A [SIBIRIEN USA I ©er Gauleiter sprach zu Rüstungsarbeitern in Worms. y Prag, 4. Juni. (DJIB.) Der stellvertretende Reichsprolektor in Böhmen und Mähren und Chef der Sicherheitspolizei und des SD.» ^/-Obergruppenführer und General der Polizei Reinhard heydrich, ist am Donnerslagvormillag an den Folgen des auf ihn verübten Mordanfchlages verstorben. Bei dem Attentat am 27. Mai hatte //-Obergruppenführer heydrich durch ein Sprengftück schwere Verletzungen des Brust- und Bauchraumes links neben der Wirbelsäule erlitten, die aber zunächst noch keine unmittelbare Lebensgefahr mit sich brachten. Rach anfänglich normal erscheinendem Krankheitsverlauf trat dann am siebenten Tage durch eine Infektion eine plötzliche Verschlechterung ein, Zchriftleltung und Geschäftsstelle: Siehen, Schulstrahe 7-9 Der stellvertretende Reichsprotektor den Folgen des Mordanschlags erlegen NSG. Dor der Belegschaft eines Rüstungsbetriebes in Worms sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger über politische Fragen der Gegenwart. Der Gauleiter, der von dem Betriebsführer im Namen der Belegschaft herzlich begrüßt wurde, ging auch hier, wie immer in seinen Reden, zunächst auf die Hintergründe des Krieges ein, der dem deutschen Volke aufgezwungen wurde. Er zeigte anhand einer Parallele mit den Ursachen des Weltkrieges das letzte Ziel des Weltjudentums auf, die Versklavung des deutschen Volkes. Die deutsche Schaffenskraft und Tüchtigkeit seien es vor allem gewesen, die den Neid und das Begehren des Judentums erweckt hätten. Der deutsche Mensch jedoch, der höchstkultivierte der weißen Rasse, eigne sich nicht zu einem tierischen Dasein und werde sich, durch den Nationalsozialismus mit festem Widerstandswillen beseelt, dem vom Judentum eingefädelten und von seinen Systemen, den Plutokratien und dem Bolschewismus geführten Versklavungsversuch sieghaft widersetzen. Eingehend bewies der Gauleiter dann die Iden- tität von Plutokratie und Bolschewis. mus mit der Darstellung ihrer gemeinsamen jüdischen Geistesgrundlagen. Der Staatskapitalismus unter jüdischer Führung, wie er sich uns in Rußland darstelle, sei genau das gleiche, wie die von den Juden gelenkte und nahezu hundertprozentig behauptete anglo-amerikanische Hochfinanz. Ihrer beider Ziel sei allein die Massenbeherr- Reichsprotekkors, Staatssekretär //-Gruppenführer Karl Hermann Frank, sowie höhere //-Führer ein. Unterführer der Waffen-// trugen hierauf den mit der /^-Fahne, dem //-Degen und dem Helm bedeckten Sarg unter den Klängen des Präsentiermarsches zur Lafette. Während der Trauerzug sich, in Bewegung setzte, präsentierte eine Ehrenkom- s ch u n g, die sie durch eine Versklavung der Völker zu verwirklichen trachten. Eindringlich appellierte der Gauleiter mit dem Blick auf diese Erkenntnis an die Opferfreudigkeit des letzten deutschen Volksgenossen. Jeder habe jetzt das letzte herzugeben, weil er wisse, daß seme Arbeit mit zu jener Entscheidung beitrage, von der auch sein Schicksal voll und ganz abhänge. In diesem Zusammenhang verwies der Gauleiter dann auf die unerhörte Bedeutung eines planvollen Arbeitseinsatzes, der die gigantischste Organisation aller Zeiten darstelle. Anhand eines politischen und militärischen Ueberblicks erläuterte er dann die Chancen des Reiches. Die durch die Siege des deutschen Schwertes erweiterte Rohstoff-Basis der Achsenmächte, die durch das Verdrängen der Briten | vom Kontinent freigewordenen Arbeitskräfte ganz Europas zum Einsatz gegen die Plutokraüen und die vernichtenden Schläge der Verbündeten des Reiches feien die Gewähr dafür, daß der Sieg dem deutschen Volke nicht mehr entrissen werden 'könne. Der deutsche Volksgenosse unterschätze gewiß nicht die Anstrengungen unserer Gegner. In der Erkenntnis jedoch, daß es um Sein oder Nichtsein gehe, I richte er sein Verhalten aus und sorge durch Diszi-! plin ^und Kameradschaft, durch Selbstbeherrschung I und Selbstbeobachtung für die Unversehrtheit einer tätigen Volksgemeinschaft, die gegen alle Absichten und Pläne unserer Gegner den Sieg erringen wird. I macht selbst diese Glückwünsche und Gabe überbringen wollte, macht mir und uns allen nicht nur die größte Freude, sondern es ist eine Ehre, die von uns tief empfunden wird. Besonders hoch schätze ich, daß Sie, Herr Reichskanzler, die Möglichkeit fanden, diese Reise auszuführen gerade in den Tagen, wo die wuchtigen und glänzenden Schläge deutscher Führung, deutscher Männerherzen und deutscher Waffen uns die Hoffnung einer weittragenden Entscheidung näherbringen. So will ich den Ausdruck meiner ehrerbietigen Dankbarkeit mit dem Wrrnsch abschließen, es möge im Laufe dieses Jahres den guten Waffen der gerechten Sache vergönnt [ein, den Pestherd der bolschewistischen Barbarei unschädlich zu machen. Mögen die waffenbrüderlich vereinten Kämpfer ihren Völkern den Frieden und ganz Europa die Rettung aus einer Gefahr bringen, die mehr als zwei Jahrzehnte wie ein Alpdruck an den östlichen Grenzen drohte." nesch Aufnahme in jenem politischen Londoner Zirkel, der die Unzufriedenheit gewisser „verhinderter" Amateure für politische Störoperationen auswertet. Es gehörte zur Hauptaufgabe des nunmehr dem Mordanschlag erlegenen Stellvertretenden Reichsprotektors, die Ausstrahlungen dieses Londoner Intriganten- und Verbrecherzirkels auf die böhmischen und mährischen Verhältnisse zu verhindern. Er hat panie der Waffen-//. Durch ein Fackelspalier im Hof des Krankenhauses nahm der Trauerzug dann seinen Weg zur Prager Burg. Die ganze Strecke säumten ein Spalier von Soldaten des Heeres, Mannern der Ordnungspolizei und der Waffen-//, Angehörigen der Formationen und der Gliederungen der Partei, hinter ihnen erwies die Bevölkerung dem toten //-Obergruppenführer den letzten Gruß. Disziplin und Kameradschaft sichern die Volksgemeinschaft. Als am 27. Mai die Nachricht von dem verruchten Mordanschlag auf den stellvertretenden Reichsprotektor //-Obergruppenführer H e y d r i ch bekannt wurde, wußte man, daß Urheber und Auftraggeber in London saßen. Dabei ist es gleichgültig, ob die Helsinki, 4. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht stattete heute — begleitet von Generalfeldmarfchall Keitel — dem Warschau von Finnland, FreiherrnWan- n er heim, aus Anlaß seines 75. Geburtstages in Finnland an einem Ort hinter der Front einen B e s u ch ab, um dem finnischen Freiheitshelden die herzlichsten Glückwünsche des deutschen Volkes und der deutschen Wehrmacht zu überbringen. Bei dieser Gelegenheit traf der Führer mit dem finnischen Staatspräsidenten Ryti zusammen. Der finnische Staatspräsident machte den Führer mit den Witgliedern der finnischen Regierung, dem Präsidium des finnischen Reichstages und Vertretern der finnischen Arbeiterschaft bekannt. Marschall Freiherr Wannerheim stellte dem Führer die zu seinem Geburtstag anwesenden höheren finnischen Offiziere vor. Als Zeichen der deutsch-finnischen Schicksals- gemeinfchaft und engen Waffenbrüderschaft überreichte der Führer dem Marschall Finnlands das Goldene Großkreuz vom Deutschen Adlerorden. Im weiteren Verlauf des Besuches fand zwischen dem Führer und dem finnischen Staatspräsidenten, dem Marschall von Finnland, Freiherrn Mannerheim, und Generalfeldmarfchall Keitel eine vom Geist der herzlichen Freundschaft zwischen den beiden Völkern getragene längere Aussprache stall. Oer überraschende Besuch. Mit dem Angriff auf das amerikanische Gebiet in unmittelbarer Nähe des amerikanischen Festlands Lustangriff auf OuichHarbour Japanische Flugzeuge haben zwei Angriffe auf Dutch Harbour, den Flotten- und Luftskütz- punkt der Vereinigten Staaten auf der Aleuten- Insel Unalaska, ourchgeführt. Sie haben eine Viertelstunde über den Anlagen der Flugplätze und des U-Boothafens der Seefestung kreuzen können, ehe sie zum Bombenabwurf ansetzten. Von der vernichtenden materiellen Wirkung abgesehen, wird die moralische Wirkung dieses Angriffes durch den Alarmzustand illustriert, den die Regierung von Washington sofort nicht nur in Alaska und an der ausgedehnten pazifischen Westküste der USA., sondern vor allem auch im Gesamtgebiet des Pa- hatte, antwortete Marschall Mannerheim mit folgenden Worten: „Herr Reichskanzler und Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht! Für die äußerst liebenswürdigen Glückwünsche bitte ich, meinen ehrerbietigsten Dank aussprechen zu dürfen. Diese Wünsche sind für mich und für die finnische Wehrmacht die größte Ehrung, die mein Herz und mein Gedanke voll zu schätzen wissen. Ich danke ebenfalls herzlich für die schöne Ehrengabe, die mir persönlich zugedacht ist. Diese Gabe wird mir ein dauerndes Andenken sein an den heutigen harten Kampf für die höchsten Güter der geistigen und materiellen Kultur, ein Kampf, den wir an der Seite der ruhmreichen und mächtigen deutschen Wehrmacht führen dürfen. Die Bedeutung und der Wert der mir zuteil gewordenen Ehre wird durch Ihre Anwesenheit, Herr Reichskanzler, heute hier in unserem Kreise aufs höchste hervorgehoben. Daß der Oberste Befehlshaber der deutschen Wehr- „Marschall von Finnland " Lteberraschender Führerbesuch in Kinnland. Oer Führer überbringt Marschall Mannerheim feine Glückwünsche. - Aussprache mit dem finnischen Staatspräsidenten Ryti. schall bei der Gründung des selbständigen Finnlands spielte, habe ihm die Ehrenstelle unter den Gründern des finnischen Reiches gegeben. Seine weitblickende Arbeit zur Förderung der finnischen Volksgemeinschaft stelle den Marschall an die Spitze der vorbildlichen Persönlichkeiten der finnischen Ge- I u.-rrnueivarer nnye oe5 amenrartqaKn s-m-mos 8%'Ön'ÄS; .™"”4 Ä Die Älückwünsctre I und Asien in Sibirien auf knappe 100 Kilometer on der Beringstraße. Von Dutch Harbour sind es JtClu)0niOr|u)Oll GDNNgv. nur noch 2700 Kilometer bis zur nördlichsten der Reichsmarschall Göring übermittelte Marschall altjapanischen Reichsinseln, weshalb die Amerikaner Mannerheim telegraphisch die herzlichsten Glück- m ihrer Ruhmredigkeit auch Dutch Harbour das wünsche. .In seinem Auftrag überbrachte General „amenkanfiche Singapur un nördlichen Pazifik" v. Seidel die Grüße der deutschen Luftwaffe Die AktionsmöglichkM ist jedoch hier nur und ein Geschenk des Reichsmarschalls auf die drei Monate von Juni bis August beschränkt, do dicke Nebel und Polareis See- und Luftoperationen sonst gefährden. In der USA.