiben und Bürsten den zähesten Schmutz. Waschpulver brauchen Sie daz^ Dicht», Ihre Vermählung geben bekannt TOGALWRK (jffo) MÖNCHEN 790 D 75Jahre Eä 7. März 1942 Geschäftsverlegung 0905 / 786 V Anlagen Fernruf 2123 ''955 b( 7. März 1942 0894/ sucht. [802D Reparatur! 21 0948 805 D Gieben, 781 D FaiXhlWge Verschiedenes [801D mit gesucht eoeD Lollar, den 7. Februar 1942. 784 D 803 D ■ i Treffe Montag, d. 9. März, am Eilgut Gienen 6 und Töchterchen Doris Karl Gilbert und Frau Wilhelm Merle und Frau cii bl V n bi n b Leni, geb. Gilbert Luise,Elisab.u.Thea Gilbert Familie Wilhelm Merle II. Reichsbankdir. a. D. ülntz, Hessenstrahe 10. S- IP1 Sic mi fin bei n)i ste Alten Schmuck "älT Schneberger Gießen, Schulstraße 4. m ü D Gießen Walltors trafee 73 11 Strümpfe 11 Laufmaschen u. Stopfen Seit heute befindet sich mein Geschäft u. Wohnung Bleichstraße 28 sie dic K DO V lö bo IZimmer mit Küche und Zubehör zu vermieten. Schr. Ang. unt. 0884 a. d. G. A. 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A. ffemiragendbmiirtbei RheumeGicht Neuralgien Erkäliungs- Krankheiten * Frau oder Fräulein für meinen Laden für ganze Tage oder nur mittags baldmöglichst gesucht August Deibel / Nzuenweg 50 Bäckerei und Konditorei 09g8 Kaufe Wohnhaus am liebsten in freier Lage. Anzahlung: 20000,- RM. Schr. Ang. unt. 0651 a. d. G. A. Am 6. März 12 Uhr ist unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Lina Irle, Wwe. nach monatelangem Leiden im 85. Lebensjahre sanft entschlafen. Familie Louis Irle und Kinder Familie Bartel und Kinder. Frankfurt, Gießen (Kaiseralle 88). DieTrauerfcicr findetMoptag, 9.März, 14R/, Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. __________________________________________________0966 J^® In soldatischer Pflichterfüllung, getreu seinem Fahneneid, fiel bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten mein innigst- *L**A' geliebter, herzensguter Mann, der liebe Vater seines nie gesehenen Töchterchens, unser lieber, unvergeßlicher Sphn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Pate und Neffe Heinridi Gilbert Feldwebel in einer Sanitätskompanie Inhaber des E.K. II u. Westwall-Ehrenzeichens im blühenden Alter von 28 Jahren. Er folgte seinem lieben Bruder, der auch im Osten den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Mariechen Gilbert, geb.Merle feldw. Alois Höpfl u. Frau Ihre Vermählung geben bekannt Sepp Schäftner Obergefreiter bei d. Lufftwaffe Hildegard Schäftner geb. König tegLäl Tieferschüttert erhielten wir die LSaC™ schmerzliche Nachricht, daß unser hoffnungsvoller, herzensguter Sohn, mein einziger, lieber Bruder, unser treuer geliebter Enkel, Pate und Neffe Alfred Schneider Oberreiter in einer Aufklärungs-Schwadron, Inh. des Sturmabzeichens, im blühenden Alter von kaum 20 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten in treuer Pflichterfüllung für sein geliebtes Vaterland am 28. Januar sein junges Leben lassen mußte. Er ruht in russischer . Erde, dem Auge fern, dem Herzen ewig nah In tiefer Trauer: Jakob Schneider und Frau Margarete, geb. Laux Gertrud Schneider, Georg Laux Margarete Schneider, geb. Laux Familie Heinrich Jung X. und Angehörige Holzheim, den 7. März 1942 Gießen Leihgestern im März 1942. Familie August Merle, nebst allen Verwandten. Lieh, z. Z. im Felde, im März 1942. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren gefallenen Mitarbeiter. Betriebsführung und Gefolgschaft der Brauerei Ihring-Melchior K.G., Lieh, Oberhessen. __788 D Fleißiger Mann evtl. Invalide, möglichst aus der Schlosser- oder Schmiede» branche (jedoch nicht Beding.) zwecks Aufsicht für interessante Serienfabrikation von kleinerem Betrieb sofort oder später gesucht. [7mD 4>a«l rNandevbath in Wissenbach (Tillkreis). Statt Karten! Danksagung. TS® Für die vielen Beweise herzlicher TeiL nähme an dem schweren, Verlust, den wir durch den Heldentod meines lieben, unvergcülichenMannes.meinesherzens- guten Vatis, Bruders, Schwiegersohnes Schwagers, Neffen und Cousin, Willi Hirzel, Gefreiter in einer Panzerjäger-Abteilung, erlitten haben, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Frau Maria Hirzel, geb. Wild und Sohn Dieter. Am 25. 2. erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser Sohn u. Bruder Kurt Möller Gefreiter in einem Infanterie-Regiment Träger des E.K.II unddesVerwundcten-Abz. für Führer und Vaterland im Alter von 24 Jahren gefallen ist. Wilhelm Möller und Frau Sohn Heinz. Lollar (Adolf-Hitler-Str. 138), 6. März 1942. ___0952 [Stellenangebote) Zuverlässiger tWMükiier vonLebensmitt.- Grohhandlung gesucht Schr.Angeb.unt. 0898an den G.A. Selbständige WsgeWn auch ältere Frau in Vertrauens- stellung zum 1. März oder später Unfaßbar und schwer traf uns die schmerzlicheNachricht,daß mein lieber, braver Sohn, mein unvergeßlicher, ein- A=-A ziger Bruder, Schwager, Pate, Neffe und Cousin Fritz Geifeier Gefreiter in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II und Verwimdeten-Abz. in einem Feldlazarett imOsten an seiner zweiten Verwundung am 3. Februar 1942 im Alter von 28 Jahren gestorben ist. Die Beisetzung fand auf einem Heldenfriedhof statt. • In tiefem Schmerz: Lina Geißler Wwe. Leni Zipp, geb. Geißler Walter Zipp, z. Z. im Felde und alle Verwandten. Lollar, im März 1942. 1867 1942 Frau M. Zeidler, Damen- Schneidermeist., Ludwigstrahe 7. Pflicktjehr- mädel f. sofort od. spät, gesucht. [0889 Dr. Cremonte, Fröbelstrahe 34. 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Sonntag, 8. 3., 9 Andacht r 13.30 S.-Sch.; 17 Predigt. - Mittwoch, 11.3., 17 Bibelstunüe. Baptistengemcinde u. Bund freikirchlicher Christen, Gartenür. 13. Sonnt., 8. 3., 11.15 Kindergottes- dienst,' 15.30 Gottesdienst. - Mittwoch, 11. 3., 20.15 Gottesdienst. Wir suchen für unsere Stuttgarter Svezial-Lebenöorganisation eine geschäftsgew. Kraft als Bezirksleiter für hessen-nassauische Kreise. Aufgabe: Führung der vorhandenen Vertreter zu erfolgreicher Werbung, Gewinnung u. Schulung neuer Vertreter. Bezüge: Geha.t, Reisesvesen, Abschluhvrovision u. Beteiligung am Gesamtgeschäft. An- wartsch.aut Altersversorgung. Angeb. mit Lebenslauf, Bild und Zeugnis-Abschriften an Direktion Stuttgart Silberburgstrahe 174. 782 V Ihre Vermählung geben bekannt Rudolf Bender Oberfunker i. einer Nachr.-Abt. Grete Bender geb. Görgens Rodheim/Bieber Düsseldorf Adolf Hitler-Str. 66 Rethel-Str. 160 z. Z. im Felde Älvothekerin sucht z. 1. 4. 42 gut möbliertes Zimmer Schriftl. Angeb. unt. 0865 an den Gieh. 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Anzeiger. aus Nr.56 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) 7./8.Mrzltz42 Deutsche Lt-Boote aus Feindfahrt in der Polarnacht. Von Kriegsberichter Dr. Horst Gotthard Ost. von langer Feindfahrt aus den polargewässern zurückgekehrt, gibt in der nachfolgenden Schilderung ein deutscher Kriegsberichter erstmalig einen Einblick in den entbehrungsvollen Dienst deutscher U- Boot-Männer in der ewigen Nacht des Eismeeres. I. Eismeersturm. „Zwote Seewache sich klarmachen — Anzug, Badehose, Regenschirm" tönt es durch den Lautsprecher. Wir'wissen, was diese scherzhafte Ankündigung bedeutet. Es ist heute der 25. Dezember, 1. Weihnachtstaa. Draußen weht der Wind mit Stärke acht aus West bis Nordwest. Wir befinden uns in nördlich st en Breiten, in denen unseres Wissens noch nie Seekrieg geführt wurde, in denen die Seefahrt an sich schon härtesten Kampf bedeutet zu dieser Jahreszeit. Hastig schlucken wir den letzten Bissen hinunter, steigen in unsere Lederkombinationen, würgen uns die Gummistiefel an die Füße, drehen uns dicke Schals um den Hals. Das Boot rollt wie betrunken von einer Seite auf die andere. Unter diesen Umständen ist das „Sichklarmachen" allein schon eine körperliche Anstrengung. Alle Naselang muß man das Hosenbein oder den Stiefel fahren lassen und sich festhalten, wenn der Raum, in dem wir uns befinden, sich um 45 Grad schräg stellt. Außerdem ist uns nicht ganz wohl. Es drängt uns, a n d i e frische Luft zu kommen. Im Kopf verspüren wir einen dumpfen Druck, und der Magen zeigt das Bestreben, sich selbständig zu machen. Jetzt kommen auch noch die Männer der zweiten Wache aus dem Bugraum. Jedesmal, wenn einer vorbeigeht, muß ich mein Anziehen unterbrechen. In dem schmalen Gang von der Breite eines mittelstarken Mannes spielt sich der ganze Verkehr innerhalb des Bootes ab. Endlich bin ich fertig. Ich taumele nach achtern, stoße bald rechts, bald links gegen die Wand. In der Zentrale liegt das olivfarbene, blanke Gummizeug bereit. Wir zerren die widerstrebenden Gummihosen über die Seestiefel, ziehen uns Gummijacken über däs Lederzeug. Den Abschluß bildet ein Kopfschutz aus grauem Gummistoff, der eng anliegt, nur Augen, Mund und Nase freiläßt und nach unten in ein kurzes Cape ausgeht, das eben über die Schultern fällt. Er schützt Hals und Nacken vor dem Eindringen von Seewaffer. Ein Kamerad legt uns einen der handbreiten Anschnallgurte um und zieht das Schloß zu. An der Seite baumelt ein Stropp aus dickem Stahldraht mit einem schweren Karabinerhaken daran, lieber die Wollhandschuhe quälen wir uns ein paar gelbe Gummifäustlinge, die wir über die Jackenärmel her- aufMen. Um den Hals hängt das gute Zeiß-Glas. Jetzt sind wir fertig und stehen da, schwer und unbeweglich wie die Taucher. Nun aber hinauf! Es wird höchste Zeit. Die Luft in der Zentrale, aus Oel-, Gummi-, Essensund Menschengeruch gemicht, ist kaum noch zu ertragen. Sscht — platsch, rauscht es den Niedergang zum Turmluk herunter. Wasser stürzt herab, eimerweis, tonnenweis, läuft über die Platten, versickert in der Bilge. Platsch — ein zweiter Guß, und ein dritter! Da scheint ja oben allerlei los zu sein. So, nun sind die drei Seen vorüber! jetzt schnell hinauf! Kaum passen wir noch durchs Turmluk in unserer „Taucher-Ausrüstung". Oben ist pechschwarze Nächt. Wir können