Montag. 5. SMobermr Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Imponderabilien im Kriege abschritten. Reichsmarschall GönngiiberreW die Ritterkreuze ZchMlettmig mtb «eschSstrßelle: Sichei», ZchNlstratze 7-9 Erzgebiete im eroberten Osten, richtete der Reichsmarschall an das deutsche Volk den dringenden Appell, mit diesen Rohstoffen so s p a r s am w i e m ö,g l i ch umzugehen, denn diese seien ja für unsere Rüstung von ausschlaggebender Bedeutung. In einer Zeil wie der heutigen müsse jeder einzelne auch gewisse Beschränkungen in mancher Hinsicht auf sich nehmen, zumal der deutsche Soldat Tag für Tag in schwerstem Kampf größte Opfer zu bringen habe und, wenn das Schicksal es fordere, sogar sein werden konnte. Von einer sowjetischen Armeegruppe wurde Leffler mit verschiedenen Landwirtschafts- führern in Demidow eingeschlossen. Durch seine genaue Ortskenntnis und sein tapferes Verhalten hat er wertvollste Mitarbeit bei der Belagerung leisten können. Ferner hat er es fertiggebracht, aus den Beständen der Stadt die dringend nötigen Schneehemden für die eingeschlossenen Truppen Herstellen zu lassen und durch Herbeischaffung von Lebensmitteln zum Durchhalten der eingeschlossenen Division beizutragen. Darüber hinaus war Leffler in vorderster Linie oftmals am Maschinengewehr eingesetzt und hat das beste Beispiel für den Zusammenhalt der Truppe geliefert. Kreisbauernführer Ernst Ritter, wohnhaft in Harau, Kreis Lörrach, geb. am 16. Oktober 1889 zu Mehlet, Landwirt und Kreisbauernführer, Mitglied der NSDAP, seit 1. November 1930, Angehöriger der hh. Kriegsdienst: 1914—1919, E. K. I. und II. Klasse, Kriegsverdienstkreuz 1939, hat seit 1933 unter den schwierigsten Verhältnissen seinen Hof fortschrittlich entwickelt und als Kreisbauernführer der Kreisbauernschaft Mühlheim (Baden) Vorbildliches geleistet. Längs der 45 km langen Grenze mußten im Rahmen der Kampfhandlungen am Oberrhein 33 Gemeinden zeitweise total geräumt Wir selber haben am eigenen Leibe erfahren, daß das Kalkulieren wirtschaftlicher Momente im Kriege ziemlich enge Grenzen hat. Man hat im Jahre 1939 nicht vorhersehen können, daß uns hintereinander drei harte Winter beschert sein würden. Ebensowenig ließ sich voraussehen, daß Japan nach vier Monaten Krieg im ungestörten Besitz der gesamten südostasiatischen Rohstoff- und Lebensmittelquellen fein würde. Auch hätten noch vor zwei Monaten nur wenige in der Welt geglaubt, daß wir Mitte August die reichen Landwirtschaftsgebiete des Don und des Kuban in der Hand haben und Herren der Oelfelder im nordwestlichen Kaukasusvorland fein würden. Man hat im Lager der Achsenmächte vielvorsichtigerundsolider kalkuliert als im Lager des anglo-amerikanisch-sow- jetischen Blocks, obwohl es in den ersten drei Kriegsjahren gelungen ist, den verfügbaren Wirtschaftsraum ständig zu erweitern und auch nicht an einer einzigen Stelle eine nachhaltige Einbuße zu erleiden. Wir haben es, wie die Engländer und besonders die Nordamerikaner, allerdings auch nicht nötig gehabt, den Krieg selber als ein Geschäft auf- werden. Die Räumung für die landwirtschaftlichen Betriebe lag in der Hand Ritters. Dabei wurden Totalräumungen nur vorübergehend während des Feindbeschusses durchgeführt. Im übrigen wurde-bis in die vorderste Zone hinein trotz feindlicher Einwirkung die Bestellung sämtlicher Felder organisiert und damit ein nennenswerter Erzeugungsausfall verhindert. Nach Eroberung des Elsaß wurde Ritter auf dem gegenseitigen Rheinufer gleichzeitig als Kreisbauernführer der Kreisbauernschast Mülhauen (Elsaß) eingesetzt. In diesem Gebiet waren schon eit Beginn des Krieges 4733 landwirtschaftliche Betriebe total geräumt und die Felder vollkommen versteppt. Ritter hat in diesem etwa 19 000 ha umfassenden Gebiet alle Maßnahmen zur Wiederbe- tellung der Felder eingeleitet und die landwirt- chaftlichen Betriebe unter den schwierigsten Bedingungen mit totem und lebendem Inventar versehen. Die Bewirtschaftung dieser Flächen mußte zunächst ausschließlich im Gemeinschaftseinsatz erfolgen: erst 1942 war die selbständige Bewirtschaftung dieser Flächen durch die inzwischen zurückgekehrten landwirtschaftlichen Betriebsführer wieder mögliche Trotz der Wiederbesiedlung werden von Ritter auch heute noch 1260 ha Brachländereien aus der Frmr- zosenzeit mit ungeklärten Besitzverhältnissen bewirtschaftet. Auch bei der Sicherung der Ernährung der Grenzstadt Mülhausen hat es Ritter verstanden» aller Schwierigkeiten Herr zu werden. Berlin, 4. Oktober. (DNB.) Im Rahmen einer Kundgebung der NSDAP., der zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht beiwohnten, wurden am Erntedanktag im Berliner Sportpalast Unterführer (Z.) Kurt Leffler, geboren zu Mühlberg bei Arnstadt, der das Ritterkreuz zum Kriegsverdiensttreuz mit Schwertern erhielt, hat als Kreislandwirt im Bereich d?r Wirtschaftsinspektion Mitte im Sommer und Herbst 1941 ohne wesentlichen militärischen Schutz in dem von Banden stark verseuchten Rayon Ponisowje eine vorbildliche Kreislandwirtschaft aufgebaut. Mit nur drei Landwirtschaftsführern hat er durch 'persönliches Eingreifen und mit größter Umsicht das Gebiet von Banden befreit und befriedet. Durch Aufrufe an die Bevölkerung hat Leffler erreicht, daß die in ihrem Besitz befindlichen Waffen in großen Mengen abgeliefert wurden. Außerdem ist es ihm gelungen durch geschickte Organisation und durch unerschrockenes Vorgehen 750 versprengte sowjetische Soldaten, Bandenmitglieder und bewaffnete Juden dingfest zu machen. Bei den sich „dabei entwickelnden Feuergefechten hat sich Leffler durch Mut und Entschlossenheit aufs beste bewahrt, -so hat Leffler die Voraussetzung für eine landwirtschaftliche Ausnutzung des Gebietes, die Erfassung allex landwirtschaftlichen Erzeugnisse und den Wiederaufbau der Landwirtschaft geschaffen. Ihm ist es auch zu verdanken, daß in Judnow em größerer sowjetischer Offiziersstab aufgefunden und vernichtet Landwirtschoftsführer Leffler (links) und Bauer Ritter (rechts), die mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet wurden. (Scherl-Bilderdienst-M^ einem umfassenden Ueberblick entwarf er dann ein klares Bild von der Lage auf dem Ernährungsgebiet des deutschen Volkes und stellte fest, daß das Schreckgespenst einer feindlichen Hungerblockade im Gegensatz zum Weltkrieg heute nicht mehr existiere. Schon rechtzeitig sei eine Vorratswirtschaft wie auf allen Gebieten so auch auf dem der Ernährung betrieben worden, und dieser Vorsorge sei es zu danken, daß alle auftauchenden Schwierigkeiten überwunden werden konnten. Die gesamte deutsche Wehrmacht, an welchen Fronten sie auch stehe, könne heute aus den eroberten Gebieten allein verpflegt werden, so daß die heimatliche Ernte in vollem Umfang dem eigenen Volke zu° komme. Ein besonders warmes Wort widmete der Reichsmarschall dex deutschen Bauersfrau, die sich, auf sich allein gestellt, abrackern und abplagen muß, während der. Mann mit dem Schwert in der Faust an der Front das Vaterland verteidigt. Nicht endenwollender Beifall erfüllte das haus, als der Reichsmarschall verkündete, daß in den luftbedrohten Gebieten die Fleischrationen um weitere 50 Gramm erhöht würden, darüber hinaus eifrig daran gearbeitet werde, dem deutschen Volk ;um W e i h n a ch t s- fest eine besondere Zulage an Fleisch, TNehl und vermutlich noch anderen Dingen zu- kommen zu lassen und daß von jetzt ab jeder deutsche Soldat, der auf Urlaub komme, an der Grenze im Auftrage des Führers ein paketmit Lebensmitteln erhalte. Mit beißender Ironie und schärfstem Sarkasmus stellte er dann die lächerlichen Behauptungen unserer Gegner bloß, die da erklärten, man wolle dem deutschen Volke nur ein Pflaster geben, bevor der Winter komme. Unter jubelnder Zustimmung stellte er fest, daß es im Hinblick auf die weiten eroberten Gebiete im Osten in der Ernährungslage unaufhaltsam weiter aufwärts gehe und daß mit weiteren Besserungen unbedingt gerechnet werden könne. Nach einem Hinweis auf die Notwendigkeit einer klugen Vorratswirtschaft auch auf dem Gebiet der Rohstoffe, die Erschließung weiter Kohlen- und vnlck und Verlag: Vrühlfche UniverfttStrdruckerelL Lange Der Dank der Ration an das deutsche Landvolk. Reichsmarschall Göring sprach auf einex Sportpalast-Kundgebung zum Erntedanktag !92. Jahrgang Rr. 254 Ericvemi nguct), außer Sonntags und feiertags 'Betlaa en: Gteßener ^anulienblätter I Heimat imNild'DieScholle ' Bezuasvreisr Leben hingeben müsse. - Mit erhobener Stimme wandte sich der Reichsmarschall gegen die feigen Luftangriffe unserer Feinde auf deutsche Städte und Dörfer, und unter tosendem, minutenlang anhaltendem Beifall stellte er den Tag in Aussicht, an dem die deutsche Luftwaffe die entsprechende Antwort erteilen werde. In längeren Ausführungen befaßte sich Hermann Göring dann mit den lächerlichen Hoffnungen, die unsere Gegner für den Ausgang dieses Krieges hegten, und welche albernen Märchen sie sowohl über ihn selbst als auch über die Führung des deutschen Volkes überhaupt verbreiteten. Unter begeisterten Kundgebungen der Versammelten stellte er den Verbrechern Churchill, Roosevelt und Stalin unseren Führer gegenüber, sein geniales Felbherrn- genie und die Kraft, die von ihm ausstrahlt auf das ganze deutsche Volk. Mit einem glühenden Appell, sich bedingungslos und freudig mehr denn je hinter unseren Führer Adolf Hitler zu stellen, ihm zu vertrauen pnd immerdar, komme was kommen mag, in der Zuversicht an den endgültigen Sieg stark zu bleiben, schloß der Reichsmarschall seine zündende und immer wieder von Stürmen des Beifalls begleitete Ansprache. Begeistert stimmten die Männer und Frauen in das Sieg-Heil ein, das Staatssekretär Backe auf den Führer ausbrachte, und fangen die Nationalhymnen und die drei Strophen des OstlandliedeL „Wir standen im Osten ..." Durch den Mittelgang begaben sich bann der Reichsmarschall und die beiden Ritterkreuzträger zum Vorplatz des Sportpalastes, wo sie unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front der Ehrenkompanie, aus Soldaten des Heeres, der Luftwaffe, der Kriegsmarine und der Waffen-/-, Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 80, Uhr deSBormtttagS A«zeigeu-Preife für die Mlllimeter-Zeil« von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für ttamilienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeige« Matzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr Am (Erntebanttaq wurde dem Landvolk eine besondere Ehrung zuteil. Zahlreiche.Louern und Bäuerinnen wurden mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Zwei von ihnen überreichte^chsmarschall ®örina im Berliner Sportpalast das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz. Unser Bild zeigt den Reichs- Oie Träger des Ritterkreuzes. In den