Gießener Anzeiger <92. Zahrgang Nr. 209 Erzchernt täglich, au her Sonntags und feiertags Beilagen: Gtehener Familienblätter I Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: ä Samstag, 5./Sonntag, -.September <942 ▼ Annahme von Anzeigen Auzeigen-Preile für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeige» und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: .Llnzeiger" Dosts check 11686 Frankk./M. vrühlscheUmversttatrdruckereiR. tauge General-Anzeiger für Oberhessen ^»irtzrn,^ch«lstratzi 7-9 Sohn eines es als feine höchste Pflicht betrachtet, disziplinierte wissenschaftliche Arbeit auf volkswichtigen Gebieten zu leisten. Die geistige Gundlage für eine planmäßige, auf die Interessen des Volksganzen ausgehende Wissenschaft ist die Einheit des Ganzen, nämlich die Einfügung auch des Wissens in die Volksgemeinschaft und die gleichzeitige Einheit des gesahnten Gebäudes der Wissenschaft selbst. Unmittelbare Verpflichtung dem Volke gegenüber bricht nun auch mit der Abhängigkeit des geistigen Schaffens von internationalen Mächten, insbesondere durch Vernichtung der geistigen Judenhörigkeit. Damit aber ist der Weg geebnet für eine natürliche mittelbare Wirksamkeit der Wissenschaft über die Grenzen des eigenen Volkes hinweg. Der geordnete Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse, von Volk zu Volk ist aber nur möglich, wenn mit Len Entdeckungen großer Geister kein Mißbrauch an internationalen Börsen getrieben wird, sondern wenn auf einer gemeinsamen politischen Grundlage der Wille zur Ordnung auch des Geistigen ausschlaggebend ist. Wie weit wir auf diesem Wege schon fortgeschritten sind, zeigte der „S o z i a l w i s s e n s ch a f t l i ch e Ferienkurs" des Auslandsamtes der Dozentenschaft der deutschen Universitäten und Hochschulen in Breslau. Die dort versammelten ausländischen Akademiker aus 20 Nationen empfingen nicht nur in zahlreichen Vorträgen von Sozialpolitikern und So- zialwissenschaftlern ein lebendiges Bild der neuen deutschen Ordnung, sondern wirkten ihrerseits mit an der Schaffung einer einheitlichen Ausrichtung der europäischen Wissenschaft auf die politisch-sozialistische Zielsetzung. Damit ist überall das vorbereitet, was in der deutschen Wissenschaft auf allen Gebieten zu verzeichnen ist, nämlich die Hinlenkung der Arbeit auf solche Fragen, die die soziale Neuordnung des Volkes betreffen. Natur- wiffenfchaften und Geisteswissenschaften beschäftigen sich nicht mit entlegenen Fragen, die vielleicht interessant sein mögen, oder mit unwesentlichen Einzelproblemen, an deren Klärung nur wenige ein Interesse haben, sondern sie richten ihr Augenmerk ganz darauf, die Erfordernisse der politischen und praktischen Arbeit ihren Völkern nutzbar zu machen. So stehen neben den grundsätzlichen Auseinandersetzungen mit den Gegnern einer echten sozialistischen Ordnung auch alle Einzelforschungen unter dem Zeichen fruchtbarer Arbeit für das Ganze. Möglich wurde diese grundlegende Wendung im Bereiche der Wissenschaft aber erst durch den neuen Geist, der den deutschen Dozenten erfüllt. Wir find stolz darauf, daß der NSD.-Dozentenbund gerade in dieser Hinsicht seiner besonderen Aufgabe gemäß daran mitwirken konnte, die deutschen Hochschullehrer aus Einzelgängern oder gar aus Jnteresfen- vertretern zu einer festen Gemeinschaft starker Persönlichkeiten zu formen, die mit dem Wiedergewinn einer geistigen Frecheit den Weg in die Gemein- schäft des ganzen Volkes fanden und «ms innerer Ueberzeugung von wahrem sozialistischen Geist getragen ihr ganzes Schaffen in den Dienst des neuen Deutschland und des neuen Europa stellten. Sie verbanden sich dadurch aufs engste mit ihren Kameraden an der Front. Dieser geschlossenen Macht der Sozialisten des Geistes und der Tat können die Gegner nicht widerstehen. Unsere Wehrmacht legt den Grund, unsere Wissenschaft sichert den geistigen Bestand der neuen völkischen Ordnung, Reifezeugnis und trat 1936 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein. 1938 zum Leutnant befördert, gehörte er als Beobachter einem Kampfgeschwader an, war Ordonnanzoffizier im Stabe einer Luftflotte und kam dann als Staffelkapitän zu einem Schlachtgeschwader. Im Polenfeldzug mit dem E. K. II ausgezeichnet, erhielt er am 21. 5. 1940 im Westen das E. K. I. Das Ritterkreuz wurde ihm am 21. August 1942 verliehen, nachdem er sich aüch im Kampf gegen die Sowjetunion immer wieder hervorgetan hatte. Sowohl als Staffelkapitän wie als Einzelkämpfer war er der Erdtruppe ein getreuer Helfer, der vielfach entscheidend in ihre Kämpfe eingriff. So kommt ihm ein besonderes Verdienst um das Halten eines wichtigen Brückenkopfes zu. Bis zur Verleihung des Ritterkreuzes schoß er auf seinen Schlachtflügen sieben feindliche Flugzeuge ab. Der italienische Bericht. Rom, 4. Sept. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag gibt bekannt: In Aegypten verliefen Gefechte von Panzereinheiten zu unseren Gunsten. Der Gegner verlor einige Panzerwagen. Es wurden zahlreiche neuseeländische Gefangene eingebracht. Die Luftwaffe der Achsenmächte ging heftig gegen Ansammlungen von britischen Truppen und Kraftfahrzeugen vor. Ein feindlicher Erkundungsverband wurde durch überraschenden Angriff vernichtet. In erbitterten Kämpfen wurden 25 Flugzeuge von italienischen und deutschen Jägern abgeschossen. DieSeemachtmder britischen GleichgeivMpoliiik., ' Von Konteradmiral Friedrich Lritzow. Zur britischen Gleichgewichtspolitik bemerkt Tre« v e l y a n in seiner „Geschichte Englands": „Viermal hat England während der Neuzeit mit Erfolg große Kriege geführt, um die Unterjochung Europas durch eine Macht zu verhindern: Das Spanien Philipps II. und der Inquisition, das Frankreich des Sonnenkönigs und der Jesuiten, dann wieder das Frankreich der Jakobiner und Napoleons und schließlich der > deutsche Militärstaat unserer Tage sind einer nach dem anderen gescheitert. Bei jeder dieser vier Gelegenheiten verfolgte England einen doppelten Zweck, nämlich die Bewahrung des europäischen Gleichgewichts und die Sicherung seiner Handels^- und kolonialpolitischen Stellung in der Welt." In dieser Zweckbestimmung stehen die beiden genannten Absichten nicht ebenbürtig nebeneinander, sondern die Aufrechterhaltung des europäischen Gleichgewichts ist Mittel zum Zweck des überseeischen Ausdehnungsdrangs. Mag es richtig fein, daß für die Berater der Königin Elisabeth von Wolsey bis Burleigh das Streben nach dem europäischen Gleichgewicht der zwingenden Notwendigkeit entsprang, sich gegenüber den dichter bevölkerten Ländern Spanien und Frankreich verteidigungsfähig zu erhalten. Vom 18. Jahrhundert an wurde dies Streben Voraussetzung und Grundlage für den Angriff Englands auf den See- Handel und die Kolonien feiner Wettbewerber. Es braucht auch nicht bestritten zu werden, daß dieser ober jener englische König ynter dem Gleichgewicht dasselbe verstand wie seine festländischen Vettern, nämlich den Ausgleich der Gegensätze auf friedlichem Wege. Gewiß ist aber, daß die leitenden Staatsmänner darunter das Gegenteil verstanden, nämlich die Erhaltung so starker Spannungen und gegebenenfalls die Entfachung so häufiger Kriege unter den größeren und kräftigeren Nationen Europas, daß keine von ihnen Gelegenheit und Mittel sand, die Briten auf ihrem Weg zur unbeschränk- Jm Kampf der Waffen und der Ideen gegen den Bolschewismus und die Plutokratie führt die gewichtigen Schläge heute das Schwert des deutschen Soldaten und feiner verbündeten Kameraden. In der großen Schlacht vom äußersten Norden über die vorstürmende Front im Osten bis hin zu den Stellungen in Afrika, in der Schlacht auf den Ozeanen, überall find unsere Waffen siegreich. Das große Rätsel unserer Gegner, die sich den Kops darüber zerbrechen, warum sie Niederlage auf Niederlage einstecken müssen, warum wir von Erfolg zu Erfolg vorwärtsdringen, dies Rätsel ist für uns gelöst. Nicht nur die Güte der deutschen Waffen, nicht nur die Ueberlegenheit der deutschen Führung, sondern vor allem der Geist unserer Truppen, die Unvergleichlichkeit des deutschen Einzelkämpfers und die unzerbrechliche Kampfgemeinschaft sind die geheimnisvollen Kräfte, über die wir verfügen, die aber unseren Feinden fehlen. Der großartige innere Schwung, der alle unsere Soldaten und mit ihnen die Freiwilligen aus ganz Europa voranträgt, ist das Bewußtsein, gegen Mächte im Kampf zu stehen, deren Absicht die Zertrümmerung der europäischen Ordnung ist. Jeder Frontsoldat ist davon durchdrungen, daß er nicht nur den Schutz der nationalen Freiheit, sondern auch den Durchbruch des echten Sozialismus mit dem Siege erzwingt. Unsere Wehrmacht ist eine starke Front der Fäuste und Gewehre, der Panzer und Kanonen, der Jäger und Bomben, der Kreuzer und U-Boote, gleichermaßen aber auch eine geschlossene Geistesfront der jungen Völker. In dieser steht die deutsche Wissenschaft nicht nur in der Heimat, sondern auch in den besetzten Gebieten im kämpferischen Einsatz, um ihren Beitrag zur Erringung des Sieges zu leisten. Auch sie schöpft darüber hinaus alle ihre Möglichkeiten aus, um den sozialistischen Geist zu verwirklichen. Das geschah zunächst in ihrem eigenen Bereiche selbst. Die erste Voraussetzung war die Abkehr von wissenschaftlichen Theorien, die im luftleeren Raum schwebten und nur das Vorrecht der Eingeweihten waren. Damit ist nicht die gründliche theoretische Forschung gemeint, die als Voraussetzung anwendbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse unbedingt erforderlich ist, sondern jene Gedankenspielerei und geistige Spekulation, die niemand nützen kann. Sie allein wollen wir vermeiden, um die Wissenschaft mit blutvoller Lebensnähe zu erfüllen und damit die Grundlage einer Forschung und Lehre zu schaffen, die in der Mitte der Gemeinschaft wirkt. Ein weiteres Merkmal der von sozialistischem Geist erfüllten Wissenschaft ist die Befreiung des Denkens von jedweder Diktatur. Die deutsche Wis-' senschaft erkennt nicht die Abhängigkeit von Interessengruppen an und noch weniger das Aufgehen der wissenschaftlichen Arbeit in der anonymen Masse. Dadurch unterscheidet sie sich scharf von den Bestrebungen bolschewistischer und plutokratischer Mächte, alles Wissen einseitigen egozentrischen Gewalten nutzbar zu machen. Wir achten nicht nur die persönliche Schaffensfreiheit des einzelnen Wissenschaftlers, sondern pflegen sie als wichtigste Voraussetzung neuer Erkenntnisse und schöpferischer Leistungen. Gleichzeitig wird dadurch aber auch das liberalistische Chaos überwunden: denn ebensowenig wie interessierte hintergründige Kräfte bestimmt die Willkür des einzelnen die wissenschaftliche Aufgabenstellung, weil jeder Hochschullehrer Hauptmann Alfred D r u s ch e l, Sohn eines Landesoberwegemeisters, ist am 4. 2. 1917 zu Dindsachsen in Oberhessen , . . geboren, erwarb sich auf der Oberrealschule in Wiesbaden das solcher in die deutsche Luftwaffe übernommen, zeichnete er sich als Flugzeugführer, Staffelkapitän unb- Gruppenkommandeur an den verschiedensten Fronten immer wieder aus. Vor allem hatte er an den schweren Abwehrkämpfen des Winters in vorbildlicher Unterstützung der Erdttuppe bedeutsamen Anteil. Am 4. Februar 1942 wurde ihm das Ritterkreuz verliehen. Die neue Anerkennung feiner vorbildlichen Leistungen hat er nicht mehr erlebt. Gin Oberheffe. Sozialismus des Geistes und der Tat im neuen Guropa. Von Reichsdozentenführer Professor Dr. Walter Schultze. Hx* rrühitrf Mr üd;er! Das Todesurteil an vier Helfershelfern der Mörder Heydrichs vollstreckt. Prag, 4. Sept (D71B.) Amtlich wird bekannt- gegeben, daß das Standgericht in Prag den Kirchen- ältesten der tschechisch-orthodoxen Kirche in Prag, Jan S onnevend, den Bischof dieser Kirche, G o - radzd, bürgerlicher Name Watej Pavlik, den Ka- plan der orthodoxen Karl-Borromäus-Kirche in Prag, Dr. Wladimir P e t r e k und den Pfarrer an der gleichen orthodoxen Kirche, Vaclav Eikt, zum Tode durch Erschießen verurteilt und auf Einziehung des Vermögens der vier Angeklagten erkannt hat. Das Urteil wurde heute v o l l st r e ck t. * Die Angeklagten gestanden in ihren Zeugenaussagen bei Der Gerichtsverhandlung, daß sie in ihrer Kirche in vollem Bewußtsein, daß es sich um englische Fallschirm-Agenten und unter ihnen wiederum um d ie Attentäter auf den stellvertretenden Reichsprotektor, ^-Obergruppenführer H e y d r i ch , handelte, nacheinander sieben dieser Verbrecher aufaenommen und bis zum Tage der Entdeckung, d.h. bis zum 18: Juni Dort verborgen gehalten,betreut und verpflegt hatten. Der Bischof Gorazd sagte vor Gericht wörtlich: „Ich wollte meine Kirche nicht in eine große Affäre bringen. Ich war mir bewußt, daß es meine Pflicht gewesen wäre, Anzeige zu erstatten. Als ich von einer Reise von Berlin nach Prag zurückkam, wurde mir gesagt, daß die Attentäter noch immer dort seien." Die Pflicht aber, diese Umstände der zuständigen Behörde anzuzeigen, hatte Bischof Gorazd trotz der öffentlich bekannt gemachten Straflosigkeit im Falle der Anzeige nicht erfüllt. Ebenso klar war es den anderen Angeklagten, die sich selbst als prominente Vertreter der tschechischen Intelligenz bezeichneten, wen sie in der Kirche verbargen. Der Kirchenälteste Sonne- p enb hat d.iese Unterbringung angeregt unb in die Wege geleitet. Er hat förmliche Beratungen abgehalten, wie man die englischen Fall- fdftrmagenten dem Zugriff der Behörden entziehen könnte. Der Kaplan P e t r e k, der bei feiner Fürsorge für die in der Kirche verborgenen Verbrecher soweit ging, daß er eigenhändig ihre Eimer ausleerte, hat nach feiner Aussage, da der eine Verbrecher durch die Bombenexplosion sich eine Augenverletzung. zugezogen hatte, für ihn ärztliche Behandlung besorgt. Er besorgte den Verbrechern auch Zeitungen. Den Kirchendienern nahm er einen Eid ab, daß sie über die Vorgänge in der Kirche schweigen müßten, wobei er ihnen ein Heiligenbild vorhielt. Er muß sich aber der Wirkung dieser religiösen Zeremonie nicht ganz sicher gewesen fein, weil er dem einen der Kirchendiener dann noch ein Schweigegeld von 500 Kronen förmlich aufdrängte. Der dritte Priester der Tschechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde, C i k l, versuchte vor Gericht, seinen Anteil an den Beratungen für die Unterbringung der Verbrecher zu verringern, woraus ihm der Bischof Gorazd bei der Gegenüberstellung ins Gesicht sagte, daß er von Anfang an oei den'Besprechungen dabei gewesen fei, auch die Gruft der Kirche wegen der Unterbringungsmöglichkeif mit in Augenschein genommen und gewußt hätte, daß sich unter den sieben Verborgenen auch die Attentäter befanden. Eine besonders abstoßende Rolle spielte der Bischof der Tschechisch-Orthodoxen Kirche Gorazd. In voller Kenntnis der Tatsache, daß die Attentäter in seiner Kirche verborgen waren, fuhr er nach Berlin zum Metropolisten Seraphim, dessen Jurisdiktion sich die Tschechisch-Orthodoxe Kirche aus Vorsicht unterstellt hatte. Nachdem die Verbrecher in der Kirche