Mittwoch. 7. Januar M2 3m Schneesturm der Ostfront Harle Abwehrkämpse an der mittleren Ostfront Meinung. E. S. die „Verhütung künftiger deutscher Aggressionen' 1 n 69 D Große Enttäuschung in London und Washington Wachsender Druck auf Singapur. Von unserer Berliner Schriftleitung. ring nWdUBl1 ■chFriiii) 7.15 Uhr jjeöeo tvermtn bei i Wiril unb Ibnricl; füt idiein bfutl.), Lange fi : Hans M •ml. V9r& Eden bestätigt das britischbolschewistische Komplott. Berlin, 6. Ian. (DNB.) Der englische Außenminister Eden hielt im Rundfunk eine Ansprache, in der er die Eindrücke seiner Reise nach Moskau bestünde, diese britisch-bolschewistischen Pläne zu verwirklichen, zeigt der offene Bries des Pastors H-almar Pöhls an den Erzbischof von Canterbury in der schwedischen Zeitung „Dagsposten" Der Geistliche beziffert die Verluste der rund 1,1 Millionen zählenden Bevölkerung E st l a n d s auf etwa 100 000 und schildert, wie hohe kirchliche Würdenträger von der GPU. unter Anwendung der Tortur getötet wurden. „Der Erzbischof von Canterbury aber bittet füür unsere Denker", klagt er dann an. Politiker wie Eden und Churchill oder Kirchenfürsten wie der Erzbischof von Canterbury erklären sich solidarisch mit Stalin und überantworten gewissenlos dib Die Wollsammlung für die deutschen Soldaten im Osten ist ein grandioser, nicht einmal von den unentwegtesten Optimisten für möglich gehaltener Erfolg geworden. Sie hat ein Ergebnis gehabt, das alle Erwartungen weit, weit übertroffen hat. So überaus gewaltig der Eindruck dieser einzigartigen Leistung in der ganzen Welt ist, so außerordentlich groß ist aber auch die Enttäuschung der verbündeten Emigranten, Juden und Plutokraten in London und Washington, die da geglaubt hatten, diese WollsaMmlung werde zu einem glatten Mißerfolge führen uyd als Versagen der inneren deutschen Front und Dokumentation einer brüchig gewordenen deutschen Volksgemeinschaft gedeutet werden können. Da aber all diese Hoffnungen kläglich getäuscht haben, bemühen sich jetzt die blamierten Propheten der englisch-amerikanischen Lügenfront, durch die blödsinnigsten Schwindeleien und eine schamlose Verlogenheit, gepaart mit an Dreistigkeit kaum zu überbietenden Behauptungen, die ihnen durch das deutsche Volk bereitete Blamage in ihren'Ländern nicht offenkundig werden zu lassen. Nachrichtendienste und Rundfunk in England und USA. müssen jetzt herhalten, die Engländer und das USA.-Volk mit den tollsten Lügen zu benebeln, damit sie ja nicht über die Wahrheit und die daraus zu ziehenden Folgerungen zu grübeln beginnen. So weiß ein Nachrichtendienst zu berichten, daß die gesammelten Wollsachen den deutschen Familien buchstäblich vom Rücken genommen worden seien, und daß die Deutschen in der Heimat jetzt zusammen mit den Soldaten an der Front frieren mußten. Ein anderer fälscht das Ergebnis in der unerhörtesten Weise. Er macht aus den mehr als 32 Millionen Stücken der Sammlung kurzerhand 4 Millionen Stücke und zieht daraus den Schluß, daß lediglich jede vierte Familie etwas gegeben habe, während drei Familien dem Appell des Führers nicht gefolgt seien. Auf der gleichen Basis machte ein an- bot zum Mnuaf in r aus den - Wagner, rhnemann, JBerlin), Stuttgart), g entfällt 9. Division bis zuletzt aufgesparten englischen Formationen sind augenscheinlich schon schwer erschüttert. Berichte von Ueberläufern sprechen von einer bereits seit Tagen im Hinterland der'britischen Front gelockerten Disziplin, die sich besonders in dem Singapur vorgelagerten Sultanat Jahore zeige. Militär und Polizei hätten die Führung nicht mehr fest in Händen. Plünderungen und Gewalttaten (gegen die Zivilbevölkerung seien an der Tagesordnung. Der Druck der Japaner auf Singapur habe sich zu Beginn der Woche sehr verstärkt, meldet auch „Exchange Telegraph". Es mehrten sich die Anzeichen dafür, daß die Entscheidung in der Schlacht von Malakka bevorstehe. Am heftigsten seien die Kämpfe bei Perak gewesen, wo sich die Alliierfen am Samstag um 45 Kilometer zurückgezogen hätten. Ihre neue Verteidigungslinie verlaufe b e i T a p a t. Die Japaner hätten sich bereits bis auf eine Entfernung von 300 Kilometern Singapur genähert. Das ständige Erscheinen japanischer Bom- vruck und Verlag: . SrühlscheUniverfitittsdruckerei 8. Lange Moskau erhält die Vorhand. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die „Times" tanzt in voller Verzückung einen .Eiertanz. Einmal möchte sie nicht auf Englands traditionelle Rolle der Beherrschung Europas verzichten, zum anderen giert England nach der bolschewistischen Hilfe. Und dieses Dilemma drückt die „Times" so ctus: Der Bolschewismus werde zusammen mit den USA. und Großbritannien „eine neue Welt der Freiheit und Ordnung aufbauen", und daher sei dieses widernatürliche Bündnis London— Moskau künftighin als ein „dauerhaftes Bollwerk der britischen Politik zu betrachten. Mit Billigung der Dominien und der USA. werde also künftighin Europa einer „gesunden britischen Politik" unterworfen, die selbstverständlich auch von Stalin mit verantwortlich gezeichnet werde. Damit bestätigt also die „Times", daß einmal die britische traditionelle Politik uegen Europa beibehalten werden soll, daß aber 1 r Bolschewismus gewissermaßen die Vorhani auf dem europäischen Festland haben werde. D^mit wird also der ruchlose Plan einer Auslieferung Europas an den Bolschewismus unterstrichen. Die „Times" hätte diese Unterstreichung nicht plumper vornehmen können, als es in ihrem Leitaufsatz vom 6. Januar geschehen ist. Und wenn die gleiche „Times" im vollen Gegensatz zu ihren eigenen Worten versichert, die Naziagenten brächten in der Türkei und anderweitig „törichte, durchsichtige Geschichten von irgendeinem unheildrohenden-Pakt, der in Moskau abgeschlossen wurde, in Umlauf", dann beweist gerade der Leitartikel der „Times", daß diese Tatsache durchaus von ihr selbst erhärtet worden ist. lieber die grandiose Dummheit, mit der solche Pläne von Eden und der „Times" in die Welt gesetzt werden, ist im übrigen nur eine n. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 81/» Ubr desVormittags Anzergen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvs. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel! AbschlüffeMengenstaffelS Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr id, sonlichkeiten" aufgefordert, ihre Zustimmung zu der gemeinsamen Erklärung der Nationen zu geben. Die Erklärung lautet: „Um den freiheitlichen Völkern, die durch Waffengewalt zum Stillschweigen verurteilt sind, die Gelegenheit zu geben, der Erklärung der verbündeten Nationen zuzustimmen, nimmt die Regierung der Vereinigten Staaten als Verwahrer dieser Erklärung Zustimmungskundgebungen zg den Leitgedanken obiger Erklärung von geeigneten Persönlichkeiten, die keine Regierung darstellen, an." Don, den 26 „Regierungen", die bereits ihre Zustimmung zu diesem Theatercoup gaben, ist der bei weitem größte Teil ohne Land und Volk. Oie Tschungking-Aiederlage bei Tltbanascka. Tokio, 6. Jan. (DNB.) Tschangscha in der chinesischen Provinz Hunan wurde von japanischen Truppen vollständig besetzt, nachdem letztere seit dem 1. Januar mit dem 10. Armeekorps der Tschungkiyg-Truppen Straßenkämpfe ausgefocht-en hatten. Das Armeekorps wurde vollständig aufgerieben. Es verlor 19 000 Tote, 7000 Gefangene und eine Menge Kriegsmaterial. (92. Jahrgang Nr. 5 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter HeimatimBild DieDcholle Bezugspreis: Monatlich.. RM.1.80 Zustellgebühr . ,, -.25 auch bei Nichterscheinen yon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß, 2251 Drahtanschrift: „Anzeige^ Postscheck 11686 r^rankf./M. der über Singapur mache die Bevölkerung der Stadt nervös, berichtete auch British Broadcasting Corporation aus Singapur. Da es an Luftschutzräumen fehle, sei ein großer Teil der Bevölkerung gezwungen, in Gräben Schutz zu suchen. Die japanische Luftwaffe zerhämmere die britischen Truppen südlich von Jpoh, und dies wie auch die große zahlenmäßige Ueberlegenheit der Japaner, die stündig neue Verstärkungen erhielten, zermürbe die britischen Truppen. Die anscheinend endlosen Konferenzen der Alliierten und das Gerede darüber, was sie.zu tun beabsichtigen, ermüde allmählich, besonders wenn man dabei berücksichtige, daß die japanische Offensive ungehindert weitergehe. Die Verluste der LlSA.-Gchlachifloiie. Tokio, 6. Jan. (DNB.) Nachdem neun USA - Schlachtschiffe versenkt oder beschädigt worden sind, verbleibt den USA. kein einziges bedeutendes Kriegsschiff mehr im Pazifik, schreibt die japanische Zeitung „Jomiuri". Von den den Vereinigten Staaten im Atlantik verbleibenden neun Schlachtschiffen ist die yeraltete „A r k a n s a s" (26 000 Tonnen, Baujahr 1911) nur mit Zwölf-Zoll-Geschützen ausgestattet, während zwei weitere weniger veraltete Schiffe der Texas- Klasse (27 000 Tonnen, Baujahr 1912) mit je zwei 14-Zoll-Geschützen ausgerüstet, bei ihrer Modernisierung auch noch an Geschwindigkeit einbühten, die auf 19 Knoten sank. Alle drei Schiffe sind kaum noch für Uebungszwecke brauchbar und können den japanischen neueren Schlachtschiffen niemals stand- halten. Demnach verbleiben den Vereinigten Staaten nur noch sechs Schlachtschiffe, während Japan zu Becstnn des chinesischen Konfliktes bereits zehn befaß. Mit großem Interesse verzeichnet man aus Batavia eingetroffene Berichte, wonach sich amerika- schaften stießen unsere Besatzungen tief herab, bewarfen Unterkünfte 1 mit Bomben und beschossen parkende oder fahrende Kolonnen mit Bordwaffen. Fahrzeuge wurden vernichtet, Kavallerie- und Infanteriekolonnen unter blutigen Verlusten zersprengt, Geschütze zerstört. Weitere Angriffe richteten sich gegen Eisenbahnlinien. Dabei wurden umfangreiche Zerstörungen in zwei Bahnhöfen angerichtet und vier Transportzüge zum Stehen gebracht. Der Wehrmachtbericht. DNB. Ausdem Fühterhauplquartler, 6. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Kämpfe im mittleren Abschnitt dauern an. Unsere Truppen fügen dem Feinde durch Abwehrfeued und Gegenstöße überall schwere Verluste zu. 3m Rahmen der Kampfführung aus der Lust hat sich ein kroatischer Fliegerverbapd durch kühn geführte Tiefangriffe besonders ausgezeichnet. Die bei F e o d o s i a gelandeten sowjetischen Kräfte sowie Schiffsziele vor Iewpatoria wurden von Kampf- und Jagdfliegerverbänden erfolgreich angegriffen. Ein Schnellboot wurde versenkt, drei Transporter beschädigt. Bei den Fa.röer und an der englischen Westküste wurden zwei feindliche Handelsschiffe durch Bombenwurf beschädigt. 