WM I I M ■ -.f ■. ' <* tz 5. w "'*.. •>:...- 4X w- / - ' ■ Az3 M-? '-'’.-fcy•' ,/->< 'A *>J< „ ,. / **w>^ ■•:: I - Zreltag, 6. November (9^2 (92. Jahrgang Nr. 262 ErichelM ragt, ch, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ftamiltenblöttcr Heimat irnBild-DieScholle Be-tugSvreisr Monatlich.,... RM.1.80 Lustellgebüvr,.. » -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 9himmern infolge höherer Gewalt Aernsvrechanschlnh 2251 Drahtanschrift: Anzeiger" Postscheck 1168k krankt . Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer viS8'/,Uhr deSBormittagS Ayzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Brette: 7 Rot. für Familtencm- zeigen und private GelegenheitSanzei g en 14Rvf. f. Werbeanzeige« und geschäftliche Gelegenheitsanzetge« Platzvorschrtft (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen MerKeuziräger der Infanterie bei der HI Die Schlacht in Tiordafrika Panzern konnten, (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Anfang November 1942. wisrnus" geschaffen. In der Partei, der Beamtenschaft, dem Heer, in feder einzelnen Zelle menschlichen Zusammenlebens herrschten nichts als Furcht und Schrecken, Angeberei und Denunziation, Streit und Kampf — jeder war der Gegner des anderen. Die GPU. und ihre meist jüdischen Kommissare wurden ein Staat im Staate. Die soziale Not stieg unermeßlich, die Arbetter ihrer Elemente. Von einem 180-Millionen-Volk wurden die lawinenartig wachsenden Sowjetrüstungen buchstäblich erhungert und erlitten. Der „Prolet" wurde in die Kandare gespannt und aus seinem ausgemergelten und ausgebeuteten Körper das Letzte herausgeholt, um eine gewaltige Armee mit modernster Ausrüstung, ein gigantisches Instrument für die Weltrevolution, zu schaffen. Dieses militärische Ziel war noch nicht ganz erreicht, als der Führer mit dem scharfen deutschen Schwert dazwischen schlug. Am 25. Jahrestag der Sowjetherrschaft in Rußland steht das unmenschliche System in seinem Schicksalskampf. Die verflossenen 16 Monate haben wahrlich gezeigt, wie riesenhaft die Gefahr war, die hier auf Europa gelauert hat. Dies muß um so stärker unterstrichen werden, da heute die Verbündeten des Bolschewismus aus den ebenfalls jüdisch beherrschten Plutokratien ihren Gesinnungsgenossen nach Moskau auch noch Glückwünsche senden. schnitt der El-Alamein-Front alle verfügbaren Truppen und Panzer abgezogen und diese im Schutz der Sandstürme an den Küstenab- schnitt geworfen. Mit diesen frischen Truppen begannen die Briten in der Frühe des 31. Oktober ihren Angriff mit st ä r t st e m T r o m m e l f e u e r. Dann setzten sie massierte Jnfanterie- kräfte auf schmalem Raum im Gebiet der Mstenstraße in Richtung auf S i.d i El R a h a m zum Vorstoß an. Unter schwersten Opfern gelang es den Australiern, in die deutschen Stellungen an der Bahn einzudringen. Durch rücksichtslosen Einsatz weiterer Infanterie- und Panzerkräfte versuchte der Feind, diesen örtlichen Erfolg auszuwetten, doch hielten die deutschen Grenadiere ihre Gräben rings um die Einbruchstelle so lange, bis um 12 Uhr mittags d er deutsch-italienische Gegen- st o ß den Feind mit voller Wucht traf. Es kam zu mehrstündigen Panzerschlachten, in denen achtzehn britische Panzer zerschossen mürben und zahlreiche weitere schwer beschädigt im Wüstensand liegen blieben. Arn 1. November führte die deutsch-italienische Panzerarmee ihren Gegenangriff fort. In den breiten, mit zahllosen Stutzpunkten besetzten Sanddünen zwischen Eisenbahn und Meer entbrannten erbitterte Kämpfe. Hier schlagen sich die deutschen Truppen gegen britische Stoßkeile, die von zwei Seiten her unsere Grenadiere abzttschneiden versuchten. Diese Zange wurde im Gegenstoß geöffnet. , .. Mit zäher Verbissenheit wiederholten die Briten am 2.11. ihre Angriffe. Lach schwerer Feueroor- erhöht. Oer Wehrmachiberichi. DNV. Aus dem Führerhauplquarlier, 5. Nov. Das OberkommanK» der Wehrmacht gibt bekannt: 3m westlichen Kaukasus erstürmte Infanterie nach Abwehr starker Gegenangriffe feindliche Stellungen. Kampfflieger vernichteten im Hafengebiet von Tuapse drei Handelsschiffe mit zusammen 5800 BRT. Nahkampfflieger griffen den feindlichen Nachschub an. 3m Raum von Alagir sind erbitterte Angriffs- kämpfe gegen den sich hartnäckig verteidigenden Feind im Gange. Truppenansammlungen und Versorgungslager der Sowjets im Raume zwischen den Flüssen Kuma und Terek sowie Eisenbahnzüge südlich von A st r a ch a n wurden von der Luftwaffe bombardiert. 3n Stalingrad wurden Stoßtruppunternehmungen erfolgreich durchgeführt. Lin feindlicher Stützpunkt wurde ausgehoben, Vorstöße des Gegners abgewehrt. Sicherungen des Heeres an der Wolga versenkten einen größeren Flußdampfer. Schwere Luftangriffe richteten sich gegen Stützpunkte des Feindes westlich des W o l g a k n l e s und Vatterie- stellungen ostwärts des Stromes. An der Don front wiesen italienische Truppen Uebecsehversuche ab. 3m mittleren und nördlichen Frontabschnitt vernichteten eigene Stoßtrupps eine größere Anzahl feindlicher Kampfslände mit ihren Besatzungen. Oerlliche Angriffe des Feindes scheiterten. Kampfflieger, bombardierten trotz sehr schlechter Wetterlage einen wichtigen Nachschub- und Verkehrsknotenpunkt der Sowjets. 3n der Zeit vom 10. bis 31. Oktober wurden an der Ostfront 615 feindliche Flugzeuge vernichtet, hiervon 535 in Luftkämpfen und 61 durch Flakartillerie der Luftwaffe. Der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 56 eigene Flugzeuge verloren. Die Schlacht in Aegypten ist an der ganzen Front weiter im Gange. Die deutsch-italienische Panzerarmee seht den massierten feindlichen Angriffen äußersten Widerstand entgegen. 3n einzelnen Abschnitten wurde die eigene Truppe planmäßig in vorbereitete zweite Stellungen zurückgenommen. Kampf- fliegerkräfke führten laufend Bombenangriffe gegen die britischen Panzerverbände und Artilleriestellungen. Am 3. und 4. November schossen deutsche und italienische 3agdflieger in erbitterten Lufttämpfen serer Wehrmacht, die den Feind an allen Fronten immer wieder vernichtend schlage. Ein Volk, das einen solch genialen Führer wie Adolf Hitler^ sein eigen nenne, werde niemals untergehen. Aufgabe der Heimat sei es, der Front die Waffen zu geben, die sie zur Niederringung der Feinde benötige. Die vergangenen drei Kriegsjahre haben das deutsche Volk, das wisse, daß es in diesem Kampf um sein entscheidendes Schicksal gehe, zu einer ehernen Einheit zusammengeschmiedet. Alle Widerstände, mögen sie noch so stark sein, werden von einer Volksgemeinschaft, wie sie das deutsche Volk heute darstelle, überwunden werden. Mit einem eindringlichen Appell forderte der Gauleiter die Hoheitsträger auf, ihre ganze Kraft einzusetzen, den Volksgenossen in jeder Beziehung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Es gäbe keine schönere Ausgabe als die der Betreuung aller. Die Partei werde die ihr vom Führer gestellten Aufgaben, ganz gleich, Von der Front im Osten trafen — wie schon gemeldet — 30 Ritterkreuzträger der ^usantene ^n oer Reichshauptstadt ein, um dann in den Wehrertüchtigungslagern der HI. von ihrenK°mpferlebmßen und Erfahrungen zu berichten. Wir sehen hier Reichsiugendfuhrer ^mann rrn Geprach mit den Ritterkreuzträgern. Links neben ihm Ritterkreuzträger Generalmaior Herrlein, rechts der Chef des Stabes beim Inspekteur für das Bildungs- und Erziehungswesen des Heeres, Eeneralmaior v Volck- a m e r. Weiter links ein Ritterkreuzträger mit dem Panzernahkampfabzeichen am Aermel. (Scherl-M.) OasEcho derLt-Booi-Erfolge Auch das Ende der Woche steht im Zeichen weiterer deutscher U-Boot-Erfolge. Der feste Rythmus der Versenkungen zu einer Zeit, in der die Briten und Nordamerikaner mit dem Herbststurm rechneten, hat das gegnerische Lager sichtlich nervös gemacht. In England werden wieder Stimmen laut, die nachdrücklich darauf dringen, doch endlich einmal die Verluste der Handelsschiffahrt bekanntzugeben. Das amtliche Schweigen diesseits und jen- eits des Atlantiks, die spärlichen Eingeständnisse des Washingtoner Marineministeriums über Verluste, die Wochen und Monate zurückliegen, das alles hat im Zusammenhang mit den neuen großen Verlusten von nicht weniger als 26 Handelsschiffen mit 168 000 BRT. zu einer Nervosität geführt, der der Flottenkorrespondent der „Daily Mail" mit dem Stoßseufzer Ausdruck gibt, daß es unklug sei, die Wahrheit der deutschen Sondermeldungen in Bausch und Bogen zu bezweifeln. Und was die Plutokratien zu verschweigen suchen, das gibt Moskau zu. Aus Moskau wurde in dieser Woche gemeldet, daß man mit der Versorgung durch die westlichen Verbündeten sehr unzufrieden sei, daß niemals weniger angekommen sei als im Laufe des letzten Sommers. Damit gestehen wenigstens die Bolschewisten die großen Geleitzugkatastrophen im Eismeer zu. Gemessen an dem weltweiten Operationsgebiet unserer U-Boote, die nun auch in die Randgebiete des Indischen Ozeans vorgedrungen sind, und gemessen an dem einzigartigen Zusammenspiel der Achsenstrategie mit der des japanischen Verbündeten, sehen sich die Alliierten von Tag zu Tag mehr einer ausweglosen Lage gegenüber. Sie haben zu wenig Schiffe, um große Offensiven durchführen zu können, sie haben aber auch zu wenig Kriegsschiffe, um die für sie so lebenswichtigen Transporte zu schützen. Nur aus dieser Situation heraus ist zu verstehen, warum Moskau bitter fragt, wo der britische Verbündete eigentlich sei, während London und Washington nicht ohne den Unterton einer etwas spitzen Kritik sich gegenseitig ihre Produktionskapazitäten vorrechneu- Kritik und Vorwürfe gehen an der Sache vorbei, denn in Wirklichkeit ist es die Initiative des Gegners, der auf der unangreifbaren inneren Linie operiert, die zu den Niederlagen der Westmächte geführt hat und weiter führen wird. 25 Jahre Sowjetterror Von unserem P.