unschädlich gemacht worden waren, schrieb er in Briefen an den Regierungsvorsitzenden Krejci und an den Schulminister Moravec, daß er sich nicht vorstellen könne, wie die Unterbringung in der Kirche möglich gewesen ist, denn dazu hätte es bloß mit Beihilfe des Kirchenpersonajs,Vsei es der Priester oder der Kirchendiener, kommen können. Um sich selbst zu exkulpieren, belastete er also seine Mitschuldigen. Er selbst habe nicht die geringste Ahnung von der Sache gehabt, denn sonst hüte er sie ohne Verzug angezeigt und den Schuldigen aus dem kirklichen Dienst entlassen. Eine größere Verlogenheit ist kaum mehr denkbar. Als ihm vor Gericht die Briefe vorgehalten wurden, gab der Bischof zu, es sei nicht schön von ihm gewesen und er habe sich sehr schuldig gemacht. Auf Grund der eigenen Geständnisse und der Zeugenaussagen verurteilte das Standgericht sämtliche vier Angeklagten zum Tode. Sie haben ihrem christlichen Bekenntnis unb' dem tschechischen Volk den schlimmsten Dienst geleistet und ihre Pflichten diesem gegenüber vergessen, indem sie sich mit Mördern gleichsetzten. Die einzige Erklärung für ihr Verhalten liegt darin, daß sie glaubten, daß die Behörden nicht annehmen würden, eine christliche Glaubensgemeinschaft werde die Kirche, ihr christliches Heiligtum, dazu hergeben, von der Behörde verfolgte Mörder ihrer gerechten Strafe zu entziehen.' Diese Feststellung kennzeichnet aber gleichzeitig die Niedrigkeit und moralische Verwerflichkeit ihrer Gesinnung. Mit seltener Klarheit konnte sonach in diesem Gerichtsverfahren die Mitschuld der Angeklagten an dem verabscheuungswürdigen, von London angestifteten Verbrechen, klargestellt werden, wofür über sie die gerechte Sühne verhängt wurde. Oie höchste Tapferkeitsauszeichnung für Oberleutnant Marseille. Vertin, 4. Sept (D3tB.) Der Führer hak Oberleutnant Al a r f e l t t e, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, dasEichentaubmit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt: „In Würdigung Ihres immerwährenden heldenmütigen Einsatzes im Kampf für die Freiheit unseres Volkes verleihe ich Jhnen anläßlich Jhres 12 5. Luftsieges als viertem Soldaten der deutschen Wehrmacht die höchste deutsche TapferkeiksausZeichnung, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." * Der als Sohn eines Generalmajors 1919 zu Berlin geborene Oberleutnant Hans Joachim Marseille kam mit sieben ßuftfiegen als Oberfähnrich im Frühjahr 1941 nach Afrika, wo er kurz darauf Offizier wurde. Nach 46 ^ßuftfiegen erhielt er am 22.2.1942 das Ritterkreuz und wurde nach feinem 75. Abschuß am 6. 6.1942 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Nur elf Tage später war ein weiteres Biertelhundert britischer Flugzeuge abgeschossen: der 101. ßuftfieg war errungen, und Oberleutnant Marseille erhielt das Eichenlaub mit Schwertern. Am 2. September 1942 erkämpfte er an der ägyptischen Front den 125. ßuftfieg, nachdem er allein tags zuvor 16 britisch e Gegner abgeschossen und damit eine einzigartige ßeiftung vollbracht hatte. Nach Mölders, Galland und Gollod wurden ihm nun die Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern als höchste Tap- fcrkeitsauszeichnung verliehen. Die von ihm bezwungenen Gegner sind ausschließlich Engländer, in der Hauptsache Jagdflieger. Reichsmarschall Göring telegraphierte, an den ausgezeichneten Offizier: „Mein lieber Marseille! Ich bin unendlich stolz auf Ihre überragenden Erfolge. In unbeugsamem Kampf- und Siegeswillen haben Sie den britischen Gegner in der Luft bezwungen, wo Sie ihn pur trafen. Dankbar und voll Bewunderung beglück- wünsche ich Sie zu der Ihnen vom Führer verliehenen höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung. Seien Sie versichert, lieber Marseille, daß mit mir das ganze deutsche Volk in Ihnen einen feiner gißten Helden dieses Krieges erblickt. Kämpfen Sie, vom immerwährenden Soldatenglück begünstigt, in diesem Geiste weiter für den Endsieg unserer Waffen! Ihr Göring, Reichsmarschall des Großdeut- fchen Reiches und Oberbefehlshaber der ßuftroaffe." Das Eichenlaub. Berlin, 4. Sept. (DRB.) Der Führer hat das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen dem Obersten Bormann, Kommodore eines Kampfgeschwaders, dem Hauptmann D r u f ch e l, Gruppenkommandeur in einem Schlachtgeschwader und dem Hauptmann Z e m a - sky, Gruppenkommandeur in einem Skurzkampf- geschwader als 117. bis 119. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Hauptmann Zemasky ist Ende August 1942 gefallen. ♦ Oberst Emst B or mann, als Sohn eines Pastors am 5. 11.1897 in Kirchbrack bei Holzminden geboren, trat nach Erlangung des Reifezeugnisses auf dem Gymnasium in Wolfenbüttel 1915 als Fahnenjunker in das Infanterieregiment 82 ein, wurde 1916 ßeutnant, ließ sich dann zur Flieger- truppe versetzen und gehörte zuletzt der Jagdstaffel Bölcke an. Nach dem Kriege kämpfte er im Grenzschutz Ost. An der Bergakademie Clausthal studierte er Metall- und Eisenhüttenkunde. Nach der Promotion zum Dx.-Jng. bekleidete er mehrere Stellen in der Industrie und trat 1935 als Hauptmann wieder in die ßuftwaffe ein. Vor dem Kriege gehörte er dem Jagdgeschwader Richthofen als Gruppenkommandeur an. Im Polenfeldzug, im Kampf gegen Norwegen, an den Kämpfen im Westen und gegen die britische Insel vollbrachte er ebenso hervorragende Waffentaten wie als Kommodore eines Kampfgeschwaders im Kampf gegen die Sowjetunion. Der als Sohn eines Staatsbeamten 1909 in Wien geborene Hauptmann Zemasky begann seine militärische ßoufbahn 1928 als Kanonier, wurde 1930 Korporal, 1934 Feuerwerker und auf der Dheresianischen Militärakademie 1936 ßeutnant. Als Die Straße von Kertsch überschritten Oie Besetzung der Taman-Haibinsel Stalingrad stoßen geworfen. (Nachdruck verboten.) 34. Fortsetzung. schildert haben. Wenn Martin alle Verbachtsgründe zusammenhielt, mußte er notwendigerweise auf sie f"'' Medyn wurden wieder von starken feindlichen Kräften geführte Angriffe abgewicfen. Auch im Raum von Rschew scheiterten wiederholte An- orisse starker seindlicher Kräfte. Der Zeind verlor in diesen kämpsen 83 pan, erk a mpswa gen. Haldane 1912 dem deutschen Botschafter erklärte, England werde an Deutschland den Krieg erklären müssen, falls sich der ausgebrochene Balkanstreit zu einem Kriege zwischen Frankreich-Nußland und Deutschland-Oesterreich auswachse — weil England nicht dulden könne, daß Deutschland auf dem Festlande eine beherrschende Stellung einnehme — so ist 'm dieser Aeußerung natürlich auch die Erkenntnis verborgen, daß ein starker Festlandstaat seine Ansprüche auf Seemacht zur Geltung bringen werde. Darin also hat bis in unsere Tage die Rolle der Seemacht in der britischen Gleichgewichtspolitik bestanden: in der Einschüchterung der Keinen, ohnmächtigen Staaten durch den alleinigen unmittelbaren« Einfluß der Seemacht auf ihre Küsten und ihren Seehandel — daher Englands Bemühung, Europa in möglichst viele solcher ohnmächtiger Staaten zu zerstückeln; Sicherung des Seeweges für das Bei einem feindlichen Luftangriff gegen einen deutschen Flugplatz im mittleren Frontabschnitt wurden 24 von 37 der angreifenden Flugzeuge zum Ab- stürz gebracht, der Rest zum Abdreheu gezwungen. Südlich des Ilmensees wurden mehrere örtliche Angriffe der Sowjets abgeschlagen. Südlich des L a d o g a s e e s und an der Einfchließungsfront von Leningrad scheiterten ebenfalls mehrere feindliche Angriffe. Bei einem Ueberfehungsverfuch über die Rewa wurden von 28 feindlichen Booten 20 vernichtet. In Aegypten nur Kämpfe von örtlicher Be- deutung. Angriffe der deutschen und italienischen Luftwaffe richteten sich gegen feindliche Truppen, Kraftfahrzeugansammlungen, Flugplätze und Rachschubverkehr. In Luftkämpfen wurden 25 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Im Laufe der gestrigen Rächt wurden über der Deutschen Bucht zwei britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Leichte deutsche Kampfflugzeuge erzielten gestern Volltreffer in Industrie- und Verkehrsanlagen an der e n g l l s ch e n S ü d k ü st e. Oberleutnant Mars eilte, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, errang am 2. September au der ägyptischen Front seinen 125. Luft- f i eg, nachdem er in Luftkämpfen des vorangegangenen Tages 16 britische Gegner bezwungen hatte. Anna hatte ein Schlucken in der Kehle. Zwischen ihren Stimmbändern saß ein wildes Schluchzen, das nicht laut werden durfte. Was Martin sich da leistete, war ein Affront und machte das Maß voll. Anna schaute zornig in das halbe Dünkel des Zimmers, in dem ein unverschämter Mond sein Wesen trieb: Sie biß die Zähne zusammen und dachte: Was zuviel ist, ist zuviel. Ist der Frühe werde ich ihm meinen Standpunkt klarmachen. Ich bin. nicht zimperlich, nehme nicht gleich alles übel. Aber so geht es nicht, in dieser Handlungsweise liegt offene Mißachtung. Anna hatte sich aufgesetzt und ihre Meinung drohend und halblaut vor sich hingesagt. Dann hieb sie eine energische Kerbe in das Kopfkissen und warf sich mit einem Plumps zum Schlafen hin, das nun, da der Kriegsplan entworfen war, ziemlich schnell vonstatten ging. Auch Brügger lag — nur durch eine dünne Decke von Anna getrennt — unzufrieden im Bett. — Wie kann man nur so brav aussehen und im Innern so verdorben sein? — fragte er sich mit schmerzendem Herzen. Er war im Wirtshaus gewesen, aber es hatte ihm wenig Spaß gemacht. Er hatte zuviel getrunken, auch zuviel geraucht. Auch sonst hatte er Verdrießlichkeiten. Die Purg- staller, die er sich für die Heilstätte gedacht hatte, ging weg, und jene Hypothek mußte Arrrainer zurückgezahlt werden. Wenn er morgen nach Mün- - chen fuhr, konnte das gleich miterledigt werden. Ach so, fiel ihm ein, am Samstagnachmittag hatten die Banken ja zu! Pech. Unruhig wälzte sich Brug- „Ia, alles. Wir können losgehen", sagte sie resolut und klemmte ihre kleine, hübsche Tasche unter den Arm. Sie schritt auf dem Gehsteig, während Hingerl das knarrende Wägelchen zog. „Das ist jetzt aber rasch gegangen", sondierte der Gärtner vorsichtig. Im stillen dachte er: Respekt vor der jungen gnädigen Frau! Die wurde sogar mit so einer wie der Purgstaller fertig! — Seine Frage war pure Bosheit. „Gott, bei denen hält es ja niemand aus", sagte die Purgstaller wegwerfend. „Wieso?" „Wie die mit einem ufnfpringt! Dabei hat sie es gar nicht nötig. Wenn ich erzählen wollte! Gegen die sind wir die reinsten Waisenkinder, Hingerl? Wissen Sie das Neueste! Dem Doktor fehlen zweitausend Mark! Der junge Hudak — na, Sie kennen ihn ja auch — hat das Geld von der Bank abgehoben. Man will doch klar sehen, wenn man einmal die Bücher geführt hat und wenn plötzlich ein Scheck ehlt. Und wer, meinen Sie, hat dabei die Hand im Spiel gehabt?" „So? Geld fehlt? Hm." „Zwo Mille, sage ich Ihnen ja. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie die Doktorin sich mit dem Scheckbuch zu schaffen machte. Klarer kann die Sache doch nicht liegen. Wenn ich das nicht verbreite, fällt der Verdacht schließlich noch auf mich, und das wäre ja noch schöner." „Wenn Sie sich nur nfidjt in die Brenness^ln setzen." „Wie meinen Sie das?" „Wenn Sie falsch vermuten, kann das unangenehm für Sie werden. Uetile Nachrede, verstehen Sie." „Ich bin meiner Sache schon sicher", lachte die Purgstaller flott. Innerlich aber hatte sie plötzlich Angst. Vielleicht hatte dieser Hingerl recht. Sie beschloß, vorsichtiger zu sein, einen Prozeß wollte sie denn doch nicht. „Das müssen Sie wissen", brummte der Gärtner und schneuzte sich umständlich. Dann zog er wieder. „So, da wären wir", meinte er nach einer Weile, als sie vor dem Hotel angelangt waren. Er schleppte die großen Koffer in das Vestibül und wischte sich die Stirn. Als ihm die Purgstaller ein Trinkgeld geben wollte, sagte er: „Nein, danke schön, ich nehm' nichts. — Alles Gute, Frau Purgstaller. Habe die Ehre." Dann machte er sich auf den Heimweg. Zu Hause schob er das Wägelchen in den Schup- den, dann begab er sich schnurstracks zu Anna. „Ich komme vom „Löwen". Ich hab' der ihre Koffer hinbesorgt", begann er ohne Einleitung. „Sie, das ist eine bösartige Person, vor der darf man sich in acht nehmen! Wissen Sie, was die von Ihnen erzählt? Dem Herrn Doktor tat Geld fehlen. Zweitausend Mark. Dann hat sie etwas von einem Scheck geschwatzt, den Sie ausgestellt und als die Täterin ober Mitschuldige. kommen. Nun verstand , sie plötzlich sein Benehmen, seine verletzende Kälte. Was für unselige Verstrickungen! Großer Gott, was sollte sie nur tun? (Fortsetzung folgt- iauf der Taman-Haltiinfel die Landzunge Kossa- Tschuschka besetzt und südostwärts Fanalowskaja die Verbindung mit den nordwestlich Temrjuk vordringenden rumänischen Verbänden auf dem Küften- streisen nördlich der Lagune von Achtanosowsk her- gestellt. Vcnna kalin.l Carzj ger in seinem einsamen Bett,^ erst gegen Morgen fiel er in von üblen Träumen gestörten Schlaf. heute ei als es! .»or all Mtut, 6<>nn n8 SoC feinen nu'fe, lid> '/- v"d3| Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter KlSpffer low den Herr Hudak einkassiert haben soll. Tät mich wundern, wenn sie das nicht überall herumerzählt, das Frauenzimmer, das boshafte! Ich tratsche sonst nicht. Aber wenn eine mit so dicken Brocken um sich wirst, ist es doch meine Pflicht, die Herrschaft davon in Kenntnis zu setzen. Schon damit sie dem Besteck den losen Mund stopfen können." „Ich danke Ihnen, Hingerl", erwiderte Anna betreten. „Ich brauche Ihnen wohl nicht zu versichern, daß sich alles ganz anders verhält. Aber es ist gut, daß Sie es mir gesagt haben. Woher will sie • denn das von meinem Detter wissen?" „Sie hat sich in München erkundigt, sagt fie;* „Danke, Hingerl." Der Gärtner ging. Anna schlich nachdenklich hinüber ms Wohnzimmer. Also darum war Martin so sonderbar! Sie selbst hatte er im Verdacht! Die tückische Hausdame hatte Martin von jener nächtlichey Begegnung im Sprechzimmer unterrichtet. Sie, Anna, hatte damals das Scheckbuch in der Hand gehabt, richtig. Man konnte daraus falsche Schlüsse ziehen. Aber wie konnte Franz einen Scheck präsentieren, der ihn gar nichts anging? Wahrscheinlich hatte Fender ihn darum ersucht, dieser erbärmliche Wicht, der allen Menschen Unglück brachte. Wieder stieg eine Haßwelle in ihr hoch, und wieder wünschte sie dem Maler den Tod. Was kümmerte es Fender, wenn ein Unschuldiger Ungelegenheiten bekam! Sie mpßte nachher unbedingt die Bank anrufen und sich vergewissern, ob nicht alles nur Geschwätz war. Anna dachte scharf und logisch weiter. Don Franz, zu ihr war dann für Martin nur ein Schritt. Die Purgstaller würde es ihm schon entsprechend ge» aus dem Jahre 1805 war denn auch vorgesehen, das England ein Expeditionskorps von 8000 Mann für Unteritalien stellen sollte. Natürlich floß die Absicht Englands, den gefährlichen Gegner auf dem europäischen Festland nach Kräften zu schädigen, oft mit dem anderen Zweck zusammen, ihn von derSee fernzuhalten. Als England 1854 an Rußland den Krieg erklärte, geschah es