Donnerstag, 5. Februar 1942 aw* d vonn< Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen eer mit dem Mit- limer doch bi, Erfahren zui, Türkei, als Regierungsmittelpunkt abgelehnte Stadt irfen. Marie Mohr. re Kcmg- unb 285 Specks ßdielltr man auffallend viel die kernige Gestalt des Äna- Lande ansieht, sondern mehr noch seine militärische gleich das Blickfeld geöffnet für das politische Wollen des Staatsschöpfers. Erfüllt von starkem Ver- 123mal in 4 Wochen die Sowjets abgeschlagen sprächsstoff — bloß nicht gerade den. den sie suchen. Die Gelegenheiten zu guten, mühelosen Geschäften jlhaft im Rahen Orient. Der von und Schristlettung und Seschaftrstelle: -iehen, Zchulftrahe 7-9 (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) I st a n b u l, Ende Januar 1942. USA-Botschafter verläßt Madrid. Madrid, 4. Febr. (Europapreß.) Der nordame- rikanische Botschafter W e d d e l l ist dringend nach Washington gerufen worden. Er wird in Kürze Madrid in Richtung Lissabon verlassen und dort den nächsten Clipper nehmen. echnet sie auch den rauher werdenden Winter. Tatsächlich wandelt sich das Bild der Stadt, und |92. Jahrgang Nr. 30 erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Nießener ^amilienblätter Heimat imBild DieScbolle Bezugspreis: Flugplätze zerstörten Kampfflugzeuge 33 bolschewistisch e Flugzeuge am Boden und beschädigten etwa 30 schwer. Jäger schossen in Luftkämpfen vier feindliche Maschinen ab. er, die fük un, Förderung der t unsere lZr- neuer Geist. Und das wird klar, wenn' man die männliche Bevölkerung der Stadt beobachtet. 3mmer mehr schwindet der müde Türke, der 'sich Berlin, 4. Februar. (DRB.) Im Norden der O st front haben die entschlossenen Abwehr- tämpfe oldenburgischer und holsteinischer Truppen zum vollen Erfolg geführt. Seit Wochen versuchte hier der Feind vergeblich, mit starken Truppenmassen vorzustoßen, um die in L e n i n g r a d eingeschlossenen bolschewistischen Teile zu entlasten. Bei dem 'immer wiederholten Anrennen haben fünf Divisionen und zwei Brigaden der Sowjets auf das schwerste gelitten: 7000 Bolschewisten blieben tot vor den deutschen Linien liegen, 979 Gefangene wurden eingebracht, 2100 Verwundete, die der Feind nicht mehr mit zurücknehmen konnte, fielen in deutsche Hand. Außer diesen Verlusten erlitten die Bolschewisten große Einbußen an schwer ersetzbarem Material: 33 Panzerkamvf- wagen, 121 Geschütze, 28 Granatwerfer, 47 Maschinengewehre und eine große Anzahl anderer. Infanteriewaffen wurden allein in einem Divisionsabschnitt im Laufe eines Monats erbeutet und vernichtet. Diese Erfolge sind umso höher einzuschätzen, als der Feind stärkste Kräfte mit dem Schwergewicht gen eine Ortschaft vorgeworfen hatte. Gegen den Geländeabschnitt zu beiden «peilen dieses Ortes schickte er innerhalb von vier Wochen sechs Schützendivisionen, zwei Schützenbrigaden, eine Panzerdivision und eine Panzerbrigade vor. 123mal stürm- ten diese T r u p p e n m a s s e n gegen die deutschen Linien an, 1 2 3 m a I h o l t e n sich die Bolschewisten blutige Köpfe. Denn mit entschlossener Zähigkeit und hartem Abwehrwillen schlugen die deutschen Infanteristen oft bei einer Kälte von 35 Grad — in schweren Rah kämpfen alle feindlichen Angriffswellen zurück. Elf weitere Angriffe des Feindes wurden schon in der Bereitstellung durch das Feuer deutscher Geschütze zerschlagen und im Keime erstickt. Dem Feind wurde damit jede Möglichkeit genommen, das e i n- ge schlosse ne Leningrad zu entlasten. Die Artillerie des deutschen Heeres setzte dagegen die Beschießung kriegswichtiger Ziele der belagerten Stadt fort. In hartem Abwehrkampf behaupteten deutsche Truppen am 2. 2. im R o r d t e i l der O st f r o n t Stellungen und einen Bahnhof, die die Bolschewisten durch mehrfach wiederholte Angriffe in ihren Besitz zu bringen versuchten. Bis in die Abendstunden hinein ließen die Bolschewisten immer neue Einheiten gegen die deutschen Stellungen anstürmen, ohne indessen einen entsprechenden Erfolg erreichen zu können. An keiner Stelle gelang dem Feind ein Einbruch in die deutschen Stell'mgen. Auch der Bahnhof blieb fest in deutscher Hand. |ich IU Pflege »ete\ prei' Stockholm, 4. Februar. (Europapreß.) wiederholte Hinweis des Ministerpräsidenten Eire, de V a l e r a , auf den Neutralitätswillen die Entschlossenheit des irischen Vol. kes, sich gegen eine Invasion durch die ame- rikanischen Truppen zu verteidigen, hat in den Vereinigten Staaten größtes Aufsehen erregt. „New York Herold Tribüne" bezeichnet diese Haltung des irischen Ministerpräsidenten als eine Unverschämtheit welche der irischen Sache nur schaden könne. Die' Aufgeregtheit des Blattes ist verdächtig. Sie enthüllt nur zu deutlich, welch finstere Absichten Roosevelt gegenüber Eire hegt. Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8^* Uhr desBormittags Anzeraen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel! AbschlüffeMengenstaffel» Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr Lebhafte Kampftätigkeit an -er Ostfront Indische Nachhuten in Nordafrika geschlagen. Oer Wehrmachtbencht. DRV. Aus dem Führerhauplguarller, 4. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront lebhafte kampftätigkeit. Kampfflugzeuge bombardierten in der vergangenen Nacht Hafenanlagen in Südwestengland. 3n Nordafrika wurden indische Kräfte, die zur Deckung des britischen Rückzuges eingesetzt waren, geschlagen und zurückgeworfen. Deutsche Kampffliegerkräfte belegten Kraftfahrzeugkolonnen im Raum um Tobruk sowie Materiallager des Feindes bei M a r f a M a t r u k mit Bomben. Die Luftangriffe auf Flugzeugstühpunkte, Flakstellungen und andere militärische Anlagen auf den Inseln Malta und Gozzo wurden fortgesetzt. Oer italienische Bericht. Rom, 4. Febr. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Verbände, die den englischen Rückzug in der Ost-Cyrenaika decken sollten, wurden gründlich geschlagen. Der Vormarsch der Truppen der Achsenmächte, der von der Luftwaffe kräftig unterstützt wird, geht gegen das Gebiet von Derna weiter. Abteilungen der deutschen Luftwaffe bombardierten militärische Anlagen und Lager von Malta. Es wurden Brände und Explosionen in den zu wiederholten Malen getroffenen Zielen beobachtet. Beförderungen in der Wehrmacht. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Führer hat befördert: mit Wirkung vom 1. November 1941: zu Generalmajoren die Obersten Edelmann, Butze, Oppenländer, Dettling, Kleemann, 'Winter (Paul); mit Wirkung vom 1. Februar 1942: zu Generalen der Infanterie die Generalleutnante Brennecke, Hol- lidt; zum General der Panzertruppe den Generalleutnant Kirchner; zu Generalmajoren die Obersten Baier, Licht, Weidling, von Zangen, Jipl.-Jna. En- storf, Szelinski, Freiherr von Uckermann (Horst), Dr. Beyer, Förtsch, Müller (Vincenz), Wessel, Hasse, von Grävennitz. UGA.-Tanker im Westatlantik versenkt. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Durch ein deutsches . U-Boot wurde im westlichen Atlantik der nordamerikanische Tanker „N e ch e s" torvediert und versenkt. Das nordamerikanische Marineministerium mußte die Versenkung zugeben; von der Besatzung sind 56 Mann ertrunken, während 126 Mann gerettet werden konnten. Dieser'Erfolg deutscher Unterwasserstreitkräfte im äußer st en Westatlantik unterstreicht die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit der deutschen U-Boot- Waffe, die sowhl im Weißen Meer, in der Ba- rents-See, im Mittelmeer als auch im gesamten Gebiet des Atlantischen Ozeans eingesetzt ist. Irland und LtGA. Der Anatolier hört überall interessiert zu, spricht selbst aber wenig. Seine Achtung vor diesen Gästen hl eben gering. Gewiß ist auch ihm die Gefahren- lage seines Vaterlandes vollkommen klar. Er weiß, daß die Sowjets durch den Wall deutscher Soldaten auf 1000 Kilometer Frontbreite gehindert sind, nach Europa einzumarschieren. Ihm ist auch bekannt, daß es seit anderthalb Jahrhunderten russische Ueber- lisferunq ist, den Bosporu-s, den Ausgang aus dem Schwarzen Meer in das Mittelmeer, in Moskaus Gewalt zu bringen. Jetzt lockt die Rot, Wenn nicht die Verzweiflung, angesichts der deutschen Mauer einen Durchbruchsversuch nach Süd- Desten zu unternehmen. Dieser mögliche Derzweif- 188J ’M nn S ri b«tänV5 • hiri ß Nsruh, V die mich hi rlekt so hnzlij r—----------- • «•- ir noch manche üemal Pascha, dem Begründer der modernen Mannes gab. ’fc-t1, **: -----— ich allgemeinen eginnt, härtere Lebensformen anzunehmen. Hierzu .. i ftn hnrt rnnho»- morhonhort >r Obnbürger- 3mmer mehr schwindet der müde Turke, öerjid) ira Dr Ernst in sein Kismet ergeben hat. Er hatte sich als Er- „ Stabe einer seugnis der Großstadt herausgebjldet. Dafür sieht b »Men. Dr. man auffallend viel die kernige Gestalt des Ana- M 17 Jahren loliers, dem man nicht nur seine Herkunft vom . i Äolische Lande ansieht, sondern mehr noch seine militärische . gleich das Blickfeld geöffnet für das politische Wollet Nach dein len des Staatsschöpfers. Erfüllt von starkem Verdickte und trauen zu diesem geht er gradlinig seinen Weg. wiö nitfconnnfiftfrhl 5Zn hem ersten Fall Heiter bei bjj bürg, und M m Stadt M Krieg machte.er 3nnen= wie außenpolitisch! In dem ersten Fall veiß er, daß Atatürk nur der Anfang war. ikr fühlt sich als sein Sendling unb setzt feine ganze Kraft darein, diese Stadt am Goldenen Hom, den besten Naturhafen der Welt, von all dem Schmutz und Unrat zu reinigen, der sich hier seit Jahrhunderten aufgehäuft hat. Mit Schmerz erfüllt es ihn, wenn es den Blicken seines Gastes nicht entgeht, daß noch immer hin unb wieder sich jene herrenlosen Hunde herumtreiben, die man früher 1929 und bann mit England zehn Jahre später. Im vorigen Jahre verständigte sich bie Türkei mit bem Deutschen Reich burch einen Freundschaftsvertrag, dem sich auch Italien anschloß. Somit scheint der Friede nach beiden Seiten gesichert zu fein. Die Nachfolger Kemals haben mit Geschick und Weitblick das Erbe des Staatsgründers zu wahren gewußt und außerdem das Ansehen der Türkei ständig gemehrt. In diesem Geiste werden sie auch die Politik ihres Landes führen, wenn bie Gefahren sich verwirklichen sollten, die drohend am Horizont stehen. Verantwortungsbewußtsein unb nüchterne Abwägung der Tatsachen waren immer die Merkmale türkischer Staatsmänner seit Kemal. Deshalb vertraut ihnen auch das türkische Volk uneingeschränkt. Es weiß sich unberührt von den Stimmungen gewisser Kreise in Istanbul, sein geistiger und politischer Nährboden ist die Bauern- und Soldatenlandschaft in Anatolien, die hart ist in Gegensätzen, aber klar im Blick: vorwärtsschauend und doch traditionsgebunden, noch auf der Kleinlandschaft Ankaras ruhend, aber glaubend an eine Zukunft, deren Symbol der Name Istanbul ist, allerdings ein durch Ankara verjüngtes Istanbul, das nicht mehr sich Winterstimmungen unterworfen fühlt. Istanbul im driften Kriegswinter Von unserem cy.-Berichterstatter. 