I*s* rbfÜben’ 0. Ober. Vd. r i e Q g , “«eeine ächtete e Moni Montag, 6. MM! Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8VrUhr desBormittags Anzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- -eigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr (92. Zchkgang Nk.(5b Enchetm täglich, außer Sonntags und feiertags Bellagen: | Gießener ftamilienblätter Heimat imBild-DieScholle 1 Bezugsvreisr Monatlich.^...RM.1.80 Zustellgebühr,.. « -.25 auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernfvrechanfchluh 2251 Drahtanschrift:,Anzeige^ Postscheck 11688 Frankf./M. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger fiit Oberhessen *sbsss“ In breiter Front den Don erreicht In den Abschnitten Charkow und Kursk zum Absturz. Feld durch heldenmütigen Einsatz von Blut und der britische Flugstützpunkt HÜ Tie Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung n bekannt »nnäbW Hierauf sprach Reichsminister Dr. Goebbels. 4. bekannt: (en Kampfflugzeuge einen feindlichen Bewache«» in dem Befestigungssystem Stellung abgeschlagen. Luftkämpfen 19 Flugzeuge. lettu 1. Äugend« Leihgestern iß" Frank- [ in Front« nem span« des Spiels in Freund« inbach aus. 1US Idt An der Eismeerfront bombardierte die Luft- waffe Flakstellungen im Stadt- und hafengeblet von Murmansk sowie einen wichtigen Flugstützpunkt ostwärts der Kolabucht. In der Nacht zum 4. Juli wurde im Nördlichen Eismeer ein feindliches Handelsschiff von 10 000 BRT. durch Luftangriffe versenkt. In Aegypten dauert das erbitterte Ringen um die stark befestigte El-Alamein-Stellung noch an. Gegenangriffe, die der Feind mit herangeführten Verstärkungen unternahm, wurden in harten Kämpfen abgeschlagen, weitere Widerstandsnester niedergekämpst. In Luftkämpsen schossen deutsche und italienische Jäger 28 britische Flugzeuge ab. in Gießen I. Ravolz« Das lief, iald'vport« »artet wer« Die Lage in Syrien. Von unserem ust.-Berichterstatter. zu haben. Der Gauleiter schloß mit Worten fester Zuversicht auf den Sieg und dem Appell, dem Führer in unbeirrbarer Treue auf dem Wege zur Freiheit unseres Volkes und der Zukuüst eines neuen Europas zu folgen. selben spielerischen Leichtigkeit auch zustande gekommen sei. Das ist ja ein Teil ihres Wesens, daß he den Fleiß und die handwerkliche Treue, die auf sie verwandt wurden, nicht mehr erkennen läßt. Aber die Kunstgeschichte aller Gattungen und aller Zeiten bietet Beispiele in Hülle und Fülle für die Tatsachen, daß- gerade das Genie, weil es das Letzte von sich verlangt und erwartet, in einem ewigen erbitterten Ringkampf mit dem Stoff steht und es mei- tens vieler Stunden des Zweifels und der Verzweiflung, einer Kette manchmal grausamster selbst, kritischer Prüfungen, ungezählter schmerzvoll durch, wachter Nächte mit all den Kümmernissen des 23er. zagens und quälerischer Depression bedarf, um dem spröden Stoff die schöpferische Formung aufzu- zwingen. - Ich spreche aus dem Herzen aller hier Versam- melten, wenn ich unserem tiefen Bedauern Ausdruck gebe, daß der Führer selbst heute wiederum nicht in unserer Mitte weilen kann. Wir wissen aber, wie sehr er an dem Werk, das hier zur Schau gestellt wird, hängt. In ihm sieht der künstlerische Mensch unserer Zeit die ideale Verwirklichung seines Wesens, ein schöpferisches Aufeinanderstoßen von Genie und Fleiß, dem alle seine geschichtlichen Leistungen entspringen. Seine Schafsensweise ist die des 'echten Künstlers, gleichgültig, auf welchem Ge- biet er wirken mag. Am Anfang steht die Inspiration, die dem Genie entspringt. Aber sie wirkt sich nur im Notfall und unter Zwang in der Improvisation aus, während sie sonst ihre Erfolge durch Arbeit und zähen Fleiß, durch die Unsumme von Vorbereitung, die auch vor dem scheinbar Neben- sächlichen und Bedeutungslosen nicht zurückweicht, zu sichern sucht. Wo Genie sich mit Gründlichkeit paart, da kann auf die Dauer der Erfolg nicht aus. bleiben. Das ist ein Gesetz, das für alle Gebiete künstlerischen Schaffens gilt. Wer nach ihm Han- beit, der ist immer überlegen. heute präsentiert sich die deutsche bildende Kunst vor dem prüfenden Blick der Oeffentlichkeit. Sie hat ihr Bestes gegeben. In dieser Schau legt sie Rechen- schäft ab über ein Jahr Kriegsarbeit. Sie braucht sich ihrer nicht zu schämen. Die lauten Diskussionen von ehedem sind verstummt. Die Mahnung Goethes „Bilde, Künstler, rede nicht!" ist wieder zu ihrem Recht gekommen. Es ist beglückend, das feststellen zu dürfen in einer Zeit, die einmal als die größte unseres Volkes in die Geschichte eingehen wird. DNV. Aus dem Führerhauptquartier, Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt August vonFink, die Gäste willkommen und bezeichnete die Ausstellung als einen Gruß der Heimat an den Führer und seine Kämpfer, im kämpferischen Leben ein zeitloses Sinnbild der sieghaften deutschen Kultur. NSG. F r a n k f u r t a. M., 5. Juli. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach in Homberg an der Ohm über die verantwortungsvolle Arbeit des deutschen Landvolkes im Schicksalskampf des Reiches. Gießen lerwaU 12 >42 Südwestlich von Sewastopl wurde der widerstand letzter Reste bolschewistischer Truppen auf der Halbinsel Chersones gebrochen. Die Vernichtung einzelner versprengter und in Vunkern eingeschlossener kleiner Kräftegruppen steht vor dem Ließen jteinsü-19 :2 oK Oer Sieger vom Wolchow zum Generalobersten befördert. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Juli. (DNV. Funkspruch.) Der Führer beförderte den Oberbefehlshaber einer Armee, General der Kavallerie Lindemann, in Würdigung seiner Verdienste um den siegreichen Abschluß der Kämpfe am Wolchow zum Generalobersten. Oer Wehrmachtbericht vom Samstag. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNV. Ausdem Führerhauptquartier. 5. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: noch bekanntgegeben. Im Seegebiet von Rostow versenkten Jagdflugzeuge der kroatischen Luftwaffe ein feindliches Schnellboot und beschädigten ein weiteres Boot schwer. Nach dem Durchbruch durch die bolschewistischen Stellungen zwischen Charkow und Kursk haben die Spitzen der deutschen und verbündeten Oer deutsche Bauer arbeitet für den Sieg Gauleiter Sprenger sprach zum Landvolk Oberhessens. -inowski eb.K“08 s- H ®e9en IHcrs im war und 'wußte, Minimer nen. Qei. .Künstler ’ besuchte ’ ^Gler < lahre Qn °nn seine? 6tuhium Wien inj 1 wahren »j m vielen einer chen Gei. mit Tiefe Truppen in breiter Front den Don erreicht. Verzweifelte Gegenangriffe sowjetischer ucut|u __________________ri________ Panzerverbände wurden unter schwersten Verlusten $er @au[citer verwies auf das die heutige politische für den Feind abgeschlagen. Starke Kampf- militärische Macht des Reiches voraussetzende und Aerftörerverbände unterstützten in rollendem Ringen des Nationalsozialismus um das Vertrauen Einsatz die vordringenden Divisionen und fügten des deutschen Volkes. Er rief den Hörern als Be- dem Gegner weitere hohe blutige und Waterialver- weis für den mühsamen, aber erfolgreichen Weg der lüfte zu. 3n Cufftämpfen wurden 51 Sowjet- Bewegung eine Versammlung rms Fruhzett des ,,3 „ „u n „ r* rxt i o m ofitrfi im Vvnm national ozialistischen Kampfes mr Gau Hesien-Nas- f l u g z e u g e a b g e s ch 0 s s e n. Auch .m Raum _ '^^nis zurück, die er am 24. März 1924 von Rschew wurde der Angnf gegen hart- H Qrt ^gehalten hatte, und auf der nackigen feindlichen widerstand in starken Feldbe- h^ch ^ine Worte, wenn auch noch in einer Welt feftigungen und verminten, schwer gangbarem (Be- hjes Unverständnisses und der feindlichen Gegner- lände weiter vorgetragen. schäft, dennoch ein erstes Erwachen hervorgerufen Luftangriffe wurden bei Tage auf feindliche werden konnte. Eingehend kennzeichnete der Gau- Unterkünfte und gegen Nachschubkolonnen im (Be- toter dann die Vorteile, die das deutsche Volk dank biet des Ilmensees und bei Nacht gegen Bahn- der durch den Nationalsozialismus verronnenen fee- ■t”‘*=Än,L,Ä SWS MS oon Moskau geführt. Artillerie de. Heeres aQß erführen ihre Begründung allein in der durch kämpfte kriegswichtige Industrieanlagen in Centn- k Vertrauen des Volkes zu feiner Führung ge- Leben bewahrt habe. Der Gauleiter behandelte dann die Notwendigkeit der Bewirtschaftungsrnaßnahmen von Obst und Gemüse. Im Vergleich zur Gemüseanlieferung des Vorjahres wäre in der gleichen Zeitspanne dieses Jahres nur ein Zehntel der vorjährigen Menge des Gemüses dem Verteiler-Apparat zuge- ührt worden. Neun Zehntel wurden zu überhöhten Preisen weggehamftert. Wenn leider festge- tellt werden mußte, daß z. B. Orte mit einer Nor- mal-Tagesernte oon 50 Zentner Kirschen ganze ünf Zentner davon dem Markt zuführten, während 45 Ztr. den direkten Weg zum Käufer nahmen, diese Käufer sich jedoch vorwiegend aus den Kreisen zusammensetzten, die entweder über Beziehungen verfügten oder aber auf Kosten der breiten Masse der Bevölkerung Ueberpreise bezahlten, war es dringend notwendig, daß er als Reichsverteidigungskommissar die Ernährungsämter zur Behebung dieses Mißstandes auf die Bewirtschaftung verwies, hier handele folglich keine Willkür, hier gäbe es auch keine Ueberorganifation; denn die Partei organisiere nach dem Befehl des Führers nur das, was im Interesse des Volkes unbedingt organisiert werden muß, sondern hier bestimme allein der Grundsatz der Gerechtigkeit, für dessen Aufrechterhaltung der Nationalsozialismus mit jedem Mittel einträte. Der Gauleiter rechnete nachdrücklich mit jenen „Gemüsepatrioten" ab, deren Gesinnung in einer Zeit, da deutsche Männer für den Bestand des Reiches nicht nur Entbehrung ertragen, sondern ihr Leben lassen, durch einen mangelnden Kohlrabikop zu erschüttern sei. Er appellierte an die Anständigkeit der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung und forderte sie auf, auf Zeitgenossen, die jede im Kriege nicht vermeidbare und zumeist durch die Unanständigkeit eben dieser Individuen hervorgerufene Schwierigkeit als willkommene Gelegenheit zur böswilligen Hetze benutzen, ein wachsames Auge Aegypten in der Luftlinie entfernt ist, zu verteidigen, als vielmehr sich einen Fluchtweg in Dorderasien zu sichern. Mag das nun sein, wie es will, die Briten und ihr Agent General Eatroux, sowie der von ihnen eingesetzte syrische Staatspräsident Tajjedin, dessen Vergangenheit mehrmals das Kriminelle gestreift, hat, tun ihr Möglichstes, um rücksichtslos die Befehle Churchills durchzuführen. Es ist nur natürlich, daß sich in Syrien Gruppen bilden, die offen eine feindliche Haltung gegen die aufgezwungene Fremdherrschaft einnehmen. Unter ihnen gibt es Aktivisten, die Verschwörungen anzetteln und Sabotageakte durchführen. Aus Aleppo wurde berichtet, daß der Secret Service dort eine Verschwörerorganisation aufgedeckt habe, deren Verzweigungen bis nach Pa- lästina hinüberreichten. Drei Todesurteile