-Berichkerstatter. waren die Fronten völlig i n ei n a n d e r v e r • keilt. Aus den Stützpunkten der deutsch-italienischen Panzerarmee und aus den Igelstellungen der Briten kämpfte man nach allen Seiten. Um diese Verkrampfung der Front zu lösen, wurden die eigenen Truppen aus einzelnen Abschnitten indie vorbereitete zweite Stellung zurück- genommen. Die Luftwaffe sicherte den Luftraum, so daß die britischen Bomber in ihrem Kampfeinsatz gegen diese Operationen stark behindert wurden. Hierbei und im Perlauf weiterer Angriffe gegen die britische Aufmarschbasis wurden weitere neun britische Flugzeuge vernichtet uttd die Gesamtabschuhzahl der letzten beiden Tage auf 30 bereitung drangen die von zahlreichen unterstützten Kolonialtruppen vor und wenn auch unter schwersten Verlusten, erneut Boden gewinnen. Im Gegenangriff wurde dieser Stoß auf- gehalten. Wieder verloren die Briten an die 9 0 Panzer und einige hundert Gefangene. Trotz ihrer ungeheuren Ausfälle an Truppen und Waffen fetzten die Briten am 3.11. unter Zusammenfassung aller verfügbaren Kräfte den Versuch fort, die deutch-italienische Front zu durchbrechen. Schon beim Anmarsch dieser mehreren hundert Panzerkampfwagen zerschlugen unsere Sturzkampfflugzeuge viele schwere Panzer, während gleichzeitig unsere Jäger 21 britische Flugzeuge zum Absturz brachten. Äls die britischen Kampfwagen nach dem Einbruch in das deutsch-italienische Stellungssystem südlich von Sidi Ab-del Raham versuchten, diese schmale Bresche zu erweitern, empfing sie das Abwehrfeuer der panzerbrechenden Waffen. Obwohl Die erste Welle des britischen Panzerkeiles durch die Granaten schwerer Flakgeschütze, durch Bomben der Sturzkampfflugzeuge und mitten in der tobenden Artillerieschlacht durch Minen und geballte Ladungen unserer Grenadier* zerfetzt worden war, rollten immer neue britische Panzer, aus allen Rohren feuernd, gegen b;e deutsch-italienischen Stellungen an. Als der Kamvf seinen Höhepunkt erreicht 'hatte, traf der deutsch-italienische Gegenstoß die Flanke des Feindes. In härtestem Ringen gelang es, die Briten Meter um Meter zurückzudrängen. Wenn auch unter Verlusten, so behauptete die dem ch-italienische Panzerarmee doch am Abend des 11 Tages des britischen Angriffs immer noch das Schlachtfeld. In der folgenden Nacht und am 4. November Wie alljährlich, versammeln sich auch in diesen Novembertagen wieder die Spitzen der kommunistischen Partei und des bolschewistischen Staates zur Feier ihres Revolutionstaaes, und wie alljährlich, so werden auch diesmal die 20, 30 und mehr Parolen der Komintern ausgegeben, die der Welt mit frecher Stirn und in aller Eindeutigkeit die weltumstürzlerische Zielsetzung des roten Diktators drohten zusammenzubrechen — aber hinter jedem von ihnen stand ein Angeber oder ein GPU.-Mann. Arbeiten, arbeiten und wieder arbeiten, roboten und schuften — das war und blieb die Parole! Denn die bolschewistische Kriegsmaschine lief auf hohen Touren, und wenn Tausende, Hunderttausende, Millionen Hungers starben — an ihre Stelle traten neue Millionen. Sie standen und stehen alle unter der Angst des Hungertodes, der Verbannung nach den Eiswüsten Sibiriens, des Genickschusses. । --- , . . । Inzwischen wurde bewußt eine Kriegs- und Rü- verkunden. Denn der bolschewistische Staat feiert stunqspsychose geschaffen und durch immer neue . am kommenden 7. November den 2 5.1ahres - Lärchen aus anderen Ländern genährt. Die Kriegs- • tag feines Bestehens. Lebten wir in normalen bo(trin, ber jüdisch-bolschewistische Imperialismus , Zeiten und spielte sich nicht wenige hundert Kilo- unb bie ^ote Urinee als deren Träger — das waren meter westlich das gewaltigste Kriegsgeschehen Der K. Triebkräfte der bolschewistischen Politik und Weltgeschichte ab, so wären wir wieder Zeugen . einer der üblichen Riesenaufmärsche der bolschewistischen Kriegsmacht auf dem Roten Platz in ‘ Moskau, die Luft erdröhnte von dem Motoren- ] gcknatter und dem Marschtritt der ungezählten ! roten Bataillone, die Spalten bet Sowjetzeitungen I wären angefüllt von Reden und Aufrufen, die — I । eine hetzerischer als die andere — in ihrer Gesamtheit der Welt weiterhin keinen Zweifel über die I weltreoolutionäre Doktrin dieses Staates lassen I würden. Die Welt außerhalb der Dreierpaktländer würde sich wieder einmal verwundert die Augen reiben und fragen, ob denn von Moskau irgendeine Gefahr drohe und was dieser Sowjetstaat in Wirk- ; lichkeit sei, welche Macht hinter ihm stehe und wie weit seine Ankündigungen ernst zu nehmen seien... Heute ist es freilich anders geworden, und das Sowjetfest wird unter gänzlich veränderet e n Umständen begangen. Was wir seit dem 122. Juni 1941 erleben, hat nicht nur den Sowjet- | float aus dem Halbdunkel seiner Existenz in das | helle Rampenlicht der Weltbühne gerückt, es hat j vor allem auch die westliche Welt dazu gebracht, ; offen Farbe bekennen zu müssen. Der bolschewistische r Staat ist heute nicht mehr das „Rätsel", die ■ „Sphinx", mit der sich die Literaten des bürgerlichen Westens immer von neuem liebevoll beschäftigen, bis sich die Demokratien offen zu dem Bündnis mit ihm bekannten. Die Kriegsereignisse haben auch schlagend bewiesen, was das neue Deutschland seit 10 Jahren unermüdlich der Welt einzuhämmern bemüht war, daß der Kreml die Zentrale der Weltumsturzpropaganda und eine Gefahr für den Frieden ist, die leitenden Männer der Sowjetunion ’ nur die Errichtung der Weltherrschaft j^nes Unter- menschentums im Auge haben, das seit nunmehr 25 Jahren in Rußland wütet, und daß sie diesem Ziel rücksichtslos Menschenleben in unübersehbarer ■ Zahl und die Schätze eines der reichsten Länder der Welt opfern. 25 Jahre Bolschewismus — das find ein Vierteljahrhunderk Schrecken, Lei- den und Not, wie sie die Weltgeschichte vordem "Er- mus und seiner Ordnungsprinzipien gegenüber Der i iyr vom tfuprer geiieiuen ^uiyuutn, y«.i0 y^ E-!W°lt ves plut°krati,ch»°lschemistilch°n Schmarotzer- welches Ar^auch Die Rede würdigte bann die tapferen Taten un-1 nationalsozialistischer Entschlossenheit hinter ihr stehe. Ziele. Kirche und Religion wurden als „Opium für das, „nrhnfri. Bott" ftrenq verboten, Hunderttausend- von Prie- B erI in, 5. Sion. (S3H3.)। W bem ftern wurden ermordet und verbannt unb das ganze konischen Schlachtfeld hatten die geistliche unb geistige Leben des russischen Volkes ten Tagen aus dem Mittleren und südlichen ^b- in eine Wüste verwandelt. Die Schule wurde den । fA-‘‘ *•' m=ortnm«n,Srnnt alle veriuabaren kommunistischen Agitatoren in die Hand gegeben, die aus ihnen Brutstätten für den bolschewistischen Menschen machten. Jegliche Moral wurde abgeschafft. Künftighin war alles erlaubt, was dem niedrigen tterischen Instinkt diente. Die Seele wurde verboten, der Geist ertötet, auf dem Gebiet der Ehe und der Liebe krasser Materialismus gepredigt. Die Folge war, daß „Staatskinder" in die Welt gesetzt wurden, um die sich die Eltern nicht kümmerten, unb 3,5 Millionen verwahrloste und elternlose Jugendliche durchs Land schwärmten, also eine Plage für den Staat selber wurden.. Mit Mord und Einkerkerung ging man gegen sie vor. Dem Bauern (Mi'.schik) wurde sein Grund und Boden genommen, er wurde zwangsläufig zum Landproletarier degradiert. Die Fünsjahresplöne, die Kolchosen und Sowchosen, die Ma.mmiitfabriken und „Kombmate", sie alle sollten die Industrialisierung herbeiführen — sie verwandelten das Land in einen „Roboter- Staat". Unersetzliche Werte gingen dabei verloren und das Ganze drohte zusammenzubrechen, — da griff Stalin ein und durch einen grenzenlosen Blutterror wurde ein „Musterstaat des Bolsche- DieparteiHöierinderVolksgemeinschast nicht zu verzeichnen hatte. * . < c . Als in jenen diesigen und nebligen November- (ÄAiiteiter foratf) XU bCU HoheitSträgerN V0N BÜdlNgeN UNS GeiNyaU^N. tagen des Schicksalsjahres 1917 Lenin und seine 9 . s jüdischen Helfershelfer die Macht in Petersburg an NSG. Auf einer in b er Gauschule Vo- sich rissen und die Roten in Moskau Artillerie gegen gelsberg in Selters durchgeführten Arbeits- - den Kreml auffuhren, in dem sich die Zöglinge der tagung, zu der die Ortsgruppenleiter, die Führer Moskauer Offiziersschule verschanzt hatten, gingen ber Gliederungen und die Kreisschulungsredner zu- aud) zahlreiche Anhänger der russischen Intelligenz sammengekommen waren, sprach Gauleiter und zu den neuen Herren über. Sie ahnten nicht, daß sie Reichsstatthalter Sprenger am Donnerstagnach- ' ihr eigenes Grab schaufeln halfen. In einem Viertel- mittag über die Aufgaben der Partei im Freiheits- . jahrhundert haben es die bolschewistisch-jüdischen fampf unseres Volkes. Ausgehend von der Verant- ' Diktatoren fertig gebracht, ganze Bevölkerungs- wortlichkeit der Partei für das ganze Leben des schichten auszurotten, mit Terror und Schwert, mit deutschen Volkes, legte der Gauleiter dem Führer- ' Gefängnis und Genickschuß derart rücksichtslos zu forp5 der beiden Kreise Büdingen und Gelnhausen wüten, wie es selbst das niemals verwöhnte rus- die Härte des derzeitigen Kampfes dar. Die An- sische Volk in feiner wechselvollen Geschichte vorher forderungen, die heute an jeden Volksgenossen ge- nie erlebt hatte, alle Normen eines gesitteten Zu- stellt werden, stellten alle vor immer größere Auf- fammenlebens der Menschen über den Haufen zu gaben. Pflicht eines jeden fei es, feine ganze Kraft werfen und b-wußt einen Menschentyp heraufzu- einzusetzen und hierdurch zum Siege beizutragen, züchten, der in seiner tiefen Verworfenheit und Der- gm Anschluß daran schilderte der Gauleiter die kommenheit nicht mehr gekennzeichnet werden kann, weltanschauliche Frontstellung des Nationalsozians- Wenn man nur einige wenioe Beispiele der „Er- mus und seiner Ordnungsprinzipien gegenüber der rungenschaften" dieser Staatsschöpfung nennen i "__' "" " 'r' "r"r' "L‘ so mögen sie den ganzen moralischen unb sittlichen tums. Tiefstand der „Sowjetmenschen" charakterisieren, die' die herrschenden Männer nur insofern interessieren, als sie ein billiges Arbeitsvieh darstellen, ein Objekt zur Erreichung der weltreoolutionären gegen zahlenmäßig überlegenen Feind 30 Flugzeuge ab. vier eigene Flugzeuge werden vermißt. 3m Nordmeer versenkte die Luftwaffe ein Handelsschiff von 7000 BRT. und beschädigte zwei große Frachtschiffe. Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote in weitverzweigten Operationen, die vom Nördsichen Eismeer bis in die Gewässer südlich von Madagaskar reichten, nach den großen Erfolgen der letzten Tage in unermüdlichem Angriffsgeist den feindlichen Transportflolten neue schwerste Verluste zugefügt. 3m Nordatlantik erhielten sie in hartnäckiger Verfolgung erneut Fühlung an die Reste des mit Kriegsmaterial und Lebensmitteln nach England bestimmten Geleitzuges, aus dem bereits 16 Schiffe mit 94000 BRT. herausgeschossen waren, versenkten aus ihm weitere 6 Schiffe mit. 37 000 BRT. und beschädigten zwei Dampfer durch Torpedotreffer. Andere Unterseeboote versenkten in Einzeljagd im Nördlichen Eismeer bei der 3nsel 3an Mayen, im Nordatlantik bei S L 3ohns, im Aequatorgebiet bei der Insel Fernando Noronha, im Südatlantik, vornehmlich im Seegebiet um Kapstadt und in den Randgebieten des 3ndifchen Ozeans südlich von Madagaskar 20 Schiffe mit 131000 VRT. Eines von diesen ist mit fünf Dampfer- besahungen untergegangen, die von versenkten Schiffen an Bord genommen waren und in den verfügbaren Rettungsbooten keinen Platz fanden. Damit hat der Feind wiederum 26 Handelsschiffe mit insgesamt 168 000 BRT. verloren. Ein Teil dieser Schisse war mit Kriegsmaterial für die Nordafrikafront bestimmt. Lleber hundertzehn Breitengrade. Berlin,5. Nov. (DNB.) Seit Ende Oktober konnten trotz der schweren Wetterlage, die im Atlantik herrschte, in kürzesten Abständen immer neue Unterseebooterfolge durch Sondermeldungen bekanntgegeben werden. In gruppenweisem Einsatz gelangen vernichtende Schläge gegen feindliche Gleitzuge, bei denen ich die hohe Schule des Unterseebootkrieges unter er« chwerten Umstürzen bewährte. Dies zeigt sich be- onders daran, daß es den deutschen Booten jetzt gelang, mit den Resten des Neufundland- Geleitzuges erneut Fühlung zu bekommen. Obwohl sich der Feind schon durch den Verlust von 16 Schiffen in höchster Alarmstufe befand und seine Sicherungsstreitkräfte auf die wenigen, übriggeblie- benen Dampfer konzentrieren konnte, gelang den deutschen Booten der wiederholte Geleitangriff, der zur