Dienstag, 6. Oktober 19H2 (92. Jahrgang Nr. 255 Eichener Anzeiger Ltnser Glaube an Deutschland wird den Krieg gewinnen Die Rede Reichsmarschall Görings am Erntedanktag Hfl Das Auslandsecho der Göring-Rede 1tauffö|iruB1 |C- hat auf di, jenen Schi» lich werten1 isterfchastnl den Hilfeleistungen der Alliierten in keiner Hinsicht zufrieden ist und er die schweren Rückschläge der Sowjets an der Don-Wolga-Kcrukasus-Front in erster Linie auf das Versagen der ÄllAerten zurück- Mhrt. der freie Bauer, es für seine besondere Ehre a« halten, daß er, wenn das Vaterland ruft und die deutsche Scholle mit dem Blut verteidigt werden muß, den Pflug weglegt und das Schwert ergreift und an die Front geht. (Starker Beifall.) Und so steht auch heute das deutsche männliche Landvolk, der deutsche Bauer, in seiner überwältigenden Mehrheit mit dem Schwerte in der Faust an der Front und verteidigt sein Vaterland, und die Arbeit zu Hause hat er der Frau übertragen. (Bravorufe und stürmische Beifallskundgebungen.) Wie sich heute unsere deutsche Landfrau .gbarbeiten -und abrasem yWh, das kagy jebgj xyxa trugen in tscher Mei- :ob (3ngo[< I i) und Roth! -mann-Zim- (Mugsburgl (Münchens lannen hei' chlis. gelang dein bei einem ruf 1,995 ml Wettkamps S nicht an«: Erichemr täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener i>amilienblät1er Heimat imBild-DieScholle Bezugsvreis: 9'9: 16 habend f der H3 es Gebietes -Vorarlberg, alen, Pom- rstmark uni der Tiroler fer Men- ord. statt. qJ >rei Schllh 'Achchn! Naft dci; st mit mb ach nJ md Rieb« ^schützen msens mit it 60 Rin. r (hiebet) I mit 59 91 Uber J ?,en üben f« halb. ’merM. gescheht 'ore fielen In Schweden. Stockholm, 5. Okt. (Europapreß.) Die Sportpalastrede des Reichsmarschalls wird von der schwedischen Presse als Sensation des Tages groß herausgestellt. In Kommentaren unterstreichen die Blätter Görings Feststellung, daß Deutschlands Versorgung sich dank der fortschreitenden Organisierung des Ostens in aufsteigender Linie bewegt. Die Zeitung „Dags Posten" schreibt, Deutschland habe in den Steppen des Ostens auch den Faktor Zeit erobert, und Göring habe dies in der ihm eigenen klaren, leichtoerständlichen und volkstümlichen Form dem deutschen Volke mitgeteilt. Deutschland habe die Dersorgungsschlacht im Osten gewonnen, während im Westen die gesammelten Kräfte der Achsenmächte bereit stünden, um eine Invasion abzuwehren. In Spanien. Madrid, 5. Okt. (Europapreß.) In der spanischen Oeffentlichkeit beachtet man vor allem die erneute Feststellung Görings, daß der britische Versuch der Aushungerung des deutschen Volkes mißlungen ist. Daraus ergebe sich für die Alliierten eine Situation, die vollständig im Gegensatz zu den Hoffnungen steht, die man sich auf der Feindseite der Achse gemacht hatte. Statt daß Deutschland aus Hunger einen inneren Zusammenbruch erlebt und sich gleichzeitig als Folge der Lriegsausweitungs> 19 pläne der Alliierten an zahllosen Fronten in immer wieder notwendig werdenden Angriffen verblutet, wird die britische Insel heute selbst in steigendem Maße von der deutschen Gegenblockade bedroht. Besonderen Eindruck machten in militärischen Kreisen auch die Ausführungen Görings über die Aufgaben des deutschen Generalstabes und die Planung der Operationen, die einzig und allein von Adolf Hitler ausgehen, der im Gegensatz zu den bei den Alliierten üblichen parlamentarischen Methoden die gesamte Verantwortung für die politische und militärische Führung trägt. In Portugal. Lissabon, 5. Okt. (Europapreß.) Eine Sensation bedeutete für Portugal die von Reichsmarschall Göring bekanntgegebene Verbesserung der deutschen Ernährung durch die wirtschaftliche Erschließung der eroberten sowjetischen Gebiete. Jedermann fühlt hier, daß damit den Engländern und Nordamerikanern auch die letzte Waffe entwunden ist. Man widmete den Feststellungen des Reichsmarschalls um so größere Aufmerksamkeit, als die feindliche Agitation in Portugal die Blockade stets als das Mittel bezeichnet hat, das die Achsenmächte schließlich in die Knie zwingen würde. Unter diesem Gesichtspunkt vor allem wird daher die Rede des Reichsmarschalls von allen Lissaboner Zeitungen heraus- gestellt. Ihr._________ Ptelüiertretet W für Pol'lik o\ , Ham AM ift Mwjche-iu R.Lang-S.S> iler: 861 BBSSSi ......ye**»,,. Voltscheck 11688 s^rcmkk./M. vrüylsche Umverfttittrdnrckerei 8. tauge Erp amerikanischer Zeitungskorrespondent hatte Stalin in bezug auf die zweite Front ome Reihe von Fragen vorgeleA, die Stalin schriftlich beantwortete Auf die Frage, welche Bedeutung die Möglichkeit der Schaffung einer zweiten Front für die Sowjetunion habe, erwiderte Stalin: „sie steht auf einem besonders wichtigen Platz und ist von allergrößter Bedeutung". Kitzlicher war die zweite Frage: „Wie weit war die Hilfe der Verbündeten für die Sowjetunion effektiv?" Antwort: „3m Vergleich mit der Hilfe der Verteidigung, die die Sowjetunion dadurch gezeigt »hat, daß sie die Hauptkräfte des Feindes vorn Kampf mit den Verbündeten fortgezggen hat, war die Hilfe der Verbündeten zur Verbesserung der Lage der Roten Armee wenig effektiv. Es ist notwendig, daß die Alliierten ihre Verpflichtungen völlig und zur rechten Zeit erfülle n." Die dritte Frage lautete: „Welche Fähigkeit der russischen Kräfte ist im Vergleich mit den Möglichkeiten des Gegners vorhanden^" Hierauf erwiderte Stalin: ,Zch glaube, daß unsere Fähigkeit nicht tiefer steht als diejenige der Kräfte, die der Gegner zum Einsatz bringt." Weniger ausweichend hat er sich zu diesem letzten Punkt Willkie gegenüber bei dessen Besuch in Moskau geäußert. Willkie erklärte in Tschungking, daß Stalin sich ihm gegenüber sehr offen ausgelassen habe Er habe erklärt, daß die Deutschen, indem sie in Südrußland bis zur Wolga vorgedrungen seien, „der Sowjetunion einen furchtbaren Schlag zugefügt hätten". Heber die Hilfeleistung her Alliierten hat er sich auch Willkie gegenüber unwillig ausgelassen. Er sagte, „wenn der Wille vorhanden wäre, dann könnten auch Hindernisse weggeräumt werden, die unter normalen Umständen als unüberwindbar angesehen werden". So geht aus den Erklärungen Stalins hervor, daß er mit Jahr nach der unbeheuerlichen Auswinterung, wie wir sie vorher nie erlebt hatten, vorübergehend die Gefahr auf, daß mir den Anschluß an die neue Ernte nicht finden würden, wenn die Erträanisse aus dem abgelaufenen Erntejahr wieder so schlecht ausfallen würden, wie die der beiden vorangegangenen Jahre. Damals wurde mir zum erstenmal der Antrag unterbreitet, die Rationssätze für das deutsche Volk zu senken. Ich habe mich lange gewehrt, bevor ich diesen schwersten Entschluß dem Führer vorgetragen habe. Sie dürfen überzeugt sein, daß alle Auswege überlegt und durchdacht wurden. So standen wir vor der ernsten Frage: sollen wir trotz der durch die Unbilden des Winters verschärften Ernährungslage die Rationen bestehen lassen in der stillen Hoffnung, es könnte ja doch alles gut werden, oder sollten wir der harten Pflicht genügen, durch eine maßvolle Senkung der Lebensmittelsätze unter allen Umständen die Ernährung sicherzustellen? Für eine verantwortungsbewußte Führerschaft konnte es ja nun keinen anderen Entschluß als den letzteren geben. Ich war mir klar, daß diese Entscheidung für das deutsche Volk außerordentlich einschneidend war und Schwierigkeiten mit sich bringen mußte. Brot ist nun einmal das entscheidende Nahrungsmittel. Nun wollte es das Unglück noch, daß wir auch trotz einer an sich günstigen Ernte in der Kartoffelversorgung heftige Rückschläge hatten. Die Kartoffel kam schlecht herein. Sie war naß, sie faulte leicht. Wieder kam ein dritter Winter, noch strenger als die vorhergegangenen. Alle Erfahrungen des Landwirts wurden über den Haufen geworfen: selbst in die tiefsten Mieten drang der Frost ein und zerstörte die dort gelagerten Kartoffeln. Hinzu kam die außerordentliche Beanspruchung lflen derfl” >•* IldeJ«"’" gteP®1’ ^§5 1-00* iatr< rungslage durch die Tapferkeit unserer herrlichen Truppen und das Feldherrngenie unseres Führers (brausender Beifall) nun eine gewaltige Besserung, denn die deutsche Wehrmacht eroberte neue, und zwar die fruchtbarsten Gebiete, die wir überhaupt in Europa kennen. (Starker Beifall.) Sie hatte vorher schon andere zum Teil auch sehr fruchtbare Länder erobert Wir haben oft gestaunt, wie gerade in einem der fruchtbarsten Länder, nämlich in Frankreich, eine geradezu liederliche Landwirtschaft betrieben wurde. Warum? Weil es sich immer auf seine Einfuhren aus den Kolonien verlaßen hatte. Weder für die Truppe, noch für die deutsche Heimat war hier viel herauszuziehen. Erst deutsche Organisation und deutsche Arbeit haben auch in diesem Lande Erträgnisse gebracht, wie sie unter dem eigenen Regime niemals hervorgebracht worden sind. (Beifall.) Ich habe mir nun die Lage in den besetzten Gebieten ganz besonders scharf angesehen. Ich habe gesehen, wie die Leute in Holland, in Belgien, in Frankreich, in Norwegen und Polen und überall, wo wir sonst saßen, lebten. Dabei habe ich erkannt, daß zwar öffentlich in der Propaganda hier sehr häufig von der schwierigen Ernährungslage gesprochen wurde, aber tatsächlich war es bei weitem nicht so. Zwar sind dort auch überall Marken eingeführt — auch in Frankreich. Aber das, was fic sich für die Karten holten, war nur zusätzlich; normalerweise lebten sie von Schiebungen. Aus dieser Erkenntnis entstand bei mir ein felsenfester Entschluß, ein Grundsatz, an dem unverrückbar festgehalten wird: zuerst und vor allem in der Stillung des Hungers und in der Ernährung kommt das deutsche Volk (brausender Beifall). Ich bin sehr dafür, daß in den von uns in Obhut genommenen und eroberten Gebieten die Bevölkerung nicht Hunger leidet. Wenn aber durch Maßnahmen des Gegners Schwierigkeiten in der Ernährung auftreten, dann sollen es alle wissen: Wenn gehungert wird, in Deutschland auf keinen Fall. (Erneuter stürmischer Beifall.) Bon jetzt ab steht unerschütterlich fest, und daran wird festgehalten werden, daß der deutsche Arbeiter und der, der in Deutschland arbeitet, ernährungsmäßig am besten versorgt wird. Aber entscheidend für den Aufbau der Ernährung bleibt immer der Einsatz des eigenen Volkes, derEinsatz inder Heimat. Denn trotz aller eroberten Gebiete bleibt die Fläche der eigenen Heimat, die Ernte der eigenen Heimat das Entscheidende auch für die Versorgung der Heimat. (Erneute Beifallskundgebungen.) Wir sind heute in der glücklichen Lage, daß die gesamte deutsche Wehrmacht, gleichgültig an welchen Fronten sie steht, aus den eroberten Gebieten allein verpflegt w i rd (Beifall), so daß die heimattiche Ernte in vollem Umfange dem eigenen Volk zugeführt werden kann und ihr noch Zuschüsse aus den eroberten Gebieten in steigendem Maße zufließen, und trotzdem kommt der eigenen Arbeit an der eigenen Scholle — wie ich schon sagte — die größte Bedeutung zu. Und wenn ich hier dem Landvolk, dem deutschen Bauern und der Bauersfrau danke, so möchte ich eigentlich den besonderen Dank der Bauersfrau aussprechen. (Stürmische Zustimmungskundgebungen.) Denn schon zu allen Zeiten hat der deutsche Bauer, England vor einem ungemütlichen Winter. Keine zweite Front vor Lösung der Tonnagefrage. Lissabon, 6. Okt. (Europapreß.) Die Derno- kratten können keine zweite Front in Europa errichten, bevor sie genügend Schiffe für den Transport und eine genügend große Luftwaffe besitzen, erklärte der britische Gesandte Butler in Boston (Massachusetts) auf einer Konferenz der Sachverständigen für die Lebensmittelverteilung. Jeder vorherige diesbezügliche Versuch würde „die Gefahren katastrophaler Resultate" einschließen. — Der Gesandte gab dann eine Schilderung der Härten, die das britische Volk infolge feiner Kriegsanstrengungen zu tragen habe, um seinen amerikanischen Hörern zu veranschaulichen, daß das englische Volk in weit größerem Ausmaße an der Front stehe als die Nordamerikaner. Butler erklärte: „3n diesem Winter wird die gesamte Bevölkerung Englands weniger Lebensrnittel haben, weniger Kleidung und weniger Brennmaterial als es für gesunde Lebensverhältnisse erforderlich ist. Praktisch steht ihr auch kein Benzin zur Verfügung. Es wird ein schwerer und ungemütlicher Winter werden." Trotz dieser Schwierigkeiten würden sich die Engländer aber, so meinte der britische Gesandte, nicht entmutigen lassen. Stalin fordert Erfüllung der alliierten Versprechungen Von unserer Berliner Schriftleitung. chaft hn ax Schnie« chche Mei. öazzari so. chrscheinlich mb Musma Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt fall). Die vergangenen drei Erntejahre waren, besonders was die beiden ersten Kriegsjahre anbelangt, keineswegs glücklich. Ganz überraschenderweise brachen drei unendlich starke und strenge Wmter herein und vernichteten vieles, was an Arbeit vorher in die Erde gesenkt worden war. Und trotzdem konnte die Ernährung des Volkes vollauf gesichert werten. Als ich bei der Ernennung zum Beauftragten für den Vierjahresplan damals in diesem selben Saal zum deutschen Volke sprach, habe ich — .wie sich noch mancher Volksgenosse erinnern wird — gerade auf den Begriff und das Wort „feindliche Blockade" besonders starken Nachdruck gelegt: überhaupt habe ich damals den ganzen Vier- iahresplan eigentlich nur unter diesem einen Gesichtspunkt gesehen und ihn auch so durchgefuhrt. Zu furchtbar'waren für mich noch die Erinnerungen an die feindliche ^Blockade des letzten Weltkrieges, die Nachwirkungen dieser Blockade erleben wrr heute noch. Wenn ich jeden Tag die traurrge Pflicht erfülle, die. Todesanzeigen in den Zeitungen durchzusehen, dann lese ich so oft das schmerzliche und grauenhafte Wort „unser einziges Kmd . Und warum „unser einziges Kind"? Weil damals ein unerbittlicher Feind nicht nur den Krieg gegen die Wehrmacht führte, sondern gegen das ganze deutsche Volk und kraft seiner Kriegsmittel damals über dieses Volk die Hungerblockade verhängen konnte. Und das nicht nur während des Krieges, sondern jahrelangnochnachdemkri ege. fco hat der Feind das deutsche Volk unerbittlich ausaevreßt ausgemergelt und dem Hunger enr- asge^ngettie'ben, daß für die edelste Ernte tue ww kennen, die Zukunstsernte eines Volkes, die Kinder, kein Raum war. Und dieses Schreckgespenst hat mir immer nor Lugen gestanden. Und aus diesem ®runt>e haben wir damals eine Vorrat-Wirtschaft den, nicht nur auf allen notwendigen Roh toftge- iieten, sondern auch besonders reichlich dem Miete der Ernährung. Die e Errate gestatteten «un bei den schwachen Ernten der ersten beiden kriegsjahre, das deutsche Volk schlecht und recht z ernähren. Die Ernährung aber nahm dann an • Schwierigkeiten zu. Es galt ja nicht nur das^deul ch- 1 Kalk in der Heimat zu ernähren, es galt auch un stre Wehrmacht zu «»sorgen und zwar Io daß [ fe kämpfen konnte und daß sie bei Kraft bl>ev, d h also daß eine zusätzliche Ernährung bereftge i feilt »erben mußte. Aber auch unendlich mtfe st-mde Menschen strömten nun in du» putsche San ' hinein, fremde Arbeiter zu Hunderttausendem dann zi Millionen. Als die gewaltige ungeheuerktk Ru- fung bcnann als überall die qammer dröhnten ind das gon"e deutsche Volk, Mann w.e Frau an die ArbeU aing da war es notwendig, auch hie Mehr unt>' meh? an Srnährunqsgütern -Ezugebem 2a schmolzen die Vorräte zu ammen und würben ieiner unb Ueiner. 