zunächst nichts erkennen. „Festbalten!" schreit der Wachoffizier der ersten Seewache. Wir klammern uns an. Schwer holt das Boot über. Eine See rauscht über uns hinweg. Wasser stürzt uns über Gesicht und Schultern, benimmt uns für Augenblicke den Atem, füllt die Brücke bis zur halben Höhe des Brückenkleides, steigt zwischen Hosenbeinen und Stiefelschaft empor und dringt in die Seestiefel' ein. Nun wissen wir, was los ist! Wir löfert die erste Wache ab, baten die Karabinerhaken unserer Gurte in die Griffstangen an der Innenseite der Brückenverkleidung, so daß wir etwas Bewegungsfreiheit haben. „Und so ein Wetter wagen Sie, uns anzubieten!!?" sagt der ablösende Wachoffzier zu seinem Kameraden. Der ist dafür berüchtigt, daß er schlechtes Wetter „macht". Er steht sich mit Neptun nicht gut und kann ihn anscheinend auch durch gelegentliche „Opfer" nicht milder stimmen. Jedenfalls brist es auf seiner Wache immer gewaltig auf, wie die zwote Seewache behauptet. „Na, wollen mal sehen, was sich machen läßt", läßt sich der Zwo W. O. (Zweite Wachoffizier) gönnerhaft vernehmen, als ob er mit Neptun auf dem Duzfuß stände. Er kennt ihn gut von seiner langen Seefahrtszeit bei der Handelsmarine. * Das Boot benimmt sich wunderbar in dem schweren Seegang. Es klettert fast über alle Seen hinweg. Seine Bewegungen sind weich und ausgeglichen. Hinter dem Brückenkleid, das an der Oberkante eine besonders konstruierte Winddüse trägt, merken wir fast nichts von dem Sturm, der über uns hinwegbraust. Wenn der Mond ab und zu durch die Wolken blickt, sehen wir um uns eine Wasserlandschaft von grausig-wilder Schönheit. Unser Boot strebt durch ein Dünenmeer, dessen Kämme wohl sechs bis acht Meter hoch sind. Wenn wir uns in -einem Tal befinden, steigen rings um uns schwarze Hänge empor, die auf ihren Kämmen weiße Gischthäupter tragen. Oft steigen sie so^nahe an die Turmwand, daß wir uns mit einer Tasse Wasser daraus schöpfen könnten, während wir bei ruhiger See normalerweise fünf Meter über dem Wasserspiegel stehen. Ueber uns sehen wir ein Stückchen Himmel. Dann krängt das Boot hart bis zu 45, ja 50 Grad, klettert in dieser Lage den nächsten Hang empor und richtet sich oben langsam auf. Dort bietet sich uns für Sekunden ein wunderbares Bild. Ringsum rollende, schwarze Wasserberge, auf denen das Mondlicht glitzert. Ueber den Himmel fliegen zerfetzte Wolken. In diesen Sekunden suchen wir mit unseren Gläsern die Kimm ab. Wir stehen ja hier, um feindliche Schiffe zu sehen; um zu sehen, fahren wir durch diese tobende Wasser- wüste, statt gemütlich auf Tiefe zu gehen, wo uns der Seegang nichts anhaben kann. Dann senkt sich der Bug. Es geht wieder abwärts. Die nächste See hat es in sich. Ein weißer Gischtkamm krönt ihr Haupt. Der Brecher donnert gegen die Turmwand mit dem Geräusch eines schweren O-Zuges, der über eine Brücke rast. Die Spritzer peitschen uns ins Gesicht, als wenn man uns eine bandvoll Gartenkies dagegen würfe. Unsere Augen sind für Minuten geblendet. Das Salzwasier brennt. Das nächste Mal passen wir besser auf. Wenn Neptun unten gegen den Turm klopft, machen wir ihm oben sofort eine tiefe Verbeugung. Das lernt sich schnell, und das erforderliche Tempo hat man bald heraus. * Allmählich spüren wir die Kälte. Die Brücke überzieht sich wie eine Torte mit blanfem Zuckerguß. Das Geschütz auf dem Verdeck ist schon längst zu einem bizarren Monstrum aus der Waffenkammer einer Feenkönigin ober Eisprinzessin geworden. Von den Netzabweisern hängen lange Eisfahnen schräg nach Lee. Heber die Stirn baumeln uns kleine Eiszapfen,-die die Sicht behindern. In Augenbrauen und Schnurrbart siedeln sich Eis- brocken an. Plötzlich wird es ganz dunkel. Der Mond verschwindet. Eine Schneebö zieht heran. Flocken wirbeln um uns. Die Seen werden merklich schwerer und höher. Das Rauschen und Singen des Sturms um den Turm steigt um einen Ton höher. Sicht ist überhaupt nicht mehr. Wir haben das Gefühl, in einer Luftschaukel zu sitzen, so rasch steigt und fallt das Boot. Der Turm beschreibt wilde Pendelkreise nach rechts und links. Die Bewegungen werden härter, stoßweiser. „In den Böen Stärke 9—10!" schreit mir der W. O. ins Ohr. * Eben rast ein Brecher gegen uns an. Die Brücke füllt sich halb mit Wasser. Rasch wirft der W. O. das Turmluk zu, damit die drinnen nicht abfaufen. Eben sind wir über den Berg weg und wollen schon ins nächste Tal steigen, da stürmt der zweite gegen uns an. Das Boot, in einer Abwärtsbewegung begriffen, kann nicht so schnell hochkommen. Viele Tonnen Wasser drücken aufs Vor- und Achterschiff. Die See rollt über uns weg. Die dritte folgt gleich hinterher. Für kurze Zeit steht die Oberkante Turm gleich mit der Wasseroberfläche. Wir stehen bis an die Brust im Wasser. Vom Boot ist nichts mehr zu sehen außer dem Stückchen Brückenverkleidung, an das wir uns anklammern. Es sieht aus, als ob das Boot unter uns wegsinkt. Ein verdammtes Gefühl, wenn man oben angeschlossen auf der Brücke hängt und schon anderthalb Meter Wysser über dem Turmluk stehen. Ich klettere auf ein Trittbrett an der Innenseite des Brückenkleides und spähe, ob vom Vor- und Achterschiff noch etwas zu sehen ist. Nichts mehr! Da, voraus springt eine weiße Fahne von Wasserstaub senkrecht aus der See. Dort muß der Bug fein. Wenige Sekunden darauf steigt er aus dem Wasser. Langsam, langsam taucht das Boot auf. Das Wasser auf der Brücke verläuft sich. Die Lenzpumpen drücken das eingedrungene Wasser aus dem Boot. Wir stellen fest: Dank unserer „Taucher- Ausrüstung" sind wir vollkommen trocken geblieben am Leibe. Nur in den Stiefeln schwappt das Wasser. * Trotzdem ist uns in der frischen Luft viel wohker, als denen unten im Boot. Aus dem Turm und der Zentrale dringt das Röcheln und Brechen der Seekranken. Aber eifern stehen sie auf ihren Posten. Der Dienst dort unten, wo es zwar warm und trocken ist, ist in der Boots- und Maschinenluft mindestens ebenso schwer wie oben auf der Brücke. Auch wir merken allmählich die wüste Schaukelei in den Knochen. Eine dumpfe Müdigkeit legt sich auf den Kops. „Schlafen, nur schlafen" denkt man. Die nächste See, die uns ins Gesicht klatscht, „erfrischt" wieder für ein paar Minuten. Die Glieder werden allmählich steif und gefühllos. Mechanisch heben wir das Glas an die Augen und suchen die Kimm ab, wenn wir auf einem Wasserberg sind. Das alte Rheuma in der Schulter macht sich bemerkbar. Wir treten von einem Fuß auf den anderen, aber davon werden sie auch nicht wärmer. Auch die längste Wache nimmt einmal ein Ende. Mit steifen Fingern haken wir die Karabinerhaken aus. Die See ist etwas ruhiger geworden. Die Zwote Wache hat mal wieder ihre Schuldigkeit getan. Schwer und unbeholfen klettern wir durch das Turmluk. In der Zentrale blendet uns das Helle Licht. Hilfreiche Kameraden ziehen uns das Gummizeug vom Leibe. Wir sind zu steif gefroren, um uns selber davon zu befreien. Die Finger versagen den Diönst. Dicke Eisschalen platzen von unserem Zeug. Zunächst sagen wir nicht viel. In den Augenbrauen und den Bartha»ren taut das Eis. Um Mund, Nase und Augen haben mir dicke Salzkrusten. Ah, wie warm, trocken und hell es im Boot ist. Wir fühlen uns geborgen. „Was gibt's denn zu essen?" Die Lebensgeister erwachen. Wir klettern nach vorn, waschen uns das Salz aus den Augen, ziehen uns die Seestiefel von den Füßen und wärmen Finger und Zehen am elektrischen Ofen. Aus der Stadt Gießen. Kinderspiele im Frühling. Bald tauchen sie wieder auf, die lieben alten Spiele, die auch wir als Kinder gespielt haben. Aber nicht nur wir haben sie gespielt, nicht nur unsere Eltern und Großeltern, viel weiter reicht ihr Ursprung zurück. Als Erster erscheint auf der Bildfläche im Frühling wohl der lustige Kreisel, je bunter, desto besser. Er heißt in Hessen „Dopsch", ist in Bayern als „Trandl". in Franken als „Schnorrer", in der Oberpfalz als „Tanzbär" bekannt« in Berlin wird er „Triesel" genannt, in Schwaben „Tänzer", im Breisgau „Tanzknopf" in Thüringen „Dorle", im Lippifchen heißt er „Klappgons", in Niederdeutschland „Küsel" und in Braunschweig „Steinsetzer". Von den Dichtern des Mittelalters aber wurde er „Topf" genannt. Fast ebenso beliebt, wie das „doppche", ist bei den Kindern das Reifspiel, das schon den Griechen und Römern bekannt war. Im „Nördlinger Spielgesetz" von 1426 werden folgende Spiele als erlaubt aufgezählt: „Paarlaufen, Kegeln, Radtreiben, Rücken und Schneide, Hafenschlagen, Topfspiel und Schnellkügelchen". Geiler von Kaisersberg (1445 bis 1510) schildert: „Als die fint, die die reif treiben, die schlagen für vnd off den reif mit einem stecken", und Veit Schwarz schreibt im Jahr 1550: „So war diß mein Freud, wenn ich aus der Schul kam oder hinter die Schul ging mit ... kluckern ... raiff= treiben und dergleichen Freud mehr." In einem alten Druck' des „Nenner" aber steht zu lesen: . mit böpfen und auch mit klickern ..." Der gleichen Beliebtheit, wie das Kreisel- und das Reifenspiel erfreut sich allüberall im deutschen Vaterland bei Buben und bei Mädeln das schon oben im Nördlinger Spielgesetz erwähnte Spiel mit den „Schnellkügelchen" . (mittelhochdeutsch „tribfugeln"), den „Kluckern" (siehe auch oben bei Veit Schwarz), „Schußkugeln", „Murmeln", „Marmeln", „Schussern", „Klickern", „Schnellern", „Steinerten", „Hullern", „Käulchen", „Stinnerten", „Steinles", „Balladen", „Rugele", „Märbein", „Schucken", „Löpern", „Klinkern", „Klitschen", „Knippkugeln", „Schnellkäulchen", und wie sie sonst noch heißen mögen, die kleinen Stein- ober Glaskugeln, die die kindlichen Leidenschaften viel stärker zu erregen vermögen als die zwei früher genannten Spiele. Kann doch Verlust und Gewinn ein ganz erheblicher sein, und mancher, der stolz mit prall gefülltem Klickersäckchen auszog, kehrt abeyds heim: ,2lrm am Beutel, krank am Herzen." Die Mannigfaltigkeit der Namen, mit der die verschiedenen Mundarten das vergnügliche Spiel benennen, beweist, wie weit verbreitet es ist.