-Presse wird Dutch Harbour als der Schlüssel zur Verteidigung Alaskas bezeichnet. Bereits 1933 wurde mit dem Bau von Verteidigungsanlagen in Dutch Harbour begonnen. Es ist anzunehmen, daß die USA. alles getan haben, um Dutch Harbour zu einem erstklassigen Luft- und Marinestützpunkt auszubauen. Die Aleuten gehören seit 1867 zum Gebiet der USA. Sie umfassen 150 größere Inseln, die der Däne Vitus Bering 1741 entdeckte. Ihr Gesamtgebiet ist 37 840 Quadratkilometer groß. Die rund 2500 Eingeborenen sind russifizierte Eskimos. 8reltag,5.IunN942 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8Vs Uhr desVormittags Anzeigen-Vreise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienanzeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Nvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/°mehr Auch der Duce hat Marschall Mannerheim die v " muiUCl=. aufrid)tigften Glückwünsche des faschistischen Jta- Mlften des Präsidenten, des Staatsministers I. W. liens ausgesprochen und ihm von der Verleihung Rangell und der übrigen 15 Regierungsmitglieder des Großkreuzes des Militärordens von Savoyen tragt, heißt es, die entscheidende Rolle, die der Mar-1 Kenntnis gegeben. Helsinki, 4. Juni. (Europapreß.) Das gesamte finnische Volk feierte den 75. Geburtstag seines Feldmarschalls Mannerheim. Festliche Beflaggung der Straßen sowie Kundgebungen der Bevölkerung zeugen für die große Verehrung, die der Feldmarschall in allen Kreisen des Volkes genießt. Als besondere Ehrung erfolgte in Helsinki die Umbenennung eines Straßenzuges in „Mannerheim-Straße". An dieser mehrere Kilometer langen Prachtstraße liegt das finnische Reichstagsgebäude. Die Bürgerschaft von Helsinki machte ihm das Haus, das er feit vielen fahren bewohnte, zum Geschenk. General Kekkeni, einer der alten.Adjutanten zur Zeit der Reichsver- weserschast Mannerheirns, erhielt den Auftrag, die Glückwünsche der Bevölkerung entgegenzunehmen. In dem Haus in Brunsparken, das unweit der deutschen Gesandtschaft liegt, empfing er das Diplomatische Korps, Vertreter der finnischen Orgamsatio- nen und einen langen Strom von Privatpersonen, die sich in das Gästebuch eintragen wollten. Staatspräsident Ryti sprach dem Feldmarschall Mannerheim seine Glückwünsche aus. Der Staatspräsident teilte ihm mit, daß ihm der Rang eines „M arschalls von Finnland" verliehen worden sei. In der Glückwunschadresse, die die Unter-1 192. Jahrgang Nr. 129 Gricheinl lagt ich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter | Heimat imBild-DieScholle I Bezugspreis: Monatlich.,...RM.1.80 Zustellgebühr... „ -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Der Besuch des Führers in Finnland kam für Die finnische Öffentlichkeit völlig überraschend. Nur Staatspräsident Ryti und Marschall Mannerheim waren am Vorabend von dem Besuch unterrichtet roorben. Der Führer landete um 11.20 Uhr vormittags auf einem Flugplatz hinter der finnischen Front. In seiner Begleitung befanden sich Generalfeldmarschall Ke-tel, Reiä-s- pressechef Dr. Dietrich, der finnische General beim Oberkommando der deutschen Wehrmacht, Generalleutnant Talvela, der Chefadjutant der Wehrmacht beim Führer, Generalmajor Schmundt, und Gesandter Hewel vom Auswärtigen Amt. Auf dem Flugplatz wurde der Führer vom finnischen Staatspräsidenten Ryti empfangen. Ferner hatten sich auf dem Flugplatz eingefunden der deutsche Gesandte v. Blücher und der deutsche General beim Oberkommando der finnischen Wehrmacht, General der Infanterie E r - s u r t h. Bon hier aus begab sich der Führer im Kraftwagen zum Ort des Zusammentreffens. Staatspräsident Ryti hatte bereits vorher, bevor der Besuch des Führers angekündigt war, zu einer Geburtstagsveranstaltung für Marschall Manner- Ijeim geladen, so daß sich zahlreiche hohe Persön- üchkeiten Finnlands aus Politik uni) Wehrmacht sowie die Spitzen der deutschen Wehrmacht in Finn- lanb eingefunden hatten, ohne vom Kommen des Führers Kenntnis zu haben, so von der deutschen Wehrmacht in Finnland Generaloberst S t u m p s f, General der Gebirgstruppen Dietl, an der Spitze der Abordnung des Offizierskorps der finnischen Wehrmacht der Chef des Generalstabes, General der Infanterie Heinrichs, ferner Ministerpräsident Rangell, die Minister Tanner, Wit- tlng, General von Walden, Koivisto, A n n a l a und H o r e U i. Mittags war der Führer Gast auf einem vom finnischen Staatspräsi- ienten zu Ehren des Marschalls gegebenen Früh- tucf, an dem auch die übrigen deutschen und finni- chen Persönlichkeiten teilnahmen. Vor dem Essen tattete der Führer dem finnischen Staatspräsidenten in seinem Quartier einen kurzen Besuch ab. Nach Abschluß der Besprechungen startete der Füh- rer um 17.15 Uhr zum Rückflug. Staatspräsident Ryti und der Marschall von Finnland, Manner- Heim, begleiteten den Führer zum Flugplatz. Oie Ansprache des Führers. In feiner Ansprache an Marschall Mannerheim brachte der Führer zum Ausdruck, wie sehr er üch glücklich schätze, dem Marschall Finnlands heute seine Gratulation persönlich überbringen zu können. Er spreche diese Glückwünsche aus namens des ganzen deutschen Volkes und im Namen " l l e r d e u t s ch e n Soldaten, die mit einer wirklichen Bewunderung auf ihre finnischen Karne- rar^n und ihren großen Feldberrn blickten. Der Führer erinnerte an die historische Waffenbrüder- . beider Volker. Zum zweitenmal in der Ge- Wchte habe jetzt ein gemeinsamer Kampf gegen einen gemeinsamen Gegner das deutsche und das finnische Volk zusammengefuhrt. Schon der erste gemeinsame Waffengang im Jahre 1918 habe Bin- - jungen geschaffen, die von Dauer waren. Der zweite Kampf werde diese Bindungen für alle Zeit stär- ken. Es lei leicht — so sagte der Führer — von Freundschaft zu reden, wenn man ein so tapferes Heer an feiner Seite wisse. Das ganze deutsche Volk denke in diesem Augenblick genau so, wie er hier spreche. Es bewundere das finnische Volk und den finnischen Feldherrn. Der Führer schloß seine Ansprache mit dem Dank an den Staatspräsidenten Ryti für die ihm und den übrigen deutschen Herren erwiesene Gastfreundschaft und mit dem Wunsch, daß der Marschall Finnlands noch viele Jahre seinem Volke und auch der gemeinsamen Sache erhalten bleiben möge. Oer Dank des Marschalls. Nachdem der Führer dem Marschall das goldene Vroßkreuz vom Deutschen Adlerorden überreicht x. _ (Scherl-Bilderdienst-M. sF. F. Bauer N die am Donnerstagmorgen zum Ableben des Ober- " *' gruppenführers führte. Mordbuben unmittelbar aus dem Kreis der Benefch- Die sterbliche hülle des stellvertretenden Reichs- Clique oder des ChurchilUchen Geheimdienstes ftam- protektors wurde Donnerstag nacht vom kranken- wen. Sie sind miteinander identisch. Benesch hat Haus Bulowka auf die Prager Burg über- ,d)P" unter der Habsburger Zeit zu jenen Leuten geführt, kurz vor 24 Uhr trafen vor dem kranken- °uf dem Wege des Hoch- und Landes- h°us H-Oberffgruppenfüf.rer und Generaloberst der Polize! Dalnege, der ständige Der.reler de- Tscheche ÄsqeLen ÄK'Ä Reubsvrolektar-; StnnUMrotnr JA UM) sand Ve- namakanals ausgerufen hat. Sämtliche Urlaube sind gesperrt. Sämtliche Rundfunkstationen an der pazifischen Küste der USA. haben im Laufe der Nacht ihre Sendungen eingestellt. Der Alarmzustand in weiten Teilen der nordamerikanischen Küstengebiete ist erklärt. Die Stadt San Franzisko hatte am Mittwochabend Luftalarm. Auch die gesamte mexikanische Pazifikküste wurde nach Eintreffen der Meldungen aus Dutch Harbour in Alarmbereitschaft gesetzt. Sämtliche Militärstationen und alle Marineposten an der Westküste Mexikos befinden sich in Alarmzustand. ==- ALASKA = Dutch / . . - - ~~k aFi \ k 0 500 1000 km=-— ■ \. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 3« 13 Tagen verloren die Briten 318 Flugzeuge. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 4. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: e An der Ostfront keine größeren Kampfhandlungen. In Aordafrika verlor der Gegner bei örtlichen Gefechten 2 2 Panzer, 7 Geschütze sowie eine Anzahl von Gefangenen. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe bombardierten Bahnanlagen und Truppenlager im Raum von Lapuzzo. Ein mit schwachen Kräften an der Kanalküste durchgeführker britischer Landungsversuch wurde durch die deutsche Küstenverteidigung abgewiesen. Einige Gefangene und Waffen blieben in unserer Hand. Bei Luftkämpfen im Kanalgebiet verlor der Gegner gestern 24 Flugzeuge. Stärkere Kampffliegerkräfte bombardierten in der Rächt zum 4.6. den britischen Seestühpunkt Poole an der englischen Südküste. Britische Flugzeuge belegten in der letzten Rächt das Gebiet um Bremen und die Stadt selbst vorwiegend mit Brandbomben. Rachtjäger und Flakartillerie schossen zehn der angreifenden Bomber ab. In der Zeit vom 21.5. bis 2.6. verlor die britische Luftwaffe 318 Flugzeuge, von denen 41 durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen wurden. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 51 eigene Flugzeuge verloren. Das Jagdgeschwader 52 meldete am 1. Juni seinen 2000, Luftsieg. Hauptmann Müncheberg errang am 2. Juni seinen 80., Oberleutnant Marseille am 3. Juni in Rordafrika seinen 70. bis 75. Luftsieg. Oie deutsche Atlantikfront. Rom, 4. Juni. (Europapreß.) „Die deutsche 2lt- lantikfront ist in ihrer Leistungsfähigkeit absolut unbeeinflußt von den Ereignissen an der Ostfront geblieben, sowohl im Sinne der zahlenmäßigen Stärke der Besatzungstruppen als auch der dort ausgestellten Waffenoerbände", schreibt der Korrespondent des „Popolo di Roma". „In fast allen Schlüsselstellungen befinden sich heute die gleichen Offiziere wie Soldaten, die gleich nach der Besetzung Frankreichs dahin geschickt worden waren. Dank ihrer besonderen Kenntnis der einzelnen Küstenabschnitte sind diese „Veteranen der Atlantikfront" natürlich imstande, sofort zu reagieren, selbst wenn für die meisten unter ihnen die Stunde des direkten Einsatzes schon, seit zwei Jahren auf sich warten läßt." Der Korrespondent schildert dann, wie zu den alten Besatzungen des Küstenschutzes neue Kräfte hinzugekommen sind, um einen mächtigen Verteidigungswall längs der gesamten Atlantikküste aufzurichten, der in den letzten Monaten in Form eines imposanten Systems von Verleidiaungs- werken entstanden ist. „Der Anblick dieses Schutzwalles", so schreibt der Korrespondent, „genügt, um zu überzeugen, daß die Engländer nicht einmal eine entfernte Möglichkeit haben, ihre Kräfte auf den Kontinent zu setzen. Die französische Küste ist selbst gegen die Uederraschung kleinerer Landungen durch ein engmaschiges System von Hilfswerken, Absperrungen, Stacheldrahtverhauen, Kasematten und Stellungen jeder Art gesichert, die der französischen Küste ein völlig neues Gesicht geben." dieser Aufgabe seine ganze Energie und politische Geschicklichkeit gewidmet. Als einstigen deutschen Seeoffizier zeichneten ihn Schneidigkeit und Entschlossenheit aus. Seine Bestellung z Stellvertretenden Reichsprotektor für Böhmen und Mähren für den erkrankten Reichsminister Frhrn. von Neurath fiel zeitlich mit der Aufdeckung der Verschwörung gegen die Protektoratsverhältnisse in Prag zusammen. Seine feste Hand stellte bald Ruhe und Ordnung wieder her. Er arbeitete mit bestem Erfolge mit den Kreisen des Tschechentums zusammen, die aus der Wahnsinnspolitik des alten Kurses die Folgerungen gezogen haben und sich für einen Ausgleich der Verhältnisse auf der Grundlage der Vernunft und der Wohlfahrt einsetzen. Hier hatte Heydrich Gelegenheit, sein zielbewußtes, in der Form aber konziliantes Wesen auch politisch zu entfalten. Hier zeigte sich, was er in der Schule Adolf Hitlers gelernt hatte. Für Heydrich war das Primäre, daß er, wie er selbst in einem Aufsatz „Politisches Soldatentum in der Polizei" vom 16. Februar 1941 ausführte, über eine Schar weltanschaulich klarer Nationalsozialisten gebot, die alles daran setzten, das Werk des Führers zu sichern. Von dieser Plattform aus konnte sich auch der Politiker und Staatsmann Heydrich entwickeln, als den wir ihn in seiner Tätigkeit als Stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen und Mähren kennengelernt haben. Mit geschickter Hand hat er die Folgen der großangelegten Verschwörung beseitigt und den Zustand der Ruhe wieder hergestellt. Seine Maßnahmen waren streng und zielbewußt. Sie trafen aber nur die Schuldigen. Denen die ^uten Willens waren, schenkte er Vertrauen und Fürsorge. So hat er sich auch im Protektorat in allen Kreisen, mit denen er zu tun hatte, Freunde gemacht. Sein politisches Fingerspitzengefühl ließ ihn in jeder Situation die richtigen Methoden treffen. Das lag nicht in den Plänen der Londoner Terroristen. Sie wollten ihn beseitigen. Sie haben ihr Ziel erreicht, aber das von ihm begonnene Werk der endlichen Befriedung des Landes wird vollendet werden. Mit Heydrich sank ein Mann in der Blüte seiner Jahre ins Grab, der, mit hohen Fähigkeiten ausgestattet, energieooll und selbstlos sich hinter den Führer gestellt hatte und ihm aus vollem Herzen seine Talente und Kräfte für die Durchführung des gewaltigen Werkes lieh. Er war 1904 in Halle geboren und hatte sich schon während seiner Gymnasialzeit in der völkischen Jugendbewegung aktiv beteiligt. Nach der Reifeprüfung trat er 1922 in die Reichsmarine ein und kam 1928 als Oberleutnant zur See in bie Ad mir a l-Stabsleitung der Marine station der Ostsee. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Marinedienst trat Heydrich 1931 in Hamburg der NSDAP, bei, im Herbst des gleichen Jahres wurde er als Sturmführer in den Stab des Reichsführers ff berufen. 1934 wurde er Leiter des Geheimen Staatspolizeiamtes, 1936 Chef der Sicherheitspolizei, 1941 ^-Obergruppenführer und General der Polizei. Dann übernahm er die Leitung des Sicherheitshauptamtes des Reichsführers ff. — Nach Ausbruch des Krieges erwarb sich Heydrich als Jagdflieger in Norwegen, Holland und in Sow- jetrußland das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse. Am 27. September 1941 erfolgte seine Berufung zum stellvertretenden Reichsprotektor Böhmen und Mähren, da der bisherige Reichsprotektor, Reichsmini, fter von Neurath, zur Herstellung seiner angegriffenen Gesundheit einen längeren Urlaub erhalten hatte. Der BeichSgesundheitSführer in Frankfurt. NSG. Auf Einladung des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger ist Reichsgesundheitsführer Dr. Conti zu einem zweitägigen Besuch in Frankfurt eingetroffen, um den neuen Leiter des Amtes für Volksgesundheit im Gau Hessen- Nassau, Dr. Märchen, in sein Amt einzuführen. Am Donnerstag besichtigte der Reichsgesundheitsführer das Universitätsinstitut für Nahrungsmittelchemie und Städtisches Nahrungsmitteluntersuchungsamt und das Institut für experimentelle Therapie in Frankfurt und die Hebammenlehr- anstalt in Mainz. Auf einer Arbeitstagung des Amtes für Volksgesundheit im Aerztehaus sprach er in Anwesenheit von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger zu den Kreisamtsleitern für Volksgesundheit sowie allen führenden Persönlichkeiten des Gesundheitswesens-. In seiner Begleitung befinden sich der Leiter des Amtes Gesundheitspolitik, Dr. Röhrs, und Dozent Dr. S ch ü tz. Britischer Zerstörer vor Tobruk versenkt. Rom, 5. Ium. (DRB. Funkspruch.) Schnelle Einheiten der Achsenmächte versenkten vor Tobruk einen britischen Zerstörer. Die feindliche Abwehr verursachte den angreifenden Einheiten keinerlei Verluste. Der Lustangriff auf Poole. Berlin, 4.Juni. (DNB.) Bei dem Angriff gegen die Stadt Poole drangen trotz heftigen Abwehrfeuers der von zahlreichen Scheinwerfern unterstützten britischen Flakbatterien die deutschen Kampfflugzeuge bis über das Stadt- und Hafengebiet von Poole vor. Bomben schweren Kalibers riefen besonders im Südteil der Stadt heftige Explosionen hervor. Im Laufe des Angriffes, der in mehreren Wellen erfolgte, entwickelten sich größere Brände im Inneren der Stadt und am Bahnhof von Poole. Poole ist eine Stadt von 57 000 Einwohnern und besitzt einen gut äusgbauteki Hafen, der infolge seiner günstigen Lage an der englischen Südküste unter Benutzung von Leichtern zur Löschung größerer Handelsschiffe als Entlastungs- und Ausweichelandeplatz für Southampton dient. Die Stadt besitzt zahlreiche Werftanlagen zum Bau kleinerer Schisse. Poole wurde während des Krieges zu einem Stützpunkt für leichte Kriegsfahrzeuge ausgebaut und ist jetzt Operationsbasis von leichten Sicherungsstreitkräften. Unruhen auf den Dahama-Znseln. Lissabon, 4. Juni. (DNB.) In Nassau, der Hauptstadt der britischen Bahama-Jnseln vor der Küste von Florida, kam es dort am Dienstag zu Streiks. Es ereigneten sich Plünderungen in der Hauptgeschäftsstraße, Automobile wurden von Demonstranten umgestürzt. Als die Polizei einschritt, wurden zwei Streikende getötet. Die Unruhen waren von den Arbeitern auf dem den Amerikanern überlassenen Flugplatz bei Nassau ausgegangen. Hinter bfn Lohnforderungen der Arbeiter steht die antiamerikanische Stimmung auf den Bahamas. Der Herzog von Windsor, der als Gouverneur der Bahamas gerade in Washingto zu einem Staatsbesuch war, brach seinen Aufenthalt ab, um noch Nassau zurückzukehren. LlSA.-KnegSerklärung an Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Genf, 5.Juni. (DNB. Funkspruch.) Das Repräsentantenhaus hat auf Antrag Roosevelts ohne Aussprache beschlossen, Bulgarien, Ungarn und Rumänien den Krieg zu erklären. Der USA.-Senat hat daraus die Kriegserklärung an diese drei Staaten ebenfalls angenommen. In der rumänischen Presse wird sestgestellt, daß sich Rumänien s ch o n seit dem 12. Dezember 1941 als mit den USA. im Kriege befindlich betrachtet. Es sei leicht, sich vorzustellen, so schreibt „Universul", welches Schicksal Südosteuropa ereilt hätte, wenn nicht Rumänien auf die sowjetischen Aggessionen geantwortet und sich die rumänische Armee nicht so heldenhaft geschlagen hätte. Die Zitadelle von Iutschou (Kiangsi) von den Japanern beseht. Tokio, 5. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Japanische Streitkräfte, die längs des Fu-Flusses oor- stoßen, drangen in einen Teil von Futschou (Ki- angsi) ein und besetzten die Zi^pdelle. Futschou liegt etwa 100 Kilometer südostwärts von Nantschang, der Hauptstadt der Provinz Kiangsi. Attentat auf britischen propanda-Chef im Nahen Osten. Saloniki,^. Juni. (DNB.) Nach einer Meldung des arabischen Nachrichtendienstes in Beirut wurde Sir Walter Monckton, der Chef der britischen Propaganda im Nahen Osten, bei einem auf ihn inAegypten ausgeführten Attentat verletzt. Er wurde in der Deltastadt Tanta von ägyptischen Nationalisten, die sein Auto an der Stadtgrenze ab- fingen, überfallen. Monckton soll vor in Tanta stationierten Soldaten der britischen Armee Aegypten als eine „eigentlich britisch e K o l o n i e" bezeich- Abend über dem Kluß. Bon Peter Bauer. Der Heimweg ist voll köstlicher Düfte. Das kleesüße Aroma gemähter Wiesen würzt weithin jeden Atemzug. Vom Waldrand her drängt sich der berauschende Wohlgeruch des Geißblatts auf. Jede Blüte verströmt sich wie eine „übefließende Brunnenschale verschwenderisch nach allen Seiten. Ein Fest schwelgender Nachfalter tobt sich dort lautlos aus. Den Weidenbüschen links und rechts des Weges entschweben die grünlichen Funken der Glühwürmchen. Sie leuchten wie winzige Sternschnuppen, die nach kurzem flimmernden Husch in das große Dunkel fallen. Wie kleine flüchtige Erlebnisse des Tages, die mit ein wenig Glanz oorüberglitten. 