Vereinigten Staaten ist man ttotz aller trüben Erfahrungen noch nicht davon abgekommen, den zweiten Weltkrieg zu „kalkulieren", wie der Kaufmann ein Geschäft kalkuliert. Die internationale Oeffentlichkeit hat erstmalig nach der bombastischen Erklärung des Staatssekretärs Knox zu Beginn des pazifischen Krieges an der Richtigkeit solcher Kalkulation zu zweifeln begonnen, als der verantwortliche Marinefachmann des Präsidenten Roosevelt die japanische Streitmacht zur See „in wenigen Wochen vom Ozean wegfegen" zu wollen erklärte. An diesen ersten Bluff haben sich zahlreiche weitere Fehlkalkulationen und Fehlprophe- zeihungen angeschlossen. Man hat uns abwechselnd mit einer langen und einer kurzen Dauer des Krieges zu schrecken versucht. Während man aber früher mit dem berühmten „General Zeit" im Bunde zu sein behauptete, der die „ungeheure wirtschaftliche Ueberlegen^eit" der cmglo-amerikanischen Mächte zur Geltung bringen werde, ist jetzt die Flucht in die Zukunft nicht mehr ein Zeichen von Sicherheit und Vertrauen, sondern im Gegenteil von Zweifel und Sorge. Wenn jetzt der nordamerikanische Pazifik- Admiral N i e m i tz am Tage der japanischen Siegesmeldung von den Salomon-Inseln wieder einmal versichert, der Krieg werde „lange, ja sogar sehr lange" dauern, so ist das kein Vertrauen auf die wachsende Kraft der Alliierten mehr, sondern einfach ein schuldiger Tribut an die internationale öffentliche Meinung, die von den Erfolgen der Dreierpaktmächte tief beeindruckt ist, und der man nicht gut zumuten kann, an einen völligen Wandel des Kriegsglücks innerhalb kurzer Zeit zu glauben. Monatlich.,... RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewast Fernfvrechanfchluß 2251 Drahtanschrift: Anzeiger" Postscheck 116m Hrankf /M zw e i deutsche Bauern-mit dem ihnen vom ' Führer verliehenen Ritterkreuz zum Kriegs- । verdien st kreuz ausgezeichnet — eine Ehrung, iie zugleich in sinnfälliger Weise den Dank und die hohe Anerkennung für die verantwortungsbewußte unb einfatzfreubige Arbeit bes beutfchen Lanbvolkes in Ollen feinen ©liebem zum Ausdruck brachte. Der Sportplatz hatte zu dieser Feierstunde ein festliches Gewand angelegt. Von der Stirnseite des weiten hohen Raumes grüßte ein goldener Adler, und auf einem riesigen Spruchband über der Mitte des Podiums prangten die Worte: „Pflug und Schwert verbürgen den Sieg!" Davor und zu beiden Seiten leuchteten die Standarten und Fahnen im Schein- verferlicht, hohe Lorbeerbäume rundeten das festliche Bild ab. Kopf bei Kopf faßen in den vordersten Leihen die Männer und Frauen des Landvolks, von denen ein großer Teil am Nachmittag bei dem ßtaatsakt im Mofaikfaal der Neuen Reichskanzlei mit dem Kriegsverdienstkreuz I. Klaffe ausgezeichnet werden, und im übrigen Parkett und auf den Rängen fah man Taufende von Volksgenossen. Punkt 12 Uhr erschien Reichsmarschall Göring, stürmisch begrüßt, und begab sich auf das Podium, wo such die Reichsminifter Dr. Goebbels, Dr. Frick unb Siofenberg unb bie übrigen Ehrengäste Platz genommen hatten. Als bie Klänge bes Nibelungenmarsches verhallt waren, eröffnete Staatssekretär Lacke bie feierliche Kundgebung. Staatssekretär Backe begrüßte den Reichsmarschall in herzlichen Worten und führte dann aus: Das deutsche Landvolk hat ein Jahr harte st er Pflichterfüllung, aber au ch g r o £ er Kfolge hinter sich. Es ist vor allem der vorbildlichen Hatung unseres Lanbvolkes zu danken, baß ts durch vollsten Einsatz unb stärkste Willenskraft unter den Kriegsverhältnissen gelungen ist neben der üblichen Frühjahrsbestellung auch noch die restlose Neubestellung der ausgewinter- ten Flächen zu erreichen. Das wäre schon im Frieden eine bewundernswerte Leistung gewesen. Ahr hat auch der Herrgott seinen Segen nicht versagt. Die günstige Witterung der letzten Monate färberte das Wachstum unb bie Erntebergung Außerordentlich. So ist auch in diesem Jahre wieber die Ernährung unseres deutschen Dolkev gesicherl unb die Hoffnung unserer Feinde zerschlagen, uns durch den Hunger auf die Knie zwingen zu können. 8ln diesem Erfolg haben Millionen deutscher Lauern, Landfrauen und Landarbeiter nutgewirkt. Einen besonderen Anteil daran haben die Bauern unb Landwirte, die als Landwirts ch af : • führ er in den besetzten Gebieten, vor ollem im Osten, das Land bestellten, das unsere unvergleichliche Wehrmacht unter bet genialen Führung Adolf Hitlers dem Feinde entriß. In Würdigung dieser Leistung des gesamten deutschen Landvolkes wurden heute auf Anweisung des Führers im ganzen Reiche zahlreichen besonders verdienten Landarbeitern, Bauern, ßanbarbetterim nen und Bäuerinnen und darüber hinaus verdient i Landwirtschaftsführern aus dem Mn Kriegs o u 5 A e i ch n u n q e n überreicht. Mit tiefer Dankbarkeit erfüllt es das deutsche Landvolk daß zwe Männer aus seinen Reihen vom Führer für wur big befunden worden sind, das Witter kreuz des Verdienst kreuz es zu erhalten Es sind dies der Landwirtschaftsführer Kurt ß e f f l e t u der Bauer Ernst Ritter, ßeffler hat m W unter schwierigsten Verhältnissen und wiederholtem Einsatz seines ßebens besonders hervorragendes dei der Versorgung der Truppe und beim Wieder- ousbau der ßandwirtschaft in seinem Dezttr geleistet Mit größter Umsicht befreite er durch persönliches energisches Eingreifen sein Gebiet von Banden und befriedete es. Ritter hat nicht nur in fe mem J)ei matkreis im Breisgau und den zu Kr'^sbegin Beräumten Grenzgebieten, teilweise unter Femv einwirkunq, große Flächen brachliegenden Landes der deutschen Ernährung in kürzester Zeit rmeber nutzbar gemacht, sondern darüber hinaus auch im befehlen Elsaß in der total verödeten unb oer Ben Zone vorbildliche Aufbauarbeit m der Landwirtschaft geleistet. Beibe Ritterkreuze gelten aber nichtt nur der p sönlicben ßeiftunq biefer beiden Mannes wnDern «uch der unbefannten Leistung, die von Tausenden les Landvolkes im st-l'-n vollbracht wurd-^ M Necht darf deshalb das gesamte deutsche Landvo r die Verleihung der beiden Ritterkreuze undber deren Auszeichnungen als eine hohe Ehre uno an trfennunq feiner Leistung durch den Führer -mp- inben Dies macht das deutsche Landvolk stolz uno dankbar. In diesem Gesühl bitte -Herr Reichsmarschall, den beiden। nern das ihnen vom Führer verliehene Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes zu überreichen und bann ' W8hre'nd'7ich"°nn alle von ihren Wen er- dobembegaben sich, geleitet von item.mit bem i-rkreuz des Eisernen b°bien BaneTneSemerennb,«itter zum Rednerpodium, wo dichte. Nachdem bie mit bem Ritterkreuz len auf dem Podium links vom Sitz des Reichs Marschalls Platz genommen hatten, ergriff N mann Göring.bas Wort zu einer an das ganze deutsche Volk gerichteten über anderthalbstunv g ^Der^Reichsrnarschall begann mit einem Dank an ^Ue Angehörigen bes beutfchen Lanbvolkes, biU ,ju beigetragen haben, in .si°^er und unennu Arbeit eine Ernte einzubringen, bie weit bester , °ls nach dem letzten Linter zu erwarten stand. In Cr. Die Erstürmung von Elchotowo erchnij Kurp südlich -es Terek. un- Verbefferte Mersversorgmg des Bergmanns das Die Schlacht südlich -es La-oga-Sees hob dann die mustergültige Hal- Bauern hervor, die unter den nachzueifern und verpflichtet sei. Der Gauleiter DRB. AusdemFührerhauplquartier, 4. Off. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m RordwesiteN des Kaukasus wurden mehrere Waidsiellungen und Kampfanlagen gegen Frankfurt a. M., 4. Oft Im Gau Hessen- Nassau war der Höhepunkt des Erntedankfestes eine Kundgebung im Frankfurter Saalbau, bei her Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger 278 verdienten Landoolkangehörigen das Kriegsverdienst- kreuz und die Kriegsoerdienftmedaille verlieh. Schon am Samstag waren zahlreiche Bauern und Bäuerinnen vom Gauleiter nach Frankfurt eingeladen worden, um nach ihrer schweren Arbeit gemeinsam einige wohlverdiente geruhsame Stunden zu verbringen. Im Festsaal des „Frankfurter Hofes" wurden die Gäste vom Stellvertretenden Gauleiter Linder im Namen des Gauleiters willkommen geheißen. Am Abend wohnten sie in Anwesenheit des Gauleiters einer Aufführung der Operette „Die lustige Witwe" im Schauspielhaus bei. Bei der Feier im Saalbau am Sonntagmorgen konnte der stellv. Landesbauernführer, Landesobmann Bauer Weintz, zahlreiche^Ehrengäste aus Partei, Wehrmacht und Staat begrüßen. Gauleiter Sprenger würdigte dann das unermüdliche Schaffen un- deres Landvolkes, das mit seiner Arbeit einen entscheidenden Sieg in diesem Krieg errungen habe. Der Gauleiter verwies darauf, daß zu Beginn des vierten Jahres des ersten Weltkrieges die Bersor- gungsrationen erheblich herabgesetzt werden mußten und stellte dem die Tatsache der Erhöhungen unserer Lebensmittelzuteilungen gegenüber, die jetzt beoorstände. „Und sie werden noch weiter erhöht", führte Gauleiter Sprenger aus, „denn die Absicht unserer Feinde, uns auszuhungern, ist diesmal vollkommen gescheitert. Wir werden noch sehen, wer die sen Krieg verliert, weil der Hunger in seinem Lande zu groß geworden ist!" Die 1933 eingeleitete Erzeugungsschlacht habe endgültig verhindert, daß unsere Feinde den Hungergürtel noch einmal nach ihrem Belieben anziehen können, um zu siegen. Der deutsche Bauer habe mit dem Landarbeiter zusammen geschafft was menschenmöglich war. Hinzu trete jener Boden, den deutsche Soldaten erobert hätten und der in Berlin, 4. Okt. (DNB.) Bei der (Erftürmung, der zu Festungen ausgebauten Städte El ch o t o w o und Werchnij Kurp südlich des Terek war es für die deutschen Truppen die schwierigste Aufgabe, feindliche Bergstellungen bei Elchotowo, die mit terrassenförmig angeordneten Bunkeranlagen zur Ringsumverteidigung ausgebaut waren, zu nehmen. Nach dem Fall dieser Verteidigungsstellungen drangen die Angriffstruppen in die Stadt ein, wo die Bolschewisten Haus für Haus zu verteidigen versuchten. Im Nahkampf brach schließlich der letzte Widerstand zusammen. Von besonderer Art waren die zwölfstündigen Kämpfe, die zur Einnahme der ebenfalls stark befestigten Stadt Werchnij Kurp führten. Das hügelige Kampfgelände gleicht mit seinen Staubstürmen mehr einer Steppe, die weiter ostwärts zur richtigen S t e i n w ü st e wird. In dieser Oede haben die reißenden Gebirgsbäche tiefe Schluchten gegraben, die den Bolschewisten die Verteidigung, ihrer Sperren und Kampfstellungen sehr erleichter-' ten. Alle diese Hindernisse mußten erst überwunden Das Eichenlaub für einen hervorragenven Jagdflieger. Berlin, 3. Okt. (DJIB.) Der Führer hat dem Leutnant Veihwenger in einem Jagdgeschwader das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übersandt: „3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Lottes verleihe ich Ihnen als 130. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." endete mit einem vollen Erfolg. Truppen des Heeres haben ih vorbildlichem Zusammenwirken mit verbänden der Luftwaffe die nach harten Kämpfen eingefchlossenen Kräfte des Feindes in Stärke von sieben Divisionen vernichtet, 12 370 Gefangene eingebracht, 244 Panzer, 307 Geschütze, 491 Granatwerfer und 843 Maschinengewehre sowie zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. Die Verluste des Feindes an Toten betragen über 28 000. Die Zahl seiner Verwundeten ist nicht ab- zuschähen. Bei einem Vorstoß gegen die britische Kanalküste versenkten Schnellboote in der Rächt zum 2. Oktober trotz starker Zerstörerabwehr ein feindliches Handelsschiff von 2500 VRT. und einen Bewacher. Lin weiterer Dampfer, dessen Sinken nicht beobachtet werden konnte, wurde beschädigt. Auch in der Rächt zum 3. Oktober kam es vor der niederländischen Küste zu einem Seegefecht zwischen deutschen Sicherungsstreitkräften und britischen Schnellbooten, die durch wirksames Artilleriefeuer vertrieben wurden. Rach einzelnen wirkungslosen Tagesstörflügen griffen britische Bomber in der vergangenen Rächt westdeutsches Gebiet an. Die Bevölkerung hatte Verluste. 3n Wohnvierteln mehrerer Städte, insbesondere in Krefeld, entstanden Sach- und Ge- böudeschäden. Fünf der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen, weitere sieben Flugzeuge verlor der Feind bei Tagesangriffen gegen die besetzten Westgebiete. Leichte deutsche Kampfflugzeuge führten am gestrigen Tage Tiefangriffe gegen kriegswichtige Anlagen an der Südküste Englands. hartnäckigen feindlichen Widerstand genommen. Die Luftwaffe bekämpfte vor den eigenen Angriffsspitzen feindliche Kolonnen und Truppenbereitstellungen der Sowjets. Südlich des Terek wurden die festungsartig ausgebauten und zäh verteidigten Städte Elchotowo und Werchnij Kurp im Sturm genommen. 3m nördlichen Stadtgebiet von Stalingrad wurde der Feind in harten Kämpfen aus weiteren befestigten Häuserblocks und ausgebauten Stellungen geworfen. Starke Rahkampffllegerkräfte und Flakartillerie der Luftwaffe unterstützten hierbei die verbände des Heeres. Weitere Fliegerkampfkräfte fetzten die Zerschlagung sowjetischer Rachschubverbindungen fort. Line größere Anzahl feindlicher Transportzüge wurde vernichtet, ein Motorschiff au der Wolga versenkt. Rächtliche Bombenangriffe richteten sich gegen Flugplätze und Artilleriestellungen der Sowjets ostwärts der Wolga. 3m mittleren Frontabschnitt wurden eigene erfolgreiche Stoßtruppunternehmungen durchgeführt. Südostwärts des Ilmensees machte ein eigenes Angriffsunternehmen weitere Fortschritte. An der Antergangsstette der von deutschen Vorpostenbooten im Rachtgefecht vom 1. Oktober an der niederländischen Küste versenkten britischen Schnellboote wurden durch Sicherungsfahrzeuge aus einem Trümmerfeld von Wrackstücken drei britische Offiziere und zwölf Mann als Gefangene eingebracht. Man gab den Soldaten Tee zu trinken und fragte sie aus. Aber weil man sie nicht mitnehmen konnte, DerErnte-anktag im Gau Hessen-Nassau Gauleiter Sprenger verkündet -ie Gründung der Gauarbeitsgemeinfchast für bäuerlichen Nachwuchs. werden, his es zu den Nahkämpfen kam, die Schicksal von Werchnij Kurp besiegelten. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. Dinge, sondern die Unwägbarkeiten — die Imponderabilien auf wirtschaftlichem und allgemein-politischem Gebiet — den Ausschlag geben. tung derjenigen Terrorangriffen der brttischen Luftwaffe ihre Arbeit weiter verrichtet hätten. Die Auszeichnung, die sie heute erhielten, sei ein sichtbarer Ausdruck des Dan- Zeit hindurchkämpfen muß, wenn es aus der früheren Bedürftigkeit und Unsicherheit seines Daseins hinausgelangen will. Es weiß, daß es „stärker sein muß als sein Schicksal". Von diesen seelischen Momenten ist im Lager der angelsächsischen Völker nichts zu spüren. Was sich nicht in Metern, Kilogramm oder Dollars ausdrücken läßt, ist nach ihrer Ansicht nichts, womit man ernstlich zu rechnen habe. Die weltanschauliche Verbrämung des Krieges ist so dürftig, daß sie niemanden mehr täuschen kann. Die Wiederbelebung und Galvanisierung staatlicher Gebilde, die kein einziges Zeichen ihrer Daseinsberechtigung geliefert haben, ist ein so kümmerliches „Ziel", daß es innerhalb kürzester Zeit auch noch den letzten Rest von Zug- und Beweiskraft verlieren muß. Dabei liefern die verantwortlichen Männer in Lom don und Washington der Welt unausgesetzt Beweise, wie gering sie selber die ethischen Momente einschätzen, die sie angeblich gegen die Dreierpaktmächte verteidigen müssen. Was sich in den letzten Monaten in Irak, Iran und Aegypten und neuerlich in Indien abspielt, ist eine derartige Verhöhnung aller höheren Menschenrechte, daß auch der letzte Rest von moralischem Kredit verschwinden muß, den die beiden britischen Großreiche bisher in der neutralen Welt genossen haben. Man hatte in den angloamerikanischen Ländern geglaubt, der wirtschaftliche Reichtum verbürge den Sieg; man wird sich davon überzeugen müssen, daß letztlich nicht die materiellen Menschen brauchen kann, um weiterhin und auch in die ferne Zukunft hinein seine Aufgaben erfüllen zu können, daß der Blutquell der Nation, der ja immer auf dem Lande lag, nur mit dem einwandfreiesten Nachwuchs die seiner harrenden Aufgaben erfüllen kann, sei unumstrittene Tatsache. Um aber auch hier alle Möglichkeiten zu erschöpfen und mit guten Erfolgsaussichten an die nach dem Siege in Angriff zu nehmende revolutionäre Entwicklung der Lohngestaltung auf dem Lande zu geben, sei die Gauarbeitsgemeinschaft für bäuerlichen Nachwuchs gegründet worden. Sie fasse alle Kräfte zusammen, die berufen seien, an der geistigen und seelischen Formung des bäuerlichen Nachwuchses mitzuwirken. Denn die Jugend habe einmal das Werk fortzusetzen, das unsere Generation begonnen habe. Diejenigen, die heute ausgezeichnet würden, stellten die Vorbilder dar, denen die zu übertreffen diese Jugend der Wüste ist hart für den deutschen Soldaten. Er sieht nur Sand, lebt stets in der freien Sonne und hat unter den Fliegen zu leiden. Aber er kämpft zäh, verbissen und tapfer, wie wir es erwarteten." Auf die Frage nach dem Wert des amerikanischen Kriegsmaterials In Nordafrika erwiderte Generalfeldmarschall Rommel: „Wir haben das amerikanische Kriegsmaterial in größeren Mengen in der letzten Schlacht kennengelernt, darunter auch den „Pilot". Auch er ist unseren Panzergrenadieren, der Panzerabwehr und der Flak zum Opfer gefallen! Ich glaube, daß wir seit Juli 2500 Panzer vernichtet haben." trag 2,4 v. H. des Entgelts des Versicherten. Die Knappfchastsvollrente beträgt mindestens 600 RM. jährlich. Die Knappschaftsrente und die Knappschafts, vollrente können jährlich 80 v. H. des durchschnittlichen Verdienstes erreichen; wird für die Arbeit unter Tage der Leistungszuschlag gewährt, so können sogar 90 v. H. erreicht werden. Bei der Berechnung der Renten wird der Entgelt bis zu einer Höhe von 400 RM. monatlich zugrunde gelegt. Knappschaftssold an Stelle der heutigen Altersrente erhält auf Antrag der Versicherte, der das 50. Lebensjahr vollendet, 300 Beitragsmonate zurückgelegt, während dieser Zeit mindestens 180 Beitragsmonate wesentlich bergmännische Arbeiten verrichtet und die Anwartschaft erhalten hat. Der Knappschaftssold betragt 600 RM. jährlich, mit Gewährung der Knappschaftsrente oder der Knappschaftsvollrente fällt der Knappschaftssold natürlich fort. Die Witwenrente ist. auf sechs. Zehntel der Knappschaftsrente, die Witwenvollrente auf sechs Zehntel der Knappschaftsvollrente, die Waisenrente für jede Waise auf monatlich 25 RM. erhöht. Die Angestellten unter Tage im Bergbau werden genau so behandelt wie die Bergarbeiter; jeder Bergmann erhält nach fünfzehn Jahren wesentlich bergmännischer Arbeit und nach Vollendung des 50. Lebensjahres das Berg- m a n n s t r e u e g e l d für die ersten beiden vollen Jahre der weiteren Hauertätigkeit je 500 RM., für jedes folgende volle. Jahr 1000 RM. Als Vorleistung kann ihm ein verzinsliches Darlehen gewährt werden zum Erwerb eines Eigenheims, zur Ausstattung oder Ausbildung feiner Kinder. Die Mittel werden durch Uebertragung der Bei- träae des Bergbaues zum Reichsstock für Arbeitseinsatz gewonnen. Bergbau und Bergmann werden nicht höher belastet als bisher. Auf die Frage nach den Erfahrungen mit den Engländern als Wüstenkämpfer sagte der Generalfeldmarschall: „Die Engländer haben gewiß mehr Erfahrung als wir gehabt. Aber schon bei den ersten Zusammenstößen mit ihnen hat sich gezeigt, daß unsere Truppen ihnen nicht nachstehen. Den Engländern bieten sich dabei ganz andere Möglichkeiten, da sie zahlreiche fremde Völker wie Maori, Kopfjäger usw. verwenden. Dies führt zu unfairen Kampfmethoden. Dagegen müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Im Vergleich zu diesen (Eingeborenen ist der Engländer im allgemeinen als Soldat nicht ganz so unfair. Aber erst kürzlich ist es geschehen, daß eine italienische Patrouille, die von Kufra heraufstieß, in englische Hände fiel yat man sie einfach erschossen. Dies sind Methoden, die unter anständigen Kämpfern nicht üblich sind." Reichsminister Dr. Goebbels warf die Frage ein: „Herr Generalfeldmarschall, im deutschen Volk gibt es Besorgnisse, daß Sie Ihr Leben allzu sehr der Gefahr aussetzen und sich zu stark exponieren. Wic verhält es sich damit?" Der Generalfeldmarschall Eine Verordnung über die Rentenversicherung im Bergbau beseitigt die Doppelversicherung des Bergmanns und berücksichtigt bei der Bemessung der Leistungen die schwere, krästeverzehrende Untertagearbeit des Bergmanns vor Ort. Alle laufenden Knappschaftspensionen, neben denen gleichzeitig eine Invalidenrente gewährt wird, werden um monatlich 25 RM., die Witwenpensionen um monatlich 20 RM. erhöht. Für neue Versicherungsfälle gilt vom 1. Januar 1943 ab das neue Recht. Die bisherigen knappfchaftlichen Pensionsversicherungen der Arbeiter und der Angestellten sowie die knapp- schaftlicke Invalidenversicherung gehen in die knapp- schaftliche Rentenversicherung über. Künftig wird bei Eintritt der Berufsunfähigkeit die Knappschaftsrente, bei späterem Hinzutritt der Invalidität die Knappschaftsvollrente, bei Eintritt der Bergfertigkeit der Knappschaftssold gewährt. Neu sind das Bergmannstreugeld und der Leistungszuschlag für wesentlich bergmännische Arbeiten zur Knappschaftsrente oder Knappschaftsvollrente. Die Knappschaftsrente besteht aus Steigerungsbetrag, Leistungszuschlag für Hauerarbeit unter Tage und Kinderzuschuß. Der jährliche Steigerungsbetraa ist 1,5 v. H. des Entgelts des Versicherten/ Der Leistungszuschlag wird nach mindestens zehn vollen Jahren Hauerarbeit Unter Tage für jedes weitere volle Jahr einer solchen Arbeit gewährt; er ist jährlich für die ersten zehn weiteren Jahre je 12 RM., für die nächsten zehn Jahre je 