________ Viel und gern geübt wird auch das Ballspiel, von dem es eine Menge Abarten gibt Im Fangballspiel entwickeln die Jüngeren manchmal eine erstaunliche Geschicklichkeit, im Schlagball, Kreisball, Prellball, Lochball, Fußball, Wanderball und anderen Ballspielen mehr, toben sich die Aelteren aus. Das Spiel mit dem Ball ist ebenfalls sehr alt, wir finden es dargestellt ebenso auf Denkmälern ägyptischer Kunst, wie auf chinesischen Bildern. Bei Homer spielt Nausikaa, das liebliche Köniastöchter- lein, mit den Gefährtinnen Ball, als Odysseus, ans Gestade verschlagen wird, und auch sonst fehlt es nicht an Belegen, daß die Griechen sich gern am Ballspiel ergötzten. Gern spielen unsere Kleinen auch Hüvfspiele: auf allen Wegen begegnet der Erwachsene den mit dem Absatz gezogenen ober mit Kreibe gezeichneten Figuren, bie zu verwischen er sich sehr hüten muß. Denn in ihnen geht das „Hickeln" ober „Heckeln" vor sich, bas mit vielen Abweichungen gespielt wirb (so gibt es „Namen-", „Voael-", „Blumen-" unb gar ^lie» gerheckeln"), unb cllerbanb Namen trägt; so kenne ich: „Himmel und Hölle", „Paradies-" und „Himmelhupfen", in der Ostmark heißt das Spiel „Temnel- hupen", in Schlesien „Hicke" unb in Südwestbeutsch- land „Hüpfelbrei". Wie es scheint, hat das SeilGrinaen, sei es att"N ober zu mehreren', etw"s an Belebtheit eingebaut; früher wurde es von kleinen Mädchen gern gei,fit und ist auch heut keineswegs verschwunden. L. B. Tag her Verpflichtung der Zuaend. Die Verpflichtung der Jugend, die alljährlich Hs festliches Ereignis die Gesamtheit des deutschen Volkes angeht, findet in diesem Jahre für ave v-er Ortsgruppen in Gießen am 2 2. März in der Aula der Universität statt. Am Samstag, 21. März, wird eine musikalische Feierstunde den Tag der Verpflichtung würdevoll einleiten. An dem Ehrentage der deutschen Jugend, die damit in das Leben tritt, soll auch der Schule und der Lehrerschaft, die unsere Jungen und Mädels bisher geleitet haben. In gebührender Weise gedacht werden. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Ein großer Sohn Gießens. Zum 100. Geburtstage von Georg Friedrich Knapp. Am 7. März 1942 jährt sich zum 100. Male der Geburtstag des bekannten Nationalökonomen Georg Friedrich Knapp, geboren zu Gießen am 7. März 1842 als' Sohn bes gleichfalls, als Chemiker, berühmt geworbenen Friebrich Lubwig Knapp, bamals feit 1838 Privatbozent, feit 1841 oußerorbentlicher Professor an ber Gießener Universität. Das bescheidene Miethaus dürftiger Bauart, in dem der spätere große Gelehrte, zusammen mit einer Zwillingsschwester, das Licht Gießens erblickte, lag nach feiner eigenen Beschreibung in der „Die neuen Bäue" genannten, nach Osten führenden Straße der inneren Stadt, schräg, gegenüber dem Geburtshause des Romanisten Diez, und besaß bleigefaßte Fensterscheiben, wie damals noch häufig, Wände, die einen im Wohnzimmer eingeschla- genen Spiegelkloben an der Außenseite zum Vorschein kommen ließen, Treppen von gefährlicher Steilheit und einen kleinen, sonnigen, von einem „Floßgraben" nach hinten begrenzten Hof. Hier, und nach einem Umzüge 1847 in ein völlig freistehendes, von Gemüsegärten unb Blumenrabatten umgebenes Haus am Sübende ber Stabt, auf bem Seltersberg, verlebt^ Knapp seine Kinbheit, bis sein Vater 1853 als Leiter ber Nymphenburger Porzellanfabrik unb Professor an ber Universität nach München berufen wurde. Der junge Knapp verlebte sie mit Geschwistern und Spielkameraden, darunter die Kinder Liebigs, der die damals kleine Universität zum Mittelpunkt des chemischen Studiums der gesamten Kulturwelt machte, und dessen Schüler und späterer Schwager Friedrich Lubwig Knapv war. Aus bieser Frühzeit gibt es allerhanb interessante unb köstliche Erinnerungen, z. B. an einen bamals nur von „chemischen Eltern" als Ueberraschung zu bietenben Christbaum mit fünffacher Flamme an ber Spitze, gespeist aus einem kleinen Gasometer in ber Zimmerecke, an die Schild.- bürgerei des Thum- unb Taxisschen Personen- unb Briefpostwagens, ber nach Eröffnung ber Main- Weserbahn von Gießen nach Frankfurt, mangels Einigung mit ber Bahnverwaltung, zum Gelächter aller noch am Hause vorbeifuhr, an Geschehnisse, Truppenburchmärsche, Versammlungen 1848/49, bie komisch wirkenbe Einexerzierung der Professoren in der Bürgerwehr, an das Begräbnis des" Großvaters Knapp, Geheimen Staatsrates in Darmstadt, an Ernst und Lust des Schullebens unb Besuche unb ^Säuberungen in Gießens Umgebung. Auch späterhin blieb Knapp seiner Geburtsstabt, Gießener Bekannten- unb Verwanbtenkreisen wie Darrnstabt durch mancherlei Beziehungen persönlich verbunden. So von München aus, wo er, nach längerem Zwischenaufenthalte in Darmstadt, Lateinschule unb Gymnasium besuchte, unb währenb ber folgenden Studienjahre in München, von wo er weiter nach Berlin, Göttingen unb Leipzig um- siebelte..Neben Vorlesungen aus Gebieten ber Naturwissenschaften, ber Mathematik, ber Geschichte, der Philosophie unb schöngeistigen Wissenschaften . hörte er solche über Nationalökonomie unb Statistik. Bezeichnen!) für seine spätere Lebensarbeit unb Leistung als Vertreter ber historischen Richtung ber Nationalökonomie, praktischer Wirtschafts- und Sozialpolitik unb ber Statistik ist es, baß schon ber junge Stubent in München von Herrmanns klassisch- dogmatiichen Vorlesungen, wenn er sie auch ihres ihm völlig neuen Stoffes unb ihrer bogmatischen Behonblung halber gern hörte, als solche empfand, die fast gar keinen historischen Stoff darboten, sondern nur Begriffe entwickelten. Als er in Götti gen 1865 mit einer Dissertation über Wechselbeziehungen zwischen Volksvermehrung unb Hohe des Arbeitslohnes zum Doktor promoviert worben war, schien ihm bie bogmatische liberale Nationalökonomie ganz wertlos. „Das virtuose Hm- und Herdrehen einiger weniger Sätze schien mir ganz unergiebig, eine bloße Gnmnastik, ohne alle wissenschaftliche Bedeutung, ohne allen Wert für die Pöhmg von Fragen: eine Disziplin, rote sie sich an Glaubenssätzen entwickelt, aber keine untersuchende Disziplin mit der man weiterkommt. Noch wußte er nicht' recht, was an Neuem unb Lebenbigem binjufomtnen mußte, bald fand er es aber im Studium und in der Pfl-g- ber um durch Engel'in Berlin emporgehobenen Statistik. Engel dessen Persönlichkeit Knapp später in ber Schrift „Grundherrschaft und Rittergut schilderte, „hatte Blick für Sachen und Personen, sogar mehr, als ich bisher je in diesen Fächern beobachtet hatte." Das Studium der. in wirklichem Geschehen fußenden und urteilenden Statistik, Mitarbeit an der Volkszählung im Engelschen Seminar unb feine Anstellung 1867 als Direktor des neuerrichteten Statistischen Büros der Stadt Leipzig in Verbindung mit einer 1869 hinzutretenden außerordentlichen Professur für Nationalökonomie und Statistik an der Universität schufen ihm die Grundlage seiner weiteren bedeutungsvollen wissenschaftlichen Arbeit und Lehrtätigkeit, bis -1874 in Leipzig, von '1874 bis 1919 als ordentlicher Professor für die gleichen Fächer an der Universität Straßburg. Als Straßburg aufgehort hatte, eine deutsche Universität zu sein, siedelte er im Herbst 1919 nach Darmstadt über, wo er am 20. Februar 1926 starb. Zu einer Schilderung der nationalökonomischen Theorien Knapps, seiner wirtschaftshistorischen, agrar- unb sozialpolitischen Werke unb statistischen Schriften ist hier nicht ber Platz.' Von allgemeinem, über die Fachwissenschaft hinausreichenbem Interesse ist es aber, baß seine statistischen unb wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten über Sterblichkeit unb Bevölkerungswechsel, über bie Bauernbefreiung unb ben Ursprung ber ßanbarbeiter, über bie Lanb- arbeiter in Knechtschaft unb Freiheit, über Grunb- herrschaft unb Rittergut unb anbere Hauptgebiete ber Nationalökonomie, wie vor ihm schon bie Werke Friebrich Lists, bie deutsche Volkswirtschaftslehre aus dem ihr zum Teil noch bis zum Umbruch 1933 anhaftenden Einfluß des dogmatischen englischen Liberalismus lösen halfen und in ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart hereinstrahlen. Wieder näher gerückt ist uns Knapp aber heute besonders durch sein 1905 erschienes seinerzeit viel umstrittenes Hauptwerk: „Die staatliche Theorie des Gelbes", bie ben Weg einer vom Gold als« Deckung gelösten, im Gegensatz zur „metallistischen" „nominalistischen", auf Krebit und Arbeit, gefunbe staatliche Finanzwirtschaft und Devisenpolitik gestützten Wirtschafts- und Währungspolitik betritt, ein Vorbote in gewissem Sinne bereits ber heute, allen früheren metallistischen Theorien zum Trotze, ins Werk gesetzten Neuordnung. | Dr. P. L. Heubner. Bhchertisch. — DerHüter der Schwelle. Don Weisheit und Liebe in ber Geisteswelt des Novalis. Ausgewählt und eingeleitet von Waldemar Bonsels. 