Donnerstag, 5. Mär; M2 Annahme von Anzeigen i für die Mittagsnummer bis 8l/a Uhr desVormittags Anzeigen-Preise: Änzetgenteil 7 Rvf: je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüN eDiengenstaffel B Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr fy2. Jahrgang Nr. 5$ Erscheint täglich,, au her Sonntags und Feiertags Beilagen: Giehener Familienblatter Heimat imBild Dle^-scholle Bezugspreis: Monatlich ... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ , .25 auch bei Nichterschemen von einzelnen Nummern infolge Höherer Gewalt Kernsvrechanschlnft 2251 Drahtanschrift:^,Anzelger^ Postscheck 11686 Franlf./M. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen S^ri6ie6enS*uIftraße 7-9 Schiffe und Kanonenfutter eingeschlossen und vernichtet nördlichen Abschnittes geführte Angriffe Ausländer und wer sonst gewesen sei, den das Schicksal bei einer ebenso verabschuungswürdigen wie sinnlosen Tat richtete. Vielleicht gerade wegen dieser Zurückhaltung wird es dem Beobachter jeder Richtung klar, wie solche Handlungen von den Türken beurteilt und auch geahndet werden dürften. Es ist wohltuend, zu bemerken, wie empört gerade auch der einfache Mann in diesem Lande, in dem Attentate nicht 311 den UmganLMme» MöW» W MtÄ veiMteilt und B e r l i n. 4. März. (DAV.) Zu dem im Bericht des Okw. gemeldeten Bombenangriff britischer Flugzeuge auf Paris berichtet die französische Nachrichtenagentur ,,Havas-OF3.', daß der feige britische Angriff auf die friedliche Zivilbevölkerung bisher 60 0 Todesopfer und über 1000 Verletzte forderte. Der stellvertretende französische Ministerpräsident D a r l a n hat durch zwei seiner unmittelbaren Mitarbeiter die Stätten, wo die englischen Bomben über Paris abgeworfeu wurden, noch in der Nacht besichtigen lassen und sich am nächsten Morgen selbst dorthin begeben. Er stellte fest, daß die meisteu Opfer aus Frauen und Kindern bestehen. Admiral Darlan Hst die Schwerverletzten in den Krankenhäusern besucht und Anweisung zur Unterbringung der Obdachlosen gegeben. Der Admiral, der von den Schreckensbildern offensichtlich sehr ergriffen war, spendete einen Geldbetrag zur Linderung der ersten Not dieser Opfer Englands. Darlan begab sich an- schlsehend nach Vichy zurück, wo er dem Marschall p ö t a i n über seine Eindrücke berichten wird. Der französische Staalschef, der sich seit den ersten Morgenstunden telephonisch über den englischen Bombenangriff auf Paris, über die schweren Opfer und über den Umfang der Schäden unterrichten liest, hat den von dem Angriff betroffenen Familien und den unschuldigen Opfern seine tiefste Anteilnahme bekundet. 3n einem Lande, so heistt es ip einer amtlichen Verlautbarung, das durch die Folgen des Krieges schwer getroffen wurde und jeglicher Verteidigungsmöglichkeiten beraubt ist, halber blutige Angriff In der Nacht zum 4. März nur der zivilen Bevölkerung gegolten. Das ganze französische Volk betrachtet dieses Vorgehen mit Abscheu und sieht es als einen Angriff gegen die gesamte Nation an. Marschall PLtain hat sofort angeordnet, dast der Veisehungstag der Opfer als Tag der Nationaltrauer gelten soll. Oer Wehrmachtberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 4. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Einschliestungsfr0nt von Sern a st 0 p 0 l wurden sowjetische Kräfte beim Versuch, die deutschen Stellungen zu durchbrechen, einge- schlossen und vernichtet. Bei hohen blutigen Verlusten des Feindes wurden 940 Gefangene eingebracht und 16 Panzer sowie zahlreiche Maschinengewehre und Granatwerfer erbeutet. 3tp Donezgebiet wiederholte der Feind feine vergeblichen Angriffe. 3m Gegenangriff zerschlugen Gebirgsjäger, Panzer- und Fliegerkräfte in vorbildlichem Zusammenwirken ein feindliches Kavallerie- korps. Unsere Panzer fliesten in den zurückweichenden Feind hinein und fügten ihm schwere Verluste zu. An verschiedenen Stellen des mittleren und Ostfront insgesamt 75 Panzer. Bei einem Gefecht zwischen deutschen Räumbooten und britischen Schnellbooten im Kanal wurde ein feindliches Schnellboot durch mehrere Treffer beschädigt. 3n Nordafrika wurden die Anlagen des Wüstenflugplahes El Kabrit am Suezkanal 35 Mill. BRT. verfügten, aber das glaubt den Briten heute kein Mensch mehr, abgesehen davon, dast kurz zuvor eine Reuter-Meldung als Ziel, das man mit Anspannung aller Kräfte der Werften, erreichen müsft, die Erhöhung des Schiffsb-estandes auf 20' Mill. BRT. angegeben hatte. Das pastt nicht recht zusammen, denn auch bei diesem Ziel war ausdrücklich von der englischen und der amerikanischen Gesamttonnage die Rede. 15 Millionen BRT. Schiffsraum fallen nun einmal nicht so plötzlich vom Himmel. England hat eben auch nicht mehr ,-die Schiffe dazu". Im Zusammenhang damit steht eine noch bedenklichere Erscheinung, es fehlen jetzt auch die M ä n - Der Nachtangriff englischer Flieger gegen das Gebiet von Grost-Paris hat niemanden getroffen als ... die französische Zivilbevölkerung. Jeder Franzose mag in diesen Tagen an den Ueberfall auf französische Kriegsschiffe in Oran und Dakar denken; mag sich an den rühmlosen, langwierigen „Blitzkrieg" ’ der Engländer in Syrien erinnern; mag sich fragen, warum die Engländer ihre Bom- der nicht 1940 geschickt haben, als es noch um den Sieg in Flandern ging; mag auch finden, dast die englischen Bomber den Kolonmlholländern sehr zugute kämen, aber ... diesen Kolonialholländern, die verlassen in einem Kampf um Tod und Leben stechen, keine Hilfe bringen, sondern ihren Bombensegen über der Zivilbevölkerung von Paris ausstreuen. Alle diese Fragen sind nqtürlich und liegen wirklich nahe. Sie treffen aber nicht die Substanz. England ist das einzige Land vor der Epoche, die durch den Weltkrieg 1914 eröffnet wurde, gewesen, das das Privateigentum feindlicher Staatsbürger als Raubgut genau so ansah, wie die Küstenbevölkerung eines unzivilisierten Staates das Strandgut. Alle Nationen haben begriffen, daß die Freiheit der Meere eine Sicherung des Friedens wäre, wenn sie geachtet und verbürgt ist. England setzt ihr das angemastte Recht der Blockade gegenüber, jener Blockade, die den Zusammenhang des französischen Mutterlandes mit den eigenen Kolonien genau so aufhebt wie etwa den Zusammenhang Porugals mit den portugiesischen Kolonien. Der Pariser Mord und die englische Auffassung von dem „feindlichen Eigentum" und der Versuch, alle Weltmeere in den Dienst englischer Hungerpolitik zu stellen: all das ist Ausfluß derselben britischen Selbstsucht. HranzSsischerFrachter versenkt. Berlin, 4. März. (DNB.) Der französische Frachter „PLM 20" (5400 BRT.) rpuHg im Mit, „Flandern" nahm hierbei in erbitterten Nah- kämpsen 2 5 feindliche Bunker. Am 2. und 3. März verlor der Gegner an der offenbar. Die Situation der Türkei ist sehr delikat. Sie fühlt sich zwischen Szylla und Charybdis und außerdem von Sirenenklängen ganz eigener Art umstrickt, aus denen man die heterogenen Melodien vernehmen kann. Die Türkei bedarf aber in diesem Falle^ nicht der paralysierenden Watte, da sich die Musik mit Disharmonien von Bomben- und Torpedoexplosionen darbietet und daher weniger zu betören als zu belehren geeignet erscheint. Die Kapellmeister, mögen sie ihren Taktstock von Osten oder von Westen empfangen, haben kein sehr harmonisches Konzert zustande gebracht, und gellende» Pfiffe und faule Aepfel als Applaus erhalten. Es kann die Veranstalter daher nicht wundernehräeu. wenn man den neuesten Reden und Tagesbefeblcn Roosevelts, Churchills und Stalins hier mit einer sehr realen Skepsis gegenübersteht. Man erkennt die bedenklichen Punkte dieser Aeuherungen sehr klar, die vor allem darin liegen, daß England Ver sprechungen an die Russen machen zu müssen glaubt und Stalin an die Völker Europas. Atay nimmt im „Ulus" diese Politik in einer Art zur Kenntnis, N* man nur als äußerst skeptisch bezeichn nm kamr. gen die USA. nicht. Lyttleton sott helfen. Die ALängel in der englischen Produktion. Das Vordringen der Japaner auf Java Tokio, 4. Marz. (OstasieNdienst des DNB.) Motorisierte japanische Truppen - erreichten in den frühen Morgenstunden des Mittwoch einen Pwrkt westlich von Surabaja, wo erbitterte Kämpfe mit den feindlichen Truppen statffan- den, die verzweifelte Versuche unternähmen, den Ansturm der Japaner zum Stehen zu bringen. ,Homiuri Schimbun" meldet, das niederländische Hauptquartier habe am Abend des 3.3. bekanntgegeben, daß nordwestlich von Bandung heftige Kämpfe zwischen niederländischen und japanischen Truppen, im Gange seien. Die Japaner hätten einen heftigen Vorstoß in Richtung Bandung I unternomen. Skepsis in der Türkei Von unserem K.