Montag. 5 ZanuarM2 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8', Ubr desV ormittagS Anzetgen-Preise: Anzeigenteil 7 Nvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstaffelV Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung l 25"/. mehr Ü Gietzener Anzeiger «Ä&w General-AnzeigerfürOberhesien-':r7/r::rr" konnten die deutschen Truppen dieser angegriffenen I öfcF £((5)91. Division überall die # au p t tarn p fltn te | VJCtlllUU'l Vti 3n ttorbafrifa wurde nach mehrwöchigem plähe auf der Insel Malta. gen Großartiges Ergebnis der Wollsanmlmig Annahme von Spenden bis zum 11.3onuor verlängert. // Dem Skier Helsen kämpfen und siegen! Gib sie den Soldaten der Ostfront! // Berlin, 4. 3anuat (DJIB.) Nach den bis Samstagmittag vorliegenden ersten vorläufigen Zählungen hat die Sammlung von Pelz-, Voll- und Wintersachen für die Front ein geradezu überwältigendes Ergebnis gehabt. Weit mehr als 32 000 000 Stück verschiedener Art wurden abgegeben. Unter den angegebenen Gegenständen befinden sich u.a. 1511079 Pelze, Pelzwesten und andere Pelzbe- kleidungsstücke, 1 274 353 Hemden, 1 208 660 Unterhosen, 3 058 601 Unterjacken, Pullover, Wollwesten, 3 714 630 Schals, 373 836 Muffs, 639 937 Brust- und Lungenfchüher, 1 092 388 Leibbinden, 5 026 583 Paar Strümpfe und Socken, 61 697 Paar Pelzstiefel und Ueberfchuhe, 75 799 Paar Ski-Sliefei, 376 229 Paar Ski, 1779 940 Kopffchüher, 2 219171 Paar Handschuhe, 3 963 730 Paar Pulswärmer, 861193 Paar Knieschützer, 1 324 068 Paar Ohrenschüher, 2 678 169 Kleidungsstücke verschiedener Art, 994 666 Voll- und Pelzdecken und eine Riesenfülllle von anderen geeigneten Woll- und Pelzsachen. Bisher konnten 1260 Waggons mit warmen wollfachen nach dem Osten in Marsch gesetzt oder in die Umänderungsanstalten gebracht werden. 3n verschiedenen größeren Städten wurden an die zur Ostfront abfahrenden Truppenverbände auf den Bahnhöfen Winterausrüsiungsgegenstände aus der Sammlung abgegeben. Das deutsche Volk ist dem Aufruf des Führers, unseren Soldaten in den kalten Einöden des Ostens durch Spenden von Wintersachen zu helfen, mit einer Begeisterung gefolgt, die kaum zu übertreffen ist. Der Andrang auf den Sammel st ellen war am Sonntag so groß, daß v i e l e T a u s e nd e nicht mehr abgefertigt werden konnten. Ungezählte Bolksgenossen haben weiterhin mitgeteilt, sie feien mit der Herstellung und Umarbeitung der von ihnen zu spendenden Doll- und Wintersachen bis zum 4. Januar nicht fertig geworden und möchten über ihren bisherigen Beitrag hinaus gerne noch weitere Kleidungsstücke zur Verfügung stellen. Reichsminister Dr. Goebbels hat daher angeordnet, daß die Sammlung umeineWoche bis zum 11. Januar einschließlich verlängert wird. Im südlichen und nördlichen Abschnitt der Ostfront nur örtliche Kampfhandlungen. Die Abwehrkämpse im mittleren Abschnitt dauern bei starker Kälte an. Zahlreiche Angriffe des Gegners sind am entschlossenen Widerstandswillen unserer Truppen gescheitert. Die L u s t w a f s e griff mit Kampf- und Iagdfliegerverbänden in die Erdkämpfe ein und zerschlug an mehreren Stellen im Tief- Roosevelt herbeiführen. Die amerikanischen Stellungen im Karibischen Meer und auf Westindien dienen dem Schutz des Panamakanals, der Hegemonie über Mittel- und Südamerika und als Stützpunkt für einen möglichen Ausfall gegen Afrika bzw. Europa. Trotz der atlantischen Hilfspolizei für England liegen die eigentlichen Interessen der USA.-Seemacht doch mehr i m Pazifik, well dort die großen Kapitalanlagen und die Kolonien auf dem Spiel stehen. Die Konstruktion der nordamerikanischen Kriegsschiffe ist daher im besonderen für pazifische Verhältnisse berechnet. Das erkennt man an dem außerordentlich großen Fahrbereich der amerikanischen Schiffe, der allerdings zu Einsparungen an Schnelligkeit führte, so daß die amerikanischen Schlachtschiffe durchweg um 1 bis 2 Knoten langsamer find als die japa- Vor. dem Weltkriege hatte die USA.-Flotte den dritten Platz in der Weltrangliste inne. Nach dem Weltkrieg rückte sie durch den Ausfall der deutschen und die Erschöpfung der britischen Flotte an den vordersten Platz. Auf der Washingtoner Flottenkonferenz 1922 erreichten die USA. erstmalig in der Geschichte die volle Parität mit England. Man sah schon daraus, wie sehr der Weltkrieg die Kräfteverteilung geändert hatte. Vertragsgemäß behielt Amerika 1 5 S ch l a ch t s ch i f f e. Sie stammen aus dem Baujahr 1911—21, besitzen eine Größe von 26—33 000 Tonnen, eine Geschwindigkeit von 20 DBB. AusdemFührerhauptguartler. 4.3an. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Dem sehr verspäteten britischen Geständnis — der Untergang erfolgte bereits am 19,12.41 — hat offensichtlich die in Rom erfolgte Veröffentlichung der Schilderung eines Ueberlebenden vom „Neptune" etwas „auf die Beine geholfen", sonst hätte sich London weiter ausgeschwiegen. Wann wird nun die britische Admiralität die Versenkung pen Barbiö vom Jeinbe beseht. 3m Kaum von Agebabia lebhafte beiderseitige Aufklä- klärungstätigkeit. Britische Kraftwagenkolonnen wurden durch Luftangriffe zersprengt. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich gegen britische Ilug- 3m Südabschnitt der Ostfront beschränkte sich die Kampftätigkeit bei strengem Frost auf örtliche Spähtruppunternehmen und Artilleriestörungs- seuer. 3m mittleren und nördlichen Frontabschnitt setzte der Gegner seine Angriffe fort. Er wurde in harten Kämpfen, zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. Oertliche Einbrüche wurden ab- geriegell. Die Luftwaffe griff bei Tag und Nacht Hafenanlagen und Schiffsziele sowie den Flugplatz von F e o d i s i a an. Mehrere Flugzeuge wurden am Boden zerstört oder beschädigt. 3m Hafen sank ein kleines Handelsschiff nach Bombentreffer: ein größeres Handelsschiff und ein Schwimm- ftan wurden schwer beschädigt. Weitere mit Schwerpunkt imRaumumMoskau geführte Angriffe trafen Marsch- und Fahrzeugkolonnen, Panzer- bereilstellungen, belegte Ortschaften, Eisenbahnen und Flugplätze der Sowjets. Der Feind erlitt hierdurch erhebliche Verluste an Menschen und Material. 3m hohen Norden wurde die Murmanbahn durch Bombenangriffe mehrfach unterbrochen." 3n Nordafrika lebhafte beiderseitige Aufpä- rungstäligkeit; im Raum um Agedabia scheiterten einzelne britische Angriffe. Feld- und Barackenlager sowie Fahrzeugkolonnen der Briten wurden mit Bomben und Bordwaffen erfolgreich angegriffen. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich ferner gegen Tobruk. Auf einem Flugplatz bei Bengasi konnten zahlreiche Bombentreffer zwischen abgeslell- ten Flugzeugen erzielt werden. 3m Seegebiet um Bengasi wurde ein feindlicher Zerstörer durch Vom- benvolltreffer schwer beschädigt. Die bei Tag und Nacht fortgesetzten Angriffe starker deutscher Kampfund Jagdfliegerverbände riefen schwere Zerstörungen auf den britischen Flugplätzen der Insel Malta hervor. Durch Bombenootttreffer in den hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen entstanden starke Brände und Explosionen. Schwere Verluste der britischen Marine. 3mDezemberlTKriegSschiffeund rsrvOOBNT Handelsfchiffsraumversenkt. In der Zeit vorn 27. Dezember 1941 bis zum 2. Januar 1942 verlor die sowjetische Luftwaffe 98 Flugzeuge. Davon wurden 72 in Luflkämpfen und 13 durch Flakartillerie abgefchos- sen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 12 eigene Flugzeuge verloren. Die britische Kriegsmarine erlitt auch im Dezember schwere Verluste. Deutsche See- unb Luftstreitkräfte versenkten: 3 Kreuzer, 1 Flugzeugträger, 3 Zerstörer, 3 Schnellboote, 1 Kanonenboot, 1 Unterseeboot. Außerdem wurden, zum Teil schwer, beschädigte Kreuzer, 5 Zerstörer, 4 Schnellboote, 1 Minenleger, 2 Bewacher, 2 Unterseeboote. 3m Kamps gegen die britische Verfor- gungsschisfahrt wurden im Dezember 1941 74 seindliche Handelsschiffe mit zusammen 257 200 BRT. versenkt. Davon vernichtete die Unterseebootswaffe 23 Schiffe mit 115 700 BRT. Oer Untergang des Kreuzers „Neptune". des Flugzeugträgers „Unicor n", die am 21.12. durch das U-Boot des Kapitünleutnants Bigalk erfolgte, „bekanntgegeben"? Harte Abwehrkampfe an der Ostfront. behaupten. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DNV. Ans dem Führerhauptquartier, 3.3anuar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Hindenburgs Zagdmuff, Boelkes Fliegerkappe, Immelmanns pelz. Berlin, 4. Sana. (DNB.) Die Verwandten des verstorbenen Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg stifteten den Iagdmuff Hin - denburgs. Ferner wurde zahlreiche kostbare Hermelin- und Persianermäntel für die Krankenschwestern im Osten geopfert. Auf der Annahmestelle für Wollsachen der Ortsgruppe Adlershof Nord übergab Major Franz Jmmelmann dem Ortsgruppenleiter den Fliegerpelz fernes im Weltkrieg gefallenen Bruders, des berühmten Jagdfliegers Max Jmmelmann. Major Jmmelmann hat der Gabe folgendes Schreiben beigefügt: „Diesen Pelz hat vor 26 Jahren Max Jmmelmann als Jagdflieger getragen. In seinem Sinne gebe ich dieses Erinnerungsstück an ihn, damit es einen unserer Soldaten im Osten warme und Gluck bringt." Gauleiter Jordan in Dessau wurde eine mit weißem Pelz gefütterte Fliegerkappe überreicht, der eine schlichte Karte beigefugt war: ,T>as ist die Fliegerkappe von Oswald Boelcke Wer sie bekommt, schreibe bitte an Frl. Ursula Boelcke, Dessau-Ziebigk." 56 Waggons bereits aus dem Äau Hessen-Nassau. NSG. Die Sammelaktion von Winterausrüstungs- qeqenständen für die Front erbrachte tm Gau Hessen-Nassau im ersten Teilabschnitt der Sammlung ein überaus eindruckvolles Ergebnis. Bis zum Sonntag konnte der Gau Hessen-Nassau 56 Waggons mit Winterausrüstungsgegenstanden als Dank der Heimat an ihre kämpfenden Soldaten an die Front absenden. In 1612 Sammelstellen und 90 Hauptsammelstellen und weiter in 1549 Naystuben waren bis tief in die Nacht hinein 55 998 freiwillige Helfer und Helferinnen der Partei und ihrer Gliederungen für die Sammlung tätig. Nicht vergessen werden dürfen dabei auch die B e reitungsstellen der N S. - F r a u e n s ch a s t, die sich um die Herstellung und Gebrauchsferttg- machung der Wintersachen große Verdienste erworben haben. Nicht weniger als 1332 Schneiderbetriebe und 114 Kürschnerbetriebe haben in uneigennütziger Weise dafür gesorgt, daß die abgeheferten Woll- und Pelzsachen, von denen em großer ^eu nicht gebrauchsfertig war, zu verwendungssahigen Ausrüstungsgegenständen verarbeitet wurde. Der freiwilligen Einsatzbereitschaft fei an dieser Stelle deshalb besonders gedacht. Wie so oft, wenn die Partei zu einer entscheidenden Aktion auf rief, hat auch dieses Mal diese Gefolgschaft von Idealisten dafür gesorgt, daß die gestellte Aufgabe mit glänzendem Erfolg gelöst wurde. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger benutzt diese Gelegenheit, um ihnen für ihre uneigennützigen Dienste seine besondere Anerkennung auszuspre- chen. Er weiß, daß ihr Einsatz auch in den nächsten Tagen der Sammelaktion mit gleicher Kraftanstrengung fortgesetzt wird. Der Dank des Gauleiters aber gilt der gesamten Bevölkerung unseres Gaues. Sie wird auch in den nächsten Tagen der Sammlung in ihrer Opferfreudigkeit alles darinsetzen, das bisher erzielte Ergebnis weiter zu steigern. Das Eichenlaub zum R tterkreuz. DJIB. AusdemAührerhauplquartier, 3.3anuar. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Rittmeister Freih. von Voefelager, Lhef einer Reiterschwadron; Generalmajor v. Seydlih-Kurzbach, Kommandeur einer 3nfanterledivision; Generalmajor Harpe, Kommandeur einer Panzerdivision; Oberleutnant z. S. S u h r e n, Kommandant eines Unterseebootes: Major Hitfchold, Gruppenkommandeur in einem Sturzkampfgeschwader, als 53. bis 57. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Das Ritterkreuz. Berlin, 3. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers bdr Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitan zur See Lindemann, Korvettenkapitän Brill und Leutnant z. S. G o e tz k e. Kapitän zur See Lindemann war Kommandant des Schlacht- - schiffes „Bismarck", das im Kampf gegen das englische Schlachtschiff „Prince of Wales" und den Schlachtkreuzer „Hood" seine Feuertaufe bestand und mit seinem Sieg über die „Hood" seinen hohen Leistungsstand, seinen heldenmütigen Kampfgeist und seine Ueberlegenheit unter Beweis stellte. Kapitän z. S. Lindemann sand an Bord seines Schiffes am 27. Mai 1941 den Heldentod. Korvettenkapitän Brill hat als Kommandant eines Minenschiffes an 26 erfolgreichen Unternehmungen teilgenommen und als Führer einer Minenschiffgruppe eine Sonderausgabe unter schwierigen Bedingungen erfolg- reich durchgeführt. Leutnant Z-„S. Goetz ke hat als Gruppenführer in einer Räumbootsottille mit beispielloser Zähigkeit, Schneid und kühnem Unter- nehmungsgeift di- gewagtesten Unternehmungen er- solgreich durchgeführt. Er siel bei einer Unternehmung gegen Sowjetstreitkräfte. Hauptmann Lippert, Kommandeur einer Jagdgruppe, der am 24. September 1940 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde, ist von einem Feindflug nicht zurückgekehrt. Er erhielt die hohe Auszeichnung, nachdem er in hartem Luftkampf zwölf Gegner zum Absturz gebracht und 5 Sperrballone vernichtet hatte. In einem englischen Lazarett ist er nunmehr den Soldatentod gestorben. Offenbarung -es Gemeinschaftsgeistes. Berlin, 5. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Wenn etwas den innigen Zusammenhang von Frontwand Heimat recht dartun konnte, so war es das überwältigende Ergebnis der Sammlung von Pelz-, Woll- und Wintersachen für die Front. Die Heimat hat gezeigt, daß es geradezu ein Bedürfnis war, der Front einmal ihre ganze Sorge und Fürsorge, zu beweisen. Es war, als ob sie darauf gewartet hätte, der Front mit dieser einzigartigen Sammlung ein Weihnachtsgeschenk machen zu können, das alle Liebe enthält, d-ie ein Volk nur zu geben vermag. Die Kriegshetzer in USA. und England haben versucht, ihre Völker mit der Lüge, das deutsche Volk wolle nicht mehr, in eine süße Illusion zu wiegen. Die Antwort, die der Appell des Führers an die Gebefreud'igkeit des Volkes fand, hat auch diese Illusion vernichtet. Die Mannigfaltigkeit, die Gute und die Fülle der abgegebenen Sachen — abgegeben im dritten Kriegswinter! — zeigen die innere Anteilnahme des Volkes, das glücklich war, seinen Soldaten einmal beweisen zu können, wie fest es zu ihnen steht. Das Volk hat mit Freuen sein Letztes gegeben, und das mit der gleichen Begeisterung und dem gleichen Opferwillen wie seine Vorväter in den Freiheitskriegen. Die Zeit war sogar zu kurz, um alles zu erfassen, was die Heimat abgeben wollte. Ungezählte Menschen, die mit der Anfertigung von Wollsachen noch nicht fertig geworden sind, wollen noch die nächste Woche dafür benutzen. Diese Offenbarung oes Gemeinschaftsgeistes wird die Front noch dankbarer aufnehmen als die materielle Fülle des Gespendeten, da es so froh und unverzüglich gegeben wurde. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein kontinentaler Block, der in sich so viel Bodenschätze birgt, daß er fast autark ist. Nur Gummi und Zinn müssen neben einigen tropischen Erzeugnissen in größeren Mengen eingeführt werden. Daß diese Erzeugnisse bisher gerade aus Süd- ostasien kamen, wirkt sich für die USA. jetzt sehr nachteilig aus, weil der Handel im Pazifik durch den Kriegsausbruch gestört ift Die Expansion der USA. beruht also nicht auf völkischer Notwendigkeit, sondern auf Geschäft und Kapital. So ist die Seemachtentwicklung der Vereinigten Staaten keine Lebensfrage wie bei England und Japan, andern eine Erscheinung des Dollarimperialismus mb der Ausfuhrindustrie. Weil die USA. China mit seinen fast 500 Millionen Menschen als den großen Markt der Zukunft ansehen, stehen für sie pazifische Seemachtfragen im Vordergrund. Die amerikanische Stützpunktpolitik im Pazifik bis zu den Philippinen galt daher der Anlage von Angriffslinien gegen Japan und China. Mittelamerika gegenüber haben die USA. seit dem Bau des Panamakanals ihre imperialistischen Ansprüche so weitgehend durchgesetzt, daß man hier von einem USA.-amerikanischen Protektorat sprechen kann. Der Drang ging immer dahin, das Karibische Meer zu einem US.-amenka- nischen Meer zu machen. Mit der Erwerbung der britischen Stützpunkte ist das nun geglückt. Der amerikanische Seestratege Admiral M a h a n bezeich. nete das Karibische Meer als Schlüsselstellung der amerikanischen Seestrategie im Atlantik und Pazifik. Und der alte Theodore Roosevelt sehnte den Tag herbei, an dem keine außeramerikanische Macht mehr Besitzungen in Westindien haben wurde, England ausdrücklich eingeschlossen! Diesen Zustand will auch die rücksichtslose Machtpolitik des jüngeren London, 3.Jan. (Europapreß.) Den Verlust des Kreuzers „Neptune" und des Zerstörers „Kandahar" gibt die britische Admiralität bekannt. Danach ist der Kreuzer „Neptune im Mittelmeer auf eine Mine gelaufen und gesunken Die „Neptune", ein Kreuzer der „Leanderklasse , hatte eine Wasserverdrängung von 7175 Tminen. Sie war mit acht.15-cm- und vier 10-cm-Geschutzen bestückt. Der Zerstörer „Kandahar" lief edensalls auf eine Mine und sank. Er hatte eine Wasserverdrängung von 1690 Tonnen. Einer der durch ein italienisches Torpedoboot geretteten Ueberlebenden des Kreuzers „Neptune hat berichtet, daß 700 Mann der Besatzung bei dieser Katastrophe den Tod gefunden haben. Der „Neptune" als Führerschiff mehrerer von zwei Torpedobootszerstörern geschützten Kreuzer war die Aufgabe übertragen worden, einen italicni- scheu Geleitzug zu vernichten. Plötzlich sei der Kreuzer durch eine Explosion an einer Bordseite schwer beschädigt worden. Infolge der kurz daraus erfolgenden zweiten Explosion habe der Kreuzer rasch an Backbord starke Schlagseite gezeigt. Der Kreuzer sei dann so schnell gesunken, daß kein einziges Rettungsboot, sondern nur vier Flöße ins Wasser gebracht werden konnten. Zwei verschwanden gleich in den Wellen. Auf einem befanden sich bei dessen Auffindung durch ein italienisches Torpedoboot 15 Seeleute, die aber meist starben. Sie hatten allzu schwer unter der Kälte, unter Hunger und Durst gelitten. An Bord der „Neptune", so teilte der gerettete englische Matrose mit, hätten sich 200 Neuseeländer und die 500 Köpfe zählende Mannschaft des Kreuzers befunden, die alle untergegangen seien. Der Kommandant O'Con- nor starb am vierten Tag. Berlin, 4. Jan. (DNB.) Die Bolschewisten setzten an der Ostfront ihre Versuche fort, mit ft arten Kräften die deutschen Linien an° zugreifen. In einem Divisionsabschnitt gelang es den Sowjets, einen örtlichen Einbruch zu erbeten. Die Cinbruchsstelle konnte aber bald abgeriegelt ____ werden, roentej später wurden die Bolschewisten ^griff fbie Bereitstellung sowjetischer Kräfte. Bei von deutschen Truppen im Gegenstoß zurückgewor- Nachtangriffen auf Moskau erzielten deutsche ÜÄäTÄ K*». ” .»»»Iw s*w - scl)weren Panzern unterstützt wurden, brachen im, heldenhaften Widerstmid, ^fch-llalienischer T^p- Feuer der deutschen Truppen zusammen. Bei «»« ^nrhifl «om Teinbetment. jm «aum schärfstem Frost versuchten die Bolschewisten im mittleren Abschnitt der Ostfront gegen die deutschen Stellungen vorzugchen. Die zahlreichen Angriffe scheiterten an dem energischen deutschen Widerstand. Bei örtlichen Einbrüchen gingen die deutschen Truppen zum Ggenangriff über und schlu- den Feind zurück. In vorbildlichem Einsatz Mit dem Expreß durch Malaya Zn der Manilabucht eingeschlossen Expl« tut --heit-tt ri IWO S«f< W tz-HÄstr bitten lapfer JO*“ ifll K ff? ir< ifL @eb«* Lhrev Sn Dreslai Soll., Pelz-1 tao tines § »4 btt San Wiler die | chendelen G I rt werden | :: loll nach [ iullich ausl I Bitt nachlesei | ::iin hat. C | Az den Nar I !«n. Darüber chltch sein, porigen, d I An junger IMf gegen I fiiiallenen Ka |w Einheit, poiwn sei IlWn Stm IN von W IWn abge I Wnt berobls lenien und dem kommenden Azilien, also am Ende der Eiszeiten überhaupt, verfällt die erreichte mei- sterhafte Kunstübung. Technisch kehrt sie zur Unbeholfenheit der Umrißzeichnung des Anfangs zurück; inhaltlich werden die Darstellungen verkürzt, abstrakt, schriftartig und symbolisch gegeben. Damit ist die Altsteinzeit verlassen, und die neue Zeit, die die mittlere, die Jungsteinzeit und die Bronzezeit umfaßt, beginnt. Bei der Bewertung dieser Kunst kann man von einer seltenen Uebereinstimmung der Urteile reden. Tatsächlich haben wir es mit einer vollgültigen Malerei von erstaunlich künstlerischer Vollkommenheit zu tun, die durchaus bereits unserem abendländischen Empfinden entspricht. Als ihre Schöpfer müssen wir uns außerordentlich begabte Menschen vorstellen, die in einem ungewöhnlich tiefen Einklang mit der Natur lebten. posanten modernen Regierungsbauten. Die großen Städte, wie Taiping mit seinen herrlichen Baumalleen, deren duftende gelbe Blütenmassen die Erde in ein Meer von Gold verwandeln, das am rechten Ufer des Perakflusses gelegene Kuala K a n g s a r, der Sitz des Sultans von Perak, die im Mittelpunkt der Zinnindustrie, in Kantatal beim Mittelpunkt der Zinnindustrie, in Kiantatal be- die berühmten chinesischen Felsentempel von Gu- nong Rapat und Sungei Raia befinden, und die größte Stadt der Föderativstaaten Kuala Lun- p u r tragen in Architektur und Anlage einen orien- talisch-okzidentalen Charakter. Die sich inmitten eines Palmenhains, an einem kristallklaren See erhebende Malaiische Moschee in Kuala Lunpur, ein Minarett- und tuppelreiches marmornes Wunderwerk orientalischer Baukunst mit der breiten vielstufigen Marmorterrasse mutet wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nächt an und hinterläßt einen unvergeßlichen Eindruck. Kunterbunt ist der Verkehr: ein kaleidoskopartiges Volkergemisch, in dem der Malaie und der Chinese dominieren, aber auch viele Bengalen zu finden sind. Die hübsche Tracht der oft sehr schönen Malaiinnen mit ihrem reichen Brillant- und Goldschmuck, fällt besonders auf; ebenso die buntfarbenen Riesenstrohhüte der chinesischen Kulis. Auf dem Lande trifft man überall mit Palmenblättern überdachte Pfahlhütten der Eingeborenen an. Länd- lich-sittlich, die Kinder in nackter Ungebundenheit, spielt sich das malaiische Familienleben vor aller Augen ab. Bei der Ortschaft Semas verläßt die Bahn das malaiische Gebiet und gelangt in