140 Seiten. Geb. 3,50 RM. Münchener Buchverlag, München. — (115) — Bonsels, durch seine Bücher bekannter als durch seine Tätigkeit als Herausgeber, hat in diesem Buche eine Blütenlese zusammen- getragen, die gleichsam einen Extrakt aus dem romantischen Dichten und Denken des Novalis bar- stellt. Die Themenkreise, nach denen die Auswahl sich gliedert, sind überschrieben: Mann und Weid — Das Reich der Natur unb ber Seele — Menschen untereinander — Staat unb Gesellschaft — Kunst und Künstler — Zeitgenosse^ unb Vorläufer — Liebe zu Weisheit unb Wissenschaft — Gott, Welt, Religion. Mancher wirb vielleicht von biesen kurzen, übersichtlich dargebotenen Leseproben her am leichte» ften ben Zugang zu der im Gesamtwerte beschlossenen Welt ber Novalis gewinnen. Bonsels hat feiner Auslese eine knappe Studie über Novalis vorangestellt. Ein zweiter Band, der da§ schönste aus seiner lyrischen und epischen Dichtung auswählend vereini- gen will, ist geplant; ihm soll auch ein Lebensauf- riß des Dichters beigegeben werden. Hans Thyriot. _ D i e Feier des Lebens. Ein Buch ber Freundschaft für Heinrich Zerkaulen. Herausgegeben von Heinz Grothe, 170 Seiten. Edmund Huyke Verlag in Leipzig. — (14) — Zur Feier von Heinrich Zerkaulens 50. Geburtstage, der mit der Gießener Aufführung feines Schauspiels „Der Reiter" im voraus festlich begangen wurde, haben sich in iue,em Buche die Stimmen der Freunde unb Kameraden im Geiste zu einem volltönenden Chor zusammen- gefunden. Der Herausgeber Heinz Grothe macht mit einer liebevoll eingehenden Würdigung von Zerkaulens Lebensweg unb Werk ben Anfang, und in ben glückwünfchenden Stimmen berer, bie ihm folgen — wir finben unter ihnen z. B- Hans Brandenburg, Emil Dovifat, Hans Fr?"ck'Fntz Helke, Hans Christoph Ka^rgel, Felix Lutzkenvvrf, Gustav Schröer, Gerhard Schumann, Fritz Wachtler, So.ef Magnus Wehner und Edmund Huyke, der Zerkau- lens Gesamtwerk verlegerisch betreut sich die Persönlichkeit des Dichters auf die verschieben- artigste Weife. Hans Thyriot Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Obergefreite Joachim Plage aus Gießen, Schiffenberger Weg 24, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eifernen Kreuz IL Klaffe ausgezeichnet. Oie aktive Offizierslaufbahn im Heer. Meldefrist läuft am 15. März ab. Die Meldefrist für die Bewerber der Offiziers- laufbahn des Heeres läuft am 15. März 1942 ab. Bis dahin können sich die Schüler der 7. und 8. Klasse höherer Lehranstalten, die aktive Offiziere des Heeres werden wollen, bei dem für ihren Wohnsitz zuständigen Wehrbezirkskommando zur vorläufigen Annahme als Bewerber für die Osfizierslaufbayn des Heeres melden. Die Entscheidung über die endgültige An« nähme trifft das Oberkommando des Heeres im Laufe der Monate April bis Juni, die Einstellung der angenommenen Bewerber erfolgt am 1. Juli 1942. Es wird darauf hingewiefen, daß für die Bewerber für die Offizierslaufbahn die Ableistung des Arbeitsdienstes entfällt, daß die als Bewerber für die Offizierslausbahn angenommenen Schüler bei entsprechenden Schulleistungen Ende Juni in die 8. Klasse versetzt werden und bis zum 1. Juli 1942 die Bescheinigungen über die Zuerkennung der Reife von der Schule erhalten. Alle weiteren Einzelheiten sind bei den Wehrbezirkskommandos zu erfahren und aus den „Merkblättern für den Offiziersnachwuchs des Heeres", die bei allen Wehrbezirkskommandos, Wehrmeldeämtern und Arbeitsämtern erhältlich sind, zu ersehen. Mütter und Frontkämpfer bevorzugt. Bemerkenswerte Neuregelung In einer Tarifordnung. NSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat eine Tarifordnung für den Urlaub der gewerblichen Gefolgschaftsmitglieder in' der Eisen-, Metall- und Elektro-Jndustrie des Wirtschaftsgebietes Hessen einschließlich der Kreise Biedenkopf und Dillenburg erlassen. Sie ist rückwirkend ob 1. Januar 1942 in Kraft getreten. Während bisher der Urlaub nach den Betriebs- zugehörigkeitsjahren geregelt wurde, ist er nun auf das Kalenderjahr abgestellt worden. Diese Umstellung hat sich als notwendig erwiesen, da in den neuen Tarifordnungen anderer Jndustriegruppen der Urlaub bereits nach den Kalenderjahren berechnet wurde und eine Umrechnung bei Betriebswechsel, Dienstverpflichtung usw. auf Schwierigkeiten gestoßen ist. In der neuen Tarifordnung sind außerdem zwei neue Bestimmungen enthalten, auf die die Gau- waltung der Deutschen Arbeitsfront aufmerksam macht. Rach diesen erhalten die Inhaberinnen des Ehrenkreuzes der Deutschen Mutter einen zusätz- lichen Urlaub, und den Inhabern des Frontkämpfer- Ehrenkreuzes wird die Zeit ihres Kriegsdienstes ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt des Eintrittes in den Betrieb angerechnet. Gießener Mochenmarktprelse. * G i e ß e n , 7. Mckrz. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, Vz kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Weißkraut % kg 8 bis 11, gelbe Rüben 10 bis 12, Unterkohl, rabi 8 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15 Rpf. ♦ ** Die Zusatzkleiderkarte für Jugendliche, muh bis spätestens 31. März beantragt werden. In Betracht kommen die zwischen dem 2. September 1923 und dem 1. September 1928 gefrorenen Jugendlichen. Das Wirtschaftsamt gibt darüber heute Näheres bekannt. ** Die Anmeldung zur Berufsschule betrifft eine Bekanntmachung des Stadtschulamts Gießen in unserem heutigen Blatte. *A Der Schulanfang a m kommenden Montag wird heute in einer Bekanntmachung des Stadtschulamtes noch einmal in Erinnerung gebracht. Dabei werden gleichzeitig für die Schüler und Schülerinnen der Neuen Pestalozzi-Schule nähere Anweisungen gegeben. (Straff«mutter Gießen. Der W. P. in Breungeshain war angeklagt, im Jahre 1940 mit einer weiblichen Person unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben. Der Angeklagte war geständig und wurde, dem Antrag des Angeklageoertreters entsprechend, zu einer Gesamtgefängnis st rase von drei Monaten verurteilt. In der Zentrale der Gießener Versorgungswirtschast. Oie Organisationsarbeit beim Ernährungs- und Wirtschastsami. In den letzten Tagen haben Tausende von Volksgenossen wieder ihre Lebensmittelkarten für eine neue Dersorgungsperiode in Empfang genommen. Don den Abholern der Karten macht sich wohl kaum jemand Gedanken darüber, welcher umfangre.chen Vorarbeit es bedarf, bis die Ausgabe vor sich gehen kann, und welche Fülle von Kontroll- und Verrechnungsaufgaben zu bewältigen ist, damit der ganze Versorgungsapparat reibungslos und gerecht für jedermann arbeiten kann. Ein Besuch beim Ernährungs- und Wirtschaftsamt der Stadt Gießen hat uns interessante Einblicke nach beiden Richtungen hin gegeben. Die Zuteilung und Kontrolle für .die Ausgabe von Lebensmittelkarten und Bezugscheinen beginnt schon lange vor dem Erscheinen dieser Ausweise auf dem Ernährungs- und Wirtschaftsamt. Da es sich hierbei um Wertpapiere in des Wortes strengster Bedeutung handelt, ist im Interesse der gerechten Versorgung aller Volksgenossen peinlichste Gewissenhaftigkeit von Anfang an unbedingt ndt- wendig. Die erste Station der streng konttollierten Zuteilung ist bei der Herstellung der Lebensmittelkarten und Bezugscheinformulare in den Druckereien zu erblicken. Jede Druckerei, die mit der Lieferung — um hier nur ein Beispiel zu erwähnen — von Lebensmittelkarten beauftragt ist, erhält das erforderliche Papier unter genauer Kontrolle durch das Landesernährungsamt zugeteilt. Dabei ist durch sorgsame Berechnung festgestellt worden, wieviel Lebensmittelkarten jeder Druckbogen ergeben muß, so daß also beim Druck der Karten unter allen Umständen festgelegt ist, wieviel Bogen des Papiervorrats jeweils erforderlich sind. Jederzeit kann durch eine Nachprüfung des Papiervorrats ermittelt werden, ob die Druckauflage in der Stückzahl richtig geliefert ist. Außerdem sind natürlich in den Druckereien noch mancherlei weitere Siche- rungsmaßnahmen sowohl beim Druck, als auch bei der Ablieferung der Karten an die Verteilungszentrale getroffen worden, für deren strengste Durchführung der jeweilige Betriebsführer verantwortlich ist. Es kann danach nicht vorkommen, daß etwa von dieser oder jener Karte auch nur ein Stück „um die Ecke gehen", d. h. in unzulässiger Weise zum persönlichen Gebrauch verwandt werden kann. Von der Druckerei werden die Karten an das Ernährungs- und Wirtschaftsamt abgeliefert, das den richtigen Empfang durch Quittung bestätigen muß. ^Stahlfchränke, die einbruchs- und diebessicher sind, nehmen die Karten bss zu den Tagen der Ausgabe an die Versorguygsberechtigten auf. Selbstverständlich wird mittlerweile auch auf dem Amt die genaueste Kontrolle des Kartenvorrats durchgeführt. Durch eine gründliche Kontrollorganisation an Hand von Listen und Gegenlisten hat das Ernährungsamt alle erdenkliche Vorsorge getroffen, daß auch auf dem Amt nicht eine einzige Karte abhanden kommen kann. Zur Belieferung der Versorgungsberechtigten ist der Gießener Stadtbezirk in sechs Verteilungsstellen aufgeteitt, nämlich in die Bezirke Ost, Süd, Mitte, Nord, Wieseck, Klein-Linden. Für jcd-e dieser Bezirksstellen ist die Zahl der bezugsberechtigten Personen genau festgestellt und durch fortlaufende Registrierung der Ab- und Zugänge auf dem Laufenden gehalten, ebenso ist in den Verteilungslisten zahlenmäßig genau festgelegt, wieviel Stück der nerf(Siebenen Karten und Arten jeder Bezirk zur Belieferung der Versorgungsberechtigten erhalten muß. Einige Tage vor her Ausgabe werden die Verteilungsstellen gegen Empfangsquittung mit der erforderlichen Anzahl von .Karten beliefert, damit diese in die Verteilungsmappen zur schnelleren Abfertigung der Abholer eingeordnet werden können. Am Abend des jeweiligen Ausgabetages ist bann an Hand der Ausgabebücher, in denen jeder Kartenabholer den Empfang der Karten durch Namens- unterschrift beftätiaen muß, die Verteilung bei der Zentrale nachzuweisen oder es sind die nichtabgeholten Karten in der genauen. Stückzahl zurückzu- geben. Heber diese Abrechnung erhält die Bezirksstelle von der Zentrale eine Entlaskungsquittun-g ausgestellt, die den ordnlrngsmäßigen Befund bescheinigt. In der gleichen Weise wird mit den Ausgabestellen für Reise- und Gaststättenmarken, Urlauberkarten und bei den in Kürze neu heraus- kommenden Lebensmittelmarken für eine bestimmte Gruppe von Dersorgungsberechtigten verfahren. Wenn man sich vor Augen hält, wie v elfältig die Arten von Lebensmittelkarten sind, mit denen die Dersorgungsberechtigten beliefert werden, so kann man sich einen Begriff von dem Umfang der Arbeit machen, die allein auf diesem Gebiete von dem Ernährungsamt zu leisten ist. Dabei handelt es sich aber nicht nur um den Ablauf der Ausgabe- arbeit, sondern auch um die strenge Handhabung aller Kontrollmaßnahmen, damit keine der Karten zu Unrecht ausgegeben wird oder sonstwie abhanden kommen kann, weil eben immer der oberste Grundsatz