-Korrespondenten. Ankara, März 1942. Zwei Ereignisse haben in den letzten Tagen die Türkei aushorchen lassen und die öffentliche Meinung skeptischer denn je 'gemacht: das Attentat auf den deutschen Botschafter von Papen, und oer Fall .„Tschankaya", die Torpedierung eines türkischen Motorschiffs in türkischen Hoheitsgewässern des Schwarzen Meeres in der Nähe des Bosporus. So wenig die beiden Ereignisse auf den ersten Blick miteinander zu tun haben, so stehen sie für den einsichtigen Türken, deren es viele in allen Schichten gibt, zueinander in gewisser Beziehung und iverden in der ganzen Türkei scharf verurteilt. das Bedürfnis hatte, seiner Sympathie für das Mißlingen Ausdruck zu verleihen. Somit wurde dieser Anschlag zu einem Bumerang, der dem Schleu- derer ins eigene Gesicht zurückschnellte. Der zweite Schlctg gegen die von den verantwortlichen Männern der Türkei für erwünscht und richtig angesehene Politik erfolgte mit der Torpedierung der „T s ch a n k a y a", die keine kriegerische Handlung, sondern eines der „schwärzesten Verbrechen" gewesen sei, wie dies Yunus Radi in der Zeitung „Cumhuriyet" aussprach. In diesem Blatt wird die Tat nach Schilderung der dramatischen Umstände der Torpedierung mit dem Versuch des Meuchelmordes an der sich rettenden Besatzung zum Anlaß genommen, eine ungewöhnlich scharfe Warnung an die Adresse des Schuldigen zu richken, dessen Flagge zwar nicht bekannt ist, an dessen Identität aber bei der ganzen Sachlage kein Zweifel herrschen kann. Die Motive der Torpedierung eines neutralen Schisses, das einen recht bescheidenen Handel mit dem bulgarischen Nachbarn zu treiben versuchte und dessen Gesamtwert geringer ist als der eine feindliche Torpedo, geschweige denn der zweite, welchen das U-Boot dafür benötigte, sind ja nur 511 Bei aller Zurückhaltung, welche die bisherigen Nachrichten über das Attentat auf Papen verraten, um so mehr als die polizeilichen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind und die vielfarbigen Gerüchte von dem Stand der Untersuchung und der Identität des Attentäters nicht mehr als Gerüchte sind, ist festzustellen, daß die türkische Regierung eine eindeutige Haltung eingenommen hat. Sie ist und läßt keinen im unklaren darüber, wo die Täter auch dieses Anschlages zu suchen sind. Die Erklärung des offiziösen „Ulus" „We have the men, we have the ships, we have the money too“, wir haben die Männer, wir haben die Schiffe, wir haben dqs Geld dazu. — Dieses alte englische Dieharü-Lied stimmt heute ebensowenig mehr wie das Lied des britischen Nationalstolzes, „Britannia rules the waves“, von dem erst kürzlich eirt englischer Admiral sagte, daß er es heute nicht mehr hören könne. Daß die Engländer heute keineswegs mehr „das Geld dazu" haben, pfeifen bereits die Spatzen von den Dächern, -dn dem Augenblick, in dem Roosevelt oder richtiger gesagt, die Finanzjuden Amerikas, ihre Hand von dem Totengräber des britischen Empire, Herrn «ll, ybziehen, ist der Bankrott Englands offen - der auch die Schiffe haben die Engländer nicht mehr. Allein von Deutschland wurden an , britischer und Britannien dienstbarer Tonnage bisher 15,5 Millionen BRT. versenkt. Das ist reichlich die Hälfte der Tonnage, über die England und die Vereinigten Staaten zusammen bei Beginn des Krieges verfügten. Damit ist freilich nicht gesagt, daß bereits die Hälfte aller Schiffe versenkt sei, über die England und die Vereinigten Staaten im Kriege überhaupt verfügten. Die Briten haben ja an Schiffen zu- sammengeraubt, was sie nur immer finden konnten und haben auf diese Weife noch eine' ganz hübsche Millionenziffer von Tonnage chvem eigenen Schiffsbestand hinzufügen können, aber weder diese Flotte noch die Neubauten reichen auch nur annähernd' aus, um die Verluste zu decken. Es ist heule kein Zweifel mehr, daß der Schiffsraummon- gel allmählich ein katastrophales Ausmaß angenommen hat. Die Hoffnung, daß der Eintritt Nordamerikas in den Krieg auf diesem Gebiete eine Er« leichterung bringen werde, war einer der Hauptgründe 'dafür, daß Churchill systematisch auf dieses Ziel hinarbeitete. Als er diesen seinen „Träum' aber endlich erfüllt sah, da zeigte die Wirklichkeit auch hier wieder ein ganz anderes Gesicht, als man erwartet hatte. Die Ausdehnung des Krieges hatte die von den Plutokraten nicht voransgesehene Wirkung, daß aus der „Schlacht im Atlantik" eine „Schlacht auf den sieben Ozeanen" wurde, wie man es in England ausdrückt. Auf allen sieben Meeren der Welt ertönt heute der Schrei nach Schiffen. Rund um die halbe Erde müssen englische Geleitzüge dampfen, wenn Großbritannien ans Prestigegründen irgerckwo wenigstens den Schein einer effektiven Hilfeleistung wahren muß. Der Plan einer Zusammenlegung der gesamten englischen und amerikanischen'Tonnage (wobei aber die Führung in Washington liegt)- ist zwar zum Abschluß gekommen, und stolz wurde der Welt verkündet, daß die Alliierten damit über eine Tonnage von rund t 1 rt/W , /V » Ifüllbarkeit der Rooseveltschen Prahlereien überzeu- Gowisüsche Kraste vor Sewastopol I her mengenmäßig an der Spitze des Schiffsbaues. - - - - ' Kein einziges der 25 Standardschiffe der Welthandelsmarine ist in den USA. gebaut. Schiffe werden nicht durch Programmerklärungen, sondern durch Spezialingenieure und eine Facharbeiterschaft mit langer Tradition gebaut. Und darüber verfü- Stockholm, 3. März. (Europapreh.) Die Ankunft Oliver Lyttletons, des neuen Produk- tionsministers, in London (er war bisher britischer Kabinettsminister für Vorderasien in Kairo) hat den — , , v - .Kritikern am gegenwärtigen Stand der englischen südlich des grasten Bittersees in der Nacht zum «Produktion erneut Anlaß gegeben, ihre Klagen vor- 3. Rlärz von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen, rubringen. Von den verschiedensten Seiten und auf Ls entstanden große Brände und heftige Explosiv- den verschiedensten Gebieten wird die Kritik laut, nett in hallen, Beftiebsffofflagern und anderen Ein- Wie der Londoner Sorrefponbent der „Göteboraer iCI’q™ÖUF, ™ a.m ? 