§reitag.6.8ebruar 1942 >b«ll in * Beilagen: tsfnipf1 «U Beilagen: d > ftah »ebener Familienblätter IkmatimBild-DieScholle Bezugspreis: Echeck 11686 Frankf./M. Lissabon, 3. Februar 1942. KW rla-PaW1 Alle Anstürme der Sowjets gescheitert V4^ mb W! lbteilüllgen ieder- und Anschuß, ^rankhei- :hmerzen. lg; 20 Tabletten Apotheken. Erfahrungen! [EN J 27/547 ,r. Jahrgang Nr. 3s scheint täglich, auher xrnntags und Feiertags Es kreißten die Berge um Churchill und sie gebaren ein lächerliches Mäuslein. Nur die Besetzung des neu errichteten Ministeriums für die Produktion ist erfolgt, alle anderen so dringend von der englischen Öffentlichkeit geforderten Absägun- qenjeiner Mitminister glaubt Churchill dadurch um- niedriger Kältegrade und starken Schneefallen erzielten deutsche Truppen bei der Fortsetzung ihrer örtlichen Angriffe in'der Mitte der Ostfront neue Erfolge. So brachen Infanteristen während der letzten Tage tief in die bolschewistischen Linien ein und entrissen dem Feind nach schweren Kämpfen 19 Ortschaften. Der Feind hatte starke Verluste und büßte zahlreiche Geschütze ein. Ein deutsches Infanterieregiment nahm am 3.2. in hartem Kampf eine von den Bolschewisten besetzte Ortschaft in der Mitte der Oststont. Ungeachtet der widrigen Wetterumstände kämpften sich die Soldaten von zwei Seiten her gegen den Ort, vor und erzwangen gegen zähen bolschewistischen Widerstand den Einbruch in die Ortschaft. Hier mußte Haus für Haus im Nah. kampf vom Feind- gesäubert werden. Nach schweren und für den Gegner sehr verlustreichen Kämpfen fiel die Ortschaft in die Hand des Infanterieregiments. Der Schwerpunkt des Kampfeins-atzes der deut- jagte. Und nun erhalt Lord Beaverbrook, der Nicht- fachmann, der so vollständig Gescheiterte, die Aufgabe, die Produktion Englands und der USA., wie es so schön im Englischen heißt, zu koordinieren. vnlck und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdruckereiN. Lange für die überragende Leistung der Deutschen Reichsbahn im Kriege. USA. requirieren französische Schiffe. Washington, 5. Febr. (Europapreß.) Nach einer amtlichen Mitteilung sind von der USA.-Ma- rinekommission acht französische Schiffe mit zusammen 43 000 BRT., die seit längerer Zeit in amerikanischen Häsen festgehalten worden sind, requiriett worden. Bereits seit mehreren Monaten hatten diese französischen Schiffe eine USA.-Wache an Bord. Oie englische Bolschewisierung Rom, 5. Februar. (DNB.) Reichsmarschall Göring, der im Rahmen seiner Ätalienreise, wie bereits berichtet, zur Zeit in Rom zu Besprechungen weilt, empfing ' am 4. Februar vormittags den Staatssekretär der königlich italienischen Luftwaffe, Exzellenz Fougier, zu einer Aussprache über die die Luftwaffe beider Länder interessierenden Fragen. Im Anschluß an diese Besprechung begab sich der Reichsmarschall auf Einladung von Exzellenz Fougier zu einer Besichtigung von Einrichtungen der italenischen Luftwaffe. Beim Eintreffen begrüßte der Duce, der mit dem Flugzeug am Besichtigungsort angekommen war, den Reichsmarschall. Anschließend fanden Vorführungen der königlich italienischen Luftwaffe statt, die sich bis in den späten Nachmittag hinzogen. Den Abend verbrachte Reichsmarschall Göring gemeinsam mit Infizieren der deutschen und italieni. schen Wehrmacht sowie hohen Persönlichkeiten des Staates und der Partei auf einem Empfang, zu dem Generalfeldmarschall Kesselring gebeten hafte. Dabei waren u. a. anwesend der königlich italienische Außenminister Graf Ciano, Exzellenz Cavallero, Exzellenz Fougier, Exzellenz schwader. Oberst Arndt hat auch im Kampf gegen die Sowjets durch seine Haltung/sein Vorbild und feine hervorragende Tapferkeit sein Regiment immer wieder \yi großen Erfolgen mitgerissen. Oberstleutnant Schulte-Heuthaus hat sich als Kommandeur eines Kradschützen-Batanlons im Verlauf des Offteldzuges durch hervorragende Tapferkeit ausgezeichnet. So hat er, mehrfach auf sich allein gestellt, durch kühne Entschlüsse die Grundlagen geschaffen, die der höheren Führung ermöglichten, die Operationen planmäßig durchzuführen. , ., Leutnant Hermann Graf hat sich in zahlreichen Luftkämpfen im Westen, auf Kreta und besonders im Kampf gegen die Sowjetunion als ^einsatzbereiter Jagdflieger hervorragend bewährt und bisher 42 Gegner in harten Luftkämpfen abgeschossen. In kühn durchgeführten Tiefangriffen auf Panzer Ko- lonnen und Bereitstellungen vermochte er dem Geg- ner im Osten schweren Schaden zuzufugen. Er hat damit wesentlich zur Entlastung der Verbände des Heeres beitragen können. B e r l i n , 5. Februar. (DNB.) Vorgeschobene Beobachter der deutschen Artillerie erkannten am 3.2. an einer Stelle des mittleren Abschnitts der Ostfront Bereitstellungen bolschewistischer Panzerkampfwagen, die einen Angriff auf die deutschen Linien fahren sollten. Deuftche Geschütze nahmen die feindlichen Panzerkampfwagen sofort unter Feuer und vernichteten mehrere von ihnen. In den Abendstunden des gleichen Tages unternahmen bolschewistische Infanteriekräfte an der gleichen Stelle einen Vorstoß gegen die deutschen Linien, der jedoch vor den deutschen Minen- und Drahtsperren zusammenbrach. Noch am gleichen Abend unternahmen deutsche Truppen einen Gegenstoß gegen die im Vorfeld der deuftchen Linien liegenden Bolschewisten. Bei diesen Kämpfen erlitten die Bolschewisten hohe Verluste So wurden bei einem deutschen Gegenstoß vier Geschütze und 14 Maschinengewehre des Feindes erbeutet. An anderen Stellen machten deutsche Stoßftupps über 300 Gefangene. Trotz überaus Oer Wehrmachtbericht. DNB. Musbern Jührerhauptquartler, 5. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront fchelterten zahlreiche sowjetische Angriffe unter schweren Verlusten für ben Gegner. Eigene Gegenangriffe führten zu örtlichen Erfolgen. 3m mittleren Frontabschnitt würbe eine feinbliche Kräftegruppe eingeschlossen unb vernichtet. Verbänbe ber Luftwaffe führten erfolgreiche Angriffe gegen Truppenbereitstellungen, Marschkolonnen unb Flugstützpunkte bes Feinbes. An derOstküsievonVordamerika verengten beutsche Unterseeboote sechs feinb- liche Handelsschiffe mit zusammen 47000 VBT.» barunter einen Erzbampfer von 15 000 BRT. In Norbafrika würbe bie Verfolgung bes Feinbes über Derna hinaus nach Osten fortgesetzt. Kampfflugzeuge zersprengten britische Kolonnen westlich Tobruk unb bombardierten die Rückzugstraßen des Feindes. Rach den bisherigen Meldungen wurden bei den Kämpfen in der Lyre- nai ka im Laufe des Januar durch deutsch-italienische Truppen 3500 Gefangene eingebracht sowie 370 Panzerfahrzeuge und 192 Geschütze erbeutet oder vernichtet. Deutsche Unterseeboote griffen vor Sollum einen durch Zerstörer gesicherten britischen Geleitzug an. Sie erzielten mehrere Torpedo- Churchill und Cripps Von unserer Berliner Schriftleitung. jeder 47000 BRT. an der Ostküste Nordamerikas versenkt Oie Auswirkungen der britischen Tonnageverluste. Von unserem L.-Korrespondenten. Hanistag ffnet. e vorher. . «5C schreitet fort. . .....................—L.. .. 3m Unterhaus RorLivlands machte ein der Sa-1 bourparh) angehöriges Parlamentsmitglied 3U L—, - Annahme von Anrergen für die Mittagsnummer bis8'/,UbrdesVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüsseMengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/.mehr üblichen aus! ; Die für zivile Zwecke verfügbaren Ledervorräte nb in England, nach einer Meldung der „Finan- al Times" erschöpft. Die englischen Gerbereien ( wußten ihre Arbeitszeit verkürzen." Auch Schuh- ; chriken, die sich auf die Herstellung von Gummi- I chlen als Ersatz für Leder umgestellt hatten, stehen !tjt vor der Schließung, da wegen der radikalen । ünschränkungsmaßnahmen für Gummi seit Aus- < mch des Krieges mit Japan fein Material mehr ( pr Verfügung gestellt werden kann. Vorher aber M.t man für die Anschaffung eines Ersatzmaterials ftcht vorgesorgt. Die Maschinen der betreffenden feerfe können nicht für die Produktion von Ersatz- Wen benutzt werden. * Das Schieberunwesen blüht derzeit wieder in Irland. „Daily Mail" schreibt z. B., die Polizei flchnde eifrig nach Schiebern, die Bekleidungsgegen- iliflbe zu phantastischen Preisen verkauften. Aus allen diesen Anzeichen ergibt sich, daß die ^egenblockade Deutschlands weit wirksamer ist, als ran es an offiziellen Stellen in London zugeben ritt. Geheime Parlamentssitzung über die Gchrffahrtslage. Stockholm, 5. Februar. Die zu- ahmende Verschärfung der Blockade- Ichlacht gegen England scheint in London erhebliche Beunruhigung hervorgerufen zu haben. So vill Reuter aus maßgeblicher Quelle erfahren haben, fth die britische Regierung beabsichtige, demnächst litte geheime Parlamentssitzung abzu- Men, um die Schiffahrtslage zu besprechen. Englands Zugverkehr weiter eingeschränkt. Senf, 5. F-br. (DNB.) Die „Daily Mail" be- reitet ihre Leser auf neue und weitgehende Einschränkungen im Betriebe der englischen Eisenbahnen vor. Damit die Munitionszüge laufen können, müssen weitere Personenzüge aus iem Fahrplan gestrichen werden. Das Blatt schilpt die Schwierigkeiten int englischen Transport- vrsen und bemerkt, nicht nur der zur Verfügung sichende Schiffsraum sei absolut- ungenügend, sondern auch die englischen Eisenbahnen hätten durch den Krieg schwer gelitten. Deutschland hat zwar auch den Personenverkehr m schränken müssen, weil die Deutsche Reichsbahn "itzt nur im besetzten Frankreich, Belgien, den Niederlanden und in Norwegen, sondern jetzt auch auf bti vielen tausend Streckenkilometern im Osten den Eisenbahnverkehr fast nur mit ihrem eigenen Personal und ihrem deutschen rollenden Material auf» recht erhalten muß, die englischen Bahnen fahren tfer nur auf ihper Insel und nur auf ihren Friedens st recken. Ein Beweis mehr Wer.