durchgeführt werden muß, daß die gerechte Verteilung unter allen Umständen sicherzustellen ist. * Wer zu Unrecht Lebensmittelkarten bezieht, macht sich strafbar. Fälle dieser Art sind auch dem Er- nährungsamt in Gießen wiederholt zur Kenntnis gekommen. Wer z. B. beim Wegzug von Familienangehörigen die aus der hiesigen Versorgung ausscheidende Person nicht abmeldet und deren Lebensmittelkarten weiterbezieht und für sich verwendet, während die weggezogene Person an anderer Stelle (z. B. bei der Wehrmacht ober im Reichsarbeits- dienst) ihre Verpflegung empfängt, begeht eine strafbare Handlung, die das Ernährungsamt auf Grund gesetzlicher Vollmachten in leichteren Fällen mit empfindlicher Geldstrafe ahnden kann, in schwereren Fällen aber der Staatsanwaltschaft zur gerichtlichen Bestrafung anzeigt. Oder wenn einer auf der Fetttarte einen von dem Kaufmann entwerteten Abschnitt durch Radierungen oder dergleichen „frisiert", um nochmals Mit diesem Abschnitt einzukaufen, dann verfällt er gleichfalls der Bestrafung, die auch in einer vom Ernährungsamt festgesetzten Geldstrafe besteht, bei schwereren Fällen der Staatsanwaltschaft zur gerichtlichen Entscheidung angezeigt wird.. Neuerdings sind die Lebensmittelgeschäfte vom Ernährungsamt ermächtigt worden, bei den Fettkarten die bisher durch Stempelaufdruck entwerteten Bezugsabschnitte evtl, durch Ausschneiden aus der Karte zu entfernen, um damit von vornherein alle Möglichkeiten zur mißbräuchlichen Benutzung der Karte auszuschalten. , * Sind die Kontrollmaßnahmen für die Ausgabe der Lebensmittelkarten schon sehr weitreichend, so sind die Sicherungen bei der Verwendung der Bezugscheine für Spinnstoffwaren und Schuhe, entsprechend dem ganzen Verlauf der Belieferung, der Ausgabe und der Verrechnung, noch umfassender. Im Grundsatz gilt hier das gleiche Verfahren wie bei den Lebensmittelkarten, d. h. die einzelnen Der- teilungsstellen werden mit gewissen Mengen von Bezugscheinen abschnittweise versehen, haben darüber Empfangsquittung zu geben und ihrerseits die entsprechenden Kontrollisten zu führen. Darüber hinaus wird aber auch in der Zentralstelle eine Listenkontrolle ausgeübt, die vom Augenblick des Eintreffens der Scheine von der Druckerei in Berlin bis zum Wiederauftauchen in den Akten des Amtes nach der Ausgabe und Warenlieferung die genaue Verfolgung des Weges dieses Scheines ermöglicht. Da kann durch die Kontrollisten beispielsweise genau festgestellt werden, wann der Schein Nummer ... von der Druckerei beim Amt angeliefert wurde, welche Ausgabestelle ihn erhalten hat, an welchen Versorgungsberechtigten er auf dessen Antrag verabfolgt worden ist, welches Geschäft den Schein beliefert und dann zur Ausgabegutschrift dem Wirtschaftsamt wieder übermittelt hat. In diesen sorgsam kontrollierten Kreislauf ist auch stets der Antrag des Dersorgungsberechtigten auf Ausstellung des Bezugscheins mit eingeschlossen, so daß zu jedem Bezugschein der erforderliche Anttag stets bei der Ausgabestelle nachweisbar fein muß. Dieses sinnreiche Kontrollsystem, das in wesentlichen Teilen durch die Initiative und eigene Arbeit unseres Gießener Ernährungs- und Wirtschaftsamtes geschaffen wurde, hat sich bisher in so. vortrefflicher Weise bewährt, daß es den glatten Ablauf der Dienstvorgänge nur gefördert uni) wegen feines reibungslosen und sicheren Funktionierens auch mehrfach die Anerkennung von vorgesetzten Dienststellen erhalten hat. Oeftere unvermutete Revisionen, die gewissermaßen mit dem „Kassensturz" großer Geldinstitute oder Behörden vergleichbar sind, haben bis jetzt noch immer zu dem erfreulichen Ergebnis geführt, daß keinerlei Unstimmigkeiten bei der Ausgabe und Verrechnung der Bezugscheine zutage getreten sind, ein Resultat, das der sorgsamen Arbeit auf unserem Wirtschaftsamt nur das befiel Zeugnis ausstellt. Das ist gewiß keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, daß im Verlaufe jedes Monats eine nach Taufenden zählende Menge von Bezugscheinen ausgegeben wird und mit den Landeswirtschaftsämtern sowie den übrigen BeschafsungsstelleNl zu verrechnen ist. In das gleiche Aufgabengebiet gehört die fortge« setzte Kontrolle der mit den Reichskleiderkarten zurrt Einkauf in den Geschäften verwendeten Punkte, ba von deren genauer Verrechnung die Beschaffung weiterer Warenmengen immer abhängig ist. Nebenbei fei hier darauf hingewiefen, daß die Zweite Reichskleiderkarte nicht etwa schon ungültig geworden ist, sondern noch bis zum 31. August 1942 ihre Gültigkeit behält. * So dient das Ernährungs- und WirtfchastsamL durch feine Derwaltungsarbeit, deren großer Umfang nach außen hin nicht weiter in Erscheinung tritt, der gerechten Versorgung aller Volksgenossen und damit auf feinem Gebiete der wirtfchaftltchen Kriegführung dem großen Ziel der gemeinsamen Anstrengungen aller deutschen Menschen, nämlich der Erringung des vollen deutschen Sieges über alle unsere Feinde. 6. Die drei ziemlich schmächtigen Akte von Gerhard Brückner nach Max Dreyers Roman „Das Himmelbett von Hilgenhöh" sollten unter einem näheren Titel laufen; „Die zärtlichen Verwandten" nach Benedixens Muster, oder „Verwandte find auch Menschen", wie der Film es ausdrückte, oder „Die Er- ziehung zur Volksgemeinschaft im engsten Kreise". Ein reicher Witwer schenkt nach einem glimpflich verlaufenen Autounfall seinen Verwandten, die sich schon auf eine feiste Erbschaft gespitzt haben, ein Häuschen an der See zu ausdrücklich gemeinsamer Benutzung. Da es nur auf ein „heiteres Spiel" ab- gesehen war in der menschenfreundlichen Absicht, die auf unversehens gewonnenem Grund und Boden zusammengesperrten, erbschleichenden und habgierigen Verwandten kräftig zu ärgern und gegeneinander aufzustiften, entwickelt sich nach den ausführlichen Präliminarien des ersten Aktes im sommerlichen Dünenhaus die handgreifliche Situationsdrastik des Schwankes. (Der große Mokiere machte, vor langer Zeit aus ähnlichen Voraussetzungen in einer kurzen Szene eine unheimlich entschleiernde Charakterko- möbie.) Die Mitglieder der Sippe verschwören sich Theater -er Universitätsstadt Gießen? Gerhard Brückner: »Das Himmelbett von Hilgenhöh.'' gegeneinander und sind teils bestrebt, sich wechsel« feitig hinauszuekeln, teils sich zu betrügen, so du; der inzwischen genesene Erbonkel feine helle Freude daran hat. Das Himmelbett, das dem Ganzen den Namen gab, spukt erst im dritten Akt hinter den Kulissen: es steht in einem Bauernhause am Strand und bietet dem einen auf einer Segelpartie bei remitier gestrandeten illegitimen Pärchen eine wärmende Zuflucht. Dieses Pärchen erhält zuletzt das Häuschen des Onkels zur Belohnung für sich allein.— Herr Löffler hatte eine freundliche, sommerliche Dünenlandschaft auf die Szene gezaubert. Herr G. F. Ludwi*g als Spielleiter malte die Situation heim Backwunder Reese-Gesellschaft, Hameln Der feurige Ofen Boman von Hans von Hülsen 83 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Fehr nahm sich zusammen: „Da du ja in Lappersdorf sein wirst, Ulla, so wäre es mir lieb, wenn du das auch in Zukunft besorgtest." Dann verabschiedete er sich, aing ins Hotel, verbrachte eine unruhige Nacht uno reiste am nächsten Morgen zurück. Ulla und ihr Mann fuhren unmittelbar nach dem kleinen Essen im Hotel Bellevue für ein paar Tage ins Sächsische Erzgebirge, mit Schneeschuhen, Skistöcken und Rucksäcken bewaffnet — das war ihre Hochzeitsreise. Ullas Vorschlag, nach Pommern zu Wulslams Mutter zu fahren, hatte et abgelehnt: „Später, Liebling. Das kostet jetzt zuviel Zeit. Ich brenne darauf, daß wir uns in Lappersdorf einrichten. Alles können wir doch dem guten Riemchen nicht allein überlassen!" Riemchen hatte am Morgen des ersten März ihre Habfeligkeiten in den Reisekorb gepackt, mit dem sie vor beinahe fünfundzwanzig Jahren in Schloß Lappersdorf eingezogen war, und ihn durch zwei Jungen aus dem Dorf auf dem Rodelschlitten weg- schäften lassen. Zu einem Abschied von Fehr kam es nicht, denn er war mit Marion in der Kreisstadt, als sie das Schloß verließ. Eine Stunde später band sie sich eine große Schürze um und begann, in dem neuen Hause am Ende des Dorfes zu wirtschaften, damit Ullachen es doch wenigstens gemütlich hätte, wenn sie morgen mit ihrem Manne einträfe. Sie hatte sich ein kleines Mädchen zur Hilfe genommen und schrubbte und scheuerte den ganzen Nachmittag. Am Abend fand sie noch Zeis, in den nahen Wald zu gehen und Tannengrün für eine Girlande zu besorgen, die denn auch wirklich an der Tür prangte, als das junge Paar am nächsten Nachmittag eintraf — zum letzten Male mit einem Mietsauto; denn das zweisitzige Kabriolett, das Ulla, wie sie sich ausdrückte, „sich selbst zur Hochzeit geschenkt" hatte, war noch nicht geliefert worden. Nun begannen herrliche Tage für sie und Wulf- lam! Sie waren sich darüber einig, daß nichts soviel Freude mache, wie die Einrichtung, eines Hauses. Acht Zimmer waren, auszustatten: unten der kleine Warteraum und daneben das große, helle Ordinationszimmer, an dessen Wänden sie die mit hundert blinkenden Instrumenten gefüllten'Vitrinen aufftcüten; linker Hand ein kleines Kabinett, das Wulflam als Studierzimmer dienen sollte, mit Regalen für Bücher und Zeitschriften, auf die Ulla ihn ohne sein Wissen abonniert hatte. Die Küche im Erdgeschoß — denn das Haus war urfprünglid) als Zweifamilienhaus gebaut worden — ließ sie einstweilen leerstehen, mit dem Vorsatz, dort allmählich eine Art von Laboratorium einzurichten. Im oberen Stockwerk entstanden unter ihren flinken Händen die Wohnzimmer: die beiden Schlafzimmer, das Eßzimmer, und ein kleines Gelaß für Ulla, genau über Wulflams Studio. Alles kostete unendliche Mühe und machte unendlich viel Freude. Stundenlang mußte Ulla allein earbeiten: dann war Wulflam auf- Praxis. Sein Vertreter, ein junger Arzt aus der Kreisstadt, hatte ihm ein Paar Fälle hinterlassen, die