'S . ..........hßmOTl 6or» im iUlammt tmtn Militärische Ziele des Hafens Alexandria Marken Eindruck gemacht. Beide Admirale hatten wurden in der vergangenen Nacht mit Bomben be- ^ie mangelnd e Ausnutzung der Werften legt. kritisiert und den Stand des Neubauprogramms wie Der Feind flog in der letzten Nacht in die Deutsche auch der Schiffsreparaturen als u n b e f r i e d i - Bucht ein und verlor ein Bombenflugzeug. Weitere gen d bezeichnet. Nachtangriffe britischer Bomber richteten sich gegen | Gleichzeitig erscheint ein Bericht be^ parfamen- Paris, 4. März. (Europapreß.) Der feige Ueberfall britischer Flieger auf Paris hat allgemeine Empörung ausgelöst. Die Pariser Abendzeitungen nehmen in sehr energischer Sprache gegen den ehemaligen Verbündeten Stellung. „Paris Soir" schreibt, der verbrecherische Wille Englands habe wieder unschuldiges französisches Blut fließen .lassen. Noch schärfer erklärt die Zeitung „Nouveaux Temps", nachdem England auf allen Krieasschau-1 platzen nur Mißerfolge erzielt habe, organisiere es nunmehr kaltblütia den Massenmord an der friedlichen französischen Bevölkerung. Frankreich sei es sich schuldig, schnell und energisch zu antworten. Wenn es nicht eine feste und unzweideutige Haltung einnehme, werde alles das unwiderbringlich verloren gehen, was der Marschall dem Lande an I nationaler Ehre tjabe retten können. Nach dem finsteren Verbrechen der letzten Nacht sei. kein Platz I mehr für platonische Proteste. Der erste Eindruck i n Vichy nach dem feigen I britischen Ueberfall auf ffiedliche Pariser Wohnviertel, die weit entfernt von kriegswichtigen Industriezentren liegen, ist der allgemeiner Entrüstung. Die Initiative wird hauptsächlich den in London sitzenden Gaul list en zugeschrieben. Die Ermordung von vielen hundert Parisern werde hoffentlich jedem die Augen öffnen, der sich noch Illusionen über die Ideologie des Exaenerals de Gaulle mache. Der Bombenangriff auf Paris sei | nach der Ausrottung der von de Gaulle und England bezahlten Terroristen die neue Methode, Unruhe in das französische Volk zu tragen. Churchill solle wenigstens nicht behaupten, daß er aus Liebe zu. Frankreich Paris bombardieren ließ, schreibt der „Petit Parisi en". Die Blut- nacht von Paris zeige, daß er seine Mordwut und seine teuflische Heuchelei zu steigern enffchlossen sei. In Flugblättern, die die englischen Flieger ab- warfen, werde behauptet, daß die Franzosen diese Bombenwürfe billigen müßten. Könnten doch die Engländer fetzt einmal die französischen Opfer dieser Bomben befragen, sie würden ihnen schon die richtige Antwort geben! „Churchill und seine Mörder — denn das sind keine Soldaten mehr — schlagen alle Rekorde der Heuchelei, der Schande und der Feigheit Da sie auf den Schlachtfeldern geschlagen wer- den, suchen 'sie M «Witig teinen Geisel ch-en.' daß die" Türkei diese und lechen den ,lieben französischen freunden' w't Machenschaften und Störungen ihres inneren und Sprenastafs ihre chtlfe. Das ist das etnztge °M-rt-' ^^en Friedens sich nicht gefallen lassen will. Di- Geschenk für Frankreich Wabrend des Kamnses dieses Blattes sprechen bei aller Zurückhal- keins m'lttartsche chilfs, in de^ Nt»-rlagi! keine Nah- tung, bjc ^an if)m hinsichtlich der noch schwebenden rungsmtttel, wohl aber Erpressung und Tod. Untersuchung anmerkt und zu denen die Freund- , ------— schafts- und Sympathieerklärungen Deutschland und — v- • . Papen gegenüber in einem picht zu verkennenden. Der Oatrei nacy ütwren. Gegensatz stehen, eine deutliche Sprache, ebenso wie m --rinrkivruck) In einer die Tatsache, daß die gesamte türkische Presse die Genf, 5-..^ar3- sRefchleu; des Führers und des ^eid)5au^en’ Betrachtung über die N g - londoner Ministers bevorzugt veröffentlichte. Es ist dem- nigung des Schiffsbaues äußert stcy oer ^rwoner üon untergeordneter Bedeutung, ob es Ä Expreß" auch ZudemR oo s 9*0 Nichtmohammedaner, ein Pole oder sonstiger S ch i s f s b a u p r o g ra m m T T , I 9fitr Itnh mor fnnfi- nompfpn fpi den da§ das nächst» Jahr. Roosevelt habe für dieses Jahr acht Millionen und für 1942 sogar zehn Millionen BRT. neuen Schiffsraum versprochen England habe es in seinem besten Baujahr 1924 nur bis auf eine Million BRT. gebracht. An die britische Regierung wird die Mahnung geachtet, alle Hindernisse auszuräumen, um „Schiffe, Schiffe und nochmals Schiffe" zu f^affen. — 6er „Daily Erpreß" müßte mit dieser Geaenaberstellung auch den vertraueusfeügsien ©tflfgiwSi vöu v.er Uusrs ta F-inde- blieben erfolglos. Del einem °'^en ^ Gebiet von @ r o 6 - P a r i» Die örtlichen Angriffsunlernehmen wurde der Feind Zivilbevölkerung halte hohe Verluste an Toten und ber Kohlenwirtschaft beschuldigt und Einzel- aus seinen Stellungen geworfen. Die L e g i o n > Verletzten, I heitsn über den verfehlten Einsatz der Bergarbeiter enthält. Schließlich treffey in London fortlaufend - v ttw f Ardeiterabprdnungen ein, die sich über die man- Der britische Bombenangriff auf Pans, äsäs ss® sää wo die Arbeiter einer Flugzeugmotorenfabrik er- 600 Todesopfer und 1000 Verletzte, meist Frauen und Kinder, forderte der klärten, in den letzten is Monaten m m ihren Be- 6riiif*e Ueberfall auf tue Iran,»lisch- Zivilb-vött-run». Jgg ’i'JiS Ä 7° ämä &«*.»«* SÄ ÄTfiS ff lichtbar die französischen qoheüsabzeichen trug Neun elf halbtags,chichten 4000 Arbeiter 2er Se,a^9 ^te" i S h ÄSÄ »W erschienen. Das Blatt schließt mit der Fest, bezahlen. Die Ladung b- °nd aus Phosphat, i Lyttleton vor unerhört großen Auf- das für die französische Landwirtschaft bestimmt war. ^aben stehe.' Größte Entrüstung^ in Frankreich. Die Verantwortung der Gaüllistem Der Herzog von Aosta gestorben Notgedrungen mußte England den austra- en Truppen die Heimfahrt gestatten, weil das her. den Amadeus von ZarumZapan die SeeschlachtenvorZavagewann Herzog sein Testament aufgesetzt und n Gruß an den König und Kaiser sowie der - gleich zur japanischen Flotte ein schlechtes Z > sammenwirken bei den Operationen im D< Darin vertreten wären die Kongreßpartei, die Wie das USA -Marinemimst-rium b-kanntgeben muselmanilche Liga und die anderen Gruppen, mutz, ist der amerikanische Zerstörer .Zacob Sones Sowohl di? bisherigen Rechte des Staatssekre- im Atlantik torpediert worden und gesunken. Der tariats als auch diejenigen des Rates für Indien nach dem Weltkrieg vom Stapel gelaufene $er würden dieser ÄegiEng übertragen «erden. Das störer besah eure Wasse-verdrangung con 1090 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 35 Knoten. (Nachdruck verboten.) 31. Fortsetzung. aus dem Walde, erzäl ein halbes Jahr in 1 nach und und Tokio 3. März. (Europapreß.) Nach den Erfolgen der japanischen Marine vor Java veröffentlicht das Marineamt aus Schonanto einen Bericht, der im einzelnen das Stärkeverhältnis der beiden sich gegenüberstehenden Flottenverbände untersucht und die Gründe der japanischen Ueberlegenheit dar- Der britische Dampfer „Mac Gregor" (4000 BRT) wurde in der Nähe der Küste von San Domingo torpediert und versenkt. Der amerika» Nische Frachter „Marone" (8000 BRT.) ist unwett der amerikanischen Küste torpediert und versenkt worden. 39 Mann tonnten Norfolk erreichen. "Und also?" , m L „Also? Also müssen entweder unsere Beziehungen wieder normal werden, was, weiß Gott'., das beste wäre, oder sie muß eben ihre Zelte anderswo ausschlagen. Mein großmächtiger Schwager Sttakvmtz wird wohl soviel Einfluß besitzen, daß er dem pm- gen Mann irgendwo eine gute Stellung verschaffen kann?! Ist ohnehin viel zu schade für diese Dorfpraxis. Das muß Ulla einsehen„ — das wird sie einsehen. Ich reise gleich morgen." „Also, reise, Jan. Hoffentlich erlebst du mcht dieselbe Abfuhr wie ich. Ich war auch so optimistisch. Es wird ohnehin für mich schwer sein, Ulla wieder zu begegnen — nach all diesem. Aber sei überzeugt, mein Lieber, an mir und meinem besten Willen soll es nicht fehlen ..." Er beugte sich über sie und küßte sie mit geschlossenen Augen in das duftende Haar. Sie hielt ihn fest, um ihm einige Rollenbilder zu zeigen. Er stellte sich, als ob ihm das lebhaft interessiere: aber in Wirklichkeit wünschte er alles weit, weit weg, was an ihre Theaterlausbahn erinnerte ... Am Nachmittag war er mit Abbeq und Forstmeister Koch droben im Walde, um über Holzkäufe durch die Hütte zu verhandeln: auch das war gestern verabredet worden. Dabei erfuhr er, daß der Konzern unweit der Sophienau, am Wildbache, eine Billa für den künftigen Direktor bauen werde: sobald der Frost vorüber sei, beginne man mit dem Betonieren der Fundamente, dann sei die Montage eine Angelegenheit weniger Wochen, das schlüsselfertige Blockhaus sei bereits bei einer großen auswärtigen Firma in Auftrag gegeben. „Und um Mitte April machen wir einen solennen digen Wohnsitz hatte, rief die Nachricht von feinem Tode besonders lebhaftes Mitgefühl hervor. Zum Zeichen der Trauer haben die Theater Neapels wie auch