4 Jahren hier weilte, als gleichfalls ein strenger Sinter herrschte. Natürlich bleibt die Silhouette van Istanbul sich stets gleich. Sie stellt nun einmal tin verkörpertes Märchen dar, über dem seit Jahr- »aedMeki die Änderten der gleiche Zauber liegt. Und wenn noch lavieren Wehr, Neuschnee die Gebäude überzuckert und der Mond- - chein an ihnen sein Wesen treibt, dann ist man als Wanderer am Ziel seiner Wünsche. Allein, für mmantische Wanderungen ist schon seit Jahren in .. ^nnni „nj Istanbul fein Raum mehr. Die Hand des starken M lento! Pascha hat auch hier zugegriffen und über- 1 / lebte Formen beseitigt. Mag deshalb das rem üeußerliche des Stadtbildes, dem Anschein nach sich wenig verändern, so wächst doch immer deutlicher aus( dem anders gearteten Volkstum ein ganz »Das meiste davon hat Rommel erobert." Genf, 5. Febr. (DNB. Funkspruch.) In einer betrübten Betrachtung der Vorgänge in Nordafrika sagt „Daily Mail" u. a.: „Es ist kein Geheimnis mehr, daß wir Riesenmengen von Benzin, M u n i t i o n und anderen K r i e g s v o r r ä t e n für unsere nächste Offensive in die vorderste Linie gebracht hatten. Das meiste davon hat Rommel erobert. Zweifellos haben mir wohl eine Masse davon rechtzeitig vernichten können. Die Schnelligkeit des Gegenangriffs macht es jedoch tatsächlich gewiß, daß heute eine große Zahl der deutschen Fahrzeuge mit englischem Benzin fährt, unb daß ein Teil der Truppen der Achsenmächte sich von englischen Rationen ernährt." 2Ritterfrcu$ für den Kommandeur einer slowakischen Division. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz an General Augustin M a - l a r, Kommandeur einer slowakischen Division. Seit dem Polenfeldzug steht die Wehrmacht des jungen slowakischen Staates in treuer Waffen- kaweradschaft Seite an Seite mit den deutschen und verbündeten Truppen. An den großen Erfolgen der slowakischen Truppen hat General Malar durch zielsichere Führung seiner Division hervorragenden Anteil. Auch durch seinen persönlich tapferen Einsatz war General Malar seinen Soldaten stets ein leuchtendes Vorbild. )r einig bann, e und Einftnb — , über bas H tor allem hat es sich schon stark verändert. Diesen rabe in bieler Eindruck gewinnt man, wenn man zufällig vor ' 4 Pl.U.AH mnitln nX e n X rtf rt ff a «in VtroYIrtOY Monatlich . RM.1.80 LLustellgebühr. „ -.25 ... Kuib bei Nichterscheinen e von einzelnen Nummern n-r infolge höherer Gewalt Oie Leidenschast zur Leistung. Von Helmut Sündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs. Die jüdische Lüge, daß der Wert der Arbeit nur danach zu bemessen sei, wieviel sie an Lohn ober Profit dem einzelnen im Augenblick ab werfe, hat in Deutschland niemals wirklich überzeugte Anhänger gejunben. Im deutschen Menschen lebt ganz unabhängig vom privaten Nutzen ein Bedürfnis nach Arbeit und Leistung, und die wichtigste Voraussetzung unserer Zufriedenheit war stets das Bewußtsein,' tätig und nützlich zu sein. So war es auch zu der Zeit, in der noch jeher glaubte, daß Gold der Wert sei, der. Reichtum und Stärke eines Volkes repräsentiere. Zwar lauschte das Volk mit offenem Munde den merkwürdigen Thesen wissenschaftlich verbrämter Wirtschaftsbema, gogen, aber seinen gesunden Instinkt ließ es sich nicht 'nehmen, und es sah sein Ideal unentwegt in dem kraftstrotzenden Arbeitsmenschen und nicht im goldhortenden Zinswucherer. Das änderte freilich nichts an der Tatsache, daß es im Zeichen der alten Wirtschaftsform bis unmittelbar an den Rand des Abgrundes geführt wurde. Erst der Nationalsozialis. mus stürzte'mit starker Hand den Götzen des goldenen Kalbes, in dessen Zeichen dem schaffenden deutschen Volk eine Inflation unb eine furchtbare Wirtschaftskatastrophe, einer raffenben Schieberge- sellschaft aber wahrhaft goldene Berge beschert wurden. Die Jahre des friedlichen Aufbaues wurden zu einer einzigen überzeugenden Beweiskette für unsere Parole — nämlich, daß die Summe der Leitungen aller Volksgenossen, nach dem Interesse des Ganzen gelenkt, allein den wahren Reichtum der Nation begründet, der schließlich auf den einzelnen wieder zurückstrahlt. Eine ungeahnte Entwicklung des Lebensstandards, der Kraft und damit auch der Freude haben jene Jahre dem deutschen Volk gebracht, und es gab keinen, der nicht mit Anteil gehabt hätte an dem Nutzen, der für die gesamte Nation so deutlich in Erscheinung trat. ,r. Der Krieg, mit dem Plutokraten unb Bolschewisten diese ihren Parolen so sehr widersprechende Entwicklung abwürgen wollten, hat mancher äußeren Wirkung, die mit der Leistungsgemeinschaft unserer Nation dis dahin verbunden war, ein vorübergehendes Ende gesetzt. Es fahren keine KdF.- Schiffe mehr über die Ozeane, es können keine neuen Siedlungen in Bau gegeben werden, unb unsere Volkswagen erleben in den Wüsten Afrikas und in den Schneestürmen des Ostens ein Probe, wie sie. noch kein anderes Auto vor der Serienlieferung an den privaten Kunden bestanden hat. Aber dennoch, so behaupte ich, hat unsere These, die die Arbeit in den Mittelpunkt aller nationalen begriffe stellt, niemals eine größere Bewährung erfahren, als jetzt im Kriege! Nur, daß heute nicht mehr die Urlaubsreifen, nicht die Wohnung, nicht Genuß im Esten und Trinken, nicht Komfort im täglichen Leben das dem schaffenden Volksgenossen 1 sichtbare Ergebnis seiner Leistung sind, sondern der Sieg in unserem Lebenskampf das i Ziel ist, auf das sich unsere Leistung konzentriert lungsakt der Bolschewisten bringt die den Türken beinahe heilige Friedenspolitik Kemals in Gefahr. Dieser war sich durchaus bewußt, welches Danaergeschenk er in dem Besitz der beiden Meerengen besaß, die das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbinden. Das ganze 19. Jahrhundert zeigten sich die Türken beunruhigt durch die verschiedenartige Einstellung, welche die europäischen Mächte zur Oeffnung oder Schließung der Meerengen einnahmen. Kemal sicherte sich einmal, indem er sich 1936 durch die Meerengenkonferenz von Montreux das Recht zur Anlage von Befestigungen auf beiden Ufern bewilligen ließ. Die Jahre darauf brachten die Ausführung, zugleich aber auch die Sicherung durch Verträge sowohl mit Rußland, als auch mit England. Ursprünglich beruhten diese auf den Gegensätzlichkeiten zwischen den beiden Mächten. Später jedoch näherte sich England dem Standpunkt der Sowjets, der auf Offenhaltung der Wasserstraßen abzielte, und dabei ist es dann geblieben. Diese Meerengenverträge wurden noch durch Freundschaftsverträge unterbaut, zuerst mit Sowjetrußland im Jahre Eigentlich pflegt der Winter an den Gestaden des ittelmeers nur Gastrollen zu geben. Er taucht lötzlich auf, wirft ein paar Hände voll Schnee icrfjin und dorthin, dann aber ist der Schmerz tolr Mer ihn für das Jahr ausgestanden. Don diesem brauch scheint er jedoch mehr und mehr ab kommen u wollen. Jedenfalls wiederholt es sich in diesem fatyre zum drittenmal, daß auch Istanbul Schnee- Me und Frost in ausgiebigem Maße zu spüren / - bekommt und damit nicht mehr hinter namhaften An der Front vor Leningrad wurde am 2.2. lebhafte bolschewistische Spähtrupptätigkeit fest- gestellt. Auf bolschewistischer Seite wurden kurz darauf Truppenansammlunaen festgestellt, die von der oeutschen Artillerie sofort unter wirksames Feuer genommen und zerschlagen wurden, so daß der Feind nicht zur Ausführung seiner Angriffsabsichten kam. Um den Besitz einer kleineren Ortschaft im mittleren Teil d e r Ostfront kam es am 2. Februar zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf die deutschen Truppen diese Ortschaft gegen mehrere bolschewistische Angriffe behaupteten. In dön Morgenstunden des 2. Februar griffen bolschewistische Kräfte in Stärke von fünf Kompanien diesen Ort an. Es gelang ihnen dabei, die deutschen Gefechtsvorposten zu durchstoßen und in die deutsche Hauptkampflinie einzudringen. Die deutschen Infanteristen unternahmen jedoch sofort einen Gegenangriff gegen die an dieser Stelle zahlenmäßig weit stärkeren Bolschewisten und zwangen durch ihren kühnen und von zwei Seiten geführten Angriff den Feind zum Rückzug. In den Mittagsstunden des 2. Februar waren die Ortschaft und alle Punkte der deutschen Hauptkampflinie wieder in der Hand der deutschen Infanteristen. Am Nachmittag unternahmen zwei bolschewistische Kompanien an der gleichen Stelle einen erneuten Angriff, der jedoch schon vor den deutschen Linien unter der Wirkung des deutschen Arttlleriefeuers zusammenbrach. Nachdem zusammengefaßtes deutsches Feuer am 2.2. sowjetische Angriffe an mehreren Stellen im Raum nordostwärts von Taganrog vor unseren Linien zum Erliegen gebracht hatte, brachen unsere Infanteristen aus ihren Stellungen heraus und stürmten ttotz heftigen Schneesturms auf die im Angriff zusammengebrochenen bolschewistischen Einheiten ein. In hartem Kampf wurde der Feind geworfen und in entschlossenen Nachstößen wurde das ganze Vorfeld vom Gegner gesäubert. Trotz stellenweise sehr schlechten Wetters unterstützten starke Verbände der deutschen Luftwaffe auch am 3. 2. die Kämpfe des Heeres an der gesamten Ostfront. Besonders im Donez ° Abschnitt und im Zuge der Kämpfe im Oft teil her Krim bombardierten deutsche Kampfflugzeuge bolschewistische Stellungen und Kolonnen und fügten dem Feind schwerste Verluste zu. Mehrere Eisenbahnzüge des Feindes mürben von Bomben getroffen. In der Mitte der Ostfront blieben 3*0 Fahrzeuge im deutschen Bombenhagel liegen Sechs Flakgeschütze wurden außer Gefecht gesetzt und zwei Tankwagen m Brand geworfen. Bei Angriffen auf .<• M erommi UNO oamil niuji yiiiici Iiuniyu|icii ! ,F «n un. kroßstädten auf der Apenninen- und Pyrenäen- .Muna ftan, ^binsel zurückzustehen braucht. Wenn es wahr ff,c ein- um rare, was ein geistreicher Besucher der uralten W u9 unb btr etabt am Bosporus jüngst einmal sagte, dann daß erft onnte man darin einen heroischen Zug sehen. Er Mein feines meinte nämlich, Istanbul werde immer türkischer: ’W Gemein, nicht nur hinsichtlich der Bevölkerung, sondern auch 1 ™Quern und n bezug auf das Klima. Früher feien von den *99Pun?f feiner ,2 Millionen Einwohnern noch nicht ein Drittel _en Wen bie lürfen gewesen, heute aber von den nur noch 10 000 bereits 440 000. Die farblose Jnternationali- ■m das ererbte jät gehe sichtlich zurück. Folglich — und die Ver- WaU' j iüroortung dafür müssen wir ihm als altem Kenner es Landes überlassen — müsse sich auch das Klima fcmar« bet er Heimat des türkischen Volkstums, dem Innern Bogelsbergbörf, der kleinasiatischen Halbinsel, anpassen und im ches Dasein an Binter entsprechend unfreundlich werden. Der eroische Zug besteht darin, daß die wegen ihrer Leichtlebigkeit oft gescholtene und deswegen von ftr«. 