seien ausgesprochen und hohe Gefängnisstrafen verhängt worden. In Syrien selbst wurden alle Sportvereine geschlossen, weil die Verschwörer angeblich mit ihnen in Verbindung standen ... Im Zusammenhang mit den labilen Verhältnissen in Syrien taucht wieder der Name des einst so viel genannten Majors John Bagot Glubb, eines Schülers des berühmten Obersten Lawrence auf. Glubb ist der intime Berater des Emir A bdalla h von Transjordanien, dem die Engländer einst die Königskrone von Syrien versprochen hatten, den sie aber dann mit dem Emirat von Transjordanien entschädigten. Glubb ist der Befehlshaber und Schöpfer der „Arabischen Legion", die in Friedenszeiten 1200 Mann zählte, jetzt aber auf 5000 Köpfe gebracht worden ist. Major Glubb, der alle arabischen Dialekte beherrscht, sich als Araber kleidet und bei den Beduinen Ansehen genießt, war >uli, feiert' . Chri. underniei/ »esier tön: nloi geht und @Qr. noch eine erfolgt er br ist bas Kriegerka«'; Hohre an« e für den 'pelle und' 'ft Lollar ohren am ien fterrit- !lm Sonn«; chießeir • a r seinen jetzt noch Sonntag llen. Kein die Hand rlanb. verroht, im Gegenteil,' ihm sogar eine Empfindsamkeit den geistigen, weltanschaulichen und künstleri- chen Fragen gegenüber verliehen, die nur behutsam und mit pfleglicher Hand geleitet und gemeistert werden kann. In diesem gigantischen Kampf um unser nationales Leben haben wir in mancher Beziehung erst den Durchbruch zu bis dahin auch uns noch unbekannten Seiten unferes Volkes gefunden. Wir sind als Nation durch den Krieg nicht schlechter, sondern besser geworden. Was wir früher als selbstverständlich Hinnahmen, daß haben wir jetzt wieder schätzen gelernt, und zwar nicht nur in unserem materiellen, sondern auch in unserem ideellen Leben. Wir sind uns klar darüber geworden, daß unser ganzes geistiges, Nielt- anschauliches und kulturelles Dasein einer Bedrohung ausgesetzt ist, die schlechterdings das Erbe einer fast zweitausendjährigen Entwicklung in Frage stellt. Unsere Zeit ist schöpferisch in jedem Sinne. Sie wird später zweifellos einmal zu den reichsten Epochen der deutschen Geschichte gezählt werden. Der schöpferische Mensch schafft mehr aus der Kraft seiner Phantasie als seines Intellekts. Die großen Vernichtungsschlachten, mit denen unsere Feinde auf allen Kriegsschauplätzen niedergeworfen wurden, find genau so Akte dieser gestaltenden Phantasie wie die großen Leistungen unserer Politik, unserer Wirtschaft, unseres sozialen und unseres geistigen Lebens. In allem, was wir schaffen, kommt unsere Zeit zum Ausdruck. Unsere Maler haben wieder malen gelernt. Es scheint wieder eine Selbstverständlichkeit geworden zu sein, daß der bildende Künstler nicht als einziger im öffentlichen Leben das Recht hat, dem Publikum die Ausschwitzungen einer perversen Phantasie als Produkte einer höheren Berufung vorzulegen, ohne daß man wenigstens am handwerklichen Können feft- zuftellen vermöchte, daß es sich um eine zwar in die Irre gehende, aber immerhin doch um eine echte Begabung handelt. Jede, auch die schöpferischste Genialität gelangt er st durch den Fleiß, mit dem sie ihrem Werke dient, zur vollsten Entfaltung. Man kann zwar durch Fleiß allein keine Genialität ersetzen, aber ebensowenig kann die Genialität ohne Fleiß zur höchsten Leistung anlaufen. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dem gar nicht scharf genug entgegengetreten werden kann, aus : der spielerischen Leichtigkeit, mit der die geniale : Leistung sich darbietet, zu schließen, daß sie mit der- grab. schaffenen deutschen Volksgemeinschaft. Der zwischen Rordkop und Sp>hb«g°n nach ^chd-m 6cr (Bauleiter dann die Verantwortlich- Osten steuernde feindliche G e l e 1 k z u g wurde auch öß5 Weltjudentums für den gegenwärtigen gestern von Unterseebooten und Flugzeugen ange- aufgezeigt hatte und dabei auf die weltan- griffen. Dabei vernichteten Kampfflugzeuge vier schaulichen Fronten dieses Ringens eingegangen Handelsschiffe mit zusammen 24 000 BRT. und be- roar# befaßte er sich mit den Anforderungen, die schädigten elf Schiffe. Unterseeboote versenkten von der Kriegsalltag an die Heimat und hier ins- diesen beschädigten Schissen einen mit panzern be- besondere an das deutsche Landvolk stelle. nmorifrtniiApn TrnnciDorter von 7000 Er dankte den Bauern und vor allem Öen 23 a u e r s- SE von 5000 BRT frauen für ihren rastlosen Einsatz im Dienste der weiteres ch n Ernährung unseres Volkes. Den hervorragenden In Aegypten wurden britische Gegenangriffe |^-trna Arbeit des Landvolkes erklärte er mit (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Adana, im Juni 1942. Nach dem Abschluß des deutsch-französischen Was- enstilsttandes hat England mit allen Mitteln ver» - ucht, die inneren Spannungen in Syrien zu seinem egoistischen Vorteil auszunutzen. Der französische General C a t r o u x ging in das Lager des Verräters de Gaulle über, ihm folgten drei- bis viertausend Mann der Fremdenlegion und einige Eingeborenenregimenter, die der höhere Sold der Briten dazu verführt hatte. Aber alle Kreise der yrischen Bevölkerung lehrte die Erfahrung bald, )aß sich nach der britisch-gaullistischen Invasion — trotz aller Unabhängigkeits- und Freiheitsversprechungen — die Lage gegenüber dem früheren Zu- stand tatsächlich zum Schlimmeren gewandelt hat. Alle Uebergriffe gegen die Verfassung wurden mit militärischen Notwendigkeiten der Engländer verbrämt und entschuldigt. Ein durch und durch korruptes Verwaltungssystem wurde aufgezogen, da sich kein Syrier oder Libanese mit reinlicher Reputation dazu verstehen wollte, an einer Regierung teilzunehmen, die die Lebensinteressen des Landes außer Acht ließ. Was englische Agenten in Syrien zusammenintrigiert haben, läßt sich schwer in kurzen Worten ausdrücken. Churchill selbst hat vor einiger Zeit offen erklärt, er brauche Syrien als Flankendeckung ürden Suezkanal. Der bekannte französische Militärkritiker, General Duval, beurteilt die Dinge pessimistischer. Er glaubt, daß es England weniger daran liege, den Suezkanal in einem Umkreis von rund 500 Kilometer, die Damaskus von tt<~« ~s Beitrag der Arbeit des Landvolkes erklärte er mit ber (£1-2110mein- ,öem ${nwei5, daß vor der Produktion und Führung Der Feind verlor m Waffen der Mensch den vordersten Rang Am Suezkanal wurde einnehme. Er aber könne seine Leistungen nur voll- o.-gr-ur_____ kanlara mit Bomben bringen, wenn für seine Nahrung gesorgt belegt Bei Luftangriffen auf Malta wurden bei fei. Hieran mit allen Kräften zu arbeiten und weder läge 14 brttijche Flugzeuge abgejchojjeu. Mühsal nach Schwierigkeiten Sei der Erreichung 9 J ° 33 I einer Erzeugungssteigerung zu scheuen, fei dem Anstalt „Haus der Deutschen Kunst", Flakbatterien geschützt wurden. Trotz der heutigen s stanoes oer »n|«ut u» r -----.L Flakabwehr wurde eine Brücke zerstört und dem Feind damit an einem entscheidenden Punkt jegliche Verkehrsmöglichkeit genommen, lieber den Angriffsspitzen der deutschen Panzerkampfwagen- und Artillerieverbände entwickelten sich heftige L u f t - kämpfe, in denen 51 bolschewistische Flugzeuge abgeschossen wurden. haben die deutschen und verbündeten Truppen den Feind auf der gesamten Angriffsfront geschlagen. Stärkere Kräfte des Gegners find durch umfassenden Angriff eingefchloffen. Schnelle Verbände befinden sich in raschem Vordringen auf ---------- . .den Don. Kampf-, Zerstörer- und Jagdgeschwader Südwestlich von Sewastopol sind die unterstützten in rollenden Einsätzen die Angriffsletzten feindlichen Gruppen nach hartnäckiger Gegen- Operationen und fügten dem Gegner empfindliche wehr vernichtet oder gefangen genommen. Damit yedufte an Menschen und Material zu. Ein Flak- ist die Schlacht um Sewastopol beendet. Die end- artillerie-Regiment vernichtete im Lrdkampf 47 gültigen (Befangenen- und Beutezahlen werden feindliche Panzer und brachte neun Sowjetflugzeuge achterzci- Freude ini l»43 0 , . pn'-at „ 1 0318L Deutschland, so sagte er, ist ein Kulturland, eines der ersten der Welt. Bei uns ist die Kunst keine angelernte Sache. Sie gehört zu den natürlichen Lebensäußerungen unseres Volkstums. Wir schöpfen sie aus der ursprünglichen Kraft unserer Nation. Wir alles, was angeboren ist, kann sie nicht zu Zeiten abgelegt werden, um zu anderen Zeiten wieder aufgenommen zu werden. Sie ist unsere moralische und geistige Stütze und Stärke in der Bewährung wie im Erfolg. Daß das nicht bloße Redensarten sind, das beweist ein trotz oder vielleicht gerade wegen des Krieges zu einer Blüte gelangtes deutsche Kulturleben, das nicht durch pessimistische Befürchtungen widerlegt, sondern optimistische Hoffnungen und Erwartungen weit hinter sich zurück- läßt. Gewiß können wir auf vielen Gebieten unseres kulturellen Lebens eine Hinneigung unseres Volksgeschmacks nach der leichteren und unterhaltsameren Seite unseres künstlerischen Schaffens fest- steilen, der im Theater, im Konzertsaal und tm Kino im wesentlichen Entspannung von den harten und manchmal auch grausamen Lasten des Krieges sucht; aber andererseits findet diese Entwicklung ein natürliches Gegengewicht in einer anderen, die die Sjvi-Mvnv*.................... --- Menschen gerade in dieser Not- und Leidenszeit Abschluß. Im Seegebiet südlich der Krim versenk- wieder zu den tieferen Quellen unseres kulturellen ....... Lebens zurückführt. Der Krieg hat unser Volk nicht Gegen zähesten Widerstand bezwungen. Oer Chef des Stabes der Krimarmee Berlin, 5. Juli, (2>3l$.) Dec Ches des States der Krimarmee, Generalmajor Schulz, erklärte der Presse es sei dem deutschen Oberkommando klar gewesen, Laß Sewastopol die Schlüsselstellung 'M Schwarzen Meer sei. Nach landläufigen Gesichtspunkten hätte man einen Angriff von Süden her zuerst in Betracht gezogen. Das Gelände war hier nicht so schwierig, die Befestigungen nicht so stark. Das Herankämpfen an den Stadtkern wurde dennoch nicht den endgültigen Sieg gebracht Haben, weil die beherrschenden Forts damit doch noch nicht gefallen waren. So entschloß sich Generalfeldmar- chall von Manstein, alle Angriffswucht aus die Steilhöhen der Nordbefestigungen zu richten. Ungeheure Mengen Artillerie, und zwar a l« ler schwerste Kaliber, wie man ste b t s dahin no ch n i e verwend et hatte, waren in Stellung gebracht worden. Jeder Mann der für den Sturm vorgesehenen Jnfanterieregimenter, jeder Pionier hatte seine Funktion. 