Roms für Mittwoch sämtliche Vorstellungen war also ein Ende abzusehen! Am späten Nachmittag, als sie am Flügel saß, brachte Fabian auf silbernem Tablett eine Karte: Arnold Fontane. „Für mich?" „Der Herr hat zuerst nach Herrn Baron gefragt —" Sie ließ bitten und ging hinüber in den Wintergarten, in dem zwischen dem grünen Pflanzen- gewucher noch das letzte Licht der sinkenden Sonne war. Fontane trat ein. Er trug braunkarierte, sehr weite Knickerbocker, dazu ein braunes Sportjackett und feste Sportschuhe mit messingnen Oesen. Der Anzug ließ ihn kleiner erscheinen als er war. „Küss' die Händ', gnädigste Baronin! Und tausendmal Pardon, wenn ich in diesem Aufzuge ._.. Ich war eigentlich für einen Besuch bei einer schönen Frau nicht gewappnet, wollte mit dem Herrn Gemahl über das Jagdhaus sprechen — wir hatten es neulich verabredet, an dem ganz scharmanten Abend —" „Hatten Sie 's verabredet? D Gott^ dann muß Rom, 4.März. (DNB.) Seine Kgl.Hoheit der Herzog von Aosta ist am Dienstag, 3. März, in Nairobi an einer kurzen, heftigen Krankheit g e - storben. General Ast, sein Kampfgefährte aus Jtalienisch-Ostafrika, war währeyd der letzten Stun- ständig bei ihm. Im Vorgefühl des Todes hat Kronprinzen zogin-Mutter Anteilnahme lassen. Der Führer hat Seiner Majestät dem König von Italien, Kaiser von Aethiopien, zum Tode des Herzogs von Aosta telegraphisch sein herzlichstes Beileid zum Ausdruck gebracht. Der Duce richtete an die Herzogin-Mutter von Aosta ein Beileidstelegramm, in dem er erklärt, daß der Tod des Herzogs von Aosta im italienischen Volk und bei der Wehrmacht tiefe Trauer ckusgelöst hat. Der Herzog von Aosta werde den gegenwärtigen und künftigen Generationen als leuchtendes Vorbild Der feurige Gfeu Roman von Hans oon Hülsen abgesagt. Der König und Kaiser ist in Begleitung des ' Neapel abgereist, um der Herder Herzogin von Aosta sein» • seinen Trost auszusprechen. einen letzten Gruß an den König und Kaiser sowie Briefe an die beiden Prinzessinnen, seine Töchter, hinter- Englands Indienpolilik unter Äoppelkontrolle Von unserer Berliner Schriftleitung. punta Galinas in Ecuador wird Flottenstützpunkt der tlSA. Buenos Aires, 4. März. (Europapreß.) Aus Quito verlautet, der Staatspräsident von Ecuador, del Rio, habe bekanntgegeben, daß auf Grund einer Vereinbarung zwischen Ecuador und den Vereinig- ten Staaten den letzteren 2uf ecuadorianischem Hoheitsgebiet die Einrichtung eines Flottenstützpunktes zugebilligt worden fei. Es handelt fuf> um Punta Salinas an der Mündung des Guayaquil. Diesem Stützpunkt kommt angeblich große strategische Bedeutung zu. Das Ritterkreuz. Berlin, 4. März. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst d e Salengre-Drabbe, Kommandeur eines Infanterieregiments; Major Dr. Meiners, Bataillons-Kommandeur in einem Infanterieregiment; Hauptmann Klossek, Kompaniechef in einem Infanterieregiment, und Unteroffizier V e r n h o l d in einem motorisierten Infanterieregiment. Kleine politische Nachrichten. In Gibraltar liefen am Dienstag, vom Mittelmeer kommend, zwei englische Zer st o r e r ein, um Beschädigungen auszubessern. Beide Schifte setzten während der Nacht eine Anzahl Verwundeter an Land. Mit anderen Rote-Kreuz-Schwestern erhielt auch die Tochter des Duce, Gräfin Edda Ciano, die Tapferkeitsmedoille für ihr Verhalten berm Untergang des von britischen Fliegern am 14. Marz 1941 in der Bucht von Valona versenkten italienischen Lazarettschiffes „Po". legt. Der Bericht geht von der Feststellung aus, daß der japanische Sieg in den beiden Seeschlachten vor Batavia und Surabaya nicht etwo auf eine zahlenmäßige Ueberlegenheit der japanischen Flotte zurückzuführen sei. Die beiderseitige Stärke sei ungefähr gleich gewesen. Die Faktoren, die den großen Erfolg der japanischen Marins entschieden haben, seien das enge Zusammenarbeiten der japanischen Marine mit der Luftwaffe, das überlegene Manövrieren der Torpedowaffe, die Sprengkraft der japanischen Torpedos (zwei Kreuzer der 'Alliierten sanken vor Batavia nach je einem Torpedotreffer sofort), die Unterlegenheit der Ausbildung der alliierten Streitkräfte beim Manövrieren im Verband und schließlich die schwächere artilleristische Ausbildung der Amerikaner und Holländer gewesen. Die Kanonade der feindlichen Seestreitkräfte sei sehr intensiv gewesen, jedoch habe die Flotte im Der- Halifax war so freundlich, uns zu verraten, was es mit diesen 3,5 Millionen auf sich hat. 2 Millionen davon sind Mitglieder des Heimatschutzes, also nur in ihrer freien Zeit Soldat, der Rest muß 3000 Meilen englischer Küstenlinie und dazu die Positionen im Lande selbst verteidigen. Man sieht, es bleibt auch von den Millionen der britischen Heimatarmee nicht allzuviel für die Verwendung auf den wirklichen Schauplätzen dieses Krieges übrig. Aber die Russen und die'Chinesen sind ja noch da! Was nützen jedoch Tschiangkaischeks Millionen von Chinesen, wenn nach der Eroberung Ranguns durch die Japaner keine Möglichkeit mehr besteht, ihnen moderne Waffen und Munitton zu liefern. Und die Russen? Auch ein Stalin kann nicht im- gestraft Hekatomben opfern. Otalins Winterschlacht, von der man noch vor Wochen in London die entscheidende Wendung des Krieges erwartete, ist zwar em ohne Beispiel dastehendes Massaker für die Sow- jettruppen gewesen, aber ein erfolgloses. Wie die Dinge in der Sowjetunion wirklich stehen, das läßt die Rede Litwinow-Finkelsteins in Washington erkennen; er erklärte, es dürfe in Zukunft nicht mehr aeduldet werden, daß während schwerer Kämpfe an der Ostfront an anderen Fronten Armeen, Flotten und Luftgeschwader untätig seien. Das bedeutet, daß Moskau entweder die von ihm feit langem geforderte zweite Front oder die Entsendung von Hilfskorps nach der Sowjetunion jetzt sehen will. Auch Moskau schreit also schon nach Kanonenfutter, nach Menschen. Das aber ist das Schlimmste für England, denn es bedeutet, daß auf der ganzen Welt keine Männer mehr zu finden sind, die für England kämpfen wollen. Britannien hat auch nicht mehr „die Männer dazu". Oer italienische Bericht. Rom, 4.März. (DNB.) Der italienische Wehr» Machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut, Feindliche motorisierte Verbände, die in Süd« Libyen eindrangen, wurden von unseren Sau hara-Abteilungen unverzüglich angegriffen und gezwungen, sich unter Verlusten zuruckzuziehen. Die Luftwaffe, die trotz ungünstiger Witterungsver- hältnisse entschlossen in die Kämpfe eingriff, verfolgte und zersprengte die feindlichen Verbände. Deutsch-italienische Flugzeugverbände führten im Gebiet von Tobruk aufeinanderfolgende Zersto- rungsaktionen durch. Drei Curtis wurden im Kampfs abgeschossen. Eine vierte wurde von der Bodenab- wehr einer unserer Wüstenstellungen zum Absturz gebracht. M a 11 g würde wiederholt angegriffen. Im Hafen von La Valetta erzielten deutsche Flugzeuge Treffer auf einem Kreuzer, auf dem sofort hohe Flammen aufstiegen. Englische Flugzeuge bombardierten Bengasi. Es werden keine beträchtlichen Schäden gemeldet. Drei Eingeborene wurden verletzt. Bei dem im gestrigen Wehrmachtbericht gemelde- ten Angriff auf Palermo ist die Zahl der Toten unter der Zivilbevölkerung auf sechs und die der Verletzten auf 98 meist Leichtverletzte geftiegen. . Längs derKüstederVereinigtenStaa. ten operierende U-Boote versenkten insgesamt 27 224 BRT. feindlichen Schiffsraumes. Kalkutta gerufen: den Tschungking-Generalifsimus Tschiangkaischek. England ist auf seinem „Herrenstandpunkt im eigenen Haus" so fange herumgeritten, bis es in seinem Hause überhaupt nichts mehr zu sagen hat. Dafür hat es fein eigenes Haus voll von gebetenen und ungebetenen Nothelfern. Glorreich ist diese Situation nicht, wohl aber grotesk. Die Vereinigten Staaten lassen in ihrem eigenen näheren Bereich in den Kleinstaaten Mittel- und Südamerikas die Präsidenten und die Ministerpräsidenten und die putschenden Revolutionsgenerale wie die Hampelmänner an der Strippe tanzen. In Indien aber machen sie sich als Bürgen der „Demokratie" auf und geben England unverhüllt zu verstehen, daß die Zeiten des ausbeuterischen Kolonialkapitalismus vorbei sind. Vor neuen Versprechungen an Indien. Madrid, 4. März. (Europapreß.) In der englischen Haupfttadt werde ein Dominion- st a t u s für Indien ausgearbeitet, meldet die Zeitung „Pa" aus London. Es handle sich um die Einsetzung einer nationalindischen Regierung, der sämtliche Rechte eines Dominions übertragen würden. Die vorgesehene indische Regierung würde eine Konzentration aller indischen Parteien darstellen. Sumner Welles, der UnterstaatssekretSr im VSA.