1 leb, ? ernsvrechansckluk 2251 Druck und Verlag: 9en « asten ießen. ___________________ , icktennismeist^kuls die „Gesundheftspolizei" von Konstantinopel be- -^lieaerhorsttilzeichnete; sie scheinen also so ganz überflüssig noch ’ 1 9 nicht zu sein. Das schmerzt ihn mehr, als daß er «s waren span' ,Freude darüber empfindet, wie der Zivilisations- >1.. schlug iiU iortschritt sich sonst in zahlreichen Dingen zeigt, »n nicht nur in der europäischen Kleidung der Män- hnhurA hoch, ner, sondern mehr noch in derjenigen der Frauen, 9 .mb 4.W|wh vor allem in deren freiem, selbstbewußtem \ htn MegDtkiftreten. u L Etwas ungern führt unser Anatolier seinen Gast c mären 16 über die weltberühmte Galata-Brücke nach Pera, Ppel ;n über« bem Stadtteil, der noch immer der bevorzugte Mk r mH Wohnsitz der Nichttürken ist und infolgedessen von < ? bie im ihnen dem Eindruck nach beherrscht wird. Das ^iinkt vielleicht sein Nationalgefühl. Als sich ihnen ) enö' iedoch eines der großen Hotels öffnet, da merkt man owL .Gr 2. vvch, es ist etwas . anderes. Es ist die politische Atmosphäre, die sich hier breit macht. Die Besucher zefteukk ,ber vornehmen Gaststätten sind seit geraumer Zeit . gbel* nicht mehr ganz zmrieden. Sie klagen über das ilt. ftänbige Steigen aller Preise, den unfreundlichen ;onno6?nO'^et#iE hinter, die Nähe des Kriegsschauplatzes am MinaN"' M Lchwarzen Meer und die daraus erwachsenden Ge- fahren, kurzum, sie haben überreichlichen Ge- .fsisN- Gelegenheiten zu guten, mühelosen Geschäften fwd wenig zahlreich, die überall stärker^ werd enden In0’1' wirtschaftlichen Bindungen stören auf Schritt und AiM Tritt. In den Hotelhallen summen diese Weisen in wen er* allen Sprachen, am meisten jedoch in der französi- Endest foen; eine Erinnerung an ihre einstige Vorherr- — das Ziel, das groß genug ist, um einmal alles heutige Verzichten vergessen zu lassen. Die Tanks, die Flugzeuge, die gewaltige Ausrüstung unserer Armeen, das alles sind heute die äußeren Ergebnisse der konzentrierten Tätigkeit aller Volksgenossen, und die Schluchten, die der Soldat durckkämpft, gewinnt er mit der stahlgewordenen Arbeitsleistung der ganzen Nation. Wenn wir die etwas geschraubte wissenschaftliche Ausdrucksweise vergangener Jahre aufgreifen wollen, so können wir sagen, daß das deutsche Volk seine ganze Arbeitskraft im Kriege „investiert" hat mit der Absicht, den besonderen Lohn für diesen Einsatz mit dem Siege „zu Buche kommen" zu lassen. So seltsam solche nüchternen Formulierungen klingen mögen, so deutlich machen sie uns doch, wie eng der Kampf des Soldaten mit der A r b e i t der Heimat in Zusammenhang steht. Was aber im gleichen Zeichen steht und dem gleichen Ziele zustrebt, muß — und dies ist die Lehre, die wir aus unserer Betrachtung ziehen wollen — auch aus dem gleichen Geiste getan werden. Der Soldat weiß, daß kein Sieg nur durch die normale Pflichterfüllung errungen wird, sondern daß selbstlose Hingabe an den augenblicklichen Auftrag, ein auch härteste Umstände nichtachtender Einsatz, leidenschaftliche Kampfesfreude die wesentlichen Garanten des soldatischen Erfolges sind. Nur ein Soldatentum, dem solche Eigenschaften in Fleisch und Blut leben, konnte Polen überrennen, Frankreich Niederschlagen, England vom Kontinent vertreiben und schließlich die Riesenmacht des Bolschewismus weit in den Osten jagen, und nur ein solches Soldatentum vermag jetzt in den harten Monaten des russischen Winters der Natur ebenso wie einem hinterhältigen Gegner zu trotzen! Diese selbstlose Hingabe, dieser bedingungslose Einsatz, diese leidenschaftliche Kampfesfreude - sind nicht nur die Voraussetzungen wahren Soldatentums, sie mögen auch die Parolen^ sein, die das Schaffen der Heimat beflügeln, die für den gleichen Sieg kämpft wie der Soldat draußen. Genau so roi^ bei diesem in seinem Ringen mit dem Feind, so erwächst auch im Leistungskampf der Heimat der große Erfolg nur aus einem Hinauswachsen des einzelnen über das Maß des Normalen und Gewohnten. So wenig sich nur e i n Gefecht gewinnen ließe, wollte der Soldat auch im Felde sein Leben nach den Gewohnheiten des Kasemendienstes einrichten, so wenig kann die große Arbeitsschlacht des Krieges gewonnen ckerden ohne die bewußte Einstellung aller auf die Leistungsforderungen des Krieges, mit denen der Weg zum Siege gepflastert ist. Sage keiner, sein Beitrag sei unbedeutend, weil er gerade nicht in einer Waffenfabrik oder in einem Flugzeugwerk tätig ist; genau so wie im Felde eine gewaltige Maschinerie von Diensten besteht und mit aller Energie am Werke sein muß, um dem Gewehrträger der vordersten Linie den Kampf zu ermöglichen, so ist heute jede tätige Hand — wo immer auch sie eingesetzt sein mag — ein Faktor in der Gesamtsumme der nationalen Arbeit. Wir sagen mit Absicht ganz allgemein „ein Faktor". Denn der Wert dieses Faktors wird vom Willen des einzelnen ebenso bestimmt wie der Kampfwert des Soldaten von seiner Tapferkeit. Es ist ein auch für die Gesamtheit bedeutungsvoller Unterschied, ob meine Arbeitskraft im Rahmen des Gewohnten mitläust, oder ob sie kraftvoll antreibt und leidenschaftlich mitreißt. Ein solche Leidenschaft zur Leistung sollte die Parole aller Schaffenden der Heimat ebenso sein, wie Mut und letzte Bereitschaft die unserer Soldaten ist. Wer in Gedanken an das große Ziel des Sieges in unserem Lebenskampf eine solche trotzige Leidenschaft entfaltet, der wird seine Kräfte wachsen fühlen. Er wird erkennen, daß es der Geist ist, der den Körper regiert, und er wird ebnen, was ein solcher millionenfacher gemeinsamer Wille zur entschlossenen Leistung für den Sieg unseres Volkes bedeutet. Die BestechunySgelder aus LIGA. Diao, 4. Febr. (DNB.) Sofort nach 'der i o - Konferenz hat sich der Dollar fegen über die iberoamerikanifchen Staaten ergossen, die die Iankeepolitik unterstützt haben. Nach der kürzlich gemeldeten Kreditgewährung von 25 Millionen Dollar für Bolivien kündigte Venezuela ein umfangreiches Fünfjahresprogramm im Gesamtwert von 100 Millionen Dollar an. Bezeichnenderweise ist u. a. der Bau von 19 Flugplätzen und eine Verbesserung für die bereits vorhandenen 39 vorgesehen. Eine Einräumung der entsprechenden Kredite seitens der Vereinigten Staaten wurde angedeutet. Einzelheiten über den Pacht- und Leihvertrag zwischen den USA. und Salvador wurden nicht bekanntgegeben. Diplomatische Kreise geben jedoch zu, daß Salvador für 1,1 Millionen Dollar Kriegsmaterial erhalten soll. Veränderungen im englischen Kabinett Stockholm, 4. Febr. (DNB.) In London wurden, wie Reuter meldet, Veränderungen im britischen Kabinett bekanntaegeben. Danach wurde Lord Beaverbrook zum Minister für das neugeschaffene Ministerium der Kriegsproduktion ernannt. VersorgungsiMnister wurde Sir Andrew Duncan, Handelsminister Oberst I. I. Llewe11in. Beaverbrook wird Mitglied des Kriegskabinetts fein, Duncan aber nicht. Cripps, so bemerkt Reuter, ist nicht auf der Ernennungsliste. Lord Beaverbrook, der millionenschwere Zeitungskönig, war bisher feit dem 29. Juni 1941 Dersorgungsminifter, davor bekleidete er das Amt eines Ministers für Flugzeugproduktion. Der neue Versorgungsminister Duncan leitete feit dem 29. Juni 1941 das Handelsministerium. Er war davor feit dem 3. Oktober 1940 schon einmal Versorgungsminister und vor Uebemahme dieses Amtes ab 6. Januar 1940 schon Handelsminister. Oberst I. I. L l e w e l l i n , der neue Handelsminister, war bis Mitte 1939 Zivillord der Admiralität, dann parlamentarischer Unterstaatssekretär des Munitionsministeriums und feit 2. Mai 1941 parlamentarischer Sekretär im Verkehrsministerium. Beginn der Generaloffensive gegen Singapur. Tokio, 5. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Japaner eröffneten am Mittwochabend 18 Uhr die Generaloffensive gegen Singapur. Dornet meldet zum Beginn der Generaloffenfive gegen' Singapur, daß die Jnselfestung seit Mittwoch 18 Uhr im schweren Feuer der japanischen Artillerie liegt. * Aus Johore-Wharu wird berichtet, daß die O e l - tanks des Seleta-Stütz Punktes auf der Insel Singapur, die durch die japanischen Bomber am Montagmorgen in Brand geworfen wurden, noch in Flammen stehen. Don Johore Dharu aus sei zu erkennen, daß der Brand gewaltige Ausmaße angenommen habe. Englands Beklemmungen um Singapur. Stockholm, 4. Februar. (Europapreß.) Ein Korrespondent der „Times" berichtet aus der belagerten Jnselfestung Singapur, die Wiedereroberung der Insel würde eine viel schwierigere Aufgabe sein als ihre Derteidigung gegen einen Angriff. Es fei wohl nicht zweifelhaft, daß Verstärkungen unterwegs feien. Man müsse nur fragen, ob sie noch rechtzeitig kommen würden. Vieles deute darauf hin, daß die augenblicklichen Verteidt- a un g srn ö gl i ch k e i te n Singapurs nicht sehr groß seien. Die schwere Artillerie von Sin- gapirr sei nach der See gerichtet, und selbst wenn es gelingen sollte, sie umzubauen, würde sie gegen eine an greifende Armee nicht so wirksam sein wie gegen eine feindliche Flotte. Der Johore-Sund sei nur rund 1000 Meter breit und etwa 50 Kilometer lang, eine beträchtliche Küstenstrecke müsse also verteidigt werden Der ,Zimes"-Korrespondent weist dann noch einmal auf die schweren Folgen hin, die der Verlust Singapurs haben würde. Die strategische Bedeutung der Festung habe sich in den letzten Wochen geändert, aber kaum gemindert. Es sei ein großer Irrtum, zu glauben, daß die Aufgabe der Verteidiger nur darin bestehe, Zeit zu gewinnen. Wenn erst die Japaner ungehindert von Singapur und Pe- nang aus operieren könnten, würden di e Verbindungen Englands im Indischen Ozean schwer geschädigt werden. Singapur sei ein Vorposten für eine „alliierte Linie", die Sumatra, Java, Surnba, Timor und. Neu-Guinea einbeziehe. Südlich dieser Linie lägen Australien und Neu-Seeland. Diese Linie versuchten die Japaner zu durchbrechen. Die Schlacht in Burma. Kopenhagen, 4. Februar. (Europapreß.) Nach Ueberschreitung des Salween-Flusses stehen die japanischen Truppen jetzt nur noch 160 Kilometer von Rangun entfernt. Die Hauptschlacht um Burma wird jetzt, außer in der Provinz Tenasserim, an einer Front ausgekämpft, die von der Mündung des Salween-Flusses an Mar- taban vorbei 80 Kilometer lang nach Norden führt. Die britischen Verteidigungskräfte im Gebiet von Martaban laufen Gefahr, eingekreist und von den Hauptkräften abgeschnitten zu werden. In Londoner Kreisen ist man besonders niedergeschlagen, daß es den Japanern gelungen ist, über das breite Mündungsdelta des Salween überzusetzen. Der Fluß ist in dieser Jahreszeit besonders reißend, und man hatte gehofft, daß er das weitere Vordringen der japanischen Truppen längere Zeit aufhalten werde. Tschungkmg ohne Zufuhren von Kriegsmaterial. Tokio, 4. Febr. (Europapreß.) Durch den japanischen Vormarsch auf Rangun ist nach Mitteilung des Sprechers der japanischen Regierung bereits die Zufuhr von englischem und amerikanischem Kriegsmaterial für Tschungking über d i e Burma-Straße unterbunden. Auch der von Präsident Roosevelt geforderte Kredit von 500 Millionen Dollar könne an dieser Tatsache nichts mehr ändern. Mit Dollars fei die japanische lieber« legenheit zur See und in der Luft im südwestlichen Stillen Ozean nicht zu beseitigen. Tawao beseht. Tokio, 4. Febr. (Europapreß.) Das Kaiserlich japanische Hauptquartier melbet am Mittwoch die Besetzung des strategisch wichttgen Hafens Tawao in Britisch-Nordborneo durch japanische Truppen. 