* ^llschuh. ! verpflichtet: '»-Mül. Mer. Auch her Aus- Wen Meist» vlineth _ pZig-Lindenaii ■ Turnerschist >.e>t ahgeschloj, W zu rech, ^-Schweiz m hannova urt heinck! fahren h i l. durch ihr BeifMtimns utschland ent. imrnt statt, da worden ist. ' ■ Ttellvkrttelkr bei i* röt W mit iß Clumjtöein; lut 'en, Stoöint, tiirt. tei R-Lmsteil.S. Jeiiet: Hm° Sej. r Lümmel Pf.Nr.i, ioiual eder nundfuDk' -i°- nordamerikanischen Küste versenkt. gfMM ^^9PtaB murien fünf feini,lid,e Berlin, 5. Februar. (DNB.) Der Bericht des! yU(j. im Nordteil der Ostfront griff die Luft- Oberkommandos der Wehrmacht vom Donnerstag am Mittwoch mit sehr starken Kräften in die enthält die vierte Erfolgsmeldung unserer Untersee- Erkämpfe zur Unterstützung des Heeres erfolgreich bote, die vor der nordamenkamschen Küste operieren. .Feindliche Angriffsbewegungen wurden an Die Zahl der versenkten feindlichen Schiffe ist damit i rreren Stellen durch kühn geführte Jagd- und auf 4 9, der dem Gegner verlorengegangene Schiffs- Tiefangriffe an der Entwicklung gehindert unb raum auf 3 4 9 0 0 0 BRT. gestiegen. J zum Stehen gebracht. Mehrere Infanterie-Kolonnen Nachdem die „New York Times bereits bei ber I rourben zerschlagen. Der Feind erlitt außerordent- letzten deutschen Versenkungsziffer das Eingestand- ^ch hohe blutige Verluste. In Luftkämpfen wurden nis machen mußte, daß die deutschen Angaben nicht stchs sowjetische Flugzeuge abgeschossen, bestritten oder gar widerlegt werden konnten, gibt „ nun das USA.-Marineministerium fast täglich TlCUC RltkrfreUjtra^Cr. neue N a m e n v e r s e n k t e r S ch i f fe bekannt. Berlin, 5. Febr. (DNB.) Der Führer ver- Bei den heute als versenkt gemeldeten sechsDump- 6a9 Ritterkreuz an Oberst Karl Arndt, Kom- fern handelt es sich um den Erzdampfer „Amerika-eine5 Infanterie-Regiments, Db erftleut» land" mit 15 355 DRT. und bie Dampfer "?lnpire * Hermann Schulte-Heuthaus, Komman- Wilde Beest" mit 5631 BRT. Ftachester mit^6836 k Solange es einer solchen Regierung jedoch nickst gelingt, die rücksichtslosen Eingriffe der Brsten !n das ägyptische Wirtschaftsleben auszuschließen, dürste H... . auch ihr fachmännisches Können nicht imstande sem z japanische Ü die ägyptische Bevölkerung vor den drohenden Hungerssorgen zu bewahren. Berlin, 5. Februar. (DNB.) Infolge des Dor-Men stoßes deutsch-italienischer Truppen über Derna ^,^-rier hinaus mußten die Briten mit ihren Empiretruppen seit dem 21. Januar, also in knapp 14 Tagen, f ast 600 Kilometer von der Bia ,Baldig «ÄM L Äa der u kokio.6.M gische Artilteri verminderter )tet sich. Kl M den Nord ir sind, wie e und das Bedürfnis, sich einmal waschen zu können, lächerlich war, haben sie hier reichlich Wasser aus der Oase und 'haben zehn Stunden lang bei Tage oder Nacht ein Einmann-Zelt voll Ruhe. Und wir verstehen erst recht, daß diese Männer, die mit allen Feuern dieses Wüstenkrieges getauft ind, die Möglichkeit nicht schreckt, plötzlich, abge- chnitten zu sein oder vielfacher Feindübermacht gegenüberzustehen. Inzwischen ist die Sonne, der wintermilde Taggefährte, hinter den Tafelbergen des Horizontes verschwunden und überläßt der Dunkelheit ihre noch lautlosere Arbeit. Die jäh aufziehende Nacht löscht das späte Licht, das noch an den Spitzen der Felsgrate hängt, dämpft den Wind, der den ganzen Nachmittag geblasen hat, und behängt das blau- amtene Zelt des Himmels mit prunkenden Sternen. Nach der Mahlzeit sitzen wir, Zigaretten rauchend, um das Feuer, das die Landser in einer Felshöhle entzündeten, denken an das, was hinter uns liegt, und starren schweigend in die Glut. „Ja, damals bei T.", beginnt der Feldwebel leise, „das waren Tage, in Schützenlöchern lagen wir, während der Tommy Panzerangriff um Panzerangriff auf unsere Stellungen fuhr." „Ohne panzerbrechende Waffen", sagt der neben ihm sitzende Mann, als überwältigten ihn noch einmal diese Tage, „verschossen und ohne Aussicht, Munition nachzubekommen, lagen wir den Panzerkolossen gegenüber wie auf einem Präsentierteller." „Und doch traten wir immer wieder zum Angriff an", fährt der Feldwebel hart fort, „rannten mit Handgranaten und Sprengflaschen gegen die Panzer an, und manchem von uns gelang es, die Besatzungen zum Aussteigen zu zwingen und die Tanks zu vernichten." „Unser Felsstück", läßt sich ein Unteroffizier vernehmen, „bot einen guten Stand für unser Maschinengewehr. Wir feuerten auf die zwischen den Panzern vorgehende Infanterie. Doch kaum hatten wir den letzten Gurt verschossen, tauchte vor uns ganz ~,.v v— — _,_,_t, Ulla, wie ich hoffe und wünsche", fugte er nach kleinem Sinnen hinzu, „dann werden wir heut' über's Jahr hier am Kamin zu dritt sitzen. „Zu dritt?" — Nun es ausgesprochen war, er» noch fortgesetzt, als sich die Ernährungsschwierig.' feiten der Bevölkerung immer offensichtlicher zu. nicht zu spät —" _ m „Zu studieren? — Das heißt, mn „Lieber Papa — ich habe oiehnel, daß du mich verlässest! — Sieh, seit sechs Jährest habe ich mein Leben auf dich eingestellt. Das ist doch ganz automatisch zu Ende, wenn hier eine an« dere Frau einzieht — in dies Haus, in dem Mama —" Sie vollendete nicht, sie wollte den Vater nicht sehen lassen, wie nah es ihr ging, daß eine Als drunten'alles vorüber war und man auch den traditionellen Karpfen gegessen hatte, den Demblin alljährlich aus den Fischteichen von Nieder- Lappersdorf spendete, saßen Ulla und der Vater vor dem Kamin. Fabian hatte ein Feuer geschürt, wie es diesem winterlichen Abend angemessen war, denn draußen wirbelte gewaltig vom Gebirge herab blasender Sturm den Schnee zu haushohen Mächten empor. Während ber Bescherung hatte Ulla den Vater verstohlen beobachtet. Schon beim Abendessen hatte sie bestimmt erwartet, daß er das Schweigen über seine plötzliche Reise brechen würde; aber Fisch macht stumm — und vielleicht hatte ihn auch die Gegenwart des servierenden alten Dieners gehindert. Nun, als sie endlich allein waren, ging sie von sich aus auf das Ziel los: „Willst du mir nicht ein wenig erzählen, Papa? Von deiner Reise- nach Berlin und Wernigerode? — Mir scheint, du kommst nicht übermäßig froh zurück? Irgend etwas beschäftigt dich! Was ist's?" Fehr schickte unter den weißblonden Brauen einen raschen Blick zu ihr hinüber. Er fühlte die leise Ueberrumpelung — aber er war ihr anderseits auch dankbar, daß sie ihn zum Reden zwang, denn der Absprung wurde ihm schwer. „Doch, Ullakind", widersprach er, „sehr froh so- gar. So froh, wie ich seit Jahren nicht war. Frei- lich in meiner Freude etwas beeinträchtigt durch den Gedanken, ob du sie teilen wirst." „Geschäftliches?" Ulla tat eine diplomatische er gefürchtet; aber es schien ihm das beste, darüber hinwegzugleiten: „Ich habe natürlich nichts entschieden, ohne lange überlegt zu haben. Es ist ja eine ernste Sache, wenn ein Mann in meinen Jahren ... Wir alle werden Vorteil davon haben. Das Haus. Du selbst ..." Er ließ die Worte unter einem fast spöttischen Blick aus Ullas Augen versickern. „Da du alles bedacht hast, Papa: wie denkst du dir meine Rolle?" „Dies verödete Haus —", nahm er, ohne unmittelbar zu antworten, seine Worte wieder auf, „wird sich mit neuem, heiterem Leben füllen. Wird wieder werden, wie zu Mamas Lebzeiten. Das ist gewiß nicht der geringste Vorwurf gegen dich, Ullakind — aber es war manchmal schon höllisch einsam und öde hier. Das wird dann alles anders. Wir werden wieder viel Geselligkeit haben, der Flügel da drinnen wird erklingen, wir werden tanzen — denk dir, dein eingerosteter Papa hat im Herbst in München sogar ein Tänzchen gewagt! Auch du wirst nicht mehr allein sein — hast mir oft leid getan, weil du immer so allein für dich warst, das bringt nur auf solche dummen Gedanken wie die Nachtwachen im Dorf. Und dies ganze Attachement an Wulflam, das kam ja nur daher, daß im Haus das Leben fehlte. Jetzt kommt es wieder! Du wirst an Marion — ja, sie