21 in 2. Juni leitete ein Trommelfeuer beispielloser Art das Unternehmen ein. Es wahrte m unver- mindeter Stärke, bei gleichzeitigem Einsatz von Stukas, fünf Tage lang. Meter um Meter des Festunqsgeländes wurde mit Elsen umgepslugt. Nach wenigen Stunden schon brannten Hafen und Staat Sewastopol in Hellen Flammen. Die Infanterie- und Pionierkommandeure, als sie am 7. Juni mit ausgehender Sonne ihre Männer zum Sturm ansetzten, annehmend, daß dieser Eisenhagel den härtesten Widerstand gebrochen habe, stellten fest, daß dies nur in den ersten Stellungen der Fall zu ein schien. Dann aber fanden sich die sowjetischen Verteidiger zum Widerstand. Aus ihren Felslöchern, Bunkern und Höhlen, aus. ihren schmalen mehrere Meter tiefen Gräben schlug bald das Feuer der Abwehrwaffen den angreifenden Truppen entgegen. Felsennest um Felsennest mußte einzeln genommen werden, nie ergab sich der Feind. Infanteriegeschütze richteten ihre Geschosse aus nächster Nähe auf die Sehschlitze der Bunker. Pioniere sprengten sie mit geballter Ladung, und wenn 30 Sowjets dabei vernichtet waren, dann feuerten doch noch die übrigen fünf Mann weiter, warfen ihre Handgranaten und schildert die Eroberung Sewastopol«. ließen sich von der letzten selbst zerreißen. Nur unter völliger Hingabe von Mann und Offizier. unter zusammengefaßtem Einsatz schwerster Waffen, gelang es, die Nordforts zu stürmen. Die Einsicht in das ganze südliche Verteidigungs- fysiem der Festung von den nunmehr gewonnenen Nordhöhen erleichterte die weiteren Angriffsunter- nehmungen. Entscheidend für die Einnahme des Südteils der Festung war außer dem Uebergang der Sturmabteilungen über die Ducht ein tiefer Einbruch in den Vefestigungsgürtel von Südosten her. Aber im rückwärtigen Gelände flammte immer wieder einmal der Kampf auf. Aus ihren Schlupfwinkeln feuerten und verteidigten sich vereinzelte Bunker- und höhlenbesahungen. Die letzten Reste des Feindes wurden auf die Halbinsel Lhersones zurückgeworfen. Auf der Halbinsel Chersones war das Hauptrückgrat der bolschewistischen Widerstandsnester ein nach modernsten Gesichtspunkten ausgebautes Großkampfwerk, in das fich die Reste der geschlagenen Armee zurückgezogen hatten. Hier versuchten die Bolschewisten Zeit zu gewinnen für einen anscheinend er. hofften Abtransport über See. Unter Beteiligung zahlreicher Flintenweiber führten die Bolschewisten verzweifelte Gegenangriffe durch. Alle brachen im Feuer der deutschen Angriffstruppen zusammen. Mit dem Fall des Großkamvfwerkes wurde der Rest der Halbinsel von Bolschewisten gesäubert, die in zahllosen Felsennestern an der Steilküste und den abfallenden Hängen verbissenen Widerstand leisteten. Ein Stoßtrupp, durch Artillerie und Sturmgeschütze wirksam unterstützt, nahm die feindliche Küstenbatterie auf dem nötblichen Zipfel der Halbinsel sowie das Kap mit dem Leuchtturm Chersones. Die letzten Buttker der Südküste südwestlich der Gret- fchtchina-Enge wurden niedergekämpft und die sich in schwer zugänglichen Felsenhöhlen noch haltenden Reste des Feindes vernichtet. Damit ist die große Schlacht um die Land- und Seefestung Sewastopol beendet. Die gesamte Halbinsel ist nunmehr fest in der Hand der deutsch-rumänischen Truppen. bei den Kämpfen im Irak tot gesagt worden, und man hörte längere Monate nichts von ihm, bis er jetzt wieder plötzlich aus der Versenkung heroorge- holt worden ist. Er soll mit seiner Legion beauftragt worden sein, nötigenfalls in Syrien einzugreifen. Sein Herr, der Emir Abdallah, der trotz seiner Englandhörigkeit als Haschemite und Nachkomme des Propheten in der arabischen Welt ein gewisses Gewicht besitzt, war inzwischen gedrängt worden, sich mit König Faruk von Aegypten in Verbindung zu setzen und ihm im Auftrage Edens die Kömgskrone von Syrien in Form einer Personalunion anzutragen. Als Entgelt sollte sich Aegypten an der Seite Englands aktiv am Kriege beteiligen. König Faruk hat, wie es nicht anders zu erwarten war, dieses verräterische Angebot entschieden zurückgewiesen. , Die Mißstimmung in Syrien wird durch bie verzweifelte Ernährungslage gesteigert. Unter dem Vorsitz des britischen Ministers für den Nahen Osten hatte kürzlich in Kairo eine Konferenz der Länder des Vorderen Orients stattgefunden, um über Hilfsmaßnahmen zu beraten. In Syrien hatte man große Hoffnungen auf diese Konferenz gesetzt. Die Enttäuschung war groß, als die Regierung nach Heimkehr ihrer Vertreter aus Kairo der Bevölkerung mitteilen mußte, daß auch nach Einbringung der Ernte die Lage sich nicht zum Besseren wenden würde, weil in erster Linie für die Bedürfnisse der „alliierten Nahostarmee" gesorgt werden müsse, und daß der Zivilbevölkerung weitere Einschränkungen auferlegt werden würden. Die Enttäuschung macht einer unoerhiillten Wut Platz, nachdem die Briten erklärten, daß es eine Pflicht der 2kaber sei, wachsende Opfer für den „Sieg" zu bringen, wie es ja auch die Engländer felbst täten. Dieses Argument kann bei den Arabern keine Resonanz finden, da ein britischer Sieg nicht ihren Wünschen entsprich, sondern ihre Unfreiheit verewigen würde. Mit steigendem Mißtrauen verfolgt man auch in den nationalen Kreisen Syriens die geschäftige Tätigkeit des nordamerikanischen Botschafters in Ankara, Steinhardt, der ein Schwiegersohn des berüchtigten Zionistenführers Untermeyer ist und mit dem britischen Nayostminister C a s e y , der ebenfalls mit den Zionisten in engen Verbindungen Mht, -intim verkehrt. Man ist davon überzeugt, daß Briten und Nordamerikaner irgend etwas im Schilde führen, um den Arabern, auf Kosten der Zionisten einen schweren Schlag zu versetzen. Mit «roßen Hoffnungen wenden sich die Augen aller Syrer und Libanesen auf die weiteren Erfolge der Achsenmächte im nordafrikanischen Raüm, die auch für die Zukunft Syriens entscheidend werden können. Llnzufriedenheit in den Vereinigten Staaten. Lissabon, 7. Juli. (Europapreß.) In den Vereinigten Staaten werden die Fähigkeiten der britischen Heerführer nach den letzten Erklärungen Churchills von der Ueberlegenheit des britischen Kriegsmaterials sowie der Kampfkraft der britischen Trpppen bei Beginn der Kämpfe in Libyen, die zu der britischen Niederlage führten, sehr stark angezweifelt. Es werden Stimmen laut, die die lieber* tragung der Verantwortung für kommende Kampfhandlungen auf USA.-Generale fordern. Ein großer Teil der USA.-Presse fordert angesichts der neuen militärischen Meldungen aus Aegypten den sofortigen Rücktritt Churchills von seinem Posten als Verteidigungsminister. Wie der Neuyorker Korrespondent der „Daily Mail" berichtet, wird besonders die Untätigkeit der englischen Heimatarmee scharf gegeißelt und die sofortige Errichtung der zweiten Front gefordert. Wenn die Briten, so heiße es, nicht sofort losschlügen, dann bestehe die Gefahr, daß sie ihr Empire verlieren würden. Wiederaufbau in der Ukraine. Die Maßnahmen der deutschen Zivilverwaltung im Reichskommissariat Ukraine haben auf wirtschaftlichem Gebiet erfreuliche Fortschritte gezeitigt. Dank der freudigen Mitarbeit der Bevölkerung am Wiederaufbau ihrer von den Sowjets zerstörten Fabriken konnte eine Reihe von Betrieben wieder in Gang gefetzt werden. In einer Stadt haben bisher 46 Industriebetriebe die Tätigkeit wieder aufgenommen, darunter eine Lederfabrik, ein Maschinenwerk, eine Möbelfabrik, eine Nagelfabrik, eine Filzstiefelfabrik, eine Schuhmacherei und eine Seifenfabrik. In der Nahrungsmittelindustrie sind eine- Schlächterei und eine Molkerei wieder in Betrieb. Durch den Bau einer frostgeschützten Wasserleitung ist die Versorgung der Stadt mit Wasser sichergestellt. Kaum drei Monate nach der Neuordnung des Handwerks im Reichskommissariat Ukraine kann bereits von der Einrichtung der ersten Musterwerkstätten berichtet werden. * Durch Verordnung des Reichskommissars für die Ukraine wird bestimmt, daß einheimische Beaus- tragte der Gebietskommissare als Schöffen zur Bestrafung von leichteren Vergehen und Uebertretun- gen eingesetzt werden, sofern der Täter der einheimischen nichtdeutschen Bevölkerung angehört und durch die Straftat die deutschen Belange nicht berührt werden. Den ukrainischen Schöffen wird eine Strafgewalt bis zu zwei Jahren gegeben, während bei schwerer zu ahndenden Daten das deutsche Gericht oder das Sondergericht zuständig ist. Durch diese Verordnung wird die Aufrechterhaltung des Rechtsfriedens im Reichskommissariat Ukraine in weitem Umfange in die Hand Einheimischer gegeben, denen hierdurch von der deutschen Verwaltung größtes Vertrauen in die Mitarbeit am Ausbau ihrer Heimat entgegengebracht wird. 40 Jahre Soldat. Am 5. Juli feierte General der Flakartillerie Rue del, Chef der Luftabwehr im Reichsluftfahrtministerium, fein 40jähriges Militärdienstjubiläum. Als Sohn eines bayerischen Offiziers 1883 zu Metz geboren, trat er als Fähnrich in das 3. bayerische Feldartillerie-Regiment ein. Von 1910—12 zur rnili- türtechnischen Akademie nach Berlin, anschließend zur Artillerie-Prüfungskommission kommandiert, wurde ihm die Bearbeitung der Ballonabwehrkanonen (Flak) übertragen. Im Weltkrieg wurde er Führer des Kr aftwagengeschütz-Kommandos Ostende (Flak), aus der die erste Flakartillerie-Schule hervorging. Von Mai bis Oktober 1915 war er Führer der Gebirgskanonen-Batterie Nr. 8 an der Tiroler Front. Seine Geschützstellung war mit 3000 Meter Höhe damals die höchstgelegene der Alpenfront. Nach dem Weltkriege arbeitete er im Stabe der Heeresleitung als Generalstabsoffizier sowie als Batteriechef. Als Inspekteur der Flakartillerie und des Luftschutzes wurde er in die Luftwaffe übernommen. 1938 wurde er Chef der Luftwehr, zu Kriegsbeginn General der Flakartillerie. 1940 übernahm er wieder das Amt des Chefs der Luftwehr. Anläßlich des 40jährigen Militär-Dienstjubiläums verlieh der Führer General Ruedel das Recht zum Tragen der Uniform des Flak-Regiments 5. Oer Staatsakt für German Bestelmeyer. München, 5. Juli. (DNB.) Am Sonntagnach- mittag fand in München der Staatsakt für den aus rastlosem Schaffen abberufenen Präsidenten der Bayerischen Akademie der bildenden Künste, den Architekten German Bestelmeyer im Lichthof der Münchener Universität statt, deren Erweiterungsbau zu den Schöpfungen des nun Verewigten gehört. Mit den Familienangehörigen und dem Beauftragten des Führers, Generalbaurat Professor Hermann Giesler, hatten die Ehrengäste Platz genommen, an ihrer Spitze Reichsminister Dr. Goebbels. Das Orchester der Staatsoper leitete den Staatsakt mit dem Vorspiel zu „Parsioal" ein. Professor Giesler gab der tiefen Trauer aller Ausdruck, die mit dem Leben und Werk dieses großen Baumeisters verbunden sind, der stets außerhalb des Kampfes um die Tagesmoden stand und stets das Gesetz des Schönen in der Zweckmäßigkeit des Einfachen suchte. Deshalb sei er schon frühzeitig ein warmherziger Anhänger der jungen nationalsozialistischen Bewegung geworden, nach deren Sieg er eine gewaltige Schaffenskraft entfaltete. Er habe aus artgemäßer, lebendiger und zeitloser Ueberliefe- rung geschöpft und doch Neuartiges in Verbindung von Zweckmäßigkeit und Repräsentation geschaffen. Hser erlebten wir beglückt den Sinn der Worte Schinkels, daß der Architekt Veredler aller menschlichen Verhältnisse ist und sein Wirkungskreis die gesamte schöne Kunst umfassen muß. So schmelzen auch in den Bauten German Besttuneyers Architektur, Malerei und Plastik nach den Bedingungen des staatlichen und vernunftgemäßen Lebens zusammen. In dieser Einheit wirken des Toten Künstlerwerke geheimnisvoll weit über unsere Zeit hinaus. Unter den Klängen des Liedes vom guten Karne- raben und der Lieder der Nation legte Professor Giesler sodann den Kranz des Führers vor dem Sarg nieder. Unter den Klängen des Trauer- morsches aus der Eroica" wurde der Sarg hinaus- getragen. Vor der Universität hatte eine Kompanie der Waffen-^ Aufstellung genommen. Unter dem Präsentiermarsch wurde der Sarg auf ein Auto gehoben, das ihn in Begleitung einer NSKK.