Versenkung von sechs weiteren Schiffen führte. Ueber 110 Breitengrade erstreckt sich jetzt das Operationsgebiet der deutschen U-Boote, über ein Seegebiet von fast 80 Millionen Quadratkilometer. Die Insel Jan Mayen in der Grönland-See, der nebelreichste Ort der Erde mit 27 Nebeltagen im Monat, liegt von den Seegebieten des Indischen Ozeans südlich von Madagaskar mehr als 8000 Seemeilen entfernt. Das entspricht einer Entfernung von Lissabon bis nach Wladiwostok oder einem Durchschnitt durch ganz Europa und Wen von Westen nach Osten, von der atlantischen Küste Portugals bis zum Japanischen Meer. Während bei Jan Mayen fast ununterbrochen schwere, kalte Nebel auf dem Meere liegen, durch welche die Schiffahrt fast unmöglich gemacht wird, herrscht bei Fernando Noronha, der kleinen Vulkaninsel unweit der brasilianischen Nordküste, strahlender Sonnenschein; fast tropische Temperaturen sind hier vorherrschend, hier zog im Frieden der große Schiffsverkehr zwischen Europa und den Häsen der südamerikanischen Ostküste vorbei, heute allerdings ist dieser Teil des Atlantik saft ebenso ausgestorben wie so zahlreiche andere SeegSbiete, die einst zu den am meisten befahrenen Straßen der Weltschiffahrt gehörten. — Noch größer als dis Nord-Süd-Achse Jan Mayen—Fernando—Noronha ist die Linie Neufund land —Kap A g u l h a s , von der kanadischen Küste bis aur äußersten Südspitze Afrikas. Auch diese fast 10 000 Kilometer lange Linie, auf der die deutschen U-Boote operieren, durchläuft alle klimatischen Gebiete der Erde, von den durch Treibeis und Nebelbänke bedrohten Gewässern Ostkanadas bis zu den tropischen Gebieten des Aequators und der gemäßigten Zone Südamerikas. Während sich noch die allgemeine Aufmerksamkeit auf die großen Geleitangriffe im Nordatlantik richtete, waren andere Unterseeboote vom Nördlichen Eismeer bis in den südwestlichen Teil des Indischen Ozeans am Feind und machten in Einzeljagd reiche Beute. Sie trafen damit nicht nur die Versorgung der britischen Insel, sondern auch den Waffennachschub für die Bolschewisten sowie für die Briten in Nordafrika. Eines von den Schiffen, die beiderInselJan Mayen Der» senkt wurden, hatte eine Decksladung von Flugzeugen und Kriegsmaterial für die Sowjetunion an Bord. Von den bei Neufundland versenkten Schiffen waren drei schwer mit Erz beladen. Andere Schiffe, die im Mittel» und Südatlantik den Unterseebooten zum Opfer fielen, hatten Spezialerze für die amerikanische Rüstungsindustrie sowie hochwertige Lebensmittel für England geladen. Besonders aufschlußreich ist die Feststellung, daß einer der versenkten Dampfer dieBesatzungvonfüns anderen Schiffen an Bord hatte. Auch darin liegt eine Teilbestätigung der vom Gegner verheimlichten Schiffsverluste. Da ein Handelsschiff nicht genügend Rettungsboote oder Flöße mit sich führt, um außer der eigenen Besatzung auch noch die von fünf anderen Schiffen auf ihnen unterzubringen, ist damit zu rechnen, daß ein großer Teil dieser Besatzungen untergegangen ist. Bei der Knappheit an Seeleuten treffen die hohen Personalverluste die britische und amerikanische Schiffahrt besonders empfindlich. , Das Wahlergebnis in den USA. Stockholm, 5. Nov. (DNB.) Nach Meldungen aus Washington wurden für das Repräsentantenhaus 218 Demokraten und 205 Republikaner gewählt. Acht Wahlergebnisse stehen noch aus. Der Senat setzt sich nach den Ergebnissen der jetzigen Wahl aus 56 Demokraten, 38 Republikanern und einem Unabhängigen zusammen. Ein Wahlergebnis ist noch nicht bekannt. Bei den in 33 Staaten stattfindenden Gouverneurswahlen wurden an Stelle der bisherigen 18 demokratischen und 13 republikanischen Gouverneure jetzt 13 Demokraten und 17 Republikaner sowie ein Progressiver gewählt. Ein Sprecher der Columbia Broadcasting erklärte, daß selbst die begeistertsten Anhänger Roosevelts nicht leugnen können, daß er „ein wenig gün- stiges Votum" erhalten habe. Allgemein wird festgestellt, daß die Kri^yspolitik des Präsidenten nicht direkt angegriffen wurde und daß sie unver» ändert durchgeführt werde, daß aber die Stellung der demokratischen Partei, der Roosevelt entstammt, innenpolitisch einen ernsten Schlag erhalten habe. Zum erstenmal seit 1933 seien d i e Republikaner wieder i m A u f st i e g. Roosevelt habe zwar keine Katastrophe erlitten wie seinerzeit Wilson, aber die Wahlen seien doch ein warnendes Zeichen für den Präsidenten und seine Partei. Diese Warnung werde verstärkt durch die Tatsache, daß auf der einen Seite mehrere Abgeordnete und Senatoren, wie z. B. Senator N o r r i s in Nebraska, deren Kanditatur ausdrücklich die Unterstützung des Präsidenten hatte, nicht wiedergewählt wurden, während auf der anderen Seite persönliche Gegner Roosevelts, wie Hamilton Fish im Staate Neuyork und Senator Brooks im Staate Illinois, in den Kongreß zurückkehren. Der Wahlausgang bringt nach republikaniscken Zeitungsstimmen vor allem die Unzufriedenyeit weiter Kreise der Bevölkerung mit der bürokratischen Handhabung der Verwaltung zum Ausdruck und stellt eine Kritik der Öffentlichkeit an Roosevelts politischer Führung dar. Als bedeutendstes Ergebnis wird auf die Tatsache hingewiesen, daß der seit zwanzig Jahren traditionelle Sitz der Demokraten im Staate Neuyork'den Republikanern zugefallen ist. In mindestens sechs Staaten ist in gleicher Weise eine überraschende Verschiebung nach der republikanischen Seite erfolgt, ein Symptom, das von der demokratischen Partei für die weitere Zukunft nicht unbeachtet gelassen werden kann. Bürokratischer Wirrwarr in den USA. Lissabon, 6.Nov. (Europapreß.) „Wir können diesen Krieg in Washington verlieren", lautet der Titel eines Artikels, den der Vorsitzende des USA - Senatsausschusses zur Nachprüfung von Mißständen in der Kriegswirtschaft, Senator Thoman, m der Zeitschrift „The American" veröffentlicht. Er schreibt, Washington könne den Krieg verlieren infolge seiner bürokratischen Umständlichkeit und der Konflikte znn- chen Mllitär- und Zwilbehorden. Diel zu viel Po- tenjäger seien in der Kriegswirtschaft. Tausende Tonnen Kupfer befänden sich..beispielsweise in_ ßa- gerhäusern der Marine zu künftiger Verarbeitung beim Schiffsbau, aber eine Fabrik nebenan müsse chließen, weil sie kein Kupfer habe Anfang 1942 chützten die Wehrbehörden den Bedarf an Vanadium im laufenden Jahre auf 50 bis 60 Millionen Pfund, wußten aber wohl nicht, daß die gesamte Weltproduktion nur etwa em Zehntel davon betragt. Im letzten März schränkten die Knegsproduktlon-. behörden die Verwendung von Stahl für Rasierklingen so weit ein, daß angeblich nur eine Klinge je Mann und Woche verbraucht werden durfte Hinterher wurde festgestellt, daß die USA. viel weniger Rasierklingen verbrauchten, die Ratiome- rung also ein Schlag ins Wasser war. Doch redeten die Behörden sich damit heraus, sie hatten Besonders verhängnisvoll sei der Widerstand des Militärs gegen jegliche Neuerung gewesen Heute nehme die USA.-Lustwaffe das neue Modell des Thunderbolt mit großer Begeisterung auf, vergesse aber dabei anscheinend, daß dasselbe Modell s ch o n 19 3 7 vorgelegen habe, die USA. aber damals noch bei dem flüssiggekühlten Motor bleiben wollten, bis die japanischen und die deutschen Flugzeuge die Ueberlegenheit des luftgekühlten Motors bewiesen und die USA.-Luftwaffe den Thunderbolt nach fünfjähriger Verheimlichung auf einmal als.neues W u n d er pries. Die Folge fei: Die USA. hatten heute viel zu wenig moderne Kampfflugzeuge. Um den Lebensmittelverbrauch der USA.-Beoolke- rung einzuschränken, trägt sich Präsident Roosevelt mit dem Gedanken der Ernennung eines ßebens- mitteldiktators. Stephan Early, der Sekretär des Weißen Hauses, erklärte, daß dieser Diktator die Lebensmittelversorgung der Zivilbevölkerung der USA. mit den Lebensmittellieferungen an die Alliierten auf Grund der Pacht- und Leihvertrage in Einklang bringen müsse. USA-Neger-Truppen für den Nahen Osten. Stockholm, 5.Nov. (ßuropapreß.) Nach England und Nordirland wird nun auch der Nahe Osten ohne Rücksicht auf die Gefühle der arabischen Bevölkerung von Roosevelt mit Negertruppen bedacht. Sie wurden an einem ägyptischen Hafen am Roten Meer an Land, gesetzt und auf Lastkraftwagen in ein Lager am Rande der Wüste gebracht; von dort sollen sie wettergeschickt werden. Kleine politische Nachrichten. Der Kriegseinsatz des Studententums im Kriegs» fahr 1942, der 29 000 Studenten und Studentinnen bei dringenden Fertigungsaufgaben der Industrie, in Lazaretten, Krankenhäusern, bei der Beseitigung von Bombenschäden, in der Landwirtschaft, zur Ablösung kranker und erholungsbedürftiger Arbeiter und Ärbeiterinnen sowie bei der Betreuung der Umsiedler und Volksdeutschen in allen Grenzgebieten sah, wurde in diesen Tagen beendet. Nach dem Ableben des 'bayerischen Ministerpräsidenten Siebert hat der Führer den Gauleiter Giesler mit der Führung der Geschäfte des bayerischen Ministerpräsidenten sowie der bayerischen Staatsminister der Finanzen und für Wirtschaft beauftragt. Als Nachfolger des bisherigen Bevollmächtigten des Reiches, Gesandten von Renthe-Fink, ist der bisherige Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt, Dr. B e st, zum Bevollmächtigten des Reiches in Dänemark ernannt worden. Der schwedische Erzbischof Dr. Eid em aus Upsala weilt in Deutschland zur Feier des 310. Todestages des schwedischen Königs Gustav Adolf, der 1632 in der Schlacht bei Lützen fiel. 900^6110 seines Berliner Aufenthaltes folgte Erzbischof Dr. (Fibern einer Einladung der deutsch-schwedischen Bereinigung, deren Präsident, Dr. Draeger, ihn m der Reichshauptstadt begrüßte. Der Chef der britischen Mttttärmission in Tschung* kinq-China, Generalmajor I. O. Bruce, ist nach Britisch-Indien zurückgekehrt. Zu seinem Nachfolger wurde Generalleutnant Grimsdale ernannt, der Militärattache bei der britischen Botschaft in Tschung- king. * Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Geh. Regierungsrat Dr. phiL habil. Dr.-Ing. e. h. Oskar Knoblauch in München aus Anlaß feines 40jährigen Dienstjubiläums in Anerkennung feiner Verdienste auf dem Gebiet der technischen Physik die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * In Anwesenheit des Oberbefehlshabers der bulgarischen Luftwaffe, General Airanoff, wurde das erste Segelflugzeug der Brannik, der bulgarischen Staatsjugend, eingeweiht. Bei einer Segelslug schau zeigten die jungen. Flieger den Stand chrer Ausbildung, den sie unter deutscher Leitung erworben haben. Aus dem Reich. BOM.-Mädel schneidern mit wenig Geld und wenig punkten. Die im Sommer von der Httler-Iugend getroffenen Maßnahmen zur Einsparung von Spinnstoffen wurden jetzt durch eine Arbeitsbesprechung zwischen den Gebietsbeauftragten des BDM.-Werkes „Glaube und Schönheit" und den Leitern und Leiterinnen der deutschen Modeschulen weiter ausgebaut. Prof. BennovonArent und Frau Maria M a y, dis Leiterin der Manufaktur des Deutschen Modeinsti« tuts, sprachen über die Aufgaben des deutschen Modeschaffens im Kriege. Unsere weibliche Jugend, die heute ausnahmslos im Beruf oder in einer Berufsausbildung steht, soll künftig vornehmlich über die Arbeitsgemeinschaft „Nähen und geschmackvolles Kleiden" des BDM.