heißt Marion — du wirst an ihr eine gute Freundin haben, paß auf, wie herrlich das sein wird ..." Er unterbrach sich. Im Herrenzimmer, drei Räume weiter, klingelte das Telephon. „Nanu?", sagte er, und „Moment mall" — und ging hinüber, froh, für einen Augenblick aus dem Kreis dieser Augen zu entkommen, die ihm heute zum ersten Male nicht gefielen. Minutenlang blieb Ulla allein. Sie rührte sich nicht in ihrem Sessel. Sie starrte in die züngelnde Kaminflamme. Nur die immer wieder steigenden oder zusammengezogenen Brauen redeten. „Es mar Fontana —", sagte der Vater leise rote» der über den Teppich kommend. „Er wollte ein frohes Fest wünschen. — Hatte er doch eigentlich schon getan? — Er hat Besuch oben, aus Wien, über die Festtage. Ich hab' ihn zum Achtundzwan- zigsten eingeladen —. Er brach ab, denn ihm war, als hörte Ulla gar nicht zu. Hinter sie tretend. mehr, dafür aber Handgranaten, die i . griff zurechtlegen ließ. Einen Herzschlag lang . wir zu dem Panzer hinauf, denn er stand letzt fast über uns. Der Felsblock hinderte ihn an der Weiter« fahrt. Um uns spritzten die Maschinengewehrkugeln. Noch eine Sekunde lang sammelten mir uns, sahen an ihm empor, wie man an einer Schifsswand entlangblickt, dann sprangen wir ihn von der Seite an. In dem Augenblick, als einer von uns die abge- zogene Handgranate durch die Luke im Turm war denn das? Plötzlich begann das Maschinengewehr wieder zu schießen, und zwar auf die vor- stürmenden Kameraden neben uns. Aber schon war ^geln g ich am Sehschlitz und schoß mit der Pistole hinein. in Als wir trotz des zunehmenden feindlichen Jnfan-,!'^^ teriefeuers den Toten herauszogen, um den Panzer frei zu bekommen, hielt er noch immer die Hand am Abzug feines MG s." Nun ist das Feuer am Verlöschen, und wir treten in die Nacht hinaus. Wie eine dunkle Säule steht der Posten an seinem Geschütz, während die Sterne festlich über ihn hinziehen. Kälte fällt aus dem All M mlT auf die Wüste, die auch in diesem Jahre unser Wu " Bett ist. 10 DNB. 5. Februar. (PK.) Blickt der Beobachtungsposten des Stützpunktes „Kilometer 14 vor R." nach Norden, so sieht er in eine rosa Welt aus glattge- schrundeten Tafelbergen, gigantischen Felsstürzen und grotesken Gesteinsbuckeln, wendet er sich nach Süden, verlieren sich die Felsberge in einer Ebene aus Sebchen (dünnoerkrustete Salzsümpfe), in denen die Oase R. mit ihren vielen Palmen zu schwimmen rfteint _ f „. ,. . Die deutschen Kameraden, die hier auf s u blichst e m W ü st e n p o st e n stehen, haben sich mit ihren Geschützen in einem turmhohen Felsen ein genistet. „Es kommt mir vor", erklärt uns der Pak-Geschützführer, „als lebten wir hier in der Arche auf dem Berge Ararat, obwohl sich die Flut wohl schon vor Jahrtausenden verlaufen hat." Um seiner ethnographischen Schlußfolgerung handgreiflicheres Gewicht zu verleihen, holt er uns Holz stücke und Muscheln aus feinem Zelt, die er — wie er sagt — hier aufgelesen hat. Sie sind alle versteinert. Viele Kilometer von El Agheila aus in den Wüstensüden vorgetrieben, sichert dieser Stützpunkt die Oase K„ die Brunnen hat und an einer uralten Karawanenstraße liegt. Mitten in der Unendlichkeit halten die Soldaten einsame, und wenn die Piste vom Tommy abgeschnitten wird, sogar isolierte Wacht. „Unsere Lage", meint Zugführer Feldwebel M. trocken, „ist geographisch die südlichste des deutschen Heeres und militärisch die einfachste von der Welt. Wir haben nichts weiter zu tun, als nach allen Wüstenseiten hin auf der Hut und mit ein paar Sprüngen an unseren Waffen zu sein. Entweder bekommen wir den Tommy vor unsere Rohre, oder wir müssen weiter wüstengeduldig warten." Wir steigen mit Feldwebel M. in feiner Felsern bürg herum, gucken in die Zelte, die sich, die Landser unter die' überhängenden Felswände geklemmt haben, wind-, sand- und sonnengeschützt, und trinken an der Feld- (sprich Wüsten-) Küche (es ist nur eine Feuerstelle, über i r eine halbe Benzintonne als Kochkessel hängt) einen Milchkakao, der seinem Koch alle Ehre macht. , , „Ja, unser Paule", lacht Feldwebel M. und klopft dem Gefreiten, der uns noch einen Feldbecher voll einschenkt, kameradschaftlich und anerkennend auf die Schulter, „unser Paule ist ein Mordskerl, überrascht uns manchmal mit Sächelchen, bei denen uns vor Staunen und Appetit sämtliche Gesichtszüge ent- gleisen. Neulich hat er in dem selbstgemauerten Wüstenbackofen einen Obstkuchen hingezaubert, saftig wie ein Landserwitz, und das alles. aus Backobst, das er aufweichen ließ, aus Sauerteig, den er mit einem Bierrestchsn ansetzte und vielen tausend Gramm Phantasie." Wir klettern in den Felsenkorb hinauf, wo die schweren MG.s in die Wüste hinausstarren, steigen zu der Panzerbüchse hinab, deren Besatzung es sich nicht nehmen läßt, die Ohrenklappen aufzusetzen, an- zurichten und einen der Benzinkanister, die die Piste markieren, in die Luft zu schießen, und schließlich kommen wir gerade zurecht, als sich der Richt- und der Ladeschütze des Pak-Geschützes zu einer Schachpartie vor ihrem Zelt niederhocken. Sie bauen bte Figuren auf dem Munitionskasten auf, auf den fie das Schachbrett aufgemalt haben. Es verspricht also, ein ziemlich explosiver Kampf zu werden, zumal die Schachfiguren auch aus Munition bestehen. „Die Bauern sind Pistolenmunition", erklärt uns der Ladeschütze, „zum Glück gibt es auch welche mit schwarzer Spitze, die schwarzen Läufer sind SS.- und die weißen SMKL.-Pattonen. Die Türme werden von der Leuchtmunition für die Leuchtpistole ersetzt. Patronen haben mir Pferdeköpfe aufge- schnitzt, um die Springer zu haben, und die Dame präsentiert sich als Pak-Granate 41 und der König als Pak-Sprengaranate." „Einen solchen mächtigen König matt zu setzen", meint Feldwebel M., „kann schon kaum noch mit gerechten Dingen zugehen." Am Fuße des Felsennestes, dort, wo die Wasserkanister gut ausgerichtet und in langer Reihe stehen, rasiert sich ein Landser, waschen zwei andere Wäsche, läßt sich ein Vierter von einem Fünften viele Liter klaren Wassers über den sorgfältig abgeseiften Körper gießen. Wir verstehen, daß sich die Männer des Glücks, das ihnen ihr Stützpunkt 6 Euinmiplan ..... v. ' L - „ ' i zurückzu. h, Artillerie o führen ist. Die Beschlagnahmungen wurden auch unausgc . . -----MZohur' fremde Frau hier walten sollte ... „Aber, Kind! Wir können unmöglich sentimental sein. Es ist doch wahrhaftig nicht das erstemal, daß ein frühzeitig Witwer gewordener Mann wieder heiratet! Was du unter dem Gesichtspunkt sagen kannst, hab' ich mir natürlich längst gesagt. Ich habe deine Mutter viel langer gekannt, als du, glaube, mir, es wäre nicht in ihrem Sinne gedacht. Ich war vierzig als fie starb. Zehn Jahre habe ich ge* wartet ... obwohl man’s eigentlich nicht ,Warten' nennen kann " (Fortsetzung felgt) wir oen leinen isun verminen, luuu^k vui ---------1 j ein Panzer auf. Eine andere Schußwaffe als das Osteb bewegten. Viele Fahrzeuge verfielen bei die« leergeschossene MG. hatten meine Männer nicht' sen Bornbenangrifftn der Vernichtung. „Ja, Kind. — Schau", sagte er rasch, denn er sah wohl, wie ein blasser Schatten über ihr Gesicht ging: „Ich will mich wieder verheiraten. Deswegen war ich in Berlin. — Was sagst du?" Ulla sagte nichts. Die Lider gesenkt, blickte sie schweigend auf ihre Hände nieder, die verschränkt im Schoße ruhten. „Es überrascht dich natürlich, Ullakind. Das verstehe ich. Es hat mich selbst überrascht, denn ich habe zehn Jahre lang nicht an so etwas gedacht, das weißt du. Aber auf die Dauer roar’s doch untunlich für mich, so zu leben, wie diese zehn Jahre. Ich bin doch offenbar noch zu jung dazu. — lieber» rascht dich die Mitteilung sehr?" „Sehr, Papa." Ulla hob die Augen zu ihm auf — sie sah in sein Gesicht, das Erregung bis unter die Hellen Haare rötete, und in dem die grauen Augen mit einer Unruhe blickten, die ihr am Vater neu mar. „Das ist doch klar. Nachdem du mir, ich weiß nicht wie oft, gesagt hast, du würdest mir eine Stiefmutter ersparen ..." „Das habe ich gesagt, Kind. Und das halte ich auch jetzt. Wortwörtlich. Von Stiefmutter kann keine Rede sein. Fräulein von Brakel ist kaum älter als du, ihr könntet Schwestern sein." „Brakel? — Die Schauspielerin aus München?" Ulla runzelte die Stirn — fie hatte dabei das Gefühl, daß es ihr nur mäßig gelang, die Erstaunte zu spielen. „Ist es die?" „Schauspielerin! — Mir scheint, du sagst das in einem geringschätzigen Ton? Wenn es so ist — ich vermag diese Auffassung nicht zu teilen. Schmeckt mir nach Sonntagsschule ,— in die ich dich doch nie geschickt habe. Fräulein von Brakel ist kurze Zeit bei der Bühne gewesen, auf der fie es durch ihre herrliche Stimme rasch zu großen Erfolgen gebracht hat. Erinnere dich, was Herr Fontana sagte. Diese Erfolge opfert sie, um meine Frau zu werden. Sie