6o tauchte in dem vergangenen Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biß SV.Ubr desVormiltagS Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Brette: 7Rvf. für Familtenan- zeigen und private Gelegenhettsanzetgen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbeitsanzeigen Matzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr des Transportnetzes: einmal durch die Schäden des schlimmsten Winters, den wir je durchlebt haben, dann durch die Notwendigkeit, zunächst einmal unter allen Umständen auf dem Transportwege die Fronten im Osten zu versorgen. So konnten die Kartoffeln ^nicht in genügender Menge in die Städte hineingebracht werden, und so kam auf einem Gebiet, auf dem ich niemals Schwierigkeiten erwartete, ebenfalls eine sehr starke Hemmung. Wir können heute um so beruhigter davon sprechen, weil das alles nun längst überwunden ist und nicht mehr auftreten kann. Warum? — werde ich gleich ausführen. So wurden also die Rationen gekürzt. Dabei war ich felsenfest entschlossen, in dem gleichen Augenblick, da die Gesamtlage und der Gesamtüberblick es gestatten würden, die Rationen wieder zu erhöhen. Voraussetzung hierfür war eine weitere Anspannung aller Kräfte, zu der ich das Landvolk aufrief, und die Gesundung unseres Transportwesens. Und ich kann sagen, daß gerade diese letzte Aufgabe dank der Energie der neuen und jungen Menschen, die in das verantwortliche Ministerium hineinströmten, besonders gut gelöst worden ift. So wurde nach jeder Richtung hin überlegt, was zu tun war. Mit der Blockade hatte die vorübergegangene Ernährungsfchwierigkeit nichts zu tun. Denn heute ist die Blockade und die Aushungerung, wie sie sich der Gegner einst dachte, nicht mehr möglich. Wenn schon blockiert wird, und wenn wir uns fragen, wer blockiert wird, dann bestimmt nicht wir, sondern der Engländer! (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Heben der vorausschauenden Organisation und der Arbeit des Landvolkes erfuhr die Lrnäh- General-Anzeiger für Oberheff en ^^ich»!ft5chvlstraß« 7-4 Berlin, 5. Oktober. (DNB.) Die Rede des Reichsmarschalls ©Öring zum Erntedankfest hat folgenden Wortlaut: JReine deutschen Volksgenossen u. Volksgenossinnen! Deutsches Landvolk! Im Beginn des vierten Kriegsjahres begehen mir heute das deutsche Erntedankfest. Wir können heute die Feste der Nation nicht in dem Ausmaß lind in der Art feiern, wie wir es sonst gewohnt waren. Nicht wie sonst kann das deutsche Landvolk in breiten Massen durch seine Abordnungen vor lern Führer erscheinen, um ihm Erntekranz und Früchte der neuen Ernte darzubringen. Denn wir stehen im Kriege, im schwerste» Kriege des deutschen Volkes. Und in diesem Kriege gibt es nur eines: Arbeit, Arbeit und wiederum Arbeit! Kämpfen und arbeiten bis zu m Endsieg! (Starker Beifall.) Wir können daher den diesjährigen Erntedanktag beute nur dadurch begehen, daß wir vor dem deutschen Volk offen barlegen, was fein Landvolk auch in diesem Jahre in harter Arbeit geschaffen hat lind wie die Ernährungslage des deutschen Volkes im kommenden Jahr fein wirt. Bevor ich hierüber nähere Ausführungen mache, ift es mir ein inneres Bedürfnis, in diesem Augenblick dem Allmächtigen dort oben zu danken, daß er uns in diesem Jahre über alles Erwarten f o gesegnet hat, gesegnet in einer Ernte auf dem Schlachtfeld, icfegnet in einer Ernte auf den Feldern und gesegnet in einer Ernte in unseren Kindern. Und nun gilt im Namen des Führers mein erster Dank all den Volksgenossen, die in harter lind unermüdlicher Arbeit und allen Witterungs- unbHben zum Trotz dazu beigetragen haben, eine Ernte in die Scheuem zu bringen, die jedenfalls weit, weit besser ist, als wir es damals, als uns zum dritten Male ein eisiger Winter überfiel, hoffen konnten. Diesen Dank und diese Anerkennung für das deutsche Landvolk hat der Führer dadurch zum Ausdruck gebracht, daß heute die Besten unter Ihnen mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht worden find und daß für das gesamte Landvolk soeben zwei seiner hervorragendsten Vertreter das Ritterkreuz zum Kriegsverdienst- kreuz als höchste Auszeichnung empfangen haben. (Langanhaltender Beifall.) Meine deutschen Volksgenossen und Volksgenos- sinnen? Ich möchte nun als erstes meine Aufgabe darin sehen, Ihnen eine ganz klare Darstellung der Verhältnisse und der Lage auf dem Emährungs- gebiet zu geben. Wie die gesamte Führerschaft unserer Natton habe ich stets meinen Stolz darein gesetzt, dem deutschen Volk immer in klarer Offenheit die volle Wahrheit zu sagen, damit das deutsche Volk immer weih, woran es ist. (Tosender Bei- Llnüberwindlich. Don unserer Berliner Schriftleitung. Wie einst in den hohen Zeiten des Mittelalters, als deutsche Ritter und Bauern den Osten mit dem Schwert unterwarfen und gleichzeitig den Pflug über die Gefilde gehen ließen, so sind Schwert und Pflug wieder Wahrzeichen deutscher Kraft gewor- -ben. Es gibt wohl nichts Bezeichnenderes für dis deutsche Art, das Leben als Kampf und Ernte aufzufassen, als die Tatsache, daß es deutscher Organi- sationskunst gelang, den Feind vernichtend zu schlagen und unmittelbar hinter der Kampffront die Felder zu bestellen und abzuernten. Schon innerhalb dieses Jahres spenden die fruchtbaren Gebiete der Ukraine ihren Segen, und nach drei beispiellos har- te>n Wintern, die nur durch die äußerste Anspannung aller Kräfte und durch eine Rationierung, die jedem das Seine zwar spärlich, aber doch zureichend zumaß, überwunden werten konnten, können wir wieder freier atmen und auf Besserung auch der Lebenshaltung der deutschen Nation hoffen. Die offenen Worte des Führers über die militärisch-politische Lage sind durch die des Reichsmarschalls Göring glückhaft ergänzt worden, der die Frucht der deutschen Einigkeit und des Siegeswillens jetzt den Deutschen aufzeigte. Die beginnende Verbesserung der Lebenshaltung, die so schroff absticht gegen die Verschlechterung der englischen und der katastrophalen der Bolschewisten, ist mit den deutschen Waffentaten die Vorbedingung und das icraus Heraus aus der Enge Segen des Bergbaus und es ist deshalb nur richtig, daß am heutigen Erntedankfest nicht nur deutsche Bauern, sondern im gleichen Maße deutsche Bauersfrauen mit Auszeichnungen vom Führer bedacht worden sind. (Stürmischer Verfall.). Wahrlich, dieser Krieg wird ja nicht nur an der Front geführt, sondern im gleichen Ausmaß auch in der Heimat. Wie auf dem Lande wird auch in den Fabriken und Rüstungswerkstätten, bei Tage und bei Nacht, in einer, zwei und drei Schichten ununterbrochen gearbeitet, geschweißt, gehämmert und genietet. Neue Kanonen, Flugzeuge, U-Boote kommen an die Front, und das alles ist eine riesenhafte Arbeit. Gleichzeitig aber ist der deutsche Arbeiter, genau so wie der deutsche Bauer, in der überwältigenden Masse an die Front geeilt und führt draußen den Kampf für seine Heimat. So mußte auch hier Ersatz geschaffen werden, Ersatz durch fremde Arbeiter aus befreundeten Ländern, durch fremde Arbeiter aus neutralen Ländern und durch die Masse der Kriegsgefangenen. Und hier hat allerdings der deutsche Arbeiter und der deutsche Bauer als Kämpfer dafür gesorgt, daß genügend Ersatzmänner gestellt wurden. (Erneuter Beifall.) Die Millionenzahl der Kriegsgefangenen, die der deutsche Soldat gemacht hat, spricht hier eine ganz klare Sprache; aber immerhin: soll jemand arbeiten, muß er auch zu essen haben, und so sind nun diese vielen, vielen Millionen — und wir haben allein heute schon über sechs Millionen fremder Arbeiter und über fünf Millionen Kriegsgefangene — mit zu versorgen und mit zu ernähren. Das ist eine gewaltige Zahl und das bedeutet eben, daß trotzdem und unter allen Umständen härter gearbeitet werden muß, um die Erzeugungsschlacht weiter zu steigern. Ich möchte Sie nun nicht mit Zahlen langweilen. Inwieweit die Rationen erhöht worden sind, wissen Sie ja. Ich möchte in diesem Zusammenhang nur noch einige Dinge hier verkünden, die ebenfalls dazu beitragen sollen, den Ernährungsfaktor zu steigern. Nachdem ich jetzt die Ernte klarer überblicke, habe ich 'Staatssekretär Backe gebeten, in Zukunft dafür zu sorgen, daß in den I u f t b e = drohten Gebieten das Fleisch um weitere 50 Gramm erhöht wird. (Brausender Beifall.) Heute schon wird fleißig daran gearbeitet, am Weihnachtsfest dem deutschen Volke eine ganz bensmittelration kommt. Dann denkt daran: das verdankt Ihr Euren deutschen Soldaten. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Vergeßt nicht, daß es die besten Gebiete sind, die wir den Russen fortgenommen haben. Das Sumpfgelände ist für uns uninteressant, da können sie selbst stecken bleiben. (Heiterkeit.) Wir wollten uns nicht in dieser Richtung ausdehnen, um selber draußen als Kriechtiere zu leben, sondern wir haben uns da schon richtig vorgesehen und vorerst das genommen, was zweckmäßig ist. (Starker Beifall.) Aber, mein deutsches Volk, da mögest du eins erkennen: wie notwendig dieser Kampf geworden ist. Es war unerträglich in der furchst) aren Lage, in der wir hausten. Das war keine Frage mehr von Krieg und Frieden, von Blockade oder Nichtblockade. Auch im Frieden wäre es für die Dauer unmöglich geworden, das deutsche Volk zu ernähren, und dieser furchtbare Zustand wäre konstant geblieben. Wir verbraucht, soll sich daran erinnern, daß dieses Gas aus der Kohle kommt, und daß dafür wieder hunderte von Männern unter Tage sich abschuftea müssen. Wer zu viel Strom braucht, denke ebenfalls daran. Ich bitte noch einmal das ganze deutsche Volk, hier wirklich Sparsamkeit zu üben, wo es nur geht, und überhaupt in allem Zusammenhalten, was der Gemeinschaft dient. (Beifall.) Es ist wunderbar, wenn man heute durch die deutschen Fabriken geht und den deutschen Arbeiter dort arbeiten sieht: zäh, verbissen, ununterbrochen, wie der Führer schon sagte, viele Stunden über das hinaus, was er arbeiten muß. Und warum? Weil er sich wieder zu Hause fühlt, wieder da. heim ist in seiner deutschen Volksgemeinschaft, weil er nicht mehr eine Klasse ist, die Feind zu Feind im eigenen Lande steht, weil wieder alles zusammen- geschweißt ist zu einem einzigen Block. Ich glaube, wenn wir die Kraftquelle suchen, aus der heraus all das unendlich Gewaltige und Große und ^err- liche, was in diesen drei Jahren erkämpft, ersiegt wurde, wenn wir diese letzte Kraftquelle suchen, so ist es die Kraftquelle der deutschen V o l k s g e m e in s ch af t, aus der heraus die Leitung kommt, daß hier ein Volk, Mann und Frau rnd Kinder, wieder Schulter an Schulter steht. Wir tehen zusammen, wie der Führer gesagt hat, in einer verschworenen Gemeinschaft. Das gibt denen draußen die ungeheure Kraft, und aus dieser Kraft kommen diese ungeheure« Taten, die wir kennen. der deutsche Soldat diejenigen Gebiete Rußlands in die Hand genommen, die hier den Ausgleich schaffen werden (brausender Beifall), nämlich die fruchtbarsten Gebiete, am Kuban und am Don, wo meilenweit, soweit das Auge reicht, Sonnenblumenfelder an Sonnenblumenfelder stehen. Das hat noch das Gute, daß das Sonnenblumenöl noch besser als unser Rapsöl ist. (Neue Beifallskundgebungen.) Also auch hier hoffe ich in Kürze einen Ausgleich finden zu können. Ich möchte aber hier noch auf etwas Besonderes aufmerksam machen: auf einem Gebiet sind wir dieses Jahr wirklich gesegnet worden. Wir haben eine Kartoffelernte, die an Ausmaß alles übertrifft, was bisher überhaupt jemals auf deutschem Boden geerntet worden ist. (Brausende Beifallsstürme.) Wir haben darüber hinaus eine gute und sehr 'geschmackvolle Kartoffel geerntet, weil sie gut trocken hereingekommen ist. Deshalb möchte ich nun alle Volksgenossen auffordern, die Vorteile auch auszunutzen und sich mit Kartoffeln s o reichlich zu versehen, wie sie reichlich zugeteilt werden und dafür zu sorgen, daß die Kartoffel in den eigenen Wohnungen richtig gelagert wird und nicht verfault. Und ich muß hier ganz offen sagen: Lieber lagere ich heute meine Kartoffeln in der guten Stube, als in einem feuchten Keller; denn die gute Stube nutzt mir nichts, aber die gute Kartoffel im Winter nutzt mir außerordentlich viel. (Heiterkeit und starker Beifall. Es liegt am deutschen Volke selbst, dafür zu sorgen, daß dieses große Geschenk wirklich ein Geschenk bleibt und nicht umkommt. Ihnen, meine deutschen Volksgenossen, sehen, der mit offenen Blicken durch das deutsche Land geht. Soaar die Kinder, sobald sie überhaupt etwas mit- helsen können, legen schon Hand mit an, und da und dort vertritt selbst schon der 14= oder 15jährige Landbub seinen Vater und führt den Pflug, wenn auch nicht so gut und sicher, aber trotzdem sicherlich mit um so größerer Begeisterung. Die deutsche Bauersfrau aber hat nicht nur den Hof und das Vieh in Ordnung zu halten, sie hat auch dafür zu sorgen, daß bestell und geerntet wird, sie ist heute zu einer wirklichen Füyrerin gestempelt worden. Sie hat fremde Arbeiter und Kriegsgefangene zur Hilfe erhalten, und um so stärker muß sie die Zügel selbst in die Hand nehmen und dafür sorgen, daß die Arbeit getan wird und die Zucht im Hof erhalten bleibt. So geschieht hier im stillen eine A r - beit, d i e wirklich bewundernswert ist, tige Erzeugungsschlacht stattgefunden hat und noch weiter ftattfinben muß, eine gewaltige Erzeugungsschlacht, eine Förderungsschlacht an Eisen und Kohle durchgeführt werden. Und weil dem Bergarbeiter diese allerschwerste Arbeit obliegt, habe ich mich mit dem heutigen Tage entschlossen, als Beauftragter des Vierjahresplanes eine Verordnung herauszu- aeben, die den Bergarbeiterheraus- stellt und ihm für feine gewaltige Arbeit besondere Vorteile zusichert. (Stürmischer anhaltender Beifall.) Ich habe das getan in der Erkenntnis, daß an der Spitze der gesamten Kriegswirtschaft nach wie vor der deutsche Bergbau und somit der deutsche Bergmann steht. Ich habe betont, daß der deutsche Bergmann mit seinem Lohn an der Spitze aller Berufe marschieren muß. Denn jeder andere Beruf atmet mehr ober weniger freie Luft. Nur der Bergmann kriecht unten in den letzten Flöz, er kann dabei nicht stehen, oft nicht einmal knien, auf dem Rücken oder Bauch liegend muß er dieses wertvollste Material zutage für- dem. Das muß von allen anderen eingesehen werden, daß die Bergmannsarbeit unter Tage — und um die handelt es sich nur — besonders belohnt werden muß. Der deutsche Bergmann soll wissen, daß seine entsagungsvolle schwere Arbeit nach dem Leistungsprinzip anerkannt und gewürdigt wird. (Beifall.) Und darum bitte ich heute noch einmal öas deutsche Volk in feiner Gesamtheit: denke daran, wie schwer jedes Stück Kohle da unten gebrochen wird, denke daran, wie unendlich wichtig diese Kohle für die gesamte Rüstung ist. Denke stets daran, weil wir von diesem wertvollen TNaler.al nicht genügend übrig haben, um es unnötig zu verbrauchen. Jeder, der eine einzige Lampe oder irgendein elektrisches Instrument unnötig angeschlossen hat oder brennen läßt, der versündigt sich. Der zu viel Gas Zeichen eines Sieges über unsere Feinde, die vergeblich sich mühten, die deutsche Einigkeit zu vernichten, den Hungerbakel über uns zu schwingen und uns nach dem veralteten Rezept von 1918 in die Knie zu zwingen. Das Ausharren, die nimmermüde Tätigkeit der Heimat und der Front, dieses übermenschliche Sich-Mühen, sind dadurch helohnt worden, daß die Hauptwaffen der Gegner, Raum und Zeit, jetzt für uns arbeiten, und damit für Europa und die Neuordnung der Welt. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt und sind einig geworden, wir haben Individualismus und Gemem- fchaftswillen endlich so gepaart, daß Goethes Wort nach den Freiheitskriegen Gültigkeit hat: „Die Deutschen sind recht tüchtige Leut —, Sie sind einzeln, sie bringen es weit. Nun sind ihnen die höchsten Taten Zum ersten Male zum Ganzen geraten. Ein Jeder spreche Amen darein, Daß es nicht möge das Letztemal fein." Aus diesem allumschlingenden Gemeinschafts- und Pflichtgefühl heraus find wir für Massensuggestionen und damit für Massenpsychosen und Paniken, welche in den anglo-amerikanischen Ländern sich gerade jetzt als schlimme Erscheinungen dokumentieren, völlig unempfindlich. Wir dienen der Gesamtheit durch freiroiÜige Ein- und Unterordnung, so daß sich die deutsche Nationalgemeinschaft zu einem Individuum höherer Ordnung auswächst. Raum und Zeit kann nur der gewinnen, der plant und kämpft und denkt innerhalb einer verschworenen Gemeinschaft. Wir haben diese Tatsache erkannt und werden sie auch ferner zur Richtschnur nehmen, da die Erfolge offenkundig sind. Jeder Deutsche hat die Rede des Reichsmarschalls, der zur rechten Zeit nach dem Fichte-Wort „aus- fprach, was ist", mit Stolz und Genugtuung vernommen. Nur durch dgs Waffenfreudige und Schöpferische in uns haben wir die Schlacht um Raum und Zeit gewonnen und können nun nicht in träger Ruhe, sondern in weiterer unablässiger Tätigkeit abwarten, daß der hochgetürmte Wagen , des Sieges in die vorbereiteten deutschen Scheuern fährt. Die Schwächeanzeichen der Gegner sind so sinnfällig, daß ihnen darüber alle Illusionen zerstoben sind und sie jetzt erkennen, wie die Achsenmächte unüberwindlich sind. Gerade jetzt hat im „Sunday Expreß" der Ire Garvin einen Notschrei ausgestoßen/ der erkennen läßt, wie verzweifelt maßgebende englische Kreise die Lage beurteilen. „Man muß endlich", schreibt Garvin, „der Wirklichkeit ins Auge schauen. Diese Wirklichkeit ist sehr wenig günstig für uns. Wir dürfen uns keinerlei Täuschungen über die Pläne des Feindes hingeben, denn was kommen wird, das geht ebenso England wie die Sowjetunion an. Die Deutschen werden wir nicht nur den Osten halten, sie arbeiten gründlich und ohne Unterlaß auch an anderen Plänen, und wenn nicht bald die vereinigten Sjreit- kräfte der Alliierten in den Kampf eingreifen, dann werden die Pläne Deutschlands Wirklichkeit werden und wir können nichts mehr ausrichten, denn früher oder später wird sich die Angriffsrichtung Deutschlands nicht mehr auf den Osten konzentrieren." Aber auch Garvin weiß kein Mittel anzugeben, um eine Wende der Dinge herbeizuführen. Raum und Zeit wirken jetzt, wie kürzlich Willkie in Moskau erklärte, für Deutschland. Daß wir sie als Verbündete gewannen, ist die fundamentale Leistung unserer Waffenkraft und unseres schöpferischen Einheitswillens, die aus Deutschland einen unüberwindlichen Granitblock schufen. In Friedens- und Kriegstaten unüberwindlich, ist das ganze deutsche Volk, ob an der Front oder in der Heimat, voll einer Siegeszuversicht, die auf feinen bisherigen Leistungen und feiner tätigen Arbeit für den Sieg fest gegründet ist. besondere Zulage an Fleisch, Mehl und hoffentlich auch anderen schönen Dingen zu geben. (Besonders stürmischer Beifall.) Aber noch eine weitere Sache kommt hinzu. Wenn sie auch klein ist, so wird sie immerhin manchem Haushalt helfen können. Von jetzt ab bekommt jeher deutsche Soldat, der Urlaub hat — vom einfachen Mann bis zum Feld- marfchall — beim Uederschreiten der Grenze im Auftrage des Führers ein Paket g e- fchenkt, in dem sich 1 kg Mehl, 1kg Erbsen oder Bohnen, 1 kg Zucker, 1 Pfund Butter und eine große Dauerwurst befinden. (Jubelnde Beifallskundgebungen.) Dabei ist es völlig gleichgültig, ob nun der betreffende Urlauber oben von Kirkenes oder unten von Stalingrad kommt. Er bekommt dieses Paket, nicht für sich, denn er braucht es nicht; denn darüber könnt Ihr beruhigt sein, meine deutschen Volksgenossen: unsere Kämpfer draußen bekommen voll und satt zu essen. (Brausender Beifall.) Und die Hoffnung, die deutsche Stoß- und Kampfkraft dadurch zum Erliegen zu bringen, daß durch Hunger der deutsche Soldat wie einst 1918 äusgemergelt wird, kann unser Gegner sausen lassen. (Stürmische Zustimmung.) Er soll dieses Paket denSeinen zuHause geben, wenn er auf Urlaub kommt, damit der erste Urlaubstag schon ein freudiger ist. (Beifall.) Leider ist auf einem wichtigen Gebiete, nämlich dem der Fettversorgung, noch nicht alles vollständig ausgebügelt. Sie wissen ja, daß die gesamte deutsche Rapsernte ausgewintert ist und damit ausfällt. Aber auch hier hat in weiser Erkenntnis Ä S |>ip 8? Ä »II?