aus dem Grunde, den Zaren nicht in den Besitz Konstantinopels gelangen zu lassen. Dementsprechend setzte England im Frieden von Paris 1856x durch, daß dem geschlagenen Zaren das Halten einer Seemacht im Schwarzen Meer überhaupt verboten wurde, was sich freilich nicht lange aufrechterhalten ließ. Allgemein darf ja die Einflußnahme auf die Machtverhältnisse an Land und auf die Seegeltung nicht schematisch getrennt werden, beides steht in enger Wechselbeziehung zueinander. Wenn Lord Ansetzen des Landkrieges durch den Festkanddegen gegen Flanke oder Rücken des gemetnfamen Gegners und endlich, wenn notig, das Eingreifen des britischen Landheeres — für das noch heute alljährlich die Mittel unter der Formel bewilligt werden, zur Aufrechterhaltung des europäischen Gleich- ^Inbesten erleben mir seit dem ersten Weltkrieg, wie die britische Flotte immer weniger imstande ist, ihre frühere Rolle m der Gleichge- wichtspolitik zu spielen. Der obenerwähnte Plan Englands und Rußlands, im ersten Weltkrieg em Heer aus Petersburg unter dem Schutz der brttt- schen Flotte an die deutsche Ostseekuste heranzufuhren, ist noch bis ins Jahr 1916 erwogen aber nicht ausgeführt worden, weil man wegen der Starko der deutschen Flotte nicht wagte, in die Ostsee zu gehen. Aus demselben Grunde gelang mcht die Einschüchterung der skandinavischen Staaten zur Ausgabe ihrer Neutralität, zumal nicht, nachdem Die britische Flotte vor dem Skagerrak 1916 besiegt war. Im Mittelmeer wurde die britische Flotte mitten in ihren Vorbereitungen für die Laydung eines Heeres auf Gallipoli durch das plötzliche Erscheinen des deutschen U-Bootes „U 21" mit her Versenkung der Linienschiffe „Triumph" und „Majesttc am 25. und 27. Mai 1915 überrascht und konnte sich auch weiterhin nicht mehr so frei bewegen wie früher. Der Wandel im Gebrauch der Seemacht m Binnenmeeren wurde im jetzigen Kriege noch deutlicher als im ersten Weltkrieg offenbar, weil die früheren Träger der Seemacht, die schweren Ueberwajser- schiffe, in engbegrenzten Seegebieten durch die vervollkommneten U-Boote, Minen und Flugzeugs immer schärfer bedroht wurden. In die Ostsee zu gehen, etwa zur Unterstützung Polens, hat die britische Flotte 1939 gar nicht mehr in Erwägung gezogen, obwohl sie eine siebenfache Überlegenheit über die deutsche besaß. Der Versuch, nach dem Muster früherer Jahrhunderte Griechenland und Jugoslawien 1941 zum Angriff auf Deutschland anzu- setzen, scheiterte kläglich. Die früher so wichtigen Stützpunkte Gibraltar und Malta verloren an Wert. Die schweren Niederlagen der britischen Flotte tm November und Dezember 1941 — Vernichtung der „Berham", Außergefechtsetzung der „Malaya , „Da- liant" und „Queen Elizabeth" — sowie die Katastrophen der durch Kriegsschiffe stark gesicherten britischen Geleitzüge im März 1942 zwischen Kreta und Marmarica, im Juni östlich und westlich von Malta und im August wiederum im westlichen MU- telmeer sind Zeugnisse dafür, daß die britische Flotts keine Aussicht mehr hat, der unseligen Gleichgewichtspolitik noch nennenswerte Dienste zu leisten. Damit aber ist auch diese Politik selbst zum Tobe verurteilt, und Europa kann endlich erfolgreich darangehen, seine Angelegenheiten selbst zu ordnen, ohne die rücksichtslosen selbstsüchtigen Eingriffe der Briten. OieneuenMimsiermGpanien Madrid, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Zeitung „Arriba" bezeichnet die Ernennung der drei neuen Minister für Aeußeres, Heer und Inneres sowie die Berufung eines neuen Generalvize, fefretärs der Falange als eine „Ablösung d er Wach e", die weder in Spaniens Innen- noch Außenpolitik die geringsten Aenderungen hervor- rufen werde. In Spanien könne man weder heute noch morgen von einem Regierungswechsel sprechen, weil es nur ein und dieselbe Regierung gebe, die des Caudillo, des Generalissimus der Wehrmacht und obersten Führers der Falange. Heer und Falange stellten unter der Führung von Franco die Pfeiler der Einheit und Disziplin im Innern und einer starken und selbstbewußten Front nach Außen dar. Die Ereignisse erhielten aber da- durch einen tieferen Sinn, baß Franco das Präsidium über den politischen Ausschuß der Falangs übernommen habe. Hierdurch würden die verschiedenen Kräfte im Staate besser als bisher aufeinander abgestimmt und ihre Zusammenarbeit wirb wirksamer. Die Spekulation ausländischer Agenten und einer gewissen Freimaurercligue im Innern seien bekannt. Spaniens Innenpolitik weiche aber »trotz dieser Quertreibereien nicht von ihrem geraden Weg ab und die Außenpolitik bewege sich dennoch im Geiste unserer gefallenen Helden. Diese Politik sei leidenschaftslos und wachsam und liege in der Hand eines Mannes, dessen Faust bas Schwert umklammere. Kstme politische Nachrichten. Wenbell W i l l k i e würbe in Kairo von König Faruk in Aubienz empfangen. Er überbrachte ihm eine Botschaft des Präsidenten Roosevelt unb hatte eine Besprechung mit bem ägyptischen Minister- ptäfibenten Nahas Pascha, wobei er sich bemühte, bie ägyptische Regierung zu einer Verlegung bet Hauptstabt von Kairo nach Khartum, wie Churchill dies wünscht, zu veranlassen. ' — Derselbe Wehrmachtbericht vom Freitag metbet: „Der Angriff auf Stalingrad konnte bis an die westlichen Vorstädte herangetragen werden... Nördlich Stalingrad an der Wolga stehende Truppen versenkten drei Kanonenboote ..." Während Panzerverbände westlich Stalingrad die feindlichen Verteidigungslinien durchbrachen unb den Feind nach Einnahme eines Kafernengeländes auf den Westrand der Stadt zurückwarfen, stieß eine Kampfgruppe den weichenden Bolschewisten nach und nahm eine wichtige Höhe ein. Ein anderer Verband besetzte nach erbitterter Gegenwehr eine Ortschaft. Nörd lich und nordostwärts Stalingrad machte der Angriff gegen hartnäckigen feindlichen Widerstand weitere Fortschritte. Gegen die Nordfront ber bis an bie Wo l g a vorgestoßenen beut-, schen Verbände unternahmen die Bolschewisten mit 150 Panzerkampfwagen wiederholt stärkere Angriffe. Alle diese Versuchs des Feindes, aus der Flanke den deutschen Angriff aufzuhalten und in die Stellungen unserer Truppen einzudringeif, scheiterten an der hervorragenden Abwehr deutscher Panzer- und motorisierter Schützen-Divisionen. Wo es dem Gegner gelang, in die vorgeschobenen deutschen Stellungen einzudringen, wurde er von unseren Panzergrenadieren in kühn geführten Gegen- ken Herrschaft über bie Meere und den größten Kolonialbesitz aufzuhalten. „Um die Unterjochung Europas durch eine Macht zu verhindern , dehnte Großbritannien seine eigene Macht ins Grenzenlose aus, bis Sie Charles Dilke unter Zustimmung weiter Kreise seines Volkes in seinem Buch Greater Britain um 1880 als notwendige weitere Erobe- < rung noch China, Japan, Chile, Peru, die La- Plata-Staaten und die Tafellander Afrikas, kurzum bi e g a n z e E r d e fordern konnte. Der britischen Seemacht fiel naturgemäß in । erster Linie die Aufgabe zu, bie Gegner von der - See zu verjagen und ihre Seeoerbindungen nach , den Kolonien zu burchschneiben. Daneben aber mußten sie bereit sein, einen Druck auf bie Küsten Europas auszuüben, und zwar möglichst an den Stellen, von denen aus man den Gegner am empfindlichsten beunruhigen, schädigen oder sogar be- I siegen konnte. Die tief einschneidenden Nebenmeere । Europas — im Norden bie Ostsee mit bem Bott- ■ Nischen unb Finnischen Meerbusen, im ©üben das , Mittelmeer mit bem Schwarzen Meer — waren wre geschaffen bafür, dieser Absicht Englands Vorschub au leisten. Dank der Umklammerung Europas durch die Binnenmeere konnte die britische Flotte, nachdem sie den Vorrang vor ihren Nebenbuhlern errungen hatte, wie ein Schäferhund ihres Amtes walten unb die teils macht- unb willenlosen, teils sich gegenseitig um ein Stück Land oder eine Erbfolge zer- »äsKäCw™.«-:? , d h in Uneinigkeit untereinander und soweit mog- lick in Abhängigkeit von England. Im 18. und 19. Jahrhundert genügte dazu oft das Auftreten der britischen Flotte allein. „ . Da, wo bie Flotte allein nicht imstande war, den erforderlichen Druck auf das Festlanb auszuuben, mußte sie dazu bienen, den Landkrieg unmittelbar zu beeinflussen. Manchmal, aber nur selten kam es vor daß die Drohung der britischen Flotte mit einer Landung an der Küste des Festlandgegners be- wirken sollte, seine Kräfte vom Schauplatz des Kampfes mit bem Serbünbeten Englanbs auf dem Festlanb, mit bem englischen Festlanbbegen abzulenken unb zu zersplittern. Oefter trat ber Fall em, daß biesem Festlanbbegen nut H'lfe der britischen Seemacht Gelegenheit geschaffen werben sollte, den gemeinsamen Gegner in ber Flanke ober im Rucken Ön®nrtwif ernt, da! Itters ist Seiite, die Bett. 5J ßelt m> leistes d en heute, packan pme Wel rauen 11 rückung ■ >el tönn Niger un str bürt' ,m, uni ’cqen; voi nb wir r ie Wh« enießen nb ohne \ Reichste «einsam niet Mi ingen - Gurop trätet, f ie treff« .-utscherr heter, an chten al Fause Dri tberen 2 Maten n nicht je inber er beale, ol ober ein erles Zie . einer 2 r amen usmaße ift die ! nb des 5 lge ber ib Muss genborgar Boofeoett ner per chen Bei Samstag. Ein strahlender Vormittag, fast, ein wenig zu strahlend, wie die ganzen letzten Tage. Wenn nur Regen käme! Die wohlriechenden Wicken und bie Kapuzinerchen ließen die Köpfe hängen und schleiften verstaubte Ranken über die Gartenwege. Das Gras wurde gelb, die Blatt- spitzen verdorrten, und das Ungeziefer hatte gute Tage. Cyrus hatte den dicken Bullenbeißerfchadel zwischen den Efeu gebohrt, unb nur sein Hinterteil schmorte in der Sonne. Manchmal zuckten seine Flanken, manchmal wimmerte er im Traum, denn auch' Hunde träumen schreckliche Geschichten wie Menschen. , Die Purgstaller stand in voller Kriegsbemalung und in einem enganliegenden Kostüm auf der Veranda und hielt Ausschau nach Hingerl, der ihre Koffer in den „Goldenen Löwen" bringen sollte. „Ach, da sind Sie ja endlich?" rief sie erlöst und knöpfte ihre Handschuhe zu. Dann putzte sie die Nase. „Ist das alles, was wegkommt?" fragte der Gartner, der heute feine Feiertagsjoppe trug. Daß bie blondhaarige Urschel auszog, stimmte ihn milde. In schlichten Worten teilt der Wehrmachtbericht vom Freitag mit, daß die Meerenge von Kertsch genommen, daß deutsche Truppen von Westen unb rumänische Truppen von Osten sich auf ber Halbinsel Taman trafen, bie bas Mündungsgebiet des Kuban ist. In den spaten Abenb- ftunben des 1. September brachen die Transport- gvuppen von ihrer Basis auf der Halbinsel Kertsch auf unb erreichten nach wolkenbruchartigen Regenfällen und heftigsten Gewitterstürmen in den ersten Morgenstunden des 2. September planmäßig die befohlenen Ziele. Während eine Gruppe auf ber süblichen Taman-Halbinsel lanbete, erreichten gleich- zeittq weitere Transportgruppen die nördliche Fan- talowskaja-Halbinsel. In erbitterten Nahkämpfen Mann gegen Mann wurde die feindliche Infanterie geworfen unb die bolschewistische Küstenstellung im Handstreich genommen. Die Seefahrzeuge einer anderen Stoßgruppe wurden bet Kap Achileon vor der Mste durch föindliche Scheinwerfer erfaßt. Aber auch bas erbitterte feinbliche Abwehrfeuer konnte bie ßanbung nicht verhindern. ^Auch durch Luftangriffe versuchten die Bolschewisten vergeblich, das Unternehmen zu hindern. Aber alle Versuche des Feindes die vorbringenden Landungstruppen aufzuhalten, scheiterten. Um 6 Uhr früh waren bie Brückenköpfe fest in deutscher Hand, Von hier aus wurde in scharfem Nachdrängen ber Feind, der über die Tamanbucht zu entfliehen versuchte, nach Süden abgedrängt. Inzwischen war es burch beutsche Kräfte verstärkten rumänischen Verbänden trotz erbitterter Gegenwehr gelungen, im Scheinwerferlicht auf der Insel Kossa-Tuhla in der Straße von Kertsch Fuß zu fassen. In harten Nahkämpfen wurde die Insel m der Nacht vom 2. zum 3. September genommen, Oer Wehrmachtbencht. DRB. Aus bem Führerhauplquarlier, 4. Sept. Das Oberkommando ber Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche unb rumänische Truppen haben am 1. September im Zusammenwirken mit Verbänden der Kriegsmarine und Luftwaffe von der Krim aus die Straße von Bertsch überschritten. trotz zähen feindlichen Widerstandes die feindliche Küftenverleidigung durchbrochen und im raschen Vordringen am gestrigen Tage die Verbindung mit den vom Osten angreifenden rumänischen Truppen hergestellt. Die Kämpfe mit den auf der Taman-Halbinsel haltenden feindlichen Kräften sind noch im Gange. R o r d w e st l»ch R o - worossijsk wurden weitere befestigte hohen- stellungen genommen. Deutsche Schnellboote stießen trotz schlechter Wetterlage gegen den feindlichen Schiffsverkehr im ostwärtigen Schwarzen Rleer vor unb versenkten drei Schiffe mit zusammen 8500 VRT.» darunter einest Tanker. Damit haben deutsche Ueberwasserskreitkräfte seit Beginn der Kaukasus- Offensive insgesamt 35 400 BRT. sowjetischen Handelsschiffsraumes vernichtet. Der Angriff auf Stalingrad konnte gestern bis an die westlichen Vorstädte vorgetragen werden. Die nördlich Stalingrad an der Wolga stehenden Truppen des Heeres versenkten bisher drei Kanonenboote, zwei INonttoren. sechs Frachtschiffe sowie zahlreiche kleinere Schiffe. Südwestlich Kaluga unb uorbwestlich Eine deutliche Antwort an Roosevelt diesen Krieg der «ident zu werden. Roosevelt Ablösung der Hauszinssleuer Sachgemäße Beratung 1564D d$ram-d-lampe mit DER DOPPELWf, 10PFERS0NNTÄG AM 6,SEPTEMB£R rre Wolfrom-OroM - Ein fach-Wendy# Q Otrow-DoppehvendN 2 2 Gießen Gießen 2 Q r 5 Ein Eigenheim statt Miete! ui ft- KNORR [ ^M^fleilqaelle Kar/s/prude/ OSRAM-LAM PEN ve1 Studentenschaft. Der Reichsleiter sagte: Wir kennen den Ehrgeiz des Mannes, der davon träumt, durch Dann genügt oft schon ein halber KNORR - Soßenwürfel, um die eigene Soße zu verlängern und zu verfeinern. Sie brauchen den ’/a Würfel nur fein zu zerdrücken, mit reichlich Vs Liter Wasser glattzurühren und 3 Minuten mitkochen zu lassen« Wir gewähren Darlehen zur Aufbringung des Abgeltungsbetragee für die Hauszinssteuer und erteilen bereitwilligst Auskünfte. o o o Q o m m> O 5Bei jedee faMette. dcan denken: Ihre Verlobung geben bekannt Hildegard Müller August Kaiser Als Verlobte grüßen Liesel Luft Heinz Herrlich Uffz. in ein. Nachrichten-Abt. Uebernahme von Abgeltungshypotheken BAYERISCHE VEREINSBANK Vermittlungsstelle in Frankfurt a. M. Carl Kuhn, Tannuastraße 52 60. Telefon 32836. ien Die I der Inne« lvizef der noch zruor» heute fpre« gebe, Lehr« jjeer i von in im Front n da« Präsi« alangs irschie» msein« : wird genten Jnnern e aber geraden dennoch litik sei in der Schwert Daß die Gau-Austellung für bildende Künste auch zu Beginn des vierten Kriegsjahres, wie in den Jahren vorher, im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt mit einem stattlichen Aufgebot an Werken der Malerei, der Plastik und der Graphik ihre Pforten öffnet, ist ein schönes Zeugnis für den ungebrochenen Kulturwillen und eine sinnfällige Dokumentatton des Gedankens, daß die Kunst gerade im Kriege eine ungemein wichtige Mission zu erfüllen habe, denn was für die Poesie als „eine kriegführende Macht" gilt, darf auch die bildende Kunst, ebenso wie Las Theater und der Film, für sich in Anspruch nehmen. Die Malerei hat, wie fast immer, auch diesmal die Vorhand. Der Krieg ist thematisch als unmittelbar anregender Erlebniseindruck wir denken hier etwa an ein Gemälde „Reiterspähtrupp" von Correggio und an allerlei Soldatenköpfe — im Gesamtbilde weniger zu spüren als man vielleicht erwartet; aber das Thema klingt auch in der indirekten Ausstrahlung an wie etwa in dep zeitnah und menschlich empfundenen Figurengruppe „Der Trost" von Fritz Kaiser. Immer neue, starke Anregungen und Malererlebnisse vermittelt die Landschaft, so im großflächigen Erntebild von Hoffer- bert oder in einer in zarten Romanttkerfarben verschwimmenden Frankfurter Landschaft von Erich Sauter, die zu den schönsten Bildern der Ausstellung gehört; ein ähnliches Stilgefühl offenbart die in epischer Ruhe ausgebreitete Mainansicht bei Marktbreit von Graßmann. Sehr sparsam vertreten ist der Akt, z. B. in den Arbeiten von K e m- pin und Ewald (Hanau), vlelfälttg und anstatt Karten! Für die zahlreichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich. Otto Müller und Frau Luise, geb. Parr Ruppertsburg, im Sept. 1942. __04335/ nna be« Wern, t es A will sie' ien. König )te ihm b hatte tinister- emühte, ing der e Chur- h gleichen Preisen in Apotheken, Drogerien end durch sie Bnumeaverwaltnng Disiircheo - Rui 44 - erhältlich. at mich lerziW, h-smst um um t davon , Besteck Ihre Vermählung geben bekannt Erwin Neidet' Bootsmannsmaat Leni Neidei geb. Rinn IhreVermählung geben bekannt Franz Körner z. Z. bei der Wehrmacht Lotte Körner geb. Müller Statt ^Karten! IhreVermählunggeben bekannt Friedrich Schemel Krciswart d.NSG.