'JBie die duftige Helle eines blumigen Sommerkleides, wie ein schmeichelnder Sonnenstrahl auf blondem Haarschopf oder wie das lockende Ge- funkel eines träumerischen Augenpaares. Mit einer kühlen Woge feuchter Luft kündet sich der Fluß an. Sie riecht nach Schilf, Muscheln, schlick und Teer. Am Mast eines Fischerbootes, das gespensterhaft dunkel am jenseitigen Ufer ankert, wird nebelgrau das Maschenwerk eines großen Netzes sichtbar.' Der Rücken des Flusses schimmert wie ein silbrig geschuppter Fisch. Ein wenig Gold und ein wenig Rosenrot glitzern mit. Es ist das Lächeln einer Abendwolke, die sich spiegelt. Friedlich gleiten die Wasser ihren Weg. Das jähe Emporschnellen am Ufergestein, das wilde und gereizte Bäumen und Umsichschlagen wie mit mächtigen Flossen haben aufgelstjrt. Kein Schiff, kein Nachen tut ihm mehr Gewalt an mit wühlenden Schaufeln oder ungestümer Ruderkraft. Er atmet auf, frei und endlich mit sich selber allein. Was mag sein unruhiges Wanderherz bewegen? Verhaltene Freude scheint in seinem Wellenspiel zu summen. Ein Tag voll Arbeit und Abwehr liegt hinter ihm. Er hat ihm nichts von seiner Kraft genommen. Ich gehe neben ihm her und fühle, daß in meinen Schritten das gleiche Selbstbewußtsein vor- märtsbrängt. Was auch der Tag brachte, ein heimliches Leuchten blieb in der Seele zurück. Ist es himmlisches Wohlgefallen, was sich in ihr spiegelt? Es macht ein müdes Gesicht zu einem strahlenden Antlitz wie das des alten Gärtners, der hinter einer Wegbiegung zu mir stößt. Den Blick, den er über seine Kulturen zurück«irft, muß er mir erklären. Sein Herz ist voll Glück, daß ihm alles so gelungen, und der Himmel seinen Segen gab. Er atmet stolz und frei. Die Pfeife, die er sich an- zündet, darf er sich leisten. Er kann dicke Wolken blasen. Er hat's geschafft. Ein paar junge Mädchen, die 'mit ihrem Bade- bündel uns radelnd einholen, wehen mir noch einmal den Duft der Wasser zu. Es ist wie ein Gruß des Flusses an uns beide. Johannes Brahms persönlich. Erinnerungen und Anekdoten. Die Werke von Johannes Brahms gehören heute zu den klassischen Schöpfungen der deutschen Tonkunst, sein ausgedehnter Briefwechsel, die zahlreichen Erinnerungen und Biographien, die über ihn veröffentlicht wurden, vermitteln uns einen Eindruck von dem reichen Gemütsleben und dem umfassenden Geist des großen Menschen. Ader etwas, woraus sein Wesen besonders rein strahlte, konnte uns nicht überliefert werden, fein Klavierspiel. Von diesem Zauber feiner Kunst erzählen alle, die ihn am Klavier gehört haben. „Als ich ihn zum erstenmal spielen hörte — ich mußte damals gar nicht, daß es Brahms war —", schrieb Mathilde von Leinburg, „da war ich tief berührt von dem ganz unerklärlichen Eindruck, den die so einfachen Anfangstakte der Klavierbe- gleitung von Schuberts „O du Entriss'ne mir" auf mich machten. So mitsinaend habe ich nie wieder tm Leben jemanden ein Lied begleiten hören. Mit treffendem Kindermund hat sein Spiel einmal das Töchterchen einer Wiener Sängerin aus den sechziger Jahren gekennzeichnet. Ihre Mutter hatte einen neuen Flügel gekauft; da sagte die Kleine: „Da soll Herr Brahms darauf spielen; der tut dem klonen Flügel nichts zuleide, er streichelt ihn nur." Dabei beherrschte Brahms das Instrument aber auch mit einer Wucht, als fei es ein ganzes Orchester. Als er einmal allein bei Robert Schumann spielte, kam dessen Gattin Klara rasch ins Zimmer und fragte: „Wer spielt denn hier vierhändig?" Ein ganz besonderer Hochgenuß war es, den „kühlen Norddeutschen" gerade Wiener Walzer spielen zu hören. Nach einer großen musikalischen Gesellschaft, nachdem alles bereits den Saal verlassen hatte, machte sich Brahms den Spaß und sagte zu seinem Freunde: „Soll ich sie mal alle zurückrufen", setzte sich ans Klavier und spielte Strauß-Walzer. Wie vom Lichte angelockte Schmetterlinge kehrte da einer nach dem anderen zurück, bis wieder alle vollzählig beisammen waren; und ein endloser Jubel vollzog sich über solchen noch nie erlebten Genuß. Die Heiterkeit, zu der sich der Meister aufschwingen konnte, blieb aber stets an der Oberfläche. Im Innern war er eine melancholische Natur und bekannte einmal: „Man meint zuweilen, ich sei luftig, wenn ich in Gesellschaft einmal mitladje und fröhlich bin. Innerlich lache ich nie." Die Zeit zum Heiraten hatte er versäumt, denn in seinen Jugendtagen hatte er zu kämpfen und widmete sich ganz der Kunst. Als er dann auf der Höhe seines Ruhmes stand, war es zu spät. „Ich habe das Heiraten versäumt", seufzte er einmal, „als ich wohl Lust dqzu gehabt hätte, konnte ich es einer Frau nicht so bieten, wie es recht gewesen wäre." Wie viele große Künstler verbarg er den weichen Kem einer überempfindsamen Seele hinter der rauhen Schale einer Sonderlingsnatur. In Gesellschaft konnte leicht der „böse Geist" über ihn kommen, der auch die besten Freunde bespottete, weshalb ihn einer seiner Vertrauten gern den „größten ednmpfonifer" nannte. Man erzählt auch, daß er sich einmal, nachdem er seiner üblen Laune freien ßauf gelaffen hatte, von der Dame des Hauses mit ben Worten verabschiedete: „Wenn ich jemanden aus der Gesellschaft zu beleidigen vergessen haben sollte, so bitte ich um Entschuldigung." Meist aber war er die Güte und Freundlichkeit selbst, besonders zu Kindern, und man konnte den alten Herrn im abgetragenen Rock auf der Straße oft bei den Kleinen stehen sehen, mit denen er plauderte, und denen er Zuckerzeug schenkte. Als Junggeselle wohnte er ein Dierteljahrhundert in drei dürftig möblierten Zimmern in einer stillen Straße der Wiener Vorstadt Wieden, drei Treppen hoch, und seine Wirtschafterin hatte es mit Kampf dem Papierkrieg! Von Diplomkaufmann Erich Lungwrtz. Die Lenkung der Wirtschaft durch den Staat, die durch die Rohstoffknappheit, den Mangel art Arbeitskräften, den Umfang des Rüstungsbedarfes notwendig wurde, birgt in sich die Gefahr, daß der Verwaltungsapparat unnötig groß wird, daß Arbeitskräfte, die besser in der werteschaffenden Erzeugung tätig fein könnten, mit der Bearbeitung von Anträgen, Formularen, Statistiken belastet werden. Heute können wir uns das weniger denn je leisten, und auch für die Zeit nach dem Kriege, in der billige Masfenerzeugung das Gebot des Tages fein wird, müssen wir zu einer Vereinfachung der Verwaltung kommen. Es handelt sich vor allem darum, Doppelarbeit zu beseitigen. Vielmehr muß dafür gesorgt werden, daß ein langwierig ermitteltes wirtschaftliches Ergebnis für möglichst viele Maßnahmen als einheitliche Grundlage gewählt werden kann. Die Möglichkeit eines Vergleichs von Betrieben nach ihrer wirtschaftlichen Seite setzte gleidjes Rechnungswesen voraus — daher wurden die Kontenpläne für große Gebiete der gewerblichen Wirtschaft eingeführt. Das Nebeneinander der Bilanzen, die nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen, die nach den Steuer- gesetzen aufgefteüt werden, bedeutet eine Doppel« arbeit. Notwendig ist daher die Erreichung des Zieles, daß sich Handelsbilanz und Steuerbilanh decken. Ein Fortschritt ist es, daß wir schon lange für gewerbliche Betriebe und Grundbesitz die Einheitswerte besitzen, die als Grundlage für mannigfaltige Steuern und Beiträge verwendbar sind. Der Staat als gegenwärtig größter Auftraggeber hat aus den reichen Erfahrungen der Kriegszeit die Folgerung gezogen, einen wesentlichen Teil seiner Rüstungsaufträge zu Gruppenpreisen zu vergeben, die nicht nur eine Vereinfachung und Verbilligung der Deckung des Heeresbedarfs bedeuten, sondern aud) auf der Wirtschaft einen starken Anreiz zu kostensparenden Arbeiten geben. Genau so ist die schwierige Zuteilung der notwendigen Rohstoffe jetzt vereinfacht und wesentlich der Selbstoerantwortung der Wirtschaft übertragen worden. Ziel ist auch hier, 'daß jeder Betrieb mit möglichst wenig Reichsstellen zu tun hat. Eine starke verwaltungsmäßige Belastung bedeutete für die Betriebe bisher das Lohnbüro, weil hier eine große Zahl von Abzügen, gestaffelt nach Verdienschöhe und Familienstand beredjnet werden mußte. Das Ziel, die wöchentliche Lohnrechnung durch die monatliche zu ersetzen und wöchentlich nur Abschlagszahlungen zu geben, ist zu verwirklichen. Ein großer Fortschritt ist getan, indem der Einheitsabzug für die Sozialversicherung geschaffen wurde und die Bärger steuer als Zuschlag in die Einkommensteuer net haben. Daher gebärden fid) auch die englischen Besatzungstruppen in Aegypten als Herren ini Hause. Die Rechte des ägyptischen Volkes werden mißachtet. Reserven der europäischen AahrungS- mitteiversorgung. Das besonders durch den Kampf im Osten lebendig gewordene Gemeinschaftsgefühl der kontinental- europäischen Volker hat auch auf agrarwirtschaftlichem Gebiet zu einer immer engeren Zusammenarbeit geführt. Als erstes wird eine Steigerung der l a n d wirtschaftlichen Erzeugung erstrebt, wie sie durch Nutzbarmachung mancherorts noch brach liegender Flächen und Beseitigung der unterdurchschnittlichen Hektarerträge zu erreichen ist. Ferner müssen B o d en v e r b es s e r u n g e n vorgenommen und eine Rationalisierung des Arbeiteinsatzes und stärkere Mechanisierung der landwirtschaftlichen Arbeit durchgeftihrt werden. Das Vorbild der deutschen Erzeugungsschlacht muß überall in Europa Nachahmung finden. Der Landwirtschaft muß dabei aber auch durch Kredite die Möglichkeit gegeben werden, die Ergebnisse der modernen Forschung auf dem Gebiet der Züchtung, Saatgutverbesserung, des Pflanzenschutzes und der neuzeitlichen Wirtschaftsmethoden praktisch anzuwenden. Darüber «hinaus gilt es, eine bessere Verwertung der Mehrerträge an. zustreben. Die Ernährungsweise muß sich den natürlichen Gegebenheften der curopäifd)en Nahrungsmittelerzeugung anpassen. ihm nicht leicht. Er warf Zündhölzer und Zigarrenstummel unter die Möbel, mm zu sehen, ob auch ordentlich aufgeräumt würde, und um sich über die Ehrlichkeit des dienstbaren Geistes klar zu werden, ließ er Geld auf dem Fußboden Herumliegen. Besonders schwer hatte es seine Hausdame mit seiner Toilette. Er wollte sich nie einen neuen Anzug an« schaffen und erschien in den feinsten ©efeüfdjaften in den abgetragensten Kleidern. So hatte er es schon in feiner Jugend gehalten, und als er einmal in Hamburg in eine vornehme Gesellschaft einge- laben war, fragte er beim Nachhausekommen feine Mutter: „Was ist denn eigentlich mit mir las? Die Leute haben mich so sonderbar angesehen", worauf diese erschrocken ausrief: „D, Johannes, du hast ja den alten Rock angezogen, von dem ich alle Knopfe abgetrennt habe!" Der schlagfertige Witz des Meisters war allgemein gefürchtet, und sehr viele Beispiele davon werden erzählt. Im „Roten Igel", wo fid) Brahms am Biertisch am gemütlichsten fühlte, denn er war durchaus fein Verächter eines guten Tropfens, verbreitete sich einmal das Gerücht, er