« mußten heraus aus der Enge, und da danken wir dem Allmächtigen, dem Führer und den tapferen Soldaten, daß sie die Enge gesprengt haben und daß nun die Weite des Raumes für das deutsche Volk geöffnet ist. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Die Ernährung ist und bleibt nun einmal die Voraussetzung für das Leden eines Volkes; denn ohne Nahrung kann ein Volk nicht leben, und erst auf der Basis der Ernährung kann man alles andere aufbauen. Wir, die den Weltkrieg mitgemacht haben, haben das ja erlebt. Wir kennen das ja, was Hunger bedeutet. Diese furchtbaren Steckrübenwinter usw. sind uns ja wohl alle noch in Erinnerung und sollten sie vergessen sein, so bitte ich Sie, sich manchmal daran zu erinnern, und dann den Unterschied zwischen damals und heute um so besser feststellen zu können. (Lebhafte Zustimmung.) Bedenken Sie vor allen Dingen, daß heute auch für einen gerechten Ausgleich gesorgt worden ist und daß dieser Ausgleich auch in der Richtung der Leistungskraft geschaffen wurde, d. h. der Schwerstarbeiter muß mehr kriegen wie der Schwerarbeiter, der Schwer- und Nachtarbeiter mehr wie der andere. Nach diesem Gesichtspunkt ist diesmal gerecht verteilt worden. Es ist so verteilt worden, daß es gar keine Rolle spielt — das darf ich aussprechen —, ob der eine mehr oder weniger Geld hat, es hat jeder das Seine bekommen. Und dort, wo sich Auswüchse zeigten, ist eingeschritten worden. Im allgemeinen, das man ich feststellen, ist aber auch die Haltung des deutschen Volkes eine solche gewesen, daß man nur bei wenigen asozialen und verbrecherischen Elementen hat einschreiten müssen. (Starker Beifall.) Gewiß, der Geist ist willig und das Fleisch ist schwach, und da und dort ist eben der eine oder andere sehr schwach gewesen, und so stolperten dann Leute, die sonst niemals gestrauchelt sind, über die Fallstricke dieser Und jener Kriegsoerordnung. Aber das ist nicht das Entscheidende, sondern dort, wo einer wirklich an der Volkernährung Sabotage im großen getrieben hat, dort mußte eingegriffen und hart zugefaßt werden. Denn die Ernährung, wie ich eben schon sagte, ist die Voraussetzung für die Schaffenskraft des deutschen Volkes. Und daß sie gesichert wird, ist das Notwendigste von allen. Diese Sicherung liegt natürlich nun auch in der gerechten Verteilung. Und die gerechte Verteilung ist eine Frage des Vertrauens zur Autorität der Führung und der willigen Gefolgschaft des Volkes. Dieser unangenehme Typ, diese Schieber- und Wuchergestalten, wie wir sie aus dem letzten Weltkrieg kennen, sind ja Gott sei Dank spärlich vorhanden, aber wo sie austauchen, werden sie schnellstens beobachtet und sind ebenso schnell wieder weg. Denn vergesse keiner, daß in unserem Parteiprogramm drinsteht, daß für Kriegswucherer und Kriegsschieber der Galgen dasteht. Das steht in unserem Parteiprogramm und das wird auch gehalten. (Stürmischer Beifäll.) Es darf nicht mehr so fein, daß einzelne Nutzen aus der Schwere eines Krieges ziehen, sondern der Nutzen ist nur für das gesamte Volk zu ziehen, in Erweiterung seines Raumes und der Sicherung feiner Existenz. Beifall.) Und was den Kommunismus anbelangt, der einstmals einen Teil unserer Arbeiterschaft beherrscht hat, nun ein großer Teil dieser Arbeiter hat heute den Kommunismus der Praxis fennenaelemt. Sie haben heute seins „wunderbaren Heimstätten" gesehen, sie haben heute gesehen, wie „unendlich so- ozial" für jeden gesorgt worden ist, sie haben gesehen, wie .glücklich" der russische Bauer in seinem Eigen, tum ist, das alles haben sie dort drüben gesehen. Alles zusammengenommen, was wir gesehen haben, kann ich nur sagen: Dreck, ein großer, furchtbarer Dreck. (Langanhaltender Beifall.) Daraus kann man erkennen, was Kommunismus in Rem- tultur heißt. Diktatur der Arbeiterklasse? Nein! Diktatur der Juden, sonst gar nichts! Das ist die gleiche Diktatur! N u r d i e s e n ist es gut gegangen, sonst keinem. Ist da in den Orten alles verlaust, verwanzt, verdreckt, verwahrlost, dann steht da irgendwo ein Haus, das sieht anständig aus. Und — wer hat da aewohnt? Der Herr Kommissar. Wer ist der Kommissar gewesen? Der Jude Veil- chenstein. Das ist das Bild von Rußland, das unsere Männer gesehen haben. Und wenn diese Männer nach Hause kommen, soll ihnen mal einer etwas von Internationalismus und Kommunismus er, zählen, dann hauen sie ihm sicher eins in die Fresse. (Langer, stürmischer Beifall.) Meine lieben deutschen Volksgenossen! Eine^ mochte ich hier auch heute noch ganz klar aussprechen: wenn man schon eine Volksgemeinschaft bildet, und wenn ein ganzes Volk als Gesamtheit und Geschlossenheit sich einen Sieg erkämpfen und seine Freiheit sichern muß, bann muß auch der einzelne bereit sein, mehr ober weniger große Einschränkungen seiner persönlichen Freiheit hinzunehmen. Diese Einschränkung der persönlichen Freiheit ist schon im Frieden notwendig. Die Demokratie verwechselte ja dauernd immer eines: Freiheit des Einzelwesens, das nennt der Nationalsozialismus Zügellosigkeit. Wenn jeder macht, was er will, wenn keiner mehr Rücksicht auf den Nächsten und Nachbarn nehmen muß, und das sogar noch besonders heroorgehoben wird, bann können Sie sich auch ausbenEen, wie solch ein Gemeinwesen aussieht. Unb wenn man einmal bie glänzende Fassade des dollarreichen Amerika einreißt, unb dahinter blickt, bann wird man auch sehen, wie so ein Land, in dem bie Demokratie als in Gottes eigenem Laub besonders behütet wird, wahrhaft aussieht. Nach vorn eine glänzende Fassade unb dahinter ein unendliches Elend. Das kann auch der lahme Herr Roosevelt nicht bestreiten, daß bei ihm in der Hauptsache bas Elenb zu Hause ist, unb daß es nur wenige sind, die als Fettaugen da auf der Bouillon als Dollarmillionäre herumschwimmen. (Tosender Beifall.) Und diese Einschränkung der persönlichen Freiheit muß selbst im Frieden so weit gehen, als die Volksgemeinschaft dies erfordert. Es ist nämlich eigenartig: für sich selbst erwartet der Mensch selbstverständlich die Rücksicht jedes anderen. Er selbst aber ist oft nicht bereit, wenn er handelt, daran zu denken, baß auch ber andere die gleiche Rücksicht von ihm verlangt. Das ist die erste und zahmste - Einschränkung der persönlichen Freiheit. Im Kriege muß selbstverständlich eine weitaus erhöhte Beschränkung erfolgen, denn jetzt gibt es nur ein Ziel und einen Gedanken: den Krieg zu gewinnen. Alles, was diesem Gedanken förderlich ist, muß man tun, und wenn man noch so viel Unbequemlichkeit auf sich nehmen unb lieb» gewordene Dinge vermissen muß. Lassen muß man alles, was diesem Ziel entgegensteht. Und ich möchte das noch einmal betonen, meine Volksgenossen: ick habe hier als Beauftragter für den Dierjahresplan und als Vorsitzender des Ministerrates für die Reichsoerteidigung viele Erlasse und Gesetze in diesen drei Jahren unterschreiben müssen. Ich habe das nicht getan, weil es mir etwa Spaß macht, bie Einschränkung des Persönlichen zu erweitern, denn wir sind ja nicht in Sowjetrußland unb auch nicht in der Demokratie des Herrn Roosevelt und des Herrn Churchill, wo die Gesetze, bie gemacht werden, nicht für die Gesetzgeber unb die Führer, sondern nur für das Volk Geltung haben. Bei uns ist das anders, denn hier hat sich ja die Führung diesen Gesetzen genau mit der gleichen Konsequenz zu unterwerfen. (Beifall.) Also jedes Gesetz, das ich unterschreibe, gilt für mich ebenso bindend wie für jeden anderen. Und deshalb überlege ich mir diese Vorlagen auch. Auch ich gebe nicht gern etwas an Bequemlichkeit preis, aber wenn es fein muh zur Erringuna des Sieaes, bann wird alles preisgegeben und jede Einschränkung freudig in Kauf ge- , nommen. (Langanhaltenber Beifall.) Und wenn das einem schwer fällt, bann möge er daran denken, wie weit draußen die persönliche Einschränkung des Soldaten geht. Sehen Sie, der Soldat wird nickt persönlich befragt, der darf auch nicht darüber ab» stimmen, ob er in den Krieg gehen will ober nicht. Der wirb auch nicht gefragt, ob er morgen den Sturm auf dieses oder jenes Kaff machen will ober nicht. Es wird befohlen und dann wird gehorcht. Ich glaube, daß das doch die höchste Einschränkung ber persönlichen Freiheit ist, wenn man eifern gehorcht, tämpfenb Opfer bringt und wenn es sein muß, stirbt. (Tosender Beifall.) Wenn der einzelne Soldat freiwillig in dieser Weise die Beschränkung der persönlichen Freiheit auf sich nimmt, bann dürfte das wohl für jeden in der Heimat um so sehr viel leichter fein. (Beifall.) Ich möchte hier nun zu einem Kapitel kommen. Wir müssen aber heute, wo wir dankerfüllten Herzens dem Landvolk gegenübertreten, trotzdem auch wieder erinnern an die gewaltige Leistung unseres Arbeiters, des Rüstungsarbeiters und der anderen Hunderttausende unb Millionen von Arbeitern, die ebenfalls mithelfen, die Voraussetzungen zu schaffen, um eine Rüstung zu erstellen, bie uns ermöglicht, weiter Siege zu erfechten. Für diese Arbeiter ist nicht nur die Ernährung wichtig. Wenn ber Kampf um das Letzte geht, brauchen sie neben ihrem Handwerkszeug auch die notwendigen Rohstoffe, die der Rüstung dienen. Vor allem find es zwei Rohstoffe, die genau so grundlegend sind, wie die Ernährung für die gesamte Existenz unseres Volkes. Diese Rohstoffe sind Kohle unb Eisen. Und beide Rohstoffe besitzen wir selbst in ausreichendem Maße und haben sie in ungeheurem Maße noch dazu erobert. (Stürmischer anhaltender Beifall.) Wir haben also nicht nur den Bolschewiken die landwirtschaftlich besten Gebiete abgenommen, sondern gleichzeitig damit auch die rohstoffmäßig besten Gebiete. Auch sein Eisen, seine Kohle haben mir genau so mit Beschlag belegt wie die Fruchtbarkeit seiner Felder. Allein bas Vorhandensein dieser Rohstoffe genügt nicht. Sie müssen auch gefördert werden. Sie liegen unter Tage, unb es ist eine harte und schwere Arbeit, meine deutschen Volksgenossen, unter Tage zu arbeiten, die Kohle zu brechen und das Eisen zu fördern. Beide sind notwendig. Ich könnte Ihnen nun stundenlang vorlesen, was wir alles aus der Kohle machen. Es sind Dinge, die Sie zum Teil nicht wissen unb zum Teil nicht glauben werben. Die Kohle ist die Voraussetzung für beinahe alles, was es überhaupt heute gibt. Wenn wir sie nur zum Heizen brauchten, wäre die Sache sehr einfach. Sie ist die Voraussetzung, daß ein guter Stahl entsteht, sie ist bie Voraussetzung, baß Fliegerbenzin da ist, sie ist die Voraussetzung, daß andere hochwertige Stoffe daraus gewonnen werden, und so muß, ebenso wie in der Landwirtschaft, eine gewal- Unb nun mochte ich zu den Zukunftsausichten noch etwas sagen. Der Gegner sagt: Ja, bas alles ist nur ein Pflaster; die Stimmung ist jetzt besonders mies und schlecht gewesen, und da mußte man dem deutschen Volke, bevor der strenge Winter kommt, ein Pflaster geben. (Heiterkeit.) Da kann ich nur unseren Gegnern sagen, dieses Pflaster bleibt aber während des ganzen Krieges liegen und wird noch vergrößert werden. (Heiterkeit und stürmischer Beifall.) Ick würde es für ein Verbrechen halten, dem deutschen Volke heute etwas in Aussicht zu stellen, von dem ich nicht sicher weiß, daß ich es einhalten kann. (Starker Beifall.) Und deshalb kann ich agen: das Schwerste, auch in der Ernährung, ist überwunden. Von heute ab wird es dauernd besser werden; denn die Gebiete mit fruchtbarster Erde besitzen wir. Es ist jetzt nur eine Frage der Drganifation — und alles können sie uns nach- ogen, schlechte Drganifation aber nicht. Der General Wirrwarr ist nicht bei uns angestellt, sondern bei denen drüben. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Wir werden die besten Männer unseres Landvolkes als Landwirtschaftsführer wieder vorschickem Dicht auf ber kämpfenden Truppe werden sie folgen, das Land fest in die Hand nehmen und dafür sorgen, daß Truppe und Heimat daraus verpflegt werden. Wir werden ferner dafür sorgen, daß in wirklich überzeugendem unb. meßbarem Ausmaße die Lebensmittel in die Heimat zurückfließen, daß die Heimat auch klar versteht, wie groß die deutschen Siege geworden sind. Und dazu fft eins notwendig: daß dieser Ostraum vor allen Dingen immer weiter unb umfangreicher organisiert wird. Die Russen haben ja alles verbrannt. Wir werden alles neu auf« bauen: Schlächtereien, Konservenfabriken, Mar- melabenfabriten, Keksfabriken, Nudelfabriken, Gier, Butter, Mehl, das gibt es dort in einem Ausmaß, wie Sie es sich nicht vorstellen können. Wir werden dafür zu sorgen haben, daß alles richtig erfaßt und an Ort und Stelle richtig verarbeitet wird. Und ich hoffe, daß dann im nächsten Jahre eine weitere starke Erhöhung ber Le- Sri»'1 W Q)| fis si», Ä ,r; Bend?, W8 M3“ Ä ®e gib es U ringt iqtn öur W' !M M jr DeM Je« 1° 1 Mrstatt iir lvertw lertfloll f -blich vte. JeuW?1 Sie ton ioltsgenol {[es, was ling gelai «lche w -ktioe 3 * M impfen h Wang st icrben ®i ft schwer er einige lacht eine der Deutj -erhaupt lacht; er: iergänge ils bisi in wir w »fiere 3n erben fid ie heute eerben üb hb bann Unb ji eine sag nleberge Dann V (lofenbi Glauben ift Ich ber hau! schlag so biete hi besser a scheiben! punff II Angriffe fe ist Hallen bei bebe jenen Ji schaffen, fuh, ba lampst t Aacht fi es sich i HUb bot Sehl. 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Als vorsichtiger Mann habe ich aber nün mein Vermögen nicht etwa auf eine Bank gegeben oder zusammengehalten, sondern ich habe es, wie das der vorsichtige Mann, der Demokrat und Plutokrat, macht, auf eine Bank von Banken verteilt. Und weil ich ja keineswegs an die Siegesaussichten eines von mir mitgeführten Volkes glaube, habe ich selbstverständlich den grüßten Teil ins Ausland auf verschiedene Banken gegeben. Ich wäre jetzt den Herren nur dankbar, wenn sie mir a) die Banken nennen würden und b) sagen würden, welche Beträge ich bei ihnen habe, denn ich bin ganz gern reich. Wenn sie es da drüben wissen wollen, sollen sie wenigstens sagen, wo mein Reichtum liegt, damit ich ran kann. Ich würde sogar den größten Teil dem deutschen Volke wieder zur Verfügung stellen. Und zum Schluß kann ich den Herren nur das eine sagen: auch im Osten wird der Gegner niedergeworfen werden! Und dann Gnade Gott! Dann sprechen wir uns in England wieder! (Tosender, minutenlanger anhaltender Beifall.) Glauben Sie nur, wie furchtbar das für mich ist. Ich möchte manchmal auf gut Deutsch aus der Haut fahren, weit ich nicht den Vergeltungsschlag sofort üben kann. Ich weih, ich kommandiere heute eine Luftwaffe, die größer und besser als die ihre ist. Aber es ist jetzt entscheidend, bor( zu kämpfen, wo der Schwerpunkt liegt. Sie werden uns durch diese, Luftangriffe davon nicht abhalten. Es ist schwer für das deutsche Volk, das auszuhalten, aber wer das aushält, der möge dabei bedenken, daß er mit dazu beiträgt, an ** MU Sn «lau. ww "IN «8t, btt N h. "«ter Iw wSe!etnt Natten' Feldzügen gewesen. Und darum möchte ick eins dem deutschen Volk gegenüber sagen: Wenn diese Fellt- züge eine Signatur und ein Gepräge tragen, dann kragen sie allein die nb das Gevräge der General Winter, der General Sommer, der General Wirrwarr, der General Wüste, der General Kaukasus, der General Hunger usw. Soweit es sich um die Generale Zeit und Raum handelt, sind sie zu uns übergetreten. Das ist also die Vorstellung dieser Leut«, wie bei uns der Krieg geführt wird. nd fa, ' ersie-t uchen, |o "sche! d'e Lei- ,n? ifau A benen m ■ kennen. lehen bd< such, daraus in Rein- r? W chts! Da; 's gut ar-, "en alles dann stehl nbig aus. Kommissar. >ude Veil. )as unsere ! Männer ier etwas 5mus er. die Fresse. rufen bin, denn erstens bin ich nach dem Führer der rangälteste Offizier der deutschen Wehrmacht und zweitens führe ich selbst einen großen Teil dieser deutschen Wehrmacht und drittens — und das ist das Entscheidende — darf ich für mich in Anspruch nehmen, daß gerade auf dem Gebiet seiner militärischen Betätigung niemand wie ich den Führer so oft und eingehend bewundern konnte und so viel mit ihm zusammen war. Ich bin hier also wirklich in der Lage, dem deutschen Volke ein klares Bild zu geben, und ick habe mich hier auch gegen all die komischen Skribifaxe zu wenden, die das Feldherrn- genie unseres Führers dauernd betrachten. Da tauchen in diesen Schwindelblättern plötzlich die Namen von Männern im Vordergrund, im Hintergrund, im Schatten, Halbschatten und in der Dunkelheit auf, die alle die Schlachten gewonnen, die alle die Arbeit gemacht und die all das dem Führer vor- getragen haben sollen. Der Führer versteht selbstverständlich von der ganzen Geschichte nichts, und dort, wo er eingriff, ist es immer schief gegangen. So wird das dargestellt. Es heißt dann, der Führer hat keine Ahnung, so etwas macht der Generalstabschef oder der Generalstab. 