587 japanische Staatsangehörige, die seit Ausbruch des Krieges dort interniert waren, wurden befreit. Tawao liegt etwa 100 km nördlich von Tavakan an der Celebes-See. Burma im Blickpunkt der Welt. Durch die erfolgreichen Vorstöße der Japaner auf Taooy und Mulrnein sowie auf die zur Burma-Straße führende Eisenbahnlinie Rangun—La sh io ist Burma neben Singapur in den Vordergrund der kriegerischen Ereignisse in Ostasien gerückt. Burma (605 000 Quadratkilometer, 14 Millionen Einwohner), einstmals unter einer eigenen Dynastie selbständig, später nach vielen harten Kämpfen mit China unter chinesischer Oberherrschaft, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach und nach von den Engländern in Besitz genommen und im Jahre 1886 endgültig Britisch-Jndien einverleibt. Seitdem hat es die Herrschermethoden der Briten zur Genüge kennenlernen können, die das von Natur aus reiche Land zu einem typischen Produkt ihrer Ausbeutungspolitik gemacht haben. Im Jahre 1937 wurde Burma nach wiederholten Loslösungs- beftrebungen feiner Bevölkerung aus Britisch-Jndien ausgegliedert und „verselbständigt". Dennoch hat es durchaus nicht den Charakter eines autonomen Staates erhalten, sondern ist mit einem englischen Gouverneur an der Spitze, dem die Landesverteidigung, die Außenpolitik und die Währungspolitik vorbehalten sind, unmittelbar unter englischer Herrschaft geblieben. Die aus allgemeinen Wahlen hervorgegangene burmesische Reaierung ist nur für die inneren und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Landes zuständig. Durch die Abtrennung Burmas von Indien sollte einerseits ein Pufferstaat gegen China, Französisch- Jndochina und Thailand gebildet, andererseits die natürliche Verschiedenheit beider Länder und Völker unterstrichen werden. Denn die mongolischen Burmesen unterscheiden sich nicht nur rassisch, sondern auch in ihrer Sprache und Religion (Buddhis- Großer Andrang in der Kronibnchhandlnng. Von Kriegsberichter Dr. Friedrich Wagner. P. K. In einer ukrainischen Stadt, Januar 1942. Frontbuchwagen und Frontbuchhandlungen sind im soldatischen Leben dieses Krieaes liebgewordene Einrichtungen. Denn selten kann für Menschen, die aus der gewohnten Atmosphäre ihres bisherigen Lebens herausgerissen wurden, das Buch mit seinen zwei Funktionen, nämlich der einer Ordnung und Erweiterung des Wissens und zum anderen eines Hineinführens in eine heitere oder besinnliche, bunte ober tragische Welt außerhalb des Alltags solche Bedeutung erlangen wie gerade beim Soldaten. Die Frontbuchhandlung bringt ihm im Osten das doppelt ersehnte Geschenk des Buches. Seit einigen Tagen hat ein derartiger Buchladen feine Türen in einer ukrainischen Stadt mit etwa 100 000 Einwohnern geöffnet, und seine soldatischen Kunden haben mit einem wahren Heißhunger die hohen Regale leergekauft. Die äußere Situation ist dabei so: In der Stadt haben mehrere Stäbe ihren Sitz, sie ist durch ihre Lage an einer wichtigen Eisenbahnlinie ein Sammelpunkt zahlreicher Versorgungsdienste und wird daher ständig von Einheiten oder zum mindesten deren Kommandos besucht. Darum sind Infanteristen und Pioniere, Flaksoldaten, Fahrer von Kolonnen und Männer der OT. ihre Käufer. Vor den Oeffnungszeiten stehen sie bereits Schlange, um sich ein Werk auszuwählen. Die meisten von ihnen verleben bereits den dritten Kriegswinter, sie kennen Frontbuchhandlungen vom Westwall her oder von einer bretonischen Stadt. ♦ Damals aber waren die Voraussetzungen beim Kauf anders Welche Bücher, so fragt man, werden jetzt, nach Monaten eines harten Kampfes in einem Land, über dessen Ebenen nicht mehr die lchwarzgrauen Staubwolken des marschierenden Heerbannes wehen, sondern dessen Weite durch eine weiße Schneedecke noch unendlicher zu sein scheint, gefaujt? Diese Frage roirb von den beiden Leiern £?'• Frcytbuchhandlungen, einem Buchhänd- lerssohn und einem jungen Medizinstudenten, nach kurzem Ueberlegen zunächst mit einem lapidaren „Alles" beantwortet. Freilich klärt sich bald die verwirrende Fülle der soldatischen Wünsche in zwei Richtungen: der Soldat hier im Osten will im Buch aus der Enge seiner augenblicklichen sowjetischen Umwelt heraus und die großen politischen oder historischen Zusammenhänge erkennen, zudem fein soldatisches oder berufliches Wissen vertiefen, und er will besonders — und das ist vielleicht die be= glückendste Erkenntnis — über die äußeren Unzu- iänglichkeiten seines gegenwärtigen Lebens hinaus die inneren Kräfte seiner Gefühle und seiner Seele wieder einmal zum Klingen bringen. Die soldatischen Buchverkäufer sagen dann, ihre kaufenden Kameraden seien „ausgehungert nach schweren Sachen". Das beginnt bei der Wahl politisch-weltanschaulicher Lektüre — „Mein Kampf" war in den ersten drei Tagen ausverkauft—, bei der Frage nach einem Nachschlagewerk etwa über die Judenfrage und reicht bis zu der fast ständig verlangten kleinen Ausgabe einer Bin- ding-Novelle. « Ein paar Zahlen erhellen die Situation am besten: Die Bücherei ist drei Tage geöffnet, in diesem kurzen Zeitraum wurden Tausende von Büchern verkauft, darunter Kol den Heyers „Paracelsus" wohl 50mal, das „Gottgelobte Herz", gewiß eines der anspruchsvollsten Werke der deutschen Gegenwartsdichtung, etwa 25mal, Bindings „Erlebtes Leben" 75mal, während von den Novellen des zuchtvollen Meisters einer hohen Gesinnung und einer gepflegten Sprache Hunderte von Exemplaren in die Hände der soldatischen Käufer übergingen. Hamsuns „Segen der Erde" und „Pan" stehen in dieser Reihe der erfolgreichen Werke ebenso wie Bücher von Bruno Brehm, Grimm und C a r o s s a. 75mal wurde die erfolgreiche Sammlung „Das heldische Jahr" verkauft. Diese herausgegriffenen Beispiele dokumentieren die gesteigerte Neigung des Soldaten, in der Welt des Dichterischen sich selbst und die eigene Ausgabe bestätigt zu sehen und den Sinn des Lebens zu finden. Es ist in den harten Monaten des Krieges im Osten ein starker Aufbruch der inneren Kräfte zu bemerken. Der Wunsch, einmal wieder etwas zu Men, weil es schließlich an der Zett sei, wird nicht nur aus langer Weile weich, sondern aus dem Gefühl einer seelischen Leere in einer so seelenlosen, fremden Umwelt. Darin unterscheidet sich die Atmosphäre einer Frontbuchhandlung in einer ukrainischen Stadt wesentlich von der am Westwall oder in Frankreich, gerade in diesen Zügen der größeren Intensität des soldatischen Käufers, der spürbaren Hinneigung zu einem ernsten Buch, der Konzentration auf wesentliche Werke, der Neigung zur „schweren Literatur". ♦ Nun soll es freilich nicht scheinen, als würden in der Frontbuchhandlung nur die Werke deutscher Gegenwartsdichter ihre Käufer finden. Es paßt durchaus in die geistige Lage der Soldaten, die vor den* Verkaufstischen stehen, daß sie immer wieder ein heiteres Buch verlangen. Es ist sogar keineswegs abwegig, wenn ein Gefreiter verlangt: „Bitte, eine Novelle von Binding und etwas Lustiges." Denn der Humor ist nach einem alten Wort eine sehr ernste Sache und darum auch dem mit dem Tode vertrauten Soldaten besonders nahe. Das Leben im Kriege ist ein Leben in den weiten Bezirken des Daseins, an dessen Enden das Lachen und das Sterben stehen. Was Wunder, daß die Frontbuchhandlung in den ersten drei Tagen ihre heiteren Bücher völlig ausverkauft hat. Täglich ober kommen die Anfragen nach Büchern von Roth und Sv o e rl und anderen deutschen Humoristen. Die soldatischen Buchhändler müssen heute, am vierten Tage nach der Eröffnung, schon viele ihrer Kunden vertrösten. Sie hoffen auf baldigen „Nachschub", der ihnen bei der Weite der Entfernungen und des Andranges viel Sorgen bereitet. Sie haben darum einen „Häch stprei s" festgesetzt, lieber den Betrag von zehn Mark hinaus darf keiner kaufey. Darum werden gern kleine Bände bevorzugt, denn der Soldat will möglichst den Höchstbetrag aus- nutzen. Den Andrang beroältigt eine besondere Verkehrsregelung: zehn Käufer dürfen an den Laden- tisch, die übrigen dreißig bis vierzig stehen in Marschordnunq im Gang davor und warten. Manche müssen zwei bis drei Stunden ausharren, ehe sie drankommen. Das wird in einem kameradschaftlichen Ton zwischen Offizier und Gefreiten getan. Alle tragen dann ihre erworbenen Bücher wie ein Geschenk der Heimat, deren Pulsschlag ihnen auf den gedruckten Seiten ganz nahe M von neben rtmng die f ttss, der Bli sprachen. 'tu sächlich an den regenreichen, der See zugewandten Gebirgshängen hinzieht (Monsunwälder) und viele wertvolle Hölzer (Bambus- und Teakholz) liefert Die Viehzucht ist allein schon aus religiösen ©rün- den — der Buddhismus verbietet Fleifchgenuß — fast bedeutungslos. Dagegen kommt dem Bergbau wegen der reichen Bodenschätze des Landes (Zinn, Wolfram, Blei, Silber) erhöhte Bedeutung zu. An Energiequellen ist zwar keine Kohle, dafür aber Wasserkraft und Erdöl in genügenden Mengen vor» Händen. Die reichhalttgen Delfeiber liegen am mitt, leren Jrrawaddi, von wo aus eine Oelleitung nach Rangun am Golf von Martaban gelegt ist. Vom oberdeutschen Wortschatz. Wie der deutsche Norden und Süden in der Sprache voneinander gewinnen und besonders das reiche Sprachgut des größer gewordenen Ober« deutschlcmds den Wortschatz der hochdeutschen Sprache wie einst so auch heute bereichern könnte, zeigt Hans Zimmermann an einer_Anzahl von Beispielen, die er in der Zeitschrift für deut« sches Sprachleben „Muttersprache" als kleine Ernte von einer Sommerreise zusammengestellt hat. Wir greifen einige davon heraus. In Tirol gibt es weder „Transportfirmen" noch Spediteure noch Güterbeförderer, weder Rollkut« scher noch Güterbestätter (wer oder was wird be» stattet?). Diese Unternehmen nennen sich Frachter oder Frächter, kurz, gut und unmißverständlich, wie es etwa der hamburgische Verlader, Lader oder Stauer auch ist. Oefsentliche Fahrzeuge führen einen Behälter mit für „gebrauchte" Fahrscheine, nicht für ,-abgelaufene". Gedankliche Mischung mit abgelaufenen Stiefelsohlen und mit der Uhr, die ab gelaufen ist, findet also nicht statt. Zwei treffliche Worte fanden sich beiläufig (hier tatsächlich „beiläufig") bei einem Rundgang in Salzburg. Dort und wohl auch anderswo in dem Gebiet heißt ein Haus, das einen Durchgang zu einer anderen Straße gestattet „Durchhaus". Mo« zarts Geburtshaus ist ein solches; es führt ein Gang von der Getreidegasse bis zum Universitäts- platz gegenüber von Fischer von Erlachs Dombau. Ein und dasselbe Haus kann von zwei Straßen her betreten werden, auch wenn es mit seiner Vor« derseite nur an einer von beiden liegt. „Passage", wie wir das zu nennen gewöhnt sind, Passage mit seinen Nebenbedeutungen aus dem Schiffsverkehr^ tritt gegenüber dem volksmundlichen ,Lurchhaus häßlich und beschämt dorchin zurück, woher es kamt in die verblichene Glanz- und Gründerzeit des Pa« noptikums in der Berliner Lindenpassage. Wenn sich ein altes Geschäft als „Schürzen-Er« zeugung" bezeichnet, so hat der Ferienreisende mit sprachlichem Einschlag feine unverhohlene Freude daran, da es doch kaum mehr ohne die „Textil- fabrifation" und den „Textilmarkt" zu gehen schien. Uebrigens nennt sich in Ravensburg, das die Welfen unterhalb ihrer oberschwäbischen Stammburg grün« beten, eine ehrwürdige Gasse „Gespinnst-MmE, Kautschuk erzeugt. Zwei Drittel der Gesamtfläche des Landes ist mit Wald bedeckt, der sich Haupt« 8?hrertükt Qorbereitunq 1 in diesem M iiiWiehlich ; Heilung des 7 k Wehrmach IWrigen be Idferainbilbur innerhalb besonderen Rau I Win* 4 I irSrmorbun ■WHoff nahm MAP. ®ai inb des Park für dk M. n Washington, 4. Februar. (Europavreß.) Der Pa berfte alliierte Kriegsrat für den JfQnJ ’ö,fi an fit soll, wie aus Kreisen des Weißen Hauses itz in Wa« dieses Gre« r.?' ?es r 7« Kkrs Heiß seit mit dem § wibunq sand. ermo Iustlofs k Ethmeii, P§. llMal hiebet Bauleiter der m Cchm mus) stark von den Indern, obwohl ihre Kulturl^■*' von Indien her sehr beeinflußt ist. oberste _______ Pa zi fi k soll, wie aus Kreisen des Weißen Hauses angegeben wird, endgültig seinen Sil ' shlngton bekommen. Damit wird mium gegen den Willen Churchills in den Vereinigten Staaten zusammentteten. Diese Entscheidung wurde vor allem auf den Einspruch Australiens, Neuseelands, Niederländisch-Jndiens und Tschungkings hin gefällt, die es für erforderlich hielten, daß der Kriegsrat in größtmöglicher Nähe des Kriegsschauplatzes tage. Bezeichnenderweise wurde Churchills Verlangen, den Kriegsrat in London zusammentreten zu lassen, am nachdrücklichsten von Australien und Neuseeland wider« QU W -Sis S" e SS SFfi» «tti (A btt Roi 'Mottfoun, Atfürtty Wieben, bat unb t ft' te* ™ «t R'g °°rhiit so An Industrien sind außer dem Erz- und Delberg« bau die Reismühlen-, die