schaffe, wie Fritz Reuter, meistens in halbbetrunkenem Zustand, und Eduard Behm gestand einmal dem Meister, logar Karl Reinecke, der Leiter der Gewand- Hauskonzerte in Leipzig, habe davon gesprochen und gqagt, es sei eigentlich leine große Kunst, dann etwas Gutes zu schaffen. Da verklärte sich das Gesicht von Brahms, der zuerst finster ausgesehen hätte zu leuchtender Fröhlichkeit; schwer sank seine Faust auf den Tisch, und er lachte: „Schade, daß der^ Reinecke nicht öfter betrunken war!" So schroff Brahms werden konnte, und so uner- bitthd) er in seinem Kunsturteil war, so schonend konnte er fein. Er war jahrzehntelang befreundet mit Bernhard Scholz, und als ihm dieser eine Komposition vorlegte und um seine Kritik bat, auf die er viel Gewicht legte, las Brahms nur wenige Zeilen und wußte schon, daß es kein Mer- sterwerk war. Um den Freund jedoch nicht zu kränken las er die Partitur aufmerksam durch, nickte mehrmals mit dem Kopf und klopfte mit den ö-mgern Takte auf den Tisch. Als er fertig war, nahm er das letzte Blatt zwischen Daumen und Zeige finger, rieb es prüfend, hielt es gegen das LM und sagte, während fein Gesicht todernst bliebt „Wo hast du eigentlich dieses ganz ausgezeichnete Notetixapiex her^ Bernhard?" hineingearbeitet wurde, genau so, wie auch der ur« sprünKich getrennte Kriegszuschlag heute in den Tarif hineingearbeitet ist. Der allgemeinen Verwaltungsoereinfachung diente die Reform der gewerblichen Organisation, indem zahlreiche Handelskammern aufgelöst und das Nebeneinander von ^Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern durch die Uebertragung ihrer Aufgaben an die Gauwirtschaftskammern beseitigt wurde. Auch auf dem Gebiet der Kriegsfinanzierung sind wir um ein gutes Stück in der Vereinfachung vor- wärtsgekommen; die /vielen Milliarden Reichsmark Staatsanleihen erfordern nicht mehr den Druck und die Verwaltung von Hunderttausenden oder Millionen einzelner Anlerhestücke. Große Stücke mit hohen Nennwerten sind in Sammeldepots hinterlegt, weil erfahrungsgemäß die meisten Sparer ihre Stücke nicht ausgeliefert haben wollen, sondern mit einem Anspruch auf eineü Nennbetrag aus dem Bestand eines solchen Sammeldepots einverstanden sind. Was unter der harten Notwendigkeit des Krieges eingeführt wurde, wird uns im Frieden unter der Notwendigkeit, recht bald wieder Wohlstand zu erarbeiten, erhalten bleiben, und auf vielen Gebieten werden wir zu den fortschrittlichsten und,einfachen Formen »der Verwaltung kommen. Eine kleine Gemeinschaft kann noch mit überholten und arbeit- oergeudenden Verwaltungsmethoden arbeiten, ein großes Reich, das den Anspruch erhebt, Europa neu zu organisieren, muß auch hier vorbildlich sein in Schlagkraft und Einfachheit. Kleine politische Nachrichten. Am Donnerstag wurde ein starker Verband britischer Jäger, der in großer Höhe in den Raum von Cherbourg einzufliegen versuchte, schon vor Erreichen der Küste von deutschen Focke-Wulf-Jägern gestellt und acht britische Flugzeuge abgeschossen. * Die am 17. Mai durchgeführte 2. Haussammlung des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz hatte ein Ergebnis von 43 472 313,45 RM. Das Ergebnis der gleichen Sammlung des Vorjahres betrug 34 081 827,05 RM., so daß eine Zunahme von 9 390 486,40 RM., das sind 27,55 v. H., zu verzeichnen ist. ♦ Eine Verordnung über die Bildung eines Wirt- schafts-Sondcroermögens erklärt in den besetzten Ostgebieten, die der Zivilverwaltung unterstehen,, das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der UdSSR., ihrer Gliedstaaten, Körperschaften, Verbände und Zusammenschlüsse zum Sondervermögen, das treuhänderisch zu verwalten ist. * Der Großmufti Emin el Husseini und Ministerpräsident Raschid Ali el Gailani haben verschiedene Arbeitsdienstlager in der Nähe Berlins besichtigt und Reichsarbeitsführer Hierl einen Besuch ab- gestattet. * Der Führer hat dein Direktor des Chemischen Instituts der Universität München, ordentlichen Professor Geheimen Regicrungsrat Dr. Dr. h. c Heinrich Wieland, aus Anlaß der Vollendung seines 65. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um die organisch-chemische und biochemische Forschung die Goethe-Medaille für Kunst und W'sien- schaft verliehen. Aus aller Welt. Tauschhandel mit Zuchthaus bestraft. Der Fischhändler Petsche! aus Dresden stand vor dem Sondergericht, weil er sich von einem Landwirt aus Niederbayern, gegen den deshalb ein Strafverfahren anhängig ist, gegen Abgabe von Tabak, Scheuertüchern, Strümpfen, die er sich noch vor Inkrafttreten der Bezugscheinpflicht zusammengehamstert hatte, markenfrei Fleisch und Butter, insgesamt etwa vier Zentner, im Tauschwege beschaffte. Teils verbrauchte er diese im eigenen Haushalt, teils verkaufte er sie im Schleichhandel weiter. Der Angeklagte wurde zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. — Mit Rauchwaren, Schnaps und Schuhen gut ausgerüstet, begab sich der Brcnnholz- häiidler S i m m e t h aus Zwickau aufs Land, um gelegentlich einer Geschäftsreise in seine Holzaufkaufgebiete Lebensmittel bei der bäuerlichen Bevölkerung einzutauschen. Vom Sondergericht in Nürnberg erhielt er eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren. Frau Sabine Kellner aus Nabburg, die ihn gegen Abgabe von Schuhen und Rauchwaren freigebig mit Schweinefleisch, Speck, Butter, Eiern und Federvieh bedacht hatte, kam mit einer Gefängnisstrafe von drei Monaten davon. Aus der Stadt Gießen. Voll Glanz und Sonnenschein. Ueberall singt es in Wald und Feld, denn die Zeit der Liebe, in der die Vögel singen, ist da. Der Kuckuck ruft, der Sperling z milcht, aber die Finken, die Drosseln und die Amseln erfreuen uns am meisten mit ihren Liedern. Und wer am Wasser wohnt, hat jetzt jeden Abend ein köstliches Konzert, denn auch für diese Tiere ist nun die Zeit der Liebe gekommen. Das Jnsektenvolk strömt in Scharen herbei. Es summt und brummt wie eine ferne' Orgel. Wer kennt alle Käfer und Schmetterlinge? Aus dem vielstimmigen Orchester der Insekten hören wir immer wieder schrille Geigentöne heraus. Das sind die Heuschrecken. Wir müssen schon geschickt sein, um diese kleinen Turner fangen zu können, denn sie vollführen Sprünge von unglaublicher Höhe. Dann sitzen sie da und streichen mit der einen Flügeldecke über die andere: das ist ihre Musik, ihre Lebensfreude. Aber auch die Grillen gehören zu den Musikanten. In alten Häusern sitzen sie gern als „Heimchen" in der Küche, in irgend einem Löchlein und lassen in den lauen Juninächten ihre Zirptöne hören. Die Wiesen sind ein schöner, bunter Teppich, auf dem die Natur alle Farben auf das dunkle Grün der Gräser getupft hat, und am Morgen blitzt und funkelt es uns entgegen. Das ist der Morgentau, der wie Diamanten glänzt und leuchtet. In ihm brechen sich die ersten Sonnenstrahlen in allen Regenbogenfarben. Wie köstlich ist eine solche Morgenwiese im Juni! Und erst der Garten! Welche Blumenpracht! Ueber allen aber die Königin der Blumen, die Rose. In den Gärten steht sie i» allen Formen und Farben. Sie ist immer schön, schon als Knospe, wenn die zarten, rot angehauchten Blütenblättchen hervordrängen wollen aus dem grünen Kleid des Kelches. Wir nähern uns der Höhe des Jahres. Mit heiterem Gemüt und frohem Herzen wollen wir diese Tage voll Glanz und Sonnenschein genießen. Der Rosenmond ist wie ein goldenes Füllhorn. Diese läge, an denen sich Abend und Morgen fast berühren, möchten wir festhalten. H.— Schützt den Wald! Die Bedeutung des Waldes für die deutsche Volks- I wirtschaft ist in den letzten Jahren immer mehr gestiegen. Er ist die Rohstoffquelle für viele wichtige' Industriezweige geworden. Sein Holz wird als Baumaterial gebraucht, es treibt die Kraftwagen an, dient als wichtiger Ausgangsstoff für die Papierherstellung und verwandelt sich in Zellwolle und Kunstseide für unsere Kleidung. Seine Früchte, Pilze, Beeren, Kräuter und' das Fleisch der Waldtiere liefern einen wichtigen Beitrag zu unserer Ernährung. Darüber hinaus hat der Wald auch einen großen ldeellen Wert für den arbeitenden Menschen. Hier findet der Städter in feiner Freizeit Erholung und Ausruhen von dem Lärm des Alltags und neue Kraft für feine Arbeit. Der große Nutzen, den der Wald uns allen gibt, legt uns zugleich die Verpflichtung auf, ihn zu schonen und vor allem nicht der Gefahr eines Brandes auszusetzen. Gerade bei trockenem Wetter, also an schönen Sonntagen, wenn die Menschen hinausfahren, um im Walde Erholung und Ruhe zu suchen, ist diese Gefahr besonders groß. Da genügen oftmals schon ein achtlos fortgeworfenes Streichholz, ein schlecht ausgetretener Zigarettenstummel ober die Funken einer ausgeklopften Pfeife — und schon ist das Unglück geschehen und viele Hektar Wald stehen in Flammen. Die Tatsache, daß noch immer etwa 80 v. H. aller Waldbrände durch menschliches Verschulden entstehen, sollte uns bei unseren Ausflügen immer mahnend vor Augen stehen und uns alles vermeiden lassen, was die Gefahr eines Waldbrandes heraufbeschwören kann. Dazu gehören Lagerfeuer und Spirituskocher im Walde, an Waldrändern und auf trockenen Wiesen ebenso wie dse glimmende Zigarette im Munde des Rauchers. Alljährlich werden auch durch spielende Kinder sehr erhebliche Brandschäden verursacht. Neben der allgemein bekannten Gefährlichkeit des kindlichen Spielens mit Streichhölzern, muß seitens der Eltern auch dem Herumhaickieren mit Brenngläsern weit größere Beachtung .geschenkt werden. Brenngläser sind Linsen, die durch Sammlung der Sonnenstrahlen auf einen Punkt leicht entzündbare Stoffe, wie dürres Ried- und Waldgras, Strohhalme, Reisig und Papier zum Brennen bringen können. Ein solches Brennglas kann in den Händen unbeaufsichtigter Kinder zum gefährlichen Brandstistungswerk- zeug werden, wenn den Kindern nicht möglichst früh- zeitig die Gefährlichkeit ihres Tuns klar und nachdrücklich vor Augen geführt wird. Verdunkelungszeit: 5. Juni von 22.38 bis 4.32 Uhr. weiten Weg zur Arbeitsstätte hat oder für Spe- zialaufträge eingesetzt ist. Deshalb dürfen derartig wertvolle Kleidungsstücke nirgends ungenützt herumhängen. Namentlich werden die Bescheinigungen ausgestellt unter Aufzählung