9a, auch hier hat sich vieles geändert. Heber den General st ab zum Beispiel herrschen überall falsche Vorstellungen. Der Generalstab ist eine Sammlung von sehr befähigten Offizieren, die als Hilfsarbeiter für die verantwortlichen Befehlshaber zu dienen haben. Als der Krieg 1864, 1866 und 1870/71 geführt wurde, da stand an der Spitze der Wehrmacht der alte Kaiser, der selbst in klarer Erkenntnis seiner eigenen Begrenzungen hier nicht führte. So gab er die Führung dem fähigsten General — und das war die Größe seines Charakters —, dem damaligen General von Moltke. Dieser wurde Generalstabschef, und so führte damals der Generalstabschef de facto die preußischen und deutschen Armeen zum Siege. Nachher haben die Generalstabschefs gewechselt, und je nach der Bedeutung der Persönlichkeiten hat der Generalstab mehr oder weniger Bedeutung bekommen. Als der Feldmar- ' ~'r von Hind--'mrg an d>e Spitze des Großer hat er damals aus seinem Gedankengut und seinem Genie heraus klargelegt, und nun durfte man als Soldat selbst erleben, wie hier ein Feldzug mit einer unvorstellbaren Programm- mäßigkeit ablief. Was auch eintraf, der Durchbruch bei Sedan ebenso gut wie die Abschnürung gegen die Maginot-Linie, der Durchbruch der Panzer, Die Vereinigung der zehn Panzerdivisionen zum Durchstoß an die Küsten, die Umgehung der Engländer, die Absplitterung der französischen Nordarmee, all das wurde vom Führer vorher in der Reichskanzlei vorausgesagt und dargelegt und ist Punkt für Punkt programmäßig eingetroffen. (Andauernder Beifall.) So ist es auch bei allen anderen siegreichen 34 bQ. 'Mik H im lohten, Duelle in Anspruch genommen, die ich ausgefochten habe. An diesen Duellen war das einzig Anständige, daß mich der Gegner meistens Sieger fein ließ. Ich habe also diverse Feldmarschälle, Minister, Gauleiter usw. erschossen. Dann aber mußte ich blitzartig zwischen Schweden und der Schweiz hin- und herfahren, weil in derselben Woche meine Frau einmal in Schweden und ein andermal in der Schweiz ein Kind bekam. Das hält mich selbstverständlich auch ab, zum deutschen Volk zu sprechen, wenn man solche Reisen machen muß, und so geht das im allgemeinen weiter. Sie kennen das. Hier kämpfen wir alle gegeneinander, werfen uns alle um ufw., ick muß schon sagen, unsere Organisation, unsere Wehrmacht, unser Volk muß schon ungeheuer sein, wenn es bet einer „derartigen Führung" dazu noch einige Siege erringt, das ist wirklich erstaunlich. (Schallende Heiterkeit.) Heber die Leistung der deutschen Wehrmacht brauche ich kein Wort zu verlieren. Vor wenigen Tagen hat das der Führer selbst getan in einer Art und Weise, wie das kein zweiter darstellen könnte. Heber die Auslegung unserer Siege durch den Feind und die gewissen „Ermutigungen" hat der Führer ihnen gegenüber auch schon Ausführungen gemacht, so daß Sie auch hier Bescheid wissen, daß wir bet allen Siegen fort« gesetzt verlieren. Nun möchte ich aber einmal so bie Führung bei unseren Gegnern betrachten. Der Führer hat ja auch schon gesagt, daß sie uns dauernd kopieren, und sie haben sich ja nun allmählich zum Führerstaat durchgerungen. Da ist zunächst das alte Schlachtroß Churchill. Der frißt keinen Hafer, sondern der säuft Whisky. Das wissen wir, und wir wissen daraus auch, wie er seine strategischen Pläne durchführt. Das haben wir ja gesehen und ihren Erfolg desgleichen. Dann kommt seit vorgestern der Herr ChefCommander Roosevelt. Herr Roosevelt führt jetzt seine Wehrmacht selbst, er wird nur noch beraten, doch „führt" er sie selbst. Nun hat Herr Chef-Commander Roosevelt. Herr Roose- macht. Denn wenn man seinen Schreibtisch ansieht, so stehen auf ihm alle möglichen Spielsachen herum. Ich nehme an, er hat sich unter anderem natürlich vorher auch Bleisoldaten beschafft, mit denen er exerziert. Sollte er die aber nicht haben, so sehen wir vor allen Dingen auf seinem Schreibtisch eine lange Reihe größerer und kleinerer verschiedener Esel, und damit hat er auch das richtige getroffen. (Beifall.) Jsses, der Stalin, ist natürlich zweifellos der Bedeutendste, das möchte ich ganz offen aussprechen, nur ist auch seine Strategie kurz und einfach. Mit dem Genickschuß wird im allgemeinen 'führermäßig das meiste erledigt. des Generalstabes die deutschen Armeen. Nun ist aber eine grundsätzliche Neuerung gekommen, denn der Generalstab war zunächst abgeschafft. Es ist ein neuer entstanden. Hier ist das ganz klare Neue folgendes: Es ist an sich gar nicht neu. An sich ist es uralt. Nach dem ganz klaren Prinzip der nationalsozialistischen Weltanschauung gibt es überall immer nur einen Führer. Ob der Führer der Führer von zwei Mann oder der Führer eines ganzen Volkes ist, ob das der Leutnant für seinen Zug ist, ein Hauptmann für seine Kompanie, ein Oberst für sein Regiment, ein General für seine Division oder sein Korps oder seine Armee, oder ob es ein Heeresgruppenführer ist, das ist gleichgültig. Es ist immer einzig und allein der jeweilige Führer der Verantwortliche, der die Verantwortung zu tragen hat, ganz gleichgültig, von wem und wie er beraten wird. Das ist einmal eine klare Herausstellung ihm gegenüber. Er allein trägt die Verantwortung gegenüber seinem Vorgesetzten An seiner Seite stehen diejenigen, die ihm nun helfen, seine Richtlinien, seine Gedankengänge in die Befehlsform umzugießen und dafür zu sorgen haben, daß sie herauskommen 'und an die Truppe verteilt werden. Nun hängt es davon ab, wie fähig der betreffende Generalstabschef ist. Unb zum anderen hängt es davon ab, wie stark das Vertrauensverhältnis zwischen einem Führer und seinem Generalstabschef ist. Wenn man in der glücklichen Lage ist, wie ich es selber bin, der in seinem General- stabsckef einen feiner besten Freunde sieht, bann ist man sehr gut daran. Dieser Generalstabschef trägt aber nicht Die Verantwortung, sondern der Führer. Und so trägt auch hier kein Mann im Halbschatten, sondern nur der Mann im grellen Licht, d e r F ü h - r e r, von seinem ganzen Volke die Verantwortung für Sieg oder Niederlage der deutschen Wehrmacht, und er scheut sich auch nicht, sie zu tragen. (Stürmischer und jubelnder Beifall.) Wir haben gottlob eine große Reihe ganz hervorragender Generale und Führer. Hnd solche, die nicht ausreichen für ihre Ausgabe ober nicht hart und stark genug waren, sind anderen Aufgaben yige» führt oder abgelöst worden. Der Krieg ist nun em- mal eine Auslese und wertet nur die Besten, unb erst im Kriege erweist sich der Führer, der militärische Führer, ’gon$ unb gar. Hnd weil wir auch hier voll auf dem Leistungsprinzip stehen, hat ja der Führer neulich an dieser Stelle ausgeführt, daß nicht mehr irgendwie Rang, Vorbildung, Geburt oder Alter entscheiden, sondern einzig und allein die Eignung in der Härte und in der Zielsicherheit der Führung. Da kann ein so junger Mann sonst noch etwas werden, wenn er die Eignung dafür hat. Ich habe heute in meiner Fliegerei Leute, die gerade erst majorenn geworden sind, aber das sind Helden, die so und so viele abgeschossen haben. (Lebhafter Beifall.) Ein Mölders, ein Galland sind Obersten, obwohl sie dem Dienstalter nach bestens Oberleutnante sein dürften. Auch hier hat sich die national- sozialistische Grundauffassung völlig durchgesetzt. Der Krieg ist die letzte Auslese. Er wertet, und da kann man erst sehen, der eine taugt, der bleibt, der ch selbstvtt- selbst aber daran he MM mb zahB Im W rhöhte nur em en Kn" Gedanken i man A m unb W 1 muß 5 d ich mochlt ;enossem ch ins Jet»« in dic- B*: oft und m* * Sei un« 1; mW* '•Ä; rtb roen" ll ober iw W L ZÄ K- bringen konnte. Man weiß es drüben genau, daß es der Führer war, der unermüdlich in den Friedensjahren die Wehrmacht aufgebaut hat, der sich die Konstruktionszeichnungen jedes Geschützes, jedes Tanks, jedes Schiffes vorlegen ließ, der Abänderungen getroffen hat, der aus der großen Erfahrung feines persönlichen Kampfes heraus hier die Wehrmacht schmiedete. Sie wissen auch, daß diese großen, klaren strategischen Richtlinien, Grundlagen unb Befehle vom Führer gegeben worden sind. Trotzdem natürlich wird das bei Gott und anderen der Weltöffentlichkeit gegenüber geleugnet. Zunächst einmal heißt es, die Generale sind gegen bert Führer: die Generale halten es nicht für richtig, im Winter noch in Rußland zu bleiben, die Generale sind für den Frieden, die Generale machen dies und jenes. Wie stellt sich der kleine Moritz eigentlich bei uns die Kriegführung vor? (Heiterkeit.) Glaubt er wirklich, daß mir hier so ein Ge- i neralspariament haben, wo also abgestimmt wird, j was jeder einzelne für richtig und nicht richtig hält und wo bann schließlich, wie das immer bei Parlamenten ist, nichts gemacht wird, weil feiner die Verantwortung dafür tragen will? Wie stellen sich die Herren das eigentlich vor? Sie haben ja allerdings auf ihrer Sette eine ganze Reihe von „tüchtigen Generalen", die uns zu bekämpfen hatten. Das war „natürlich mein Privateigentum", falls Sie bas noch nicht gewußt haben. Darüber hinaus gehören mir sämtliche Luftfahrtfabriken, ganz egal, was sie machen. Darüber hinaus habe ich selbstverstünblich noch sämtliche Gesellschaften gekauft, die im Ausland durch die Eroberung der Gebiete zu kaufen 1 ö Ob erb e f eh lsh ab er der Luftwaffe und, die amerikanische Rüstung unterschätzt. Die Arneri- ' klchsluftfahrtmmtster im besonderen angeht. Es kaner haben auf gewissen Gebieten technisch und hcndelt sich um die schweren fei n d l i ch e n L u f t- auch in der Herausbringung zweifellos etwas ge- uigriffe auf deutsche Städte. Auch hier, leistet. Wir wissen, sie haben kolossal viel und Mine lieben Volksgenossen, muß oft eine sehr große schnelle Autos gemacht. Dann gehörte noch der Einschränkung der persönlichen Freiheit erfolgen. Radio zu ihren besonderen Taten und die Rasier- $ »m baoon entfernt, die Angriffe etwa zu klinge. Aus diesen drei Gebieten haben sie Zweifel« begatelllsteren. Ich weiß, wie schwer sie sind. Ich los immer Kolossales geleistet. Aber bas sind immerhin Fachmann. Ich weiß, was es heißt, wenn hun- hin nach andere Dinge als bie, die man für den fort oder zweihundert Flugzeuge ihre Bombenlast Krieg braucht. Unb wenn ich das auch keinesfalls alladen. Ich weiß, daß hier viele unschuldige Men- unterschätze, so weiß ich doch zu genau, welche un= ichen völlia sinnlos sterben müssen. Der Führer hat geheuren Schwierigkeiten beim Ausbau einer Rüdes damals schon in seiner Reichstagsrede gesagt; stung zu überwinden sind. Auch dort drüben ist es man sollte doch das wenigstens unterlassen, dort, so, daß, wenn auch Roosevelt dauernd zweimal zwei mn keine Kriegsindustrie ist, völlig harmlose Men- gleich fünf oder sechs ober acht rechnet, trotzdem |d)en anzugreifen. Sie können sich heute nicht dar- auch in Amerika zweimal zwei gleich vier bleibt, auf hinausreden, daß sie nur aus Versehen vorbei Daran ändert er nichts, unb auch in Amerika wirb werfen, baß sie bie Industrie gemeint haben, denn nichts schnelfer geschehen, sondern im Gegenteil mir haben Originalbefehle in der Hanb. Dieser Herr langsamer als bet uns. Auch in Amerika braucht englische Luftgeneral hat seinen Fliegern befohlen, man Rohstoffe und ebenso braucht man auch Ar- Kriegsindustrie |e, bag wichtigste, sondern beiter. Man kann nicht gleichzeitig ein Heer von bie Wohnviertel zu zerstören, sei das Ent-1 mehreren Millionen aufstellen und auf der anderen scheidende. (Pfui-Rufe unb Empörung.) Der Terror I Seite die Arbeiterzahl verdreifachen. Das geht auch auf bie deutsche Bevölkerung, der Abwurf auf Kin-1 in Amerika nicht. Also auch diese Quelle einer pro» dir und Frauen, das ist für den Herrn bas Ent-1 pagierten Siegeszuversicht muß man amerikanisch scheidende. Das ist so gemeint; sogar einige an- werten. Denn brühen werden die Leute mit astro- itanbige feindliche Flieger haben dagegen prote- nomischen Zahlen benebelt. Vergessen Sie nie: Arne« stiert, zu solchen Schlächtereien eingesetzt zu werben, rika hat ein Wort ganz groß geschrieben, riesen- 9ch weiß also, wie schwer bas alles ist, wieviel groß, und dieses Wort heißt Bluff. Das hat es &ib es über den einzelnen und ganze Familien immer am allergrößten gemacht, vom Präsidenten bringt. Wenn dieser Narr sich nur einmal über» Ibis runter zum Nigger. (Beifall.) Auch die sonstt- legen würde, wie furchtbar und sinnlos diese 3er- gen Leistungen — ich will gar nicht sagen, baß es ftorungen von Kulturgütern ist, wie hoch die deutsche nicht auch tüchtige und tapfere amerikanische Sol- Kultur steht, und daß bie deutsche Kitzttur nicht nur baten gibt, lagen ja bisher auf anderen Gebieten, für Deutschland ba ist. Sie hat Europa unb der Wir kennen ba bie eigenartigsten Ambitionen. Wer Aelt so unenblick viel gegeben, baß allein ber I nach 72 Stunden mit verrenkten Gliedern und voll- Kefpeft davor die Burschen abhalten müßte,.deutsche kommen starren und verdrehten Augen noch einen Kulturstätten zu zerstören. (Beifall.) Sie firtb ja nicht | mir wertvoll für das deutsche Volk, sie sind ebenso > wertvoll für bie ganze Welt, bie daraus un- andere kann bas nicht ganz so, der kriegt eine weniger wichtige Aufgabe, der dritte versteht überhaupt nichts, ber wird nach Hause geschickt. (Stürmische Zustimmung.) Nun zu den „erschossenen Generalen": Es hat schon neulich Gauleiter Goebbels gesagt, es ist überhaupt keiner erschossen worden. Aber über eines möchte ich auch keinen Zweifel lassen: Es ist keiner erschossen worden, nicht etwa, weil man einen General nicht erschießt, sondern auch bas hat ich zum Weltkrieg grundsätzlich geändert, gleiche Disziplin für alle, vom Reichsmarschall bis (um letzten Rekruten, gleicher Gehorsam und gleiche Treue dem Führer gegenüber, und gleiche Aus- Zeichnung und auch gleiche Strafen! Unb wenn heute ein Monn feige ist und seine Truppe verläßt, wird er erschossen, wenn ein General seine Truppe verläßt, wird auch er erschossen. Es gibt heute nicht mehr wie im Weltkriege die verschiedene Wertung. Wenn ein Mann versagte und feige war, wurde er bestraft, ein Offizier aber im höheren Dienstgrad kam für dieselbe Schuld in ein Sanatorium, weil ihn angeblich „bie Nerven verlassen" hatten.'Wenn einer feige ist, ist er feige, und ein feiger Soldat hat im Heer nichts zu suchen und muß entfernt werden, damit er die anderen nicht ansteckt. 3m übrigen sollten sich unsere Gegner einmal darüber klarwerden, warum wie sie auf allen Kriegsschauplätzen derartig verdroschen haben. Sie sollten sich einmal ansehen, welches einmalige Verhältnis zwischen den Offizieren und ihren Männern herrscht. Auch dort herrscht der Nationalsozialismus, das sollen sich die Herren einmal merken. (Lebhafte Zustimmung und Beifall) Die jungen Offiziere von heutzutage, auch die Leutnants, die Hauptleute und Majore sind ja zunächst einmal schon alle aus der Hitler-Jugend hervorgegangen oder mehrere Jahre dort gewesen. Sie fragen das nationalsozialistische Gedankengut schon in sich, und gerade aus dem Frontverhältnis heraus wurde ja der Nationalsozialismus geboren. Deshalb ist es nur logisch, daß sich das In ber heutigen Front zum letzten Glanze ausgestaltet hat. Vie deutsche Wehrmacht steht aus einem Guß. Offizier wie Mann in innigstem Verhältnis, nationalsozialistisch fest gefügt, freu, gehorsam und tapfer hinter ihrem Obersten Kriegsherrn. (Stürmischer Beifall) (Große Heiterkeit.) Nun sind es auch bei mir fast drei Jahre her, baß ich bas letzte Mal vor dem deutschen Volk gesprochen habe. Der Führer hat ja neulich schon ausgeführt, baß wir wenig Reben halten können, unb daß darunter bie Hebung leibet, unb baß wir zweitens in Ich habe, wie gesagt, den Führer oft erlebt, in glücklichen, siegreichen und auch in schweren, sorgenvollen Stunden, unb es war für mich etwas Wunderbares, um z. B. etwas herauszugreifen, den Ablauf des siegreichen Feldzuges in 'Frankreich bei ihm zu erleben. Ich bin dabei gewesen, wie ber Führer diesen Feldzug in der Reichskanzlei seinen Heerführern unb Generalen auseinanbergesetzt hat, die Richtlinien aerb, wie er genau sagte, wie orps, wie jede Armee vorzugehen hatte, wo ber Durchbruch stattzufinben hat, wo die Panzerdivisionen den Keil zu bilden haben usw. All Das Wackeltanz aufführte, wurde da preisgekrönt, und wer den anderen in einem Schlammbad be'm Boxen unb Ringen au Boben warf, war auch wieder ein Nationalheld. Hier haben sie sich auf Gebieten betätigt, die uns völlig fremd sind und mit Soldatentum gar nichts zu tun haben. Auch hieraus können sie kaum eine wahre unb echte Siegeszuversicht entnehmen. Aber die Herren sind ja sehr schwer belehrbar. Sie setzten also bie Hoffnung auf den inneren deutschen Zerfall. Das ist heute noch, obgleich amerikanische und auch englische Zeitungen zu warnen beginnen, daß man sich hier nicht täuschen solle, ihre letzte Hoffnung. Sie hoffen auf den Hunger durch bie Blockade, so wie 1918, obwohl sie nun allmählich wissen müßten, baß es mit der Blockade jetzt umgekehrt liegt. Blockiert wird — wie ich vorhin schon ausführte — zunächst beiihnen, unb wir wollen abwarten, wie sich das weiter entwickelt. Wir haben mehr H-Boote, und sie haben immer weniger Schiffe. Unb je weniger Schiffe sie haben, desto weniger kriegen sie herein. Ich bin überzeugt, es wird in England schlechter in dem gleichen Maße, wie es hier besser wird. Aber entscheidend ist eines, daß es bei uns bester wird. Das zweite, womit sie diesen inneren Zwiespalt erzwingen wollen, ist die Zerstörung des Vertrauens zur Führung. Das ist eigentlich ein bißchen traurig, wenn man sieht, daß sie so arm in der Aufstellung neuer Methoden sind, denn das haben sie uns doch schon' einmal vorexerziert. Sie haben schon einmal das deutsche Volk mit denselben Methoden gespalten. Nun muß ich schon bitten, daß sie uns nicht für dümmer halten, wie sie selber aussehen, unb baß sie nicht glauben, daß wir auf denselben Schwindel noch einmal reinfallen werden. Mit den idiotischen Methoden von heute jedenfalls auf keinen Fall! (Lebhafter Beifall.) jenen Fronten den ungeheuren Schwerpunkt zu schaffen, wo derart hineingeschlagen werden muß, daß der Sieg dort errungen wird, heute kämpft die deutsche Luftwaffe Tag für Tag und Nacht für Nacht in einem Ausmaße, wie Sie es sich nicht vorstellen können, bei Stalingrad unb dort, wo es um die entscheidenden Siege dieser Zett verschiedene andere Dmae zu tun hatten, acht 3ff sie dort ferfia dann sehen wir uns bei Selbstverständlich hatte auch ich sehr viel zu tun. TtLin i i x° , /urLonhor Lfnin Ich bin selbstverständlich eqtens ein paar Mal um» Philippi wieder. (Braufcnbcr Beifa ) gebracht worden, unb bas Wiederauferstehen ist ja Bis Mm aber mochte ich die armen Menschen,! 