3n Nordafrika lebhafte Aufklärungs- und Artillerietätigkeit im Raum von Soll um und bei Agedabia. Wirksame Luftangriffe richteten sich gegen britische Stellungen und Nachschubwege. Auf der 3nsel Wa l t a wurden britische Flugplätze im e isth • । rtfd” J len von J । wier\ e u$w-e bocken- | idiottei* e ,|. Audi e .elorre"- » dlffdti I „Deine Skier Helsen kämpsen und siegen! Gib sie den Soldaten der Ostfront!" I«»°er bmid,A .119 JO* Kultur der alten Welt den Bolschewisten, jener durch jahrzehntelange Unterdrückung und geistige Knechtung seelenlosen, verrohten Maße der Sowjets. E»ne Erklärung als Ersatz für die militärischen Niederlagen. Berlin, 6.San. (DNB) Als Ersatz für die militärischen Niederlagen in Europa und die verlorenen entscheidenden Schlachten im Pazifik haben sich Stalin, Churchill und Roosevelt diesmal zu Neujahr auf diplomatischem Gebiet versucht: Das Weiße Haus gibt bekannt, daß die Sowjetunion, 1942. N beit wruar in !" N«n Gs ern Kl ab, Wenben "eiste? ‘PPe durch eutsche^. nische Marinestreitkräfte in den Gewässern Niederländisch-Jndiens aufhalten und wonach bereits ein Angriff der japanischen Luftwaffe auf diese Einheiten der USA.-Schiffe erfolgt ist. Danach scheint sich das Asiengeschwader der USA., soweit es nicht in der Manila-Bucht einge^ schlossen oder versenkt wurde in die Gewässer Niederländisch-Jndiens zurückgezogen zu haben, darunter auch das Flaggschiff „Houston" (9050 Tonnen) mit Admiral Hart an Bord, sowie der kleine Flugzeugträger „Heron" (840 Sonnen). Man nimmt an, daß sich die in den niederländisch- indischen Gewässern operierenden USA.-Marine- träfte schon mehrere Tage vor dem Fall Manilas von den Philippinen zurückgezogen haben. In einem Kommentar zur Versenkung des britischen Schlachtschiffes „P r i n c e o f Wales" erörtert „Japan Times and Advertifer" die Frage, wodurch der Untergang in zwölf Minuten hervorgerüfen sein könnte, da es sich doch um das be st gepanzerte Schiffder Welt gehandelt habe. Das Blatt meint, daß dabei jedenfalls ein besonderer japanischer Sprengstoff eine bedeutende Rolle gespielt habe. Früher habe Japan bis etwa 1908 den Sprengstoff aus England bezogen, dann aber ihn selbst produziert. Heute könne die japanische Marine einen besonders hochwertigen Sprengstoff in kurzer Zeit und in beliebiger Menge herstellen. Es werde sich auch zeigen, daß die japanische Marine in ihren Spezial- U-Booten eine neue Waffe entwickelt habe, die noch weit über die Erwartungen hinauswachse. Tokio, 6. Jan. (Eurvpavreß.) Japanische Truppen haben den von englischen Streitkräften zäh verteidigten Flugplatz von Kuantan, etwa 6 Kilometer südlich der bereits früher eroberten Stadt Kuantan, eingenommen. Die englischen Befestigungen auf diesem Flugplatz stellten die letzte Widerstandslinie auf dem japanischen Vormarsch- ir weg nach der Provinz Johore dar. In den frühen Moraenstunden des Dienstag bombardierte die ja- ! panische Luftwaffe in mehreren Wellen Befestigungsanlagen auf Singapur. Die japanischen Operationen gegen Kllala Lumpur machten erhebliche Fortschritte, so daß mit der baldigen, Einnahme dieser strategisch wichtigen Stadt durch japanische Streitkräfte zu rechnen ist. Die auf Kuala Lampur vorstoßenden japanischen Truppen zersprengten auf ihrem Vormarsch die dort neu eingesetzte achte australische Division. Die in diesem Abschnitt nach der Niederlage der zu einem großen Teil aus indischen Soldaten bestehenden 11. und Berlin, 6. Jan. (DNB.) Eine deutsche Infanteriedivision hat in den beiden letzten Tagen im mittleren Frontabschnitt besonders harte.Abwehrkämpfe gegen wiederholte bolschewistische Angriffe bestanden. Am 4. 1. griff der Feind mehrfach erfolglos an. Am 5. Januar wiederholten die Bolschewisten zweimal ihr'e Angriffe mit Unterstützung durch Panzerkampfmagen. Die Angriffe, die sich mit besonderer Heftigkeit gegen den linken Flügel des Divisionsabschnittes richteten, wurden unter hohen Feindverlusten abgewiesen. Arn Nachmittag griff der Feind den linken Flügel der Division erneut mit starken Kräften an. Der Angriff, - der bereits unter dem heftigen Abwehrfeuer der deutschen Infanterie und Artillerie ins Stocken geriet, wurde durch einen Gegenstoß der deutschen Infanteristen zum Stehen gebracht. Weitere feindliche Vorstöße wurden gleichfalls zu- rückgefchlagen. Der Feind verlor fünf Panzerkampfwagen innerhalb kurzer Zeit. An einem anderen Teil des mittleren Abschnitts der Ostfront bemächtigte sich der Gegner durch fortgesetzte Angriffe, die starke Verluste unter den Bolschewisten hervorriefen, eines Waldgeländes. Eine deutsche Infanteriedivision trat zum Gegenangriff gegen den in die deutschen Linien eingebrochenen Feind an. Im eisigen Wind bahnte sie sich ihren Weg durch das tiefverschneite Waldgelände, warf den Gegner zurück und nahm die Hauptkampflinie wieder in Besitz. Zur Zeis finden dort noch vereinzelte Gefechte mit schwächeren feindlichen Kräften statt, die sich in dem unübersichtlichen Waldgelände versteckt halten. derer Nachrichtendienst eine besonders originelle Rechnung auf, er meinte, daß die Gegenstände, die gesammelt worden seien,. höchstens dazu genügten, jeden Soldaten mit einem Viertel Wollhemd, einer Viertel Unterhose und Dreifünftel Pullover zu versorgen. Danach müßte also das deutsche Heer int Osten eine ungeheure Stärke besitzen, die um viele Millionen größer wäre, als sie es in Wirklichkeit ist. Wieder andere Nachrichtendienste behaupteten, diese Wollsammlung sei so ergebnislos gewesen, daß jetzt Haussuchungen gemacht würden, bei denen alle Wollgegenstände beschlagnahmt werden würden. Einer dieser Schmierfinken verstieg sich zu den Schwindelnachrichten, daß in Deutschland jeder Mann und jede Frau, die Wollsachen am Leibe trügen, auf der Straße angehalten würden< daß die Pelzgeschäfte ausgeplündert würden und daß eigene Militärpatrouillen auf etwa noch vorhandene Wollsachen fahndeten, um sie gewaltsam zu enteignen. Die Phantasie des englisch-amerikanischen Lügenkonzerns ist also, wie man sieht, außerordentlich fruchtbar gewesen, um die Enttäuschung, die den Kriegsverbrechern in London und Washington über das einzigartige Ergebnis der deutschen Wollsamm- lung in die Knochen gefahren ist, zu vertuschen und den Völkern vorzuschwindeln, daß seine Fanfare zur Schande gworden sei. So hat diese deutsche Wollsammlung mit ihrem wundervollen Ergebnis nicht nur den Erfolg, unseren hart kämpfenden Soldaten im Osten die Kälte erträglicher zu machen, sie ist darüber hinaus ein stolzes Bekenntnis der Heimat zur Front geworden, das den Willen "und die Entschlossenheit zum Siege erneut zum Ausdruck bringt Und sie stellt schließlich eine schwere Niederlage der englisch-amerikanischen Kriegsverbrecher dar, die darauf spekulierten, daß gerade diese Sammlung einen Riß zwischen Front und Heimat auf deutscher Seite offenbaren werde. E. Trotz großer Kälte und eisigen Schneestürmen müssen die Wege, auf denen sich der Nachschub vollzieht, immer wieder ausgebessert werden. Zu diesem Zweck sind ständig ganze'Kolonnen unterwegs. (PK.-Kriegsberichter Trautvetter jPBZ.j jSch.j.) chüd-rt«. Er bestätigte, daß En»knd snt chloffen M Vereinigten Staaten van Nordamerika, ist, ganz Europa den Bolschewisten -uszul.srn Anzahl au-gehaltener bzw. bestochener Regie- Seine Besprechungen m,t Stalin und Molotow Mittelamerika- sowie die üblich- Kamarilla. h°Uen der .,Organ,saüon des Fr edens und der > au3 landslüchtigen Monarchen und Mi- Sichsrheit nach dem Kriege gegolten. Man habe niftern Europas, eine Erklärung unter- bie .Verhütung künftiger deut cherAggrestonem 3eid)llet h^n, in der die volle Ausnutzung aller und die Friedensbedmgungen (!) b-sprochem D,e ^^t-, für den Kamps gegen die im Dreierpakt Abmachungen s^en „weitgehender Äs .raenbroeldje Verbündeten Staaten beschlossen und erklärt wird, anderen politischen oder Militär,s^n Bespttchun- bQ& feine biefer Regierungen einen Sonderfrieden gen. d'° zu irgendeiner Ae,t seit dem letzten Krieg« unterzeichnen dürfe. In einer weiteren vom Staat-, tattgefunoen hatten . .....I bepartement der Vereinigten Staaten herausge- Was es bebehten würde, wenn die Möglichkeit gebenen Erklärung werden „geeignete Per- Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen riehen, Schulftrahe 7-4 ■ Militärbündnis zwischen Australien und den USA. Vigo. 6. Dan. (DNB.) In Washington steht der Abschluß eines Militärbündnisses zwischen den Vereinigten Staaten und Australien bevor. Die Vereinigten Staaten verpflichten .sich darin, den militärischen Schutz Australiens zu übernehmen. Die australische Regierung erklärt sich mit der Errichtung von nordamerikanischen Garnisonen, sowie Flottem und Luftstützpunkten auf dem australischen Festland und den australischen Inseln einverstanden. Die Flvttenbasis von Port Darwin wird an die USA.-Marine abgetreten. Die Verhandlungen zwischen Canberra und Washington sind schon seit längerer Zeit und ohne Wissen der britischen Regierung geführt worden. Churchill erfuhr erst in Washington davon und wurde somit vor eine vollendete Tatsache gestellt. Er hat sich damit einverstanden erklären müssen, daß Australien außerhalb des Befehlsbereiches von Wavell bleibt. In Washington betont man, daß Australien damit praktisch aus dem britischen Reichsverbande ausscheidet und zum 49. nordamerikanischen Bundesstaat wird. Die australische Regierung soll in dem Appell an die USA. das einzige Mittel für die Verteidigung des Dominions erblickt haben, nachdem die Mehrzahl ihrer eigenen Streitkräfte von den Engländern im Mittelmeer geopfert wurde. „Jlur halben Herzens." Tokio, 6. Ian. (Europa^reß.) Domei gibt die Schilderung eines in Banguio ansässigen Japaners Hayakawa wieder, nach der der Präsident der Philippinen, Quezon, nur „halben Herzens" und unter stärkstem Druck der USA. dem Krieg gegen Japan zugestimmt habe. Nach Kriegsausbruch habe Quezon ihm gegenüber zum Ausdruck gebracht, alles in seinen Kräften Stehende getan zu haben, um einen Krieg zwischen den Filipinos und den Japanern abzuwenden. Quezon versprach, seinen ganzen Einfluß für den Schutz des Lebens und Eigentums der auf den Philippinen lebenden Japaner geltend zu machen. — Im Metropolgarten in Schanghai beschloß eine Versammlung philippinischer Staatsangehöriger, Japans Bestreben nach Aufrichtung einer Wohlstandssphäre in Dftaften durch aktive Mitarbeit zu unterstützen. Die japanische Regierung beschloß mit der Gründung einer „Bank für die Entwicklung südlicher Gebiete" Maßnahmen, die angesichts des schnellen Fortschreitens der militärischen Operationen in den Südgebieten von weitreichender Bedeutung für die wirtschaftliche Erschließung sind, die den militärischen Operationen auf dem Fuße folgen sollen. Die Bank soll vor allem wirtschaftliche Unternehmungen finanzieren und in den besetzten Südgebieten die Währungsfragen klären. Lustverbindung Tschungkings nur noch über Kalkutta. Bangkok, 6. Ian. (DNB.) Aus Kalkutta wird gemeldet, daß wegen der Zerstörung des Flugplatzes von Rangun und der häufigen japanischen Bombenangriffe auf die burmesische Hauptstadt der Luftverkehr Mischen Rangun und Tschungting durch eine Luftverkehrslinie Kalkutta — Tschungting ersetzt worden sei. Nach dem Fall von Hongkong und Manila ist diese neue Flugstrecke, die von USA.