der einzelnen Spenden und bilden so eine Erinnerung an den kriegswichtigen Beitrag jedes Spenders. Oberkleidung von Männern, Frauen und Mädchen ist der Sammelbegriff für die Spenden zur Altkleidersammlung. Paletots, die seit Jahren nicht mehr modern sind, dürfen jetzt im Kriege nicht in einer Ecke modern, auch sie gehören zur Sammelstelle. Wer nicht selbst abliefern kann, benachrichtige den nächsten politischen Leiter. Quittung ist das Fremdwort für die Bescheinigung, die jeder Spender erhält. Röcke von Männern, aber auch Frauenröcke, Neisekleider aus vergangener Zeit, auch Reithosen aus der Jugendzeit können durch die Altkleiderund Spinnstoffsammlung wieder einer vernünftigen Verwendung zugeführt werden. Millionen Rüstungsarbeiter warten darauf, mit Kleidung genügend versorgt zu werden. Reißwolle und Reißbaumwolle sind der wertvolle Altspinnstoff, der aus den Lumpen und zer- sissenen Altkleidern entsteht, die nicht mehr trag» fähig sind und bei der Altkleider- und Spinnstoffsammlung zur Sammelstelle gebracht werden. Spende freiwillig zur Spinnstoffsammlung, komme rechtzeitig auf die Sammelstelle, so hilfst auch du zum Sieg. Noch einmal unter S die große Wunschkarte: Straßenanzüge, Sportanzüge, Schi- anzüge, Sakkos, Schürzen, Strümpfe oder überhaupt Spinnstoffreste, selbst alte Seidenfähnchen sind wertvolle Rohstoffe oder Helfer zum Sieg. Teppiche, oft total zerrissen, liegen vielfach in Öen Kellern oder auf den Speichern oder als Fang- stricke an irgendeinem Platz, wo sie keinen Zweck erfüllen. Auch diese Spinnstoffe sind wertvolle Roh- stoffe. z Unterkleider, Unterröcke und auch Unterhosen, die man selbst seit Jahren nicht mehr trägt, weil sie unmodern sind, sollten jetzt zur Sommelstelle geschasst werden. Verschmutzt, vermottet, verölt sind die Spenden genau so gern gesehen, wie gebügelt und geflickt. Wasche, wenn sie noch tragfähig ist, ist sehr willkommen. Wer sie nicht mehr braucht, gibt sie zu- jammen mit den Westen und Windjacken ab, die ihr auch schon seit Jahren nicht mehr tragt. Frau X, Herr Y und Fräulein Z wissen nun, was ihre Pflicht ist bei der Altkleider- und Spinn- stoffsammlung 1942. Bon A bis 3. Oie Altkleider- und Spinnstoffsammlung 1942. Altkleider aller Art insbesondere Anzüge, die sich zur Arbeitskleidung eignen, werden neben Altspinnstoffen auf den Annahmestellen, die in allen Ortsgruppenbereichen eingerichtet sind, zur Sicherung dex Spinnstoffversorgung gesammelt. Arbeiter aus der Rüstungsindustrie, aus dem Frontbereich und aus der Landwirtschaft erhalten die noch tragfähigen Altkleider. Soweit eine Ausbesserung notwendig ist, wird diese vor der Verteilung an die Betriebe nach der Reinigung durch Gewerbebetriebe durchgeführt. Berufskleidung wird heute viel stärker beansprucht, besonders von den neu eingesetzten Arbeitskräften, als im Frieden. Burschen- und Männer-, sowie Fraüen-Oberkleidung wird deshalb gesammelt. Denkt dabei auch an die alten Breeches, Baskenmützen, vor allem auch an die Blusen von Männern und Frauen, die ihr seit Jahren nicht mehr tragt. Wenn ihr selbst die Altkleider und Alt- spinnstoffe nicht zur Sammelstelle bringen könnt, so benachrichtigt den Blockwart, der für die Abholung besorgt sein wird, und auch die Bescheinigung zustellt, die jeder Spender unter Aufzählung seiner Spenden erhält. Chemische Reinigungsanstalten erhalten von den Auffanglägern die noch tragfähigen Altkleider und so wird dafür gesorgt, daß auch verschmutzte, verstaubte und vermottete Kleidungsstücke wieder einem guten Verwendungszweck zugeführt werden können. Dirndlkleider überhaupt Damenkleider sind begeht, weil Millionen Frauen während des Krieges an Arbeitsplätzen eingesetzt worden sind, an denen sie viel mehr Kleidung brauchen als vorher im Haushalt oder im Büro. Einsatz von Arbeitskräften ist die Parole, unter der die Altkleider- und Spinnstoffsammlung 1942 durchgeführt wird. Hilf auch du, daß jeder Schaffende die gegen Wind und Wetter notwendige Kleidung erhalten kann. Frontarbeiter helfen zum Sieg, wie die Soldaten. Sie brauchen die Oberkleidung, die in vielen Haushalten unbenutzt hängt. Filzhute, Filzschuhe, überhaupt Filze aller Art sind auch wertvolle Spinnstoffe, die der Kriegswirtschaft nützen, wenn sie' nicht irgendwo in den Häusern vermodern. Fahnen yus alter Zeit helfen jetzt durch ihre Ablieferung auf der Sammelstelle zum Siege. Gardinen, auch wenn sie zerrissen' sind, gehören 3U den Altspinnstoffen. Gabardinemäntel, selbst Gesellschaftsanzüge, die nutzlos in den Kleiderschrän- ten hängen, sind einsatzfähige Kleidungsstücke, wenn es gilt, die Arbeiter mit Kleidung zu versorgen. Hosen sind sehr wichtig zur Ergänzung der Arbeitskleidung, auch wenn es sich um Frackhosen oder die guten „gestreiften" handelt. Desgleichen werden Hüte und alte Säcke und andere Gespinste aus Hanf gesammelt. Jacken, und Joppen kramt aus den Schränken und bringt sie mit zur Sammelstelle. Kleiderschränke müssen von jedem Volksgenossen durchgesehen werden. Was an Kleidungsstücken seit Jahren ungenutzt darin hängt, gehört jetzt zur Sammelstelle. Aber auch die Kästen, Kisten und Kommoden sollen durchsucht werden. Was an nicht mehr gebrauchter Wäsche oder an Altspinnstoffen darin seit Jahren lagert, wird abgegeben. Letzter Tag der Altkleider- und Spinnstoffsammlung ist Montag, der 15. Juni. Hütet eure Lumpen, Leinenreste aber nicht bis zu diesem Tage in eurem Hause, sondern wer schnell gibt, macht den freiwilligen Helfern auf der Sammelstelle eine große Freude. Je früher der einzelne abliefert, um so früher können die Land- und Rüstungsarbeiter, die in Wind und Wetter zu tun haben, mit Kleidung versorgt werden. Mäntel^ vor allem auch Monteuranzüge und Mützen, fehlen manchem Arbeiter, der jetzt einen Gefahren des Blumenpflückens. Zur höchsten Freude der Kinder gehört da- Pflücken der Blumen. Es ist aber mit manchen Gefahren verknüpft, da viele der Wiesenblumen Gifte enthalten, die bei zarten Kindern Hautausschläge und Fieber, Erbrechen und sonstige Störungen ver- Ursachen. Zu warnen ist vor allem vor den Hahnen» fußarten. Sie haben einen ätzenden Saft, der Haut- ausschläge und Geschwüre verursacht. Tausendschönchen, Goldköpfchen und Sumpfdotterblume zählen auch zu dieser Art. Der ebenfalls gelbblühende Gift- lattich wirkt durch seinen Saft betäubend, erregt Schwindel und Erbrechen, die reizende Waldane» mone verursacht durch ihren Saft auf der Haut brennende Blasen. Sehr giftig sind die helmartigen blauen Blüten und die Blätter des Eisenhutes. Sie erzeugen Fieber, Kolik und Delirien, ja selbst Krampfe. Beim gefleckten Schierling sind die Fruchtkapseln die Giftträger. Wenn Verdacht vorliegt, daß diese Pflanzen in den Mund gesteckt rourbch, ist sofort ärztliche Hilfe notwendig.'Gefährlich sind weiter das Schwarze Binsenkraut, die Blüten des Goldregens sowie der Rote Fingerhut, der mit feinen prachtvollen traubenförmigen Blüten die Kinder entzückt; fein Stengel birgt starkes Gift. Oie Verwendung von Roggenmehl. Diele Hausfrauen möchten, um Weizenmehl- abschnitte zu sparen, von der Möglichkeit des Be- zuges von Roggenmehl auf die K-Marken oder Brotkarte A Gebrauch machen, wissen aber nicht, zu welchen Speisen sie Roggenmehl verwenden tonnen. Grundsätzlich läßt sich Roggenmehl nach den glei» chen Kochvorschriften wie Weizenmehl zum Binden aller dunklen Tunken, Suppen und Gemüse verwenden. Man läßt es recht gut und etwas länger durchkochen, da die geringe Bindefähigkeit hierdurch fast ausgeglichen wird. Als Schwitze entwickelt Roo. genmehl einen besonders kräftigen Geschmack, wie überhaupt der Geschmack der Roggenmehlspeisen herzhafter ist. Ganz besonders gut schmecken Sauer, arnpfersuppe und dunkle Zwiebeltunke, mit Rog- Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp (Schluß.) Lanos erklärte weiter: „Ich rannte hinaus und in mein Zimmer und fand Barthold tot hinter meinem Schreibtisch liegen. Neben ihm lag eine Pistole, es ist die Waste, die ich dann als Waffe Sumors gesehen habe. Irene stand mit dem Rücken an die Tür zu meinem Schlafzimmer gelehnt und hatte eine kleine Pistole in der Hand. Es ist die Waffe, die dann unter ihren Sachen gefunden wurde. Sie bat flehentlich, ich solle gleich fort- gehen, weil jedermann annehmen werde, ich hätte Barthold getötet. Ich fragte sie, was geschehen fcL Sie sagte, er sei aufgeregt hereingekommen und, habe nach mir gefragt, dabei habe er den Revolver in der Hand gehabt und geäußert, er wolle mich umbringen. Er sei dann auf sie zugegangen, und da habe sie auf ihn geschossen, also in Notwehr. Ich war sehr verwirrt, sic drängte und bat mich dauernd, mich in Sicherheit zu bringen, so daß ich wirklich meine Sachen zusammenpackte und noch am selben Abend bis Hamburg fuhr. Später las ich dann die Fahndung in der Zeitung und war froh, daß ich geflüchtet war. Aber allmählich kam doch eine ruhigere Uebcrlegung, und ich machte mir klar, daß meine Flucht ein Schuldeingeständnis sei. Anderseits sah ich ein, daß, wenn ich verhaftet würde, ich damit Irene sehr gefährde. Ich las dann in der Zeitung, daß meine Tochter zur Jubiläumsvorstellung im Eispalast auftreten werde, und da empfand ich plötzlich Sehnsucht nach einem Menschen, mit dem ich mich einmal aussprechen konnte. Ich fuhr also nach Berlin und besuchte dort meinen Anwalt, der mir riet, mich der Po- lizei zu stellen, damit die Sache geklärt werden könne. Aber das, wie gesagt, wollte ich nicht mit Rücksicht auf Irene Norodna. Im Eispalast versuchte ich, meine Tochter zu sprechen, sie zog sich jedoch gerade um, und ich stellte mich in die Kulisse, um den drei Willis zuzuschauen, und da wurde ich verhaftet. Das ist alles." Er setzte sich wieder. Jedermann war davon überzeugt, daß er die Wahrheit gesagt hatte. Der Staatsanwalt erhob sich und rief: „Daraus ergibt sich, daß die Angeklagte Norodna die Mörderin ist." Jetzt erhob sich Irene, sie war leichenblaß und schien in höchster Erregung zu fein. Ihr Haar war zerwühlt und ihre Augen aus Angst und Furcht weit geöffnet. „Nein", kreischte sie, „nein, ich war es nicht — Sumor war es —" Sumor brüllte ihr einige Worte in einer fremden Sprache zu und