2ann ^at mich sehr die Unzahl ber bie tn den Nachten oft so hart bedrängt werden, ’ bitten, auszuhalten so wunderbar, wie sie das bisher getan haben. Bleibt unbeugsam und laßt Euch birrd) keinen Terror niederdrücken. Ihr haltet damit islbst einen Test der Front. Was aber bas übrige Volk tun kann, muß geschehen. Jeder Einzelne muh Anteil nehmen an diesen armen Menschen. Denn Das denen heute passiert, kann den anderen morgen I . geschehen. Ich selbst werde dafür sorgen, daß unentwegt immer weiter größere Lager angelegt werden, -ms denen sofort für die ßuftbetrofjenen gesorgt wird. Ich habe in allen Ländern, bie mir zugänglich .sind, Vorräte in ungeheurem Ausmaße auf getauft. 5n diesem Falle habe ich wirklich nicht auf bos Geld gesehen, sondern enffcheidend war nur, diese Vorräte hereinzubringen, damit, wenn heute einer alles verliert, er morgen wenigstens sofort das Notwen- bigfte wiederbekomntt. (Lebhafter Beifall.) Meine lieben Volksgenossen! Betrachten mir einmal die Sage, wie sie ist. Wie will denn nun etgent» Ich der Gegner seine fortgesetzt geäußerte Absicht, tt werbe diesen Krieg gewinnen, wahrmachen? Ein Slick hinter bie Kulissen lehrt hier viel, und es ist l iübstverstänblich, baß uns, den Führenden, hier mehr Dinge bekannt sind, als wir veröffentlichen können. Das zeigen uns aufgefangene Funkmel- tangen, Berichte, Befehle usw. Wer hinter bie Knüffen sehen kann, der weiß, daß sie verdammt wenig Thancen haben mit ihrer zweiten Front. Das hct ja der Führer schon auseinandergesetzt. Die erite Geburt war ja eine Fehlgeburt (Heiterkeit). Wir vollen abwarten und uns in neun Monaten mied erbrechen (Heiterkeit). Vielleicht geht es auch schneller bki ben Leuten. Eins wissen sie genau dort wo der deutsche Soldat steht, ba kriegen sie ihn nicht weg. Worin gipfeln nun überhaupt noch die ^fancen, bie üt sehen? Zunächst, sogen sie, da haut sich ja unser eigener Bundesgenosse herum. Der muß das ju« nächst aushatten, uns trifft das vorläufig nid>t Tebevoll, wie sie untereinander sind, stört sie das ; «etter nicht. Sie versichern ihn dauernd ihrer per- Unlichen Hochachtung im einzelnen wie im tilge- Trinen und sehen dabei zu, wie er umgevrachl wirb. Wenn er umgebracht ist, ergibt sich eine neue 8ige. Es ergibt sich ja wiederholt bei ihnen eine ttue Lage. Wie sie sich bann dazu emstellen werden, >verden wir ja sehen. . , Darüber hinaus haben sie irgendwelche Hasfi ; nr*-*<‘n auf astroim"'tt^-» ^er amertfa» ■ "ische n R ü st u n g. Nun bin ich ber letzte. Der endlich viel schöpfen kann. Unb noch immer ist der deutsche der größte Kulturbringer gewesen. , Sie können sicher fein — ich wende mich an die Wie das so gemacht wird, das wissen wir ja Volksgenossen der luftbedrohten Gebiete — daß nun schon. Zum Teil hat ja Dr. Goebbels das neu- alles, was nur menschenmöglich ist, an Anstren- lick auch ausgeführt. Ich möchte trotzbem noch em gung getan wirb, um die Lage zu erleichtern unb Paar Worte dazu sagen. Da sind die idiotischen solche Angriffe zu verhindern. Zunächst einmal durch Gerüchte, bie von jüdischen Redakttonsstuben m aktive Abwehr; aber hier mag niemand ver- England, HsA. und sonstwo m der Welt verbrettet gissen, daß mir zur Zeit am stärksten im Osten zu werden. Ein Volk kann nicht aus lauter Helden f(impfen haben unb ich nicht bie Abwehr in vollem bestehen und aus lauter Klugen, also gibt es auch Umfang stellen kann, bie einstmals wieber gegeben bei uns em paar Dumme unb cm paar, bie nichts werden wirb. Trotzbem zahlt ber Gegner jebesmal im Gehirn haben unb nachplappern, was dort ver- sehr schwer dabei darauf. Unb wenn Herr Churchill breitet wirb, unb bie Schlauen müssen eben ba ur vor einigen Wochen noch erklärte, daß er so jede sorgen, baß bas Rachplappern nur unter Asiaten Nacht einen Spaziergang mit tausenb Flugzeugen bleibt. (Beifall.) Diese Behauptungen nun, bie sie über Deutschland machen würde, so hat er zunächst da aufstellen, befassen sich mit ber ganzen Führung, überhaupt noch keinen mit tausend Flugzeugen ge° vor allem mtt dem Führer selbst. Dann brn auch macht; er wird auch keinen machen, unb biese Spa- ich sehr häufig; gn ber Reche. (Heiterkeit.) Daß ich Hergänge werben ihm jedenfalls noch teurer allmählich m diesen drei Knegsjahren der reichste als bisher zu stehen kommen. Die Flak wer-> Mann ber Welt geworden bin, das^mlssen^ Sie, ja. । i ■ ben wir weiter unb weiter vergrößern, sie bekommt u 1 * ~ **' /ines H bessere Instrumente zum Schießen, ihre Erfolge R werden sich zusehends steigern. Die Nachtjäger, Ni V Rdie heute noch nur in gewissen Gebieten fliegen, äejamttjeu werden über das ganze Deutsche Reich ausgedehnt, npien uno ll M bann wollen mir uns Wiedersehen! QUd) Der r - ■ ----- - - - ger große inllchen intung der notwendig, nd immer nennt der enn jeder ilkficht ouj j, und bas lirb, bann ch ein Te> einmal die ita einreihi, sehen, wie i in Gottes , wahrhaft be und da- n auch der aß bei ihw st, und daß da auf der schwimmen. ien Freiheit s die Bold' nlich eigen- Nun möcht» ick darii^ doch dem deuffchen einiges jagen, unb ich glaube, daß ich hierzu be^. ^aeralftabes gestellt wurde, führte wieder der Chefs des Feldherrngenies Adolf Millers. erziehen dürfen. Ihr Tod geht mich genau so an wie die schwer geprüften Eltern. Und genau so ist es beim Führer. Er leidet und emp- findet genau so schwer, und wir empfinden mit diesen schwergeprüften Angehörigen. Aber glaube keiner, daß wir uns die Verantwortung so leicht machen, wie diese Churchill und Roosevelt. Denn diesen die Verantwortung zu groß wird, dann hauen sie ab. und das Parlament wählt einen anderen Fatzken. Dir aber stehen mit Leib und Seele. Eharakter und Ehre für alles ein wie echte Männer. (Tosender Beifall.) Und noch eines möchte ich dem deutschen Volke agen und seine -erzen einbrennen. Was würde denn das Los des deutschen Volkes fein, wenn wir diesen Kampf nicht gewinnen würden? Glauben Sie etwa, alle Nachrichten dort drüben werden nur zum Spaß herübergeschickt oder da drüben erörtert? Sie haben ja gelesen, was man mit unseren Kindern vorhätte, was mit unseren Männern gemacht würde. Unsere Frauen würden dann eine Beute der 'wollüstigen haßerfüllten Juden werden. Deutsches Volk, du mußt wissen: Wird der Krieg verloren, dann bi st du vernichtet. Der Jude teht mit seinem nie versiegenden -aß hinter diesem Vernichtungsgedanken, und wenn das deutsche Volk diesen Krieg verliert, dann wird sein nächster Regent Jude. Und was Jude heißt, das müßt ihr wissen. Wer die Rache Judas nicht kennt, der lese sie nach. Dieser Krieg ist nicht der zweite Weltkrieg, dieser Krieg ist der große Rassenkrieg. Ob hier der Germane oder Arier steht oder ob der Jude die Welt beherrscht, darum geht es letzten Endes und darum kämpfen wir draußen. Wir kennen den Juden. Sie dürfen davon überzeugt sein, die -erren Churchill und Roosevelt und wie sie heißen — sie sind ja alle lächerliche kleine Marionetten, versoffene und gehirnkranke Menschen, die nach der Pfeife des Juden tanzen. Mag der Jude sich auch verschiedene Visagen aufsetzen, seine Gurke kommt doch durch. Der Jude ist hinter allem, und er ist es, der uns den Kampf auf Tod und Verderben angesagt hat. Und darin mag sich keiner täuschen und glauben, er könne nachher ankommen und sagen: Ich bin immer ein guter Demokrat unter diesen gemeinen Nazis gewesen. Der Jude wird euch die richtige Antwort geben, ganz gleich, ob ihr sagt, ihr seid der größte Judenverehrer oder Judenhasser gewesen. Er wird den einen wie den anderen behandeln. Denn seine Rachsucht gilt dem deutschen Volke. Was reinrassig, was germanisch ist, was deutsch ist, will er vernichten. Und da mag einer kommen, ob er Demokrat, Nazi, Sozialdemokrat oder Kommunist gewesen ist, das ist ganz wurscht, derJude siehtdenDeutschen. Und darüber mache sich nur feiner jemals eine falsche Vorstellung. Dieser Krieg wird gewonnen, weil er gewonnen werden muß. I Mre Siegeszuversicht wird auch das Schwerste überwinden. Beifall.) Er hat überhaupt erst wieder eine neue und klare Strategie geschaffen. Und dann kam der Winter 19 41/42 und fiel plötzlich mit grimmiger Kälte unsere Truppen an. Es gab harte, spannungsvolle Augenblicke. Mancher versagte und war nicht stark genug, durchzuhalten und mußte nach -ause geschickt werden. Aber manche wieder glaubten, daß das -alten in diesem eisigen Winter in den sturmgepeitschten Steppen nicht möglich sei. Da war es wieder der Führer, der in unbeirrbarem Glauben an die Tapferkeit seiner Soldaten und seiner Offiziere dort draußen alle solche schwachen Gedanken zurückwies und von einer -ärte, aber auch Klarheit wurde, die fast übermenschlich war. Ich habe den Führer damals erlebt. Da konnten Meldungen kommen, so schwer, so kritisch wie sie auch sein mochten, die Kraft des Führers wuchs mit jeder -iobsbotschaft. Wenn heule die deutschen Truppen viele tau- send Kilometer tief in Rußland stehen, wenn deutsche Truppen im Frühjahr wieder die Kraft hatten, eine der siegreichsten Offensiven durchzuführen, so hat das damals ein Dann gehalten. Und das war der Führer allein. Dafür bin ich Kronzeuge, (minutenlanger Beifall.) In jenen Stunden, da das deutsche Heer die schwersten Stunden und die schwerste Bewährung anbrachen, hat er sich persönlich mit diesem Heer verbunden. Führer und Heer wurden eins. Er tat dies nicht in siegreichen Höhepunkten, er vermählte sich dem Heere als fein Oberbefehlshaber in der schwersten Stunde, die die Truppe draußen in den Eiswiisten durchkämpfen muhte. Und aus dieser Kraft heraus hat er seinen Truppen vorn die Kraft gegeben, und die strahlte auf ihn, den Führer zurück, und so wurde gehalten, was gehalten werden mußte. Uebermeuschliches wurde damals von den deutschen Truppen geleistet, und es wird lyohl das höchste Lied der Tapferkeit, der Beharrlichkeit, der Ausdauer und der Zähigkeit fein, das man jemals von einem eisigen Winterfeldzug schreiben wird. Auch jetzt wird wieder ein Winter kommen, ein russischer. Auch dieser Winter wird nicht so leicht fein und wird Schweres mit sich bringen, aber diesmal sind mir vorbereitet, diesmal sind wir gefeit, diesmal wissen wir, wie so ein russischer Winter aussieht. Und dieses Jahr werden wir ihn leichter durchstehen. Der Feind hat in diesem Winter durch fortgesetzte Angriffe Verluste von einem Ausmaß erlitten, wie man sie sich nicht vorstellen kann. Er versuchte immer wieder cmzu- rennen; immer wieder griff er an, immer wieder stürmte er vor, aber wo, frage ich mich, hat der Russe nur ein einziges Mal auch nur einen Erfolg von bescheidenstem taktischen, geschweige denn von strategischem Ausmaß errungen. Und was heißt es schon in Rußland, heute Dörfer preisgeben und Dörfer wieder nehmen? Wenn der russische Heeresbericht schreibt, wir haben 137 Dörfer wieder erobert, dann muß man sich diese Kaffs, diese dreckigen, einmal ansehen, die sowieso nicht mehr stehen. So ein Dorf besteht nur hier und da aus einem Schornstein, das ist das ganze Dorf, das übrige ist gar nicht mehr vorhanden. Es kommt also immer darauf an, das zu halten, was entscheidend ist, und es kommt darauf an, dort stark zu sein, wo der Schwerpunkt liegt. Mag der Gegner an der ganzen Front angreifen, das kann uns nur recht sein. Entscheidend ist, daß er im Schwerpunkt geschlagen wird, und daß wir den Schwerpunkt bestimmen und nicht der Russe. Und das ist -immer der Fall gewesen. (Beifall.) Ost mußte d.er Führer harte Befehle geben, Befehle, die für den Einsatz unbedingt notwendig waren. Und dazu möchte ich nun noch eins aussprechen, worüber sich vielleicht mancher von Ihnen nie Gedanken gemacht hat. Nicht nur der Führer, auch ich für meine Flieger bin gezwungen, häufig harte und schwere Befehle zu geben. Aber vergessen Sie das eine nicht: Wir brauchen diese Befehle nicht vom grünen Tisch zu geben, das ist das Gute. Ich glaube, ich hätte sonst nicht die Kraft dazu. Aber allein das Bewußtsein, s e l b st einmal viereinhalb Jahre nur an der Front gestanden und verbissen gekämpft zu haben und so schwere Verwundungen erlitten zu haben, das gibt uns die Kraft, heute auch dasselbe von unseren Soldaten zu verlangen. (Beifall.) Es war auch damals nicht leicht. Geschossen wurde genau so, es war sogar oft sehr schwer, aber wenn ich an all die Kampfeinsätze zurückdenke, an die Verwundungen, an all das, was letzter Einsatz und letztes Opfer heißt, und wenn ich nun heute daran denke, wie ich als vom Führer berufener Oberbefehlshaber handeln niuß und welche Aufgaben mir übertragen worden sind, so spreche ich vielleicht etwas aus, was nicht leicht verstanden wird. Es ist tatsächlich leichter für mich gewesen, damals ununterbrochen an der härtesten Front zu kämpfen, viel leichter, als heute diese ungeheure Verantwortung und Sorge zu tragen. Wenn schließlich der junge, frische Soldat nachher auf Urlaub yach -ause geht, vergißt er während dieser Zeit die Kämpfe^ ist sorglos und soll auch sorglos sein. Er genießt sein Leben und soll es genießen. Wo vermögen heute verantwortliche deutsche Führer, denen große Aufgaben gestellt sind, sorglos zu sein? Was heißt es, wir spannen einmal aus? Selbstverständlich müssen wir das tun. Aber es ist ja gleichgültig, ob man da auf den höchsten Berg hinaufsteigt oder in den tiefsten Wald geht — die Sorge folgt mit, die Sorge läßt einen nicht eine Stunde los. Sie läßt einen ja auch nachts nicht los. Es sind ja nur wenige Stunden. Nicht so sehr, weil man arbeiten müßte in diesen Stunden, nein, weil die Sorge einem das -erz zusammenpreßt und es Stunden dauert, bis man sich vielleicht so weit freige- macht hat, daß man für wenige Stunden diese Sorge und diese Verantwortung vergißt. Denn das eine darf ich dem deutschen Volk sagen: wir aste, wir Führer, wir nehmen unsere Aufgabe blutig ernst, die Aufgabe, das deutsche Volk zu befreien, seine Existenz zu sichern und seine künftigen Generationen einer glückhaften Zeit entgegenzuführen. (Beifall.) Cs ist für alle eine ungeheure Anspannung und braucht eine gewaltige Rervenkraft bei Tag und Rächt. Glauben Sie nur nicht, daß man einfach darüber hinllest: Am heutigen Tage sind so und so viel gefallen. Dan kennt einen großen Teil davon. Ich kenne meine jungen Flieger ja alle. Was glauben Sie, was es für mich heißt, wenn ich höre, Darfeille ist abgestürzt? Das ist für mich, als wenn ich einen Sohn verloren hätte. Ich kenne sie alle, meine jungen Flieger. Ich habe sie alle gerne und habe ihnen allen in ihre jungen, strahlenden Augen gesehen. Sie sind Geist von meinem Geist, Ich habe sie Wir sind ja auch unüberwindlich. Wir kennen ja die jüdische Methode. Wir haben sie doch durchgemacht. Erinnert euch doch damals der Kampfzeiten. Besonders meinen alten nationalsozialistischen Kampfkameraden möchte ich wieder entgegenrufen: Wir kennen ihn doch ganz genau, mir wissen doch, wie er arbeitet, wie er sich einschleicht, wo er den geringsten Riß, die geringste Spalte sieht, -eute chreibt eine englische Zeitung: „Man darf sich über das deutsche Volk nicht täuschen, es steht in größerer Anzahl hinter dem Führer, wie man denkt. Aber wir müssen aufpassen, wo sich die erste Ritze bildet." — Jawohl, das ist jüdisch: wo sich die erste Spalte bildet, da kommt er mit seinem Geifer der Verleumdung und will diese auseinandersprengen. Aber unüberwindlich sind wir nur, solange wir ein fester, glaHgef d)llf f euer granitener Block einer solchen Volksgemeinschaft sind. (Beifall.) keine Spaltung, kein Dihtrauen darf aufkommen, auch keine idiotischen Gerüchte dürfen nachgeplappert werden. Denn auch der macht sich schuldig, selbst wenn er es auch nur — wie so oft — aus Dummheit tut Und dann möchte ich dem deutschen Volke noch eins sagen: Ich habe immer Denunzianten verachtet und verachte sie jetzt im Kriege mehr denn je. Es ist nicht notwendig, daß jeder seine Nase an das Schlüsselloch des anderen steckt, um zu riechen, ob da drin Kaffee gekocht wird oder nicht. Das ist nicht notwendig. Wenn der eine Kaffee kocht, soll der andere sich freuen, daß wenigstens der eine etwas hat. Vielleicht gibt er ihm etwas ab. Man muß nicht immer herumschnüffeln, was die anderen machen. Jede Denunziation ist aus Neid geboren. Wer neidisch ist, schielt so oder so. Denken wir lieber nur, es helfe einer dem anderen. Sozusagen wirklich untergehakt müssen wir dauernd als fester Block dem Feind gegen übertreten, Volk und Führer, Führer und Volk als ein geschlossenes Ganzes. Der Wehrmachiberichi. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Off. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Rordwestteil des Kaukasus und südlich des Terek warfen die deutschen Truppen, unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, den Feind aus Bunker- und Waldstellungen. Rordostwärts Dos- d o k wurde die Dasse eines sowjetischen Kavallerieregiments zerschlagen. Dehrere hundert Gefangene wurden eingebracht. 