24 RM., ür jedes weitere Jahr je 36 RM. Neu ist die Ein- ührung der Mindestrente von monatlich 30 RM. Kinderzuschuß wird für Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr im monatlichen Betrag von je 10 RM. gewährt. Die Knappschaftsvollrente besteht aus den gleichen Bestandteilen wie die Knapp- chaftsrente, jedoch ist der jährliche Steigerungsbe- „Zäh, verbissen nn- tapfer." Generalseldmarschall Nommel über den Kamps des Deutschen Afrikakorp» Berlin, 3. Okt. Bei der Vernichtung der Masse von sieben bolschewistischen Divisionen südlich des Ladogasees waren die von der Infanterie in den unwegsamen Sumpfwäldern geführten Kämpfe von ununterbrochenen Angriffen der Kampf- und Sturzkampfflugzeuge begleitet, bis es mit Unterstützung von Sturmgeschützen und stärkstem Artilleriefeuer gelang, die Masse durch Angriffe von Norden und Süden in die Zange zu nehmen. Die Schwierigkeiten des Geländes konnten von der Infanterie nur nach unvorstellbaren Anstrengungen überwunden werden. Nicht umsonst bezeichnen die Truppen dieses Kamvfgelände mit seinem mannshohen verwilderten Buschwerk, seinen Seen und vergrasten Sümpfen, mit seinen morastigen Gräben und vermoorten Wäldern als die „Grüne Höll e" des Nordens. Bei den weiteren Angriffen zur Verengung des Kes- sels klammerten>sich die Bolschewisten an die trockenen Landbrücken, wo ihr Widerstand im Feuer der deutschen Artillerie zusammenbrach. Vergeblich trieben die Kommissare ihre Regimenter zu immer neuen Angriffsversuchen an. Die Berge Gefallener beweisen die Wirkung des deutschen Abwehrfeuers. Auch gegen die Entsetzungsversuche von außen hielt der deutsche Einschließungsring. In mehrtägigen Kämpfen wurde dann alles, was innerhalb des Kessels war, zerschlagen. Heute ist das ganze Kampfgelände nur ein einziges Trümmerfeld. Hunderte von vernichteten Panzern und Geschützen stehen an den Waldrändern oder versinken langsam im weicken Boden. In den Büschen, Sümpfen und Wäldern liegen die Toten zu Haufen dicht aufeinander. Oer Wehrmachiberichi vom Samsiag. DRV. AusdemFührerhauplquartier, 3. Off. Das Oberfommando der Wehrmacht teilt mit: Im kauf afus-Gebiet wurden die Angriffe gegen feindliche Gebirgsstellungen in harten kämpfen fortgeführf. Der Angriff gegen den Rordteil von Stalingrad hat überall die für gestern gesteckten Ziele erreicht. Südlich und nördlich der Stadt scheiterten starte Entlastungsangriffe nach schweren kämpfen, hierbei wurden 41 Sowjetpanzer vernichtet. Deutsche und rumänische Luft- ftreiffräffe bekämpften den feindlichen Rachfchubver- fehr auf den Bahnstrecken am Kaspischen Meer und im Gebiet der unteren Wolga. An der D o n - F r o n t wiesen italienische Truppen mehrere llebersehversuche des Gegners ab. Im Raum von Rschew sind bei eigenen Angriffs- Handlungen und bei der Abwehr feindlicher Gegenangriffe mehrere hundert Gefangene eingebracht worden. 26 Panzer, 44 Geschütze und zahlreiche schwere und leichte Waffen sind erbeutet oder vernichtet. Der Feind hatte hohe blutige Verluste. Luftangriffe mit vernichtender Wirfung wurden gegen Bahnlinien und Truppenausladungen der Sowjets südostwärts des Jlmen-Sees geführt. Die Schlacht südlich des Ladoga-Sees zufasfen, bei dem wir uns auf Kosten anberer .311 bereichern trachteten. Zahlreiche Umstände beuten darauf hin, daß man in England und Amerika den Krieg als eine große Fehlkalkulation zu begreifen beginnt, und zwar gleichlaufend mit den Entbehrungen und Opfern, die er den Völkern des Churchill-Roosevelt-Stalin-Blockes verursacht. Dabei würde es unseren Gegnern „kalkulationsmäßig" in absehbarer Zeit nicht an Brotgetreide mangeln, wenn eben nicht der sich verschärfende Tonnagemangel den Transport des Getreides von den Ueberfchußgebie- ten^-cn die Zuschußgebiete behinderte. Aber die Knappheit an Verbrauchsgütern auf zahlreichen an= beren Gebieten wird eine Gruppe von wirtschaftlichen Elementen, die man als „Imponderabilien" bezeichnen muß, in den Vordergrund rücken. Während man im Lager der jungen Völker in Kontinentaleuropa und in Ostasien genau weiß, daß der Krieg durchgestanden werden muß, bis die raum- fremden Mächte endgültig ausgetrieben sind, beginnt man in Nordamerika zu spüren, daß die breiten Volksmassen nichts Wesentliches verlieren würden, wenn die kriegswütige Clique um Präsident Roosevelt herum verschwände und die Feindseligkeiten eingestellt würden. Das einzige Opfer, das die nord- amerikanische Oessentlichkeit bei der Liquidierung des Krieges bringen würde, wäre das Eingeständnis, daß sie mit ihrer mechanistischen, opportunistischen Lebensauffassung Schiffbruch erlitten hat. Das deutsche Volk ist unerschütterlich davon überzeugt, daß es sich durch die Mühen und Nöte der bzw. eine Jubiläumsgedenkmünze in Bronze oder Silber, je nach der Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit sowie Ehrengeschenke im Werte von 50, 125 und 200 RM. Jubiiare, die 50 Jahre ihrem Betried die kes der gesamten Nation für ihr Schaffen. Zum Schluß überreichte der Gauleiter jedem der Ausgezeichneten Urkunde und Abzeichen des Kriegsverdienstkreuzes. Neue Landarbeiter - Ehrungsordnung. In Würdigung der Verdienste, die sich die land' wirtschaftlichen GefolAschaftsangehörigen während des Krieges um die Sicherung der Volksemährung erworben haben, hat der Staatssekretär Backe zum Erntedanktag eine Anordnung zur Ehrung landwirtschaftlicher Gefolgschaftsangehöriger erlassen. Landarbeitergeschlechter, die in Generationen mit ihrem Betrieb verbunden sind, werden durch eine Urkunde des Reichsbauernführers ausgezeichnet. Geehrt werden ferner GefolgfchaftsmitgliÄ>er für 10-, 25-, 40- und 50jährige Gefolgschaftstreue. Sie erhalten eine Ehrenurkunde des Landesbauernführers Beißwenger, der als Sohn eines Volksschullehrers 1916 zu Mittelfischbach (Württemberg) geboren wurde, erhielt seine militärische Grundausbildung beim Flakregiment 25 in Göppingen. Später wurde er zum Flugzeugführer ausgebildet. Im Herbst 1940 wurde er in das Jagdgeschwader versetzt, bei dem er, nach dem Abschuß von 47 feindlichen Flugzeugen und eines sowjetischen Fesselballons am 9.5.1942 das Ritterkreuz erhielt. Nachdem er am 26.0.1942 seinen 100. Gegner im Luftkampf besiegt hatte, wurde er nunmehr durch das Eichenlaub ausgezeichnet. stetig wachsendem Umfange in unsere Ernährungswirtschaft eingegliedert werde. Und wenn es dem Landvolk gelungen sei, oft unter den schwierigsten Voraussetzungen mit unzulänglichen Hilfen alles zu erreichen, was erreichbar war, so habe dabei nicht zuletzt jene urdeutsche Bauerntugend mitgeholfen: mitreißendes Vorbild einer aus Selbstbewußtsein ______________________________v........... ... und Stolz gebildeten, auf den Grundlagen ihrer! Treue gehalten haben, erhalten die Sonderstufe des Arbeit beruhenden Führerstellung. Treuehrenzeichens und ein Geschenk des Reichs- Daß das Landvolk nur die besten, wertvollsten! bauernführers im Werte von 250 RM. Berlin, 4. Okt. (DNB.) Generalfeldmarschall Rommel, der während seines kurzen Aufenthaltes in Berlin Gast im Hause von Reichsminister Dr. Goebbels war, empfing Vertreter der deutschen und ausländischen Presse. Der Marschall sagte: „Der Kampf in Afrika ist Seite an Seite mit unseren italienischen Kampfgenossen unter sehr schwierigen Bedingungen geführt worden. Ich kann mit Stolz agen, daß wir es verstanden haben, dem Engländer die Position wegzunehmen, die er im Mittelmeergebiet schon erobert hatte. Wenn später die Ge- chichte über diese- Ereignisse berichten wird, so wird )ie Welt vielleicht erstaunt sein, mit welch geringen Kräften wir es sertigbrachten, den Engländer weit iber die Grenzen Aegyptens zurückzutreiben. Heute tehen mir 100 Kilometer vor Alexandrien und Kairo und haben das Tor Aegyptens in der Hand — und zwar mit der Absicht, auch hier zu handeln! Wir sind dort nicht hingegangen, um uns über kurz oder lang wieder zurückwerfen zu lassen. Man kann sich auch hier darauf verlassen:W a s wir haben, halten wir fest. Die Zusammenarbeit mit den italienischen Kameraden ist mustergültig, das gegegenseitige Verhältnis ist ausgezeichnet. Als ich vor kurzem dem Duce Bericht erstattete, konnte ich ihm berichten, daß das Zusammengehen zwischen den deutschen und italienischen Stellen in jeder Hinsicht mustergültig ist. Der Kampf in Afrika ist von Monat zu Monat härter geworden. Aber auch unsere Truppen sind härter geworden in ihrer Art. Besonders )Ie klimatischen Verhältnisse sind schwierig, aber nicht so schwierig, daß wir uns nicht an sie gewöhnen könnten. Die (Entfernungen, die wir zurückgelegt haben, sind sehr groß. Von Tripolis stehen wir heute 2300 Kilometer entfernt. Wenn man dies auf eine europäische Karte überträgt, so kommt einem diese (Entfernung unendlich vor. Das Leben in 11 Aus der Giadt Gießen VöchersammlungsmdieFrontl7.undl8.Oktobtt Die' Wei (Nachdruck verboten.) 15. Fortsetzung. ber fk XS die ^traHon über ihre nährmitteln auf die Kartosfelstärkeerzeugnisse vor- Normaloerbraucherkarten. Zur besseren Uebersicht genommen. Statt bisher SO^Kartosfelstareeerzeug- Gesamtration in Gramm: künftig ' bisher also mehr Davon: Roggenbrot künftig bisher also + Weizenbrot künftig bisher also r+ 3n weltweiten Räumen steht die deutsche Wehrmacht, an der Kanalrüste, in Norwegen, in Finn- land, an der großen Ostfront, bei Stalingrad, im Kaukasus, in Aegypten und auf unseren U-Booten draußen in allen Meeren der Erde. Das, was unsere Manner allzeit aufrecht halt, ist die Verbindung zur Heimat! Neben dem Rundfunk sind es in erster Linie die Bücher, die die Heimat spendet. Wenn das Kreisschrifttumsamt der Kreisleitung Wetterau hiermit erneut zur Bücherfammlung für die Front aufruft, so tut es das in der festen Ge- wißheit, daß die drei ersten Büchersammlungen durch dieses neue Sammelergebnis übertroffen werden. Was find das schon für Opfer, die wir dadurch bringen, daß wir aus unserem Bücherschrank die besten Bücher herausholen! Was sind es für Opfer gemessen an denen unserer Soldaten! Die Front soll Und was mich vielleicht mit noch stärkeren Kräften ans Leben band als vorher die Hoffnung auf Befreiung, wurde nun der Wunsch, an den beiden, die mir das alles angetan hatten, Rache zu nehmen. Ich habe jahrelang nur noch für dieses Ziel gelebt. Immer war es gegenwärtig, am Tag und in der Nacht und bis in meine Träume hinein. Gonzales — Perano, diese beiden Namen waren der Takt zu jedem hammerschiag beim Erwachen und Einschlafen, beim Essen und Trinken, unter der Erde und über der Erde; ihretwegen überstand ich hunger und Durst, Fieber und Frost, Schlage und jede Niedertracht, die man mir antat. Bor zwei Tagen wurde ich entlassen. Mit berufsmäßigen Mördern und Banditen zusammen wurde ich aus den Sisalspinnereien von Muertos entlassen. Bier Jahre vor der Zeit, die ich mir gesetzt hatte, stehe ich letzt dicht vor meinem Ziel. Morgen oder übermorgen... Seine Brust hob sich in einem tiefen Atemzug. Seine Nasenflügel blähten sich gierig. Für den Bruchteil einer Sekunde überspielte ein Lächeln des Triumphes oder Glücks fein Gesicht. Es war so erschreckend, daß Karen für einen Augenblick der lahmende Gedanke durch den Kopf jagte. Malte mutze durch die Leiden der vergangenen Jahre wahnsinnig geworden sein. Ihr Verdacht stand so offen m ihrem Gesicht, daß Malte mit einer ruhigen Bewegung abwehrend die Hand hob. Er schüttelte den Kopf: „Du kannst unbesorgt sein, Karen, ich bin nicht verrückt — oder wenn ich es sein sollte, dann ist dieser Wahnsinn für dich ungefährlich." Karen versuchte zu lächeln. Sie schämte sich ihrer Furcht. Wie sollte sie ihn aus seiner manischen Verstrickung lösen, wenn sie Mutlosigkeit zeigte?" „Ach Malte, ich fürchte nichts für mich ...