-Außenamt, kündigte die Entsendung einer nordamerikanischen Abordnung nach Indien „innerhalb von 48 Stunden" an. Schon feit Wochen waren in Washington hartnäckige Gerüchte im Umlaufs daß die Bereinigten Staaten eine besondere Wirtschaftsabordnung nach Indien senden werden. Darüber hinaus ließ Welles jetzt durchblicken, daß „hohe Persönlichkeiten der Regierung" — lies: Roosevelt — mit der Ergreifung beschleunigter Maßnahmen rechnen, um der Verteidigung Indiens „zu Hilfe zu kommen" und dort Stützpunkte für die Verpflegung von Armeen anzulegen, die in China und im pazifischen Gebiet kämpfen. Die amerikanische Großspurigkeit — die Yankees haben sich auch an die Schaffung einer solchen Der- pflegungs- und Ausrüstungsbasis im Roten Meer gemacht — gehört in ein Sonderkapitel, ebenso, daß der Rooseveltsche „Gehirntrust" seine Erbanspruche schon auf Vorderindien erstreckt, den wertvollsten Kolonialbesitz Alt-Englands. Uns interessiert aber noch etwas anderes: Für die nächsten Tage find Erklärungen Churchills über die Erweiterung der indischen Rechte angekündigt. In diesem für England psychologisch schwierigen Augenblick, in dem es das alte, wohlbegründete Mißtrauen Indiens überwinden will, bieten sich die Vereinigten Staaten als die Nothelfer Indiens an. England selbst hat vor einigen Tagen einen anderen Nothelser zur Vermittlung zwischen sich selbst und den Indern nach Herrenabend mit allerlei besseren Sachen zur Einweihung, Baron!" „Also wollen Sie sich hinfort ganz der Sophienau widmen?" fragte Fehr, ein wenig, betroffen. „Einstweilen wenigstens. Bis der Hase von selbst läuft. — Die Sache reizt mich, wissen Sie. Mal .einen Betrieb praktisch sozusagen aus der Eizelle zu entwickeln, alles gaiiz rationell aufzubauen — das habe ich mir schon immer gewünscht. Wird ein kleines halbes Jahr dauern, denk' ich mir. So bis September, Oktober. Wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, kann er gehn, und ein anderer bezieht die direktoriale Villa ..." Auf dem Rückweg kamen sie am Jagdhaus vorbei. Christian Fehr hatte ein schlechtes Gewissen gegen Fontana und war froh, daß er nicht sichtbar wurde, obwohl man fein Klaoierspiel hörte. Am nächsten Vormittag reifte Fehr wirklich nach Dresden ab. Er machte ein mißlauniges Gesicht, einmal, weil er sich nach kurzer Zeit ungern von Marion trennte, zum andern, weil er ganz genau wußte, daß ihn nichts Angenehmes erwartete. Seinem Schwager Strakonitz hatte er nie besonders nahegestanden, sie waren nach Temperament und Lebensanschauung himmelweit verschieden. Ihm war auch auf gefallen — und er hatte sich darüber geärgert —, daß der Dresdner Glückwunsch zur Vermählung betont kühl und kurz gewesen war — nur ein knappes Telegramm. Er konnte auf keine große Sympathie rechnen. Und auf Unterstützung gegenüber Ulla, als deren Protektor der Schwager sich aufspielte, schon gar nicht. Am ehesten wohl noch bei der Schwägerin Hermine — aber die war mit ihren ewigen eingebildeten Leiden eine lächerliche Figur im Hause und hatte keinen Einfluß. Auch Marion ließ ihn ohne große Erwartungen fahren, daß er einen Erfolg nach Hause bringen könnte. Sie wußte, wenn sie sich ehrlich prüfte, nicht einmal recht, ob sie eine Aussöhnung mit Ulla überhaupt wünschen sollte: auf ihrer Wange brannte immer noch dtt Schlag. Doch mar sie klug lischen Truppen die Heimfahrt gestatten, weil das vereinsamte Australien, das bereits im vorigen Kriege 60 000 Tote auf Englands Schlachtfeldern gelassen hatte und das auch in diesem Kriege wieder am eifrigsten und großzügigsten in der Stellung von Hilfstruppen war, jetzt mit Bitterkeit seststellt, daß es im Augenblick der eigenen Gefahr sowohl von England wie von den USA. im Stich gelassen wurde. Die Nachricht von einer Rebellion australischer Truppen in Syrien, die versucht hatten, sich den Weg zur Heimat mit Waffengewalt zu erzwingen, zeigt, wie weit die Dinge hier bereits gediehen sind. Die gleiche Bewegung ist bet den indischen Truppen festzustellen. Auch sie verlangen jetzt, da Japan an die Tore Indiens pocht, in die Heimat entlassen zu werden, und England muß sich diesem Wunsche fügen, weil die Gefahr, Indien zu verlieren, auch ihm als schlimmste Katastrophe erscheint. Ob sich freilich die englische Hoffnung erfüllt, daß diese heimgekehrten Truppen nun in Indien für England kämpfen werden, das ist allerdings noch sehr die Frage. Sehr groß wird die Begeisterung für England bei diesen Truppen nach ihren bisherigen Erfahrungen mit der britischen Truppenführung nicht sein. ' Diese australischen und indischen Truppen müssen England eines schönen Tages an seiner Front im Nahen Osten fehlen, denn die Südafrikanische Union ist keinesfalls in der Lage, diese Lücken zu schließen, wenn auch Herr Smuts bedenkenlos bereit ist, nunmehr die Buren als Kanonenfutter an England zu "erkaufen. Sie sind indessen viel zu wenig dazu. Bleibt aber noch die englische Heimat- armee. 3,5 Millionen soll sie stark sein. Lord aenug, sich Fehr gegenüber nicht das mindeste merken zu lassen. . Sie verbrachte den einsamen Vormittag damit, ein großes Inserat für die Breslauer Zeitungen aufzusetzen, durch das sie eine Nachfolgerin für Fräulein Riem suchte. Gegen Mittag ritt sie aus — Tauwetter war eingetreten, die Wege waren matschig, auf den Zweigen der Tannen hiett sich der Schnee nicht mehr. Sie ritt planlos durch den Wald, kreuz und quer, sah von einer Lichtung aus ein Weilchen den Bauarbeiten auf der „Sophienau" zu und kehrte um, als sie das Gefühl hatte, von Abbeg bemerkt zu sein ... Abbeg? Er hatte sich vorgestern abend tadellos benommen, sie schöpfte wieder Hoftnung, daß alles gut gehen würde, daß ihr Opfer (war es übrigens ein Opfer?) nicht umsonst gewesen märe. Fehr hatte ihr gestern, nach der Rückkehr ihlt, Abbeg rechne darauf, etwa Lappersdorf zu bleiben — es würden dieser RegMung übertragen meröen. Vas würde, so meint „M, einer Unabhängigkeit gleich- kommen wie sie schon Australien, Südafrika und Kanada besäßen. band gezeigt. Die japanische Flotte habe als organische Einheit in so ungestörter Formation wie bet Manövem gekämpft. „Es ist anzuerkennen, daß der Feind einen hartnäckigen Widerstand leistete, aber eine mangelnde Gefechtstaktik und Ausbildung feiner Truppen haben es ihP unmöglich gemacht, sich aus der Schlinge herauszuziehen. Seine Verbände blieben auseinandergesprengt, und die japanische Flotte jagte nacheinander Schiff für Schiff wie Walfänger Walfische erledigen." Die Bemannung der japanischen Flotte vor Beginn der Schlacht erfolgte unter Beachtung der traditionellen Formen aus der Samurai-Zeit. Wie die Ritter in der Vergangenheit wurden Offiziere und Matrosen, als der Befehl „klar zum Gefecht" gegeben wurde, von Kopf bis Fuß mit frischer Wäsche ausgestattet. Gleichzeitig verlangt die japa- nische Kampfmoral, daß der japanische Soldat nicht nur „rein und klar an Geist und Körper" in den Kampf eintritt, sondern auch mit der festen Ueber- zeugung und der Entschlossenheit, seinen letzten Gang zu gehen. Die frischen Kleider bedeuten gleichsam das Totenhemd. wo er den Kampf gegen einen zahlen- und mate» rialmäßiq