-Eskorte zum Wald fried Hof brachte. Dort fand im engsten Familienkreise die Beisetzung statt. Meine politische Nachrichten. Auf Befehl der GPU. wurde der Chef des sowjetischen Generalstabes in Sewastopol, General Grilow, vor dem Fall der Festung erschossen, wie die Agentur Stefani berichtet. Grilow ist der GPU. durch den Festungskommandanten, General Petrow, der Sewastopol vor der Eroberung verließ, ausgeliefert worden. Wie die römische Presse berichtet, wurden 10 000 nicht waffenfähige Italiener aus Abessinien mit vier italienischen Dampfern heimbefördert. * König Boris besuchte in Sofia die OT.-Ausstellung „Autobahn und Wasserstraße", die unter der Schirmherrschaft des bulgarischen Bautenministers und des deutschen Gesandten Beckerle vom Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen und Gene« ralinfpektor für Wasser und Energie, Reichsminister Speer, veranstaltet wird. * Reicbsminister Dr. Goebbels stattete der Reichsschule der NSDAP, in Feldafing einen Besuch ab. — Brigadesührer Görlitz, der Leiter der Anstalt, erläuterte die Unterrichts- und Erziehungsmethoden. Dr. Goebbels nahm an einer Feierstunde teil, die Erzieher und Schüler aus Anlaß seines Besuches gestaltet haben. * In Straßburg übergab Gauleiter Wagner auf dem Karl-Roos-Platz den Ortsgruppen der NSDAP, des Elsaß 250 Hoheitsabzeichen. Dann sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley vor rund 15 000 Volksgenossen. * In München fand eine kurze Arbeitstagung des NSKK. statt, auf der Korpsführer Kraus dem Führerkorps seine Richtlinien für die oielfeitigen Kriegseinsätze des NSKK. bekanntgab. * Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Gustav Wolf Scheel wurde zum ^-Gruppenführer befördert. Gauleiter Dr. Scheel, der der ff seit langem ange- hört, führte als -Brigadeführer zuletzt den ff« Oberabschnitt Alpenland und war damit höherer ff* und Polizeiführer. * Auf einer Veranstaltung im Festsaal der Pariser Oper aus Anlaß des zweiten Jahrestages der Truppenbetreuung in Frankreich lunb Belgien gab der Leiter der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Oberdienstleiter Dr. Lafferentz, einen lieber, blick über die kulturelle Truppenbetrenung. In Frankreich und Belgien kamen in zwei Jahren über 50 000 Veranstaltungen zur Durchführung. Dabei wurden 1600 Bühnen mit 24 000 Künstlern einge» setzt, darunter 1520 von „Kraft durch Freude" zu« sammengestellte Bühnen. Aus aller Wett. Rellslab deutscher Schachmeister. Im Schachturnier um bie Kriegsmeisterschaft von Großdeutschland in Bad Oeynhausen lösten die letz- ten Kämpfe größte Spannung aus. Der Wilhelmshavener Schmäht, der den größten Teil des Turniers über geführt hatte und die Spitze erst in der Vorschlußrunde verlor, spielte gegen den jungen Berliner Tes chner sehr zurückhaltend. Teschner nutzte da5 mit der Sizilianischen Verteidigung energisch aus, drückte sehr auf den Damenflügel und drang mit seinen Figuren in das weiße Spiel ein, um dann Schmahl nach 24 Zügen zur Aufgabe zu zwingen. Rellstab hatte dagegen fast vier Stunden zu kämpfen, bevor er als Nachziehender seine Partie gegen Hahn gewann. Dieser hatte mit dem Damenbauer eröffnet und lange Zeit die Stellung behauptet, erst nach längerem Kampf gelang es Rellstab, auf dem Königsflügel des Gegners mit den Figuren einzübringen, dadurch feinen Gegner zur Aufgabe zu zwingen und sich an dem führenden Oberleutnant Müller vorbeizubringen. Der Nürn- Erstes Bad. Von Eva Schauwecker. Der Lauer, als er morgens aus feinem Häuschen trat, fand das Wetter ausgezeichnet; das junge Mädchen dagegen, das oben zum Fenster über die Landschaft hinsah, fand es abscheulich. Es goß in Strömen. Im Laufe des Vormittags hörte es zwar auf zu regnen — bas war beiben recht, dem Bauern und bem Mädchen — aber es blieb kühl. Und das freute wiederum nur den Bauern. Doch das junge Mädchen war entschlossen, seinen wohlverdienten Ferien abzuringen, was nur abzuringen war. Sie packte mutig ihr Badezeug zusammen und wanderte zum See hinunter. Der Bauer rief ihr nach, ob die Frau eine Wärmflasche ins Bett legen und Kamillentee aufbrühen solle. Aber dafür hatte bas Mädchen nur ein überlegenes Lächeln. Die Badeanstalt war so verlassen wie im Winter. Am rechten Flügel hing ein verwittertes Schild, das anordnete, hier hätten die Männer ihre Kabinen, und am linken Flügel verkündete ein anderes, nicht schöneres Schild, wo die Frauen sich entkleiden könnten. Das Mädchen ging folgsam nach links, jagte einige fette Spinnen aus ihrem Vormittagsschlaf und wechselte die Kleider mit bem Badeanzug. Schauer liefen ihr über den Rücken, wenn Windstöße durch die Ritzen der Bletterwande drangen, und sie zog den Bademantel eng um sich zusammen, als sie auf den Laufsteg trat. Verblüfft blieb sie stehen. Da saß ein Mann auf bem Sprungbrett, ebenfalls in einen Bademantel gehüllt, und sah mißmutig in das graue, aufgeregte Wasser hinunter, bas klatschend um bie braunen, schleimigen Pfähle fuhr. Als die Tür hinter ihr zuklapptc, sah der Mann auf, und ein strahlendes Lächeln zog über sein Gesicht. Sie runzelte die Brauen. Das war doch der Mann, der sie gestern auf der kurzen Bahnfahrt in dies Nest immerzu ansprechen wollte. Und er fing schon wieder an. „Was für eine Ueberraschung!" rief er und ver- beugte sich im Sitzen, daß er fast vom Brett gekippt wäre. Wäre er doch, dachte fie gefühllos. Dann machte sie eine Bewegung, als wollte sie wieder gehen. „Wetten, daß Sie sich bei dem Wetter nicht zu haben trauen?" rief ihr der Mann nach. Sie drehte sich wütend um. „Die Damen sind doch immer ein bißchen empfindlich bei der Kühle, nicht?" meinte er weiter. Sie warf den Kopf auf und ging energisch zur Leiter, die ins Wasser führte. Lächerlich, diese Vorurteile der Männer! „Wollen Sie wirklich baden?" rief er da fast ängstlich, als sie schon den Fuß auf die oberste Sprosse gesetzt hatte. Sie nickte nur. „Sie werden sich erkälten", riet er ab. Sie zuckte nur die Achseln. „Oh, Sie machen mir Mut!" fuhr er fort und stand auf. „Ich werde auch ins Wasser gehen!" Sofort zog sie sich auf den Laufgang zurück. Mochte er nur hineingehen, bann war sie ihn los. „Bitte!" sagte sie nur herausfordernd und deutete auf bie, Leiter. „Aber nach Ihnen, mein Fräulein", lächelte er, „nach Ihnen! Immer höflich!" Sie biß sich aus bie Lippen. Wie konnte sie nur weg von diesem Burschen? Er war zwar recht ansehnlich und keineswegs frech, aber es schien ihm doch an Respekt zu fehlen. „Mir ist noch zu warm, ich warte noch ein paar Minuten", wich sie aus. ..Aber gehen Sie nur hinein, sonst glaube ich, es ist Ihnen zu kalt." „Sie rechnen auf meine Eitelkeit unb auf meinen Ehrgeiz! Sie sollen nicht umsonst gerechnet haben. Alles für bie Damen!" Unb mit einem Satz sprang er vom Laufsteg kopfüber ins Wasser, daß es nur so spritzte. Sie atmete auf. Gott sei Dank, er war fort. Er winkte ein paarmal zu ihr hinaus, dann schwamm er in den See hinaus. Wenn er zurückkam unb sich anzog, würde sie ins Wasser gehen, unb ehe sie mit ihrem Bad fertig war, würde er wohl davongehen und sich nicht im Zug einen Schnupfen holen Da kam er schon angekrault, kletterte drüben am anderen Laufsteg hoch und nahm den Weg zu seiner Kabine. Das war ja schnell gegangen. Rasch stieg sie die Leiter hinunter, gerade war sie bis zu' den Hüsten im Wasser, da stand er oben am Geländer. ..Soll ich nochmal reinkommen unb Ihnen Ge- sellschaft leisten?" rief er vergnügt. „Danke!" erwiderte sic nur kurz, stand aber unschlüssig still. Wenn er wieder ins Wasser sprang, sollte sie bann nicht lieber auf den Steg gehen ...? 2Iber er sprang nicht, er sah nur neugierig zu, wie ne da stand und fröstelte. Lachte er nicht schaden- froh? „Danke ja ober danke nein?" erkundigte er sich jetzt. „Nein!" rief sie wütend unb ließ sich ins Wasser fallen. Im gleichen Augenblick sprang er neben ihr hinein, sein Gesicht tauchte dicht vor ihr auf. „Bitte, bitte —", rief er flehentlich, „ich habe es nicht mit Absicht getan, ich bin reingefallen .. Sie schwamm wortlos auf den See hinaus, er blieb an ihrer Seite. „Nein, nein", begann er nach einer Weile, „ich bin nicht reingefallen, ich bin keineswegs rein- gefallen, wie konnte ich nur so was sagen! Sie sind entzückend!" Sie wandte den Kopf ab. „Sie sind doch nicht etwa böse?" Dies mit solchem Erstaunen im Ton, daß sie lachen mußte. „Na, sehen Sie", l'eufjjtc er beruhigt. „Unb nun sind wir Freunde, ja?' Er streckte zutraulich eine triefende Hand nach ihr aus, bie sie schnell mit den Fingerspitzen berührte. „Nette Begriffe haben Sie —", fabelte sie'halb versöhnt. Er prustete. „Immer zielbewußt!" erklärte er. ..Manche nennen es aufbringlich ..." wandte sie ein. ..So? Na, daran werde ich Sie mal nach zehn Jahren erinnern!" Sie warf ihm nur einen schnellen, blinzelnden lölid über bie glänzende weiße Schulter zu, der ihm vollauf zu genügen schien. Unb bann schwammen sie still nebeneinander her, der sandigen Halbinsel zu, die sich gerade unter den Yervorbrechenden Sonnenstrahlen zu erwärmen begann. Der japanische Landbriefträger. Die japanischen Briefträger, bie mit Briefpaketen Don den Eisenbahnstationen ober von den letzten Enden der großen Straßen aufbrechen, um zu den bescheidenen Häuschen zu gelangen, die vereinzelt in Len Bergen liegen, müssen ihren Weg ständig im Trab zurucklegen. Natürlich können sie nicht viele Stunden hintereinander traben; die Strecke, die zu- ruckzulegen ist, wird daher in verschiedene Abschnitte ^erlegt unb jeder Abschnitt wird einem Briefträger s^enn e*n Briefträger noch einige hun- bert Meter von dem Ende seines Abschnittes ent- .ent ist, lautet er mit einer Glocke, um den Brief- trager des nächsten Abschnitts zu benachrichtigen, der bann sofort bereit steht, die Briefpakete zu übernehmen unb den Lauf ohne jede Verzögerung fortzusetzen. Die eigenartige Erfindung Les japanischen Landbriefträgers besteht dabei in einer Art Segel, die ihm sehr hilft, seine Geschwindigkeit zu erhöhen unb seine Anstrengung zu vermindern. Der Briefträger legt nicht wie bei uns die auszutragenden Briefe in. eine große Mappe, sondern in zwei sehr leichte und doch kräftige Korbe aus Stroh. Diese werden an das Ende, einer Bambusstange gebunden, die