3m Hafen Tuapse beschädigten Kampfflugzeuge einen Sowjettanker von 7000 BRT. Im Kampf um Stalingrad nahmen Infanterie- und Panzerverbände in engem Zusammenwirken mit Rahkampffliegerkräften in hartnäckigen Häuserkämpfen weitere Teile des nördlichen Stadtgebietes. Die Sowjets erlitten hohe blutige Verluste, neun Panzer wurden abgeschossen. Rächtliche Bombenangriffe richteten sich gegen sowjetische Flugplätze, Artilleriestellungen und Bahnstrecken ostwärts der Wolga. Bei vergeblichen Angriffen gegen den Brückenkopf Woronesch verlor der Feind in den letzten beiden Tagen 21 Panzer. Die eigenen Angriffe südostwärts des Ilmensees machten auch gestern gute Fortschritte. Ortschaften wurden gestürmt und eingeschlossene feindliche Kräfte vernichtet. An der Front zwischen oberer Wolga und Ladogasee zerstörten eigene Stoßtrupps eine größere Zahl feindlicher Bunker und Kampfstände. Auch die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen feindliche Bunker, Panzer und Truppenansammlungen fort. Im Finnischen Deerbusen wurde ein Räumboot durch Bombentreffer beschädigt. Im Kampf gegen die Sowjetunion hat die deutsche Kriegsmarine im September im Schwarzen Deer durch Schnellboote 24 Schifse mit zusammen 42 000 BRT., in der Ostsee ein Unterseeboot und ein Dinensuchboot versenkt. Im gleichen Zeitraum versenkte die Luftwaffe im Schwarzen Deer, auf der Wolga und auf dem Ladoga - s e e elf Handelsschiffe und beschädigte 26 Schiffe sowie ein Schwimmdock. An Kriegsfahrzeugen wurden ein Kanonenboot, ein Torpedoboot, ein Räumboot und ein Bewacher versenkt, zwei Dinensuch- boofe, drei Kanonenboote und vier Bewacher be- jchädigt. Die Tapferkeit unserer Wehrmacht ist un- diskutabet. Das ist ein Faktor, an dem nicht zu rütteln ist. Das Vertrauen der Gefolgschaft in den Führer ist das gleiche. Die Genialität und die geniale Führung unseres Führers kennen wir. Auch das ist ein absoluter Siegesgarant, und deshalb werden wir, was auch kommen mag, selbst das Schwerste überwinden, weil wir eines in uns tragen und tragen müssen: Siegeszuversicht bis zum äußersten. Wir haben das Recht dazu, wir sind verpflichtet, Optimisten zu sein. Das verdienen unsere Soldaten dort draußen. Sie haben so herrliche Taten vollbracht, daß wir nur die Siegeszuversicht im Kerzen tragen können. Ls wäre ein erbärmlicher Feigling und Hundsfott, wer jetzt nicht an Deutschland glaubt, wo feine eigenen Väter, Söhne und Brüder draußen einen Sieg nach dem andern an ihre Fahnen reißen. Und darum gilt auch unser unauslöschlicher Dank ihnen, aber er gilt vor allen Dingen auch dem Führer, der all das erst geschaffen hat. Er schmiedete ja die Volksgemeinschaft, dann schmiedete er das deutsche Schwert und jetzt führt er dieses Schwert. (Lebhafter Beifall.) Wir aber, deutsches Volk, haben nur eine Pflicht und Ausgabe: Bedingungslose und freudigste Gefolgschaft des Führers zu fein. Er muß wissen, wo ein Deutscher sieht, da sieht die Treue! Und so wollen wir kämpfen für unser Kriegsziet. Und unser Kriegsziel heißt: Die Freiheit unseres Volkes, die Größe unseres Reichs und die Sicherheit unserer Zukunft. Dtt einem Wort: Deutschland! (Stürmischer Iubel und minutenlanger Beifall.) Vor der niederländischen Küste hatten Dinensuchboote in der Rächt zum 4. Oktober ein Seegefecht mit britischen Schnellbooten, die durch wirksames Artilleriefeuer vertrieben wurden. Bei den Kämpfen an der Donfront fand der Kommandierende General eines Panzerkorps, General der Panzerlruppe Freiherr von Lan- germann und Erlencamp, Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, am 3. Oktober in vorderster Linie den Heldentod. Seile an Seite mit ihm fiel der Kommandeur einer ungarischen Division, Oberst R a g y, im Kampf um die Freiheit Europas. 3n vorderster Linie. Freiherr von Langermann und Erlencamp. Berlin, 5. Dtt. (DNB. Funkspruch.) Bei den Kämpfen am Don hat am 3. Oktober General der Panzertruppen Willibald Freiherr von Langermann und Erlencamp, Träger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und Kommandierender General eines motorisierten Armeekorps, in vorderster Linie den Heldentod gefunden. 1890 in Karlsruhe geboren, war er 1908 als Fahnenjunker in das Dragonerregiment Nr. 5 in Hofgeismar eingetreten und hatte am Weltkrieg an der Front und in wichtigen Stabsstellungen teilgenommen. Nach Kriegsende war er — selbst ein vorzüglicher Reiter — am Aufbau der Heeres-Reit- und -Fahrschule beteiligt. Von 1935 ab Kommandeur des Kavallerieregiments Nr. 4 in Allenftein, wurde er 1938 als Oberst Inspekteur des Reit- und Fahrwesens. Im Westseldzug hat seine motorisierte Infanteriedivision als erste der Schweizer Grenze erreicht und dadurch den Ring um den noch im Elsaß haltenden Feind geschlossen. Im Krieg gegen die Sowjetunion stieß seine Panzerdivision nach dem Durchbruch südlich Brest-Litowsk zum Dnjepr vor. Als der Angriff über den Fluß vorübergehend ins Stocken geriet, war es seinem persönlichen Einsatz zu danken, daß der Flußübergang erzwungen wurde. Der Einbruch in die zäh verteidigte Lzosh- Stellung, die Bildung des Brückenkopfes von Krit- schew, die Einahme von Roslawl und Bachmatsch sind weitere Marksteine auf dem Siegeszug seiner Division, die in den schweren Abwehrschlachten des Winters weitere hervorragende Leistungen voll- brachte.Am 19. Februar 1942 fanden sie ihre äußere Anerkennung in der Verleihung des Eichenlaubes zum Ritterkreuz an General Freiherr von Langermann. Als Kommandierender General eines motori- , .fierten Armeekorps War er wiederum maßgeblich an den großen Erfolgen der Sommeroffensive beteiligt, o im Vorstoß auf Woronesch, in den Kämpfen nord- ostwärts Rostow und an der Vernichtungsschlacht westlich Kalatsch. In kritischen Lagen war er seinen Soldaten in vorderster Linie eine wohlvertraute Erscheinung und übertrug auf sie seinen von unge- tümem Angriffswillen beseelten Reitergeist. In der Mitte seiner Soldaten, denen seine ganze Fürsorge galt, fand er, wie auch sein einziger Sohn, den Heldentod. Generaladmiral Witzei mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienst. kreuzes mit Schwertern ausgezeichnet. B e r 1 i n, 5. Dtt. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritter treuz des K r i e g s v e rd reust - treuzes mit Schwertern an Generaladmiral Witzel in Anertennung seiner hohen Verdienste um die Wafsenentwicklung und Rüstung der deutschen Kriegsmarine. Generaladmiral Witzel, bisher Hauptchef der Marinewaffenämter, ist in den Präsidialrat des Reichsforschungsrates berufen worden. Als Dezernent, Abteilungschef, Chef des Marine- waffenamtes und Präsident des Neubauausschusses beim Oberkommando der Kriegsmarine und schließlich als Hauptamtschef der Marinewaffenämter hat er entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung und Konstruttion der Waffen der Kriegsmarine, vor allem der Artillerie, ausgeübt und ist matz- geblich beim Aufbau der Nachkriegsflotte und der Marineküstenbefestiaungen beteiligt gewesen. Als Mitglied der deutschen Marinefriedenskommission war er in den Jahren nach dem Weltkrieg unter größten Schwierigkeiten erfolgreich bemüht, für die deutsche Küstenverteidigung möglichst viel zu retten. Seiner Tatkraft ist ebenso die Bereitstellung der Artilleriewaffen für die Anfänge unserer neuen Flotte zu danken. Sein umfassendes Wissen auf allen Gebieten der modernen Kriegsrüstung und seine reiche Erfahrung im Einsatz der Waffen haben das Hauptverdienst an der Panzer- und Artillerieanordnung unserer modernen Schlachtschiffe, die sich so außerordentlich bewährt haben. Kleine politische Nachrichten. Der Ritterkreuzträger Feldwebel Reinert, Flugzeugführer in einem an der Dstfront eingesetzten Jagdgeschwader, errang am 3. Oktober 1942 seinen 100. bis 103. Luftsieg. * Auf Einladung des Reichsministers des Innern Dr. Frick unternimmt der slowakische^Jnnenrninister und Oberbefehlshaber der Hlinka-Garde, Sano Mach, eine Studienreise durch Deutschland. In der Reichshauptstadt veranstaltete Reichsminister Dr. Frick zu Ehren seines slowakischen Gastes einen Empfang. * Alfred Rosenbergs „Mythos des 20. Jahrhundert" hat die Auflagenhöhe von einer Million erreicht. Der „Mythos" — erstmalig 1930 im hohen- eichen-Verlag, München, erschienen — gehört zu den geistigen Fundamenten der weltanschaulichen Auseinandersetzung der Gegenwart. Unzählige von suchenden und ringenden Menschen haben in der weltweiten Schau dieses. Buch neuen halt, neue Kraft und neue Zielsetzung gefunden. * Ein Bericht des Marinedepartements gibt bekannt, daß das nordamerikanische U-Boot „G runio n" im Pazifischen Ozean überfällig ist. Das 1526 Tonnen große U-Boot war erst im vergangenen Dezem- ber vom Stapel gelaufen. Es hatte eine Besatzung von 65 Mann. Die „®Union" ist das fünfte Unterseeboot, dessen Verlust das Marinedepartement seit Beginn des Krieges zugibt. Kunst und Wiffenschast. hochschulnachrichken. Der zur Zeit nach Basel (Schweiz) beurlaubte o. Professor Dr. Alexander Beck von der Universität Königsberg wurde an die Universität Kiel berufen, um dort das Gebiet des antiken Rechts, der neueren Privatrechtsgeschichte, der Rechtsvergleichung und des internationalen Privatrechts zu vertreten. Seine Veröffentlichungen gehen von dem Gedanken aus, daß auch das Recht der Antike aus feinem ganzheitlichen politischen Lebenszusammenhang heraus zu begreifen ist. Darauf aufbauend hat Prof. Beck wichtige Beiträge zur römischen Rechtsgeschichte, besonders für das Zeitalter Diokletians geliefert. In feiner Arbeit über „Recht und Geschichte" (1938) setzte er sich für eine neue Rechtsgeschichte ein, deren Methoden er an Untersuchungen über Savigny, Jakob Burckhardt und Nietzsche deutlich werden läßt. Beck, der 1900 in Basel geboren wurde, habilitierte sich 1929 in Königsberg, wo er 1939 o. Professor wurde. — Im mittleren Abschnitt der Ostfront fiel der Oberbibliothekar an der Universitätsbibliothek Tübingen, Dr. Ernst Leip- p r a n d als Ordonnanzoffizier. Leipprand war 1905 in Tübingen geboren, studierte Geschichte und englische und germanische Philologie und promovierte | mit einer Arbeit über h. v. Treitschkes Stellung zu England, nachdertt er die Staatsprüfung für das höhere Lehramt abgelegt hatte. 1928 trat er als Bibliotheksreferendar an der Universitätsbibliothek ein und schloß seine bibliothekarische Ausbildung 1930 ab. 1934 wurde er Bibliothekar. Zwei Jahre später erhielt er den Auftrag für die Deutsche Ai> beitsfront, eine große sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Bibliothek aufzubauen. 1938 wurde er Oberbibliothekar. Sein Buch: „Treitschke im Geistesleben des 19. Jahrhunderts" wurde von der Kritik sehr anerkennend ausgenommen. Heuer Intendant des Salzburger Landestheaters. Dr. Erwin Kerber, der bisherige Direktor der Wiener Staatsoper und langjährige Leiter der Salzburger Festspiele, wurde in sein neues Amt als Intendant des Salzburger Landestheaters ein- geführt. In diesem Jahre wird erstmalig seit dem Bestehen einer eigenen Salzburger Oper auch ein Werk Richard Wagners, „Der fliegende Holländer", aufgeführt. Die.Opernspielzeit wird mit der „Zauberflöte , die Operette mit Johann Strauß' „Eine Nacht in Venedig" eröffnet. Dos Schauspiel, das mit Goethes „Egmont" die Spielzeit einleitet, sieht Lessings „Emilia Galotti", Ibsens „Stützen ber. Gesellschaft", Goldonis „Lügner", Schönherrs „Erde", -auptmanns „Biberpelz", eine Nestroy- Posse und einige Uraufführungen vor. Die Oper bringt die Uraufführung der Märchenoper „Fal- lada" von Paul Winter und einer alpenländischen Volksoper des Wiener Komponisten Franz Salm* hofex.___ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Dlumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Blumscheiu. Druck und Verlag: Brühlsche Unwersitätsdruckerei R. Lange K. ®- Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hainann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreielisle Nr. 6, Schwere Schläge gegen die sowjetische Handelsschiffahrt. M 65 ist. Mi> S. einest Set öie bringt" nut jedoch f£ Modert« prächtig tinmri entfache Wende Jur ein Szenerie Seiner Kölnern, Ablauf ° bei uns benn er „enschent herniedei vergessen Lüsten i prunken Nirnbau gefärbter jenem *) zeichen j lagen r den rech Zunft bee festlich e: Züschen er, mit betupfen weist. E Oktober sacht. 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Hier ist das Publikum ganz in den Mittelpunkt gerückt und sein fieberndes, von Sportlei- denschcrft hingerissenes Mitgehen, wie wir es von Vorkriegswochenschauen kennen, rst die lebendige Szenerie für den heißen Endkampf um die Ehre der deutschen Meisterschaft. — Der Film ist als aus- gezeichnete Gemeinschaftsleistung bemerkenswert. Sollen wir trotzdem einige Namen nennen, fo ist es Josef Sieber, schroff, bärbeißig und gradezu, der als fanatischer alter Fußballer genau weiß, daß ohne Kameradschaft kein Erfolg ist und jedem mißtraut, von dem er eine Störung des Zusammenhalts seines Klubs befürchtet. Gustav Knuth ift der Trainer, der seiner Elf ein Freund auch in ihren persönlichsten Nöten ist. Rene Deltqen spielt den schwierigen Charakter des Fremden, Hilde Jansen ist das Mädchen, das mit seinen unklaren Gefühlen die verhängnisvolle Verwirrung stiftet. An der Kamera stand Bruno Stephan. * Neben der Wochenschau, die hier schon besprochen wurde, fordert ein Kulturfilm von Professor Walter Hege wegen seiner herrlichen Landschaftsbil- der und den naturkundlich ungemein interessanten Aufnahmen vom Vogelleben am Strand des trotz seiner Schönheit und Größe außerhalb Mecklenburgs fast unbekannten Müritzsees mit seinen Seeadlern, Rohrweihen, Lachmöoen, Tauchern, See- schwalben und Nebelkrähen unsere besondere Aufmerksamkeit. Fr. W. Lange. Gießener Dochenmarktprelfe. "r* Gießen, 6. Oft. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 51 Rpf., Wirsing, kg 6 bis 10, Weißkraut 4 bis 8, Rotkraut 6 bis 10, gelbe Rüben 8, rote Rüben 8, Spinat 12, Rö- mischkobl 10, Unterkohlrabi 3, Tomaten 16, Frühäpfel 20 bis 30, Falläpfel 7, Birnen 20 bis 25, Lauch 15, Endivien, das Stück 8 bis 12, Oberkohlrabi 10, Radieschen, das Stück 10 bis 20 Rpf. Verdunkelungszett: 6. Oktober von 19.49 bis 7.02 Uhr. Er fand in der Dunkelheit ihre Schulter und streichelte sie zart. Seine rissige Haut blieb an der dünnen Seide ihres Kleides hängen. „Kleines Mcid- chen ..murmelte er und suchte vergeblich nach den Worten, die sie zu beruhigen vermochten, „kleines Mädchen, nicht weinen .. Er verlor ihre Schulter und spürte plötzlich, unsäglich überrascht, wie sie die Arme um seinen Hals schlang und ihr nasses Gesicht an seine Wangen preße. Ihr Mund suchte seine Lippen, Brackmann schmeckte ihre salzigen Tränen und ließ den stummen Ansturm ihrer Zärtlichkeiten sekundenlang vollständig fassungslos und bestürzt über sich ergehen. Dann versuchte er, die Umklammerung ihrer Arme zu lösen, aber sie drängte sich nur noch enger an ihn, und ihre Küsse trafen seine Augen, sein Haar und seine Stirn. Er wich zurück und griff nach ihren Schultern, aber er hätte ihr weh tun müssen, Hans Watzlik in Gießen. Der Gießener Vortragsring (Goethebund, Kulturelle Vereinigung, Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude") eröffnete sein Dor- tragsprogramm 1942/43 am gestrigen Montag mit einem gutbesuchten Dichterabend in der Aula der Universität. Der bekannte sudetendeutsche Dichter Hans Wa^lik war eingeladen worden, aus seinen Werken hier zu lesen. Kreisleiter Backhaus eröffnete den Abend und damit die Arbeit des Vortragsrings für das kommende Winterhalbjahr, begrüßte den Gast aus dem Sudetenlande herzlich und bat dann die große Gemeinschaft des Vortragsrings und alle an dessen Wirken interessierte Volksgenossen um regen Besuch der Veranstaltungen in den kommenden Monaten. Hierauf begann Hans Watzlik mit den Lesungen aus seinen Werken. Er teilte den Stoff des Abends in eine besinnlich-ernste und in eine heitere Gruppe ein. In warmer und stark zum Herzen dringender Sprache verstand er es, feine Hörer von vornherein völlig in den fesselnden Bannkreis seiner Werke zu ziehen. Nach dem bekenntnisstarken „Nie zurüffk" war es die bang-fragende Erzählung vom „Gottsucher", die schon zu Beginn eine starke, Ausstrahlung der dichterischen Kraft Watzliks gab. In der anschließenden Erzählung über Goethe unb Faustino auf der Fahrt in Italien wurde dieser Eindruck noch verstärkt, um dann in der Lesung^ eines Kapitels aus Watzliks Mozart-Roman „Dis Krönungsopfer", ferner in einer Erzählung über die Gedanken und Empfindungen einer Mutter beim Besuche des Grabes ihres im Tiroler Krieg ge- fallenen Sohnes und schließlich in einer Sage aus feiner früheren böhmischen Heimatstadt über den Tod eines abgerackerten Bauern und das starke seelische Erleben der Witwe des Toten noch mehr vertieft zu werden. Im zweiten, frohgestimmten Teil des Abends brachte der Dichter zunächst die hübsche Erlebnis-Erzählung vom Schaukelpferd, dem Schimmel seines dreijährigen Böhnchens Jörgl, und dessen vielseitige Lebensbahn und Wandlungen. Dann liest er die amüsante Geschichte von dem Meisterstück in der Stadt Straubing bei dem Wettbewerb der drei Scharfrichter folgen, um schließlich die heitere Seite des Abends in der köstlichen Erzählung von dem Krach in Eichstätt aus der Franzosenzeit von 1796 ausklingen zu lassen. Es war ein starkes und dankbar vermerktes Erleben, das den Besuchern des Abends durch die Begegnung mit Hans Watzlik geboten wurde. Der Dank der Hörer an den Dichter für seine reizvollen Lesungen kam in verdientem starkem Beifall zum Aus, chten. ert, Flug, rmgesetztei, M2 feinen wortlos und ziellos, es fraß in mir und brannte mich aus, und ich wäre erstickt und zugrunde gegangen, mehr