überlegenen Gegner leitete. Seine überlegenen Führertugenden bewies er bei der heldenhaften Verteidigung der italienischen Stellung bet Amba Aladschi. Er erhielt die höchste militärische Auszeichnung, die Goldene Tapferkeitsmedaille. Der letzte Widerstand der Italiener bei Gondar war die Einlösung eines stillschweigend gegebenen Versprechens, das die italienischen Streitkräfte in Ostafrika nach dem Fall von Amba Aladschi ihrem Vizekönig und Oberbefehlshaber gegeben hatten, der mit seinen Soldaten das Letzte teilte. Der Herzog, der nun in englischer Gefangenschaft in Nairobi einer tückischen Krankheit erlag, war ein Sohn des 1931 verstorbenen Prinzen Emanuel Philibert von Savoyen-Aosta und der Prinzessin Helene von Frankreich aus dem Hause Dourv bon-Orleans und war seit 1927 mit der Prinzessin Anna ebenfalls aus dem Haufe Bourbon-Orleans verheiratet. Seine beiden Töchter sind die 1930 geborene Prinzessin Margherita und 'ie 1933 geborene Maria-Christina, sein Bruder, der Herzog ....................J______ von Spoleto wurde zum König von Kroatien ge- dienern In ^N e a p e i','wo der Herzog seinen stän-1 kürt. Fehr es verschwitzt haben! Ich werde ihn morgen bei den Ohren nehmen, wenn er zurückkommt — er Ist heute ganz überraschend nach Dresden gefahren ... Freut mich, daß Ihnen der Abend gefallen hat, Herr Fontana", sagte sie, indem sie ihn zum Sitzen einlud: „Es waren ja vielleicht für unsere Begriffe etwas sonderbare Menschen — ich meine, in unserer Welt trifft man solche Damen JRein, ganz gewiß nicht!" lachte er: „Und lassen Sie mich hinzusetzen: solche Herren auch nicht. Oder doch höchstens als Zaungäste, in den Garderoben der kleinen Choristinnen ... Aber, wenn ich den Abend scharmant nannte, so natürlich nicht um der Gäste willen — ich bitte sehr „Galanterien, Herr Fontana?" „Durchaus nicht. Sie haben ausg'schaut, wie Sie gelungen haben, und haben gesungen, wie Sie ausschauten. Ich war begeistert!' „Danke schön! Das hört man gern. Die Komplimente dieser Gutsbesitzer sind nicht so elegant, obwohl sie sich Mühe geben —" „Und ich weiß auch wirklich nicht, Baronrn -- wenn Sie mir erlauben wollen, das zu sagen — wie Sie sich auf die Dauer mit ihnen begnügen werden. Natürlich nicht mit den Komplimenten, sondern nut den Menschen hier überhaupt. Ich habe mir darüber viel den Kopf zerbrochen —" „Ja? Und das Resultat? Ich bin neugierig. „Das Resultat war immer: das, was Sie ,unsre Wett' nannten, wird Ihnen ganz ungeheuer fehlen. Pardon, wenn ich das so offen ausspreche —" „Aber, ich bitte Sie, lieber Freund! Sie sprechen nur aus, was ich selber denke, seit ich zum erstenmal den Fuß in dies Haus gesetzt. Das liegt ja auf der Hand. Es war ein großer Entschluß, natürlich. Aber es gab Gründe, die ihn mir erleichterten, nicht wahr —? Und sogar, als ich ihn gefaßt hatte, hat es nicht an Versuchungen gefehlt, mich wieder urnzu° stimmen. — Sprachen wir nicht vorgestern schon von Greiling?" . , Fortsetzung folgt) Savoyen, Herzog von Aosta, wurde 1898 in Turin geboren. Im Weltkrieg meldete er sich sofort als Freiwilliger und machte den Krieg zuerst als einfacher Soldat mit, 1916 wurde er Artillerieleutnant, zeichnete sich bei verschiedenen Kämpfen aus und erhielt die Bronzene und Silberne Tapferkeitsmedaille. Nach dem Weltkrieg Sing er in die Meharistentruppe und nahm an den Operationen zur Wiedereroberung des südlichen Libyen teil. Als Fliegeroffizier zeichnete er sich bet der Besetzung der Oase Kufra aus. Am 20. 11. 1937 wurde er Vizekönig von Aethiopien. Bei Beginn des gegenwärtigen Krieges übernahm er das Oberkommando der Streitkräfte in Aethiopien, Verdunkelungszeit: 5. März von 20.07 bis 7.29 Uhr. „Für Deutschlands Freiheit." Ein Wettbewerb auch für die Jugend unseres Gaues. Houptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptichriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Langer für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen. Provinz. Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UniverMtsvruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6., jedes deutsche Schulkind große Auswahl. Es hat Gelegenheit, etwas darzustellen, was ihm besonders liegt, was seiner Eigenart entspricht. Wie bei den vorausgegangenen Wettbewerben können wieher Aufsätze, plastische, werktechnische und zeichnerische Arbeiten angefertigt werden. Die Aktion gliedert sich in die beiden Hauptthemen: „Äugend hilft siegen" und „Jugend erlebt das Kriegsgeschehen". Die obengenannten Organisationen haben ihre Mithilfe und Unterstützung bereitwilligst zugesagt. Hat die Aktion doch auch den Zweck, größeres Verständnis für die Arbeit der beteiligten Organisationen iys Volk zu tragen. Da die Jugend heute für den Schicksalskampf unseres Volkes aufgeschlossener denn je ist, wird sie selbst Themen finden. Die deutsche Erzieherschaft wird ihr dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch in den Schülerzeitschriften „Hilf mit" und „Jugendburg" werden laufend Anregungen gegeben werden. Die Arbeiten müssen bis zum 30. Juni 1942 abgeschlossen sein. Sie sind den „Hilf-mit"-Vertrauens- leuten der Schulen zu übergeben. In Kreis- und Gauausstellungen werden sie unter Mitwirkung der beteiligten Organisationen bewertet. Auszeichnungen der besten Arbeiten sind ebenfalls wieder vorgesehen. So hat die Jugend neben dem weltanschaulichen Gewinn auch Aussicht auf einen kleinen Lohn ihrer Mühe und Arbeit. Aus der Stadl Gießen. Vorfrühlingsfreuden Langsam nahen nun die Tage, da wir nicht mehr vergebens nach den ersten Zeichen der neuen Jahreszeit Ausschau halten.-Mr wissen, die kommenden schönen Dinge sind schon im Anmarsch und werden sich nicht mehr länger aufhalten lassen. Und je länger sie uns vorbehalten bleiben, um so stürmischer und jäher werden sie nächstens schöne Wirklichkeit werden. Bis dahin nehmen wir vorlieb mit den kleinen Anzeichen erwachenden Lebens. Nur einige sonnige Tage genügen ja schon, um uns die Blumen des Vorfrühlings zu schenken: auf den Wiesen die bescheidenen Maßliebchen und auf Feldrainen und in den Furchen der Aecker die sanft erglühenden Blüten des Huflattichs, die der Heilkräutersammler als erstes Geschenk des neuen Jahres mit nach Hause nimmt. Und auch auf die Kätzchen an den Hasel- mlß- und Weidenbüschen brauchen wir jetzt nicht * ** Wiederbeginn des Schulunterrichts. Im heutigen Anzeigenteil wird bekanntgegeben, daß der Unterricht in den Volks- und Berufsschulen in Gießen sowie in der Oberschule für Mädchen am nächsten Montag wieder ausgenommen wird. Landkreis Gießen. * Staufenberg, 5.März. Das Fest der gol- denen Hochzeit können am morgigen Freitag, 6. März, die Eheleute Johannes G r ö l z und Frau Dorothea, geb. Karber, begehen. Die Jubilare sind beide noch sehr rüstig. Wir beglückwünschen das Jubelpaar herzlich. Einer stempelte für den anderen. LPD. Marburg, 4. März. Hwei in einem auswärtigen größeren Betrieb beschäftigte junge Leute hatten sich wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug vor dem Amtsgericht zu verantworten. Wie die Verhandlung zeigte, hatte der eine Angeklagte, als sein Arbeitskamerad montags nicht erschien, bei der Kontrolle für diesen mitge- stempelt. Einige Zeit später machte der andere denselben Schwindel, der dadurch ans Tageslicht kam, daß dieser Mann länger ausblieb, well er krank geworden war. Die unbedachten Handlungen, bei denen damals nur fünf RM. unberechtigten Mehrlohns herausgekommen waren, brachte dem einen Angeklagten eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen und dem zweiten eine solche von vier Wochen sowie zehn RM. Geldstrafe wegen Anstiftung ein. NSG. Die Gauwaltung des NS.