der Briefträger sich über bie Schulter legt. Unb an biefer Stange wird auch ein kleines Seidensegel befestigt, das mittels einer Schnur beliebig gedreht werden kann, um die Richtung des Windes auszunutzen, der den Briefträger bei feinem mühevollen Lauf unterstützen soll. C. K. Oie Sprache der Ameisen. Eine Reihe von Beobachtungen Habern gezeigt, daß sich Ameisen durch eine Gebärdensprache verständigen. Der Breslauer Zoologe Professor Dr. Goetsch unterscheidet drei Alarmstufen: In der Ruhe verständigen' sich die Ameisen durch ein Zucken des Körpers. Ist größere Eile geboten, so kommt zu dem Zucken ein Anstoßen der Arbeitskollegen mit den. Fühlern, den Füßen unb dem Kopf, unb gleichzeitig sucht der Rufende durch ayf- geregtes Umherrennen die Aufmerksamkeit der Nest- genossen auf sich zu lenken. Ist im Falle der Gefahr der Alarm so eindringlich wie möglich, bann folgen ihm auch bie am meisten Beschäftigten. Bei Höchstalarm Heden die Ameisen den Hinterleib und lassen Giftttopfen austreten, bie einen Angstgeruch verbreiten. Mit diesem Geruch kann man ein Ameisen- nest auch künstlich in Aufregung setzen. Er ist aber auch neben der Gebärde ein Mittel zur Verständigung. Jede Ameisenart hat ihren eigenen Geruch, jede Ameisenkolonie ihren Nestgeruch. Die Ameise hin« terläßt durch Andrücken des Körpers eine Duftspur, oder sie schafft durch mehrmaliges Umkreisen ein Duftfeld, nach dem sich die alarmierten Kollegen ridjten können. Durch Beobachtung von 40 verichie- Denen Ameisenarten ist Professor Goetsch zu dem Schluß gekommen, daß bie Verständigung durch Ge- barben unb Duft ein zweckmäßige? gemeinsames Handeln im Ameisenstaat in allen normalen Lebenslagen gewährleistet» Metern. Die Bevölkerung wird davor gewarnt, nie« - Ballon weder ganz heruntergeholt noch berührt t, werden. Jede Annäherung an den Ballon ist vis zum Eintreffen der Polizei zu verhindern. Lieder- und An'enabend Gabriele possinke und Hans Lott. b. Fortsetzung. Pariser r Trup. gab der Zreude", lieben ing. In :en über |. Dabei n einge« nie" zu« Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. dergegangene Ballone wegen der damit verbundenen Verbrennungsgefahr zu berühren. Wer einen derartigen Ballon sichtet oder findet, ist verpflichtet, ofort die nächste Polizeidienststelle zu benachrichti- Ganz plötzlich weht ein starker Wind über die Stadt, der einen Geruch von Erde und Veilchen mit sich trägt. Zwischen Wolkenfetzen kommt hie und da ein Stück Himmelblau durch und spiegelt sich in den Wasserlachen auf dem Asphalt, lieber Nacht haben die Stachelbeersträucher in den Vorgärten winzige kleine Fächerchen entfaltet, die Kastanienknospen glänzen rotbraun und klebrig, wie mit gebranntem Zucker übergossen. Irgendwo flötet in der langen hellen Dämmerung eine Amsel süß und eindringlich. Jeder, der durch die Straßen geht, hebt den lusstel. er der lnisterz eneral. Tene. ainisttzx sind, sind sie damit an einen Baum, Zaun, Fahr« zeug oder dergleichen anzubinden. Hierbei darf der * !°lv. •enerai Assen, •ft der 'eneral 'erliefe, •er auf LDAP. Reichs, Volks. Zur Frage des Nachwuchses der Beamtenschaft betonte der Redner, daß der Staat Männer brauche, die erfüllt seien von hohem Idealismus und von der Bereitschaft, im nationalsozialistischen Sinne ihre Aufgaben für den Staat und damit für die Volks« gemeinschaft zu erfüllen, um so gute Diener des ganzen Volkes zu fein. Für tüchtige junge Menschen bestünden in der Beamtenlaufbahn gute Berufsaus« sichten. Auf Qualität der Leistung sei jedoch zu sehen; für die Beamtenlaufbahn seien die besten Kräfte unserer Jugend gerade gut genug, denn die Männer der Verwaltung gestalteten einst das deutsche Schicksal mit. Als Beispiel für die große Aufgabe des Beamtentums wies der Redner auf den Einsatz der deutschen Beamten im deutschen Osten und auf die bisherigen Leistungen im Kriege hin, auf die das Berufsbeamtentum mit Stotz blicken könne. Im weiteren Verlaufe feiner Ansprache machte der Redner deutlich, daß wir als Volk und als Einzelpersonen in einem Kampf um Sein oder Nichtsein stehen. Das Schicksal, das der Bolschewismus unserem Land und Volk zugedacht habe, sei nur durch das blitzschnelle Handeln des Führers von uns abgewendet worden. Um die bolschewistische Gefahr für alle Zeiten vollkommen zu bannen, werde jetzt der große Kampf im Osten ausgetragen, und in die« seem Ringen gebe es für uns alle immer nur eine Befehlsstelle: Adolf Hitler. Der Redner wies dann auf den heldenhaften und siegreichen Kampf unserer ruhmreichen Wehrmacht an allen Fronten und be« sonders jetzt erneut im Osten hin, erinnerte an die geniale Führung des Feldherrn Adolf Hitler und leitete daraus die Verpflichtung für alle Volksgenossen ab, weiterhin wie bisher in unerschütterlichem Glauben und Vertrauen hinter dem Führer zu ste« hen und alles zu tun für den deutschen Sieg. Die Beamtenschaft im Gau Hessen-Nassau sei in dieser Pflichterfüllung bisher vorbildlich gewesen, sie werde , in dieser mustergültigen Haltung auch fernerhin alles tun für den vollen Sieg unserer Waffen und für eine schöne und große Zukunft für Volk und Vaterland. Nach dem lebhaften Beifall sprach Kreisamts« Ieiter Ulri ch den Dank der Versammlung aus und gelobte als Sprecher der Beamten des Kreises Wet- teräu weiteren vorbehaltlosen Einsatz und vollste Pflichterfüllung. Mit dem Gruß an den Führer und unsere ruhmreiche Wehrmacht fand dann die Kund« gebung ihren Abschluß. hast von die letz. )ilhelm5- des Durst in der jungen Teschner ing ener- igel und >piel ein, fgabe zu er ©tun» . her seine mit dem Stellung dang es 5 mit den gner M uhrendrn er M"' e der -n Äe- ter der hungg, rftunbe seines mg des mFüh. feitigen Holen? Natürlich können Sie sie holen. Ich bin nur leider den ganzen Tag nicht zu Haufe ... Nein, morgen auch nicht ... ich werde ein versiegeltes Päckchen davon machen, und es hier hinterlegen, dann können Sie es abholen, wann Sie wollen." 30. Als Bareiro den Hörer auflegt, nachdem er noch ein paarmal „Hallo" gerufen hat, trotz des Schluß- cknackens, lacht er leise vor sich hin. Auf welch sonderbare Weise kommt ein Mensch plötzlich zu einer Sammlung von goldenen Halsketten? Und was fängt er damit an? Also die schöne Frau will keine Erinnerung an ihn behalten ... schade ... aber anderseits war es ein bodenloser Leichtsinn, mit solchen Geschenken um sich zu werfen. Man kann sich solche Gesten immer noch nicht abgewöhnen, auch wenn man keine Berechtigung mehr dazu hat. Abholen? Nein, das kann er natürlich nicht! So tief kann er sich nicht erniedrigen, einer Frau gegenüber, die er gern erobert hätte! Ach ja, er seufzt auf, es ist nicht schwer, eine Frau zu erobern, wenn man Geld hat, das verdammte Geld! Und Fernando Bareiro hat fein Geld. Wieder einmal fein Geld, noch weniger denn je. Das Schicksal ist sehr ungerecht: es gibt Leuten Geld, die gar nichts damit anzufangen wissen. Geld Ausgeber. — das ist eine Kunst, Die nicht gelernt werden kann, die einem im Blute liegen muß! Dazu gehört Geist und Grazie und Phantasie, alle diese Eigenschaften, die ein Bareiro besitzt und nicht zur Geltung bringen kann, weil ihm die nötige Unterlage fehlt. Jede Frau kann man haben — nicht kaufen, o nein! — aber kann man eine Frau erobern, mit Leidenschaft, mit männlicher Schönheit, mit klingenden Worten, wenn man es sich überlegen muß, ob man das Geld ausgeben darf, um sich die Haare schneiden zu lassen ...? Er lacht bitter vor sich hin. Und es ist bald wieder so weit. Vielleicht hatte man klüger getan, die Hotelrechnung nicht so pünktlich zu begleichen. Und was fängt man mit golde- (Nachdruck verboten.) 29. Kam?, osesfvr 5 vor •"QUer, •naus, nPani» »bent !'° s-. '"korle ^sten 10000 •it vier jätete ZU Zögerung en Land' Segel, die erhöhen er Brief« itagenben zwei sehr oh. Diese Sn eidensegel g des aus« iihevo^len d Rolf fördert, n anae» den ft« erer ft« It n toi« ’S ft -r 3" 6Lr durch « ’ Itboiw, ' Arbeite« und d-n> er Gefahr i*s Ijfo«jE ßKZ sn* Der Reichsbund der Deutschen Beamten Gießen, Kreis Wetterau, veranstaltete am gestrigen Sonn- tagoormittag im Theater der Universitätsstadt Gie- zen eine eindrucksvolle Kundgebung, bei der die Be- imten aus Gießen und zahlreichen Orten des Krei- es den großen Saal fast bis zum letzten Platze füllen. Kreisamtsleiter Ulrich als Leiter des Amtes ür Beamte des Kreises Wetterau begrüßte als Vertreter des Hoheitsträgers den Kreisleiter e. h. Oberbürgermeister Ritter, die Vertreter von Wehrmacht und Staat und besonders den Gauamtsleiter als Redner. <5auamteleifer3ürgermeifter£remmer als Leiter des Amtes für Beamte, Gau Hessen-Nas'- au, gab zu Beginn seiner etwa einstündigen Rede einen Rückblick auf die Entwicklung der letzten Jahre vor dem Kriege und auf das Treiben der Kräfte, die als Urheber des Krieges in Betracht kommen. Er zeigte dabei auf, daß das internationale Judentum und die von ihm geleiteten und bestochenen Faktoren, die jüdische Weltpresse und die verbrecherischen Helfershelfer in Amerika den Krieg angezettelt haben. Das von Deutschland und seinen Verbündeten vertretene Prinzip der Ordnung widerstrebte den Engländern und den mit England und Amerika verbundenen Juden. Das von jenen Kriegshetzern ausgehende Gerede von hohen Menfchheitsidealen sei nichts anderes als eine Tarnung ihrer dunklen Absichten. Gegenüber diesen Kräften werde aber Deutschland die Neuordnung Europas erkämpfen und durchführen, die Rolle Englands in Europa sei ausgefpielt. Der Redner behandelte sodann die großen Aufgaben, die der deutsche Beamte in Zukunft zu erfüllen habe. Er machte dabei klar, daß der Beamte nicht nur in feinem Beruf, sondern auch darüber hinaus im Dienste der Gemeinschaft durch Mitarbeit in der Partei und auf allen Gebieten des nationalen Lebens Helfer, Freund und Kamerad des deutschen Volkes fein muffe. Wer zusätzliche aktive Betätigung außerhalb feiner Dienftftunben ab lehne und außergewöhnliche Opfer für die Volksgemeinschaft versage, habe kein Recht, Ansprüche an die Volksgemeinschaft zu stellen. Es sei erfreulich, daß diese Einstellung bei den Beamten im großen und ganzen vorhanden sei. Der Typ des deutschen Beamten sei heute ein anderer als früher; alte und erstarrte Formen hätten sich gelöst, der deutsche Beamte- unserer Zeit stehe fest im Volke verwurzelt. Helfer und Kamerad aller Volksgenossen Eine Kundgebung der Beamten in Gießen. Hans Lott hat überall da, wo er auftrat, Mar« fante5 und individuell Ausgeprägtes gegeben. Hier, losgelöst von der Umgebung der Bühne, lenkte sich die Aufmerksamkeit des Hörers besonders auf fein hohes gesangliches Können. Ein ganz prächtiges Material ist hier einer glücklichen Bestimmung zu- gesührt worden und hat eine Durchbildung erfahren, die zu wirklicher Beherrschung und restloser Einsatzmöglichkeit ausgereift ist. Das Forte entfaltet sich geradezu pompös mit voller