wollte sich auf sie stürzen; er wurde jedoch von den Polizeibeamten zurückgerissen und gefesselt. „Sumor war es, der Lanos töten wollte", schrie Irene, „nur Sumor, er machte mir Andeutungen, und ich ging deshalb in die Wohnung von Lanos, um ihn zu warnen, aber Sumor kam mit, er ließ nicht mehr ab von mir. Er drohte mir und sagte mir, ich wisse doch, was einer Zigeunerin geschehe, wenn sie ihn verrate, ihn, der aus dem gleichen Stamm sei. — Es ist wahr, Sumor war mein Verlobter, aber er war faul und schuftig, und deshalb war ich froh, als mich Lanos zu sich nahm und mich zum Variete brachte. Dann kam Lanos, und Sumor versteckte sich. Und dann kam Barthold, er sagte, Lanos sei in Gefahr, weil einer aus dem Stamme Holler ihn ermorden wolle, er wisse nicht wer, und sei gekommen, um Lanos zu warnen. Da trat Sumor vor und tötete Barthold mit einem Schuß aus seiner Waste. Dann legte er die Waffe zu Barthold, damit Lanos denken solle, es sei Bartholds Waffe. Lanos hat die Wahrheit gesagt, es war alles so, wie er geschildert hat. Als Lanos gegangen war, schoß Sumor mit meiner Waffe auf die Uhr und stellte sie. Dann ist er mit mir fortgegangen. Er fuhr nach der Hauptstraße, und ich ging zum Imperial-Dachgarten, weil ich sehen mußte, wieder ein Engagement zu finden, und dies bei den drei Willis versuchen wollte. — Das ist die Wahrheit — Sumor ist der Mörder —" Dann ließ sie sich in ihren Stuhl sinken und schluchzte laut in ihre Hände. Sumor stand jetzt auf, hob seine gefesselten Hände hoch, drängte sich zur Barre und brüllte: „Es ist wahr, ich habe Barthold, erschossen, aber sie — sie war es, die mich dazu anftiftete, weil sie von Lanos nicht loskonlmen konnte, und weil sie wieder zu mir wollte, sie ist eine lügenhafte Bestie — ich habe ihn getötet, auf ihren Wunsch, sie ist die Anstifterin —" Aus Antrag des Staatsanwalts wurde Lanos freigesprochen. Das Verfahren gegen die Angeklagten Sumor und Norodna wegen Mordes und Mordversuches wurde abgetrennt und sollte erneut verhandelt werden. * Die drei Willis hatten geduldig draußen auf dem Korridor ausgeharrt und auf ihre Vernehmung gewartet. Aber das Gericht brauchte sie nicht mehr. Die Türen des Verhandlungszimmers öffneten sich, und die Zeugen kamen heraus, voran Frau Hauck- witz mit Herrn Hanke. Die beiden schienen sich wieder versöhnt zu haben. Willis stand an der Tür und wartete auf Elisabeth. Als sie, zärtlich an Lanos geschmiegt, erschien, prallte er zurück. Doch sie machte sich los, eilte zu ihm und legte ihm beide Arme um den Hals. „Ich bin so glücklich, Eberhard", sagte sie unter Tränen, „er ist mein Vater." „Dein Vater? Lanos?" stammelte er, „oh, Elisabeth —" Jetzt trat Lanos näher und schüttelte Willis herzlich die Hand. „Mir scheint", sagte er lächelnd mit einem Blick auf Elisabeth, „ich habe meine Tochter gefunden, um sie gleich wieder meggeben zu müssen." Welt und Petersen, welche die Szene beobachtet hatten, drängten sich jetzt heran und schüttelten Elisabeth und Willis die Hand. „Wir gratulieren, Willis", sagte Petersen, „und gleichzeitig muß ich Sie um Verzeihung bitten, Elisabeth, ich war eine Zeitlang recht gemein zu Ihnen. Können Sie mir verzeihen?" Doch sie lächelte ihm nur zu. „Und Lanos?" fragte Welt. ,'Es ist alles doch in Ordnung? Verdammt, dann sehe ich keinen Grund, warum du nicht wieder zu uns stoßen willst —" „Lanos und Elisabeth", nickte Willis, „beide fern» men zu uns." „Nun ja", meinte Lanos, „es wird mir nichts anderes übrig bleiben, als mit meiner Tochter zu euch zu stoßen —" „Deine Tochter, Elisabeth?" stammelte Petersen. „Ja, es hat sich nicht mehr länger verheimlichen lassen, sie ist meine Tochter." „Oh", stöhnte der kleine Petersen, „was war ich für ein Idiot." „Das ist zwar nicht besonders höflich", lachte Lanos, „aber es ist der Beginn zur Besserung." „So wollt ihr wirklich zu uns kommen?" fragte Welt, „bann werde ich verrückt, wir bestreiten ein ganzes Programm allein: Lanos, Willis und Elisabeth —' „Nun, mir wollen alles vergessen und neu beginnen. Elisabeth wird meine Frau und Partnerin sein, du, Welt, wirst dir eine nette Frau suchen, und auch der kleine Petersen, und Lanos wird als Stammvater der jungen Willis-Truppe über uns schweben —" „Ja", lachte Lanos wieder, „ich werde schweben, aber nun kommt, mir wollen ins Hotel gehen und uns darüber unterhalten." Willis ging mit Elisabeth voraus, hinter ihnen Wett mit Franziska Leeds, die glücklich an seinem Arme hing, und am Schlüsse kam Lanos mit dem kleinen Petersen. „Sie ist wie ihre Nttttter", sagte Lanos, der mit Stolz feiner Tochter nachblickte, „zart und edel, und doch ein starker Charakter. Nie wieder fand ich eine solche Frau, und ich brauche auch keine, denn ihr alle werdet meine Kinder fein, die ich betreuen werde." „Ja", seufzte der kleine Petersen, „ich werde auch allein bleiben. Die einzige Frau, die mich restlos begeistern könnte, war Etisabeth. Sie hat gewählt, und ich wünsche ihr alles Glück. Ich werde wirklich unverheiratet bleiben, Lanos, denn ich habe bereits zu schlechte Erfahrungen gemacht." 9 Jl.Sport den ter Deichsel abwärts. Der Kleine Bär hat genau die umgekehrte Stellung wie der Große Bär. Der Junihimmel ist planetenarm. Merkur, Jupiter, Saturn und Uranus sind unsichtbar. Mars kann etwa bis zum 20. Juni am Westhimmel beobachtet werden, ist aber nurmehr ein Stern zweiter Größe. Im letzten Monatsdrittel ist der Abend- Himmel planetenfrei. Am Morgenhimmel gelangt Mondsichel. Der Mond zeigt folgende Haupttichtgeftaltenr letztes Viertel am 5., Neumond am 13., erstes Viertel am 21., Vollmond am 28. Juni. Am 22. Juni, dem Tage der Sommersonnwende, erreicht die Sonne um 3 Uhr Sommerzeit den nördlichsten Punkt ihrer Bahn, sie wendet sich dann wieder nach Süden. Am längsten Tage bleibt die Sonne in den südlichsten Gauen des Reiches etwa 153/» Stunden, an den deutschen Küsten dagegen reichlich 17 Stunden über dem Hori^nt. Die kurzen Nächte und der durch den Dämmerungsschein erhellte Himmelsgrund erschweren natürlich die Beobachtung der Sterne. Trotzdem bietet auch der Junihimmel dem Sternfreund viele interessante Objekte. Als erste Sterne erscheinen der auffallend gelb gefärbte Arkturus im Bootes, den wir gegen 23 Uhr Sommerzeit hoch im Süden erblicken, und die blauweiß funkelnde Wega in der Leier im'Osten. Links unter der Wega leuchtet Deneb als Hauptstern im Schwan. Näher dem östlichen Horizont bemerken wir ebenfalls einen sehr Hellen Stern, es ist Atair im Adler. Wega, Deneb und Atair bilden ein großes, gleichschenkliges Dreieck, das bis in den Herbst den Südhimmel schmückt. Dieses sog. Sommerdreieck ist so auffällig, daß es auch dem Anfänger ein leichtes Zurechtfinden am sommerlichen Fixsternhimmel ermöglicht. Die Sternbilder Leier, Schwan und Adler sind eine besondere Zierde unserer Sommernächte. Das Sternbild der Leier ist zwar klein, aber durch die Anordnung seiner Lichtpunkte bemerkenswert. Unter der strahlenden Wega bilden vier schwächere Sterne ein längliches Parallelogramm. Der hellste von ihnen, Beta, im Viereck unten rechts ist ein berühmter spektroskopischer, Doppelstern, dessen beide Sonnen große Leuchtkraft besitzen iwb sich, von der Erde aus gesehen, bei jedem Umlauf abwechselnd gegenseitig bedecken. Der Stern Beta in der Leier gehört wie Algol zu den sog. Bedeckungsveränderlichen. Die Gesamthelligkeit des elnem Beobachter als Einzelstern erscheinenden Doppelsterns ändert sich periodisch entsprechend der Umlaufszeit, die bei Beta in der Leier 12,9 Tage beträgt. Im Schwan bilden sechs Helle Sterne die Gestalt eines großen Kreuzes. Die Griechen des Altertums sahen in diesem Bilde einen gegen den südlichen Horizont herabfliegenden Schwan mit breiten Mügeln und langgestrecktem Hals. Der kurze Schwanz wird durch Deneb, den Hauptstern, angedeutet, der Kopf durch den Doppelstern A l b i r e ö. Schon ein kleines Fernrohr zeigt Albireo als Doppelstern. BeKreismeisterschasten der Leichtathleten. Gießen Leichtathleten sind in diesem Jahr besonders tätig. Nachdem die ersten Kämpfe auf der Aschenbahn rege Beteiligung und gute Ergebnisse gebracht haben, werden am nächsten Sonntag auf dem Universitätssportplatz die Kreismeisterschaften ausgetragen, die gleichzeitig als Qualifikationskämpfe für die am 28. Juni in Mainz stattfindenüen Gaumeisterschaften gelten. Es werden vorwiegend die ersten Kräfte des LSV. fein, die in diesem Jahr die Meistertitel beanspruchen, zumal die besten Kräfte des Nachwuchses für das Endspiel um die Gebietsmeisterschaft im Handball, das am gleichen Tag stattfindet, eingesetzt werden müssen. Trotzdem sind spannende Kämpfe und nur äußerst knappe Entscheidungen zu erwarten, da in fast allen Disziplinen gleichwertige Bewerber am Start sind, bei denen erst die Tagesform über Sieg und Platz entscheiden wird. Die' vorjährigen Meister Becker (1500 Meter), Rother (5000) und in den Wurfwettbewerben Dr. L u h sind allerdings ungefährdet. Sie stellen in ihren Disziplinen Sonderklasse dar, die sie wohl auch bei den Gaumeisterschaften unter Beweis stellen werden. Völlig offen dagegen sind die Kurzstrecken und die Sprungwettbewerbe. Bei den Frauen haben die Leichtathletinnen des VfB.