seine ganze Aufmerksamkeit forderten: gleich am Tage nach der Ankunft sah er bis in den grauenden Morgen am Bette eines Kindes und kämpfte mit dem Tode um dks kleine, schüchtern flackernde Leben. „Du siehst, du hast einen Arzt geheiratet", sagte er, als er erschöpft in der grauen Dämmerung an Ullas Bett trat. „Ich bin stolz darauf", flüsterte sie und zog ihn zu sich nieder. War er fort, so hatte sie Zeit, mit Riemchen während der Arbeit zu plaudern. Sie erfuhr alles, was sich drüben im Schloß zugetragen hatte, alle Veränderungen, die dort vorgegangen waren, die aroße Gesellschaft, den Verkauf des Jagdhauses an Fontana — und die häufigen Besuche des „Musik- Professors", wie die alte Mamsell sich mit unverhohlener Geringschätzung ausdrückte. Und gleichsam zur Bestät-gung dieser Erzählungen sah Ulla, als sie zum Fenster ihres kleinen Zimmers hinausschaute, den roten Sportwagen in die Chaussee einbiegen und in Richtung nach dem Schlöffe verschwinden« Man ging in den März hinein. Er brachte übrigens garstiges Wetter, Tauwetter, Schlackerwetter, das die Menschen im Haus gefangen hielt. „Raoul" und „Fatme" hatten faule Tage, denn Fehr und Marion ritten feiten aus: die Waldwege waren grundlos, das Wasser schoß irv starken Bachen von den Bergen zu Tal, auf dem Teich im Park schwamm schon eine dicke, graublinde Scheibe, die Eisdecke, und die Wiesen rund ums Dorf waren überschwemmt. Dann und wann hielt Fabian, der seit einiger Zeit immer mürrisch war, weil er sich mit der neuen Mamsell aus Breslau nicht zu stellen vermochte —, mit dem Auto vor dem Schloßportal: die Herrschaften fuhren aus, zu Diners auf den Gütern der Umgegend, nach Körnerswalde, nach Seidelwitz, nach Schulzendorf; aber sie kamen meist früh zurück, denn immer drängte Marion zu zeitigem Ausbruch. Es war rasch gekommen, wie Fontana -es ihr Dorausgejagt: sie fand kein Verhältnis zu diesen Menschen. Sie glaubte zu fühlen, daß die Damen ihr auswichen, sie nicht als Ihresgleichen nahmen und anerkannten; schlimmer: fit fühlte, daß die Augen der Herren mit einem Ausdruck über sie hin- gingen, der ihr aus den Anfängen ihrer Theaterzeit nur allzu bekannt war, — damals, als ein wohlwollender Regisseur ihr einmal gesagt hatte: „Mein liebes Kind, — bis Sie großen Erfolg gehabt haben, werden Sie von den Männern als Freiwild betrachtet!" — Sie hütete sich, Fehr etwas von ihren stummen Eindrücken anzudeuten; aber sie begann doch sanft zu bremsen, wenn er immer neue Geselligkeit fuchte, in dem Glauben, ihren Wunsch zu erfüllen. Allmählich war ihr die Stille und Einsamkeit des Schlosses lieber als alle Berührungen mit einer Welt, die nun einmal so gar nicht die ihre war. Christian Fehr merkte diese Wandlung kaum. Und als er sie merkte, nahm er sie nach seiner Art, ohne viel nach den Gründen zu fragen. 2hm selber lag am Verkehr mit den Agrariern der Gegend wenig, er hatte ihn, bei Annettes Lebzeiten, reichlich genossen. Diel lieber lebte er seinen Sammlungen, kümmerte sich ein roenia um seine Unternehmungen bas meiste tat ohnehin Forstmeister Koch — Uno verbrachte die freie Zeit mit Marion. Im Dorf ließ er sich durch Wochen nicht sehen, teils, weil er em schlechtes Gewissen gegen die alten Meister hatte, vor allem aber, weil er vermeiden wollte, Riemcheut oder gar Ulla in die Arme zu laufen. Er hörte dann und wann etwas von ihr, Horts es aus Bemerkungen heraus, die der Forstmeister gelegentlich fallen ließ. Der hatte wegen eines Furunkels Dr. Wulflam konsultiert und erzählte Dort hem neuen Haus, von dem Behanhlungszimmer mit ben Glasjchränken voller Instrumente, von hent Auto, mit hem Ulla ihren Mann chauffierte, wenn er entlegene Patienten besuchen mußte. Ulla hatte er auch gesehen bei hiefer Gelegenhei; sie hatte ihm hie Wunhe kreuzweise bepflastert unh dabei gesagt: „Ein rascher Schnitt, ein Pflaster drauf — und danrt heilt's zusammen." Fehr hörte das alles an, ohne durch ein Work zu verraten, daß es ihn interessiere. Er trug immer noch den Groll mit sich herum, der feit Dresden an feiner Leber fraß: kein großer Zorn, aber ent Fieber von wenigen Strichen, das rnchl welchen wollte. Marion fühlte wohl, wie es in diesem Punkt mit ihm stand. Sie sprach nie von Ulla, — der ja auch sie seit dem Dresdener Telephongespräch vor zwn Monaten ein wenig grollte; sie sagte ihm nicht daß sie Ulla wiederholt gesehen hotte im Vorbeifahren, Sonnabends, wenn sie zu Einkäufen in die ©taht fuhr. Das tat sie an .jedem Sonnabend. Und es war auch nötig, daß sie sich selber um die Wirtschaft kum- vierte; denn mit Der neuen Mamsell, Fräulein Riemchens Nachfolgerin, war, roje sich bald heraus- stellte, nicht großer Staat zu machen, sie kanl aus einem städtischen Dillenhaushalt und konnte mit der ländlichen Einsamkeit nicht fertig werden: aus ihrer dauernden Mißlaune entsprang Gleichgültigkeit und Mangel an Voraussicht, der einem Landhaushalt nie zuträglich ist und wie Sand im Getriebe wirkt. Fabian begann zu murren, daß er immer und immer wieder in die Stadt mußte, weil irgendeine wichtige Kleinigkeit vergessen worden war. So nahm Marion schließlich die Sache selver in die Hand — froh im Grunde, etwas zu tun zu haben —, machte sich die Woche über eifrig Notizen in ihrem kleinen Buch mit dem Chintz-Einband, und fuhr am Sonnabend nach dem schwarzen Kaffee ab. (Fortsetzung folgt) zenmehlmarkt ist zur OPFER50NNTÄG/8.MÄRZ Wie kommt das..? 275 A 4 Pt Bind gui und ein besondeier Genuß von A-Z Wäsche lange die leichte Sie hält, was Ihr Name ver« " spricht sie ist wirklich mildl Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Frau Müller wäscht ihre Wäsche so schonend, daß Friedrichstr.7 । Lieferant aller Kassen und stark Stellen der halten» Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei lÜRO-EINRJCHTUNGEM Gießen. Bahnhofstraße. Mehr Freude an der Natur durch Bermühier-Bücher! der Schmutzlöser mit der Doppelwirkung Verdunketungszeit: 7. März von 20.11 bis 7.24 Uhr. 8. März von 20.13 bis 7.22 Uhr. Frankfurt a. M., 7. März. (Vorbericht.) Cs notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 42,50 bis 46,50, Bullen 40 bis 44,50, Kühe 25 bis 44 50, Färsen 41,50 bis 45,50, Kälber 40 bis 59, Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. VVerkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nndn. Saoilafiistenmeist. 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Deshalb soll man auch kleine Verletzungen, wie sie so häufig tm Saushalt, im Beruf oder beim Sport durch Schnitte, Stiche, Risse, Bisse und dergleichen verursacht werden, nicht unbeachtet lassen, sondern sie sofort mit der bewährten Sepso-Tinktur des- infizieren. Sepso-Tinktur, die wie Jod-TinktuL desinfiziert und genau so angewandt wird, tote« die in die Wunde eindringenden Bakterien und verhindert Entzündungen. Sie erhalten das Präparat in allen Apotheken und Drogerien ztt niedrigen Preisen in Flaschen verschiedener? Grüße sowie in Tupfröhrchen zu RM. --,49/ die bequem mitzuführen und besonders auch für die! Hausapotheke zu empfehlen sind. Besuchen Sie die Gaststätte Württemberger Hof Inh. Karl Schäfer 0946 Gießen, Bahnhofstraße 15 Angenehmer Aufenthalt Wl- uoö ArleuvMMlk Gießen. L.ZMWMWW rauh geputzt und gespitzt, u. bitten um Offerte Junker, Vereinsleiter. Betr.: Hundesteuer 1942. Bekanntmachung. Ich mache darauf aufmerksam, daß diesenigen hiesigen Einwohner, die im Laufe des Rechnungsjahres 1941 (1. April 1941 bis 31. März 1942) Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben, dies spätestens bis zum 31. März 1942 entweder schriftlich eher mündlich auf dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 24, während der üblichen Dienststunden anzeigen müssen. Vordrucke für diese Abmeldungen sind bei der bezeichneteil Stelle erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundesteuer dauert bei Nichtabmeldung auch im folgenden Jahr, und zwar so lange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gießen, den 3. März 1942. 798C Der Oberbürgermeister: Ritten j t ? v auch empfindliche Stücke beanspruchte V einoesoRTi < vlIUMroip lung. Ich kann Ihnen nur sagen, daß ich lediglich staunen konnte, als alle Sachen zum Vorschein kamen. Wir waren alle geschlagen ob solcher Gebefreudigkeit, wie sie da gezeigt wurde. Ich bekam einen Pullover, ein Paar Strümpfe, einen Ohren- schützer, ein Paar Handschuhe und einen Schal. Das gleiche bekam fast jeder Kamerad von uns. Dazu für meinen Trupp zwei Pelzmäntel. Danken können wir a niemandem dafür, da nirgends ein Absender angegeben war. Aber um so freudiger tut man jetzt wieder seine Pflicht." , „Was die Heimat an Wollfachen alles gespendet hat, sehen wir am besten daran, daß an jedem Soldaten unserer Division 15 verschiedene Gegenstände, die aus der Wollsammlung stammten, ausgegeben werden konnten." Die Freude unserer tapferen Soldaten, die für uns draußen jedes Opfer bringen, von dessen Größe wir uns im einzelnen überhaupt keine Vorstellung machen können, mag uns in der Heimat, die wir zu der Wollsammlung beitrugen, schönster Lohn sein. Unsere Versorgungslage. G. A.