Strahlkraft aus dunklem Kern heraus, leicht in der Aussprache und jederzeit willig zur Charakterisierung. Lotts Piano erklingt weich, gefühlsbetont, von schwebender Kraft; es ist aber nicht, wie man es leider oft antrifft, reines losgelöstes Falsett, sondern es trägt die Anlage zur Entwicklung in sich und kann jederzeit zum großen Ton werden. Ebenso plastisch ist die Behandlung des Textes, zumal das Parlando äußerst flüssig ist. Diese .Stimmkultur steht im Banne einer Gestaltungskraft, die jedem Werk das äußerst Mög« liche abringt; durch sie allein wird der Einsatz des Stimmlichen geleitet. Wenn Hans Cott ßoewe vorträgt, fo läßt er ihn als dramatischer Sänger durchleben, szenisch geschaut, den Hörer bis zum Letzten bannend. Der Mittelsatz im „Nöck" hob sich kontrastreich heraus; die großen vokalischen Bindungen bezeugten als Ausdruckslinie eine nicht alltägliche Atemtechnik. In der Stelle „Du wirst mit deinem Singen" lag ge« radezu etwas Befreiendes für den Hörer. „Archibald nen Halsketten an? Man hat schon beinahe Ueber- fluß an diesem Artikel! Es wäre komisch, wenn es nicht so verdammt ernst wäre. Versetzen? Verkaufen? Was bekommt man im besten Fall dafür? Er schließt den Koffer aüf, der auf dem Träger steht und schiebt ein paar Wäschestücke zur Seite. Da liegt die Kette, ein schönes Stück, aber schlecht verkäuflich. Wenn es noch Perlen wären oder große Brillanten! Und da liegen noch ein paar Umschläge, aus denen er die Briefe herausgenommen hat ... zu dumm, daß er sie Irmela zurückgegeben hat! Einer so reichen Frau für eine so lächerlich geringe Summe! Er hat sich überrumpeln lassen, keinesfalls hätte er den Scheck annehmen dürfen, und noch weniger einlösen. Er hätte darauf bestehen müssen, daß er Arbeit sucht und nicht Geld, es wäre anständiger gewesen — und vorteilhafter. Die Gelegenheit ist verpaßt, er hat die Trümpfe verspielt, alle, bis auf die Kette. Er kann den Versuch machen, sie ihr zürückzugeben, das wirkt sehr ehrenhaft, und vielleicht kommt sie auf den klugen Gedanken, sie mit einem neuen Scheck einzulösen. Und auf alle Fälle ist es ein Anlaß, sich wieder mit ihr in Verbindung zu setzen. Die gnädige Frau ist nicht zu Hause, als er anruft, auch am nächsten Tage nicht, für ein paar Tage vergißt er es, bis der Geldmangel ihn wieder daran erinnert. 31. Nachdem nun das Theater für diese Spielzeit seine Pforten geschlossen hat, sammelten Gabriele Possinke und Hans Lott noch einmal ihre Hörerschar um sich; als ein Nachklang für das, was die Künstler während des Theaterwinters gegeben hatten, zugleich aber auch als Möglichkeit für den Ausübenden, Gebiete zu berühren und darin Fähigkeiten zu beweisen, die durch die Enge des Spiel- planes nicht voll genützt werden konnten. Gabriele P o s s i n k e hat ihre Kraft zwischen der Operette und der Oper teilen müssen, und von beiden her ist sie den Hörern nahegekommen durch die Frische ihrer Darstellung und die Klangschönheit ihrer stimmlichen Mittel. Sie weist darin über das lyrische Fach hinaus ins jugendlich-dramatische, das hat sie im „Herrenrecht" gezeigt. Dahin war auch die Auswahl ihrer Vortragsfolge ausgerichtet mit der Aida-Arie und den Gesängen der Elisabeth und Elsa. Ein ganz besonderer Reiz liegt in ihrer sehr leicht ansprechenden Piano-Hähe, die fop'fig weich erklingt und gerade im Ausgang der Aida-Arie sich mit feiner Linie abzeichnete, glockig schwebend, scheinbar unbegrenzt im Umfang nach oben hin. Daß sie aber diese Höhenregion im Dramatischen auch zu weiten vermag, bestätigte der Schluß der Elisabeth-Arie. An den Eingang hatte sie vier Lieder von Schumann gestellt: in der „Widmung" konnte sie in breiter Kantilene ihre Mittel entfalten; mit dem Liede „In der Fremde" ließ sie den wehmutsvollen Unterton bestimmend werden. eine eigenartige witternde Weise — kein Zweifel mehr, es liegt Frühling in der Luft. „Es liegt Frühling in der Luft!" sagt Gerd schnuppernd, mit einem glücklichen Lächeln. „Merkst du das, Susi? Herrlich! Liebst du den Sommer auch so? Ist doch ein ganz anderes Leben als im Winter! Komisch, wenn es so ist wie heute, dann hat man nicht das geringfte Verlangen nach künstlichem Licht und nach rauchigen Lokalen, nach allem, was einem im Winter so anzieht, ich werde fetzt wieder ganz früh ausstehen und vor dem Kontor eine Stunde Tennis spielen, es ist schon so hell morgens!" „Das wird dir sehr gut tun!" sagt Susi spitz mit einem feindseligen Seitenblick. „Du siehst aus — na! Zum Abgewöhnen! Richtig verbummelt ... verlebt!" Er muß herzlich lachen über das Wort, das sie ihm mit so entrüsteter Betonung an den Kopf wirst: „Ach, Sufi, du bist goldig, du weißt nicht, wie drollig du bist, wenn du solche Worte herausschleuderst, die du gar nicht verstehst!" „Lach du nur über mich! Das ist ja die beste Art, auf Vorwürfe zu antworten, gegen die man sich nicht verteidigen kann! „Ach, das sollte ein Vorwurf fein? Entschuldige, das hott' ich noch gar nicht kapiert? Du hast ja so recht, halt mir mal eine Gardinenpredigt! Dann krieg' ich wenigstens einen Vorgeschmack wie das sein wird, wenn ich mit dir verheiratet bin!" „Ich verbitte mir diesen Unsinn!" „Der stammt von dir, Babechen!" „Du sollst nicht .Babechen' zu mir sagen!" „Also gut, Fräulein Susanne, der Unsinn stammt noch aus der Zeit, als Sie noch .Babechen' waren! Da hast du mich mit Heiratsanträgen verfolgt — Als Detlev die Tür-nicht ganz geräuschlos hinter sich zugezogen hat, hörte Katta noch ein paar Se- k nben lang draußen seine Stimme. Also hat wahr- sr,einlich das Mädchen draußen in der Diele gestan- Ö;n und jedes Wort mitangehört. Detlev kennt tine Rücksicht! In diesem Augenblick ist sie ernst- lii) böse auf ihn, sie würde ihm tausendmal eher vi rzeihen, wenn er sie in einem Wutausbruch miß- madelte, als wenn er sie vor, fremden Leuten bloß- st'llt! Sie zittert noch in einem tiefen innerlichen Zorn, als ihr Blick auf die Kette fällt. Dieses verwünschte Ting ist an allem schuld! Die Kette? Nein! Der Augenblick ist schuld, in dem sie sich hinreihen ließ, si anzunehmen. Sie stellt das sachlich fest, ehrlich iub streng auch gegen sich selbst. Die Sache mit i>r?fem Baxeiro muß bereinigt werden! „Bereinigen" — das ist ein gutes Wort — es ist geradezu wohltuend, es zu denken. Im nächsten Augenblick hat sie schon den Hörer ir der Hand. Das Hotel Balticr meldet sich und gleich darauf auch Bareiro. Er ist sehr entzückt, als e- den Namen hört und gibt diesem Entzücken in bir lebhaftesten Weise Ausdruck. Aber Katta schnei- b?t ihm die Worte ab. „Hören Sie, Herr Bareiro, ich inuß Ihnen etwas sagen ..., eine beglückende Botschaft? Nein, das weniger — aber vielleicht dich! Sie müssen Ihre Kette zurücknehmen ..nein, ic will Sie wirklich nicht beleidigen, aber ich will sic loswerden. Ich habe Ihnen den Gefallen getan Md sie einmal getragen, ich habe nie daran gedacht, \v. zu behalten. Darf ich Sie Ihnen ins Hotel spicken? Was^ist das für eine Bedingung? Aus der Stadt Gieße«. Das Denkmal. i Gewöhnlich besteht es aus zwei Teilen: dem Sockel aus Granit, Marmor ober Metall, und dem berühmten Mann aus gleichem Stoff, der in gemessen- würdiger Haltung darauf einen Sitz- ober auch Stehplatz eingenommen hat. Darumherum haben dankbare Nachfahren meist gepflegte Grünanlagen angelegt, auf daß dem also Verewigten seine wohlverdiente beschauliche Ruhe erhalten bleibe. Aber in dieser Jahreszeit geschieht auch hier das Wunder des Wachsens- besonders in der Nachmit- tagssonne wird d.as Denkmal von einem lebendigen Kranz umgeben, einem Krayz aus lauter kleinen Mädchen, die die Stufen des Sockels — in allerdings mehr graziöser oder lustiger als würdevoller Haltung — bevölkern, die bunten Röckchen weit über die, nackten Knie hochgezogen und die locken- umrahmten kleinen Gesichter der bräunenden Sonne emporgehoben. Manchmal ist zwar auch ein junger „Mann" darunter, aber erstens wirkt er in seiner sonnenanbetenden Stellung weder würdevoll noch graziös, und zum andern sind diese Erscheinungen bei weitem in der Minderzahl. Vielleicht liegt es daran, daß die berühmten Männer dort oben es immer schon mehr mit den Grazien und Musen ge. halten haben ... So hat das Denkmal eine ganz neue, über« raschende, blumige Note bekommen, und unleugbar ist es auch, daß die Vorübergehenden plötzlich an seiner Existenz ein entschieden größeres Interesse bekunden, als zu der Zeit, wo es ganz normal aus zwei Teilen besteht. Und wer will es unter diesen Umständen dem berühmten Manne dort oben verargen, wenn er so um die Mittagsstunde seine repräsentative Würde ein ganz klein wenig beiseiteläßt, um auch einmal auf Das Gewimmel unter sich herunterzublinzeln? Akademische Ehrungen. Der emeritierte ordentliche Professor in der Vete- rinärmedizinischen Fakultät der Universität Gießen, Geh. Medizinalrat Dr.phil. Dr.med.vet. h. c. Adam Olt, der seinen Ruhestand in Wiesbaden verlebt, kann am heutigen 6. Juli sein goldenes Doktorjubiläum begehen. Geheimrat Olt hat 1892 in Erlangen in der dortigen Philosophischen Fakultät promoviert, vom 1. Oktober 1901 bis 1. April 1934 als Ordinarius für Pathologische Anatomie, Tier- hyiene und Fleischbeschau an der Universität Gießen gewirkt, wo er sich namentlich auch auf dem Gebiete der Erforschung und Bekämpfung von Wildseuchen in hohem Matze verdient gemacht hat, und ist jetzt noch Leiter der Wildseuchenforschungsstätte Rhein-Main in Mainz. Seit 1935 lebt er im Ruhestand, er hat aber in diesem Kriege wiederholt in Gießen Vertretungen für einberufenc Kollegen ausgeübt und weilt auch gegenwärtig wieder hier. Im vorigen Jahre wurde ihm vom Führer in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete der tierärztlichen Wissenschaft und im Hinblick auf seine erfolgreiche akademische Wirksamkeit die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen, die ihm in einer besonderen Festsitzung vom Gauleiter Sprenger überreicht wurde. Zu seinem heutigen goldenen Doktorjubiläum hat ihm die Universität Gießen ihre Glückwünsche durch den Rektor irt einem Schreibe^ übermittelt. Die Veterinärmedizinische Fakultät wird ihm in einer internen Sitzung heute nachmittag ihre Ehrung barbringen. Professor Dr. H a 11 als Vertreter des Dekans der Rechts- und Staatswissenschaftl. Fakultät der Universität Gießen überreichte in Marburg im Beisein des Rektors der Philipps-Universität Prof. Th. Mayer und des Dekans der Rechts- und Staatswisfenschäft- lichen Fakultät der dortigen Universität dem Geheimrat Dr. E r i ch I u n g, ord. Professor für bürgerliches Recht, römisches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Marburg, das zu seinem 50jährigen Jubiläum erneuerte Doktorjubiläum der Juristischen Fakultät der Universität Gießen. Professor Dr. jur. et phil. Dr. rer. pol. h. c. stammt aus । Mainz, wo er am 1. Juli 1866 geboren wurde. Er studierte an den Universitäten Berlin, Leipzig, Hei- . beiberg und Gießen und promovierte hier 1892 zum Dr. jur. und 1893 zum Dr. phil. 1897 wurde er ! zum Privatdvzenten und 1901 zum außerordent- ' lichen Professor in Gießen ernannt. 