stammt übrigens aus einer angesehenen rheinischen Familie, und ihr Ruf ist tadellos. Ich meine, du brauchst nicht bedenklicher zu fein, al« ich es in meinen klaren Abwägungen ge- wefen bin." „Rein, Papa. Gewiß nicht. Wie stünde es mir auch zu, Bedenken zu äußern, wo du offenbar schon klar entschieden hast?" Fehr fühlte ärgerlich die kaum verhüllte Ironie und Kälte in ihren Worten — das vor allem hatte Berlin, 6. Febr. (DNB. Funkspruch.) Meldun- gen aus Kairo besagen, daß der geschlossene Rücktritt des Kabinetts Sirry Pascha in politischen Kreisen Aegyptens nicht die geringste Ueberraschung hervorgerufen habe. Man habe schon seit langem eine derartige Ministerkrise vorher- gesehen,'die in erster Linie durch die Versorgung s f r a g e bedingt sei. Aegypten, der Getreide- speicher des Orients, ein Land, das zur Hauptsache von der Landwirtschaft lebe und von einer wunderbaren Fruchtbarkeit fei, sehe sich durch ein seltsames Paradoxon von einer Hungersnot bedroht. Aegypten, das die Ernährung feiner Bevölkerung stets aus eigenen Ernten sicherzustellen vermochte, sehe in diesem Jahr bereits im Februar alle Vorräte erschöpft, und die nächsten Ernten fielen erst im April. Nach zweieinhalb Jahren ist nicht nur nach dem Zeugnis der Briten, sondern auch dem der Nordamerikaner und der neuesten Freunde, der Sowjets, mit der englischen Rüstungsproduktion nicht viel Staat zu machen, und daran ist Lord Beaverbrook als ehemaliger Ankurbler der Flugzeugindustrie reichlich mitschuldig. Wir können uns nur dazu beglückwünschen, daß dieser Märchenerzähler jetzt hie Produktionen nach seiner Art behandeln soll. Wie weit Lord Beaverbrook Churchill entgegenkommt, besagt die Meldung, daß er sein neues Amt übernommen habe, weil er nicht die diktatorischen Bedingungen stellte, die der ursprünglich sur dieses Amt ausersehene Sir Stasford Cripps dem Ministerpräsidenten gestellt hat. Auf jeden Fall ist Sir Stafford Cripps von Churchill aufs Trockene gesetzt worden, trotzdem er echtes Blaublut.ist und auch die Eton-Schule besucht hat, während Lord Beaverbrook trotz aller Rührigkeit und seiner Millionen auch heute noch gesellschaftlich auf die Stellung verzichten muh, die jeder Eton-Dummkopf als Erbrecht beanspruchen kann. Sir Stafford Cripps ist nach Herkommen und Vermögen ein echter Tory. Sein Vater, Lord Parmour, wechselte von den Konservativen zu den" Liberalen über, um dann auf den Bänken der Labour-Party zu landen. Sein Sohn wurde in Eton erzogen, ist Besitzer eines feudalen Landgutes in der Grafschaft Oxford, „Good- fellow" genannt, und gab dort feudale Fuchsjagden, machte aber gleichzeitig derartig in Salon- bolschewismus, daß er gewissermaßen das Schrek- kenskiud des Unterhauses wurde. Er hatte sich den Namen „der englische Trotzki" erworben und kam 1934 sogar in den Vorstand der Labour-Party, flog aber 1939 hinaus, weil er allzu moskowitisch angehaucht war. Auch heute noch ist dieser Ausschluß auftechterhalten worden. Das schadete ihm aber gar nichts in seiner Karriere. Im Frühsommer 1940 wurde er nach Moskau geschickt, um dort Moskau zum Angriff auf Deutschland zu oeran- [affen. Sein Bericht über den bevorstehenden Angriff Stalins auf Europa ist bekanntlich von Churchill in einer Geheimsitzung des Unterhauses bekanntgegeben worden, um die Mitglieder etwas aufzupulvern. Nebenbei ist Stafiord Cripps bereits im Jahve 1941 vom King zum Privy-Councillor, zum Mitglied des geheimen Staatsrates, der die Ehre hat, den König ganz persönlich zu beraten, ernannt worden. Also: Cripps salonbolschewistische «Betätigung mündet durchaus in den Kreisen der englischen Plutokraten, und feine letzte Leistung, Deutschland müsse vom Bolschewismus bestraft werden, spricht Bände. Ob er für etwas Besseres aufgehoben ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Auf jeden Fall hat Churchill die Sache so gedeichselt, daß Roosevelt nicht verstimmt wird und Cripps außerhalb feines Ministeriums bleibt. Den Londoner Plutokraten wurde es unheimlich. Genf, 5. Febr. (DNB.) Die Tatsache, daß der frühere britische Botschafter in Moskau, Sir Staf - f o r b Cripps, keinen Ministerposten erhalten hat, findet in den Kommentaren der englischen Zeitungen über die Kabinettsveränderunaen ebenso großes Interesse wie die Ernennung Lord Beaver brooks" zum Produktionsminister. Es war schon lange kein Geheimnis mehr, daß Sir Stafford Cripps aus Moskau mit bestimmten Aufträgen Stalins nach England zurückkehrte. Um diese Aufgaben tioll in Angriff nehmen zu können, ist Cripps in London gleich nach feiner Rückkehr aufs Ganze gegangen und hat Forderungen gestellt, bei denen es den Londoner Plutokraten, die zwar bedenkenlos Europa dem Bolschewismus preisgeben wollen, selbst jedoch das kapitalistische System nicht gern mit einem bolschewistischen vertauschen möchten, unheimlich wurde. Nach einer Reutermeldung bestand Cripps auf Bedingungen und einem Ausmaß von Autorität für den Fall, daß er das , für ihn vorgesehene Verforgungsministerium übernahm, die der Premierminister ihm unmöglich gewähren konnte. Die bolschewistische Laus, die England sich durch sein Bündnis mit Sowjetrußland in den Pelz gesetzt hat, wird es jedoch durch die Verweigerung eines Ministersessels für den Agenten des internationalen Bolschewismus, Cripps, nicht los wer. den. Cripps hat in seiner Eigenschaft als Parteipolitiker und Mitglied des Unterhauses mindestens die gleichen, wenn nicht sogar größere Möglichkeiten, in England eine bolschewistische Aktivität zu entfalten, als er sie als Minister gehabt hätte. lchen die Best üion hatte bi Endliche! Htet würbe W_____ __________ . ' M zuriijk. englischen Stteitkräfte in Ostasien, habe in einer Un bem Äon der letzten Versammlungen des Generalstabes er« ramsche Uug klärt, daß kein Mann und kein Flugzeug von In« ber 3 a o < bien, Burma und Singapur fortgenommen werden E drei fei könne, um die australischen Küsten zu verteidigen.^ 2000 !|$3 de men Häusern und Anlagen, fuhrt die lüften- straße in kühnen Serpentinen auf das felsige Hoch» plateau. Deutsche Kampfflugzeuge, deren Einsätze ich bis an die west ägyptische Grenze er. sttecken, bekämpften am Mittwoch im Raum 3rot- i-MUsilM« schen Derna und Tobruk brittfche Kolonnen;^ die sich unter dem deutsch-italienischen Druck nach in der Unendlichkeit schenkt, vollauf bewußt sind. Nach kampfheißen Wochen, wo Schlaf ein kostbares -------- . - . Geschenk, halb stundenweise Ruhe eine Seltenheit geführten zahllosen Getreide- und Nah- Die Verbitterung der ägypttschen Bevölkerung über dieses rücksichtslose Vorgehen der Bvtten kam in einer der letzten ägyptischen Kammersitzun^en deutlich zum Ausdruck, während der, wie aus.Kairo berichtet wird, mehrere Abgeordnete die Regierung aufforderten, von dem „großen Verbündeten" die ^o!ge ber ftä sofortige Einfuhr von Getreide und ... o“' Lebensrnitteln zu verlangen oder aber ihre v ber 3nfcl <: Demission einzureichen. Ganz allgemein war man W/ ^nbem 0, der Ansicht, daß die bisher von der Regierung er« Hschen griffen en Maßnahmen keinerlei prakttfches Ergeb« . . . ms hatten. Man forderte deshalb eine neue fRO iftltWUC glerung, die mit der Lage fertig werden könne. , i strich er ihr übers Haar und fühlte, wie sie sich ihm . Auseelo leise entzog. I 1 * , „3a, gnädiges Fräulein, was sagen wir zu deck I Ganzen?" fragte er in absichtlich burschikosem TonliStbann^« und ließ sich nieder. lei..r...”911 Ulla hob den Kopf: „Ich wünsche dir Glück, Papa. Das ist ja selbstverständlich. Und — ich beglückwünsche auch mich. .* „Auch dich? Wie meinst du das? Klingt so feit« hem $ sam ’ ? 1 Qpfn£ „Seltsam? Aber gar nicht. Wir müssen uns doch klar sein. Schau, du malst ein Zukunftsbild und hast mir bereits meine Rolle drin angewiesen. Wie damals, als ich vom Gymnasium kam. Da hattest du mir auch meine Rolle zugeteilt: hier bleiben, bei dir bleiben, dein Haus führen. Ich habe mich gefügt, obwohl es mich viel gekostet hat, auf meinen krebsten Wunsch zu verzichten — du weißt, welchen. Und eben darum beglückwünsche ich mich jetzt. Denn wie du mir einst die Rolle zuteiltest, nimmst du sie mir nun selber. Ich bin nun also frei —" „Frei! — Ich bitte dich, Ulla, wie sprichst du? Als ob du bisher eine Gefangene gewesen wärest!* „Gefangene? Das ist nicht der Gegensatz zu ,frei', Papa. Natürlich war ich keine befangene in meinem Elternhause. Aber nun bin ich frei, das zu tun, wonach mir immer der Sinn stand. Es ist noch ) Nyemu'l»! brauch- «j. (Dos < Singapur, —Jhm der Lus- geift der verbündeten Afrikakämpfer weiter nach . yä: Ist Osten zurückziehen. . menn die Don Derna, einer tlemen Hafenstadt mit mo« 1 rrton firmfprn und Anlagen, führt die Küsten-«, EnZtini ilirlanb i« 6 illändlsch' r> Ser Kamps um Singapur. an etriebe des Arbeitsgebietes atur nichts über ib Gummiplantagen stehen in Flammen. Die eng- Schlechte Aussichten der Briten. 