-Piloten mit amerikanischen Flugzeugen beflogen wird, jetzt die einzige Luftverbindung Tschungkings mit der Außenwelt. Rangun wurde am Montag drei Stunden von den Japanern bombardiert. Als Folge des neuen Angriffes hat eine M a s s e n f l u ch t der Bevölkerung aus Rangun eingesetzt. In wildem Entsetzen soll die Bevölkerung aas der Stadt geflohen sein. Es war fast unmöglich gewesen, die Flüchtlinge aufzu- halten, die bis nach Kalkutta wandern wollten, um sich vor den japanischen Angriffen zu retten. Die Versenkung des Flugzeugträgers ,Unkorn* eingestanden. Berlin, 6. Ian. (DNB.) Mit einer Verspätung von zwei Wochen gibt die britische Admiralität jetzt zu, daß bei der Sicherung eines aus Gibraltar kommenden Geleitzuges ein britischer Flugzeugträger und der frühere nordamerikanische Z e r st ö r e r „Stanley" von deutschen Unterseebooten torpediert und versenkt wurden. Hahn Krätke. Von Hans Jüngst. Hans I ü n g st ist ein junger, als Erzähler und Dramatiker gleicherweise begabter Dichter. Sein Schauspiel „Achill unter den Weibern" ist nach der erfolgreichen Uraufführung im Ständetheater in Prag von Dielen großen Bühnen angenommen worden. Eines Tages hatte der Hahn auch einen Namen. Niemand wußte, wer zuerst darauf verfallen war, aber die Bühnenkünstler alle, denen er gehörte, Mann und Maid, nannten ihn dann nur noch Krätke. Krätke ist ihr vorjähriger Heldenspieler gewesen, sein Name paßt nun auf den Hahn wie eiAns für ihn erfunden. Denn er ist ein majestätisches Vieh, bunt und wie aus dem Bilderbuch geschnitten. Mit dem Helden Krätke h^t er auch das gemein, daß er die führende Rolle spielt, im täglichen Leben der Theatertruppe so gut wie in ihrem Stück. Die Vorgänge in diesem Stück kreisen um einen Hahn, und somit um ihn das absonderliche Tun und Treiben dieser merkwürdigen Menschen überhaupt: ihre Fahrten von Ort zu Ort in einem Ungetüm von Autobus, ihr flüchtiges Derweilen in den Gasthöfen, das Ausladen jener abenteuerlichen Dinge, mit denen sie auf Saalbühnen farbige Landschaft hinzaubern, und vor allem dann die Verwandlung, die am Abend mit diesen Unermüdlichen vor sich geht, ihr Aufputz, ihr Überlebensgroßes Gebaren, Das schnellende Hin und Her hinaufgesteigerter Wechselworte — sinnlos bliebe das alles ohne den Hahn. Hahn Krätke ist also der Hauptdarsteller, und zudem darf er sich rar und kostbar machen. Zwei Akte hirckmrch sprechen sie — geradezu und auf Umwegen — nur von ihm, und in Abwesenheit entfesselt er menschliche Leidenschaft, deckt allzumenschliche Schwäche auf. Dann erst betritt er persönlich die Bühne. Die Masse der Besucher (sind sie nicht um seinetwillen gekommen?) jubelt los, wenn endlich Krätke erscheint. Don einem nahrhaften Misthaufen herunter ist Krätke ans Theater berufen worden. Das geschah vor Wochen, als sie ihr neues Stück einstudierten und sich Konfschmerzen machten, woher den befiederten Darsteller gewinnen. Sie waren unterwegs penang, die Insel der Betelpalme. Der Name der dem nördlichen Ende der Straits Settlements voraelagerten Insel Penang, die jetzt von den Engländern geräumt werden muhte, erinnert an die Heldentat des Kreuzers „Emde n", dessen Kapitän von Müller zu Beginn des Weltkrieges im dortigen Hafen ein französisches und ein russisches Kriegsschiff versenkte. Die Insel ist aber auch noch weiter bemerkenswert, weil sie die erste britische Kolonie in Malaya gewesen ist. Im Jahre 1786 erwarb Kapitän Francis Light im Auftrage der Ostindischen Gesellschaft die Insel vom Radscha von Kedah für einen jährlichen Tribut von 6000 Dollar. Um die damaligen 52 Bewohner der Insel für die britische Sache zu gewinnen, ließ Light einen Sack mit Dollars an Land schießen. Die Insel wurde zuerst Prinz-of-Wales-Eiland genannt, später in Georgetown umgetauft, aber für die Malaien ist sie P u l u P i n a n g, die .Insel der Betelpalme", geblieben; von den schlanken hohen Bäumen mit den zierlichen Kronen sagt der Malaie, sie seien vom Himmel in die Erde geschossene Pfeile. In seinen Erinnerungen von 1830 erklärt der abenteuerliche Sir James Brooke, der sich zum Radscha von Sarawak in Bomeo auf- geschwungen, von Penang: „Never was a purer gern set in ocean‘s vast expanse.“ (Niemals ist ein reinerer Edelstein m des Ozeans unermeßliche Fläche gesetzt worden.) In der Tat, gehört Penang zu den schönsten und an Bodenreichtum wichtigsten Besitzungen des britischen Kolonialreiches. Schon bei der Einfahrt in den Hafen grüßen in wirksamsten Tönen und feinsten Abstufungen der Schattierung die Minarets, die Landhäuser und die grünen Hügel. Malerisch zieht sich der Ort am Ufer entlang. Breite Alleen schmücken das Europäer- und Chinesenviertel. Ein beträchtlicher Teil des frucht- baren Bodens gehört den Chinesen, die sich vom Kuli zum Großgrundbesitzer emporgearbeitet haben. Villen inmitten großer Parks bezeugen diesen Reichtum. Die herrlichen Gärten, die die isoliert gelegenen Häuser der Europäer wie auch die Pfahlhütten der Eingeborenen umgeben, sind mit den üppigsten Palmen, Bambusen, Bananen, Brotfruchtbäumen und anderen Zierden der Tropenflara geschmückt. Der Blick von dem 834 m hohen „Crag Hill", der mittels einer Drahtseilbahn zu erreichen ist, offenbart die Bodenschätze der Insel: weite Kulturen von Kokos- und Areka-Palmen (Betel), Plantage reiht sich an Plantage, Gummi- und Zuckerpflanzungen, Reisfelder, Tapioka liefernder Maniok. Caryota- und Sagopalmen, Pflanzungen von Liberia- und arabischem Kaffee; die für den Bau der Eingeborenenhütten unentbehrliche Nipapalme und die hellgrünen fleischigen Riefenblätter der Bananenstau- den. Ein Reichtum von unermeßlicher Fülle. Penang hat seinen eigenen Baustil. Die Straßen sind von zweistöckigen steinernen Häuserzeilen eingefaßt, die weder europäisch noch malaiisch, sondern orientalisch-chinesisch anmuten. Sie haben einen schmalen Pfeilergang, wie die „fiauben" unserer mittelalterlichen Städte; davor läuft ein tiefer, enger gemauerter Graben, der Regen und Schmutzwasier abführt. Der mit Granitschlag gewalzte Straßendamm der Mitte ist ungeteilt. Es gibt keine Bürgersteige, wenn man nicht die oft unterbrochenen Pfeilergänge als solche ansehen will. Der Verkehr von Passanten, Rickschas, Automobilen, Ochsenkar- ren und sonstigen Gefährten flutet in der Mitte durcheinander. In den kleineren Straßen konzentriert sich das einheimische Handwerk; in den Marktstraßen werden tropische Früchte, Fische und Fleisch verkauft und für jeden Stamm der Chinesen sind eigene Logier- und Speifehäuser, die sogenannten „Kongsies , vorgesehen. In der Nähe der Stadt, in Ayer-Jtam, befindet sich der Buddha-Tempel Dek-Lok-Si mit seiner glockenförmigen, ornamentreichen Pagode, ein architektonisches Beispiel der Verschmelzung indischer und chinesischer Ideenwelt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Schlangentempel. Inmitten des Tempels die üblichen Räucherständer, Gefäße, vergoldete Blumen und Drachen, das Allerheiligste mit Schrein und viele goldverzierte Gitterwerke. Am Boden kriecht und schleicht es von Schlangen. Sie bewegen sich langsam auf und nieder oder hängen träge im Geäst der goldenen Zweige. Und dazwischen knien die Gläubigen, Erwachsene, Kinder, ohne geringste Scheu ihre Gebete verrichtend. Es handelt sich hierbei um den Flugzeugträger „Unicom", dessen Versenkung dieOKW.-Berichte vom 23. und 24. 12. gemeldet hatten. Die britische Admiralität gibt diesem Schiff in der Verlustliste den Namen „A u d a c i t y, der in den Schiffslisten nicht enthalten ist, um den Eindruck zu erwecken, daß es sich um ein für Kriegszwecke in Dienst gestelltes Handelsschiff gehandelt habe. In der gleichen Meldung spricht sie aber von Flugzeugen, die von dem Deck des Flugzeugträgers gestartet seien, um in den Kampf einzugreifen. Ein LtGA.-Gesandter. Berlin, 6. Ian. (DNB.) In einem Luxushotel von Istanbul traf der USA.-Gesandte in Sofia, Carle, mit außerordentlich umfangreichem Gepäck ein. In der Begleitung des Diplomaten befanden sich nicht nur drei kostbare Rassehunde, sondern auch eine Reihe Dämchen des Sofioter Nachtlebens. Ein Gepäckwagen mit der Aufschrift „Privateigentum von Mr. Carle" entlud 38 riesige Schrankkoffer. In den Koffern waren: für 120 000 Dollar Juwelen, für 100 000 Dollar goldene und mit Edelsteinen besetzte silberne Zigarettendosen, für 35 000 Dollar alte und neue Goldmünzen, für 85 000 Dollar bulgarische Kirchenbilder und Kirchengeräte aus Gold und Silber. Carle und seine Sekretäre hatten in den letzten Monaten alles in Bulgarien zusammen- Ö, was nicht niet- und nagelfest war und miß- , en ihre diplomatischen Privilegien, um diese ergaunerten Güter ins Ausland zu verschieben. Außerdem schaffte Carle auf diese Weise für .620 000 Dollar Edelpelze aus Bulgarien weg. Die Pelze waren auf feine Rechnung von der jüdischen Tänzerin Adrienne gekauft worden, Earles Geliebten in Sofia. In Gesellschaft dieser Dame feierte Carle am Heiligen Abend in der Sowjetbotschaft von Sofia mit dem Sowjetgesandten eine Orgie. Dabei verteilten er und sein sowjetrussischer Kollege wertvolle Geschenke an die Halbwelt und bezeigten damit ihren Dank für geleistete Dienjte. Als ihm die bulgarische Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten überreicht wurde und er den Schiffbruch seiner Pläne erkennen mußte, eilte er zu seinem Gewehrschrank, stürzte an ein offenes Fenster und wollte einige Salven auf Straßenpassanten abgeben. Nur durch das Dazwischentreten eines bulgarischen Bedienten konnte der Gesandte daran verhindert, werden. Um so eifriger machte er seinem Aerger durch Drohungen Luft. Er erklärte, Churchill und Roosevelt beabsichtigten, Bulgarien auf der Landkarte auszuradieren.Jm Falle eines alliierten Sieges würden sie ganz Ost- und Mitteluropa bis zum Rhein Stalin zu einer Strafexpedition über- lassen. Frankreich, Spanien und Italien würden von englischen und amerikanischen Truppen besetzt werden. Carle brüstet sich damit, die letzten Geheiminstruktionen aus dem Weißen Hause damit wiederzugeben. Der französische Innenminister sollte getroffen werden. Vichy, 6. Jan. (DNB.) Auf der Bahnstrecke Melun—Troyes wurde, wie schon von uns kurz gemeldet, die Leiche des Kabinettschefs des französischen Innenministeriums, Paringault, ausgefunden. Man nimmt an, daß sich Paringault a u f der Reise nach Dijon befand, um dort die Untersuchung über das auf einen deutschen Offizier verübte Attentat einzuleiten. Der Nachrichtssn- dienst der USA. und der englische Nachrichtendienst haben unmittelbar nach Verübung der Tat gemeldet, daß ein Attentat gegen den französischen Innenminister Pucheu erfolgt sei. Der Londoner Nachrichtendienst begleitete diese Meldung mit der hämischen Feststellung, dgß Colonell B r i 11 o n vor einigen Tagen gesagt habe, daß Verräter wie Pucheu ein gefährliches Spiel trieben. Es kann daher fein Zweifel daran bestehen, daß ein Anschlag von englischen und USA.