1903 wurde er ’ nach Greifswald berufen, wo er zum ordentlichen Professor ernannt wurde. 1909 ging er nach Straßburg, von dort wurde er 1921 durch die Franzosen vertrieben. Seit 1921 wirkte er als Ordinarius in 1 Marburg. \ Feindliche Ballone. - Es liegt befonbere Veranlassung vor, nochmals > dringend auf folgendes hinzuweisen: Der Gegner i verwendet in der letzten Zeit zu verschiedenen Zwek- - ken, z.B. Abwurf von Flugblättern, frei fliegende, kugelförmige Ballone von zwei bis drei Metern folger Klaus gewann als Anziehender gegen \ ürnberg (Augsburg) und erreichte damit Reichst and mit Oberleutnant Müller. In den origen Partien siegten Loose auf sehr schöne Art ?gen Dalben und Witten berg gegen B u ch- olz. Rellstab ist zum erstenmal Meister von ( eutfchland geworden, er mar aber schon mehrmals , cht daran. In ihm dürfte der größte Theoretiker , 25 Turniers gesiegt haben. Neben Oberleutnant ; tüller ist er sicherlich auch der beste Spieler. Rell- j ab ist von Beruf Schriftleiter und vertrat in Bad , eynhausen die Berliner Schachgesellschaft von 1827. , 12 Jahre Zuthaus für entmenschte Pflegemutter. Wegen schwerer Kindesmißhandlung hatte sich vor i?m Sondergericht in Graudenz die Angeklagte • Lowalski zu verantworten. Die K. hatte im Herbst - iirigen Jahres einen dreijährigen Jungen als Pflegekind bei sich ausgenommen, offenbar nur des : s Liegegeldes wegen. Infolge schlechter Behandlung |ib unzweckmäßiger Ernährung bekam das Kind In Darmleiden und beschmutzte sich infolgedessen t. Die Angeklagte schlug bann bas-bedauernswerte Zesen in bestialischer Weise. Einmal warf sie den ungen gegen die Herdplatte, so daß er eipen Schä- lbruch erlitt und eine Ueberführung in ein Kran- nhaus notwendig war. Mit der Rettung des Klei- len war kaum noch zu rechnen. Durch gute Pflege -holte es sich dann aber doch. Das Sondergericht D?rurteilte biecntmenschte Pflegemutter wegen fort« Letzter Kindermißhandlung und verfuchten Mordes p 12 Jahren Zuchthaus. Kunst und Wisienschast. Die Leibniz-TNedattte. ! Alljährlich werben von der Preußischen Ikademie der Wisfenschaften in Erinne- tna ag ihren Gründer Leibniz verdiente deutsche orscher mit der Leibniz-Medaille ausgezeichnet, n der diesjährigen Festsitzung erhielt die Goldene eibniz-Medaille, die im Kriegsjahr 1942 wieder Eisen ausgeführt ist, der Generalbevollmächtigte ir Sonderfragen der chemischen Erzeugung Profes- r Dr. Dr. h. c. Krauch, Berlin, für feine Ver- enfte um die Zusammenarbeit von Forschung, echnik und Wissenschaft, eine silberne Medaille kinisterialrat Dr. Karstebt, Berlin, für seinen msatz für den Kolonialgedanken und seine For- )ungen über die Eingeborenenfragen, ferner «tuenrat Professor Dr. Rudolf Obebrecht, Berlin, r seine Herausgabe der philosophischen Schriften chleiermachers, und Studienprofessor Adolph leissinger, München, für seine Bohrungen i Starnberger See und anderen bayerischen Seen, e nicht allein bedeutungsvolle prähistorische Er- inntniffe erbracht, sondern auch zur Seeforschung ichtige Beiträge geleistet haben. Die Goethe-Medaille für Josef Sauer. Der Führer hat dem emeritierten Professor an 'r Theologischen Fakultät der Universität Frei- jrg Dr. Josef Sauer anläßlich seines 70. Ge- irtstages für feine Verdienste als Archäologe die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ver- ehen. Prof. Sauer habilierte sich 1902 in Frei« iirg für Kirchengeschichte und hielt daneben Vorle- ftngen über christliche Archäologie und Geschite der ßristlichtzn Kunst. 1925 wurde er Ordinarius für r-ristliche Archäologie und Kunstgeschite. Er war in Konservator für die kirchlichen Kunst- und Alter, ^msbenhnäler Badens. Berufungen. I Professor Dr. Otmar v. Ver schuer, Frankfurt an Main, wird als Nachfolger von Professor Dr. jagen Fischer die Leitung des Kaiser-Wilhelm- ^iftituts für Anthropologie, menschliche Erblehre inb Eugenik, übernehmen. Prof. v. Verschuer ist jird) seine grundlegenden Arbeiten auf dem Gebiet ir Zwillingsforschung bekannt geworden. — Der q Professor Dr. Edmund Stengel, Berlin, Präsent des Reichsinstituts für ältere deutsche Ge- ßiichtskunde wurde auf den Lehrstuhl für mittel- dlterlidje Geschichte der Universität Marburg v rufen. Er ist 1879 in Marburg geboren als Sohn i s berühmten Romanisten, habilitierte sich 1907 Marburg wurde 1914 planm. a. o. und 1919 ; । Professor, 1922 Direktor des Historischen Semi- Ars und Begründer des Instituts für geschichtliche rmbestunbe von Hessen-Nassau. Vor einigen Jahren jar er nach Berlin berufen worden, von wo er jetzt fieber an ben Ausgangspunkt feines Wirkens zu- k ckkehrt. Im ersten Weltkriege hat er vertretungsweise auch in Gießen gelehrt. Reichsausschuß für Rheumabekämpfung. Auf Veranlassung des Reichsgesundheitsführers tturbe der Reichsausschuß für Rheumabekämpfung iügründet. Zum Präsidenten ernannt wurde Pro- ssior Gerönne- Wiesbaden, zu dessen Stellver- txter Dr. Maier vom Reichsministerium des Jnne- llin. Mit den vorbereitenden Maßnahmen wurden jrosessor Hochrein- Leipzig und Professor V o g t- $ rcslau betraut. _________ weißt du das nicht mehr-" „Ich finde es ziemlich taktlos, einen erwachsenen Menschen an solche Kindereien zu erinnern. Ich er. rähl dir auch nicht, daß man einen toten Frosch in deiner Hosentasche gefunden hat." Sie reckt den hüb- Kopf'den'e/d'ie'letzten'Tage ties gesenkt gegen den scheu blonden Kopf sehr hoch und ist ganz getränte' stürzenden Regen vorgestotzen hat, und atmet auf 1 Würde» (Fortsetzung folgt.) Durchmesser. Sie sind mit Wasserstoff gefußt und aen, die bas weitere veranlassen wird. Soweit die verbrennen mit einer Stichflamme von mehreren Byllone mit einem Halteseil oder Draht versehen MelliWk MWW darnieder. jetzt noch Erst recht im Kriege täglidie Zahnpflege Bente Montag Erstaufführung! IOLANTA 2119 D Alpine Chemische A.-G., Berlin NW 7. 1643 V Mehr Freude an der Natur durch Lermühler-Lücher! Heutigen aufgetrie- Deckel zul Nicht so bequem; Sonst verflüchtigt sich die Krem! Halte darin Disziplin, mrt Verdnukelungszeil: 6. Duli von 22.46 bis 4.38 Uhr. Ein Ufa-Film mit Annelies Reinhold, Richard Häußler, Hans Schlenck, Hedwig Wangel Karl Skraup, Betty Sedlmayr Schicksalsweg u. Schicksalskampf eines Mädchens aus den Bergen, seinOpfer u. der Sieg seiner Liebe Deutsche W ochenschau Täglich 8.00, 5.15, 8.00 Sonntags 2.30, 5.00, 8.00 Jugend hat keinen Zutritt 2113C Niemand braucht an Fußflechte zu leiden. Jeder Mensch kann einmal an der peinlichen, oft schmerzhaften Dermatomykose leiden, die an feuchten Stellen, roten Flecken oder gar wunden Hautrissen zwischen den Zehen oder an den Fußballen erkennbar ist Der Pilz, der sie hervorruft, entwickelt sich besonders bei Wärme und Schweißabsonderung. Dank seiner typischen Zusammensetzung dringt Ovis, das erprobte Desinfektionsmittel für Füße, tief in die Oberhaut ein und tötet das Pilzgeflecht ab. Wenige Tage hindurch morgens und abends angewandt, bringt Ovis Hilfe und Erleichterung. Wenn Sie Fußjucken befällt und andere Symtome auftreten, beugen Sie mit ein wenig Ovis auf verdächtige Stellen vor. Landkreis Gieße«. *Beuern,6. Juli. Landwirt und Wassermeister Konrad Wilhelm W ihn er, Borngasse 55, kann am morgigen Dienstag, 7. Juli, in geistiger und körperlicher Frische seinen 7 0. Geburtstag begehen. Der Jubilar hat sich bei der Schaffung zahlreicher gemeinnütziger Einrichtungen unserer Gemeinde bewährt und sich dadurch große Verdienst um unser Gemeinwesen erworben. Dem allseits geschätzten Manne weiß sich unsere Gemeinde zu dankbarer Anerkennung verbunden. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. An Feldpostsendungen vergriffen. Lpd. Darmstadt, 3. Juli. Vor dem Sondergericht in Darmstadt hatte sich die Postfacharbeiterin Margarete W i ck aus Darmstadt wegen U n - terschlagung von Feldpostsendungen zu verantworten. Da sechs Einzelfälle zweifelsfrei Gerade im Kriege müssen wir alles tun, um Krankheiten zu verhüten. Tägliche Zahnpflege — morgens und vor allem abends — ist zur Erhaltung der Zahn- und Allgemeingesundheit heute wichtiger als je. Wenn vorübergehend Zahnpaste fehlt, müssen die Zähne und Zahnzwischenräume durch gründlichen Gebrauch von Zahnbürste und Zahnstocher sowie durch kräftiges Spülen mit lauwarmem Wasser behelfsmäßig gereinigt Werden. Verlangen Sie kostenlos die Aufklärungsschrift „Gesundheit ist kein Zufall“ von der Chlorodont-Fabrik Dresden N6. Bekanntmachung. Betr.: Perkauf von Tabakwaren; hier: Ablieferung der Kontrollabschnitte. Gaststätten, Kantinen aller Art, Erfrischungsballen und anlbulante Händler haben alle bis zum 30. Juni 1942 vereinnahmten Kontrollabschnitte oem Wirtschaftsamt, Liebigsttaße 16, Zimmer 9, bis spätestens zum 15. Juli 1942, monatweise geordnet, ab mliefern. Bei der Einreichung ist schriftlich die Gesamtzahl der abgelieferten Abschnitte anzngeben. Außerdem ist eine schriftliche Erklärung beizu- sügen, aus der bervorgebt, daß alle im Besitz befindlichen Abschnitte zur Ablieferung gebracht worden sind. I2116D Gieß en, den 3. Juli 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Wirtschaftsamt. sie haben Anspruch auf kostenlose ärztliche Untersuchung im Rahmen unseres Gesundheitsdienstes Vereinigte Krankenversicherungs-AG. Geschäftsstelle Gießen,Ludwigstr. Schweinemarkt waren 104 Ferkel ben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 22 bis 27 RM., 8 bis 10 Wochen alte 27 bis 32 RM., 12 Wochen, alte 35 RM. pro Stück. Der Handel war ziemlich flott, es verblieb geringer Ueberstand. Ein Eigenheim statt Miefe! l00%lge Finanzierung durch steuerbegünstigtes Bausparen Verlangen Sie kostenlos Aufklärungsschrift von der Bausparkasse Deutsche Bau- Gemeinschaft AGw Leipzig CI, Georgirfng 8 b Albrecht Schoenhals Sabine Peters, Hilde v. Stolz Theodor Loos und Paul Henckels spielen in diesem spannenden Film unter der Regie Peter Stan Chinas Heute Montag: Lichtspielhaus Tägl. 3,5.15,8 bis Mittwoch einschließl. Jugend hat Zutritt! —— nicht genau festgestellt werden. Schweinemarkk in Alsfeld. • Alsfeld, 6., Juli. Auf dem Am 4. Juli verschied plötzlich und unerwartet, im blühenden Alter von 19 Jahren, unser lieber, guter Sohn, Bruder und Schwager Willi Es war ihm nicht vergönnt, an der Seite seines Bruders zu kämpfen. In tiefem Schmerz: Familie Karl Luh und Frau Anna Luh, geb. Heß Karl Luh, Obergefreiter, z.Z. Im Felde Familie August Oswald und Frau Ottilie Oswald, Elli Luh, Frauenklinik. [geb. Luh Gießen, Bergwerk Oberhof. Die Beerdigung findet Dienstag, 7. Juli, nachmittags SVa Uhr, in Großen-Linden, von der Gießener Straße 7 aus statt. 