-Werkes Anregungen erhalten, sich mit geringen geldlichen Mitteln und unter rationeller Ausnutzung der Punktkarte sowie unter Neuverarbeitung alter Sachen geschmackvoll und individuell zu kleiden. Eine besondere Arbeitsgemeinschaft beschäftigte sich mit Vorschlägen für eine praktiscke Berufskleidung und die ländliche Kleidung, die sich an die alten, landschaftsgebundenen Trachtenvorbilder anlehnen wird. Kunst und Wissenschast. Die silberne Ehrenmünze Darmsladls für Max von Pauer. In der Hessischen Landesmusikschule überreichte Oberbürgermeister Wamboldt in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste dem bedeutenden Pianisten und Klavierpädagogen Professor Max von Pauer die silberne Ehrenmünze der Stadt Darmstadt für seine großen Verdienste um das Theaterleben und den pianistischen Nachwuchs. Es wurde auch eine von der Bildhauerin Colma Lohkamp-von der Heide geschaffene Bildnisbüste Max von Pauers aufgefteüt «Samurai“ von Mirko 3eluflch im Kasseler Staalskhealer. Mirko Ielusich, der historische Gestalten großen Formats episch oder dramatisch behandelte (Casar, Hannibal, Don Juan, Cromwell, Sickingen) hat die japanische Sage von den 47 Samurais, Oie die Ehre ihres Herrn rächen, zur Grundlage eines Schauspiels gemacht, dessen Prosa-Fassung jetzt am Kasseler Staatstheater urauf geführt wurde, während die Versfassung am Wiener Volkstheater ihre Premiere erleben wird. Ielusich lockert die Sage, die mit dem Ueberfüll der Samurai auf das Schloß ihres Feindes, des Fürsten Kotsuke, endet, durch eine Liebesgeschichte auf und überträgt den Liebenden, einem Samurai und einer Samurai-Tochter, die Aufgabe, die Wachsamkeit des Gegners zu überlisten und in dessen Schloß Fuß zu fassen. Dramatisch arbeitet Ielusich mit starken Kontrasten: dem Glanz von Kotsukes Schloß steht das Elend der Samurai gegenüber, die als Lastträger, Hausierer, Garköche und Bettler leben. Es gibt Szenen von düsterer Kraft, wie die Begegnung der Samurai und der zum Teehausmädchen gefallenen Samurai- Tochter, das Narrenspiel des Liebenden, die Racheszene im Tempel. Ielusich geht es um die dramatische Sichtbarmachung des Motives der Treue über - Unter den Apfelbäumen. Von Karl Heinrich Waggerl. Unmerklich gleitet das Jahr in den Herbst hinein. Es kommen leuchtende Tage, voll von einem milden Glanz, noch gar nicht traurig. Die Schwalben sammeln sich im Laub der Kirschbäume, es sind ganz junge darunter, den ganzen Tag mühen sie sich ab und üben ihre Schwingen für den großen Zug. In den Haselbüschen hocken die Eichhörnchen, schnalzen vergnügt und drehen braune Nüsse zwischen ihren flinken Pfötchen, und draußen auf den leeren Feldern treibt sich der Wind herum. Man denkt, das sei noch ein Sommerlüftchen; zu dieser Zeit geht man ja selbst in Hemdärmeln über die Wiesen und spürt die Sonnenwärme im Rücken. Dann trägt einem plötzlich der Wind etwas vor die Füße, ein erstes gelbes Ahornblatt, nur eines. Man nimmt es mit und steckt das Blatt an den Hut, weil es so schön geädert ist, aber nach ein paar Tagen ha^ es seinen Wert verloren, es gibt ihrer viele unter den Bäumen. Die Kartoffeln werden aus der Erde gegraben, die letzte Ackerfrucht des Jahres, nicht so heilig und ehrwürdig wie das Korn, aber dennoch ein Segen, ein spätes Gnadengeschenk des Herrn, als die Erde schon dornig und verflucht war. Es gibt eine Fülle beschaulicher Arbeit in diesen Wochen. Mist wird ausgefahren, es duftet herzhaft nach gefunöer Verdauung in der ganzen Gegend. Zu viert stehen die Hofleute auf den Tennen und dreschen gemächlich zur kühlen Abendzeit, es klingt, als trabte ein schwerhufiger Gaul in der Dämmerung über Land. Das Korn lockte die Spatzen und die Mäuse heran, hinter denen sind wieder die Wiesel her, und überall hocken vollgefressene Katzen auf den Zäunen, schauen wehleidig vor sich hin und speien zum (Steinerbarmen. Der Großvater geht im Baumgarten auf und ab, er schielt nach den Aepfeln, bis er es nicht mehr aushalten kann und eine Schürze umbindet und auf die Leiter steigt. Unten steht Christian, fein jüngstes Enkelkind, und nimmt die Aepfel aus dem Netz. Jeden einzelnen reibt er mit einem Tuch blank, ehe er ihn zu den anderen in den Korb bettet, und wehe, wenn er nur ein einziges Wurmloch hat, sogleich verschwindet er ohne Erbarmen in Christians Hosentaschen. Manchmal greift auch der Großvater daneben, alles was fällt, ist Christians unbestrittenes Eigentum. Aber den letzten Apfel von jedem Baum bringt der Großvater selber herunter. Er bricht ihn mit den Händen entzwei, und wenn er sich schön im Kernhaus geteilt hat, dann ist es ein gutes Zeichen: es bedeutet, daß Gott niemand im Hause abruft, ehe der letzte Apfel verzehrt ist. Wenn man starke Daumen hat und ein guter Hausvater ist, kann man sich und den Seinen auf diese Weise in ein biblisches Alter helfen. Oss Deutsche in der Naturwissenschaft. Von Dr. Franz von Krbek. Nur ganz kleine Kinder mögen heute noch daran glauben, daß Sterne Lampen sind, die des Nachts von Engeln angezündet werden. Ihre verspielte Welt, bevölkert von Feen und Engeln, die getreulich zu verrichten haben, was sich in der großen Natur ereignen soll, ist nicht die Welt der Naturwissenschaft. Es hieße das Rad der Zeit zurückdrehen wollen, würde man den entschwundenen „goldenen Zeiten" nachtrauern. Waren sie aber wirklich so golden, wie sie aus der alles verschönenden Ferne aüssehen, diese Zeiten? Der Mensch besaß jedenfalls keinen nennenswerten Schutz gegen die feindlichen Gewalten der Natur, im Gegensatz zu heute — dank der Naturwissenschaft! Freilich, die Menschen von damals lebten — scheint es — unbekümmert, und daran liegt es wohl, wenn die alten Zeiten uns golden erscheinen. Sie scheinen aber nur so. Um den Anforderungen ihrer Zeit zu genügen, mußten sich unsere Vorfahren ebenso bemühen wie wir das tun, um der neuen Zeit gewachsen zu fein. Leistungsfähigkeit und Anstrengungen hängen nämlich davon ab, wie weit die Fähigkeiten des einzelnen-*' entwickelt sind. Uns fällt es heute' leicht zu dividieren, jeder Volksschüler kann e£. Am Ausgang des ersten Jahrtausends bildete/ dagegen die Division Gegenstand des Unterrichts der damaligen Universitäten. Sie galt als schwere Kunst und zerfiel in eine größere Anzahl unbeholfen abgefaßter Regeln. Die Erklärung dafür latttete: Man konnte und durfte die Kenntnis des Einmaleins nicht vorausfetzen! Der seitdem erzielte Fortschritt leuchtet ein, ebenso aber, daß dieser Fortschritt verpflichtet. Wir beherrschen das Einmaleins und noch viele andere Dinge, die das Fassungsvermögen früherer Geschlechter übersteigen; nur so ist es möglich, zu vollbringen, was früher als Wunder gegolten hätte. Wir haben es verlernt, uns zu wundern, so schnell ist der Fortschritt, der nur zu leicht zum hasttgen Großstadtleben verleitet, das feindlich jeder Selbstbesinnung ist. Ohne diese aber verkümmert der Mensch, einer Blume ähnlich, die man von der nährenden Wurzel abgerissen hat. Es hängt jedoch von uns selbst ab, wie wir unsere Zeit einteilen und welchen Gebrauch mir vorn Fortschritt machen. Vernünftig allein ist, ihn zur Entlastung des Menschen heranzuziehen. Dadurch wird der Mensch zu neuen, größeren Aufgaben frei. Man geht nicht, sondern man fährt zum Arbeitsplatz und gewinnt damit Zeit für die Arbeit. In Großbetrieben erledigen besondere Maschinen die Buchführung und geben Arbeitskräfte für Aufgaben frei, die individuelles Eingreifen verlangen. Die Beispiele lassen sich leicht mehren und überzeugen, daß neue Erfindungen Arbeit dem Menschen abnehmen. Erfindungen setzen aber eine Gedankenarbeit voraus, die stets in der Naturwissenschaft wurzelt. Der Rechenschieber des Ingenieurs ist nur möglich, weil Michael Stifel vor vier Jahrhunderten die Logarithmen entdeckt hat. Ohne diese gäbe es keine Brückenbauer und keine Flugzeugkonstrukteure. Ein Gedanke trat feinen Siegeszug aus der Gelehrtenstube in die weite Welt an. Diesem Beispiel läßt sich aber noch eine Lehre entnehmen: den Ausschlag gibt immer die Einstellung des Volkes, dem auch der Gelehrte unweigerlich angehört. Die Griechen der Anttke trieben die Wissenschaft um der Wissenschaft willen und lehnten jede Anwendung ab. Was kümmerte es sie, wie die Sklaven lebten und arbeiteten, Plato verurteilt die Vorläufer unserer Ingenieure, well sie ,chie Würde der (Beometrie verletzten, indem sie diese vom Unkörperlichen und Intellektuellen zum Körperlichen herabsinken ließen". Bei einer solchen Einstellung der Griechen darf man sich nicht wundern, wenn sie ttotz ihrer großen mathematischen Kenntnisse die Entdeckung Stifels nicht vorwegnahmen und damtt ungeheurer technischer Möglichkeiten verlusttg gegangen sind. Gewiß war ihre Schreibweise von Zahlen recht unbeholfen, kann aber nicht als der Grund angesehen werden, warum sie nicht zu den Logarithmen vorgestoßen sind, vielmehr würden sie bei einer anderen Einstellung unsere heutige Zahlenschreibung sicher ebenfalls entdeckt haben! ♦ Untersucht man die Einstellung des Deutschen zur exakten Forschung, dann fällt es auf, wie tief er sich einerseits in naturwissenschaftliche Probleme versenken kann und wie anderseits ein gesunder Blick dennoch auch die Anwendungsmöglichkeiten erspäht. Von der Natur mit nur geringen Bodenschätzen ausgestattet, verstand es Deutschland, eine Vormachtstellung einzunehmen, der heute die hohe Aufgabe obliegt, den neuen europäischen Lebensraum zu gestalten. Unleugbar haben die Naturwissenschaftler dazu beigetragen, Deutschland in diese Lage zu versetzen. Wirft man nur einen Blick auf die lange Liste der Forscher aller Länder, dann erblickt man eine überwältigende Mehrarbeit Deutscher darunter, die geradezu Marksteine auf dem Wege bedeuten, der den Menschen zum Sieg über die Natur und über sich selbst führte. Wir leben unter Bedingungen, die in früheren Zeiten stets herbeigesehnt und nie verwirklicht wurden. Eine Handbewegung läßt Licht im Raum aufflammen, eine zweite Wasser „aus der Wand" fließen — Handlungen, die früher für Zauberei gegolten hätten. Unser Gemüt belastet kein Aberglaube mehr, wir besitzen ein WeltbiK», das uns davon für immer erlöst hat, wir sind em starkes, äußerlich und innerlich freies Volk — nicht zuletzt dank unserer Naturwissenschaft. Zeitschriften. — Die neuen Linien und Farben der diesjährigen Herbstmode zeigt das neue Heft der „Moben- weit" (im Deutschen Verlag, Berlin). Das schone bunte Heft bringt zahlreiche Modelle, größtenteils in farbiger Wiedergabe. Es zeigt Kleider für jede Tageszeit und jede Gelegenhett, Vorlagen für Frauen, junge Mädchen und Kinder. Viele prakttsche Vorschläge zum Umarbeiten von Kleidern werden gegeben, dazu modische Winke und Ratschläge. Besonders wertvoll ist diesmal der Handarbeitsteil, m dem Muster und Vorlagen zum Stticken und Nähen von wärmenden Sachen für unsere Soldaten gezeigt werden. —— —25 Porten 'enig Ein die von und ls müssen." Fre willige sein. Für Senorita Orgassa. der wir und Sie eigent- glaube fest, zum Schluß wird er noch diese arme r, - r. - :rx c. „’s ~. «vt: Ä-v Cnnnnln Ctr/rriHrt ner hrt mh rt PH. 