„Kraft durch Freude“ Hildegard Schemel geb. Sann Ihre Verlobung geben bekannt Karli Bauer Willi Schwarz Uffz. in einem MG.-Batl. eg, in. getan ein A. uh. 'cht irte .SU nn. lu). Oie 'ar. tten nez nen ung 25. lud) Bin. cher ren iser. ver. rüge - zu bn- 8°' iheit Mu. ugo« nzu« itgen Bert ! int ; der ,Aa- iata« bri* heta von Mit- flotte ichge» isten. Tode ^reich dnen, e der Gießen 5. September 1942 Gnauthstr. 32 ________________________04314/ 100%lqe Finanzierung durch steuerbegünstigtes Bausparen Verlangen Sie kostenlos Aufklärungsschrift von der Bausparkasse Deutsche Bau- Gemeinschaft AG., Leipzig Ci, Georglring 8b 29000 MUTTER und KIND kh, dckaffadku, Muttefa KRIEGS-WHW Sau-AussteWng für bildende Künste 1942 Malerei, Graphik und Plastik im Frankfurter Städel. Gießen FrankfurtfM. Plockstr. 16II Hegelstr. 19 Trauung। Frankfurt/M., 5, September, 3 Uhr, Katharinenkirche ________________________04298/ ien )e$ hr. in? -ch. Tanzuntemcht Anmeldungen für unsere Anfänger-u.Fortschrittkurse werden täglich ab 11 Uhr entgegengenommen 04179 Tanzschule Bäulke Gießen, Wolf Straße 3t, Ruf3835 J-iefGlicht für wenigeftroml T5t Mohn* bar! Sie cüisdawe nung 2 damals L * lber w'e - fie «r, °Z tz war- sA H« oer* ridunflenl für nur RM. 1.75 Monatsbeitrag erh alt. Sie bei Krankenhausaufent- halt. Diese Versicherung können Arbeiter, Angestellte, Beamte oder Selbständ. abschlietzen, auch wenn sie einer anderen Krankenkasse angehören. Alleinstehenden Frauen ist der Beitritt ebenfalls möglich. Das Krankengeld wird vom l.Tage des Krankenhausaufenthaltes anm bar zur beliebigen Verwendung ausbezahlt. Lassen Sie sich beute noch unverbindlich beraten durch die Allgemeine Krankenversiche- rungs-AG., Filialdirektion Kassel, Hohenzollernstraße 1. Ruf 34297. Bitte ausschneiden [2fl55D und einsenden. 1/6 (&.) Salizyl Gewahrt dasemge^machte übstu.Gemüse vor dem Verderb. Rezepte bei jedem Kolonialwarenhändler oder direkt durthdie REESE-GESELLSCHAFT, HAMELN Frankfurter Hypothekenbank Frankfurt am Main Adolf-Hitler-Anlage 8 Fernsprecher 30061 Bad-Vöslau Gießen Hammstraße 11 z. Z. im Felde September 1942. __________________04353/ proklamiert das unveräußerliche Recht auf die Freiheit von Not und Furcht. Die Jugend des Reiches und seiner Verbündeten braucht nicht von der Furcht befreit zu werden. Sie hat in den Kämpfen dieses Krieges der ganzen Welt ein Beispiel der Tapferkeit gegeben. Die Not aber besteht für die Jugend der Vereinigten Staaten nach amtlichen amerikanischen Feststellungen in hohem Maße. In den USA. lungern vier Millionen Jugendlicher verwildert und beschäftigungslos herum. Keine allgemeine Jugendorganisation nimmt sich der verlotterten Jugend an oder gliedert sie in den Arbeitsprozeß ein. In einem einzigen Staat der USA. haben 2000 Gemeinden überhaupt keine Schulgebäude. Für 90 000 verkrüppelte und 45 000 erblindete oder fast erblindete sowie drei Millionen schwerhörige Kinder besteht in den ganzen Vereinigten Staaten keine erzieherische Einrichtung. Im Oktober 1941 wurden in den USA. 4,3 Millionen Analphabeten festgestellt. Diese Not aber kann nicht durch Roosevelts Phrasen überwunden werden. Wer Die Jugend in seinem eigenen Haus nicht richtig zu erziehen verstand, wer der Jugend seines eigenen Landes nicht einmal das Notwendigste zum Leben zu verschaffen vermochte, wer der Jugend außer alten abgestandenen Phrasen kein großes klares Ziel für eine bessere Ordnung aufzeigen konnte, ist weder befähigt noch berechtigt,' sich an die Jugend der Welt zu wenden. flüiF^elfmitteln soll man immer sparsam heute erst recht. Also nicht mehr nehmen und nicht öfter, als es die Vorschrift verlangt! ,Vor ollem^aber:.WirNich nur dann, toerux cs.unbedingt Jiot tut/ DaS gilt auch für Si£pftoscaCin=faWettefu*. Denn alle dies ernstlich bedenken, bekommt jederSilphtS- ealin, der es braucht. Cari.BQhler, Konstanz. Fabrik der pharm. &räpä~ rate Silphoscalin und Thyllal. ziehend mteberum das große, dekorativ aufgemachte Blumenstück in Gemälden von Pofch, Fischer und V ö l ck e r oder in dem eigenartigen Gartenbilde mit der Sonnenblume von v. G e y er, das in seiner peinlich genauen Beobachtung bei glatt spiegelndem Farbauftrag, ohne starr und naturfern zu wirken, stilistisch besonders interessant erscheint. Eine Reihe vorzüglicher Bildnisse ist zu nennen, so das sachlich und in ruhigen Tönen sehr nobel gemalte Porträt Emil Rath von C i s s a r z oder die kraftvollen Bauernköpfe von Fahrenbruch und Luck Hardt. Eine der bestechendsten Leistungen in Lieser Gruppe ist das Bildnis Prof. Ludwig Hoelscher von Wilhelm Jmkamp (Gießen): die Arbeit eines Porträtisten von Rang 'und sicher abgewogenem Können. Endlich sei noch R u n z e s große Figurengruppe „Ländliches Glück" mit ihrem festen, klaren Kolorit hervorgehoben. In der P l a st i k tritt der monumentale Anspruch — wie ihn die etwa in Meuniers Art wuchtig auf- gebaute Gestalt eines Industriearbeiters von Wagner zeigt — gegen das intimere Format, vor allem in der Bildnisskulptur, zurück. Von Carl Bourcarde (Gießen) finden wir die seinerzeit schon im Oberhessischen Kunstverein gezeigte Bronzebüste Dr. F., einen klar und männlich geformten, großlinig durchmodellierten Kopf. Daneben etwa eine Schiller-Büste von Dönges, ideal, aber nicht schwärmerisch in der Auffassung, und die markanten Züge des verewigten Obersten Mölders von Hauen st ein,, eine würdige Totenehrung. Eine Sonderstellung unter den Bildhauern beansprucht wie gewöhnlich Harold Winter, diesmal mit den Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bllder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hanl Dhyrtot: für Stadt Sießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: svrühlsche UniversitätSdruckeret R. Lange ft. G. BerlagSletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Bnzetgenleiter: Hans Beck. AnzetgeuvretSliste Nr. 6. Gießen Gießen Schottstr. 5 Seltersweg 12 z. Z. im Felde September 1942. 04287/ Besser für Dich — besser für olle! Wirtschaftliche Stromausnutzung muß heute gewährleistet sein, denn elektrischer Strom wird meist mit Kohle erzeugt Osrom-D- Lampen mit der Osram-Doppelwendel sorgen für beste Umsetzung des Stromes In Licht. Fordern Sie darum ausdrücklich Osram-D-Lompen, wenn Glühlampen ausgewechselt werden müssen. 5» °^ffAM-D-LAMPE MIT DER DOPPELW^ Vorwäsche: Hälfte des angerührten Schaumpons auf das stark angefeuchtete Haar, gut durchmassieren und ausspülenI — Hauptwäsche: Mit dem Rest Haar einschäumen, dann ordentlich nachspülen. So haben Sie den größten Nutzen aus dem nicht-alkalischen SCHWARZKOPF SCHAUMPON die Äugend der Welt von der Achse nichts erwarten könne, außer den Tod, so ist das eine jener dummen Phrasen, mit denen Roosevelt der Wahrheit ins Ge- ficht schlägt. Er, der der Jugend Amerikas vor seiner Wiederwahl versprach, sie nicht in den Krieg zu führen, ist nach seinem eigenen Bekenntnis stolz darauf, diesen Krieg entfesselt zu haben und trägt also den Hauptanteil der Schuld am Tode jener tapferen Jugend, die auf den Schlachtfeldern dieses neuen Weltkrieges fiel. Roosevelt hat in seiner Rede das Wort geprägt, es gäbe junge Leute, die klug» und alte Leute, die unklug sind. Damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen! Wir erlauben uns, das erste für die jungen Völker Europas in Anspruch zu nehmen, das zweite aber auf Roosevelt persönlich anzuwenden. Die große revolutionäre Errungenschaft der modernen europäischen Jugenderziehung, die Selbstführung der Jugend, bringt es mit sich, daß im alten Europa der junge Mensch nur noch an Führer glaubt und nicht an Narren und Gouvernanten. Roosevelt aber ist durch seine ebenso phrasenreiche wie inhaltlose Botschaft für die Sache der Jugend zur Weltgouvernante Nr. 1 geworden, die sich bei der Jugend der ganzen Welt der Lächerlichkeit preisgegeben hat. Reichsleiter von Schirach antwortete am Freitagabend auch über den Rundfunk Roosevelt auf seine verlogene Rede vor den Delegierten der USA.- fußet Weg damit: fch u ft die fohlen durch SOLTIT gibt Lederfohlen längere Haltbarkeit» macht Sie veasserabsto/3 end! sehr hübschen Hessentrachten; die farbige Negativ- schnitzerei in Nußbaumholz ist eine schon der originellen Technik wegen auffallende und sehenswerte Arbeit. Von reizvoller Vielfalt ist das motivische Bild in den verschiedenen Disziplinen der graphischen Künste: Porträt, Landschaft, Industrie- und Kriegsbild, Tierstücke und illustrative Themen sind in buntem Wechsel des Sujets wie der Techniken zu sehen. In dieser Abteilung fällt ein sparsam getöntes, ungemein plastisch und lebendig wirkendes weibliches Bildnis, eine ausgezeichnete Arbeit des Frankfurters Happ, sympathisch auf. S a l i n i gibt eine schmissig hingesetzte, scharf charakterisierende Porträtstudie des Schauspielers Paul Wegener. Walter 'Kröll (Gießen) bringt eine frische, malerisch lockere Zeichnung (Soldatenkopf), während Ernst Eimer mit der schlichten Zeichnung eines Vogelsberger Bauernmädchens aufwartet. — Der Bericht vom ersten Rundgang durch die geräumigen Säle kann naturgemäß die Fülle der Erscheinungen nicht annähernd erschöpfen; er will nur einige, das Gesamtbild in etwa kennzeichnende Eindrücke festhalten und im übrigen zur eigenen De- ttachtung und Auseinandersetzung mit dem Original anregen. — Die Gau-Ausstellung ist bis zum 4. Oktober geöffnet. Hans Thyriot. Kunst und Wissenschaft. Zum 70. Geburtstag von Karl Voßler. * Am 6. September vollendet der langjährige Romanist der Münchner Universität Geheimrat Prof. Dr. Karl Voßler sein 70. Lebensjahr. Voßler wurde in Hohenheim bei Stuttgart geboren. Er absolvierte seine Studien in Tübingen, Genf, Straßburg, Rom und Heidelberg und habilitierte sich dort 1899, wurde 1902 Lektor des Italienischen und ' Extraordinarius, 1909 Ordinarius der romanischen Philologie^ in Würzburg, von wo er 1911 nach DttinckenMtersiedelte. 1937 trat er wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand. Der Akademie der Wissenschaften in Wien gehörte er an. Ferner ist er Mitglied des Ordens „pour le merite für Wissenschaften und Künste". 1926/27 bekleidete Voßler die Rektorwürde der Münchner Universität. Voßler hat eine Umwälzung in der romanischen Sprach- und Literaturforschung herbeigeführt. Er verlanate eine geisteswissenschaftliche Deutung ihrer Gegenstände. Die Forderungen, die er in sein kn Schriften „Positivismus 'und Idealismus in der Sprachwissenschaft" und „Sprache als Schöpfung und Entwicklung" aufgestellt hat, führte er selbst durch in dem epochemachenden Buch: „Frankreichs Kultur im Spiegel seiner Sprachentwicklung". Voß- ler hat der „Göttlichen Komödie" einen literarhistorischen, kulturgeschichtlichen, religionswissenfchaft. lichen und ästhetischen Kommentar gewidmet, der auch ins Italienische übersetzt wurde. Aus der fran- zösischen Literatur hat Voßler zwei Dichter der klassischen Zeit monographisch daraestellt: Lafontaine und Racine. Eine Reihe von Abhandlungen und Aufsätzen befaßt sich mit der spanischen Literatur und dazu kommt eine umfassende Monographie „Lope de Vega und sein Zeitalter". SchlffenbergerWeg 24 Friedensstr. 20 i. Z. im Felde 6. September 1942. __________________________04292/ Heuchelheim, Gießener Str. 14 5. September 1942. ________________________04317/ Der amerikanische Präsident Roosevelt hat einen iundfunk-„Appell" an die Weltjugend gerichtet. Roosevelt sagt u. a.: Die Nazis versuchen sich mit ker ganzen lärmenden Propaganda als Verfechter er Jugend hinzustellen. Aber die Welt weiß, daß ie Nazis der Jugend nichts weiter als den Tod i bieten haben. Es ist die Hoffnung der neuen Generation und der kommenden Generationen, daß 5 ein neues Leben gibt, das sich in Freiheit, Ge- echtigkeit und Anstand leben läßt. Diese Tatsache : >ird den jungen Menschen Europas täglich klarer; ort versuchen die Nazis Jugendorganisationen ich dem Nazimuster aufzuziehen. Es ist dies kein orbild, das von der Jugend für die Jugend ge- haffen ist. Es ist ein System, das von Hitler oin- nichtet und der Jugend In Form einer geistigen jwangernährung ausgezwllngen wurde. Vor dem ! tzten Weltkriege haben wenige gedacht, daß die i ugend einst dazu berufen sein würde, ihrq eigene < ache zu vertreten. Inzwischen haben wir aber ge- I rnt, daß die Weisheit nicht ein Vorrecht des ! lters ist. Es gibt junge Leute, die klug, und alte : eute, die unklug find. Wir kämpfen um eine bessere 1 Zelt. Ihre alle müßt bei der Neugestaltung der Zelt mithelfen. Hierzu bedarf es der Einigkeit des eistes der Jugend sämtlicher Völker. Wir kämp- (n heute für die Prinzipien, die in der Atlantik- harta niedergelegt wurden, diese Ziele haben eine *ue Welt zum Gegenstand, in der Männer und rauen in Freiheit leben ohne Furcht vor Unter- I ückung und den Schrecknissen des Krieges. Dieses , ei können wir nicht über Nacht erreichen; ein nger und schwerer Kampf steht uns noch bevor, vir dürfen nicht nachlassen, wir dürfen nicht zau- iin, und wir dürfen keine Furcht an den Tag 1 gen; vor allem aber müssen wir Zusammenhalten, ad wir müssen offensiv bleiben, damit unsere Kinder 12 Wohltaten der Freiheit der Rede, der Religion Knießen können und in einer Welt ohne Furcht p-id ohne Not leben können. Reichsleiter von Schirach, der zur Zeit gemeinsam mit der faschistischen Jugend Italiens und Inter Mitwirkung der Jugendorganisationen aller Ingen Völker Europas die Gründung eines Europäischen Jugendverbandes" vor- Birtitet, hat auf die verlogenen Phrasen Roosevelts treffende Antwort erteilt. Er erklärte dem putschen Nachrichtenbüro: „Niemand ist ungeeig- ifter, an die Jugend der Welt eine Botschaft zu Wen als Mr. Roosevelt. Wer nicht im eigenen Luise Ordnung halten kann, sollte davon absehen, äderen Belehrungen zu erteilen. Die Vereinigten Saaten werden mit den eigenen Kindern Acht fertig, aber sie glauben anderer Leute Ander erziehen zu können. Ihre Jugend ist ohne Reale, ohne Kultur und ohne Führung! Sie hat I «der eine Gemeinschaft noch ein wirklich lebens- Birtes Ziel. Frau Roosevelt hat erst vor zehn Tagen ii einer Ansprache erklärt, daß die Verwahrlosung 7 amerikanischen Jugend in einem erschreckenden 8 ismaße zunimmt. Bei den Achsenmächten dagegen l ft d e Kurve der Jugendkriminalität auch wäh- r dd des Krieges ständig — ein Beweis für die Er- Hge der erzieherischen Aufbauarbeit Mols Hitlers Uii) Mussolinis, die ihren Völkern die größten Ju- m iborganifationen der Welt geschenkt haben. M vsevelt erscheint unseker Jugend als der Inbegriff ki er verkalkten demokratischen Reaktion und poli- bjgen Verkommenheit. Wenn er heute beauptet, daß !