Zündholz-, die Holz«, Seifen- und vor allem die Textilindustrie zu erwähnen. Hinter der wirtschaftlichen steht die strategische Bedeutung Burmas nicht zurück. Burma wird gern als „Riegel des östlichen Tores nach Indien", dem Herzstück des britischen Weltreiches, bezeichnet. In den letzten Jahren ist es vor allem als Durchgangsland für die britisch-amerikanischen Kriegslieserungen an Tschungking-China bekannt geworden. Die Burmastraße, die einzige Verbindungslinie Tschiang. kaischeks mit feinen Bundesgenossen, ist durch das Vordringen der Japaner bereits unmittelbar bedroht. Wird sie abgeschnitten, so sinken damit Tschungkings letzte Hoffnungen. Alliierter Pazifik-Kriegsrat in Waihington. Die Landschaft Burmas ist vorwiegend sehr g* birgig. Mehrere ßängsaebirge bis zu 4000 Meter Höhe durchziehen das Land, von denen das west, liche am Golf von Bengalen und südwärts bis zuni Kap Negrais führt, und das Etliche, das einen ng. türlichen Grenzwall zwischen Burma und Thailand bildet, bis weit nach Süden (Isthmus von Kra) reicht. Zwischen den Gebirgszügen erstreckt sich hügeliges, zum größten Teil sogar ebenes, oon wasserreichen Flüssen durchzogenes Land, das in« tensiv bebaut wird. Das wichtigste Agrarprodukt ist der Reis, der in Unter-Burma und im Norden Rangun ist die Hauptstadt des Landes und mit ihren rund 400 000 Einwohnern gleichzeitig di* größte Stadt Hinterindiens. Man trifft dort Der« treter aller Völkergruppen Burmas an, vor allem Inder (260 000), die im Gegensatz zu den nzehr auf geistige Dinge eingestellten und wirtschaftlich wenig akttven Burmesen das vorantreibende Element sind und die wirtschaftliche Führung des Landes inne- haben. In ihren Händen befindet sich auch bet größte Teil des hochwerttgen Landes um Rangun, während sich die Burmesen immer mehr in da» Landinnere zurückgezogen haben. Eine wichttge Rolle spielen in Rangun ferner die Chinesen (75 000), die durchweg sehr wohlhabend finb,~ wie Überall im Osten, den Handel und die Reismühlen in den Händen haben. Außerdem gibt es in der Stadt noch einige Tausend Anglo-Jn'der und Europäer. Rangun ist vor allem bedeutend als Kopfstation der nach Norden und Nordwesten führende» Bahnlinie und als Ausfuhrhafen (Reis, Hölz« Erdöl, Häute, Felle). Der Hauptabnehmer der großen Exportproduktion Burmas ist entsprechendem früheren Zusammenhang und der natürlichen Ergänzung Indien, das etwa 60 v. H. der Gesamt, ausfuhr und den größten Teil der Reis-, Erdöl- und Holzerzeugung Burmas aufnimmt, ihm dafür in weit aeringerem Umfange Baumwolle und Jute- erzeugnifse, sowie Tabak und Kohle liefert. K&* fH» c r ineis, oer in unier-iounnu unu un vtuiwn suHerji1^??; Ober-Burma ohne Bewässerung wächst. i werden Mais, Huse, Tabak, Baumwolle unfo ~ ...... ~ ’ ...... W $n0(fien t'1 NW WA un UZ tti'ä l« >teJ® lei. U«b ® new T, Mnq von iP M 3" * MW” l|!l »en W? ingtn der M Art WnterM Wen eindri inien für den. ttnAuffend < daß eim ndentliche M kerr zur stäm hlegsproduktio Biberfjall in t ' Eine befände (Inten bam Mt und loffs m Schwerin weilte. Der feurige Ofen Roman von Hans von Hülfen (Nachdruck verboten.) en. Doch ich meine, in solchen Dingen, die irgend- sc , teil**1* sonderen Raum ein. gtpcife Kne^Siaqunq der AO. Verdunkelungszeit: 5. Februar von 19.13 bis 8.26 Uhr. imt, ihm dH roße und Ich liifert. !' unb Vellrer» btt hch Ntrie zu et die strategisch mia wird oen i Indiens oen ls Durchgang-' iegsliejerunffi lemofben. H ;slinie TschisH , ist durch im nmitteftat br hinüber, in dem er in östlicher Richtung rüstig vorwärts schreitet. Mitte Januar hatte Mars bereits von Saturn den gleichen scheinbaren Abstand wie Jupiter. Die drei in einer leicht geschwungenen Linie stehenden Planeten bilden in den Abendstunden eine sehr auffällige Erscheinung am Südhimmel. Im Laufe des Februar werden wir beobachten können, wie Mars immer näher an den Saturn rückt und ihn am 24. überholt. Mars wandert dann 3V2 Grad oder 7 Mondbreiten nördlich an Saturn vorüber. Besonders deutlich tritt zur Zeit der größten Annäherung beider Planeten der Farbenunter- chied zwischen dem rötlichen Mars und dem hellgelben Saturn in Erscheinung; daß Mars den Saturn scheinbar überholt, beruht nicht nur auf seiner größeren Geschwindigkeit, sondern auch auf seiner geringeren Entfernung von der Erde. Am 24. Februar ist der Mars 215 Millionen, der Saturn dagegen 1385 Millionen Kilometer von uns entfernt. Und während Mars bei einer Geschwindigkeit von 24 Kilometer in der Sekunde noch nicht zwei Jahre für einen Umlauf benötigt, braucht Saturn, der nur 9,6 Kilometer in der Sekunde zurücklegt, nahezu 30 Jahre. Ende Februar befinden sich alle drei Pla- neten im Sternbild des Stiers, wodurch diese Himmelsgegend einen ganz ungewöhnlichen Glanz erhält, an dem jedoch der mächtig strahlende Jupiter den Hauptanteil hat. Außerdem steht unterhalb des Siebengestirns noch der allerdings nur durch den Feldstecher erkennbare Uranus. D e n u s wechselte am 2. Februar vom Abend- zum Morgenhimmel. Sie wandert vor der Sonne vorüber (untere Konjunktion), erreicht dabei mit 40 Millionen Kilometer ihren geringsten Abstand von der Erde und geht nunmehr als Morgenstern vor der Sonne auf, zunächst nur wenige Minuten, Ende Februar aber bereits zwei Stunden. Die Dauer ihrer Sichtbarkeit erreicht nahezu IVt Stunden. An den ersten Tagen des Monats kann auch der Merkur ttef im Südwesten nach dem Ende der Hellen Dämmerung beobachtet werden. Der abendliche Fixsternhimmel zeigt sich im Februar auf dem Höhepunkt seiner Pracht. Gegen 21 Uhr Sommerzeit finden wir den Orion und die ihn umgebenden Fixsterngruppen hoch im Süden. In dem hochgestellten Viereck des Orion, den die Griechen des Altertums als einen gegen den Stier an- stürmenden Jäger ansahen, fallen einiae besonders Helle Sterne auf: die beiden Schultersterne Beteigeuze und Bellatrix, die drei in einer schrägen Linie ang-eordneten Gürtelsterne und namentlich der rechte Fußstern Rigel. Sie alle, außer Beteigeuze, einem roten Riesenstern, haben eine weiße bis blauwsiße Farbe und sind Sonnen auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung mit einer hohen Strahlungsie in peratur und LeuchtWrke. Ein dankbares Objekt für den Feldstecher bildet der unter den Gürtelsternen befindliche Orionnebel, den man an mondlosen Abenden auch leicht mit bloßem Auge findet. In die Gas- massen dieses Nebels sind mehrere sehr heiße Sterne eingebettet, deren starke Strahlung wie ein Scheinwerfer den Nebel erhellt und ihn im Dunkel des Weltenraumes sichtbar macht. In der Verlängerung der Linie der drei Gürtelsterne nach links funkelt enormen Entfernung auch im größten Fernrohr nur punktförmig erscheinen. Briefe schreiben - so oder so. Knapp die Hälfte der großen ZÄHl langer Winterabende liegt hinter uns. Manch einer wird durch die abendliche Verdunkelung davon abgehalten, im Anschluß an den Dienst noch auszubleiben oder später das Haus noch einmal zu verlassen. Andererseits ist durch die Einschränkung von Versammlungen und ähnlichen Veranstaltungen auch die Notwendigkeit des Ausbleibenmüssens begrenzt worden, so daß viele, die es sonst nicht taten, den Abend im häuslichen Kreise verleben. Es ergibt ich von selbst, daß auf diese Weise zu Dingen Zeit rei wird, die sonst vielleicht etwas zu kurz kamen. So wurde etwa die allzu knappe Zeit zu Hause dazu benutzt, in aller Eile einen Brief zu beantworten. Ermüdet und nur bestrebt, diese längst chon fällige Briefschuld loszuwerden, war der Schreiber innerlich gar nicht mehr fähig, auf die Fragen des anderen ausführlich einzugehen oder ihm den erbetenen Rat wohldurchdacht mitzuteilen. Es war zweifellos gar kein böser Wille von ihm, Seit dem Sommer vorigen Jahres können wir die drei großen Planeten Mars, Jupiter und Saturn in den späten Abendstunden hoch am südlichen Himmel beobachten. Mars war noch im Herbst von den ziemlich nahe nebeneinander stehen- den Planeten Jupiter und Saturn durch einen größeren Abstand getrennt. Während des Winters holte er jedoch sichtlich auf und wechselte zu Beginn dieses Jahres aus dem Sternbild der Fische in den Widder Mars überholt Saturn Oer gestirnte Himmel im Februar 1942. Von Dr. Erwin Kossinna. X* * ent m u n* tltschaß. Süden in ' bei'oMs w ebenen W Bi W SL den, . es । im E Mren ländisch-Jndie« für erforderlich möglicher M leichnenderwel iegsrat in Lm' nachdruckliW 1 Ul lutuct. luut,ltlvv ---------- eland wioer- tz^leiter der AO. zur Gedenkfeier am Grabe Gust- töie den Hinterbliebenen der Gefallenen, deren Betreuung eine ebenso besondere Ehren- pflicht der Jugend sein wird. Die Richtlinien sollen aber auch Elternschaft und Jugend nach Enger zusammenführen. Daher hat der Reichsjugend- uhrer auch die Verstärkung der Nachbar- ch a f t s h i l f e und eine erweiterte Durchführung von Elternabenden angeordnet. In den B a - t e I • und Werknachmittagen werden sich rie Jungen und Mädel in stärkerem Maße der Her- stellung von Spielzeugen und Geschenkartikeln widmen. In diesem Jahr wird der Weihnachsmarkt noch mehr unter dem Zeichen dieses Einsatzes der Hitlerjugend stehen. Für alle notwendigen Sammelaktionen steht die Hitlerjugend mit der- selben Begeisterung bereit, mit der sie zum Gelingen der großen vom Führer angeordneten Woll- inth Wintersachensammlung beitrug. > Einen eindringlichen Appell stellen die Richtlinien für den Kriegseinsatz der schaffen- den Jugend dar. Diese Jugend in den Betrieben weiß, daß eine außerordentliche Jett auch außerordentliche Mittel erfordert. Der Aufruf des Füh- rers zur ständigen Leisterungssteigerung in der Kriegsproduktion wird daher auch einen starken Widerhall in der werktätigen Jugend finden Eine besonders kriegsnotwendige Aufgabe ist dir Wehrertüchtigung der 17jährigen. Ihrer Vorbereitung für den. soldatischen Einsatz werden in diesem Jahr die Zeltlager der Hitler-Jugeckd ausschließlich zur Verfügung stehen. Der Sicherstellung des Nachwuchses für die Sanitätssoldaten der Wehrmacht wird bei der Wehrertüchtigung der 17jährigen betont Rechnung getragen. Die Feid- scherausbildung in der Hitler-Jugend nimmt daher innerhalb des vielseittgen Kriegseinsatzes einen be- Ausbildungsmöglichkeit zum Volksschullehrerberuf. NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen gibt bekannt: „Es ist beabsichtigt, von April 1942 ab auch in Hessen sogenannte Shulhelferlehrgänge bei der Lehrerbildungsanstalt Darmstadt einzurichten. Politisch, charakterlich und gesundheitlich einwandfreie Bewerber beiderlei Geschlechts im Alter von 19 bis 30 Jahren, die mindestens das Abschlußzeugnis einer anerkannten Mittelschule besitzen oder eine aleichwertige Ausbildung nachweisen und Lust unb Liebe zum Volksschullehrerberuf haben, können sich au diesen Lehrgängen melden. Bewerber mit Volks. Schulbildung können nur in Ausnahmefällen zuge- lassen werden, wenn auf Grund außergewöhnlicher Begabung und zusätzlicher gründlicher Fortbildung die für den Lehrerberuf unerläßlichen geistigen Voraussetzungen geschaffen wurden. Der Lehrgang dauert drei Monate. Er dient der ersten Auslese. Die danach folgende praktische Ausbildung im Schuldienst, die sich unter der Aussicht eines Lehrers über ein bis zwei Jahre (je nach Bewährung) erstreckt, wird durch einen pädagogischen Abschlußlehrgang von neun Monaten bei der Lehrer- bibdungsanstalt Darmstadt abgeschlossen. Bei gegebener Eignung wird der Bewerber alsdann in das Beamtenverhältnis