* „Sondern .. .?" „Für dich!" Er wollte sie mit einer gereizten Handbewegung unterbrechen, aber sie ließ sich nicht aufhalten und ließ sich auch nicht abschütteln. auch hierdurch wissen, daß sie sich auf die Heimat verlassen kann. Die Front lebt von der Verbindung zur Heimat. Es schließe sich daher keiner von der am 17. und 18. Oktober und in den darauf folgenden Tagen durch die Organisationen der Partei durchgeführten Bücherfammlung aus! Welche Bücher braucht die Front? Grundsätzlich nur die besten! Gute Erzählungen, Romane, Unter- halkungslikeratur, Abenteuergeschichten, Reise- und Jagderlebnisse, auch Karl-Way-Bücher, und selbstverständlich nationalsozialistisches Schriftgut. Rur gut eingebundene Bücher, keine Literatur, die vor dem Jahre 1914 erschienen ist, keine Zeitschriften, wenn sie nicht von neuerem Datum sind. Gebt reichlich und denkt nicht, daß es nicht darauf ankommt, was ihr schenkt: Rur die besten und unterhaltendsten Bücher gehören an die Front! geben wir die bisherigen und die neuen Wochen» rattonen an Brot nochmals in Tabellen form. ehrmacht hat für das Kriegshilfswerk für che Role Kreuz vom 1. April bis 31. August freiwilligen Spenden einen Betrag >,25 RM. und ausländischen Zah das Deuttz, 1942 in freiwilligen Spenden einen Betrag von 49 974 086,25 RM. und ausländischen Zahlungs- Mitteln aufgebracht. Das Ergebnis ist um rund 260 o. H. höher als 1941. «ter btt ire Arbvi S'die fy .des San, le«- 3uu der Nz- rnegsvy. dnung. die lach, wahres Mhriich lng lach, erlassen. °nen mit urch eine chnet. Te. ■ für 10«, • Sie er. rnsührerz oder Sil« Hörigkeit 125 uch etrieb dir rstufe des 5 Reichs- Die erhöhten Brot- und Fleischrationen. Einzelheiten zur nächsten Lebensmittelperiode. ms. irten. Die 600 M Ppschastg« lkchschvitt- lie Arbeit so können Berechnung höhe von ppschafts. rhält auf ebensjahr egt, wäh« igsnwntüe et und die stssold beer Knapp- e fällt der Itoenrentt rente, die ippschafts« mf monat« nter Tage t wie bk ) fünfzehn und nach Lerg« ben vollen M., für Zorleistung »ährt wer- r Ausstat- । der Bei- r Arbeit?' in werden Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath b ;<\ \ der d Sw Ä ’M s • •s bauet: LNetii n'ete 9t: eute aus. «-denen e Normal- Kinder 3 iforp*. ldaten. Er sonne uiw er kämpft wir es er' stkaiM" : General' .erikanischr »er* n »E er Panzer- allenl.Ä oermch"' i mit de" r Genera' -SÄ zxS- blich u t $>’ „Ich werde Gonzales und Ciquita Perano töten, laate er leise und fast unbewegt; es klang, als wÄ»erhole er einen Satz, den er sich ^end und aber tausendmal vorgesprochen hatte. Karen hatte das Gefühl, er sehe sie durch die geschlossenen Augenlider hindurch starr an „Du verlangst eine Erklärung von mir, nicht wcchr? Gut "H wM versuchen, sie dir zu geben, obwohl td) n«f)t vb^ich das, was ich empfinde, in Worten auv- drücken kann. , Was kann ich dir von diesen vergangenen sechs Jahren erzählen? Sie waren zu furchtbar, als daß ich dir davon jemals eine Vorstellung geben konnte. Schläge, Roheiten, hunger, Fußtritte, Grauem- keiten, Mißhandlungen, was jage ich,bir Ou hörst Worte ... du fühlst vielleicht ein schwaches Entsetzen, ein gewisses Unbehagen wenn ich dar cin Bild jener Tage zeichne. L»e sollte es a ) anders fein. Aber in mir brennt die Erinnerung wie em Feuer Wenn ich schuldig gewesen wäre, wenn ich das schlimmste Verbrechen begangen tjatte, das et Men ch begehen kann, dann wäre schon °>°s 'ch durchmachen mutzte, als Strafe und Sühne von Menschen für Menschen erdacht über >edes Matz sraufam und unerträglich gewesen. Daß ich schuldlos erleiden mutzte durch eme heimtückisch Niedertracht, mar so furchtbar, daß ch mich mehr 2uchere7°re?williE?ent7eh°n, - Ä tat es nicht 6 10 bis zu bis zu tation betätigen und am Schleichhandel mit verknappten Waren beteiligt sind. * In der alten Zipfer Bergstadt Käsrnark wurde die erste deutsche Hochschule in der Slowakei von Volksgruppenführer Karmasin eröffnet. 16 hervorragende Wissenschaftler, zumeist Gelehrte aus Deutschland, werden Vorttäge halten. * Der Gerichtshof in Penang (Malaiische Halbinsel) verurteilte mehrere chinesische Kommunisten wegen Sabotage und Anschläge auf das Leben hoher japanischer Persönlichkeiten zu 15 Jahren Gefängnis bzw. zum Tode. Aus dem Reich. Nachwuchs für die Wehrmacht. Als Werbung für die Offizier- und Beamtenlaufbahn der Wehrmacht sind Vorttäge vor den Schülern vorgesehen, ferner Truppenbesuche, Einschiffungen und Flugplatzbesichtigungen. Um eine Ueberlastung der Schuler zu vermeiden, soll jeder Schüler der 5. bis 8. Klasse einer Höheren Schule und der 5. und 6. Klasse einer Mittelschule während eines Schuljahres und jeder Berufsschüler während seiner dreijährigen Lehrzett höchstens einmal einen Vorttag mit Film- oder Bildvorführung über jeden Wehrmachtteil erhalten und an einer Wehrmachtveranstaltung teilnehmen. Es sind also je Schüler höchstens vier Veranstaltungen im Jahr vorgesehen. Der Reichserziehungsminister hat angeordnet, daß die Veranstaltungen außerhalb der Unterrichtsstunden an unterrichtsfreien Nachmittagen, am Wochenende oder zu Beginn der Ferienzeit stattfinden. Oer BeichSzufchuß für Kleinrentner. Botschafter der Heimat. Hunderttausendfach gehen sie täglich hinaus ins Feld, die Briefe als Botschafter der Heimat. Wie ein großer Strom ist das, und jedes Wort ist ein winziges Wassertröpfchen darin. Unsichtbare Kraftwerke stehen an seiner Mündung, die er speist, sie füllen die seelischen Reserven der Front immer aufs neue. Wer sich immer wieder einsetzen, wer Entbehrungen ertragen muß, Sonnenglut und Kälte und Dreck dazu, der braucht solche Reserven der Seele und des Herzens, um bestehen zu können. Dies sich zu vergegenwärtigen, wäre bei vielen, die zur Feder greifen, um einem Soldaten zu schreiben, sehr nützlich. Keine großen Worte, keine verbrauchten Phrasen — dies gerade nicht! Was wir wollen, das ist Substanz — Substanz der Heimat Wir wollen Nachrichten, Neues, Mitteilungen, Tatsächliches, Stoff aus dem Leben daheim, zunächst aus dem Kreis der Familie, — wir können gar nicht genug Einzelheiten hören von unseren Kindern, wie sich entwickeln, was sie treiben, was sie sagen'. Dann interessiert uns der Kreis der Freunde und Bekannten und ihre Schicksale, pnd schließlich das, was in der Gemeinde, in der Zelle oder Ortsgruppe geschieht. Und wenn wir von gewissen Plänen und Absichten nach Hause schreiben wie sie uns in vielen einsamen Stunden gewachsen sind, dann wollen wir nicht für Blinde ober Schwer« hörige geschrieben haben. Wir lauschen dem Echo sehr genau und tasten alle Worte ab, denn wir lesen so einen Brief manchmal sehr oft, weil uns die nächste Post vielleicht vier Wochen warten läßt. Hat einer zu Hause einen Aerger gehabt, soll er ihn erst dreimal beschlafen, bevor er ihn in einen Feldpostbrief einfließen läßt. Er legt sonst eine Mine, die nach drei Wochen in der Hand des Emp» fängers explodiert, während der Absender den flüchtigen Aerger inzwischen längst überwunden hat. Wer meint, nichts zu berichten zu haben, rufe irgendeine gemeinsame kostbare Erinnerung wach — auch das beschenkt den Empfänger. Natürlich gibt es kein allgemein anwendbares Rezept für den richtigen Feldpostbrief. Aber man nehme sich ein bißchen unfern Rat „in eigener Sache" zu Herzen: Schreibt Briefe, die dem Soldaten Nahrung sind, und zur Nahrung gehört Substanz. Macht kein leeres Gerede — dazu ist Papier zu knapp! Gebt dem Soldaten Stoff für feine Gedanksn, Gespräche, Träume. Denkt daran: Eure Briefe sind Botschafter der Heimat. So ein richtiger schöner Brief ist noch mehr gefragt als ein Päckchen Zigaretten — und das will sehr viel heißen! Gefr. Erich Traumann. ver- bis zu bis zu braucher 3 Jahr. 6 Jahr. 10 Jahr. 20 Jahr. Der Führer hat dem ordentlichen Professor Geheimen Rat Dr. Dr. -e. h. Sebastian F i n si e r - walder in München aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Anerkennung seiner Ver- bienste um die mathematische Wissenschaft die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der ehemalige Kammerpräsident H e r r i o t, der sich feit seiner Amtsenthebung in der Gegend von Lyon aufhielt, ist auf Anordnung der französischen Regierung verhaftet worden. ♦ Das USA.-Marinedepartement gibt bekannt, daß bie Verluste der USA.-Marine feit Kriegsausbruch 22 300 Tote und Verwundete betragen. * An der Schcmtung-Front haben japanische Truppen die chinesisch-kommunistischen Verbände der 115. Division General Ligyungs emgeschlossen. Die lio. Division hatte ihren Standort am Ufer des alten Gelben Flusses int westlichen Teil der Provinz Schantung. Der Generalresident von Marokko, General No - ms, hat in Bon-Doninb ein Konzentrationslager für Juden geschaffen, da nach dem Zusammenbruch 'Frankreichs zahllose Juden nach Marokko cmsge- ivandert sind, die sich im Sinne der engttschen Agi- „Du bist jetzt zweiunddreißig Jahre alt, mcht wahr?" „Wirklich? Ich habe die letzten Geburtstage nicht gefeiert", unterbrach er sie höhnisch. Sie beachtete seinen Einwurf nicht. „Du hast doch erst den kleineren Teil deines Lebens hinter dich gebracht und hast so viele Jahre noch vor dir, so viele Arbeiten und Aufgaben! Was du tun willst, ist Selbstmord. Wenn du deinen Vorsatz ausfuhrst, dann zerstörst du dein Leben zum zweitenmal, jetzt aber endgültig. Dann gibt es für dich keinen anfang mehr^ dann ist alles zu Ende. Ach Malte, ich bitte nicht für die beiden, die dich verraten und verkauft haben: ihre Tat ist so niederträchtig und nichtswürdig, daß es nichts Böses gibt, was ich- ihnen nicht wünschen könnte. Aber was soll ihr Tod dir helfen? Er stürzt dich nur in neues Unglück, denn du gehst mit ihnen unter. Und du vernichtest mit ihnen auch die einzigen Zeugen für deine Schuld- losigkeit! Gewiß, es wird schwer sein und Zeit brauchen, den beiden nachzuspüren und den Beweis für ihre Schurkerei zu erbringen. Aber es muß gelingen! Ich habe Freunde, und