■!■■■■ o ui Q o Hart und schwer traf uns die unfaß- bare Nachricht, daß mein lieber, guter A. Mann, unser treuer, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Obergefreiter Hermann Arzbacher Inhaber des Sudetenabzeichens, des E. K. II, des Inf.-Sturmabzeichens, des Verwundetenabzeichens und des Ostfront-Bandes im blühenden Alter von 29 Jahren an den Folgen seiner schweren Verwundung am21. August in einem Kriegslazarett im Osten gestorben ist. In tiefstem Schmerz: Frau Emma Arzbächer, geb. Jost. Wilhelm Arzbächer und Frau Amalie, geb. Schierbrand. Willi Arzbächer, z. Z. im Felde, und Frau Ottl, geh. Ruhl. Moritz Scharfe, z. Z. im Felde, und Frau Johanna, geb. Arzbächer. Karl Seng und Frau Anna, geb. Jost Karl Jost und Frau Emma, geb. Heß. Otto Jost und Frau Maria, geb. Nieber- gall. Lina Hofmann Wwe. .geb.Jost. Heinrich Rohr- bach und Frau Mathilde, geb.Jost Ludwig Dörr und Frau Marie, geb. Jost. Gießen (Kaiserallee 19), 5. September 1942. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 04329 WL- Unerwartet und schwer traf uns die HsAB für uns unfaßbare Nachricht, daß am jfe5* 9. Augustl942 unser über alles geliebter, herzensguter, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Enkel, Pate, Neffe und Kusin Kriegsfreiwill iger Parteigenosse Erich Kuhl Fähnleinführer der HJ. Soldat in einem Pionier-Batl. bei den schweren Kämpfen um Rschew in treuester soldatischer Pflichterfüllung sein junges Leben von 19 Jahren für Führer, Volk und Vaterland hingegeben hat. In stiller Trauer: Friedrich Kuhl und Frau Emilie, geb, Bien Bisela Kuhl und alle Angehörigen. Gießen (In Löbers Hof 8), Wolferborn, Von- hausen, im September 1942. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Mit den Angehörigen trauern um ihren gefallenen Arbeitskameraden Betriebsfflhrung und Gefolgschaft der Bezirkssparkasse Gießen. 2665 D Wir erhielten die schmerzliche, unfaß- bare Nachricht, daß nach Gottes un- ijk erforschlichem Ratschluß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Neffe, Kusin, Pate und Onkel Erwin Kolb Uffz. in einem Inf.-Regt., Träger des goldenen HJ.-Abzeichens und Inhaber des E. K. II im blühenden Alter von 22 Jahren in Ausübung seiner soldatischen Pflicht als Führer eines Zuges im Kampf gegen den Bolschewismus für Führer, Volk und Vaterland an seiner am 30. Juli erlittenen schweren Verwundung in einem Feldlazarett am 31. Juli gestorben ist. Nun ruht er im Osten auf dem Heldenfriedhof in Subzow. In tiefem Schmerz, Karl Kolb und Frau Anna, geb. Feller Elfriede Kraft, geb. Kolb Hans Kolb, Steuerm.-Gefr.. z. Z. bei der Kriegsmarine Johannes Kraft, z. Z. im Felde und alle Angehörigen. Großen-Linden, den 4. September 1942. __.__04305 2679 P 04319 Albach, im September 1942. Wagengasse 3, aus statt. 04330 2661 P Erwin Rühl, z. Z. Im Felde Familie Heinrich Neeb und alle Angehörigen Max Rühl und Frau Emmi Neeb, Braut Max Rühl Wir erhielten die schmerzliche für uns, unfaßbare Nachricht, daß unser jüngster Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Karl Martin Gefreiter in einem Art.-Regt. kurz vor seinem 28. Geburtstage bei den Kämpfen in Afrika gefallen ist. In tiefem Schmerz: Karl Martin und Frau Gießen (Walltorstraße 73), Berlin, Krofdorf, Schwelm, Hersfeld, den 4. September 1942. _____________________________________04354 Tieferschüttert erhielten wir die un- faßbare und schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, unvergeßlicher Sohn, mein herzensguter Bräutigam, unser guter, lieber Bruder, Schwager, Schwiegersohn, Neffe und Vetter Walter Rühl San.-Unteroffizier in einem Inf.-Regt., Inhaber des E. K. II am 24. Juli 1942 im blühenden Alter von 25 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten in treuer Pflichterfüllung den Heldentod starb. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren. In tiefem Schmerz: Unerwartet verstarb nach längerem,mit großer Geduld ertragenem Leiden und nach einem arbeitsreichen Leben mein lieber Mann, mein guter Schwiegervater, unser unvergeßlicher Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Landwirt Friedrich Becker im Alter von 62 Jahren, nachdem ihm sein einziger Sohn im Ostfeldzug am 16. Juni 1942 im Tode vorausging. In tiefer Trauer: Katharine Becker, geb. Römer Ellsabethe Becker Wwe., geb. Bangel nebst 2 Enkelkindern. Gießen-Wieseck, Gießen, Arheilgen, Alten- Buseck, den 4. September 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 6. September 1942, 15.30 Uhr, vom Sterbehause, Statt Karten! Gott der Allmächtige hat am 3. September meine innigstgeliebte Frau, unsere in Liebe sich aufopfernde Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Tante, Nichte und Base Frau Ottilie Norwig geb. Weinrich im Alter von 42 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit zu sich in die Ewigkeit gerufen. In tiefem Schmerz:' Heb. Norwig, Lehrer,z.Z. Hauptmann in einer Ers.-Divleion Helmut und Dieter Norwig Kath. Weinrich Wwe., nebst allen Angehörigen. Höchst i.Odenw.,Lollar, den 4. September 1942 Die Beerdigung findet am Montag, dem 7. September, 14 Uhr,i n Lollar von der Friedhofskapelle aus statt. fcWL. Danksagung. Für die überaus vielen Beweise auf- richtiger Teilnahme, die uns schriftlich und mündlich aus nah und fern in unserm großen Schmerz bei dem Heldentod meines über alles geliebten, herzensguten, unvergeßlichen Mannes und Vaters Ernst Freitag, Bauzugführer im Osten, entgegengebracht wurden, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. In tiefer Trauer: Frieda Freitag, geb. Koch, und Töchterchen Herta, und Angehörige. Gießen, Ebelstraße 24 Danksagung. Wir danken herzlichst all denen, die uns zum Heldentode meines lieben, unvergeßlichen Sohnes, unseres guten Bruders und Schwagers, Wilhelm Balser, Oberschütze in einem Inf.-Regt., der sein junges Leben für Deutschlands Zukunft gab, in Wort und Schrift von nah und fern ihre Anteilnahme bezeugten. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Döll für seine trostreichen Worte In tiefem Schmerz: Familie Anna Balser Wwe. Für die Kranzspenden und die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem schwerenVerluste meines lieben Mannes, unseres stets treusorgenden Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Wilhelm Pfaff sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. Besonders danken wir noch dem Gesangverein „Harmonie“ für die Ehrerbietung im Liede, dem Vereinsführer Karl Becker für den Nachruf, sowie Herrn Pfarrer Keusch für die trostreichen Worte am Grabe. In tiefer Trauer: Katharine Christine Pfaff, geb. Gilbert; Familie Karl Mandler; Familie Otto Heß. Watzenborn-Steinberg, 5. September 1942. 26B0D Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner drei Kinder, mein ältester Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel, Pate und Kusin Wilhelm Frischholz (fhrch einen Unglücksfall im Osten am 19. Juli, im Alter von 36 Jahren, sein Leben lassen mußte. In tiefem Leid: Emma Frischholz, geb Mergehen und Kinder Heinz, Erna, Gisela. Maria Frischholz Wwe., geb. Schneider. Uffz.Gustav Krieger, z.Z.im Felde, und Frau Elise, geb. Frischholz. Philipp Koch und Frau Marie, geb. Frischholz. Obergefreiter Heinrich Frischholz, z. Z. im Felde, u. Frau Marie, geb. Braun. Heinrich König und Frau Elisabeth, geb. Frischholz. Familie Adolf Mergehen. Karl Bolz u. Frau Settchen, geb. Mergehen. Heinrich Mergehen, z.Z. im Felde, und Familie. Franz Schäfer und Frau Eliese, geb. Frischhalz. Wilh. Frischholz u. Frau Philippine, geb. Faulstich. Ellsab. Faulstich Wwe., u. alle Verwandte. Rüddingshausen, Heuchelheim- Gießen, Deckenbach, Höingen, Hattenrod (Kreis Biedenkopf), Gambach, Dortmund, im Sept. 1942. 2682d Danksagung. Für die vielen und überaus herzlichen Worte des Mitempfindens beimHelden- tod unseres lieben und unvergeßlichen Sohnes und Bruders, Karl-August Winterhoff, Uffz. und Offizier-Anwärter in einer Nachrichten- Abteilung, danken wir auf diesem Wege allen herzlichst, die uns Trost sagten in unserem großen Schmerz. Otto Winterhoff und Frau Gertrud und Söhne. [geb. Jahn Gießen, den 5, September 1942. 04347 Großen-Linden, Schotten, Barmen, Elberfeld, Remscheid, den 5. September 1942. _______________________04351 2677 A WS Sonnig., gerad., Fabrikationsoder Lagerräume zu mieten oder entsprechendes Haus in Gießen oder Umgebung zu kaufen gesucht. Besitzer kann evtl, mit leichten Arbeiten beschäftigt werden. Schriftl. Angeb. unter 2648 D an den Gieß. Anzeiger erbeten. WoOnung mit Küche in Giehen. Schr. Ang. unt. 04295 a.d.G.A. Suche für eine Angestellte für sofort ein gut möbliertes Zimmer (Stadtmitte) Modehaus Carl Nowack Gießen Wl.3lllnuer mit separatem Eingang sofort zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04320 a.ü.G.A. Berufstätige Akademikerin sucht rum 15.10., u. U. später i-MMMliklleZiiuiner in schöner Wohnlage. Möglichkeit ein kurzes Abendessen zuzubereiten Bedingung. Schriftliche Angebote unter 04285 an den Gieh. Anzeig. Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottes- oienst, HG.-Abendm. = Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 6. Sevtember. Stadtkirche. 10, Lenz? 11 KG., Matth.-Gern. IohanneSkirche. 10, Schultheis,- 11.15 KG., Johs.-Gem. Kapelle Alter Friedhof. 10, Dr. Unverzagt; 11.15 KG. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Schaad; 11.15 KG. Gietzen-Klein-Linden. 10 Schulanfängergottesdienst, Dekan Sattler,-11.15 KG. Giehen-Wieseck. 14 Schulayfän- gergottesdienst. Mainzlar. 13.30, Schmidt-Treis,- 14.30 KG. tungen. 10, Dekan Schmidt. ich. 9,30, Naumann. Evang.Stadtmission,Löberstr.l4. Sonntag, 6. 9., 8.30 Andacht und Abendmahl,- 10 S.-Sch.,- 20.15 Predigt. - Mittwoch, 9. 9., 20.15 Bibelstunde. ftreie evana. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 6. 9., 9.45 Erbauungsstunde,- 11 Sonn- taaschule; 15.30 Gemeindestunde. - Dienstag, 8.9., 20.30 Bibel- und Gebetstunde. Bavtistengemeinde u. Bund freikirchlicher Christen, Gartenstr. 13. Sonntag, 6.9., 11.15 KG.; 15.30®.» Br. Walter. - Mittwoch 9. 8w 20.1o G. |Wohnungstausch| Moderne 2-Zirnmer- Wohnung und bewohnbare Mansarde gegen 4-5-Zimrner- Wohnung m. Bad u. Balk. z. tausch, gesucht. Schr. Ang. unt. 02749 a.d.G.A' KleineAnzeigen IM Gießener Anzeiger werden von Xoulenben bMäteiJtni adeiea». Dame v. Lande, mit 7 jährigem Junten, sucht für drei Monate in Giehen Zimmer mit zwei Betten. Schriftliche Angebote u. 2684V an den Gießener' Anzeiger. Studentin sucht f. d. 1. Nov.1942 gröh.,sonn.,mod. mööL Simmet in ruhiger Lage in Giehen. 2689V Angeb.an Lisa Heutzinger, Bautzen, Oberschule Labor. Gut möbliertes Zimmer von Beamten z. 1. Oktober 1942 oder früher gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 04326 an d. Gieh. Anz. Neichsbeamter, älterer, solider Herr, sucht vom 14. Sevtember an in gut. Hause möbliertes Zimmer mögl. mit voller Pension. - Schr. Ang. unt.2657V an o. Gieh. Anz. 1 grobes, leeres Zimmer sowie Küche in Gießen oder Wieseck gesucht. Schr. Ang. unt. 04350 a.d.G.A. Kl., möbliertes Zimmer ob. Mans., evtl, m. Mittagessen, sucht [04331 Johann Hintz, Friedbergs Hess.) Babnbofstr. 3, ü.Brauchschulse. heizbares MntaMr z. vermiet. [0434s Stundenw. Mithilfe im Haushalt erwünscht. Ludwigstr. 44 p. Laden in bester Geschäftslage zu vermieten. 26?oD Näheres: A.Becker, Kevlerstratze 9. Telephon 3804. | Mietgesuche | 5-7-3immet- Mnilng evtl. Einfamil.- Haus in Giehen ob. Umg. sofort ob. spät, gesucht. Schr. Ang. unt. 04340 a.d.G.A. M-3immet- Woimuno gesucht. Evtl. Tausch geg. 4-Zimm.-Wohn. in Mainz. Schr. Ang. unt. 04041 a.d.G.A. MittlererReichs- bahn-Beamter sucht so'ort oder später in Gieben sonnige 4-ZimnierwohnuDg mit Bad. SchmidtzGietzeu, Löberitr. 15, bei Herdt» [04345, Trockene Eogenöüme in d. Umgebung von Giehen (Heuchelheim, Wieseck od. Kl.- Linden) zu mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 2652va.d.G.A. Garage gesucht! für Lastkrasf- wagen. Wagen- gröhe: 6,30 L, 2,90 h., 2,10 br. Schriftl. Angeb. unter 04318 an den Gieh. Anz. Berufstät. Frau sucht einfach mööl.3immer od.leer.Zimmer. Schriftl. Angeb. unter 04342 an den Gieh. Anz. Frdl.möbliertes Zimmer in gutem Hause von berufstätig. Herrn z. 1. Ort. z. miet, gesucht. Schr^ Ang. unt. 04338 a.d.G.A. kleiner Houm zumUnterstellen von Möbeln (für 1 Zimmer) gesucht. Schriftl. Ang.m. Preis u. 04281 a.d.G.A. Dame Lehrerin a. D., alleinstehend, viel abwesend, sucht in Giehen oder Umgebung nette, kleine Mnim auch Teil einer gröberen, sofort oder später. Schr. Ang. unt. 04234 a.d.G.A. Berufstät. Frau sucht sofort Zleereälmmet m. Kochgelegenheit od. 1 Zimmer mit Küche in Giehen oder näh. Umgebung. Schriftl. Eilangebote u. 04274 an d. Gieh. Anz. Wer vermietet auf Kriegsdauer 3 leere Zimmer mit oder ohne Küche, möglichst mit Heizung und Bad, in nur gut. Hause? Schriftl. Ang. unt. 04349 an 0. Gieh. Anz. IBolinoofls- lM gesucht nach Berlin, Siegen, Stuttgart oder München. Schriftl. Angeb. unter 04312 an den Gieh. Anz. [Stellenangebote) Eeize üripruie- Zeugnisse, sondern nur Zeugnis, abschriften dem Bewerbungsschreiben bet. legen! — Lichtbilder undBewerbungSunte» lagen müssen zur 8e> metdung von Verlusten auf der Rückleite Namen und Anschrift bei Bewerber» tragen! junget IHcnn (evtl, auch Invalide) f. leichte WWllgung an einig. Tagen in der Woche sofort gesucht. Radfahrer bevorzugt. [04306 Grober Stein- weg 17. .lungere Mille mögl. perfekt in Stenographie u. Schreibmaschine, zum bald. Eintritt gesucht. Schr. Ang. unt. 04337 a.d.G.A. Mädchen oder Frau z. einem älteren Herrn m. Dame, 1 bis 2 Stunden, 2-3 mal wöchtl., für leichte Hausarbeiten gesucht. A. Ludwig, Löberstrahe 181 Zuverlässige Menpllegerin für sofort gesucht. [04313 Ludwigstratze 8, Ingenieur oder ausgebildeter Techniker f. Wärmetauscherbau u. Fein- blechkonstruktion gesucht. Gelegenheit zur Einarbeitung wird geböten. Herren, die Interesse für das interessante u. vielseitige Gebiet haben, werden gebeten, ihre Bewerbung, mit Lebenslauf, Zeugnisabschrift. u. Gehaltsansprüchen zu richten unter tFZ 4390“ an Annoncen-Expedition Hans Eegeler, Berlin-Wilmersdorf, Nikolsburgerstraße 10. 