-Reichsbahn den großen Teil der Meistertitel zu verteidigen, lieber ihre diesjährige Form ist jedoch noch nichts bekannt geworden. Dagegen zeigten die Frauen des Mtv., daß sie in diesem Jahr mit besonderer Sorgfalt arbeiten. Sie werden ihre Ansprüche auf Meistertitel am Somttag geltend machen. Hinzu kommen noch verschiedene Einzel- fönnerinnen anderer Vereine, die bei der Vergebung der Titel mitsprechen wollen. Ausgeschrieben wurde das volle Meisterschaftsprogramm, also für Männer 100, 200, 400, 800, 1500, 5000, 10 000 Meter, 110 Meter Hürden, 400 Meter Hürden, 4X100-Meter-Staffel, 4 X400-Meter- Staffel, 3X1000-Meter-Staffel, Weitsprung, Hochsprung, Stabhochsprung, Diskuswerfen, Speerwerfen, Hammerwerfen und Kugelstoßen; für Frauen: 100, 200 Meter, 80 Meter Hürden, 4X100-Meter- Schuck dabei. Für die Luftwaffe gilt dieses Spiel als Probespiel für die kommenden Aufstiegspiele. Folgende Mannschaft werden die Blau-Weißen stellen: Ammon, Kistler, Schuck, Weniger, Wimmler, Carstens, Brahms, Kraft II., Kraft I., Deeg, Ebert. sonders schön ist der Anblick im Fernrohr wegen des Farbunterschiedes zwischen dem orangegelben Hauptstern und dem blauen Begleiter. Die Bilder Schwan, Adler und Leier Kegen auf dem hellen Grunde der Milchstraße, die freilich im Juni infolge der hellen Nächte nur wenig hervortritt. Jedoch zeigt ein lichtstarker Feldstecher oder ein gutes Opernglas bereits den großen Sternreichtum der Milchstraße besonders in der Gegend des Schwanes, wo nicht nur die schwächsten Sternchen, sondern auch hellere Sterne eine auffallende Verdichtung aufweisen. Die Wega steht gerade am Westrand der Milchstraße. Den Raum zwischen Wega und Arktur nehmen das grpße Sternbild des Herkules und die diadem- förmig gebogene Nördliche Krone mit Gemma als Hauptstern ein. Wie der südlich anschließende Schlangenträger oder Ophiuchus und die Schlapge besitzen diese Bilder nur schwächere Sterne. Beim Aufsuchen des sonst mit freiem Auge sichtbaren Kugelsternhaufens auf der rechten Seite des obersten Sternvierecks im Herkules bedient man sich in den hellen Juninächten zweckmäßig des Feldstechers. In geringer Höhe über dem südlichen Horizont sehen wir den rötlichen Antares im Skorpion. Dieses schöne Sternbild ist wegen seiner südlichen Lage bei uns immer nur wenige Stunden sichtbar. Antares gehört zu den wenigen Sternen, deren Winkeldurchmesser man mit dem Interferometer hat messen können. Der scheinbare Durchmesser des Sternscheibchens beträgt danach 0,04 Bogenfekünden, woraus bei einer Entfernung von 330 Lichtjahren der wirkliche Durchmesser sich zum vierhundertfachen des Sonnendurchmessers ergibt, in guter Uebereinstimmung mit dem aus der Strahlüngs- temperatur berechneten Wert. Antares ist demnach einer der größten Himmelskörper, die wir kennen, ein sog. „Ueberriefe". Rechts über dem Skorpion sehen wir die beiden hellen Sterne der Waage. Weiter westlich folgen die weiße Spika in der Jungfrau und schon ziemlich tief im Südwesten das Sternviereck des Raben. Auch der Große Löwe ist bereits stark nach Westen gerückt. Wenden wir den Blick nach Norden, so sehen wir tief im Nordwesten die Kapella im Fuhrmann sich dem Horizont nähern, während im Nordosten die Kassiopeia, ein lateinisches „W" "nachahmend, auffteigt. Der Himmelswagen im Großen Bären steht links vom wenden, wodurch Brot gespart und das Roggenmehl für die Morgensuppe frei wird. Zur Herstellung von Honigkuchen oder Sirup- gebäck läßt sich Roggenmehl ausgezeichnet verwenden, z. B. kleine Honigplätzchen, die sich zum Verschicken ins Feld gut eignen, stellt man so her: 100 Gramm Kunsthonig oder Rübenkraut, 100 Gramm Zucker. 200 Gramm Roggenmehl, Vs Ei oder Austauschmittel, Honigkuchengewürz, Danillegeschmack, Zitronenschale, Kakao (je nach dem Vorhandensein), 4 Gramm Hirschhornsalz. Honig und Zucker schmelzen, abgekühlt mit den anderen Zutaten vermischen, Hirschhornsalz mit wenig Wasser verrührt dazu geben. Mit nasser Hand Kuchen formen und bei nicht zu starker Hitze abbacfen. Staffel, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen und Diskuswerfen. Die Kämpfe beginnen bereits vormittags unb werden mit ©ferne in der Iuninachi Von Dr. Erwin Kossinna. Entscheidungen am Nachmittag fortgesetzt. 1900 — Luftwaffe. Nach langer Pause treten auch die Blau-Weißen wieder auf den Plan, um am Samstagabend auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe ein Freundschaftsspiel gegen die Luftwaffe auszutragen. Die Mannschaft der Blau-Weißen erscheint diesmal wesentlich stärker als im letzten Derb and ssp i el; vor allem sind die Urlauber Kraft I., Kraft II. und Handball der HI. Bann 117 Ma i n z — Bann 116 Gießen. Auf Anordnung der Gebietsführung der HI. wurde das ausgetragene Entscheidungsspiel um die Gebietsmeisterschaft für ungültig erklärt. Die Banne Offenbach und Frankfurt wurden aus dem weiteren Wettbewerb ausgeschlossen. Mainz und Gießen als die Unterlegenen der Zwischenrunde wurden als Endspielgegner bestimmt. Diese tragen nun am kommenden Sonntag in Wiesbaden das Entscheidungsspiel aus. Mainz wurde in dem Ausscheidungsspiel von Offenbach erst in der Spielverlänge, rung mit 11:10 Toren bezwungen, während Gießen gegen Frankfurt 10:7 unterlag. In dem kommenden Spiel werden die Vertreter des Gießener Bannes wahrscheinlich in der früheren bewährten Aufstellung antreten. Die letzte Niederlage hat der Mannschaft gezeigt, welche Mängel behoben werden müssen. . Watzenborn — Krofdorf. In einem Freundschaftsspiel stehen sich beide Mannschaften in Watzenborn gegenüber. Bei der letzten Begegnung mußten die Gastgeber eine Nieder, läge hinnehmen. Trotz der längeren Ruhepause erwartet man diesmal ein besseres Abschneiden. DI.-Llasse. Mtv. Gießen — Lang-Göns. Zwei gleichstarke Mannschaften stehen sich hier gegenüber. Schon im Vorspiel trennte man sich unentschieden. Diesmal haben die Gießener den Vorteil des eigenen Platzes. Fußball-Zwischenrunde. Von den 25 Meistermannschaften, die vor wenigen Wochen zum Endkampf um die Deutsche Fußballmeisterschaft antraten, sind nach zwei k. o.-Run- den nur noch acht übriggeblieben, die am kommenden Sonntag in vier Spielen um einen Platz in der Vorschlußrunde kämpfen werden. Es spielen: in Frankfurt a. M.: Kickers Offenbach — Werder Bremen; in Gelsenkirchen: Schalke 04 — ff Straßburg; in Berlin: Blau-Weiß Berlin — VfB. Königsberg; in Wien: Viebna Wien — Planitzer SC. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter btf HauptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadl Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Univerjilätsvruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. K zubereitet; auch Spinat, Melde, Römisch- rrden geschmacklich angenehm bereichert. Zu hellen Tunken, feinen Gemüsen und Eierkuchen ist Roggenmehl natürlich weniger geeignet. In manchen Gegenden ißt man kleine Roggenmehlpfannkuchen aus dickflüssigem Hefeteig (ähnlich wie Buchweizenküchlein). Wer auf feine morgendliche Frühstücksfuppe augenblicklich verzichten muß, die von Haferflocken oder ähnlichen Nährmitteln hergestellt wurde, kann auch eine Roggenmehlsuppe essen, die ebenfalls kräftig schmeckt (80 Gramm Roggenmehl auf 1 Liter Flüssigkeit). Wird an Stelle von Nährmitteln auf die Nährmittelkarte Weizenmehl ausgegeben, kann man dieses zum Backen von einfachen Hefekuchen ver- Polarstern und bewegt sich mit nach oben gerichte- Venus in eine günstigere Stellung unb ist Ende ......... “ ‘ " Juni reichlich 1% Stunden vor Sonnenaufgang sichtbar. Am 9. und 10. Juni blldet sie gegen 3% Uhr.morgens eine hübsche Konstellation mit der ............... I I I......III......... Wir erhielten die schmerzliche Nach- richt, daß unser herzensguter, braver, Sk ältester Sohn, unser lieber Bruder Norbert Triller, Obersoldat in Ausübung seiner soldatischen Pflichten durch einen Unglücksfall den Tod gefunden hat. Er starb im blühenden 22. Lebensjahr an der Ostfront im tiefen Glauben an den Führer und Deutschland. Seine und unsere Hoffnung auf ein Wiedersehen gingen nicht in Erfüllung. In tiefem Schmerz: Karl Triller u. Frau Rosel, geb. Pieroth Winfried Triller,z. Z. im Felde Hans Klaus Triller. Gießen (Graudenzer Straße 20), 4. Juni 1942. Mit der Familie trauern auch wir um unseren verstorbenen Arbeitskameraden. isioD Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Schunk & Ebe. __1809 D Tieferschüttert erhielten wir die Nach- richt, daß unser lieber, sonniger Junge, zSl Bruder und Schwager, der Off.-Anwärter Helmut Hahn Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment kurz vor seiner Beförderung zum Feldwebel, im blühenden Alter von 22 Jahren, nach glücklich überstandenem Westfeldzug, im Osten den Heldentod für sein geliebtes Vaterland fand. Er ruht auf einem Heldenfriedhof im mittleren Frontabschnitt. Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah. w In tiefer Trauer: Karl Hahn u. Frau Maria, geb. Jung; Erwin Hahn.z.Z. im Felde, u. Frau Maria, geb.MUIIer; Rich. Hahn, z.Z. im Felde, Mathilde Hahn, D.R.K.und Elli Hahn. Hörnsheim u. Gr.-Rechtenbach. 5. Juni 1942. Die Trauerfeier findetam Sonntag, dem7. Juni, 14.30 Uhr statt. ---------- Mit den Angehörigen trauert auch die Betriebsftthrnng und Gefolgschaft der Fa. Emil Schmall, Biergroßhandlung n. Eisfabrik, Gießen. -__02654 schnell und IMMER GLEICHBLEIBEND GUT— WEIL AUS DEN SIDOL-WERKEN ElflSTOCORN Sek von Hühneraugen ’ quälen fassen? Nein! Nach < Auflegen einer Elasfocorn- Pflasterbinde zieht der Schmerz schnell ab. Das Hühnerauge läßt sich nach kurzer Zeit ablösen. 1165 V Hier trägt FrauSchuRz es, frisch gebläut. Was glauben Sie, wie die sich freut? Sie führt den Kran tagaus, tagein, im Trainingsanzug geht das fein! DER REICHSBEAUFTRACTE DER NSDAP FÜR ACTMATEMaUERFASSUHG Das ist Frau Beckers Trainingskleid, es stammt aus ihrer Mädchenzeit. Inzwischen ward Frau Becker dick, nun paßt’s nicht mehr, das gute Stück. flfl _ MW__ --------ROK»-------- ALTKLEIDER-und SPINNSTOFF SAMMLUNG 1942 1.-15. JUNI Bauplatz oder Garten zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unt. 1820D an den Gießener Anzeiger erbet. Für In- und Ausland Wachposten gesucht unter günstigsten Bedingungen. Schriftliche Bewerbung an den Bielefelder Heimschutz, Bielefeld 1807 V Mietgesuche Heizbare Mansarde mi langes Mädchen zu vermieten. — Schriftl. Ang. unt. 02693 an d. Gieß. Anz. KletneAnzeigeri im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet unb gelesen. 2 Schülerinnen der Schule für med. techn. Assistentinnensuchen zum 15. Juni gutmöbl.Wobn- n.Srblarzimm.. 2-Bett.-Zimmer oder je ein Einzelzimmer. Schriftl. Angeb. unter 02682 an den Gieß. Anz. Jg., berufstätige Frau sucht 1—2 leere Zimmer auch Teilwobn./ sofort od. später. Schr. Ang. unt. 02685 a.d.G.A. Berufstät. Frau sucht freundlich., heizb., möbliert. Zimmer Schr. Ang. mit. 02684 a.d.G.A. 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Juni, verlegt! 1786 D LICHTSPIELTHEATER Gloria-Palast, Seltersweg: SCHICKSAL K9oA Die Vorstellung heute abend 8 Uhr fällt aus! (KdF.) Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: AVE MARIA Tägl. 3,5.15,8, So. 2.30,5,8 Uhr