'firiR ue lieh IOAUS (Nachdruck verboten.) 43. Fortsetzung. Der einem 6a< 15 1 i angeseha thmen von einer am nschreibunS lich alles zu verdanken haben, ist es ja bedauerlich, daß sie in dem Bestreben, Brackmann vor seiner eigenen Tat zu bewahren, zu unserer Hauvlbe- lastunoszeugin gegen ihn geworden ist. Die Arme ist völlig zusammengebrochen. Ich fürchte fast, sie für die Seeresunt-roffizierfchulen. Die Unteroffizierschulen des Heeres stellen zum 1.4.1943 neue Freiwillige ein. Es kommen für die Einstellung charakterlich einwandfreie, körperlich und geistig gut veranlagte Bewerber in Frage, die zwischen dem 1.7.1924 und dem 31.3.1926 geboren sind. Die Freiwilligen müssen die deutsche Reichs- anqehörigkeit und die Wehrwürdigkeit besitzen, liebt den Kerl." Er tat den Gedanken an Karen Orgassa mit einer Handbewegung ab. — „Brackmann leugnet natürlich die Tat. Er weiß genau, daß es diesmal um seinen Kopf geht. Er verschlechtert seine Lage nur durch seine Hartnäckigkeit. Aber ihm ist nicht zu helfen. Es ist der am besten überlegte Mord, den ich in meiner Praxis erlebt Habs. Denken Sie nur an, er hatte doch tatlächl'ch auf einem chilenischen Dampfer als Maschinist angeheuert; der Dampfer sollte übermorgen auslaufen. Sein raffinierter Trick bestand darin, daß er am Tatort nicht die geringste Svur zurückließ. Sogar die Patronenhülse der tödlichen Kugel räumte er weg. Leider haben wir nicht einmal die Kugel selbst finden können, und es wird wohl auch ein aussichtsloses Bemühen sein. Diese 7 35-Stahlmantel- geschosse haben eine enorme Durchschlagskraft. Und nun stellen Sie sich bitte vor. nachdem Brackmann zuerst abstritt, aus seiner Pistole überhauvt einen Schuß abgegeben zu haben, will uns der Kerl jetzt tatsächlich einreden, er habe die Batrone, die in seinem Magazin fehlt, auf dem Weg von Buena Esperanza nach Berakruz verschossen, um zu pru- ■fen, ob die alte Munition noch verwendbar fei. Die Perano lauschte atemlos. Santacilla blickte etwas d erlegen auf ihre Brust. „Es ist wirklich so dumm, daß man fast Mitleid haben konnte. Und schließlich behauptet er noch — und damit setzt er seinen albernen Ausreden wohl die Krone auf —, er habe den Mord zwar geplant und sei auch fest entschlossen gewesen, die Tat aus- zuführen, aber im letzten Augenblick habe er sozusagen moralische Anwandlungen bekommen und gewußt, daß er nicht fähig fein würde, seinen Entschluß auszuführen. — Jetzt sitzt er in seiner Zelle und tut so, als grüble er wahrhaftig darüber nach, wer ihm diese Suppe eingebrockt haben könne. Ich Dorwurf machen!" fügte er sofort hinzu, Ihre Hal» tung entspannte sich. „Ich hätte auch gar nicht schneller sein können, denn ich suchte Sie fast unmittelbar nach Gonzales Weggang auf. Der Korso war noch ein wenig belebt, und ich kam deshalb nicht so sehr rasch vorwärts. Da ich zwanzig Minuten nach elf bei Ihnen war, werde ich das Haus schätzungsweise um elf Uhr verlassen haben. Ich habe leider nicht nach der Uhr geschaut. Wie konnte ich auch ahnen, daß diese Frage jemals Bedeutung erhalten würde ..." „Natürlich", murmelte Santacilla, „natürlich!" „Aber darf ich fragen, weshalb sie Bedeutung hat? Ich verstehe im Augenblick nicht, warum Sie solchen Wert darauf legen." „Ach so ... das ist leicht erklärt. Sie verließen das Haus um elf. Gonzales wurde kurz nach halb zwölf erschossen. Jetzt liegt mir daran, herauszubekommen, wo er sich in der Zwischenzeit aufgehalten hat. Ich habe in sämtlichen Lokalen, in denen er zu verkehren pflegte, nachforfchen lasten, aber er ist nirgend gesehen worden. Nun kann ihn aber eine Stund- lang nicht die Erde verschluckt haben, und deshalb wollte ich Sie fragen, ob Gonzales, als er sich von Ibnen verabschiedete, eine Andeutung darüber gemacht hat, wohin er sich begeben wollte ..." „Das hätten Sie gleich sagen sollen. Don Santacilla, darüber kann ich Ihnen nämlich genau Auskunft geben." „Nicht möglich!" rief Santacilla verblüfft. „Und da plage ich mich seit Stunden! Sie misten, wo Gonzales war?" n großen e Mar, i) hat die i die Ehre i s Schau« i am Kas- während °t em, 8- e. h. $ feines I feiner Wit Qft Der. verurteilt. Nach 22 Jahren ... wegen Doppelehe vernrteilk. Nach der Rückkehr in seine Vaterstadt Saalfeld hatte sich ein Mann wegen Doppelehe zu verantworten. Im Jahre 1920 war er nach Kolumbien gegangen. Seine Frau, mit der er keine besonders harmonische Ehe führte, batte sich geweigert, ihm zu folgen, obgleich er alles versuchte, sie zum Nachkommen zu bewegen. Die Verbindung zwischen beiden hörte im Laufe der Zeit auf. Obwohl die erste Ehe nicht geschieden war. heiratete er 19-30 in Kolumbien zum zweiten Male. Nach kolumbianischem Recht war gegen die zweite Ehe nichts einzuwenden, da der Mann von seiner ersten Frau nie wieder etwas gehört hatte, glaubte er, es fei alles in Ordnung. Bei Kriegsausbruch kehrte er dann mit Frau und vier Kindern nach Deutschland zurück. Hier aber lebte seine erste Frau noch, nach dem bestehenden Recht hat er sich der Doppelehe schuldig gemacht. Das Gericht sah aber den Fall sehr mifde an. Es verurteilte den Angeklagten zur Mindeststrafe von sechs Monaten Gefängnis und leate ihm nahe, ein Gnadengesuch einzureichen. Pflicht des Mannes wäre es gewesen, sich auch in Kolumbien der in seinem Vaterland geltenden gesetzlichen Bestimmungen bewußt zu bleiben. 'er bub räe bas fischen Aus aller Welt. Vater wegen Anstiftung zum Arbeitsvertragsbruch verurteilt. Senorita Orgassa verdächtigen, daß sie sich sozusagen aus Liebe für ihn geopfert habe .. 'Santacilla kicherte in sich hinein. „Was sagen Sie dazu, Madame Perano? Finden Sie nicht, daß die Geschickte einen Beigeschmack bekommt, der fast NSG. Wie das ganze Reich, so steht auch unser Gau in diesen Wochen im Zeichen der Landdienstwerbung der Hitler-Jugend. In der Bannführerschule der Darmstädter Hitler-Jugend wohnte der Gauleiter der Morgenfeier eines Lehrganges von Hillerjungen bei, die vor der Schul- enttastung stehen und im Rahmen der Berufsaufklärung über den bäuerlichen Berufseinsatz geschult werden. . Nach einer feierlichen Einleitung durch Chor und Orchester der Darmstädter Httler-Iugend ergriff Der Gauleiter das Wort zu einer überzeugenden Ansprache über die verantwortungsvolle politische Aufgabe des Bauerntums. Er schilderte den Jungen u. a„ wie das Bauerntum im Laufe der Geschichte von seiner ureigensten Aufgabe durch den Einfluß volksfremder Ideen jüdisch-kapttalistischer Prägung abgedrängt wurde und so seine Bedeutung und erhaltende Kraft zum Nachteil des ganzen deutschen Volkes verloren gingen. In der Preisgabe der Ernährungsfreiheit sehen unsere Feinde immer die Möglichkeit einer Vernichtung unseres Reiches. Der Bauernstand verarmte mehr und mehr durch die Einfuhr fremder Nahrungsmittel, die der deutsche Bauer zu dem Preise, wie sie das Ausland lieferte, nicht erzeugen konnte. Bismarck schon hatte durch die Einführung entsprechender Einfuhrzölle diese Gefahren zu bannen versucht, seine Maßnahmen waren gut, sie kamen aber in späterer Zeit durch den Marxismus nicht zu dem von ihm ersehnten dauernden Erfolg. Der Führer hat die Bedeutung des Bauerntums voll erkannt und durch einschneidende Maßnahmen seine Gesundung einaeteitet. In der Erzeugungsschlacht wurde dieses Bemühen mit Erfolg aekrönt. das Bauerntum wurde zum ehrbarsten Berufsstand erhoben. Es ist b*e Blutsauelle der Nation. Seine Familien und Sipnen überdauern Jahrhunderte in ununterbrochener Geschlechterfolge. Aus seiner überschüssigen Kraft nähren und erhalten sich die Städte. Eine unnatürliche Weltmachtpolitik unserer Gegner gab dem deutschen Volke nur ungenüaenben Lebensraum. Heute erkämpft $as deutsche Schwert uns den Raum, den man uns zu Unrecht vorenthält. Das Land, das deutsche Soldaten mit ihrem Blute erkämpft haben, geben wir nicht mehr auf, sondern da, wo heute das Schwert geführt wird, ’M »f tn bi; 1* h«* Wt Ichung, bemühte heit zahl« isten und Sauer die für feine und den eine von Heide ge- msgestellt. Nachtruhe ersetzen kann; ist irrig. Die Ruhepause nach dem Esten ist immer großem Vorteil, ob man nun schläft oder nur träumt. Die Hauptsache ist, daß man ausruht und seine Gedanken ganz ausschaltet. Dann kann ein Mit- tagsschläfchen wie Arznei wirken und bedeutet ein gutes Mittel zur Erhaltung unserer Gesundheit und Arbeitskraft. H. Feierstunde zum 9. November in Gießen. Am kommenden Sonntag, 8. November. 11 Uhr, im Gloria-Palast, veranstaltet die Kreisleitung Wetterau der NSDAP, eine Feierstunde zum 9. November, die dem Gedenken der zwei Millionen Gefallenen des Weltkrieges, aller Blutopfer der Bewegung und der toten Helden des gegenwärtigen Ringens für unseres Volkes Freiheit und unseres Reiches Größe gilt. Mit der Partei und ihren Gliederungen werden auch geladene Gäste an dieser. Feierstunde teilnehmen. Die Gedenkansprache wird Reichsredner Schnellrieder hallen. Der Singchor der SA. und der HI., der S2l.-Musikzug, das Städtische Orchester und der Vauersche Gesang« verein werden mit ihren Darbietungen die Feierstunde bereichern. Für die Gliederungen ergeht folgende Anordnung: Die sechs Gießener Ortsgruppen treten mit je 40 Parteigenossen (einschließlich der politischen Leiter) und 10 Frauen geschlossen zur Feier an. Eintreffen 10.45 Uhr Gloria-Palast. Die Ortsgruppenfahnen müssen bereits um 10 Uhr ohne Begleiter zur Stelle sein. Die Gliederungen treffen 10.45 Uhr pünktlich in folgender Stärke ein: SA.-Standarte 116: 70 Sämänner (SA.-Standarte, 4 Sturmsahnen); NSKK.- Motorflandarte 147: 45 NSKK.-Männer (2 Sturmsahnen): ß3.-Bnnn 116: 200 HI-Junten (2 f>3<- Fahnen): VDM.-Untergau 116: 120 BDM.-Mädel (zwei Wimpel). Standarte (mit zwei Begleitern) und vier Fahnen (ohne Begleiter) treffen bereits um 10 Uhr ein. Meldung beim Leiter der Saalord- nuna SA.-Obersturrnführer Frey. — SA.- und f)3.-(£ftor tritt bereits um 9.15 Uhr im Gloria- Palast an. m Sieben« ai-Tochter, s zu über« jfen. Dra« tontrafteni bas Elend iger, hau« bt Szenen ■_ r Samurai Samurai« die pacht' die drama« Treue M Die Jugend bekennt sich zum Bauerntum Oer Gauleiter sprach zur Landdienstwerbung der Hitler-Jugend. i. > id-r f® für rr!-« Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath Men ZUl wie lies et Problem! n ichl-it-n» ,6n D°» chland, «J1 Ä i«,»K * £3 Voll ** getroffe. mstosten Mischen ; glaube ; terinnen ' t Prof, j aY. bit Heinsti' nMobe- jenb, bie Verufg- über bie lackvolles erhallen, :er ratio» ter Neu« b inbiüi« aeinschast praktische eSlet. bunöenen Oer grobe Appell der Sechzehn. Zum Opfersonnlag am 8. November. Sie haben damals nichts anderes gewußt als Treue und Opfer, und es hat in ihnen geglüht und gebrannt, und sie haben gefühlt: wir werden es schaffen. Sie haben mit der ganzen Kraft unb mit der ganzen Sehnsucht ihres wunden Herzens nichts anderes gewollt als — Deutschland. Und sie haben alles dazu hingegeben — zuletzt das Leben. Mehr hatten sie nicht. Und sie haben es geschafft, diese Sechzehn, die ersten Getreuen, die vor 23 Jahren für den Führer und sein neues Deutschland gefallen sind. In Millionen ist heute chr Geist mächtig geworden, Millionen sind heute erfüllt von dem einen Gedanken: Opfer. Und auch sie sind, wenn es sein muß, bereit, das höchste Opfer für Deutschland zu bringen. Keiner will hinter dem anderen zurück- stehen, auch nicht in der Heimat. Die Heimat tut wie sie ihre Bflicht, jeder an seinem Platz und jeder nach seiner Kraft, um vor ihnen bestehen zu können. So wird die Heimat auch am nächsten Opfersonntag, 8. November, die Worte des Führers erfüllen: „Allein jeder muß wissen, daß er dadurch nicht mehr an Opfern bringt, als andere vor ihm gebracht haben und andere nach ihm einst wieder bringen Platze wäre? Jede Ueberanftrengung sollte vermieden werden, sonst können Arbeitslust und Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt werden. Man muß seine ganze Lebensweise so einrichten, daß Tätigkeit und Ruhe abwechseln. Das gilt nicht nur für den nächtlichen Schlaf. Diese sieben oder acht Stunden bilden ja überhaupt erst bie Voraussetzung, daß wir arbeiten können. Bei aufregender und anstrengender Arbeit bedürfen wir aber auch am Tage einiger Pausen. Nach dem Mittagessen stellt sich oft eine Müdigkeit ein, die sehr schwer zu bekämpfen ist. Man tut dann seine Arbeit nur mit Unlust. An und für sich ist dieser Vorgang ganz natürlich. Unser Organismus schafft das Blut immer dahin, wo der Körper am meisten beschäftigt ist. Deshalb strömt das Blut nach der Mittagsmahlzeit hin zu den Verdauungsorganen. Die anderen Körperteile, die Glieder und das Gehirn, werden vorübergehend blutärmer. Deshalb ist eine kleine Paule nach dem Mittagessen immer sehr nötig. Am besten ruht man eine kurze Zeit und kann dann später wieder mit neuer Kraft an feine Beschäftigung gehen. Das gilt nicht nur für die Handarbeiter, sondern erst recht für alle, die sog. „Kopfarbeit" zu leisten haben. Das Viertelstündchen ist da oft entscheidend. Wenn man eine bequeme Lage einnehmen kann, alle Gedanken ausschaltet und leicht einschlummert, wird man nach einer Viertelstunde sofort die Entspannung bemerken. Länger als eine halbe Stunde sollte aber ein solcher Kurzschlaf nicht dauern, sonst fühlt man sich nicht neu gekräftigt, sondern zerschlagen und ermattet. Der Glaube, daß ein Tagesschlaf fc:e ans Komische grenzt?" „Ich finde alles entsetzlich", antwortete sie fröstelnd. Santacilla zog die (Schultern wie em Schulbub ein, der einen Tadel einsteckt. „Verzeihung", murmelte er verlegen, ,/verzechen Sie, ich meinte natürlich, vom kriminaMischen Standpunkt aus gesehen." Und um rasch abzulenken, tag er das rote Büchelchen ans der Talche und begann darin zu blättern. „Da ist noch eine Frage, die zu klären wäre, Madame Perano ... entschuldigen Sie, daß ich Sie überhaupt damit belästige, aber die Akten solch eines Prozesses verlangen größte Genauigkeit." Er xog die kleine Lampe näher heran und drückte den Rüchen des widerspenstig zrttallenden Notizbuches zusammen. „Es handelt sich da nur um eine kleine Zeitdifferenz, die ich nicht genau unterbringen kann. — Sie erschienen um 11.20 Uhr bei mir, nicht wahr?" Ciguita Perano zog unwillkürlich die Knie em wenig an, das Spiel der Muskeln in ihren Tänzerinnenbeinen war unter der dünnen Decke deutlich zu bemerken. „Wissen Sie zufällig genau, wann Gonzales Sie verlassen hat?" Sie überlegte angestrengt. „Die Geschichte ist nämlich die", fuhr Santacilla gesprächig fort, „wir nahmen zuerst an, Gonzales fei gegen 11 Uhr erschossen worden. Der gerichts- arztliche Befund deutet aber unzweifelhaft darauf hin, daß sein Tod später, und fast unmittelbar vor dem Eintreffen des Beamten erfolgt sein muß, den ich zu seinem Schutz hinschickte. kriegsverwendungsfähig sein (MindestgrLße 1,60 m) und die deutschblutige Abstammung nachweisen können. Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgesehen. Der Heeresunteroffizierschüler wird bei Eignung nach beendigter Ausblldung zum Gefreiten befördert und zum Unteroffizieranwärter ernannt. Nach entsprechender Bewährung bei der Truppe erfolgt die Beförderung zum Unteroffizier. Die Ge- amtdienstzeit beträgt 12 Jahre (einschließlich der llusbildungszeit). Der aus den Heeresunteroffizier- schulen heroorgegangene Unteroffizier soll das Rückgrat des deutschen Volksheeres bitten. Er muß deshalb begeisterter Soldat und Nationalsozialist sein. Geeignete Bewerber melden sich bis zum 15.2. 1943 schriftlich oder mündlich bei der Annahmestelle für Heeresunteroffizierschulen Berlin W 35, Dik- toriastvatze 32. Bewerber des Jahrganges 1925 müssen bereits bis 15.12.42 ihr Gesuch einreichen. Keine Mitnahme von Lohnersparniffen durch Ausländer LPD. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Obwohl für die Auländer, die im Reichsgebiet arbeiten, die Möglichkeit besteht, chre Lohnersparnisse in der vorgeschriebenen Weise in die Heimat zu überweisen, versuchen immer wieder ausländische Arbeitskräfte bei Urlaubsreifen oder der Rückkehr in ihre Heimat deutsche Reichsmarkbeträge mit über die Grenze zu nehmen. Die bei der Zollkontrolle vorgefundenen Geldbeträge werden jedoch, soweit sie die Freigrenze überschreiten, beschlagnahmt. Die Wiederauszahlung ist nicht selten mit Schwierigkeiten verbunden und verursacht außerdem Unkosten. Es ist notwendig, daß die Betriebsführer auf die regelmäßige und rechtzeitige Überweisung der Lohnersparnisse chrer ausländischen Arbetter achten und die Kräfte vor der Heimreise ausdrücklich darauf Hinweisen, daß Reichsmarkbeträge über die Freigrenze hinaus nicht ins Ausland mitgenommen werden dürfen. Im übrigen können nicht überwiesene Beträge auf Arbeiter-Sonderkonto bei jeder Bank oder Sparkasse eingezahll werden. den Tod hinaus. Er verzichtet auf die Ausdeutung ostasiatischen Gedankengutes und hält sich an den japanisch gefärbten äußeren Ablauf des Geschehens. Die Regie Hans Carl Müllers folgte der Schwarz- Weiß-Zeichnung Jelufichs und dem Samurai-Zeremoniell und machte aus der sagenhaften Starre der Hauptfiguren das Stilprinzip der Aufführung, die lebhaften Beifall fand. G. M. Vonau. 60 Jahre Sibelius-Akademie. Die einzige Musikhochschule Finnlands, die nach dem Namen seines größten Komponisten Sibelius- Akademie bekannt ist, begeht ihr LOjähriges Bestehen. Sie wurde gegründet als Musikhochschule der Stadt Helsinki, wurde 1924 Konservatorium und 1939 eine Hochschule für alle musikalischen Gebiete. Der Gründer, Martin W e g e l i u s, war ein bekannter Komponist, ebenso Armas 3ärnefeit und Erkki Melartin. Der jetzige Direktor, Prof. Ernst Cinto, ist auch in Deutschland wohlbekannt. Die Besucherzahl der Akademie beträgt heute trotz des Krieges über 400. Hochschulnachrichten. Am 8. November vollendet der Ordinarius für Geographie an der Universität Wien, Professor Dr. Hugo Hassinger, sein 65. Lebensjahr. Hassin- gers Sondergebiete sind Anthropographie, Länderkunde von Mittel- und Südosteuropa und Methoden der Geographie. In Wien geboren, promovierte er dort 1902 , war dann Gymnasiallehrer und habilitierte sich 1915 in Wien, 1918 kam er als Extraordinarius nach Basel, 1927 erfolgte seine Berufung nach Freiburg und 1930 nach Wien. — Am 7. November vollendet der außerplanmäßige Pro- festor für Geographie (physikalische Geogravhie/ Morphologie, Eiszeitkunde) an der Deutschen Universität Prag, Dr. Roman L u c e r n a , sein 65. Lebensjahr. In Semlin geboren, studierte er in Wien und promovierte dort 1904. 193Q habilitierte er sich in Prag. — Der o. Professor für Anatomie an der Universität München, Dr. med. et phil. Adolf D a - below, ist an die Universität Leipzig berufen worden. Der aus Magdeburg gebürtige Anatom war von 1924 bis 1926 Assistent am Freiburger Anatomischen Institut und später Prosektor in Amsterdam. 1929 habilitierte er sich in Kiel, 1932 ging er als Oberassistent nach Marburg. Seit 1936 ist er o. Professor in München. „Auf dem Korso, Don Santacilla! Er wollte noch ein paarmal herumfahren, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Ich begegnete ihm ungefähr auf der Höhe des Hotels Pullman, und da es von dort bis zur Präfektur höchstens ein Weg von fünf Minuten ist, muß es danach ungefähr viertel zwölf gewesen fein, als ich ihn zum letzten Male sah." Die Nachricht schien Santacilla eine Last von der Seele zu wälzen, jedenfalls hatte er den dunkel wird morgen der Pflug in der harten Faust deutscher Bauern für die ewige Freiheit und Unabhängigkeit des deutschen Volkes bürgen. Dieses Zukunftsbild des deutschen Bauern, der zugleich Soldat ist, muß für die gesamte Jugend ein Ideal sein. Nur den Besten der deutschen Jugend wird diese Aufgabe zuteil werden! Sie wird sich in harter Arbeit durchsetzen und einmal selbständige Bauern auf gesichertem Besitz sehen. So wie der nationalsozialistische Staat ohne Frage nach Herkunft, Geld und Vorbildung jedem einsatzbereiten Könner die Möglichkeit des Aufstieges bis zu den höchsten Führerstellungen gibt, so soll sich hier jeder, der sich bewährt, eine eigene bäuerliche Existenz schaffen rönnen. Der Bauernberuf will gelernt fein. In ihm ergeben sich so vielseitige Arbeiten verbunden mit umfangreichem Wissen, wie es in anderen Berufen kaum möglich ist. Der Bauer muß die Geheimnisse der Natur kennen, neben der Arbeit auf dem Ho'e, dem Acker und im Stall sich ein vielseitiges handwerkliches Können aneignen. Nur dadurch allein wird er einen großen Besitz und die ihm anver- traut^n Menschen und Güter zu leiten und führen vermögen. Er muh fortschrittlich sein, den Errungenschaften der Technik nicht ablehnend gegenüberstehen, sondern sie sich durch richtige Pflege seiner Maschinen dienstbar machen. So ist es eine harte Arbeit, die jeder beginnen muß, der sich für diese Aufgabe berufen fühlt. Wir wenden uns nicht nur allein an die Jugend auf den Dörfern, die sich hierfür vorbereiten soll, sondern unser Ruf geht auch an irie gesunde und lebensfähige Jugend der Städte» Auch sie ist noch mtt dem Boden verbunden, wie viele ihrer Eltern und Großeltern leben noch heute auf dem Lande und erfüllen ihre bäuerliche Pflicht. Kein Zwang soll hier walten, sondern freiwillige Bereitschaft soll die Grundlage zu dem Beschluß, Bauer zu werden, sein. Auch die Eltern mögen dieses Ideal richtig verstehen und ihrer einsatzbereiten Jugend den Weg zu einer großen bäuerlichen Zukunft öffnen. Der Gauleiter schloß seine Ausführungen mit den verpflichtenden Worten: „Der Führer leibst hat die junge Generation aufgeritten, diesen Weg mit unbeugsamer Härte und Entschlossenheit für die ewige Zukunft unseres Reiches zu beschreiten. Die Jugend aber wird diesem Appell mit Opferfreud igkeit Folge leisten. Sie warf ihm einen raschen, versteckt aufmerksamen Blick zu. „Nach Florida ..." „Mit dem Morelos' wahrscheinlich?" Sie nickte. „Ober geht das nicht? Ich meine, brauchen Sie mich noch, Don Santacilla ... für Zeugenaussagen oder ähnliche unangenehme Dinge?" „Nein, nein", rief er lebhaft, „fahren S'.e ruhig urtt versuchen Sie zu vergessen! Das ist mein aufrichtiger Wunsch. — Ähre Aussagen liegen fest, wir brauchen Sie nicht mehr zu belästigen. Allerdings kann ich Ihnen nicht sagen, ob Ihr Erscheinen im Prozeß gegen Brackmann nicht doch gewünscht wird. Das hängt'leider nicht von meiner Entscheidung ab. Ich würde es Ihnen gern ersparen. Aber Sie sagten