-Epork. Handball-Gauklaffe. Luftwaffe Gießen — S2L Frankfurt. Nach der Pause nehmen die Handballspiele ihre Fortsetzung. Da Friedberg aus der Gauklasse ausgeschieden ist, hat es für die Luftwaffe durch Punktabzug Nachteile ergeben. Hinzu kommt noch, daß einige gute Kräfte nicht mehr zur Verfügung stehen. Im Vorspiel gelang der SA. ein 9:5-Sieg. Durch Hallenhandball konnten sie sich auch weiterhin betätigen. Es bleibt abzuwarten, ob die Mannschaft nicht geschwächt ist. Unter Mitwirkung des Internationalen Schunk werden sie versuchen, auch in Gießen zu einem Erfolg zu kommen. Bis jetzt haben die Frankfurter nur einen Spielverlust zu verzeichnen, so daß sie bei der Vergebung der Gaumeisterschaft noch ein ernstes Wort mitreden werden. Auf der anderen Seite wissen die Soldaten, daß zum Verbleib in der Gauklasse unbedingt noch einige Treffen gewonnen werden müssen. Handball der HI. Luskwaffe II — Dannauswahl Bann 116. Vor dem Spiel der Gauklasse kommt dieses Treffen zum Austrag. Erfreulicherweise hat sich die Luftwaffe als Gegner zur Verfügung gestellt, da andere Einheiten in der Umgebung nicht bestehen. In diesem Jahre erwartet man, daß die Vertretung des Bannes bei den Gebietsmeisterschaftsfpielen weiter als sonst kommt. Neben diesem Spiel werden noch andere folgen, fo daß die beste Auswahl getroffen werden kann. In der sonntäglichen Begegnung besitzen die Soldaten die größeren Siegesaussichten, da die Vertretung des Bannes sich als Einheit noch nicht näher kennt. Dieses Spiel wird als Belehrungsspiel für Schiedsrichteranwärter gelten. Da ältere Schiedsrichter zur Zeit nicht in genügender Zahl vorhanden find, wird auch durch die HI. diese Angelegenheit eingehend behandelt werden müssen. - Landkreis Gießen. • Steinbach, 7. März. Frau Ww. Maria Margareta Burk, geb. Roth, wird am morgigen Soyntag, 8. März, in guter Frische 8 0 Jahre alt. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. Kreis Wetzlar. Q] Wißmar, 4. März. Der Zweigverein Wiß- mar des Westerwald Vereins hielt am Sonntag in der Gastwirtschaft Leib feine diesjährige Generalversammlung ab. Vereinsführer Heinrich Mandler gedachte der Wanderkameraden im grauen Rock, mit denen der Verein in ständigem Schriftwechsel steht, und verlas einige Briefe aus dem Felde. Im abgelaufenen Wanderjahr wurden eine Anzahl Wanderungen durchgeführt, über die Wanderwart Wilhelm Becker einige Erlebnisberichte erstattete. Aus der übrigen Tätigkeit des Vereins wurde die Aufstellung von weiteren Ruhebänken im Gemeindewald festgestellt. Der Vereinsführer ermahnte zu reger Mitarbeit und zur Beteiligung an den Wanderungen. Vier Mitglieder wurden im Laufe des letzten Jahres neu in den Verein ausgenommen. — Am Samstag sand eine Versammlung der Landwirte unter Leitung des Ortsbauernführers Wilh. W a g n ar in der Gastwirtschaft Leib statt. Es wurden verschiedene wichtige Fragen geklärt, weiter wurden die Bedingungen bekanntgegeben, die zum Bezug von Saatgut erfüllt werden müssen. Für die Ablieferung der Eier wurden einige Neuerungen bekanntgegeben. \ Frankfurter Schlachtvlehmarkt. \ Die Versorgungslage auf dem Roggen- und Wei- * 7 „ Zeit ausreichend. Die Zuteilung von Roggen und Weizen an die Mühlen wurde planmäßig organisiert. Soweit die Verhältnisse es zulaffen werden, wird Bekanntmachung. Betrifft: Zufahkleiderkarte für Jugendliche. Die zwischen dem 2. September 1923 und dem 1. September 1928 geborenen und in Gießen wohn- haften Jugendlichen erhalten auf Antrag eine Zu- satzkleiderkarte. Der Antrag muß fchriftlich auf vor- geschriebenem Formular — erhältlich in der Druckerei Albin Klein, Gießen, Hindenburgwall Nr. 21 — bet dem Wirtschaftsamt bis spätestens 31. Marz 1942 gestellt werden. In Frage kommen nur solche Jugendliche. die sich in Gießen aushalteu. Jugendliche, die zum Reichsarbeitsdienst oder zu der Wehrmacht einberufen sind, haben keinen Anspruch auf die Zu- sahkarten. Der Tag der Ausgabe der Zusatzklelderkarten wird demnächst amtlich bekanntgemacht. 8000 Gießen, den 7. März 1942. Dtt Oberbürgermeister der Stadt Gießen« Mrtlchaftsmnk ' der Vorratsbildung zngefuhrl werden. Gleichbleibend stark war auch das Streben nach Absatz von Kälbern, so daß gewisse Mengen den Verarbeitungsbetrieben überwiesen werden konnten. Auch Schweine kamen in größerer Anzahl als erwartet heran, wes- >alb auch hier lieber!errungen an die Industrie erfolgen konnten. Nach den Voranmeldungen für dis kommende Woche ist die weitere Möglichkeit von Zuführung an die Dorratsbildung zu erwarten. Die Versorgung mit Milch, Milcherzeugnissen, Oelen und Fetten war den Verhältnissen entsprechend ausreichend sichergestellt. Wie schon mehrmals sestge stellt, müssen mit Eiern zunächst noch die Ansprüche aus dem 31. Versorgungsabschnitt befriedigt werden. Erst dann können die unlängst aufgerufenen zwei Eier zur Auslieferung gelangen. Die Aufrufe müffen aus organisatorischen Gründen immer frühzeitiger erfolgen, als die Verteilung an die Verbraucher beginnen kann. Die Bekanntgabe des Aufrufes darf deshalb nicht fo aufgefaßt werden, als ob die Eier in diesem Augenblick in den Einzelhandelsgeschäften schon bereit stünden. Inzwischen läuft die Ausgabe des Bienenhonigs. ^chronische D^schleirmmg, hartnäckiger Loftröhreaeatarrh ood Atem- beschwerden werden seit Jahren mit Or. Soether-Ta-leNeu, auch m alten Fallen, erfolgreich bekämpft. Die-> bestätigen die v.elen oft gerade, m begeisterten Dankschreiben von Verbrauchern. Dr.Boeth-r.Tabl-t. ten stnd ein unschädliches kräuterhaltiges Speziolmlttel. Enchalt r erprobte Wirkstoffe. Stark schleimlösend and auswurffördernd. Reinigt, beruhigt und kräftigt das angegriffene Bronch.engewebe. In Apotheken Jt 1.81 und 3.24. Interessante Brofchür, kostenlos durch MEDOPHARM, München 62/8 — Oie Wollspende s bei Lessen-Nassaus Soldaten. NSG. Ueberall gehen gegenwärtig Frontbriefe ein, deren Inhalt ein Niederschlag dankerfüllter Herzen gegenüber der Heimat und ihrer fürsorglichen Gebefreudigkeit ist. Zwei Briefe, die an Die Ortsgruppe der NSDAP. Wolfgang im Kreis Hanau gerichtet find, legen deutlich Zeugnis von dem Echo ab, das die Sammlung von Woll- und Wintersachen bei den Soldaten unseres Gaugebietes auslöste. Der Inhalt lautet: „Hier ist es im allgemeinen noch etwas kälter als am alken Standort. Na, jetzt sind wir ja ganz gegen diese Einflüsse geschützt. Wir bekamen nämlich vor einigen Tagen unseren Anteil von der Wollsamm- ntff Behagen öus und brachte die schwankhasten Effekte kraftvoll an den Mann. (Einige Unebenhei- ten im Dialog werden sich wohl noch abschleifen.) Herr Ludwig spielte auch mit genußvoller Bosheit den sarkastischen Erbonkel. Renate F reih en war die appetitliche Schwester Gesine, mit deren ftilfe er schnell und dauerhaft gesundet. Hella H e n z k y und Herr Bergmann, Tante Klo und Onkel Matthias, verschossen die nachdrücklichen Pointen der älteren Generation; Annemarie Schwind und Herr Payer, obwohl es nichts zu fingen gab, repräsentierten die Operette; Käte Jaenicke und und Herr C. B. Schmidt erschienen als die unerschrockenen Schiffbrüchigen aus dem Himmelbett und die gerechterweise endgültig lachenden Erben. Herr Volck war der biedere Verwalter, den aus heiterem Himmel die Schlafkrankheit überkommt. — Ein niedliches Hündchen und ein Geflügelhof mit aufgeregten Perlhühnern (im Hintergründe) fpielten zum Vergnügen des lebhaft applaudierenden Publikums ebenfalls mit. Hans Thyriot Kampf dem Zahnverderb. Ganz einfach! Frau Müllet löst den Schmutz vor dem Waschen gleich richtig auf. Sie verwendet stets Burnus, den Schmutzlöser, der auch das Wasser weich macht. Frau Müller fragt lieber noch einmal nach, wenn Burnus nicht gleich erhältlich ist. Burnus ist ja so Sparsam im Gebrauch. Das macht den Unterschied! Schmutzauflösen schon beim Einweichen — durch Burnus! Seine Wirkstoffe lösen den Wäscheschmutz auf natürlichem Wege so auf, daß er ins Einweichwasser übergeht. Das Gewebe wird niemals angegriffen. Langes Kochen und scharfes Reiben der Wäsche werden überflüssig — die halbe Wascharbeit, Wasch* mittel, Seife und Feuerung werden gespart Die Wäsche wird geschont und hält länger! Die Kaufmännische Krankenhasse Halle a.d.S. führte im großen Saale des „Burghof" eine Mit- gliederoeranstaltung im Rahmen ihrer vorbeugenden Gesundheitsfürsorge durch. Zahnarzt Dr. med. dent. Bender (Gießen) hielt einen sehr lehrreichen Vortrag über das Thema .Kampf dem Zahnverderb", worauf der interessante Film „Lebende Werkzeuge" gezeigt wurde. Der Vortragende verstand es, seine Zuhörer von der Wichtigkeit der Kaufunktion als erste Voraussetzung für die Gesundheit zu überzeugen und wies in aut verständlichen Worten nach, welche ungeheuren Nachteile die Zahnschäden, insbesondere die so weit verbreitete Karies (Zahnfäule) und die Paradentose (Zahnfleischschwund) für den menschlichen Organismus bedeuten. Wenn die er- krankten Zähne nicht rechtzeitig behandelt werden, können sie zu sehr ernsten Erkrankungen, wie Ge- lenkrheuma, Herzmuskel- und Nierenentzündungen führen Der Vortragende erläuterte auch die Gefahren der jetzt so häufig bei den Kindern vorkommenden Stellungsanomalien, wodurch erhebliche Störungen der Kaufunktion eintreten. Die möglichst frühzeitige Behandlung dieser Stellungsanomalien ist dringend zu empfohlen. Dr. Bender verwies ferner auf die Schulzahnpflege und konnte mit Zah- len nachweisen, welche hervorragenden Ergebnisse hiermit erzielt'wurden. Am Schluß seines Vortrages gab er wichtige Hinweise für die Gesunderhaltung der Zähne.' Notwendig ist vor allem die Ernährung mit Frischgemüse, Vollkornbrot und Fisch. Ferner ist das alte Sprichwort zu beherzigen „Gut gekaut ist halb verdaut!" Da die meisten Infektionen durch die Mundhöhle erfolgen, ist eine gründliche Reini. gung der Zähne morgens und vor allem auch abends unbedingt notwendig. Der im Anschluß an den Vortrag gezeigte Film unterstrich die Ausführungen in guten lehrreichen Bildern. Der Bezuks- leiter der Kaffe dankte dem Vortragenden für feine vortrefflichen Ausführungen und bat die Anwesen- den, sich für einen regen Besuch der Vortragsver- anstaltungen einzusetzen. Hustenqualen und Bronchitis Bekanntmachung. Anmeldung zur Berufsschule in Gießen. Die an Ostern aus der Volksschule ausscheidenden Schüler und Schülerinnen sind verpflichtet, sich zum Besuch der Berufsschule anzumelden. Schüler(innen) einer Oberschule, die diese nicht vollständig durch- laufen, sind in der Regel berufsschulpflichtig (in solchen Fällen empfiehlt sich Rückfrage bei dem Leiter einer Berufsschule). Zur Ausfüllung eines Fragebogens ist bei der Anmeldung das erforderliche Schreibzeug (Federhalter) mitzubringen. Die Anmeldungen finden wie folgt statt: a) kaufmännische Berufsschule, Wernerrvall 18, am Freitag, dem 13. März 1942, um 19 Uhr ' für die aus den Volksschulen der Stadt Gießen , ausscheidenden Schüler(innen); vom 16. bis 21. März 1942 für die aus den Höheren Schulen der Stadt Gießen abgehenden und noch borussfchulpflichtigen Schüler(innen). b) Mädchen-Berufsschule, Kirchstraße 16, am Mittwoch, dem 11. Mürz 1942, um lO1^ Uhr für die Schülerinnen aus der Schillerschule und Volksschule Gießen-Klein-Linden: am Donnerstag, dem 12. Marz 1942, um 10^ Uhr für die Schülerinnen aus der Pestalozzi- und Goetheschule sowie Schülerinnen aus den Höheren Schulen der Stadt Gießen, die noch berufsschulpflichtig sind. c) Mädchen-Berufsschule Gießen-Meseck am Freitag, dem 13. Mär; 1942, um 9 Uhr in der Fabrikschiffe. d) Gewerbliche Berufsschule, Kirchstraße 16, am Mittwoch, dem 11. März 1942, um 8 Uhr für die aus den Volksschulen der Stadt Gießen, am Donnerstag, dem 12. März, um 8 Uhr für die aus den Volksschulen Gießen-Klein-Linden und Giehen-Dieseck abgehenden Schüler; vom 16. bis 21. März 1942 um 8 Uhr für die aus den Höheren Schulen der Stadt Gießen abgehenden und noch berufsschulpflichtche^ Gießen, den 5. Mürz 1942. Stadtschulamt Gießen. __________I. V.: Walter, Schulrat.