'ammersitzung« m neue Ne Tatro, 5. Febr. (DNB.) Das kaiserliche Hcmpt- icht zurück. 3n dem . Kommunique wird weiter gesagt, daß ch e Schisse von 6000, 3000 Bomben belegten und ver- m, drei f e i n d l i iilkten. wie sie sich sagt die Näherin Lilli M Fünf einzigartige Vorteile Spare eisern fetzt im Krieg, kaufen kannst Du nach dem Sieg! HÄ !!&WL? ■ IL JJJU'ÜS bar alle 1. Wer eisern spart, zahlt weniger Steuern und Sozialbeiträge. 2. Die Höhe des Krankengeldes berechnet sich trotzdem nach dem vollen Lohnbetrag. 3. Der Sparbetrag wird zum Höchstsatz verzinst 4. Das Sparguthaben ist unpfändbar. Nach dem Kriege kann ich mir dann schon die richtigen Sachen aussuchen, denn gut müssen sie natürlich sein —wie im Frieden/6 5. Das Sparguthaben wird in Notfällen, bei der Geburt eines Kindes und bei der Verheiratung einer Sparerin auf Antrag sofort ausgezahlt en zurW i wurden aut 5 werden töw ung jedoch fiiil > der Briten in rückendammes schwerste Auswirkungen es Artilleriefeuers festzustellen. Oeltanks gründ zu stellen. Die Betriebsobmänner dankten Professor H o r • sten mit reichem Beifall für die packenden und wertvollen Ausführungen. Das ganze Festungswesen gewinnt an dem Bei- ■'* Ä----------— Gesicht durch die Ent- n Bevölkerung ter Briten km kindliche Luftmacht so gut wie ver- ichtet wurde. Bier japanische Flugzeuge kehrten Verdunkelungszelt: 6. Februar von 19.15 bis 8.24 Uhr. „Wenn der Karl nach Hause kommt, wird geheiratet. Die Aussteuer, die kaufe ich noch nicht. Jetzt wird erst eisern gespart! Feindliche Luftwaffe auf Java schwer getroffen. Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, hatte dieser Tage unter Leitung des Kreisobmannes Pg. Katzenrneier die Betriebs- Die politische Aufgabe des VetriebSobmannes Eine Arbeitstagung der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau. meint Ihr? Nein! Ich meine, es ist ein Beispiel dafür, daß nur ein wirkliches Opfer, freudig und bedenkenlos gebracht, einen hohen Preis in der Folge hat. Der höchste Preis, den wir in Deutschland zur Zeit erringen wollen, ist der, diesen Krseg zu einem baldigen und siegreichen Ende zu führen, und uns unserer Soldaten auch in der Heimat würdig zu erweisen. Diese Männer bringen höchste Opfer so selbstverständlich, daß es nur ein weniges ist, wenn auch wir in der Heimat jede Stunde wirklich bereit sind zu opfern. Es genügt nicht, Entbehrliches Zu geben, wir müssen uns dazu bekennen, auch schein- Un entbehrliches hinzugeben. Daran wollen wir am kommenden Opfersonntag denken. NSG. Oie Wertfcheme des Krieeswinierhilfswerkes. Aus gegebener Veranlassung wird nochmals darauf hingewiesen, daß Wertscheine des Kriegs- winterhilftzwerkes nur zur Bezahlung von Lebens- Mitteln, Bekleidung, Brennstoffen, Miete, Gas und he Artillerie antwortet seit Donnerstag früh und schießt unausgesetzt, aber ziemlich unplanmäßig 5ie iiabt Iohur Bharu sowie deren nähere Um- 14 3ia rfQ.fl le5rau^ . «jQlbit Dur» uuiijc üK|iuHy»u>c|ci ,oem Angriff hiel Singapurs ein neues Gesicht durch die Ent- ?r Leiter naWicklung der Luftwaffe. Das Problem für die Zu. Tokio, 5. Febr. (Europapreß.) Nach japanischen contberichten stehen den britischen Militärbehörden wie aus KMA Singapur zum Abwehrkampf nur noch 50 oder 60 Flug lebt. Denn ® de®e en» SS; ’S Iw ch ZU ^ffldruL ,hr den HallS' ^$bboieIn< r 9™' u .Ci ch scheu Arbeitsfront in den Betrieben so fruchtbar gestaltet werden, wie es im Interesse von Betriebs- ührung und Gefolgschaft liegt. Die Betriebsobmänner wurden in Gießen getrennt nach den verschiedenen Fachstellen zusammengefaßt und wurden von dem zuständigen Fachstellenleiter über die einzelnen wesentlichen Dinge, die bei der Arbeit im Betrieb au beachten sind, unterrichtet. Im Anschluß an die Ausführungen der Fachstellenleiter sprachen die Abteilungsleiter der Kreiswaltung über ihre Aufgabengebiete im Betrieb, so über „Kraft durch Freude", Berufserziehung und Betriebsführung, Rechtsberatung, Volksgesundheit und Verwaltung. Die Abteilungsleiter gaben den Betriebsobmännern Richtlinien für ihre Arbeit im Betrieb, so daß es den Beauftragtes der DAF. in den Betrieben möglich sein, muß, den Gedanken der Betriebs- und Leistungsgemeinschaff an der Stätte der Arbeit zu verwirklichen. Nachmittags wurden die Betriebsobmänner im Großen Hörsaal der Universität zusammengefaßt. Hier sprach zunächst der Kreisobmanri, Pg. Katzenmeier, au den Mitarbeitern in den Betrieben. Pg. Professor Dr. Horsten vom Avbeitswissen- schaftlichen Institut der Universität Köln stellte die bisherigen Revolutionen (französische, russische Revolution, Konsessionskriege usw. der nattonalsozia- ! die Regien^. ,wa 50 ooer60 Flugzeuge zur Verfügung, erbunbeten" bk Infolge der ständigen japanischen Luftangriffe scher- etreibe uni m die englischen Flugzeuge jedoch die Flugplätze ober aber ihn | her Insel Singapur nicht mehr benutzen zu kon- mein mar man sondern operieren offenbar von nahen nieder- er. indischen Stützpunkten aus. stishes 6rw - - innerlich oder äußerlich wehtat, mit diesem Wort abzutun versuchte. In einem großen Saal, unter 20 Kameraden, kam er mir humpelnd, auf einen Stock gestützt, entgegen. Mein Gesicht mag wohl deutlich Besorgnis ausgedrückt haben, denn ehe ich noch fragen konnte, schnitt er alles mit einer Handbewegung, auf fein Bein weisend, ab: „Ist ja schnuppe." „Wie ich au dem Kratzer da gekommen bin? Das will ich Dir und ein paar Kameraden hier, die schon lange neugierig sind, erzählen." Und dann saßen wir im Kreise von Männern, die mit ähnlichen, zum Teil schweren Beinverwundungen, um uns saßen oder in ihr.en Betten lagen, unb er erzählte auf seine herbe Weise: „Daß ich hier sitze, verdanke ich einem fremden, kleinen Jungen, der mir in einem Liebesgabenpäckchen seine Kinderuhr mitschickte. Sie sei ihm das Liebste, was er besitze, aber er wolle den Soldaten zeigen, daß alle Jungens in der Heimat an die Soldaten draußen denken. Es war eine Kinderuhr ohne Uhrwerk, aber ich fand das nett. Warum, ist ja schnuppe. Jedenfalls behielt ich die Uhr immer bei meinen Sachen. Eines Tages hatten mir irgendwo im Osten Raft und ich verkroch mich zum Schlafen in einen Schup- pen, während die Kameraden noch durch das armselige Dorf bummelten. Ich wollte nochmal nach der Zeit sehen, wie lange ich pennen könnte, da fühle ich, daß meine Kinderuhr, die ich zusammen mit meiner Uhr in der Tasche trug, weg war. Kurz vorher war das Ding noch an der Kette. Ich will zuerst auf den Kinderkram verzichten, ihn einfach vergessen, und hau mich wieder hin. Da muß ich mir vorm Einschlafen den kleinen Kerl vorstellen, von dem ich die Uhr bekommen habe. Ich muß daran denken, wie schwer er sich wohl davon trennte und so weiter und so weiter. Da bin ich wieder aufgestanden und hab das Ding suchen müssen. Das war nicht mal leicht. Ein ganzes Ende weg vom Schuppen lag es, beim Essenholen an der Feldküche im Gedränge unversehens abgerissen und vom Knobelbecher eines Kameraden plattgetreten im Schnee. Wie ich es gerade aufhebe, kracht es hinter mir gewaltig. Der Schuppen, in dem ich eben noch gelegen hatte, fliegt in die Luft wie eine Spiel- zeuAchachtel. Sprengstücke sausen um mich herum, und eines davon erwischte mich noch am Dein. So ein verdammter Heckenschütze hatte sich noch iraendwo verborgen unb die Kiste in die Luft gehen lassen." . , Nachdenklich saßen wir um „Schnuppe" herum, der, so ein merkwürdiges Lächeln um die Lippen haste und, ohne es zu merken, mit dem Daumen behutsam über die Blechuhr strich. Ein kleiner Junge hatte einem fremden Soldaten durch das Opfer seines liebsten Besitzes das Leben gerettet! Zufall obmannes Pg. Katze obmänner sämtlicher Bc_____ au einer Tagung nach Gießen berufen. Die Durchführung dieser Sagung hat sich als notwendig er- wiesen, denn nur durch eine gründliche Ausrichtung der Betriebsobmänner kann die Arbeit der Deut- Mngsschwiech v enWchr z», J?bun^ herausgegeben von Alfred Götze) erscheinen ließ. Als wertvoller Beitrag zur Kenntnis des ober« hessischen Volkstums fand dieses Buch weithin wohlverdiente Anerkennung. Neben den hier als Beispiel erwähnten schriftstellerischen Arbeiten stammt noch eine Reihe weiterer aus seiner geistvollen Feder, sie allesamt haben Moritz Hansult in der Reihe der oberhessischen HeilNatschriststeller einen besonders markanten Platz gesichert. In weiten Bevölkerungskreisen in Stadt unb Land genoß der nunmehr Verewigte als vorbildlicher Beamter und ausgezeichneter, charaktervoller Mensch hohe Wertschätzung. Durch seine Persönlichkeit und sein Wirken wird er in der Erinnerung vieler Volksgenossen, vor allem in den Kreisen seiner früheren Berufskameraden, in ehrendem Andenken bleiben. Grüne Tomaten sind nicht gesundheitsschädlich. Vom