- Agenten gegen das Leben des französischen Innenministers vorbereitet war, dem nunmehr fein Kabi- nettschef zum Opfer gefallen ist. ' ♦ Pucheu gehört der jungen französischen Weltkriegsgeneration an. 1899 geboren, hat er zunächst den Weltkrieg mitgemacht und dann feine philosophischen Studien vollendet. Er beschäftigte sich spater mit wirtschaftlichen Fragen und gehört zu und rollten durch ein Dorf und Krätke, ein stolzes prunkendes Wunder, scharrte inmitten seiner Frauen und zahlreicher Nachkommenschaft, lockte, spreizte sich, warf sich in die Brust und trompetete hell hinaus. „Dieser ober keiner!" riefen sie im Wagen. Sie hielten, man verhandelte mit der Bäuerin, sie bekam ein Silberstück, und Krätke, ehe er begriff, fuhr mit ihnen auf und davon. Aus seinem echten Hühnerdasein heraus gewöhnte er sich überraschend schnell an das neue Leben. Anfangs wohnte er noch in einem Käfig, einem Salon von Käfig, den ihm der Bühnentischler baute. Vor den Gitterstäben hockte Krätkes Freundeskreis, und er wurde weidlich verhätschelt, besonders von den Frauen mit Leckerbissen und mit vielen süßen Worten. Bald empfand er selbst das Bedürfnis, sich frei und ungezwungen unter ihnen zu bewegen. Manierlich spaziert er jetzt um die Mittagstafel, die sie nach Möglichkeit in einem Mrtshausgarten aufschlagen, und er nimmt von Hand zu Hand sein Teil entgegen. Nach Tisch, im Schatten von Bäumen, hält er sein Schläfchen auf der Stuhllehne hinter dem Rücken seiner treuesten Anhängerin, einer kleinen rundlichen Bühnenmutter, Von ihr auch duldet er es, daß sie ihn zu später Abendstunde wieder in seinen Käsig trägt. Vor ihrer Zimmertür, falls Hausgelegenheit und eine einsichtige Wirtin es irgend gestatten, pflegt er der Nachtruhe. Er stört niemanden, das Schmettern in die Frühdämmerung hat er sich längst abgewöhnt; es ist etwas anderes, im Dorf mit den Hühnern zu Bett zu gehen als mit Schauspielern nach den Vorstellungen aufzublei- ben... Während der Vorstellung erwartet Hahn Krätke seinen Austritt im Ankleideraum seiner Kolleginnen. Er studierte ihre Toilettengeheimnisse, stelzt über den Schminktisch, pickt nach einem glitzernden Stein, steht vor dem Spiegel und wendet den rotbelappten Kopf — denn er hat gelernt, sich selber zu betrachten — tritt aus Versehen in eine Puderschachtel und laßt sich duftend umstäuben. Eine Viertelstunde vor dem großen Augenblick, da Krätke vors Publikum muß, wird er vom Dühnenwart aus dem Ankleideraum geholt. Dieser Mann setzt sich mit ihm in eine Ecke. Er nimmt Hahn Krätke auf die Knie und stiert ihm hintersinnig in die blanken Hühnerpupillen. Der Bühnen- wart meint Hahn Krätke zu hypnotisieren. Krätke läßt ihm den Glauben, pliert ein weniges, zuckt mit den Lidern. Er wird ohnedies den vorgeschriebenen Weg quer über die Bühne sicher, heldisch, unzugänglich jeder Ablenkung zurücklegen. Er wird nicht etwa mitkrähen, wenn der Bühnenwart es für nötig hält, hinter den Kulissen lebenswahren Hahnenruf zu markieren. Zum Stückschluß steigt Krätke beinahe zum Tragödien auf. Zwar sietzt er wohlgeborgen in der Damengarderobe und hat seinen neuen Triumph eingeheimst, aber auf offener Bühne verspeisen ihn seine Freunde und Freundinnen als Braten. Sie haben dabei zu schluchzen, und das Publikum lacht. Krätkes wirkliches Ende sollte sich anders ausnehmen. Das schöne Stück wurde eines Tages, trotz Krätkes hinreißender Leistung, abgesetzt. Und fortan war kein Raum mehr für ihn in dieser Welt. Sie wußten nicht, was mit ihm anfangen und sahen ein paar Tage lang zu, wie er hinkümmerte. Einer kam auf den Gedanken, ihn der Bäuerin zurückzuschenken. Der Bühnenwart unternahm die Fahrt und lieferte ihn ab. Aber Hahn Krätke sah sich daheim von allen Hennen gemieden. Sie lehnten die Atmosphäre, die er mitbrachte, ab. Einzig ein einsames Entchen watschelte ihm verloren nach. Bis ihn die Bäuerin eines Morgens im Stall unter der Sitzstange fand, von der er in der Nacht entseelt heruntergefallen war. \ Neues für den Büchertisch. — Werner Klaus: Germanisches Denken in Abwehr und Aufbruch. 134 Seiten. Kart. 3,40 RM Ferdinand Hirt Verlag, Breslau 1. — (76) — Hier roirb die germanische Weltanschauung in ihrer rassisch bedingten Besonderheit dem jüoisch-örientalischen Religionsbegriff gegenübergestellt. Es zeigt sich, daß es sich nicht um den Kampf einer neuen Weltanschauung gegen eine Religion, sondern um den Kampf zweier Denkweisen, zweier Weltanschauungen, zwej^r Gottesbegriffe handelt. Der Gedanke von Rasse und Volkstum wird als einzige Grundlage sowohl des altgermanischen als auch unseres wiedererstande'nen deutschen .Lebens erkannt, und endlich das fortdauernde Gleichbleiben des germanischen Denkens trotz einer mehr als tausendjährigen Ueberlage- rung durch fremd« Religionslehren sichtbar ge macht. Der Führer empfing den Kapitän z. S. Rogge, Kommandant eines Hilfskreuzers, und die Unterseebootskommandanten Kapitänleutnant Lehmann- W i l l e n b r o ck und Oberleutnant zur See S u h • ren, um diesen Offizieren das ihnen kürzlich verliehene Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes persönlich zu überreichen. Künstler gestalten den Dank der Heimat!. Der über alles Erwarten große Erfolg der Sammlung von Woll- und Wintersachen verdient es, daß dieses einzigartige Geschehen als politisches , Dokument und einmütiges Bekenntnis der Heimat, zur Front auch für die Ankunft im Bild festgehalten wird. Auf Veranlassung des Reichsrninisters für Volksaufklärung und Propaganda Dr. G o e 6 • bels hat der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste die deutschen Künstler- aufgefordert, kennzeichnende Augenblicke der aroßen Wintersachensammlung für die Front künstlerisch zu gestalten. Diese Werke sollen uns und späteren Generationen Zeugnis sein für den Opfebgeist t>er Heimat und ihren Dank an die kämpfende Front. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat für den verstorbenen Wehrwirt- schastsführer Dr.-Jng. Walter Bordet, Generaldirektor des Bochumer Vereins der Ruhr-Stahl-AG. und der Hanomag, ein Staatsbegräbnis angeordnet. Der Staatsakt findet am Donnerstag in Bochum ♦ Zahlreiche deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge, die von Jägern begleitet waren, bekämpften britische Feldstellungen im Kampfgebiet von Nordafrika. Außerdem wurden motorisierte Kolonnen, darunter Panzer, die sich auf der Fahrt zur Front befanden, wirksam mit Bomben beworfen. Viele Fahrzeuge blieben brennend auf den Wüstenwegen liegen. * In der Dr.-Adolf-Wagner-Schulungsburg in Wannsee begann eine Arbeitstagung der Gauschulungsleiter der DAF. und deren nächster Mitarbeiter in den Gauen und Betrieben. Den Auftakt — Berthold Kessinger und Ernst Böhm: „Die erste Gefolgschaft". 166 Seiten. Kart. 3 RM. Verlag Ferdinand Hirt, Breslau. — (61) — „Die erste Gefolgschaft" erzählt von der Jugend, die sich in den Jahren nach dem Weltkrieg bewußt von der verkrampften Problematik der fogenann- , ten „jungen Generation" absonderte. In ihren Erlebnissen und Handlungen stehen noch einmal Kampf und Werden der nationalsozialistischen Jugendbe- • roegung 1925 bis 1933 auf. So wie diese Jungen sind Form und Sprache des Werkes: es macht keine großen Worte. Die dabei waren, werden sagen: so war es. So hat man uns damals be* . handelt. So haben wir Zettel geklebt, Zeitungen und Programme verkauft, Flugblätter verteilt,'Zusammenstöße und Schlägereien erlebt Die erste "l Trommel, das erste Heim, der erste Ausmarsch und v bann: Parteitag 1929, als wir zum erstenmal an dem Führer vorbeimarschierten. Die Jugend von heute wird mit Spannung die Erlebnisse derjenigen verfolgen, die ihr vorangeschritten sind. 1**0 s^Olek I^L uiiö ®* ... deutsch $ regier^ AlOE W W* legullö. (nen — Heinrich Meurers: Feme über Pa- l e r m o. Roman vom Glück und Ende der Mafia. 181 S. Geb. 3,80 RM. Balduin Pick Verlag, Köln.— (78) — Eine frei erfundene Geschichte vom Kamps gegen den sizilianischen Geheimbund, nicht ohne Spannung und nicht ohne heftige Effekte erzählt. — Das schönere Gesicht Erfolgreiche Selbsthilfe durch neue Gesichtsgymnastik und -pflege. Von Helen Hede. 2. Auflage. 156 Seiten mit vielen Bildern. Geh. RM. 3,50, geb. RM. 4,50. (Verlag Knorr & Hirth, München.) — (16) — Die hier beschriebenen Methoden zur Verhütung oder Beseitigung von Alterserscheinungen und zur Steigerung der Schönheit überhaupt sind gerade heute bemerkenswert, weil sie unabhängig von der jetzigen Materialbeschränkung sind, so vor allem die überraschend wirksame, leicht zu lernende neue Gesichtsgymnastik. Auch die vielen, eigens für das Buch aufgenommenen Photos sind etwas anderes als die übliche „angenehme" Bebilderung. Das Endkapitel „wie man den eigenen Fall anfaßt" mit dem Leitspruch „mit geringem Aufwand viel erreichen" zeigt jeder Frau ganz individuell, wie sie den einen, nur ihr eigenen Weg findet, um das für sie mögliche Höchstmaß an Schönheit zu erreichen, zu erhalten — und sogar wiederzugewinneh wenn es verloren wart jenen Franzosen, die nach dem Niederbruch von 1940 nicht einfach im alten Morast weiterpaddelten, sondern die Notwendigkeit eines neuen Anfangs für Frankreich einsahen. Sein jetzt ermordeter Kabinettsdirektor war mit ihm gleichaltrig und hatte ungefähr denselben Entwicklungsgang. Schon bei dem Anschlag auf Laval und Deat im August war das Zusammenspiel kommunistischer und englischer Einflüsse offenbar. Der englische Nachrichtendienst pries den Attentäter, von dem man wußte, daß er mit jenen Kommunisten in Verbindung stand, die ihre Loyalität gegenüber Moskau durch Anstiftung von Unruhen in Frankreich unter Beweis stellen wollten. Verantwortliche Franzosen sahen damals die große Gefahr für ihr eigenes Land. Zu ihnen gehörten auch Pucheu und sein Mitarbeiterkreis. Sie derbaten sich ine Rettung Frankreichs durch Menschen, die mehr Moskowiter als Franzosen sind. Daher das jetzige Attentat. Aber es ist bezeichnend, daß chm eine wüste Hetzrede Churchills Daraus- ging und daß der englische Nachrichtendienst auch jetzt wieder die Gloriole um den kommunistischen Attentäter zu weben beginnt. Das französische Volk, das Churchill, Roosevelt und Stalin in der Patsche sitzen ließen, hat die Suppe auszulöffeln, die ihm diese drei Köche bereiten. Das Ritterkreuz. Berlin, 6. Januar. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an: Oberst Borge, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberst Ratcliffe, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberst Block, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberleutnant Rhein, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment; Oberleutnant Stenzel, Chefeiner Radfahrerschwadron; Leutnant Tilmann, Zugführer in einem Pionierbataillon; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes nachträglich an Leutnant Steputat, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader, der inzwischen den Heldentod gestorben ist: ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine an die Unterseebootskommandanten, Kapitänleutnant S ch o l tz, Kapitänleutnant Zentral, Kapitänleutnant B i - galt unlr Kapitänleutnant Gysae. Sn, 1 A Kl 'S' l ik b{i R? »anl“„ °- Oende" 7° Ai E u"hi in (Braven® ll5 Bitben emfl Rill Sk * 15. $irt ber «> ärau SW» Lebens ju - ixiri die W Serien, die M Vie Al Mer „Mi ite Arme „Brief aus Hfl Elegie" und ytroffen, dc jjbjjuhmll ioirbers in C Paul 0rt ’0. Lebensja ntrOper je nes 'M „Schwanhill unter $erwi Msmärche wirfungsDol -Malischer Jraeners £ «legend en mietet die trauen au Zum zweit ner eine 3 malischer 2 mr wieher, tyil abgelö Werte, Niturfem dauffühm frungen ei Eine ®i JerSau Kl sich bur Wüsche । M, schickte Wieder lich künstlei ton. Nahe .Walen si f gegenn Wein tr Ha 3er , mann, 3 Web Glucki tob anberei 2 Reber Naler unb tovrtlhtbyp Mortui b P* brach! 7"- „Ei M Zu be J ob bu CQÖ nicht ( Reicht ‘ tilgend (! Wei $ habe Qr b;r Gericht Heilung N nienia °e°or bie r W in den haben. 30. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ,Du mußt dir nicht einbilden, ich sei dümmer Mannes, den man so besser auf einen richtigen ff % Ä« FS « W J» W bie feit bem'lu Wb«^ -LWZWWLMWMMZ k°w »ar ein zu w.chtmer Posten .nnerb-lb de-> uge Pr°u, «me L »etz-merk« und ,st für m , « Minute ander- gewesen, al- t»r aber in keiner Minute anders gewesen, als vor roro war ein su wicmiaet lunciuuiv Betriebes, Sie muhte bleiben, einmal, um für neue einen jungen Kriminalbeamten ke n Schaden, Loboratorium zu auf in dem guten und ließ ihn ein. Na- dem kampfflug'^. bekämpften von Nord« Kolonnen, Mir Front -fen. Diele jftenwegen ftttn. Dehnvirt- , General« Stahl'AT. ingeordnet n Lochum Fälle vorhanden zu fein, und zum zweiten, um keinerlei Verdacht zu erregen. Da die Verbrecher nicht nur die Zusammenhänge kannten, die uns nach und nach klar geworden sind, sondern alles übersahen, müßten sie große Dummköpfe gewesen sein, wenn sich ihnen die Entwicklung nicht ge- rodezu aufgedrängt hätte. Eines Tages, ob sofort oder erst nach längerer Zeit, kam die Barkow in Verdacht, wurde vernommen und gründlich ausgehorcht. Äst es da nicht selbstverständlich, daß man sich vorbereitet?" Bärbel sah die beiden Männer triumphierend an Bärbel fuhr fort: „Der Kerl ging darauf ins „Mach nur so weiter, dann host du eines Tages gar nichts mehr zu sagen!" neckte Kurt und entzog sich mit schnellem Aufspringen der schwesterlichen Faust, die kräftig gegen seine Rippen eines vollendeten Meineides gut weggekommen, denn sie konnte geltend machen, daß ihre Aussage auch tatsächlich richtig war. Das Gericht hätte ye- । nau so gedacht wie Doktor Ball und Herr Kammin, als sie heute Aenne Barkow hörten." nicht ganz zu bestreiten", gab Kurt zu. „Ich habe aber noch eine Feststellung, die gegen .die Barkow spricht. Heute spielte sie die Zusam- ' Unterfeet hmann« ?ee Suh. >kzlich Der« bes Eiser- isfnirg h r Gauschu« W d 'en Auftakt diesen ganzen Vorfällen." „Widerspruch!" schrie Kurt. „Erst willst du uns davon überzeugen, wie glänzend eine Frau schauspielern kann, und jetzt erklärst du, die Barkow habe so wenig geschauspielert, daß die Rolle der Zerknirschten erst begonnen wurde, als sie vor der Kriminalpolizei stand." „Es ist ein Unterschied, monatelang eine wnue zu"übernehmen oder nur für Stunden durchzuführen Außerdem spricht ja der Erfolg, den sie erzielt hat, für die Richtigkeit ihres Vorgehens." (Fortsetzung folgt) Inhabern fanden darüber Besprechungen statt, von denen die Barkow sicher mehr wußte als ich. Man traf Vorbereitungen, um die Pläne und Berechnungen zu erlangen. Es steht wohl jetzt fest, daß der als Herr Kaspar verkleidete Kerl zuerst im Zimmer von Herrn Kaspar alles durchsucht hat." Dornotizen. Liederabend Gertrude Pihinger. Reichsleiters Dr. Ley. * Der deutsche Botschafter bei der chinesischen tionalregierung, Heinrich S t a h m e r, ist mit Flugzeug kn Nanking eingetroffen. Herrn Wand. Der machte ihm Glaubt, es sei Herr Kaspar, . Die neuen Pläne ugd Berechnungen hatte Herr Wand bei sich. Man brauchte ihn also nur niederzuschlagen, zu berauben, eine Zündschnur an die Flasche Nitro zu legen und zu gehen. Die Explosion vernichtete alle Spuren." „Ganz richtig." Michel nickte zufrieden. „Genau so habe ich mir das auch gedacht. Kammin denkt sicher nicht anders." „Sage mal ehrlich, ob du nur aus deiner Phantasie oder aus Kriminalromanen schöpfit!" wollte Kurt wissen und lächelte dabei spöttisch. Der rumänische Schriftsteller Liviu Rebreanu, Generalintendant am rumänischen Staatstheater in Bukarest, unternimmt auf Einladung des Reichsministeriums für Volksausklärung und Propaganda eine Dortragsreise durch Deutschland. Die Regierung von Ecuador hat den von den Bereinigten Staaten, Argentinien, Brasilien und Chile gemachten Vermittlungsvorschlag für die Beilegung des Konfliktes mit Peru angenommen. Die Antrport Perus steht noch aus. Aus aller Welt. 75 Jahre Taunusbund. Aus Anlaß des 75jährigen Bestehens des Tgu- nusbundes veranstalteten mehrere Ortsgruppen eine Gedenkfeier im Kapitelsaal des Alten Feldbergturmes. Zn früheren Jahrzehnten hat der Taunusbund große Beträge für die Unterstützung der not- leidenden Taunusgemeinden zur Verfügung gestellt und die Mittel beschafft, um Schwesternstationen zu errichten und zu erhalten. Auch die Korbflechtschule in Grävenwiesbach ist durch die finanzielle Hilfe des Taunusbundes entstanden. Fünf Türme, 28 Schutzhütten und eine große Zahl von Ruhebänken wurden errichtet. Rllke-Gedachtnlsfeler In Weimar. Die Rilke-Gedächtnisfeier, die anläßlich des 15. Jahrestages des Todes des Dichters in Gegen- wart der Witwe, Frau (Skira JRilfe. seiner Toedter, Frau Lieber-Rilke, und Persönlichkeiten-der Partei» des Staates, der Wehrmacht und des kulturellen Lebens zu Weimar stattfand, erhielt ihr Gepräge durch die Wiedergabe eines Ausschnitts aus seinen Werken, die von Walter Grüntzig vorgetragen wur« -en. Die Auswahl aus den verschiedenen Werken Rilkes „Rodin", „Das Stundenbuch", „Malte Lau- rids Brigge", „Neue Gedichte", „Späte Gedichte", „Brief aus Muzot", „Sonaten an Orpheus", „Dritte Elegie" und „Briefe an Gräfin Suzar" war so getroffen, daß das Heroisch-Männliche und Sehe- risch-Zukunftdeutende aus Rilkes Dichtungen besonders in Erscheinung trat Bernhard Twardy. Eine neue Graener Oper. Paul Graener vollendet am 11. Januar das 70. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß ehrte die Kölner O p e r den Tonsetzer durch die Uraufführung se'nes jüngsten Werkes, der romantischen Oper „Schwanhild". Wieder war es Otto A n t h e s , der unter Verwendung eines Stoffes aus den deutschen Volksmärchen von Karl Musäus dem Meister ein wirkungsvolles, an romantischen Stimmungen und dramatischen Situationen reiches Textbuch schrieb. Graeners Opernmusik huldigt im ersten Bild vorwiegend einer zarten und stimmungsvollen Klangmalerei, die im lockenden Gesang der Schwanenjungfrauen auch melodisch feste Konturen annimmt. Zum zweiten und dritten Bild der Oper hat Graener eine Musik von starker und eindringlicher dramatischer Affekthaftigkeit geschrieben, die aber immer wieder von einer impressionistischen Stimmungs- iyrik abgelöst wird. Die von Alexander Spring iber P? der * aß, flöIn-5 m K°E ** > erM. unb 'Pl^u Seite" Ä *4 «’V* < lvie >it>uA Has Explosion in Raum 5 Roman von H.G. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Blchadcer, Gröbcnxell b.Möndien Heraus mit dem letzten paar Skier! Sie helfen dem deutschen Soldaten an der Front. unb JN bas » ®otn« ° dberst ’tyiments- /'nem Chef. ."Nllnn, ekner aU[ Nfe das nchträgljch Zugführer chen ben 'chlaq des die Unter, tnant Ij- dkllch IV, ■: 4S “yÄ O en Jle*len \böNs & 'LÄ ,■ n°r-iiis. enP au* 'W 5Joit 'M 6|« h Gesicht. „Ach du, du und ich! Wir haben das mcht nötig." Sie nahm ihren Verlobten herzhaft beim ___________________ Kopf und gab ihm einen zärtlichen Kuß. „Aber ich als du, weil ich eine Frau bin und nicht Jura könnte es auch, wenn es notwendig wäre. Außer- studiere. Soviel Verstand hat wohl jeder, um die dem ist eine solche Frauenlist nicht immer zum Geschichte auf Grund der inzjvischen ermittelten Schaden, sondern auch sehr oft zum Nutzen des Tatsachen soweit zu erklären." Mannes, den man so besser auf einen„ richtigen Sie schöpfte tief Atem und wandte sich ihrem Weg lenkt, als wenn man dickköpfig wnd. inszenierte, von Karl Dammer mit überlegener Partiturkenntnis dirigierte und glänzend besetzte Uraufführung trug dem Komponisten verdiente Ehrungen ein. Robert Greven. Eine Deihnachks-Dichtergabe an die Front. Der SauerlöndischeGebirgs-Verein, der sich durch zahlreiche Buchderausgaben um das dichterische Schaffen in Westfalen verdient gemacht ' hat, schickte ein F e l d'p o st b ü ch l e i n an seine Mitglieder in der Wehrmacht, das als eine wirklich künstlerische Weihnachtsgabe bezeichnet werden kann. Nahezu 80 Beiträge von Autoren aus ganz Westfalen stellen einen beachtlichen Querschnitt durch das gegenwärtige westfälische Schrifttum dar. Das Büchlein weist Beiträge auf von Christine Koch, Josefa Berens-Totenohl, Maria. Kahle, Heinrich Luhmann, Walter Vollmer, Fritz Nölle, Walter Gottfried Glucke, Friedrich Castelle, Adolf Wurmbach ' und anderen. Ihre Beiträge werden ergänzt durch 25 Wiedergaben aus dem Schaffen westfälischer Maler und Bildhauer. Vom Gießener Konzertverein wird uns geschrieben: Wir weisen nochmals auf den Liederabend hin, den am kommenden Donnerstag um 19% Uhr in der Universitätsaula Gertrude P i tz i n g e r, die Sängerin aus dem Sudetenlande, veranstaltet. Die Begleitung liegt in den Händen des Frankfurter Pianisten Professor Heinz Sch röt ex, der erst kürzlich als Solist in Berlin große Erfolge hatte. Theater der Universitätsstadt Gießen. Das Dramaturgische Büro teilt mit: In her Wochenend-Aufführung der LehLr-Operette „Der Zarewitsch" am Samstag, 10. Januar, wird der Zarewitsch von Herrn Hugo Hellmers-Hallwegh gesungen. — Um der großen Zahl Gießener und auswärtiger Besucher, die für das Weihnachtsmärchen „Dornröschen" von. Robert Bürkner infolge des bisherigen Andranges zu allen Vorstellungen keine Karten erhalten konnten, Gelegenheit zu geben, das in diesem Jahre so erfolgreiche Weihnachtsmärchen noch zu besuchen, bleibt das „Dornröschen" noch für einige Zett auf dem Spielplan. Die Termine werden Im Wochenspielplan der Presse bekanntgegeben. Verdunkelungszeit: ♦ 7. Januar von 17.23 bis 9.29 Uhr. t Löhm: iten. Kart. tt W™ ieg beumtzt fogenann' ihren Er- mal KE