-Lehrerbundes schreibt uns: Der große, erfolggekrönte Schülerwettbewerb „Seefahrt ist not" ist abgeschlossen. Er hat gezeigt, daß die nationalsozialistische Schule den Aufgaben der Zeit gerecht wird. Der Gegenwartsunterricht, der die Stunde in der Schule beherrscht, wird den völkischen Gemeinschastsgedanken und eine heroische Lebensauffassung unserer Jugend immer weiter vertiefen. Diesem Zwecke dient auch die neue „Hilf-mit"-Aktion „Für Deutschlands Freiheit", zu der der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gauleiter Fritz Wächtler, die deutsche Schuljugend aufgerufen hat. Als die vielen Beispiele deutschen Heldenmutes und deutscher Einsatzbereitschaft gilt es von ihr festzuhalten. Wenn sich die Jugend beim letzten Wettbewerb „Seefahrt ist not" auf das Gebiet der Seefahrt zu beschränken hatte, so stehen ihr jetzt die Gebiete aller Organisationen zur Bearbeitung offen, die m dem gegenwärtigen gewaltigen Ringen für Deutschlands Freiheit kämpfen: Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe, Waffen---, Organisation Todt, Technische Nothilfe, NS.-Frauenschaft, Deutsches Rotes Kreuz, NS. - Volkswohlfahrt, Reichsnährstand, Verwertungsstelle für Altmaterial, Deutsche Reichsbahn, Deutsche Reichspost, Reichsluftschutzbund, NSKK., Polizei und Sammelstelle für Heilpflanzen. Dabei wird die Mithilfe der Jugend in diesen Organisationen stärkstens in Erscheinung treten. Es hat also Theaterabend in Wieseck. Am kommenden Samstag bringt die Rhein-Mainische Landesbühne in Verbindung mit der NSG. „Kraft durch Freude" in- Wieseck das Kriminalschauspiel „Der Fall Claasen" von Erich Ebermayer zur Ausführung. Keine Steuer vom Erbe Gefallener. Der Reichsfinanzminister hat sich damit einverstanden erklärt, daß die Finanzämter Erbschafts- steueransprüche in Erbfällen von Wehrmachtangehörigen, die im gegenwärtigen Kriege gefallen.sind, nicht geltend machen. Bereits gezahlte Steuerbeträge sind zu erstatten. Den Wehrmachtanaehörigen werden die üblichen Personengruppen oes Kriegseinsatzes auch hierbei gleichgestellt, insbesondere die im Rahmen der Wehrmacht eingesetzten Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes. Die Vergünstigung kommt auch bei Personen in Betracht, deren Tod infolge eines Angrifts auf das Reichsgebiet oder eines besonderen Einsatzes der bewaffneten Macht eingetreten ist. Gefallen im Sinne des Erlasses ist auch, wer an den Folgen einer während des gegenwärtigen Krieges erlittenen Wehrdienstbeschädigung oder einer dieser gleichzustellenden Beschädigung gestorben oder wer verschollen- ist. Gebirgstruppe der Waffen-^f. NSG. In den Gebirgstruppen der Waffen--- werden Freiwillige im Alter von 17-—45 Jahren ausgenommen. Allen Skifahrern, Bergsteigern und Bergfreunden ist damit die Möglichkeit gegeben, ihren Wehrdienst bei diesem Truppenteil abz-ulei- sten. Sofort eingestellt werden Freiwillige auf Kviegsdauer oder mit D ienstzeitverpflichtung auf mehr lange zu warten. Doch wollen und dürfen wir, so heftig uns gerade diesmal die Versuchung überfallen könnte, unsere Stuben mit einem Schimmer des Frühlings zu schmücken, Waldränder und Bachufer ihres ersten Schmuckes nicht berauben. Später als sonst beglücken uns diesmal die ersten Vogeliieder. Endlich aber steigen wieder die tirilierenden Lerchen aus- den Saatfeldern empor zum Himmel, und mit feurigen Liedlein singen uns die Märzamseln, die in den Stadtgärten heimisch wurden, den Morgen und Abend an. Wen der Weg über Land fuhrt, mag vielleicht auch schon den Rebhahn balzen Höven, der sich jetzt von seiner Sippe getrennt hat und mit seiner Erkorenen eigene Wege geht. Wer Glück hat, entdeckt gelegentlich am Himmel das Bild eines nordwärts strebenden Kranichzuges, oder er wird Zeuge, wie ein Krähen- paar in einer Baumkrone Die ersten Reiser für seinen Horst zusammenträgt. Der Jäger aber hält auf seinen Gängen durchs Revier nach den ersten Jung- Hasen Ausschau, die jetzt gesetzt sein müssen, und sorgt sich, ob sie die Unbilden dieser Jahreszeft gut überstehen werden. Hoffen wir jedenfalls das Beste. Und wenn auch Nus Sprichwörter nicht immer Verlaß sestj^ mag: haß, was lange währt, endlich gut wird,, wollen wir auch von dem bevorstehenden, ein wenig verspäteten Frühling erhoffen. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Schirrmeister und Zugführer Heinz B o ° varius aus Gießen, Krofdorfer Straße 11, erhielt cn der Ostfront im Dezember 1941 das Eiserne Kreuz II. Klasse und im Januar' 1942 das Eiserne Kreuz l. Klasse. Das Eiserne Kreuz II. Klasse erhielten im Osten -er Hauptfeldwebel Herbert Sandmann aus Gießen, Tiefenweg 6, und der Gefreite Hans- Doachim Obermann, Gerichtsreferendar aus Gießen, Heegstrauchweg 16, der in einer Nachrichtenobteilung kämpft.___ 41/» bzw. 12 Jahre. Außer bei den Gcbirgsivup* pen werden auch bei allen anderen Truppenteilen der Waffen--- (Infanterie, Artillerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppe, Kavallerie, Panzerja» ger, Kradschützen und Sanitätstruppe) laufend Freiwillige eingestellt. Auskunft erteilt und Meldung nimmt entgegen: Ergänzungsstelle Rhein (XII) der Waffen---, Wiesbaden, Hindenburgallee 59, ferner sämtliche ---, Polizei- und Gendarmerie- dienftstellen. Verspätet vorgelegte Urlaubskarten werden eingetöst. Im Einvernehmen mit dem Reichs arbeits mim* fter hat der Reichspostminister die Postbehördsn angewiesen, für die Dauer des Krieges Urlaubs-- karten, die erst nach Ablauf der Verfallfrist porge- legt werden, ungeachtet der entgegenstehenden Vorschriften des § 12, Abs. 3 und § 13 der Tarifordnung über die Urlaubsmarkenregelung aus Bil- ligkeits gründen einzulöscn. Es handelt sich hierbei in erster Linie um Urlaubskarten Gefallener und Verstorbener, die wegen der besonderen Verhältnisse des Krieges erst nach Ablauf der im § 12, Abs. 3 der Tarifordnung festgelegten Dreimonatsfrist vorgelegt werden. Auch bei Urlaubs karten, die nach § 13 Der Tarifordnung verfallen sind, weil seit dem Entwerten der letzten Urlaubsmarke in der letzten Karte zwei Jahre verstrichen sind, ist der Grund für die verspätete Vorlage meist auf die besonderen Verhältnisse des Krieges zurückzuführen. Hier wird also zur Vermeidung von Härten in der genannten Weise Entgegenkommen bewiesen. Von der Universität. Dem apl. Professor Dr. med. W. Kyrieleis in Hamburg ist unter Ernennung zum außerordentlichen Professor in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen der Lehrstuhl für Augenheilkunde und die Leitung der Universitäts-Augenklimk als Nachfolger des nach Bonn berufenen Prof. Dr. Riehm übertragen worden. Professor Dr., med. Kyrieleis studierte nach dem ersten Weltkriege, den er von 1916 bis Kriegsende bei der Feldartillerie mitmachte, an den Universitäten Göttingen, Gießen und Freiburg i. B. Im Jahre 1929 habilitierte er sich in Würzburg. Von dort wurde er im Jahre 1932 als Oberarzt an die Universitäts-Augenklinik in Hamburg berufen, wo er im Jahre 1934 zum Professor ernannt wurde. Seit Beginn des jetzigen Krieges dient er wiederum in der Wehrmacht: zunächst war er Stabsarzt und ist jetzt Oberstabsarzt neben seinem Amt als Hochschullehrer und Direktor der Augenklinik. Dornotizen. Erstaufführung „Das Himmelbett von Httgenhöh". Dom Dramaturgischen Büro wird uns geschrieben: Am Freitag, 6. März, wird das heitere Spiel von Gerhard Brückner „Das Himmelbett von Hilgen- । höh" nach dem gleichnamigen Roman von Max » Dreyer zum erstenmal aufgeführt. Die Spielleitung hat Gerd Fritz Ludwig, der auch in einer der . Hauptrollen die Figur des Arnd Krusemarck spielt, i In weiteren Hauptrollen: Renate Frechen, Hellä ■ Henzky, Käte Jaenicke, Ines Rassl, Annemarie > Schwind, Hans Bergmann, Franz Payer, Heins - Roux, Carl Bruno Schmidt und Karl Volck. Bühnenbilder: Karl Löffler. '__________ Buchhalterin ans Linz sagt Frau Klara L Fünf^einzigartige Varteile des und bei der Verheiratung einer I Sparerin, auf Antrag sofort ausgezahlt L Spare eisern jetzt im Krieg, kaufen kannst Du nach dem Sieg! ,J)ie Josephin, mein Mädel» die soll später eine recht schöne Aussteuer haben, wenn sie heiratet. Dafür wird jetzt eisern gespart Im Frieden gibt’s wieder das Richtige. Und des NachbarsFranz ist ohnedies im Feld/1 4, Wer eisern spart, zahlt weniger Steuern und Sozialbeiträge. 