Hessischen Chemischen Untersuchungsamt in Gießen wird uns-folgendes berichtet: Seit längerer Zeit kommen größere Mengen grüner, in Essig eingelegter Tomaten in den Verkehr, die eine wertvolle Ergänzung unserer Bestände an Essiggurken bedeuten. Es sind nun in Gießen Gerüchte verbreitet, wonach die grünen Tomaten Gesundheitsstörungen verursachen können. Diese Gerüchte sind falsch und entbehren jeder Grundlage. Die Tomaten enthalten, wie die Kartoffeln, auch geringe Mengen Solcmin, doch sind diese nicht einmal so groß wie die in den Kartoffeln. Durch Untersuchung'wurde einwandfrei festgestellt, daß der So- laningehalt in den grünen Tomaten am geringsten ist, sich bei fortschreitender Reife erhöht und bei den reifen, roten Tomaten am größten ist. Alle in den Verkehr kommenden Lebensmittel, besonders die aus dem Auslande stammenden, werden fortlaufend auf ihre Unschädlichkeit untersucht, und -es ist von behördlicher Seite in jeder Weise bafür gesorgt, daß nur einwandfreie Lebensmittel in den Verkehr kommen. - 1 * ** Eine 81jährige. Fräulein Käthe Dollen, Horst-Wefsel-Wall 49, begeht nach einem ar- beiksreichen Leben am 8. Februar ihren 81. Geburtstag: sie nimmt noch regen Anteil am heutigen Zeitgeschehen. Unseren herzlichen Glückwunsch! ** 7 0. Geburtstag. Arn heutigen 6. Februar kann Frau Marie Steinbrecher Wwe., Bruchstraße 17, bei guter Gesundheit im Kreise von sieben Kindern, neun Enkeln und einem Urenkel ihren 70. Geburtstag feiern. Herzlichen Glückwunsch! ** D ie Mütter- und Säuglingsberatung in den Ortsgruppen Nord unb Oft fällt für den Monat Februar aus. Für die Ortsgruppen Mitte und Süd findet die Mütter- unb Säuglingsberatung nach wie vor in der Kinderklinik montags von 14.30 bis 16.30 Uhr statt. In dringenden Fällen können auch derartige Beratungen aus dem Bereich der Ortsgruppen Nord unb Oft dort erledigt werden. ** Ladenschluß am Montag. Wie die Kreisgruppe Gießen der Wirtschaftsgruppe Ein?,el'- handel im heutigen Anzeigenteil bekanntgibt, sind die Einzelhandelsgeschäfte, mit Ausnahme der Lebensmittelgeschäfte und Kohlenhandlungen, bis auf weiteres montags den ganzen Tag geschlossen. Strom berechtigen. Die Wertscheine müssen mit eigenhändiger Unterschrift und Anschrift des Betreuten versehen sein und sind in voller Höhe in Zahlung zu nehmen. Eine Differenzvergütung in bar oder durch Wertscheine niedrigeren Wertes darf nicht erfolgen. Die Wertscheine des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42 dürfen nur bis zum 31. März 1942 in Zahlung genommen werden. Die Erstattung des Gegenwertes erfolgt spätestens bis zum 30. April 1942 bei allen Zahlstellen der in der Reichsgruppe Banken zusammengeschlossenen Kreditanstalten (Banken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften usw.). Landgerichtsrat Or. Hansult f. Infolge eines Herzschlages ist am Dienstagabend der Landgerichtsrat a. D. Dr. jur. Moritz Hansult im 72. Lebensjahre plötzlich verstorben. Damit ist der Lebensweg eitfes Mannes beendet worden, der in feinem Berufe und durch feine schriftstellerische Tätigkeit eng mit der oberhessischen Heimat verbunden war. Aus Gombach bei Butzbach stammend, wo er am 31. Dezember 1870 geboren wurde, besuchte Moritz Hansult das Gymnasium in Darmstadt. Nach dem Abitur im Herbst 1891 studierte er bis 1895 Rechtswissenschaft an den Universitäten Marburg, München und Gießen. Nach seiner Verwendung als Gerichtsakzessist in Butzvach, Darmstadt, Offenbach ustd Friedberg wurde er im Herbst 1898 Gerichts- assessor, zur gleichen Zeit erwarb er sich in der Gießener juristischen Fakultät den Doktor jur. Dann war dr von 1899 bis 1900 an den Landgerichten in Darmstadt und Gießen als Hilfsgerichtsschreiber tätig. Hierauf wurde er von 1901 bis 1904 als Hilfsrichter, anschließend bis 1905 als Amtsrichter in Ulrichstein verwandt. Im Jahre 1905 wurde er als Amtsrichter nach Dieburg versetzt, wo er im Jahre 1913 zum Amtsgerichtsrat ernannt wurde und bis 1914 wirkte, zur gleichen Zeit auch Hilfsrichter am Landgericht in Darmstadt war. Don dort kam er 1914 als Amtsgerichtsrat nach Gießen, wo er im Jahre 1919 zum Landgerichtsrat ernannt wurde. Hier war er von 1919 ab u. a. Vorsitzender des Mieteinigungsamtes Gießen-Land, von 1927. bis 1931 Vorsitzender des Bezirksschöffengerichts der Provinz Oberhessen, ab 1928 auch Vorsitzenoer des Tierärztlichen Ehrengerichts der Provinz Oberhessen. Im Jahre 1931 wurde er Hilfsrichter am Ober» landesgericht in Darmstadt, auf feinen Antrag hin wurde er aber wieder als Landgerichtsrat nach Gießen versetzt. Seit 1933, wo er in den Ruhestüno trat, verbrachte er seinen Lebensabend in unserer Stadt. Nicht nur als Richter, sondern auch als Fach- unb Heimatschriftsteller ist Landgerichtsrat Dr. Hansult weithin in unserer engeren Heimat, wie in Hessen überhaupt, bekannt geworden. Aus seiner Feder stammen u. a. mehrere juristische Abhandlungen. In der „Heimat im Bild" des Gießener Anzeigers erschien im Jahre 1936 von ihm eine Abhandlung über „Wirt und Gäste im „Goldenen Ritter" zu Butzbach 1798 bis 1800". Don besonderer Bedeutung war seine neueste schriftstellerische Arbeit auf dem Gebiete der Heimatkunde, die er im Jahre 1940 in Buchform unter dem Titel „Vogelsberg und Wetterau in alten und neuen Zeugnissen für Sinn und Art ihrer Bauern" als Gießener Beiträge zur deutschen Philologie (begründet von Otto Behaghel, listischen Erhebung gegenüber und zeigte m klaren Umrissen die Gegensätze auf. Bel allen früheren Revolutionen habe es sich um Bestrebungen gehandelt, die Macht zu gewinnen, nicht um etwas Besseres dem gewesenen Zustand folgen m lassen. Im Gegensatz hierzu hat der Nationalsozialismus nach Erringung der Macht alles Morsche und Fau e hin- weggefegt und an dessen Stelle Zustande geschahen, die deutscher Art entsprechen. Der Weltanschauung des Goldes, des Materialismus wurde die Weltanschauung des Blutes gegenübergestellt, der Welt« anscyauung der Gleichheit und damit des Unnatürlichen die Weltanschauung des Ungleichen und damit des Natürlichen. So wie es in der Natur nichts gibt, was sich gleich ist, so wenig gibt es Menschen, die sich gleicy sind, höchstens ähnlich. Pg. Professor Dr. Horste n verstand es, von diesen Gedankengängen zur Arbeit im Betrieb Parallelen zu ziehen. Hier im Betrieb hat der Mensch im Vordergrund der Betrachtung zu stehen. Der Mensch darf nicht wie ein seelenloser Gegenstand, wie eine Maschine ' oder Ware ökonomischen oder technischen Gesetzen unterliegen, sondern muß als Wesen aus Flei.ch und Blut, mit rasse- und blutsbedingten Eigenarten und der daraus folgenden Rücksichtnahme auf diese Eigenarten im Rahmen des Arveitsablaufs gesehen werden. Aufgabe des Betriebsobmanns sei es, politisch im Betrieb zu wirken, den deutschen Menschen zu artbewußter Haltung zu erziehen und der vieser Erziehung immer den Gedanken der Arbeit für das Volk, die Volksgemeinschaft, in den Vorder- Aus der Stadt Gießen. »Schnuppes" bestes Stück. Eine nachdenkliche Geschichte zum 5. Opfersonnlag. Ich habe einige wirklich gute Freunde, erprobt in „dick und dünn". Ich halte das für ein beneidenswertes Glück. Zur Zeit ist die Sache allerdings so, daß ich jeden von ihnen nur mit den Gedanken aufsuchen kann, den einen im Nordwesten, den anderen im Osten, hoch oben im Lande der Mitternachtssonne, und zwei von ihnen vermutlich unter afrikanischer Sonne. Unser Briefwechsel ist oft nur in bescheidensten Ausmaßen möglich. Besonders von .Schnuppe" hatte ich die längste Zeit nichts gehört, als vor wenigen Tagen ein Feldpostbrief mit unserem Stadtstempel von ihm ankam. Er schrieb aus dem hiesigen Lazarett, er fei leicht verwundet und zur Nachbehandlung nach hier geschickt worden. Dann und dann sei Besuchszeit. Große Freude und Sorge um den Freund im Herzen, Bücher, Zigaretten und einen Kasten Briefpapier unterm Arm stand ich schon eine Viertelstunde vor Einlaß am Eingang des Lazaretts. Endlich sah ich meinen „Schnuppe" wieder! Den Namen hatte er bekommen, weil er alles, was ihm Über *le i - ~ fcr ars zusammen. WeUlneiH vermi im de« M > 3er nicht offensiv verteidigen können, so ist die eng« ifota x k'che Flak her Offensive der Japaner ausgeliefert, fr V°r. lie Folgen treten bereits klar zutage: Don den ur- (W ^rnGrünglich tätigen 200 britischen Flakgeschützen und ^rebuppeMo Scheinwerfern ist nur noch ein Bruchteil im fütlCtt. )er gyf dem Boden zerstörten, darunter sechs, von > >effaqqero‘ 'eichest die Bestätigung noch aussteht. Die japanische r Hiebe Ol*1 !!tion hatte den' Erfolg, daß die gesamte h h 91U ft e 11 t M Ax & Q ii f i trt n i4t t f -n rt it i tn t 0 n P 1* = üb'erlaffer. lanbierenber del panische Flugzeuge ' bei ihren Patroüillenflügen nnn 3Cr der Java-See, die am 1. Februar began- m. drei feindlich- ™ 9nnr BRT. mit Neuseeland muß