als an allen Erniedrigungen meines Daseins, wenn ich nicht die Hoffnung gehabt hätte, Gonzales und der Perano noch einmal in meinem Leben zu begegnen. Zehn Jahre Zwangsarbeit lagen vor mir. Sie bedeuteten für mich genau so viel wie ein Todesurteil. Wie sollte ich sie jemals überstehen? Neben mir starben die Leute an Fieber und Erschöpfung, Strolche und Banditen, mit denen das Leben schon während ihrer Freiheit nicht gerade sanft umgesprungen war. Wie durfte ich hoffen, widerstandsfähiger zu sein als sie? Einmal packte mich das Gelbfieber. Die Grube war schon ausgehoben, in der ich verscharrt werden sollte. Aber ich kam durch, ohne ärztliche Hilfe, mit den primitivsten Medikamenten; meine stärkste Medizin war mein Wille, daß ich leben müsse, um Gonzales und Ciquita Perano wiederzufinden. Manchmal überfiel mich eine panische Angst, nicht ich würde diese zehn Jahre nicht überstehen, sondern Gonzales könne inzwischen etwas zustoßen, eine Krankheit könne ihn dahinraffen, oder die Perano könne ums Leben kommen. Es waren furchtbare Stunden, Stunden, in denen ich Gott und den Teufel anflehte, die beiden leben zu lassen, sie aufzuheben — für mich!" " Er beugte sich vor. Karen spürte das Wehen seines Atems an ihrer Wange. Seine Stimme drang flüsternd unb heiser an ihr Ohr: „Vielleicht hast du recht, vielleicht bin ich wirklich wahnsinnig. Weshalb sollte ich auch in jener Hölle nicht irrsinnig geworden fein? Stärkere und einfachere Burschen als ich haben dort den Verstand verloren. In meinem Hirn hat sich ein Gedanke festgekrallt und läßt mich nicht los, er verfolgt mich im Schlafen und Wachen; er ist wie eine Stimme, die unaufhörlich auf mich einspricht. Stunde um Stunde und Tag für Tag, und ich weiß, daß sie erst füll fein wird und daß ich Frieden vor ihr finden werde, wenn ich Gonzales und Ciquita Perano vernichtet habe." 40 Ll-Boot-Männer in Gießen Eine große Kundgebung für unsere Kriegsmarine. etS i 20.3* er Million! im hohen«' S'irt zu ulichen söhlige von Jen in der halt, neue Ein Mann rechnet ah Roman von Horst Biemath Met. I A ie sich so schlüge ober Enttäuschungen zu verhüben. Jrn Übrigen gab er noch grundlegende Ratschläge für die praktische Arbeit ber Volksmusikschule. Sodann eröffnete er die Volksmusikschule Gießen und übergab deren Leitung dem im Musikleben weit über unsere Stadt hinaus bekannten Musiklehrer Heinrich Blaß. Musiklehrer Blaß übernahm diese neue Aufgabe neben seinem hauptberuflichen Wirken als Musiklehrer an unseren Höheren Schulen, als führender Mitarbeiter in unserer heimischen Sängerschaft, sowie als Leiter der bisher von KdF. geführten Jugendmusikschule, mit dem Ausdruck des Dankes für das große Vertrauen, das ihm hiermit wiederum von KdF. bekundet wurde, und mit ber Versicherung, daß er jenerzeit mit bester Kraft für die Volksmusikschule tätig sein wolle. Er betonte dann die Notwendigkeit der Pflege der guten Musik unb ber Förderung aller musizierfreudigen Dolksge- noffen, um dadurch die Freude an der Musik und ihren Schönheiten immer weiter ausbreiten zu können. Zum Schluß bat er die Betriebsführer und Betriebsobmänner um rege Unterstützung der Volksmusikschule und seiner Arbeit, damit durch die gemeinschaftlichen Anstrengungen unser kostbares deutsches Musikgut noch mehr als bisher gehegt unb gepflegt unb damit bas Erbe ber großen Meister der beutschen Tonkunst würdig bewahrt werden könne. Der Kreisobmann der DAF., Gauhauptstellenleiter Goebel, brachte zum Schluß den Dank der Deutschen Arbeitsfront für die Gründung der Volksmusikschule zum Ausdruck und begrüßte die Bereitwilligkeit der Betriebsführer und Betriebsobmänner zur Förderung dieser neuen Einrichtung. Dann unterstrich er einige besonders bedeutsame Punkte der Zielsetzung der' Musikschule und wünschte ihr namens der'DAF. im Kreise Wetterau für ihr Wirken vollen Erfolg. um sich zu befreien. „Du darfst nicht gehen, Malte", stammelte fie< „ich laß dich nicht weg!" Seine Augen, die sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, nahmen einen Schimmer ihres Antlitzes wahr, ein helles Oval, das fragend unb angstvoll in seinem Gesicht zu lesen versuchte. Er war nur aufs tiefste bestürzt. Nicht für eine Sekunbe kam ihm ber Gebaute, baß es die Küsse einer Frau waren, bie seine Lippen trafen. Unb obwohl er die zarten Rundungen ihrer Brüste spürte unb den süßen Duft ihres Haares einatmete, hatte er nur das Empfinden, dem wilden, nervösen Sturm eines kindischen Zärtlichkeitsausbruches ausgesetzt zu sein. Er hatte keine Zett, sich über die Gründe dieses überraschenden Ereignisses Gedanken zu machen, aber eine innere Stimme sagte ihm mit Gewißheit, daß weder ihre Tränen noch ihre Küsse ihm galten. Vielmehr war er dunkel davon überzeugt, daß ihre Erregung einer unsagbaren Trauer entsprang, einer unpersönlichen, allgemeinen Trauer über den Verlust eines frommen Glaubens an die gütige Welk orbnung, zu der fein Schicksal ihr den Anstoß gegeben hatte. (Fortsetzung solgt^ marine näher verbundenen Männer allein sein, vielmehr sollen sie ein Bekenntnis ber gesamten Gießener Bevölkerung für die deutsche Seegeltung und zu den Männern unserer Kriegsmarine werden. Daher wird an unsere Volksgenossen in Gießen appelliert, den Kameraden von ber Kriegsmarine, die nicht nur bei den alten Marineangehörigen in Gießen untergebracht werden sollen, gastfreundliche Aufnahme für zwei Tage in Privatquartieren zu bieten. Das Mittag- unb Abendessen der Gäste wird immer gemeinsam eingenommen, so daß die Gastgeber keinerlei Aufwendungen für Verpflegung, ab- aesehen vom Morgenkaffee, zu machen brauchen. Anmeldungen ' von Privatquartieren werden an Kameradschaftsführer Heinrich Lich, Gießen, Son- nenstrahe 31, umgehend erbeten. Mögen unsere Gießener Volksgenossen sich im Hinblick auf diese Tagung gerade der besonderen Leistungen unserer U-Boot-Männer und ferner der übrigen Kämpfer unserer Kriegsmarine erinnern und daraus die Verpflichtung für sich ableiten, diesen Männern durch eine zweitägige gastfreundliche Aufnahme einen kleinen Teil unserer Dankesschuld abzustatten. beurlaubte I der Uniner-I lerfität Ml iken Recht-, I Rechtsver-I vatrechts M en von beml der Antikri ebenszusM'I f aufbauenöl r römischen I aller Diokle-I Recht unöl neue 3*1 tersuchunBI Nietzsche deut' asel geboren I tierg, wo ' ren SlbfN an der M rnst ßttd nd war M sie und en? promovier^ Stellung Zr jng für » trat er ® erMsb'M e Ausbiß Zwei 2Ä »ke im * rite »»» 18 Diretter W ■ Leiter ’ neue- sU «it de' »rffifi» eiE' "SÄ HlefttW S-K FranZ id) luCJ <6# teliV iietW- * den Rachen. Und plötzlich hob Brackmann lauschend den Kopf, als hätte er einen undeutlichen Ruf aus weiter Ferne vernommen. Sein Blick glitt befremdet zu Karen hinüber. Er konnte von ihrem Gesicht unter der schimmernden Krone ihres Haares nur eine zarte Kurve von Schläfe unb Wange sehen. Am Zucken ihrer Schultern aber erkannte er/ baß sie lautlos meinte. Die Tränen strömten über ihre Wangen unb tropften glitzernd in ihren Schoß. Brackmann empfand ein brückendes Gefühl des Unbeyagens und der Bestürzung. „Nicht doch ... nicht doch ..murmelte er und tastete hilflos nach ihrer Hand. Sie preßte ein Tuch gegen die Augen: „Bitte ... mach das Licht aus ..." Schämte sie sich ihres überströmten Gesichts? Er suchte den Schalter. Es gab einen kleinen, scharfen Knall, als er den Porzellanhebel herumdrehte. Sekundenlang glühten die Drähte in der Birne noch rot nach, dann sank das Zimmer in tiefe Finsternis. Auch vor dem Fenster stand die Nacht schwarz unb unburchbringlich. Der Monb war hinter bas Gebirge gesunken. In der heißen, feuchten Luft flackerten die Sterne wie winzige, kraftlose Kerzen- flämmchen. „Weshalb gingst du nicht, als ich dich darum bat?" sagte er vorwurfsvoll, aber die Porwürfe galten mehr ihm selbst als ihr, „Ich hätte dir von In Gegenwart zahlreicher Betriebsführer und Setriebsobmänner wurde am gestrigen Montay- nachmittag im Großen Hörsaal der Universität die von der NSG. .Kraft durch Freude", Kreisdienststelle Gießen, gegründete Volksmusikschule Gießen eröffnet. Die schlichte Feierstunde wurde von dem Leiter der Volksbildungsstätte der NSG. „Kraft durch Freude", Oberstudiendirektor Dr. R o - loff, im Auftrage des Kreiswarts von KdF. mit kurzen Begrüßungsworten eingeleitet. Anschließend sprach der Gaubeauftragte für das Musikschulwesen der NSG. „Kraft durch Freude" D r ö ß e r (Frankfurt a. M.) über bie vielseitigen Aufgaben unb weite Zielsetzung ber Volksmusikschulen. Er betonte dabei u. a. die Notwendigkeit einer engen Arbeitsverbindung der Volksmusikschule mit den Betriebsgemeinschaften und deren musizierfreudige Angehörige. Diese Zusammenarbeit solle bezwecken, daß alle Volksgenossen zum Musizieren unb Gemeinschaftssingen angeregt werden. Als notwendig und zweckmäßig bezeichnete der Rebner die Gründung van Betriebs-Musikkameradschaften, denen alle musizierenden Arbeitskameraden angehören sollten. Daneben sei es notwendig, Gesangsgruppen zu schaffen unb die Werkscharen und Werkfrauen- gruppen noch mehr als bisher zum Gemeinfchafts- fingen anzuregen. Durch die Gemeinschaftsarbeit der musizierenden unb singenden AKeitskameraden könne in jedem Betrieb eine Musikgemeinschaft geschaffen werden, mit deren Hilfe es möglich fei, Betriebsfeiern in würdiger Weife durch eigene Angehörige auszugestalten, außerdem aber werde dem Musizierenden oder Singenden selbst durch sorgsame Ausbildung in der Volksmusikschule die Freude an der Musik und am Gesang ganz wesentlich erhöht. Der Redner betonte weiter, daß zwischen einer ^Betriebs« Musikkameradschaft und einem Orchester grundsätzliche Unterschiede bestehen, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen, um von vornherein Fehl- Ein Brief an Alle. Ein Brief, nur ein kleiner Brief. Was kann nicht alles in ihm stecken — eine kleine Freude, ein großes Glück? Es gab eine nicht ferne Zeit, da uns hastigen Städtern der Brief wie etwas Altmodisches vorkam. Die Postkarte hat ihn verdrängt und der Fernsprecher. Wie bequem ist es auch, so einfach in die Strippe plaudern zu können! Aber mit dem Ernst des Krieges ist auch ber Brief roieber zu Ehren gekommen. Welch eine Freuds trägt er uns ins Haus, der kleine, zerknitterte Feldpostbrief des lieben Menschen, Gatten ober Sohnes, um den wir bangen, der Brief des Jungen ober Mädels vom Arbeitseinsatz! Das Herz des Volkes schlägt heute in der gewaltigen Brieffracht, die dis Reichspost täglich zu bewältigen hat. Aber es gibt auch ein Briefchen, das uns nicht ins Haus gebracht wird, das aber doch jeder bekomm men kann, weil es an jeden gerichtet ist. Denn? durch dieses sucht das große Herz des Volkes feilt Echo im Herzen jedes einzelnen. Es sieht nüchtern aus mit seinem grauen Umschlag und der sachlichen! Aufschrift: „Reichslotterie ber NSDAP, für natio- nale Arbeit." Aber dieser „Absender" ist ein Mahner zur Pflicht. Wir dürfen ihn nur nicht versäumen, müssen mit Zuversicht zugreifen, immer wieder ... Dann wird der graue Schicksalsbrief einmal zum Glücksbringer für uns werden. Denn er ist in der großen Schicksalsgemeinschaft, die wir heute erleben, ein Bruder der anderen, der persönlicheren Briefe, ja, er gehört zu diesen anderen: zum Frontbrief unb zum Heimatbrief, in denen die immer wieder gelesenen Worte stehen: „Es geht gut." Es ginge nicht so gut, wenn das graue Glücksbriefchen nicht wäre mit seiner Mahnung Zum gemeinsamen Einsatz, zum kleinen Opfer, das die großen ersparen und erleichtern hilft. Und so wollen wir ihn zu den anderen stecken, ob er nun gleich seinen greifbaren Gewinn ab geworfen hat aber nicht. Denn abgesehen von der letzten Den Sport hat der Film schon in seiner stummen Zeit als höchst brauchbares Requisit in jeder Form geschätzt und oft verwandt. Aber in die Mitte einer 'Filmhandlung gerückt zu sein, ist selbst dem volkstümlichen Fußball nur selten vergönnt gewesen. Das ist überraschend, denn welch großartiger Stoff sich hier für einen Regisseur b erbietet, der die Ensembleleistung über den Star stellt und die Masse als tragenbe Säule einzusetzen vermag, zeigt dieser Bavaria-Film, der unter R. A. Stemm les geschickter unb äußerst lebenbiger Regie eine span- nenbe, menschlich ansprechende Handlung mit einem sportlichen Ereignis ersten Ranges, wie es ber End- kampf um bie deutsche Fußballmeisterschaft ist, derart verknüpft, daß er auch weit über sportlich interessierte Kreise hinaus auf Anteilnahme rechnen darf. Der Hintergrund ist das Rührrevier, das ja mit ber Entwicklung des beutschen Fußballsports besonders eng verbunden ist. Wie in eine Fußballelf, die für die große Entscheidung trainiert, durch einen „Zugezogenen" und sein Techtelmechtel mit der Braut eines Klub kam er ad en Zwiespalt und Unsicherheit hin ein getragen wird, aber in der krittschen Phase des Entscheidungskampfes durch die Bestn- nenheit zweier Mädchen und den sportlichen Geist ber Elf alles wieder eingerenkt und das „große Spiel" gewonnen wird, das ist der Kem der Handlung, um den sich aut beobachtete Bilder aus dem Alltagsleben des Bergmanns mit seinen Sorgen und seinen Freuden gruppieren. Em Schlußefien von faszinierender Spannung ist R. 21. Sternrnle mit dem Spiel im Berliner Reichssportfeld gelun- Aus der Stadt Gießen. Bunter Oktober. Es ist großes Abschiebnehmen in der Natur. Der Herbst, der seit kurzem im Lande ist, spielt zum Kehraus auf. Seine Weise klingt zunächst noch lieblich wie ein Menuett von Mozart, bald aber wird er mit feurigen Melodien aufwarten, und eines Tages endet das Spiel wie der Wirbelwind, der die letzten Blätter von den Bäumen fegt. Er bringt uns den Uebergang zu jener Jahreszeit, die mit Eis und Schnee regiert. Dieser Uebergang ist jedoch keineswegs reizlos, vor allem nicht in den Oktobertagen. Im Gegenteil, ber Oktober kommt im prächtigen Gewanbe einher, er versteht es, noch einmal alle Daseinsfreube unb alle Sinnenlust zu entfachen, benn er geht mit dem Farbentopf verschwenderisch um und zaubert uns überall, wo er nur ein bißchen Strauchwerk findet, die herrlichsten Szenerien. Seinen Namen hat der Oktober von den alten Römern, für die er der achte Monat im Jahresablauf war. An manchen Tagen könnte man auch bei uns glauben, baß er erst der achte Monat sei, denn er weiß uns zuweilen noch den schönsten Sonnenschein zu bescheren, ber vom blauen Himmel hernieberstrahlt unb die vorgeschrittene Jahreszeit vergessen läßt. An solchen Tagen leuchten unb duften im Garten die letzten Rosen, bie Dahlien prunken mit ihrer stolzen Schönheit unb aus dem Birnbaum schimmern wie feurige Rubine bie rot- gefärbten Blätter. Die Luft aber ist erfüllt von jenem herben Geruch, ber ein untrügliches Kennzeichen ber Jahreszeit ist. Geht man an solchen Tagen in den Walb hinaus, bann kann man erst den rechten Einbruck gewinnen von ber Farben- funft bes Oktobers. Er macht aus den Buchenhainen festlich erleuchtete Säle, er improvisiert aus einigen Büschen Kulissen von buntester Pracht, er versteht es, mit seiner Palette bas Kleib ber Natur so zu betupfen, daß er alle erdenklichen Farbtöne aufweift. Es ist ein einziger Farbenrausch, den der Oktober zum Abschied der schönen Jahreszeit entfacht. Freilich, er kann auch anders, der Oktober, benn er trägt ein Doppelgesicht. Wenn es ihm einfällt, schickt er plötzlich feinen wilden Gesellen, den Sturm. Dann heult es mit einem Male an 'allen Straßenecken, bann rüttelt es an ben Dachziegeln, unb manches Stückchen Schönheit wirb grausam hinweggefegt. Im Walbe hebt bann ber Tanz ber Blätter an, zu bem das Knarren der Aefte bie Melodie abgibt. Der Oktober hat aber noch einen anderen Gesellen im Hintergrund, den Frost, den er erfreulicherweise seltener bemüht. Läßt er ihm aber mal für eine Nacht freie Hand, bann ist es auch mit ber Farbenpracht bald zu Ende, benn der Frost setzt sein Brecheisen an, wo er nur kann. Wir wollen indessen hoffen, daß es damit noch für ein Weilchen fein Bewenden hat, damit wir uns an der Schönheit des Oktobers noch recht erfreuen können. H. W. Sch. Gloria: „Das große Spiel". „Du hast mich nicht verstanden, Karen", unterbrach er sie froftig. „Ich habe auch nicht ernm-M daß du mich verstehen wurdest. Keiner von euch kann das begreifen, was in mir vorgeht. Meine Sache ist mir gänzlich gleichgültig.geworden. Und wenn du mir heute noch die Beweise brachtest, die jeden Richter davon überzeugen mußten, wer Die wahren Schuldigen sind und daß man mich damals zu Unrecht verurteilt hat, so wurde ich doch nicht eine Sekunde zögern, das zu vollenden, was ich mir vorgenommen habe. Ich kann vor der Oeffentlichkeit gerechtfertigt werden aber kein Mensch kann das, was mir geschehen lst,ausmeiner Seele und aus meinem Gedächtnis loschen. Man kann die Schuldigen noch härter. verurteittn J man mich verurteilt hat, aber damit dreht man die 3eit nicht zurück. Für das, was sie mir angetan haben, gibt es 'eine irdisch- Strafe, die mir Genugtuung verfchaf- ien könnte. Und wenn man sie henkte und wenn man sie mit mittelalterlichen UoUern peinigen würde, es würde mir keinen »rieben geben. Vel- leicht bin ich wahnsinnig, wenn du es Wahnsinn nennen willst, daß ich jahrelang durch em ■CÄ * ..i-«. Schatten, aber es war, als wurde es non einer flackernden Flamme in fernem Innern erleuchte. In der Tiefe feiner Augen brannte om wildes un- sie gehaßt, so grimmig gehaßt, laß ich von diesem chaß durchtränkt war w^° von tiner fressenden Säure. Es mar etn blindes Wüten, las mich fchiittelle. wie eine Krankheit. Es war Der NS.-Marinebund veranstaltet am 17. und 18. Oktober in Gießen eine große Kundgebung in Verbindung mit einer Tagung der Karneradschafts- führer" des NS.