2591 V '■■■■ ■ 1,111 Wir suchen zur Unterstützung des Laboratoriumsleiters einen geeignet. Mann z. Anlernen als Laboranten (Stoffprüfer) Kriegsversehrte, die bereit sind, sich für diese ausbaufähige Lebensstellung umzuschulen, werden bevorzugt. Bei Eignung würde der Besuch einer Laborantenschule in Frage kommen. Die Einstellung erfolgt durch das Arbeitsamt Gießen. Ausführliche schriftliche Bewerbungen sind zu richten an: Bännlnger G. m.b.H., Gießen 66tiollge Selten verheiratet, 30 I., die firm in allen vorkommenden Büroarbeiten und durchaus an selbständiges und gewissenhaftes Arbeiten gewöhnt ist, möchte sich wieder als ebensolche irr' geeigneter u.verantwortungsvoller Stelle betätigen. Beste Referenzen und Zeugnisse sind aufzuweisen. Stellenantritt kann u.U. sofort erfolgen. In Betracht kommen nur solche Firmen oder Dienststellen in Giehen oder in der näheren Umgebung Giehens, bei denen die Besetzung der genannt. Stelle den Fähigkeiten entsprechend gewährleistet und demzufolge voll auszufüllen ist. Zuschriften unt. Angabe der Tätigkeitsmerkmale unt. 04307 an den Giehener Anzeiger erbeten. | Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Silber aas .em Alten Schmuck Fräulein perfekt in Stenographie und Maschinenschreiben, für einige Stunden abends gesucht. Schriftl. Angebote unter2674D an den Gießener Anzeiger erb. junge Dame mit guter Allgemeinbildung und mehreren Jahren Bürotätigkeit, bestens vertraut mit all. vorkommenden Arbeiten, sowie mit Kurzschrift und Maschinenschreiben, W Stelle als fionlorlftin ev. auch halbtags od. stundenweise. Schriftliche Angebote unt. 04315 an den Gieh.Anz. Zuverlässige 20340 Hausgehilfin oder jg. unabhängige Frau gesucht. Kaiserallee 11p . -- Suche Stellung als Sekretärin 13 Jahre im Beruf, an selbständiges Arbeiten gewöhnt, perf. in Masch.- Schreiben u. Stenograph., Kenntnisse im Fernschreiben. Die letzten zwei Jahre im Nachrichtenwesen tätig gewesen.Behörde, Wehrmacht od.Presse bevorzugt. 3untl.ll.42. Angebote mit Gehaltsangabe bitte unter 2658V an den Gieh. Anz. Schistiefel Gröhe 38, Schistiefel oder kräftige Knabenstiefel, Gröhe 27, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 2685va.d.G.A, Gut erhaltene WnW Gr.35,z.kauf.ges. Schr. Ang. unt. 04311 a.d.G.A« Gut erhaltener Puppenwagen z. kauf, gesucht, evtl. Tauich geg. neue, braune Herren-Halb- schnhe, Gr. 42. Schr. Ang. unt. 04348 a.d.G.A. SUflütelpferö z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 2669D an den Giehen. Anzeig, der Universitätsstadt Gießen Samstag, den 5. September 19 bis 22.15 Uhr Der Thron zwischen Erdteilen Karten an der Abendkasse Sonntag, den 6. September 19 bis 22 Uhr Wo die Lerche singt Spielplan vom 8. bis 13. September Dienstag, den 8. Sept., 19 Uhr 1. Dienstagmjete u. Halbmiete A Der Thron zwischen Erdteilen Mittwoch, den 9. Sept., 19 Uhr 1. Mittwochmiete u.Halbmiete A Die Stunde mit Alexa Freitag, den 11. Sept., 19 Uhr 1. Freitagmiete u. Halbmiete A Der Troubadour Samstag, den 12. Sept., 19 Uhr Saison in Salzburg Sonntag, d.13. Sept., 14.30 Uhr Saison in Salzburg Sonntag, den 13. Sept., 19 Uhr Saison in Salzburg 2761 D LICHTSPIEL-TH E ATER Gloria-Palast, Seltersweg t So ein Früchtchen 2626C Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Leidenschaft Tägl. 8,5.15,8» So. 2.80,5,8 Ubr Meinem gesucht. [04352 Steuert & Soun Blockstraße 7. Für frauenlosen Geschäftshaushalt mit kleiner Landwirtschaft ölt, tücht., solide Frau nicht unt. 40 I., gesucht. — Bei gegenseitigem Verstehen spät. Heirat Schr. Ang. unt. 2649va.d.G.A. Putzfrau f.Freitags2Std. gesucht. [04321 Glaubrecht- stratze 9 III. Frau oder Mäddien für wöchentlich 2mal 2 Stunden zur Hilfe im Haushalt gesucht. [04300 Aulweg 30 11, links. Hausangestellte ab 1. Oktob. od. 1. November gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04341 an den Gieh. Anz. Alleinst. Beamtenwitwe sucht nette, erfahrene MgeQilfin zum baldigen Eintritt. [2678V Frau Luise Conrad, Sich b. Giehen, Butzbach. Str. 7. 9flWtaO5- oder MMMlse in Haushalt gesucht. [04343 E. Sauer, Bleichstrake 6. Putzfrau für sofort gesucht. [04334 Heyder Seltersweg 54, I I. St., r. Kaufgesuche barten WmuWne möglichst für Kraftbetrieb, evtl. Schneider- maschine, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 2647 V an den Gieh. Anz. Wtoommrot Rollfilm, 6x9 cm oder kleiner. Format) gebr. 'oder neu, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe unt. 04205 a. d. Gieh. Anzeiger. Radio ([.Wechselstrom) z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. m. Preisangabe unter 04332 an den Gieh. Anz. Damenfahrrad neu oder gebr., z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04241 an den Gieh. Anz. Rechen- mafchine neu oder gebr., z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04242 an den Gieh. Anz. Deckbett und dreiteilige Matratze, 90x180, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 04310 a.d.G.A. Ueberdecke für 1 Bett z. kaufen ges. Neuwertig. Tennisschläger (Hammer) kann i. Tausch gegeb. werd. Evtl. a. zu verk. Schr. Ang. u. 04336 a.G.A. 80-100 Zentner Stroh zum Streuen kauft [2628 V W. Rinn V I I I., Heuchelheim- Abendstern. und Doublt auch Silbermünzen and Zahngold kauft CarlSchmidt Bahnhofstraße 10 A.e.-Nr.A.n.C. 42/2210 Empfehlungen 1668 A Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstatte Kurt Kling vorm. Beier Nadif. BflndaiUtenmeisL Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. I Einlagen Leibbinden Gummi; Strümpfe 1295 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Heute abend 20 y2 Uhr Kameradschafts« abend im Hess. Hof. Artilleristen« Kameradschaft 1895. [2666D oder geeignetes Gartengrundstück z. kaufen gesucht. Uebernahme kann auch, wenn gewünscht, erst später erfolgen. Schriftl. Angeb. unter 04243 an den Gieh. Anz. Gebrauchter Geld- oder Kassenschrank z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 2632V a. d. Gieh. Anzeiger. Gebrauchsfähig. Mlougei: kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04327 an den Gieh. Anz. Gut erhaltener Dauer- oder Allesbrenner z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 04325 a.d»(tz,A. Nr. 209 Zweites via« »er .«SA en den bis Inzen kauft nidt le 10 2/2210 Sen] ife 1295 A ihn tz 19 aller kass. in der n g in Ltte ing IM Ml. r.16 der Lesen nung. lel ?e lel. 'cht. Um !Ne jßen ber slleo Sse- ber et »mber 1 Uhr ieteA dien 9 Uhr ieteA x» ) Uhr iete A 9 Uhr ’8 „ löVbr fuhr HK -.0 raßc: -8es, unt. L4 her Seo Jdit, 8eg. ne 16» 42. unt. »-A. Ith ucht. lgeb. intet den bend bof. stea« sckast [2666D Aus der Stadt Gießen. Leuchteni>es Blumenmeer. Wenn über den morgendlichen Tau von Pflanze zu Pflanze die Spinnen ihre Netze weben, wenn die ersten Fäden des Altweibersommers in den hellen Tag hineinziehen, das leuchtende Meer der Dahlien ein wundersames Farbenspiel in unseren Gärten entfaltet, dann neigt sich die Zeit der Reife und der Erfüllung zu, und durch die Natur weht der erste Schauer des Vergänglichen. Jetzt sind wir so weit. Welcher aufgeschlossenen Pracht begegnen wir in unseren Stqudengärten! In allen Farben strahlen die Edeldahlien auf, die gefüllten und ungefüllten, die Ponpons und Georginen. Auch sie sind königliche Blumen von sattem, vollem Glanze, und königlich sind ihre Namen, wie Abendsonne, Feueropal, Friedensengel, Flammenwerfer, Parkperle, um hier nur em paar herauszugreifen. In stolzer Haltung streben sie zum Licht. Hier haben wir sie im reinsten Weitz, dort leuchten sie goldgelb, anderswo glühen sie in Rot, wieder woanders strahlen sie uns in famtnerii Violett entgegen und an einer weiteren Stelle schimmern sie in rotweitzem Gewand. Herrs lich ist es,^so einen Strauß zu winden. Nicht nur die Dahlien beglücken uns jetzt, vom zarten Zitronengelb bis zum satten Braun, immer wieder kommen uns neue^ Sorten und Farben m den Sinn, sondern auch der Phlox ist es, der seine duftenden Blumendolden in Ueverfülle offen hält, wobei Weitz und Rot und Violett die Haupt- farben bilden. Besonders angetan hat es uns eher die Sonnenblume, die über alles hinausragt und ihren herrlichen Blütenkopf immer wieder zur Sonne dreht am Morgen, am Mittag, am Abend. Es ist jetzt die rechte Zeit der Blumenfreunde. Wollen wir einen bunten Strauß uns ins Heim stellen, dann sei er mit Liebe und Geschmack gewunden, all das zusammengenommen, was zuein- ünder patzt. Nicht die Menge macht es, ein paar Blumen wirken schon Wunder, ja sie nehmen sich besonders köstlich aus. Und es soll immer ein wenig Grün dazwischen leuchten. Und auch der Strauß in der Vase will gepflegt sein, will morgens und abends das Wasser erneuert haben, und wenn wir recht lange an ihm erfreuen wollen, dan ist es not- wendig, dem Wasser eine Prise Salz beizugeben und die Stiele täglich ein wenig nachzuschneiden, am besten schräg, damit sie zur Nahrungsaufnahme lange taugen. z Für Mutter und Kind. Zum ersten Opfersonntag im krlegswinlerhilfswerk 1942/43. NSG. Der kommende Sonntag wird uns zum erstenmal zum praktischen Einsatz für das Kriegs- vinterhilfswerk 1942/43 aufrufen! Unsere Spende wird diesmal vor allem den Müttern gelten, die ihre Schaffenskraft in den Dienst der Heimat stellen, um damit ihren Beitrag zum Siege des Großdeutschen Reiches zu leisten. Es gilt nun gleichzeitig, für das Wohl all jener Kinder Sorge zu tragen, deren apfere Mütter die unzähligen leergewordenen Ar- eitsplätze der Väter an der Front einnehmen. Der lufruf des Führers zum 4. Kriegswinterhilfswerk oll nicht ungehört an unserem Ohr verhallen. Mehr enn. je wollen wir Herz und Hand weit machen, wenn die Sammler am Sonntag an unsere Tür klopfen. Wer für Mutter und Kind gibt, dient der Heimat, nicht nur für den Augenblick, sondern auch für die weitere Zukunft unseres Vaterlandes. Daran vollen wir denken! Oie Speisenabgabe am ersten Opfersonntag. NSG. Die Wirtschaftgruppe Gaststättengewerbe gibt ihren Mitgliedern zur Kenntnis, daß der erste öpfersonntag des Kriegswinterhilfswerks auf den 6. September 1942 von 10 bis 17 Uhr festgesetzt ist. , Die Speisenabgabe kann nach der üblichen Speisekarte erfolgen, es muß jedoch ein Eintopfgericht enthalten sein. Die zu entrichtende Spende gilt für alle Gerichte unverändert wie in den Vorjahren und ist wie folgt eingeteilt: Klasse I a e s —,20 RM. „ H - - - -,30 „ „ III ... 1,20 „ Die Einzeichnung der Spende erfolgt wie im vorigen Jahre auf Ouittungsblocks, die durch die örtliche Dienststelle der NSV. zu beziehen find. Freiwillige für die Waffen-^. Von der Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten mir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen-^ einzutreten. Die Divisionen der Waffen-kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ihre stolzen Taten sind ein Ruf an die deutsche Jugend Md an die wehrhaften Männer. Vollmotorisiert umfassen die Divisionen alle Truppen, wie Infanterie, Artillerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen- Ge- birgs- und Sanitätstruppen. Die Waffen-^ stellt ein: a) Kriegsfreiwillige, b) Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung vom voll§ endeten 17. bis zum 45. Lebensjahr. Der Dienst in der Waffen-^ ist Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführer- Md Führerlaufbahn sowie Sonderlaufbahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt. Annahmeuntersuchungen finden am 13. September im „Burghof" in Gießen statt. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch Md Wehrpaß find mitzubringen. Außerdem nimmt die ^-Erg.?Stelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wil- helmshöhe, Löwenburgstraße 10, Tel. 36683 und 34441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet auf Anforderung das ausführliche. Merkblatt. Gießener Docheumarktpreife. \ * Gießen, 5. Sept. Auf dem heutigen APochim- rnarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,8p RM^, Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kärtoffeln> 5 kg 60, Wirsing, % kg 12 bis 15, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, gelbe Rüben 10 bis 13, rote Nüben 10, Spinat 16 bis 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 30, Grünkohl 15, Tomaten 25 bis 30, Dirnen 30, Zwetfchen 30, Mirabellen 30, Salat- gurken 28, Einmachgurken, das Stück 2 bis 5, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 10, Endivien 15, Lberkohlrabi 8 bis 12, Rettich 8 bis 10 Rpf. ♦ ** Eine weitere Zuteilung von Käse auf den Abschnitt N30 der Nährmittelkarte wird heute in einer Bekanntmachung angekündigt. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen) 5./6. September 1942 Acht Jahre mit Oberbürgermeister Ritter Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hat den Gießener Oberbürgermeister Ritter zum Oberbürgermeister der Stadt Mainz bestimmt. Am Donnerstag ist Oberbürgermeister Ritter von dem Reichsinnenminister Dr. Frick — eine besondere Auszeichnung für das neue Mainzer Stadtoberhaupt — in fein Amt eingeführt worden. Nur noch wenige Tage wird Oberbürgermeister Ritter hier die Geschäfte führen. Unsere Stadt muß also nun Abschied nehmen von dem Manne, der ihre Verwaltung während der letzten acht Jahre, vom 17. Mai 1934 bis jetzt, geleitet hat. Als Oberbürgermeister Ritter fein Gießener Amt antrat, konnte er von seinem Amtsoorgänger, Oberbürgermeister Dr. Keller, der in Darmstadt im Ruhestand lebt, eine Verwaltung übernehmen, die gut organisiert, straff geführt und mit tüchtigen Beamten besetzt war. Das war schon ein wichtiger positiver Faktor. Hinzu kam noch, daß dem neuen Oberbürgermeister eine städtische Finanzwirtschaft übergeben wurde, die trotz des Niedergangs der vorhergehenden Jahre von Oberbürgermeister Keller mit peinlicher Gewissenhaftigkeit verwaltet und gesund erhalten worden war. Don außen her erwachsene Hemmungen und unvertretbare Belastungen für die Gießener Finanzen waren immer nach bester Möglichkeit abgewehrt worden. So konnte der neue Oberbürgermeister auf einer gesunden, Grundlage ans Werk gehen, und dieser kraftvolle und tatenfrohe Wille zum Aufbau hat Oberbürgermeister Ritter, den schon auf vielen anderen Gebieten erfahrenen und bewährten nationalsozialistischen Kämpfer, allezeit bis in seine letzten Tage des Wirkens in Gießen ausgezeichnet. Sein Streben zum Besten unserer Stadt Gießen war stets von tief empfundener Verantwortung für das ihm anoertraute Gemeinwesen und gegenüber der vom Führer gegebenen großen gesamtdeutschen Zielsetzung getragen. Dieser Einstellung entsprechend war er weitausschauend und kühn im kommunalwirtschaftlichen Planen, zugleich vorsichtig ab- wäaend bei der Vorbereitungsarbeit für die verschiedensten Aufgaben und großen Probleme, die er in Angriff nahm, aber mit ungeheurer Tatkraft zupackend und vorwärtstreibend bei der Verwirklichung seiner Pläne. Er war niemals Pedant oder starrer Bürokrat, der seine Arbeitskraft in Dingen von untergeordneter Bedeutung erschöpft hätte. So großzügig und — bildlich gesprochen — weiträumig er zu planen verstand, so großzügig war sein Handeln, bis er das Ziel erreicht hatte. Seinen Mitarbeitern gab er dabei weitgehend Raum zur Betätigung, wie er auch jederzeit gerne und aufnahme- bereit Ansichten und Ratschläge entgegennahm. Aus der großen Gesamtschau formte er im Geiste das geplante Werk, um es dann mit den bestdienlichen Mitteln in die Tat umzusetzen. Dadurch hat er in rastlosem achtjährigen Schaffen an der Spitze der Gießener Stadtverwaltung Leistungen vollbracht,, die in der Geschichte unserer Stadt seinen Namen mit besonderer Ehre verkünden werden. Bei seinem Wirken stand jederzeit die Pflege der städtischen Finanzen im Vordergründe der Arbeit. Für ihn war es stets eine unerläßliche Bedingung, die finanzwirtschafkliche Grundlage der Stadt immer stark zu halten und dadurch ständig leistungsfähiger für die Arbeit zu machen. Seiner vorsichtigen und dennoch großzügigen Finanzpolitik ist denn auch der erfreuliche Erfolg zuzuschreiben, daß die Stadt Gießen trotz der vielseitigen Arbeiten vor dem Kriege und der mannigfaltigen Anspannungen in den. verflossenen drei Kriegsjahren mit gesunder und starker Finanzarundlage dasteht. Damit hat Oberbürgermeister Ritter eine hauptsächliche und verheißungsvolle Voraussetzung für die Erfüllung von vielen Aufgaben des Aufbaues nach dem Kriege geschaffen und dem neuen Leiter unserer Stadtverwaltung einen guten Ausgangspunkt für fein Wirken hinterlassen. Die Früchte dieser weitblickenden und fürsorglichen Finanzpolitik kamen 'und kommen in weitem Ausmaß der heimischen Wirtschaft zugute, denn dadurch, daß die Stadt finanziell leistungsfähig ist, -können von ihr Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten erschlossen werden, die immer wieder neue Kraftströme auslösen. Das Schaffen und Streben des Oberbürgermeisters Ritter ging allezeit auch dahin, unsere Stadt größer und schöner und in ihrer Bedeutung bevorzugter zu machen. Es ist im Rahmen dieser Betrachtung nicht möglich, alle Einzelheiten des Aufbauwerks Heinrich Ritters aufzuzählen. Erinnert fei aber an einige besonders markante Meilensteine der Gießener Entwicklung in den letzten acht Jahren. Was feit vielen Jahren von zahlreichen Bewohnern ersehnt, früher aber immer vergeblich erstrebt worden war, gelang ihm gewissermaßen mit Leichtigkeit: die Eingemeindung von Wieseck und Klein-Linden, über deren große Bedeutung wir heute nichts weiter Zu sagen brauchen. Däß die alte Garnisonstadt Gießen ihm gleichfalls viel zu danken hat, brauchen wir auch nicht näher zu begründen. Die Förderung unserer Ludwigs-Universität als führende Kulturstätte in weitem Umkreis ließ er sich jederzeit besonders angelegen sein; die repräsentative und würdige Ausgestaltung des Universitätsgebäudes und des Platzes vor der Universität sind auf diesem Schaffenskonto bedeutsame Aktivposten. Die Universität erfüllte eine Ehrenpflicht, als sie ihn anläßlich der Wiedereinweihung des Unioersitätsgebäudes im November 1940 zum Ehrensenator ernannte und ihn dadurch für immer in engste Gemeinschaft mit der Ludoviciana brachte. Das Theater der Universitätsstadt Gießen als weiterer bedeutsamer Mittelpunkt der Kultur und Kunst in unserer engeren Heimat hatte in ihm stets einen wahrhaft einzigartigen Freund und Förderer, der den Ausbau dieses gemeinnützigen Instituts als eine feiner vornehmsten Verpflichtungen gegenüber der Volksgemeinschaft ansah und immer bereitwillig die Kraft der Stadt in den Dienst des Aufbaues auf diesem Gebiete stellte. Bildende Kunst, Musik und Literatur erfuhren ebenfalls viele Beweise feiner fürsorglichen Betreuung. Die Auflockerung der Altstadt durch die Inangriffnahme der Altstadtsanierung und die Durchführung ihres ersten Abschnitts ist ein weiterer Beweis für sein großzügiges Wirken; daß diese Aufgabe bisher nicht weiter vorangebracht werden konnte,, ist durch den Kriegsausbruch bedingt. Die großzügige Durchführung bedeutender Wohnungsbauprogramme zur Schaffung von Hunderten von guten Klein- und Mittelwohnungen ist ein weiteres wichtiges Kapitel in feiner Aufbauarbeit. Und daß ihm mitten im Kriege mit all feinen Erschwernissen die Schaffung des Obus-Verkehrsbetriebes mit Anschluß des früher vom planmäßigen Verkehrswesen lange Zeit ausgeschlossenen Vororts Klein-Linden gelungen ist, darf er als besonderes persönlichstes Verdienst in Anspruch nehmen. Leider hat ihm auf vielen weiteren Gebieten, auf denen er neue Werke schaffen wollte, der Krieg mit feinen vordringlichen Erfordernissen zwingend Halt geboten. Daß'Oberbürgermeister Ritter jederzeit für alle Volksgenossen zu sprechen war und für ihre Anliegen und Nöte oder auch Vorschläge ein offenes Ohr hatte, stets gepaart mit der Bereitschaft zur Hilfeleistung, versteht sich bei ihm als altem Nationalsozialisten von selbst. Vor einigen Tagen hat Gauleiter und Reichs- statthalter Sprenaer als Beauftragter der NSDAP, mit Oberbürgermeister Ritter als seit- heuigem Leiter unserer Stadtverwaltung und den Gießener Ratsherren über die Nachfolge des Oberbürgermeisters Ritter in Gießen beraten. Auf Gru»7d dieser Beratungen ist der Erste Beigeordnete unserer Stadt, Bürgermeister Heinrich Vogt, vom Gauleiter zum Oberbürgermeister der Stadt Gießen berufen worden. Auf Grund jener Beratungen wurde ferner vom Gauleiter das Amt des Ersten Beigeordneten bei der Gießener Stadtverwaltung dem Bürgermeister Dr.jur. Hill in Alzey übertragen. Die Einführung von Oberbürgermeister Vogt in sein neues Amt kann zunächst noch nicht erfolgen, da Oberbürgermeister Vogt zur 3eit noch als Offizier im Felde steht. Die Einführung des neuen Ersten Beigeordneten Dr. jur. H i l l in fein Gießener Beigeordnetenamt wird Oberbürgermeister Ritter am kommenden Montag um 17 Uhr in einer öffentlichen Sitzung der Ratsherren im Gießener Stadthaus vornehmen. Oberbürgermeister Vogi der am 11. Dezember 1901 in Offenbach a. M. geboren wurde, verlebte feine Jugendzeit in Gießen. Er besuchte hier die Oberrealschule, an der er 1920 die Reifeprüfung bestand. Dann studierte er an der Universität Gießen Jura und war anschließend zur weiteren praktischen Ausbildung an den Depositenkassen Schotten und Friedberg der früheren Mitteldeutschen Creditbank tätig. 1926 bestand er an der Universität Gießen die Referendarprüfung, 1930 die Staatsprüfung im Justiz- und Verwaltungsfach. Im Juli 1931 wurde er Gefolgsmann des Führers. Von 1932 ab lebte er als Rechtsanwalt in Alsfeld. Dort wurde er 1933 Ortsgruppenleiter der NSDAP., ferner Führer der NS.-Fraktion im Alsfelder Stadt-' rat, 1933 auch Direktor der Bezirkssparkasse Alsfeld und 1934 Beigeordneter von Alsfeld. Nachdem er Ende November 1933 als kommissarischer Provinzialrat zu der damaligen Prooinzialdirektiop der Provinz Oberhessen in Gießen berufen worden war, erfolgte.mit Wirkung ab 1.April 1934 feine Ernennung zum Provinzialrat. Nach der Aufhebung der Provinzialverwaltungen in Hessen am 1. April 1937 wurde er zweiter Beigeordneter deck Stadt Gießen und im Februar 1940 vom Gauleiter, nach Rücksprache mit dem Oberbürgermeister Ritter und den Gießener Ratsherren, auf den Posten des ersten Beigeordneten der Stadt Gießen mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister" berufen. Diese Anstellung datiert vom 16. Februar 1940. Bei Ausbruch des Krieges rückte Bürgermeister Vogt erneut zur Am 1. September 1942 ist auch in Gießen die Hauptschule eingerichtet worden. Damit hat unsere Stadt einen neuen Schultyp erhalten. lieber die Aufgaben und Ziele dieser neuen Schule sowie ihren heimatlichen Wirkungskreis haben wir uns mit dem Leiter des Stadt- und Kreisschulamtes Gießen, Schulrat Walter, unterhalten. Bei der Schaffung der Hauptschule, die allmählich im ganzen Großdeutschen Reiche entstehen soll, handelt es sich um die Verwirklichung einer grundlegenden Entscheidung des Führers, die in Fortführung der bisherigen Maßnahmen der Schulreform tiefgreifende Wandlungen im Aufbau des deutschen Schulwesens zur Folge haben wird. Die Hauptschule tritt an die Stelle der bisherigen Mittelschule, auch in Gießen. Die zu Ostern 1940 in unserer Stadt eingerichtete Mittelschule wird zwar nicht sofort aufgehoben werden, sondern erst in einigen Jahren auslaufen. Die jetzigen Klassen der Mittelschule werden ihren Unterrichtsplan im Laufe der nächsten Jahre abwickeln, so daß der erste Abbau der Mittelschule Ostern 1946 beginnen und bis zum Herbst 1947 beendet fein wird. Dann wird riur noch die Hauptschule hier bestehen. Aufnahmen in die Mittelschule haben jetzt schon nicht mehr stattgefunden. * Die Hauptschule hat die Aufgabe, besonders begabten Dolksschülern nach den ersten vier Grundschuljahren eine weiterführende Ausbildung kostenlos zu ermöglichen. Etwa ein Drittel der aus der Grundschule aufsteigenden Volksschüler soll — wie in einer Zusammenfassung in der Zeitschrift „Der Gemeindetag", Zeitschrift der deutschen Gemeindepolitik, dargelegt wird — in der Hauptschule pflicht- mäßig zusammengefaßt und in vierjährigem Lehrgang zu einem über das Volksschulziel hinausgehenden Bildungsziel geführt werden. Der Besuch der Hauptschule wird schulgeldfrei sein. Der Gedanke des pflichtmäßigen Besuchs der Hauptschule 7st vorläufig noch zurückgestellt worden, der Besuch wird vielmehr bis auf weiteres auf der Grundlage der Freiwilligkeit erfolget. Es besteht die Möglichkeit, auf die Hauptschule zwei weitere Klassen (5. und 6.) aufzusetzen und über diese den gehobenen Bildungsabschluß zu erreichen, den bisher die grundständige Mittelschule des Altreichs gab. Die großen Vorzüge der Hauptschule sind in ihrem Charakter als Schule der breitesten Begabtenauslese zu erblicken. Die Hauptschule kennzeichnet sich hiernach eines- tells als eine weiter führende grundständige mittlere Hiernach kann unsere Stadt heute, da sie die Abschlußbilanz des Wirkens ihres bisherigen Oberbürgermeisters Ritter zu ziehen hat, nur zu dem Ergebnis kommen, daß aus den acht Jahren des Wirkens dieses Mannes an der Spitze unserer Stadtverwaltung eine reiche Fülle von Aufbauwerken zum Besten unseres Gemeinwesens heroorgegangen ist. Ihm dafür zu danken ist eine besondere Verpflichtung der Gießener Bevölkerung. Mit diesem Dank seien alle guten Wünsche für das weitere Wohlergehen Heinrich Ritters bei feinem Leben und Wirken im Dienste noch größerer Aufgaben als hier in Gießen verbunden, zu denen er nun durch den Ruf des Gauleiters bestimmt ist. Die Aera Ritter wirb in der Geschichte der Stadt Gießen allezeit ein hervorragender Abschnitt fein. B. Der neue Gießener Oberbürgermeister. Bürgermeister Vogi zum Nachfolger von Oberbürgermeister Nitter bestimmt. Die Hauptschule in Gießen. Ein neuer Schultyp zur Förderung besonders begabter Schüler. Wehrmacht ein, gegenwärtig steht er als Offizier noch im Osten im Felde. Oer neue Erste Beigeordnete. Bürgermeister Dr. jur. Philipp Hill von Alzey erblickte am 10. November 1887 als Sohn des Landwirts Philipp Hill in Waldüloersheim (Kreis Oppenheim) das Licht der Welt. Nach dem. Besuch der Realgymnasien zu Mainz und Darmstadt bestand er am 24. Februar 1908 die Reifeprüfung. Von 1908 bis 1912 studierte er an den Universitäten Gießen und Berlin Rechts- und Staatswissenschaften und bestand am 29. November 1912 vor der juristischen Fakultät in Gießen die erste juristische Staatsprüfung. Dann war er vom Dezember 1912' bis 1. Oktober 1913 als Referendar am Amtsgericht in Oppenheim beschäftigt. Am 1. Oktober 1913 trat er als Einjährig-Freiwilliger in das Fußartillerie-Regiment 3 in Mainz ein, mit dem er im August 1914 ins Feld rückte. Den ersten Weltkrieg hat er von Anfang bis Ende als Leutnant, später als Adjutant des Regiments mitgemacht. 1916 wurde er in der Schlacht vor Verdun verwundet. Nach der Demobilmachung setzte er am Landgericht in Gießen und am Kreisamt in Darmstadt seinen juristischen Vorbereitungsdienst fort und bestand im März 1920 in Darmstadt das juristische Staatsexamen. Nach seiner Ernennung zum Gerichtsassessor wurde er zunächst Amtsanwalt beim Amtsgericht in Alzey, nach sechsmonatiger Tätigkeit wurde er von dort als stellv. Amtsrichter an das Amtsgericht Osthofen versetzt. Am 4. Februar 1921 wurde er zum Bürgermeistere der Stadt Alzey gewählt; dieses Amt trat er am 17. Februar 1921 wurde er zum Bürgermeister der Stadt Ruhrgebiet im Jahre 1923 und die dadurch ent- ftanbenen starken Abwehrkämpfe aller Deutschen im besetzten Rheinland wurde Bürgermeister Hill von den Franzosen am 28. Januar 1923 aus Alzey und Rheinhessen ausgewiesen und in das unbesetzte Gebiet nach Darmstadt abgeschoben. Im Dezember 1923 promovierte er vor der juristischen Fakultät der Universität Gießen zum Dr. jur. Nach Ablauf seiner ersten Wahlperiode als Bürgermeister in Alzey wurde er am 21. Februar 1933 von der dortigen Stadtverordnetenversammlung erneut auf weitere zwölf Jahre zum Bürgermeister von Alzey gewählt. Bürgermeister Dr. Hill gehört der Partei und dem Stab der SA.-Standarte 27 an. Nunmehr erfolgte feine Berufung nach Gießen. Beigeordneter Nicolaus wird das Amt des ehrenamtlichen Beigeordneten in unserer Stadtverwaltung, das er seit einer Reihe von Jahren bekleidet, auch weiterhin führen. Schuleinrichtung, andernteils als Unterbau oder Zubringeanstalt für die (verkürzte) höhere Schule 'in Aufbauform, zum dritten aber hat sie auch die Aufgabe, den Hauptschülern, die schon nach achtjähriger Schulzeit ins Berufsleben hinaustreten und in die Berufslehre eintreten wollen, eineir gewissen Bildungsabschluß zu geben. Die Hauptschule wird damit recht eigentlich zum Mittelstück eines organischen Schulaufbaues werden. Die Arbeit der Hauptschule wird dadurch erleichtert, daß die Auslese schon frühzeitig, nach dem vierten Schuljahr, stattfindet (ohne ein Hinüberwechseln aus der Volksschule in die Hauptschule in einem späteren Zeitpunkt auszuschließen), ferner dadurch, daß infolge der Schulgeldbefreiung äußere Hemmungen der wirtschaftlichen Sage der Eltern überwunden und durch die Schulbesuchspflicht die Erfasswig aller für den weiterführenden Bildungsweg irgendwie geeigneten Begabungen gewährleistet wird. Die Hauptschule wird von Jungen und Mädchen besucht werden. Als Unterrichtsfächer sieht der Lehrplan vor: Leibeserziehung, Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Musik, Lebenskunde und Gartenbau, Naturlehre, Rechnen und Raumlehre, Zeichnen, Werken, Handarbeit, Hauswerk, Kurzschrift, Fremdsprache. Handarbeit und Hauswerk kommen nur für den Unterricht der Mädchen in Betracht, Hauswerk bet den Mädchen auch nut in der vierten Klasse. Kurzschrift wird für Jungen und Mädchen nur in der vierten Klasse gelehrt. Auf Grund der Auslese und der ihr eigenen Arbeitsweise ist die Hauptschule in besonderem Maße geeignet, der Vorbereitung zum Besuche aller jener weiterführenden Bildungseinrichtungen zu dienen, die nicht den Besuch der Höheren Schule voraussetzen. Der Hauptschule ist aufgetragen, als Teil der einheitlichen nationalsozialistischen Erziehungsordnung über das Ziel der Volksschule hinaus die Leistungen zu steigern, frühzeittg eine national- sozialistische Berufshaltung vorzubereiten, eine der Altersstufe angemessene abgerundete Gesamtschau der politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Grundlagen des deutschen Volkes zu vermitteln und die Ausrichtung des Lebens nach der germanischdeutschen Weltordnung anzubahnen. Die Schüler, die zur Arbeit in der Hauptschule für geeignet befunden wurden, sind zu ihrem Besuche verpflichtet, wenn sie nicht eine höhere Schule besuchen. Damit steigert die Hauptschule den Grundsatz der Schulpflicht zu dem einer erhöhten Bildungspflicht. In Gießen sind am 1. September zunächst ’.roei Klassen der Hauptschule eröffnet worden. Die Klajn SJ.