ja soeben, daß Sie nicht allzulange wegbleiben werden." „Vierzehn Tage höchstens. Don Santacilla!" „So lange haben sie reichlich Zeit." Sie richtete sich halb auf, raffte die Decke über der Brust zusammen und öffnete ein Zigarettenkäst- chen, das auf einem Messingtisch neben dem Diwan stand. „Bitte, Don Santacilla, bedienen Sie sich ... und sagen Sie mir, was Sie hergeführt hat; denn ich bitte mir nicht ein, daß ein so vielbeschäftigter Mann wie Sie mich auffucht, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen." Sein Blick irrte von der weißen Schulter verwirrt zu Boden. Er strich mit der Hand über seinen Hals, es war eine Bewegung, die unzweifelhaft bedeutete, daß es ihm oeroammt schwergemacht wüvde, dienstlich zu bleiben. „Allerdings, Madame", gestand er, „ich bin nicht nur gekommen, um Ihnen zu Ihrer Rettung zu gratulieren — obwohl Sie wirklich von Glück sagen können, dem Anschlag dieses Burschen entgangen zu Aus -er Stadt Gießen. Das Mittagsschläfchen. Auf unserem alten Sofa lag ein schmales Kissen, auf dem mit roter Seide die Worte „Nur ein Viertelstündchen" gestickt waren. Als Kinder haben wir diese Stickerei oft bewundert. Nur ganz selten wurde das Kisten benutzt. Wir haben vielleicht auch nicht sehr darauf geachtet. Viel später sahen wir das Kissen wieder in einem bequemen Lehnsessel, in dem die Großmutter gern saß. „Nur ein Diertelstündchen!" Das fällt mir immer ein, wenn ich mübe und zerschlagen nach Hause komme. Aber immer wieder kommt eine Arbeit, die den Gedanken schnell und gründlich verscheucht. Es sind große Anforderungen, die die Gegenwart an uns stellt. Da will man doch auch nicht Zurückbleiben. Ob aber das Viertelstündchen nicht doch am Es ist besonders tragisch, daß er wahrscheinlich erschossen wurde, als Sie gerade in meinem Büro ----- v- .. ■ . - ■ saßen oder als mein Beamter Sie in das „El Faro" verschleierten Unterton ihrer letzten Worte über- heimbegleitete. Ich will das aber um Himmels hört. willen nicht gesagt haben, damit Sie sich etwa einen 1 ^Fortsetzung folgt.) ihre Predige, die Schloß bet, durch 15jährige Rudi K. war vom Arbeitsamt Bäckermeister und Mühlenbesitzer R. zum Arbeitseinsatz überwiesen worden. Der Meister hatte anfangs viel Geduld mit dem Jungen, als dieser aber immer wieder dieselben Fehler machte, kündete er ihm eine handgreifliche Nachhilfe an. Der verzogene Junge ließ sich Urlaub geben, um nach Hause zu fahren und erschien nicht wieder. Dafür aber kam ein Brief des Vaters, in dem dieser mitteilte, daß er seinen Sohn zu Hause behalten werde, weil der Meister dem Jungen Schläge angedroht habe. Hätte der Vater nach Rücksprache gesehen, das sein Sohn dort nicht an der richtigen Stelle war, so hätte ihm der Weg über das Arbeitsamt offen gestanden: er selbst aber durfte den Jungen nicht von seiner Arbeitsstelle zurückhalten. Bei der Verhandlung vor dem Richter wurde K. zugute gehalten, daß er aus falsch verstandener Vaterliebe gehcmdelt hatte. Er wurde wegen Anstiftung zum Ärbeitsvertragsbruch zu sechs Wochen Gefängnis Was die neue Wochenschau bringt. Bilder von den Feiern des 20. Jahrestages des Marsches auf Rom in Italien und von dem siegreichen Einsatz der japanischen Kriegsmarine im Pazifik leiten die neue Wochenschau ein. Andere Bilder führen in das Trümmerfeld von Stalingrad, wo unsere Grenadiere sich über Schutthaufen und Steinbarrikaden an die Werkhallen der Geschützfabrik „Rote Barrikade" heranarbeiten, um jedes Widerstandsnest einzeln auszuräuchern. In packenden Aufnahmen bekommen mir die ganze Kampfatmosphäre von Stalingrad zu spüren. Die langen Trupps von Gefangenen, die aus den Kellerlöchern und Bunkern herausgeholt wurden, beweisen, daß der deutsche Soldat auch in diesem schwierigsten und härtesten Häuserkamps Sieger bleibt. lieber der Schönheit der Berg- und Gletscherwelt des Kaukasus könnte man fast vergessen, einen wie harten Kampf unsere Gebirgsjäger hier aus- fechten, die im Ringen um einen 4100 Meter hohen Gipfel in ewigem Eis und Schnee, in Fels und Gestein alle Schwierigkeiten überwinden und jeden Versuch der Sowjets zunichte machen, den Deutschen den Gipfel wieder zu entreißen. Zum Schluß erhalten wir eine anschauliche Vorstellung von der Abwehr des britischen Angriffs in Aegypten. Mit einem Heldenmut ohnegleichen verteidigen sich unsere Soldaten hier gegen einen an Zahl und Material weit überlegenen Feind. Marschall Rwmmel gibt den Abschnittskommandeuren Anweisungen; deutsche und italienische Jäger beziehen ihre Verteidigungsabschnitte. Deutsche und italienische Verbände bereinigen einen örtlich begrenzten Einbruch der Briten in raschem Zupacken: die verlorenen Stellungen werden in zähen Kämpfen Mann gegen Mann zurückerobert und die überlebenden Briten gefangengenommen.^ Unsere Panzer unterstützen vorbildlich die kühnen Gegenangriffe unserer Grenadiere. Zuletzt sehen wir an den zerschossenen Panzerwagen, was es heißt, wenn der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht schon in den ersten beiden Tagen der großen britischen Offensive die Vernichtung von 270 feindlichen Panzerkampfwagen melden konnte. G. B. Leistungszuschlag auch für die Knappschaftspensionäre und Witwen. Zur Klarstellung von Zweifeln teilt der Präsident der Reichsknappschaft mit, daß die Empfänger einer knappschaftlichen Jnvalidenpension oder einer entsprechenden Witwenrente nach der Verordnung des Reichsmarschalls über die Neuregelung der Rentenversicherung im Bergbau vom 4. Oktober 1942 die einmalige Rentenausbesserung von 25 RM., bzw. 20 RM. nicht erhalten, weil sie noch keinen Leistungsanteil der Invalidenversicherung beziehen. Ihnen kommen die Vorteile der Neuregelung zugute. Sie haben einen Anspruch aus den Leistungszuschlag für Hauerarbeit unter Tage und gegeve- nenfalls auch auf das Bergmannstreuegeld. Den noch nicht vollinvaliden Empfängern einer rein knappschaftlichen Leistung — aber nicht Alterspension und Altersruhegeld — wird aus Antrag ab 1. Januar 1943 zu ihrer Rente der Leistungszuschlag hinzugewährt, wenn mindestens 11 Jahre Hauerarbeit unter Tage während der der gezahlten Rente zu Grunde liegenden Dienstzeit verrichtet worden sind. Anspruch auf das Bergmannstreuegeld besteht ebenfalls, und zwar dann, wenn bei Vorliegen der bekanntgegebenen allgemeinen Voraussetzungen nach dem 50. Lebensjahr mindestens 1 Jahr Hauerarbeit unter Tage verrichtet worden ist. Da die Verordnung vom 4. Oktober 1942 für diese Leistungen erst am 1. Januar 1943 in Kraft tritt und bis dahin bestimmt sein wird, welche Arbeiten der Hauerarbeit gleichzustellen sind, brauchen die Anträge noch nicht gestellt zu werden. Die Frist für die Antragstellung wird noch bekanntgegeben. Lichtbild als beglaubigte Abschrift. Der Reichsjustizminister hat eine Verordnung zur Vereinfachung des Beurkundungsrechts erlassen. Danach steht ein Lichtbild der beglaubigten Ab- chrift gleich, wenn die zur Beglaubigung der Ab- chrift befugte Stelle bescheinigt, daß es ein voll- tändiges Lichtbild der Hauptschrist ist. Die Be- cheinigung soll auf das Lichtbild oder ein besonderes, mit dem Lichtbild durch Schnur und Siegel au verbindendes Blatt gesetzt sein, Ort und Tag der Ausstellung angeben und mit Unterschrift und Siegel oder Stempel versehen sein. Ein Lichtbild einer Urkunde kann auch für die Erteilung einer Von den Sterngruppen, die unseren Winterhimmel schmücken, sind nur wenige so bekannt und haben die Phantasie der Menschen so mächtig angeregt wie das Siebengestirn, jener kleine, aber sehr auffällige Sternhaufen im Stier, der jetzt mit Einbruch der abendlichen Dunkelheit im Osten aufsteigt und währen der ganzen Nacht beobachtet werden kann. Den Namen „Siebengestirn" führt diese Sterngruppe schon seit über 3000 Jahren, obwohl das normale unbewaffnete Auge nur sechs Sterne erkennen kann, ein besonders scharfes dagegen zehn oder elf Sterne unterscheidet. Die Griechen des Altertums sahen in diesen Sternen die sieben durch Zeus an den Himmel versetzten Töchter des Atlas und de^ Plejone, die „Plejaden". Daneben hießen sie auch die „Regensterne", weil mit ihrem Wiedererscheinen am Osthimmel im Mittelmeergebiet die Regenzeit beginnt, ferner auch die „Schiffersterne", welche dem Seefahrer auf weitem, küstenfernem Meer die Himmelsrichtung angeben. Auch der volkstümliche Name „Gluckhenne" oder „Henne mit Küchlein" ist schon im Altertum gebräuchlich gewesen. Die eigenartige Schönheit der Plejaden veranlaßte die Indianer, sie „Akazienblüten" zu nennen, und der Dichter Tennyson meint, sie glühten wie ein Schwarm von Feuerfliegen in einem silbernen Netz. Im Fernrohr, aber auch schon in einem lichtstarken Feldstecher gewährt das Siebengestirn Ausfertigung verwendet werden, wenn die ausfertigende Stelle bescheinigt, daß es ein vollständiges Lichtbild der Hauptschrift ist. Die Verordnung bestimmt weiter, daß die Ueb^- setzung einer Urkunde, die in einer fremden Sprache abgefaßt ist, als richtig und vollständig gilt, wenn dies von einem Uebersetzer bescheinigt wird, der dazu nach den Richtlinien des Reichsjusttzministers ermächtigt ist. Fußball (Staffel V). Nach ihrem erfolgreichen Spiel am letzten Sonntag gegen die Spielvereinigung 1900 ist am kommenden Sonntag der VfB.-Reichsbahn Gießen der Gegner des LSV. Das Spiel wird auf dem Waldsportplatz ausgettagen. Der VfB.-R. Gießen hat mit feinem 10:0-Sieg über Wölfersheim emen sehr erfolgreichen Anfang in der begonnenen Spielserie gehabt. Dieses hohe Ergebnis läßt die Vermutung aufkommen, daß der BfB.-R. wieder eme starke Mannschaft zusammengebracht hat. Noch i|t mct)i bekannt, in welcher Aufstellung beide Mannschaften spielen werden, aber in jedem Falle ist mit einem spannenden Kampf zu rechnen. Das Ergebnis wird äußerst knapp werden, und der Sieger kann sowohl LSV. als auch DfB.