03224 nächgewlesen werden konnten, wurde die geständige Täterin von dem Sondergericht in Darmstadt aus Grund der DO.' gegen Volksschädlinge zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Ein schwerer Fall der Amtsanmaßung. LPD. Darmstadt, 4. Juli. Die 30jährige Erna Semmler aus Worms lernte im Untersuchungsgefängnis eine inzwischen wegen umfangreicher Feldpostunterschlagungen abgeurteilte Frau kennen und besuchte nach ihrer Entlassung deren Angehörige in Oberhessen. Sie behauptete der Tochter der bisherigen Mitgefangenen gegenüber, sie komme in amtlicher Eigenschaft und erhärtete diese Täuschung durch Dorzeigen eines Ausweises mit dem Stempel einer Revisions- und Treuhand- gesellschast. Auf diese Weise gelang es ihr, sich in den Besitz einiger Wäsche und Kleidungsstücke zu Schalkes sechste Fußballmeisterschaft Vienna Wien im Endspiel 2:0 (2:0) geschlagen. Wir stellen für einfache Lagerarbeit noch 2 bis 3 Frauen (Hausfrauen) für Beschäftigung für ganze oder halbe Tage ein. Vorzustellen $omD Hlndenburgwall 10, Hinterh. Mitteilung Unsere schadenfreien Versicherungen sinä wieder 41/a Monate prämienfrei sie erhalten als Prämienrückgewähr über 3% Millionen RM. CSV. Gießen — FVgg. Ravolzhausen 3*4 (itOfo In dem gestrigen Aufstiegsspiel zwischen bert beiden Vereinen errangen die Gießener einen eiitN drucksvollen Erfolg. Mit den Luftwasfensportlerui wird man auch künftighin rechnen müssen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS HaupischriftleiterS: Ernst Blumschetn. Veranttvorllich für Politik imb Bilder: Dr. Fr. W. Lauge' für das Feuilleton: Dr. HanS Thhrtotz für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckeret R. Lange K. G« Lerlagkletter: Dr..Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreislifte Nr. 6. Für die uns erwiesene Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir,auf diesem Wege herzlichsten Dank Georg Schuchard jun. Georg Schuchard. Gießen, den 6. Juli 1942. • Das Endspiel um die dritte deutsche Fußball- Kriegsmeisterschaft zwischen Schalke 04 und Dienna Wien endete gestern im Berliner Olympiastadion vor rund 100 000 Besuchern mit dem erwarteten Sieg der Schalter Elf, die mit 2:0 Toren die Oberhand behielt. Mit diesem neuen Meisterschaftssteg hat Schalke die „Viktoria" zum sechsten Male seit 1934 gewonnen und damit den Rekord des ruhmreichen 1. FE. Nürnberg erreicht. Dienna war im Berliner Endkampf fein tapferer Gegner und verlor in ollen Ehren. Dem Schiedsrichter Bouillon (Königsberg) stellten sich die Mannschaften wie folgt: Schalke 04: Flotho; Hinz-Schweißfurth: Bor- nemann-Tibulski-Burdenski; Kalwitzki • Szepan - Ep- penhoff-Kuzurra-Urban. Vienna Wien: Ploc: Kaller-Schmaus: Ku- bicka-Sabeditsch-Jawurek; Bortoli-Decker-Holeschof- sky-Lechner-ErdL Bei der Pause 2:0 für Schalke. Schalke, gegen die Sonne spielend, führte den ersten Angriff bis zum. Wiener Strafraum, anschließend gab es einen Freistoß für die Westfalen, den Kuzorra trat und Ploc sicher meisterte. Schnell machte sich auch die Vienna bemerkbar, und als eine Viertelstunde verflossen war, machte man die Feststellung, daß in dieser Zeit nicht die Schalter, sondern die Wiener das Feld beherrscht hatten. Sie spielten lebendiger und raumgreifender, während Schalke sich in unvorteilhaftem Zusammenspiel auf engstem Raum verzettelte. Wiens Angriffe gingen meist von dem technisch großartigen Nationalspieler Decker aus. Gefährlich war auch der linke Flügel Erdl-Lechner, der den Ball immer wieder in die Nähe des Schalter Tores brachte. Nach einem Bombenschuß von Urban, den Ploc zur ersten, ergebnislosen Schalter Ecke abwehrte, änderte sich das Bild. Schalke wurde zusehends sicherer und nm- dem Wiener Tor häuften sich die gefährlichen Situationen. Schnell lag dann Schalke mit 1:0 in Front. Ein geschlossener Angriff des gesamten Sturms, eine Dor. läge auf den freien Raum, Kalwitzki lief richtig und gegen den scharfen Schuß des Schalter Rechtsaußens war Wiens Hüter machtlos. Ungestüm lagen die Schalter weiter im Angriff, aber Wien erzwang Das Verufserziehungswerk der Deutschen Arbeitsfront teilt mit: 2115D Am 11. Juli 1942 beginnt in Gießen, Schonzenstraße 18, ein Lehrgang für Sprechstunden- Helferinnen bei Zahnärzten und Dentisten. Anmeldungen werden noch entgegengenommen. Monatlich ein Feldpostpäckchen. r Vis zu 1Ö00 Gramm mit Zulastungsmarke. Don sogleich an darf jedem Soldaten mit Feldpostnummer monatlich ein Päckchen bis zum Ge- wicht von 1000 Gramm geschickt werden. Es werden jedoch nur solche Päckchen angenommen und befördert, auf die der Absender eine Zulassungsmarke gefleht hat, die ihm aus dem Felde zugesandt worden ist. Für private Feldpostsendungen bis zu hundert Gramm sind Zulassungsmarken wie bisher nicht erforderlich. Es wird jedoch erwartet, daß dieser Versand in mäßigen Grenzen bleibt. Und schließlich wieder die alten Mahnungen: 1. Feldpostpäckchen fest verpacken und ein Doppel der Anschrift einlegen, sonst viel Verdruß. 2. Keine feuergefährlichen Gegenstände (Zündhölzer, Benzin) versenden, sonst Brandgefahr. 3. Keine leichtverderblichen Lebensmittel versenden, denn der Verderb wäre unverantwortlich. Tanzabend Erwin Hoffmann. Die NSG. „Kraft durch Freude" hatte am Sonntagabend im Theater Erwin H o f f m a n n mit Bella Vernici und seiner Kammertanzgruppe zu Gast. Die Tanzfolge unter der Ueber- schrift „Getanztes Leb em" umfaßte 17 Solo- und Gruppentänze nach alter, romantischer und moderner Musik. Erwin Hoffmann ist ein Tänzer, dessen Stil eine ausgesprochene, der Pantomime und dem Tanzspiel zugewandte komische und grotesk-komische Begabung erweist. Der interessanteste und originellste .Beleg dafür war der „Alte Bettler", ausgezeichneter Einfall noch einer bekannten Verdi-Melodie, eine marionettenhafte Szene, mit tänzerischem Temperament erfaßt und abgerundet. Sehr hübsch und heiter auch der „Tanz- meister von anno dazumal"; ein ausgesprochener setzen, Ks Er aüsgehandigk wurden, weis man äfft nahm, daß sie als Ermittlungsbeamttn zur Vor- nähme von Untersuchungshandlungen in der Feld- postangelegenheit befugt fei. Die Täterin konntet unmittelbar nach Begehung dieses durch unglaubliche Dreistigkeit gekennzeichneten Bettugs festgenommen werden. Das Sondergericht in Darmstadt verurteilte die bereits wegen Betrugs vorbestrafte Frau wegen Verbrechens gegen die Verordnung vom 9. 4. 1942 zur Erweiterung und Verschärfung des strafrechtlichen Schutzes gegen Amtsanmaßung in Verbindung mit Betrug zu einer Zuch t h a u s - strafe von drei Jahren und zu dreijährigem Ehrverlust. GIESSENER KONZERTRING 1941/42 Arbeitsgemeinschaft Konzertverein - NSG. Kraft durch Freude — Theater Donnerstag, 9. Juli 1942, 20 Uhr, Universitätsaula 12. Konzert Gruppe B Nr.6 VIOLIN-ABEND ROMAN SCHIMMER Am Flügel: Hermann Loux Werke von Beethoven — Schubert — Paganini — Sarasate — Schimmer Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau. Eintrittskarten: RM. 1.50. 2.—, 2.75 und 3.50 bei Musik-Challier, Neuenweg 10 (Ruf 2671) und in der Kartenverkaufsst eile der NS G.Kraft durch Freude, Seltersweg 60 (Ruf 3961). Studentenkarten RM. 1.— nur im Vorlesungsgebäude gegen Ausweis. e055o AlteWlse (auch Frau), sofort gesucht. M Lange, Am Nahrungs- berg 41. [21Q9D | Verkäufe Komvl. älteres Holzbett 60Mk. UNd 03184 «attenwagen zu verkaufen 10Mk. Schiffenberg er Weg 28 H- Eine'/.(Mk.60,-) und eine % Geige (Mk. 35,-)-.verkaufen. [ 03225 Näheres von 15 bis 17 Uhr Grabenstr. 1H r Publikumserfolg das „Markigeflüster", derbkomffch in der Wirkung, aber schon jenseits des Tänzerischen, dem Kabarett zugehörig. Eine überzeugende Talentprobe war dann, abseits der bisher eingeschlagenen Linie, der „Kuli", ein ernster Tanz, stilvoll und ausdrucksstark in Bewegung und Mimik, in einer suggestiven chinesischen Maske. Kleine, bühnenmäßige, farbige, von spanischen Rhythmen akzentuierte, pantomimisch unterbaute Tanzszenen waren die „Moda" und der „Circus". Bella V e r - niet zeigte sich als eine technisch versierte, geschmackvolle und wandlungsfähige Begabung mit einem ungarischen Tanz von Brahms, dem volkstanzmäßigen „Wiegenlied" und etwa einem Tango von Albeniz. In Einzel- und Gruppentänzen bereicherten das Programm Eduard Kozefchnik, Isolde Kauffmann (Valse capricieuse von Chopin), Inge Stof fers (Zigeunertanz) und Hilly - o r v ä t h von der Kammertanzgruppe mit dem beliebten und immer dankbaren böhmischen Volkstanz von Dvorak. — Hans Günther A n - dersch und Hans Fritsch machten sich an zwei Flügeln um die taktsichere Begleitung verdient, die allerdings gelegentlich eine gewisse Dämpfung der Lautstärke vertragen hätte. — Das gut besuchte Haus spendete reichen Beifall. Han&Thyriot. vor seinem zweiten Derlusttor noch einen EckbaH der nichts einbrachte, und vergab auch einige mei* tere günstige Torgelegenheiten durch ungenaues und überhastetes Schießen. Ein Freistoß von Kuzorra sah erneut Ploc auf dem Posten, aber kurz vor dem Seitenwechsel mußte Wiens Hüter zum zweiten! Male hinter sich greifen. Ein schneller Angriff der Schalter führte bis dicht vor das Wiener Dor, Kak witzk-i legte den Ball zu Szepan, der das Ziel aus nächster Nähe nicht verfehlte. Bei der PaufÄ führte Schalke mit 2:0 Toren. Torlose zweite hälfte. Gleich nach Seitenwechsel kam Wien zu seines dritten Ecke, die Decker durch-Freistoß gegen Flothol erzwungen hatte. Sie brachte nichts ein, aber sie war! der Beginn einer längeren Drangperiode der SßicN ner. Schalkes Abwehr war etwas unrein, und dot gab es zwei Freistöße und eine weitere Ecke fü< die Vienna. Aber alle Bemühungen um ein Toblieben erfolglos, so sehr sich auch alle Spielet in-- Zeug legten. Immer stärker kam Wien in Fronte ohne indessen Schalkes Deckung durchbrechen zH können. Nach einer Viertelstunde machte sich Schalks frei, und schon wartete Kuzorra mit einem Schutz auf, den Ploc nur mit Mühe meistern konnte. Schnelh wurde Schalke wieder gestoppt, und Vienna er^ kämpfte sich erneute Vorteile im Feld. Bei einem schnellen Durchbruch jagte Kuzorra das Leder DOW bei, und Kalwitzki erzwang eine Ecke. Erst gegeNj Schluß wurde der Kampf wieder offener, und miß der achten Ecke für Wien, die Flotho unschädlich! mochte, und einem Scharfschuß von Eppenhoff, den! Ploc hielt, klang das Endspiel aus. Douglas" war (n seinen eigensten Zügen herausge- stellt und erwuchs machtvoll in Gefühlsbewegtheit. Wie fein Hans Lott aber gerade als Liedergestalter aufzufassen vermag, bestätigte die Wiedergabe von Loewes „Uhr" (Zugabe), getragen von starker Innerlichkeit und Abgewogenheit der Empfindungstöne. Der zweite große Programmteil, Richard Wagner gewidmet, ließ Hans Lott auf seinem ureigensten Gebiet als Heldenbariton hervortreten. Der Holländer-Monolog war menschlich durchfühlt und erhob sich in seinem Schluß teil zu beschwörender Dämonie. Seherisch erfüllt war Wotans Abschied und akzentstark die Ansprache des Hans Sachs. In dem Nil-Duett aus Verdis „Aida" trat