2. Die Höhe des Krankengeldes berechnet sich trotzdem nach dem vollen Lohnbetrag. 3. Der Sparbetrag wird zum Höchstsatz verzinst 4. Das Sparguthaben ist unpfändbar. 5. Das Sparguthaben wird in Notfällen, bei der Geburt eines Kin- F"' _ Oberschule für Mädchen Gießen Der Unterricht beginnt für alle Klassen wieder am Montag, dem 9. März, um 7.55 Uhr. „,n Der Direktor. mit 760 A Paola Barbara • Fosco Giachetti • Gino Cervi • Vittorio de Sica • Umborto Melnati Camillo Püotto • Regie: Amleto Palermi Der tragische Lebenslauf einer Frau, die durch die Leichtfertigkeit falscher Freunde an den Rand des Abgrundes geführt wird, aber nach vielen Irrungen schließlich doch den rechten Weg findet JEicfttspielftaus Heute Donnerstag: Erstaufführung Neueste Wochenschau Täglich 2.80,4.45,7.80, Sonntag 2.00,4.30,7.80 Jugendl. unter 18 Jahren haben keinen Zutritt L---—--- Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit in so reichen! Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten und Geschenke sagen wir auf diesemWege allen unseren herzlichsten Dank Johannes EiffV. und Frau Katharine, geb. Wagner Leihgestern, im März 1942 ____________________0892/ Veranstaltungsring der HitlersJugend Donnerstag, den 12. März 1942 5. Vorstellung: 769D S)er (Reite r Schauspiel von Zerkauten. Beginn 18.30 Uhr. Kartenausgabe ab Donnerstag, den 5. Märe. hEEMTSMA SORTE « % helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 Pfennig! Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERAL G.M.B.H., M ü N CHEN J 27/547 Bekanntmachung. Der Unterricht in Volks- und Berufsschulen wird ab Montag, den 9. Mär) 1942, in vollem Umfange wieder ausgenommen. 770D Gießen, den 4. März 1942. Stadtschulamt Gießen. I. V.: Walter, Schulrat.__________ Für die Aufrechterhaltung der städtischen Nahver« kehrsbetriebe Gießen ist die Einstellung von weiteren Schaffnerinnen notwendig. . Bewerbung an: Stadtwerke Grehen, Hamm* straße SS, Zimmer Nr. 1. '! Stadtwerke Gießen. Wie kommt das..? CG' 0902 sind gut und ein besonderer Genuß von A-Z BURNUS G M B H DARMSTADT Die Dentscbe Arbeitsfront NSS. Krall durch Freude Kreisdienststelle Wetterau H. tarSBF sofort gesucht. zu wollen. 0903 Deutsch feen oder Vorort. Schr. Ang. uni. für alle Kurse - 20 Doppelstunden - RM. 2O.5O, Christian de Wet 774 D Schauspiel von Krieger Freibankverkauf am «. Mär» 1942: 763Ü Tekti. das Sie hält, was ihr Name verspricht, sie ist wirklich mildl Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schuletr.T Latein Französisch Englisch Italienisch Russisch Spanisch Ukrainisch Wir beginnen ab Anfang April 1942 in Gießen bei genügender Teilnehmerzahl mit folgenden Mlioe SORTI iLl 11 / Zwei MlerMen 8-9 Monate alt zu kaufen ges. Schottstr.l3lUr. 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März verschied unerwartet nach langem Leiden mein herzensguter, unvergeßlicher Mann, unser lieber Bruder, Schwager Pate und Onkel Gendarmeriemeister 1. R. Philipp Glaub im 75. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Anna Glaub und Anverwandte. Gießen (Kaiserallee 88), den 4. März 1942. Die Trauerfeier findet am 6. März, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen MEMPHIS 4 Pt IH SORTE 5 Pt NIL 6 Pi der Schmutzlöser ? mit der Doppelwirkung Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber und braver Sohn,, guter und treuer Bruder, unser aller Sonnenschein Hans Büdiler Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Alter von 21 Jähren in treuer soldatischer Pflichterfüllung sein Leben für das Vaterland gab. Er ruht auf einem Ehrenfriedhof im Osten. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren. In tiefer Trauer: Heinrich Büchler und Frau Emilie, geb. Hofmann Dina BÜchler Willi Büchler, z. Z. im Felde Schiffenberg, Darmstadt, den 2. März 1042. Die Gedächtnisfeier flindet am Sonntag, dem 8. März, nachmittags 2 Uhr, in der Kirche tu Watzenborn-Steinberg statt. IMMER GLEICHBLEIBEND GUT - WEIL AUS DEN SIDOL-WERKEN Verlobungs-Anzeigen bei BrOhl. Schulstr. 7 |Wohnungstausch| Wohunnn stanscli. Biete 3-Zimmer- wohng.i. Mainz, 2. Stock,Neustadt suche 3-4-Zim- merwobng. auch mit Bad, tn Gie- Ganz einfach! Frzu Müller löst den Schmutz vor dem Waschen gleich richtig auf. Sie verwendet stets Burnus, den Schmutzlöser. der auch das Wasser weich macht. Frau Müller fragt lieber noch einmal nach, wenn Burnus nicht gleich erhältlich ist. Burnus ist ja so sparsam im Gebrauch. Das macht den Unterschied! Schmutzauf lösen schon beim Einweichen — durch Burnus l- Seine Wirkstoffe lösen den Wäscheschmutz auf natürlichem Wege so auf, daß er ins Einweichwasser übergeht. Das Gewebe wird niemals angegriffen. Langes Kochen und scharfes Reiben der Wäsche werden überflüssig — die halbe Wascharbeit. Wasch- mittel, Seife und Feuerung werden gespart. H Die Wäsche wird geschont und hält länger! Frau Sdiulze hat große Plage bei der Reinigung der Berufswäsche. Es bleiben Flecke zurüdi und die Farbe verblaßt. Am Dienstag, dem 3. März 1942, verschied nach schwerem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Margarete Rau geb. Keßler im 81. Lebensjahr. In stiller Trauer: Familie Adolf Rau Hilde Wagner Renigunde Wagner. Salzböden, Wetzlar, den 4. März 1942. Die Beerdigung findet Freitag, den 6< März, um 14 Uhr, vom Trauerhause aus statt. ________________ 797 D Kopfschmerze» verursachen häu- stg Verstimmung, Reizbarkeit und Niedergeschlagenheit und beeinträchtigen die ArbeUS- freude. Rasche Linderung bringt oft Melabon, daS sich auch bei rbeumatischen und gichtischen Beschwerden sowie gegen Zahnschmerzen bewährt hat. ver« wenden Sie eS auch bei starken Lchmerzen sparsam, meist genügt fchon eine «apsel! Packung 72 Psg. in Apotheken. Kursgebühr zahlbar bei der Anmeldung. Weitere Auskunft und Anmeldung Dienstag und Donnerstag, 18-^20 Uhr, auf der KreisdienststcUe, Schanzenstraße 18, Hinterhaus, Zimmer 32 "säubert schnell und gtündlick irax von 8- 9 Ufer 92t. 521-570 von 9-10 Uhr Str. 571-620 von 10-11 Uhr Nr. 621-670 am 7. März 1942: von 8- 9 Uhr Nr. 671- 720 von 9-10 Uhr9tr. 721- 77o von 10-11 Uhr Nr. 771- 820 Fleischbrühe! . Stadt. Schlachthof, Gießen. Nach kurzer, mit großer Geduld ertragener Krankheit verschied unerwartet mein innigst- geliebter, herzensguter Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Thöt Orth.-Mechanikermeister im Alter von 43 Jahren. In tiefem Schmerz: Gretel Thöt, geb. Breitwleser. Gießen, Saarbrücken, Darmstadt, Bad-Nauheim, Lieh, Alsfeld, Lippstadt, 8. März 1942. DieTrauerfeier findet Freitag, Ö.Mftrz, 14%Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes^tatt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. . _____________762 D Mit tiefer Trauer erfüllt uns das unerwartete Hinscheiden meines herzensguten Mannes, meines guten, treusofgenden Vaters, Sohnes, Schwiegersohnes,Bruders, Schwagers u. Onkels Ludwig Deibel im Alter von 89 Jahren. In tiefer Trauer i Frau Henriette Deibel, geb. Letekam und Sohn Reinhold Frau Marie Deibel Wwe. Frau Luise Losekam Wwe. Farn.Marg.Rodenhausen, geb. Deibel Familie Otto Deibel. Gießen -Wieseck, Speckswinkel, 5. März 1942. Die Beerdigung findet Freitag, den 0. März, 16 Uhr, vom Sterbehaus Wieseck, Grabenstraße 88, aus statt. Fleißiger Mim evtl. Invalide, möglichst aus der Schlosser- oder Schmiedebranche (jedoch nicht Beding.) zwecks Aufsicht für interessante Serienfabrikation von kleinerem Betrieb sofort oder später gesucht. l?a«v Paul Mandevbaeb in Wissenbach (DillkreiS). Zuverlässiger foflerotOeitei vonLebensmitt.» Grofebandlung gesucht Schr.Angeb.unt. 0898 an denG.A. Ordentl. tücht. 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