W* es- W® es macht n werden Mals be- Leitungen erteilt,'tz' Die erste nad-V" tenmal an ugend von derjenigen dieser Tagung, die von Oberdienstleiter Dr. H u p * fauer geleitet wird und an der mit dem Geschäftsführer der Deutschen Arbeitsfront Marren- b a eb und Stabsleiter Simon auch Vertreter des Reichsmarschalls Göring und des Reichsministers Dr. Todt teilnahmen, bildete eine Ansprache des Gez.: R a e t h e r, Reichsfachamtsleiter für Skilauf." Empfangsbescheinigungen aufheben! Der Reichssportführer bittet, die Empfangsbescheinigungen über abgegebene Skier aus- zuheben, da auf Grund dieser Quittungen Bezugsscheine £um bevorzugten und verbilligten Bezug neuer Skier ausgegeben werden. Bezugscheine für Spender von Ski« oder Bergstiefeln. Jeder Spender von brauchbaren Ski- oder Bergstiefeln erhält noch während der laufenden Sammel» • aktion den Bezugschein Nr. 1 für Straßen- oder Hausschuhe, je nach Wahl, von seinem Wirtschaftsamt auf Grund der ihm bei der Abgabe ausgehändigten Quittung. Voraussetzung hierfür ist, daß die von der Sammelstelle ausge» händigte Quittung mit der Unterschrift des Ortsgruppenleiters der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP, sowie mit dem Dienststempel versehen ist. Sofern Spender unvollständige Quittungen in Händen haben, müssen sie diese nach Abschluß der Sammelaktion bei ihrer zuständigen Ortsgruppe der NSDAP, gegen solche mit Dienststempel und der Unterschrift des Ortsgruppenleiters umtauschen. „Jetzt Schluß mit ben Dummheiten!" mahnte Bärbel. „Sonst werden wir nicht fertig, unb Mutter schimpft, wenn wir unpünktlich zum Abendessen kommen. Für mein Gefühl ist alles ganz folgerichtig. Man beging ein sorgfältig vorbereitetes Verbrechen unb bereitete nicht weniger sorgfältig die Entlastung der Barkow vor. Hatte sie etwas „Die Leute sind so klug, daß man eine solche Vorbereitung direkt von ihnen erwarten muß. Ob sie mit dem Verfahren gegen Herrn Möller gerechnet haben, ist fraalich. Aber die Verhaftung Herrn Kaspars war beinahe vorauszusehen, ebenso, daß er beweisen konnte, unschuldig zu sein. Dann fiel der Verdacht zwingend auf Aenne Barkow, zumal sie in der Verhandlung eine falsche Aussage gemacht hatte. Mcm darf sogar annehmen, daß diese Aussage falsch war in der Absicht, später um so besser und wirkungsvoller das Theater aufzuführen, auf das Herr Kammin hereingefallen ist." „Nun sängst du an, unheimlich zu werden. Kurt legte Bärbel die Hand auf den Arm. „Ser nicht böse, aber das geht wirklich zu weit! Außerdem bürgt der Ruf von Herrn Kammin und erst recht der von Herrn Doktor Ball dafür, daß sie sich nicht derart hinters Licht führen lassen." Bärbel lachte. „Hast du eine Ahnung, wie eine Frau den allerklügsten Mann einwickeln kann!" „Schöne Aussichten für mich." Michel verzog das besttitten, dann wäre ihr überhaupt nichts mehr geglaubt worden. Aber so saß ein zusammenge- vrochenes, schluchzendes Mädchen in Der Vernehmung und gestand unter Tränen ein Verbrechen, das ihr furchtbar auf der Seele lag und das gar keines gewesen ist." „Siehst du, da liegt der Hase im Pfeffer. Die Barkow konnte vor Gericht nicht wißen, ob sie vereidigt würde. Und nach deiner Theorie wollte sie keinen Meineid riskieren, wenigstens keinen nachweisbaren. Sie muß also damals jo gehandelt haben, wie sie es bei Herrn Kammin erzählt hat." Kurt war stolz auf diese famose Entdeckung. „Falsch!" sagte Bärbel. „Erstens mußte sie wissen, daß Vereidigungen heute nur noch vorgenommen werden, wenn sie wirklich notwendig sind, um wichtige Bekundungen zweifelsfrei zu machen. Sehr viele Zeugen werden überhaupt nicht vereidigt. Zweitens hatte sie die Möglichkeit, im letzten Augenblick noch umzufallen und sich darauf auszureden, sie hätte Herrn Kaspar schonen wollen. Und drittens wäre sie bei einer Anklage wegen Der deutsche Soldat im hohen Norden, vor Leningrad und vor Moskau, am Donez und in der Krim braucht die zusätzliche Ausrüstung mit Skiern und Ski stiefeln dringend zum Kampf. Sie sind eine außerordentlich wichtige Waffe in den harten und verbissenen Winterkämpfen in den Schneegefilden Rußlands geworden. Wenn die bolschewistischen Horden Europa überflutet hätten, bann wäre es für immer vorbei gewesen mit jedem Sport. Unsere Soldaten können darum erwarten, daß in der von ihnen geretteten und beschützten Heimat die Sportfreunde die Abgabe ihrer Wintersportausrüstung zu einer Angelegenheit des Herzens machen. Darum nicht gezaudert! Heraus mit dem letzten Paar Skier — die Front dankt euch herzlichst dafür! Sportfreund! Wenn du deine Skier und deine Sportausrüstung der Wehrmacht ablieferst, bann bankst du nicht nur ben Soldaten, unter denen sich auch viele deiner Sportkameraden befinden, für ihren heldenhaften Einsatz. Deine Gabe ist zugleich ein wichtiger Beitrag zur Erringung des deutschen Endsieges. Bei einem solchen Sachverhalt' kann für einen wirklichen, das heißt also anständigen, kameradschaftlichen unb innerlich sauberen Sportler die Entscheidung nicht schwer sein! Sfi-Ausrüstungen heraus! Ein Aufruf des Relchsfachamlsleikers Raether. „Meine lieben Skikameraden und Stikameradin- nen! Noch ein letztes Mal rufe ich Euch auf, Eure Pflicht zu tun. Es ist die allerhöchste Zeit, daß auch nähme einer Ware aus dem Schaufenster besteht nicht. Er kann auch nicht eingeführt werden, weil dem Ladeninhaber in jetziger Zeit ein häufiges Umgestalten seiner Schaufenster nicht zuzumuten ist. Er hat auch Anspruch ^darauf, seinem Schaufenster ein ordentliches unb ansprechendes Gesicht zu bewahren. Die Käufer werden dafür Verständnis „Dann bleibt also nur Fräulein Barkow übrig." Kurt brachte es nicht über sich, weiter ruhig Huzu- hören. „Eine sehr bequeme Methode, einen Menschen zu bezichtigen. Es ist auch durchaus nicht gesagt, ob du genügend Einblick hast, um zu wissen, daß nicht einer der Ingenieure oder Werkmeister, vielleicht auch ein Buchhalter oder Korrespondent genügend Einblick in die Vorgänge hat." „Ich weiß es aber", trumpfte Bärbel auf, „unb ich habe andauernd darüber nachgödacht, seit ich in der Gerichtsverhandlung stutzig wurde. Die Arbeitseinteilung wird bei uns Derart streng gehandhabt, daß niemand etwas von neuen Konstruktionen hört, bevor die Patentanmeldung erfolgt ist. Von den Ingenieuren und Werkmeistern hat nur Herr Möller Ahnung von Der Tätigkeit Herrn Wands gehabt. Unb was von Herrn Möller zu halten ist, hat Der Prozeß ergeben." „Schön, fetzen wir voraus, deine Angaben stimm- . ten. Welche Schlüsse ziehst du daraus?" Michel wollte zum Kern der Dinge Vordringen. „Ich setze voraus, daß die Barkow beteiligt ist, unb von dieser Handlung ausgehend, muß man sich in ihre Lage versetzen. Sie weih genau so gut wie ich, daß man bei einer Untersuchung zu dem Ergebnis kommen muß, wie wenig Menschen als Täter in Frage kommen. Deshalb mußten sie und ihre Komplicen auch von vornherein damit rechnen, daß eines Tages der Verdacht auf sie fallen wird. Vor zweieinhalb Jahren ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Diebstahl begangen worden. Vielleicht . war das schon der zweite ober Dritte dieser Fälle, nur daß man von den anderen keine Ahnung hat. Genau so gut ist es natürlich möglich, daß es der erste Fall gewesen ist. Die Barkow war damals schon bei uns. Wenn sie mitgemacht hatte, so zeigte ihr Verhalten, daß sie ganz ruhig blieb und ihre Arbeit weiter versah, als sei nichts vorgefallen. Nun wurde die neue Konstruktion von Herrn Wand ver- wertungsreis. Zwischen ihm unb den beiden anderen die letzte brauchbare Skiausrüstuna Sarnmelstellen abgegeben wirb. Insbesondere wer« den noch dicke Skipullover, Ski. und auch B e r g st i e f e l benötigt. Alle deutschen Skiläufer beweisen durch die Tat, daß sie den Ruf der Front verstanden haben. Aus der Giadi Gießen. Wie steht es mit dem Schreibtisch? Bei einer Eheschließung ist es vielleicht ange- bracht, wenn gleich in den ersten Tagen genau vereinbart wird, wie es mit dem Schreibtisch des Mannes zu halten ist. Das kann in der Weise geschehen, daß die Frau verspricht, niemals die Papiere zu verlegen, Die sich gerade auf dem Schreibtisch befinden, ober noch einfacher, die Frau gibt Die ehrenwörtliche Versicherung ab, baß sie das Abstauben bes genannten Möbelstückes dem Manne überläßt. Ist bas so schlimm für ben Mann? Kann er nicht alle zwei Tage einmal das Staubtuch nehmen unb alles säuberlich abwischen? Dafür verspricht der Ehemann, niemals an bas Nähtischchen der Frau zu gehen, um bort etwas zu suchen. Ist eine solche Vereinbarung getroffen, bann ist ein sehr wichtiger Punkt in Der Ehegemeinschaft bereinigt. Der Schreibtisch und die Darauf liegenden Papiere und andere Sachen werden niemals zu einem Streitobjekt werden. In besonders schwierigen Fällen kann eine solche gegenseitige Versicherung noch, heute abgeschlossen werden. Wenn wir Einblick in eine Wohnung nehmen und den Schreibtisch betrachten, dann können wir manchmal merkwürdige Entdeckungen machen. Es gibt vielleicht kein Möbelstück, das so mißbraucht wird, wie gerade der Schreibtisch. Im allgemeinen können wir drei verschiedene Feststellungen machen. Da sind zunächst Die Schreibtische, die taDellos ab- geräumt sind, Deren Platte nur so glänzt. Sonst sehen wir nichts Darauf, höchstens eine Schale mit Schreibgerät. Hier spricht die Hausfrau. Aber gearbeitet wird an einem solchen Schreibtisch in Der Regel gar nicht. In anderen Wohnungen aber werden wir beim Anblick des Schreibtisches leicht erschrecken; Denn Da ist von einer Schreibtischplatte überhaupt nichts mehr zu sehen. Da liegen Bücher, Haushaltungsgegenstände, Paniere aller Art, Briefe, Schreibgeräte, Tintenfässer, Landkarten, Brillen, Zigarrenkisten usw. usw. nur so durcheinander. So soll man doch nicht Die Vereinbarung, die wir oben erwähnten, auslegen. Ein Abstellraum für alle möglichen Gegenstände ist der Schreibtisch nicht, aber auch kein Möbelstück, das nur zwecklos in dem Zimmer steht. Kommen wir nun zu dem dritten Eigentümer eines Schreibtisches. Auch da finden wir Schreibgerät und eine Schreibmappe. Daneben aber liegen noch einige Mappen mit Aufschriften „Rechnungen", „Erledigt", „Briese" usw. In der Ecke stehen vielleicht auch ein paar Bücher, Wörterbücher und Nachschlagewerke. Dann finden wir noch einen Umsteckkalender, einen Notizblock, einen Aschenbecher und eine kleine Tischuhr. Die Hauptsache aber über« sehen wir nicht, das ist eine praktische Lampe. Es ist nun einmal so, daß der Schreibtisch ein Arbeitsplatz sein soll. Wer also am Stubentisch schreibt, lieft usw., der soll es sich überlegen, ob er nicht an die Stelle Des Schreibtisches ein anderes, ein praktischeres Möbelstück ins Zimmer stellt. Wer aber am Schreibtisch arbeitet, der muß die nötigen Papiere usw. immer zur Hand haben. Deshalb kann eine Schreibtischplatte niemals teer fein. Aber so viel