das urwaldreiche Gebiet des Sultans von I oho re. Ein Damm führt dann vom Festland zur Insel Singapur hinüber. | tWbyfrt, Rohlin »«Me ich Wein Pc Merbeispic 5 lagen ( 6k „bQ5 p'°nen und Gerste Ntr aut \öli Pafe ^unnne N nur ejn SM tarnten5 JWr b S»lebti kö K I und R"- 'K l I' te5 ftffi ps fe C'i » 6 Cuint". L-. klein*»' Liber Mieder,k' feen durch eu liii Friedens I Msmmistei L national^ Wngen W Legung«den Kiiimerungszus liMutschland t Kti. M I StrDuce e Lidussom i Ilicheil Glauben bis 22 Knoten und eine Haupkbewaffnung von zehn bis zwölf 35-cm-Geschützen. Nur drei Schlachtschiffe haben 40,6-cm-Geschütze. Auffallend ist ihre schwache Mittelartillerie, die nur 12,7 cm Kaliber aufweist, was nach heutiger Auffassung gegen große Zerstörer nicht mehr ausreicht. Dafür beträgt die Fahr- strecke nach amtlicher Angabe 10 000 Seemeilen. Drei von diesen Schlachtschiffen sind am ersten Kriegstage bei Hawai durch japanische Fliegerbomben und Lufttorpedos gesunken, die Oklahoma", die „Arizona" und die „Westvirginia" (letztere mit 40,6-cm°Geschützen). Dieser Verlust bewert, daß die amerikanischen Großkampfschiffe gegen die neuen Kampfmittel sehr empfindlich find. Bis jetzt wurden nur zwei neue Schlachtschiffe als Nachkriegsbauten 1941 in Dienst gestellt, „Washington" und „Norch-Carolina" mit je 35 000 Ion» nen, 28 Knoten und neun 40,6 cm-Geschützen. Auch Lagdzauber und frühe Kunst. Von Hans Reetz. Fußend auf den Grundlagen, die die Wissenschaft seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts erarbeitet hat, können wir heute den Satz wagen: die Kunst des Abendlandes ist uns von der Geburt an bekannt. Das war um etwa 15 000 vor der Zeitwende, am Rande des Eises der letzten Eiszeit, als eine neue, höhere Menschensorm, die wir aus den Funden von Cro Magnon, Oberkassel, Chancelade, (Sri- maldi u. a. kennen, den noch tierhaften Neandertaler ablöste. Machen wir uns ein Bild von jener fernen Welt: Der Mensch war noch ein Naturwesen; aber er, der auf das Fleisch der Tiere angewiesen war, war der Tierwelt gegenüber insofern im Nachteil, als ihm deren natürliche Hilfsmittel, wie Krallen, scharfes Gebiß, Hörner, Rüssel, Panzerung, flinke Beine, riesiger Wuchs, fehlten. Seine Ueberlegenheit bestand einzig in wachem Instinkt und Geist. Damit schuf er sich künstliche Hilfsmittel, eine Bewaffung, die aus Knüppel, Speer, Steinbeil, Pfeil und Bogen, Steinmesser, Handspitze und Schaber bestand. Gleichzeitig begann eine umfassende Konzentration des gesamten Denkens und Handelns auf die zu jagenden Tiere, und so entstanden um dieselbe Zeit die ersten der Tier- und Jagdzeichnungen vom Bison, Mammut, Pferd und Höhlenbären, die wir in den Höhlen Südfrankreichs und an den Felswänden Ostspaniens finden, und deren Zahl von über 6000 Stück nebst etwa 50 Plastiken uns eine durchaus klare Vorstellung der damaligen Welt gegeben hat. (Es handelt sich also keineswegs um eine „dunkle Vorzeit".) Die erste Kunst ist als Jagdzauber ausgeübt worden, so wie wir ihn heute noch in Afrika beobachten können und nach dessen Aehnlichkeitsregel man sich ein gültiges Bild machen kann: Der Künstler der Sippe malte von den zu jagenden Tieren ein Bild, auf das unter magischen Zeremonien mit Pfeilen geschossen wurde. So haben wir z. B. die Darstellung eines Pferdes, die zwanzig Schußlöcher auf- weist, ebenso eine beschossene Tierplastik, der man den Originalkopf aufgesetzt hatte. An einer Höhlen- wand hat sich der Künstler (Zauberer) selbst abge- TS BP UP bildet. Er trägt die Maske eines Hirsches und an den Händen die Pfoten eines Bären. So bewegt er tanzend die Glieder. Es gab also auch mimlschen Zauber und Tanzzauber. Vielleicht wurde dabei sogar eine Flöte geblasen oder gesungen. Daß es dieser Kunst nicht um eine bloß profane Darstellung oder gar nur um Unterhaltung oder Schmuck, sondern um kultische, magische Hanolung ging, beweist vor allem auch die Tatsache, daß man Höhlen- bilder nie in Höhlen gefunden hat, die Wohnzwecken gedient hatten. Immer handelt es sich um abgelegene, oft um außerordentlich schwer zugängliche Höhlen, wie die von Trois Freres, wo man sich durch einen vierzig Meter langen, nur einen halben Meter hohen Gang winden muß, oder die von Montespan, die ein Fluß durchströmt. Bei all dem galt die Vorstellung, daß das Tier in dem Augenblick bereits getötet sei, wo die Schüsse sein Bild durchlöchert hatten, wo es also durch Beschwörung und Zauber gebannt sei. Danach galt die Jagd selbst als von nur untergeordneter Bedeutung. Das war eine großartige Bewertung, ja Ueberbewertung der Kraft des menschlichen Geistes, deren Geheimnis in dem Glauben liegt, daß die künstlerische Darstellung eines Wesens oder Gegenstandes mit demselben identisch sei und die Herrschaft über ihn begründe. Wissenschaftlicher Bearbeitung ist es nun gelungen, eine einleuchtende Entwicklung dieser Kunst darzustellen: Am Anfang steht die Gravierung, die Zeichnung der Tierumrisse in den Lehm der Höhlen- wände. Die Zeichnungen werden immer mehr der Natur entsprechend; schließlich folgt die Ausfüllung mit Binnenzeichnung und danach die Entwicklung zur vollen plastischen Malerei mit Farbe. Es ist der Höhepunkt der Altsteinzeit, die sogar die künstlerischen Probleme der Perspektive, der Darstellung der Masseneinheit und der Bewegung angerührt hat, die erst wieder in Kreta und Mykenä (2000 v. Ehr.), im späten Rom, im Barock und im 19. Jahrhundert gelöst worden sind. Indessen aalt auch bereits damals das Gesetz, wonach in Den Spätzeiten die Kunst sich aufzulockern und schließlich aufzulösen pflegt. Es kommt nämlich am Ende zu einem die Naturdarstellung steigernden Impressionismus, der die Tiere wiedergibt, wie sie in dem Spiel und Widerspiel des Lichtes dem Künstler erscheinen. Um 8000 etwa, mit dem letzten Magda- paner hätten die Absicht, flußabwärts auf Te(of Anson oorzurücken. Dieser Ort ist von großer 3 strategischer Bedeutung, da von ihm aus eine Bahn 1 zur Hauptlinie führt, die vom Norden nach Süden H und Osten verläuft. Den fortlaufenden Rückzug der I britischen Streitkräfte auf Malaya gibt auch der j amtliche britische Bericht vom Sonntag zu. Die | britischen Truppen seien im Laufe der letzten Nacht I in neue Stellungen weiter südlich zu« I rückgenommen worden. Die seit Jahrhunderten geübte Methode der Eng« I länder, andere für sich bluten zu lassen, zeigt sich I auch wieder in den Kämpfen um Singapur. Soeben I sind dort d i e ersten chinesischen Hilfs« I truppen eingetroffen, die Marschall Tschiangkai« I fcheck den Engländern ji'r Verfügung stellte. Es I handelt sich um Solbatsn aus den Provinzen I Kwansi und Puenen. Die Straße von Ma« I lakka ist unter ständiger Bewachung der japani« I schen U-Boote und der Luftwaffe. Aus diesem I Grunde hat der Kommandant von Singapur an« | geordnet, daß alle britischen und sonstigen Dampfer I die Straße von Malakka nurnochinderNachß I passieren und bei Tage Schutz in den Häfen an bet I Küste von Malakka suchen sollen. „Nichi Nichi" be« I richtet, bereits jetzt mache sich in Singapur Man- I gel an Reis, dem Hauptnahrungsmittel der I Eingeborenen-Bevölkerung, bemerkbar. Trotz einer I von den englischen Behörden versuchten Preiskon- I trolle steigen die Lebensmittelpreise ständig und machen es besonders den ärmeren Schichten fmroer, I ihren Bedarf zu decken. Trübe Ahnungen in Washington und London. Lissabon, 4. Jan. (Europapreß.) Mit wach« dem Pessimismus betrachtet man in den USA. den Verlauf der japanischen Operationen im Pazifik | nach dem Fall von Manila, dem die Einnahme der I ganzen Insel Luzon folgen dürfte. Die Reste der amerikanischen Streitkräfte ziehen sich in nördlicher und nordwestlicher Richtung zurück, oie werden aber bereits von deü Japanern verfolgt, so daß mit ihrer Aufreibung ober Gefangennahme gerechnet wird. Die Amerikaner befinden sich in einer ' bedrängten Lage, da sich die Japaner bereits fast aller Flugplätze auf der Insel Luzon bedienen und auch die wichtigsten Flotten st ützpunkts in ihre Hände gefallen sind. Als einziger Stützpunkt steht den Amerikanern nur noch Die in der Subic-Bucht gelegene und etwa 80 km nord« östliH von Manila entfernt gelegene Olongapo» Festung zur Verfügung. Ihr kommt aber nichk die Bedeutung Cavit es zu, das südlich von Manila gelegen ist und am Freitag von den SImeru fanern geräumt werden mußte. Weiter wird aus dem Fernen Osten gemeldet, daß die japanische Luftwaffe ebenso wie bie japanische Flotte höchst aktiv im Pazifik operiere. Nördlich von Java im Javanischen Meer zwischen Borneo und Java wurden amerikanische Kriegsschiffe von japanischen Bombern angegriffen. Es soll sich um Maschinen handeln, die schon von Sarawak aus, das im Norden von Borneo liegt und am Freitag von den Engländern geräumt wurde, operieren. Es seien auch militärische Objekte auf Sumatra und Celebes angegriffen worden. Japanische Streitkräfte sollen auch zwischen Celebes und den Philippinen gestehet worden sein. Im übrigen geht aus allen amerikanischen Berichten hervor, daß die japanische Luftwaffe der amerikanischen weit überlegen ist und zwar sowohl zahlen- als auch qualitätsmäßig. „Mit der Eroberung Manilas haben die Japaner eine neue und beherrschende Position im westlichen Stillen Ozean errungen", mußt selbst die „Times" kleinlaut zugeben. „Wenn ganz Luzon erobert hird", o schreibt das Blatt weiter, „bann werden große Zlottenstreitkräfte und erhebliche Truppenkräfte rei, die von den Japanern an anderer Stelle eingesetzt werden können. Der Verlust des letzten amerikanischen Hafens, der nahe bei Asien liegt, ist ür die Flotte der USA. ein ernster Nachteil. Die apanische Strategie ist bisher dadurch gekennzeichnet gewesen, daß verschiedene Angriffe in mehreren Richtungen gleichzeitig durchgeführt wurden. Jetzt haben die Japaner eine besonders gefährliche zentrale Po- i t i o n errungen, um neue derartige Angriffe in verschiedenen Richtungen durchzuführen. Die Philippinen liegen im Zentrum des großen Bogens von britischen und holländischen Besitzungen, der ich von der Halbinsel Malakka über die ostindischen Inseln erstreckt. Alle diese Besitzungen sind jetzt be- Neiiergeschichien um Friedrich den Großen. Erzählt von Hans Bethge. Zorndorf. In der Schlacht bei Dorndorf lagen die Rusten in hervorragenden Verschanzungen, und die an- greifende preußische Infanterie konnte nichts gegen sie ausrichten. Friedrich der Große ließ von neuem stürmen, die Truppen gingen mit Todesverachtung vor, und die feindlichen Kugeln wüteten grausam unter ihnen. Der Erfolg der Angreifer blieb gleich Null, bie Lage würbe kritisch, unb ber linke Flügel ber Preußen begann zu wanken. Friebrich war verzweifelt unb sah eine Niederlage kommen. Er schickte eine fliegende Ordonnanz zu Seydlitz, der mit seinen sechzig Schwadronen in Deckuna wartete. Seydlitz bekam den Befehl: Sofort angreifenI Aber er griff nicht an. Mit Falkenblick äugte er zu den Feinden hinüber und wartete. Eine neue Ordonnanz des Königs flog herbei: Angreifen, ums Himmelswillen angreifen! Seydlitz hielt unbewegt wie eine Bildsäule. „Nach der Schlacht gehört mein Kopf dem König", sagte er, „aber jetzt brauche ich ihn noch, um meinem König zu nützen!" In eiserner Ruhe überblickte er das Schlachtfeld, nichts entging ihm. Die preußischen Reihen strömten ungeordnet zurück, immer mehr Abteilungen wendeten sich zur Flucht. Die Russen glaubten bereits, der Sieg gehöre ihnen, jetzt tarnen^ fie aus ihren Verschanzungen hervor und stürmten in wilden Rotten gegen die Preußen an. Das war der Augenblick, den Seydlitz ersehnt hatte. Ein Lächeln ging über fein Gesicht, er reckte seine Rechte mit Dem weißen Stulpenhandschuh triumphierend hoch in die Luft — unb sechzig Schwadronen setzten sich wie der Sturmwind in Bewegung und vernichteten in hartem Kampf bie ungebeten Russen bis zur völligen Nieberlage. Nach ber Schlacht melbete sich Seydlitz mit ernster Miene beim König. Dieser umarmte ihn und sprach: „Er war ungehorsam, Seydlitz, aber sein Reitergenie hat besser disponiert als ich. Er hat das Schicksal Preußens gerettet Ich danke ihm." Kühne Attacke. Während eines Marsches in Böhmen im Jahre 1757 machte Friedrich der Große in Begleitung eines Husarenunteroffiziers nebst sechs Husaren einen Ritt über die Spitze hinaus, um die Gegend zu erkunden. Unversehens erschien eine österreichische Reiterpatrouille, bestehend auf fünfzehn Mann. „Was will Er tun?" fragte der König den Unteroffizier. „Wenn Euer Majestät nicht zugegen wären, so wüßte ich, was ich täte." „Denke Er einmal, ich sei nicht zugegen." Der Unteroffizier ließ die Leute sich schnell formieren, rief: „Es gilt den König zu retten! Zur Attacke! Marsch, marsch!", unb bie kleine Abteilung stob mit solcher Bravour gegen die Feinde los, daß diese in Verwirrung kamen unb, da sie sich der Gewalt des Angriffs nicht gewachsen fühlten, nach kurzer Zeit entflohen. Sie ließen zwei Tote und sechs Verwundete zurück; auf preußischer Seite waren der Unteroffizier und ein Gemeiner verwundet und eins der Pferde erschossen. Friedrich ritt auf seine tapferen Leute zu, nahm den Hut ab unb sprach: „Herr Leutnant, ich danke Ihm für feine Tatkraft und seinen Mut. Kinder, Ihr habt Euch alle herrlich benommen, Ihr sollt belohnt werben, — mit solchen Solbaien kann man das Höchste erreichen." teUung des kaiserlichen Hauptquartiers wurden im Verlause der Operationen 360 feindliche Flugzeuge abgeschossen ober am Stoben zerstört. Während ber gleichen Zeit habe die japanische Marine 4 Zerstörer, 7 U-Boote und 5 andere Kriegsschiffe versenkt, zwei Hilfsschiffe unb 30 Handelsschiffe schwer beschädigt. Ein Zerstörer, 2Pa- trouillenfahrzeuge und 4 weitere Schiffe seien leicht beschädigt worden. Ein Schiff wurde aufgebracht. Die in der Bucht von Manila befindliche amerikanische Philippinen-Flotte wird von der Presse Nieberländisch-Jnbiens als verloren bezeichnet. Den Amerikanern bliebe wegen ber Sperrung ber Bucht von Manila burch japanische Flöt- teneinheiten nichts anderes übrig, als entweder sich selbst zu versenken oder sich den Japanern auszu- lieferm Ständiges Vordringen auf Malakka. Tokio, 4. Jan. (Europapreß.) Die japanischen Streitkräfte, bie in einer am Morgen des 1. Januar begonnenen heftigen Offensive üb erben Perak- Fluß vorstießen, hatten bis zum Abend des 2. Januar eine wichtige Schlüsselstellung in Mittel- Ma l a y a eingenommen. Sie hatten der 8. Division des australisch-neuseeländischen Armeekorps (Anzac) schwere Verluste zugefügt. Den Uebergang über den Perak hatten bie Japaner trotz starkem feindlichen Artilleriefeuer erzwungen. Bei den Kämpfen wurde ber größte Teil ber australischen Division auf gerieten. Obwohl der Feind auf seiner Flucht über ein Dutzend Brücken zerstört hatte, konnte er bie Japaner nicht aufhalten. Sie gingen im Sturm über den Fluß und stoßen jetzt gegen einen weiteren wichtigen Punkt ber britischen Verteidigung an der Westküste Malayas vor. Die Lage an der Perak-Front nach den neuen japanischen Truppenlandungen ist für die Engländer bereits so aussichtslos geworden, daß ber Reuter-Korrespondent aus Singapur zu ber Feststellung kommt, es sei zur Zeit nicht möglich, bie augenblickliche Verteidigungslinie der britischen Truppen anzugeben unb es fehle überhaupt an zuverlässigen Nachrichten. Offenbar aber handele es sich um eine zangen förmige Umklammerung der Japaner mit dem Ziele, bie rückwärtigen Verbindungen der britischen Streitkräfte zu durchstoßen. Die Engländer befürchten bereits, die Ja- Tokio, 4. Jan. (DNB.) Nach dem Rückzug aus Manila haben sich die nordamerikanischen unb philippinischen Streitkräfte völlig auf bie Halbinsel Balanga zurückgezogen, bie bie Manilabucht im Westen abschließl. Andere Kräfte versuchen hier unter dem Schutz ber Dunkelheit von dieser Halbinsel aus nach dem Jnselfort Cor- re g i d o r überzusetzen. Die Hauptangriffe der japanischen Luftwaffe richten sich daher in erster Linie gegen die Hafenstädte Balanga unb Mari- viles sowie Corregibor. Dort würben zahlreiche militärische Einrichtungen zerstört unb all- gemein schwerer Schaden angerichtet. In den frühen Morgenstunden des Sonntags griffen mehrere Formationen der Armeeluftwaffe unausgesetzt Last- wagenkolonnen des Feindes an, der entlang der Westküste der Balanga-Halbinsel nach Süden zu entweichen versuchte. Gegen das Jnselfort Corre» gidor werden vor allem Stukas der Marine eingesetzt, deren Aufgabe darin besteht, die Artilleriestellungen und die Flakabwehr sowie andere wichtige Einrichtungen zu zerstören. Weitere Formationen sind bemüht, Landungen von der Halbinsel Balanga aus auf Corregidor zu verhindern. Es muß damit gerechnet werden, daß sich auf der Balanga-Halbinsel noch weitere Kämpfe abspielen, da vor allem bie bortigen Hafenstäbte Balanga unb Mariviles. sowie andere Plätze st art befestigt sind und bie USA.» unb Philippinen-Streitkräfte versuchen werden, das Vordringen ber Japaner von Land her gegen bas Jnselfort Corregidor aufzuhalten unb den Rückzug dorthin zu sichern. Allerdings kommt den Japanern zustatten, daß sie die fast uneingeschränkte Luftherrschaft auch über diesem Kampfabschnitt ausüten. Manila wurde von den Amerikanern nicht aufgegeben, wie in Washington erklärt worden war, sondern japanische Truppen haben die Stadt gegen erbitterten Widerstand gestürmt. In einer Verlautbarung des japanischen Hauptquartters aus Luzon heißt es, daß den japanischen Truppen wütendes Feuer entgegenschlug, als sie am Freitagmorgen um 11 Uhr zum Sturm auf Manila antraten. Die japanischen Truppen drangen trotzdem auf den großen modernen Straßen, bie aus Manila hin- ausführen, in bie Stabt ein. An ber Erstürmung nahmen Einheiten ber von Narben vorgedrungenen japanischen Truppen teil, sowie Formationen, bie von Lanbungsplätzen im Sübwesten Manilas herangekommen waren. Nach einer Zusammenstellung ber Marine-Ad- sie besitzen nur 12,7-cm-Mittelartillerie. Weitere Schlachtschiffe sind im Bau, werden aber noch lange Zeit bis zu ihrer Vollendung brauchen, An Flugzeugträgern besitzen bie USA. sechs in ber Größe von 14—35 000 Tonnen. Mehrere Flugzeugträger sind im Bau und bewilligt, von ihnen wirb in absehbarer Zeit nur ,Dornet" fertig werden mit 20 000 Tonnen, 34 Knoten unb 60 Flugzeugen. Hierzu treten noch zwei Flugzeugmutterschiffe für Seeflugzeuge, von denen eines, die „Langley", vor Manila versenkt worben ist. Die Kreuzerflotte der USA. umfaßt 18 Schwere, 19 Leichte Kreuzer, d. h. ähnlich wie Japan. Ihre Zahl reicht aber für den Zweifrontenkrieg ber USA -Flotte ebenso wenig aus wie die vier Zerstörer. Zahlreiche Leichte Kreuzer sind im Bau. Bemerkenswert an den ersten Schweren Kreuzern ist ihr schlechter Panzerschutz. Bei den letzten Typen wurde verbessert. Sie tragen im Durchschnitt eine Hauptbewaffnung von neun 20,3-cm°Geschützen unb haben vier Flugzeuge an Bord. Die modernen Leichten Kreuzer von 10 000 Tonnen Wasserverdrängung sind für ihre Größe mit fünfzehn 15,2-cm-Geschützen besonders schwer bestückt, was ihre Seefähig'keit teilweise deeinttächtigt. Die USA.-Flotte besitzt ferner 13 große und 166 leichte Zerstörer. Von den letzteren kann man 98 als völlig veraltet ansehen, da sie aus den Weltkriegsjahren stammen. Bekanntlich wurden 50 von diesem alten Typ 1940 an England abgetreten. Für die großen Aufgaben, die ihrer harren, werden sie zahlenmäßig wahrscheinlich ncht ausreichen, obwohl viele Boote im Bau sind dzw. demnächst in Dienst gestellt werden. Die U-Boot flotte umfaßt 6 große Unterseekreuzer, 40 große, 38 mittlere unb 27 kleine U-Boote, alle mit erheblichem Fahrbereich. Zu diesen Schiffen treten noch zahlreiche Minenschiffe, Kanonenboote, Küstenwachboote unb Troß- schiffe, die für bie Begleitung der Flotte nötig sind. Bei den großen Entfernungen im Stillen Ozean braucht die amerikanische Flotte zahlreiche Vorrats- unb Troßschiffe wenn sie lange Märsche machen will. Auch zur Versorgung ber weit abgelegenen Stützpunkte ist viel Tonnage nötig. Ja ein großer Teil ber amerikanischen Flotte wirb überhaupt mit ber Versorgung unb Erhaltung des Stützpunktsystems beschäftigt sein, das aller- bings schon erheblich zusammengeschrumpft ist. Die Marine der USA. hat bereits zahlreiche Handelsschiffe beschlagnahmt unb in Dienst gestellt, was die Schiffsraumknappheit in den USA. weiter verschärft hat. Auch darf man nicht vergessen, baß der gleichzeitige Ausbau ber vielen neuerworbenen Stützpunkte außerorbentlich hohe Anforderungen an den Handelsschiffsraum stellt. Das wird auch ein großes Problem für die amerikanische Marine werden. Seit einigen Jahren verlangt bie Regierung in USA. den Bau einer „Z w e i - O z e a n - F l o 11 e", wofür ungeheure Summen bereitgestellt sind. Viele Schiffe sind zwar bewilligt, aber noch nicht in Bau gegeben, weil keine Helgen frei sind. Das ganze Neubauprogramm ist überhaupt in Frage gestellt durch bie Ueberlastung der amerikanischen Werften mit Neubauaufträgen für England und Reparaturen beschädigter britischer Schiffe. So ist auch der Weiterbau ber USA.-Flotte mit einigen Problemen belastet. Die schweren Anfangsverluste waren ein katastrophaler Schlag für die amerkanische Marine. Sie zeigten ihr aber, welch einem mächtigen Gegner sie gegenübersteht. Die japanische Flotte verfügt über reiche Kriegserfahrung und einen unsterblichen Ruhm. Was wirb bie nur in Friebenszeiten ent- entwickelte amerikanische Flotte bem gegenübersetzen können? Es ist sehr fraglich, ob sie jemals ben hohen moralischen unb taktischen Stand ber japanischen Flotte erreichen wirb. DSw. Angesichts des unaufhaltsamen Vordringens der Japaner auf der Malaiischen Halbinsel und des Auftauchens immer neuer Ortfchafts- unb Gelänbenamen aus dieser Gegend in den japanischen Wehrmachtberichten dürften die nachstehenden Ausführungen für unsere Leser von besonderem Interesse sein. Malaya, einst ein romantikumwobenes Urwaldgebiet, wo jeder Malaie ein Pirat und jede Malaiin eine Prinzessin war, unb wo ber Tiger, das Wappenbild der Vereinigten Malaiischen Staaten, als unumschränkter Herr des Dschungels galt, ist heute ein Land, in dem Zinn unb Kautschuk zur Lebensgrundlage geworden sind. Ein Blick auf die unermeßlichen Reisfelder und die durchweg in chinesischem Besitz befindlichen Zinngruben läßt den Wohlstand der Halbinsel sofort erkennen. Trotzdem ist noch ein Stück der alten malaiischen Romantik verblieben: das Tiger-Revier im Tal von Buket Gantang und die noch in paradiesischem Urzustände auf den Abhängen des blauen Gunong Kerbau (Büffelberg) hausenden wilden Satei, sind lebende Urkunden der malaiischen Vergangenheit. Die Fahrt von Prai, einem der Insel P e- nang auf bem Festlanb gegenüberliegenden Ort, nach Singapur rntt der Federated Malay States Railway auf einer üüber 800 km langen Strecke, gilt als eine der romantischsten auf ber Welt. Sie führt burch bie brei malaiischen Staaten Perrak, S e l a n g o r unb Negri Sembilan, vorbei an tropischen Naturschönheiten unb bekannten architektonischen unb kulturhistorischen Statten, prächtigen marmornen Sultanspalästen, wunbervollen Moscheen, prunkhaften Fürsten-Mausoleen und im- der Donnersta ganzen Tages bieten — ein kann, scheint uns dies zu sein, daß sie sich neben jener (einigen Besuchern vielleicht noch erinner« lichen) sehen und hören lassen kann, welche Curt Goetz und Valerie von Martens mit den Ihren vor Jahren bei uns gespielt haben; Goetzens Gastspiele, die natürlich aus naheliegenden Gründen nicht zu übertreffen sind, werden stets der gültige Maßstab und Prüfstein für Vorstellungen feiner Stücke bleiben. Ein Vorzug des Kriminal- und Liebesspieles „Hokuspokus", der noch nicht erwähnt wurde, ist dies, daß es fast lauter Doppelrollen hat, und zwar dankbare, denn Goetz ist nicht umsonst selber auch Schauspieler. Herr Ludwig war das rührende arme Luder von sächsischem Dramaturgen, außerdem ein ungemein liebenswürdiger und eleganter Taschenspieler Peer Bille, zugleich ein Liebhaber von sympathischer Besessenheit; Goetzens Auge hätte, wie wir vermuten, nicht ohne Wohlgefallen auf ihm geruht. Renate F r e i h e n war eine überaus realistische Kassiererin und a» die angeklagte Dame Agda von scharmanter Ueberlegenheit und einem zarten, im Tonfall sich andeutenden fremdländischen Reiz; die kleine Liebesszene im dritten Akt war entzückend. Herr Funke spielte den Kritiker Knorr und hielt als Verteidiger eine Ansprache von flammender Beredsamkeit an das Par- kett, als ob es lauter Geschworenenbänke wären. Die Temperamentsausbrüche des vleitebedrohten Theaterdirektors wie des hitzigen Staatsanwalts startete Herr Zeppenfeld, daß es eine Lust war. Herr Fischer, ein freundlicher Präsident und mißver- gnügter Schauspieler, Herr Kratz, Ines Raßl und Herr Seitz rundeten die kleine Lustspielgemeinschaft ab. Hübsche Szenenbilder von Herrn ß ö f f l e r. — Der Beifall, mehrfach bei offener Szene, bekräftigte den hübschen, glatten Erfolg. Hans Thyriot. üt * Juloren ■ Gegen •XtxW lann- n Unten W 1° marken. Neben dem Feldküchengericht darf an den Montagen und Donnerstagen als Hauptgericht nur das markenfreie Stammgericht anqeboten und verabfolgt werden. Der Preis des Gerichts wird äußerst berechnet sein. Das Feldküchengericht tragt auch der Arbeitslage in den Gaststätten Rechnung und entlastet Küchenbetrieb und Bedienung. Dritte Dücherspende für die Wehrmacht im Kreise Wetterau. Erzielte schon die zweite Bücherspende für die Wehrmacht im Frühjahr 1941 im Kreise Wetterau mit 25 kompletten Truppenbüchereien, d. h- etwa 2500 Bänden, ein im Gaugebiet uberdurchschnltt- liches Ergebnis, so erwies die dritte Büchersammlung eine solche Opferfreudigkeit, daß nach der Aussortierung beschädigter und unbrauchbarer Bande mit 50 bis 60 fertigen Truppenbüchereien gerechnet werden kann. Das heißt also, daß das Gesamtergebnis gegenüber der letzten Sammlung sich mehr als verdoppelt hat. Alle noch in den Ortsgruppen tthon, U Ach. beit fr der Neste des Hörbild^ 1 werden =' !° daß " gerech» in einet * f°st bedienen punkte er Stütz, ie in bet m nord, igapo. iber nicht von Ma, n SImerU. Aus der Stadt Gießen jm stergenven Licht. lagernden Bestände bitten wir nunmehr umgehend , der Kreisleitung, Gießen, Lonystraße, zuzuleiten. Letzter Termin ist der 15. Januar 19 4 2. Allen Spendern dankt der Kreisleiter im Namen der vielen Soldaten, denen in ihren Ruhestellungen jedes Buch ein lebendiger und willkommener Gruß Heimat ist. Karl Christ, Kreisschristtumsbeauftragter. »ft K 6*- °".Ä Theater der Universitätsstadt Gießen Gurt Goetz: „Hokuspokus^. Explosion in Raum5 Roman von H.G. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadter, Gröbenzell b.Mundien Unveränderte Lebensmittelzuteilung Wieder Sonderzuteilung von Hülsenfrüchten. Er verzichtete darauf, sein eigenes Stammlokal zu besuchen, uni) ging mit ihr zu Weidmüller. Sie saßen vor den dampfenden Tellern und aßen beide mit gutem Appetit. Hinterher tranken sie eine Tasse Kaffee, und jetzt konnte Theo Kammin es sich nicht verkneifen, eine indiskrete Frage zu tun, für die kaum eine dienstliche Berechtigung vorhanden war. „Wer ist denn der nette junge Herr, den Sie am Sonntagmittag kennengelernt haben und mit dem Sie gestern abend ausgegangen sind?' Sie wurde plötzlich blutrot und hinterher erschreckend blaß. Er legte väterlich seine Hand auf )ie ihre, obwohl sie nur zehn Jahre im Alter trennten, und suchte sie zu beruhigen. ,,3d) will Ihnen nicht wehe tun, Fräulein Barkow. Es sollte mehr ein Scherz sein." . . „Es ist zum erstenmal seit Jahren, daß tcb in Begleitung eines Mannes ausgegangen bin , sagte '^„Wenn er Ihnen nur gefällt", brummte Theo Kammin, der selbst sein Herz.verloren hatte und freute sich, wie hübsch das Mädchen aussah, als es noch einmal errötete. Michel kam von einem Dienstgang zum Präsidium als Kammin mit Aenne bereits gegangen war. Er erfuhr dann, daß die Barkow ^rnommen, aber nicht verhaftet (ei. Dann faßte er (ich m G-° duld und wartete Kammins Rückkehr ab, da er nur von diesem erfahren konnte, was vorgegangen war. Es dauerte (ehr lange für.Michels Ungeduld. Erst gegen halb vier Uhr kam der sehnsüchtig Erwartete an® uni) war vorerst nicht zu sprechen roed.er e.ne dienstliche Unterredung mit KriMinaldirektor Ball hatte, deren Gegenstand die Frage bildete, auf welchem Wege man endlich das Rätsel um den Tod des Ingenieurs Wand aufklären könne. Neue Anhaltspunkte lagen nicht vor. Es blieb also nur em einziger Weg übrig, und der hieß: genaue Kontrolle in der Kasparschen Fabrik, um die etwaigen Verbrecher bei einer neuen Tat zu erwischen. Das war ein sehr langwieriges Beginnen, dessen Aussichten sich in nebelhafter Ferne verliefen. Da es aber das einzig Mögliche war, mußte es in Angriff genommen werden. Es galt nur noch, einen oder zwei fähige Beamte für diesen Zweck frei zu wachen. Theo Kammin saß fünf Minuten in seinem Zimmer, als er von Michel aus dem Grübeln ausgestört wurde. „Verzeihen Sie, Herr Kommissar, daß ich hier einbringe, aber es litt mich nicht mehr in meinem Zimmer." m „Sie wollen sicher etwas über die Vernehmung von Fräulein Barkow erfahren? Das Mädchen ist an der Tat nicht beteiligt. Wir haben sie ver- nommen und dabei interessante Dinge erfahren. „Darf ich erfahren, worum ..." Hier haben Sie das Protokoll. Er reichte Michel die Papiere hin. „Lesen Sie es nebenan durch, und bringen Sie es mir gleich miedet herein, weil ich es brauche!" Michel strahlte, machte eine Verbeugung und verschwand. Er stürzte sich förmlich über die maschinegeschriebenen Blätter und las mit wachsendem Erstaunen und Verblüffung. Das ging über sein Fassungsvermögen. Zumindest brauchte er einige Zeit, um das zu verdauen. . Inzwischen kamen Theo Kammin Zwei Ueber- legungen. Dieses Crusius war wie der Teufel hinter einer armen Seele hinter dem Fall Wand her. Man konnte ihn als Beobachtungsposten in die Fabrik setzen. Was ihm an Erfahrung fehlte, wurde er durch Eifer doppelt wettmachen. Als Michel wieder ins Zimmer trat, fragte ihn der Kommissar: „Na, was halten oie davon? „Das ist schwer zu sagen, Herr Kommissar, wenn man der Vernehmung nicht selbst beigewohnt hat. .Wollen Sie damit andeuten, daß Sie noch an eine Mittäterschaft der Barkow glauben? „Ich weiß nicht recht." Michel war es sehr unbehaglich zumute. Lügen mochte er nicht, und wenn er jetzt die ganze Wahrheit auspackte, dann wurde er vielleicht einen der berühmten Anschnauzer Kammins zu hören bekommen. Aber so oder so man mußte Farbe bekennen, wenn man.dienstlich gefragt wurde. Den Kopf würde es auch nicht gleich kosten. „Ich habe mich am Samstag, nachdem ich dienstfrei hatte, mit meiner Braut getroffen, Herr Kommissar", begann er entschlossen, wenn auch mit klopfendem Herzen. „Dabei kam mir der Gedanke, meine Braut Über Fräulein Barkow auszufragen. Ich bekam nichts zu hören, was von besonderem Interesse gewesen wäre. Aber „Meine" Frage hatte meine Braut stutzig gemacht. Da ich vor mich hingrübelte, fand sie Zeit, meinen Gedanken nachzugehen. und dabei stellt- sie ganz^aufgeregt fest, sie begreife nicht, warum sie nicht schon gemelbet, wie bie operiere, zwischen Kriegs« iffen. Es on von Borneo geräumt ijche Ob- worben, jen Cele- sein. 3m Berichten her ame- r sowohl Japaner restlichen .Times" ert hick", en große penfräfte teile ein- 5 letzten liegt, ist steil. Die lennzeich« iffeln «zeitig mer eine \t Po« griffe in Die Phi' i Bogens gen. der (indischen jetzt be- 'strömten len wen« i bereits, us ihren ; wilden f äugen« ein fling mit dem hoch m , sich wie bteten « zur oob it t# b sprach- i Beiter« hat das Reichsminister Dr. Goebbels empfing den von -inem Besuch der Ostfront zuruckkehrenben Leiter Erinnerungszusammenkunft des Bezirks Nord- und Ostdeutschland der NSB. statt. Auf ihr sprach Dipl.» 3ng. 21.21. Mussert. fr on. tot ».®«n mitei b,e wutan. !?'?. “nö n Das dichterischste, dem Leben nächste und heute auch wieder aktuellste Stück, das aus Curt Goetzens leichten und sicheren Händen hervorging, war die Uebertragung und Bearbeitung des französischen Emigrantenschauspiels „Towarisch'; das für seinen Stil charakteristtschste, beziehungsreichste und viel- leicht amüsanteste ist „Hokuspokus": die in eine Rahmenhandlung gespannten drei Akte vereinigen in sich die natürliche Spannung des Kriminalfalles nut der Eleganz und der Präzision nobelsten Lustspiel- stils. Zwar haben Vorspiel und Nachspiel im Laufe der Jahre an Aktualität eingebüßt, und die meisten werden mit den Anspielungen auf Pirandello, Kerr und Theaterpleite nichts mehr anzusangen wissen; aber dafür sind Dramaturgie und Konversation dieses Lustspiels noch immer von einer ganz unver- alteten Vorbildlichkeit. Der Mordsall, um den es sich hier handelt, löst sich zwar zu guter Letzt nach Goetzens Devise „alles halb so schlimm" in nichts auf oder in Hokuspokus, aber die Wirkung auf dem Theater ist genau so, als ob es ernstlich um Kopf und Kragen ginge; und wenn auch die Verhandlung mit allen Schikanen sich als ein Sturm im Wasserglase herausstellt, so enthält der auf eine teils peinliche, teils lächerliche Weise erledigte Prozeß hinwiederum auch einen ernsthaften Kern: nämlich die spielerisch entwickelte Problematik des Indizienbeweises. Endlich darf wohl gesagt werden, daß in diesem Theater» und Kriminalstück, wie sich spätestens im dritten Akt herausstellt, auch eine bezaubernde kleine Liebesgeschichte enthalten ist, — alles in allem eine Kombination, die man nicht sehr vielen modernen Lustspielen nachrühmen kann. Die Regie hatte Herr Carl Maria Zeppenfeld. Das Erfreulichste, was man der von ihm vorbereiteten und gelenkten Aufführung beglaubigen tS sich leA 5 2 ,1t II, zhr ^ür unsere Verwundeten Das Oberkommando der Wehrmacht führte in Verbindung mit der NS.-Gemeinschast ,Lraft durch Freude" rmeder mehrere Veransdaltungen für unsere Verwundeten durch. In einem Lazarett lief der Film „Gold in New Frisko" nebst der Wochenschau zur Unterhaltung der Verwundeten. In zwei Lazaretten veranstattete KdF. eine bunte Vortrags folge, welche unsere Verwundeten zwei Stunden sehr gut unterhielten. Die Tänzerin Gretel Schubert zeigte sich als sympathische Artisttn mit Wiener Walzer, Step und Spagat. Emil K ä m p brachte als Mnsikal-Clown eine glänzende Nummer. Otto Schuhmann überraschte mit seiner Rechenkunst; er hatte auch die verbindenden Worte übernommen, wobei er Kartenkunststücke vorführte. Am Klavier hatte Rodert Piller für die musikalische Untermalung zu sorgen, auf dem Bandonium zeigte er sich als tüchttger Könner bei der Ausführung des Wunschkonzertes. Starker Beifall dankte allen Künstlern. — Zwischen den Jahren konnte eine Spende der Gauamtsleitung der NSKOV. in Gestalt von Zigaretten i-n den Lazaretten »erteilt werden. . -Da« Feldküchengencht. Jeden Montag und Donnerstag In den Gaststätten. Für die Zeit vom 12. Januar bis 8. Februar 1942 (32. Zuteilungsperiode) bleiben die laufend gewährten Rationen an Brot, Mehl, Fleisck, Butter, Butterschmalz, Margarine, Schweineschlachtfetten, Käse, Quark, Getreidenährmitteln, Kartoffelstärkeerzeugnissen, Teigwaren, Kaffee-Ersatz, und Zusatzmitteln, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunst. Honig und Kakaopulver gegenüber der 31. Zutei- lungsperiode unverändert. Alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, erhalten in der 32. Zuteilungsperiode nochmals eine Sonderzuteilung von 250 Gramm Hülsenfrüchten Die Abgabe erfolgt wiederum auf den entsprechend gekennzeichneten Abschnitten N 27 der rosa Nähr- mittelkarten für Normalverbraucher sowie für Kin- der und Jugendliche bis zu 18 Jahren. Normalverbraucher und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren sowie die entsprechender Verbrauchergruppen der Selbstversorger mit Butter (Inhaber der Reichsfettkarten SV 1 und SV 5) erhalten in der 32. Zuteilungsperiode wiederum 5 0 Gramm Butterschmalz und dafür die Hälfte der Ration an Schweineschlachtfetten. Die Rationen der Mit dem Januar beginnt ein neuer Jahreskreis. Und da jeder Anfang eine gute Bedeutung haben soll, steht der Januar gleichsam unter glückveryeigen- den Symbolen. Schon in den ersten Stunden des neuen Jahres haben die Glück- und Segenswünsche begonnen, sie erfahren in den nächsten Tagen ihre ständige Fortsetzung. Es liegt ja so nahe, allen denen, mit denen man sich durch verwandtichastliche Bande, durch die Berufstätigkeit oder durch das gemeinsame Schicksal verbunden fühlt, Gesundhett und Erfolg zu wünschen. Dadurch ergibt es sich von selbst, daß der Januar einen hoffnungsfrohen Charakter besitzt. Denn die gutgemeinten Glück- und Segenswünsche sollen ja auch die Stunden begleiten, wenn längst das festliche Licht der Feiertage erloschen ist und das lärmoolle Geräusch der Werktage uns wieder umfängt. Er ist ein recht ausgedehnter Monat, der Januar. Zwar sind ihm auch nur 31 Tage zugemessen, aber sie ziehen sich ziemlich in die Länge, weil es keine festlichen Unterbrechungen mehr gibt. Außerdem macht sich der Winter oft jetzt erst recht bemerkbar, weshalb der Januar auch den Namen Hartung trägt. Doch im Haushalt der Natur hat alles seine weise Bestimmung. Ein gelinder Januar würde in späteren Monaten schlechte Folgen zeitigen. „Wächst das Goas im Januar, wächst es schlecht das ganze Jahr." Eine frohe Hoffnung haben wir ja außerdem: die Tage nehmen wieder zu. Zwischen dem Anfang und dem Ende dieses Monats wächst das Tageslicht um eine gute Stunde. Trotzdem: „Um Fabian und Sebastian (20.) fangen die Bäume zu saften an." Das geheimnisvolle Wirken in der erstarrt scheinenden Natur zeigt, daß auch die Winterruhe ihre besondere Be- beutung hat. Die verschwiegenen Zeichen des Sich- regens sind am Ende d§s Monats für jeden Kundigen deutlich sichtbar. Manche stellen bereits um diese Zeit die ersten Zweige daheim ins Wasserglas, , um gewissermaßen auf Vorschuß eine kleine erste ■ Frühlingsseligkeit zu genießen. Dann blühen, während es draußen vielleicht noch Stein und Bem friert, in der Stube die Zweige als ein erfreuliches i Zeichen dafür, daß bald nach dem Januar wieder • lindere Lüfte wehen. W. H. Sch. lUuC „der bem Bismarck-Archipel inr* und griffen ben Flugplatz bes australischen Stützpunktes Rabaul an. Em.ge Bomben purben abgeworsen, bie Schaben an ben Anlagen les Flugplatzes verursachten. Wawetl Oberkommandierender im Südwest-Pazifik. Stockholm, 4. San. (Europapreß.) Roosevelt ,-ti Churchill haben bie Ernennung Sir Archibald gawells zum Oberkommandierenben ber ver- rninten britischen unb norbamerikanischen Sire.- Lifte im Gebiet des südwestlichen Pazifik bekannt- Leben. Zu seinem Stellvertreter wurde ber USA.- uneralmajor G. $)■ Brett bestimmt. Admiral Dornas Hart, der bisher bie Asienftotte ber Bereisten Staaten befehligte, erhielt das Kommando iber sämtliche Seestreitkraste in biefem Gebiet Er ’ jt sedoch der Kommandogewalt Wawells unterstellt. Tschangtscha erobert. Tokio, 4. Jan. (Europapreß.) Der wichtige tnotenpuntt an der B a h n l i nie H an k a u 's a n t b n, Tschangtscha, ist nach Meldung des Hauptquartier ber japanischen Truppen in Zentral- La am Sonntag besetzt worden. Tschangtscha war bereits im vorigen Jahre vorübergehend m japa- »ildien Händen, wurde aber nach Erreichung ber u tischen Ziele ber damaligen Operationen wieder «räumt. Sie Einnahme von Tschangt cha erschwert L Nachschub für bie von Tschiangkaischek zur Ent- Ittzung von Honkong eingefetzten Truppen. Kleine politische Nachrichten. Die „Echlefifche Zeitung" gedachte in einem Fest- ;ft ber Wiederkehr des Tages, an bem fw vor 200 toten durch einen Akt Friedrichs des Großen erst- Mlig als „Schlesische privilegierte Staats-, Kriegs- unb Friedenszeitung" erscheinen konnte. in *lo| Lm unb hinter ber genannten Inselkette muß Lfttalien jetzt gröbere Wachsamkeit beob- »ch Al «wen denn jemals zuvor. japanischer Luftangriff auf Rabaul. , Schanghai, 4. Jan. (Europapreß.) Nach emer ?■ Ä Mbung des australischen Oberkommandos führten l n Üa*} chronische Bomber in grobem Ausmaß Erkun- ''^LßLflüge übe- < imh arif Auf Anweisung des Staatssekretärs für Fremden- verkehr, Esser, haben alle Gaststätten des ganzen Reiches ab 12. Januar 1942 am Montag und Donnerstag jeder Woche während des ganzen Tages das F e l d k ü ch e n g e richt anzu- bieten — einen Eintopf oder ein Tellergencht einfachster Art, für das die Rezepte vom Institut für Kochwissenschaft Frankfurt a. M., einem Gemeinschaftswerk der Hermann-Esser-Forschungs- gemeinschaft und des Oberkommandos des Heeres, ausgegeben werden. Die Heimat wird pomit Speisen rennenlernen, wie sie von den Feldküchen ausgegeben werden, sie wird an diesen Tagen gewissermaßen aus dem gleichen Topf essen wie der Soldat an der Front. Für das Feldkuchengericht darf höchstens eine 5 0 - § - Fleis chmarke genommen werden, erforderlichenfalls ferner Fett- marken bis zu 10 g oder Nährmittel- und Brot- Der Duce empfing das Nationaldirektorium der Faschistischen Partei. Der neuernannte Parteisekre- tär Didussoni brachte den zähen und unerschütterlichen Glauben des Volkes an den Duce und den Sieg zum Ausdruck. In diesem Glauben werde die Faschistische Partei dem Volke durch das Blutopser ! ihrer Hoheitsträger ein Beispiel geben. Von diesen sind 1040 gefallen und 1414 verwundet worden. * 8680 Hoheitsträger meldeten sich freiwillig, 960 er» ■ hielten Tapferkeitsauszeichnungen. Aus aller Wett. vorbezeichneten Verbrauchergruppen in den genannten Erzeugnissen betragen demnach unverändert 62,5 Gramm Speck oder Schweinerohfett (bzw. 50 Gramm Schweineschmalz) und 50 Gramm Butterschmalz. Die Abgabe des Butterschmalzes erfolgt auf den Abschnitt „50 Gramm Butterschmalz", der von dem Verteiler bei der Warenabgabe abzutten- nen ist. Die Verteiler dürfen das Butterschmalz nur an die Verbraucher abgeben, welche bei ihnen durch Abgabe des „?"-Abschnittes der 30. Zuteilungs- Periode die Vorbestellung voraenommen haben und dies durch Vorlage der entsprechend gekennzeichneten Reichsfettkarte 30 nachweisen können. Die mit Erlaß vom 18. Jun, 1941 einaeführte Reichseierkarte verliert am 11. Januar 1942 durch Zeitablauf ihre Gültigkeit. Mit den Lebensmittelkarten für die 32. Zuteilungsperiode gelangt deshalb eine neue Reichseierkarte zur Ausgabe. Die Gültigkeit dieser Karte erstreckt sich auf drei Zuteilungsperioden (32—34), sie läuft mithin zusammen mit der Reichszuckerkarte und der Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) ab. Der »Tag der Sriefmarfe* im Gau Hefsen-Aaffau. Zum „Tag ber Briefmarke" °m 11. Januar werben in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden unb Bad-Nauheim Sonderpostämter eingerichtet, bei denen die an diesem Tag erscheinende Sondermarke abgestempelt wird. Gleichzeitig werden kleine Lehrausstellungen eingerichtet. Träger der Veranstal- tungen sind die örtlichen Organisationen des „Deutschen Sammler" in der RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und des Reichsbundes der Phua- längfTöuf die Idee gekommen fei, daß die Barkow doch mit dem Täter allein im Zimmer von Herrn Kaspar gewesen sei und ihn deshalb kennen muffe. Ich verweigerte jede Antwort auf ihre Frage, ob wir in dieser Richtung Schritte unternommen hätten, weil ich dazu nicht befugt bin. Aber immerhin ist meine Braut über soviel Zusammenhänge orientiert, daß sie genau rote jeder andere auf diesen Verdacht gegen die Barkow kommen konnte und ausreden rooüte ich ihr das nicht. Mich interessiert sogar, wie sie als Frau die Sache auffaßt." Michel bemühte sich, möglichst genau zu wieder- holen, was Bärbel ihm vorgehalten habe, und daß sie der Meinung sei, gerade eine Frau merke tot- sicher an den kleinen Eigenheiten, die sie bei ihrem Chef im Laufe vieler Jahre entdeckt habe, wenn etwas nicht ganz einwandfrei sei. „Und dlese Darlegungen", fuhr er aufafmenh fort, „lassen mich trotz der Aussage von Fräulein Barkow noch nicht von der Auffassung abdrängen, daß sie mehr weiß, als sie hier zugegeben hat." .Darin liegt ja eine merkwürdige Kritik an Ihren Vorgesetzten", knurrte Kammin. „Verzeihen Sie bitte, Herr Kommissar, aber so meine ich es bestimmt nicht. Vielleicht rounbe ich genau so urteilen wie Sie, wenn ich dem Bergor beigewohnt hätte. Die Barkow mag eine ausge- zeichnete Schauspielerin sein, unb das verfehlt nie seine Wirkung. . „Unsinn. Dumm machen kann uns so leicht we- mand. Maßgebend ist für uns daß Erzählung ber Barkow haarscharf in alles hmemvaßt, wa, uns bis jetzt bekannt ist. Natürlich spielt der Eindruck, den man bei der Vernehmung gewinnt, auch eine ^°Unb die Mnnuna meiner Braut?" Michel ließ sich jetzt nicht beirren. „Sie kennt bie Verhältnisse in der Fabrik aus eigener Anschauung und hat davon ein zutreffenderes JBilb, als em Außenstehender es sich formen kann." „Mag alles sein. Ich aebe auch zu daß ule in Eberhard ein kluges Mädchen ist, je^nfglls n'cht auf den Kops aefallen. Aber ich neige doch der Münung tu daß die Barkow sich hat hinter? Licht führen lassen. Jebenfalls lieflt nicht ber stermgste Beweis dafür vor, daß ihre Auslage nicht stimmt. „Beweise nicht - - bekannte Michel. (Fortsetzung folgt) 28. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) ,Mtte ich nie gedacht, daß Sie so ängstlich sind, * Fräulein Barkow. Ich hielt Sie immer für em Musterbeispiel ber energischen Frau im Berufsleben. Aber sagen Sie mal", wandte er sich an den Kom- i missar, „bas ist ja eine tolle Geschichte. Lauft em Kerl in meiner Maske im Betrieb herum. Bis tetzt » habe ich immer geglaubt, der Pförtner hatte sich - geirrt. Da haben wir also die erste Spur von Werk- 1 spionen und vielleicht Mördern." I „Die erste Spur, ganz richtig, Herr Kaspar. Das ’ ist aber auch alles. Wie soll ich aus einen Ver- « brecher fahnden lassen, dessen Beschreibung genau auf Sie paßt?" ,,.,. „Dumme Sache", gab Kaspar zu. „Die Geschichte hat nur ein Gutes. Jetzt sind Sie hoffentlich Wer- zeugt, daß ich es wirklich nicht bin, der am Tode des armen Wand die Schuld trägt." „Ja, daran find Sie nicht schuld. Aber weder Ihnen noch Fräulein Barkow können wir den Dor- | warf ersparen, daß die Polizei vielleicht weiter wäre, wenn Sie von Anfang an mit nichts zurückgehalten hätten. Jetzt nach Monaten läßt sich nur schwer eine Spur wieder aufnehmen." Kaspar bestritt das nicht, und Aenne Barkow hatte wieder ein ganz bekümmertes und Niedergedrücktes Gesicht. Kammin verließ das Haus mit dem frohen Bewußtsein, eine gute Tat begangen zu haben. Der Fabrikant hatte seiner Sekretärin verziehen unb kein Wort von Kündigung gesagt. Auch -Kriminalkommissare sind schwache Menschen, die sich gern einer Selbsttäuschung hingeben. Was Wunder, wenn Herr Theo Kammin sich das Hauptverdienst an diesem guten Aus gang zuschrieb. N „Jetzt müssen Sie erst einmal essen gehen , mahnte er auf der Straße seine Begleiterin Gewöhnlich tun Sie das ja im Restaurant Weid- müüer." Er schmunzelte bei dieser Feststellung. I , „Woher wissen Sie das?" fragte sie überrascht. „Weil Sie feit Freitagnacht unter Beobachtung standen." Ehrenbuch zur Wollsachenfammlung. In Breslau hat Gauleiter Hanke anläßlich der Wall-, Pelz- unb Wintersachensammlung bie Schaf- t hina eines Ehrenbuches bes Gaues angeordnet. ' Nach der Sammlung werden alle ^eislelter dem ’ Gauleiter die Spender sowie eine Ausstellung ber gespendeten Gegenstände einreicken. Die Verzeich- nisse werden in dem Ehrenbuch zusammengefaßt. Es soll nach dem Kriege in allen Ortsgruppen öffentlich ausliegen. Die hermkehrenden Soldaten sollen nachlesen können, wie bie Heimat ihnen ge- ' hollen hat. Enkel unb Urenkel sollen einmal mit 1 Stolz ben Namen ihrer Sippe bann verzeichnet fin- den Darüber hinaus wird es bem Einzelhandel möglich fein, bei Neuanschaffungen diejenigen zu bevorzugen, die jetzt gespendet haben. Fronttameradschaft. Ein junger kriegsgetrauter Wachtmeister fiel im Kampf gegen den Bolschewismus. Die Frau des oefallenen Kameraden schrieb nach einiger Zeit an die Einheit, daß ein kräftiger Stammhalter an- oekommen sei. Eine freiwillige Spende für den jungen Äammhalter erbrachte den ansehnlichen Betrag von 1500 RM., der an die Mutter für ihren Jungen abgesandt wurde. Die Kameradschaft der Front bewährt sich über den Tod hinaus. Eliw -Sport Statt Karten! Am Montag einen 040 Rheio-Maioisdies Landes Orchester sucht. 44D 50 D PQLQST G Lessen Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweß 60. Fernruf 2141, und im Musikhaus Challier, Neuenweg 10. Fernruf 2671 Morifio (Röttti Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Ehrliches, nettes Mädchen inGeschäftsbaus' halt für tagsüber gesucht auch halbe Tage. -Näheres Gnantbstr. 3S n NSG. Kraft durch Freude Wetterau Kinöerpelz auf dem Wege vom Gericht— Diezstrahe verloren. Geg. Bel. abzug. Hitlerwall 12 I- Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schulstr.7 Fräulein D Erna j d. Junggesellin D mag mich sehr. D denn ich er. G wärmeSpels'u. G Trank, Wasser O f. Kleinwäsche • u s w. E s b I f. • • Trocken-Brennsfoff ist käuflich in • • einschl. Geschäft. Packg.20 Tabl. • • Auch r. Feldpostversand zügel. • G Bezugsquellen-Nachweis durch i G O HERST: ERICH SCHÜMM • STUTTGART-W 109 Mil offenen Asien Drei Jungen und «in Mädet «n>decken ihre Waldbeimat. Don Weener Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen NM. 2,85 Hugo Berinühler Verlag Berlin 'Lichterfelde Wo Nagt dieGe- schäftsi't. d. G. A. V eranstaltungsring der Hiller*Jugend Die Zweite Ra*e des Veranstaltungsrings war am 4. Januar 1942 bei den Einheiten fällig. Sie ist von diesen bis zum 7. Januar bei der Verwaltungsstelle des Bannes einzuzahlen. Die Kartenausgabe erfolgt nur, wenn die 2. Rate bei der Verwaltungsstelle eingegangen ist u. sämt- liche Termine erledigt worden sind. Im Rahmen des Giefcener Konzertrings 1941/42 (NSG. Kraft durch Freude — Theater — Konzertverein) 5. Konzert, Gruppe B Nr. 3 Am Montag, dem 12 Januar 1942, 19.15 Uhr, im »Theater« Crtfieftcr-J£onzert Gastdirigent; Professor Hermann Abendroth Solistin: Thiana Lemnitz, Staatsoper Berlin Werke von Mozart: Linzer Symphonie - Kantate Exultate Divertimento D-dur — Symphonie Es-dur, Werk 543 Eintritt RM. 3.55, 2.80, 2 05 und 1 55 | Mietgesuche | 2 nWlierke Zimmer Wohn-u. Schlafzimmer, sofort od.sväter gesucht. Zuschriften unt. 48D a. d. G. A. Verkäufe 2 Oefen fürgrohenRaum geeignet zu verk. Mänsburg 5 I. Haus „Kaisers Kaffee-Geschäft" Ehrliche, tüchtige Putzfrau in gepflegten Haushmtb.guter Behandlung ge- Leder gibt feine Skier ab. Aufruf des Reichssportführers. Der Führer hak zur Abgabe der Skier aufgerufen! Die Front braucht sie dringend. Zum erffcnx2Hate kann der deutsche Sport unmittelbar den Soldaten helfen. Ls gibt deshalb für niemanden ein lieber- legen. Jeder gibt feine Skier ab! Seine deutsche Frau und kein deutsches 2Uädel, erst recht kein VDRL-Wädel kann mehr Freude am Skilauf haben in dem Bewußtsein, durch solche Ligensucht das Leben auch nur eines einzigen deutschen Soldaten zu gefährden. Dor allem, ihr Frauen und Mütter, die Ihr Eure Männer und Söhne int Osten kämpfen wißt, bringt auch ihr die Skier, die eure Soldaten daheim stehen haben, zu den Sammelstellen. Ihr handelt in ihrem Sinne, ja ihr erweist euren Lieben an der Front damit einen großen Dienst. Ihr Männer aber in der Heimat, die ihr um die Sameradschaftspflicht des Sports wißt, an euch appelliere ich besonders. Ich weiß, ihr werdet eure Kameraden draußen nicht im Stich lassen. Metn Ruf richtet sich an jeden anständigen Deutschen. ob er nun organisiert ist oder nicht, ob er Wettläufer oder Skiwanderer ist. Niemand kann sich unangesprochen fühlen. Es gibt in diesem Winter keine Skiveranstaltungen. und es gibt kein Ski- vergnügen. Die deutschen Skiläufer und Skiläuferinnen haben heute nur einen Ehrgeiz: durch Abgabe ihrer Skier der Front zu helfen! Wer seine Skier noch nicht den Soldaten gegeben hat, tut das jetzt, und zwar ohne jede Ausnahme und sofort. von Tschammer und Osten, Reichssportführer. Gustel Derauer und Christel Cranz rufen zur Gki-^ammlung auf. Der in vielen internationalen Kämpfen erfolgreiche Weltmeister in der nordischen Kombination und mehrfache deutsche Meister GustelBerauer, der heute als Offizier in einem Gebirgsjäger-Regiment steht, wendet sich im Namen seiner Frontkameraden an die deutschen Skiläufer und -läufe- Dienstag, den 6. Januar 1942, 20 Uhr Lichtspielhaus Lieh HnmorimhessisdieDVolteliiin VORTRAG von Oberstudiendirektor W. K. Philipps Eintritt RM. O.5O, für Wehrmacht und geschlossene Formationen RM. 0,30. - Karten im Vorverkauf durch alle Amtswalter der DAF. 49 D ftaft neuer Kinder-Sportwagen für 30-RM. zu verkaufen 042 Fröbelstr.47v. t. feiert der Landwirt und frühere Milchhändler Peter Hahnin guter Gesundheit seinen 7 5. © e b urts- t a g. Er ist in Gießen vielen Volksgenossen wohlbekannt, da er jahrzehntelang mit seinen Kindern eine große Milchkundschaft bediente. Dem alten Herrn unsere besten Glückwünsche! * Linden st ruth, 3. Jan. Dem Gefreiten Otto G e r t h wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde in Rußland das Eiserne Kreuz II. Klasse sowie das Jnfanterie-Sturmabzeichen verliehen. > Großen-Buseck, 5. Jan. Am heutigen Tage begeht der weit über seine engere Heimat hinaus bekannte prakt. Arzt Dr. Gengnagel in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 7 5. G e b u r t s t a g. Am 1. August 1894 begründete er hier seine Praxis. Sie erstreckte sich außer unserem Orte noch auf 14 weitere Dörfer. 46 Jahre stand er ununterbrochen im Dienste der Nächstenliebe. Während des Weltkrieges wurde ihm die Leitung des im hiesigen Schlosse eingerichteten Lazarettes übertragen. Am 1. Juli 1937 trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Auf vielseitigen Wunsch nahm er nach Ausbruch des Krieges 1939 seine Praxis wieder auf und und versieht sie trotz hohen Mehr als und ist ni «Wsachs ®f dlm ?uWä( N der? fische ?nrrin. Qi toten, d Mutig, fiten al tag be, tonen m "’ifieiöii ium t,j &’We toenbe,, *to Tre e|nem st. fnba a' ‘V" Die fr Volle, g Men * S- s SÄ kS KeÄ 5« führende M des ten. und ' I ^gebracht. I Sinn Lrftanben ® iMchlossech I Kolonialßebie I Ligen. Die 1 I griff» ge^en I Lefitzes an! I vzean im I-geliefert, daf I es besteht be I die rnilitarifo I inaßnahMN I Zwischenzeit I den sind. Ui I Französin I den nordast I Ministerium, I sischen St» I zeichnung t I nien" Al; I mnisteriun I als Prolet I minifteriun I dehnung 01 I eine AM I verteilt sich I Souüernemi I zer, Franzö I «“5 aus do I jllAequa H dem Zusan R Sage zwise | ßr Frankr || euch in de geblieben. In stra Echwierigk« her verschil der franzö , die englisch Sambia m dem nimm Hafen Ma me in A Stellung unterstreich Dakar a die kürzest • und es is greifen be l°ndisch-Ti °bachtet n tväre von Frankri lierteibigu venzentnii Die Geburt eines gesunden Mädels zeigen in dankbarer Freude an Marie Kirsdibaum, geb. Becker Georg Kirsdibaum Gießen (Schützenstraße 2), den 4. Januar 1942 ________________________51 Dy Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden, sowie für die erwiesenen Aufmerksamkeiten beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Minna Becker, geb. Kahn sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Bahnhofstr. 37), 5. Januar 1942. M1 1 Pferd (Stute), ein-und zweisvännig gefahren, zu verk. Albert Rühl, Ostheim bei Butzbach. Nachlässe von z w 20 v. K. erhalten Sie bei wiederholten Auf» nahmen einer Anzeige | Kaufgesuche | rinnen und fordert sie auf, ihr Sportgerät der kämpfenden Truppe zur Verfügung zu stellen. Die Weltmeisterin und Olympiasiegerin Christel Cranz (Freiburg) fordert in einem Appell die deutschen Skiläufer auf, auch das letzte brauchbare Paar Ski den Soldaten an der Ostfront zur Verfügung zu stellen, wobei darauf hingewiesen wird, daß auch alle Arten von Tourenskiern mit Ausnahme der Spezialskier für Lang- und Sprungläufe geeignet sind. Gießen-Wetzlar fomb. — Eintracht Frankfurt 0:4 (0:0). Eine zahlreiche Zuschauermenge hatte sich einge- funden, um Zeuge der Veranstaltung auf dem Universitatssportplatz zu sein. Das zu Null drückt nicht ganz den Verlauf des Spieles aus. Gemessen an der Leistung wäre das eine oder andere Gegentor verdient gewesen. Daß es nicht dazu kam, lag an der teilweise nickt ganz harmonierenden Fünfer- reihe, in der Hauptsache jedoch an dem Gegner, der in der Hintermannschaft und der Läuferreihe jene Mannschaftsteile besaß, die fast jede Angriffsaktion im Keime erstickten. Der Anfang des Spieles brachte einige lieber« raschunaen, denn nicht die Gäste waren es, die das Spielgeschehen vorschrieben, sondern die Kombinierten. Mit einigen, von Möbs gut angelegten Angriffen kamen die Gastgeber zu verschiedenen aussichtsreichen Chancen, die bei geschickter Ausnutzung das Bild von vornherein grundlegend hätten ändern können. Nachdem die Eintracht aber einmal Tritt gefaßt hatte, ging das Geschehen mehr und mehr von ihr aus. Daß in dieser Zeit keine Erfolge zustande kamen, ist in erster Linie Kraft zu verdanken, der an Stelle des verletzten Kersten das Tor hütete und sich für seine prachtvollen Paraden manchen Sonderbeifall holte. Um so schneller ging es nach der Pause. Kurz nach Wiederbeginn war es ein verhängnisvolles Eigentor, das den Gästen die Führung brachte. Bei einem Schuß von Kraus warf sich Kraft in die richtige Ecke, doch von dem Fuße Diddlapps sprang das Leder in die entgegengesetzte Ecke. Hierdurch etwas deprimiert, lockerte sich die Abwehrkette, und Kraus erzielte auch prompt den zweiten Treffer. Nach einigem Hin und Her war es abermals Kraus, der durch einen dritten Treffer den Sieg sicherstellte. Die Gastgeber Statt Karten I Gudrun-Elfi Die glückliche Geburt ihrer gesunden Tochter geben in dankbarer Freude bekannt Käte Dörfner, geb. Priemer z. Z. Evangel. Schwesternhaus Fritz Dörfner z. Z. bei der Wehrmacht Gießen, den 3. Januar 1942 blieben aber nicht müßig. Mehrere ihrer Angrifft besaßen wohl einige Gefährlichkeit, führten aber nicht zum Erfolg. Anders die Gäste, die aus einem harmlosen Angriff durch Wiegand noch zu einem vierten Erfolg kamen und damit zu einem Sieg der nach dem Verlauf wohl verdient, aber zu hoch ausgefallen ist. Bei den Gästen zeigte Fischer im Tor bei der wenigen Angriffen sicheres Können. Die SerteibiJ gung mit Heilig, Stubb ließ die Außen nur wenig zur Geltung kommen, und die Läuferreihe mit Schädler, Lehmann, Richter beherrschten das Mittelfeld. Im Sturm merkte man das Fehlen von Röll und Adam Schmitt. Dadurch kam die Fünferreihe mit Vogl, Ganzmann, Krauß, Bechtold (nach! der Pause Lindner), Wiegand erst langsam im Fahrt. Bei den Kombinierten war Kraft im Tor einer der Besten. Die Verteidigung Weiß, Goß zeigte teilweise Schwächen, besonders im Stellungsspiel. Die Läuferreihe hatte in Weniger ihren besten Mann. Diddlapp muß in die Aufgabe als Stopper noch hineinwachsen, und Rose muß bei dieser Spielweise mehr für den Aufbau tun. 3m Sturm befriedigte lediglich Möbs. Rohde sand keinen Kontakt mit den Klubkameraden. Peppmeier war nicht der Mittelstürmer, der eine Hintermann- schäft zu verwirren versteht. Sein Austausch mt Haßler brachte wohl auch nicht die gewünschte tef= serung. Meermann dribbelte zu oft und zu lange und brachte sich und damit die anderen um manche Chance. Schlitz ist kein Außenstürmer, in der Verteidigung leistet er bestimmt wertvollere Arbeit. Schiri Beinlich (Wien, z. Z. bei der Wehrmacht) zeigte eine unauffällige und doch bestimmte Leistung. frankfurter Handballs,ea. Kreis Gießen — Frankfurt 5:25 (1:12). Welchen Stand der Handballsport zur Zett im Kreis Gießen hat, zeigte dieses Werbespiel. In allen Belangen waren die Frankfurter überlegen. Sicheres Fangen, schnelles Abspiel, Spiel auf'den freien Raum und immer schneller am Ball als Gießen waren die besonderen Merkmale. Hinzu kam, daß alle Spieler über einen guten Schuß verfügten. Hier stand eine Einheit, welche auch von einer stärkeren Gießener Mannschaft nicht zu bezwingen gewesen wäre. Eine besonders gute Leistung zeigte der Gästetorhüter. Alle übrigen Spieler füllten ihre Posten voll aus. Die Gießener Einheit tat ihr möglichstes, konnte aber die hohe Niederlage nicht vermeiden. Obwohl man Fey gegen Müller auswechselte, gelang es diesem auch nicht, den Sturm besser einzusetzen. Eine Verbesserung des Resultates märe nur möglich gewesen, hätte der Sturm ein schnelleres Abspiel gepflegt. Die Läuferreihe mußte die Verteidigung entlasten und konnte dadurch den Sturm nicht ins Spiel bringen. Der Tormann war gegen diese Torschüsse machtlos. w Frankfurt legte sofort ein großes Tempo vor und überrumpelte Gießen vollständig. Tor auf Tor wurde erzielt, während es bei Gießen in keiner Weise klappte. Alle Angriffe waren zu durchsichtig oder wurden eine Beute des Torwartes. Beim Stande von 7:0 gelang durch Sann der erste Gegentreffer. Bis zur Pause beherrschten die Gäste weiterhin das Feld. Eine weitere Umstellung von Gießen war nach dem Wechsel auch nicht von großem Vorteil. Jeder der Stürmer versuchte nun allein zu Erfolgen zu kommen. Dies besorgten aber wieder nur die Frankfurter. Für Gießen waren noch Sann, Müller, Kraft und Wagler gegen Schluß erfolgreich. Schiedsrichter Heil, Hanau, hatte ein leichtes Amt. Alters bis zum heutigen Tage. Dem größter Wertschätzung sich erfreuenden alten Herrn gelten unsere herzlichsten Glückwünsche. * Lang-Göns, 3. Januar. Gefreiter Richard Dudenhöfer, Holzheimer Straße, erhielt im Osten in einem Fewlazarett das Eiserne Kreuz II Klasse. Kreis Bübingen.« * Schotten, 3.Januar. Obersekretär WUhelm Kniese, der frühere Leiter der hiesigen Ortskrankenkasse, wurde als Verwaltungsinspettor an die Allgemeine Ortskrankenkasse für die Stadt und den Landkreis Offenbach versetzt. Im Zuge dieser Maßnahme erfolgte die Umwandlung der hiesigen Nebenstelle der Ortskrankenkasse Büdin- g e n in eine Melde- und Einzahlungsstelle, die zur Neubesetzung ausgeschrieben wurde. Kreis Marburg. * Hassenhausen, 3. Jan. Der Gefreite Hans S ch ne i d er, Sohn des Weichenwärters i. R. Hck. Schneider, wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde im Osten mit dem EisernenKreuz II. Klose ausgezeichnet. Gebr. SoIa.Kleidersdirank und Stühle z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 045 a. d. G. A. AusgutemHause w WslMW z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 47D a. d. G. A. Em fröhlicher Ufa-Film mit: MARIKA RÖKK / HANS STÜWE URSULA GRABLEY / PAUL KEMP DIE NEUESTE WOCHENSCHAU Heute Montag Wiederaufführung! LICHTSPIELHAUS Täglich 2.30, 4.45, 7.30, Sonntag 2.00, 4.80,7.30 Jugend hat Zutritt ________________________________ ____ 40 A Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem schmerzlichen Verlust, den wir durch den Heldentod unseres 1 ieben, unvergeßlichen Sohnes, Bruders und Schwagers Hans Mank, Unteroffizier und Zugführer in einem Infanterie - Regiment, erlitten haben, sagen wir allen recht herzlichen Dank. Familie Friedrich Mank. Gießen - Wieseck, den 2. Januar 1942. 42D Tagung 6er Sängerkreisführer. Der Sänaergau Hessen-Nassau umfaßt nach der Zusammenlegung der früheren Sängergaue Hessen und Nassau 43 Sängerkreise. Sämtliche Sängcrkreisfüyrer unb -kassenführer sind für Sonntag, 11. Januar, erstmalig zu einer Tagung auf« gerufen worden. Sie findet in der Geschlechterstube des Frankfurter Römers statt. Der Sängerkreis Frankfurt wird die Sängergäste aus dem ganzen Hefsenlande im Bürgersaal des Rathauses durch das Lied willokommen heißen. Overhessische Märkte im Jahre 4942. Oberhessens Märkte, von altersher bekannt durch ihre Volkstümlichkeit und ihre stets rege Beschickung mit gutem heimischem Tiermaterial, sind auch für das nunmehr begonnene Jahr im alten Umfange vorgesehen. Allein der Dogelsbergteil Oberhessens weist in 17 Marktorten eine beträchtliche Anzahl von Kram-, Nutz- und Zuchtviehmärkten auf, von denen die meisten im Kreis Lauterbach abgebalten werden. Mit Prämiierungen verbundene Märkte finden statt am 27. Mai in Gedern und am 11. Juni in Lauterbach unb erstrecken sich jeweils auf Kramwaren, Rindvieh, Pferde, Schweine und Ziegen. Der beliebte Grünberger Gal- lusmarkt findet Mitte Oktober, der Orten- berget „Kalte Markt" vom 27. bis 29. Oktober statt. Vereinfachung im hessischen Sparkaffenwesen. Um das öffentliche Sparkassenwesen zu vereinfachen, hat der Reichswirtschaftsminister durch Erlaß vom 27. 11. 1941 auch für die Geschäftsbereiche der öffentlichen Sparkassen im Gebiet des Reichsstatthalters in Hessen weitgehende Vereinigungen von Stadt- und Bezirkssparkassen angeordnet. Im Zuge dieser Entwicklung wird z. B. die Städtische Sparkasse Darmstadt in eine Stadt- und Kreisspartasse umgewandelt und damit der Geschäftskreis des Instituts bedeutend erweitert. * / ** Das Eiserne Kreuz I. Kl. wurde Ernst Simon, Lehrer an der Goetheschule, Roonstr. 18 wohnhaft, verliehen. Im Weltkrieg zweimal ver- wmidet, wurde er mit dem E. K. II. ausgezeichnet. Bei Ausbruch des Krieges rückte er als Oberleutnant mit aus, lag am Westwall und nahm an den Durchbruchskämpfen teil. Dort erhielt er die Spange zum Eisernen Kreuz. Nach seiner Genesung von einer Verwundung kam er als Hauptmann ausden östlichen Kriegsschauplatz, wo er zum zweiten Male verwundet wurde und das Derwundeten-Abzeichen in Silber erhielt. ** Auszeichnung. Unteroffizier Hans Post, Gießen-Wieseck, wurde an der Ostfront mit dem Eisernen Kreuz II. Kl ässe und dem Jnfanterie-Sturmabzeichen ausgezeichnet. ** E i n Achtzigjähriger. Schuhmacher- meister C. Schmidt, Bahnhofstraße 64, feiert am 6. d. M. seinen 8 0. Geburtstag. Er ist geistig noch sehr rege und nimmt an allen Geschehnissen lebhaften Antell. Sein frischer Humor hat ihm überall, insbesondere bei den Sangesbrüdern des Bauerschen Gesangvereins, dem er über 44 Jahre angehört, viel Freunde erworben. Bis vor dem Krieg beteiligte er sich noch aktiv an den Singstunden. Daß er über 35 Jahre in dem gleichen Hause wohnt, zeugt von gutem Einvernehmen zwischen Hausherr und Mieter. Der Jubilar ist seit über 54 Jahre treuer Leser des Gießener Anzeigers. Wir wünschen ihm einen gesegneten Lebensabend. Landkreis Gießen. $ Steinbach, 5. Jan. Heute feiert Frau Katharina Eleonore Haas, geb. Horn, Witwe des 1905 verstorbenen Drechslers Jakob Haas IV., in körperlicher und geistiger Frische ihren 7 0, G e - • burtstag. Wir gratulieren! — Am 6. Januar 1 Waschtisch, 2 Nachtschränkchen (Elfenbein) nut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 043 a. d. G. A. | Verschiedenes | »Vür 16iähriges Mädchen NachhllleiDChemle gesucht. Schriftl. Angeb. unter 047 an den Gießen. Anzeig. Wer nimmt Schüler d.Klassell Oberschule unter strenge Beaufsichtigung der Hausarbeiten? Schr. Ang. unt. 46D a. d. G. A. Heute Montag Erstaufführung Laura Solarl Leo Slezak DIE NEUESTE WOCHENSCHAU Ein Lustspiel, reich an neuen Einfällen und komischen Sensationen Hf Mitt LizziWaldmüller, Johannes Riemann Täglich 2.30,4.45, 7.80, Sonntag 2.00,4.80,7.80 Jugend ab 14 Jahre hat Zutritt __39 A