aus seine lohten Reserven zurückgreifen. JuJftofemlofll®changhai, 5. Febr. (Europapreß.) Auch 1 Neu seeland sieht sich durch die Entwicklung 1;5 Kriegsgeschehens zu immer größeren rnilitäri- !»u selbWen Anstrengungen gezwungen. Der Derteidi- •j?5 J.A mii • ■' fungsminifter Neuseelands, F. Jones, gab, nach so leit'iiitem Bericht aus Wellington, bekannt, daß J;e gesamte militärische Reserve des . uni&an b e s von jetzt ab als Teil der terri- ?tmftMlounitorialcn Streitkräfte gelten werde. Diese -„Nelen. MNeserve setzt sich zum größten Teil aus Veteranen Ita hattH-5 letzten Weltkrieges zusammen. . tjirft lautet: Ist eine Festung noch verleidigungs« W mit im, obig, wenn die in ihr stationierte Luftwaffe kein " me ftgu interland hat, das für ihren Anlauf groß genug iji? Die Engländer suchen jetzt dieses notwendige toen TinU, nterland für Singapurs Luftverteidigung in — ' Grenze er ol l ä n d i s ch - In d i e n. Unvermindert heftiger Artilleriekampf schließen, bürfh uartier gab am Donnerstagnachmittag bekannt, V imstande jein ch japanische Marinestreitkräfte, die über dem süd- den drohendt"O.'stpazififchen Gebiet operierten, am 3. Februar inen Massenangriff auf den Marinestütz- mkt Surabaja und den Luftstützpunkt M a - ingaufIava unternahmen, wovei sie insgesamt kindliche Flugzeuge ab schossen erfie?^^ um Singapur. ■ e n ei Tokio, 6. Februar. (DNB. Funkspruch.) Das ja- ismische Artilleriefeuer, das seit Mittwochabend in merminderter Stärke gegen Singapur anhält, hklxiH 'htet sich, Frontberichten zufolge, hauptsächlich WlMli f8cn ößn Nordabschnitt gegenüber Jo hur Bharu. 1 r ’ ier finb, wie es heißt, vor allem im Gebiete des Die hastigen und darum in der Mehrzahl unge- ^'t unyu9Hj ^en Nachrichten der Engländer und Amerikaner Wy)'M Singapur find immerhin klar genug, um 1 der rVu (in eigenartiges Problem in feiner Entstehung ver- Uhs bj?UeA folgen zu können: Singapur ist zu klein zur Lust« A ^rteibigung. Nanu? Es gibt doch auch Flugzeugträger, die §ch sehr viel kleiner sind als die Insel Singapur! A wichtig! Aber die Flugzeugträger sind auch eine fensive und nicht eine defensive Waffe. Die Vereidigung der Flugzeugträger müssen Großkamps- histe, mindestens aber Kreuzer übernehmen! Vieles wirkt zu dieser eigenartigen Problem- rllung der Lustverteioigung Singa. nr5 zusammen. Wohnviertel, Hafenanlaqen, auch Mungeln vermindern den Raum der Änsel für \Jnfm üugplätze. Die Insel ist mit ihren 562 Qu ab r ab m lometer etwa zwei Drittel so groß wie das ham- llrgische ober doppelt so groß wie das bremische . Staatsgebiet. Die beschränkten örtlichen Möglich- H tret» aten für Lufthäfen werden sowohl durch die sehr 1 c ®äu(e stH fensiv geführte japanische Luftwaffe, wie durch bie retten Beschuß der japanischen Artillerie weiter m,e ■ ggeengt. Flughäfen müssen immer etwas im Hin- trlanb fein, damit die eigenen Flugzeuge „auf ille Fahrt kommen" und die günstigste Höhenlage zaunnen können. Dazu ist Singapur entschieden 3 klein. Wenn die englischen Piloten Singapur »ruck der gesamten Wochenschau zeugt eisernen Widerstandswillen; jedem, der Der Eindruck von einem ,»] KYRlA?t N cJteira Friedhofes statt. 489 D Februar 1942. T- KU* 493 DZ Was koche ich Vereine | 7h mA tnrkz eu: Betr.: bracht werden. 492C D Gießen Asterweg 69 ALLPUTZ ist beim Sauberhalten der Küche ein wertvoller Heiter. Durch seine schmutz* lösende und scheuerwirksame Eigenschait reinigt ALLPUTZ mühelos, rasch und ohne Seile viele Gegenstände, die tagtäglich in der Küche zu säubern sind. Spülbecken, Herdplatte und Steinboden, Eimer, Milchkanne und Backform, Kochtopf, Geschirr u. anderes Gerät aus Metall oder Holz sind nach dem Reinigen mit ALLPUTZ wieder blitzblank. Gießen Lieber Strafte 89 Rexept ausschneiden und aufbewahren I Sie können es immer verwenden — auch wenn Sie heute mal keinen Knorr-Würfel bekommen haben» Zwiebelsoße Den TKfltiVl# Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit t/4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen, i/r feingeschnittene Zwiebel mit etwas Butter goldgelb schmoren, zur Soße geben und nochmals aufkochen lassen. Fertig! Mein Geschäft bleibt vom 9. Febr. bis 23. Febr. 1942 geschlossen OS. drei gute Gründe die Astro langsam und mäßig zu rau» dien und nicht zu stapeln. Beim la» gern leiden Aroma und Frische- Für die uns anläßlich unserer Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und Geschenke danken wir herzlich Karl Schubecker und Frau Gertrud geb. Ruhl Ruttershausen-Lollar Ihre Vermählung geben bekannt Adolf Ommert z. Z. fan Felde Lini Ommert geb. Adolph Eine gute Suppe kommt an fleischlosen Tagen immer besonders gelegen. Zu Kartoffelklößen mit Zwiebelsoße gibt eine pikante Knorr- Ochsenschwanzart-Suppe eine vortreffliche Grundlage. Die Zubereitung aller Knorr-Suppen Ist denkbar einfach. Sie werden nur mit Wasser gekocht - alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr- Suppenwürfel. Für Kartoffelklöße hat jede Hausfrau ihr eigenes Rezept — darüber brauchen wir Ihnen nichts zu sagen. Aber gerade bei Klößen kommt alles auf die Soße an, damit sie nicht trocken schmecken. Doch wie man ohne Fleisch eine ausreichende, schmackhafte Soße auf den Tisch bringt, verrät Ihnen das folgende Rezept: Einleitend gedachte der Altschultheiß Christian Franck des im letzten Jahre verstorbenen Heinrich Jäger II., der 52 Jahre der Gemeinschaft angehörte. Nachdem die Mitglieder ihre Abgaben entrichtet hatten, wurden die 15 Wiesgnstücke, Weidteile und der Weg verlost und verpachtet. Als neuer Baumkircher wurde Carl Otto Jäger II. verpflichtet und die Abrechnung verlesen. Während des Krieges wird von einem Wechsel des Schultheißen- amtes abgesehen. Als nächster Schultheiß ist Graf Georg zu Solms-Laubach vorgesehen. den Soldaten der Reparaturwerkstätten hart hinter den ersten Linien sich einsetzen für das Gelingen des großen Werkes. Auch die Szenen vom nordafrikanifchen Kriegsschauplatz beherrscht der Motor. Eine überwältigende Fülle von Panzern und Kraftfahrzeugen rollt im Bild an uns vorbei. Technisch am besten sind die Aufnahmen von der Fahrt eines U-Boots gegen die USA. Die Unterwasserkamera schafft außerordentlich wirksame Eindrücke. Eine Bravourleistung sind auch die Bildstreifen, die die Besatzung des U-Bootes im Kommandoturm bei schwerer See festhalten. Am 4. Februar ist unsere liebe Frau und Mutter Marie Urstadt, geb. Diehm an einem Schlaganfall sanft verschieden. Prof. O. Urstadt Dr. Caroline de Haan. Gießen, Florenz, den 5. Februar 1942. Die Einäscherung findet Montag in aller Stille statt. __486 D Gießen, den 4. Februar 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I.V.? Nicolaus. Die Vereinfachung des Geschäftsablaufs und die Einschränkung des Botendienstes lassen die fernmündliche Annahme von kleineren Anzeigen aller Art nicht mehr zu. - Es wird darum gebeten, Anzeigen frühzeitig gegen Kasse in der Geschäftsstelle während der Geschäftsstunden vön 8—121/2 und 141/2—18 Uhr aufzugeben Verlag des Gießener Anzeigers helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: $0 Tabletten nur 79 Pfennig! Erhältlich in allen Apotheken; Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERAL G.M.B.H., MÜNCHEN J 27/547 sie sieht, muß klar werden, daß uns der Sieg sicher ist. H. H. G. Zuverl.tücht.,ält. Mädchen für d. Küche wird für sofort gesucht. Hck. Weimar, Bäcker.u.Kondit. Gießen, Frankfurter Str. 41, Fernspr. 2833. sSß Ü! Statt Karten! DanksagUnge Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranzspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Adolf Becker danken wir herzlich. Im Namen der Hinterbliebenen: Luise Becker, geb. Möhl Wilhelm Becker und Familie Anna Schuster, geb. Becker Gießen, Februar 1942. Seesand Mandelkleie hhiscAm- das ist gründliche Reinigung, zu- , gleich belebende Gesichtsmassage und milde Pflege der Haut, die Seife schlecht verträgt. Für sehr Empfindliche auch ohne Seesand in der grünen Fachung. Streudose 95 Pfg. Karton 48 Pfg, • Kleinpackung 19 Pfg. Carl Bruck Juwelier . Kreuzplatz T Der Muls-Mell wird (ageD bis auf weiteres verschoben. Artilleristen» kmneradschaft 1895 Gießen. Es kämpst das ganze deuische Sott Silber aus ber neuen Wochenschau. Obst- uod Gartenbauvereio fließen Die Versammlung am 8.,Februar findet nicht um 17, sondern um 16 Uhr pünktlich im Burghof statt. Thema: Garteneinteilung, Fruchtfolge, Düngung, Pflege der Obstbäume im Winter. Bücher: „ABC des vrakt. Obstbaues und erfolgr. Düngung im Gemüsebau" sind in der Versammlung zu haben. Lssd Junker, Vereinsleiter; Landkreis Gießen. * Reiskirchen, 6. Febr. Am 9. d. M. begeht in körperlicher und geistiger Frische Frau Elisabeth Balser Wwe., geb.Lepper, ihren 86. Geburts- t a g. Am Zeitgeschehen nimmt die Hochbetagte noch lebhaften Anteil. Im Weltkriege verlor sie den Schwiegersohn. Noch heute steht die Jubilarin im landwirtschaftlichen Betrieb und versucht, den im Osten stehenden Enkel nach besten Kräften zu vertreten. Der Jubilarin gilt unser herzlicher Glückwunsch. 