ich weiß genau, daß sie alle Kräfte aufbieten werden, dir beizustehen. Und wenn auch du den Glauben verloren hast, so glaube ich um so fester an das Gute und an den endlichen Sieg deiner Sache. Wir dürfen nur nicht nachgeben, wir dürfen uns nicht untertriegen lassen, wir müssen zäh und unermüdlich bis zum guten Ende kämpfen!" Ihr glühender Eifer, ihre Zuversicht und gläubige Bereitschaft blieben auf Drackmann ohne jeden Eindruck. Karen spürte, daß sie zu tauben, gelangweilten Ohren sprach, aber sie ließ sich durch seine abgekehrte Haltung nicht entmutigen: „Wenn du mir schon nicht glaubst, dann laß mir wenigstens Zeit! Be- ftimme sie selbst, ein paar Monate ober rin paar Wochen nur, wenn du zu ungeduldig bist, um zu warten. Und hilf mir oder überlaß mir deine Sache allein — und erst, wenn ich dir sagen müßte, daß es hoffnungslos ist, bann ..." (Fortsetzung folgt.) Reue Erfolge der Japaner bei den Salomonen. Tokio, 4. Okt. (Europapreß.) Die Bekanntgabe neuer japanischer Erfolge im Gebiet der Salomoninseln kündigte Kapitän Hiraide an. In diesem Gebiet hätten sich in letzter Zeit weitere Kämpfe al*> spielt, die siegreich für die japanische Marine verliefen. Die Anfang August gemeldete Landung nord- vmerikanischer Marinesoldaten auf den Salomoninseln habe, um die zurückgelassenen Truppenreste mit Munition und Nahrungsmitteln zu versorgen, den Feind gezwungen, immer neue Schiffe in dieses Gebiet zu entsenden. „Sie werden vom Schicksal mehrerer feindlicher Flugzeugträger, über zehn anderer Kriegsschiffe und über zehn anderer Transporter hören, sobald die feindliche Flotte in diesem Gebiet vollständig vernichtet ist" erklärte Hiraide. Oie Kämpfe auf Madagaskar. Vichy, 3. Okt. (Europapreß.) Feindliche Streit- Sache der Gerechtigkeit verttaten. Ich konnte es mir nicht vorstellen, daß Gott ober die sittliche Weltord- nunq ober wie bu es nennen willst, es zulassen könnten, daß ich das Opfer einer Schurkerei bleiben sollte und daß die Mächte des Bösen siegen wur- den. Ich wurde von diesem frommen Köhlerglauben allmählich geheilt." Er preßte bie Lippen zusammen. In seinen Mundwinkeln stand ein flüchtiger Hohn als Erinnerung an einen törichten Kinderglauben, der ihn schmählich enttäuscht hatte. — Karen saß schmal und still auf ihrem Platz und blickte in ihren Schoß. In ihrer Seele tämpften widersprechende Empfindungen miteinander. Etwas in Maltes Ausdruck, vielleicht die steinerne Ruhe, mit der er von seinem furchtbaren Vors« sprach, ober bie Gefühlskälte, bie von ihm ausftrömte, stießen sie ab und flößten ihr beinahe ein Grauen vor ihm ein. Auf der anderen Seite wußte sie, daß erst das erlittene Unrecht ihn zu dem gemacht hatte, was er beute war, und dieses Wissen erfüllte sie mit einem tiefen Mitgefühl und zärtlicher Zuneigung. Sie glaubte fest daran, daß unter der gefrorenen Oberschicht jener Mensch verborgen sein müsse, dessen liebenswertes Andenken sie über die Jahre der Trennung hinweg bewahrt hatte. Und dieses Bewußtsein gab ihr die Zuversicht, daß es ihr gelingen werde, das Ursprüngliche in ihm, das nur verschüttet war, wieder ans Licht zu bringen. Es war still im Zimmer. Auch Brackmann hing seinen Gedanken nach. Der Lampenschein lockte zahllose Moskitos zum Fenster. Sie summten wütend vor dem Drahttietz und verfingen sich in den engen Maschen. Eine handlange Eidechse mit weiß schimmerndem Bauch und zuckendem Kehlsack kroch gemächlich über bas Gitter und hielt auf ihrem reich- gedeckten Tisch mühelos eine kräftige Mahlzeit. Brackmann bewegte sich. Er öffnete die Augen und schaute senkrecht ins Licht empor. Seine Pupillen wyren nadelscharf. „Diese Hoffnung also gab ich nach und nach auf. Trotzdem lebte ich weiter. Mit der 42. Lebensmittetperiode, die am Montag, 19. Oktober, beginnt, treten, wie bereits gemeldet, die Erhöhungen der Brot- und Fleischrationen m Kraft. Im einzelnen haben die Erhöhungen folgenden Umfang: Bei der Brotration gibt es --abgesehen von den Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeitern — fünf verschiedene Gruppen von Verbrauchern. Beim Normalverbraucher wird die wöchentliche ^Brotration von 2000 Gramm um 250 auf 2250 Gramm erhöht, und zwar die Ration an Roggenbrot um 150 Gramm von 1600 auf 1750 Gramm und die Weizenbrotration um 100 Gramm von 400 auf 500 Gramm wöchentlich. Bei Kindern bis zu drei Jahren erhöht sich bie Weizen- brotratron von 900 um 200 auf 1100 Gramm; Roggenbrot wird hier nicht zugeteilt, wohl aber monatlich 500 Gramm Kinderstärkemehl wie bisher. Bei Kindern von drei bis zu sechs Jahren bleibt die Ration die gleiche wie bisher, nämlich 500 Gramm Roggenbrot und 700 Gramm Weizenbrot, zusammen also 1200 Gramm. Diese Ration war vom 6. April an, als alle anderen Rationen gekürzt waren, bereits um 100 Gramm erhöht worden. Kinder von sechs bis zu zehn Jahren erhalten die gleiche Gesamtration wie bisher, nämlich 1700 Gramm in der Woche, dafür tritt aber eine kleine Verschiebung in den Weizen- und Roggenportionen ein: sie erhalten künftig 1150 Gramm Roggenbrot statt bisher 1250 Gramm und dafür 550 Gramm Weizenbrot statt bisher nur 450 Gramm. Ebenso bleibt die Ratton der Jugendlichen von zehn bis zu zwanzig Jahren insgesamt die gleiche, nämlich 2600 Gramm, nur wird auch hier die Weizenportion von 400 auf 500 Gramm erhöht und dafür die Roggenportion von 2200 auf 2100 Gramm gekürzt. Bei den Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeitern bleiben die Zulagen die gleichen wie bis- antöortete: „Ich kann Ihnen versichern, daß ich >as nicht über das nötige Maß hinaus tue. Aber bisher war die Lage in Afrika so, daß eine Fühlung von rückwärts aus nicht möglich war. Außerdem ist zu bedenken, daß auf dem Kampffelde auf jedem Platz Gefahr vorhanden ist. Ich war immer dafür, daß ich dort bin, wo etwas los ist. Nur so fann ich augenblickliche Entscheidungen treffen. Man muß unbedingt zur Stelle sein. Manchmal kommt es auf Sekunden an. Mir geht es ausgezeichnet. Ich kann versichern, daß ich stets auf meinem Poften bin, wenn es notwendig ist." Die Merina und die Becileo, die sich in ihren Bergen und Wäldern gründlich auskennen, sind wertvolle Nachrichtengänger und nehmen auch an den Kämpfen teil. Dieser Widerstand aller Teile der Bevölkerung hat die Erbitterung der Engländer beträchtlich gesteigert, deren Flugzeuge auf Dörfer und Felder Brandbomben abwerfen. Die Brandherde dehnen sich im Busch, wo seit fünf Monaten eine außerordentliche Trockenheit herrscht, sehr rasch aus. Kleine politische Nachrichten. Anläßlich des Erntedankfestes veranstaltete die Landesgruppe Schweiz eine Kundgebung, zu der Zehntausende von Deutschen aus allen Teilen der Schweiz nach Zürich gekommen waren. Der Leiter der Auslandsorganisation, Gauleiter Bohle, hielt eine Rede, in der er herzliche Worte des Dankes dem Genfer Roten Kreuz für feinen großen Anteil an der Linderung des Schicksals der Internierten widmete. Das Oberkommando der Wehrmacht hatte Verbesserungen der Elternversorgung verfügt. Es soll dadurch auch die Hilfsbedürftigkeit der bisher von Bezirksfürsorgeverbänden unterstützten Eltern behoben werden. Daher konnten die Leistungen der öffentlichen Fürsorge hier häufig ganz eingestellt werden. Bei Kleinrentnern, die neben den Fürsorgeleistungen den Reichszuschuß für Kleinrentner erhielten, hat sich durch Wegfall des Reichszuschusses vereinzelt eine Minderung der bisherigen Gesamt- bezüge ergeben. Beträgt die Minderung weniger äls die Hälfte des Reichszuschüsses, so ist der halbe Betrag des Reichszuschusses weiter zu gewähren, bei höherem Unterschiedsbetrag der volle Reichszuschuß. Kunst und Wiffenschast. Die farbige Papierkopie. Auf der Tagung „Film und Farbe" in Dresden kündigte der Vorsitzende der Kinotechnischen Gesellschaft, Dr. W. R a h t s, die Verwirklichung der farbigen Papierkopie an. Die technischen Voraussetzungen für die Herstellung von farbigen Papierabzügen wurden durch das Agfacolor-Verfahren geschaffen. Die Verarbeitung des farbigen Papiernegativs ist die gleiche wie beim Schwarz- Weiß-Film. Natürlich wird besonderer Entwickler benutzt. Kopiert oder vergrößert wird in den gewöhnlichen Apparaten, wobei durch Lichtfilter eine etwa gewünschte Farbsteuerung möglich ist. Die Entwicklung des Papiers erfolgt wie üblich in Schalen, dann wird es gründlich gewässert und kommt in ein Unterbrechungsbad mit wiederum folgender Wässerung, ferner in ein Bleichbad und nach nochmaliger Wässerung zum Schluß in ein Fixierbad. In Zukunft wird auf diese Weise jeder Amateur von seinen selbst geknivsten Farbenaufnahmen beliebig viele farbige Abzüge oder Vergrößerungen nach diesem Verfahren Herstellen können. Aus dem Negativfilm, der für den Spielfilm bereits einer erfolgreichen Bewährungsprobe unterworfen worden ist, erscheinen die Farben komplementär; rot z. B. er cheint in seiner Komplementärfarbe grün, blau als gelb usw. Der Abzug, sowohl im Kontakttuck wie auch in der Vergrößerung, ergibt dann wieder rot, blau usw., also die natürlichen Farben. Freilich wird sich der Amateur noch bis nach dem Kriege gedulden müssen. Ein neuer Iannlngs-Fttm. Am 6. Oktober findet im Berliner Ufa-Palast am Zoo und im Primus-Palast in Neukölln die Erstaufführung des unter künstlerischer Oberleitung von Emil Jannings gedrehten Bism arck - Film s her Tobis „Die Entlassung" statt. Die Regie fuhrt Wolfgang Liebeneiner. Die Hauptrollen verkörpern Emil Jannings, Werner Kraus, Werner Hinz, Theodor Loos und Karl Ludwig Diehl. Ein neues Vühnenwerk von Richard Strauß. Unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr Goebbels findet am 28. Oktober in der Münchener Staatsoper die Uraufführung von „Capriccio", einem Konversationsstück für Musik von Clemens Krauß u. Richard Strauß, statt. __ Die Fleischrationen der Versorgungsberechtigten aller Altersstufen werden vom 19. Oktober an um wöchentlich 50 g, die der Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiteer um 100 g wöchentlich erhöht. Sie werden dann folgende Höhe haben: Normalverbraucher bekommen 350 g (bisher 300 g und vor dem 6. April 400 g), Kinder bis zu sechs Jahren bekommen 200 g (bisher 150 g; vor dem 6. April 250 g); Jugendliche von sechs bis zu achtzehn Jahren bekommen 400 g (bisher 350 g; oor dem 6 April 400 g),Schwerarbeiter bekommen 700 g (bisher 600, vorher 800 g), Schwerstarbeiter 950 g (bisher 850g^ vorher 1000 g), Lang- und Nachtarbeiter 550 g (bisher 450, vorher 600 g). Bei den Nährmitteln bleibt die Gesamtration von 600 g in vier Wochen die gleiche wie bisher, dagegen wird eine Verlagerung von den Getreide- kräfte konnten nach heftigen Angriffen in das Tal des Flusses Sambaina einbringen und die Stadt gleichen Namens, die an der Eisenbahnfttecke nach _____o„„ . dem Süden liegt, besetzen. Die französischen Stteit-1 dadurch auch fräfte trachten danach, den Engländern den Vor-1 den Bezirksf marsch so schwierig wie möglich zu gestatten. Die ' ' * - ' i Operationen der französischen Truppen werden durch । die Mitarbeit der Bevölkerung wesentlich erleichtert. 2250 1100 1200 1700 2600 2000 900 1200 1700 2600 250 200 —— — — 1750 ___* 500 1150 2100 1600 - - 500 1250 2200 ■ 150 — — — 100 — 100 500 1100 700 550 500 400 900 700 450 400 - 100 + 200 — + 100 + 100 GROSSE SPIEL nisse gibt es künftig 125 g und statt bisher 550 g Getreideerzeugnisse gibt es künftig 475 g. 3m übrigen bleiben die Rationen an Butter, Margarine, Käse (abgesehen von der Sonderzuteilung in der 41. Periode), Quark, Kaffee-Ersatz, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver die gleichen wie in der 41. Periode. Bei den Reichsbrotmarken tritt insofern eine Neuerung ein, als jetzt auch hier die einzelnen Abschnitte innerhalb der gleichen Periode nicht mehr verfallen, wie das bereits früher bei den Reichsfleischkarten eingeführt worden war. Die Gültigkeit der Abschnitte beginnt zwar jeweils erst mit einer neuen Woche, endet aber immer erst mit dem Ablauf der ganzen Zuteilungsperiode. Diese Regelung, die seinerzeit auch hier als wünschenswert angeregt ^vorden war, bringt eine erfreuliche Erleichterung im Umgang mit den Brotmarken. Die Erhöhung der Brot- und Fleischrationen macht es erforderlich, auch die Ausgabe von Urlauberkarten neu zu regeln. Mit Rücksicht darauf, daß noch verhältnismäßig große Bestände an Urlauberkarten vorhanden sind, wurde von einer Neuausgabe der Urlauberkarten abgesehen. Die Urlauber erhalten vielmehr die Unterschiedsmengen zwischen den alten und neuen Rationen in Form von Reise- und Gaststättenmarken ausgehändigt. Da die Reise- und Gastftättenmarken für Brot nur zum Bezüge von Roggenerzeugnissen berechtigen, erhalten die Urlauber etwas weniger Weizenerzeugnisse als , die Normalverbraucher. Erntedankfeiern. 3m Kreise Wetterau fanden am Sonntag, wie überall im Reich, schlichte Erntedankfeiern statt, die von den Ortsgruppen veranstaltet wurden und dem Dank unserer Volksgemeinschaft an unsere Bauern und Landwirte, insonderheit an die in vielen Betrieben allein oder nur mit wenigen Hilfskräften schaffende Bäuerin gebührend Ausdruck gaben. 3n Gießen wurde der Dank an unser Landvolk in würdiger Weise in einer Feier bekundet, die am gestrigen Nachmittag im Hause der Kreisleitung statt- fand. Dabei überreichte Kreisleiter Backhaus 31 Landfrauen und Landarbeitern Ehrenurkunden und Ehrengaben für ihren besonders verdienstvollen Einsatz in der Erzeugungsschlacht dieses 3ah- res, gleichzeitig würdigte er mit herzlichen Worten des Dankes und der höchsten Anerkennung die großen Leistungen unseres Landvolkes für die Sicherstellung unserer Ernährung und damit für die weitere Wegbereitung zum Siege unserer Waffen. Er wies dabei vor allem auf den großen Anteil unserer Landfrauen an dem hervorragenden Ergebnis der Erzeugungsschlacht hin und sprach den verdienstvollen Bäuerinnen besonderen Dank aus. Für unsere Verwundeten. Eine Betriebsgemeinschaft der Luftwaffe hatte im Laufe der vorigen Woche eine große Zahl Verwundeter in das Theater eingeladen. 3n einer geschlossenen Vorstellung wurden „Die drei Eisbären" gespielt. Die Ortsgruppen mit ihren Gliederungen in Bellersheim und Hungen hatten am gestrigen Sonntag Verwundete zu Gast, die bei den Familien eingeladen waren ynb an den Erntedankftiern teilnahmen. Alle waren befriedigt von dem fröhlich verlaufenen Tage. Auto-Kennzeichen auch auf dem Kotflügel. Nach der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung ist das Kennzeichen der Kraftfahrzeuge an der Vorderseite und an der Rückseite auf der Fahrzeugwand oder auf Tafeln anzubringen, die mit dem Fahrzeug fest zu verbinden sind. Dazu hab der Reichsverkehrsminister bis auf weiteres bestimmt: Das Kennzeichen kann auch an Teilen, die mit dem Fahrzeug fest verbunden sind (Kotflügel usw.) angebracht werden, z. B. durch Aufmalen. Es ist nicht erforderlich, daß die hierfür benutzten Flächen eben sind. Die Lesbarkeit des Kennzeichens darf aber nicht beeinträchtigt werden. Geringe Abweichungen von den Vorschriften über die zulässige Neigung des Hinteren Kennzeichens und über die Lesbarkeit sind statthaft. Auch bedarf es keiner Umrandung des Kennzeichens, wenn sich das Kennzeichen deutlich vom Fahrzeug abhebt. Führerschein früher an kv.-gemusterte Jugendliche. Nach der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung darf niemand vor Vollendung des 18. Lebensjahres Kraftfahrzeuge der Klaffen 1, 2 oder 3 führen. Ausnahmen kann die Verwaltungsbehörde zulassen. Der Reichsverkehrsminister hat nun die Verwaltungsbehörden ermächtigt, für die Dauer des Krieges Anträgen von 3ugendlichen auf Erteilung der Fahr - fc-Jr-ji Tiefbewegt erhielten wir die schmerz- üche Nachricht, daß unser fieber, hoff- Ä nungsvoller Sohn, Bruder, Enkel, Schwager, Pate und Bräutigam Rudolf Weife Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Alter von 21 Jahren, in den schweren Kämpfen bei Rschew am 9. September sein junges Leben für das Vaterland gegeben hat. In tiefer Trauer: Georg Jakob Weiß, Weißbindermeister und Frau Lina Weiß, geb. Müller Obergefreiter Karl Weiß, z. Z. im Felde, nebst Frau und Kind Frau Katharine Müller; Martha Sarnes, Braut, und alle Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, Sellnrod, Stumpertenrod, Leihgestern, Aliendorf und Dorf-Gill, im Oktober 1942. 04935 .JKL Danksagung. Allen, die uns in unserem schweren Leid durch den Heldentod unsres lieben unvergeßlichen Sohnes u. Bruders Walter Dechert, Schütze meiner Pz.-Jg.-Abt., ihreTeil- nahme entgegenbrachten, sagen wir auf diesem Wege unsern tiefempfundenen Dank. Ganz besonders danken wir Herrn Pfarrer Becker für die tröstenden Worte am Grabe, sowie seinen Kameraden, dem Gesangverein Heiterkeit und allen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben. In tiefer Trauer: Gastwirt Heinrich Dechert und Frau Gießen,5.10.,42. Margot Dechert; Heinz Dechert, Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! nicht in den Müll! Arbeiter(innen) für leichte mech. Arbeiten ges. A. Dölling, Wetzlar, Pariser Gasse 2 Telefon 2795 2938 D ien einer Am morgigen IGLORIR Mklmeker I Svrungr.-Matr. sucht gut heizb., 25.-, 1 Nachttisch müht limttinr 5,-, 1 Vertiko Ml. Miner Deutsche Wochenschau 30. 15. 25. 5. 3 Der Schweizer Schivervand hat auf dis Durchführung der ihm für 1943 übertragenen Schi- Weltmeisterschaften verzichtet. Wahrscheinlich werden also in diesem Winter keine Weltmeisterschaften stattfinden. 1 Chaisel. 1 ov. Tisch 1 Wascht. 1 Sviegel 2 Stühle Der Film schildert ein dramatisches Frauenschicksal mit Reni Deltgen Maria Andergast Karl Schönböck, Josef Sieber Gustav Knuth, Hilde Jansen Spielleitung: R. A. Stemmle Junge M nimmt leichte Arbeit als Sprechstundenhilfe ob. schriftl. Arbeiten an. Schr. Ang. uni. 04937 a.d.G.A. Täglich 2.30, 4.45, 7.80 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend hat Zutritt I 29790- ges) auch auf die Namengebung seiner Figuren übertrug — Adam, Eve, Licht, Walter, Tümpel —, schuf mit dem klumpfüßigen Dorfrichter einen hinkenden Teufel der Komödie, einen ländlichen Tar- tüffe, dessen Verkörperung stets zu den großen, verlockenden Aufgaben des deutschen Charakterspielers gehören wird, denn seit dem Falstaff ist, wiederum mit Hebbels Worten, im Komischen keine Figur geschaffen worden, die dem Dorfrichter Adam auch nur die Schuhriemen auflösen dürfte. — Das gestrige Rückspiel VfB.-R. Gießen gegen Viktoria Nidda auf dem DfB.-Platz in m stand vollkommen im Zeichen des VfB.-R. Die DfB.-R.-Mannschaft, die durch zwei Urlauber verstärkt wurde, konnte mit ihren Leistungen überzeugen. Die Gäste setzten sich in der ernsten Halbzeit energisch zur Wehr, fielen dann aber immer mehr ab und mußten die Bestimmung des Spielgeschehens völlig den Platzbesitzern überlassen. Die Tore fielen in regelmäßigen Ab ständen. Verhandlung diente Kleist zur Entfaltung eines niederländischen Volks- und Sittengemäldes von überwältigender Fülle des Details und zu einem Charakterbilde, das in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Kleist, der die schon auf dem französischen Kupfer deutliche Symbolik (des zerbrochenen Kru- Der Reichs-Schießwettkampf der H 3. endete in 3nnsbruck mit dem Siege des Gebietes Hochland mit 2141 Ringen vor Tirol-Vorarlberg, Thüringen, Mark Brandenburg, Westfalen, Pommern, Hessen-Nassau, Württemberg, Westmart und Berlin. 3n der Einzelwertung kam der Tiroler Hohenauer mit 230 Ringen vor Schäfer (Hessen- Nassau) und Pastor (Berlin) zum Sieg. Verdunkelungszeil: 5. Oktober von 19.52 bis 7.00 Uhr. in diesem inb wie im komm Iber näh Meine Sprechstunden sind Montag, Donnerstag und Samstag, von 9 bis 12 Uhr in Steinberg Dienstag und Freitag von 3 5 Uhr in Garbenteich Dr. med. A. Heil Watzenborn-Steinberg 2978 D D i e deutschen Sportschützen trugen in München weitere Titelkämpfe aus. Deutscher Meister mit dem Zimmerstutzen wurde Brod (3ngol° stadt) mit 124 Ringen vor Sigl (München) und Roth (Speyer), während der Titel im Wehrmann-Zim- merstutzen mit 328 Ringen an Paulus (Augsburg) vor Greiner (Zella-Mehlis) und Sigl (München) fiel. Die Mannschaftsmeisterschaften gewannen Heimat München und Schützenges. Zella-Mehlis. Verben. r für d >$n Saal cie sich m pabe ai uch-Al W; über Dbresplar Nspunfi ou furch« In bie je tie Nach !-ute nod «Mle, di pGn, t Lerll ^eichsmm Agenden Peine bei Wo kann jung. Frau das Damen- Schneider- Handwerk erlernen? Schr. Ang. unt. 04934 a. d.G.A. „Eine keifende Mutter mit einem zerbrochenen Majolikakruge, ein trauriges Liebespärchen und ein großnasiger Richter" waren auf einem von Le Veau 1782 nach einem Gemälde von Debucourt verfertigten Kupferstich „Le juge ou la cruche cassde" zu erkennen, der im Zimmer des Schriftstellers Zschokke in Bern hing und (1802) den Anlaß zu einem poetischen Wettstreit zwischen Zschokke, Ludwig Wieland und Kleist bildete: Wieland sollte eine Satire, Zschokke eine Erzählung, Kleist ein Lustspiel aus dem Stoff machen. Der Plan gedieh zunächst in Bern nicht über die ersten Anfänge hinaus. Zschokkes und Wielands Arbeiten sind mit Recht längst vergessen — für Kleist gab das französische Bildchen die Anregung zum „Zerbrochenen Krug", einem der unvergänglichen Lustspiele in deutscher Sprache, nach Hebbels Worten den Werken zugehörig, denen gegenüber nur das Publikum durchfallen kann. Nachdem Kleist 1803 seinem Freunde Pfuel in Dresden drei Szenen glatt in die Feder diktiert hatte, wurde das Stück 1806 in Königsberg vollendet. 