übernommen. Während der gesamten Ausbildungszeit werden Unterhaltsbeihil- fen gewährt. Meldungen zu den Lehrgängen sind unter dem Kennwort „Schulhelferlehrgänge" an den Herrn Reichsstatthalter in Hessen, Landesregierung, Abteilung VII, Darmstadt, Peter-Gemeinder-Str. 3, zu richten. Von hier aus wird auch jede weitere Auskunft schriftlich ober mündlich erteilt." Die Ausgaben des Kriegseinsatzes der Hitlerjugend ehen vor, daß die Jugend in noch stärkerem Maße fee Betreuung der Soldaten an der Front übernimmt. Das frische und glaubensstarke Wesen der Jugend in der Heimat wird den Sol- Links über dem Sirius bemerken wir Prokyon hn Sternbild des kleinen Hundes und darüber die beiden Zwillingssterne Kastor und Pollux. Während Pollux ausgesprochen gelbe Farbe hat, strahlen Ka. stör und Sirius blauweiß. Kastor ist ein fünffaches System. Zwei enge Sternpaare bewegen sich um den gemeinsamen Schwerpunkt. In einigem Abstand von den beiden Doppelsternen bewegt sich noch ein chwächerer Stern gemeinsam mit ihnen durch den Raum. Nahe dem Zenit steht die helle Kapella im Fuhrmann. An mondlosen Abenden bildet die Milch, straße ein zartes Lichtband, das wir vom Prokyon über Zwillinge, Fuhrmann, Kasiiopeia und Kepheus bis zum Schwan im Nordwesten verfolgen können. Im Osten ist das schöne Sternbild des Großen Samen mit dem Königsstern Regulus heraufgekom- men. Zwischen Regulus und Prokyon bemerken wir das unscheinbare Sternbild des Krebses, nach dem der nördliche Wendekreis benannt worden ift~ Der Himmelswagen im Großen Bären steht jetzt östlich vom Polarstern mit abwärts gerichteter Deichsel. An besonders klaren mondlosen Abenden wird eine Stunde nach Sonnenuntergang am Westhimmel eine steile, nach links geneigte Lichtpyramide sichtbar, das Zodiakal- oder Tierkreislicht. Der Mond zeigt im Februar folgende Hauptlichtgestalten: Vollmond am 1., letztes Viertel am 8., Neumond am 15. und erstes Mertel am 23. Februar. warmen Licht erfüllten, mit Grün aeschrnückten Raum, wo sonst die Schleifsteine ihre schrille Musik machten, erklangen die dünnen Stimmen der Kinder, die Bässe der Alten fielen ein, Baron Fehr sprach ein paar Worte, während Ulla die Tücher von der langen Tafel nahm. Schleifmeister Löffler drückte, wortreich und blumig, wie immer, den Dank der Bescherten aus und schloß mit einem Gelöbnis unverbrüchlicher Treue zum Herrn Baron und seinem Hause, dem schon die Väter und Großväter gedient hätten in der edlen Glasbläserkunst ... Es war wie alle Jahre. Und doch waren um den Tannenbaum drei Menschen, die tief im Herzen fühlten, daß nichts mehr war wie alle Jahre. Nachher wünschte man sich allseitig „Frohes Fest"; Dr. Wulflam stieg zum Forstmeister in den Schlitten; Vater und Tochter fuhren zum Schloß. In der Diele stand ein großer Rosenstrauß mit einer Besuchskarte Fontanas. „Sehr aufmerksam —", sagte Fehr. „Wollen ihn zwischen Fest und Neujahr einladen, wie? Das ist längst fällig ..." Dann ging er in sein Schlafzimmer hinauf, sich umzukleiden. Sechs Uhr war die Bescherung für den Hauskreis im Musikzimmer. Also war nicht viel Zeit zu verlieren — und doch unterbrach er sich immer wieder und ging auf den knarrenden Dielen hin und her und dachte an Marion, die dies- mal noch ein einsames Weihnachtsfest hatte ... Nach diesen Tagen, die wie ein einziger Rausch gewesen waren, hatte er sich schwer von ihr getrennt. Und hätte es überhaupt nicht getan, wenn er nicht dringend gefühlt hätte, daß Ulla und die vo- phienau und das ganze Lappersdorf einstweilen noch das größere Recht auf ihn befaßen. Marion war übrigens sehr vernünftig gewesen, sie verstand das vollkommen und tröstete sich mit der Reise nach Weimar, die er ihr vorschlug, und mit der Aussicht auf Neujahr und die Peterbaude. So hatte er sich zu früher Stunde aus ihrem Arm gerissen und war durch den winterhellen Taa gefahren, über Halle, Leipzig und Dresden; im Geiste immer damit beschäftigt, die Sähe zu formen, mit denen er Ulla alles erklären wollte. Ihm war auch letzt, da er sich vor dem hohen Spiegel anzog, nicht ganz roobl bet der Aussicht auf dieses Gespräch. (Fortsetzung folgt.) daß er es nicht tat, daß er manches zwischen den Zeilen Stehende unbeantwortet ließ und durch seinen knappen Stil den anderen sogar vor den Kopf stieß. Und wie manches Mißverständnis ist durch ein einziges ungeschickt ausgedrücktes geschriebenes Wort doch schon hervorgerufen worden. Wie kurz und nur auf Mitteilungen beschränkt waren unsere Briefe auch geworden, wenn man sie mit den langen, feinsinnigen, für unsere Begriffe viel- leicht zu weitschweifenden Ausführungen von früher vergleicht. Und wie schön ist es doch, von einem anderen Menschen, mit dem man innerlich in Verbindung steht — ganz gleich, ob er nun in einer anderen Stadt, jetzt im Osten oder auf unseren Schiffen lebt — einen langen, ausführlichen Brief erhält, aus dem seine ganze augenblickliche innere Stimmung herausklingt. Es ist nämlich nicht nur eine Aufgabe und eine Pflicht, sich in die Gedanken, die man hinaussendet, zu vertiefen; nein es macht sehr viel Freude, die Beantwortung eines einzelnen Briefes zum Inhalt eines ganzen Abends zu erheben und zu dem anderen so zu sprechen, als ob er am Tisch gegenüber säße. Dazu gehört natürlich nicht, daß man ihn mit all den kleinen Nöten des Alltags behelligt, die sich meist schon in den nächsten Tagen wieder klären und bei Eintreffen des Antwortbriefes gegenstandslos geworden sind. Denn es gilt ja nicht, traurig und mißmutig zu stimmen, sondern nach Möglichkeit freudig und fröhlich. Na- türlich darf das nicht ein krampfhaftes Bemühen sein und dazu führen, die großen, wirklichen Nöte totzuschweigen. Von den großen Sorgen des Daseins soll man sogar ruhig sprechen. Zwar wird darauf selten ein wirklich praktischer Rat möglich fein, dafür kann aber der andere Worte finden, die alles in einem helleren Licht erscheinen lassen, die Trost spenden und wieder Kraft geben. Denn es ist ja kein menschlicher Schmerz und keine Not so groß, als daß sich nicht noch größere Schmerzen und Nöte dem gegenüberstellen ließen. Bei all dem, was man schreibt, soll man daran denken, daß Worte Samen sind, die man aus st reut und die immer aufgehen, ob nun in gutem ober in schlechtem Sinne. Schon dem gesprochenen Wort wohnt eine Kraft inne, bie nicht immer ganz erkannt wird. Wieviel mehr aber bem geschriebenen! Beispielsweise ist ein kleiner Zweifel daran, ob der andere zu diesem ober jenem, was er nun vorhat, fähig ist, dazu imstande, ihn an sich selbst zweifeln zu lassen und die in ihm tatsächlich vorhandene Kraft so zu schwächen, daß er sein Ziel nicht erreicht. Umgekehrt aber kann ein „Ich glaube fest daran, daß es dir gelingen wird!" bewirken, daß der Glaube an sich selbst im andern so stark wird, daß seine nicht so großen Kräfte dadurch gesteigert werden und sein Vorhaben gelingt. Wenn man sich über diese Zusammenhänge klar ist, weiß man, wieviel Gutes man bewirken und wieviel man oft auch ohne Geld- und andere Opfer helfen kann. Aus diesem Gedanken heraus ist es sehr schön unb begrüßenswert, daß dem inneren Leben wieder mehr Möglichkeiten zur Entfaltung gegeben sind, und jeder einzelne sollte bemüht sein, von sich auch hierin in positivem Sinne zu wirken und bei der Beantwortung seiner Briefe mehr Liebe unb Zeitaufwand aufzubringen. _______H. K. ropavreß,) Da ut für den Weihen Hauser Sih in W-' rb oieses Gw hurchills in entreten. Dich ben Einspruch 9aber oW Sie hatte sehr lebhaft gesprochen. Nun lehnte sie । sich hefttg atmend, im Sessel zurück. Fehr sah, wie auf ihren Wangen bie Hitze stand und ein Funkeln in ihren Augen. Er fand sie in ihrem Zorn unbe- jchreiblich schön. Er fühlte beglückt, wie in seinem Herzen der letzte Rest der Eiseskälte wegschmolz, bie vorhin so ängstigend- hochgestiegen war. Berlin, 4. Februar. (DNB.) Am 6. Jahrestag der Ermordung des Landesgruppenleiters Wilhelm (Bufttoff nahm heute im Dienstgebäude der AO. der NSDAP. Gauleiter Bohle mit einer Gefallenen- ehrung die feierliche Eröffnung der zweiten K ri e g s a vb e i t s t a g u n g der Auslands. Organisation der NSDAP, vor. Gauleiter Bohle gedachte in seiner Ansprache der ouslands- deutschen Kämpfer, die ihr Leben für die Bewegung gaben, des Landesgruppenleiterd Wilhelm Gust- loff, der Blutzeugen der Bewegung in Spanien unb des Parteigenossen vom Rath. Unvergeßlich für die AO. wird der Einsatz des Landesgruppenleiters Zeißig fein, dessen kämpferisches Leben jetzt mtt bem Soldatentod an ber Ostfront seine Vollendung fanb. Für ben vor sechs Jahren in der Schweiz ermordeten Landesgruvvenleiter Wilhelm E u st l o f k legte der Landesnruppenleiter in der kchweiz, Pg. von Bibra, einen Kranz am Eh^ rnmal nieder, während zur gleichen Stunde der Zittern durch den Körper laufen, wie einen elektrischen Schlag. Abbeg — ihr helfen? Abbeg?! Ihm war, als hätte in diesem Augenblick ein gewaltiger Aufruf sein Herz erreicht. „Aeußere Seite — ja", sagte er mit erzwungener Ruhe. „Männer wie Abbeg sind immer nur für die äußere Seite gut. Aber die innere? Ich glaube, ich kenne Sie, liebes Fräulein von Brakel. Ich wäre sehr glücklich, wenn ich mich da nicht irrte. Sie haben mir in München gesagt, Sie hängen gar nicht so am Theater, wie man müßte, um auf bie Dauer Erfolg zu haben. Damals hab' ich gezweifelt. Jetzt sehe ich, es ist so. Denn, wär' es anders, so hätten Sie anders gehandelt. — Habe ich recht?" „... Sie haben recht, Baron." Marion nickte langsam. Sie vermied es, ihn anzrksehen. „Heute fühle ich so entsetzlich deutlich, wie recht Sie haben. Und daß alles Irrtum war unb Fehlgang." Sie schwieg eine Weile. Sein hefttg gegen bie Rippen trommelndes Herz machte es ihm unmöglich, zu sprechen, er mußte es erst ein wenig zur Ruhe kommen lassen. Nach einer Weile faßte er ihre Hand: „Liebes Fräulein von Brakel", begann er langsam: „Darf ich Ihnen etwas sagen? Etwas, das vielleicht alle Wirrnisse glücklich auflöst? Ihre unb auch meine... Ja, glauben Sie mir, auch ich habe meine Wirrnisse, seit einem gewissen Münchener Abend, der nicht verblassen will. Und es wäre herzlich gut, wenn sie ein Ende nehmen. Ich habe nicht viele Worte: Lappersdorf wartet feit langem auf eine Herrin. Und mein Herz auch. — Marion, wollen Sie es wagen?" setzte er rasch hinzu, als müßte er ihrer Antwort zuvorkommen. Sie hielt die Augen gesenkt. Rote Flecke standen rhr auf der Wange. Erregt fühlte er, wie ihre Hand in der seinen zuckte. Sie sagte nichts. Plötzlich stand sie auf, ging durchs Zimmer, blieb am Fenster stehen, durch das die bunten Lichter hereinfielen. Er blickte ihr nach. Dann folgte er ihr. trat hinter sie, legte sanft die Hand um ihre Schulter. „Marion!" sagte er leise, ben Mund bicht an ihrem Ohr: „Sie wissen nicht, mit welcher Ungeduld ich warte..." Da wandte sie sich um. Die roten Flecke waren von der Wange verschwunden blaß stand sie in be Frachter .kontraktbrüchig ^.p „Ja — das sind ja kuriose Dinge, liebes Fräulein -.ypo in fe”] Don Brakel", begann er. „Natürlich haben Sie recht gehandelt. Das sage ich Ihnen, ber die Dinge nur Ahnus • menschlich und sozusagen vom Standpunkte des - führt Portepees aus sieht. Die Fachleute werden wahr- fcheinlich finden, daß Sie nicht klug gehandelt ha. 7. ben. Doch ich meine, in solchen Dingen, die irgend- üE Müße» wie die Ehre berühren, steht Klugheit immer in i Äjner ®°r/ j zweiter Linie... Es ist ja bodenlos, den Namen M1 Passage - eines anderen für eine so dreiste Lüge zu miß- wVw 1111 1 brauchen! Wenigstens mein Standpunkt." rfctJl „Sehen Sie, lieber Baron!" Marions Hand lag ; Plötzlich auf der feinen, genau wie an jenem Münch- WjL es U ner Abend. „Ich wußte es ja, es war das Richtige, reit t*6 Ihnen zu schreiben, weil ich bei Ihnen Rat und '» ae «tt Trost finden würde. Sie betrachten bie Dinge als cin Edelmann. Abbeg sah natürlich nur bie äußeren Folgen..., baß es furchtbar lange dauern würbe, fiem ' prozessieren, bis bie Leute ben .Kontraktbruch' hohtA W . zurücknehmen. Und es war ja sehr nett von ihm, M öLn iE I mir gleich seine Hilfe anzubieten — aber bas ist zu w: natürlich nur für die äußere Seite..." Fchr fühlte mit einem Male em starkes bem halben Dunkel. Ihre Augen waren überfüllt mit einer Grübelei, bie ihn erschreckte. „Ob ich's wagen will, Baron Fehr? — Mein Gott, ich fürchte, ber einzige, der habet wagt, sind Sie..." Er breitete die Arme aus, riß sie stürmisch an sich: „Ich wag's! Ich wag's! Die Zigeunerin soll recht behalten!" Zweites Kapitel. „Für zwei ober brei Tage", hatte Christian Fehr bei der Abreise gesagt; aber erst* am Weihnachtsabend selber, um viereinhalb Uhr nachmittags, traf er wieder zu Hause ein. Der alte Fabian holte ihn mit dem Auto in der Kreisstadt ab und fuhr ihn über dunkle, tiefverschneite Straßen nach Lappersdorf. Gegen alle Gewohnheit saß der Herr Baron nicht neben ihm, sondern hinten im Wagen, schweigend und rauchend. Er hatte tags zuvor telephoniert und Ulla gebeten, an seiner Stelle alle Vorbereitungen für die Weihnachtsbescherung in der Sophienau zu treffen. Ulla war ziemlich erstaunt, als das Fräulein vom Amt ihr sagte, sie werde aus Wernigerode verlangt; doch bei dem hastigen Gespräch fand sie keine Gelegenheit, den Vater zu fragen, wie er nach Wernigerode komme. So bereitete sie denn, unterstützt vom getreuen Riemchen, alles vor, machte zweiunddreißig bunte Teller zurecht, packte für bie Frauen Pakete mit Lebensmitteln: ließ alles nach ber Hütte schaffen, lud telephonisch Dr. Wulflam ein, ber kleinen Feier, wie alljährlich, beizuwohnen — und schickte am Christabend um drei Uhr Fabian mit dem Wagen zur Bahn. Wegen des tiefen Schnees kam Fehr verspätet an; er hielt nur am Schlosse, um Ulla mitzunehmen, unb fuhr gleich nach ber Sophienau hinaus, wo alles ihn erwartete. Die „Schleife" neben dem Hüttengebäube war ausgeräumt. In ihrer Mitte brannten hundert Kerzen an einer großen Tanne, bie Forstmeister Koch broben in ber Nähe des Jagdhauses hatte schlagen lassen. Der Forstmeister war selbst anwesend, Dr. Wulflam, die alten Glasbläser und Schleifer und alles, was irgend zur Sophienau gehörte, mit Frauen und Kmdern. In dem vom Berlin, 4. Februar. (DNB.) In den Berliner siharus-SÄen gab Reichsjugendführer Artur A x • mann vor jungen Führern unb Führerinnen wich- tige Mchtlinien für den Kriegseinsatz der Äitler-3uge#nb, bie bie Einsatzbereitschaft ber deutschen Jugenborganisqtton im Kriege von neuem ,, beweisen. r0 «bene« 'm! Die Jugendarbeit des Jahres 1942 ist bestimmt Land, d' durch die Parole „Osteinsatz unb Sanb- 8 en ft". Durch sie ist der Jugend die Aufgabe gestellt, in der Zukunft ein neues Bauerntum für fren deutschen Osten zu bilden. Die Führerschaft her Hitlerjugend wird ihre besondere Aufmerksam- feit der Durchführung der Jahresparole widmen. Irotz harter Auslese wurden schon in den veraan- genen Wochen viele Jungen unb Mädchen für diese geschichtliche Aufgabe gewonnen. Neben biefer Jahresparole führt die Hitler-Jugend uisschließlich Aufgaben burch, bie auf die Notwen, digkeiten des Krieges gerichtet sind. Da alle kriegs- tauglichen Jugen-dführer unter den Waffen stehen, baut sich die praktische Arbeit in der Jugend auf ber jüngeren unteren Führerschaft auf. Mit dem Einsatz ber jungen Führerschaft bewies bie Organisation der Hitlerjugend ihre Kriegstauglichkeit und wird auch in Zukunft für jeden von der Heimat georderten Einsatz bereit Jein. !8 ’ ■ Oie Hitler-Jugend im Kriege. AUS btt &abt Gießen !<Ä S"»? । : ,v°n o „Natürlich hab' ich sofort an bie Intendanz geschrieben, baß ich bei solcher Behandlung nicht länger Mitglied des Ensembles sein kann. Und bin Knall und Fall ab gereift. — Was sagen Sie zu ioq alledem, Baron? Ich brauche so sehr einen Rat... fid» Die Lage ist nun ganz verfahren, die Münchener haben mir den großen Bannfluch nachgeschleudert: ----- - unb damit find' ich nie ein ttidjOT ; 7. Sortierung. । jj*» Hl an wqen UXV ui v« wu — olltii baten für ihren schweren Kampf ebenso Kraft geben ÄWau ’ - ■ ' j ■ V " ** oud) d, '“W M m n d°nd find, ii pol ts In k ™r unb (&„ als Stop füirenb« M Mn avnehmer be 'entsprecht der natürlich« >). der ®efani Reis., EM Im am AM neben ihrer Zugehörigkeit zu einer Gliederung der i Partei Voraussetzung. Die schulgeldpflichtige Aus- hminrt imoi rirthr» imh prfnfnf im Kinder- ®8NUMMe* MliWs Bolßlflö WtH In Freibankverkauf am tz. Februar 1942: 483A Die 472 P. Modehaus Becker 0444 Familiendrucksacher Verlobungsanzoigen VermAhlungsanzeiaer Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 1 Bekanntmachung Verteilung von Bienenhonig. bildung dauert zwei Jahre und erfolgt im Kinder- gärtnerinnenseminar. Freistellen können gewährt werden. Ein staatliches Seminar ist der Lehrerbildungsanstalt Darmstadt, Lagerhausstraße 1, angeschlossen. Anmeldungen und Anfragen sind an den Leiter der Lehrerbildungsanstalt zu richten." Wer verkauft gut erhaltenen Kinder- jportwagen Schr.Angeb.unt. 0449 an d. G. A. Konditoreiu. Cafe Amend am Selterstor beste oorbereiten. Kindergärtnerin kann jedes junge Mädel werden, das das 16. Lebensjahr vollendet hat. Volksschülerinnen müssen die schulwissenschaftliche Aufnahmeprüfung ablegen. Für alle Bewerberinnen sind körperliche, charakterliche und pädagogische Eignung senden. Der Zeitpunkt der Abgabe des Honigs wird noch bekanntgegeben. Gießen, den 4. Februar 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. Eintritt: RM. 4.-, 8.25, 2.75, und 1.50. Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude. Gießen, Seltersweg 60, Fernsprecher 2141. G. A-Spori. Kein Fußball und Handball in Heffen-Naftau. Sportgau Hessen-Nassau finden auch Oie Schwimmhalle und das Römisch-irische Bad flnö bis auf weiteres geschlossen! Die Wannen- u. Brausebad-Abteilungen sind von Dienstag bis einschließlich Samstag von 14 dis 19 Uhr geöffnet. Kassenschluß 1/2 Stunde vorher. '_________ 485C helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung; 20Tabletten nur 79 PfennigI Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! IRIN ER AL G.M.B.H., MÜNCHEN J 27/547 Verteiler haben die Rückseite der Stammabschnitte der Fettkarte mit dem Firmenstempel zu versehen und die eingehenden Abschnitte zu je 100 Stück auf Bogen aufgeklebt bis zum 12. Fe- bruar d. Z. dem Llerwirtschaftsverband Hessen- Nassau in Frankfurt a. 21L, Taunusanlage 6, einzu- 1 tüchtiges Ws- unO WenMWn sofort ges. 46rt> Hessischer Hof Franks. Straße 7 bis auf weiteres jeden Donnerstag geschlossen! 484D zum Preise von 0,75 K21L ausschließlich Verpackung. 482D Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß nur die Abschnitte F 4 der Reichsfettkarte 33 für Kinder von 6 bis 14 Jahren, die den Buchstaben „K" tragen, zur Vorbestellung des Honigs berechtigen. Die Vorbestellung erfolgt in der Zett vom 5. bis 9. Februar d. 3. bei den zugelassenen Kleinverteilern: Geisse, Gustav, Seltersweg 2 Häuser, Georg, Kaiserallee Jung, Kräuterhaus, Mäusburg Kaisers Kaffee-Geschäft, Mäusburg 5 Kalbfleisch, Heinrich, Liebigstraße Kümmel, H., Wieseck Kalkhof Nachf., Herst-Wessel-Wall 5 Maternus, Jakob, Frankfurter Straße Reformhaus Scholz, Kreuzplatz 5 Schade & Füllgrabe, Bahnhofstraße 29 Plack, Adolf, Neuen Bäue Avemann, Otto, Walltorstraße 2 Trentelmann, Joh., Marktstraße 23 Wilke, Wilhelm, Seltersweg 67. Unser Geschäft M5o bleibt ab 7. Februar 1942 bis auf weiteres geschlossen! EleNr.Mielwafchkücle Maier Gießen, Walltorstraße 4. L l wi aus Tw® n ** -hrt be o* SÄ gebaut ® sich i» «“ .«chmhM d- 1W h“ itl#"' letis- 8‘ben eitf*1’®“ Idginen und c rsche auch unte liedenheit über ** Zum Oberfeldveterinär befördert wurde der ordentliche Professor in der Veterinärmedizinischen Fakultät der Ludwigs-Universität, Oberstabsveterinär Dr. K ü st. ** Vom Städtischen V 0 lksbad. Die Schwimmhalle und das römisch-irische Bad bleiben bis auf weiteres geschlossen. Wannen- und Brausebäder können an fünf Tagen der Woche benutzt werden. Landkreis Gießen. O Steinbach, 5. Febr. Am Freitag, 6. Febr., feiert Herr Karl Schmitt I., früher Maurer, seinen 8 0. Geburtstag. Der. alte Herr, dessen Ge- sundheitszustand seit Jahren nicht besonders ist, erfreut sich noch großer geistiger müstigkeit. In diesem Jahre kann er seine goldene Hochzeit feiern. Unsere herzlichen Glückwünsche. * Großen-Linden, 4. Febr. Am Samstag, 7. Februar, findet hier eine turnerische Beran st a l t u n g statt. Neben der Kreisriege, soweit ihre Mitglieder nicht einberufen sind, werden alle Abteilungen des Turnvereins mitwirken. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Abonnent. Sie könnten einen Anspruch auf Schadensersatz mit Erfolg nur dann geltend machen, wenn Sie den Nachweis führen könnten, daß der Mieter vorsätzlich oder fahrlässig die Schäden verursacht hätte. Diesen Beweis werden Sie aber nicht führen können. Sie hatten nach Ihrer Darstellung selbst den Schlüssel zu der Wohnung des abwesenden Mieters im Besitz und hätten damit die Möglichkeit gehabt, bei Eintritt der Kälte die zur Verhütung des Schadens erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Vorsicht be m Verbrauch selbst hergestellter Konserven. Die durch den Krieg bedingte Verknappung gewisser Lebensmittel hat dazu geführt, daß von einer weit größeren Anzahl Hausfrauen als bisher Gemüse und Obst, wenn möglich auch Fleisch und Wurst, in Gläsern oder Blechdosen eingeweckt wird. Nicht alle diese Hausfrauen verfügen über die für ein erfolgreiches Einwecken notwendige Erfahrung. Außerdem werden häufiger auch Lebensmittel ein- geweckt, die ihrer geringen Güte wegen für diesen Zweck ungeeignet sind. Schließlich kommen auch Vorschriften und Apparate in Anwendung, die kein ausreichendes Erhitzen der haltbar zu machenden Lebensmittel gewährleisten. Aus allen diesen Gründen wied es öfter vorkommen, daß die auf den Gläsern zunächst fest und luftdicht aufsitzenden Deckel sich nach einiger Zeit abheben lassen oder die Blechdosen Bombage zeigen. Diese Erscheinungen sind in fast allen Fällen ein Beweis dafür, daß infolge unzureichender Erhitzung eine Zersetzung der Lebensmittel durch Kleinlebewesen begonnen hat. Der Genuß derartiger Konserven kann zu sehr Die Bette Wlslronl E NSG. Krall durch Freude Kreisdienststelle Wetterau schweren, oft tödlichen Erkrankungen fuhren. Während in nicht einwandfreien Wurst- und Fleischkonserven Gifte enthalten sein können, die auch nach gründlichem Kochen wirksam bleiben, ist dies nach den bisherigen Erfahrungen bei reinen Gemüsekonserven ohne Fleischbeigabe nicht der Fall. Kann sich daher eine Hausfrau nicht dazu entschließen, grundsätzlich den Inhalt aufgeganaener Weckgläser oder "bombierter Blechdosen zu beseitigen, so muß sie zur Verhütung von Vergiftungen folgendes beachten: 1. Nicht einwandfreie Wurst- und Fleischkonserven dürfen für menschliche Ernährung keinesfalls verwendet werden, auch nicht nach nochmaligem Aufkochen. 