5ön6 non Wien n. Heren nach der Naturschutzverordnung vom 18. Mürz 1936 (RG Sl.I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, 0. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Gebunden RM. 3Mü. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 6uooyermWerMlao.öekllnMlerf Ochsenschwanzsuppe Kartoffelklöße mit Zwiebelsoße I Einmal in der Woche hat jeder Volksgenosse Gelegenheit, sich vor der neuen Wochenschau davon zu überzeugen, daß Deutschland mit unendlicher Kraft für den Endsieg arbeitet. Für die Heimat gibt es nur einen großen Gedanken, die Rüstung, und für die Front nur ein Ziel: die Vernichtung des Feindes. Die geschloffene Gemeinschaft, die die Rede des Führers im Sportpalast hört, ist als eine Vertretung des ganzen Volkes zu bezeichnen. Auch die Front bekommt immer wieder Beweise dieses Gemeinschaftsgefühls, denn täglich gelangen, wie uns die Wochenschau. zeigt, neue Sendungen von Pelz- und Wollsachen an die Front. Das Bild unserer kämpfenden Wehrmacht im Osten wird jetzt bestimmt von dem unaufhörlich rollenden Nachschub. Bewundernswert ist die Zähigkeit, mit der sowohl die Fahrmannschaften, wie die arbeiten- Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Maschinisten-Maat Willi Blum aus Sie- ßen, Grabenstraße 9, ist für tapferen Einsatz im U-Boot-Krieg mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden. Aus der engeren Heimat. Der St.-Blasius-Tag in Laubach. in Laubach, 3. Febr. Zu den Ueberlieferungen und dem Brauchtum in Oberhessen, das sich über Jahrhunderte hinweg bis auf den heutigen Tag erhalten hat, gehört die alljährlich am S t.-B last u s - T a g (3. Februar) stattfindende Versammlung der „Baumkircher- oder Blasius- Gesellschaft" in Laubach, wo nach altem Recht unter dem Vorsitz ihres jeweiligen Baumkircher Schultheißen die Nachfahren der einstigen Baumkircher ihre Wiesen unter sich auslosen und verpachten. Wenn auch seit dem Untergang des Dorfes Baumkirchen beteits fünf bis sechs Jahrhunderte vergangen sind, so hat doch das Brauchtum daxan festgehalten, am St.-Blasius-Tag die Mitglieder der Gemeinde zu versammeln. In den Kriegsjahren hat man freilich davon abgesehen, die mit dieser Zusammenkunft verbundenen äußeren Gepflogenheiten, wie der Umzug mit der alten Truhe, das Festmahl und den Lampionzug durchzuführen, aber die Baumkircher fanden sich dennoch im Gasthaus „Zur Linde" in Laubach zusammen, um ihre geschäftlichen Angelegenheiten zu regeln und ein paar Stunden gemütlich beieinander zu sitzen. Die Baum- kircher-Gesellschaft zählt heute noch 25 Mitglieder, deren Aeltester, der 82jährige Georg Christian Jochem, der Gesellschaft seit 48 Jahren angehört. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» Hauptichriftlett"rs: Ernst Blumschein. Berantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.V. Ernst Blumschetn: für das Feuilleton: Dr. Hans Thhriot,- für Stadt Gießen. Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck unh Verlag: Brühlscke Untveriitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeiqenleiter: Haus Beck. Berantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6. L #*3 Fftir 8“r“ LtbgefP1?11' ®| P ,76er f lilMjVi, Wjortfi, !,«chder»0 •iS- yts 4 diese net Altären j« erst unter, de Mals 'M sie sich E & herausgefu' rie in den stur । formet der Lastillesturir teil einfachen 1 Emittierten Mich im St verordnet, 1 Wührt wird. 3on einem Dol l schalt wie i barten, daß bei h Daseins die Mi wie Deuti toben Franzo bolution aus e Wangen ist, Wlung, beim Mation Herr i Negierenden «les verfüge, v das Md busensiern u b in den fle »len an bie ■oänben, i fern; kaum Berufung P nationalen ! Wgt. Schläm p seines Lel ■ bie Liebe, i Ms entgegen' Willis m fei hm Pantheon, k>Wthos, aber fc^e der 0rö . MMck in iein ■ ff Perfönlichkeii ff Gegenwart m - von Adolf W Win mef kchit un- ff möglii Mf'We mori ■mmen und g? ■jwnt benutze U" Mensätze I^r Petain-Ki W der nation Ku Fwn mit B ff^e Kleider MMse, die «Konzerte u Merdjlfe. Sri ff^l Kinder'" WMigen de WErteig, nert EAe I?Wen N, KiJ? wie ; Wfcni in Kft IUl?rn9e- ff»?'ch lind. Ryterlidje ein' '■» t. • faui r,nt s M bi Hingerichtet. SPD. Hanau, 5. Febr. Am 5. Februar 19421 ist der am 17. Juli 1910 in Hanau geborene Heinrich Emmel hingerichtet worden, den das Land»! ein Hanau als gefährlichen Gewohnheitsoer- r zum Tode verurteilt hat. Emmel, der schon oft uni) schwer vorbestraft war, hatte wieder viele Wohnungsdiebstähle begangen. Den Berufskameraben erschossen. LPD. Dillenburg, 5. Febr. Als der Reservelokomotivführer Schäfer aus dem benachbarten Wissenbach, der sich zur Zeit in Urlaub befindet, seinem.Berufskameraden, dem 41 Jahre alten Re- servelokomotivführer W^lli Schlaf seine Dienstpistole zeigte, löste sich-beim Hantieren mit der Waffe ein Schuß, der Schlaf in die Brust traf und! ihn sofort töte t.e. Briefkasten ber Rebaktion. C. In Gießen. Die Zinssenkungsverordnungen vor dem Zinsermäßigungsgesetz vom 2. Juli 1936 finden keine Anwendung, weil der Zinssatz weniger als 6 v. H. beträgt. Auch das Gesetz vom 2. Juli 1936 kommt nicht in Betracht, weil dieses nur Forderungen behandelt, die durch Hypotheken oder Grundschulden gesichert sind. Sie haben also keinen An^ spruch auf Herabsetzung des Zinssatzes. Statt jeder besonderen Anzeige. Gestern abend verschied völlig unerwartet infolge eines Herzschlages im 72. Lebensjahre, mein treuer, lieber Lebenskamerad, mein geliebter, treusorgender Vater und Schwiegervater, unser Bruder, Schwager und Onkel Dr. jur. Georg Moritz Hansult Landgerichtsrat i. R. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Marie Hansult, geb. Reitz Brunhilde Winterberg, geb. Hansult Alwin Winterberg, Studienrat z. Z. Hauptmann im Heeresdienst. Gießen (Bismarckstraße 43), Moers (Niederrhein), den 4. Februar 1942. Die Trauerfeier findet Montag, den 9. Februar 1942, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen 497 D Bekanntmachung. Ausführung des Reichsviehseuchengesetzes; hier: Ausschlag der Beiträge auf Viehhändler und Viehbesitzer. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen Frau Katharine Stein Wwe., geb. Brück entgegengebracht wurden, sowie für die vielen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Dekan Sattler danken wir recht herzlich. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Gustav Stein. Gießen-Wieseck, den 5. Februar 1942. 495 D | Verschiedenes j Vorbestell, auf BieneHooto (fürKindervonß bis 14 Jahren) werd, angenom. KräuterhansJnng Fachgesch.f.echt. Bienenbonig Gießen i.d.BIänsb. Junge Frau nimmt Flickarbeit an. l 0467 Schottstraße 31 1. Stock rechts. Mit sofortiger Wirkung sind die Einzelbandels- geschäftemontags den ganzenTag geschlossen. Diese Regelung gilt bis auf weiteres und, tritt erst nach vorheriger Benachrichtigung wieder außer Kraft. , Eine Ausnahme bilden bie Lebensmittelgeschäfte, die auch montags geöffnet bleiben Durch Anordnung der Städtischen Gewerbepolizei sind alle Sondergenehmigungen auf Schließung der Verkaufsstellen für ¥2 Tag für die Dauer dieser Zeit aufgehoben. Die Kohlenhandlungen bleiben selbstverständlich geöffnet. Wirtschastsgruppe Einzelhandel Kreisgruppe Gießen. 494 D Die auf Grund des Reichsviehseuchengesetzes aufgestellte Liste der beitragspflichtigen Pferde-, Rindvieh- und Bienenbesitzer im Stadtkreis Gießen liegt während einer Woche, vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an gerechnet, bei der Gewerbepolizei der Stadt Gießen (Am Nahrungsberg 37, Zimmer 3) zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen die Einträge können nur während dieser Offenlegungsfrist und nur von den beteiligten Viehbesitzern und »Händlern vorge- | Mietgesuche | Möbliertes Zimmer auf 3-4 Wochen v. jung. Ehepaar gesucht, möglichst Nähe Ostviertel. Schr.Angeb.unt. 0466 an den G.A. | Verkäufe | GuteVogelsberg. Milch- y. Fahrkuh (trächtig) 0451 zu verkaufen. 1 Hahn I Lindenstruth. 2 gebrauchte Bettstellen zu verkaufen. Löwengasse 13 2. Stock. [q463 | Kaufgesuehe | Kaufe 1 Bis 5 Bühner rebhuhnfarbige Htal., Brut 1941 Schrrftl. Angeb. unter 0454 an den Gieß. Anz. Kaninchen- stall z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 490D a. d. G. A. Gebrauchte Blümeniöpfe werd, angekauft, auf Wunsch Abholung ! 0468 QärtnereiScbwarz Tel. 4082 am Cafs Nizza. [Stellenangebote! HMMlill f. Landhaushalt gesucht, die auch Feldarbeit mit übernimmt. Schrift!. Angeb. unt. 0439 an den Gieß. Anz. erb. Milch- DDd Fahrkoh hochtragend zu verkauf. [0470 Königsberg 41. W sberger Wkoh im April kalbend, zu verkauf. 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