-R. heißen. Es wirb m diesem Spiel der Lokalgegner mit einem anständigen Kampf gerechnet. einen wunderbaren Anblick. Man erkennt einen Schwarm von etwa 50 Sternen, aus denen sich elf, namentlich aber die hellsten sechs, mit freiem Auge sichtbaren, durch besonderen Glanz herausheben. Die genaue Untersuchung nach modernen Methoden mit Hilfe der Photographie hat ergeben, daß dem Sternhaufen rund 200 Sonnen angehören, die-alle eine gemeinsame parallele und gleichgerichtete Bewegung im Raum ausführen, also gewissermaßen eine kosmische Reisegesellschaft darstellen. Der Zielpunkt ihrer Bewegung liegt in der Himmelsgegend südlich vom Orion. Die Entfernung des Siebengestirns von der Erde beträgt rund 500 Lichtjahre zu je 10 Billionen Kilometer, sein Durchmesser etwa 20 Lichtjahre. Der Lichtstrahl, der heute unser Auge erreicht, wenn wir die Plejaden betrachten, hat diese Sterne schon vor der Entdeckung Amerikas verlassen. Nun läßt sich leicht berechnen, daß unsere Sonne bereits in einem Abstande von 50 Lichtjahren unseren Blicken als Sternchen sechster Größe entschwinden würde. Daraus folgt, daß die sechs hellsten, Plejadensterne wahre Giganten im Vergleich zur Sonne sein müssen. Alkyone, die hellste, besitzt die 600fache Leuchtkraft der.Sonne; die übrigen fünf mit freiem Auge sichtbaren Sterne sind etwa 250- bis 300mal so hell wie die Sonne. Selbst die schwächsten, im Feldstecher sichtbaren Mitglieder des Sternhaufens sind immer noch erheblich heller und größer als die Sonne. Die sechs Giganten gehören nach tfarbe und Spektrum zu den sehr heißen, blauweiß strahlenden Heliumsternen mit Oberflächentemperaturen von 13 000 bis 15 000 Grad, während es die Sonne nur auf knapp 6000 Grad bringt Einen ähnlichen, scheinbar viel lockeren Sternhaufen bilden die sich um den rötlichen Fixstern Aldebaran scharenden H y a d e n, deren Entfernung 130 Lichtjahre beträgt. Sie stehen uns also viermal so nahe wie das Siebengestirn und erscheinen daher über einen größeren Raum verstreut. In den späten Abendstunden taucht über dem Osthorizont das herrliche Sternbild des Orion auf, in welchem die rötliche Beteigeuze, die drei Gürtelsterne und der blauweiße Rigel besonders auffallen. Tief im Nordosten finden wir die Zwillinge Kastor und Pollux, darüber den Fuhrmann mit der hell funkelnden gelblichen Kapella. Hier steigt auch der Lichtbogen der Milchstraße auf, die über die Sternbilder Fuhrmann und Perseus zur Kassiopeia im Zenit emporzieht und sich über Kepheus und Schwan zum Adler im Westsüdwesten herabsenkt. Der optisch veränderliche Stern Algol im Perseus hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 27. November um 21 Uhr und am 30. um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit. , ' Der Südhimmel wird im Herbst von mehreren zum Teil recht ausgedehnten Sternbildern eingenommen, wie Eridanus, Walfisch, Fische und Wassermann, die jedoch keinen Stern erster Größe auf- weisen. Nur tief am Südhorizont funkelt in den frühen Abendstunden der helle Fixstern Fomal- haut im Südlichen Fisch. In halber Zenithöhe bildet der aus einem großen Quadrat und einem Sechseck bestehende Pegasus eine auffällige Sternfigur. Links schließen sich die in einem flachen Bogen an- geordneten Sterne der Andromeda an, über denen ein Lichtfleck uns den berühmten Spiralnebel anzeigt. Am Nordhimmel sehen wir den Himmelswagen) in seiner tiefsten Stellung, darüber die gewundene Äernreihe des Drachen, dessen Kopf auf die hell> strahlende Wega weist. Die Nächte um den 13. November bringen vermehrten Sternschnuppenfall, die scheinbar aus dem Löwen ausstrahlenden Leoniden. Von den Planeten ist Merkur im ersten Monatsdrittel morgens sichtbar. Venus steht hinter der Sonne und kann daher nicht gesehen werden. Mars taucht Ende November für kurze Zeit am Osthimmel auf. Iu«pitep geht Anfang November gegen 21 Uhr, Ende des Monats gegen 19 Uhr auf und beherrscht als weitaus hellster Stern den. Südhimmel. Saturn im Sternbild des Stiers erscheint bereits um 18 Uhr, Ende des Monats schon um 16 Uhr im Osten. Rechts vom Saturn steht der eben noch mit freiem Auge erkennbare Uranus, der am 25. November in den Gegenschein zur. Sonne gelangt. Verduukelungszeik: 6. November von 17.45 bis 6.58 Uhr. Hcmptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Emst Blumschein. Dmck und Verlag: Brühljche Univerntätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Das Siebengestirn am Osthimmel. Shrnfchau im November. Von Dr. Erwin Kossinna. Erneut großes Herzeleid brachte uns die erschütternde Nachricht, daß mein über alles geliebter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende, gute Vater seiner Tochter und seines nie gesehenen Söhnchens, unser hoffnungsvoller ältester Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Schreinermeister Karl Haas VI. Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Alter von 35 Jahren, bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod fand. Er folgte seinem jüngsten Bruder Heinrich, der am 28. Februar 1942 sein junges Leben opferte. In tiefem Schmerz: Anna Haas.geb.Hahn, Anna u.Karl Heinrich; Karl Haas V. u. Frau; Gefr. Jakob Haas, z. Z. im Felde, u. Farn.; Gefr. Karl Reuschling,z. Z. i. Felde, u. Fam. Elise Hahn Wwe.; Fam. Jakob MUIIar; Fam. Heinrich Kopp Fam. Hans Gönnewein; Gefr. Ludwig Hahn, z. Z. in Urlaub Steinbach, Kaichen, Steinfurth, 4. Nov. 1942. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, den 8. November, um 14 Uhr statt. Auch wir verlieren in dem Gefallenen einen unvergeßlichen Arbeitskameraden, dessen Andenken wir stets in Ehren halten. A5603 Betriebsführung und Gefolgschaft Emil H. Müller K.-6., Holzwarenfabrik, Gießen. 05604 Hart und schwer traf uns die unfaß- I bare, schmerzliche Nachricht, daß am I 3. Okt. 1942 in höchster soldatischer I Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland unser über alles geliebter, herzensguter, braver, hoffnungsvoller, einziger Sohn, mein unvergeßlicher Bruder und Schwager, unser lieber Pate, Neffe und Cousin Karl Deibel Feldwebel und Zugführer in einem Inf.-Regt. Inhaber des E. K. 1. u. 2. Klasse und anderer Auszeichnungen im 28. Lebensjahre, bei den schweren Kämpfen bei Noworossijsk den Heldentod fand. In tiefem Schmerz: Karl Deibel V. und Frau Margarethe, geb. Haas Konrad Schmidt, z.Z. In einer Genes.-Kompanie, und Frau Anna, geb. Deibel, nebst Sohn Willy, und allen Angehörigen. Gießen -Wieseck (Kirchstr. 41), 4. Nov. 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 8. November, um 14 Uhr, statt. ___________________________3357 D ■ JKLi Danksagung. I Allen, die uns anläßlich des Helden- 4—A todes unseres Sohnes und Bruders Georg Ernst Michel ihre Anteilnahme bewiesen, sei auf diesem Wege herzlicher Dank gesagt. Im Namen der Hinterbliebenen: Dr. Georg Michel. Gießen (Weserstr. 4), den 6. Novembe 1942, .. ________________________________05613 Stadttheater-Platzmiete. Die Einlösung der dritten Rate kann erfolgen: Montag, d. 9. Nov. 1942, für die Dienstag-Mieter Dienstag, b. 10. Nov. 1942, für die Mittwoch-Mieter Mittwoch, b. 11. Nov. 1942, für die Freitag-Mieter an der Tageskasse, Johannesstr. 3, während der Kassenstunden. Gießen, den 4. November 1942. a365o Der Overbürgermeister. Bekanntmachung Betr.: Abgabe von Bohnenkaffee. I. In der 44. Zuteilungsveriode (14. 12. 1942 bis 10. 1. 1943) erhalten die Versorgungsberechtig- sen, die bis zum 15. November 1942 das 18. Lebensjahr vollendet haben, 50 Gramm Bohnenkaffee. II. Die Vorbestellung des Bohnenkaffees erfolgt für die im Stadtkreis Gießen wohnhaften Verbraucher durch Vorlage des zum roten Haushaltsausweis gehörigen weißen Einlagebogens für Personen über 18 Jahre (Erwachsene). Die Verteiler trennen von dem genannten Einlagebogen die Nummer 20 ab und bestätigen die Vorbestellung im Feld V des Einlagebogens. Die Vorbestellung beginnt sofort und endet am 14. November 1942 (einschließlich). Die Vorbestellung kann in sämtlichen Lebensmittelgeschäften erfolgen, die früher Bohnenkaffee geführt haben. Aushänge über Entgegennahme von Bestellungen dürfen nicht angebracht werden. III. Die Verteiler reichen die von ihnen vereinnahmten Abschnitte für die Vorbestellung auf Bogen zu 100 Stück aufgeklebt spätestens bis zum 18. November 1942 bei dem Ernährungsamt ein. IV. $ür anstaltsmäßig untergebrachte oder sonstige in Gemeinschaftsverpflegung befindliche Versorgungsberechtigte (Kranke, Pflegepersonal ufro.) stellt das Ernährungsamt den Anstalten und Lagerleitungen unter Zugrundelegung von 50 Gramm je Kopf der Sammelverpflegten über 18 Jahre Bezugscheine aus. Entsprechende Anträge sind unter Vorlage namentlicher Listen mit Geburtsdatum dem Ernährungsamt bis spätestens 10. November 1942 einzureichen. Zivil- und Kriegsgefangene, ausländische Zivilarbeiter und Polen nehmen an der Sonderzuteilung nicht teil. Weitere Bestimmungen über die Abgabe des Bohnenkaffees werden folgen. [sseoD Gießen, den 5. November 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt Abt. B. Vermietungen iZimmer il Küche, Elektr. u. Gas, a. allein3 steh.Pers.z.verm. 05652 Zu erfr.: Televhon 3287. Stellenangebot Kelie ürspraige- Zeugnisse, Itmbrat nut Zrugut» abschNften dem weicbun g«fchre tben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungSllnte» lagen müssen »ur Bee meidung von Verluste« aus der Siücheile men und Anschrift de» Bewerber« tragens vemallerM MW 1800 qm - Nähe Rodbeimer Str., gesucht. - Evtl. Verkauf. Schr. Ang. unt. 3359Da.d.G.A. SlMeWlse gesucht nvöchent- lich zwei- oder dreimal vormitt, je eine oder zwei StUNdeN. [05618 Hanni Beck, Diezstraße 10. Höherer Beamter sucht 2-4-Zimmer-Wohnung sofort oder später. Schriftliche Angebote unter 05599 an den Meß. Anzeig. Putzfrau für die Abendstunden gesucht 9ie/3ener Schulstraße 7 3319 d GuttaHn-Fobrlk Köln Schuh- u. Lederpflege? Nicht jede Schuhcreme ist Echt nur mit dem Aufdrvdr. ^Guttalm” Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach. Betr.: Abgabe von Bohnenkaffee. In der 44. Zuteilungsveriode vom 14.12.1942 bis 10.1.1943 wird an alle Versorgungsberechtigten einschlietzllch der Selbstversorger, die bis zum 15. 11. 1942 das 18. Lebensjahr vollendet haben, Bohnenkaffee zur Verteilung gelangen. Der Bohnenkaffee ist vorzubestellen, und zwar auf Grund des Abschnittes 36 der rosa und blauen Nährmittelkarte 42, der von dem Einzelhändler abzutrennen ist. Der Einzelhändler bat ferner die Rückseite des Stammabschnittes mit seinem Finnen- stemvel unter handschriftlicher Beifügung eines „K" zu versehen. Auf Abschnitt N 36 der blauen Nährmittelkarte für Selbstversorger mit Getreide (SV G) dürfen Bestellungen nicht abgegeben oder angenommen werden. Selbstversorger mit Getreide können vorbestellen auf Grund eines Sonderbezugsausweises, den sie in den nächsten Tagen auf ihrer Bürgermeisterei in Emvfang nehmen können. Bei Ausgabe dieses Sonderbezugsausweises hat der tnhaber sämtliche Nährmittelkarten feines Hausaltes bei der Kartenausgabestelle vorzulegen, auch diejenigen der noch nicht 18 Jahre alten Personen seines Haushaltes. Die Kartenftelle stempelt auf sämtlichen Nährmittelkarten den Abschnitt N 36 ungültig und gibt die der Zahl der über 18 Jahre alten Personen entsprechende Anzahl von Sonder- bezugsausweisen aus. Bei der Anmeldung wird der Bestellabfchnitt von dem Einzelhändler abgetrennt und das auf dem Ausweis dafür vorgesehene Mittelfeld mit dem Firmenstempel verfehen. Die Vorbestellung kann in sämtlichen Lebensmittelgeschäften erfolgen, die früher Bohnenkaffee geführt haben. Bemerkt wird allerdings, daß die Nährimttelkarten jeweils nur für den Kreis gültig find, für den sie ausgegeben find. Die Vorbestellung hat bis zum 14.11. d. I. zu erfolgen. [sseiD Gießen, den 4. November 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach: Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Zuverlässiger Mann od. Junge für Botengänge sofort gef. [05547 Ferber'sche Universitäts- Buchhandlung, Seltersweg 83. Suche f. meinen Haushalt ein zuverlässiges Mädchen das in Haushalt u. Küche erfahren ist, v. morg. 8 Uhr bis nachm. 3 Uhr. Schriftl. Angeb. unter 05568 an den Gieß. Anz. Kleine Antelgen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei» matzeitung, den aieDeDirAnieigei Zeitungsträgerin gesucht Verlaß des Gießener Anzeigers - - 3311 D Frauen, Töchter, Verlobte! Montag und Dienstag, den 9. und 10. November, findet im Part.-Saal des Hotel Schütz, Gießen, Bahnhofstraße, mein beliebter zweitägiger 3is