muß man verlangen, daß eine gewisse Ordnung herrscht. Und wie sieht es im Innern der Schubladen aus? Was hilft es, wenn außen alles in Ordnung ist, dort aber — wohl eingeschlossen und dem Auge unsichtbar — ein wüstes Durcheinander herrscht? Da liegen vielleicht alte Photographien, ausgebrannte Glühbirnen, Bilderrahmen, Bastelzeug, Schachteln und Schächtelchen, alles übereinander. Wenn man nun Schreibpapier braucht, muß man all diese Sachen zuerst herausnehmen. Wieviel Zeit und Aerger würde man sich ersparen, wenn man alles griffbereit in die einzelnen Fächer legen wollte! Zu einem ordentlichen Schreibtisch, zu einem geordneten Inhalt, gehört auch ein bequemer Sessel. Und über dem Schreibtisch — an der Wand — soll ein schönes Bild hängen. Man will auch einmal feine Gedanken ausfpannen. Ein bekannte^ Wort könnte man schon so umstellen: Sage .nur, wie dein Schreibtisch aussieht, und ich sage dir, wer du bist! —h. Heist den Tieren im Winter! Für die im Freien lebenden Tiere ist der Winter, wenn er sich ftrpng anläßt, besonders schlimm. Tierfreunde, helft ihnen! Nehmt Den Hund in kalten Winternächten ins Haus! Macht die Hundehütten warm und zugfrei durch warmes Lager und durch einen dichten Vorhang am Eingang! Futter und Getränk müssen aemärmt gereicht werden. Zugtiere decke man zu, besonders wenn sie int Freien stehen müssen. Bei Dunkelheit müssen Hunde an Der Leine geführt werden, zum Schutze von Mensch und Tier. Hauskatzen läßt man in der Dunkelheit am besten überhaupt nicht mehr hinaus. Häufig verirren sie sich und werden dann oft in erbärmlichem Zustand aufgefunden. Die Dogel'fütterung muß besonders bei Schneefall sehr sorgfältig durchgeführt werden. Läßt man eine sonst regelmäßig versehene Futterstelle nur einen halben Tag ohne Futter, so kann das für viele Vögel Den Tod bedeuten. Aber ja kein Futter verwenden, das gefriert! Auch die Fütterung des Wildes ist im Winter notwendig. — Wer den Tieren in der Not beisteht, nützt nicht nur dem ganzen Volk, sondern bereitet sich auch selber eine große Freude. Kein Rechtsanspruch auf Warenverkauf aus dem Schaufenster. In der Oeffentlichkeit hat sich, wie der Werberat der deutschen Wirtschaft mitteilt, die Auffassung verbreitet, daß Die Inhaber von Ladengeschäften ver- vflichtet seien, Waren aus dem Schaufenster heraus zu verkaufen. Diese Meinung ist irrig. Da die bisherige Aufklärung durch die Presse offenbar nicht ausreicht, um diesem Irrtum zu begegnen, werden in Zusammenfassung Der vom Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel erlassenen Anweisung noch einmal die Pflichten Des Ladeninhabers bei Der Schaufenstergestaltung fest- gestellt: 1. Waren und Schaupackungen dürfen nur Dann ins Schaufenster gestellt werden, wenn entsprechende Waren in ausreichender Menge im Laden vorhanden sind oder mit Sicherheit binnen kurzem vorhanden fein werden. 2. Sind die Waren im Laden ausverkauft, so können Die entsprechenden Schaufensterstücke noch bis zum Wechsel Der Fensterausstellung, jedoch nicht länger als einen Monat, im Schaufenster belassen werden. Für den Verkauf dieser Schaufensterstücke soll ein Vormerkbuch geführt werden. 3. Wenn Die vorhandene Ware nicht hinreicht, um die Art Des Geschäftes in der Schaufensterge- staltung zu kennzeichnen, können dazu geeignete Warenschaustücke im Schaufenster ausnahmsweise auch Dann gezeigt werden, wenn entsprechende Waren im Laden nicht vorhanden sind. Sie müssen aber deutlich als „Ausstellungsmuster" bezeichnet fein. Von dieser Ausnahme ist möglichst geringer Gebrauch zu machen. Auch muß eine Häufung von „Ausstellungsmustern" unterbleiben. Ein Rechtsanspruch eines Kunden auf Heraus« u. geplagt durch Nivea-Creme, die das zarte Hautgewebe strafft und Kräftigt. Sorgfältig verreiben! - Wenig tut's auch. Nivea ist knapp; was es gibt, soll vielen zugute kommen. Deshalb sei sparsam damitI bemal! rfolg d-r n verdient politische, er heiM 1 festgehab isminifttr, Goeb» chskam» deutschen lugenWe die Front sollen ms n für den f an die sji.-tfpott Dir D i e 7. Winterkampfspiele der HI. - wurden mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Front I an Skiausrüstungen abgesagt. kampffolge ausgestellt: * Hungen, 7. Ian. Am Donnerstag, .8. d. TL, Friedberg, über Philipps, studiendirektor Ich komme Z)UL MMc €4 ZL VizZ |U Lieder deutscher Meister rv Klaviere (Stellenangebote! IlWt AtüU 1 1 sucht Beschäftig. liilwartong wir tun unser Bestes! Stoffspezialhaus 79 A Verschiedenes! Schriftl. Angeb. unter 074 an den Verlobungs-Anzeigen Gießen. Anzeig. 1 bei Brühl, Schulstr.7 W Tage gesucht. Geschw. Bierans DieDenlscheArbeilslronl NSG. Krall durch Freude Gewandte Dame zur Mithilfe im Geschäft, evtl, halbe 7gD Der Konzert-Flügel ist vom Pianohaus Schönau Eintrittskarten: 11,50, 2-, 2.75 und 3.50 RM. bei Challier, Neuenweg 10, Fernruf 2671, und in d. Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Fernruf 2141. Studentenkarten RM. 1- nur beim Hausverw. im Vorlesungsgebäude gegen Ausweis werden fachgemäßrepariert und gestimmt G. 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Gondolatsch/Deißner Preise von 0.60 bis 8.16 RM. Abschied von zwei Bretteln. Da steht ihr nun, ihr heißgeliebten Bretter, und draußen lacht das schöne Winterwetter. Die Zeit des Wartens'wird euch schon zu lang, euch drängt's nach freier Fahrt auf weißem Hang. Geduld, ihr Freunde, bald ist es soweit, nun endlich kommt für euch die große Zeit. Jetzt ist es aus mit Rasten und mit Rosten, schon wartet ein Soldat im fernen Osten, daß er euch stolz an seine -Füße schnallt, und über lange Flächen werdet bald in Rußlands weiten, winterlichen Fluren ihr eure wohlvertrauten Linien spuren. Lebt wohl ihr zwei, ihr guten Kameraden ihr trugt mich gut, und nie kam ich zu Schaden, bei manchem Sturze blieb ich unversehrt, der euch doch harte Schrammen hat beschert, So dient auch künftig eurem neuen Herrn wie mir: getreulich, sicher und so gern. Wie haben wir in all den langen Jahren zusammen manche schöne Tour gefahren. Ihr kennt des Taunus' tiefverschneite Schneisen, der Vogelsberg tat seine Welt euch weisen, ihr saht den Schwarzwald und das Bayernland, das Allgäu und Tirol sind euch bekannt. Am schönsten aber war's doch, als wir glitten durch weiße Märchenwelt der Dolomiten, da habt ihr selbst, ich weiß es noch, wie oft, bewundernd still in rascher Fahrt verhofst, derweilen rings die stolzen Felsenzacken zum Himmel reckten ihre weißen Nacken. Ihr war't es, die das Tor mir aufgemacht- zu all der weißen Winterwunderpraäst. Ich dank es heute euch beim Abschiedsagen und wünsch euch gute Fahrt in künftigen Tagen: Tragt euren neuen Herrn aus Wintersnot und Krieg zum deutschen Frühling und zum deutschen Sieg! L. B. Gießener Konzertring 1941142 Arbeitsgemeinsch. Konzertverein,Theater, NSG. Kraft durch Freude Donnerstag, 8. Januar 1942, 19.30 Uhr, Univ.-Aula Viertes Konzert, Gruppe B 2 LIEDER-ABEND ©entlüde Pitzingee (Alt) Am Flügel: HEINZ SCHRÖTER Aeltere Goethelieder — Schumann Frauenliebe und Leben — Lieder von Othmar Schoeck — Heitere Im 5. Handball-Länderkampf zwischen Schweden und Deutschland im Hallenspiel gelang den Nordländern in Göteborg mit 24:10 (18:4) der erste Sieg über Deutschlands Vertreter. Trotz des Wochentages war die Messehalle in Göteborg mit 5000 Zuschauern restlos besetzt. um Speisen, • Getränke und • Rasierwasser • zu erwärmen, ® denn ich bin • Esbit-Trocken- • Brennstoff, in J einschl. Gesch. X • käuflich. Packung 20 Tabt. Auch • ' zum Feldpostversand zugelassen. J Bezugsquellen-Nachweis durch« • e HERST. ERICH SCHÜMM £>** • STUTTGARLW 109 BERNARD & SOHN GIESSEN, Blockstraße 14-16 Aufruf! Die Frauen der Ortsgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Stadtbezirk Gießen werden hiermit dringendst aufgefordert, sich, soweit sie nicht durch anderen Einsatz in Anspruch genommen sind, zur Vornahme dringlichster Näharbeiten für die Wehrmacht bei ihren zuständigen Ortsgruppen des Deutschen Frauenwerks unverzüglich unter Berufung auf diesen Aufruf zu melden. — Ich erwarte, daß alle abkömmlichen Rotkreuz-Frauen sich zur Durchführung dieser dringlichen Näharbeiten von nur kurzer Dauer in dankbarer Pflichterfüllung gegenüber unserer in schwerem Kampf stehenden Wehrmacht zur Verfügung stellen. Deutsches Rotes Kreuz / Kreisstelle Giefeen Der Kreisführer: Landrat Dr. Lotz, DRK.-Oberstführer. . 80 D «W fei* MM MW mit Kenntn. in Schreibmaschine und Kurzschrift sucht für sofort Ludwig Fetzer, Boschdienst Gieße«, Schanzenstrabe 3. srv Nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, verschied heute mein lieber, herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Philipp Schmidt II. Weißbindermeister im Alter von 67 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Schmidt, geb. Faber Familie Wilhelm Schmidt Familie Willi Becker Familie Fritz Weitershaue Familie Walter Junker. Großen-Linden, Ober-Rosbach, Weilmünster, den 5. Januar 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, 8. Jan., um 15Uhr vomTrauerhaus, Ludwigstr.10, aus statt. __76 D f furcht L JW°n d ™meeren »'S *A. hmnb «5 N Wn | ^Achrftl Slolor >iet I »in' ^is N xt ufnc Ä I MM Hauvtsckriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stestvertreter de» Hauptschristleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für Ltadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Lport: Ernst Blumschein (beutl.), t.B.: Dr. Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzetgenletter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt derAnzeigen:Theok>or Kümmel. Pl.Nr.6. Wer zur Dauerwelle besteht ist, wartet geduldig . eine halbe Stunde und auch eine Stunde. Kein unwilliges Wort feilt, auf daß der Meister nur nicht verstimmt werde. Im Stoflspezialhaus Bernard & Sohn . erwarten aber manche, daß die Verkäuferin jede andere Kundin stehen läßt, um sofort zu Diensten zu sein. Ist das richtig? Den Ungeduldigen eine Aufklärung : Viele unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind an anderen - wichtigeren - Stellen eingesetzt. Und die noch da sind, arbeitert oft für mehrere. Da ist’s beim besten Willen nicht immer zu vermeiden, daß einige Minuten vergehen, bis jemand zu Ihrer Verfügung steht. Dann aber werden Sie mit der gleichen Liebenswürdigkeit bedient, wie Sie es auch früher bei uns gewöhnt waren. Wenn es auch manchmal ander Zahl der Verkäuferinnen mangelt... andersorgfeltigen Bedienung lassenwires nicht fehlen Und wenn wir vorübergehend einmal schließen, dann tun wir dies nur, um die im Laden befindlichen Kunden richtig bedienen zu können, denn Bekanntmachung Betr.: Erfassung der Diensipfllchtigen des Geburls- jahrgangs 1924 zur Wehrstammrolle. Auf Grund des Wehrgesetzes vom 21.5.1935, des Reichsarbeitsdienstgesetzes vom 26.6.1935 und der Verordnung über das Erfassungswesen vom 15.2. 