___________ Bekanntmachung. Der Unterricht in allen dem Stadtschulamt unterstellten Schulen (Volks-, Berufsschulen, Mittel-, Vogtsche Handels- und Städtische Frauenarbeits- fchule) wird am Montag, dem 9. März 1942, in vollem Umfange wieder ausgenommen. 7940 Die Schüler und Schülerinnen der Neuen Pesta- lozzischule versammeln sich im Hofe der Alten Pe- stalozzifchule (Wernerwall 18), und zwar um 8 Uhr — mit Ausnahme der Kinder des 1. und 2. Schuljahres, die sich erst um 9 Uhr ebenfalls auf dem Hofe der Alten Pestalozzifchule einzufinden haben. Stadtschulamt Gießen. I. V.: Walter.______________ WAS DIE HEIMAT LEUTE! MUH VOR DER GESCHICHTE DEREINST BESTEHEN KÖNNEN DEO FOWOEQ AM 1104) £33________—— gang. Der Fleischbedarf konnte an sämtlichen Märkten ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Die Bereitste!- m>nrPi lung von Rindern überstieg immer nach erheblich Schafe 32 bis 45, Schweme 56,50 bis 63,aO. Mar den Bedarf. Es konnte eine größere Anzahl Rinder verlauf: alles zugetefft. ooclnocoo OBERHESSISCHE GESELLSCHAFT FÜR NATUR- UND HEILKUNDE - GIESSEN Naturwissenschaftliche und medizinische Abteilung Dienstag, 10. März 1942, 20 Uhr pünktlich im Hörsaal des Physiologischen Institutes Friedrichstraße 24 - Gastvortrag: Professor Yrjö Reenpää Direktor d.Physiolog.Institutes d. Universität Helsinki „Das psychophysische Problem im sinnesphysiologischen Versuch“ Gäste willkommen DIE HEIMAT WEIH.WAHIE DER FRONT SCHULDIG IST OPFER4ONNTÄG/8.MÄRZ helfen bei Rheuma, Gidit, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 Pfennig! Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERAL G. M. B. H., MÜNCHEN J 27/547 Kamn-, Hasen-, Rehfelle Füchse, Marder, Iltisse sowie alle anderen Felle kauft zu besten Preisen Heinrich Adorf, Marburg/Lahn Häute und Felle 4B0oD Telefon 2750 Die Evangel. Diakonieschwesternschaft stellt zum 1. April Sch Western Schülerinnen für die Krankenpflege ein in den Staat!, anerk. Krankenpflegeschulen in Erfurt, Stadt. 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Große Irrchwrehavsatz- verrarrstattrms in Gießen Am Tonnerstag, dem 12., und Freitag, dem l3.März 1942, findet in der Berfteigerungshalle Rhein-Main zu Gießen eine große Zuchtviehabsaßveranftaltung statt. Es gelangen zum Auftrieb: SZSöhenfleckviehbullen 25 hochtragende Söhenfieckviehkalbinnen SlZuchteder des deutschen veredelten Landschweines Zeiteinteilung: Tonnerstag, den 12. März 1942: 15 bis 18 Uhr Sonderkörung und Prämiierung der Zuchttiere. Freitag, den 13. März 1942: 9 Uhr Borführung der Zuchttiere. 10 Uhr Beginn der Eberoersteigerung. 11.30 Uhr Beginn der Kalbinnenversteigerung. 12 Uhr Beginn der Bullenversteigerung,. Kataloge für diese Zuchtviebabsabveranstaltung gegen Bor- Einsendung von NM. 1- durch die Geschäftsstelle der Züchter- vereprigungen, Tierzuchtamt Gießen, Friedrichstraße 6. 809 d Die Deutsche Arbeitsfront Berufserziehungswerk, Übungsstätte Gießen Anfang April 1942 beginnen in Gießen neue Lehrgemeinsdhaften für Berufstätige. Es kommen zur Durchführung: a) Doppelte Buchführung (Anf., Fortgeschrittene, Abschlußtechnik [Stufe III], Schwierige Abschlüsse [Stufe IV] b) Einzelhandelsbuchführung c) Kaufmännisches Rechnen d) Die Steuern des Kaufmanns . _ e) Warenkunde für den Lebensmittelkahfmann f) Förderlehrgang für kaufmännische Lehrlinge im dritten Lehrjahr (zur Vorbereitung auf die Kaufmannsgehilfenprüfung im Herbst 1942 und Frühjahr 1943) g) Kurzschrift und Maschineschreiben für Anf. u. Fortgeschr. h) Technisches Rechnen, Stufen I bis III (Eisen und Metall) i) Technisches .Zeichnen, Stufen I bis III (Eisen und Metall) k) Techn. Rechnen zur Vorbereitung auf Refa-Grundlehrgang 1) Elektrotechnik, Stufen I bis III. Auskunft und Anmeldung bei der Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront, Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstraße 18, täglich von 9 bis 13 und 14.30 bis 18 Uhr (außer Samstagnachmittag). 789 D NS.-ReidiskriecerbiiDd Krießertameradschalt M 1874, Gießen Sonntag, den 8. März, 15.30 Uhr: Jahres-Hauptappell im Burghof Vollzähliges Erscheinen im Dienstanzug wird erwartet. beeD Döhn, Kameradschaftsführer. Deutscher Alpen-Verein Zweig Gießen- Lberhessen Sonntag, d. 8.März 1942, 16 Uhr im gr.Saal des.Hotel-Nestaurants Hindenburg 791D VORTRAG des Herrn Studiendirektors Dr. Tiehl, Tarmstadt NahirheoliacliinnOen im Oelzla! mit farbigen Lichtbildern, Eintritt frei! Gäste können eingeführt werden. Frauen. Töchter, Verlobte! Mittwoch und Donnerstag, den 11. und 12. März, findet im Part.-Saal _ des Hotel Schütz, Gießen, Bahnhof- " straße, mein beliebter zweitägiger ~ Sisdfadeefi- und "Servier- jfursus mit praktisch. Vorführungen statt: Serviettenbrechen, Vorstellen, Besuche empfangen, Decken von Kaffee-, Tee-, Mittags- und Abend- tisch.DieFesttafel m.Tafelschmuck, Servieren, Aufklärung über Verhalten bei Besuchen und in allen Lebenslagen. . Mittagskursus von 15-17 Uhr. Abendkursus von, 19.45 bis 21.45 Uhr. Honorar für 2 Mittage oder Abende nur RM. 4.-. Zehn Papierservietten oder Zeitungspapier mitbringen. Voranmeldungen sind nicht erforderlich. Eine Wiederholung findet in dies. Jahre nicht statt. [0900] Vera von Keitz. VogtaXo Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 Wir kaufen u. verkaufen gebrauchte, guterhaltene KRAFTWAGEN all.Fabrik..bereift u.unbereift OPEL, Gießen, Rnf 2847 48 3316 D IP>U]EDIEK£ M Küße erhihi, < -M überangestrengi, brennend? Znl Apolhekm,.Drogerim o. gachgefchäflm echältt Da Hilst allen, die viel gchm und stehen müssen, rasch Efasit-Fußpudcr. Er trocknet, beseitigt übermäßige Schweißabsonderung, verhütet Blasen, Brennen. Wundlauscn. Hervorragend für Massage! Für sonstige Fußpflege: Esasil-Fußbad. -§rcme und -Tinktur Stteu-Dose 75 Pf. Nachfüllbcutel 50 Pf. Waeum. tzAcU - VJetkutrz«, ? Mitunter werden wir gefragt: Warum lassen Sie Anzeigen erscheinen, wenn dieses oder jenes Ihrer Erzeugnisse schon mal knapp ist? Hier unsere Antwort: Wir werben nicht, um zu verkaufen, sondern um der Hausfrau zu zeigen, wie sie auch im Kriege gut und schonend waschen kann. Beratung und Derbraucheraufklärung sind seit je die Merkmale unserer Werbearbeit. Ditte, beachten Sie daher gerade heute unsere erprobten Ratschläge; sie helfen mit, Ihre Wäsche zu erhalten, bis sie wieder persilgepflegt werden kann. 9 Persil-Werke, Düsseldorf Henko Sil iMi ATA ■' . '■ ' . '..'F-.-F ....." ’11 1 >T . ■ . ■' ■■■ 1 -llltt' ' . Geschmackvoll Vornehm Dieee 3 weeentiionen Cigeneoneften oer guten Familien-Drucksache Persönlich Grühl'sche oietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aue* führungaarten schnell und zu mMBigen Preiaen Druckerei. Schulstraöe 7. Anruf 2251 EN* wirouf NEU Läden und Annahmestellen überall jKäiacrße, jfroncmlis sind die quälenden Zeugen einer geschwächten, rei,empfindlichen, oftmals entzündlich veränderten Sltmungefcblcimbout; datier tbrc Hartnäckigkeit. Tritt man ihnen aber mit.Eilpboscalin' entgegen, so zeig» man das richtige Dcrsländnis für das, was hier notlut, nämlich: nicht allein der jeweiligen Beschwerden Herr xu werden, sondern vor allem auch auf das anfällige Schleimhaut- aewebe In wirklich heilkräftigem Sinne einzuwirken. Das ist der Vorzug der „Silphoscalin - Tabletten* die feit langen Jahren vielseitige Anerkennung gesunden haben. — Achten Eie beim Einkauf auf den Jlamrn ,<5ilpbodralm', die grüne Packung und den ermäßigten preis von RM. 2.06 für 80 Tablei.cn. SrbäUIich in allen Apotheken, wo nicht, dann Jtosen-Apolheke, München. Jtoscnstraße 6. — Verlangen Sie von der Firma Carl Bühler. Konstanz. kostenlos u. unver- kindlich die intetcssante. illustrierte Auf klSrungsschrift 8/ 859 Was koche ich ... ? Hausmachersuppe Gedämpfte gelbe Rüben Pellkartoffeln und braune Soße Zu einer fleischlosen Mahlzeit, wie gedämpfte gelbe Rüben (Möhren), schmeckt eine Knorr-Hausmacher« suppe ganz besonders gut. Die Zubereitung aller Knorr-Suppen ist denkbar einfach. Sie werden nur mit Wasser gekocht - alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr- Suppenwürfel. Aber gerade bei fleischlosen Mahl- zeiten kommt es auf die Soße an. Wieeinfach es aber ist—ohne Fleisch und ohne Fett! - eine gute braune Soße zu kochen, sagt Ihnen nachstehendes Rezept: Braune Soße Den TPßicvt Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit 1/4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. Diese Soße eignet sich auch zum Strecken, Verbessern und Binden anderer Soßen. Rezept ousichnelden und aufbewatirenl Sie können es immer verwenden — audi wenn Sie beute mol keinen Knorr-Würfel bekommen hoben»