1808 in Weimar als „Lustspiel in drei Aufzügen" von Goethe inszeniert und in einer vierstündigen Aufführung uraufgeführt, erlebte das Werk einen krassen Mißerfolg. Goethe, dessen Verhältnis zu Kleist ja iflimer unter einem unglücklichen Stern stand, hatte übersehen, daß, von andern Mängeln des Weimarer Theaterstiles abgesehen, ein Lustspiel wie der „Krug" vor allem des ungebrochen fließenden Ablaufes seiner Szenen- solge notwendig bedurfte, wie er von Kleist vorgesehen war: sein Stück,, „nach dem Teniers gearbeitet" und den französischen Schauplatz mit Bedacht ins Niederländische verlegend, wie es später in Menzels kongenialen 3llustrationen wunderbar realistisch und in seiner ganzen farbig heiteren Fülle zum Ausdruck kam, wendet ein ursprünglich und im tiefsten Grunde tragisches Motiv — der Richter selbst ist der Schuldige und muß über sich zu Gericht sitzen — ins unwiderstehlich komische Gegenteil. * Kleists Technik ist ein Musterbeispiel analytischer Dramaturgie: der zu Beginn des Lustspiels bereits abgeschlossene Tatbestand wird Szene für Szene, Stück für Stück zutage gefördert, entwirrt und mit nächtigen sohre üb lat, geseg esegnet i segnet in Unb m irsier D c inb uner inbilben krnte in veit, n ils uns) ftl, hoffe lennung | tabunf) z besten uti lebacht in »lk soeb kis Rit Ireuz a ILanganh Meine innen! 9 larin sch berhältni lebiet zu ierer Nai sesetzt, de leit die r che Volk w Sie vei lers was leinesweg Men i Imin un Sandalen im Heizraum gefunden sh ab en wollte, konnte mit dieser Erklärung das Gericht nicht überzeugen. Er wurde wegen Diebstahls im Rückfall zu einem 3ahr Gefängnis, feine Frau wegen Hehlerei an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat zu 10 0 R M. Geldstrafe verurteilt. Bei dem Angeklagten wirkten die bisherigen Vorstrafen strafverschärfend, der geringe Wert der Sandalen strafmildernd. Dem Angeklagten wurde klargemacht, daß er bei erneuter Straffälligkeit mit Zuchthaus und Sicherungsverwahrung zu rechnen hat. Ein Plünderer hingerichtet. Lpd. Darmstadt, 4. Okt. Die 3ustizpressestelle Darmstadt teilt mit: Am 3. Oktober 1942 ist der am 22. 3uli 1893 in Mainz geborene Gustav Bayer le hingerichtet worden, den das dortige Sondergericht als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Bayerle, ein schwer vorbestrafter Verbrecher, hatte nach dem britischen Terrorangriff auf Mainz geplündert. 14 Einbrüche im Vogelsberg. Der bereits vorbestrafte Gustav.Szech aus Gelsenkirchen war zur nützlichen Beschäftigung in einem Arbeitslager in Breungeshain bei Schotten untergebracht. Dort gefiel es dem an eine ordentliche Lebensführung nicht gewöhnten Menschen nicht, so daß er nachts aus dem Arbeitslager flüchtig ging und sich dann im Vogelsberg Herumtrieb. Dabei verübte er in einer Reihe von Ortschaften 14 Einbrüche, bei denen er es in der Hauptsache auf Lebensmittel und andere Gebrauchsgegenstände abgesehen hatte. Bei einem dieser Einbrüche wurde er in Engel- rod auf frischer Tat erwischt und festgenommen, worauf er zwecks weiterer Ermittlung in das Polizeigefängnis zu Gießen eingeliefert wurde. wohnhaft in geistiger und körperlicher Frische 80 Fahre alt. Dem 3ubilar, der an den Ereignissen unserer Zeit noch regen Anteil nimmt, gelten unsere herzlichen Glückwünsche. Amtsgericht Gießen. Der W. P. aus Gießen hatte sich wegen Diebstahls im Rückfall und seine Ehefrau P. P. wegen Hehlerei zu verantworten. Es handelte sich um die Entwendung von einem Paar Ledersandalen aus einem unverschlossenen Spind im Gemeinschaftsraum eines hiesigen Betriebes. Der Angeklagte, der die Entwendung aus dem Spind bestritt>und die ob. Fräulein zur Rührung eines frauenlos. Haushalts zu älterem, noch rüst. Herrn gesucht. Schriftl. Ang. unt. 04933 an d. Gieß. Anz. 25.- 1 Som 40- Heate Montag Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr bis Mittwoch einschließlich Jugend hat keinen Zutritt! 2979C G. A-Eport. Oie »fehfett Vier- im Tschammerpokal. Die beiden restlichen Spiele der 4. Tschammer- Pokal-Schlußrunde endeten mit klaren Siegen der Heimmannschaften. Werder Bremen gewann mit 41 (2:0) gegen den LSV. Stettin und TuS. Lipine schlug mit 4:1 (1:0) Blau-Weiß Berlin. Die Pokal-Dorschlußrunde bestreiten nun am 18. Oktober der deutsche Meister Schalke 04, 1860 München, TuS. Lipine und Werder Bremen. Fußball. VfB. - R. Gießen — 23 itt Nidda 9:1 (4:0). Heute Montag Erstaufführung 3m mir heute heute die nnb'inb' MN. Vt in breiter lein Füh Früchte d stehen im btn Lol lines: A llrbeit! iiim E u Wir köi Theater der Llniversifäfsstadf Gießen Heinrich von Kleist: „Oer zerbrochene Krug". Lösung beschlossen, in der dichterische und menschliche Gerechtigkeit in vollkommenem Einklang stehen. Das uralte dramatische Motiv der Gerichts- Wachmänner für besetzte Westgebiete gesucht. Uniform, Wehrmachtsverpflegung und Unterkunft wird gestellt. ü annoversches Wach- und Schließ-Institut G. m. b. H. Hannover, Hausmannstratze 7 Telefon 21768. 298iV Die Neuinszenierung, von Herrn F u n k e geleitet, hatte die behäbig ausmalende Gegenständlichkeit und volkstümliche Farbigkeit des niederländischen Genrebildes, ohne indessen verschleppt zu sein; die Handlung blieb in stetem Fluß und gewann gegen Ende der auflösenden, entschleiernden Szenenfolge zusehends an dramatischem Nerv und innerer Spannung; besondere Anerkennung verdient die pflegliche Behandlung des ungemein schwierigen, wie ein kompliziertes Räderwerk ineinandergreifenden kleistischen Verses. Herrn Löfflers Bühnenbild traf, zweckmäßig gegliedert und realistisch ausgestattet, instinktsicher den Stil für eine ländliche Szenerie „nach dem Teniers". — Herr Funke spielte auch selber den Adam, nach dessen Wiedergabe jede Aufführung des .Kruges" sich bemißt, und es war die reifste und rundeste Leistung, die wir von diesem vielseitig begabten Charakterdarsteller seither gesehen haben: fein Dorfrichter war in der Tat ein pferdefüßiger Tartüffe, der hinter treuherziger Biedermannsmiene und grobianischem Gepolter die schuftigste Gerissenheit versteckt, der mit geschmeidig-beredter Beflissenheit und einer Phantasie von wahrhaft komischer Ursprünglichkeit bis ganz zuletzt den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und sich zu falvieren trachtet. Herr Zeppenfeld gab dem Gerichtsrat die würdige Repräsentanz und überlegene Menschenkenntnis der rechtserfahrenen Stanüesperfon. Den Schreiber Licht zeichnete Herr S a u e r l a n d pfiffig, gewandt und devot. Hella H e n z k y war die bäuerlich derbe, von überquellender Beredsamkeit und hitzigen Temperamentsausbrüchen bewegte Frau Marthe, Käte 3 a e n i ck e das eingeschüchterte, angstverstörte Evchen, Herr Köchling bieder, offen und ohne Arg der junge Ruprecht. Annemarie Schwind verlieh der Aussage der Frau Brigitte plastische Anschaulichkeit und Ueberzeugungskraft. Auch die Randfiguren waren gerecht besetzt und fügten sich dem Gesamtbilde gefällig ein. — Die stattliche Morgenfeiergemeinde folgte angeregt erheitert und spendete ausdauernd Beifall. - Hans Thyriot ; in ! & ** E i n Achtzigjähriger. Dienstag, 6. Oktober, wird der frühere Angestellte des Gaswerks Karl Dechert, Neuen Bäue 2 Kettenschießen des llnterkreiseö Wetzlar-Nord. Am vorigen Sonntag fand in Bieber das Kettenschießen des Unterkreifes Wetzlar-Nord statt. Geschossen wurden drei Schuß liegend und drei Schuß stehend freihändig ohne Probeschuß. Mannschaften zu drei Mann. Sieger wurde die 1. Mannschaft von Bieber mit 165 Ringen. Es folgten Fellingshausen mit 162 Ringen, Bieber 2. Mannschaft mit 160 Handball. Hessen-Nassau. TG. Rüsselsheim — TG. Dietzenbach 9:9; TG« Offenbach — LSV. Gießen 6:10; LSV. Wiesbcü)en — GfL. Pfungstadt 11:7. Ringen, Launsbach mit 154 Ringen, Krumbach mit 130 Ringen, Salzböden mit 113 Ringen und Bieber 3. Mannschaft 112 Ringen. Beste Einzelschüßen waren Wilhelm Kramer (Fellingshausen) mit 63 Ringen, Adolf Leicht (Launsbach) mit 60 Ringen, Willi Wagner und Helmut Wagner (Bieber) mit 60 Ringen, Heinrich Wagner (Bieber) mit 59 R. Kurze Sporlnottzen. Um die Europa-Boxmei st erschaff im Schwergewicht, die durch den Verzicht Max Schme- lings frei geworden ist, haben sich der deutsche Meister Neusel, die 3taliener Musina und Lazzari sowie der Schwede Tandberg gemeldet. Wahrscheinlich wird der internationale Verband Neusel und Musina! zu einem Titelkampf zulassen. * Ein Hochsprung von fast 2 m gelang dem italienischen Rekordmann Campagner bei einem Lehrgang in Schio. Die Latte lag genau auf 1,995 m Höhe. Da die Leistung nicht in einem Wettkampf. erzielt wurde, kann sie als Landesrekord nicht anerkannt werden. Zarah Leander mit Hans Stüwe Siegfried Breuer Hilde von Stolz Spielleitung: Rolf Hansen Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftteiters: Ernst Blumschein. Berantworttich für Polittk und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Ttzyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschcin. Druck und Verlag: Brühlsche Universitütsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.°Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. erlaubnis -— vorbehaltlich der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters — bei Nachweis der Musterung als kriegsverwendungsfähig vor Erreichung der sonst festgesetzten Altersgrenze zu entsprechen. Die Ausnahmegenehmigung gilt mit der Ausfertigung des Führerfcheins als erteilt. Päckchen besser verpacke«! Diele Päckchen und Feldpoftpäckchen find jetzt so mangelhaft verpackt, daß bei größeren Postämtern täglich bei Hunderten von Päckchen die Verpackung vor der Weitersendung erneuert oder ausgebessert werden müßte. Der Deutschen Reichspost stehen aber dafür weder die erforderlichen Arbeitskräfte noch Verpackungsstoffe zur Verfügung. Wenn Päckchen, besonders solche nach dem Felde mit weiten Beförderungsstrecken, nicht sorgfältig und widerstandsfähig verpackt sind, werden sie künftig von den Postämtern nicht mehr angenommen oder, wenn sie durch den Briefkasten eingeliefert sind, dem Ao- Berkauf ab heute 15 Uhr bei [04939 Jaulstich, Bahnhofstr., Saalban. Kleine An-eigen im Gießener Anzeiger werben von Taujenben beachtet und geleie». | Kautgesuctie"! Heimatkundliche Schriften über Oberhessen u.d. Vogelsberg, Heimat-Beilag., -Kalend.u.histor. Karten zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. mit Preisangabe u. 2983 D an d. Gieß. Anr. fenber zurückgegeben. * । nur ben dern qe feinet Üe n, M bq : co hat j '^eptef ' ben0etrj ' l'^enji ht” Staut t.?nb di J 9en ge ' doinc JA nicht '■ so - JNt b | bei ■ Mich »en. । n^Dieria - M 1 ’N !8VQtnpf IW möglichst in §llinikönähe, ab sofort, oder spätestens ab 15. November. Schriftl. Angeb. unter 04936 an den Gieß. Anz. | Verkäufe | smtonl- ©lommoplion mit Platten für RM. 100,— zu verkaufen, [oms Hofmannstr. 81. Einige hundert Gläser 6 cm Halsweite, % Lit. Inhalt, zum Eiumachen von Obst geeignet, abzugeben. [2982D Bahnhof- Gaststätten. Verschiedenes] |stellenan9ebote| |stellengesuche| PALAST G-'essen V