1937 wird hiermit folgendes bekanntaemacht: Die Dienstpflichtigen, die im Staotkrers Gießen wohnhaft oder aufenthältlich sind und eine Vorladung zur Anlegung der Wehrstammrolle nicht erhalten haben, haben sich unaufgefordert bis zum 31.1. 1942 während der Dienststunden bei der Polizeidirektion Gießen, Einwohnermeldeamt, Neuen Bäue 22, II. Stock, Zimmer 8, zu melden. Ausgenommen sind diejenigen Dienstpflichtigen, die im Besitz eines Wehrpasses und Annahmescheines sind oder bereits Reichsarbeitsdienst abgeleistet haben. 81D Nichtbefolgung dieser Bekanntmachung zieht Bestrafung naqj sich. Evtl, werden polizeiliche Zwangsmaßnahmen gegen die Säumigen ergriffen. Gießen, den 6. Januar 1942. Der Polizeidirektor. I.V.: Hellwege Emden. Betreuung seitens der NSG. Kraft durch Freude', zu deren Mitarbeitern der Redner gehört. Ergebnisse der volkskundlichen Forschung in ansprechende volkstümliche Form zu bringen, daran arbeitet Oberstudiendirektor Philipps schon seit Jahrzehn« ten; vor allem hat es ihm das vielgestaltige Volkstum seiner oberhessischen Heimat angetan. Seine Dorfgeschichten und Heimaterzählungen, seine heiteren Mundartgedichte und seine dem oberhessischen Volksleben- entnommenen Dolksspiele sind weit über die Grenzen unserer engeren Heimat bekannt geworden. Sie haben zur Ausgestaltung mancher Veranstaltung der NSG. „Kraft durch Freude" beigetragen. Mit dem obengenannten Vortrag hat sich der Redner ein besonders reizvolles, lehrreiches wie unterhaltendes Teilgebiet seiner praktischen Volkstumsarbeit ausgesucht, so daß ein Abend in Aussicht steht, der einem höheren Zwecke als dem der bloßen Unterhaltung dient. pe «£? MS Etile am 31 Mag W.U k>uar W- Mel nut D Mseeische" - I W Japan || durch Ißitot einzig ändern b< kulde, mahre 1*^6 hi*.18, |t* dch! lyrtreiben sei Ilinier Laxrn 11197 zum ers Linen japani ' >Gs SchP I Torljer auch 11S37 kam en I Hapan an, m ä)ert lvu enden ' Richen den Fr I«Mft wu I Esbesta I He Ström I Der unter bei I bete - die I tnr und die I Wsaßten! - I rngtfM I TMdensewb I tat kaiserli I ’Aen 1858- I mit der 186 ■ Itiji tnh kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Rosenkohl 35 bis 40, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, 1/io 10, Rettich, das Stück 10 bis 15 Rpf. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41 bis 45,5 Rpf., Bullen 38,5 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 33,5 bis 44, Kälber 30 bis 57, Hämmel 32 bis 50 Rpf. je XA kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08. Marktverlauf: alles zugeteilt. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg-, 7. Jan. Der Landarbeiter Karl W e h r u m von hier erlitt bei Holzarbeiten im Walde durch einen herabstürzenden Ast so erhebliche Kopfverletzungen, daß er der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußte. z Mk mieb Was nun trifft, so wc Jtytiges D flieg der $ Mmsse Wichen jgrar. < ^vor wir Knmß ”6 die K Kchte q 'Achen E Mangen, luirbümerif Ken die; ff“,pi "° >e. to« !'l-h°n Feiten u Mchast KUNSTGEMEINDE HUNGEN 5. Veranstaltung Donnerstag« den 8. Januar 1942/20.00 Uhr im Darmstädter Hof Hamor im hessisdien V oltetnni VORTRAG von OberstudiendirektorW. K. Philipps Eintritt RM. 0.50, für Wehrmacht und geschlossene Formationen RM. 0,30. — Karten im Vorverkauf in der Obersclfule. Menden ’I «tilge Aend Wung zur Ä als zeitg> jungen ! flndochin Wert uns Mische i)Q' Rängen d Mel mit 50 Jahre, von aut.Erscheinung, jung. Aussehen, wünscht die Bekanntschaft eines Herrn von 45-55 Jahren, zwecks Heirat Zuschr. unt. 075 andenGieß.Anz. Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schulstr.7 8. März: Wald-(Gelände->Staffeltag der Banne und Kreise; 22. März: Gebietsoftener Erkundungslauf der HI. in Darmstadt; 12. April: Waldlaufmeisterschaften der Banne und Kreise; 26. April: Gau- und Gebiets-Waldlaufmeisterschaften in Mainz; 10. Mai: Eröffnung der Bahn-Wettkampfzeit in den Bannen und Kreisen; 30./31. Mai: ReiHssportwettkampf; 7. Juni: Mannschafts-Staf- felkämpfe der Kreise; 14. Juni: Reichsoffene Wettkämpfe der Hitler-Jugend und Jungmannen; 21. Juni: Bann-Sportfeste; 28. Juni: Gaumeisterschaften in Wiesbaden; 4. Juli: Gebietssportfest in Darmstadt; 2. August: Mehrtampf-Gaumeisterscha'f- ten in G i e ß e n. Kurze Sportnotizen. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde nach Rittmeister N i e m a ck, der auch schon .das Eichenlaub trägt, als zweiter deutscher Turnierreiter der Rittmeister Sachenbacher, der mit „Nonne" viele Dressurprüfungen gewann. * Gießen, 7. Jan. Auf dem heutigen Wochen- * Hungen, 7. Jan. Am Donnerstag, .8. d. M., markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM.„ 20 Uhr, spricht in Hungen, Darmstädter Hof, Ober- Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, studiendirektor Philipps, Friedberg, über kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis „Humor im hessischen V o l k s t u m". Der 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 10, Unter- Vortrag findet statt im Rahmen der kulturlichen r in II IIT ■IWMIMil'WWiM—n—■>— Strafkammer Gießen. L. Kl. in W. hatte sich wegen Urkundenfälschung zu verantworten .Sie hat vor etwa einem Jahr eine öffentliche Urkunde, nämlich einen Bezugsschein für Bettwäsche, gefälscht und aus diesen Bezugsschein Waren bezogen. Die Angeklagte war geständig und wurde, dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, unter Zubilligung mildernder Umstände wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit einer Uebertretung der Derbrauchsregelungsstrasverordnung zu eurer Ge- fänqnis strafe von drei Monaten verurteilt. Johanes Herröder und seine Ehefrau, Klara Herröder in Bermutshain, waren angeklagt 'm Jahre 1940 in Bermutshain und an anderen Orten Jagdhütte^, Skihütten und Wochenendhäuser mittels Einbruchs und Einsteigens vollständig aus- geplündert zu haben. Der Ehemann hat außerdem in Hartmannshain in einer Wirtschaft ein Paor Schneeschuhe entwendet und diese für 27,— RM. verkauft. Die Ehefrau hat einem Metzger in Bermutshain aus der unverschlossenen Kassette 30,— bis 35,— RM. entwendet. Die Angeklagten waren geständig und wurden, dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, verurteilt: Johannes Herröder unter Einbeziehung der durch Urteil der Strafkammer Gießen vom 18. Juli 1941 erkannten Gefängnisstrafe zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren und neun Monaten Zuchthaus, auf die der bisher verbüßte Teil der Gefängnisstrafe und die in Höhe von drei Monaten erlittene Untersuchungshaft angerechnet werden; Klara Herröder zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Zuchthaus. Preistreiber am Pranger! NSG. Wegen erheblicher Zuwiderhandlungen gegen die Lederpreisoerordnung in Verbindung mit der 1. Ausführungsverordnung hierzu und § 22 der Kriegswirtschaftsverordnung wurde der Lederwarengroßhändler Friedrich Ambratis in Offenbach a. M., Bleichftraße 18, von dem Reichskommissar für die Preisbildung in Berlin in eine Ordnungsstrafe von 2000 NM. genommen und ihm gleichzeitig auf die Dauer untersagt, sich in der Lederwirtschaft als Hersteller, Händler, Vermittler oder Angestellter mit Provisionsbezügen zu betätigen. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung —, Stelle für die Preisbildung in Darmstadt, hat sich veranlaßt gesehen, wegen grober Preisverstöße folgende Strafen auszusprechen: 1 Gegen die Lederwarenfabrik Döbert & Beck, o. HG. in Hausen bei Offenbach a. M., wurde wegen Verfehlungen gegen die Lederpreisverordnung in Verbindung mit der 3. Ausführungsverordnung hierzu auf eine Ordnungsstrafe von 60 000 RM. erkannt. ~ 2. Gegen den Philipp Pfau und den Georg Franz Beck, Inhaber der Lederwarenfabrik Pfau und Beck in Münster, Kreis Dieburg, Frankfurter Straße, wurde wegen Verstößen gegen die Lederpreisverordnung und die 3. Ausführungsverordnung hierzu je eine Ordnungsstrafe von 27 500 RM. verhängt. 3. Gegen den Jos. H. Jochheim, Inhaber der Lederwarenfabrik Hermann Jochheim in Offenbach am Main wurde wegen Zuwiderhandlung gegen die Lederpreis-Derordnung in Verbindung mit der Preisstop-Derordnung auf eine Ordnungsstrafe von 23 800,— RM. erkannt. _____________ Korsett-Moden — Seltersweg 59. ___ . "1 Dame, Anfangs der NSRL.-Sportler und der Hitler-Jugend enger und geschlossener zu gestalten. Die ersprießliche Zusammenarbeit trug schon bisher bei der Klärung grundsätzlicher Fragen die besten Früchte. Sie kommt auch zum Ausdruck in einer, gemeinsamen Förderung der Spitzenkönner aus NSRL. und HI. durch die Reichstrainer des NSRL. So werden schon demnächst in Frankfurt a. M. zwei Lehrgänge aogewickeli, in denen Reichstrainer Ehr ist mann die Hürdenläufer, Werfer, Stabhochspringer und Kugelstoßer, Reichstrainer G e r s ch l e r die Läufer für die neue Kampfzeit vorbereiten wird. Die Wochenendlehrgänae finden am 24. und 25. Januar statt. Der Forderung der Spitzenleistung dienen ferner eine Reihe von Wettkampfoeranstaltungen des Jahres 1942, deren Höhepunkte die Gaume i st e r s ch a f t e n am 28. Juni in Wiesbaden und die Mehrkampfme^isterschaften am 2. August in Gießen sein werden. In gemeinsamen Beschlüssen wurde von Gaufachwart Lindner und Bannführer Junior nachstehende Wett- 4. Gegen den Willi Honig in Offenbach a. M.- Bürgel, Schifferstr. 11, Inhaber der Lederwarenfabrik gleichen Namens, wurde wegen Verfehlungen gegen die Lederpreis-Verordnung, die 3. Ausführungsverordnung hierzu und die Preisstop- Verordnung eine Ordnungsstrafe von 15 000,— Reichsmark verhängt. 5. Gegen den Alois Gruber, Offenbach a. M., Ludwigstr. 88, wurde wegen Verstößen gegen die Lederpreis-Derordnung und die 3. Ausführungs- Verordnung hierzu eine Ordnungsstrafe von 15 000,— RM. ausgesprochen. 6. Gegen die Firma L. Haas, Kistenfabrik 'm Offenbach a. M., wurde wegen Zuwiderhandlung gegen die Preisstop-Derordnung eine Ordnungsstrafe von 19 000,— RM. verhängt. 7. Gegen den Rudolf Sommerlad, Inhaber der Firma Möbel-Sommerlad, Gießen, Bahnhofstr. 65, wurde wegen Zuwiderhandlung gegen die Verordnung über die Preisbildung für Einfuhrwaren aus den besetzten niederländischen Gebieten in Verbindung mit § 22 der Kriegswirtschafts-Verordnung' auf eine Ordnungsstrafe von 12 000,— RM. erkannt. Gießener Dochenmarktpreise. für sofort gesucht. toD Wilhelmstr.141. Wegen Berbeir. meiner jetzigen, suche für sofort oder spät, tücht. Hausgehilfin Salon Menker, Selterswegl6 022 Putzfrau für mehrere Stunden a. Tage gesucht. [6?D Blockstraße 9 p. Meine Anzeigen Im OHefceuCT Ängriffe: werden von r«N«dei' beamtet tmb gelelen | Vermietungen"! MIMuier mit Zentralheiz. an berufstätige Dame od. Herrn z.verm. Schriftl. Angeb. unt. 072 an d. Gieß. Anz. I Mietgesuche | 2 möblierte Simmet Wohn-u. Schlafzimmer, sofort od.später gesucht. Zuschriften unt. 48D a. d. 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