2. Gemüsekonserven aus aufgegangenen Gläsern oder leicht bombierten Dosen können, wenn Geruch und Geschmack es zulassen, noch sofort verwendet werden, doch muß das Gemüse vor dem Verbrauch gründlich gekocht werden. Keinesfalls dürfen säuerlich gewordene Gemüsekonserven ohne nochmaliges Kochen etwa in Form von Gemüsesalat genossen werden. 3. Konserven in Gläsern, deren Deckel sich bereits am Tage nach dem Einwecken, also bevor ein Verderben eingetreten ist, mit mehr oder weniger Kraftaufwand mit der Hand abheben lassen, waren von vornherein nicht luftdicht verschlossen. Solche Gläser können, nötigenfalls nach Auswechseln des Gummiringes oder des Deckels, erneut durch Erhitzen geschlossen und aufgehoben werden. haben damit die Möglichkeit, sich kostenlos beruflich fortbilden oder sich umschulen zu lassen, falls durch ihre Verwundung eine Umschulung erforderlich sein sollte. Ausbildung von Kindergärtnerinnen im (Staatlichen Seminar Darmstadt. NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen gibt bekannt: „Dem Kindergarten, der die Kleinkinder im Alter von 3 bis 6 Jahren zu betreuen hat, kommt im nationalsozialistischen Deutschland eine ständig wachsende Bedeutung zu. Kindergärtnerinnen sollen hier den Jüngsten eine körperliche und geistigseelische Erziehung angedeihen lassen und zugleich den Müttern für einige Stunden am Tage die Aufsicht über die noch nicht schulpflichtigen Kinder abnehmen. Da sich diese Entlastung der Hausfrau und Mutter im Kriege als besonders vordringlich erweist, hat das Hilfswerk „Mutter und Kind" der NSV. bereits vielerorts neue Kindergärten eingerichtet. Ein weiterer Ausbau ist vorerst infolge des Mangels an ausgebildeten Kräften nicht möglich. Diesen Mangel gilt es zu beseitigen. Dann sind alle Mädel, die sich zu dieser Aufgabe hingezogen fühlen, dringend aufgerufen, den dankbaren und viele Verwendungsmöglichkeiten bietenden Beruf der Kindergärtnerin zu ergreifen. Er wird ihnen hohe Befriedigung gewähren und sie zugleich für ihren natürlichen Beruf als Hausfrau und Mutter aufs Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Für Tapferkeit vor dem Feinde im Osten erhielt der Sturmmann bei der Waffen-^ Karl Mohr aus Ettingshausen das EiserneKreuzH. Klasse. Einstestung von Freiwilligen ui'd e Wehrmacht. In die Wehrmacht werden laufend Kriegsfrei« willige und längerdienende Freiwillige, die sich für eine 12jährige Dienstzeit verpflichten wollen, eingestellt. Es können sich melden: 1. Kriegsfreiwillige vom vollendeten 17. Lebensjahr ab: a) Beim Heer: für Infanterie (Jnf.^Regt., Inf.-Regt. (mot.) und Gebirgsjäger-Regt.), Panzertruppe (Panzer-Regt., Schützen-Regt., Kradfchutzen- Btl.), Nachrichtentruppe (nur für Funkdienst), b) Bei der Kriegsmarine: für Küstendienst (See und Land), c) Bei der Luftwaffe: für Fliegertruppe (als Flug- zeugführer, Bombenschütze, Bordschütze, Fallschirm- schütze), Luftnachrichtentruppe (als Bordfunker, Fliegerfchütze), Höchstalter 28 Jahre. 2. Längerdienende Freiwillige vom vollendeten 17. bis 25. Lebensjahr für alle Wehrmachtteile und alle Waffengattungen. Meldung hat in jedem Fall bei dem für den Aufenthaltsort des Freiwilligen zuständigen Wehrbezirkskommando zu erfolgen. Weitere Auskünfte über den Eintritt als Freiwilliger erteilt auf Anfrage jedes Wehrbezirkskommando und Wehrmeldeamt Einstellung in die Wehrmacht erfolgt jeweils nach Durchführung der Annahme als Freiwilliger. Kriegsgefangenenpost gut verpacken. DNB. Briefe in Päckchenform (bis 2 Kilogramm) und Pakete (über 2 Kilogramm) an deutsche Kriegsgefangene und Zioilinternierte im Ausland werden vielfach noch ungenügend verpackt zur Post gegeben oder enthalten Gegenstände, die nicht versandt werden dürfen. Es wird dringend gebeten, darauf zu achten, daß für die Verpackung feste Kartons ober, z. B. bei Kleidungsstücken, Packleinwand oder sehr starkes Packpapier verwendet wird. Leicht zerbrechliche Gegenstände sind in Holzwolle zu legen. Bedrucktes Papier darf weder für die äußere noch innere Verpackung benutzt werden. Auf die Versendungsoerbote, über die am Postschalter Auskunft erteilt wird, ist besonders zu achten. Z. B. dürfen Bücher und Tabakwaren nur durch Vermittlung des Deutschen Roten Kreuzes eingeliefert werden. Verderbliche Lebensmittel sind vom Versand ausgeschlossen, wie denn überhaupt von der Verschickung von Lebensmitteln möglichst abzusehen ist. Allen Sendungen über 250 Gramm (nach Kanada über 170 Gramm) dürfen schriftliche Mitteilungen nicht beigelegt werden. Die Anschriften des Empfängers und des Absenders sind immer sehr leserlich — möglichst in Druckbuchstaben — auf die Umhüllung selbst niederzuschreiben. Gebührenerlaß zur Brrufsausbildung für K’ e nsversehrte. Die Deutsche Arbeitsfront hat angeordnet, daß Kriegsversehrten, die ein Dersehrtengeld beziehen, Gebühren für die Teilnahme an den Veranstaltungen des Deutschen Berufserziehungswerkes zu erlassen sind. Unsere kriegsversehrten Soldaten Ne für zivile h in England, l Times" erj täten ihre A irikn, die sich Jtt als Ersatz * vor der 61 ilchränkungsir des Weq r Verfügung i nun für bi( Mgchrgt °nnen n en benutzt n .^.Schieber M ge eifrig nc 7 Su phant > ollen di ifienblotfobe ' J -- «n afj Gehe! über Ls* ijt ^llter an- ^i-briü hinein, um die Gr & K ^'menhen Hebung be'hkden 0,0 c -uh' * | MietgesuchT""] Suche 10440 2-3-Ztmm.- Wohnung evtl. Teilwohng. innurgut.Hause. Schr. Angeb. an Levin,Anatomie Aeltere Dame sucht per sofort oder spät. 2 leere sonnige.Ummer im Part. o.l.St. ohne Küchenbe- nutzung. Schriftliche Angeb. unt. 0442 an d. G.A. to*'1»! fen öi7 uni Ä Stellenangebote) Keine Ursprungszeugnisse, onbem nur Zeugnt» absckirtften bem Be iverbungsichreiben bei lenen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunter lagen mühen aut Ber melbung von Verlusten auf der Wüdtette Warnen und Anjchrtft des Bewerbers tragen! Achtung;! Suche sauberes Mädchen od. ke. 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Zuteilungsperiode erhalten Kinder von 6 bis 14 Jahren je Kopf XA kg Bienenhonig ei ä*B Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden, sowie die trostreichen Worte des Herrn Dekan Sattler und der Sängervereinigung 1925 Wieseck beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Minna Stiehl, geb. Schneider. Gießen-Wieseck, den 4. Februar 1942. ______________ 481 D Unerwartet, hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß unser einziger, unvergeßlicher, braver Sohn, mein innigstgeliebter Bruder, Schwager, Pate, Neffe und Cousin Heinrich Becker Schütze in einer M.G.-Kompanie am 21. Dezember 1941 bei den schweren Kämpfen im Osten kurz vor seinem 22. Geburtstag sein junges Leben opfern mußte. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Er ruht in Gottes Frieden fern von der Heimat und seinen Lieben. In unsagbarem Schmerz: Familie Ludwig Becker III. und aUe Angehörigen. Treis a. d. Lda. und im Felde, den 3. Febr. 1942. ' _____________________0435 Freitag, 13. Februar, 19.30 Uhr, Gießen, Gloria-Palast 3 Lieblinge des Rundfunks auf einmal Herbert Ernst Groh, Deutschlands größter Rund funk-Tenor singt seine schönsten Lieder ROSl SeeflerS, Deutschlands beliebteste Rundfunksängerin mit ihren bezaubernden Wiener Liedern Bruno Fritz, der einzigartige Berliner Rundfunk- Humorist bringt' unter anderem seine vielbelachte „Eishockey-Reportage“ Evelyne Künnecke, die bezaubernde Meisterin des Step-Tanzes , Edith Flache, die unerreichte Meisterin der Harmonika Bernard Derksen, der bekannte Rundfunkkomponist Senn auch ine idjte ausliinoij der heimatfro etliche kleine Wende Aus tfaöe. Die W 1 bedeutsam mes" mässen iiuns, der zusc liareitä nicht 1 Memmgen Ition sollen d tu gegangen 1 ingt nun zu 2 ^endliche ün \ mMung 'i n. Die brittyft j Slinene^ Dampfer arme be, gelitten hat. 5 entstand! erschwer Y Erpreß" j sei derzeit e Fischfirml itänitt 30ÖI e Woche ein rling. Auf 1 t das Angeb Glichen aus! 8. Februar keine Fußball-Meisterschaftsspiele statt. Ebenso entfallen die vorgesehenen Meisterschafts, treffen im Handball und Hockey. Oie Fußballmeisterschaft geht weiter. Die Anordnung des Reichssportführers, daß län, gere Sportreisen nicht mehr durchzuführen sind, be- deutet keineswegs, daß der Sportbetrieb zum Er« liegen kommen soll. Es ist vielmehr erwünscht, daß in den Bereichen und Gauen besonders die Meister« schaftsspiele im Fußball, wie auch im Handball, nach Kräften fortgesetzt werden. Die Bereichs- bzw. Gauführungen werden zu diesem Zweck in erster Linie Spiele ansetzen, bei denen Reisen nach Mög« lichkeit vermieden werden und in der vorerst auf den Monat Februar beschränkten Reisesperrzeit nur Spiele mit Gegnern am gleichen Ort oder an höchstens 50 km entfernten Plätzen abwickeln. Die noch ausstehenden Spiele bleiben bis zur Aufhebung des Verbotes offen und werden erst nach diesem Zeitpunkt nachgeholt. Die für den kommenden Sonntag, 8. Februar, vorliegenden neuen Ansetzungen lassen erkennen, daß in den Bereichen und Gauen bereits in dieser Richtung verfahren wird. Es ist auch kaum anzunehmen, daß vom Reichs« fachamt Fußball an eine Aenderung der Endspiel« termine um die Deutsche Meisterschaft gedacht ist, zumal dafür noch keine Veranlassung besteht. .Tag der Deutschen Meister." Zu dem am 15. d. M. stattfindenden „Tag der Deutschen Meister" ist es dem Veranstalter gelungen, auch Spitzenleistungen im Rollschuh« laufen vorzuführen. Es wurden fest verpflichtet: die Deutschen Jugendmeister Fischlein — Mül- l e r sowie im Einzellauf Marga Schäfer. Auch hier dürften die Zuschauer bestimmt mit der Aus- wähl des Veranstalters zufrieden sein. Weiterhin sind die Verhandlungen mit dem Deutschen Meister im Zweier-Radballspiel Simeth — Selle von dem Radfahrverein Leipzig-Lindenau sowie der Mannschaft der Erfurter Turnerschaft Georg Stoltze — L. Lohfeld soweit abgeschlos. sen; auch hier ist mit dem Start bestimmt zu rechnen. Bei dem Länderkampf Deutschland — Schweiz, welcher am vergangenen Sonntag in Hannovez stattfand, konnten die Kunstfahrer Kurt H e i n ck e sowie die Mannschaft im Zweier-Kunstfahren Hil» big — Seifert den Länderkampf durch ihr hervorragendes Fahren, welches wahre Beifallsstürme bei den Zuschauern auslöste, für Deutschland ent- scheiden. Die Veranstaltung findet bestimmt statt, da sie von Gauführer Rieke genehmigt worden ist. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------;-------------------------------------------------- HauptschrisUeit«: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des vauptichriftleit"rs: Ernst Blumichein. Benmtwortlich für Volittl und Bild'r: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.V. Ernst Blumschein, lut oa» Feuilleton - Dr. Hans Tdynot: iür Stadt Giesien. Provinz, Wirt- chaft u. Sport: Ernst Blumichein. Druck und Verlag- Bruhlsche Universitätsbruckeret R. Lange ft. (9. Verlagsleiter: Dr. - Ing. Erich Hamann Anzeigenleiter- Hans Beck. Verantwortlich für den Inbalt der Anzeigen: TbevdorKümmel Pl.Nr.S. I Verschiedenes Nnnae Dame sucht ver sofort MtiMe SeiUMbkilen. Schr.Angeb.unt. 479D and. G.A. Perfekte Schneiderin für 8 Tage auf das Land gesucht Schriftl. Angcb. unt. 0438 an den Gieß. Anz'. erbet. Mündlich können Sie eenm wenigen lagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es »llbn Berufstät.Tame wünscht die Bekanntschaft eines tierrn im Alter von 40-50 Jahr, zwecks Hi*irat. Witwer rn. Kind angenehm. Schr. Angeb. unt. 0445 andenGieß.Anz.