-fpori DiileutscheArbellsfriit E NSG. Kratt durch Freude KreisdienststeUe wT? Wetterau 2bjcMon, Gießen. Jßarftisttaße 9-11 hat vom Montag, dem 7. September 1942, ab 14,30 Uhr wieder geöffnet! 2660D Mineral-Milcheiweiß und beööndßM Fernsprecher 3961 2663D TI Franz Vogt 4 Co. X GJeßen Seltersweä 44 Lä Seltersweg 44 LÄ (• ALT-EX GESR [2676C CHEMISCHE Centixdbodeiv In Gießen: Seltersweg 63 [2654D e anns roc UQ10 WH« * VKv «Wl® 0 5 ^GUNGSWERKfc Eintritt: RM. 3.60, 2.80, 2.20, 1.30. Karten im Vorverkauf in der Karten-Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Gießen, Seltersweg 60 Mondamin-Ges.m.b.H» Berlin-Charlottenburg S Garant guter Arznei-Präparate - »eit 1693 — ? Schuh- u. Lederpflege ? ■■ Nicfil jede Schuhcreme Iß ; Bedeutendstes fachunternehmen Süddeutschlands ffiiiddinty FOTO-KOPIEREN heißt: sich vor unersetzlichem Verlust wichtiger Briefe, Urkunden, Zeichnungen, Buch- sfiten u. sonstiger Dokumente mit allen Originalstempeln und Unterschriften schützen 2683D Verwenden Sie die Metho-Fotqkopie-Platte Unverbindl. Vorführung durch Gießen, den 4. September 1942. Der Oberbürgermeister. Ritter. MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. Münchens sauer! 60 lästern ort ironische Zungen, wenn nicht schön, eher laut gesungen wird. Heute würde dieser Anruf seine Wirkung verfehlen, denn saure Milch ist kein Schreckmittel und kein verlorenes Gut mehr. Man kann z. B. Quark (Weißkä« ee, Topfen usw.) daraus machen: Lassen Sie die angesäuerte Milch an einem warmen Ort stehen, bis sie dick ist und schütten Sie sie dann durch ein sauberes Tuch, das man so lange hängen läßt, bis der Käse ziemlich trocken ist Man verwendet ihn dann als Brotaufstrich, auch gesüßt und schaumig geschlagen als süße Speise, der man IrgendeineGeschmackszu- tat beimischt ebenso zum Fettsparen beim Backen. Obern. Fabrik Kreufel-Leuffen c.m.b.H. Köln gewürzte Fufferkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden; deshalb nie in das Tränkewasser geben,sondern stets unter das Futter mischen. Braune Würfe von Metzgerei Möhl bis Edgar Borrmann verloren. Geg. gute Bel. abzugeben auf d. 2662 D Fundbüro VI TAS IN mit Vitamin Bi Iußball-Werbespiel in Dillenburg. Am heutigen Samstag spielt eine KreismaNnschast aus Stadt und Kreis Gießen bei einer Werbever- onstaltung in Dillenburg gegen eine Mannschaft der Kreise Dillenburg und Biedenkopf. Die Gießener Kreismannschast tritt in folgender Austtellung an: Engel, Schlitz, Doulheim, Pitz, Rose, Muller, Gru- nert, Schmidt, Haßler, Deeg und Brunner. Die Gießener erwarten einen spannenden Verlaus des Kampfes und den Sieg der Gießener Mannschaft. Gießener Fußballer in Friedberg. Nach dem Rücktritt der 6pog. 1900 van den K.-E.' Spielen hätte der VfB.-R. morgen den Reichsbahn- Hauszinssteuerablösung Abgeltungshypotheken zu den gesetzlichen Bedingungen gewährt Deutsche Centralbodenkredit- Aktiengesellschaft, Berlin Anfragen bearbeitet kostenlos Agentur Gießen H.Kirchner, Immobilienmakler Bleichstraße 18. 2586d sind alle hauptschulreifen Kinder von der Dolks- chule in die Hauptschule zu überweisen und von dieser pflichtschulmäßig einzuschulen. Da aber vorerst die Voraussetzungen zur Errichtung von Hauptschulen noch nicht überall gegeben smd — es sey t iß vielfach noch an den erforderlichen Schul- r'äumen, ebenso sind zur Zeit viele geeignete Lehrkräfte im Felde —, so wurden vorerst nur diejenigen Kinder der Hauptschule zugeführt, die dafür freiwillig von'den Eltern gemeldet wurden. Diese vorläufige Regelung wird sobald wie möglich durch die Verwirklichung des grundsätzlichen Gedankens der Hauptschule, d. h. der Schulpflicht und der Schaffung der planmäßig vorgesehenen neuen Schulen, ersetzt werden. Ergänzungsamt der Waffen-^ Erg.-Ltelle Fulda-Werra (IX) Kassel-Wilh., Löwcnburgstr. 10 Tel. 36683 und 34441. Voqtsche Pi i vat-Hendelsschule Gießen, Goelhestr.32 Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 1823 DZ sen haben vorerst ihr Helm in der Schillerschule. In jeder Klasse sind 40 Schüler bzw. Schülerinnen aus Gießen und Umgebung vereinigt. Der Landkreis Gießen ist in vier Hauptschulbezirke eingekeilt worden, da zu einem späteren Zeitpunkt Hauptschulen noch in Lich, Hungen, Grünberg und Alten- Buseck geschaffen werden sollen. Jede dieser Hauptschulen wird nicht nur Kinder aus der Schulart- gemeinde, sondern auch Schüler und Schülerinnen aus den Nachbarorten aufnehmen. Die Hauptschule in Gießen wird jetzt von Kindern aus Gießen, Heuchelheim, Lollar, Alten-Buseck, Trohe, Rodgen, Annerod, Großen-Linden, Leihgestern, Lang-Gons, Watzenborn-Steinberg, Hausen, Garbenteich, Steinbach, Albach und Holzheim besucht. Grundsätzlich MEDOPHARM || Arzneimittel Illi sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Medopharm-Arznelmittel sind nur in Apotheken erhältlich. %'e moderne Cftewti% fand den Weg, lebenswichtig« Mineralstoffe mittels Phosphorsäure so an Milcheiweiß anzu^ lagern, daß diese besonders vertraglich sind und zugleich gut QUN genutzt werden» ijiibneniugei. Hornhaut, Warzen beseitigt unfehlbar Sicherweg. Nur echt in der Tube u. mitGarantiescheiru Tube 60 Pfg. Sichernd Zu haben: Pari. Doll, Marktstraße 28. Annahme-Untersuchung für die Waffen-ff. Die Waffen--- stellt ein Kriegsfreiwillige, . Freiwillige mitDienstzertvervflrchtung vom vollendeten 17. bis 45. Lebensjahr. Der Dienst in der Waffen--- gilt als Wehrdienst. Körpergröße mindestens 1,70 m (bis 20 Jahre 1,68 m). Nähere Ausführungen im redaktionellen Teil dieser Zeitung, ferner im Merkblatt der Ergänzungsstelle und durch die Untersuchungskommission. Von der Wehrmacht Gemusterte können sich melden, dürfen aber noch nicht ausgehoben sein. Nähere Auskunft erteilt die Annahmeuntersuchungskommission. Die Annahmeuntersuchung findet statt am 13. 9.1942, 8.00 Uhr» in Gießen, Rest. Burghof, Burggraben 9. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. ACHTUNGI Hier Runzendorf auf Welle 0,5 UH Montag, den 14. September, 20 Uhr, in Gießen Gloria-Palast EinmaligesGastspiel: Ludwig Manfred LOMMEL Deutschlands populärster Humorist unter Mitwirkung namhafter Berliner Künstler Neues vom Film. Die Vrag-Film beginnt mit eigener Produktion. Die Prag-Film-Aktiengesellschaft, die siebente Produktionsfirma des Reiches, hat mit der Herstellung ihrer ersten beiden Spielfilme begonnen. Dr. Peter Paul Brauer führt Reche in dem Film Himmel, wir erben ein Schloß! nad) dem Roman von Hans Fallada „Klemer Mann, großer Mann — alles vertauscht mit Anny On- dra, Carla Rust, Hans Brausewe ter, R^ard Häußler, Herbert Hübner, Max Gülstorfs, Oskar Sima, Walter Janssen und Heinz Salfner. Der zweite Film „Liebe, Lerdensa-aft und Leid" wird von I. A. Holmann inszeniert. „Der unendliche Weg". In Geiselgasteig begannen die Aufnahmen für den neuen Bavarrcrfilm „Der unendliche Weg , der Ausschnitte aus dem Leben des großen deutschen National-Oekonomen und Vorkämpfers der deutschen Einheit Friedrich List behandelt. Eugen Klop- f e r spielt die Hauptrolle. Die Spielleitung hat Hans Schweikard. Das Drehbuch schrieben Walter von Molo und. Ernst von Salomon nach dem Roman „Ein Deutscher ohne Deutschland" von Walter von Molo,-' V Frankfurter Schlachtviehmarkt. ranurt a. M., 5. Sept. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 45 bis 49, Bullen 29 bis 47, Kühe 27,50 bis 47 Färsen 39 bis 48, Kälber 40 bis 59, Hammel 51 bis 57, Schafe 44 bis 46, Schweine 59 bis 64. — Marktverlauf: alles zugeteilt. Verdunkelungszeit 5. September von 21.02 bis 6.10 Uhr. 6. September von 21.00 bis 6.12 Uhr. < Jetzt muß e» halt so gehen — die Wäsche länger elnweldien, besser spülen, Fußböden öfter aufwischen! Dr. Thompson's Schwan-Pulver und das Bohner- wadhs SelFIX bleiben |a in gutem Andenken. Das bewährte Pilo gibt es auch jetzt noch. Immer hauchdünn aufgetragen, macht es Schuhe blank und welch zugleich. Pilo l$t Nahrung für das Leder. Gemeinsame Bekanntmachung der Landrate der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gienen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Weitere Zuteilung von Käse in der 4V. Zuteilungsperiode. Der Herr Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat infolge der günstigen Erzeu- gungslaae für die 40. Zuteilungsperiode eine nochmalige Zuteilung von Käse in Höhe von 125 Gramm je Versorgungsberechtigten genehmigt. Die Abgabe erfolgt auf den Abschnitt N 30 aller rosa und blauen Nährmittelkarten 40 bis zum Ablauf des 20. September 1942. 2659 O Gießen, den 3. September 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Kriedberg, Gießen und Lauterbach,, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Bekanntmachung. Am Montag, dem 7. September 1942,1? Uhr, findet im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße, eine öffentliche Beratung mit den Ratsherren statt. Tagesordnung: Einführung und Verpflichtung oes neuberufenen hauptamtlichen Ersten Beigeordneten, Bürgermeister Dr. Hill. SpV. Friedberg empfangen müssen. Durch die Abwicklung des Turn- und Sporttages in Friedberg ist es jedoch angebracht, daß an diesem Tage ein Spiel von werdender Art stattfindet. Aus diesem Grunde hat man obige Begegnung nach Friedberg verlegt. Die Spielstärke der Friedberger Reichsbahner, die durch Keßler, Seckinger, Gutmann usw. vonp VfB. Friedberg verstärkt sind, hat es deshalb zweckmäßig erscheinen lassen, daß man aus beiden Gießener Mannschaften eine starke Vertretung aufgestellt hat, um so einen gleichwertigen Gegner abzugeben. Aus dieser Maßnahme darf man vielleicht erwarten, daß zukünftig eine Zusammenarbeit der beiden Vereine erfolgt.__ Edif nur mit dem Aufdruck: Guttal In-Fabrik, Köln Handball. Gauklasse. Mit dem kommenden Sonntag beginnen im Gau Hessen-Nassau wieder die Punktspiele der Gauklasje. Auch in diesem Fahre wird in einer Zehner-Runde aespielt. Don den vorjährigen Mannschaften werden diesmal wieder dabei sein: Polizei Frankfurt, SA. Frankfurt, Dietzenbach, Offenbach, Pfungstadt, Rüsselsheim, Luftwaffensportverein Gießen und Hanau. Ausaeschieden sind Friedberg und Mombach Neu hinzu kommen Luftwaffensportverein Wiesbaden und Griesheim, welche sich den Aufstieg erkämpft I)QbCn‘ Pfungstadt — Luftwaffe Gießen. Die Gießener Luftwaffe muß im ersten Spiel um die Punkte die Reise nach Pfungstadt antreten. In dem vergangenen Spieljahr mußte man dort eine knappe Niederlage hinnehmen, wahrend m Gießen ein Sieg gelang. Durch Spielerabgange besitzen die Gießener leider nicht mehr die frühere Starke Trotzdem erwartet man, daß alles versucht wird, eine schlagkräftige Mannschaft zu stellen lieber die Spielstarke des Gegners ist bis jetzt nichts bekannt. Aenderung der Ziinderpreiszuschläge. Durch Anordnung der chauptvereinigung der chauptocreinigung der Deutichen Vi-hnnrrschoft vom 28.8 1942 jind die Zuschläge aus dl- Grundpreise für Rinder abgeändert worden. Der Zuschlag beträgt jetzt je 50 kg Lebendgewicht für Vie Zeit vom 5 September bis 18. September 1942 4 RM., vom 19. September bis 2. Oktober 1942 3 RM., vom 3. Oktober bis 17. Oktober 1942 1 RM. Die Aenderung der Zuschläge tritt am 5. 9.1942^in^Kraft._____ Aufnahme in die 2511d einjährige Handelsfach klasse Beginn. Oktober 1942. Anmeldungen und Auskunft im Schuigebäude, Gießen, Goethestraße 32. Ruf 2486. | Verkäufe | Vogelsberger Fahrkuh m. .kalb zu verkaufen. [2672D Klein-Linden, WetzlarerStr.79 Eingetr., schwer. Vogelsberger Rind mit Kalb, gefahren, z. verkaufen. [2668D Münchholz- bausen 112. 9 Angora- Lunghasen z. verkauf. [04339 Gießen-Wieseck, NiederfeldstrLl Deutscher 3oflötettiet (Rüde), 2Mon. alt, mit bestem Stammb., nur in gute Hände abzugeben. 04328 Frau Gail, Rodheim/Bieb., Telephon 3953. Uebernehme als Nebenbeschäftigung das Nachtragen v.Büchern, sowie schriftl. Arbeiten aller Art in und außer d. Haufe. Eigene Schreibmaschine vorhanden. Schr. Ang. unt. 04309 a.d.G.A. Uebernehme Schreibmasch.- Arbeiten aller Art - auch Diss.-Arb., Abschriften, sowie Diktate die schnellstens, ge- wissenb. u. saub. ausgeführt werden. - Schriftl. Ang. unt. 04308 an 0. Gieß. Anz. Tausche Radio gegen Leica-Photoapparat H. Stecher, Kaiserallee 7011, oder: Schriftl. Angeb. unter 04316 an den Gieß. Anz. FOIIiederiialler inLedermäppch. verloren. Abzugeb. auf d. 04322 Fundbüro. GWslSlMS Hat Laden, Lagerräume u. ; 2 Wohnungen, , in guter Geschäftslage , in Butzbach, , erbteilungshalb. < zu verkaufen. , RM. 7000,- Kapital erforderlich , Näh. d. Makler ' F. Karl Benner, Gießen-Wieseck, Grabenstr. 32. Ruf 4616. [04235 Original- Petromax- 5teW£iwe neuwertig, für RM. 20,— zu verkaufen. [04324 Nau, Werrastraße 15. ZEUWslen 4,25 Meter, kantig geschnitten 24 x 24cm,ferner ein stabiler MiMllW (RM. 200,—), geeignet f. Rollwagen, zu verkaufen. [04304 Hrch. Metzger, Ober-Hörgern bei Butzbach. Zither mit Kasten, für 15,- RM. zuver- 1 kaufen. [04255 , Löb erstraße 2. | Verschiedenes | Tausche Radio, 5 Röhr., neu, gegen Kleinbild-Photo Leica ob. Cotax. Schriftl. Angeb. unter 04356 an den Gieß. Anz. Prospekt« 13*jbs» Warum noch1 Miete zahlen! Bauen oder kaufen Sie sieh ein eigenes Haus. Für jedermann mit oder ohne Eigenkapital bequeme monatL Ein- u. HUok- xa hl an gen. Wir vergüt 3 % bzw. !•/«% Linsen. Lassen Sie sieh kostenlos und unverbindlich beraten, auch aber 2 wichtige Fragen t 1. ln welch. Zeit kann ich dasGeld für Hausbau od.Hauskauf erhalten? 2. Wie hoch i»t die gesetzt Steuerermäßigung ? Leonberger Bausparkasse Ä.-6. la Leanbars bei Statlgart *868 Htgdeto • SO SIL U.tBftrapkcM Noch heute Prospekt 18 (neue Bedingungen) kosten!, anfordern; erhebliche Kostensenkung. noch heute anfordern MW Hochtragendes Vogelsberger Rind fleht zum Verkauf iN [04289 Alten-Buseck, Steingasse 6. 1 DKW- Wagen Reichsklasse, 600 ccm, 2-Sitzer-Kabr., zum Taxwert zu verkaufen. 2673D Ed. Kratz, Kraftfahrzeuge, Ober-Ohmen, Tel. Mücke 65. Bett mit Matratze für RM. 35,- zu verkaufen. 2656D Gießen-Wieseck, Neuenweg 8 I. M