-Marinebundes, Landesverband Fulda-Werra. Unsere Kriegsmarine entsendet zu dieser Tagung eine Musikkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Inder st, ferner werden als Ehrengäste 40 U-Boot-Männer an der Veranstaltung teilnehmen. U. a. wird auch ber Bundesführer des NS.-Marinebundes Admiral K l ü p f e l erwartet. Die Taguna, die ber weiteren Stärkung und Vertiefung des Gedankens der deutschen Seegeltung im Binnenlande dienen soll, erfährt durch die Partei und die Behörden weitgehende Förderung. Vorgesehen sind u. a. eine Begrüßung der U-Boot- Männer durch Partei und Stadtverwaltung, Platzkonzerte, eine Kundgebung im Gloria-Palast, Beteiligung an den Darbietungen der Kulturwoche, Theaterbesuche. Die Marine-SA., Marine-Hit- ler-Jugend und die Marine-Kameradschaft Gießen 1892 find in treuer unb altbewährter Verbundenheit mit den Vorbereitungen für einen würdigen Verlauf der Tagung eifrig beschäftigt. Diese beiden Marinetaae sollen nicht nur eine Angelegenheit der mit unserer ruhmreichen Kriegs- Die Flamme in seinem Gesicht erlosch. Er ließ allen diesen Dingen nichts erzählen dürfen. Aber den Kopf zurücksinken. Das lange, ungewohnte du wolltest es ja nicht anders .. Sprechen hatte ihn ermüdet. Unter ber straffen ~ """ Haut des oorgeftredten Halses pochte bie große Schlagader. Karen hätte von feinem Gesicht in der starken Verkürzung von unten her nur das bläuliche Dreieck des Kinns, die Nasenspitze und die Brauenbögen gesehen. Aber sie schaute ihn nicht an. Sie saß mit abgewandtem Gesicht neben ihm und schien auf das barbarische, rotblaue Muster des kleinen Binsenteppichs zu starren. Die Eidechse am Fenster war träge bis auf die Mitte des Netzes gekrochen. Sie fraß noch immer. Die Moskitos drängten sich förmlich in ihren kleinen, schnappen- Chance, die ihm Me Schlußzlehung der Prämienscheine am 30. November 1942 vorbehält, hat er ja allen schon Hilfe gebracht. * * * Arbeitsjubiläen. Am 1. Oktober konnte der Reisende Friedrich Müller auf eine 30jäh- rige Tätigkeit bei der Firma Adolf Geisse, Lebens- mrttelgroßhandlung, Gießen, zurückblicken. — Am gestrigen 5. Oktober waren es 25 Jahre, daß Ida Köhler aus Apolda (Thüringen) als Pflegerin in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen tätig war. Der Betriebsführer Direktor Dr. Schneider sprach der Jubilarin Dank und Anerkennung für ihre stets treue und tadellose Dienstzeit aus. * * 7 9. Geburtstag. Am heutigen Dienstag kann Frau Margarete Kreiling Ww., Schiffen- berger Weg 24 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 79. Geburtstag begehen. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Wünsche zum Geburtstag und für einen schönen Lebensabend dar. Zchweinemarkk in Butzbach. * Butzbach, 6. Okt. Der heutige Schweine- markt war mit 273 Ferkeln beschickt. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 15 RM., 6 bis 8 Wochen alte 15 bis 18, 8 bis 10 Wochen alte 18 bis 22, 10 bis 12 Wochen alte 22 bis 28 RM. das Stück. Das Geschäft verlief schleppend, es verblieb geringer Ueberstand. Aus aller Wett. Ostjudenforschung in Lihmannstadk. Bereits 1941 wurde die Errichtung einer Neben st elle des Frankfurter Insti - t u t s der NSDAP, zur Erforschung der Judenfrage zur speziellen Erforschung der Ost-Judenfrage vorgesehen. Litzmannstadt wurde Sitz der Nebenstelle. Der Leiter, Universitätsprofessor Dr. Adolf Wendel, ist bemüht, eine Bibliothek aufzubauen, die den in Litzmannstadt arbeitenden Wissenschaftlern zur Verfügung stehen soll. Gleichzeitig ist die Errichtung eines judenkundlichen Museums im Gange. Abbruch eines historischen Hotels in der Schweiz. Infolge der Krise in der Schweizer Hotelwirtschaft sind bereits eine Anzahl unrentabler Häuser abgebrochen ober aber in Miethäuser umgebaut worden. Nun wird auch das prächtig am Vierwaldstättersee gelegene Schloß H e r t e n st e i n der Spitzhacke zum Opfer fallen. Das Gelände wurde an Familien verkauft, die dort Villen zu bauen gedenken. Seit einiger Zeit wird bereits das Mobiliar einzeln verkauft, und bis zum Mai 1943 soll der Abbruch des großen, 120 Zimmer umfassenden Gebäudes, das einen Versicherungswert von einer Million Franken hatte, beendet sein. Das dem Untergang geweihte Hotel hat eine interessante Vergangenheit. 1866 hatte König Ludwig II. von Bayern Die SA.-Wehrkampstage in der Ganhanpistadl igen Sagen. Die Frau des Mann zögerte. Sie mischte Oer Gauleiter über die Bedeutung des Wehrwillens der Nation. wir in einmütiger Geschlossenheit bereit, um den Endsieg zu erringen. T LICHTSPIELTHEATER Theater der Universitätsstadt Gießen 2985 D Dr. Lotz. LvS«0 2987 D Gießen, im Oktober 1942. 04963 Statt Karten! Danksagung. teeiA Mädchen oder Frau wöchentlich dreimal 2 Stunden, evtl, nachmittags gesucht. Frl.Schreiber, Asterweg 40II Gießen, den 5. Oktober 1942. Stadtwerke Gieße«. den endete. Vor den zur Siegerehrung angetretenen Tell- nehmern sprach dann Gruppenführer D ö r nemo n n, wobei er in den Wehrkampftagen der SA. noch einmal das Symbol für die Haltung der Heimat unterstrich und dazu aufforberte, in kämpferischem Willen alles zu tun, um den Krieg, ber ein Krieg zweier Welte« auf Leben unb Tob sei, zu gewinnen. Mahnenb erklangen seine Worte, mit benen er zur Ehrung ber Gefallenen aufrief, in beren Geist das ganze Volk sich für alle Zukunft verpflichtet fühlen müßte, an jedem Platze, an ber Front ober in ber Heimat, bas Letzte für Deutschland hinzugeben. HJ.»KulturveranstaI die rnd. (Eine “lege bur Betreff.: Einkellerungsscheiire für Speisekartoffeln. Bekanntmachung des Landrats des Landkreises Gießen. Die in meiner Bekanntmachung vom 30.9.1942 als verloren gegangen und für ungültig erklärten Einkellerungsscheine Nr. 348001-348152 u. 348171- 348300 sind wieder aufgefunben worben. Die vorgenannte Bekanntmachung ist damit gegenstandslos geworden. Gießen, den 5. Oktober 1942. Der Landrat des Landkreises Gießen. THISAirUR der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 6. Oktober 19 bis 21.15 Uhr 5. Dienstagmiete u. Halbmiete A Liebesbriefe. Mein lieber, herzensguter Sohn, der Forstmeister im Sudetengau (Binsdorf über Bodenbach) Freiherr Werner von Gall Unteroffizier und Res.-Offz.-An Wärter in einem Inf.-Regt., Inhaber des E. K. 2 fand in freiwilligem Einsatz für die Zukunft unseres Vaterlandes am 26. August 1942 bei Akatow am Don den Heldentod. Im Namen aller Angehörigen: Professor D. Dr. Freiherr von Gall. Gießen, Stephanstraße 25. | Vereine ~| Frauenturnstunde des Turnvereins 1846 Gießen Donnerstags v. 2V bis 21 Uhr in der Turnhalle der Alten Pesta- lozzischule Wer- nerwall. Eingg. durch d. Hof auch von der Kirchstr. Jdel Hauck und Fritz Wiegand. Unsere liebe Mutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Luise Hahn, geb. Rabenau ist am 3. Oktober im 81. Lebensjahr sanft entschlafen. In stiller Trauer: Prof. Dr. Karl Hahn, z. Z. Oberstleutnant und Frau Ella, geb. Winckler; Willi Hahn und Frau Sofie, geb. Schlörb; Lotte Müller, geb. Hahn; Fritzkarl Hahn; Dr. med. Heinrich Müller, z. Z. Oberarzt; Ilse Müller. Gießen und Hamburg, den 6. Oktober 1942. Die Beisetzung findet auf Wunsch der Entschlafenen in der Stille statt. 04966 Hart und schwer traf uns die unfaß- bare Nachricht, daß unser lieber, guter, is-k ältester Sohn, unser stets hilfsbereiter Bruder, mein guter Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Otto Genath Obergefreiter in einem Infanterie - Regiment am 8. Sept. 1942 im blühenden Alter von fast 33 Jahren sein hoffnungsvolles Leben durch einen Unglücksfall im Osten lassen mußte. Er folgte seiner lieben Frau nach, kurzem Eheglück 1% Jahre später in den Tod. Wir gaben unser Bestes. In tiefem Schmerz: Hermann Genath und Frau Johanna, geb. Naujaks Fritz Horch u. Frau Anna, geb. Genath, nebst Söhnchen Ober-Gefr. Adolf Kreiling und Frau Maria, geb. Genath Gefr. Ernst Genath, z.Z. verwundet im Lazarett; Gertrud Genath; Margarete Kreiling und alle Anverwandten. Gießen-Wieseck, Bürgersdorf (Ostpr.), Gießen __'04948 Die Vorstellung von Frauen haben das gern am Mittwoch, dem 7. Oktober beginnt wegen technischer Schwierigkeiten erst um 19.30 Uhr! die Absicht, die ganze Liegenschaft zu erwerben, und sein Hofgärtner Heißinger hatte bereits einen Plan für die Gestaltung des großen Areals entworfen — doch blieb es bei den Plänen. 1921 wurde das Haus von dem in die Schweiz geflüchteten Kaiser Karl von Oesterreich vom 5. Mai bis 20. Oktober gepachtet, der für diese Zeit 100 000 Franken bezahlte. Sammlung für das hoffmann-von-Fallersleben-rNuseum. Gauleiter Telschow hat von dem Bibliophilen Kastens in Bremen eine umfangreiche Sammlung von Erstdrucken an Werken Hoffmanns von Fallersleben erworben und dem Hoffmann-Museum in Fallersleben überreichen lassen. Die Sammlung erfaßt 40 Bände, darunter Deutsche Gesell- Putzfrau für die Abendstunden gesucht Siebener jfnzeiger Schulstraße 7 2990 D Für alle Liebe und Teilnahme, die uns bei dem Heimgang unseres geliebten Entschlafenen in so überaus reichem Maße entgegengebracht wurden, danken wir auf diesem Wege herzlichst. Maria Helfenbein, Anna Helfenbein Karoline Müller, geb. Helfenbein Anny Müller, Friedrich Helfenbein, z. Z. Soldat. Gießen (Marburger Str. 83), im Oktober 1942. 04941 öil n Ihb/N Ml Inmitten seines geliebten Reviers verschied gestern im Morgengrauen plötzlich und unerwartet an einem Schlaganfall mein herzensguter Mhnn, mein lieberVater, Bruder,Schwiegersohn, Schwager und Onkel der Preußische Revierförster Otto Meidling im Alter von 62 Jahren. In tiefem Schmerz: Frieda Melchlng, geb. Jung Walter Melchlng nebst Angehörigen. Forsthaus Haina über Gießen, 5.Oktober 1942 Eine Trauer fei er findet im Forsthaus am Mittwoch, dem 7. Oktober, 13.30 Uhr, die Beerdigung anschließend um 16 Uhr in Oberscheld (Dillkreis) statt. ________________________________________________2988 D Der ® scheu I zerstört a Frieden ' Men De bin* natürlich Krieges" klugen de her Ruf 1 geschickt n w y nach W So ha> meifachet Denn davon hängt der gute Geschmack ab. Kochen Sie deshalb nach den 3 KNORR - Ratschlägen: I. Das Wasser richtig abmessen» 2. Die Kochzeit genau einhalten - und das Überkochen verhüten. 3. Nach dem Kochen etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen - das erhöht den Wohlgeschmack# KNORR Hill i Jlonialmi “11(11)05 "Kain Ersuche ®’en fest, ^dient bil Jbie V, «wen. \ M ber suchen Sne. S. 1 nnt w Fta sich Ä" S® er , Statt Karten. Für die Liebe und herzliche Teilnahme die uns bei dem Hinscheiden unserer geliebten Mutter erwiesen wurde, danken wir herzlich. Else Hochstätter Hans Hochstätter Karola Thurn, geb. Hochstätter. eine Woche mitzunehmen, damit er eine Imitation anfertigen könne. Als die Woche um war, erbat er gegen Zahlung einer weiteren erheblichen Summe einen Aufschub von einigen Tagen. Die Frau des Wächters sah, daß ihr Mann zögerte. Sie mischte sich ein und versuchte, ihren Mann zur Annahme des Geldes zu bewegen. Pinto riß seiner Frau den Dolch aus der Hand und verletzte sie dabei leicht. Wenige Stunden darauf schon starb die Frau. Der Arzt stellte als Todesursache Vergiftung durch Curare fest, das Gift, mit dem die Inka ihre Waffen tränkten. Trotz der mildernden Umstände, die Pinto zugebilliat wurden, weil er gar nicht die Absicht gehabt hatte, seine Frau zu verletzen, verurteilte das Gericht ihn zu drel Jahren Zuchthaus. Der geheimnisvolle Sammler war in dem Augenblick geflüchtet, wo Frau Pinto verletzt wurde. NSG. Die Wehrkampftage der SA. innerhalb der SA.-Grizppe Hessen haben mit der Veranstaltung in Frankfurt ihren Abschluß gefunden. Weit über 3000 Wettkämpfer und Vorführende waren am Standort angetreten, und viele Zuschauer folgten dem Verlauf der Hauptoeranstaltung, bei der der SA.-Standortführer Obersturmbannführer Rieke die auf dem weiten Platz aufmarschierten Männer und Frauen dem Gauleiter meldete, der mit Gruppenführer Dörnemann und zahlreichen Vertretern von Partei und Wehrmacht eingetroffen war. Gleich zu Beginn nahm der Gauleiter das Wort zu einem großen Ueberblick über die sieg- verbürgende Haltung des deutschen Volkes nach dem dritten Kriegsjahr: Eine einzige Siegeszuversicht erfülle unser ganzes Volk im Gegensatz zum vorigen Krieg, wo Kleinmut und Zersetzung zur Niederlage geführt hätten. Heute ist das anders, rief der Gauleiter aus. Es ist die große Schule des Führers, durch die wir feit der Kampfzeit gegangen find. Mit dem Ruf zur Einigkeit hat der Führer das Volk zu einer unzerstörbaren Einheit zusammengeschmiedet. Wenn nun der Gegner versucht, durch Flugblätter oder aber auch durch Bombenterror diese Einheit zu zerstören, so wird er einsehen lernen müssen, daß unser Volk nur nock) härter und immer härter wird. Drei Jahre Krieg haben wir hinter uns, und sie bedeuten drei Jahre Sieg. Und gerade im Angesicht des immer deutlicher sich abzeichnenden Endsieges werden jede Propaganda und jeder Zersetzungsversuch des Feindes vergeblich sein und bleiben. Wir wissen, daß es um das Ganze geht, um Sieg oder Untergang, und darum wird jede Hoffnung der Gegner auf Streiks, Friedens res olution en oder Zersetzung, wie 1918, umsonst sein. Gemeinsam stehen Nun rollten in zügigem Ablauf die Schau- und Wehrvorführungen ab. Don den erklärenden Worten des Sprechers wirkungsvoll begleitet, entstand ein Bild des mannigfaltigsten wehrkämpferischen Einsatzes aus nationalsozialistischem Wehrgeist heraus, dessen Erhallung und Festigung der Führer gerade der SA. zur besonderen Aufgabe gemacht hat. Mit größter Spannung wurde auch die lOX^/s-Rundenhindernisstasfel verfolgt, an der sich 2 Mannschaften der SA. und 2 Mannschaften der Betriebssportgemeinschaften beteiligten, und die BSG. Voigt und Haeffner knapp vor SA. siegte. Besonderen Beifall holten sich eine Gruppe^ des NSRL. im Tischspringen sowie die Frauen der Betriebssportgemeinschaften' mit ihren Staffelläufen, sowie ihren gymnastischen Vorführungen, nachdem die Frauengruppe des NSRL. mit einem farbenfrohen, prächtigen Fahne nschwin gen die Vorführungsfolge eröffnet hatte. Als Abichluß folgte noch ein zügig ausgetragenes Handballspiel zwischen SA. und ÄSG., welches mit 9 zu 9 Toren unentschie- Büchertisch.. — lag unb Nacht am Feind. Aufklärungs- Abteilungen im Westen. Herausgegeben im Auftrage des Oberkommandos des Heeres mit 55 Photos. Volksausgabe. Gebunden 2,85 RM. Verlag E. Bertelsmann, Gütersloh. — Tag und Nacht sind die Aufklärungstruppen am Feind. Im Schutze höchster Feuerkraft, bei größter Beweglichkeit, getragen vom Schwung nach vorwärts, voll rascher Entschlußkraft und zähester Tapferkeit verschleiern sie die eigenen Bewegungen und spähen des anderen Blöße aus. Sie fassen des Gegners Flanke, tauchen in seinem Rücken auf und tragen das Chaos in den mürbe gewordenen Feind. Diese Schützen, Kradschützen und Radfahrer, diese Reiter und Pioniere, diese Panzerjäger und Artilleristen, die in Frankreich in kühnem Handstreich oder bei harter Abwehr die rasche Entscheidung im Westfeldzug erringen halfen, haben in diesem mit vorzüglichem Bildmaterial ausgestatteten fesselnden Buch selbst das Wort. — Bernhard Voigt: D ie Farmer vom Seeis-Rivier. Ein Kampf um Deutsch-Südwest. Roman. Volksausgabe. Gebunden 3,75 RM. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — Aus eigenem Miterleben gestaltet ein alter Afrikaner das wechseloolle Schicksal unserer schönen Kolonie und ihrer Menschen, die hier durch Jahrzehnte mit Stolz Last und Lust ihres Deutschtums auf sich nahmen bis zum bitteren Ende. Harte Männer sind es, die, heute noch Züchter und Pflanzer, morgen schon als Schutztrupp- ter gegen Hottentotten und Hereros reiten. An ihrer Seite Frauen, die keine Bürde der Arbsit und keine Gefahren scheuem gastfrei, voller Würde und Güte. Der Raubkrieg Englands gegen die deutschen Kolonien reißt die Farmer vom Seeis-Rivier in seinen Strudel. Aber die Generation der damals Jüngsten treibt es geläutert zueinander, auf daß ihre Kinder eine glücklichere Pad gehen möchten. So ist dies harte, abenteuerreiche Erlebnisbuch vom Kampf um Deutsch-Südwest ein Ruf an unsere Jugend. schaftslieder des 16. und 17. Jahrhunderts, Alemannische Lieder, Deutsche Lieder aus der Schweiz, die Unpolitischen Lieder, Spenden zur deutschen Literaturgeschichte, Niederdeutscher Aesopus, Findlinge zur Gesthichte deutscher Sprache und Dichtung, ferner Kinderlieder und Noten. Der alle Dolch der Inka. In Rio de Janeiro wurde Jose Pinto angeklagt, den Tod seiner Frau unter eigenartigen Umständen herbeigeführt zu haben. Pinto war Museumswärter, der Saal, den er zu betreuen hatte, beherbergte Altertümer der Inka. Eines Tages hatte ein Besucher besonders einen scharf geschliffenen Dolch bewundert. Gegen Zahlung einer bestimmten Summe sollte Pinto ihm erlauben, den Dolch für Suche zu kaufen gebrauchte WettfteOe m. Matratze, 1kl. Schränkchen, ca. 100x60x50 cm. Schuldis- Raffael, Mund maler, z. Z. Gießen, Herbstmesse, Wohnwagen. Beimatkundlicbe Schriften über Oberhessen u.d. Vogelsberg, Heimat-Beilag., -Kalend.u.histor. Karlen zu kaufen gesucht. Schrift!. Ang. mit Preisangabe U.2983D an d. Gieß. Anz. 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Nr. 27707, oder auf die auf den Omttungökarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Bei- trcibungskosten berechnet und entrichtet werden. Vom 15. Oktober 1942 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat August 1942 einschließlich 51 osten noch nicht entrichtet haben. Tie Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen.