l-r. Jahrgang Nr. M Erickemt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift -,Anzeiger" Postscheck 11686 Franks./M. Dienstag, August M2 Metzener Anzeiger 14Rvf.f. Werbeanzeigen urid geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25% mehr Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis ß% Uhr deßBormtttagS Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Mllimeier Breite: 7Rvf. für Familienan* zeigen und vrivaie Gelegenheitsanzeigen vrühlfche UniverfitStrdrnckerei L Lange General-Anzeiger für Oberhessen S$rt®ie6en%)nlf»rafce ?-9 Zügiger Vormarsch an der (Subfront Isolierung des Kubangebietes Sie Linie Vjelaja-Glina-Vaschanla Übertritten dem eine griffe starker feindlicher Kräfte, die offenbar zur Entlastung der schwer bedrängten Südfront vom Gegner geführt werden. 3n Lappland nahmen deutsche Infanterie und Gebirgsjäger, von Sturzkampffliegern wirksam un- terstüht, eine vom Feinde stark besetzte, ausgebaute höhe. 3n hartnäckigen Waldkämpfen wurde eine große Anzahl feindlicher Kampf st än de zer - st ö r t. An der 2N u r m a n f r o n t vernichteten Gebirgsjäger bei erfolgreichen Stohtruppunternehmun- gen mehrere feindliche Kampfanlagen. Die sowjetische Luftwaffe verlor am gestrigen Berlin, 3. Ang. (DNB.) Wie das Oberkommando der Wehrmacht ergänzend mittejlt, haben biß deutschen und verbündeten Truppen am 2. August in der Verfolgung des geschlagenen Feindes im Gebiet nördlich d e s Kuban-Flusses die Linie Bjslaja—Glina—Baschanta überschritten. Die "rtadt B as ch a n t a am Iegorlyk-Fluß wurde kämp- end durchschritten. Planloser Widerstand feindlicher Nachhuten, die insbesondere die Flußübergänge zu «erteidigen versuchten, wurde gebrochen. Mehrere kindliche Kräftegruppen, die durch überholende Ver- olguna von deutschen Truppen abgeschnitten und mgeschlossen worden waren, führen weit hinter 'en deutschen Angriffsspitzen einen aussichtslosen lampf. Außer slowakischen Truppen waren auch die iumänen erfolgreich. Zusammen mit deutschen Veranden warfen sie die Bolschewisten zwischen Dan mb Sal nach Osten zurück. Eine starke feindliche Wonne, die von Norden kommend südlich des Sal urchzubrechen versuchte, wurde nach Norden zu- ückgeworfen. Zahlreiche Geschütze, die an beherrschenden Geländepunkten zur Verstärkung eiligst ausgehobener Feldstellungen eingegraben waren, wurden durch Bomben zerstört. Durch rollende Luftangriffe gegen die wichtigsten Anlagen der Bahnstrecke von Tichorjezk nach Armawir entstanden in Bahngebäuden und in der Stadt. Armawir ausge- behnte Brände. Im großen Don-Bogen scheiterten in dem Höhengelände westlich Kalatsch Gegenangriffe feindlicher Infanterie und Panzer. Die Bolschewisten, die dabei 85 Panzerkampfwagen verloren, versuchten vergeblich, durch rücksichtslosen Einsatz frischer Truppen und Waffen das Vordringen der deutschen und verbündeten Truppen nach Osten zu hemmen. Starke Verbände von Sturzkampf- und Schlachtflugzeugen Hervorgehoben wurden besonders Meldungen aus London und Washington, wonach die Bevölkerung dort große Demonstrationen für die sofortige Errichtung einer „Zweiten Front" veranstaltet habe. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, Z.Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten nähert sich die zur Verfolgung an- gefehte Panzerarmee dem Oberlauf des Kuban. Zusammenhangloser örtlicher Widerstand des Jeindes wurde gebrochen und zahlreiche Beute, vor allem an Geschützen, eingebrachl. Nordwestlich davon wurden feindliche Nachhuten vom 3 e j a - Abschnitt nach Süden geworfen. Auch hier hält der Vormarsch an. Zwischen S a l und Don treiben brutsche und rumänische Truppen den Feind nach Osten zurück. Starke Kampfflieger- und Zerstöreroerbände griffen in diese Kämpfe ein. Die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets im Kubangebiet, besonders die Eisenbahnlinie Baku—Roskow, waren schweren Angriffen ausgesetzt. 3m großen Donbogen wurden erneute fowjetifche Gegenangriffe abgewiesen und wieder 85 Panzer vernichtet. Slurzkampf- und Zchlachtgefchwader sowie Flakartillerie-Abteilungen der Luftwaffe waren auch an diesen Kämpfen er- solgreich beteiligt. Bei Nachtangriffen auf die Wolgaschiffahrt wurden zwei Tanker und sechs Frachtschiffe versenkt, neun weitere Frachtschiffe beschädigt. Nördlich Rschew, an der Wolchowfront und vor Leningrad scheiterten fortgesetzte An- folgung angesetzte Panzerarmee nähert sich dem Oberlauf des Kuban-Flusses, der an der japanischen Geeherrschast. T o r i o , 3. August. (DNB.) Wie Korvettenkapitän Taschiro vom Hauptquartier in ein ex Rundfunkrede eststellte, hat die Anfang Juni von der japanischen Marine eröffnete ost pazifische Offensive zu einer weiteren Festigung der japanischen See- Herrschaft im Westpazifik geführt. Dank diesen Operationen, die mit den Angriffen auf Midway und die Meuten begannen, seien die Vereinigten Staaten nunmehr Angriffen von beiden Flanken ausgesetzt. Japan habe hiermit alle amerikanischen Hoffnungen auf Wiedergewinnung des westlichen Pazifiks endgültig zerstört und gleichzeitig die gegnerische Stellung im Ostpazifik gefährdet. Nach der Midway-Schlacht hätten die übriggebliebenen feindlichen Seestreitkräfte die Ruhestellungen eines gewissen Stützpunktes ausgesucht. Sowohl im Abschnitt Midway wie Hawai begnüge sich der Gegner mit defensiven Manövern. die Regierungsverordnung betroffen, wonach alle Engländer in den USA. in ihre Heimat zurückkehren sollen. Wie „Times" und „Daily Telegraph", berichten, weigern sich die meisten von ihnen, der Aufforderung Folge zu leisten und wählen den Ausweg, sich in den USA. für den amerikanischen Heeresdienst mustern zu lassen, wo die Einberufung durch Auslosung erfolgt. Mit wachsender Empörung nimmt man in England davon Kenntnis, daß unter ihnen bekannte Filmschauspieler und Schriftsteller in den USA., wie Charles Laug h ton und C r o n i n sind. Auf Walto wurde der Flugplatz H a l f a r durch deutsche und italienifche Kampfflugzeuge mit guter Trefferlage bombardiert. 3m östlichen Wittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen Transportsegler. An der O st k ü ft e Englands und in den Widlands bekämpfte die Luftwaffe am gestrigen Tage und im Verlauf der vergangenen Nacht kriegswichtige Anlagen in mehreren Orten. 3n der Zeit vom 23. 3uli bis 2. August verlor d i e britifche Luftwaffe 2 48 Flugzeuge; davon 84 über dem Wittelmeer und in Nordafrika. 3n der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 78 eigene Flugzeuge verloren. London stellt alarmierende Lage an der Ostfront fest. der Nordseite des 5630 Meter hohen Elbrus ent« pringt und dessen Oberlauf etwa bis Kropotkin ge- rechnet werden kann. Ein wichtiger Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt am Oberlauf des Kuban ist Armawir, das 190 Meter hoch, also noch in dem welligen Vorgelände liegt, von wo aus aber sich verschiedene Tallandschaften abgabeln. Nordwestlich davon wurden feindliche Nachhuten vom Ieja ° Abschnitt nach Süden geworfen. Der Jeja-Fluß ist ein Steppenfluß, der parallel zum mittleren und unteren Kuban fließt und bei der Stadt Jejsk in das Asowsche Meer mündet. Zwischen Sal und Don — also im Nordosten — treiben deutsche und rumänische Truppen den Feind nach Osten zurück. Das allgemeine Eingreifen starker Kampfflieger- und Zerstöreroerbände gilt insbesondere der nach Südosten verlaufenden Bahn von Baku, die besonders schweren Angriffen ausgesetzt war. Ein Blick auf die Karte zeigt, daß diese deutschen Truppenbewegungen das gemeinsame Ziel haben, jede Flankenbedrohung oder auch nur -beunruhigung von dem zentralen oberen Kubangebiet fernzuhalten. Die Wirkung ist seine Isolierung. Beachtlich ist die Art, wie der Wehrmachtbericht das Ergebnis dieser Verfolgungskämpfe umschreibt: „Zusammenhangloser örtlicher Widerstand des Feindes wurde gebrochen," So heißt es vom Gebiet des oberen Kuban selbst. Vom Jeja- Abschnitt wird gesagt: „Auch hier hält der Vor- Ausdruck vom „Zurücktreiben" des klare Andeutung gegeben. Oie Festigung Auslandsbriten weigern sich, nach England zurückzukehren. Lissabon. 4. August. (Europapreß.) 291000 Engländer im militärpflichtigen Atter werden durch Forderung nach der sofortigen Eröffnungeiner zweiten Front gerichtet hat. Der Sonderkorre- ipondent'der Londoner „Sunday Times stellt fefi, daß der Krieg im Osten in sein entscheidendes Stadium getreten sei. Ohne den Befehl Stalms „feinen weiteren Schritt zurück" zu wörtlich nehmen zu wollen, bedeute er doch sehr viel. Denn prakttsch gesehen, bestehe nach den letzten deutschen Erfolgen nur noch ein ganz schwaches ® * n $ cr911* ? Mischen den sowjetischen Armeen im Kaukasus und der übrigen UdSSR. Dieses Bindeglied sei die 'Wolga. Die Schiffahrt auf diesem otrom meröe über schon von deutschen Bombern und Stukas am gegriffen, f a st keine Nachschubsen du n gen IUS dem Kaukasus erreichten mehr die nördlichen Frontabschnitte der Sowsets.Es sei er aun- lich, was für gewaltige Streitkräfte die Deutschen im Süden hätten zusainmenziehen können. Wenn lchon die Gebietsverlust- der Sowjets mnerhalb "es Donbogens für sie recht schmerchch gewesen Wen, dann stelle di- Ueberschreitung des Don durch i>ie Deutschen für die Sowsetumon °, n e K a t a - ltrophe im wahrsten «inne des Wortes dar. -t Lage sei alarmierend. Der Inhalt der Flugblätter der.Sowjetarmee, o iührt der Korrespondent fort, Zeige ebenfalls d kritische Lage der Sowjets. Der Ton der blätter werde von Tag zu Tag verzweifeltem So kreiße es in einem: -Zeder Zoll unseres Bodens ist -ins teuer, aber noch niemals ist er uns so heb gewesen wie jetzt, nachdem der Femd unsere e- kienswichtigsten Zentren zu erreichen droht. .Iyr müßt verstehen, daß jeder Zoll verlorenen s I - leben Bodens für den Feind eine Stärkung und ’iir unsere Widerstandskraft eine Schwächung o freutet Unser Land ist zwar gewaltig groß, socy Ersatz für die „zweite $ronf" Von unserem es-Korrespondenten. marsch an." Zwischen Sal und Don endlich ist mit Feindes Auf der Suche nach dem Oberbefehlshaber. Lissabon, 4. Aug. (Europapreß.) In den USA. werden jetzt Preisausschreiben veranstaltet, wer wohl der beste, alliierte Oberkommandierende für die zweite Front sei. England schneidet dabei am schlechtesten ab, wie der „Daily Telegraph" aus Muyork berichtet. General A u ch i n l e ck sei wegen seiner Libyen-Niederlage nickt der geeignete M-ann. General Wavell sei feit seiner Flucht aus Java überhaupt aus dem Gedächtnis der Nordamerikaner geschwunden. So konzentriere sich das Hauptinteresse auf General M a c A r t h u r, den einzigen nordamerikanischen General, der den Krieg bereits am eigenen Leibe verspürt habe, den nicht so „dramatischen" nordamerikanischen Oberkommandierenden, General Naugthton. der Nordamerikaner mit' britischer Staatsangehörigkeit sei. Ferner wird de Gaulle genannt, schließlich noch General Eisenhauer und Admiral Leahy, letzterer, well bei einer Invasion im Westeuropa ein Admiral das Kommando haben müsse, denn es gelte doch erst einmal den Kanal zu überqueren. setzten ihre Angriffe auf die von Osten herange- führten feindlichen Reserven mit unverminderter Heftigkeit fort. Auch die Don-Brücken, über die der Feind immer wieder Verstärkungen vorzubringen ' versuchte, waren heftigen Luftangriffen ausgesetzt. Zwei Pontonbrücken und zwei f-efte Straßenbrücken wurden durch Volltreffer zerstört. Bei weiteren Luftangriffen wurden 25 schwere Panzerkampfwagen des Feindes vernichtet und zahlreiche Batterien zum Schweigen gebracht. Am nördlichen Teil des großen Don-Bogens nahmen italienische Verbände bei einem örtlichen Angriff zwei zäh verteidigte Ortschaften. - Versuche einer 'feindlichen Kampfgruppe, auf das Westufer des Don überzusetzen, scheiterten ebenso wie örtliche Angriffe der Bolschewisten im Raum nördlich Semljansk. Vergebliche Enilastungsstöße. Berlin, 3. Augcht. (DNB.) Im Raum von Rschew führte der Feind am 2. August massierte Infanterie- und Panzerangriffe gegen die deutschen Stellungen. Dabei hatten die Bolschewisten sehr schwere Verluste an Menschen und Material. Die Kämpfe waren durch das infolge starker Regenfälle versumpfte Gelände sehr erschwert. An der Molch o w - F r o n t wiederholte der Feind seine Angriffe gegen einen Brückenkopf gleichzeitig von Süden, Südosten und Norden. Alle Angriffe des Feindes wurden abgewiesen und dabei drei feindliche Panzer vernichtet. An der Einschließungs- front von Leningrad scheiterte ein feind« licher Vorstoß. Die Luftwaffe richtete ihre Angriffe vor allem gegen die Nachschuborganisation des Feindes. Jäger und Flakartillerie schossen im mittleren und nördlichen Frontabschnitt 85 feindliche Flugzeuge ab. Lissabon, im Juli 1942. Die Frage nach Einsatzmöglichkeiten für die Er- öffnuna einer zweiten Front ist in England und in USA. in diesen Tagen in aller Munde. Die Entwicklung der militärischen Lage in Nordafrika und an der Ostfront verlangt dringlicher denn je nach einer Entlastungsoffensive. Nach Aussagen alliierter Beobachter in Lissabon scheint der Begriff „zweite Front" erhebliche Wandlungen durchgemacht zu haben. Soweit man an Westeuropa gedacht hat, macht man geltend, „die Zeit sei noch nicht reif". Man scheint sich mit Störungsaktionen und Luftangriffen begnügen zu wollen. In zunehmendem Maße setzen die Engländer außerdem Hoffnungen auf die amerikanische Luftwaffe, durch deren Einsatz sie britische Luftstreitkräfte für den Mittleren Osten freimachen könnten. Von Tag zu Tag schält sich jedoch deutlicher der Plan heraus, Westeuropa, das eigentlich mit dem Begriff „zweite Front" zu einer Einheit verschmolzen mar, aus dem Kreis der Erwägungen auszuschalten und stattdessen Manöver in W e ft a f ri f a in die Wege zu leiten, deren Zweck es sein soll, die im Mittleren Osten bedrängten englischen Kräfte zu entlasten und deutsche Kräfte an einer neuen Front zu binden. Die Furcht vor der deutschen Luftüberlegenheit im Mittelmeer und in Aegypten spielt in diesen Gedankengängen eine ebensolche Rolle wie das Anwachsen der Schiffsverluste im Atlantik, in den Küstengewässern der USA. und in den arktischen Zonen, das die Alliierten vor die Notwendigkeit stellt, nach gefahrloseren Routen für die Belieferung der Sowjetunion zu suchen. Es klingt einleuchtend, wenn amerikanische Beobachter berichten, die Grundtendenz der Besprechungen zwischen Churchill und Roosevelt in Washington sei die Abneigung gegen „Abenteuer und unüberlegte Aktionen" gewesen, die das Kriegsbild im ganzen nicht verändern "würden. Wenn deshalb die Möglichkeit einer Aktion in Westafrika einen beträchtlichen Raum in den Washingtoner Besprechungen eingenommen haben sollte, so wird man in Washington dabei das Herannahen der Gefahr einer endgültigen Beherrschung des Mittelmeerraumes durch die Achsenmächte im Auge gehabt haben. In London und Washington stellt man sich heute die Frage, welche Möglichkeiten sich für England und die USA. im Mittleren und Nahen Osten noch bieten, wenn ihnen das Mittelmeer endgültig verschlossen werden sollte. Man denkt an neue Zufahrtswege, die sich von Westafrika durch Zentralafrika nach dem Norden und Osten erstrecken könnten. In diesem Zusammenhang ist — wie man in Lissabon mit Sicherheit annimmt — auch der Name der we st afrikanischen Besitzungen Portugals des öfteren gefallen. Seit geraumer Zeit weiß man in Lissabon, daß von englischer Seite i n Angola und der ostafrikanischen portugiesischen Kolonie Mozambique alle Bemühungen gefördert werden, die gegen die portugiesische Regierung gerichtet find. In Angola wurden Ende des vergangenen Jahres der Generalgouverneur abgesetzt und zahlreiche separatistische und gaullistische Personen verhaftet, die sich noch heute hinter Schloß und Riegel befinden. Der Besuch des portugiesischen Kolonialministers Machado in der afrikanischen Kolonie zeigt, welche Bedeutung den portugiesischen Kolonien Afrikas in der gegenwärtigen politischen und militärischen Entwicklung zukommt. In Lissabon verkennt man keineswegs, daß eine britischamerikanische Aktion, die anfänHlich sich vielleicht nur gegen Westafrika richten mürbe, auch die ost- afrikanische Kolonie Mozambique in Gefahr bringen könnte. Die kürzliche Besetzung der fran- .sijsischen Insel La Mayotte in der Straße von Mozambique hat die Gefahr um einen Schritt näher an das portugiesische Territorium herangetragen. Mit Mißtrauen blickt man auch über die Grenzen von Mozambique nach der Südafrikanischen Union im Süden, Rhodesien im Westen und Tanganyika im Norden. Im ^selben Maße, in dem die Hoffnungen auf eine zrneite Front schwin- den, scheinen sich die Gedanken auf eine Ablenkungs- aftion zu konzentrieren, die propagandistisch natürlich als Ersatz für die ,3meite Front, menn nicht als diese selbst ausgegeben rnerden mürbe, die jedoch strategisch mit einer Offensive eigener .Initiative nichts mehr zu tun hätte. Eine Aggression der Westmächte gegen Westafrika mürbe angesichts der sich überstürzenden militärischen Ereignisse strategisctz nur ein' defensiver Notbeheksi Jet» Oie Ostfront — eine Einheit. Die glückhaften fünf Wochen, die unsere Armeen aus der Ausgangsstellung von Kursk—Charkow in der reinen Ostrichtung bis nach Woronesch—Don- kn ie und in der Südrichtung bis in das Kuban- aebiet geführt haben, dürfen niemals von der Grundtatsache ablenken, daß die Ostfront eine Einheit ist: eine Einheit vom Nördlichen Eismeer bis zum 45. Breitengrad, an dem jetzt unsere Truppen im Kubangebiet stehen — jenem 45. Breitengrad, der in West- und Südeuropa Bordeaux, Turin, Mantua und Pola schneidet. Die Ostfront zerfällt in zwei deutlich voneinander geschiedene Teile: den Teil, an dem die rasante deutsche Offensive täglich neuen Boden gewinnt, und jenen Teil, wo die deutsche Ostfront in der Abwehr steht und die sowjetische Kriegführung immer neue Entlastungsangriffe versucht. Diese Entlastungsangriffe werden nach dem alten zaristisch-bolschewistischen System des Masseneinsatzes von Menschen und Material geführt. Wenn wir im Wehrmachtbericht vom 2. August lesen, daß ein einziges Panzerkorps im Roum nordwestlich von Kalatsch in den wenigen Tagen vom 23. Juli bis 1. August 482, zum größten Teil schwere und schwerste, Panzer vernichtete, so gibt das eine recht klare Vorstellung von der Heftigkeit der sowjetischen Entlastungsversuche. Ein anderes Beispiel bot der Wehrmachtbericht vom 27. Juli mit dem Satz: „In diesen schweren'Abwehrkämpfen (beim Brückenkopf Woronesch) find seit dem 10. Juli allein im Abschnitt eines Armeekorps 751 feindliche Pan.zer vernichtet worden." Dabei bleibt daran zu erinnern, daß allein in den Auftakt-Schlachten des Mal — also bei der Eroberung der Halbinsel Kertsch und während der ersten Charkow-Schlacht, bei der aus dem O ffensivstoß Timo schen kos eine deutsche Einkesselung wurde, — die Sowjets 1533 Panzer (sowie 3423 Geschütze und 409 198 Gefangene) verloren hatten.' Das find Einzelzahlen, die sich zu phantastischen Gesamtsummen addieren. Eine Gefamtaufstellung ist aus privater Hand im Augenblick unmöglich, wett sie hinter den Tatsachen Zurückbleiben muß. Der Vormarsch im Donezrevier und im Donbogen ging so schnell vor sich, daß die genauen Beuteziffern vielleicht noch nicht einmal dem OKW. bis in die letzten Einzelheiten bekannt sind. Stichproben müssen genügen. Und sie genügen auch vollkommen, um die Grundtatsache zu veranschaulichen, daß die sowjetische Kriegführung auf die Dampfwalzentaktik genau so vertraut wie die Zarengenerale, daß sie in mechanischen Größenordnungen denkt, daß sie in die jeweils augenblickliche Schlacht hinein„buttert", was sie nur „buttern" kann. Das ist bestimmt eine Verwüstung von Menschenkrast und Material. Sie wird sich schwer rächen. Aber im Augenblick haben wir bei der „schirokaja natura" (der breiten Natur) der Moskowiter damit zu rechnen, daß sich dieser blinde Masseneinsatz von Menschen und Material noch steigert. Denn in Moskau herrscht Alarm st immun g. Die sowjetische Presse richtet letzte Aufrufe an die Armee. Sie betont die Schicksalsschwere der augenblicklichen Stunden, sie erklärt es für absolut notwendig, daß jeder sowjetische Soldat, Offizier und General, sowie jeder Zivilist im Hinterland sein Aeußerstes tut: „In der Sowjetunion zählt heute nur noch die Leistung für den Krieg." Das kommunistische Parteiprioileg ist hinweggeblasen. Wir wollen diese verzweifelten Aufrufe nicht in den Bereich einer billigen Polemik ziehen. Sie sind durchaus natürlich. Was uns allein an ihnen interessiert, ist der rein militärische Tatbestand, daß die sowjetische zq r 9 fifitmtft Neunorker Nach-1 kann sich die Sowjetarmee nicht n>eifer znrück- Genf, 3.August. (DNB^) Dem Neuyoner ^caa^ , > Sowjetunion in eine tödliche Ge- mchtendienst ist zrentnehmen da^ bringen. Die Montagmorgennachrichten- Der Wehrmachtbericht vom 3. August gibt eine Reihe von - Tatbestandsmerkmalen,"die im Zusam- lage 114 Flugzeuge. Fünf eigene Flugzeuge wer- menhang gelesen werden müssen: Eine zur Verden vermißt. Aus aller Welt Kunst und Wissenschaft. 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) der vor 3m voll "kW dur Kleine politische Nachrichten. König Michael I. von Rumänien machte eine Be- sichtigungsreise entlang des gesamten Südabschnit- tes der Ostfront. * Der Stabschef der SA. besuchte gelegentlich einer -Reife an die Ostfrönt das dort eingesetzte J.-R. „F e l d h e r r n h a l l e", das sich aus Frei- werks einen ständigen Sitz erhält. Es wird als Beauftragter des Keisjugendwalters der DAF. jeweils der KreisjugendreferEt „Handwerk" sein, andernfalls immer der Kreisjugendwalter. * Am Montag traf Reichsschatzmeister Schwarz im Sudetengau zu einer Besichtigungsreise ein. In seiner Begleitung befinden sich die Oberbefehlsleiter Dr. Ruoff und Lingg. Gauleiter Henlein begrüßte den Reichsschatzmeister. * General a. D. Ayao Kishimoto wurde durch den Gemeinderat von Tokio einstimmig zum Bürgermeister der Hauptstadt ^gewählt. Er wird Nachfolger des vor kurzem von seinem Amt zurückgetretenen Bürgermeisters Okubo. General Kishimvto tritt seinen Posten als Vertrauensmann des Verbandes zur Stützung des Thrones und damit der Staatsregierung an. Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer Der kriegsverdienstkreuz mit Schwertern an vier Kasseler HJ.-Führer. Den HJ.-Führern Scharführer Hans E s k u ch e, Kameradschaftsführer Heinz Köhler. Kameradschaftsführer Kaminski und Oberrottenführer Günter W i tz e l, sämtlich Schüler der Paul-von- ^nstler-G, b6ereitc W j)üri :Qnnt, fcer ?,n viels Suse b, Angen Er ^erfreut, hi l!°S K hht, b?‘ „Wie die Zeit vergeht! Mun, Ihr Chef kann sich gratulieren." ,^ch hoffe, daß er zufrieden ist", erwiderte die Purgstaller bescheiden. „Denkt er denn gar nicht wieder ans Heiraten?" „Ich habe wirklich keine Ahnung, beste Frau Konsul." „Ich muß schon sagen, die Männer sind manchmal blind. Da hat er so was Hübsches und Tüchtiges im Haus und macht keinerlei Anstalten. Man muß ihn wohl mit der Nase darauf stoßen" schloß die alte Dame ärgerlich. „Nun ja, ein Arzt. Bei dem ist es ja noch zu entschuldigen, obwohl — was haben Sie denn, Kindchen? Verlegen? Pardon. Ich höre schon auf." Alwine Purgstaller hielt den niedlichen hellblonden Kopf gesenkt und schwieg. „Die Männer sind merkwürdige Geschöpfe", fuhr die Konsulin fort: „Meinem Emil selig habe ich seinerzeit auch den Antrag machen müssen. Er war ein bißchen schüchtern. Immerhin besser als zu frech. Und hinterher ist er recht glücklich mit mir geworden. In manchen Fällen muß man halt nachhelfen, mein Kind. Merken Sie sich das." „Ich dränge mich niemandem auf", tat die Purgstaller hochmütig. Im stillen überlegte sie: ein vortrefflicher Gedanke, das mit dem „Nachhelfen". Die alte, aufgedonnerte Person hatte recht. Man durste die Dinge nicht länger treiben lassen. Das Trauer« iahr war um. Es war hohe Zeit, eine Entscheidung herbeizuführen. Mit Zweiundüreihig konnte man sich langes Zuwarten nicht mehr gestatten. Brügger war ein netter Mensch — vielleicht etwas zu ruhig für ihren Geschmack —, aber über höfliche Freundlichkeiten kamen ihre Gespräche nie hinaus. Das mußte anders werden, wenn er zurückkehrte. Arztfrau, ein großes Haus, schöne- Einnahmen — all dies war nicht zu verachten. „Ich höre die anderen Damen kommen. Wollen wir ihnen entgegengehen?" wandte sie sich an die Konsulin. Draußen war wortreiche Begrüßung. Dann pil- gerte man zu Viert in den Garten. In der Nähe der Rosenlaube rümpften die Damen die Nasen und schnupperten wie Kaninchen in die Gegend. „Es riecht hier so sonderbar, finden' Sie nicht?" meinte eine. „So ländlich", meinte eine andere. „Sehr richtig. Nach Dung!" / Die Purgstaller als Gastwirtin bekam einen roten Kopf und stotterte eine Entschuldigung. Das Mädchen werde sofort woanders decken. Sie werde das gleich veranlassen. Am liebsten hätte sie Hingerl, diesen Bosnickel, zerrissen. Ihr so etwas anzutun? Er hatte nämlich in letzter Minute die Erde rings um die Rosenstöcke mit Jauche oder, wie man im Allgäu sagt, mit Beschütt begossen. 5. Anna Hudal richtete vor dem Toilettespiegel ihr braunes Haar. Sie streckte dabei vor Eifer ihre Zungenspitze heraus, was eine leidige Angewohnheit war. Sie erwartete die tägliche Hauptvisite, die ihr Itets ein bißchen Herzklopfen verursachte, weil der Professor eine Menge Trabanten bei sich hatte. Da, wo die jetzt zart überhäutete Narbe saß, machte das' Frisieren gewisse Schwierigkeiten. Aber eirdlich bekam sie die widerspenstigen Haare doch über jenen kahlen Fleck, der ihr Herzeleid war. Vor dem Fenster machte ein zutraulicher kleiner Vogel Tirili und wetzte sein Schnäbelchen. Sie übersann die letzten zehn Tage. Dr. Brügger hatte Wort gehalten und ihr manche Viertelstunde gewidmet. Er erzählte Anekdoten und kurzweilige Erlebnisse, Ergötzliches und Ernstes, das zum Lächeln oder zum Nachdenken zwang. Er ließ den Zuhörer manchmal auch hinter die Dinge sehen, und bei ihm fand jede Schwierigkeit ihre Lösung. Er war von jener allesverstehenden Menschlichkeit, , eie Vertrauen gibt und weckt. Es war zum guten Teil sein Verdienst, daß Anna ihr Lächeln wieder- sand, daß ihre Lebensbereitschaft langsam zurückkehrte, daß die Affäre mit Fender erträglicher wurde und allmählich in den Hintergrund trat. (Fortsetzung folgt.) rer. Er seufzte. Er hätte gern noch mehr gesagt, er war so schön im Zug, aber die Purgstaller rieb ihm gerade etwas in die Haut, das wie höllisches Feuer brannte, das in der Nase kitzelte und zum Husten reizte. Die Purgstaller lachte still in sich hinein. Es war komisch, wie diese älteren Herren immer gleich in Flammen standen, wenn man ihnen einen koketten Blick spendete. Und gar dieser Anrainer! Bei dem brauchte man nur ein wenig zu blasen, dann schlug die Lohe zum Dach heraus. Gut so, man konnte gar nicht genug Anbeter haben, und Anrainer war so eine Art Reserve, wenn das mit Brügger mißlingen sollte. Aber für eine Liebeserklärung war es noch zu stich. Sie pinselte noch Medikamente nach, dann versetzte sie ihrem Patienten einen abschließenden Klaps in die Kreuzgegend und verkündete: „Fertig. Nächste Sitzung übermorgen. Guten Tag, Herr Anrainer!" Er zog sich an und war ein bißchen aus dem Gleichgewicht gebracht. Dann ging er. Die Purgstaller aber schaute in der Küche nach dem Rechten. Sie erwartete heute ein paar Damen zum Kaffeekränzchen. Da mußte es klappen, denn sie wollte nicht kritisiert werden. Die Geladenen hatten scharfe Zungen, wie sie wußte. Um halb vier erschien die erste der Damen, eine verwitwete Frau Konsul Helmke. „Ein wunderbarer Tag, meine liebe Frau Purg- grüßte die alte Dame lebhaft und zuckersüß. „Der Herr Doktor ist verreist, höre ich?" „Schon seit Dienstag. Aber legen Sie doch ab bitte. Wir trinken den Kaffee im Freien. Hoffentlich ist es den Damen recht? Ich habe in der Rosenlaube decken lassen. Ich finde nicht, daß es zu kalt ist Ja, Doktor Brügger ist für einige Wochen nach iv tünchen. „Ein feiner Mann. Wir haben ihn als Hausarzt gehabt Danke ich stehe ganz gut. Wie lange sind Sie jetzt eigentlich in Trettau? „Ein Jahr. Ich bin gleich nach dem Trauerfall hergekommen." Äugen führte. - . - Eine deutsche Klinik in Riga. Die Stadt Riga besitzt eine Reihe großer Krankenhäuser, die während des Krieges in erster Linie der Aufnahme von Kriegsverletzten dienen und weiterhin für die ärztliche Betreuung der ortsansässigen Bevölkerung zur Verfügung stchen. Anfang dieses Jahres wurden für die r'eichsdeutschen Zivilangestellten und deren Familienangehörige in einer früheren Privatklinik eine deutsche Klinik eingerichtet. Sie ist mit allen Mitteln der modernen Wissenschaft ausgestattet; eine Entbindungsstation ist anaegliedert. Krankenkassenversicherten Personen steht die deutsche Krankenkasse Ostland, Sektion Riga, zur Verfügung, die als Zweigstelle der Kreis- krankenkasse Memel-Heydekrug auch die Vertretung sämtlicher reichsdeutschen Krankenkassen übernommen hat. Drei Brüder zum Tode verurteilt. Die Brüder Karl, Michael und Friedrich Mühlbauer hatten sich 1939 zu einer Diebesbande zu- sammengetan, die 25 Einbruchsdiebstähle in der Umgebung Salzburgs beging. Die größte Beute machten sie bei einem Einbruch in ein Schloß in Tüßling bei Altötting, wo sie den Kastellan in sei- Kunst und Wissenschast. Sommerausstellung in Darmstadt. - Die „Sommerausstellung der Darmstädter Kirnst- lergemeinschaft" auf der Mathildenhöhe in Darmstadt bietet einen vielgestaltigen Ueberblick über Werke der graphischen Kunst, über Gemälde und Plastiken. Da ein großer Teil der schaffenden Künstler den feldgrauen Rock trägt, zeigen viele Kunstwerke den Stempel des Krieges. Wenn hier von Darmstädtern die Maler Hosterberth und Schmidt- hild, die Bildhauer Geibel und Schwarzbeck, der Graphiker Pfeil, von andern Künstlern etwa Eugen Croissant (München), Hans Dochow (Mannheim, gefallen vor Sewastopol), Otto Schließler (Karlsruhe) und Wilhelm Kufittich (Mainz) angeführt werden, so «soll diese willkürliche Auswahl aus der Fülle des Schönen, des Anregenden und Wertvollen nur einen Hinweis auf die Gesamtschau bilden. — Die Schau ist noch bis 16. August 1942 geöffnet. Münchner Künstler der Gegenwart in Darmstadt. Vom 2 bis 30. August 1942 wird im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt eine Wanderausstellung mit Werken zeitgenössischer Münchner Künstler gezeigt. Die Ausstellung enthält Werke der Malerei, Graphik und Plastik von Ed. Aigner, Julius Heß, Sepp Hilz, P. M. Padua, Karl Otto Müller, Bernhard Bleeker, Richard Knecht, Eugen Croissant, Anton Leidl, Albert Burkart u. a. m. ner Kammer esnsperrten, ein großes Eisengitter aus den Angeln hoben und Gegenstände im Werte von fast 5000 RM. stahlen. Ein großer Teil der Diebesbeute konnte in den Wohnungen der drei Bruder sichergestellt werden, und zwar außer Lebensmitteln Stoffe, Anzüge, Wäsche und andere Gebrauchsgegenstände. Karl Mühlbauer versuchte bei der Verhaftung zu fliehen, so daß der Gendarmeriebeämte von der Waffe Gebrauch machen mußte. Die drei Brüder standen nun vor dem Sondergericht Salzburg. Karl und Michael sind zwei schwer vorbestrafte Verbrecher, Friedrich ist wegen Eigentum- deliktes vorbestraft. Das Sondergericht verurteilte alle drei zum Tode. Hingerichlet. Am 1. August, ist der 1886 in Laufenselden (Un- tertaunuskreis) geborene Heinrich Stück hingerich- tet worden, den das Oberlandesgericht Kassel zum Tode verurteilt hatte. Stück, der schon mehrmals wegen schwerer Sittlichkeitsverbrechen an Kindern mit Zuchthaus vorbestraft war, hatte fortgesetzt ausländische Sender abgehört und ihre Lügennachrichten verbreitet. Zwei Jahre Gefängnis für einen gemeinen Tier- quälet. Mit ungewöhnlicher Roheit hatte der staatenlose Angeklagte Kuczinka aus Gräben in Niederschlesien das ihm anvertraute Vieh behandelt.' Mit einem dicken Prügel und der Mistgabel war der Rohling auf Rinder losgegangen und hatte ihnen schwere Verletzungen beigebracht. Ein Tier mußte abgestochen werden, andere hatten Augen verloren. Einer Kuh wurde das Horn abgeschlagen. Der brutale Bursche wurde wegen Tierquälerei zur Höchststrafe von zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Eisenbahnunglück in Ostfrankreich. Im Bahnhof von Pagny-sur-Moselle im Departement Meurthe-et-Moselle rammte infolge falscher Weichenstellung ein Güterzug einen Personenzug, der auf dem Ausweichgleis stand. Dabei wurden-sec^ Personen getötet. ßr falsche' WG.D ck: Dor ch ein La Anklage zi $lunq in irnb damit Äe geschc Mt meid ihr Eierab Blichen Die An gebrauchte, mente: Ei gewesen. ( die wenig Fuchs hü! der Staat! verpflichtet len hühnc Angeklagte k daß huhnerzahl Me gesc kr Mar| n Stelle । on je M trafen vor N sich Der Do Mg folge tfi von < wer aber Mig m Mer Ums Während die Purgstaller die Aermel hochstreifte und in einen weißen Mantel schlüpfte, während Anrainer den Rücken frei machte und dazu ein bißchen stöhnte, dachte er: Sternelement, das ist eine fesche Person! So was müßte man für immer um sich haben. Mit der wäre man aufgerichtet? Um die Wahrheit zu sagen: er war weniger wegen seines Hexenschusses als eben wegen Alwine Purgstaller gekommen, auf die er schon lange ein Auge hatte. Warum auch nicht? Er war Witwer, besaß ein gut gehendes Hotel, brauchte eine Frau. Wenn nur das Reden nicht märe, der Anfang! Er war nicht ungewandt, gewiß nicht, aber mit Fünfundfünfzig geht einem das Wort doch nicht mehr so glatt von der Zunge wie mit Zwanzig. Außerdem — wußte man denn, ob sie auch mochte? Die Bauchlage bei der Massage war ihm ganz angenehm, weil er in dieser Stellung vorteilhafter wirkte. Er versuchte, ein wenig zu plaudern: „Was treibt Ihr Chef eigentlich in München?" .'Ach irgend so einen Kurs. Kurs kann man auch nicht sagen. Er bildet sich in einer Klinik fort. Es gibt doch allerhand Neues in der Medizin." „Ein fleißiger Mann." „Mehr als fleißig." „Auch tüchtig. Fast so tüchttg wie Sie." Die Purgstaller ließ ein dunkel gurrendes Lachen hören, das ttef drunten in der Kehle entstand. „Schmeichler!" „Nein, im Ernst. Sehen Sie, so eine Frau wie Sie fehlt in meinem Betrieb. Man kann nicht alles selber machen. Man kann auch nicht hinter allem her sein. Namentlich in der Küche. Kaum hat man den Rücken gedreht, da stehlen sie auch schon frech wie die Dackel. Das ist einmal so. Ich sage immer, ein Hotel ohne Frau ist wie eine Kirche ohne Pfar- Kriegführung noch heftiger, noch rücksichtsloser, noch blindwütiger Menschen und Material einsetzen wird. Im eigentlichen deutschen Offensiobereich sind ihren Anstrengungen enge Grenzen gezogen. Denn die Verbindung zwischen den sowjetischen Armeen Ti- moschenkos ist zerrissen. Ganz anders steht es an dem größeren Teil der Ostfront: Von Stalingrad— Woronesch nach Norden. Dabei kann der Raum von Stalingrad—Woronesch als Uebergangsraum angesprochen werden. Ursprünglich war er deutsches Of- fensivobjekt oder schien es wenigstens zu sein; bis dann bei beiden Städten die großen Rechtsschwenkungen nach dem Süden erfolgten und die Stoßrichtungen der Schwerpunktbildungen sich verlagerten. So ist das Donknie dort, wo es bis auf 70 Kilometer an Stalingrad heranreicht, jetzt auf der Sehne der beiden Städte Kalatsch und Kljetskaja Schauplatz einer erbitterten Schlacht, die von beiden Seiten offensiv geführt wird. Aber der sowjetische Wille zur Entlastung tritt sehr klar zutage. Sehr deutlich ist das bei Woronesch, das am 10. Juli noch deutsches Offensivziel war; dort beschränkt sich die deutsche Kriegführung auf eine Verteidigung (genau so wie vor gerade einem Jahr bei Smolensk) und läßt die Bolschewisten anrennen. Weiter nördlich hat in diesem Jahr ein deutscher Vorstoß größeres Ausmaß nicht angenommen. Die deutsche Front schwingt in ihrem Grundverlauf nach Nordwesten zurück. Sie ist so ausgeglichen, daß sie keine Winkel bildet; aber sie zeigt doch eiqjjge flache Ausbuchtungen. So bei Drei an der Oka und bei Rschew an der oberen Wolga. Wiederholt sind beide Städte in den letzten fünf Wochen als Mittelpunkte zäher Abwehrkämpfe gegen immer wiederholte starke sowjetische Angriffsoersuche genannt worden. Dasselbe gilt vom W o l ch o w a b s chn i tt, wenn auch hier auf sowjetischer Seite eine ganz andere Zielsetzung vorwaltet. Die Kämpfe bei Stalingrad—Woronesch und bei Drei dienen ganz unmittelbar der beabsichtigten Entlastung der sowjetischen Südfront. Sie sind Versuche zu Stößen in die deutsche Flanke. Bei Rschew ist die unmittelbare Einwirkungsmöglichkeit auf die Süd front nicht mehr vorhanden. Hier ist die Absicht vorherrschend, die deutsche Heerfübrung, zu „beschäftigen", auch die deutschen Nachschubdispositionen abzuändern und dadurch zu stören. Bei den immer wieder gemeldeten heftigen Vorstößen an der Wolchow-Front (nördlich vom Ilmensee) ist das offenbare Ziel eine Entlastung Leningrads, das wieder in seine Absperrung zurückgesunken ist, seitdem das Eis des Ladogasees aufbrach. Also: Die deutsche Ostfront ist eine Einheit, auch wenn sie in zwei deutlich voneinander geschiedene Abschnitte zerfällt. Dr. A. Hofrichter. Sowjetschiff vor dem Panamakanal versenkt. Berlin, 3. Aug. (DNB.) Ein sowjetisches Handelsschiff mittlerer Tonnaae, das auf der Fahrt von Neuyork nach Wladiwostok den Panamakanal passieren wollte, wurde im «Karibischen Meer kurz vor Erreichung des Kanals durch ein d e u t s ch e sU b o o t gestellt und versenkt. Das Schiff hatte Kriegsmaterial für die Sowjetunion an Bord und sank augenblicklich.- Vierzigjähriges Militärjubiläum. Am 4.August feiert der General der Pioniere und Festungen beim Oberbefehlshaber des Heeres, General der Pioniere Jacob, fein 40- jähriges Militärjubiläum. Er trat 1902 als Fahnenjunker in das bayerische Eisenbahn-Bataillon ein und wurde 1904 Leutnant beim 1. bayerischen Pionier-Bataillon. Später ging er mit dem Eisenbahn- Bataillon als Kompanieführer in den Krieg. 1929 wurde er Kommandeur des Pionierbataillons 7 in München, dann 2sbteilungschef im Heereswaffenamt. 1935 Höherer Pionier-Offizier I, 1936 Inspekteur der Pioniere, Eisenbahnpioniere und Festungen und später General der Pioniere und Festungen beim Oberbefehlshaber des Heeres. 1940 wurde er General der Pioniere. Wenn in allen Feldzügen dieses Krieges die Pioniere — fei es als Sturmpioniere, Cisenbahnpioniere oder Festungspioniere — hervorragende Leistungen vollbracht haben, so ist das ein besonderes Verdienst ihres höchsten Waffenvorgesetzten, des Generals der Pioniere Jacob. Nicht vergessen ist auch die Mitwirkung des Generals Jacob an der Planung und Schaffung des Westwalles. Hindenburg-Schule in Kassel, wurde vom Reichsmarschall Hermann Göring das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern für ihren tapferen Einsatz als Melder bei einem Luftangriff verliehen. Die Ueberreichuna der Auszeichnung erfolgte vor der Schülerschaft durch den Kommandeur der Kasseler Schutzpolizei Oberstleutnant Schönherr, der der gesamten Schülerschaft das Beispielhafte Haltung ihrer vier Mitschüler eindrucksvoll ’ $tr B 3. M ifll ne StU^ Mer Stund" ^IshAste' m selten Men-' Me M M 'M/ W*ls 'L-tzd-m gonnflif*111' X beredt -je DurW !nim stäw NoiM ier Neger Ölung steht m 3' MgB 3m allgt jternwnat MliM pien Nus, n diesem- ichr erfüll wirschem i hmg und l ütonai Au gärten hä' nist der! fruchte er Herbst un Ausfälle ei Unter de k Juli r reifemäßigl den Schwe Sam Oie panamerikanische Falle. Die neue Zitierung eines Präsidenten der süt, amerikanischen Länder — jetzt ist es Ekuador — nach Washington zum Herrn des Weißen Hauser gerade in einem Augenblick, da durch die Enthül. iung neuer Dokumente die kriegstreiberische Politk der USA.-Jmperialisten bereits Jahre vor diesem durch Plutokratenwillkür entfesselten Krieg der Welt, Öffentlichkeit bekannt wird, wirft ein bezeichnender Licht auf die konstanten Bemühungen Roosevelts, den südamerikanischen Kontinent völlig vor seinen Kriegswagen zu spannen. Die Motive zu die« fern frevelhaften Ränkespiel gegen die Souveränität der ibero-amerikanischen Welt, sind allzu offensicht» lich und wurden vor wenigen Tagen durch die Veröffentlichung des Berichtes des französischen Gesandten in Chile über die Quertreibereien des Roo, seoeltschen Handlangers Hüll auf der panamerikanischen Konferenz von Limcpim Dezember 1938 erneut in ihrer ganzen Skrupellosigkeit aufgedeckt. In dem Bericht wird die unmißverständliche Aeußerunz Hulls festgehalten, daß die USA. auf keinen Fal eine weitere Intensivierung des Handels Deutsch, lands mit gewissen südamerikanischen Staaten dulden könnten. Roosevelt hat in fernem krankhasten Ehrgeiz, den Weltdiktator zu spielen, kein Mittel unversucht gelassen, Südamerika von den europäischen Absatzmärkten abzuschließen, zumal er mit Schrecken fest« stellen mußte, daß nahezu 55 v. H. der Ausfuhr Südamerikas vor dem Kriege durch den Europrchan, del ausgenommen wurde. Deutschland war an die. fern Handel maßgebend beteiligt. Seit Jahren führt Roosevelt nun seine Handelsoffensive in Südamerika als Dollarkrieg durch Ankauf der Firmen, die mit den autoritären Staaten in Europa Handel trieben, ober durch deren Dankerottierung mittels Schleuderpreisen oder aber durch Aufstellung der berüchtigten Schwarzen Listen. Auch verkehrsmäßig will er um jeden Preis den deutschen und italienischen Einfluß stoppen, indem er z. B. die deutschen und italienischen Flstgverkehrslin'ien in Bolivien und Pern durch nordamerikanische Gesellschaften ersetzen ließ. Die Imperialisten von Washington gehen in ihrem anpiaßenden Herrschastsanspruch sogar so wett, von den südamerikanischen Staaten eine radikale Umwandlung ihrer gesamten wirtschaftlichen Struktur zugunsten Nordamerikas und Roosevelts Krieges zu verlangen, da naturgemäß die plötzliche Ausschal- hmg des europäischen Absatzmarktes nicht ohne Wirkung auf ein ausgesprochenes Rohstoff Zentrum wie Südamerika bleiben kann. So verlangt man von Argentinien, daß ess feine Arbeitskräfte und sein Kapital, die bis jetzt vorwiegend dem Weizen-, Mais- und Flachssaatanbau dienten, nur für Zwecke verwendet, die mit den wirtschaftlichen Bedürfnissen der USA. in Einklang zu bringen sind. Chile soll feine Woll- und Obsterzeugung beschränken und Brasilien feine Wirtschaft in ähnlicher Weise umbauen. Zu dieser Umstellung der südamerik-a- Nischen Wirtschaft will Washington großzügig nord- amerikanische Anleihen zur Verfügung stellen, um so die ibero-amerikanischen Länder vollständig in die goldenen Fesseln der Dollarpolitik zu schlagen. Daß die Agenten Roosevelts den Dollar bisher bereits reichlich rollen ließen, beweist das politifche Mißgeschick der vielen kleinen Staaten Süd- und Mittelamerikas, die jetzt ihren Tribut für den pluto- kratischenKrieg zu entrichten haben. Ueiter 2 0 Milliarden Dollar umklammern nach vorsichtigen Schätzungen das Wirtschaftsgefüge Südamerikas und erleichtern die hemmungslose Versktavungspolittk der Dollar-Diplomatie, der bis jetzt nur Argentinien und Chile ihren unantastbaren Neutralitätswillen entge, genfetzen konnten. Südamerika mußte sich allmählich den raffinierten Methoden der Kriegspolitik Roosevelts gefügig zeigen, da er auch hier, genau wie gegenüber seinem eigenen Volk, mit der Täuschung einer angeblichen Neutralitätspolitik und mit dem Schreckgespenst der „Nazi"-Jnvasion arbeitete. Die Schlagworte von der „panamerikanischen Solidarität" und der „Sicherheit der westlichen Hemisphäre" gehören selbstverständlich zum Hauptinventar dieser Täuschungspolitik. Auf der letzten pan- amerikanischen Konferenz im Januar dieses Jahres in Rio de Janeiro sahen sich bann die Staaten Lateinamerikas durch den von Washington provozierten Waffengang mit Japan plötzlich vor die Notwendigkeit gestellt, den USA.-Betrug hinzunehmen, und zugleich war man zu der bitteren Erkenntnis gezwungen, daß alle bisherigen Neutralitätserklärungen Washingtons nur Vorspiegelungen gewesen sind. Seitdem hat Roosevelt alles darangefetzt, auch den letzten, Friedenswillen der lateinamerikanifchen Staaten zu vernichten. Die Versionen über den Besuch des kolumbiani- • scheu Präsidenten Lopez in Washington und den bevorstehenden Kanossagang des Präsidenten von j Ekuador ins Weiße Haus beweisen, daß der Kriegs, j tanz des „Weltdiktators" in Südamerika wettergeht, i Jialienlfche Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts. Professor Fausto Torrefranda von der Flo- renttner Universität hat Werke der italienischen Kammermusik des 18. Jahrhundert aufgefunden, die jetzt während des Maggio musicale in Florenz auf ber schönen luftigen Loggia des Palazzo Strozzi zum erstenmal aufgeführt wurden. Es handelt sich durchgängig um den Concerto-Typus mit Einzelpart. Man machte die Bekanntschaft-mit Mauro Dalai (zwischen 1680—90 in Parma geboren), Giovanni Benedetta Clatti (geboren 1690 in Bergamo), der als berühmter Clavicembalist lange in Würzburg wirkte, ferner mit Luigi Bor ghi (wahrscheinlich 1745 geboren), der in seiner Handschrift verblüffend an den jungen Mozart erinnert, und mtt Schöpfungen des großen Antonio Vivaldi. Lin farbiger Kulturfilm der Ufa. Der Münchner Kameramann Otto T r i p p e l hat bei einer Reise durch die Landschaften um Neckar und Main eine Fülle stilvoller Farbfilmstudien aufgenommen und zu einem stimmungsvollen farbigen Kulturfilm vereint. Ein neuer Intendant in Freiburg. Ms Nachfolger für den an das Deutsche Theater nach Den Haag berufenen Intendanten Dr. Nufer wurde Jntendanzrat Paul Hie der von den Städtischen Bühnen in Düsseldorf mit der Führung der Städtischen Bühnen in Freiburg i. Br. beauftragt. willigen der SA. zusammensetzt, und sich auch in den harten Kämpfen des Ostens wieder bewährt hat. Bei dieser Gelegenheit konnte der Stabschef einer Reihe von Soldaten das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse übergeben. Im Anschluß an die Schulungstagung der Deutschen Arbeitsfront in der Reichsschule Berlin-Wannsee folgte unter Leitung des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley eine mehrtägige Arbeitsbesprechung der Gauschulungsletter der NSDAP, und der Reichsschulungsbeaufttagten der angeschlossenen Verbände. Am ersten Tage sprachen die Reichsleiter Dr. Ley und Rosenberg. * Zwischen dem Leiter des Jugendamtes der DAF^ und dem Berufsreferenten beim Reichsjugendführer wurde vereinbart, daß ein Vertreter des Jugendamtes der DAF. und der HI. im Verwaltungsrat bzw. Aufsichtsrat der Sozialgewerke des Hand- Das Testament der Ehegatten vielleicht eine etwas der Eheschließung stehen, können nicht durch ge- 8 bis 10 Rpf. gemeinschaftliche Te- Angelegenheit. Für Kennzeichen B und P im Gtraßenverke^r. sind und der eine Ehegatte leichtsinnige Ader hat. Im ganzen gesehen ist das stament eine ganz einfache BUder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thvriot (beurlaubt;) i. B. Tr. Fr. W. Lange; für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft Sonderwünsche in der Erbeinsetzung ist genug freier Raum, und außerdem kosten solche Testamente nichts. Zu bedenken ist nur noch, daß gemeinschaftliche Testamente nur von Ehegatten errichtet werden können. Verlobte, auch wenn sie kurz vor sieben gegen Prämien keine Bedenken. Diese müssen niedrig'sein und dürfen nur einem Teil der Gefolgschaft gezahlt werden, wenn sie nicht in eine verbotene Lohnerhöhung ausmünden sollen. Der Reichs- arbeitsminister erklärt sich einverstanden mit einer Werkzeugprämie von höchstens 10 RM. monatlich an höchstens 10 o. H. der Gefolgschaftsmitglieder. Gießener DochenmarkkPreise * Gießen, 4. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln, neue, 5 kg 90 Rpf., Wirsing, Vi kg 10, Weißkraut 7, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 12, Römischkohl 13, Tomaten 25, Zwiebeln 20, Salatgurken 30, Einmachgurken 7 bis 28, Blumenkohl, das Stück 40 bis 50, Salat GSD., 46,2; 2. Jutta Scheibner, GDV., 50,0; 3. Elfriede Löffert, GSD., 52,0. 50 Meter Bru st schwimmen IM. - Anfänger: 1. Waltraud Möhl, 4/116, 1:10; 2. Erika Weller, Gießen-Kl.-Linden, 1:10,2; 3. Gertr. Hetzel, Tv. 1846, 1:11,5; 4. Ilse Lang, Gießen^Kl.-Linden, 1:21,2. 3X100-Meter°Bruststaffel Männer KlasseA: 1. GSV. 4:24,4; 2. LSD. 5:01. Streckentau ch^en für Männ er und HI.: 1. Fl.-Ing. Paul Lieb, LSD., 46 Meter — 1:24 Sek.; 2. Georg Büchs, Luftnachr., 41 Meter — 40,5 Sek.; 3. Hans Kirstein, GSD., 23 Meter — 19,5 Sek.; 4. Rudi Schuster, GSD., 23 Meter — 24,0 Sek. I Strecken tauchen DID. : 1. Karl Heinz Geyer, Spiel/116, 33 Meter — 35 Sek.: 2. Wolfgang Schuster, 2/116, 25 Meter — 24 Sek.; 3. Waldemar Schaffner, 2/116, 24 Meter — 23 Sek.; 4. Otto Beith, 5/116, 1M Meter — 21 Sek. Wasserballweitwurf Klasse A: 1 j Uffz. Karl Marx, LSD., 23 Meter; 2. Uffz. Focken- brock, LSD., 22 Meter; 3. Hans Kirstein, GSV., 19,50 Meter; 4. Heinz Köhlinger, GSV., 18 Meter. Masse rballweitwurfKlasse 8: 1. Rudi Hainer, 2/116, 18,50 Mister; 2. Werner Pfann, Spiel/ 116, 18 Meter; 3. Burkh. Riepoth, 2/116, 13 Meter; 4. Hans Dinslage, Spiel/116, 11,50 Meter. 50 MeterFreistilLMänner undHI.: 1. Werner Pfann 41,8; 2. Rudi Hainer 42,1; 3. Burkh. Riepoth 46,5. Tellertauchen DIV.: 1. Wolfgang Schuster 9 Teller 31 Sek.; 2. Otto Veith 8 Teller 22,5 Sek.; 3. Waldemar Schaffner 7 Teller 12 Sek.; 4. Karl Heinz Geyer 5 Teller 29,5 Sek. Kun st springen D IV. : 1. Waldemar Schaffner 12,2 Punkte; 2. Erwin Freidhof 11,4 Punkte; 3. Otto Veith 11 Punkte. * * Grüße aus dem Felde. Dom Kriegsschauplatz im Osten senden durch uns herzliche Grüße an die oberhessische Heimat: Uffz. Heinr. Haas, Steinbach; Gefr. Rud. Weiß, Watzenborn; Gefr. Ferdinand Blum,- Gießen, und Obergefreiter Karl Weiß, Watzenborn. * * Zusammen st oß a u f der Land- straße. Am Sonntagabend stießen auf der Landstraße nach Reiskirchen in der Nähe der 8. Schneise ein Kraftradfahrer und ein Radfahrer zusammen. Bei dem heftigen Zusammenprall trug der Kraftradfahrer Kopfverletzungen davon. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. * * Wagenschäden verhüten? Die Güterwagen und die jetzt beförderten Güter sind so wertvoll für die Kriegführung, daß auch von denen, die Wagen verladen, mehr als bisher alles getan werden muß, um Beschädigungen und Verluste zu ver- Am Sonntag führte der NS.-Reichsbund für Leibesübungen im Schwimmbad Gießen-Klein-Linden volkstümliche Schwimmwettkämpfe durch, die gut besucht waren. Stellvertretender Sportkreisführer Heller eröffnete den Wettkampf, begrüßte Oberstammführer Dr. Schneider als Vertreter der HI., dankte der Stadtverwaltung für die Ueber- lasfung des Bades. Kreisfachnrart für Schwimmen Pascoe für die Vorbereitung des Kampfes und ging dann in kurzen Worten auf die Bedeutung des Schwimmens im Rahmen der vielgestaltigen deutschen Leibesübungen ein. Unter Leitung von Kreisschwimmwart Pascoe wickelten sich hierauf die Kämpfe der Aktiven und Jugend, Jungen und Mädchen flott ab. Die Siegerliste. 100 Meter Kraul Männer und HI.: 1. Uffz. Fockenbrock, LSV., 1:13,3; 2. Heinz Köhlinger, GSD., 1:13,9; 3. Hans Kirstein, GSV., 1:21,4; 4. Ernst Frank, GSV., 1:26,1; 5. Rudi Schuster, GSV., 1:33,8; 6. Norbert Pfeiffer 1:36,9. 100 Meter Bru st schwimmen B D M.- Leistungsgruppe: 1. Hannelore Beck, Tv. 11846, 1:58,7; 2. Elfriede Beckert, To. 1846, 2:01,9. 5 0 Meter Brusts chwimmen BD M. - An- f ä n g e r k l a s s e : 1. Gisela Döpfer. 3/116, 1:00,4; 2. Margot Schneider, 19/116, 1,04,8; 3. Emma Hofmann, 19/116, 1:08,4. 50 Meter Brustschwimmen DIV. - Schwimmsportgruppe: 1. Hans Dinslage, | GSV., 43,0; 2. Wolfgang Schuster, GSV., 45,4; 3. Karlheinz Geyer, GSV., 49,6; 4. Erwin Freidhof. GSV., 50,0; 5. Waldemar Schaffner 51,4. 50 Meter Kraulschwimmen DIV. Klasse B: 1. Otto Veith, GSV., 43,3; 2. Wolfgang Schuster, GSV., 43,5; 3. Erwin Freidhof 46,2; 4. Waldemar 'Schaffner, GSV., 51,0. 50 Meter Brust schwimmen IM. - Schwimmsportgruppe: 1. Liane Schuldt, Kreis-Turn- und Gporttag des JISRL.-Sportkreise« Gießen. men noch nichts. Sie sind erst dann erbberechtigt, wenn keiner der verfügenden Ehegatten mehr lebt. Stirbt also der Mann zuerst, dgnn erbt die Frau allein. Stirbt die Frau zuerst, dann erbt der Mann. Erst nach dem Tode des Ueberlebenden, also erst nach dem Tode von Mann und Frau, erben die Kinder (oder Herr Max Müller). Sie erben also dann das, was vom gemeinschaftlichen Erbe übriggeblieben ist. Der überlebende Ehegatte ist nicht gebunden. Er kann zu Lebzeiten nach eigenem Gutdünken verfügen. 3. Beispiel: Soll verhindert werden, daß der Ueberlebende unbeschränkte Verfügungsmacht über das Vermögen erhält, dann kann das gemeinschaftliche Testament folgendermaßen abgefaßt werden: Unser Testament! Wir setzen uns gegenseitig als Erben und unsere Kinder (bzw. Herrn Müller aus Breslau) als Nacherben ein. Datum und Unterschrift wie oben. Währen- im Beispiel 2 der Ueberlebende frei über das Erbe verfügen kann, ist hier die Der- fügungsbefugnis stark beschränkt. Der überlebende Ehegatte ist Vorerbe, die Kinder oder Herr Müller finb nach dem Tode beider Elternteile Nacherbe. Der Vorerbe bedarf der Einwilligung des Nacherben zur Verfügung über Grundstücke und Grund- stücks^echte (z. B. Hypotheken), zur Verfügung über sonstige Nachlaßgegenstände (mit Ausnahme von Pflickst- und Anstandsschenkungen usw.), z. B. Paten- und Geburtstagsgeschenke, Auszahlung einer ausgesetzten Belohnung). Ferner hat der Vorerbe den Nachlaß ordnungsgemäß zu verwalten. Die Form des 2. Beispiels wird man dann wählen, wenn die Kinder schon auf eigenen Füßen stehen oder wenn man nur einen Bekannten bedenken will. Voraussetzung für solche Verfügungen •ift das gegenseitige Vertrauen der Ehegatten zueinander, daß der Ueberlebende nicht alles verschleudern wird. Die Form des 3. Beispiels ist dann angebracht, wenn Kinder noch zu versorgen Aus der Stadt Gießen.! Oer schönste Gommermonat. Wir merken jetzt, wie Tag für Tag die Sonne später auf- und abends früher untergeht. Die Dunkelheit bricht jetzt bereits schneller und stärker herein, da die indirekten Lichtwirkungen der „ewigen Dämmerung", die sich bis Ende Juli hinzog, ganz ausfallen. Die Sonne steht jetzt auch nachts wieder so tief unter dem Horizont, daß es, den Schein der Sterne und des Mondes bei klarem Himmel nicht eingerechnet, für 4 bis 5 Stunden völlig dunkel wird. Im Laufe des ganzen Monats nimmt die Dauer der Tageshelle um 1 Stunde 45 Minuten ab. Am Schluß des Monats August wird es ungefähr eine Stunde früher dunkel als zu Beginn des Monats, hell wird es während des gleichen Zeitverlaufs 3/< Stunden später. Während es in der ersten Mo- natshälste unter Einrechnung der Sommerzeit um 3.30 Uhr morgens hell wird, verschiebt-sich in der zweiten Monatshälfte der Termin auf 4.30 Uhr morgens. Abends wird es in der ersten Monats-1 Hälfte gegen 21.30 Uhr dunkel, in der zweiten Hälfte verfrüht sich der Termin auf 20.45 Uhr. Natürlich hängt im einzelnen der mehr oder weniger frühe Dunkelheitsgrad von dem äußeren Wetterzustand ab. Trotzdem die Sonnenscheindauer und die Höhe des Sonnenstandes im August weiter so erheblich zurückgehen, ist in der durchschnittlichen Temperatur zunächst noch keine Abkühlung zu bemerken. Im großdeutschen Raum liegen die Augusttemperaturen I im Durchschnitt nur 1 Grad niedriger als im Juli. I In der ersten Augusthälfte pflegt sich — wenn man die Durchschnittserfahrungen als Maßstab nimmt — kaum stärkere Abkühlung einzustellen, erst am Ende des Monats kann sich gelegentlich stärkerer Gewitter oder Regenperioden schon herbstlich anmutende Abkühlung durchsetzen. Der größte Teil des August steht im Zeichen der sog. Hundstagsperiode, die am 24. August endet. Im allgemeinen ist der August der schönste Sommermonat unserer Zone, da er beständiges unü gleichmäßig warmes Wetter bringen soll. Diesen guten Ruf, den er von altersher hat, möchten wir! in diesem Jahr aus naheliegenden Gründen um so j mehr erfüllt sehen. Jeder Tag 'im August, der. Son-1 nenschein und Wärme bringt, ist für die Entwicklung und Einbringung der Ernte ein Segen. Dem Monat August sind gegenüber unseren Acckern und Gärten höchste Verpflichtungen übertragen worden, er ist der Monat, in dem das Ausreisen zahlreicher Früchte erfolgen muß, wenn sich nicht für den Herbst unerfreuliche Verspätungen und eventuell Ausfälle ergeben sollen. Unter den drei Sommermonaten des Jahres stellt der Juli den vegetationsmäßigen, der August den reifemäßigen Höhepunkt dar. Beide Monate bilden den Schwerpunkt der Ernteentwicklung. Warnung an die Hühnerhalter Don Eheleuten hört man ost, daß im Falle des Todes des einen Ehegatten der andere sichergestellt sein soll und daß solche Verfügungen doch recht schwierig und kostspielig seien. Die Scheu vor den vermeintliche^- Schwierigkeiten hält Ehegatten oftmals davon ab, ein Testament zu machen. Das deutsche Recht hat aber den Ehegatten ein Sonderrecht zugestanden, das hier erläutert werden soll. Es wird sich auch dann Herausstellen, daß solch ein Testament die einfachste Sache der Welt ist. Zunächst wollen wir die beiden überhaupt möglichen Fälle trennen. Kinderlose Ehegatten wollen sich gegenseitig zu Erben einsetzen, schon um zu verhindern, daß die liebe Verwandtschaft sich nach dem Tode des einen um ein Erbe bemühen muß. Im zweiten Fall wlll das Ehepaar mit Kindern dafür Aus Oer engeren Heimat. Dolksturntag 1942 in Lich. Ein Weckruf durch den Musikzug der HI. leitete am Sonntag den gut vorbereiteten Bolksturntag 1942 in L i ch ein. Nach einer durch den Ortsleiter des NSRL. Karl Volz durchgeführten Feier mit Flaagenhissung rückten die Teilnehmer zum schönen Waldschwimmbad und Schießstand ab. Hier wurde bald um gute Zeiten und dort um die höchste Ringzahl gekämpft. Ortsgruppenleiter Dr. Erb zeigre durch seinen Besuch auf den Kampfstätten sein Interesse an den Leibesübungen. Am Nachmittag wurden die leichtathletischen "Dreikämpfe durchgeführt und heiß um Sieg und Punkte gekämpft. Nach einem Fußballspiel nahm der Ortsleiter des NSRL. dte Siegerverkündung vor. Ortsgruppenleiter Dr. Erb richtete in einer kernigen Ansprache tiefgehende Worte an die zahlreichen Teilnehmer und Zuschauer und rief besonders die Jugend auf, treu zu den Leibesübungen zu stehen im Sinne unserers Führers und zur Gesunderhaltung unseres Volkes. Sein Dank galt allen, die den Volksturntag gut durchgeführt hatten und die Leibesübungen in unserer Stadt hochhalten. Sieger im Drei kämpf: HI. A: 1. Karl Bonarius; 2. E. A. Schorn; 3. Otto Schwarz. HI. B: 1. Erwin Sctstrne; 2. Karl Dieruff; 3. Heinz W. Stein. DIV.: 1. Willi Menges; 2. Hermann Keil; 3. Walter Trechsler. Frauen. 1. Hanna Uhrhan; 2. Ilsemarie Ihring. BDM. A: 1. Irmgard Süßel; 2. Helma Textor; 3. Hermine Stier. BDM. B: 1. Paula Uhrhan; 2. Ilse Walz, Kätchen Schäfer; 3. Thea Stengler. IM.: 1. Anneliese Süßel; 2. Hildegard Zimmer; 3. Erna Nathes, Käthe Müller. Schwimmen: HI.: 1. Hermann Schiltz; 2. Heini Waltz; 3. Erwin Sommer. DID.: 1. Hermann Keil; 2. Hermann Ihring; 3..Willi Menges. BDM.: 1. Hanna Dörmer; 2. Ilsemarie Ihring; 3. Helma Textor. IM: 1. Gertrud Nickel; 2. Anneliese Süßel; 3. Hildegard Zimmer. Schießen: Gruppe A: 1. Karl Volz; 2. Heinz Pastau; 3. Jakob Uhrhan. Gruppe B: 1. Helmut Kielmann; 2. Günter Hartmann; 3. Heini Schäfer. DIV.; 1. Georg Schäfer; 2. Hans Radetzky, E. F. Kopf; 3. Hermann Ihring. Kreis Alsfeld. —.— Homb er g, 2.Aug. Der BDM. und die Iungmädel, in Stärke von über 60 Teilnehmerinnen, sammelten am Sonntag in unseren Wal- düngen Himbeeren. Die Sammlung ergab eine beträchtliche Menge, die für unsere Soldaten verwandt werden soll. meiden. Güterwagen, die ausgebessert werden, er- fordern zeitraubende Arbeit und fallen für wichtige urlaubt;) r. B. Dr. Fr. W. Lange; für Stabt Greven, Provmz, Wirnlyafk Transporte aus. Das aber widerspricht dem Gebot und Sport: Ernst Blumschem. Xav,« xsa, -irr ' Truck und Verlag: Brühlsche UrnversrtatLbruckerel R. Lange K. G. der -Stunde, denn Räder müssen rollen für den B rlagSleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann; Anzcigenleiler: Hans Beck, Siegs - Anzeigenpreisliste Nr. 6, Das Ritterkreuz für einen Oberhessen Berlin, 3. Aug. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Erich Geißler, Kommandeur eines Infanterie- Regiments. — Oberst Geißler, am 11.12. 1895 als Sohn des Oberpostmeisters Otto Geißler in Büdingen (Gau Hessen-Nassau) geboren, überwand durch seine persönliche Tapferkeit und sein tatkräftiges handeln im Abschnitt einer Panzerdivision in Afrika eine durch den Einbruch von 30 feindlichen Panzerkampfwagen vorübergehend entstandene kritische Lage. 3m Rahkarnpf wurden die eingedrungenen Briten zurückgeworfen und hierbei 15 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet. Sin Mitkämpfer Böckels 75 Jahre alt. Lpd. Frankfurt a. M., 3. August. Ein Mitkämpfer der antisemitischen Kampfgruppe Dr. Otto B o ck e l s , der frühere Schriftleiter Thomas Reuther in Frankfurt a. M.-Fechenheim, feiert am 6. August seinen 7 5. Geburtstag. Reuther hat vor Jahrzehnten an der Seite Dr. Böckels und Prof. Dr. Werners für die Befreiung des oberhessischen Landes von der Judenwirtschaft tatkräftig mitgekämpft. Zuchthaus für Derdunkelungsverbrecher. Lpd. Darmstadt, 3. August. Der 36jährige Friedrich Wagner aus Wöllstein, der nach seiner Persönlichkeit und bisherigen Lebensführung als Dolksschädling anzusehen und auch bereits wegen Diebstahls vorbestraft ist, verübte erneut unter Ausnutzung kriegsbedingter VerdunkelungsverhÄt- niffe mehrere Diebstähle von Stallhasen, die er in Höfen und Hausgärten aus den verriegelten Stallkästen herausholte. Die besondere Schutzwürdigkeit der Kleintierhaltung im Kriege veranlaßte das Son. dergericht in Darmstadt, das fortgesetzte Volksschäd- lingsverbrechen auf Grund des § 2 der Volksschädlingsverordnung mit 2 Jahren Zuchthaüs zu sühnen. Der 36jährige vorbestrafte Gotthard Fißler aus Goddelau wurde vom Sondergericht in Darmstadt zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er bei zwei Gelegenheiten unter Ausnutzung der zur Luftabwehr erforderlichen Derdunkelungsmaßnah- men erhebliche Mengen Apfelbuschbäume und Pflaumenhochstämme entwendet und teilweise weiterverkauft hat. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit ist außerdem auch die Unterbringung des infolge fei. ner geistigen Minderwertigkeit zu Eigentumsvergehen neigenden Täters in eine Heil- und Pflegeanstalt angeordnet worden. Wurst mit Ziegenfleisch gestreckt. Lpd. Darmstadt, 3.August. Die unzulässige Streckung von Wurstwaren mit Ziegenfleisch und der Verkauf solcher Erzeugnisse in der Metzgerei und Wirtschaft, sowie die Abgabe von Ziegenfleisch gegen Fleischmarken für bewirtschaftete Fleischarten brachten den Metzger Jakob B. aus L e e h e i m vor den Strafrichter des Amtsgerichts Darmstadt. Der Angeklagte hat durch den Zusatz von Ziegenfleisch in Wurst ein verfälschtes Lebensmittel ohne ausreichende Kenntlichmachung als vollwertig verkauft und durch die Abnahme von Fleischkartenabschnitten für minderwertige Erzeugnisse nicht nur gegen das Lebensmittelgesetz, sondern auch gegen die 23er« brauchregelungsstrafverordnunq verstoßen. Da der Angeklagte den berechttgten Anspruch seiner Kunden auf Belieferung mit gütemäßig einwandfreien Fleischwaren im Interesse eigener unzulässiger Um- satzerweiterungen verletzt hat, lautete das Urteil auf 3 Monate Gefängnis. Verdvvkelungrzeik: 4. August von 22.10 bis 5.17 Uhr. Hauptlchrifüeiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bes Hauvsschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Sondergerichtsurleil ftir falsche Angaben und Nichladlieserung non ®iern-Lmeiten ffa[[ roin 6as Ehepaar mit Kindern dafür NSG. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt sorgen, daß der überlebende Ehegatte zuerst einmal mit: Dor dem Königsberger Sondergericht hatten erben soll und nach dem Tode beider Eltern die sich ein Landwirt und vier ^Bauernfrauen unter der Kinder zu ihrem Recht kommen sollen. Anklage zu verantworten, «daß sie bei der Hühner- j Beispiel: Zahlung hn Februar 1942 falsche Angaben gemacht I Unser letzter Wille: und damit Erzeugnisse des täglichen Bedarfes bei- $8ir setzen uns gegenseitig zu Erben ein. feite geschafft hatten. Die Angeklagten hatten da- Berlin, den 1.7.42. mit erreicht, daß infolge ihrer falschen Angaben Franz Vorsichtig ihr Eierablieferungssoll niedriger als nach dem tat- (Erna Vorsichtig, geb. Nachlässig, sächlichen Hühnerbestand "festgesetzt wurde. Dieses Testament ist klar, eindeutig und trotz Die Angeklagten gaben dcn Tatbestand 3"^ seiner verblüffenden Einfachheit vollgülttg. Dieses gebrauchten zur Dertildlgung dre gleichen Argu- gemeinschaftliche Testament ist für Ehegatten gemente: Ein Teil der Hühner sei krank ober alt I . feine ^in^er haben oder einen anderen gewesen. Es habe sich ym alte Glucken gehandelt, ni(Ä bedenken wollen. Zu merken ist hierbei nur die wenig gelegt hatten und zum Teil hatte Ser .lindes: Ein Ehegatte setzt das Testament hand- Fuchs Hühner weggeschleppt. Demgegenüber- hielt sch^ftlich auf (nicht Maschinenschrift!) und unter der Staatsanwalt den Angeklagten vor, daß sie e$ Der andere Ehegatte setzt seinen Namen verpflichtet gewesen waren, auch die angeblich rraml^ erffe Unterschrift. Wichtig ist ferner der len Hühner anzumelden. Statt dessen hatten Sie Ausstellungsort und das Datum. Keins von beiden Angeklagten versucht, Eier dadurch belsöite zu IdW L)ar; fei)len, wenn Schwierigkeiten vermieden werfen, daß sie bei der maßgebenden Zahlung, die äen joIjen Diese sogenannte privatwirtschaftliche Hühnerzahl nicht richtig angaben. Das fei in einem genügt, die gerichtliche oder notarielle ist nicht Maße geschehen, daß man von emer Sefohrdung . Itt ÄfV'”'Ml -* sSSiirT i Ser Vorsitzende' knüpfte an die Urteilsverkün- Unser gemeinsames Testament: . düng folgende Mahnung: Diesmal hat das Gericht Wir s-tzan uns gegenseitig als Erben ein. Nach tfod) von einer Freiheitsstrafe Abstand genommen, dem Tode des Ueberlebepden sollen unsere gemein. ■ ißer aber in Fukunft sich wieder solcher Vergehen samen Kinder (oder Herr Max Muller aus Bres- ittulbig macht, hat mit ganz erheblichen Strafen, lau. Am Ring 10) Erben sein 'imter Umstünden mit Zuchthaus zu rechnen. Datum und Unterschrift w,e oben. , Nach dem Tode des einen Ehegatten ist der Variete-Abend bei KoF. Ueberlebende alleiniger Erbe, d. h. das Vermögen i oer u^eiayneßung pegen, lonnen maji iniraj ge « , ui die NSG des Erstverstorbenen fällt dem Ueberlebenden allein meinschaftliches Testament ihren letzten Willen be, Ä WftrSftn’ÄZ »u. Die Kinder (oder cherr Max Müller) bekam-' künden.____________________DnTw ! Mederum eine große Variete-Veranstaltung. Es waren Stunden beri schönsten Entspannung vorn Alltag, die den Besuchern von der ausgezeichneten Künstler-Gemeinschaft der Heinz-Hosfmeister-Tour- nee bereitet wurden. Als Ansager und Humorist i , für Dienstkraftwagen der Behörden gab Harry Kob le r, als Rundfun khumoriitbe-I^ ^er Parteiorganisationen gilt die bannt, der gut zweistündigen frol)en Unterhaltung sBeftimmunq, Kraftfahrzeuge nur für kriegs- einen vielversprechenden Auftakt, und im weiteren h ? lebenswichtige Aufgaben in An- Derlaufe des Mends steigerte er feine fprueft genommen werden dürfen. Zur Kenntlich- ßeiftungen in fo virtuoser Weise, daß der lebyasie &er Personenkraftwagen der Behörden Beifall schließlich geradezu stürmische Formen an-NSDAP., die keine besonderen amtlichen nahm. Erna Teil hei m als jugendliche ^an^e- $erwid>en wie die Wagen der Wehrmacht, der rin erfreute durch die Anmut ihrer. Tanzkunst Als j)er ff, der Reichsbahn, Reichs post usw. prächttge Vortragskünstlerin und ausgezeichnele führen, wird deshalb angeordnet, daß Perfonen- Parodistin lernte man Jutta R i e ch e r t *epne,n' traftmagen der Behörden durch ein „B", der Par- deren feine Kunst ein Kabinettstück war. Kate ^urd) ein „P" an der Windschutzscheibe kennt- T e l l h e i m machte mit ihrer schonen, wodulations- machen sind. Bei polizeilichen Kontrollen vollen Sttmme und mit ihren Liedern aus 6er -Melt Dienstkraftwagen wie die mit besonde- der Berge ihrem Rus als deutsche yooler=5tomgtn Etlichen Kennzeichen ausgerüsteten amtlichen alle Ehre. Einen außerordentlichen Höhepunkt der behandelt. ; Ä; “S MMmWjfür 1.16«. reicher humoristischer Szenen in seinen Darbiewn- verständliche Pflichterfüllung, fem fflräiek^bier^arfehen At?und"be^die Besucher Vereinzelt ist man in Betrieben da;u übergegan- 7s?Lm^B'eM^g is«te°dah auch hiermit gen. auch solch- G?folg,chaft-imtglieder mit Pro- u iihprtroifen mien auszuzeichnen, bie nur das getan haben, was murh^^ ^r^3H1Ta9^n^^ a^m o n erwiesen sich man von jedem Gefolgschaftsmitglied verlangen wurden. Dorothea unv Ramon “ ' fann Ser Reichsarbeitsminister wendet sich deshalb hir fff nU5a9 3ylls jubilierende Nach- gegen Gesundheitsprämien, da im Kriege von jeder Eleganz der Tanzkunst Als» » Arbeiter und Angestellten erwartet werden ttgall und reizende I Ee daß er nicht unter dem Vorwand, krank zu Clare Sta*«ffen ^t ihren fp tz ll Be- sein unberechtigt der Arbeit fernbleibt. Weiter ist manten Darbietungen, durch die \ selbstverständliche Pflicht jedes ucher zu Mi wirkenden machte. D k °rl aAn | i ^^lich die Arbeitszeit einzuhalten und tale k bot als Musikerin auT er nir = I während der Arbeitszeit nicht zu bummeln. Es ist Zenten eine einzigartig welseitige Kitsch daher ganz undenkbar,.etwa einem Gefolgschaftsmit- tuosen Kunst. Am Flügel be^lete 5) ü 1 dafür eine Prämie zu zahlen. Wenn jedoch 'N au.^.^ichneter Weise^ Nach leder Darviet I Gefolgschaftsmitglied durch sehr sorgfättige Bees reichlichen, ost sagar geradezu s '59 ^5® Handlung feiner Werkzeuge und sparsamsten Mate- ti5 ^ei±t?^ß5Ätaner^ ausge- Ölverbrauch mehr.^tut als das, was der Betrieb MntffetUr* 5reUiE ” 5 ^Ernst Blumschein. Üblicherweise von ihm erwarten kann, daizn be- Aus dem Reiche der Krau. Pilze nicht zu lange kochen lassen. Mehr als in früheren Sommern wird uns in diesem der Pilz als Nahrungsmittel dienen und uns durch seinen Gehalt an Eiweiß kräftige Mahlzeiten liefern. Nur müssen Pilze richtig zubereitet sein. Viele Hausfrauen lassen die Pilze kochen, bis sie weich sind, und häufig hört man klagen, daß besonders Pfifferlinge längerer Kochzeit bedürfen. Das ist grundfalsch, weil die Pilze durch das Auskochen im Wasser ihren Wohlgeschmack und den größten Teil ihres Nährwertes eingebüßt haben, während die Flüssigkeit allein den kräftigen Geschmack bekommt. Auf diese Weise erhält man wohl eine brauchbare Pilzsuppe, aber kein schmackhaftes Pilzgericht. Die beste und auch schmackhafteste Zubereitung,von Pilzen ist natürlich in Fett, worin sie nur wenige Minuten geschmort werden dürfen. Aber da wir mit Fett sparsam umgehen müssen, gibt es ein durchaus vollgültiges Ausgleichsmittel durch D ü n- sten in Knochenbrühe, übriggebliebener Fleischtunke oder in dem den Pilzen vom Waschen anhängenden Wasser. Auch hierin dürfen die Pilze nur minutenlang dämpfen, um weich, genußfertig und schmackhaft zu sein. Pilze dürfen erst kurz vor 'der Mahlzeit vorbereitet werden und niemals im Wasser liegen. Pfifferlinge, die ersten Sommerpilze, werden nach dem Verputzen in kaltem Wasser gewaschen und entweder in erhitztem Fett oder in etwas Brühe oder Fleischtunke gedünstet. Man stäubt Mehl darüber und fügt dem Pilzgericht zum Schluß etwas gewiegte Petersilie zu. Champignons, Steinpilze und Grünlinge werden in kaltem Wasser mit etwas Essigzusatz gebürstet und gewaschen und können dann in der gleichen Art in Tunkenwürze schnell weichgedämpft werden. Auch zu Pilzsuppe, -tunke oder -kotelett werden die Pilze auf die gleiche Art vorher zubereitet, ehe man sie feingewiegt der inzwischen gekochten oder künstlich bereiteten Fleischbrühe oder einer gebundenen Flüssigkeit, ebenso wie die anderen Zutaten zusetzt. . K. W. Bohnen frisch eingemacht. Einen Hauptbestandteil unserer Gemüse stellen die Bohnen dar, die wir frisch und eingemacht gern in der Küche verwenden. Durch ihre vielseitige Verwendungsmöglichkeit können wir leicht Abwechslung schaffen, sei es einmal eine grüne Bohnensuppe, zu der wir 375 g grüne Bohnen, 275 g Kartoffeln, 1 Liter Flüssigkeit (Brühe oder Wasser), 20 g Fett, 40 g Mehl, Bohnenkraut, gehackte Petersilie, Salz benöttgen. Die gewaschenen, abgezogenen und geschnittenen Bohnen werden in der Flüssigkeit mit Salz und Bohnenkraut zum Kochen gebracht. Nach einige? Zeit gibt man die in Würfel geschnittenen Kartoffeln hinzu und läßt zusammen garkochen. Das Bohnenkraut wird herausgenommen, aus dem Fett und dem Mehl eine Mehlschwitze bereitet, die man mit Flüssigkeit auffüllt und zu der Suppe gibt. — Oder ein Bohnen- e i n t o p f mit Tomaten: 1 kg grüne Bohnen, 500 g Tomaten, VA kg Kartoffeln, 1 Zwiebel oder Lauch, 20 bis 25 g Fett, Salz. Die geschnitzelten Bohnen werden mit der kleingeschnittenen Zwiebel im Fett gedünstet, darauf die in Scheiben geschnittenen Tomaten und die Kartoffeln geschichtet, gesalzen und das Gericht'ohne Umrühren langsam gargekocht (etwa 1 Stunde). Zur winterlichen Vorratswirtschaft ist das Einmachen in Flaschen empfehlenswert. Hierfür werden die Bohnen gewaschen, geputzt und geschnippelt in geschwefelte Flaschen gefüllt. Man gießt ab- gekochtes erkaltetes Wasser darüber, das nach 24 Stunden wieder abgegossen wird, erneuert es und wiederholt dies Verfahren noch zweimal. Dann werden die Flaschen verkorkt und mit Wachs oder Lack luftdicht verschlossen. — Bohnen in Essig: Die grünen Bohnen werden gewaschen, abgezogen und gebrochen, in schwach gesalzenem Wasser halbgar gekocht und vorsichtig mit einem Schaumlöffel herausgenommen. Dann schichtet man sie mit Kräutern wie Dill, Bohnenkraut, Estragon, Zwiebelscheiben in Steintöpfe, obenauf zuletzt Kräuter. Man gießt abgekochten erkalteten Elsig, mit dem Gemüsewasser vermischt, darüber. Die Bohnen müssen bedeckt sein, man legt ein sauberes Tuch darauf und beschwert mit einem Teller und Stein. Wir legen Gurken ein. Kleine und mittlere Gurken werden vorteilhaft als Gewürzgurken eingelegt. Man bürstet sie und läßt sie 12 Stunden im Salzwasser liegen. Dann werden sie abgetrocknet und mit Dillkraut, Estragon und, wenn möglich, mit Zwiebelwürfelchen oder Perlzwiebeln und Meerrettichwürfelchen in die Gefäße gepackt. Für. 50 Gurken kocht man VA ßiter Wein- ober Einmachessig mit 1 Liter Wasser, Salz nach Geschmack und 70 g Zucker auf und übergießt mit diesem vollkommen erkalteten Sud die Gurken, die man mit kreuzweise gelegten Stäbchen am Steigen hindert. An kühlem Ort Werben sie eine Woche stehen, worauf die Flüssigkeit abgegossen, erneut aufgekocht und wieder völlig erkaltet über die Gurken gegossen wird, über denen sie zweifingerhoch stehen muß. j Für süßsaure Gurken kocht man für 2 kg Gurken 1 Liter Wein- oder Einmachessig mit knapp Vz Liter Wasser, kg Zucker, Salz nach Geschmack, ab gerieben er Zitronenschale und einem Stückchen Lorbeerblatt auf und verfährt bann wie oben. Zu Salzgurken werben die Gurken mit Dill, Estragon, Weinblättern und Weichselbättern lagenweise in die Gefäße eingeordnet. In je 1 Liter Wasser löst man 40 g Salz auf, übergießt damit die Gurken, bedeckt und beschwert sie und läßt sie an warmer Stelle zwei Wochenlang gären. Danach schöpft man den Schaum ab, füllt noch etwas Salzwasser auf und stellt die Gurken ins Kühle. Nach wetteren 14 Tagen sind sie eßreif. Kleiderpflege im Gommer. Bunte Sommerkleider sind nur banh wirklich schön, wenn sie sauber und gepflegt aussehen, die Farben sich klar voneinander abheben und die Musterung nicht verschwommen ist. Sommerkleider, die das vermissen lassen, sind in der Wäsche falsch behandelt worden, und dieser Fehler läßt sich leider nicht wieder gutmachen. Darum ist es wichtig, sie von Anfang an richtig zu behandeln. So ist.es unerläßlich, vor dem elften Waschen farbiger Kleider, Seidenblusen, Halstücher u. ä. die Farbechtheit des Stoffes zu prüfen. Das geschieht am besten durch Waschen einer versteckten Ecke oder einer Stoffprobe in reinem lauwarmem Wasser. Ist das Stück farbecht, kann man es selbst behandeln, andernfalls muß es zur chemischen Reinigung gegeben werden. Bei der Selbbehandlung müssen jedoch bestimmte Vor- Dirndlkleider aus Getragenem. Zwei Dirndlkleider aus betragenem haben wir neben skizziert. Die Form links hat zu einem dunkelblauen Mieder mit rotem Paspel einen Rock aus grauem, dunkelblauem und dunkelrotem Leinen. Die Schürze ist aus naturfarbenem Leinen, das Blüschen ist aus weißem Batist oder Leinen. Das Kleid rechts hat zu einem Miederteil aus schwarzem Tuch mit roten Blenden und Biesen einen grauen Leinenrock und eine dunkelgrüne Taftschürze. Das Westchen ist aus feinem, weißem Seinen. Knöpfe: Altsilber. H. dirndlkleIdeh- AUS GETRAGENEM 'l‘\\ - ! (;♦ V V sichtsmaßregeln beachtet werden, damit der Erfolg die Arbeit lohnt. Einer der größten Fehler liegt meist darin, daß zu wenig Waschwasser genommen wird und ein zu kleines Waschgefäß. Auf diese Weise drückt sich gelockerte Farbe auf einen darauf- gepreßten Stoss-Fleck ab und schädigt so das Aussehen. Also — genügend viel Wasser und Raum für das Waschgut. Handelt es sich um Kunstseide, ist möglichst laues Wasser zu verwenden; das Spülwasser soll dann die gleiche Temperatur haben wie das Waschwasser. Man achte daraus, daß das Waschmittel keine bleichende Wirkung hat, durch die die Farben angegris- sen werden. Gespült wird so lange, bis das Wasser ganz klar bleibt. Reste des Waschmittels, die infolge ungenügenden Spülens im Stoff zurückgeblieben find, greifen die Faser an. Das empfindliche Waschgut darf niemals ausgewrungen werden; nur ausdrücken ist erlaubt, damit keine Faserdehnung und scharfe Knitterungen entstehen. Das ausgedrückte Kleidungsstück wird auf dicke saugfähige Tücher gelegt, zurechtgezogen und, mit einem zweiten Tuch überdeckt, sanft zusammengerollt. Kunstseidenstoffe werden, noch leicht feucht, auf der. linken Seite mit mäßig warmem Eisen gebügelt. Man achte darauf, daß.das Plättuch keine Falten hat. sonst gibt es auf dem Stoff blanke Stellen. Reine Seidenstoffe werden nach dem Waschen und Spülen noch einmal durch ein Wasser gezogen, dem man als leicht steifenden Zusatz etwas Gummiara- bikum — im Notfall auch Zucker — zugesetzt hat- der Stoff erhält so die nötige Festigkeit. Schantung- seiden und andere Rohseidengewebe muß mdn völlig trocken werden lassen, ehe man sie plättet. Ist die Seide trocken, soll sie nicht mehr lange liegen, da man sonst die Falten und Kniffe nicht mehr recht heraushekommt. Alle -Seiden dürfen nicht mit heißem, nür mit gut warmem Eisen gebügelt werden, Weiße Stoffe — Seiden oder Leinen — sollten nut in Wasser gewaschen werden, dem etwas Wasserstoffsuperoxyd zugesetzt ist, damit sie nicht gelb men den. Weißem Leinen und ähnlichen Stoffen tarnt man auch durch Zusatz von Waschblau im letzten Spülwasser die reine Farbe erhalten. Einfarbige bunte Stoffe wäscht man in Wasser, dem etwas Salz zugefügt ist. Bei Beachtung dieser Vorsicht^ maßnahmen lohnen farbenfrische Kleider unsere! Pflege. Rezepte. K a r a m e l g r i e ß. 1A Liter Milch, 50 g Grieß« 1 Prise Salz, 1 Eßlöffel Zucker, 3 Eßlöffel Zucker und etwas kaltes Wasser für den Karamel. Dis Milch bringt mgn mit der Prise Salz zum Kochen, läßt Grieß und Zucker ein! auf en und kocht unter Rühren einige Minuten gut durch. Dann bräunt man den Zucker in einer Pfanne und löscht mit etwas kaltem Wasser ab. Diesen fertigen Karamel gibt man unter den fertigen Grießbrei, füllt in eins mit Wasser aus gespülte Pudding- oder Glasfornt und stellt kalt. Am 20. Juli 1942 ist mein prächtiger Junge, unser lieber Bruder, mein guter Bräutigam und Kamerad, Schwiegersohn und Schwager Leutnant Wolfgang Kuhl Inh. des E. K. II und Kriegsverdienstkreuzes I. Klasse mit Schwertern bei den schweren Kämpfen im Osten, im 25. Lebensjahr, gefallen, j In tiefem Schmerz: Otto Kuhl Otto Kuhl, Unteroffizier, z.Z. im Felde Hedi Krause, geb. Kuhl Fritz Krause, Unteroffizier, z. Z. im Felde Liesel Oehler, als Braut Familie Emil Oehler. Gießen (Sonnenstraße 10), den 4. August 1942. 03744 Hart und schwer traf uns die Nach- Kjd richt, daß bei den schweren Kämpfen bn Osten, fern der Heimat und seiner Lieben, nun auch unser jüngster lieber Sohn, unser Bruder, Schwager und Onkel, der Oberschütze Emil Steitz sein junges Leben von nahezu 23 Jahren für Führer, Volk und Vaterland hingegeben hat. Er folgte somit seinem Bruder Willi 2 Jahre später in den Heldentod. .In tiefer Trauer: Familie Emil Steitz Familie Otto Steitz Frau Franziska Steitz Garbenteich, Lieh und Gedern, 1. Aug. 1942. __ 2385 D Infolge eines Herzschlages verschied plötzlich und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Heinrich Haas Schuhmachermeister im Alter von 55 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Haas jr. und Frau Erna, geb. Maid Robert Haas, z. Z. Im Felde, und Frau Ottilie, geb. Reitschmidt Otto Haas, z.Z. im Felde, und Frau Hildegard, geb. Möckel 2 Enkel Karlheinz und Hannelore und alle Verwandten. \ Gießen (Marktplatz?), Steinberg, 3.Aug. 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, 5. August, nachmittags 3 Uhr, von Watzenborn-Steinberg, Gießener Straße 48, aus statt. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme, die mir beim Heimgang meiner lieben Frau und Lebensgefährtin entgegengebracht wurden, meinen herzlichsten Dank. Gustav Raddatz. Gießen (Am Riegelpfad 68), 4. August 1942. 03737 Danksagung. Für die liebevolle Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen danken wir herzlich. Frau Emma Duill, geb. Knörr Gertrud Duill Karl Duill, z. Z. Oberarzt im Osten. Gießen, den 3. August 1942. _____________________03748 D a n k s a g u n g. Für die liebevolle Anteilnahme an dem großen Schmerz beim Heimgang unserer lieben unvergeßlichen Schwester, Schwägerin undTante Elisabeth Otto für die Blumen- und Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Andres sagen wir unseren herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Döll und Fran Lina, geb. Otto. Allcndorf a.d. Lumda, den 4. August 1942. __________________________________ 2384 D bfemctnfttiiie Bekanntmachung der Landräte der Landkreise 'Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lanter- bach und Gießen, sowie des «deren Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Die Ausgabe von Trintbranntwcin. Wie das Landesernälirungsamt mitteilt, roerben von selten der Einzeltländler täglicki Abschnitte B des Trmkbranntwein-Bezugsausweises bei der Ab tenung A des Landesernäbrungsamtes in A-rmtb tun a. M. eingereicht. Es wird darauf bingewiefen, doh die von den Einzelhändlern abgetrcnnten Abschnitte B nicht beim Landesernälirungsamt, sondern bei der örtlich zuständigen Kartenstelle ein- zureichen sind. .... weiter wird darauf bingewiesen, daß die den Einzelhändlern von den Kartenstellen ausgehändig- ts" Empfangsbescheinigungen ebenfalls nickt an die Abteilung A des Landesernährungsamtes eittzu- senden, ,andern von den Einzelhändlern aufzube- wahren sind. (2382D Gießen, den 3. August 1942. A’ür die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, »vrredberg, Gießen und Lauterbach, soivie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. gesucht 03751 Bezirkssgarkasse Gießen 2054 D Nehme noch Sftflmpfe Zeitungsträgerin gesucht 2377 D ZUM stopfen Verlag des Gießener Anzeigers an 03740 Kaplansgasse23p LICHTSPIELTHEATER sucht 23810 Mädehenräuber Tägl. 3,5.15,8. So. 2.30,5,8 Uhr Es lohnt sich! monotsftou öfter Wen Geld bringt Zins Geld mit Zins, M NSV. - Kreliamts- leltung Goethestr. 34 2380^ Schüler oder Schülerin für Austragearbeit während der Ferien für einige Stunden des Mittags werktäglich gesucht. Näheres m der.Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Suche zum 1.9cüoür. für meine 17'/2lührige Tochter, die z. Z. Schlilerin von Dr. Nitsch, Bad ^arzburg, ist 0373s Stellung als Arzthilfe. Näheres Gießen, Postfach 103. Gloria-Palast, Seltersweg 1 Kleine Residenz Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Portemonnaie mit Inhalt in der Fernsprechzelle des Hauptpostamts 03753 liegen geblieben Abzugeben geg. Belohnung aus dem Fundbüro. Eintritt: RM. 3.60, 2.80, 2.20, 1.80, 1.20. — Vorverkauf: Kartenverkaufstelle NSG. „Kraft durch Freude“,Gießen, Seltersweg 60, Telefon 3961 Maria von Schmedes die bekannte Vortragskünstlerin von Kabarett, Bühne, Funk und Schallplatte Betr.: Speisekartoffelversorgung. In der Woche vom 3. 8. bis 9. 8. 1942 können bie Verbraucher aus den fälligen Abschnitt des Kartmfelbezrmsausweises 3,5 Kilogramm Speise- kartoneln je Person beziehen. [2383D Gießen, den 3. August 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Ober- _ bürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lob. Fran Schelborn, Müblstr. 31 I. (Stellengesuche] Mvgeftilse sucht Stelle. Schriftl. Angeb. unter 03739 an den Gieß. Artz. 3uöerI.,inteUig. 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